Nr. 119 Mittwoch, 24. Mai 1911. 130. Jahrgang. OMcher Zeitung Vr3nuni»rn«wn»prlnzjühr< K, sslir dir ^„slslllinsi in« Hax« qunziuhnn L X, — InIrrlinnOlllbulzi: Fin llfine Iujeiale bls zu 4 Zeilen üd l>, größere pci Zeile 12 l»; bei Kfleren Niedeilivlungs» pcr Zeile » k. Die «i/aibllchei Zettimfi» «!ch«>!n» tilsslich, n>i! ?Iu»»lll,!»e del Com,- und sssii-rlasse. Die Adniinillrillio« dsftnbt» sich Milloii^stlake Äil, ^0; dir N'daklion Millu«,'stlas,e «r, 20 kpssMunben del Neballio» von « bis 1« Uhr rormittllsss, Uolranlierlr trieft werben nich: <»Mn«nim»,!. Manullriple nicht zuruclgeslellt. Telephon »Nr. der Redaktion 52. Nichtamtlicher Heil. Graf Aehrcnthal. Die „Neue Freie Presse" erörtert anläßlich der Rückkehr des Grafen Achrenlhal von seincin Urlaube seine auswärtige Politik und die Aufrisse, welche gegen ^lese von verschiedenen Seiten gorichtel werben. Jeder spüre, das; ein Mann von Bedeutung aus dem Ball-platze sich gegen Europa durchgerungen Hal, und in die« snn Hervortreten einer willenstarten Persönlichkeit sci b>< Quelle der Gehässigkeiten zu finden, die den Grasen Aehrenthal verfolgen und sich zeitweilig wic ein gewalti» Us Netz von Ränken um ihn spannen. Gras Achren» ^al will nur Zlveckpolitil machen. Das Ncwnßtsein des Erfolges in der Annexion, der wiedererlangten Geltung 'n der enrupäischen Politik läßt sich allerdings nicht weg-Aschen, und dieses Gefühl hat er in der ganzen Mun-arckM hervorgerufen. Aber die Feindseligkeiten seien "lcht verstummt und der Rachedurst der diplomatisch .^eschl<,s^ncn sei nicht gestillt. Deshalb werden auch Il'ht noch die Versuche fortgesetzt, an den Wurzeln des Grasen Aehrenlhal zu nagen. Die grohc Diplomatie hat jetzt angestrengte Tage. Die marokkanischen Emp» Endlichkeiten sind wieder lebendig geworden. Die Türkei hat einen Rückfall in das völlig Unbekannte. Der scharfe Nlick des Grafen Achrenthal wird auch hier das Zu-fällige von dcm Bleibenden und Wesentlichen rasch ,m> terscheiden und den Hebel zur richtigen Bewegung ein» sehen. EZ mag gilt sei», daß er jetzt zurückkehrt, da die Beziehungen zwischen den einzelnen Mächten der ver-schicdencn Bündnisgrnppen so eigentümlich sich verschie» ben und tiefgreifende Änderungen in der europäischen Politik sich zu vollziehen beginnen. Da braucht die osterreichisch»ungarische Monarchic viel Tüchtigkeit und Erfahrung. Graf Achrcnthal bringt sie. mit. Bosnische Gisenbahnfragen. Die Abordnuug des bosnisch-hcrccgovinischen Landes-rates, di^ in Wien und in Budapest ein Memorandum, treffend die Ausgestaltung des bosnisch»hercegovini» schen Eisenbahnnetzes, überreicht hat, ist nach Sarajevo zurückgekehrt und äußert sich über die Ergebnisse ihrer 'Aeisc sehr befriedigt. Das lvarmc Interesse für die Wünsche und Bedürfnisse Bosniens und der Hcrce-govina, welches die Deputation in der Monarchie an allen maßgebenden Stellen, sowie in den politischen Kreisen und in der Presse gesunden hat, machte in Sa« rajevo sehr guten Eindruck und man ist von den znver» sichtlichsten Hoffnungen für die Zukunft erfüllt. Nach Informationen an die Presse hat die Deputation beim gemeinsamen Finanzminifler Baron Burian, bei den beiderseitigen Ministerpräsidenten Baron Nienerlh und Gras Khnen»Hedcivary, den Ministern Wcistirchner, Zaleski und Lukacs, writers beim Ehef des General-stabs Conrad von Hötzcndorf, sowie beim Sektionschef Riedl und Hofrat Wimmer vorgesprochen. Der öfter» reichifche Ministerpräsident hat insbesondere das Pro-jekt einer normalspnrigen Bahnlinie Nanjalula.Iajcc. Rama»Adriatifches Meer mit Freuden begrüßt und hie« für seine kräftigste Unterstützung zugesichert. Er teilt auch die Ansicht des Landcsrates, daß sich diese Linie unter Zinscngarantic von seitcn der Monarchie am lcich» testen finanzieren ließe. Wichtig ist serner seine Erklä» rung, daß er ein Junktim zwischen, dem Van dieser Strecke und der Strecke Vr^la.Tuzia.Sarajevo (Anschluß an Ungarn) aufstelle» ivcrde. Mit besonderer Genug» luung erfüllt es die Deputation, daß sich anch die Presse in der Monarchie, vor allem die Wiener Blätter, der Sache der bosnischen Eisenbahnbauten ivarm angenom» men Hal. Der Besuch des deutschen KaiserpaareS in England. Eine Mitteilung aus London kennzeichnet die Ve» deuluug des dortigen Besuchs des deutschen Kaiser» Paares in folgender Weise: Bei der großen Anhänglich» keit, die die Engländer für ihr Königshaus haben, und bei der besonderen Verehrung, die das Andenken der Königin Viktoria genießt, war vorauszusehen, daß das Erscheinen des deutschen Kaijerpaares mit größler Sym» pathie ausgenommen werden wird. Aber jeder Kenner Englands nnd Londons ift doch überrascht wurden durch die außerordentliche Wärme und Herzlichkeit dc3 Empfangs, den die deutschen Fürstlichkeiten bei der Lon-duner Nevöllernng gesunden haben. In höherem Maße noch als die sympathische Haltung der englischen Presse haben das offensichtliche Interesse des Volkes an allen Bewegungen der hohen Gäste des englischen Hofes und die immer wiederkehrenden spontanen Ausbrückic echter Begeisterung die wirllicl)en Empfindungen der Londoner kundgetan. Der private und familiäre Eharalter des Besuches wurtx von Anfang an betont und ist streng einsschallen worden, und schon aus diesem Grunde wäre cs verfrüht, von etwaigen politischen Wirkungen die» ses Zusammenseins der hohen Verwandten zn sprechen. Der private El)arattcr des Besuchs hat es dem,deutschen Kaiserpaar ermöglicht, unbehindert durch die Förmlich» keilen einer Staatsvisite, seine persönlichen Freunde nnd Bekannte zu sehen und mit einer weit größeren Zahl von Persönlichkeiten aus der Gesellschaft und der Politischen Well in Berührung zn treten, als es sonst halte der Fall sein können. Gerade dicjer Umstand, so« wie die ungezwungene Herzlichkeit des Familicnvcrkehrs und die ausgesprochene Befriedigung der hohen Gast-gebcr und Gäste über ihr Zusammensein l)at zu dem überaus günstigen Erfolg dieses Nesucl^s beigelraaen. Politische Ueberficht. Laibach, 23. Mai. Eine vom „Fremdenblalt" veröffentlichte Zuschrift ans militärischen Kreisen begrüßt das nnic Wehrqeseh. Die zweijährige Dienstzeit und die damit verbundene Erhöhung des Relrulenkontingents wird »ichl »nr das sozialclhische Prinzip der allgemeinen Wehrpflicht wie» derherstcllen, sondern auch die erfreuliche Folge zeitigen, daß im Ernstsalle tatsächlich nur auf die jüngsten Jahr-gange der Reserven gegriffen wcrd<"n wird, daß die große Masse des Feldheeres in verbesserter und der-jüngter Qualität dem Feinde entgegengestellt werden kann, im Gegensatz zu dem bisherigen System, das einen großen Teil unseres Reichtums an Wehrkraft der Ersahreserve uno deren unzulänglichen Ausbildung über-lassen und dafür dann die älteren Jahrgänge der Re» serve sür den Kriegssland in Anspruch nehmen mußte. Die „Reichspost" bemrrtl anläßlich der Nachrich. ten über eine Verschiebung des deutsch»russlschen Ablom» mcns, die Liebe zu den französischen Milliarden sei bei den Russen eben doch größer als die zu dem blonden Nachbar. Das zu Potsdam jäh aufgeloderte Slrohseuer gibt nichl dieselbe Wärme, wie der natürliche Bund der Feuilleton. Schlangcnkampf. Professor Pozzi von der französischen Akademie "kr Medizin hat vor einiger Zeit in einer Pariser Klinik ^inen ungemein fesselnden Vortrag gehalten, in dcm er über einen Besuch im serotherapeutischeu Institut von ^Ulanlan in der Nähe von Sau Paulo in Brasilien berichtete. Dieses Institut ist von dein brasilianischen 7"zt Vital Brazil, der in Paris und Berlin studiert ^ 3cgrnndel worden und dient der Fabrikation eines Serums gegen den Schlangenbiß, dem in Brasilien Ehrlich tausend Menschen zum Opfer fallen. Mit den, Müen Interesse besichtigte der französische Arzt, der ^ in Vegleilnng eines brasilianischen Kollegen, des "l. Alves de Lima, befand, die Einrichtungen des Labu-^turiulns. Die „große Allraltion" feines Besuches bil» ^te aber ein Schlangentamps, ein gewaltiges Ringen ^'^r ..schlangensressenden" Schlange, die man daher '" Brasilien die „gute Schlange"'uennt, mit einem anderen Reptil, dessen Biß auf den Menschen unfehlbar wdlich wirkt, der „guten Schlange" aber nichts anhaben lann. Diese Schilderung Pozzis von den« Kampf auf ^eben und Tod zwifchen den beiden Schlangen, den ^ ..Figaro" wiedergab, liest sich wie ein spannender '"umnn. Doktor Vital Brazil nahm zunächst die ,gutc Schlange' aus einer Schachtel, in der sie zusammen» grollt und gleichgültig dalag, und breitete sie der Länge ^ach aus dcm Fußboden aus. Sie ist uuglsähr einen '"kter lang und von su intensiv blauer Farbe, daß man glaubt, der .Körper sei scuchl. Dr. Brazil streichelt das Tier, und um uns zu beweisen, daß die Schlange durchaus ungefährlich ist, nimmt er sic in die Hand und wickelt sie sich um den Arm. Gleichzeitig macht er uns mit ihrem wissenschaftlichen Namen Nacidelns brasili bclannt. Die Eingeborenen aber nennen die Schlange Mnffurana. Dann nimmt er sehr vorsichtig mit Hilfe eines Stabes die anßerordentlich giftige und schreckliche Schlange ^»«In^i« lzm^ollUu», die Iararaca der In» dier, aus einem Kasten. Ihr Biß tötet in wenigen Minuten Mensch und Tier. Er legt sie neben die Mus-surana, und wir weichen unwillkürlich einige Schritte zurück. Ich gestehe, daß ich mich umsah, ob nichl irgend» wo eine geöffnete Tür vorhanden fei. Die beiden Reptile liegen zncrft ganz ruhig. Sie scheinen einander zu ignorieren. Plötzlich aber macht die Mnssnrana eine Bewegung und nähert sich ihrem Opfer. Die Iararaca hat ebenfo wic wir diese Bclvegung be» merkt, nnd ans den ersten Blick schaut es aus, als ob sie sich duckl, als ob sie fliehe» will. Aber mit einer un» glaublichen Schnelligkeit hat die gute Schlange die Fein-din im Genick gepackt, anscheinend, nm deren Vcwcgun-gen zu lahmen! Indessen, die Angegriffene ist auf t>er Hut. Sie dreht fich mit großer Lebhaftigkeit herum und vergräbt ihre Zähne in drn Körper des Gegners. Vcr-gcblichcs Bemühen, denn der Körper der Mussurana ist von der Natur immunisiert. Und jetzt — nnr ein Augenblick der Überlegung, und die Iararaca ist vom Gegner umzingelt. Beide Schlangen rollen unter konvul» sivischen Zuckungen aus dem Erdboden, die eine aus der anderen nnd ich denke mir zunächst, die Mussurana will die Iararaca ersticken. Abcr bald verstehe ich, was sie mit dieser Taltil sür einen Zweck verfolgt. Sie hat dcn Gegner zu weit unten gepackt und schiebt fich setzt schritt« weise an dcn Körper der Iararaca in die Höhe, bis sie ihr Maul gegenüber dem geöffneten Rachen der Fein-din l)at. Dann packl sie drn Unterkiefer der Iararaca und hält ihn mit ihrem kleinen, flachen Kops fest wie in einem Schraubstock. Der Kopf mit den Gislzähnen biclet in seinen vergeblichen Bemühungen, aus dem Schraubslock loszukommen, einen geradezu bedaurrns» werten Anblick. Die Glieder und Ninge des Körpers arbeiten fieberhast angestrengt. Di-r Körper der guten Schlange verdeckt fast vollständig die Iararaca, nur ihr Schwanz ist zn sehen, der sich langsam hin und her bewegt. ,Sie will ihr dir Wirbelsäule brechen', sagt da ganz leisc Dr. Brazil. ,Passen Sie aus, das ist sehr merk» würdig.' Und wirklich, es sah sehr sonderbar, schon ein wcnig schrecklich aus. Nach wenigen Minuten, die mir eine Ewigkeit lang erschienen, ist die Iararaca tot; die gute Schlange schleift sie von rechts nach links und von links nach rechts aus dem Erobuden hin und her. Als wir gingen, begann die smle Schlange die Iararaca auf-zufresscn. Als wir »ach einer Stunde wiederkehrten, war die Arbeit schon beinahe getan: die gute Schlange lag auf dcrsclbcn Stelle, aus der sich ihr Gegner be-funden halte. Dieser aber war verschwunden. Die gute Schlange hatte alles verzehrt bis aus den Schwanz, nnd obwohl ich genau diese Reflexbewegungen kannte, die mit Gefühl und Bewußtsein nichts zu tun haben, be-wcgtc, ja erschütterte cs mich trotzdem, als ich sah, wie sich der Schwanz um ein Tischbein geringelt hatte und immer noch konvulsivische Bewegungen machte." Laibacher Zeitung Nr. 119. 1120 24. Mai I'.N I. Treue mit dem Tunaurcichc. Sicherlich hat man auch in Berlin es sich nie anders vorgestellt, es ist aber doch gut, daß die Schwierigkeiten des russisch.deutschcn Al> kommcns auch die Idealisten unter den Politikern daran Zinnern, wie viel besser die erprobte Wahrheit ist, als die unsichere Hoffnung. Türkische Blätter brachten Nachrichten, wonach an» läßlich des Vesnchs des Sultans in Mazedonien und Albanien dessen Begrüßungen durch Abordnungen der Könige von Bulgarien, Serbien und Montenegro er» folgen würden, und es wurden auch Gerüchte vcrzeich» net, denen zufolge Besuche von Souveränen der Balkan-staaten in Konstantinopel zu erwarten wären. An nntcr» richteten Stellen in Konstantinopcl ist jedoch von allen diesen Kombinationen nichts bekannt. Es wird daran crinnert, daß auch im vergangenen Jahre, als der Sul-tan den großen Manövern im Vilajet Adrianopcl bei» wohnte, behauptet wurde, dcr König der Bulgaren werde eine Abordnung zur Begrüßung des Sultans entsenden, ohne daß diese Ankündigung sich bestätigt haben würde. Die Eventualität, daß es diesmal zn sol» chcn Begrüßungen des türkischen Herrschers kommen werde, gilt bisher als sehr unwahrscheinlich. Wie man aus Salonichi schreibt, wurden an ver. schicdcncn Slcllcn in Monastir an den Häusern Plakate angeschlagen, welche bezwecken, das Volk über die letzten Zwistigkeitcn im Komitee „Einheit unb Fort. schritt" aufzuklären. Es heißt darin, daß der Drago-man der englischen Botschaft der wirkliche Urheber der» selben sei und daß cs in seiner Absicht gelegen habe, auf Grund der von England verfolgten Politik das gegenwärtige Regime zu untergraben. Man mißt den Plakaten, deren Verfasser unbekannt sind, keine größere Bedeutung bci, wenngleich sie auf die niederen Volks» schichten immerhin einen gcwisfen Eindruck hervor» brachten. Die bulgarische Unterfuchungskommifsion stellt ent-gegen der türkischen Version fest, daß der Hauptmann Gjorgjev nicht einen Revolver benutzte und daß der Mord auf bulgarischem Gebiet geschah, wo der Leich« nant mit Kugeln nn Rücken aufgefunden wurde. — Der bulgarische Gesandte präzisierte schriftlich die Förde« rungcn Bulgariens wegen der Erschießung Gjorgjevs dahin: Bestrafung der schuldigen Soldaten, Genugtuung nnd Entschädigung für die Familie des Hauptmanncs. Der Minister des Äußern teilte Sarafov mit, daß die drei türkischen Soldaten vor das Kriegsgericht gestellt würden. Die portugiesische Gesandtschaft in Wien hat vom Minister des Äußern, Dr. Bernardino Machado, ein Telegramm erhalten, in dem die von Gegnern des neuen Regimes beständig verbreiteten Gerüchte über bennruhi» gende Vorgänge in Portugal zurückgewiesen werden und versichert wlrd, daß im ganzen Lande Ruhe und voll-stundige Ordnung herrsche. Das Telegramm konstatiert ferner als ein für die Lage bezeichnendes Symptom, daß das Erträgnis dcr Steuern im ersten Halbjahr des Bestandes der Republik um 1796 Contos Reis gesti> gen ist. — Die Teilnehmer des in Lissabon abgehaltenen Tuuristenlongresses, der einen sehr befriedigenden Ver» lanf genommen hat, bereisen jetzt das Land und finden überall eine gleich herzliche Aufnahme, wie fie ihnen in der Hauptstadt bereites worden ist. Tagesneuigteiten. — lMe Kometen — eine optische Täuschung?j Das hatte nur noch gefehlt, hätte aver eigentlich früher lommen sollen! Wenn wirtlich viele Leute sich im vorigen Jahre um den Bestand der Erde und damit um lhr eigenes kostbares Leben geängstigt haben, weil sie von dem Zusammenstoße des Halleylchen Kometen mit oer Erde die Zerstörung unseres Wclttörpers be» fürchteten, welche Erlösung lvärc eS dann gewesen, wenn jemand überzeugend nachgewiesen hätte, daß es ein solches Ding wie den Hallcyschen Kometen und die Ko» metcn überhaupt gar nicht gibt. Mit dieser Weisheit rückt jctzt em italienischer Astronom Armellini in den „Astronomischen Nachrichten" heraus. Er veröffentlicht 15 Photographien, die eine verblüffende Ähnlichkeit mit photograpyischen Aufnahmen von Kometen besitzen, und zwar uul den verschiedenen Formen, wie sie jedem von uns durch d:c Abbildungen in neuerer Zeit vertraut geworden sind. Die von Armellini hergestellten Vil» der sind aber gar keine Kometcnaufnahmcn, sondern durch ein Experiment auf freiem physikalischen Wege erzeugt. Er hat nämlich Lichtstrahlen durch vcrschie-dcnc Linsen, die in unregelmäßigen Stellungen ange» ordnet waren, hlNdurchgcjchickt und dadurch Lichtbilder erhalten, die den Kometen völlig gleichen. Daraus hat er dann die Schlußfolgerung gezogen, daß die Kometen selbst auch keine törperliche Existenz haben, sondern eigentlich nichts anderes sind als optische Täuschungen. Dlesc lämen seiner Ansicht nach dadurch zustande, daß das Licht der Sonnenstrahlen, wenn es auf linsen« förmigc Ansammlungen von Meteoriten im Welträume sällt, eine eigentümliche Ablenkung und Verdrehung erführt. Diese Auffassung ist ziemlich verführerisch, weil sie aufs leichteste erklären würde, warum der Durch» gang von Kometenschweifen durch die Erdatmosphäre vis auf die Entstehung eines Sternschnuppenfalles gar keine Folgen hat. Die Mehrheit der Astronomen wlrd sich damit aber doch nicht einverstanden erklären, weil die Untersuchung des Spektrums der Kometenschweife einen solchen Scyluß nicht zuläßt. — ^Projekt einer unterseeischen Verbindung Vene» digs mit dem Lido.) Aus Venedig wird berichtet: Hier beschäftigt man sich sehr ernstlich mit dem großartigen Projekt einer unterseeischen Verbindnng von Venedig mit dem Lioo. Es handelt sich um ein Unternehmen zur Herstellung eines Tunnels von San Marco nach der Giudecca und dann nach dem Kommunalpart Quattro Fontäne am Lido. Die Galerie würde in Giardinetlo Reale allfangen. Das Äußere würde aber unberührt bleiben. Mail würde nur zwei breite Stiegen iu den Erdbuden baucn, die acht Meter unter die Oberfläche führen würden. Die Gcsamtbreite des Tunnels soll zehn Meter sein und ein Doppelgcleisc besitzen. Weiter soll ein Gehsteig für Fußgänger hergerichtet werden. Vom Giardinetto würde der Tunnel nach der Giudccca durch den Wasserbehälter führen. Hier soll eine Halte» stelle gebaut werden. Bei Punta San Giorgio soll ein Ein» und Ausgang sür Fußgänger gebaut werden. Der Tnnncl müßte dann nach Durchquerung des Eanal Or« sano am Üido ausmünden. Die Galerie soll 3600 Meter lang sein. In gewissen Punkten würden die Züge in einer Tiefe von 15 Metern lanfen. Jeder Zug müßte gegen 600 Personen befördern können und die Ge-schwindigkeit von 45 bis 50 Kilometern haben. Die Durchfahrt soll nur viereinhalb Minuten dauern. Die Kosten des Unternehmens werden auf Hwölf Millionen Lire berechnet, welche von Privaten nut Unterstützung dcr öffentlichen Verwaltungen aufgebracht lvcrden sol« len. Dieses Kapital müßte von der Tunnelgesellschaft innerhalb vierzig Jahre amortisiert werden, woraus das ganze Unternehmen Besitz dcr Gemeinde werden soll. Der Bau soll drei Jahre erfordern. Mit dem Bau dieses Tunnels glaubt man anch der großen Wuhnungs» teuerung in Venedig abhelfen zn können. — ' samen und harten Schicksal. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 119. 1121 24. Mai I9N. — Din Gedicht Wilhelm Nusch.) Im Famil,cu. olatt „Lese" loird ein sehr hübsches, bisher unbctann» KH Gedicht Wilhelm Nusch' veröffentlicht, das der Dichter einer ihm befreundeten Dame bei ihrer Ver» hciratung ins Stammbuch schrieb. Das (Gedicht lautet: Es lvird behauptet, und mit Grund, ein nützlich Werlzeug sei der Mund! Zum ersten läßt das Diug sich dehnen wie Guttapercha, um zu gähnen! Ach Grele, uunn dn dieses mußt, tu es im stillen und mit Lust! Zum zweiten: Wenn es grad vonnötcn, kann man ihn spitzen, um zu flölen. Sitzt dann der Schal; auch mal allein, dies wird ihm Unterl)a!lnng sein! Zum drillen läßt dev Mulid sich braucheu, wenn irgend Passend, um zu rauchen. Dies lannfl dn deinem gulen Gatten, der darum bittet, wohl gestatten. Zum vierten ist es lein Verbrechen, den Mnnd zu öffnen, um zu sprechen. Vermeide nur Gemütserregnng, sprich lieber sanst mit Überlegung, denn mancher hat sich schon bellagl: „Ach hall' ich das doch nicht gesagt!" Zum fünften: Wie wir alle wissen, so eignet sich der Mund zum Küssen, sei's ossen oder sei's verhohlen, gegeben oder nur gestohlen, ausdrücklich oder nebenher, bei Scheiden oder Wiederkehr, in Friedens- oder Kriegeszeitcn: Ein Knß hat seine guten Seilen! Zum Schluß jedoch uicht zu vergessen: Hauptsächlich dient der Mund zum Essen! Gar lieblich dringen aus der Küche bis in das Herz die Wohlgerüche. Hier kann die Zuuge fein und scharf sich nützlich machen, und sie dars! Hier durch Gebrötel nnd Gebrittel bereilei man die Zaubermittel In Töpfen, Psannrn oder Kesseln, um ewig den Gemahl zu fesseln. Von hier aus herrscht mit schlauem Sinn die Haus- und Herzenslönigin. — Lieb's Grctchen! Halt dich wohlgemut, regiere mild und — loche gut! — Heiratsfähige Töchter in l5hina.) Vielleicht von niemand wird der Wert der öffentlichen Ankündigung mehr geschätzt als von dem Chinesen, vorzüglich wenn er eine, Tochter hat, sür die er einen Mann zu finden wünscht. Als prallischer Mann macht er das nun mög-lichst allgemein bekannt, doch da er sparsam ist, ver» meidet er unnötige Ausgaben, und statt sich an ein Annuneenkontor zu wenden und es zu beauftragen, seine Absicht, eine Tochter verheiraten zu wollen, anzuzeigen, behält er sein Gelo iu der Tasche und besorgt dieses Geschäft selbst. Überlegend, wie er obendrein ist, uud überzeugt, daß solche Sachen ihre Zeit haben wollen, beginnt er damit schon Jahre vor der Heiratsfähigtcit seiner Tochter, indem er auf das Dach seines Hauses einen Krug mit dem Vodcn nach der Straße zu an-bringt. Das verrät den Vorübergehenden, daß sicli in dem Hausg eine Tochter befindet, die aber noch zu zuug znr Eingehung e»ntur.',c Kritik.) Als einst in einem Wiener Thea» ter ein schlechter Schauspieler namens Harder in „Wallenstems Tod" auftrat und den Helden der Tra-gödie ans eine wahrhast grauenerregende Art herunter-gespielt hatte, schickte ihm ein Satiriker sein (des Schau» spielers) eigenes Vild in der betreffenden Nolle zu nnt der lakonischen Unterschrift: „Herrn Wilhelm Harder Wallensteins Tod." ________________ Lotal- nnd Plovinzial-Nlichlichtm. Die Eutwiirfc ciucs ncucu Wcl,rqcsci,cs und einer Militttr-Strafprozcsz-Ordnnng. Auf Grund Allerhöchster Ermächtigung wird die Negierung dem Abgeordnetenhaus bei dessen Iusam» mentrill die Entwürfe eines neuen Wehrgesetzes uud einer Militärstrajprozcßordnung unterbreiten. Diese sind im wesentlichen gleichlautend mit deu aualogcn Vorlagen, die im ungarischen Reichstag eingebracht wurden. Die Geltungsdauer des mit dem Wchrgesctze vom 11. April 1889 sür zehn Jahre festgelegten Rekruten-kontingents von 103.100 Mann sür die gemeinsame Wehrmacht war mit den, Jahre 1899 abgelaufen und seither nur von Jahr zu Jahr verlängert worden. Die im Jahre 1903 unter der Voraussetzung eines analogen Vorgehens in den Ländern der ungarischen Krone vom Neichsrale beschlossene Erhöhung des Relrutenkuntin-3<'uts aus 125.000 Mann tonnte bekanntlich nicht zur Durchführung gelangen. Vluft das Kontingent der I. k. Landwehr hat im Lause der Zeit eine mäßige Er> höhung erfahren, wodurch eine geringe Vcfserung ihrer 3 vallerieesladronen die Stände herabgesetzt. Es liegt aus der Hand, daß eine derartige Schwächung der Fuß» truppen und der Kavallerie deren rasche Kriegsbereit» schast und Ausbildung schwer beeinträchtigt, weshalb sie nur als ganz vorübergehende Vorkehrung zugelassen werden kann. Das Bestreben aller Staaten geht dahin, ihre per» sunellen und sonstigen Kampfmittel bis zur vollen Aus» nützuug der Volkslraft bereit zu stellen. Im Deuischen Reiche werden bei einer Einwohner, zahl von rund 60 Millionen jährlich 280.000 Rekruten ausgehoben; bei emcr Erhöhung der Fricdensslände um rund 130.000 Mann wurden dort seit den, Jahre 1889 100 Infantcriebalaillone, 34 Kavallericestadro-nen, 219 fahrende Batterien, 69 technische nnd 50 Maschinengewehrlompanien nen ausgestellt. Italien erhöhte bei einer Nevöllernngszisfer von 33,5 Millionen fein Rekruleulontingenl von 95.000 auf 134.000 Maun, stellte 4 Alpini»Bataillone, 9 Batterien, 5 Kavallerieregimenler, 5 technische Kompanien nnd eine Anzahl von Baders für Ersatzformationen neu anf und entwickelte zugleich intensiv feine Strcitmittel zur See. Rußland hat seinen Friedenspräsenzslano um 170.000 Mann vermehrt: es besitzt gegenwärtig bei einer Vevöllerungszisfer von rnnd 147 Millionen er Wehrpflicht, bis sich diese Bestrebungen mit der Zeit zu dem Verlangen nach Einführuug der zweijährigen Präsenzdienstzeil verdichteten. Zweifellos ist bei Ersül» lung gewisser Voraussetzungen die Einführung der zwei. jährigen Dienstzeit bei jenen Waffen, für lvelche zwei Jahre als Ausbilduugszcit geuügcn, auch im militari» scheu Interesse gelegen. Im Deutschen Reiche wurde, um eine genügende Zahl ausgebildeter Mannschaften zu erreichen, ohne die Staalssinanzen übermäßig in Anspruch zu nehmen, 1893 zur prubcweisen und 1905, also erst nach zwöl^ Jahren, zur definitiven Einführung der zweijährigen Dienstzeit geschritten, während Kavallerie nnd reitende Artillerie den dreijährigen Präsenzdiensl behielten. Trotz der hohen kulturellen Entwicklungsstufe der Be» völlerung und der vorzüglichen Qualität des Berufs» ossiziers» und Unteroffizierslorps mußte aber bezüglich einer Vermehrung des Instruktionspersonales weit» gehende Vorsorge getroffen werden. Erweiterung der Bildungsanstalten, ' Schaffung neuer Übungs-' und Schießplätze, Erhöhung der Friedensstände der Kon,» panien auf 141, bezw. 159 Manu, gingen der Ein-führung der zlveijährigen Dienstzeit voraus. Das Kriegsbudget stieg iu der Periode 1892 bis 1910 von 560 auf 920 Millionen Mark. Italien, welches im Jahre 1909 versuchsweise die zwei Jahre dienende Mannschaft beurlaubte, schritt im Frühjahre 1910 zur gesetzmäßigen Einführung der zwei. jährigen Dienstzeit, indem es gleichzeitig alle aus Un- terosfizierslursen hervorgegangenen Unteroffiziere zu ! einer mindestens dreijährigen Dienstzeit verpflichtete. ! Die Erfahrungen waren jedoch, insbesondere in bezug aus die Ausbildung der Kavallerie, ungünstig, es ergab sin) Mangel an geeigneten Unteroffizieren sowie ein Hcrabsinlen der Stände. Die Gewährung von Geld« Prämien an freiwillig längcrdienende Mannschaften er-wies sich als unzureichend. In Frankreich gelangte die zweijährige Dienstzeit bei allen Waffen, mit Ausnahme der Kriegsmarine, zur Einführung. Da jedoch die höheren Frieoensprä» senzstände der Armee mit Rücksicht auf die Zahl der Tauglichen nnr auf Basis der dreijährigen Dienstzeit zu erreichen waren, so mußten alle Begünstigungen, selbst die Institution der Einjahrig-Freiwilligen, fallen» gelassen, die Tauglichleitsbcdingnngen herabgesetzt und auch die nur zu Hilfsdiensten Geeigneten eingereiht werden. E'ne genügende Zahl Längerdienender sonnte znr Erhaltung der Stände nicht aufgebracht ioerden, weshalb nunmehr die Aushebung eines regelmäßigen Relrutenkontingents in Algier nnd in den westasrila» nischen Kolonien Mger) ins Auge gefaßt wird. Diese Erfahrungen der anderen Staaten müssen txi Einsührunq der zweijährigen Dienstzeit berücksichtigt werden. Beseitigung sämtlicher Rückständigleiten im Ausbau der bewaffneten Macht, Steigerung der Intenfilät der Ausbildung, Vermehrung der Nernfsunteroffiziers» lurps und der materiellen Äusbildungsmittel, wie Er» Werbung und Ausgestaltung von llbunstsplätzen, Ver» größerung der Schießstätten, Schaffung neuer Schieß-Plätze, Erhöhung der Munitionsdotation und der Mit» tel für Wassenübungen: das sind die Vorbedingungen für die Einführung der zweijährigen Dienstzeit, soferne darunter nicht die Qualität und Kriegsbereitschaft der Armee leiden follen. Die Fortschritte der Technik in bezng auf das Kriegswesen und die Individnalisiernng im modernen Kampfe stellen an die Ausbilduug oer Mannschaft in den einzelnen Zweigen höhere Anforderungen. In Hinkunft foil sich cider dcr Soldat diese vermehrten Kenntnisse und Fertigkeiten in einer auf zwei Jahre verkürzten Präscnzdienstzeit aneignen. Daß dies nur bei jenen Waffen zu erreichen fein wird, deren Ausbildung nicht durch Schulung besonderer Kenntnisse kompliziert wird, zeigen die Ersahrungen der angeführten auswärtigen Staaten. Bei der Kavallerie, reitenden Artillerie und Kriegsmarine kann daher selbstverständlich eine Ver» lürzung der Präsenzdienstzeit nicht erfolgen, es muß vielmehr die bisherige Dienstzeit aufrecht bleiben. Aber auch bei den anderen Waffengattungen wird das Ziel kriegsmäßi.ier Ausbildung nur dann erreicht werden lönnen, wenn das Ansbiidungspersonal qualitativ her» vorragend und quantitativ zureichend ist. Die Friedcnspräsrnzstände der Unterabteilungen (Kompanie, Eskadron, Batterie) sind mit Rücksicht auf die Schwierigkeil der Ausbildung und der Kriegs» bereitschast derart geringe,' daß bei Einführung oer zweijährigen Dienstzeit eigentlich ihre Erhöhung drin» gend geboten wäre. Während bisher im Herbste nach Beurlaubung des letzten Präsenzdienstjahrganges bis nach beendeter Relrutenausbilduna. zwei Drittel aus» gebildeter Mannschaften zurückblieben, foil in Hinkunft nur die Hälfte des normierten Standes an Ausgcbil» delcn für den normalen Dienst zur Verfügung stehen. Wenn nun auch mit Rücksicht auf die finanzielle Leistungsfähigkeit des Staats von einer Erhöhung der Präsenzstände bci den Unterabteilungen der gemein» samen Wehrmacht abgesehen wird, so mnß doch durch Schassung besonderer Abteilungen sür Nebendienste wie Kommaudierungen, Professionisten. und Magazins-arbeiten die volle Erhaltung des ohmhin geringen Standes gewährleistet bleiben. Bei der l. l. Landwehr jedoch müssen überdies die derzeit vollkommen unzureichenden Stände unbedingt erhöht nnd jenen des Heeres vorerst wenigstens nahe» gebracht werden, soll diese für den Dienst im Felde gleich dein Heere bestimmte Truppe nicht in ihrer Entwicklung und Ausbildung schwer geschädigt lverden. Für die Gebirgstruppen mnß im Hinblick auf den strengen Dienst im Hochgebirge, die schwierigen Mo» bilisierungsverhällnisse und den Grenzschutz ein höherer Stand als jener der Hccreslompanicn gefordert werden. Als natürliche Folge der verkürzten Dienstzeit im gemeinsamen Heere ergibt sich also eine Erhöhnng des Rekrutenlontingents. Während bei dreijährisser Prä» senzdicnstzeit jeweils ein Drittel des Standes an Ne-trnlen eingereiht wurde, werden in Hinkunft die Untn-abteilungen zur Zeit des Mannfä)aftswechfels zur Hälfte aus Relruien, zur Hälfte aus ausgebildeten Leuten zusammengesetzt fein, demnach anstatt 33 Prozent wie bisher 50 Prozent, fomil um 17 Prozent mehr Rekruten ausweisen. Infolge des raschen Manuschaftswcchsels werden bei Übergang auf die zweijährige Präsenzdienst-zeit auch entsprechende Ausgestaltungen der verschie-denen Kaders für den Kriegsfall, somit organifatorifche Maßnahmen notwendig. Hichcr gehören die Speziali» sierung der Verlchrstruppen, die Umgruppierung der ' Eine Infanteriekompanie zählte 92 Mann gegen 14l in Deutschland, 127 in Frankreich. Laibachcr Zeitung Nr. 119. 1122 24. Mai ^'11. ^emrgsartlllerie, dle Schaffung von Kaders fur Er>atz-formalionen und die Vermehrung der Festungsartilleric Hicnach ist der Festsetzung des Nckrutenkontingents fol> gcnde Berechnung zugrunde zu legen: Es erfordern: Standcssanierungcn......17.750 Mann, Neuaufstcllungcn.......7.450 „ der Übergang aus die zweijährige Dienstzeit '.........29.200 „ die Kriegsmarine.......2.000 „ zusammen . . 56.400 Mann. Bei Bcoachtnahme auf diesen Mindestbedarf ergib! sich für die gemeinsame Wehrmacht ein Kontingent von 159.500 Mann. Für die t. l. Landwehr, bei welcher bereits die zwei-jährige Dienstzeit bcstcht, soll das Kontingent von 19.970 ans 28.000 Mann, das ist um 8030 Mann er-höht werden, vuit welchen 5013 für Standescrhöhungcn, 3017 für die Ausgestaltung der Landwchrartillerie, die Aufstellung von Landsturmkaders und Arbeitcrabteilun. gen entfallen. Derart weitgehende organisatorische Änderungen, wie sie die Verkürzung der Präscnzdienstzeit erfordert, können naturgemäß nicht mit einem Schlage, sondern nur sukzessivc durchgeführt werden, soll nicht — ab« gesehen oom finanziellen Standpunkt — die Kriegs' bereitschaft der Armee in Frage gestellt werden. Dem» entsprechend ist vorerst in Aussicht gcnummen, wäh-rend der ersten drei Jahre vom Zeitpunkte des Inkraft» tretcns des neuen Wchrgesctzes cine jährlich wachsende Zahl an Mannschaften nach dem zweiten Dienstjahrc zu beurlauben. Die Heeresverwaltung hat unter Rück-sichtnahme ans die Interessen der Wehrpflichtigen, denen die Vorteile des zweijährigen Präsenzdiensles so rasch als möglich zuteil werden sollen, als Übergangs» stadium nur einen Zeitraum von drei Jahren in Aus« ficht genommen. Die volle Inanspruchnahme des er» höhten Rekrutenkontingents wird daher erst nach Ab» lauf dieser Periode erfolgen. Das Kontingent für die gemeinsame Wchnnacht soll im ersten Jahre 136.000 Mann, im zweiten Jahre 154.000 Mann betragen und erst im dritten Jahre die volle Höhe von 159.500 Mann erreichen. Hievon entfallen auf Grund der Volkszählung vom Jahre 1300 im ersten Jahre 77.859, im zweiten Jahre 88.164 und für die folgenden Jahre 91.313 Mann auf die im Rcichsratc vertretenen Königreiche und Länder. In analoger Weise soll das Rekrutenkontingent der f. f. Landwehr eine jährliche Steigerung von durch-schnittlich 1350 Mann erfahren und im sechsten Jahre die volle Höhe von 28.000 Mann erlangen. lFortsetzung folgt.) Mitteilungen der k. k. Zentralkommission für Kunst-und historische Denkmale. In der Februar, und in dcr Märznummer dieser Keilschrift fanden sich folgende auf Krain Vezug neh» mende Notizen: — jBrunik, Pfarre Ratschach, Altarbild, Restau» ricrnng.) Die Zcnlralkommission genehmigt das für die Restaurierung des aus dem 18. Jahrh, stammenden interessanten Bildes vorgelegte Programm, welches in cincr sachgemäßen Rcntoilierung, Reinigung nnd Aus» tupfung der Fehlstellen besteht. — sTelo, Staatshengstendepot, Stullaturen.) Die Plafonds im ersten Stockwerke des Offizicrsgebäudes sind mit vorzüglichen ornamentalen Stukkaturen aus der Mitte des 18. Jahrh, ausgestattet. Infolge Vermor-schnng der hölzernen Deckenkonstruktion müssen die Stukkaturen abgenommen und nach Einziehung neuer Decken wieder verfehl werden. Die Zentralkommission qenehmuü für diese' Arbeiten folgendes Programm: Die Stukkaturen werden photographiert und die Haupt-dimensionen der Ornamentierung auf den Decken in natura aufgenommen; sodann werden die Ornamente mit Leinwand überzogen und aufbeivahrt. Von den Gesimseil nnd Einrahmungen wird bloß ein Muster aus. geschnitten, um nach demselben eine Schablone sür die Ncuherstellung anfertigen zu können. Nach Herstel-lung des neuen groben Verputzes der Decken werden die Gesimse rein gezogen und die Ornamcntierung in Gips» inörtel zurückversetzt und befestigt. Hierauf werden die übrigen Flächen der Decken mit Gipsmörtel geplättet und dann erst dic alten Stukkos von der Tünche ge» reinigt. — lLaibach, ^mische Funde.) Korresp. Schmid berichtet, daß bei den Grundaushcbungen für den Neu-bau des Mayerschcn Hauses an der Ecke Franz Josef» straße.Vecthovengasse nur das Bruchstück eines Gürtel« beschlagcs ans Bronze zum Vorschein gekommen ist. Die Veobachtungcn bei dieser Grundaushebung bestätigen neuerdings ^die Ansicht, daß im Gebiete des ehemaligen Vcrpslcgsmagazms nur Zufallsfunde zu gewärtigen sind nnd Gräber nur vereinzelt vorkommen dürften. Diese wann mchr im Verlaufe der Wiener Straße an ihren Rändern angelegt, an denen bereits seit dem achtzehnten Jahrhundert Hauser aufgeführt werden. Beim Vaue der neuen Volksschule an dcr Brühl wurde ein sehr be. schädigter römischer Mühlstein ausgcgrabcn und an Ori und Stelle belassen. — jLaibach, altes Landhaus.) Der Landesausschuß teilt mit, daß er von einer Demolicrung dcs alten Landhauses Abstand genommcn habe. — lLaibach, Tricster Strafte, Äongreh.Pavillon.) Korr. Svoboda berichtet, daß der im Jahre 1821 zur Erinnerung an den Laibacher Kongreß errichtete sechseckige Pavillon sich in sehr baufälligem Zustandc befinde. Die Zentralkoinmission bemüht sich um dk Restaurierung des schadhaften historischen Bauwerkes. — sGorope^ bei Jauchen, Filialtirche Tt. Nito» laus, Restaurierung.) Nachdem die bauliche Reslauric. rung der Kirche nnd die Sicherung der in derselben vorfindlichcn Fresken aus dem 15. Jahrh, in anstands-loser Weise erfolgt ist, genehmigt das k. k. Ministe» rium für Kultus und Unterricht die Flüssigmachung der für die Restaurierung bewilligten Subvention von 825 X. — lHönigstein, Pfarrkirche, Umbau.) Die .Kirche stammt aus romanischer Zeit, erlitt aber zur Barock» zeit eine durchgreifende Umgestaltung des Schiffes. Der Turmhclm stammt aus oem Anfang des 19. Jahrh. Die Kirche ist sür die Scelenzahl zu klein. Die Zentral» tummission genehmigt die Demolicrnng dcs Schiffes und die Umandcrnng des Turmhelmcs unter dcr Vor» aussctzung, daß die Wände des Schiffes vorher auf das Vorhandensein von Fresken untersucht werden und daß das gotisch cingcwölbte Presbytcrium und dcr aus roma. nischer Zeit stammende Schaft des Turmes erhalten bleiben. Dagegen lehnt sie das Projekt für den Neu» bau eines guergestcllten Schiffes als für eine Dorf. tirche ungeeignet ab. — lMu<-e bei Höslein, Filialtirche, Entfeuchtung.) Das k. k. Ministerium für Kultus und Unterricht bo willigt für die Entfeuchtung dcr mit hochinteressanten Fresken aus der Mitte des 15. Jahrh, ausgestatteten Kirche eine Subvention von 260 X. — sTt. Primus bei Stein, Filialtirchc, Fresken» restaurierung.j Dic Zentraltommission genehmigt das vorgelegte Programm für oie Restaurierung der in der Kirche vorsindlichcn, zum Teil von Elias Wolfs s1592) herrührenden Wandmalereien, soweit sich dieses auf die Fixierung der ihres Bindemittels um größten Teil be-raubten Leimfarben mit Kaseinlösung erstreckt. Da-gegen lehnt die Zcniralkommission die Entfernung der durch chemische Veränderung dcr bleihaltigen Farben entstanocncn äußerst störenden schluarzcn Flecken in vor» her lichten Partien der Malereien als zu großen Ein. griff in den alten Bestand ab. — sNadmannsdorf, Pfarrkirche, Erhöhung dcs Turmcs.j Das t. t. Ministerium für Kultus und Unter» richt ordnct die Flüssigmachung der zweiten Hälfte per 2500 15 der für die Erhöhung des Turmes bewilligten Staatssubventllln an. — lIodolcndorf bei Sittich, Ausgrabungen.) Bei den im vorigen Jahre über Veranlassung Ihrer Hoheit der Frau Herzogin von Mecklenburg veranstalteten Ausgrabungen wurden zwei Lanzen, einige Töpfe und mehrere korallcnähnliche Kugeln gefunden. Die Töpfe waren mit einer schwarzen Masse vollständig gefüllt. — lMer das Befinden Seiner Majestät des Kai. sersj wird von einem hohen Funktionär, der vorgestern Gelegenheit hatte, vor dem Monarchen zu erscheinen, der „Korr. Wilhelm" mitgeteilt: Entgegen den alar-mierenden Gerüchten, welche in bczug auf die Gesund-heit Seiner Majestät im Umlaufe lvaren, kann mit Frende konstatiert werden, daß zu einer Besorgnis auch nicht die geringste Veranlassung ist. Der Katarrh ist be-deutend besser, wenn auch noch nicht ganz behoben. Nach Beendigung des Sejours in Gödöllö, welcher nicht mehr von lanacr Dauer sein wird, wird Sich Seine Majestät zunächst nach Schönbrunn begeben und nach kurzem Aufenthalle daselbst die Hcrmes-Villa im Lainzer Tier» garten für einen längeren Zcilramn beziehen, damit durch den Aufenthalt in staubfreier Lust vor der Ubcr» siedlullg nach Bad Ischl die letzten Neste des Katarrhs bcscitwt werden. — jPom Militärstationstommando.) Infolge dienstlicher Abwesenheit dcs Herrn Obcrsten Adolf von Borg, Kommandanten des Infanterieregiments Nr. 27, hat Herr Oberst Georg Marjanovi « das Militärstationskommando übernommen. — Drlcdigte Militärstiftungsplätze.j Aus der Feld» marschall Hemrich von H c ß-Stiftung zwei Plätze zu 200 X auf Lebensdauer sür Offiziere des Ruhestandes, die in einem der Feldzüge 1848, 1849 oder 1859 in Italien invalid geworden sind und leine Stiftung ge. nicßcn, die dieser angestrebten Stiftung an Höhe gleich, kommt oder diese übersteigt. Jene Offiziere, die sich ausgezeichnet haben, erhalten den Vorzng. — Aus dcr Stabsarzt Dr. .Karl R i ed l» Stiftung zwei Plätze zn 104 X 20 K mit einmaliger Vcteilung für Militär. Unterarzteswllwen, die mit zwei ooer mehreren Kindern belastet sind. In Ermanglung solcher Bewerber: Ober. arzteswilwen, die sich in derselben Lage befinden. — Aus der N a ld rich. Stiftung ein Platz mit 246 X und einmaliger Neleilung für arme, verwaiste Töchter nach Artillerieoffizieren vom Hauptmann abwärts. Even. tuelle Nachkommen der Familie Naldrich, wenn sie sich um diesen Slislungsgcnnß bewerben, wcrdcn bevorzugt. — Aus der Ritter Taubes von L ebenswartl) -Stiftung scchs Plätze zu je 79 lv 80 l, mit einmaliger Vcteilnng für drei alte, gebrechliche Oberwundärztc uuo drei ebcnsulchc Unterärzte' des Ruhestandes, vorzüglich wenn sie erwerbsunfähig sind. In Ermanglung solcher Bewerber: Witwen und Waisen von Oberwund- und Unterärzten. — Dic Gesuche für alle Stiftungen (für die Stabsarzt Dr. Karl N i ed l - Stiftung und für die Na ldr ich-Stiftung stempelsrci) sind bis 15. Juni bei der Evidenzbeliörde fällig. — sDas ärztliche Zeugnis vor der Steuerbehörde.) Wie wir in dcr Grazer „Tagespost" Icscn, hat dcr Vcr» Wallungsgerichtshof in einem Erkenntnifsc in Stcucr-fachen den allen Steuerpflichtigen znr Warnung dienenden Grundsatz ausgesprochen, daß ein ärztliches Zeugnis, worin gesagt wird, dcr Vcschuldigle sei nicht imstande, einer Vorladung zu cincr stcucramtlichen Auseinandersetzung Folge zu lcistcn, den Eintritt der Kontumaz nicht hindert. — silbernachlungsstätten gesucht.) Dcr hicsige Stadtmagistrat benötigt für die Zeit vom 30. Mai bis 2. Juni ldrei Nächte), eine größere Anzahl von Zim« mern. Alle, die sür diese Zeit ein Zimmer lauch mit zwei Betten) zur Verfügung haben sollten, mögen sich im Laufe dieser Woche zwischen 12 bis 2 Uhr nachmil. tags oder zwischen 5 und 7 Uhr abends beim Ein» qnartierungsamtc melden. — lNeichoratöwählcruersammIung.) Man schreibt uns aus Gottschcc: Sonntag den 21. d. M. abends hielt dcr Bewerber um das Rcichsratsmandat sür den Gott-schecr Wahlkreis, Graf Iufef Anton Narbu, seine erste Wählerversammlnng ab. Mit ihm beteiligten sich daran zugleich der frühere Ncichsratsabgcordnete Fürst Aucrsperg und der Landlagsabgcordnele Herr Dr. Ferd. Eg er. Dcr tais. Rat nnd Bürgermeister Herr Al. Loy, zum Vorsitzenden gewählt, leitete die Versammlung und erteilte zunächst dem Fürsten Aucrsperg das Wort. Dieser berichtete über seine Tätigkeit im Parlament, zählte jene Vorlagen ans, wo-bei eo ihm gelang, sür die Gottscheer Zugeständnisse zu erreichen, nnd gab ein gedrängtes Bild der herrschen« den Bestrebungen. Er streifte auch die Finanzlage dcs Slaalcs, dic Hcercscrfordcrnissc und bcrcitctc seine Zu» Hörer vor, sich auf neue Steuern gefaßt zu machcn. Zum Schluß verabschicdctc er sich herzlich von seineu Wählern nnd empfahl den Grafen Varbo als seinen Nachfolger. Dieser entwickelte nun sein Programm in sehr beifällig ansgcnommencr Rede und erklärte, ganz im Sinne scincs Vorgängers wirkcn zu wollcn. Ohne allzugroßc Hoffnungen zu crwccken, werde er sich redlich bemühen, zn erstreben, was in seinen Kräften liege. Hierauf kam Landlagsabgcurdnclcr Dr. Egcr an dic Rcihc, der in längcrcr Rcdc ans die Vorgänge im Krainer Landlage, insbesondere ans die Aufnahme de3 10.Milliunendarlehens zu Melioralionszwecken hinwies, das auch den wirtschaftlichen Bedürfnissen der Gott» scheer zu Hilfe kommen werde, ^nm Schlüsse beantragte Herr Ritter von Für er eine Resolution, in welcher dem Fürsten Aucrsperg, dem Grasen Varbo und dem LandtagKabgcordneten Dr. Egcr der ergebenste Dank sür ihre Vcmühungcn ausgesprochen und gcbctcn wird, auch ferner den Guttschecrn ihr Wohlwollen zuznwcndcn. Die Wahl oeS Grasen Barbu zum Rcichsralsabgeurd» ncten dürfte sich bei der überall vorhandenen Geneigl» hcit in aller Ruhe vollziehen und kann als gesichert gelten. — Duangelische Kirche.) Bei dcr am Christi» Himmelsahilstäge vormittags um 9^ Uhr stattfinden« den Konsirmationsfeier gelangen folgende Solovorlrägc zur Aufführung: 1.) „Mit dem Herrn fang alles an" vun W. Pschirch; 2.) „Vater unser" von H. Krebs für Tenor. — lPlatzmusit.j Programm sür morgen sStcrn-.aller): 1.) Lalak: „Tannenreis", Marsch.' 2.) Gade: „Nachklänge von Ossian", Ouvertüre. 3.) O. Straus: „Lieben im Mai", Walzer. 4.) Kreutzer: Pl>antasie aus dcr Oper „Das Nachtlager in Granada". 5.) Fall: Entre'acte aus der Operette „Der sidele Baner". t>.) Kumzak: „Wiener Volksmusik", Potpourri. — sKonzertc.) H^ute konzertiert die „k!l)v<>,n«ku, l''illiil,i-m<»l!i.i':!" im Garten des Hotels ,,/5Iuw KuplM" lL. Tratnik), Pclersstraßc Nr. 27. Bei ungünstigem Wetter spielt cin Teil obiger .Kapelle in den inneren Lokalitäten. Anfang um 8 Uhr abends. — Morgen findet in der Restanration ,.1'i-i 1l,vu" sNetti Kos-Pilko) aus Anlaß der Garlenerösfnnng ein großes Konzert statt. Ansang nm 4 Uhr nachmittags, Eintritt frei. " iVereinowesen.) Das l. l. Landespräsidium in Laibach hat die Bildung des Vereines „Xlud l^udlMn-«Kili lanl>« 2«r Ijukov^!, (j«rnni'<;, l^zin^tullic, Ie/iea, Clo/.ice, Uliler^i.^ta, Obcr-Ki^la und Wailsch-Gleinitz mit 274 Mi gliedern an. Die Ver-faüi.nlung, zu oer dic Dclegaten der angcführlcn Wel)-^eü vollzählig erfthienen waren, wurde von Herrn V. Maurer, Feuerwehrhauplmann in Uiiter-^i^la, gleitet. Nach Durchberalung der Verbandsstainlen l^lirdeli in den Verbandsausschuß folgende Herren ae-wählt: Fr. Lavti5. ar, Oberlehrer in Unter-ßi^a, ^bmanu; Ivan Pav^i<", Fcuerwehrhauptmann in Ober»^i,^ka, Obmaunstellvcrlrcter; Fr. K u z a m er» "it in Dobrova, Ivan Kregar in Dravlje, V. ^hliii in Ie/.iea, Iv. N a in o v ,^ in Sloxiec, Il.xin ^a^perin in Waitsch-Gleini!^ V. Maurer in Unter-^i^a und Fr. Boltexar in Waitsch-Gleinitz, Ausschußmitglieder. Nechuungsrevisuren sind die Hei» ^cn: I. Seli ^ tar in Dobrova, Joses tt k r I e p in )^iea nud Michael Kav5,i5 iu Ober-^iäla. Die Ver-iammlung wuroe nach vierstündiger Dauer geschlossen. Der Verband iuird seine Tätigkeit sofort nach erfolgte: Geuehiuigung der Statuten beginnen. - iDie Hauptversammlung des Ttudentenunter« stütznngsvereines in Nndolfswertj findet den 1. Juni um l> Uhr abends mit der üblict^n Tagesordnung statt. — sDer kroatische Gesänge, und Tamburafcheu' l^sr „Ml,,dost" anc' Aqram) veranstaltete gestern abends, «us der Rückreise von den Festlichkeiten des Präger ..Hlahol" begriffen, iui großen Saale des „Narodm ^0lu" ein Konzert, das il, Anbetracht des Gebotenen sicherlich einen weitaus besseren Besuch verdient hätte. Zwar wurde das angekündigte Gesnngsprogramm in» sulgc Unpäßlichkeit des Barilonistcn nicht zur Gänzc absolviert, doch erbrachte der Ehor unter Leitung des ^crr>, Josef C c. n i<^ deil AelveiZ seiuer tüchtigen Schulung, die vorzugsweise in den fein abgetönten dhliamischen Schattierungen sowie' in der rhythmisch fallen Vortragslnnst hervortrat. Namentlich die bei' ^'u der slovenifchen Musiklitcrainr entnommenen Num. l»ern, „N-1 1^ l.iu!>ini. ti .1<> xnlino" und Nedvcds „I-'o-N»inil<" entfesselten rauschenden Beifall. Das Tambn-^aschenorchesier legte, insoloeit dies bei der Tamburiea ^beu möglich isl, vollen Ausdruck in seine lübrigens N'stringierteu) Vorsnhrnngeu und befliß sich einer durchgeheuds lonzertmäßigen Wiedergabe der Vorlrags» stücke, loeswegen es auch, weit entfernt von den land-läufigen Tamburaschenvereinigungeu, Anspruch auf lüusllerische BewerUmg erheben sonnte u»d auch dem enisprechrnoe reiche Anerkennung fand. — Den Beschlnf; des Abends bildete eil» Tanzvcrgnügeu, bei dem die Sloveiufch^ Phill)armonie ausspielte und das die tanz» freudige Jugend etliche, Stunden hindurch in vollem Atem gehalten haben mag. — lTchiilcrausflug.) Am 22. d. M. veranstaltete Herr Villo Rus mit'82 Schülern der 4. Klasse der Knabenvolssschule, iu Krainburg einen instruktiven Ausflug uach Laibach. Vormittags besichtigten oie Aus-flügler das Gebäude der Taubslummenslislungsansialt l'nd des Lc>ndcslrantelll)auses soloie, dic St. Pelcrstirchc; n»> Laibachflufse wohnten sie den llbuugen einer Pio> uierableilung bei; sodann uahmeu sie die Donilirche, "as Vodnil» und das Pre^'rendcnlmal in Augenschein llud hielten sich längcre Zeil im Landesmuscum aus, wo 'lmen die Hvrren Direttor Dr. Jos. Mantua»i lind Adjunkt Dr^ Ios. Mal die l^ixhligsteu Sehenswürdig-^iten zeigten nnd erklärten. Nachmittags bestiegen sie ^'!> Schlosjberg und beendeten ihre lehrreiche 3^ande» l»»g durch die Sludt iu den herrlichen, in Frühlings-f'wchl prangenden Anlagen im Tivoliwalde. —f?. — isllinlinqi.qe Sparlasscbüchlcin.j Am 19. d. M, l"»rbe, wie bereits gemeldet, der in Unier-Ki^sa wohn» haste, pensionierte Verwalter Max ^innauer plötzlicl siristesgestört uno mußte in die Irrenanstalt nach Stn> dlüiec überfuhrt »ucrdcn. Nach seinem Abgauge wurdl lvahrgenonuuen, dl fronen verschlmlnden »uaren. Es sind dies: Vncbleii "r. 221.949 und 285.232 der Krainischcn S;>arkasse ^r. 89.738 und 87.37li der Sparkasse in Marbnrg ^b sie g^'slohlen worden waren oder ob sie dcr Ve> uauernswerte jrmanoem gegebcil oder vernichtet lMe lunule nicht festgestellt norden. Auch eine. golden« Taschenuhr samt solcher Keile lvird vermißt. — lTodessall.j Man schreibt uns aus Gultschee ^lm 2l). d. starb iu Wien an di'n Flilgen einer Magen ^p^'ration der l". f. Oberpostmeister sür Gollschee, Her" ''^srf Ha u i la, im 42. Lebensjahre. Der Verblichene l''n Deutschbohme, erfreute sich wegen seiner Berufs, Ul'ue und (Gefälligkeit allgemeiner ' Hochschähung un! !'l's; sich s,>lbst dnrch fein iangjähriges schweres beiden ')ei>, c^ srühzeitiq erlag, seine Heiterkeit uicht storeu un! ^'^ab sich „lit philosophischer Ruhe in sein Geschick. Eii 'hrenvolk's Andeuten bleibt ihm gesichert. ^ ^- Mll Todesopfer in der .<>tanzian.qrottc.j De, -^'lällern zufolge stürzte eiu bei den Mau'eruugsarbei !"' im Müller'd^mc der St. Kanziangrotte bescl>iftigte Nmger Arbeiter über eine 40 Meter hohe steile Hels >vand in das angeschwollene Vctl der durch die Grott "l'ausl'udeu ^iela herab. Das Wasser riß den ^eichnan "l die uuterirdischeu Abgründe des Nekaslusses. ^ — lTanitäts. Wochenbericht.j Iu der Zeit vo, '- bis 13. d. M. kamen in Laibach 22 Kinder zur Wel l28,6<> p^^i Mille), darunter l Totgeburt; dagegen star u"' 2f) P^sonen l33,8<) pro Mille). Von den 'Verslui "l^nrn warcn 14 einheimische Personen; die Sterblich keit der Einheimischen betrug somit 18,20 pro Mille. , Es starben an Kmdbeltfieber 1, an Blattern 1, au Masern !, an Tuberkulose 4 (unter ihnen 2 Orts- , fremde), au verschiedenen Krankheiten 19 Personen. , Unter den Verstorbenen befanden sich 12 Ortsfremde l4«,15^) uno 14 Personen aus Anstalten (53,65'^j. Infetlionslranlheilen wurden gemeldet: Kindbctlfielxr . I, Varizellen t, Scharlach 3, Trachon, 1, Notlauf 2. — lNochcnbiehmarkt in Laibach.j Aus den Wochen» viehluarlt in Laibach am 17. d. M. wurden 102 Ochsen, 5U Kühe und 12 Kälber ausgetriebcn. Darunter bcfan» den sich 1l0 Schlachlrindcr. Die Preise notierten sür ' Mastochsen mit W bis 110, sür halbfette Ochsen mit 80 bis 90 und sür magere Ochsen mit 70 bis 60 Ii sür 100 Kilogramm Lebendgewicht. — lC'u ttllmpj um eine Litörflaichc.j Tieserlaa.e tam der übelbeleumuudete Taglühner Franz Strninik aus Olivet, Bezirk Krainburg, zur oorligcu Wirtin Mariauua Ko/.clj, cutwendete währcud eines unbenxich» teil Molucnlcs cine Sauerbrunnslaschc mit Likör, ging damil ill eine nahc gclegcnc Harfe und wollte sich den Likör gut schmecken lassen. Daran ließ er sich selbst dann »ichl hmdern, als ihn der Wirtssohn Ko5elj dalx'i betrat nnd ihm die. Litörslasche abnehmen wollte. Zwischen beiden entstand ein Ringen um dcn Likör, bis schließlich Ko/elj siegle. Dasür Unirde er von Struönil mit Slei» ueu beioorfen. " lliin Feind der Vcrzchrunsssstenerausleher.j Als diesertage ein Knecht mit einem Lastwagen die Maut an oer Wiener Straße, passieren sollte, entzog er sich der Revision seines Wagens dadurch, daß >er sehr rasch dahin fuhr. Zudem be>chimpflc. er den VcrzehruugS-stenerausseher. — lEinjchleichcr.) I„ der Nacht aus deu 20. d. M. schlich sich ein uubetannter Dieb, nach Eindrücken dcr Fensterscheiben ms Gasthaus des Anton VelMcc. lNeininghans) in Untcr-Ki^la cin, durchsuchte sämtliche Näume'im Erdgeschosse und brach zwei Kredenztästen aus, aus denen er aber nur eiuige Zigaretten nahn,, obN'ohl sich dort auch verschiedene Zigarreusurten be» fanden. Aus dem Eislasten nahm er eine Krainerwurst so>r>ie ein Kracherl, worauf er seinen Weg wiedcr dnrchs Fenster nahm. Den zurncka.clai'scnen Epureu nach war der Eiuschlcichcr barfuß. — iDiebstahl.l Dein Bescher Johann Pre^a iu Zirllach lvurdcn vor cinigeu Tagen aus offener Werk« zeuglammer 3'/^ Mcrling Fisolen im Werte von 40 X und ein ganz neuer Karrenwagcn iiu Werte von 4<»1v entwendet. Der Dieb bt'nützte ocn darren znr Fort-jchnfsung der gestohlenen Fisolen und schlug dir Rich» liliig über Odersernig gegen Laibach cin. Tatverdächtig ist der K0 Jahre alle, wegen Dicbstahles schon oft ab> grstrafle Vagant und Bcttler Jakob ,^r< aus Hrastse, Bezirk.^raiilburg, oer tagszuvor bei Pre^a übernachtete uud seit jencr Zeit aus der Gegend spurlos verschwun« deil ist. Er ist ziemlich groß, stark, glatt rasiert und hat ein breites Gesicht. — achmann mit dem Salonwagen abführen. " lKleiderdiebstahl.) Einer Gärtnersfrau in der Ehröllgassc wurdeil drei Hculdcn, drei Unlerho cu, ser» ner Mällnerlloider enlnx'ndet. Die Polizei for chte als die Täterin ciilc 24jährige Magd aus Maria cld aus und erstattete gegen sie die gerichtliche Anzeige. " lVicr junqc Diebe verhaftet.) Im Lause des gestrige» Nachmittages verhaftete die Sicherheitswache wegen verbrecherischen Diebstahlcs vicr Knaben im Aller von 10 bis zu 14 Iahrcu. Ein näherer Bericht folgt. * lVilliqe Spezereiwaren.) Ansang d. M. ersä)nu > in einen« Cpezerl"ilvareugeschäsle am Jalobsplatze einc ' Fraliensperson, dic mehreremale aus deu Namen einer ' Fabrilsarbeitcrin Spczcrciwarcn im Wcrtc vun 65 K ' nahl». Die in NosenlaI wohnl)aflc Betrügerin wnrde ' dnrch die Polizei ausgeforscht und der Claatsanwnll-l schaft angezeigt. ' * lUnfall.) Heute morgens brach sick) eine alte > Fran am Alten Markte durch emcu Fehltritt das linke - Bein. Nach Anlegung eines Nolvrrbandes durch einen ' Arzt wurde sie iiis KranlenlMs überführt. ^ > rigc, nach Milterdors, Bezirk Madmannsdors, zustäii-dige Taglöhuer Anton Urbanc und der 37jährige, nach l Windisch.BIeibnrg zuständige Johann Polisek. t >- iTapf?re Knechie.j' Kürzlich nach Mitternacht - johlten aus der Uulerlrainer Straße drci Knechte uud ' riefen die Sisl>rhcitswachc herausfordernd zuni Kampfe ' auf. Sehr bald kamen zwei Sichcrhcitöorgane herbei nw setzten den Exzedenten nach, die mit abgebrochenen ^aunlalen gegen die .Karlstädier Brücke zogen. Der 'inc Knecht wurdc angehalten, während die bcidcn an» >ercn die Fliicht ergriffen. " lMit Tinte besudelt.) Einem Besitzer an dcr Tirnauer Lände haben in liner dcr letzten Nächte un-x'kanute Täter die Hausmaucr mit Tintc bcsudclt. Das AIeiä)e taten sie bei cinem Hause in dcr Chrüngasse. * m^in Maria Favay aus dem Stalle vier Kaninchen entnx'ndet. — grammen I. K. und A. K., ein Ha»dtäsct)chen mit ein,, gcm Klcingelo und cinenl Tajchcntuche. ^ jGefundcn.) Ein aus dcn Namen Agnes Wach lautendes Dienstbolenbuch. -- jWeiicrliclicht.j Die Lufldruckdisscrenzen si»c> über dem europäischen Kontinent sehr klein gi'wuldeii. Der Osten wiro andauernd von einem relativ tiefen, der Westen von einem hohen Luftdrücke bedeckt. Im Nordwesten ist cine Deprcssion in Bildung begriffen. Das Wctl.'r hat sich allgemein nur wenig geändert; nördlich der Alpen herrscht wechselnd wolliges Weiter; stellennxnsc lamen Gewitterregen vor. Südlich der Alpen ist cs mcist hcitrr und wärmcr gewordrn. In Laibach war gcslern dcr .Himmcl 7ncist lcichl bedeckt. Geaeu Abend entlud sich in westlicher Richtung ein mäßiges Gewitler. Spät abends wurde nocy Wetter« leuchten beobachtet. Tcr Luftdruck zeigt langsam steigende Tendenz. Die heutige Murgrnlcmperalur betrug bei Windstille und bedccktcm Himmcl 9,8 Grad Eclsius. Dic Vcobachlilngsstationen meldeten folgende Tempo raturen von gestern früh: Laibach 8,8, Klagenfurt 8,0, Görg 14,8, Trieft 14,8, Pola 13,4, Abbazia 12,3, Agram N,1, Sarajevo 8,2, Graz 9,2, Wicn 9,8, Prag 10,3, Bcrlin 12,1, Paris 10,7, Nizza 16,5, Neapel 15,7, Pa» lermo 15,5, Algier 17,6, Petersburg 6,7 sNegen); die Höhenstalionrn: Obir 0,0, Sonnbllck —9,0," Säntis — ^,0, Ceminering ii,2 Grad Edsius. Voraussichtliches Wetter in der nächsten Zeit für Laibach: Meist leicht bewölkt, Neigung zu mäßigen Niederschlägen. — ^Verstorbene in Laibach.) Gestern wurden sol-gcnde Todesfälle gemeldet: Johann ßorclr, Fabrits» arlxiler, 28 Jahre, Wiener Straße 45; Franz Drc,^ar, Besitzerssohn, 27 Jahre, Nadchlyslraßc 11; Anna Platnar, Vcrlänferin, 16 Jahre, Hradctzlydorf 35; Io-hann Nov^al, Fabrilsarbeitcr, 44 Jahre, FlorianssMc Nr. 27; Johann Kterjanc, Besitzer und Schuhniachcr, 22 Jahre, Theresia Kozclj, geluescne Magd, 19 Jahre — beide im Landesspitale. Geschiiftszeitung. — lFusion der kroatischen j.trediibanl nit der Adriaiifchen Banl.) In einer außerordentlichen Ge» neralversammlulig der ^roatischeu Kreditbank in Ragusa is< dcr Vorschlag des Verloaltullgsrates aus Fusiuu mit dcr Adriatischeu Bank einstimmig angenommen worden. — rics iuchrmals »nil Tränen in dcn Augeu aus: Mein armer Freund! Er erging sich dann' in Worten des Lobes über den Verstorbenen. Laibacher Zeitung Nr. 119. 1124 24. Mai' 1911. Dcr Aufstand in Albanien. Konjtnntiilopcl, 23. Mai. Nach cincr vorgestrigen Depesche des Obcrkmnmandanten in Albanien griff die ersk Tiuppendwisiun die Vcrschanzungen der Nebelten auf den Anhöhen vmi Planinica bei Zilesi nördlich dun Tuzi an. Tie Nebelten mußten nach cinctn Verlnste l,wn mehr als 30 Tulen und zahlreichen Vcrlmmdetcn fliehen, wurauf Zilcsi, Zepi, foluie die höchsten Punkte dcr Berge Planiniea und Hutit beseht wurden. Russisches Schiffswescn. Petersburg, 23. Mai. Die NcichZduma nahm in geschlossener Sitzung die Vorlagen auf Anweisung von Krediten für den Bau von vier Linienschiffen im Val-tischen Meere an. — Der Ncichsrat nahm die Vorlage, betreffend die Subventionicrung fahrplanmäßiger Fahr-ten in« Schloarzen Meer und im Mittelländischen Meer in der Fajsung der Duma an. Luftschiffahrt. Paris, 23. Mai. Der vmn „Petit Journal" ver-anstaltete Wcltflug Paris—Nom—Turin wird am nächsten Sonntag stattfinden. Aus Gründen der Sicher. l) » j 0-'0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur beträgt 13 4«, Normale 15 0°. I mil dtH A4«t\ feinsten Pflanxenflüf 1 L ÄÄ ^^^vjms KoKoaivasseiv^fl (17ttu) 4-4 lln zonmger, vonniger ÄliunjtZtraum ^"^) ist den Eltern das Kind, und alle Kräfte dcr Eltern 3^» gelten dem Bestreben, Kinder gesund zu erhalten und ^>!^M fröhlich gedeihen zn lassen. .Uinder sind mm »iber mehr ^/^ noch als Erwachsene dcn Gefahren ausgesetzt, die ans l//»I Erkältungen entstehen, und eben darum gehört in jeden >!<»» Hanshnlt das ideale Spccificum gegen alle Formen ^V dcr Erkältungen der Luftwege: Fays echte Sodener H^ Mincral'Pastillcn. Die Pastillen sind ein Schatz im s>^v! Haushalt, den ucrständigc Mütter nicht mehr eut« >v/n behren können; sie tosten K 1'25 pro Schachtel und ft^^ sind überall erhältlich. 3) 2-2 Zahn-Creme.^^^\M« (187) 42—14) Wien, Hotel „Weißer Hahn". Als durchaus vornehmes Familiorihaus in bostor 1/i.go (VIII., .losefstüdtor-Straße, in nächster Nähe der Ringstraße, Parlament, Jtathaus, Hofburg, Universität, der k. k. 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Nordbahn Em. 1882 4 U-f— /«•-Böhm.\VeslbahnEm.l885..4 S4-26 96-2t Bohm.Weiilb.Em.l8'J5i. K. 4 03-66 94-ßt> Ford.-Nordb.E.JSNlWd.S.)---* ss'w 96'10 HO-- -•_ dto. inh.öOj. vorl.K. 4V» Wio Ofoo Galiz.Landcab.oiVjJ.v.K. 4/v 00'26 100-25 Istr. Uo. W. b 102-26 -¦_ Istr.K.-Kr.-A.i.f)2i/,J.v.K. 4'/v '00-60 101- — Mähr. Hypoth.-H. ö.W. u.K. 4 fl«*_ 96'- Nied.-öHt.Land.-Hyp.-A.6fjJ.4 W— 96-— Oest. Hyp,-Bank). 50 J.verl. 4 94-75 96-76 Oest.-ung.HanköOJ.v. ü.W. 4 97-~ 98-— dto. 50.f. v. K..........4 97-26 98'25 Centr.Hyp.-B.ung. Spark. 4'/v 9*"fi0 09-ao Comrzbk.,Pest. Ung.41 J. 4'/j öfl-j?« 100-25 dto. Com.O. i.,W/,JH'/i »<-eo oo-6O Herm.B.-K.-A.i.ftOJ.v.K4'/2 09-— 100 — Spark.InnerKt.B«d.i.60j.K41/.-, 98-25 00-76 dto. inh. r.O J. v. K.....t\\ fl<}"— »•?•— Spark.V. P.Vat.C.O.K . .4'/a ^*75 00-75 Ung. Hyp.-H. in PcstK . . . 4'/a 09-~ ioo-— dto. Korn.-Seh. i.r>0j.v.K4Va »A'*7fl 0975 EiNenbalin -Prior.-Oblig. Kasch.-Odcrb.E.1889(d.S.)S.i 92-25 93-26 dto. Km. 1908 K (d.S.).. .4 93-10 04-10 Lemb.-Czer.-J.E.1884300S.8'(i ST 40 88-40 dto. 300 S............4 02-10 03-15 StaatHoisenb.-Goaell. E. I8I16 (d. St.) M. 100 M........3 80-40 00-40 rfüdb. Jan.-J. öOO F. p. A. i-"U 269-co 270-50 UnterkrainerB.(d.S.)ö.W. .4 96-60 97-— Diverse Lose. Bodenkr.ö8t.E.1880äl00fl.3X 290'— 206-— detto E. 1889 a 100 fl____«X 376'— 2S2-— Hypoth.-B.ung.Präm.-Scbv. ä 100 fl................4 251-50 267-60 Scrb.Priimicn-Anl.alOOFr. 2 130-— 136-— Bud.-BaniIica(Domb.)5ll.ü.W. 33-75 37-75 Cred.-Anüt.f.H.u.G.lOOfl.ü.W. 60s— 614-— Laibacli.Prüin.-Anl.20il.ö.W J 81-— HT— Schlußkurii Geld | Ware [^otenKreuz.iiat.G.v.iOfl.n.W. 70-60 7G-M dotto ung. G.v. . . fill.ü.W. 47-~ /¦>/¦-Türk. E.-A.,Pr.-O.400Fr.p.K. 250-70 253-70 Wionor Kommunal-Loso vom Jahre 1874.....JOOil.ö.W. 80.?-- 513-— Gcwinstsch. der S«/,, Pr.-Sch. derlJod.-Crod.-Anst. K. 18H0 71-- 77-Gcwinstsch. der .')«/„ Pr.-Sch. der Bod.-Cred.-Anst. K. 188!) 122-— 132-Gewlnstsch. der ¦4"/,, Pr.-Sc.li. der ung. Hypotliekcn-Bank 46-60 62-60 Transport-Aktien. Donau-Dampf.-G. E00 fl. C M. INv- UM-—-Ferd.-Nordbahn 1000 II. C. M. 6100-— 622G-— Lloyd, ögterr.........400 K siA'i*- 587-20 StaatH-Eisb.-G. p. U. 200 fl. S. 748-40 719-40 HUdbahn-G.p.U. ...siooFrs. 109— 110-- Bank-Aktien. Anglo-öäterr. Bank 120 f1.18 K 322- 7n 323- 7c Hankver.,Wr.p.U. 200(1.30 „ 630-26 640-2.'» Hod.-C.-A.allg ÖHt. fJOO K M „ 126G-— 1276-- Crcdit-Anst. p. U. 320KÜ2 „ 640-50 6U-60 Crcdit-B.ung.allg. 200fl. 42 „ 8n-~ 812-— Kskompteb. ateier. 200(1..'la ,, 610-— —• — Eflkompte-G., n. ö. 400K38 ,, 760-- 761--- Ländorb.,iist. p.U. 20011. 2H 620-25 030-25 Laibacher Kreditb.-100K2H ,, «f- 4G0-— Oest.-ntiKar.B. 1400K90-80 ,, 1033'- 1943-- Uninnbankp.U. .. 20011.!I2 „ 6irso 612-50 Verk(ilirHbank,allg. 140(1.20 ,, 367-25 308-26 tfivnosten.hanka 10011.14,, 281-— 282-— Industrie-Aktien. [3erg-u.IlUltw.-G., iist. 400K 074-- 080--llirtcnbeigP.,Z.u.M.K. 400K 1197-— 1202--Königsh.Zcmont-Fabrik 400K H40-- H44--LengonselderP.-C.A.-(j. üsioK 27r,-~ 276-50 Montangc3.,öbterr.-alp. tOOfl. 807-50 8O8-r!i-25 670-26 Salgi'.-Tarj. Slk.-B. .'... 10011. 656 - 660- — Skodawcrki'. A.-G. Pilü. 200 K 6ö.J*— «'¦*'-" Wii(reii-F.-G.,üi-<' U7hV'] Italicnische Bankpliilze .... 04-46 04-67-" London.......... 240- 2*0'25 Paria.................',". g4-82:' W'-'7" Valuten. Mfinzdukalcn .. . tr.vJ lt 38 üO-Frnncs-Stüoko.......... to-oi* H>'os' üO-Murk-Stlleke......23-48 23-61 Deutschn Reichsbanknofon .. 117-36 U?-™ Italienische Bnnknoten..... 04-50 04-70 Kubel-Noton ............. 2'BW -i4 Lokul]iapiere nacli l'iivainollrr.