LmbacherMMtung. Nr. 9». si. ll, halbj. fi. 5.,^<». Ylll die Huftcllunss ins Hau« holbj.5l,li. Mit dcr Pnft ss.nl,j. «. 15, Valbj. sl- ?.^- Doliuklstng, 30. April Inlcltl onsgebilhl bis 10 ",«ilen: lmai eu?»., 2m.»0ll.,»m.i fi.!sonst yi.Zcile im. «ll.,lm.8lr.< 3ni. lu lr. n. s. w. Iüs^rtionestcmpel >evc«m. üU l>. 1888. Mit 1. Mai beginnt cm ncncs Abonncincnt anf dic .Faidacher Zeitung." Der PrännmerationS-Preis beträgt für die Zeit vom I. Mai bis Ende Juni !8«8: Im Comptoir offen.......1 ft. 84 kr. Im Comptoir unter Couvcrt .... 2 „ — „ Für ^aibach ins Hans zugestellt . . . 2 „ — „ Mit Post nntcr Schleifen.....2 „ s>s> .. Alntlicher Theil. ?5c, t. k. Apostolische Aläjestät haben an den Rcichs-kriegsminister nachfolgendes Allerhöchste Handschreiben nllergnädigst zn erlassen gcrnht: lieber Freiherr u. Knhn! Indem Ich im Hin» blicke anf Meine Entschließungen vom i). Ilini nnd ",tcn August 1807 beabsichtige, denjenigen ehemaligen k. l. Osfiricrcn, dic in Folge der Ereignisse der Jahre 1848 nnd 1849 ihrer Vcrsorgnngsansvrüchc verlustig wnrdcn, ohne seither in ärarischc Bczügc getreten zn sein, eine angemessene Vcrsorgnug ans dem allgemeinen Militär-pcnsionsctat zn Theil wcrdcn zn lassen, bcanflragc Ich Sie, einvcrnchmlich mit Meinem nngarischcn Ministerpräsidenten die diesbezüglichen speciellen Anträge anf Grnnd der einlangenden Eingaben Mir vorznlcgcn nnd >»glcich die Vorschläge znr Erlangnng der vcrfassuugs-mäßigen Bedeckung der dadnrch erwachsenden Auslagcu z» erstatten. Ofen, nm 25. April 1^l>8. ^Lrnnz Joseph in. z>. Nichtalntlichor Theil. Zur nordschlcswig'schen Angelegenheit. Ueber den Stand der nordschlcSwig'schcn Angelegenheit sollten eigentlich keine Bulletins mehr ausgegeben wcrdcn, denn sic befindet sich nicht besser nnd nicht schlechter; sie kann nicht leben und nicht sterben; Dänemark fordert zn viel und Preußen will wenig oder eigentlich gar nichts geben, ja das Koftcuhagciicr ..Dag-bladet" sagt geradezu: Niemand lcgc ocn geringsten Werth auf die Berliner Bcsprcchnngcn; Dänemark warte seme Zeit oder vielmehr dic Frankreichs ab, welche früher oder später kommen müsse. Dic nordschlcswlg'schc Frage bleibt demnach, ncben so mancher andern ungelösten, anf dem europäischen Kerbholz stehen nnd bildet fortan eines jener Stnrm-Wölkchen, die unsere politischen Wcttcrmachcr so trefflich für ihrc Pläne auszunützen verstehen. Dänemark findet in Betreff dcr Grcnzfrage die Linie der Gjcnncrbncht unannehmbar nnd fordert die Zurückgabe der Position Düppcl'Alscn, d. h. also dic Einzichnng ganz Nord', schlcswigs von dcm Fleusburgcr Busen an. Preußen dngcgcu will sich nicht dazu verstehen nnd wird sich — wenn wir nns anf seinen militärisch-politischen Stand-Punkt stellen, nnd demgemäß nrthcilcn -— nie daz» verstehen, jene Position anf friedlichem Wege zn räumeu, weil es dieselbe dnrch höchst respectable ftcrmancntc Bc-fcstignngcn zn einem bedeutenden Waffcnplatz nmgcschaffcn hat. der ihm znr besseren Vertheidigung Nord-Deutschlands nnd zunächst znr Bchanptnng der Elbcherzoglhü« mer nnentbchrlich dünkt. So stchcn die Fordcrnngcn, so stehen die Dinge Wegen Nordschleswigs, also, wie man wird gestehen müssen, ziemlich hoffnnngslos für einen beiderseitigen Compromiß. In Dänemark weiß man recht wohl, daß seiner Zeit dnrch Vermittlung des französischen Cabinets die Nitolsburgcr Präliminarien nnd der Präger Frieden zu Stande kamen mit seinem, die nordschlcSwig'sche Angelegenheit betreffenden Passus, nnd bemüht sich, hiev. nus Capital zn schlagen, sei es für jetzt, sei es für die Zukunft. Beharren dic Dänen anf ihren Forderungen wrd alfo diese Fragc nicht aus der Wclt geschafft, so tntt damit das Vcrmachtuiß des alten dänisch-dentschen Streites — der nuu bereits zwanzig Jahre währt, iu ulcr Mdzügen Strüinc Blntcs kostete nnd selbst die M'telbarc Ursache abgab zu dem Fcldzugc des Jahres "' >n eine ncuc Phase, auS dcr seiner Zeit Com plicationcn hervorgehen können, deren Tragweite, je nach dcr Constellation der Dinge in Europa, schon jetzt nicht unterschätzt wcrdcn darf. Es handelt sich für beide Theile ^- mag »nan auch in Dänemark noch so sehr dic Dnrchführnng des „Na-tionalitätsprilU'ips" znm Vorwand nehmen - wenig oder gar nicht um ein größeres Maß von ^äuocrcrwcrb, sondern lediglich nm den Besitz dcr militärischen Position Düpftcl'Alscn, also um ciucn strategischen Stützpunkt, übcr dessen hohc Bedeutung sowohl für Dänemark als auch für Prcnßcn alle militärischen Antoritätcn einig sind. Welchen Verlauf auch die nordfchlcswig'schc Angelegenheit vorerst nehmen wird, darf man sich doch überzeugt haltcu, daß dieselbe bci jeder europäischen Complication mit echt dänischer Zähigkeit anfs neue wachgcrn-fen werden wird. Es dürfte von tagcsgcschichllichcm Intcrcssc scin, dic preußische Anschauung in dieser Angelegenheit nähcr kennen zn lernen. Eine nns vorliegende militärisch-politische Schrift, im preußischen Sinne gc schrieben, gibt nns hiczu genügende Anhaltspnnkte. Ein Blick anf dic Grenzen Deutschlands zeigt, daß seine Nordgrcnzc die militärisch schwächste von allen ist. Daß dcuuoch dcr Norocn deutsch geblieben nnd nicht dänisch geworden, ist znmcist ocn Hansestädten zu danken, nnd wenngleich die Dänen den Franzosen nnter Napoleon 1. stets getrcnc Bnndcsgenosscn waren, ward doch im Wiener Congrcß der Nordgrcnzc Dentschlands nicht gedacht; während dcs langen Friedens verschwanden auch dic noch vorhandenen Festungen Glücksladl, Ham-bürg :c. und das letzte Bollwerk Dentschlands im Norden, die Festung Rendsburg, ward 185)1 von den Dänen zum Theil geschleift. Während des deutschen BcsrcinnaM'ieges zeigte sich dic militärische Wichtigkeit der Elbe - Herzogthümcr im höchsten Maße, wurde aber, weilDavonsl seine Anfgabc nicht erfüllte, später wohl weniger beachtet, als sic ocr diente. Hätte dcr Marschall, ^r nahc an 5>(>M0 Fran« zoscn und Dänen bcfchliylc »»b in Hanilmra stand, sich energischer gezeigt, hällc er 1815! den Befehlen Napoleons gemäß nach dcr Mittelclbc zn opcrirt, sich mit Ncy nnd Ondinot vcNmndcn, nm nns Berlin zn marsch ircn, dcr Fcldzug hätte leicht cincn andern Verlauf gcnommeu. ' Im Falle eines Krieges zwischen Deutschland und Frankreich, dcr gewiß Dänemark auf dcs letzter» Seile sehen wird, dürftc es nngcmcin schwer fallen, den Anfall Frankreichs zu parircu, wenn ersteres in seinem rechten Arm gelähmt nnd gczwnngcn wäre, seine besten Kräfte zur Deckung dcr Nordgrenzc, also seiner rechten Flanke, zn verwenden. Das aber wäre dcr Fall ohne ocn Besitz' dcr Düppcl-Alsencr Position uuo dcr befestig-ten Eidcrlinic. Mit anderen Worten: dic genügende Dcckuug dcr norddeutschen Grenze sichert erst die Operationen einer am Nicdcrrhein stehenden deutschen Armcc; uud umgekehrt lann die Rhcinlinic von Norden auS umgangen wcrdcn. Wie rasch die Frauzoscu zu haudcln vermögen, hat 185!) dcr Fcldzng in Italien gezeigt, und der Weg zur See von Frankreich nach Schleswigs. Westküste mit ihren günstigen ^anduugspnnttcn ist nicht so viel weiter als von Toulou »ach Gcnna. Um Dculschland gcgc» Angriffe von Westen her mehr zn sichern, ist cS somit nothwendig, die Nord-grenze zu befestigen. Die Nordgrcnzc alxr, dic befestigt wcrdcn muß, ist das Hcrzogthnm Schleswig: die wichtigste militärische Position im Hcrzogthum Schleswig ist die Insel Alsen mit dcn Düppclcr Höhen. Deshalb darf Deutschland diese nuu zum zwcitcumal mit dent-schcm Allit erkämpfte» Höhen bci Düppcl nntcr kcincr Bedingung wieder herausgeben, sondern mnß sic wie mit eisernen Klammern sich anö Herz schließen. Durch die zn befestigende Düppcl'Alscn.Position, dnrch dic zn beschaffende Küstcnvcrlhcidigung nnd Monitors, sowie durch die befestigte Eidcrliuic allcin ist die Nordgrenze Deutschlands gesichert, und dann erst wird cs Deutschland möglich sein, jcdcn Anprall von Westen dnrch einen Gegenstoß bis in das Herz Frankreichs hinein zn erwidern. In dcm Vorerwähnten haben w»r dcn Kern der erwähnten Schrift bloßgclegt. Man wird daraus entnehmen können, warum die Verhandlungen wcgcn Nord-schleöwig in Berlin zwischen Hcrrn v. Quadc nnd Hcrrn tt. Bücher noch immer ..auf dcm alten Fleck" stehen, und schwerlich auch jc zu cincm bcidc Theile befriedigenden Abschluß gelangen wcrdcn, nnd nnr allzu Recht scheint nns das „Dagbladct" zu haben, wenn cs sagt: „Diese Verhandlungen wnrdcn von Ansang an von Preußen nnr eingeleitet, nm oeu auswärtigen Mächten dcn Vorwand für eine Einmischung abzuschneiden; von Dänemark nnr angenommen, um sich nicht dcm Vor» wurf auszusetzen, als habe cs irgend etpias vernach lässigt. An cincn Erfolg glaubt keiner von beiden Theilen . . ." Wir haben nach alle dcm kaum nöthig, zu ver sichern, daß wir an der Aufrichtigkeit dcr Versicherung, welche Graf Bismarck noch im vorigen Jahre in dcr norddeutschen Bundesversammlung abgab, kcincn Zweifc! hcgcn, dcnn wenn derselbe sagte: „Prcnßrn habe nichl ^nst, Düpprl zum zweiten male nehmen zn müssen," was in schlichtem Deutsch sagen will: „Wir behalten, was wir haben," so dürften wir hierin schon ihm Glauben schenken. Prcnßcu hat seit 1^<;'> - also nnmittel' bar nach dcm deutsch ^ dänischen Hricg — dnrch cine Rcihc von bedeutsamen pcrmancitten Befestigungen auf den Düppclcr Höhcn, die in dcr Hauptsache vollendet nnd auch armirt sind, sich eine ungemcin starke Position geschaffen und große Summen für diese fortificatorischc Schöpfung aufgewendet: man wird nicht annehmen dürfen, daß es jene nmfafsendci! nnd kostspieligen forti-ficalorischcn Bantcn nur darum vorgenommen hat, nm sich seiner Zeit etwa in der Ränmung solcher Objecte ;u üben. Die alten Fragen in Enropa bleiben znm guten Theil stehcu, ncnc kommen hiuzu nnd unser Wcltthcil behält ocshalb fort nnd fort die bangc Aussicht anf Krieg und gewaltsame Erschüttcruugen. Däucmart aber wartet seine Zeit oder vielmehr die Frankreichs ab, in dessen i/agcr wir es finden wcrdcn, wenn die Stnndc dcs Kampfes schlägt, in der Frankreich und Preußen sich messen werden. Daß dieselbe, trotz der vollen Züge ans der Friedenspfeife, nicht alhn fern liegen dürfte, dafür sprechen viclbcrcdtc Indicicn. (Tr. Ztg.) 37. Sitzung de5 Hlrrenhauscö vom ^. April. Vorsitzender^ Biccpräsidrnt Nilter von Schmer» l i " g, ^iach Eroffnnng der Sitzung nm 11 Uhr .A) Niin. nnd Erledigung dcr Einlänfc überreichen. Frh. v. ^ ichtenfclS, Graf Lodro n, Graf A. Aucrspcrg rinc großc Anzahl von Znstimmungs' . uud Dankadressen verschiedener Gemeinde,, in Nieder-Oesterreich, Böhmen, Mähren, Stcicrmarl und Kärnlcn zu dcr Haltnng dcs Herrenhauses in drr Frage des Ehe. nnd Schnlgcsctzes. Anßcrdcm überreichen Freiherr von ^ichtcnfcls eine Petition der Banclcven der nieder» österreichischen Statthaltcrci um Acrücksichligung ihrer luißlichcn Slcllnng, Graf Alcr. Mensoorff eine Pc» tition um Anjbcfscrnng dcr Vagc dcr gricch.-tath. Geist« lichlcit in Galizicn. Viccpräsidcnt Ritter von Schmerling berichtet sodann, daß dic Dcpnlatiou des h. Hauses, welche die Mission hatte, Sr. Majestät anläßlich dcs freudigen Ereignisses der Geburt cincr Erzherzogin dic Gefühle inniger Theilnahme zu Füßen zu legen, sich in Folge eingeholter Allerhöchster Ermächliguug noch am 2-l, b. M. »ach Ofen begeben hat, woselbst ihr das Glück z» Theil wnrdr, an, 2',. von Sr. Majestät in besonderer Audienz cmpfcma,c» ;u werden Sc. Majestät nahmen die Ansprache, welche der Führer der Depute lion Ritter v. Schmcrlmg an Allcrhöchsldcnselbcn rich-tctc, in gnädigster Wcisc entgegen, geruhten den Allerhöchsten Dank für die Glückwünsche ausznsprechcn nnd speciell das Hcrrenhans Sr. Allerhöchsten Hnld und Gnade zn versichern. Anf besondere Einladnng nahm sodann die Deputation an den, feierlichen Tanfactc Theil. Znr Tagesordnung übergehend, erfolgt die erste selling dcs EulwurseS cincr Eoncnrsordnuna, und wird über Antrag dcs Landgrafen zn Fürsten be rg eine Commission von i» Mitgliedern zur Berathnng dieser Vor» läge eingesetzt. Behufs sofortiger Vornahme dcr Wahl läßt dcr Vorsitzende cinc Ucdcrbrcchnng der Sitzung ciii' treten. In dic Commission erscheinen gewählt: Graf (5ho-tel, Baron Doblhoff, Baron Krauß, v. Mayer. Baron Rcyer, Allgrnf Salm, v.^Schmcrliug. v. Schöller u»b Baron Symonooicz. Folgt die crste Lesung des Gcschcs iil'cr dic Ncae-luna dcr intcrcoilfcssionellc» Verhältnisse. ' (A»f der Minislerbanl ist mittlcrwcile I»,t,zm>»i-ster Dr. Herbst erschienen.) Graf F ü nfl' r ch c» beantragt, da belan.ttl.ch mch^ rrrc Mitglieder dcr fri'hcr ge'vählten coxfesstoncllcn Com- 718 mission »licht in dcr Lage sind, an den Berathungen sich zu bcthciligen, einen neuen ans 15 Mitgliedern lic« stehenden Ausschuß zu wählen. (Wird angenommen nnd sofort der Wahlact vollzogen.) Das Resultat der Wahl ist folgendes: In die Eommission wnrdcn gewählt: (Stimmzet-tcl wnrdcn abgegeben: 62, absolute Majorität A2); Graf Anton AucrSpcrg, Landgraf Fürstenbcrg, Graf Har-tig. Fürst IablonowSki, Klein. Karajan, Baron Kranß, LichtenfelS, Litwinowicz, Alfons Mcnsdorff, Meran, Miklofic, Rauscher, Schmerling, Wrbna ,!'>>'. (Schllch folgt! 96. Sitzung >es Abgeordnetenhlluses vom 28. April. Auf der Ministerbank: Ihre Excellenzen die Herren Minister: Gras Taaffc, v. Plener, Graf Po-tocli, Dr. Giskra, Dr. Herbst, Dr. Brest cl, Dr. Berg er. Präsident v. Kaiserfeld eröffnet die Sitzung lim lO Uhr 5>0 Min. Das Protokoll der letzten Sitzung wird vorgelesen nnd genehmigt. Präsident u. Kaiscrscld: Die von dem Hause aus Anlaß der Geburt dcr durchlanchtigsten Erzherzogin Marie an das Allerhöchste Hoflagcr abgesendete Deputation ward von Sr, Majestät dem Kaiser ans das huldvollste empfangen. Sc. Majestät geruhten (das Haus erhebt sich) auf die Ansprache dcs Präsidenten die Deputation zu versichern, daß Sie,vou der treuen Gesinnung nnd von der Theilnahme überzeugt seien, welche das Haus dcr Abgeordneten bei jeder Gelegenheit Höchstihrcr Person und Familie bewiesen: sie seien daher auch über die gegenwärtige Kundgebung derselben sehr erfreut. Uebergehend anf die Wichtigkeit nnd Schwierigkeit der Anfgabcn, welche in Oesterreich noch zu lösen seien, geruhten Zc. Majestät an die Deputation die ermun» ternden Worte zn richten: Lassen Sie uns anf der betretenen Äahn rasch und entschieden fortschreite» (Vravo! Bravo!), nm so ehestens zu gedeihlichen und gesi chertcn Rcs u l ta tcn zn gelangen." (Beifall.) Ich habe nicht nöthig beizufügen, daß das H.Hans die hnldvolle Art des Empfanges seiner Deputation nnd die von Sr. Majestät gesprochenen Worte zur freudige» Kenntniß nehmen werde, und ersuche das Hans, mit mir einzustimmen in ein dreimaliges „Hoch!" anf Sc. Majestät. (Die. Versammlung bringt ein dreimaliges begeistertes Hoch aus.) Die Einlaufe werden mitgetheilt. Der Ausschuß für die Vier- und Branntweinsteuer hat sich constituirt und den Baron Petrino zum Obmann, den Dr. Klnn zum Schriftführer gewählt. Der Ausschuß für den Autrag L ohn i n g er, wel» cher in dcr letzten Sitznng gewählt wurde, ist uicht zn Stande gekommen, da WO Stimmzettel abgegeben wur« den, von welchen 2 unbeschrieben waren. Da znr Be» schlußfähigteit dcs Hauses 100 Glimmen nothwendig sind, wird die Wahl nochmals auf eine dcr nächsten Tagesordnnngcn gesetzt werden. Das Fmanzmiuislcrium legt drei Gesetzentwürfe zur verfassungsmäßigen Behandlung vor, u. zw.: I. betreffend die Frcigcbung der Korallcu-fi scher ei an den Küsten Dalmaticns, 2. betreffend die Controle dcr Staatsschuld, 3. betreffend die Gcbahruug mit der consolidirtcn Staatsschuld und den Abschluß eines dicsfälligcn Ueberciukommens mit dem ungarischen Ministerium. Die eingelaufenen Petitionen werden den betreffenden Ausschüssen zugewiesen. Abg. Zie m ia lkowski und Genossen interpel-liren Se. Excellenz den Minister dcs Innern, ob es wahr sei, daß in Krakau ein mit dcr administrativen Entscheidung in zweiter Instanz betrauter Beamter angestellt werden soll? Sc. Excellenz Minister dcs Innern Dr. G i skra beantwortet diese Interpellation sofort dahin, daß es nie in der Intention dcr Regierung oder dcs Ministeriums dcs Innern gelegen war, einen Beamten mit der administrativen Entscheidung in zweiter Instanz für Krakau zu bcstcllcu, und daß alles, was darüber iu öffentlichen Blättern enthalten war, in das Bereich dcr Erfindung gehört. Es wird zur Tagesorduung geschritten. (Schluß folgt)' Die Gesetzentwürfe im Zerrenhause. Die Commissionen des Herrenhauses haben die Vorberathung über mehrere Gesetzentwürfe, welche theils von dcr Regierung, theils von dem Abgeordnctenhause an das Herrenhaus gelangt waren, vollendet und bilden die Berichte derselben den Gegenstand der nächsten Tagesordnung. . . ... An den, vou dcr Regierung «m yerrenhau,c eingebrachten Gesetzentwurf, betreffend die Vewilliguug zur Errichtung und Verschuldung von Fideicommissen, wmdc vom Herrenhanse blos eine Aenderung (m, § 3) vor« genommen, nach welcher die Belastung von Fideicommissen über ein Drittel dcs Werthes nicht von der Bewilligung durch ein Rcichsgesctz und dcr Zustim« mung der Fioeicommißcuratoren so wie der bekannten Anwärter, sondern von dcr Gcnchmiguug dcs Oberste« Gerichts- und Eassatioushofcs uach vorausgegangener Einvernehmung dcr Bclhciligtcn abhängig sein soll. An dem vom Abgeordnctcnhause beschlossenen Gesetzentwürfe, betreffend die Disciplinarbehandluug richte» licher Beamten uud die unfreiwillige Versetzung derselben auf eine andere Stelle oder iu den Ruhestand, wur-dcu vou der Commission des Herrenhauses zwei Aen' dcrungen vorgenommen, vou welchen die eine blos slylistischcr Natur ist, während die andere (tz 3l) dahingeht, daß gegen Beschlüsse des Disciplinargerichtes, welche über die Frage dcr Suspension ergehen, cinc Bc-rufuug zulässig sciu soll, und zwar gleichmäßig sowohl vou Seite des Oberstaatsanwalts, als von Seite des Beamten. An dem Gcsetzc iu Betreff dcr Auslagen für Schüb-liuge wurde blos eiuc Aenderung vorgenommen, indem im § 0, statt „mit dcr Dnrchführung dieses Gesetzes sei das Miuisterinm des Innern beanftragt," gesagt wurde: „mit der Dnrchführung dieses Gesetzes sei der Minister des Innern beauftragt." Das Gesetz, betreffend die Aufhebung des Staats« ratheö fo wie das Gesetz, wodnrch die executive Schuld-Haft aufgehoben wird, wurde von den Commissionen dcs Herrenhauses übereinstimmend mit den Beschlüssen des Abgeordnetenhauses erledigt. Ucbcrdicö haben die Commissionen des Herrcnhanscö bei sämmtlicheu diesen Gesetzen die EiugangSclausel „giltig für die im Rcichsrathe ucrtreteucu Köuigreiche uud Bänder" bcautragt. Iu dcm Gesetzentwürfe, betrcffeud die Organisation der Bezirksgerichte, beantragt die Commission dcs Herrenhauses — abweicheud von den Beschlüssen des Abgcord-netenhanses, — daß die Ernennung der Adjuuctcn ebenso wie der Vezirtsrichtcr dem Minister der Justiz vmbe< halten werden möge; ferner, daß für die Gruudbuchsfüh-rer eine zweite höhere Gehaltsstufe von «00 fl. in Verbindung mit dcr höheren zehnten Dlätenclasse systemisirt werde. Das vom Abgcorductcnhausc abgcäudcrte Gesetz iu Betreff der Geschäftsordnung des Reichsrathes wird von der Commission dcs Herrenhauses mit dcr einzigen Aenderung befürwortet, daß in dem § 8 uou dcm dort uach den Beschlüssen des Abgeordnetenhauses den Commissionen nnd Ausschüsse» beider Häuser zugesprochenen Rechte, auch Zeugeu zur mündlichen Vcrnehmuug vorladen zu lasse», Umgang genommen werde, weil für die Fälle, wenn es sich um Erhcbuug der Anklage gegen die Minister handelt, bereits durch das Ministcrucrantwurtlichkeitögesetz (tztz 9 nnd 10) vorgesorgt ist, in allen audercu Beziehungen aber dic Bestimmuugcu dcs H 8, wonach den Commissionen nnd Ausschüssen bcider Hänser ohnehin daö Recht zusteht, die Minister und Chefs dcr Ccntralstellen um die Einleitung allfällig erforderlicher Erhebungen anzugehen, völlig genügend ist. Die Eröffnung >cg Mparlalnenls. Berlin, 27. April, 1 Uhr Mittags. Dcr König hat soeben das Zollparlamcnt mit folgender Thronrede eröffnet: Geehrte Herren vom deutschen Zollftarlamcnte! Vierzig Jahre sind verflossen seit dcr Begründung des Vereines, welcher heute in eine bcdentnngsvolle Epoche seiner Entwicklung eintritt. Von kleinen An< sängen ausgehend, aber getragen uou dem Bedürfnisse des dcntschcn Volkes nach Freiheit des inneren Verkehres, hat der Zollverein sich allmälig onrch die Macht des nationalen Gedankens, welchem er Ausdruck gab, über den größten Theil Dcntschlands ausgedehnt. Er hat zwischen seinen Mitgliedern eine Gemeinsamkeit der Interessen geschaffen, welche ihn schwere Proben siegreich hat bestehen lassen, und im Weltverkehr nimmt er eine Stelluug ein, auf welche jeder Deutsche mit Befriedigung blickt. Die ihm bei seiner Gründung gegebenen Einrich« tnngcn haben im Lanfc der Zeit durch die Sorgfalt der Vercinsregierungen einen hohen Grad dcr Ausbildung erhalten. Sie vermochten jedoch auf die Dauer weder den Anforderuugeu zu genügen, welche die rasche Entwicklung und die zunehmende Vielseitigkeit des Verkehrs an die Gesetzgebung stellt, noch dein berechtigten Verlangen des deutschen Voltes nach einer wirksamen Theilnahme an dieser Gesctzgebuug zu entsprechen. Die Veränderungen, welche das wirthschaftlichc uud politische Leben Deutsch, lands erfahren hat, erheischten die Fortbildung der dem Zollvereine bei seiner Gründuug gegebenen Organe, und es ist die Frucht eiuer uaturgcmäßeu Entwicklung, wenn heute Vertreter der ganzen Nation sich zur Berathung der gemeinsamen wirthschaftlichcn Interessen Deutschlands vereinigen. Diese Berathung wird sich auf fast alle Gebiete der nach dem Vertrage vom 8. Juli v. I. gemeinschaft. lichen Gesetzgebung erstrecken und kann dabei die Aus» dehnuug des Vereins auf Mecklenburg und Lübeck als nahe bevorstehend ins Auge fassen. Sie wird zunächst dic dauernde Regelung der VerlchrSbeziehungcn zu einem Nachbarlande zum Gegenstande haben, welches durch Slammcsverwandtschaft uud die mannigfaltig« sten materiellen Interessen eng mit Deutschland verbunden ist. Dcr mit Oesterreich am '). März d. I. abge« schlossene Handels- und Zollvcrtrag wird dcm gegenseitigen Verkehre umfassende, seit Jahren angestrebte Er-leichtcruugeu gewähren nnd Anknüpfungspunkte zn weiterer Fortbildung darbieten. Ein Gesetz über Abänderung dcr Zollordnung soll durch Beseitigung dcr mit den , Formen dcs Verkehrs nicht mehr, verträglichen Formen dcs Zollverfahrens die Grundlage für eine allgemeine Revision dcr Zollgesetzgebung feststellen. Eine gleichmäßige Besteuerung des Tabaks uud eine durchgreifende Ab-äudcrnng des Zolltarifcs sind dazu bestimmt, dic Frei« hcit des Verkehrs im Innern des Vereins und mit dcm Auslande zu fordern und den finanziellen Interessen dcr VercinSstaatcn gerecht zu wcrdcu. Ein Handels- uud Schiffahrtsucrtrag mit Spauicu ergäuzt die Reihe dcr Verträge, durch wclchc der Zollverein im Laufe dcr letz' tcu Iahrc die Rechte der meistbegünstigten Nation erworben uud zugcstaudeu hat. Ich biu gewiß, daß Sie, geehrte Herren, an dic Lösung dieser wichtigen Fragen mit demselben Geiste herantreten werden, welcher die Ncgicrnngen beseelte, als sie sich über den Vertrag vereinigten, ans Grnnd dessen Ihre Bcrnfung erfolgt ist, und welcher seither die Ve rathungcu des Buudesrathcs geleitet hat. Halten Sie das gemeinsame dcntschc Interesse fest it» Auge, ver< mittcln Sie von diesem Gcsichtspuutte aus dic Einzelu-intercsscn nnd ein Erfolg, dcr Ihnen den Dank der Na» tion gewinnt, wird Ihre Anstrengungen krönen. Dic freundschaftlichen Beziehungen, welche die deutschen Regierungen mit allen auswärtige» Mächten unterhalten, berechtigen zu dein Vertraueu, daß der Ent-wicklnng nationaler Wohlfahrt, deren Pflege heute die Vertreter dcr deutschen Stämme vereinigt, die Scgnun» geu des Friedens gesichert bleiben, zu deren Beschütznng die beutschcu Staatcu sich uutcreinandcr verbündet haben, und mit Gottes Beistand jederzeit anf die geeinte Kraft dcs ocutschcu Voltes werden zählcn können. — Die Versammlung war sehr zahlreich. In der Hof-logc befanden sich die Königin nnd die Prinzessinnen, in der Diplomatenlogc sämmtliche Botschafter nnd Gesandten. Um i; Uhr stellte sich der Bundcsrath liuks vom Throne auf; es bcfaudcu fich daselbst Graf Bismarck und dcr bairische, württcmbergischc, sächsische, badischc, hessische und die übrigen Bevollmächtigen. Gleich dar« auf traten der König nnd sämmtliche Prinzen ein. Alterspräsident Frankenberg brachte ein Hoch aus den König aus. Nachdem die Throurede, welche sehr beifällig auf-geuommcu wurde, verlesen war, erklärte Graf Vismnrct im Namen dcr verbündeten Regierungen anf Präsidial» bcfchl das Zollftarlamcnt sür eröffnet. Der König vcr» ließ fodaun den Saal nntcr Hochrufen. Oesterreich. Pest, 27. April. (Daö Oberhans) nahm heule die Gesetze bezüglich dcs Anlanfcs Gödöllö's, der ^Publication der Gesetze, dcr Handels- uud Gewerbekam» mern und der Verlängerung der Indemnität an. Die Verhandlungen dcs Gesetzes über Prägung von Münzen wurde bei dem die Scheidemünze betreffenden Pnnktc über Antrag Senycy'S unterbrochen. Es wurde cinc aus Senyey, Graf Georg Karolyi, Graf LadislauS Scrcnnyi, Barou S. Nevay, Graf Johann Mikcs, Graf Ladis-laus Csaky uud Graf Alexander Tcleky bestehende Commission gewählt, welche vor der Wciterbcrathuug vom Finauzminlster Aufklärungen entgegenzunehmen hat. Der Präsident machte am Beginn dcr Sitzung Mittheilung über die Deputation dcs HauscS bei der Taufe der Er;-herzogt» und übcr das vollkommen befriedigende Wohlbefinden Ihrer Majestät und der neugeborucn Erzhcr' zogin. (Lebhafte Eljenrnfe.) Ausland. Verlin, 27. April. ( Z oll parl amen tss iz -z u u g.) Alterspräsident Fraukcnbcrg v. Ludwigsdorf ruft zuvörderst allen Süddcntschen ein freundliches Willkom-men zn (Bravo) nnd fügt hinzu: Dcr Vertrag vom 8. Juli v. I. stellt uuscre Comftclcnz fest. Dcm Vorbilde deS Reichstages folgend werden wir dic Vorlage»« gründlich prüfen und unsere Bemühungen nnablässig auf ein großes Ziel richten: „das einige Deutschland" lleb-Haftes Bravo). Das Parlament genehmigte provisorisch dic Geschäftsordnung dcs Reichstages, worauf die Verlosung in die Abtheilungen erfolgte. Eingetreten find 210 NeichStagsmitglieder und 73 Süddeutsche. Morgen werden Wahlprüfuugcn und die Wahl des Präsidenten stattfinden. — 28. April. (In der gestrigen Sitznng des Zollparla mc ntS) wurde Simson zum Präsi« deuten, der bairische Minister Fürst Hohenlohe zum ersten uud Herzeg Ujest zum zweiten Vizepräsidenten gewählt. Fürst Hohenlohe erklärte, er acceptirc die auf ihu a«" fallene Wahl, indem er dieselbe nicht als Anerkennung seines eigenen Verdienstes, sondern als eine den Süd-dentscheu schnldige Rücksicht betrachte; er vertraue, daß die Eigenart und die Anschammgen der Süddeutschen Anerkennung finden werden. 719 München, 27. April. (Die Abgeordneten« kammer) bewilligte da6 Militärbudget mit den von: Ausschüsse beantragten Abstrichen von circa 800.000 Gulden. London, 27. April. (Näheres über die abyssinischc Cntsch ei dnna.) Oine Regierunas-dcpeschc vom 14. April meldet, daß in der Schlacht mn Charfrcitagc die Engländer 15 Verwundete und keinen Tobten hatten. Am folgenden Tage lieferte König Theodor fämintlichc Gefangene aus. General Nafticr forderte die unbedingte Uebcrgabc binnen vicrundzwanzig Stun» den, womit jedoch König Theodor zögerte. Verschiedene HccrcSthcile streckten cntmuthigt die Waffen und übergaben die furchtbare Position Schilassc. König Theodor, welcher mit dcu Trcugcblicbcuen die Festung bis aufs Äcnhcrstc vertheidigte, fiel. Der Verlust der Bri° tcu ist genug. Die Heimkehr der britischen Truppen ist bevorstehend. Andere nichtofficiellc Dcpcscheu melden, daß sich König Theodor erschoß. Er verlor am Char-frcitag 5)00 Todte. Die Fcstuugszugänge wurden mit 2s> Kanonen vertheidigt. Das Bombardement dauerte drei Stundcu, worauf dauu der Sturm auf die Festung unternommen wurde. Zwei Söhuc Theodors wurden gefangen und erbeuteten die Engländer viele Waffcu uud vier goldcue Kronen. — 28. April. (Parlamcn t.) Beide Häuser des Parlaments votirtcn der Königin Bcleidsadrcssen wegen dcö Attcutatcs auf dcu Prinzen Alfred. Im Unter-Haufe belobt Disraeli deu General Napier und die Armee. Sodann begann die Debatte über die erste Resolution Gladstone's. Die Geschworenen erklärten Barret dcö Mordes schuldig, die anderen Mitangeklagten Fcnicr wur' drn für uicht schuldig erklärt. Bukarest, 27. April. (Ruhestörungen. — Beförderung eines In d cu verfolg ers.) Die »eu eingeführten Eommunalstcuern verursachten gering« sügigc Ruhestörungen seitens der Fltischhancr, der Fia-lcttutschcr und des Pöbels. Die Regierung traf ernste militärische Maßregeln, welchen es zuzuschreiben ist, baß bis jetzt lcinc erheblichen Nuhcstöruugcu vorkamcu. ^ Präfcct ^ccca in Baken, welcher die dortigen Iudcu-ucrfolgungen dnldetc und dieselben sodann in Abrede stellte, wurde zum Polizciprüfcctcu von Bukarest befördert. Hllgesneuigkeiten. "- (Kaiscrliche 2 Ges chenl.) Se. Majestät habe» dem Primas zum Anocnten an die Taufe ein goldenes, mit Brillanten geschmllcNes Vrustkreuz an einer schwele» golde» "rn .Nette geschenkt. — (Militärisches.) Nie oas „N. Fldblt." vei» uimntt, sind Ffldmarschall-Lieulcnant Freiherr von Gadlenj Und FildmalschatlcLiculeuciiit St. Qucntin z» Osneralc» der ^aoalerie n»d die Frldnlcüschall-LilUlcnantö Narnmina, und Maroicit zu Feldzengmeistern ernannt worden. __ /Hanns Gasser -j.) Der A,ldha»cr Hann? Gasser ist vergangenen ^rcitag zn Pest gestorben und daselbst zur lchtcn Nuhe bestattet worden. Er schleppte schon seil mehreren Jahre» ein schweres Lliden, das aus einer msprünglich leichten Verletzung an seiner rechten Hand entstanden war, herum. Hanns Gassrr war in Kürnten in dem zweiten Jahrzehnt dieses Iahrhundcits geboren: er widmete sich in sli'cher Jugend, eine halle Schule der Entbehrung durchmachend, der Bildhauerkunst und erhielt seine Ausbildung in Wen und München. Die Äildnifz-Staluc» und Büsten nach dem Leben, die er mit seltenem Verständniß und grobem Geschmack arbeitete, machten ihn alsbald in weiteren Kreisen bekannt. Seine Thätigkeit war eine außerordentlich leiche. Die hervorragendsten Werke sind: die Wieland-Slatuc 'n Weimar, die Büsten der Maler Marco und Nahl, die in Randstein außgesührtcn Statuen im Arsenal in Wien! außerdem die Statuen Misheil" und „Stärke" sür das Waffen-Museum des Arsenals, die Weldcn-Slalue zu Graz, die sechs Statuen am Hcntzi - Monument zu Ofen, die Viun»e»signr >ze!agenl in Hamburg zu thun und entdeckte bei einem fluche des Hamburger Theaters eine Persönlichkeit, welche " Beschreibung «nd Photographie des Verschwundenen appant ähnlich war. Zwar hdsiich, aber energisch forderte ^ ^olizciagent die Papiere dci Herrn und veranlaßte, y m 'b"> daö Vtnehmen des Fremden ausfallend war, dessen Verhaftung. An Telegramm an das Wlchselhaus veranlaßte den Buchhalter desselben, »ach Hamburg zu fahren, um die Identität der Person zu agnoöcne,'. Derselbe telearaphirte bereits an seinen Chef: „Thäter gefunden und eine Barschaft von 5009 fl. abgenommen." — (M c n sch e n ln och e» in mährischen Höhlen.) Dr. Wantel, Hültenalzl in Blanölo, berichtet, daß er bis setzt blos in der „Vvcj skala" (unw lt Adamslhal) Menschentnochcn gefunden hat, dir a/wiß ein hohes Aller voraussetzen lassen, aber deren Lageistütte einer jüngeren Zeit angehören. Diese Knochen gehörten nur einem Skelette an. Der Schädel ist leider zertrümmert worden. Hierauf be« spricht Herr Dr. Wanlel die Slouper Höhle, i» welcher sich nach seiner Ansicht vier in verschiedenen Zeiträumen abgesetzte Hautablagerungen finden, von denen jede durch eine llystallinischc Traoerlierbecke von der anderen gctrennt ist. Nach dcm Zeiträume ihrer Nildung bei dem freauentesten Tropfenfall und größtmöglicher Conccnlralion des herabfal» lcnden Wassers tonnen die oberen Schichten der Slouper Höhle auf ein Alter von etwa 10 — 15.000, die »nteren Schichten aber auf L0 —100.000 Jahre berechnet werden. — (Räu bcrchronil.) In Neuhäusel wurde am 2^. Llpiil dem Eiscnhändler Joseph Haulit angeblich durch Ocffnen der äußeren Thüren und der Casse in seinem Gewölbe eine Vaarschaft von 2000 fl. gestohlen — und gegen Mittag brachte man mehrere schwer verwundete Pcrso-nen, welche auf der Rückreise vo» Tyrnau in der Nähe des Dorfes Sobornya (bei Ezercd) von acht l?!5 zehn Stra-ßenräubern angefallen, sogleich mit Fotosen in die Köpfe geschlagen, vom Wagen t>rabgerissen und ihrer Gelder beraubt wurde,,. Am übelste» j,t der „alte Hecht" — ein emsiger schlichter Kleinhändler — zugelichtet worden, der am Kopse und Rücken unzählig und tiefe Wunden erhielt, welche sein Aufkommen bezweifeln lassen, u»d dem ein Betrag von K50 ft. geraobt wurde. — (Eine frevle Schandthat) wurde vor Kur. z.m in der Nähe von Aischofteinitz verübt. Ein in einem fremden Dorse dienendes Madchen wollte ihre, im Dorfe ss., Vrz. Äischoflcinitz, wohnenden Älrin b.suchen. Am Wege wurde sie beim lichten Tage von 2 Männern überfallen, welche sie in den nahen Wald schleppten, ih? mit dem Too« drohend, falls sie schreien würde. Hier rissen sie der vor Schrecke» halb Bewußtlosen die Kleider vom Leibe, fesselten ihr die Hände, banden sie an den Füßen und nm den Leib an einen Baum, an weichn, sie auch dcn Kopf ihres Opfers mit dessen aufgelösten Haaren festbände». In dieser Stellung der Nachtkalte ohne Kleidung preisgegeben, michle die Hilflose durch 2ü Stunden verkleiden, bis sie von einem Waldheger zufällig aufgefunden wurde. Als dieser sie vo» ihren Banden befreit halle, brach sie vl.r Kälte starr zusammen. Sie lieat lebensgefährlich darnieder und wurde ben its mit dln h. Slerbjalramenle» versehen. — Vo» den »n-menschlichen Verbrechern hat >naü lVi»e Sp«r. — (Viehzucht.) Nach brr letzten Zahlung besitzt O'fterrcich 13,000.332 Ninber. Es entfallen auf die Qua» oralnvile in Steiermart 1477, in Kärnlen IA78 und in Kram 1080, während in Ungar» nnr 103U, in Böhmen dagegen 2033, in Schlesien sogar 2105 Stück Rinder auf eine Quadratmeilc kommen. — (Kampf mit Seeräuber».) Laut eines Vc° lichtes des Cupitäns Joseph Sinioaldi des österrcickischen Dreimasters „Carl Äorromeo" bekam c», wie die „Tliesler Ztg." mcldtt, auf seiner Fahrt nach Nanplia im dortigen Canalc am 30. März lili Son»enunlcrgc,ng line lange und g'oßc Barte in Sicht, welche de» Curs gegen das Schiff hielt, und gewahrte alsbald, daß sie „jchl eine Fisch^rballe, sondein ei» vollständiges Piratcn'Fahrzcug >'ei, 6c ordnete sofort die Bereitschaft der Glschützc an und lilß ein,u vlin-den Schliß lösen und die Flagge hiss^i, j^och ohne Erfolg, i»dem der Pirat die Verfolgung deS Schiffe unbekümmert fortsehte. Bei seiner weitere» Annäherung, als man bereits die starte Anzahl seiner Mannschaft und ihre Bewaffnung wahrnehmen konnte, ließ der Caftilän rinen scharfen Schuß mit Kugl'lladung absein rn, welcher zwar getroffn» zu haden scheint, aber d>r Verfolgung des Schiffes keiuen Einhalt macht.', die im Gcgs»lhcil mit velmehrll» Segeln sortgsseht würd,'. Der Capita» lnß hieranf die Geschütze mit Kartätsche» laden, das Schiff z""' Gefechte llar machen und den Cms anhalten, um den Piraten »llnilommc» zu lasse». AIs aber dnsclde diese Manöver wahrgenommen, är>. dc»te er slinc Richtung u»o ftilchtllc. Der l. l. Consul in Syia hat mit Rücksicht auf de» Vorfall des „Carlo Borro-meo" den Commandanten Sr. Majestät Kanoncnbot „Dal-mat" ersucht, auf seiner Rückfahrt vom Piräus »ach Syra die Insll Spezia anzulaufen, um in j.nen Gewässern die laiselliche Flagge zu zeige» u»d von den dortigen Behörden nähere Citundigungr» ülier jenen Vorfall einzuziehen. — (Livingstone.) Die Briefe Livingstone's werden in der nächsten Sihu»g der Royal Geographical So« cicty verlesen werden: aUzu g^be Gewißheit über baö Lebe» desselben darf man aus ihncn indessen nicht helleilen, da sie von altem Datum und die aus ihnen gezogenen Schlüsse nur negativer Natur sind. Inzwischen sind Prival-d'icfe Livingstone's an rincn Freund in Üoinbuigh, wllchc wahrscheinlich durch denselben Boten, wie die an Dr. Kill i» Zanzibar überbracht wurde», im Auszüge veröffentlicht wo,dc». Der letzte deisclbe» ist Vom I. Februar 18^7 dalirt. An diesem Tage l-efand er sich in Äemka oder Lobemba, dessen Häuptling ihm und s.ine» Begleitern eine Kuh schlachten ließ. Davon seieiten die Reisenden, welche lauge Zeit nur svälliche und mehrere Tage fast gar leine Nahrung gehabt hallen, das Weihnachtssest. Die Johanna« Männer hatte» ihn schon viel früher verlassen, nachdem ein arabischer Sklavenhändler ihnen g'oßc Furcht vor dem schrecklichen Mazitus eingsflöht, und so blieben ihm nur nocb neu» Begleiter vom Stamme Nassick. Um jenen und anderen feindlichen Stämmen auszuweichen, muhte die Reise häufig im Zickzack vcr sich gch.n. Toch glaubte Livingstone am 1. Februar die Wasserscheide gesunden zu bab^n, nach welcher er geforscht. Mit den Völlerstämmen wa: er bisher stets im beste» Einverständnisse gewesen, und die einzige Furcht knüpfte sich an den Gedanken ciner K«a»theit, der dadurch noch bedeutend vermehrt worden war. daß mau ihm seine Apotheke gestohlen hatte. hält dcn Glauben nicht mehr für bedroht, diesmal bramarbafirt es mit „in guten uud fchlimmcn Tagen treu zu dcr^i llti ou slchcu," wobcl wir uns als dcn Wendepunkt zwifchcu dcn „guten und fchlimmcn Tagen" wohl die Sommerfonnenwcnde des Jahres 1867 dcntcn dürfen. Von teincm Worte ist der Verbrauch so start, als voll dcm Worte: „Nation" im Dculfchcu, „»»»'lxi-l im Slovcuischcn, besonders iu dem Organe der Gemeinde-rathSmajorität, deu „X<>vi< <> ^<>5s!l>!«!<<' l» >>!l!.»m"ollv„ und mo-ml und umnelchll l>'«i.' Iauezic). Sind aber diese beiden Ausdrücke wirklich so identlsch? Das Wort Nation" denttl schon durch scinc ölblcilung auf die Abstammung, die Race hin, das Wort „Volt" 720 dMWcn auf dic politische Verbindung. Wir kömien daher wohl lwu ciiicr slolieuischcu „Nation" aber nicht von einem slovcnischcn „Volke" reden. Wohl aber möchten wir dei dieser Gelegenheit auf ein bisher noch wenig beachtetes „Volt" aufmerksam machen, und dies ist das österreichische, die unter dein Zepter Haböburgs politisch geeinigte Gesammtheit der österreichischen Nationen. Aber, freilich, wo bleibt dann das glorreiche N a t i o n a l it ä t s pri n e ip, da« die Abstammung und Sprache als Anspruch auf politische Zusammengehörigkeit erklärt? In diesem Sinne hat es in Oesterreich wohl keine Stelle, wenn auch die österreichischen Nationen den natürlichen Anspruch auf Pflege ihrer angestammten Sprache und Sitte haben. Aber vielleicht gibt es eine N a ti o n a l b i ld u ug? ^cidcr müssen wir auch diesen schönen Wahn zerstören, die Bildung darf lcincn besondern, sondern nur den allgemeinen Zweck aller Menschenbildung verfolgen. Dic aus» säilicßendc, abstoßende, feindselige Stellung, welche der nationale Fanatismus den Nationen einander gegenüber anzuweisen sucht, ist ein Zeichen mangelhafter oder einseitiger Cultur. Keinem Volte ist es bcschicdcu, seine Vebcnsbahn in abgeschlossener Isolirthcit zu vollenden, es muß mit anderen Völkern in Berührung kommen, nm im Widerstreit der Kräfte seine Anlagen nnd Fähigkeiten zur Entfaltung zn bringen. Kehren wir von dieser linguistisch» staatsrechtlichen Abschweifung zur Sache zurück. Wir wollten von den Thaten der nationalen Majorität sprechen. Was den ziffermäßigcn Ausdruck derselben betrifft, so wird er mit weniger als Null — Deficit sehr leicht bezeichnet. Hat aber die Majorität des Oemcindcratheö und respective der von ihl gewühlte Bürgermeister die Pflich- ch c n Fortschritt wir im Auge haben. Für uns gibt es nur Einen, sowie es für uns nur Eine Sonne, und nur Eine Finsterniß gibt. Auch für uns gelten die hochherzigen Worte, welche unser Kaiser eben erst den Vcrtrelcrn des Volkes zurief: „lassen Sie uus anf der betretenen Bahn rasch uud entschieden fortschreiten!" Populam' Vortrag in ^aibach (im Vortrat - Eyclus des Herrn Wilhelm Ritter v. Fritsch), welche heute um halb 8 Uhr Abends in dem landschaftlichell Zledoutenssebäude abgehalten werden wird. Thema: ,,Die Völkertafel mit besonderer Vcrückfichtigung der Judo Germanen." Die Eyelns-Karten sind auch für diese Vorlesung giltl'g. - Eintrittskarten für die einzelne Vorlesung sind an der Eassc nm Aö kr. per Stück, desgleichen gc-drncktc Prospectc an der Cassc um '> kr. das Exemplar zu haben. Eingeselldet. (tinc Zusammenstellung n»d Vergleichung des Standes iiüsercs Ginu'indevclmögeüs vor der Periode dcr bisher tcminircnden Partei nnd jetzt (lwffenllich dem E»de deiselben) winde >mö sehr erwünscht lommen, um so mehr, als die Ncdc ist, es weiden iu Folqe der bisherigen Wirthschaft neue Umlagen geschihe«. Aä'liingävoll Laidach, 29. April 1«6ß. Mehrere Wähler. Neueste Post. Pest, 25. April. Se. Majestät der «aiscr besuchte heute die Ofucr ^rhießstätte und verweilte daselbst eine Stunde. Die Freiherren v. Bcust und v. Beckc und die ungarischen Minister Graf Andrassy, Graf FestcticS uud Barou Wcuckhcim waren ebenfalls anwesend. — Wie dcr „Ungarische ^loyd" meldet, sind die croatischcn Abgeordneten von den versöhnlichsten Gesinnungen beseelt. Sie wollen die directcn Steuern im Betrage von 2,300.000 Gulden zur Dcckuug der eigenen Landcsbe« dürfnisse verwenden, die indirccten Steuern dagegen zur Deckung der gemeinsamen Kosten in die ungarische Ecn-tralcasse abführen. Telcssvaphische Wechsclcourse. o^n, 29. April. 5p>>rc. Metalliques 56.20. — f.perc. Mclalliqnes mit Mai- und 'Ilovmiber-Zinscu 56.90. — 5perc. ^Ll,ul!al-Anlehen62,7U. - 1860er KtaalOüillrucn 81. — L5cull 691. -. «lrldila^lic» 180.30.— ^audou 116,25 — milder 114,35, — öt. l Ducalcu 5.55. Mndel' und Volkswirt!) schastliches. Die österreichischen Staatöforstl' und die Finauznoth. Unter biescm Titel bringt die „A. A. Ztg." eine» Artikel, in welchem ausg'snhll wird, oaß Oesleircich mit den 0 Millionen Joch Staatösorsten, die es besitzt, bei einer rationellen Gebahrung auf lcichle Weise seiner Finanznoth abhelfen tonnte. Diese Staatsforsle tragen a/genwHttig laum einen Gulven per Joch, während das Joch bei freier, kaufmännischer Verwaltung, wcnn man auswärtige Märkte aufsuchen u»o für Masscnlranspolte fo>gen willvr, mindestens 5 ft liefern tonnte, so dcch von den 0 Millionen Joch 30 Millionen Gulden jährlich zu erzielen wären. Nedstdem gebe es noch ein anderes Mittel, dem Staate eine ausgiebige Hilfe zn schaffen. Dieses Radicalmittel bcheht in dcr von Forslauloritäten längst al« Nothwendigkeit anerlann-ten Heradsltzung der Umtlicbszeit unsere Fo,sle. Unsere Staalösorste rorrdeu mit weniger Ausnahme in dem zu hohen Turnus von 100 bis 120 Jahren bewirthschaftet. Tl'escs hohe Umtriebsaltcr sei aber zinszehrend und diene nu: dazu, einen erheblichen Thcil des angesammelten Zins« werthcs dcr vorangegangeucn Jahre zwecklos wieder zu verschlucken. Würde man nun nach dem Anspiele der nach« barlichen Forstwirthe die Umlü'ebszeit unserer Staatsforste durchschnittlich um 25 Percent herabsehen, so tonnte man über anderthalb Millionen Joch Mlhülzer verfügen, welche als Uebcrsianbsholj der Axt und dem Vetrieb anheimfielen, ohne den künftigen Nachhallserlrag der Forste im mindesten zu altcrircn. Schätze man nun diesen disponibel geworde» nen Vorrath für das Joch durchschnittlich auf 70 Klafter, so hätte man über einen Verkaufs würdige» Holzvorrath vvn 105 Millionen Klaftern Holz zu verfügen, wofür bei einem rationelle,', kaufmännischen Vertrieb binnen zebn Jahren allenfalls ein Reinerlös von mindestens 500 Millionen Gulden, ja wahrscheinlich noch mehr eingebracht werden könnte. — Zur praltisch.n Verwirslichung dieser Mcchrea/l fehle in Oesterreich leider dcr rechle Mann' allein die Aufgabe sei auch derart groh, dah sie ohnehin mehrerer getrennter Leitungen bedarf. Drei Männer, in der forstlichen Well wohl bekannt, wären geeignet, den Vorschlag zu verwillli-chen: es seien dies der sächsische Forstrath Prehler, der sächsische Oberfvlstmeistcr Iudcich (früher Director der Forstschule zu Weihwasser) und der österreichische Akademieditcc-tor Wessely: ^el^terer wäle wegen seiner vollstäudigen Kenntniß der österreichischen Forste, sowie wegeil seines g>o-ßen organisatorischen Talentes an die Spihe der TrlaS zu stellen. Linzer Voltsfest. 2as Nuzcr Volksfestconiil«! bringt znr Kcuutuiß, daß. wie alliährlich, auch heuer im Monate September in ^mz ciil Volksfest, uelblinden mit rincr Auöstclluiili landloirth. schafllicher nud induslncllrr Gegelistände, staltsinden werde. DaS ansfuhrliche Programm wird seinerzeit betannt gegeben wcrdsn. l/aibach, 2'.). April. Auf dem hentigcu Marlic smo erschienen: 7 Wassen mit Oett'eid!', <) Wagen mit He» und Stroh (54 ------- Gerstc ., 3 20 A 40 Milch pr. Miß —10 -- Hafer „ 2— 210 Rindfleisch pr, Pjd, - 21------- Halbfnichl „ — - 5>1« Kalbslcisch „ ......32— — Hridril „ 3 60 3<^0 Schweineslrisch,. 2ii......- Hirse „ 3 20 3 4<< Schöpftnfleisch „ — !2 - - Kullinch „ — - 3 76 Hcihttdll pr. Stück —30.....— Erdapfel „ 16»-— Tauben „ - 15,.....- Linsen „ 4-------— Hcn pr. Zentner 120-- Erbsen „ 3 «0------- Stroh „ — 70 - - Fisolen „ 6----------- Holz,hml.,pr,Klst. ------- 7 50 Nindöschmalz Pfd, -53------- weichet«, „ _ ._ 55,,) Schweineschnialz „ — 45------- Wei», rother, Pr, Specl, frisch, „ — 40------- (limn- - 10 — - geräuchert „ — 45j------- — weißer „ — .- iz> — )l»ldolfswerth, 27. April. Die Diirchschmlt«:Prk,> s!>ll-ten sich anf dem heutigen Markte, wie folgt: fl. lr. sl. 57 Wrizen p?r Mcljsn « 10 Butter pr. Pfnud . — 4« Kur» „ 3 «0 Eier pr. Stllct . . -1. Wersts „ 3 2^' Milch pr Mas; . - !0 Hafer „ 2 - Nindfleisch pr. Psd, 21 Hall'finch! „ 5 30 Halliflch'ch „ — 24 Hndcn „ 3 8<» Schweinefleisch ,. .. — Hirse „ 2 «8 Schöpsenfleisch ,. ^ - >tnlur!!>< „ 3 — Hahndll pr, Stücl — - Erdapfel „ 1 20 Tanben „ -- 20 linsen „ 4 !>0 Hen pr, Centner . 1 40 Erbsen „ 4 80 Stroh „ . l -^ Fis°lcn „ 5 76 Holz, hartes, pv. Klft. 6 - Rindöschmal; pr, Pfd. — 45 — weiches, „ — -- VchN'ciileschmalz „ - 40 Wcin.rother, pr, Eimer 6 — Speck, frisch, „ — — — wcißcr „ 5 — Speck, geräuchert, Pfd. — 35 > z, itottoziehunj, vom HU. April. Tricst' 10 28 72 M 78. Metemolayilche Nl!ott«ch>. dns Geschäft ohne Vclang. Staats- »nd Iudustriepapicrc stellten sich theils etwa« hühcr, theils büktcn sic eine sslcinialc'l WrsrlMllUYl. ein. Deuiscu und Valnteu schlchcn merklich billiger nusgcbotm. Geld flüssig. '« ! c .'clein.« veffentliche Tckuld. 5, dcö Tlaatcs (siir 100 fl,) Geld Waare In ö. W. zu 5pCl. sür 100 ft 53.75 53 85 3u üsterr, Währinig steuerfrei .^.7 5<> 57.70 <'. Slemraul. in ü. W. v. I. 1«K4zu bp^t. rückzahlbar . 92,50 92.75 "/, Steucranlrheu in üst. W. . ^.— <»o.25 Hilber-Aulehni uon I8'i4 . . 70 — 70 50 Gilberanl. 1865 (Frcs,) rüclzahlb. in37I. zn5pEt. <ür100fl, ?? _. 77.5., Nat.-Anl.ruit Iän..Eoup.zn5°/„ U2.8,". ^2 !>!> „ „ „ Apr.-Coup. „ 5 „ »i2.70 l!2.8O Melalliques . - . > ,' 5 „ 56.75 ö«.85 detto mit Mai-Coup. „ 5 „ 57.20 57.40 detto......, ^:" 5""5 51... Mit Verlos, v. 1.1839 . - - 171 50 17,75 1854 . . 75.50 ? Nenteufcl), „1 42 I>. «u«l. 19 50 20.-^ Domainen 5perc in Silber 104,25 104.50 8. der Kronltwdcr «für 100 fl.) Gr.-Entl.-Oblig. Geld Waare 'llicderüsterreich . zn 5°/« 85.— 8550 'Dbrrostcrrcich . „ 5 „ 86.— 8?.- Salzburg....., 5 „ 87.- 8«.-- Böhmen .... „5 „ 91.50 92.50 Mähreu .... „ 5 „ 88,50 «!>.— Schlesien , . . . „ 5 „ , 88.50 89 50 Swenncul ... „ 5 « 88.— 88..')0 Ungarn.....„ 5 „ 72.75 73.25 Temescr-Vanat . . ,. 5 „ 71.50 72.50 Crnaticu und Slavonien „ 5 „ 71.50 72,50 Galizicn .... „ 5 „ 65. 65.50 Siebenbürgen ... „ 5 „ 68.75 69.1-5 Bulovina....., 5 „ 55. - 65,50 Nug. m. d. N.-C, 1867 „ 5 „ 71. - 71.50 Tem.N.nl.d,V.-C.1867„ 5 „ 70.5.0 ?l. Actien ipr. Stilck), ^illlioualbaul......6Kl.— 694,— K.Ferd.-Nordb.zu,000fl. ü. N. 1770.- 1775" Kredtt-Austalt ,u 200 sl. °. W 181.50 181.60 N, li. Escom.-Oes. z„ s,s)s)ft ^ U 7,9,-, .. ^2 __ S.-E.-G,zu200sl.EM,°.5>(X)Fr ^"70 2^0!^ Kais. Vlis. Bahn zu 200 fl. CM 144^.. ,44 5.» Sr!d,-uordd,Ver,-B.200 „ „ i^.^s, 1^.50 Geld Waare Süo.St.-,l.-vm.u.z.-i.E.200fl. 169.50 169.7« Gal. Karl-Lnd,-V. z. 200 ft. EM. 207.50 207.75 Vohm. Wcstbahn zu 200 sl. . 147.75 148.- Oest.Dou.-Dampssch.-Oes. ^^ 491.— 493.— Oesterreich. Lloyd in Trust Z Z 230.— 232.— Wicu.Dampfm.-Actg. . . . 44C— 445.— Pcslcr Kcttcnbrllckc .... 380.— 385 — Allglo-Austria- Baut zu 200 fl. :21.50 122,— i!cmberg Ejcruowitzer Actieu . 180.— 180.25 Pfandbriefe (fllr 100 fl.) National- » ballt auf > verlosbar zu 5°/. 97.10 97.W Nationalb.aufü.W. verlosb.5 „ s^ .',0 92 75 Ung.Vod.-Ered.-Anst. zu5>/, „ ^,.__ 9,'50 Allg. üst. Boden-Ercoit-?lnstal< verlosbar zu 5°/.. in Silber 100.50 101 - -Vose (pr. Stück.) Cred.-A.f.H.u.G.z.100fl.ö.W. 129 75 130-Don.-Dmpssch.-G.z.100fl.EM. 93.- 93°5<' Sladlsieni. Ofen „ 40 „ ü. W ^6 — 26 50 Estn'h^y i'l 40 st. 6M. 141.— 143.- Slllm „ 40 ., „ . U3,75 Z4 25 Geld WaaN Palffu z„ 40 ft. CM. 25.75 26.2^ Elarl, ,. 40 .. .. . 27,50 2".b" St. Gcnoiö „ 40 „ „ . 23.75 24.2^ Wlnbischgräl) „ 20 „ „ . 17.50 18 5" Waldstciu „ 20 „ „ . 21.^ 22.^ Keglevich „ 10 „ „ . 14.50 1".^ Rudolf-Stiftung 10 ,. „ . 14.— 1'l5" Wechsel. (3 Monate.) Augsburg sllr 100 fl, slldo. W. 96.59 96 7" ssranlfnrta.M,I00 fl. dctto l'6.?e 97.^ Hambnrs,. filr ,00 Marl Vanlo 85 50 «5-?» i!oudon filr 10 Pf. Sterlina . 116,— lKi-' Paris fiir 100 Frants . . . 45,90 4<>.^ (?o»lrs der Geldsovten Geld Waare K. Mitnz-Ducatm 5 ft. 54 lr. 5 st. 55 "-Napolcousd'or . . 9 „ 29 „ 9 ,. Ai " Russ, Imperial« . 9 ,, 60 „ 9 ^ «l VercmSthlllcr . . 1 „ 70 .. 1 » "»' Silber . . 114 „ - „114 „ 25 " Kraiuischc OruudcntlaNnnsss-Obligationen, V^ vatuotirunli.: 86j Oeld, 87z Waa«