? Mckl pssGlG Mk, 1 so ZOKlHONS «»«»GHtttG» »lAtz«»»«». »tr. Z»70> ««W»« V«»K«IW»i >«s v»e»,ck«k«,I (7«I«ß«» ckwmdD» ß««» ?«i. WDG<» lickiiii» lUtotipikW b«U>9G« «r. las «t«n ?. ^unl 1SSS w KH»»ttz«ki «M. « (V«fv»itungt . »»»««. A vtn. ««WIsn H« vln. ^W0l» ?»»t mon«u. » «ft.»» <— «»««. » Vi» ew,»»»,«»«« ' dk ? Vin. «I«v» ,«d»ml«ss^ Mmmr eituna t Run auf Gow Frankreich nls Hüter der A»lb«i»hr«ttß. —. Holland und die Schweiz i« Abwehrtainps l^en «oldholtung. _ VährungsreftabiN. flerung, eine vordringliche Ausgabe der Wel^wirtschastSkonserenz. In Verbllldung mit der Aufgabe de-Goldstandards durch England und o«ni '^>o!d ausfuhrverbot Amerikas ist cs in der ganzen Welt zu einer GMHortung durch Primat? geloinmcn, der man vorläufig machtlos gegenübersteht. Der Run auf Gold — anders kann man die Bewegung nicht charakterisieren^ — ist nur durck) die gleichen Milte! zu bekäinpfen nzie der Run auf Banknoten. Das einzige Mitt^^^I heitzt: zahlen, zahlen und wie der zahlen. Mit Erfolg ist eS im I^hre IWI in Teutschland angewandt worden. Aller-t>ingS schaltete nwn noch eine ^nunende Mahnahme ein, durch die die „Sel)nsuck)t" lmch Banknoten sehr rasch beeinträchtigt wurde. Ter Diskontsatz wurde ganz enor,n aesteigert, so.das; die Han'sterung von Bank-no^<'n ein sehr teures Geschäft war. Die Befriedigung der <^oldhortungK>vkn-f6ic' ist im allgemeinen nicht einfach, Praktisch jedoch imn?er noch durchführbar. CS ist aIIfaefallen, daft in leiste? Zeit sowohl Ilind, wie die Echmeiz grös^re l^^oldab-i^i^en tnti.il'n mnsiten, NM die Währungen lialten Die ti^rklärnng für die Notvcn-digkeit der Goldabgaben findet sich allein in d>'i- Tatsackie, das, 5>olländer wie Schiveiz.'r ansaugen, l^old zu lmuistvrn. Eine l^efnhr-dilNsi für die boNändische wie die S5iwe,zer Währung besteht nicht, da die Gold:wrriite bei weitem das gesetzliche Mak iiberschreiten. Ties? Sitnation kann sich iodcch rasch än' dern, wenn die Moldljainsterei weilergrbt. In Holland — ebenso wie übrigens auch in ?lmerlka — wird GM an Private sür .^-'r-tilngSzmecke nicht akgegeben. Trotzdem be-steht die ^lu^glichkeit, Gnlden in Gold umzuwandeln. De? .^'»oslilnder ki'uft fkir Gulden französische ?^rant^ und die frailz?sisch?n I^rancS lost er bei der Bank von ?^'ran?r.'ich gegen Gold ein. PnriS wnrde seit der l5in. führung des Gl'ldeinl'aril' durch Auieri'ka zum größten un^ bedeutendsten freien Gold' markt der Welt. Frankreich hält unbedwgt an der G-oldwährung kest, obwol^l ihm an dieser Nolle im Grunde genommen nichts liegt. Es ist aber gezwungen, den freien l''wl^markt aufrecht '» erhalten, weil «'bne-bin der ^ranc nicht stabil aehalteu me'di'n könnte und IM s'll'rif^en ein Wöhruu!VSrl'? uirrermeidlich wäre. eigenartig es auch klingt, hat augenblicklich die aan^e Welt ein Interesse daran, das! Frankreich bei der reinen lVoldzväbrunfl lleibt; denn ol)ne den freien Goldmark: iu Paris wäre eine ^estietzunig der ein/^eluen ?Väs'ruua.?werte gar nicht mehr 'i^'ilich. Nui zn Holland zurückzukehren, ist die Bank von >>olland gezwungen, die Gulden, die geien Kranes eingetauscht word-n sind, gegen Gold u'ieder einjulSien da andernfalls der Guldenkurs nicht stabil bleiben würde. Auf die'e Weise vermag der holländisch? .ffavitalist, wenn auch ank einigen Nm« wegen. Gold ^u hainstern und zu horten. ?lesinlich lieaeu die Verhältnisse für die Cchu'ei.^. Man braucht diese EnNvicklnu^ uifsn ulit sorge zu betrachten, n>enn eS in rclatiln kurzer Zeit gelingt, die Wcltwährun- Außmminifter Dr. ÄevNt wer den VlempaN Beruhigende Erklärungen in der Skupschttna / Die Garantie des Friedens / Das Echo in Paris, London und BerUn V e o g r a d, 8. Juni. In der heutiße» Gkupfchtinasidung herrschte «tt «ttckslcht «uf die Ankiindi. gung von VMrung^ des Aubenmini-fters Dr. I « v t i ü itber den Bierer. Pakt denkbar ßrSßtes Interesse. Die Diplomatenloge ««d die Ionrnaliftengalerie waren liberstillt. Skupschtinapriifident Dr. Kumanudi gedachte zunöchst des Todes des Abg. ch»inöi^ („Tlava"-Mf<), »o. raus bie Nkase iiber den RiiStrstt des Mi» nifterS Demetrovi^ und iiber die Ernennung der Minister Dr. Tomasis und An-djelinovi«; zur BeUesung gebracht w»rden. Die Regierung hatte der Gkupschtina in^ dessen eine Reihe von Konventionen mit dem Ausland unterbreitet. Auf der Tagesordnung standen heute die Intcrpellationen des Abg. Dr. N i-k i c iibrr die Verurteilung des Dr. Ma. Sek und eine Interpellation des Abg. eiri ^ über den Biererpakt. Aufienminifter Dr. I e v t i ü erklärte in seiner Erstellung, es bestehe kein Grund fiir Beunruhigung. Als der Pakt zum ersten Male auftauchte, sei er wirk-lich eine Gefahr stir den Frieden Europas fle,vcsen. Dem energisch?n Auftreten der ttleinen lSntente zwecks Schuj;es ihrer Interessen sei es jedoch gelungen, mit .Hilse des gro^n Verständnisses von seit-n Frankreichs derartige Veränderungen zu erzwingen, daß aus dem Pakt alles entfernt wurde, was aus eine Revision der Grenzen der Staaten der Kleinen lZntente abzielen wiirde. Frankreich - erklärte der Ausjenmiui-ster liat^s Garantien gegeben, die sol-cher Natur seien, daß er niemals die Basis abgeben könne jür eine Verständigung iiber die Revision der Grenzen unserer Staaten. Der in Rom zum Abschluß gebrachte Pakt verfolge nur den Zweck, die Lösung der zwischen den sührenden Mächten schiebenden strittigen Fragen zu beschleunigen, wovon iu erster Änie der Frieden Europas abhänge. Aus diesem Grunde habe die Kleine Entente dem Piererpakt in vollem Vertrauen ihre Zustimmung gegeben (Stlirmischer B^isaK). Als nächster Redner erhob sich der Interpellant e i r i ö, der zur Stunde noch spricht. Paris, Juni. Die gesamte Weltpresse beschäflist sich »nit der Bedeutung des Piermä^s^te.ienras?.?' wo bei im allgemeinen tiuf den grossen Wert t^ie-seS Vertrages hingewiesen wird, un?i zwar umso mehr, da er ein gewich!iger ?^aktor des europäischen Friedens sei. Einige ivlätter ziveifeln daran, daß diese Hoffnungen erfüllt lverden könnten, weil es nicht ausgeschlossen sei, daß er sich dock) in eine Diktatur der Mächte über die Kleinstaaten verwandeln könne. Bezeichnend, erklärt man hier, sei die Meinmlg der deutschen Presse, die erklärt, der Geist des Paktes sei unverändert geblieben und die Hoffnungen auf ^^ievision dürften noch nicht als begraben erklärt werden. Die französische Presse billigt den Pakt und betont die Tatsache', doß die Hindernisse, die sich einer europäischen Solidarität in den Weg gestellt haben, nun beseiti^^t seien. Mit großer Befriedigung wird die Zenats-rode Mussolinis kommentiert, die ein Zeichen dafür fei, daß nunmehr die noch zwischen Italien und >?rankreich fchwetendsn Fragen in Bälde gelinst werden. L o n d o n, 8. Juni. Der „Daily Telegraph" schreibt, Mussolini könne mit Recht behaupten, daß der Biererpakt trotz der vorgenommenen Veränderungen an seinem Geiste nichts eingebüßt habe. Die Frage der Vertragsrevision und der deutschen Gleichberechtigung sei zwar auf Forderung Frankreichs ausgeschieden worden, doch bleiben beide Probleme im Geifte des Paktes auf der Tagesordnung, was man schon in Kürze fehen werde. B e r l i n, 8. Juni. Der „Völkische Beobachter", der Zentralorgan der Hitler-Partei, schreibt, der in Rom unterzeichnete Biererpakt sei daS größte geschichtliche Ereignis seit 14 Jahren. Nach vielem Leid und größte!» Enttäuschungen sei nun die Basis für reale Verhandlungen über die deutschen Wünsche und Anliegen gefunden. Die kleinen Staaten mögen beruhigt sein, es werde ihnen nichts geschehen. Es handle fich nur darum, das Unrecht, welches ill den Pariser Verträgen verankert sei, wieder gutzumachen. In Rom sei daS Todesurteil über die Friedensverträge gefällt worden. ,^u verdanken habe die Welt diese Tat z!vei großen Männern: Milssolini und Hitler, die als gute Nationalisten im Verdachte standen, gefährliche Militaristen zu sein, die aber ihren ganzen Pazifismus praktisch de-luonstriert hätten. Der „Lokale Anzeiger" schreibt von einer „''»Wischenlösung", die eine baldige Er-fiitlling der deutschen Wünsche in ?lussicht stelle. B u d a p e st. 8. Juni. Die gestern erfolgte Paraphierung des Viermächtevertrages in Rom ist von der hiesigen Presse ohne besondere Begeisternng ausgenommen worden. Die Blätter konstatieren im allgemeinen, das^ der Pakt die Frage der Revision der Verträge offen gelassen liabe. Die revisionistische Presse tröste sich allerdings damit, daß der Pakt die Möglichkeit einer Revision im Rahmen des Völkerbundes offen lafse. Der Tenor der Ausfüh- rungen geht jedoch dahin, daß der Friede in Europa durch diesen Vertrag auf die Dauer von zehn Jahren gesichert erscheine. B e r l i n, 8. Juni. In offiziellen Kreisen wird zum Abschluß des Biererpaktes erklärt, man verhehle sich in Berlin keinesfalls, daß der Biermächte, vertrag ini Vergleich zum ursprünglichen Ge danken Mussolinis eine wesentliche Verwäs-serung darstelle. Wenn es anders gekonunen sei, so liege dies an den spezifischen Widers ständen Frankreichs. Kurze Nachrichten M o s k a u, 8. Juni. Der amerikanische Weltfliegex Mattern mußte 450 jsilsmeter östlich von Novo Si-birsk eine Notlandung vornehmen. Di<' Zdm > jetbehörden liaben den, Flieger einige Hilfsflugzeuge nachgeschickt. T o k i o, 8. Juni. In Hammati'u ist eme Pulverfabrik in di< Luft geflogen, sowohl die Fabrit als auch die Nebengebäude wurden dein ErdöoÄen gleickMmacht. Bis zur Stunde konnten 60 Tote geborgen werden. Es wird allgemein befürchtet, daß noch weitere Opfer zu I>ekla« gen sein werden. London. 8. Jun'. Der Start zum Weltflug des Ehepaares M o l l i s o n ist so gut wie gesckieiter?. Der Htart erfolgte heute um 5 Uhr 50 mitteleu-.rk^päischer ^!t. Da das Flugzeug niit Nenzin überlnitet ?var, kippte es in einer Erd-umlde unk und wurde stark beschädigt Das Ehepaar Mollison blieb unversehrt. DSrsenberichte Ljubljana, den 8. Juni. — D e v i f e i«.' Berlin 1S27.gZ—1338.7L, Zürich 1l08.35-1113.8Ü, Wien (Priv.) 8.85, London 194.14 ^1Sö.74. Newyork 4741.65—4769.88, Pa-ris 225.85—22K.77, Prag 170.67—171.53. Triest 297.96—300.36. Zürich, den 8. Juni. — D e v t s e rk: Paris 20.3775, London 17.515, Newyork 430 Mailand 26.925, Prag 15.40, Wien 57 fünf Achtel, Berlin 120.15. X Vor einem Vermahlungszwang « Oesterreich? Es oerlautet, daß in Oesterreich Verhandluugen im Zuge sind, die oezivoclen, unmittelbar nach der Getreideernte in großem Ausuiaße heimisches Getreide zur 'lier-mahlung heranzuziehen, um der Landwirt-, schaft die Möglichkeit zu bieten, »on August bis Oktober den größten Teil ihrer Fech-sung abstoßen zu können, damit sie iiustande ist, die rückständigen Steuern zu beza^hlen niÄ Anschaffungen vorziniebinen^ licher Seite wird vorgeschlagen, dap die -Regierung sür die genannten Monate einen gestaffelten Vermahlung^^zwang erlasse, u> zw. sollten die Mühlen gehalten sein, im August 75?^, im September 70?6 und im Oktober >l0?S inländischen Getreide»^' zu "cr< mahlen. gen zu stabilisieren. Denn bisher hielten sick? die Goldabgaben noch in relativ engea l^ren zen. l^esiihrlich wird die Situation in dem Augenblick, da die setzt testeheilde Bewegui.g der Gold Hortung anhält und damit dr? "^^old bestände der Bank von Holland und der Schweiz zusammenschmelzen. Es ist kein Zufall, daß gerade die Länder, die schon eine schwere Inflation hinter sich haben, für Beibehaltung der Goldwäb?'ung sich einsetzen, während gerade die großen und reick>en Staaten, die eine Inflation über l>aupt nicht kennengelernt haben, z. B. Alne« rtta und England, das sie rasch übe?)vundcn hat, sich mit erstaunlicher Schnelligkeit zur Äuf^abe des Goldstandards entschlossen ha-l>en. Entscheidend ist für die Weltwirkschafts konferenz, auf der auch die Währunasfragen geregelt werden sollen, die Haltung Frankreichs; hier wurde die Stabilisierung erst 1928, also vor fünf Jat>ren, durchgefübrt. uud zwar ist der Franc zum fünften Teil seines Wertes stabiliisiert worden. Das bedeu» tet, daß das französische Volk bed-utende Iu flationsverluste erlitten hat. Bei der bekannten Einiftellnng des Franzosen, der in erster Linie Sparer und Rentner iit, bestellt eine allgemeine AnimMSt gegen jede Inflation, die nur zur Bernichtnng der vorhandenen Vermögenswerte führen n'ürde. Selbstverständlich gibt es auch in Frankreich Kreise, die an einer Francentivertunxi -cesse ba» ben. und zlvar die Erportindustrie und überschuldete Betriebe. Sie köunen jedoch nicht gegen die im Land vorherrschende Stini-mung aufkommen. Ein wichtiges Arginuent, t>as von Jnflationsgegnern angeführt wird, l>esteht darin, daß nicht einmal der sran^^ö>i-. sche ErPort von einer Ausgabe der Wih' rungsstabilität Vorteile lMte, da ini selben ''lugenblick, da dies eintritt, ein allgeiueiue? Währungs^oS folgen würde, so das^ Frank „I»rarworl'? ?kummer 15.'^. Freitag, den S. Juni W33. Der Vlererpatt paraphieM Nach der definitiven Lußimmung Deutschlands / Die Itatlfiziening des rSmi» fchen Dertrage» erfolgt vor dem ÄufammentriN der WeltwirtfchaftSkonferenz / Vokm unerbittlich ablednmd / Muffolini Uder die Bedeuwng des Vertrages R o m, 7. Juni. Während in den Bannittagsstnnden noch völlige Nnficherheit dariiber herrschte, oh Leu^lhland dem Viererpakt seine Zustimmung geben »erde oder nicht, erjolgtt nach-mittag bereits eine ra^ ZNörung der La-ge. Die deutsche Aeichsregiernng ^tte eine mehrere Stunden dauernde Sitzung, in der Deutschlands Stellungnahme zum Viererpatt einer allgemeinen Diskussion unterzogen wurde. Um halb K llhr abends benach-rithtigte die Berliner Regierung den italienischen Ministerpräsidenten Mussolini, daß Deutsthland dem Pakt seine i^ustimmung erteile und ihn in der Form anerkenne, wie sie sich aus den letzten diplomatischen Verhandlungen der Regierungen Englands, Frankreis und Italiens ergeben habe. Gleich daraus traten im Palazzo Chiggi unter dem Borfitz Mussolinis die Botscha^r Englands, Frankreichs und Deutschlands, die Herren LordGraham, deJouvenel und vonHassel, zusammen und paraphierten den ^trag, der in einem sranzi»sis«^ Ori-ginal sowie in englischer, deutslher und ita-lienis«^r Sprache verfasft ist. Den Pakt wer. den nun die Parlamente der vier vertrag-schliefenden Staaten zu genehmigen haben, was schon in den niichsten Tagen erfolgen dürfte. Jedenfalls wird der Pakt noch vor dem Ausammentritt der Londoner Veltwirt-schastskonferenz in Kraft treten. Berlin,?. Juni. Unter dem Borfitz des Reichskanzlers Adolf .Hitler saich heute um Z Uhr nachmittags ein Ministerrat statt, der sich bis halb sechs Uhr mit der Frage des Biererpaktes besthLftigte. Nach eingehender Beratung iiber die Innen- und Auhenlage Deutschlands kam der Ministerrat zu der lieberMgung, es sei das beste, wenn putsch land dem Biererpakt beitritt, obzwar er in einigen Punkten den deutschen Wünschen nicht entspricht. Deutschland, hieß es, !^ffe, datz es im Zusautmenarbeiten mit den anderen Bertragsmächten gelingen werde, man ches Problem auch zu seinem Borteil zu lösen, was sonst ni«^ mißlich wäre. Die deutsche Regierung hat sich nach den Erklärungen maßgebender Kreise aber auch deshalb s^ die AnnahNte des Biererpaktes entschlossen, damit es nicht mit dem Borwurs bela. den werde, die Zusammenarbeit der «roß-miichte unmöglich gemacht und die Welt-wirtschaftSkonserenz gefährdet zu haben. Dem römischen BotMfter Hafsel wurde gleich nach der Sitzung der Auftrag erteilt, den Pakt der Mächte zu paraphieren. R o m, 7. Juni. M n s s >0 l i n i dankte im Palazzo Chic^-qi nach <'rfc>lqt<'r Aiaraphiorunli des Vertrags den niitwirk^'n>dcn Botschaftern Gra- rrich nicht cinin-al div tnrzcll zeitlichen Bl)r-teile, ^ie (England hatte, genießen würde. In der Währungsfraige lieisjt cs, wenil^e Tage vor dcr WeltwirtfchaftÄvnferenz nicht Nerven zn verlieren. In Deutschland und vielen anderen Läildern wird t»ie WährnngS prrritöt nur ni>tli dnrch eine scharfe Devisen-spsetzgeblNV aufre6)t erhalten. Tvot^den! konnte ,1. P. für Deutschland nicht >^»erhindt:rt mer^, daß die ReichSbmrk be^röchttichc De-ttifenverlus^ erlitt. Da? ist ja auch der Mund, ive^^haüb in Berlin die <^lällln;icr' Konferenz einberufen wurde. Dentschlaud seinerseits hat seincssalls ein Interesse daran, die ÄührungÄstaMtat aufzuhek^n, sei ldenn, das^ Maf;nalimen mtderer Länder ec< daAu zwingen. DaiMchUch vst die svral^e Währ»msis-stabilr^ung und der Ncuvertcilunst der t^oidvorrätv auf der Äeltwirtschaflstonfc-renz vordringlich. Jnteressanternvise wer?>en wa.'hnicheinlich Frankreich und Teutsrs>land oft zusammenarbeiten gegen die Länder mit enitwerteten Währungen England und A'me-ri-fa. Der Nun auf Gold kann nur s.choppt werden durch Mie^rherftellung des Vertrau enS. Dies unrd sich rasch einfinden, wenil alle Staaten sich nneder zur Währunsisswbi-litüt bekeniren i»nd ihnell auch durch eine Neuverteilnug der l^oldvorräte die Aiösilich-keit gegeben unrd, die Wälhrunsi s^e.ieu n-ie-derauftretende Schivanknngcn zu verteidigen. Haan, de Iouvenel und Hassel für ihre erfolgreiche Mitarbeit ani Zuftandelommen des Vertrages und begab sich sodann in den Senat, n>o er eine große Re^ hielt über die Bedeutung des Berttages für die internatio nalc Politif. R v m, 7. Juni. Jin Senat verwies Mussolini zu Begiun seiner mit Spannung erwarteten Rede darauf, daß durch diesen Vertracz die Friedensverträge eine Erweiterung erfahren nnd jeder Gedanke eine Schaffung von feindlichen Gruppen ausschließe. Die vier Großniüchte Frankreich, Engwnd, Teutschland und Italien kehren auf diese Weise zu den Grundsätzen der Nachkriegsverträge zurück und verpflichten sich feierlich, mit allen Maedonalb Kräften für eine Politik der effektiven Zusammenarbeit unter sich und mit den übrigen Staaten einzutteten. Redner erwähnte sodann die erste Zusamanenkunft nlit Macdonald und Zir John Sinnon, die sich sofort für den Vertrag ausgesprochen hätten. Der Widerstand gegen den Viererpakt sei mehr sentimentalen Erwägungen entsprungen. Allen vier Mnchteil seien ständige Eitze im Vülkerbundrat zugewiesen '»ild gesichert, wiährent» die übrigen Staaten sich in ihrer Vertretung beim Vi)lkerbund abivechseln, da die vier Grokmächte die größte Verantwor-wortung für den Frieden in Europa tragen. Daladier -Missolini sprach sodann über die Revision der Friedensverträge, die im Rahmen des Bölterbundstatuts möglich sei. Ein wichtiger Punkt des Versailler Vertrages sei die Abrüstung. Die VÜichte hätten si6) darin verpflichtet, die Abrüstung nach.Kräften zu betreiben. Der mit allen nwglicl^n Friedens Garantien ausgestattete Viererpakt sei aus die Dauer von w Jahren abgeschlossen worden und könne ohne zeitliche Begrenzung er neuert werden. Der Ministerpräsident zitierte sodann die einzelnen Vertragspunkte und richtete sodann unter stürmischonl Beifall des Senats Worte des Dankes an die Adresse Frankreichs, welches sich trotz aller tendenziösen <^erüchtmacherel dem Palt angeschlossen hat. Frankreich, erklärte Mussolini, sei infolge Xarvieus Stumilauf gegm das Linkskartek Die Anklage des kommenden Mannes / Eine vernichtende Kritik an die Adresse der Regierung Daladier-Paul-Boncour Paris,?. Juni. Andre T a r d i e u, der ehemalige Ministerpräsident, hielt in Ambret, dem Herzen der Auvergne, eine sensationelle Rede, die als flaninlende Anklage der beleidigten Rechten gegen die Regierung des Linkskartells zu werten ist. Die Rede Tardieus ist das Signal eines innenpolitischen .Mmpfes größten Stiles und man kann bereits sagen, daß die Regierung in diesem Kampfe unterliegen wird, wie dies im Jahre 1925, geschehen ist, als das Linkskartell voll Poin-care abgelöst lvnrde. Tardjeu verwies ill seiller vor Tausenden von Bauerll und Arbeitern gehaltencil Rede auf drei Punkte, iil denen die Regieruilg Daladier-Paul-Boncour vollkommen versagt habe: l. auf das Finanzchaos. Diese Regierung liabe in einen: Jahre weniger getan als Poincare iil drei Wochen. Der Staatsliaushalt sei init sechsmonatiger Verspätung und eineln Defizit von 4 Milliarden zustandegekoinmen. Die Staatsschuld sei in dieser Zeit uni 2L Milliarden allgewachsen. Die Staatsbons haben um 11 bis an ihrem Wert verloren. Neue Eingänge habe die Regierung dort gesucht, wo es gar ilicht nötig war: in den Ersparnissen, wo sie nur l.iiA; fand, und in den Taschen ^er armen Rentner, Steuerzahler und in den Posten für Landesverteidigung. 2. Der Bauer ist hell verzweifelt. Die Getreidepreise sanken um 45?S. Ulld dann die A n-ßenpol i t i k: Die alte außenpolitische Linie Frankreickis sei verraten, die neue Regierung jage Phantomen nach und gefährlichen Jnlprovisatiollen, die mail mit den Worten Abrüstung ohne Sicherheit, juristische Gleichberechtigung, Macdonald-Plan, Viererpall, Revision Perträk^e und Lon donljss Weltwirtschaftskonfers!^ bezeichnen könne. Das .Mlbinett Daladier sei wie von einer Manie besefsell, daß es alles unterzeichnet. Ein einziges Jahr der Kartellre-gierung habe Frankreich um kostbare Waf-feil gebracht, die aus seiller Hand entwunden worden seien. Frankreich habe trotz des Un-terzeichnnllgswillens keine Borteile errungen, die Streitfragell bleiben llach loie vor auf der Tagesordnung, Frankreich entferllte sich aber trotz alldem in gefährlicher Weise von Polell Ulld der Kleinen Entente. „Wir werden es llicht vergessen, daß die Linksregierung ihr Haupt vor der faschistischen Regierullg Jtaliells beugte und vor dem Aassendünkel der Hitler-Diktatur. Tardieu verwies in seiner Rede ferner daraus hin, daß Regierung und Parlament ill Frankreich jeden Sinn für konstitutionellen Funktionen verlorell hätten. Das Parlament stecke ill .Händen von Privatin-teressentell nlld die gesamte Parlanients Politik sei eine Borbereitung für Wahlen. Die Regierungen stmlden unter dein Terror der Parlalnente. Privatinteresse und Furcht vor Neuwahlen seien die Leitsterlle der Kanl-nlem." Sollell wir eineli neuen Einmarsch abwarten, um sich erst für die Landesverteidigung zu killnmern? Solle ein Finanzkrach erst erfolgen, bevor wir uns um die Staatswirtslt^ft ,^u kümlnerli beginnen? Tardieu forderte Berfafsungsreform. Welln diese nicht iiu j .iedlichen Mitteln zu erreichen sei, dann ninsse es durch die Gewalt geschehen, denn Frankreich sei des Schäckern mit seiner Freiheit und seineln Bermögell satt geworden. Die Willkür sei nur dort ulöglich, wo der Staat ohne Autorität sei. Tardieu legte den Schwur ab, daß er und seine halb dem Faschismus zuneigende junge Garde Frankreich zu seinen alten Traditionell zurückführen llierde. seiner geographischen Lage mit England, Deutschland ulld Italien einer der Haupt-faktoren des Fortschrittes nnd der Ordnung in Europa. Frankreich habe auä) selber effektiv anl Zustaudekoinmen des Vertrages Nlitgearbeitet. Auch die italienisch-französi-schcil sch>vebc»liden Fragen hätteil durch dil' neue VertragSsituation eine neue, bessere Form erhalteil. Auch Deutschland habe den Wunsch llach Mitar^it ausgesprochen, doch sei die Lage erst nach der großen Reichstac^s-rede des Kanzler Hitler geklärt worden. Dcr Kerrn der Hitler-Rede sei der aufrichtiges Friedcnslville des dcuts6)en Volkes gcmelen. Bor einer Stunde habe Hitler den Auftrac^ zur Paraphierung des Vertrages gegeben und dalnit den Friedenswillen T-eutsäilands dokumentiert. Re^>ncr b.'tonte sodann, daß ohlle !Z^utsä)land oder gegell den Willeir Deutschlands, daS durch die Hitlcr-Vewe-gung erneuert wurde, nichts mehr geschehen könlle. Auck) Italien habe kategorisch seilien Willen gezeigt, an diesein Friedenswerk? mitzuarbeiten. Mussolini i'erwieS zum Schluß auf die Zustimmung Belgiens zum Biererpakt, auf die guten Beziehungen Italiens zu j^sterreich, Ungarn, Bulgarien, Griechenland, der Mrkei und der Sowjetunion. Er schloß mit den Wortell: Dcr Vertrag ist unterzeichnet. Er tritt llach der Ra--tifizierung durch die Parlamente und nach erfolgtsul Austausch der Ratifikatioilsurkun-den in Kraft. Es l^ginnt eine nelle Aera, die uns auf 1l) Jahre den Frieden garantiert, «ine Aera, in der wichtige internationale Fragen ihre Lösuna finden ll>erden. (Ttür-lnische Optionen des ganzen Senats). Warschau,?. Jiuni. Der eheinalige Minister und gegenwärtige Cheftedakteur der offiziösell „Gazeta Pol-ska" M i e d z i n s e i, veröffeiltlich in sei« nem Blatt einen Leitartikel, der sich mit dein Standpunkt Polens gegenüber delll Bierer-Pakt beschäftigt. Die.Haltung Polens habe sich auch nach der von der französischen Regierung ihrem rölnifchen Botsc^fter erteilten Ermächtigung niÄ)t geändert, ebensowe. nig wie nach der veränderten Haltung der Kleinen Entente. Die Staatell der Kleinen Entente seheil in delr Versprechuilgeu Frallk reichs sowie im veränderten Text des Ber-tragsentivurfes genügende Garantien. Durch den Beitritt Frankreichs reduziert sich der Wert dieser Versprechungen und Garantien auf 25 Prozent des früheren Wertes, d. i. iin arithmetischen Berhältllis eines Mitgliedes gegenüber den drei übrigen Mitgliedern der Mächtegruppe. Miedzinski bezweifelt die Meinung des Außenministers Dr. BeneZ, daß die Autorität des VölterbundeS durch die Schaffung der neueil Mächtegruppe kei-lien Schaden erleiden könne. Polen werde sei- Kreitsß, »m,O. Zmii BW. ne Verpflichtungen d«« VVUeitmche gkßen-Uber redlich «rftMen, wenn icker AVIke,-bundÄmitglieder in zwei GrvMn geteM werden sollten, von denen eine flSten würde,. di< andere aber tanze» Mßte, dann werbe» sich die polnische OeffeaMchD^ dageße« Pw stellen. In Sle^ßkeisen wirb die fürchtung auSgespro«^, Polen könnte isoliert dastehen, so da^ ^ch die Frage erhe^, die Regierung trotz WneiAing gegen den Pakt nicht n,ehr Svt^ianj zetgm würde, »ic die<^ beispielsweise die Diplomaten der Kleinen Entente getan Hütten. »«»«Mte «chlnheit i« HMW—b. Aer da »leint, es gilbe in Hollywood nur schiwc, eii„va,chfvei wunderschöne Frauen, der mag isich lwn Herrn Salamon Lee er-Mleii lassen. Herr Lee wt nichts anderes in >)ollymol>d zu interviewen, die auf rhre <Äk>önheit hin nach Hollywo^ kamen, um Stars zu iverden. Und er Hot schon s.n die lv.oov siesprochen. Wenn eS hoch wmmt, nieint er, -find vielleicht Ivo wiMche Wm-schönheiten in gMlz.Hollywood, ^nn er versteif unter schSn, eine Frai,, wenn sie auf der Szene er^nt, mit einem schlag das gesamte Jntereffe auf sich honzentriert, fodaß es neben ihr nichts anb^s mehr gibt. Bon der Svrte Wts nicht viele. Meistens liegt die Schönheit im „Make «p^' und in Kleidern, eine schöne Fvau aber mus; un-qeschlnintt und in Lum^n die Zuschauer bezaubern können. Viele sind berufen, aber wenige -sind auierwiHlt, das gilt auch fiir Hollywood. Ei« Kitniß «wmt Bier F«a«» »U i«< Gech. Die Sitte deS leAendig begraben ivei^ens ist noch immer nicht auSgoswrken. Aus Ponugisisch-Miinea berichtet man, dast der Herrst^r eines AÄHiopen«^nnnes »»ier schtzvarze ?^a«en mlt ins Gr«b nahm. Die selige Maijestät, König der Bajotetl, hatte in seiner Jugeich vierzig Weiber. Ais er TV Ialire alt ivar, gab er sich mit 13 zufrieden, und in seinenl letzten Milen beshimmte er, daß sein Bedarf i«, Jenseits mit vieren ge-deckt wö^e. Sein Wunsch ivuche von seinen Erben geachtet, und vier der sl^nsli^ Vaio-tinnen imlftten damn glauben. ^assendeU ^^raWEn UWd ^RiDeR ^Utz^^rn verhitft das mMrliche DA««z'TOl»st'-Vitter wafser zu gevegetter Magen- tmd Davmtä« ti^keit. ^er ^^D>der aaS ^ItzElWNt» Nllmäniens Ehren,nann" unter den ?Xänbern ist endlich inS Netz gegangen und ,für A> lange Jahre uns<^ich geumcht worden. P o l i s c u i e, ein beriiihmter ruinSmscher Bandit, hat jahrelanfl Polizei und Militär hinter? Licht geführt. Die Ar-nren lverden seine lange Haft ^tter bedau« ern. Cr war grausam und bSse qe^en die Reichen und Schleen. Es >var seine Ne-wohnheiit, wnln ihm bekannte Reil^, Aeld-keiher oder Wucherer ln die Hände ficlell. Pe iM mir itjres Bargeldes zu berauben, sondern o»»ch alle Wechsel u,^ Hypotheken, die sie bei sich trugen, zu tilgen, iit^ cr sie vernichtete. So hat er manchem armen Teu-ifel unter den verschuldeten Bauern aus l>er Nemme geholfen. Außerdeni stahl er oft Nahrungsmittel und bereitete armen H'un-gerleidem ein ??estniahl. Sicher wird in^ter ihnen sein An^ken in Mren gehalten Verden. W«de>m «ch HDHere Töchter in Euba. Viele reiche junge Mädchen haben N) in den schönen und tapferen, von Roinantik umwitterten Rebellen CubaS, Juan MaS lk^ernandez, verliebt, der sich schon wo. chenlang in den Bergen versteckt hält. Jetzt können sie ihrer Schwärmerei praktischen und materiellen Ausdruck verleihen. Sie beschaffen Nahrung und Munition flir shre''. ^^el-den und unterstÄs^n ihn so. das» er die MSg lichkeit hat, sich noch längev vor den >!irgie^ rilngStrnppen zu verbergen. Mit List und Titcke verschaffen sich die iungen "Dauicn die BorrÄte und bringen sie bei Nacht und Ne. bel auf gePährlickM Wegen inS A^irge. Bor der Morgendänimeruilg u^iissen sie wieder .^u .viinse sein. Bon Zeit zu ^eit machen sie sich den Witz, bei den NessiernngStruppen zu mel den, sie wüßten den Aufenthalt der Neliessen. Dtiiin begeben sich die 5oldate!i der ning llxiedei' eininal aus eine natürlich er- Stiche. M« «wann so MMoMÄ Besucher Die EWaqoer WeUausstellMg eröffnet / Dinge, die die WM noch nicht gesehen hat Chitago, im Iun,. Nun ei^liich ist die große Weltausstellung mit ihren uiyeMWen Gensationen in Chi-ktbgo eröffnet wo«den. Jahre vorher hatte man über die phantastischen Prosettc, über die ^öftten Sehenswtkdigteiten zu bcricht^'n gemuht. Jetzt ist es soweit, das» nackte Tat-lachen von der Richtigkeit aller noch so nn-mSglich klingenden !>^rfprechm»gen zeugen. Schon der eigentliche G^ffnung^kt war eilte Sensation, die die Welt noch nicht erl bt hat. Ein Strahl des Polarsterns den» Sternbild des Kleinen Bären traf eine lichtempfindliche Photoßelle, wodurH ein Stroni-treis geschlossen wurde, der -hunderttatisende ekiktris«^ Lampen aufleu^n liest. Dieser Strahl, der so die WeltauHellung eröffnet hatte, war nach astronomisö^u Ä?rech,u,n-gen genau vierzig Jahre unienvegz, tun dailn eMich auf die Erde zu treffen. Die Baukosten dieser ^nz^rtigen Ausstellung betrüge»! rund 3V Millionen Dollar, während das Ausstellungsgelände l 7s> .^'ek. tar umfaßt, auf deui rund RVN Au^tellnngs hallen errichtet sind. Zwischen den einzeln,^« Halle»: hat eine besondere Schnellbahn den Dienst aufgenommen. Rund 1l00 ?^renchen. sichrer, die alle Weltsprachen beherrschen, stehen den Besuchem zur BersügunH. Man erwartet rund 50 Millionen Besucher. Zollte diese Zahl nicht erreicht werd?n, dürste die Weitmk^tellung in finanzieller Hinsicht eill klägliches I^iasto evleiden. Die Ausstellung zclgt alle großen ?sort-schritte und Leistui»g«n auf sämtlichen ^>)^ie-ten der Technik, der Wissenschaft, der Kuirst, der Industrie liud des Ackerbaues. Die „iial« ie der Wissenschaft" dürfte die inter^'ssauteste und am meisten besuchte sein. !7 Länder haben sich an der -chan beteiligt. Anierikani-sche Wissenschaftler dlvben eine Schau ..Wie die Welt vor Tausenden von Jahreil auöge-s^n hat" zusammengestellt. Hier unirden alle wertvollen Ausgrabungssunde an? Lhi^ na und anderen Ländern zu einen, eilcheit-liche,l M'd vereint. Noch in letzter Minutben,sie .>ffen, durch die Weltausstellung die Mittionen'rer-te absehen zu köinwu. Die Schau de? Bril» lanten wird ständig scharf l'ewacht; die Wäch ter sind sogar niit Gasmasken auSgerlistet. Man hat sich al'o sedem nur denMren An-«grtffS'versuch gegeuiiber entsprechend gerii-stet. Französische Sräsln in Metta blngerttW Das abenteuerliche Leben der Gräfin d'Andnrain / Sie hei-. ratete einen KameUreiber und war eine Spionin Eiue Nachricht aus Mekka, kurz und in-hoktSschmer, meldete in Paris, dah man in der Stadt des Prophetetl die fl»nzSsische Grä sin d ' A n d u r a in in einem geheimen Gerichtsverfahren zum Tode veturteilt und durch den Ärang Hingericht« hätte, u»td die Boulevard»'Reporter sind nun i!«bei, die Bor geschichte anfzujzckren utid aufzukläreit. Denn das Todesurteil, so streng es klaug und so schnell es ousgeflchrt 'vurde, schließt einen a^nteuerlichen Rvman ab, wie ihn kein Dichter erfinden, ^vie mnc daS Leben ihti zu schreiben vermag. Ein Graf aus dem baskische,i Adelsgeschlecht der d'Andltratns ivar leiden'chuftli-? Gat-teninörderin, die sie vielleicht «iar nicht g»"-iresen. Pilger, die aus Mekka kainen, trachten die Nachricht. Ein zweiter «vall Mala Hari. Wie diese starb auch Gräfin d'Al»durain einen muti^^n Tod. Wie diese hat auch sie das Geheimnis, ob sie spionin oder Weibstenfel geii'esen, luit ins Grab geno,nmen. „Mariborer Zeitung- Nummer wenn'nlan sie erst auf die gute drinc^t'n würde. Der jo geschaffene ^onds könne zi n, 'Schutz und Nutzen ju,Mr Mädch^'n »'endet li'erden, die freii^ in der Groszst^idi allerlei l^fahren aii^geient sind. Vc'tiiiiiuk iverden sich die Mäni,<'r dö'^ Au« «Ist c. Die Ochlußa«ssiihrung der „Glatzbena Mati«a", die vergangenen Donner.'lag im Stadttheater stattfand, stellte einen Cammer musikabend von hohen, kiinslerischen Nivelin dar. Die Piolinistin I>rl. .«i^ertha E o s a r brachtl? Ehopin-.<)crlnanns ^^l'ottnrno op^ u. Nr. i, gcfiihlvoll und mit Licherlieit zli Gehör. .err Sr? besonderen Nachdruck. Frl. Elsa P i r c spielte Schuberts Sonatine in D-Tlir tein-pera,ttentvoll. Es folgte,, dann die jblavier-schiilerinnen. Frl. Tja^a P regelj filhrle Liszts Nottnrno Ntit großem Verständnis aus. Allge,neines Aufsehen erregle Frl. Mi-lena L> r a /. e n ,nii ihrer vollendeten Liszt Polonaise Nr. ? und Äladigerows „Uebe, -iniltigkeit." Auch Frau Iela W akke nnt Chopins Scherzo war auf großer .'döl)e. Schließlich trat noch Fran Frieda Lch e -scherko mit Balakirews ^^slaniey aus und erntete init ihre,n präzisen nnd tenrperi, mentvollen Spiel Applaus. Tie Biolinist^l wurden von Frau Mirra San c in und Frau Schescherko an, Klavier begleitet. Daun trat das Orchester der „Glasbena Ma tica" unter Leitung des Direktors der An ftalr .'i^errn ^wrl E a n c i n ans. Znersi wurde die StaatShiimne intoniert, dann Mozarts schwierige Etnnphonie Nr. 40. Dn'^i Werk ,vurde von, disziplinierten Orchester wahrhast künstlerisch interpretiert. Das Orchester folgte den Anleitungen seines Diri genten tvohl bis ins äußerste Detail und setzte lnit seinen, ausgeglicheuezn spiele dem ganzen Abend die Krone ans. Die Schüler sind aus der Bioliuschnle lies Direktors Herrn Karl Sanci n nnd aus den Kla vierschulen der Fran Mirca S a n e i n. Frau Ludmila B o ?. , k-, der Frau Maren ka S a n c i „-Plzü k und .^errn Dusan S a n c i n. Sowohl dem hervorragenden Lehrkörper, wie auch den talentierten Schillern und Schillerinnen gebi'ihrt Anerkennung und Lob. c. Die AasnahWePriifanßea sitr die 1 Masse des GtaatsrealMMMsiiMS in ^se finden ant Montag, den 2V. d. 8 Uhr srird statt. Gesuche, dene,l der Tansschein und das leyte Schulzeugnis beizulege,i sind, knM'n bei der Direktion spätestens bis Donners» tag, den 22. d. ei,igereicht iverden. e Der Staatliche Kinder, und Inßmd» sch«tz»erein spricht allen Wohltätern den Dank aus, die silr den Bluinentag Spenden gestistet haben, so daß dieser die schölte Suni-me von l-M) Dinar einbrachte. Besonderer Dank gebührt den Gärtnern, den .'(lerren Je. lovSek, Gradi^er, KresLi und Zelenko, d^ die schönen Blunien gespendet haben. c Van einer Schlange qebissen wurde ain Psiilgstsonntag der lOjährigc Ziehsohn Anton Jakopin in einein Walde l^i Vitanje. Man brachte das Kind sofort inS Mgenieine j^an kenhaus, wo man ihm durch rasch<' .Hilfeleistung da? Leben rettete. c Der Ptzatokamerabieb sestgeaamMS». Wie wir berichteten, wurde dem Photographen Herrtl Pelikan ant 20. Mai aus seinem Atelier eine .,Leica"-Kainera gestohlen. Die Polizei hat da,„als sofort umfangreiche Erhebungen eil,geleitet und ihrem Bemühen ist es gelutlgen, die Kamera ausfindig zn lnachei, ni,d attch den Dieb zli stellen. Ä? ist dies der i8jükirige Zuckcrkiäckerlel^rl'ing Josef T. aus Slatina l>ei Smartno ob Paki. Er ka,n ain 2(X Mai in das unversperrte Atelier nnd schnitt die Drahte der elektri schen >tlingel durch, so daß in der Werk stätte niemand sein Koinnien bemerkte, nalwl die ^ia,nera n,td verschivand. T. wurde am Dienstag festgenommen. Der Appmat wur^ de bei ihm !,och vorgefunden. Ein Mann sjcht sein ilnrecht ein. vierhundert Pfund lx'nnachte ein Mann der Kirche als freiwillige Buße für schweren .Kumnler intd tiefes Leid, das er einer Fran zugef,'igt hatte. Die Ber,vend!»lg st<'llte er dem Bischof ron Lotldon anl^eiui. Der ntein-te. i'ieli' Mnner iviiren gerne sK'ie't, i>ellen-5^'ndeantentlen, Die Änobreitnng der Nadionvllen, KnrH'lvllen ''!''orsad!gerät, Knrzilvellen Snper. Allstroni^ jiurzloellensender, >>e,r»d«'n und ihre Schal tnngen, Weslenvl>in der Nnildsnntsender. alphlchet'sch iieordnet. Preis der Ein^elnu'ii iner 1(> Dill. .Jettsng' Nummer yrettkch, b«n S. Juni l9AZ. Dom«r»to>, dm 6 Ä»m> VtlVftlllvkvvIkllUV t« .Hotel Swf «»« Z»h»ftiette »»»MiFt d»s Gtr«MPs. bmch. — vPewtiO« ««t»eichiß. Im hiesigen Polizeiarrost ereignete sich heute bald nach Mtterna«^ ein aufregender Zwischenfall. Um die erwöhnte Stunde wur. de von den Sicherheitsorganen a»»f der Stra-^ eil« gewisse Iosefine B. m>gehalten »d da sie sich in verdälPiger MönnergeseNschaft befand, wegen Bcrd^es des unlauteren Le benSwandels festgenommen. Das j^rauen-zimmer wurde ^Id nnch Mitternacht in den Pokizeiarrest eingeliefert. Wie üblich, wurden der Inhaftierten alle bei ihr vovgesunde nen GegenstÄn>de abl?enomMn, i»>orauf sie in eimr Mle mit einer anderen Frau untergebracht wurde. Josefim B. fliihrte sich ruhig mlf und legte fich bald auf die Pritsche. Bald damuf erhvb sie sich jedoch wieder, ris; ein Stück ihres Strumpfbandes los u. verschluct« te es samt der Schnalle. Die Zellengenofsin sah zunächst erschrocken zu, eilte dann aber zur TAr und rief uui 5'»ilfe. Die Leb?nWScr-d-rüssige, bei der sich tald Ähinerzen im Ma-Mn einstellten, wurde noch im Lause der Nacht von der Rettuig unterzogen, die eine operative Entfernung der Schnalle notwendig nuichlte. fichrung von Gasmasken nötig machen. Der Staub dringt nicht nur in die Lungen de? Passanten ein, sondern . erfüllt auch die Wohnungen und überzieht Boden, Wände und Einrichtung mit einer dicken Staubschichte. Zu Pfingsten als die Bevölkerung nach inehreren Mchen ungünstigen Wetters wieder hinaus in die Natur stlrSMe, lagerte über den HanptverkehrSivegen eine Staubwolke, die der Stadt das Aussehen einer vergasten Ortschaft verlieh. Am schlechtesten ist es mit der Tattenbachova ulica, TrtaSka, RuSka und Zkoroöta cesta sowie der gegen Zdamnica führenden Stras^ bestellt, die vornehmlich von SpaKiergÄngern Seni'cht wird. Hierin niuß gründlich Wandel geschaffen werden. Maribor ist unter normalen llm-ständen genügend »nit Wasser versorgt, Heuer »Verden auch die neuen Wafserquellen in, Walde von Z^tnava in daS Rohrnetz einbezogen, sodaß, wie die Ge«nein^ versichert, auch in der ^it der größten Trockenheit genügend Wasser vorhanden sein wird. Somit entfällt Heuer der Hinweis auf den Wasser« Mangel. Sttaßenmisere Die Stadtgsmeinde hat ein Programm aufgestellt, nach dem einige «trahen gviind« lich instandgeseht oder nivelliert und reguliert werden. Äesen ihren Entschluß muß »nan nur loben, da er ein Zeichen dafür ist, daß der i^vmeindekuluk seinem Z^veck zuge» führt wird. Mit Straßenregulierungen darf sich jedoch die Tätigkeit des städtischen Bau-amtes Nicht erschöpfen. Denn mit der Mo-dernijsierung einiger StraßenAüge ist nur ein Äil des Daseinszweckes dieses wiMigen Amtes unserer Kommune erfüllt. Ebenso wiWg wie der Straßenbau ist die Straßenerhaltung. Aas nützt eS, wenn auf den neuen oder regulierten Ber-fehrSwegen die Wagen wie geschmiert laufen und auf den asp^ltierten Gehsteigen im Zentrum der Stadt die Fußgänger vor dem Kot bewahrt bleiben, ivenn andere Straßen und Gassen nahezu unpassierbar sind? Gewiß, es wird beschottert, aber wie? Es genügt nicht, die durch den starken Wagenverkehr venirsachten Mulden mit Schotter auszufüllen, da bei der schnellen Fahrt die AutomobitlÄder denselben gleich Geschossen in alle Mndrichtungen schleudert, und nach einigen Minuten die Mulde wieder iu der msprünglichen Gestalt da ist. Die Beseitigung der ^hrrinnen und Bodeitsenkungen muß schon gründlicher und dauerljafter vorgenommen tverden. Es muß ein Mittel gewählt werden, das ein rascheres Befahren mit AutvS emlSglicht und diesewen vor Achs- und Federbrüchen schützt. Ansonsten ist die ganze Arbeit unnütz, abgesehen davon, daß das für die Straßenerhaltung ausgegebene Geld keinen RujM bringt. Aber nicht nur die Besl!^tterung der Straßen soll fachgemäß vorgenommen werden, sondern auch auf die Z u sch ü t t u n g der aus irgendeinem Grunde ausgeworfetten Gräben ist ein besonderes Augenmerk HU richten. Wird die Straße aufgerissen, um ^tmigen zu verleget! oder Ausbesserungen vorzunehmen, dann ist das Erdreich ??st ein-zufwmpfen, damit am Fahrda-mm keine Li>-^r entstehen, die für die Fahrzeuge die größte i^ahren in sich bergen. Als Beisp^l führen wir dieKo r o ? L e» v-a uliea an, die sehr stiefmütterlich behandelt wird. Är .Hauptverkehr in der Draustadt wickelt fich zwar in dieser schöneit Gtva^ nicht ab, doch ist dieselbe stark genug frequentiert, um vom städtischen Bauantt etwas Utehr Rücksichtnahme zu verlangen. Nicht viel besser oder vielleicht noch schlech ter ist es auch mit anderen Verkehrswegen an der Ctadt^ripherie bestellt. DieStaubplage ist eit, Kapitel für sich, leider ein sehr trauriges. Kauin zeigt der Wettergott ein freundlicheres Antlitz und läßt die Sonne auf die Stadt herablack^en. wirbeln hinter sedeii, Fulirwerk schon rieli' ge Stattbwolken auf, die na6>aeradc die Ein- ni. TsdeSsal. Räch kurzer, aber schwerer Krankheit ist der Privatbeamte und Besitzer Herr I^lius.tzeintzim Alter von 72 Jahren verschieden. Die Beisetzung erfolgt Freitag, den 9. d. um 17 Uhr von der Ausbah-rungshalle in Pobreije auS statt. Friede seiner Asche! D« schwergetroffenen Familie unser innigstes Beileid! m. A»S de« Zum Richter des Kreisgerichtes in Maribor wurde der StaatSanwaltSsubstitut Herr Franz K o-vaL aus Novo mesto ernannt. m. A«» de« Ech»ldie«ft. Der frühere Di-»eili^'r der Lehrerinnenbtldungßanstalt in Maribor, Herr MathäuS P o toön i k, der seither Ärektor der LehrerUldungSailstalt in GospiL war, wurde in den Ruhestand versetzt. m. VOvA»«wechtilt. Heute, Donnerstag, den 8. d. um 20 l^r ers^nt der Msstonar Josef Kerec noch einmal am BortragS-tisch und wird über China und dessen Bewohner, unter denen er 12 Jahre verbracht hat, sprechen. Seine hochinteressanten Ausführungen, die er auf allgetneinen Wunsch bereits wiederholen mußte, tverden prachtvolle Lichtbilder begleiten. Um IS Uhr spricht der Bortragende über dasselbe T^ta zu MittelMlern. m. Ge«e«ckMriO«M»>ß. Der Lehrerverein sür Maribor - rechtes Drauufer hält Samstag, den 1v. d. l»m 10 Uhr in Frant seine Jahreshauptversammlung ab. nt «»And«iiß einer «aNnefektiO« der „JMdkMUsta ftraia". Jui Schosse der „Ja-dranska strata" ist die Gründung einer besonderen Marinesettion im Wer^n begriffen, die den Zweck verfolgt, die gewesenen Ungehörigen der Kriegs- und Handelsmarine zusamnienzuschlies^en. Durch gesellige Zustlmmenkünste und Pslege verscl^edener Wassersportzweige soll zwisii^n deit seinerzeitigen Marineuren ein engeres kanierad-s'haftliches Band geschloffen werden. Auch verfolgt die Sektion deit Zweck, das Jnteres' se für den Mariitedieitst zu heb!m. Attmeldun gen sind in der Kanzlei der „Jadrattska stra-!a", tyrajska ulica 5, vorzunehnten. ut Die LehrerPenfioniste« ans Maridor und U«ßehuns veranstalten DoilnerStag. den 8. d. um l?i Ulir eine Zusalnineitkunst im Gasthause RenLelj in PobreSse. Bei dieser Gelegenheit »vivd Herr P urhart tlber seitte Reiseerlebnisse am Kosovo polje sprechen. Nt. Das Amtsblatt sÜr das DrauHanat veröffentlicht in seiner Numtner 4S u. a. die Nachtragskonvent'lon über die Kompensations begleichung der gegcltseitigen Forderungen zwischen Jugoslatvien und der Belgisch-luxemburgischen WirtschaftSuttiott. m. Zusammenfaffnng der Fleischhaueror- ganisatianen. Die Fleischhauervereinigun-gen SloweniettS faßten schon vor lättgerer Zeit den Beschluß, sich zu einem Verband zusammenzttschließen, der das ganze Drau-banat umfassett soll. Auf diese Weise würden die Interessen der Fleischhauer und des fleischverarbeitenden Gewerbes besser gewahrt werden. DienStag tlnd Mitttvoch fanden die Beratungen der Vertreter der einzelnen Bcreinigungett statt, in denen ein- zelne Fragen eingehettd behandelt wurden. Die Delegieren traten schließlich zur gründenden Vollversammlung zusammeit, in welcher die Gründung deS Verbandes der Fleisch hauervereitligungen für das Draubanat einstimmig beschlossen »vurde. Die Satzungen des Verbandes find von der Banalverwaltung bereits genehniigt worden. Zum Obmann wurde Z^rr Jakob Dimnik auS der Umgebung von Ljubljana gewählt. Zwei ter Bizeobmann ist .^rr Franz R e b e u-schegg ans Celje, tvährend der Obmann der Mariborer Vereinigung Herr Fidler AuSschtißniitglied ist. m. Die «»tituberkulOseittißa i« MarchOr teilt dem geschützten Publikum höfl. mit, daß an Stelle deS erkrankten Jnkafsanten Michael Potoöan nunmehr Herr Alois Bizjak berechtigt Ist, die Monatsbeiträge für den Afylfond einzusammeln. In d. Nachbargemein den biforgt die Sammeltätigkeit Herr Albin S t e f a n S i k. Nt. Das Nächste Totockenschlktze« deS Jagdvereiites findet S o n n t a g, den 11. d. um 14 Uhr auf der Mlitärfchießstätte in Radvanje statt. m. FrWatzrssatsO» i» Elatin» Nadenei. Der kleiire, schmucke Kurort an der MUr erfreut sich in dieser Saison eines außerordent lichen Zuspruches. Diesmal ist der Besuch gleich zu Beginn der Badezeit ein sehr re-ger, jeder Tag der Vorwoche brachte neue Gäste, die hier im „jugoslawischen Nauheim" Herz und Nieren kräftigen werden. Die Quellen von Radenoi — sowohl die Trink-wie Badekuren ^ werden immer wieder bei Erkrankungett der Nieren und bei Arterien-verkal7ung als einzig in ihrer Wirkung anerkannt. Diesem Uinstande rerdantt die „Per le an der Mur", wie man den Kuwrt nennt, die große Anerkennung itM dem Zusptmch des P»bliki»mS. Die Radenci-Ouelle bietet durch Hren Natron-Gehalt einen auSgezeich neten Säuerling, der durch seine vortei^ste chemische Zusammensetzung zu den bedeutend sten und wirkungsr^chsten Quellen lburopaS gchi^. Sehr wichtig ist aber zu betonen, daß die Einrichtung deS Bades, die diätetische Mche usw. die nMrlichen Schätze ausgenützt und für dm Kurerfolg nutzbar gemacht lhaben. Was die Natur hier an Kraft und Heil spendet, die Wirkung der vuellttt, der einzigartige Sprudel von Radenei — er wird durch sorgfältige ärzUiche Kunst, namentlich durch die Bäder zur vollen Wirkung gebracht. Aus verschiedenen Gegendett uttseres Staates, aber auch viele Grazer und Wiener umstehen schon die Radenei-Quelle u. sonnen sich int mill»en Schein einer wohligen FrühlingSsonne. Sehr erfreulich -st die-ser Aufs^vung dieses Kurortes, denn eine Gegend wird eMich von vielen aufgesucht, deren stille Reize viel zu wenig bekannt waren. * Welche Ha»»fta« «»ß he»te »icht re«? . . . und das tut sie wirklich, wenn fie ausschließlich den echten „Kathreiner ltneipp Malzkaffee" verwendet. Er schmeckt nicht nur am besten, sondern ist ausgiebig und man braucht sehr wenig Zucker! m. Wetterbericht vom 8. Juni, 3 Uhr: Feuch tigteitSmesser I?^, Barometerstand 737, Temperatur -s- lü, Windrichtung SN, Be-n'ölkttng ganz. Niederschlag —, Unigeöung Nebel. b. Einema re»ip». Juniheft llM. Eine vorbildlich ausgestattete und schön 'llustrier« te Zeitschrift. Mministration ^'^greü, ^un-dulivova ul. 2. Einzelnuntiner 8 Din. Aus VW« p. Vlii«entag des Roten Kreuze». Der hiesige Ortsausschusj des Rotetl Kreuzes ver anstaltet Sonntag, den ll. d. eitlen Blumentag, dessen Erlös den Einrichtungen deS Roten .Kreuzes zufließen soll. Die P. T. Bevölkerung wird ersucht, die Blumenverkäuferinnen nicht abzttweisen. p. A«ßefch»e«mte Leiche. Bon der Drau wurde Dienstag nachmittags die Leiche ei-neS etwa 30jührigen ManneS angeschwemmt. Da der Manit nur tnit kurzen Hosen bekleidet war, dürfte eS sich um einen beim Baden Ertrunkenen handeln Die Kommission stellte ztnnr am Kopfe Mci Verlehungen fest.» die aber vom Anvrall an eitten Stein rühren dürsten. Die Leiche wurde in die To-teickmlmer des OrtSfriedhofeS in Ragozni-m geschafft. p. »cht»»ß ,M falsche» «»»P»! Bo, einigen Tagm tauchte in Ptuf ew unbekann' ter Mann auf, der in mehreren Geschäfter falsche M-Dinar-Minzen anzubringen trach tete. ES geltlng ihm dies nur in einem Fall^ Die Münze ist viel dunkler und schon durch den tieferen Klang leicht von den richtigen Münzen zu unterscheiden. p. Ve« T»di Gerettet. Der Svjährige Tho» mas Gregorec auS v. Trojica stürzte an einer stellen Stelle die Uferböschung hinab u. blieb zum Glück an einer Untiefe bewußtlos im Wasser liegen. Wie durch einm Zufall konnte sich der Greis nach längerer Zeit selbst aus deni Waffer retten, sodaß er wohl nur einem Zufall sein Leben zu verdanken hat. Vel Nk««tl»cht, Gicht «d TutirWmmch» ver-tef^rt da» natürliche.Nra«t-g>jef-.Vitterwaff«r die Magen- und Darmtätigkeit tmd sördert «Äh HÄtlA die Verbaimnll. f^chtt «f de« Getlete ^ StlMvechselheilikunde verfichern. mit de« ^ira>z-^isif»Wa^er glänzende Ergebniffe erzielt kann. Aus Dralwlimd g. TadeßM. In Tolstl vrh bei Dravo^ grad ist die dortige Grundbesitzevin Frau Marie Kotnik vulgo Juh im hohen Alter, von 81 Jahren gestorben. Die verblichene war die Mutter deS LandesgerichtS-rates Dr. Kotnik und deS ProschorS Dr. Kotnik in Maribor sowie deS ^rreS Kotnik in Slovenjgradec. — In Spod. Klane bei Vernes verschied die Grundbesitzerin Frau Anna Kogelnik vulgo KlmiLnik, die Mutter des verstorbenen Pfarrers von Trbonje. R. i. p! g. Aemr. Am Hof des Besitzers Anto« Korat vulgo Bide in TrVonie brach ein Feuer aus, dem das Wohnhaus zum vpfer fiel. Die Feuerursache wird auf den schadhasten Kamin zurückgeführt. g. Nene Tatattiastk. An der Straße zwischen Brücke und Bahnhof hat der KriegSi»-valide Franz Kowik einen gefälligen Pavillon aufgestellt, in dem er di^er Tage eine Tabakverschleißstelle ervfs^et hat. g. Gt»rz «« Dache. In LibeliLe stürzte der Dachdecker Gregor Hmuk aus ziemlii^ Höhe während der Arbeit vom Äich deS Besitzers Johann Kleder. Smuk erlitt hie« bei innere Verletzungen. g. >e«e UchktzMi. Der hiesige, erst kürz lich gegründete Gchützenverein hat in der Hirschler-Baumschule eine Schießstätte errich tet, sodaß nun unsren Schützen genügend Gelegenheit geboten erscheint, dem Schießsport zu huldigen. «ins U«wn.TAM»». Wogen des Ämhschlagen. den Erfolges wird das Phänomena-Ie Lustspiel »«ruß und K«tz «eemiik»«» mit dem berühmten „Pnprikamädel" Franziska Gaal und Paul Hörfiger noch heute, Donnerstag vorgeführt. — M morgen, Freitag gelaitgt die lustigste Operette Mich «an fich gleich scheiden lassen?" zur Vorführung. Ein Lust, spiel voll guter Einfälle, mit viel Demi», schönem Mlieu und viel Humor. Die schöt>e Else Elster spielt die Hauptrolle tni: schr viel Grazie und Anmut, ihre Partner Ivan Potroviö ist elegant wie immer. Szöke Sza-kall M seinen urwüchsigen, unverwüstlichen Humor zum besten und sorgt dafür, das; sich das Publikum sehr gut unterhält und siel lacht. V«rg-TO»ki«e. M heute der ffroße Sen-sations-Sittenfilm „T^zerinne« skr Südamerika gesucht". Ein großartiger Filmschlager mit Mta Parlo, ^l^l Otto. Harry Frank und Harry Hardt in den Hauptrol-len. Der Film „Tänzeriitnen für Südaineri-ta gesucht" zeigt in eindrucksvollen Bildern das verbrecherische Treiben der Hyänen der Menschheit, die niit verbrecherischem Raffine ment ihr furchtbares Handwerk ausüben. In allen Weltstädten tauchen sie auf, locken unerfahrene Mädchen in ihre Netze, in den verschiedensten Marken wirken sie _ und noch ininier ist die Zahl der Opfer gros^. Da der s^ilni waihrheltSgetren da? Treiben der Mädchetthiindler darstellt und uns das Leven in den amerikanis kiil 'ind Jugendliche lunler TÜahren) verlöten Iugoflawlens Milfchaftslage OuaitalSbericht der NMonalbank Dic Nationalbant hat eb^ den üblichen Bierteljahrsbericht über djh Wirtschaftlage Jugoslawiens veröffentlicht. Der Bericht erwähnt zunächst, daß der Do«arvückgang auf dic meisten Staaten nicht ^hne Rückwirkung geblieben ist. Didie Einlagen unl Millionen. In der Berichtsperiode hielt sich der Dinar im A»slande auf der bisherig^'n Höhe. In der I n d u st r i' e ist die Lage nicht einheitlich. Jui Pergbau ist ein !tiitckgang in der Kohlen- und Eisenerzfi^r-derung zu verzeichnen. Desgleichen bat dic Erzeugung von verschieden« n Konsumartikel eine Einschlpnfung zu >ier-Seichnen. Dagegen konnte sich infolge des JmportrückgangeS die Produttion in einigen ^duftriezweigen etwas erholen. Die Lage in der H o l z i n d n st r i s Hot sich gegen Ende der Berichtsperiode ei-nigerma^n gebessert, da der Export, beson ders in Hartholz, gehoben werden könnt.'. Erfeulich ist die Feststellung, daß beispielsweise die tzolMrkohlung ihre Produktion wieder auf 40?6 ihrer K-a^mzität bringen konnte. Die Fleischverarbei-tungsbetriebe arbeiten wieder mit ihrer Kapazität, wogegen die "Ausfuhr in dieser Branche um rund 1l)?6 zurückging. Unerfreulicher ist der Stand der M i'i h-l e n i n d u st r i e, da der Konsum weiterhin zurückgeht. Aehnlich verMt es sich mit der Z u ck e r i n d u st r i e. Besser ist die Lage in der S P i r i t u s i n d u st r i e, vornehmlich infolge der Benzinmischuugen und des gänzlic^n Aufhürens des Auslandbezuges. Die Erzeugung von Speiseöl nützt 50 bis 60?S ihrer Kapazität aus. Infolge der geringen Bautätigkeit ist auch dic Lage in der Produktion von Baumaterial unbefriedigend. Das gleiche gilt mehr oder weniger von der L e d e r ^ n d u st r i e. Eine Art Konjunktur herrscht einzig allein in der T e x t i l i n d u st r i e. Die meisten Betriebe sind gut, einige sogar sehr gut beschäftigt; ein Großteil der Unterneh-nlungen nimmt sogar eine Enveiterung der Anlage»! vor. Verhältnismäßig günstig ist die Lage der P n p i e r i n d u st r i e, di/? mehr als die Hälfte ihrer Kapazität ausnützen kann, wenn auch der Verbrauch allmählich zurückgebt. Die meisten Unternehmungen könnten bessere Resultate ergeben, wenll sich die Lage am Geldmarkte einigermaßen freundlicher gestalten würde. ee IWl, als sich elf (^etreideausfuhrländer auf der Loniioner Weltgetreidekonferelrz um ein System «der Ausfuhrkontilbgentierung bemühten. Damals waren die Bereinigten Staaten das Hindernis einer solcheil Reglementierung. Heute durften sie in: Rahmen planwirts^ftlicher Entwicklung inl eigenen Lande für berart-ige Maßnahuien eher geneigt fein. Weniger aussichtsreich erscheint dagegen der zweite Teil der zu l^reinigen-den Fragen, die planwirtschastlichie Begrenzung der Anbauflächen. Ob es hier über die gegensätzlichen Ei^eninteressen der einzelnen Produktionsgebiet'? zu einer erfolgiverspre-chenlhen Lösung kommen wird, muß wohl bezweifelt iverl^n. Niere«, und Blafenftelnfka»Ie, so- wie Leute, die an übermlißisier Hlirnsäurebilsunq u»d Gichtanfällen leiden rec^eln durch Kebrcinch des natürlichen .,!^ranz'Iosif".BitterwasserS ibre Minnier der /irztlichen Vraxis haben ssch iiberMqt. daß dZS Aranz' Assef'Wasser ein sicheres und äußerst schonend wirkendes, salinisches Abführmittel ist. so daß eS auch bei Prostatlis^vpertrovhie empfohlen werden zu haben. ^^arlborer^eWng^ Äu'^mmer "I.is. Radio-Programm Freitag, S. Juni. Lj«bljMa, 11.1.', Uhr Zchulsilnk. — Mittagsnlusik. .. Valalaitakon^z^'r:. —. Ä» Humoristischer AbenS'. ^ Beograd, Violinken^zert. — Abendnulsik. ."^igeuuernnink^ Wien, Bühnenaufi'lhrilnci. — Äbenhmirsik. — HeilSberg, '.'0.1 s. iiwnzerr. -Breslau, '.^.30 ;lünn«'ke-'^lbeud. 'l^achtmusik. Pofte Pansien, ?N..js> spiel. — LoiZdon-Rcgional, .'s> il!rchest?rkon- zert. Volalkonzert. _22.l.") Z'anz- nnllsrf. — MühlaSer, 20.?.'» Hörspiel. 2? BrahmS-Abend. — 22.1.^» ?'acht!nusik. Leipzig, 20.1.', Hörspiel. „ 21.25, Orchester-konzert. 2i2.4.', Untert>altttng'>inu'>t^ Bukoreft, 2l) Opernfraliinentc. — Rom, 20.45, Ariosto-Abend. ^ Mich^ 1 M,,.-Mr der (Gegenwart. — 21..'^', Klaviersi'n^ zert. _ Sl.W AbendmiHk. — Lanqenlierg, 2V.20 .Hörfolge. ^ Sl.40 Noriv^^gische Miisis. ^ 22.45» Nachtnlusis. — Prag, !kira''aS Opvr „Verlobung im Trauin". — Ober-italien, 20.4,'» Konzert. __ München, 20.!., Synlphoniekonzert. — '21.40 Liederabend. — Budapest, 20.30 Abendnmsik. — 21.4.', Bla^ musi'k. 23 Zigeunernmsik. — Warschau, 20 St,n,.phl>niekonzert. __ 22.1.'» Tanzmusik. — Daoentry-Nai^iml, 20 M'lhnenai'fii'is»-rung. . . 21.35 Abend musik. —. '22.40 Oper „Don Carlos", 3. Akt. — 23..W Tanzmusik. — Wnigswufterhaufen, 20.15 Lvn-schc.Hörfolge. 21 Orchcstertonzert. ' 5P0«7 Internationale Ningkämpse MUensnie (Jugoslawien) besiegt Jandera (Tschechoslowakei). — Wagner (Oesterreich) ttitt gegen Mrna (Tschechoslowakei) ab. — Schwarzbauer (Deutschland) und «irilov (Rußland) liefern sich den Kamps. ^ Heute vierte Runde. . Der gestrige Kampfabend wurde mit dem schweren Trefieu M r n a—W a g n e r eröffnet. Mrna rückte crwartuugsgenläß wie der hart dem Oesterreicher zu Leibe und X Der BeratungSaussihb sür die Nor- molisierung des Kreditmarl eS trat dieser Tage in, Beograder .Hm delSministerium. Wegen der Fülle des Mati rials konnte die Arbeit nicht rechtzeitig been et werden, weshalb die Tagnng in der linsenden W.'che fortgesetzt wird. Das Erge inis der Bera-tnn.ien wird der Regierun» als Unterlage fi'lr die Fassung einschlägig«^ Beschlüsse dienen. X Die Penfiousanftalt sid Angesttllte in Ljubljana hatte infolge de^- WirtfchaftSd^-pression eine kleine Abnahltze der Mitgliederzahl zu verzeichnen, die von 9815 auf l)509 zurückging. Im Zusal^menhange mit dem Lohnabbau mußte auch der Prämienbeitrag von 31.5 auf 27.2 Millionen Dinar verringert werden. Älrch n^rere Neuban-ten ist der Wert der Lieger^ften der A??-stalt von 41.4 auf 63.25 Aillionen Dinar gestiegen. Die Prämienrese^n sind von 213.1 auf 254.2 Millionen ^I^ar angewachsen. Infolge verschiedener jMschreibungen, des geringeren Kurswertes d^r Staatspapie-ve und anderer Momente i^ in der Gebarung ein Ausfall von 20.1 Millionen Dinar zu verzeichnen gewesen. X Die Placierung iifterretchischen Holzes in Frankreich wird durch eine Zollpräferenz erleichtert, die Ende des Boljahres gewährt worden ist. Da die übrigen, < n dieser Angelegenheit interessierten Län wr gegen deit Borzugszoll keine Einwände «rhoben haben, dürfte die Abmachung im Jusi in Kraft treten. Die Präferenzzoll für österreichisches .Holz betragt nun 5 Frankek pro 100 Kg. Es wäre zu wünschen, daß »rankreich ähnliche Begünstigungen mtch Hlgoslawien gewährt, um auf diese Weise den Wsatz unserer Holzindustrie in diesen^ Lande etwas M heben. X Der Besuch der t8. Z^stztsilttMesse in LHMjaM läßt nichts zu wünschen übrig. Wnlgsten war der Andiallg besonders gmß. Die geschäftliche Seite Veranstaltung ist zuftiedenstellend. Grö^re Abschlüsse konnten in «den erstell vier Ta«n ill der Me-tall-, vornehnllich Visen- un» Elektroindu^ ftrie, ferner in Wagen, land virtschastlichpn Maschinell, Hauswirtschaftsar ^keln. Te^til-warell' Spitzen und Li.^derkonfpktion zeich nrt lverdm. Großes Interesse l^errscht l'^son ders für solche Artikel heimischer Firmen, die bisher noch nicht ausgestellt lvarel,. Beson ders reichhaltig sind dic Muster der Teideld-warenfabrik Thoina ans Maritor, die zeigt, daß (Miltes und Tchönes zu.Konkurreiizprei-sen auch das Unland zu erzeugen verniag. Ausgestellt sinÄ ferner lieimische Tan?te und Plüsche, die eteilfalls viel Beachtung finden. Eitle andere Firma erzeugt schöne Velonr-hi'lte. Die heinlische Keks- nnt» Tchokoladen-produktion hat die ausläu^is.cl>en Waren nahezu gänzlich velidrängt. Nadiofrenndc kommen in der Messe ganz auf ihre Rechilung, da ihre Bedürfnisse in jeder Hinsicht befriedigt lverdell, soilvosil was Preis, als mich Qualität anbelangt. Nc'dio Ljubliana rerab-folqt jedem neuen Nadisabonnentell unentgeltlich einen Detektor mit Kopfhörer. X Reform des ungarischen Balletten« systems. Die ungarische Regierung wird iin Intevesse der Evhi^hullg der inländischen (^'e-treidepreiie das Bollettensystem auch in der heurigen Kamp5gne aufrechterhaltell, u. zw. soll nach jüngstell Blidapester Meldungen der Wert des Getreidescheines Pengö je 100 kg betragen. In der letzten Besprechung der landwirbskl^ftlichen Illterefsenvertretun-gen und des AgvaMocks des Abgeoridnetcil-hauseS hat sich die Meinung auSg^tnltet, daß di« Mv^umsatzsteuer, eine der wichtigstell Eilinahlnsquellen des BollettenfondS, nlög-lichst abgeschafft bM. bedeutend ermäßigt ivevden sollte. Statt dessen sollte der Bollet-tenfonds aus gewissen inäßigen Gebühren, die den lnonopolistischen Illdustriez.veigell auferlegt werden sollten, ergänzt werdeli. X Weltgetreitzemaekt und WeltwirtschastS-konfereng. In Anschluß an die Genfer Be-ratmlg von Del^rten der wichtigstt^n Ueberseegetreidestaaten, Bereinigte Staaten, welldete wiederholt den Schlüssel an. Wagner revanchierte sich für alle Grobheiteil uud wehrte lange die lvüsten Attackeil des Tschechen ab. Als ihll aber Mrna doch lvieder arg ailging uud fast den Arnk verdrehte, gab der Oesterreicher den Kampf auf. Der Sieg wurde Mrna zngesprocheil. Einen recht interessanten und auch technisch hochstehendell Kampf lieferten sich nachher Schwarzbauer (Deutschland) und Grilov (Rußland). Der Kampf, der bis zur leitteu Minute ill den Grenzen des Er-lallbten verlief, sah bald den einen, bald den andern Gegner inl Borteil. Dennoch konnte man beiin Russen ein Uebergewicht in der Kraft feststellen, lvährend der Deutsche mit blendender Technik agierte. Schwarz bauer befreite sich wiederholt mit verblüffender Fertigkeit aus der festen Umklanllne-rung des Rnffen und forderte die Zuschauer mit seinen glänzendell Paradell zu ftllrmi-schenl Beifall heraus. Auch Girilov gefiel ausgezeichnet. Arbeitete recht vorsichtig und machte von seinen llngeheuren Krästereserveil reichlich Gebrauch. Nach 26 Milluten an-dauerndein härtesten Kampf inußtell sich die Gegner nrit einem Unentschieden zufriedengebeil. Lebhaftes Illteressc lvurde dein (5rstauf-tritt des jugoslawischen Meisters DuSan M i-l e us n i e entgegenge!bracht. Mileusniö, kill jüngerer, aber kerniger Ringer von vollendeter Statur, eroberte sich inl Nu die Sym pathien der Zuschauer. Er kämpfte ruhig u. fair, ist Ullgeineill flink und verfügt auch über genügend Kraft. Schon am ersten Abend konnte er eineil schönen Sieg über den alten Routiner Iandera (Tschechoslowakei) landen, den er in der dritten Rull--de einwandfrei auf dic Matte legte. Iande-ra, der sympathische alte Herr, sorgte auch gesterll für Unterhaltung, sodaß der Abend nach erregten Vorereignissen wieder ein ruhiges Ende fand. Jandera hat sich seit seinein nährend im zweiten Eirtscheidungskampf Mrna (Tschechoslowakei) nnd Girilov (Rußland) znsammellstoßell. Als erstes P>aar tretell Milensniä (Jugoslmvieil) und Schwarzbauer (Deutschland) auf die Matte. Kanada, Argentilbicll und Ansttaliell, über ersten Auftritt ill Maribor uln vieles ver die Regulierung des Getreidemarktes lvur-den in London? lleue Besprechun'gen aufge-llommeli, um der am IT. d. beginnellden Welblvirtschafts^onferenz fonkrete Vorschläge i'lber die Sanierung des WÄtgetreidemarktes ttorzulogen. Es hat den Ansl!^n, daß ilnter den heutgen Verhältnissen die eine Seite des Fragenkouchlexes, d. i. t^ie Planwirtschaft-lickx' Rat'iollierung der t^treidellSfuhr der !1Iet-erleclällder, eher möglich ist aiS im bessert. Er käinpft verhältnismäßig rascher und »vartet auch mit einer Reihe voll lleuen Paraden auf. Gestern hatte er gegell Mileusniö offensichtliches Pech, das gerade ihn so oft verfolgt .. . .Heute, Donnerstag, wird die vierte Runde bestritten. Die Rullde bringt gleich zwei Entscheidungskämpfe und zlvar lverden sich inl ersten Treffen B o g li a r (Ungarn) und Wagner (Oesterreich) gegenüberstehen, : Jugosiawien bei den Masaryk-Spielen. Unter ^sonderen Feierlichkeiteil »vurden k^ie beiden letzten Tage der Ntasaryk-Sptelo ab-gehalten. Jugoslawiens Vertreter errang.n einen ersten, einen zlverten und ztvei dritte Preise. Goj « iö belegte im Hanvnlerlver-fen mit 44:33 vor Janausch (^Oesterreichs und Petrophlos (Grie^nlal^d) den ersten Platz. Den zweiten Platz errmlg Dr. Bura t ov i L im Weitsprung mit 6.96 Meter, während Kallav mit 6.60 Meter iil dieser Disziplin den dritten Platz in Anspruch llahm. An dritter Stelle landete auch Doktor Bllratovi im Hürdenläufen nb<^r 1U) Meter in der Zeit 15::i.10, die einen neuen jugoslawischen Reke-rd darste'llt. Aiin erfol:^' reichsten sckMitten die Ungaril ab, die fecl^ Siege ins Reine brachten. : Tennismeisterschaften von Serbien. PK- raUol mit bell DraubanatSmcistersrnojarov mit 6:0, 6:0 ab. Auch Schäffer wurde in diesem Turnier neuere dings von Pallada geschlagen. Das Resultat lautete 11:9, 6:4. : TenniSftödtekampf Iagreb Bukarest. Am 9., 10. nnd Ii. geht in Zagreb aus deil Plätzen des A. T. K. ein Tenlnsstädte-lanlipf zwischell Zagreb und Bukarest in Spelle. Zagreb werden PnnLec, Pallada und Schäffer «rtreten. : Menzel von Tramm geschlagen. Inr Äer liner Rot-Weiß-TenK^isturnier nnber^i? der Prager Atenzel gegen den deutschen ^viS-(5upl-Spieler Cramm in der (5ndrul^ mit 6:2, 1:6, 13:15. : Schneller als Äeltrekord. Die samois^^ liotländische Schwimmerin d e n O ll d e n gab in Amsterdam lvieder eiilm«! eine eiw-drucksvolle Vovstellling. ^^nnerlMb eiller 10X100-Meter-KraIstafscl legte sie 100 Meter in der hervorragenden Zeit von 1:(X!. l zurück, die nm zwei Zesiulelsskundeu ist als der von .Helen Madison »^e-halteiie '.LLeUrrkovd. ^^riborer Zeitmig" Nummer 153. Freitag, den 6. Zun! l9AZ. vvrRssgm «lsniiimnl»! Roman von Helma von Hellermann cvpvrlelit bv feuedtvsn^er. NsUo >cl.r. Uiud irqend'wie — Fr. Er Mrtv e^. Ihnk war, als fti ihm ein großes, unverdientes zuteil gtnlwrden. (5^ schlug gerade drei Uhr, als Georg von Pandro dos ihnl angewiesene l^stzinriner Ivtrat nkch auf die Stadt himmterschaute, deren Lick>terfülle nnn auf einzelne helle Flecke zusmnnttlcMchrunlipft war. Irc;endlwo da drü'bm schlief das blonde Mädchen mit den dunklen Märchennncien, deren Zauber er >.'on: ersten EMicken an verfallen. Trämnte sie wieder von trailriqer Not, t,aukelten freundliche Bilder nni schinale Lager in der ärnüichen Stube? Ob sie einmal heute seine sicidacht, t>essen (^edanlken sie nnent^vegt suchten, seit er sie gestern gesprochen? Ach, das; ihr Weq sich e,ldlich nvnde . . . „Dir dienen dürftn!" dachte der Mann in helsi . Er reckte die Schultern, hoib den Kopf. Teine Züge verhärteten sich. Fort mit dem Geisterspick! Schon rief der neue Tag. z«Ustes «apitel. „Gnädigste Gräfin! Wenn Sie wi'lßten, wie oft ich Ihrer gedacht mit tausend ffuten Wünsri^n, daß auch NnenzFortun HM gewesen sein m?ch te. wie ungeduldig ich den Tag herbei-sehne, der mir das Glück eines Wiedersehens mit Ihnen beschert; Werden Sie den Unbescheidenen schelten, der eS wagt, Sie zu bitten, ihm den halben Tag der Frei-^it zu schenken? Zum Fest würde er, feierten Äe mit!" Leise vor sich hinIAchelnd, faltete Wera Wettern den Brief zusammen und legte ihn wieder in die ^ndtasche. Wozu las sie ihn eigentlich noch? Kannte sie nicht jedeS Wort auswendig? Wie einen Talisman t)atte sie ihn diese vier Tage nnt sich herumgetragen — mußte solch gi^er Wunsch nicht Erfüllung bringen? Aeußerlich hatte der Zauber versagt, noch immer wanderte sie den harten Weg der Arbeitsuchenden, fristete ein kümmerliches Dasein von der körcvlichen Unterslutzun^i. die das Reich seinen Millionen Armen g!> währen imstande ivar, konnte oft nicht 'chla-fen, weil sie der Hunger quälte. Al er innerlich wirkte der Trost Etwas Neues war in ihr Leben getret<'n, seit jener Mann ihren Weg gekreuzt, ein Lichtstrahl hatte' das Dunkel Erteilt. Jedesmal, ivenn Wera Wettern an ihn «machte, spürte sie eine leise Wärme ini .?>erz!'n, daS so lange gefroren in völliger Verlasseul)eit. Wie das starve Eis des Winters dahin-schmolz unter d^ sieghaften Leuchten der Sonne, sv regte sich auch in der Seele d?S Mäi>chens unter all den Narben von Not und Leid neuer Wille zum Leben, neue Lehn sucht nach Licht. Wie ^tte sie dem freundlichen Wecker seine Bitte abschlagen tiinnen? Freute sie sich nicht auch auf das Wiedersehen? Traumversannen zog sie das schwarze Kostüm, die weitzseidene Bluse an, die sie vorher sorgfältig gewaschen hatte. Hofentlich be-merkte man nicht die gofwpften Stellen unter dem Arm allzusehr? die billige Seide riß so leicht. Mit ech^ ?veiblicher, kaum se geübter Koketterie zupfte Wera das blonse Haar zu iveicher Fs'lle unter dem kleinen .^lui hervor, lächelte dein feinen Mädchengc^t ßu, das sich mit frendegeröteten Wangen im Glase wiederspiegelte__Wahrhaftig, sie sang ja leise vor sich hin, ohne eS zu wissen. Kleiner /^meizer /!^f,frsgvn <«n Ml»ßVss«?y sln<^ F in örief- msrken beizulegen, c!s ansonsten clls /^cjminlstfstlon nlLiit in cjsr l.s!üiite ra. lvsij^en und bietet Suhlender. welcher selbst vermögend ist. jede Garantie. Werte Zuschriften inö<,lichst mit Bild nnter „Photo" an die Berw. kftYS_ Zahle bis .''M Dinar pro Kilo für Briese auS den Iahren bi'^ 1870. Nntrnqe nnier »Ausländer" au die Nerw. «897 Mrli tötet /Kotten! vALj? ?!eugebautcs Einfamilienhaus, .? Zimmer, tlkuche, Keller, elettr. Beleuchtung, schöiver Garten, M, 50.(X)0 Dinar ^u verkaufen, ^lavska ul. ll, PobreZje. _^32__ Mit Sparkassenbuch der Mestna hranUnica ein Einfamilienhmts lausen sieincht. 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