(Poätnina placana v gotovini.) Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag and Sonntag früh. GchrMeU»»« Ml Cmaltaia: QtrimaM >Hca fit. » Ttlevho» >1- — N»lR»d!g»»g»» werbe» w ber vensalwii qea» Pwflwm blZIyste, «ebahre» » ,, , o • p 11111! gar da« 9ftlasb rterttlja&rifl Din 10.—. haldliHrw vi» io.—. VW «o.-. FR» da« SnCloxb «tfpnrVabe - 9\n\tlnt Kuawern Din —f 0 Nummer 89 || Sonntag den 5. November 1922 4. [47.]3a6tfl brauchen, so ist damit einerseits gesagt, daß sich dadurch unvermeidlich Reibungen, Hemmungen und Schäden sür einen Teil der Bevölkerung ergeben, aber andererseits gewiß nicht vorweg behauptet, daß die Ursachen und Ziele der staatlichen Vero.d nungen unzulänglich oder gar schlecht seien. Not-wendig ist jedenfalls, daß über nähere und weitere Folgen sachliche Kritik geübt wird, besonders weil es un» schein», daß wieder einmal die Schlagworte Oberhand gewinnen. Die Ursache deS Rückganges unserer Währung ist unsere passive Handels- und Zahlungsbilanz. Unsere Ausfuhr hat in runder Ziffer 2 Milliarden Dinar in« Land gebracht, während unsere Einsuhr 4 Milliarde» erforderte. Das Heruntergleiten unserer Währung hat Mißtrauen gegen unser Geld hervor» gerufen. ES sind sicher nicht alle AuSsuhrdevisen dem öffentlichen Markte zugesührt worden, so daß der Abgang höher ali 2 Milliarden Dinar ge-schätzt werden muß, waS vielleichl zum Teile dadurch ausgeglichen wurde, daß Ausländer fremdes Geld in unser Land geschickt haben, um hier Verwandte zu unterstützen oder sonst Investitionen zu machen. Dieses Gild wieder ist wohl wahrscheinlich aus Mißtraue» gegen unsere Währung gehamstert worden. Der Teil, der in den Bei kehr kam, dürste von den im Auslande gemachten Ausgaben unseres Staate« und unserer Staatsbürger, z. B. Reisegeld, auswärtiger Dienst und vielleicht auch Zinsenzahlung, abgeschöpft worden sein. Alles in allem ist jedenfalls das Bild, das unsere Handelsbilanz gibt, kaum un-günstiger als unsere Zahlungsbilanz, waS ja auch im Fallen deS Dinars zum Ausdrucke kam. Um noch deutlicher den zwangsläufigen Zusammenhang der Entwertung einer Währung mit der dauernd passiven Zahlungsbilanz darzustellen, sei nur aus daS Bei-spiel deS Zusammenhanges der Entwertung der österr. Krone mit dem Sinken unseres Dinars hingewiesen. Oesterreich hat großen Export nach JlWlawicn betrieben, dafür meistens Jugokronen bekomHe^und wenn nun Oesterreich seinerseits Importbedarf hatte, so ist daS Guthaben an Dinaren zu Arbitragezwecken auf die anderen Börsen gewandert, wo dann «ehr Angebot als Nachfragt an Dinaren herrschte. Die Notierung wurde heruntergesetzt, weil der ausländische Käufer deS Dinar» aus kaufmännischen Gründen dafür so wenig als möglich bot und die Dinare be-sonder« auch deswegen billig einwechseln wollte, weil er wegen de« fortwährenden Fallen» seiner Notierung eine Ristkoprämie einkalkulieren wollte und mußte. Es sind die Jmportbedürfnifse de» Staates und der Staatsbürger größer gewesen als unsere Exportmöglichkeit. Damit war notwendigerweise eine Entwertung unserer Währung verbunden und eS mußte — wieder notwendigerweise — darauf von StaalSwegen eine Zwangswirtschaft gesetzt werden, weil die Binsenwahiheit doch empfindlich unum-stößlich ist, daß die heutige Wirtschaftsordnung eine seste Währung benötigt. Wir brauchen in diesem Zusammenhange über die schädlichen Folgen der Entwertung der Währung sür da« betreffende Land kein Wort weiter zu verlieren, weil darüber genugsam Ersahrungen in jedem einzelnen angesammelt sind. Nur daS eine muß gesagt werden, daß eine so all> gemeine Bereicherung gewisser Stände durch die Ent-wertung de» Gelde» nicht eingetreten ist, als jetzt von allen Zeiten dem ganzen Kaufmanns«, Fabri-kanten» und Gewerbestande vorgeworfen wird.' Daß dort auch viele Nachteile Damit verbunden waren, wird sich allerding» erst bei der Festigung oder gar weiteren Hebung unserer Währung klarstellen. Ganz sicher ist aber heute schon, daß die schrittweise Ent-wectuag unsere» Geldes gegenüber der tjchechischen Krone viel mehr Kauflivlen und Unternehmern nicht nur den Gewinn, sondern giögere Teile des Vermögen» weggeschwemmt hat, al» man im allgemeinen sieht. ES steht also fest, daß die Geldentwertung überall mehr Schaden al» Nutzen bringt und daß man an den Ausnahmen eben die Bestätigung »dieser Regel erkennt. Es haben dem EntwertungSprozeß seit Jahr und Tag alle Fmanzminijter entgegenwirken wollen. Deren LIZittel haben versagt,>wcil sie zuerst nur an eine»^^il deS Problems gedotiert haben, nämlich an ^^^Devisenwirtschaft, und weil schließlich die Verordnungen mehr Löcher al» Substanz halten. Wie eS aber nun der Gehilfe de» Finanzminister», Herr Duöan Plaus c, von Grund aus anfaßt und wie er die staatliche Autorität nicht nur auf die Devisen, sondern auch auf die Ein- und Ausfuhr eistceckt, da» verspricht Erfolg. Das Wort Erfolg ist jedoch ein Schlagwort und eS ist gefährlich, eS sich wie eine Schlafmütze über den Kopf zu ziehen, denn mit den jetzigen Devisen- und Ein- un* AuS-fuhrverordnungen Ist eine ganz ungeheuere Macht in die Hand des FinanzministerS gelegt worden. Die verantwortlichen Abgeordnete» plagen sich mit viel-leicht größeren, vielleicht kleineren Sorgen herum und eS kann diese Macht, wenn sie nicht einer kräftigen Kritik gegenübersteht, bei allem angenom-menen guten Willen Böses fchaffen. Was soll also der Erfolg, was soll da» Ziel sein, zu dessen Erreichung wenigen Menschen eine ganz ungewöhnliche Vollmacht erteilt wurde? Herr Plauze gibt un» in wiederholten Aeußerungen in der O-ffentlichkeit den Endzweck an, indem er sagt, der Dinar müsse stabilisiert und gehoben werden. Gegen den Versuch der Stabilisierung wird niemand andere Einwände al» höchsten» egoistische hinsichtlich seiner eigenen Wirtschaft vorbringen können, wa» gegen den allgemeinen Schaden natürlich nichts wiegt. Wie wäre nun der Zustand der Gesamtheit und de» einzelnen, wenn die Währung auf dem heutigen Stande festgehalten würde? Unsere Noten sind gegenüber den Regeln, die in FriedenSzeiten sür die Notenbanken durchschnittlich gegolten haben; mehr als ausreichend gedeckt. Die Notenbank kann also Vertrauen im Ausland und Inland haben und damit ihr«n Zweck erfüllen. Der tkchnische Vorgang dabei wäre einfach eine Devalvation de« heutige» Dinar», also die Umwechjlung von 10 bis 15 heutigen Paplerdinar» gegen einen Golddinar. Dadurch ge> schieht niemand anderem ein Leid al» denjenigen, die nicht rechnen, bezw. multiplizieren und dividieren gelernt haben. Denn man wird eben für einen neuen Golddinar 10 bis 15 mal soviel bekommen alS sür da» jetzige Papiergeld. Daß die Rentner dabei zu Schaden kommen, kann durch Abstempelung der Wertpapiere vermieden werden, wenn man sür die alten StaatSrentner schon wirklich ein ganz gerechtes Herz haben muß, obwohl man z. B. Kriegsanleihe und StaatSbons sehr ungerecht behandeln zn dürfe» glaubte. Die ganze übrige werktätige Bevölkerung wird sich den also geschaffenen neuen stabiltN Ber-hältnissen anpassen, so gut es eben unser Verbrauch und unsere Erzeugung erlaubt. Wenn heut« jemand zu wenig Lohn hat, so wird er durch Arbeit oder durch sonst ein dem Frieden gemäßes Mittel sein Einkommen erhöhen müssen, geradeso, wie eS beim fallenden Dinar war. Das Paradies ist freilich damit noch nicht wiedergewonnen, denn stabil erhalten werden kann die Währung eines Landes nur dann, wenn gerade soviel Zahlungsmittel hereinkommen als hinausgehen, also aus dem Weltmarkt Angebot und Nachfrage nach unserem Dinar sich ausgleichen. Wir haben jetzt noch einen Abgang, der aber durch die Dollaranleihe und das Gold der österreich-ungarischen Bank ausgeglichen werden kann, wenn es nicht möglich sein sollte, die Zahlungsbilanz gleich von jetzt ab aktiv zu machen. Und bei dieser Möglichkeit hat die erste ernst« Kritik einzusetzen. SS ist ein Zufall, daß wir gerade 15 Millionen Goldkronen von der österreich-ungarischen Bank bekommen und nicht 10 oder 20. ES ist weiter ein Zufall, daß wir 15 Million™ Dollar zur Valutastützung bekommen und nicht 10 oder gar nur 5. Man darf sich also nicht nach den gegebenen Ziffern richten, sondern muß vielmehr daS Ziel, die Stabilisierung unserer Zahlungsbilanz, sobald als möglich zu erreichen trachten und dafür fo wenig als möglich Mittel aufwenden. Wir werden jeden Dollar mit über 10 % verzinsen müssen, d. h. also eS ist besser, weniger schuldig zu werden, denn — und darauf liegt der Hauptton — einmal werden wir uuS einschränken müssen, müssen wir mehr ar« beiten, und eS ist wohl besser, daß lieber heute begonnen wird, wo wir noch weniger Ausland», schulden haben. Die Dollaranleihe wird sich in Sorge und Last umwandeln und eS wird jeder Cent die Verantwortung unserer jetzigen Wirtschaft»-diktatoren belasten. Wenn also energisch und sparsam mit den zur Verfügung stehenden auslandischen Geld und Goldmitteln gewirtschaftet wird und wenn darüber einmal öffentliche Rechnung gele" werden kann, dann ist Herr Du«.»n Plausik ,'ür erste» Teil seine« Zieles, f«.r die Befestigung unserer Währung, aus den» rechten Wege. So klar und eindeutig also dem Antrag zu-gestimmt werden muß, daß unsere Währung sich stabilisiert, so undeutlich und verschwommen sind £-»t 1 Sittter Zetlu« q stammet 89 bisher die letzten wirtschaftlich«» Folgen gelassen worden, die eine Hebung deS Dinar« nach sich ziehen muß. Die amtlichen Stellen begnügten sich zu betonen, daß dadurch eine allgemeine Berbilligung eintreten werde; die große Masse der Geführten ist damit zufrieden und fragt nicht weiter. Es ist dies umso verwunderlicher,"al« das Beispiel der Tschechoslowakei, welche die Verbesserung ihrer Währung bereit« durchführte, manche Borfragen schon beant-wortet und den Endpunkt de« Weges deutlicher gemacht hat. Warum soll mithin unsere Währung verbessert werden? Wird da« Ziel der allgemeinen Berbilligung einen besseren Zustand geschaffen haben, als wenn man die Währung nur auf dem jetzige» Punkte festhält? Da ist zuerst einmal unumstößlich, baß man zur Erhöhung des Geldwertes mehr geliehene Dollars wird aufwenden müssen als zur bloßen Fixierung de« heutigen Stande«. Es wird also unser auswärtiger Zinsendienst dadurch vergrößert. Weiters wird die Berbilligung der Lebensbedürfnisse mit einer Schwächung der gegenwärtigen Steuerquellen znsammenhängen. Damit schließt sich in Verhängnis-voller Weise der Ring, denn eS scheint unserer Finanzverwaltung das hauptsächlichste Motiv für die Berbilligung der LebeuSmittel und aller Verkehr«« güter darin zu liegen, daß die jetzige Entlohnung aller StaatSangestellten an» den bisherigen direkten und indirekten Steuern den heutigen Preisen gar nicht entsprechend hoch gestellt werden konnte. Run werden aber bei Ermäßigung sämtlicher Preise die Steuern und Abgaben auch ermäßigt werden müssen, e» wird der gleiche Abgang im Staatshaushalte bestehen bleiben, wenn die Gehälter der Staats-angestellten, was unbedingt angenommen werden muß, mit den gleichen Ziffern ausbezahlt werden. Denn e« ist bezüglich der indirekten Abgaben ein gefährlicher Trugschluß zu glauben, daß sich die Konsumenten die gleich hohen Stempelabgabe», Taxen und Zölle stillschweigend gefallen lassen «erden; man wird sie darüber geradeso aufklären und ihre Zustimmung einholen müssen wie bei einer Erhöhung der Abgaben im Falle der bloßen Stabili« sierung. Wo wäre sonst die Freiheit und Demokratie? Man wird demnach bei dem jetzige» oder beim er-hofften Zustande ver Höherbewertung entweder die Steuerschraube an den alten Stellen mehr anziehen oder aber neue Sieucrquellen erschließen müssen. Man spricht ja auch schon davon, daß die Grund« besitz» nun endlich zu einer entsprechenden Abgabe herangezogen werden sollen. Wenn 'also die Sache vom rein wirtschaftlichen Standpunkte angesehen wird, so könnte auch beim jetzige» Stande unserer Valuta den Festbesoldeten d«S Staate« ein eutsprechendcS Mehreinkommen geschaffen werden, ohne daß man den Umweg über die Berbilligung der Lebensrnittel durch Balutaverbefserung geh». Da find wohl pvli» tische Momente maßgebend und e« wird dafür entscheidend gewesen fein. daß sich keine der bestehenden Parteien getrau», unserer überwiegend landwirtschast-lichtn Bevölkerung und auch den übrigen nicht sehr peuerwilligen Teilen unserer ErwerbSkreise eine nkm« haste direkte Steuer aufzuerlegen; es soll das auf dem indirekten Wege der vermögen«- und Ein« kommenverfchiebung durchgeführt weiden. Man hat einen Zwischensündenbock. d. i. unsere Wahrung, eingeschaltet und ist selbst an nicht« schuld. Aber e« wir» geradeso wie in der Tschechoslowake»- dieser fromme Betrug nur kurje Beine haben. Dor» ist der Staatshaushalt, der eine so schöne Akiinitä» gezeigt hat. au« den Fugen geraten, dort ist die Handel«-und Zahlungsbilanz passiv geworden. Ob e« die Tschechoslowakei auShäit, ist aber zudem noch eine andere Frage al« bei uv«. Denn dort ist ein fester Stock von alten vermögen vorhanden, dort ist ein beweglicherer Beamtenapparat am Werke, dort ist schließlich Industrie und Handel maßgebend, welch erster« namentlich durch dir Anspannung ihrer Tä> tigkeit manche« Loch stopfen kann, ohne dabei so von Wind und Wetter abhängig zu sein wie unser Agrarstaat. Bei un« sind die erzeugten Gütermenge», also die Grundlage unserer Gesamteinkommen, nicht willkürlich zu beeinflussen, sondern vielmehr gegen die Willkür ungemein empfindlich, d. h. eS wird der Bauer im allgemeinen im nächsten Jahre schlechter wirtschaften, wenn er im vorhergehenden Unterbilanz gemacht hat. Wenn also den politischen Parteien soviel Schwäche zugemutet werden muß, daß sie auf ungeradem Wege zur Sanierung de« StaalShau«-Haltes kommen wollen, fo ist der Weg an und für sich für die Erreichung de« Ziele« mindesten« zweifel-haft und ein gefährliches Aufviespitzetreibe» der Fort« wurstelpolitik. Gefährlich in erster Linie für Industrie und Handel in diesem Lande. Man will Industrie sör-der», man hat viele bisher durch alle möglichen Mittel dazu gebracht, Unternehmungen neu zu be-ginnen. Damit hat man Verpflichtungen aus sich ge-laden, denn die meisten jungen Unternehmungen haben nicht und können nicht ein feste« Fundament erwirtschastet haben, sondern schweben in Schulden. WaS in dem alten Industrieland« Böhmen die Va-lulasteigeruug für jahrzehntelang gut geführte Unter« nthmungen bedeutete, ist zu bekannt, um mehr dar-über zu sagen, al« daß dort in den letzten zwei Monaten über 600 Konkurse angemeldet wurden. Die Arbeittlosigkeit wird auch h!er überHand nehmen und wirtschaftliche und polnische Gefahren heraus-beschwören. In dieser Krise hat sich die Tscheche-slowakei gerne von unserem Finanzminister um eine Währung- und Wirtschastsgemeinschaft anrufen lassen; e« wird Ihr ein hochwillkommener Neben» erfolg ihre« Rate« an unsere Finanzverwaltung fein, wenn durch die von der Tschechoslowakei für diese Gemeinschaft ausbedungene Erhöhung unserer Valuta die Lonkurrenzansätze, die sich in Jugoslawien gegen die böhmische Industrie gebildet haben, in« Wanken und vielfach in« Stürzen kommen. Einen werteren Anstoß zur Hebung unserer Valuta schern» die Uebertegung gegeben zu haben, daß die Gold- bezw. Devisendeckung unserer Rational-bank im gleichen Verhältnisse garantiert werden muß wie diese Deckung In der Tschechoslowakei gegeben sein wird, damit sie eben mit un« die Währung«-gemeinschast macht. Darüber ist in den gewch dank-bar anzuerkennenden vielfachen Ecläuterui^^ de« Gehilfen unsere« FinauzministerS, Plaus c, nicht« zu hören. Trotzdem muß gesagt werden, daß dieser Grund nicht zureichend sein kann, um die Beunruhigung auf unserem Markte hervor-zurufen. Denn wenn Oesterreich ausländische Kredite für «ine Nationalbank bekommt, um wieviel eher wäre für Tschechien und Jugoslawien ein solcher Kredit zu haben, sosern r« noch eine« solchen be-dürste. Aber diese« Bedürfnis muß nachgewiesen werden, weil, wie schon eingangs erwähnt, Herr Plauäö selbst wiederholt zugegeben ha», daß die Rotendeckung bei unS ausreichend ist. Gerade wie den Festbesoldeten durch Hebung deS Werte« ihrer Bezüge «ine zusätzliche Kauskraft geschaffen wird, gerade so kann de» HauSbesitz bei seineu durch die Mieterschutzverordnung eingeengten Einnahmen durch Hebung unsere« Geldwertes ge-halfen wirden, aber auch hier trifft natürlich die gleich« Erwiderung zu, wie sie bei dem Solde deS Staatsbeamten gegeben wurde. Und zwar fo: man erlaube bti jetzt stabilisiertem Geldwerte dem Hau«. Herrn die Miete schrittweise, ader rasch in die Frie-densparität anwachsen zu lassen. Dasür müssen höhere Löhne und Gehälter ausbezahlt werden; diese treffen die ardeltgebenden Kreise bei diesem Borgange direkt, indem sie einerseits ihren eigenen Arbeit« nehmern höhere Löhne bezahle» und anderseil« durch höhere Steuern den Staat in die Lage verfetze» muffen, auch den StaatSangestellten eine größere Wohnungszulage auszusetzen. Im Falle de« Auf-»reiben« unsere« Geldwerte« kommt wohl schließlich ein ähnlicher BeharrungSzustand herau«, nur eben auf dem Umwege, der für die Unternehmer unsere« Staate« durchau« gefährlicher und verlustbringender ist. Dann komme» in diesem Zusammenhang noch die allen StaatSreatner, für die allein aber da« Experiment doch nicht gemacht werden darf, sondern viel eher der Weg der Abstempelung gewähltwerden müßte. Herr Dusan Plau5!5 hat seine großen Reden über unsere Balutaresorm immer daraus be» gründet, daß im allgemeinen mehr gespart werden müsse. Mit der Hebung unserer Valuta ist notwen ' digerweise eine zusätzliche Kauskraft de« Einkommens sehr breiter Lonsumentenschichten gegeben, die aber erfahrungsgemäß zum guten Teil« zu Mehrkonsum verwendet werden wird. Also auch hier ist, wenn man lieser fchürst, ein Argument gegen die Hebung der Valuta gegeben. Daß der D:uck aus die Agra-rier zur billigen Hergabe ihrer Piobukte einer der wichtigste» Punkte im Programm de« Fiuanzminister« ist, wurde von seinem Gehilfen und auch von eini-gen politischen Parteien ehrlich zugegeben. Um diesen Druck zu verstärken, sind Ausfuhrzölle von »nge-wohnlicher Höhe angeordnet worden, fo daß wir jetzt eigentlich unter eine« Ausfuhrverbot leben. Wann diese« Ausfuhrverbot aufgehoben werden wird, scheint vom Minister für soziale Fürsorge abzu-hängen. Bither war alles recht und muß jedermann« Zustimmung finden, doch ist man fich darüber klar, daß un« ein Ausfuhrverbot von der Konjunktur de« Auslandes abhängiger als sonst macht. Wir haben etwa 100.000 Waggons Getreide, viel lebende« Vieh und Schweine zum Export frei. Dafür könnten heule mindestens 25 Millionen Dollar erlöst werde». Wenn nun ans tone,politischen Gründen, die den Weltmarkt nicht beachten, da« Ausfuhrverbot weiter bestehen bleibt, fo kann unser hauptsächlichste« Ab-sotzgebiet zu jetzigen Preisen mit amerikanischen Waren versehen werden und e« ist möglich, daß wir erst dann zur Ausfuhr zugelassen werden, wenn wir einer schwäche-ren Nachfrage, daher sinkenden Weltmarktpreisen gegen« überstehen, dazu vielleicht noch in einen allgemeinen Abbau der LebenSmittelpreife. im Frühjahr hineingeraten und also an Stelle von 25 Millionen nur 20 Millionen einnehmen werden. Es ist fürwahr in diesem Zusammenhang mit unserer Valutapolitik die größte Spekulation, die sich unser Land denken kann, verbunden. Da bisher davon noch nirgend« die Rede war, so muß man annehmen, daß diese Spekulation unbewußt eingegangen wurde, wa« um-so gefährlicher ist. Bei so einer Sache müffen in einem demokratischen Staate alle berufene» Kreise mitrede». Und schließlich noch eine am Ende de« von unserer Finanzverwalturig beschulten?» Wege« sichtbare Folgerung: Die bisherige Industrie- und handelsfreundliche Politik hat die Mehrzahl der Unternehmer in gerne dargebotene Verschuldung bei den Geldinstituten gebracht. Die Valutaverbefferung kann und wird nicht die Sachwerte der mühsam ge-schaffen?» Unternehmungen zerstören, wohl aber einen Personen« bezw. Eigentümer Wechsel mit sich -bringen. Die Geldinstitute werden nach Durchführung dieser Politik weit mächtiger al« jemals dastehen und nichts liegt näher als daß damit eine politische Oligarchie im demokratischen Staate geschaffen wird. Ansätze und Beispiele dazu gibt e« schon. Am heu»« sichtbaren Ende der Hebung unserer Währung steht also gefährlicher politischer und Klaffenkampf al« Folge von einer einseitigen Aus-nützungSmöglichkei» der damit erzwungenen Bewegung. ES liegt un» ferne, dies« Folgerung al« ein den leitenden Kreisen heute fchon bewußte« Ergebnis darzustellen. E« liegt diese« Ergebni« aber am Wege und da mit dem Essen der Appetit kommt, so wird «S da und dort al» nicht zu unterschätzender Reden» erfolg gerne aufgenommen werden. ES geht über den Rahmen eines Zettung«-auksatze« hinan«, mehr als Anregungen bieten z» wolle». Wir hoffen, angeregt durch Erwiderungen, da« Thema ein ünfcm« Mal wieder aufnehmen zu können. _ Nummer 69 Cillter Zeitung «efte 3 PiitMlche Nuudlchsn Zntand. Jugoslawisch-tschechisches Valutaabkommen. Wie aus Beograd gemeldet wird, wu.de in den Beratungen zwischen dem tschechlichcn Finanz-minister D.'< Raschia und dem staatlichen Bankamie einerseits, dem jugoslawischen Finaiizminister Ku-manudi, seinem Gehilsen Plauaii und dem General' direktor der Beograder Ralionalbank Novakovö an-derseit« ein vollständiges Einvernehmen erzielt. Es wurde beschlossen, die Zusammenarbeit zwischen der Beograder Nationalbank und dem tsch-choslowakischen Bankawte derart zn regeln, daß daS Bankamt die Sorge um den Dinarkur» sür Mitteleuropa über-nimmt, während die Beograder Nationalbank sür die Stabilisinung de« Kurses der tschechsflowakischen «rone in den Baikavstaaten sorgen wird. Vor einem neuen Balkanbunde. Aus der orientalischen Friedenskonferenz, die am 13. November zu Lausanne in der Schweiz er-öffnet werden wirv und zu der unsere Regie uug offiziell ekgeladen wurde, wird unseren Stoat wahr-scheinlich der Außenministei.' Dr. Nir>ö,ö vertreten. Die jugoilawische Regierung ist sich nichr völlig schlüssig geworden, welche Stellung sie einnehmen wird. Dr. Nmili hat dieser Tage mit den Autzen-minister« Griechenlands und Rumäniens konferiert, auch soll in wenigen Tagen der bulgarische Minister. Präsident Stambolijski Beograd besuchen. Nach der Lage der Dinge zu schließen, scheint die Zeit «ich« mehr ferne zu sein, in der Jugoilawien in voll-kommener Eintracht mit Bulgarien, dessen Ausgang zum Aegäischen Meere es besürworttn wird, eiuen neueu Balkanbuud wird schaffen können. Die Er« klärung einzelner Blätter, die dir Regierung nahe-stehen, daß das griechisch jagoslawijchc Bündnis nur durch die Gewalt der Umjtällde geschaffen wurde und tatiäckllch unnatürlich sei, läßt Griechenland wenig Hvssuulig aus eive nachdrückliche Forderung seiner Interessen durch die Neine Enteute. Die Regierung und die Nationalisten. DaS Innenministerium hat einer Meldung des Ljubljanaer Jutro zufolge an alle Polizeibehörden eine Vcrordnuag erlassen, derzusolge die Behörden verhalten sind, jede Mobilisierung der jugoslawischen Nationalisten zu verhindern, im Falle der Notwen dtgkeit auch eine Durchsuchung ihrer Vereinslokalitäien zu verfügen und auf jeden Fall den Abmarsch an die Grenze zu verhüte». Ausland. Nach dem Faschistenumsturz in Italien. Die im großen und ganzen unblutig verlaufene Rtvoluliou der Faschisten in Italien hat mit der Uebernahme der StaaiSgeschäste durch den Faschisten, führer Musiolini ihren vorläufigen Abschluß ge-funden. Die Befürchtungen, die m der europäischen Oeffentlichkeit an diesen Umsturz geknüpft worden, haben sich zum großen Teile als übertrieben heraus-gestellt. Mussolini hat seine Faschistenarme» nach seiner Machtergreifung schleunigst demobilisiert, wohl in der Erkenntnis, daß ihm die Scharen, die ihn zum Gipfel der Macht aber auch der Verantwort-lichkeit getragen haben, bei feiner nunmehrigen Tätigkeit höchstens von Schaden fein könnten. Der neue italienische Ministerpräsident, der sich auf eine in der neueren Geschichte noch nicht erhörte Art aus den höchsten Platz in seinem Vaterlande schwang, hat pn die Regierungen der All», ierten BegrüßungSdepeschen geschickt und betont, daß er keine Abenteuerpolitik sähren werde. Auch daS Verhältnis zu Jugoslawien wird seinen Presseerklärungen zufolge nicht gestört werden, da die Faschisten, die anS einer bewaffneten Opposition die verantwortliche italienische Regierung wurden, die Verträge mit dem jugoslawischen Königreiche anerkennen. Obwohl zu erwarten war, daß sich die Revolution nach ihrem Gelingen abkühlen maßte, wird erst die sernere Regierungstätigkeit der Faschisten lehren, ob sie aus dem Wüste von Phrasen jene Grundsätze zur Durchführung bringen werden, die ein gedeihliches Zusammenleben mit den Nachbarn ermöglichen. Die Grenzüberschreitungen in Suschak und die Stellung der Anhänger Mussolinis zur Frage von Fiume und Dalmatien rechtfertigen jedenfalls die Vorsichtsmaßregeln, welche die jugoslawische Regierung getroffen hat. Der .türkische Staat". Wie die Chicago Tribune aus Konstautinopel berichtet, hat die Nationalversammlung von Anqora am vergangenen Samstag die Absetzung dcS Sultans Mehmed VI. proklamiert. Kissim Karabekir Pascha wurde zum G?ne>algo>:vetn:ur von Konstantinopel ernannt und aufgefordert, feinen Posten sofort an-zutreten. Die Nativnalversammlnng hat noch keinen Nachfolger für den Sultan ernannt, sich aber das Recht vorbehalten, einen Staatschef ohne dynastische Rechte zu wählen. Ferner hat die Nationalversamm. lung die Souveränität des Volkes ausgerufen und beschlossen, die Bezeichnung „Ono-uanischeS Kaiser-reich" duich »Türkischen Staat" zu ersetzen, waS einer Proklamierung der Republik gleichkommt. Der erste Chef dcS neuen SlaalSwesens wird Sem.il Pascha sein. _ Aus Stadt uns Land. Die Herbstliedertafel des Eillier Mannet-gesangvereineS findet heute Samstag, den 4. November. um 8 Uhr abmdS Im großen Saale deS HotclS Union stitt. giKaquartett. Wir wachen nochmals ans daS »eonzen dcS Z'kaqaartettcS am 8. November (Mittwoch) im klein» Saale des Hotels Union aus-merksam. Jeder Liebhaber feinster Musik wöge sich den Eintritt bei Frau Kovak, A'.ekjandrova ulica, sichern. — ES ist ja hier leider so wenig loS, daß man sür so erstklassige Darbietungen wirklich nur dank-bar sein kann. Pettauer MSnergesangverein. Wie bereits vor einiger Zeit gemeldet, veranstaltet der Pettauer Männergesangverein am 11. November l.J. im Saale deS Vereinshauses eine Liedertafel bei gedeckten Tischen. Die Mitwirkung des Marburger und Cillicr Männergesangvcreines ist geeignet, dieselbe zu einem musikalischen Ereignis sür unsere Stadt zu machen. Am Programm befinden sich berühmte Werke für Männerchor, die, vorgetragen von ungefähr 150 Sängern, ihre Wirkung nicht verfehlen werden. Als Hauptwerke feien genannt: Laftte „St. Michel"; Plüddemann „Da« Schweden-grab" und Grieg „Landerkennung". Die Chöre werden von d geheure Aufregung. Neue 100 und 1000 Dinarnoten Wie auS Beograd gemeldet wird, hat daS Finanzministe-thun in Amerika neue 100- und 10^0-Dinarno en bestellt. Diese Banknoten werden wahrscheinlich An-fang 1923 in den Verkehr gesetzt werden. Die Buchführung in Dinaren. Wie die slowenischen Blätter berichten, ordnete daS Handelsministerium an, daß alle zur öffentlichen iltechnungS-vorläge verpflichteten Unternehmungen ihre Bücher nnd Abschlußrechnnngen vom 1. Jänner 1923 an in Dinaren zu sühren haben. Die Relation 1 : 4 bleibt auch sür alle Aktrv- und Passivposten ohne Rücksicht aus das Datum des Entstehens gültig. Auf Grund dieser Verordnung machte das General-inspektorat des Finanzministertums die beiden bei der Nationalbank wirkenden Ausschüsse darauf aus-merksam, daß ab 1. Jänner 1923 Bewilligungen nur in Dinaren und «ycht in Jngokroneu ausgestellt werden können. Preissturz in der Manufakturbranche in Zagreb. Wie Zagreber Blätter berichten, habe« in Zagreb einzelne Firmen die Preise sür Manu-fakiurwaren beträchtlich herabgesetzt. So sollen feine englische Stoffe von 1600 aus 800 und 870 K, feiner tschechischer Flanell von 160 aus 95 K, Schnürloarchent von 120 aus 75 K gefallen sein. In einem ähnlichen Verhältnisse gehen auch die Preis« für andere Konfektion«- und ManufakiurarNkel zurück. Die staatliche Arbeitsbörse in Maribor schreibt unS: Stand des Arbeit»-Marktes. Bericht für die Zeit vom 8. bis 21. Oktober 1922, mitgeteilt von der Staatlichen Arbeitsbörse tn Maribor, Stoina ul. 4, Telephon Nr. 215. Freie Stellen waren angemeldet für 193 Männer, 145 Frau«n, zusammen 343; Arbeit suchten 320 Männer. 173 Frauen, zusammen 493; Beschäftigung bekamen 103 Männer, 94 Frauen, zusammen 197; arbeitslos sind geblieben 464 Männer, 271 Frauen, zusammen 735: Ver kehr vom 1. Jänner bis 21. O!tober 1922: 12.768 Parteien, und zwar 6013 Arbeitsgeber, 6755 Arbeitnehmer und 3014 erfolgreiche Arbeitsanweifungen. — Arbeit bekommen: Gartenarbeiten Spengler, Eisendreher, Elektromonteure, Eisengießer, Wagner, Tilchler, Schneider, Schuhmacher, Kürschner. Zimmer-leute, Maschinisten, Klavierspieler. Schloff«, Kran-kenwärter, Theaterfriseure. Knechte und Mägde. FadrikSarbeiter usw. — Arbeit suchen: Chauf» seure, Bergleute. Schleifer, Tapezierer. Buchdm^er, Zuckerbäcker, Fleischhauer, Sclcher, Bäcker, Müller, Schiuiderinnen, chemische Laboranten, Schlosser, Uu» terbeamte, Lehrerinnen, Kutscher, Diener, Portiere, Kommis, Köchinnen, Lehrjungen usw. — Allgemeine Uebersicht: Die Steigerung bn Valuta und die Tendenz der PreiSerniedrigung zeigen auf dem ArbeilSmarkte eine Hebung der Arbeitslosigkeit. Die Lederindustrie meldet d«e ersten Entlassungen der Arbeiter und die Kontraktion der Arbeitsstunden an. Große Arbeitslosigkeit ist in verschiedenen freien Berufen zu bemerken (llnlerbeamteAnfänger, Adsol-venten der Mittel und diesen ähnlichen Schulen). Der Mangel an verschiedenen Spezialarbeitern hat sich vermindert. Der Schnellzugsoerkehr auf der Strecke Klagensurt—Jesenice—Trieft wird mit 6. November wegen zu gninger Frequenz eingestellt. Der Abend zug, der in Ljubljana um 19 Uhr 3 Minuten ab> geht, hat keinen Anschluß nach Klaqenfurt. Der Schnellzug München—Jesenice—Trieft verbleibt noch weiterhin im Verkehre. Im Landesschulrat in Ljubljana wnrde in der Sitzung vom 27. Oktober mitgeteilt, daß die Versügung über die Auslassung der Notschulen in Slowenien zurückgenommen worden sei. Der Landesschulrat hat serner ein Verbot deS Rauchens sowie deS Gast- und SaffeehausbcsucheS durch Mittel-schüler erlaffen. In der gleichen Sitzung des Landes-fchulratcs wurde beschlossen, der Regierung die Schließung der privaten Lehrerbildungsanstalten zu empfehlen. Da sich die Maßnahme gegen die klerikale Partei richtet, erhob deren Vertreter Einspruch und meinte, das würde den Kulturkampf entfachen. Der Antrag wurde angenommen. Das Abstaller Becken scheint von unseren Regierung in einer Hinsicht vollkommen vergeffen worden zu sein. Während sonst im SHS-Staate schon überall Gemeindevertretungen gewählt erscheinen (fteilich dursten sich die Deutschen mit Ausnahme einiger Gotischen Landgemeinden nicht an der Wahl beteiligen), regieren dort noch immer Gerenten mit unumschränkter Gewalt. Während sich der eine Ge-rent mit zwei Beisitzern begnügt, ernannte ein an derer drei, wieder ein anderer süns Beisitzer. ES scheint diesbezüglich den Gerenten vollkommen freie Hand gelassen worden zu sein. In diesem vergessenen Landflecken liegen um deu Marliflecken Abstall sechs Gemeinden, die keine Feuerwehr besitzen. In der Kriegszeit und Nachkriegszeit wurde manche» Feuer-wehruraterial nicht besser und bedurst« der Erneuerung. Die Gcmeindemitglieder taten sich zusammen, sam-Milten Getreide und wahrscheinlich auch Geld und kaust«» in Deutjchösterreich 100 Meier Schläuche und 50 Feuerwehrkappen. Der Bezirks-Feuerwehr-o^mann ist der Postofsizial Wevgust in Ober-Rad- kerSburg. Als diesem vom Ankaufe Mitteilung ge-macht wurde, versprach er, sich dafür einsetzen zu wollen, daß Schläuche wie Kappen zollfrei eingeführt werden dürfen, verlangte für diese Selbstversiänd-lichkeit jedoch den Beitritt der Wehe zur LaudeS-feuerwehr, weiters slowenische Statuten und slowe-nische Kommandosprache. Ali die Abstaller Feuer-wehr diese Forderungen ablehnt« (die Wehrr»ann-schast besteht ausschließlich aus deutschen Mitgliedern, die der dortigen Gegend gemäß nicht der slowenischen Sprache mächtig sind), drohte er wiednholt mit der Auslösung der Wchr und tat nichts, daß die bestellten Gegenstände zollfrei eingeführt werden vürfen. Atzt aber kommt da« beste an der Sache l Seit mehr als zwei Monaten ist eine Beifügung in Geltung, der-zufolge de» Feuerwehren das Recht zusteht, alle AusrüstungSgegenstände, die zum Selbstgebrauche der Wchr notwendig sind, zollfrei einzuführen. Trotzdem gibt die Zollbehörde in Ober-RadkerSburg die feit Jahr und Tag am Zollamte liegenden Schläuche und Lappen nicht heraus. Aus wen ist diese Ber-sügung wahrscheinlich zurückzuführen? Die Antwort darauf kaun sich jeder selbst geben. Wir erteilen den Abstallern den Rat. bei der Zollbehörde nochmals vorzusprechen und dieser die betreffende Verordnung in Erinnerung zu bringen. Eine Statistik der Morde und Tot-schlüge in Slowenien. Im vergangenen Jahre wurden in Slowenien 81 Morde und Totschläge verübt. Davon wurden 20 Perlonen erschaffen, vier Perionen mit der Hacke niedergeschlagen. KmdeSmorve gelangten 13 zur Aburteilung. Totschläge waren 29 zu verzeichnen. Zerstochen wurden 12 Personen. Erwürgt wurden zwei Personen unv eine Person wurde ertränkt. Selbstmorde wurden 120 verzeichnet. Bon diesen erhängten sich 53 Personen, 38 Personen er» schaffen sich, 18 Person«n gingen inS Wasser. Je drei Personen kamen dadurch um, daß sie sich den HalS durchschnitten, sich unter den Zug warfen oder sich vergifteten, zwei Personen erstachen sich selbst. Die Freigabe der Habsburger Ber mögen in Oesterreich und Unqarn. Nach-trägltch wird bekannt, daß sich da» Finanzkomite« des Völkerbundes bei den Verhandlungen des Kredit» für Oesterreich auch mit der Frag« de» Privatver-mögen? der Habsburger beschäftigte; eS wurde be» schloffen, das von Oesterreich eingezogen« Vermögen der Hidsbilrg-Lothringer und Exkaisers Karl wi^er zurückzugeben. Die ungarischen A»gesandten erklärten, wenn Oesterreich das Vermögen de« Kaiserhauses freigebe, werde auch Ungarn sich diesem Schritte anschließen. Nach Ansicht der Völkerbundabgesandten hat diese Frage mit dem Friedensvertrage nicht« zu tun. Der Sturz der deutschen Mark nimmt erschreckenden Formen an. Die Hauptgründe deS Sturzes sind die politische Lage, da« Verhalten Frankreichs in der Reparationsftage, die dadurch entstandene innerpolitische Situation und die steigende Inflation. Ein Verhältnis. Ein einziger Unteroffizier der Entente in dem besetzten Gebiete bezieht ein höheres Gehalt als ein deutscher Reichsminister. Deutschland gibt für das Befatzungsheer am Rhein 125 Milliarden Papiermark aus. eine Summe, die böher ist als die gesamten SlaatSauSgaben. Die Be-satzungSkosten sind 23 mal höher als der Ge-samtaufwand sür das deutsche H-cr und die deutsche Marine. Die Bevölkerung Newyorks beträgt laut VolkSzählungSstatistrk vom Jahre 1920 5,620.048 Einwohner, von denen 4,229.629 Fremdgeborene und deren Kinder bilden. Die Einwohnerschaft der Stadt Newyork besteht demnach aus 24 Prozent Amerikanern, deren Eltern schon in Amerika geboren sind, aus 41 Prozent von in Amerika geborenen Kindern von Einwanderern und 35 Prozent Fremdgeborenen. Wirtschaft und verkehr. Holzausfuhr aus Slowenien. Einer Verlautbarung des HandelSministers zufolge wurdeu heuer bis Ende September 5O0.000 Waggon Bau-und Brennholz aus unserem Staate ausgeführt. Bon dieser Quote entfallen auf Slowenien allein gegen 300.000 Waggon. Dinar und Tschechokrone. Unser Finanz-minister Dr. Kosta Kumanuvi gab dem Prager Korrespondenten de« Neuen Wiener TagblatteS einige Erklärungen über seinen Aufenthalt in Prag. Dieser hab« den Zweck gehabt, daS Verhältnis zwischen der tschechoslowakischen Krön: und dem Nummer 89 Cillier Zeitung Seite & südslawischen Dinar zu flabilifiereo. Die südslawische Regierung habe die Absicht, den Dinar zuerst aus zehn Centime« zu stabilisiere» und dann mit der tschechoslowakischen flione auszugleichen. Die Tschechoslowakei hat versprochen, ihre Devisenorganisation und ihren ttli flufj im Auslande zum Borteil deS Dinars miSzuniitzen. dasür wird die Präger Börse die Diaarzenlrale in Europa werden. Ucber Oester-reich sprechend, erklärte Dr. Kumanudi, daß Jugoslawien ein starke« Oesterreich wünsche, nicht nur Irftgen Sie dei* vielen Vorieite we^erw den darum, weil dieses ein starker Konsument sei, sondern auch deshalb, weil Oesterreich die Brücke zwischen Jugoslawien und der Tscheche« lowakei bilde. Einstellung der Kredite durch die Nationalbank. Wie au« B-ograd gemeldet wird, beabsichtigt die Nationalbank, sämtliche kansmännischen Kredite einzustellen. Diese Maßnahme wurde au« dem Grunde vorgenommen, damit der Nationalbank die Versorgung der ApproviiationSinstitutionen mit den nötigen Krediten ermöglicht wird. Jedenfalls steht diese Maßnahme im Zusammenhang mit der neuen Valutapolitik »eS Finan^wniisterS. Stand der Nationalbank des König-relckes SHS Der Gchilse dc« Finanzministers Dr. Duöin Plavs i ha« den Pressevertretern fol-gende Ausklärung über den Stand unserer National-dank mit besonderer Rücksicht aus den Umlaus un-serer Banknoten gegeben: Im Bei kehre befinde» sich etwas über fünf Milliarden Noten unserer National-dank. Viereinhalb Milliarde» hat die Bank der Re-gierung zur Verfügung gestellt Dieser Teil ist durch die verpsändeten staatlichen Domänen vollkommen gedickt. Schon lange Zeit wird wegen Rückzahlung dieser Summe verhandelt. ES werden in dieser Hin-sicht konkrete Borschläge sür die Regierung vorbe. reitet. Mit diesen Vorschlägen beginnt praktisch die Aktion znr Rückzahlung der angesührten Schuld. Der andere Teil der Noten, die sich im Verkehre befinden, beträgt rund 500 Millionen Dinar, die durch Gold gedeckt stnd. Die Bank hat 500 Mil-lionen Dinar efsrkiiver Deckung, zum Teile in Gold und S lb.r. zum Teile in Go dwährung, zumeist in Dollar?. Im Sinne de? Gesetzes kann die Bank auf diese Deckung hin die dreifache Summe, da« sind eineinhalb Milliarden Dinar ausgebe». Ja Wirklichkeit hat die Bank die ersterwähnte» 500 Millionen verschiedenen Privatbanken und indu« striellen Unternehmungen auSgesolgt. weile« 850 Millionen befinde» sich in den Girokonten der Na-tionalbank, also eigentlich im internen Verkehre. Nach dem heutigen Stande maß die Bank die Wirtschaft »och mit weitere» 150 Millionen Dinar unterstützen, z. B. behufs Auisuhr von Zwetschke» usw. Daher ist eS absolut n'cht notwendig, daß die Bank zu irgendwelchen künstliche» Mittel» greife und iaSb«' sonders sind die verschiedenen Nachrichten nicht richtig, daß die Inflation erhöht werde, weil zu wenig ver-fügbare« Geld vorhanden sei. Wie wenig man über« Haupt von einer Inflation sprechen dars, beweist die Tatsache, daß der Goldschatz der Bank ln den Büchern der Nationalbank noch im Werte, wie er vor dem Kriege war, verbucht ist, also der Golddollar zu fünf Dinar, der Napsleondor zu 30 Dinar, daß also noch eine Buchung eifolgt, wie sie in anderen Staaten schon abgeschafst ist. Wenn die National-bank ihr Gold und ihre Goldwerte nach dem heutigen Kurse realisieren wollte, könnte sie leicht alle Gelder glatt auskaufen, welche heute bei un» >« Verkehre steh-n, ohne daß die Bank daraus Rücksicht nehmen müßte, daß ihr der Staat seine Domänen verpfändet Hai. Die Notenbank ist berufe», den Geldbedarf im Lande zu decken, und sie wird di«s«r ihrer Ausgabe stets leicht nachkommen löane», ohne zu irgendwelcher Inflation greifen zu müsfen. 38) (Nachdruck verboten.) Z>as Hrandhotel Aaßylon. Römern von Arnold Kenne lt. «Nicht sehr gut, Durchlaucht. Seit seiner Groß-jthrigkeit diene ich Er. Hoheit und vorher war ich der Diener seines königlichen Vateis, aber nie vor-her sah ich —'" er hielt p'ötzlich inne und rang ver-zweifelt die Hände. „Was hast du vorher nie gesehen?" — Prinz Aribert lächelte dem Alle» gütig zu. Ql war nicht zu verkennen, daß trotz deS großen Unterschiede? ihrer Stellung eine ausgesprochene Vertraulichkeit zwischen den beiden herrschte. ^Wissen Durchlauch«, daß wir den Finanzmann Levi, ich glaube, er heißt Sampson Levi, im T«p sangSsaal .sprechen sollen? Ich erlaubte mir unter-täuigst zu bemerken, daß die Bibliothek sür einen Finanzmann gut genug wäre." »Man sollte eS wohl meinen," stimmte Aribert zu, »aber vielleicht hat dein Herr einen besonderen Grund dafür. Sag mir," fuhr er fort, dem Ge-spräch »ine andere Wendung gebend, „wie kam es. daß du damals den Prinzen in Ostende verließest und »ach P. zurückkehrtest?' „Auf feine» Befehl, Durchlaucht." Der alle Han«, der eine reiche Erfahrung in sürstliche» Launen halte und die Hälji« aller Gc-Heimnisse der europäische» Höfe kamue, sah Aribert vielsagend an: „Et schickte mich mit — mit einem Austrag zurück." .Und du solltest hier wieder mit ihm zusammen-treffe»?' „So ist eS, Durchlaucht. Ich habe ihn auch zu sürchte» begann, ich werde meinen Herr» nie wieder sehen." .Han», der Prinz war in Ostende schwer krank." .Da? halle ich erraten/ erwiderte Han? trocken und sägte dann hinzu: „Se. Hoheit ist auch noch nicht ganz hergestellt." „Noch nichi. Weißt du, HanS, daß wir eine Zeitlang schon keine Hoffnung für seine Genesung mehr hatten? Doch dank >einer k<ästigen Konstitution hat er die Gefahr glücklich überstanden.' „töit müssen noch sehr vorsichtig mit ihm sein, Durchlaucht." „Ja, daS müsien wir," sagte Aribert seirrlich. „Stiu Leben muß wie ein kostbarer Schatz gehütet werden." In diesem Augenblick betrat der Erbprinz das Zimmer. Er war bleich und sah leidend auS; seine Uniform schien ihm eine Last z , sein. Sein Haar war etwas wirr und seine schönen dunklen Augen hatten «inen unruhigen, fast «schreckten Ausdruck. Er sah au? wie ein Man», der sich fürchtete, sich umzudrehen, auS Angst, etwas zu sehen, waS er nichi sehen wollte. Hub doch empfand «an unbedingt, daß wahrhaft königliches Blut in snnen Adern kreiste. Man konni« sich keinen a»sfallenderea Kontrast denken al«| Eugen, den kranken Mann in jenem schäbige» Hau? in Ostende. nnd Prinz Sage» in den königlichen Gemächer» deS BZt.y!o» Ho«el. um-gebe» von jedem Prunk, den die moderne Zivili-sation sür Höchstgeborene ersinnen kann. Die schreckliche Episode von Ostende war ver-gessen und lebte nur noch wie «ine hnmliche Schande in den Herzen derer sor«, di« Zcnun jener grauenhaften Vorging« gewesen waren. Prinz Eugen war genesen, oder war doch j^denfall» auf dem Wege der Besserung. Man hat!« ihn nach London gebracht, und er »ahm sein prinzliche? Leben wieder aus. Di« Dame mit dem roten Hut. die unbezwingliche und wilde Miß Spencer, der blendende, skrupellose JuleS. der dunkle, feuchte Keller, da? elende kleine Schlaszimmer — da? alle? war vergesse». Dank Prinz AridertS, RackioleS und Nellas rastlose» Be-mühungen, war er all diesen Greueln glücklich ent-rönnen. Er war nun in »er Lage, seine offizielle Lausbahn fortzusetz-n. Dem Hose war seine Ankunst in London gemeldet worden und sein Name stand wieder unter den Hsfuachrichie» in den Zeitungen. Nur waren Jules, Rocco und Miß Spencer »och aus sreiem Fuße. Die Leiche Rezinald DimmockS ruhte in der Familiengrust in P., und Prinz Engen hatte noch nicht jene Unterredung mit Sampson Levi gehabt. Z-veisello? bedrückten schwere Sorgen Prinz Eugens Gemüt und machten ihn ausfallend ver-schlössen. Trotz der außerordentlichen Abenteuer, di« «r kürzlich überstandeu hatte und die eine vertrauliche Aussprache zwischen Onkel und Neffe förmlich herausforderten, sprach er kaum hie und da ein Wort zu Pri», Aribert. So oft Aribert aus die Erlebnisse von Ostende anspielte, wußte ihm sein Neffe mehr oder minder geschickt auszuweichen, so daß Prinz Aribert von der Lösung de? Räiselö, warum IuleS de» ganzen Anschlag gegen den Erb-Prinzen unternommen, noch ebenso enlfernt war, als an jenem Abend, da cr und Rackjole di« Spielsäl« in Ostende besuchte». Eugen wugle wohl, daß er durch die Muhilse der Dame mit dem roten Hut gewaltsam festgehalten worden war; ofienbar schämte er sich aber, der Schauspielerin in die Falle ge« gangen zu sei» und wollte darum nichts zur Klärung der Angeleget,heit beiiragen. „Du willst hier in diesem Raume empsange»?" fragte Aribert. „Ja/'aniwortele Eugen herausfordernd. ,Wa-rum denn nicht? Wen» ich auch hier kein richtig«? Gefolge habe, so sehe ich doch nicht ei», warum ich nicht in der richtigen Art Audienz erteile» soll, HanS. du kannst gehen." (Fortsetzung solgt.) Kinderfräulein ev. Lehrerin befähigt die dritte Volfcsschulklasso durchzunebmen, in besserer Familie aufs Land gesucht. Anträge unter »Kinderliebeud 28369* an die Vcr-wa'lung des Blattos. Gesehtes, verlässliche«, gesuodes Mädchen oder Frau wild zu Kinder bei besserer Familie aufs Land sofort gesucht. Anträge unter »Gut« Zeugnisse 28369' an die Verwaltung des Blattes. Kleines Zimmer mit separatem Eingang nebst Keller für eine Kanzlei gesucht. Anträge an die Yeiwaltg. d. Bl. 2SZ68 Lungenschwindsucht. Dr. Peünlk ordiniert für Lungenkranke nasser Dienstags und Freitag! I täglich in 8r. Jurij ob j. i. bei Ce«j*. 1 Leset »eine 3 Bücher Ober l.ungen-ichwindsacht. ■J ANDELSBANK A.-G. 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November 1922, nach kurzem schweren Leiden, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten im 68. Lebensjahre ruhig im Herrn entschlafen ist. Die irdische Hülle des teuien Verblichenen wird Samstag den 4. November um 3 Uhr nachmittags nach dem Pfarrfriedhofe in Zrece überführt und dort zur ewigen Buhe bestattet. Zreöa pri Konjicah, den 1. November 1922. Um stilles Beileid wird gebeten. Mitzi Juräa, Gattin. Drucker. Verlegn und Herausgeber: VereinSbuchdruckerei „(Sei«ja* in Celje. — Verantwortlicher Schriftleiter: Franz Schauer.