Schriftkeitung: ZtatkbauSgasseNr. 5 C»Tc4iftunBc: 2fl liib 'mit ■Mtolnif »«, e»a- ». M(T-tJKI »°» 2 -S um nncbltu $«&Miilftro ixitcit »tchi Ei»- hiMtnjm r.ufit de »ilü,»>»»»»»» »«ml Ht ^rnpaltunji gtoc* 8tt«#nstH dri dtlliqst fest-fest atm <*rtii»r« tnlntgtn - ?t> Sirdetdolu Ig>» »Kt#-unllai» t« fiU4t" rrfdtrtnt (rttit g»nnt»j ant I»»n«»«tai> motfl«!» mr. 1». tzilli, Donnerstag, 20. Kebrnar 1896. Verwaltung: staff« Nr. 5 «tjBBfetDiiiftttBflfn fit diltt *ü >»'« ^i . Ä. -'U . . . ?. 15® ....#. »•— Ä»>ljMitjt. . . . Tut» Wt ?-l> d«,»«ct>: ?i»rtklj-hii>» ... I. l 00 H»Ui j»dn» ... (I. S.üO iKaitijiitiriz . . S. «■*© Rlii'# fluflant krd>ih«it sich »i« e><»q»acdiitzr«t> unt »t« hod stimmig ab. Der Fürst erklärte dann seinen Aus tritt au« dem Verband. Als er sich bei dieser Erklärung zu dem Ausdruck hinreißen ließ. s CongresseS „schofel", entzog ihm der Präsident da« Wort. Zur Berathung kam dann ein Antrag deS Fürsten Reuß älterer Linie, der auf Schutz der kleineren Regierungsbetriebe gegen das Ueberhand-nehmen der Grobregierungen abzielt. Moiioirt war der Antrag in der Hauptsache damit, die Größe eine« Monarchen hänge nicht von der Zahl seiner Unterthanen ab. sondern von der Meinung, die er von sich selbst habe. Der ziemlich ausführlich abgesasste Antrag wurde einer Commission zur Würdigung übergeben. Das Gleiche geschah mit dem Antrage der weisen Großmutter, welche die Einführung deS BesähigungSnachwtises für regierende Fürsten ver-langte. Der Präsident der Versammlung widersprach diesem Vorschlag beredt und energisch. Seine Rede schloss mit den Wonen: „Wem der liebe Gott ein Amt giebt, dem giebt er auch ten nöthigen Verstand, vire — geben Sie Gewerbefreiheit Jetzt verlangte König Prempeh das Wort und bat, als er die« erhallen halte, um ein Gla« Rum. Seine schwarze Majestät war offenbar über den Zweck der Verhandlungen nicht völlig unlerrichlet. Eine der anweienden Fürstlichkeiten beschwichligle den Herrscher der Aschamis mit einem Schluck guten alten schottischen HochlandswhiskyS, welchen sie zufällig bei sich trug. Dann folgte die Berathung deS Antrage« Milan auf Regelung der Bezüge und sonstigen Verhältnisse gewesener LandeSberren. Er verlangte Pensionierung mit voller Zivilliste, den Titel eines Königs (Herzog», Fürsten u. s. w.) 4 la suite und die Berechligung zum Tragen von Krone und S^.pter an hohen Festtagen. Der Antrag wurde von den activen Mitgliedern abgelehnt, worauf Antragsteller die Gründung einer Unterstützung«-casse vorschlug und um einen Vorschuss von 25.000 Franc« bat. Die Sache wurde dein FinanzauSschus« überwiesen. Die Berathung über den Antrag deS Sultans Abdul Hamid, eine Krankenversicherung einzurichten, welche auch einem kranken Manne eS möglich mache, standesgemäß weiter zu regieren, wurde auf morgen vertag«. Einstimmig abgewiesen wurde trotz der schneidigen Unterstützung durch den Schah von Persien der Antrag deS Schahzada von Afghanistan, dass reisende Fürstlichkeiten bei sämmtlichen Amtsbrüdern (und -Schwestern) im Auslande stets freie Station ..Deutsche Macht 1896 Parteien", der Polen, Klerikale». Liberalen. Die all-gemeinere Grundlage, aui welcher das künftige Wahl-recht ausgebaut ist. sichert aber auch eine Erstarkung der socialresornierischen Parteien und von einer solch'» Erstarkung ist die allmähliche Erweiterung deS Wahlrechtes, wie sie der Zeitgeist dringend fordert, zu erwarten. Die Resorm Badeni'4 ist daher als eine Abschlagszahlung und Anbahnung zum Besser, n anzusehen. Für uns Deutschnationale ist bei der Er-kämpfung des erweiterten Wa^lrechtts freilich jeder-zeit auf die Erhaltung de« deutsch»,, Besitzstandes, aus die Wahrung des deutschen Wesen« unserer Sprachinseln entschieden Bedacht zu nehmen. Nicht Parteieigennutz und Lehrkanzelpolitik wird uns auch i» dieser Frage leiten, sondern die lebendige Pflicht, die wir dem Wohle unseres deutschen Volkes schulden. Stovenische Korderungen. Der Großmeister der slovenischen Hetzer-gilde, der „Kleine von Neukirchen", hat in der Montagsitzung d.s Abgeordnetenhauses mit einer Offenheit und Entschiedenheit die „nächstliegeuden" slovenischen Forderungen zum Ausdrucke pebrach», welche «11« tlar beweis», dass unsere slovenischen Landesbrüder durch die Preisgebung d.s Deutsch-thuniS in Cilli noch lange nicht befriedigt sind. Die Hemn Slovenen gehen nun von den Mittelschulen zu den Hochschulen über; sie verlangen die Reactiviernng der Laibacher Rechts-akademie und die Errichtung einer Lehrkanzel an der Grazer Universität für die Gegenstände der judiciellen Staatsprüfung mit sloveuischer Sprache. Hätte uns Herr Gregorec auch die großen flove-nischen RechlSgelehrten verrathen, die die nöthigen Lehrbücher sür die jungen slovenisch.n Juristen schreiben — werden, so hätte man seinen Förde-rungen wenigstens einen schein von Berechtigung zuspreche» können. Dr. Gregore ist bekannilich ei» großer Wiy-macher. Er schildert in rührende» Worten den großen „Auszug der Slovenen aus Cilli". Dieser wird nämlich nur dann ersolgen, wenn die Herren die BezirkShauptmannschas», daS Depositemim: (sammt dem Gelde?), daS Notaiiat, das Steuer-am« (welch' ein Hochgenufs!), das Bezirks- und KreiSf.ericht (sammt allen lebenden Gästen!) mit-n hmen dürfen. Wa« sangen dann wir arme Deutsche ohne Steueramt und Siaatsanwalt an? Die Katze lässt das Mausen nicht und ein Clovene nicht das Denuncier-n. Auf diesem Felde leistet der Friedensapostel von Neukirchen wahrhaft Groß-artiges. Man wende sich schon an Deutschland, um es gegen die Slovenen auszuhetzen Die „Deutsche aus unbestimmie Zeit habe» sollten. Besonders heftige Oppositirn fand der Anlrag seitens der weisen Großlnutter. Der Mikado beantragte, dass künftig die Vorführung gekrönter Häupter i» Operetten als Majestätsbeleidigung von Verb indswegen verfolgt werden müsse. Die Großherzogin von Gerolstein und der König von Thule schlössen sich dem Antrage an. der Präsiden der Versammlung unterstützte ihn mit der Bemerkung, ohne ein d-rariiges Gesetz sei kein Mensch mehr seiner Würde sicher. Der Anlrag wurde angenommen. Weniger Glück hatte ein Antrag der Königin von Madagaskar. Sie verlangt« ein Gesetz, das den Leiter oder die Leiterin eines Staates ver-pflichtet, im Falle der Annexion eines anderen Staates sich (natürlich nur, wenn Verschiedenheit der Geschlechter vorliege) mit der Leiterin oder dein Leiter des annectierten Staates ehelich zu ver-binden. Auch König Prempeh war dafür, aber sowohl der Präsident der französischen Republik als auch die weise Großmutter protestirten energisch. Obwohl durch den Anlrag so manche Härie ausgeglichen iuiirfe, wurde er dennoch mit allen Stimmen gegen die der beiden obengenanuien dunklen Fürstlichkeiien abgelehnt^ Ohm Krüger von Transvaal beanlragie die Herstellung einer neuen, recht deutlichen Erdkarte nach Meikators Projection, worin die Grenzen aller nicht zu England gehörigen Länder mit dicken rothen Strichen angegeben feien, auf Verbandskosten. Auch der Präsiden» von Venezuela schloss sich dem Vorredner an. Mi« allen gegen eine Stimme (Name im Telegramm unleserlich) wurde dieser Vorschlag acc.piien. Wacht" wird natürlich zu selten beschlagnahmt. Ueber die deutschen Beamten bricht der Naderer mit dem Worte „Frechheit" (!!) den Stab. Am Schlüsse verlangt Dr. Gregorec die Theilung des LanoeSfchulrathes in Steiermark und Kärnten in eine deutsche und slovenische Abtheilung. Könnte man nicht auch die sürstbischöslichen Con-sistorien national theilen? Umschau. Das parlamentarische Arbeitsprogramm. Osficiöj, Pr»ßstimmen wissen zu meloen. dass die Einbtingung der Vorlage betreffe der Regelung der Beamlengehalle erst in einem späteren Zeit-räume erfolgen soll. Nach den Intentionen der R,gierung soll das HauS vor Ostern bis zum 28. März und nach den Osteifeieriagkii vom 8. April bis späte enS 13. Mai lagen, weil die Delegationen am 15. Mai in Budapest ihre Thätigkeit auf-nehmen werden. DaS Programm sür die Früh-jahrSsession lautet: Erledigung des Budget«, der Nordwestbahnvorlage und der Wahlresorm. In der Club-Obmänner-Conserenz wird auch die Fra^ie entschieden werde», ob die Steuer resorm »och in Berathung zu ziehen ist, und im bejah »»den Falle ob sie vor oder nach der Wahlresorm an die Reihe kommen soll. Bezüglich der Wah!r>form wünsch» die Regierung, das« der WahlreformauSschuss mi» Umgehung der Subcomil«5s seine Arbeit in be-jch.eunigiem Tempo in Angriff nehme, und zwar, .sobald die ClubS zu derselben Stellung genommen haben werden." — Es herrsch« eine starke Strömung im Parlamente in der Richtung, dass die Quoten-deputation ihre Thätigkeit erst auinimmt, wenn die Regierung das gesammie Material ihrer Ab« »nachungen mit Ungarn dem Parlamente unterbreite». — So melden Die „osficiösen" Preßstimmen, die e« oft vortrefflich verstehen, Wahrheit und Lüge zu mengen. &it Wiener Hemeinderatöswahle« finden am 27. Februar, 2. und 5. März statt. — Da wirds in Wien lustig werden. Zur Abstimmung im keltischen -Landtage über das Hesnch der „Südmark". Das Gesuch des nalionale» Schutzvereins „Südmark wurde weder abgewiesen noch bewilligl. Ireunde und Gegner der „Sütmark" standen sich in gleicher Zahl von 24 gegenüber. Gegen die Abstimmung im Jahre 1895 zeigt die Zahl der Freunde der .Südmark" eine» Zuwachs von sechs, die der Gegner einen Zuwachs von einer stimme. Recht lehrreich war die Abstimmung. Die 24 Stimmen gegen die „Südmark" fetzen sich zusammen aus 10 Klerikalen, 11 Großgrundbesitzern und 3 Deulsch-liberalen. Unter den Clerikal-n befand sich natürlich auch der einige Stunden nachher als wort-brüchig verurteilte Prälat Karlon. Die drei Liberalen sind ter Di-ektor der Graz-Köflacher Bahn, Josef Rochlitzer, Abgeo,dne>er der Grazer Hieraus verlas der Präside»» den, schon vorher durch eine Commission ausgearbeiieien Entwurs eines ElirendeztiglingS-ReglementS sür gekrö»«e Häupter. Die Hauptpunkte des Reglements, das durch Acclamation zur Einführung bestimmt wurde, sind: Au» der Straße grüßt der im Range jüngere Monarch den Rangäller» durch Handanlegen an die Krone (nich» durch Abnehmen dieser Kops-bedeckung. Dieses erfolgt nur in geschlossenem Raume). Begegnet ein Fürst seinem Souzerän, so macht er mit angefasStem Scepter und Anlegen der Linken an die Hosennath Front. Tritt ein Kaiser in ein Local, so haben alle zufällig anwesenden Fürstlichkeiten vom Könige abwärt« sich von ihren Sitzen zu erheben. Tritt ein König oder Rangjüngerer in ein Local, wo schon ein Kaiser anwesend ist, so hat der Erstere vor Letzterem anzutreten, jedoch nicht ausfällig und nicht geräuschvoll, so dass Belästigungen des Publikums vermieden werden. In stark be-suchten Localen. namentlich i» der Sylvesteruach», hat der Rangäliere durch Abwinken die Empfang-nähme derartiger Ehrenbezeigungen thunlichst zu vermeiden. Selbstverständlich wird beim Grüßen die Cigarre oder Pseise aus dem Munde genommen. Es ist keinem i»n Range jüngeren Fürsien gestattet, dem Rangälieren in öffentlichen Localen zuzutrinken. Trägt ein Fürst auf der Straße ein größere« Packet und begegnet einem Rangälteren, so grüßt er einfach durch stramme Kopfwendung und An> nähme militärischer Haltung. Handelskammer; der Rechisanwalt Dr. Moriz von Schreiner, Abgeordneter der Siadl Graz (!), und Franz EudreS, Avgeordreier von Leoben. Herr Dr. von Schreiner düifte wahrscheinlich die Ab-sich« haben, sich bei den bevorstehenden Neuwahlen nicht mehr um ein Mandat der Stadt Graz zu bewerben; auf jeden Fall sei ihm dieier Rath heute schon ertheilt. Leichtere« Spiel hat der Abgeord-nete End»es. Seine Wähler sind die festesten Siützen des ReichSraihSabgeordneten Lorber, die ja erst kürzlich so träsiig „resoluliouierl" haben, das» sie damil ihrer naiionalei» Pflicht we t über die Zei» der Neuwahlen hinaus Genüge aeleiste» habe». In Leoben, Trofaiach, Eisenerz und Vordernderg wird »nan wahrscheinlich auch dem Herrn Endret daS „volle Vertrau n für thatkräftige Wahrung des DeutschthuinS" aussprechen. Rech» eigentvüm-lich berührte daS Verhalte» der Großgrundbesitzer. Das war ein herrlicher Beleg für die nationalen Tiraden, die Graf Wurmbrand einige Stundc» vorher in's HauS geschleudtN ha»»e. So sehe» also die „besten Deutschen in Oeste,reich" aus! Stattßatterwechlet in Böhmen. Der bisherige Statthalter von Böhmen, Gras Thua-Hohen-st e i n wurde über eigene« Ansuchen von seinem Posten ,nihoben. In dem vom Grasen Ba.ieni unlersertigttn Enihebungsschreiben wird betont, d is« Gras Thun die Fürsorge für die cult»r>Uen »n» wirthschafllichenJniereffenm >t H i n t a n se tz u ng(!) aller persönlichen Mühen bethätigt habe. Ein logisch denkender Sprachsorfcher befindet sich da vor einer peinlichen Allernaiiee: entweder hat sich Graf Thun persönlich »tatsächlich nicht bemüh» oder ab.r der Verf ffer d>S Schriftstückes b h-rrfch« die deulsche Sprache nicht hinreichend. Eine ahn-liche „Sprachgewandtheit* bekundet auch der neue Wahlresor»i»enlwurs, denn dort wiro mitgetheilt, dass jemand sein 24 Lebensjahr „vollstreckt" haben kann. Der polnische Dialec» spukt schon stark in der Amtssprache. »» Als Nachfolger Thuns wurde der bekannt schlesische Lande«-Präsident Graf Coudenhove bestellt, der alt RegierungScommisfär von Reichenberg »och in „bester" Erinnerung steht und zu jener Zeit gemeiniglich „Herzog Alba von Reichenberg" ge-nannt »vurde. Auterdrückte deutsche Keier. Wegen der Auslösung der von den Grazer Deutschnationale» v.ranslalieie-i Reich-gründungsseier hat nun auch der Abgeordnete Dr. Hofmann von Wellen-Hof im Abgeordnetenhaus eine Jnlerpellaiion ein-gebrach», in welcher auf die ganz ungeheuerliche >,Auslassung" hingewiesen wird, das« die obj-clive Darstellung erwiesener historischer Wahrheit das Verbrechen des Hochverrats begründen könne. Konllict mit Angarn. In der SamSiag»-sitz.ing des AbgeordneienhauieS wurde, wie wir be-reilS gemeldet haben, in dringlicher Berathung einstimmig beschlossen, das Zoll- uns Handelsbündm« mit Ungarn rechtzeilia zu kündigen. Jnsolge dieie« Monarchen »uier tüns Jahren sind zum Er-weisen von Ehrenbezeigung.» nich» verpflichiet. Die Pfilch» zur Ehrenbezeigung ctffier«, wen» der zur Erweisung eines Honneurs Verpflichtete eben mit Regieren beschäftigt ist. Auch bezüglich der Kleiderordnung wurde» einige neue Bestimmungen gelrosfen. Zunächst ist die Einführung einer leichten JmerimSkrone aui Aluminium geplant. Der Reichsapfel soll nur zum Parade-Ornat getragen werden; für den Sommer sind leichtere Purpurmäntel ohne Heimelinbesas in Aussicht genommen. Zum Schlüsse der Sitzung ereignete sich ein erheiternder Zwischenfall. König Prempeh hatte von der ihm freundlich zur Versügung gestellte» Whiskyflasche aus Zerstreutveit eiwaS reichliche» Gebrauch gemach» und war eingeschlafen. Ties benutzte ein allerliebster, noch etwas jugendlicher südeuropäischer Monarch, den die lange Sitzung ermüdete, um ihm eiuen Sireich zu spielen. Er zwickte den Aschantikönig unsanft in den südlichen, elastischesten Theil des Rücken« und Prempeh, verschlafe» emportaumelnd, schrie »m Dusel: „Die Engländer kommen! Rette Jeder, waj er kann!" Ein straf.nder Blick der weisen Großmutter venvieS ihm die unpassende Bemerkung. Zonft verlies der erste Tag deS denkwürdigen Congresse« ohne störenden Zwischentall. Nächste Sitzung morgen. Tagesordnung: An-trag des König Stumm aus Aufhebung der Ver-faffung in den bis jetzt constuutionellen Staaten. 1896 sträflichen österreichischen Selbsterhaltungstriebes smv unsere Nachbarn jenseilS der Leiiha in Wuth und Entrüstung gerathen. Die Judäomaguaren sind eben gewobn«, »nS nach dem Andrasiy'schen Recepte: „3V Proz. Pflichten und 70 Proz. Rechte* zu behandeln und nennen es „Pression", wenn Oesterreich sein vertragsmäßiges Recht geltend macht, zumal sie davon einen Eintrag für das große Judensest, genannt MilleniumsauSstellun >. befürchten. „Aukria". In der Wiener Versicheiuiigs-gtselljchaft „Austria*. in die 34.000 größteniheilS dem Gewerbeftande und dem Dienstpersonale der tzlaalSbahnen angehörende Theilhaber ihre Spar-grofchen eingelegt haben, hat sich durch eine von der Regierung fast nicht beanständete Misswill-schasl ein Fehlbetrag von 2'/, Millionen Gulden ergeben. Die Spargroschen der armen Leute sind dadurch um 60°/«, vermindert. Don der Presse. In Wien organisierten die Teutschnaiionalen mit frä'tiqer Unterst, tzung der Chustlich-Sociale» eine start? Bewegung gegen die verjudete Presse. Die Folge davon ist. dass viele von Juden herausgegebene Zeitungen eine beteulende Einbuße an Abonnent»» erlitte,'. Auch in der Provinz geht die jüdisch-gesinnte Presse ständig zurück, fo erscheint z. B. der ,D msch-österr. Greuzbote" in Friedlaud, welcher bisher wöchentlich zweimal herausgegeben wurde, jetzt wieder wie irüher nur einmal wöchentlich und nennt sich bescheiden „Wochenblatt*. — Die Zeiten ändern sich sehr. Mdische Schulen in Aöhmeu. Bei Be-.rathung des Schulwesens in der Budgeicommiffion des böhmischen Landtages kam auch die Frage dec Subveniionierung der jüdisch-con-fessionellen Schulen mit deutsch'? Unternchtsspruche, die sich aber meistens im deutschen Sprach» gebiet« befinden, zur Erörterung. In der T,bat« hi.rüder erklärte nun der liberale Abg « ordnete Pergel!: die jüdischen Schulen seien keine deutschen. Abgeordneter Siegmund rief hiezu: »Bravo!* Die Aeußerung PergeltS stellt demnach fest, dass sich reine Judenschulen als deutsche zu dem Zweck ausgaben, um Geldmittel zu der.n Erhaltung auszubringen. Deutsche „Gerechtigkeit". Baron Chlumecky stimmte für die Subvention einer mährischen Local-bahn, welche durch meist tschechischesGebiet gehen soll, weil der mährische L ndtag Subventionen von Localbahnen angenommen hatte, die durch deutsche Gebiete gehen werden. Baron Chlumecky in allen Ehren, wenn wir nur einmal Gelegenheit hätten, solchen Gerechtigkeitssinn auch aus Seile der nationalen Gegner zu finden! Slavische Heuchelei. Abgeordneter Kramar klagte unlängst im böhmische» Landtage darüber, dass noch immer keine Einigung zwischen den Deutsche» und Tschechen zu Stande kommen konnte. .Ach,' seuszt er. „könnte man nur aus der tristen Situation, unter welcher beide Völker leiden, herauskommen! „Die Jungtschechen — wünschen nichts sehnlicher, als dass es unter dem Regime Bad'ni zum nationalen Frieden komme.- Welche bodenlose Heuchelei solche Worte bedeuten, kann man zu beweisen sich füglich ersparen, waren es in den Äugen der Slaven doch immer andere, die das Wasser trübten. Z>er HverKbolmeiller des Kaisers» Piinz Hohenlohe-Schillingssürst. ist am l 4. Februar früh m Wien plötzlich gestorben. Der Verstorbene, Ritter de» goldenen Vließ-S, Großkreuz des ElesanSordenS und vieler anderer Orden, Geheimer Rath. Kämmerer, Oberst sämmtlicher k. u. k. Leib-garden, Inhaber deS Jnfanterie-Reg. Nr. 87, lebenslängliches Mitglied deS Herrenhauses, war General der Eavallerie und stand im 68. Lebens-jähre. Er war ein Bruder deS gegenwärtigen deutichm Reichskanzlers Chlodwig zu Hohenlohe-Cchillinf.Ssürst. Herzogs von Ratibor. ZSadeni's Wahlresorm gab Prager Arbeitern >nla>s zu Demonstrationen. Sie zogen in einer Anzahl von etwa 8000 nach einer Versammlung in die Stadt und versuchten in deren schmale Sassen einzndrinsen, wobei die Sicherheitswache, nelcte die Menge zurückdrängte, mit Steinen be« «orsen wurde. Die Polizei machte von der blanken Waffe Gebrauch und zerstreute fchliesSlich die Ex-zcdenten. Sechs Personen wurden verhaftet. Faschen zu. Einige Bank.« kündigen in den öffentlichen Blättern an, dass die Obligationen der von beiden Reichshälsten im Juli 1895 bewilligten »Posnisch-Herzegowinischen Landesanleihe" nun zu trieben sind. Die kleinste Obligation laute aus IM fl. oder 200 Kronen, die Verzinsung betrage 4 Procent. Diese Obligationen werden gewisser- . Deutsche maßen als SiaatSwertbpapiere ausgegeben wie alle anderen österreichischen oder ungarischen Obligationen. Sie haben aber die vollständigen Rechte solcher nur in Bosnien und der Herzegowina selbst, »ich« außerhalb de« OccupationSgebieies. ES lasse sich darum der ll ine Sparer diese Papier, wenn er sie schon durchaus kaufen will, darum wenigstens nicht theuer anhängen. Sreibeit wie in Oesterreich. Im böhmisch«» Landtage gestaltete der Oberstlandmarschall den einer Interpellation beigelegten confiScierien Artikel einer radikalen Zeitschrift nicht verlesen zu lassen. Die Interpellanten erhoben darüber Protest. verbotene Lotterie. Die „Macher" der ungarische» Milleniumslotterie lassen i re „Ein-ladungen*. die zur Betheiligung an der ungarischen Klasfenlotterie verleiten sollen, zahlreich über Deutsch-land nach Oesterreich einschmuggeln. Die Mille-niumSloiterie ist nun in Oesterreich verboten. Die ungarischen Machthaber sctieinen sich ab.r darum nicht kümmern zu wollen, dass die Förderer ihres MilleniumschwindelS in Oesterreich von GefetzeSwege» wegen Theilnahme an «intr ausländischen Lotterie abgestraft werden können. Ihnen ist eS die Haupt-sechs, möglichst viel Geld aus Oesterreich mit Hilse der „dummen Schwaben* nach Ungarn zu locken, damit die Kosten dieier ausS schwindelhasteste mil alle» Finessen jüdischer Reclame inscenierten AuS-stellung daS uns Lesterreicher so überaus theure Ungarn nicht treffe. Versicherung gegen Piebllahl. Ei» neuer VersicherungSzweig, der bisher nur in Deutschland und England kultiviert wurde, soll auch in Oester-reich eingeführt werden. DaS Ministerium des Innern hat daS bei demselben gestellte Ansuchen um Concessionierung einer Anstalt, welche die Ver-sicherung gegen Diebstahl be>reiben will, grundsätzlich zustimmend erl.digt. DaS Actiencapital ist mit rund 500.000 fl. in Aussicht genommen. pie alten und die jungen Tschechen haben während der letzten LatldtagSsession in Mähren ganz netie Abrlitzer erlebt. Die Ersteren ver-suchten »n Ve> laufe der Tagung eine Art staats« rechtlicher Debatte her beizuführe», indem sie die Zusammengehörigkeit Mährens mit Böhmen und den Ländern der böhmische» Krone zur Sprache brachten. Es wurde den Herren aber bedeutet, dass Mähren niemals zu Böhmen gehört habe und dass die bestehende Verfassung von dieser Zu-sammengehörigkeit »ichtS weiß. Die Alttschechen wieder „ermahnt.'n" die Regierung, sie möge in Mähren sür eine a»dere LandeSvertretung sorgen, welche auS falschen StandeSrücksichien dem Tschechenihum die Schleppe nachtträg«. Die Regierung und die Staatspolizei wollen also die Herren für ihre Parteizwkcke in Anspruch nehuien? Die Tschechen möchten in jedem Jahre ein halbes Dutzend nationaler Mittelschulen eröffnen, ohne Rücksicht aus ein wirkliches Bedürfnis, nur mit Rücksicht aus den nationalen Wunsch nach Agi« tatoren und Manipulationsbeamten, die sich zu nationalen Agitatoren hergeben. Dass der Land-tag ohnedies eine neue slavische Mittelschule in Ung.-Brod gewährte, zogen die tschechischen Nimmer-salle nichl in Berücksichtigung, sie hätten gerne noch weitere drei slavische Mutelschulen errichtet gesehen. Die nothwendigen Mittel zu deren Erhaltung hätte, wie dies in diesem Falle »ganz natürlich" gesunden worden wäre, eine recht ausgiebige Landes-subventio» beschaffen sollen. Aauffy wird gegangen ! Der Pulßky-Scan-dal, welcher die in Ungarn herrschende Pascha-wirthschaft so grell beleuchtet, hat in der Wiener Hosburg äußerst unangenehm berührt; dazu kam. das« in jüngster Zeit daS Cabmet Banffy um die Opposition einzuschüchtern, sich wiederholt de« Ver-trauenS der Krone rühmte, welche Großsprecherei auch zu den Ohren Sr. Majestät kam. Baron Banffy wurde zu dem Könige berufen, um über diese beiden Skandale Ausklärungen zu geben und um auch darüber eingehend zu berichten, warum aus der ZipS so viele Bewohner nach Amerika auswandern, dass bereits von einer ganz bedeutenden Entvölkerung diese« LandtheileS gesprochen wird — Allgemein wird gemeldet, Baron Banffy's Stelle sei erschüttert: — wir sagen aber, es kommt nichts B-sseres nach. Z>ie Kaufe des Prinzen Aoris hatte ein aufregendes Vorspiel. Die Mutter desselben, Prinzessin Maria Luise wollte sich durchaus von ihrem Erstgeborenen nicht trennen lassen. Prinz Ferdinand suchte ihr Trost zu spende». Der Prä« sident der Synode und der Metropolit Gregor wurden berufen, um die trostlose Mutter auszu» richten. Man sicherte ihr zu, das« ihr Kind von katholischen Priestern werde erzogen werden. Als 3 die HauSlente des Prinzen Ferdinand kamen, und den Sohn von der Mutter trennten, verfiel die schwer geprüfte Frau in eine lange Ohnmacht. Als Prinzessin Maria Luise von Bulgarien ab« reiste, begleitete ihr Gaue sie bis an die Grenze und bat sie mit Thräne» in den Augen, sie möge ihm den Schritt verzeihen, er habe ihn nur unter-nomme», iini sich und seinem Sohne den Thron zu erhalten. Prinzej n Luise erklärte, nie wieder nach Bulgarien zurückkehren zu wollen. Autzlauds Sieg in Autgarien ist nun durch osficielle Anerkennung Ferdinands als Fürsten von Bulgarien von Seile deS Sultan« und der Sig-nalarmächte des Berliner Vertrages offenkundig geworden. Die österreich fche Diplomatie hat eine nicht mehr zu verleugnende Schlappe erlitten. Ge-wisse tonangebende Blätter, die sonst vorgeben, das Gras wachsen zu hören, bemänteln diese Nieder« läge uns-ie« Ministers des Aeuß-ren. Man wird nicht fehlgehen, wenn man dieses Verhalten der „großen" Presse mit dem Umstände in Verbindung bringt, das« GoluchowSki so wie unser Minister-Präsident aus Polen stammt, von wo ganz West« österreich jetzt regiert wird. DaS tapfere Zurückweichen vor den Schachzügen der lussisch,» Diplo-matie in Bulgarien kommt am besten dadurch zum Ausdrucke, dass der österreichisch-ungarische Bot-schailer Baron Calice als Erster der Psorte die Zustimmung seiner Regierung zur Anerkennung deS Prinzen Ferdinand als Fürsten von Bulgarien zu überbringen sich beeilte. Väte-chen in PeterS-bürg stärkt bereits seinen Einfluss in Bulgarien dadurch, dass neue Consule ernannt werden sollen, uikd seitens des russischen FinanzministeiiumS auch ein Handelsagent für Bulgarien ernannt wird. Äus Stadt und ,imit>. Verletzung im ^ottdieuke. Der Postamts-prakiikaiil Ludwig Budeschi »sky wurde über eigenes Ansuchen von Marburg nach Cilli übersetzt. grazer KaudelsKammer. Der Handelsminister hat der Wiederwahl deS Franz Schreiner zum Präsidenten und des Joses Libl zum Vicepräsidenien der Handels und Gewerbekammer in Graz sür das Jahr 1896 die Bestätigung ertheilt. „Südmark". In Kärnte» macht die Sache der „Südmark* erfreuliche Fo> «schritte. Wieder sind dort zwei neue Ortsgruppe» in der Bildung begriffen, nämlich in Eaerstei» und Hermagor. Mit diesen zweien zählt dann der Verein in »ärnien 14 Ortsgruppen, 80 im ganze». — Einem Gewerbs« manne in Unieisteier ist ein Darlehen von 204 fl. gegeben worden. — Der Ortsgruppe Gottfchee ist zur Gründung eines Studenienheinis dortselbst der Betrag von l 15 fl. 47 fr. zugewandt worden. — Als Gründer sind dem Vereine beigetreten: die akademische Abtheilung Wien des Deutschen und Oesterreichischen Alpenoereines und die Labbieter in Leoben mit je 25 fl. — Spenden haben gesandt: Tischgesellschaft zu Gurk in Kärnten l fl. 70 kr., die kaufmännische Tischgesellschaft bei der Burg in Graz 2 fl., St. Pöltener Al'end in Wien l fl.; die Gemeinden: Graz 200 fl., Marburg 50 fl., Fürstenseld 6 fl.. Fehring und Uebelbach je 5 fl.; die Ortsgruppen: Ferlach und Umgebung l 12 fl., Klageniur« 51 fl. 50 kr.. Gotische? (Mohrenertrag) 17 fl. 93 kr.: sür da« Deutsche Studentenheim in Cilli: Karl Löffelmann 2 fl. 50 kr., Sippe auf der Weixelburg 5 fl., Labbieier in Leoben 3 fl.. Dr. Josef Ursin 2 fl., Vordernberger EiSschützen 4 fl. 50 kr.; sür Laibach : Ortsgruppen in Wiener-Neustadt 70 fl. Ferner sind sür Laibach neuerdings Briefmarken im Werte von 354 fl. 44 kr. und 50 Pf. eingegangen. Z>as Landescomitö der Katholisch-konservative« ?artei in Steiermark beichlofs, bei den nächsten Wahlen überall Zählkaudidaien aufzustellen oder aber antiliberale Kandidaten zu unlerstützen. Dieselbe Partei beabsichtigt. BezirkswahlcomitLS zu organisieren. Hemeiuderathslitzung. Freitag, den 21. Feber, 5 Uhr nachmittags, findet eine ordentliche öffent« liche Gemeinderaihssitzung mil folgender Tage«-ordnung stall. Mittheilung der Einkäufe. Berichte des Finanzausschusses: Zuschrift deS BezirkSauS-schnsses Cilli in Angelegenheit der Reconstruierung der Wogleinabrücke; Gesuch de» concessionienen Mehrungsraumers August JoraS um Gewährung der Remuneration für daS tzahr 1895 gleichwie im Vorjahre. Bericht der Gewerbesektion: Gesuch der Frau Maria Wesiak um Verleihung der Gast-gewerbeconcession aus das Haus Nr. 6 in der Rathhausgasse. Bericht des MauthaufsichtScomitöS: Maulhgebührenabstndungsaeluche des Spediteurs Rudols Exn» und des Michael Kveder. Bericht 4 deS Comites zur Regelung der MehrungSabfuhr über den Stand dieser Angelegenheil und Erstat« tung von diesbezüglichen Anträgen. Kodesfall. Ein herber Verlust hat den hiesigen Rechtsanwall Herrn Dr. Heinrich v. Jabornegg betroffen. Am 16. d. M. starb zu Bleiburg in Kärnien seine Mutter, Frau Marie von Jabo r-»egg-Altenfels im Alter von 64 Jahren. DaS Leichenbegängnis fand am Dienstag den 18. d. M. unter aroßer Betdeil'gung stat'. Hntfetzlicher Anglücksfall. Am 15. Februar d. I. geneth der 4^jädrige Taglöhner Georg S m o 1 e im Schlöffe Reukloster bei der Arbeit durch eigene Unvorsichtigkeit in die Schneidevorrichiung einer Futterschneidemaschine und erlitt hiebei geradezu schaudererreg:»!>e Verletzungen. Die >iuke Hand wurde ihm gänzlich abgerissen uns das rechte Ellbogengelenk zertrümmerte Infolge des enormen Blutverlustes verlor der Arme die Besinnung. Er wurde in da» hiesige allgemeine Krankenhaus gebracht, woselbst ihm der linke Unlerarm amputiert und zur.Stillung der Blutung die Haupischla«ader am rechten Oberarme unterbunden werden musste. Der Zustand des Bedauernswerthe» ist noch immer ein lebensgefährlicher und wird er im günstigsten Falle vollständig arbeitsunfähig bleiben. Der Verunglückte ist Bater von v er unmündigen Kindern. Solgen einer Nanferei. Am 16. d. M. wurde der 23jährige Schlosser Martin Kresnik aus Bifchofdorf mit einer verheilte» Schädelwunde und Lähmung der linken unteren Extremität im AUge-gemeinen Krankenhause in Graz aufgenommen. Diese schweren Verletzungen wurde» ihm angeblich am 26. Jä> ner in AlgerSdorf von einem Unbe-kannien bei einer Rauferei beigebracht. Pas Keiratsgut gestohlen. Ei» Grundbesitzer in Kopreinitz, der seine Tochter auSheirateie, wollte dem Bräutigam feiner Tochter am Hochzeitstag« 500 fl. als Mitgift einhändigen. Dieser nahm daS Geld jedoch nicht gleich, worauf der Vater der Braut die fünf Hunderte wieder in die Tischlade legte, hiebei aber vergaß, die Lade zu verschließen. Ei» Langfinger entdeck'» den Schatz, stahl ihn. konnte aber vom Geldenur 100fl. anbringen, weil man ihm zu schnell auf der Spur war. Im Honcurle Iosef Kans Koler wurde der einstweilige Concursmasse-Verwaller Herr Dr. Ed. Glantschnigg. Advokat in Marburg, in seinem Amte bestätigt und zu dessen Stellvertreter Herr Dr. Julius Feldbacher, Advocal in Marburg, ernannt. Hrdbeven. In Murau und Teuffenbach in Oberneier wurde am I I. d. M. um 9 Uhr abends ein ziemlich heftiger Erdstoß verspürt, de^ von einem dumpfen Rollen begleitet war. welchem schwächere Erschütterungen vorausgiengen. Der Kausball des Institutes Haußenvüchl. Am 16. Februar fand in den Easinosälen der Hausball der Zöglinge deS rühmlichst bekannten Institute» Haußenbüchl statt. Es war eine glück-liche Idee, dieses Kindersest. statt in den für solche Veranstallungen beschränkten Anstaltslocalitäten, in den von der Casino-Direclion bereitwilligst zur Verfügung gestellten Casino-Säle» abzuhalten. EineS fo zahlreichen und distinguierten Besuches hatte sich daS Institut noch nie zu eisreuen. Unter den Anwesenden bemerkten wir nebst einer großen Zahl geladener Gäste aus den besten Kreisen und de» Eliern der Zöglinge, den Herrn Bürgermeister G. Stiger und feinen Stellvertreter Herrn I. Ra kusch kurz vor '/,9 Uhr erschienen, von der Vorsteherin geführt, unter den Klängen einer Polonaise die Zöglinge in den reizendsten Coftümen und hielten im großen Saale ihren Um-zug. Wessen Herz hätte bei dem Anblicke der hübschen Kinderfchaar, der Lust und Fr ude aus den Augen strahlte, nicht Vergnügen empfunden? Bald darauf gruppiern sich die Schaar um ihren köstlich coftümierlen Eapellmeister. Herrn stud. jur. R....... der nach kurzem, humoristischen Vor- trage mit den Zöglingen SvatalS „Schlittenfahrt" zu Gehör brachte. Großer Beifall lohnte die Vor-fühiung. Schnell verschwanden Pulte und In-strumente und schon nach wenigen Takten des be» ginnenden Walzers bot der Saal ein bunte«, prächtiges Bild. Die erfchienenen Gäste nahmen regen Antheil an den, Vergnügen und unterhielie» sich gleich den Kinder» prächtig. Ein trefflich auSgestatleles Büffet sorgte für Stärkung und eine Abtheilung der Musikoereins-Kapelle lür die Musik. DaS Fest endete in vorgerückter Morgen-stunde und hat Fräulein E. Haußenbüchl durch die Veranstaltung desselben nicht blos ihren Zöglingen einen fröhlichen Abend und eine bleibende, schöne Erinnerung geschaffen. sondern auch den Gästen ein großes Vergnügen bereitet, wofür dem Fräu-lein wiederholt von Einzelnen wärmsten» gedankt Deutsche Wacht" wurde und hiemit anch die vollste Anerkennung gezollt wird. KrachtenKränzchen. Prinz Carneval hat von den Räumen des Caimos Abschied genommen und wir sprechen den begründeten Verdacht aus, dass er den Jünger» TerpsichorenS da» Herz recht schwer gemacht hat. Denn das am Faichingdienstag ab-gehaltene Trachtenkränzchen vereinte alle die sel-tenen Vorzüge der lustigen Hastnachtszeit. Zahlreich der Besuch, aufgeräumt die Stimmung, »nermüd-liche Tanzlust, reizende Trachten; was willst du »och mehr! „Der Kampf um Hilli". Unter diesem Titel erscheint im Verlage von Georg Adler ein Büch-lein, in welchem die von Herrn Heinrich Wastian d.I. (Heini von Sieier) in München gehaltene Trutzrede für Cilli abgedruckt ist. Für die Gewinnung neuer Streilkräfte sür Cilli ist daS genannte Büchlein jedensalls von hoher Bedeutung. Kur Cilli. Der Münchener HilfSauSfchuss für Cilli plant sür den 24. Februar ein im vor-nehmsten Gepräge zu veranstaltendes Concert. Das-selbe soll in den riesigen Kaim-Säle» abgehalten werde», welche der Eigenthümer zu dem nationalen Zwecke unentgeltlich zur Versügung stellt. Den Festprolog hat Felix Dahn gedichtet. Unter den mitwirkenden Künstlern wird sich auch der großherzoglich badische Hofopernsänger Ernst KranS befinden. Lichteuwald, >7. Februar. Der Faschings-abend, den der deutsche Leseverein am 15. d. M. in der Gastwirtschaft Smreker veranstaltete, war in allen Theile» ein überaus gelungener und be-zeugte von neuem, was die kleine deutsche Gemeinde durch einträchtige« Zusammenwirken zu leisten im-stände ist. Der sehr geräumige Saal war in über-auS netter Weise tecoriert und bot in seinem schmucken grünen Kleide mit den färbigen Lampions ein freundliches Bild des fröhlichen Carneval-Treibens, dem sich die Besucher alsbald hingaben. Die Costüme waren in origineller Weise gewählt worden und boten vielfach AnlafS zur Bewunde« rung und HeiterkeitS-AuSbrüchen. So erweckte gleich beim Einzüge der Masken Gevatter Storch mit feiner Wagenladung „Kleinigkeiten" in allen Größen berechtigtes Aufsehen und bedenklicke Mienen von den damit „Betheilten" jeden Alter« und Ge-schlechtes. Wenn wir nicht zu schwarz gesehen haben, so befand sich unter den „Kleine»' ein auS^ewach-feneS Exemplar von einem Kongoneger, das sich durchaus nicht weiß waschen lassen wollte, vielleicht wurde eS ihm vor feiner Wafchechtheit bange. Weiters bemerkten wir einen sehr begehrenswerten „Geldsack", dessen ungezählte Millionen vielen „herausfordernden Blicken begegneten ; er hielt »ch auch stets in der Siorchnähe auf, dessen Triuniph-wagen man allseits hochachtungsvoll aus dem Wege gieng, und blieb so unbehelligt. Eine blühende „Mohnblume" vertrieb sofort jeden Schlaf, den etwa die ebenfalls erschienene Frau Musik»* durch ihre „»»gehörten Melodien" herbeigesüh:» hätte, deren ungezählte Violinschlüssel uns jedoch jede weitere AuS'icht auf diesen Genuss versperrten. Eine fesche „Oberkrainerin" war in der historischen „Hiupfsache Golde» wert, deren Herz je>och schon durch eine» „Edelmann aus der Roccoco Zeit" ge-stöhlen wurde, der dessen Wert richtig erkannt hatte. Eine reizende „^pielari" des Vergnügens bemerkten wir in einein Kostüme, das die verschiedenen Spiel-arten zur Schau trug uud uns groß t» Versuchung führte, ein „Spielchen" mit ihm zu wagen. Ferner waren erschienen eine temperamentvolle Zigeunerin, eine biedere Tirolerin, eine vornehme Russin mit prächtigem Geschmeide, eine lebenssrische Gaillhalerin, eine Gollscheeri» und als männliches Gesolge ei» „Gigerl sein", Jung-Türken. ein „süßer Zucker-bäcker", ei-' Vertreter des Barockstyles, «in „Pülcher aus Mekka" und der Ordnung halber nebst anderen auch der landesübliche „Gemeinde-Wachter". In einem Winkel re« Saales war der „Gemeindekotter" errichtet worden, in welchem als erstes „Opfer* der pafs- und maßlos trinkende Mekka Pülcher feinen Mokka verschenken wollte, der aber behörd-licherseitS als „Cholera-Tropscn" erkannt und con-fisciert wurde. Die auf deut Kotier angeschlagenen Arretier-Paragraphen kündigten überhaupt jedermann die Arretierung an, denn „Uiberhaupt, wer kann e» können — Alle Paragraphen nennen — Wer'S nicht weiß — ob Gast, ob Wirt — Wird arretiert!" In Summa ein gelungener Abend, der bis zum Morgen währte und den der „grauende" Pfiff des FrühzugeS nicht zu stören vermochte, denn alle Gäste saßen da noch beisammen und hatten einander so lieb! —___ 1896 Moßitsch. Ein sröhliches Fasching«?, ä zchen, daS sich zu einem aiiimierten Costümkränz^en ge^ staltete, fand hier am 12. d. M. im Gasthofe „Zur Krone" statt. Einige der besten Musiker der Cur-Kapelle spielten flotte Weisen, und es war der Zeiger der Uhr schon bedenklich vorgerückt, bis die Tanzlustigen auch an das Heimgehen dachten. Das Kränzchen war durch die Anwesenheit vieler aus» wärtiger Gäste verschönt. Auch Cillier erfreuten uns durch ihre Anwesenheit. Aus Wiederfehen im nächsten Jahre I Won unserer Schanvüvne. — Der Fasching-Dienstag brachte Restroy'» Posse „Einen Jux will er sich m a ch e n", von der die Theaterkenner sagen, dass sie eine tolle sei und zu den besten seiner Arbeiten zählt. Die Auk-führung vom Dienstag HU aber nicht befriedigt und wie die schlechte Aufführung ein'» Trauerspiele» erheiternd ans die Zuseher wnkt, so traurig wirkte die Darstellung dieser Posse aus die Besucher unseres Theaters am tollsten Abend des ganzen Jahre». Wollten wir gerecht tadeln, wir wüsSien nicht wo zu beginnen; gesagt sei nur, dass man die Rollen nicht kannte, die Herren Schauspieler zu Zeiten auf die Bühne kamen, in der tie auf ihr nichts zu suchen halten, und sie erst von weiß Gott wo geholt werden mussten, wenn ihr Slichworl gefallen war. Restroy halte Zeit seines Lebens scharsen Spott, schade, dass er nicht mehr lebt, sein Urlheil über die Dienstag-Vorstellung wurde die Mitglieder unserer Bühne vielleicht darüber belehren, dass solche Vor» steUungeii einfach Stümpereien sind, die sich da» Publikum nicht braucht bieten zu lassen. — Der einzige Herr Thalmann bemühte sich, seine Rolle iur Geltung zu bringen, doch in dem allgemeine» Wirrwarr ging auch seine Detailzeichnung unter. — Unser jugendlicher Liebhaber, Herr Franz Lenz hat Donnerstag in Victor Leon's „G e» bildete Menschen" sein Benefice. Diese» zugkräftige VoUSstück wurde am Wiener Raimund« theater mit größtem Erfolge aufgeführt und glaube» wir dem strebsamen jungen Künstler eine gut-besuchtes Haus verspreche» zu können. — Samstag wird die Lustfpiel-Rovilät „Niobe" gegeben. Perein der deutschen Steirer in Wien. Am 14. Februar l. I. fand iu den Saal-lokalitäten „Zum grünen T> or" das Fasching»« kränzche» des Vereines statt. Mehr als ein« Stunde vor dem kef gesetzten Beginne oersammelle ich ei» ebenso zahlreiches als gewähltes Publikum in de» sleirtsch-sestlich geschmückten Räumen. Die meiste» Damen u»d Herren erschienen in der herzerfreuenden Tracht deS Heimathlande». worunter besonders Ali-Sleinzer, Ober-Mürz- und Murthaler hervorzuheben sind, waren. Durch die feit Woche» vorher vom Vereine veranstalteten Uebungen im steirischen Tanze, war ein noch innigeres Freun»-schaftsband zwischen Tanger und Tänzerinnen her« gestellt, als es die Mitgliedschaft de« Vereines ohnedies mil sich bring«. E« war dadurch eine Vergnügungslust geschaffen worden, die alle An-wesenden gleich ergriff, selbst sonst ernste Mannet und Frauen zu lustigen und gemülhlich-kindischen Sche zen anregte. Es bedurfle zur Erzeugung dieser Festesfreude, fast nicht mehr des vom Herr» Hoser in Stainz gütigst übersandten Original-SchilcherS. dessen Qualität nicht blos von gewiegien Kennern als eine ganz vorzügliche bezeichnet wurde, sondern auch bisherige Fremdlinge, darunter Söhne Amerikas, begeistere. Der von der berühmten Grazer Firma Mandl nett ausgerichtete L bzeltstand fand derart reichlichen Zuspruch und Absatz, dass um Mitterna U bereu» die diversen Rosenkränze, Reiter. Herzen und Kinder ihrer sinngemäßen Widmung entsprechend die Fest-theilnehmer schmückte». Besonders zu erwähnen ist die Damenspeade, durch welche der Verein seine Heimalhsliebe und de» Sinn sür gule Gesellschaft bekundet. Tie Spende stellt ein zierliche», nett ausgestattete» Büchlein dar, in dem wir die Bilder des unoer-gesslichen, dem Sleirer stet« theuren Erzherzog Johann und der bekannteren steirischen Dichter finden. Diese haben übir Ansuchen des Vereine» dazu Beiträge ihrer bewährten Feder, theils in gebundener, theils in ungebundener Sprache geliefert, so dass Herz und Sinn durch diese Spende gleich erfreu! und gehoben wird. Die Dam-nspende, die ein liebwertes Andenke» an den herrlich verlaufenen Abend bilden wird, wurde an grün-weißem Bande überreicht. Tie kleine heimische G dichtesammlung bietet Beiträge von Rosegger, Sophie v. Khuendurg. Randl, itfer- 1896 choia. Dr. Pascal Ferro, Hans Frauengruber, Fran^ XiDtx Fceiheim. Hans Gra« berger, Barlo-lomä»s Hiebler, Franz Legwarth, Karl Morre, Llidwig Sprung, — lauter Namen, die in unserem engeren Balerlande den besten Klang haben. Einen besonderen Reiz dieses .Albums Slreirischer Tichtcr" biet.» die Bildnisse der Schriftsteller und deren eigenhändige NamenSserliguugen. Wer da« „Steirlsche Dichler-Album' seiner Bücherei einverleiben will, dem sei milgetheil», i ass der Äerein deutscher Steirer es im Verlage hat. Gebunden tostet es 70, geliefiet 40 kr. Ist das Padfatjren als eine gesund öeitsgemäße Zievnng anzusehen und aus ärztlichen He»ichtspnnkten zu empfehlen? Im B e r e i n für innere Medicin in Serlin wurde ein umfangieicher Vorirag über diese Frage gehalten, und wir glau' en bei der Aus-breilung. den dieser Sport bei uns schon gewonnen h,:. einen großen Theil unserer Leser einen Dienst ja erweisen, wenn wir das Referat auszugsweise dringen. Der Vortragend« geht zunächst aus die Phy-sivlogie des Radfahrens näher ein. Er ver-zleichi die MuSkelthäligkeil, welche bei der Uebung vor sich geht, mit dem Treppensteigen, nur dass dein. Radfahren die Stufe selber, während der Körper sich auf sie hinanfhebt, gleichermaßen nach innen auSwe chl, so dass eine beträchtliche Hebung des Oberkörpers nicht zu Stande kommt, dafür aber die entwickelte Kraft durch die mechanifchen Einrichtungen, welche in dem Instrument selber liegen, nach anderer Richtung hin zur Gellung gelangen. Den wesentlichen Theil der Arbeit leisten die Streckmuskeln (nicht wie man bei ober-fachlicher Betrachtung vielleicht glauben könnte, die VengemuSkeln) des BeineS. und zwar aller drei Gelenke am Beine, in erster Linie des Kniegelenkes, ferner der Strecker des Hüftgelenks, endlich die Strecker deS Fußgelenks. Entsprechend der Natur der Uebung ist im Uebrigen fast die gesammie Körpermuskulatur beim Radfahren thätig. Da denn Radfahren gerade die entgegengesetzten Muskeln in Thätigkeit treten, wie beim gewöhnlichen Gehen, so stellt es, mit Maß und Vorsicht ausgeübt, «ine irejfliche Gymnastik gerade derjenigen MuSkel-gruppen dar. d»e bei einer Unzahl von Menschen nur w.nig in Aktion treten. Nur wen» eS im Uebermaß angewendet wird, würde leicht Schaden gestiftet werben können. WaS d r Einfluß auf den Stoffwechsel l etriffi. so findet zunächst e>n Ansteige» der HarnstoffauS-jcheivung statt, wie das Gleiche sür die Gejammt-Ztickiloss-AuSscheidung gilt. Natürlich nehmen auch, von einer gewissen Grenze an, die Körperseite an der Verbrennung theil. Am besten werden diese Verhältnisse durch die Angabe illustriert, dass der Slassahrer Stöpdane, nachdem er in 24 Stunden die rieiig« Tour von 673.316 Meter durchfahren hatte — also volle 90 Meilen! — nicht weniger als 0*35 Kilogramm an Körpergewicht verloren haue. Was die Verdauung betrifft, so ist es natürlich, das» durch das Radsadren der Appetit gesteigert wird, ebenso natürlich ist die Forderung, dass m in vor einer größeren Uebung kein.' Mahlzeit ein-nehmen darf, weil durch die Uebung die Verdauung dttinirüchligt würde. Alle diese Momente treten an Wichtigkeit hinter der Einwirkung de« Radf ihrens auf Athmung und blutkreiSlauf zurück Durch die gesteigerte Muskel-arbeit wird, wie bekannt, mehr Kohlensäure im Körper angehäuft, was sich mittelst centraler (Gehirn«) veeinflußung als Atheninoih bemerkbar macht. Ein weiterer Anlass zu derfelben |ist die Stauung im Lungenkreislauf. Es ist daher die größte und wichtigste Kunst beim Radsahren: richtig zu athmen. Wenn du« geschieht, so ist die schließ» liche Einwirkung aus die Entwicklung ter Lungen-thätigkeit eine günst'ge, und das Radfahren dient zur Gymnastik d.S RespirationS-ApparateS, zur öermehrung der Biialkapacität. Die Ei iWirkung aus das Herz ist eine doppelte: eine Steigerung des Blutdrucks und eine (hievon abhängige) Beschleunigung der Herzthätigkeit. Bei angestrengiem Fahren sind 25t) Herzkontraktiouen in der Minute beobachtet worden; 200 Pulse sind gar nichts seltene»: unter 150 ist die Herzaktiou selten bei angestrengtem Radfahren. Die gößte Gefahr bi'tet das plöy'iche Steigen des Weges, Lalso «ine plötzliche und unverhältnismäßig große Nebratbeit für das Herz, ohne dass der Fahrer, „Deutsche Wacht" der anstatt langsamer zu jähren und sich zu schonen, die Anstrengung vielmehr forciert, ein Bewusstsein davon hat. Die Physiologie deS Radsahrens lehrt uns also, dass für den Gesunden große Vortheile in dem Radfahren liegen. Wir Aerzte aber müssen der starken Uebertreibung entgegentreten, mit der man in dem Radsahren mehr »nd mehr ein Allheilmittel erblicken w>U und müssen warnend darauf hinweisen, dass das übermäßige und unge° schickte Radfahren die schädlichsten Folgen nach sich ziehen kann. Bei den Frauen sind die Gesahren einer mangelhaften Haltung zusammen mit unzweckmäßiger Kleidung (Korsett) besonders groß. Frauen sollte daS Radsahren nur unter Beise«telassen aller ein-engende» Kleider und der KorsetiS gestattet werden. Eine Anzahl schwerster Herzanekiionen hat in dem übertriebenen Uebermaße der Uebung den alleinigen EntstehungSgrund. Das erscheint nicht wunderbar, wenn wir uns daS Maß auszuwendendec Kraft veranschauliche». Der Weg von Berlin nach Wien (600 Kilometer) ist zum Beispiel in 31 Stunde» zurückgelegt worden, die gleichgroße Entfernung Mailand bis München in 29'/, Stunden, die um 20 Kilometer längere Wegstrecke Basel bis Eleve in weniger als 28 Stunden. DaS sind mehr als 22 Kilometer in der Stunde. Das ist aber nur die Durchschnitts-, keineswegs die höchsterreichle Geschwindigkeit. Noch dort, wo mehrstündige Fahrten stattfinden, werden Geschwindigkeiten von 42 »nd 43 Kilomeier erreich«! wo aber nur der Versuch gemacht wurde, auf relativ kurze» Strecke» eine größtmögliche Geschwindigkeit zu erzielen, ist der Effekt ein geradezu unglaublicher. Hiervou nur ein Beispiel: Der Deutiche namens Zimmermann legte eine Strecke von Kilometer mii^ einer Geschwindigkeit von 50 Kilometern in der Stunde zurück; aus dieser Distanz erzielt« er sogar die Geschwindigkeit von 61 Kilometern in der Stunde, als annähernd die schnellste KourierzugSgeschwindig-keit, mil der wir fahren. Es entspricht das einer Arbeit von 114.375 Kilogramm««» und ist dasselbe, alS wenn eine Person während einer e»nigen Stunde 2287 Stück Centnergewichte vom Boden anfnimnit und auf einen l Meier hohen Tisch hebt! Besondere Vorsicht ist nöthig bei Kindern und Greifen. Ersteren ist daS Radfahren in der Rekon-valeScenz von fieberhaften Krankheiten absolut ver-boten. Bei Herz- und Nierenkrankheiten ist da« Radfahren ebenfalls zu verbieten. Bei der Hai»' sauren Diathese und Anfällen von Gicht Dürfte es günstig wirken. Es wird über einen Fall von Lungenspitzenkatarrh berichtet, der durch Radsahren günstig beeinflusst wurde. Bei Emphysem ist eS natürlich zu verbieten. Vermischtes. Gebens Perstcherungsgcsellschaft „Austria". Wir entnehmen dem „Deutschen ^>olksbolen" folgende, die „Austria' betreffende Ro»z: Gegen diese famose Gesellschaft wird jetzt von allen Seilen Siellung genommen; nicht nur Nationale, auch Liberale rühren sich, um einer Schädigung zu entgehe» und hüllen wir eS für »olhweadig, diese Sache elwaS näher zu beleucht'. Bekam,liicher-weise hat die Gejellschail „Austria" das Vertrauen von lausenden loh Arbeitern. Gewerbetreidenden, Kleingruudbesitzer», kleinen Beamten u. f. w. in der unoerschämieslen Weise misSbraucht. Die ganze Schuld wurde auf den verstorbenen Direktor Heßler geschoben. Wir meinen aber, das» dieser nicht allein an dem Ruin der „Austna" schuld sei. Die Behörde hatte das Re*t. Einblick in die Bücher und Rechnungen der „Austria" zunehmen, warum hat sie hieoon nicht den auSgedehmesten Gebrauch gemach» ? Abgänge, wie sie b«i der.Austria" vor-kamen, welche sich heute auf nahezu zwei Millionen Gulve» belaufen, mussten auch bei der obe»flächlichen Prüfung der Schlnssrechnungen der „Auslria" durch Fachleute demerkt werden. Jede Ent-schuldigung für die Behörden aber, wenn man über-Haupt eine folche gellen lassen wollte, w rd hin-fällig durch den Umstand, das« der B.hörde bekannt war. dass im Jahre 1883 die SchlnsSrechnun., d«r „Austria" «inen Fehlbetrag von 400.000 fl. auswies. Wir weisen hier aus die Sitzung deS Abgeordnetenhauses vom 18. Christmond (December) 1895 hin, bei welcher die Regierung durch ihren Vertreter. AbtheilungSleiter Baron Plapparl die Erklärung abgeben ließ, „dass die Gesellschaft schon im Javre 1882 mit 500.000 fl. passiv war. ebenso, dass die Gesellschaft seit dieser Zeit unrichtige Schlußrechnungen vorlegte, ja dass schon im Jahre 1883 sich Unterschiede zwischen Regierung 5 und Verwaltung betreffs der Schluss«.! liung ergeben haben. Trotzdeal dieS bekannt war, hat die Regierung und die Verwaltung durch die weiteren Jahre bis zum Jahre 1894, dit Schlußrechnungen der ..Anstria' für richtig anerkannt und einzig und allein auS diesem Vorgange ist die so hohe Schadensumme entstanden. Die Versicherten sollen nun 20—40#/0 ihrer Beträte verlieren, ein Schlag, der umso empfindlicher trifft, al«, wie bereits erwähnt, meistens kleine L«u>e bei dieser „seinen" Gesellschaft versichert sind. Nehmen wir z. B.: Ein Familienvater, Porzellandreher. der sich und eine zahlreiche Familie schlecht und recht durchbringt, hat sich 350 fl. abgedarbt, um nach seinem Ableben seinen 5 Kindeen wenigstens jedem 100 fl. zurückzulassen, jedenfalls ein lodenSwertheS Streben; jetzt kommt Diese Familie, die nie Ueber« flüssige« gekauft oder genoffen, dur h die Herren Directoren, VerwaltungSräthe und wie alle die Todtengräber von zahlreichen Existenzen heißen, um ihr erspartes und erhoffte« Erbe. Aber nicht etwa deshalb, weil die armen Leute zu niedrige Prämien bezahlt, Gott bewahre, diese Gesellschaft „Austria' hat die höchsten Prämienfätze gehabt von allen. Gerade auch deshalb zahlten die Leute die hohen Prämien, weil man annahm, sie werde ihrem fchönen Namen keine Schande anthun. Weiter verstand diese Geiellschasl Wucherzinfen für auf die Polizze gemähte Darlehen zu nehmen u. zw. 8°/„ jedensallS ein Umstand, der nicht zu ConcurS zu führen braucht. Ferner sind nur in einem Orte 12 Versicherungen aufgelassen morden, wovon einige 11 Jahre die Prämien gezahlt hatten und nur in «iuem Falle hievon haue der Versicherte ein Darlehen von 27 fl. nus seine Polizze heraus. Unter solchen Umständen ist die allgemeine Entrüstung gegen die Gesellschaft sowohl, wie gegen den „Staat" eine leicht begreifliche und wurde deshalb der Antrag gestellt, „die Gefeilichast aufzulösen' und „die Verwaltung, d. h. alle fungierenden VerwaltungSräthe vom Jahre 1882 angefangen bis zum heutigen Tage und die Staais-Verwaltung gemeinfchafilich sür den Schaden verantwortlich zu machen und zum vollsten Ersatze heranzuziehen." „Xodless« oblige." AuS Baden bei Wien wird gemeldet, dass die Fürstin Anna Rohan. die Gemahlin des Fürsten Josef Rohan, feit einigen Tagen au« Weißenvach an der Triesting spurlos verjch runden ist und ihre drei kleinen Kinder, sowie ein« Amme vollständig fubsistenzloS zurück-gelassen Hai. Die Berlaffenen geriethen i» die ärgste Rothlaqe und konnten nur durch die Munificenz mildthätiger Mnschen vor dem Ae.gsten geschützt werden. Die Fürstin soll Schulde» von etwa 1700 fl. hinterlassen haben. Die verschwanden« Fürstin hi ß mit ihrem Mädchenname» Anna Linke und ist die Tochter eines in Wie.« ver-storbenen Rechnun^SratheS. Fürst Rohan Halle sie kennen gelernt, als sie als Ballettänzerin am Nürnberger Siadttheiter in Engagement stand, und vermählte sich im Jahre 1891 mit ihr. Die Ehe war jedoch eine sehr unglückliche. Der Fürst Josef Roha» ist ein Schwager des Majora'sherrn Fürsten Alain Rohan nnd kümmerte sich wen g um seine Frau und seine Kinder. Er reiSie vor mehreren Jahien nach Par'S und ließ seit dieser Zeit nichts mehr von sich hören. Die Familie ließ er in der größlen Noldlage zurück Die Geschichle bei Hauses Roha» ist reich an iragisch^n Borsüllen. Die Rohan sind ein sehr alteS Ge-schlecht. Sie stammen in männlicher Linie von den alten Königen und Herzogen von der Bretagne ab und leiten ihren Namen von dem Slädlchen Rohan im Departement Morbihin her. Ihr stolzer Wahlspruch lautet: „Roy ne puys, Duc ne davgne, ltübau snys* („König kann. Herzog mag ich nicht sein, Roha» bin ich*). Prinz Josef Rohan gehört der Linie Rohan-Gu6men6e-Rochefort an, die in Oesterreich d:s Jndigenat und die Anerkennung des allen fürstlichen Ranges erhalten hat. Das Haupt der Linie ist gegenwärtig Fürst Alain, der den Titel Fürst von Rohan Guömenoe, Rochekort und Monbazon, Herzog von Bouillon führt. AuS der neueren Zeit berichtet die Chronik deS Haufe« Rohan besonder« von zwei Unglückssällen. Der eine betraf den Großvater des Prinzen Josef Rohan, den Prinzen Benjamin Rohan in Prag im Jahre 1846. Prinz Benjamin, der mit der durch ihre Schönheit berühmte« Prinzessin Stephanie Croy vermählt war. begab sich am 5. August 1846. unmittelbar nach dem Diner, in die Militär, fchwimmschule, entkleidete sich rasch und sprang, ohne sich abzukühlen. kopfabwärtS in das Wasser. Er kam nicht mehr lebend an die Oberfläche. Ein Herzschlag halte ihn momentan getödtet. Noch Deutsche tUrtdjf 1S9Ü in allgemeiner Erinnerung Oücfie das viel diSculierle Ende des 32jährigen Prinzen Ernst Rohan, deS lüngsten Bruders des Prinzen Joses Rohan, sein. Am 27. August deS vorigen JahreS wurde Prinz Ernst Rodan aus dem Besitze des Rittmeisters Rochvll bei Graz durch eine, wie es hieß, zu'äUige Entladung auS seinem Jagdgewehre getodtet. — Die Schwester der Prinzen Joses und Ernst Rohan, Prinzessin Marie Bertda. ist bekanntlich seil April IL94 mit Karl von Bourbon, Herzog von Madrid, vermählt. Großes Aussehen erregte e« seinerzeit, als die Schätze deS aliberülzmten Rohan'schen GartenS und die Gewächshäuser zu Sichrow unter den Hammer kamen. Einige der wertvvollften Objecte wurden damals sür Schönbrunn angekaus». Ueber da» oben gemeldcte Verschwinde» ter Prinzessin Anna Rohan kommt dem „Fremden-dlatt" von verläßlicher Seile aus Baden ein Bericht zu, der mit den bisherigen Mittheilungen mehrfach im Widerspruche steht und die ersten An.iaben de« „Badener BezirkSblatt" als übe, trieben und sensationell aufgebauscht erscheinen läsSt. Die Angelegenheit verhält sich demnach folgendermaßen: „Prinz Josef Rohan und seine Gemahlin Anna haben d>S vor kurzem das dem Grasen Wimpffen gehörige Schloß Trieftingheim in Weißenbach be-wohn«. Graf Wimpffen hat dem Prinzen einen Theil deS Schlosses unentgeltlich überlassen, da ihm Dessen prekäre Verhältnisse bekannt waren. Der Prinz, feine Gemahlin und die biei Kinder, die im Alier von fünf Jahren, beziehungsweise drei Jahren und sechs Monaten stehen, bewohnten mit einer Amme und zwei Dienstmädchen den hinleren Theil dks Schlosse». Die sürstliche Familie bezog aus einer Restauration in Weißenbach die Kost, sür die sie noch einen größeren Betrag schuldet. Erst vor 14 Tagen verließ Prinz Rohan seine Familie, wahrscheinlich, um sich bei Verwandten weitere Geldmittel zu verschaffen. Als er nach drei Tagen nicht zurückkehrte, reiste ihm seine Gemahlin nach. Sie ließ nur I fl. 50 kr. zurück und versprach, sehr bald wieder zurückzukehren. Das ist nun nicht geschehen. Vier Tage vergien^en, und die Rolh der Zurückgelassenen wurde immer größer. Da eS auch an dem nöthigen Heizmctteriale fehlie und die Kinder froren, erschloss sich die Amme, den Bürgermeister von Weißenbach um Hilfe zu bitten. Det Bürgerin einer brachte die Kinder in eine Restauration unter und li>ß sie dort verköstigen. Gleichzeitig erstattete er die Anzeige an die Bezirks-Hauptmannschaft. Verflossenen Montag kehrten Prinz und Prinzessin Rohan wieder nach Weißen-dach zurück und versahen die Familie mit den nöthigen Geldmitteln Am Abende desselben TageS reisten sie wieder ad. Seither sehlt jede Nachricht über ihren Auf«nihalt." „S. Tgbl." P'it Zeitung der Königin von England. Dic Königin von England gönnt sich den SpasS, sich täglich eine eigene Zeitung drucken zu lassen. Die Gesammtauflage beträgt fünf Exemplare. Eines davon erhält die Königin. eireS der Prinz von Wales, eineS der Liebling der Königin, Prinzessin Beatrix, und zwei werden in die tönigliche» Bibliotheken von Windjor und Balmoral eingereiht. Z>r. Aank und Z>r- /ueger. In was sind sich die beiden ähnlich, fragen die Wiener. Beide wurden von Margareihen gewählt, den Dr. Faust holt der Teufel, und den Dr. Lueger wird er auch holen — wünschen manche. Wer an einem 2Ä. Aevruar geboren ist» hat allen AnlafS, feinen GeduriSla,, in diesem Schaltjahre mil besonderem Glänze zu feiern, denn er wird eine achtjährige „gebunSlose" Periode zu durchmefsen haben. Der nächste 29. Februar tritt uä > lich nicht in vier, sondern erst in acht Jahren, daS ist 1904, ein. Auch nicht schlecht. Die vier berühmtesten Aerzte in China wurden vor kurzem zum Kaiser berufen, und ra jeder eine andere Behandlungsart für die Krankheit „der Sonne des himmlischen Reiches- empfahl, wurden allen vier Leuchten der Pekinger Universität die staatlichen Einkünfte ge« sperrt. Auch eine Vette. Im Holel „Hirsch" in Fulnet saß eine muntern Gesellschaft beisammen. Da sie nichts Vernünftigeres zu thun hatte, stritt sie darüber, wie lange es möglich wäre, aui einem und demselben Beine ununterbrochen zu stehen, ohne sich irgendwo mit Händen oder mit dem anderen Beine zu stützen. Nachdem von den meisten an--wesenden Gästen die Zeit von höchstens fünf Mi-nulen angegebn wurde, bemerkte ein Herr H., er sei imstande, eine volle Stunde in der angegebenen Weise zu stehen. Erst als H. eine Wette um zwei Fass Schwechater und fünf Flaschen Grinzinger eiugieng. sah man, dass seine Behauptung ernst gemeint war. Mit dem Glock^nschlage stellte sich H. in die Mitte des Lokales unv begann auf dem linken Beine feine Kraftprobe. Einige Herren gaben genau acht, dass H. nicht in einem unbewachten Augenblicke mit der rechten Fußspitze auch nur aus eine Secunde den Fußboden beriet?, da so die Wette verloren war. Um die Zrit angenehm zu vertreiben, spielte der im Lokale ausgestellte Musik-automat die heitersten Weisen, H. rauchte Zigaretten und machle zur Abwechslung mit dem freien Beine Gelenksütungen. Und daS Endergebnis? Nachdem die Stunde verflossen war, hüpsle H. noch zwei Minuten auf dem linken Beine im Zimmer umher. H. hatte die Weite gewonnen. Hin Goldonkel. Ein junger Kaufmann aus Frankfurt gien,, vor etwa sechs Jah>en mit seinen Ersparnissen, ganzen 3099 Mark, nach Transvaal. Er fand dort Anstellung als Bnchhalier in einem Hause, das sich mit Länderfpeculationen befasste, und betheiligte sich, soweit dieS fein kleines Ver-mögen gestattete, eifrig an den Terminkäufen. Er arbeitete glücklich, benutzte den Verdienst stets zum Ankaufe neuer Landstrecken und sah sein Vermögen schnell anwachsen. Aus seinem Territorium wurden reiche Goldminen entdeckt und der Werth deS vorher so billigen Landes stieg in'S Fabelhaste. In kürzester Zeit hatte der junge Mann einen Besitz von nicht weniger als 10 Millionen Mark. Er fpeculierte dann »och weiter, ab.r nun hatte er Pech; denn er büßte in einem Jahre die Kleinigkeit von 5 Millionen wieder ein. Immerhin blieben ihm nach diesem Aderlass noch 11 Millionen übrig, »nd der in so kurzer Zeit zu so sürstlichem Reichthum Gekommene that nun das Klügste, was er thun konnte: er beschloss, anstatt sich neuen Verlusten auszusetzen, mit dem „Elf Millionen» Reste" seiner Schätze in die Heimath zurückzukehren. Vorher sandte er an jedes Haupt der ihm ver-wandten Frankfurter Familien baar 100.> 00 Mais ein. die kürzlich durch Vermittlung der Englischen Bank ausgezahlt wurden; an diese ..kleine Geschenke" war nur die Bedingung geknüpft, dafs die Be-fchenklen mit ihrea Angehörigen ihn bei feiner Landung in Europa am Hasenplay begrüßen miißie». Man kann sich denken, dafs die Verwandten sich das nicht zweimal sagen ließen, sondern mit Kind und Kegel auspackten, um den .Goldonkel* ein gegenzufahren. — Wenn die ganze Geschichle nur auch wahr ist. Die Wiener Anden und das Weihnachtsgeschäft. Der Radbi Blochs be—rühmle »Oesterr. Wochenschrift" schreibt, dass aus d,u Kreisen der jüdischen Geschäftswelt zahlreiche Klagen über die leider nur allzu fühlbare Wirkung deS Hetzrufes: „Kauft nicht bei Juden!" komm»«. DaS fies-jährige Weihnachtsgeschäft sei zwrr im allgemeine» kein glänzendes gewesen, aber am schwersten beein-trächtig» erschienen die jüdischen Geschäftsleute. Die von den Antisemiten ausgeübten thatsächlichen Boyk^ttS hätten die Existenz jüdischer Kaufleute immer schwieriger gestaltet, so dass die Steuern unter solchen Umständen kaum noch zu erschwingen seien. — Das heißt zu gut deutsch: um Steuer-ermäßigungen für die jüdische Geschäftswelt betteln. Per Zucker wird theurer. In der letzten Vollversammlung beschlossen daS Carlell der Zucker» raffinerien de» Preis für Waare pro Februar auf 33 fl.. pro März aus 33 fl. 50 kr., pro April aus 34 fl. festzusetzen. Diese Preiserhöhung bringt einen nach Millionen zu berechneichen Gew nn sür die — Cartellierlen. Per Htordpok entdeckt. Der Lieferant des Nordpols ihrers Nansen, Kaufmann Kilchnareiv meldete dem Präfeklen in KolymSk (Nordsibirien), dass Nansen den Nordpol erreicht, daselbst Land entdeckt liabe und nunmehr zurückkehre. In Ge lehrtenkreisen bringt man dieser sensationellen Nach-richt viel Unglauben entgegen. Keuer in einer Arrenankatt. In der zwei englische Meilen von Ouebek in Canada entfernt gelegenen größten Irrenanstalt deS Landes, in Beauport, wo nahezu 1000 Patienten untergebracht sind, brach in der Nacht Feuer aus. das mit ver-heerender Schnelligkeit um sich griff. Die Wärter und das kleine Feuerlöfch-Detachement konnten gar nicht daran denken, zu lösche», sondern mußten vorerst bedacht sein, die Patienten zu retten. Während man nach Quebeck telegraphierte und von dort einen Hilsszug mit Militär und Feuerwehr-männern abgelassen wurde, spielten sich in der Irrenanstalt die surchlbarilen Schreckensscenen ab, welche die menschliche Phantasie nur ersinnen kann. Man glaub», dass mehr als 100 Personen ihr Leben verloren habe», doch ist die Zahl der Opfer noch nicht festgestellt. Das Gebäude ist bi« aus den Grund niedergebrannt. Schristtönm. „Sine tklternzeitung". Eine Eliernzeitung? Was sür eine Heilung kann denn das sein! So werden sich gewiit viele Leser fragen! Und ist leider richtig, dafs icber Mensch weiß. wc>« eine Modezeitung, eine Jagdzeitung. «ine landivirtschasiliche Zeitung, eine Echuhmacherzeitung ist, aber eine Elternzeitnng — darunter denken sich die mntte» Leser nichts Und doch sollte Inan meinen, dass die Eltern einiges Interne daran haben, zu erfahren, was es mit dieser ElternzeUung — „2diule «nd HauS" heißr s«. erscleint in Wi-n III/.. Steichergaffe 10 und kostet 2 1 jährlich — eigentlich sür eine Bewandtnis trabe. Eb die Kinder gut oder böse, klug oder dumm, gesund oder krank sind, geht doch den Eltern nahe! „Schule und Hau»" lehrt nun. wie man gute oder döse, kluge oder dumme, gesunde oder kranke Kinder heranzieht. Wer die eben er'chienene Nummer 2 dieie» tresslichen Blattes lieSl. wir» sicherlich unserem Urtheile zustimmen: „Schule und Hau«" sollten alle Eltern lesen: manches böse, manches Dumme, manches kranke Kind vürde noch gerettet werden können, wenn die Eltern aus die Stimme erfahrener Fachleute hören wollten. Die Wiener Hofküche ist in einem der ältesten Theile der Hofburg, in dein aus dem sechzehnten Habr-hmideri stammenden Echwei»erbose untergebracht. Bon 't* kaiserlichen Zlppartements. w>e von den Fefliälen ziemlich weit entfernt, nimmt sie hier eine Ateioe ausgedehnter Räumlichkeiten im Souterrain ein. Je nachdem eS sich u» die HeisteUung großer Gala Diners oder um die Bereit»», der gewöhnlichen Mahlzeiten für die kaiserliche Zainim handelt, «nlrollt sich in diesen Räumen ein mehr »Ser weniger bewegtes Leben, welches in dem neuesten H.m der beliebten Zeülchiiu «Zur guten Stunde" »um Gegei-stand eines ausführlichen, hochinteressanten Artikel» gemacht wird An denselben ichliesst sich ein« Fülle anderer Tar-legungen von allgemeinstem Interesse. wie z B. die Frage „Wie prüfe ich mein Gehör?", die für 'jedermann bo, einschneidender Bedeutung ist. da aus ihr eine Menge von Unannehmlichkeiten, ja sogar Gefahren de4 täglichen Lelxnt beruh»«, in erschöpsendei, populär wchenschasilicher Weise behandelt ist Tiefen belehrenden Tarbringungen schließe» sich glänzende Illustrationen — Meisterwerke moderner Kunst — und Uiiterhaltungstektüre von spannendster Wir-kung an Alles dies, sowie die werlhvoüe Gratisbeilage „Illustrierte Klasferb blioihek", welche eine wei ere Holq» Eichendorss scher Gedichte bringt, lassen auch diefes neues« Hesl von „Zur guten . tunde" wiederum wnt Über dai gewöhnliche Mab unserer Journalitteratur hervorragen. FRITZ RASCH, Buchhandlung, CILLI. Grdeukrt m „Teutschen schul- __Vereines" und unseres ^chuyvercineS „Südmark" bei spiele» und Wetten, bei Festlichkeiten u. Teslamentcil. sowie bei unverhofften Gewinusleu! Zur (krnähruugSfrage. ..Ter Mensch ist ei« Pflanz, deren Wurzel im Magen steckt," sagte Boerda«: Speise und Trank hält Leib und Seele zusammen, und .er Mensch ist immer das, nias er ißt" ; gute, reichliche Rich-rung veredelt uns physisch und geistig. Diese Wahkheit ist allerdings heutzutage zur Genüge erlannt, aber l>cnn»ch vielfait vernachläisigl. und kann nur dann segenbringen» wirken, wenn auch die Hausfrauen ider Ernährungssraq« ihre volle Aufmerksamkeit schenken und diejenigen tzrreuz-niffe in der Küche einsühren und verwenden, die einen be» deutenden Fortschritt aus dem Gebiete des E-nä lungs-wefens bilden. In dieier Beziehung nehmen Snon» diastafiene Euppenme'Ie, als: „Erbsen, Linsen. Bohieir Reis, Karlonel «. und GrieScrien. sowie circa Zverlei Suppen-Tabletten («—S Portionen iertiger. vorzüglich schmeckender Suppe) eine hervorragende fctetle ein un» rechtfertigen ihre allgemeine Ein! ürgerang mit AuckliÄ aus Dualität. Geschmack .mb Billigkeit vollkommen Sie leisten dem bürg.»liche» Tisch, ebenso wie der Hoiel^ und Restaurationstüche geradezu unübertroffne Tienu«, Ketegraphischer Schiifsbericht der Star 4inie" Antwerpen. Der Postd»m»--r „W e st e r n k a n d' der „Red Etar Linie' in SiU> werpen ist laut Telegramm am !4. Februar wohl-beHallen in NewiAork angekommen. Hingesendet. Anker Capslcl com aus Richters Apotheke in Prag, anerkannt vorzügliche schmerzstillende St»-reibung: zum Preise von 40 kr.. 7V kr, «nd l sl. vorrätig in allen Apotheken. 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Um die Anwendung künstlicher Düngemittel in der Landwirtschalt, insbesondere für den Ob*t- »nd Weinbau in Steiermark zu fördern, hat der hohe steierm. Lande,, mschnss mit Verordnung vom 80. Juli 1898, Z. 20.396 die »teierm. landwirtschaftlich-(brraiscbe Landes-Versuchsstation in Marburg beauftragt., die Bestellung solcher Düngemittel ans genossenschaftlichem Wege in billigster und zuverlässigster Weise durch-[ nfllbren. Die Bestellung durch die genannte Anstalt erfolgt sobald »ich Theilnehmer für «ne Menge von nahezu 10.01)0 Kilog'. gefunden haben. Ee ergeht daher an alle Interessenten, welche ihren Bedarf an künstlichen Düngemitteln in dieser Weise denken «eilen, die Aufforderung, «ich für die Ersthjahr.-saison bis lfinc*len* 29. Februar «■tweder schriftlich unter Angabe d r gewünschten Menge und der Art des benöthigten Pßngemittel* an die unterzeichnete Leitung zu wenden, oder dies« Angaben persönlich in den Räumen der Anstalt (Urbanlgaase 23) za machen. Weniger als 100 Kilo können nicht bezogen werden. Die Vertheilung erfolgt sogleich nach der Ankunft der Sendung, wovon die Theilnehraer verständigt werden, am Bahnhöfe in Marburg oder gegen einen geringen, durch die Ueberfährnngskosten verursachten Aufschlag innerhalb 1—2 Wochen im Ligerraumc der Versuchsstation. Die Bezahlung hat sofort beim Empfange des Düngemittel* tu erfolgen. — Alle näheren Auskünfte ertheilt: Die LeitQD£ der lanMem. Landes-Versaclis-Statioii in Marlrorii. NB. Ueber die Art und Menge der anzuwendenden künstlichen Düngemittel rlbt die oben gezeichnete Leitang auf schriftliche Anfragen umgehend Auskunft. I>!ese Antrügen müssen die Angabe enthalten, welche Culturgattung gedüngt werden toll, die Besebaffenb it des Bodens (leicht, schwer, Lehm, Sand etc.), ob das Grundstück nass oder trocken ist, die Vorfrucht und etwaige Düngung desselben and »II-fiUlige sonstige wissenswerthe Bemerkungen. LOUIS KÜHNE 5 I i 5 tu. v « Rat und 5 T r i und Verlags-Anstalt A arxneilose und opern tionslogp II, ilknnsl, Leipzig. <5 Gegiüid't mil 10. October IM, rrwviteit 1892 Internationale Lehr- x Auskunft in allen Krankheitsfällen, ^ s ___ _____m_ ____________t____.w W___r____________^ nd '.ii< kt vo Verfasser gfg'ii B«-Uagf-Kiui" ndung oder N.ichnul.nie suwi.- £ auch brieflieh, soweit es möglich ist. Im Verlage von Lonla Kahne. Leipzig, Flossplatz 24 sind erschi< neu 5 5 $ $ 8 5 i 5 e o M .Imeil j.de Buchlunill'1 ng zu beziehen: Louis Kühne, >»»« «, ii« llrll wiwwi'ilMrliasf. Ein L'-hr-liuch und llathgeber för Gesunde und Kranke. 14, deutsche Aufl. ^40 Tausend). 486 Seiten 8®. 1896. Preis M4.—, geb. M 5.— Erschienen in 14 Sprachen. Louis Kühne. Hin l«*li ffcNHiMl oller krank 5 Ein v P slfstein und Huthgeher für Jedermann. 6. stark vermehrte ^ Auflage 1896. Preis M —.50. k A Louis Kuhm, IiiiMl«*r«'ixi<'lnn»sf. Ein Mahnruf an alle Eltern, Lehrer in d Erzieher. Preis M - 50. Louis Kühne, 4 liolcni. IBrcrliil lirrlifalI und ähnliche Krankheiten, deren Entstehung, arzneilose Behandlung und Heilung. Preis M —.50, (■«>Mlc>lltM»iih«lrilckwkuil«lo. Lehrbuch Ivl neuen Untersuchuiiu.>;irt eigner Entdeckung. Mit vielen * s T £5 V Louis Kühne, S Ä einer Preis M 6.—. sieg. geb. M 7.—. l4nrlM»riclit<» uu« der PraxlM Ober n Abbildungen Ö Louis Kühne. £ die neue arzneilose und ojierationslose Heilkunst nebst Piospect, ^ 25. Auflage. Unentgeltlich. t UM in der KiMMllU von GEORG ADLER Z 8 CILLI II uupl platz 5. io«-:i:.® Waschtisch unb Ihürcn streicht man nur Schnell unb flut mit „Weiber Glasur Sie liebt nicht, trocknet sofort, unb bann Glänzt sie wie weiß«» Porzellan. Um »0 Heller tauft man sie yn jeder großen Xrofluciie. 5X —7 Vonitlilf in Cilli b-ei Tranu Ä stiger und Victor Wog*. Mu verlaufe stet» auadruokliohl t&XSBvG ^\SGHEXTRAgt Als Bürgschaft für die EohthsH i and Güte achte nag besonder* aif > den Namenszug des Erfinder«^/ In blaaer 8chrtft Dient zur augenblicklichen Herstellung von Fleisch« brOlie und sur Verbesserung von Suppen, Gemüsen, Sancen und Fleischspeisen jeder Art, Vortreffliches Stärkungsmittel für Kranke und Genesende. U»— S1 paten f~^eife mit jYfarke chwatj" ist die beste aller Se'feH- Verehrte Hausfrauen! Wollen Sie äeilte« aus Hoehpriina-ÄValz und nicht aus ordinärer Gerste fnbricicrtcit Malzkaffee, so kaufen Sie „Kneipp-WalzKaffee' von Gebrüder FAlz in Bregen;. Dieser vorzüglichste Kaffee-Ersatz kommt nur in rotden Paketen mit nebiger unter Zahl 20 gesetzlich geschützter Äetitttzmarke in den Handel. B«fa,tgc„ Sie daher ausdrücklich nur „Kneipp-Malzkaffee" msr rollie Pakete. na-38 •I 25 Ä Ä * ♦ ♦ rTJ JittfßCio tropfet* des Apoth. 0. Brady (Mariazeller MaRentropfen), bereitet in d>r Apotheke znm Schutzengel d C. 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Das Leichenbegängnis der theuren Verblichenen fand Dienstag, den 18. d. M. um 4 Uhr nachmittags statt. Die heil. Seelenmessen wurden Mittwoch, den 19. d. M. um 8 Uhr vormittag in der Stadtpfarrkirche in Bleiburg gelesen. Blei bürg, den 16. Februar 1896. Anna Kumer, Eugen von labornegg-Altenfels, Marie von Jabornegg-Altenfels, Heinrich von Jabornegg-Altenfels, Jeannette HüfFel, Kinder. Hermine von Jabornegg-Altenfels, geb. Langer, Schwiegertochter. Johann Kumer, Oswald Hüffel, Schwiegersöhne. Marie Madile, geb. Kumer, Fritz Kumer, Karl Kumer, Maly Kumer, Leo Kumer, Oswald Hüffel, Enkel. t Peileger und H?iausgebet: BercinSbuchdruckeret „Keleja" tn UtUi. — Acrantwottucher Redacteur (Sari Aichinger. — Buchdrucker« I. Rakusch, ihUt.