^ A« Mttwoch den IS. März 1876. IV. Jahrgang. .Marbmger be»«n«» -rsch-wt mid V-che.-- f°- Marburg: gmizjährlg « h»ldjsh,ig » si^, »intell-hrl, 1 fl. »0 kr: filr Sust-llun« lns Hau» monatlich 10 kr. — mit Postversend»»ng: ganziahng 3 fl., halbjahrig 4 si., vierteljährig z fl. Jnsertionßgebithr 3 k. pr. Zeile. Vtskhgtbuag und Volkswirlhschast. -> Die selige „Gesetzgebungs-Hofkom-nüssioil" hat dreißig Jahre an dem Entwürfe de» bürgerlichen Gesetzbuche» gearbeitet. Das rasch plilsirende öffentliche Leben der Gegenwart verlangt einen kttrzern Termin für die Schaffung eine» neuen Gesetzes, selbst wenn dasselbe alle Solon'sche Weisheit und deutsche Gründlichkeit in sich vereinigte. Besonders empfindlich ist aber das wirth-schaftliche Leben gegen jede Aenderung der Gesetzgebung auf seinem Gebiete. Das wirkt wie eine Geipitterwolke auf ein Elektrometer. Kaum daß ein Schatten des neuen Gesetzes über den Horizont hereinsällt, sind schon Hunderte von Existenzen in peinlicher Spanilung. Die Kapi-talien, noch weit empfindlicher, werden an den entgegengesetzten Pol zurückgedrängt — kurz eine ganze Partie des Wirthschaftslebens ist gestört. Daß derartige Störungen für den Volkswohlstand sehr nachtheilig, für die Nation im Ganzen sehr kostspielig sind, ist wohl nicht zu bezweifeln. Ziffermäßig vermag freilich Nie. mand den Schaden darzustellen, der daraus entspringt, daß soundsoviele neue Unternehmungen suspendirt bleiben, „bis das neue Gesetz kommt"; daß soundsoviele nützliche Vorschläge mit der bequemen bureaukratischen Floskel erledigt wer-den: „Bei der ohnehiil im Zuge befindlichen Reftrm der XX-Gesetzgebung wird auch auf diese Anträge thunlichst Rücksicht genonlmen werden." ^ ^ . Die bisherige Praxis bei der gesetzgeberischen Reform auf diesem Gebiete scheint dieses wichtige Moment gäilzlich zu übersehen. Es werden derlei Reformen stets schon lange Zeit, ehe man wirklich daran geht, sie durchzuführen. mitunter sogar mit einem kleinen Anfluge von Reklame öffentlich angekündigt. Dann hört man Monate oder selbst Jahre lang gar nichts mehr davon, bis plötzlich in einer befreundeten Zeitung die Notiz auftaucht: „Hofrath N. N. ist mit dem Entwürfe des neuen XX-Gefetzes be« fchäftigt." Ist diese Notiz glücklich durch alle Zeitungen gelaufen, fo hört man wieder erst recht gar nichts mehr über , die Sache, und endlich wird ganz unverhofft an die Handels- und Gewerbekammern die Aufforderung gerichtet, sich über, den neuen Gesetzentwurf baldigst zu äußern. Darauf verfließen wieder Monate, bis aus der ganzen Monarchie, von Ezernowitz bis hinab zur Boche di Cataro, die Gutachten eingelaufen sind. — Ulld dann — nun dann ist inzwischen eine Ministerkrise eingetreten und alle legislativen Arbeiten müssen liegen bleiben, oder ein neuer Referent mißbilligt die Prinzipien seines Vorgängers und fängt die ganze Arbeit wieder von vorne an. Was wir also im Interesse der Industrie und des Handels wünschen, das ist, daß, unbeschadet der Grilndlichkeit und Reife der Arbeit, jede Reform der volkswirthschaftlichen Gesetzgebung immer in einem Zuge durchgeführt werde. Die Principien derselben milssell vollkommen festgestellt, der Gesetzentwurf muß voll-ständig ausgearbeitet fein, ehe man mit der ganzen Angelegenheit vor die Oeffentlichkeit tritt. Sobald die kompetenten Kreise ihr Urtheil abgegeben haben und dieses gehörig berücksichtigt worden ist, müssen dann alle weiteren Schritte ohne Verzug gethan werden, dalnit der Entwurf zum Gesetze erhoben und jedes schädliche Jnterinl inöglichst vermieden werde. Wo Millionen auf dem Spiele flehen, ist jede Stunde tausend Gulden werth. Zur Geschichte des Tajies. Der parlamentarifche Anstand ist wieder fchwer verletzt worden und zwar diesmal im Landtage von Dalmatien. Die slavi-schen Mitglieder dieses Landtages haben erklärt, nur unter dem Vorsitz eines Anderen die Ver-handlllngen wieder aufnehmen zu wollen. Den: bisherigen Präsidenten —- Ljubisa — wird vorgeworfen, er habe aus den dalmatinischen Eisenbahnen ullerlaubten Nutzen gezogen un^ seine politische Laufbahn habe auch noch andere verwerfliche Handlungen aufzuweisen. Nach wild-, stürmischem Auftritt wurde die Sitzung geschlossen. Die ungarifchen Minister zeigen nach den letzten Verhandlungen über die Bankfrage ein fo freudiges Gesicht, als hätten sie ein bestimmtes Ergebniß fchon erzielt. Möge nur die Nachricht sich erwahren, daß gerade in Betreff des wichtigsten Punktes — Zwangskurs der llngarifchen Banknoten — die österreichische Regierung noch kein Zugeständniß gelnacht. Der militärische Geist darf sich einer neuen Offenbarung rühinen. Von Rußland wird eine gänzliche Umwälzung der Angriffsmethode geplant, bei welcher Infanterie und Kavallerie gemeinschaftttch zur Wirkung gelangen. Das bezügliche System liegt bereits ausgearbeitet vor. Vernuschte Rachrichteii. (Regier« ngswirthschaft in Ja-p a n.) Zu den vielen Verfuchen, welche Japan geinacht, europäifche Einrichtungen bei sich einzuführen, gehört auch der vor zwei Jahren unternommene Argonautenzug nach Formosa, um den Chinesen eine heilsame Lehre zu geben. I e lt i t r e t o n. Die jchwtrstt Schuld. Bon dem Verfasser der neuen deiltscheil Zeitbilder. (Fortse^ttng.) „So wird es in der That sein." „Gleichviel." „Sie wollen den Obersten herausfordern, Herr von Aschersleben?" „Ich habe als Tänzer el'en so viel Recht, wie der Oberst." „Das heißt?" „?as heißt: Ich werde sie auffordern, wie er that. Sie wird nur den Tanz abschlagen. Was ist dann meine Sache? Und die Jl)rige, wenn Sie ferner mit mir halten wollen V't „Sie wollen die Dame also nicht l'e-schimpfen?" „Es bedarf dessen jetzt nicht nlehr." „Wohlan!" „Zum nächsten Tanz also!" Sie wollten auseinander gehen. Ein vierter Offizier kam auf sie zu. Er war soeben in den Saal getreten. Es war eiil Sldjntant des Regiments. Er trug das Abzeichen des Dienstes. Er wandte sich an die beidei^ Franzosen. „Herr von Bonrquin und Herr von Morel, Sie sind auf niorgen früh nni neun Uhr zunl Kriegsgericht kommandirt." „Zmn Standrecht? Was wäre vorgefallen? „Ein entwichener Galeerensträfling ist hier eingefangen." „Und über ihn sollen wir zn Gericht sitzen?" „Es ist ein ehemaliger prenßischer Offizier, der gefangen genonlmen und zn lebenswieriger Galeerenstrafe verurtheilt war. Vor vierzehn Tagen war er ans denl Bagno ent»vichen. Er war an der ganzen Grenze signalisirt. Von Paris war der Befehl gekonunen, ihn sofort, wenll er ergrffen sei, vor ein Kriegsgericht zn stellen und zum Erschießen zu vernrtheilen. Er ist heute Abend ergriffen. Morgen friih wird das Kriegsgericht zusanimentreten." ^Mit dem Befehle, ihn zllm Tode zn ver-urtheilen?" „Bis lnorgen Mittag nlllß das Urtheil vollzogen sein. So lautet der Befehl." „Sehr wohl." „Und ich bin zu der Sitzung des Gerichtes nicht koinmandirt?" fragte der Herr von Aschersleben. „Nein, mein Herr," sagte der Adjutant. Altch er mußte den Mann mit Verachtung ansehen. Der Renegat sah es nicht. „Ach," sagte er, da beginnnt ein neuer Tanz. Werden Sie bereit sein?" „Wir werden bereit sein," sagten die Herren von Morel und von Bonrquin. Der Adjutant hatte sich wieder entfernt. Elvire Krajewska saß noch auf demselben Platze, zn dem nach ihrem Eintreten der Adjutant sie geführt und nach deni Tanze der Oberst sie zurückgeführt hatte — zwischen Damen, die sie wenig oder gar nicht kannte. Sie hatte sich ein-sylbig mit ihnen unterhalten. Ihre Aufnierk-famkeit war auf ihren Vater und auf Rhoden gerichtet, und auf die drei Offiziere, die zusammengestanden llnd angelegentüch mit einander geredet hatten. Die Blicke der Drei waren manchmal verstohlen auf sie gerichtet gewesen; man sprach also jedenfalls von ihr. Es waren keine freundlichen Blicke gewesen. Was sollte ihr auch aus jenem Kreise Gutes oder Wohlwollelides kommen? Besonders von dem deutschen Verräther! Sie wahrte um so sorgsamer und ängstlicher mit ihren Augen den Vater und den Geliebten — denn ihr war Rohden der Geliebte ihres Herzens. Für den Vater hatte sie eine besondere Sorge. Sein plötzlicher hastiger Entschluß, z»» Der Feldzug endete bekanntlich zu gegenseitiger Zufriedenheit, ohne daß e» dabei überall zu Blutvergießen oder Pulververschwendung gekom-men war. Da die japanische Marine nicht au»' reichte, um alle» Kriegsmaterial zu transporti-ren, so wurden — wie dies auch bei den West-nlächten vorkommt ^ Privatdampfer gekauft oder gemiethet. Nach dem Friedensschlüsse bleiben nun der Regierung eine Menge solcher Fahrzeuge übrig, für die sie keine Verwendung hat, und da ist sie denn auf den — in Europa jedenfalls ungewöhnlichen — Gedanken gekom« men, diese Dampfer, 13 an der Zahl, einer Privat'Dampfschiffgesellschast. der einzigen die in Japan existirt, zum Geschenk zu machen. Um den Küstenhandel — vielleicht auch den ausländischen Handel — zu beleben, hat die Regierung früher schon diese Gesellschaft mit Geldzufchüssen unterstützt, durch die Uebergabe jener 13 Schiffe aber an eine aktive Gesellschaft erreicht sie den doppelten Zweck, einmal die Schiffe in Fahrt zu erhalten, und dann sich selber die Kosten zu ersparen, um die Schiffe ordonnanzmäßig im Hafen verderben zu lassen. Vielleicht ließe sich für uns etwas aus diesem Vorgange lernen, jedenfalls wird man schwer» lich je von einer direkten Expedition von Trieft nach Japan etwas zu hören bekommen, wenn nicht die Regierung zu dem Zwecke ein Schiff »ur Verfügung stellte, was dem Schiffe und der Mannschaft nur zum Vortheil gereichen würde. (Siechenhaus für Dienstbote n.) Das ^Gefindehospital" in Berlin entfaltet eine segensreiche Wirksamkeit. Der Zweck desselben und des Fonds, auf dem es beruht, geht dahin, den Personen des Berliner Äesindestandes, welche in redlicher Pflichterfüllung durch hohes Alter, zerrüttete Gesundheit, außerordentliche Dienstleistungen oder unverschuldete Unglücksfälle dienstunfähig geworden, für ihre übrigen Lebenstage die Aussicht auf eine forgenfreie Existenz zu eröffnen. Die Betreffenden erhalten die Unterstützungen jedoch nur dann, wenn sie 1. falls die Dienstunfäl)igkeit durch hohes Alter herbeigeführt worden, bei einem Alter von 60 Jahren die letzten 10 Jahre, bei einem Alter von 55 Jahren die letzten 1ö Jahre und bei einem Alter von 50 Jahren die letzten 20 Jahre lang ununterbrochen in Berlin und deffen en-aerm Polizeibezirke gedient, oder 2. durch außerordentliche Dienstleistungen, als Rettung ihrer Herrschaft aus Feuer- oder Waffergefahr, Ver-theidigung derselben gegen gewaltsame Angriffe, aufmerksame und treue Pflege und Wartung dem Balle zu gehen, hatte sie stutzig gemacht. Er war dann in einer fortdauernden, oft zer-streuten und oft wieder tief ängstlichen, scheuen Unruhe geblieben. Dabei war er stumnl, verschlossen. Die Worte, die er gesprochen, hatten nur zur Eile getrieben. Er hatte etwas vor. Es mußte wichtig, entscheidend, gefährlich sein. Sie suchte vergebens zu errathen, was es sein könne. Aus dem Balle hatte er sich zusammengenommen, aber sogleich, nachdem er gesehen, wie der Oberst mit wohlwolleilder, fast ehrerbietiger Höflichkeit seine Tochter zuln Tanze führte, hatte er den Saal verlaffen. Er war still fortgegangen, wie um nicht bemerkt zu werden, und wie in der Meinung, als werde er nicht bemerkt. Elvire hatte ihn wohl gesehen. Sie durfte ihr inneres Erbeben nicht verrathen. Der Tanz war zu Ende. Der Oberst hatte sie zu ihrem Platze zurückgeführt. Sie winkte mit den Augen Rohden zu sich. „Mein Vater ist fortgegangen." „Ich habe eS gleichfalls gesehen." „Sie wissen nicht, wohin?" „Ich suche es vergebens zu errathen." „Er hat etwas vor." „Es schien so." „Etwas Unglückliches " „Fürchte,: wir nicht gleich Schlimmes." „Melanie! Sie war mir lange die Kassan- in ansteckenden und langwierigen Krankheiten unheilbare Uebel sich zugezogen. Das Kapitalvermögen beträgt gegenwärtig 164.400 Mark. Die Verleihung der Stellen geschieht durch eine besondere städtische Deputation, welcher der das Gesinde beaufsichtigende Polizei-Beamte als ständige» Mitglied angehört. (Verhandlungen mit Jtalie n.) Der „Politik" schreibt man über diesen Gegenstand: „Bekanntlich werden die Verhandlungen mit Italien wegen des Zoll-, Handels- und Schifffahrtsvertrages bis Ende Juni zu Ende geführt, sodann der verfassungsmäßigen Behandlung in beiden Parlamenten unterbreitet. Nun mache ich Sie darauf aufmerksain, daß dabei im cisleithanischen Parlament dieselbe Szene ausgesührt werden wird, «ie unlängst mit dem rumänischen Vertrage. Es ist dies aber auch ganz erklärlich und für jeden denkenden Politiker vorauszusehen. Eommendatore de Luz-zati und die ihm beigegebenen Räthe des Handelsamtes vertreten Italien; die SektionSräthe Merfort (Finanz), Matlekovic (Handel), Andre-anszky (politisches Ressort) vertreten Ungarn; Hofrath v. Schwege! vertritt das Ministerium des Aeußern und nebstbei als Plenipotentiär auch das österreichische Handelsministerium. Die drei ungarischen Vertreter kontroliren Punkt um Punkt die Verhandlungen und bringen die im Interesse ihrer Heimat liegenden Amendements und Modifikationen bei. Oesterreichischerseits kolltrolirt sich Hofrath Schwege! selbst. Allen Respekt vor dem Charakter des Herrn Hofra-thes, der, wie ich weiß, durchaus rein ist, es wird aber doch Niemand voraussetzen, daß er nicht die Intentionen seines direkten Ches» zur Geltung bringt. Graf Andrassy kann seine nationalen Sympathien nicht abstreifen und schwebt ihm unwillkürlich das Interesse feines engern Vaterlandes vor Augen, das Gleiche ist bei den drei ungarischen Delegilten der Fall, und so ist Hofrath Schwege! als Oesterreicher in der Minorität. Niemand kann es begreifen, warum nicht auch die cisleithanische Regierung ebenso-viele Fachreferenten abdelegirte wie Ungarn. Der Vertrag wird also Ende Juni eine vollendete Thatsache. Im ungarischen Reichstag ist ihm die Majorität gesichert, denn dort thut die Regierung nichts ohne das Parlament, und wird der Vertrag auch die transleithanischen Wünsche zum Ausdrucke bringen. Im Herbste kann dann der Vertrag hier vermittelst einiger Kabinetsfragen durchgebracht werden und die 47 Botanten von der „Rechten" des Hauses haben wieder Gelegenheit, eine Kabinetsrettung dra, der ich nicht glauben wollte. H.:ute drückt mich jedes ihrer Worte zentnerschwer." „Verlieren sie nicht Ihren Muth, Elvire. Ich werde nachsehen, wohin Ihr Vater gegangen ist." Ne mußte von neuem erbeben. ^Allch Lie wollen nttch verlassen?" schwebte es ihr auf den Lippen Sie drängte die Worte zilrück. Sie hätte Mittheilung über die heimliche Uilterhal» tung und die feindlichen Blicke der drei Offiziere machen müssen, und sie wollte den Ge» liebten ohne Noth weder aufregen, noch beunruhigen. „Bleiben Sie nicht zu lange aus," bat sie ihn. Er ging und kanl nach kurzer Zeit zurück. Er hatte keine Nachricht. Niemand hatte den Greis gesehen. Er war un^ so besorgter. Auch Elvire wurde es. „Aber," ermahnte er, „lassen Sie uns keine Unruhe zeigen. Sie würde die Abwesenheit Ihres Vater« auch den Andern auffallend machen, und er wollte sich unbemerkt entferilen." Er trat von der jungen Dame zurück. Sie sollte nicht lange mehr grübeln können, was ihr Vater vorhaben, was ihn betroffen haben möge. „Melanie!" hatte sie gesagt, „sie ist mir heute keine Kassandra mehr, der ich nicht glau- auszuführen, wofür ihnen dann drei Tage später Dr. Unt^er in liebenswürdigster Weise dantt." (Zollbewegung in Ungarn.) Unter den Körperschaften in Ungarn, welche sich mit der Frage befassen: ob die österreichisch-ungarische Zolleinheit aufrechtzuerhalten sei oder nicht, befindet sich auch der Landwirthschastliche Landesverein. Seitens desselben liegt eine vom Grasen Melchior Lonyay unterzeichnete Kundgebung vor, in welcher vor Allem hervorgehoben wird, daß es gegenwärtig für die staatlichen, finanziellen und volkswirthschaftlichen Interessen und sür die Hebung des Wohlstandes in Ungarn keine wichtigere Frage gebe als die Zollsrage. In Bezug auf vieselbe wird nun ausgesprochen: „GS möge das gemeinsame Zollgebiet dann aufrechterhalten bleiben, wenn bei demselben die Interessen Ungarns in volkswirth-schastlicher und finanzieller Beziehung vollständig gesichert werden; falls dies nicht erreichbar wäre, müßte die Errichtung de» besondern Zsll-gebietes angestrebt werden." Die Bedingungen, unter denen der Landesverein in di« Beibehaltung des gemeinsamen Zollgebiete»'zu willigen geneigt ist, werden in einer Denkschrist auSein-andergefedt und lassen sich kurz in Folgendem zusammenfassen: !. Ungarn muß hinsichtlich der Feststellung aller indirekten Steuern da» freie Verfügungsrecht erhalten; 2. die Berzehrungs-steuer für die einer folchen unterliegenden und in Ungarn konsumirten Gegenstände muß der ungarischen Staatskasse zufließen; 3. die Handelspolitik gegenüber dem Auslande muß dem Prinzipe des Freihandel» entsprechen; 4 sollte da» Schutzzoll^System ..auch ferner aufrechterhalten werden", fo muß der Betrag, um welchen Ungarn die österreichischen Fabrikate theurer bezahlt — an Ungarn ersetzt werden (!); 5. Errichtung der ungarischen Zettelbank. Sonst weiter verlangen die Herren nicht»; z. B. an eine Mehrleistung Ungarn» zu den gemeinsamen Ausgaben über die bisherigen 30 Perzent denken sie nicht! (Sparkassen und Schulhäuser.) Die Sparkassen von Judenburg, Leoben, Bruck, Mürzzuschlag, Knittelfeld, Hartberg, Fürstenfeld, Graz VBezirk), Gleisdorf, Graz i^Stadt), Leibnitz, Weitz, Eibiswald, Arnfels, Kirchbach, Marburg, Windisch-Feistritz und Graz (steiermärk.) haben für Schulhausbauten an 77 Lchulgemein-den bisher Darlehen im Gesammtbetrage von 440.145 fl. gegeben. ben wollte." Und sie hatte an da» Unglück geglaubt. E» nahete sich ihr. Der deutsche Edelmann in der Uniform des sranzösischen Offiziers schritt auf sie zu. Sie sah ihn kommen. Äe konnte sich auch nicht darüber täuschen, daß er mit eiilem bösen Vorsatze zu ihr kam. Gr zeigte eine sübe Freul^d-lichkeit. Sie hatte vorher die feindlichen Blicke gesehen und mar auf Alles gefaßt. Sie hatte sich gegen Alles mit ihrer klarsten Ruhe bewaffnet. „Mein Fräulein, dürfte ich Sie unter-thäuig um diesen Tanz bitten?" „Mein Herr, ich danke Ihnen. Ich werde heute nicht mehr tanzen." „Aber Sie tanzten schon, mein Fräulein." „Darum sagte ich, daß ich nicht mehr ta»lzen würde." „Und aus welchem Grunde würden Sie nicht^nehr tanzen? Mne leise Röthe des Zorns stieg doch in ihr Gesicht. „Mein Herr, ich würde als Herr mich nicht berechtigt glauben, eine Dame so zu drängen." (Aortsetzung folgt.) ZNarburger Berichte. (Weinbau schu le.) Der Jahresbericht über die Weinbauschule ist nun gedruckt er-schienen. Die Anstalt war — 1. März 1375 bis 1. März 1876 — von 28 Schülern und Praktikanten besucht, darunter 25 Stipendisten und 3 Zahlzöglinge. Die ausgetretenen zehn Schüler kehrten theils auf ihren elterlichen Grundbesitz zurück, um dort ihre Wissenschaft und ihre Erfahrungen zu verwerthen; theils wurden sie als Schaffner, Rebmänner oder Gärtner angestellt. Am Lehrerkurse über Obst-bau, Weinbau und Kellerwirthschaft (2. bis 23. August) betheiligten sich lb Steiermärker unt> 7 Krailler. Diese Herren zeigten ein großes Interesse an den Lehrfächern, Fleiß und Auf-merksamkeit bei den Vorträgen und Demonstrationen und dürften in der allerdings kurzen Zeit eine recht schätzbare Anregung und An» leitung zu weiteren Studiei: auf diesem Gebiete der Landwirthschast enipfange»^ haben. Da die Lehrgegenstände sehr kurz behandelt werden mußten, so wurden den Theilnehmern für die Hauptfächer noch Lehrbücher in die Hand gegeben, aus welchen sie sich die nöthigen Erklärungen und Einzelheiten durch Privatstudium aneignen konnten. Die Hospitantenkurse über Kellerwirthschast (13. bis 18. Dezember, 10. bis Ib. Jänner) wurden von 38 Herren aus Marburg, Graz. Pichelsdorf, Haus am Bacher, RadkerSvurg, Luttenberg, Spielfeld, Gonobitz, Andritz, Kötsch, Deutsch-Feistritz, Tüffer, Pöß-Nitz, Weitenstein, St. Georgen in W.-B., Kreuz in Kroatien und Speyer in der Rheinpfalz besucht; dieselben umfaßten in Kürze die Theorie und Praxis der Weinbereitung und Kellerwirth-schaft von der Traubenlese angefangen bis zur Behandlung des fertigen Weines im Keller, Kelterungs- und Kellergeräthe, Bestandtheile des Mostes, Gährung, Bestandtheile des Weines, Abziehen, Auffüllen, Kellereinrichtung, Krankheiten der Weine, Trebernwein, Verwerthung der Rückstände bei der Weinbereitung, Beur-theilung der Weine, Weinhandel und Topographie des Weines. Zugleich fanden sechs prak» tische Demonstrationen statt, wurden die Keller, Kellereigeräthe und Einrichtungen der Schule besichtigt, Weinkosten vorgenommen, die Kellereien des Herrn A von Kriehuber und der Schraml'schen Weinhandlung besucht. Am Winzerkurse (14. bis 26. Februar 1876) nahmen zwanzig Winzer theil — aus den Rieden von Kerschbach, Kartschowin, Pößnitz, St. Peter, Haus am Bacher, Radisell, Gams, Roßbach, Melling, Spielfeld, Hoch-Sausal, Windisch-Feistritz, Pulsgau, Frauheim. Dreißig Bewerber mußten auf den nächsten Kurs vertröstet werden. Die Weinbauschule erfreute sich auch in diesem Jahre vieler Besuche von Korporationen und Privaten aus der Steiermark, aus den übrigen Ländern Oesterreichs und aus den Nachbarstaaten. Der Wanderlehrer Herr Kal-mann hielt im Noveinber ui,d Dezember in Leibnitz, Rann und St. Gallei: — im Jänner ul Pöltschach und Spielfeld Vorträge über Obstbau, Weinbau und Kellerwirthschaft. Bei Gelegenheit der Lehrerversaminlung aus den Bezirken Marburg, Windisch-Feistritz und Lt. Leonhardt sprach der Direktor Herr H. Göthe über die Bedeutung und Einrichtung der Schulgärten. Den Schulgärten zu Hartberg, Steuhaus, Fraicheim, Mureck, St. Gallen, Pijltschach/ Haidin . . ., der hiesigen Lehrerbildungsanstalt wurden Edelreiser und Obstwildlinge gespendet. Die Untersuchung verdächtig scheinender Wein-Mteil und Reben ergab, daß alle von der Wurzellaus frei waren. Aus der Steiermark und den Nachbarländern wurden zahlreich Obst-und Traubensorten behufs richtiger Bestimmung des Namens gesandt. Am I. Jänner 1876 ward eine meteorologische Beobachtungsstatton als Filiale der k. k. Centralanstalt für Meteorologie und Erdmag. netiümus in Wien eröffnet. Das Tagebuch weist 6bl amtliche Geschästsstttcke nach; die Korrespondenz mit Privaten, betreffend Ansra-gen über Kulturen, Obst- und Traubensorten, Untersuchungen kranker Weine, Pslanzen, Un« terbringung austretender Zöglinge, Verkauf und Abgabe der Anstaltsprodukte beläuft sich auf das.Doppelte dieser Zahl. Die Direktion veranstaltete eine Sanlmlung aller im Lande vorkommenden Weinbergs-Böden. Die permanente Ausstellung von Geräthen und Modellen wurde bedeutend vergrößert. Die Einnahmen beliefen sich auf 9125 fl. Darunter 5003 fl. Wirthfchaftserträgniß, 2000 fl. mehrmals 1874, 4115 fl. Unterrichtsgeld und Kostgeld, welches im Vorjahre nur 2960 fl. betrug. Die Aus« gaben erreichten die Höhe von 22.783 fl., darunter: Besoldungen 4186, Löhnungen 2700 fl., Unterrichtserforderniß 1154, Unterhalt der Zöglinge 3819 sl., Inventar 1497 fl., Kulturauslagen 3067 fl., außerordentliche Ausgaben für Erhöhung des Grundwerthes 5043 fl. (Vermißt.) Joseph Kretschmar, Kesselschmied in den WerkstätteR der Südbahn, hatte am 26. Februar 10 Uhr Nachts das Wei-zel'sche Kaffeehaus verlassen, um nach Hause zu gehen und wird seit dieser Zeit vermißt. (Zur LandtagSwahl im Wahlbezirke Marburg-Landgemeinden.) Der Sonderausschuß des Landtages beantragt, die Wahl des Herrn Dr. Radey zu bestätigen (Nachträgliches zur Reichsraths-Wahl.) Gestern Nachmittag fand beim hiesigen Bezirksgerichte die Schlußverhandlnng in Sachen des Herrn Max Baron Rast gegen Herrn Ferdinand Auchmann, Champagner-Fab-rikant in Marburg, betreffend Ehrenbeleidigung, statt. Der Angeklagte, vertheidigt durch Herrn Dr. Holzinger, wurde kostenlos freigesprochen. (Aus ^er G em e i n d e st u b e.) Mor-g-n 3 Uhr Nachmittag findet eine Sitzung des Gemeinderathes statt; zur Verhandlung kommen: Ansuchen des Landesschulrathes um Aufklärung wegen Verrechnung der Aufnahmstaxen an der k. k. Oberrealschule — Protokoll mit den Herren Johann Flucher und Johann Nendl, betreffend Uebernahme der Räumung der F ökalmassen und Kehren der öffentlichen Plätze — Gesuch des Herrn Johann Flucher um pachtweise Ueberlas-sung der städtischen Realität in Unter-Pobersch zur Benützung als Sturzplatz — Erklärung des Herrn Johann Flucher, deil Mehrungsunrath bis 1. Oktober 1876 ausführen zu wollen — Gesuch des Herrn Anton Dolenz un» die Genehmigung des mit Frau Theresia Stramlitsch abgeschlossenen Vertrages wegen Ueberlassung des iln Rathhause gepachteten Verkaufsgeivölbes — Vorschlag wegen Besetzung der Jnspektorsstelle für die städtische Sicherheitswache. — Gesuch des Amtsdieners Jol)a NN Godetz um eine Geld' aushilfe — Vertrag mit Herrn Joh. Kotzbeck wegen Abtretung eines Grundtheiles zur Stra-ßenerweiterung im Stadtgraben — Ansuchen des Herrn Dr. Lorenz Modriiljak ilm einen sechswöchentlichen Urlaub aus Anlaß seiner Ein. berufung zu den Schwurgerichts-Verhandlungen — Ansuchen des Landesschulrathes, betreffend Herstellung von geeigneten Turnlokalitäten für die k. k. Oberrealschule. (Männer-Gesangverein.) Das Kon« zert dieses Vereins, welches Montag den 20. März stattfindet, wird nur für die Mitglieder gegeben, deren Anzahl (515) allein schon den Kasil»osaal sllllen dürste. Der Vereiil hat deß« wegen beschlossen, dieses Konzert Dienstag den 21. März im Theater zu wieberholen, und allen Freunden der Musik und des Gesanges die erwünschte Gelegenheit des Besnches zu bieten. (Vom heimischen Regiment.) Das Infanterieregiment Härtung, welches gegenwärtig seilte Standorte zi» Klagenfurt uild Villach hat, soll im April oder Anfangs Mai nach Trient verlegt werden. Theater ^ Freitag den 10. März. „Durchgegangene Weil,er", Posse von Verla. Unsere lieb- liche Gastin Fräulein Henriette Wieser vom k. k. priv. Theater an der Wien war als „Nani" das Ergötzen des Hauses. Aber wie schön hat sie auch gespielt, das ist ja über allen Ausdruck. Als urwüchsiges Linzer-Kind wie natürlich! Die ganze körperliche Haltllng, welch' artiges Hand- und Fingerspiel. Wir sahen ein markiges Genrebildchen anspruchslos in den Nahmen gestellt, daran Jedermann seine Freude haben mußte. Um die übrige Darstellung haben unsere gediegene Komiker Lignory undKöß-l e r, dieser als „Peter Heidenreich", jener als „Weigel" sich ein achtungswerthes Verdienst erworben. Sie blieben jedoch unbelohnt, denn der allgemeine Antheil und seltene Enthusiasmus des Publikums war ausschließlich dem Frl. Wieser zugewendet. Samstag den 11. März. „Blaubart", Operette von Offenbach. Frl. Wieser als „Boulotte" legte abermals eine schöne Probe ihres Talentes ab, zeigte sich uns als wahrhaft dramatische Sängerin. Wie sie in dieser Hin» sicht den Gesang dramatisirt und unserer Phantasie eine charakteristische Idee verschafft zu dem was sie fingt, dürfte in solchem Grade nicht bald einer Operettensängerin gelingen. Sie regt mit ihrer zugleich schönen Stimme Geist und Gefühl an und dieses ist die Wirkung wahrer Kunst. Wir hätten nur gewünscht, daß sie sich an einem besseren Stoffe übe, als an der flachen Blaubart-Musik Offenbachs. Von den übrigen Mitspielenden verdienen die Herren Ich-heiser und Köhler als „Graf Oskar" und „König Bobsche" ausgezeichnete Erwähnung. Desgleichen sind wir genöthigt die Leistung des Herrn Telle als „Blaubart" besonders anzumerken, aber bloß deßhalb, um ihm den strengsten Tadel zuzumessen. Es sei hier von seinem schauspielerischen Unvermögen nicht die Rede, nur der Unfleiß des Sängers soll gerügt werden. Herr Telle studirt absolut nichts utid scheint der Meinung, daß die ungefüge und ge« schmacklose Entfaltung seines allerdings tüchtigen Materials uns die Ohren blende. Wir aber finden sein taktloses in die höchsten Töne gepreßtes Ultra-Tenor^Geschrei durchaus unschön llnd ersuchen ihn dringend, uns mehr Musik und weniger Stimme vernehmen zu lassen. Es ist ein Glück, daß Frl. Wieser das Gefühl der Zuschauer auf das angenehmste bewegte, sonst hätten dieselben vor dem Gesang des Herrn Telle eine allgemeine Flucht ergreifen müssen. Sonntag den 12. März. Den Anfang des Abends machte ein trefflicher Schwank: „Er will nicht sterbe n" von F. Stix. Darin zeigte sich Herr Köhler (Willig) als ein äußerst gewandter Schauspieler, der die Echatlirungen feiner Komik wohl zu berechnen weiß. Frl. Wilhelmi als „Emilie" spielte so wie wir sie alle kennen. Hierauf gal.i nian Osftnbachs Operette „Flenrett e". Dieselbe, für uns eine Novität, dürfte aus des Wieifterö bester Zeit stammen. Es ist eine äußerst flüssige, prickelnde Atnsit darin, welche das Ohr ai^genehnl kitzelt, bis in das Vorzinnner des Herzens dringt. Frl. Wies er nahin dieselbe nlit echt französischer Leichtigkeit. So spielend, wie Frl. Wies er es gethan und nicht anders muß französische Musik gesungen werden. Schnell, leicht und glänzend, wie Seifenblasen stiegen ihr die Töne ans der Brust. Herr Ich heiser niit geschniackvollem Gesangs, Herr Lignory dnrch etwas derb geartete Komik, das Orchester nnt beweglichem Spiele» vervollständigten die anberordentlich günstige Wirkung der Operette. Das Puliliüim war enthusiaSmirt und erntete Frl. Wies er Beifallsstürme, wie wir sie sonst nie,nals zu hören bekommen. Unser Gast, die k. k. Hosschauspielerin Frau Mathes-Röckel verabschiedet sich heute als „Jsabella Orsini" in deni gleichnaini« gen Dranm von Mosenthal. Ihre Vorzüge siitd gewürdigt, so daß wir es nicht nöthig l,aben, die ohnehin gewiß allgemeine Theilnahme besonders zu erwecken. Morgen den 16. d. M. hat die Schauspielerin Frau Tscharnski ihren Benefize-Abend. Zur Aufftthrun^j gelangt als Novität „Das Kapital" von Frankenhof, ein uns bekanntes gehaltvolles Schauspiel, welches einem trefflichen Romane nachgearbeitet, sich durch knappe Sprache und markige Charakteristik vor-theilhaft auszeichnet. Das Gastspiel des Herrn Emil Schönfeld vom Stadttheater in Wien ist six. Wir derichten im nächsten Blatte diesfalls eingehend. Letzte Vost. Eine zahlreiche Wählerverfammlung in Neicheoberfl hat der Minderheit deS Ab geordttetenhaufeS für die Aliftimmung über den Handelsvertrag mit Rumänien de» vvll-sten Dank ausgesprochen. Der KriegShafen von Pola soll neue Befestigung erhalten. Die ungarische Regierung will beantra-qen, die BerjehrungSsteuer in beiden RrichS-Hälften zu einer gemeinsamen Einnahmepoft zu erklären. Hvspitailteucurs für Höst» und Weinöau an der Landes-Obst' und Weinbau-schule bei Marbnrg vom !Z7. Miirz bis 8. April 1876. An demselben kölinrn 20 Steiermarter theil' nehmen, welche über 18 Jahre alt sein müssen und die nöthlge Vorbildung zum Verstälidniß der Vortrüge besitzen. Der Unterricht, lvclcher Vormittags von 10 bis 12 Uhr im li^chulsaale der Weinbauschule stattfindet und die Obst- und Weinkultur bc-handeln wird, sowie die nn den Nachmittagen abzuhaltenden Demonstrationen über diese Kulturzweige, ivelden vonl Fachle!)rer H. Kalmann ertheilt. Die Aufnahme geschieht bis zum 20. März über mündliche oder schriftliche Meldung bri der Direktion der Weinbauschule. Marburg am 2. März 1876. Die Direktion der Laiides-Obst- u. Weiballschule. Goethe. (236 clitZ K0 iialUrsietiL östksilißuuA an cism ties verstordenen HöNN lioll 8l>xsu tlou I^ödl-KÜ!'- psrn titzs tc. Ii. äei' k. iiuä 1?. lZom vaolcczreu sovviL »IIsn xoii IZeiren, vvolcl^o äsm VLiIiIiet^oosn (Iis itirer IjvAlöituu^ ei'v^ieseu, äeu vordinä-liotisteii Onvic 3t 71 I> ^ LH ^ÜLN .lenvn, vvelt'Ile ttie voikwrtxzno I'nlu kc> sinlili'eie!' iiur let;?-tvi» ^rstttiteu «ton wiuiii- sten Dm>I< ^Illi'7. t87l). Mr Alpettfrettttöe? Diejenigen I'. Herren und Dainen, lvelche sich fiir das Projekt der Gründung einer Sektiotl Marbll r g des deutschen n. österreichischen Alpe llver eins interessiren, lverden eingeladen, sich bel)nfs diessülliger näherer Besprechung ani »H. d. M. Abends 3 Uhr im Casino-Speisesaale eiirzufinden. 313 Mrhrtre Mitglieder des d. n. ö. ___Alpeinttttins. Schichwaarm- ^«lsvvrltsiitk VurgplaH Nr. 2, Marburg. Ich mache hiemit die Anzeige, daß ich zu bedeutend herabgefetzten Preisen Schuhwaaren für Herren, Damen und Kinder, von der Fabrik 311 ^nton Kloinsvkustvi', ÜOafdurg ausverkaufe. Um zahlreichen Zuspruch bittet Achtungsvoll chss. SvlLel«. irs. Keftellungtk nach Maß verdell ailgeliommen. Grulld-Verpachtung. Ein neben der hiesigen evangelischen Kirche befindlicher, nach drei Seiten freigelegener und bisher von einem Baumeister benüM Grund im Ausmaße von eirka 1200 Qkl. lvird vom 1. Mai d. I. an wieder verpachtet. Nähere Auskünfte ertheilen HerrD. Hart mann, Rkali-tätenbesitzer (Kärntnerftraße Nr. 210) und Herr W. Geuppert, Kaufmann (Herrengafse Nr. 136).__(319 Vwe der schönsten lvekonomien der Umgebung Marburg, ganz arrondirt, eine halbe Stunde von Marburg, unmittelbar zu beiden Seiten der Wien-Triester Landstraße, sehr reizend gelegetl, mit einem Komplexe von über 40 Joch gut kultivirten und fruchlbaren Kultur-Gattungen nebst schönen Gebäuden — dann auch eirka 7 Joch sehr gut^ Fulter liefernde und fruchtbare Wiesen, 10 Minuten vom Bahnhofe Pöhnißhofen — sind sehr preiS'.vürdig und unter sehr günstigen Zahlungs'Bedingi'issen sogleich aus freier Hand zu Verkaufen. Näheres beiln „Sandwirth" 1. Stock Nr. 7 oder 11. (315 Allllk lNld Anempsehlllllg. Mit dcm wärmsten Dank filr daS Vertrauen, welches mir bisher vom geehrten Publikum zu Theil geworden, verbinde ich die Anzeige, daß ich vom 1ö. März angefangen in der Drau-gasse, und vom 16. d. M. an in der Konsumhalle (Kärntnerbahn) daS halbe Kilo gutes Ochsenfleisch mitkr. „ Kalbfleisch „ SO kr. „ Schlveinfleisch „ «« kr. ausfchrotte. Ich werde beml'lht sein, die geehrten Kunden aufs bestc und reellste zu bedienen. Matthäus Krainj, 314__Flcischcrmeister, Marburg. 320) Die Wäschereinigung slir die Kavalleriekas erne in der Magdalenavorstadt ist voin 1. April an zn vergeben. Näheres bei der Direktion der Marburger Esconlptebank. Amerikanischen verkallst «rndok' in'M a r b u r g, Draugasse 71. (321 SV Metzen Rieben und Samen Erdäpfel sind zll verkallsen bei in B runndorf. (312 Ein Keller auf 50 Startin ist ill der Schillerstraste Nr. 19-.^ nlit April zu veriniethen. (3i:i Allch sind daselbst nlehrere Fllhreir guter Pferdedünger zu vertallsen ^ernntw^rtKche Redattjyu, Dnick und A-?log van Sduard Ii^-schih in vtarbnro. Z.. 164. SöL Kundmachnng. Auf die St. Leonharder BezirkSstrahe I. Klasse, dann Jaringer, St. Jakober und Bahnhof Pößnitz Zufahrtsstraße II. Klasse kommen pro 1876 969 Kubikmeter (gleich 570 PriSmen a 54 Knbikschuh) Schotter beizustellen u. zw. auf St. Leonharder Bezirksstraße I. Klasse: LooS-Nr. Kubikmeter 1. Von der Kommerziatstraße in LeiterSberg bis zur Tasteigerhube . .'........- b1 2. Von dort bis zur Pößnitzbrücke nächst Schmied . 43 3. Von dort bis zum Gatschnigbach.....136 4 Von dort biS zur Pößnitzbrücke in St. Margarethen 35 5. Von dort bis zur Grenze von Lasach .... 77 6. Von dort bis Partin .........68 7. Von dort bis zur Johannessäule ..... 84 8. Von dort bis zur Ziegelhütte in Mutschen . . 34 9. Von dort bis zur St. Leonharder-BezirkSgrenze 84 10. Vom Wirth Brrnhard bis zur Pettauer-BezirkSgrenze S II Jaringer Bezirkestraße II. Klasse. 1. Vom Jaringer Wegweiser au der Leonharder Bezirksstraße bis Gornigberg - -.....17 2. Von dort bis zum Fiedler.......17 3. Vom Fiedler bis zur Sock'schen Hube .... 17 4. Von dort bis zum Werblatschfreuz.....b1 5. Von dort bis zur Gemeinde Walgen .... 84 6. Von dort bis zur Gemeinde Pollitschdorf ... 34 7. Von dort bis zur Kommerzialstraße nächst St. Sgidi 34 III. St. Jakober Bezirkrstraße II. Klasse. Looö v u. L. Vom Zentuerkreuz bis zur WolfSthaler Gemeindegrenze.......8t „ e. Von dort bis zunächst Schantl'schen Hause in Wolfsthal .........3b IV. Bahnhof PößniK Bezirksstraße II. Klasse. Von der Kommerzialstraße in Ranzenberg bis zum Bahnhofe Pößnitz...........2S Zur Sicherstellung dieser sämmtlicher Schotter» Verführung findet am IS. März 1876 Bormittag 10 Uhr im hiesigen BezirksvertretungS-Lokale eine Minuendo-Lizitation statt. Für die Straßen I, II und IV ist der Schotter auS den Marburger Schottergruben, für die Straße III auS dem Zentner'schen Stein-bruche io St. Jakob zu verführen. Die Lizitationsbedingnisse können in der hiesigen Amtskanzlei eingesehen werden. Bezirksausschuß Marburg. 3. März 1876. Der Obmann: Konrad Seidl. Gesucht ein Tischler sammt Werkzeug «. Hobelbanl. Anzufragen im Comptoir d. B. (277 Mehrere hundert Ttück Zklvrstrünvker 100 Stück in 10 schön blühenden Sorten 10 fl. 267) Ferner alle Gattungen R»»»S sind zu haben im ehemals Bancalarischen Garten, Josefistraße Nr. 3. MS drängt! Ks drängt! ^ tiisliebniiL! «les Zsteht nahe bevor. 28S! Z Illivmanl! vorsäumo Zdaher die günstige Gelegenheit sich noch« A^eineil Geniinn zu sichern, den man mit HilfeT -««der Spiel-Instruktionen des Prof. v. Vrlics,« ZIerlin KW., Wilhtlmftraße 127, sehr leichtS »^reichen kann, was ich aus Erfahrung der^ Wahrheit gemäß bezeugen kann. O Agram. I. Nakic. Dampf« «.Wannenbad in der Kärntner-Vorstadt täjzlich von 7 Uhr Früh bis 7 Uhr AbendS. 156 Alois Schmiederer.