Verwaltung: ?kathkau«gaff«Nr. (©«■tnwr'tael H«u«>. vkzoqSdedmgasgei: Tilkch >>« Post b«,»«n»: CHcrtcXfatiTia ... V. I «a Haldjtdri» . . . >. »'so . , . fl. <'4U Fit« Cilli Bit Su|Utt»no lu'l H»»«! ÜtonolII# .... II. —-M , , , L t'SO H«sdjiihr>« . . . . (I. 3*— Gan^ahrig ! . . «. «•— flulUut (JtKticn n.J kii ■■ Dietütrrca Qingetrittt« Htortnrmciitl (dien t'i« ,»r atbdttttuitj. JArfftsritattg: ■•JUbauffluiTr Skr.» ftoiaaf*«« c«ei). r»,»ck («ti trttsliur in C«aa- ». rtftrt- N|t) in 11—11 Ot« »»«». &iaSl«r;l:jn anbei n>»! | aunniUt« ■lio- «lUDjta »14t twtiOTdlUat. nnt »k Krtsiltani ,«,e» •wpJrud.] »et Mltft Iffl-«rtttnii rattetn. - (Nt Blc»cst*[Biig(a i'tol-a;«Ut NMSnt14< Oaftl" ct1Ätt»t D» KB» £>l»nrrlla| VHfcoMffnxiiato MS.900. Ar. Sä. Die Titlitnliiilitcr. Ein tragilomisches Intermezzo. T«r Morgenschnellzug der W—bahn stand zur Zlsahrt bereit. Eben hob der ZugSführer das Horn an den Mund, um daS Zeichen zur Abfahrt |i geben, als noch eilig ein junger Mann in ele» pfliKm Pelz, mit einer kleinen Ledertasche in der Hvid, zur Thüre di« Perrons hereinstürzte, auf «m Wagen I. Classe zueilte und sich behende hnmlchwang. An seinem glatt rasierten Gesichte «it den trotz der Jugend etwa« markierten Zügen tast« man unschwer den Schauspieler erkennen. In schief ausgesetzte, hochmoderne Cylinderhut «lieh der Erscheinung deS Herrn einen leicht «rozanien Anstrich, der trotz aller Eilfertigkeit (jod auffiel. Ein unbefangener Zuschauer hätte sich wohl amdern müssen, das» der Reisende, der früher Kim Büffet mit der Verkäuferin geplaudert hatte, tott trotz der Mahnung de« Portier« solange zögerte, Kt er ieinahe den Zug versäumte. Aber ein Hirserer Beobachter hält« gewiss bemerkt, das« die Inimectiamteil des jungen Elegant« weit weniger uf die hübsche Buffetdame, al« aus den Perron pnchiet war, und das« er inSbesonderS einen Wagen ]. Classe, der in der Mitte de« Zuge« arrangiert >ar. säst nicht au« den Augen ließ. ES war die« terseld« Waggon, in den er nun in großer Eile mim«, nachdem er sich endlich von der Dame hatte Isimßen können. Hilli, Donnerstag, 7. September 1899. Der Zug setzte sich in Bewegung und verließ die Halle. Er war, wie gewöhnlich zu dieser Zeit, wenig besetzt und besonder« die Wagen I. Classe waren fast leer. Auch in dem Coup», da« der junge Schauspieler bestiegen hatte, befand sich nur ein einziger Passagier, der jetzt, al« fein Blick den Reifegenoffei. streifte, eine leichte Bewegung nicht unterdrücken konnte. Er war ein junger, schlanker Mann, da« Gesicht etwa« blas«, die Haare und da« kleine Schnur bärtchen schwarz. Die hellgrauen Augen blickten — vielleicht mehr au« übler Ge-wohnheit, al« infolge Charakterveranlagung — ein bischen mürrisch. Beim Anblick de« Einsteigenden wurde ihr Ausdruck noch finsterer, aber jener schien sich um die zornigen Blicke wem» zu kümmern, denn er grüßte auf eine sehr höfliche Art, in der allerdings ein wenig Ironie lag und rief: .Ach. Sie, Herr von Schild? Welch ein hübsches Zusammentreffen ist doch das — nicht wahr? Scheint e« nicht fast, al« hätten wir un« ein Stelldichein gegeben? Hahahaha, oder al« ob ich Ihnen nachgestellt hätte . . „Herr Brahn", unterbrach der andere den lustig Lachenden mit geprefSter Stimme, «lassen Sie gefälligst diese Witze. Sie haben hier kein dankbares Publicum für Ihre Schauspielerkünste. Nach dem, was zwischen uns beiden vorliegt, ist eS jedenfalls mehrgentlemanlike, wenn wir. da unS schon der „Zufall" zusammengeführt, die Viertel-stunde bis zur nächsten Station, wo ich natürlich umsteigen werde, keine Notiz von einander nehmen.' 24. Jahrgang. staltungen zeigen, dass die Bevorzugung und Liebe, welche sich die deutsche Sannthalperle Cilli in schwerer Zeit bei allen deutschen Volksgenossen, bei Alldeutfchland errungen hat. an Würdiges vergeben waren, auf dass auch da« Schicksal Cilli« nach wie vor bleibe: eine Herzen«fra g e Alldeutsch« landsl Vorbereitungen. Die Einberufung deS ReichSratheS ist. wie un« au« Wien gemeldet wird, für die erste Hälfte deS OctoberS zu gewärtigen. Die un« au« guter Quelle zugehende Meldung gewinnt noch dadurch eine ge« wisse Bekräftigung, das« in allen der Regierung nahestehenden Blättern Nachrichten auftauchen über die Maßnahmen, welche Graf Thun zur Befchwich-tigung der Gemüther und zur Flotimachung deS Parlamente« einzuleiten gedenkt. Ja, man will sogar wissen, das« ernstlich an die Aufhebung der Sprachenverordnungen gegangen werden soll und Finanzminister Kaizl dieser Tage in Prag den Versuch machen wird, die Jungtschechen günstiger zu stimmen. Nach den Wahrnehmungen, die man feit den Tagen Badeni'« jedesmal vor dem Wieder-zusammentreten de« Reichsratbes machen konnte, ist solchen Fühlern, welche die Regierung ausstreckt, nicht der geringste Wert beizulegen. Wie oft ist nicht die Beseitigung der Sprachenoerordnungen, die den letzten, bi« in die äußersten Consequenzen au«-zufechtenden Kampf entfesselt haben, angekündigt und nicht nur nicht durchgeführt worden, sondern e« ist im Gegeniheile statt einer einzigen, ver-nünfiigen und energischen Handlung, welche die Tschechen zwar ein wenig au« dem Häuschen ge» bracht hätte, ohne dass jedoch ihr Theaterdonner ernst zu nehme» gewesen wäre, alle« Mögliche ge-fchehen, um die Deutschen auf das maßloseste zu reizen und sie in eine Stellung zu drängen, die kein Verhandeln mehr zuläsSt. Man hat an ihren Ernst lange nicht glauben wollen, jetzt fällt e« den Ungläubigen wie Schuppen von den Augen, und jetzt, wo Jahre fruchtlos verstrichen sind und das ganze Reich einer vom Sturme aufgewühlten See gleicht, fcheint die Erkenntnis zu kommen, das» es höchste Zeit zur Umkehr ist. Und Schild warf sich in die Ecke feine« Sitze«, wandte den Kopf gegen da« Fenster und starrte auf die viellinigen Telegraphendrähte, die in kurzen Wellen ruckweise auf und nieder zu fliegen schienen. Der Schauspieler fetzte sich ruhig dem Zürnenden gegenüber, zündete sich phlegmatisch «n« Cigarette an und sagte, indem er eine etwas nachdenkliche Miene annahm: „Lassen Sie un« ruhig miteinander sprechen. Und vor allem machen wir e« kurz. Die nächste Station wird in 10 Minuten erreicht sein, bi« dahin müssen wir unsere Angelegenheilen erledigt haben." „Ich habe mit Ihnen über keinerlei Ange-legcnheiten zu verhandeln", kam eS murrend von den Lippen Schilds. »Blo« über eine", sagte der Schauspieler ge-lassen, „aber dafür umso wichtiger« — Fräulein Emilie —" Sein Gegenüber, bleich vor Erregung, unter-brach ihn: .Emilie ist mit mir verlobt. Ich habe gehör», das« Sie sich trotzdem in der Ihnen eigenen Weise an meine Braut und deren Familie heran-drängen. E« wäre wahrscheinlich nutzlos, Ihnen da« Ungebürlich« Ihrer Handlungsweise erklären zu wollen, da Sie eS nicht selber fühlen. Ich er-fuche Sie aber zum leytenmale, diese Bemühungen einzustellen, oder ich müssle —" Brahn hatte auf seine Uhr geblickt, schüttelte ungeduldig den Kopf, nahm feine Handtasche und zog bedächtig einen kleinen vernickelten Revolver heraus. Er betrachtete lächelnd das hübsche, glän« Aürstenworte. Z>as VoM ist nicht für den Kniser, so«-fcr« der Kaiser für das PolK da. Kaiser Joseph II. Ach bin der erste Z>iener meines Staates. Friedrich der Groß«, König von Preußen. Ach werde nie vergessen, dass ich ein dent-Her Kürst bin. Franz Jofeph I., Kaiser von Oesterreich, am Fürstentage in Frankfurt a. M. 1863. Keit Südmark! Das deutsche Bürgerthum Cilli'S wird Freitag ton 8. Seplember eine erlesene Schar deulscher I Mitkämpfet in den Mauern der uralten deutschen Znitzfeste begrüßen. Der Gruß wird treudeutsch : «klingen, als hallender Heilruf, als Kampf- und k'lgeSruf des deutschen Cilli, der allezeit die »ärmsten Sympathien Deutschösterreichs, ja All-»«jchlandS dem kampsumtobten Grenzwallposten a der Sann zugewendet hat. Cilli rüstet sich zu mer großen nationalen Tagung; es wird dabei bni würdigen Ernst, der ihm in schwerem, völki-fttm Erhaltung«kämpfe zu eigen geworden ist, ihr auch jene echtdeutsche Fröhlichkeit und rühm-liche Gastfreundschaft bethätigen, die jedem Gaste «i'erer Stadt immerdar unvergessen bleiben. Cilli wird deutsches Gewand anlegen. Die huben, die einst unser unvergesslicher Erzherzog Johann als Reichs-»erwefer trug, werden bekunden, dass die Zeitschen Cilli'S unentwegt festhalten an dem poßen deutschen Gedanken, dem ihr nationaler UenSkamps gilt. Schwarz-roth gotd: das ist da» Kleid der deutschen Stadt Cilli, die damit zeigen wird, wie sehr da» deutsche Wesen da überwiegt und wie unsinnig und mloge» die Behauptungen sind, mit welchen von einem nennenswerten slavischen P«rcentsatz in un-serer Stadt gefaselt wird. Und wahrlich, ernste Berathungen werden es fein! Die wirtschaftliche Frage ist zum Wesen des nationalen Kampfes geworden. Hat doch schon das »Lvoji k svojim* unserer Gegner mit furcht» barer Erbitterung den wirtschaftlichen Boykott zum wichtigsten und wuchligsten nationalen Kampfmittel erhoben. Aber auch wir Deutsche sind in dieser Richtung nicht müssig geblieben. Dem Boykott au« nationalen Gründen stellen wir in den bedrohten Kampfgebieten die nationale Schutzpolitik entgegen, welche der wirtschaftlichen Kräftigung und Erhal-tung bedrohter deutsche? Existenzen, de« deutschen Landwirtes und ErwerbSmanneS gilt. Das ist die Ausgabe deS deutsche» Schutz- und AbwehroereineS .Südmark". Noch nicht zehn Jahre sind ins Land gegangen, und schon wirkt reich der Segen der .Südmark"! Der beste Beweis für die nationale Bedeutung des Vereines liegt in dem furchtbaren Haffe, den die Wenden gegen den V«r«in „Südmark" in der Press«, in allrn Verfammlungen aufbieten, ferner in der leidenschaftlichen Versicherung, dass die .Süd-mark" die Vkrnichtung d«s SlaoenthumS herbei-führen wolle. Da» sind viel beredtere Zeugen eineS wahrhaft segensreichen, nationalen Wirken«, al« alle die Hunderte deutscher GewerbSmänner und Landwirt«, die ihre wirtschaftliche Existenz der „Südmark" zu danken haben. D«r Dank, welcher der „Südmark" hiesür gr-zollt werden mus», ist kein Dank des einzelnen, Betroffenen, er ist «in Dank d«S ganzen deutschen Volkes, das eine seiner segensreichsten Einrichtungen auf gutem Wege, bei zielbewufSter Arbeit sieht. Und so wollen wir die Südmarkboten hier herzlich willkommen hnßen, al« Träger einer unserer wich-tigsten nationalen Erhaliung«bestrebungen. Mögen die Berathungen und festlichen Veran- 2 Eine Friedenstaube ist ausgesendet worden. Dr. Kaihreii», der srühere Präsident deS Abgeord« netenyauseS, hat Worte der Versöhnung gesprochen und eS offen eingestanden, dass Fehler auch auf jener Seite, welcher er angehört, gemacht worden sind. Von allen Führern der Rechten ist Kathrein der aufrichtigste; er hat sich durch sein Verhalten alS Präsident daS Anrecht ermorden, dass selbst die radikalste Linke gegen ihn eine gewisse Zurück-Haltung beobachte und ihn nicht zu de» Uebrigen wie Abrahamowicz, Kramarsch, Ferjanci! u. a.. werfe. Umso bedauerlicher finden wir, dass diesem Minne die »rast gänjlich sehlt. in seiner nächsten Umgebung, in der „Katholischen Volkspartei', ordentlich aufjuräumetl und den unheilvolle» Ein-fl»sS Dipau is und EbenhochS, die sich in ihrer Feindseligkeit gegen die Linke gegenseitig zu über-trumpfen trachten, endlich zu brechen. Wenn Kathrein vor einige» Tage» in einer Versammlung sagte: „Wir sind Deutsche, und eS ist unsere Pflicht, jederzeit einzustehen sür daS Recht der Deutschen und sür deutsche Art, so weit das Scepter unseres Reiches reicht und soweit das Interesse und die Machtstellung des Reiches es ersotdern", so sind diese Satze recht hübsch, aber sie sind unwahr durch und durch, weil das ganze Verhalten der Partei, welcher der Redner angehört, eine Kette von Beweisgründen gegen die Richtigkeit jener Behauptungen bildet. Richtig »st, dass c» sür die Regierung heuie keine wichtigere Aufgabe geben kann, als die Wege zu einer Verständigung anzubahnen. Jedoch hat diese Ausgabt schon zu einer Z>» bestanden, als e« überhaupt noch möglich war, eine Verständigung zu finde». Damals war die „Kuh. VolkSp." das Zünglein ait der Wage, und wenn Dipanli es ehrlich gemeint hätte, statt da» diese»» Politiker geläufige Doppelspiel zu treiben, ivir wären vielleicht heute einen Schritt weiter. Darin steckt auch einer der Fehler, den Kaihrem nun zögernd eingestehl. Um ihn gut zu machen, ist längst die Frist versäumt. Mit dieser Regierung uud uiuer Mithilfe der „Katholischen Bolkspartei" verständigen sich die Deutschen nicht »iiehr. Die Anbiederung Kalhreins hat bei den Tscheche» bereit» eine schroffe Zurück-weijmtg erfahre». Wir Deutsche sind noch viel »veiier enlsernt, un» titii ihr zu befreunden. Wir bestehe» aus »>>serem Rechte und denke» nicht daran, jetzt einzulenk ». Möge» Kathrein und seine E'.eri» cale» jammern, mögen die Wiener Cqristlichsoeialen. denen daS Verständnis für die nationale Roth der Deutschen und für den daraus heroorge^angenen Widerstand vollkommen fehlt, sich in öoen Schimpse-reien ergehen, die Obftructiou wird nicht aussetzen und der Regierung den Gesallen nicht thun, ihr über d»e Verlegenheit der DelegauonSwahlen hinwegzuhelfen. Die Friedensschalmeien auS Tirol hören sich aber auch gar zu klaglich an in d.m ZorneStoben, da« den Staat erfüllt. Die Deutschen sind auf» höchste erbittert und die Vorgänge in Salzburg und Klageusurt. in Städte» mit der denkbar ge-mülhlichste» BeMk.rung, oie immer staatS- und kaisertreu geivesen, in drien jrder Fremde gerne vertveilt, bezeichnen die aUgemeine Stimmung. Wie hier ist es überall in d,ulschen Orten, und nicht zend« D>ng und lieg es >m L.che der heremdrin-genden Souue .ihen. Schild «schrak und griff unwillkürlich ii.tai der ÄUnfie bor Poupetbüre, inde» der Schauipleler die Hand »i t d.r Waffe auf den Schenkel s tzie uua ironisch lächelnd sagte: „^i .ch^eii Sie tiui.:« ur I r kostbare» Leben,' Herr vcu» Schild. Wen» Sie ein wenig nachdenken, müsse» Sie |u eiufeh,' >, d.,,« ich kaum einen sür meine Sache verbänguiSvolleren Streich begehen könnte, als Jh>>e» a» d <* Leben zu gehen Sie wissen auch, oas« ich ein rotzig üoerl genher Mensch bin: Ich habe ..ichi» von I ner Letdenschastlichkeit. Ihrem »Fcuei.". Aber ebat darum wird man einen Stretch, den man m r niemals zutraun würde, bei Ihnen immerhin für mc» l>ch dalien; Ihre Leb-hastigkeit und Hitz ist bik.nnu. Und daraus habe ich meine» Plan ,,ebaul. Eine explosive Aeußerung Ihre« Charakler«, »v«>n sie von einiger Bedeutung »väre, könnte leicht Ihr« Brau», oder doch deren Verwandle, die ohnehin i» dieser Richtung Be-fürchtunge^i legen, verankass! da s der Eljüllung Ihrer Wünsche Hiaderuisse nt den Weg gelegt »vürdtn Ich »vll l'o encas derartiges herbeizu« führen snch . D INI ich Miiis ^iii« Berdilldung mit EmNie unmöglich machen, fi ni.ijs unut allen Umsiäudei» die meine we den. Bleiben Sie sitzen, Herr vo» Schild, u»d sehen Sie »ich» so wüthend drein. Im G-uude ha en Sie ja gar keine Ursache, eifersüchtig zu sei». I m liebe Euiilie ziemlich so »venig, wie Sie »»tich. A.er — ich b»l gänzlich Ke«!fche nur in solchen. Der Tag der Ankunft KaizlS und dessen Wohnung in Prag werden sorgfältig geheim-gehalten, um lärmende Kundgebungen gegen ihn zu vermeiden: Wie lange ist eS denn her. dass die Tschechen ihrem Minister zugejubelt. Der Ver-rath an seiner eigenen Vergangenheit und die von ihm miibegangenen VersaffungSverletzungen rächen sich »un, und er darf sich unter seinen eigenen Volks-genossen nicht mehr offen blicken lassen. Also auch dort liegt Zündstoff ausgehäust, ein geringes nur, und der Aufruhr »obt durch ganz Oesterreich, die Völker werden die Verfassung, die sie mit Blut einst erkämpft, jetzt auch mit Blut vertheidigen. Ob Parlament oder nicht, da» ist eine nebensäch-liche Frage. Der Staat ist in äußerster G.fahr, um diese» zu retten, mus» Graf Thu»», wenn er in der That österreichisch empfindet, unter Mitnahme der Sprachenveordnungen, de» § 14 und de» seudalclericalen System» verschwind«»». Eine ander« Rettung giebt e« nicht I Aber sie mus« rasch er-folgen, denn schon werden die flammenden Zeichen der Empörung sichtbar! Wenn sie nur noch recht-zeitig verstanden würden! Aotitische Aundschau. Die Berufung ßhlnmeckys an da« kaiserliche Hoflager in Jschl steht nach wie vor im Vorder-gründe der Di«cussion. Je geheimnisvoller die Sache von den belheiligien Facwren behandelt wird, um so üppiger sprießen die phantastischen Combinationen in die Höhe. Thatsächlich lässt sich nur feststellen, das» Frhr. v. Chlumecky feinen Sommeraufenthalt in Aussee unterbrochen hat, durch zwei Tage «» Wie» war und mit einigen „Parteifreunden" vom verfassungstreuen deutschen Großgrundbesitz ver-Handell hat. Mit Abgeordeten der anderen deutschen Parteien hat Frhr. v. Chlumecky keine Zusammen-fünfte gehabt, und sogar die ihm sonst nahestehenden Mitglieder der deutschen Fortschrittspartei sind mit ihm nicht zusammengekommen. Ob etwas zwischen dem Vermittler und dem Großgrundbesitz vereinbart worden ist, weiß niemand zu sagen, und man be-obachtet auf allen Seiten darüber tiessteS Süll-schweigen. Run, des Räthsels Lösung muss ja bald an den Tag komme», denn nach der Rückkehr des Kaisers von dtN böhmischen und Oberkärtner Manövern wird ein rascheres Tempo in die Entwicklung der Dinge kommen. Aus Seite der deutschen Oppo-siiionSparteien ist man glücklicherweise von jedem übereilten Optimismus weit enlsernt, und man wartet, ohne sich irgendwie zu ereisern, die Resultate der Chlumecky',chen Vermittlung ab, von der man gleichwie von dem Vermittler selbst nicht allzuviel hält. Ja, eS sehlt nicht an Stimmen, die behaupten, dass die Verufung Chlumeckys nur zu dem Zwecke erfolgt sei, um sür die Reise deS Kaisers nach Nord-böhmen eine günstigere Stimmung unter den Deutschen zu erzeugen. Indessen bürste die Sache doch einen ernsteren Hintergrund haben und »vahrscheinltch damit seine Ausklärung finden, dass Freiherr v. Chlumecky den Auftrag erhalten hat, die „gemäßigten" Par-teien, in erster Üinie den Großgrundbesitz zu sondieren, wie er sich zur Octroyierung eincS Sprachengeseye« verhalten würde. Die Tscheche» loben natürlich jetzt verschuldet — ich bin ruiniert, eine reiche Heirat allein kann mich noch reiten. Emlien« Eltern — darüber hege ich gar keinen Zweifel — würden sich geschmeichelt fühlen, ihre Tochter mit einem der ersten Kunstler der Hauptstadt vermählt zu feli«n, auch wen» ihnen meine derartigen Verhältnisse bekannt wären. Und Emilie? Run. ich schmeichle mir. das« auch sie bald mit dieser Wendung ver-söhnt sein würde. Denn keine junge Frau kann daiür unempfänglich sein, das« ihr Mann in der großen Welt eine hervorragende Stellung einnimmt. Sie also, Herr von Schild, sind das einzige Hin-denn« sür meine Pläne. Sie, obwohl reich, raud.n mir die Möglichkeit, meine Verhältnisse auf — anständige Weise zu ordnen, Sie wolle» mein Henker sein. Aber nun, ich bin noch nicht verurth-ilt, ich darf mich noch gegen Sie wehren. Und ich will ei mit besten Kräfte» thu» — mit den Waffen de« Scharfsinne« (und lachend mit einem Seitenblick aus den Revolver) und mit dieser Schießwaffe. Höre» Sie den Plan, »vie ich. odne mein Gewissen zu belasten, Sie aus der Welt schaffen werde. Haha, bleiben Sie doch ruhig, ich meine „aus der Welt schaffen" mit Anführungszeichen. ES ist ganz einfach und noch dazu lustig. Hier, ober der Lehne meine« Sitze« ist die Rothbremse. — Sie sehen den Hebel? Gut — hier ist m«in Revolver: ein kleines Caliber, nur vier Millimeter: hier mein eleganter Cylinderhut, Marke Habig, und hier mein dito 1839 schon, kaum dass der Plan im Bereiche der Mög« lichkeit erscheint, und drohen mit dem äußerste» Widerstande. Die Deutschclericalen scheinen dem Prcject« günstiger gestimmt und hegen in unver» schämler und direct denuncialorischer Weise gegen die Deutschradicalen. Die oificiöse» Slimmen haben sich über die Berufung Chlumeckys überhaupt nicht geäußert und haben nur. um den Grafen Thun zu decken, die Nachricht ausgesprengt, der Minister» Präsident habe um die Berufung Chlumecky« gemusst und sie gebilligt. Das ist nicht die erste Lüge, die au« dem ministeriellen Pres«bureau in die Welt flattert, und es wird auch nicht die letzte sein. Hin sehr beliebtes Nsrt liberaler und sov-ftiger schwarz - gelber Politiker ist e«, davon zu sprechen, das« die jeweiligen politischen Strömungen ganz unabhängig sind — — — von dem Wille» de« Staatsoberhaupte«, dos» sie gar nicht« zu thun haben mit den Anschauungen der Familie Hab«-burg-Lolhringen. Hiezu schreibt die „Aussig-Karbitzer Volkszeitung": „Wir stehen zwar stark im Ruse, sogenannte „illoyale" Menschen zu sein, möchten aber in dieser Angelegenheit doch einmal darleget», das« wir Wilde» eigenilich — wenn auch nicht die besseren Mensche» — so doch Leute sind, die von der Bedeutung eine« monarchistischen StaatSober« Hauptes eine würdigere Vorüellung besitzen, als die obgenannten Kammerknechte. Jedes monarchische Staatsoberhaupt, setzen wir voraus, nimmt, »veii» es mit gesundem Sinne begabt ist, den regsten An« theil an der Politik des Staates und ist auch vo» »inschneidender Bedeutung für l.tzlere. Eine A»S« nähme machen höchstens Siaaten, in denen eine ge-fchichllich stark begründe»« Parlamenlsmacht befiehl, oder die aus revolutionär-demokraiijchen Stürme» hervorgegangen sind. Aber auch hier dürfte der Wille des Monarchen nicht gering anzuschlagen sein. Bei uns in Oesterreich — wir haben natürlich die im ReichSraihe nicht vertretenen Königreiche und Länder im Auge — bei uns also wird kaum je eine andere, als habSburgiiche HauSpolink getrieben worden sein. Kleine Zwischenzeiten wären dagegen kein Beweis. Wir haben die feste und begründe »e Ueberzeugung, dass Se. Majestät unser allergnädigster und weiser Monarch keine besondere Freude darüber hätte, wenn man Höchstihn gewissermaßen aus» schaltete aus der Reihe von Machisacioren, die den Cour» des LiaatsschisseS bestimmen. Herr Abgeord-»eler Dr. Funk« weiß das so gut wie wir; er müsste es eigemlich als ergrauier Oesterreicher noch besser wissen. Zu den entschiedenen Pflichten der deutschradicalen Presse zählen wir eS denn auch, den Ostmärkern die Augen zu öffnen--- über die unwürdige und unehrerbi«»ig« Legende, al» ob der Kaiser von Oesterreich den großen politische» Geschehnissen und Ereignissen seines S»aa»eS-- fremd und unbetheiligt gegenüberstehe. ES ist da« eine bewusSte Lüg« und byzantinische Entstellung der Thatsachen, der wir mit aller Entschiedenheit un» Offenheit entgegentreten wollen. Hoffentlich erwerbe» wir un» durch dies« freimüthige Vertheidigung der monarchischen Einrichtungen den Tank aller, die wahrhafte „Loyalität" ihr eigen nennen. Wir wieder-holen also, dass unser weiser Monarch feine grundsätzlichen Dinge in Oesterreich geschehen läsS», die eleganter Stadivelz, echter Nörz, Fabrikat Hariivich. Diese drei hübschen Gegenstände m»)S ich opfern, wenigstens tdeilweise. Und zwar schenke ich Jhne» diesen Revolver, der unwiderruflich in Ihr Elfte«-thum übergeht. Borher aber iverde ich mir erlauben, drei von den fünf Schüssen abzufeuern: Einen in die Lehne de» Faittem!», aus dem ich s>pe, erschrecken Sie nicht: paff! Einen durch meinen Cylinderhut — paff — durch und durch, eS »t jammerschade, man möchte weine»! Und endlich einen in meinen Sladtpelz — Sie dürfen meinelhalben unbesorgt fein, denn die Kugel dringt nicht einmal bis in das Unterfutter — paff! So — der Schaden wird sich leicht reparieren lassen. Und nun mein Herr, werde ich an der Nothdrems« ziel.en. ES thut mir leid, die Mitreisenden so zu erich eckei» — Sie speciell wird dieses ungewohnte Schauspi-l vielleicht interessiren. Jedenfalls muss ich eS ii;un. Sie verstehen nämlich jetzt wohl ntcinert Plan: Wir haben unS zufällig h» r im Waggon getroffen; unsere Nebenbuhlerschaft ist bekannt — wir habe»! Streit miteinander a»g fangen. Sie haben sich ^urch Ihre Hitze hinreißen lassen — hab n aus mich > e-schössen — in meiner Noth ziehe ich die Noth» bremse — Sie sind fürchterlich kompromittiert — eventuell gerichtliches Nachspiel — die Heirat g(bi zurück — und all-S andere ergibt sich von selbst. Also herunter mit dem BremShebel —* „Lassen Sie ihn nur hübsch dort, wo er ifr, ertönte plötzlich eine tiefe Stimme an der Coup<» 1899 nicht er, wie seine Familie vollständig billigen. Wer anderes behauptet. ist eine feige Bedientenseele." Hine holländische Stimme für den Anschluss «« Pentschland. Eines der hervorragendsten Tages-dläiter der Niederlande, der „Haag'sche Courant", bringt unter dem Titel: „Ein Bündnis?" einen bemerkenswerten Leitaufsatz. welker den Umschwung der Stimmung in den maßgebenden Handelskreisen des stammverwandten Landes charakterisiert, wo man noch vor wenigen Jahren mit den Franzosen liebäugelte. Er schreibt: „....Trotzdem ist die Mehrzahl deS germanischen BolleS in den Niederlanden zurückgekehrt zu seiner natürlichen Sympathie sür die Stammverwandten auf deutschem Boden; da« erklärt auch, warum bei un« in letzter Zeit wiederholt und immer stärker der Gedanke oe« nahen Anschlüsse« an die führende Großmacht von Mitteleuropa sich erhoben hat." Er befürwortet warm einen Zollbund Deutschland« nicht nur mit den Niederlanden, sondern er sehnt auch den An-schlus» von Dänemark, Belgien, Schweiz und — Oesterreich herbei. Da« schreibt ein eiriflusSreiche«, könißSlreu,« Blatt, ohne das« in diesen AuSfüh-wagen hochverrätherische Tendenzen erblick« werden. Aus Stadt und Land. Zum SüdmarKfeKe. Die Deutschen Cilli'S «md der Umgebung werven dringend ersucht, sich an allen Beranstaltungen, welche au« Anlas« der Eüdmarkdauptversammlung am 7. und 8. Seplem-der in Cilli stallfinden, recht zahlreich zu belheiligen. DerBegrüßungSabend finde» bekanntlich am Tonnerstag den 7. Seplember im Hotel Terfchek ßa». Freitag morgen« um 9 Uhr wird da« deutsche Studentenheim besichtigt, um 10 Uhr findet im Stadttheater die Hauplversamm» lang statt. Hieb« bleibt da« Sitzparterre den Ber« »eiern ber Ortsgruppen vorbehalten, auf der Bühne tagt die Hauptleitung; die übrigen Räumlichkeiten sind allen Südmarkmitgliedern nach Maßgabe des iiaumeS zugänglich. Da« Südmarkfest im Stadt« parke beginnt schon um 2 Uhr nachmittag« und ■irb, wie schon ausgeführt, Unterhaltung und Be-Wgung in Hülle und Fülle bieten. Der Eintritt»« preis ist mit 20 kr. für die Person festgesetzt. Kinder uhlen 10 kr. Der Zugang findet nur vom Sann-siege und von der Kopuzinerbrücke auS statt. Beim Mcommerse im Casino, der um 3 Uhr abends beginnt, wird Herr Jurist Fritz Zangger die Festrede hallen. Bei allen UnterhaliungSoeran-ftallungen wird die verstärkte Cillier MusikvereinS-capelle mitwirken. — Die Beflaggung der €tabt beginnt Donnerstag nachmi tag». Aenderung im Aergdienste. Der Bergcom-misfar Paul G. Reich«ri»er von Jenisch wurde Mit k. k. Ackerbauminislerium an die k. k. Berg-hauplmannschas» klagensutt zur Dienstleistung ibersetzl. Sedanfeier. Die Deutschnaiionalen Cilli« be» giengen den Sedanlag SamStag abend« im Garten-saaleceS Hotels Terschek, wo sich eine große Anzahl deulscher Gesinnungsgenossen, darunter auch viele Frauen und Mädchen, eingesunden hatte. Den Vorsitz führte Herr Medicin« Fischereder, welcher lhSre, und als beide überrascht umblickte», sahen I« den Schaffner, der dieselbe geöffnet hatte und sich in diesem Augenblicke hereinschwang. „Sie sind lliohl verrückt geworden. Hm", ries er, auf den Schauspieler zugehend, der ihn bewegungSlo«, den Revolver noch in der Hand, anstarrte, „was zum leu'el soll da« Schießen bedeuten? Geben Sie f«foti da« Ding da her, da« Sie da in der Hand haben. Hat er Sie etwa damit bedroht?" nanbte er sich an Schild. Binnen kurzem halle der Mann de« Dienste«, der dem ausalhmenden Schild wie ein rettender Engel vorkam — mit den Flügeln auf Rockaus-schlag und Kapp« — den ganzen Vorgang erfahren. Nur die inständigen Bitten de« Schauspieler« be-summten ihn, von einer Anzeige abzustehen. Auch Herr von Schild, den die lächerliche Wendung, die die bedrohliche Affaire genommen, ver ähnlich und fast heiler gestimmt hatte, willigte darein. Der gug fuhr eben in die Station und der Schau-Kieler, der sich wohl schon lange nicht so ehrlich geschämt halle, setzle seinen Cylinderhut feinem öchlaukopfe auf — nicht ohne vorher einen lrau-rigen Blick auf die beiden Kugellöcher desselben zu merken — und stieg aus, mit Wehmuth im Herzen, ater anch mit einer gewissen Befriedigung, so leichten llauseS bei dieser verwegenen LiebeSaffaire davon» gekommen zu sein. Wacht' die Erschienenen mit herzlichen, markigen Worten begrüßte und dem Festredner. Schriftleiter Am bro-schitsch ^da« Wort ertheilte. Dieser führte au«, das« die Sedanfeier ein Jubelschrei deuischen Ge-schichisstolze« sei. Molike« KriegSschwert und BiS-marcks Friedenspalme hätten das deutsche Reich begründet, dessen Bild vor und nach Sedan der Redner in lebhasten Bilder» schilderte. Er begrün-dete sodann da« Recht und die Pflicht der Deutsch-Österreicher, den Sedantag zu seiern. Zunächst sei da« gesammtvolkliche Empfinden maßgebend, da« sich jubelnd den Ehrentagen de« deutschen Reiche« zuwende. Der Sedangedanke sei aber auch ein Be-freiungSgedanke geworden — auch für un« Deutschösterreicher. Mit einem „Heil Allveuischland !* schloss der Redner seine sehr beifällig aufgenommenen Worte. Nachdem noch Mediciner Fischereder ein markiges SchlusSwort gesprochen hatte, fand die Feier, welche in der Absingung herrlicher Valer-landslieber ein ernstes, würdiges Gewand erhalten hatte, ihr Ende. Pom Klagenfnrter Gerichtshöfe. Au» Klagensurt wird un« geschrieben: Die Ernennung unsere« LandeSgerichtSpräsidenlen Herrn Rudolf Ullepitfch Edler von KrainselS ist von Seite der ganzen deutschen Bevölkerung unseres Heimat-lande« mit ungetheilter aufrichtiger Freude begrüßt worden. Der Genannte gilt eben al« ein ausgezeich-neter und humaner Richter, der von dem geraden Wege allösterreichischer Beamtenüberlieserung nie und nimmer abzuweichen gewillt ist. Wie wir hören, wir» derselbe auch die ihm unterstehend«» Bezirk«-gerichte selbst visitieren. Hiemit entfällt auch die etwa« curiose Uebung, zufolge welcher die meist von LandeSgerichlSräthe» geleiteten Bezirksgerichte, von oft dem Range nach weit jüngeren Collegen visitiert wurden, was schon im Interesse deS Gerichtsansehen» wenig wünschenswert erschien. UeberdieS könnte es dabei auch vorkommen, das» ein sein eigene« Ich vergötternder Inspektor oder Bisitator zum Beweise seiner Unnahmbarkeit gegen die betreffenden Gericht»-Vorsteher in wenig collegialer Weise austritt und so da» Zusammengehörigkeitsgefühl und da» StandeS-bewusstsein, welche ja zur gedeihlichen AmtSwirk« samkeit unbedingt »ölhig sind, in empfindlicher Weise schädiget. Ein angesehener und zufriedener Richterstand ist wohl auch ein bedeuiender Kitt unseres von bekannter Seite stet« zu lockern ver« suchten StaatSgesüge«, und darauf wird enifchieden auch der neue Lande«gerichtSpräsident sehen. Am Hiesige« Hbergymnasium findet die Ein» schreilmng der neu eintretende» Schüler am 16. Sep« timber von 9 bi« 12 Uhr, die Wiederausnahme der bisherige» Schüler am 17. Seplember von 3 bis 5 Uhr statt. Heschästsjnbiläum. Au» 4. d. M. feierte Herr Albin Fleischmann, Leinen- »nd Wäsche « FabrikS-Niederloge und Confeclio», gleichzeitig Vorstand de« Gremiums der Grazer Kaufmannschafl, daS 25jäh-rige Jubiläum seines GejchästSbestande«; der Rang-älteste deS Personal« überreichte dem Chef im Namen de« ganzen Personal« einen prachtvoll auSgesühnen silbernen Becher, und «ine in kalli-graphischer Ausführung «ingerahmte Gedenktafel; daraus hin folgten die Glückwünsche und Erwiderung von Seite des ChesS in sehr bewegten Worten. Z>er Aahrplan Entwarf für die Aahn Zettweg Wöllan— ßilli liegt nun vor — als eine höch t unangenehme Ueberraschung. „Directe" Züge gibt ei zwei. Die fahren ungefähr so: Zeltweg—Wöllan Wöllan—Zeltweg 6.»> 11.— ab Z-llweg an 3.1» 9.- 8.20 1.20 an Wolfsberg ab I.20 6." 8.30 2.10 ab an 1.— 6.^ 10.10 4.— an Unterdrauburg ab 11.30 j.— 11.10 5.10 ab » an 9.80 3.50 1.— 6.<5 an Wöllan ab 8.10 2.10 Dazu die Fahrordnung Cilli —Wöllan : 2.40 —. - ab Wöllan an 10.20 6.15 5.« —.— an Cilli ab 7.50 4.10 also gar kein Anschluss I In Wöllan findet Wagen» und Maschinenwechsel statt. Wie wir hören, ist man läng« der ganzen Strecke mit dieser Fahrordnung unzufrieden, e« find dagegen Vorstellungen im Zuge. Von Herrn LandeSauSschus« Dr. Schmiederer, in dessen Händen die Angelegenheit hauptsächlich ruht, werden nunmehr Thaten erwartet, mit welche» den In» tereffente» an dieser Bahn gedient ist. $in seltsamer Zlevertritt! Au« Laibach wird dem »Grazer Tagblait" geschrieben: I» Laibach ist dieser Tage Herr August Drelse, Thonwaren-sabrikant, sammt seiner ganzen evangelischen Familie katholisch geworden. Derselbe steht bereit« im 56. Le» benSjahre und war durch viele Jahre Mitglied des 3 PreSbyterium» der evangelischen Gemeinde Laibach. Er ist als einfacher Hafnergehilfe au« Deutschland eingewandert und hal eS hier zu einem ansehnlichen Reichlhume gebracht. Da Drelse sammt seinen Söhnen auch au» dem Deutschen Turnvereine ausgetreten ist, dürfte er in kurzer Zeit die zweite Häutung vornehmen und Slooene werden. Wir gönnen ihnen einen solch überzeugungsfeste,i Man» von ganzem Herzen. Die Deutschen werden jedoch wissen, wie sie sich einem solchen Manne gegenüber zu ver» halten haben. Sernec, Mschko, „pr." Kribar. Es tritt immer mehr zutage, das» diese« famose Trifolium die Tfchechenhetze auf eigene Faust besorgte. Ab» gesehen davon, dass e» hier — die Namen find bekaanl — mehrere bessere Leute unler den Slo» venen giebt, die diese politische Infamie verurlheillen, stellt e» sich nunmehr auch noch herau». das» mehrere „hervorragende" Slovenen während de» Tschechenbesuches Cilli einfach verlassen haben. Die nationale Impertinenz de« genannten Trifolium« wird also so ziemlich von allen gebildeten Leuten, die unsere friedliebende Stadt bewohnen, verurtheilt. Der nahezu allgemeinen Ablehnung und Zurück» Weisung de» vom Trifolium ausgeheckien neuer« lichen AufwiegelungSwerkeS. welches für die Ber» anstalter ein so wenig schmeichelhaftes Ende nahm, folgte ein Zustand von Raserei, der in der vom Trifolium bedienten flooenische» und tschechischen Pr-sse zum Ausdruck kommt und bei Freund und Feind Heiterkeit erregt. Was darüber hinau» seitens Senec und Delfchko in Bezug auf gericht» liche Anzeigen Angebereien usw. geleistet wurde, ist in seiner Art sattisch großartig. Zu bedauern bleibt es nur, dass diese Hauptoeranstalter slavophiler Hetzereien straflos ausgehen, trotzdem ihre Urheber» fchaft sattsam bekannt ist. ES ist nicht da» erstemal. d^sS wegen dieser fpeculativen Deutschensresser Blut geflossen ist. Nun schreien sie nach Polizei und lassen die Gemeinde Pletrowitsch um Verstaatlichung der Cillier Polizei petitionieren. Herr Dr. Sernec mag seinem „Golt" danken, dass das letziemal keine Staatspolizei da war, denn er wäre sicherlich schleunigst eingesperrt worden, als er sich der Auf-sorderung der Wache, die slavische Trutzfahne zu entfernen, widersetzte. ES war dieS der einzige Fehler, den man unserer SicherheitSbehörde zum Vorwurf machen kann. Z>ie Zleverfälle am Htan« mehren sich. Am letzten Sonntag wurden in diesem Th.'ile der Ge« meinde-Umgebung Cilli, welche sich eine Kritik über daS Verhalten der Cillier städtischen SicherheiS-wache herausnimmt, mehrere Deutsche von offenbar gedungenen Bauernburschen ohne Ursache überfallen. Wir mache» die BezirkShauptmannfchaft auf diesen, sowie aus den weiteren Umstand aufmerksam, das» der SicherheilSwachmann der Umgebung Cilli am Montag im Stadtbezirk« einem deutschen Jungen ein Pfeifchen wegnahm, wobei er sich sehr wenig unparteiisch benommen hat. Slovenische Hewervelreivende in ßilli. Wir werden aufmerksam gemacht, das» der Schneider» meister Tabor gegen seinen Willen und ohne jede Veranlassung in der bekannten Liste der „Domo-vina" Ausnahme fand. Dagegen sind au» begreif-ichen Gründen in derselben verschwiegen: Der Müller Majdic und der Rauchfangkehrer Petau». Ketzpfaffenarveit. Der Pfarrer und Caplan von Tüchern, sowie deren unterlhäniger Oberlehrer der slovenischen Volksschule in Tüchern betreiben in Storv unter den Arbeitern eine ärgerniserregende Hetze gegen die deutsche Schule. Man schwindelt den Leuten vor, dass sie ihre Kinder viel besser und praklischer in der Tücherner Schule unterbringen, weil sie dann doppelte Ferien haben. In Slor6 endigten nämlich die Ferien am 1. September, während sie in Tüchern an diesem Tage begannen. Wenn auch die fortschrittlich gesinnten Arbeiter den Hetze,» nicht aus den Leim gehen, so fordern wir doch den LandeSfchulrath auf, gegen die Hetze des genannten Trifoliums die geeigneten Maßregeln zu ergreifen. prächtige Ansichtskarten legt un» die rührige Buchhandlung Adler vor. Es sind zwei Farben« lichtdrucke mit einem Gesammtdilde der Stadt und einem Bilde der Burgruin.'. Auch da» Bild mit dem Gasthause „zumFranzl" ist sehr nett, so das» den Sammlern gewis» recht willkommene Gaben geboten werden. Aahr- und Siehmärkte in Steiermark. Am 4. September: Windischgraz, Vieh- und Pferdem. — Am 8. September: Eamlitz, Bez. Lcibnib, Jahnn. *-Maria In der Wüste (Roltenberg), Bez. Marburg, Jahrm. — Oppenberg, Bez. Rottenmann, Kräm. — Am 9. Seplember; Graz, Getreide-, Heu- und Stroh» 4 »Deutsch- Wacht- 1899 markt am GrieS-, Holzmarkt am Dietrichsteinplatze. — Gamlitz, Bez. firibnifc, Jahr- und Viehm. — Graden, Bez. VoitSberg, Viehm. — Unterpulsgau, Bez. Windisch-Feistritz, Viehm. — Rann, Schweinemarkt. — Am 10. September: Gressenberg, Bez. DeutschlandSberg, Viehm. — ÄaptUen, Bez. Radkeriburg, Jahrm. — Maria Rast, Bez. Marburg, Jahrm. — Oppenberg, Bez. Rottenmann, Kräm. — Am 11. September: Dobova, Bez. Bann, Viehm. — GnaS, Bez. Feldbach, Jahr- und Viehm. — Hirschegg. Bez. VoitSberg Jahr-und großer Viehm. — St. Johann bei Unterdrauburg, Bez. Windischgraz, Jahr- und Viehm. — Lang, Bez. Leibnih, Viehm. — Lassing, Bez. Roltenmann, Jahr-, Pierde- und Schlachtvieh»,. — Maria Rast. Bez. Marburg, Viehm. — Söchau, Bez. Fürstenfeld, Jahr-und Viehm. — Etainz, Fettviehmarkt. — St. Stesan. Bez. Leoben, Jahr- und Viehm. — Weiz, Jahr- und Biehmarkt. — Am 12. September: Söflach, Bez. Bez. Voitiberg, Viehm. — Lecben, Viehm. — St. Peter am KammerSberg, Bez. Oberwölz, Viehm. — Am 13. September: Graz, Getreide-, Heu- und Stroh-markt am GrieS-, Holzmarkt am Dietrichsteinplatz. — Pettau, Wochen- und Schweinemarkt. — Am 14. September: Graz, Hornviehmarkt nächst dem Schlacht« hause. — Eibiswald, Jahr- und Viehm. - - Juden-bürg, Pferdemarkt. — Kapsenstem, Bez. Fehring, Jahr-und Viehm. — Rann, Bez. Pettau, Schweinemarkt. — Rohitsch, Jahr- und Viehm. — Spital am Semmering, Bez. Mürzzuschlag, Viehm. — Stanz, Bez Mureck, Viehm. Meilenstein, Bez. Gonobitz, Viehm. (keil's Fußbodenlack) ist der vorzüglichste Anstrich für weiche Fußböden. Der Anstrich ist außerordentlich dauerhaft und trocknet sofort. Keil'S Fußbodenlack ist bei Traun & Enger und bei Vic-tor Wogg in Cilli erhältlich. 3699 Herichtssaat. Iievstahl. Cilli, 4. September 139?. Vorsitzender L.-G.-R. Reistet, öffentlicher Ankläger Staatsanwalt E ck l, Vertheidiger Dr. Filipitsch. Die k. k. Staatsanwaltschaft Cilli erhebt gegen Veit S e n i c o, 22 Jahre alt. geb. (26./6. ?) 31./5. 1877 in Manga Nr. 16, kath., ledig, Berg-arbeiter und Ledererlehrling, zuletzt in der Straf-anstatt GradiSca, zuständig nach Gairach — ob Verbrechens und Uebertretung deS Liebstahl« wieder-holt bestraft — die Anklage: Veit S e n i c a habe am 30. Mai 1899 Nacht« in Tüffer um feine» Vortheils willen au« dem Besitze und ohne Einwilligung de« Lederer-meister« Adolf Weber 2 Calcutahäute im Werte per 8 fl. 40 kr., somit fremde bewegliche Sachen im Werte über 5 fl. entzogen und habe sich da» Stehlen zur Gewohnheit gemacht — daher da» Verbrechen de» Diebftahl» §§171, 176 I Straf» Ges. — strafbar nach § 179 Straf-Gef. begangen. Am Morgen de» 31. Mai 18L9 erschien beim Cillier Lederermeister Joses Hermann ein Bursche und trug demselben zwei sogenannte Calcutahäute (eingeführte indisch» Ware) zum Kaufe an. Der Geschäftsmann schöpfte sofort Verdacht, dass der Verkäufer auf unredlichem Wege in den Besitz der Häute gelangt fei, und benachrichtigte sofort die Wache. Der Bursche nannte sich Veit Senica, be-hauptete, Grundbesitzertsohn auS Relschitz bei Tüffer zu sein und die Häute, welche von Rindern her-stammen, die fein Vater „Joses" — geschlachtet — im Auftrage diese« seine« Vater« zum Verkaufe angeboten zu haben. Nachdem diese Angaben de« Angeklagten, mit der Beschaffenheit der Häute und deren Marke (S. S. & Comp ) nicht in Uebereinstimmung zu bringen waren, wurde Senica verhastet und zum Amte gebracht. Auch hier blieb er bei der Behauptung, auf oberwähnte Weife in den Besitz der Häute gelangt zu fein — bi« ihm endlich nachgewiesen wurde, das« er ein oft abgestrafter, au« der letzten 13-monatlichen schweren Kerkerstrafe erst am 27. Mai 1899 entlassener Dieb sei. Nunmehr gestand Veit Senica, am 30. Mai 1899 nacht» bei Adolf Weber, Lederermeister in Tüffer — bei welchen er vor Jahren al« Lehrling bedienstet war — au» offenem Trockenboden 2 Häute entwendet und beabsichtigt zu haben, durch Verkauf derselben sich die Mitteln zu seinem Fortkommen zu verschaffen. Nach der mehrfachen Vorabstrafung stellt sich der Diebstahl bei dem Werte der Häute je per 4 fl. 20 kr. schon mit Rücksicht auf § 176 II a Straf-Gef. al» Verbrechen dar. Abgesehen davon, mus» aber auch behauptet werden, das» sich Beschuldigter da« Stehlen zur Gewohnheit gemacht hat. Seit (1895) feinem 18. Lebensjahre wurde der Beschuldigte nun zum dritten Male rückfällig und weisen die Thalumstände, welche den vorangegangenen Strafurtheile zur Grundlage dienten, nach, das« Beschuldigter knapp nach verbüßter Strafe oder doch kurze Zeit daraus abermal« sich an fremden Eigenthum vergriff. Bezüglich de« AngriffSobjecieS nicht wählerisch, nahm Beschuldigter stets, was ihm unter die Hände kam. Baargeld, Kleidung, Wäsche n. dergl. und benützte zur Ausführung meist die ihm au« dem Dienst- und ArbeitSverhäliniffe bekannten näheren Umstände. Wird nun erwogen, das« Beschuldigter erst am 27. Mai 1899 au« der k. k. Sirafansialt GradiSca nach verbüßter 13 monatlicher schwerer Kerkerstrafe entlaffen wurde, das« derselbe bei der Enilaffung einen .Ueberoerdienst* von 8 fl. 32 kr. ausbezahlt erhielt — einen Beirag, der ihn gar wohl in die Lage setzte, bis zur Erlangung eine» neuen ständigen Verdienstes seinen Unterhalt zu bestreikn, wird erwogen, dass Beschuldigter trotzdem schon am dritten Tage seine Mittel vergeudet hatte, und sich sodann wieder an dem Gute seines ehe-maligen Meisters vergriff, dann muss gefolgert werden, dass Beschuldigter ein unverbesserlicher — ein Gewohnheitsdieb ist. Nach dem Wahrspruche der Geschworenen wurde Veit Senica de« DiebstahleS schuldig erkannt und vom Gerichtshöfe zur Strafe de« schweren Kerker« in der Dauer von 5 Jahren mit einer Faste mo-natlich verurteilt. Fodtschtag. Cilli, 4 September 18SS. Vorsitzender L.-G.-R. Reitter, öffentlicher Ankläger SiaalSanwalt E ck l, Vertheidiger Dr. S ch u r b i. Die k. k. Staatsanwaltschaft Cilli erhebt gegen Josef Smreker, 23 Jahre alt, ledig. Besitzer»-söhn auS Verhje Nr. 10, derzeit in Haft, wegen Uebertretung nach §§ 431, 411, 460 Str.-G. viermal bestraft, die Anklage: Josef Smrker habe am 2. April 1899 in SlogonSko gegen Mathias Derzii in feindseliger Absicht dadurch, dass er ihm tückischer Weife mit einem Holzprügel einen Schlag auf den Kops ver-fetzte, so gehandelt, das» daraus dessen Tod am 11. April 1899 erfolgte und hiedurch da« Ver-brechen de« Todtschlage» nach § 142 Str.-G. begangen. Am 2. April 1899 zechten mehrere Burschen im Gasthaus« de« Martin Cirl in SlogonSko; da e« wegen der Bezahlnng der Zeche zu einem Streite kam. wurden sie, mit ihnen Mathias DerZ i, durch den Wirt hinausgewiesen. Nach einiger Zeit kam Mathia« Derzic zurück und verlangte neuerlich in da« Gasthaus eingelassen zu werden. Der Wirf Cirl öffnete ihm? da jedoch Deijic im Flur sofort wieder zu schimpfen begann, so schob ihn Cirl hinau« und begab sich zurück in feinen Laden. Bald darauf verließen Joses Kovacic, Andrea« Urek, Joses Smreker und Joses Cirl, und "zwar in der oben angesührten Reihesolge da« Gasthaus, um ihre Noth zu verrichten; dabei mussten sie an Mathias DerZic vorbeigehen, welcher ihnen de» Rücken zukehrie. Josef Smreker rif« nun plötzlich einen Holzpflock au« der Erde und versetzte unoer-muihet dem Mathia« Derzic damit einen wuchtigen Schlag auf die rechie Kopsseite über dem Ohre, so das« dieser an der Schwelle de« HauSthore» bewusSilo» zusammenbrach. Derz>i musste später in daS Krankenhaus in Rann geschafft werde», wo die Aerzte constatierien, das» ein lange» Knochen-stück über dem rechten Ohre auSgebrochen worden war. Am 11. April 1899 starb Derziö infolge dieser Verletzung und der durch dieselbe bedingte Gehirnentzündung und Gehirnblutung. Der Thäter war anfänglich unbekannt, denn Derzic, der den Schlag in der Finsternis und von rückwärl« er-halten hatte, konnte, trotzdem er da» Bewusstsein bald erlangt halte, nicht angeben, wer ihn geschlagen habe. ES wurde eine Reihe von Burschen gesäng» lich eingezogen, darunter auch Smreker, welche alle leugneten und den Verdacht aus einen gewissen Kooakik lenken wollten. Schließlich rückte Cirl Josef heraus mit der Angabe, das« er gesehen habe, wie Smreker den Detzil geschlagen habe. Smreker gestand die» nun unumwunden zu, und gab al» Grund Zorn über die vorausgegangenen Excesse des Derzic an. Später ersann er sich die Verantwortung, das» er in der Hand des Derzic ein Messer gesehen, diese» ihm au« der Hand habe schlagen wollen und dabei, da Derzi5 sich umdrehte, dessen Kops getroffen habe. Dass Derzii dem Smreker habe angreifen wollen, behaupt« Smreker selbst nicht; es würde ihm daher seine Verantwortung, selbst wenn sie wahr wäre, nicht» helfen. Allein sie ist unwahr und offenbar nur zur Beschönigung der Thal ersonnen worden, wie die» unzweifelhaft au» den Angaben de» Josef und Martin Cirl, sowie de» Erschlagenen selbst hervor-geht; vielmehr hat Smreker tückischerweise in der Finsternis von rückwärts den ganz ahnungslose» Derzic meuchlings zu Boden geschlaqen. Nach dem Wahrspruche der Geschworenen wurde Josef Smreker deS Todifchlages schuldig erkannt und zur Strafe de» schweren Kerker» in der Dauer von 4 Jahren mit einem Fastlage all-monatlich veruriheilt. 5er Aall Vievk^et-rs. Cilli, S> September ISSS. Am DitnStag hatte sich vor dem hiesige» Schwurgerichte der Zahntechniker Peter« wegen Diebstahle« zu veranlworten. Vorsitzender de« Ge-richtShofe» war L.-G.-R. Perko, öffentlicher An-kläger StaatSanwalt-Sudstitut Dr. Kocevar von Kondenheim, Vertheidiger deS Hermann Peter» Dr. Johann S> episch ne gg; der Prioatbethei-ligte Juris und Medicinae Dr. Riebl vertritt sich selbst, Obmann der Geschworenen ist Herr Notar Dr. Hermann WieSthaler, Schriftführer Herr Dr. Rostock. Der Anklageschrift entnehmen wir folgende»: „Die k. k. SiaalSanwaltschaft Cilli erhebt gegen Hermann PeterS. 26 Jahre alt. au« Limburg a. d. Lahn (Hessen-Nassau), verehelicht, Zahntechniker in Cilli — die Anklage: Hermann Peter« habe in der Zeit von Februar 1895 bis September 1897 um seine» Vortheils willen aus dem Besitze und ohne Ein-williftung feines Arbeitgeber« Dr. Johann Riebl in Cilli demselben gehöriges Gold (726 35 Gramm) und Platin (100-55 Gramm) im Werthe von 1639-90 Francs, somit fremde bewegliche Sachen im Werthe über 300 fl. entzogen; in dieser Zeit in seiner Wohnung ohne einen ärztlichen Unterricht erhallen zu haben und ohne gesetzliche Berechligung zur Behandlung von Kranken al« Heil- oder Wund» arzt zahnärztliche Verrichtungen im Munde an Menschen vorgenommen, somit die Behandlung von Kranken gewerbsmäßig ausgeübt. Derselbe habe hiedurch ad I das Verbrechen de» Diebstahl» nach den §§ 171, 173, 1761c Straf-Ges. — ad II die Uebertretung nach § 343 Straf-Gef. — strafbar nach den AZ 35, 179 Straf-Ges. begangen. Hermann Peter» war vom 20. Februar 1895 bi« Seplember 1397 beim Zahnärzte Dr. Johann Riebl in Cilli al« Zahntechniker beschäftigt gewesen. Al« solchem oblag ihm ausschließlich die Verarbeitung des ihm vom Dr. Riebl zu diesem Zwecke üdergebenen Goldbleche« und Golddrahte» zu Stistzähnen, Zahnbrücken, ganzen Gebissen u. dergl. —. da Dr. Riebl selbst in der technischen Seite dieser zahnärztlichen Verrichtugen gänzlich unbewandert ist, und daher kein einziges Sliick selbst verfertigt hat. wozu eben rein mechanische Fertigkeit erforderlich ist. Nach dem Weggange PeterS' von Dr. Riebl, erschienen bei demselben zahlreiche Personen mit der Beschwerde, das« die in seinem Atelier verfertigten Stücke gebrochen seien; die Untersuchung ergab, das« in allen diesen Fällen statt Golde« ein ziemlich wertlose« Material, sogenanule .Vicloria-Melall-Compontion" verwendet worden war. Dr. Riebl erstattete nun die Anzeige gegen Hermann Peter«, das« dieser da« ihm zur Verar-beiiung übergeben? Metall entwendet und statt dessen selbst beigefchaffle« Victoriametall ver-wendet habe. Peter« gab ohne weiter« zu. Victoriametall verwendet zu haben, behauptet jedoch, die« im Einverständnisse mit Dr. Riebl gethan zu haben. Dem steht jedoch zunächst die Aussage Dr. Riebl'« entgegen, welcher diese Verantwortung al« Lüge bezeichnet; wenngleich Peter« und Dr. Riebl in Unfrieden von einander geschieden sind, so fehlt e« doch an Gründen zur Annahme, das« Dr. Riebl zu einer so schweren Verleumdung gegriffen hätte, um Peter« zu verderben. Die Erhebungen bestätigten denn auch die Behauptung Dr. Riebl'«. Durch die Fakturen ist erwiesen, das« Dr. Riebl während der Zeit der Bedienstung de» Peter« von verschiedenen Dental-Depot», Haupt-sächlich der Firma Asch & Son«, Filiale in Wien, Deutsche Wacht" 5 |u verschiedenen Malen Goldblech im Gesammt-Michle von 534 55 Gramm und Golddraht im Cesammtgewichte von 226*80 Gramm, zusammen d'oGold im Gewichte von 761 35 Gramm bezogen hat. Hermann PeterS selbst hat eine Zusammen-Mutig sämmtlicher von ihm in dieser Zeit au« Äoldplatten gearbeiteten Stücke geliefert: nach dieser Zusammenstellung benöthigte er biezu Gold-»lallen im Ausmaße von 847-90 cm * was den Behebungen zufolge ein Gewicht von 42395 Gramm «pe&cn würde; da Dr. Riebl jedoch wie gesagt Platten im Gewichie von 534 55 Gramm bezogen Hai. und selbst nichts verarbeitet hat. so war durch tuest* Goldquantum der Bedarf reichlich gedeckt üb sehlt für die Verwendung von Victoriametall jeder Raum; ebenso steht es mit der Verwendung »on Golddraht, der hauptsächlich zu Stifizähnen Mauchl wurde. Hiezu kommt, dass den Erhebungen zufolge $r. Riebl während der Bedienstung deS Peters m: folgendes Victoriametall bezogen hat: am 25. Mi 1895 um 6 st. 70 kr. (circa 83 Gramm) an am 5. Februar 1896 „Victoria-Einleger" um 12 jL|— das letztere, sogenannte «Wünsche Platten", kommt außer Betracht, weil solches vorwiegend bä Kauljchukgebissen, die nicht in Gold gearbeitet wrbtti, zur Verwendung kam. Gegenüber dem nachgewiesenen Goldbezuge von 761 Gramm fällt dieser Bezug von Victoria-Metall öaher wohl nicht ins Gewicht, umsoweniger, als dessen Verwendung zu provisorischen Arbeiten und Krgl. aufgeklärt ist. Wohl aber ist von höchster Seöeutung, dass es gelungen ist. dem Paters den Sejug von Victoria-Metall aufeigenenNamen «ichzuweisen. Derselbe bezog von der Firma Aich-Hetzer und der Firma Siehr in Trieft zusammen 32'.' Gramm Blech, davon 233'/, Gramm in Gloria-Platten; nachd.m 1 cm * Victoriablech 035 Gramm wiegt, so repräsentieren diese 233'/, Gramm eine Platte im Ausmaße von 667 cm \ itf ist also nicht viel weniger, als daS Ausmaß in zu verarbeite» gewesenen Goldplatten. Es drängt sich der Gedanke von selbst auf, Peters diese Victoria-Platten eben nur zu dem Zvecke bestellt hat, um daS dem Dr. Riebl ent-nenöete Gold damit zu ersetzen. Bemerkenswert rt ui diesem Punkte die Verantwortung Peters'. Im Anfange leugnete er entschieden, Victoria« SJfatO bestellt zu haben, als ihm der Bezug nach-«wiesen wurde, gab er an, dieses Metall zu Hause «erivendei *u haben, theils weil er zu Hause zahn-«jlliche Operationen auf eigene Rechnung auS-fährte, theils für Kleinigkeiten — Schmucksachen — tie er verfertigte; als er fohin wegen unbcsugter Liltübuiig der Zahnheilkunde zur Verantwortung wurde, behauptete er, fast das ganze SJletaU sei auf diese .Kleinigkeiten" aufgegangen. LHiere Behauptung wird nämlich durch die That-sache der periodisch»» Victoriameiallbestellung Lüge» mnft. Die Privatproxi« PeterS' war offenbar nicht ctffc, da er hiesür nur wenige Patienten anführen konnte, während er über die für Dr. Riebl Belieferten Arbeiten genauen Bescheid zu geben wusste. Ta« Victoriametall wurde also offenbar als Ersatz für da« gestohlene Gold, welche« ja ebenfalls periodisch bestellt wurde, verwendet. Tie Behauptungen Dr. Riebl'S finden weiter» ihre Bestätigung in den Aussagen der Vorgänger uii Nachfolger deS Peter» bei Dr. Riebl, welche befiätißen, dass Dr. Riebl mit Gold arbeiten ließ da» erforderliche Gold auch Hergegeden hat. «ilnt in der schon erwähnten Thatsach« der periodischen Goldbestellung, welche eben im Falle Bedarfes erfolgte; aus den Büchern deS Dr. MI in Berbindung mit den Facturen ist zu ent-mhaii«, dass vor jeder größeren Arbeit Gold bestellt worden ist. PeterS hat bei seinem Dienstantritte ein Gold-«iirolbuch eingeführt, welches jedoch nunmehr verschwunden ist; dieses Verschwinden ist von Vor-fril nur für Peters, da hiedurch der urkundliche Nachweis, von Fall zu Fall, dass er von Riebl fn die einzelne Arbeit Gold erhalten, dieselbe jedoch nicht in Gold ausgeführt, unmöglich ge-«orden ist. Nur ein Eontrolbogen über die Verwendung nneJ GolddrahteS ist übrig geblieben, allein die Untersuchung in tn den meisten der auf dieser Copie d «bglich, da die Personen theils unausfindbar sind, Idnlt die Arbeiten auS dem Munde ohne Zerstörung mcht hinausgenommen werden können. Immerhin >'. et in zwei Fällen, Lauriö und Eoetler recte Cemiier. auf Grund diese» Bogen» nachgewiesen, tojt Peter« Gold erhalte», jedoch Victoriametall verwendet hat. Peters kann daraus nur erwidern, das» er im Falle Lauric Gold mit Victoria-Draht verwechselt habe, gewiss eine unmögliche Verant-wortung für einen Jahre lang mit diesem Metalle sich befassenden Arbeiter; im Falle Centner be-streitet er — jedoch erfolglos — die Identität mit Cvetler. Um schließlich doch die ausfallende Thatsache, dass er angesichts des großen Goldbezuges bei den Gebissen unechtes Metall verwendet habe, auszu-klären, behauptete PeterS, dass er in vielen Fälle» die sogenannten Schutzplatten deshalb statt in Gold in Victoriametall habe ausführen müssen, weil Gold beim Löthen zu leicht schmelze; diese Be-hauptung wurde jedoch von den Sachverständigen widerlegt. Den unwiderlegbaren Beweis für die Schuld des PeterS und die ziffernmäßige Höhe des Schadens lieferte jedoch feine Correfponvenz, welche aufklärte, was PeterS mit dem entwendeten Gold gemacht hat; PeterS hat nämlich daS Gold an eine Fabrik in Genf eingesendet, welche sich mit der Läuterung von Goldabsällen befafSt. DaS von dieser Fabrik eingesendete Verzeichnis sowie die Briefe PeterS zeigen, dass PeterS vom Juli 1895 angefangen monatlich ein« oder zweimal Gold in Barren (lingots) an die Firma eingesendet hat, und zwar im einzelnen beiläufig in de» Quan-titälen, wie sie Dr. Riebl bestellt hat, im Ganzen im Gewichte von 726-35 Gramm. PeterS behauptet nun, das» er diese Abfälle im Einverständnisse mit Dr. Riebl an die Firma in Genf gesendet und den hiesür erhaltenen Betrag an Dr. Riebl abgeführt habe. Diese Verantwortung hat jedoch keinen anderen Effect, als neuerlich den Beweis für die ganz beispiellose Unverfrorenheit de» PeterS zu erbringen. Vergleicht man da» an die Firma in Genf eingesendete Quantum Gold von 726-45 Gramm mit den 761-35 Gramm, welche Dr. Riebl bestellt ha», so erkennt man sofort, das« sast da« ganze Gold »ach Gens gesendet worden ist; die Zumuthung, das« Dr. Riebl monatlich Gold bestellt habe, um e« monatlich zu verkaufen, wirkt umso ungeheuerlicher, al« die Firma in Genf sür da« in Barren eingeschmolzene, al« Abfall declarierte Gold ja viel niedrigere Preise zahlte, al« Dr. Riebl für die ganzen Platten zahlen musste, und als nach dem Ausspruche der Sachverständigen höchstens ein Viertel vom Golde als Abfall bleibt. Bemerkt fei noch, dass die Angabe de« PelerS. dass er deshalb für Dr. Riebl die Eorrespondenz mit der Firma führte, weil Rieb! nicht französisch könne, nicht ernst zu nehmen ist, denn damit ist noch nicht erklärt, warum Peter« in allen Briefen den Namen seines Arbeitgebers verschweigt, sich selbst al» Zahnarzt geriert, die Geldsendungen an seine und nicht an die Adresse deS Dr. Riebl — der ja als ein in Geldsachen genauer Mann gilt — gelangen ließ; es ist auch keine Frage, das» die Genfer Firma sich in eine deutsch geführte Eorrespondenz eingelassen hätte, um Geschäfte zu machen. Charakteristisch ist. dass PeterS ängstlich bemüht war. zu verhindern, da!« ihn die Geldsendungen nicht bei Riedl treffen, sondern immer und immer wieder ersuchte, die Postanweisungen in seine Wohnung zu adressieren, seinen Wohnung«-Wechsel mittheilte, ja in einem Briefe während seiner Abwesenheit sogar anordnete, das« der Gegenwert für seine Goldsendungen an seine Frau gesendet werde! Alle diese Umstände laffen wohl keinen Zweifel mehr übrig, das« PeierS fast das ganze Gold, da« Dr. Riebl bestellt hat, entwendet hat. dafür Victoriametall. da« er selbst bestellt hat, verarbeitet ha», daS Gold hinter dem Rücken Dr. Riebl'» nach Genf gesendet und den erhaltenen Gegenwert sür sich verwendet hat. Bei dieser verbrecherischen Manipulation verließ sich Peter» offenbar auf fei» schlagartige», unverfrorenes Auftreten und auf die Schwierigkeit des Beweise«. Die That qualisiciert sich als Diebstahl; denn da« Gold war dem Peter« nicht anverirau», sondern zur Verarbeitung im Atelier deS Dr. Riebl unter dessen Aufsicht übergeben, ebenso wie dem nächstbesten Fabriksarbeiter das Material nicht an-vertraut ist. PeterS begieng bei Dr. Riebl noch einen zweiten, viel gelungeren Diebstahl, indem er von einer Unzahl Zähnen die zur Befestigung ange-brachten PlatincramponS abzwickte und in der gleichen Weise hinter dem Rücken Dr. Riebl'S an die Firma in Genf verkaufte. Die Verantwortung deS PeterS, das« die Crampon« zu lang gewesen seien, wird von den Sachverständigen als Widersinn widerlegt. Der Wert des gestohlenen GoldeS und PlatinS beläuft sich auf mindesten« 1639-90 Francs, das sind über 800 fl. welche die Firma in Genf an PeterS gezahlt hat; der Schaden Dr. Riebl'S ist natürlich noch bedeutend höher. Bemerk» fei noch, das« der Anlas« zu diese« Unredlichkeiten offenbar in dem da« Einkommen des Peters erhobenermaffen weit übersteigenden Auswande zu suchen ist. Peter« gesteht, in seiner Wohnung entgeltlich, also gewerbsmäßig Zähne plombiert uud Zahn-piecen verfertigt zu haben; da er nur Zahntechniker und nicht Zahnarzt ist, sind ihm nach den bestehe»-den Vorschriften derartige Operationen verboten und erscheint die« sonach al« Curpfuscherei I! PeterS verantwortet sich dieser Anklage gegen» über, indem er erklärte, an beiden ihm zur Last gelegten Delicten unschuldig zu sein. Er hab« im Auftrage und unter Mitwisser« de« Dr. Riebl mit Victoriametall statt mit Gold gearbeitet und im Auftrage deS Dr. Riebl die Goldabfälle in die Schweiz geschickt, sowie den hiesür erhaltenen Betrag an Dr. Riebl abgesührt. Gegenüber der Anschul-digung auf Curpfuscherei behauptet PeterS, dass er nicht gewerbsmäßig gearbeitet habe. Der Kronzeuge Dr. Riebl beharrte auf den in der Anklageschrift niedergelegten Behauptungen, welche von dem umfangreichen Zeugen- und Acten-Material« nur zum Theile gestützt werden konnten. Die Vertheidigung legte daher da» Haupt-gewicht ihrer Actionen darauf, die Glaubwürdigkeit deS Dr. Riebl zu erschüttern. Die« war schon au« dem Grunde nicht schwierig, weil Dr. Riebl, der bie Arbeiten des PeteeS fast ununterbrochen in der strengsten Weise überwachte, doch gewufSt haben musste, womit sein Techniker gearbeitet hat. Der Zeuge Dr. Praunseis erklärte über eine Frage de« Geschworenen Dr. WieSthaler, das« Dr. Riebl bei der strengen Controle von der Verwen-dung de« falschen Material» Kenntnis gehabt haben musste. Dieses wichtig« Moment, welche» sür die Geschworenen offenbar entscheidend war, wurde jedoch gewaltig unterstützt durch weitere Momente, welche der Vertheidiger anführte, so das« eS ihm gelang, die Glaubwürdigkeit de« Dr. Riebl vollständig zu erschüttern. Da« bekannte berufliche und gesell-schasiliche Vorleben des Dr. Riebl, seine zahlreichen Streithändel und Verurteilungen, die strafweise Entlassung auS dem Militärverbande, ferner die DiSciplinarentlaffung au« dem Civilstaatsdienste, weiter» da« feindselige Vorgehen gegen Peter», nachdem dieser au» dem Dienste bei Dr. Riebl zu Dr. Praunsei« übergetreten war — da« waren lauter Momente, welche von der Vertheidigung wirksam ausgenützt, die Geschworenen offenbar ver-anlas»» haben, den beeideten Aussagen de« Dr. Riebl weniger Glauben beizumeffen, als der Verantwortung deS eigentlichen Angeklagten, so das« beide Schuldsragen, welche auf Dieb stahl und Curpfufcherei lauteten, einstimmig verneint wurden. Im Sinne diese« Wahr-spräche« wurde Hermann Peter« vom Gericht«-Hofe freigesprochen und Dr. Riebl, welcher sür die Schädigung feiner Praxi« din Betrag von 3000 fl. verlangt hatte, mit seinen Ansprüchen auf den Civil» rechtSweg verwiesen. Dr. Riebl unierließ eS, das Verbiet der Ge-schworene» im GerickiSsaale selbst zu erwarten. Der Freispruch PeterS wurde von mehreren Per-sone» im dichtgesüllten Zuichauerraume mit Heil» rusen begrüßt, so dass die Worte des Vertheidiger«, die Volksstimme sei sür PeterS und gegen Dr. Riebl, ihre Bestätigung erfuhren. D:r Proces« erregte in der Stadt die größte Sensation, wa« die selten große Theilnahme an dem Verlaufe der Verhandlung aus allen Kreisen der Gesellschaft zeigt. Die Verhandlung währte von 9 Uhr früh mit einer Unterbrechung in der Mittagspause bis 12 Uhr nachts. Der Vertreter der Staatsbehörde meldete gegen das Urtheil die Nichtigkeitsbeschwerde an. Deutscher Schutverein. In der Ausschusssitzung am 29. August wurde der akademischen »echn. Ferialverbindung „Deutscher Hochschülerbund" in Pilsen sür den Ertrag einer SchuloereinS-Festkneipe, der Familie Joses Palme-Stumpe in Jablonetz für den gründenden Beitrag von fl. 120, au« Anlas« de« 25jährigen Bestandes der Firma Linke u. Stumpe und endlich der Musi-kalienhandlung Vincenz Fink in Linz an der Donau für den namhaften Reinertrag de« Franz Blümel-fche» Männerchores op. 29 der geziemende Dank ausgesprochen. Hierauf wurde beschlossen, an den nationalen Dichter Adolf Pichler in Innsbruck zn seinem 80. Geburtsfest ein Begrüßungsschreiben zu senden. Ferner wurde zur Kenntnis genommen, das« 6 .Deutsche ZvRchi 1899 der tschechische BezirkSauSschusS in Neustadt an der Mettau bei Genehmigung der Schuldscheine der Echulgemeinve Plaßnitz - Schödiwie sür die vom Deutschen Tchuloereine sür einen Schulhausbau er-haltenk» bedeutenden unverzinslichen und nur in dem Falle, als an dieser Schule die deutsche Sprache nicht mehr ausschließlich die UmerrichlSjprache bilde», zurückzahlbaren Darleihen die aus die Unterrichts-spräche bezügliche Clausel in den Schuldscheinen von der Genehmigung ausgeschlossen hat unter anderem mit der Begründung, das» diese Clausel „beleidigenv für die böhmische Bevölkerung der Gemeinde Plaßnitz-Schöoiwie auStönt und überhaupt den Eindruck eines beabsichtigten Schimpfes für die ganze böhmische Nation und eines versteckten Angriffes auf den durch die gilligen Gesetze gebildeten und durch die De» cemberveriassung verbürgten gesetzlichen Zustand mach».' ES wurde verfügt, dass gegen diesen ErlasS der BezirkSoertretung der RecurS an den Landes» auSschujS ergriffen wird. Nach Berathung der An» gelegenheit deS Baues eines Kindergartens in Stalitz, der Sudventionierung der Schul» in Zabreh, Be-willigung einer Subvention sür den zur Errichtung gelangenden Kindergartens in Selletitz, der Steuer für das Schulhaus in Neu-Nohosna, von Stipendien für arme Schüler der Fachschule für Holzindustrie in Gotische« gelangten BerwaliungSangelegenheiten der Ber«mSschulen in Böhmisch-Trübau, Lichtenwald und Pilsen uns der BereinStindergärten in Königs-feld, Kolleschoivitz und Pcachatitz zur Berathung und Erledigung. Vermischtes. .Zcherers 8 14 und Zuckersteuer» nummer" wurde beschlagnahm». Die 2. Auflage erschien am SedanStage. Hin Bonmot des deutschen Kaisers. Der .GauloiS" colportier» folgendes angebliche Bonmot des deutschen Kaisers: Als sich der Kaiser kürzlich auf seiner Dacht in Kiel befand, wurden ihm auch einige Amerikanerinnen vorgestellt, von denen eine fosor» daS Gespräch auf die Frauenfrage zu lenken wusste und dem Kaiser die bis dato unwürdige Lage der Frauen in Deutschland klar zu machen suchte. Der Kaiser ließ geduldig den Redeschwall über sich ergehen und als die Verfechterin der Frauenrechte geendet, athmete Majestät leichter auf und erklärte: „Ich bin in dieser Frage derselben Ansicht wie meine Frau. Wissen Sie, was die sagt? Die Frauen sollen sich mit nichiS anderem als den ,4 K'S" beschäftigen". »Die 4 KV, fragten die Damen verwundert. „Ach so, ich vergaß', sagte der Kaiser, „dass die Damen nicht deutsch sprechen. Die „4 K'S", da« sind: Kinder, Küche, Kirche und Kleider!" Die Amerikanerinnen sollen sich ziemlich verblüfft zurückgezogen haben. Fextitz Schönau. (Saisonbericht). Heute, da der Höhepunkt der Saison überschritten ist, lass» sich auch ein vorläufiger Ueberblick über den Ver» lauf derselben machen. Ein solcher führt zu dem befriedigenden Ergebnisse, das« die Frequenz unseres altberühmte» Thermenbades sich in stetig aufftei-gender Linie beweg». Von Jahr zu Jahr entfalten sich die für daS Curpublikum berechneten Veran-staltungen in immer größerem Umfange, und trotzdem weisen all' die zahlreichen Concerte und Unter» Haltungen einen außerordentlichen Besuch auf. Die letzte Kaiserreunion gewähr»? da« Bild eine« glän» zenden Ballfeste«, bei welchem daS Curpublicum in hervorragender Weise vertreten war. Zahlreiche Osficiere, an deren Spitze der gleichfalls zur Cur hier weilende Feldmarschall-Lientenan» Freiherr von Eisenstein, verliehen dem Feste einen besondern Glanz. Vor wenigen Tagen besuchten Ihre kaiserlichen Hoheiten die Erzherzoginnen Maria Theresia, Maria Annunciata und Elisabeth unsere Badestadt und waren dieselben voll de« Lobe« über die Schön» heilen derselben. Da« Verzeichnis der hier zur Cur Weilenden weis» wieder eine Reihe illustrer Namen auf, darunter: Baron Alexander von Groevenitz, wirklicher SiaatSraih mit Gemahlin auS St. PeterS» bürg. Geh. RegierungSrath Hermann Ende, Präsi» dem der königl. Akademie der Künste in Berlin, Professor Karl Becker, Ehrenpräsident der königl. Akademie der Künste in Berlin, Excellenz Constantin Arapoff, General-Lieutenant der russischen Garde-Kürassiere au» Petersburg, Alexander Koyander, russischer diplomatischer Agent für Egypten auS Kairo, Se. Excellenz Nikolaus Novitzky, General-Feldzeugmeister der kaiserl. russischen Armee mit Gemahlin auS St. Petersburg. „«Herr, gehe« Sie auseinander!" Anlässlich der kürzlich in Wien vorgefallenen Demonstrationen »vurden viele Verhaftungen und Verurtheilungen vorgenommen. Bei einer Verhandlung ergab sich folgender köstlicher Zwischenfall: Ein als Zeuge einvernommener Arzt erzählt, das« er mit einem College» aus die Ringstraße trat, als die Demon-stration stattfand. Plötzlich sprengte Reiterei heran, und er klammerte sich an einen Laternenpsahl, da er fürchtete, niedergeritten zu werden. Da kam ein berittener Wachmann und schrie dem Zeugen zu: „Herr, gehen Sie auseinander !• Er habe erwidert: „Herr, ich kann nicht!" Daraus sei er verhaftet worden. Z>reitzigtansendmal könnte man da« große Heidelberger Faß mit dem in Deutschland im letzten Jahre gebrauten Biere anfüllen; belrug doch die Menge desselben 6.130,000.000 Liter. Kein Staat der Welt erreicht diese Ziffer, nicht einmal England. Obenan steht in Deutschland Baiern mit über 16 Millionen Hektoliter; auf den Kops der Bevölkerung macht das über 235 Liter jährlich. In München selbst steigt diese Zahl gar auf 566 Liter, jeden Einwohner vom Säugling bis zum Greise mitge-gerechtet. Aber außer diesem Bier werden in Deutsch-land jährlich auch noch über 30 Millionen Liter Wein verbraucht und rund 230 Millionen Liter Branntwein. Etwa 1500 Millionen Mark werden alljährlich von der Bevölkerung Deutschlands sür Wein, Bier und Branntwein ausgegeben. Hin unerhörtes Wagestück in der Aerg-Kletterei wurde am Mat»erhorn ausgeführt, näm-lich die Ersteigung dieses BergeS über die Südost-kante hinaus vom Furgjoch auS. ES wird darüber auS Zermalt berichtet: Schon seit einer Woche be-merkte man in jener Richtung beständig einige ver-wegene Kletterer, die endlich eine fast unzugängliche Höhe erreichten. Sie waren bis unter den letzten überhängenden Theil des RiesenodeliSkeS, den der Matternhorngipsel darstellt, vorgedrungen. Drei Mann, mit starten Seilen wohl ausgerüstet, erstiegen sodann den Berg von der gewohnten Seite und kletterten über den Südostkamm hinunter, so ties e» angieng. Von da warfen sie nun daS Seil über den Abhang ihren Kameraden zu, die sodann den Ausstieg über den gähnenden Abhang hinauf auS-führten. Man konnte da» Kunststück vom Schwarz-see au» mit dem Fernrohr beobachten. Alte, be-herzte Bergführer schüttelten den Kopf über solche Tollkühnheit. Die waghalsigen Kletterer sollen zwei englische Touristen mit mehreren italienischen Führern sein. — Da» sind Au«ariungen der sonst so Herr-lichen Touristik; auf solche Künste brauchen diese Fexe nicht stolz zu sein. Ans zum Kampf. Zu den lästigsten Plage-geistern in unsrer Behausung gehören in der heißen Sommerszeit unstreitig die Stubenfliegen. Nirgend« ist man sicher vor ihnen. Die Hausfrau hat ihren bellen Aerger über die summenden und surrenden ungeladenen Mitbewohner der Zimmer, beschmutzen sie doch alle Dinge in der Wohnung, und trotz allen Eifer« stnd die Fensterscheiben und Spiegel kaum glänzend und rein zu erhalten. Und dann die Küche! Sie wird von dieser unsauberen, zudringlichen und naschhaften Ge-sellschaf» besonders gern aufgesucht, zum groben Leid-wesen deS KüchenpersonalS. Wo nur ein Krümchen liegen bleib», wo nur etwa« Fleisch und dergleichen steh», da erscheinen gleich Legionen Fliegen. Kaum dampft der Kaffee in der Tasse,» kaum steh» daS Milch-töpfchen auf dn», Tische, kaum ist da« Gla» mit Bier gefüllt, so schwimmt schon ein solch kleine« Leckermäulchen in der Flüssigkeit, und appetilförderud ist das keines-wegS. Darum: Krieg der Fliege! Zur Verzweiflung können die Fliegen den Menschen bringen. Wer gern nach Tisch etwas ruhen will, wer bei fleißiger Arbeit sitzt, wer die „neuesten Nachrichten" gern studiert uich dann fortwährend sich die Fliegen „vom Half« halten" muss, und wäre es auch nur eine, die sich die Nasen-spietze oder die Hand oder vielleicht gar die stark un-behaart« Kopfhaut zu ihrem Tummelplatz erwählt ha» und trotz mehrmaligen JagenS immer wieder angeburr» komm», der ruft auch mit: Krieg der Fliege! So un-endlich schwierig ist ja die Vertilgung der Fliege nicht, seitdem man in dem seit Jahren bekannten „Zacherlin" ein JnseetenvertilgungS-Mittel ersten Ranges an der Hand hat. Die Anwendung des echten „Zacherlin" ist so verblüffend einfach und die Wirkung so durch-greifend, dass man sich nicht zu wundern braucht, wenn man überall zur Vertreibung der Fliegen und anderer Infekten nur noch Zacherlin anwendet. Und alle Welt sollte mithelfen, die Fliegen zu vertilgcn, sind sie doch, wie die Untersuchungen ergeben haben, die schlimmsten und gefährlichsten KrankheitSübertrager und KrankheitS» erzeuger. Ihr fein behaarter Köper ist nur zu gut geeignet, alle Krankheiten erzeugende Pilzsporen und Unreinigkeiten aufzusammeln, weiterzutragen und wieder abzugben. So ist die Fliege nach vielen Seiten hin ein äußerst lästiges und gefährliches Jnfeet und darum nochmals: Krieg und Tod der Fliege. Warum schenkt man lich beim Ser»iere» des Weines zuerst ein! Diese Gewohnheit ent« stammt, wie der „Praktische Wegweiser", Wiirzburg. schr«ibt, dem Alterthum. Die Allen bewahrten den Wein in enghalsigen Krügen auf und schützten ihn vor dem Luftzutritt durch da« (Angießen von etwa Lei, welche« al» dünne Schichte aus dem Weine schwimmt. Bor dem Einschenken wurde daS Oe allerdings mit einem Rohr abgesogen, ab«r in der Besorgnis, e« möchte doch noch etwa« zurückgeblieben stin. goss man sich zuerst ein, um nicht einem Gast unreinen Wein vorzusetzen. Fremdenlistt Kotet Htephaut. Karl Keller, Afsecuranzbeamter, Graz. Johan,» Hawlitfch, Hofrath im k. k. Handelsministerium, famm Frau, Wien. Dr. Lazar Gnyic^ Arzt, sammt Gattin, Delya-Slavonicn. Lud v. Professor deS königl. Polytechnikum, Frau und Kinder, Budapest. Kar Private, Frau und Sohn, Wien. Karl Killim, Bahnbeamter, Wie». Rosa Lichtwitz, Kaufmanns MM, sammt Mutter. 2 Kinder und Erzieherin, Bud« pest. F. Kozak. TamenkleidermacherSsattin. Graz. Rickarb Dwewitz» Dn, BreSlau. Franz Trummer, Realitäten-besitzer. sammt Sohn, Leibnih. SRufioTTW. v. WeckA Resident der Südbahn. Wien. Franz.Tunn-, f. f. Finanzwach - Oberaufseher. Trieft. Anton CakS. Reisender, Laibach. EloiS Simonich, Lederfabrikant Fiume. Olivia Eelestin. Guribeutzerin, Agram. Theresia Müller, Private, !8fiTa j. Franz Schön, Reisender, Wien. Eugen v. BrunSwik, k. u. k. Hauptmann, Klagenfurt. Lud. Kohn, weisender, Prag. Leopold Bunzlau, Kauf mann, Wien. Cur-Liste der Landes-Curanstalt „Neuhaus" bei Cilli* Vorn 19. August bis 28. August: Herr Doctor Eduard Rosen seid, Malzfabrik» und Brauereibesitzer, aus Kojetein in Mähreu; Herr Michael Xikolit», Beamter, aus Belgrad; Frau Frauz.isk Arbeiter. Verwalters-Oattin, aus Feklhof bei Gras* Fräulein Anna Edle t. Relcheaberg, städtische Lehrerin, aus Graz; Fräulein .Marie Jach. Gesangslehrerin, au® Graz, und Frau Marie Selleny. Südb&lwbeaintena-Galtiil» aus Wien; Herr Josef Kühler, k. u. k. Haujitmann, Auditor des k. u. k. Reichskriegsministeriums, inlt G mahlin, au« Wien; Herr Ludwig Strohschneider, Kaufmann, aus Graz; Herr Anton Messe, See-Oflieier, au Fola; Frau Luulse IM »der, Kaufmann« - Gattin, au: Kottemnaon; Frau Paula Denk, Landesgerichtarathr Gemahlin, aus Ischl; Fräulein Marie und Thcrese Edle T. Knappltsch. Private, aus Grasendorf (Kärnten): Her Hans Muntsehek, Kaminfegcrmeister, aus Oraz; Fr Anna Stradner, Landesbeamtens - Gattin, und Fra Katharina Eder, k. k. Beamteus-Gattin. aas Graz; Krim C'arolina Rabitsch, Ihruckereibeaitzcrs-Gattin, aus M bürg; Excellenz Anton Dnrniann T. Gvurinata, k. i>. .. Felamarschall -1 jeutenant, mit .Sohn Engen, k. u. Cadet-Oflicier-Stellvertreter, aus Budapest; Herr nen. des Teutschen Schulverti^ uud unseres «chutzvereinkS ..Südutark" bei Spieleu und Wetten, sowie bei lich leiten, Testamente» und unverhofften Gewinnsteii. 1«S9 ..Deutsche Wacht' Schristthum. Z>em freiheitliche« deutschen Innsbruck, da« ber Schwarjröckt ^tapfer erwehrte, seine letzte ^itSgabe als .JnnS- Innsbrucks^große Erinnerungen lolz deutscher Nstion. Aber wie Inns-^.-Wlied 0» Wdmet tntcker ^etSre« zum I irucf sich al» ein lebendiges-Hlieb Deutschlands suhlt And bethätigt, ist auch in jrfefer Huldigun^Snummer der Kampf u n erschrecken fortseiührt ge,en Römlinge und Slaven Der „Tcket^,^scheut sich nicht, u,kräftigste Hutlenwort« zu sprMtcn, wo ii zutrifft. ..Ftisch pfeift ter Kind um ^ gold'ne DaK«^—- Vom Jesuiten-tome wi»helA--«chindeln — HarnisÜ^^Meln um das Ärab dcsMax. — Von deutschen Licderk.rauscht der Jnn. — Rcgt auf dem Jscl sich nicht selbst der Hoser iwb wittcrt endlich deulsche Motgetlust 1" „Wiener illustrierte Frauen Je ituny", Familien- und Mohe-Journal, Verlag M. Breitenftetn, W«n IX.. WährWgeiD^ibe d. Preis vierteljährlich 9<> kr. Einzelne vefle ^S^?r. -HProbenummern gratis; vorralhig „ allen BuchGimdlunge^. Aus dem reichen Inhalte deS : bicj« uotMt'hm auSgeflaiteien und n ivir htnjpr: Ein Momentbild. Puck des »l»ens. Von Jeanette sickie der na»r und heiltundige» »aimi. — »'^iucvn»n. Novelle von Wilhelm Laurin (Fort-sf|ar.(;). — Neue AMchtipostlarten. f- Gkbuilslai,sget»»t. Seit AU. Gervic. —Mine Sommean«. Von S. Barinlay. Unsere WZWmnfl. — Etwas vom ^«odetkeil. enthaltend Über inen svntltmuslerbogen. 21 Jahre eines Mililärarzie?. Von — Michaelis Etbse. — 11 hestes. Cos Ä.. " "Seamcr.1 stauen. — Lluiebq — Neue An en wi. Gervic. - Neue Wäsche.^ Urttr. Von 7« zilustiatioz Hl Indien. AI Ti H. Bieiil Äteratut. — ffillZ RASCH, Buchhandlung, CILLI. ßingeser ArveitslehrerinnM Steiermarks Wie unsere daS wisSt Ihr auS eigener Hlsahrun«, das bia^e Jammern und Klagen macht ht »icht besser. Dvrum müssen wir unS vereinigen, um mit ve>e>ntev^raft daS zu erreichen suchen, waS du Einzelne uLn uns nie vermag. Schließen wir »i! daher Ihnen an, die gleich uns zurückgesetzt sind, die aber im nimmermüden Kampfe sich ihr Recht doch erstreiten werden. Am 13. September wollen wir unSin einer Nebenverfammluugzusammen-finden, um eine kurze Berathung pflegen und da« sür die Hauptversammlung dF« steiermärkischen LehrerbundeS angemeldele Thema vorher zu be» sprechen. Das Thema heißt^»^ie Lage der Arbeils-lehrerinnen". Die Neveitoersammlung findet statt am 13. September um 8 Uhr nachmittag» in den oberen Localiiäten öer Schwechaler Bierballe l Colleginnen, komm» so zahlreich als möglich! Die nicht kommen köanen, mögen wenigstens schriftlich ihre Zustimmung kundgeben. Wer sich selbst hilft, dcm hilft ltZ Marie^chöninger, Antvnie Sttohhuber, Marie Kropy. »Leimdall'^ Zeitschrift sür reines Deuijchthum und All-Deutschthum. (Herausgeber und Schriftleiler Adolf Reinecke) Einziges in der Reichshauplstadz erscheinendes un-bedingt beulsch-völkischeS (rMcal-nalionale») und alldeuljcheS Kampsblalt für Hebung deulfchen Volks-thumS, für Förderung rafsenldümlicher Erkenntnis und alldeutscher GeMeinbürgschast. Erscheint im 4. Jahrgange, zweimal monatlich und kostet jährlich l fl. 80 kr., halbjährig 90 kr. Bestellungen sind zu richten au die Verwaltung deS Blattes, Berlin W (WitmrrSdorf). Uhland-Sir. 125. Teuische, fördert Eure Presse! Z>as 'Nrämiengcschäft an der Wiener Morse. Im Jnseratentheil unserer heutigen Nummer ist eine neue, im Verlage deS bekannten Wiener finanziellen InformationSblatie» „Der Capitalist'' erschienene Schrift über daS Prämiengeschäft in BSlsewerten angekündigt. ES ist dies die solideste Form des BörsegeschäfteS, und machen wir daher alle jene Sörse-Jnleressenlen, welch« an den Chancen der Cc>ur«b-tvcgung, wie sie sich derzeit beispielsweise in MvntaiNwten vollzieht, mit von vorn-herein vollst.mdig bc^renucn, Einsätze participieren wollen, auf diese Schrift «sonders aufmerksam. Die Brochure ist für 30 kr^kn Briefmarken oder per Postanweisung durch die AdiUinistration des Journal» „Der Kapitalist", Wien, I>, Minoritenplatz 4, zu beziehen. Im Institute finden die EinschreHDigcn den 15. und 16. Sep- tembcr von 9- 4206-72 statt. Die Borstchcrin. Der Coateta, (Kleine Anagabc mit I Fakr planen. Frei« fl r«»t w "" 3814 ihein's Ais'iii tu ■ifllfn Oiraiichu, September «, nrua Fahr-e»rbrilet«n Fiiljfrr aii Jeu i:t«eu-I>i0lra l'rrl. 60kr., rcrpMttll kr. Zur NeaaA^'e von I ljitf s-'ri-l<- iriil'cii-nnd Klectti-<«ir-App traten, Tlior- und Ge\HWfcW#Tin>;elii und alle» ii^lti K.icb einschlagenden Reparaturen empfiehlt if/n unter Za-«icherung prompter aad billiger B< Cyrill Schmidt, -»u OUli» XI«,-u.j5tpla,tfSB -3CTx. 18, 3. Stocks. PrtiiffWWracliTllire bereitwilligst. ^ Umsonst und portofrei ^ erh^I» jedr. I. Kiiiqck^ttm rlch Äanntr. Führendes, vollstiindiUil»Mängigzss Lrgan für Politik, VoltswirkschM. WisscnsiMt und Kaust. rljdfvri^ fl. 3*— Bezugspreis fit ( ttaAbaaö flfiirii Wien >i B. Zl 76081/111. Kundin acliuiiÄ im 13. Juli ]. J. beschlossen, die mit einer Landwirtschaft im r lächtnrnume von II .inen 274 □ Klafter (davon circa 4 Joch Äcker. L'/, Joch Wuingurteo un l 3 Joch Wald) mlmiKle»«, dem städli*«!ieu Armensotide (schonte Dampl'mttlil-Uealitiit in Wachs-enberg C.-S. 4 (GrundbnehstKuilage ZI. SS, Cat.-ti. in. Pössnitzhofen) im Oe&tBerirlte Marburg Der Gemeinderath der Landeshauptstadt Grai hat in seiner vertraulichen Sittiing -am 13. Juli 1. J. beschlossen, die mit einer LandwirUchast_im Fläehtnrnumc von 11 Jocn 174 □ icilmade»e, •C-S. (Gr.WWWWWWWWWWI an ä-r nach St. ' eonhai-d in Steiennark fahrenden B- »irka^tiasse n^ufc^t der Abzwuirun^ j, r Jahritiger Bexirksstrasse, dieiviertel Fahrstunden von Marburg, erti»1 eine halbe Fahr* •tunäe von di-r SUdbabnstation FO*Mits entfernt, gelegen, >M> gerichtlich erhobenen fl »»anit-Scbätzwerthe v«.n 15.225 fl. (ohne Fundus iu»truot.i*«,f im Ostertwege ans freier Und an —72 l)r. Franz («ral m. p. Elc»*iule Wolinmigcii M Stadtpark, in ^^nsterfvollkg Aussiebt, bestehend aus 3 u Balcoas am Tark oder Tci kiieLbar zu vermiethen. lil'lungganstalt und die V nüssig. Auskunft erthe 3sarl)iirg amen staubfreier Lage mit prächtiger ^ern*Vorzimmer, Dienstbotenzimmer, ^em Zugehür, sind sofort las Gymnasium, die Lehrer-i—5 Minuten entfernt. Zinse und sons Realschule, ksscbulen sin BigeuthQm 4211-72 Sfefan Gruber Miifburg a. d. Dran, Parkstrasse 16, 1. St. Pasteurisierte er tsug^lrola. frisclkL ^59-72 hei Alois Wallanl. snnoncen'mnalme J für alle Zeiimtflti Zu den gleichen Origtital-Preiseii. wie in den üg»«!ditionen der Zeitungen selbst, werden Inserate in »uMrzeichneter Aiinoncen-Expedition entgegengenommen. .Mei gröberen Jnsertion». Aufträgen Gewährung liöchffer Rabattlätze. Kvsten - Anschläge, Belüge ic. fofttn]*i. — Originelle Entwürse für Annoncen werden bMitwilligst geliefert. RUDOLF MOSSE WD auA d«m fl»|lag zedrächt. — ttla weiterer Londeil erwächst den Aii«!rs^tz«dern con ilimoncnt, in benea der 9taoi< nidit Acunnut re* Herrn fr» Lktbach Wender. psrl 4218—? Eine geprüfte ( Ilerrengasse Nr. 30 L^ÄTüek, ertheilt vom 1. September nnU^ffrrichi im Weisan&hen nnd Wcii. . sowie auch in allen anderen nu^ÜTnen Handarbeiten gegen billige* Hu0mr. Daselbst werden auch Mädchen, ft Wohnung und Verpflegung auf Immen. '207-74 Starker Bäckerlehrjunge, aus besserem Hau«*' wird sofort ausgenommen in der Bäckerei de* Carl Ki'KiiIh. — BeToreugt wird einer, der berevt*' einige Kenntnisse auszuweisen farmag. _4190—72 • Wein-Presse • neuester Conttruction, i»jt Patent Press-Mechanisums. 20—2ö Hektoliter per T»g abzupressen, ist billig zu verkaufen bei Heinrich Repitscb. in CILLI, Giselastrasss 7. Gesucht wird: S W Tu 1$ als für ein größeres (Jetreide-Magazin in einer Stadt Siidsteiermarks. 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Freiwillige Feuerwehr Cilli. 4109—78 im Hotel „Ulolir" ZBeg-irxrj.: IDonneretag' den 3±. -A.-a.g-a.st. Sclilnss nnd Preisyertsieilnng: Sonntag den 17, September 1899. Für die Sieger sind wertvolle Preise ausgesetzt. ' Die Einschreibungen der Schüler für das Schuljahr 1899/1900 werden am 14. und 15. September von 9 bis 12 Uhr vormittags in der Directions- Kanzlei der Anstalt, dann die Aufnahms- und "Wiederholungsprüfungen am 16. September § XJhr früh • in den betreffenden Classen stattfinden. Die Bedingungen zur Aufnahme der Schüler sind im Jahresberichte der Anstalt enthalten. 4205—78 Die Direction. Neueste -u.aa.dL Herren-UlodestofTe sind in grosser Auswahl angekommen. Jluster-C'ollect ioiien davon sind bereits fertig. G. Schmidrs Nachfolaer in Cilli Munufuctiir', Tuch.. >». Moilewai'cu'GcticliiUt. Fahrrad- und Nähmaschinen - Niederlage. Bas Sepa^-AMmci " ♦♦ ^ ^ w ^ ^ " • ' n ' • ii • * ,, - 4195—76 an der Wiener Börse. (Speculationsform mit von »orneherein begrenztem Risico.) j' II. 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