KDIIELFIlEISi wocttmi It Rfl SanMUg-Soiiiitai IS Rpl SRatturgn 3ntutig Amtliches Organ ^ ®Heimatbundes oi"* SclirlftkltuiifI Mtrburg a. 4 prau, BfdgasM Nr, 6, Fenirut: 25-07, i::rscheint wöchentlich sechsmal als Morgenzeitung (mit Ausnahme de? ikinn* und 2W8, 28-6U. Ab 18.30 Uhr tat die tichriftleitung nur auf Fernruf Nr, 28-t)7 Feiertage). Bezugspreis (im voraus zahlbar) monatlich KM 2.10 einschl Foatge- •rrwchbar. — Unverlangte Zuschriften werden nicht rückgesandt — bei bühr; bei Lieferung Im Streifband zuzügl. Porto; bei Abholen in der üeschÄttsatelie Anfragen tat daa KUckporto beizulegeq, — Postscheckkonto Wien Nr, &4.60ä. RM 2.—. Altreich durch Post monatlich RM 2.10 zuzügl. 36 Kpi, ZustellgebOhr 3lr,aoo ?Rar&urg-3>rau, ®onner«tag, i7. ©eplemöer 1042 82.3al)rgano Bedentenile fielündegewinne bei Stalingrad B«l R|ch«W IM aew]«tpaiii«r abgsMhoitm — Bolschewisten verloren in 10 Tagen 121S FliigMug« — In diesem Sommer M SowJet-U-Boote versenkt fUhrerhsuptquartier, 16. September Das Olieficommanflo dtr Wehrmactit gibt bsitannt: Am Tereic achtitcrten metirere feind-iictie Angriffe. In der Schlacfit um StaÜn- grad wiirdsn in sriiittsrtcn KMmpfsn wel-»rf MsHtsndf OfMiner verlor die Sowjetiuftwaffe 1215 Flugzeuge, davon wurden 936 in Luftkämpfen, 212 durch FlakartÜieiis und 43 durch Ver-hlUide des Heeres abgeschossen, die übrigen am Boden lersTört. Während der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 87 ägens Flugzeuge verloren. EinschiicOUch der schon fröher gemeldeten feindlichen Verluste vernichteten finnische und deutsche See- und Luft-streitlcräfte Im Laufe dieses Sommers 26 sowjetische Unterseeboote. Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, wurden die in der Nacht zum 14. September bei Tobruk unter Einsals von Luft- und Seestreitkräften gelandeten britischen Truppen Im engen Zusammenwirken deutscher und italienischer Kräfte nach hartem, schnellen Kampf vernichtet oder gefangengenommen. Die feindlichen Ftotteneinheiten wurden von KUstenbatterien und Flakartillerie unter gutllyfendes Feuer genommen und dabei drei Zerstörer, einige Korvetten und lahi-relche Landungsboote versenkt. Die daraufhin nach Osten abdrehenden Schiffa-einheiten wurden von deutschen und italienischen Luftwaffenverbänden angegriffen, die iwei Kreuzer und einen Zerstörer una mehrere Motortorpedoboote versenkten. Weitere kleinere Einheiten wurden schwer beschädigt. Deutsche Räumboote brachten ein britisches Schnellboot mit 117 Gefangenen in dsn Hafen von Tobruk ein. Neun feindliche Bombenflugzeuge wurden abgeichossen. Insgesamt wurden 580 Gefangene, darunter 34 Offiziere, eingebracht; außerdem verlor der Feind eine große Zahl von Toten. UmfangreichM Kriegsmaterial wurde erbeutet. Unter den Gefangenen befinden sich zahlreiche Schiffbrüchige der versenkten britischen Kriegsschiffe. Die eige nen Verluste sind gering. An der l-ront in Ägypten bekämpften leichte deutsche Kampf- und Sturzkampf-flugjjeuge Kraftwagcnansamuilungen uer Briten mit großer Wirkung. Deutsche Jäger schössen in Liiftkampfen über Norcl-afrika und Malta 25 britische Flugzeuge bei einem eigenen Verlust ab. ,Ot)er dem Seegebiet westlich Brest sowie bei Einflügen in die besetzten Westgebiete wurden fünf britische Flugzeuge abgeschossen. Im Kampf gegen Großbritannien griffen Kampfflugzeuge in der letzten Nacht die Hafen- und Industriestadt Boston an. Es entstanden zahlreiche Brände. In der westlichen Nordsee versenkten Vorpostenboote in einem kurzen Seegefecht swei britische Schnellboote und schössen ein drittes in Brand. An der ägyptischen Front errang Oberleutnant Marseille seinen 145. ma 151. Luftsieg. Dsr HalitnUclie Wehnnachlliericht Rom, 16. September Der Italienische Wehrmachtbericht gibt bekannt: Bei Säuberungsarbeiten im Gebiet von Tobruk wurden noch etwa zwanzig weitere Gefangene eingebracht. Unsere Luftverbände verfolgten gestern die feindlichen Panzereinheiten, die an den gescheiterten Angriffen gegen einige unserer Flugplätze teilgenommen hatten und zerstörten in kühnem Tiefflug eine größere Anzahl von ihnen oder machten sie unbrauchbar. Von anderen Verbänden wurden britische Kraftfahrzeugansanimlungen ebenfalls in kühnem Tiefflug angegriffen. Trotz der heftigen Abwehr wurden 15 Fahrzeuge in Brand geschossen und viele andere schwer beschädigt. Am gestrigen Tage erzielten deutsche Jäger in wiederholten Gefechten durch den Abschuß von 22 britischen Flugzeugen glänzende Erfolge. . Die Bombardierung der Ziele von Malta wurde fortgesetzt. Im Luftraum über der Insel verlor die britische Luftwaffe in Luftkämpfen drei Spitfire. • / y Ergänzend zum italienischen Wehrmachtbericht vom Mittwoch wird amtlich mitgeteilt: Der leichte Kreuzer, der im gestrigen Wehrmachtbericht als beschädigt gemeldet worden war, ist später gesunken. Der feindliche Mißerfolg ist daher, was den Verlust von Marineeinheiten betrifft, noch größer geworden, obwohl dieser Verlust, gemessen an den negativen Ergebnissen des ganzen Beginnens, schon läesonders stark war. Hervorzuheben ist — und dies straft alle gegenteiligen britischen Behauptungen Lügen — daß weder durch das lange Luft- und Seebombardement, das insgesamt sieben Stunden dauerte, noch durch die Operationen der gelandeten Truppen, die sofort ausgeschaltet wurden, an den Anlagen und Depots der Festung, die eines der Hauptziele darstellten, Schäden verursacht wurden. Schwerste Strassenkämpfe Htrvorragtnda linz^llelttungen all«r Waffengattungen Berlin, 16. September Im Kaukasus herrschte ostwärts und südlich Noworossijsk nur örtliche Kanipf-iätigkeit. An verschiedenen Stellen wurden tolachüwistische Gegenangriffe abgewiesen und dem Gegner blutige Verluste zugefügt. An der Terekfront war ein deutscher örtlicher Angriff erfolgreich, während mehrere feindliche Gegenstöße zerschlagen wur-den. Kämpfe in 3000 m Höhe Bei den Kämpfen Im Kaukasusgebiet, die militärisch wie alpinistisch gleich bemerkenswert sind, zeichneten sich bayrische und württembergische Gebirgsjäger besonders aus. Auf Höhen bis zu 300(J m stellten die Kämpfe an die Wachsamkeit und Einsatzbereitschaft der hierbei eingesetzten deutschen Gebirgst'uppen, an die selbständige Entschlußfähigkeit des Führers, Unterführers und einzelnen Gebirgsjägers höchste Anforderungen. Weder zahlenmäßige Überlegenheit noch genaue Kenntnis des Geländes nützt dem Gegner. Die mit Unterstützung schwerer Infanteriewaffen und Artillerie vorgetragenen Angriffe brachen unter blutigen Verlusten für den Gegner zusammen. Jedes Haus eine Festung Im Festungskampffeld van Stalingrad dauern die heftigen Straßenkämpfe an. Alle verzweifelten Versuche der Bolschewisten, die stählernen Fesseln des Einschließungsringes zu lockern oder zu durchbrechen, scheiterten unter schwersten blutigen Verlusten. Jedes Haus »st in ein verbarrikadiertes Widerstandsnest verwandelt worden, Häuerblocks sind festungsartig ausgebaute Stutzpunkte mit Infanteriewaffen, Artillerie und schweren Geschützen. Deutsche Infanteristen und Pioniere brechen mit zäher Ausdauer, Entschlos-»senheit und Kraft Stück für Stück dieses Kampffeldes heraus und dringen weiter in die Stadt vor. Im südlichen Stadtgebiet gelang es den deutschen Truppen, eine weitere starke Feindstellung zu durchbrechen und mit großem Schneid und in heldenmütigem Einsatz in erbittertem Straßcnkanipf weiter Boden zu gewinnen. Die harten Kämpfe dauern ununterbrochen an. I'.ine unter dem Befehl von Hauptmann Lutz stehende Sturmgeschützabteilung des Heeres konnte ebenfalls ausgezeichnete Erfolge erringen. Die Sturmgeschütze vernichteten in drei Tagen 37 feindliche Panzerkampfwagen sowie fünfzehn schwere und eine Anzahl leichte Geschütze, ferner zwei schwere Flakbatterien. Siebzehn Bunker mit Beton- und Panzerkuppeln wurden zerstört und zahlreiche leichte und schwere Infanteriewaffen der Bolschewisten erbeutet. Verbindung mit Astrachan unter Bomben hagel Deulschc Kampf- und Sturzkampfflugzeuge bombardierten die zu starken Widerstandsnestern ausgebauten Häuser in der Stadtmitte. Schlacht- und Zerstörer flugzeuge bekämpften erkannte Bereit-stellurtgen der Bolschewisten am Ostrande von Stalingrad mit guter Wirkung. Auch die Eisenhahnlinie nach Astrachan wurde von deutschen Kampfflugzeugen mehrmals angegriffen. Fünf beladene Transportzüge gerieten dabei in Brand. In den Straßen dieses Gebietes bombardierten deutsche Luftwaffenverbände bolschewistische Lastkraftwagenkolonnen, die mit Truppen und Material nach Norden fuhren, mit nach-haltifjer Wirkung. Flugplätze Im Osten und Norden von Stalingrad wurden wirkungsvoll angegriffen. Deutsche Jäger schössen bei nur geringen eigenen V'er-lusten 20 bolschewistische l'lugzeuge ab, zahlreiche weitere wurden durch Einheiten '^r Flakartillerie zum Absturz gebracht. Stalins Ultimatum rd. Berlin, 16. September Was die Welt nach den vom Schlachtfeld um Stalingrad in den letzten Tagen veröffentlichten Berichten kaum für möglich gehalten hat, ist eingetreten: die Heftigkeit der Schlacht ist noch weiter gestiegen, ein Artillerieduell von gigantischem Ausmaße tobt Tag und Nacht, in ununterbrochenem Einsatz rasten deutsche Bomber über die Stadt, hämmerten Stukas Bunker und Fabriken zusammen, sodaß in Stalingrad riesige Flächenbrände wüten. In todesverachtendem Einsatz haben sich unsere Truppen in die Häuserreihen der Stadt hineingearbeitet, wobei jedes einzelne Widerstandsnest mit Mammenwerferri niedergekämpft werden muß. Über Stalingrad liegt eine einzige Staubwolke, die nur durch immer neue Explosionen aufgewühlt wird. Der »Ti-mes«-Korresponclcnt kabelte seinem Blatt: »Das Dilemma ist fürcherlichl« Dieser Meinung ist nunmehr auch 8ta-m. Hatte Moskau' schon die Churchill-Rede ignoriert und die Worte des englischen Premiers »Durch Taten werden wir beweisen, nicht durch Worte« ironisch glossiert, so richtete Jetzt der Diktator im Kreml über den »Times«-Korresponden-ten in Moskau noch einmal an seine Bundesgenossen die Forderung nach einer sofortigen Wiederholung des Dieppe-Unter-nehmens, aber in einem weit größeren Ausmaße. In dem Telegramm neißt es, daß die Piutokraten bedenken mögen, welch katastrophale Folgen es für die Alliierten haben müßte, wenn die Bolschewiken gezwungen wären, Stalingrad aufzugeben, und wenn es den Westmächten nicht gelänge, noch in diesem Jahre eine Landung in Westeuropa durchzuführen. Es sei allmählich eine unerträgliche moralische Belastung für die Sowjets, diesen gigantischen Kampf allein ausfechten zu müssen. Daß ein solches Telegramm durch die strenge sowjetische Zensur gelassen wurde, heißt es im »Ti-mcs«-Bericht wörtlich, ist ein Beweis dafür, daß sich Stalin mit der erhobenen Forderung identifiziere. Die cnirlische Presse kommentiert nun dieses Telegramm als ein klares Signal, daß A^oskau die zweite Front sofort will und erwartet. In maßgebenden Londoner Kreisen ist man jedoch der Ansicht, daß die Vorbereitungen noch nicht genügend fortgeschritten sind, um ein solches Unternehmen schon in diesem Herbst mit Aussicht auf Erfolg starten zu können, und daß es eine Katastrophe ersten Ranges bedeuten müßte, wenn man jetzt ein ungenügend vorbereitetes Unternehmen begänne, das von vornherein zum Scheitern verurteilt wäre, London weist auch darauf hin, daß Moskau doch einsehen müsse, daß selbst die :^Arbeiterkreise« gegen eine zweite Front im gegenwärtigen Augenblick wären. Gemeint ist damit der Gewerkschaftsbeschluß von Blackpool, der die Pläne einer dermaligen zweiten Front mit einem Stimmenverhältnis von 2:1 ablehnte. Daß Churchill nunmehr >seine Arbeiter« gegen Moskau ausspielt, dürfte Stalin besonders trösten. Aber der so katastrophal geendete britische Landungs-versucli bei Tobruk und das lächerliche englische Unternehmen gegen die Küste bei Cherbourg — mit einem Boot und einer Handvoll Leute — sie zeigen, In welcher Lage sich London befindet und wie es wenigstens so tun möchte, als ob . . . Unter solchen Umständen kann Stalin iedenfalls sicher sein, daß er seine Schlacht um Stalingrad ohne englische oder amerikanische Hilfe wird durchkämpfen müssen, ebenso wie andere Bundesgenossen vorher für London sterben durften. Der Kreml dürfte nun langsam genug Erfahrung haben, wie es um die Hilfe der selbst notleidenden P^lutokraten bestellt ist, die nicht einmal in'der Lage sind, ihre eigenen Kriegsschauplätze mit dem nötigen Material und den erforderlichen Truppen zu versorgen. Da nützt es nichts, wenn Mister Knox in die Welt lügt, »datS der U-Boot-Krieg an der Ostküste Amerikas im August nur halb soviel Opfer gefordert hal>e wie im vergangenen A\onat«. Denn kaum hatte der Marineminister den Mund aufgetan, da ertönten im deutschen Rundfunk schon die Kngeland-Fanfaren, die die Mekiung von der Versenkung weiterer 122 000 brt ankündigten. Allein in einer Woche also 230(XX) brt! Die Tonnage-Decke wird immer kürzer, und für Stalin ist wahrhaftig kein Platz mehr. Es ist aber auch klar, daß Stalin seinen Soldaten in Stalingrad nicht immer nur Todesbefehle geben kann, die nun schon fast zur täglichen Speise der durch die Kommissare aufgepeitschten' Sowjets gehören. Trotz größter erzwungener Aufopferung sehen sie die deutschen Truppen Schritt um Schritt vordringen und damit das Schicksal herannahen, das ihnen Stalin lind die Plutokratean beschieden haben: das Grab in der Hölle von Stalingrad. Dai Toa Sho - das neue Grossostasien Korea, Formota und Sachalin dam Japanltchan Innanmlnittarium untarttalit Empfang beim Kaiser von Mandsciinkno Hsingking, 16. September Am 16. September empfing der Kaiser Mandschukuos in einer Sonderaudienz die Chefs der diplomatischen Missionen In Mandschukuo: den japanischen Gesandten, den chinesischen Gesandten sowie die Gesandten Deutschlands, Italiens, Finnlands, Ungarns, Thailands, Spaniens, Rumäniens und Dänemarks. Fast 10 000 Personen aus'dem In- und Ausland wohnten dem Staatsempfang bei, der am Mittwoch anläßlich des zehnten Jahrestages der Gründung Mandschukuos im Nanking-Stadion in Gegenwart des Kaisers stattfand. Nach dem Empfang wurden Volks- und Naticmaltän2e von mandschurischen und japanischen Kindern vorgeführt. Am Nachmittag nahm der Kaiser eine Militärparade ab, 5000 Mann mandschurische Truppen, darunter Infanterie, Kavallerie und mechanisierte Einheiten, zo-gpfi an der Tribüne, auf der sich u. a. Vertreter der Achse in Hsingking, führende Offiziere der Kwantung-Armee sowie mandschurische Persönlichkeiten befanden, N'orbei. Verspätetes EingestSndnis Roosevelts Stockholm, 16. September Nach einer Reuter-Meldung gab das Washingtoner Mariueministerlum am Mittwoch bekannt, daß der 19900 Ton-n£Ti große Flug^^sugträger »Yorktown« in der Seeschlacht b2\ den Midway-ln-seln nach japartischen Boimben' und Tor-pedoangriiten versenkt worden ist. Die »Yorktown« war ein Schweifter-schiff der »Enterprise«, die ebenfaHs bei den Kämpfen iin Pazifik von den Japanern versenkt worden ist. Beide Schiffe waren 19,36 vom Stapel gelaufen, hatten eine Cieschwindigkeit von 34 Knoten und führten Flugzeuge an Bord. Die Besatzung stellte sich auf über .^0 Mann, von denen rund 850 Flugzeugpersonal waren. Als Abwehrwaffe verfügten diese Flugzeugträger über acht 12,7 und vier 4 cm- Luftabwehrgeschütze. Tokio, 16. September Wenn auch der erste Minister für Großostasien (Dai Toa Sho — so wird die japanische Bezeichnung für diesen . Raum- und Machtbegriff lauten) noch ! nicht ernannt ist, so finden doch im po-! litischen Leben der japanischen Nation alle Ereignisse und amtlichen Auslassungen im Zusammenhang mit dieser Neu-I bildung lebhaftestes Interesse. Langsam bilden sich die Umrisse der neuen Behörde aus der Gesamtheit des politischen , Apparates klar heraus, werden Folgen und Möglichkeiten deutlich und greifbar. Durch kaiserliche Verordnung ist der Zuständigkeitsbereich des neuen Ministeriums inzwischen festgelegt worden. Die Sphäre von Dai Toa Sho umfaßt demnach die besetzten, die unbesetzten, aber bereits unter japanischem Einfluß stehenden, und die völlig unabhängigen Länder Großostasiens. Das japanische Außenaint besitzt für diesen Bereich nur noch Befugnisse für diplomatische und Vertragsangelegenheiten, Im Zusammenhang mit diesen Veränderungen steht auch die Erweiterung der Aufgaben des Innenministeriums. Korea, Formosa und der japanische Teil Sachalin«; (die japanische Bezeichnung für diesen Besitz ist Karafuto) werden dem Innenministerium verwaltungsmäßig unterstellt. Der koloniale Charakter dieser Gebiete wird "autgehoben. Post und Eisenbahn bleiben jedoch vorläufig den alten zuständigen Stellen noch zugeordnet. Dem Generalgouverneur von Korea bleibt der Vorzug der unmittelbaren Berichterstattung an den Thron vor dem Generalgouverneur von Formosa. Die beiden Generalgouverneure werden zukünftig neben dem Außenministerium auch dem Innenministerium verantwortlich sein. Das Außenamt wird in Zukunft nur noch vier Abteilungen enthalten: je eine für Handelsangelegemheiten, für Vertrags-, Forschungs- und politische Angelegenheiten. Die letzte Abteilung tritt a" Stelle des Büros für europäische, amerikanische und asiatische Angelegenheiten und stellt eine Maßnahme zur verwaltungsmäßigen Vereinfachung des Außenministeriums dar. Bemerkenswert Ist die Erweiterung des Aufgabenkreises für das Innenministerium, das zahlreiche Zuständigkeiten des Außenministeriums und 'des aufgelösten Kolonialministeriums übernimmt. Eine n-sung entspricht auch das der mneren. Mo-ralbegriffe sind unbekannt, das Ehe- und Familienleben ist sehr .;?2lojli*-rt. Die Schsi-dungen gingen ja schnell. L^n Formular, eia Antrag und wenige Tage später erfolgte schon die behördliche Genenmigung. Si:h um die Kinder kümmern? Nitschewo. Die werden schon wachsen. Das Korn auf den Feldern reift auch ohne Pflege. Gefühllos, stumpf leben die Menschen In den trostlosen Tag hinein. Sie hängen nicht am Leben. Anspruchslos und mit dumpfer Geduld schreiten sie geduckt durch die freudlosen Stunden des Tages. Wie soll man bei ihnen, den durch die Martern der GPU Zerbrochenen und Verängstigten, den in Jahr-zehten Verdummten noch den Sinn für Disziplin, Ordnung und Gewissenhaftigkeit er- In den Blicken dieser Menschen flackert kein Verständnis auf für die höheren Probleme des Daseins. Diese Welt ist unendlich fern ihrem entseehen Bewußtsein. Das Streben zum Göttlichen, zum Schönen ist aus-geknutet worden aus ihren Leibern, aus denen nur noch die Gier nach Befriedigung der Notdurft des Körpers spricht. Stumpf sind ihre Sinne. Stumpf und dumpf die Reagenz ihres Gefühlslebens. Arme, verdüsterte Stadt! Arme, verdüsterte Menschen! So ist es hier in B. und so ist es in den meisten Städten des Ostens. Hier greifen der deutsche Wille, die deutsche Kraft, der deutsche Mensch ein, um Licht hineinzutragen in die Finsternis des Dahinsterbens. Der Bauer wird seßhaft gemacht, eine neue ständische Wirtschaft ist im Wichsen. Straßen werden gebaut, Werke instindgesetzt, Schlote beginnen zu rauchen. Die Männer der deutschen Polizei sorgen für Sicherheit und Ordnung und langsam kehren Ruhe und Frieden ein in die weiten l.rirdstriche. Die Stellung eines jf- und Polizel-Stand-ortführers in diesen ehemals sowjetischen Städten ist ähnlich der eines Polizeipräsidenten im Reich. Nur viele zusätzUcne Aufgaben treten hinzu. Unter deutscher Führung wird aus geeigneten Landeseinwohnern die Schutzmannschaft aufgestellt. Schwer ist es, diese Schutzmänner heran-, zubliden. Wohl sind sie ans^pruchslos und] geduldig, jedoch Pünktlichkeit und Gewissenhaftigkeit sind ihnen noch fremd. Was gibt es für die Männer der Polizei nicht alles zu tun in einer solchen Stadt? Gebäude und Gehöfte sind auf Waffen» Munition und Plünderungsgut zu durchsuchen. Feindlich gesonnene Elemente, Ban-denmitglieder müssen aufgespürt und bekämpft werden. Der Markt und der Handel sind zu überwachen, die Verdunkelung und Beschilderung ist durchzuführen. Vom frühen Morgen bis zum späten Abend sind Maßnahmen einzuleiten, die zur Besserung der trtiben Verhältnisse führen, ist der Bevölkerung Rat zu erteilen, die bereits Vertrauen gefaßt hat zu den Männern, die auf einsamen Posten stehend, deutschen schöpferischen Ordnungswillen in fruchtbare Tat umformen. Überall läuft das Rad fruchtbarer Arbeit an. Das Land wird bestellt und im Herbst wird das goldene Korn geerntet werden. Lichtflecke in der grauen Öde des Schmutzes sind die Gebäude, die die Deutschen bewohnen. Hier ist alles schon rein und sauber, hier ist vieles instandgesetzt. Ein paar Bilder, einige Blumen, persönliche Gegenstände tragen den Hauch der heimatlichen Welt in die verfallenen Häuser des Ostens. Schwer, den ganzen Einsatz des Mannes verlangend, ist der Tag unserer Polizeimänner als den Pionieren de« Deutschtums. Sie sind umgeben von Zerstörung, vom in Jahrzehnten anghäuften Unrat, von düsteren Bildern und dumpfen Menschen. Um sie atmet weites Land trostlose Schwermütigkeit. Die nach Kultur und Schönheit sich sehnenden Sinne müssen hungern. Diese Männer, hineingestellt in. eine Schattenwelt, kennen nur eines: Arbeit und Pflichterfüllung, In der düsteren Zone eines verwahrlosten Lindes stehen sie, Führer und Männer, im harten Einsatz als Vorkämpfer der kulti»r«»''höpferischen Berufung des Großdcut^cb"" ' ~ Th. Reiiner« Htuiet, untCamlimifet He Gefühl wie einst als Kind, wenn man ein Märchenbuch in die Hand bekam. Zweistöckige Sowjet'Bunker unter der Erde In einer Balka haben wir mit Pak, MG, Handgranaten und geballten Ladungen zwei Stunden lang einen unsichtbaren Gegner bekämpft. Er saß in Bunkern, die 15 Meter tief in die Erde gebohrt waren und die ausgedehnte Vorbereitungen der Sowjets auf die Verteidigung Stalingrads erkennen ließen. Mit Balken und Brettern waren die Stellungen verschalt und abgestützt. Sie wiesen durchwegs mehrere gut getarnte Schießscharten auf und hatten verborgene, im Zickzack verlaufende Ausgänge. So waren wir an dieser Stelle — eigentlich nur im Vorbeigehen — auf ein schweres Hindernis gestoßen! Die Vormarschstraße konnte von hier aus in Schach gehalten werden. Drei Bunker waren sogar zweistöckig in die Erde gegraben: aus ihnen kam der härteste Widerstand. Ein ganzer sowjetischer Divisionsstab, dem unser Nun schicken wir einen Überläufer hin. Er soll die Besatzung auffordern, den sinnlosen Widerstand aufzugeben. Ein Schuß von drinnen streckt ihn nieder. Außerordentliche sowjetische Verluste Ein Schützcnzug ist zur Verstärkung herangeführt. Im Schutze von künstlichem Nebel durchbrechen die Panzergrenadiere den schmalen, mit Bohlen abgestützten Eingang. Eine geballte Ladung nach der anderen fliegt in die Gänge. Dunkler Qualm zeigt an, daß es innen brennt. Eine Erdwand bricht ein. Ein sowjetischer Stahlhelm fliegt durch den Druck der Explosionen über unsere Köpfe hinweg. Letztes wildes Feuern von beiden Seiten. Dann kommen fünf Gestalten heraus, in zerfetzten Uniformen, mit verbundenem Kopl der eine, mit blutigem Arm ein zweiter. Als Letzter wankt der Oberst mit erhobenen Händen aus dem Loch, blaß, mit stechenden Augen. Ein Wagen bringt ihn nach hinten. Drinnen aber lagen tote und verwundete Sowjets in großer Zahl. Der wichtigste Bunker war geknackt, die zwei anderen folgten in mühsamer einstündiger Arbeit, die den Unseren Blut und Schweiß gekostet hat. Diese sowjetische Sturheit macht auch unseren Kampf verbittert. Sie macht ihn hart und unbarmherzig. Kriegsberichter Dr. Rudolf Semler, PK Unsere Nachtjäger Zur Hauptabwehr gegen die britischen Verzweiflungsakte gehört die deutsche Nachtjagd. Die deutsche Heimat weiß von dieser jüngsten Luftwaffengattung außer, daß sie besteht, so gut wie nichts. Durch die ehrenvolle Nennung im Wehrmachtbericht sind ihr einige Namen der hervorragendsten Tapferen unserer Nachtjäger geläufig geworden Eine stille und ehrenvolle Bewunderung zollt man ihren Männern in de^ Ahnung der Schwere ihres Kampfes. Nur die Besten sind gut genug, Nachtjäger zu werden. Alle kämpferischen Eigenschaften müssen bei ihnen in höchstem Maße vorhanden sein, um zum Erfolg zu konmien. Keine Ausbildung ist so umfangreich, wie die des Nachtjägers. Grundbedingung ist das Erlernen des Fliegens des schnellsten Jagdflugzeuges sowie des schwersten Kampfflugzeuges. Hinzu kommt die Erwerbung des Blindflugscheines. An das fliegerische Talent werden die höchsten Anforderungen gestellt, da es vor allem ein Unterschied ist ein normales Verkehrsflugzeug oder ein nur für seine Zwecke konstruiertes Spezialflugzeug im Blindflug zu steuern. Dabei ist es mit dem Blindflug allein selbstverständlich nicht getan. Das geschickte Anfliegen wie auch das blitzschnelle Absetzen vom Gegner erfordern mehr als ein durchschnittlirhet Können; Vertrautaein mit den Instrumenten, die in den wilden Phasen des Kampfes dem PK-Aufnahniej Krieesberichter Klintysch (Wb) Der Letzte aus einem Bunker ergibt sich Nachtjäger allein anzeigen, ob er sein Flugzeug in horizontaler oder anderer Laqc führt. Hat der Nachtjäger im nächtlichen Luftraum einen Gegner gesichtet, so bleibt ihm nicht viel Zeit zum Wägen. Je länger er zögern würde, umso größer würde die Go-fahr, von der feindlichen Besatzung zu früh erkannt und aus mehreren Rohren beschossen zu werden. Nur mit dem blitzschnellen Entschluß zum tödlichen Angriff kann er dem Gegner zuvorkommen. Kühnes Draufgänger-tum führt dann, wenn der erste Angriff den Feindbomber nicht zum Absturz brachte, zum Erfolg. Der Nachtjäger fliegt den Feindbomber so nahe an, daß nur geschicktes Abdrehen ein Rammen verhindern kann, nicht aber kann verhindert werden, daß abspringende Teile des getroffenen und auseinanderplatzenden Briten gegen den Rumpf und die Tragflächen des eigenen Flugzeuges prasseln. Wenn dann etwas spater von tief xinten der Schein des Auischlagbrandes aufleuchtet und wie Blitze die Stichflammen wirkungslos explodierender Bomben aufzucken, findet der Nachtjäger den schönsten Lohn für seinen Einsatz. Und wenn dann auf dem Gefechtsstand die Rhythmen des schönen alten Preuflenmar-schcs ertönen, der schon nach dem siegreichen Frankreichfeldzug 1870 71 einem ' der ältesten Regimentor der alten Armee, den achten Grenadieren, beim Einzug in ihre Heimatgarnison vorangeklungen ist und der nun wieder Zeichen des Sieges geworden ist für diese jüngste Waffe, unsere Nachtjäger; „Preußens Gloria", d*inn fühlt sich jeder der ungenannten Mitkämpfer des Bodenpersonals und der Stäbe in stolzer Freude verbunden mit den tapferen Männern dort an der Front des Nachthimmels, die unter Einsatz ihrer ganzen Person und ihres vollen Könnens einen neuen Sieg für Deutschland erkämpft haben. Nacht für Nacht währt der Einsatz, startet der Nachtjäger, wenn die Feinde einfliegen, oder er sitzt in Bereitschaft, bis der Tag an-blicht. Nur im Schutze undurchsichtiger Nebelwände oder heim anhaltenden Donner aufziehender Gewitter kann er einmal ausruhen. Aber das ist selten. Wenn nun kürzlich von OKW der tausendste Sieg eines Nachtjagdkorps gemeldet werden konnte, so spricht diese stolze Bilanz am eindringlichsten von erfolgreichem Kdnipf und heldenhaftem Einsatz unserer Nacht jä-der. Diese Erfolge wurden errungen von jungen Kämpfern unserer Luftwaffe, die nicht das Erbe eines reichen Erfahrungsschatzes antreten konnten. Jeder einzelne war Pionier. Den todesmutigen Angreifern mußte es im nächtlichen Luftraum selbst überlassen bleiben, wie er den Feind am besten vernichtend traf. Heute schon haben wir Jäger, die nahezu ein halbes Hundert Nachtluflsiege errangen. Als „alte Hasen" vermitteln sie ihre Kampferfahrungen dem jungen Nachwuchs. Immer stärker wird die Abwehrkraft unserer Nachtjäger, Den zehn von einem deutschen Nachtjagdkorps vernichteten britischen Nachtbonvbergeschwadern werden weitere folgen. Kriegsberichter Josef Kreutz, PK PK-Aufnuhme; KTieRsberichler Kraa>vanRei (W'b.) Panzer Uberrollt einen Schützengraben 1}i-7ern des nationalen China ist. Starkes deutsches Volkstum Ottfrseknitt durch dif Volkstumisrbtit i« Sü4Dsteurop« Dis irewaltige Geschehen dieses Krieges überschattet so manches Ereignis, das in friedlichtH 2«it«n weit gründlicher gewürjixt würde, als das heut« luögligh ist. Das ^ilt nicht fulet«! für »» manche Prägen unseres Grenz- und Auslandsdeutschiuitis, angefangen mit der Rückführung des VelksKenossen »us Nordost-, Ost- und Südosteuropa bis herab zu den verschiedenen Abkotnmen über die FestiRung des Deutschtums in den Ländern, in denen sroBe Volksgruppen in geschlossenen SicdlunKsräumen leben. Ks handelt sich dabei — nachdem die Vielvölkerstaaten Tschecho-Slowakel und Polen von den Landkarten verschwunden sind — vor allem um Ungarn und Rumänien sowie utn die beiden neu entstandenen Staaten Slowakei und Kroatien. Oberall ist es gciunicen, die Lage des Deutschtunis fühlbar zu bessern. die Grenzen der doppelten Pflichten als Staatsbürger einer fremden Nation und An-gehörii(e des deutschen Volkstums deutlich abzustecken und die Sicherheit künftiger völkischer f:xistenz zu schaffen. Ungarn Das vor dem ersten Weltkrieg in Ungarn beobachtete Schwinden der deutschen Schulen hat ejner umfassenden Regelung aller kulturellen Belange unserer Volksgruppe Platz gemacht. r)ie weit mehr als eine Million zählenden Deutschen in Ungarn genießen Kultgrautononiie: sie dürfen die Mutter-■sprache frei gibraucheii, ihre Kinder ungehindert in deutsche Schulen schickui iind sich nacti Maßgabe der geltenden Gesetze in eigenen Organisationen zusannnenschließen. Ihre stastlicn »nerkannte Organisation ist der Volksbgnd dtr Ptutichen in Ungarn. Rr unterhält gcgenwi^rtig 6 Gymnasien. 8 Bürgerschulen und 2 Lehrerbildungsanstalten, ferner eitle" Piirfiorgerinnenschule sowie verschiedene Crzieltungsheime, In 15 Mittelschulen unterrichten rutid 150 Lehrer fast 4000 Jungen und Mädel, und in 7 nationalsozialistischen Erziehungsanstalten, die etwa den reichsdeutschen Napolas entsprechen, wird der führernachwuchs für die Volksgruppe herangebildet. Endlich unterhält der ungarische Staat noch vier deutsche Bürger' schulen mit einem Aufhau wie in unseren früheren Realschulen. Die Zahl der Volksschulen ist beträchtlich, aber noch nicht ausreichend, zumal es an Lehrernichwuchs fehlt. Die kulturellen Organisationen der Volksgruppe umfassen reichlich 200 000 Angehörige, und die soziale Arbeit ist nicht tninder lebhaft. Für Winterhilfswerk, Schulhaufonds und Schülerunterstiltzung werden laufend große Sunmien aufgebracht, und besondere Aiif-merKsamkeit gilt der Schaffung immer neuer Kindergärten und Kindertagesheime auf dem Lande. Auch sportlich wird viel geleistet. Im Hereich des Pressewesens gibt es 2 Tage.s-zeitungen und 5 \\'oclienhlätfer. dazu ver--schiedcne Jugend-. Fach- und wisscnscliaft-liche Organe, die starke Rcachtpng finden. Riimäniefl Atich in RutnSnlen ist die deutsche Volksgruppe die stärkste Rinlieit nach dein Staatsvolk; ihre Kopfstärke wird auf 600 000 geschätzt Seit iy.?R gibt es eine nach nationalsozialistischen Grund.sützen aufgebaute l'-in-heitsorganisation, deren Angehörige nnt den Rumänen rechtlich völlig gleichgestellt sind. Für die im Nationalkatastcr als Deutsche anerkannten Staatsbürger gelten die Nürnberger Gesetze, das P.rhfolgerecht entspricht, den Prinzipien des Reiches, was besondcs für den laiulwirtschaftliciien ßesitz wiciiti;; Ist, und auf Antrag werden magyarisierte und romanisierte Namen rückvcrtleutscht. Behördliche Anordnungen ergehen besonders in Siebenbürgen und im Hanat, wo das Deutschtum am stärksten siedelt, zweis|irachig. Die diutsphe Presse hat sich erfreulich entwik-kelt, im Sport der Volksgruppe wird auf Breitenarbeit großer Wert gelegt und mancher Erfolg erhielt, pnd in sozialer Hinsicht kann mit Stolz auf große Leistungen hingewiesen werden. Auf dtm Gebiete des deutschen Schulwesens in Rumänien wird allen berechtigten Wünschen unseres Volkstums, dessen Organisation als staatsrechtliche Persönlichkeit anerkannt ist, Rechnung getragen. Mit dem Verschwinden der konfessionellen Organisationen und mit zunehmender Beschränkung der Kirchen auf das religiöse Gebiet hat die Partei alle wesentlichen ßerufs-stände erfaHt und zu gedeihlicher Tätigkeit geführt. Slowakei Mit 150 000 Angehörigen umfaßt die deutsche Volksgruppe der Slowakei etwa ft v. H. aller Rinwohner dieses jungen Staates; jc-r weils ein Drittel vereinigt sich um Preßburg, im Bezirk von Kremnitz und Deutscli-Proban sowie endlich in der Zips. Auch hier besieht eine nationalsozialistische fiinheitsorganisa-tion, die Deutsche Partei, die die firwachsa-nen zu rund der Hälfte, die Jugend dagegen fast vollzählig erfaßt Wie in Rumänien sind die militärischen Leistungen der Deutschen in der Slowakei, die in eigenen Formationen fechten, mehrfach rühmend anerkannt^ worden. Besondere Fledeutung hat in der Slowakei das GenosRenschaftswcsen, vor allem iür die etwa 10 000 in Streusiedlungen lebenden Volksgenossen. Der Volksgruppenführer ist Staatssekretär. Vertreter des Deutschtunis wirken erfolgreich in F^arlament uiid Staatsrat. In der Presse wie Im Schulwesen ist die kulturelle Autonomie am deutlichsten sichtbar, es KÜ't zahlreiche Mütterberatungsstellen, Kimler-tagesheime und Heime für die Jugend. Sehr rege ist auch die Wehrertüchtigungs- und Erziehungsarbeit. Kroatisn Auch in Kroatien cndlich, detn jüngsten Staat des Südostens, genießt unsere Volksgruppe Rechtspersönlichkeit und Ist die einzige Vertretung des Deutschtums nach Inugu und außen. Für die Bekleidung von ÄmterH, Im Rrwerb von Grundbesitz sowie in politischer, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht besteht für die Volksgenossen gleiches Recht mit dem Staatsvolk. Anfang Juni dieses Jahres gab es für die 180 000 Deutschen 270 Volksschulen mit 553 Klassen und 21 000 Schülern; von den 330 Lehrkräften waren 210 Lelirer und 120 Schulhelfer. Mittel- und Berufsschulen werden ebenfalls stark besucht. Deutsche Kinder dürfen nur in deutschen Schulen unterrichtet werden. Die berufliche Erfassung aller Volksgruppenmitglie-der in Standesorganisationen ist durchgeführt, und ihre Tätigkeit wird angesichts der praktisch vollständigen Autonomie schon in naher Zukunft reiche firfolge zeitigen. Man darf niit Genugtuung feststellen, d^ß unserem Volkstum in Südosteut'opa keine Gefahren mehr drohen, während noch vor wenigen Jahren ihr Bestand nicht selten ernstlich gefälirdet war. Das Geheimnis dieses Wandels zum Besseren ist leicht zu erraten: seitdem die Führung des Reiches das Grenz-und Auslandsdcutschtum ebenso sorgfältig betreut wie den Volksgenossen innerhalb unserer Grenzen, seit der Frstarkung Deutschlands und der Wahrung seiner Interessen aus eigener Kraft haben sich große Schwierigkelten fast wie von selbst aus dem Wege räumen lassen, und es gibt keinen Zweifel mehr daran, daß die Deutschen des Südostens gleichermaßen gute und gesetzestreue Bürger eines anderen Staates wie vollwertige deutsche Volksgenossen sein wollen und sind. uadi Südosten o. Kreetlwie H1rt6olinfUBnlai»t»r bi bnrjc. Der kroatische Wlrteßha/temintster Dr. Toth traf zu einem Besuch in Preßburg 'ein. eiiieni Beeuch der Preßburger ' Messe hatte der kroatische Gast eine längere I Unterredung mU dem »lowaklschen Wirt-! schaftsminister Dr. Medricky, der zu seinen Ehren ein Abendessen gab. I o. IlroatJscheii Institut für orientalische j Forschungen' In der kroatischen Haiiptstadt • wird ein Institut für orientalische Forschun-' gen errichtet. Das Institut soll eine Brücke i zwischen den in Kroatien lebenden Musel-I manen und der übrigen muselmaniachen Welt schlagen. Mit der Arbeit wird demnächst begonnen werden. An der Spitee des Instituts steht der bekannte muselmanische Schriftsteller Hifzi Bjelevac. Es Ist Aufgabe des Instituts, die kroatische Öffentlichkeit von den Vorgängen In der muselmanischen Welt und diese von dem Leben der europäischen Muselmanen zu unterrichten. e. Ungarische Sehutznriaßnfthnien. Die Gerüchte, daß die Sowjets bei ihrem letzte^ Luftangriff auf Ungarn auch Fallschirmspringer abgesetzt hätten, wurden in Budapest amtlich in Abrede gestellt. Gleichzeitig wurde vom Honved-Generaistab bekafint-» gegeben, daß ein jeder mit dem Tode bestraft werde, der feindliche Fallschirmjägfer beherbergt. Eine amtliche Verlautbafun« besagt, daß die eüigelaufenen Ansteigen über die Beobachtung von Fallschirmabsprüngen allgemein falsch waren; die Fallachlrme von Leuchtbomben seien für solche von FalN schirmv«ipringcrn gehalten worden. o. Museum des Bukarester NallonalUieaters^ In Bukarest wurde in Anwesenheit eahlrei-cher bekannter Persönlichkeiten das Museuro des Bukarester Nationaltheaters eröffnet. o. Bulgarische Juden di^rfeii keinen Rundfunk hören. Der bulgarische EiBenbahnmifll-«ter hat angeordnet, dafi alle Juden und Jüdischen Unternehmen mit vorwiegend jüdischem KapiUl Uire Rundfunkgeräte bUi jni einer foatgesetzten Frist Poit- verwaltung abiuHafem. haben. o. Jüflisohe Schieber In Istanbul V0rkanet. Wie die Blätter melden, wurden In latanbul vier lüdische Groftkaufleute wegen Warenschiebungen verhaftet, während gegen zahlreiche andere daa Verfahren elngelaltet wurde. i ...... OIH VOM..........................1 I HAHNENGRUND| : ROMAN VON KURT RIEMANN j *1 üriiik« RMhiiiihitr Vviio Mir Milste, Vriat'U | ......................................................................... >.3 Fortsetzungj *V^as soll den das bedeuten? Was tut ihr denn hier? Warum liegt ihr noch nicht in eucrn Betten?» Oooch, wir wollten dich doch abholen!« mault er wie eine junge Kal/e und reiht sich die Augen. «Du sollst doch mitfahren mit der ..Klockeherga".« Mich abholen? Wer hat euch denn das gesagt?« •Gar keiner. Wir haben uns dis fllein überlegt!« Fs wurde behauptet, dv seiest fahnenr flüchtig geworden, Jochcn«, wirft Knut tin. »Wir haben das natürlich bestritten und sind 'riihergekommen, um von dir zu hören, ob du uns tatsächlich im Stich lassen willst. Die Schar ist einstimmig der Meinung, das wäre so gut wie au&tfASchlnssen. Wenn die (ieschichte mit Ottilie nicht dazwischenge-knmmeii wäre, hätton wir dich im Kon/.ert angetroffen. Wir haben sogar Karten gekauft!« »Das ist ia allerhandI« »Vier Mark und zwanilg!« stimmt Willi hei. »Verdammt viel Geld filr'n bißchen Sin-i(en. Bei uns in Hahnengrund haben wir das billiger.« •lochen Klickt sich bald den einen, bald den anderen an, aber er kann In beiden Ge-iichtcrn nur dasselbe gute Vertrauen erkennen. rlrt=. ilmi die Jnngens imnier antiegen-cebidcht haben. Und plötzlich iit es ihm. als hätte jemand einen Schleier vor seinen Augen weggerissen, ihm ist zumute wie uinam W anderer, der stundenlang im Nebel umhergeirrt ist, nun aber reißt die graue Wund auseinander und er sieht seinen Weg klar \or sich liegen. Wie konnte er es wagen, in den I.ebenskreis einer Frau eiiuudringen, deren Leben fertig und abgeschlossen ist? Mutter und Tochter! Fr will doch erst anfangen! Kann man so viel ücpiick auf eine Reise mitnehmen, dis nachher nur Last und liemmnis bildet? Nein, hier bei diesen Jungen ist sein Platz! In ihren Augen leuchtet die Jugend und das Abenteuer. Jct/t versieht er auch jenen Blick Renates, der ihm Schweigen gebot. Hier hat er nichts mehr 741 suchen. »Moment mal, ich muß bloß 'n paar Zeilen schreib^. Jungs!« Den Brief übergibt er dem Pförtner. »Geben Sie da« für Frau Malten ab. Morgen frdh. Das genügt.« »Und du kemmst doch mit, Jochen?« Fr haut dem kleinen Willi einen Klaps auf sein Hinterteil und schreit ganr gegen alle gute Rrziehung: »Natürlich komme ich mit! Was dachtet ihr Fsel sonst?« 4S. Die Jacht »Klockcbergac kann nach diesen Freignjssen erat gegen neun Uhr auslaufen. Auf dem Balkon, der Renate Malten« Zimmer zur See hin ahscliließt, ist für drei Personen gedeckt. Renate und Ottilie, beide blaß, übernächtig, aber glücklich, sehen ainander iminer wieder an. Kirsten steht am GelÄndtr. Da, d«i fahren sie! Kannst du es sehen, Ottilie? Das Ist die ..Klockeherga"! Wenn du mein Qlas haben willst? bie winken von drüben! Der dort vorn am Bugsprit, das scheint Jochen xu sein!« »Tut es weh?« fragt Renale leise, aber Ottilie schüttelt den Kopf und drückt sich fest an ihre Mutter. »Wenn ich nur dich habe«, flüstert sie. Da weiß t^^eiiute, daQ sie ihr Kind ganr gewonnen hat. Die Jacht wird kleiner und kleiner, sie nimmt Kurs nach Osten, und bald ist ihr heller l.eib aufgesogen vom Ijlanz der Sonne, die über dem Meere liegt wie flüssiges Silber. holtermann bringt ein Kabel und entfernt sich wieder mit einem feinen Lächeln. Fr sieiit Kirsten seit Tagen wieder froh. Das ist seipe Freude. Mehr will er nicht. Das Telegramm ist von Britta. Fs enthält nur wenige Worte, »Sind wir quitt? Alles Gute. Britta.« Kirsten legt es still vor Renate hin. »Sie war nicht schlecht«, sagt er nach einer Weile. »Sie war nur auf ihre Weise ein unglücklicher Mensch. Glaubst du, Renate, daO du an nieiner Seite glücklicher werden könntest? Du weißt, wie froh ich wäre, und daß ich alles täte, ^Ir dich und unser Kind, Ottilie?« »Laß uns J^eM, Arwid!« bittet Renate. »Aber den Glauben, den habe ich heute schon.« Tief neigt er sich (Iber die Hand der gellebten Fl au, die still in Ihrem Glücke lächelt. Ihr Kind und der Monn, dem sie vertraut. beide sind an ihrer Seite. Mehr kann ihr das Leben nicht bieten. »Gestern war es stürmisch und wolkig. Aber heute lacht uns die Sonne! Fs wird einen schönen, einen wunderschönen Tag geben! Ein scliwaclicr Punkt, so ent-^chwindet die -I- Wien erwarb ein Werk von Waldmiiller. Das Museum der Stadt Wien hat in der letzten Zeil ein besonderes bedeutendes Kunstwerk erworben, ein fast lebensgroßes Onip-penporträt von Waldmüller, guf dem die Fa-niilie des Hofbrauinelsters und Hauptmarmes der Bürgergarde Josef Leopold Qierster dargestellt ist. Das Bild, das signiert und datiert ist (1838) und sich in einem sehr Riiten Zustand befindet, zeigt Ciierster In Uniform, seine Gattin in eleganter Altwiener Toilette und um beide gruppiert deren fünf Kinder, während das Porträt von zwej verstorbenen auf einem mit Blumen geschmückten Tischchen im Hintergrund stellt. Das Bild ist von herrlicher l'arbenpracht und Lebendigkeit und ist ein biideuteiides Dokument sowohl der Alt-Wiener Gesellschaft als auch der groben Porträtkuust des Wiener Meisters. -f Raimund-Oper Ottmar Gersters. Der Oparnkomponist Ottmar Gerster, Schöpfer der Werke „Enoch Ardea", „Madame Lieselotte" tmd „Die Hexe von Passau", der seit lan^^jerer Zeit in Landshut a. Isar arbeiteti hat in diesem Sommer mehrere große Kompositionen weitergeführt. So beendete er eine prachtvolle Toccata (Uraufführung im Herbst in Düsseldorf), samn^plte Ideen für eine Rai* mund-Oper und schuf ein weihnachtliche^ Märchenspiel, das bereits In diesem Jahre in wast- und norddeutschen Großstädten aufnc führt wird. Jackt »Klockeherga« am Horizont. Die drei sehen ihr nach, bis nichts mehr von ihr i\i sehen ist, bis nur das Meer in Morgensehön-heit den Glanz der Sonne si>iegolt, rein und erhaben in seiner ewigen Jugend. Am Bug der Jacht aber, die kühn ijen weiten Raum der See sucht, steht Jochen, um ihn hockt die ganze Schar, auch Kramer und Käthchen, und er beginnt gerade eme von seinen Geschichten; »Also, Jungs, In Sumatra hatten wir m^l im (jcbirge den Weg verloren...« R N D R Han« JunHermanp, der verdlanfltvolle fichauApieler und Theaterdirektor, erhielt einmal von einem jungen Dichter twel Stücke, ein Lustspiel und ein Trauerspiel, zur Begutachtung eugesandt. Jvmkermann prüfte die t>elden Stücke gewissenhaft und sandte sie sodann mit folgendem Schreiben aurück; »Ihre beiden RtUcke habe ich mit großem Interesse gelesen. Nur bedauere ich, daß Sia mir nicht mitgeteilt haoen, welches denn nun das Trauerspiel und welches daa Luat-Bpiel iat!< _ Der berUhmte Italienlache Dichter l^odo-vico Arlosto ließ sich ein kleine«, einfachen Häuschen erbauen. Seine Freunde verwunderten sich darüber, und einer von ihnen fragte den Dichter; »Wie Ist e.s nur möglich, daß du. der du in deinen Dichtungen immer so schöne PalHste beschrieben hast, dich nun in einer so bescheidenen Behausung wohlfühlen kennst? Konnte."rn sich leise und spähten den schmalen Pfanil enilang, der zum liunUer ffihrlc. Ms blieb still. Der Wind sang immerfort; von fern löiuen die (jeräusche des Laf»ers berübtM*; üwiseluMihiii erliorchlen sie das wundersame Spiel. Die iH'iden tappten lauschend weiler. Als sie auf dein Sieg iniu*liiellDer Strom« zur Aufführung m, Unfälle. Durch einen schweren Radsturz zog sich der 36jährige Werkachutz-polizelniann in einem Marburger Industrio-■ntemehmen Aloi« Ferk aus der Mozart-itraße ein« Gehirnerschütterung und elften Na^enbeinbruch zu; ebenao durch einen Rad-•tura erhielt der 19 Jahre alte Hilfsarbeiter Gabriel Zerer aus Fürst Nr. 7 bei Hl. Kreuz •Ine Fuß Verletzung. — Der 53 jährige Ingenieur Otto Goes aus der Grazerstraße in Marburg erlitt einen Oberarmbruch. — Die 72 Jahre alte Private Juliana Krämer aus der Valentin-Schäffer-Gasse, Marburg, zog lieh eine Fraktur des Oberschenkels zu. — V^ißVerletzungen erlitten: der 20jährige Jo-■ef Weber, derzeit in einem Lager in Ober-KunJgtmd; der 16 Jahre alte Johann Wido-w^tAch Aua Nikoilai 59 bei Marburg; der 17-]ährige Max Baumann aus Prag^erhof und der 39 Jahre alte Joeef Katzian aus Wach-•enberg bei Marburg. m. Bald röhren die Hirsche. Mitte Sep-lember, wenn sich in den Nächten Kühle bemerkbar macht, beginnen die Hirsche zu schreien, zu röhren, wie ea in der Jäger-•prache heißt. Vor allem in friachen Mond-Kheinnächten kaim man ihren langgezt^e-iien Ruf vernehmen. Aber erst Ende Sep-!ember oder Anfang Oktober erreicht die Zeit der Hirschbru^t ihren Höhepunkt. Für 4en Naturfreund gibt es kaum etwaa Schö-»eret als das BelaiJflchen des röhrenden Rot-hnd Edelhirsches, besonders wenn sich mehrere G^fner die Herausforderung zum Kampf zuschleudem. Die Geweihe senken •ich und prasseln in erbittertem Kampfe aufeinander. Leicht hat ea ein alter Vier-tehnender nicht um diese Zeit; denn als F>latzhirsch muß er dauernd kampfbereit lein. Ernste Auseinandersetzungen zwischen 4en Hirschen sind in Revieren, wo die Zahl 4er Hirsche der der Tiere entspricht oder 4iese übertrifft, nicht selten. Oft enden diese Kämpfe mit dem Tode des schwächeren Gegners, der geferkelt (aufgegabelt) wird. Manchmal gehen auch beide Hirsche elend Zugrunde, werm sich ihre Geweihe ver-Itricken und nicht mehr von einander gelöst Verden können. Starke Hirsche haben aber nicht immer ein Brunftrudel, sondern suchen lieh hier und dort ein Tier, mit dem sie sich ^ine Zeitlang herumtreiben, um dann weiter ^ ziehen. 'st das Wichtige«, sagte ich, »der Sinn des Lebens!« »Nein, nein, nein«, sagte er. »Wie man lebt ias weiß ich schon alleine, und wie wir iJie kinder erziehen, das gibt sich von selbst.« Da kann man nichts machen. Wie wir Ic-das wissen wir schon alleine, und wie Vir die Kinder erziehen, das gibt sich von »eihst. Die Hauptsache ist eine gute Technik. Dieser Onkel Emil ist genau wie mein Freund Biedrich, der ein guter Geschäftsinann ist. Wenn etwa Gott mit der zweiten Sintflut drohte, so v^nirde das einen Menschen wie Biedrich nicht zum Wandel brin-tcn, denn fromm oder unfromm, das sind nur Ideen, damit kann man nichts anfangen, aber er würde sofort daran denken, Kähne und Boote zu kaufen, denn darin läge das Zeitgemäße. Man kann nichts dagegen machen. Man l:ann nur dabeisitzen, dies alles hören und iann von Zeit zu Zeit aufstehen und durch den Garten gehen. An der SintfluJ aber ist dies das Gemeine: sie macht keinen Unter-♦rhiedl Felix Riemkasten Stadt im Sommerregen Ein vom Pech verfolgter Bildberichter mdnt- Marburer hat auch hei Regen seine Re^re fi Links oben: Aui dem Marburger Gemüsemarkt; unten: hrühllch lächelnde Marktfrau trotz Wind und Nässe; rechts oben: Glan^-llchter des Regens in der Tegetthoffstraße; unten; Mit Kopf- und Wolltuch unter der schützenden Plane Aufnahmen; RauschenbcrKcr Wenn edn Büdberichter ausgeschickt wird, den Zauber einer schönen Stadt festzuhalten, dann sucht er sich gewölmlich ein richtiges Filmwetter aus: Strahlenden Sonnenschein mit blauem Himmel, auf dem sich höchstens ein paar malerische woiße Wolkenscliäfchen tummeln, dazu lange, ein bißchen violett ge-tönte Schatten, die besonders im Gegenlicht prächtig zur Geltung kommen. Von unbändigem Arbeitseifer voi-wärtsgetrieben, macht er sich auf die Motivsuche, — sucht und prüft Jeden Winkel, jeden malerischen Baum und Strauch und immer wieder gleitet sein Blick von der mehr oder minder romantisch wirkenden irdischen Umwelt zu dem vielleicht nun nicht mehr ganz so strahlenden Firmiament. an dem sich im Verlaufe solcher künstlerisch beschwingter Suclic gewöhnlich die milchigen Wolkenlämmer, d'e mit Hilfe des Gelbfilters eingefangen wercien sollten, zu richtigen, schon einigermatten grau wirkenden Herden ziiSHmmengefvmdcn haben. Wenn dann den Berechnungen nach die langen, plastisch wirkenden Schotten vorhanden sein .sollten, da kann es wohl vorkommen, daß bereits ein kräftiger Regenguß hemied erbraust. Ein Mensch mit schwächlichem Charakter würde in .solcher Lage die Reste seines schwer mitgenommenen Finergievorrates zusammenraffen lind — sich einen BMIanipart- Schmunieln und Lachen Unbegreiflich [m Stadion. Graf Bobby sitzt in der Loge. Neben ihm lein Freund Rudi. „Ich bitf dich, Rudi, was laufen denn die Aa unten so?" „Das sind Läufer, Bobbyl Der erste bekommt einen silbernen Pokal als Preis!" „Und die anderen?" „Nichts natürlich!" Grnf Bobby schüttelte den Kopf; „So viel iJnvernunft! Warum laufen denn die ande-i%n?" ner suchen, um das Überbleibsel des schnö-1 den Pechtages irgendwie nutzbringend zu verwenden. Nicht so ein Bildberichter! Er zieht den Hut in die Stirn, stellt den Kragen seines Gummimantels hoch und stürzt sich hinaus in das triefende Element, eiskalt entschlossen, das Tagesdefizit durch Verknlp-Bung seines kostbaren Films um mindestens eine Mark 50 zu erhöhen. ' Wehe den unglücklichen Passanten, die zu dieser Stunde dem gereizten Bildberichter , in den Weg laufen. Sie werden zu wehrlosen .Opfern seiner schnappschicßenden Kamera. , Gleichgültig, wie komisch der Herr Wam-perl mit seinem großen Regendach und die dürre Frau Meier mit ihrem flachgewöibten Modeparasol wirken, sie werden unbarmherzig geknipst. Dabei kommt es dem losgelassenen Büdberichter gar nicht darauf an, daß er alle fünf Minuten das angesammelte Re-genwasser aus seinem Objektiv leeren muß und es stört ihn auch nicht welter, daß ihn 'das trübe Naß immer wieder an den eben genossenen Mokka erinnert. Unter einem Haustor stehend putzt er sein Obiektiv, dann stürmt er weiter durch die Straßen wie ein Amokläufer, der den letzten Urwaldautobiis erreichen möchte. Die einzige Möglichkeit, ihn für einen Augenblick zum wartenden • Anhalten zu bringen, stellen ein paar vom Srhick.Hal in den Weg geschickte nette „Kornkarten im alten Rom Lebensmittelkarten kannte man schon im frühen Altertum In fast allen kriegführenden Ländern der Welt ist heute die Lebensmittelkarte zu einem feststehenden Begriff geworden, durch den für eine gerechle VerteiliinR der wichtigsten Nahrungsmittel Resorpt wird. Auch im Weltkriege pah es Lebensmittelkarten, aber es wäre ein Irrtum .nnzunehnien, daß diese Karten eine Krfindiing unserer Zeit sind. Es klingt zunächst überraschend, daß schon die allen Römer ein ganz ähnliches System der gleichmäßigen Ziiteihmg sowohl von Lebensmitteln wie auch an Reldlichen IJnter-stiiizungen an die Bevölkeninp kannten. Bei den Römern erpah sich die Notwendiß-keit zur Ausgabe von Zuteilungskarten an die Bevötkerunp sowohl in Kriegs- wie vor allem in besonderen Notzeiten, bei Mißernte und Teuerung. So wie wir heute die Brotkarte kennen, gab es damals die »Kornkarte«. auf die Brotgetreide oder Mehl ausgegeben wurde, das erste hauptsächlich an die ländliche Bevölkerung, die sich das Getreide dann selbst ausmahlen konnte. Mit diesen Karten ging jeder zu den großen zentralen Versorgungsstellen und holte sich die ihm zustehenden Mengen ab, sowohl an Korn, Mehl wie an Brot, öl oder Wein. Freilich kannte man im alten Rom nicht die Ivehensmittel-^Karte« in unserer heutigen Form. Es waren vielmehr, der Sitte der Zeit enlaorechend, Täfelchen. auf denen in Wnrhs das Maß der jeweiligen Zuteilung für die einzelnen Nahrunpsniittel aufgeprägt war. Matte der Bezieher die ihm zustehende Menge, seine »ratio«, in Flmpfang genommen, so wurde auf dem Täfelchen das entsprechende Feld unkenntlich gemacht. Daneben waren auch eine Zeitlang kleinere Kugeln, jeweils eine bestimmte Größe für eine bestimmte Art von Lebensmitteln gebräuchlich, auf denen das Gewicht der dem einzelnen zustehenden Menge aufgeprägt war. Die Kugeln wurden dann heim I^ezuge der Waren abgegeben. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, daß es im alten Rom auch eine Art von »Stempelkarten« gab, wie sie aus der Zeit der großen Arbeitslosigkeit heute noch für viele eine schreckensvolle Erinnerung sind. Auch über Rom gingen solche Zeiten der Arbeitslosigkeit und der Not hin, in denen sich die Regierung veranlaßt sah, an die notleidende Bevölkerung Unterstützungen zu zahlen. Es wurden auch in diesem Falle »Karten« bezw. Täfelchen ausgegeben, auf denen jeweils für tine bestinimte Zeitspanne der dem einzelnen zusiehende Unterstützungssatz aufgeprägt w.ir. Mit den Täfelchen gingen die Menschen zu den dafür eigens eingerichteten Zahlstellen und holter sich die ihnen zustehenden Beträge ah, mit denen sie sich Hann während I der schlech!en Zeiten notdürftig über Wasser I h.niten konnten Mädchen mit malerischen Regenkapuzen dar. Mit feuchten, klammen Fingern versucht er das gemüterwärmende Motiv in den Vordergrund eines Regenbildes zu bannen. Und, siehe da. es gelingt, und gleichzeitig wird sein Fühlen wieder menschlicher, dia Enttäuschungskurve senkt sich und e3 kommt ihm der erfolgverheißende Gedanke, daß man regentrübe Bilder nicht nur durch somiiges Mädchenlächeln, sondern sogar durch das freundliche, wohlwollende Lachen regenfester Marktfrauen aufhellen kann. Kr schraubt, schon wieder sachlich denkend, den Weitwinkel in die Kamera und Ist dadurch in der Lage, auch ein allfällig sich ' darbietendes breites Grinsen unter weitem Regendach aus der Nähe festzuhalten. I Rasch ist auf diese Welse der ganze Füm [abgespult, ohne daß er gezwungen gewesen wäre, zum letzten Auskimftsmittel zu greifen. das darin bestanden hätte, den erteilten Auftrag durch Anfertigung einer Reportage über das Nachtleben der Stadt zu erfüllen. Er konnte sich diesmal also noch mit einer Regenreportage aus der Affäre ziehen und ■ wenn auch ohne Bügelfalten — befriedigt , heimkehren. Als er nach einigen Tagen, j beobachtete, daß sich an seinem Regenmnn-'tel bereits wieder einige trockene Stellen bemerkbar machten, nahm er die eben fertigstellten Bilder zur Hand und stellte mit Befriedigimg fest, daß Marburg — hier hatt« ihm nämlich sein Reporterschick^al In der vorstehend geschilderten tragischen Art mitgesnielt —. auch bei Regen zweifftllos seine Reize hat, und selbst sein Thef be-! merkte mit leicht kritisch untermaltem T/)bt i »Ganz nette Aufnahmen, nur ein hiß"b"« Imehr Wolken könnten drauf sein!« m. Der Holler reift. Es gibt kaum ein Bau-evngehöft, in dem nicht ein oder mehrere Holundersträucher gepflanzt sind. An sonnigen und windgeschützten Stellen gehen die schwarzen Beeren nun der Reife entgegen. Für die Holundersträuche gibt es keine Fehlernten. Allgemein ist die Verwendung der Beeren, die man nur in ganz trockenem Zustand pflücken soll, als Holundersaft, Kompott und Brotaufstrich. Vielerorts wird ein recht trinkbarer Rotwein aus den Holunderbeeren gewonnen und auch in der Heilkunde spielt der Strauch eine nicht unbeträchtliche Rolle. Die Blüten liefern einen schweißtreibenden heilsamen T^e; snmjapunioH map wird ebenfalls eine heilende Wirkung zugeschrieben. Natürlich sind auch unsere Amseln und Stare Liebhaber der reifen Beeren. (nfk vor bl* 6 Uh> IVirtscdoti Spott und litmeH Deutsche lagead im Uarbarger Inselbad Koiminenden Soomtag fUhrt di« Deutache Jugend des Bannea Marburg-Stadt al« Abschluß der dieajährigen Schwimmsportarbeit eine Veranstaltung auf der Felberinael durch, an der alle Einheiten des Bannes teilnehmen. Die Kämpfe werden die geleistete Sommerarbelt zeigen, in der nicht nur ! an Quecksilber auf die Herstellung von Knall- Kriegsmetall Quecksilber Die autoritären Staaten sind die gröBten Quecksilbererzeuger Das einzige, bei normaler Temperatur flüssige Metall, Quecksilber, besitzt eine außerordentliche wehrwirtschaftliche Bedeutung. Es dient zur Herstellung des Knallquecksilbers. Schon unter normalen Verhältnissen entfällt etwa ein Fünftel des Weltverbrauchs Spitzenleistungen erzielt wurden, sondern auch die Gesamtleistungen um vieles ver-besaert werden konnten. : 20 Nationalboxer in Pörtschacli. Zur Vorbereitung auf den Dreiländerkampf der Amateurboxer vom 23, bis 25. September in Budapest sind in Pörtschach wieder die besten deutschen Faustkämpfer zu einem LehrEangs-lager vereint. Das Reichsfachamt hat insgesamt 20 Boxer eingeladen. ' ; In Magdeburg fiel am Wochenende die Entscheidung um die deutsche Vereinsmeisterschaft der Schwimmer. Der Titelverteidiger SC Hellas Magdeburg ereichte mit seinen Männern 837,4 Punkte und setzte sich damit überlegen vor Hamburg (785,5 P.) an die Spitze aller Mannschaften. Die »HeJIe-nen« wurden dadurch zum zehnten Male Mannschaftsmeister. ; Laozi lief 1000 m-Rekord. Harbigs großer Gegenspieler über 400 und 800 m wartete in Florenz mit einer großen Leistung auf. Lanzi schuf mit 2:22,3 einen neuen italienischen 1000 m-Rekord, der seinen alten um 0,9 Sekunden unterbot. : Die katalanische, R^druodfahrt in zehn Etappen über 1200 km wurde von dem Spanier Ezquerra in 35:48,40 Stunden gewonnen. quecksilber. Quecksilber kann mit Recht als eine Stärke der autoritären Staaten bezeichnet werden, sind doch die größten Quecksilbererzeuger der Welt Italien und Spanien. Hinter diesen beiden Ländern folgen erst in weitem Abstand die anderen Erzeugerländer, und zwar die USA, Mexiko, die Sowjetunion, die Slowakei, China und eine Reihe weiterer Länder. Europa an erster Stelle Das Übergewicht des europäischen Kontinents in der Weltquecksilbererzeugung wird durch die nachstehenden Ziffern veranschaulicht; 1935 erzeugte Europa 2581 t, Asien 52 t, Afrika 1 t, Amerika 835 t und Australien überhaupt nichts. Italien und Speien erzeugten in den letzten Jahrzehnten zwischen 58 und 82 V. H. der Weitquecksilberproduktion. Die Vereinigten Staaten als das drittgrößte Erzeugerland mußten trotzdem vor dem Krieg beträchtliche Quecksilbermengen zur Dek-kung ihres Bedarfs einführen. Der Anteil der Einfuhren an der amerikanischen Bedarfsdeckung betrug in einzelnen Jahren bis zu 70 v. H. Der Grund hierfür ist darin zu sehen, daß die amerikanische Quecksilberin-dujtrie nur bei besonders hohen Preisen in des Lage ist, ihre Produktion zu steigern. Europas lugend und der Sport Unter dem Vorsitz des Relchseportführers, Obergebletaführer von .Tschammer und Osten, wurde im Gauhaus der NSDAP in Wien die Arbeitsgemeinschaft Sport im europäischen Jugendverband eröffnet. In einer grundlegenden Rede wie» der Relchs-sportfUhrer darauf hin, da-ß dem Sport aeit jeher die gemeinsame Liebe der europäischen Jugend gegolten habe. In ihrer aportllchen Betätigimg habe diese Jugend nie trennende Grenzen gekannt. Die verantwortlichen Männer aller beteiligten Länder legten in rier Grllndungaatunde des ■ europäiachen Ju-pendsport« ein Bekenntnis ab, das kein Dogma, sondern nur Wegrichtung bedeuten EoU. Die Erziehung atrebe nicht nach Rekordleistungen an, sondern wolle ein sportliches Erziehungs- und Bildungswesen ausbauen. Der Reichaaportführer gab die Anregimg zur Schaffung Europäischer Spiele, die keinen Gegensatz zum Gedanken der Olympischen Spiele heraufbeschwören, sondern der Ausrichtung und dem sportlichen Kampf der europäischen Völker dienen. Die Aufgaben dea gemeinsamen eiuxxpäischen Jugendsports legte der ReichssportfUhrer in folgenden vier Punkten fest: Erstens die Idee des Sports nach den Begriffen unserer jimgen Erlebnisse neu zu formen. Unsere Erfahrungen untereinander auszutauschen und einig zu sein In der weiten, großen Grundauffassung. S^eitens den Sport als einen europäischen Bildungsfaktor von einzigartiger Prägung zu entvrtckeln, Ihn notfalls gemeinsam vor den Angriffen der Verständnislosen zu verteidigen und drittens den gemeinsamen Empfindungen auch durch gemeinsame Veranstaltungen Ausdruck zu geben, indem wir die europäische Sportjugend zu ritterlichen Kämpfen auf den Kampfbahnen des Friedens und der Verständigung zusammenführen und diesen Fest^ eine Form geben, die auch nach außenhin Auadruck unserer Empfindungen Ist. Viertens unter Wahrung und Würdigung der geschichtlichen Werte der olympischen Idee die hehren und hohen Auffassungen derselben der Jugend Europas dergestalt zu vermitteln, daß sie in einem neuen Europa von Ihr verteidigt imd einer neuen Zelt entsprechend enthaltet wird. Mit einem Appell an die gute Kameradschaft der europäischen Sportjugend und der Betonung des Prinzips absoluter Gleichberechtigung aller beteiligten Nationen schloß der Reichssportführer seine mit großem Beifall aufgenommenen Aiis^hrungen. Livio Luigi Tedeschi» der Führer der italienischen Abordnung, unterstrich die gemeinsamen Ziele des deutschen und italienischen Sports. In einer anschließenden ersten Aussprache ergab sich die völlige Übereinstimmung aller an der Arbeitsgemeinschaft Sport beteUigten Nationen. Der wichtigste Erzeuger in Spanien sind die bekannten Quecksilbergruben von Almaden, die sich im Besitz des spanischen Staates befinden. In Italien sind die größten Vorkommen die von Monte Amiata und die Vorkommen von Idria. Beide Länder waren in der Lage, mühelos den Quecksilberbedarf der Welt zu decken. In den Vereinigten Staaten wird Quecksilber in Kalifornien, Oregon, Texas, Arkansas und Nevada gewonnen. Zeitweilig sind über 100 Minen in Betrieb. Schon die Vielzahl der Minen zeigt, daß es sich um kleine Vorkommen handelt, die sich mit den ouro-päischen Vorkommen in keiner Weise messen können. Sie werden zum großen Teil auch nur dann ausgebeutet, wenn die Quecksilberpreise über 100 Dollar die Flasche liegen. Das ist jetzt während des Krieges der Fall. Trotzdem langt die Erzeugung nicht aus, den amerikanischen und englischen Bedarf sicherzustellen. Man muß auch auf das mexikanische Quecksilber zurückgreifen. In England wurden vor kurzem erst die Quecksilberpreise von 48auf 68V2 Pfund Sterling heraufgesetzt, ein deutliches Zeichen für die Quecksilberknappheit, die in England herrscht. Der europäische Kontinent kann dagegen beruhigt in bezug auf seine Queck-silberversorgung sein. Früher unter jUdlscher Ausbeutung Interessant ist es, daß früher die Weltquecksilbererzeugung von der Judendyndstie Rothschild beherrscht wurde. Die Erzeugung in Spanien befand sich noch nach dem Weltkrieg unter der Kontrolle der Pariser Roth- front und heimat-ein wille zum sieg KRIEGS-WHW19720.SEPTEMBEß von jüdischem Kapital über die Quecksilber-erzeugung der Welt geworfen worden war, endgültig zerriß. Diese Position jüdischer und britischer Herrschaft in einem Teile der Weltmetallerzeugung ist für immer beseitigt X „Reichsaml für das Landvolk" stati Reichsamt für Agrarpolitik. Der Führer hdl angeordnet, daß das bisherige Reichsamt für Agrarpolitik der NSDAP ab sofort die Bezeichnung „Reichsamt für das Landvolk" führt. Die Anordnung gilt sinngemäß auch für die nachgeordneten Ämter in den Gauen und Kreisen. Damit ist die Grundlage zur weltanschaulichen und politischen Ausrirhtuno: des Landvolkes durch den damit beauftragten Oberbefehlsleiter Backe im Rahmen doi Menschenführung der Partei gesch^ffer worden. X Förderung der ungarischen Fettschwein-erzeugung. Zur Förderung der Fettschweinerzeugung werden in diesem Jahr nock 10 000 Zuchtschweine der bekannten ungarischen Fettschweinrasse Mangaliza zu Vorzugspreisen an Kleinlandwirte mit weniger als 17 ha Grundbesitz verteilt. Jede Ge-schilds. Vor dem Weltkrieg befanden sich|meinde soll mindestens 20 derartige Zucht-die Quecksilbervorkommen von Idria in der I sauen bekommen und dio Bauern werden ver- Krain in österreichischem Besitz. Sie wurden von der österreichischen Kreditanstalt kontrolliert, die wiederum In den Händen der Wiener Rothschilds war. Der Quecksilberhandel in Londoii, der, obwohl Engl^d in der Weltquecksilbererzeugung überhaupt keine Rolle spielt, das Weltquecksilberge-schäft beherrschte, wurde von den Londoner Rothschilds angeführt. Nach dem Weltkrieg waren die österreichischen Vorkommen an Italien gefallen, das damit zum zweitgrößten Erzeuger der Welt wurde. Damit hatten die Rothschilds ihre Stellung in der österreichischen Erzeugung verloren. Die beiden großen Gruppen, die in Spanien .und Italien entstanden waren, führten dann zur Ausschaltung der Juden auch in Spanien und zur Bildung des Quecksilberkartells, womit London seine Stellung als Quecksilberhandelsplatz der Welt einbüßte, und das Spinnennetz, das pflichtet die Sau mindestens 2 Jahre zut Zucht zu verwenden. Man erwartet davon eine wesentliche Steigerung der Fettschwoin* erzeugung gerade in den kleinbäuerlichen Betrieben. X Der bulgarische Anbauplan für Wintergetreide. In Bulgarien ist für dieses Jahr di? Anbaufläche für Weizen mit 1929 000 hr. vorgesehen, für Roggen mit 355 000 ha unc für Winterpflanzen mit 75 000 ha. Insgesamt werden 2 355 000 ha mit Wintergetreide besät. Bei normaler Entwicklung erwartet man von dieser Anbaufläche einen Ertrag von Millionen t Getreide. Diese Menge wird aus reichen, um die Emährung der bulgarischen Bevölkerung sicherzustellen. Das als Saatgut notwendige Getreide wurde bereits gesammelt. Außerdem verteilt die Getreide-Han-delsdirektion unter den Bauern als Saatgut Elite-Weizen, Roggen und Gerste. Größeres Kreditinstitut in der Untersteiermark sucht per sofort 936S Geschäftsführer Bewerber mit den nötigen Fachkenntnissen richtfcn Angebote mit handgeschriebenem, lückenlosem Lebenslauf unter »Untersteier Nr. 9368« an die Verwaltung. D i e fn^ gehört 'fi Icde famlllm dmM Unieriandet Verpaichte gut g^flegten Weingarten in Marburg, Größe 2,5 Joch, weiters Garten mit 300 Obstbäumen und kleiner Landwirt-Fchaft, an tüchtigen Landwirt. — Schriftliche Anbote unter »Ökonom 1942« an die Verwaltung, -r- Zu übernehmen nach der Weinlese. 9044 Tief erschüttert geben wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser innigsteeliebter und unvergeßlicher Vater, Großvater, Schwiegervater, Herr Josef Merkl gew. rielschmeister und Hausbesitzer am Dienstag, den 15. September 1942, im 82. Lebensjahre, nach kurzem Leiden verschieden Ist. Das Leichenbegängnis des unvergeßlichen Dahingeschiedenen findet Donnerstag, den 17. September 1942, um 17 Uhr, "von der Aufbahrungs-halle des Franziskaner-Friedhofes aus zum Fami-liengrabe statt. Marburg—Agram, den 16. September 1942. In tiefer Trauer: Familien KUmek und Subotitsch. 9401 Wir geben bekannt, daß Frau Olga Appßl geh Edle von Platzer Arztenswitwe am 15 September 1942 In Mahrenberg verschieden ist. Die Beerdigung findet am 17. September 1942 um 17 Uhr am Ortsfriedhofe in Mahrenberg statt. ■9398 Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung Für die vielen Beweise aufrichtiger Anteilnahme anläßlich des liinscheidens unseres lieben Gatten, bzw. Vaters, Schwiegervaters. Großvaters und Schwagers, des Herrn Jakob Plemenitasch, Reichsbahner 1. R., sprechen wir auf diesem Wege allen lieben Freunden und Bekannten unseren tiefgefühlten Dank aus. Insbesondere danken wir Herrn Dr. Fritz Wre'sfhko für die aufopfernde Pflece während der Krankheit des Verstorbenen, allen Blumen-spendern und allen jenen, die unserem lieben Toten da« letzte Geleite gaben. Marburg, Graz, l.eibnitz, Steinbrück, Wa-rasdin, den 16. 9. 1942. 9304 Die trauernden Familien Plemenitasch. Hermann. Langer wisch, Terbutz und Vene Bretscliko. Danksagung Da es uns nicht möglich ist für die vielen Kranz- und Blumenspenden, sowie für die uns. anläßlich des Ablebens unserer geliebten Mutter, bezw. Clroßinutter dargebrachten Beweise inniger Anteilnahme, jedem einzelnen zu danken, sprechen wir somit auf diesem Wege unseren Dank aus. 9417 Jobann. Anna, Maria Jost, Kinder. Franziska Jost, Enkel. Unser lieber, guter und unvergeßlicher Gatte, Schwager and Onkel, Herr Josef Petkowschek hat uns am 15. September 1942 nach langem und schwerem Leiden für immer verlassen. Das Leichenbegängnis findet Donnerstag, den 17. September 1942 um 16.15 Uhr am Magdalenen-Friedhof In Drauweiler statt. Marburg/Drau, den 16. September 1942. In tiefer Trauer: Maria Petkowschek, Gattin: Juliane. Josef. Martha. Kinder: 9416 und alle Verwandten, Mein lieber Mann, unser guter Vater, Sohn, Schwager und Onkel, Herr Mag. pitarm. Emil Selgiieiiiailin Apotheker hat uns am Mittwoch, den 16. September 1942. nach kurzer schwerer Krankheit für immer verlassen. Der teure Verstorbene wird zur Einäscherung nach Graz überführt. Marburg a. Dr., am 16. September 1942. In tiefer Trauer; Marie Selgnemartin. Gattin; Lotte Sclgnemartin. Tochter; Rosa Selgneraartin. Mutter. Familien Thür, Seiler, Frllz Zinthauer. 94i; Selto 8 aMartwrgcr ZtHuas« 17. Seplw** WB YfitmiMr 100 t Sfadtlheater Marburg a. d. Drau donncmuf» 17. scptamlw pnim ii Wassar fOr CmnHoaa bdwoffm In drei aktm t«ii georg tarn« HeufUtUuuiiu^l I «403 Die sroBe Anatomiscb-Hyricnische Ausstellung DER MENSCH IN GESUNDEN UND KRANKEN TAGEN KOMMT ZUM HERBSTFEST NACH MARBURO Med.-Rat. Dr. FELLBAUM — Pttttu von der Reise zurückgekehrt ««m ROhrcliea «it M klcliMa Neokratln-Tabltttehei (N«okratinotten) kostet S3 Rpi Eine Hilfe bei leichteren Schaer-zen vertchiedeaer Art Nur in Apothek'eal 4594 3848 ßibAcht auf Deine Fä^et Kleiner Anzeiger fcttsadrnckti Wert Jedei Won kostet fOi Stellenfesncbe 6 Rpl das fettttdruckt« Wort 26 RdI. fttr Qetd- Beaütl-Mivtrktlir. BrUf^ecktel nd Heirat 13 Rot krtftaa nal Äe Zusttaunm des zuständigen Arbeltsamtes elni;eholt werden FralwRHge für den Wachdienst in den besetzten Gebieten, auch Pensionisten, Rentner, jedoch unbescholten und einsatzfähig, im Alter von 24 bis 60, SU sofortigem Eintritt gesucht. Auskunft bei alltn Arbeitsämtern und bei der Werheleltung für die Ostmark: Thiel Rudolf, Werbeleiter, Graz, Sackstraße 27, Tel. 42-42, und Innsbruck, Hotel Mondschein, Mariahilf Nr. 6. 2609-6 Suche braves und ehrliches Mädchen für alles. Anträge unter »Kleiner Haushalt« an die Verwaltung. 9342-6 Lehrjunge von KettPTjschmied in Kost und Quartier genommen. Gobetz Johann in Cilli, ürazcrstraße 18. 9370-G Zwei Bärokräfte, eine mit Bürt^raxis, zweite Anfän-ger(in) vom Speditionsunternehmen in Marburg gesucht. Mnndschrittliches Angebot an die Verwaltung unter »Spedition«. 0379-6 Bttchhaltungskräfte werden zu sofortigem Eintritt von der Volksbank in Marburg (Drau) gesucht. 8453^ Kinderltebendes Mädchen mit Kochkenntnissen gesucht. Anzufragen bei Frau Lotte Ehrlich, Reitergasse 8. 9015-6 Sachverständiger fttr Harmoniumreparatur gesucht. Ko-koschineggallee 43, Tür 3. 9409-6 Lehrmädchen für Damenschneiderei, der deutschen Sprache mächtip. wird sofort auf|[enommen. Damanachnei-derei Faraain Aloina, Wachsenberg. 0388-6 1 flotte Kasslerhi und Aushilfsarbeiter sowie ein Mädchen für Haushalt stellt ein; Willenborga Allotria, Festel., NarvikstraBe. 9393-6 Mädchen für alles, welches selbständig l(ochan kann, wird gesucht, vorzustellen: Anton-tschitsch, Burggasa« 8. ^ 03d5-6 Kontoristin mit Stenographie-und Maschinschreibkenntnis-sen für Betrieb in Cilll gesucht. Eilanträge unter »Sofortiger Eintritt« an die Ge-schlftsstelle der »Marburger Zeitung« in Cilli. 0412-6 Flinke Stenotypistin, ganz-oder halbtärig, auch stundenweise, findet in Cilli angenehme Betätigung. Angebote unter »Dauerbeschäf-tißung« an die Geschäftsstelle der »Marburger Zei-tungc in Cilli. 0413-6 BitrolehrHng wird gesucht. Vorzustellen bei Süßmost- kelterei Karstedt A Co., Cilli, Buchtnstraße 17. 9414h6 Mehrere Personeo werden auf Hausmannskost genommen. Werkstättenstraße 20, 2. St., Unka. 9400-7 2ii Hiittth Q€siithi Frflu'ein, selbständig, sucht nettes Zimmer. Zuschriften unter »Eigene Bettwäsche« an die Verw. 9405-8 Dreizimmerwohnung mit Küche und Bad von jungem, gebildetem Ehepaar mit Kindern, welches auf Grund der neuen Verfügungen des V. u. A. Bl. zum Mieten einer solchen Wohnung berechtigt ist, gesucht. Frcll. Zuschriften erbeten unter Kennwort »Lübeck« an die Verw. 9418-8 Tausche Einzimmerwohnung in Oberrotwein gegen eben-r ':he, Sparherdzimmer oder Hausti.cl^tcrpoaten in der Stadt oder Brunndorf. Anfragen in der Verw. 0387-0 hauU : ffedusU Goldener Rhig mit Inschrift »Poldi« wurde verloren. Abzugeben gegen Belohnung: Teeef "jtraBe 43, Parterre, rechts. 9406-13 ^ttuUMUhtS Ariernachweis beschafft Fa-milienforschungs - Institut, Graz, Grieskai 60, Ruf 67-95. 6986-14 BURG-KINO DIE WEIT OHNE MASKE Fttr ^ufepdllolM nlekl sugelaaeeal ESPLANADS He?tt"lMm 21 Ute TOSCA Fttr Jugendliche nicht mgeli—eni Metropoi-Lichtspiele CiHI HALLO JANINE Für Jugendliche nicht zugelassen. 0121 T OM-LICHTSPIELE PITTAU , Bis einachliefillch Donneratag DER SCHÜTZENKÖNIG Bin großer Luatapielerfolg mit Qretl IMmer und Weiß FerdL FOr Jngepdliche nicht uigetaMMnl StaifiKher Heimathnod Amt VolkbiWung Die Einschreibungen fflr die dentsclien Spracbkorse dar Ortsgruppen: QUll-Köttlng, CUil-Laltberii CHU-Forstwaid uid CIllt-SchloBberg finden am: Donnerstag, den 17. 9. 1042 In der Zeit von 18—20 Uhr, Freitag, den 18, 9. 1Ö42 in der Zeit von 18-^0 Uhr und Sonntag, den 20. 9. 1943 in der Zeit von 9—12 Uhr in den Ortsgruppendienststellen statt Die Teilnehmergebühr von RM 3.10 iti bei dar Anmeldung zu erlegen. 9408 DER AMTSBORGERMEISTER IN WEITENSTEIN Landkreis Marburg (Drau) ZI. 123/20-43 ünaOfUalieMsarIrWrunff Der Personalauswels Nr. M 79, ausgestellt am 31. OkH« ber 1941 auf den Namen Mautz Jehann, wohnhaft in Weitenstein, Wresen, Ist in Verlust geraten und wird daher für ungültig erklärt. 9415 Der Amtsbürgermeister: sez.: Ernst Tischler. FACHDROGERIE ].y. Poberei, Pettau . ^ UNGARTORGASSE 6, bleibt wegen Gefolgschaftsurlaubes vom 20. September bis 4. Oktobar 1942 f