Erscheint wöchentlich sechsmal mit Ausnahme der Feiert age,. Schril'tl eitung", Verwaltung und Buchdruckerei Tel. 25-67, 25-68, 25-69. Maribor, Kopališka ul. 6. B Inseraten- und AbonnemeltTS-Ännahme in der Verwaltung. Bezugspreis: Abholen oder durch die Post monatlich Din 23.—, bei Zustellung Din 24.—, fiir das Ausland monatlich Din 32..—. Einzelnummer Din 1.50 und Din 2.—. Manuskripte werden nicht retourniert. Bei Anfragen Rückporto beilegen. Poštnina plačana v gotovini. Preis Din Mriborer öciluua Siidgalizische Bahnen in der Verwaltung der Deutschen Reichsbahn RmMOes und deutsches Dementi der Gerüchte über die Okkupation des Raumes südlich von Lemberg durch deutsche Truppen L o n d o n, 25. Jänner (Avala) R e tr-t e r berichtet: Dem Informationsministerium wird aus Moskau berichtet: Die Sowjetregierung hat die Nachricht, der-zufolge die an der sowjetrussisch-ungarischen Grenze befindlichen Erdölvorkommen an Deutschland abgetreten worden seien, formell dementiert. Es wird betont, daß die Gerüchte über diese Okkupation infolge Anwesenheit deutscher Beamter entstanden, die die Rückwanderung der Deutschen aus Sowjetrußland betreuen. In Moskau konnte ferner in Erfahrung gebracht werden, daß die deutsche Regierung bei der Sowjetregierung erwirkt hat, daß die Spurbreite des Geleises der Bahn Czernowitz—Lemberg, d'e Rumänien mit Deutschland verbindet, nicht auf die russsiche Breite erweitert Werde. In London wird dieser Information umso größere Bedeutung tieigemes- sen, als die Bahn Czemowity—Lemberg den einzigen Schienenstrang bildet, auf dem Deutschland, solange die Donau vereist ist, rumänisches Erdöl beziehen kann Das russische Entgegenkommen darf deshalb als ein Anzeichen der engen deutsch russischen Zusammenarbeit gewertet werden. R o in, 25. Jänner. Nach Informationen der Londoner, Budapester und Bukare-ster Berichterstatter italienischer Zeitungen sind die Gerüchte, denen zufolge Sowjetrußland einen Teil Südgal-ziens an Deutschland abgetreten haben sollte, unrichtig. Wohl aber wurde zwischen dem Deutschen Reich und Rußland eine Eisenbahnkonvention abgeschlossen, auf Grund deren sich das russische Verkehrs-kommissariat verpflichtet, jenen Teil der Bahnen jn Polen, die Rumänien und das Deutsche Reich verbinden, auf bestimmte Zeit der unmittelbaren Kontrolle der Deutschen Reichsbahn zu unterstellen. Auf diese Weise kann Deutschland das Erdöl aus Drohobicz transportieren, dessen Erdölvorkommen nach der Besetzung durch Rußlands zwecks Exploitierung an Deutschland übergeben wurde. Die betreffende Konvention enthält auch die Bestimmung, derzufolge die im Lembterger Gürtel liegenden Eisenbahnen die normale europäische Spurweite beibehalten und nicht auf die russische Breite erweitert werden. Auf diese Weise werden deutsche und rumänische Zisternenwaggons über sowjetrussisches Gebiet fahren können, ohne daß sich die Notwendigkeit einer Umfüllung ergäbe. Man erwartet, daß Deutschland den Bahnverkehr mit Rumänien noch im Laufe des Winters wiederherstellen wird, um auch zu einer Zeit, in der der Schleppverkehr wegen Vereisung der Donau nicht möglich ist, per Bahn die Naphtha- und Getreidetransporte aus Rumänien bewältigen zu können. B e r 1 i ii, 25. Jänner. Das Deutsche Nachrichtenbüro hat gestern neuerdings die Gerüchte dementiert, denen zufolge 150 Transportfachleute nach Rußland abgegangen seien, um den dortigen Bahn-verkehr und die Industrieproduktion zu reorganisieren. Ebenso unrichtig seien auch die Nachrichten, denen zufolge deut sehe Truppen das westukrainische Petroleumgebiet okkupiert hätten, ein Geb'et, welches Sowjetrußland angeblich dem Deutschen Reiche als Kompensation für die erwähnte technische Hilfe abgetreten hätte. Vergebliche Ruffenvvrstöße gegen Sie Mannerheim-Linie Erbitterte Kämpfe am Ladvga-Gee / Die Russen versuchen den Finnen in die Flanke zu fallen Helsinki, 25. Jänner. (Avalä.) Reuter berichtet: Jn der Umgebung des Ladogasees sind zwischen Finnen und Russen heftige Kämpfe im Gange. Die Sowjettruppen versuchen ununterbrochen die Finnen von der Flanke anzugreifen,- woraus geschlossen werden kann, daß das Sowjetkommando diesen Kämpfen große Bedeutung beimißt. Die Kämpfe konzentrieren sich entlang der einzigen Bahnstrecke, von der ein Teil in den Händen der Finnen ist, der andere hingegen in den Händen der Russen. Das. Terrain, das die Russen zu ihrem Vorstoß auserwählt haben, ist überaufs Ungünstig. Ungeheure Wald, und Sumpfkomplexe, in denen das Schilf jede Sicht verwehrt, behindern die Russen am Vordringen. Im ganzen Gebiet gibt es nur eine einzige Straße, de ren Einnahme durch die Russen den Weg nach dem Herzen Finnlands freimachen würde. Alle bisherigen Versuche der Russen, an diese Straße heranzukommen, sind von den Finnen bis jetzt abgewehrt Worden. Helsinki, 25. Jänner. (Avala.) Der Sonderberichterstatter, der Agence Havas meldet: Die Sowjetrussen kämpfen verzweifelt im Norden des Ladoga.See-Ge-bigtes. Gestern versuchten sie an zwölf Funkten vorzustoßen. Die stärksten russischen Angriffe wurden bei Kolanjoki u. Atojoki registriert. Alle russischen Angriffe wurden unter großen Verlusten für den Gegner abgewiesen. Auf der kareli- j sehen Landenge versuchten die Russen j d e Befestigungen der Mannerheim-Linie j i"U Muolajärvi zu durchbrochen. Der rus- : \ c Infanterieangriff wurde durch die rfmiiz DIE BEMÜHUNGEN DES JUGOSLAWISCHEN AUSSENMINISTERS DR. CINCAR MARKOVIČ FINDEN IN ROM GRÖSSTES VERSTÄNDNIS — ALLES FÜR DIE BEFRIEDUNG DES EUROPÄISCHEN SÜDOSTENS R o m, 25. Jänner. Die Bemühungen des jugoslawischen Außenministers Dr. C i n-ca r-M a r k o v i č, für die im Feber stattfindende Konferenz des Ständigen Rates der Balkanunion günstige Voraussetzungen zu schaffen, werden in italienischen halbamtlichen Kreisen mit größtem Verständnis begleitet und kommentiert. Insbesondere wird in diesem Zusammenhänge auf die kürzlich in Vršac stattge-fundene Zusammenkunft der beiden Außenminister Jugoslawiens und Rumäniens hingewiesen. Die privilegierte Stellung, die Jugoslawien als Land einnimmt, welches seine Beziehungen zur Nachbarschaft rechtzeitig zu regeln verstand, nützt jetzt Außenminister Dr. Cincar-Markovič nach hiesiger Auffassung in lobenswerter Weise dazu aus, die gleiche Konsolidierung der internationalen Beziehungen auch an anderen Sektoren des Donauraumes und Balkans zu ermöglichen. Es ist selbstverständlich — so heißt es irr römischen Kreisen weiter —, daß Italien auf diese Bemühungen im Sinne der jugoslawisch-italienischen Freundschaftspolitik mit Befriedigung blickt. Italien hat mit seiner im September getroffenen Entscheidung, außerhalb des Krieges zu bleiben, dem Balkan und den Mittelmeer-Anrainem ermöglicht, ebenfalls neutral zu bleiben. Italien kann daher keine andere politische Linie einschlaeen als die der eiligen Befriedung der Balkanstaaten unter sich. Vor einigen Tagen wurde in Rom halb- amtlich mitgeteilt, daß die italienische Regierung keinen Beobachter nach Beograd entsenden werde. Da aber bei den bevorstehenden Beratungen der Balkanunion in Beograd auch der sogenannte Venediger Plan zur Diskussion gestellt werden wird, ist es völlig klar, daß Italien auf der Balkankonferenz auch geistig anwesend sein wird. In diesem Zusammenhänge wird in Rom ferner erklärt, die Konferenz der Balkanunion in Beograd werde nicht nur eine gewöhnliche Manifestation sein, denn man müsse positive Ergebnisse erwarten. Die Konferenz wird die Probleme des Donaubeckens und des Balkans nicht nur behandeln, man wird auch den modus für deren Lösung suchen. Verbandes, Zvonimir Martinkovič, einen ausführlichen Bericht über die augenblickliche Lage der jugoslawischen metallurgischen Industrie und die aufgetretenen Rohstoffschwierigkeiten. Er teilte mit, daß die Regierung auf die Eingabe um Bewilligung einer zusätzlichen Einfuhr von Roheisen und Abschaffung des Einfuhrzolles auf Roheisen und Alteisen ferner um Beistellung der notwendigen Devisen bisher noch nicht geantwortet habe. Zahlreiche Unternehmen seien daher gezwungen, ihren Betrieb einzuschränken, bei Anhalten der Schwierig' keiten sogar ganz einzustellen. Auf Vorschlag des Generaldirektors der Osijeker Eisengießerei, Ing. P i 1 p e 1 wurden die Besprechungen in zwei Grup pen geteilt, und zwar: 1. die Versorgung mit inländischem und ausländischem Roh eisen und 2. die Schwierigkeiten dieser Versorgung. Es wurde festgestellt, daß die Eisenhütte von Vareš die Privatindustrie nicht mehr mit Roheisen versorgen kann, weil ihre ganze Erzeugung von den eigenen Gießereien und dem erhöhten B darf der Eisenwerke in Zenica aufgenom men wird. Der Generaldirektor der »ju gočelik«, Ing. D e s p i č, schilderte dir Lage beim gewalzten Eisen und teilte mit, daß die Preise für gewalztes Eisen bis 1. Jänner 1940 keine Erhöhung erfah ren haben. Da die Gefahr besteht, daß die private metallurgische Industrie, d:e über kein eigenen Hochöfen verfügt, infolge Rohstoffmangels ihren Betrieb im Frühjahr einstellen muß, wurde ein dreigliedriger Ausschuß gebildet, der die notwendigen Maßnahmen für die weitere Versorgung der Gießereien mit den notwendigen Roh i eisenmengen durchführen soll. Es wurd ferner die Aufstellung eines Zentralbüros , beim Verband beschlossen, daß die ln dustrie mit Alteisen zu versorgen hat Die Konferenz wurde fortgesetzt. Landeskonferenz der metallurgischen Industrie in Beograd Im Beisein des Kommissars für Erze und Metalle, der Vertreter des Handelsministeriums und der Inspektion für Landesverteidigung, der Vertreter der Wirtschaftskammern und der beteiligten Industrien fand am 22. d. in Beograd eine Landeskonferenz der metallurgischen Industrie statt. Die Beratungen umfaßten den Fragenkomplex der Versorgung der Eisen und Metall verarbeitenden Industrien mit Rohstoffen, insbesondere mit Roh- und Alteisen. Nach einleitenden Worten des Präsidenten des Verbandes der Metallindustrie, Ing. Ljuba G o d j e-v a c, erstattete der Generalsekretär des Eine große vorgeschichtliche Schau Afrikas. Rom, »Agit«. — Das Vorhandensein alter Kulturen, die vor der Eisenzeit vor handen waren, scheint, wie die »Agit« schreibt, nunmehr endgültig in einigen Zonen Afrikas festgestellt zu sein, mit ei nem Einflußstrahl, der auch die mittel ländischen Küsten Europas erreichte, wo die Graphite der Balzi Rossi bei Grimal-di sehr viel Aehnlichkeit mit denen in unterirdischen Höhlen Mittel- und Südaf rikas entdecken, aufwiesen. Auf der »Drei jährlichen Schau der italienischen Ueber-seeländer«, die am 9. Mai in Neapel er-i öffnet wird, wird auch eine große Samm lung ausgestellt sein, die die Vorgeschich Mottas Leben und Werk Mit Dr. Giuseppe M o 11 a, der dieser Tage seine Augen für immer schloß, ist nicht nur eine der markantesten Gestalten der Schweiz entschwunden, nicht nur ein schweizerischer Staatsmann von großem Format, sondern auch ein Mann von internationaler Bedeutung. Motta wurde als Sohn eines Bauern in Airollo, dem italienischen Teil ßer Schweiz, geboren. Die Rechtswissenschaften studierte der junge Mann in Freiburg, München und Heidelberg, um sich dann als Rechtsanwalt in seinem Tessiner Kanton niederzulassen. 1899 trat er als Konservativer — diese Richtung entsprach dem katholisch orientierten Geist des Mannes — ins politische Leben und wurde in diesem Jahre Mitglied des Nationalrates. 1911 wurde Motta bereits Mitglied des Bundesrates (d. 1. der Regierung) und verwaltete darin das Finanzressort in den Jahren 1912 bis 1917. In der Zeit bis 1920 wurde Motta auch zum Bundespräsidenten gewählt. Als Staatsoberhaupt der Eidgenossenschaft vermochte Motta erst recht seine großen Fähigkeiten zu entfalten. Nach dem Kriege wurde Motta zum ersten Ehrenpräsidenten des Völkerbundes erwählt. Inzwischen wurde er fünf Ma1 zum Bundespräsidenten gewählt, so auch im Vorjahre, als Pilet-Golaz sein Nachfolger wurde. Wie sehr Motta dem Gedanken der striktesten Neutralität der Schweiz ergeben war, bewies er vor drei Jahren, als der Völkerbund seine große Krisis durchmachte. Damals proklamierte Motta sogar die schweizerische Neutralität dem Völkerbund gegenüber, obzwar er ein großer Anhänger des Völkerbundse-dankens war. Giuseppe Motta beherrschte außer seiner italienischen Muriersnra-che fließend Deutsch und Französisch. In der Politik war er ein großer Realist, der sich keinen leeren Schimären hingab. Seine Gestalt wuchs über sein schweizerisches Vaterland hinaus zu internationaler Bedeutung. Mottas Wahlsnruch war: »Ich bin ein Idealist, denn ich glaube an Gott, an die Menscheit und an mein Vaterland.« Der Hafen Murmansk H a m b u r g, 25. Jänner. Der finnischrussische Konflikt hat erneut neben der wirtschaftl.chen die militärisch-strategische Seite der verkehrspolitischen Bedeutung des einzigen, das ganze Jahr über eisfreien russischen Hafens Murmansk herausgestellt. Der Bau der wichtigen Bahnlinie Leningrad—Murmansk wurde während des Weltkrieges mit Hilfe von Kriegsgefangenen durchgeführt, jedoch erst 1926 vollendet. Zusammen mit dem 1933 eröffneten Ostsee—Weißmeer-Kanal stellt che Bahn den entscheidenen und schnellsten Verkehrsweg zwischen dem industriellen Herzen des europäischen Rußland und der Außenwelt dar. Seit Peter der Große zuerst dem russischen »Rock mit zugenähten Taschen« einen freien Ausgang zum Meer zu schaffen, und zu diesem Zweck die eroberten Provinzen Karelien und Ingermanland als »Fenster nach dem Westen« auszubauen suchte, sind die Versuche der Erschliessung des Nordens nicht mehr abgerissen. Erst die Sowjetunion konnte diese Aufgabe mit den modernen technischen Mitteln durchführen und darüber hinaus zur Grundlage einer verkehrspolitischen Erschließung der Arktis und des nördlichen Seeweges machen. Die Halbinsel Kola, auf der sich noch die wärmende Kraft des Golfstromes auswirkt, wurde das Versuchsfeld für die Sicherung menschlicher Siedlungen jenseits des Polarkreises, und ihr Hafen Murmansk neben seiner Bedeutung als einziger russischer Ausgang auf den Atlantik der strategische Sammelplatz für den Kampf um einen direkten, von der transsibirischen Bahn unabhängigen Zugang zum Pazifik. Dazu kommt heute se'ne Bedeutung als Stützpunkt der geplanten direkten Luftlinie über die Polarzone nach Nordame* Mano uiti z. e dun g« ivuuuucr 21 ■ v Zuerst Umbau des Staates Im Sinne des Husgleldis eine Entschließung des engeren Hauptausfchusfes der Jugoslawischen Radikalen ümcm Vor Der Abänderung Des Wahlgesetzes rika. Dieser dreifachen Bedeutung als Knotenpunkt des russischen Weltverkehrs entspricht seine militärische Bedeutung als Stützpunkt eines beträchtlichen Teils der sowjetischen Kriegsflotte. Denn der Hafen ist nicht nur der einzige eisfreie der Sowjetunion, sondern war seit der Wiederbefestigung der Alandsinseln bis zur Anlage von militärischen Stützpunkten im Baltikum auch für die Kriegsmarine der einzige Ausgangshafen, der ausserhalb der ausländischen Kontrolle lag und nicht blockierbar war. Neben der Industrialisierung der Halbinsel Kola (Kola phosphat) nahm so die Militarisierung durch Anlage eigener Rüstungsbetriebe und zahlreicher Küsten- und Grenzbefestigungen den ersten Platz in dem dritten Fünfjahresplan ein, der hierfür zehntausend Spezialarbeiter und vierhundert Ingenieure einsetzte. 1-938 konnte der gefeierte leitende Ingenieur M e d w i e-d j e w die vollständige Elektrifizierung von Kola - melden, die zugleich die seit längerem ausgebaute Befestigungslinie an der finnischen Grenze speisen soll. Zur Umsiedlung der Volksdeutschen aus Litauen Berlin, 25. Jänner, Nachdem die Rücksiedlung der Volksdeutschen aus Lettland und Estland nahezu völlig abgeschlossen ist, kann damit gerechnet werden, daß demnächst auch die Umsied lung der in Litauen ansässigen deutschen Volksgruppe, die insgesamt rund 30.000 Menschen zählt,- in ähnlicher Weise zur Durchführung gelangen wird. Eine informatorische Fühlungnahme in dieser Frage . zwischen Litauen und dem Reich hat bereits stattgefunden, der zu gegebener Zeit :die eigentlichen Vertragsverhandlun gen folgen dürften. gewissenhaft behütet werden wird, so daß Serben und Slowenen nicht nur die gleichen Pflichten, sondern auch die gleichen Rechte haben werden. 3. Die Jugoslawische Radikale Union wird ihre Tätigkeit in der Richtung der Demokratisierung der politischen sozialen und wirtschaftlichen Fragen fort setzen, sie lehnt aber jeden Mißbrauch demokratischer Freiheiten von Seiten subversiver Elemente sowie jede Anarchie ab. Wir and jederzeit zu jeder Reform, auch der geringsten, bereit, um die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse auf Grundlage der nationalen Freiheit und Gleichberechtigung zu erzielen. 4. Der Hauptausschuß befaßte sich nach dem Referat des Sekretärs Dr. Krek eingehendst mit dem Entwurf des Skupschtinawahlgesetzes. Der Hauptausschuß machte die Feststellung, daß der Plan des Wahlgesetzes noch nicht fertiggestellt und vom Ministerrat auch noch nicht genehmigt ist. Was vor uns liegt, ist lediglich der Entwurf des Wahlgesetzes. Die Partei wird durch ihre Vertreter in der Regierung dafür Sorge tragen, daß alle Wünsche und Bemerkungen, die die einzelnen Redner im Hauptausschuß zum Ausdruck gebracht hatten, berücksichtigt werden. In Übereinstimmung mit ihren demokratischen Grundsätzen wünscht die Partei, daß die Wahlen in dem Augenblick ausgeschrieben und durchgeführt werden, wo dies die allgemeinen politischen Verhältnisse erlauben, damit der Staat auf diese Weise so bald wie möglich in sein normales politisches Leben in der Volksvertretung zurückkommt. Deshalb müssen unsere Anhänger in der Regierung alles tun, daß die Bedingungen für eine richtige Durchführung der Wahlen geschaffen werden. Die Partei ist der Ansicht, daß vor welchen Wahlen auch immer die Organisation und Umänderung aller Staatsteile erfolgen muß auf Grund der staatlichen Gemeinschaft und auf Grund des Prinzips des nationalen Ausgleichs in dem Sinne, daß alle Teile des Staates gleichberechtigt und zufriedengestellt werden.« Allmählicher Bruch zwischen Den Weltmächten unD Den Gowietö? MOSKAU ZIEHT DIE BOTSCHAFTER MAJSKI UND SURITSCH AUS LONDON UND PARIS AB — DER BRITISCHE BOTSCHAFTER IN MOSKAU, SEEDS, ERHIELT LÄNGEREN URLAUB Polarwinter in Italien R ö m, 24. Jänner. Die über Italien liegende Kälte hat sich in den lezten Tagen außerordentlich verschärft. In Mailand rfegistrierte man 10, in der Provinz Piemont 12 Grad unter Null. In verschiedenen Gebieten, so in den Abruzzen, sind gewaltige Schneeverwehungen eingetre-fen, durch die int Eisenbahnverkehr empfindliche Störungen hervotgerufen wurden. Da die älteren Städte Italiens mit neuzeitlichen Heizungsanlage nicht versehen sind, leidet die Bevölkerung wie noch selten unter der Katastrophenkälte. Auch Sardinien, das nur selten einen scharfen Winter aufzuweisen hat, liegt Unter einer Schneedecke. In den Bergdörfern verzeichnete man in den letzten Tagen Temperaturen bis zu 5 Grad unter Null. Fliegerabenteuer in den Pyrenäen R o m, 25. Jänner. Ein gefährliches Abenteuer, das aber noch glimpflich ab-gelauferi ist, hatte ein Sportflieger während eines Fluges über die Pyrenäen zu bestehen. Die Maschine wurde von einem Adler angegriffen, wobei der Flieger Mühe hatte, die Schnabelhiebe des Raubvogels abzuwehren. Schließlich geriet das Tier in den Propellerkreis und wurde sofort getötet, während der Propeller zersplitterte und die Maschine abstürzte, im. letzten Augenblick gelang es dem Flieger, mit" dem Fallschirm sich in Sicherheit zu bringen. Die vollkommen zertrüm mcrte Maschine wurde später in einer Felsschlucht aufgefunden. Das Schlüsselloch gesucht und dabei erfroren Wien, 25. Jänner. In St. Margarethen (Vorarlberg) wurde der 50-jährige Landwirt Moritz Stösserle an der Türe seines Hauses lehnend — tot aufgefunden. Der Unglückliche dürfte, als,er in der Nacht heimkehrte, den Schlüssel nicht in das vereiste Schlüsselloch gebracht haben, beim Tor eingeschlafen und schließlich erfroren sein. Ein" ähnliches Unglück ereignete sich in Gmunden. Der 63-jährige Häusler Hertel schlief während einer kurzen Rast am Nachhauseweg ein und wurde am nächsten Morgen erfroren aufgefunden. Franzi fuhr mit der Eisenbahn. Der Zug durchfuhr zahlreiche Tunnels. Im- mer wieder wurde Dunkel im Abteil. Oft ganz kurz hintereinander. Franzi ließ sein Buch sinken, klappte Es zu und rief: »Geradezu kindisch!« Beograd, 25. Jänner. Unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten Dragisä Cvetkov i d fand gestern in Beograd eine Sitzung des .engeren Hauptausschusses der Jugoslawischen Radikalen Union statt. Nach einem Bericht des Partei Vorsitzenden Cvetkovič fand eine ausführliche Diskussion über alle einschlägigen Probleme statt. Übereinstimmend wurde die nachstehende Entschließung angenommen: 1. Die Politik des nationalen Ausgleiches hat nicht nur das kroatische Volk befriedigt, sondern auch die Hingabe der Kroaten an das königliche Haus und den gemeinsamen Staat an den Tag gelegt. Dadurch wurde im Ausland noch mehr das Ansehen und Prestige Jugoslawiens erhöht, weil die Überzeugung geschaffen wurde, daß das ganze Volk im Königreich einig und einstimmig ist, so daß der Staat mit großem Selbstvertrauen in die Zukunft bücken kann. 2. Die Jugoslawische Radikale Union ist überzeugt, daß im Banat Kroatien die Gleichberechtigung der Serben und Slowenen mit den Kroaten R o m, 25. Jänner. Wie die Berichterstatter der römischen Blätter aus London berichten, wird die Abberufung des sowjetrussischen Botschafters Majski aus London als erste Repressivmaßnahme Moskaus gegen die Westmächte im Zusammenhang mit der Abreise der Botschafter Seeds und Naggiar aus Sowjetrußland ausgedeutet. Man rechnet auch damit, daß Moskau aitch den Pariser Botschafter S u r i t s c h abberufen werde, und zwar in der Form einer zeitlichen Beurlaubung, die mit einer direkten Berichterstattung in Zusammenhang gebracht werden soll. Majski, der seinerzeit zu den Freunden Litwinows zählte, wird als Sowjetdiplomat bezeichnet, der die besten Beziehungen zu den Westmächten besitzt und dem es auch nach dem Ausbruch des Krieges gelang, wenigstens die* Handelsbeziehungen zwischen England und Rußland aufrecht zu Konflikt um eine Dame ohne Hemd Ein Massenprozeß mit gutem Ende Ma i I a n d, Mitte Jänner. Frauen tragen tagsüber keine Hemden mehr, sondern nur noch nachts im Bett! Das war die Feststellung eines Gerichtsvorsitzenden in einem Beleidigungsprozeß, die im Zuschauerraum nicht geringe Heiterkeit erregte, und bei der sich auch die Herren des Gerichtes eines Lächelns nicht erwehren konnten. Daß die Mailänder Frauen wie auch die Frauen gewisser Gesellschaftsschichten in anderen Städten der Welt tagsüber keine Hemden, mehr tragen, hat aber nicht etwas mit Sparen zu tun; es handelt sich da vielleicht um ein Gebot der Mode, die bei den Abendkleidern ver langt, daß der Rücken bis zum Ende des Kreuzes frei sein muß und im übrigen die Seide die Figur dicht umschließen soll. Auf einem Gesellschaftsabend war eine junge Schöne erschienen, die durch ihre anmutige Erscheinung gewissermaßen eine kleine Sensation erregte. Die Blicke der Männer waren nur noch auf sie gerichtet, namentlich die »Kenner« unter ihnen sahen nur noch sie. Ihre elegante Figur war so knapp und dicht von der Seide des Abendkleides umschlossen, daß man mit Recht sagen konnte, daß erhalten. Seine Bemühungen wären vielleicht gelungen, wenn der_ Völkerbund nicht den Ausschluß der Sowjetunion beschlossen hätte. Zürich, 25. Jänner. Wie die »Neue Zürcher Zeitung« berichtet, sollte Majski in Moskau einen Bericht über die englische Finnland-Hilfe erstatten, ebenso über die Haltung der Alliierten im Falle eines etwaigen russischen Angriffes auf Beßarabien. Die Zweckmäßigkeit eines solchen Angriffes würde jedenfalls von der Berichterstattung Majskis abhän gen. London, 25. Jänner. (United Preß.) Premierminister Chamberlain gab im englischen Unterhaus u. a. die Erklärung ab, daß die Regierung beschlossen habe, dem englischen Botschafter in Mos kau, Sir William Seeds, einen längeren Urlaub zu gewähren. die Hülle erst recht die Reize ihres Körpers hervorhob. Kurz und gut, die junge Venus erzeugte nicht nur einen heimlichen Streit zwischen den Männern und ihren Frauen, die Gift und Galle spien vor Eifersucht, sondern auch einen stillen Kampf zwischen den Männern um die schöne Tänzerin. Wieder erklangen die Geigen und wieder wurde getanzt. Plötzlich gellte ein kurzer Schrei. Da stand die Venus splitternackt auf dem Parkett, hemd- und hüllenlos. Was war geschehen? Eine Dame war der Tänzerin auf die Schleppe ih res Kleides getreten, und da es eine wohl beleibte Dame älteren Jahrganges war, konnte die Schleppe unter dem Fuß nicht nachgeben. Das Abendkleid lag zerrissen auf dem Boden. Schließlich eilte ein Diener mit einer Tischdecke herbei und umhüllte damit die »Bloßgestellte«. Nun aber entspann sich ein Kampf zwischen der Venus und der Dame, die auf ihre Schleppe getreten war und die bezichtigt wurde, dies mit Absicht gemacht zu haben. Es bildeten sich zwei Kampfparteien. Im Verlauf der Auseinandersetzungen hagelte es Beleidigungen, die zu Handgreiflichkeiten führten, die nun den Prozeß zur Folge hatten. Der Richter aber mahnte lächelnd zur Einigung, die dann auch abgeschlossen wurde. Erschütterndes Bootsungküü Fünf Kinder vor den Augen ihrer Mütter ~ ertrunken ' ‘ Oslo, 25. Jänner. Die Blätter berichten von einem schweren Bootsunglück, das sich dieser Tage in der Nähe von Kirkenes, im nördlichen Teil von Norwegen, zugetragen hat. Ein mit dreizehn Personen, davon fünf Kinder, besetztes Boot, das zu einem im Fjord ankernden Dampfer fahren wollte, kenterte bei dem hohe« Seegang und ging unter. Acht Insassen konnten sich durch Schwimmen über Wasser halten und schließlich das Ufer gewinnen. Die fünf Kinder kämpften über eine Stunde lang mit den hochgehenden Wellen und sanken schließlich eines nach dem ändern in die Tiefe. Das Unglück vollzog sich vor den Augen der am Ufer befindlichen Mütter der Kinder. Zwei der kleinen Leichen wurden inzwischen ans Ufer geschwemmt. Gattenmord eines Sechzig -jährigen Die Kinder finden die Mutter ermordet auf. Wien, 25. Jänner. In Baiersdorf im St. Georgen in Lavanttal (Kärnten) hat sich ein furchtbarer Mord abgespielt, der von den eigenen Kindern der Ermordeten aufgedeckt wurde. Als die vier noch schulpflichtigen Kinder aus der Schule heimkehrten, fanden sie in der Wohnstube ihre Mutter leblos auf. Von dem Vater konnten sie zunächst keine Spur entdecken. In ihrer Todesangst liefen die Kinder zu Nachbarsleuten, die sofort die Gendarmerie alarmierten. Der Gemeindearzt stellte Tod durch Erdroßeln fest. Unter dem Verdachte, seine Frau erwürgt zu haben, wurde daraufhin der Mann der Toten, der 60-jährige Besitzer Alois W a 1 d m a n n verhaftet. Er leugnet zwar noch die grauenhafte Tat, doch sprechen alle Umstände dafür, daß der Mann im Verlaufe einer Auseinandersetzung sich an der Frau zu Mißhandlungen hinreißen ließ und die Unglückliche schließlich erschlug. Es dürfte sich um einen Eifersuchtsmord handeln. Die Frau war 32 Jahre alt und lebte mit ihrem Manne bereits in Scheidung. Am Mordtage war sie in die Wohnung gekommen, um sich von den Kindern zu verabschieden. »Gestern hat mich meine Frau geschlagen. Aber heute werde ich mich revanchieren.« »Aber, um Gottes willen, ihr seid doch erst kurze Zeit verheiratet. Ich wußte ja gar nicht, daß ihr so schlecht miteinander lebt.« »Unsinn! Ich spreche doch vom Tischtennis!« Marlbor, Donnerstag, den 25. ÄSnner aribor braucht ein Nacht aiyl für MiUeliofe WIE STEHT ES MIT DEM GEBÄUDE DER ARBEITSBÖRSE? — DIE ERWERBS. LOSEN ARBEITER BRAUCHEN WÄRMESTUBEN. In zahlreichen Städten des Auslands gibt es sogenannte Nachtasyle, soziale Einrichtungen, die dazu dienen, mittellosen, arbeitslosen Personen gegen ganz geringen Entgelt menschliche Schlafmöglichkeiten zu bieten und sie vor der Unbill des Winters und des schlechten Wetters zu schützen. In unserer Stadt ist derjenige, der den billigsten Zimmerpreis einer Gaststätte letzten Ranges nicht auf zubringen vermag, nachgerade genötigt, sich in Spelunken umherzuwärmen und dann im Freien umherzuirren. Seinerzeit vyurde in Maribor in der Gregorčičeva ulica für die Arbeitsbörse ein Amtsgebäu, de errichtet, welches gleichzeitig den Zwecken eines Arbeiterasyls dienen sollte. Der eigentliche Zweck ist aber damit nicht erreicht worden. Dieses Gebäude vyurde dazu geschaffen, in ein Nachtasyl Umgewandelt zu werden, welches tagsüber' stellenlosen Arbeitern zum Aufenthalt in warmen Räumen dienen könnte. Der jetzige Winter hat dieses Problem wieder aktualisiert. Die Frage könnte unschwer gelöst werden, wenn sich die zuständigen Faktoren — vor allem aber die Arbeiterorganisationen — darüber Einigkeit verschaffen würden. Das Gebäude in der Gregorčičeva ulica ist für die Zwecke, der Arbeiterschaft erbaut worden, es soll auch wirklich den Arbeitern gehören, und zwar denjenigen, die infolge Arbeitslosigkeit usw. am meisten zu leiden haben. Neue Wege der Tuberkulosebekämpfung Übersiedlung des Ambulatoriums der Maribörer Ant tuberkulosenliga in das Gesundheitsheim. — Anschaffung eines modernen Röntgenapparats. Serienweise Untersuchung der Bevölkerung in Stadt und Land. Die Maribörer Antituberkulösenliga, die älteste Organisation dieser Art im Staate, hat einen neuen Fortschritt zu verzeichnen. Zusammen mit der seinerzeit eingeleiteten Sammelaktion des Gesundheitsheimes wurde jetzt ein R ö ri t-g e n a p p a r a t, die modernste Type auf dem Gebiet der Durchleuchtungswissenschaft, um den Preis von 50.000 Dinar angeschafft. Jetzt erst werde es unserer ungemein rührigen Liga ermöglicht,; ihre Tätigkeit auf dem Gebiete der Tuberkulosebekämpfung voll zu entfalten. Die Liga besaß bisher ihr Ambulatorium zur unentgeltlichen Untersuchung der Kranken oder Krankheitsverdächtigen im Palais des Kreisamtes für Arbeiterversicherung in der Marijina ulica, wo auch der dortige Röntgenapparat benützt wurde. Da jedoch die Anlage zu „Anstaltszwecken allzu sehr in Gebrauch stand,.machte sich die Notwendigkeit der Beschaffung eines eigenen Röntgenapparates immer mehr fühlbar. Die eingeleiteten Besprechungen gediehen nun soweit, daß jetzt die Übersiedlung des Ambulatoriums in neue, praktische Räume erfolgen kann. Md 1. Februar eröffnet das Ambulatorium der Antituberkulosenliga seine Säu-t me im Gebäude des staatlichen Gesund heitsheimes in der Koroščeva ulica mit dem Sondereingang von der Stras-, senseite. Es. stehen vier Räume zur Verfügung, die mit den neuesten Errungenschaften der medizinischen Wissenschaft 'ausgestattet sind. Der neue Röritgen-apparät wird in einem besonderen Raum aufgestellt und auch für die Zwecke des Gesundheitsheimes zur Verfügung stehen. Durch die Beschaffung des modernsten Röntgenapparats und die Unterbringung des Ambulatoriums im Gebäude des Ge-sundheitsheimes werden fortan beide so wichtigen Institutionen sich ihrer Aufgabe im Dienste der Volksgesundheit voll und uneingeschränkt widmen können. Der Apparat wird auch vom Gesundheits--heim, das unter der bewährten Leitung des Facharztes Dr. V r t o v c c steht, in Anspruch genommen werden. Dadurch wird es möglich sein, nach dem Beispiel des fortgeschrittenen Auslandes, auch bei uns den Kampf gegen die Tuberkulose auf breitester Grundlage zu führen. Die Schulkinder werden serienweise untersucht werden, ebenso auch die übrigen Bevölkerungskreiee, und dies nicht nur die städtische, sondern auch die L a n d b e v ö 1 k e r u n g. Es braucht wohl nicht besonders hervorgehoben zu werden, welche Wichtigkeit dieser Serien weisen Untersuchung der Bevölkerung ohne Unterschied, ob gesund oder krank, ' zukommt. (Cello) ud Dr. Klasinc (Klavier) bestritten wird. An das Festkonzert wird sich eine Tanzunterhaltung anschließen. Vermeiden Sesses in Ljubljana, wo ihr der elfte Platz zufiei. Heber die finanzielle Gebarung berichtete Kassier Franz K o i .a r, T č, der das Vereinsvermögen mit 41.327.65 Dinar bekanntgab, wovon 30.0Y0 Dinar auf den Bau fond für das neue Rüsthaus entfallen. Bei den Wahlen wurden Tür die nächsten drei Jahre nahezu zur Gänze der bisherige Ausschuß mit Obmann Joža Hrastelj und Hauptmann Starte C ! v i v I n i an der Spitze wiedergewählt. WidsikaiUktie Rukdstluui Die Tätigkeit der Schiffswerften in Italien. Rom,- »Agit«. — Auf dem Gebiet der Schiffsbauten hat Italien wieder einen Platz erster Ordnung eingenommen, der der Fähigkeit seiner Arbeiterschaft und seiner Einrichtung auf diesem Gebiete angemessen ist, das durch, zweckmäßige Regierungsmaßnahmen gestärkt wurde, ln bezug hierauf hebt die »Agit« hervor, daß man im Vergleich zu den 81 Schiffen mit etwas über 27.000 und 300 Ton nengehalt, die im Jahre 1934 vom Stapel gelassen -wurden, im Jahre 1936 die imposante Zahl von 126 vom Stapel gelas senen Schiffen mit über 106.000 Tonnen gehalt erreichte, während allein in den ersten 6 Monaten des - vergangenen Jahres bereits 47. Schiffe mit 60.000 und 500 Tonnengehalt vom Stapel gelassen wurden. Am- Ende des gleichen Zeitabschnittes waren außerdem' .82 Schiffseinheiten mit 153.000 Tonnengehaft auf den Werftausladeplätzen. Witz und Humor Kurz und bündig. »Max ist doch der unverschämteste Kerl, den ich je .kennengelernt habe! Gestern ^abends sagte ich ihm, daß ich ihn nicht mehr sehen wolle ...« »Und was tat er?« »Er drehte das Licht. aus.« - - - " - * - »Na, wie geht’s Ihnen denn in der jungen Ehe?« »Wie Hammer und Amboß!« »'Wie meinen Sie das?« »Hm, das können Sie' auslegeri, wie Sie vollen!« * Sie: »Du sagtest ei h mal, daß ich für dich die Welt bedeute Er: »Ja — aber ich habe meine geographischen Kenntnisse seitdem bedeutend erweitert.« * Im Frühjahr fuhr Gerda an die See. Und als sie heimkam, gestand sie ihrer Mutter errötend: »Jetzt weiß ich auch, was Strandräuber sind.« Die Frage der Mindestlöhne Das Ministerium für soziale Fürsorge und Volksgesundheit hat die Absicht aufgegeben, eine Landeskonferenz über die Frage der Erhöhung der Mindestlöhne einzuberufen. — Die Lohnregelung den Banaten überlassen. B e o g r a d, 25. Jänner. Wie der »Jugoslawische Kurier« bereits gemeldet hat, ist die Landeskonferenz, welche vom Ministerium für soziale Fürsorge und Volksgesundheit für gestern einberufen worden war, uni die Frage der Neuregelung der Mindestlöhne zu erörtern, auf unbestimmte Zeit vertagt worden. Nunmehr erfährt der »Jugoslawische Kurier« aus verläßlicher Quelle, daß das Ministerium endgültig die Absicht, eine solche Konferenz ein zuberufen, aufgegeben hat. Man ist nämlich zu der Heberzeugung gelangt, daß eine solche Konferenz ihre Aufgabe nicht wtjrde erfüllen können, da es unmöglich ist, die Forderungen der Arbeiterorganisationen mit dem von den Arbeitgeberverbänden eingenommenen Standpunkt in Einklang zu bringen. Außerdem ist es nach Ansicht des Ministeriums nicht mög lieh, einheitliche Mindestlöhne für das ganze Land festzusetzen, und zwar nicht nur wegen der Unterschiede der Lebensbedingungen in den verschiedenen Gegen den des Landes, sondern auch wegen der besonderen Umstände, in welchen sich heute insbesondere die kleinen Arbeitgeber* befinden, deren Geschäftsumsatz auf ein Minimum gesunken ist. ■ In einigen Banaten (Morava- und Donaubanat) haben die Banusse bereits von der ihnCh erteilten Befugnis Gebrauch ge macht, Mindestlöhne festzusetzen, welche bis zu 50% höher als die ursprünglich vorgeschriebenen Mindestlöhne sein können. Im Ministerium ist man der Ansicht, daß diese Lohnerhöhung genügt, da die Kosten der Lebenshaltung sich nicht um mehr als 50% (namentlich was die Preise der Lebensrnittel anbelangt) verteuert haben. Das Ministerium erachtet es als zweckmäßiger, ungerechtfertigte Erhöhungen der Lebensmittelpreise zu verhindern, u. zw. nicht nur durch Polizei-maßnahmeri, welche sich bisher als wenig wirksam erwiesen haben, sondern viel mehr durch Maßnahmen und Interventionen wirtschaftlicher Art, wofür sich dem Staat mannigfach Gelegenheit bietet. Es ist jedoch zu bedauern,; daß vor der Festsetzung von Mindestlöhnen durch die Banate die interessierten Wirtschaftskrei se im allgemeinen nicht befragt werden. Im Morava- und Donaubanat wurden z. B. die Mindestlöhne bereits um 25—30% erhöht, und ähnliche Maßnahmen sollen auch in den übrigen Banaten ergriffen werden. Es entspricht dies sicherlich nicht der Ansicht des Ministeriums für soziale Fürsorge und Volksgesundheit, wonach es zweckmäßiger wäre, Maßnah men zur Verhinderung, ungerechtfertigter Erhöhungen der Lebensmittelpreise zu ergreifen. Börsenberichte Ljubljana, 24. d. Devisen: London 175.50—178.70 (im freien Verkehr 216.79 —219.99), Paris 99.20—101.50 (122.59— 124.89), Newyork 4425—4485 (5480— 5520), Zürich 995 — 1005 (1228.18 — 1238.18), Amsterdam 2350 — 2388 (2902.40—2940.40), Brüssel 744—756 (918.88—930.88); deutsche Clearingschecks 14,70—14.90. Zagreb, 24.. d. Staats w e r t e. 2 ein halb proz. Kriegsschaden 424 bis 428, 4 proz." Agrar 0 bis 52, 4 proz. Nordagrar 50.50 bis 52, 6 proz. Begluk 75,25 bis 0, 6 proz. dalm, Agrar 69 bis 70, 7 proz. Investitionsanleihe 98 bis 99, 7 proz. Blair 97 bis 98, 8 proz. Blair 95 bis;' 97:50; Priv. Agrarbank 0.190. Der jugoslawisch-deutsche Güteraustausch Ansprache des Präsidenten des Leipziger Meßamtes, Herrn Fichte, beim Journalistenempfang in Beograd. ■Der Präsident- des Leipziger Meßamtes, aus, daß eine noch stärkere Verlagerung der Wirtschaftsbeziehungen nach Deutsch land und Italien erfolgt. Demgegenüber ist ein Rückgang der Ausfuhr nach den Vereinigten Staaten und nach Uebersee zu verzeichnen. Auch die neutralen Staaten werden durch die augenblicklichen Verhältnisse zu einem stärkeren Warenaustausch mit dem blockadefreien Raum gezwungen. Die Leipziger Messe mit ihrer vielfältigen Verflechtung mit den übrigen Staaten Südost-Europas, mit den nordeuropäischen Staaten sowie den übrigen neutralen Ländern ist in der Lage, die jugoslawischen Wirtschaftsbemüh ungen in diesem Sinne wesentlich zu erleichtern und tatkräftig zu unterstützen. Die Erfahrungen des Weltkrieges lehren, daß die Leipziger Messe in einer Zeit der Waren-Verknappung das Ziel vieler Tausend Einkäufer aus allen neutralen Ländern ist; denn sie bietet fast die letzte Möglichkeit zu einer persönlichen Aussprache zwischen Kaufleuten Und Fabrikanten. Sie ist aber nicht allein Mittlerin zwischenstaatlicher Handelsbeziehungen; sondern dank der vorausschat^enden Organisationen der deutschen Wirtschaft bleibt die - deutsche Industrie auch trotz Herr Ludwig F i c h t e, nahm im Rahmen -einer Südosteuropa-Reise Gelegen- j der" auß"eror7entlich umfängreichen'krtogs ti tr>A f Drocenoorf fofom TiKa*- ?i« #-r/-v ! .. n. ö käufer kann .mit der Gewißheit nach Leipzig fahren, daß ihm hier ein umfassendes Angebot aller gegenwärtig lieferbaren Waren gezeigt wird. Die Leipziger Messe trägt durch ihren Einsatz dazu bei, den Austausch der beiden Volkswirtschaften auch während des Krieges zu fördern. heit, von Pressevertretern über die jugoslawisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen im allgemeinen und die Einschaltung der Leipziger M e s s e in diesen Handelsaustausch im besonderen zu sprechen. Er kennzeichnete dabei die langjährigen und vielgestaltigen Beziehungen kultureller Art und die weitgeh- ' enden wirtschaftlichen Verfechtungen j zwischen Deutschland und Jugoslawien. Die Ergänzungsmöglichkeiten beider Volkswirtschaften werden am besten durch Zählen des Handelsaustausches der letzten. Jahre verdeutlicht. U— 1933 war Deutschland mit 13 v. H. an der jugoslawischen ' Einfuhr- beteiligt. Heute macht dieser AiPeil unter Berücksichtigung Oesterreichs fast 40 v. H. aus. Auf der anderen Seite nahm Deutschland im Jahre 1933 14 v. H. der jugoslawischen Ausfuhr auf und 1938, ebenfalls unter Einbeziehung Oesterreichs, sogar 42 v. H. Diese Wirtschaftsentwicklung findet eine entsprechende Parallele im Ausbau der Beziehungen der jugoslawischen Wirt-schaftskreise -zur Leipziger Messe. Im Frühjahr 1933 wurden 216 und im Frühjahr 1939 1311 jugoslawische Einkäufer in Leipzig gezählt. mäßigen Beanspruchungen in der Lage, ihren Verpflichtungen gegenüber den bisherigen Kunden-Ländern nachzukommen, mehr noch, die deutsche Kriegsindustrie wird auch während der Kriegsmesse das Angebot durch Neuschöpfungen u. zahl-| reeihe neue Muster interessant gestalten. Die bevorstehende Leipziger Frühjahrs messe, die bekanntlich am 3. März beginnt, findet in den 24 großen Meßpalästen der Innenstadt statt. Ihr Angebot an Verbrauchsgütern in den Meßpalästen der Innenstadt wird durch zahlreiche Erzeugnisse der Produktionsmittelindustrie wesentlich ergänzt. Es ist in den jugoslawischen Wirtschaftskrei seti bekannt genug, welche besondere Leistungen die Leipziger Frühjahrsmesse vollbringt, indem sie einen persönlichen Gedankenaustausch zwischen Einkäufern und' Lieferanten ermöglicht. Dieser Gedankenaustausch ist im Krieg besonders wichtig; denn er schafft Vertrauen und damit die beste Grundlage für erfolgreiche geschäftliche Zusammenarbeit. Außerdem können auf diese Art zahlreiche technische und formale Fragen des zwischenstaatlichen Warenverkehrs schnellstens Der Krieg, wirkt sich jetzt-dahingehend i geklärt werden.- Der jugoslawische Ein- X Bulgarisch-jugoslawische Handelskammern werden in Beograd und Sofia anläßlich der dreijährigen engen Verbundenheit der beiden Nachbarstaaten ins Leben gerufen werden. Die üründungsver Sammlung der Beograder Kammer ist für den 11. und der Sofioter Kammer für den 18. Feber angesetzt. X Eine Verkaufszentrale für Alteisen gründet der Landesverband für Metallindustrie in Beograd. Beim Verkauf soll zum Kaufpreis nur ein geringer Beitrag zur Deckung der Regien eingehoben wer den. X Der Beratungsausschuß für Baumwolle hielt Mittwoch in Beograd seine erste Sitzung ab, um sich zu konstituieren. Den Vorsitz führt der Gehilfe des Handelsministers Dr. Obradovič. X Der Arbeitsmarkt. Nach Mitteilungen des Kreisamtes für Arbeiterversicherung waren im Monate Dezember durchschnittlich 99.077 Personen bei diesem Amt oder seinen Organen versichert gegenüber 100.740 im November. In den Monaten September, Oktober und Novem ber, somit in den ersten drei Kriegsmona ten, war die Versichertenzahl geringer als im Vorjahr im- Dezember war sie jedoch wieder bedeutend höher als die Ziffer des Vergleichsmonats des Vorjahres. X Die Mariborer Firma Pinter & Le. nard wurde in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgewandelt, in der die bisherigen Inhaber als Geschäftsführer figurieren. Amerikanische Telephonapparate sollen in Jugoslawien gebaut werden. Zu diesem Zweck finden Verhandlungen zwi sehen interessierten Stellen statt, X Das deutsche Weinkontingent für Jugoslawien. Laut Mitteilung der Anstalt zur Förderung des Außenhandels beträgt das von Deutschland an Jugoslawien für das laufende Jahr gewährte Weineinfuhrkontingent 450.000 RM. Dieser Betrag entspricht nach dem gegenwärtigen Kurs stand der Clearingmark einem Dinarbetrag von 6 26 Millionen Dinar, der nach der jetzigen Preislage jener Weine, die für die Ausfuhr nach Deutschland in Frage kommen, nahezu 300 Waggons entsprechen würde. Die Verteilung des Kontingents an die deutschen Einfuhrhändler sowie der Preis für den Einfuhrwein wird von der zuständigem deutschen Steile in Kürze bekanntgegeben. Es ist also noch nicht bestimmt, ob dieser Preis der Preislage Jugoslawiens entsprechen wird; davon aber wird die Belieferung dieses Kontingents abhängig sein. X Der Olivenanbau in Lybien. Rom. Agit. — Die große Entwicklung der Land Wirtschaft in Lybien-wird unter anderem durch den gegenwärtigen Bestand der Oliven gekennzeichnet, der nunmehr- 3" Millionen Pflanzen übersteigt, während man vor der italienischen Besetzung und bis Ende 1922 kaum 600.000 Olivenpflanzen zählte. Im Laufe weniger -Jahre steigen die Olivenpflanzen, die- man im Jahre 1926 auf 68.000 schätzte, im Jahre 1930 auf 950.000 und auf 1 Million 800.000 im Jahre 1937. Auch die muselmanischen Bauern tragen, wie die »Agit« schreibt, bemerkenswert zur Entwicklung dieser sehr wichtigen landwirtschaftlichen Erzeugung bei; ihre 600.000 Oliven im Anfang stiegen in diesen letzten Jahren auf ca. 900.000. Zu den 3 Millionen gegenwärtig bestehender Pflanzen werden sie während des laufenden Landwirtschaftsjahres weitere 550.000 hinzufügen. — So kann man begründeterweise voraussehen, daß binnen einer. Höchstzeit von 3—4 Jahren, noch ehe .das in Ausführung befindliche Programm der Stärkung dieses Land Wirtschaftszweiges beendet ist, der Olivenbestand Lybiens die ansehnliche Gesamtzahl von 4 Milionen Pflanzen über steigen und somit einen sehr erhebliche Beitrag zur örtlichen Wirtschaft und jener des Mutterlandes liefern wird. X Postverkehr mit Polen. Im Postverkehr mit Polen sind Briefe mit 4 und Postkarten mit 2 Dinar zu frankieren. Der Inhalt der Briefe und Postkarten muß kurzgehalten und durchaus leserlich geschrieben sein. Geruchloses und weiches Fischleder. Offenbach verarbeitet seit einigen Jahren mit bestem Erfolg die Häuie gewisser Nordseefische, so vor allen Dingen Lengfisch, Kabeljau, Seelachs und Goldbarsch, zu Kleinlederwaren der verschiedensten Art. Nach langwierigen Versuchen, die zur Entwicklung von Spezial-Gerbverfahren geführt haben, war man dann vor einiger Zeit auch dazu übergegangen, Damentaschen aus diesen Ledern, die zum Teil ganz neuartige und eigenartige Musterung der Oberfläche bringen, herzustellen. Restlos konnten allerdings die ersten Kollektionen dieser Art noch nicht befriedigen. Man ist aber in der Zwischenzeit nicht müßig gewesen und hat vor allem in der Zurichtung der Häute manche Verbesserung erzielen kön nen. Die Leder, die in der ersten Zelt noch sehr hart ausfielen, werden jetzt nach einem neuen Verfahren auch besonders weich gegerbt. Ebenso gehen jetzt die Schuppen der Häute nicht mehr, wie in den Anfängen, hoch, sondern liegen fest an der Haut an, so daß ihre Haltbarkeit nicht mehr beeinträchtigt wird. Schließlich konnte in allerjüngster Zeit auch der einst so penetrante Geruch des Fisch’eders völlig beseitigt werden. Nach diesen unzweifelhaften Fortschritten in der Zurichtung der Häute geht jetzt Offenbach, wie unser dortiger Fachmitarbeiter schreibt, im Rahmen seiner Vorbereitungen für die Leipziger Frühjahrsmesse 1940 (Beginn 3. März) daran, Fischleder in völig neuen und verbreiterten Kollektionen zu verarbeiten. Man sagt dabei nicht zu viel, wenn man behauptet daß das Fischleder durch seine oft recht aparte Oberflächenwirkugg» eine neue charakteristische Note in die Handtaschenmode von morgen bringen wird. So wird man Taschen aus rotem Seelachs, Modelle aus bedruckter Fischhaut und neue Schöpfungen aus Katfisch in guter Offenbacher Verarbeitung sehen. Ebenso wird man in den neuen Messe-Ko'lektio-nen bei hochwertigen Stücken auch vielfach die Fütterung aus Fischleder anfertigen. MedwmtUes d. Hautausschläge. Hautausschläge können innere und äußere Ursachen haben. Die von außen kommenden schädlichen Einflüsse sind so zahlreich, daß sie hier nicht aufgezählt werden können. Innere Ursachen sind Infektionskrankheiten, Darm- und Geschlechtskrankheiten Langwierige Hautausschläge verunstalten die Haut. Hitzige Ausschläge behandelt man zuerst durch kalte Umschläge und dann mit Streupulver und kühlenden Salben. Trockene und schuppende Aus. Schläge pflegt man durch Salbenverbände zu heilen. Juckende Ausschläge lassen die Anwendung von Franzbranntwein oder Teerpräparaten geboten erscheinen. Haben die Hautausschläge zu Auflagen»! gen geführt, so erweicht man diese durch warme Bäder und Saüzylpflaster. Verhüten lassen sich Hautausschläge durch oianmäßige Abhärtung der Haut, durch regelmäßige Hautpflege und durch Vermeiden aller schädlichen Einflüsse. d. Fieber. Die Erhöhung der Temperatur deutet auf irgendeinen Krankheits-Vorgang.Im Fieber erleben wir einen Heil Lampf des Körpers. Es ist darum nicht angängig, das Fieber in jedem Fall von Anfang an zu vertreiben. Nur bei längerem und hochgradigem Fieber ist eine Mi derung angezeigt. Bei Fieber ist der Appetit mangelnd und der Durst ver. mehrt. Gewöhnliche Begleiterscheinungen sind Müdigkeit und Kopfschmerz. Bekämpft wird das Fieber durch kühle Bäder, Waschungen und Umschläge. Da die Verdauungsorganc ihre Arbeit wäh-lend des Fiebers nur mangelhaft verrich. ten, gibt man dem Kranken die Nahrung vorwiegend in flüssiger Form. Spori Jugoslawiens ©firepräfentonten FÜR DIE INTERNATIONALEN WETTKÄMPFE IN VILLACH UND FÜR WINTERSPORTWOCHE IN GARMISCH-PARTENKIRCHEN DIE Der jugoslawische Wintersportverband in Ljubljana hat die jugoslawische Auswahlmannschaft namhaft gemacht, die Ju goslawiens Farben bei den internationalen Skiwettkämpfen in Villach sowie bei der Internationalen Wintersportwoche in Garmisch-Partenkirchen vertreten werden. In Villach starten: Staffel: Knific, Smolej, žemva, Petrič, Razinger, Knap, Starman, Klančnik Alois. L a n g 1 a u f: Die Obgenannten sowie Bevc, Klančnik Gregor, Rus. Spezialsprunglauf: Karl Klanč nik, Pribošek, Novšak, Albin Jakopič, Dr. Baebler. Klassische Kombination: Knific, Bevc, Gregor Klančnik, Rus. Für G a r m i s c h-P artenkirchen wurden nominiert: Staffel : Knific, Žemva, Smolej, Petrič, Starman. Sprunglauf: Klančnik Karl, Pribošek, Novšak, Albin Jakopič, Bevc. Die alpinen Läufer werden auf Grund der Ergebnisse bei den Staatsmeisterschaften am 27. und 28. d. in Tržič bestimmt werden. Reisebegleiter sind Ma gister Ljuban Mušič und Bernik. Die erste Hälfte der Auswahl hat sich bereits nach Villach begeben. Maribors ItWämpier nach Zagreb Seitens der Zagreber Ringkampforgani satoren werden mehrere Städtekämpfe er wogen. Den Reigen der Begegnungen soll ein Städtekampf gegen Maribor einleiten, der bereits am 2. Feber in Zagreb in Szene gehen wird. Nach dem großen Triumph »Marathons« im Staatsmeisterschaftskampf gegen die Zagreber »Croa-tia« erwartet man mit umso größerem Interesse das Ergebnis dieser entscheiden den Begegnung. Nach Maribor werden in Zagreb die Ringkampfmatadore von Triest aufmarschieren. Jugoslawiens Schwimmer gegen Deut ch and Die internationale Affirmierung des jugoslawischen Schwimmsports macht im- mer größere Fortschritte .Tn diesen Tagen ist eine Einladung des deutschen Reichsfachamtes für Schwimmen eingelangt, derzufolge die jugoslawische Schwimmerauswahl zu einem Länderkampf gegen Deutschland ein=reladen wird. Als Austragsort werden München und Wien vorgeschlagen, doch scheint man Wien vorzuziehen.' Der Termin dieses bedeutsamen Kampfes wird im Laufe der bereits aufgenommenen Verhandlungen festgelegt werden. : Karl Wazu’ek verteidigte in Zell am See seinen Titel als Deutscher Meister im Eisschnelläufen mit Erfolg. Am zweiten Tage siegte er sowohl über 1500 als auch über 5000 Meter. Ruth Hiller (Berlin) wurde Siegerin bei den Frauen. : Norwegen schlug Ausländermannschaft. Der zweitägige Kampf der nor. !!!» Die timtetllell Wo die Witwen höher „im Kutte stehen" als die Mädchen D r e n i ca gehört zu jenen Gebieten Jugoslawiens, in denen die alles nivellierende Zivilisation von heute mit ihren Segnungen und ihren üblen Folgen noch keinen Eingang gefunden hat. Die mohammedanischen Bauern von Drenica leben noch heute nach den von ihren Altvordern überkommenen Bräuchen, an denen sie starr und treu festhalten. Wer sich nicht der alten Sitte beugt, fällt der allgemeinen Verachtung anheim und muß früher oder später zum Wanderstab greifen. Besonders interessant sind die Heiratssitten von Drenica. Kinderehen sind durchaus keine Seltenheit, ja, es kommt vor, daß Kinder schon in der Wiege verlobt werden, über die Wahl des Lebensgefährten oder der Lebensgefährtin entscheiden ausschließlich die Eltern, auch wenn es sich um schon erwachsene Söhne oder Töchter handelt. Und die Eltern lassen sich bei der Verheiratung ihrer Kindern nur von Nützlichkeitserwägungen leiten. Die Braut muß in erster Linie gesund, kräftig und arbeitswillig sein, denn den Hausgemeinschaften von Drenica fehlt es ;mmer an Arbeitskräften. Noch nie ist es vorgekommen, daß eilt junger Mann, der schon in der Wiege mit dem Töchterchen eines Nachbarn verlobt wurde, eine andere heimgeführt hätte als die ihm von den Eltern bestimmte Braut. Der einzelne kann das starre Gesetz des Brauchtums nicht durch brechen, ohne vom ganzen Dorf verstoßen zu werden. Oft kommt es auch vor, daß die Brautpaare in sehr ungleichem Alter stehen. Nicht selten ist der Fall, daß die Braut um fünfzehn und mehr Jahre älter als der Bräutigam, diesen noch in den Schlummer singt, bis er, her. angewachen, tatsächlich ihr Gatte wird. Das ungeschriebene Gesetz von Drenica verpflichtet jeden Mann, die Witwe seines Bruders zu heiraten, selbst wenn er schon drei oder vier Frauen hat. Die Braut wird also gewissermaßen für die Hausgemeinschaft gekauft, nicht für ein einzelnes Mitglied. Nur wenn der verstorbene Gatte bruderlos war, kann die Witwe einen anderen Mann ehelichen. Und eigenartigerweise sind die Witwen von den heiratslustigen Männern, bezw. ihren Eltern begehrter als junge Mädchen. Für sie wird auch ein höherer Kauf preis gezahlt. Das wird verständlich, wenn man bedenkt, daß eine Frau, die schon mehrere Jahre in einem Hauswesen tätig war, die Hausarbeiten besser kennt und leichter bewältigt als ein unerfahrenes junges Mädchen. Und wichtiger als Schönheit ist in Drenica die Arbeitskraft einer Frau. Obwohl bei der Eheschließung die Neigung so gut wie gar keine Rolle spielt, ist das Familienleben in Drenica musterhaft. Die Frauen halten ihren Gatten un-| bed.ngt die Treue, auch wenn diese be-I deutend älter oder jünger sind als sie. ; Freilich sind sie auch kaum Nachstellun-| gen ausgesetzt. Denn wer die Frau eines anderen verführt, kann sich nur durch ! Flucht aus dem Dorfe vor dem Tode retten, der laut den ungeschriebenen Ge. , setzen von Drenica auf d. Ehebruch gesetzt ist. Der beleidigte Gatte und seine Angehörigen ruhen und rasten nicht, bis i sie den Ehebrecher ins Jenseits befördert haben. wegischen Eisschnelläufer in Oslo gegen eine aus Holländern, Letten, Schweden und dem Amerikaner Wallace zusammen gesetzte Mannschaft endete mit dem erwarteten überlegenen Sieg der Norweger. Am Schluß siegte der Norweger Charles Mathisen über 1500 Meter in 2:20.7 Min. vor Berzink (Lettland) 2:20.8 Min. und Wallace (USA) 2:21.3 Min. und über 10.000 Meter in 17:37.5 Min. vor seinen Landsleuten Staksrud (17:42.3 Min.) und Wangberg (17:50.8 Min.) sowie dem Holländer Langedik (18:04 6 M;n.). Mathisen besetzte damit in der Einzelwertung den ersten Platz. : Italien zeichnet Spitzenspieler aus. Der italienische Tennisverband hat zwei seiner Spitzenspieler, Romanoni und Cu-celli, durch die Verleihung von Goldmedaillen ausgezeichnet. Romanoni und Cu-celli waren an den letzten Länderspielen hervorragend beteiligt. Zugleich wurden die Termine für die großen Spiele festgesetzt. Die italienische Meisterschaft fin det vom 14. bis 21. April in Rom statt : Der Nordische Pokal, die Fußballkon kurrenz der skandinavischen Ländermannschaften, welche sich über vier Jahre erstreckt, soll heuer beendet werden. Vorläufig führt in diesem Wettbewerb, der 1936 begann, Schweden, und hat gute Aussichten, Endsieger zu werden. Die Ter mine sind: 21. Mai: Norwegen—Fin" 'and; 3. Juli: Finnland—Dänemark: 20. \ugust: Finnland—Schweden; 15. September: Norwegen—Dänemark; 6. Ok- tober: Schweden—Norwegen; 20. Oktober: Dänemark—Schweden. : Neue große Sprungschanze in Ungar» In der Gegend von Voloc wird in den nächsten Tagen der Bau einer großen modernen Sprungschanze beendet, welche die größte Sprungschanze Ungarns sein wird. Der Sprungturm ist 25 Meier hoch und hat einen Anlauf von 7ij Meter. Mit einem internationalen Sprunglauf wird die Schanze eingeweiht werden. gebettet gewesen war. Als nach ihrem Tode ihr Nachlaß überprüft wurde, fand man in ihrem Bett, im Stroh sack versteckt, ein Sparkassenbuch über 2300 Pengö und über zweieinhalb Kilogramm Goldmünzen, daneben einen Haufen Silbergeld und eine Anzahl wertvoller Brillantringe. Zeugen bekundeten, daß die alte Frau jahraus jahrein gebettelt und infolge ihres erbarmungswürdigen Aussehens meistens eine Menge Almosen eingeheimst habe. Da sie außerdem sehr geizig war und sich immer den Anschein größter Armut zu geben wußte, so hatte sie auch ihre Ersparnisse sorgsam gehütet. Da sie keine Erben hinterließ, fiel ihr Nachlaß der Stadt zu. Lessing und die Taler Lessing hatte eine Zeit lang einen Bediensteten, auf dessen Treue er sehr viel gab, obwohl seine Freunde und Bekannten anderer Meinung waren. Lange wollte er keinen Argwohn bei sich aufkommen lassen, bis er sich eines Tages, nachdem die Bekannten ihn wieder zugesetzt hatten, entschloß, den Diener auf die Probe zu stellen. Er grübelte hin und her. Schließlich kam er auf eine Idee. Er legte einige Taler auf seinen Schreibtisch, etwas unter den Manuskripten verborgen. Glücklich über den Entschluß, teilte er diesen seinen Bekannten mit. »Haben Sie sich denn auch aufgeschrieben«, mein te einer von ihnen, »wieviel Taler Sie hin legten?« Der scharfsinnige Lessing sah den Freund betroffen an. Er hatte vergessen, das Geld zu zählen. Seine Probe war mißlungen. Bettlerin auf Gold gebettet Daß armselige Bettler in Wirklichkeit reich sind und ansehnliche Vermögen hinterlassen, ist schon oftmals vorgekom men. In der ungarischen Stadt Miskolcz wurde jetzt eine 79 Jahre alte Frau namens Karoline Kaffer begraben, die die letzten Jahre ihres Lebens im Versorgungshause der Stadt zugebracht hatte und auch auf Kosten der Stadt bestattet wurde. Niemand hatte freilich geahnt, daß die alte Frau buchstäblich auf Gold Der gute Onkel fragte den glücklichen Vater: »Wie geht es deinen Kindern?« »Sie haben ihren Geschmack völlig geändert«. »Ihren Geschmack?« Der Vater nickte: »Du entsinnst dich sicher, daß der Junge, als er klein war, gern mit Soldaten und das Mädchen mit bunten . Puppen spielte. Jetzt, wo sie achtzehn geworden sind, ist es genau umgekehrt.« * »Deine Beziehungen zu Erika sind mir ein Rätsel.« »Ja. Ich werde sie auch demnächst auf-lö'sen.« Bütkmtkou b. Europäische Fürstenhöfe — damals. I. Berlin und Wien. 152 Text- und 80 Bildseiten. Preis kartoniert RM. 3.80, Ganzleinen RM. 4.80. Das einzigartige Bildmaterial zeitgenössischer Herkunft bestimmt zusammen mit der lebendigen Darstellung, die historische Verläßlichkeit mit spannender Anschaulichkeit verbindet, den Charakter des ganzen Werkes. Sein erster Band umfaßt die Geschichte des Berliner und des Wiener Hofes, beginnend in der Mitte des vorigen Jahrhunderts. Bilder voll dramatischer Spannung, Bilder von Macht und Glanz, hinter denen so viel menschliche Not sich verbirgt. Und dieses Menschliche spricht zum Herzen des Lesers. Man sieht, wie jede Schuld sich rächt und die Weltgeschichte in Wahrheit, wie der Dichter sagt, auch das Weltgericht ist. — II. Der russische Zarenhof. 176 Text-nnd 80 Bildseiten. Preis kartoniert 3.80, Ganzleinen 4.80 Mk. Innerhalb der europäischen Fürstenhöfe der Vorkriegszeit ist der Glanz und Untergang des russischen Zarenhofes das von dem Schicksal selbst zu äußerster Erschütterung und zu tragischer Erfüllung vollendete Drama. In seinem Mittelpunkt stehen der Zar Nikolaus II. und die Zarin Alexandra Feo-dorowna. Mitwirkende sind viele problematische Gestalten der Politik und der Gesellschaft. Intrigen der Hofkamarilla, die Eifersüchteleien der Großfürsten tragen zum Sturze bei. An der großen geschichtlichen Aufgabe, das Russische Reich durch die Fährnisse der europäischen Politik und durch die Stürme sozialer Gärungen zu steuern, sind beide gescheitert. — Societäts.Verlag. Frankfurt a. M. Heitere Ecke »Ich möchte mir Pelze ansehen. — Kommst du mit, Georg?« »Gern — gehen wir also in den Zoo.« Frau Hackdich sang: »Der Lenz ist da...« Knurrte Hackdich: »Ich weiß, die Rechnungen liegen ja schon auf meinem Schreibtisch!« * »Wissen Sie,« sagte der Graf, »wir sind ein hier alteingesessenes Geschlecht.« »Das habe ich schon am Sofa bemerkt.« Kirnet Anaetoti Kleine Anzeigen kosten 60 Para pro Wort, In der Rubrik „Korra •pondenx" 1 Dinar / Die Ineeratensteuer (3 Dinar bis 40 Worte 7*50 Dinar für grdesero Anzeigen) wird besondere berechnet / DK Mindesttaxe für eine kleine Anzeige beträgt 10 Dinar / Für die Zuwendung von chlffr, Briefen Ist eine Oeböhr von IO Dinar zu erlegen Anfragen Ist eine Gebühr von 3 Dinar In Postmarken belzuechllasser Damen, Herren! Am besten werden Sie im Friseursalon Drlievič, Valvazorjeva 30, bedient. Ueber-zeugen Sie sich! Dauerwellen mit dem neuesten Präparat »INDIA«. Mäßige Preise! __________________312 Ab heute stets frisch gewässerter Stockfisch stets zu haben bei .1. Skaza, Maribor, Glavni tre1 14 (Rotovži____________ 543 Alrowa MM '"-y. V.:;? -v Gestorben ist unsere herzensgute Mutter, Groß- und Urgröß-mutter, in ihrem 88. Lebensjahre, Frau / Therese Weixl Oberlehrerswitwe Das Begräbnis findet Samstag um 15 Uhr am städtischen Friedhöfe in Pobrežje statt. Orla Herzog Vilko Weixi Ivanka Antolič Karl Weixl Töchter. Dr. Bruno Weixl Söhne und alle übrigen Verwandten. - - v,::- v.'”- r.; ßffeue Steilen Nettes Mädchen für alles, welches gut kochen kann, kinderliebend, 22 bis 32 Jahre alt, für sofort gesucht. — Vrtna ul. 21, Part, rechts. 541 Gesucht kaufmännisch gebildete weibliche Kanzleikraft und Stenotypistin mit deutscher Stenographie. Anträge unter »Perfekt« an die Verw- 558 Aeltere Bedienerin, welche kochen kann, für den ganzen Tag zu kranker Frau ge sucht. Anzufragen bei Binder, Orožnova ul. 6. 579 ZK vermieten Schöne, sonnige Dreizimmerwohnung im neuen Hause Slovenska ul. 37 ab 1. Feber zu vermieten. Anfragen bei Schmidt. Gospoina 13. 549 Schönes, sonniges Zimmer, parkettiert, separ. Eingang, an eine Person zu vermieten Vrazova 6, Part links. 529 Zu vermieten möbl. Zimmer im Zentrum. Vrazova 2-1. 571 Optikec E. PETE LN MARIBOR - GRAJSKI TRE ? noch zu alten Preisen in bester Qnalitat bei Konfekcija Greta ZK veekaufen neueste Farben bei Jakob Lah, Maribor Was ist Pirofania nrnEEL- jceddseosbubb Ausgezeichneter Heiden- und! Biü.enhonig zu Din 15.— per kg, bei größerer Abnahme Nachlaß. Kmetijska družba, Meljska cesta 12.__________331 Billig zu verkaufen: Blutenhonig, Tuchent, Damen- und Herenschuhe. Herrenüberzieher. Anzutragen in der Molkerei Tro svobode 1 ■ 570 Flügel, Wiener Marke, preis wert zu verkaufen. Adr. Ver waltung.___________________574 Verschiedene gut erhaltene Möbel zu verkaufen. Zrinjske ga trg 3. Part, links. 576 Das Plrofanla-UertaOrcn ermög-Hcßt die Uebertragung von Ein-und MeOrfarbendruck Id einen: einzigen ArbeUsgange au^roßes '1 gen ArbeUsgange and bearbeitetes Hole, Carton. Jute. Stoff sowie fedes andere noröse Material. - Verlangen Sie Prospekte und unverblndl. Offerte MARIBORSKA TISKARNA D.D. Kopališka ulica i Fernruf 25-67, 25-68, 25-6» e bei Kranzablösen. Vergleichen und ähnlichen Anlässen der Antituberkulosenliga iu Maribor! — Spenden übernimmt auch die »Mariborer Zeitung« Sag' doch ja zu mir ROMAN VON GERT ROT H 3ERG Urheber-Rechtsschutz durch Verlag Oskar Meister, Werdau. Marie Krauer hat die Augen geschlos-' »Anka — — weißt du, daß sen. Anka nimmt ihren Jungen zu sich jsterbenskrank ist?« herüber. Nach einer Weile sagt die Marie Krauer: »Den Bauer müßt ich erst fragen.« »Als ob der nicht täte, was du willst! An dir liegt’s, Marie, nur an dir!« »Gut, Mutter Klaasen, bring mir das Kind. Wie heißt es denn?« »Hanna.« »Und wie alt ist’s?« »Nicht ganz drei Jahre.« »Bringt es her, Mutter Klaasen.« »Müßte nämlich sonst ins Waisenhaus, ist schon darüber beraten worden.« »Der Krauerhof ist groß genug, das Kind braucht nicht ins Waisenhaus;« Anka sieht zü Marie hin. Die hat leuchtende Augen, alle Sinne erwartungsvoll der neuen schönen Pflicht zugewandt. »Ja, ich hörte es.« »Was mag ihr nur zugestoßen sein?« Anka schweigt. Sie ist ganz blaß geworden, aber sie schweigt. Marie indessen weilt mit ihren Gedanken schon wieder bei dem fremden Kinde, das sie ins Haus nehmen wird. Anka aber weiß: meinetwegen ist sie krank geworden! Ich bin schuld! Michael hat mit ihr gesprochen! Zwei Tage später trifft die kleine Hanna in Begleitung der »Unke« auf dem Hof > des Krauer ein. Blond und blauäuig ist sic, blaß und zierlich. Der Krauer hat sei-i ne Einwilligung sofort gegeben, als er sieht, wieviel der Marie daran liegt. Marie I ist selig, als die Kleine sie mit Mutti an-: spricht. Des Krauer große harte Tatze ‘fährt recht behutsam über den Blondkopf Die »Unke« bekommt den Korb gefüllt, j cles Kindes: Marie ordnet an, und Anka holt herzu. > »Na, da bist du ja endlich daheim. Wer Sehr zufrieden humpelt Mutter Klaasen dann davon. Als sie an der offenen Tür der Waschküche vorbeikommt, schlägt ihr dichter Wrasen entgegen. Sie kann , die beiden Mägde nicht sehen, aber sie hört ihr Schwatzen. Die »Unke« nimmt sich vom Fenstersims noch ein Stückchen von der weißen Elfenbeinseife mit, die riecht sie so gern . . . »Marie, eine schöne Aufgabe hast du dir erwählt«, sagt drinnen die Anka. »Ich denke, daß es gut ist. Der Andreas wird gleich einverstanden sein. Er hat ein gutes Herz. Die »Unke« ist doch manchmal ein trefflicher Mensch.« »Heute hat sie bestimmt ein gutes .Werk getan.« bin ich denn?« Ein' scheues Gucken, dann legen sich die dünnen Ärmchen um seinen Hals. »Vati«. Da hat der Andreas Krauer vor Rührung wahrhaftig ein paar Tränen in den Augenwinkeln. Um das nicht sehen zu lassen, sagt er: »Na, nun geh zur Mutti.« Und sucht selber schnell das Weite. Die »Unke« aber tut sich recht gütlich an Erbsen mit Speck und einem ansehnlichen Stück Blutwurst. Am selben Abend findet sich Anka mit ihrem Jungen auf dem Krauerhof ein. Sie ist reisefertig angezogen und spricht: »Marie, behalte den jungen, ich muß verreisen. Eine dringende Sache ruft mich außerhalb. Sei so gut und laß ihn unter deiner Aufsicht mit versorgen. Selber kannst du ja nicht so herumhantieren. Aber deine Lisa ist ja sehr gut und geschickt, die nimmt sich schon der beiden 47 Kinder an. Ich dank es dir aus ganzem Herzen, Marie. Und wenn ich länger blei. die Tora be, wundere dich nicht.« Marie Krauer denkt erst über die Worte genauer nach, als Anka längst fort ist. Und da greift die Angst ihr ans Herz. Was mochte das wohl alles bedeuten? Und Peterles gesamte Wäsche und Kleidung hat die Anka mit hergebracht. Um ein paar Tage handelte es sich also nicht nur. Marie redet mit ihrem Manne. Der weiß auch nicht, was er sagen soll. Jetzt gibt es doch viel zu tun. Anka hat ihren Garten, ihre Felder. Und sie ist immer fleißig und gewissenhaft gewesen. Nun, man muß abwarten. Jedenfalls ist’s gut so, daß sie den Jungen hierhergebracht hat. Wird schon wissen, die Anka, daß er hier in besten Händen ist. Der Krauer beruhigt Marie, aber ihm selber ist auch nicht so recht wohl. Was mag sie nur haben, die Anka? Am anderen Tage kommt Michael Brandtner zu ihm. »Anka ist fort!« sagt er nur. schon?« fragt der »Du weißt das Krauer erstaunt. »Sie hat mir geschrieben, ich soll meinen Jungen bei euch abholen, se kommt nicht eher wieder zurück, bis ich Tora zur Frau genommen habe.« Obwohl sie längst alles geahnt haben, sehen sie ihn entsetzt an. »Ihr seid ja treue Freunde, ihr zwei, ich will euch alles erzählen.« Und der Michael spricht endlich einmal von dem, was er all die Zeit über in sich verschlossen gehabt hat. Es tut so gut, sein Herz zu erleichtern . . . »Anka ist fort! Sie weiß, daß ich sie auf den Brandtnerhof haben wollte, nur sic. Aber sie kann Toras Leid nicht ertragen, die todkrank geworden ist, weil sie von mir die Wahrheit hören mußte. Nun bin ich da, um meinen Jungen zu holen, er soll zu mir auf den Hof.« »Anka hat dir geschrieben?« »Ja, heute früh bekam ich den Brief.« »Ja, und — was wird nun —« stottert der Andreas Krauer ratlos. »Ich werde Tora heiraten, Anka will cs so. Den Jungen hat sie mir auch gelassen. Nichts hat sie mehr. Vielleicht braucht sie auch nichts mehr —« Seine Stimme ist tonlos. Die beiden Krauer sehen sich fassungslos an. Dann poltert der Andreas: »Was ist denn nur? Wie kommts du denn zu solch einem Leben? Dir hab ich immer das Beste gegönnt. Worauf soll das alles nur hinaus?« »Ich werde schon fertig damit.« .Michaels Stimme klingt wieder fest und hart. Er nimmt den Jungen auf den Arm. Der legt den Kopf zutraulich an seine Brust. »Anka kommt nicht mehr zurück. Sie ist krank. Sic bittet mich, die Felder und Wiesen mit zu versorgen. Den Schlüssel zum Haus sollt ihr behalten. Marie möchte zuweilen ein bissel dort nach dem Rechten sehen. Anka hat alles gut geord net. Ob sie doch noch einmal kommt — nach Jahren vielleicht? Sie geht jetzt, damit sic nicht im Wege ist. Daß sie mir j damit das Schwerste antut, bedenkt sie j nicht. Sie will nur Toras Glück sehen, i nichts weiter. Und ich kann nicht dage-) gen an, denn Tora ist schwer krank. -— Wenn sie überhaupt noch etwas am Le-j ben halten kann, ist’s einzig die Gewißheit, daß ich wieder bei ihr bin.« »Michael — — der Herrgott legt uns allen reichlich auf«, spricht der Krauer bekümmert. (Fortsetzung folgt.) M- verantwortlich: UDO KASPER. — Druck dev „Mariborska tiskarna - in Maribor. verantwortlich Direktor STANKO DliTELA.- — Beide wohnhaft in Maribor, Für den Herausgeber und den Druck