Ar- 81. Freitag, 10. April 1903. 122. Jahrgang. MMcher Zeitung. ^22^ ?"l>"^.- Mit Poslvsrsendun«: ganzjährig l«, K wlM'Ng lü X. Im Konloiv fia,,^ In!fl/>^> ^ ^^^ 11 li. <>>is b!l ZuftcNun« >»,< Haus c,anzlät,nc> ^ li. — Instrtionsgtbühr: <>sir llrmc ^^^ ^«>c „^ ^u 4 ^^ 20 l>. grützere per Zeile »2 l,; lxi oftrrln Wicdclholnnge» por Zfile <'. l>. Tic i.'aibachtr Zfitung» ,'^chfi»! täglich. mit «usnahme der Tun»' und Feiertag, Dis Udminlftvation deftn^l sich »o»llrcßp!llk Nr, 2, dir Rlbaltion Dalmatingaße 9ir. L. Eprcchstuilben drr »lrbattwn uou « bis lv lllp vl>rn!iltags. UnfrnnlisN.' Briefs werbrn nichl anssmomnicn, Manlijlrlplc nicht zurückgesieNl. Amtlicher Teil. tor ^^ ^wanzlnilnstcr hat dei, Steuer-Oberinspek. Ei^, ^ ^t-yspin zum Finanzsekretär und die Sah^usptttoreu Adolf K I o d i l: Ritter von Dbern s? '' ^' ""d Wilhelni Sieber zu Steuer-t>iMj ?""" '"r deil Bereich dor Filuili^Lalldes """ Graz ernalint.. btuclere?^.^"! 1W3 wurde in der l. l. Hof' und Staat«. ^ ^XV Q^^.' ^6 der italienischen und rumänischen und ^lNeb^ v ^^ böhuüschen Ausgabe des Reichsgesetzblattes " uno versendet. ^ 5^n" Nmtsblatte zur !, "^"2' vom I. April 1903. '«unitor. vom 29. März 1W3. i»., ---------------------- ^en der?,""bisll)l' nichtperiodische Druckschrift «Äus dem ""^' t)oi,^^'!' ^loilyay (Kronprinzessin Tlefanie von Oester. 3""v ii, m"f" ^.......z. erschienen im Verlage des Hugo > "btiPräsi^! ' Charlottenstrahe ^ wurde seitens des l. t. Veschlan >"^ '" ^zernomil^ gemäß ^8 63 und 64 St. O. Aon, l. l. «anüespräsidium für Kram, Uailiach am 7. April 1903. Nichtamtlicher Teil. Miitz^' ^N-"ut uuü Budapest: Da dei' jüngste Ve° ^tllczj,^ Unabhängigkeitspartei dahin lautete, die "'cht z^ """ldigloiwi, wie Budget und Zolltarif, x ^' Mit ^"^"' ^"'^ ^^ ^^ierung diese Vor-^ln ^.. ^llltans^ung der Wehrvorlagen verhan-?^eru,w '"?^"'' "^ernfalls aber alle Vorlagen der ^lit^' 5" mich da<> Budgetproviforillni. lnittels "^ Vlats ^' ^"hiudcrli. gcbm sich die oppositio ^erilllg >"" ^" "lnsch^iu, alo ülaubtei, sic, der Re ^°"ußver^^ ^"^ Grundlage zu irgendweläM 5tom-, ^ nbl'r " v ""^"^ geboten. In Nessl?runaötreiseu "' ^Ni,,!>, ' ^""utunss. als ut, auf der anaedeu^ ^glich ^ä "^^ ">' ^uuchroinin mit der Obstruktion ^^^^^Nlfsnttschiedenste ^urilckssewiesen. Der erwähnte Parteilieschluf; sti-ebt nichts OlU-in^eres an, alo dieRegiening zlunNi'lck^uge,;n nötigen und ihr die ivriedenvdedinslnnsseu zu diltieren. Terlei Vorschläge tann die Neciiernng nicht ernst nehnien, sie, sind höchstens bezeichnend dafiir, das; die Opposition auf ihrer abschiissia.en Bahn schon iedeo bedächtige Mas; über schritten hat. Ihr Veschlnf;, das provisorische Budget^ gesetz inittelc' Obslrnttion zn verhindern, wird als ein strategischer fehler bezeichnet, der nur der Opposition verhängnisvoll lverden lann. Es gab seit 1«67 Phasen, in denen die öffentliche Meinung erregter und auch oppositioneller gestimmt war als jetzt. Es ist aber der Opposition ,',u solchen feiten niemals in den Sinn ge loinmen, das Vudgetprovisorium zu verhindern. Tie jlhige Obstrultion stellt alles in Schatten, was in dieser Richtimg in Ungarn je geleistet wurde, und an diesem Uebermaße nnch sie scheitern. Man hält es ein fach für unmöglich, das; die gebildeten Schichten der Bevölkerung in den Städten und Klomitaten nicht ihre verwarnende Stimme erheben werden gegen das Attentat, welches die Obstruttion durch die Verhinderung der Indemnität gegen dao versassungsmäßige Prinzip überhanpt zu verüben sich anschickt. Tie Mu° nizipien haben in ihren Versammlungen auch in früheren Zeiten gegen die Obstruktion Stellung genommen: der gesunde Sinn der Bevölkerung wird sich auch diesmal nicht verlengnen. Die gesunde Vernunft wird umso eher siege»,, als die Oppositiou ja auch trotz ihrer argen Verirlimg feierlich behauptete, daß sie ihren Kampf nicht gegen die Person des Minister-Präsidenten S36N führt. Die Aenderunst der Verfassung in Serbien. Tas „ivremdenblatt" gibt der Hoftnung Aus-druck, das; die Verfassungüäudenmgen in Serbien gute Folgen habe»« werden und daß zum mindesten jetzt endlich die Stetigkeit beginnen werde, die fo lange gefehlt lmt. In Oesterreich Ungarn wünsche man nichts anderes. alc> daß das Nachbarland gedeihe nnd sich in innerem frieden entwickele. Auf welche Weise es dazu gelangt, darüber hat man sich in Serbien selbst llar zn werden. Die Männer, die der König in dm Senat und in den Staatsrat beruft, haben ausreichende Erfahrung und Einsicht, um das Nichtige zu treffen und so zn handeln, wie e5 ihrem Volke am besten frommt. Die „Reichswehr" »uiderspricht der Anschauung, daß das Auoland sich um die Wandlungen in Ser^ bien nicht zn bekümmern habe. Tie Entwickelung und ^ortgestaltnng der Mittelstädten auf dem Balkan sei eine Angelegenheit, welche die Verliner Signatar mächte, zuvörderst Oesterreich-Ungarn und Rußland, sehr wohl bekümmern. Tiefe Garantiemächte haben fcinerzeit zur Schaffung der Balkanstaaten beigem tragen und das allein gebe ihnen schon das Anreä>t, ein Wort mitzusprechm. Die natürliche Entwickelung dieser Staatsgebilde zn stören, falle niemandem ein. Aber es fei Oesterreich-Ungarn gar nicht gleichgültig, ob das nachbarliche Serbien kulturell fortschreitet oder ob es ein Herd gefährlicher Unruhen wird. Die „Oesterrcichische Volkszeitung" betont, daß das Ereignis erhöhtes Interesfe nnr in Vezug auf die gegenwärtigen Vorgänge auf dem Balkan gewinne. An sich lasfe die Belgrader Affäre die Welt ziemlich gleichgültig. Die .Ni-isen und Unuvälzungen in den kleinen Valkanftaaten wollen nicht diel besagen, so lange die Großmächte, wie dies jetzt der Fall ist, einig in ihrem Bestreben sind. den frieden im Orient zu erhalten. Das „Neue Wiener Iourual" meint, man werde sich in Europa über den serbisck)en Staatsstreich weniss aufregen und empöreil. König Alexander habe, mn das Auslaud, namentlich die zlvei in Bezug auf die Balkanpolitik geineinfmn vorgehenden Mächte gün-stiger zn stimmen, die Notweirdigleit seiner Aktion im Interesse der Ordnung und des ssriedens betont. Und da tatsächlich die Radikalen seit jeher unruhige Köpfe waren, so werde man in den „Ordnungsstliaten" das Intermezzo Alexanders nicht sehr übel nehmen. Die „Wiener Morgenzeitung" geht voll dem Gc sichtspunlte aus, daß den europäischen Zuschauer nur die ivrage interessiere, ob Serbien auch loeiterhin auf dem Balkan ein Element des Friedens nnd der Erhaltung des »tntu» qun bilde. Ob 6tönig Alexan-der mit einer alten oder neuen Verfasfung regiert, sei recht gleichgültig, wenn er os nnr versteht, das Land in jenen Bahnen zu erhalten, die ihm von dm Mäcl^ ten vorgezeichnet sind, Tao „Illustr. Wiener Extrablatt" erwartet, die Sache werde ruhig verlaufen, ssür das Allsland sei dies die Hauptsache, Besonders in Oesterreich-Ungaru wünsche man nichts anderes, als daß man ill Serbien Feuilleton. ^ Sonntag vom Fenster aus. '" bumoresfe von Honr» Schumacher. ^" (Schluß.) t?^ t^s "U^'W schnackte wirklich scheußlich! Der ^ und i^^lbramu, meine Frau unglücklich, er-t, 'h . ,'"""' Uon der ungewohnten Anstrengung >^ ^u.. ^"^' f"st. "I war nicht fehr aufhe^ Z^ auch s^ ^unettvetter "och einmal, wie hätte d^""'Hen i, '"^"'- Die heißen Tücher machten die Achten'/ "r Glider und mich rabiater, und wir "Ud dann mit M"ind j !"d mit Chloroformöl, das meine Fran (5, "Ken f^ ^' "Puth^tl> holte, während es zweimal ^ kmn n ' Ringel horunternß! Und dann, o >i'i ,^°lil /""" Better, Lehrer vonl Lande, der sich l'un ^nd i, ,^ '""'" ^i-au flüsternd lllitteUte, ich ^"""chse, .,?''b^ürftig - mit Frau und drei '^Uhrn wo .. !^"' ""ur m. ganz klein bißchen >»n ^Nlng ' "ud sie baten trotz chrer eifrigen! >0a "^'"' tloi,,'^""^ ^''"'" H""N" zl, habell", nur ^ ^" bei > ""^"ck Pier und einen Bissen Brot, )u /'^'' dir , a^schlosfe.lell Laden, trotz Hintertür->'l.>. """1^!, "'^' "''"" vorzlveife.lt anstellte, nicht "U'I. l ciul).,', ^ ^ncl,her nllißte ich im Nebenzim< Ai i ' ^'^ <'>n i,. '"'" lü' den Schinken und die Sem-bin.! versv^s '"'"" ^nchtesselt bestinunt waren, ve,r° ^"ld ,. ^ ">,d recht freundlich für „ja ganz "b Nenüg^ld" erklärten. In delil Wirtsgartell schräg gegenüber saß es gedrängt voll Menschen. Ein Karussell drehte sich nach deii Klängen eine^ Oergeleins, Arbeiter, die die ganze Woche in der Fabrik gewesen, ließen ihre Kinder fahren, bis es ihnen übel wurde, und junge, unreife Bürfchchen, mit roten Nelken in, K^nopflochc. und Zi garren im Mnnde, fllhren alich nnd vergaßen in di> senl Allgellblicke, scheint's, ganz daß die geknechtete Welt der Erlöfnng durch sie harrte. Der Wirt ich kannte die Leute, sie mußten sich wacker wehren, denn die Miete war hoch - sah trotz des Gehetzes snscher und freudiger aus als am stillen Werktage und fein Antlitz verfinsterte sich nur, als es ansing zu tröpfeln und dann zu gießen, denn ein Teil der Eiunahme entging ihm dadurch. Hei, welch ein Geflüchte nach allen, Seiten, wel^i Rockaufnehmen, Schirmumdrehen, Kindergekreische nud Trangebenmüssen deo schönsten, mühsam erworbenen Sonntagsstaates! Nnd doch, merkwürdigerweise schien den meisten dieser Leute die Sonntags-laune dadurch nicht gestört! Sie lachten und scherzten und halfen sich gegenseitig oder standen geduldig unter, bis das Aergste vorüber war. Meine Fran nnd ich saheil noch lange dem Ge triebe zu. bis es Abend geworden, und ich hatte wirt'-lich eine Zeitlang meine Schmerzen darüber vergessen, oder waren jie wohl besser geworden? — Eine knhlere Luft strömte herein. Das alte Großmütterchen ub^ der Straße, oben in den Mansarden hob auch lhren weißen Kopf und ,'ah durch den Levloienstock auf ihrem (Vesimse in den sich lichtende», Abend. Ich hatte sie den aanzen Mittag beobachtet, wie sie in einem j vergriffeilen Andachtsbuche gelesen und so ruhevoll dafaß. während die junge Tänzerin, deren Mnd bei der Alten ill der Kost war, diefes in der Kammer auf und ab trug. es herzte lind vor fich aus dem Tisch am Fenster fitzen liatte. lind dabei das flickte, loozu sie in der Woche nicht kam! Sonntagsreitor, Radfahrer, Equipagen kamen vorbei, auch die. in welcher die kom" merzienrätliche Familie mit ihren gelangweilten Ge sichtern faß. Soldaten mit ihren Bekanntschaften — eng eingehatt liefen etwc>5 eilig, weil'') zum Appell ging! Die Trambahnen leerten und füllten sich zum Ueberauellen, angeheiterte Familienväter und Vlutirr mit Kindern, die sich widerstrebend nachziehen lichen, gingen vorüber, anch die Bliefträgerfamill'e war dar unter, der Regen hatte auch sie getroffen. Die schöne Spitzenkraufe hing nnn abwärts, die ersten Höslein hatten einen brännlich feuchten Rand belonmnm, nnl' die, fichtlich müde Mntter. welcher der Vater das Kleinste abgenommen hatte, trug den Hut nnt der Verblichellen Blume forgsam unter dem Mäntelem. Aber trotzdem lag in dein Gnlße des Famlllenvaters. den er uu5 wieder bot, der Glanz einer vollen Freude, wenn auch allerdings einer mühsam errungenen, iiberstandenen! Mensch gewesen . frei gewesen! „Mine wird mm bald kommen!" sagt« nk'wl' ^ran mit einem Seufzer der Erleichterung und legte mir noch eiue Decke über die Kilie, Tie Nachtlnft, er-srisclMd nnd doch nicht kalt. war herrlich! Unten wurden die Laternen angezündet, lind im Schatten der Hausecko drückte sich ein, Pärchen aneinander. Ge-flüster. bissen nnd wieder Geflüster wurde lwrbar und: Laibacher geitung Nr. 81. 694 10. Uprtt l903. eidlich zu stetigen, konsolidierten Verhältnissen ge^ lange. Werde die neue Verfassung dazu beitragen, so lann man niit ihr zufrieden fein. Ob sie mit den Nadi^ talen oder gegen die Radikalen vollzogen wird, sei für uns herzlich gleichgültig. Abfällig spricht sich die „Ostdeutsche Rundschau" über die Aktion des Königs Alerander aus. Das Blatt meint, das; der serbische Monarch in Fragen der aus« wärtigen Politik und in Angelegenheiten der Thron--folge eine Richtung verfolge, welche mit den Wün» fchen der Mehrheit des serbischen Volkes nicht im Einklänge stehe. Wäre, das Einverständnis über die Thronfolge und die auswärtige Politik vorhanden, dann hätte sich weder der König noch die Mehrheit des Volkes den Gefahren ausgesetzt, die ein Verfassungskonflikt jetzt im Gefolge haben könnte. Auch das „Teutsche Volksblatt" spricht sich sehr ungünstig über die Verfassungsänderung aus. Das Blatt bezweifelt, das; das damit angestrebte Ziel der Zurückdrängung der Radikalen «reicht werden wird. Dus serbische Volk sei zur Nachgiebigkeit von jeher nicht geneigt und Staatsstreiche schrecken l's nicht. Politische Vleberftcht. Laibach, 9. April. Das „Vaterland" wendet sich gegen jene Stim° men in der auswärtigen Presse, welche die Aeußerungen einzelner Publizisten über den „Zerfall Oesterrei ch s" ernst nehmen und sie zu widerlegen suchen. Diese Zurückweijung sei zwar gnl gemeint, sie verschaffe aber folchen Schmähschriften eine nnver diente Publizität uud sie verleihe ihnen eine VedeU' tung, die ihnen nicht einmal an den Stätten ihres Nr-sprunges beigemessen wird. Wenn aber schon die Abwehr derartiger „Zerfalls" Phantasien erfolgen foll, so könnte man wohl solche Momente hervorheben, die für jeden wahrnehmbar sind, der sehen will: „Die inneren Wirren in Oesterreich haben gerade in den leyten, Jahren so sehr an Bedentnng verloren, daß sie die normale Befriedigung der staatlichen und Volks^ bedürfnisse nicht mehr wesentlich erschwerten. Diese internen Vorgänge haben noch niemals die interne tionale Stellnng des Reiches oder seine Bündnis-sühigkeit gefährdet, ^vür düstere Pronosen ist der Zeit-Punkt nicht geeignet, in welchem Oesterreich'llngarn «us der Grnndlage eines defizitlosen Budgets und im Besitze eines bedeutenden Goldschatzes an die Auf» nahine der Barzahlungen denkt. Oesterreich-Ungarn ist sowohl auf wirtschaftlichem und finanziellen wie mlf politischem und militärischem Gebiete stark genng, um eine unentbehrliche Stütze des europäischen Gleichgewichtes zu bilden, uud um jedem anderen Staate als ebenbürtiger Alliierter zu erscheiuen". Die f r a n zösisch e K a m m e r hat am 7. d. M. in später Abendstunde die nene D-ebatte über die Drey-ftls°Affäre abgeschlosfen und nüt 2.W gegen 75 Stimmen eine Tagesordnung angenommen, wonach sie, der Regierung vel-tranend, jedoch entschlossen, die Affäre Dreyfus der Justiz nicht zu entziehen, zur Tagesordnung übergeht. - In Pariser parlamentarischen Kreisen gehen die Ansichten über die Bedeutung dieser Abstimmung, an der sich viel weniger Abgeordnete be teiligten als an der nnmittelbar vorhergegangenen, weit auseiuander. Die einm glauben. Kriegsminister Ändrö werde trotz der Ablehnnng der Resolution Jaurös das Verspreche!«, eine administrative Unter« suchung einzuleiten, unter allen Umständen halten müssen. Nach der Meinung der anderen wäre eine die Dreyfus-Affäre umfafsende Untersuchung nunmehr infolge der von der Kammer beschlossenen Tagesor!> nung unmöglich, der Kriegsminister löune höchstens Nachforschungen über die Unistände anstellen, unter denen das Entlassnngsgesnch des Generals Pellienr vom 31. August 1898 aus den Akten verschwunden ist, und diese Nachforschungen könnten in keiner Weise zu der von Jaur^s angestrebten neuen Revision des Drevfusprozesses führen. Diefe widersprechenden Alls-fassungeu fpiegeln fich in den Erörtel-ungen der Pariser Blätter wieder. Der konservativ-nationalistische „Ganlois" sagt, jetzt sei die Dreyfns-Affäre gründlich tot und eingesargt. Hür alle guten Patrioten fei dies ein Sieg. 3er gleichfalls nationalistische „Intran^ sigeant" dagegen ist der Ueberzeugung, das; der Kriegsminister die Untersuchung einleiten und die Akten dem Kassationshofe übermitteln werde, der dann in aller Stille die Freisprechung Dreyfus' ver künden werde. Die fozialiftifche .. Petite Röpubliaue" sagt, trotz Ribot und Cavaignac und trotz aller Fäl schlingen habe die Kammersitznng znr Verbreitung des dichtes und der Wahrheit beigetragen, nnd es werde sicher der Tag kommen, an dem, Dreyfus rehabilitiert und die von dem früheren Genernlstabe begangenen Verbrechen gebrandmarkt werden. Mehrere antiministerielle Blätter dagegen sagen wieder, die Kammersitzung bedeute eine schwere Niederlage für Jaur^s, ein Teil der Radikalen habe fich im Einvernehmen mit der Regierung von o^m Joche der Sozia--listen befreit. Die Mehrheit sei erschüttert. Eine Mitteilung aus Kopenhago n bezeichnet den Besuch des Kaisers W i l h e l m ll. beim däni schen Hufe als ein von dm Dänen freudig begrüßtes Ereiguis, welches für die Beziehungen der beiden Staaten unzweifelhaft gewinnbringend fei. Man habe allgemein den Eindrillt, daß dnrch den jetzigen Auf^ enthalt des deutschen Herrschers in Kopenhagen zwi schen Dänemark und Deutschland eine Brücke herge stellt worden sei und man liege die Hoffnnng, das; die künftige preußische Politik zur Befesliguug dieses ge« besserten Verhältnisses beilragen werde. Auch von der öffentlichen Meinung iu Schweden und Norwegen werde der Kaiserbesnch als eine Tatfache von betracht licher politischer Wichtigkeit gewürdigt und in einer für Deutschland sehr sympathischen Weise beurteilt. Tagesneuigleiten. - (Der Einslus; de 2 Hungers auf Träume.) Für den Einfluf;, den der körperliche Zustand dcQ Hungers auf die Träume ausübt, wissen die „PsychisäM Studien" einige interessante Beispiele anzuführen. Die Mangsmä'hig auftauchende Vorstellung von Nahrungsmitteln und Befriedigung des Hungers schildeil Knut Hamsun in seinem Roman „Hunger". Weygand, der neuerdings Untersuchungen über die Beeinflussung geistiger Leistungen durch Hunger angestellt hat. hat die Einwirkung des Hungers mehrfach bei seinen eigenen Traumvorstellungen beobachten tonnen. Vcmerlenslverl ist dabei, daß der ge'.räumte Hunger wie seine Befriedigung ziemlich treffend den wirtlichen körperlichen Reizen entspricht, während in anderen Sinnesgebieten häufig beobachtet wird, daß der Reiz eine phantastische, oft auf ganz anderem Sinnesgebiete liegende Vorstellung hervorruft. Weygand legte sich am ersten Hunger-vcrsuchstage auf ein Nuhcbcti und schlief ein, nachdem er in Turgenjev noch von einem Mädchen mit „blonden Flechten" gelesen hatte; im Traum wurden diese zu langen blonden Loctcn und dies wiederum zu Matlaroni und Nudeln von verschiedenartiger Dicke und von ähnlicher hcllorangcn Farbe, wie sie bei italienischer Zubereitung üblich ist. Er träumte weiter, daß er den ganzen Pnzellantellel " Mallaroni mit einem Löffel hastig leer aß. Vei "^ späteren Hungerversuche mit dreitägiger NahrungsenW tung träumte er in der Nacht, er verzehre ein grohes ^ ,.^ brot. das ihm ausgezeichnet schmeckte. Dann aber ^"..^ plötzlich ein, daß er'auf diese Weife den Hungrrvecsuch I' ' und er empfand heftige Neue. Trotzdem träumte er in selben Nacht noch zweimal von großein Appetit und ^ einladenden Essen. Demnach spielen also die törper»^. Reize im schlafenden Zustand cine so wirtsamr Nolle, durch die Hungerempfindung die Traumvorstellung der friedigung dieses Bedürfnisses geweckt wird. ^ h, — (Suggerierter S c l b st m o r d.) ^"^„f.z.j meldet man: Eine merkwürdige Angelegenheit besch" ,^ seit einiger Zeit unsere Aerzte. Vor nicht allzulangcrö tam eine junge Dame unserer besten Gesellschaft, die si^ ., etwa einem Jahre nach Warschau verheiratet und sich ^ ^ rend dieser ganzen Ait mit ihrem Gatten auf N"^"'., Paris. Wien. Berlin u. s. w. aufgehalten hatte, voM^, blochen und siech nach Hause zu ihren Eltern Z",' ^ Aussehen war ein besorgniserregendes und fiel den >. ^ umsomehr auf. als die junge Frau in ihren '^'^-^it ihr Miict an der Seile ihres geliebten Gatten ges«'^„ hatte. Was am meisten auffiel und den Eltern d^n groft^ Kummer verursachte, war. daß die sonst lebenslustige ,^ geradezu menschenscheu geworden war, jeden Umgang ^ und immer leise vor sich hin weinte, dabei fortwähren^ ,^ dem Tode sich sehnend. Man berief alle möglichen ' ^ aber teiner wußte Rat. Man holte Specialisten a"»^ Fremde, aber diese schüttelten bloß die Köpft. !"6 " ^ ein junger Nervenarzt auf die Idee verfiel, es mit H^^ und Suggestion zu versuchen. Dir Eltern willigten ">>, der junge Arzt begann mit den Experimenten. '' I<^ß setzte die Kranke hartnäckigen Widerstand entgegen. !^ ^ lich wurde sie aber doch in hr,pnotisch.i! Schlaf gebrach' ,, gestand nun. daß ihr Gatte sie vor einem halben I°^,.W eine überaus hohe Summe bei einer ausländischen ^ ^ rungsgesellschaft eingetauft hatte. In der Poliz^ >>' ^ bedungen, daß die Versicherungssumme auch ^^^,lX)l Gatten, zu dessen Gunstei, die Versicherung abgcschloli" ^' den ist. ausbezahlt luerd.,'» muß, wenn die Versichtl ^ Ablauf eines Jahres durch Selbstmord enden soll^ ^,i nun begann der Gatte ein teuflisches Geschäft. Er y"^ ^ snrte seine Frau und suggerierte ihr fortwährend, ^^.h^ dem und dem Tage. nach Ablauf des Versiehe""^ 'li> einen Selbstmord zu begehen habe. Zugleich befahl er ^,^ wachen Zustande alles zu vergessen, was er ihr ^ . ^ nötigen Schritte zur Scheidung ihrer Tochter gew^, junge Dame selbst hat sich in ein ausländisches Sana ^h begeben. Der saubere .Herr Gemahl aber scht m ^ wagt sich nicht hierher zurück. M ^' — (Allerneueste Orthographie.) ^ dil Fräulein bei ihrer Wäscherin Klage darüber führte. ^ ft Taschentücher in sehr kurzer Zeit'Risse bekamen. "" 51! folgenden Brief: ..Geehrtes Fräulein! Was die ""^ die Sacktücher ist, so kenne ich mich nicht aus- .,5^ waren Sie schon von Anfang zerrissen oder Sie sa ^ alt zu werden. Mit Chlor habe ich Sie auch me "H, ^ schcn, fönst würden Sie anders ausschauen. IH ^ ^ schöner machen zu können. Ihre gans Ergebenste > ,,! — (Ein musikalischer Woltentr^f, Eine eigenartige Statistik stellt em amerikanisches ^^ 1^ In Minneapolis gibt es ein vierzehn Stock hohes v"^ )" wohnen sein. wenn innerhalb dieser Stunden alU strumenie in Tätigkeit gesehl werden. ^^^ „Ach Iotte, ivenu eo nmn keellen Sonntag jäbe!" tuschelte e<). und dann hörte ich nichts mehr. Mine war zu!-ücla.ekoinmen, zu unserer Erleich' terung zur riclM?n Z^it. Sie deckte den Tisch, obgleich 00 nur nx'iche Eier und Tee gab ....... dieser elende Vetter! - und ihr Mund sprudelte über uon dein, wie es zu Hause so „nmuderscheene" gewesen sei uud wie Vater uud Mutter grüs'.en und „vielmals danken ließen". Draußen in den StVaszen war c'5 min stiller geworden, aber all diev znckende, krabbelnde, Pulsierende Leben klang wohl in den Hänsern noch nach! Sonn» tngsr-uhe war das keine, ideal war das Getriebe auch uicht! Aber doch war etwas Erfrischendes, Befreiendes, Ausgleichendes vorhanden! Und wenn da und dort auch unter deiu friedlichen Nachthimmel eiu Schutzmann auftauchte und in der ^erne einige unheimliche Pfiffe, Gejohle und Aufkreifchen zu hören waren, fo breitete fich das große ernste, ruhige Himmelsgewölbe doch über alles nnd über alle, nnd wer hinanffehen wollte, dein schienen da droben auch die Sterne. Ja so, meine Schmerzen! Wahrhaftig, ich hatte sie vergessen können! Die Hexe war, scheint's, auch ein bischen eingeduselt, und beim Nachtessen lag neben dlm einsamen Eiern eine Prächtige Wurst, die Mina von „Mutten!" alo Gnlsz milgebrnchl hatte! Eü wm rrotz allein kein übler Sonntag gewesen! Den Hebenden ihr Recht! Wiener Oliainal'Romnu von «. Hottner-Vlrefe. (l. Fortsetzung.) Sekunden uergingen, Minuten. Aber itnn, oer scheinbar stnmpfsinnig dastand, fie! in dieser Pause ooch noch etwas ein. Merkwürdig, dcch er nicht schon früher daran gedacht hatte! Sie konnten ihn ja anch freisprechen! Natürlich! Sie mußten ihn beinahe freisprechen! Wo waren denn die Beweise, dafür, das; er, just er, Rosa Wettboii: damals in den Abgrund ge-stoßen, hatte? Deshalb, weil sie sich sniher gestritten, weil man dann bei ihm eine Abschrift ihres Testmnen tes gefnnden, wo fie ihm „für den ^all ihres Todes" großmütig eine bedeutende Summe schenkte? Oder un'il man sein Verhältnis zu Martha Herrmann ent° deckte? Waren denn das Beweise? Beweise? lächerlich war es! Einfach lächerlich! Egon Hochberg fuhr mit der Hand über die weiße, brennende Stirn. Ach ja! Die dort — auf der Geschworenenbank jener Mann, der sich jetzt umständlich langsam erhob, der würde nun sprechen. Mit siierenAugeu uud steinernen!, ruhigem Antlitz wartete er. Aber all sein Denken konzentrierte sich auf das eine, erlösende Wort: ^rei! lvrei! Plötzlich dnrchblitzte es ihn. Das Haar! Er hatte das furchtbare Haar vergessen, welches man zwischen den krampfhaft geschlossenen Händen der Toteil ge» .........- -------- ------------ M^" funden! Ein gelbes, glänzendes Narthaal. " ^ 5 nicht der schlagendste Beweis? Das H""'''^ ch,il l''' vor sich. wie mail es ihm gezeigt. Es graub' davor. Un der — und der — Sprach nicht schon der Vorsitzende? .,„g^ Es mußte so sein, denn ganz plötzlich nn ' ^ wieder jene tiefe Stille, welche nur dnrch ^^ gleichmäßige Stimme, die ganz von serne ^" ^ ^ schien, uuterbrochen wurde. Weshalb "iur> ^j5 Mann nur so? Er verstand ja nichts. Nur "V^.^ ^ nnd Bransen war in seinen, Ohren', als ol' Wasser wäre. viel Wasser, >> „lebenslängliche kerkerhaft " ,^ i^ War das möglich? Sprach man dort .^,M Von ihm? lebenslänglich! Das hieß: "U'"^,^f immer. War da^ wirklich etnns, das id" ",^! v^ ^, Einige Minuten lang blickte er nm' dlo^ ^ "^ hin. Und dann, ganz unvermittelt, sp^ ' eim'm großeii Satze auf. ,.,< „Nein! Nein!" ^ '^ Hatte er es lmrklich geschrien? ^"N ^^l^ eigene Stinnne? lind war das er, er sel^i ' ^ ^^ daraus halb ohnmächtig Zllsainmenbraäi^ ^^ 6^,, gestiitzt a»lf seine Wächter, sich langsam ""'' ,tüä'. / lnnausschleppte? Er nnlßte es nicht. Um^ ,^l ^ dlu-ch einen Nebel, sab er die Nichter. ^',ssti^. Sein Verteidiger trat an ilm heran. Aber ^ ^ w'ild zurück! Nichts melir seheii! Nichts » Nichts! Nichts! ^aibacher Zeitung Nr. 81.______________________________________695_______________________________________________^pnl 1903. lvtld^ !" ^ erllumpf t.) „Ich tann Me Frau nicht tine . " ^^"' ^^l glauben Sie mir, ich will Ihnen ^ .' ' ' ^ „O ich tenn baö . . . Echivester sein, wollen Ä^i ^'" "^ "^tin. eine Mutter, denn ich habe gestern den Papas angenommen." LolaI- und Prooinzial-Nachrichten. ^Mrag in der 5iovku»k» ^ui8ka, Matil:»., 'c und so glauben wir denn. es fei nicht un-lhch /^."l' i»ur Information sowohl der Lehrerschaft als ^leuck/ ^"'^' ^ ^'^" ^^ formalen Stufen in der lelior ^'^.^"" Echulmannes von Ruf. wie es Herr Di-l'vln,s'^N"Ml i^ i„ unserem Alattc der Hauptsache nach ""suhlen. ^in c> ^ '^^^ vortragende leitete seine Ausführungen mit lcleill ^'^ ^^uf ein. daß jeder Unterricht psychologisch ^ l, ^" müssc. Die Grunbsälze barüber lauten allerer , ^ "crschicden. Es heißt da: ..Unterrichte, gründlich", stille"«« '^ anschaulich". „Gehe vom Nahen zum Ent-^ladei - .^^^ einzelne unter diesen Grundsätzen stehen "^Nter'^ ^"'" gewissen Widersprüche wie z. V. die Sähe: T>clelt "^^'" Herbarts Schüler haben sie weiter ent-^>< de ""^ ^"^ "'^' AnKÜung geschaffen, die heutzutage ki! „. .urspninglichc,, Lehre Herbarts »uobl keine Aehnlich- !>"f besitzt/ ^Nd - ^'^ ^^' Stufe, die Vorbereitung, über-. ^'bei'^"^/ ^'ll Dircttor Schreiner, dem Lehrer ergehe nlllii«i°^ ^"mitilung des Neuen so wie uns überhaupt im !o fg'n, ". ^cben. Wollen wir etwas Nems vorbringen, >nz h " ^' Ulcht. wic man Zu sagen pflegt, mit der Tür ^NenU^,' ^"o«" wir suchen eine» gewissen Uebergang. ^dll5 ^ ^ Fall. Worin besteht nun diese Einleitung? In, ^ lsz^ ^'"' >uas bereits bclannt ist. aber anderseits mit, ^lche ^" '" Zusammenhang steht- es ist dies eine Brücke.! ^ ^ ^ ^ktannten ^uin Unbetannten hin führt. Jede stills °^lung. weläjc jemand erhalten soll. wirb mit Hilfe l»Ut^' ahnlicher Vorstellungen vermittelt. Aufgabe der ^'ltts ^" Vorbereitung ist es nun. jene Vorstellungen ^'n» j '' luittelst welcher neue aufgefaßt werden tonnen, ^Ür^°.. ^ V- beim Capitel ..Ausdehnung der Körper durch ^lh^. ^lanntcs vor. Sicherlich die Tatsache, daß der °Ktt da«, ^ ^"^" un glühenden Zustande ans Rad heftet. ^eltis - '^"^" ben glühenden Nolzen nur schlver ills ^ch ^ hineinbringt, oder daß ein erhitzter Topf schwer > lsltll^ ^^'ltiir hineingezwängt wird. Solche bekannte ^ge i,'?^' ä» suchen, ist die beste Vorbereitung. Die erste "b°l e/'l °^°' W"6 tut der Schmied mit dem Reifen. ^t)<. '!'" ans Rad hcflet? Nun wird d<,s Ziel angegeben: ^l/lied ^de^' ^"^ wollen wir lernen, warum der > ^lut! leisen zuerst glühend macht, oder: warum K„ l,- ^ "-N Volzen beim Bügeln so schwer in das Bügel-^iileig "ln'ma.t - - - Dadurch wird das Interesse des ^fen- "'^.infolgedessen auch beffen Aufmerksamkeit wach-^bc ^'^ loirb sich bemühen, für diese Tatsache eine plau-""^Nfn. "2 zu finden, und damit ist bereits viel ge- ^L >M twites Beispiel: Behandlung des Maulwurfes. >ü^^ die Schüler von diesem Tiere? Gesehen haben sie c» laum, aber sie tennen gewiß die Haufen, die der Maulwurf auf den Wiesen aufwirft. Da soll nun zuerst die Frage gestellt weiden: Was tut der Bauer im Frühjahre mit feinem ^ Rechen auf der Wiese? ?c. Nun wird das Ziel angegeben, i etwa in folgender Weise: Habt ihr schon einen Maulwurf gesehen? Einige sagen ja, andere nein. Warum denn nicht? Weil er unter der Erde lebt. Das Ziel lautet also: Wir wollen nun untersuchen, warum der Maulwurf unter der Erde lebt und wie er unterirdisch ^u leben vermag. — Diese Beispiele mögen genügen. Zu bemcrten ist, sagte, Direltor Schreiner, daß ich, abweichend von der in den pädagogische» Büchern üblichen Regel, die Vorbereitung an erste Stelle und die Angabe dcs Zieles an zweite Stelle gesetzt I habe. Dieser Vorgang scheint aus Grund der gepflogenen Beobachtungen leichter und auch prattischer zu sein. — Die Angabe des Zieles ist übrigens auch nicht immer eine leichte, wenn man den Endzwcct crrciäM will. Sagen wir ,;, V.: Heute wollen wir den Hund beschreiben, so besagt dies gar nichts, denn der Schüler denlt sich dabei: „Ich lenne den Hund ohnehin ganz gut, was braucht er da noch beschrieben zu werden!" Da ist es erforderlich, etwa» Feststehendes gewissermaßen in ein Problem zu verwandeln, so Mar. daß der Schüler mertt, er werbe von dem velannten Gegenstände eiwas Neue« hören. „Du leimst den Hund. So sage, wieviel Zehen hat er an den Hinterfüßen?" Wahrscheinlich wird die Antwort lauten: „Fünf." Siehst du, daß du den Hund doch nicht lennsl . . . Auf einer höheren Stufe ist das Lehrziel beiläufig beispielsweise in ber Weise anzugeben: Wie ist es wohl möglich, daß der Ochs, ein so großes Tier, sich doch mit Gras. Heu ic. ernähren i,' dc Hi/.anovec des Annee-standes. beim Platzlommando in Grazi bei diesem Anlasse wurde demselben der Ausdruct der Allerhöchsten Zufrieden-lM belanntgegeben. Zum Commandanten der ll. Artillerie-brigade wird ernannt der Oberst Hermann de Verrette, übertomplctt im Divisions-Artillericregimente Nr. cl, zugeteilt dem General-Artillericinspcttor. und es wurde demselben für seine in der Verwendung beim General-Artillerie-inspeltor erzielten Erfolge das Militär Verdicnsttreu,; verliehen. Das silberne Verdicnstlrcuz mit der Nrone wurde vcr. liehen dem Wachtmeister Albin Filer des Dragonerregi-ments Nr. 5, in Anerlennung der mit eigener Lebensgefahr bewirtten Rettung zweier binder vom Tode durch Ertrinlen. — Transferiert wird der Leutnant Richard Hoffmann von, Infanterieregimente Nr. 27 zum Infanterieregimente Nr. 86. — (Ernennung.) Ingenieur - Chemiter Franz Hiti wurde zum Assistenten an der landwirlschaftlich-che^ mischen Versuchsstation in Laibach ernannt. Derselbe hat seine chemischen Fachstudien an der l. t. technischen Hochschule in Graz absolvieri und die Staatsprüfungen mit sehr gutem Erfolge abgelegt. — (Schu r fbew i l l igu nge n.) Im Monate April wurden bei dem Nevierbergamte Laibach allgemeine Schürf-bewilligungen erteilt den Herren: Eduard Preseöly, Reali-lätenbesitzer in Samobor (für die Katastralgemeinden Groß-Dolina und Vregana), Anton irische. Kaufmann, und Franz Finl. Hausbesitzer m Altlag (für den politischen Ne-zirl Oottschee). — Erloschen sind die Bewilligungen, des Herrn Johann Grebenc in Turn (für die politischen Bezirk Littai und Gurtfelb), und der Frau Carmela Oberskimr in Dernis (für den Revierbergamtsbezirt). - (Fu ß w a schu ng.) Die Zeremonie der Fuh Waschung wurde gestern vom hochwürdigsten Herrn Fürstbischöfe Dr. A. Iegliö an folgenden Greisen vorgenommen: Anton Paternost aus Adelöbcrg (94 Jahre), Johann Moravec ausSeiwsetsch (!)1). Martin'^tefe uus Bisoto (90), Matthäus Faigel aus Adelsberg (8tt). Michael Blaiir aus StraxUc'e bei itraindurg (84), Johann Voll aus Seisenoerg (88). Kaspar Eedilni! aus St. Martin unter dem Groß'-gallenberge (8,l). Matthias Kclemina aus Fricdau (81). Georg Urbincc aus St. Marcin (80). Gregor Mrzlitar aus Ct. Iodori ob Nillichgraz (80). Johann Primec aus Laibach (79) und Stephan Anöur aus Softro (74). — Me Greise zusammen sind 1008 Jahre alt. - (Au fn a l) m e in die t. u n d l. I nfa n ierie -Ka de t ten schu le in Karlstadt.) Jünglinge vo» österreichischer, bezw. ungarischer Staatsbürgerschaft ober bosnisch-hercegovinischer Landcsangehörigleit, welche die to> perliche Eignung für die Militärerziehung besitzen, den Nach weis über die Absolvierung der vier unteren Klassen einer Realschule oder eines Gymnasiums (mit Oeffentlichkeitsrechl,» erbringen (von ungenügenden Noten in der lateinisch» oder griechischen Sprache wird abgesehen), eine genügende Alis nahmspriifung ablegen und mit 1. September im Alier zwischen 14 und 1? Jahren stehen, können in den I. Jahr gang der Infanterie - Kabettcnschule in Karlsiadt aufgc nommen werden. Den einzelnen Klassen der Mittelschule,! sind die korrespondierenden Klassen der nach dem XXXVHl. Gesehartitel v. I. 1808 organisierten ungar, Bürgerschulen, der Koimnunal-Bürgerschuie in Fiume, dann di: V. bis VIII. Klasse der troatischen ..höheren Volt-i schulen" in Otv^-ac, Ogulin. Sisset, Neu-Gradi^la. Viro-vitica und Brod hinsichtlich der Anforderung ber nachzu-weisenden Vortenninisse für den Eintritt in eine Kadettei' schule gleichschalten. Aspiranten, welche zwar die vorgefchrie benc Vorbildung nachweisen, aber den Anforderungen »sl, Aufnahmsprnfung nicht entsprechen, können mit Zustimmung der Angehörigen ill einen einjährigen „Vorberritungs-Kur!.'" eingeteilt werden, nach dessen Absolvierung sie in den 1. Jahr gcng einer Kadeltcnschule aufsteigen. Solche „Vorbereitung^ Kurse" sind an den Infanlerie-Kadettenschulen in Pra^, Lembcrg. Marburg und Straß aufgestellt. Die Angehörigen heben in den Aufnahmsgesuchcn zu erllärrn. ob sie mit der eventuellen Einteilung des Aspiranten in diesen Kurs ein verstanden sind ober nicht. Das Schulgeld beträgt: 1. fii? Söhne von Personen dcr bewaffneten Macht 24 li. 2. für Söhne von Offizieren im Reserve-, nichtaltiven Landwehr Verhältnisse und im Verhältnisse „außer Dienst", dann von Hof- und Zivil - Staatsbeamten (Bediensteten) 160 X. A. sonst 800 I< jährlich nnb ist in zwei Raten, am 21. Sep-tember nnb am 1. März eines jeden Jahres zu erlegen. Mit tellose Aspiranten mit sehr guten Schulzeugnissen werden, wenn sie die Aufnahmsprüfung mit sehr gutem Erfolge ab legen, den Aspiranten der ersten Gruppe gleichgehalteu und haben daher, solange sie auch in der Kabettenschule sehr guten Gcsamtcrfolg aufweifen, nur 24 X zu entrichten. Um diese Begünstigung haben die Angehörigen nach erfolg-ter Aufnahme beim Schultommando anzusuchen, welches bie Gesuche bem Reichs-Kriegsministerium zur Entscheidung vorlegt. In den drei unteren Jahrgängen ber Kabettenschulcn wirb im allgemeinen derselbe Lehrstoff wie an der Oberstufe der öffentlichen Realschulen vorgenommen. Die Zöglinge können daher nach Absolvierung des III. Jahrganges, wenn sie den sonstigen gesetzlichen Anforderungen entsprechen, zur Maturitätsprüfung an einer öffentlichen Realschule zugt^ lassen werdeil. Zöglinge dieses Jahrganges, welche minbe stens ..sehr guten" Gefamterfolg aufweisen und bie vorgc schricbcne tommissionelle Prüfung bestehen, lönnen über ihre Bitte und nach Zulässigteit des verfügbaren Raumes, mls "l pinr^ "" 'hoclM'rg an der Tür anlangte, stand ^>Ni ii/"'"' Monnmt still nnd jah znriicl. Äbor '^^n--'-!<" ^'^ willenlos fortzichcn, lind dröhnmd ''Miwcn'Tm- liintol' ihn, ,',n. II. ^, Ein Freund. !.^t' b?^^' ^"^ "lim Mtwlpuntto der Stadt ent- ^chy^^f; dn Vert^diger Egun Hochborgs. Tottor ^l ^?^ kleine Insel in dem dunklen sonuner ^6uln ^u" l'ingebettet. ssriede, Nuhe walteten sich der berühinte Advotat, der oft "«cl, ,^ "' ''^ner. ^nrilck, luenn er Crtiolnnn sllchte !n' ^ei ^'- ""slren^elldml Vernje. Hin- verlobte er '"'scl, '^ '""" Familie alüctliche Stunden als ^ "" M'nscw,. ^l n«s» ^' "u welchen, über Caon Hochberg das ^"'. (5,,")"' »oorden. neigte sich smnoin Ende mt° ' dei,, ^"^'^"d llarerSonnnerabend zog lierauf i ^'^'>^'l>< "'.P'^^an,',^ N'elcher die Nit-senstadt uin "^a^, "'. lühlere ^üfte dnrä, die soninierlich lieißen T> ^ ^l,s5 wollte nnwillig auffahren, fich ein solches Eindringe» verbieten. Aber ein Vlicl in das feine, durchgeistigte Gesicht des Fremdml ließ ihn ^' slnm'nen. Der Mann kam sicher nicht ohne einen wirklich triftigen Gnmd; der war gewiß anch lein unnützer Schnxitzer. Mit einer einladenden Geberdr trat der Hausherr näher. ..Was führt Sie zu mir?" frug er artig. ..Mein Name ist Dr, Neinhold Ottmann", ent-li>,'m 12. Februar vorgenommenen Neuwahl des Gemeinde-Vorstandes der Ortsgemeinde Zirllach wurden der bisherige erste Gemeinderat Johann Martinal aus Grad zum Gemeindevorsteher und an dessen Stelle Johann Ropret aus Grad zum Gemeinderat gewählt. — Bei der am 18. Februar vorgenommenen Neuwahl des GemeindevorstandeL der Drtsgemeinde Tersain wurden Rochus Floiijam-i« in Ter-sain zum Gemeindevorsteher, Michael Colnar, Johann Kc-celj und Georg Kmetil». alle aus Tersain, zu Gemeinderäten gewählt. — (Ve si tzwechse l.) Das vom Kondukteur ber l. l. Slaatsbahn Herrn Kodermann neu gebaute Haus Nr. 183 in der Neugasse in Unter-ßi^la ist durch Kauf in den Besitz des Südbahn-Offizials Herrn Johann Tonsern übergegangen. O. — (Kommissionelle Erhebung,) Die kom-missionelle Erhebung der sanitären Mängel und Vaugebre-chen beim Schulgebäude in St. Veit bei Sittich findet am 15. Mai nachmittags an Ort und Stelle statt. —ik. — (V e r h in de r t e A b s ch ic bu n g v on Zi ge u-nern.) Vor einigen Tagen hatte der Schubführer Johann Udovö aus Kraxen die 26 Jahre alte, zur Gemeinde Anitovo, politischer Bezirk Görz, zuständige Zigeunerin Amalia Mayer mit ihren drei Kindern Alois. Max und Rafael von der Schubstaiion Lulowitz behufs Abschiebung in ihre Heimatsgemeinbe nach Laibach zu instradicren. Unterwegs gesellte sich zu diesem Transporte ein weiterer Zigeuner, angeblich der Ehegatte der vorgenannten Amalia Mayer, und fuhr bis zur St. Iohannistapellc bei Tcrsain mit. Hier angelangt, warf er das eine der Kinder vom^ Wagen, um diesen damit zum Stehen zu bringen. Auf das Geschrei des Kindes kamen plötzlich aus der anstoßenden Waldung noch weitere drei Zigeuner herbei, bemächtigten sich der Amalia Mayer und ihrer Kinder und verschwanden mit diesen in der nahen Waldung, wogegen der ersterwähnte unterwegs hinzugetom-mene Zigeuner den Schubführer Johann Udov<", denselben mit «inem Revolver bedrohend, zum Rückzüge zwang. — Nach der entflohenen Zigeunerbande wurde die schärfste In-digilierunst eingeleitet. —ik. — (T a sche n d i c b stä h le.) Zur Zeit der gestern in der Domkirche vorgenommenen Fußwaschung verübte eine unbekannte bäuerliche Frauensperson drei Taschendiebstähle. Sie entwendete der Arbeiterin Franzisla Zavr,^ek aus Iavor, Gemeinde Dobrunje, ber Köchin Helene Alaöi<"' und der Katharina Kolar aus Udmal Geldtäschchen mit 2 X 64 d, beziehungsweise 80 X und 4 K 15 l, Inhalt. — (Die Generalversammlung des Cyril l-undMethodvereines) findet heuer in L i t t a i statt. -ilc. — (Lclibocher Sportverein.) In VervoN-stänbigung unserer Notiz vom 7. d. M. bringen wir nachstehend den Bench! eines fachkundigen Berichterstatters: Am 5. d. M. fand in Pola das FuhbaMoettspiel zwischen dem Laibacher Sportvereine und dem Marineoffiziers-Fllß-ballklut) statt. Das Ergebn^ 2 : 8 zu Gunsten des letzteren beloeift, dah sich diesmal zwei ebenbürtige Gegner gegenüber standen; rechnet man drn Elfmeterstrafstoß, den ber Schiedsrichter den Laibachrrn geben mußte, ab. so bleidt der Ausgang ein äqualer, wie es auch vollständig gerecht war. — Die Laibacher hatten sich diemal seit langer Zeit wieder zu ihrem alten Können emporgerafft und es ist nur zu be-dcmern, bah diese Elf erst zweimal zusammengespielt und überhaupt bei diesem Nettspiele erst den dritten Trainings-tag in der heurigen Saison hatten. Wäre es möglich, diese Mannschaft eine Saison hindurch zusammenzuhalten, so könnte sie wirklich sehr viel leisten. — Die Mannschaft des Marineoffiziers-Fußballllubs ist in Qualität und Spielstarke dieselbe wie im Vorjahre, wo die Laibacher 7 : 1 geschlagen wurden. — linier ähnlichen Aussichten traten die Lcnbacher auch diesmal an. doch es sollte anders kommen. Der beste Beweis für die Güte der Laibacher ist die anerkennende Kritik der Gegner, die über das Spiel der Laibacher verblüfft waren i die Gegner, unter denen sich einer der ältesten und besten Spieler der „Slavin" Prag befand, äußerten sich ba-l)in. das; die Lailincher den Polcnsern überlegen waren. — HofsentUch habe,, am vftfrnwntaa dir Lcnbachr, Gelegenheit. dem eigenen Sportspublilum zu zeigen, wie sie spielen können. Pola beabsichtigt, allerdings bedeutend verstärkt durch Budapest, zu spielen. — Zum Spiele selbst: Laibach hatte Anstoß und spielte gegen den Wind. Pola ist gleich im Angriffe nnd es wirb vor dem Laibacher Tor scheinbar gefährlich, doch kann. dank der brillanten Verteidigung, lein Ball durch, wie schön auch Schustera „Slavia" Prag als Mittelstürmer den Ball vors Tor bringt. Das Laibacher Vorspiel setzt erst lange nicht ein, bann geht es zum Angriffe vor und tritt knapp vor Halbheit das erste Tor für Laibach. Halbzeit 1:0 zu Gunsten Laibach. Nach der Pause spielt Laibach mit dem Winde und nun entwickelt der Sturm ein schönes, für Pola gefährliches Zusammenspicl. Trotzdem tonnte Pola bald gleichziehen. Es folgt Angriff auf Angriff und es scheint fast, als ob der Ball noch cinigcmale durchs Polenser Tor mühte, doch nur ein Tor tonnen die Laibacher aus allen schönen Situationen erzielen, der rechte Verteidiger und der Turwärlcr retten alles. Pola zieht noch gleich und es wäre dieses Ergebnis geblieben, wenn nicht ivegcn eines Fehlers (Hands) dcs Laibacher Verteidigers dcr Schiedsrichter einen Elfmetcrstiafstoß hättc g^bcn müssen. Die Lai-bacher wollen auch dieses Tor noch einbringen, doch die Pfeife de? Schiedsrichters macht dem schönen und schneidigen Spiele ein Ende. — Das zahlreiche spoitsverständige Publikum zollte bcidcn Parteien reichliche Anerkennung. Wie schon erwähnt, besuchen dic liebenswürdigen und gastfreundlichen Polenscr am Ostermontag die Laibacher und es ist jedem Fuhballfreundc zu empfehlen, sich diefes Wettspiel, in welchem Prag und Budapest im Angrisse der Gegner vertreten sein werden, anzusehen. - (Krainischcr Lchrerta g.) In dem Berichte über den trainischen Lchrertag hat sich bei der Wiedergabe der Rede des Herrn Bürgermeisters H ribar ein störender Fehler cingeschlichcn. Der betreffende Passus hat richtig zu lauten: „Herr Bürgermeister Hribar. mit lautem Händellatschen begrüßt, brachte der Versammlung im Namen der Stadtgemeinde Laibach die besten Wünsche entgegen und präzisierte für sich und im Namen des verhinderten Herrn Dr. Tav. — (Eine Ioachim Stif < un g) ist anläßlich des 50jährigen Kunstjubiläums Josef Joachims begründet worden. Ihr Zweck ist, unbemittelten Schülern ber in Deutschland vom Staate oder von Stadtgemeinden erricht icten oder unterstützten musikalischen Bildungsanstalten ohne Unterschied des Alters, des Geschlechtes, der Religion und der Staatsangehörigkeit Prämien in Gestalt von StrticbM menten. Geigen und Celli. ober in Geld zu gewährst ^ wcrbungbfähig ist. wer mindestens ein halbes Jahr enitl genannten Anstalten angehört hat. Nllnsioa. sacr». i« ber Zc»»nl'<' Charsamstag. ben 11. ApriI. nach V^ ^ Hochamt (Kyrie. Choral): Messe mit Orgel in ?-<"!- ,„ Felix Uhl. Alleluja. Cyoral. Vers und Traltus ^""6^" i Duullnc. von Anton Foerster, Vesper. Choral. Nach"""^ um 4 Uhr: Zur Auferstehungsfeier beim MaiutinuM ^ Rcsftonsoricn ^n^vk,« D.nnini und Cum ^"""^hoio! I)i»luil> von Ant. Foerster. zur Prozession nach dcM l^,^, Alleluja ^,urc,rü cxi'luin lnn-pur:,! Von Dr. IraNj ^^ nach der Prozession '1V> Doum von Josef Grubcr. NH^, s;o>N von Anton Leitner, ^'lnttuin ^i«-c). Choral, 4' ^ivucllli^ Oliinium!» von Anton Foerster. Geschaftyleitung — (Viehmartt in W e i ch sc I b u r g.) ^ "" trieb auf den am 6. d. M. in Wcichsclbura, "baMU ;, Vichmarlt betrug etwa 600 Stück Horn- und ^"'"'A ^f Preise hielten si'ch. da fremde Kauflräfte auf bcm ^^, erschienen waren, durchschnittlich sehr hoch, nawcutlicn, ^ dies bei Mastvieh der Fall. lind es erzielten dic b""^ Mastochscn aus dem Themenitztale Einkaufspreise. '^'^ seit Jahren nicht erreicht worden waren. Auch der l)t' ^ Zwischenhandel war sehr rege und d.-r Verkehr hie", ^, lcbhaft; so wurden Arbcitsochscn recht ant bezahlt-^l, Melkkühen unb Jungvieh Inelten sich die Preise Zwis^ und mittelgut. ^V^, Telegramme des k. k. Telegraz,hen-Korrespondettz-ßttlcllll!l Dic mazedonische Veweguust. ,.. Kon ft anti nopel. 9. April. Die östel"'^ ungarische und die russisch Botschaft haben die P'"^ nachrichtigt. baß vertraulichen Nachrichten zufolge dtt ^ msrn, welche nächst Mitrovica lagern, einen "ackD^, Fi>> griff planen. Die Pforte hat Gegenmahregcln ergriffe '^ den Fall. baß die zur Beruhigung der Albanesen t."^F Kommission diesen Zweck nicht erreichen sollte, ist b" ^ entschlossen, sobald sie 20.000 Mann konzentriert^ wird, sofort die Niederwerfung aller oppositionellen ^ durchzuführen. . ^ Kon si ant! novel. 9. April. Es verlaute^ Sarafov entkommen und auf dem Wege nach Sofia l^s ^ sei, wohin die Chefs aller mazedonischen Komitees 3^^ ratung berufen wurden. — Die Pforte hat die Nachl ^ halten, daß die mazedonischen Komitees am 15. d. ^ sss allgemeinen Aufstand in Mazedonien planen. Tl0V ^, die Richtigkeit der Nachricht bezweifelt, werben auß" lick>c militärische Maßregeln vorbereitet. . ^ll^ Konstantinopel. 9. April. Nach hier "AsF fcnen Meldungen ist ber Zustand des russische" '" Serbinn hoffnungslos. Algier. 0. April. Nach einer Depesche aus "^ ^ an der Grenze von Oran wurde der in der Nabe ^^ wohnende bedeutende Hema-Stamm. der mehr ^^n^ wehrhafte Männer zählt, von den Truppen des PHge ^ überfallen und fast vollständig aufgerieben. Nur we" kamen. Der Aufstand auf Haiti. ^ Kap Haitien. 9. April. In Cotui bei S"" ^! mingo ist ein von der dominikanischen Regierung e"^ ^ Note eingetroffen, welcher die Meldung überbrachte, gg! Toren ständen 3000 Mann Negierungstruppen/" ^B stabt San Carlos sei den Aufständischen bereits °bg" ^!'' worden. Der Angriff auf die Hauptstadt werde vo Drei Generale der Aufständischen seien gefallen- Bullanischer Ausbruch. ^' NewYorl. 8. April. Aus Columbia ist d'^ ^ hier eingelaufen, bah an, 22. v. das unweit d"^^, Galera - Zamba gelegene Dorf Tiojo durch den ^> eines Vulkans zerstört wurde, wobei l>l» MnM oder verletzt wurden. -------------------- ^ ^l Äeilin. 9. April. Der „RegierungsalH^^ öffentlicht eine Verlautbarung, derzufolge We ^ ^ der „Wiener Sonn- unb Montagszeitung" auf von ,zwei Jahren verboten wird. se>^ Palermo. !>. April. Gendarmen verfolg"'^ P gerem zwei Briganten. die verschiedene Mordtaten ^ Pü bereien begangen hatten. Gestern wurden s" '"^. gb. . einer Grotte ihrer ansichtig und gaben Feuer aM ^ ,e" Briganten erwiderten das Feuer. Nach turzeM Ka ^ den die Brigantcn und einer ber Karabinier' ^nsi't ^, Paris. 9. April. Der heute im Pala's ^s!^ gehaltene Ministerrat beschäftigte sich mü dnü u ^ den Vesuci> des Königs von England. D" -""'^s,tW^ ^il^ win Bahnhöfe empfangen werden. König Edua ^ der englischen Botschaft absteigen. Die Abreis 4, Mai früh erfolgen, ! ^Hibacher Ieituna Nr. 81. 697 10. Avril 19ft3 Augcloulmeue Fremde. Hotel Mefant. N« ^" ^. April. Graf Szechrnyi. l. >i. f. Sch'sssfahnrich, ^»bal"«c ' ^''^lMulm"' Stern, Äeinberg. Reisende; Hui^ "/iselinspettor, Wrnz. — Pitta, Sofla. Lehrerinnen, ^linll "" Klampferer, Kfm.. Trieft. - Fabian, Kfm,. ,',<«! i «T' Prasil, Ingenieur, s. Familie. Prag. - Kicii, loliii' «,« ^' Na»«''. — Prohasta. Schwarz, Ferstl. Va-" Ni'n""' Wst«, Reisrnde. Wien. Fischer, Kfnl.. Brunn, ^«b^ 3°"' Kl?.. Görlitz. — Zadnel. Privat. Scnosetsch. -s^ '/'"«,, Vischl,ssack. — WllloniM Ksin., Littai. - Tercel, «tul,^'^' ^ Gollob, Leiterin, Hannover. — Vilklovic, Oel» °enbeschei; Nmnwn. Vrivat. Aaram. keilen!« 9. Aprjl. Schwarz. s. Frau. Salvator, s. Frau, Hch " ^eux.' ttsui,: Grccnham. Plivat, Triest. — Max. b°It,,j«^"ö"' Winner. Puvsli. Wyözö, Reisende- Schmiedi, ^Gf «> ! Echlllmal,er. Forstmeister: Tischler. Wie«. — «ri,^',7"""t. s-W'llu. l«raz, — «lose. Ksm,. Berlin. -lwsli,,^' ^ "'^ ^u^'"nt, Laibach. — v. Schludrnnann, >^^!^Paternwn, Verstorbene. ^riesi,?-!" ^- APril. Johanna Vrenjat, Arbeilerstochler. 11 M. !ü,i!f ^raße ^^. Darmlatarrh. — Leopoidine Strut), Besitzers-'^>vol>n ' ^b'lllltcU'luh 4, Bronchitis. - Elisabeth Märn, ^!>l, ^"' ^^ ^» Iapeljgasse 2, kikr^mu». klmp^y^iüa ^bttlu^l' ^"''^ Nalentincii, Jurist. 24 I. Pttersslras,e 7.'j, Im Siechen hause: und s^"' 7- April. Josef Tafec. A'agner. 7ar, W^nrr. 67 I. ^rnnia, Im Zivilspitale: ^bttlÜ,"l ^ ^lplll^ Maiia 8^'önil. ssabri^arl'riteliu. 2l) I. ^ ""!e. — Maria Lazar, Inwohnerin. 7l I.. llelni». ^!««,. "^ ww»lin2.li!i. - Thomas Holvvar. Tlialichuer. sl^! I., ° ""c- oruriz, ^rtvri08i8. Meteorologische Veobachtungell iu ^aibach. SceWe 30ll 2 in. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. Hl N-A ! s , "^ l, 2 u. H. i ?Ü5 9 !" 8 - 4> NO. mäHig bewüllt " 8 . Ab. I 728 8 j 44 SO. Nlößia. bewöllt 10,l 7 U. F. ! 728 9 4 7, 0 schwach bewöllt > N 0 Das Tagesmitlel der gestrigen Temperatur 5-9", No» male: 8-5°. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Kr. M. Pibroutz gibt in seinem und aller Verwandln! Namen seinen Freunden und Bekannten Nachricht, daß brr Allmächtia/ die »nverqrftlichs. seelengute Gattin. beziehungsweise Mutter, Schwester und Schwiegermutter, Frau Marie Pivroutz, geb. Pirc heute, den 8. slpril, nachmittags um '/.4 Uhr, nach langer Krankheit, versehen mit den heil. Sterbesatra-menten, in ihrem 58. Lebensjahre zu sich ins bessere ! Jenseits bcruftn hat. Das Leichenbegängnis der teuren ! Verblichenen sindet Freitag, den 10. slpril, um halb ' l» Uhr nachmittags vom Trauerhausr. Petcrsstraße Nr. 25. aus auf den Friedhof zu St. Christoph statt, wo die Beisetzung iu der eigenen Gruft erfolgt. Die heil. Seelenmessen werden in der Pfarrkirche gelben. Die herzensgute Mutler sci dem Gebete und Andenlen empfohlen. Laibach den 8, April 1003. (1459) Krainische Kunstwebeanstalt Sternwartgaswe 2,11. Stock. — Ausstellung von Qewebeu per eigenen Anstalt. Geöffnet täglich vorm. von 8 12 und nachm. von 2 5 Uhr, (iM) Eintritt frei. Tiefbetrübten Herzens geben wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser innigstgeliebtcr Sohn, bezw. Vruder, Schwager und Onlel, Herr Emil Valentinöiö 8tuli. iuris heule, am 8. April I90!l. um halb 8 Uhr nach« mittags nach langem, schwerem Leiden im 25. Lebens« ! jähre, versehen mit den heil. Sterbesakramenten, selig im Herrn entschlafen ist. , Das Leicheulisssijnqnis d<>s teuren Verblichenen findet au, Lhavfreitag, be« 10. d. M., um 4 Uhr nachmittags, vom Trauerhaule. Petersstraße Nr. 73. aus den Friedhof zu St. Christoph, wo die irdische Hülle des zu früh Dahingeschiedenen im eigenen Grabe zur letzten Ruhe beigesetzt wild. Die heil. Seelenmessen werden in der Pfarrkirche zu St. Peter gelesen werden. Der teure Verblichene wird dem frommen An« denken und Gebete empfohlen. L llibach am 8. April 1903. Ignaz Nalentinülö, Vater Johanna Na» lcntinüio. Mutter. — Tophie «us, Schwester. — Franz 3tuS, l. l. Oberleutnant, Schwager. — Franzi «uS, Neffe. (1464) Kurse an der Wiener Börse vom 9. April 1993. »^ dem oWeen wurmane H!t notii'rten Kurss versaht» sich ., Zta»i,sch«ld. «"b Ware ll ^Üb^3.-^"«' pl«. 4 »°/. ll>l'"' lau u„ ^ äN ^",pr.tt,4 2'/« ll.., ?o l.^-!»a ,Mn " 5>ua ll. 4°/«,H4l0lbÄ-lN ^7 " »NO ll, 4»,o,8<--1«-5l» l',.N"l'd,rimV,lch». ""'"»nß°nigr,lch» 'ch.r "" «2nd.r. "°^«!s" """"""..stfr.. «» »,ss""" ll??b ?l Fr«», IosrlÄ.. Vm. l»84 (did. Nt,) Vilb,, 4°»..... lvo öü «0l i»l, VallM, «arl Ludwig-»«ahn «5, dlu. dto. p« Ultimo . , , . till «k 1« 8» 4»/, bto. Rente iu ltronenwühl., steuerftei, per Nasse . . . »»-üb 9» 75 4"/, bto. dto. dto. p« Ultimo . 9S b«i 99 ?>» Nng. Tt.°Vis. MI, «old 100 >l. - — —- dlo, dto. 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