?ri**wer«ti#*» = Preise KLr Laibach: VqnzjShrig . . rt fl. 40 kr. Halbjährig . . 4 „ 20 „ V'erteljShrig . 2 „ 10 „ Monatlich... — „ 70 „ Laibacher Mit der Post: Ganzjährig................12 fl. Halbjährig................ 6 , Vieneljiibrig 3 * Zustellung in- Hau» viertelt. 25 tr., «onatl. 9 h. Einzelne Nummern 6 kr. TJ Nr. 31. [flflblntt. Anonyme Mitteilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zuriickgesendet. Donnerstag, 8. Februar 1877. — Morgen: Apollonia. stttottte*: Bahnhosgaffe Rr. 16. ftarran: Lvngreßplatz 9h. S (Buchhandlung von Jg. e. Ältia-mayr L Fed. Bamberg.) 3ttfertten8»rttft: x die einspaltige Petil 4 It., bei wiederholt, schaltung i 3 k, Anzeigen bis 6 Zeil Bei größeren Inserate«? Öfterer Einschaltung entspS chender Rabatt. Kür complicierten Satz besondere Vergütung. 10. Jahrgang. Die politische Lage ist eine bedenkliche, dir neueste Eiicular-Depesche des russischen Staatskanzlers signalisier: den Eintritt eiyer wichtigen Artion, signalisiert eventuell ein selbstständiges alleiniges Einschreiten Rußlands in der orientalischen Frage. Ungeachtet dieses die Ausmerksamleit Emopa'S auf sich ziehenden Schriftstückes werden Mischen der. Pforte, Serbien und Montenegro KrifdenSverhandlungen gepflogen, e» werden Frieden». Wstysche geheuchelt und man stellt eine Neugrup« piexung der europäischen Mächte in «luSficht; bei dieser Gruppierung dürfte Oesterreich Ungarn mit Mistige Rolle zugetdeilt werden. (66 wird der Vermuthung Raum gegeben, daß das österreichische Kabinett mit einem neuen Programme vor die Mächte treten werde; es wird unt« einem dem Wunsche Ausdruck gegeben: die österreichisch-ungarische Diplomatie möge mit ihrem neuen Programme mehr Glück haben, als mit ihren bei der verunglückten Konferenz gestellten Anträgen. Das österreichische Kabinett ist gegenwärtig aiber ein sehr gesuchtes, ein viel umworbenes. Wie t Wiener Blätter, namentlich die „Deutsche Ztg.," erfahren, wurden sämmtliche Mitglieder der schiffbrüchigen Konferenz von ihren Regierungen beauftragt, am Heimwege Wien zu passieren, im dortigen auswärtigen Amte über die Frage: „WaS nun?" Belehrungen einzuholen und Aufklärungen zu geben. Dir diplomatische Welt Hofft abermals von der diplomatischen Aktion unseres auswärtigen Amtes die Erhaltung des europäischen, dir Erhaltung des Weltfrieden». Oesterreich-Ungarn spielt in dem europäischen Konzern eine der ersten Solostimmen, Oesterreich-UngarnS Votum ist maßgebend, maßgebender als jede ändert Macht, «n feinen Grenzen vollzieht sich das große Schauspitl, Heute noch unter Verwendung von FritdenSdeeorationen, an deren Stelle schon morgen Schlachtenbilder sich zeigen können. Die Konferenzkomödie hatte für Oesterreich-Ungarn weder günstige noch ungünstige Erfolge, aber Otsterrtich-Ungarn« Vtrtrtter dürften bei dieser in der Moschetnstadt arrangitrttn, jtdoch verunglückten Komödie Erfahrungen für die Zukunft, für ihre weitere Haltung gesammelt Haben. Oesterreich-Ungarn wird die SeparatverHand tungen der hohen Pforte inbetreff Serbien«, Monte negro’#, Bosniens und BulgaritnS mit wachfamtn Augen zu verfolgen habtn, denn bei diesen Ver Handlungen ist auch Oesterreich-Ungarn« politisches und finanzielles Interesse lebhaft inttrtfsiert. Die Haltung derSüdf 1 aven wird die Auf werlfamleit der österreichisch-ungarischen Regierung ganz besonders wachrufen. Die Simpatien dir Be wohntr Süd.Ungarn« und der südslavischtn Völker-ftämme für Strbitn sind offene Thatfache. Diese Simpatien für Serbien und seine Bruderländer geben sich ohne Maske auch in Dalmazjen kund. Möge man in den vtrschitdtnen Ministerhotels in Witn die Wichtigkeit der in den Grehzlänbetn Oesterreich-Ungarns bestehenden ©tatthalterpoften keine Minute an» dem Auge verlieren. Unser auswärtiges Amt möge sich verpflichtet fühlen, auf die zwischen der Pforte, Serbien mtd Montenegro im Zuge befindlichen FriedenSverhand-lungen gebührenden, maßgebenden Einfluß zu üben. Oesterreich-Ungarn können ^ da» endlose Hin- und Herschwanken der Politik, Ke Gerüchte von Länder-Annexionen, die Projekte von Länder-Grenzberichti-gungen an den Grenzen Oesterreich-UngarnS nicht gleichgiltig sein. Oesterreich.Ungarn wird, wenn nölhig, au» dem Drei-Kaistr-Bündnisst auszutreten und, auf eigenen Füßen stehend, zur Sicherung seine» eigenen Länderkomplexes das Erforderliche vorzukehren haben. Oesterreich-Ungarn fühlt lebhafte« Bedürfnis nach geregelten Verhältnissen im Innern und nach außen, feine derouttn Finanzen, seine gedrückte volkswirthschaftliche Lage gestatten für die Dauer keine ausschließlich mit Truppen und Geschützen besetzten Vergnügungszüge. Die Cireular-Depesche de« Fürsten Gortschakoff lautet nach den Mitteilungen de« „Journal de PeterSbourg" wörtlich, wie folgt: „Der von der Pforte den Wünschen Europa'« entgegengesetzte Widerstand führt die orientalische K>ise einer neuen Phase zu. Die kaiserliche Regierung hat die orientalische Frage seit ihrem Entstehen als eine europäische betrachtet, welche nur durch ein einträchtiges Wirken der Großmächte gelöst werden konnte und sollte. In der That haben alle Kabinette allen besonderen und persönlichen Hintergedanken entsagt, und die Schwierigkeit beschränkte sich endlich darauf, die türkische Regierung dahin zu bewegen, daß sie die christlichen Untertanen des Sultans nach den Prinzipien der Gerechtigkeit und Humanität regiere, damit Europa nicht mehr andauernden Krisen ausgesetzt sei, welche das allgemeine Gewissen empört und die Ruhe gestört haben. Es handelte sich also um eine Fragt der Humanität und de« allgemeinen Interesse«. Da« kaiserliche Kabinett hat sich infolge dessen bemüht, ein Einverständnis mit Europa herbeizuführen , um die Krise zu überwinden und deren Wiederkehr zu verhindern. E« hat sich mit der österreichisch-ungarischen Regierung, als der zunächst interessierten, in« Einvernehmen gefetzt, um den europäischen Kabinetten Vorschläge zu unterbreiten, welche al« die Basis einer allgemeinen Verständigung und einer gemeinschaftlichen Action dienen konnten. Diese Vorschläge, niedergelegt in der Depesche deS Grafen Andrassy vom 18. (30.) Dezember 1875, haben die Zustimmung aller Großmächte und der Pforte erhalten. Nachdem aber der Mangel einer VollzugSgenehmigung diese« Einverständnis wirkungslos machte, haben die Kabinette durch hg* Berliner Memorandum versucht, sich über da« Ptinzip eittts einverständlichen Vorgehen- mit wirk-fameren Mitten zur Erreichung de« gemeinsamen Ziele« zu''erklären. Nachdem aber die UcbereinfUmmung feine ein-müthige und damit die diplomatische Action unter, brachen war, so einigten sich die Kabinette hych von neuem infolge der Verschärfung der Krise durch die Greuel in Bulgarien, die Revolution in Konstau-tinopel wie durch den Krieg mit Serbien und Montenegro. Auf die Initiative der englischen Regierung kamen die Kabinette überein, die Grundlagen, und Garantien der Pacifiration in einer nach Kon-stantinopel berufenen Konferenz ju besprechen. Diese Konferenz führte in ihren Vorarbeiten zu einer vollständigen Übereinstimmung sowol in den Frieden«, bedingungen wie in den auszufahrenden Reformen. Sie hat der Pforte diese» Ergebnis als den festen und einstimmigen Wunsch Europa'» mitgetheitt, traf aber von ihrer Seite auf eine hartnäckige Ab. lehnung. So befanden sich die Kabinette, nachdem bi* diplomatischen Bemühungen von mehr al» einem Jahre den Werth, welchen die Großmächte auf eine Pacificakion de» Orient» setzten, das Recht, welche-sie besitzen, dieselbe angesichts der allgemeinen Interessen zu sichern, und ihren festen Willen, durch rin europäisches Einverständnis zu derselben zu getan» gen, geoffenbart hatttn, in dtr gleichen Situation, wie zu Beginn der Krise, die inzwischen durch dq-vtrgosstne Blut, die wieder erweckten Leidenschaften, die aufgehäuften Ruinen und die Aussicht auf eine endlose Verlängerung des Zustandes der Dinge noch verschärft war, der auf Europa lastet und mit Recht die öffentliche Meinung und die Regierungen beschäftigt. Die Pforte trug weder ihren früheren Verbindlichkeiten, noch ihren Pflichten als Mitglied des europäischen Konzertes, noch den einstimmigen Wünschen der Großmächte irgendwie Rechnung. Weit davon, einen Schritt zu einer befriedigenden Lösung gemacht zu haben, hat sich die Lage im Orient verschlimmert, sie bleibt eine permanente Drohung für die Ruhe Europa'«, für die Gefühle der Menschlichkeit, für da« Gewissen der christlichen Völker. Unter diesen Umständen wollte seine Majestät der Kaiser vor Feststellung des ihm passend erscheinenden weiteren Vorgehens dasjenige kennen lernen, welches die Kabinette einzuschlagen gedenken, mit denen wir bis jetzt un« sere Anstrengungen vereinten und mit welchen wir, soweit e» möglich fein wird, auch ferner gemeinsam votzugehen wünschen. Das Ziel, welches die Großmächte im Auge haben, ist durch die Akte der Kon-fereuz klar definiert. Die Weigerung der türkischen Regierung verletzt Europa in seiner Würde und in feinet Ruhr. SS ist für un« wichtig, zu erfahrt«, was die »abinette, mit welchen wir bis jetzt über» tinftlmmten, zu thun gedenken, um diese Weigerung zu beantworten und die Ausführung ihres Willens zu sichern. Wollen Sie darüber Erkundigungen einziehen, indem Sie dem Herrn Minister der aus-wärtigen Angelegenheiten diese Depesche vorlesen und ihm eine Kopie derselben einhändigen." Zur serbischen Frage. Blätter de« In. und Auslandes brachten unter Hinweisung auf authentische Quellen Bericht, daß zwischen der hohen Pforte und Serbien in Wien Frieden-verhandlungen gepflogen werden. Die „91. fr. Presse" tritt diesen Meldungen entgegen und theilt mit, daß die zu führenden Unterhand, fangen in Lonstantinopel stattfinden sollen. Die „N. fr. Presse" ist in der Lage, die von der Pforte an Serbien gestellten Bedingungen, in folgende Punkte kurz zusammengesaßt, der Oesfentlichkeit zu übergeben : Ersten«: Die Pforte verlangt von der ferbi. fchen Regierung da- ausdrückliche Versprechen, dafür zu sorgen, daß Serbien aufhöre, der Herd von Revolutionen in den benachbarten türkischen Provinzen zu sein; daß e- aufhöre, den Jnsurgen« ten dieser benachbarten Provinzen al- Zuflucht«, stälte zu dienen, und daß die serbische Regierung fich in Hinkunft jede- Akte- enthalte, welcher al-Aufmunterung derartiger Aufstände aufgefaßt werden könnte. Zweiten-: Einführung einer vollkommenen und ausnahmslosen Sultu-freiheit in Serbien, welche auch den Juden zustatten kommen soll. Dritten-: Die Pforte verlangt, daß auf den Wällen von Belgrad die türkische Flagge aufgezogen werde und aufgezogen bleibe, nachdem da» Kommando dieser Festung, laut Abmachung vom Jahre 1867, dem jeweiligen Fürsten von Serbien anvertraut wurde. Die« find die drei Bedingungen, unter welchen dir Pforte fich geneigt erklärt, mit Serbien auf Grund de« status quo ante bellum Frieden zu schließen. Bon einer Occupatio« irgend eine« festen Platze- in Serbien oder irgend eine« gegenwärtig von türkischen Truppen occupierten Gebietsteile« ist in diesen Bedingungen nicht dir Rede und ist überhaupt nie die Rede gewesen. Die Pforte hat au-drücklich den Wunsch ausgesprochen, daß Serbien behuf» Verhandlung und Abschlüsse- de- Frieden-auf dieser Grundlage einen Bevollmächtigten nach Jkonstantinopil entsende. E- scheint jedoch, daß auch diese Bedingungen in Belgrad für allzu hart gehalten wurden, denn e- liegt eine Meldung au-Belgrad vor, wonach die nach -onstantinopel ergangene Antwort de- Herrn Ristit die türkischen Bedingungen al« absolut unannehmbar bezeichnet. berührt nur innere Angelegenheiten. Die Gerüchte über eine angebliche Verschwörung zum Sturze des Sultans sind grundlos. Londoner Blätter meinen, das neueste Ereignis werde wichtige Veränderungen in der innern und auswärtigen Politik herbeiführen. „Standort" glaubt, Rußland werde aus dem Ereignisse den meisten vortheil ziehen. Die „Times" hoffen, dasselbe werde nicht einen neuen Au-btuch des Fanatismus herbei-führen ober die Pforte zu einer übereilten, verhängnisvollen Handlung treiben. Französische Journale geben ungünstige« An« sichten Ausdruck. Das „Journal des D^batS" sagt, die schlimmsten Feinde der Türkei hätten ihr keine sträflichere Unklugheit anrathen können. DaS genannte Journal richtet einen letzten Appell an die Weisheit der »abinette, dieselben bittend, sich angesichts der zweifelsohne beklagenswerten Ereignisse, die aber weder die Interessen der einzelnen Mächte noch das allgemeine Interesse des europäischen Gleichgewichtes irgendwie verändern, von bedauerlichen Entschließungen zu enthalten. Der „Moniteur“ schreibt: „Diese Thatsachen bereiten, daß Europa sich bezüglich der Angelegenheiten des Orientes nicht zu beeilen braucht. Gehen die Dinge nur so fort, bann wird die orientalische Frage fich ganz von selbst lösen. ES ist nicht möglich, daß eine Regie-rung, welche allmonatlich ein Schauspiel von Anarchie ebenso wie von Despotismus gibt, fich lange in der Rolle eines Hüter« des öffentlichen Rechtes behaupte." Der Sturz Mithad Paschas ist, wir der „Pol. Rerr.“ au- »onstantinopel mit gctheilt wird, da» Resultat eintr von langte Hand dort vorbereiteten alttürkischrn Jntrigue. Der Großvrzirr wurde von srinrn Gegnern verdächtigt, auf dir Beseitigung der Dynastie O-rnau hinzuarbei. ten. Die Verdächtigungen datieren schon au- der Zeit der Thronentsetzung de- Sultan- «bdul-Aziz «ahmen aber erst seit dem letzten großen Rath ernstere Dimenfionen an. Mithad hatte keine Ahnung, wa» gegen ihn im Werke war. Zum Sultan berufen, wurde er für verhaftet erklärt und staute pede auf die kaiserliche Jacht gebracht, welche Ordre hatte, unverzüglich mit ihm abzugehen und ihn auf der Insel Metelin zu landen. In »vnstantinopler Regierungstreuen betrachtet man die Absetzung de« Großveziers als eine große, vom Sultan den Großmächten gemachte Konzession. Man erwartet, daß letztere jetzt ebenfalls eint Konzession machen und ihre Vertreter wieder hithtc schicken werden. Der Wechsel im Großvezierat Politische Rundschau. Laibach, 8. Februar. Jula»d. Der unerwartet und eiligst ein» getretene Schluß des Dalmatiner Landtage« gibt der „Deutschen Zeitung" Anlaß zu folgender Glosse: ,,E« scheint, daß Herrn v. Lasser doch bange wird vor der Sorte von Verfassungstreue, wie sie der Friedensstifter von »nezlac zu pflegen liebt. Die verfassungstreue, welche die Verfassung im Sturrnlauf über den Haufen rennen will, hat der Wiener Regierung endlich die Augen geöffnet über die Ziele und Zwecke des unantastbaren Herrn i. Rodich. Welch' wahnwitzig abenteuerlichen Be-chluß der Zaraer Landtag zu fassen im Begriffe tand, daß man denselben so über Hals und »opf chließen mußte, ist nicht öffentlich bekannt geworden. Vermnthlich haben fich die Herren Panslavisten in Dalmazien das Vergnügen einer dreieinigen »önig-reichs-Demonstration bereiten wollen." Es ist endlich hohe Zeit, den nationalen Earnevalstänzen, mögen sie wo immer in Oesterreich arrangiert werden, ein Ende zu machen. fUftlanl. Der Berliner „ReichSanzeiger" veröffentlicht eine kaiserliche Verordnung, womit der deutsche Reichstag auf den 22. Februar einberufen wird. Den „Baseler Nachrichten" zufolge hat die nationalritthliche Kommission für das Militär-Steuer* gesetz im Prinzip beschaffen, daß die im AuS-lande lebenden Schweizer besteuert werden sollen. Wie die „Jtalit" meldet, wurde am 6. d. ein Spezial-Abgesandter Frankrtich« in Rom erwartet, um auf neuen Grundlagen die Verhandlungen über einen Handelsvertrag zwischen Frankreich und Italien wieder aufzunehmen. Baron Haymerlr überreichte am 6. d. dem Könige von Italien feine Beglaubigungsschreiben al« Botschafter Oesterreich - Ungarns in feierlicher Weife. Die Minister, der Zivil.« und Militär-Hof-staat des Königs haben dem Akte beigewohnt. Der Empfang war ein sehr herzlicher. Beiderseitig wurden Versicherungen über die zwischen Oesterreich-Ungarn und Italien herrschenden guten und freund schastlichen Beziehungen ausgetauscht. Die Ministerkrise in Rumänien dauert fort. AIS neue Kandidaten für ein durch Bratiano zu bildendes Kabinett werden genannt: Lecca für das Kriegsministerium, L a m p i n e a n u für das Innere. Die Garantien, welche die Pf orte von Serbien verlangt, bestehen, wie die „Presse" in ihrem gestrigen Blatte mittheilt, in folgenden Punkten: 1. Ein Vertreter der Pforte wird in Belgrad seine Residenz auffchlagen; 2. gemäß früherer Fermane wird auf der Festung Belgrad neben der serbischen Flagge stets auch die türkische aufgehißt sein; 3. Serbien verpflichtet sich, außer den bestehenden vier Festungen keine neuen Befestigungen im Lande anzulegen; 4. Serbien verpflichtet sich, bi: Bildung revolutionärer armierter Bauden im Lande zu verhindern; 5. de» Uebertritt solcher revolutionärer armierter Banden auf da« Gebiet der türkischen Provinzen hintan, zuhalten; 6. die Bildung revolutionärer Eomitäl oder gehiimer Comit6« zi untersagen. Zur Tagesgeschichte. — Seneral Tschernajeff wurde vom Jtapltet der Ritter des St. ®eorg«»Ocbe»S aufgefordert, (14 gegen die Ausfälle der öffentlichen Meinung zu verwahren, die vom Moskauer WolthLtigkeits-LomitL geforderten Rech, nuttgen vorzulegen, da sonst das Lapitel gemangen wäre, die Zusammenstellung eines OrLenSgerichteS vom Zar zu erbitte«. — Abfertigung nationalerDemonstran-ten DaS FiaSko, welches einige slavische Studenten bei dem Empfange des «eneralS Jgnatieff i« Wiener Süd-bahnhofe erlitten, hinderte einige andere slavische Heißsporne nicht, sich vorgestetn eine noch ärgere Schlappe zu hole». Am 6. d. M. morgens, zu ungewöhnlich früher Stunde, erschienen nämlich bei dem «eneral einige slavische Studenten, um ihm ihre Simpatien darzubringen. Der Wenerel dankte, bemerkte aber zugleich, daß er solche Demo«, ftrationen nicht liebe und dieselben auch nicht weiter annehmen könne. — Ein Opfer deS Larneval«. vor einigen Tagen besuchte die hübsche junge Frau eine- HandlungS-commiS in Erlau einen Ball. Nachdem dieselbe an de« ersten Lanze mit großem Vergnügen theilgenommen, setzte sie fiL nieder. Plötzlich sagte fie: „O »ott, ich sterbe I* — und nach wenigen Sekunden war fie tobt. Alle Anwesenden dachten, sie wäre in Ohnmacht gefallen und trugen sie in das neben dem Tanzsalon befindliche Zimmer, wo jedoch die Hetzte den bereits eingetretenen Tod constatierte». Die unglückliche junge Frau litt seit längerer Zeit an einem Herzleiden. Lokal- und Provinzial-Angelegenheiten. — (L«ndwirthschastSgesellschaftinKrain.) Der Zentralausschuß derselben hielt am 4. d. M. eine Sitzung ab, in welcher folgende VeldauSgaben bewilligt wurden: 1. Der Ortsschule in Berch zum Erundankauf eine Subvention von 6V fl.; 2. eine Subvention für die Her-stellung einer Viehtränke in Gkrill; 8. für die Herstellung einer Viehtränke in vtabie bei Wippach den Subvention#« rest mit 100 fl. Der Zentt-lanSschuß gewährte einigen Gemeinden erweiterte Friste» zur Herstellung von Viehtränke», bewilligte die AuSfolgung von Pfropfreisern für Schulgärten und sprach fich für die Ertheilung einer Markt-Ikonzesst»» an die Ortschaft Rieg bei Äottschee aus. Mehrere Gesuche um AuSfolgung von Obstbäume» und Waldsamen wurden abweislich erledigt. — (DerHandelsball) führt dem humanen Zwecke daS namhafte ReinerträgniS von 277 fl. za. Die Einnahmen beliefen sich auf 628 fl. 50 kr., u. z. für 407 gelüste Entrtekarten 407 fl., für solche von 121 HandelS-Kranken- und UnterstützungSvereins-Mitgliedern 121 (t„ an Überzahlungen und Spenden 100 fl. 50 kr.; die A u S -gaben auf 351 fl. 50 kr. Das vallcomitt sah seine Bemüh«, igen mit bem besten Erfolge gekrönt; es setzte alle Hebel in Bewegung, um den Besuch de? Handelsballes zu einem recht zahlreichen zu gestalten. Die KasinovereinS-Direction überließ in Würbignng des humanen Zweckes bie zu Ballsesten vorzüglich geeigneten Vereinslvkalitäten, rnib biesem freundlichen Akte ist in erster Linie das für beit HanbelS-kranken- und Unterslützungssonb so günstig ausgefallene Ergebnis zn banken. — (Der Verein der Herzte in «ratn) hielt am 31. v. M. in Laibach eine Sitzung ab, an der 25 Mitglieder Teilnahmen. Schriftführer Dr. valenta theilte We Einläufe der Schriftstücke mit. jAahnarjt P a i ch e l et« griff als VrreinSkasfter daS Wort zur Antragstellung, de treffend die Winlafftereng der auShaftenden und laufende« Jahresbeiträge der Vereinsmitglieder, «ornach folgende ve schlüffe gefaßt wurden: 1. Für die rtstiereuden Screine. beitrüge werden Ratenzatzlungeu L 2 fl. bewillig!, welche nunmehr vierteljährig bi« zur Tilgung der Schuld gegen P°ftnachn»hme eingehoben werden; 2. diese» Verfahren wird auch in Hinkunft bei den halbjährig zu entrichtenden Bei» trägen eingeholten werden; 3. die Zurückweisung eine« selchm durch da» Oereineflrgtl gekeniizeichnete» Nochnahmebrie»» berechtigt zur Annahme de» An«tritte» de» betreffenden Mitglieder, jedoch mnS dieser Uberbit» statutengemäß schriftlich ^"gezeigt werde», widrigen« der Verein gegenüber dem Mit-■g'.iebe, gestützt auf die Statuten, seine Rechte geltend machen toitb; 4. wird die Berein«leitnng beauftragt, gegen solche Mitglieder, welche ihre Rückstände absolut nicht zahlen "ollen, nach Paragraf 8 der Statuten vorzugehen und die schuldigen Beträge durch den Berein«anwalt einzutreiben. Der Beschluß inbetreff der zu gründenden Lesefilialen wurde auf die nächste Sitzung vertagt. Hierauf folgten wiffenschast-licht Beiträge, u. z.: 1. Dr. Hee-bacher über den 8er-lauf einet interessante« Falles von VlottiSkramps; 2. Dr. KreS-bacher über einen Fall von NierenkrebS; 3. Dr. Fux über «inen seltenen Fall von Gangräne deS linken Unterschenkels; 4. Dr. Balenta über eine «eburtSoperation. Die Vorträge waren von entsprechenden Demonstrationen begleitet. — (Dem gestrigen Leichenbegängnisse) bttStadtfifiknS- undMagistratSrathSgattiuFrau Äoroatf* wohnten nebst den nächsten verwandten »ahezn sämmtliche in Laibach domizilierende Aerzte nnd Apotheker bei. Angehörige aller Gesellschaftskreise, namentlich die Frauenwelt zahlreich vertreten, folgten dem mit zwölf prachtvollen Kränzen gezierten «arge. — (Unsere Regiments - Musikkapelle) gab am 5. d. M. im Salon „zum goldenen Stirnen" in «illi ein »onzert, da« fich nach Bericht der „Silliet Ztg.' ein« so großen Theilnahrne erfreute, daß um 6 Uhr abends, also noch lange vor Beginn der Musik, der Saal bis in« letzte Winkelchen gefüllt war. Sehr viele Besucher mußten ihre bezahlten Eintrittsgelder zurücknehmen, «eil sie kein Plätzchen erringen konnten. Lapellmeifter L z a n S k i ent-lidigle sich mit bekanntem Sifer seiner Ausgabe und erntete auch für jede einzelne Programmnumwer reichlichen, und «vlverdienten Beifall. — (Kunstausstellung.) Im Monate Märzl.I. findet in Wien in den Sälen der Akademie der bildenden llünste eine Kunstausstellung statt, an der auch jene Äuttst-Eleven au» Ärain, die an dem genannten Institute höhere Ausbildung genossen haben, theilnehmen werden. Unser heimatlicher Maler Herr Franke hat daS aus seiner ÄRnstlerhand stammende, gelungene und wolgetroffene Por-trät der Freifrau von »pfaltrern gebornen Gräfin »»N Margheri, »elcheS im Vorjahre in der hiefigen Buchhandlung v. Kleinmayr & Bamberg zur Ansicht ausgestellt war, zur obigen Ausstellung nach Wien eingelendet. Aut btt Hand und auS dem Nachlasse deS hierverstorbenen k. k. Obrrlieutenant» nnd Landschaftsmalers Herrn Anton 8a* ringer herrührende »Skizzen aus Dalmazien,* deren Ikunstwerth bereits gelegenheitlich einer Vemälde-AuSstellung im »Oesterreichischen «unstvereine- in Wien anerkannt wurde, gelangen ebenfalls zur eingangSerwähnten Exposition. — (AuS den Nachbarländern) Der Landeshauptmann von Steiermark, Dr. Mvriz v. Laiserfeld, «öffnete am 6. d. M. die 63. Versammlung der steierischen LandwirthschastSgesellschast, tn welch« 52 Filiale« und 24 Schwestergesellschasten vertreten waren. Die Versammlung beschloß, in den HauptproductionSorien des Landes jährliche Lokal-Weinmärkte und entweder in Graz oder Marburg einen Lande«.Weinmarkteinzusühren. — In Älagenfurt werden alle Anstalten zur Entfaltung der sich in lebhaft« Weise funbgebenben Bauluft getroffen, in verlängerten «udolfsstraße wird eine Reihe von Neu-bauten auf9tfii6tt werden. - Die „Magens. Ztg.“ konstatiert, ”°B der Uebertritt der verfassungstreuen ReichSrathsabgeord-neten aus Ärain, der Herren Deschmann, Hotschewar, Dr. Schaffer und Dr. Suppan, a«S dem Fortschrittsklub in den Älub der Linken im Lande Ärain einen guten Eindruck ge-Macht hat. Die Rede de« Abgeordneten Dr. Schaffer im Abgeordnetenhaufe inbetreff der Unterkrainer Bahn wurde, *>ie das genannte Blatt berichtet, von den zahlreiche» an der in Aussicht genommenen Traße gelegenen Interessenten mit warm« Freude begrüßt, und hat sich der genannte Abgeordnete durch feine gediegene Fürsprache auch im engeren Äteife feiner Wähler einen neuen Stein im Brette verschafft. — (Zur Äatastrose in Steinbrück.) Am 3. und 4. e. M. fand, wie der Grazer „Tagespost" a«S Lilli berichtet wird, die tommiffioneöe Lokalerhebung über die von der Südbahngefellfchaft beantragte Ableitung jener Quellen statt, welche die letzten zwei Bergrutschungen »«■ ursachl haben. DieÄommission konstatierte, daß noch eine dritte, sehr hoch gelegene Quelle auf dem Pleschsattel existiert. Die Andeutung zur Auffindung derselben gaben die Geologen Hauenschild und Riedl; leider lege» fich der Ableitung dieser Quellen Bonfeite einiger Grundbesitzer Hindernisse in den Weg, die durch eine Expropriationsverhanblung beseitigt werden müssen. Sollte die Quellenabl^itung nicht gelingen, so ist ein dritter Bergsturz unvermeidlich. Ein neues, besorgniserregende» Gerücht macht die Runde, r.ämlich bof auch der Berg „Divji gebet" zwischen Römerbad und Stein' brück, an deffen Fuß die Südbahn unmittelbar vvrbeiführt, Riffe zeigt und eine «brutschung nahe bevorsteht. — (() au siet = Patent.) Des österreichische Handel» Ministerium hat Erhebungen eingeleitet, um ein reicheres Materiale zur Beantwortung der Frage zu gewinnen, ob bei der gesetzlichen Revision »eS Haufier-Patente» vom 4ttn September 1862 auf thunliche Einschränkung de» Hausier-wefen» überhaupt einzuwirken sei, oder ob das in einzelnen LandeStheileu etwa in noch höherm Maße fortbestehende Bedürfnis dieser Institution ein derartige« Vorgehen nicht räthlich erscheinen lasse. Gleichzeitig hat der Herr Handels-minister im Einvernehmen mit den Herren Ministern de« Innern und der Finanzen die Länderchess aufgefordert, dem Gegenstände weiterhin besondere Aufmerksamkeit zu-zuwenden und den unterstehenden Behörden und exekutiven Organen die genaue Durchführung der Bestimmungen des Hausier-PatenteS einzuschärsen. E» wird hiebei eine Reihe von eingegangenen Älagen und Beschwerden zu berücksichtigen sein. So wird zunächst Älege geführt, daß bei Verleihung, respektive Erneuerung der Hausierbefugniffe jene Beschränkungen und Grenzen, welche der § 3 de» Haufier-Patente» festgesetzt hot, nicht immer gewissenhaft beobachtet werden. Weiter soll e» nicht seiten Vorkommen, daß der Borschrift de» § 5 deS Patente» entgegen die Ertheilung oder Verlängerung von Haufierbewilligungen auf die Personen, welche im Bezirke ihren jsesieu Wohnsitz haben, nicht beschränkt, ja mitunter nicht einmal die Zustimmung der betreffenden kompetenten Behörde eingeholt werde; daß die von einem Familienvater erworbene, bei sonstige« Verluste nur für feine Person allein giftige Haufierbesugni» nicht von ihm allein, sondern im Vereine mit seiner ganzen Familie, oft in Gefellfchaft von »intern, die in den Gast-Häusern bis fpät in die Nacht herumziehen, auSgeübt werde; daß die Anordnung, wonach das Einschreiten um Verlängerung der Haufierbewilligung schon drei Monate vor Ablauf der bewilligten Frist zu geschehen hat, oft unbeachtet bleibe; daß Personen, welche dem Scheine nach ein andere« Gewerbe betreiben (Gtrazzrnsammlrr, Sammler von altem Eisen, Fragner, sogenannte FürkSnser ,c.) die Begünstigung, Waren bei fich zu führen, znm verkaufe derselben von Han« zu HauS, somit zum Hausierhandel benützen; daß die Hausierer ungestraft Material- nnd Vpezereiwaren, destillierte Oele, Zuckerwerk, Schokolade, Lebknchen, Arzueiwaren, Lotterie-Lose, Bücher, Äalender und andere Artikel, die vom Hausierhandel ausgeschlossen find, mit fich führe«; daß endlich die Hausierer, statt sich auf das Umhergehen von Ort zn Ort und von Han« zu HauS zu beschränken, auf welche Be-schästigung allein ihre Besugni« kantet, auf offener Straße oder in Gasthäusern die Waren an den Meistbietende» versteigern oder anSspielen nnd daß sich viele Hausierer, die ihr Geschäft in ausgedehntem Umfange betreiben, dem § 16 des Patente« entgegen, feit Jahren beim Anbieten ihr« Ware von Hau« zu Hans eines bespannten Wagen» bedienen. — (Landschaftliche« Theater.) FrauEhar. B,rch.Pfeiffers mit eminenter Feder geschriebenes Original-Schauspiel „Rosa und Röschen," welches gestern zur Aufführung gelangte, war eines frequenteren Besuches werth. Leiber wird das S ch a u f p i e l von nnferem Publikum durch eine lange Reihe von Jahren stiefmütterlich behandelt. Die Zurücksetzung ernster Bühnenwerke rechtfertigt sich durchaus nicht, denn gerade im Schauspiele dominiert edlere Sprache, im Schauspiele werden in erster Reihe edle Gesühlssaiten angeschlagen. Held deS gestrigen Abends war Herr R i e g e r. Mit großem Fleiß, mit richtigem Verständnis, mit entsprechendem Auldruck führte Herr Wieget die umfangreiche Rolle des „Felix von Warden" durch, unzählige Beifallsbezeugungen und Hervorruse belohnten die vorzügliche Darstellung. Den zweiten Preis erwarb Fräulein A r e n s d o r s mit der prächtigen Rolle des „Röschens." Recht neckisch gab die kleine Ströhl den „Friedei". AIS hervorragende Leistung verdient bezeichnet zu werden die Darstellung der „Gerttube Grimminger" durch Frau ströhl; auch Herr Wallnet (Theodor ©albau) trat in einer @jene lobenswert^ in den Vordergrund. Die ganze Vorstellung treg den Charakter eines gelungenen (Buffe«; auch alle anderen beschäftigten Bühnenkräfte wirkten bestens mit. Witternng. Laibach, 8. Februar. Wechselnde Bewölkung, die Alpen klar, schwacher SW. Temperatur: morgen« 7 Uhr + 0 2', nachmittag- 2 Uhr + 4 4« 6. (1876 + 0 4'; 1875 + 0 0' C.) Barometer im Fallen, 735 82 mm. Das gestrige TageSmittel »er Temperatur + 21', nm 2 5' über dem Normale. Angekommene Fremde am 8. Februar. H«tel Stadt Wie«. Barber, Kfm., Leipzig. — Pfartner, Waibmann, Ästte., und Mayer und Hohenau«, Reifende, Wien. — Rom. HandlSm.. Petfche nnd Resset, Gotisch«. — Tuäet, Beamter, Trisail. — Lanzing«, Beamtet, ©t. Martin. - Schlauf, StationSchefsgattin, Littet. — «lo-bofnik, Wewerksbesitzer, EiSnern. — Müller Anne, Triest. — Mally, Geschäftsmann, Nenmarktl. Hotel Elefant. Ävtotba, Smotniki. — Schüller, Holz-Händler, Triest. — Svetec, k. k. Notar, und Wekoniaü, L'ttei. — Tnlopp. Getreidehändler, Szegßerd. — v.Höf-fern, k. k. Roter, Loitsch. — Liien Jeannette und Tomfii Sofie, Jll. Feistri». — Per,, Ksm., Graz. Mohre«. Mattanovik, Agent, Lack. — Saplotnik, Privat-beamtet, Ärainbnrg. — Tonner, Postbeamter, Triest. Telegramme. Wien, 7. Februar. Die „Presse* und die .Neue freie Presse» melden, daß Ti»za vor seiner Abreise dem Kaiser die Demission de« ungarischen Gesammtminifterium« überreichte. Bukarest, 7. Februar. Da» neue Kabinett ist wie folgt gebildet: Ivan Bratiano Präsidium und Innere», Demeter Sturdza Finanzen, Campineanu Arbeiten, Dogan Justi, oder Unterricht, je nach« dem Ehitzu oder ©taktet« im Kabinette verbleibt: der Minister de» »eußern und der Krieg»minister bleiben. Honftantinopel, 6. Februar. Die Journale bestätigen dir Entdeckung eine» von Mithad Pascha organisierten Komplott« zum Sturze Hamid» und dessen Ersetzung durch Murad. Der Sultan stellte Milhad die gerichtliche Verfolgung wegen Hochver« rathe» oder dir Verbannung frei; Mithad wühlte da» letztere und ließ sich nach Brindisi führen. Ko«sta«tt»opel, 7. Februar. Ein offizielle« Eommuniquö besagt: Mithad bewegte sich in einer dem Geiste der Verfassung zuwiderlavfenden Stich, tung; er verhinderte nicht ein Komplott gegen die Prärogative de« Sultan« und wurde demnach verbannt, um die Rechte de» Sultan» und den Seist der Verfassung zu wahren. Wiener Börse v,m 7. Februar. Staatsfonds. «eo> Spei). Rente, 8170 bto. bto. »ft. i» etO. 68 *0 8efe »os 1864 .... 107-76 kos» een iseo, ganje i»-6»fe eon 1880, gtaft. 11815 Prämiensch. ». 18M . 1M'76 Orendent.-ObL eiebenbttg. Aotten. lsgle-Best .... Krättanftalt.... Cevofltenbent . . . i«ceniete.laftelt . E:o »Banl . . . eMbent .... inalbant . . . Deft. BentaeseUs. . Union. Bant.... Rcrtebtebent. . . . «Isölb-Bahn . . . Sari Lubwigbabu . 8eif. Elis.-Badn . ftaif. Fr, 3ofef«b . «taatSbahn .... Sübbahn............ 71-76 78-- 78 — 148-— Ware 6101 88-40 108- 11160 118-60 186- 71-60 78-60 781.« 14810 690-- «#6-~ 867-— 889* • 68*60! 64 -78.— 79-60 97-60 98' 111-16 111-60 134-60 186 116-- 116 — 140.60 141-77-76 78 86-— 91*— 90-te 81-- 164- tS-M Pfandbriefe. Allg. öft. Bod.-Lredit. bto. in 88 3. ... . Ration. 6. ö....... Utt|. »ob.-Scebitan#. Prioritats-OhL ran, Josef», jeft. Rotblee 6ieben88tget . . . Staatsbahn .... Sübbahn 1 « Per,, bto. Bon« Lose. •tebit * kose ..... «nbols». «ose.... Wecbs. (SSRon.) *ug«bnrg 100 Kart tftanlf. 10» Wed . . cam&urg m » ionbon 10 Pfb. etecl. Pari« 100 Krane« . . Münzen. Kais. Liünz-Dncaten 6-88 10=8tanc«6ä6 .... 9-ge De»tsche Reich»bank.!«o-76 v'lber . . . Jiis-so •elb Scm 105- 106-6» 89-16 89 60 98 70 98 80 161-60 18-60 80» 118 70 4910 881* •116 90 7t 8116 164* jO 94-10 188-- 14- 60-80 118-8$ «910 6-89 9-90 60 8« 116 75 Telegrafischer Kursbericht am 8. Februar. Papier.Rente 62-95. — Silber-Rente 68 45. - «elb-Rente 74-60. — 1860er StaatS-Anlehen 111.50. — Bank-ectien 836. — «reditactien 148-20. — London 123-46. — Silber 114-50. — *. k. Münzdukaten 5 87. — äO.-granc# St«»- 9 851/». — 100 «eichsmark 60 60. «l» «nlerstützende Mitglieder der Laidacher freiw. Feuerwehr lristrtrn den Jahresbeitrag pro 1877: Herr Bürgermeister Dr. Laschan ... mit 5 fl. Die 1661. Spinnsabrik............................ 15 , Frau Mari« Seemann.........................,, 5 „ _____________ (Wird fortgesetzt.)_________________ Lebe»»mittel.Preise in Laibach am 7. Februar. Weizen 10 fl. — tr., Äotn 6 fl. 70 k., »erste ü fl. 10 K., Hafer 4 fl. — kr., Buchweizen 6 fl. 20 K.. Hirse 6 fl. 20 tr., Äuturnt} 6 fl. — tr. pr. Hettoliter; Erdäpsel 4 fl. 30 kr. pr. 100 Kilogramm; Fisolen 8 fl. -- tr. per Hettoliter; Rindschmalz 92 tr., Schweinsett 85 tr., Speck, frischer, 66 tr., Speck, geselchter, 75 tr., Butter 82 tr. per Kilogramm; Eier 2 kr. per Stück; Milch 7 kr. per Liter; Rindfleisch 48 tr., Kalbfleisch 50 kr., Schweinfleis» 48 tr. per Kilogramm; He« 3 fl. 15 tr., Stroh 3 fl. 5 tr. per 100 Kilogramm; hartes Holz 8 fl. — kr, weiches Holz öfl. — kr. pr. vier Q.-Meter; Wein, rother 24 fl., weißer 20 fl. pr. 100 Liter. Sängertoall. Nachdem spezielle Einladungen zu dem am 10. Februar l. I. in den Schieß'atilotalitäten flaitflndendeii Sängerballe nicht ausgegeben wurden, so belieben die P. Z. Nichtmit-glieder die Eintrittskarten in den Handlungen rer Herren K. Karinger und K. Till entgegen,»nehmen (60) 2—1 Da» Comlle. Zahnayl Paichels Mu«dwafiereffr»r. das vorzüglichste Zahnreiiiigungs. und ErhaltungSmittel, ist außer im Ordinalionslotale an der Hradetztydrücke im Mally'fchen Hause noch bei Herrn Apo» iheter Mayr, Herrn Apotheker Svoboda am Prescher»-platz und Herrn Karinger zu haben. Preis pr. Flacon 1 fl. (39) 6 Verstorbene. * Den ti g e b r h a r. Mat-tbäuS 4abpJ, Jnwobner, Zivil-Ipital, Rippenfellentzündung. Den 7. Februar. Äa» lhar. -rivitz. «Ieiderm«beiS-gattin, 49 I.. Kastellberggasse Nr. 2, Entartung der Unter» leibsorgane, — Maria @ärt» ner,Jnwob»erin, 69 ?.,Fran-ziSkanergasse Nt. 6, Alters« schwäche. Theater. Danksagung. Für die innige allseitig« Theilnahme während der Krankheit und nach dem Tode meiner zu früh verschiedenen unvergeßlichen Gattin, der Frau Fralyiska Lomtsch, sowie für die zahlreiche, höchst ehrende Begleitung zur letzten Ruhestätte und die vielen schönen Kranz, spenden stattet allen, insbesondere aber noch dem 1661. Stadtmagistrate, den P. t. Herren Aerzien und Herren Apothekern seinen tief gesühltesten Dank ab Dr. Wilhelm Kovatsch mit seinen »indem. Lai6ach am 8. Fe6ruar 1877. u von der Firma Manuel & Comp., Reims (Champagne), ist in der Automat-, Material- & $etifcaUff«nfiandtung von Pohl & Supan, Laibach, Wienerstraße Nr. 6, 6illigst erhältlich. (56) 3-2 Rheumatismus-Aether mr Behebung van Schmerzen aller Art, ob acut «der chronisch Dieser Aether ist das beste, reellste und sicherste dis nun bekannte Mittel gegen Rheumatismus (Gliederreißen, Hexenschuß) SiLt, jede Art Lähmung in den Händen und Füßen, Seitenstechen k. Sehr häufig behebt er genannte Leiden - —««---------— Preis eines ton,, na* einmaligem Gebrauch vollkommen. - Preis eines oroßen Stiacon sammt Anweisung 1 fl., eines «einen Flacon fammt Anweisung 40 kr. Die geringste Postsendung find entweder 1 großes oder 2 kleine Flacons. Bei Postsendungen entfallen für Emballage und Stempel noch 20 fr. Depot für Krain; Laibach Victor v. Trnkoczy, «potheter „zum gold. Einhorn," Rathhausplatz Nr. 4. Rudolfswerth: Dom. Rlzzoll, Apotheker. (38) 10-6 Heute: Zum krste»Ml:!e: F o-t i n i tz a. Komische Oper in 3 Atten, mit Benützung eines dem Faublas entlehnten älteren französischen ©loff.-« von F. Zell und Richard ®rn6f. Musik von Franz von Supp«. Gedenktafel über die am lO.Aebruar 1877 stattfindende» vt.i tattonen. 3. Feilb., Senosfi'f*« Real., Oberlaibach, 58®. Oberlaibach. — 3. Feilb., Jerisa'sche Real., M»sche, BG. Kraiiibnrg. — 3. Feilb., Koprivc'sche Real., Piauzbüchl, BG. Laibach. -3. Feilb., Jeran'sche Real., Pvdgvriz, BG. Laibach. — 3. Feilb., Borinc'schc Real., Oberkaschel, BG. Laibach. — 3. Feilb, Modic'sche Real., Brunndoif, BG. L-iback. Z.Feilb., Starmann'scheReal., Grdb. Ruzing, BG. Laibach. — 3. Feilb. »astelic'sche Real., Obertaschel, BG. Laibach. — 3. Feilb., Tancil'sche Real., Oberigg, BG. Laibach. 3. Feilb., CeSart'sche Real., Reisniz, BG. Reisniz. -3. Fei'b., Stol'sche Real., Oberlesetsche, BW. Senosetsch. — 3. Feilb., Kovaiik'sche Real., Famle, BG. Senosetsch. 3. Feilb., Berne'sche Real., Loje, BG. Senosetsch. — 3. Feilb, Schodar'sche Real., Ratitniz, BG. Reisniz. — 3. Feilb., Perjatel'sche Real., Hudikonez. BG. Reisniz. — ! 2. Feilb, Rosmann'sche Real., ' Feistriz, BG. Feistrjz. — 2. Feilb., Smrekar'sche Real., Saljiverch, BG. Mötsling 2.Feilb., Slobodnik'sche Real., Bojansdors, BG. Möttling. — 2. Feilb., Poziep'sche Real., Pleschiwez, BG. Laibach. — 2. Feilb., Walloch'sche Real., Obertuchein, BG. Stein. — 1. Feilb., Ämrou'jche Real., Lome. BG. Jdria. - 1. Feilb.,! Kokal'sche Real, Draga, BG. Lack. — 3. Feilh, Znide» sii'sche Real., Oberseld, BG. Landstraß. Froschgasse Nr. 120 alt, 7 neu, sind 2 Mahnungen »u Georai 1877 zn vermiethen; 1. Stock 2 Zimmer, Spar-herdküche. Speisekammer. Holzlege; ebener Erde 1 Zimmer, Sp-rherdtüche, Holzlege._(55) 3-2 Druck von Jg. v. Lleinmayr & Aed. Bamberg. Ein Mit nur 60 kr. als Preis eines Original LoseS sind zn gewinnen lOOO Dukaten effektiv in Gold. Diese, vom Magistrate der Stadt Wie» zum Besten des «rmensontes veranstaltete Lotterie enthält Trefser von 1000, 200, X Wattn 100,100,1 Gulden •200, 100,100 ) in ®oit, 100,100 j Silber 8 wiener Communal-Lose, deren tt 200,000 fl. • und viele andere Kunst, und Werthgegenstände in Gold und Silber, zusammen 3000 Treffer ” Dir Ziehung erfolgt unter Controle des Magistrate-bruar 1877. Be, aukioärligeu Aufträgen wird ftantierte Einsendung des Betrage- und Beischluß von 30 tr.'fiii Francvzuserbung der Lose und seinerzeit der Ziehungsliste ersucht. t Wechselstube der Amon-Lank, m™, Graben is, bisher: Wechselstube der (. f. pri». wiener HandelSbauk, vorm. I. L. Sothen. Diese Lose sind auch loco durch die bisherigen Mannten BertausSstellen^z» 60,000 fl. am 13. ge« beziehen. (662) (648) 12 8 WiHielras Schneebergs Kräuter-Mop aus heilsamen Alpenträutern WM- für Lunge und Brust, In ach är,llicher Borschrist erzeugt, ist das heilsamste Mittel bei Erkrankung der Athmungs-lorgane, wie Kehlkopf- und Brouchiallatarrhen, mögen sie acut oder chronisch sein, ferner I ■bei Keuchhusten, Heiserkeit und HatSleiden. 1 Große Secretionen der Schleimhäute, de« Kehlkopfe« und der Lungen werden | |m überraschend schneller Weise geheilt, so daß bei Anwendung des Wilhelms Schneebergs Kräuterallop Inte Lnngenemphylem eintreten kan». Der Wilhelms Schneebergs Kräuterallop regt die Schleimhäute deS Magens ■an, so daß '■in gesteigerter Appetit und gute Ausnahme der genossenen Speisen diel lallgemeine Ernährung wesentlich besser«, wodurch alle nervbsen Leiden, meist erzeugt I Idurch schlechte Blittm,schling, beseitigt werden. I 1 Wilhelms Schneebergs Kräuterallop hat aus dem Weltmaitt seit dem Jahrei 11855 alle Proben bestanden, eine Menge von ärztlichen Zeugnissen bestätigen feine I Ivorzügliche, sichere und radikale Wirtung, sein großer Absatz ist ein deutlicher mtb| schlagender Beweis für die Heilsam teil und Beliebtheit desselben. dem Jahre 1865 von mir I erhalten wünschen, belieben I |KT Diejenigen p. t. Käuser, welche den seit Jerjeugteu oorzllglichtn SchneebergS Lräuterallop echt zu IfletS ausdrücklich Wilhelms Schneebergs Kräuter-Allop Izu verlangen. |9t«r dann mein Fabrikat, wenn jede Flasche mit diesem Siegel versehen. Fälscher dieser Schutzmarke verfallen de« gesetz-j lichen Strafe«. -Mnina ist wegen Abreise billig zu I cetfaufen. Näheres in der | Expedition diese« Blattes. Anweisung wird jeder Masche keigegeöen. Eine versiegelte Drigiualflafche tostet 1 fl. 25 kr. und ist stets in frischem ^Zustande zu haben beim alleinigen Erzeuger Fr. wieli, Apotheker in üemtirclen, «Mmü. Die Verpackung wird mit 20 kr. berechnet. Der echte Wilhelm« Schneedergs Kräuterallop ist nur zu bekommen bei meinen ^Herren Abnehmern, in liaibacla: I*eter iassnik, lAdelsberg: J. ▲. Kupferschmidt, Apotheker; Agram: Big. Mlttlbach, lilpotheter: Ei Ui: Banmbach’jcttc Apotheke und F. Rauscher; Braz: Wend. STrnkoczy, Apotheker; Gbrz: A. Franzoni, Apotheker; «raiUhurg- Karl iSchaunlk, «potheter; Marburg IRlzzoll, Apotheker; Tarvis: i Inetti, Apotheker; Billach: Ferd. . Alftiff Quandeet; Rudolfswerth: Dom. ,iol8 v. Prean, Apotheker; Triest: C. 56a-1 Scholz, Apotheker. Berleger- Ottomar Bamberg. Kür die Redaktion verantwortlich: stran, Müller