Nr. 240. Freitag, 19. Oktober 190«. 125. Jahrgang. Mbacher Zeitung PrsnnmtratiouSprels: Mit Post Versendung: ganzjährig 8« K, halbjährig ib X, Im ttoiitor: ganzjährig ^ Die «Laibacher Zeitung» erscheint täglich, mit Uiisnahmc der Loim- und Feiertage, Die slbmlnlftrntion befindet »2 K, halbjährig 11 X. Für die Zustellung ins Haus ganzjährig 2 ll, — Insertionögebühr: Für lleinc Inserate ? sich Kongreßplah Älr, ll, die Mrdaltlou Dalmatiiigasse Nr, n>, Sprechstunde!! der Medallion v»» « bis 1<> Uhr vor» bi« zu 4 Zeilen 5« k, gröhere per Zeile 12 l>; bei öfteren Wiederholungen per Zeile 8 d. V mittng«, Unfranlierte «riefe werden nicht nngeiwmmc», Mauuslripte nicht zurückgestellt Amtlicher Teil. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 17. Oktober 1906 (Nr. 238) wurde die Weiterverbreitung folgender Preß. erzeugnisse verboten: Nr. 9963 vom 12, Otwber 1906. Nr. 70 «Novä 0in1»üiiia» vom 12. Oktober 1906._______ Richtamtttcher^eil. Graf Goluchowski. Der ungarische Ansturm mif die Position des Grafen Goluchowski beschäftigt honte einen Teil der Wiener Blätter. Die „Neue Freie Presse" erklärt, es könne für Österreich politisch wertvoll sein, wenn der Grundsatz staatsrechtlich sich durchringt, daß der Minister des Äußern das Vertrauen beider Delegationen haben müsse. Kein vernünftiger Mensch glanbe übrigens, daß Graf Goluchowski wirklich ein Feind Ungarns sei. Das Blatt behauptet, unsere Situation im Balkan und unser Verhältnis zu Italien hätten sich verschlechtert und fordert die Delegationen anf, zu untersuchen, ob den Minister des Äußern ein persönliches Verschulden in diesen Punkten treffe, oder nicht. Das „Neue Wiener Journal" meint, es wäre nicht zweckmäßig, wenn man dnrch ein Mißtrauensvotum gegen den Grafen Goluchowski in der ungarischen Delegation die Koalitionsregicrung, die als verantwortliche Redaktion die auswärtige Politik vor dem Parlamente zu vertreten hat, in Mitleidenschaft ziehen würde. Die „Osterreichische Volkszeitung" konstatiert, daß gerade jetzt, wo große Fragen der internationalen Politik in Bewegung sind, wo die Monarchie in eine entscheidende Auseinandersetzung mit Serbien eingetreten ist, ein Rücktritt des Staatsmannes sehr bedenklich wäre, der seit zwölf Jahren ein ent- scheidender Faktor der europäischen Politik gewesen ist und in der Valkanpolitik der Monarchie die Führung hatte. In Ungarn selbst müßte er eine Wellenbewegung hervorrufen, die alle mühsam aufgeführten Dämme niederreißen würde. Im ganzen Reiche wird man den Fcldzug gegen den Grafen Goluchowski mit Unmnt und Besorgnis verfolgen. Das „Illustrierte Wiener Ertrablatt" findet die nngarische Kampagne gegen Grafen Goluchowski schon deshalb ungeschickt, weil sie das Axiom zu Ehren bringt, daß ein gemeinsamer Minister vor allem ein Ungarn genehmer nnd ungarischen Wünschen blind gehorchender Staatsmann sein mnß. Graf Goluchowski ist ein Minister der Monarchie, und man ist jetzt in Österreich sehr empfindlich in diesem Punkt. Dr. Wekerle werde eiu wenig bremsen helfen müssen. Das „Wiener Deutsche Tagblatt" führt aus, daß die „Goluchowski-Krisis" eine weit über die Grenzen unserer Monarchie Hinansreichende Ve dcutnng besitze. Dein langjährigen Leiter unserer auswärtigen Politik ist jedenfalls durch geschickte Ausuützung der Weltkonstellationen das Kunststück gelungen, daß Österreich-Ungarn im Konzert der Mächte hente eine entscheidende Rolle spielt. Vatikan und Frankreich. Man schreibt aus Nom: Man erwartet im Vatikan mit Interesse die Wiedereröffnung der französischen Kammern und das Ergebnis der Interpellation, welche der Deputierte der Rechten,, Cochin, über die Bildung der schismatischen Kultus-vereinc an die Regierung richten will. Herr Cochin will bekanntlich von der Regierung verlangen, daß diese Angelegenheit mit Rücksicht auf den Artikel 8 vor den Staatsrat gebracht werde, weil die Vil-dnng dieser' schismatischcn Vereine mit Artikel 4 des Gesetzes in Widerspruch stehe. Wenn die fran- zösische Regierung sich weigern sollte, die Frage vor den Staatsrat zu bringen, würde der Vatikan in dieser Haltnng eine volle Rechtfertigung für die Weigerung des Papstes, das Gesetz anznuehmen, erblicken, da dann ungeachtet des Artikels 4 schismatische Vereine gebildet werden und sich in Besitz der Kirchen guter setzen könnten. Wenn anderseits der Staatsrat mit dieser Angelegenheit beschäftigt uuo wenn er einen Beschluß in dein Sinne Iieraus-geben würde, daß nnr ein mit dein Papste und den Bischöfen in Verbindung stehender Verein als katholisch anzusehen sei, würde dieser Beschluß allerdings noch nicht als genügend angesehen werden, damit der Papst sein uon pol^u'ini« zurückziehe und das Gesetz annehme, da man im Vatikan behauptet, daß ein Beschluß des Staatsrates keine Gesetzeskraft habe nnd die Regierung nicht binde. Es ist aber ebenso wahr, daß ein solcher Beschlnß des Staatsrates eine große Bedentnng hätte und einen pazi-fikatorischen Akt bilden würde, welcher die erste Grundlage für einen späteren Ausgleich bilden t'öuute. Man anerkennt im Vatikan, daß die Anbahnung eines solchen Ausgleiches für den Augenblick überaus schwierig ist und daß die gegenwärtige Kammer keineswegs zu eiuem Akte der Gesetzgebung geneigt ist, wie ihn der heilige Stuhl verlangt, durch welchen nämlich anerkannt würde, daß als die im Artikel 4 vorgesehenen Kultusvereine ausschließlich solche anzusehen sind, die mit der katholischen Hierarchie in Verbindung stehen. Man hofft hier, daß mit der Zeit nnd anf Grund gemachter Erfahrungen die Stimmung der Regierung und der Kammer sich ändern uud der Augenblick kommen werde, wo man die Notwendigkeit einsieht, mit dein Papste die Bürgschaften zn vereinbaren, die er verlangt, damit, er sein uou i»o««niun« zurückzieht und das Trennungsgesetz anerkennt. Diese Garantien könnten darin bestehen, daß dem Gesetze ein organischer Artikel allgefügt wird, welcher dem Feuilleton. Die Schlacht von Jena und Auerstädt. (14. Oktober 1806.) (Schluß.) Der Anmarsch der erstangelangtcn preußischen Division Wartensleben wurde durch den Dnrchzng durch das arg verstopfte Auerstädt beträchtlich verzögert. Stark auseinandergekommen, rückten die zwei Brigaden derselben über den Meerrettich-grnnd gegen die früher genannten Höhen vor. Fast gleichzeitig war auch die Division Schmct-tan vorgegangen und erzielte gegenüber der Division Friant einige Erfolge. Der Tag schien zugunsten der Verbündeten zu entscheiden. Davoust sah sich sogar genötigt zwei Regimenter vom rechten gegen seinen schwer-bedrängten linken Flügel zn ziehen, wo mittlerweile die Division Wartensleben ihren Angriff begonnen halle und die französische linke Flanke immer mehr zu umfassen drohte. In diesem für die preußischen Waffen erfolgreichen Momente wird der Feldherr durch einen Schliß dnrch beide Augen schwer verwundet. Da der Generalstabschef abwesend, der König unentschieden ist, hört von diesem Augenblick an eine einheitliche Schlachtleitung auf. — Noch schwankte der Sieg. Die verfügbare Division des Prinzen von Oranien hat ihn in ihrer Hand. Jedoch anch diese, unnötigerweise durch Auerstädt durchgepreßt, erlitt derartige Aufenthalte, daß ihr Eingreifen auf beiden Flügeln für die Ent-scheidung zu spät kam. Denn in dieser für Davonst so schweren Stnnde — zirka IM/2 Uhr vormittags — trifft seine letzte Division, Morand ein. Sie wird sofort zur Un- terstützung seines linken Flügels vordisponiert. Gegenüber diesem Angriffe frischer Trnppen und ihrem Elan vermögen sowohl die Truppen Ora-nicns, als auch vereinzelte bravonröse Reiten angriffe auf dem südlichen Flügel nur wenig. Um so weniger, als auch die verbündeten Trllppen nördlich der Ehanssee den Anstrengungen Gudins, und dem zum Teil umfassenden Angriffe Friants erliegen. Die Krisis ist gekommen. Noch halten die Preußen einen letzteil Trumpf in der Hand: Kalk-renths zwei Reservedivisionen. Doch diese, zuweit abgeblieben, halten untätig zirka 4000 Schritte hinter der Gefcchtslinie. So kam es, daß gegen Mittag die Truppen der erstell Linie langsam abbröckelten nnd sich nach rückwärts wandten. Der Stein kam allmählich ins Rollen. Voil den Reitern Davoust lebhaft gedrängt, trat immer mehr Verwirrung m ihre Rollen. Von der Reiterei Davousts lebhaft ge-weise versuchte Widerstand vermehrte nur die zunehmende Auflösung, die bald das ganze Heer ergriff.-------- Die eben geschilderten Erfolge der Franzosen wäreil noch größer geworden, wenn sich das Korps Vernadotte nnd die ihm nnterstehenden Kavalleriedivisionen am Kampf beteiligt hätten. Bernadotte aber, der wie Davoust Befehl hatte, uach Apolda gegen die dort vermutete linke Flanke des Gegners zn marschieren, kam, indem er nur sehr langsam über Dornburg vorrückte, nicht mehr zum Eingreifen, weder bei Davoust noch bei der Hanvt-armee, und erreichte erst nachmittags Apolda. Dieses merkwürdige, uicht entschuldbare Verhalten Nernadottes kaun offenbar nur auf den unlanteren Beweggrund znrückgcführt werden, daß er den Erfolg Davonsts nicht vergrößern wollte.-------- Wägt, man die beiderseitigen Kräfteverhält- nisse: bei Jena bis mittags zirka 54.000 Franzosen (hievon 51 Eskadronen, 102 Geschütze) gegen 5.i.000 Preußen und Sachsen (mit !)2 Eskadronen, 175 Geschütze) — bei Anerstädt zirka 27.000 ^-ran-,',osen < nur !> Eskadronen uud 44 Geschütze) gegenüber ungefähr 50.000 Preußen (mit «0 Eskadronen, 230 Geschützen) — berücksichtigt man die Überlegenheit der Verbündeten an Kavallerie und Artillerie — so kann man die Chancen für die Prenßen nicht ungünstige nennen. Zum mindesten hätte sich die Doppelschlacht von Jena und Auerstädt nicht zn einer so verlustreichen, folgenschweren Katastrophe gestalten müssen. Anderseits sind die Gründe für den gewaltigen Erfolg Napoleons, abgeseheil von den moralischen Faktoren, der aufgelegt schlechten Führung und der veralteten Fechtwcise auf preußischer Seite, vielleicht da rill zn suchen, daß sein Stoß die feindliche Armee in einer für diese, wenn nicht aussichtslosen, so doch sehr nngünstigen strategischen Lage traf (Schlageil mit verkehrter Front), und sodann in der rücksichtslosen Art, in der er, nachdem am 15. Oktober die eigentliche Rückzugs rich tun g des geschlagenen Gegners festgestellt ist, alle Kräfte zu einer großzügigen, strategischen Verfolgung allspannte, wie sie ihrer Art in der Kriegsgeschichte einzig ist. Die ungeheuere Wncknng dieser bis Prenzlau und Lübeck durchgeführten 24tägigen Verfolgn ngdoperation wurde aber wieder nur dadurch erzielt, daß bereits die Anmarschrichtung die feindlichen Verbindungen empfindlich bedrohte. — Der Geist der Offensive, das Zusammenhalten der Kraft, Schnelligkeit und jenes Glück, das den Starkell immer hold ist — die Charakteristik der napoleonischen Kriegführung — haben den Sieg von Jena und Auerstädt bewirkt, einen Sieg. wie ihn größer und gewaltiger noch kein Feldherr erstritt. ' 6. v. >V. Laibacher Zeitung Nr. 240. 2240 19. Oktober 1906. Artikel 4 eine Interpretation qibt, die jede Gefahr eines Schismas ausschließt. Es könnte dies anch ein Beschluß des Staat^rates in dein oben angedeuteten Sinne sein, aber ein Veschluß, welchen: dnrch eine vom Parlamente votierte, ihn bestätigende Tagesordnung gesetzlicher Wert verliehen würde. Man hegt gar keine Illusion, daß die französische Regierung ihre Haltung ändeni und ihr uori potz-8N1UN« aufgeben wiro. Politische Uebersicht. Laib ach, 18. Oktober. In einer (5'rörterung oer parl a m e n t a r i -schen Lage fi'lhrt oa5 „N^eue Wiener Tagblatt" aus, daß es unerfindlich erscheine, weshalb die Czechen in ihrer schroff ablehnenden Haltung gegenüber der von den Deutschen verlangten Sicherung t^r Wahlkreiseinteilung verharren und warum nicht die anderen Parteien dem deutschen Petitum ihre werktätige Unterstützung leihen. Den Czechen habe ja die Wahlrcform die größten Vorteile verschafft. Haben die Deutschen so große Opfer gebracht, warum wollen gerade die Czechen kein Zugeständnis machen? Es müsse ein Answeg ans der jüngsten Fährlichkeit, in die die Wnhlreform geraten ist, gefunden und ein Kompromiß geschlossen werden, das der begründeten Forderung der Deutschen dein Wesen nach entspricht. — Die „Zeit" hofft, daß es im Wahlreformausschusse nicht wegen einer Nebenfrage zum Bruche kommen werde. Es sei noch immer Anssicht vorhanden, daß sich für einen Kompromißvorschlag eine Majorität im Ausschusse finde und daß der deutsch-czechische Streit auch diesmal wieder durch einen Schiedsspruch beglicheil werde. Die Wahlreform ist und bleibt unüberwindlich. — Die „Deutsche Zeitung" mahnt die Parteien die Zeit zn nützen, die dein gegenwärtigen Neichsrate noch zur Verfüguug steht. Vei Neuwahlen, die nochmals nach Kurien statt fänden, würde in den Kreisen der czechischen Wählerschaft eine starke Verschiebung nach links, zum Vorteil der extremen Gruppen eintreten; ebenso würden auf deutscher Seite höchstwahrscheinlich die Sozialdemokratin eine bedeutende Vermehrung ihrer Mandate zu erwarten haben. Mit diesen Elementen ließe sich aber schwer eine den Interessen des Staates und der ordnungsliebenden Bevölkerung entsprechende Wahlreform zustande bringen. — Die „Arbeiterzeitung" meint, die Lösung der Schwierigkeiten im Wahlreformaus-schussc wäre leicht, wenn sich jede Nation bemühen wollte, auch den Standpunkt des anderen zn begreifen und zu würdigen. Da5 Kompromiß wäre leicht zu finden; es bedürfe nur der Hingebung an das große Werk und des redlichen Willens, es zum Ziele zu führeu. Der Südslavenklub hielt am 1«. d. M. eine Sitzung ab, worin der Vertreter der stcirischen Slovene«, Abg. Nobiö, den Antrag stellte, der Klub möge aus einem etwaigen Beschlnsse des Wahlreformauoschusseö, wonach die Wahlkreiseinteilung uuter den Schutz einer qualifizierten Mehrheit gestellt würde, die Folgerungen ableiten. Dieser Antrag wurde mit zwölf gegen die sechs Stimmen der Abg. Ploj, NoM, Koro«ec, Dr. Hruban, Kou-dela und Stojan abgelehnt. Nach Pariser Meldungen sind die Minister Elemenceau und Poincar6 bemüht, einzelne übermäßige B ea mt en b ezü g e zu reduzieren. Finanzminister Poincar^ hat in den Vudgetentwurf für U)07 eine Bestimmung aufgenommen, wonach die Bezüge der Steuereinnehmer, die bisher in dem gleichen Maße wuchsen wie die Steuereingänge selbst, in Zukunft für Paris und das Seine-Departement auf ein Marimum von 15.000 Franken und für die Provinz auf 1^.000 Franken jährlich festgesetzt werden sollen. Bisher erreichten die Bezüge der Steuereinnehmer oft das Zwei- und Dreifache dieser Maximalziffern. Es heißt, daß anch die Bezüge der Generalsleuer-Einnehmer der Departements, die stellenweise l 00.000 Franken übersteigen, einer gründlichen Revision unterzogen werden sollen. — Der Minister des Innern Elemen-cean hielt bei einem ihm zu Ehren in Brignoles gegebenen Bankett eine Nede, worin er sagte, die Republik habe deu Willen gezeigt, ans Frankreich eine knltivierte Nation zu machen, indem sie wisse, daß die Kraft nicht in den Waffen allein liege. Wir wollen, sagte der Minister, die Macht nur zur Verteidigung anwenden. Wir sind es nicht, die einen Krieg erklären werden, müssen aber stets imstande sein, das Vaterland und die Republik zu verteidigen. Ministerpräsident Stolypin empfing, wie die „Pol. Korr." meldet, eine Abordnnng der Moskauer Profcsforen, die tagszuvor vom Unterrichtsminister Kauffmann empfangen worden war und in dringender Weise um die Beilegung des .Konfliktes zum Zwecke der Herstellung der Nuhe an der Moskauer Universität bat. — Eine soeben erlassene Kundmachung deo Professoren-rates der Petersburger Universität fordert die Studierenden auf, bis auf weiteres Studentenmeetings zu unterlassen und streng auf dein Boden des Gesetzes zu verbleiben. Aus Sofia wird gemeldet: Durch einen fürstlichen Ukaz wurde das Eobrauje für den 28. d. zu feiuer ordentlichen Session einberufen. Tagesneuigleiteu. — (Was in einem Da m enkIub verloren w i r d.) Daß in Droschken, in Stadtbahnen und elektrischen Wagen jahraus, jahrein eine Menge von oft recht wertvollen Dingen liegen gelassen wird, deren Besitzer sich niemals melden, ist eine alte Erfahrung. Seltsam aber ist es, daß, wie man aus Lon» don schreibt, sogar in einem vielbesuchten und vornehmen Damenllub des Londoner Westens jährlich eine Unmasse von Sachen gefunden wird, deren Eigentümer beim besten Willen nicht zu ermitteln sind. Uno oabei stellen diese Sachen teilweise einen bedeutenden Wert dar. In der Vorhalle des Klubs hangt stets eine lange Liste von Funden, und es ist äußerst selten, daß sie reklamiert werden. Da sind wertvolle Ringe, Armbänder, Halsketten, ferner eine Fedcrboa, ein silbernes Zigarettenetui, ein zierliches Opernglas, ein Jackett; da sind Fächer, Portemon' neues und ein ganzes Arsenal von Regenschirmen nnd Sonnenschirmen. Haufenweise liegen Bücher und Noten aufgestapelt, ohne daß je irgendein Mensch wieder nach ihnen verlangt. Diese Kategorie der Funde ist die helle Verzweiflung der KInbdirektion. Es hat auch nichts geholfen, daß die Unterstützung der Polizei erbeten wurde, nnd oiese all die Dinge auch in die öffentliche Liste gefundener Gegenstände aufnahm. Nur einen einzigen Gegenstand scheint es zu geben, dessen Verlust die Frauen nicht verschmerzen — oder doch wenigstens sofort bemerken. Das ist der Verlust — eines Taschentuches. — (Ins Meer getriebene Minen.) In Portsmouth sind, wie erst jetzt aus London ge-meloet wird, am, 23. September bei dem Versuche einer Torpedoschule, durch die Explosion einer Mine sechzehn Minen zur Erplosion zn bringen, fünfzehn Minen in die See getrieben worden, iindem sie sich bei der Erschütterung loslösten. Nur eine Mine explodierte. Zehn Minen sind wieber eingefangen wor? den. Wo sich die anderen befinden, wissen oie Flotten« behörden nicht. Es besteht aber nach ihrer Ansicht leine Gefahr für die Schiffahrt. Die Sachverständigen erklären jedvch, daß, wenn die Minen in das flache Wasser trieben und ein Schiff gegen sie stoße, dieses in die Luft geschlendert würde. — („Schwarze" Nachc eines ameri» kn nischen Professors.) Ein „Professor" der Tanzkunst in Brooklyn namens Leich ist auf ein seltsames Mittel verfallen, um sich an seiner protzigen und klatschsüchtigen Nachbarschaft Zu rächen. Er erlief; folgende Anzeige: „Zu vermieten ein Haus mit neun. Zimmern und Bad an eine farbige Familie. Je größer die Familie ist, desto niedriger oer MietsPreis. Nachzufragen usw." Man kann sich vorstellen, wie das Bekanntwerden dieser Anzeige aus die davon betroffene Nachbarschaft wirkte. Tas Einschlagen einer mit Dynamit gefüllten Bombe hätte sicherlich keine kräftigere Wirkung ausüben können. Sobald Negerfamilien in einem Häuserblock sich niederlassen, verliert er sofort ganz enorm an Wert, denn eine Massenauowanderung der weißen Bewohner ist dann ganz selbstverständlich. Wenn Spekulanten sich in den Besitz ganzer Quartiere Newyorks setzen wollen, wie das oft geinig vorkommt, so greifen sie zu dein gleichen Mittel, oao jetzt dieser Tanzprofessor anwendete, sie haben damit noch immer den gewünschten Erfolg erzielt. Natürlich werden die Neger nachträglich stets an die Lust gesetzt — „der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen". Aber sie haben immerhin das Vergnügen gehabt, cine Zeitlang Dienst zweier Herren. Roman von U. L. Lindner. (39. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Nebellische, ungewollte Gedanken spukten ihr durch deu Kopf und verursachten ihr eme fieberhafte Aufregung. Es half nichts, daß sie nach ihrer Gewohnheit im Auf» und Abgehen ruhig zu loerden suchte, der heutige Abend hatte zu viel reuevolles Erinnern geweckt. „Ich hätte nicht zu Olga gehen sollen, ick) hätte wissen können, wie es da zugehen würde," sagte sie vor sich hin. Aber diese Erwägung kam zu spät, die Geister waren nun einmal beschworen. Ein peinigendes Gefühl zuckte ihr HM verstanden durch alle Adern, ein Durst nach Freiheit, Bewegung, Selbstbestimmung. Deutlich wie nie zuvor hatte sie die Töne ihres alten Lebens vei-nonnnen, und nie hatten sie ihr so süß geklungen, aber sie sprachen doch nnr von Dingen, die ihr unerbittlich verwehrt waren. In plötzlichem Schmerz schlang sie die Finger ineinander. So wußte dern Zngvogel zumute sein, der, eingesperrt, die Ge» fährten südwärts ziehen sieht. Mit gesenktem Kopf stand sie nuter der Wncht dieser Frage wie angewurzelt in tiefem Sinnen, bis das Schlagen der kleinen Stntzuhr sie aufschreckte. Schon Mitternacht? Dann konnte Noland jeden Augenblick nach Hause kommen. Er durfte sie nicht mehr wach finden. Ihre Scheu vor einein Gespräch mrt ihm hatte sich noch beträchtlich gesteigert. Hastig legte sie sich zn Nett, und stellte sich fest schlafend, als sie ihn eintreten hörte. Tatsächlich aber lag sie bis zum Morgengrauen loach. Noch immer gingen ihre Ge- danken ruhelos hin und her, und das einzige, was sich deutlich aus dein Wirrwarr erhob, war die Klage: „Meine Kunst, o nieine Kunst!" — — Mit dem neuen Tage kam eine Art von, Trotz über die junge Frau. Der Aussvnlch des Direktors, sie sei auf dem besten Wege, ihre Stimme durch Nachlässigkeit zu schädigen, ließ sie nicht wieder los. Wenn auch ihr Kleinod nie mehr in dem rechten, natürlichen Nahmen strahlen durfte, es war doch ihr geheimer Stolz gewesen, zu denken, daß sie etwas besah, was sie unter Hunderteu bevorzugte. Nein, das wollte sie sich nicht rauben lassen. Sie wollte ihre Studien wieder aufnehmen und nicht ruhen, bis sie die Scharte ausgewetzt hatte. Die Zeit des Strümpfestopfens nnd des fruchtlosen Träumens sollte vorüber sein.-------- Wenn Noland von nun an nach Hause kam, tönten ihm schon auf der Treppe Colfeggien und Kehlkunststücke entgegen, die dem Unmusikalischen befremdlich, ja unangenehm vorkamen. Anfangs nahm er keine Notiz davon. Es war ja eine kuriose Art, die Zeit totzuschlagen, indessen, wenn Ilse sich damit vergnügte — nun gut, sie hatte im Grunde ja mehr Mußestunden, als sie verwenden konnte. Aber endlich irritierte es ihn doch. So häufig mochte er derartiges nicht hören. Dies drohte ja eine förmliche Ungemütlichkeit in seine Häuslichkeit hinein zu tragen. Eines Nachmittags kehrte er von einer Konferenz zurück, war abgespannt und müde und hatte Kopfweh. Auf dem Heimweg hatte ihm so etwas vorgeschwebt, wie eine gemütliche Sofnecke, die Gesellschaft seiner Frau uud etwas gemeinsame Lektüre. Daß Ilse von seinem Eintritt nur mit einem Nicken Notiz nahm und mit heißen Wangen in ihrer Übung fortfuhr, als sei sein Kommen otwas ganz Gleichgültiges, verdroß ihn. Dies Staccato in der höchsten Tonlage schiert seiner Nervosität ohrenbeleidigeno. Der Ärger kochte jählings auf. „Dies ewige Gesinge kann einen verrückt machen. Hör' doch endlich auf." Er meinte es nicht böse, aber es klang sehr schroff. Es war so recht der Ton de5 Ehemannes, der das gute Ncchi hat, sich in seinen eigwen vier Pfählein gehen zu lassen. Ilse war verständig genug, keine Gckränltheit zu zeigen, uud stand gelassen vom Flügel auf. „Du siehst ganz marode aus, was hat's denn! heute gegeben? Ihr habt ja stundenlang verhandelt," sagte sie freundlich. „Das kommt von den Versetzungen, es ist ja jetzt die Zeit. So was ist immer endlos," sagte er, während er es sich bequem machte. Sie glitt geräuschlos im Zimmer hm und her, holte den .Kaffee, der für ihn bereit gestanden hatte, und machte ihm die Tasse mundgerecht. Der Anblick ihrer graziösen Bewegungen und das starke, aromatische Getränke wirkten bald besänftigend auf seine Stimmung, Er hatte selber das Gefühl, daß er vorhin ein Bär gewesen sei, aber es wäre gegen seine Art gegangen, das in dürren Worten einzugestehen. Er stand auf uud holte ein Exemplar der Schul« zeitung aus semem Arbeitszimmer. „Mein Artikel über Wert und Bedeutung der humanistischen Bildung ist jetzt heraus", sagte er in seinem sanftesten Ton, „ich möchte ihn dir vorlesen; hast du Lust?" „Gewiß." So begann er denn. Ilse saß ihm gegenüber und spielte mit den Frausen der Tischdecke. Anfangs war sie nur mäßig bei der Sache, der Gegenstand als solcher Launcher Zeitung Nr. 240. 2241 19. Oktober 190^,. umsonst oder für oinen nominellen Mietzins in schönen Wohnungen gehaust zu haben. Professor Leich gibt zur Rechtfertigung seines „schwarzen" Nacho-werks an, die Nachbaril hätten seine Mutter Zu Tode geärgert, seine bessere Hälfte „geschnitten." und ihm überdies boshasterweise allerlei Schmutz ins Haus geworfen,. — (E r st z ä h I e n — d a u n z a h l e n!) Von einer kleinen Gemeinde des elsässischen Hinterlandes wird der „Straßburger Post" folgendes lustige Geschichten erzählt: Bei der letzten Volkszählung, am 1. Timber v. I., winkte dem Ortchen die längst ersehnte Einwohnerzahl 1000, Bürgerlneister, Nat-schreiber, Gemeiildcräte zählten ^ ehe der Tag kam, Ha „alles Volt sich schätzen ließe" — die Häupter ihrer Lieben, Gasse für Gasse, Haus für Haus, einschließlich derer, die als jüngste Weltbürger bis dahin da sein müßteu. Es langte nicht ganz! !^Z, Bittere Enttäuschung! Daß sich für die gesetzmäßig vorgeschrie-bene Nacht sieben Fremde in den Gasthäusern oder im Ortsarrest einlogieren würden, war in dieser verkehrsarmen Gegend kaum möglich und man halte sich so gefreut auf das schöne rnnde, stolze Tanseno. Ta — als Netter in der Not erschien am 3l). November eme Zigeunerbande. Tie sonst wenig gern gesehenen schmutzigen Gestalten w,irden diesesmai nicht orts-verwiesen, vielniehr an, kritischen Tage mit. ans-gesuchwr Sorgfalt - niller ilberwiuduug aller Schwierigkeiten, den genealogischen und geographischen Ursprung der Bande festzustellen — von den Zählern in die Zählkarlen aufgenommen. EZ war ein ganzes Dutzend, hurra, „1005" lautete das Gesamtergebnis. Natürlich große Freude in der Ge-meinde. Da brachte aber das neue badische Elementar-unterrichtZgesetz die Bescherung. Wie bekannt, erfahren durch das Gesetz auch die Geineindebeiträge zu den Lehrergehälteru eine Erhöhnng und das Nech-nnngsergebnis für unsere Gemeint stellte sich so, daß sie angesichts ihrer Rangerhöhung zum Ort mit über 1000 Seelen jetzt 2100 Mark Gemeindebeitrag für die Lehrer zahlen muß, während fie ohne Zigeuner, als Gemeinde unter 1.0W Einwohnern, mit 1900 Mart davon gekommen wäre. Die nmlage-Pflichtigen Bürger pfeifen jetzt auf die teueren „1000" und wüten gegen den zerknirschten Bürgermeister und seinen Verwaltungsrat. Die Vessergelaunten aber haben das Wortspiel geprägt: El-st zählen dann zahlen! — (Die moderne Sklavin.) Zu, einer merkwürdigen Tklavenauktion ladet ein Inserat in einer amerikanischen Zeitung ein. Eine junge Dame, Miß Elisabeth Magie, die unter dem eintönigen Dasein eines Schreibmaschinenfräuleins sehr zu leiden hat, will sich selbst versteigern und dem Meistbietenden als „Sklavin" folgen. Das Inserat lantet: „So manches Mädclien verlauft sich an einen Gatten. Aber das ist ein privates Geschäft, über das wenig zu fagen ist. Wenn ich offensichtlich Ähnliches tue, hoffe ich einen Preis zu erzielen, der meinem Wert nahe kommt. Ich repräsentiere einen Wert voll etwa 40.0W Marl, lag ihr allzu fern. aber Stil und Satzban begannen allmählich sie zu fesseln. Hier, wie überall, truW Roland seine Ansichten mit der unerschntterlichen Überzeugung vor, die für fich allein schon bestimmend wirken tonnte. Vei Vorschlägen zur Abstellung von Mißständen oder zur Einführung von Neuerungen hieß es schlechtweg: ich beanspruche - ich verlange. 'Nirgends ein milderer Ausdruck, der die Gleichberechtigung fremder Meinnng anerkannt hätte. Seme Selbstgewißheit hatte etwas Ehernes. „Der Artikel wird vermutlich Entgegnung fin» den", meinte sie, als er geendet hatte. „Oder meinst du, daß deine Fachgenossen das alles so schlankweg akzeptieren werden?" Er lächelte nachsichtig. „Vielleicht nicht. EZ gibt ja immer Schwätzer, die unter allen Umständen widersprechein müssen, sei es auch nur, um sich gedruckt zu sehen. Eine ernsthafte Widerlegung erwarte ich nicht: an der Sache selbst ist nicht zu rütteln," sagte er, während er den Bleistift nahm und einen Druckfehler anstrich. Eiue Weile schwiegen sie. „Sag' mal. wärest dn überhaupt je zu einer fremoen Ansicht zu bekehren?" fragte sie unvermittelt im Anschluß an ihre eigenen Gedanken. „Ich spreche nur im allgemeinen: nicht von diesem vorliegenden Fall." Er lachte harmlos. „Laß mich nachdenken. — Nein, eigentlich nicht, glaube ich. Mir ist wenigstens kein solcher Fall erin-nerlich. Wenn ich mir eine Sache von allen Seiten gründlich betrachtet habe, steht mein Urteil fest." „Du könntest in aber einmal eine Seite übersehe» haben, wie dann?" (Fortsetzung folgt.) die mein Vater, ein Regierungsbeamter, sür meine Erziehung und meinen Unterricht ansgab. Al» Schreibmaifchinendame verdiente ich 40 Mark in der Woche — verzinste mich also mit 5 von Hundert. Ich bin neugierig, zu erfahren, was -die Sklavenherrm für ein amerikanifchcs Sklavenmädchen ausgeben. Ich bin jung, intelligent, wohlerzogen, ehrenhaft, poetifch, philosophisch, großherzig und vor allem echt weiblich. Ich bin brünett, mit großen graugrünen Augen, vollen Lippen und prächtigen Zähnen, kanm schön — aber sehr sympathisch und charaktervoll. Tief und ehrlich religiös, bin ich aber doch nicht prüde odec bigott. Ich kann nicht ein bißchen nähen, wohl aber ein geschmackvolles iiostüm entwerfen, ich kann uu-gekochtes Fleisch in einem Fleisä>rladen nicht beurteilen, dagegen aber ein aufgezeichnetes Diner arrangieren. Ich kann keine langen Zaiblcu addieren, aber eine Geschichte hübsch erzählen. Ich bilde mir nicht ein, originell zu sein, indem ich mich als Sklavin anfiele,. Aber vielleicht gebe ich ein Beispiel für taufend andere, die gleich mir jung und lebensfreudig sind, deren Körper und Seele aber an eine schreckliche Arbeit gefesselt sind." — Miß Magie hat bereits eine Reihe von Heiratsanträgen bekommen — und das war wohl auch ihre Absicht. — (Die Kraft eines Käfers.) Es ist betaunt, daß die meisten Insekten eine im Vergleiche zu ihrer Größe ganz erstaunliche Kraft besitzen. Einen neuen Beweis für diese Tatsache bringt der „Prometheus". Ein Stutzkäfer von 12 Millimetern Länge, der über «eine Tischplatte kroch, wnrde mit dem Deckel einer Büchse aus Zinn bedeckt, den er aber, indent er sich weiter bewegte, fortschob. Als nun auf den Teckel die ganze Buchse gestellt wnrde, danerte es nicht lange, bis es dein Käfer gelang, den Teckel mit der darauf liegenden Viichfe an einer Seite aufzuheben und so aus seinem Gefängnis zu entschlüpfen. Der Käfer wog 0-032 Gramm, der Teckel mit der Büchse 111 Gramm. Unter der zweifellos der Wirklichkeit sehr nahe kommenden Annahme, daß der Käfer nur das halbe Gewicht der Büchse, das heißt 5>7 Gramm, aufgehoben hat, um die Freiheit wieder zu erlangen, ergibt sich, daß das Insekt das achtzehn-hundertfache feines eigenen Gewichtes zu heben imstande war. Ein Mensch, der ebenso stark wie dieser Stntzkäfer wäre, müßte, wenn er 75 Kilogramm wiegt, nicht woniger als Nl5».<>00 Kilogramm heben,. — (Technis ch e A u 5 n ü tz u n g von Ebbc nnd Flut.) Seit vielen Jahren fchon gilt dw go waltige Kraft, die in Ebbe nnd Flut fich äußert, als die in später Zukunft auszunützende Quelle geradezu unerschöpflicher Arbeitsleistungen, die alles, was wir jetzt mit der Energie der Kohle erreichen können, weit übertreffen wird. In der französischen Zeitschrift „L'Eclairage ^lectrique" wird vou Unternehmungen des Ingenieurs Decoenr erzählt, der an der eng-lischen Küste drei Anlagen gleichzeitig einrichten will. ^ein Prinzip beruht darauf, daß zwei Bassins über einander geschaffen werden, voll denen das obere die Flutwasser zurückhält, das untere sich während der Ebbe entleert, und daß somit der Wassersturz vom oberen in das untere Becken zum Betriebe von Turbinen ausgenutzt wird. Nach den Rechnungen würde bei schwacher Flut die Wasserkraft zur Erzeugung von ('^00 Pferoekräften in 2^ Stunden genügen, während bei Hochflut über 7000 Pferdestärken bei nur zehnstündiger Tagesarbcit erreichbar wären. Die dosten der Anlagen, die im Hafen von Chichester ihren Platz finden follen, würden allerdings fehr hoch sein, nämlich rnnd sechs Millionen Mark betragen. Das zweite Projett bezicht sich aus eine Ansnütznng der Gezciten in der engen Mcnai-Straße zwischen der Küste vou Wales uud der Insel Anglesey und ist sogar auf fast zwölf Millionen Mark für Erzeugung von l!.5i8 Zentimeter lang, erstens weil er so seine vorgeschriebene Länge hat und zux'itens warum ooch nich?" („Jugend.") LolaI- und Provinzial-Nachrichtcu. — (Ordensverleihung.) Der Bürgermeister von Lnibach, Herr Ivan Hridar, wurde' durch Verleihung des königlich serbischen St. Sava-Ordens dritter Klasse ausgezeichnet. — (Todesfall.) Gestern starb hier Herr Fabrikant Karl Binder nach kurzer Krankheit im Alter von 18 Jahren. Der Verblichene erfreute sich als umsichtiger Geschäftsmann, der feine Tischlerwert' statt im Laufe der Jahre zu einem fehr bedenten° den Etablissement mit Maschinenbetrieb erweitert hatte, bei seinen Fachgenossen sowie in seinem an?« gedehnten Bekanntenkreise verdienter Hochachtung. Das Leichenbegängnis findet morgen nachmittags um 4 Uhr statt. — (Besitz w e chsei. i Einer Mitteilung des „Slovenec" zufolge hat der .katholische Preßveroin in Laibach das Halls des Herrn Johann I er m a n n in der Xopitargasse Nr. (i (Gasthans zum ^krjanec) käuflich erworben. — (K i r ch l i ch e s.) Herr Josef P odIipnil, gewesener Kaplan zu St. Barthlmä in Unterkrain, ist ill dell Zisterzienser-Orden eingetl-ewn. Q. — (Der Bezirksschulrat in Adels» berg) hielt am 15. d. M. eine Sitzung ab. Unter anderem wurden nachstehende von oer letzten Sitzuug im kurrenten Wege erledigten Geschäftsstücke genehmigend znr Kenntnis genommen: An der z^uei^ tlassigen Volksschule in St. Peter wurde auch für das laufende Schuljahr der Halbtagsunterricht bewilligt. Der pensionierte Oberlehrer Johann O to r n wnrde vom k. t. Landesschnlrate reaktiviert und als Oberlehrer und Schnlleiler der zweiklassigen Volksschule iu Prem zngeieill, dagegen wurde der pro» visorische Schulleiter Johann K obal von Prem auf die einklassige Volksschule in Niederdorf bei Senosetsch versetzt. Provisorisch wurden angestellt die geprüften Lchramtslanoidatinnen: Fräulein Maria M odie an der zweiklassigen Volksschule in >taltenfeld uud Fräulein Maria Iurc a an der einklassiaen Volksschnle i» Hrn^evje. Die Lehrerin Maria U r 6 i ö in Pod-kraj erhielt einen eil,jährigen Urlanb, um an dem Lehrertnrse für Bürgerschnlen ill Laibach teilnehmen zu können. Krankheitshalber wurdeu beurlaubt Fräulein Frauziska Vale n öi 5 , Lehrerin in Prem, und Herr Raphael Z n p a n c. Oberlehrer ill Podkraj. Als Suplentinneu wurdeu angestellt: für Podlraj: Frält^ lein M. K a v ö i 5 nnd Fräulein Iosefine Smole , für Prem: Fräulein M. Zaletel. Einem Schul-besucherleichterllngsgesuche wuroe Folge gegeben. Die Zahl der von den Gemeinden des Bezirkes zu wählen» den Mitglieder in die Ortsschulräte für die nächste sechsjährige Periode wnrde bestimmt. Das Gesnch um Errichtnng einer Erkurrendoschule in Ober-Le/^ev-e wurde befürwortend dem k. k. Landesschulrate unterbreitet. Weiters wnrde der Vorschlag, betreffend die Vorrückung einiger Lehrkräfte im Volksschullehrerstatus für das Jahr 1907, gefaßt und dem k. k. Landesschulrate vorgelegt. Das Gesuch eines Oberlehrers nm eine Geldanshilfe wurde befürwortend dem k. k. Landesschnlrate nnterbreitet. In bezug auf die Einführung der Schulärzte wnrden Beschlüsse gefaßt und dem k. k. Laudesschulrate zur Amtshandlung, vorgelegt. Ein Gesnch des Vürgerschuldirettors in Aoelsbcrg nm Erhöhnng des Qnartiergeldes wnrde der Erledigung zugeführt. Für die erledigte Lehrstelle in Vrbovo wurde die 5tompetentenwbelle verfaßt. Die Ortschaft Rateievobrdo wnrde nach Zagorje ein.' geschnlt. In einer Disziplinarangelegenheit eines Oberlehrers nnd einer Lehrerin wnrde entschieden. Schließlich wurde für die Mitgliedschaft der Vertretung der Schule im OrtsschnIrate Adelsberg diie entsprechende Entscheidung getroffen. u. — (A l l g e in e i n e s ö st e r r e i ch i f ch e s P o st» leriko n.) Trotz der bestehenden »nd eigentlich selbst versländlichen Anordnung, daß die Adresse der Post» sendnngen anch den Namen des Bestimmungs-Post» aiiltes euthalteu soll, ist die Menge der Briefpost« sendnngen, dic ohne zureichende Angabe des Bestimm mnngsortes in Verkehr gebracht werden, eine überaus a.roße. Solche Sendungen müssen zunächst ans dem übrigen VersendnngsreifeN Materiale ausgeschieden und einer abgesonderten mit großem Aufwand all Arbeit nnd Zeit verbundenen Behandlung zugeführt werden. Die Postämter baben fich bei dieser Arbeit der Postlerika zu bedienen, welche, was das österreichische Verwaltnngsgebict anbelangt, bisher teils für den Umfang einzelner Grönländer, teils für den Umfang von Gruppen von Kronländern zusammengestellt worden sind. Abgesehen von den unlgenau adressierte-li Korrespondenzen des Privatverkehres gelangen aus den Kreisen der Geschäfts' welt lnit unvollständiger Adresse versehene Bricff' Postsendungen, in der Regel znr Erweiterung des zlnndentreiscs bestimmt, vielfach in solchen Laibacher Zeitung Nr. 240. 2242 19. Oktober 1906. Mengen zur Auflieferung, daß diese den. Poft> betrieb in erheblichen^ Matze belasten und daß sich die zeitraubende Bearbeitung und wiederholte Umleitung solcher Sendungen als eine unöt'oiwmische Gebarung zugunsten Einzelner darstellt. Die Ursache der unzulänglichen Adressierung mochte wohl hauptsächlich darin liegen, daß den Versendern ein geeigneter Behelf behufs Ermittlung des Adreßpostamtes nicht zur Verfügung stand. — In Erwägung dieser Mo-mente hat sich das Handelsministerium veranlaßt gesehen, als Ersatz für die einem längst überholten Stadium der Verkehrsentwicklung angepaßt gewesenen älteren Behelfe auf der Basis des gelegentlich der letzten Volkszählung gesammelten Materiales ein „allgemeines österreichisches Postlerikon" bearbeiten Zu lassen, welches die im Neichsrate vertreteneu Königreiche u,nd Länder sowie das Fürstentum Lichtenstcin umfaßt und iu einheitlicher alphabetischer Reihenfolge die Namen aller in diesem Verwaltungs-gebiete gelegenen Ortschaften (über 1M.5W an der Zahl) unter Angabe ihrer Zugehörigkeit in territorialer, verwaltnngsbehördlicher, gerichtlicher, gemeinde« uud Postämtlicher Beziehung enthält. Dieses soeben erschienene, auch dem Publikum sowohl im Buchhandel als auch ini Wege des Zeitungs-abonnements zugängliche neue Lexikon wird durch vierteljährliche Nachträge iiu laufenden gehalten, welche den Abnehmern des Lerikons unentgeltlich zukommen weroen. Die Postverwaltnng glaubt nunmehr im Interesse der tunlichsten Entlastung ihres Personales von der vorerwähnten Mehrarbeit auf die Mithilfe der Interessenten um so mehr rechnen zu dürfe», als bei der großen Anzahl gleichnamiger Orte vielen Postsendungen durch eine präzise Adressierung mehrfache Umleitung nnd verspätete Bestellung erspart bliebe. — (N e s ch r ä n k t e r Güte r verkeh r n a ch Trieft.) Wegen des Streiks der Spediteur-Arbeiter in Trieft und der hiedurch säumigen Güterabfuhr sind die Magazine überfüllt und daher muß die Aufnahme von Frachtgütern, auch Sammelladuugen nach Trieft Südbahn bis auf Widerrnf eingestellt werden. Ausgenommen hievon sind lebende Tiere, Bier. Tabak, leichtverderbliche Güter, Mehl, Zement und die auf offen gebanten Wagen zu befördernden Giiter, ferner Flüssigkeiten in Kessel-wagen. Der Verkehr nach Triest-Freihafen Südbahn bleibt unbeschränkt aufrecht. — (D i e n e ucn Sig n alvorf ch r ifte n für die österreichischen Eisenbahnen.) Am 1. d. sind bekanntlich auf allen österreichischen Eisenbahnen nene Verkehrs- und Signalvorschriften erschienen, deren technische Bcdeutnng vou uns bereits erörtert worden ist. Die wesentlichste Bestimmung ist die Einführung eines „Vorsignals", das mit dem Hauptsignal in mechanischer Abhängigkeit steht und die jeweilige Stellung des Hauptsiguals auf „Frei" oder „Halt" anzeigt. Damit ist der Grundbedinguna, entsprochen, daß feststehende Signale uutcr keinen Umständen überfahre!, werden dürfen, weun sie dem Zuge „Halt" zeigen, was früher iu gewissen Fälleu geduldet werdeu mußte. Durch die „Vorsignale" ist es jetzt auch möglich, sämtliche Signale für eine Fahrtrichtung auf derselben Bahnseite zu situieren, was deren Neachtnng durch den Lokomotivführer ganz außerordentlich erleichtert. Da bei den meisten öster^ reichischen Bahnen auf zweigeleisigen Strecken das linksliegende Geleise befahren wird, mühten zu diesem Zwecke die Signale entweder zwschen den beiden Geleisen aufgestellt werden oder es müßte der in Österreich allgemein anf der rechten Seite der Lokomotive befindliche Stand des Führers nach links verlegt oder endlich das Fahren auf dem rechten Geleise angeordnet werden. Die erstere Maßnahme wäre mit großen Gefahren für das mit der Bedienung der Signale betraute Personal verbunden und würde ebenso, wie die Umgestaltung der Lokomotiven, ganz außerordentliche Kosten verursachen. Infolgedessen würden bereits Einleitungen getroffen, nm das Fahren, auf dem rechten Geleise allgemein einzn-führen. — (Todesfall.) Gestern vormittag starb in Unter-Kikka Herr Johann R a u t nach längerem Unwohlsein im M. Lebensjahre. Er war bis vor vier Jahren Handelsmann in Billichgraz, wo er fich drn-ch Fleiß uud Sparsamkeit ein beträchtliches Vermögen erwarb und zog sich dann nach U„ter^i«la znrück, wo er seines biederen Charakters und seiner strengen Rcchtschasfenheit halber die Achtuug der ganzen Ein Wohnerschaft genoß. Nach ihm tranern nebst der Witwe eine verheiratete Tochter sowie zwei Söhne, beide k. und t. Offiziere. 6. — (Die La i b ache r Kar aw a n e n b r ü d c r) veranstalten morgen abend mn 8 Uhr eine Weinlese im Gasthause Vetter in der Iloriansgasse. Hierauf freie Unterhaltung und Tanz. Eintrittsgebühr 30 I,. — (Vom Volksschuldienste.) Der k. t. Landesschulmt für Käruten hat nachstehende Absolventinnen der hiesigen k. k. Üehreriuuenbilduugsi-anstalt zu Unterlehrerinnen ernannt- Edith Per« hanz für Maria Rain, Hermine Reis tier für Prävali, Aloisia l^tebi für Eberndorf und Aloisia Vond e r sch inidt für Unter-Drauburg. — (Aus dem Sanitätsdienste.) Herr Dr. Ferdinand Trenz, gewesener Setundärarzt im landschaftlichen Spitale in Laibach, hat mit 1. d. die Leitung des städtischen Krankenhauses iu Gurkfeld übernommen. (5. — (Kominissionelle Bauzustand-E rheb u n g.) Am W. d. M. vormittags 10 Uhr findet in Obergurk, Gerichtsbezirk Weichselburg, die lommissionelle Erhebung des Bauzustandes der dortigen Pfarrpfründengebäude statt. —ik. -^ (Aus Kraiuburg) wird uns gemeldet: Die vormals Kreuzbergersche Spezerei- uud Lauoes-Produktenhandlung wurde zu Beginn dieses Monates von Herrn Johann Kraujc übernommen. — Die hiesige Stcrnallee erhielt in den, letzten Tagen an der Seite längs der Neichsstraße Kraiuburg-Loibl sowie längs des znm Friedhofe führenden Fahrweges eine nene Umfriedung aus eisernen Schienen an Stelle der früheren ans Holzpflöckeu uud Draht be stau denen. ^ (Die Molkereigenossenschaft ill Brezovica bei Laib ach) veranstaltete Sonntag, den 14. d.' M., nachmittags eine sehr gut besuchte Versalmulung, worin Herr Dr. E. Kram er, Direktor der landwirtschaftlich-chemischen. Versuchsstation in Lxiibach, einen Vortrag über Bewertung und Untersuchuug der Milch mit praktischen Demon» strationen hielt. Die Genossenschaft beschloß, die von den Mitgliedern gelieferte Milch an der Versuchsstation stäudig untersuchen zu lassen und sich somit der Controlle der genannten Anstalt zn unterziehen. Die Molkereigenossenschaft in Vrezovica liefert die Milch an die Stadtgemeinde Laibach. — (Fi fch ere i v e r p a ch t n n g.) Bei der k. k. Aezirkshauptmannschaft Littai findet an, 29. d. M. um 9 Uhr vormittags im Wege der öffentlichen Versteigerung die Verpachtung der Fischereirevicre „Iablünzet", „Sagor" und „Kotredesch" auf weitere zehn Jahre statt. — Desgleichen findet am 7. November l. I. um 9 Uhr vormittags in Weichselbnrg die Verpachtung der Fischereireviere „Weichselburg" uud „Temenitz" auf die nämliche Zeitdauer statt. — Das Fiscl^ereirevier „Kreßuitz" gelangt, da es ohne Versteigerung ans weitere zehu Jahre iu Pacht go gebeu wurde, nicht zur Versteigerung' das gleiche gilt bezüglich des Fischereirevieres „Littai", dessen Ver-pachtnng infolge einer Beschwerde vorlänfig nicht vorgenommen wird. —ili. * (P rügele i.) Als gestern abend der Arbeiter Aler Korokec ans Domxale ohne Bewilligung in der Heuschllpfe des Hauses Nr. 2« an der Poljanastraße übernachten wollte, wurde er vou dem dortigen Knecht abgewiesen. Koro«el,- geriet darüber in solche Wut, daß er dem Knechte mehrere Stockschläge versetzte. Es entstand nun eiue regelrechte Prügelei, wobei die beiden Raufer auf den Ambro/Platz kamen, wo der Arbeiter durch einen Sicherheitswachmann verhaftet wurde. * (Einen Handlongen um 14 Heller g e kanf t.) Den, Vesitzerssohne Andreas Ioselj aus Podmolnil wurde vor einem Monat auf der Poljanastraße ein Handwagen gestohlen,. Gestern nun bemerkte er den entwendeten Wagen bei einem Besitzer in der Vahnhofgasse. Er holte einen Ticherheitswach--mann herbei und ließ dcu Wagen konfiszieren. Der Besitzer in der Bahnhofgasse gab an, den Wagen von einem Bekannten um 14 Heller gekauft zu haben. " lEin Erzedeut im In sti z pa la i s.) Gestern vormittag wurde der 40jährige Taglöhuer Paul Viraut aus Liplenje, der im Iustizpalais ex-zedierte, durch einen Wachmann verhaftet. — (Abgängig.) Am 8. d. M. nachmittags verließ die geistesschwache Besitzerstochter Anna Stepic aus Bi5, Ortsgemeinde ^agorica, Gerichtsbezirk Weichselburg, ihr Elternhaus nnd ist bis heute noch uicht zurückgekehrt. Die Abgängige ist 29 Jahre alt, mittelgroß, hat keine besondere Merkmale an sich nnd war beim Abgehen mit gewöhnlichem ländlichen Anzüge bekleidet. Da die Nachforschungen nach der Genannten ergebnislos blieben, wird vermutet, daß ihr ein Unfall zugestoßen sei. —ik. Theater, Dunst und Literatur. — (Ii^ lueti ^ 8 ktt p (11 j 6 ll ^ I « t V l>) ist der Titel eines neu erschienenen Werkchelns vom Adjunkten a»l der Ackerballschule iu Stauden-Rudolfs» lvert, Wilhelm Rohrman, das voll der „Zvezna trgovina" in Cilli u,m deu Pi-eis von 1 K 60 n zu beziehen ist. In dieser Fachschrift wird ans 109 Seiten jener Stoff, der die Grundlage einer rationellen Wirtschaft bildet, eingehend, dabei aber sehr gemeinverständlich behandelt, so daß ein jeder Landwirt den ganzen Inhalt mit der größten Leichtigkeit auffassen kann. Von besonderer Wichtigkeit für unseren Landwirt erscheint die am Schlüsse beigegebene, mit Ta-bellen und praktischen Beispieleil vervollständigte landwirtschaftliche Buchführung. Will unser Land-Wirt bei den heutigen Wirtschaftsverhältilissen ein gutes Auskommen finden, so genügt ihm nicht nur ein fleißiges Arbeiten, sondern er muß sein ganzes Anwesen mit Umsicht und Verständnis leiten; er muß, sei es in eigenen oder in fremden Landen, Erfahruu-gen sammeln nnd weiters nnr jenes tuu uud einführen, was ihm möglichst niedrige Anslagen verursacht und anderseits bessere Erträgnisse und besseren Absatz sichert. Zu diesem Zwecke aber muß der nmöerne Landwirt genügend unterrichtet sein. Es wird ihm dies zwar vielfach durch landwirtschaftliche Schulen und durch den landwirtschaftliäien Wander, unterricht beigebracht, allein diese Vorkehrungen reichen nicht aus, um die Mängel, mit denen der Lanowirt heutzutage zu kämpfen hat, überall und zur rechten Zeit abzuschaffen. Der moderne Landwirt muß daher stets auch einen guten Berater zur Hand haben. Ein solcher ist eben das erwähnte Werk deH Herrn Rohrman, weshalb es jedermann anfs wärmste anempfohlen sein mag. —in— - (Peter No segger: „Nixnutzig V o l k".) Eine Bande paßloser Leute. Broschiert 4 M., gebuüdeil 5 M. — Der Dichter gibt seiuem neuesten Buche folgendes Geleitewort auf den Weg: „Weil» die Kerle aneinandergeheftet sind, dann kann sie einer leicht vor sich hertreiben!" sagt der Landwächter Johann Krösel gern, wenn er einen Trupp Zigeuner einzubringen hat. Ich habe aus denselben Gründen meine Vande vom Buchbinder zusammenheften lassen. Ein ganzer Band nirnutzig Volk? Der Leser macht ein bedenklich ernstes Gesicht. „Waldpoet, das ist man von dir nicht gewohnt." Aber, mein Freuud, es ist so lustig, mich einmal abentenerliche Gesellen lind Gesellinnen zu zeichnen und ihnen hie nnd da ein tleines Frätzlein anzuhängen. Jawohl, allerlei Nix» nutze habe ich da bcisanimen, uud fast keiller ift fo traurig, daß man sich nicht ein wenig mit ihm oder über ihn lustig machen könnte. Darunter besonders bemerkt auch solche, die als „Nir.uutze" gescholten werde::, weil sie für das Alltagsleben nicht taugeu, weil sie sich dem Weltbrauch nicht fügen können, weil sie es in ihrer treuherzigen Einfalt zu uichts briugen und von ihrem Elend nicht einmal dann etwas merken, wenn fie daran zngrnnde gehen. Solch reine Toren wird man hier mehr als einen finden uud der zehn nlirals Bellue aus Vizerta: Trotz des besseren Wetters Laibacher Zeitung Nr. 240. 2^43 19. Oktober 1906. haben oio Tcmchcr bio in die Nacht hinein erfolglos gearbeitet. Die Nottiinl-lc-v^rsncl^ wurden heute früh wieder anfgeiiomnien. Nach den eingelangten Ve-^ richten ist übrigens jede Hoffnung geschwunden. Es heißt, daß der „Qutin" vor etwa 14 Tagen auf einer Sandbank bei der Ponti-Vucht aufgefahren sei unt» bei der von einein Schlepper versuchten Flottmachuna, gelitten haben dürfte. Tcr itonunandant des „Üutin" habe jedoch den Unfall für bedeutungslos gehalten und es unterlassm, das Unterseeboot einer Besichtigung zu unterziehen. Dein „Matin" zufolge glaubt man, daß die gesanite Mannschaft sofort ourch eine Gasexplosion getötet worden sei. Vizerta, 18. Oktober. Das Unterseeboot „Lutin" wurde um halb 11 Uhr vormittags aufgefunden. Nigeria, 18. Oktober. Das Unterseeboot „Lutin" liegt in einer Twfe von 3l> Metern auf dem Sandboden. Vei Morgengrauen sind die Nachforschungen wit Unterstützung von drei nachts ans Malta e!ingetroffene»! englischen Schiffen wieder anfgenoin-men worden. Aizerta, 15. Ottobcr. Die TanclM dos dünischen Rettungsschiffes haben festgeftellt, daß das Unterfeeboot „Lntin" 150 Moter östlich von der Stelle, Wo ei' verschwand, ans einer seiner Flanken liegt. Man bemüht sich eifrigst, Taue unter das Boot zu legen. Wicün, 18. Oktober. Den Blatten: zufolge ist der Oberstinhaber des Husarenregimentes Nr. N, Gardet'apitän der ersten Arcieren-Leibgarde G. d. K. Prinz Josef zu Windischgrä'tz heute nacht gestorben, Prinz Josef zu Windischgrätz war am W. Juni 1831 geboren. Am 24. September 1866 vermählte er sich mit der berühmten Tänzerin Marie Taglioni (gestorben 1891). Der (5he entsproß der einzige Sohn Dr. M'. Prinz Franz zu Windischgrätz (geb. 1867). G r o ß w ardein , 18. Oktober. Auf dem Gute deo Grafen Vladimir Zichy fand heute die Polizei technische Vegehnng der Mezö'-Telegd-Kopacseler Industriebahn statt. Dabei stürzte die Lokomotive von den, hohen Damm herab. Der Delegierte des Mi' insterinms, Szamarjay, und die Ingenieure Vakor und .«ilova^s lvurden schwer, ein Heizer und ein Maschinist leicht verletzt. Eine strenge Untersuchnng wurde eingeleitet. Szombor, 18. Oktober. Der städtische Rech-nnngsbmmte Karl Sreter, ist abgängig. Er hat Wechsel in der Höhe von 56.M0 X auf den Namen reicher Bekannter gefälscht. In einein hinterlassenen Schreiben gibt er an, daß er Selbstmord begehcn werde. Belgrad, ltt. Oktober. (Skupschtiua.) Ministerpräsident Pasiö gibt bekannt, daß er auf die vom Abgeordneten >iosovljamin lNegiernngsparwi) eingebrachte Interpellation, betreffend die österrei° Handelsbeziehungen Sams° tag, den 20. d., antworten werde. Paris, 18. Oktober. Ministerpräsident Sarrien hat gestern deni Präsidenten FaW>r<'5 brieflich seine Denlission angezeigt. Sein Nachfolger wird wahrscheinlich Cl6mencoau, der eine umfassende Umbil« dung des Kabinetts beabsichtigen soll. Bordeaux, 18. Oktober. Das Magazin sür gewöhnliche Frachtgüter im Bahnhofe von Orleans wurde hente vormittag durch eine Feuersbrnnst zerstört. Zahlreiche Waren und etwa, 5U Waggons sind vernichtet. Der Schaden wird anf zwei Millionen Franken geschätzt. Wilna, 18. Oktober. (Petersburger Telegra-Phen-Agentnr.) Heute wurde das polniM Theater, da<' iiber 40 Jahre unterdrückt war, in Anwesenheit des Generalgouvernenro festlich eröffnet. Der ans ,Krakan eingetroffen? Schriftsteller Shuwalowski sprach einen Prolog. Aus Krakau, Lemberg, Warschan und Minsk liefen von den Redaktionen, den Theater-und Literaturvereinen, zahlreich Vegriißungs-drahtungen ein. N ewyork, 18. Oktober. „Newyork Sun" meldet, die Verbindung mit ,Unba sei seit gestern halb 11 Uhr abend5 unberbrochen, nachdcin Nachrichten vou einem wütenden furchtbaren Orkan aus Havanna eingetroffen waren. Neuigkeiten vom Büchermärkte. Don at Frz., Die färbine (Yewebemusterung, K 10, — Veyses goldene Schatzkammer von 1400 Vorschnsleu zur Äe-grüuduug und Vermehiuug des Wohlstandes und znr Hebung der Gewerbe, K 2. — Knapitsch Siegfr,, Der Dorfschi,l meister, !i 1 5,0. — Hancock« Higashy, das Kano IiN'Iits», gbd., li 19 20. — Crcpaz A,, Die Wntter, eine kultur geschichtliche Studie, K 7 W. — Katscher L., Soziale und andere interessant,' Gemeiuwcseu, li 2 4(1. ^ ssrühaüf W. Praktische Theologie, K 3. — Hermann, Dc I,, Die Lebensführiiug im hohen Alttr, K 1 80, — Shitkewitsch N. A., Monuliläl der Vetonbaute», K 6. - Oldenbnrg H, Vnddha. sein Leben, seine Lehre, seine Gemeiüde ,5, Äusiaa»'). X W80. — Mauthuer F., Beiträge z» einer «ri'.l der Sprache, 1. Äand : gur Sprache nnd znr Psychologie, l^ 14 40. — heun, Prof. Dr. K., Lehrbuch der Mechanik, I.Teil: Kinematik, gbd., lc 9 60. — Adler, Prof. Aug., Theorie der geometrischen Konstruktionen, gbd,, X 10 80. — Geyer, Prof. Erich, Lehrbuch der darstellenden Geometrie, I.Teil, X 9 60. — Tunnies, Dr. Ferd., Philosophische Termino» K4 20. — Krauß, Dr. Friedrich S., Eduard Kutte Kritik der Philosophie des Schänen, k 7-20. — Gaebler H., Die antiken Münzen Nord Griechenlands. Band III.. 1, X 22 80. Vorrätig in der Buchhandlung Jg. v. Kleinmahl KFed. Vambergin Laibach, Kongrehplah 2. Angekommene Fremde. Vranb Hotel Union. Vernadi, Iuric, Kovacevic, Dalmatien. — Ambrojit, Veldes. — Goriset; Perodis, Agent, Cilli. — Piller. Architekt, Nbbazia. — Raktelj, Pfarrer, Gliarice. — Hirsch, Singer, Papper, Neusser, Villler, Weißberg. Bernhardt, Walther, Wasser vogl, Vondy, Tschrintschner, Grad, Neisende; Ivanovir, Hi'ttting, s, zwei Töchtern, Kflte,; Vorues, Staatsbahnadjuntt, s. Frau; Richter, Ingenieur, Wien. — Pravhar, Pfarrer, Schwarzenberg. — Greif, Reisender, Iägerndoif. — v, Gulmans-tal, Gutsbesitzer, s. Diener. Natschach. — Schmidt, Kfm., Dresden. — Grün, Reisender, Zürich. — Richter, Ingenieur: Vöhm, Wellisch, Reisende, Graz. — Ogriz. Dekan, Kuppel an der Dra». — Drunetly, Pfarrer, Pobgore. — Svoboda, Apo thelerswitwe. s, zwei Töchtern, Veldes. — Pirc, Bäckermeister, Idria. — Dr. Horuat, Agram. — Zorc, Pfarrer, Neumarltl, — Bratter, Reisender, Proßnitz. — Lmitel. Sternberg (Mähren). — Dr. Notz, Advokat, Trieft. — Zorc, Kfm., Aßling. Hotel Stadt Wien. Vom 14. bis 17. Oktober. Ruff, l. k. Hofrat. Direktor der Staatsbahnen, s. Familie; Moncaute, Rosfi, Micksch, Kflte., Trieft. — Birsa. Weinhändler; Weber. Krug, Kozjauc'ii, Görz. — Funke, l. l.Bezirlskommissäri Knütel, Kfm., Salzburg, — Ozzola, Tomasino, Kflte., Mailand. — Newole, Ingenieur; Bernardiner, Rebitsch, Bum, Oberländer, Mebus, Flandrak, Barthol. Bah, Kelulla, Vloch, Ierzabeck. Haas. Klinger. Cerny, Weihenberger. Friedmann, Kekula, tzerling, Kiellc, Preßburger, Olschbauer, Weih, Elschbcck, Kahn, Schwarz, Liftusch, Nnsrnde, Wien. — Aebli, Franke, Kflte,; Neurath, Beamter, München, — Schneider, Neubauer, Geitler, Kflte., Pilsen. — Koller. Latzol, Reifende; Klemenzy, Privat, Linz, — Doncevii, Bauer, Nflte,, Agram, — Herzog, Kastitzky, Kohn. Kstte., Prag, — Weißer, Schuldes, Geister. Franll, Nflte,, Brunn. — Fonyo, ,«fm.; Goldst'in, Ingenieur. Budapest. — Ruhmann. Amimann, Hübnei, Studenten; Wohrisel, Juwelier; Roth, Mestcitz, Rei» sende, Graz. — Duchalsch, k. l. Gerichtsselretär, Leoben. -Hoff, Kolbe, Ksite.; Fischer. Privat. Dresden. — Numbold, Ingenieur; Denk, Kfm., Graz. — Kreiner, Private. Gottschce, — Dcbois, Etz, Kflte., Krefeld. — Dr. Zimmer, k. u. k. Leutnant d. Ref., Marburg. — Steinbeck, l. u. k, Leutnant der Reserve, Nlagenfurt. Verstorbene. Am 17. Oktober. Darinka Dolnicar, Agentenstochter, 7 Mon., Resselstrahe 22. Rachitis. Im Zivil spit ale: Am 17. Olob er. Emilie Benesch. Npothekerswitwc, 44 I.. Olwlolitlnx»!» cl>wu. — Johann Lotric, Arbeiter, 3!> I., Altoholismus, ttandestheater in Vaibach. 11. Vorstellung. Ungerader Tag. Freitag, den 19. Oktober !90U. Die Sittennote. Die Tragödie eines Schülers in vier Auszügen von Adolf Schwayer. Anfang halb 8 Uhr. Ende 10 Uhr. 12. Vorstellung. Gerader Tag. Sonntag, den 2l. Oktober l906 Das Wäschermädel. Operette in drei Akten von R. Raimann, Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736-0 mm. ,« 2U.N. 739-1, 1Z-9 windstill bewvllt ! ^ 9 . Nb. 738 4, 11 3 SO. schwach . ! 19.1 7 U. F. 738:5, 98 windstill Nebel 00 Pas Tagesmittel der gestrigen Temperatur 11 7°, Nor> male 10^1°. ________________________ Verantwortlich« Redakteur: Tnton Funtel. Um die Kindersterblichleit energisch zn bekämpfen, ist es unbedingt erforderlich, die oftmals gefahrbringende frische Kuhmilch gänzlich fortzulassen und an deren Stelle eine leichter verdauliche, immer gleichbleibende, keine Verdauungsstörungen verursachende Nahrung zu geben. Diesen Anforderungen entspricht am besten das altbewährte Ncstlesche Kindermehl, welches, nur mit Wasser gelocht, eine vollkommene Kindernahrung ergibt, Brechdurchfall und Diarrhöe verhütet und bereits bestehende Verdauullgsstöniugeu beseitigt. (44W) Sängcrrundc. I Heute Probe. I Beginn um 9 Uhr« I Tiefbetrübten Herzens geben wir allen Verwandten, Freunden uud Vekaunten die traurige Nachricht von dem Hinscheiden unseres inuigstgeliebten, nnvergeßlichen Galten, resp. Vaters und Schwicger° Vaters, des Herrn Johann Nep. Rant gewesenen Handelsmannes und Hausbesitzers welcher heute um 8 Uhr vormittags in seinem 71. Lebensjahre selig im Herr» entschlafen ist. Die irdische Hülle des teuren Dahingeschiedenen wird im Tmucrhause in Schischka eingesegnet, nach Billichgraz überführt und dortselbst am 20. Oktober um 10 Uhr vormittags im Familieugrabe beigesetzt. Die heil. Seelenmessen werden in der Pfarr« tirche zu Villichgraz gelesen werden. Der teure Verblichene wird dem frommen An» denken und Gebete empfohlen. Schischka-Villichgraz, am 18.Oktober 1906. Leopoldwe Maut, («attin — Hans Rant, l u. t. Oberleutnant; Josef Mant, t. u. k Ober- leutuant, Söhne. — Eophie Tomiiö qeb. slant, Tochter, — Franz Tomiiü, t. t, Postmeister und Kaufmann, Schwiegersohn. (4539) Marie Vinder gcb. Michel gibt iin eigenen und im Namen ihrer Kinder Karl nnd Marie allen Verwandten, Frcnnden und Bekannten die tiesbetriibende Nachricht vun dem Hinscheiden ihres innigstgeliebten Gatten, beziehungsweise Vaters, des Herrn Acrrl Winder , Inbrikn«t welcher heute den 1^. Oktober um halb N Uhr vormittag, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten, im vollendeten 48. Lebensjahre selig im Herrn entschlafen ist. Das ^eichenliegängnis findet Samstag den 20. d. M. um 4 Uhr nachmittag vom Trauerhause Slomöelgasse Nr. l4 aus auf deu Friedhof zum Heil. Kreuz statt, Die heiligeu Seelenmessen werden in der Pfarrkirche zu St. Peter gelcscu werden. Um stilles Beileid wird gebeten. Laibach, den 18. Oktober 1906. Lmbllchcr Zeitung Nr. 2^0. __________________2244________________________________________19. Oktober 1906. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Aursblatte) vom 18. Oktober 1906. Die notierten Kurse verstehen sich in Kronenwührung. Die Notierunq sämtlicher llltien und der „Diversen Lose" versteht sich per Stuck. Geld Ware Allgemeine Staats» schuld. Einheitliche Rente: lonv. steuerfrei, Kronen (Mat.Nov.) per Kasse . , W-?k »8 92 detto (Iän.-Iuli) per Kasse !,« !!5 88 85 4 »"/„ «. W. Nuten (Fedr.'Uug.) per »äffe......998» «00 05 4'««/» 0. W. Silber («viil°Ott.) per Kaffe ...... S9 90 100 1» t860er Vtaatslose 500 fl, 4 °/„ 154 20 156 5<> 1«l0el ,, 10« fl, 4 n/n L07 — 214'- l»»4er ,, 100 fl. . . 873 —275 — l»S4er „ ba fl. . . 27H-- 27K-- Dom.-Pfandbr. i» 120 fl. 5"/»29u- 2915« Vtaatsschnld d. i. Neichs» rate vcrtretc«c« König« reiche und Länder. Öfterr. Goldrente. stfr., Gold per Kasse ... 4"/« 116 85 11655 Osterr. Rente in Kronenw. stfr., Kr. per «asse . . , 4«/« 99 - 98-20 detto per Ultimo . . 4°/« «s — 9920 bft. Investition«.-Rente, stfr., «fr. per Kasse . »'/,"/<> S8 65 8885 Gis«b»HN'3l»nl»schul>' »llschreibnngt». Aorarlberger Vah», steuerfrei, 40l> Kronen . . . 4°/» 99 25 101)^5 In ltllllt»lchuldoelschr«ibnngen «bglftempltle ßislnbllhN'AklltN. ilijabeth.Ä. 20« fl. KM. 5^«/, von 400 Kronen .... 4öü — 463 30 betto Linz.Nudwels 20« fl, b. W. S. 5'/.°/« . . . , 486 — 440'^ betto Ealzburg.Tirol 20» l. ö. W S, 5"/n . , . . iib— 429-- Gelb Ware Po» Itaate Priorität»' ßbligaliontn. Vühm. Westbahn. ie . . 94-50 94 70 4"/„ detto per Ultimo »4 55 «4 ?l 3'/,"/» detto per Kasse . 84 - 84 20 Ung. Prümie».«!!l. ^ 10U fl. . 204 50 LO« 50 betto k 50 sl. . 204 — 20ä - Theih-Reg.-Lost 4°/<> . . . . lbN-25 152 25 <"/, ungar. Grundentl,-Oblig 84'40 S5 35 4°/u lroat, u, slllv. Gründen«.. Ovlia.........96 — !>7 20 Andere öffentliche Anlehen. Vosn. La»drs>A»l. (div.) 4"/„ . 9««0 94-8« Bosn.' herceg. Eisenb, -Lande«. «»lehrn (biv.) 4'/,"/» - - i>!»Nb1«0«5 b"/u Donau-Reg.-Nnleihe 1878 10575 IW-?.', Wiruei Verlehrl-Anlelhr 4°/« 98-1» !<9 9» detto 1900 4"/„ »8-80 W üt' Anlehen der Stadt Wien . . 101-5" 10llü<' betlo (L, od, G.) . . . 181-40 IH2-40 detlo (1894) .... 9Ü-45 U7-4.', detlu (189«, .... «5-70 !,! bettll Inv.-A.) 1902 . 98-80 !»9 «0 5örsebau Änlehen verloib. 6"/<, S9 5» 10U5» Vulg. Dlaatselsenb.^Hyp.-Anl. 1889 Gold .... l!"/u 118-60 119«(> Äulg. Staa!s. Hypothekar Ml. 1892......0«/« 118-90 119 9» Veld Ware Pfandbriefe «. Bode!ilr..aNl,.öst.in50I^»l.4°/<> 9875 8925 VSHm. Hypothelenbanl Verl. 4"/« 99-40 39 80 Henlral-Bod.-Kred,-«!., österr., 45 I. verl. 4 '/»"/<> . . . 102— —--Zentral «ob.-Kreb.Hl., üsterr.. 85I. verl. 4"/„ , . . . 996« loy-Sl, Kreb.-Inst.Merr., s. Vcrl,.U»t. u.üffenll.«rb.«at.^vl.4'>/l, 98- 99--Kandesb. d, Kön, Galizien und Lodom. 57>/i I. ruckz. 4°/„ 9?-h« 98ö« Viähr, Hnpolheleub. ocrl. 4«/« 8855 »9 55 N.'österr. Landc«.Hyp..Änst.4"/<, 9950 100 5( dettulnll.2"/(,Pr. veil. 3>/,°/<> 92— 8250 bell» K.'Schuldsch. verl. 3>/,°/<> 91-50 8250 bettu Verl. 4°/« 9940 100-4>l>ll'» ttrcuz, min. Ges. v., 5 fl, 28— 2950 Nudols.Lllsc 10 sl...... 54-— 6U-— ölllm.Losc 40 fl. K. M. . . 1W-— 2U2'- Geld Ware Türl, V,.V..«nl. Präm..vblig. 400 Fr. per Kasse . . . 16s 50 163 5« betto per M. ... i«2«b 16^-95 Wiener Komm,»Lose v. 1.1874 50250 512 bl^ Gew.'Lch.d. 3",/u Piäm..Lchuldv. d, Vobenlr..«nst. Lm. 1889 «8- 94- Aktien. Vl»u,porl«zlnl»n«h«u»gln. Ausslss'TepI. Eisenb. 500 fl. . 2444-— 2454 — Böhm. Nurdbahn 150 sl. . . 372-— 87?-- Vuschtiehrader Eisb.500 fl. KM. 2985'— 899b- dctto (lit. U,) 2oo fl, per Ult, ii8ü — 1141--Donau . Dampfschifsahrts. Ges., I., l. l. priv., 500 fl. KM. 1040— 1018-- Tlix.Äodenbllchei Elsb. 400Kr. 558'— 562- Ferbinaud3.Nordli.iano fl.KM. 5680 — b?2U -Lemb.. Eisenbahn» Gesellschaft. 200 fl. S> . 58U-- 581-— Lloyd.öslcrr,, Trieft,,50Usl. KM. 784'— 79L-- Österr. Norbwestlmhn 200 fl. S. 454 — 4bü- detto(!it, ii.)2»0fl. S. p. Ult, 454— 456- Prag.DuxcrEise»b. 100fl.abgst. 8«o-5« 22250 Otaatseisb, 200 sl,S. per Ultimo 683H0 684hs Südl>. 200 fl. Silber per Ultimo 188-50 183-5« Südnorddeutsche Verblubungsb. 200 fl, KM...... 408'— 409-00 Tramwnli'Ges., neue Wiener, Priurilatii.Altieii 100 sl. . —-— —-— Ungar. Westbahü (Raab-Graz) 20» fl. S....... 40?'- 409 — Wr. L°lalb,.NN!en.Ees. 200 fl. 190-—------- Vanlen. Analo.Österr. Nanl, 120 fl. . . 31550 316- Vanlverein, Wiener, per Kasse —— - -— deltu per Ultimo . . . 55790 558 9!, Vode»ti..Anst, österr, 200 fl,S, <«58'— 1062'5»> Zcntr,.Äud..ttrebb. öst,, 200 fl. 554— 558-Kreditanstalt fNr Handel und Gewerbe, Ilio fl., per Kasse —-— — — betto per Ultimo 673 75 ö?4-?5 Kreditbank allg. ung,, 200 fl. . 812— 81U — Depositcnbanl, nllg,, 200 fl. , 453 — 45b — (islumvtc. Gesellschaft, nieder» östeir., 4»u Kronen . . . 581— 585 — Giro» und Kassenverein, Wiener, 200 sl........ 454'— 4l»8'— Hypothekenbank, österreichische, 200 fl. 30"/u E..... 29«'— L9S-— Länberbanl, öNcrr,, 200 fl. per Nasse....... —-— —-- del to per Ultimo . . . .440— 445 20 ,,Merlur", Wechselst., «ltie». Gesellschaft, lioo sl. . . . 631— «37 — Geld Ware Österr..i!ng. Vanl 1400 Kronen 1758 - t?!>!' — Uüioübanl 200 fl...... 570 5» 571 50 Verlehrsban!, allg,, 140 fl. . 83? 2i> 33» 2b Zndnstrit.Unlernehmnnßtn. Baiiacs., allg. «fterr., 10« fl. . 140— 144 — VrüxerKohlenbergb.-Ges.ioosl. 7U6-— 7ln — lzlsenba!Mv..LeIhg., erste, ion sl. 21»-— 214 — „Elbemühl^, Papiers, u. V..G, 177— ,?«-— Eleltr..Ges., aNg.«sterr.,2<)0fl, 450— 452 — brtto l»ternat.,2U0fl. 595— 5»» — Hirtenbeiner Patr.», Zündh. u, Mel.Fnbril 400 Kr. . . 1130- - 1140-- Liesinger Ärnnerei 100 fl. . . 293- 2S7 — Montan.GeseNsch.,östrrr.»alplne 6c,2- 6«.)-— ,,P°lbi.Hütte", Tiegelgußstahl. F,.A..G. 200 fl, ... 584 — b<0 — Prager Eisen > Ind.» Ges. Em. 1905. 200 fl...... -^795 — 26Ü5 — Nima.Murany > Salgo>Tarjaner Eisrnw. 100 fl..... 580 — 58» 8>1 Salgo.Tarj. Steinlohlen 100 fl, «15— «20 — ..Schlüglmahl", Papiers.,20nfl. 346-— 852— „Schodnica", N..E. f. Petrol.. Ind., 500 Kr..... 646 — 6bN-— „Stcyrermühl", Papierfabril und V.'G...... 474— 48» — Trlfailer Kohlenw.'G, 7« fl. . 282— 284-bO Tttrl. Tabalregie.Ees, 2no Fr. per Kasse . —-— —-— belto per Ultimo 489— 482-50 Wasfens..Ges., österr., in Wien. 100 fl........ 5Ü5-— Ü69 — Waggoii'Leihanstalt, allgem., in Pest, 400 Kr..... —'— —- — Wr. Vaugesellschast 100 fl. . . 1b8— 1L1 — Wienerberger Ziegelf,'AN..es. 802 — 80«— Devisen. Kurze Ztchlen nn> jcheck«. Amsterdam....... 198-60 198 — Deutsche P!ähe...... 117 52' 117-72» London........ 240 35 240 52' Italienische Banlpläh« . . . 9555 95 6b Paris......... 95 40 95-50 Zürich und Basel..... 9542' S2-55 Valuten. Dulaten ....... ii»5 il-40 20-ssranlen-Stllcke..... 19 13» 19,6^ 20.MarlStucle...... 2848 28-56 Denlschr Noichöbaülnoteil . . 11750 ,1770 sNalienischc Äanlnoten . . . 95 50 S5'?0' NubclHulen..... 2-5evlB«n und Yuluten. 66 Los-Versloherung. BotrLlc- und "Weclislergrescli&ft I.aibaf.li, Spital^asse. Privat - Depots (Safe - Deposits) I VLX».t»x •lgrenomVariäclil-uaB dL«r I»«.rt«l. I VerziitURO von Bareinlagen lm~Konto-Korrent- und auf Bln-Kiiti. |