Ptiiäisi Jiifiuay porini Preis Din 1 20 71. Jahrgang Erscheint wSehentllch siebenmal. Schrtftleftung (Tel. Interurb. Nr. 2670) sowie Verwaltung u. Buchdruckerei (Tel. Interurb. Nr. 2024): Maribor, Jurčičeva ul.4. Briefl. Anfragen Rückporto beilegen. Manuskripte werden nicht returnleri ..-x^X<\\>^VvV\\X\SX\X\\\XV\x\\\\ H*m WM -m DD ssö Nr. 180 uonnerstag, den 9. Juli 1931 Inseraten« u. Abonnements-Annahme In Maribor: Jurčičeva ul. 4 (Verwaltung). Bezugspreise: Abholen, monatl. 23 Din, zustellen 24 Din. durch Post monatl. 23 Din, für das übrige Ausland monatl. 35 Din. Einzelnummer i bis 2 Din. Mariborermiluim Ministmeifen aufgeschoben ein Vorschlag des „Oeuvre": große entrevur. statt einzelbesuche der deutschen und englischen Minister Kurswechsel" m Rußland Nach Stalins sensationeller Rede. , ® tali n, der Generalsekretär der bol-iMwistjschen Partei Richsands, versteht es ausgezeichnet, seinen Reden eine sensgtio-uelle Prägung zu gebert. Er spricht nicht oft, r,tt er aber auf, dqnn iiP geeigneten Au-OcnblidE. In wenigen scharf umrissenen Sät-?Ett spricht er Gedanken aus, die lange reif uud, nimmt zu Tendenzen Stellung, die iich ullinählich ausgezeichnet haben. Ein treuer Schüler Lenins, .ist Stalin Opportunist. Er U Opportunist, fveil er nie den Bogen über-ipannt, sondern stets der Entwicklung Rech-?uug zu tragen weiß. Er spürt auf, was in r Luft liegt und handelt danach, o. war es im Frühjahr des vergangenen 'Msjrech als der „Sozialismus" auf dem 3de so heftige Formen annahm, daß der Zusammenbruch der Landwirtschaft unter 3 Wogen der Massenkollektivisierung uy-eidlich erschien. Im letzten Augenblick Stalin abgeblasep und hat erklärt, die »Isurmischen Erfolge" der Kollektivbildung jWsten etwas eingedämmt werden. So auch sn?te, qlZ die Ausführung des Fünfjahres-mans auf Schwierigkeiten stieß, die auf dem nmal eingeschlagenen Wege nicht bewältigt ei‘den konnten, erhob Stalin seine Stimme, 3 einen Kurswechsel zu verkünden, der in Wahrheit nur die Anpassung an gewisse ob» lektive Notwendigkeiten ist. , hat sich in der letzten Zest gezeigt, daß ,ne Reihe von Produktionszweigen die ih- ' “ n vom Fünfjahres-Plan gestellten Aufga 3 nicht erfüllen. Dies gilt in erster Linie Ll das größte Kohlenrevier Rußlands, das ?o^nez-Becken. Trotz aller Anstrengungen tu die Kohlenproduktion nicht steigen. Sie ^ tu9 bis jetzt kaum zwei Drittel des Pla-(v 5, Ähnliches Persagen muhte iu der Porf-^ wbina-Produktion festgestellt werden. Die lachen für diese Erscheinung waren leicht . , entdecken. Dje Begeisterung der „Mqsse" hi ^icht ausgereicht, um dqs FünfjahreS-gleichmäßig einzuhalten. Das tu "ipgefühl und die Kpllektjvverantwor-genügten nicht, um immer neue Siege be„o^s^industriellen Front in vorgefchrie P der ____________ _____________ ^aße feiern zu können. Fetzt verkün-W Wickln die Notwendigkeit dex individuel-!»lti° Eresstertheit. Persönliche Leistungen t»,. n wehr als bisher zur Betonung ge-W’m entsprechend belohnt werden. E*tgeHenbe, penn auch nicht vollkom-a» Xi ^wgleschyng der qualifizierten Arbeit % c unquälifizierte soll gestoppt werden. Ha* rwlllte Lohnpolitik in Rußland muß erfy^^w Prinzip der Leistung einen Umbau Siach^legende Aenderungen empfiehlt ^ ’n der Taktik der Sowjetstellen gegen-lithen Cl' Ingenieuren und anderen bürget-diese » ^sialisten". Das Mißtrauen gegen lrankh^?Eäa hat in Rußland neuerdings genikux \ formen angenommen. Jeder Jn-®ertQterÖU’:^e a*§ ™ noch nicht überführtet von jn dnb Saboteur angesehen. Keiner t«ng war vor einer plötzlichen Verhaf-chex/m.o^schickung oder gar Erschießung sinister 3 Spannung in den Betrieben stieg Feßt fnrr k!' ^wständen ins Unermeßliche. Ende Bpv ,3em unerträglichen Zustand ein genieiir» rl toet*)eU- Die bürgerlichen Jn-- d ftnh wieder zu Ehren gekommen. «ektzst h. V, b0n il;neM die bereits in igelasson r!> wenn nicht sofort • zumindest vom Gefängnis P a r i s, 8. Juli. Der englische Vorschlag ehebaldigst eine Konferenz von Vertretern der am Aoung-Plan interessierten Staaten nach London einzuberufen, hat in französischen maßgebenden Kreisen Widerstand gefunden. In Paris herrscht die Auffassung vor daß sämtlich« im Hoover-Plan noch nicht gelösten Fragen rein technische Probleme darstellen, die durch direkte Verhandlungen zwischen den betreffenden Staate» ge regelt werden können. Auch in der Frage des Expertenkomitees ist noch keine Einigung erzielt worden. Die Engländer verlangen den Zusammentritt der Fachlente- konferenz spätestens bis 13. d. M., während die Franzosen den 15. Juli als Anfangstermin aufgestellt wisse» möchten. „L ' O e u v r e" ist der Meinung, es wäre am gescheitesten, alle für Juli in Aussicht genommenen Besuche H e n -d e r s o n s und MacdonaldSin Berlin sowie die Besuch« Brünings und C n r t i u s in Rom und Paris ist eine einzige allstaatliche Konferenz zu vcr einigen, die die Aufgabe hätte, alle großen schwebenden Fragen des Kontinents zu klären. Das würde sich umso leichter durchführen lassen, als es gerade die Vereinigten Staaten seien, die die Bereitwilligi- keit ausgesprochen hätten, von nun an an allen Konferenzen tel-lzunehmen, die tr. gendwie mit dem Hoover-Plan und feinet Durchführung im Zusammenhang stehen, B e r l i n, 8. Juli, Wie in gut informierten Kreisfn verlautet, werden die von Reichskanzler Dr, B r ü n i n g und Außenminister Dr. C u r t i u s für Juli in Aussicht genommenen Besuchsreisen nach Paris und Rom wahrscheinlich bis zum Herbst aufgeschoben werden, da die deutsche Reschsregierune vorläufig außerordentlich mit der Durch' sührung des Hoover-Planes in Anspruch genommen sein werde. Revision der Krlegsschulden-unö Reparalionsfrage? Sensationelle Mitteilungen des „Daily Expreß" aus Washington Der heutige „Daily Expreß" veröffentlicht eine sensationelle Mitteilung seines Washingtoner Korrespondenten, wonach die Regierung der Vereinigten Staaten bereit sein soll, die Revision der Kriegsschulden- und Reparationsfrage im nächsten Jahre in Erwägung zu ziehen, falls der Hoover-Plan nicht die erwartete wirt- London, 7. Juli, schastliche Wiederbelebung mit sich bringen würde. Ter Korrespondent will diesbezügliche Erklärungen aus absolut zuver lässiger Quelle erfahren haben, und zwar sollen dieselben von Unterstaatssekretär C a st l e in vollem Umfang bestätigt war den sein. Vertagung der Konferenz der Poungplan-Gtgnatarmächte? Frankreich will zuerst das Terrain vorbereiten Die englische Einladung, allsbald in London eine Konferenz von Vertretern der Noungplan-Signatarmächte zusammentreten zu lassen, wird in Paris verschiedentlich kommentiert. Die Engländer wünschen, daß bereits am nächsten Montag eine Konferenz von Ministern und Experten der am Nvung-Plan interessierten Staaten in London zusammentrete. In Frankreich wird hingegen die Ansicht Paris,?. Juli vertreten, es sei wichtig, zuerst das Terrain vorzubereiten, was am besten durch Fachleute geschehen könne. Den Ministern liege es dann ob, diese Vorarbeiten zu bestätigen und sie in politische Bahn zu bringen. Die französische Regierung wird ihre Haltung übrigens in einer am Freitag stattfindenden Kabinettssitzung festlegen. „Quadragesimo anno“ und Labom-pmly Unliebsame Ausdeutung einer päpstlichen Enzyklika in der englischen Arbeiter-Partei — Kardinal Bourne bläst zum Rückzug L o n d o n, 8. Juli. Die päpstliche Enzyklika „Quadragesimo anno" hat in England große Aufmerksamkeit herooxgernsen. Man maß biefer päpstlichen Botschaft ursprüngltch keine größere Bedeutung bei, bis man auf jenen Passus aufmerksam gemacht wurde, der besagt, das; ein guter Katholik nicht gleichzeitig auch Mitglied einer sozialistischen Partei sein dür se. Diese dogmatische Feststellung hat in La-bour-Kreisen Unwillen erregt. Man Hatte derartiges im Vatikan nicht erwartet, deshalb wurde in Rom sofort zum Rückzug geblasen. Kardinal Bourne wurde von dk> Kurie ausdrücklichst beauftragt, autoritatii festzustellen, daß die päpstliche Enzyklika hiebei nicht die Labour Partey im Sinne habe, wiewohl dieselbe auch in der zweiten Internationale marschiere. Kardinal Bourni stellte ferner fest, es sei dem Vatikan hinlänglich bekannt, daß die englischen Sozialisten auch gute Katholiken seien und bil Enzyklika daher keineswegs als Angriff qp| die Labour Party auszudeuten sei. Der Berichterstatter der sozialistischest „Dakly Herold" erhielt authkN' tische Informationen über die Bedeytynt der Wendungen in der Enzyklika, eine Nöstl Auslegung, die die führenden englischen Krei se beruhigt habe. Der Papst habe nach eine« Information des Korrespondenten die dogmatische Frage, ob ein guter Kathoyk auck Mitglied einer sozialistischen Partei sei) dürfte, noch nicht meritorisch behgndelb Börsenbericht Z ü r i ch, 8. Juli. Devisen: Beograd 9.11^ Paris 20.21, London 25.09, Rewyork 515.5(1 Mailand 26.99, Prag 15.265, Wien 72.45 Budapest 90.125, Berlin 122.28. Zagreb, 7. Juli, Devisen: Wist 792.86—796.26, Budapest 987.28—990.24 Berlin 1340.62—1344.64, Mailand 295.95-296.85, London 275.12—275.94, Newyorl 56.5363—56.7063, Paris 221.44—222.10, Prag 167.22—167.72, Zürich 1095.45-1098.75. Beograd,?. Juki In den letzten Tagen sind über allen Teilen Serbiens schwere Gewitter mit wölken-bruchartigen Regengüssen niedergegangen die schwere Ernteschäden verursachten. Dies gilt namentlich für Südserbien, wo bei Dja-kovica drei unter einem Baume Unterkutch suchende Feldarbeiter durch Blitzschlag alp der Stelle getötet wurden. Zwei Personest wurden schwer verletzt. Durch Blitzschlag ist ferner eine Herde von 40 Schafen und Ziegen getötet worden. aus zur Arbeit am Fünfjahres-Plan herangezogen werden. Sogar die seinerzeit zum Tode verurteilten und dann zu langjähriger Haft begnadigten Verschwörer wie Ramsin und Genossen, an deren sensationellen Prozeß man sich wohl noch erinnert, dürften bald endgiltig begnadigt werden. Im Zusammenhang damit steht die streng ste Durchführung des schon seit Jahren proklamierten Prinzips einer streng personifizierten Betriebsführung. Anstelle des Kollegiums hat überall ein Direktor zu treten. Mag dieser Direktor auch meistens proletarischer Herkunft sein, — er ist heute mit einer Machtvollkommenheit ausgestattet, um die ihn manch bürgerlicher Kollege außerhalb Rußlands beneiden könnte. Tie erhöhte persönliche Verantwortung, das ist die Waffe, mit der eine neu« Steigerung des Arbeitstempos im Rahmen des Fünfjahresplans erreicht werden soll. Der Stalinsche „Kurswechsel" bedeutet kein Aufgeben des Fünfjahres-Plans, son-l dern im Gegenteil seine Steigerung. Der' ungeheure Druck, der aus den russischen Intellektuellen lastete, soll etwas gemildexi werden. Die Aufstiegsmöglichkeiten, die bei russische Arbeiter hat, sollen ihren Ausdruö in klingender Münze finden. Das ist allez Das Hauptziel, die Industrialisierung gus der Basis der Vergesellschaftung der Produ! iionsmittel, bleibt unverändert bestehen Auf seine Erreichung kommt nach wie vm alles an. Manifest Der Reichsregierung Hindenburg- Dank an Hoover — Brüning an Mussolini — Rach der Einigung in der Moratoriumsfrage Berlin,?- Juli. Die Reichs regierung hat anläßlich des erfolgreichen Abschlusses der französisch-amerikanischen Verhandlungen an das deutsche Volk ein Manifest gerichtet. Vormittags trat das Reichskabinett zu einer Sitzung zusammen, in welcher das Pariser Abkommen zur Gänze diskutiert und genehmigt wurde. Im Manifest an die Bevölkerung heißt es u. a.: Die weitsichtige Jinitiative des Präsidenten der Vereinigten Staaten ist mit Erfolg gekrönt. Ueberall merkt m«n sie Entspannung und überall herrscht das freudige Bewußtsein, daß damit die Möglichkeit der Gesundung Europas und der ganzen Welt gegeben ist. Die Durchführung des Hoover-Planes gibt die Hoffnung, daß die am meisten Belasteten den größten Nutzen ziehen werden. Zwecks Durchführung dieses Planes aber mußten mehrere Staaten große Opfer aus sich neh men. Die großen Opfer des französischen Volkes haben in Deutschland das tiefste Echo ansgelöst. Das deutsche Volk und die deutsche Reichsregierung schulden Franko reich und der Welt allen Dank dafür, daß sie die Lage Deutschlands erkannt haben. Aber mit der Stundung der Reparationszahlungen ist noch nicht alles geschehen. Deutschland ist von seinen Lasten noch nicht befreit. Es darf nicht einen Augenblick in seiner Anstrengung ermatten und an allen Enden sparen, während die eingesparten Summen für die Stützung der Staatssinanzen zu verwenden sind, denn nur dadurch wird der deutsche Finanzmarkt gestärkt und der deutschen Wirtschaft ein gesunde Basis geschaffen werden. Wir dürfen — heißt es im Manisest — nicht vergessen, daß sich das deutsche Volk Amerika gegenüber schon im vornherein verpflichtet hat, die durch das Moratorium erzielten Ersparnisse zum Nutzen feiner Wirtschaft zu verwenden. Das Manifest schließt mit der Feststellung, daß schon die nächsten Tage Gelegenheit geben würden, die internationale Bereitschaft zur Zusammenarbeit in der Praxis zu erproben. Das deutsche Volk müsse jedenfalls dem Grundsatz der internationalen Solidarität treu bleiben. B e r l i n, 7. Juli. Reichspräsident Hindenburg richtete an den Präsidenten der Vereinig ten Staaten eine Depesche folgenden In Haltes: „Da die Pariser Verhandlungen mit Erfolg zum Abschluß gebracht und da mit der Aufschub der Reparationszahlun gen erreicht wurde, beeile ich mich, Ihnen und dem amerikanischen Volke für Ihre Initiative zu danken. Damit beginnt für die ganze Welt eine neue Aera des Friedens und der Zusammenarbeit." Rom,?. Juli. Ministerpräsident Mussolini hatte heute eine längere Unterredung mit dem Minister des Aeußern Grandi und dem italienischen Botschafter in Berlin Or-sini-Baroni, der ihm eine Botschaft des Reichskanzlers Dr. B r ü n i n g überbrachte. Der Kanzler bringt in dieser Botschaft Italien seinen Dank darüber zum Ausdruck, daß Italiens Regierung durch die vorbehaltlose Zustimmung zum Hoo-ver-Plan große Opfer auf sich genommen und dadurch den Aufschub der deutschen Zahlungen ermöglicht hatte. Mussolini überreichte dem italienischen Botschafter ein in herzlichen Tönen verfaßtes Schreiben für den deutschen Reichskanzler. Berlin,?. Juli. Die Nachrichten, die mit der Pariser Einigung Zusammenhängen, haben aus den deutschen Börsen den denkbar besten Widerhall ausgelöst. Die Nervosität der letzten Tage hat einer freundlichen Stimmung Platz gemacht und ist die Nachfrage nach deutschen Papieren erheblich gestiegen. Die Mehrzahl der Papiere verzeich-nete ein Anziehen um 5 bis 8 v. H. sen, will sie nicht, daß der Lateran-Vertrag seine moralische und politische Wirkung verliert. Dieser Vertrag hat dem italienischen Staate gute Dienste geleistet, auch heute noch kann Mussolini davon seinen Nutzen ziehen. Die unnachgiebige Haltung des Duce dürfte eher einer Kompromißneigung den Platz raumen, soll das Schlimmste vermieden werden. Die bestehende Spannung kann auf jeden Fall nicht mehr wachsen. Sie muß so oder anders gelöst werden. Die Entscheidung im Streit zwischen dem Heiligen Stuhl und der faschistischen Regierung muß schon in der nächsten Zeit fallen. Friedrich AufterM f rasa Ungarische Finanzsorgen Stützungsaktion für das Regime des Grafen Bethlen - Die Ungarische Nationalbank in Nöten Budapest,?. Juli. Gestern fand im Gebäude des Finanzministeriums eine von der Budapester Großbanken beschickte Konferenz statt, in deren Verlauf ein Syndikat gebildet wurde, welches die Emission von Schatzscheinen etwa in der Höhe von 5 Millionen Pfund Sterling ermöglichen soll. Die Placierung der Schatzscheine ist bereits gesichert. Vier Millionen soll das Ausland unterbringen, während eine Million auf die heimischen Banken zu entfallen hätte. Es handelt sich um einen Kredit des ungarischen Staates, mit dessen Hilfe die gegenwärtige mißliche Situation überbrückt werden soll, da der gegenwärtige Zeitpunkt für die Aufnahme langfristiger Anleihen nicht geeignet erscheint. Die Regierung des Grasen Bethlen ist entschlossen, einen Ueberbrückungskredit aufzunehmen, der die Finanzlage befestigen und die Devisenbestände sichern soll. Die Kreditoperation soll mit Hilfe des erwähnten Bankensyndikats unter Teilnahme der Reparationsbank und der internationalen außer Zweifel steht, werden mit den Finanzschwierigkeiten führender ungarischer Geldinstitute in Zusammenhang gebracht. Ueber diese Schwierigkeiten berichtete namentlich die englische Presse sehr umfangreich, doch werden die englischen Informationen von der ungarischen Regierung in Abrede gestellt. Wien,?. Juli. Wie die hiesigen Blätter melden, handelt es sich bei der letzten ungarischen Anleiheaktion mehr oder minder um einen Stüt-zungsversnch. Die Budapester Allgemeine Kreditbank ist ein Schinesterunternehmen der Wrener Kreditanstalt und daher durch den Zusammenbruch der letzteren stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Die ungarische Nationalbank mußte ihr unter die Arme greifen, wonach sie selbst in Schwierigkeiten kam. Es blieb schließlich der Regierung des Grafen Bethlen nichts mehr übrig und sie mußte sich an die Großbanken und an das Ausland wenden, um dort eine Anleihe flüssig zu machen. Die Affäre der Utr Notenbanken durchgeführt werden. Diese! garischen Kreditbank ähnelt nicht wenig dem Kreditoperationen, deren große Tragweite > Zusammenbruch der Wiener Kreditanstalt. Der Kampf in Rom Vor dem Bruch zwischen Papst und Duce? Die Lage in Rom hat sich in den letzten Tagen außerordentlich zugespitzt. Die diplomatischen Verhandlungen, die zwischen Vatikan und Quirinal geführt wurden, konnten zu keinem positiven Ergebnis geführt werden. Die Gefahr des Abbruchs der Verhandlungen und der Lösung der Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und der italienischen Regierung ist in bedrohliche Nähe gerückt Einen deutlichen Beweis für die Verschär fung der Krise in Rom liefert die Enzyklika, die der Papst anläßlich der Verfolgung der „Katholischen Aktion" durch den Faschismus veröffentlicht hat. „Die Begebenheiten lassen sich mit wenigen Worten zusammenfassen: Man hat versucht, tödlich zu treffen, was unserem Herzen als Vater und Hirt der Seele das teuerste war und immer sein wird . . ." Mit diesen Worten charakterisiert der Papst seine Stellung zum Verbot der Katholischen Aktion und zur Auflösung der Katholischen Jugendverbände. Mit auffallender Schärfe bestreitet der Papst dem faschistischen Staat das Recht, die Jugend restlos unter staatliche Obhut zu nehmen. Er sagt dazu: „Wir stehen vor einem ganzen Gefüge unbestreitbarer Erklärungen und vor nicht minder unbestreitbaren Tatsachen, die keinen Zweifel an dem Vorsatz lassen, die Jugend von der frühesten Kindheit bis zum reifen Alter völlig, ganz und ausschließlich für eine Partei, für eine Regierung in Anspruch zu nehmen, u. das auf. Grund einer Ideenwelt, die sich in eine wahre und eigentliche Vergötterung des Staates im heidnischen Sinne auflöst, die nicht minder mit dem natürlichen Recht der Familie und mit dem übernatürlichen Recht der Kirche im vollen Widerstreit steht." Mit großer Erbitterung spricht der Papst von den Verfolgungen, denen die kirchlichen Institutionen und Behörden in Italien ausgesetzt sind. „Wir kennen und bedauern lebhaft den Druck, den man, oft von Drohungen und Gewalttätigkeiten begleitet, auf die örtlichen Kirchenbehörden ausgeübt hat oder ausüben ließ. Wir kennen die gottlosen Parodien heiliger Gesänge und heiliger Aufzüge, alles, was man geschehen ließ, zum tiefen Schmerz der guten Gläubigen und zum wahren Schrecken der guten fried- und ordnungsliebenden Bürger." In diesem Stil ist die ganze Enzyklika gehalten Schon die Tatsache allein, oaß sie nicht in Rom, sondern in Paris ausgegeben wurde und von dort aus ihren Lauf durch die Welt nahm, hat überall ungeheures Auf sehen erregt. Mit dieser Tat wollte der Papst dokumentieren, wie bedrängt er sich in Rom fühlt. Es ist bekannt, daß das offizielle Organ des Vatikans, der „Osservatore Romano", stark unter dem Druck der faschistischen Zensur zu leiden hat. Die sich daraus für den Papst ergebende Notwendigkeit, den Weg über Paris zu nehmen, ist zumindest ebenso bezeichnend für die in Rom Herr sehende Spannung wie der Inhalt der Enzyklika selbst. Kein Wunder, wenn daher erneut Stimmen laut werden, die davon wissen wollen, daß Pius der Elfte Vatikan und Rom zu verlassen und seinen Wohnort außerhalb Italiens zu nehmen gedenkt. Tie entsprechenden Gerüchte waren schon vor Wochen unmittelbar nach dem Ausbruch des Streites um die Katholische Aktion im Umlauf. Trotzdem sie dementiert wurden, wollten sie nicht verstummen. Jetzt haben sie neue Nahrung erhalten. Es braucht kaum darauf hingswiesen zu werden, daß diese Gerüchte jeder Grundlage entbehren. Soviel steht fest, daß der Papst nicht daran denkt, den Vatikan zu verlassen. Er hat es in den langen Jahren höchster Bedrängnis nicht getan und wird es wohl auch jetzt nicht tun. Es kann über Haupt damit gerechnet werden, daß trotz all ler Schärfe, die der Streit zwischen dem Papst und Mussolini angenommen hat, es doch nicht zum endgültigen Bruch kommen wird Es liegt nicht im Interesse der streitenden Parteien, es soweit kommen zu lassen. Freilich: die italienische Regierung wird sich zu einer gewissen Zuvorkommenheit dem Papst gegenüber entschließen müs- Der sozialdemokratische österreichische Po« litiker und Chefredakteur der „Arbeiter-Zeitung", Friedrich A u st e r l i tz, ist im Alter von 69 Jahren gestorben. Ein neuer Planet entdeckt? Tokio,?. Juli. Das astronomische Observatorium von Kioto hat im südlichen Teile des Sternbildes „Schlangcnträger" einen neuen Planeten von 11.000 Meilen Durchmesser entdeckt. Die Entfernung von der Erde dürfte 185 Millionen Meilen betragen. Sliiobelh Förster-Nietzsche die Schwester des großen Philosophen und Verwalterin seines Nachlasses wird am 10. Juli 85 Jahre alt. Ein Zyklon in der Südsee. S i d n e y, 7. Juli. Ein Zyklon ist mitternachts auf der Höhe von Sydney vorübergezogen. Zahlreiche Schiffe sind gescheitert. Der Zyklon hat große Verwüstungen angerichtet. Der wolkenbruchartige Regen dauert fort. Heuschreckenplage in Toscana. R o m, 7. Juli. In der Nahe von Perugia und in einigen Gemeinden der Provinz Florenz sind millionenstarke Heuschreckenschwärme aufgetreten, die an den Kulturen verheerenden Schaden anrichteten. Der Kampf gegen die Heuschreckenplage hat selbst unter Anwendung von Gas noch keine merkliche Abhilfe gebracht. Nach Zeitungsberichten sind die Straßen der heimgesuchten Land strecken buchstäblich mit Heuschrecken überdeckt so daß die Autos sicherheitshalber die Fahrt verlangsamen müssen. Derlobum, am englischen Hof? In den letzten Tagen verbreitete sich wiederum in London das hartnäckige Gerücht über die bevorstehende Verlobung des Prinzen von Wales. Am 16. Juli wird im Buk-kingham-Palast ein großer Hofball gegeben werden. Seit vielen Jahren wurde am englischen königlichen Hofe nicht mehr getanzt-Die Alleswisser meinen, der am 16. Jul' stattfindende Ball wird zu einem großen Ereignis werden, da bei dieser Gelegenheit die Verlobung eines der Mitglieder des königlichen Hauses verkündet werden soll Außer dem Prinzen von Wales, der jetzt in seinem 37. Lebensjahre stand, sind der dritte und der vierte Sohn des Königs Georg, der Herzog von Gloucester und der Prinz Georg gleichfalls noch Junggesellen-Sollte es sich nicht um die Verlobung des Prinzen von Wales, sondern eines seiner Brüder handeln, so entsteht die Frage, xof die glückliche Braut sein wird. Die Königin von England hat eine entzückende Nichts Lady Met) Cambridge, die Tochter des Herzogs von Detlon und der Prinzessin Alica-Sie hat wunderschöne blaue Augen, goldschimmerndes Haar und einen herrlich?" Teint. Die Königin ist mit ihrer junges Nichte sehr befreundet. Die beiden Dain?" unternehmen des öfteren gemeinsame ziergänge und beschäftigen sich mit Handarbeiten. Die Königin Mary näht und ftw sehr gern. Ihre junge Nichte ist auf de^ Gebiete der Nähkunst gleichfalls sehr Qü bewandert In den Londoner Hofkreisen zählt man sich, daß sie ihre Kleider meist " felbft anfertigt. Lady Mey reiste viel durch die Welt. Sie ist beim englischen Volke sehr beliebt. Ihre Verlobung mit einem der königlichen Prinzen würde von der englischen Bevölkerung sehr begrüßt werden- Ausbildung zum Segelflieger Von Boris C. »Mein größter Wunsch wäre es, daß recht viele junge Leute sich mit meinem Glsitflug-apparat beschäftigen würden", sprach einmal Otto Lilienthal, der als ein Vorläufer der ersten Erfolge der Brüder Wright vor iast dreieinhalb Dezennien als ein Märtyrer seiner genialen flugtechnischen Bestrebungen sein Leben ließ. Der Wunsch Lilien-ihals ist durch die Begründung der Segel-slugbewegung in Erfüllung gegangen. Heu-te geht der Ruf durch dix ganze Welt: Fliegen ist alles! Wollen wir Segelflug, dann brauchen wir uuch SegelflugschulunÄ, denn heute wissen mir. daß der Motorstieger beispielsweise "och lange kein Segelflieger ist, es bedarf Wnz naturgemäß der Segelflugschulung, dünn ist das wie eine Frage der Praxis, des Geländes usw. Der Urlaub oder die Ferien stellen die deit dar, die gerne für die Segelflugausbil dung verwendet wird, zumal der frische Sportbetrieb in durchwegs schöner Landschaft und guter Bergluft ein gutes Gegengewicht gegen jede Berufstätigkeit bildet, degelslugschulung als Ferientätigkeit, Se-Jelflugschulung als Urlaub und Segelslug-ichulung als Praktikum für Studenten technischer Hochschulen. In Deutschland, England und Frankreich v neuester Zeit befreien die Arbeitsämter Erwerbslose Flugschüler auf Antrag für die 3eit der Teilnahme an einem Schulkursus n°tt der Meldepflicht, wenn die Schule bescheinigt, daß in dieser Zeit nachweislich ke>-Jst bezahlte Arbeit geleistet wird. Hierin isrgt ein ungeheurer Wert der Gleit- und ^elflugschulung und das wäre auch bei ns der Fall. Nichts wirkt auf den jungen, nrbeitssreudigen Menschen demoralisieren, b?r als eine lange Zeit gezwungener Untä-ükeit. Die Gleit- und Segelflugschulung Rbt hier neue Anregungen, neues Selbst-rrtrauen. Nun heißt es bei uns blutig an-bjvgen. sich in Gruppen schließen, in denen ^kgenheit zu arbeiten ist! Ww schulen solche Fliegergruppen auf Motorlosen Flugzeugen? Grundsätzlich lernt er Schüler erst fliegen und dann segelflie-®?n. Der Segelflug ist motorloser stunstslug et Schüler auf Motorflugzeugen lernt Mich erst fliegen, dann Kunstfliegen Dieser "Mgschulung im motorlosen Flug dient der ''Gleiter". Auf dem „Gleiter" macht her , bfänger im f l a ch e N Gelände seine er-Sprünge 5, 10 und SO Meter weit. 10, und 60 Meter hoch, immer wieder, bis h b>e Steuerung seines Flugzeuges 6e= : v r|cht, jede ungewollte Lage verhindern u. sollli Lage einnehmen kann. Ist mit lau --Sprüngen" genügend Sicherheit er Und lr bönn likht §s zu größeren Sprüngen läud -N Flügen in sanft gbfallenoes Ge-kme* am Boden gleitet der Schüler et : ^ und 100 Meter weit, und bald ist ^ u der Lage, die erste Prüfungshedingung ®. ^Prüfung — mit einem Flug von i'ota e*ten§ 30 Sekunden Dauer in genau ihh .ichuiebener Richtung zu erfüllen. Das einer Möwe schmückt jetzt den lep I „ 9?r. Jetzt werden Flüge von höhe-9en 9eU ausgeführt, Richtungsänderun-|[hjjf^0r,^n geübt, und bald startet der 8ut SW seinem ersten Einminuren-Flug, Mep Prüfung. Das Abzeichen mit S 39? 9» tiot. 11®^ ihn «ls einen Fortgeschrittenen ^ei'dvirf • Schüler beweist sein fliegerisches ten im Fluge von mindestens 5 Minu-9efüh ö.Uer’ überStarthöhe durch* S ' und erwirbt mit dieser letzten Prü-Seij, " der C-Prüfung — das ersehnte Ab fö„. . mit 3 Möwen. Dann übt er noch geistig 9e und erwirbt den amtlichen Ee-D,/"schein. Watt Lanner: Kronfeld, Groenhoff. Di-ltin sollen unsere großen Vorbilder scheu p.1'"!1,6 fugend, besonders die techni-^itol^ '^lor wüchsen bewußt in das lwafhnv,b?r Luftfahrt, sie hat heute den forel, v ?u 'hrem Lieblingsspori auser-’Wan „„l* ’Zukunft unseres Volk-s kann "‘newen an dem Gesundheitszustände du der Jugend. Darum an Hanncrle macht sich schön, Hannerle soll mit Mutter ausgehen.Vom Kopf bis zum Fub wird sie frisch angezogen und sieht nun wirklich herzig aus. Alle Bekannten unterwegs bewundern das neue Kleidchen „Ist ja gar nicht neu, nur mit Radion gewaschen", sagt sie ganz stolz und findet damit ver- -ständnisvollen Beifall. RADION PERE SAM ! SCHONT DIE WÄSCHE GARANTIERT CHLORFREI Ein zweites Pompeji Entdeckung einer alten Stadt auf dem Grunde des Schwarzen Meeres bei Gebastopot über die sensationelle Entdeckung von Pros. G r i n e w i t s ch im Schwarzen Meere berichtet. Die nachstehenden Ausführungen von Dr. Hans Prager geben uns Aufschluß über diese großartige Entdeckung. Die Redaktion. Die Halbinsel Krim im südlichen Rußland, die im Altertum der Taurische Cher-sones hieß, war fest 600 v. Chr. mit griechischen, von Milet gegründeten Kolonien besiedelt, fiel dann in die Hände der Römer, in der Zeit der Völkerwanderung in die der Hunnen und wurde 640 n. Chr. unter dem Kaiser« Heraklios dem bysansinischen Weiche einverleibt. 1783 kam die Halbinsel unter die Herrschaft der Russen. Der Name Krim ist tartarisch und bedeutet Festung. Auf ihrer Westseite, nahe bei Sehastopol, wurde im fünften Jahrhundert v. Chr. eine Stadt Chersonesos gegründet, die aber zur Zeit von Christi Geburt bereits verfallen war. Eine unweit östlich davon erbaute nege Stadt Chersonesos war lange Zeit reich und mächtig und diente im Mittelalter den Genuesen als Handelsplatz. Sie wurde im 14, Jahrhundert von den Litauern und Russen zerstört. Der große griechische Geograph S t r a b o n, der 60 vor Chr. bis 20 n. Chr. lebte, gab die Lage der Ruinen der alten Stadt Chersonesos an. Alle Versuche der Gelehrten, den Ort des alten Chersonesos aufzufinden, gingen jedoch fehl. Da wurde im Sommer des Jahres 1930 vor einer sowjetrussischen Expedition, der Professor K. E. Grinewitsch yyrstand, in der Nähe Sebastopols auf dem Grunde des Meeres eine versunkene Stadt entdeckt! Schon zur Zeit des Zaren Alexander 3. hatten zwei Taucher Angaben gemacht, wonach in der Nähe des Sebastopoler Leuchtturmes auf dem Meeresboden eine Stocht mit guterhaltenen Gebäuden , sich befände. Diese Mitteilungen wurden durch die Expedition von Grinewitsch in überraschender Weise bestätigt. In einer Tiefe von vier bis sechzehn Metern wurde eine überaus große Fläche des Meeresbodens gründlichst abgesucht und man konnte eine die Stadt umgebende dicke Schutzmauer feststellen, dann fünf runde Kampftürme, endlich einen großen, gepflasterten Platz inmitten der Stadt, der wahrscheinlich die altgriechische Agora, das Zentrum des politischen Lebens der Stadt darstellt. Grinewitsch berichtet; „Dieser Platz ist von außerordentlichem Interesse; in seinem südlichen Teile wurde xin unterirdischer verschütteter Gang gefunden, neben dem sich eine große runde Zisterne befindet; wahrscheinlich diente diese als Vorratsplatz". Noch sind die Wohnhäuser u. Straßen zu untersuchen, die in den vorschie denen Teilen der Stadt da sind. Der Gelehrte glaubt, daß noch wichtige Funde oenracht werde»« fSnnm und er hofft, daß das Ergebnis so bedeutsam sein werde wie in Pompeji. Sonderbar ist es, daß sich bei den alten Schriftstellern nirgends ein Hinweis auf den Untergang einer ganzen Stadt in den Meereswellen findet. Grinewitsch meint: „Man kann daraus nur einen Schluß ziehen, daß diese Stadt in Mjttelalter untergegangen ist, als diese ganze, von den berbarischen Nomaden eingenommene Gegend wenig zugänglich war und die mittelalterlichen Historiker nicht interessierte." Es ist möglich, daß auf dem Grunde des Meeres bedeutende Denkmäler der antiken Kunst gefunden werden können. Mit Sicherheit ist zu sagen, daß diese versunkene Stadt vieles für die Aufklärung des alten öffentlichen und privaten Lebens geben kann und helfen wird, das Geheimnis des alten Chersonesos von Strabon zu lösen, G. Durilin, der während der russischen Revolution bei der Verteidigung einer Kirche den Tod fand, hat eine ergreifende Schil dernng von dem religiösen Leben seines Volkes gegeben, das an dem Glauben hängt, im Grunde des Swjetlojarer Sees liege die unsichtbare Stadt Kitjejch, in der die wah- re Kirche der Christenheit gehütet werde. Einst hätte Gottes Allmacht von den Augen der Unwürdigen verborgen; hin zu den heiligen Stätten nun am Ufer des Sees pilgert das Volk aus allen Gegenden des weiten Landes, Menschen voll Hoffnung auf die künftige Erlösung und voll des Leides über den Verlust ihrer Kirche! Bauern aus Baku, aus Sibirien, aus Saratow, aus den Wol-gagebiet, Orthodoxe, Altgläubige, Baptisten, alle finden sich hier zusammen und beten zur Kirche der unsichtbaren Stadt und zu ihrem Beschützer. Ist es nicht sonderbar, daß ein mystischer Glaube des russischen Volkes sich sozusagen verwirklicht in dem wohldurchdachten, wissenschaftlichen Plan tatfroher Gelehrter, die eine im Meere versunkene Stadt wiederentdecken? Grinewitsch war 23 Minuten unter Wasser gewesen; ob ihn, der nach der wirklichen historischen Wahrheit strebt, nicht derselbe Geist belebt wie jene, die an eine ewige Wahrheit glauben? Die russische Seele Ist iveit u. umfaßt die größten Gegensätze, aber diese vereinigen sich in einer Wesensart, die wir Europäer wohl nie völlig genau verstehen werden. Dr. Hans Prager» Scharfe Entschließung des Antialkoftolkongreffes in Beograd Weingärten sollen in Gebieten andere Kultur In Anwesenheit des Generals Veljko-v i 6 als Vertreter S M. des Königs, des Patriarchen Barnabas und der Vertreter der übrigen Religionsgemeinschaften des Ministerpräsidenten und zahlreicher Vertreter aller Ministerien und Banalgehie te fand in Beograd der 4. Jugoslawische Antialkoholkongreß statt, der eine E n t-schl ießu n g annahm, in der es heißt, das Hauptziel des Kongresses sei, Jmß die künftigen Generationen in völliger Unabhängigkeit vom Alkoholgenusse erzogen werden. Außerdem verlangt der Kongreß, daß Weingärten nur in Gebieten angelegt wer- angelegt werden, die für keine zugänglich sind den, die für keine andere Kultur zugänglich sind, daß das freie Brennen von Branntwein verboten wird und schließlich, daß die Zahl der Gasthäuser derart herabgesetzt wer de, daß auf je 2500 Einwohner ein Gasthaus entfällt, daß alle Lokale, die den Hy-giemschen Vorschriften nicht entsprechen, geschlossen werden, daß Gasthäuser mindestens 500 m. von Kirchen, Schulen, Spitälern u. anderen öffentlichen Institutionen ntfernt sein müssen und schließlich, daß seitens der Staatsbehörden darauf hingewirkt werde, daß je mehr Schanklokale für alkoholfrei« Getränke errichtet werden, Ein schrecklicher Zrrlum? Erschütternde Tragödie einer rumänischen Kausmannsfamilie B u k a r e st, 8. Juki. In der Gemeinde Slobodia bei Jassy ereignete sich eine furchtbare Familientragödie. Im Haufe des Kauf mannes Georgescu war während seiner Abwesenheit ein Brand auSgebrochen, wobei zwei Kinder des Kaufmannes verbrannten Der Fvait nekmm ->s. tick« « e*t» ten. Als der Kaufmann zurückkam, meinte ec, fetns Frau habe den Brand verschuldet, zog seinen Revolve, und erschoß sie auf der Stelle. S-itin versuchte er seinem Leben durch Erhängen ein Ende zu bereiten, wurde aber rechtzeitig cbgefchhitien und verhaftet. Tkeater und Kunst Grazer Kunftbrief Eeltjom, zur Zeit, wo die Sonne für uns zu höchst kulminiert, reichen unsere Musentempel für die künstlerischen Veranstaltungen nicht mehr aus. Außer dem Opernhaus und den Konzertsälen werden auch der Grazer Landhaushof, der Schloßberg und die Hauptpforte der Herz-Jesu-Kirche zum Schauplatz künstlerischer Geschehnisse. Im Opernhaus gab es eine, überwältigende Aufführung von Goethes „Faust", erster Teil. Bruno Tecarli (Taust), Louis Rainers (Mephisto) und Antonia Dietrich (Gretchen), Gäste vom Dresdener Schauspielhaus, waren in Wort und Darstellung meisterliche Beherrscher der Rollen. — Als glanzvollster Abschluß der diesjährigen Oper ist die Festausführung von Verdis /Aida" mit Arthur Lucon (Mailänder „Scala") am Diriaentenpulte zu nennen. Seine ,,Aida"-Jnterpretation ist fein differenziertes Musizieren, das noch durch die stimmlichen und schauspielerischen Dualitäten der beiden Kammersän-gerinnen Vera Schwarz (Ada) und Maria Olszewska (Amneris), desgleichen der Herren Alfred Jerger (Amonasro), Fischer-Niemann (Rha dames), Tisch (König) und Schütz (Ober-Priester) eine wahre Verklärung erfuhr. Im Konzertsaal verabschiedete sich Generalmusikdirektor Professor Oswald K a b a-ft a, der die Grazer Sinfoniekonzer'e durch 5 Jahre verdienstvoll leitete, mit der Aufführung von G. MahlerS „Lied von der Erde" und Bruckners „Neunten". Beide Werke sind Schwanenaesänge ihrer Schöpfer, Kostbarkeiten von ergreifender Gefühls-t;efe. Das Städtische Sinfonieorchester ließ die musikalischen Erhabenheiten mit klassischer Schönheit ersteben und fand für Mahler in der Konzertsängerin GeArude Rünaer (Alt) und dem Overnstinaer Georg Maikl (Tenor) ausgezeichnete klangl'che Stützen. — Ein Kammer nusikkonz ert, womit der Steirische Tonkünstlerverbvnd auf-wartete, brachte ein übermodernes, wenig erfreuliches Streichquartett in D-Moll von H. Kundigraver, ein reizendes „Konzert im alten Stil" für drei Violinen von Hermann Grabner, eine von Grazie und Innigkeit erfüllte „Serenade" für Violine, Bratsche und Cello von R. Mojsivovicz und hüb'che, dankbare Lieder von O. Prosa. Ilm die konzertante Wiedergabe machten sich das Michl-Ouartett, das Urania-Trio u. Opernsänger Balaban mit O. Posa (am Klavier) verdient. Helles Entzücken weckten die Wiener San gerknaben im ehrwürdigen Landbanshofe mit der Aufführung des Operchens „Ba-ftien und und Bastienne". das Mozart als 12j5hriger Knabe geschahen hatte. Die zarten Figuren der Knaben mit ihren himmlisch hellen Stimmen boten unter der musikalischen Leitung Dr. Grubers ein ntärchen Haft anmutendes Ensemble, dem man reichlich zujubelte. Als jüngsten Mozartfund kredenzte man das von R. Mojsisovics in der Handlung bereicherte pantominische Ballett „Die LiebeSprobe oder Fa!me, die treue Bajadere". Mitglieder des Grazer Balletts Brachten das Berichten unter der künstlerischen Führung des Operndirektors Karl T u t e i n zu einer von klingender Anmut bestrahlten tänzerischen und mimischen Wirkung. — Eine in der Gesamtwir-kung (Bankel als Spielleiter) und in den Einzelleistungen (Hildegard Bertram als Elga, Bankel als Starschenski) hochwertige Freilichtaufführung erlebte man im Traum spiel „Elga" von Gerhart Hauptmann, das durch die innere Einstellung der Zuhörer-ichaft und den äußeren Glanz, bewirkt durch die Anwesenheit des Bundespräsiden-ten Miklas, erhöhte Festspielweihe atmete. — Nicht unerwähnt bleibe die Feier des Grazer Männergesangvereines, der anläßlich des vor 50 Jahren in Wiesbaden etrim genen Sängersieges mit einem Freikonzerte im vollbesetzten Landhaushofe aufwartete und dabei unter anderen die beiden Preischöre „Werners Lied aus Welschland" von tz. Herbeck und „Frühlingslied" von A. Wöckl beifallumrauscht unter Köles Leitung zum Vortrage brachte. Wohl die schönste Bühne bot der Grazer Schloßberg selbst, wo sich im Zauber der Sommernacht Heinrich Spillers (Deckname der Dichterin) Volksfestspiel "Lazarus" unter dem Aufwande eines großen' Spiel-apparates, geführt von Ernst TberwalH NIVEA-CREME: Din 5,— bis Din 22.— NIVEA-ÖL: Din 25.— und 35,— NIVEA-CREME d. h., reiben Sie sieb VOT dem Sonnenbade kräftig mit NIVEA-ÖL fHautfunktions-' [u. Massagc-ö:; ein. Beide enthalten das hautrdlegends Eucerit Beide vermindern die Gefahr schmerzhaften Sonnenbrandes, beide bräunen Ihre Haut, auch bs*: bedecktem Himmel. Nivea-Creme wirkt bei Hi-:e angenehm kühlend. Nivea-Cl schützt Sie bei unfreundlicher Witterung vorm „Frösteln u. damit vor Erkältungen. Nie mit rtäSf'TTl Körper sonnenbaden! Und stets vorher einreiben! P. Beiersdorf L Co. d.s. o. ]., Maribor einer Begeisterung entfachenden Teilnahme erfreute. — Auch in der Herz-Jesu-Kirche fanden unter Direktor Louis Groß im Freilichtspielrahmen andachtstimmende Aufführungen von Hoffmannstals „Jedermann" und P. A. Jnnerkoflers „Muttergoitesspiel" statt. Hans P r a t s ch e r. Sport Aufbiühender FußbEpott in Murska Sobota Der Sportklub „Mura" ließ Heuer dem Fußballsport eine ganz außerordentliche Pflege angedeihen. Unter der umsichtigen Führung des zielbewussten und tätigen Sek tionsleiters Herrn Rudolf V e t e r k a haben sich heuer Spieler zujammengefnndcn, die bereits einen spielkrüftigen Gegner abzugeben imstande sind. Die Mannschaft absolvierte heuer bereits eine lange Reihe von bemerkenswerten Spielen, in denen sie stets einen Formfortschritt verzeichnen konnte. Schon im Kampfe gegen „Rapid", der 9:5 ausging, leistete die Mw: schaft einen hartnäckigen Widerstand, wenn auch das Spiel verloren ging. Im zweiten Tressen gegen „Železničar" waren „Mura" die ersten Sie gesehren beschicken. Nach einem wirklich in teressanten und durchwegs spannenden Spiel blieb „Mura" mit 3:1 vielumstrittener Sieger Ersprießliche Leistungen boten die Spie ler auch im Treffen mit „Maribor", das mit 3:5 endete. Auch hier agierten die ein zelnen Formationen vorzüglich, so daß „Maribor" nur schwer den Sieg davontra gen konnte. Im letzten Treffen gegen den Sportklub „Celje" feierte aber die Mannschaft bereits einen wahren Triumph. Mit 7:1 geschlagen mußten die Gäste ans Celje das Feld räumen. Das Team spielte wie aus einem Guß und war in allen Belangen den Gästen klar überlegen. Mit geschickt durchgeführten Aktionen kamen die heimi schen Spieler immer wieder vor und blok kierten mitunter für längere Zeit das gen nerische Gehäuse. „Celje" konnte nur nach verzweifelter Gegenwehr eine noch schwerere Niederlage abwehren. Die herrlichen Erfolge der Mannschaft lassen noch einen weiteren Aufschwung des Fußballsports in Mur ska Sobota erwarten, der in diese sportbegei sterle Stadt neues Leben und TreAn bringen wird. : SK. Rapid. Donnerstag nachmittags findet ein wichtiges Training der ersten, der Reserve- und der Jugendmannschaft statt, zu welchem alle Spieler zuverläßig M erscheinen haben. Nach dem Training wichtige Zusammenkunft zwecks Bekanntgabe der für die neuen Legitimationen nötigen Daten. — Die Spieler Ivačič, Emil Pernat, Bunan und Löschnigg Matthias mögen unverzüglich (spätestens bis Freitag) je ein Bild bei Herrn Lehrer, Gosposka ul. 22, abgeben. Kino Burg-Tonkino. Der lOOprozentige deutsche Sprech- und Tonfilm „Der Sohn der weißen Berge" mit Luis T r e n k e r, Renate Müller und Maria S o l w e g. Ein herrlicher Gebirgsfilm von Liebe u. Schnee. Union-Tonkino. Die unterhaltende lOOprozentige deutsche Sprech- und Tonsilmhumoreske aus dem Soldatenleben „Drei Tage Militärarrest" mit Gretl Theimer, Lucie " g I ' f ch und Felix B r e s a rd c. Todesfall. Im Militärspital starb am 5. d der 21jährige Infanterist des hiesigen Regiments Ljubomir Markovič aus Vranska banja. c. Ein gewalttätiger Vieheinkäufer. Am 4. d. kam der Besitzerssohn Franz 5 k e t int Dorfe Drevenik bei Kostrivnica zur Besitzerin Maria Furman, um von ihr ein Kalb abzukaufen. Als er sich das Tier angesehen hatte und die Besitzerin den Preis nannte, begann Šket zu handeln und bot nur die Hälfte. Als die Besitzerin von einem solchen Kaufe nichts wissen wollte, begann Štet plötzlich auf sie einzuschlagen. Er verfuhr dabei so gewalttätig, daß er der Furman den linken Arm brach, ihr den Daumen der rechten Hand verrenkte und sie am Kopfe und im Gesichte schwer beschädigte. Die schwerverletzte Besitzerin mußte nach Celje ins Allgemeine Krankenhaus gebracht werden. Šket aber wurde von der Gendarmerie verhaftet. e. Ein Kind beim Wasfertrinken ertrunken. Montag nachmittag arbeiteten einige Frauen auf einem Felde in der Nähe der Brücke in Levc. Sic hatten dabei einige K'm der bei sich. Der 5jährige Sohn des Zimmermanns Mirnik in Levc Joža entfernte sich mit einem Spielgefährten um bei einer in der Nähe liegenden Duelle Wasser zu trinken. Da er sich zu weit vorneigte, fiel er ins Wasser und blieb liegen, sein Gefährt aber versteckte sich vor Angst. Als die Frauen eine halbe Stunde später die Knaben ver mißten und Nachschau hielten, fanden sie den Mirnik tot im Wasser liegen. Alle Wieder belebungsverfuche blieben erfolglos. c. Unfall auf der Kapuzinerbrücke. Montag nachmittag fuhr der Besitzer Andreas V a Z aus Spodnja Hudinja mit einem Wagen über die Kapuzinerbrücke. Da sich zur gleichen Zeit noch andere Wagen auf der Brülle befanden, kam das äußerst baufällige Objekt ins Schwanken, so daß VaZ vom Wagen geschleudert wurde. Er erlitt dabei schwere Verletzungen am Kopfe und am Rücken. Mit llem Rettungsauto wurde er.auf die Rettungsstation gebracht und verbunden. c. Diebstahl. Am 4. d. begab sich das bei einem Besitzer in Dramlje beschäftigte Dienst mädchen Amalie H r a st n i k vom Wochenmarkte nach Hause. Vor dem Geschäfte Mis-lej in der Kralja Petra cesta stellte sie ihren Korb vor das Aüslagenfenster um etwas in den Korb hineinzulegen. Dabei legte sie eine kleine Handtasche, in der sich 2000 Dinar ihres Dienstgebers befanden auf das Fenster. Beim Weitergehen vergaß sie auf die Handtasche, als sie aber zurückkehrte war die Tasche bereits verschwunden. Radio Donnerstag, 9. Juli. Ljubljana 12.15 bis 13: Reproduzierte Musik. — 18.30: Salonkonzert. — 20.30: Amerikanische Lieder. — 21.15: Ue-bertragung aus Bled. — Beograd 20: Medizinischer Abend. — 22.50: Klassischer Abend. — Wien 19.30: Uebertragung aus der Staatsoper, Verdis Oper „Der Troubadour". _ 22.15: Jazz. — Mühlacker 19.15: Volkslieder. — 20: Philharmonisches Konzert. — 22: Klavierkonzert. — 22.40 bis 24: Tanzmusik. — Toulouse 20.15 Opernarien. — 21.30: Diverse Solis. — 21.45: Tanzmusik. — 22.45; Operettenlieder — 23.30: Symphonieorchester. — Bukarest 20: Gesangsvortrag. 21.15: Symphonieorchester. _ R o m 21: Klassischer Abend. — Prag 20.10: Großes Symphoniekonzert. — 22.25: Orgelkonzert —Mai l a n d 19.15: Vokalkouzert. — 20.45: Opernabend. — Budapest 17.30: Or- chesterkonzert. — 20: Ungarische Volkslieder. — Warschau 20.15: Leichte Musik. — 23: Tanzmusik. — D a v e nt r Y 21.35: Jazz. — 24: Moderne Musik. Der hunderiMrige Zazz Allgemein ist die Meinung verbreitet, dag die Jazzband eine verhältnismäßig neue Er sindung sei, die kurz nach dem Kriege in Amerika aufkam, um dann ihren Sieges-zug durch die ganze Welt anzutreten. Zuerst sträubte, sich das europäische Publikum gegen die Jazzmusik, aber später begeisterte es sich für die synkopischen Jazzrhythmen ge nau so, wie die Amerikaner. Nun kommt Dr. Baseler, einer der bedeutendsten Kenner der exotischen Musik, und überrascht uns mit der Behauptung, daß der Jazz auf mindestens 100 Jahre seines Bestehens zurückblicken kann. Dr. Baseler fand ein Nv-tenheft aus dem Jahre 1827, dessen Titelblatt eine wahrhafte Abbildung des modernen Jazzorchesters darstellt. Man sieht darauf 5 Neger in schwarzen Frackanzügen u. weißen .Hemden, mit Tamburin, Banjo, Zieh Harmonika und sonstigen Instrumenten hantieren, d'e jetzt als ausgesprochene Bestandteile eines Jazzorchesters betrachtet werden. Das ganze Ensemble trug den Namen „Eti- opian Serenaders" und unterschied sich in nichts von den heutigen Jazzkapellen. Es gibt wahrhaft nichts Neues auf der Welt. Kleplomamsche Warenhausdiebe Die Londoner Polizei erklärt, die Kleptomanie sei in London in schrecklicher Weise im Steigen begriffen. Schätzungsweise berechnet man, daß die Londoner großen Warenhäuser jährlich um Waren im Werte von ' mindestens 2 Millionen Mark bestohlen wer den. Der Chef des Diebstahldienstes am Scotland Uard meint, diese Entwendungen könnten nur zu einem geringen Prozentsatz von Berufsdieben gemacht sein. Es sei viel leichter, einen Dieb auf frischer Tat zu ertappen, als einen Kleptomanen bei Ausübung seiner Leidenschaft zu fassen. Der Beamte hatte Gelegenheit, Damen der Londoner Gesellschaft zu verhören, die des Diebstahls angeklagt waren. Eine Witwe verfügte über eine Rente von 10.000 Mark monatlich. Und eine Anzahl junger Mädchen, die von ihren reichen Eltern 8000.— Dinar monatlich als Taschengeld bekamen, waren ihrer Passion so sehr verfallen, daß sie jede Gelegenheit benutzten, um aus den Geschäften verschiedene Gegenstände zu stehlen. Auch viele anständige und bescheidene Hausfrauen aus der englischen Provinz kön nen während eines Londoner Besuches nicht auf die Freude verzichten, irgend eine Kleinigkeit zu stehlen. Bekanntlich verschafft vielen Menschen die Tatsache, einen Gegenstand zu besitzen, ohne dafür bezahlt zu haben, das größte Vergnügen. Wissen Sie schon? Das Kinderspiel „Himmel und Hölle" sol 4000 Jahre alt sein und wurde schon uw Ostern zur Feier des Jahresanfanges im alten Babylon gespielt. Jeder Mensch besitzt ein schwaches Drgi seines Körpers, das er besonders schom muß, um alt zu werden. Denn dieses schm che Organ wird ihm sehr leicht zum Krer Bücherschau Töchter von Millionären in Amerika koirt men in letzter Zeit häufig auf den Gedanken, in Modesalons praktische Dienste zu leisten. Sie erhalten aber auch viele Drohbriefe von denen, die nichts haben und keine Anstellung finden. b. A. Artur Kuhnert: Fische im Fjord! Roman. Ganzleinen Mk. 6.50, geh. 4.50 Mf. Verlag Philipp Reclam jun., Leipzig-Ein Roman aus der Nähe Hamsuns — aber ganz eigenartig, einmalig in seiner Bildkraft. „Schwer ist Liebe zwischen Land und Meer" — das ist das Grundmotiv dieses Romanes, durch den die Fluten des Nordmeers rauschen, die wimmelnden Schwärme der Fische ziehen, in dem die große Schweig samkeit der Gletscherberge atmet und alles karge Leben, alles Menschcnglück in sich auf' saugt und verschl'nat Lokale C Mittwoch, den 8 Äuti Der VrofesforenkongreH Der Verlauf des Festbanketts - Ergänzungswaylen und Resolutionen Bankett, welches gestern abends hie ^esigen Professoren ihren aus allen Teilen Landes zusammengeströmten Kollegen öu Ehren im großen Union-Saale gaben, iajl man im Vordergründe der mit Zier-Wttnzen schön geschmückten Estrade die Her ren Kreisinspektor Dr. S ch a u ba ch, Be-is^shauptmann Banalrat Dr. J P a v i c, ^bzirkshauptmannstellvertreter Dr. V r e-6« r, Oberst P u t n i k o v i 6 als Berietet des Stadtkommandanten, Domherrn ® ' t t als Vertreter des Fürstbischofs Dr. Marlin und Magistratsrat R o d o 8 e k in Vertretung des verhinderten Bürgermeisters Dr. Juvan u. a m. Die von einem ^tudenten-Orchester flott gespielten Weisen brachten dem jugendlichen Dirigenten und st'ner Schar dankbaren Beifall ein und hal fett mit, den Abend, der überaus herzlich-gemütlich verlief, zu verschönern. Gymna-staldirektor Dr. T o m i n s e k, der den ^bend mir einer patriotischen Rede einleitete, erteilte hierauf der Reihe nach dem Mi "fsterialinspektor Kangrga, Kreisinspektor ^r. Schaubach, Direktor Čufotiič, Magi-stratsrai Rodošek, dem Obersten Putnikovič alz Vertreter des Heeres, ferner Frau Pro» fefsot Jovičič, Ministerialdirektor Dr. Ba-bfö, Prof. Kostič, Direktor Muftič, Professor Jerän und noch einigen anderen Red-Rrn das Wort zu Trinksprüchen, die alle ^eudig-optimistisch ausklangen und deren pinn es war, dem Mittelschullehrerftand ^ seiner schwierigen Arbeit für Jugend u. '"°lk nur Bestes zu wünschen. Bemerkens-^rt. ist, daß sich unter den Teilnehmern niirf) einer der Attentäter auf den ehemali-{N österreichisch - ungarischen Thronfolger anz Ferdinand in Sarajevo befand: Tr. litten hatte, wurde er in belassen. ipitalsbehandlung M. An gute Menschenfreunde wendet sich ein armer, kranker Invalide mit vier kleinen Kindern mit der innigen Bitte, ihm Kleidungsstücke (hauptsächlich für die Kinder im Alter von 3—10 Jahren) und kleinere Geldspenden zukommen zu lassen. Den edelmütigen Helfern in der Not im vorhinein ein „Vergelts Gott!". Vaso č u 6 r i I o v t č, gegenwärtig Professor an der Lehrerbildungsanstalt in Beograd. Der Abend verlief in animiertejter Stimmung und lösten sich die Teilnehmer nur sehr schwer und in spät vorgerückter Stunde von der gastlichen Stätte Der Kongreß wurde heute vormittags fortgesetzt und nach Beendigung der umsang reichen Referate abgeschlossen. Nach den längeren Ausführungen des Obmannes des Hauptausschusses Prof. D i v a c ergriff Prof. F e r b er aus Zagreb das Wort, um sich mit Standesfragen der Professoren zu beschäftigen. Nach Abschluß der Tätigkeitsberichte und der allgemeinen Debatte beantragte Direktor K o st i č eine Liste für die freigewordenen Stellen im Hauptausschusse. Als Präses verbleibt noch weiterhin Prof. Diva c'ttus Beograd. Zu Vizeobmännern wurden die Professoren Boško B o S k o-v i č und Katharina Jovičič gewählt, während in den Ausschuß Franko Živio-v i č, Djuraj Nikolič, Rad oje K n e-z e v i č, Milorad D j e r i č, Darinka R a d o Z e v i č und Radivoje Nenadov ič berufen wurden. Obmannstellv. B o Z k o v ič brachte sodann mehrere Resolutionen zur Verlesung, die sich mit Standesfragen, zum Teil mit dem neuen Beamtengesetz beschäftigen. Nach Annahme derselben verlieh der Vorsitzende Prof Dr. Pečovnik seiner Freude darüber, daß die Kongreßtage so glatt abgelaufen sind, Ausdruck, wotauf er den Kongreß als beendigt erklärte. Die Gäste werden im Laufe des heutigen Nachmittags mehrere touristische Stützpunkte am Bachern aufsuchen sowie mehrere Aus flüge in die nächste Umgebung und nach Rogaška Slatina unternehmen. Maribor auf öer Ausstellung öer Städte, des Draubanats Ende August findet, wie bereits berich-ot, in Ljubljana, eine Ausstellung der Städte Osts dem Draubanal statt, die die Sehens« Würdigkeiten und Naturschönheiten, den Ent 'ststftmtgsgang und Charakter der Städte Sloweniens zeigen soll. Selbstverständlich est'itigt sich auch die Draustadt als zweitgrößte Stadt des Banats an der Ausstel-zu welchem Zwecke ein besonderer Vor-oreitungsausschuß aus den Reihen der hie-wirtschaftlichen und kulturellen Orga-Wibtten mit Bürgermeister Dr. Juvan st der Spitze konstituiert wurde. Einen wich Pen Teil der Ausstellung wird die histo-jst'Nst Abteilung bilden, die wichtige und ^ interessante Antiquititäten umfassen . std. Dieselben werden so gestaltet werden, >1 der Besucher ein getreues Bild der da-, ol'.gen Verhältnisse erhält. In Betracht wststoen alte Bilder, Trachten, bürgerliche formen, Zechblätter, Siegel, alte Waf-t,, ' ststaße, Bilder bekannter Persönlichkei-stz' olte Möbel usw. Da sich viele Gegen« tet Pe >n privatem Eigentum befinden, rich (I,- Stadtmagistrat an alle Besitzer das Iiin0 ' t>ie Gegenstände für die Ausstel- f'eg Verfügung stellen zu wollen, um .^sfolg würdiger zu gestalten. Der Aus-tstten^rnimmt für alle geliehenen Antiqui ftitd . vollste Verantwortung. Ueberdies Gegenstand versichert werden, tve^ i "che und mündliche Anmeldungen ilhr? f^en Wochentag zwischen 8 bis 12 trte* j?1 städtischen Bauamt, 1 Stock (Zim-' bis zum 18. d. entgegengenommen. ^er entsprungene 3S, Sträfling ergriffen Monaf st0lst erinnerlich, wurde vor einem bettopr,n!Ü. ^stststuš von einem Sträfling ein be.m stu^-.^oh^orsuch ausgeführt, der ^rechcit r "'"dH für längere Zeit die »ot einem ^s-war am 5. Juni, also Ž« Wannto»S. im. sitzexz Pw,Tr und Großgrundba wehtcte eč-S*®0 ^ o b i č in Limbuš fchäftjat vu °f 9e bei Sommerarbeiten de- Nie 3nÄ' Zu--- geringsten Verdacht, daß ei- ner von den Leuten was vor hätte. Plötzlich schlich sich der wegen Mordes zu zwanzig Jahren verurteilte Muslimane Meh med Romovič in einem unbewachten Augenblick gegen den Aufseher, entriß ihm das Gewehr und suchte eilends das Weite. Rome vič trieb sich längere Zeit herum und fristete teils durch gelegentliche Arbeiten, teils durch Almosen sein Dasein. Die Gendarmerieposten, die von der Flucht sofort verständigt wurden, lauerten ständig auf den Flüchl ling, der schließlich die Grenze des Drau-banats ereicht hatte, um gegen Süden weiterzuwandern. Sein Aufenthalt in der Nähe von Sisal wurde ihm aber zum Verhängnis. Vom Hunger getrieben versuchte der Mann gegen Abend die Stadt aufzusuchen. Kaum hatte er die Straße erreicht, als schon zwei Gendarmen auf ihn aufmerksam wurden und seine Verhaftung Vornahmen. Romovič, der noch das geladene Gewehr bei sich trug, leistete nicht den geringsten Widerstand. Und so kehrte der Mann nach einmonatiger Unterbrechung gestern wieder hinter die Mauern unserer Strafanstalt zurück. Eine Wohltat an heißen Tagen . . . ist eine Kopfwäsche mit Elida Shampoo. Ihr Haar wird nicht nur gründlich gereinigt .... es bleibt auch schön und gesund! jede Woche einmal Kopfwäschen mit ELIDA SHAMPOO m Todesfall. In der vergangenen Nacht ist der bekannte ehemalige Kaufmann in der Tržaška cesta Herr Anton K o l e n c im 56. Lebensjahre gestorben. m. Der M.G.V.-Liederabend abgesagt. Der für Samstag, den 11. Jul: in der rückwärtigen Veranda der Union-Brauerei an-gelündigte Liederabend des Mannergesangvereines muß abgesagt werden, da hiezu die polizeibehördliche Bewilligung nicht erteilt wird. m. Mn fingierter Selbstmord. Wie wir berichteten, hat sich der 48jährige Winzer Heinrich B a ch m a n in einem Gasthause in Melje eine Kugel in den Körper gejagt und wurde mittels Rettungsautos ins Spital gebracht. Wie sich nun herausstellt, hat der gute Mann sowohl Polizei und Rettungsabteilung sowie auch seine ganze Umgebung zum Besten gehalten. Die ärztliche Untersuchung ergab, daß der „Selbstmörder" außer einer leichten Ritzwunde ober dem Herzen keine weitere Verletzung aufwies. Er hat wahrscheinlich vorher die Kugel aus der Patrone entfernt und einen Blindschuß gegen sich abgefeuert. Da er aber durch die Arbeit im Weiuaarten einen Sonnenitim er m. Husschlag. Gestern wurde der 18jähri-ge Besitzerssohn Johann Amon aus Bukovec bei Rače, während er die Pferde zur TrKnke führte, von einem Gaul ins Gesicht geschlagen, wobei er eine schwere Verletzung am linken Auge erlitt. Er mußte ins Allgemeine Krankenhaus gebracht werden. m. Mit der Mistgabel verletzt. In Ložane bei Sv. Marjeta o. Pesnici verletzte sich der 17jährige Winzcrssohn Johann Weizen während einer Neckerei mit der Mistgabel den linken Arm so schwer, daß er sich sofort in Spitalspflege begeben mußte. m. Sturz vom Kirschenbaum. Der 15jäh-rige Speng'lerlehrling Rudolf Senčar fiel beim Kirschenbrocken vom Baume und verletzte sich den Unterschenkel. Er wurde ins Allgem. Krankenhaus gebracht. m. Fahrraddiebstähle und kein Ende. In letzter Zeit vergeht fast kaum ein Tag, an welchem nicht ein Fahrrad einem frechen Dieb zum Opfer gefallen wäre. Ein unbekannter Täter hat es in den letzten Tagen auf das Kreisgerichtsgebäude abgesehen, aus dessen Flur er bereits mehrere Räder verschwinden ließ. Gestern vormittags hatte der in Podova am Draufelde wohnhafte Schneidermeister August W e ll e am Gericht eine Angelegenheit zu regeln. Der Mann ließ nur für einen Augenblick das Rad in Stiegenraum und als bald daraus zurückkehrte, war vom Rad keine Spur mehr. Könnte nicht ein Organ, vielleicht ein Pensionist, gegen eine geringe Entschädigung zur Aufsicht bestellt werden? m. Wer kennt den Knaben? Von der Polizei wurde gestern ein jüngerer Knabe angehalten, der allein in den Straßen umherirrte. Der Kleine gibt an, er sei elternlos und suche in der Stadt Arbeit. Eventuelle Aufschlüsse über die Richtigkeit der Angaben des Knaben, dessen Name Franz Kocjančič sein soll, mögen der Polizei bekannt gegeben werden. m. Ein unverbesserliches Individuum. Der Polizei gelang es gestern bieSljährtge beschäftigungslose Josefine Letnik nach längerem Suchen festzunehmen und hinter Schloß und Riegel zu stecken. Das Frauen zimmer, das sich unter verschiedenen Namen wie Zaherl, Krajnc, Ribič usw. fälschlich ausgab, verübte in der letzten Zeit eine Reihe von frechen Diebstählen, Betrügerei en und sonstigen Delikten. Schon vor lan gerat Zeit eignete sie sich unter dem Vor wand, ihr Bruder sei ein gut situierter Be scher, bet einem hiesigen Manufakturisten ei ne größere Anzahl von Waren an. Einen Schneider betrug sie um einen Betrag von 1300 Dinar. Mehreren Dienstgebern entwendete sie teils kleinere, teils größere Be träge und Kleider, um dann spurlos zu verschwinden. Aus Ptuj P. Warum ist die bei der Gastwirtschaft im Bolksgarten für die Unterhaltung der Kinder angebrachte Schaukel in einem solchen Zustand, daß eine -Benützung derselben mit größten Gefahren verbunden ist? Abhilfe tut not! p. Vergiftung der Fische im Volksgartenteich. Ein noch nicht eruiertes Individuum mengte dem Wasser im Volksgartenteich ein Gift bei, sodaß eines Morgens fast sämtliche Fische tot vorgefunden wurden. Das Wasser mußte abgelassen und der Teich gründlich gereinigt werden. Nach dem Täter wird eifrigst gefahndet. p. Neuerlicher Einbruch in der Umgebung. Erst vor kurzem verübten unbekannte Täter einen Einbruch am Weingutsbesitz des Herrn Jurca in der „Kollos" und schon wieder wird ein Einbruch aus derselben Gegend gemeldet. Die Täter hatten es diesmal auf das Haus des Besitzers Franz M o h o r i č in Vareja abgesehen, wobei ihnen zahlreiche Kleidungsstücke und Wäschezeug zum Opfer fielen. Auch diesmal blieben die Nachforschungen ergebnislos. Die Bevölkerung versetzten diese ständigen Einbrüche in eine verständliche Erregung. Die maßgebenden Faktoren mögen wirklich einmal energisch entschreiten, um dieser stets zunehmenden Einbruchsgefahr Schranken zu setzen. p. Ein Opfer der Hitze. Sonntag nachmittags fand Herr Hans O m u l e tz in unmittelbarer Nähe des Hotels „Slon" in der Vošnjakova ulica einen bewußtlosen Mann, der jedenfalls infolge der Hitze zusammengebrochen und hiebei so unglücklich gestürzt war, daß er am Hinterkopfe eine klaffende, heftig blutende Wunde erlitten hatte. Herr Omuletz, selbst ein eifriger Wehr mann, alarmierte umgehends die Rettungsabteilung, die den Verletzten, den man als den Reisenden Franz B u k 8 i č erkannte, zu Herrn Dr. Blanke brachte. Nach Anlegung eines Verbandes wurde der Verunglückte über eigenes Verlangen in häuslicher Pflege belassen. Juli 8 Uhr: Barometerstand m. Wetterbericht vom Feuchtigkeitsmesser — 28, 722, Temperatur + 31.5, Windrichtung WO., Bewölkung teilweise, Niederschlag 0. m. Kranzablöse. An Stelle eines Kranzes für den verstorbenen Herrn Josef Holnta-ner in Radvanje spendeten Herr und Frau Alois A n d e r l e, Lokomotivführer in Ma ribor, der Freiw. Feuerwehr von Radvanje den Betrag von 100 Din., wofür ihnen das Kommando den herzk. Dank «fsip'v-ht * Die Versicherungsgesellschaft „Eroatia" in Zagreb — Generalvertretung Maribor bat gb 1. Juli d. I. ihre Kanzlei in der Stolna ul. 1/1. Aus Glovenjmadec sl. Dämon Alkohol. Anläßlich der Firmungsfeierlichkeiten zechten in einem Gasthaus in Šmartno bei Slovenjgradec mehrere Burschen. Der Wein stieg den Jungens bald in die Köpfe, sodaß im Nu die Situation recht bedrohlich zu werden schien. Die Kellne rin versuchte die Hitzköpfe zu besänftigen, doch ohne Erfolg. Plötzlich sprang ein Trunkenbold auf sie los und schlug sie zu Boden. Das Mädchen stürzte hiebei so unglücklich, daß es auf eine Flasche stieß, an deren Scherben es erhebliche Verletzungen erlitt. sl. Aus dem Eisenbahndienste. Der Stationschef Herr Marko Zupanič wurde zum Vorstand in Grobelno ernannt. An seine Stelle kam Herr Ferdinand F e t t i ch-F r a n k h e i m aus Rogatec. Bei Appetitlosigkeit, saurem Aufstoßen, schlechtem Magen, träger Verdauung. Darm Verstopfung, Aufgeblähtheit, Stoffwechselstörungen, Nesselausschlag, Hautjucken befreit das natu liehe „Franz-Josef„-Bitterwasser den Körper von den angesammelten Fäulnis giften. Schon die Altmeister der Heilmittellehre haben erkannt, daß sich das Franz-Joses-Wasser als ein durchaus zuverlässiges 8«) 37- A t r**- k Blasser milchig ist, gibt man vier Eß-,>v ^ ^'cker, ein halbes Li rer Milch und (tet Eidotter bei, sprudelt alles gut ab, 5°Ut die ausgepreßlen Mandeln hinein. Re kn El äse r und deckt sie mit Schlag- VaniLemilch. @in Liter Milch wird mit drei Eßlöffel j' er und Vanille ausgekocht, kalt gestellt. ,LlT°$ mit dem Satt erner halben Zitrone drei Eidottern versprudelt.. r .. Orangenmilch. ;z^n kocht ein Liter Milch mit vier Eß-o^Zucker und einigen Lindenblüten, gibt i,,;1 .^9ft und etwas Schalen einer Orange ’ kößt abkühlen und seiht gut durch. Malzmilch für schwache Kinder. lij^Qn kocht ein Liter Milch mit ein achtel ije° Malzzucker und Vanille gut auf. stellt >,t "kilch kalt, sprudelt zwei Eidotter und um Dunst geschlagenen Schnee dazu jfij^Eänfe dieser Art sind für das Ge-'‘)nfn ^er Kinder berechnet und sollen ^ °|t und reichlich gegeben werden. ü^Zll. diesen Rezepte lassen sich sehr gut aitt irdene eingemachte Beeren verwenden, Bitcfptrtufe u>an in diesem Falle mit dem ^Zurückbleiben, ilhtiu ^'portleuten wollen wir eine Erfri-Zeichen, um sie bei großer Hitze zu Mandelmilch. £ CS r~ Und Schale von einer Zitrone und ?itt J,e uns ein Liter Wasser, welchen man k^n, v ^ugerl Zimtrinde, sechs Deivürznel-§e{a 'J? Stückchen Ingwer und fünfzehn u^d "Ucker beimengt, alles gut aufkocht Eis stellt. Gewürztrank. Kalte Schale. »itfn einem Glas kalten Wasser an-"üt ^ öen siedenden Zucker gegeben, 'Mo,', ‘, ' vanille zehn Minuten kochen ge-"k lloltellt'.in Schalen versüllt, mit Merfi uberspritzt, mit Schlagobers und obenan fest überzuckert. 'ker "egs zu befürworten; man vergesse nicht, daß derartige Verbindungen doch nicht auf Grund von Zuneigung geschlossen werden, sondern fast immer (wobei wieder ab und zu eine Ausnahme auch hierin Vorkommen mag) ihren Grund in materiellen . Dingen besitzen. Gewiß- kann man nichts mit apodiktischer Sicherheit gegen Gleichaltrigkeit sowohl als stark Differenzierendes im Alter der Ehepartner Vorbringen; es läßt sich eben nur aus der Erfahrung von zahlreichen, sehr vielen „Fällen,,, soweit menschliche Voraussicht reicht, etwas sagen; immerhin, daß sich eine Tendenz bemerkbar macht, das Alter des Mannes hoher hinaufzusetzen als das der Frau, ist eine Tatsache, die darauf schließen läßt, daß mit dem Gegenteil — also gleiches' Alter oder gar jüngeres des Mannes — nicht durchwegs oder großenteils die wünschenswerten Erfahrungen gemacht wurden. Letzten Endes wird es immer und überall vom Wesen der Ehepartner abhangen, ob ihre Gemeinschaft eine ideell-ideale zu werden verspricht oder ob sie nur das Zusammenleben führen, ohne ihm ein Miteinander zu geben. Ohne irgendwelche Prognose stellen zu wollen oder stellen zu können, wird man doch jeweils dem älteren Mann in der Ehe dem gleichaltrigen oder jüngeren den Vorzug dann geben, wenn seine sonstigen Eigenschaften (die man schließlich ein wenig kennen muß, ehe man sich bindet) eine Gewähr für die Zukunft bilden. Adele Bruckner. jFeuilleton Die Injektion Von Ernst F e i g l. In das Ordinationszimmer einer jungen, liebenswürdigen Zahnärztin tritt ein Mann, in dessen Antlitz noch die Qual schlaflos vor brachler Nacht liegt. Der Mann: „Guten morgen. Ach . . . Ich bitte Frau oder Fräulein Doktor, wie? Ach . . ." Die A e r z t i n: „Nehmen Sie bitte Platz. Wo tut es Ihnen weh?" Der M a n n: „Im Mund, im Hals, in den Ohren . . . Hm! Ach!" (Er setzt sich entsetz! in den Operationsstuhl). Die A e r z t i n: „Machen Sie bitte den Mund auf. Noch mehr. Ganz auf." Der Mann: „Ich heiße Bukaeck, ich bin . . ." Die A e r z t i n: „Sie dürfen jetzt nicht sprechen. Also: recht weit auf machen. Welcher Zahn ist es?" (Beklopft die Zähne). Der Man n;,„Au . . . [aframent . . (Er beginnt zu schwitzen). Die A e r z t i n: „Aha. Na ja ... Ich muß Ihnen eine Injektion geben." „Ter Mann: „Ich bitte darum. Ich bin nämlich nervös. Mein Bruder ist auch nervös. Unsere Familie . . ." Die A e r z t i n: „Einen Augenblick .. Es ist gleich . . ..So . . . Sooo! Na . . . Und jetzt bitte ich Sie, sich für zehn Minuten ins Wartezimmer zu setzen." Der Mann (wie neugeboren): „Ach . . Wie weggeblasen ... Hi, hi, ich spür die ganze Gesichtshälfte nicht. Wie wenn ich oben tot wäre . . . Also zehn Minuten. . . Ich bitte sehr . . ." (Er geht ins Wartezimmer). * Der Mann bleibt einen Augenblick im Wartezimmer stehen. Kein anderer Patient wartet. Der Mann greift m die Tasche und zieht sein ganzes Vermögen — fünf Kronen — heraus. Er beginnt zu lächeln. Dann schleicht er leise aus dem Wartezimmer. Er eilt die Stiegen herunter, er eilt in die nächste Seitengasse, wo er plötzlich vor einem Hause stehen bleibt. Sern Blick ruht auf einer kleinen mr:‘m1 Tomi:. Med. Univ. Dr. X. Y., Zahnarzt. Der Mann geht in das Haus. * Der Mann: „Guten Tag, Herr Doktor. Ich heiße Bukasek. Ziehen Sie mir bitte einen Zahn." Der A r z t: „Setzen Sie sich. Ich werde mir die Sache ansehen." Der Mann (jetzt sich in den Operations stuhl): „O bitte. Mit dem größten Vergnügen. Hier, Herr Doktor . . ." (Er reißt den Mund auf). Der Arzt (beklopft die Zähne: „Tut es weh? Hier oder da?" Der Man „: „Nein, durchaus nicht. Aber dieser Zahn hat weh getan und er wird bestimmt wieder weh tun. Heraus mit ihm." Der Arzt: „Der Zahn ist ziemlich angefressen. Aber wir könnten ihn plombieren." Der Mann: „Herr Doktor, ich heiße SBufašek und habe nur fünf Kronen bei mir. Ich kann mir -eine Zahnplombe nicht leisten. Ter Zahn muß heraus!" Der A r z :: „Dann muß ich Ihnen eine Injektion geben." Der Mann: „Sehr liebenswürdig. Aber ist wirklich nicht notwendig. Ich halte sehr viel aus! Ich bin zwölf Jahre verheiratet." Der A r z t: „Sie werden den Schmerz nicht aushalten. Eine Injektion kostet ja schließlich. . ." Der Mann: „Herr Doktor, ich werde nicht mit der Wimper zucken." Der Arzt (nimmt die Zange): „Also gut. Recht weit aufmachen . . . Einen Mo_________ ment . . . einen (irr, krr) Mo — — mmr —- So Ausspülen, bitte . . (hält den Mam: den Zahn hin. „Ein tüchtiges Stück " Der Mann (während des Ausspülens): „So ein Haderlump, haha . . . recht ist ihm geschehen . . . Nun, Herr Doktor, wie habe ich mich gehalten?" Der A r z t: „Hören Sie einmal . . . Das ist mir wirklich noch nicht vorgekommen. Sie hatten ja Nerven aus Stahl-Oder sind Sie immer ein solcher Held?" Der Mann: „Immer. Das ist für mich eine Kleinigkeit. Ich danke Ihnen, Herr Doktor. Guten Tag." ♦ Bald darauf erzählte der Zahnarzt in Kollegenkreisen von dem heldenkaften Verhalten des Mannes, der, während ihm der Zahn gezogen wurde, das Gesicht lächelnd verzogen hielt . . . „Allerdings", meinte der Zahnarzt, „habe ich besonders beim Zahnziehen eine glückliche Hand." Die zufällig anwesende junge, liebenswürdige Zahnärztin blickte verwundert den älteren Kollegen an. „Wir Anfänger", sagte sie bescheiden, „müssen in solchen Fällen immer mit einer Injektion arbeiten". Dann dachte sie daran, ihren Bruder, einen kürzlich etab liierten Rechtsanwalt zu bitten, gegen den Mann mit der Zahnlücke die Strafanzeige wegen Betruges zu erstatten. KausivIrWaftliches h. Gemüse-Auslauf. 10 Kartoffeln, Y% kleine Gurke, 1 Kopf Blumenkohl, 2 Mohrrüben, 2 Kohlrabi, 1 Tasse Milch, 2 Eier, 1 Prise Salz, 4 Löffel geriebene Semmel, 2 Eßlöffel Butter. — Die einzelnen Gemüsesorten schälen, putzen, zerteilen und durch die Fleischmaschine drehen. Milch und Ei hinzufügen, würzen und mit soviel geriebener Semmel vermischen, daß die Maße nicht gar zu locker ist. In eine gefettete Backschüssel füllen und im Herd backen. Als Garnierung das Eigelb eines gekochten Eies in die Mitte setzen und das in feine Streifen geschnittene Weißei wie Blütenblätter darumlegen. h. Bunte Rohkostplatte. Jede Gemüsesorte für sich fein hacken oder reiben, mit einer Salattunke versehen und in bunter Reihenfolge auf einer Platte anrichten. Garnierung: Krause, Petersilie und Brunnenkressc. H. Erdbeercreme. % Pfd. Quark, X 1 saurer Rahm, 2 Eßlöffel Zucker, % Pfd. Erdbeeren, Quack zuckern und mit dem sauren Rahm schlagen, bis er wie eine schau-mige Creme aussieht. % der schönen gepufferten Erdbeeren damit locker vermischen, in einer Glasschale anrichten und mit den übrigen Erdbeeren garnieren. H. Johannisüeer-Creme. x Pfd. Quark, Yi l Schlagrahm, 4 Eßlöfel Zucker, 1 Prise Zimt, K Pfd. Johannisbeeren. — Quart durch ein Sieb streichen, mit Zimt, Zucker und Yt l Schlagrahm vermischen. Hohe Gläser zur halben Höhe mit dieser Maße füllen, mit gezuckerten Johannisbeeren voll füllen und mit Schlagrahm bedecken. h. Zitronenpubding. An Zutaten sind nö tig: 2 Zitronen, eine Tasse Zucker, Maizena und das Weiße von vier Eiern. Den ausgepreßten Saft der Zitronen und den Zucker läßt man in -dreiviertel Liter Wasser zum Aufkochen kommen. Dann wird allmählich so viel Maizena daran gerührt, daß ein ziem üch dicker Brei entsteht. Man nimmt ihn nun sofort vom Feuer und. rührt das zu Schnee geschlagene Weiße der'vier Eier darunter. Dann Mit mau den Pudding in eine Form und stellt ihn an einen Myj Ort zum Erkalten. Man kann zu dem Pudding Wanillesauce reichen, zu der man die übriggebliebenen Gelbeier verwendet. H. Erdbeeren in Makronenrand. 10 große Makronen, K L. Schlagrahm, 1 Pfund rohe, gezuckerte Erdbeeren. — Frische Makronen vorsichtig aushöhlen und im Kranz auf eine ffache Glasschale legen, mit der Höhlung nach oben. Die Höhlung mit steifem Schlagrahm erhöht anfüllen und obenauf in die Mitte eine Erdbeere setzen. In die Mitte des Makronenrades die gezuckerten Erdbeeren füllen. Schach Redigiert von V. P I r e. Niemzo witsch-Verteidigung Weiß: Spielmann, Schwnra;; Pirc. (Gespielt als 5. Wettkampfpartie am 20. Mat 1931 in Rogaška Slatina). 1. d2—d4, Sg8—k6, 2- c2—c4, e7~e6, 3. Sbl—c3, Lf8—b4, 4. Ddl—b3, An dieser. Stelle scheint doch Dc2 der einzige gute Zug zu sein, 4. . . . c7—cJ5. 5. d4—c5, Sb8—c6, 6. Sgl—f3, Sf6—e4, 7. Lei—d2, Se4—c5, 8. Db3—c2, 0—0! Bisher war alles theoretisch. Nur hier spielte man früher 15, worauf aber Winter gegen Sultan Khan in Hastings 1931 im Zuge 9. g3! die Widerlegung fand. 9. g2—g3. Der Zug 9. e2—e4 wäre schon wegen Df6 nebst Lc3: und Dg6 schlecht, wie Kashdan gegen Stahlberg in Hamburg 1930 spielte. In Betracht kam noch 9. a3, worauf Schwarz Lc3:, 10. Lc3:, a5 spielen müßte, um dann eventuell mit d6, e5 und Se6 vorzugehen. 9_____47—d5! Darauf erlangt Schwarz das bessere Spiel, da er in der Entwicklung weit vor aus ist.und bereits einen Angriff auf der e-Linie zu inszenieren droht. 10. c4:dd, e6:d5, 11. a2—a3. Gegen d4 muß man etwas unterneh^ men. 11_______Lb4:c3? Pier läßt sich Schwarz eine Fortsetzung entgehen, die ihn in entscheiden-sten Vorteil bringen würde, nämlich d5—d4!, z. B. 12. ab4:, Sb4:, 13. Ddl, dc3:, 14. Lc3:?, Ddl:!, 15, Tdl:, Sc2+, 16. Kd2, Lf5, 17. Sd4, Tad8, 18. e3, S,b3+, 19. Ke2, Scd4:+, 20. Ld4:, TfeSÜ und gewinnt. 12. Ld2:c3, d5—d4, 13. Lc3—b4, Sc6: b4, 14. Dc2:c5! Nun hat sich Weiß aus allen Gefahren herausgeschlagen und droht nach Sc6 mit 15. Tdl einen Bauern zu gewinnen. Schwarz findet aber dagegen eine über raschende Parade. 14 Sb4—d3+!! Ein völlig korrektes bei besten Gegenspiel führt. 15. e2;d3, Tf8—e8+, Auf 16. Le2 würde Te2:+!, 18. Ke2:, Df6 dem Angriff folgen. 16. . . . Dd8—f6, 17. Lfl—g2, Lc8-g4, 18. Thl—el. Die Rückgabe der Figur ist bereits erzwungen, denn auf 18. Dd4:? folgt Te2+! mit Gewinn und auf 18. Dd5 entscheidet Dh6+ nebst event. TadS und Tb8 usw. 18, . . . Lg4:f3, 19. Tel:e8+. Opfer, das aber nur zum Remis 16, Kel—d2. Lg4, 17. Kd2, mit yernichten- Dd4: trotz Ted8, eines Nach 19. Lf3:, Df3:, 20. 21. De3, Df6 stünde Weiß Mehrbauern schlecht. 19. . . . Ta8:e8, 20, Tal—el, Lf3-c6! Nun muß noch Schwarz aufpassen. Der Textzug ist der einzige, der die Partie hält. Nun löst sich die Partie in ein Remisendspiel auf. 21. Tel:e8+, Lc6:e8, 22. f2—f4, b7— b6, 23. Dc5—d5, h7—h6, 24. Lg2—e4, a7—a5, 25. h2—h4, g7—g6, 26. Kd2-el, Kg8-f8, 27. Kel—f2, Kf8—e7, 28. Kf2—f3, De7—d6, 29. Dd5—b7+, Le8—d7, 30. 14-45. Dd6—f6, 31. Db7—c7, g6:f5, 32. Le4—d5, Df6—d6 Remis. Schwarz mußte die Damen zum Tausch anbieten, da sonst Kf4 unangenehm wird. ©fitere , 175 ccm. im tadellosen Zustand, um 3500 Di Wr sofort zu verkaufen. 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Hofrat Dr. Kokoschinegg. 8293 BRAUTE, ACHTUNG! j-jk Korrespondenz Seelisch einsame, alleinstehende Dame sucht ebensolchen seriösen Herrn zwischen 45—55 Jahren Unter „Nichtanonhm" an die Verw. 8507 Ochsenfleisch per Kilo 8—12 Din Kalbfleisch per Kilo 10—12 Din Schweinefleisch per Kiho 12—14 Din täglich zu haben 1 Rosa Detiček Maribor, Frankopanova 35 Lese! und verbreite! die Miterer fjeitmii Ineil. fesches Mädchen, der ser bischen und _ deutschen Spriache mächtig, wird für Buffet sofort ausgenommen. Offerte mit Photographie und Gehaltsan-fprüchen dringend an Hedwig ©testier, „Buffet Bonbonniere" Belacrkva, Kralj Pejra u 50. 8526 Aluml* Blech-, Guß-, Porzellan- und Glasgeschirr sowie and. Haus- u, Küchengeräte A. VICEL Spezialgeschäft MARIBOR GOSPOSKA 5 früher Glavni Irgs Alle Jahresabonnenten erhalten gratis eine Goidfüllfeder ÄS&ÄS1 Ä Kürschners Handlexikon « Markenröhre Verlangen Sie noch nummer von-der _____________ ADMINISTR DER .RADIOWELT.. 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