81. lahPQ 110 ErsrKeim (h lM>iittk-h h Caiit AusnAkjBc der Feierte^. Schriftleitung, VerMtltuns ui Bariiclruc|[«pei Ttl. 25-67, S5-69. Miribor Kopftllfka uL (t Nr. SO Mittwoch, d«n S. f«bfu«r 1941 «fiitm .md tonoriffe ffW mr{)r«r(n 3De4)tn - Sfofl gons <8nalaii5 driroffen — 9riHf(t)r Suftangrilfe auf Jönft uno 3ftor(>tot|ltranirri$ — Wfue t^toerr eüb.WtfofriuHe CnoianM — ©»r Ärlea in fit&Men: aippolonla um'InjM, (M Xrt&ffi sehe Lu^affe di« ernten neuen Angriffe avf die britiiche Hauptstadt. Die eTsittn Berichte darülMf staounen von der Associated PresB, Auf da Londoner Vieflel wurden Brandbomben abgeworfen. Hl New YoHc siiKl ferner Meldungen Uber deutsclie Luftanigriffe auf MiHelengland bei Ltvenpool sowie auf Wal^, StHhvest-und Osteiigland «ingetroffen, London, 5. Fdw. (Pnited Pi««) In der tetxten Nacbt kamen wiedcrun ganze Wdlen von deutschen Kampf1h»gerver-blnden «ich En^and eingefkicren. Es Wir dies eine der größten Nachtaktioneii der deutschen Luftwaffe in den fetvtmi Wochen. Die deutschen Angrilfe erstreckten sich von der tchottischen grenze Uber London und MWeleinIgEjti tfis ntch SOd-westengtand. Berlin, 5. Februar. (AvaU.) DNB berichtet: D48 Ob^rkpn^man Feber. (Avala-DNB) Der demo»krati5che Senator Whee-ler erklürte in einem Interview, er habe absolut zuverläfisige Informationen darüber, daß die amerikanische Wehrmacht nich«t über ein einifcges Flugzeug verfügt, welches für ' efn modernen Krteg befähigt wäre. Von 630 Flugzeugen, die die Wehrmacht am 1 januar 1941 besaß, ist nicht ein einziges Flugzeu^g für den modernen Krieg zu benützen, da keines dieser Flugzeuige Benzintanks besitzt, die sich automatisch scWießen. Daeselbc ffilt bin«icbt1ich der Panzerung und der Kapazität des MaschInengewehrfeuers, Wa«»hington, 5. Feber. (Arala-DNH) General Wood erklärte vor d.»m Außoiwusschuß tks Senate, er habe 1936 gei«geittftch mit Win«>ton C h 0 r e h H1 gesproche. Churchill habe Ihm damals erklärt: »Deutschland wird zu stallt, wir müseen es vernichten.« General Wood ha-bi daratis die Schlußfolgerumg gezogen, daß in Europa ein Krieg »usbrechen werde, da die führenden Persönlichkeiten Englaivis so denlken. Der demokratische Senator Reynolds rirhfrcte an Ciener^l Wood dfi Frage, ob ChurchW in d<^r Mehrzahl gebrochen habe, »Is er sagte: »Wir müssen sie vemichtcn.« Bs frage »ich, ob Churchill gedacht habe, daß neben T^ngland auch die Vereinigten Staaken kämpfen würden. Oeniral Wood erklärte, er habe diesen Hindruok nicht geha-bt. rhnrchUl habe dabtM nur an Fngliaml gedacht. General Wood beschäftigte sich sodann mH den Beftirehttinffen über einea etwaigen deutscb^n Angrift a>uf d« Vereinigten Staaten. Der General bezeichnet« diese Befürchtjungen als lächcrlteh, Deutschland besitze nicht ein einziges Phigz'iug, welches imstande wäre, nacih New York zu fliegen und wieder zurOdi:-. zu4cehrcn. Nur aus Angst vor der Verwirklichung einer absurden und nicht r&-afleierbaren Idee brauche der Kongreß die Rooeevelit-BHt ntfcht amMhmien. SDtllTir« London, 5. Peber. (Avala-Reutery, Wendeil W i 11 k 1 e reiste heute früh mdt Flugzeug von London ab, um Ober Lissabon nach den Vereinigten Staaten zurück zukehren. Gestern abends speiste er in einem bekannten Londoner Restaurant m Gesellschaft einiger hervorragender Per-sönlichkdten. ^J?a(firl(!)tcti Schanghai, 5, Peber. (Aval»» Reuter) Wie in Erfahrung gebrachC wird, wird die Luftwaffe des Marschalls Tschiangkaischek demnächst 150 chinesische Piloten erhallen, die in Bälde ihre Ausbildungszeit in Sow-jetnißland beenden werden. Brüssel, 5. Feber. (Avala—Havas) Das Amtsblatt veröffentlicht den Stand der belgischen schwebenden Schuld, die sich Ende Dezember auf 74.881 Millionen belgische Franken beliei, Für das laufende Jahr wird eine Er« höhung dieser schwebenden Schuld um etwa 12 Milliarden Franken erwartet. Madrid, 5. Feber. (Avala—DNB^ In der Provinz ValladoUd hat sich der Duero über die Ufer ergossen und überschwemmte weite Striche Landes. In Tudel de Mero wurden durch das Hochwasser 70 Häufier zum Einsturz gebracht. X Ein neuer Trdtistoff. Wte man erfährt, h*t die vor einigen Monaten in Beogrftd gegründete ^Pogon A. G.« von Ing. Stern das Patent zur HensterUing eines neuen Treibstoffes erworben. Nach fachmämitechem Gutachten i»t dieser neue Treibstoff, dem sein Erfinder de« Namen »P o g 0 a a k gegeben hat, dazu geeignet, al6 Ersatz von Berttin für den Hotrleb von Automobilen verwendet so wervkn. Nähere Angaben Hege« derzeft nicht vor. »Mafiborer Zortung« NummcT 30 2 Mittwoch, den 5. f'ebruar 1941 Beginn der Debafle über die Rmveit-BiiI 2>it erfien CReden für un& gegen Me <ünglan&-£>iife / eieren die amerifonifcften iDoiI^bertreser un^er t>riH1(t)en Guggefiionen? „(Snglond ßeiitn, 5tn Dereinigien Gtoaten 3eit gei>en" W a b h i 11 10 ii, 5. Keber. (Avala-iXNB) Am Montag begann im amerikanischen Repräseniantcnhaus die Debatte über die E n g ! a n d - Ii i 1 ? c - B i 11. Der demoAratische Abgeordnete S a b a t h vertrat zu Beginn der Debatte die Antriebt, daß das Gesetz: eine Vertcidigungs-inaßnahme repräsentiere, aber keine Kriegsiriaßnahme. Der demokratische V'ertreter Bloom empfahl die Annahme des Gesetzes, indem er erklärte; »Je stärker die Vereinigten Staaten sind, desto leichter werden sie einem Waffenkonflikt 'ontpehen. England helfen, heißt den Vereinigten Staaten Zeit geben. Die Annahme, daß das gegenwärtige Oesetz geeig- net sein könnte, die Vereinigten Staaten in einen Kri'eg zu verwickeln, entbehrt jeglkher Grundbge.<'5 Nächster Redner war der republikanische Vertreter Hamilton Fish, der die Opposition vertrat. Fish griff die Roose-velt-Bill schärfstcns an und bezeichnete sie als ein »Diktatur-, Kriegs- und Bank-rott-Gesttz«. Wenn dieses Gesetz nicht abr^ejlndert werde, darin könne er, Redner, sagen, daß die Vereinigten Staaten in einem halben Jahre in den Krieg in Europa und in Asien verwickelt werden würden. Die Vereinigten Staaten würden eine Diktatur haben, die nur noch mit der Di'ktatur der Nationalsozialisten und der Kommunisten verglichen werden könne. Washington, 5. Feber, U n i t e '"J Press berichtet: Die Debatte über die Roosevelt-Bill begann im Repräsentantenhaus vor dichtgefüllten Galerien, Der Präsident des Hauses erklärte vor Beginn, daß die Zuhörer weder Beifall noch Ablehnung manifestj^eren dürfen. Die^ Debatte wird drei Tage lang dauern. Washington, 5, Heber. »CAvala-DNB) Die Debatte über die Roosevelt-Bill gestaltete sich stürmisch. Mehreren Repräsentanten und sogar dem Vorsitzenden des Außenausschusses wurde der Vorwurf gemacht, unter dem Kindruck der Beprechungen mit dem britischen Botschafter Lord Halifax zu stehen. Der republikanische Abgeordnete D i r k s e n forderte vom Vorsitzenden des Außenausschusses Bloom d'ie Mitteilung über dessen Gespräch mit dem britischen Botschafter. Bloom erwiderte daraufhin, daß in der Unterredung lediglich das Verfahren des Repräsentantenhauses zur Sprache gekommen sei, insoweit sich dies auf die Annahme der England-Hilfe-Bill beziehe. Die Frage, die an ihn gerichtet worden sei, war am Platze, denn es gehe nm das Schicksal der Vereinigten Staaten. 3tQlientf(Der s;orpeDolbootanarfff oeaen dritifdDen 6^ipaPleitsug (Srfo2grei(j&e Qiftion italienitcfier s;or.9e6o&oo'e Sm O^oten 3Q:eer Irgendwo in Italien, 5. Feber. (Avala). Stefani meldet: Der 242. Bericht des Hauptquartiers der italienischen Wehrmacht vom 4. d. M. lautet: In N o r d a f r i k a war lebhafte Fliegertätigkeit zu verzeichnen. In Ostafrika bezogen unsere Trup-nen an der Ostfront neue Stellungen östlich von Agordat und Barentu. Von diesen Stellungen aus wurde ein Angriff feindlicher Panzerwagen und einer aus englischen und indischen Truppen zu- sammengesetzten Abteilung abgewiesen. Einige Gefangene blieben in unseren Hän den zurück. An der Südfront griffen unsere Truppen den Feind an und zwangen ihn zum Rückzug, wobei sie ihm empfindliche Verluste beibrachten. Unsere Luftwaffe hatte einen wichtigen Anteil an diesen Anteil an diesen Kämpfen. Feindliche Flugzeuge unternahmen An. griffe auf verschiedene Orte in Eritrea und auf Mogadiscio. Es wurde Schaden angerichtet; unter den Eigeborenen waren zahlreiche Opfer zu verzeichnen. Em englisches Flugzeug wurde zum Absturz gebracht. Zwei eigene Flugzeuge sind zu ihren Stützpunkten nicht zurückgekehrt. Im Lauf der vergangenen Nacht griffen italienische Torpedoboote im Roten Meer einen feindlichen Geleitzug an, der von Kreuzern und Zerstörern gesichert war. Unsere Torpedoboote schössen neun Torpedos ab, von denen sieben trafen. Trotz der heftigen Abwehr des Feindes kehrten unsere Schiffe unbeschädigt zu ihren Stützpunkten zurück.« Dafiert auf Crm S)rrimö(Oirt)ertrao EINE ERKLÄRUNG DES AUSSENMINISTERS MATSUOKA. V () k i u, 5. Feber. (DNB) Außenminister M a l s u 0 k a erklärte während der Budgetdebatte des japnischen Abgeordnetenhauses, daß die Beziehungen zwischen Japan und den Vereinigten Staaten noch nie so schlecht gewesen seien wie jetzt. -'Das amerikanische Volk__so erklärte der Minister — will die wahren Bemühungen des japanischen Volkes nicht begreifen. Der Pakt, den Japan niit Deutschland und Italien abgeschlossen hatte, ist ein Pakt des Friedens und verfolgt lediglich den Zweck, eine Ausbreitung des Krieges zu verhindern.« Am Schlüsse seiner Ausführungen ei'-klärte Matsuoka, daß die Politik Japans nach wie vor auf dem Berliner Dreimäch-tevertrag basiere. :£(itrflung Der ^Ttegierungd-frife in :8ui0orlpn ACKERBAUMINISTER BAORJANOV VON SEINEM POSTEN ZURÜCKGETRETEN. — MINISTERPRÄSIDENT DR. FILOV MIT DER LEITUNG DES ACKERBAURESSORTS BETRAU!. entlassung Bagrjanovs zur Verlesung. Wie aus dem Dekret hervorgeht, ist die interimistische Leitung des Ackerbauministeriums dem Ministerpräsidenten Doktor Filov übertragen worden. in einer kurzen Rede gab sodann Ministerpräsident Dr. Filov einen Ueber-blick über die Bedeutung dieser Veränderung. Er betonte u. a., daß die Regierung nur eine Politik betreibe, und zwa«-die Politik der Regierung, nicht aber die Politik einzelner Minister. binnen «rflärungen ü&er finglanö Rom, 5. Feber. (Avala-Stefani) »Il Popolo d'Italia« befaßt sich mit den Erklärumgen WiIIki es über Coventry und Birmingham sowie über die Verrin-geruHig der Kriegskraft Englands. Das Blatt meint, es sei durchaus möglich, daß die englische Propa^ganda die Erklärungen Willkies ausnützen werdt', um die Lieferungen der Amerikaner zu beschleunigen, es sei aiber ebenso möglich, daß die Wahrheit, die WrW'kie über die Wir-kun gder deutschen Bombardem-ents entdeckte, geeigiret sei, die interventionistischen Manöver abzubremsen. Das amerikanische Volk war bis gestern blind. Heute weiß es, daß die HHfe Amerikas für Enigland ntiitzlos ist. Jetzt weiß das amerilcanische Votlk, was man englischer-seits fordert: die Teilnah'nie an einem Kriege, den Engtond schon verloren hat. Amerika ist aiinähemd so groß wie Asien. Der Flächi'iirauni Amerikas be-Irägl 13, der Asiens 11 Millionen Quadratkilometer. 3>fftatur QUf Havanna, 5. Feber. D^r kuibanische Staatspräsident Oberst Battista hat das Komimando über alle Wehrmachtteile übernommen und alle bisheritgen Kom-mamdanten abgesetzt. Gleichizeititg w-urde der Belagerungs-zustatiid über KMarttwrer Zeltunj?« Nummer 30 Der Krieg am Rolen Meer... sie ItolKnMd^e ftolonir <8rqt(»räa 5In flnem 5fr ^el^eftm JSunRe 6er örfte Das Interesse der ganzen Welt richtet sich gegenwärtig auf das Westufer des Roten Meeres tind die anschließenden Gebietsteile, wo sich gegenwärtig ein heißes Ringen zwischen den gegen Osten vorstoßenden Engländern und den harten Widerstand leistenden Italienern abspielt. Mittelpunkt des hauptsächlichsten engtiachen Vorstoßes Ist die italienische Kolonie Erythräa, offenbar, um so rasch als möglich an die Küste des Roten Meeres zu gelangen und auf diese Weise die italienischen Truppen zuerst von Norden her abzuachnüren^Gleichzei-tig setzte auch ein Stoß von der englischen Kolonie K e n y a in nordöstlicher Richtung gegen ItaUenisch>So>-tna Ii 1 a n d und die jOngste itaMenische KolonialerweFbung Abessinien in nordöstlicher Richtung ein. Aus diesem Grund« dürfte es von Interesse sein, über die italienischen Kolonien in Qstafrika u.' vor allem iVbcr Erythräa ein Bild zu entwerfen. | Erythräa ist im Grunde genommen | ein von Nordwest gegen Süc'ost verlau-1 fendcr J-ängsstreifen am Roten Meer und ^ ist eigei^tlich der Ausläufer des abessini-1 sehen Hochlan(|es. tand ist ein Teil' des einstin^en Kaiserfeiches Abessinien u.' wurde von ()en Italienern in den letzten jähren de vergangenen Jahrhunderts teils durch kriegerische Operationen, teils. ^rch AbmaehMügtn niH Kaiser Men«., ENGt) vevp ■0 / r^l^SOKÖTjwTen 4bifö4 OSTAFRIKA Mo^aef/*cm iri DTSCt- lik II. dem teileniacliefi Besitz eitverleibt Das Land durchzieht in einiger Entfernung von der Küste ein längliches, durchschnittlich mehr als 3000 Meter hohes pla teauartiges Hochland, das gegen Süden immer höher zu den abessinischen Tafelbergen aiifsteigt. Dag Klijna trägt aus die sem Grunfle zweierlei Charakter: entlang der Küste herrscht außerordentl'ch trok-kene HItre vor, während es am Hochland angenehm kühl ist, weshalb sieh auch dort das Hauptleben abspielt. Die Hafenstadt M a s s a u a, neben dem südlicher gelegenen Assab mehr oder weniger der einzig zui^Hngiiche Ankerplatz i^ir größere Schiffe, ist einer der heißesten Punkte der Welt überhaupt. Der Niederschlag ist außerordentlich gering, die Luftbewegung gering. Das Gebiet ist sumpfig und strichweise stark san dig. Das Hochland hingegen ist zum guten Teil urbar und wird auch dort Ackef_ bau betrieben. Im übrigen gleicht auch die Vegetation und die Tierwelt jener Abesslniens. ♦ Der Flächeninhalt Erythräas beträgt nicht ganz 120.000 Quadratkilometer tmd besitzt demnach etwa die halbe Größe Jugoslawiens. Die Bevölkerungsdichte isi außerordentlich gering und leben in der ganzen Kolonie nicht einmal 500.000 Ein wohner. Europäer gibt es kaum lOÄX), fast ausschließlich Italiener. Italien richtete schon in den Siebziger-jähren des vergangenen Jahrhunderts sein Augenmerk immer mehr auf das Westufer des Roten Meeres. Seine Bevölkerungs-dichte erforderte es, sich nach neuem Landerwerb umzusehen, um die überschüssige Bevölkerung dort anzusiedeln. Es gab mehrmals diplomatische Hochspan nungen, die Italien dank seiner diplomatischen Fähigkeit zu einem Druck auf den Negus von Abessinien ausnützte u. nach und nach durch Bündnisse und Abkommen von ihm Gebietsstreifen erwarb. Im Jahre 1896 rückte Italien im Verlaufe einer neuen, sich immer mehr zuspitzenden Spannung mit einem Expeditionskorps hl den nördlichen Teil des Landes ein, kojm-te aber den erhofften Erfolg nicht 3nr Gänze für sich buchen. Die Truppen muß tön sich nach dem Mißerfolg bei Adua zu rückziehen, immerhin wurde in darauffolgenden Verhandlungen Negus Menelik zur Abtretung des nördlichen Teiles Abee , siniens. Er y t h r ä a, an Italien bewogen. Einzelne Teile gehörton bis !936. dem Ende des Abessinien-Krieges, formdl noch zum Reiche des Negus, tatsächlich aber standen sie unter italienischer Vef-waltuflg. (Krnrnnuno dnee neuen 3ufli}mininer^ MMKrCR OHNE POfTfEFEUILlE PR. MICHAEL KONSTANTINOVie IST DER NACHPOLQER DES BISHERIGEN JUSTIZMINISTERS DR. MARKOVie B e 0 g r a d, 5, Fe^er, Der bisherige Justirmtaister Dr. La«ar Markoviö Ist auf Vorschlag des Ministerpräsidenten Ltid aöf Orynd eines Dekrets des königH-chen RffgentschaHsrates zvr Disposition gesteirt worden. Auf Grund einis gleichen Dekrets wurde der bisherige Minister oh- ne Portefeuille Dr. Michaeil K o n s < a n-t i n o v i ö mm Jus+iwnintster ernannt. Der neue Jusitiwninis^r hat t>erei+R den Eid auf die Verfa«fiung in Anwesenheit des RegieruiTgschefB m6 Innennrinisters abgelegt. Die linruDfn in efl&afriro DAS ECHO IN DER DEUTSCHEN PRESSE. — ERNSTER CHARAKTER DER V JOHANNESDUROER VORFALLE. Berlin, 5.' Februar. (Avala). Die deutschen Blätter heben hervor, daß in Johannesburg ernste Unruhen herrschten, an denen die Zivilbevölkerung, das Mil'-tar und die Polizei teilnahmen. Dies Sn ein Bewe.s der kritischen l äge des britische« Imperiums, Die Blätter betonen, diese Uniuhen wären durch d e »Gewaltpolitik« des Generals Smuts hervorgerufen worden. Die »Berliner Börsenzeitung« betont, daß diese Unruhen eine Folge des System Smuts, durch Polizeispitzel zu regieren, sei. Südafrika sei, wie General Smuts selbst behaupte, ein demolcratiseher Staat. Die Welt hätte Gelegenheit zu sehen, daß sich dort Je- der, der nicht wie ein EnglMnder aussehe, vor den Bajonetten der englischen Soldaten fürchten müsse. »Berliner Lokalanzeiger« schreibt, das Vorgehen der Smuts-Reg erung in Johannesburg sei ein Beweis, daß auch bei der Zentralreg'.erung der Union in Prätoria dieselbe Überzeugung . hinsichtlich des Verfahrens bestehe, welches gegen die Buren-Nationalisten anzuwenden sei. Wie dies während des Weltkrieges der Fall war, so sei es auch jetzt. Die britische Regierung stürze sich mit ihrer ganzen Brutalität auf die Buren, um in ihnen jedes nationale Gefühl zu ersticken. Xragi dDer £o5 bti froadfdDen S)idf)terd 3\)o ^0}ar{anin Zagreb, 5. Feber. In der vergangenen Nacht um 2 Uhr ist der Junge kroatische Dichter und Journalist Ivo Ko-z a r S a n i n, Mitarbeiter des »I^rvalski dnevnik«, auf tragische Weise ums Leben gekommen. Die Behörden haben in diesem Falle sofort die gesetzlich vorge-schriebenp Untersuchung eingeleitet, doch wird von vorneherein erklärt, daß es sich um keine Handlung politischen Charakters oder etwa um einen Racheakt handelt. Der Kfotlechc Schriftstellervereiii hat die Sorge um die Beisetzung Kozar-Kanins Übernommen. Die Stadtgemeinde Zagreb hat beschlossen, dem Verstorbenen in Würdigung seiner Verdienste um das kroatische Schrifttum ein Ehrengrah anzuweisen. Die Stadtgemeinde hat auch die Kosten der Beisetzung auf sich genommen. Gestern nachmittags wurde dem toten Dichter die Maske abgenommen. Die Beisetzung findet am 6. d. M. um IS Uhr am Mirogoj statt. Der Gieinierireter &e< öeuiffieii QDoitipruppeniatirer« in ^uooilatDlrn N o V i s a d, 5. Feber. Dr. Sepp J a n k o der Führer der deutschen Volksgruppe in Jugoslawien, hat Fritz Metzger zu seinem Stellvertreter ernannt. Die Ernennung ist sofort in Kraft getreten. In dem Ernennungsdekret heißt es, daß Fritz Metzger den Volktgruppenführer in seiner Abwesenheit vertritt und daß er alle Vollmachten besitzt, die dem Führer der deutschen Volksgruppe in Jugoslawien zustehen. Q nlonrrcud „e jernrr 33rfen Bukarest, 4, Feber. (Avala-Rador), Der Ministerrat hielt gestern unter dem Vorsitz des Staatsführers General A n t o-n e s c u eine Sitzung ab. Später wurde folgende amtliche Mitteilung erlassen: Der Staatslührer besprach in der Sitzung des Ministerrates die auswärt ge und d e innere Lage des Landes un i er'wähnte die Ereignisse der letzten fünf Monate. Es wurde der Beschluß gefaßt, im Stande jener Staatsbeamten, die in den letzten Monaten »n Jen Staatsdienst aufgenommen oder daraus entlassen worden sind, eine Rev sion vorzunehmen. Im Staats, dienst verbleiben alle jene Beamten, deren Betätigung dem neuen Geiste in Rumänien entspricht. Da festgestellt worden ist, daß die Täigkeit des Londoner Gesandten Tilea antinatonal und die von ihm entwickelte Betätigung gegen die Interessen des rumänischen Staates gerichtet Ist, wird Ihm die rumänische Staats, bürgerschaft aberkannt. Es werden die strengsten Maßnahmen gegen jene Geistlichkeit unternommen werden, die ohne Rücksicht auf ihren Beruf an den letzten Unruhen teilgenommen haben. Die Aktion zur Runiänisierung der wirtschaftlichen Betätigung des Landes wird fortgesetzt wer('en. Der Staat wird allen Rumänen dl». Beweise Ihrer wirtschaftlichen Pähig-nelt geliefert haben, seine Unterstützung leihen. Die fefwioer Sleldftiniefle Leipzig, 5. Feber. (Avala-DNB) An der hdurigen Frühjahrsmesse des Reiches in Leipzig werden, nach den btehericjen Vofbereikragen zu urteilen, 21 Staaten teilnehmen, IR hievon mit Kollektivausstellungen. Ihre Eneiigniese werden u, a. ausstellen: Belgien, Buiga-rien, Dänemark, Finntand, Iran, Italien, Jiigoislawfen, Holland, Norwegen, Rumänien. Schweden, die Schweiz, die Slowaikei, Spanien, die Sowjetunion, Ungarn, das Protektorat Böhfnen und Mähren sowie das General-gouverncmeirt. Der deutsch-Italienische Studeoteti-kongreß in ßerUn. Berlin, 4. Feber. (Avala-Stefani). Re chsunterrichtsm'n'ster R u s t empfing gestern d'e Teilnehmer des Jweiten Kulturkongresses der deutschen und der italienischen Studentenschaft, der in Berlin abgehalten wird. In einer an die Stti. dentenschaft gerichteten Ansprache unterstrich der Reichsminister die Zusam- menarbeit der Studenlen beider Nationen, indem er hinzufügte, daß die Achsen mächte bei der Erneuerung Europas ganz besonders auch auf die Mitarbeit der deutschen und der italienischen studentischen Jugend rechnen. Der Chef, der italienischen Studentenabordnung dankte im Namen seiner Kameraden dem Reichs-minister herzlichst für die ausgesproebe-nen Worte. Kommuttistenverhaftungen in Fraokfeiclu V I c h y, 4. Feber. In Marsseille und in Toulouse wurden zahlreiche Personen wegen kommunistischer Propaganda verhaftet. In Toulouse sind bereits mehrere Urteile gegen Kommunisten gefällt worden. KnUnr-diemlfc 3o&anne« Gdbiot t In seinem Geburtsort Querfurt verschied im Alter von 78 Jahren der Schriftsteller Johannes Schlaf, der um die Jahrhundertwende als ein Verfechter des Naturalismus auftrat und gemeinsam mrt Arno Hoir die Novellen »Papa Hamlet«, die Programmschrift »Neue Gleise« unü das Drama »FamlHe Seiicke« verfaßte, die auf die damalige deutsche Dichtergeneration größten Einfluß ausübten. Nach seiner Trennung von Holz veröffent lichte Schlaf das Drama »Me-ster ölze« und wandle sich dann immer mehr der impressionistischen Stimmungsdichtung zu. Von seinen späteren Werken sind zu nennen die Skizzen und Erzählungen »In Dingsda«, »Stille Welten«, »Die Kuh. magd«, »Jesus und Mirpun«, »Der aMe :>Mari'borer Zeitung« Nu'jrmcr 30 4 Mittwoch, den 5. Februar 194. Wcismann«, »Tante Mohnhaupt« und rRadium«^ die Dramen »Gertrud« und »Wiegand« sowie die Romane »Das dritte Reich«", »Aufstieg« und »Die Wandlung«, in neuerer Zeit trat er mit loosmologi-schin IdeLMi hervor, die einen i^chroffen (le^ensatz i:ur Kopernil^anischen Lelire betonten (»Das al->6olute Individuum und die Vollendung der Religion« und »Kosmos und kosmischer Umlauf«), Aus Stadt imil -h Die Geschichte des Fliegons im Do-kumentarfüni. Ein Dokumentarfilm von der Geburt und der Geschichte des Flie-genö wurcte jetzt unter dem Titel »Hiin-inelstürmer — Geburt und Geschichitc des F]iegent5<£ von der Tobis-Deigeto unter der Regie von Walter Jerven fertiggestellt. Der a'berhdiüllende Film entstand mit Unterstützung des deutschen Reichsfilmar-chivs beim Reichsminlsterium für Volks-aufkläruHtg und Protpaganda. Er zeigt mit Auisnahme eines kurzen geschichtlichen Vorspanns au&schließlicli Originalaufnah-nien aus den verschiedensten Epochen der Fliegerei. V Kluges preisgekrönter Roman »Die Zanbergetge« im Film. Krieh iibermayer wiT«d dk Umdichtung von Kurt Kluges Roman »Die Zauöergeige« im liinver-stänidniö mit der Witwe dit^ Dichters und dein Verkger iles Werkes für den Film vornehmen. Aus WUmnlbsm esnama mr. Errichtung eines Sportklubs in Marenberg. Im Ga^ithof Preglau findet heute, Mittwoch, den 5, Fäbcr die Gründungs-vertyamTnlung des angestrebten Sport-klu'b-> statt, dessen Aufgabe darin bef^teht, nach oiner langen Pause von mehreren Jahren die sportfreudige Jugend von Ma-rtniberg zu erfassen und der körperlichen Ertüchtigung viuziifü'hren. Es Ist zu hof-Itn, ilaß die Marenberger Jugend von dieser schönen Gelegenheit reichlich Gebrauch inachcn wird. mr. Lustiges »KnödelschieBen«. Vorigen Sonnlaig wurde in Marenberg unter schöner Beteiliigung der Eisschützen das alljährlich schon zur T^radition gewordene »Knödelschießenc ausgetragen. Das Wetter "vvar den Eieschützen zwar nicht gnädig, doch ließen sie sich nicht einschüchtern. Die »Moars« waren Alois L la n ^ e r und Otto Preglau. Beide Parteien zeigtin gutes Können, doch mußten die »jüngeren« unter der Führung Ottos Preglaus der erprobteren Partei der »Älteren« den Sieg überlassen. Den Abschluß bildete ein recht gcanütliches Zusammensein im Ga^ithaus Preglau. Die KnödeJ, um die auf dem Eise gerungen wurde, schmeckten allen Teilnchm'i.'rn aufs beste. onaribor. OltititoocD. &en 5. Sfebruar eympDonif'onjeri! Das allseits, insbesondere aber tn Mu* sikkreisen mit lebhaftestem lnterefi6e er« wartete große Symphoniekonzert d€r »Glasbena Matica« findet heute, Mittwoch, den 5. d. um 20 Uhr im Sokolsaal statt. Dieses vielversprechende Kunstereignis bringt ein erlesenes Programm der Symphonischen Musikliteratur. Eingelei-wird der Abend mit der Ouvertüre aus Webers »Oberon«. Anschließend folgt daf. bekannte C-Moll-Konzert Mendelssohns, das Prof Taras Poljanec als Solist spielen wird. Als nächster Punkt der Vortragftfolge wird Schuberts »Unvollendete« zu Gehör gebracht. Borodins »Steppenskizze aus Mittelasien« und Ba-rano^' »Svatovac«-Kolo füllen das wei-1 tere Pr<^ramm aus. Die artistische Lei-timg hat wieder Militärkapellmeister | Hauptmann J i r a n e k inne, der gerade | mit diesem Konzert die Öffentlichkeit auf die Schaffensfreude unserer Symphoniker j aufmerksam machen will. Das Konzert wird auch cSurch den Ljubljanaer Rundfunksender übertragen werden. 6ti^tDer( QSeHrDrdfjörungen öurcD 6(l5neefan HEUTE ALLE ÜBERLANDSAUTOBUSSE EINGESTELLT — GROSSE ZUGSVER-SPÄTUNOEN — STÖRUNG^iN AUCH IM TELEGRAPHEN- UND TELEPHONVERKEHR Was schon mehrere Tage zu erwarten war, ist nun über Nacht eingetreten. Der Himmel bedachte uns mit ein«.ni allzu reichlichen Schneefall, des Guten viel zu viel. Der Bauer war, al-s der Schneefall nach kurzem Regen in der Nacht zum Dienstaig einsetzte, nicht unzufrieden, da er sich etwas Schnee als Wärmesipender Gßwerbebail im 8. Felisr 1941 im Sokolsaal (Unionssal) Miliiarmuslh Alis iiltec IPBil Vorsicht bei Gebrauch verzinkter Gefäße in der Küche! Nichts Saures, auch k'iine Früchte darin aufl')ewahren, um von Darmstörungen aller Art verschont zu bleiben! Auf luisercr Eide soll es iiocli etwa 200.000 wildlebende; Elofanlen geben. Wie aus Tokio gcmeldcl wird, ImL <;lii japanisclter Frauenarzt und Graphologe fcslgeslcllt, daß niöglicli .sei, aus der llandsclirifl der werdenden Mutler schon etwa ciu Vierleljahr vor der Entscheidung das rreschloclil fies Kindes festzustellen. tn Oklahama, Amerika, wies eine h'rau der Direktion eines Kinos durch Vorlegung von Eintrittskarlen nach, daß sie in sechs Jahren lOiX) Vor-stellungern besucht habe. Daraufhin erhielt sie eine ..Frcikaiic" bis :tii ihr Lebensende. für die Erde ersehnte, als es aber gestern den ganzen Tag foftschneitc. da war auch or anderer Meinung und wünschte sieh baldige Schließung der Hinvmelsschlcu-sen. die diesmal Wrisser in Form von Schnee herabschütteten. Erst licuite gegen A^orgengrauen hörte der Schneefall auf. alles aber deu-tet darauf hin, daß wir noch weiteren Schnee erhalten werden. Die Folgen des überreichlichen Schneefalles sind uniabwendbar. Bis zu e inem halben Meter und stellen'weise noch weit höher bedeckt die weiße Decke Stadt und Land. Die Straßen sind schwer oder ül>erhia'Uipt nicht passierbar. In den Siedlungen werden die Verkehrswece rasen ausgeschaufelt oder gepflügt, um notdürftige Passaigen herzustellen, Schlecht ist es jedendoch damit am Lande bestellt, wo die meisten Straße unbefahrbar sind. Die Stadtbetriebe mußten sich entschließen, heute die Ü b e r 1 a n d s a u t o b u s s e daheim zu l)ela'ssen, da ein Befahre bei dieser Schneehöhe unmöglich oder 'a'ber a'llzu riskant isl. .Auf den verschneiten Straßen ist schon gestern eine Reihe von Fahrzeugen, auch Kraftwagen, stecken .geblieben, besonders der kleinen, niedrigen Personenautos, denen größere Schnee nmssen eine unüberwindliche Wand entgegenstellen. Sollten die Aufräu.mungsar-beiten gute Fortschritte machen, so wird abends der Versuch gemacht werden, den einen oder anderen Au'tobiw im Fernverkehr wieder in Betrieb zu setzen. Dasselbe gilt auch für die privaten Autobusun-ternehmungen, die einstweilen feiern m'üssen. Im städtischen Loikal verkehr wickelt sich der Autobus-verkehr zwar halbwegs normal ab, doch sind auch hier Shörunigen und Versipätumgen zu verzeichnen. Das B e p f 1 ü g e n der ver.^chneiten Straßen in der S^adt geht sehr langsam vor sich. Gestern durchfurchten die mit Pflügen versehenen Lastaaitos der Stadt-geineinde den Schnee, doch war dies mclw oder weniger Sysiphusarbeitt, da die breiten Furchen bald wieder n>it neuem Schnee i-ngefülH wurden. Zwei Motor,pflüge blieben an der Sti'.dtiperi'pherle sogar im Schee stecken. Die übriifen Wagen wurden so stark hergenommen, daß sie Schaden erlitten und ausfielen. Heute werden die Straßen mit Holzpflügen, von Pferden oder Traiktoren gezogen, fahrbar gemacht. Leider sind d'e Schnei-ßen nicht sonderlich breit, sodaß beim Ausweichen Fulii v/erke Sc!iwicri':;k?'i-tcn entstehen. Die Haus- und Grinulstüi:k~ besitzer werden aiifgefopdert, vor ihren Parzellen die Gehsteige von Schnee zu säubern, damit eich wenigstens der Fußgängerverkehr ungestört abwickeln kann. Große Störungen rief der Schneefall auch im E i sc nba'h n v e r'k e h r aus. Die Züge treffen mit großen Verspätungen ein. Bei einem solohen Wetter eine Reise unternehmen ist wirklich kein Vergnügen, weshalb auch die Frequenz zu wünschen übriig läßt. Vor alle/m ist es mit den Zugsverbindüngen mit dem Balkan herzlich schlecht bestellt und spielen viel-fttündige Verspätungen schon kei-ne Rolle •mehr. Der nasse, patzige Schnee lia^t auch im T e l e g a p h e n- und Telephon-v e r k e h r Störungen verursacht. Unter der Schneelast rissen zahlreiche Drähte und hängen von den A^a^ten oder Dächern. Mehrere Fernlinien sind unterbrochen, bis der Schaden ausgebessert wir:!, was aber nicht so leicht «ein wird, da die Arbeiten auf den Landstraßen durch 'len hohen Schnee stark b''?h'ijdert werden. Die W i n t e r s n 0 r 11 e r freuen sich selbstredend der hohei Schneedecke, di sie sich jetzt überall njich Herzenlust tummeln können, ohne gerade den i3a-chern aufsuchen zu müssen. Die Skier kommen voll zu Ehren, während die >:>Dreikäsehochs« ihre Rodel aus der RiJii-pelkanimer holen und hinausziehen in die frische Winlcrlwft. in. Seinen 50. (ieburtstdji« feierle die-ser Tage der technische Leiter der ..Mnriborskii Tiskarna .\. G." Hen' Kar! Friedrich. Der .hibilar hat das graphische Facii seinerzeit in der einsligcn Buchdruckerci Kralik ans-gelcriii und ist dann sehr früh ins Ausland gewandert, um seine Kenntnisse im Fach zu vervollständigen. Der Weg führte ihn über Deutschland in die nordischen Länder, nach Frankreich usw., worauf er nach einer längeren Zeitspanne wieder in die Draustadl zurückkehrte. Seit mehr als zwei Jahrzehnten leiht der Jubilai* sein umfangreiches Kömien mid seine Erfahrungen als teclmischer Leiter dem Druckereibetrieb der „Mariborska Tiskarna". Ad multos annos! m. Die Bäckermelsterinmmg in Maribor macht das Publikum darauf aufmerksam, daß bis auf weiteres kein Brot oder Gebäck ohne Brot- bzw. Mehlkarten abgegeben werden darf. Eine Ausnahme bildet nur das Feingebäck, das ohne Karten erhältlich ist. Demnach gilt die Kartenpflicht auch für Maisbrot. 111. ZwcUcr KaniniermusilLubond des SeliwiibLsrli-dentsclum Kulturbundes. Für (ien am Freitag, den 7. d. M. \un 20 L'hr im Musiksaal des KB statl-findenden Kammermusikabend der QuinlcUvereinignng Maria Podließnigg, l)r. (lirliMrcl Gnllr, Max Schönherr, t-Mu:ii'd Fersclini;« und Dr. I'^rwin Jelt- niar sind die Einlaßkarten (freier Eintritt) im Glaswarengeschäft der Firma Gustav B e r n h a rd, Aleksandro-va cesta 17, während der Ge.schäfts-slunrlon ge^cai Vorweis der Mitgliedskarte des KB erhältlich. m. Aus dem Verwaltunn^enst. Versetzt wurden (ho Praktikanten des Verwa 1 tungsdienstes H. Camernik von Dezevp zur Bezirkshauptmannschaft in Dolnja Lendava und Gyrill Vcrstovsek von der Sladtpolizci Maribor nach Cetinje. m. In der VoHisunlversiläl wird am Freitagi den 7. d. der bekannte Zagreber Photofachmann Lud. Griesbach einen Vortrag über eine Seefahrt von Sibenik nach Ulcinj entlang der dalmatinischen Küste an Hand von 200 fai'bigeu Photos halten. Griese bachs Farbenphotos aus Dalmatiem erregten überall großes Aufsehen. m. Die SchnddermeisterJnniuig in Maribor fordert ihre Mitglieder, soweit sie die Eiubekemntnis der pauschalierten Erwerbssteuer für das Jahr 1940 noch nicht eingereicht haben, auf, dies unver^ü^ch vorzunehmen, um sich vor Unannehmlichkeiten zu bewahren. Die Formulare stehen in der Kanzlei der Innung, Slomäkov trg 14, zur Verfügung. lu. Die Umiausehfrist für einige aus dem Verkehr gezogene Münzen läuft, wie die Nationalbank mitteilt, dieser Tage ab, und zwar für die Nickelmünzen zu 1 und 2 Dinar und zu 50 Pai-a am 1(5. Februar, der Silber-miinzen zu 10 Dinar dagegen am 28. Februar d. J. Nach AWauf der Frist verlieren diese Müiozesi ilipe Geltung und sind nicht mehr als GeW anzusehen. Wer derartige Münzen besitzt, soll sie bis einschließlich 16. bs^\ 28. cl. bei der Nationalbank oder bei den staatlichen Anstalten einwechseln, die Zahlungen entgegennehmen oder vornehmen (Postämter, Postsparkasse, Steuerämter usw.). m. Boris Pllato und seine Fartaerii Erna Mohär geben morgen, Donnerstag, ihren zweiten Tanzabeiid im Ma-riborer Theater, worauf ganz besonders aufmerksam gemacht wird. Das Programm wird noch mit Stritc^ humoristischer Einlage „Ein Tanzpaar aus dem vorigen Jahrhundert" bereichert , werden. m. In der VollaunivenillH in Sin« denci erscheint am 6. d, der bekannte Humorist Bo&> Podkrajäok am Vörtragstisch mit dem für Jederroami interessanten Thema „Die Bedeutung des Lachens imd des Schlafens". m. Der Unlerstützun^verein der Eiscnbahnan^tellten und -rubeständ-ler in Ljubljana hält morgen, Donnerstag, den 6. d. um halb 17 Uhr im Lokal der „Vzajemnost" in Mari-lx)r, Sodna ulica 32, eine Sitzung des (^amtausschusses ab. Mitglieder und Delegierte sind eingeladen! m. Radler, Ahoi! Alle Sportkameraden imd Freunde des Radfahrer-klubs „Edelweiß 1900" werden zu der Samstag, den 8. d. stattfindenden Edel-weiß-Faschingsaacht herzlichst eingeladen, Wegen der frühen Sperrstunde (2 Uhr) Beginn um halb 20 Uhr* Maskenverbot Steierbuben ü. -dirodln willkommen I ♦ Kanzlei-Bedarfsartikel, Druclosorten bei Hinko Sax, Grajski trg. 10138 m. Die drei lichtärmsten Monate liegen nun — Gott sei Dank! — hinter uns: der nebelverhangene November, der sich aufs tiefste neigende Dezember und der schon wieder lichtvollere Januar. Noch ein paar Wochen ... und »Schneeglöckchen läutet wieder den Frühling ein«, wie unsere Dichter sagen. Wir wollet! nun zwar nicht zu früh frohlocken; denn mancherlei Stürme werden sich noch einstellen, bevor wm* wieder unbesorgt durch Feld und Wald streifen können. Das Mittwoch, rien .'i. Februar IMl •larlborer Zeitung« Nummer 30 Schwersie aber dürfte nun doch überwunden sein! Schon ist es angebracht, vor allem die Jugend auf die Zeichen des nahenden Lenzes aufmerksam zu machen. Bald sprengen die samtweichen Silberkätzchen der Sal- oder Palweide die braunen Hüllen. Maßlieb und LeberWu-iiM?, Primel und Anemone bereiten sich vor. Und auch d'ie Menschen — so will's uns wenigsiens scheinen — werden wieder umgänglicher und leutseliger und sehen schon in der Ferne die Ostersonne leuchten . . , lu. Schon in knapp«iu drei Tagen wird Mch das große Glüctcsrad der Stuatsklassenlotterlc wieder zu drehen iKigiiiiien. Eine ganze Reihe von ganz betrüchtlichen Treffern — darunter tiu Auftritt des Chores von Studenci, der einen aulkTordentliehen Krfolg erzielte. ni. Wetterbericht vom 5. Feber, {) Uhr; Temperatur —2.2 Grad, Luftfeuchtigkeit 100%, Luftdruck 233.4, windstill. Gestrige Maximaltemperatur -f2.2, heutige Minimaltemperatur —0.6 Grad. Schneehöhe 70 cm, Niederschlagsmenge 44.9 inni. * Alle Zeitungen, in- und ausländische, ho! t^inko Sax, Orajski trg. 10136 i::. Die Schützengenieinde von Studcnci hielt am vorigen Sonntag ihre Jahres-tagung ab, in der folgende Leiütng i!e-wälilt wurde: Vorsitzender Ing. L e v i, Vizeobmann Ing. Simic, Schriftführer M Vovk, Kassier F. Mandl, Zeugwart J. Klef, Ausschußmitglieder V. Aranfit^, Ing. Kibaljcic, B. Gobec, .Aufsichtsausschuß J. Frelih, 1. GolCar und B. Davldovic. Ing. D j o r d j e V i c wurde für seine Verdienste um den Verein zum Ehrenm'tg'iinl gewählt, Rechtanwalt Dr. Vau h n i k überbrachte die Grüße des Kreisausschusses und beglückwünschte die Schüt-zenfamil'e von Studenci zu ihrer bisherigen erfolgreichen Arbeit. »PUTNIKschicd vereint. Pfarrer Dr. Gerhard Miy ans Celje verband mit den Seg-nungsgf.'bete.ti innige Worte des Trostes und doi Erinnerung. Blumen bildeten das Zeichen iirben Geden'kens. Ma,x Merz war erst 37 jähre alt gewesen. c. PersonalnachricHt. Der Präsident unserer Stadtpohzoi, Herr Anton UrSit?, hat einen längt.ren Urlaub an^getretcn. Während se'ner Abv. cfverwaltung in LjuMiana, Herr Kukovic. c. Das Gewerbe in Celje. Celje hat ins-ge?amt 1317 Gewerbebetriebe gegenüber IPf'S im Jahre 1940. Im vergangenen Jahre wuiden 8-1 G^nverbebe^riebc an- und (55 abgemeldet. c. Die Kunstausstellung des Klubs iler Unabhängigen in Ljnbijana im KIcin'jn Saal des Hoiels vUnionv< in Celje ist täglich von 9 bis KS Uh-; geiUfnet. Es sind insgesamt 43 Werke ausgestellt. Stane Kregar ist mit 17 Bild'.'rn vertreten, Mak-sini Sedej mit 14 Bildern, während die Bildhauer Zdcn^ko K'>lin und Karl Putrich je scchs Werke ausstellen. c. Bauheweguiig \m Vorjahre. Im Bereich der Stadtgemeiiide Celje wurden im Vorjahre 38 Neubauten nufgeFtellt, davon 34 Wohnbauten. Im Jahre 1939 wurden vergl'^ichsweise 52 Neubauten aufgeführt. 20 Bauten wurden umgestaltet, 13 umgebaut, 2 aufgestockt; 4 Gebäude erhielten Zubauten. Die neuerrichtctcn Wohnhauten haben insgesamt 86 Wohnungen, davon sind 41 Zweizimmerwohnungen Insgesamt wurde Celje fm Vorjahre um 197 Wohii'^immer bereichert. Für sämtliche Neubauten wurden im Vorjahre ins-p.esamt 7,fi36.000 Dinar ausgegeben. c. Sterbefälle. 1 m abgelauf^ien ^Monat Januar starben in Celje 53 Personen, davon 20 dah..Mm und 33 in» öffentlichen Krankenhnuse. e. Der Fremdenverkehr im Januar. Nach den Aufzeichnungen des Meldunigs-amtes waren im Januar insgesamt 1177 Fremde in Celje. Davon waren 1142 In-und 35 Ausländer. e. Die Postdirektion in Celje gibt bekann!: Mit I^ücli'^icht auf die Emsteiluiig der Nachtziige in Richt'ung Zagreb und Ljublana ist es notwendig geworden, daß sämtliche einfachen Briefsendungen bis ..pätestens 17 Uhr an das Hauptpostamt gelangen, wenn sie noch am gleichen Tage, das heißt, mit dem Abend/uge weggehen soIIhu. Eingeschriebene P>riefc sind bis spjitcsleris IH Uhr 30 aufzuf;ebcn, Eilbriefe bis )9 Uhr. c. Kampf der Feldmäusen! Die Rai-hauskorrespondeni schreibt uns: Groß ist der Sehaden, denn alljährlich rnsere Feldmäuse verursachen. Aufgatbe der Landwirte ist es, geschlossen gegen diese Feldschädlinge vorzugehen. Das billigste Mittel zur Verniclitun>g der Feldmäuse ist imnier noch das BarMjnikarbonat, das bei allen landwirtschaftlichen Genossenschaften mit An'eitcngsbnjrcn erhältlich ist. ^^olf^nntöerfttät Freitag, 7. l'eber: L. (1 r i c s 1> a c h (Zagreb) spricht ütx'r eine Reise von Siibenik nach UIcinj. 200 Farlx^i-pholos. Xon-Kinr Biir^-Tonldno. Premiere des grossen nissischeji Slandardfilmes „Stjen-ka Ruzin*'. Die Legende vom bcrühin-len Alaman der Donkosaken wurde in dramatischer Neugestaltung zu einem klassischen Filmwerk geschal'feUj das die ganze Welt erolx;rt hal. In den Hauptrollen die besten russischen Darsteller, — .Vis nächster Film folgt der französische Spitzenfilm ,,Ihr erstes Kendczvous" mit Dcanna Durbin. Espianade-Tonkino. Der hervorragende französische Spit-renfilm »Unmoral« mit Gaby Sisvian, Francois Rosay und Paul Cambo. Ein besonders schöner Problemfilm, den alle erwachsenen Jünglinge und Mädchen ansehen sollten. — In Vorbereitung der erstklassige deutsche Film »Yvette« (Die Tochter der Kurtisane), nach dem gleichnamigen Roman Guy de Maupassants, mit Käthe Dorsch und .Albert Matterstock in den Hauptrollen. Union-Tonkino. Bis einschl. Donnerstag »Die Rose aus der Großstadt«. Ein Millionen-Großfilm von großer Liebe, die Isich durch den Labyrinth der Volksschwächen den Weg zum Endsieg bahift. Eine Unzahl po-pulärer Gesangschlager und drei Fihnstars: Tyronne Power, Alice Faye und der unvergeßliche Interpret des Sonny-Boy-Licdes .\1 Jolson. Stimmung, Humor, Tanz und sprudelnde .Musik. ®as! 3Bet(er Wettervorhersage für Donnerstag: Vorwiegend bewölkt. \V'eitere Schneefälle zu erwarten. Rmlto-Ptctimimn Donnerstag^ 6. Februar. Lji!blj"na, 7 Uhr Narhr.. Frülikon/cert. 12 .Mozarl-.Musik. 13.02 .Magister-Trio, 17.30 RO. 19 .Nachr., Nationalvortrag. 20 Männcrchor »Grafika>.-;. 20.45 Ro. — Belgrad, 18.35 Tanzmusik. 20 Unierhaltungs abend. 22 Vokaikonzert .-Xnita .\Aezctova. 22.50 Tanzmusik. — Prag, 15 Gesang. 17 Konztit. 18.20 Leichle AAusik. 20 W-rdi: Requiemler mitwirkt. !n der Hauptrolle der bekannte Ca-'•itonist Warren Hu'l. Z, die Su'afanzeigc' erstattet wurde, p. Im Siadttotiklno gelang! .Milwoch p. Unfi'll. Dci- iCjährigc Kaufmannssohn Ivan h.uric ai s Breg fiel auf eine zerbrochtne Flasche und erlitt hicbti i-chwere S'Minittwunden am rechten .-Xrin. Man überiührte ihn ins Krankenhaus. p. Ertappter Wilderer. Im Jagdrevier Sv. Kungota traf der Jagdaufseher Franz Kicek einen Mann an, der gerade einen Hasen aus der Schlinge nahm. Es handelt sieh um einen gewissen 1. T.. gegen tujd Donnerstag der Indianerfilm »Der Abirüiinigc« zur Vorführung. Eine bewegte Handlung aus ilem wilden Westen Amerikas. Die Voriührung am Donnerstag findet zu Gunsten der städt'schen Winternilte statt. p. Im RoyahTonkino wird Donnerstag und Freitag die unterhaltende Gesell-schaftskomö üe »Unter der Mas^e der Li^e« gezeigt. Ein FÜm, der den Be. schauer voll und ganz im .Atem hält. In der Hauptrolle Joan Cravford, William Powwel und Robert Montgomery. Der sogenannte ^elektrische .Aal«, bis . Z'U eineinhalb Meier King, teilt Schläge bis zu 5(">0 Voll au^. ' Mariborer ZeUung« Nuiiinier 30 6 t ti I Mi+twoch, den 5. Februar rMl UTietscIuiftliftic Biinrtsihnii 3oct)ent>fri(Dt öer 3(ograOer Sörie Effektenmarkt; Die ft'ste Tendenz, die in der vorver-^^angenen Woche an der Börse geherrsciit hatte, l^at auch in der abgelaufenen Woche angedauert. FJnc Warenknappheit war hauptsächlich bei Dollarpapieren und Beßlukobligationen zu verzeichnen. Angenehm überrascht hat die bedeutende Hausse der Kricgs:ichadenrcnte, die von 467 anfangs t!er Woche auf 480.50 gestie gen war und mit einem Kurs von 479 zu linde di-r Woche abschloß. Die private Nachfraj^c war ziemlich lebhaft. Da aber das Angebot sehr zurückhaltend war, war der Umsatz bedeutend geringer äls in der Vorwoche. Im Vergleich zu den Ende der letzten Woche notierten Kursen sind fast alle Papiere unverändert geblieben. Im Kurse g'estiegen sind außer der Kriegsschadenrente nur die 6% dalm, Agrarobli gationen, die 7% Blairanleihe und die 7% Stabilisationsanleihe. Im nachfolgenden geben wir einen vergleichenden Ueberblick der zu En le der vorvergangenen u. der abgelaufenen Woche notierten Kurse: 24. fan. 31. lan. -1- ort. — Vh % Kriegsschadenrente 467.— 479.)5 -f- 12Vt 7% investitionsanleihe 100.75 100.75 — An* T- /o Agrarobligationen 57.50 57.50 — 0 % Beglukobligationen 85.50 85.30 — dalm. Agrarobligationen 81.— 81.50 H- Vs Forstobligationen 80.— 80.— 7% Blairanleihe 100.— 100.50 -I- IV2 Blairanleihe 106.50 106.50 —, 7% Seligmananleihe 102.™ 102.— - 1% Stabilisationsanleihe 08.50 90.25 -I- Gesamtumsatz: 2,.300.000 Dinar (uinjrigen Aktien wurden nicht notiert. 150.000 Dinar weniger als in der Vorwoche), :06rrii(>rri(Dtr Ljublj^na, 4. d. Devisen: Lon> don 174.57—177.77 (im freien Verkehr 215.90—219.10) Newyork 4425—4485 (5480—5520), Zürich 1028.64—1038.64 (1271.10—1281.10); Berlin (Privatclea-ring) 1772—1792. Zagreb, 4. d. Staatswcftr: 2%% Kr e4?srteurK:'me'nach.')ik'n ver- Fachgruppen sowie der Spitzenogan'sa-tion gebildet werden. Eine derartige Organi sation iler E.xporteure wäre verhältnismä ßig billig, da der MitgliedsHeitrag kaum mehr als bis 400 Dinar jährlich betragen dürfte. Außerdem würde eine solche Organisation auch nicht im Widerspruch zu den Besfmmungen der Verord nung über die Kontrolle des Außenhandels stehen. (Srrolpe Cw 6tult(6fn iC'diitofrttcriatt (Von unserem Pa.*Mltarbeiter.) Berlin, Feber. Wenn die nahezu völ lige Abschnürung von den überseeischen Naturspinnstoffen, die noch im Jahre 1933 zu fast 90% die Deckung des deutschen Texfllbedarfs bildeten, die Kriegsversorgung Deutschlands nicht entscheidend be hindert hat, so ist diese Tatsache das beste Zeugnis dafür, daß die deutsche Tex-. tilwirtschaft alle Ziele, die Ihr besonders Im Rahmen f'es Vierjahresplanes von der deutschen Wirtschaftsführung gesetzt wurden, planmäßig und termingemäß erreicht hat. Auf dem Qeb'ete der landwirtschaftlichen Selbsterzeugung ist durch stetige Förderung und Vermehfurtg der Scl1a^ zucht die Produktion von 5000 t gewaschener Wolle hn Jahre 1932 auf etwa lO.OOO t, im Jahre 1940 gesteigert worden, Eine weitere ständige Aufwärtsentwicklung des deutschen Schafbestandes und damit der Wollproduktion wird angestrebt und wird sich um so leichter durch führen lassen, als die eingegliederten Ost. gebiete mit ihren großen landwirtschaft». liehen Flächen für die Schafzucht reiche Möglichkeiten bieten. Der Anbau des Flachses hat heute eine Anbaufläche von lOO.OOO Hektar erreicht und beträgt somit das Zwanzigfache des Jahres 1932. Damit kann nunmehr der deutsche Leinenbedarf zu einem erheblichen Teil aus eigener Erzeugung gedeckt werden. Von einer weiteren Ausdehnung der Anbaufläche soll abgesehen werden, jedoch wird sich durch Fortsetzung der erfolgversprechenden Züchtungen und durch Einsatz entsprechend hochwertigen Saatgutes eine Verbesserung der Erträge noch 'm bedeutenden Umfang erziele* lassen. Die Hasf-AnbMiHäche hat gegenüber etwa 230 Hektar Im Jahre 1932 nunmehr eine Anbaufläche von über 200.000 Hektar erreicht. Eme weitere Ausdehnung* der Anbaufäche wird zunächst 'noch durchzuführen se n, da hierfür mooripfe Böden, die dem Ernährungssektor noch nicht d ensthar gemacht werden können, zur Verfügung stehen. E'ne stetige Ausweitung erfuhr auch die Kttttstsewcn^ndastfie, deren Produktion von 28.000 t im Jahre auf'rund 100.000 t am Jahresende 1940 anwuchs. Einen besonderen Aufschwung erlebte die Zenv/onpr zin* Knl.Scheidung gebracht. X Petrofeutnaft^atje wieder frei? Nach Beograder Meldungen soll demnächst Petroleum zu Beleuchtungszwectcen wieder ohne Einschränkungen erhältlich pe'n. Größere Partien sind dem Vernehmen nach in Rumänien bereits auf Tankdampfer verladen und werden nach Jugoslawien gebracht werden, sobald die Donau eisfrei werefen wird. Eine amtliche Bestätigung dieser Meldung liegt einstwelfeii noch nicht vor. X P«r Saimtaler Hopfen wird in größeren Mengen nach Rußland geliefert werden. Eine Partie von 500 Meterzent-nerrv wurde d'eser Tage in 2alec bereit« gekauft, u. zw. zum Preise zwischen 23 und 25 D'nar pro Kilo. Vorrätig sind im Sanntal immerhin noch gute 14.000 Meterzentner Hopfen, Es heißt, daß bald neue Sendungen nach Rußland verfrachtet werden. X Die staatlichen Geldinstitute haften Mn Vorjahr ansehnliche Gewinne zu verzeichnen. So wies der Reingewinn der Staatlichen Hypothekarbank fast 160 Millionen Dinar aus gegen 42.4 Mi'l'onen im vorangegangenen Jahr. Auch die Postsparkasse verzeichnet e^nen Relngewlim von 114.3 Millionen Dinar gegen T8.7 Millionen im Jahre 1930 imd 24 MiHionm ni Jahre 1931, X Die jttgofllawlAche Ckaringschuhl gegenüber Deutschland hat s'ch hi der letrten Jännerwoche von 61.75 auf 58.88 Millionen Mark verringert, im Verkehr mit lal'en hingegen von 15.1 auf 21.6 Mü lionen Dinar erhöht fm Verkehr i«lt Böhmen-Mähren erhöhte sich der Saldo von 60.4 auf 63.3 Millionen Kronen. b. 500 Jahre Buch und Druck. Zum Jah re 1940 herausgegeben von den grapl>i-schen Betrieben R. Oldenbourg in München. Das Haus R. Oldenbourg in Mönchen Uberreicht d'eses prachtvoll ausgestattete Buch seinen Gefolgschaftsmltglle dem im Gutenberg-Jahr 1940. Der erste Teil spricht von der Erfindung des Buchdrucks durch Johann Gutenberg, der zwei tc beschäftigt sich mit der Chrofii Mann, der in Serbien verfügbar wurde, wieder an den deutschen Fronten einzusetzen. Ende November 1915 hatte aber Falken hayn sichere Nachrichten von der mißlichen Lage der in Mazedonien stehenden Ententetruppen erhalten. Jetzt wollte er diesen günstigen Augenblick, selbst auf die Gefahr von Nachschubschwicrigkei-ten, ausnützen und durch rasches Handeln die Sarrail-Arniee erledigen. Doch der Aufmarsch der Bulgaren war noch nicht beendet, die Deutschen hatten ihren Vormarsch nach Süden noch nicht angetreten, als die Sarrail-Arniee bereits ihren Rückzug begann. Schnei! entschlossen stürzten sich die Bulgaren auf den abziehenden Feind und schlugen inn nach heftigen Kämpfen. Ungestüm drängten die Bulgaren nach, und hatten am 13. Dezem her die griechische Grenze erreicht... Das Machtwort des deutschen Verbündeten hatte ihnen hier ein frühzeitiges »Halt« gebeten. Einem Vormarsch der damals noch weit entfernt stehenden österr.-ungari-schen und deutschen Truppen hätten die Griechen noch zugestimmt. Das'Mitgehen der Bulgaren wurde von ihnen damals aber als katastrophal bezeichnet. In diesem Falle hätte man, laut grieclii sehen Dokumenten, mit dem Sturz des Königtums und der Dynastie rechnen müs sen. Die verbündeten Mittelmächte betrachteten die Nachschubschwierigkeiten als zu ernst, der Angriff auf Saloniki wurde recht dilatorisch behandelt, die Entscheidung erst für das letzte Drittel des Ja. jiuars 1916 festgesetzt. Unterdessen drohte das Saloniki-Unter-nchmen ebenso wie die Dardanellen-Expedition ein recht unrühmliches End'» zu nehmen. Erst nach längeren Verhandlur-Sen gelang es dem französischen Minister Präsidenten Briand, vom englischen Kriegskabinett die Zusage von Vers^ätkun gen für die Sarrail.Armee zu erhalten. Sarrail hatte unterdessen getrachtet^ die Lagerfestung Saloniki so rasch wie möglich auszubauen. Nach Aufgabe der Dardanellen-Expedition hat die Entente einen Teil der auf Gallipoti liegenden Trup pei? in kürzester Frist an die mazedonische Front geworf(^n und dort dienstbar iji'niacht. Die Lage der Armeen der Mittc'mächte vor Saloniki wurde durch die schv/anken-do Haltung des stets unverläß'ichen Ru-m:lnien noch schwieriger. Es wollte den vctragsmäßig zugesicherten G^relde- u. OelKeteungen nach Deuschland nicht nachkommen. Falkenhayn ist inzwischen in seiner Auffassung der läge am Balkan schwankend geworden. Am 20. Februar w;ra General von Seeckt, der Stabschef Mackensens, ins große deutsche Haupt-qasriiei berufen; dort wurde ein'^ schick-salnsohwere Entscheidunj;' p^etroffen; x-Der begonnene Angriff auf Verdun erfordert, jetzt mit allen Kräften im XVesten die Ent sch?"dung zu suchen. Diesem Ziele hat sich die Operation in Mazedonien unterzuordnen. Die deutsche und bulgarische Obcste Heeresleitung verzichten daher vorläufig auf eine Offens've ^r?g2n die En lentctruppen bei Saloniki und richten Pich ru: Defensive an der griechischen Grenze ein.« Es sclite nie mehr zu einem .Angriff auf Sa'oDiki kommen ... Emmerich v. Suhay (Budapest) 3!ntergefQl^ren: ^rfältung unD (Erfrierung benimmt fW> ein „(Ship^ebci'&äcoiioer"? / 3Iuffu(f)en öe« iMrjfetf bri allen fd^torreren Safien öringen6 erfori>erU(0 Vom den ausgesprochenen »Winter-krankheuen« stehen ohne Zweifel die Erkältungskrankheiten an erster Stelle. Dabei ist auffallend, daß Erkältungen, Grippe, Halsentzündungen usw. nicht etwa mit besonders niedrigen Temperaturen zu sammenliängen. Im Gegenteil läßt sich beobachten, daß die Zahl der Erkältungs krankheiten bei gleichbleibend ziemlich starker Kälte erheblich niedriger ist als zu Zeiten sehr schwankender fempera-tuien oder ausgesprochen milder Witterung. Die meisten Menschen sind ge-rade gegen Temperaturschwankungen empfindlich, und deshalb stellen sich auch Erkältungskrankheiten hauptsächlich da ein, wo jemand solchen starken Tempe-raturscliwankungen ausgesetzt ist. Wer beispielsweise viele Stunden am Tage in überheizten Büroräumen arbeiten muß u. demgegenüber abends in der eigenen Wohnung viel niedrigere Temperaturen hat, inufi um so mehr bestrebt sein, diese großen Unterschiede auszugleichen. Das geschieht am besten dadurch, daß man sich in den überhitzten Räumen so leicht wie möglich kleidet und dafür in der kühleren Wohnung sich sogleich möglichst warm anzieht. Daneben ist viel Bewegung in frischer Luft, auch bei starker Külte, das beste Vorbeugungsmittel gegen Erkältungen aller Art. Wer von einer Erkältung gepackt wird, ctw;> im warmen Zimmer plötzlich Frosi-schnuer empfindet und damit eine Grippe herannahen fühlt, tut gut daran, dies nicht unbeacl.te zu lassen, sondern die nahende Erkältung sofort tatkräftig zu bekämpfen. Das kann jeder zunächst .auch ohne Hinzuziehung des Arztes mit j Hilfe einer gewöhnlichen Schwitzkur versuchen. Heißes Zitronenwasser, heißer j Lindenblütentee, vielleicht auch ein Glüh-I wein oder Grog bilden dazu die Grundlage, und ein bis zwei .Aspirintabletten werden ihr übriges dazu tun. Ins Bett gehen, warm einpacken, Frottiertücher und frische Wäsche bereitlegen, und dann mit Hingabe schwitzen — so wird die nahende Grippe fast immer erfolgreich aus dem Felde geschlagen. Freilich wäre es falsch, wenn sich etwa hohes Fieber eingestellt hat, dieses zu miß achten und sich trotzdem mit falsch verstandener Tüchtigkeit weiter lierumzu-schleppcn. Dies darf schon deshalb nicht geschehen, weil ein so kranker Mensch als wandelnder Krankheitsherd seine gan ze Umgebung, sowohl die Familie wie die Arbeitskameraden anstecken kann. Wer Fieber hat, und das ist der Fall, wenn die Temperatur morgens 37.5 Grad übersteigt, gehört ins Cett. l-'s ist besser, dann eine Erkältung mit zwei bis drei Tagen Bettruhe auszukurieren, alb durch Verschleppung eine vielleicht wochenlangc Arbeitsunfäh'gkeit heraufzubeschwören. Neben den Erkältungskrankheiten kön-' nen im Winter Erfrierungen gewisse Ge-j fahren mit sich bringen. Frostbeulen und ^Frostballen sind durchaus keine seltene Erscheinung. Alle solchen örtlichen Er- frierungen zeigen sich meistens bei Menschen, die längere Zeit im Freien ohne Bewegung sich aufhalten müssen. Füße bzw. Zehen können erfrieren durch langes Stillstehen an einem Platz, Finger oder Hände, wenn etwa Lasten getragen werden müssen, die ein Bewegen der Hände unmöglich machen. Frostbeulen u. Frostballen sind schleichende Entzündungen, die durch häufige geringere Kälteein Wirkungen entstehen. Sie sind im allgemeinen nicht gefährlich und werden wirk sam mit warmen Bädern, .Mkoholumschlä gen oder Heißluft behandelt. Auch Jod-pinselung, Höllensteinsalbcn und Röntgen bestrahlungen erweisen sich als wirksam. Die verschiedenen Frostsalben enthalten, wie zum Beipie] auch Frostbalsam vor allem Kampfer, Jod, Ichtyol, Perubalsam, Gerbstoffe, Terpentinöl und andere ätherische Oele. Sie dürfen aber im allgemeinen nur angewendN werden, solange die Haut unverletzt ist. Bei sog. »offenem Frost« muß unbedingt der Arzt befragt werden. Viel gefährlicher können ernstere Erfric rungen werden, wenn sie nicht rechtzeitig ärztlich behandelt werden. Die sogenannten »örtlichen Erfrierungen« rufen bestimmte Gewebeveränderungen hervor, die denen der Verbrennung entsprechen. Solche Erfrierungen 2. Grades (im Gegen satz zu den Erfrierungen l. Grades, den leichten Frostbeulen) werden durch Blasenbildung und schwer lieilende Frostge-scliwüre kenntlich, Erfrierungen 3. Gra- Mari-borer Zeitung« Nttmmer 30 8 des wirken sich in vollständigem Absterben der betroffenen Teile und deren Umwandlung in eine schwarze, gefühllose kalte Masse aus. Die Behandlung der Er-frierun^^en 2. Grades geschieht meist durch Abtragen der Blasen und darauf fol {^a'nde Salbcnverbände, bei solchen 3. Gra lies wird nicii^t die operative Entfernung iler betroffenen Teile notwendig. Schließlich sei noch das allgemeine Er- frieren erwähnt, das sich durch Frostschauer und Schlafneigung ankündigt i^nd in Bewußtseinstörung u. Olinmacht übergeht. Puls, Herzschlag und Atmung sind Jt^um noch wahrnehmbar, und wenn nicht in diesem Punkt sofortige Hilfe einsetzt, tritt bald der Tod em. Ist die Ge-I fahr des Erfrierens echon so wejt nahegerückt, so ist das Wichtigste^ durch un-I augesetzte Muskclbewegungen Hilfe zu schaffen. Niemals darf ein Erfrorener sofort an einffi warmen Ort gebracht werr den, weil geratf^ dadurch scjiwere üewe. beschädigungen hervorgerufen werden können. Er wird yielniehr an enem kühlen Ort vorsichtig entkleidet und dann ler ganze Körper mit Schnee oder kälten, nassen Tüchern abg«rie|3en, bis sich die Blutzirkulation wieder belebt Erst wenn die Glieder beweglich sind und die Haut warm geworuen ist. Kann man den Patient^ ßn einen wärmeren Ort bringen, Kün$1i:che Atmung und Anwendung stif-k«r Hiechmittel wie Sa'miaV oder Aether d^nn das W'ederhelebqn^swefk fori setzen. Auch in diesem Falle muß «e er Laie dr ngend gewarnt werden, ohne sofortige ärztliche Benachricht gung nur nach eigenem Gutdünken ^u verfahren. yetsdüiäeitto hikßufei*9tsi$Hii Golf! und Silbei Brillanten. Versa tzscheinc Irineend zu kaufen eesuch* M. IHißrIev sin Maribor. Qosposka ulica 15 ACHTUNU -INTtRtSSENTEN! Falirc demnächst nach Qra^ und Wien zur Frühjahrsmesse und übernehme Re* schäftiiche uiicl private Be-sorsungeii. Korcs, iVlaribor. 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KAUFE Aires QOtD Sllbtfrkroneo« fatsclie 7ühne zu HöchtSpreiseii. A« Sliimof. Qoldarbeiter. Koroiba cesta 8 PAR^Cl'V^ (WIESEN 43qü an der J(g- l^advani-ska ccsta mn 95-(>Q€ Din zu verkaufen. MJeltuä» Sodna 3- Äu '^■■iipepepviltee'appiiqpiiiip 0PeL-0|.YMPiA dunkelblaue Umousine, seUr gut erhalten, gut bareift, Ta-xp 1941 bezahlt, um I8.Ä00 binar verkäuflich Jugogene-raten Al^Vsandrfva Si. 646-4 'Jhi mwüMIII —t WUT- EIN- Vm ZWEiZIMMERr WOHNUNOEN zu vermititen» Smetanova ul. 54, Gasthaus ' 559-5 in IMNIÜ« 0§fiuM Streng separiertes Z1MME(( HK'ibliert oder leer, womö^g-llch Bahnhofnähe, wird für 15. Feber gesucht. Anträge unter »15« an die Verw, _647-6 LOKAL (Zimmer), rein und trocken, zum Einstellen von Möbeln ab 1- März zu mieten jre-sucht. Anfragen unter »Möbel« an die Verw. C>35-6 Ste^Uk ABONNEMENT • WERBER (Akquisitäre) verläßlich und tüchtig, gesucht. Angebote der Bewerber, welchc die Staats- und deutsche Sprache vollkonmien beherrschen, unter »Sicherer Verdienst« an die Verw. 609-8 2 gute OEHIUFEN für Fmirnier*Arb«itcn werden aufgenommen. Plohl A drug Smßtanova ul. 1. 64ö:8 WIRTSCHAFTERIN in mittleren Jahren zu emem (arm gesucht. Anträge unter »500« an die Verw. 641-8 LEHRMÄDCHEN für Gemischtwarenhandlung wird aunenommen Adr. Ver waltung ^2-8 mmm WliNEB prUhiahr$mi8SI 9. bit Män 1941 l4i|M«irt9clillfl (dte Umf'maechiiif«) — 6|it««rw — Oferfl- «n Land gesuclit. Anträge an Karamata. Karamatina ul 17. Zemun _519-8 Perfekte KÖCHIN FÜR ALLES nnt Jahreszeugnissen zu 2 Personen gesucht (Wäscherin im HauSe). Salon »Stefa-nüa«. Grajski trg 6. 636-8 Herr Mein lieber, heTJwnsgirter Vater, Schwiegervater, lohann Hoffmann ist am 5. Februar von seinem .qwallvoUen Leiden erlöst worden, , Wir V«r»^)8chieden ims am Freitag, um 4 Uhr nachmittags, ativ städtischen Friedhof in Pobreijc. » Hermine Hudovernlk, geb. Hoffmann, Toohtcr; Re?idMt Hans Hudovemik, Schwiegersohn. 662 fItiiir im mit dro^cm üiit ROMAN VON KURT RIEMANN Urheber-Rechtsschutz durch Verlag Oskar Meister. Wcrdau I. Sa. 38 Wenn du einmal von jnir f^iiigest . . . oder wenn icli einmal zweifeln nuilitc an dir . . . ich weiß nicht, was ich täte! Wird dir nicht bange vor deinem Licb-haber?<< Sic sieht ihn mit leuchtcn Augen an, mit einem Blick, der ihm ins Herz fährt wie ein glückseliger Schmerz. >>Ach, wir beide . . .« sagt er mir <-la, '-wir beide . . .!« In Wehlen verlassen sie da^ Scliiff. Durch lichte Wälder steigt der Weg ;LUt. Links und rechts sehen sie manchmal in Abgrtinde, aus denen schroffe Felsen ragen, bizarr und seltsam geformt, ein versteinerter Garten voll unheimlicher Fabeltiere. »Seitsam. zu bedenken, daß das alles einmal der Grund eines Meeres war, auf dem wir hier stehen!« meint Karola nachdenklich. »Was unten war, kam nach oben, niemand weiß, wie es geschehen. Was eigentlich hat Bestand, wenn selbst die Felsen die Unruhe alles Leben in sich tragen? Nichts!« »Doch«, entgegnet Herbert. »Linigc wenige Dinge haben Bestand. Das Werk, das größer ist als seine Zeit . . . und die Liebe, die mehr gibt als ihr Leben. Von der Bastei schaut man weit ins Tal der Flbe hinein. Der Fluß erkämpft sich zwischen Felsblöcken und Berghän-geii seinen Weg. In Windungen, Kurven und Schlangenlinien sucht er die Ebene zu erreichen. Die A\enschen aber steigtn auf den Rücken der Berge, schauen In die Tiefe des Tals und sehen die Schifte schwimmen, winzig klein wie Spielzeug, sehen die Eisenbahnzüge auf dem gegenüberliegenden Ufer stromab nach Dresden, stromauf nach Prag und Wien eilen. Die weiße Rauchfahne liegt lang und fast unbewegt Im Tal, Sie zerflattert erst, wenn der Zug schon längst darunter hinweggeeilt ist. Herbert und Karola haben sich bei dei Hand gefaßt, sie gehen durch die vielen Menschen, die jeder schöne Tag nach diesem Schaustück der Sächsischen Schweiz lockt, ohne einen von ihnen auch nur zu bemerken. Wie gleichgültig ist ihnen das allesI So sehen sie auch die Dame nicht, die da rf)en ihren Wagen aus der Menge der parkenden Automobile heraussteuern will, aber plötzlich innehält, als habe sie etwas entdeckt, was sie außerordentlich interessiere. »Ich bleibe noch!« winkt sie dem Parkwächter zu, der ihr hillsbereit einen Weg aus dem Qewühl bahnen wollte, stellt Motor ab und schlüpft schnell aus den Polstern. Schau, schau, denkt die sehr gut gekleidete Dame, streift die Wildlecjerhand-schuhe über un-d beeilt sich, um die zwei nicht aus den Augen zu verHeren. Richtig, sie hat sich nicht getäuscht, das ist Karajan! Das Mädchen da ist ihr unbekannt. Aber Karajan ist es auf alle Fälle. Sieht gut aus! Das hat sie mit einem Blick festgestellt. Sehr gut sogarl Und dann bleibt sie einen Augenblick stehen. Ob hier die rechte Gelegenheit ist, ihn auszuforschen? ihr Mann wartet auf Antwort, dringend und ungeduldig. Und ich habe ihm zu helfen. Natürlich. Aber warum klopft mir das Herz so? denkt sie. Ich habe Karajan einmal geliebt. Gut. 'Das ist lange vorbei. Es war schön, aber CS war Wahnsinn. Ist das jetzt nicht lange vorbei? Sicher- Tich. Und doch klopft mir dae Herz? Weil er dieses Mädchen bei sich hat, das so einfach augsieht wie eine Verkäuferin oder wie die Tochter eines kleinen Beamten? Lächerlich. Oder bin ich feige? Habe Ich Angst vor meiner Aufgabe? Langsam geht sie hinter den beiden her. Jetzt steigen sie zur Terrasse hinauf. Wahrscheinlich wollen sie da oben Mittagbrot essen, Hni. Das ist eine vorzügliche Gelegenheit. »Ein Tisch an der Mauer! SchnelM Herbert! Schnell! Wir können geradewegs ins Tal sehen!« Karola hat die günstige Gelegenheit zuerst erspäht, sie läuft wie ein SchuU m^dchen und zieht ihn hinter skh her. Aufatmend setzen sie sich. »Großartig«, lobt Karajan. »Du btet doch die Tüchtigere von uns beiden! Voji Fabriken mag ich mehr verstehen als du, aber wie man zu einem anständigen Platz kimmt, ich glaube, das Problem löst du wesentlich gewandter als ich.« »■Auch der männliche Verstand hat eben seine Grenzen!« »Werde nicht aufsässig, du ungeratenes Balg!« Das hört niemand außer ihr und sie lacht ihm selig Ins Gesicht. Ungeratenes Balg ... das ist eine wun-deischöne Liebeserklärung. Chefredakteur und für die Uedaktiou wrautwortlicli. UDO KASFER. - Druck der „Mariborsko tiskarna" m Maribor. - För den Herausgeber und den Druck veranlwörtlich Direktor STANKO DETELA. — Beide wohnhaft in Maribor.