MARBURGERZEITUNG AMTLICH,ES ORGAN DES SÄÄ'r!. ■cMÄÄ'K" JSJS rÄÄÄ: -Ä STEIRISCHEN HEIMAT'BUNDES BrtAelnt werktlKlIcH ■'* »"oriiMiieitoi«. BenitipreU (!■ »ortuf /ahlbar) monatlicli KM MO elnsdilieBlIck 1t; « " Poitzeituneseebahr; bei LleferniiK Im Slretlband luiüflicfc Porto, bei Abholen in der OeschlUstiell* "W J.""* Altreldi durdi Poit moaatlidi RM 2,10 (elnsctal 19,8 Rpf PostzeUuaKsrebölir) und M Rpf Zuttell-ffCDOhr. Elnietnummera werden nur «tsen Vorelniendunc des ElnrelDreliei und der Portoauslaten lueesendet Nr. 319 — 84. Jahrgang Marburg-Drau, Dienstag, 14. Noyember 1944 Einzelpreis 10 Rpf Pafton festgefahren Grosser Panzerverschleiss der Nordamerikaner — Kämpfe östlich Budapest rd Berlin, 13. November Eine Woche nach Beginn der Schlacht In Lothringen darf man feststellen, daß die Großoffensive des USA-Generals Patton ihr Ziel nicht erreicht hat und fürs erste festgefahren ist. Keiner der geplanten Durchbrüche ist gelungen, und Metz ist nicht aus der deutschen Verteidigungszone herausgebrochen. — Pie harten Kämpfe der letzton Woche haben dem Gegner große Verluste gebracht, insbesondere hat er einen großen Panzerverschleiß zu beklagen. Der , Wehrmachtbericht kann die Vernichtung von insgesamt 222 Panzern der USA-Armee berichten. Am Sonntag' wurden die Kämpfe beiderseits Metz fortgesetzt. Nordöstlich Metz bildeten die Mosel-Brückenköpfe bei Diedenhofen und tCönigma-chem den Schwerpunkt des Rmgen-». — Die 90. nordamcrikanische Patizerdivl-fion, die nordöstlich Diedennofen in einem Brückenkopf von nur 7 Kilometer Breite und 3 Ifflometer Tiefe zusammengepfercht ist, lag unter schwerem deutschem Artileriefeuer, dessen Wirkung Verheerend war. Südlich und nordöstlich Metz setzt der Gegner seine Versuche fort, einzelne Panzerkeile vorzutreiben. Der südlichste dieser Keile war bis in den Raum von Mör-chingen vorgedrungen, wo er zurückgeworfen wurde. Da die Höhen nordöstlich Duß von uns besetzt sind, ist die südliche Flanke dieser Panzerspitze, die nach aufgefundenen Befehlen heule bereits in Rohrbach hätte sein sollen, dauernd bedroht. Eiue andere amerikanische Panzergruppe, die vom Raum Delmon aus nach Norden einge-•chwenkt war, und südöstlich Motz die Niied zu überschreiten suchte, wurde abgefangen bzw. zurückgeschlagen Die Armee Patton hat also am Sonntag keinerlei entscheidende Fortschritte verzeichnen können. Die Kämpfe an der übrigen V/est-front waren nur von örtlicher Bedeutung. In den Räumen von Nimwegen und Aachen gehen die Angriffsvorbq-reitungen der Briten und Nordamerikaner weiter. Sie werden teilweise im Schutze künstlichen Nebels durchgeführt, was einen wirksamen Beschuß durch unsere Artillerie nicht behindern konnte. An der Ostfront wurde die Kampftä-tigkeit weigehend durch das Wetter und die anhaltenden Regenfälle beeinträchtigt. Abgesehen von sowjetischen Auf-klörungsvorstoßen südwestlich dos Dukla-Passes und beiderseits der Ro-minter-Heide und den verstärkten- iber erfolgreichen Angriffen in Kurland, herrschte in den Kampfräumen dos Ostens ziemliche Kampfruhe. Die Schwertcr Führerhauptquartier, 13. November Der Führer verlieh am 2.1. Oktober das Eichenlaub mit Schwertern an Hauptmann Fritz Feflmann, Kommandeur einer flchlesischen PanzerauHtISrunqsabteilunq, als 103, Soldaten der deutschen*Wehrmacht. Hauptmann Feßmann, der bereit« im Januar 1943 als Oberleutnant in einem Krndschülzenbataillon für seine Tapferkeit während der Winterkämpfe zwischen Don und Wolqa das Eichenlaub erhalten hatte, hat sich im Verlauf des harten RinqeriR im ostpreußiechen Grenzgebiet wiederum aufs höchste bewährt. Er truq entscheidend dazu bei, dan die damals schwach besetzte Hauptkampflinie Abhalten werden konnte Kurz darauf fand er den Heldentod. Hauptmann Feßmann wurde 1913 al<; Sohn eines Fabriksdirektors in Urach (Württemberq) qeho-ren. Eine Spende von Rhodos 250 000 Mark gesammelt drjb Berlin, 13. November Der Kommandant von Rhodos, Obeist Wagener, meldetp dem Führer, daß die Verteidiger von Rhodos in Dankbarkeit für die Fürsorge, die ihren Angehörigen im Rheinland, Ostpreußen und in den bombardierten Gebieten zuteil wird, rom 9. November 250 000 Reichsmark gesammelt haben, um sjie dem Führer für dieses Werk zur Verfügung zu stellen. Zwischenbilanz von V 1 Uber eine Million Häuser dnb Stockholm, 13. November Ein Kommentator des NeuVurker Rundfunks hat soeben ein Bil(J von den Wirkungen des V-l-Beschusses auf Südengland gegeben. Sein Bericht war eine Bestiitigung der gewaltigen Schäden, die schon der Eir>«atz der V-1-Waffe in England hervorgerufen hat. ,,Ich habe soeben Filmaufnahmen ge-RPhen", so heißt es im Bericht des Neu-yorker Kommenlalors", in denen m-schauliche Szenen aus dem „Fliegen-den-Bombenkrieg'* geschildert werden, eine erregende, aber entmutigende Go-»chichtc. Der Schwerpunkt des V-1-Beschüsses laj? auf Südenglnnd, und London hatte die llauplliist zu traßen. Da-hM wurden bis jetzt viber 1 104 000 Hiiu ser vernichtet oder beschädigt." Ausgenommen von dieser Feststeilung ist natürlich die Schlacht östlich von Budapest. Der von der Theiß her in Richtung auf Budapest vorstoßende sowjetische Panzerkeil, dessen Spit.?:e in die 80 Kilometer vqn der ungarischen Hauptstadt entfernt liegende Staf rlchter A'ircni (Wb) In der wIcderhefroMm Stadt Bansita-Bystrica In einer Parade marschieren nach dr-m Dankgottesdienst und der Rode des slowakischen Slaatspräsidiinien die d.'ulschen Einheiten, die den bolf:chc\\'isii-^ sehen Aufstand in der Slowakei nicflci'schluuen, an der Ehrentribüne vorüber. Jedes Haus ist von der Bevölkerung mit den slowrikischen oder dtutschen . Farben gcschmückt . .... . ( »Tci ijtTuie Qncji Jii uie riess« sehen ihre Fhigstutzpunkte m Ch.na ^er wenigen noch neutralen Länder tut. ^ ------- ------- , wachr.rnd bedroht und müssen für ihi« (j«, i-ph«rh,ift llnnihn zug abgeschnitten wurde. Die Vernich- I Bombard trungsuntemehmungen alhnäh- stelk-n, mit der darin die® politische Env- no2 ein« au^ahmslos ein von den Japaner, ^.kh/nq m Eiro^rv'rioljt S A^h noch eine Präge der pit sein. sehr gut gesiclvertes Gebiet überfliegen, , wo man sich scheut selbst Stellunn zu Auf dem von den Japanem eroberten bevor sie die Küsie eri-eichcn. Nichts ! nehmen sprechen die Meldunaen ihre sudt:hine6..«chen Stüt7,punkt Kweilin ließ i kann die Japaner daran hindern, falls es , unm.ß^ersuÄhe Sorache der Feind 566,5 Tot.r zurück. 13 151 Ge- im Plan ihrer Heeresleitung liegt. In 1 der Äe-i^qiM fanpne wurden eingebracht. Unter der I Kürze die Landverlwndung mit ihren in I AuL-nrainislerr P.let GoTaz e^^^n umfangreichen Beate befinden sich IfiO Indochina stehenden Verbanden z« mmisiers niet L,oiaz einen Kanonen verschiedenen Kalibers, 3200 errichten. Getnartert, crschcsscn, verscharrt Drei Massengräber bei Reifnilz aufgefunden ie uiici die nen^ein WaKen Von Patil Dröinert Marburg, 13. November ben. Die Sinnwidrigknit ihres Handelns Wer heule einen Bhck in die Press« dnb Laibach, 13. November Kürzlich stiofj man in Jelendol bei Reifnitz, einem kleinen Oi't zwischen Laibach und Gottscheo, auf drei Massengräber, die die Opfer beherbergten, die von bolschewistischen Banden im Jahre 1943 nach dem Verrat Badoglios im Unterkrainer Gebiet ermordet worden waren. ^ Am 15. Oktober 1943 und in der Nacht zum 23. Oktober 1943 hatten die Banditen einen Teil der Bewohner von Reifnitz, darunter Frauen und Kinder, nach unbeschreiblichen Martern erschossen und verscharrt. In den drei Massengräbem lag«n die Leichen kreuz und quer übereinander, fast allen waren die Hände mit Draht gefesselt. Einige lagen mit gekrümmten Beinen, (-in Mißhandlungen bis zur Unkenntlichkeit entstellt waren. * In eirjbm Telegramm an Churchill versteigt ^Ich kürzlich Broz-Tito zj folgendem Satz: „Das VolUsbefreiungs- erkla t sich — so sagte Adolf H.tler in dem AurjenbJick, in dem man weiß, daß hintf!" der menschlichen Üummheat vuid Schwache, hin'er der Charakterlosigkeit auf dor e.nen und der Unzulänglichkeit auf der anderen Seite, (ramer ein Jude steht, der ebensowohl der iiniii.iTiDiuiuiiiiiit; .-»[jidnie. Drahtzieher der Demokratie als de-r In der Schweiz gibt der Rücktritt des Schöpfer und Antreiber der bolschewn-„o---n ^ , stischen Weltbfstie ist. Der ganze Kcjmpf de« Führers, sowohl der, den er gegen die inneren Feichß-felnde führte w.e der gegen ihre Holfei und Srhiiroi von außon, war dartiuf abgestellt, die Gefahren aufzuzeigen die von Plutokratie und ßolschewismus, den --------- -----..........beiden Ausdauksformen des jüd sehen tPtes Spiel, das nur begonnen wurde, um j' Weltmachtstrpbers fü- Dc-utscihiand und dem Staat di^r den Polsrh"wisloii niß- das gesamte Abendland erwachsen. Das traut, die Macht der Sowjets zu zeigeii. Reich hat d ese Gefahren geistig flb<»r-Den Spannern wird mit einem zweiten wunden. Wem es in trüberen Iftb ■ n Bürgerkrieg qedroht wenn Franco nicht hat scheinen möqen, daß der neunte ' zurücktritt. Die Schweden, die noch voi November nur ein Gedenktag dei Be-' - . . . . . ^ offenbar ge- « genden GoFprärhsstoff Er hatte sich verleiten lassen, bei den Sowjets über die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zu sondieren und bekam ein« brüske Absage. Zweifellos hat er erst vorgefühlt und deswegen wirkt die sowjetische Weigerunq wie ein abqekai sind entschlossen, die Verfolgung d'.'s sfhen Waffenstillsfandsverträgeii schleu- worden, diiB im ^ Feindes nicht nur bis zur Grenze Jugo- ■ ^i^st zuzustimmen, veröffentlichen Schil- Grund gelegt wurde slawicns fortzusetzen, sondern solange ' fl'*'"unfTen über das Flürhtllngselend. --- - a • Xi ViJ j .............................^ V */'l 4 » WIHW». i beer und die Partisanenabteilungrn ■ ^•''"^eni Fi/inland rieten, den sowjeti- wegung se t f /I An 4 c 1 1 \Ar (itlli 1ID O VGXTlbO J 1 923 fiö T zur geistigen 'jnd machtpolitischen Befreiung des Reich&s. Heilte ist der Beweis erbracht, daß es e.n w<'llweiter Kampf ist, den der Führer aufgenommen hat. deivn — wie der Fuhrer loststellte und wie jeder Tag aufs neup bestätigt — selbst die charak-terloson Schwächlinge, die in den abgefallenen Landern in ihrer Ehre and n ihrem Pll - htgefühl versagten, ode' wedl an der Seite der Alliierten zu kämpfen, bis die ganze Menschheit vom Femde befreit sein wird " In diesem Satr. spiegelt sich der ganze Gröf^enwahnsinn eines Mannes wider, der bisher bereits mit dem Blut Z'-hntausender den B.i-den Kroatiens und der angrenzenden Banditengebieie i'ür fremrlr Interessen gedüngt hat und nun weitere Hoka- Ke:np der Pe^ierungen, die versucht hattpn, mit dem Btdsrhewismus zu paktieren, hat noch das Heft in den Händen, weder in Finnland, wo das Verräter-kabinett abdanken mußte, noch in Rumänien oder Bulcjarien S'e alle sind abgelöst oder bolschewistisch durchsetzt. Nfan ist geneigt zu fragen, ob die "iiiiiiitii tjciiicii, «-III I ifciiuiiKi. nai una nun wenere Hoka- Staatsmänner, die ihrem I.ande den sxh Dummköpfe Möglichkeiten vorgau- ri- ^ f^och lebend m tlle tomben von Opfern dem Volk ^b/.a- | »Frieden* versorachen, nicht gewußt kein ließen, glauben heute an diese •„n f" i nehmen entschlossen Ist. Über die Art I haben .auf welche abschüssige Bahn s e Möglichkeiten nicht mehr. sa»lichtn Oualon „.tlolr, , d« Kjmpf«, dm er für die s»me ^ sirh ,1, sie bei dem holsrl,e- Z«,n,< hen dem Erkenne« einer Gel.h, fuhren will, kf*nn kein | w.stischen Ungeheuer um gut Wetter und ihrer Bekämpfung aber liegt ein ^ hv nl 1 V?'® I Graben, .der übersprungen werden muß. bolsche^s ischcn Weltre- | schrecken müssen, dip vor ihnen don Du/u bedarf es mehr als nur der Ein Prawria" ?n Verderbens gingen? In seine, sieht oder des Verstandes. Es gehört der „Prawda wieder in schamloser Off:!n- Botschaft zum 9. November hat der Füh- heit bekannt hat. | rer auf diese Frage die Antwort gegn- säglichen Qualen erstickt waren. Vielen der Opfer war der Schädel durch Kol-bcnschlüge zertrümmert und fast alle waren sie von den Banditen ihrer Kle.-der und Schuhe beraubt worden. Von den Toten konnte nur ein Teil identifiziert werden, weil viele durch die Zwangsrekrutierte kehren heim Was sie von ihrem Leben bei den Banditen erzählen Auf dem Bahnhof in Rann stehen in einem Rudel zusammengediängt 47 von Banditen Zwangsrekrutierte, ausgehungert und tiusgefroren. Die meisten sind ohne Mantel und die Lumpen hängen ihnen von den vor Kälte schlotternden Körpern. Es sind Männer und Burschen aus Trifail, Eichtal, Cilli und Luttenberg, die seit dem Sommer von den Banditen vorschleppt waren und nun unter größten Gefahren und den schwersten Strapazen ihrem unerträglichen Schicksal entrinnen konnten. Sie flohen aus dem Strafbataillon, das meist für Straßnnar-beiten eingesetzt war, und aus den Brigaden in Unterkraln und meldeten sich bei der nächsten deutschen Dienststelle,* von der sie zu größeren Transporrten vereint und in die Heimat qebracht werden In LItai sammelten sich unter anderem 80 Mann und so geht es weiter bei vielen unserer Kommandostellen. Die Heimgekehrten erzählen, daß die Banditenführunq alles tut, um das Bekanntwerden der .\mnesfle-Verordnung des Gauleiter» zu verhindern, da den Häuptlingen der Bandi'en genaii bekannt ist, daß ein großer Prozontsalz der bei den Banden in Unterkraln Befinfilichen v das muß wohl jeden überzeügen. Derselben Klarheit der politischen Schau aber entspringt auch se ne Gewißheit vom glückl'ichen .Ausgang des Ringens um Lehen und Tod, der entschieden wird durch Standhaftigkeit in den Was sie sagen ist frei von jeder pro- i Tagen der Bedrängnis, durch Zuversicht pagandistischen Absicht, und nicmnnd ; in den Zeiiten scheinbarer .^ussichts• kann bei ihrem Anblick auf den Gedan- losigkeit, durch Trotz und Mut. Stanrv ken kommen, daß sie etwa bestellfn hiftigkeit, Zuversicht, Trot? und Mut, Statisten sein könnten, die für Lohn ir- über (l ese Waffeu verfügt das deutsch« gondweiche-Schauermärchen vorkündrn. Volk an der Front und in der Heimat. Es sind Untersteirer, die das ganze S e worden uns in die kommenden Wo volksvernichtende Treiben des bolschewistischen Gewaltregimes, all seine Lügen, Kniffe und Heucheleien mit dem Namen OF am eiqenen Leihe erlebt und gründlich durchs(jhaut haben. Was sie über ihre Erlebnisse der letzten Monate eben begleiten und als unsere besten Wallen mit den anderen, die der Erfin-dcgeist uns brachte und bringen w mit und entscheidend eingesetzt werden. Das haben be?; der tVereidigunq da« Volkssturms bei uns und m allen deut- ............^ . r.,^ ..................... I • VII «IIS t/s. I Iiiir» Uiiv< ||| inivii erzählen, ist wie oine untragbate Last, j sehen Gaue.i alle gelobt, ri e die W.iflen die sie sich von der Seele reden. | fiihien können. Seite 2 ♦ Nr. 319 ♦ Dienttaj, 14. November 1944 MARBURGER ZEITUNG Im arktischen Winter Sowjets bombardierten in Nordno rwe^en — Flüchtende Bevölkerung steckt ihre Höfe in Brand — Der Kampf im hohen Norden fh B«'rlin, 1.1 Nnv^mbtr Wie die militärischen Liiyebenchle erkennen lassf'n sirlit im hohtii Nojdfn die bisherlqp Kdmpfphasp, dip durch die finnische Kapilulatii)n eingeleitet wurde, vor ihrem Al>srFiluB. Liinqs der ganzen Front von l'htiid l)is zum Lüsmoer konnte Bich der Abhan dpr brückcnkopliirtinen deiHRchen Stellunqsabm hnitle in vollster Ordniinq vollziehen. Die Sowjets folgten dicht aiifqesrhlossen. Ans.it/e ru nröRerer operaliver überholender Vorfoigunq waren jedoch nicht 7U ver- W fnonteks SCHWE-/ Z f \ i. V romea^^ 200 300 Eisenba-hnen fOlomefer Isfderffrenzen Weltbild (.ilirtc Der Kampfraum nördlich des Polarkreises zeichnen. Vielleicht hoflten die Sowjets, daß es den am 'IM. September von Süden her zwangsweise angetretenen tHnnischen Pivisionen gelingen würde, in die Flanke und Tide der deutschen Absetz- und Räumungsbewegiinyen hineinziistolien und damit rius Schicksal der deutschen Lapplandariiiee 7u besiegeln. Als diese Hollnung sich niclit verwirklichte, traten sie am 7. Oktober von der Litsa-Front aus unmittelbar sütllich dos Eismeeres mit zwölf Divisionen und starken Panzerkräften zum Frontalangriff nach Westen an. Durch nachialligen Widerstand qelring es den hier kämplon-den Teilen der deutschen Lapplandarmee, den sowjetischen Großangriff elastisch nach dem Grundsatz ,,Dlut und Material gegen (Gelände" aiif7v\'anqen. Trotz grnfler znblenmäfliger Übeilogen-helt gelang es der sowjetischen Führung nach Crreirhunq von Petsamn und Kir-kenes nicht, üstlich über die Süd-Varan-gprküstp hinaus vorzudringen. Aber auch ihr anRerordentlirh hoher Einsatz an Fliegern kam gegenüber der deutschen Gegenwirkung durrli Jäger und Boden-abwehr nicht zu der «erwarteten Au«iwir-kiinq. Der sowjetische luftkrieq nahm daher das nordnorweqiscbe Hinlerland und die evakuierende Zivilbevöll-erung zum Ziel, Vii^p der nordnotweqischen Siedlungen. Haruntcr Vardö, wurden durcfi sow|eiisr'ie Pombenanqrlffe zerstört, Tn (ihnlirher Weise eröffneten «uch die Rri'rn von See her weiter südlich im P Mini von Rodö den terroristi-«rben l.\iflkrieq flogen das langsrhmale üorflnorwpqisrlie f linterlnnd. Den von Sürlnn her nachriickenden Finnen wurde von rjen rlentsrhen Narh-huten das Tempo ihres Vormarsches diktiert, alle Versuche über'Milentler FUn-klerimq wurden verhindert Große Sriiwierinkeiten bereiteten dem finnischen Nachrücken flie au^n^dehnlen Sprennunqen und NTinierungen der deut- Napoleons Krone gestohlen dnb Stockholm, 13 November Die Krone Mapolenns und se ne qol-dcno Uhr sind von ihrem Platz im Inva-lidendoni in Paris gestohlen worden, melden die Amerikaner ans der französischen Hauptstadt. Der maierielle Wert der 1,4 Kilogramm wiegenden Krone, die Napoleon im Jahre 1804 von der Stadt Cherbourg geschenkt wurde «o fügen sie in echt amerikanischer Denkart hinzu, sei nicht so groR, da sie nur aus Silber angefertigt wftrden sei. das vergoldet wurde »rhen Pioniere. Die finnische Zivilbevölkerung verli(^\ im Zns.Trnmenhting mit den deutschen Ausramininq'bewe-gungen ifire Wohnsitze und suchte sich nach Nordnot wegen und Nordschw-den zu reiten, wobei sie vielftn li Itire bau« r-lichen Anwesen iiiedr rbrannte, soilnft der HM (MK) f^undratkilom.'lt r grnlie lappländische Raum grölUenteils in eine Wiiste verw.indeit ist. Oflenbar mit dem Tempo des tinnisrhen N'llich Diodenhofcn nur geringfügig erweitern, aber in die Stadt selbst eindringen Uin die alle Zitadelle wird heftig gekämpft. Südöstlich Metz wurden an der Nied die feindlichen Panzerkräffe abgcfan'n flom Gegner hohe Verluste zu 'imd warfen ihn aus einer Reihe von Ortschnf-fen. Soit Beginn der Schlachf um M.'»!;'. haben unsere Trujjpen 222 amerikanische Panzer und Pan>-.ersp;ihwagcn vernichtet. Vor unseren Festungen hn Westen hat sich d-is feindliche Arlillcrieleuer und die Flieger- und KampftatigTteit verstärkt. Feindliche Angriffe gogon die Ostfront"" der Festung St. Nazaire scheiterten. Das Vcrgoltungsfeuer auf London wurde fortgesetzt. Im etruskischen Apennin zersprengte schwere Artillerie südlich Vergato st ii-kero foinilliche Ko!onncn. — In der Schlacht um Forli gelang es den Briten, gegen den zähen Widerstand unserer Trujipen erst nach schweren, den ganzen Tag über andauernden Kämp-»en nördlich der Stadl auf schma'fej Front In unsere Stellungen elnzudrm-gcn und etwa zwei Kilometer vorwärts zu kommen. Die Schlacht Im Raum östlich Budapest nahm bei erhöhtem Kräfteeinsa+z des Gegners an Umfang und Heftigkeit zu. I.'nsore Panzerverbände warfen di"?n in Jas/.beranv eln.f»edrungenen Feind im Gf?genangriff wieder i:urück und schot.-sen dabei :i3 sow,ietische Panzer ab — Durch den hartnäcki.gen Widerstand deutscher und ungarischer Trup;)on WMvden beiderseits M'.'zökövesd die mit zehn Schützendivlsiont-n und zahlreichen Pan/.ern angreifenden Bolschewi- Rten am weiteren Vordringen dort. Südwestlich des Dukla-Passes und beiderseits der Rominicr-Heide schilferten sow.ietis-chc AufkliirungsvorstöfJc. Im Raun» von Aulz verstärkte d^r Gegner seine am Vortage begonnenen Angriffe. die jedoch auch gestern erfolglos blieben. Im Westen und über dem Reichsgebiet war die feincliiche Fliegertäligkeit am gestrigen Tage gering." Ergfinzend iura Wehrmachtbericht >vird gemeldet: „I.«utnant Sudholt, Fi'ih-rer der 7. Kompanie des Volksgrena-dierrfgiments 93'?, durchbrach an der Spitze seines Stoßtrupps' eine feindliche Stellung an der VVestfront,, spren.'^te in der Tiefe des feindlichen Flaupi -kampffeldcs 12 Bunker, d'-an,g in einen zwei Kilbmeter I^inlcr der Front liegenden stark besetzten Ort ein und vernichtete dessen Besatzung, sownit sie sich nicht zur Flucht wandte. Kr kehrte mil Gefangenen v/ieder in die eigenen Stellungen zurück. Sowjets fordern Türkei soll Tribut für dnb Stockholm, 13. November Die schwedische Zeitung ,,Svenska Dagblail" verölleiitlirht eine amerikani-sehe Meldung, dfr zufolge in alliierten diplomatischen Kreisen die Mögiiclikeit erörtert würdi?, einen kleinen Stciat an den Dardanellen zu fnichten, dessen Verwaltung unter inlenuttiotialer Kontrolle stehen soll. England, die Sowjetunion und die l'SA seir-n bereits mil der Türkei in Respi c rhuugen über die Dar-diuu-llenlrage eingetreten. Während die Türkei sich vor einiger Z it schon he-rpU erklärt luibiMi soll, nut die Irühere sowjetische Mind(;fitto!(lfning einer I;nt-mililarisierung r Zeitpunkt lierannereift, wo mil dieser Frage an die Türken her-annelretrn wird, und '.ein Zweifel mehr daran berechtirtt, daf^ d >s D-irdanellen-prnblem zum rj^geu'^.'and von PiPspre-♦;hungen mit doi türkisrlien Reqierung qemncht wurde. !n der Form des genlanlen Dardanel-„lenstaalcs, in dem seihsliedend die Sowjets den beherrschenden UinfluO ausüben würden, soll also die Titi-kei ihren Tribut für den alliierten Krieg 7ahlen. die Dardanellen den alliierten Krieg zahlen Sie soll mit helfen, den unersÄttHchen Mrtchthuufjer der Bolschpwis\en durrh eine ,,Neuordnung" zu stillen, die das nationale Dnsein der Türkei und ihr» po-listische Stellung auf das entscheidendste treffen würde, Indern Engländer und US-Amerikaner den Sowjets auch bei diesem Schlag gegen die Wurzel der politischen Substanz der Türkei berei'willin die Hände reichen, statten sie den Türken auf ihre Art den Dank dafür ah, daß die türkische Politik sich anglo-amerika-nischen Wünschen so weilyehend gefügt hat. daß die neue Regierung, wi« die neiie rumänische Regierung, definitiv liiik» gerichtet sei. Der Veteran in Vertrags-' Verhandlungen mit Moikau stelle aa sich schon ein Programm dar. Se ne Regierung werde, wenn er Erfolg habe, ganz bestimmt sehr nach links gerl;h-tet und mehr Bowjeffreundlich elng«^-stellt sein als die alte. Der Rücktritt der Verräterregiefuig Castren, deren Innenminister HlllPse sich erst vor wenigen Tagen noch /.ur bedingungslosen Unterwerfung unier alle sowjetischen Forderungen bekannte, ist ein neues Beispiel für die bolschewistische Taktik, durch einen iv-stematischen Aushöhlungsprozeß allmählich die Autorität in den unter Moskauer Einfluß stehenden Ländern zu untergraben und den Boden für ditIhaberei ihren schöngeistigen Interessen lebte, sondern aus ihrem Herzen jene Stärke und Kralt schöpfte, die sie weit über andere Frauen erhob. Ruhig und gefaßt fand sie sich in das Unvermeidliche, und auch, als die Kriegs-ereignisse immer näher an die Stadt heranrückten, dachte sie niciü an Flucht Man bot Johanna an. sich mit Adele in den Schulz einer befreimdetcn dänischen Familie zu begeben. Doch sie lehnte dies ab. Sic hätte ihre Hausangestellten zurücklas:,L n niiisscn. „Wie kann man diese treuen Meüschen vci'-lassen?" sagte sie, Üiid blieb. Was dann kam, beschrieb Johanna in einem langen Brief an ihren Sohn Arthur in allen Einzelheiten. Dieser Brief gehört zu den schönsten Zeugnissen, in denen von dem Krlegserlcbcn der Frauen, von ihrem Mut, ihrer Tapferkeit, ihrer Geistesgegenwart und Widerstandskraft in Kriegsgefahr berichtet wird, Johannas Erzählungen sind so lebendig, daß man unwillkürlich zu Vergleichen mit unsi-rer heutigen Zeit angeregt wirJ, Auch damals verloren viele Menschen ihr ftnnzes Hab und fJut durch Hau!) und PUiriderung, Auch damals crschütterle die l'raiicii der Anblick der zahlreichen Ver^'undetcn, de- nen sie Hilfe brachten. Auch damals | weiter berichtigt sie: ,,Goethe sagte heu- gab CS brennende Häuser, auch damals bildeten die Menschen in Reih und Glied lange Ketten, um die Ausbreitung des Brandes zu verhindern. Auch dani'.ils nahmen diejenigen, deren Heimstatt bewahrt wurde, die Obdachlosen bei sich auf. Durch Johanna Schopenhauers Brief erstehen die bedeutenden Menschen ihrer Zeit, die wir gewohnt .sind, unter einein ganz bestimmten Gesichtspunkt zu betrachten, plötzlich In einem ganz anderen Licht vor unserem geistigen Auge. Sie rücken uns näher In der von ihr geschilderten MenschlichWblt. So berichtet sie z. B. von Goethes Freund, Professor Meyer: „Er hat alles verlö- te. ich Ware durcli die Feuertaufe zur Weiinaranorin geworden, wohl hat er recht. Er sagte mir, jetzt, da der Winter trüber als sonst heranrüclvc, müssen wir auch zusammenrücken um einander die trüben Tage zu erheitern." Da Johanna Schopenhauers Haus eines der wenigen war, das verschont geblieben war, gestaltete sich nun zwanglos und ohne alle Vorbereitung das, was sie erstrebt halte, als sie nach Weimar kam: die bedeutendsten Menschen dieses Jahrhunderts kamen zu ihr, es war, als ob sie alle eine große Familie wären, Da das Theater geschlossen war und man auch sonst infolge des Krieges nirgendwo hingehen konnte, war ren, auch seine Zeichnungen, nur nicht jedermann froh, bei ihr Abweciislung seine Schriften und seine gute Laune. I'unri Anrei'imfi m finden.Man niii«i-/ier-selbst bis aufs Hemd geplün- Er ist I dort, aber das schadet seinem Humor nichts..Und woanders heißt es: „Herders nachgelassene Manuskripte sind unwiederbringlich verloren.' Und Livder für deti Deutscfien Vol^ssturm Im Zusammenhang mit der Aufstellung des" Volkssturms sind in einzelnen Gauin bereits Lieder aus den Reinen der Volkssturmmänncr entstanden. Das Hauptkulturumt der NSDAP hat mit der Sammlung und Erfassung dieses Liedgutes begonnen. Neue Lieder, die aus dem Erlebnis des Deutschen Volkssturms und des alle Deutschen bewe-genden Aufbruchs des ganzen Volkes entstanden sind, können eingesandt werden an das Hauptkulturamt der N.SDAP in der Reichspropagandalel-lung, Berlin W 8, Französische Straße 47T. und Anregung zu finden.Man musizier te, man las vor, man philosophierte ... Und so heißt es dann In einem späteren Briefe: „Wir haben genug geklagt, allmählich kommen komische Anekdoten aus jener trüben Zeit an den Ta^, die durch den seltsamen Kontrast den Ernsthaftesten zum L;ichen bringen." Johanna Schopenhauer aber, diese Frau, deren Haltung nicht nut durch ihren Verstand, sondern ebenso durch ihr starkes Herz bedingt war, gestaltete aus diesem Zusammenschluß allmählich das, was sie mit der Geschichte der deutschen Kultur unlösbar verbunden hat. Ihr Haus in Weimar wurde fortan die Helmstatt für die geistig Schaffenden und die Pflegestatt deu<- Langenbucher »Volkhafte Dichtuifg Aar scher Kultur. Nicht umsonst borichtf-t^ Zeit« erscheint Im Verlag Junker A ein-r lljrer Zeil genossen: „Ihr Haus ist Dünnhaunt in neunter und zehnter Anf- das einzige, da^l Goethe besucht und wo man Ihn ganz Goethe findet." Margre/ Gröblingholf Wi'im iiifw (he Nocfifuirn nicfil /ietnit.,. In den Siebziger Jaliren des vorigen Jahrhunderts passierte der Züricher Polizei eine peinliche Verwechslung. Man nahm einen der Spionage verdächtigen Mann fest und fand in seinem Rock eine Photographie, die, wie man vermutete, einen Mitschuldigen darstellte. Man fragte den Verhafteten aus, der erwiderte, daß der Mann auf dem Bild einer seiner Freunde sei, der in Karlsruhe im Badischen wohne. Darauf sandtcii die Schweizer den Fund mit dem Ersuchen an die Karlsruher Behörden, die verdächtige Person zu ermitteln und sie zum Verhör „umge-hendst" nach Zürich zu schicken. Die Antwort lautete: „Die abgebildete Person ist der Polizei gut bekannt. Es kann jedoch dem Auslleferungsantrag nicht stattgegeben werden, denn der Verdächtige ist unser Großherzog," Aus dem Kulturleben Das Hundbuch der deutschen Tages-prcssc, herausgegeben vom Institut fL\r Zeitungswissenschaft an der Universität Berlin ist im Verlag Moritz Diester-wcg erschleiTcn. Reichspresscchef Dr. Dic'rich umreißt in einem Geleitwort die geistigen KricgsaUfcTHben der deutschen Presse, der Präsident der Relchn-pressckammer, Max Amnnn, hat im gleichen Sinne ein Vorwort geschrieben. Dio Literaturgeschichte von Hellmuth DünnhaujJt in neunter und zehnter Anfinge. — Im gleichen Verlag erscheint das Jahrbuch iler Wellpolitik 1944, herausgegeben von Profeesor Dr. F. A. Slx. MARBURGER ZEITUNG Umsatzsteuer des Briefmarkensammlers Sie (Jilt für den Tausch wie für den Verkauf Der Reichsfinanzhof hat in einer Entscheidung grundsätzliche Ausführungen über die UmsatzMeuerpfücht des Brier-markeneammlers qcniacht, d e angesichts der weiten Verbreitung des Sammeln« von Briefmarken von allgemeiner Bedeutung sind. Ein,Sammler eri^elte Vei- ■ icaufserlöwj von rd. 100 000 RM,'die et in einem Landgut und Schuldschre.bun-gen des Reichos anlegte. Das Finanzamt j zog ihn mit di'cspn Betret^en zur Um- ^ satxstener heran, da es in dem Markenverkauf eine gewerbliche Betätigung ' sah. Auf «eine Beschwerde und den Hinweis, daß er keinen Markenhandel betrieben, sondern setine in .IQjähfiger i Sammlettätigkeit aufgebaute Briefmai ! konsammlunq aufgelöst habe, führt der Reichsfinanzhof u. a. aus; Jodqr ernsthafte Briefmarkensammlei, der durch nachhaltigen Tausch von Briefmarken seine Sammlung zu vei* größorn und zu vervollständiigeti sich bemüht, ist ein Unternehmer im Sinne des l'msntzsteuerqeeet7es. Damit i«t jeder Briefmarkensammler umsatzsteuer- Wissen Sie das? Die Zahl der tieristhen Schädlinge, die -unsere Pflanzen bedrohen, ist außerordentlich Kroß. Allein 20 Gcmüse-Borten sind durch über 700 Schädlinge gefährdet, 21 Getreidesorten und Futterpflanzen durch 588 und 160 Obstsorten durch über IGOO Schädlinge. Noch größer ist die Zahl der Waldschädlinge. 14 verschiedene Waldbäume haben nicht weniger als rund 4G00 Schädlinge. Der Anfall an Tierharn beträft im Reichsgebict rund 100 Millionen Ton- pflichtig, auch wervn , er die Briefmarken nur duich d.duernden Tausch erwirbt. Es Wide spräche auch dem* Rechts^efühl, werui der berufsmäßige S.immler Umsatzsteuer bezahlen muß, wahrend dei Uehhaber, der »ich diimiit auch vielfach Vermögenswerte schafft, steuerfrei ausgehen soll. Nirgends im Umsatzsteuer-yesetz i«t eine Aiifinahmebeslimmung für die Liebhabe tätiqkeit vorqesehe.i.. Die Forderung ' auf Ste-uerfre heit i«l auch nicht daduich gerech'fertigtj daß bifther vielleicht einige Briefmarkensammlei; steuerfrei gehlieben sind. Die Steuerpflicht entfällt lediglich, wenn di» Umsätze unter der Kleihbetragsgrenze der Umsatzsteuerbestimmungen liegr^n. Was für den Briefmarkentnu«rh gilt, trilft ficlbstverständlich auc|i für den Verkauf von Bin«fiiMTken baber«ammler zu du(ch Liicb- Behelfsheime tür RUckgefUhrte Behelfsheime sirkl grundsätzlich den Luftkriegebetroffenen vorbehalten. Ihne-n sind jetzt jedoch allgeme.n solche Volksgenossen gleichgestellt, die durch andere Kriegseinwirkungen ihre Wohnung verloren haben. Das gilt sowohl i für die Gefolgsleute verlagerter Betriebe 1 alß auch für d'e Rücktiedler aus dem Ausland und für die Umsiedler aus deii früheren besetzten Gebieten Aber auch I bfM Wohnungsnotstanden durch Naturkatastrophen, Überschwemmungen usw. sowie, wenn Wohnimgen avw militärischen oder kriegswirtschaftlichen Gründen abgerissen oder geräumt werden müssen, dürfen und miissen für diie Betroffenen Behelfsheime errichtet werden. Durch diese Ausnahmen und Erlench-terungen darf aber der eigentliche Zweck der Behelf«ih«lmaktion, den Luftkriegs-betroffenen «in Heim zu geben, nicht verwässert werden. Krlegthedln^te ZahlunqsverzAg^runqen Die Renchsgruppen Industrie und Handel nahmen zu der Frage der kiied, seinen Hof mit ungefähr sechs Joch in mustergültiger Wels«. Dde Eheleuto Land« ' haben sechzehn Kinder, von denen zwölf noch am Leben sind. Acht ihrer Söhne stehen seit Kriegsbeginn im Felde, di« nllesamt für ihr tapfere« Verhallen vor dem Feinde aiisgezeachnet sind. tigsten Pflanzen. Sie dient nicht nur zur Zuckerherstellung und als Futtermittel. sondern aus ihr werden ^uch Wald lebten, lemen wir die Holsteinei i 1^43 bis August 1944 in kennen. Die Badener tragen ihren Na- Umgegend von Hagenow men nach dem Lande, das reich an Bä- ..........-......... ....., - - ■ M 1 iiitjii utMii uniiii gewerbliche Erzeugnisse hergestellt, die | Bereits die allen Römer kanr». von unserer Ruslungsindustrie gebraucht werden. Die ZuckerrübenanÄau fläche wurde seit dem Jahre 1932 Im Roif'h um 85 v. H. ausgeweitet. Wegen der Bedeutung, die der Marmelade alg Brotaufstychmlttel zukommt, wiird ein großer Teil des geernleten Obstes der Marmeladeindustrie zugeführt. 1932 wurden in Deutschland nur Süoono D<5ppelzentner Marmelade her« gesteift, 19.35 waren es schon 1,08 dz und 193G 1,28 Millionen dz. Heute sind diese Zahlen weit überholt. Kalk ist ein unentbehrlicher Pflan-zennährstof^ .und ein Bodenverbesse rungsmittel. Kalkbedürftlge sollten plle drei bis vier .lahre Kalk er- ten den Schwarzwald als ein Land heilkräftiger Ouellen, Der FOrstensitz det j Oldenhi\rgo! war die »alte Burg". Dits : Mecklenburger lebten in der «MikiUn-i bnrg«, der großen Burg. »STaswik«, dlw i Siedlung an dqr Schlei, ist d e Ilevhiat ! der Srhlrswlqef. Die Franken s'nd nichts j anderes als d'e Freien, wie wir ja nnch j heute von fr*ik und frei spreche>n. Bei I ihren wendischen Nachbarn standen die ' ScJiwaben in hohem Ansehen; »svobodi« ; wurden sie genannt, was soviel w'e ; Edelfreie bedientet. »Ster«, qleichbedeu Nur (eren Lebentmittcl... Friedrich Meinke aus Hageno^v (Mecklenburg) hatte von September Dörfern der bei Bauern fotografiert und däTür Lebensmittel gefordert und auch erhalten. Ferner hatte ! er polnische und serbische Kriegsgefangene fotoE^rafiert und sich für die E l« der Dosenfleisch, Bohnenkaffee und Z'-garetfen in größeren Mengen geben 1-is-! sen. F»r wurde dafür vom Amtsgericht ' Ludwißslust wegen unerlaubten Tauschhandels und verbotenen Umganas mit Kriegsgefangenen zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. — Vor dem Amtsgericht in Flensburg (Schleswig) hatte sich ein Zimmermaler zu verantworten, der hauptsächlich auf dem Lmnd« arbeitete und sich dort von landwirtschaftlichen Selbstversorgern in Anrechnung auf das ihm zustehende Ent- tend mit Fluß, gab der schönen Mark an B^den I geirFcttwrren""yerund Milch geben Namen. einzelnen Fällen, in denen die halten. Kalk ist nicht an bestimmte j Damit -sind unsere deutschen Stam-Jahreszeiten gebunden, sondern kann | mesnamen bei weitem noch nicht ei • Immer gegeben werden. ' schöpft. Sie alle eint der- Begriff »diet«, j V O L K S 8 I L P U N G | Der Kammermuslkabcnil — Wiener Philliarm. Quartett am 15. November d». I findet nicht »tntt Gelöste Ein-tfittskarten werden bh 18. Novrm-ber ds. .1. zurUcItsenommcn. 4084 I lichtspiel-theater"^s ^FlJr lugcndl nicht luoelasi. UU Fdi Iun«ndl. unter 14 I nicht tugHasicn BÜRO - LICHTSPIELE. „Die golden« Spinne", ein l'ilra um WerUsplonapc und Landesverrat mit Harald Pnul-sen, Kirsten lleibetR, lutta Frevbe. On Verholen lör ausländische Arbeiter aller Nallünalitätenl — Son-dsrvorttellunqtn: Dfenstae und Mittwoch 12.45 Uhr. lUr Dich", eine verfilmte Operette mit Masda Schneider Hans_ Söhnker □□ ESPLANADE-LICHTSPiELE Dis cinschj 23. November der Film: Oer Mj|o-rattherr, ein Ufa Film mit Willy Birgel, Viktoria von Dallasko Anneliese Uhllß, Ilanv liedlke □□ _ lTchtspIele BRUNNPORF. Bis Donnersing, den Iß November: Inier- _ mezio. n ____________ BUROLICHTSPIELE CILLI. Bis 2.1. No-vemher: Wtrum lUcil Oii, Ellialiett)? _mit Carola Höhn Paul Richter. □□ FILMTHEATER METROPOL CILLI. Bis Iß November: Haifiei Blut, mit MarlV.a Itttkk, Hans Stüwe. Pu Nur noch DienstaE, 14 Nov. um 14.10 lihi der Maithentilm: .,Rum-peltlllichtn". TONLICHTSPIELE „DEUTSCHES HAUS" Petiaii. Bis in. November: Wenn MHnner verrtlien, mit Lotte Werkmeister, liiUa Serda, Geore Alexdn-_der u. a n ^ _ LICHTSPIELTHEATER .'STAOTTHEATER" Pettau. nis in November: Das tchVne Fiäuleln Schraqg, niM Hansl Knotecit, Otto Gebühr u. a. □□ Tieferschüttert lehe^ wir allen d< nnur'pc Nachricht, daü me'n In-niesteellebtcr Qatte. unser lieber Sohn, und Bruder Walter KiiMich Masch -Obergelrelter im Alter von 24 lahren air .1. Oktober 1944 Im Nnrdteil der Ostfront den Heldentod land. Wer Ihn rreHaniit bat, welB was wir or Ihm verloren In Trauer. Fanny KulHch, Gattin: Anna tmd Hai*. Eltern; Frllil, Schwtster:* Mrn*, d»t. im Felde, Drudc^. imd sllmlll-che Aneehörlcen. 40"»!) . Landbewohner diese Abgpbpn verwri-gerten, lehnte er die Aufführung van Malerarbelten glattweg ab. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu zwei Monaten Gefängnis und zu einer Go^-strafe von 500 Mark und sah lediglich mit Rücksicht auf sein hohes Aller von einer" hä'^trrrn R'r .ff "b Fahrradpumpe mit Pulver gefüllt. Allen Warnungen zum Trotz, experimentierten in Bamberg 7.wei Knfiben .von acht und zehn Jahi^en mit Spiengstolf, unrl zwar auf eine besondere Art, S'e füllten eine Fahrradnumne mit Pulver und entzündeten die Laflung, Durch die E5(plo«ioin wuirden bftirte Juncion schwei verletzt. Der eine erlitt Wunden im Gericht und mußte in die Aunenklinik ijG bracht werden, dem andern wurden mehrere Fingerglieder abgerissen. Ein St'-elt als Letvnsrelter. Bf' Wio-derherstelhmgwarbeUen einer durch Flie-geraingriff besrhäd'igten Wohnung in Frankfurt nm Main stiefl ein Arbeiter ! mit einem Balken e'nen Kameraden von I der Leiter Es entspann sich eine Auseinandersetzung, in deren Verlauf beide 1 Männer das Zimmer yerlief^n. Wenige Augenblicke später stürzte die Decke ein. Bai de wären imtrr den Trümmern j begraben worden, wenn sie der Streit I nicht da-Tu veranlaßt hatte, das Zimmer zu verlassen. Das verkannte Fernglas. Eine kfisf-Uche Geschieht« wird aus dem sfhw.ibi-Rchen Ort Oberschöneag bei Minde!-heim erzählt: Auf der Zinne des do l.i-I gen Römerturms ©ah ein Junqo, der mit seinem Vater den Turm bestiegen hatte, einen Mann, der mlt'^inem Feldstecher I die Gegend besichtigte. Der Jimge, der »o ein Ding noch nicht gesehen halte, bestaunte den Fremden, um dann den Vater anzustellen mit den Worlon = ' »Vatta, schau, dui sauft gleich aus zwoa I Fläschle!« j Eine »iinfrurhihare« Gegend. In dem bekannten Badeort Lakolk in der Nord-j Schleswig vorgelagerten Insel Rom I wurde einem F.hepaar em Kind geboren. ; Das ist das erste Kind, das seit 1911 in Lakolk das Licht der Welt eiblickte. werden mit Raggengrutze zubereitet. Im (irschm.itk ist sie etwas kräftiger als Gorsfengrütze. Die grobe Koqgengrütze wird vor dem Kochen am hcstt n drei bis vier Stunden eingewi icht, um die Korh-zeit zu verkürzen. — Haben Sie einmal die recht scbmcTckhafte Speise mit Grütze lind Topfeu (Qiiarkl verbucht? 100 Gramm Grütze laßt man mit Ii Liter Wasser aufdünsten imd abkühlen. 12.5 bis 2.')ü (iramm Topfen werrlen mit 40 Gramm Zucker schaumig ((erührt, eine Prise Salz, viel-leirht etwas Zitronenrieschmack und die Grütze daztuiegoben und alles gut vermischt. — Sehr gut schmeckt eine Siipne, für die man die Grütze anröstet. Man rechnet hierfür 00 Gramm Grütze, die man mit 5 Ciramm Fett, clwas feiiirte-schnittener Zwiebel oder Lauch leicht anrösteti mit l ),.j Liter Flüssigkeit fWasserr, Knorben- orler Grmüsebrühel füllt man auf urul schnuickt zum Schluß mit Salz und Kraulern ab. Statt der Kräuter kann man auch elwas roh f|ericbencs Suppengrün beim Anrichten darangeben. Eingelagertes Ohst ' I>a« Obst sollte nach Möglichkeit nur im einfacher Schicht lafiern; hierdurch wird das Durchsehen bedeutend erleichtert. Außerdem kann jeder Apfel besser i von der frischen Luft, wofür man im ' Ohfitraum riauernd So'ge traqen soll, umispült werden. Das Durchsuchen er-, folqt anlanqs allwöchentlich, damit d:Q faulenden Früchte rechtzeitig entfernt werden, ehe sie die grsunrlen Früchto anstecken. Sehr rat^sam ist es auch, den Raum einmal schwach auszuschwefeln, damM. die Fäuln i>:erierrer im ' ''.i werden. Ganz besonders muß darauf h'^ngewiesen werden, diß im Obstlagerraum nicht Gemüse, Zwiebeln, Käse und rlergleichen auflnwah't «■.c'n cUirf mi. I Durch die Gerüch»^ verlie t da« Obst sein Aroma und bekommt einen üljlen Peiffcschmack. F.dlere Obstsorten, besonders dünnsch'lige A.pfel.-iortrn, sind in dieser Hinsicht recht empflndTch. Vorsicht hei zerbrochenem Finmachqlas Beiim Genull von eingeniathten Pflau-ninii, die einem zerbrochenen Konseu-vc'Kilas ruliionini'n wovdcMi waren v->r-spürtu^ eine .3ljäh>ige Frau in Borna (SchlrH'ent c nen harten Gegenstand in der Speisorc)hrc, den sie auch wieder hervorz'ibnnijen vermochte. Es war ein Glaesplitler, der in der Sjieiseröhre eine derartige Verletz\mg verursacht hatte, daß d'e Frau starb. Der Vorfall mag allen zur Warnung dienen, Eßwaren, die Glassplitter enthalten könnten, unter keinen Umständen zu genießen. Hin unerbittlich hartes Schicli.s9l entriO uns tilr immer ansercn innigst Beliebten Gatten und lieben Vater, Sohn, Hnider. Schwager und Schwiecersohn Anton Patsnhnik Orenadler der am 21. Oktober 1944 seiner an der Ostfront erlittenen schweren Verwundung in einem Lazarett erlegen Ist Windinchcraz, am 12. November 1044. fn tiefster Trauer: MItil Pelschnik seb. Marttchllsch, Oaltin. und SShnchcn Tonl-ichl, sowie Mutter und Schwestern. 8303 In unermeBlichem Schmert eeben wir die ^ Irnurise Nachricht. dafJ unser goldenes MUtterlein, Frau Josef ine Derniatsch Im 72. Lcbenslahre als Opfer eine» (eindilchen Luflnneriffes relallen' Ist Das Beerabnls land am 4. November 1944 in Lichtenwald stall. Lichtenwald, Marbure, Aaram, Tirol, tin 6. Nov. tf>44. In tiefer Trauer: Fannl Ber-lel Rih Derniatsch, Tochter; loset, Anton, Johann und Mai, Sohne; Stell, Fnkelln; Erna, Nichte. 82!)!) Wir p.eben die traurige Nuchricht, daß I'rau Maria Schmiqnwz geb. Hauptmann und Herl Viktor Schminowz einem Bomhenangritf zum Opfer Befallen sind, f)as Begräbnis findet in Pnnlt^l statt. Ciltl. am 13. Nov. 1044. In tiefer Trauer: Familien Schmlgowi, Suseha, Hauptmann und Drljerwli 40fl7 Unfaßbar schwer traf wy* uns die srhmerrliche » Nachricht, daB uns»r in-nlestßelitbter und herzensguter Sohn und Ürudcr Alois l.eti^sch Grenailler Im Alter von 22 Jahren am 27. September 1044 an der Ostfront den Heldentod fand. Zwettendorl, Rotwein Pik kern, Pettuu, l.uttcnberc, am «, November 1944. • In tieler Trauer: Veronika Le-lltseh, Mutter; J«ief, Bruder; Oret« Fuchi, Braut; OroQmut-ter, Tanten, Onjieln und alle übrigen Verwandten. 831fl ,W. Von unsaebarem Schmerz . pH erfüllt, geben wir die überaus traurige Narh-richt, daQ mein innlgstceliebler Oatte, unser Vater, Solin. Bruder, Neffe, Onkel und Schwager Stanislaus Weranitsch Orenadler Im schönsten Atter von 2R lahren am 19. Okiober 194'l seinen an der Ostfront erlittenen schweren VerletzunEen In einem Lazarett erlegen ist. I.endorf, Drauweller, Unter-Kunigiind, Tresternit/, Schober, am 13. November 1944. In tiefet unJheschreiblicher Trauer Martha Wernnltsch gcb Karner, Oaltin, Emma, Oora, Stanislaus, Kinder: Roman und Rosalia Waranitich, h'ltern; Maria Knrnei, Srhwiegermiit-ter; loset Wcranilsch, Bruder; Maria Oolinet, Schwesicr; Marlin Oelinet, Schwnuer; Jo-lata Weranllith, SchwHgcrln, und alle übiigep Verwantlicn. R.12.'' , Bei einem Terrorangrllt verloren wir unsere in-nigsleeliebte Frau Karoline Toplak gcb Oberschan und unsere drei kleinen Son nenscheinchen Lotti Toplak ^ Pauli Dimetz üse Unner-Maresch Cilli, den 12. Nov. 1944. In tiefer Trauer; Die Familien Toptsk, Dimetz, Ilnqer-Mi>refch, Kliiin MIkl und Korinek. 4088 Wir geben .die traurige Nachricht, dnf] un^cr guter Gatte, Vater, Unkel, Schwager. Herr Karl Peterlitsch Fleischhauer am 12 Novemtier nach langer schwerer Krankheit gestorben Ist. Uas Begräbnis findet am Dienstag, den 14. Nov., um 14.30 Uhr, nm Städt Friedhofe in Drauweiler statt Marbuig-f)rau, am 13. No-rtmber 1044. In tiefer Trauer' Maria Peterlitsch, Gattin; Rot ne. Sophia, Maria, Tüchler, Vinient, Pcpl, Aibln und Rudolf, Söhne. 8325 Für die überaus herzliche Anteilnahme anläBlich des schmerzlichen Verlustes meines lieben Gatten, unseres Vaters und Sotifes, Herrn FRIEDRICH KIRIIICH, danken iWlr allen zutiefst. Besonders danken wir allen Blumen- und Kranzspendern sowie den Ar-bellsksmeraden des Verstorbe-hen fUr das letzte Geleite. Marburs-Drau, am 13. No vember 19^4. Kamllli Klrblich samt Rinder und Eltern. 8300 I VKRMISCHTES „Ni — wie hak' Ich Me •tmacht7 War kinderleicht — so wie Du es mir gesagt hast; Die grobe Schmutz-wksche aussortiert und dann ran mit Burnus, dem Schmutzltiserl Diese schwarze Brühe nach / dem Einweichen! Herrlich, wie die Burnus-Wirk-sloffe das schaffen! Und hinterber kein scharfes «eiben und BUrsten — kein langes Rochen — aber allCN klar und sauber 1" — Burnus der SchmutzIBserl KLEINER ANZEIGER T AMTLICHE BEKANNTMACHUNGEN Tieferschiittcrt geben wli die traurige Nachricht daQ melnc' liebe Tochter, unsere Schwester,. Präulein Katharina Wirt uns Im Alter von 21 [ahren nach läitgttiem Leiden für immer verlassen nat. Das »e-grlihnis fand am Montag, den 13. Noventüer 1944 am Sliidl. I'rledhot in Drauweiler statt, rraustnuden. Marburg, St. Veit. Oolldorf, am 13. November 1944 n tiefer Trauer: Familie Wirt. J3Ö^ FUr die so zahlreichen Beweise herzlicher AnleilnaUine anläOlich des Hintcbcidens un-serei lieben Tochter und teuren" Schwester und Tante, Fräulein ANNA OOLOB, danken wir allen zutiefst Insbesondere den vielen Kraaz- und Blumenspendern. Marburg-Piau, am 13. November 1944. I ZU VEftKAUFElTI lunge trachtige Ziege zu verkanten. Tclli;nsse ^3, Drauweiler.___8313-3 Verschiedene harte Spelietimmermühal ^0 RM. 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Arbeiten einet größeren Delailgeschtlltes am Lan de fAbstal) des Maschinenschreibens kunClg, auch alr Aushilfe Im Verkauf geeignet gesucht. Bevorzugt KrHfle, welche in Ähnlicher Stellung echon ge dient haben. Antrüge mit Angabe bis hcriger Praxis unter „Angenehmer Posten" an die M. Z. 4Ü91-0 BEI» A N N T M \ C H U N G. Vorbestellung von Zuckerwaren Kinder und lugendliche bis zu 18 Jahren erhalten eine Weihnachtssonderzuteilung von 12.5 g Zuckerwaren, Zum Zwecke der Vorbestcllunp hal'i'n die Inhaber der Grundkarte für Kleinstkinder, Kicinkirdcr, Kinder und Jugendliche, die Inhaber der Onindkarte tUr Vollselbst-versorger bis zu 3 Jahren und von 3 -0 lahren und die irhaVer der OrundkaMe lUr TeüH'ihMvi'rsoraer bis zu 3 fahren, von 3—6 Jahren, von ß—10 und von 10—18 lahren den Abschnitt Z 5 bis län; stcns 17 November 1944 bei ihrem Klcinvertei'.er ah/ugebL-n. Oer Klelnverteiler hat die Abschnitte aul Bogen atifceklebl dem zuMHndl gen Ernihrungsamt Abt. n bi-i länsMens 22. November 194* zur Ausstellung eines Bezugscheines einzureichen. Die Ausslel'ung der Bezugscheine ist von den Ernäh-rungsMmtern bis llngstens 24. November 1944 vorzuneh- Die erhaltenen Bezugscheine sind von den Kleinver-tellera unverzUfllch an den OmOveiteiler welterzurcl-chen, der die von den Klflnvnr'eilern erhaltenen Bezugscheine bis längstens 30. November 1944 dem Chef der Zivilverwaltung In der Untrrsteiermark, Benuftraeten fUr Hrnihrung und Landwirtschaft, Graz, Jakominiplatz 12, zu Ubermitteln hat 4080 eez Lungershauien. Kleine Damenhand-tchuhe aus Wildleder von Wieland-gasse bis Taurts-kerstraße verloren. Abzueeben ' gegen Belohnung in der Opmischtwarrnhand-lung Burgga^ee 28. 8293-13 Am 12 Nov l!t4l wurde im Ppr«oncn-,7UB Ferntal—Mt-hurg-Drau um ?n l'hr eine dunkel-b'aune Pelz-Hna verloTc.i. Per ehrliche Finder wi'd ee-beten. die-^c'he gegen Belohntir'? in (•er M. Z. Bb'upe-ben. 8324-13 XUere Intelligente Frau findet Aufnahme In eeptlegtem llau'halt. Anfragen bei Göttlich. Bnmndorf, Mnllke- gasse 15. __828b-C Haue|«liMfln ode» Bedienerin für Oe-schiflshaus per sofort ge^nrhi. Anträfe an Göttlich, Marburg, Kärntnersttafe Nr. 128. 82R7-0 Frau Uber 50 Jahre alt. wird als Hausgehilfin bei ^^lter Behandlung aufgenommen Anzufragen nur Vorm'ltag het Wallner, BismarckstraOe 26. II. Stock, links. _ 8303-6 Witwe sucht Müdel oder Sltere Frau zu zwei scbulpllichtigen Kindern Adr. In der M_. z. _ ____83tob Inwahner oder WInier mit 2—3 Ar beitskräften für Besitz in Gams gesucht. Schöne Wohnunp, groBer Garten. eine Kuh. Zuschrifter unter ..Stadtnähe" an die M. Z 8314-6 I zu vermieten k/ülSutSi o „ ^ A. Wissen Sie, daß der Begriff Hormone n^nz jungen Datums ist und daß es 1904 das erste Mal gelang, ein Hor-rrion, also einen lebenswichtigen körpereigenen StofF, ouf chcmisch'em Wege künstlich herzustellen? Eine Großtat deutscher Forschung öAYEl ARZNEIWITTEL ■UrebenUtiung zu vergeben. ?ui jpdf'm Handgriff vor und handeln wir (Irirnarh; ,,Nfithelfen zum Sieg will ich, ind was ich will, das set7e Ich durch!" H. A. Zwei gute Kameraden Am 9. November wurden in Pettau wiüdor zwei Opfer bolschewistischer Mordlust zu Grabe getragen: Der NSKK-Truppführer Johann Weilharter und der Anwärter der Polizei d. Res Heinrich Kunst.' Ehrenzüge von Polizei, Motorsturm und Wehrmannschaft umsäumten das offene Grab, vor dem neben den Angehörigen der Gefallenen Vertreter des Sleirischen Heimnfbundes, der Behörden und der Wehrmacht erschienen waren. Lardrat und Kreisführer Pg Bauer hielt die Gedenkrede, in der er die beiden Gefallenen als Vorbild an Pflichterfüllung und Einsatzfreude würdigte und ihren Opfertod als heilige Verpflichtung für die Lebenden herausstellte, nicht eher zu ruhen, als bis ihr Tod gesühnt und wir an ihr Grab hintreten können mit der Meldung: ,,Ihr habt doch gesiegt!" Die Fahnen der Formationen und der holden Pottauer Ortsgruppen senkten sich über dnm Grab, als unter den Klängen de« T vom Guten Kameraden, die Särgo dei Erde übergeben wurden. Der Volkssfurm Cilli wurde vereidigt Ein .erhebendet und eindrucksvolles Bild bot der Ehrenhain In Cilli m den späten Nachmittagsstunden des 12. November, alt die Deutsche Jugend d^s Wehrertüchrigungslagers Buchenscnlag, Ehrenabordnungen von Wehrmachtseinhelten des Standortes Cilli und der Deutiche Volkssturm Oilli zur Geden«-feier der Toten des 9. November und der Vereidigung der ersten Volk«-sturm-Kompanie in Cilli angetreten waren. Die winterlichen Anlagen düs idyllisch gelegenen Bhrenhaines ooten einen farbenprächtigen Kontrast zu den mit den letzten Blumen und frischem Grün geschmückten Totentaret-tern und den leuchtend roten Ortsgruppen- und Sturmfahnfen, die eini^n wirksamen Abschluß bildeten. Krrlsführer Dorfmeister begrüßte mit dem Standortältesten Oberst Paulowslty die Angehörigen der Gefallenen, die angetretenen Formationen. Ehrengäste und zahlreiche Teilnehmer an dnr Feier, worauf mit einem /Fanfaren"iif die Feier begahn. In seiner Ansprncne gedachte der Kreisführer der Toten dos 9. November und aller für Deutschland» Größe gefallenen Kameraden. Er erläuterte den Sinn des vom Führer aufgestellten Volkssturmes und vereidigte sodann die ersten angetretenen Volks-Sturmmänner aus Cilli und die Junten dos WehrertüQhllßungslagers. Wuchtig und wie ein Schwur klang das Lie l „Volk ans Gewohr" in den Abendhim-mel. Mit der Führerehrung und den Liedern der Nation klang diese eindrucksvolle Foier aus. Mit klingendem Spltil marschierte sodann der Volkssturm durch die Straßen der Stadt, die vja den vlefen Teilnehmern an der Feier umsäumt waren. Mit ihrem featon Marschritt hinterließen die Volkssturmmänner den besten Eindruck. Nach Einbringung der Fahne lösten sich die Formationen vor dem Kre s-hause auf. Es yrar ein Sonntag, der allen Teilnehmern in nachhaltiger Erinnerung bleiben wird und sie an Geist und Seele neu gestärkt hat." Eindrucksvoller Appell in Pettau Die Mitglieder der NSDAP im Kreis Pettau versammelten sich am 9. November im großen Saal des Deutschen Hauses, um in einer schlichten, eindrucksvollen Feierstunde des Tages zu gedenken, der für alle Zeiten wohl der bedeutungsvoriste Markstein auf dem Lebenswege unseres Volkes bleiben wird. — Bedeutete er doch das ertte sichtbare Aufbäumen der Nation gegen das Unglück vom Jahre 19'8 und zugleich die erste weithin sichtbare Bekundung eines neuen unbeugsamen Willens der ausstrahlend von einem eben noch völlig unbekannten Einzelnen, das Volk als Ganzes zu erfüllen begann. Und dieser Wille war so stark, daß ihn das Mißlingen des Versuches nicht zerbrach, vielmehr ins Ungeahnte steigerte und erst all die Kräfte wach rief, die das Wunder der deutschen Wiedergeburt möglich machten. Diese schicksalhafte Bedeutung des 9. November hob Kreisführer und Landrat Fritz Bauer in seiner Ansprache eindrucks\yoll heraus und. richtete dabei die kategorische Forderung an alle Anwesenden, den Männern, die da - mals den ersten Schritt in die neue Z?'t gewagt und denen, die dabei in den Folgejahren des Kampfes um die Größe des Reiches ihr Leben hingegeben, die Treue bis zum I.,etzten zu wahren. Jetzt ist die Zeit der Bewährung dl, für alle, die Mitglieder der Partei se.a dürfen, nun haben sie Gelegenheit sich dieser Auszeichnung würdig zu zeigen durch ihre Haltimg. durch ihre Einsatzfreude, durch ihr Vorbild alle anderen Volksgenossen mitzureißen zu iiner einzigen flammenden Entschlossenheit des Durchstehens aller Gefahren und eisernen Ausharrens bis zu dem Ti«;, da als Lohn für alle Opfer der Sieg errungen sein wird. Tief beeindruckt lauschten die Versammelten den Worten des Kreisfüh-rers und gaben ihrer unwnndelbaren Treue zum Werk des Führers tjei der abschließenden Kundgebung beredten Ausdruck. Die Gestaltung der Feier-stuTlde lag in den Händen von P^. Rothbart, der auch für sinnvolle Unx-'?^ahmung durch Sprüche, Lieder unr] I die Darstellung der Ereignisse des 9. November sorgte. Strohflechtkurs in Marburg Am Mittwoch, 15. November, eröffnet Frau Direktor Maria Krainz im Rahmen der Volksbildungsstätte Marburg einen Strohflechtkurs zur Herstellung von praktischen und haltbaren Gegenständen aus den Blättern des Maisstrohs, die Im täglichen Gebrauch Verwendung finden. Sie können gut als Geschenke he-nützt werden, so Pantoffel, Hausschuhe, Straßenschiihe, Untersätze, Handtaschen usw. Mitzubringen sind für den ersten Kursabend schöne weiße Tnnenh'.'ittc des Kukuruz, eine Srhefe, eine Arbeits-schürze. Beginn 19 30 Lihr, Hauptschule, Emil-Gugel-Gasse 1, II Stock. ^ Opernsänger Karl KoO ging von uns. I Heute Dienstag wird in Graz der bfe-i liebte Opernsänger Karl Kofi, der ein Opfer des feindlichen Luftterrors wurde, zu.r letzten Ruhe beigesetzt. Fünfzig Jahre lang wirkte er als Tenorbuffo an der Grazer Bühne und hat sich mit seiner hohen Kunst, die ihm in beeonderem Maße 7M eigen war, eine große Zahl von Freunden erworben, die mit tiefer Trauer von dem begnadeten Künstler Abschied nehmen. Ihm war es vergönnt, nach Jahren reicher und gesegneter Arbeit an den Crazer Bühnen leinen stillen Lebensabend 2?ii verbringen. Neben dem kunstliebenden Publikum d-er Gauhaupt-ßtadt, das In ihm einen beliebten Wagner-Sänger verliert, gedenkt auch Marburg dieses großen Bühnenkünstler«, der in vielen Gastspaelen am hies'gen Stadtthea t er sein hohes Können unter BewpAs stellte, mit dem er «ich ein bleibendes Denkmal gesetzt hat. Marburg und »ein Völkasfurm Das Helmalmuseum In Radkersburg WTirde bis auf weitere^ gesperrt und die Kreismusiikschule hat ihren Unterricht eingestellt. Unfellchronlk. Der 3.1jährige Gärtner Josef Trofenik aus Domau wurde während deT Jagd von seinem Mitjiiger durch unvorsichtiges Hantieren mit dem Gewehr angeschossen, wobei Trofenift das rechte Auge verletzt wurde. — Den rechten Fuß verletzte sich der "SajahrirLe Josef Repoluek aus Wuchern, der 42jäh-rlgp Hubert Dolinsrhek aus Rast brach sich den rechlön Fuß, der 52jdhrige Josef Tanzer au« Hollem 26 brach slrh die rechte Hand und ach> Rippen. Auch der 50jährige Heinrich Fraß zog picfi einen Rippenbruch zu. — Sämtliche Ver-ungUirkten wurden ins MäPrburger Gaukrankenhaus eingebracht. Zuchthausstrafe für Ehrlose. Die 22-jährige Landarbeiterin Katharina Kropfhofer aus Birkfeld. Kreis Weiz, Heß sich In der Zeit von 1042 bis September 1044 mit einem Kriegsgefangenen in verbotene Beziehungen ein, die das gesunde Volksempfinden und" die deulsche Frauenehre gröblich verletzten. Das Sondergericht Graz veruHtiilte" die Angeklagte für ihr schweres Verschulden zu 18 Monaten Zuchthaus. Tod eines Ritterkreuzträgei^ Ritterkreuzträger Oberstleutnant Friedrich Sp^taller, dessen Familie in Graz ansässig ist, ist im Südosten am 10. Oktober lfl44 tödlich verunglückt. Mit Spitäller, der zuletzt als Kommandeur einer Festungs-Brigade eingesetzt war, verliert die Deutsche Wehrmacht abermals einen hervorragenden Offizier, dessen soldatisches Wirken jederzeit vorbildlich war. Obferstleutnant Spitäller, der am 23. Oktober 1898 in Sarajewo al^ Sohn eines Postbeamten geboren worden wrfr, hat im Sommer des Jahres 1943 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes erhallen. Er stürmte damals südöstlich von Orel iHach eingehender persönlicher Erkundung mit seinen Truppen starke feindli che Stellungen, vernichtet« an der Spitze seines Stabes persönlich den Bunker eines sowjetischen Bataillons-H/ommandeurs und errang in selbständigem Nachstoßen hinter dem weichenden Feind einen entscheidenden Angriffserfolg. Die überragenden soldatischen Lei stungen des Oberstleutnants Spitälle wertVn für immerwährende Zeiten m' diesem Heldentum verbunden bleiben. Graz und sein Stadtbild Was Graphiker und Maler im Laufe der steirischen Geschichte den Kunsthistorikern an dokiimenlarlschem Material für die Archive überlieferten und den Baumeistern und Künstlern an wertvol lern Material hinterließen, wurde nun vor geraumer Zeit fortgesetzt. Um für even tuelle Schäden und ihre Wiedergntma chung hinreichendes Unterlagenmaterial zu besitzen, wurden die wichtigster Baudenkmäler irn Grazer Stadtbild auf genommen.. In diese Aufgabe teilten sich Künstler und Architekten, wie auch der Lehrstuhl für Baukunst an der' Techni sehen Hochschule Graz und die Staats-bauschule. Darüber hinaus hielten Fotografen wichtige Ein^plheiten im Bilde fest. Die Lichtbildserien hesteli%>nder kunst-hislnrischer .\rchive wurden erweitert Die ^'ormen des Grazer StadtJjildes wurden f^cr Lehrkanzel "für Geodäsie der Technischen Hochschule aufqenommen. Ein kleiner Aufnnhmcstnh der Wien-Film reihte Bilder, Panoramnaufnahmen und Tiefblicke auf den Filmstreifen. Die Bestände der Glasmalerei der Stei(?rmark wurden von einem Aufnnhmestah des Vereine*! für KunstYl^senschaft in Berlin mft Schwar'weiß- und Farbfilmen fotografiert. Die Fäden der aus diesen nunmehr beendeten Aufnahmnarh^iten slrh erne!iondon Aufgaben Hofen beim Landeskonservator zusammen. Die Schönheit der alpenländlschen nejgwell In einen Vortrag der Grazet Volksbildiingfistätte sp aah Heribert Schn-ider Wien, über die Schönheit dei alpenländischen Bergwelt. Mit ^^^0 farbr-gen Bildern der beknnnten Gipfel der Niederen luid Hohen Tauern, der ötz-taler tind Stubaier Alpen entfalte'e der Vort-agande ein buntes Bilderbuch der alpenländischen Bergwelt Wann hört man eine Fliegerbombe fallen? Autnahmen: WeiQeniitciner, MarburiJ PiM links oben: Der feierliche Augenblick der Eidesleistung; recht? oben: Neben dem mit vielen Tapferkeitsaus-zeichnuncen geschmückten Frontkämpfer hat der junge Volkssturmmann seinen Platz bezogen; links unten: Gedenken an die Toten des großen Krieges und der Bewegung; rechts unten: Der Kreisführer spricht Schon diVj Teilnehmer des ersten Weltkrieges haben ihre Erfahrungen, wenn auch im allgemc-inen nicht mit Fliegerbomben, so doch mit Granaten gesammelt. Da sich hier manChe Vergleiche ziehen lassen, können jetzt gerade die älteren Männer rrjancherlei zur Beruhigung der Volksgenossen in den Luftschutzkellern beitragen. Neben der eigentlichen Bombenexplosion, dem Krachen und Bersten oinstür/,<^n-der Häus«r, ist es vor allen Dmgen d-is Pfeifgeräusch fallender Bomuen, d:is vielen, namentlich Frauen und • Kindern, an die Nerven geht. Die Romben aber, die man im Keller pfeifen höit, sind im allgemeinen die ungefährlichen. Die Schallausbreitirngsgcsetze bedingen es nämlich* daß man das Fallgeräusch nur hört, wenn ein gewisser seitlicher Abstand zur Bombenflugbahn vorhanden ist. Bei einem Reihenwurf •über einer mitteldeutschen Gemeinde, der genau beobachtet und nachträglich in seinem Erfolg sorgfältig nachgeprüft wurde, fielen die. Bomben etwa im Abstand von 80 Merern. Vom ^^e-obachtunfjskeller aus ließen sich die Pfeifgeräusche bei den Abwürfeh fesi-stellen, die etwa in einer Entfernung von 160 Metern und weiter aufschlügen. Bei drei 250- bis 500-Kilo-Bombcn. von denen zwei je dfwa 80 Meter seitlich des Bcobcichtungskellers, die dritte nur etwa zehn Meter vor diesem einschlug, wurde das Pfeifgerüusch nicht vernommen. — Es erfolgte vielmehr schlagartig die gewalti!?e Explosion mit Ihren LuildruckerscheinurjGen. Sind daher Bomben, die' man pfeifen hört, für den Beobachter im Keller -jor hällnismäßig harmlos, so empfiehlt es sich doch, ihnen Aufmerksamkeit zu schenken. Man muß d »rauf achten, ob dem Fallgerausch auch eine Detonation folgt. Bleibt diese avis, verspüit man nur eine geringere Erschütterung des Bodens, dann kann mnn annehmen, daß in der Nachbarschaft entveder Elindpiinger oder Bomben mit Zeitzündern gefallen sind. P'ür ihre Unschäd-lichmachung ist recht bald Sorge zu tragen. Wer Beobachtungen über die Wirkung der Ilombencinschlägc mit wis-senscha'ftlieber Gründlichkeit mache.i will, kann ein handelsübliches Ane-roid-Barometer im Luftschutzkeller anbringen. Bei einer etwa einen Kiloinc ter entfernt zur Explosion gekomii. nen 250-Kilo-Sprongbombe wurde e Zeigerausschlag von ."i mm Quecksilbei säule festgestellt. Viel näher und vi' schwerer dürfen die Bomben allerdinu nicht fallen. Einschläge gleich schwere Bomben in einer Entfernung von run 100 Metern ließen den Zeiger mehrinal wild um die Skala sau-^en und führte nicht nur am Hause zu erhebliche' Dach- und Glasschüden, sondern m.u-n ten auch das Barometer unbrauehbai Es wird vcrdun'ielt vom 13. bfs 19. No vemher von 17.15 Uhr bis 6.30 Uhr! JAN VON WERTH Ein Reiterroman Franz Herwig ' Abdrucltsfeclife: Verlae Sctiwlneenslein, Münclien i 10. Fortstlrung ' »Sie sind fort!« keuchte- er, »die Fenster stehen offen, alles ist finster, kein Mensch ist da! Der Walfisch hat eie verschluckt!« »Hallo!« sagte der andere und wurde lebendig, »jetzt wird das Spiel ■interessant. Zuerst müssen wir feetetellen, ob eie wirklich fort sind. Wir klopfen an das Haupttor, das an der anderen Seite Hegen wird, öffnet man nicht, so wissen wir Berheid. öffnet man, so bin ich ©in Doktor, der zu einem Kranken gerufen ist und sich in der Tür geint hat.« Sie fanden das Tor. Sie klopften, daß es durch die Gasse schallte. Sie klopften uniaiifhörlich, Jan in ohnmächtiger Wut. Gegenüber in einem kleinen Hause wurde es hell. Der Marpster trat heran und pochte dort. Ein Fensterladen öffnete sich Bpaltenbreit. Er sei in jene« Haus gerufen, sagte Josg Maria, und je«tzt öffne ihm niemand. Eine Gelster-stinvm© antwortete ihm, daß um acht Uhr etwa, ja, etwas vor acht Uhr, ©ine Reisekutsche vorgefahrein sei. Eine Dam« ' habe man hineinheben müssen, zweifellos war sie krank. Und dann fort und zwei Reiter hinterher. . Der Magister dankte und er und Jan sahen sich an. Jan tobte: , »Vorwärts zum Ulretor! Aul die Pfer-del Und dann müssen wir aus den Mauern heraus und wenn ich die ganze Torwache zusammenhauen soll.;< Ihre Pferde standen bereit. Sie schwangell sich mit Hille der Stallknechte in den Sattel und da dae Flüchtlinge sicherlich die Straße nach Paris eingeschlagen hatten, ritten sie zum Gereontor. Der Magister bedeckte seinen Degen mit'dem Mantel und ritt an dde Schjldwache heran. »Höre, guter Preuind«, sagte er und hielt einen Goldgulden hoch, »ist hiei eine Reisekutsche durchgekommen, mit zwei Kavalieren zu Pferd dabei?« Der Solda» machte große Augen nach dem Goldstück und sagte; »Ja, so vor Stücker vier Stunden, meiner Treu.« Josö Maria gab ihm den Gulden und zog einen zweiten; »Hör du. In der Kutsche war meine Schwester Ein Schurke hat sie entfühn. Mach uns das Tor auf.« liGottvater