Nr. 108, Freitag, 14. Mai 1915. 134. Jahrgang. MbacherMZeitung »» ll, halbjöhri« ll X. Für die hufiellung w« Hau« «anzjühlig 2 X. — H»»s»r«««»^,bühr: F«r llelne Inserate bis zu vlei Zeilen 80 b, zrößrrs per Zeile 12 d; bei öfteren Wieberholungen per Zeile 8 b. ^ Die «llaibacher Zeitung» erscheint täglich, mit Nusnabme der Tonn und Feiertage. Die Fd»»t»tst»«tl<»M befindet ! sich VliNosiöftraße Nr, IS? die H«>«U»««, Millo»,öftrahe Nr. l«. Sprechstunden der «ebaltion von » bi« l0 Uhr ^ vormittag«, Unsranl'erte Briefe werden nicht angenommen, Manuskripte nicht zurückgestellt. Telephon >Pv. der Aedaktwn 32. 0 pc>pl80VÄl^U ^alo^ 0V8N. tü. 111. mmißtrLtvo 2H notra,u^6 3tv»,ri ^6 2 rg,2pi80N !l äns 9. Mäjll, 1915, 3tsv. 21.521, ^aulcax^Io Lplosno popj80v»u^v 2»Io^ 0V8» po stknHu « äne 21. maja l915. Xäor iiua ov«8 v Iirkiuiij, ^6 äolian, »vo^o 2«.Iogo xßlasiti pc» »t^i^u 2 än6 21. iQÄ^il 1915 odlaßtvu, v öigar okraHu ^s 22,l0ßa äne 21. mn,M. /»Ioß6 86 I)0i)i8U^6^0 1)0 odöin»ii /> uraäniilü ng,2Nliniluioli.lni, lci jili Norg, I2p0lniti ull Xßlagiiu 29,VS221M 086V«. ^i P0 n^snili navoätillü xaupnilc, ^i 32, je p08tavilo odikätvo. koäro^ne^H äoloöüa, ^alco «6 i2vi'3i popi8ovn,n^6, ix6a^0 ^olitiöna kri ixvröitvi p0pi80van^ 86 8NiLß1n0 upolÄ^ajo Z)l6äpi8i cssurzjcy^a ulcH2a x äns 21. ^dluarja. 1915, ärL. 2alc. »wv. 41. ^0 n»p0V6 lcäo 2lllc>ß6, lci jid ^s pri pryj8njsvi poyi8ov»,lljii N2,vyä6i nypi'kvilno ^1i ->ili jy xiit^il, 86 züklkäi ^r6)8u^6 N6pra.vi1ny nl^veädß ali 2!il,t»,iitv6 N6 8M6 Vßö Ic3.2iiovHti. Ifilcäo naj 86 22r3,äi t6ßk N6 äaj 17. 8tradn prsä kaxnijo oävi-niti oä naveädo i-68niönik poäatlcov. 8« xlipaäle v prill Äi»iHvi. 1'i8ti, lci iiaiu6nom2, odla8tvu pri^rijß^o v »voji pv8y8ti »li kr^mdi N3>i!2,jHj(>ö6 86 /alnßy 0V8ll, !l2,7.imj6 80äiöö6 2 23,p0l0U1 oä 6N6FN. tsäun. clo össti^ NS8606V, L6 PI686A3. VI-yäll03t Xkloßß 500 X, 8 8tl0ßim xaporoui oä YNSß», m68603, äo 6I!6ßk I6ta. k«l6ß 2»,p0ru6 ^H2iii 86 8N6 Z)ii80äiti äßnarng. ßiodll, äo 20.000 krön. tklcoui äoloöonyßa roll», ki 86 1)r3,n^c> oä^ovoriti Ul», 8tlivI^6N2, vprasan^ ^1i N6l68nic() oclßov0l6, lli /alir^nizo 0di2,8tv6U6mu xau^nilcu vswp v O^ratlU) Pl08t0l6, slll-2,iul)6 iu 6ruß6 PI'08t0l'6, VP0ßi6ä V 808poä»,l8lc0 in ^lß0V8lc6 ^3,pi8ll6, 3,1i lci 86 Ki-Hiii^o 62,ti P0)a,8iiil», ali lci 6i^0 U6l68!iiön», poj»8ni!ll, lca?.nu^6 8oäi8ö6 /> ^Hporom oä tr6k änij äo tr6k ino8606v a.Ii ^ 8iobo oä 20 äo 2000 X. ?ol6ß ^3,P0IN6 lcllXIli 86 8M6 P!'i8oäiti äsliHlNH Iclliion äo 2000 X. ^uäi 86 lllllico illl6ö6 i2ßu1)H odrtn6 plÄvic6. (1. Kr. lieivilli pre仫äui^: 2 än6 11. Najli 1915, 3t. 11.189, <» Äolotttvi äuevoV) ub k^terik ^ äovul^on» nroH»j» me^a in 0l»rtuis1io .^2. poälaßi § 2 iuini8ti-8k6ßg, ukü.29, 2 äns 8. inajk 1915, äri. xalc. ^2, 0 XÄßotovitvi pl-63lcrdL x m68oin, ?.n,n^a2U^s ä6i6lu2 vlaä» talco: § I- ^roä^g, NY8H, 8il<)v68», 111 pliprlivl^neß», (kuliailSß»., I)6ösn6ßa, pr6-lcaittiwßa ui Kapitän Kleinschmibts Polarjanden, welche von mor-gcn Samstag den 15. d. M. an im Kino „Central" zur Vorführung gelangen, ist wohl der gröszte und interessanteste Iagdfilm der Welt. Schon auf vielen Gebieten ist dcr Kinematograph für die Allgemeinheit nutzbar gemacht worden, und er hat sich dabei vortrefflich bewäHrt. Tie tiefsten Geheimnisse dcr Botanik hat er der Natur abac» lauscht, die Länder hat cr durchzogen und die Mccre durchleuchtet und die fernsten Zonen uns lehrreich naho gebracht. Auch aus dcn Polargegenden ist uns durch ihn manch wertvolle Kunoc geworden. Zu den besten derarti« gen Aufnahmen gehören die Bilder von den Polarjagden des Kapitäns Klcinschmidt, dic cr auf einer im Auftrage des Carnegie-Museums in Pittsburg unternommenen Expedition gewonnen. Bilder, die uns den höchsten Nor° den in wunderbarer Weise veranschaulichen. Auf die Kriegsanleihe )« zeichnen, ist Wcht jedes Österreichers! Laibllcher Zeitung Nr. 108___________________________830____________________________________14. Mai 1915 Der Krieg. Telegramme >e« k. k. Nelegraphen-Korrespsndenz-Knreans. Österreich-Ungarn. Vom nördlichen Kriegsschauplätze. Wien, 12. Mai. Amtlich wird verlautbart: 12. Mai 1915 mittags. Die Niederlage der russischen dritte» und achten Armee vergrößert sich von Tag zu Tag. In regellosen Kolonne«, teils in Auflösung, fluten die russischen Truppen und Trains dies« Armeen in den Richtungen auf Iaroslau, Przemysl und Chyrow zurück. Die aus dem Raume Sanok-Lislo nach Osten fluchtenden starten feindlichen Kräfte werde» von Süden her durch die über Baligrod und Polana vorgedrungenen eigenen Kolonnen angegriffen. Die siegreichen Truppen haben i» weiterer Verfolgung die untere Wislola überschritt«: ,nd Rzeszow erobert. Dynow, Sanol und Lisko sind in unserem Vesit,. Durch den bisherige^ außerordentlichen Erfolg in West-u»d Mittelgalizicn beginnt nun auch die russische Kar pathenfront östlich des Uzsoler Passes zu wanken. Deutsche und österreichisch-ungarische Truppe»! sind nun auch hier auf der ganzen Front im Angriff, der Feind im Raume bei Turla, im Orawa- und Oportale WH Rück zuge. Nördlich der Weichsel sind unsere Truppen über die Nida vorgedrungen. In Südoftgalizicn sind starte russische Kräfte über den Dnjcftr in der Richtung auf Horo-dcnka vorgestoßen. Zaleszczyki wurde von uns geräumt. Die Kämpfe dauern dort fort. Der Stellvertreter des Chefs des Gcneralstabcs: v. Höfer, FML. Wien, 13. Mai. Amtlich wird Verlautbart: 13. Mai 1915. Die in den November- und Dezcmberschlachten von Lodz und Limanova erfochtene,« Siege der verbündeten deutsche« und! österreichisch ungarische« Truppen zwangen die damalige russische Front in Polen und Westgalizicn in einer Ausdehnung von nahezu 400 Kilometer« zum Rückzüge. Damals zerschellte der vom Feinde geplante Vormarsch nach Deutschland an der erprobten Schlagkraft der treu verbündeten Truppen. Vom Jänner 1915 bis Mitte April habe« die Russen ihre Übermacht vergeblich aufgeboten, um über die Karpathen nach Ungarn ein-znbrechen. Unter ungeheuren Bcrluften ist dieser Plan au dem Heldenmut und der Beharrlichkeit unserer Truppen in monatelangen erbitterten.Kämpfe» vollkommen gescheitert. Damit war der Zcitpuutt gekommen, mit den machtvoll vereinten Truppen beider Reiche den Feind im gemeinsamen Angriffe niederzuringen. Der Sieg von Tanlow-Gorlicc hat nicht nur Westgalizien vom Feinde befreit, sondern auch die ganze russische Nida-Front kmd Karpathenfront zum Weichen gebracht. In Ausnutzung des ersten Erfolges haben die siegreiche» Truppen in zehntägigen Kämpfen die russische dritte und achte Armee bis zur Vernichtung geschlagen, den Raum von Dunajec und den Bccliden bis an den San durcheilt, dadurch 130 Kilometer heimatlichen Boden erkämpft. Reiche Beute fiel in die Hände der Sieger. Bom 2. bis 12. Mai nach mittags beträgt die Gesamtsumme der von allen Armeeil eingebrachte« Gefangenen 143.5,00 Mann, ferner etwa 100 Geschütze und 350 Maschinengewehre. Hiezu komme« noch alle jene, die durch die l5reiguisse überrascht, den Anschluß an die zurückgehenden Truppen versäumten und in den Wäldern der Karpathen vereinzelt herumirren. So hat sich deu Stab der russischen 48. Infanterierrup-pendivlsion mit G. d. I. Korniloff gestern im Rücken unserer Armeen bei Odrzcchowa unseren Truppen ergeben. Das Maß der Zerrüttung beim znrilckflutendclt Feind kennzeichnet sich dadurch, daß unser neuntes Korps in den letzten Tagen durcheinandergewürfelte Mannschaften von 51 russischen Regimentern gefangen nahm. Die seit Monaten vom Feinde aufgestapelten Ausrüstun gen, Vorräte aller Art, Munition und sonstiges Kriegsmaterial blieben bei dem rasche« Vordringen der Verfolger in den russischen Etappenftationcn! zurück und werden erst jetzt gesammelt werden können. Nördlich der Weichsel dringen österreichisch-ungarische Truppe« über Stopnica vor. Deutsche Truppen haben die Gouvernementshaupt-stadt Kielce erobert. Östlich dcS Uzsoler Passes erstürmten deutsche und Honvedtrupven gestern mehrere Höhen» stcllungc« der Russe«, drangen bis südlich Tmka vor und machten 4000 Mann 3« Gefangenen. Der Angriff wird hier in der Richtung auf Slole fortgesetzt. In Sud-ostgalizien griffen starke feindliche Truppen über Horu-denka an. Schließlich sei erwiih'tt, daß die russischen Kommuniques der letzten Tage, sichtlich bemüht, unsere und die deutschen Erfolge abzuschwächen, alles verneinen und als absichtlich falsch wiedergegeben bezeichnen. Dies ist ein schlagender Beweis für die Größe der russischen Niederlage, denn sie verwirrt nun nicht allein die Aktio ncn der Truppen am Schlachtfeldc, sondern auch die offizielle Berichterstattung der obersten russischen Heeres» leitung. Der Stellvertreter des Chefs des OeneralstabeZ: v. Höfer, FML. Die zweite Kricgsanlcihc. Wien, Ü2. Mai. Auf die zweite österreichische Kriegsanleihe haben weiters unter anderen gezeichnet: Firma Brüder Gutman (Wien) 4 Millionen, Poldihürte 1 Million, Brüder Böhler 2^ Millionen, Liebig u. Ko^ eine Million, Neithoffcrs Söhne 1 Million. Die Gemeinde Wien mit ihren Anstalten und Fonds rund> 23,050.000. Prag, 13. Mai. Graf Erwin Nostitz-Riencck hat eine halbe Million Kronen Kriegsanlcihe gezeichnet. Dic böhmische Eskomptebank hat cmf die zweite österreichische Kriegsanleihe sechs Millionen Kronen subskribiert. «deutsches Reich. Von den Kriegsschauplätze«. Vcrlin, 12. Mai. Tas Wolff-Vurcau meldet: Großes Hauptquartier, 12. Mai 1915. Westliche Kriegsschauplatz: Feindliche Flieger bewarfen gestern die belgische Stadt Vrügge mit Vomben, ohne militärischen Schade« anzurichten, östlich von ^jpcrn nahmen wir eine wichtige, von schottischen Hochländern verteidigte Höhe. Dün-tirchen, wurde weiter von uns nnter Feuer gehalten. Ostlich Dixmuidcn schössen wir ein englisches Flngzeug ab. Die zwischen Carency und Neuville (in der Gegend «ördlich Arms) von den Franzosen in den letzten Tagen gcnonnnenen Gräben sind noch in ihrem Besitze. Im übrigen waren auch gestern alle Durchbruchsversuche des Feindes vergeblich. Seine Angriffe richten sich hauptsächlich gcgeu unsere Stellungen östlich und südöstlich von Vermcllcs, gegen die Loretto-Höhc, die Orte Ablain, (iarency sowie gegen unsere Stellungen nördlich und nordöstlich von Arras. Sämtliche Vorstöße brache»» unter den schwersten Verlusten für den Feind zusammen. Ein Versuch des Gegners, uns dm Hartmannsweilertopf wieder zu entreißen, scheiterte. Nach starker Artillerie-Vor-bcreituug drangen französische Alpenjäger hier zwar in unser auf der Kuppe gclcgenev Blockhaus ei», wurden aber sofort wieder hinausgeworfen. — Ostlicher Kriegsschauplatz: Vei Szawle ist ein noch unentschiedenes Gefecht im Gange. An der Bzura wurde ein russisches Bataillon, das eiiren Versuch zum überschreiten des Flusses machte, vernichtet. — Südöstlicher Kriegsschauplatz: Un-> scre Verfolgung zwischen Karpathen »nd Weichsel ist in vollem Zuge geblieben. Dem Feinde wurde auf der gan zcn Front weiterhin schwerer Abbruch! getait. So nahm ein Bataillon des 4. Garderegimcnts zu Fuß allein 14 Offiziere (darunter einen Oberst), 4500 Mann gefangen und erbeutete vier Geschütze, eine befpauntc Maschinen-stewehrlompanie «nd Bagage. Die verbündeten Truppen nbcrsckMten dc« Sa» zwischen Sa«ol und Dljnow. Weiter nordwesllickjs erreichten sie die Gegend von Rzeszow-Mielec. Die in den Karpathen beiderseits Stryj lämp-fendcn Trupycn warfen den Feind aus feinen Stellungen. Oberste Heeresleitung. Berlin, 13. Mai. Das Wolff-Vureau meldet: Großes Hauptquartier, 13. Mai 1915. Westlicher Kriegsschauplatz: Östlich Vpern nahmen wir einen weiteren feindlichen Stützpunkt. Am Nachmittag wurden starke französische Angriffe gegen unsere Front Ablain-Ncuville u«ter schwersten Verluste« für den Feind abgewiesen. Das infolge! des Fcstsetzens der Franzosen in unseren vorderste« (Hräben zwischen Neuville und Carencu, zum größten Teile umfaßte Dorf Carency sowie der Westtcil von Ablain wurden jedoch in der vergangenen Nacht geräumt. Leider ist auch dabei, wieder eine Anzahl unserer braven Leute und Material verloren gegangen. Französische Versuche, das vo« uns nordwestlich Berry au Bac in den Waldungen südlich Ville au Bois genom» mene Grabenstück wieder zu gewiunen, blieben erfolglos. Nach starker Artillerievorbereitung griff der Feind gestern abends unsere Stellungen zwischen Maas und Mosel bei Croir. des Cannes an. Es gelang ihm, inj einer Breite von 150 bis 200 Metern in den vordersten Graben einzu» dringen. In erbitterten Nahkämpfen wurden unsere Stellungen jedoch wieder völlig von den Franzose» gesäubert. Eine Anzahl Gefangener blieb in unserer Hand. Zwei französische Blockhäuser auf dem Wcsthange des HalrtluannoweUerlopfes wurden von unserer Artillerie zusanuncngeschusscn. — Ostlicher Kriegsschauplatz: Die Lage ist unverändert. Der Kampf bei Ezawle steht noch. — Südöstlicher, Kriegsschauplatz: Die Heeresgruppe des Generalobersten v. Macke»sen erreichte gestern in der Verfolgung die Gegend von Dubieclo am San-Lancut (am untere« Mislol) -Kolbussowa (nordöstlich Debica). Unter dry Einwirkung dieses Vordringens weichen die Russen auch aus ihren Stellungen nördlich der Weichsel. Dort gelangten die Truppen des Generalobersten von Woyrsch, dem Feinde dichtauf folgend, bis in die Gegend südlich und nordöstlich von Kielce. In den Karpathen erkämpften österreichisch« ungarische und deutsche Truppen unter General von Linsingen die Höhen östlich des oberen Stryj. Sie nahmen dabcn 3(l50 Mann gefangen und erbeuteten sechs Maschinengewehre. )etzt, wo die Armeen des Generalobersten von Mackensen sich der Festung Przemysl und dem unteren San nähern, läßt sich ein annähernde,? Bild der Siegrsbcute alls der Schlacht von Gorlice und Tarnow und den daranschlicfzenden Verfolgungskänwfc« geben. Diese Armeen haben bisher 103.500 Russen zu Gefangenen gemacht, 63 Geschütze und 250 Maschinengewehre mit stürmender Hand erobert. I» diesen Zahlen ist die Ausbeute der in den Karpathen und nördlich der Weichsel tänlpfcnden verbündeten Truppen nicht inbe-griffen, die sich auf weit über 40.0W Gefangene beläuft. Oberste Heeresleitung. Die russischen Ableugmmgsvcrsuche. Berlin, 13. Mai. Das Wolff-Vurcau meldet: Aus dem Großen Haufttouartier wird unK geschrieben: Zwei amtliche russisch«? Verichte vom 12. Mai wagen es, angeblich zur Aufklärung der öffentlichen Meinung in den neutralen Staaten, die Erfolge der verbündeten deutschen und österreichisch-ungarischen Heere abzuleugnen. Wir möchten es nicht unterlassen, die Versuche niedriger zu hängen. Sie sind um so tomischer und unverfrorener, als heute, am 12. Tage, nachdem die verbündeten Trupftcu die russischen Stellungen bei Gorlicc und Tamow ange griffen haben, ihre Bataillone 150 Kilometer weiter östlich am unteren San uor Iaroslau, Przemysl und Do-bromil stehen und die ganze russische Karftathenarmcc südlich davon aus einer Front von über 120 Kilometern Breite eiligst nach Nordostcrr flüchtet. Als Kuriosum sei noch erwähnt, daß der Kommandeur der in dem Berichte besonders erwähnten tapferen 43. Infanteriedivision sich seit gestern auf dem Transport nach dem Innern Österreichs befindet. Er wurde von der Begleitmannschaft einer Munitionskolonnc aufgegriffen. Auszeichnung des Generalstabschefs von Falkenhayn. Berlin, 12. Mai. Das Wolff-Vureau meldet: Kaiser Wilhelm hat an den Generalstabschef von Falken-hayn folgende Kabinettsorder gerichtet: „Mit scharfem, klaren Vlick, in richtiger Abwägung der Lage haben Sie die Stelle ertlannt, an der das russische Heer am verwundbarsten war, und mir die daraus folgenden Vorschläge zur Herbeiführung eines großen Erfolges gemacht. Der jetzige herrliche Sieg gibt mir wiederum Gelegenheit, Ihnen meinen und des ganzen Vaterlandes Dank auszuspruhen für Ihre hingebende Arbeit, t>ie Sie in stiller, selbstloser Art in 'meinen und des Vaterlandes Dienst stellen. Unter denen, die cs dem deutschm Heere ermöglicht haben, einer Welt von Feinden die Stime zu bieten, um große Erfolge über sie zu erringen, stehen Sie als Chef des Gencralstabes des Feldheeres mit in erster Linie. Als Zeichen meiner Dankbarkeit verleihe ich Ihnen meinen hohen Orden vom Schwarzen Adler. 12. Mai 1915. Wilhelm i. U." rota.eist mehr fürcht ten lnüsscj als Hiudcnburgs Strategie. Nach einer Feststellung desselben Nlattes sind an keinem Tage seit der Kriegserklärung in London so viele Abendblätter verkauft worden, als nach dem Zcpeinannriff auf South-cno, weil damit der Krieg zum erstenmale so nahe vor die Tore Londons getragen wurde. Rußland. Eine zweite innere Anleihe. Petersburg, 12. Mai. Ein kaiserlicher Ukaz befiehlt dcm Fincmzminister, eine zweite innere Anleihe von einer Milliarde Nubel zu emittieren. Die Türkei Die Kämpfe im Kaukasus. Konstantinopel, 12. Mai. Das Hauptquartier teilt mit: An der kaukasischen Front wurden mit überlegenen Streitkräften iu der Gegend von Olty von den Russeu unternommene Angriffe auf unsere Vorposten vollständig zurückgeschlagen. Nach Gegenangriffen gelang es uns, die beherrschenden Höhen in unsere Gewalt zu bekommen. An den auderen Fronten nichts von Bedeutung. Russische Greueltaten. Konstantinopcl, 12. Mai. Das in Erzerum erscheinende türkische Blatt „Albairok" schildert die vou den Russen in der Ortschaft Horassan begangenen Greueltaten, insbesondere deren Ausschreitungen gegenüber Frauen uud jungen Mädchen, die in die Schützengräben verschleppt und schließlich, als die Russen ihre Stelluugen verließen, getötet wurden. Laibacher Zeitung Nr. 108____________________________832___________________________________14. Mai 1915 Zeichnungen für den Bau eines türkischen Dreadnoughts. Konstantinopel, 12. Mai. Die Bevölkerung von Cäsarea hat 12.000 Pfund für den Bau des Dreadnoughts „Medschid Khan" gezeichnet. Von allen Seiten laufen Meldungen über Subskriptionen für diefen Zweck ein. Griechenland. Weiterführung der Neutralitätspolitik. Athen, 12. Mai. Obgleich das Ergebnis der Ministersitzungen der letzten Tage nicht offiziell bekannt gegeben wurde, verlautet doch mit Bestimmtheit, daß die Regierung ihre Neutralitätspolitik weiterführen wird. Vie Vereinigten Staaten von Amerika Die Kriegslieferungen. Newyork, 12. Mai. Die Westinghouse electric Company erhielt einen großen Kriegsauftrag. Einzelheiten fehlen. Die American Woulen Company erhielt von der belgischen Regierung einen Auftrag für eine große Menge Uniformtuch. Die gleiche Gesellschaft hatte schon vorher von den Verbündeten einen Auftrag im Werte von fünfeinhalb Millionen Dollars erhalten. Eine große Automobil-Ausrüstungsgesellschaft erhielt einen Auftrag von Schrapnells für Rußland im Betrage von dreißig Millionen Dollar. Frankreich kaufte Ende April 15.000 Tonnen raffinierten Zucker. Die gesamten auswärtigen Iuckerkäufe betrugen 25.000 Tonnen. Warnungen vor Reisen nach Eilropa. Washington, 12. Mai. Das Staatsdepartement tut alles, um die amerikanischen Touristen von Reisen nach Europa abzuraten, weil ihre Anwesenheit in der Kriegszone zu diplomatischen Verwicklungen führen könnte. Mach Schluß des Matte« eingelangt. Konftantinopcl, 13. Mai. Das Hauptquartier teilt mit: Vormittags griff ein Teil unserer Flotte emen englischen Panzerkreuzer, welcher sich in der Morto»Bai am Eingänge der Dardanellen befand, an. Der Panzer treuzer wurde an drei Stellen getroffen nnd sank sofort. Lo»do«, 13. Mai. Im Unterhause teilte der Marine-minister mit, daß das Linienschiff „Goliath" in den Dardanellen torpediert worden sei. Man befürchte einen Vcr lust uon 500 Mann. l verantwortlicher Nedalt«nr: Anton Funtet. Meteorologische Beobachtungen in Laibach ______Seehöhe 306-2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm______ <^>2 U.N. ! 730-5^13-3!SSW. mäßig! teilw. heiter" ^ 9 U. Ab. 30-3 11-2 SO. schwach bewölkt_______ 7U. F. 30 4 112 . . 0 0 13. 2U.N. 30 4 19 1 SSW. schwach teilw. bew. 9U. Ab. 32 4 14 0 NO. schwach _________ 14.< 7 U. F. > 33 1> 10 0jNNO. schwach! Nebel > 1.6 Das Tagesmittel der Temperatur von Mittwoch beträgt 10-2». Normale 13'7°. Das Tagesmittel der Temperatur von Donnerstag beträgt 14 8°, Normale 13 8». Gestern nachmittags Gewitter. Die Patienten finden im Kaffee Kag, dem coffeinfreien Bohnenkaffee, den gleichen Geschmack des Kaffees, ohne eine Grregnng des Herzens zu verspüren. Geheimrat Grzellenz v. Lenden. (Vortrag ,.Herzneurose und deren Behandlung".) ..C«ffr»nfrri" Kaffee-Onndelsgesellschaft m. b. O. 90? 2-1 Wien, I., Tuchlauben 7. — (58 Messer acstohlcn.» In cin^m hiesigen Hotel in der Vahnhofgassc wurde diesertage ein Paket entwendet, worin sich 32 große Bestecke und 26 Dessertinesser mit runden und eckigen Griffen im Werte von 80 5^ befanden. DBUtscIier TlMemMi i Laitiach. Einladung zur Jahres - Hauptversammlung welche Freitag den 111. Mai 1915 um 6 Uhr abends im Theatepgebäude, I. Stock, stattfindet. I'agresord.n.-a.ngr: 1.) Mitteilungen des Vorsitzenden. 2.) Tätigkeitsbericht. 3.) Rechnungsabschluß. 4.) Wahl des Revisionsaußschusses. 5.) Wahl der Mitglieder. 6.) Entscheidung über etwaige Anträge der Mitglieder. Sollte die Versammlung nicht beschlußfähig sein» wird eine Stunde später eine zweite einberufen, welche ohne Rücksicht auf die Anzahl der Anwesenden beschlußfähig ist. 1007 2-2 Der Vereinsausschuss. Danksagung. Als uns unsere liebe Mutter und Großmutter, Frau Aansbefitzerin und Aauftnannswitwe durch den Tod entrissen wurde, standen uns unsere Verwandten, Freunde, Bekannten, die löblichen Vereine, Beamten, Bürger und Bergleute teilnahmsvoll zur Seite, schmückten die Bahre mit Kränzen und Sträußen und begleiteten die Verblichene zur letzten Ruhestätte. Für all diese ausrichtigen Beweise freundschaftlicher Teilnahme unseren herzlichsten Dank. Es sei Euch allen Gott der gütige Vergelter! Ioria, anfangs Mai 1915. Zie trauernden Hinterbliebenen. Amtsblatt. 3-2 Z. 10.76b Kundmachung. An der Taubstummen'Stiftungsanstalt in Laibach findet, foferne cs die Verhältnisse ge» statten, mit Beginn des Schuljahres 1915/16 die Neuaufnahme von Zöglingen über Ansuchen der Angehörigen taubstummer, schulpflichtiger Kinder statt. Die Bedingungen der Zulassung znm Unter» richte, beziehungsweise der Aufnahme in die Anstalt, sind: 1.) Taubstummheit oder ein solcher Grad von Schwerhörigkeit, daß die Lautsprachc durch das Gehör nicht erlernt werden kann; 2,) das zurückgelegte siebente nnd nicht überschrittene zwölfte Lebensjahr und 3.) eine entsprechende körperliche Beschaffen» heit und Bildungssähigleit. Von der Aufnahme unbedingt ausgeschlossen sind idiotische, blöde, epileptische und mit an> steckenden Krankheiten oder schweren körperlichen Gebrechen behaftete Kinder, desgleichen können Kinder, deren Sprechorgane die Erlernung der Lautsprache nicht zulassen, welche hochgradig kurz- oder übersichtig sind und Bettnässer keine Aufnahme finden. Die Nildungsfähigkeit wird durch eine besondere in der Anstalt abzulegende Piüfung konstatiert werden und weiden Tag und Stunde dieser Prüfung seinerzeit bekanntgegeben weiden. Die Aüstaltsschüler können während der Zeit ibrer Ansbildnng gegen Entrichtung der Verpflegstosten jährlicher 300 lv m der Anstalt Unterkunft und Verpflegung finden- Bei nachgewiesener Mitellosigteit kann eme Ermäßigung oder gänzliche Nachsicht der Ver-pflegstosten gewährt werden. Die Intern.Zöglinge werden in der Anstalt vollkommen verpflegt; von den Alimentations» Pflichtigen sind dieselben jedoch mit den vor» schriftsmäßigen Oberkleidern und der notwendigen Leibwäsche auszustatten. Die Iuternzög linae haben, und zwar auch im Falle der Er» miißigmtg oder Nachsicht der Verpftegskosteu, in die Anstnlt folgende Kleidungsstücke in gutem Zustande und gemerkt mitzubringen, und zwar die Knaben: 2 Oberlleider, Hut und Winter« rock, 2 Paar Schuhe, 6 Hemden, 6 Unterbein-lleider, 6 Paar Fuhsocken, 6 Taschentücher und einen Regenschirm; die Mädchen: 2 Oberkleider, Hut oder Kopftuch und Winterjacke, 2 Paar Schuhe, 6 Hemden, 6 Unteröckc, 6 Unterhosen, 3 Brustjacken, 3 Schürzen, 6 Paar Strümpfe und 6 Taschentücher sowie einen Regenschirm. Gesuche um Zulassung zum Unterrichte, beziehungsweise um Aufnahme als Internzög» linge in die Anstalt, sind bis zum 2«. Juni 1»l5 bei der Leitung der Taubstummen» stistungsanstalt inLaibach einzubringen. Die Gesuche sind mit folgenden Dolumen« ten zu belegen: 2) Geburtsschein, b) Impfungsschein, «) ärztliches Zeugnis über Taubheit unter Angabc der Art der Entstehung und über die körperliche Beschaffenheit, li) Heimatschein, o) etwaige Schulnachrichten. Bei Bewerbung um die Aufnahme als Internzögling ist überdies die reversmäßige Verpflichtung zur Tragung der Verpflegungs« losten jährlicher 300 K, eventuell ein in legaler Form ausgestelltes Armutszeugnis beizubringen. Beigefügt wird, daß anf Gesuche, welche nach dem ^0. Juni l. I. und nicht im vor-«cschriebeuen Wege, d. i. bei der Anftalts-lritung cinssebracht oder mangelhaft instruiert werde« sollten, leine Rücksicht genommen werden wird. K. t. Landesregierung für Krain. Lllibach. am 6, Mai 1915. Št. 10.765 Razglas. Na ustanovnem zavodu za gluboneme v Ljubljani se bodo, ako razmere to dopustijo, s prièetkom šolskega leta 1915/6 nanovo sprejemali gluhonemi äoloobvezni otroci na prošnjo roditeljev ali njib namestnikov. Pogoji za pripust k pouku, oziroma za sprejem v zavod so: 1.) Glubonemost ali takšna stopinja na-gluhosti, da se dotiènik s poslubom ne more nauèiti glasovnega jezika; 2.) izpolnjeno 7. in ne še prekoraèeno 12. leto življenja in 3.) primerna tolcsna zraožnOBt in sposob-nost za izobraževanjo. Od sprejetja so brezpogojno izkljuèeni bebaBti, slabouinni in božjastni otroci kakor tudi otroci, ki imajo nalezljive bolezni in druge telesHe hibe. Kavnotako se ne morejo 8prejeti otroci, katerib govorila niso zmožna priueiti se glasovnega jezika, ki so v veliki meri kratkovidni ali daljnovidni in ki moèijo posteljo. Sposobnost za izobraževanje bg dokaže b posebno preizkušnjo, ki jo je prebiti v zavodu; dan in ura te preizkušnje se razglasita ob svojem caBu. Gojenci morajo t dobi svojega izobraže vanja v zavodu dobiti stanovanje in hrano' proti plaèilu letnega zneska 300 K. Ako se uboštvo dokaže, se preskrbovalni stroški labko znižajo ali popolnoma spregle-dajo. Znotranji gojenci dobe vso preskrbo v zavodu; vendar jib morajo tisti, ki so jib dolžni preživljati, preskrbeti s predpisano vrhno obleko in s potrebnim perilom. Zno- tranji gojenci morajo, in Sioer tudi kadar se preakrbovalni stroiki znižajo ali spregledajo, v zavod sledoèa oblaèila v dobreni stanu in zaznamovana s seboj pri-nesti, in sicer deèki: 2 zgornji obleki, klobuk in zimsko suknjo, dvoje èrevljev, 6 srajc, 6 spodnjih hlaè, 6 parov nogavic, 6 žepnib robcev in dežnik; doklice: 2 zgornji obleki, klobuk ali ruto in zimsko jopico, dvoje crev-ljev, 6 srajc, 6 spodnjib kril, 6 hlaè, 3 na-prsne jopice, 3 predpasnike, 6 parov nogavic, 6 žepnib robcev in dežnik. Prošnje za pripust k pouku, oziroma za 8prejom znotranjib gojencev v zavod, je do 20. Junija 1915. 1. vlagati pri vodatvu nstanovnega zavoda za gluhoneme v Ljubljani. Prošnje je opremiti z nastopnimi listinauii: a) z rojstnim listom, b) z izprièevalom o cepljenih kozah, c) z zdravniškim izprièevalom o glubo-nemoBti z napovedjo, kako je ista nastala in o telesni zmožnosti, d) z doniovinskim listom, e) s solskimi naznanili, èe jib ima doticnik. Kadar se prosi, da bi Be dotiènik sprejel za znotranjega gojenca, je priložiti vrhuteg» izkaz o premoženju ali pa zavezno pismo, da bode plaèeval po 300 K preskrbovalnib stroškov na leto ali pa v zakoniti obliki uapravljeno ubožno sprièevalo. Pristavlja se še, da se prošnje, ki bi do-spele po 20. juniju 1.1. in ki bi se ne vložile pred|usanim potom, to je pri vodstvu nsta-novne^a zavoda za ffluhoneme ali ki bi bile pomanjkljivo opremljene, nebodouvsževale- C. kr. deželna vlada za Kranjsko. V Ljubljani, dne 6. maja 1915. Laibacher Zeitung Nr. 108______________________________833_____________________________________14. Mai 1915 86. Rechnungs-Abschluß der k. k. privil. wechselseitigen in Graz für öcrs Merwclltnngszcrhr 1914. 1172 Versicherungsstand. «.»««d°.«».e..««« W,b«»r.«».eU..n« ^N'«'^' «^«, «^'»'^ Anzahl der Versicherungs' Unzahl der Versicherungs« ^ ^. ^ Versicher.' ^ ^ « Versicher.» ficherungs« wert Versiche« wert 2-Z"« wert 2-^« wert wertes ^' "«° ^........ nm«°„ ^ 3« 5 ^ Fs^ ^--------« ' Mit 31 Dezember 1913 hat der Stand betragen.......... 93.096 229.149 630,765,334 42.996 293.989.237 1.620 ! 968.060 857 1,290.530 927,013.251 Im Jahre 1914 sind zugewachsen: Lurch neue Veitritte. Erneuerungen abgelaufener Versicherungen und Werterhöhunqen............... 1473 ! 3.521 34.392.418 8.457 67.137.257 294 138.270 954 1.415.862 103.083,807 Zusammen..... 94.569 > 232.670 > 665,157.752 51.453 l 361,126.584 1.914 1,106,330 1.811 2.706.392 1.ll3ll.N3?.UL8 , Dagegen gingen ab: l ^ Durch Austritt..................... 618 1.673 ! 2,312.022 117 342.026 — — — — 2,654.048 Durch Ablauf zeitlicher Versicherungen ........... 271 669 ! 11,286.555 6.488 ! 43,353.292 229 102.409 857 1,290.530 56,032.786 , Durch Wertverminderunaen u.Ausscheidungen sowie durch Schadenfälle 1.266 ^ 3.134 ! 13.028.44? 1.32« 21,226.652 69 44.269 7 13.895 34,313.263 Zusammen..... 2.155 ! 5.476 > 26,627.024 7.931 64.921.970 298 146.678 «64 1,304.425 93,000.097 Somit Stand mit 31. Dezember 1914.............. 92.414 > 227.194 638,530.728 43.522 296,204.614 1.616 ! 959.652 947 > 1.401.967 937,096.961 z Ausgaben. Hauptbetriebs - Rechnung für das Uerwaltuugsfahr 1914. Einnahme«. I- Vchadenzahl»ngen (einschließlich der ! I. Übertrag der Fonds vom Vorjahre slhebungs. und Rettungsspesen) . . . 769.624 ! 79 (ausschließlich des Pensions-, Feuer» ab: Anteil der Rückversicherer ... 340.983^49 428,64130 webr- und Kaiieriubiläumsfonds): u, «.»«..,.«,»»«- l' NVV««V«?, '«, ">' 204,«« «5 3. Laufende Verwaltungsauslagen (siehe 5?« N'«« 1 c,i? f.'.» 1 . « u «» 3. Sonstige Ausgaben, und zwar: ») für die mitVeginn des Verwaltungs« » °n «°s.tz«ch«n F.«rwchrb«..ä,.n b1,°«7 «« Wr^«Ä ,'"'""' ,'°^"! l,^,«4 2« b) an freiwilligen Beiträgen zur d) für im Laufe des Jahres neu ab« Förderung des Löschwesens . . . 3.730 - geschlossene Versicherungen u. Werts, o) an Rückerstattuna an die Abtei« erhohuugen.......... 436.615 9b 1,819.230 21 lungsmitglieder aus dem Geba» ab: Rückversichern«« > . 894.197 60 925.032 61 rungsüberschufse des Jahres 1912 104.555 30 ^ '", u ---------------------- ä) der Reservefonds: IV. Erträgnis der Kavitals'Anlage»: für diverse Ausgaben .... 10.464 23 169.636 92 202.740 b2 < ^ . <, . ...... ^,^-55-l l u---------------------------------------------!j 1. Darlehens-und Vslomptezinsen sowie IV. «eserve für schwebende Schade«: ! Z'nscn von Einlagen bei Kredit« Für Schäden des Rechnungsjahres . . 62.496 55 Instituten und Sparkassen .... 222.452 13 ab: Anteile der Rückversicherer. . . 15.304 71 47.193 84 2. Zinsen der Hypothelar-Darlehen. . 1.115 62 V. Stand der Fonds am Schlüsse des ^ Effeltenzinsen.......... 106.471 57 ^ Rechnungsjahres (ausschließlich des 4- Remertragms von Realitäten. . . 47.978 06 Pensions-, Feueiwehrstiftungs. und Hievon ab: Zinsen der darauf lastenden «lllserjublläumsfouds): Hyftothelarschulden....... — — 47.978 06 378.017 38 1- Prämieureserve......... 337 563 68 ab: Anteil der Rückversicherer .. 142 93163 194 632 05 V. Andere Einnahme«: ' A den Mitgliedern aus dem 1 Polizzengebühren........ 21.935 58 Gebaruuasüberschusse des Jahres 2. Andere Verwaltungseinnahmen . . 961 -1915 '" Rückerstattung im Jahre 3 Kursgewinn: 3 Reler« s^7"W°"....... 111.932 - .) an Effekten: 4 Rückv/^.......... 6,532.282 52 realisierter.......... 4. Musverslcheiu„g^og...... 1573 404 92 buchmäßiger......... - -5. Pranuen-Ausgleichsfonos..... ' «8«, 7» d) an Valuten......... - — - -6. Kursdifferenzen.Fonds 4. Sonstige Einnahmen, und zwar: 7. Reserve für Abschreibungen vom Nuch« ») an gesetzlichen Feuerwehrbeiträgen __ __ werte der Realitäten b2.589 23 8.471.102 bU d) an Rückversicherungs. Provision (einschl. Gewinnanteil)..... 262 72b 07 ^ VI. Überschuh ans der I»hresgeb«r»ng 218.887 0b 0) diverse Einnahmen der Fonds . I4'ub4 - 276.779 07 299.675 65 ^. . 9,829.865 < 66 > 9.829.865 > 68 Laibacher Zeitung Nr. 108____________________________834___________________________________14. Mai 1915 Manz am 31. Dezember 1914. ^ Aktiva. ---------------^ Wasfiva. --------------- ! 1 Forderungen au die Altionäre für nicht eingezahltes ! 1 Emittiertes Altientapital (Grlindungsfonds)..... — — ! Aktienkapital................. — ^- ! 2 Gewinst« und Kapitals Reserven: „ «, „ ., ^ .l',^ a^< A«, ») Die den Gebäude-Versicherten aus dem Gebarungs' ^ l>) Reservefonds der Gebäude', Mobilar«, Spiegelglas» ! 4 Neal.t.ten-Bruttowcrt..............1,415.000 - ,^ H^el-Versicherungsableilung .... 6.532.282 52 Hievon ab. Darauf lastende hypothetarschulden . . ^ — 1,415.000!— ^ e) Rückvcrsicherunasfonds...........1,573.464 92 ! > 5 Wertpapiere zum Kurswerte v°m 25. Inli 1914 . . 2,357.514 10 ^j ^'^Wi^en vom Buchwerte der ^' " ! ! ..... ^. . Anstaltstiäuser.............. 52.589 23 8.276.470 ^ 45 Hlezu: laufende Zmsen............ 37.361! 48 2,394.875 58 g Kursdisferen«n.^onds.............. ^ - -6 Wechsel im Portefeuille............. — — 4 Prämienreserve (abzüglich des Anteiles derRückversichcrer) 194.632 05 7 Hypothelar-Darlchen.............. 42.536 39 ! 5 Reserve für schwebende Schäden (abzüglich des Anteiles ' » , , . m, . der Rückversicherer).............. 4,.iU3 84 8 Darlehen auf Wertpap.ere............ 648,875 - ß Pensionsfonds der Bediensteten.......... 1.074,133 51 9 Penfionsfonds................. 1.074.133 51 7 sonstige Fonds: 10 Sonstige Fonds: . „) Stiftungsfonds für verunglückte Feuerwehrmänner !1.191 87 ! n) Kaiser-Iubiläumsfonds (zur Unterstützung von durch ») Stlftungsfonds für verunglückte Feuerwehrmänner 9.191 87 andere Elemcntarereigmsse als durch Feuer l d) Kaiser-Iubiläumsfonds (zur Unterstützung von durch verunalückten Nereinsteilnehmern)...... 55.690 45 64.882 32 ^«lü^^u^nH '"^. .^"" 55.690 45 64.882 32 « Passiv-Saldi der Rechnungen mit den Rückversicherern 90.836 71 11 Altiv-Saldi der Rechnungen mit den Rückversicherern .----------------------827 3? ! / ^""!" ^"'!°"."............... 1L Ausstände bei Geschäftsführern und Veitrags-Rückstäude 69.023 05 „) gesetzliche Feuerwehrbeiträge pro 1914..... 51.087 39 13 Diverse Debitoren............... 260349 48 d) Diverse andere, aus dem statutenmähigen Geschäfts. ««^„ .. ..... ..... ^.o4v ,0 ^^ entstandene Passivposten...... 32.532 15 83.619 54 14 Vortrag der zu amortisierenden Orgamsattonskosten. . , __ __ ^ ^^ aus der Iahresgebarung einschließlich des 15 Wert des Inventars nach erfolgt« Abschreibung . . . 10 433 76 Vortrages aus dem Vorjahre.......... 218,887 j O.i l 16 Sonstige aus dem statutenmäßigen Geschäftsbetriebe ent- ^ ftandene Aktivposten.............. 7 764 84 ! illM.lM 05 ! 10M»?0 05 ! l , ! ! ! Die Präulien für in späteren Jahren fällig werdende Prämienscheine betragen X 742,942 98. ! Graz, im Monate Jänner 1915. Eduard Hauschl m. p., Josef Hartmann m. p., ! Gencral.Selretär. Oberbuchhalter. -Dr. ssranz Ilwof m. p., Johann Edler von Feyrer m. p., Vize-Präsident. dz. Pireltions'Obmaun. ^ Geprüft und mit den Büchern übereinstimmend befunden: Graz am 16. März 1915. Fritz Knaus m. p. Johann Thunhart m. p. Josef Zurc m. p. > Nachdruck wird nicht honoriert. j D> Jahrgang i^4/« ^ 45 Hefte zu je M ^ D«s n«ue Jahrgang wlrb «b«n vielen illustnerien ttriegsarttleln auch liierarisch werivolle Knegsbriefe angesehener Dichter und <5christstelOer Xubin der Herzogin sowle zahlreiche Novellen und <3rzHhlungen, belehrende und unterhaltende Artikel uftv. Psächtiger Bilderschmuck sl,»!!«,!! auf »«ltna^ nimmt «N<«t«tN Jg. v. Kleinmll,)l H- Fed. Da«. bergs Buchhandlung, Laibach. Kongleßplah Dr. 2. L GEGEN ANSTECKUNG müssen wir uns um bo mehr schützen, als jetzt die verschiedenen ansteckenden Krankheiten, wie: Scharlach, Masern, Blattern, Cholera, Typhus, mit erhöhter Kraft auftreten. Deshalb verwende man Überall, wo solche Krankheiten vorkommen, ein gutes Desinfektionsmittel, welches in jedem Haushalte bei Bedarf vorhanden sein muß. Das verläßlichste Desinfektionsmittel der Gegenwart ist laut Untersuchungen der Institute von Prof. Löffler, Vertun, Pertik, Vas etc. unstreitig das JL, Y S OF ORM welches geruchlos, ungiftig und billig ist und durch jede Apotheke und Drogerie in Originalflaschen (grünes Glas) zum Preise von 90 Beller geliefert wird. Die Wirkung des LyBoform ist prompt und sicher, weshalb es von sämtlichen Ärzten zur Desinfektion am Krankenbett, zur Waschung von Wunden, Geschwüren, für antiseptische Verbände und zur Irrigation empfohlen wird. Lysofopm-Seife ist eine feine, milde Toiletteseife, welche 1 Prozent Lysoform enthält und antiaoptisch wirkt. 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