Nr. 169. Donnerstag, 28. Juli 191(X______________129. Jahrgang. Zeitung Pr5numer»Non»preia: Mit Po st verse »du»!,: ganzjährig 3« X. halbjährig 15 ll. Im ftontor: gaiizjährlss , »« ll. halbMrig 11 «, Fiir die Zustellung ins Haue qa»zjäl,l!n 2 li. - Insertionsgebulir: ssur kleme Inftiate bis zu 4 Zeilen bO d, grähere per Zrile 12 t, - bei öfteren Wiederholungen per Zeile 8 k. ' Die »Laibacher tzcitunss» erschein» täglich, mit Ausnahme der No»»-»ud sseirrtage. Tie AdminiNr^lion befindet sich Milloöiüstrasü' Nr, 2«: die Urdalllion Milloöiüstrasie Nr, 20. Sprechstund!» der Medallion uou » bis 10 Uhr vormittags. Unfranlierte Brirsr werden ni6>l angenommen, Manuskripte nicht zurückgestellt. TelePhon°Nr. >e» Mevaltio» 32. AmMcher Heil. Den 26. Juli 1910 wurde in der l. I. Hos° und Staats» druckerei das XI,IX. und I.. Stück der kroatischen und das 1.1. und I.II. Stück der böhmischen Ausgabe des Reichsgesetzblattes des Jahrganges 1910 ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 26. Juli 1910 (Nr. 168) wurde die Weit?ruerbreitung folgender Preß-erzeugnisse verboten: Nr. 157 «Mrollni vuovnili» vom 14. Juli 1910. Nr. 13 «Nlääouoo» vom 22. Juli 1910. Nr. 28 «8tr^ öonkslio novvru» vom 14. Juli 1910. Nr. 30 «22,jiumv5 Mvin?> vom 22. Juli 1910. Nr. 22 «lloiw Volks riÄii>» vom 22. Juli 1910. Nr. 30 «?ikautui 8vöt» vom 22. Juli 1910. «LuäuucuoLt» vom 22. Juli 1910. Nr. 15? «Dito. vom 19. Juli 1910. Nrn. 12 und 13 «riclliirsk:,, Kalla» vom 15. Juli 1910. Nichtamtlicher Heil. Die kretische Frage. Aus Kunstantinopel erhält die „Pol. Korr." sol-gende Mitteilung Die kretische Frage ist, obgleich die durch sie in der ösfentlichen Meinung der Türlei her» vorgerufene Erregung noch immer andauert, in diplo. malischer Hinsicht in eine Phase der Entspannung ein. getreten, die sich als anhaltend erweisen dürste. Wen» sich anch nicht mit Vestiinmtheil ankündigen läßt, daft die Pforte von einer Erwiderung ans die letzte Nute der Machte ganz absehen wird, so darf man doch behaupten, daß sie sich nicht mit der Absicht trägt, ihrem Wunsche nach einer endgültigen Ordnung der Angelegenheit, der migeschwächt fortbesteht und under» rückbar bleibt, einen dringenden Ausdruck zu geben. Die Gerüchte, die von kriegerischen Vorbereitungen der Türkei gegen Griechenland zu erzählen wissen, bcfin. den sich im Widerspruch mit dem Standpunkte, den die Pforte in dieser Cache gegenüber dem benachbarten Königreiche mit Beharrlichkeit einnimmt. Es ist in dieser Hinsicht der leitende Grundsatz der maßgebenden Konstantinopler Stellen, nur im Falle eines heraus» fordernden Auftretens Griechenlands die Würde nnd die Rechte der Türkei mit bewaffneter Gewalt zu schützen. So lange man sich aber in Athen eines solchen Vorgehens enthält, wird für die Türkei kein Anlaß bestehen, zu einer Ängrisssaltion gegen Griechenland z» schreiten. Die Pforte ist allerdings von dem festen Willen erfüllt, Versuche einer für die Türkei »»gü». sligen Lösung des kretischen Problems unter keinen Umständen zuzulassen, sondern mil den äußersten Mitteln abzuwehren. Der in manchen ausländischen Erörte-rungen entwickelte Gedanke, wonach man mit der Möglichkeit zu rechnen hätte, daß das neue Regime oen Plan yege, zur Befestigung seiner Stellung im Reiche einen Waffencrfolg, insbesondere auf dem Bude» der das nationale Selbstgefühl der Ottomanen aufs empfindlichste berührenden kretischen Frage zu suchen, wird aber in Konstantinopel als dnrchans irrig zurückgewiesen. Es besteht, wie man betont, für die Regie» rung schlechterdings keil» Grnnd, im Interesse, der Kräftigung ihrer Position zu einem Mittel dieser Art zu greifen, oa sie, seitdem die kretische Angelegenheit wieder in den Vordergrund getreten ist, die Forderungen der Türkei »nil grußer Energie geltend gemacht, somit eine völlig tadellose Haltung eingenommen hat. Gerade die erwähnte Frage ist für eine Ausbeulung gegen das jetzige Regime am allerwenigsten ge» eigner, da doch diesem für die Nurgänge der Bergan» genheii, ourch welche die Rechte der Türkei in bezug ans Kreta schwere Verletzungen erlitten habe», nichl die geringste Verantwurllichleil aufgebürdet werden tan». Was aber die zukünftige Entwicklung betrifft, la»» sich nach dem bisherigen Verhalten der Regierung bei keinem Ottomanen ein Zweifel daran rege», daß sie mit unermüdlicher Sorgfalt auf der Wacht der Reichsinterefsen stehen nnd keine Schmälernng der ge» dachten Rechte zulassen wird. Diese Entschlossenheit zum Schutze der Integrität und der Ehre der Türkei kann gewiß nicht als Kriegslust betrachtet werde». Die Tendenz, sür seine Stellung im Innern durch eine Di> version nach außen neue Stützen zu gewinnen, liegt dem neuen Regime sehr fern. Die jetzigen türkischen Machthaber sind vielmehr nach jeder Richlnng von den ansrichtigslen Friedeiisgestnnungen geleitet und gerade im Interesse der Nuiisolidieruug des neuen Systems und der fortschreitenden Entwicklung des Reiches auf den mit der Wiederherstellung der Verfassung eingeschlage» ne» Bahnen kann ma» in ^lonstantinopel nur eine lange Friedensära herbeiwünschen. Die liberale Partei in Ggyptcn. Aus Kairo wird berichtet: Die Beschlagnahme einer unbedeutende» Broschüre und die gerichtliche Vec» solgung ihres Versassers, ein Theaterskandal mit etwas politischem Beigeschmack und einige cmdere, eigentlich bedeutungslose Vorkommnisse, deue» von der Regierung aber ganz unnötigerweise eine gewisse Wichtigkeit zu-geschrieben worden ist, hat die »alionalislischc Partei, der man die Schuld an diesen Vorfällen zumaß, zu ciner offenen Erklärung veranlaßt. Der Führer dieser Partei, Mohammed Bey Wohid, hat an den Geschäfts» träger des englischen Generalkonsulats, Mr. Milue Chantmlli, der den beurlaubten Sir Eldon Gorst vcr» tritt, ein in arabischer Sprache abgefaßtes Schreiben folgenden Inhalts gerichtet: Da vu» einem Tage zum andere» das Gerücht immer mehr anwächst, daß in Ägypten eine mächtige Partei, oie den Namen natio» nalistische, Partei führt, im geheimen walte und die-jenige» aufreize, die eine England feindliche Newe» gnng betreibe», so erkläre ich im Name» der liberalen Partei Ägyptens, deren alleiniger Zweck es ist, dem Valerlande und dein Volke mit Pflichtgefühl und pa. triotischer Hingebung zu dienen, gegenüber diesen In» trigen gegen die britannische Schutzherrschaft in Ägyp» ten, daß wir, die liberale» Ägypter, zwei Wünsche haben. Unser Ha»plwu»sch — oer Wunsch jedes wah. ren Patrioten — ist die völlige Unabhängigkeit, so wie sie England selbst besitzt,- der andere — falls die Erfüllung des ersten lmmöglich ist — eine Verfassung. In letzlere»' Falle ziehen wir Abhängigkeit vo» Grus;« brilannien der vun alle» andere» Mächte» vor. Das ist es, was wir in jeder Beziehung als im Interesse unsc» res Landes und Volkes liegend erachten, besonders weil u»s England die Freiheit, das Recht und den Fort» schritt gebracht hat. Feuilleton. Die Bahnwärterin. Eine Geschichte aus dem russischen Leben. Von A. Mandoo. »Hier fragt eine Frau nach Ihnen, Herr," meldete, bei mir eintretend, der Wächter des Quartiers, das ich als Diflanzches bewohnte. „Was für eine Frau?" — »Sie ist eine Hiesige ans dem benachbarten Dorf Vulkov — Marja Ponjutin." Ich ging auf die Rampe hinaus. In einiger Entfernung stand eine Bäuerin mit drei Andern; sie war noch ju»g und recht nett. Zwei Bübchen, zwei- bis vierjährig, hinge» fest an 'hrem Rock, während ein siebenjähriges Mädchen etwas entfernt von ihr stand. Das Gesicht dieses Kindes halte cinen ernsten Ausdruck, oe» man oft bei unseren Bauernmädchen findet, die so ihr unfrohes Schicksal tragen. Als sie mich erblickte, näherte die Frau sich der Rampe und ließ sich auf die Knie nieder, nach alter, augenscheinlich überkommener Gewohnheit. „Stehe doch auf, Täubchen, und sprich dich aus; was wolltest du vu» mir?" — „Lieber Herr, Euer Hochwohlgeboren! Ich bitte um eine Wächterstclle. Ein Wächterhäuschen wird frei bei Euch, nimm du mich als Wärterin anf, Christus Wird es dir lohnen!" Und weinend ließ sie sich wieder auf die Knie nieder. „Was bist d», eine Witwe?" fragte ich sie. „Nein, nicht Witwe, ich bi» schon seit sechs Jahren eine Soldale»srau," antwortete sie. Ich sah unwillkürlich auf die Knaben. „Warum soll ich etwas verbergen; da ich um eine Gnade bitten kam, so muß ich auch alles sageu." Ich setzte mich auf die Rampe nieder und sie erzählte mir folgendes: „Als ganz junges Mädchen brachte man mich aus einem entfernte» Dorf Hieher nach Nulkuv in eine große Familie. Ich bekam einen gnte», freundliche» Mann; ich liebte ihn leidenschaftlich, wir lebten zwei Jahre Zusammen, ein Herz und eine Seele. Dieses Mäocheu wurde uns geboren. Als es kaum ei» Jahr alt war, zogen sie meinen Mann als Suldate» ei». Wie sehr ich geweint hab', wie ich verzweifelt war, als man ih» fortführte, läßt sich gar nicht sagen. Aber du kannst nicht mit dem Kopf durch die Wand. Ich mußte -bei den Schwiegereltern bleiben. Sowie die Familie sich vergrößerte, ist die Arbeit nicht weniger geworden. Ich lebe ein Jahr uhne meinen Mann, lebe »uch ei»s, u»d betummc kein freundliches Wort, keine Zärtlich» keit. „Soldatka" dort; sie vergessen sogar, mich bei meinem Namen zn nennen. Die. Schwiegermutter ist den ganze» Tag hinter mir her, der Alte haut in der Velrunkeicheit, oie Schwägerinnen slichel». Solch eine Angst überfiel mich, daß ich wohl aus der Welt sort» laufe» wollte. Da, von uns zwei Höfe entfernt, wohnte ein Junggeselle. Wo er mich nur sieht, bedauert er mich. „Du Arme, Unglückliche," sagt er, „was hast du sür ein trübseliges Leben, dn tust mir leid." Ich wei»e mich in irgend einem Winkelche» bei ihm aus, und es ist, als ob es mir leichter wird. Nun, wie es so kommt, lieber Herr, es ging weiter, wir liebten nns. Aber nicht, daß er mir besonders gefiel — was war er gege» meinen Mann — aber so aus Mitleid ergab ich mich, meine Seele war wie ausgetrocknet, ohne Zärtlichkeiten. Alles wäre gut, aber ich wurde gnter Huffnuug... Nun hörten fie sugar aus, mich Suldatla zu nennen, nannten mich schlimmer. Aber sie jagten mich nicht fort, weil ich wie ei» Pferd für sie arbeitete. Ich gebar diesen Knaben, nach anderthalb Jahren den anderen, nnd mein Lebeil wurde nn» ga»z unerträglich. Die Kinder waren ihnen ein Dorn im Auge, sie hielten mir's beständig vur, auch, daß sie ihr Brot aße». „Laßt mich zu meinen Geschwistern," sage ich, „denn meine Eltern waren, schon gestorben; man läßt mich nicht, meine Arbeit ist z» nötig. Aber jetzt haben sie zn Ostern de» jungen Soh» verheiratet, habe» eine »eue Schwiegertochter als Arbeiterin bekommen und jage» mich mit den Kindern fort. Ich bin übers! üffig geworden, eine Schmarotzen». Es kam zn uns das Gerücht, daß mein Mann bald znrückkumnit, ausgedient hat; u»d »u» fürchteten sie sich, daß sie sich meinetwegen würde» veraiilworte» müssen, hatte» mich nicht beaufsichtigt, sozusagen. „Mach', daß du fortkommst," sagen sie, „mag er irgendwo mit dir abrechnen, aber nicht bei uns im Hause." Aber wohin soll ich gehe», wohin mich we»de»? Die Geschwister ruse» mich nicht zu sich. Eine Stelle annehmen... ja, wer wird mich mit den .Kindern nehmen? Gnädiger Herr, bitte, gebt mir die Wächterstelle!" nnd sie wollte sich aufs »eue, mir zu Füßen werfen. „Ja, wird denn eine Vahnwächterstelle frei?" fragte ich den eben dabei» stehende» Wegenleister. „Jawohl," sagte er, „die Bude Nr. 37 wird frei." — „Ja, weißt du, meine Liebe, komme morgen, ich werde nachfragen, meine Anordmm» gen treffen, wahrscheinlich wird deine Sache einen guten Fortgang »ehmen." Ermutigt schied sie, voll Daulbar» leit u»d mit Verbeugungen, und giug uach Hause. Nach zwei Tagen halte Marja sich in der Vnde, hänslich niedergelassen und ging unl'imüdlich mit der Flagge hinaus, nicht „in ^> all./i 'j'ig",, ,o.id^.< ,.'. Laibacher Zeitung Nr 169. 1540 28. Juli 19 W. Politische Uebersicht. Laiba ch , 27. Juli. Das „Neue Wiener Tagblatl" sührt mit Bezug aus den Abschluß des Handelsvertrages zlvischen Öster» reich»Nngarn und Serbien aus, das; die beiden Stamen in der Lage wären, sich allerlei unangenehme Dinge, die sich während der lebten Jahre ereignet haben, zu erzählen, Nuu aber, da der Handelsvertrag perfekt sei, heißt es, die Schäden wettzumachen, die die Politik der Wirtschaft geschlagen. In der vertragslosen Zeit habe sich die deutsche Industrie in Serbien festgesetzt und Serbien habe andere Absatzgebiete gesunden. Das gebe einen Nachgeschmack, der überwunden werden müsse. Der Handelsvertrag sei nun da uud mau könne oer Monarchie und Serbien gratulieren. Jetzt wäre es an der Zeit, zu zeigen, daß wir uns der Rechte uud Pflichleu bewußt seien, die uns die Nachbarschaft des Orients auserlegt, man mache praktische Arbeit aus dem Valkau. — Die „Zeit" betont, es sei^sehr zu be» dauern, daß der Pertrag mit Serbien so spät und so schwer zustande gekommen ist, einerseits weil der In» dustrie ein Exporlgewinn entgangen sei und inzwischen andere Konkurrenten sich dort festgesetzt haben, ander» seits weil es politisch klug gewesen wäre, den dnrch die Annerion erbitterten Gegner durch Entgegenkommen auf wirtschaftlichem Gebiete zu versöhnen. Jetzt seien wir allerdings aus dem Dampfzustände Heransgelom» men, jedoch werden wir weder politisch noch wirtschaftlich die früher innegehabte Stellung zurückgewinnen, da der verbissene Kaslenegoismns der Agrarier uns die Hänoe buide, und der Orient durch Huhenblumsche Schlagbäume versperrt sei. Es ist aber doch zu hoffen, daß die Industrie die Fehler der schlechten Politik aus-zubesscrn verstehen werde. Das „Fremdenblalt" weist darauf hin, daß die Nichlannahme der Demission des Vanus Tomazic keine Überraschung bringe, da sie allseits erwartet worden sei. Die Art des Konflikts hätte eine anoere Lösnng nicht Zugelassen. Die Banuskrise sei beseitigt, aber es könne jeht die Landlagskrisc folgen. Dr. TomaÄö wolle sich eine neue Mehrheit schaffen und Neuwahlen würden darüber entscheiden, ob ihm dies gelingen könne. Ob es dazu kommen werde, wisse man nicht, Kroatien sei der Krisen müde und die Mehrheit der Koalition sei uichl gewillt, den Konflikt fortzusetzen, mit dem sie sich selbst ins Unrecht gesetzt habe. Allerdings seien auch lieferliegenoe Motive für den Konflikt vorhanden, da das gegenseitige Verhältnis kein vertrauensvolles ge» Wesen zu sein scheine. Nunmehr aber werde man klare Verhältnisse schassen. Nunmehr werde der Vanus die Verhandlungen mit der Koalition wieder ausnehmen und den Wunsch anssprechen, daß diese von der Eilt. l>ebung des Justizchefs abstehen solle. Diesem Wunsche werde wahrscheinlich entsprochen werden und man werde zu gemeinsamer Arbeit zurückkehren. Das „Valerlano" glanbl, daß sür die jnnge Türkei neue Sorgen aufgetaucht feien. Die Gefahr einer grö» ßeren Ausbreitung der jüngst aufgedeckten Verschwö» rung sei zwar rechtzeitig abgewendet worden, aber es mehren sich die Anzeichen, daß der Kampf nur die Macht fortdauern werde. Das Komitee „Einheit und Fortschritt" habe noch die Regierung, die Verwaltung und die Armee in der Hand, doch habe oasselbe seine Machtmittel allzu skrupellos angewendet. Eine Politik: Salonichi gegen Konstantinopel tann ohne ernste Schä» digung der Türkei nicht fortdauern. Die immerwäh» rende Einmischung in Regierungsangelegenheiten und die Proteste gegen die StaalSaulorität wirken hemmend auf den Gang der Regierungsgejchäfle. Man sehe das schon daraus, oaß es den türkischen Behörden nicht gelnngen ist, den griechischen Boytott zu beenden- dieses Komitee sei es auch, welches den Haß gegeu Österreich. Ungarn nnd die Kriegshetze gegen Griechenland schüre, wodnrch das Vertrauen des Auslandes zur Türkei geschwächt werde. Nach einer Vrüsseler Meldung der „Kreuz» Zeitung" wird die belgische Regierung im Herbste dem Parlament ein Schulgesetz unterbreiten. Seine Hanpt. bestimmnng wird dahin gehen, daß die Eller» gesetzlich verpflichtet sind, ihre Kinder während eincr gewissen Zahl von Jahren in eine Schule zu schicken. Tageslieuigleiten. — (Versicherung gegen verregnete Ferien.) Aus London schreibt man der „Franks. Ztg.": Während alle Wcll dem Wettergoll grollt, der seil einigen Jahren es darauf abgesehen zn haben scheint, der Menschen Ferien zu bewässern, hat sich eine bekannte hiesige Ver» sichern,igsfirma daran gemacht, der Sache auch eine andere Seile abzugewinnen: eine geschäftliche, soweit die Firma in Betracht lommt, und eine tröstliche, >a manchmal vielleicht angenehme Seite für die Verregneten. Sie hat nämlich eine neue Art der Versicherung aufs Tapet gebracht, eiue Versicherung gegeu Ferieuregen. Warnm auch nicht? Wird doch gegen alles versichert, was man sich nur oenten kann, von» Erdbeben bis zu deu Masern, vom Flottenmanöver bis znm Schlaf» wandeln. Neben den großen Künstlern der Welt, wie Kubelik, Paderewski, Patti, die ihre Kehle, ihre Hände, ja jeden ihrer Finger einzeln versichern und dafür Prä-mien bis zn 16.000 Kronen per Jahr entrichten, steht der HeringSsischer, der seine Netze versichert, der Millio. närssohn, der sür den Fall der Enterbung Vorkehrungen trifft, der Familienvmer, der aus die etwaige Geburl von Zwillingen finanziell vorbereitet sein möchte, der Furchtsame, den räuberische Überfälle beunruhigen, nnd die Dame der „Well, in der man sich langweilt", die bei einem verregneten Gartenfest wenigstens die Kosten da» für zurückerstattet haben möchte. Hicvon bis zur Vcr-sicherung gegen verregnete Ferien isl es nur ein Schritt, und der ist nunmehr getan worden. Einstweilen be» schränkt sich oie Gültigkeit dieser Polizzen noch aus gewisse, Orte, auf die Ost. und Südküste Englands, wo eine offizielle Regenmessung besteht, denn die Versiehe-rung tritt nur dann in Kraft, wenn das nasse Element gewisse Grenzen überschreitet. Gibt es öfter als zwei Tage in der Woche je ein Zehntel Zoll Regen, so mögen andere mit grimmigem Gesicht durch nasse Fenster» scheibeu in die grane Landschaft stieren, die Versicher» ten geben sich der vergnügten Beschäftigung hin, sich auszumalen, wie die Genüsse beschaffen fein werden, oie mil der Versicheruugssumme erworben werden kön> »en: ein nener Hut von ungeahnter Schönheit, Havanna-Zigarren, deren feinen Dnft man schon in der Erwarning zu genießen meint, oder gar ein nener „Holiday", der als Phönix ans diesen Verregnelen Ferientagen aufersteht. Entschädigungen von M bis Ä) Kronen per Tag kann Ulan sich sür einen Zeitraum von 7 bis 24 Tagen sichern, wofür die Versicherungs» Prämie, sich zwischen 7,50 und 3l) Kronen bewegt. Ein bescheidener Betrag und gewiß ein ganz lohnendes Ge» schäft sür die Versicherten, wie es scheint, gegenüber den Streichen, die Jupiter Pluvius den Ferienreifenden so oft spielt. Die neue Versicherung ist allerdings noch ein Experiment, aber gleich allen anderen Versicherungen ans wissenschaftlicher Grundlage ausgebaut, auf Statistik lind Wahrscheinlichkeitsberechnung. — (Falsch aufgefaßt.) Der kleine Fritz und seine drei Schwestern hatten einen Verwandten auf dem Lande besucht. Obwohl die Einladnng nnr auf eine Woche gelautet hatte, war der Besuch doch nach und nach aus eiuen Monat ausgedehnt worden. Ja, der Onkel begann zu fürchten, daß er sie zeitlebens ans oem Halse haben werde. Aber schließlich reisten sie doch wie» der ab. „Nun," sagte der Vater zn seinem Söhnchen, „freute dein Onkel 'sich, ench zu sehen?" — Das Gesicht des kleinen Bursche» strahlte vor Vergnügen über diese Frage. „Ob er sich frente?" wiederholte er. „Ob Onkel sich frenle? Ach, Papa, er wollte wissen, warum wir dich und Mutter nnd das Mädchen uud die Katze und deu Hund nicht auch mitgebracht hätten!" — (Eine „allcrmodcrnste" Dentmalsenthüllungj saud am 20. d. M. in London statt bei der Eiuweihumi des südafrikanischen Kriegsmemorials iu der Mall. Der Bruder des Königs Eduard, der Herzog vu» Eonnaught, sollte die Enthüllung vornehmen, zu gleicher Zeit aber iil der etwa zwei Kilometer entfernten St. Pcml-Kathe-drale einem Erinnerungsgottesdienste beiwohnen. Um diese Zweiteilung zn ermöglichen, wuroe die Eleklri» zität zu Hilfe genommen uud die Hülleu dcs Monu» menls durch Draht mit den, Altar der St. Paul-Kathedrale verbundeu. AIs der kurze Gottesdienst vor» über war, wandle Lord Roberts sich an den Bruder des verstorbenen Königs mit den Worten: „Im Auftrage der Offiziere und Mannschaften der königlichen Artillerie ersuche ich Sie, uns die Ehre zu erweisen, das Denkmal zur Erinnernng an die 67 Offiziere uud über 1700 Unteroffiziere und Mannschaften, die, ihr Leben für ihren König und ihr Land im südafrilani. fcheil Kriege dahingaben, zu enthüllen." Der Herzog von Eoniianghl drückte daraus auf deu Kuopf, der von einem Lorbeerkrauz nmrahmt war, und in der Mall, zwei Kilonieter entfernt, fielen die Hüllen oes Denkmals. — (Der fesche Johnson.) Wie dem „Matin" aus Brüssel gemeldet wird, lacht »lau in der belgischen Hauptstadt über das Auftreten eines schwarzen Boxers, der sich Jack Johnson, der Sieger von Reno, nannte. Zwei Manager, ein Franzose uud ein Amerikaner, brachten ihn nach Belgien. Man hat zunächst nicht daran gezweifelt, daß man wirklich den Weltmeister im Boxe» vor sich habe. Als er eintraf, erwartete ihn eine Delegation im Bahnhof, eine Musikkapelle war da, die ihn mit der amerikanischen Hymne begrüßte, er wnrde im Triumph in sein Hotel gebracht und ein Sportsman sendete ihm sogar eine Herausforderung. Das Match wurde ausgetragen lind hatte ein riesiges Erträgnis. Es wird nicht gesagt, »vie Johnson boxte, dosür aber, daß die beiden Mailager nach der Vorslel» lung, als sie oie Einnahme teilen sollten, heftig aneinander gerieten. I>l seiner Wut enthüllte der Franzose das Geheimnis; Johnson war nicht der Johnson von Reno. ^Angeblich heißt der Neger anch Johnson, doch nicht Jack, sondern Jim. Die Ähnlichkeit des Namens nnd der dunklen Hautfarbe hatte die Mailager zu der Mystifikation geführt, der ganz Brüssel zum Opfer' wurde. Die Affäre wird das Gericht beschäftigen. Die Brüsseler fügeil sich mit Humor in oen Hereinfall. gar, wenn ich auf der Dräsine vorbeifuhr. Bei der Unmenge von Geschäften, die auf der Distanz zu er. ledigen waren, hatte ich die Ponjulina ganz vergessen. Aber als ich an der Bude Nr. 37 vorbeikam, war ich angenehm überrascht; solch ciu liebes, freundliches Aus» sehen hatte das Häuscheu erhalten. Das Plätzchen davor war rein gefegt, das Gärtchen ausgeräumt, einige Beete gegraben, in ordentlichen Reihen mit Setzlingen be> pflanzt. Sogar die änßeren Wände der Bude schienen abgewaschen zu sein. Das ist eine tüchtige Frau! dachte ich anerkennend. So lebt sie mit deu Kindern zwei bis drei Monate. Da fahre ich wieder einmal auf der Dräsine und sehe: Marja steht wieder auf ihrem Platz mit der Flagge in den Händen und ist nicht wieder» zuerkennen: das Gesicht finster, die Augen eingesunken und von tiefen Schatten umgeben, die Lippen fest zu» sammcngcprcßt. „Was hast du, Marja, bist du krank?" fragte ich, die Dräsine anhaltend. „Nein, ich bin gesund," antwortete sie, grüßend. „Es kam ein Brief; mein Mann kommt diesen Don» ncrstag," fügte, sie halblaut hinzu. — „Nun, was ist dabei?" — «Er wird mich totschlagen," sagte sie, bei-nahe ruhig, „die Kinder tun mir leid..." und sie sah nach der Böschung hin, an der ihre weißköpsigen Kna-ben spielten. „Was denkst du, Gott ist mit dir, ist er denn ein Tier? Es geht alles vorüber, fürchte dich nicht," bemühte ich mich, sie Zu beruhigen. „Die Ver» wandten werden ihn ausstacheln, er wird mich totschlagen, mein Herz ahnt es!" — Tatsächlich, dachte ich, sortfahrend, die Lage ist unabsehbar. Totschlageil wird er sie nicht, aber durchprügelu, und Vorwürfe wird er ihr sein Lebelang machen. Armes Weibchen! (Schluß folgt.) Wer wird siegen? Roman von Headon Hill. Autorisierte Übersetzung von U. Vrauns. (5)8. Fortsetzung.) (Nachdruck veibolrn.) „Was, Miß Sclwood, Sie hier?" rief er mit gut gespielter Verwunderung. „Das ist in der Tat eine angenehme Überraschung, die vermuten läßt, daß die Jacht in der Nähe ist. Ah da, wie gelungen! Ihr guter Geschmack hat den einzigen malerischeu Punkt auf diesem elenden Felsen erfaßt." Ireuc hatte ihn gleich bei seinem ersten Auf» lanchen unter den Väumeu erkannt, und jetzt, beim Näherkommen, reichte sie ihm kalt die Hand. Daß sie, die Todesangst, mit der die Gegenwart oieses Mannes ihr gauzes Sein erfüllte, äußerlich zu verbergeu im» stände war, war der Beweis ihres charakterfesten Vor. satzes. Seine Anwesenheil gleich nach Simon Durkes gestrigem Erscheinen schien Unglück zu künden. Daß die beiden Hauptzeugen gegen ihren Geliebten gerade im wichtigsten, im entscheidenden Moment in Portland ankommen mußten, ließ sich kaum als zufälliges Zusammentreffen von Umständen erklären. Jedoch, bis sie nicht einen wirklichen Beweis erhalten, daß ihrem Projekte Gefahr drohe, wollte sie es nicht aufgeben, nahm sie sich fest vor. „Ja, meine Eltern sind an Bord der Jacht im Weymuulhhasen," erwiderte sie. „Und so hat es wir!', lich den Anschein, als sei ganz Monks Hadley »ach Dorsetshire gewandert. Unser Dorspolizist schnüffelte gestern hier herum nnd nun" — „Und nun bin ich ausgetaucht," fiel ihr Vipan iils Worl und warf fich fogleich uuanfgefordert ziemlich uahe an ihrer Seite ins Gras, welche Dreistigkeit Irene augeublicklich durch festeres Zusammenraffen ihres Kleides rügte. „Ich weiß ja," fuhr Vipau beim Bemerken ihrer verständlichen Zurechtweisung und um eS ihr zu verstehen zu geben, fort, „daß Sie mich nicht leiden können, und doch würde es mich beglücken, Ihre Teilnahme zu gewinnen in einer Angelegenheit, um derentwillen ich mich jetzt an diesem ausländischen Platze befinde. Würde es Ihnen lästig sein, erlaube ich mir zu fragen, wenn ich Sie znr Vertrauten wählte in einer Sache, die Sie persönlich durchaus nicht berührt, doch in hohem Grade Ihr Mitleid verdient — das Mit-leid jedweoer guten, edlen Frau." Ersüllt von Ekel und Mißlraueu gegen diesen Mann, beherrschte Irene trotzdem ihr Empfinden so weit, ein bißchen weibliche Neugier zu heucheln und antwortete schalkhaft: „Das klingt ja recht tragisch und geheimnisvoll! Was ist deun die fürchterliche Geschichte? Wollen Sie sür ein Wuhltatigleitsnnlerilehmen sammeln?" Vipan seufzte tief auf: „Ihr junges Leben ist so leicht und glücklich, daß ich es vielleicht nicht mit ernsten Dingen trüben sollte", lautete seine mit voller Überlegung gewählte Erwidcruug. „Ernste, sehr ernste Dinge!" rief er mit Pathos — nur etwas zu schauspielerisch. „Es bedarf wirklich eiues eindrucksvolleren Wortes," fuhr er in derselben Weife fort, „wenn oie Freiheit, vielleicht das Leben eines nnschuldigen Men» schell ans dem Spiele steht." Er beobachtete das junge Mädchen mit durchdringender Schärfe, um zu erkennen, wie seine feinaus» gellügelle Falle wirken werde. Absichtlich ließ er den stille» Kummer, der seit eiuem Jahre an ihrem Herzen. Laibachcr Zeitung Nr. 169. 1541 28. Juli 1910. — lDas Testament eines Frauenhnssers.j Man berichtet der „Fraiikf. Ztg." aus Newyork: Oberst Ro» bert G. Dyrcnsorth, der in seinen jungen Jahren aus Deutschland einwanderte und hier als Militär und Jurist zu Amt und Würden kam, hat ein Testament hinterlassen, dessen Äußerungen stark an solche von Thomas a Kempis, Schopenhauer und anderen Männern erinnern, die der Natur die Erschaffung des schönen Geschlechtes übel genommen haben. In den bis in die kleinsten Einzelheiten gehenden Bestimmungen über die Erziehung seines Adoplivsohues, dem er sein ganzes Vermögen vermacht, sagt nämlich der Testator: „Von dem Wunsche beseelt, "meinen geliebten Sühn von Frauen fernzuhalten, verlange ich von den Vollstreckern dieses Testaments, daß sie ihn stufenweise und mit ge» hörigem Nachdruck über die listige, viele Umwege ge» brauchende und parasitische Natur der Frau infor» mieren und besonders darauf sehen, daß er bei oer Ehe» schließung gehörige Vorsicht gebraucht. Sollte er ohne die Genehmigung meiner Testamentsvollstrecker zur Ehe schreiten, so verliert er das Erbe." -^ l„Haben Tie nichts zu verzollen?") Der «Figaro" erzählt folgende amüsante Geschichte: Da ärgert sich einer, wenn ihn die Zollbeamten an der Grenze Belgiens, die er aus der Rückkehr von Brüssel so oft überschreitet, fragen, ob er Zigarren mitführe. Eigentlich ärgert er sich gar nicht, denn er hat ein wunderbares'Miltel gefunden, ihre Neugierde zu er» müden. Das erstemal stürzen die Zollbeamten in sein ^uupü: „Nichts zn verzollen?" — „300 Zigarren!" ^ „Gut, man wird den Zoll berechnen." — „Ganz unnötig — ich habe lein Geld." — „Dann liefern Sie ^hre Zigarren aus, sie sind konfisziert!" — „Sie irren sich- Sie scheinen die Grenzen Ihrer Macht nicht zu kennen. Es ist Ihnen untersagt, meine Zigarren zu wnfiszieren, wie Sie sagen. Ich fordere vielmehr — das ist mein Recht — sie sorgsam unter Siegel aus» zubewahren. Dort werden sie nnter Ihrer Anfsicht ruhen, und wenn ich das nächstcmal die Grenze über-Arelte, werde ich sie mitnehmen, wenn es mich srcut." ^)ic Zollbeamten grollen, aber sie fügen sich, denn diese ausgezeichneten Beamten respektieren das Reglement, ws der erfahrene Reisende so wohl kennt. Nach einer ^wche sehen sie den Reisenden wieder erscheinen. „Meine Zigarren!" sagt er. — „Sie zahlen also oen Zoll?" ^. „Aber nein, ich will mir nur zehn Stück nehmen, ^ch habe nicht genug Geld, um alle fortzutragen. So, nehmen Sie da die Siegel ab- gnt; unn machen Sie 1«e wieder an, mit aller Sorgfalt,' bitte, Sie sind dafür verantwortlich." Der Zug dämpft ab »nil dem Reisen-den, der seine zehn Zigarren zollfrei weilerlrägt. Dritte Episode: Der spaßige Reisende präsentiert sich wieder den Zollbeamten. „Geben Sie mir noch zehn Zigar-rcn!" Aber diesmal sagen Sie ihm zornig: „Ah nein! Nehmen Sie doch die ganze Büchse. Es ist derselbe Preis. Wir wollen Sie nicht mehr wiedersehen." — Beenden wir diese Erzählung, schreibt der „Figaro", mit einem Ratschlag. Diese Geschichte ist buchstäblich wahr, aber trotzdem raten wir niemand, dieses Bei» splel zu verfolgen. Es verletzt die Interessen des Staatsschatzes, und überdies muß man, um dabei Erfolg zu haben, sehr gewandt sein, und es ist keineswegs MM, daß die Geschichte für jedermann einen eben» lustigen Ausgang nimmt. Lolal- und Prolimzial-Nachrichten. Dic schiffbaren Flüsse in Krain und ihre Regulierung. Von l. t. Ingenieur der train. Landesregierung Karl Pick. (Fortsetzung.) Die Ausführuug dieser Bauten bespricht Schcmerl in seiner im Jahre 1788 in Drnck gelegten „Abhandlung über die, Schiffbarmachung der Ströme" und er» wähnt dort den von ihm in den Jahren 1780 bis 1181 aufgesprengte» Kanal in oer l20 Klafter sich ausdehnenden Felsenbanl bei dem Wasserfall bei Millale (oberhalb der Südbahuslatiou Trifail)."" Außerdem wurde eine gefährliche Stelle bei Sau» dörfl (gegenüber der Südbahnflalion Hraflnik) behoben, indem im Jahre 1791 uud 1792 vor der, aus dem Hrastniter Graben in die Save abgelagerten Schotter» bank Abwchrbuhuen vom linken Ufer gegen Saudörsl eingebaut wurdeu, oie den Stromstrich von den» Wirbel nach rechts ableiteten. Durch diese bedeutenden Arbeiten, welche aus die Verbesserung des Schiffahrtsweges in dem Eaveflusse hinzielten, wurde der Verkehr bedeutend gehoben und sogar infolge Benützung der Navigation für die Zwecke der Militärtransportc vom 1. Juli 1799 bis letzten Juni 1801 ein Betrag von I5«.3l)8 Gnlden erspart. Laut Hoslammerverordnnng vom 24. März 1801 wurde die neue Mappierung und Nivcllicrung des Save» flusses genehmigt und auf Grund dieser Vermessungen die Geradlegung der Save bei Molritz durch unmittel» bare Unterstützung des Palatines von Ungarn wesent» lich gefördert uud im August des Jahres 1801 zustande gebracht. Dem Friedeil bei Luneville, im Jahre 1801, und dein verminderten Naturalieunachschub in die venezia» nischen Staaten folgte auch die Abberufung des schon erwähnten Stalthaltereirates von Voros und hiedurch endeten alle Verbindungen mit den ungarischen Ve° Horden. Die in bezug auf die Wasserpolizei und Räumung der Wasserlänse erlasseueu Verordnungen wurden wie» der nur an die Landesbaudireltion und den beiressen» dm Kreisingenieur übertragen. Mit Allerhöchster Entschließung vom 11. Juli 1803 wurde angeordnet, die Save für große Schiffe danernd schiffbar zu machen. Die bisher hauptsächlich zur Unterbringung der Ärarialnaturalien fürs Militär benutzten Magazine wurden wieder für Hauoelszwecle eingeräumt-" und in Salloch, dem Slapelplatzc des Laibacher Speditionshandels, nebst dem Navigalions°ZoIlamtc noch für die von Laibach bis dahin führende nnd der f. k. Bandes» baudirektion unterstehende Kommcrzialstraße ein Straßen, und Vrückenmautamt errichtet. Die Trcppclwege waren damals noch sehr schlecht angelegt, so daß die Schifszieher über Steine klettern mußten; sie waren entweder hinter einer gemauerten Trockenmauer ausgeschüttet und der Treppelweg ge» Pflastert, wie bei dem Mittalcr Wasserfall, oder es " Ein Kupferstich von Schemerl mit einer Ansicht des Kanales und Treppelweges ist im Vefitze des Lailiacher Landes« museums. " M. A. Fasz. 600—663 Nr. 1741/1036. nagte, unberührt, um sie durch Vorspiegelung gemein» samen Vorhabens Zn einem ungestümen Vertrauens-bruch zu erregen, wobei sie ihm dann die Details 'hres Plans verraten würde. Irene war jedoch auf ihrer Hut. Nicht durch das Zucken einer Wimper ließ sie sich anmerken, wie sehr sie durch das gefühllose Erwähnen ihrxs lichien und glücklichen Bebens verwundet wurden war. „Ich glaube, Mr. Vipan, Sie besitzen besonderes Talent für die Bühne. Wenn Ihre Rolle eine interessante ist, nun, dann will ich keine Einwendung erheben, daß Sie hier noch mal eine Probe hallen; nnd ich werde Ihnen, so. bald ich es satt habe, znrufen, aufzuhören," versetzte sie und begann, ruhig eine frische Farbe auf ihrer Palette Zu mischen. «Ich bin nach Portland heruntergekommen, Miß Selwood, in der Absicht, zu versuchen, Cyrill Vathnrsts Flucht aus dem Zuchlhause ins Werk zu setzen," war die Lüge, mit der Vipan seine zusammengebraute Dar» stellung eröffnete. Jetzt machte er eine eindrucksvolle Pause, doch das tapfere Mädcheu gab nicht das leiseste Zeichen von Gemütsbewegung von sich, und er sah sich genötigt, mit dem unbehaglichen Gefühl, daß sein erster Schuß fehl gegangen, fortzufahren. Er wäre, berichtete er — log er vielmehr — weiter, in jüngster Zeit über Umstände informiert worden, die stark auf Vathursls Schuldlosigkeil deuteteu, und da er zu dessen Ver» urteiluug das meiste beigetragen, so könnte er nicht Ruhe finden, bis das Opfer feines Irrtums wieder frei geworden. Unglücklicherweise, führte er an, habe er den Ve° Horden keinen greifbaren Beweis vorzulegen, auf den hin die Wiederaufnahme der Untersuchung beantragt werden könnte, und es stände ihm zum Wieoergul» machen der bösen Geschichte als einziger Weg nnr die Selbsthilfe offen — seine Flucht ins Wert zu setzen — eine sehr schwere Ausgabe und ein noch größeres Risiko. Er wolle Geld wie, Schlamm spendieren, um Wärter und Wachen zu bestechen; einen aussichtsvullcn Plan habe er bereits ausgedacht, dcu Sträfling nach gelun» gener Flucht zn schützen; er »volle alles ansbieten, ihn vor Entdeckung zu schirmen und aus dem Laiide nach Amerika zu befördern, wo er unter einem falschen Namen künftighin ruhig und unangefochten leben könnte, da er ihm ein jährliches Fixum von 1000 Pfund Sterling (20.000 Mark) zntummen lassen werde. „Kurz, Miß Selwood," fuhr Vipan in dramatischem Tone fort, „ich habe meine Hand an den Pflug gelegt und Werde nicht zurücktreten, selbst wenn die gezogene Furche mich in eine Zelle führen sollte, wie die, in welcher der arme Bursche jetzt eingeschlosseil ist. Die Gefahren und sorgenschwere Ungewißheit werde ich mit leichtem Herzen tragen, wenn ich auf ein ,Golt geleite Sie!' von einer echten Frau rechnen darf. Das ist auch das Motiv meiner Anmaßung, Ihnen meinen Kummer und meine Absichten anzuvertrauen." Würde sie dieser Entfaltung erheuchelter edler Gefühle nachgeben? fragte er sich nud ihre Kräfte mit den feinen zu dieser Schwindelslucht vereinen und ihm ihre Pläne, die sic für eine wirkliche Flucht entworfen, verraten? Daß sie erregt war unter der Maske äußerer Ruhe bis ins Inner-stc, das enthüllten ihm ihre vcr» zehrenden Blicke, aber war denn ihre Erregung dem Glauben an sein Ammenmärchen zuzuschreiben? Die schönen Angen, die einen Moment gedankeuvertiest ans der blauen Wasserfläche rnhlen, sagten ihm nichts. (Fortsetzung folgt.) wurde, wo die User aus losen, Sleiue oder Letten be» standen, der Fuß der gepflasterten Böschung gegen die Unterwaschnug mit einer Pilotage versehen. Auf diese Art ist der Weg von Krebul bis unter Renkov auf eine beträchtliche Länge sowie unter der Ortschaft Prusnik hergestellt worden. Diese Methode hat Schemerl bei dem sogeuannten Gang („Pod Pianino") ober der Fluß» biegung vor dem Hrastniker Eisenbcchntuiiuel angewen-del. (Fortsetzung folgt.) Kulturarbeiten. Von Michelangelo Frciljcrrn van Zuis. (Schluß.) Ich schreibe nicht für Kunstgelehrle - daher noch ein Wort zur Aufklärung. Ich verlange nicht, daß man sklavisch an dem Alt» hergebrachten hangen, es kupieren solle. Jedes Ding hat seine, Zeit in der es lebt — und stirbt. Jede Zeit hat ihre berechtigten Wünsche uud Anforderungen lind was 1740 zweckmäßig und praktisch war, brancht es heule nicht mehr zu sein. Auch ist eine Kopie nie ein Original, soudern, wenn sie schlecht ist, unerfreulich, weun sie gut ist, eine Fälschung. Auch hieße es, wollte man der Kopie das Wort reden, das freie Schaffen unterbinden und die Schaffung eventuell höherer Werte verhindern. Was aber direkt als ein Nonsens erscheint, ist das — wie man leider feststellen muß — nur allzu» häufige völlige Abbrechen mit der Tradition und die Schaffung voll Bauernhäuseru, die jeden Zusammen, hang mit dem Vodeu verloren haben, der sie trägt, die ebensogut in Obcrösterreich, in Tirol, in Deutsch» land steheil könnten wie in Krain nnd die eher au Häuser für Arbeiter als für freie Bauern erinnern. Dieses Abbrechen der Tradition wird sich auch bestimmt in irgend einer Weise rächen. Denn das Bauernhaus ist das Produkt der Arbeit von Jahrhunderten, ist nach bestimmten Gesichtspunkten entstanden. Und da uusere Vorfahren nicht dümmer waren als wir, werden sie genau gewußt haben, warum sie in Krain so und nicht etwa so wie in Istrien oder in Norddeutschland bauten. Und die Lebensbedingungcn, das Klima vor allem hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht so geändert, daß sich daraus das Fallenlassen der allen Bauweise reft» los erklären ließe. Die Technik, die nenen Materialien ivlrdeu auch mitgewirkt haben. Aber all das begründet noch nicht, daß man mit der alten Banweise so gründlich ausräumt, in der genügend gesunde Elemente stecken, die in Verbindung mit der neuen Technik, den neuen Materialien sehr reizvolle praklische Bauten ergäben, die sür den Fremden insolge ihrer Originalität vom größten Interesse wären und die er, sowie die Alten, gerne besichtige!, würde. Wenn mail ihn darauf aus» mrrkfam macht. Und hier fehlt es auch bei der Kunst. Man kann eine neue Kunst, mit oer man Staat machen kann, nicht aus dem Boden stampfen. Wohl aber kann mau sich über die vorhandene — alle — informieren. Es wäre natürlich lächerlich, von allen Wirten zu verlangen, daß sie „zur Hebung des Fremdenverkehres" Knnslleniier werden und imstande sind, ihre Gäste durch geistreiche Betrachtungen über den Einfluß oer Kölner Maler auf die krainifche gotische Malerei zn unterhalten, bezw. zu laugweileu. Aber wissen sollten sie, was in der nächsten Nähe an Kunstwerken zu sehen ist, damit sie daraus hinzuweisen in der Lage sind. Damit ist es in Krain sehr schlecht bestellt; und dieselben Leute, die sich in Wien um die Stephaustirche, um Maria am Gestade, um Hetzendurf interessieren, wissen nichl, was iii Krain an Kunst schätzen vorhanden ist. Wenn's hoch kommt, wissen sie, daß im Laibacher Dome gute Fres» ken silid, daß St. Johann am Wocheiner See eine bemerkenswerte gotische Kirche ist. Sie ahnen nicht, daß wir in Weißensels ebenfalls eine reizende gotische Kirche besitzen, deren barocker Turmhelm noch die Spuren der alten bunten Bcmalung zeigt, daß in Mitterdurf m der Wochein eine barocke Kirche steht, deren Raum» Wirkung hervorragend ist, daß die so nüchterne Techantci in Radmannsdorf eine reizende spätgotische Anlage birgt, daß die Kirche ebendorl eine ebenfalls bemer» kenswertc gotische Anlage darstellt, daß in Dra^go^e-wunderbare barocke Altäre stehen, die auf Staatskosten "estaoriert werden, daß sich in dem Neste Mcwe bei Kraiuburg hochinteressante gotische Freskenreste vor» finden, die von großer kunstgeschichtlicher Bedeutung sein dürften, da sich an ihnen kölnischer Einfluß zu zeigen scheint. Sie ahnen nichts von der prachtvollen Kanzel nnd dem Altare in Golo. — Ein Grund mag wohl darin liegen, daß bisnnn Krain kunsthisiorisch so gut wie unerforscht ist. Man ahnt es nicht, was für Schätze in den kleinen Kirchen der Alpendörfcr liegen, und geht daran vorüber. Und wer sie entdeckt, sich an ihnen freut, der getraut sich nicht, darüber zu sprechen. Denn er findet nichts von ihnen in den gangbaren Hand» büchern und weil er nichts findet, mißtraut er seinen eigenen Angel, imd seiner Wlchim-limmig. Es walt.- Laibachcr Zeitnug Nr. 169. 1542 28. Juli 1910. meines Erachteus eine dailteilsloerle Aufgabe, loeilil jeuland em handliches Biichlein über Alt»Krain schriebe, aus dem die Einwohiler Nelehrnng schupfen könnten, das die Fremden als Erinnernilg mitnälnnen. Es brauchte feine tiefsinnig nnsfenschastliche Arbeit zn sein, niüßle vielmehr, eben nin gelesen zu »werden, leicht feuilletonistisch gehalten sein. Derzeit existiert das Büchlein nuch nicht. Das macht aber nichts. Die Wirte sollten sich eben im „eigenen Wirkungskreise" etloas umsehen i nild da es ihnen an Intelligenz wirtlich nicht mangelt, so könnten sie mil- leichter Mühe feststellen, was es innerhalb cini» ger Snmden im Umkreise an Dingen gibt, die für die fremden von Interesse sind. Da >uan das, was man täglich sieht, für Aller, wellsalllag ansieht, so muß vielleicht hervorgehoben wcrden, daß zu diesen interessanten Dingen anch die Hausindustrie, die Baucrntunst gehört. Es gibt jeht eine Menge Leute, die Folklorislik betreiben — uoch mehr, die sich um primitive Knnsl und Handwerlsübnng illleressiereil, besonders wenn deren Produkte so originell sind wie in Krain, nnd die mit Vergnügen Spitzen, -Ostereier, Lebkuchen, Sticke» reien nnd dergl. taufen. Manche der Hausindustrien lonnen damit einen ncnen Impnls erhalten, andere allerdings dürften nicht mehr zu retten sein. Verschafft also den Gästen Gelegenheit gu sehen, wie die Lebkuchen, die Psrifen, die Schellen usw. verfertigt werdeu -- es wird sicher nicht zum Schaden gereichen! — lDic Entschuldung der Offiziere.) Wie die „Zeit" erfährt, ist das Sl'alnt der Enlschnldnngsallion für Offiziere und Mililärbeamte fertiggestellt. Die wich« tigsten Beslimmnngen betreffen deu Zinsfuft uud die Zahl der Raten. Die Verzinsung wurde mit 6 ^ f^st' geseht, während die Rüctzahlnng der Darlehen iu 120 Monatsraten zu erfolgen hat. — iPostausweistarteu.) Vom 1. August an werden neue Formulare für Postansweiskarten hinansgegeben, die sich von den bisher ausgelegten durch das größere formal, einen dunkelgrünen Umschlag nnd die Beigabe einer französischen Übersetzung des Teiles nuterscheiden. Die Postämter dürfen von dem genannten Zeitpunkte an nur die ueuen Formulare zur Ausstellung der Post. ausweiskarten benutzen. In Ergänzung der Durch» führnngsbestimmuugen zur Verordnung vom 3. August 1906, betreffend die Einsührnng von Pustaus>veiskarten im inlernen Postvertehre gilt die Vorschrift, daß alle Eintragungen in die ueuen Formulare ausschließlich mit Lateinschrift vorzunehmen sind. Die neuen Post-answeiskarlen werden anßer in ienen Gebieten, in denen die alten Postansweislarten Gülligkeil haben sÖster» 'reich, Belgien, Deutschland mit Einschluß von Teutsch» Südwest-Äsrika, der Schlveiz) auch in Italien als voll» gültige Ausweispapiere bei der Behebung von Post» jendungen anerkannt werden. Die auf dem alten For» mular ausgestellten Poslansweiskarlen beHallen ihre Gülligkeil bis einschließlich 3l. Dezember 1910 bei. Will der Inhaber einer solchen Poslausweiskarle sie gegen eine neue nmlanschen, so hat er eine neue Photo» graphic briznbringen. Die Gebühr von 50 !» wird nicht ^ noch einmal erhoben. Vom 1. August an haben die' Postämter anch die von den italienischen Poftanflallen ^ ausgefertigten Idenlilälsbücher !liv,'<'^ >l'>,l<'>>»iv<^ als' vollgültige Answeispapiere anzusehen. ! " Unterbringung von Mitgliedern der Krauten-tasse der t. t. Österreichischen Staatsbahnen in Lungen» Heilstätten.) Um den Mitgliedern der Krankenkasse für das Personal der k. k. österreichischen Staatsbahnen, die mit tuberkulösen Leiden behastet sind, eine Heil» stättenkur zn ermöglichen, hat die Slaalseisenbahnver-waltung mit dem Vereine „Heilanstalt Alland" in Wien und mit dem Vereine zur Bekämpfung der Tnber» lulose in Steiermark Übereinkommen abgeschlossen, aus Grund deren bis ans weiteres alljährlich 45 Mitglieder der genannten Kasse in die. Tnberkuloseuheilauslaileu in Alland uud iu Hörgas aufgenommen werden kön» neu. Die Ausnahme in diese Anstalten ist jedoch auf solche Massenmitglieder beschränkt, oie an Lungenluber» tulose, im A n f a n gs st ad i u m erkrankt sind nnd 1)ei denen iwch begründete Anssichl auf Heilung besteht. Die zur Luugenheilslätlenbehandliing zugelassenen Kasscnmitglieder genießen in einer der ubgenannten Anstalten aus Kosten der Krankenkasse Kur nnd Ver» pslegung durch 9l) Tage, und zlvar auch dann, wenn sie gemäß ^ 15, ^1. 2d, des Kranlenlasfenstatnls nur auf eine vic-rwöchenlliche Spitalsverpslegnng Ansprnch haben. Insolange Kassenniitglieder, denen Krankengeld gebührt, ans Kosten der Krankenkasse in einer Lungen» Heilstätte untergebracht sind, erhalten sie im Sinnender Bestimmung des tz 17, ul. 5, des Krankenlassenstatuts, fallZ sie Angehörige besitzen, deren Unterhall sie bisher aus dem Arbeitsverdienste bestritten haben, die Hälfte, und falls sie leine solchen Angehörigen besitzen, ein Vierte! des Krankengeldes. Der 'Mehranswand, welcher der Krankenkasse aus der Mlägigen Verpflegung der» jenigen in Lnngenheilslätlen untergebrachten' Mitglie» der, die gemäß 5 15, nl. 2d, des .^ranlenkassestatuts ^ nur aus eine vierwöchenlliche Cpitalsverpslegnng An» ^ spruch haben, erwächst, wird der Krankenkasse seitens! der bei den österreichischen Elaatsbahnen bestehenden! Allerversorgungsfonds und des Betriebes nach einem uoch näher Zii bestimmenden Schlüssel refuudiert wer» dr„. — Gesuche um Ausnahme in eine Tuberkulosen« Heilanstalt sind unter Beischlnß eines bahllärztlichen Pareres iln TiensNvege an die k. k. Nordbahndirellion zu richten, die mit der Besorgnng sämtlicher den Kur» gcbranch der Krankenlasseninilglieder in Lungenhcil» stallen betreffenden Agenden betraut wurde. —r. sVom städtischen Verzehrnngssteucramte.) In» folge Abtragnng der hölzernen Brücle über den Grubertanal erfuhr die EinHebung an der Poljana» straße bis znr Fertigstellung der nenen Eisenbeton» brücke insofcrne eine loesentliche Änderung, als der dortige Maulschranlen samt der Einnehmerstelle ans die gegenüberliegende Seite uachuugsorgau postiert. Außerdem befindet sich in der Nähe des ^»vangsarbeitshanses eiil weiterer Posten auf» gestellt, der vou deu steuerpflichligeu Waren die cntsal» lenden Gebühren einznheben sonne einen allfälligen Schleichhandel zn verhindern hat. Da ferner der alte Maulschranken bei der Unterlrainer Brücte infolge Er» richtnng eines nenen städtischen Mauteinnehmerhauses an der Unlerkrainer Straße nicht mehr zwectdieulich erschien, wnrde er zum ebengenannlen Einnehmerhanse verlegt; anßerdem wurde an der Brunndorfer Bezirks» straße ^am Karolinengrnnde) ein weilerer Maut» schraulen samt Einnehmerstelle ansgestellt. x. — sTicherheitsliurtehrungcu bei städtischen Straßen.) Der nntere ^eil der Straße iil Hradetzkydovs erfuhr infolge Schmälernng des Straßenlerrains, bezw. ,^ah!Ieg»ng der Böfchnng am rechten Ufer d.s Gruberkanals eiue Einengung, die für die Sicherheit der Fnhr» loerle nnd Passanten zur Nachtzeit gefährlich sein könnte. Dieser Teil der Straße erhielt nnn eine starke eiserne Einfriednng, die die gefährliche Lücke anssülll. Anch am linken Ufer wurde eine entsprechend lange eiserne Einfriedung errichtet und so oie sle.ile Stelle abgegrenzt. ^ — . x. — Wu Dienstjabiläuin.) Man schreibt uns aus Iosefstal: Samstag, deu 3l». d. M., abeud 8 Uhr findet in der hiesigen Beamtenmesse der Iosefstaler Papier» fabriken die Feier des 25jährige>l Diellstjlibilänms des anch in Laibach nnd Umgebung bekannten Herrn Kassiers Max G u l m a n n'statt.' Der Jubilar steht als erster Hochradsahrer nnd Mitbegründer des ersten Nad» fahrervereines in Krain bei Sportslenten in der besten Erinnerung und hat es jederzeit durch sein Entgegen» lommen verstanden, allseitige Sympathie zn gewinnen. Wir sind daher überzengt, daß die allgemeine Anieil» nähme an dieser Inbilänmsfrier eine sehr rege sein wird. — jGcmeiudevorstlNidowalilen.j Bei der am 12. c>. stattgehabien Renwal)! des Gemeindevorstandes der Orlsgemeinde St. Georgen wurden gewählt: zum Gemeindevorsteher der Grundbesitzer ?iranz Okoru in St. Georgen, zu Gemeinderäleu die Grundbesitzer Johann Blagne in Ei. Georgen, Aler. Vidmar in Sankt Georgen, Anton Dann- in Michelstetten, Johann ttnr» nik in Sredilja Vas, Johann Sajovie in Michelstellen, Georg Vre5ek in Visoku, Josef Stru^nik iu Tupalwe und Johann Iereb in Poliea. — Bei der am 18. Juli stattgehabten Renwahl des Gemeindevorstandes der Orlsgemeinde Trala unirdeu gewählt: zum Gemeinde» Vorsteher der Besitzer Anlon Ur.^5 in Hotavlje, zn Gemeinderälen die Besitzer Matthäns Ingli5- in Go-renja Vas, Matthias Ienko in Todrax, Jakob Dem^ar in Hotavlje nnd Martin Nodnik in Trata. — lCrinnernngen an den Erfinder der Tchiffö-schraube.) Aus Präg wird gemeldet: Das Technische Museum iu Prag hat eiuige interessante und wert» volle. Gegenstände'aus der Verlasseuschaft des Deutsch, böhmen Joses Ressel, des Erfinders der Schiffsschraube, erworben. Diese Gegellstände wurden durch Zufall vou einem Ingenieur aus Böhme», der in Wien beschäftigt ist, bei der Schwiegertochter Ressels, der Witwe nach dessen Sohn Heinrich Ressel, entdeckt. Es ist dies vor allem ein bronzenes Modell der Schiffsschraube, und zwar der ursprünglichen Type dieser epochalen Erfin» dnng, an welchem Josef Resscl die Schranbenfläche eigenhändig ansgefeilt halte, serner sein Maßstab, seine Reißfeder,' seil, Petschierstöckel, drei Porträts, eine Tabatiere, Taschenuhr und audcres. Zugleich gelaugte das Technische Museum auch in den Besitz mehrerer Gegenstände aus dem Rachlasse Heinrich Ressels, des Sohnes des Erfinders. — lDie agrarischen Operationen im Jahre 1W9.) Nach einem Berichte über die agrarischen Operationen im Jahre 1909 in Riederösterreich, Kärnten, Krain, Ealzbnrg, Mähren, Schlesien und Galizien betrug die Gesamlzahl der bis Ende 1909 eingeleiletcn Operatio- ^ ueu 190, Zusammenlegungen mit 154.N86 Hektar nnd ^23.639 Beteiligten, 245" Teilnngen mit 143.378 Hektar ^llnd 38.711 Beteiligten, 44l Regulierungen mit 73.379 ! Hektar und 15.284 Beteiligten, zusammen also 3081 Operationen mit 371.443 Hektar und 74.634 Beteilig« ^ ten. Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahre beträgt 23 Zuja»imen!egungen mit 16.428 Hektar und 3698 Beteiligten, 294 Teilungen mit 765l Hektar und 2272 Beteiligten und 47 Regulierungen mit 11.572 Hektar uud 726 Beteiligten, zusammen 364 Operationen mit 35.65! Hektar und 6698 Beteiligten. Die im Jahre 1904 seiteus der Agrarbehörden begonnene Altion dev Durchführung von Alpenmelioralionen iu Verbindnng mil der Regulieruug der gcmeinschafllichen Venützungs» n»d Verwallnngsrechte ans den Alpengemeinschaflen wurde auch im Berichtsjahre »lit sehr gnlem Erfolge sortgesetzt. In tarnten, woselbst diese Aktion bereits einen bcdenlenden Umsang angenommen hat, haben die diesbezüglichen Arbeiteil den gleichen Erfolg wie im Jahre 1908 gezeitigt nnd die Arbeiteil wurden bei sieben Alpen kollandiert und zweckentsprechend gesunden. Ill Krain wurden für fünf Alpengemeinschaften die Arbeiten fortgesetzt und bei zwei weiteren Gebieten in Angriff genommen. Außerdem wurden die Vorerhe-bnilgen für die Verfafsuug von Projekten anf einer Rcihe von gemeinschaftlichen Alpen gepflogen. - iDer Phonograph in der Tchulc.j Die Vereini» gung der österreichischen Millelschnllehrer hatte scholl längst auf die Bedeutung des Phonographen für den Unterricht hingewiesen. Eine Vereinigung von Mittel» schullehrern in Prag hat nunmehr den Anfang mit der Anlage eines Phonogrammarchivs gemacht und bis» her die folgenden Platten erworben: Schiller: „Der Handschuh", „Die Bürgschaft", gesprochen vom Hof» schanfpieler Professor Ernst von Posfari, München' fer» ncr die Schlachterzählung ans „Wallensteiu", gesprochen vom Schauspieler Max Montor, Hambnrg. Goethe: „Erlkönig", gesprochen vom Hosschanipieler Professor E. v. Possarl, München- „Der Gott und die Bajadere", gesprochen vom Hofbnrgschanspieler Joscf Kainz, Wien. Shakespeare: Monolog ans „Hamlet", gesprochen vom Hofburgschauspieler Josef Kainz- „Othello", gesprochen vom Schauspieler Max Montor, Hamburg. Uhlcmd: „Schwäbische Kunde", gesprochen vom Hofburgschau» spieler Hans Thimig, Wien. Schiller: Monolog ans „Temetrins", gesprochen von der Hosfchauspielerin Rosa Pöppe, Berlin. Heine: „Belsazar", gesprochen von, Schauspieler M. Moulor. Gutzlow: „Uriel Aeosta", gesprochen vom Schauspieler M. Monlor, Hainbnrg. Von frcnidländischeil Dichtern wnrden ^Icezitationen ans Viktor Hugo, Eorneille <„Le Eid"), La Fontaine, Ra» eine, Molli^re l„Mifanthrope") erworben, gesprochen vom Schallspieler der Comödie Franchise M^ Jacques ^enonx in Paris. — l-Die llrnteaussichten in der St. Aarthelmäer Gegend iu Unterkrain) sind heuer etloas trüber als sonst. Ganz besonders schwer sind nämlich unsere Weiu-gnrtenbesitzer getroffen, da säst alle Weingärten an den folgen allznnasser Wilternng derart gelitten haben, daß nur eine recht bescheidene, ja sogar nnr spärliche Weinernte i,l Anssicht steht, nnd zwar nnr dann, wenn sich das Welter recht bald znin Bessern wendet. Infolge uuerwarleten Versagens der Hauptein!>ahmsa.uelle die» ser Gegend loird man die für das Gedeihen der Be-sitznngen ilotioendigen Mittel aus den sonstigen Volks» >oirtschaslszloeigen herausschlagen müssen. Hingegen wird eine znsriedenstellende Getreideernte gemeldet, wo» bei der Strohgewinn, der für den Landwirt anch von eminenier Bedentnng ist. als recht ausgiebig bezeichnet wird. Die heurige Hen- sonne Klee-Ernte war sehr gnl-auch das Grummet ist in der schönsten Entwicklung be» griffen. Die ^eldfrüchle, wie rote Rübe», Mohren, Kraul usw., gedeihen zur Zeit befriedigend. Die Kartof» fein versprechen eine reichliche Ernte, wenn nicht die all der grünen Pflanze konstatierte Peronospora von allzn schädlicher Wirknng sein sollte. Stellenweise wur» den Engerlinge gesunden, die beträchtlichen Schaden anzurichten drohen. Das Obst ist in dieser Gegend hener — Kirschen nnd Birnen ansgenommen — gnt bis recht gut geraten, ganz besonders die Äpfel. — Die Weingarlenbesitzer, die noch über größere Wein» Vorräte verfügen, haben die Nachricht über plötzliches Emporschnellen der Weinpreise mit Geuugluuug ver» nommen. Die Gegend wird in der letzten 'Zeit fleißig von Weinkäufern aufgesucht, die bereits große Mengeu Weines an sich gebracht haben. kci—'. " sTanitärcs.) In der Zeit vom 19. Juni bis 16. Juli silld im politischen Bezirke Krainburg au In» fektiunskrantheiten erkrankt, und zwar an Diphtheritis iu Vrbiije, Gemeinde Möschnach, 1 Kind, das wieder genas' ai^ Scharlach in Hndo, Zviröe, Brezuvo, Kaier nnd Hru^iea der Gemeinde .Kaier 22 Kinder, hiezu der Kranteilstand ans der früheren Verichlsperiode mit 9 Kindern, znsammen 31' 20 sind gellese», 2 gestorben, somit verbliebe» noch 9 in ärztlicher Behandlung- au Typhus ist iu Altlack eine Frau ertrankt und befindet sich noch in Behandlung; an Varicellen ist iu Kraiu» bürg eine Frau ertrankt und gcneseu; au Trachom ist in Martinov Vrh, Gemciuoe Selzach, eine Frau er» kraukt uud genesen. —r. — Mine Imkcrvcrsammlung) wird Sonntag, den 31. d. M. lim 3 Uhr nachmittags in Srednja Vas ob Nischoflack stattfinden. Hiebei wird Herr Oberlehrer Likozar ans Laibach einen Vurtrag halten. — lPlalunnsit'.) Programm für henle abends um 6 Uhr lSternallee): 1.) .^'dy: „Oberst Thalhammer. Marsch." 2.) Supp5: „Leichte Kavallerie", Ouvertüre. 3.) Pflügl: „Wellenzauber", Walzer. 4.) Massenet: Fantasie aus der Oper „Manou". 5.) Lalak: „Walzer» Intermezzo". 6.) R.Wagner: Toilbilder aus der Oper „Walküre". — lDcr Zirkus Zavatta) teilt uus a»s Villach mit, Idaß er deilinächst i» Laibach eiiitresse» lvird, »ill hier 'eine Reihe, von Vorstelluuge» zu gebell. Laibacher Zeitung Nr. 169. 1548 28. Juli 19 l0 — i-lus der Diözese.j In der gestern unter dieser Epitzmart'e qedrachlen Äiutiz sull es richtig heißen, daß Herr Iqnaz ^ n st, Kaplan in Mliränlsch, für die Pfarre Pul-nil >>üchl Polo^-nil) präsentiert wnrde. — l(5iue Niesensprcnqnnq.j In den Steinbrüchen der Adriatischen Hafenliannnlernehinnng in Sistiana fano vor^eslern die gröhle aller der bisher lwnienenn» ulenen Minensprenqnniie!^ statt, indem eine mit l 7.000 Kiloqralnni Schießpliluer qeladene Viine znr E^pl^sioil gebracht wnrde. Dem großartigen Schauspiele »uuhnten auf Dainpsern viele Gäste bei. — lUuwettcr im >,tnstenlande.> ^'ln^ dem gangen Küstenlande kommen ^cachrichten über große Hcniel° schlage, loelche vielfach die gan,',e Ernte vernichteten. In Görz herrschte Vtontag swrfe Aora. Tie, Verge sind mit Neuschnee bedeckt. .. ^^ Min Nnqlück auf dem (>)ros;sslockllcr.j Vorgestern ljt ein Tr. ^c. mit dem .^rimmler Führer Becher ans öem Riiälvege vom Großglockner am Meiuglockner nn» Nefähr tM) steter tief ans das Wdnitzlees abgestürzt. Die ^van des Doktors verfolgte mit dem Trieder von der Erzherzog Iohanu.Hütte aus die ganze Vestei-Mng »nd sah'anch den Sturz. Die arme Frau soll vor "Ulsctzcn halb wahnsinnig sein. Träger nnd Führer, welche ans der Erzherzog Johann-Hütte weilten, bargen d" zwei deichen nnd brachten sie auf die Slüdelhulte, wo ne vorläufig liegen. ^- l^crhaftnnss.j Äin 24. d. M. nachts zechten meh. 'lere Arbeiter in einem Gasthause in Unter-Planina ^>w brachten ein ziemliches Quantum Getränke unter ^ach nnd Fach. Wegen Bezahlung der Zeche entstand Milchen ihnen ein Streit, der sich auf die Straße fort-IMe nnd dadnrch endete, daß Alois Lach ans Cadram, ^eznk Wonobih in Steiermari, den, Anton Gole aus punigstein mit einem Taschenmesser zwei Stiche in die Vru,t und in die Hand versenk. Gole wnrde über ärzt-ucye Anordllung ius öffentliche Krankenhaus nach Aoels° verg^ überfuhrt, Lach wnrde dem Bezirksgerichte in kmtich eingeliefert. /. ,s,^" l^aufezzesl^ I" einem Gaflhause in Mariafeld zustand am 24. d. M. zlvifchen »nehreren Burschen ein ^ausexze,;, wobei der «neeht Franz Ferjan vom Arbei-»er ,>,ranz IeHek mit eiuem Holzprügel einen wnch. ilgen Schlag über den 5lopf so^vie einen Messerstich in oie ^rnit erhielt nild schwer verletzt wurde. Außerdem crl'lt ^er-.an durch Fußtritte in den Unterleib innerliche Verletzungen und mußte ins Landesspilat nach Laibacl, ubersührl werden. ^ " <(ein Naub im Ttadtwalde.j Zn dieser kiirzlich er,chlcuenen Notiz »vird uns mitgeteilt, daß es gestern der Pul,zei gelungen ist, den einen Strolch in der Person des 1683 in Nrhuvlje geborenen nud nach Naso^e bei Stein znständigen Arbeiters Anton Pirc zn ver-hasten und dem Gerichte einzuliefern. Auch sein Kmn» pliec durste sich nicht lange der Freiheil erfreuen. . " Lichts Passendeo gefunden.) Gestern nachmittags Ichllch yci, ein bisher unbekannter Täter in die Woh-Aung eines au der Poljanastraße wuhnhaften Beamten slu nnd durchstöberte alle Kasten und Tischladen, ohne leooch etwas gestohlen oder einen sonstigen Schaden an-fMlchtct zu haben. ., . " lWcqcu verbotener Nncktehr» wurde gestern der M',ier's Wolltnch, ein Stockschirm- in der Stadl llne Nlckeluhr. " «Vcrloren.j Eine silberne Uhr mit Offizierslette. -- Wciterbericht.j Die Depression über der Nord- u Temperatur hente früh betrug bei Hochnebel ^,« Grad Celsins. Die Veobachtnngsstationen mel-«eten folgende Temperalnren von gestern früh- Laibach ",0, iNagenfurt 12,9, Gürz 17,0, Trieft 15,8, P^la i^o "bbazia 14,li, Agram 14,N, Sarajevo 13,U, Gra' ^.,U, W,en 14,4, Prag 14,1, Berlin 15,1, Paris 11,1, ^Ma 17,1; die Höhenslationcn.- Obir <»,4, Semmering «,^ Grad Celsins. — Wetterprognose der l. k. Zentral'. an>talt für Meteorologie in Wien für heute- Steier-marf, Kärnten, Krain nnd Trieft: Schönes Wetter, waßige Winde, warm, nnbchimiut, herrfchender Wit° teruugscharakter anhaltend. '^' ^Iu dcn Sommermonaten) ift den Hausfrauen "nd Müttern eine Speise sehr erwünscht, welche leicht 3u bereiten, Kindern und Erwachsenen wohl bekommt, erfrischend wirkt und nicht tener kommt. Es wnrde nun cmc Speise, die diese vielen Vorzüge in sich vereinigt, entdeckt: Dr. Oetkers Pndding, bereitet ans Dr. Oetkers ^udduigpnlver u 12 I,, ^'^iiter Milch uud 5 Deka Dicker. Fur Kinder gibt es uichts Besseres, denn diese Pulver enthalteil auch gleichzeitig die für den Knochenbau ,o wichtigen Phosphorsaureu Salze. Die Pulver lann man heute schon in jedem besseren Koloilialwaren-yeichäft erhallen. — ^Verstorbene in Laibach.j Gestern wurden fol» gende Todesfälle gemeldet: Margareta Zaje, gewesene Magd, 7l Jahre, ^,'adetzkystraße II- Antonia Pilny, Kondnllenrsgatlin, 42 Jahre, nnd Maria Kos, Keusch, lersgaltin, 5l Jahre — beide im ^andesspilale. Tlzratcr, Knust und Literatur. — Mn eigenartiges Festspielhaus.) D' Auuuuziu, der seit einiger Zeit in Paris lebt, beschäftigt sich dort lieben literarischen Arbeiten mit großen Planc-a. Der interessanteste ist die Grüuduug eiues eigenartigen Pa> riser Festspielhauses. Einstweilen denken die Unternch» mer unr an ein provisorisches Theater, das in einer eisernen Halle von der Art der für die lenkbaren l^nft-schiffe gebanten Hänser nntergebracht werden soll. In« folge einer Erfindung Fortunys wirkt das ueue Theater genau so wie ein Freilnftthealer; eine optische Täuschung bewirkt, daß Znschauerranm nnd Nühue vou demselben Hinimel iiberlvölbt zu sein scheinen. Es muß bemerkt werden, daß der tüustliche Himmel nicht am Naude der Bühne Halt machen, sondern das ganze Theater nm° spanne» wird. Ans allen Seiten wird das Ange die Horizonllinie sehcn. Durch eiu besonderes Einschal-tnngssystem soll man die Höhe des Himmelsgewölbes regnlieren lind die Akustik des Theaters den Erfordernissen der Mnsik oder der Nezitalion anpassen können. — Dorkij) hat zwei nene Nühnenwerke fertiggestellt. Das eine Stück, eiu Schwnuk, führt den Titel „Kinder", das andere ist ein vieralliges Schanspiel lind heißt „Die Sonderlinge". Es enthält Szenen ans dem russischen Gesellschaflslebeu nach der rnssischen Revolution. Telegramme des k. k. Telegraphen Korrespondenz-Vureaus. Kcinc ucnc Landeshauptstadt Dalmaticns. Wien, 27. Juli. Wie das „Fremdenblall" erfährt, entbehrt die von mehreren Blättern gebrachte Nachricht, daß die Frage einer Erhebung Spalatos zur Hauptstadt Dalmatiens in Erwäguug stehe, jeder tatsächlichen Grundlage. Staatssekretär 0. Killdcrlcn-Wächtcr. Marieulmd, 27. Juli. Staatssekretär v. Kider-teil»Wächter ist hente um 7 Uhr sriih hier eingetroffen. Er »vnrde^ lin Bahnhofe vom Hos. nnd Ministerial, »elrelär Freiherrn v. Frnncteustein und dem Vize° biirgerüieister Stadlrat ^linbrilius empfangen. Der Ttattssetrelär loohnt als Gast der Stadt Marieubab >lu Schlosse Luginsland. Um K, Uhr begab sich der Staatssekretär wohnt als Gast der Stadt Marieilbad Aehrcnlhal, wo er bis znni Lunch verblieb. Bezirks-hanptmann Prinz Liechtenstein stattete vormittags dein Staatssekretär in seiner Wohnung einen Besuch ab. Um 11/2 Uhr nachmittags gaben' Graf und Gräfin Aehreuthal >m Hotel Weimar zu Ehren des Gastes einen Lunch. Die Krcrafragc. Konstanliiiopel, 27. Juli. Die Pforte beauftragte ihre Vertreter, die Aufmerksamkeit der Kretaschntzinächle ans die angekündigte Kandidatur Veniselos für die griechische Nalionalversammlnug zn lenken, indem sie die friedlichen Abfichlen der Pforte hervorheben lind die Kabinette der Krelaschntzmächie ersuchen sollen, das Nötige zn veranlassen, damit die daraus erwachsenen Verwicklungen vermieden werden. Türkei. Konstantinopcl, 27. Inli. In Besprechung der Nachricht von einer Znsammenlnnfl des Ministers des Äußern Grafen Aehrenthal mit dein Großwesir betont „Sabah", daß die Kräftigung der volilischeu und wirk-schasllichen Veziehnngen zn Österreich-Ungarn ein inniger Wunsch der Ottomanen sei. Die, bezüglichen Bemühungen der beiden Negiernngen würden durch die Zusammenkunft noch mehr gefördert werde». Konstantinopcl, 27. Inli. Trotz wiederholter Ermahnungen der Negierung und der uenerlichen Schrille der Botschafter danert der BoykoN gegen die griechischen Schiffe fort. Nnr in Konstantinopel hat die Bewegung nachgelassen. Demonstratiottcu iu Apulicu. Lecce, 27. Inli. I» San Pielro-Vernotieo veranstalteten etwa 2!1!) Personen eine Demonstration, um gegen die vom Kommissär der Präsektnr wegen der Ernennung des Gemeindewachtmeislers eingeleitete Untersnchnng zn protestieren. Die intervemerendenKara. biniere wnrden mit Stcinwürfen empfangen und einer verwundet. Die Karabiniere gaben ans ihren Nevol» vern vier Salven in die Luft ab. Da der Steinhagel andanerte und aus der Menge Revolverschlisse gegen die Karabiniere sielen, wodnrch einige verwundet lonr-den, gaben sie ans die Menge vier scharfe Gewehrsalven ab. Zwei Personell wurden getötet, fünf verletzt. Die Cholera. Lcmderg, 27. Juli. Ein hiesiges Blatt brachte eine Meldung ans Vnrsztyu in GaliZien, in der über eineu choleraveroächtigeu Todesfall nnd mehr a!o zehn (5r° kraukungen au Cholera dortselbst berichtet wurde. Wie nun amtlich mitgeteilt wird, hat die batteriologische Untersnchung ergeben, daß es sich in allen diesen Fällen nicht um Eholera handelt. GecantworUicher Redakteur: Anton Funtel. Angekommene Fremde. Grand Hotel Union. Am 26. Inli. Se. EMlleuz FML. v. Meixner. — Stevenson, Major, Kairo, ^ Suarc, Referent der Hypotheken« danl, Asiram. McdlicZel, Pfarrer, Smje, — Wanek, Lehrer; Schmidt, Rsd., Brunn, - Hirschal Ed'er v. Livnofcld, Ober-leiltiiant, Trieft. ^- Fuitcla, Prof,. Moskau, ^ StoN, Beamter; Iozssffi, Modak. Guttfrcund, Steiner, Rsdc.; Kohn, Kfm., Wien, — Sajooie, Cand. Prof,. Krainburc>. — Singer, Prokurist, Raudnitz, — Majerouic, ttaftlcm, Iasta. — Ierbii, !«rfm., Lescc. - Klav.zar, itavlan, St. itanziai,. — v. Niorval). Priv., Vndapest. — Petck, Pfarrer, Krovosko. — Spiniit, Professor, Abbazia, — Eberz, Njd,. Klas,enfurt. — Feile. Nsd., Linz. -Pella, Rsd., Troppan. — ttlciudicnst, Lehrer, Laibach. Hotel Elefant. Am 2li. Inli. Baronin Laznrini, Stiftsdamc, Stein. — Destre. Priu., Cahors (Frankreich), — Mszler. Kaufmanns, gattin, s. Sohn nnd Tochter; Ländler, .Wn.; Frcistadtl, Privat» beamter; Sopalischet, Inss,; Mühlrad, Wolkenliera.. Pick, Rsde., Wien. — Hölzer, Nsd., Schlcimbach- — Spitz, Minzi, Rsde.; Trssini, Priu., s. Tochter, Trieft, — Hüc>el, Dircklor; Brnner, Lehrer, Regensblir^-Cham, -- Dr. Hüdl, t. k. Richter, s, Frau, Voitsbers,. — Dvarat, Betriebsleiter, Maria-Rast. — Kaiic, s.u. k. Leutnant, Eger, — Suctil, Nentmeister; Dr. Svctil, Arzt, s. Frau, Nenstadtt, — Porcnta, Pfarrer, Stoftiee. — Ferencz, Priv, s. Familie, Szombathcll) (Ungarn). — Dinclli, Bahn» beamlcr, Orsova. ^ Marcon, Händler, s, Bruder, Gottschee. — Woitner, itfm,, Gottschec. ^ Del Panta, Kfm., Florenz. — Paznr, Baukoeamtcr. Aqram. Meteorologische Beobachtungen iu ^aiuach. Seehöhe 30K-2 m, Mittl, Luftdruck 7360 mm. 3 "-^ t: ^^ » -Z ^^ ^Z „., Ansscht KZZ " ^Z ! DZ^ Z^ ^"" des Himmel« Z «3 ^ il U. N. 7.W6 10 «DAO. schwach! bewölkt ^^ 9U. Vlb. > 37-8 15-0 NO. schwach > heiter 28.> 7 U. F. l 38-4 ! 10'9! SO. schwach ! Nebel i 2'6 Das Taqesmittel der gestrigen Temperatnr beträgt 15-6°, Normale 19'0<>. Seismische Berichte nnd Vcobnchtuugcu der Lailiacher Erdbebenwarte (Ort: Gebäude dcr l. t. Staats'^2 ^Z 3 _____ "V ^V? ^" ^ D-_______icm il in » dm» k in 8 li n> 8 II m ^ 6800 24. Britisch 00 01 37!------------------------05 51 39 14 40 ^V Ind. I (0'4) 56 Beb cnb erichtc: Am 28. Juli um 15 Uhr" wird ein Stoß in Messina verspürt. B 0 denunruhe: Mäßig stark. * Es bcdriltct: li ^ dn'ifachi's Hulizuülalpl'ndl'l lio» Nrbl'lir-E^lrlt V — Milrussisüionrnph Vi>,v»!i»!, VV ^- Wi«l!^l>Vl'»t>r!, ^* Dir Zl'llaüssnbl,'!! bl^i>'Iil'>> sich a»f miüolrüVl'pliiiche Zeit und werden lii'ü MiUenmch! l>i>i Mi!«er»ach! 0 NI,v lii-H ül l»,r „ezaüli, Photographische Apparate für Dilettanten. Wir empfehlen allen, die fnr Photographie, diesen anregendnen nud croil jedermauii leicht zn erlernenden Sport, Interesse haben, das seit 1854 bestehende Spczialhaus photographischcr Bedarfsartikel der Firma A, Moll, t. u. l. Hoflieferant, Wie» I, Tnchlauben 9, und die Durchsicht ihrer illustrierten Preisliste, die anf Wunsch unbercchnet verschickt wird. (2355n,) 7 I Zahvala. I Povodom smrti uašoga nepozabnega ljublje- ¦ nega soproga, oziroma oceta, gospoda Ivana Ozmeca I gimnazijskega profesorja I nam je došlo od vaeh strain toliko tolažilnih I izrazov soèutja, da so ne moremo vsakemu posebej I zahvaliti. Bodi tern potom izrecena vsem iu I vsakomur uaša zahvala, zlasti gospodu gimua- I zijskemu ravnatelju dr. Požarjn, gospodu profo- I sorju dr. Dolarju, gospodu notarskemu kaudidatu I Milanu Dotièoku v Celjn, gospodièni Wessnorjovi, I vsem gospodom profesorjem, vnoin darovalcem I krasuih voncov in žopkov in vsem damam in I gospodom, ki so nopozabnemu pokojniku izkazali I zadnjo cast. I V Ljubljana, duo 2fi. julija 1910. (2753) Žalujoèi ostali. i .___ —* Laibacher Zeitung Nr. 169. 1544 28. Juli 1910. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 27. Juli 1910. Die notierten Kurie verstehen sich > 4 »«/„ 3. W. Noten (Febr.-Aug.) per Kasse......9? SO 9? ü0 4-2"/„ ö. W, Silber (April vlt.) per Masse......S7'60 87 8<< 1860er Staatslos 500 fl. 4°/« :«9 - >?3-^ l860er „ in«, fl. 4°/„ !>2b — !ilil — l864er ,, 10» fl. . .«21-- 327 — l864cr ,, 50 fl. . . gL! - 327— Dom.-Vfandbr. i, 120 fl. 5°/„2fteri. Gulbrente stcueisi.,GuId per Kasse .... 4"/^ lie 13 lie 35 Öfterr. Rente in Kroncnw, stfr., per Nasse.....4"/« S» «l, 83'80 detto per Ultimo , . . 4«/„ 93 80 »2 80 ldst. Investition«-Rente, stft.. «r. per Kasse' . . »>/,°/n «»d5 85 75 GislnbahN'Stallllschnl». nlischrelbnngen. «lifaoeth-Aahn i. O., steucrfr., zu 10.000 st.....4°/„ —-— ->'- Franz Ioseph.«ahn in Silber (biv. St.) .... 5>/<°/„ 116 5o i l7'bU Valiz. Karl Ludwig-Bcih» (div, Stücke) Kronen . . . 4«/„ 94 05 95 05 Mudulf-Vah» in Kronenwähr, steuerfr. (div. Et.) . . 4"/° 94 15 9515 Vorarlberger Vahn, stfr,, 40« und 2000 Kronen . . 4°/>, 9» 50 94 b(» Hu Htll»l»schnld»«schltlbnngeu «bglftlmptlll slseubllhu.ßkliln Glifabeth-N. 200 fl. KM, 5^°/^ von 400 Kr.....448'bO 451 50 detto ^<»z-Äubweis 200 sl. ö. W. E. 5>/<°/n .... 420 — 42320 detto Salzbura-Tirol 200 sl, 3. W. S. b"/„ . . . ,416 50418 50 Kremstal.Vahn 200 u. 2000 Kr. z°/« ........180 - 181 - ! Held Ware Po» Zlllnll zur Zahlung 8b»> nommiul ßlsenbahu.DrwrttLt» ßdliglllillutu. Aöhm. Westbahn, Em. 1U85, 400, 200U u. 10.000 Kr. 4°/<, 9465 95 6b Elifabeth Bahn 600 u. 3000 M. 4 ab 1OV„......Iie-10li7'1o Elisabrth-Aahn 400 u. 2000 M. 4"/,,........11b!?5 1ie25 FerdinandS-Nordbahn Vn,. 1886 95 »0 96 8« detto Ein. 1904 8üb« 96 eu Franz Iofeph-Bahn Eu> 1884 (div. Et.) Gilb. 4°/„ . . . 94-65 95 65 Oalizische Karl Ludwin > Bahn (div. Sl.) Silb. 4"/^ . . . 94 15 95'ib Una.-aaliz. Bahn 200 fl. S. 5"/„ 103 2k, 101-25 deüu 400 u. 5000 Kr. »'/,"/« 86— «7^ Vorarlber'ier Bahn Vm. 1884 (dw. Tt.) Eilb! 4°/<> . . 84 «5 »5 65 Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4°/„ ung. Goldrcntc per Kasse . 112 60112-80 4°/„ dctto per Ultimo »2 60N2 8l> 4"/<> ungar. Rente in Kronen- währ. stfr. per Kasse . . 91 90 9210 4°/o detto per Ultimo 91 9<> 92 10 3'/,°/„ detto per Kasse 81-5" «t-7« Unllar, Vrämien.llnl. i^ 100 sl. 2^Lb,z^!ü7, detto ü 50fl ^^^75^i>75 Theiß-Nrg.-Lole 4"/i, . . . .lb4?b ien75 4°/„ ungar. Orundcntl.'Oblig, 9^-> «3 — 4"/»lroat. u. slav. Vrdentl.-Obl, 94- 9»'— Andere öffentliche Anlehen. Äosn, Lll!idcs-Anl. (div,) 4"/» 9175 92 ?b Vu«!n,-Herceg. Vsenb. -Landes- Anlehc» (bw,) 4»/2"/» - - W'45>0!)'40 5",^ Tonau-Ress,-Anleihe 1878 103'65104'ssi Wiener Verlchrs-Anl. . . 4"/„ 9l2l> 95^5 detto 190U 4°/» 94 10 9k> 1<> A»leyrn der Stadt Wien . . loi - l02 -delto (S. oder G.) 18?4 iLo 50 >2, 5c dctt» (1894).....92 65 S3 «',5 detto (Ga«) v. I. 1895 . 94,^ y^ ^ detto (Eleltr.) v. 1.1800 94-2«' 9K-.0 brtto (Iuu.-U.)V,I.1902 96 85 9?^l> Äorsebau-Anlehen verlosb. 4°/„ 94 75 »H7ü Rulsische Etaatsanl. v. I. 1906 f. 100 Kr. p. K. . . 5°/o 103 60104-10 detto per Ultimo . . 5"/« —>— —'. Bulg. Staat«-Hypothekar Änl. 1892......S°/ 1l!1-1d!»» 1ü Geld Ware Äulg. Staat« - Goldanlelbe 1807 f. 100 Nr. . . 4',,°/, 94 - 94 50 Pfandbriefe ufw. Vobenlr,,nlll,.üst.i,5«I.vl.4°/s, »2-- »3-— VolM. Hftpotlielcnb, verl. 4«/„ 2?-— 97-10 Zentral-Aod.-Kred.-Vl., öslerr., i5I. vcrl.....4>/,°/<> 10l-50 i0<->- bctto 65 I. verl. . . . 4°/, »5-50 9?>50 Kred.-Inft., österr., f.Vcrl.-Unt, u. öffentl. «rb. Kat. ^,,4°^ 9215 94>I5 Landevb, d. Niin. Galizieu und Ludom. 5?'/, I. rililz. 4°/« 94-- <>!>-- Mähr. Hypothelenb. Verl. 4"/„ 9l>- »« - !ii,-üslerr, Landes HUP,-Unst. 4"/« 96'5N 97>?>0 dettu inll. 2°/„ Pr. verl. 3'/,"/° 59'— 90-— detlu K,-Echulbsch, verl. 3>/,"/<> 8790 88>9N betto verl......4°/o 96— «7— Osterr.-ungar. Ban! bl) Jahre verl. 4«/^ ö. W.....9«'60 89-60 dctto 4"/» Kr......!)8!>5 89 95 Spart., Erste 0st.,60I. veil. 4°/a l»9>25 luo i!5 Eifenbalin-Prioritäts-Obligationen. Österr. Rordwestb. 200 fl. S. . i>«-45 lu4-45 ötnatÄ'llhn 500 ssr..... 265 45' ^68 45 Lüddalin k 3"/„ Jänner-Juli 500 ssr. (per St.) . . . 2SU-6' 262 6» Züdlialin i^ 5"/„ üO0 sl. S. 0. G, ilk-bli Ii6's,0 Diverse Lose. ssllzlulllchl f«sk. »<>/<> Vodenlrcdll-Lofe Ein. 1880 ?g?-7b 30^ 75. bctto Em. 1888 278-25 284 20 5°/n Dona» Regul.-Lofc 100 fl. 298-- 30t-- Leib. Präm.-Änl.p i00Fr.2°/» iou ?b H5-75 zln««fzw«ltche k»ft. Äubap.-Basilila (Dombau) 5 fl. 2« 7b 3275 «rcdiilose 100 fl...... 528'- t»3»-- Elarh-Lojc 40 sl. KM. . . . 205— 225 - Oseuer Lose 40 fl......—— ---— Palffy-Uosc 4'- Notcn Nrenz, vst, Oef. v, 10 fl. 63'75 b? 7I, Noten Nrcuz, »na. - 79'- Galm Lose 40 fl. KM- . , . 285-. 3«u^ Türt. E.-Ä,-A«l.°Präm.-Oblig. 400 Fr. per Kosse . . . 255-25 253 25 detto per Medio . . 2b6'2e> i«5?'2ü Geld Ware Wiener Komm.-Lufe v. I, 1874 533'- 543-New.-Sch. d. 3"/„ Prüm,°Schnld d. Vobentl.-Nnst. Em, 1888 98!0 102 10 Nltien. IlUN»Porl'zlnttrnt!,«nnzln. 3lufst!,-Tepli<>er Eifenb. 500 fl. t>.,l.b-— 1880-. Äühmüchl» Nordvalm 150 fl. . .>— >— Bnfchtichraber L'ijb. 500 fl, KM, 24!^ — 247^ — dctto (lit. v) 200 fl. per Ult. 9k>0'üu 952 -^ Dunan - LllMpli'chiffahrtL. Gef., 1., l. l. priv., 500 fl. KM, 1135-— 1140- Dnx-Bodenbacher E.-A. 400 Kr. 6o0>-, 6»«- sserdinandl Nordb. 1000 fl. KM. 53ii0-- 5350-Kaschaii - t)drrbcrgcr Eifenbahn 20l> fl. S.....l- . 356— »58 - Lemb. - Czern,- Iassy-Eifenbahn- Gefellfchaft, 200fl, S, , , 556— K5ß-- - detto per Ultimo 544 25 545 25 Vodenlr,-Anst. öst,. 300 Kr. . 1270 ^ 12^0- - Laibackcr Kreditbnnl <0U Kr. 44550 447 üu Ac!ttc.-!twb.-Klvdbt. ijst,, 200 fl. H85'— 5l>0>-Kreditanstalt fiir Handel und Gewerbe, 220 K^r., per Kasse —>— —'-. detto per Ultimo «67'- 688-. Kreditbank, ung. ally., 200 fl. 84725 84»'25 Depusttcnbanl, nNn., 200 fl. . 494- 496 — Höloiupte - Gesellschaft, nieder- ostcrr., 400 Kr..... 749-— ?i>1'50 Giro- n. Nasscnverein, Wiener, 200 fl........ 462'— 4l,6>- Hypothcleubaul, öst. 200 Kr. 5°/„ 332-— 333 -Landerbanl, üsterr., 200 jl., per Kasse....... 499 75 50i>"?5 betto per Ultimo 5>>050 501 50 „Merlur", Wechselstub.-Altien- Gefclllchaft, 200 fl. . . . «39-— 641-- Osterr.-unnar. Äanl 1400 «ti. 183?-— 1848-- 0>e!d Wore Uüionbanl 200 fl...... ei? 50 »18 50 Unionbanl, böhmifche 10«» fl. . z«3 l>0 »64 50 Aerlehrllbanl, allg., 14« fl.. . ,Lb t0 »66 l0 znduftrll'Znteineh«nn8tn. Aaügejellsch., allss. öst., 100 fl. 336— 3,9-.. Vruxer.NMl'!!bera.b,-Gef. ino fl. 73« _ ?38-— ltifeübahnverlehrs-Anstalt, öst., 100 fl........ 463 — 466'— Eifenbahnw,-Ueihg.. erst«, 100fl. 204 50 2l,5 50 ,,Elbem«hl", Papiers, u. V.-G- 100 fl........ 194— 19« — llleltr.-Gcf., aNg. osterr., 200 fl. 409 - 41«-— izicltr.-Gefcllfch., intern. 200 fl. —>- ^>— Elellr.-Ocsellfch., Wr. in Liqu. —.. —.— ^irtendcrger Patr,-, Ziindh. u. Met.-Habril 4<>0Nr. . 1125-1130 — Liesinger Brauerei 100 fl. . . 237— 239 — Mo» 19990 Dlütfche Banlplihe . . . .117 35 ii?-5b Italienische Äanwlähe . . . 94-«,». 94 80 London........ 23980 2^025 Pari«......... 95 20 »5 40 2t. Petersburg...... 252 87» 253-87« Zürich und Aasel..... 9b 10 9b'llb Valuten. Dulatcn . ..... "'»» 1^3» 20-ifranlen.Eliicle..... l9 «-> 19-09 2UÄiarl-Stncl!...... 25-48 L3-52 Deutsche Ncichsbanlnoten . . 117-20 11750 Italienische «anlnolcn . . . 94 65 »4-8b Nubel-Noten....... i>'t>5 2-53'' I Ein- und Verkauf von Renten, Pfandbriefen, Prioritäten, Aktien, Losen etc., Devisen und Valuten. Lo»-Veralcherun«. Jf. C Mayer Bank- und Wechslergesch&ft ' ^ Privat-Depots (Safe-Deposits) I u..ter eigenem VerschluU der Partei. Verzlmng via Eirelnlain Im Ksnti Karrens ml auf 8ln-lNta, J