MDltitmg: Nr. 5 «cuf). Mlltli: II.HO (mit i tat Chb- s. (hin-Ü( »n ll—l* B|t »kb. a%n)ro BR»ra »ich: l»r>rr.. uaualod 4t»-Irqsi »ich! ttrtfflchtigt. Iitlittiiagia I» BMMltaag ,«,» m I» tiatsit (<«. WWWW» enlgigra. •HMMtliilta rtttl-■ Mit nichtiat tiaurili i iort. ia>iiiu M«.aoa. ?erwaktnng. IlathhauSgassvvtr.» :$aatmrr'tAt« Hi>». Darch Mi P»st bnogcn: ««trfWSrij . . . (1. IM . . . I. t'M G»a«>ti»i>i> ... I. «•«# 8*i 4iIII »>> Hustcllang tu I Haali M»a»tll« .... II; —-45 Biineliilhrtt . . . st. l'bQ Saltllitit !•— «mi&wa: . . st. »•— »Kt i Iillial ,«»«a sich IM Vqagtactutgicr an du So t>xca B»*-*<6il6t rj 8fcoaanti »ui 1b tiefte Haag. Ar. ?R Killi, Donnerstag, 6. September 1900. 25. Jahrgang. A»sässkich des Wonatswechsets ersuche« je»e Abnehmer der Deutsche« Wacht", die «i> »er Aezugsgebnr i« Rückstände find, um >» nist baldige Einsendung derselbe«, damit ti« Störung in der regelmäßige« Zusendung Jritnxg eintrete. Z>ie Verwaltung. \h modische Hetze gegen das Nadfahrerfest. III deutsche Feststadt genießt unser Cilli einen ichneten Ruf. AuS den verschiedensten An-sind deutsche Volksgenossen in Cilli zusammen-m, um hier den deutschen VolkSgedanken in »den Wallungen der Festesfreude zu heben i» »ihren, und sie haben von Cilli nicht nur leierzevgung, dass hier ein volkstreues Bürger-seine deutsche Gegenwart und Zukunft ziel-l> hüte, mitgenommen, sondern auch die frohe «6 an echt deutsche Festtage, frei von jedem », verklärt von jener echt deutschen Gast-ch. wie sie unserem VolkSthume eigen ist. M SamStag und Sonntag sollen wir solch' Säste beherbergen. fei) dem Plane gewisser Hetzer, die seit einem sMhundett den Frieden CilliS geschäftsmäßig otat, sollen unS die kommenden deutschen ge »erleidet und vergällt werden. tt. Sernec und seine Epigonen können daS dei hetzerischen EokolfesteS nicht vergessen, «tki der politischen Behörde zumuthen, das« k kl vanflaoistische Hetzfest in der deutschen « gleicher Weise beuttheilt, wie eine Fest-m welcher die Begeisterung und Gesinnung scheiden Theiles der Bevölkerung aufgeht. Mische Verein ,Napn»j* und die Gemeinde Ins heiße Masten! von Karl P r ö l l. ei ist einmal so: die Rheinlande bilden ktamtia Deutschlands. Thüringen und der Harz tt» giie Stube, Berlin dient als Arbeitszimmer iiPsangSzimmer nach Bedarf; Ostpreußen »S und Sumpfbäder mir zurechtlegen? \ deß müßigen Spieles. "ir eine» kann ich nicht zurückdrängen. Unser »stafiaiilchrr Besitz machte mir den Eindruck J LeichenschauhauseS, der offenen Pforte, welche | viele unserer bravsten LandSleute verschlingen ?i> dem glühendheißen letzten Juli-Donnerstag ich die oftasiatischen Reiterschwadronen in an mir vorüber Maschinen gesehen zum kiW, um nach Bremerhaven und dann mittelst » kchlffeS nach weitentlegenen Kampfplätzen «tk befbrt-ert zu werden. Dort werden sie die «nsälfit de» ReiterS, das Pferd, voifinden. wize Mainergestalten im grauen Sommerrock, btotlrn Hosen und hohen Stiefeln, mit dem »»enlkmkn der Buren, dem Karabiner und » »ci^äbel, das Haupt von dem aufgekrempten «hrl bedeckt, schritten sie entschlossen der an Ge- Umgebung Cilli haben gegen die Abhaltung deS Radfahr,r«GautageS in unserer Stadt Einspruch erhoben. In diesen Blüten politischer Beschränktheit wird nicht» Geringeres verlangt als ein Verbot des Radfahrer-GautageS, indem behauptet wird, den Deutschen CilliS dürfe in der Stadt nicht mehr ge-stattet werden, als den Slovenen. Es fällt unS nicht bei, dieser Albernheit inS Gesicht zu leuchten. Die windischen Politiker haben ja ohnedies in letzter Zeit an unser Zwerchfell so oft appelliert, bafS es ganz unchristlich wäre, diese letzte Action nicht nur mitleidig zu beurtheilen. Mit der Hetze gegen daS Cillier Stadtamt haben die Herren Sernec und Detschko kein Glück. Die letzte Protestkundgebung der Gemeinde Umgebung Cilli und d«S Bezirksausschusses ha« ja bekanntlich neben dem üblichen HeiterkeitSerfolge nur eine deh- und wehmüthige Abbitte vor Gericht gezeitigt, welche die amtliche Gewissenhaftigkeit de« Dr. Sernec grell beleuchtete. DaS amtliche Schicksal der neuen Protest-Kundgebungen wird wohl übereinstimmen mit jener Auffassung, die von Seite der politischen Behörden bei nationalen Festlichkeiten in gemischtsprachigen Gebieten zum Ausdruckt gebracht wird. Wir werden unS nicht täuschen, wenn wir diefe Auffassung dahin präcisieren, dass eS der Minderheit eine» Ortes benommen sein soll, demonstrative Festlichkeiten zu begehen, welche als nationale Herausforderung der Mehrheit zu Ruhestörungen AnlafS geben können. Cilli ist eine deutsche Stadt und wir Deutsche werden hier Festlichkeiten begehen, soviel und wie eS unS beliebt, und wir Deutsche CilliS werden über kindische Proteste gegen unsere Festlichkeiten zur Tagesordnung übergehen. Wir werden dafür fahren und Strapazen reichen Zukunft entgegen. Kameraden. Vorgesetzte, Civilbehörden und Publicum gaben einen huldigenden, volltönenden Abschied, und auch die Kirchen spendeten ihnen den GotteS-fegen. Wie viele von den wackeren Kriegern mögen daS Vaterland wiederschauen? Gewitterwolken, die wie Kürasse funkelten, wie blanker Stahl sich kreuzten, zogen über die märkische Landschaft, über grüne Waldhügel und träumerische Seen. Gar manchem der Schwertgeossen mag die HcimatSsehnsucht schon jetzt in die Seele hinein-gebrannt haben. Bald werden sie hinausschauen in daS weit-gedehnte, leicht bewegte Meer, daS flimmert wie Millionen von Glassplittern oder sich in bedrückende Nebel einspinnt, die sich allmählig zu märchenhaften HimmelSburgen verdichten, aus denen Sturmgeheul hervorbricht. Fremde Schisse erscheinen am Horizonte, fremde Häfen öffnen sich zur kurzen Rast, und selbst die Sterne wechseln bet der nächtlichen Heerschau. Endlich wird daS gelbe Gespenst erscheinen, unheimlich und blutdürstig. Doch unsere tapferen Colonialjungen müssen eS beschwören mit dem Säbel und der Hinterladerbüchse. Eine Welt voll trügerischer Abenteuer und heimtückischer Verschlossenheit harrt ihrer, und der einfachste Soldat kann «ehr deS Wunderbaren erleben, als in AriostoS „Rasendem Roland" zu lesen ist. Wer noch so wäre, um Frau Aventure aus diesen neuen Pfaden zu folgen l Sie werden manches erleiden, die unerschrockenen Herzen, doch an Langweile dürften sie sicherlich nicht leiden. Die Todetfürchtigen und LebenSfürchtigen, die nach Seelengefundung begehren, mögen diese sorgen, das» unseren liebwerten Festgästen die Festesfreude nicht im geringsten gestört werde und wir möchten dem guten Vereine .Xaprej' und der Gemeindevertretung Umgebung Cilli, sowie den anderen maßgebenden Slooenenführern ernstlich rathen, dass sie alles aufbieten, um Störungen de» Gautages von slovenischer Seite hintanzuhalten. Es ist ja allgemein bekannt, wer für solche Störungen persönlich verantwortlich gemacht werden müsste. Die Deutschen Cilli» haben ihre Selbstver« theidigung bisher immer mit größter Thatkraft, aber auch streng in den Schranken des Gesetze» durchgefühtt, sie sind nie zum widerrechtlichen An« griffe gegen Unschuldige und Wehrlose vorgeg ngen, und der Revolver war immer nur gegen un» gerichtet. Wenn übrigen» am SamStag und Sonntag aufgehetzte windische VolkSmassen sich irgend welche Ausschreitungen zuschulden kommen lassen, so werden dieselben nur den Deutschen Cilli» zum Vortheile gereichen. Aus den Sitzungen des steierm. Landesansschnsses. In Durchführung de» Landtag»beschlusse» vom 3. Mai 1900 werden sämmtliche Gemeinden deS Landes durch eine im Einvernehmen mit der k. k. steierm. Statthalter« erlassene Kundmachung auf die gewissenhafte Handhabung der Bestimmungen der Aeuerlo>chor5nung, inSbesonderS der §§ 4—8 derselben hingewiesen. Durch eine weitere Kundmachung wird den Gemeinden und Bezirken zur Kenntnis gebracht, dass auS Mitteln deS LandeSseuerwehrfondeS ein Betrag von 2000 Kronen behufs bedingungsweise? Entschädigung von Pferdebesitzern für bei Ausfahrten Rächer der deutschen Ehre beneiden,- an deren Ohren jetzt der Ruf dringt: „Nur vorwärts!" Und dann webt die Chronik sich da» heutige Zeitengewand aus den unzähligen Fäden menschlicher Thaten, an denen oft Blut klebt. Aber auch fröhliche Zeitgeschichten, bängliche Lazarelherinnerungen und wilde kampseSepisoden werden in Hülle und Fülle emporsprvssen. Ihr Novellisten des Li?beS-Handels, ihr geistspielenden Kaprizenjäger, legt für einige Zeit oaS Hand Werkzeug zur Seite! Em neuer Heldensang will beginnen. Wahrend ich diese sragmentanschen Empfindungen dem Papiere anvertraue, stattet mir der Pudel deS Nachbars in der Sommerfrische «nen Besuch ab. Dieser Pudel, der sich nach flüchtiger Begrüßung durch Schwanzwedeln ganz still ver-hält, sieht so gelehrt aus, dass ihm nur die Brille fehlt, um al» Professor zu gelten. Dabei ist er sauber geleckt und so zottig blasiert, wie irgend ein Salonmensch. Ich richte die Frage an ihn: „Karo! Wa» hälft du von dem chinesischen Problem ?" Er dreht mir langsam den Rücken zu und sucht sich einen Sonnenfleck auf dem Teppich auS, um dort zu lagern. Da dämmertS mir im Gehirne, dass ich eS mit einem ganz genialen Diplomaten zu thun habe, der den Chinesen nicht auf den Leim gehen würde. In das Deutsche übersetzt, bedeutet die Hundepantomim«: »Schwatzt, wa» ihr wollt, intri-guiert nach Herzenslust, folgt den Eingebungen eurer habgierigen Eifersucht: Deutschland will und wird seinen Platz in der Sonne behaupten.' Drum auf, ihr Brüder, und seid stark! ES geht in daS heiße Ostasien! 2 „Dentsche Macht 1900 zu Bränden «kränkle oder verunglückte Pferde zur Verfügung steht. Zur Vertheilung von Prämien an arme fleißige Weinbauer wird der dem SiaaiSbeitrage gleich-kommende Betrag von 2000 Kronen au» Lande»-Mitteln bewilligt und wird die Mittheilung der k. k. steierm. Statthalter« über die Höze de» mit 140.000 Kronen bezifferten StaatSbeitrage« zur Gewährung von unverzinslichen Darlehen an Wein-baun behufs Regenerierung von Weingärten zur Kennini» genommen. Für den im Bezirke Wind.-Feistntz durchzu-führenden umfangreichen Versuch uver die Wirkung de» Wctterfchießen» wird die Errichtung von 37 Wetterfchießhütten und Reparatur von drei solchen bereit» bestehenden Hütten beschlossen und der Betrag von 4723 K 20 h au» dem Land.'Sfonde für diese Herstellungen angewiesen. Den Bezirken Schönstein und Windischgraz werden anläßlich der Hochwasserschäden an den Bezirk»straßen I. Classe Subventionen in Aussicht gestellt und au» dem gleichen Anlaste hinsichtlich der G.meindestraßen den Gemeinden Wöllan, Lochen und S>. Johann a. W. Subv ntionen im Betrage von 2300 K, bezw. 1000 K und 200 K in Aussicht gestellt. Der Professor am Kaiser Franz'Jofef-Gy'N-nasium in Pettau, Josef Pogatscher, wird in die VIII. RangSc'.asse befördert. Angesicht» wahrgenommener Mängel betreffend die Führung von SiVungSprotokoUen bei den Gemeindeämtern werden die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen im Wege einer an die BezirkSau»-fchüffe gerichteten Kundmachung in Erinnerung gebracht. ^otttifche Rundschau. Z>ie Krise. Der Kaiser ist SamStag in Wien angekommen, und man erwartet in den allernächsten Tagen eine Entscheidung, und zwar vornehmlich in der Richtung, ob da» Cibinet körber demissionieren wird oder od der Reichstag aufgelöst werden soll. Die Einberufung de» derzeitigen ReichSratheS er-scheint nunmehr zwecklo», nachdem Herr v. Körber darüber Gewissheit zu haben scheint, das» die Jungtschechen nicht gesonnen sind, die Obstruktion aufzugeben. Die Meldungen, das» eine Ministerkrife auSgedrochen fei, bezeichnet da» Pressbureau au»-drücklich als unrichtig. waS daraus schließen läsSt, dass die Demission deS Ministeriums daS Unwahr-scheinlichere ist, dagegen die Auflösung deS Reichs-rathe» nahe bevorsteht. Z>ie Ausweisungen evangelischer Pastoren aus Hellerreich. In einer längeren Besprechung der bekannten Ausweisung der deutschen evangelischen Geistlichen L>c. Eoeling, Sie. Bräunlich, Z>ie nasse Kose. Ein« Erinnerung auS meinem Soldatenleten. Es wär Mitte der V0er Jahre. Der Stab de» . . Kürassier-Regiment» sammt RegimentSmusik und der zum Pserdewarten nothwendigen Mannschaft befand sich damal» in einem ziemlich von Gott verlassenen Städtchen Ungarn«. Wie männiglich bekannt, verfügen Soldaten mit wenig Ausnahmen fast stet» über wenig Moneten, we»halb e» immer sehr am Platze ist. wenn von den sogenannten „Schnüfflern' ein Wirt»hauS entdeckt wird, in welchem der Soldat für fein Geld doch etwas der Rede Werte» zu essen und trinken bekommt. Ein solches Local wurde denn auch bald entdeckt, und der alte Nagy Ferencz. welcher zum Glück auch etwa» deutsch radebrechte, war bald zum Liebling«-wirte der Soldate«ka auserkoren. Nagy Ferencz, der nebst seinem WinSgefchäfte auch die Fleisch-Hauerei betrieb, gab etwa» auf den Teller, und sein Wein und Schnap» waren auch nicht schlechter, al» wo ander». Da» Essen, wenn auch dem Gaumen eine» Feinschmecker» nicht entsprechend, war immer« hin genießbar, und wenn da» Schweinefleisch beim Braten auch ein bi»chen prasselt», so fand die» niemand bedenklich; die Trichinen waren zu jener Zeit noch nicht erfunden. So faßen wir denn auch wieder einmal «ine» schönen Abend» beim Nagy Ferencz in feucht-fröhlicher Stimmung beisammen, die Retraite war längst vorüber und diejenigen, welche sie in weit-hin schmetternden Tönen auf ihren Feldtrompeten geblasen, faßen gemüthlich unter uns. Nachdem die nöthige Vorsichtsmaßregel getroffen, da« heißt einer al« Aufpasser vor da« Hau« dirigiert worden, konnte man beruhigt feinem Vergnügen obliegen. Doch mochte man die«mal in der Wahl de« Auf-passer« etwa» unvorsichtig vorgegangen fein, indem P. Sommer und anderer au« Oesterreich schreibt da» „Ev. Kirchmbl. für Schle„Wie ganz ander« behandelt Preußen, daS überwiegend eoangel. Preußen, die katholische Kirche. E» sei hier diesmal nur auf eine Thatsache hingewiesen, die den Gegensatz deutlich zeigt. Oesterreichisch« römische Priester, Angehörige deS jefuitenoerwandten Redemp« toristenorden», entfalten fast ständig in unserer preußischen Provinz Schlesien intensioe Thätigkeit an preußischen Gemeinden. Vom 23. Juni bi« 2. Juli d. I. missionierten ein Resemotoristenpater auS FilippSdorf und ein R-demptoristenpater au» Zwittau in Malkwitz. Kr. Br.Slau. Vom 7. Juli ab missionierten drei RedemptoristenpatreS auS FilippSdorf in Schlaup, Kr. Jauer. Vom 24. Juni ad missionierten zwei RedemptoristenpatreS au» FilippSdorf in Jäschguttel, Kr. BreSlau. Zvittau liegt in Mähren und FilippSdorf in Böhmen. Niemand hat hier daran gedacht, die Herren über die Grenze zu schaffen, niemand wird sie aach nur nach ihrem PasS gefragt haben . . . vielleicht nützte es mehr, wenn die preußische Regierung der österreichischen andeutete, sie würde sich eventuell genöthigt sehen, auch daS Wirken österreichischer Priester in ihrem Gebiet zu beschränken." Z>er Angriff „Uekigionsllörung" bedarf entschieden einer zeitgemäßeren Auslegung, als sie unsere heutige Gesetzgebung kenn«. Wir haben« neuerlich einen Fall vor unS. der doch jeden unbe-sangenen Menschen verblüffen muss. Vor dem KreiSgerichte in Marburg (Steiermark) unter Vor-sitz deS LandeSgerichtSralheS Morocutti hatt« sich der protestantische Schuhmacher Anton Helbling auS Mahrenberg wegen Religionsstörung zu ver« antworten, weil er laut Anzeige deS dortigen Kaplan» P. Somrek nicht den Hut abnahm, als der Kaplan, auf einem VersehnngSwegi begriffen, in der Nähe de« Angeklagten vorüber kam. Helbling berief sich darauf, das« er al« Protestant de» Glaubens war, er fei zum Hutabnehmen nicht ver-pflichtet. Der Vertheidiqer Dr. Glanifchnigg be-strit», das» daS bloße Nichtabnehmen der Kopf-bedeckung schon eine Herabwürdigung der katho-lischen Kirche bilde, außerdem könne ein AiderS-gläubiger nach dem SlaatSgrundgefeye nicht zu einer religiösen oder ceremoniellen Handlung ge-zwungen werden. Der StaatSanwalt berief sich auf CaffalionSentfcheidungen, die da» Gegentheil darthun. — Der Gerichtshof fand Helbling schuldig und verurtheilt« ihn zu einer Woche strengen Arrests. Wir wollen durchaus nicht das specielle richterliche Urtheil einer Kritik unterziehen, sondern nur im allgemeinen aus die Nothwendigkeit einer Revision dieser Gesetze hinweisen. Genau mit dem-selben Recht oder Unrecht wie im vorliegenden Falle der protestantische Schuhmacher, könnte z. B. ein Katholik, der mit den Anforderungen deS man al« solchen den Trompeter Neopatrny bestellte, von welchem e» bekannt war, dass er ein inniges Verhältnis mit dem Dienstmädchen vom Hause, «ine Stock-Magyarin au» Preloutsch, Namen» Babuschka unterhielt, und mochte wohl die Scherwenzlerei de» Trompeter» mit der besagten tschechischen Kapitals-Hüterin in jener Nacht die Ursache sein, dass uns das Verhängnis beinahe ereilt hätte. Der Zeiger der alten Wanduhr zeigte bereit» auf 12 Uhr; vier Stunden waren schon nach der Retraite verflossen, noch immer dachte aber keiner an'« Nachhausegehen und die Wogen erreichten bereits eine besorgniserregende Höhe. Da öff iet sich plötzlich die Thüre und herein stürzt kreidebleich der Auspassir mit dem Warnung»ruf: .Auf! Auf! Der Alte ist nur noch wenige Schritte jvom Hause entfernt!" Wie wenn «in Windstof» in «inen Hauken dürren Laub«» fährt, so stob«n die Brüder au»-einander. Da giengS'S zu Thüren und Fenstern hinau», und jed«r sucht« sein Heil in wilder Flucht. ES g«lang auch allen, sich zu retten, mit Aus-nahm« eines Einzigen, welcher des Guten zu viel gethan hatte und dem infolgetessen dir Bein« nicht r«cht parieren wollten; kaum vor daS Hau» hinaus-gelangt, erblickt er wenige Schritte von sich entsernt, den gifürchirttn „Ali«»" (Regim«ntS-Prosos«n). den da» österrtichisch« Militär unbegreiflicher Weise Vater heißen mus». Jetzt war guter Rath theuer; der Alte musste unbedingt feiner habhaft werden. Da fällt de» Verfolgten Blick auf eine n«b«n dem Haufe befind« licht Pfütze, welche infolge deS an diesem Tage reichlich nitdergeaangenen RegenS ziemlich ange« schwollen war. Diese Piüge würd« ihm zum Retter in der Noth, denn so schnell, al» «S bei seinem Zustande möglich war. stürzte er auf die Pfütze zu und mitten in dieselbe hinein. In dem feuchten Element angekommen, wendet er, um unerkannt jüdisch?» Ritu» nicht vertraut ist. ganz unkmt Aulas« zu einer „ReligionSstöcung" geben. Ä müssen unbedingt oie Stra'en wegen störunq nur aas solche Fäll« Anw.'ndun^ jiM wo off-nkundig di« verletzende. verhöhnende issich nachgewiesen werden kann. In übrigen «ujS «r> hindert werden, das» A iderS gläubig« z» £jo» bezeugunaen eine» fremden Glauben» gejoiizz« werden können. Ein nationaler Selöllmord. Der,k«s^ LandeSaatschus« in Mähr«» hat sich wieder <;n«i eine „That" geleistet, die den „deutschen" und.itia* Geist seiner „deutsch"-liberalen Mitglieder >» Weise beleuchtet. Der LandeSauSschusS baue ä f«in«r Mitte vier Vertreter in den Bejirk«jch»I.it> in Göding zu entsenden. Bisher hatte dersikW vier Stellen stets mit Deutschen beseht. Ifattfe erschienen die nationalen und politischen HerhAa« in Mahren dem deutschen LandeSauSschusse g« ji rosig für die Deutschen oder aber glaubn etii Anlas« des KaiferjubiläumS ein ganz bef«mt Friedenswerk in Mähren stiften zu solle». !ir,, ß beschloss, diesmal nicht mehr alle vier, soa:« u zwei dieser Stellen mit Deutschen zu besetz». ^ deutsche LandeSausschusS von Mähren hatte !«i»| ivogenheit. den deutschen Bürgermeister Äim«.ui Göding und den deutschen Apotheker ElM at Lundenburg uud den tschechischen Dr. He? ui! Göding und den tschechischen Bürgermeister fafygl auS Straßiiitz in den Bezirksschulrat!» «tu zu entsenden. Dadurch, also durch den frein i»I Schluss des deutschen LandeSauSschusse«. istdecii«! dinger B^zirkSschulrath, welcher bi»her tä s»:a Deutschen und fünf Tschechen bestand. mvitHi»! der Tschechen ausgeliefert worden, betn tt null lünftighin im günstigen Falle fünf Demich- all sieben Tschechen zählen. Die „Deutsche Statt* al Olmüg bemerkt hiezu u. a. Folgende«! j»I weil ist eS nun gekommen. Nicht im 3ei§e!t flawt I verlieren wir Deutsche in Mähren stuck ua Staf I unserer allererbten Rechte in diesem ml durch die Feigheu, die weibische unserer eigenen Führer wird kampflos ant um die andere dem hohngrinsenden gegeben. In dieser Zeit de» rücksichtsloseste» stoßeS der Tschechen in Mähren könn» «ir «tzl einen einzigen, nur Halbweg« entlaste»!»!» GruaSI für di« Haltung der deutschen LandeSauischitst^!»! plieder aussinoig machen. Da« ist und bleibt «iß I Verrath an unserem BolkSthum, daS ist Selbstmord! Kromme Wunder. Es wird d«r ,rr!f. 3'f'l geschrieben: Der St. Oltilien-MissioaSkalmSer »I 1901, der von der St. BenedictuS-Mlismi-ll»! nosstnschaft herausgegeben wird, bitt« feinea üflffll und L«s«rinnen «in« Lebensbeschreibung der selq» CreScentia Höß von Kausbeuern, ein« ViogrMl zu bleiben, dem am Rand« derselbe« üißtii»ml und so bleibt dem Verfolger nicht» »bng. ab» Ml Heimweg anzutreten. „E» nützt dir alle» nix. Lump oerfluchtir, Ü von Der fünften, ich kenn dich schon" ftoxi MM ProfoS noch heraus und segelt daa» heu>»ick.I Nachdem er dem Verfolgt«» auS de» kreise entschwund«n. verlässt dieser sofort die L welche mit ihrem kühlen Inhalte sehr «rnüchtrartl aus ihn eingewirkt hatte, und sucht be?>iMl Schritt«» sein Quartier aus. Am anderen Täge, vormittag» 3 Uhr, ahlll die fünfte E»cadron, welche damal» in Se» #«1 stand, die meisten Leichtfüße )u besitzen, d» Bettel sofort mit sämmtlichen Monturstücken aus dn Ä»> bahn gestellt zu sein, und e» wurde eisriz, MI vergeblich, nach einer naffm Hose gefahndet. dieselbe, eine abgetragene Extrahose, welch« Jcl Psützenmann von einem au»gedtemeii ÄamciJa I ergattert hatte, ruhte zur selben stunde fcaitf a I einem abgelegenen Winkel d<» ®aucragrhöi:e«r i I welchem der arg Verfolgte beqaaniert war. gtuty I bedeckt mit Nacht und «Srauen. Und so hatte denn der gehasSte Alte tittlaäl gänzlich leere» Stroh gedroschen, doch soll i» I nasse Hose noch lange geivurmt halle», ß I Folge halte, das» er von dieser Zeit an hital ohne Begleitung von zwei M^nn sein» 1900 >it höchst interessant zu lesen ist. Wir erfahren w-vt, dass schon da« vierjährige Kind eine Er-ftriiiung de« Jesuskinde« halte. »Auch ihr Schutz-nctl verkehrte häufig in sichtbarer Gestalt mit ihr." finaiat sprach da» Jesuskind zu ihr die Worte: ,U»n habe ich dich mir vermählt; du bist mein »i ich bin dein; dein Herz und mein Herz soll k Hir^ sein." SD« Schutzengel zeigte ihr da« Lidentkleid de« heiligen FranciZcu« mit den Worten: .&,h' mein Kind, diese» Kleid ist für dich bereitet." li sie ober in Kausbeuern in den Orden de« hei-ht»Franci«cu« ausgenommen werden wollte, wie« »in kie trotz oll' ihrer Erscheinungen ab, weil fie Irin ®elb mitbrachte. Da sprach zu ihr ein Crucifix »llhorgange der Nonnen: .Hier wird deine Woh-mg sein", und der Kalender fügt hier ein: „Der Sbub d<« Crucifils. durch den sie diese Wort« ircatm, ist bi« zur Stunde wie zum Sprechen ge-iss,« geblieben." Da verwendete sich der protestan« vit vürge,meister von Kausbeuern sür ihre Auf-in« Kloster, wo sie dann auch 1703 unterkam. Ibt: „der Teusel stillte ihrer Tugend und Heilig-im »ech. wo immer er konnte. Am meisten quälte « fit in den Stunden der Nacht". Er warf sie l«Z«ppe hinunter, schleppte sie au« dem Hause, »»chit sie in den Bach und vergrub sie dann unter »,« Holzstoß. Diese« geschah unter einem Hollen-läuten Pfeifen, Wasengerossel und Peitschenknall. erschien ihr auch die heilige Jungfrau und mg ihr eine Wallfahrt auf, wonach „die Qualen fauii aufhörten.* So gieng denn ihr Leben unter ta «lößtln Wundertbaten weiter. Einmal holte KVasstr in einem Sieb», trocknete Schneebällen »sbtm heißen Oken :c. :c. AI« sie endlich 1744 » Aller von G3 Jahren starb, bemühte sich kein so«!«« als der heilige Raphael an ihr Tode«-Iß inb ihr Leichnam erfüllte da« ganze Kloster «lLodleeruch. Selbstverständlich verrichtete sie »t nach ihrem Tode noch eine Menge Wunder, j»das« sie endlich in diesem Jahre selig gesprochen wben konnte. Die schönsten der Wunder sind in km JUltnder bildlich darpeftell», so das« da« Büch» Im allein schon dadurch die 40 Psg. reichlich wert | i-f e« kostet. Wtdeutsches aus dem Deutschen ZZeiche. Dos kPilche .BaieriÄe Vaterland" schreib«: „Die all-tcurichtn Hai «wurste stellen sich plötzlich vernünftig, »l<« sie die Sedanseier abschaffen wollen. Woher ki't »Wiche Erleuchtung komm», wollen wir den , htnschosttn hiermit erklären. In süns Jahren itmtni wir 1906, und am 14. October 1806 hat lupclton I. die Preußen bei Jena verdroschen, dass ,bit LoM» flogen', worauf dann die bekannte k4«achperiode Preußen« folgte. Wenn die .all-Eliten" Hansdampfe ab«r gar fo sehr sedaneln, tonn könnte eS den Franzosen einsallen, am 14. Cctober 1906 ordentlich zu jenaern und später «ch die verschiedenen anderen Episoden de« irepc« 1806/7 ouszutischen. Dabei aber kämen die Heiin> löse unter die Räder, weil sie nicht nur | ilfrt tnhoutn wurden, sondern auch an Feigheit Mli«eskniS leisteten, während die Franzosen It""71 sich durch Topserkeit uud Ausdauer au«-iachneren. Hüllen sie ihre wichtigste Armee, die Umarmte,nicht dem traurigen Individuum Bazaine, fatrni einem Chanzy anvertraut, so wären die fttistn 1870 vermöbelt worden." — So schreibt w Elnical-Deutscher! Und der Mann will nicht m jfbem Deutschen angespuckt werden. „Henneberg-Seide" -ntiM. »n» Wttü tun *it bqog» — tdreoii, »rlt »»d forlig, taoitai. dt» ß. 14.« «XI Kl Ist. >n Otter«» is stau!» u. vct»o II in'» Mifttt »mzthtnd. Uni>edesg.8ei6eri»k'adrikaot(Ic.u.I..IZoll.)I«jfi'oIi Aus Stadt und Land. Auf »ach ßissi! Liebe Verbandsmitglieder! ^ii den Tagen vrm 7. bi« 9. September d. I. w« iwser diesjähriger, der XIV. Hauptgautag, »bt» Mauern der lieblichen Sannstadt Cilli statt. Mit heller Bexeistttung rahm unser vorjähriger Hurpigauiog die Einladung der Stadt Cilli, den hnlplximog de« Jahre« 1900 dort abzuhalten, an. Siik pilt (« zu beweisen, das« e« Euch, liebe Ver-tmb»ta«erodtn, damal« mit dieser Begeisterung mi? gewesen ist. 5»«»t alle, denen e« irgend möglich ist, um erntn lieben Stammesbrüdern Untersteiermark« die Vnideihand zu reichen, zu zeigen, das« Ihr fest nt tnu zvm Steirischen Radfahrer-Gauverbande t«Iitt! Ernste Arbeit zum Gedeihen unseres Ver-lobt», zum Wohle de« Radfahrsporte« und frohe ^««stunden hanen Euer. «Deutsch- Dv«cht" Cilli wird, wie die« bei dem Ruse der Stadt gar nicht ander« zu erwarten ist, alle« ausbieten, um Euch die Festtage zu wirklich unvergesilichen zu gestalten! Darum auf Wiederfehen in Cilli! Für den Gauvorstand: Simon Tauber, Dr. Franz Pesserl, l. Echriftjührer. I. Vorsitzender. Albert Domme«, I. Gaufahnvart. Frstordnung. Freitag den 7. September: Abend« 8 Uhr EmpsangSabend im Hotel Terschek (.Weißer Och«'). Sonnabend den 8. September: Punkt 9 Uhr vormittag« Hauptgautag im Casinosaale. Für die Nichtdelegierten. die der Versammlung nicht anwohnen, ist ein Frühschoppen in den Gast-dösen „Elephant", Terschek und .Erzherzog Johann'. Um '/,12 Uhr vormittag« Festauffahrt. Zur Schmiickung der Räder werde» im Hotel .Elephant' Blumen gegen geringe« Entgelt bereit gehalten. Nach der Auffahrt zwanglose« Mittagessen in ver-schiedenen Gasthäusern. Nachmittag« Concert der Cilli» Stadtkapelle im Waldhause. Abend« 8 Uhr Festkneipe im Casino. Sonntag den 9. September: Frühschoppen, von den deutschen Damen Cilli« gespendet, bei günstiger Witterung im Josef«hain, sonst im Waldhause. Nachmittag« Fahrt zur Echlus«lneipe nach Tüffer. Die Anweisung der Wohnungen erfolgt im Cas6 «Mercur', wo sich die Ankommenden an-melden wollen. Für den Eintritt zu den Festlichkeiten werden Festabzeichen zum Preise von 3 X ausgegeben. Diese Abzeichen berechtigen zum sreien Einlritte bei allen Veranstaltungen. einschließlich deS Frühschop-pen« und sind am EmpsangSabend, fowie bei ollen Cassen erhältlich. Sämmtliche Mitglieder werden aufmerksam gemacht, dieselben und da« Gauvcrband«-abzeichen sichtbar zu trogen. TagkSoidnung des XIV. Hauptgautagks. 1. Berichte de« Vorstande« und der Rechnung«-prüser sür das abgelaufene Verein«jahr. — 2. Wahlen der Vorstandsmitglieder, sowie zweier Rechnung»-prüser. — 4. Fests« tzung deS Eintritts- und JahreS-beitrage« für da« kommende Vereinsjahr. — 4. Bestimmung der amtlichen Zeitung deS Vtrbande« für da« kommende VereinSjahr. — 5. Anfällige Anträge über Gauverbandtangelegenheiten. — 6. Bestimmung allenfalls während de« JahreS abzuhal-tender Feste, Wetifahrten, Gautage u. dgl. — 7. Be-stimmung dcS OrteS deS nächsten HauptgautagkS. — 8. Genehmigung eine« seitens de« Gauvorstande« bezüglich der neuen Amtsstube, Groz, Jakomini« platz 24, geschlossenen Mietsverträge«. Am Gautage sind nur die GauverbandSauS-schusimitglieder stimmberechtigt, und zwar entfällt sür je zehn und für je angefangene zehn Mitglieder eines Verbandes- oder verbandSangehörigen Ver-eine«, bezw. Einzelfahrer ein Ausschußmitglied. ^Der Vorstand. ßiMer Hemeinderath. Am Freitag den 7. d. M, um 5 Uhr nachmittags findet eine ordentl. öffentliche GemeindeauSschusssitzung statt mit der Tagesordnung: Nach Mittheilung der Einläufe: Bericht der RechiSsection über die BerechnungS-aufstellung über die von W. Lindauer zu «fetzenden Baukosten für den Landwehrkaferne-Zubau und einen RecurS der Elife Rauch in Angelegenheit de« EigenthumSrechte« hinsichtlich der AbfchlusSmauer in der Klostergasse. Bericht der Bausection über eine Zuschrift deS k. u. k. Militär-StationS-Com-mando« in Cilli wegen Hebung de« Fußboden« in der Trainremife. Bericht der Finanzfection über eine Eingabt der Anna Hofmann um Ni-chsicht von Transportkosten und eine Eingabe de« Bürger-meisteramte« Gradlitz um Unterstützung sür die durch Brand Verunglückten. Bericht der Gewerbe-section wegen AuSmmlung eine« Viehmarktplatzes und Bericht de« FriedhosSccmil^ über die Ange-legenheit betreffend den Eärgebezug sür die Leichen-bestattungS-Unternehmung. Der öffentlichen folgt eine vertrauliche Sitzung. Z>as Vadfahrerfest nimmt da« Interesse und die volle Spannung unserer deutschen Bewohner und namentlich der deutschen Frauen und Mädchen ganz in Anspruch. Bietet sich ja doch unseren Davien beim Festzuge am Samstag mittag« und beim Frühschoppen am Sonntag vormittag Gelegenheit, | Blumengrüße zu spenden — hier blühende und dort schäumende „Blumen!' Al« prächtige Festgabe muss die im Verlage von Fritz Rasch erschienene 3 osficielle Fest karte mit einem reizenden Bilde von Cilli und geschmackvoller nationaler Umrandung bezeichnet werden. Aamilienvachricht. In unserer Zeit de« Gern* munismu« und der Consumvereine haben zwei be« nachbarle Pfarrer Untersteiermark« (von Echl. und Sib.) die Verfolgung ihrer leiblichen Spröfslinge in höchst praktischer Weife eingerichtet: sie kauften gemeinsam «in Grundstück, und die Tochter de« einen heiratete de« anderen Sohn — eine liebliche Familienidylle I Todesfälle. Am 2. September ist in Praf«berg Frau Mary Gräfin Altem«, geborene Baronin Post, Gattin de« Herrn Juliu« Grafen Attem«, f. u. (. Kämmerers und Oberlieutenant« a. D., nach langem schweren Leiden gestorben. — In Tüffer ist Mittwoch morgen« Frau Julie H oriat, die Eigenthümerin de« gleichnamigen Hotel«, im Alter von 75 Jahren verschieden. Da« Leichenbe» gängni« findet Freitag, den 7. d. M. um vienel 5 Uhr nachmiltag« statt. Z>er Kaiser in Hörz. Nach der Meldung eine« küstenländischen Blatte« wird der Kaiser zwischen dem 20. und 24. September in Görz ein-treffen. Er wird bei dieser Gelegenheit die goldene Judiläum«-Denkmünze entgegennehmen und sämmt« liche Bürgermeister de« Kronlande« empfangen. Hrnennnnge« im Inflijdienste. Da« Ober« landeSgericht für Steiermark, Kärnten und Krain hat den RechtSpractikanien beim Lande«gerichte in Graz, Richard Sellyey, den RechtSpractikanien beim Kreisgerichte in Marburg, I OSwatitfch, den RechtSpractikanten beim Kreisgerichte Marburg, Guido Mihelic, und den RechtSpractikanien beim Kr««gerichte in RudolfSwett. Robert Ogoreutz. zu Auskultanten sür den Grazer OberlandeSgerichiS-sprengel ernannt. Vom H'olldienlle. Da« Handelsministerium hat den Oberpostverwalter Herrn Anton Langer in Marburg in den bleibenden Ruhestand versetzt. Kon der Staatsreallchuke in Marburg. Dem Professor an der SiaatSrealschule in Troppau, Dr. Johann Dutz. dem Professor am LandeS-Real-und Obergymnasium in Horn. Josef Frank, und dem Professor an der StaatSrealschule in Trautenau, Berlhold Epeth, wurden Stellen an der Staat«-realschule in Marburg verliehen. Auszeichnung. Am 5. d. M. wurde Herr Josef B ö h m, Büchsenmacher beim hiesigen Land» wehrbamillon, mit dem silbernen Verdienstkreuze mit der Krone decoriert. „Wercur f". Der Firma „Mercu r', registrierten Handel«- und Gewerbegenossenschaft in Cilli, wurde vom Ctllier Krei«gerichte aus ihr An» suchen die Eimragung in da« GenossenschasiSregister bewilligt. DaS OberlandeSgericht Graz behob aber diesen Beschluss de« Krei«gerichte« Cilli. Die Ge-nossenschast«sirma hat dem Gegenstände der Unter-nehmung entlehnt zu sein, und die genaue Bezeichnung de« GenossenschasiSzwecke« analog den in § I des Genossenschastsgesetze« angedeuteten Kategorien stellt ein nicht zu umgehende« ^Essentiale" dar, bei dessen Abgang die Register-Einiragung der Genossenschaft zu versagen ist. Es unterliegt aber keiner Frage, das« die angesuchte Eintragung diesem Erfordernisse nicht entsprach und im Hinblicke auf ihren in den allgemeinsten Ausdrücken gehaltenen statutarischen Zweck auch gar nicht entsprechen tonnte. Die Ge-nossenschast „Mercur" soll die Privatwirtschaft ihrer Mitglieder damit fördern, das« sie zwischen Handel«-und GewerbSlenten und deren Abnehmer vermittelt, die Begründung neuer Gewerbe- und Kaufmann«» gefchäfte unterstützt oder aber das« sie selbst die Gründung solcher Gewerbe« und KausmannSgeschäfte übernimmt. E» ist nicht abzusehen, wieso der vor« stehend skizzierte Geschäftskreis nur auf die Ge-nossenschafiSmitglieder beschränkt bleiben soll, und eS leuchtet vielmehr ein, das« die zuvor statuierte „Vermittlung, Unterstützung und Gründung von Handel«- und Gewerbegeschäften" schlechthin jeden Maßstab und überhaupt die Richtung vermissen läs«t, nach welcher hin der vom Gesetze intendierte gemeinschaftliche Geschäftsbetrieb eintreten soll, zumal au« der Schlussbestimmung deS Z 2 zu entnehmen kommt, das« die Genossenschaft al« Selbst-Unternehmerin fowohl mit Mitgliedern al« auch Nichimiigliedern Geschäfte zu betreiben beabsichtige. Die Zulassung einer solchen Registrierung würde die im Gesetze vorgesehene Eontrole der Geschäsl«-überschreitung illusorisch machen, sie würde der Intention eine« genau begrenzten Geschäslspro« gramme« zuwiderlaufen und könnt« in ihrer Con-fequenz schließlich zu Gesetzesumgehungen und Ver« folgung von Zielen führen, welche auß«rhalb de« Rahmens der Genossenschaft«-Institution gelegen sind. Eine dies« Möglichkeiten in dem Maße wie ..Deutsche Macht' 1900 vorliegend offen lassende Register-Eintragung steht sonach den Dispositionen deS Gesetzes geradeaus entgegen und begründet in ihrem Fortbestände eine NullitSt, deren Beseitigung, ohne Rücksicht auf die allfäUige formelle Rechtskraft, der Registerbehörde und rückfichtlich dem zur Wahrung deS öffentlichen Interesses angerufenen RecurSgerichte kraft ihres AuffichlSrechteS zusteht und obliegt. Der Oberste Gerichtshof destäiigie den oberlandeSgerichtlichen Beschluss auS dessen Gründen. — In dieser Angelegenheit haben die verlästerten deutschen Beamte» deS Cillier KreiSgerichteS di« bekannten Sudelan-griffe der Windischen doch nicht verdient. SudmirKische NolKsbanst. Montag Nach-mittag sand im Grazer StadtraihSsaale die Gründung der Südmarkischen VolkSbank statt. Die Satzungen wurden einstimmig angenommen. Ueber Borschlag des Herrn Dr. Eswin Amdroschitfch wurden in die Leitung der Volksbank berufen: Als Vorstands» Mitglieder di« in Graz wohnhaften Herren: Victor Bergmann. Kaufmann; Ludwig v. Bernulh, In-genieur und Hausbesitzer; August Einspinne?, Goldschmied und Obmann des HandwerkervereineS; Josef Hönigmann, Bauunternehmer und Realiiätenbesitzer; Professor Dr. Paul Hofmann v. Wellenhos, Reichs-rathSabgeordtitter; Dr. Raimund Neckermann, RechtSanwalt, Gemeinderath und Obmann deS Ver-eines „Siidmark"; Karl Stressler. Tischlermeister; Richard Seewann, städtischer RechnungSratd, und Franz Steiner, Fabrikbesitzer. AIS AufsichtSrathS-Mitglieder die in Graz wohnhaften Herren Dr. Ot-tokar Berzv. RechtSanwalt, Gemeinderath und Re-alitätenbefitzer; Dr. Julius Derfchatta Edler v. Stand» halt, LandeSanSschusS und Rechtsanwalt; Dr. Robert v. Fleischhacker, Rcniner; kaiserl. Rath Johann Selbach», Bücgermeister-Stellvertreter und HauS-besitzer; Franz Echwarzl, städtischer Verz-hrungS-steuer-Director, und Franz Stöckl. Bürgerschullehrer; die auswärts in den Alpenländern wohnhaften Herren: Edmund Schmid, Director der landwirt-schastl.-chemischen Versuchsstation in Marburg; Moriz Stallner. Landtagtabgeordnet» und Bürger» meist» in Hochenegg; Josef Ornig, LandtagSadge» ordnet» und Bürgermeister in Pettau; Josef Knot-tinger, Bürgermeister in Brück a. d. JlR.; Dr. Otto Hauttmann, Arzt in Leoben; Eugen Bleckmann, SiahlgewerkS- und Hüttenbesitz» in Mürzzuschlag; Max Ritt» v. Burg», Fabrikbesitzer in Klagenfurt; Dr. Ferdinand Eger, k. k. RechtSpraktikant in Laibach: Dr. Friedrich Förster. RechtSanwalt in Wien; Dr. Emerich Hocke, RechtSanwalt in Linz (O.« Oest.); Dr. Josef Suiter, RechtSanwalt in Hallein; H. Lun, Gemeinderath und Weingroßhändler in Bozen. Wir glauben die grobe nationale Bedeutung diese« Institutes nicht besser beleuchten zu können, als wenn wir solgende Bemerkung de« Laibacher .'5 lo-venec" wiedergeben: „Die Südmärkische Volk«-dank wurde in Graz gegründet. Wir haben die slooenische Oeffentlichkeit wiederholt auf diese Gefahr aufmerksam gemacht. Unsere verbissenen nationalen Gegner, welche ohnedie« alle öffentlichen Mittel in ihren Händen haben und diese im ungleichen Kampfe gegen un« rücksichtslos anwenden, haben jetzt sogar ihr Capital mit der offen-kundigen Absicht organisiert, uns möglichst bald insbesondere an der Grenze wirtschaktlich zu Sclaven zu machen. Wenn wir die böswillige» Pläne unserer Gegner »»hindern wollen, ist eS nöthig, dass namentlich die .Nasa Stra?.a* (der windische wirtschaftliche Schutzverein) ihre ganze Aufmerksamkeit der Nordgrenze zuwende und mit Hilfe der flo-venischen Geldinstitute unser Element wirtschaftlich stärke, wo eS in der Gefahr ist, vom unersättlichen Fremdling v»schlungen zu werden.' — Möchten diese slovenischen Worte in allen deutschen Kreisen Beherziguna finden! Kriumpö Der Wissenschaft wurde am Sonntag von mehreren angeheuerten Cillier Slo» vrnen in Schmer«dorf bei Schönstein gefeiert. E« wurde an der Kirchenwand eine Gedenktafel für «inen flovenifchen Gelehrten eingemauert. Bei der F«stlichkeit waren im ganzen neun „bessere" Leute »»sammelt. Die meisten d» Festgäst« hatten keine Ahnung, um wa« e« sich handle, zumal d» Platz ihr» gewöhnlichen Thätigkeit in der Küche oder im Schweinstalle liegt. Im Vorübergehen wurde der deutsche Markt Schönstem erobert, indem die alte Burgruine mit ein«r stark au«gesran«ten russischen Fahne vorübergehend geschmückt wurde. Neben der pri«st»iv«ihevollen Stimmung und der Kirchen-mau» war da« religiöse Element durch Anklänge an die Firmung — und zwar gegenseitig unter den Volksgenossen — stark vertreten. Beim Meinungsaustausch spielte d» Steinhagel die national-übliche Rolle und d» Cilli» Sokolverein ist dabei trotz de« Jubeljahre» sehr schlimm weggekommen. Die Steinmassen wurden erst aus der Flucht durch Lendorf au« ven Wagen beseitigt. Man glaubt, das« einige Mitglied» de« Sokolvereine« so intel-ligente Gesichter besitzen, das« die Burschen von Skali« sie für Deutsche gehalten haben. Am Abend wurde von Schmer«dors nach Schönstein mit 30 zerrissenen Lampion« ein „Fackelzug" unter-nommen und in Schönstein jede« deutsche Hau« mit ,?siont' u n d (!) ,2ivio" angebrüllt, während da« Syinphonieorchtster de« Herrn Likar „Ilej Slorane!» ausspielte". E« war de» Lampionisten recht peinlich, das» ihr alkoholverdämmerte« Ge-brüll mit kräftigen Heilrufen niedergeschrieen wurde. Im Hotel Austria kühlten die guten Leute ihr Müthchen an einem harmlosen Deutschen au» Schmer«dors. Er wurde, weiß Gott weshalb, der Gendarmerie übergeben und im Gemeindekäfig vom Gemeindeschreiber höchsteigenhändig so arg zuge-richtet, das» er blutüberströmt zusammenbrach und mehrere schwere Verletzungen erlitt. So ein win-bischer Gemeindeschreib» hat doch ein schöne» Lebe»; er kann thu», wa» ihm beliebt, ohne mit irgend welch» Controle bedroht zu werden. In diesem Falle wird vermuthlich daS Strafgericht aufklärend wirken. — Aus der „Xaäa zeuilja' von Skali» soll übrigen» der Cilli» Sokolverein die Ueberzeugung gewonnen haben, das« er sich am sichersten doch nur in Cilli fühlen könne. Aoötenwerke der Südbahn. Wie wir feiner« zeit berichteten, hat die Süddahn im vorigen Ja'ire bei Gonobitz Schurfrechte erworben. Die inzwischen durchgeführte» Schürfarbeiten haben nun kürzlich bei Radldorf nächst Gonobitz ein Steinkohlenflötz von 3 Met» Mächtigkeit aufgeschlossen. Die ange-sahrene Kohle ist eine gasreiche Steinkohle von GGOO Calorien Heizwert, liefert ausgezeichneten Coaks und kann der besten Ostrauer oder eng-lischen Kohle an die Seite gestellt werden. Da, wie man der.T^pst." schreibt.die Südbahndie Gewinnung dies» Kohle demnächst in größerem Maßstabe, und zwar an drei ver>chiedenen. gegen 6 Kilometer von einander entfernten Punkten «n Angriff nehmen wird, ist die weitere Entwicklung de» Unternehmens für Sleiermark besonder» in der gegenwärtigen Zeit der allgemeinen Kohlennoth von großem Interesse. Turnfest in Mener-Ienstadl. Die Vor-arbeiten zu dem in den Tagen vom 7. bi« 9. d. M. stattfindenden 3. Gauturnseste de« Ostmark-turngaue«, welche« sich infolge allseitiger Betheiligung der deutschoölkischen Turnvereine zu einem Krei«turnseste des 15. TurnkreiseS gestalten dürfte, sind nahezu vollendet. Die Zahl der angemeldeten auSwäruzen Turner betrug bereit« anfangs der vorigen Woche mehr als 1000. Au» Böhmen sind besonder» stark gemeldet der „Deutsche Männer-turnverein" in Prag, .Alt» Turnverein' Karl«-bad, „Deutscher Turnverein' Reichenberg, »Deutsch» Turnverein' Hohenelbe, „I. Deutscher Turnverein" Brüx u. a. Sehr zahlreich sind die Anmeldungen au« Mähren und Schlesien. Die deuischvölkische Vvrturnerschast de« heute noch nicht völkisch er-klärten alten Brünner Turnverein« hat ebensall« ihr Erscheinen zugesagt. AuS den Alpenländern ist eine ganz hervorragende Betheiligung zu verzeichnen, insbesondere auS Graz und Laibach. Auch Tirol hat Turner angemeldet. Da daS Turnfest, wie wir schon in einer früheren Nummer betont haben, ein KreiSturnfest ersetzt, steht zu »warten, das« noch viele Turnvereine sich im letzten Augenblick« zur Theilnahme entschließen werden. Anmeldungen sind unmittelbar an den Turnverein in Wiener-Neustadt zu richten. Keransgabe von Iwauzigkronen Äoteu. Au« Wien, 24. v. M., wird gemeldet: Nach dem neuen Bankstaiut ist die österreichijch-ungarische Bank ermächtigt, in der Zwischenzeit bi« zur Auf-nähme der Barzahlungen auf 20 Kronen lautende Banknoten unt» den statutenmäßigen Bedingungen sür die Ausgabe von Noten in den V»kehr zu bringen. Wie verlautet, ist die Herstellung solcher Zwanzigkronen-Noien bereit« soweit gediehen, das« dieselben in der Zeit zwischen dem 15. bi« 20. Sep» tember in den Verkehr gebracht werden können. Die Zehngulden-Noten werden trotzdem vorläufig noch in Circulaiion bleiben. Korrespondenzkarte» «it Ailderschmuck und Ausüllchungen aus der Rückseite sind von nun an auch im W'chseloerkehr mit Ungarn und Deutsch-land unter den sür den Jnland«v»kehr vorgesehenen Bedingungen zulässig. Ariefmarke». Mit dem letzten August haben di« alten Briefmarken ihre Giltigkeit verloren. Alle Postsendungen, welche mit alten Marken sranciert sind, gelten nunmehr al« unfranciert. „Per ßonductcur". Von diesem officiellen CourSbuche ist soeben die dieSmonatliche AuSglte er-schienen, welche wieder die neuesten Eifenbiii- a» Dampf schiff-Fahrpläne und Fahrpreise, sowie eineiiFU» an den Eisenbahnen, Karten und StidteplZne «MU. Zu beziehen in allen Buchhandlungen, Eiseilbahiu'lÄi««^ Trafiken :c. und bei der Verlagshandlung R. i. 3::> heim in Wien. Wiritärkieferangen. Die Militäroersitag kaufl nach kaufmännischer Ui'ance: Wenea-tMs. Roggen 21.920 q ab Fruchi« und Mehlde?st « Marbura, dann ab den betreffenden Miittün» pfleg«-Magazinen Roggen 6300 q in Grat, Srs 4500 q in Laibach. 800 q in Trifft, 7700 , Klagenfurt. 7300 q in Vitiach. 3800 q ii 1300 q in Poln, 12.000 q in Graz. öerlm«-anträge werden bi« 13. September l. I., 10 ü;t vormittag« bei der Jntendenz de« 3. Corpi e» gegengenommen. Die näheren Bedingange« ßna bei jedem Mlitäroerpflez«-Magazine. dann bei l«, politischen BezirkSbehörden und lai»dwirifchi'l!i>h«i Lande«o»einen deS CorpSbereiche« (Srneaid, Kärnten. Krain. Jstrien. Görz und Gra)itci- n> gesehen werden. Antersteirische Aid». Im Kaiser Zvq Josef-Sade Tüffer sind bis zum 28. äiijit 293 Parteien mit 835 Personen zum Cargebr^he eingetroffen. Eingesendet. (K e i l's F u ß b o d e n l a ck) ist der vorziglM Anstrich sür weiche Fußböden. Der Anlrich iii auß»ordentlich dauerhaft und trocknet fofoct. Ml Fußbodenlack ist bei Traun Stig» uns daß» tor Wogg in Cilli erhältlich. 4415 A it f r ii fj ■ 34 Jahre sind verflossen, seitdem zu Milans in Niederö terreich 13«! königl. preußisch« solsaia infolge deS Krieges 1866 den Heldentod fmk» und am dortigen Friedhost beerdigt wurien. Ued« Anregung deS Präsidenten deSÄ:n»> und MilitärveteranenvereineS „Tegeihoff' » Li», Herrn Adolf sluga, welcher den Feldzuz gegen Dänemark an Seite der königl. prtitjrha Truppe» mitmachte, hat sich ein Eomil« gedild«. um den in fremd» Erde ruhenden K-iegern ea würdige« Monument zu fetzen, welche« ein Zyai.'ei treuer Kameradschaft und BandeSgeaoffeaschiii bilden soll, da« un« an die Nachkomme» der a Erfüllung ihrer Pflicht verstorbenen Zol'aten inihii. Obzwar schon zahlreiche Spende» sür Uwe« am Psingstsonmag. den 26. Mai 1901 zu enihiill»de Denkmal eingiengen, reichen dieselben dcii»och nichi zu dessen würdigen Herstellung au«. E» ergeht an die Hochgeehrten LssicierScnH sowie an alle edle Menschenfreunde die ergebe« Bill«, durch Sammlungen den Bausand für dies«« Monument zu v»mehren, wodurch auch ein klei«t Capital für die ErhaltungSkssten erzielt werde» könnte. Die«fällige Spenden wolle» an da« löbliche Bürgermeisteramt in PoiSdors in Niederösiemilh gesendet werden. Adol Sluga m. p>, Präsident d«s Kriegerdentmalcomit^S und d«^ und MilitäroeieraiienvereintS „Tegelthosf. Anton Schwach m.p., AmonHammerlera.^ Hauplmann des Miltärvete-kanenv«reins von und zu Lichtenstein. Wenzel A r c o m. p., Ehren-Präsident bei Manne-und Militärveteranenver-ein«» „Tegetthoff". Aloi« Schodl m. p., Schriftführer. Bürgermeister in Karl Frick m. p., Präsideat-Lteloeet«» M Marine und MiUiamI» ranenvereme» .Tegtlchiß'. Valentin Lmdor w.?., I. <>!>rea-Präside»t-Ht^i»^ treter det Mari»«- »nd Mi> tärv«ieraneiwnei»«t .Tegttthoff". Oesterreichische Cclllralßelle zur Wahrung der land' und sorstwirtfchiftiicha Zateressrii beim Abschlüsse von H-lltclSvkttriz» Z. 576/1900 0. 8.-i Einladung zur Sitzung de« ständig«» Ausschusses der „Qlta. Centralftelle zur Wahrung d» la»s« >»ao farst» wirtschaftlichen Interessen bei« Abschüsse »« Handel«Verträgen" sür Toll»ttSt>i. dei 20. tember 1900, 10 Uhr vormittag«, im Saale M wissenschaftliche» Club, Wien, I., Eschendachzajse Nr. 9. Tagesordnung: 1. Bericht de« Präsidium« und de« auSschusse« über die Thätigkeit der »Cutt 1900 widttad der Zeit vom IS. Mai bi« 20. Sep-«»der l. I., erstattet vom Hauptreferenien. 2. Cassebericht. erstatt« vom Cassereferente». 3. Beschlus«>assung, beziehungsweise der behuf« Erhellung de« neue» autonome» Zolltarife« seilen« be: .Centralstelle" zu beaniragenden Maximal- und Mnimalsätze für landwirtschaftliche und landwirt-sch.sllich-inv isjriklle Erzeugnisse. 4. Beschlus«sassung, beziehungsweise Einbcru-ftiiz einer außerordentlichen Generaloersammlunq. 5. Antrag de« Herrn A. Freiherr» v. SkrdenSkq auf Stellungnahme der „Centralstelle" beziehungS-«ise der neuesten, die österreichische Industrie Mhrdcten Verfügungen der ungarischen Regierung. <5. Eventuelle Anträge. Wie», am I. September 1900. Der Präsident: _Adalbcrt Graf KottulmSky m. p. ?trstorlirne im Monate Äugust 1900: Z»««z Pcimschek, 50 I. a., Taglöhner, Herz« lähmung. liaj-tan Rausch, 82 I. a.. AuSzügler, Altersschwäche. Nane Echocher, 45 I. a., Private, Wassersucht, {jtan} Ulaga, 40 I. a., Tagarbener, Innere Ver- letzung durch Sturz. fmim Jerovsek, 70 I. a., Inwohner, Herzver-größerung. Anna Kukowitsch, 28 I. a., KellermeisterSgattia, Lungentuberculoie. Huron Lubej, 00 I. a., Ort«armer, Gehirn» schlagfluß. £*tu Dolinschek, 54 I. a., Köchin, Herzmuskel-entariunn. k. Samuel Maorooic, 59 I. a., Ordenipriester. Hlruhaulentzündung. Sitsline »eopp. 22 I. a., t. u. f. MajorStochter. Gehirnlähmung. Friuiz Ralusch, 44 I. a., Jurist. Gehirnlähmung. An- Marsch. 10 I. a., BesttzerSlochter, Hirn-Wassersucht. Im Pekrat. 82 I. a., Private, Altersschwäche. >x,ei Kumperger, 50 I. a>, Magd, Zucker-harnruhr. vermischtes. Aus der „Münchner Äugend". Aus der tmdhlit berühmter Frauen: Ein kleines armes Chinesen-mdchca koste einstmals inniglich mit ihrem Kuli. Da hm «in reicher Mandarin deS Wege«, fand Gefallen a Ui KuliS Schätzchen und vertrieb jenen mit kräftigen $W<8. Da» Mädchen fiel dem Mandarin sofort in tot Arme, wurde später Kaiserin von China und be-heute noch die Boxer. — Neuer Börsenfluch: #§KmftnfüJl'm follfie werden in Peking I . — Sik4 von Serenissimus: Durchlaucht kommen an einem Licherladen vorbei und bleiben indigniert stehen: „Un-«P»ehm, äh — diese Fremdwärter — Demivierge — mma, haben doch da« gute deutsche Wert: Braut." — Serenissimus ist bei der Morgenlectüre: >„ Sagen €ismal, lieber Kindermann, mm—S wer Ist eigentlich tuin — mm —ä „Serenissimus", von dem so oft Zitchrichlw in der „Münchner Jugend" stehen?" „Aber , Mirllch erfundene Persönlichkeit, Durchlaucht." „Aeh — dachte ich gleich — zu dumm, der Kerl mmS — H dumm!" — Auf seine Art: Der Lehrer will von sckicn kchülern einige deutsche Sprichwörter genannt haben. „Aller Anfang ist schwer", ruft der eine, „Korzenstuud' hat Gold im Mund'", ein anderer und ft furt. Der kleine Cohn wird auch gefragt und «tvcrtet prompt: „Mefchngge iS Trumpf!" pit Manch tänzerin ans AordeavF Eine «fnuUge Scene spielte sich vor kurzem in Paris in einem AuSstellungs-Theater ab. Der Weinhäodler v^inzue au» Bordeaux besuchte mit seinem fünfjährigen Achterchen Aliue die Ausstellung und gerieth dabei anfällig in ei» Etablissement, in welchem sogenannte „qrtische' Tänzerinnen auftreten. Di« Vorstellung hatte gerade begonnen, al« die kleine Aline plötzlich rief: ,Voili uiuuiuut* In demselben Augenblicke brach «i* der Tänzerinnen in Thränen auS und verschwand den der Bühne, während der biedere Weinhändler sich «r Verwunderung die Augen rieb und laut aufschrie. Toi «ar in der That seine Frau, die sich mit irgend einem chemischen Product das Gesicht „broneiert" hatte und mit aufgelösten Haare» dort oben den so beliebten „ftaichianz* tanzte. Herr Bazingue gieng sofort zum Lommiffär der nächste» Polizeistatlon, welchem er er» zählte, das« seine Frau ver 18 Monaten mit einem Indiiidnum durchgebrannt sei und 20UO Franc« mitgenommen hab«. Wenige Minuten später war die »erotische" Frau Bazingue verhaftet. Unter einem er-giebig fliehenden Thränenstrom erzählte st«, dass ihr Anführer fie in Paris habe sitzen lasse», nachdem er „ye«tsche Jöacht" die 2000 Francs auf den Rennplätzen verspielt hatte. Sie sei völlig mittellos gewesen und habe bittere Noth gelitten. Endlich habe sie in der Ausstellung ein Engagement gefunden und sich in acht Tagen zu einer perfekten „arabischen" Bauchtänzerin ausgebildet. Sie bat mit allen Zeichen aufrichtiger Reu« um Verzeihung und Vergebung ihrer Sünden. Der Gatte fühlte ein menschliches Rühren und nahm feine bronzierte Gattin aus Liebe zu der kleinen Aline wieder in Gnaden auf. Arm in Arm verließ das Pärchen di« Polizeistatio», nachdem Frau Bazingue einen heiligen Eid geschworen hatte, dass sie «on jetzt an eine Mustergattin und Mutter sein werde. Z>ie Ikeischkammer der ganzen Welt ist Chicago. Al« die russische Regierung vor einigen Wochen einer der großen Chicagoer SchlachthauSsirmen eine Depesche sandte, mit der Anfrage, wann fünf Waggonladungen gepöckelteS Rind- und Schweinefleisch abgeschickt werden könnten, gab der Chef der Firma einfach einen Befehl und dictierte dann elne Antwort an den Besteller, die lautete: „Die fünf Waggonladungen sind unterwegs." Wären 500 Waggonladungen bestellt worden, so hätte die Antwort wahrscheinlich denselben Wortlaut gehabt. Die 75 großen Schlachthäuser in den Stock-AardS fabricieren unter gewöhnlichen Um-ständen täglich genug, um 32 Millionen Menschen zu ernähren. Wenn st« Ueberzeit arbeiten, können die Chicagoer Packer Suppe. Roastbeef, Schweine- und Hammelfleisch sür 75 Millionen Soldaten versorgen. Chicago ist nicht nur imstande, binnen wenige» Stunden jede Bestellung zu erledigen, sondern ist auch die einzig« Stadt d«r Welt, deren Anlagen ihr die Uebernahme derartig gewaltiger Lieferungen gestalten. Hine lustige Geschichte von einem Landmann in einem Dorf« bei Jüterbog eizähll man sich: Derselbe wollte ein Ackerstück mit Lupinen besäen und fuhr nach der Stadt, um Saatgut zu kaufe,». DaS geschah, er bringt die Saat nach Hause, und der Knecht säet sie alsbald aus. Am andern Tag kommt der Kaufmann aus Jüterbog, von dem die Saat gekauft worden war, und fragt aufgeregt d«n Landmann, ob er die Lupinen schon hätt« sä«n lassen. „Jawohl", erwiderte er, „die liegen schon auf dem Acker, aber waS ist'S mit den Lupinen? ES war wohl schlechte Ware?" — „Nein, im Gegentheil", seufzte der Kaufmann. „eS war sehr gute Ware; Sie haben ja Kaffeebohnen statt Lupinen erhalten!" — Tableau! Hin gefährlicher Kag. Der Freitag steht be-kanntlich im Rufe ein Unglückstag zu sein, und ist so gefürchtet, das« z. B. in Frankreich die sonst überfüllten Eisenbahnzüge leer sind. Der Fremde thut daher gut, für Reisen gerade den Freitag zu wähle». Für re-gierende Häupter scheint in neuester Zeit der Sonntag gefährlich zu sein, wie sich aus folgender, französischen Blättern entnommener Zusammenstellung zeigt: König Humbert wurde an einem Sonntag getödtet, Mord-a»fälle wurden aber schon am 17 März 1878 und am 25. März 1898, beide« Sonntage, auf ihn verübt. Der Herzig von Berry siel Sonntag, den 13. Februar 1820 einem Dolchstich zum Opfer. Kaiser Alexander II. von Russland wurde Sonntag, den 13. März 1831 durch eine Bombe getödtet. Präsident Carnot wurde Sonntag, den 24. Juni 1894 erdolcht und der spanische Minister CanovaS wurde an einem Sonntag im Jahre 1837 da« Opfer eine» Meuchelmörders. Der Wunsch der Kelephonikin. Die „Berl. Deutsche Postzeitung" veröffentlicht folgende Bitte einer Teltphonistin: Täglich sitze ich acht Stunden An dem Klapperapparat; Täglich sind von mir verbünde»' 1U0 Kunde» durch den Draht. Und die hundert sprechen täglich Jeder mindesten» selbst 10 Mal: 10 Mal spricht — 'S ist unerträglich — Jeder von dem Personal. Zu dem Stamm, der angeschlossen, Kommen wieder 100 'ran; Fremd«, Eigne und Genossen — Alle, Alle bimmeln an. Und e» habe» mir zum Grause Eile Alle insgesammt: Bei der Hitze keine Pause! Immer wieder tönt eS: „Amt!" D rum fleh' ich zu dir, o Himmel: Helfen kann nur die Natur! Schick — dann schweigt doch da« Gebimmel l — Täglich ein Gewitter nur. Wie sollen wir zweillcllige Zahlen ans-sprechen J Die Zeitschrist für mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterricht schreibt: Z» der Frage, Wie wir zweistellige Zahle» auSsprechen sollen, äußert 5 sich der Direktor der Berliner Sternwarte, Professor Dr. Förster. Beim Schreibe» setzen wir sinngemäß die Zehner vor die Einer, beim Sprechen dagegen stellen wir die Einer voran und lassen die Zehner folgen. Wir schreiben z. B. 40, aber wir lesen nicht „vierzig sechs", sondern „sechs und vierzig". Förster bezeichnet daS als einen groben Uebelstand. Es sei zweifellos, das« gerade bei schnell rechnenden Personen durch diesen Widersprach zwischen Schreiben und Sprechen viele Rechenfehler verursacht werden. Erfahrungen und Nachweisunzen seien dafür in Fülle vorhanden. Man könne geradezu behaupten, dass Deutschland bei seiner wissenschaftlichen und technischen Rechenarbeit im Wett-bewerb mit andern Völkern, deren Sprachen diese» Mangel nicht haben, im Nachtheil fei. Förster hält es für wünschenswert, dass man in der Schule endlich anfange, zweckmäßiges und sinngemäßes Zählen zu lehren. Er schlägt vor, vom Jahr« 1901 ab di« Abc-Schützen statt »sechs und vierzig sagen zu lassen „vierzig sechs", wie wir ja auch sage» „hundert drei" oder „hundert und drei". Folgerichtiger Woise soll dann auch statt „dreizehn", „vierzehn" u. s. w. gesagt werden „zehn drei", „zehn vier" u. s. w. Nur „elf" und „zwölf" will Förster beibehalte» wissen. ZteSer römische Meliquien - Verehrung" äußerte sich Oesterreichs Kaiser Josef ll. (vergl. Coil. jur. cocl., Februar 1784) wie folgt: „ES ist der in de» meisten römischen Kirchen bestehende, zur Ableitung deS gemeinen Manne« von der echten zur sinnlichen, unechten und äußeren Andacht, den Nichtkatholiken aber zum Spott AnlasS gebende MisSbrauch ohnehin bekannt, vermöge welches den Statuen und Bildern besondere Kleidungen, Hemden, Strümpfe, Schuh« angelegt» Perücken aufgefetzt, goldene, silberne und andere Herzen, Füße, Hände, Ringe u. dgl. angehängt und andere Putz-werke beigebracht werden. Nun ist nichts mehr zu wünschen, als dass alles dies zur Seite geräumt und dafür »ach Umständen nothwendige Kircheneinrichtungen beigeschafft werden. Desgleichen sind die inneren Wände vieler Kirchen mit Opfern, Opfertafeln, hölzernen Füßen, Knicken, Säbeln, Panzern, Ketten u. dgl Zeugnissen meistentheU« unerwiesener Wunderwerke mehr verunstaltet al« geziert und daher ist allerdings auch dahin zu sehen, das« solche nach und nach weggeschafft und diese Opfer viel gedeihlicher zur Vergrößerung des Kirchenfonds ver-wendet werden mögen." Und zwei Monate später (vergl. ebenda April 1874) bestimmte Josef II.: „Se. Majestät haben befohlen, dass von nun an die Beleuchtungen und das Zuküssengeben der Reliquien, da dadurch da« an das Aeußerliche allzu gewöhnte Volk von d«r An» betung Gottes ab- und zu der Verehrung der Crcaluren zu sehr hiugeleittt wird, dies aber dem Brgriff« der wahren Verehrung nicht entspreche, wie auch das zum Aberglauben führende Anrühren der Bilder, Rosenkränze, Pfennige, Kreuze u. dgl. an die Reliquien eingestellt; dann allen MannS- und Frauenklöstern und selbst der Weltgeistlichkeit die Verfertigung oder AuStheilung der Amuletten und die Scapuliere und Gürtel untersagt; auch niemand mit geweihten oder für geweiht auSze-gebenen Kerzen, Rosenkränzen, Rauchwerk und anderen vergleichen Sachen zu handeln erlaubt werden solle." Hin Htiesenstreik in Sicht. Wie man au« London meldet, hat e« den Anschein, als ob im Laufe der nächsten Wochen der größte Streik de« Jahrhunderte« in England auSbrechen werde. Alle Eisenbahndediensteten wollen die Arbeit einstellen. Veranlassung bietet ein Streit, der zwischen der Verwaltung der Girat Eastern-Eisenbahn und ihren Bediensteten auSgedrochen ist. Lchiere verlangen höhere Bezüge von ihrer Verwaltung. Diese hat bereit« ihre Antwort für ansang« September zu-gesagt. Inzwischen hat sich aber die Gesellschaft mit anderen «roßen Compagnien in Verbindung gesetzt, um. fall« der Streik auSbrechen sollte, von diesen Uniirstützung zu verlangen. Diese Unter« stützn«» wurde von der Verwaltung anderer großen Eisenbahnlinien garantiert. Aber diese Garantie dürste hinsällig werden, weil nunmehr die Angestellten dieser Gesellschaften erklärten, gleichfalls streike» zu wollen, wenn ihre Verwaltungen Miene machen sollten, der Great Eastern im Falle eine« Streiket auf deren Linien beizusprinaen. Die Streitlustigen zählen eine halbe Mllion P-sone^. Durch das grstze Los zu« Aettter ge-worden. Der seltene Fall, das« jemand sein ganze« Hab und Gut durch den Hauptgewinn i» einer Lotterie ver-liert, hat sich zu Fraulautern b«i Saarbrücken ereignet. Ein Schiffer von dort, der in ziemlich guten VerhäU-nisse» lebte, hatt« da« Lo« Nummer 18.427 der Pir» masenser Kirch«nbaulott«rie erworben. Auf diese« Lo« fiel der erst« Hauptgewinn von 40.000 Mark. Al» die« der Schiffer, der mit seinem Fahrzeug zur Zeit gerade in Saarbrücken lag. «rfuhr, sandte er daS Lo» i» einem mit drei Lehnpfennigmarken beklebte» Brief-couverl an da« Münchner Bankhaus, da« die Gewinne auszuzahlen hatte. Al« der Schiffer hierauf keine Nach» .Deutfchr Wacht' 1900 richt e> hielt, fragte er einigt Zeit später nochmal« an. «orauf da« Bankhaus erklärte, den Brief mit dem Lose nicht «halten zu haben. Ter Schiffer erhob nun Klage, e« folgte ein langwieriger ProeesS, dessen Kosten zu solcher Höhe aufliefen, das« er nicht nur Hau« und Hof, sondern auch sein Schiff verkaufen musste. Der Proces« gieng sür ihn verloren und damit auch der hohe Gewinn. Jetzt muss der „gluckliche Gewinner", nachdem er von längerer Krankheit genesen ist, wieder als einfacher Taglöhner arbeiten, um sich und seine aus sieben Personen bestehende Familie zu ernähren. z»ie Arminüraße. Die Milchstraße, jener weißliche Schimmer, der sich durch das Himmelsgewölbe hinzieht und an heiteren mondfreien Nächten mit dem bloßen Auge wahrnehmbar ist, hat für die verschiedenen Völker der Erde eine verschiedene Bedeutung. PythagoraS nannte die Milchstraße „den Weg, auf welchem die Seelen vom Himmel kommen und wieder in diesen zurückkehren*; Ovid bezeichnet sie als den „Weg der Götter zu Jupiters Burg". Bei den Persern heißt sie .der Weg der Pilger aus der Wallfahrt de« Erden-leben«"; bei den Indianern »Weg der Frommen": bei den Skandinaviern „Helweg", der Weg zur TvdcSgöttin Hel; bei den Deutschen «JringSweg", bei den Angel-sachsen »Earmingstraße", die Straße der armen Seelen; bei den Lithauern und Ftnen „der Weg der Vögel", hierunter werden die Seelen der Verstorbenen gemeint. Die Jndiauerstämme am Missouri bezeichnen sie alS den „Pfad der Geister" oder den „Weg der Asche". Eine dänische Sage berichtet, dass die Milchstraße wirklich Milch ist, von welcher ein Theit zu Käse ge-rennen, und dieser Käse ist — der Mond. Schon die Alten hegten die Meinung, der Schimmer der Milch-firaße entstehe turch den vereinigten Glanz unzähliger, hier besonders dicht zusammengebäuster Sterne; aber erst der ältere Herschel wies die Richtigkeit dieser Ansicht nach und gab zugleich von der ganz:» Erscheinung eine Erklärung. Die Milchstraße besteht auS einer sehr großen, dicht gedrängten Anzahl kleiner und kleinster Sterne, die durch die einzelnen Theile deS Gürtels, der sich durch das Himmelsgewölbe hinzieht, ungleich vertheilt find. Was ist ei» HerichtsvosszieSer! Ein Sterbliche quälendes, Sich Möbel erwählendes, Kredit nimmer gebendes, Mit Vorliebe klebendes, Die Schuldner heimsuchendes, Den bösen Rest buchende», Viel Aufträge habende», An Lager sich labendes, Gesetzlich vorgehendes, Das Nehmen verstehendes, Di« Jnstruetion kennendes, DaS Wertobjeet nennendes, Oft Leere voi findende«, Nicht Lorbeerkranz windendes, . Fahrräder wegführendes, Verborg'neS auöspürendeS, Konkurse vorahnendeS, Die Wege sich bahnende«, Meist Uniform tragendes, Ost Schrecken einjagendes, Sich orientierendes. Im Amt sich nicht zierendes, Nach Golde sich drängendes, Die Uhren anhängendes. Nicht Bitten erhörendes, DaS Mittagsmahl störendes, Sich selten erregendes, Den Hammer bewegendes, Oft Helfer herholendes, Beim Siegeln nicht kohlendes Menschenkind. Emil H a n t s ch. Z»er „Aeovachter" in Satt Lake ßity, Atah. Wer einigen Wochen verkündete er seinen Lesern in aller Seelenruhe, dass die Zeitung eine Weile nicht erscheinen werde, und meinte: „Unsere Freunde sollten den Brief-träger nicht schimpfen, wenn sie keinen »Beobachter" erhalten, da der Beobachtermann nach Jdaho gehen wird, um Geld und Käse zu sammeln zur Unterstützung des „Beobachters". Der Schriftsetzer sollte auch ein bischen Ruhe haben während des heißen Wettert." Nach vierzehn Tagen erschien dann der „Beobachter" wiederum, aber unter Echwierigkciten. Zar Aufklärung diente folgende Notiz: „Während der Abwesenheit des Beobachtmann» ist der Schriftsetzer weggegangen, und man kann ihn nicht finden, so müssen wir einen anderen Mann dingen. Wen» diese Nummer fehlerhaft ist, so bitten wir um Ent-schuldigung." jPoin PieS z»m Aräutigam. Di« junge Witwe Rofalir Cranier, die in der Pariser Borstadt Belleville einen Laden hat, trat jüngst früher als sonst in ihr GeschistSlocal ein und sah dort, wie ihr Eommi» Zkavier Pichou sich eben das ganze Geld aus der Geld-lade in die Tasche steckte. Also auf frischer That er» tappt, nahm Lavier ReißauS, und hinter ihm lief Frau Rosalie und schrie: „Haltet den Dieb!" Bei der nächsten Straßenecke lief der Dieb zwei Schutzleuten in den Weg, die ihn festnahmen und auf daS Polizei-bureau brachten. Hier entwickelte sich nun die drolligste Scene. Xavier gestand unter Thränen den Diebstahl ein ui.d schwur, er wolle so etwas nie wieder thun, man möge ihn doch freilassen. Da der Commiffär von den Thränen Lavier« nicht gerührt wurde, fiel Lavier seiner Dienstgeberin um den HalS, bedeckte ihr hübsches Gesicht mit Küssen und sagte: „Nein, ich liebe Sie zu sehr, lassen Sie mich nicht verhaften; ich sterbe vor Kränkung, wenn ich Sie nicht sehen kann; ja 1 ja 1 Ich liebe Sie 1" Nun sieng die aufs Tiefste gerührte Frau Rosalie ebenfalls zu heulen an, und Dieb und Bestohlene hielten sich in inniger Umarmung fest. Sehr belustigt ließen Polizeieommifsär und Schutzleute, da Frau Rosalie keine Klage erhob, da« Liebespaar Hand in Hand den Heimweg zum Laden von Frau Rosalie Eranier antreten. Wenn1« Frau Rosalie nur nicht bereut l Zeitgemäße Variation. Legt auf den Tisch die Bibel und die Weden, Den Koran auch — heut' ist ein Weihetag, Und lasst un« wieder miteinander reden, Wie einst im HaagI Da» „Gelbe Meer" ist „roth" gefärbt vom Blute, Bald ist die Stadt ein großer Sarkophag, Und einig ist uns wiederum zu Muthe, Wie einst im Haag l Stürmt lo» I — Lasst speien die Haubitzen! — Die Schwarzbezopften fälle Schlag auf Schlag l Tann lasst unS einig bei einander sitzen, Wie einst im Haag! Hin gewissenhafter Berichterstatter. Ueber die That eines dänischen Journalisten, der in AuS-Übung seine« Berufe« nicht davor zurückschreckte, fein Leben zu riskiere», wird aus Kopenhagen gemeldet: Ter dänische Redacteur Opffer sprang im Großen Belt zwischen Nyborg und Korför vom Dampfer ins Wasser, um zu konstatieren, ob die Veranstaltungen zur Rettung von Passagieren in Ordnung feien. Nach vier Minuten wurde er durch Rettungsbojen gerettet. Hssöare Keitigenvildche». In Galizien werden Heiligenbildchen in der Größe einer Briefmarke per Stück um 2 kr. verkauft, die von dem dummgläubigen Volke al» Heilmittel gegessen werde». Die Jesuiten verwahren sich dagegen, dass sie damit Handel treiben. Wer kann dafür, dass man auch daS von ihnen glaubt, da sie ja da« JgnatiuS Wasser verkaufen l „ZZrot des hl. Antonius". Das berüchtigte Blatt „Croix" der Assumptionisten bringt folgende Notiz unter der Rubrik „Brot deS hl. AntoniuS" : „Ich hatte einen Regenschirm stehen lassen, auf den ich große Stücke hielt. Zwei Tage suchte ich ihn vergebens. Man warf mir vor, ich hätte den heiligen AntoniuS nicht um Beistand gebeten. Ich sagte: Jetzt, wo die Sache verzweifelt wird, ist der heilige AntoniuS wirklich der einzige, der mir helfen kann. Sogleich bat ich einen Geistlichen, mir andern TageS eine Messe zu Ehren des hl. AntoniuS und zu meinen Gunsten zu lesen. DaS Honorar wollte ich sogleich erlegen. Noch am selben Abend wurde mein Regenschirm in dem Hotel abgegeben, in dem ich wohnte." Schwerhörigkeit. Eine reiche Dame, welche durch Dr. Nicholson'« künstliche Ohrtrvmmeln von Schwerhörigkeit und Ohrensausen geheilt worden ist, hat seinem Institut «In Geschenk von 75.00V FlorinS. Übermacht, damit solche taube und schwerhörige Per-sonen, welche nicht die Mittel besifc«n, sich die Ohr-trommeln zu verschaffen, dieselb«n umsonst erhalten können. Briefe wolle man adressieren: Nr. 4564. Da» Institut Nicholson, „Longcott", GunnerSbury, London, W. • - Zur Nui»on. - Alois Walland, Cilli Rathliau«K*88e empfiehlt spinnt pimleiirUlerlf Süssrahm-Thee-Butter tätlich fViK<'li, reinen Tropf-Honig, Sanntnaler Käse und alle Mineralwässer. - Zur nhImoii. - Schrifttum. Bon der Wiener Wochenschrift „Die Zeit* (Herausgeber Prof. Dr. I. Singer, Dr. Max ©»rih«*, Dr. Heinrich Kenner, Prof. Dr. Richard Muther) ist ie» 309. Heft erschienen. Abonnements auf diese Lechen-schuft, vierteil. 6 K, nehmen die Post, alle lungen und die Administration, Wien, IX/3, eirlzezni. Einzelnummern 60 h. Probenummer grati« und „Wiener illustrierte Fraue,« Zeitung", Familien» und Mode-Journal. Heck»» M. Breitenstein, Wien, IX. Währingerstraße 5. frril vierteljährig 90 kr. Einzelne Hefte 15 kr. ZujM de« Hefte» 23: Sommer. Bon S. Barinkap. — Itt Sonnenstrahl. Novelle von S. Bariokay. (Fortsetzt — Zw«i Gedichte für Hochzeiten. Bon Alma @iul. Homonym. — Fröhlich«? Sinn. Von Frau — August. Von L. Elster. — Da» Eisen al» Tuzir der Eultur. — Zu einem Eigarrenkasten, von der raxja Frau dem Gatten beschert. Von Alma Gnoll. Sena> obst und seine Verwendung. Von Jeanette 8u*et-Ein neuer Douche-Apparat. — Kaltschalen. — Jfcto theil, enthaltend über 60 Illustrationen und an Schnittmusterbogen. — Menü. — Verschiedene«. — Inserate. Da« in München erscheinende, auf radicrl-Mj» nalem Boden stehende Kampfblatt hi»p in seiner 35. Nummer folgenden Inhalt: Leilfpnij. — Erinnerung. — Der Deutsche auf dem Wege zu sei»« Staate. — Die verbotenen Farben. — An« k* Reichslande. — Ungläubig. — Zum SedenWagt. — Dem „Bairifchen Vaterland" ins Stammbuch. „B. I." — Oesterreichifche Beschlagnahmungcn. — An» d» Kampfe. — Allerlei. — Schriftlhum. — A» mitte Leser! Inserate. Beilage: Niederdeutsch. Probe»«»»« sind jederzeit durch die Geschäftsstelle, München 19, R-»»-straße 9, zu beziehen. Der JahreSbezugSprei« 6ettij fl. 2*50 bei freier Zusendung. Die „Neue M u s i f- Ze i t u n g* (Deck» von Karl Grüninger in Stuttgart) verdankt ihre «sä* ordentliche Beliebtheit und Verbreitung in der jagn musikalischen Welt dem Umstände, das» sie al» illi-strierteS Familienblatt die tveitesten Kreise de« fimU sinnigen Publikums ebenso anzuziehen vermag, »«sie ihren Charakter als Fachzeitschrift zu wahre» owj. Auch in ihrem letzten Quartale Zweiten« deS XXI. gange») bringt sie wieder eine Fülle belebrend« -ri unterhaltenden Stoffe» auS allen einschlägigen öeNeta, u. a. Abhandlungen über die Claviercompositione» zn Johannes BrahmS, Franz LiSzt und seiner Schulz ifct neue Kammermusiklitteratur, gesangStechnische graia, Essay« über daS Auswendigspiele», amerikanische Verhältnisse, Theater und BolkSschiUe, Schubaa all Componist, neue Lyrik, ferner Mittheilungen au« aan musikgeschichtlichen Werken, spannende Erzählungen m Peter Rosegger, G. Fohrbach, M. Janitschek, L. Hakjl und anderen beliebten Schriftstellern, kritische Bespnch» gen von Concert- und Opernnovitäteu, sowie »ob wat* Erscheinungen auf dem Bücher- und Musikalienmarkk^ Biographien von Componisten und Virtuose» mit fctra PerträtS, künstlerisch ausgeführte Illustrationen, in jeder Nummer auserlesene Texte für Liedercomponifte», et* Menge Notizen aus der Musik- und Thealenvett nrtft zahlreichen Anekdoten, zudem 24 Seiten MusReilazm mit stimmungsvollen Liedern, gewählten Glamfttkfra, Duo« und Trio« für Violine, Eello und Clavier un namhaften Componisten. Letztere repräsentieren asloii den mehrfachen Betrag de« Abonnement ^preise« cm nur 1 Mark per Vierteljahr (6 Nummer»). Prrb» nummern durch den Verlag auf Verlange» grati« n. fuaa. Die im Verlage von Karl Grüninger in Erii:?-gart erscheinende illustrierte Familienzeitschrift t» vom Gebirge" wird mit Recht da« Liebli»MÄt der ZitHerspieler genannt. Da« Blatt, da« die 3nt«rrf»:a deS Zitherspiele« vertritt, ist sehr hübsch -u^si^-i und bringt neben belehrenden musikgeschichtlich« nfc musikpädagogischen Artikeln, Beurtheilungen tu» erschienener Zitherstücke, auch Unterhaltende« i» F»» von spannenden Erzählungen und Humore«ken, Räthsel x* ferner Concertberichte und Concertprozrain»«, wlche über die Thätigkeit in Kreisen von Zitherspieler» erie» tieren. — Jede Nummer enthält wertvolle Mufikdeilage» In Münchner Stimmung. (Preis Mk. 1*20 wends.) Probenummcr» versendet die Verlagsbuchhandlung t«t Grüninger in Stuttgart gebürenkrei. FRITZ RASCH. Oeffentliohe 4958-» Beginn des XI. Schuljahres am 16. Sept Billige Unterkunft für auswärtige S:häl«r. tfcaljirogri mnie kofetecfrti durch die Dir 1900 .Deutsche Wacht' Ein Lehrling ■ <«•» wird aufgenommen bei 14. o n r r d K i« e er* Gürtler n. 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