.U l 27. Millnwch an» 4. Juni 1862 Die „kaibacher Zeitung" crschtint. mit Ausnahme dlr Sonn- und Feiertage, täglich, und lostet sammt dvn Beilagen im Comptoir ganzjährig 11 fl., halb-jährig 5 fi. 50 tr., mit Kreuzband im Comptoir ganzj. 12 fi., halbj. 6 fl. Für die Zustellung in'« Haus sind h«Ibj. 50 lr. mehr zu entrichten. Mlt der P«st portosret glMZj., «nter Kreuzband und gedruckt« Adresse 1L fi., halbj. 7 fi. 09 trz VnstrtloVIglbllhr ftlr eine Garmond« Spaltenzeile oder den Rnum derselben, ist sür Imalige Einschal-wng V lr., filr 2malige 8 fr., sltt 3inalige 10 lr. u. s. w. Zu diesen Oebührrn ist noch der Insertions - Stempel p«r 50 lr. fllr tine jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechnen. Inserate bis 10 Znlen losten 1 st. 90 fr. lltr « Nal, 1 fi. 40 fr. sbr 2 Val und 90 kr. fllr l V»t smtt Inbegriff be« Insertil«»ftempele). Amtlicher Theil. <^r. k. k. Apostolische Majestät haben mit der Allerhöchsten Entschließung vo,n 2l. Mm d. I. die bei der Obersten Rechnung« . Konlrolsbehördc erledigte bofsckrctäröstelle mit den systennnäßigcn Bezügen dem NechmmM-athc der Tabak, und Stcmpclhofbuchhal-wllss. Franz Mastalirky, allcrgnädigst zu ucrlci-hen geruht. Das Staatsministerium bat dcn, disponiblen Statthalterei'Sckretär Inlinö Blonsli eine crle« digte Statthalterei.Sckrcläri>stcUc in i?emberg zierlichen. Das Staatsministerium bat den bisherigen Ad< juultru an dcr Krakauer Sternwarte, Monz All''', zum Adjunkten an dcr k. k. Sternwarte in Prag ernannt. Nichtamtlicher Theil. Laibach, 3. Juni. In den inneren Angclcgr,cheiicn „nd auf dem Felde dcr äußcrcu. Polilil ist monleutau ein StiUstaud 1'cmcrlbar. Die ucrschledcnc>l Fr^i^cn, als d<, si»d: dic ungarische, dic stcdcudürgischc ?c,, ynrrcn noch im> mcr dcr Lösung. Bald heißt es. die Landtage sollen einberufen, bald, es sollen direkte Wahlen zum Reichs-rath vorgenommen werden. Indessen klärt sich die Situation, die Gemüther beruhigen sich. die Besonnenheit kehrt wieder j sclbst die Blschlußpartci in Un^ gärn fühlt das Bedürfniß zu einer Manifestation im versöhnlichen Sinne, das heißt, zu einer Annäherung an Deak. Wic es heißt, will dlesc Partei nächster Tage zu eincr Konferenz in Pest zusammentreten. Die Thätigkeit des Abgeordnetenhauses, das ernstliche Bestreben der liberalen, dcn Rechtsstaat herzustellen, das Festhalten dcr Regierung an dcn freien Prinzipien, läßt das Vertrauen immer mehr erstarken. Die Nebel, welche ans dcr föderalistischen Hexenküche auf» sticke,,, zerstreuen sich mehr und mehr, dic Perspektive in dic Zlllunft wird reincr und erfreulicher. Zn dieser günstigen Wendung in der Lage haben dic Vorgänge in dcr äußcrcn Politik wcscntlich bei-getragen. Die umfangreiche Armee.Reduk,ion ist die Gewähr für dic Erhaltung des Friedens. In,rn Mächte», von denen cinc Alteration dcr Verhältnisse am meisten zn befürchten war. Frankreich und Ita-licn, sind bic Hände gebunden; die Regierung I>a> liens muß alle Kräfte aufbieten. um cinc mazzinistischc Bewegung niederzuhalten, und Napoleon hat sich dnrch das Engagement in Mcriko in eine Angclegcnbcit vcr« wickelt, dic ilin vor dcr Hand veranlaßt, fclbst die so ^chligc römische Frage mit weniger Nachdruck zu betreiben. .,. Prcnßcn ist i,n Innern vollanf beschäftigt, und ^">Uc. nuch wcnn cs scinc Natnr crhcische, waS bc-"uiitlich nicht dcr Fall ist. nicht aktiv auftreten. Es it>g.tc Kurhcsscn die Zähne; da dcr Kurfürst aber in "llcm nachgab und sclbst scinc Minister ab.zudankcn ^lsprach, so hat cs keinen Grnild mehr. einen crii> «en Konftikt hcrbciznführen. Von einer weiteren Ent» wicklniiss dcr großen dculschcn Fragc hört man im Augenblicke nichts. Doch ist gewiß, daß dic Vcwc< AUng nnd die Rcformbcstrcbung fortdauert. Zu be» llagcn ist daher, daß dcr preußisch französischc Ha». Msucrtrag nicht nur cinc kleine Verstimmung zwischen deu beiden deutschcu Großmächten herbeigeführt, sou« bcrn auch zu Mcinungs« Divergenzen zwischen den "l'rlgen deutschen Regierungen geführt hat. In Montenegro und dcn aufständischen türkischen Provinzen dauert dcr blntigc Kampf fort, ohne daß wir genau erfahren, auf welcher Seile Vortheile er» rungen werden. Der Telegraph lügt. so oft rr sich verncbmen läßt. Doch schcint cs, als ob dic Türken die Montenegriner immer mehr in dic Enge und in ihre schwarzen Verge treiben. Neuerdings heißt es, Frankreich wcrdc intcrvcniren. Nach ciner Mitlhcilung dcr »S>. C." ist von Paris aus au dcu französischeu Botschafter in Kon« stantinopel, Marqliis dc.Moustier. dic Weisung cr< gangen, dic Pforte zur/Annahme dcr französischen Vermittlnng Vehufs Beendigung des Krieges mit Montenegro zu bestimmen< Dagegen hält man »ach derselben Korrespondenz — in dcn Wicncr russischen Gesandtschaftskrciscn daö Gerücht von einem an dic russischen Konsulate und Kauficute in der Türlci und im Oricnt erlassenen Auiso.Zilkular deS St. Peters' burger Kabincts sür gänzlich unbegründet. Die preußische Erwiederung auf die österr. Denkschrift über den prenß.- französischen Handelsvertrag. Die «Stern-Zeitung" veröffentlicht den Wortlaut der preußischen Dcptschc vom 28. Mai. worin Graf Vcrnstorff dic Einwürfe dcr österreichischen Nc-aicrunsl zu widerlege!, sucht. S»c spricht leßtller im ^in^a!!>ic dic Aflschtilillüsi l>l'. ssc>gc,, l>e„ Handels» vertlli^ zil pl'otcslircli, >ind l'cl'auplet. rs sei dein prcu< ßischcu Kaoinct leine Alte. lcin Vertrag, keine Ab» rcdc bekannt. woraus Oesterreich das Recht herleiten könnte. Einspruch gegen vrrartige Verträge zu echc. ben, welche Prrnßcn nnd der Zollverein mit irgend cincr dritten Nation abznschlicßm für ^u, sinden. und cs müssc für Preußen nnd drn Zollverein mit aller Entschiedenheit die volle Freiheit in Anspruch genom^ men werden, in dicser Hinsicht unbeschränkt lediglich nach eigcnem Ermessen zn verfahren. Es habe bei Abschluß des Vertrages vom 1<). Fcornar '8/;A nichl in der Absicht liegen können, dic Autonomie eines der Kontrabcnten beschränken zu wollen; das hä'ltc Oestcr« reich so wenig wir Prenßen und der Zollverein gc> than,- vielmehr ist die Freiheit dcr GsscMbung durch kcinc Vcstilumung jl>'cs Vertrages irgendwie beschränkt (?). lcr Vertrag v. lv, Fsl„liar l«".l sci von Seite Preußens keineswegs unbrachtct gelassen worden und dcr Zollverein sci zn cinir Aenderung sm'es Tarifes ohne Zuziehung oder Zustimmung Oesterreichs vollkommcn befngt. «Nenn jemals", fährt die Depesche fort, »so sind wir in der vorliegendcn Angelegenheit nur durch Rücksichten auf dic matericllc Wohlfahrt gclcitet wor< den; wir konnten nn? dnrflcn nicht zurückbleiben, als Großbritannien und Frankreich m,f der Bahn großer wirthschMichcr durch die Zeit gebotener Reformen ""gingen, nnd andere Staaten ihnen bcrcits folgtcn; wir zwc,fel,i nicht, daß anch Oesterreich, in welchem ucuerdings soviel auf den, Wcgc dcr Rcforincn gc-schehen ist, auf dem vorlicgendcn ebenfalls nicht wird zurückbleiben sönnen. Daß dic Verträge mit Frank, reich cinc Zolleinigung Oesterreichs mit dem Zollvcr' einc unmöglich machen, wird sich n,it Grund nicht behaupten wsscn. Was in Vezichnng auf cine solche Einigung überlianpt als möglich angesehen werdcn kann. darin ist durch dic Verträge mit Frankreich Nichts geändert." (7?) Von einer Rcchtferügung dcr cinzelncn Vertrags« bcstimmnngcu sicl't dic Dcpesel'c ab; sie längnct. daß Preußen aus politischen Motiven mehr gegeben als empfangen habe nnd wünscht Oesterreich. daß cs im Fallc etwaiger Verbandlungen mit Frankreich von dicscm besscrc Konzessionen erhalten möge. Dcr Ar« likcl 3l des Vertrages, der glcich!aut,nd in sieben anderen Handelsverträgen des Zollvereins stehe, werde Preußen nicht a» der Erfüllung seiner VnnftcSpsi'ch- ten hindern. (?) Der Handelsvertrag sei kein politischer Vertrag und würde den politischen Verbindlichkeiten der Kontrahenten keincn Abbruch thun, welche Ansicht auch Fraukreiä, vollstälidig theile. Die Antwort hält durch dcu scharfen, bcinabc brüsken Ton, dcr in diplomatischen Aktenstücken sonft sorgfältig vermieden wird. unangenehm auf Graf Bcrnstorff schrint — sagt dcr «Botschafter" — die Großmachtstcllung Preußens mehr als sein Bundes« Verhältniß zu Oesterreich vor Augen gehabt zu haben, als cr diese Depesche dittlrtc. Sitzung >cs Hauses >cr Abgeortenlen vom 3seitigen, was ja jeder Rechts» verständige zugestehen müsse. Ich hätte gegen diese Ansicht gewichtige Vcdcnken. ich hätte aber nicht cr> wartet, daß selbst dieser Standpunkt weit überholt werden würde; denn nun bedarf es nicht einmal aller dieser Förmlichkeiten, sondern man erklärt ein. fach ein Gesetz vorläufig in einer Vestimmnng als uiä't rechtsverbindlich, und damit sollen alle Schwierigkeiten beseitigt sein. Ich frage, ist die am 18. Anglist mit dem päosll'chen Stuhle geschlossene Vcr« einbarung ein Gesetz oder nicht? Das kaiscrl. Patent vom 6. Nov. 186ll gibt hierauf die bündigste bejahende Antwort, indem es allen Bestimmungen dieser Ver» cinbaruug ausdrücklich Gesetzeskraft verleiht. Wenn man unn nicht jeder Rechtsordnung und damit dem Wesen des Staates feindlich entgegentreten will, so muß mau, insolangc ein Gesetz in Kraft besteht, die durch dasselbe verbürgten Rechte achten und eine Aenderung ist uur durch ein neues Gesetz zulässig, wel« ches unter Erfüllung aller zu scmcr Rechtögiltigkcit erforderlichen Bedingungen erlassen wird. und ich stehe keinen Augenblick au, trotz der Gcgeneinwenduugcn. die erhoben wurden und dic alle darauf liiüauölml-feu, der weltlichen Gewalt und dem willkürlichen Belieben derselben einen unbegrenzten Spielraum einzuräumen, meine Ueberzeugung dahin auszusprechcn. daß die crwäl'ntc Vereinbarung, mag man sie nun einen Staatsvertrag nennen oder nicht, jedenfalls ein rcchtsgiltig abgeschlossener und daher bindenoer Vertrag ist. und wenn man nicht die Grundsätze, auf denen alles Vertragsrccht beruht, uerläugncn will, so kann man in einem einseitigen Willcnsakte nicht die Lösung der Verbindlichkeit suchen. Dagegen muß ich mich aber cutschicden verwahren, daß man aus Anlaß einer Finanzvorlage durch eine gleichsam im Vorbeigehen hingeworfene Erklärung einem aufrecht bestehenden Gesetze die Rechtsverbindlichkeit abspricht, ihm lcn Lebensnerv entzieht, so daß es etwa noch als hohle Form, als Schattenbild fortbestehen mag. (Abg. Ruczka: Bravo! Sehr gut!) Dadurch wiro ein Vorgang inaugurirt, der nur dahiu führen kann, die Autorität jedes Gesetzes und damit die Rechtssicherheit zu gcfährdcu. Ich muß übrigens anf einen auffallenden Umstand aufmerksam machcu, nämlich, daß derselbe Ausschuß beim NeligionSfonoc, obwohl dieser ganz denselben Ursprung hat wie die Studicn« fondc, in seinem Berichte eine ganz andere Ansicht anssprach und ausdrücklich bemerkte, daß es nicht angehe, alls Anlaß der Budgets«Verhandlungen über die Natur dieser Foudc eine Entscheidung zu fallen. Ich frage uun, welches sind die Gründe, mit denen der Ausschuß seinen Antrag zu stützen vermeint? Es sind dieß zwei Allerhöchste Entschließungen vom Jahre 1774 uno l78l, welche jedoch in ihrer Zusammenstellung gerade das Gegentheil von Dein beweisen, was der Ausschnß beweisen wollte. In der Allerhöchsten Entschließung vom Jahre 1774 wird auf die Bestimmnng ein besonderes Gewicht gelegt, daß das Vermögen der aufgehobenen Gesellschaft Jesu als zu den Händen des Acrars heimgcfallcn zn betrachten sei. Dadurch wurde auch auf oic weitere Bestimmnng bezüglich der Vcrthcilnng dieser Güter nach den einzelnen Ländern das richtige Licht geworfen. Das zweite ist die Allerhöchste Entschließung vom I. 1781, worin es heißt: „daß nicht geduldet werden könne, daß die Einkünfte des Studicnfondcs nicht in den allgemeinen Staatseinkünften gänzlich aufgehen, und daß die Verweuoung des Einkommeus dieser Foudc allem für die cinzclneu Provinzen zulässig wäre." Abgesehen davon, daß ja der Ausdruck «Aerar" nicht in dem gegenwärtig geltenden Sinne eines östcr« reichischcn Reichs« und Staatsgcsctzeö genommen wer« den kaun, indem ja damals die staatsrechtlichen Verhältnisse anderer Natur waren, so würde ich wohl nicht begreifen, wie man wenige Jahre nach dem Er» stießen der Allerhöchsten Entschließung vom Jahre 1774 sich l'ätte bestimmt finden können, anzuordnen, daß das Einkommen Lcr Fonde glcich jedem anderen Staatseiukommcu zu behandeln sei, wcnn diese An-» ordnung bereit« in der Allerhöchsten Entschließung von 1774 gelegen wäre. Ebensowenig würde ich begrci-fen, wie die Bestimmung hätte erfolgen können, daß die Vcrtheilung der Fonoc auf die einzelnen Länder nicht maßgebend sein könne, wenn die gleiche Beslim« mnng. wie der Ausschuß meint, bereits iu der Allerhöchsten Entschließung vom Jahre !774 enthalten wäre. Der Ausschuß sagt: die Bestimmung v. I. 1781 ist nicht zur Ausführung gelangt. Ja, wozu wäre die Ausführung nöthig gewesen, wenn die ails» geführte Allerhöchste Entschließung vom Jahre 1774 denselben Sinn und dieselbe Absicht gehabt hätte? Redner erwähnt nun das päpstliche Aufhebnngs-dckret vom Jahre 177A und ein Hofdckret vom Jahre 1782 und kommt zu dem Satze, daß es nicht richtig sei. wie der Ausschuü meint, daß diese Fouds nur äußerlich vom Staatscülkommeu verschieden sind; sie sind es ihrer inneren Natur uach. Art. 31 des Kon« kordats, fährt Redner fort, welcher von allen Red« ncrn uno Antragstellern nicht ganz richtig aufgefaßt wurde, besagt meines Erachtens nichts weiter, als daß Dasjenige, was seinem Ursprünge nach kirchliches Gut ist, auch jetzt als solches behandelt werden müsse, daher nur im Namen der Kirche verwaltet, nach dem Willen der Stifter verwendet werden soll. Das ist ein Grnndsah, der nicht allein im In« ! teresse, der Kirche, sondern im Interesse der Rechts« ! sicherl'eit jederzeit eine kräftige Vertretung erfordert. Der Berichterstatter meinte früher ein Mal, bemerkt Redner sodann im Verlaufe seiner Ausführun» gen. es sei überhaupt zweifelhaft, ob die Kirche als Gauzes Eigenthum haben könne, es sei unter den Kanonisten sehr streitig, wcl der Eigenthümer eines < kirchlichen Vermögens sei, ob die Kirche in i>!)^ll>cln oder ix <:dllol'»><« l'sx^cc'sillli.'« oder Gemeinde. Nachdem dieser Herr Abgeordnete den im kanonischen Rechte doch sehr scharf bezeichneten Unter« schied zwischen si^uüm» uud lxmolvlo zu unterscheiden, um z" der vielleicht noch näher liegenden Entdeckung zu g^ langen, daß in den, weltlichen Vermögen auch >n'^ viel geistliches und kirchliches stecke, uud daß die Kirche eine nach dem Gruudsahc der Gerechtigkeit vorgenommene Gcgcnrechunng kaum zu schcueu bätte. Daß einzelne Kauonisten sich über die kirchliche Eigen« thumsfmac streiten. das ist >wch lana.c kcn< Beweis, daß cs im Kirchrnvccht wirklich an klaren Bcstiminun« gen fehle. Der Herr Abgeordnete hätte im Kirchen« recht dic klare Bestimmung finden- können .»Imnu ix'»'-linen! ixi ^ccl>«ll>ln <^u> dacht und Begeisterung gegessen; nur mit der silbcr. ncn Gabel darf man sie berühren,- wer ein Messer zum Fischessen gebraucht, verfällt jener stilleu nationalen Acht. welche die Engländer in so unnachabm> liehcr Schau zn tragen versieben. Del Fisch scheint das einzige Thier zu sein, für welches ciu Eugländcr zum Gourmand wird; ich glaube, wenn dieses Volk einmal in Abgötterei verfallen sollte, so würde cs einen großen Fisch anbeten. Die eigentlichen Fischr-iners sind denn auch in England vorzugsweise zn Hause und mitten auf dcm Fischmarlt stellt cm alles Haus. die «llilvc 'sm,5 I^v. ln", welches seit langcu Zeiten durch seine Fisch» diners in England cincs großen Rufes genießt. Ich habe seit langer Zclt nichis Ehrwürdigeres und Er« bebenderes gesehen, als ein solches Fischessen am Strande der Tlicmsc. Man watet durch ciuigcu Schmutz, ehe man zu diesem Hause kommt, denn dadurch, daß der zivilisirtc Mensch nie ein ganzer Tyrann ist und den zum Opfer bestimmten Fischcn bis zn ihrem Tode noch einiges Gnadenwasser mit-gibt. befindet sich der ganze Platz stets unter ciucm leichten flüssigen Ueberzug von Koth, dessen Unan» nehmlichkeitcn aber weit überwogen werden dnrch den frischen, stärkenden Gcrnch. welchen das hier „zu Staude gebrachte" Leben des Meeres ansströmt An der cngen Thüre eines Hauses, dicht an der Themse, liest man sodauu: „l''^I> Diml^ i>l 1 lmlv." Es ist gerade 4 Uhr. wir steigen die schmalcu hölzernen Treppen hinauf, an einer niedrigen nnd rnßigcn Küche vorbei und gelangen in ein ziemlich geräumiges, aber nicht sehr hohes Speisezimmer, von dcsscu Fenstern aus man die Themse sieht nnd den Qualm der kleinen Loildon»Dampfcr, welche hier von Miuutc zu Miuutc stromauf, und abwärts fah« reu. Eine lange Tafel ist gedeckt lind schon anch .'i Minnten wird dieselbe so dicht von Gästen beseht, daß der Einzelne sich imr schwer rühren kann. Es sind meist Geschäftsleute alls der City nnd von del, Docks, welche uach einem gchetzteu Tagwerk sich hier im Ucbcrflusse de^ Bcsteu gütlich thun. Denn die „llli-«'" Illnx Inv.'sn" hat in jeder Beziehung einen gnten Ruf; ihr Porter, ihr Ale, ihre spanischen Weine besonders ihr Eispnnsch uud ihre Havannah'Zigarrcn sind in ganz London bekannt und berühmt. Die Kellner nehmen einstweilen die Wcinbcstellungeu in Empfang, Nachdem dieß geschehen ist. werden auf uugcheueru Schüsseln, mit silbernen Glocken bedeckt, deren lange Dienstzeit ersichtlich ist und Gutcs ucr> heißt, in großer Prozession die zubereiteten Opfer hereingebracht. Noch sieht man keines derselben; kein Deckel wird gehoben, ehe dic ganze stattliche Reihe auf der Tafel aufgestellt ist. Aber über die Gesichter der versammelten steifen Gesellschaft fliegt ein Strahl crhabcncr Begeisterung, ciwas von dem Nulc Bri< tannia, das Meer ist Dein und folglich auch srinc Fische. Jetzt erscheint der Wirth an dem obcrn Ende dcr Tafel, stützt sich »lit beiden Händen anf dieselbe und verbeugt sich mit Ernst und Würde tief vor der ganzen Gesellschaft. Diese erwiedert den vcr« hsißuugsvollcn Gruß mit einem eben so würdevollen Kopfnickeu bis auf die Teller. und dcr Wirth beginnt »nil mit folgenden! tiefsinnigen Wort: „Gentlemen", lautct dasselbe, «wir haben heute Salm, Turbot, Sol. Aal und White Baits, ich bitte zu wählen." Nachdem diese feierliche und wichtige Eröffnung crust und schweigend, abcr nicht ohnc Befriedigung hingenommen ist, geht die Prozedur los nnd dic Wahl ist gewöhnlich sehr einfach die, daß man m Zu allen Fischen ißt der Engländer Kartoffeln, z» dem Salm die vortreffliche warme Scckrcbssauce. Es wird wenig gesprochen bei Tische, die Zeit. welche das Esscn nicht in Anspruch nimmt, verwenden dic Gentlemen zu ihrem Schcrry lind Portwein. abcr sie arbeiten sich mit großer Energie nnd Ausdauer durch alle Fischgattnngcn hindurch; sie behandeln den Salm mit ungeheuchelter Hochachtung, dcn Turbot mit AN' stand, dcn Sol zärtlich, dcn Aal mit rincr gcwisscu Vertraulichkeit und die White Baits mit Gönner« micnc. Die White Baits sind uncndlich kleine, wciße Fische von dcr Mündung dcr Themse. Sic scheinen arme Waisenkinder zu scin. wclchc das Mccr aus« stößt uud dic von dcm mitleidigen London aufgenommen und gegessen werden. Sie sind kaum !^ lang wie ein Fingcrgücd. etwa« dickcr wie ein Stn'V Halm und wcrdrn zn Hundcrtcn leicht gebacken M> dann. mit Hitrol.cnsaft angcfcuchtct. vcrspcist. 3>" Zeit ist im Frühjahr und am vortrefflichsten wcro sic servirt in Greenwich. «Sardcllcnkiudcr im l>>^' Hcmdchcn" nannte sie mein deutscher TischncM'" > Nachdem die Gesellschaft ungefähr "<"!)."'. Stunde angestrengter abcr erhebender Arbc't ?' 50» Oesterreich. Trieft, 2. Juni. Zufolge cincr dcr «Tricstcr Ztg." zugekommenen Mittheilung hat Fürst Pctlulla seine Entlassung nicht eingereicht, sondern nur mn Urlaub nachgeslicht. denselben aber nicht erbalteu. Fürst PelrnIIa heißt cs. will nach Vich» geben. ^^ Am 29, v. M. wurdc in (lcneda ein Poli' zcibeamtcr aus Treviso. nachdem cr bei cincr vorgenommenen Perlustration cin revollltionäres Waffen-Depot mit den sonst noch üblichen Apparaten entdeckt lmd mit Beschllig beleg! hatte, ans dem Wege nach Hanse von einen! Unbekannten dnrch einen Schuß tödtlich verwundet, Von Seite der Behörde werden deßhalb strenge Maßregeln ergriffen werden, dcr Mörder dürfte jedoch schon jenseits des Mincio sich be-finden. (Oest, Z) Prag, Al. Mai, Vei dcr gestern stattgtt'nnde-nen W^hl rines Landtags-Abgeordneten ans dem Körper der Großgrundbesitzer ist der k. k. KrciSkom< Nlisjar Heiuvich Ritter v. Kopcl) mit überwiegender Majorität gewählt worden. Der von den Redaktionen der drei czechischen Blätter in's Werk gesetzte Protest gegen die in der Jahresversammlung des Gcrwrrbcvcrcins stattgefunden, zum Nachtheile der Nationalen ausgefallenen Wahlen ehielt 186 Unterschriften, und ist gestern ^r General.Direktion dieses Vereins überreicht wor< "'ll. Dieselbe hat beschlossen, da die Wahlen stalu» »cnmä'kig vorgenommen worden sind, dem Proteste leine weitere Folge zn geben. Deutschland. Ucbcr Preußens Politik in dcr kurhessischeu Frage machte das preußische Ministerium des Auswärtigen m der Aoreß.Kommission dcr preußischen Kammer folgende Mittheilung: »Die Regirrnng hält anf das Bestimmteste an dcr vollen Herstellung des verletzten Rechtes fest, ^hre weiteren Enlschlicßnngcn werden davon abhängen, di "'^ '"^ diese Forderung erfüllt wird. mit welcher ist ^i "r i!"''"'b""dc Gcnngthnnng eng verbunden wärtiae A.',',.s^?' ^"^.gehen. erscheint'der gegen-""Mge M^nbl.ck nicht als geeignet. Kmi,i^ '" ^"rhessen die Wabrung der Rechts« na7, ' ^".'. '" ""' ^"uf.mg eines Landtages tt/ ^l.lgeiche von 18^'^funden werden a U^ n'" V'"'^ ^'^crnng dem nicht ent. b /i ")' '"""^"^ ^ dafür qebalten bat. ,daß. ^,5 ^'''l'"""„ng des Bandes, mittelst Wal>len nach dcm Wahlgesetze von ,83, daö Ziel eines völligen Abschlusses des l'ial>srl^„ Verf^ffungsstreitcö >lch Icichtcr »lnd sicherer errc-lchrl, lassc." In Folge diestr Erklärung beschloß die Kommission, die hessische Frage in der Adresse nicht zu berühren. ^ Im „Dresd. .Ionrn." veröffentlicht Major ..^. ^^ Natiomil. ^otlmc- Dcr Reinertrag beträgt 4.':u.000 Thaler, ^wn Drittel davon crbält die Schillcr-Stiftuug und c,n Drittel die Tiedge.Sliftung. Italienische Staaten. Die offiziöse „Ech. C.« mell>ct. angeblich nach cmtr Korrcspo.ldli.z mis Turin, nachl.äglich ,i»igc ^l'cn des Meeres in sich aufgenommen hatte er-^." 5" ^"h wieder an ",„. Präüde t.vlak stl.tzte d.e Hände wieder gravitätisch an . ^ ^' mrncigtc sich abermals und sprach die .fN>.^ ?' Worte: «Gentlemen, wir haben und Roast bcaf. ich bitte zu befehlen." Abermals erschien eine große Vcfriedignng auf den Gesichter» der so Angeredeten; den» scharfen Vlick des Veobach. ters entging cs jedoch nicht, daß diese Verklärung schon einigermaßen dnrch cinc fern aufdämmernde Ermüdung nnd Sättigung getrübt wurde. Roast ^amr.i und Roast beaf wurde verzehrt, sodann der lnndeöüblichc Chesterkäse, aber das alles ungleich Ascher als früher die Fische und nun erschienen die Kellner blitzschnell und entfernten mit der Tischdecke ?c Vmmerung an das Mahl. Holländische Pfeifen, uttischl-r Tabak, feine Zig^ren nnd Eispunsch wur> ">' aufgefahren und die Gentlemen blieben bei die« ^>u Punsch, der vortrefflich w.ir. aber von Arrac 'lwtztc. sitzcn l'is zur einbrechenden Nacht. Das ist das Fischessen. welches täglich zwei Mal ., ^,!") l"'"'" '""d und seil vielen Jahren als c Berühmtheit von London gilt. Das ganze Vcr- "">, ^abcl «st s„ echt englisch, daß man in Ver-N chM'g kommt zn fragen, ob nicht Sbakespeare oder «'elding an die,cm Tische gesessen und die ernste ^. rbengung des Wirthes ernst und gemessen erwic-on haben. Unter den Gesichtern, welche wir um '"n' ^ahen, war freilich lcins. welches an die Phau-...'t '"'b die geistige Freiheit, an die Herzcnswärme ""o die Grazie jener Zeite« crinnctte. (Don l l,n O.»> libaloi. Tcr 5töl>>g dalle ill» us« N.^pcl aus auf die telegraphische Naä'lichl von l's» auffäliia/n Ve» lvegungtll der Enligr.'ull» i» c^rr Näbc der öslerlrl» chischln Glenne» a» G.nil'.ilol .ib^rsnioct. um ri » scm nicht tlira iü cfflzl.Ucr, !0l>o,ll! in liner priu^» len frcundschl,fil,chcn Wt'se oo» j rcm btabsichligle» unübtlltglcn ^chiiilc abzüllUblü. Gariliaioi hal'c hitrauf glanlwoilll. er wisse slhl gllt. daß Pcneoig nur mit Hilfe o.l Ui,>ia!n. d.r ilalitnischln Regie» rung, rer AlMl-c uu^ s >,,.i ^'ellrilllglN zu errma/n waie, u»c» er ^clir i>»'hll se^l» E^lenwrlt. daß er vor uollsndclll '^adckllr stch nicht von r.r Klelle lührcn wlroe, lind auch rai,» a„ k,inl» Augl ff »mf Oc^llllich denke. Die M.^zinistcn lielnihiln aber lliütlerweile iü gcschicllcl W'ise die Sachlage, uni G^libalrl'ü Namcu odnc seine Oriuächligung uut r,r t»eal)sichl!glin Ejpcoillou in Veibluolmg zi> blingti,. Als ader dlescr l.hiere ron rcn vorgeliommexen V>r< H.NlilN^en, die sich a>>ch auf seme Freu»0r tlslllcklen, ^eulllniß crhiell. »^hlu lr. dir erslei, 'Allswallung uno dtln 3ü'lhc falscher Fltllni>t folgen», alles auf sich. und !>cß leu dtlüchti^lln Blllf vllichell, tcl sc» uicl Aussehcll eiregl hat. Tagesbericht. Vaibach, 4. Juni. Hc::tc Abend findet im Garten zum „grünen Vcrg" cinc große Soir»c mit Vclenchtnng Statt. — Dcr ^andtagsabgcordnctc Hr Santo Treo hat sein Mandat niedergelegt; am UO. d. M. soll die Neuwahl vorgenommen wcrocn. — In Radmannsdorf soll cin Schreiben alls Wien eingetroffen sein, in welchem dcm dortigen Gcsangsvcreinc verboten wird, an dcm Sängcrfcstc in Ncnmarltl Thcil zu nchmcn. Hoffcnllich sind die Radmannsoorfcr noch im Vcsitzc von so vicl Freiheit, um bei einem, jedes dcmonstrativcn Charakters cnt« bchrcndcn Vergnügen erscheinen zn können. Wien, 3. Juni. Kronprinz Rudolph und Prinzessin Gisela werden während dcr Abwesenheit Ihrer Maj. der Kaiserin zu Kissingcn in Rcichcnan vcrblc,bcn. Da oic ^ur in ^issingeu mindestens 6 Wochen in Anspruch nimmt, oürflc die Kaiserin vor Endc Juli nicht nach Wien zurückkehren. Auch oer herzog!, baierischc Leibarzt Dr. Fischer bcgleilrt die Hr.nscrm uach Kissingeu. — Sc. Oxzellcuz dcr Hcrr Stc>ttl)liltcr Gr^f Chorinsly wiro sein Amt muthmaßlich am i". d.M., nach dcr Ucbcrgabc der Geschäfte an scincn Nachfol« gcr in Vrünn. antrcicn. -^ Daö ^cichcnbcgängniß Nestroy's hat gcstcrn unter außerordcnllich großem Zusaiumenstussc von Menschen stattgefunden. Der Sarg wurde von oer Johanucskirchc zum Theater am Franz Ioscphs-Quai, hinter welchem der vierspännige Todtcmvagrn stand, getragen. Am Grabe hielten Anlou banger und Hiarl Treulnann kurze Ansprachen. — Herr Zang hat das ganze äußerst elegante und komfortable Mobiliar des von ihm unter den Wcißgärbcrn bewohnten Hauses dem Hauptimtarbei. trr der .Presse", Herrn Fricdländer. der dic Schau-spiclcrin Frl. Delia heiratet, zum Hochzett^geschenle gemacht. — Die Fahrkarten für den Vergnügungözug. welcher während des Pfingstfcstcs von hier nach Tricst "bgcht. sino heute schon sämmtlich vergriffen. Die Gäste, welche mit dcm Vcrgnügungsznge am Pfingst. feste von Dresden hicr cinlrcffc», ivclOcn cillcu Alls' ftug auf dcn Scmmcril'g unternehinen. Vermischte seachrichtett. Wie man dem «Ptstcr ^'ioyd." schreibt, nimmt i" den südlichen ^andcothlilen Ungarns die Heu» schrcckenplagc wieder überbaut». I,,, .^rassoer Koiui» l"te allein sind gegeuwärlig 12i>0 Menschen lhäü'g zur Vertilgung dieses Ullgeziesers. Auf i'em Terrain der Ortschaften Pestyere. Prißaka und Kavaran gibt cs Milliarden von Heuschrecken, die dasselbe im streng» ten Sinne deS WortcS mit cincr schwarzen Schichte überziehen. Vci dcr Untersuchung ergab sich, daß alls dcn Erdrisscn dcr mit Kukuruz bcbaut gcwcseucn Fcldcr junge Heuschrecken in großer Anzahl hervorbräche», woraus man dcu Schluß zog, daß dirsrlbcn jel)t crst aliö ihrcn Eiern hcroorgingen. Als man die Kukurupstengel hcrabriß. fand man wirklich nntcr dcnsclbcn eine Masse von Hcuschrcckencicrn. die jcyt täglich mct)cnwcise grsammclt, dnrch Nicdcrstampfcu vertilgt werden. Um die Heuschrecken selbst zu vertilgen, wendete man Anfangs das Stampfen und Niederschlagen mit Besen an; da aber dieß wcgcn dcs sandigen Bodens nicht zum gewünschten Resultat fühlte, werden jeht 4—U Klafter lange und hinrei« chend liefe Gräben gegraben, in welche die Heuschrecken hineingetrieben , todtgestampft und immer mit je einer Schichte gleichfalls niedergestampfter Erde bedeckt werden, bis dic Gräben voll sind. Die Verbrennung dcr Hcuschrcckeu konnte wegen Mangel ,ni Brennmaterialien nicht geschehen. Die heurige Ernte ist in dicscm Landcsthcilc zum großen Tbcil vnnich» tct und ein bcdentender Theil der Bevölkerung mit Vertilgung dieser Landplage beschäftigt, so oaß derselbe leine Zeit gewinnt, dcn Boden weiter zu bebauen. — In dcr Nacht vom 2«.—2!). v. M. hattcu mehrere Ucbclthätcr, denen m.in bis jrßt nicht auf die Spur gekommen ist. auf der Eisenbahn zwischen Prcganziol und Treviso einige der Bolzen herausgezogen, welche zur Befestigung dcr Schicucu dicncn, Glücklichcrwcisc bemerkte cin Bahnwächtcr zur rechten Zeit das Geschehene. sonst hätte dcm zu jener Stunde von Vcncdig kommenden Zuge ein großes Unglück begegnen lönneu. Dcr »Sferza« wird gcmrldct. cs sei an jrucr Stelle auch cinc Petarde und einc Mine gclegt nnd es sci bei dem Attentat anf cinc mit dcm bctrcffcndcn Zuge trausporlirtc große Geldsumme ab-gcscbcn gewesen. N a ch t r a st. München, 2. Juni. Ibrc Majestäten der Kaiser und die Kaiserin von Oesterreich sind heute Morgens hier cingctroffrn, Ihre Majestät die Kaiserin sind alsbald nach Kissingcn weiter gereist, Se. Majestät dcr Kaiser reisen Abends zurück. — Die «Augöburger Allgcm. Ztg." bringt fol« gcndes aus Wien. 3l. Mai. dalirtcs Telegramm^ «Glaubwürdiger Mittheilung zufolge ist dcr Entwurf zu cincr Modifikation dcs Konkordats, dcr zwischen dcm Papst und Oesterreich vereinbart wurde, von Rom angelangt." Ucnc/Ie Nachrichten und Telegramme. BreSlau, 2. Juni. Dic beulige „Schlrsischc Ztg," mclo.t: Die Veröffentlichiiil.i. oer Ernennung des Großfürsten Konstantin zum Vize.Köllig von Po« lcn stcht nahc bcvor. Dcr Adlatus dcsselben. Mara. Wiclopolöki, übernimmt dic Zlvil> tcrwcrfung anböte», so schlcklc Hussein Pascha sechs Christcn zu ihnen, um ihnen seine Bedingungen mitzutheilen. Tags darauf, am 29. Mai. griffen :!^V Montenegriner von Borapa, Rovza uud Piatanvich Bcranc an. das von 2MW Irregulären besekt war. Hussein Pascha sandte blescn Hilfr. In Folge dessen sabcn dic Monlcnegrincr sich genöthigt, sich in dcr Dcfcnsiuc zu hallen; sic zogci: sich zurück uud gc-wannen ii» Unoidnung und von den Unserigen verfolgt, das Gebirge. Wir yatlen 2? Todte und 40 Vcrwuudcic; der Feind ließ außer einer Fahne ll7 Todtc auf dem Kampsplapc; die sechs Christen, welche in oas ^ager zurückgekehrt sind. versichern, die Mou-tenegrincr hätten 200 Tcdtc uud Verwuudete. Mctklllologische Veobllchlungrn in Laib ach. -----------------------------------------"^"i'rt > l_____________l________ in Parish i'i,<„» 3!. Mcii 6UhrMrg. 323.8 ^.,4.« Gr. V^'. schwach thlilw. bewüllt 2 „ Nchm. g,Z. »u _s.^.2 „ 0. siarl Mfg.» (, ß, w „ Md. 325.23 -^12.8 „ 0. schwach haldheitsr Druck ,m5 Verlag von'Iftna; v/K^3«1äy7^ed?r^^ Anhang zur Laibacher Zeitung. RürlplllN'Nliis Wien, 1. Juni. tMittags 1'/. M,r) (W,-, Ztg Mddl.) Im G.mz.n ssill »nd di, Um ähc mä,:l> Dic >».>!!^ Ä.^iüdcsilnq ,.iq< sich b.i d.« i>^<^N"!.<>» i l8«0.r t^effcntliche Hchull». ^. des Kluatts (für I«0 st.) In ii^'l'l. V^hll»!., . zu 5,"/, K<;,»',0 60 70, 5°/„ Aülch. v, 1801 mit Äückz !»4 10 94,30. r.tto ubiic Sll'schiiitt 1802 . i»2.50 i»ii,?0 Nat!l,'!U»I-Äülc!!c!i mil Iän,!,r-(^'ia'ons . ., ü'/« 84 30 84 40 National -Änlchcn mil 3tt'l>l.(5oupons - - „ ^ ., 84— 64,10 Mct.Ui.iucS . ' . '. . „ 5 „ 70.50 70 60 dttlo mit Mai-Coup. ., 5 „ 70.70 70 80 dltto.......4j„ «3,50 «3 75, mit Vc» losung v. Jahre 1839 132. - 133 - „ „ 185)4 i)4,75 95 35 ., ., I860 zu 500 ss, . 94.40 9400 ., „ ,^,100fl, 100— 100 5<> Como - Rliitcnsch. z» 42 ^.»lizl,'. 10 75 17.—^ It. der Hronläilder (sür ^00 si) GrllUdültlasiungslObli^ation,». Ni.dsr-Ocster>.ich . . zu 5'/, 87 50 8850 iDb. - 2.N. und Salzb. zu 5'/, 87. - - 87 50 Böl„m!, .....5 ^ W,— A<».__ Stcicliinnf.....5... 8750 8850 Mählcn u. Schl.si.il , 5 „ 88 50 91 — lln^lil......5„ 73,25 7370 Ton. Ä.i,l , Ki-l'. « Slav. 5 , 72.50 72.75 ^a!izi.l!.....5„ 72.25 7240 Sicbnil'. u. Vulrw. . . 5 „ 70.75 71.25 Vlncti.nlischcs Anl. 1859 5 „ 100 50 101,50 Aktien (pr. Slück). Nationalbanf......838.— 839.— Krcd!l?l!!!i>,lt ,« 200 fl, ü. W. 2I7.W 217,20 ?t. ü (5scum -Gcs. z. 50l) fl. ö W. 030 — 032.— .ss. Ferd -?ioldb.z. 1000 fl. CM. 2117.-2118,— Slaat«-O,s.-Ocs. zu 200 fl. 6M. l'dcr 500 Fr......265.— 2Ü5.50 Kais. Mis.?!l)al,» p,200fl. CM. 104.— 104.50 S»d,-nurod.Vcrb.-V.200,, ., 130.75 131.— Süd. Sta.it«-. lomt', vr». n. E»ntr. ital. «is. 200 fl. ö. W 500 ssr. m 18<) fl. (90°/.) (z>n,>!>,ssa!l-Ludw -Vas,n z.200fl. l>Vi. m. 180 fl. <90",) <5in,, 229 50 230.-O.ü. Drn.-D^üU'N'ch -G>s, »--.^ 441,— 442.— Ocs!crr.'!ch. i.'loyd i» Tri.s« Z ^' 238,— ^40.— Wi.iicl Dampf»!..'Nft.-Gls.'^V 400.— 402.— , Plücr K.ttlNl'riicl.!! . . . .400.-402.— Böhm. W.sll'al»< i« 200 fl . 104.— 104 50 Th.ißl'ahii-Alti.» 200 fl Paris sür 100 ^v.nis« . '. . 5100 5165 Vours der Geldsorte». G>!o Ware K. Münz< Dulatrn 6 fl. 22 kr. 0 fl 23 >)lll. Krön.» .... 18 „ 15 ,. 18 „ 18 „ ylapoleonSd'or . . 10 „ 41 „ 10 „ 43 „ Russ. Iim't'ia!« . 10 „ 70 „ 10 „ 73 „ A,reinsthaler . . 1 ^ 94 „ 1 „ 94 >„ Silb.r-«gio . . 128 ., 50 .. 128 „ 75 „ Effekten, und Wechsel-Kurse an der k. k. öffentlichen Börse in Wien Deu 3. Ium 1862. Effekten. Wechsel. 5°/, Mtalliques 71.20 ', Silber.....128.25 5° «Nat -','l»l. 84 15 ! Lend n .... 129.80 Vaickattin, . . . 844. K.t.Duiatcu . . 6 20 Hnditasti.» . . 219.10 ! ifrem den 'A nz e ig e. Dc„ 1. Im,! 1862. Die Herren.- Schröocr, k. k. Major, »mb — Flirla». Hai'del^nnn'il. von Trieft. — Hr. Geber. Kmifmaiin, ucm Filime. -— Hr. Vimdwlck, Vörtrl« fal'likliüt. voil Wikl,. — Tie Hcrre» : Fraiizolli. iino — Mamelti. Gruüdl'csißrr, voi, Mestre. — Hr. H"lm. Provllkltlchandler. von Sängcrbcl^. — Hr. Hasell'.ich. Ha!!dll!!^sr,isel!t>,r. von GlMgdart. — Hr. Hylliil'cich. .(>n!dlllnasreistl,der. uon ViUach. — Die Hcrrri,: Cornclli. und — Moscllig. von Gorz. — Fr. Gräfi,, LarisH. voi, Mährrn. — Fr. Freiin ". Vöck, k. k. Ol'erstens.G.illlil, aus Ilall'eu. — Jr. Filrlliu. vc>„ Tncst. 3. 1055. (1) A li li o ii c e. Als Pr^tika»t der Pblirmacie wird Eilier. dcr dir vor^schrill'kxlii Gymtiasi.U'Klassl» al'solvirl hat. allfgciwmmeo bci Apc'll'lk.r, nod Ol'lr» PorNaild des krD^lifch'flauonischel! Alwllilkcr'Halipt- Gremiums in A^r^nn. 3. 947. (2) MW» DarleyenguW-Pomade «Z^^WW Dieses Mittel ,vird täglich ein Mal ^ß^^UM Morgens i» dc» Portion von zwei Erbsen in die Hailtstelleil, wo der V.,»t wachsen ^WÄ^^Msoll, eingerieben nnd erzeugt binnen scchS VitH^^^M Monaten einen vollen kräftigen Bartwuchs. Dasselbe ist so wirksam, daß es schon bei jungen Leu-ten von l? Jahren, wo noch gar kein Vartwnchs uor< Handen ist, den V..rt in der oben gedachten Zcit her-vorruft. Die sichere Wirkung garantirt die Fabrik. Chinesisches Haarfärbemittel a Fl. si. 2.10. Mit diesem kann man Augenbrauen, Kopf- und Varthaare für die Dauer echt färben, vom blässesten Vlond und dunklen Blond bis Vraun „nd Schwarz, !Z. 10l)2. Die Gefertigten fühlen sich verpflichtet, fnr das — durch die zahlreiche Betheiligung a" dem Leichenbegängnisse ihres Sohnes, resp. Vrudcrs, des Maaistratsbea,nten ^laNH ^llUllN, kundgegebene Vcilcio, alleu Freunden und Pclanntrn hienüt den innigsten Dank zn sagen. Franz l>iiiirlii. Ursula K<*Iiwciitnei> gfborne liaiarln. Z. 104«. '(2)'^ ' " "" Allerhöchst kWessionirte VerslcheruW-Gesellschaft „östm. Vhönil" m Vien. Grundkapital: Drei Millionen Gulden öst. W. Die Gesellschaft versichert gegen feste billige Prämien: «) Wohn- und Wirthschafts Gebäude, Fabriken, Maschinen, Brau- und Brennereien, Werkzeug,"Möbel, Wäsche, Kleider, Warenlager, Vieh, Acker und Wirthschafts-Geräthe, Feld- und Wiesenfrnchte aller Art in Stallungen, Trieften (Schobern), Scheuern und Wirthschaftoqebäuden, gegen jeden Schaden, welcher denselben durch Feuer oder Blitzschlag, sowie durch das dadurch veranlaßte Löschen und Niederreißen verursacht wird; /,) reisende Güter zu Land und zu Waffer gegen alle Glemeutar-Unfätte, welche dieselben auf der Reise ausgesetzt sind. Vorkommende Schäden werden schnell und contanr erHoden und prompt gezahlt Die Herren Haupt- und Spezial-Agenten in den Provinzen, sowie der unterzeichnete General-Agent sind zur Ettheilunq von Antrags-Formularien sowie zu jeder gewünschten Auskunft gern bereit. Die General-Agentur des „österreichischen Phömr" für Steiermark, Hrnin und Marnten in Vrn;. Vureau: Hauptplatz Nr. 353. Z7'ift33. 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