Nr. 199. Donnerstag, 31. August 1899._______________Jahrgang 118. Aiblllher M Zeitung. ,OlMl>^!i «»»lftr«tl,« befindet ftch linn, <>n,. '. balbMrl« sl. b bo. ffür die gustellung in» Hau« aanzjahl!« fl. l. — I»sertlon»«bilr: Für V »onglejiplatz «i. ». die «eboitl»» Äarml»er,<8sr«l!^ Nr, lü, Vprechstunbrn b,l Uebattion von «l»l» ll» Nhi «,. ^ « ^em Ministerium ernannt. btUllei^ ^'^"«"3 ^^ wurde in der l. l. Hof- und Staats« bbhmil^., ^ Stüct der jlovellijchen, das l^XIIl. Stück der ^««lllb. >! ""?. slovenischen uud das I.XVI. Stück der böhmischen oe« Neichsgesetzblatte« ausgegeben und versendet. Feuilleton. Cm erlauchter Forschungsreisender. (Schluss.) 'Ach lom ^" ^^herzog ist ein echter Seemann: HnsiM«» r.""l ^ unbeholfen am Lande vor wie ein ^hren ^?bs. der seine Schnecke verlor, die ihm seit lrabh',."". Gehäuse diente, «nd nun schüchtern umher, luchend '"^ verlassene Murex oder eine Purpura !de«m i^"n,Ntt!H^ ^ slch wieder einnisten konnte, lnittel ^ ^ ""^ s"l utich lein loses Bewegungs-lange'a?w?!"5 uud 6li der Zeitschriften: «Faltenau»»ijnigsberger Vollszeitung», «Neudecker Nachrichten» und «Egerer Nachrichten» vom 16. uud 19. Erntings 1899. Nr. 19 der Zeitschriften: «Der Hammer», «Der Hammer, deutschvollliches Arbeiteiblatt» und «Deutschvolllicher Arbeiter» führer» vom 18. Erntings 1899. Nr. 65 «Ascher Zeitung» vom 16. August 1899. Nr. 33 «Der Westbühmische sslrenzbote» vom 19. August 1899. Nr. 33 «N1»»v l Poäfip8l<». vom 18, August 1899. Nr. 16 «/5Hm>' üllllnöni 8l,s:i.ze. vom 19. August 1899. Nr. lA «Leitmerihcr Wochenblatt» vom 19. August 1899. Nr. 233 «Deutsche Vollszeituua.» vom 23. August 1899. Nr. 98 «Wablonzer Anzeiger, vom 26. August 1899. Nr. 68 «Friedlänber Zeitung» vom 23. August 1899. Nr. 3 «^iklllvslcü noviny» vom 19. August 1899. Nr. 96 .3si8kö li-ily» vom 22. August 1899. Nichtamtlicher Theil. Fürst Nilolaus von Montenegro in Constantinopel. Der «Politischen Corr.» wird aus Constantinopel, 26. August, geschrieben: Der bevorstehende Besuch des Fürsten Nikolaus und der Fürstin von Montenegro in der türkischen Hauptstadt erregt wohl die Aufmerksamkeit der hiesigen diploma» tischen Kreise, ohne dass ihm jedoch eine besondere politische Bedeutung beigemesjen würde. Von montenegrinischer Seite wird in bestimmtester Weise versichert, dass der Besuch keinerlei politische Ziele verfolge. Das Gerücht, dass irgendwelche Abmachungen zwischen der Türlei und dem Fürstenthume getrosten hinausblicken; so regungslos, dass man sie fürwahr für Statuen halten könnte, ließen sie nicht von Zeit zu Zeit einen hellen, durchdringenden Laut erschallen, um die in ihrer Umgebung umherllimmenden, lustig meckernden Ziegen zusammenzurufen.» Ein schönes Bild, wie aus dem Alterthum heraus, bot sich bei Galaxadi: ein mit dem Dreizack fischender Knabe. Die Alterthümer von Delphi, von Korinth und Akrokorinth werden besucht, mit ehrfürchtiger Scheu betrachtet, und vor dein geistigen Auge und dein inneren Blicke des Reisenden ersteht die classische Pracht, deren letzte Trümmer rings umher in Schutt liegen. Auf Paxos und Antipaxos (1884 bis 1685) wandelt noch singend, scherzend und sich im fröhlichen Tanzreigen schlingend, althellenische Art in blühender Iugendfrische. Auf diesen Inseln wohnen die schönste« Frauen von Hellas. Die Rassemischung scheint hier nicht viel verdorben zu haben. Ein Hauch Venedigs weht darüber hin. Die Schönen führen alle venelianische Namen. Sie haben die aufgeworfenen Lippen der Venus von Milo und die antike Nasenstirnlinie von edelster Reinheit und Schärfe — leider zumeist schlechte Zähne. Die kleinen Kinder grüßen freundlich auf der Straße: «kui» ^»poru - schönen Abend» ... «Em wahrer Aufenthalt für Seegötter und Nere.den, m,d unwillkürlich malt die Phantasie dort mythologische ^ür"U'Durchstich des Isthmus von Kormth tritt der Herr Erzherzog wann em Me fur alles Nützliche und Große. Weit re.cht die Voraussicht seines scharfen Blickes, sein Verständnis sür die Lage eines Ortes. Das tunesische Bizerla, welches phonici-schen Ursprunges ist, hat er lange vor allen anderen werden sollen, wirb als gänzlich unbearündet bezeichnet. Es sei auch keinerlei Frage politischer Natur zwischen den beiden Regierungen in Schwebe. Der Fürst und die Fürstin, welche die Absicht hatten, eine Erholungsreise in das Ausland zu unternehmen, haben sich schließlich für Constantinopel, das die Fürstin bisher nicht gesehen hat, entschieden. Fürst Nikolaus kommt jetzt zum zweitenmale nach der türkischen Hauptstadt. Seine erste Reise nach Constantinopel, die er im Jahre 1883 auf Anrathen Russlands unternahm, hatte einen politischen Charakter, denn es handelte sich damals um die Regelung der Absteckung der Grenze zwischen der Türlei und Montenegro und um die Ordnung der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Staaten. Diesmal jedoch soll Fürst Nikolaus die Reise ganz spontan beschlossen haben, um dem Sultan für die mehrfachen Gunstbezeigungen, deren Gegenstand er seitens des letzteren war, persönlich zu danken. So hat sich in jüngster Zeit anlässlich der Vermählung des montenegrinischen Erbprinzen eine türkische Special-mission mit reichen Geschenken nach Cetinje begeben. Ferner hat der Sultan vor kurzem bei der Ottoman-bank das Ansuchen des Fürsten um die Gewährung einer Anleihe mit Erfolg unterstützt. Ein weiteres Motiv für die Reise lag in dem Umstände, dass Fürst Nilolaus den schönen Konal in Emirghian am Bosporus, welchen ihm der Sultan vor mehreren Jahren zum Geschenke gemacht hat, bisher nicht gesehen hat. In demselben werden der Fürst und die Fürstin Absteigequartier nehmen und der Sultan lässt auch alle Vorbereitungen für den Aufenthalt der montenegrinischen Gäste im Konak treffen. Wie schon berichtet, wird sich der montenegrinische Minister des Aeuhern Wojwode Vutovic mit seiner Gemahlin in der Begleitung des Fürstenpaares befinden. Dies geschieht, wie es heißt, infolge einer Bitte des Ministers selbst. Man hofft, dass der Kreuzer «Izmir», der dem Fürstenpaar vom Sultan für die Fahrt nach Eonstantinopel entgegengeschickt wurde, und an dessen Bord sich auch General Rifaat Pascha und der wiederholt mit Missionen nach Cetinje entsendete Oberst Tewfil Bey befinden, rechtzeitig ein-treffen wird, um die Illumination der an den Ufern des Bosporus befindlichen Konaks und Mis am Jahrestage der Thronbesteigung des Sultans (31sten August) besichtigen zu können. als eine in vielen Hinsichten wichtige Position erkannt. Vor Leolosia, der Hauptstadt Cyperns, lagern Aussätzige, kranke Kameele und sieche Menschen, die nicht m die Stadt hinein dürfen. Das buntbeweyte Gewoge der Volksmenge in den Bazars erfährt eine sonnige und farbenreiche Schilderung. Dann bricht die Nacht herein, die den Straßenhunden und Dohlen gehört. Vor der Moschee hängt eine Ampel an einem Strick herab und leuchtet gelb in das blaue Dunkel hinein. Der Eingang zu der Wohnung des türkischen Gouverneurs wird so geschildert, dass man ihn vor sich sieht und auch nicht sobald wieder vergissl: «Ein Thor mit einem hässlichen Marcus-Löwen, an dessen Seite ein Grabmal und eine Palme zu sehen sind, führt durch einen von Spitzbogen getragenen Durch, gang in den breiten Hof. Oberhalb dieses Thor-durchaanges ist ein Spitzbogenfenster, darunter em Heiliaer mit beschädigte,» Mantel und zwe« em schräg gestelltes Wappen tragende Löwen. Em segnender Cristus steht neben dem Thore ...» ' Der Herr Erzherzog zieht die Kamwanenstraße von Eaypten nach Syrien durch dle sm,dlgel, Wellen der Wüste — an Telegraphenstangen entlang. D,e Schiffe des Suezcanals scheinen fern im Sande dahm-,Heln. Die Schiffe und die Telegraphenstangen! Das verändert einigermaßen das Durchschnittsbild einer Wüste. Unter den Palmen der Oase von Katia wurden die Zelte aufgeschlagen. «Zahlreiche Beduinen hantierten in der Nähe und weithin erklang in der Nacht der Gesang ihrer Frauen.» . . . Sogar zu den Antipoden kam der Forjchungsreijende, nach Tasmanien, «wo das Gift der europäischen Laster die UrbevöNernna. dfleit Laibacher Zeitung Nr. 199. 1582 81. August 1899. Wie man weiter aus Constantinopel meldet, veröffentlicht das dortige Amtsblatt ein Communiques, welches besagt: Der Fürst von Montenegro, der seit seinem im Jahre 1883 stattgehabten Besuche in Constantinopel die aufrichtige Absicht bewiesen hat, gute Beziehungen mit der Pforte zu unterhalten, hat infolge seiner achtungsvollen Gefühle für den Sultan den Wunsch ausgesprochen, wieder nach Constantinopel zu kommen. Das Palastorgan «Ikdam» widmet dem Gegen« stände einen Leitartikel, in welchem ausgeführt wird, dass der letzte Besuch des Fürsten Nikolaus in Con« stantinopel die gegenseitigen Beziehungen befestigt habe. Die Grcnzzwischenfälle, welche das Aufgebot einer starken Militärmacht erheischen würden, hätten seit damals aufgehört. Der bevorstehende abermalige Besuch des Fürsten werde die nachbarlichen Beziehungen neuerdings consolidieren. Politische lllederftcht. Lalbach, 30. August. In einer Versammlung des katholisch.poli« tischen Vereines zu Saalfelden erörterte der Präsident des Abgeordnetenhauses Dr. v. Fuchs in längerer Ausführung die politische Lage. Der Redner erklärte, er verkenne nicht die Schwierigkeiten der Situation und ebensowenig die Schwierigkeiten in'der Wahl der geeigneten Mittel, um einen dauernden Frie« den herzustellen. Aber bei gegenseitigem guten Willen der Völker und Nationalitäten Oesterreichs werde es möglich sein, die radicalen und verderblichen Strömungen, die sich in unserem öffentlichen Leben leider bei allen Nationalitäten Oesterreichs breitmachen, allmählich einzudämmen und unschädlich zu machen und dadurch wieder friedliche Verhältnisse anzubahnen und herzustellen. «Hiezu müssen wir alle — meinte Redner — werkthätig mithelfen und zunächst ohne Furcht und Scheu den catilinarischen Bestrebungen politischer Freibeuter mannhaft entgegentreten.» Aus Trauten au wird unter dem 29. d. M. gemeldet: Die für gestern anberaumte Versammlung des politischen Vereines «Freiheit» wurde wegen eines Formfehlers verboten. Die zahlreich erschienenen Theilnehmer, verstärkt durch Neugierige, insgesammt etwa 3000, zogen singend mehreremale über den Ringplatz und sodann vor das Versammlungslocal, von wo sie sich zerstreuten. Nach 10 Uhr abends wollten etwa 200 Personen demonstrieren, wurden jedoch zerstreut. Um 11 Uhr nachts war die Ruhe vollkommen hergestellt. In der am 29. d. M. abgehaltenen Schlusssitzung des preußischen Landtages erklärte Reichskanzler Fürst Hohenlohe, die Regierung danke für die hingebende Arbeit des Landtages, bedaure aber anderseits aufs tiefste, dafs das Canalunternehmen die Zu« stimmung der Abgeordneten nicht gefunden habe. Die Regierung halte unverbrüchlich an dem großen Werke fest und erwarte daher, dass die Ueberzeugung von der Nothwendigkeit desselben beim Volke immer mehr Boden sassen und es bereits in der nächsten Session gelingen werde, eine Verständigung mit dem Landtage herbeizuführen. Hierauf wurde die Landtagssession ge« schlössen. ausgerottet hat». Für arbeitsame Colonisten wäre dort noch eine Zukunft. Die kleine Skizze Helgoland mit ihren kälteren Farben bildet einen wirksamen Contrast inmitten der tropischen Glut. Doch geht es gleich wieder nach Tripolitanien und Tunesien. Die Schilderung eines gewaltigen Orkanes erschreckt auch den Leser. Noch wildere Stürme vermögen jedoch Aberglaube und Fanatismus in der Menschenbrust zu ent-fesseln. Die «Marabuts» sind eine Art wildwüthiger, schäumender Flagellanten und Veitstänzer, die aber noch weiter gehen als jene, indem sie sich selbst in. grimmig mit Messern zerfleischen. Auf Columbretes, der freundlichen Gegend, welche Scorpione als liebenswürdige Specialität hegt, wird das beschauliche Leben der verantwortungsvollen Leuchtthurmwächter betrachtet. Minorca ist die rechte Schuster-Insel. Beinahe alle Einwohner geben sich mit der Anfertigung von Fuß. betleidung ab. Sie sind freundlich und gastfreundlich. «Wir sind nicht unter Mauren», sagt der Bauer, «nehmen Sie nur, was Sie wünschen.» Miramar auf Malorca ist das Juwel der Insel, das Lieblings« schloss des Herrn Erzherzogs, mit allen Schätzen und Seltenheiten, die er von zahllosen weiten Reisen selbst heimgebracht hat, so reich wie geschmackvoll ausgeziert. Der leitende Gedanke des Woerl'schen Buches war, wie schon angedeutet, ein vortrefflicher, und das Werk selbst ist dankenswert. Nur hätte der Herr Erzherzog selbst etwas mehr zum Worte gelangen müssen. Die schönste Huldigung liegt doch vor allem darm, wenn man den Gefeierten ausreden lässt. Weniger complimentierender, unterbrechender Commentar, «?! !^?Hr ^' wäre besser gewesen - noch besser »!5 da» Gute. da» uns Herr Woerl bietet. «Aftenposten» erfährt von gut unterrichteter Seite, dass König Oskar am 2. September Christiania verlassen und sich nach Kopenhagen begeben werde, um Kaiser Nikolaus daselbst zu begrüßen. Infolge Einlangens von Drohbriefen an den Präsidenten des Kriegsgerichtes in Rennes und an hervorragende Persönlichkeiten, die in der Affaire eine Rolle fpielen, wurden die Kleider des auf dem Stehplatz befindlichen Public ums einer oberflächlichen Untersuchung unterzogen. Das Mitbringen von photographischen Apparaten wurde untersagt. Die Rede des englischen Colonienministers Lord Chamberlain hat in Pretoria keine sonderliche Aufregung hervorgerufen. Krüger erklärte bezüglich dieser Rede, er könne nicht sagen, ob dieselbe richtig oder falsch wiedergegeben sei. Wenn Chamberlain sich direct an ihn wenden sollte, werde er seine Worte in Erwägung ziehen und dann wissen, was er zu antworten habe. — Die englische Regierung besorgt, dass die Boers sich durch einen Ueberfall des auf einem portugiesischen Kriegsschiffe untergebrachten beschlagnahmten Kriegsmateriales bemächtigen könnten. Um dies zu verhindern, hat das britische Kriegsschiff «Tartar» vor dem portugiesischen Schiffe Aufstellung genommen. Zu weiterer Vorsicht sind alle Posten bei Lourenyo Marques verdoppelt; nachts wird die Stadt und ihre Umgebung von Streifwachen durchzogen. Tagesnemgleiten. — (Ein wichtiger ftaläontologischer Fund.) Vor einigen Tagen meldeten ungarische Blätter, es sei in der Nähe der Gemeinde Borbolya ein anteoilu-vicmisches Thier von ungewöhnlicher Größe gefunden worden, um dessen Determinierung der Oedenburger Pro« fessor Bella sich bemühe. Jetzt erhält der «Pester Lloyd» von Herrn Professor Bella eine Depesche folgenden In« Halts: «Ich constatierte soeben, dass der paläontologische Fund von Borbolya ein Walthier sei, dessen Länge acht Meter beträgt. Nach der Erdschichte zu urtheilen, in welcher der Fund gemacht wurde, ist das Thier das älteste der in Europa bisher gefundenen; es übertrifft an Alter und Grüße die beiden bekannten, in Antwerpen und Bologna verwahrten Exemplare und ist in der Monarchie jedenfalls einzig. Bis zum Eintreffen der Nuda-pester Geologen habe ich die Bergung des Fundes verfügt.. — (Eine Köpfe-Ausstellung.) Vor einigen Tagen wurde der Notable I. Simota aus Salonichi bei dem Dorfe Klissura von Nandilen entführt, die für ihn ein Lüsegelo von 100.000 fl. forderten. Auf Anrathen der türkischen Regierung wurde das Geld von der Familie Simotas auch erlegt. Kaum hatten jedoch die Banditen das Geld in Empfang genommen, als sie auch schon von Truppen umzingelt wurden, welche die ganze Vande, die acht Köpfe stark war, niedermetzelten. Die Köpfe der Banditen wurden dann abgeschnitten und nach Klissura gebracht, wo man sie auf dem Marktplätze öffentlich ausstellte. — (Vom jungen König Alfonso von Spanien) erzählt ein Freund des französischen Lehrers der spanischen Königslinder eine amüsante kleine Anekdote, Z>ie Marquise. Roman von Vmile «ichebourg. Autorisierte Bearbeitung. (19. Fortsetzung.) «Das werde ich mit nichten thun!» brachte er dabei nonchalant hervor. «Im Gegentheil, ich trage Verlangen danach, mit Ihnen zu plaudern. Haben Sie über das nachgedacht, was ich Ihnen neulich sagte?» «Ich weih es nicht mehr und will überhaupt auch gar nichts von Ihnen wifsen!» entgegnete Ida ab« wehrend. Er ließ sich indes ganz und gar nicht beirren, fondern fuhr ruhig zu fprechen fort: «Ich habe Ihnen vorgeschlagen, mit mir nach Paris zu fahren, um dort mit mir zufammen die Irre von La Charmeuse zu suchen!» «Herr, Ihr bloßer Vorschlag ist eine Beleidigung für mich!» rief Ida, das Antlitz flammend vor Zorn. «Warum nicht gar!» gab er ihr jedoch lachend zurück. «Nichts kann mir doch ferner liegen, als Sie beleidigen zu wollen — mir, der ich Sie so geradezu wahnsinnig liebe! Sagen Sie mir, dass auch Sie mich lieben, dass Sie die Meine sein wollen, und alleS, was ich besitze, lege ich zu Ihren Füßen nieder!» «Nie — niemals!» rief Ida mit erhobener Stimme. «Hinaus — hinaus, mein Herr, oder ich rufe um Hilfe und brandmarke Sie vor aller Welt als das, was Sie sind — als einen elenden Schurken, der sich nicht entblödet —» Sie kam nicht weiter. Mit einem Satze war er auf« und auf sie zugesprungen und suchte sie mit seinen Armen zu umschlingen, die sich indes mit aller Kraft, die ihr innewohnte. gegen dies« Gewaltthätigkeit die bezeichnend für den Witz und die Beobachtungsgabe Alfonsos ist. Der französische Professor war an einem ungewöhnlich heißen Vormittage damit beschäftigt, semen Zöglingen ein Dictat zu geben, in dem der solgenve Satz vorkam: «Sie besaß in hohem Maße die vornehmen Manieren und die Anmuth der Sprache, dle einer königlichen Prinzessin angeboren sind.» Als man zu dieser Stelle kam, legte Alfonso XIII. seine Feder meder und bemerkte im Tone innerster Ueberzeugung: '»M" sieur, der Mann. der dies schrieb, hat niemals bei M gelebt, das ist sicher.» Verwundert fragte der sranzdWe Lehrer, weshalb er das glaube. «Sehen Sie doch! Seyen Sie sich diese Prinzessinnen einmal an! Welche Vornehmheit der Manieren!» rief der jugendliche König, inden er auf seine Schwestern zeigte. Maria de las Mercedes lag mit dem ganzen Oberkörper über den Tisch aus' gespreizt und schnitt eine fürchterliche Grimasse, da >' sich unausgeschlafen und erhitzt fühlte. Maria Teresa em Haus an. Und an einem 1!). April ist er anch 8 Men. Gladstones Unglückstag war der 6. Juni; an ir,en, Tage des Jahres unternahm er äußerst ungern d / "yendwie wichtige Arbeit; an diesem Tage war er Ruf m'^ ?""" bes Schicksals gezwungen, seine Home- "'^"anzubringen, die seinen Sturz herbeiführte. Übe« ^. )«^ " e recht erheiternde Wirkung) "rn vielfach die in den Artistenblättern enthaltenen l°mn ü "'5 ^" Laien aus. da die in ihnen vor-Kiir^ '?? Iachausdriicke. die dem Artisten in ihrer übe?.. - , " verständlich sind. für den Nichtemgeweihten bett^l '^ ^"6"'- Eine llcine Blutenlese wird dies 5w?!« '^" Dü'«"' wird sofort für erstclassige ""''oe-Nummer gesucht.. — «Gesucht ein Mittelmann „^ 5""ger, der auch springt, selbst auf Schulter dreht im 5 3 ?"^" t"""'' ^ ^'" oder zwei Altistinnen. «Ein A?"H bewandert, können sofort eintreten.» — Tiick c"!'^ Rückwärts-Schlangenmensch, arbeitet anf iun^ "^ Engagement.» — «Gesucht für England ein !lew ^ "' sicher «uf einer Hand und frei Kopf 'Verf-Ü. ^""" '"^ich gut Flic - Flac arbeitet.» — in ^,^^^'"""" für sämmtliche Handstände. Hand sowie ^.?"""^es ^pl °"5 Kopf, auf Kopf laufend.! ioell./"pilaus, gut lomifch als August oder Clown, beixut! ""ms ^""^ "nd Kcttenarbeit. sucht Truppe dam/ ?'' 5^ 'S"che für mein Restaurant eine Bartsucht ! c '^""öe Kellnerin.. — .Ein junger Mann Nun,.,,, l - "^ weitere»! Ausbildung einer komischen Coll a !' ^'öutretcn.» - .Ich suche einen August als tatowi^ ?"^ ^"le bevorzugt.» - «Der importierte, nesck^ Hauptlmgsblmd «Reno» aus Sumatra, weiß billia " "" ^öwe, ist wegen Mangels an Platz spott, lend? A'. saufen.» — .Verlaufe sofort eine schwan-lelbsl geb""/'."' ^ ^"" "' Durchmesser, von n,ir Vocal- und Provinzial-Nachrichten. »lhung der krainischen Aerztekammer am 4. August 1899. (Fortsetzung und Schluss.) Dr. E N^!^! ^ ^" Tagesordnung referierte Herr in Kr«;.. . "^" "nen concrete» Fall, in welchem ein k. k «'" lammerpflichtiges Mitglied ilber Einladung des Sachver?^"6M in Laibach als außergewöhnlicher licher N?<^" '" "nem Falle von schwerer lörper-^beraeri^^c^ ^"" Gutachten abgab, wofür ihm das ligte unk s ' b" verlangten 6 fl. nur 5 fl. bewil-und unaer ^'/ blesbezügliche Beschwerde als unzulässig sende Ar,l ? U "^vics. Demzufolge hat der betref-abgelebn? ^?^ ""w" Einladung als Sachverständiger 8 199 sm? c ^ ""lh trotz des Hinweifes auf den iu funaie^. "^ b" Weigerung als Sachverständiger kiner and/^. w ^" ^" Hauptverhandlung noch bei Der?l ^j°runtcrsuchung erschienen, über die 5 "" ^"^^ lodann in seiner Darstellung "Mich« Dipn"^^"^ außergewöhnlicher strafgerichts-i" dieser ^"'"«stungen den Standpunkt der Kammer N ^ L "" sagenden zu,n Ausdrucke: Vorstandes l -3" ^'""" ^" Resolution des Kammer-l"N"ner ü^ ' - " Vorstand der krainifchen Aerzte-Werichtss'^ " Bedauern dieses Vorgehen der k. k. ^^urden zur Kenntnis genommen, eines Vor- lprach'Äs^e ihnen gar nichts sagen, noch erklären!, vielmehr 'i,,- '"" schneidender Kälte. «Ich wiederhole ^ufforderu ?^"c"'^ lchon einmal an Sie gestellte l"W. wen'^bieses Haus stehenden Fußes zu ver-^rgr iw'"" ff'e mch wollen, dafs ich mich an Ihnen De! , ^^ hinausbefördern soll!» ^" SpreH "^ ^elmann mochte wohl einsehen, dass M in die ^ '^ """^ ""sechan war, seine Worte ^iche, ^?"^Nusetzen. So griff er denn in die Schlu sel hervor, riss die Thür auf l"ben u d i "l7 Elchen Verwünschungen aus der' «zwei., 5 Nacht hlnaus. ^"'lhmlich „^' ^^ Ida, sobald sie nach diesem ?efreier N.^ ^ lhres Bedrängers sich ,nit ihrem ^'dt aeuua wi ^ "^ ^e keine Worte, welche Drücken Ne^?"' "'^ ^^''en .neinen Dank aus. Uel Deim °Ä"'c>s'^^^" ° s 'ch Ihnen zn danken ^bst Dazwischenlnnft wiirde ich ^Nn es s'.^ r - be2 Elenden nicht gescheut haben >e D ^3it '""""' Umso./.eh/ !v!rd d?sha?b "ennen Sk m' 6^ "vig währen! O, ^" Sie si'd ^^-7 ^amen! Sagen Sie mir 3" gebened tor m ^^ bis an mein Ende ^?zen fortl h" s^"' unauslöschbar in meinem plagen wird!. ^ "^ ^"^elbe in meiner Brust wiederholte der junge Fremde ?'Nlen ebmsfH"b'. ?Z^ ""ß „.einen wirklichen ^ ich H ?^ Das einzige. ^'" «h I'°nz heiße und Ihr - Gottsehun« solgl). gehens, welches der Würde des ärztlichen Standes nicht entspricht und auch nicht gerechtfertigt ist, weil jene Organe, welche mit der Adjustierung unserer Ansätze betraut sind. nicht die entsprechende Fachbildung besitzen, um beurtheilen zu können, welcher Aufwand an Ieit, welche geistige Arbeit und welche Verantwortung mit der Verfassung und der Abgabe eines solchen Gutachtens verbunden ist. Zugleich erklärt der Vorstand der lrainischen Aerztelammer, dass er dem Entschlüsse, jede weitere Einladung als Sachverständiger abzulehnen, vollkommen beipflichtet. 2.) Die Kammer beschließt: «In Berücksichtigung des Aufwandes an geistiger Arbeit und an Ieit, welchen ein ärztliches Gutachten in außergewöhnlichen Gerichtsfälleu erfordert, möge der betreffende außergewöhnliche Sachverständige für die erste hiezu verwendete Stunde zehn Gulden, fiir jede folgende fünf Gulden verlangen. Gutachten, welche befondcrc specialistische Kenntnisse, Vorrichtungen u. s. w. erfordern, können höhere Entlohnung beanspruchen.» 3.) Die Kammer verpflichtet die Mitglieder ihres Sprengels, unter keinen anderen Bedingungen als außergewöhnliche Sachverständige sich verwenden zu lassen. 4.) Die Kammer beschließt, dass ein Zuwiderhandeln standesunwürdig ist. 5.) Die Kammer beauftragt ihren Vertreter, beim nächsten Kammertage nicht nur diesen Gegenstand, sondern auch die Gebüren der beeideten Gerichtsarzte zur Sprache zu bringen; denn diese Entlohnung ist der ärztlichen Arbeit nicht nur unbedingt, sondern auch im Vergleiche zu den Gebüren. welche Sachverständige anderer Art beanspruchen und auch ohne Schwierigkeit bewilligt erhalten, unwürdig. 6.) Die Kammer veranlasst, dass die Resolution vom 15. Juli 1899 sowie die oben gesassten Beschlüsse sammt Begründung vervielfältigt und dem Justizministerium, dem Obergerichte in Graz, dem Landesgerichte in Laibach, allen Aerzten des Krainer Sprengels und allen Aerztetammern Oesterreichs zugeschickt werden, ebenso den nicht kammerpflichtigen Aerzten Krams mit dem Ersuchen, in collegialer Wcise mit den lammer-pflichtigen Aerzten Krams vereint vorzugehen. Sodann referierte Herr Prof. Dr. Alfred Valenta Edler von Marchthurn über die Honorarfrage bei der Vollsversicherungs-Gefcllfchaft «Allianz» (welche den Honorarantrag ^ 40 kr. für eine Unterfuchung stellte) und legte der Kammer den Vorfchlag vor: Die lrainifche Aerztekammer erklärt, dafs die Annahme eines geringeren Honorars als 3 st. für die Ausstellung eines ärztlichen Zeugnisses bei Volts-versichcrungen standesunwürdig sei, da sich die ärztliche Untersuchung ja doch immer gleich bleiben muss. Dieser Beschluss ist den lammerpflichtigen Aerzten Krams sowie den nicht lammerpflichtigen bekanntzugeben, letzteren mit der Einladung, sich in collegialer Weise dieser Bestimmung anzuschließen. Von diesem Kammerbeschlusse ist auch die Versicherungsgesellschaft «Allianz» in Kenntnis zu fetzen. (Angenommen.) Ferner referierte Herr Dr. U. Arlo über die Beantwortung der Anfrage des lrainifchen Landesausschusses über die einheitliche Regelung des ärztlichen Honorars in der Privatpraxis in den Sanitätsdistricten gemäß dem Beschlusse des hohen lrainischen Landtages vom 9. Mai 1899. Der Referent empfahl der Kammer folgende Punkte zur Annahme: I.) Bei dem jetzigen Stande der Aerzte ist eine jede Veränderung des Tarifes in der Privatpraxis für Districtsärzte unmöglich, da die Zahl der Aerzte fowie die Bezahlung, welche sie derzeit erhalten, zu gering ist. 2.) Es wäre für eine bestimmte Anzahl Bewohner und für ein bestimmtes Territorium die nöthige Anzahl von Aerzten mit entsprechender Bezahlung, wie sie Staatsbeamte genießen, und mit dem Ansprüche auf Vorrückung und die entsprechenden Functionszulagen wenigstens der 9. Rangsclasse anzustellen. 3.) Werden diese beiden Vorschläge angenommen, so müsste sofort eine besondere stricte Dienstespragmatik für folche Aerzte verfafst werden. Zeigen sich diefe Vorfchläge als undurchführbar, so müsste man an die Regierung appellieren, damit solche Aerzte verstaatlicht würden. Es wurde beschlossen, diesen Gegenstand in der nächsten Sitzung noch einmal zu berathen, und wurde Herrn Dr. P. Defranceschi das Conreserat übertragen. Endlich referierte Herr Dr. Grcgoric über den Entwurf eines Vertrages der Bezirlslranlencafse Laibach mit ihrem Casfenarzte, und fodann wurde nach Annahme des Entwurfes die Sitzung vom Vorsitzenden geschloffen. Einige Anträge wurden zum Zwecke der genaueren Informierung auf die nächste Sitzung verschoben. — (Tauglichleits - Bedingungen für den Ei enbahndienst) Das k. k. E.senba n-Ministerium hat über die Bedingungen zur Ta. gllchle.t für den Eisenbahndienst mit Rücksicht auf die Beschaffen-heil der Sinnesorgane für den Amtsbereich der l. l. Ltaatsbahnen Vorschriften erlassen, denen im wesentlichen Folgendes zu entnehmen ist: Bei der Untersuchung von Personen, welche für den Betriebsdienst dauernd oder vorübergehend, ja selbst nur aushilfsweise verwendet werden sollen, muss im Interesse der persönlichen und der Betriebssicherheit sowohl die Sehschärfe als auch das Farbenunterscheidungs- und das Hörvermögen derselben genau geprüft werden, Dies gilt auch für Eisenbahn-Bedienstete, welche von einer anderen Beschäftigung zum Betriebsdienste übertreten. Da sich die Anforderungen nach der Art der Beschäftigung richten, fo werden in dieser Hinsicht alle Eisenbahn-Bediensteten in vier Gruppen geschieden, von denen die ersten zwei Gruppen den directen Betriebsdienst (auf dem Zuge und in den Stationen^ betreffen, während die letzteren zwei Gruppen die fonstigen Arbeiter in den Stationen und die in den Bureaus be-fchäftigten Diener lc. umfassen. Bei den ersten zloei Gruppen wird nebst gutem Gehör die Fähigkeit gefordert, die üblichen Signale geben und wahrnehmen, ferner die Entfernung und Bewegung der Fahrbetriebsmittel sowie den Zustand des Bahnkörpers und dessen nächster Umgebung richtig beurtheilen und die Farben genau unterscheiden zu können. Kurzsichtige, an Nachtnebel leidende und schielende Personen sind von der Zulassung ausgeschlossen. Die Bediensteten der dritten und vierten Gruppe müssen wenigstens einen solchen Grad von Sehschärfe und Hörvermögen besitzen, um bei allfälligem Betreten der Geleise ihre persönliche Sicherheit zu wahren. Die Prüfung der Sehschärfe kann mittelst Lefeproben oder mittelst Snellen scher Tafeln vorgenommen werde». Die Ueberprüfung, namentlich in zweifelhaften Fällen, wird durch Samtätsconsulenten geübt. Die Locomotivführrl und Heizer, welche stets bei schnellfahrenden Zügen verwendet werden, sind nach Ablauf von je drei Jahren und alle übrigen Bediensteten nach Ablauf von je fünf Jahren auf die Function ihrer Sinnesorgane neuerlich zu untersuchen. Außerdem ist die wiederholte Unterjuchung sogleich vorzunehmen bei Wahrnehmung von Krankheit^ erscheinungen, serner nach jeder überslandenen ttranlheil der Sinnesorgane, sowie nach jeder sonstigen schweren Krankheit, nach jeder am Kopse erlittenen Verletzung und nach dienstlichen Verschulden, welche geeignet waren, Unfälle zu verursachen. Außerdem haben jährlich die Dienstvorstände die bezüglichen Untersuchungen zu erneuern. — (Präsentation.) Das l. l. Ministerium für Cultus und Unterricht hat mit dem Erlasse vom 12. d. M, auf die erledigte, unter dem Patronate des Rcligionssondes stehende Pfarre St. Veit bei Sittich den Pfarrer in St. Georgen unter dem Kumberge, Herrn Johann Vidergar, zu präfentieren befunden. Dessen Investierung auf die genannte Pfarre findet in einigen Tagen statt. —ik. — (Einführung des eleltrischen Betriebes.) Das Eisenbahnministerium plant, den elektrischen Betrieb der Peisonenzüge auf den staatlichen Local-bahnen probeweise einzuführen. Der erste Versuch soll auf der Localstrecke Tabor-Äechyn gemacht werden. Der Gütertransport wird nach wie vor mit Dampf betrieben werden. — (Lieferungs-Ausfchreibung.) DaS Handelsministerium theilt der hiesigen Handels» und Ge-werbetammer mit, dafs laut Berichtes des Eonsulates in Madrid eine Offeitverhanolung, betreffend die Lieferung von 14.000 I Olivenöl, 10.000 ^ Stahl für blanke Waffen, 11.000 kx Schwefelsäure, 225.000 Patronen-schachteln aus Carton, 200.000 ^ Steinkohle u. a. m., 8100 kg Eisen in Blechen, 11.500 Schlussllappen aus Rindsleder für Bajonnettescheiden, 1100 k^ Rindsleder, 4000 Bohlen Fichtenholz (äol Aorts) von je V Fuß für die i'ulii-iok ä« ki-m»» in Toledo auf den 25. September d. I. anberaumt erfcheint. Die Offerten find auf fpanifchem Stempelftapier bis spätesten« 25. September l. I. an den I^uicilmw äc 1» ^untH äe Huliautu 6u üi laliril:» äo »rm».» äs ^lolväo in Toledo zu richten. Die Eaution beträgt b pllt. des Voranschlages. Die näheren Bedingungen dieser Ausschreibung enthält der beim l. l. Handelsministerium in Wien erliegende Zeitungsausschnitt der »(Dacota äe Hi^äricl» vom lttten August 1899. — (Aus dem l. l. Stadtschulrathe.) Ueber die am 21. d. M. abgehaltene ordentliche Sitzung des t. I. Htadtschülrathcs erhalten wir nachstchrlidri, Bericht.-Nach Constaticrung der Beschlllssfähiglcit durch dr»l Vor. sitzenden werden vom Schriftführer die im currenlen Wlgr erledigten Gcschäftsstücke vorgetragen und zur Kelmtms genommen. Für die an der zweiten städtischen funfcla,-sigen K..abe..volls>chule erledigte Lehrstelle w.rd den, ^l. La.ldc-sschulrathe der Ternovorschlag erstattet. D.e Äer.chle des k 7 Äezirlsschulmspectors Professor Franz Leoec über die I« pection der zweiclassigen tt"abcnooMchule "m Karolinengru»de, der städtischen uollsschule auf der Ärtaöa, der mneren funfclasslgc» Mädchenvollsschule uud des slovenischen Unterrichtes an der inneren dreiclassigen Mäochenliürgerschule, der äußeren sünfclassigen Mädchenvolks- und der äußeren dreiclassigen Mädchenbürgerschule bei den Ursulinen, schließlich über die diesjährige Äezirlslehrerconferenz für die slovemschcn und utraquistischen Schulen werden einstimmig zur Kenntnis genommen und sind dem t. l. LandeHchulrache zur wei« teren Behandlung vorzulegen. Sämmtliche au dich Berichte angeschlossenen Anträge werden angenommen und Laibacher Zeitung Nr. 199. 1584 31. August 1899^ wird den Lehrerinnen: Marianne Prosenc, Marie Serc, Julie Borowsky, Agnes Zuft an und Fran« cisca Zemme sowie den Lehrern: Jakob Dim nil. Jakob Furl an u„d Lulas Ielenc — den ersteren für die mühevolle und sehr ersprießliche Lehrthätigkeit, den letzteren für die vorzüglichen und instructive« Vor« träge bei der diesjährigen Vezirlslehrerconferenz schriftlicher Dank und Anerkennung votiert. Eine Veschwerde wegen einer localen Ausschließung wird abgewiesen. Es wird beschlossen, die fünfte Classe der zweiten städtischen fünf. classigen Knabenvolksschule wegen Raunmnzulänglichleit im eigene» Schulgebäude in einem nahen Privathause zu unterbringen. Die Berichte des k. k. Vezirlsschul-inspectors Professor Clemens Proft über die Inspection der privaten vierclassigen Knabenvollsschule des deutschen Schulvereines und über die diesjährige Äe-zirkslehrerconferenz für die deutschen Voll«- und Bürger« schulen Laibachs werden zur Kenntnis genommen, dem k. k. Landesfchulrathe vorgelegt und fämmtliche daran geknüpften Anträge angenommen. Schließlich werden einige Fragen internen Charakters erledigt. — (Personalnachricht.) Der t. k. Realschul. Professor Herr Heinrich Pirker wurde über eigenes Ansuchen in den bleibenden Ruhestand verseht. —o. — (Militärisches.) Oberstlieutenant Josef Gressel Edler von Baraga des Infanterie-Regiments Nr. 17 wurde auf ein Jahr beurlaubt. (Domicil Laibach.) — Dem Corporal Johann Petrik des 5. Dragoner-Regiments wurde anlässlich der mit eigener Lebensgefahr bewirkten Rettung eines Untergebenen vom Tode des Ertrinkens das silberne Verdienstkreuz verliehen. ^ (Versuchter Mord und Selbstmord.) Wie wir bereits gemeldet, hat der 20 Jahre alte. bei der Firma Speil bedienstet gewefene Mechaniker Anton Novak gestern morgens gegen seine Geliebte Maria Pirc, Kellnerin im Gasthause «zur Stadt München», einen Revolverschufs abgefeuert und ist dann flüchtig geworden. Novak glaubte Grund zur Eifersucht zu haben und verfolgte das Mädchen schon längere Zeit mit Vorwürfen und Drohungen; auch gestern morgens kam es zu einer solchen Eiferfuchtsscene, worauf Novak den mit drei Kugeln geladenen Revolver aus der Tafche zog und einen Schuss gegen den Kopf des Mädchens abfeuerte. Blutüberströmt stürzte das Mädchen zu Boden und wurde sogleich in das Landesspital transportiert, wo es den Aerzten gelang, die Kugel zu extrahieren. Maria Pirc dürfte in wenigen Tagen wieder hergestellt fein. Novak, der nach verübter That die Flucht ergriffen hatte, kehrte gegen 10 Uhr vormittags mittelst Fahrrades in seine, in der Rosengasse Nr. 39 gelegene Wohnung zurück, begab sich auf den Dachboden und jagte sich zwei Kugeln durch den Kopf. Ueber Anordnung des städtischen Arztes Dr. Derc wurde Novak in bewusstlosem Zustande in das Landesspital überführt, woselbst er nachmittags um halb 5 Uhr starb. — (An den zweiten geistlichen Uebungen) nehmen diesertage 76 Priester der Laibacher Diöcese theil. — (Aus Radfahrerkreisen.) Herr Franz Poclaj. Mitglied des Clubs der slovenischen Bicyclisten «Ljubljana», errang am 27. d. M. bei einem in Berlin stattgehabten Wettfahren im Hauptsahren der Amateure den ersten Preis. — (Scheue Pferde.) Vorgestern vormittags wurden die Pferde des Müllers Franz Mihelöic aus Stude an der Wienerftraße scheu, rannten in die Fenster des Mefsners auf deni hierortigen Friedhofe, brachen die Deichsel am Wagen und beschädigten sich selbst. Die Pferde wurden dem Thierarzt übergeben. —r. — (Thierärztliches Perfonale.) Im Jahre 1698 zählte das Land Kram 18 Thierärzte. 3 geprüfte, zur pferdeärztlichen Praxis berechtigte Cur-schmicdc und 463 geprüfte Hufschmiede. —o. — (Zum Ausflüge ins Planicathal) wird uns geschrieben, dass an alle jene Sommergäste in Kronau, Weißenfels und Ratschach, deren Liste die jüngst verunglückte Touristin Fräulein I.Stein zusammengestellt hat, Einladungen erfolgen werden. Sollten jedoch durch ein unliebes Versehell Freunde unserer Alpinistil im Verzeichnisse ausgeblieben sein, so mögen sie dennoch eines herzlichen Willlommgrußes beim Ausflüge versichert sein. Außer der Kranzlegung und dem Grabgesaxge vor dem Thalgange wird die Leitung der Section Rad-mannsdorf nach Eröffnung der Hütte eine Collecte zur Errichtung eines Grabmales für die fo jäh dahingeschiedene Sportsgenossin und begeisterte Verehrerin unserer Alpen einleiten. — Ihre Theilnahme am Ausfluge haben u. a. die Gesaugvereine aus Neldes, Radmannsdorf und Kronau zugesagt. — (Wald brand.) Am 24. d. M. entstand in dem dem Peter Peternel in Lengenfeld gehörigen Waldantheile im Kotlhale auf bisher unbekannte Weife ein Feuer, welches bis zum 29. d. M. (von welchem Tage diese uns zugekommene Nachricht datiert ist) trotz Aufgebot aller Kräfte infolge der felsigen, zerklüftete» Beschassenyeit des Bodens und des Mangels an Wasser. Eand und dergleichen nicht zum Stillstande gebracht 3ei^nl.°""^" w"" h" iedoch bis zum gedachten IettpunUe noch nicht den holzbestand eracht, sondern nur circa 1 '/<, Joch Graswuchs verzehrt. Wegen Leitung der Lüschaction wurde übrigens die l. k. Forstinspection in Radmannsdorf entsprechend beauftragt. —o. — (Fleischverbrauch.) Im Jahre 189« wurden in Kram folgende Thiergattungen bei der Schlachtung seitens der Thierärzte beschaut: 2i.46L Stücl Rinder, 24.466 Kälber, 22.lU2 Schafe, Lämmer, Ziegen und Kitze, 42.950 Schweine und 88 Pferde. Von diesen entfallen auf die Stadt Laibach: 4389 Rinder. 8260 Kälber, 6604 Schafe, Lämmer, Ziegen und Kitze, 7454 Schweine und 88 Pferde. Nebstdem wurden in die Stadt Laibach 9970 il^ frisches Fleisch eingeführt, —0. — (Mit der Obsternte in Kärnten) sieht es heuer, wie aus Klagenfurt geschrieben wird, recht schlecht aus. Kirschen gab es fast leine, und auch Birnen, Acpfel und Zwetschken sind nur spärlich auf den Bäumen zu sehen. Das wenige Obst, welches auf den Klagenfurter Markt gebracht wird, ist fast onrchgehends minderwertige, unansehnliche Ware, die Preise werden aber nichtsdestoweniger ziemlich hoch gehalten und auch bezahlt. Entgegen den erwähntet» Obstsorten dürfte die Ernte an Weintrauben und Walnüssen heuer eine ziemlich gute werden. * (Aus dem Polizeirapporte.) Am 25. d. M. wurden zwei Personen wegen Diebstahlverdachtes in Haft genommen. — Am 26. d. M. wurden fünf Perfonen verhaftet, und zwar drei wegen Vacierens, eine wegen Reversion und eine wegen Trunkenheit und Excesses. — Am 27. d. M. wurden zwanzig Personen verhaftet, und zwar eine wegen Trunkenheit und Nichtausweisung einer bestimmten Wohnung, zwei wegen Herumstreifens in der Stadt, drei wegen nächtlicher Ruhestörung, zwei wegen Reversion, elf wegen Excesses und eine wegen Verbrechens der schweren körperlichen Beschädigung. — Andreas Zajc, Mechaniker, wegen Verbrechens der schweren körperlichen Beschädigung steckbrieflich verfolgt, wurde eruiert und verhaftet. — Franz Belak, Maurerarbeiter, wurde wegen Excesses und öffentlicher Gewaltthätigkeit durch den städtischen Polizeiwachmann Aarthlmä Kranjc schwer verletzt und musste dem Spitale übergeben werden. Theater, Kunst und Meratur. — («AlovLnsIci ^ra,vnilc».) Die Augustnummer dieser juridischen Fachzeitschrift weist folgenden Inhalt auf: Ueber die Festsetzung der Feilbietungs-bedingnisse. (Fortsetzung und Schluss.) Von H. Sturm. — Eine Auslefe von oberstgerichtlichen Erkenntnissen zur neuen Civilprocess- und Execntionsordnung. (Fortsetzung.) — Civilrcchtsfälle: Ein zu kirchlichen Zwecken gewidmeter Geldbetrag kann nicht vom Pfarrgemeinoevorsteher, welcher denselben, obgleich von einem Geisteskranken, in Empfang genommen hat, zurückgefordert werden. — Nur in dem Falle, wenn die geklagte Partei vom Strafrichter des Ehebruches schuldig gesprochen wurde, ist gemäß H 115 a. b. G. B. der Grund für die Auflösung der Ehe vorhanden. — Der Grundsatz der C. P. O., wonach die durch Antrag einer Partei verursachten Recurstosten diese Partei selbst zu ersetzen hat, findet auch im Executions-verfahren Anwendung, obgleich dem recurierten Beschlusse ein Streit nicht vorangegangen ist. — Ueber die Anwendung der Realschätzordnung. — Strafrechtsfälle: Zur Interpretation des Lebensmittelgesetzes vom 16. Jänner 1896, R. G. Al. Nr. 89 «x 1897. — Eine Pflicht des Strafrichters, die Motive seiner Ueberzeugung im einzelnen zu begründen, ist durch das Gesetz nicht vorgeschrieben. Die Bewerbung nach § 199 des St. G. ist ein weiterer Begriff als die Anstiftung im Sinne des 8 5 des St. G. Die nach 8 197 des St. G. zum Verbrechen des 8 199 a des St. G. erforderliche List ist in dem Versuche, ein falsches Beweismittel zu erlangen, enthalten. — Literarische Notizen. — Miscellen. — (Sarah Bernhard) wird mit ihrer Gesellschaft am 20. October in Agram in der «Dame mit den Camelien» gastieren. Neben Sarah Bernhard werden in dem Stücke noch mehrere Künstler und Künstlerinnen von europäischem Rufe mitwirken. Neueste Nachrichten. «eise 3r. Majestät des Kaisers. (Original-Ttlegrammr.) Vudweis, 30. August. Seine Majestät der Kaiser ist heute mittels Hoffeparatznges hier angelangt und wurde vom Bischof Rziha, den Spitzen der BeHürden und vielen Vereinen mit stürmischen Slava- und Hochrufen empfangen. Nachdem der Kaiser an einzelne Würdenträger huldvolle Ansprachen gerichtet hatte, bestieg er den Hofseparatzug und fuhr weiter. Prag. 30. August. Seine Majestät der Kaiser ist auf der Durchreife zu den Manövern hier ein« getroffen und wurde im Bahnhofe vom Statthalter Grafen ^oudenhove. dem Bürgermeister Dr. Podlipny und den Civil- und Militärwürdcnträgern ehrfurchts» voll begrüßt. Beim Einfahren des Hof-Separatzuges brach das Publicum in stürmische Slava- und Hoch-Rufe aus. Vvr dem festlich geschmückten Bahnhöfe waren der Stadtrath, die Gemcmdeverttstung von Prag und die diei Bürgercorps, sowie die bürgerliche Reiterescadron anfgestellt, Bürgermeister Dr, PodllM hielt an den Kaiser eine Ansprache, worm er den G^ fühlen der Treue der Bevölkerung von Prag und ves treu zum Throne stehenden Volkes Ausdruck gab uno den Kaiser bcrt, er möge künftighin länger in Mg verweilen, damit bei den gegenwärtigen unmneisUW Anforderungen dem ganzen Königreiche erfreuncy Zeiten erstehen. Seine Majestät dcr Kmser er^ widerte in böhmischer Sprache und nahm freudig 0 dargebrachte huldigende Begrüßung und die ^WM loyaler dynastischer Gesinnung entgegen, und M hierauf deutsch fort. die königliche Hauptstadt PH deren Wohl sein landesväterliches Interesse gewidM sei, möge sich der Segnungen und rmer s^.< ruhigen Entwickelung erfreuen. Dcr Kaiser begal» !^ dann vor das AcchnhofaMude und beehrte emM'-Mitglieder des Stadtrathes m,t> des Stadtverordnete!' Collegiums mit Ansprachen. Der Monarch M' nnter den Klängen der Voltshymne die Fronte" " Äürgercorps ab und sehte hierauf uilter neucrlUye" begeisterten Slava- und Hochrufen die Rcise sort. . Re ich st a d t, 30. August. Seim MajM 0" Kaiser ist programmgemäß hier eingetroffen und v einer ungeheuren Menschenmenge mit stiirnnM Inbel begrüßt worden. ... ..„, Reichstadt. 30. August. Der Kaiser ,st «" 4 Uhr nachmittags in Böhmisch-Leipa eingetros^ und von der Stadtvertretung, dem Scharfschützen"^' den Vereinen und der Schuljugend empfangen wmo ' Äei der Einfahrt des Zuges wurde die VoltshtM gespielt und wurden brausende Hochrufe ausMa^ Nach Entgegennahme der Huldigungsansprache Stadtrathes erfolgte unter stürmischen Acclamatlonr. Pöllerschichen und Glockengeläute die Weiterfahrt n^ Reichstadt, wo der Kaiser von dem Erzherzog Mwr' dem Oberstlandmarschall Fürsten Loolowitz, dem ^> des Generalstabes Baron Veck, den Spitzen der " Hürden und den Gemeindevertretungen von 5"^, und Umgebnng empfangen und mit brausenden VH rufen begrüßt wnrde. Der Kaiser bewillkommte yerz den Erzherzog Rainer, reichte dem Fürsten Lob "^ sowie dem Freiherrn von Beck die Hand, nayu» Ansprache des Bürgermeisters von Reichstadt entgeh sprach zahlreiche Persönlichkeiten an und fuhr w" Erzherzog Rainer zur Seite unter Pollerschießen, Mo» geläute und stürmischen Iubelrufen nach dem SlY ^'^ die Vereine, die Schuljugend und die Gen" ^ Vertretungen der Umgebung bildeten Spalier "" ^ Musikkapelle intonierte die Vollshymne. Beim M> Triumphbogen nahm der Kaiser von cinem Va^ mädchen einen Blumenstrauß entgegen. "?^ ^ Schlosse fanden sich die dienstfreien Ofs'"ere h Manöveroberleitung ein. Um 5 Uhr nachmittags im Schlöffe der Empfang verfchiedener PersonUA" ^ und Deputationen statt, abends im Kaiserzcne Diner, an welchen, Erzherzog Rainer, ObM'" marfchall Fürst Lobkowih. Statthalter Graf Eoudcn^ der Chef des Generalstabs Freiherr v. Bef, ' tärifche Gäste und andere Persönlichkeiten thellnay" Böhmisch - Leipa , 30. August. U'" < ^ früh, zu welcher Stunde das kriegsmäßige «jer^ ^ der Parteien begann, brach das achte ^orps "Us^ Eantonierungen auf amd rückte in mehreren (5oi ^ in den Raum um Vöhmisch-Leipa. Nachdem l> e ^ der abgesessenen gegnerischen Cavallerie besetzten " ^ gange über den Polzen.Fluss in Vesih 9"0"' ,. worden waren, wurden die Nächtigungen vez u Erzherzog Franz Ferdinand reist nach VohmG^ wo das Hauptquartier etabliert ist. Gu«rin. Paris, 30. August. In der Rue CU herrschte im Laufe der Nacht vollkommene >" ^ Einige Genoffen Gusrins begaben sich in der ^ H auf das Dach deS Hauses, wo gegen 4 Uhr M ;„ Gusrin erschien. Der Ordnungsdienst wird he" hl. der gleichen Weise wie gestern versehen. M» 9 ^ nun, dass die Lösung der Affaire unmittelbar stehe. Telegramme. , Wien. 31.Angnst. (Orig,-Tcl.) l/Wien"/^ Der Unterrichtsminister verlieh dem Profe>!^ ^e Staatsgymnasium in Gotlschee Martin Sebastla' ^, Stelle an der Realschule in Graz und ernann"^ Supplenten am Staalsgymnasinm in Nitolsimrg .„ Hesse zum wirklichen Lehrer für das Gy"»."''"^» Gottschee, den Supplcnten Karl Werner '"^ zbach zum wirklichen Lehrer an der Realschule M ^ „,, und den Supplenten Anton Iost am A"" Mg. nasium in Laibach zum Provisor. Lehrer in Vlwr ^, Miihrisch'Ostrau, 30. August. (Orlg.^H^, Stelle des im Jahre 1U7!1 verstürzten, auM",' ^< 200 Meter tiefen ' stand eine ungefähr den Schachtdimensionen entlsilH,,^ 12 Meter tiefe Oeffmmg in der Erde. Die "H^, wnrde sofort umzäunt nnd das Anstürzen ""»^gdl Nach behördliche Erhebungen besteht für 0" leine Gefahr. ^JgjgCT flritttitfl Mr. 199. _________________ 1586 31. «uguft 1899. ^B^ W /^J) + k schwarz, weiss unb farbig Don 45 kr. bid fl. 14 * 65 t»r AW/A -^* a^A- a^a^ ¦* ¦ ^.___^ a^a ^ ¦- ^ ^. a ^L. ^ SÄeter — glatt, gestreift, carriert, gemustert, Samafte ic. (ca. 240 nerjd). dual. ^ i^k TV'if XT l\ If Y\ it IX ^?S Y%T II ~1\unb 2000 DerW- 5arben' ***ICt) (45) 15~n ^3 A III II III II 11 "¦* /TNn V I 11 r Zü Roben o. Blonsen ab Fabrik! An Private porto- y. zollfrei ins Hans. JKJl UllIIXIIU ffll UM m«ster umgehend. ^w^dit, m\m birBrf a& mrinnt 3Iabrift*n bBjogcn! •• G.Hennebergs Seidenfabriken, Zürich (t u, t Hoflieferant). Angekommene Fremde. Hotel ^lelanl. Major Ti'A. ^"«"ft- Konrad v. Hchendorf, l. u.,. General-Oberst^Com""''^. ^"^" ««ttlar zu Vrandenfels, l. u. l. Matuschla. l.u.l. Oberst: Bocl l. u. I. '' u. /buwtn^.' Z""' '' "''- «Oberstlieutenant: Thon.al, f'«°Iz°n? Mck?."^"'"^!.' CzehovSly, k. u. l. Major; We; Nearoni'A?' ^°' v. ttoczicla, Kailer, l. u. l. Haupt-Wl CM Vs °l."' Slgmundt. Tischina. v. Schiefrer, Strala. ^btilieutenants ^ ?'"' Schansberger, Maier, Zalesly, l. ». t. "°nts, Vol° ^°l'"'°n"' Schaffler, Springer, l. u. l. Lieute. sprecht , n", ^' ^l^lovich, R. v. Hah. l. u. l. Rittmeister; ' u.t.Zraa j ....^"^""'^berlieutenant, ^ebach. - Fuchs, neralma?' '"s"°5i ^^ach. - v. Deitenhof?n, l. u. l. Ge^ Am 2^' ?s"^len- l. u. l. Garde-Oberlieutenant, Wien. ^°ssersfeld öerm "3" « ^tein, dossal, Masser, Oesterreicher. ^"°t < ^w3.^ '«A"öl°u, «lau. Kflte.. Wien. - Kolwut, ^tl/Äm 3'!> ^en- - Löffler, tt,m., Magenfun. -^vat Nm^udwe.s - Goriup. Kfm., Roseck. - Corossacz, '^°hn.Vinawi^ ^'^ k^'"" U""»°"' " ^"bsch, Privat. Vausbrandt V'^. .^°^^^ ^ slicheler. 3teiwilli„er N' ^^^ Oberbuchhalter; Sanzin, Einjährig, ^lzburg. ^ X..^ ^"' ^m-, Uinz. - Oyrtt, Privat, ^bernmis __^""lch, Prwat, Gottschec. - Gesswalb, Kfm., "l"., oberlaiback '^'"'<^'"' ^'° Ungarn). - Intihar, rlla.Dllch. .^ Freiherr v. Wallburg, Wien. Hotel Stadt Wien, "lvsly. Kkm^V.."^^^slet, Fabrikant, Hrastnil. - Mise- ^t°nt Frau C!k' ""'"""' ^'°z. - Antloga, l.,. Aus-?^errr.'H"^'Ul- ^ «ogrinz, Zimmermeister, Rann. -^'-i Rose« f'°?^5^^ i-Töchtern, Gottschee. - (iebasel, >'«:Vde^ ""ton, Leiter des l. l. Ob,ervato^ Pr«g,'^°^'w"ller Pr.o^ __ Gregoriad.s, Lehrer, ? ^utmansthal M..N"'""^! ächtem. Private, Berlin. -brück, ^"yai Gutsbesther, ,. Vruder, Weinstein bei Stein-^berst«nsiol,n i V'^"^esiher. Wcrschlin. ^ Bnnarth, ^^^ 1- Schwester. Pola. - Loribolo, Reisender, Mon- falcone. — Polal, Nube, Schütz, Müller. Puhier, Fele, N. Müller, Uhlirz, stenichel, Weber. Ooldmann, Atlas, Mairr. Nissim. Kaufleute und Reisende; Iagic, Universitätsprosessor, s. Familie, Wien. — Verger, Kfm., EM. Verstorbene. Am 30. August. Angela Erjavec, Heizerstochter, 2 M., Vahnhofgasse l i, l^ulllri-li. ßagtro inte»t. Im Civilfpitale. Am 27. August. Elisabeth Kavcnil, Inwohnerin, 76 I.. Marasmus. — Gertraud Virt, Taglöhneriu, 76 I., Marasmus. Volkswirtschaftliches. Lllibach, 30. August. Die Durchschnittspreise stellten sich wie folgt: ^XarNPre,« Mail» Prel« von l>ls von bil fl.tl, sl.jtr. sl. lr. fl. lr. Weizenpr. 100icß--------------- Nutter pr. Kilo. . —90 — — Korn . —!-------l— Eier pr. Stück . . — 3—^— Gerste » —>-------— Milch pr. Liter . . — 8 -Z— Hafer » —>-----------Rindfleisch pr. Kilo - 64------- Halbsrucht » —----------- Kalbfleisch , —!h8—! — Heiden » --------------- Schweinefleisch » —6b—! — öirfe, weiß » -----------!— Schöpsenfleisch » —,36 — — Kuluruz » -----------— Hähndel pr. Stilck — 50------- Erdäpfel » 2^0 — — Tauben » —20------- Linsen Hektoliter »-------— Heu pr. — Klafter---------------- Schweineschmalz» —70—!— — weiches, »---------------- Speck, frisch » — kl! — — Wein,roth.,pr.Httl.---------------- — geräuchert» —70— —Weiher, »---------------- Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. __ ^ ! ^ 3 i " !____________! ^ i .^TsZ^llTN^ 737U 2l b S^mäßig jtheiln». heiter "' 9 . Ab. 736 1 17^«^ N.^chwach ! heiter________ 3!. l 7 U. Mg. j ?3b 7 j 14-1 l TV. schwach j Nebel ! 0 8 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 18-0», 3tor-male: 17 1». N«r«mtwo«tllchn «edacteu«: Anton Funtel. Farben zum Seliftsirben von Stoffen aller Art, Baumwolle. Seide, Leinen, Vorhängen. Zu haben in verschiedenen Mustern bei Vrüder Vberl, <»i» bach, Kranciscanergafte. Nach auswärts mit Nachnahme. <877) 11-6 JTuiig;e^ 3Iäclclieii das seinen Studien in Wien obliegt, wird dortselbst bei anstündiger Familie gegen mäßiges Kntgelf in Pension genommen. — Anträge unter I. Bohuilaw, Wl«n III., BoohnsgaMe Nr. 25, erbe tea. (3308) 4—2 Course an der Wiener Mrse vom 30. August 1899. «°«>«.»»»»«»ur.«»«. 8l°a!».Hnl»htn "»lb Wa« "Silber V„! ."'"''!..M^ luo w ilx. 4» "°"'' ' - «'" 8730 »eld «»« Vo« Gt««te zur Zahlung übernommene Elsenb. Vrlor.» vbttgallone». «lllabechbahii S00 u. «X» N, 4'/,, ab lv°/„ «. St. . . . l»»«l» l«?b «lisabttbbohn, 400 ». »000 Vl. liNO M. 4°/,......'lS?b ll'/?b l Yranz.Ioles-«,, !tm. l584, <°/, 9» — »S — Valizllch« Karl ^ L»bw<» > »ahn, dlverje Stücke 4°/, .... »« — »»« <0 «orllrlbtrgtr Uahn, »m. l»8», 4°/.(dlv.T».)V.,<. lW fl. «. «»- s»'»0 Nnz, «oldr,n/,"/„ l«> to »01 «o bto. V«alll»'Obl<«. (Un», Oltb.) v, I. 1»?«, 5»/„..... ll9 50 l»0 30 bto. 4'/,°/,Vchanlregal «lbl.vbl. „» »>, ll» »0 dto, Präm..«nl. k WO sl. «. W. ,«, 50 1»»'- - dto. dto, i^ b<> fl. «. W. ,Sl »0 »S» — The!ßi»tg..L°s« 4-/.. iN0 fl. . 139 b« »40 50 Grundenll. - Gbligalionen (für l0» fl, IM.), 4»/a unallrlsche (100 sl, «, W.) . 95 85 94'»5 4«/„ troatische und slavonische . »6-15 S?'»5 And«« össenll. Anlehen. Don»».«,,,, Lose ü"/„ . . . . ills'- «»'-- dto, .«»leil,, «7» , . >0?N0 lU3 «0 «nlehen der Stadt «örz . . li« — — — Nillelie» b. Etadlaemelnde Wirn l0» 50 »04 öv «»leys» b, Ed!>,>',nci»de Wien (Lilocr ober Void) . , , ._______>— Plämiei! «nl, b, Stob!«m, Wien »30 5^ 18l'5<> Borlebllii.AuIeh en, verlosb, 5"/„ »9 ?5 10^» n<, «°/, »raincr «ande»-Unlehen . — - «>« »elb »«« Psandblltft (für l„( sl,). »ober. aU«.est.0I,v,il.4°/, « «> 9? 90 dto. Präm.'Kchlbv, »"/„, I, «m. ,19 — i<» /<» btu, dto, »V°, U,5'/,°/,vl. illb bo -- Przolitäl«'Vbligntlon»n (siir W0 sl). sssidlnllnb« Ätolbbllhn Vm. 13»» 99 40 ll)0 10 Oesli'll, Ätorbweslbahn . . . los s» »09 Sb k!a!,<«bahn»<'/..^sslc«,ü0UP.Vt. «l5>«5 —-— LNbbahn »«/« K ffrc«, kxw p. 2t, i«» — i«, ?o bto. 5°/^20U fI,p, lOO fl. »18-75 119« Nng.«llliz. «ahn..... ««?-— i0?«o «°/, Untertraliier »ahnen . . «s-üv »o>> — ßllnk-Alllen (per Ttücl). «nglo vest. «anf Lon sl.so«/.». 5,-?ü ,52.. Vaniverein, Wiener, I0U fl. . «^ 5ü »?« 50 »°bcr,'«nst,,0est..2c»<1fI,S,40°/, «l'50 ««'- !l'0«hclb,,0fsl,. lic«,sl,L5«/,«t, »«'25 99'- ««»berbanl, 0est,. 2U0 sl. . . »äö-,5 »9 7t, Oeslerr, unaai. Vanl, «X» st. . 90«-— z»? _. Uüionbanl !i0U fl..... »09 «> z»o h,) »tl«»c«b»ill, »ll«.. »« ll. . ?« - »7» - »eld »«» Attl«« «n Zr»n»p«et» Hnlernehmungen (per L!ül»st«Tepl »isenb, »N« sl, . »«>- lö»0' Vüb», «o>dl»hn lü0 5'?<»»«-— «ntchtiehrclder »«, «X» fl, «Vl. »«40 »«0 bt«, dlo. (lit, U) 80!» fl. . «« — «»4 «0 Dou«u ' Dampfschiffahrt« - »es., oesterr,, bW sl, «M , . »8 — 400- -Dur.Vo»»enbachel»,°V zwo il H. is?0>o<» »7» bv »«rdinand» Norbb, louosi <»<>- »30-»fmb-T^rnow'Iassyltlssnb.- «eselllchaft »00 sl, S. , . »84 50 «8b'- -Lloyd, vest,, Trieft, ü«< fl, «M. 434-- - 43« — Oefterl. Äiorbweslb. »0U s>, O. »44— »45'- dto. dto. (lit, «) 200 sl, 8. »5«->l5 «« 7» Pra^Duxer Eis,nb, Ibv fl, L.. «'— 9»>b0 Ltaulleisenbahn «00 fl. s. . 3l« — >b!« 5,i Lüdbahn »00 sl, V.....7» 50 ?«-«> küdiwrdb. Verb.»«, »vofl.«Vl, »«?» «98 «5 Tr«m»ay°Vfs.,Wr , l?0sl.e«. —'— — — dto. Em, 1»»?, 800 fl, . . 4«-—4«>>— rram»ay»«es,, Neue Wr., Pri. —-— —-— zndustrle-Actien (per Stück). «au«es., «Mg, »ft,, 100 fl. . . lO« « »ob'50 Eatzbier ltisen' und Stahl^Inb. in Wien 1<»s» fl.....»04-- »05-50 lilrnhahnw, «sihss , Erst,, »0 fl. l/4 90 l?5'— „ltlbemüvl", Papiers, u, V,.«. »9-. 90 — Liesinsser Äsauerci 1<»<> fl, , , »85. »5«- — Muüt«,» OrMIch,. vest, nlpint ^38 35 »68 8» P»a«er , A«> sl, »409 14»»' Salgu lari, Kteiulolilen «<» f>, zih-— 3l» 4>> ..Schlönlmühl". Papiers, »°lpl! iiose 10 fl..... ^.^y ,,.^, Kalm^u'f 40 sl, blo. b«o, 11, »m. I»«« . . ^.11 zz.__ lklbache? «os»...... ^.^ ^,.^ Devisen. «mslerbam....... »70 »»-»» Deutichs Platz,...... « «> 5»— London........ »»«-««»«0?» Pari« ........ 47?» «?'»« kl. V^lerlbur, ..... —— —'— Daluten. Duraten........ »-?» »'?» «»».Yrllnc« klülls..... »-»« »'5?» Dnxschs Nsickobanlnoten . . »> »0 « »?» Iwllenijchr Bonlnotfn ... 4440 4»'b<< Vapi»ll«ubtl...... »-»?„» l «,,' L^ii^******A"******A*******~**~*»*»*~^ ............................................-s9 a7IH^^1SiSl'n-Ae««-. •*• *• MtayCr ili Privat-Depot« (^¦Itopo.H») { ^^ •v'""""»«^„Y,------™g..„„. Lalbacli, SpitalRasw. firilitm TM lir-EhUm H BMtM*fTW>-1 f i »» __| Nc. 97/99 c Razglas. Vici °^ej°akr2ar 80diSöe v Ko8tanie-5a dan 2i ZemljiSkoknjižDo stanje in dražbeni pogoji se lahko vpogledajo pri tem sodišèi. C. kr. okrajna sodnija v Kostanje-vici, dn6 20. avgusta 1899. (3376) E. 464/99 3. Dražbeni oklic. Po zahtevanju dr. Mat. Hudnika, odvetnika v Ljubljani, bo dnö 2 8. septembra 189 9, dopoldne ob 11. uri, pri spodaj ozna-menjeni sodniji, v izbi 8t. 5, dražba zemüiftö vlož. fit 29 in 91 kat. oböine Celje 8 pritiklino vred, ki aesloji iz enega slabega voza, 1 verige, 2 vrvi, 1 sekire, 4 pOBod in hiftnega orodja. Nepremièninama, ki ju je prodati na dražbi, je doloöena vrednost na 1594 gld. 30 kr., pritiklini na 14 gld. 50 kr. NajmanjSi ponudek znaöa 1072 gld. 54 kr.; pod tem zneskom se ne pro-daje. Draibene pogoje in listine, ki se tièejo nepremiènin (zemljisko-knjižni izpisek, hipotekarni izpisek, izpisek iz katastra, cenitvene zapisnike i. t. d), smejo tisti, ki žele kupiti, pregledati pri spodaj oznamenjeni sodaiji, v izbi št. 5, med opravünimi urarai. Pravice, kaiere bi ne pripuäfcale dražbe, je oglasiti pri »odniji najpoz-neje v dražbenem obroku pred za-èetkom dražbe, ker bi «e sicer ne mogle razveljavljati glede" nepremiC-nine same. 0 nadaljnih dogodkih dražbenega postopanja se obvestijo osebe, katere imajo sedaj na nepremièninah pravice ali bremena ali jih zadobè v teku dražbenega postopanja, tedaj samo z nabitkom pri sodniji, kadar niti ne stanujejo v okolišu spodaj ozname-njene sodnije, niti ne imenujejo tej v sodnem kraju stanujoöega poobla-Sèenca za vroèbe. I C. kr. okrajna sodnija v 11. Bistrici ladd. II, dn6 20. avgusta 1899.