Laibachkr TliMatt. Redaction und Expedition: Bahnhofgafle Nr. 15. Nr. 223. pränumerationspreilr zür Laibach: Ba»,j. fl. 8'40; zustelluna in« Haus vrtij. rs Ir. otit der Post: San,jiihr. fl. ir. I»Iertil>nSPreise: Ein- Samstag, 28. September 1878.—S7g! ALL««-. 11. Zahrg. Zur Umkehr der Czechen. Der Eintritt der Czechen in den Prager Landtagssaal, die Umkehr der Czechen auf der Bahn der bisherigen unfruchtbaren und schädlichen Abstinenz- und Passivitätspolitik zu den legalen Prinzipien des parlamentarischen Lebens wird von den Blättern des In- und Auslandes sympathisch begrüßt, der Protest der Czechensührer ist werth-und gegenstandslos geworden, denn in dem Augenblick, als sie die Landtagsstube betraten, haben sie die Satzungen der Verfassung auch für Böhmen rechtsgiltig anerkannt, und die nächsten Tage werden den Nachweis liefern, ob es den Czechen Ernst ist, in der Landtags- und Reichsrathsstube zur Wohlfahrt des Landes Böhmen und des Ge-sammtreiches „mitzuthaten" und „mitzurathen." Der „Tagesbote aus Böhmen" sieht eben auch in der Umkehr der Czechen eine Stärkung der Verfassung, indem er sagt: „Wer die parlamentarische Action der Czechen mit der fernen Aussicht auf den Hereinbruch der Reaction oder einer föderalistischen Gestaltung, oder endlich mit dem Beginn einer durch den Zug nach Bosnien inaugurierten slavischen Politik begründen wollte, der befindet sich in einer groben Täuschung entweder seiner selbst oder anderer. Denn dieser Eintritt bedeutet an und für sich nur eine Stärkung der Verfassung und der Regierung. Seitdem die Czechen vor zehn Jahren wegen des Ausgleichs mit Ungarn ihre Declaration erließen, ist dieser Ausgleich trotz mancherlei Interessen- und Meinungsverschiedenheit zwischen beiden Theilen des Reiches immer fester geworden und ist nunmehr in keiner Weise rückgängig zu machen, wenn nicht der Bestand Oesterreichs in Frage gestellt werden soll. Die czechischen Verwahrungen werden immer unwirksamer und unbedeutender, je älter die Action ist, auf welche sie sich beziehen." ______ Das Programm des Vaticans. Papst Leo XIII. hat gesprochen! Der Träger der dreifachen Krone des heiligen Petrus richtete an den Staatssekretär der römischen Curie, an Kardinal Nina, ein umfangreiches Schreiben, in welchem die Haltung des heiligen Stuhles signalisiert wird. Dieses Schriftstück enthält folgendes Programm: Papst Leo habe alsbald nach seiner Erhebung auf den päpstlichen Stuhl eine Encyklika an alle Bischöfe gerichtet, in welcher er die gegenwärtig in der Gesellschaft herrschende Verwirrung beklagte und die Wohlthaten der Kirche hervorhob, die auch heute noch alle Kraft besitze, um den moralischen Uebeln der Gesellschaft entgegenzuwirken. Von diesen Gefühlen geleitet, habe er sich an die Oberhäupter der Nationen und selbst an diejenigen derselben gewendet, die nicht durch die Bande der katholischen Religion mit ihm verknüpft find, um sie einzuladen, ihre mächtige Unterstützung der Kirche nicht zu versagen. Er habe sich daher auch an den mächtigen Kaiser der erhabenen deutschen Nation gewendet, die wegen der den Katholiken geschaffenen schwierigen Lage ganz besonders die Fü-sorge des heiligen Stuhles erheischte. Dieser einzig in dem Wunsche unternommene Schritt, Deutschland wieder den religiösen Frieden zu geben, fand eine günstige Aufnahme seitens des Kaisers und hatte' das erfreuliche Ergebnis, daß freundschaftliche Unterhandlungen eingeleitet wurden, bei welchen es nicht unsere Absicht war, einen Waffenstillstand, sondern einen wahren, soliden und dauerhaften Frieden zu erhalten. Die Wichtigkeit dieses Zieles, von der hohen Weisheit derjenigen, welche die Geschicke des Reiches in ihren Händen halten, richtig erwogen, wird sie, wie wir vertrauen, dahin führen, uns die Freundeshand zu reichen, um dasselbe zu ,eigen bi» 5 Zeilen so kr. erlangen. Die Kirche würde ohne Zweifel glücklich sein, den Frieden in Deutschland wieder hergestellt zu sehen; aber auch das Reich würde glücklich sein, das, nachdem die Gemüther beruhigt wären, in den Söhnen der katholischen Kirche wie ehedem seine treuesten und hochherzigsten Unterthanen finden würde. Unsere Aufmerksamkeit ist auch auf den Orient gerichtet, wo sich Ereignisse vorbereiten, die für die Kirche vielleicht von höherm Interesse sein können. Der heilige Stuhl wird alle Anstrengungen machen, um die Interessen der Kirche zu fördern. Es ist demnach unser Zweck, die wohlthätige Action der Kirche und des Papstthums auf die gesammte gegenwärtige Gesellschaft zu erstrecken. Ueberdies werde Kardinal Nina seine ernste Aufmerksamkeit der schwierigen Lage zuwenden müssen, welche dem Papste in Italien und in Rom infolge der Beraubung seiner weltlichen Macht geschaffen wurde. Der Papst will sich nicht dabei aufhalten, von den Rechten des päpstlichen Stuhles, noch von der Beunruhigung der Katholiken zu sprechen, die ihren Vater ohne wahre Freiheit, ohne wirkliche Unabhängigkeit sehen; aber er könne nicht umhin, zu bemerken, daß, während die geistliche Macht der weitesten Freiheit bedarf, dieselbe unter den gegenwärtigen Verhältnissen im Gegentheil in einer Weise gehindert ist, daß die Regierung der allgemeinen Kirche sehr schwierig wird. Der Papst erinnert diesbezüglich an die Klagen seines Vorgängers wegen Aushebung der religiösen Korporationen, wegen Rekrutierung der Kleriker zur Armee, der Errichtung häretischer Kirchen und Schulen in Rom und wegen des glaubenslosen Unterrichtes. Der Papst beschwert sich sodann über das Exequatur der Regierung für die bischöflichen Ernennungen, über ihre Weigerung, einige Bischöfe anzuerkennen, wie über Feuilleton. Johann Gutenberg. Göthe sagt sehr richtig: „Jedes Zeitalter schwebt in einer Atmosphäre gemeinsamer Gesinnungen und Gedanken, und es ist ebenso natürlich, daß dieselben Entdeckungen gleichzeitig von verschiedenen Personen ungefähr um dieselbe Zeit selbständig gemacht werden, als daß in verschiedenen Gärten Früchte einerlei Art zu gleicher Zeit vom Baume fallen." In der That, innerhalb eines bestimmten Kulturlebens erwachen Bedürfnisse und daran anknüpfende und in einzelneu Personen fortarbeitende Ideen, um die Befriedigung jener Bedürfnisse, allgemeiner Kulturforderungen, zu bewirken. So hat die Geschichte der Erfindungen und Entdeckungen fast immer mit Nebenbuhlern zu thun, die sich in den Ruhm einer ausgeführten oder der praktischen Ausführung nahe gebrachten neuen Idee theilen. Als Columbus durchaus ein Land jenseits des Ozeans entdecken wollte, lebte dieselbe Hoffnung auch in anderen Seefahrern. Die Entdeckung der Dampfkrast und der damit verbundenen Maschinen geschah fast gleichzeitig von Männern verschiedenster Lebensstellung in verschiedenen Ländern; die elektrische Telegrafie um gleiche Zeit angeregt und ins Werk gesetzt zu haben, ist das Verdienst sowol Deutscher wie Franzosen, Engländer und Amerikaner; auch zu der neuesten Erfindung des Telephon kamen ein Deutscher und ein Engländer unabhängig von einander innerhalb einer kurzen Frist. Die Erfindung der Buchdruckerkunst entsprang ebenfalls fast gleichzeitig mehreren Köpfen; es ist gar kein Grnnd, anzuikehmen, daß Laurenz Jans-zoon Koster in Harlem, Henne Gensfleisch zum Gutenberg in Straßburg und Albrecht Pfister in Bamberg nicht selbständig zur Ausführung einer solchen Idee gelangten, nach welcher das allgemeine Kulturbedürfnis hindrängte. Denn das l5. Jahrhundert ist überhaupt die Wiege einer neuen Kultur, eine alte Welt fällt hier stückweis wie in Lumpen ab, und die Menschheit innerhalb des Christenthums kleidet sich in eine neue. Deutschland zumal, das Mittelland dieser Kultur, thut sich wie ein Krater derselben auf und wirft die neuen Ideen fertig mit revolutionärer Macht heraus. Es gibt der Welt das Schießpulver, die Buchdruckerkunst und bald darnach die Refor- mation. Wie eine jede Kulturwelt erst zu dem Bedürfnis gelangt sein muß, dessen Befriedigung eine Erfindung verheißt und gewährt, ersieht man daraus, daß die Chinesen viele Jahrhunderte lang schon sowol den Buchdruck wie auch das Schießpulver kannten und benutzten, ehe beides in Europa neu erfunden wurde und hier gewaltige Umgestaltungen physischer und geistiger Art hervorrief. Mancher geweckte Geist war doch schon zuvor mit Chinesen zusammengekommen, ohne jenen Erfindungen Werth für die europäische Welt beigelegt oder gar zu verschaffen versucht zu haben. Das Bedürfnis nach dem Buchdruck entstand infolge der geistigen Erweckung, welche das Volk der Christenheit zunächst durch den wachsenden Wohlstand des Bürgerthums, die reiche Lebenskraft der Städte, die Freiheit des Handwerks und das hier hervortretende Selbstbewußtsein erhielt. Das rohe Faustrecht-Ritterthum war in seiner Allmächtigkeit niedergeworfen, die feudale Abhängigkeit der Städte davon größtenteils gebrochen. Die Künste fanden auf dem Boden des Handwerks und in den stolz gehaltenen Häusern der Patrizier ihre Pflege. Das Bürgerthum, derartig zur Selbständigkeit durchgerungen, begehrte nach Nahrung auch für den Geist. Infolge dessen jene die langen Formalitäten, die zu ihrer Anerkennung nothwendig sind. Der Papst spricht schließlich das königliche Patronatsrecht denjenigen ab, welche gegen die Kirche sind, und schließt, indem er erklärt, daß er unter diesen beklagenswerthen Umständen die Pflichten seines apostolischen Amtes nicht verkenne. Der Thron Peter des Großen. In den letzten Tagen tauchten Gerüchte auf, dahin lautend, daß der Zar dem Throne entsagen wolle. Nach Bericht der „Köln. Ztg." ist der Zar körperlich angegriffen, Gemüth und Willenskraft sind gealtert, die Thatkraft ist abgespannt. Er ist wirklich müde. Ginge es nur nach seiner Persönlichen Neigung, so glaube ich, würde er lieber heute als morgen den Staat anderen Händen auch äußerlich überlassen, wie er es tatsächlich ja schon seit lange gethan hat, indem er mehr und mehr seinen Ministern alleinigen Spielraum gab. Aber er besitzt noch einige — soll ich es Stärken oder Schwächen nennen? — die ihn gelegentlich vor dem letzten Schritt einer Entäußerung der gewohnten souveränen Gewalt und einer Ablegung der äußern Würde zurückhalten, die ihn auch gelegentlich als eine Pflicht ansehen lassen, was er als Last empfindet. Und es gibt wie immer viele, die ein Interesse daran haben, diese Stärken oder Schwächen in ihrem Interesse zu beeinflussen. Es ist im Hause Romanoff-Hol-stein-Gottorp noch kein Herrscher freiwillig vom Throne getreten. Ob wir denn das erste Beispiel in unseren Tagen erleben sollen? Aber wer vermöchte zu sagen, ob ein Thronwechsel jetzt für Rußland ein Glück, ob ein Unglück wäre? Große Gruppen hoffen darauf, daß er sich vollziehe, große andere Gruppen fürchten ihn. Mit jeder Woche, die uns die Heimkehr des Monarchen aus der Krim näher bringt, ballen sich Wünsche und Hoffnuugen der Gruppen fester, realistischer zusammen und steigern die Spannung. Wann der Zar zurückkehrt, das weiß bis heute noch niemand." Zur Kritik des Berliner Kongresses. Die „Repnbl. Frany." bemerkt, daß der Friede nicht in Gefahr sei, jedoch ist es schwer, zu verkennen, daß die europäische Lage eine recht unbeständige bleibt und daß der Kongreß weit entfernt ist, sie so gründlich befestigt zu haben, wie man anfangs vorgegeben hat. Herr v. Bismarck hat, indem er seine Note an die Mächte erließ, als Präsident des Kongresses und nicht als Minister des Aeußeru des deutschen Reiches handeln wollen. Diese seine Vorsicht mögen wir nachahmen. Trachten wir, uns auf keinerlei Geschäft einzulassen und die umsichtige Haltung zu bewahren, die wir bisher beobachtet haben. Die Zeit der Gefahren ist nicht vorüber, die der Anerbietungen und Versuchungen vielleicht noch weniger. Seien wir daher auf der Hut, was uns übrigens nicht hindern soll, Beweise unseres guten Willens für alle diejenigen zu geben, welche den Frieden aufrichtig beschützen und behaupten wollen. Das Socialistengesetz für Deutschland. Nach Ansicht der „Nordd. Allg. Ztg." hat der bisherige Verlaus der Kommissionsverhandlungen über das Socialistengesetz nicht den Erwartungen entsprochen, welche die Generaldiscnssion im Plenum und die Kommissionswahlen hervorrufen mußten. Es schien, als ob die national-liberale Fraction in ihrer Mehrheit gewillt sei, die Reichs-regieruug aufrichtig in der Bekämpfung des socialdemokratischen Unwesens zu unterstützen und angesichts der vorliegenden ernsten und verantwortlichen Aufgabe die Geltendmachung doktrinärer Weisheit möglichst zu beschränken. An die That-sache, daß von den National-Liberalen niemand namens der Fraction gesprochen, daß namentlich Herr Lasker sich vorsichtig zurückgehalten, k,lüpfte man auf confervativer Seite die Hoffnung, es werde sich die Fraction von einer Führung eman-cipieren, durch welche die guten Beziehungen zur Regierung seit langem gefährdet erschienen. Diese Hoffnung scheint nicht in Erfüllung gehen zu solle». Die Haltung, welche Herr Lasker in der Kommission eingenommen, beweist, daß er sich nach wie vor als den eigentlichen Führer seiner Partei betrachtet, und die Unterstützung, welche seine Anträge bei den übrigen national-liberalen Kommissionsmitgliedern finden, läßt nicht erkennen, daß die Anschauungsweise des Herrn Lasker eine unberechtigte sei. Dian kann unter diesen Umständen den weiteren Verhandlungen der Kommission nicht ohne Besorgnis entgegensetzen. Schon jetzt sind einige Beschlüsse gefaßt, welche die verbündeten Regierungen voraussichtlich als unannehmbar bezeichnen werden. Das Zustandekommen des Gesetzes erscheint gefährdet, zum mindesten erschwert, falls nicht im Fortgang der Verhandlungen und namentlich bei der dritten Lesung diejenigen Mitglieder die Oberhand gewinnen, welche eine Verständigung mit der Regierung auf der Grundlage des praktischen Bedürfnisses wirklich erstreben. Sollte eine solche Verständigung infolge der Kommissions beschlösse auch ini Plenum nicht gelingen, und sollte deshalb die Nation zum zweiten mal im Laus eines halben Jahres an die Wahlurne gerufen werden, so würde sie sich für die Aufregungen eines abermaligen Wahlkampfes in erster Linie bei Herrn Lasker zu bedanken haben. Das Ideal einer Republik. Louis Blanc entwarf gelegenheitlich eines am 22. d. M. aus Anlaß der Gedenkfeier des Stiftungstages der ersten Republik in Paris statt-gefuudenen Banketts nachfolgendes Bild einer wahren Republik: „Damit die Republik wahrhaft gegründet sei, müßte kein Beamter und am wenigsten der höchste von ihnen durch seine Unabsetzbarkeit über die Volkssouveräuetät gestellt sein; der Wille der Nation in der vollstreckenden Gewalt stets nur ein Werkzeug, nie aber ein Hindernis finden; der Staat nicht von zwei auf einander eifersüchtigen Gewalten gezerrt werden und so nach dem Ans-sprnch Franklins einem Fuhrwerk gleichen, welches an jedem Ende von gleicher Pferdekraft in entgegengesetzter Richtung gezogen wird; das parlamentarische Mandat kurz genug sein, damit die Diener des Volkes nicht seine Herren werden; das Wahlprinzip in der Zusammensetzung der Jury vorherrschen; die Presse ganz frei sein wie in England; das Recht, die Vereins- und Versammlungsfreiheit anzutasten, niemandem, nicht einmal der gesetzgebenden Gewalt zustehen, wie dies in Amerika Rechtens ist; die Autonomie der Gemeinde sich auf alles erstrecken, was einen wesentlich commuualen Charakter hat; die Diener eines Bekenntnisses nur von denjenigen belohnt sein, welche ihren Dienst in Anspruch nehmen; die Kirche aufhören, ein Staat im Staate zu fein; der Unterricht allen gespendet werden und in den Staatsschulen aus Achtung vor der Gewissensfreiheit ein confessionsloser sein; die militärische Dienstpflicht eine gleiche für alle, und mithin jedermann auferlegt sein, so daß sich ihr keiner dadurch entziehen kann, daß er Priester wird; der Soldat, dessen einzige Aufgabe es ist, das Vaterland, wenn es angegriffen wird, zu vertheidigeu, niemals vor die barbarische Alternative gestellt werden, sich mit Gefahr seines Lebens gegen die Disciplin zu vergehen oder die Waffen gegen seine Mitbürger zu kehren; endlich, als eine nothwendige Consequenz der Einführung eines republikanischen Regimes, Fortsetzung in der Beilage. zahllosen Fabrikate des Holzschnitts und der Briefmalerei, welche in jedes bürgerliche Haus kamen, wo man Lesen und Schreiben schon als nothwendige Eigenschaften des Kulturlebens erkannte. Schul- und Andachtsbücher, Arzneiwerke und Kalender, viel mit Heiligenbildern verziert, die Sprachlehre des Donat vor allem, wurden von den Briefmalern in schöner gothischer Schrift mit buntgemalten Zierbuchstaben gefertigt und dann in vielen Exemplaren abgeschrieben, um colportiert und auf den Jahrmärkten verkauft zu werden. Je mehr Verlangen darnach, desto eifriger das Streben der Verfertiger, die Herstellung solcher Schriften mit Illustrationen zu vereinfachen und zu beschleunigen. Man kam so auf dünne Bietallplatten, die man in Form von Schablonen für Bilder und Spielkarten benützte; dann anf Holztafeln die mittels des Stichels den Text einer ganzen Seite eingeschnitten erhielten und die durch eine Bestreichung mit Farbe und einen Abklatsch auf Pergament auf einmal in Abdruck wiederzugeben nun sehr nahe lag. Koster, der Holländer, versuchte sich damit etwa um 1420; Gutenberg, der Mainzer, um 1436; Pfister, der Bamberger, nachdem er schon Vorbilder gesehen, in den 1450er Jahren. Von einer sistematischen Vervollkommnung dieser Kunst, Schriftstücke zu drucken und endlich wirkliche gedruckte Bücher herzustellen, kann aber nur bei Gutenberg die Rede sein, und deshalb ist er mit Fug und Recht der erste Buchdrucker in der Christenheit zu nennen. In Mainz wurde er, Sohn einer angesehenen, doch in ihrem Vermögen wol zurückgekommenen Patrizierfamilie daselbst, geboren. Innere Unruhen in dieser Stadt veranlaßten ihn, als junger Mann von einigen zwanzig Jahren in die weite Welt zu gehen. Sein lebhafter Geist machte ihn zu abenteuerlichen Unternehmungen geneigt, aber diese waren nur geistiger Art, wenn man so sagen kann. Er grübelte nach Erfindungen, vielleicht auch nach Entdeckung des Steins der Weisen, der Gold-erzengung, wie ja solche alchemistische Versn-'chnngen in jenem Zeitalter sehr gewöhnlich waren. Jedenfalls stand Gntenberg, wie die Geschichte Henne oder Johann Gensfleisch nach seinem Fa-milienhaus in Mainz einzig genannt hat, bald im Geruch eines Schwarzkünstlers, der allerhand Geheimnisse wisse. Nur besaß er keine Geldmittel, um auf eigene Hand seine Künste ertragsfähig zu machen. Er verdingte sich daher bei vermöglichen Leuten, die mit seinen Schwarzkünsten zu spekulieren gedachten. Im Jahre 1436 stand er solcher Art in einer kontraktlichen Verbindung mit einigen Straßburger Bürgern, darunter Andreas Dritzehn, die er die Kunst lehrte, Steine zu schleifen, und denen er sich überdem verpflichtet hatte, sie noch „in mancherlei gewinnbringenden Künsten" zu unterweisen. In nicht blos mancherlei, sondern in allen, die er wisse, verlangten sie darnach weiter, und dafür zahlten sie ihm 250 Gulden, oder wollten sie vielmehr zahlen. Denn bald darnach starb Dritzehn, und es kam zu einem Prozeß Gutenbergs mit den anderen Gesellschaftern, den er gewann und der ihn seines Vertrages entband. Aus den Zeugenaussagen in diesem Prozeß geht nun unwiderleglich hervor, daß Gutenberg sich 1436 bereits eine Presse hatte machen lassen, und Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß er in mehrjähriger Geschäftsverbindung mit einem Straßburger Goldschmied nur deswegen gestanden, um von diesem Buchstaben gegossen zu erhalten. Immerhin kann es möglich sein, daß Gutenberg auf fkiuen früheren Reisen auch in Hartem gewesen war und dort die Koster'schen Drucke kennen lernte, welche nicht mehr aus hölzernen Tafeln hervorgingen, sondern aus einzelnen zu Beilage zum „Laibacher Tagblatt" Nr. 223 vom 28. September 1878. unablässig und mit Leidenschaft den geeignetsten Mitteln nachgeforscht werden, die Steuern gerecht zu vertheilen, dem Armen in seinem Kampfe gegen den Despotismus der Arbeit beizustehen, die Freiheit der Arbeit durchzuführen, ihr wahre Freiheit durch Association der Arbeit mit dem Kapital und durch das abgestufte Zusammenwirken aller Kräfte au Stelle ihres bisherigen Widerstreites. O ich weiß wol, daß dies alles nicht das Werk eines Tages sein kann, so ist doch die Unmöglichkeit, sein Ziel in einem Sprung zu erreichen, noch kein Grund, ihm unermüdlich nicht näher zu rücken." Tagesneuigkeiten. — Aus den Landtagsstuben. Im böhmischen und mährischen Landtag wnrdc seitens der czechischen Abgeordneten der Antrag ans Erlaß einer Adresse an den Kaiser eingcbracht. In der Adresse wird uni Beseitigung der Wahlenrie des Großgrundbesitzes petitioniert; außerdem bitten die mährischen Czecheu, daß neue Männer in den Rath der Krone berufen werden mögen. Auch im Salzburger Landtage wurden seitens der Klerikalen Anträge auf Abänderung der Landtagswahlordnung eingebracht. Natürlich darf auch der Antrag anf Aenderung der Volksschulgesetze uicht fehlen. Das versteht sich bei den Frommen von selbst. Der „staatsrechtliche Klub" der czechischen Abgeordneten faßte den Beschluß, den Reichsrath nicht zu beschicken. Doch ist man allseits der Meinung, daß die Czechen nur uoch gegenüber dem gegenwärtigen Reichsrathe ihre Passivitätspolitik aufrecht erhalten, dagegen in den nächsten, aus allgemeinen Wahlen hervorgegangenen Reichsrath eintreten werden. — Ohue Jesuiten geht's uicht. Aus Agram wird der „Deutschen Zeitung" geschrieben: Man hat hier zuverlässige Nachrichten aus Dal-mazien, daß an verschiedenen Orten des Landes über hundert Jesuiten, welche unter dem Namen „Santa Missione" von der römischen Propaganda nach Bosnien uud der Herzegowina dirigiert wurden, dort die vollständige Paeification abwarteu, um sich als Missionäre zu installieren. In hiesigen nationale» maßgebenden Kreisen soll die Absicht vorhanden sein, beim Kommandierenden Baron Philippovich Schritte zu thuu, damit den italienischen Jesuiten der Eintritt ins Land verboten werde, indem der Bedarf an katholischen Priestern durch die eiugebornen Franziskanermönche vollständig gedeckt sei und für einen sich ergebenden Mehrbedarf durch Priester aus Kroazieu und Dalmazieu vorgesorgt werden könnte." — Ergiebige Jagden in Bosnien. Wie aus einem an ein Wiener Journal gerichteten Schreiben eines Offiziers zu entnehmen, ist der Aufenthalt in Bosnien für Jäger sehr angenehm In diesem Schreiben heißt es: „In jedem Lager, das wir frisch bezogen, scheuchten wir Wachteln und Rebhühner in Massen auf; am 17. August iu Blazuj sogar zwri Waldschnepfen, die hier zu brüte» scheinen. Ein deutschredeuder reicher Grieche, den ich hier kennen lernte, erzählte mir, daß er im verflossenen Herbst mit einem englischen Colonel 60 Stück Waldschnepfen an einem Tage geschossen habe. Längs der Bosna gibt es ungeheure Scharen von Wildenten, uup erst neulich, als ich die Villa eines hiesigen Pascha an der Bosna nach Waffen durchsuchen ließ, jagte mein treuer Begleiter „Sedan" eineu ganzen Schwarm Moosschnepfen auf. Hafeu gibt cs in Menge. 1'/^ Stunde von hier sicht man einen dicht bewaldeten Bergrücken, auf dem es von Rehwild wimmelt. In den großen Eichenwaldungen, nicht ganz zwei Meilen von hier, soll es unzählige Wildschweine geben. Das Großartigste aber sieht nmn hier an wilden Tanben, die in ungeheuren Schwärmen oft ganze Flächen bedecken. Eine schöne Adlerart ist mir wiederholt aufgefallen. Nach jedem Gefecht umkreisten 20 bis 30 dieser Thiere den Kampfplatz, »nd oft schon wäre ich in der Lage gewesen, einen Kapitalschnß anbringen zu können. Leider war cs mir aber noch nicht vergönnt, ein Gewehr in die Hand zu uehmeu..." — Feldmarschall Graf Moltke ist infolge einer Erkältung, die er sich bei den Manövern zugezogen, erkrankt. — Eisenbahnunglück. Der„Schwäb.Merk." erfährt, daß am 24. d. M. morgens um 4 Uhr dem Schnellzuge Paris-Wien ein sehr ernsthaftes Unglück in der Nähe der Moselbrücke bei Foutry begegnet ist, wobei es Todte und Verwundete gab. Von den im Zuge befindlichen, von Paris heimkehrenden Württembergern wurde niemand schwer beschädigt. — Aus dem Vatieau. Um die Zahl der uichtsthuenden Priester in Rom zu vermindern, hat Leo XIII. den jungen Geistlichen die Verpflichtung auferlegt, das Lehrerexamen zu machen. Bon deni Bestehen desselben wird die Zulassung »nd die Ertheilung der höheren Weihen abhängcn. Es ist dies eine unter zwei Gesichtspunkten kluge Maßregel. Durch die Verwendung im Lehrfache wird das Budget des Vaticaus entsprechend entlastet uud in den Lehrergeistlichen immer neue Kämpen für den Klerikalismus bei der Jugend gewonnen. Lokal- und Provinzial-Angelegenheiten. — (Zum Jubelfeste des?. Benveuut.) Anläßlich der eben so seltenen als weihevollen Feier des üOjährigen Priesterjubiläums, welches der Fran-ziskancrordens-Priester Hochwürden I'. Beuvenut in Laibach morgen zu begehen im Begriffe ist, haben der Bürgermeister uud der Vizebürgermeister der Landeshauptstadt im Namen der Bevölkerung derselben dem wegen seines selbstlosen, versöhnlichen und humanen Wirkens verdienterweise populären Jubilar zu seinem morgigen Ehrentage heute die Glückwünsche dargebracht. — (In der evangelischen Kirche) findet morgen Gottesdienst statt. — (Patriotische Spende.) Der Herr k. k. Bezirkshauptmann August v. Wurzbach in Laibach hat eine Notenrenten-Obligation per 1000 Gulden dem hiesigen Landespräsidium mit der Bestimmung zur Errichtung einer Stiftung für verwundete Krieger aus Krain oder deren Angehörige übergeben. — (Zuchtthierverkauf.) Die k. k. Laud-wirthfchaftsgesellschaft für Krain verkanft an krai-nifche Viehzüchter am 9. d. M. um 9 Uhr vormittags in, Gasthof „zum baierifchen Hof" in Laibach zehn Spriingstiere der Original-Mürzthaler Rasse. — (Heimatliche Kunst.) Herr I. Wolf ist mit der Restaurierung der Seitenaltarbilder in der hiesigen Domkirche beschäftiget. Der heimatliche Künstler hat für die Kirche zu St. Lorenz in Visell soeben ein Altarbild, den heil. Anton vorstellend, vollendet. — (Vom Occupatiousschauplatze) ist Herr Otto Riegele, Oberlieuteuaut des Artillerieregiments Nr. 12, welcher sich bei der Erstürmung von Serajewo heldenmüthig ausgczcichnct hat, nach Laibach zurückgekehrt, um nach überstandener Ruhr-krankheit in der Gebirgsgegend Oberkraius Erholung zu suchen. — (Witterung.) Die letzten Regentage haben große Schäden angerichtet, das Laibacher Moorgebiet, die darauf befindlichen Feldfrüchte sind unter Wasser gesetzt, bedeutende Mengen Torf wurden weggeschwemmt, arg bedroht wurden die Rayons der Ortschaften Lippe, Brunndorf, Ratschna und Franzdorf. Heute ist heitere, schöne Witterung eingetreten. — (Affentheater.) Heute beginnt Herr R. Bernhardt in dem am Kaiser-Josefsplatz aufgerichteten Circus mit seinen überall mit Beifall aufgenommenen Affentheater-Vorstellungen. Es werden morgen zwei Vorstellungen stattfinden, die erste sammengestellten bleiernen und zinnernen Buchstaben.^ Die holländische Sage behauptet sogar, Herr ^ohann Gutenberg sei bei dem Printer Koster m Arbeit gestanden unter dem Eidschwur, nichts von der Herstellung dieser Drucke zu ver-rathen- Als Eidbrüchiger habe er dann in einer Chrlstnacht, als die Familie Koster außer dem Hause gewesen die Werkstatt bestohlen und sei mit Lettern und Werkzeug entflohen. Die Schwierigkeit, nn welche Gutenberg es aber erst uni I4b0 zu mier solch ei, Schrift- und Druckherstellung, und ^ aus vollkommener als die der Ko-ster schen Sucher, brachte, geben der Gewißheit mid"verfolgtc seine Erfindung inachte Wegen seiner unzulänglichen Mittel ver-^ ^ Druckerei, wie sie seit 1436 chm vorfchwebt^ mcht zu errichten. Nachdem er sich bis 144^ in Sti aßbin g nach einem vermoglichen GenosM vergebl ch uuigeschant, begab er sich in seme Vaterstadt Mamzzuruck, wol um daselbst mit Hilfe seiner Verwandten die Ausführung seines Planes durchzufetzen. Dieselben besaßen aber entweder die baren Mittel dazu nicht, oder wollten sie chm für eine Speculation, mit der er ,m tiefsten Geheimnis verblieb, nicht anvertrauen. Er erhielt nur 150 Goldgulden von seinem Better Arnold Gelthuß dargeliehen, mit denen er nicht lange reichte. Die Noth, in die er dann gerieth, ließ den Mann, der sich des großartigen Werthes seiner Erfindung voll bewußt war, verzweifeln. Da erst entschloß er sich, einer lauernden Wucherseele seiu Geheimnis auszuliefern, ohne welche Bedingung dieselbe keinen Vertrag mit ihm ein-gehen wollte. Am 22. August 1450 vereinbarte Gutenberg mit dem Rechtsgelehrten Johann Fust in Mainz, einem ebenso reichen wie habsüchtigen und schlauen Manne, daß er gegen ein zu sechs vom Hundert verzinsliches Darlehen von 800 fl. alle Druckwerkzenge beschaffe, die jedoch als Unterpfand für Fust verbleiben sollten. Außerdem bezog Gnteiiberg 300 Gulden jährlich für seine persönlichen Bedürfnisse, während dagegen alle Geschäftsausgaben, die über die Anschaffung der pfandpflichtigen Werkzeuge hinausreichten, gemeinschaftlich von beiden Theilen bestritten werden sollten. Nun errichtete Gutenberg eine wirkliche Druckerei in Mainz. Die ersten Leistungen derselben, Donate, Schulbücher, erfolgten freilich noch mittels der üblichen Holztafeldrucke, um mit geringem Kostenanfwand dergleichen kleine Bücher herzustellen und dem Geschäft durch deren leichten Verkauf Einkünfte zu verschaffen, worauf der miß- trauische Fust bestanden haben wird. Dann verwendete Gutenberg aus Holz geschnitzte Buchstaben, von denen sich mehrere bis auf Misere Zeit erhalten haben. Sie wurden durch eine Oese aufgefädelt, um ihr Auseinanderfallen zu verhindern. Dieselbe Art der Verbindung von Buchstaben zu Buchstaben fand dann auch noch statt, als ihre Herstellung durch Metallguß erfolgte. Mit alledem war indessen die Langwierigkeit wie Unregelmäßigkeit der Druckherstellung noch nicht behoben; dies geschah erst, als Gutenberg endlich ans den Gedanken verfiel und ihn glücklich ausführte, die Buchstabenstempel mit Metall zu übergießen oder in flüssiges Blei abzudrücken, womi't bestimmte Formen zu allen Buchstaben des Alphabets gefunden waren. Die auf diese Art gegossenen Stammformen nannte er Matrizen (Mutterformen). Mit den Lettern davon ging er nun an den Satz der ersten lateinischen Bibel, um mit deren Ausgabe ein großes, sicheres Geschäft zu machen. Daß der Druck mittels einer schwarzen Farbe und unter einer Handpresse erfolgte, ist nach deren Vorhandensein bei Gutenberg schon in seiner Straßburger Zeit selbstverständlich. (Fortsetzung folgt.) um 4 Uhr nachmittags und die zweite um 8 Uhr abends. — (Die Gewinste der Wohlthätig-kcitstombola) bestehen in 300 fl., und zwar: in 5 Terni ü, 5 fl. — 25 fl., 4 Quaterni L 10 fl. — 40 fl,, 3 Qninterni g. 20 fl. — 60 fl., erste Tombola 100 fl., zweite Tombola 50 fl., sämmtlich in Silber und reicher Decoriernng. Der Preis einer Karte wurde auf 20 kr. festgesetzt, was mit Rücksicht auf die bedeutenden Kosten des Unternehmens (dieselben betragen über 800 fl.) und die nicht unbedeutenden Gewinstchancen nur mäßig genannt werden kann. Die Karten sind in folgenden Handlungen zu haben: v. Kleinmayr u. Bamberg, C. Ka-ringer, C. Till, Johann Schlaffer und Joh. Röger; außerdem in allen k. k. Lottocollectnrcn und in nachstehenden Tabaktrafiken: Hauptverlag am Rath-hausplatz, an der Ecke der Spitalgafse und Franzensbrücke, in der Schellenburggasse (lLitalnica) und in der Wienerstraße (v. Gariboldi'sches Haus). — (Landtagsvorlage u.) Dem krainischen Landtage wnrden in der 4. Sitzung nachstehende Vorlagen des Landesansschusses zur Berathuug und Beschlußfassung übergeben: 1.) Bericht wegen Behandlung jener Lehrer, welche auf Grund des Ministerialerlasses vom 4. Jänner 1877 nachträglich als definitiv erklärt worden sind, in Pensionierungsfällen. 2.) Bericht wegen Genehmigung der von der Gemeinde Großdolina beschlossenen 29perzen-tigen Umlage zu deu direkten Stenern sammt Eindrittelzuschlag in den Steuergemeindcn Tschatesch, Cerina und Globociea pro 1878 für Gemeinde-nnd Schulzwecke. 3.) Bericht wegen Genehmigung der von der Gemeinde Radovica beschlossenen 50perz. Umlage zu den direkten Steuern sammt Eindrittelzuschlag in den Steuergemeinden Boldrez, Bojansdors, Kraschenberg, Radovica nnd Radosche. 4.) Bericht wegen Genehmigung einer 33perz, Umlage zu allen direkten Steuern in den nach Trata cingeschnlten Ortschaften. 5 ) Bericht wegen Erwirkung der Bewilligung znr Einhebung einer 50perz. Umlage in den zur Pfarre Altenmarkt gehörigen Gemeinden. 6.) Bericht* wegen Bewilligung von Umlagen ans direkte Steuern in den Bezirken Ratschach, Gottschee nnd Treffen zu Straßenzwecken. — (Zn wohlthätigen Zwecken) fand im Theater zu Kafchau eine Theatervorstellung statt. Im Zwifchenacte sang Fränlein Lina Bock, Tochter des Oberstabsarztes Dr. Bock, in hiesigen Musik-nnd Gesellschaftskreisen im besten Andenken stehend, zwei Lieder: „Da lieg ich unter den Bäumen", von Mendelssohn, und „Frühling der Liebe", von Goltermann. Die „Kaschauer Ztg." lobt die „silberhelle Altstimme", den empfinduugsreichen Vortrag, und berichtet, daß der Gesang des Fräuleins die Zuhörer zu stürmischem Applaus hinriß. — (Zur Kenntnis der Pilzvegetation Krains.) In den jüngst erschienenen Verhandlungen der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft in Wien (Jahrgang 1878) veröffentlicht Herr Wilhelm Voß, Professor an der hiesigen k. k, Oberrealschule, unter dem Titel: „Materialien zur Pilzkunde Krains" seine in der Zeit seines Hierseins gemachten Studien über die Pilzflora Krains. In der Einleitung rekapituliert der Herr Verfasser die Resultate der bisherigen, leider sehr spärlichen Studien auf diesem Gebiete. Seit „Seopoli's Flora carniolica 1772" und den Mitthcilungen K. Deschmanns in den Schriften des Musealvereines, die nun auch schon seit einer Reihe von Jahren nicht mehr erschienen, und einiger weniger anderer ist über die Pilzflora Krains nichts neues publiciert worden. Uni so verdienstvoller ist diese Studie des Herrn Pros. Voß, die nns über 125 Gattungen (mit 430 Arten und 10 Varietäten) mikroskopischer Pilze Ausschluß gibt; vou diese» erwiesen sich 103 Gattungen mit 402 Arten und 10 Varietäten als neu für die Flora Krains, einer sogar neu für die österreichische Flora! Diese sämmtlichen Pilze wurden von dem Herrn Verfasser selbst gesammelt und genau bestimmt; in der angeführten Arbeit werden sic nach den Gattun- gen und Arten geordnet, mit Angabe der Nährpflan-zen und des Standortes der Reihe nach behandelt. Derselben geht eine lesenswerthe Skizze über das Sammelterrain mit der Stadt Laibach als Mittelpunkt vorher. Diese Studie des Herrn Prof. Voß ist von um so größerer Wichtigkeit, als durch dieselbe eine große Lücke in der Kenntnis der mitteleuropäischen Pilzflora ausgefüllt wird, da aus allen unfern Nachbarländern wenigstens theilweise Arbeiten aus diesem Gebiete bereits vorliegen, und wird namentlich in den Reihen der Mykologen die Beachtung finden, die sie verdient. — (Aus den Nachbar Provinzen.) In Velden starb der auch in hiesigen Gesellschaftskreisen wohlbekannte Gasthofbesitzer Frauz Moro. — Am 23. d,, in der Zeit von 9 Uhr bis 1l Uhr 15 Minuten abends, wurden in Zengg nicht weniger als 24 Erdstöße verspürt, unter denen einige von ganz besonderer Heftigkeit waren. (Um 9 Uhr 18 Minuten erfolgte ein Stoß, welcher durch volle 9 Sekunden andauerte.) Die Bevölkerung floh aus den Häusern, welche nahmhaste Sprünge erlitten. Alles war iu höchster Bestürzung, welche durch die pech-finstere Nacht noch gesteigert wurde. Von. den Magazinen am Dock fielen die Dachziegel herunter. Ein größerer Schade wurde jedoch nicht verursacht; der größte Theil der Bevölkerung brachte die Schreckensnacht im Freien zu. Um 4'/z Uhr morgens erfolgte noch ein letzter Stoß. Das Erdbeben hatte die Richtung Ost-Nordost. — (Schuljahrbeginn.) An der k. k. technischen Hochschule in Graz beginnt die Ausnahme für das Studienjahr 1878/79 mit dem 1. und schließt mit dem 12. Oktober l. I. — (Zugsentgleisnng.) In der Strecke Unterdranburg-Prevali ist in der Nacht zum 27. d. der von Unterdranburg mit einer Verspätung von über sieben Stunden abgegangene Frachtensammelzug N. 492 bei Hektometer Nr. 729 vor der Station Prevali insolge einer Senkung der Böschung, Wobei die Bahn in einer Länge von 50 Metern zerstört wurde, mit Maschine, Tender und 6 Lastwagen vom Bahnkörper abgestürzt. Der Maschinen-sührer Fischereder und Conducteur Nemetz sind unter den Trümmern begraben, Zugführer Feukel und Heizer Schmuckenfchlag erlitten leichte Beschädigungen. Die beiden Verschütteten konnten wegen der Masse des nachrollenden Erdreiches nach den bis jetzt eingelangten Nachrichten noch nicht aufgefunden werden. Zur Behebung dieser Störung sind die erforderlichen Maßnahmen getroffen, und dürfte dieselbe, wenn die Witterung günstig, bis heute behoben sein. Der Personenverkehr wird nach Möglichkeit durch Umsteigen an der Unfallsstätte vermittelt werden. Krainer Landtag. (4. Sitzung.) Laibach, 26. September. (Schluß.) Der Landtag faßt folgende Beschlüsse: 1.) „Der Jahresgehalt des Secierdieners im hiesigen Zivilspitale wird vom 1. Jänner 1879 angefangen von 300 auf 350 fl. erhöht, und cs wird gleichzeitig für dcuselbeu der Bekleidungskostenbeitrag jährlicher 32 fl. von dem ebenerwähnten Zeitpunkte angesangen sisteniisiert." (Berichterstatter Abg. Dr. VoZnj ak.) 2.) „Der Volksschullehrerswitwe Katharina Dnller wird auf die Dauer ihres Witweustandes eine Gnadengabe jährlicher 40 fl. nnd jedem ihrer drei Kinder bis zur Erreichung des 20. Lebensjahres oder allenfalls früher erlangten Versorgung ein jährlicher Erziehungsbeitrag von 20 fl., alle diese Bezüge vom I. Mai 1877 an berechnet, aus dem Lehrerpensioussonde unter der Bedingung bewilliget, daß diese Witwe auf den ihr gebüreudeu Abfertigungsbetrag verzichte, somit der hiesür ihr bereits bezahlte Betrag von 112 fl. 50 kr. bei der Flüssigmachung obiger Gnadengabe abgerechnet werde." Der Zusatzantrag des Abg. RR. Laschan: „Es seien der Witwe Dnller znr Rückzahlung des ihr bereits erfolgten Abfertigungsbetrages angemessene Raten zu bewilligen", wird angenommen. 3.) „Der Lehrerswitwe Johanna Schott wird für das Jahr 1878 der Fortbezng des Erziehungsbeitrages von 31 fl. 66 kr. für ihren Sohn Josef Schott als Gnadengabe aus dem Lehrerpensions-sonde bewilliget." 4.) „Dem Schüler Josef Kasteliz, Sohne des verstorbenen Volksschnllehrers Josef Kasteliz, wird für jedes der drei Jahre 1878, 1879 und 1880 eine Gnadengabe von 40 fl. als Erziehnngsbeitrag ans dem Lehrerpensionsfonde bewilliget." 5.) „Es wird zur genehmigenden Kenntnis genommen, das vonfeite des Landesausschusses die Zustimmung zur Aussolgung folgender Giebigkeiten aus dem Lehrerpensionsfonde ausgesprochen worden ist: a) Den drei Kindern Johanna, Josef und Maria Knsar des verstorbenen Lehrers Alois Knsar vom l. Juli 1877 an auf drei Jahre oder bis zu ihrer allenfalls früher erlangten Versorgung eine jährliche Gnadengabe von znsammen 50 fl.; b) der Lehrerswitwe Theresia Ravnihar vom Dezember 1877 angesangen die Erhöhung ihrer Pension vou 70 fl. und einer Gnadengabe von 30 fl. auf die Jahressumme von 100 fl.; e) der Schullehrerswaise Ursula Podlipnik vom 1. Jänner 1878 angesangen eine lebenslängliche jährliche Gnadengabe von 50 fl. (Berichterstatter aä 2 bis einschließig 5 Abg. Deschman n.) 6.) Der landschaftlichen Beamtenwaise Wilhelmine Sapletn wird eine jährliche Gna mgabe von 31 fl. 50 kr. Vom 24. Mai 1878 bis d 'Kin 1881 bewilligt. (Berichterstatter Abg. Pfeife? ^ Abg. Dr. Schaffer erstattet namens,^>es Finanzausschusses Bericht über vorliegende .,eti-tionen. Der Referent bemerkt, daß der Finäiiz-ansfchnß bei Erledigung dieser Petitionen die knappe Finanzlage des Landes im Auge halten mußte und daher nur dem kleinern Theil der Gesuche statt-zugebcn beautragt, so löblich auch au sich der Zweck aller vorliegenden Petitionen sein möge. Der Landtag genehmigt hierauf die nachfolgenden Anträge des Referenten: 1.) Dem Gesuche des Uuterstützungsvcreins an der Akademie der bildenden Künste in Wien nm eine Subvention sei nicht stattzngeben; 2.) das Gesuch des Unterstützungsvereins an der Hochschule für Bodenkultur um eine Subvention sei abzuweisen; 3.) dem „Freitisch" (Stiftung an der technischen Hochschule in Graz) sei pro 1879 ein Betrag von 50 fl. aus dem Landesfonde flüssig zu machen; 4.) das Gesuch des Asylvereins für dürftige Studierende an der Wiener Universität sei abzuweisen ; 5.) dem Gesuche der Bergakademie in Leoben um eine Unterstützung sei keine Folge zu geben; 6.) dem Simon Ogrin sei zur Fortsetzung seiner Kunststudien in Wien eine Subvention von 100 fl. aus dem Landesfonde zu erfolgen; 7.) zur Unterstützung dürftiger Studenten am Gymnasium in Gottschee sei ein Betrag von 100 Gulden zu bewilligen. Ueber Antrag des Finanzausschusses (Berichterstatter R. v. Langer) wird zwei Gesuchen von Bediensteten der Landes-Zwangsarbeitsanstalt um Remuneration keine willfahrende Folge gegeben. Abg. Graf Thuru referiert namens des Ge-meinde-Ausschuffes über zwei Berichte wegen Bewilligung zur Einhebung erhöhter Gemeinde-Umlagen und stellt folgende Anträge: 1.) „Der hohe Landtag geruhe die vom Lan-desausfchuffe der Ortsgemeiude Neumarktl für das Jahr 1878 ertheilte Bewilligung zur Einhebung der 40perzentigen Umlage von allen direkten Steuern sammt ein Drittel Zuschlag zu genehmigen." 2.) „Der hohe Landtag wolle der Ortsgemeinde Kresniz zur Deckung des Abganges bei der Schulbaurechnung und der sachlichen Erfordernisse die Einhebung einer 41perzentigen Umlage von allen direkten Steuern sammt ein Drittel Zuschlag pro 1878 in den Steuergemeiuden Kresniz und Kesnizberg bewilligen." Beide Anträge werden zum Beschlüsse erhoben. Die Punkte 12, 15 und 16 der Tagesordnung sind heute noch nicht spruchreif und werden vom Programme abgesetzt. Der Vorsitzende beraumt die nächste Sitzung auf Samstag den 28. d an und schließt die heutige Sitzung. Ausfertigung der Ursprungscertificate. Das österr. Handelsministerium hat bezüglich der Forderung von Ursprungszeugnissen für die nach Lem Conventionaltarife zu behandelnde Einfuhr aus Oesterrcich-Ungarn nach Italien der Handels- und Gewerbekammer in Krain eröffnet, daß die k. k. Regierung sich veranlaßt gesehen hat, mit der italienischen Regierung wegen Erleichterung der diesbezüglichen Vorschriften in Verhandlung zu treten. Demzufolge wurde nun laut Mittheiluug des k. und k. Ministeriums zugestaudeu, daß hinsichtlich der aus dem Innern der österreichisch-ungarischen Monarchie direkt und im unmittelbaren Grenzübertritte (wozu jedoch der Transport von Triest aus zur See nicht zu rechnen ist) nach Italien beförderten Güter die Ursprungscertificate von dem betreffenden Jnnenlaudszollamte ausgestellt werden dürfen, ohne daß die Beifügung eines Konsulatsvisums erforderlich wäre, — unter der Bedingung jedoch, daß solche ^'rtificate das Visum der Finanzbezirks-direction ^Är einer gleichstehenden anderen Behörde erlangen' um dereu genaue Bezeichnung ersncht wurde. > -.ne Ermäßigung der Gebür für das konfular-ämtli Visum iu jenen Fällen, wo letzteres auch fernerhin einznholen sein wird, ist im Hinblicke ans den seit langem bestehenden italienischen Konsulats-gebürentarif nicht zugestanden worden. Dem Wunsche der italienischen Regierung entsprechend, wurden derselben nunmehr folgende Fi-nauzbehördeu namhaft gemacht, welche in den oben bezeichneten Fällen das zollamtliche Certificat zu vidiere» und die Wahrheit feines Inhaltes zn bestätigen berufen sein werden: 1.) Die k. k. Fiuauz-Landesdirectionen in Wien und Prag als unmittelbar Vorgesetzte Behörden der k. k. Hauptzollämter in Wien und Prag; 2.) die k. k. Finanz-Bezirksdirectionen in Wien, Stein, Budweis, Czaslau, Chrudim, Eger, Jicin, Leitmeritz, Pilsen, Prag, Tabor, Brünn, Jglau, Olmütz, Hradisch, Brody, Kolomea, Krakau, Lemberg, Neu-Sandez, Przemysl, Rzeszow, Sambor, Sanok, Stanislau, Tarnopol, Tarnow, Innsbruck, Brixen, Trient, Feldkirch, Graz, Bruck, Marburg, Zara, Spalato und Ragusa; 3.) die k. k. Fiuanzdirectionen in Klagensurt und Laibach; 4.) die k. k. Finanz-Oberinspektoren in Oderberg, Salzburg, Troppau, Triest und Görz; 5) die k. k. Finanzinspektoren in Zuckmantel, St. Johann, Brauuau, Linz, Wels, Rohrbach, Steyer, Suczawa, Czernowitz, Sereth und Capodistria; 6.) die zur Leitung des Zollwesens exponierten Finanz-Oberkommissäre (Grenzinspektoren) in Winterberg, Taus, Komotau, Rumburg, Reichenberg, Trauteuau, Reichenau und Landek. Die österreichisch-ungarische Bank. Nach Ansicht des „N. Wr. Tagbl." wird der Apparat, mit welchem die neue Bank zu arbeiten haben wird, sehr schwerfällig constrniert sein, und es dürste sehr schwer werden, den neuen Mechanismus zu handhaben. Am nächsten Montag wird der General rath gewählt werden. Derselbe besteht bekanntlich aus zwölf Mitgliedern und zwei Vizegruverneuren. Nach den Bestimmungen der Statuten hat sowol die österreichische als auch die ungarische Regierung das Recht, zu verlangen, daß zwei Generalräthe, die zugleich Direktoren sein werden, aus Männern ihrer Wahl hervorgehen, Nachdem zwölf Generalräthe zu wählen fein werden, so wird die Generalversammlung, nachdem die Re-gierungskaudidaten gewählt sein werden, aus der Mitte der Actionäre noch weitere acht Generalräthe zu wählen haben. Bisher bestand die Bankdireetion aus zwölf Direktoren und zwei Vizegouverneureu. Von diesen haben die Herren Dumba uud Tre-bitsch freiwillig resigniert. Es verbleiben also außer den alten Direktoren noch zehn Kandidaten für den Generalrath. Da nuu aber nur uoch acht Generalräthe zu wählen sind, so werden — vorausgesetzt, daß die Generalräthe aus der alteu Directiou her-vorgeheu — zwei weitere Direktoren leer ausgehen uud nicht wiedergewählt werden können. Erst wenn der Generalrath konstituiert sein wird, werden die Vizegouverncure in derselben Weise wie die Regie-ruugskaudidateu des Generalrathes aus je drei vor-geschlageueu Persönlichkeiten ernannt. Die Vizegouverneure brauchen nicht dem Ge-neralrathe auzugehören, und können auch außerhalb der Generalversammlung der Actionäre stehende Persönlichkeiten hiezu designiert werden. Erst wenn die Vizegouverueure ernannt sind, kann der Generalrath als constituiert betrachtet werden; hierauf wird derselbe auch zur Ernennung der Direction schreiten können, wobei wir voranssetzen, daß auch auf die jüngeren Kräfte der Wiener und Pester Bankwelt Bedacht genommen wird. Baron Moritz Wodianer hat erklärt, eine Wahl als Generalrath annehmen zu wollen, nachdem er nicht Vizegouverneur werden kann und Gouverneur nicht werden will- Älioiluemmts-Eiuladllng. Mit 1. Oktober 1878 beginnt ein neues Abonnement auf das „Laibachcr Tagblatt." Bis Ende Oktober 1878: Für Laibach............................— fl. 70 kr. Mit der Post...........................i fl. — kr. Bis Ende Dezember 1878: Für Laibach............................2 fl. 10 kr. Mit der Post...........................3 fl. — kr. Für Zustellung ins Haus monatlich 9 kr. Auf das „Laibacher Tagblatt" kann täglich abonniert werden, doch muß das Abonnement immer mit Schluß eines Monats ablaufen. Witterung. Laibach, 28. September. Morgens heiter, die Alpen klar, später Hausenwolken längs der Alpen, sehr schwacher O. Wärme: morgens 7 Uhr -l- 74". nachmittags 2 Uhr -f- 16 8° 6. l1«77 -i- 12-1»; 1876 -j- 203° 0.) Barometer im Steigen, 737 24 mm. Das gestrige Tagesmittel der Wärme -j- IS 3°, um 15° über dem Normale; der gestrige Niederschlag 1'50 mw. Regen. Verstorbene. Den 27. September. Franziska Kalis, Arbeiterstochter, 11 Mon., Polanastraße Nr. 38, Fraisen. — Franziska Tonne, Gastwirthstochter, 5 I-, Petersstraße Nr. 3, Lungenschwindsucht. Angekommene Fremde am 27. September. Hotel Stadt Wien. Mäher, Großhändler, und Bergstein, Kfm., Wien. — Jombarth, Studierender, und Pogani, Bannnternehmer, Marburg. - Rexinger. Fiume. -Dr. Juraschek sammt Familie, Graz. Hotel Elefant. Pesartt, Landesgerichtsraths-Gattin, Cilli. — Tomc, Pfarrer, Suchor. — GradiZmk, Lehrer, Franz. — Jegltt, Landesbuchhalter, Görz. - Cernelc, Hdlsm, St. Peter. — v. Arvay, Gutsbes., Zaba-Egerszek. — Mazzotti Th. und Mazzotti L., Dcsenzano. - Schmidt, Lieut., Laibach. Mohren. Dr. Ruhe, Laibach. — Hild Netti, Innsbruck. Gedenktafel über die am 2. Oktober 1878 stattfindenden Licitationen. Reass. 3. Feilb., Krizanii'sche Real., Heil. Kreuz, BG. Landstraß. — 3. Feilb., Gerdovik'sche Real., Unterskopiz, BG. Gurkseld. — Reass. 3. Feilb., Skcrjanz'sche Real., Streindorf, BG. Laibach. — 2. Feilb., Jagodic'sche Real., Olsevk, BG. Kraiburg. — 2. Feilb., Mörtel'sche Real., Kronau, BG Kronau — Reass. 3. Feilb., Markovit'sche Real., Bukuje, BG. Adelsberg. — Relic. Jenko'scher Real., Waisach, BG. Krainburg. — Reass. 1. Feilb., Hokevar'sche Martinhrib, BG. Loilsch. — Reass. 1. Feilb., Homovc'sche Real, Gartschareuz, BG. Loitsch. — Reass. 3. Feilb., Zenko'sche Real., St. Michael, BG. Senosetsch. — 1. Feilb., Nagode'sche Real., Oberdorf, BG. Loilsch. — 2. Feilb., Derganc'sche. Real., Ceroue, BG. Möttling. — Reass. 2. Feilb., Cerne'sche Real., St. Michael, BG. Senosetsch. — 1. Feilb., Jugovic'sche Real., Burgstall, BG. Lack. — 3. Feilb., Ortschaftenreal. Alt- und Neudirnbach und Neverke, BG. Adelsberg. — 1. Feilb., Vidrich'sche Real., Dorn, BG. Adclsberg. — 1. Feilb., Rovan'sche Real., Bela, BG. Wippach. — 1. Feilb., Supankii'sche Real., Grdb. Hschft. Radmannsdorf, BG. Radmannsdors. — 3. Feilb., PEer'sche Real., St. Marein, BG. Laibach. — 2. Feilb., Bilz'sche Real., Feistriz, BG. Feistriz. Theater. Heute (ungerader Tag): Die Fledermaus. Komische Operette in 3 Abtheilungen von I. Strauß. Morgen (gerader Tag): Therese Krones. Lebensbild mit Gesang in 3 Acten von Karl Haffner. Musik von A. Müller. Wiener Börse vom 27. September. stüulä. Papierrente........... Silberrente............ Goldrente ............. StaatSlose, 1839. . . 1854. . „ 1860. . 1860(5tel^ 1864. . Gruuilealtastuas,- Oöligatioaea. Galizien............... Siebenbürgen . . . Temeser Banat . . . Ungarn................. Haäere össevtkiike Hukekea. Donau-Regul.-Lose. Ung. Präunenanleher Wiener Anlehen . . . Hetiea o. Laakea. Kreditanstalt f.H.u.G EScompte-Ges., n.ö. Nationalbank. . . . , Aetieu v. Traurpvrt Nateruekmrmgea. Alföld-Bahn.......... Donau - Dampfschiff -Elifabeth-Westbahn . ^erdinandS-Nordb. . ranz-Iosevh-Bahn. Galiz. Larl-Ludwigb. Lemberg - Czernowitz -Lloyd-Gesellschaft . . Geld Ware 61 40 6150 6290 63 — 7240 72 50 322 — 324 — 106 75 107 50 112 25 112 :»0 121— 121 50 140 — 140 50 82 35 83 — 73— 73 50 75 — 75 50 77 50 78— 104 — 104 25 77 75 78— 91 50 91 75 234 60 234 70 801 — 803 - 119 50 120 — 470 - 472 — 161 — 161 50 2025 2030 130-5«, 131 - 232 10 232 20 127— 128 — 555 — 556 - Nordwestbahn . . . RudolfS-Bahn . . . Staatsbahn .... Südbahn............ Ung. Nordostbahn . Psaaäbeiese. Goden kreditanstalt in Gold.......... in österr. Währ. . Nationalbank.... Ungar. Bodenkredit- Priorilütr-Oblig. Llisabethbahn. l.Em Ferd.-Nordb.i. Silber Franz-Ioseph-Bahn. Galiz.K-Ludwigb, I.E. Oest. Nordwest-Bahn Siebenbürger Bahn StaatSbahn, 1. Cm. Südbahn » 3 Perz. »5 „ . Privatkose. Kreditlose . . . . NudolfSstiftung. . Devise». London ............ Hekäsorlek. Geld 113 — 119 25 260 50 85 — 115— 108 — 98 60 97 50 93 — 9175 104 — 85 50 101 75 85 50 66 — 158 — 112 25 94 80 163 — 15 — 5 52 9 30'/, 57 45 100 — Ware 113 50 119 75 261'-. 85 50 115 50 108 50 9290 97 70 93 25 92 — 105 — 85 75 102'— 85 75 65 25 159'— 112 7S 95 — 163 50 16 — N6 30 5-53 9 31 57 50 10005 Telegrastscher Änrsbericht am 28. September. Papier-Rente 61 80. — Silber-Rente 63 25. — Gold-Rente 72 55. — 1860er Staats-Anlehen 112 25. — Bank, actien 802. — Kreditactien 235 80. — London 116 10. — Silber 99 9V. — K. k. Münzdukaten 5 50 — 20-Francs-Stücke 9 30'/,. — 100 Reichsmark 57 45. Lllibacher Uandkalklidtr pro 187N elegant ausgesührt, aus Pappe gespannt, Preis nur 20 kr. . v. Kkemmayr Feä. Kamberg» Buchhandlung, Laibach, Congreßplatz Nr. 2. (426) 2 Oeffentlicher Dank. Während meiner neunjähriger Wirksamkeit als Casino-Restaurateur wurden mir so viele Beweise wohlwollenden Vertrauens zutheil, daß ich bei meinem Scheiden aus dem Casino nicht umhin kann, dem hochverehrten P. T. Publikum sowie meinen Gönnern uud Freunden den innigsten, tiefgefühltesten Dank hiefür auszudrücken, Laibach, 28. September 1878. (435) Hochachtungsvoll Franz Ehrftld. Dritte Aenäung f»c äm ^erlist miä Winter. Die großartigste Auswahl von Regenmänteln, Paletots, Zacken und Äaqnets zu den Preisen ist un- streitig nur bei 7.1'isekör, Laibach, Pre schernplatz. Verdank «>> xros L vn äetail. (434) Die Oauptnieäerkage in Krain der Zementfabrtk in Markt Tiiffer befindet sich in Laibach: Gradischa, Burgstallgasse Nr. 2. : per 100 Kilo ab obiger Niederlage 2 fl. — kr. ö. W., per 100 Kilo ab Bahn Laibach 1 fl. 90 kr. ö. W. Alle Bestellungen siir direkten Bezug vou Tüffer werden daselbst entgegengeuommen, Muster auf Verlangen zugestellt und Auskunft bereitwilligst ertheilt. (129) 19 Z. Chemisch reine Charpic- Baumwolle. 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Lchrgegenstände: Deutsch mit gewerblicher Buchhaltung, Rechnung, Geometrie, Naturlehre, Mechanik, geometrisches Zeichnen, Freihandzeichnen, Modellieren uud Formenlehre. 3.) Fachkurs für Zeichnen und Modellieren, bestimmt sür diejenigen, welche die obigen Abtheiluugeu schou absolviert oder eine ähnliche Vorbildnng besitzen und sich in diesen Fächern weiter auszubilden wünschen. Anfnahmsbedingung ist der vollendete Besuch der Volksschule; im Interesse der jungen Leute wäre cs gelegen, wenn sic erst nach vollbrachter zweijähriger Lehrzeit in einem xinschlägigen Gewerbe zur Schule kämen. Das halbjährige Schulgeld beträgt 3 fl., die Eiufchreib-gebür 1 fl. Mittellose Schüler können vom Schulgelde befreit werden; außerdem kommen an wahrhast würdige und dürftige Schüler Staatsstipcndicn im Betrage von jährlich 1000 fl. zur Vertheilung. Einschreibuttge» vom 12. Oktober d. I. an, täglich von 10 bis 12 Uhr, in der Direetionskanzlei Pfeiffengaffe Nr. 1; schriftliche Anmeldungen werden jederzeit daselbst in Empfang genommen. Programme auf Verlangen gratis. Gleichzeitig beginnt auch der Unterricht an der gewerblichen Fortbildungsschule, und werden die Einschreibungen wie bisher in der Gewerbekanzlei vorgenommen. Die Oirection der k. k. Staatsgewerbeschule in Graz. 414) 3-3 V Schon in einigen Tagen! 1. Okto ber Wiener Commnnal- L ö. W. II. » Kredit-L ö. W. tl 5'-, Haupttreffer ö. W. fl. 400,OM, Staatslose L ö. W. N. , Haupttreffer fl. 80,000 G.-R. (Einzelne Listen L 10 kr.) ^dS'" 8« M, 'iS m (Wicdervcrkänfern Provision.) (437) AV" Ucbernahine von Kommissionen aller Art. Zie- hung! Oie neuen Oouxon-LoAsu ru 6vn vorzüglicher Dualität, wie auch beste In- uud Ausländer Käse bei keler (259) 21 worden änreli 1io »m 1. Oktober I. «s. klilltx iverävnüvu (livorson 6oupoi>8 von Iiouts »l> ollns ^büNA LU8AS^Vvell8vlt. 1^ LibaeIi äsn 27. 8sxtewber 1878. (436) 2—1 1. L. IVls^sr. Anempsekrkung. Der ergebenst Gefertigte zeigt hiemit höflichst an, datz er die Pariser Weltausstellung besucht hat und in der Lage ist, Krrrrn-Ausiigr nach den neuesten Moden elegant und zu sehr mäßigen Preisen anzufertigen. Seinen sehr geehrten P. T. Kunden für das ihm bisher geschenkte Vertrauen dankend, bittet derselbe, unter Zusicherung reeller und promptester Bedienung, auch in Hinkunft um gütige zahlreiche Aufträge. Vranr /elerniknr (423> 3—3 ^ Laibach. Herren-Wäsche, eigenes Erzeugnis, solideste Arbeit, bester Stoff und zu möglichst billigem Preise empfiehlt s.'. .1. HiNNÄNN, Hauptplatz Ur. 17. Auch wird Wäsche genau nach Maß und Wunsch angefertigt und nur beschaffende Hemden verabfolgt. (23) 74 Das Gasthaus »V MG sammt Garten <8ckeklcnb»rgftllsse »iickift ilem Caftnovereinsüause in Laibacii) wurde am 17. v. M. wieder eröffnet. Der Besuch dieser beliebten alten Gasthauslokalität wird dem P. T. einheimischen und fremden Publikum bestens empfohlen. Für gute Küche ist gesorgt nnd Koslers Brauerei stellt ihr bestes Bier bei. (399) 4—4 Lei'li'suen kann ein Ki'snkei'I I nur ,u einer solchen Heilmethode haben, welche, I , Dr. Ziir,'s Naturheilmethode, sich tbatsäch- I "ch bewährt hat. Daß durch diese Methode äuß-rst I I s»nstl?>, ja >Ia»n,»erregend, tziilkrfolge erzielt wur-1 ? den, beweisen die in dem reich illallrirttn Buche: I -Vf. ^ii'/8 ^Llurkeilmeitiollk-^ l abgedruckten zahlreichen Original-Atteste, laut I I welchen selbst solche Kranke noch H,ilun9 fanden, I I sllr die Hilfe nicht mehr möglich schien. S» dars I I daher jeder Kranke sich dieser bewahrten Methode > l um so mehr o,rtran,n§«oll Mwende», al» die Lei-1 I tuna der Kur aus Wunsch durch dasllr angestellte I I praktische Aerzte grati» ersolat. Nähere» darüber I I findet man in dem vorzüglichen, Seiten I Istarken Werke: Dr. «irqa Naturheilmethode,! 1100. Aufl, Jud«l-»lu»ga»«. Preis SS kr. S. W . I I Leipzig, Richter'» BerlagS.Anstalt, welche da, I I Buch aus Wunsch gegen Sinsendung von IS Bries. I mark« »»kr. direct sronco versendet. Druck von Jg. v. Kleinm - yr L Fed. Bamberg. Verleger: Lttornar Bamberg. Für die Redaction verantwortlich: Franz Müller.