WrLnumerati«ns-Prci>e * K'.r Lai, *: Manzjahrig . . 8 fl. 40 kr. Halbjährig . . ^ierleljährig . Monatlich ... - Laibacher Redaktion Bahnbosgasse Nr. 132. 20 10 70 Mit der Post: MonzMrig..................12 fl- halbjährig................. 6 » vierteljährig............. 3 " Kür Zustellung ins Haus tiettelj. 25 kr., monakl. 9 kr. Einzelne Nummern 6 kr. % ogblatt. Anonyme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuscripte nicht zurückgesendet. Expedition- & Anseraten-Burea«: Congreßplatz Nr. 81 (Buchhandlung von Jg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg.) Insertionspreise: Für die einspaltige 1ie(ü ä 4 tr., bei wiederhoDr^GW-..,' schaltung ä Anzeigen bis 5 ZePirH) ------------------ Bei größeren Jnferatetv utüj-öfterer Einschaltung entss chender Rabatt. Für complicierten Satz besondere Vergütung. Nr. 107. Donnerstag, 13. Mai 1875. — Morgen: BonifazmS. 8. Jahrgang. Tag Preußische Klostergesetz und seine Rückuiirluug aus Oesterreich. (Schluß.) An der Hand des vom Abgeordnetenhause beschlossenen Entwurfes wäre es eine leichte Mühe ltn etwaigen Strom geistlicher Einwanderer von ta österreichischen Grenzen abzulenken: m.t dem Mraaravh h der zur Errichtung neuer Ordenscon. oKaattonen einen besonderen Act der Reichs ge jetz. S % othwendig erklärt, und m.t dem Pa. 4 der den Eintritt m eine inländische Amgeno'ssenschast von der österreichischen Staats-?ü!g«sch°st abhängig macht, wäre der Ue erflutung unserer Kronländer mit einer Unzahl neuer Ion-Dtntualtn ein unübersteigbarec Damm gesetzt, wah> m nach der jetzt noch 'naßgebenden JWtigtmd. Verordnung vom 13. Jum 1858 R. G. -Ll. Nr. Jo, ein derartiges Hindernis für die Ausnahme, bezug. Ich den Eintritt fremder Conventualen in em schon Mttb nbcs Kloster nicht besteht und nur unter Her- W d7-LL« d.° C«i. matsacseties geschaffen werden konnte. ">n letzterer Richtung hat die Regierung bereits «W 8"i*a«=n, «18 s>- ^er Ausweisung der Jesuiten und der ihnen am-«iierten Eongregationen aus dem deutschen Reiche die strenge Einhaltung der Normen diese« Gesetzes fcm WiverifiefS zur Aufgabe machte. Nach diesem PcäcevenS wird auch die hier 6c sprochene neue Eventualität bis zu dem Zeitpunkte II welchem das «lostergesetz d.e Zu t.mmung aller v'rsassungsmäßigen Factoren gefunden hat, ohne g öße e nachtheilige Rückw.rkung aus unsere Der-$ tnisse bleiben; für das Herrenhaus. ,ed°ch w.rd los rl bei Wiedereröffnung der S-lsion die Noth-roendigkeit klar werden, zu dem Gesetze über d.e klösterlichen Genossenschaften Stellung zu nehmen. Die kirchlichen Genossen,chasten sind ersah-runasmäßig so hervorragende, wichtige und einflußreiche Organisationen, daß von der Staatsgewalt schon aus allgemeinen Rücksichten der Verwaltung Zustimmung zur Constituierung und eine ge. wisse Aussicht über die Wirksamkeit dieser Verbände in Anivruch genommen werden muß. Die« gilt ins. besondere von den Orden und Congregationen der katbolischen Kirche, welche durch ihre weite Berbrei. . ihre Organisation und DiSciplin, durch den öifer und die Hingebung, mit welcher ihre Mit-Rüther die Zwecke der Verbindung zu versolgen «sleaen endlich durch den außerordentlichen Einfluß, welchen sie z» jeder Zeit auf die politischen, wirth. festlichen und sonstigen Kulturzustände genom-’ n haben, unstreitig zu einer der wichtigsten Er-Meinungen deS Volkslebens geworden sind." Dieser dem Motivenberichte der Regierung zu dem Klostergesetze entnommene Satz gilt unter normalen Verhältnissen, geschweige denn unter so außer. ordentlichen, wie sie der an unseren Grenzen entfesselte Kampf zwischen dem Staate und der Kirche zur Folge hatte und in noch höherem Grade zur Folge haben wird. Wie aus dieser Auslassung deS officiösen Blattes zu ersehen, scheint nun das halb verschollene, während der letzten Reichsrathssession immer vergeblich »chqui-rierte Klostergesetz angesichts der drohenden Masseneinwanderung diverser Kuttenträger aus Preußen selbst in Regierungskreisen arg vermißt zu werden. Sonst wäre das Bedauern des officiösen Organs unerklärlich, daß das genannte Gesetz nicht gleich den übrigen consessionellen Gesetzen bereits Geltung erlangt habe und noch immer im Archive des Herrenhauses schlummere. Man darf nun wenigstens erwarten, die Regierung werde bei Wiedereröffnung des Reichsrathes im Herbste ihrer eigenen Worte eingedenk bleiben und das betreffende Gesetz einer raschen parlamentarischen Erledigung zuführen. Politische Rundschau. Laibach, 13. Mai. Inland. Auf den Landtagen der in. dustriereichen Länder machte sich in den letzten Tagen eine sehr starke schutzzöllnerische Bewegung bemerkbar, die zumeist eine Resolution, betreffend die Kündigung der Handelsverträge und Einschlagung einer pro» tectionistischen Zollpolitik, als Trophäe davontrug. Aehnliche Resolutionen wurden in Schlesien, in den letzten Sitzungen auch vom mährischen und böhmischen Landtage gefaßt; auf dem ersteren nicht ohne daß sich eine kräftige freihändlerijche Opposition ge. regt hätte. Im böhmischen Landtage wurde eine Petition aus ftömggrätz, um Errichtung einer neuen Handelskammer, welche den Sitz in jener Stadt haben sollte, Anlaß zu einer langem Debatte. Die jungczechischen Führer plattierten für den Antrag der Pelitionscommiffion, welche die königgrätzer Petition der Regierung zur Erwägung abzutreten empfahl. Bei Anwesenheit der Altczechen wäre die Annahme des Antrages der Commission zweifellos erfolgt, denn mit den Jungczechen stimmte der ganze Großgrundbesitz und der Ministerpräsident gegen die Linke, die nur mit wenigen Stimmen den lieber» gang zur Tagesordnung erreichte. Der jungczechische Abgeordnete Gregr hat im böhmischen Landtage eine Petition um Auf. Hebung des Jesuitenordens eingereicht. Diese Petition entspreche den Wünschen der intelligenten Bevölkerung sowol deutscher wie qechischer Zunge; besonders werden von Czechen bewohnte Gegenden Böhmens von Jesuitenmissionen geradezu überschwemmt. Im galizischen Landtage kann jetzt endlich die Propinationsvorlage zur Verhandlung kommen. Zwischen der Majorität und Minorität des Propinalionsausschusses ist nemlich nach wochen-latigen Verhandlungen ein Cvmpromiß zu stand« ge- kommen. Die Vereinbarung bezieht sich auf die Art und Weise der Ablösung. Im ungarischen Abgeordnetenhause kam eS bei der Berathung über den Gesetzentwurf betreffend die Regelung der finanziellen Verhältnisse der Nordostbahn zu heftigen Debatten. Der Minister Pechy mußte sich gegen viele Vorwürfe vertheidigen; zuletzt wurde jedoch die Vorlage angenommen, ebenso diejenige über die Erhöhung der Zinsengarantie der ungarisch-galizischen Eisenbahn. Hierauf folgte die Generaldebatte über die Vorlage, welche die Regie» rung zur Regelung der Angelegenheiten der noth. leidenden Bahnen ermächtigt. Gras Apponhi bekämpfte die Vorlage und ertheilte der Regierung ein MiStrauensvotum. Die Minister Pechy und Tisza vertheidigen den Standpunkt der Regierung. Die Generaldebatte wird fortgesetzt. Ausland. Die beste und schlagendste Rede in der Klosterdebatte hielt der Nationalliberale Jung. Er schöpfte sehr ergiebig aus der Chronique scan-daleuse des Mönchthumes. Von dem Lenker Ablaß, fest in Westpreußen. das zu Ehren eines wunder* thätigen Marienbildes gefeiert wird, erzählte der Abgeordnete nach dem Berichte eines dortigen Kreis» richters, daß der „Lonkcr Ablaß" im vorigen Jahre allein die Einleitung der Vormundschaft über acht uneheliche Kinder zur Folge gehabt habe. Von dem Papste sagte der Redner, er habe das eine Verdienst, deutlich zu sein und man müßte ihn eigentlich „Pius den Deutlichen" nennen. Der bekannte Ultramontane Freiherr von Schorlemer-Alst brachte wieder eine bunt zusammengelesene Capucinade. Er sagte u. A.: Alles, was man gegen die geistlichen Orden verbringt, paffe eigentlich auf den Freimaurerorden; dieser habe politische, internationale Verbindungen rc, ihn aufzuheben, wäre ein Dienst um den Staat. — Gegenüber dem Vorwurfe des Ministers gegen die Klostererziehung, welche nur die Bigotterie der Frauen erzeuge, durch welche sogar Beamte (d. H. Pantoffelhelden) gehindert würden, den Gesetzen zu gehorchen, tief Schorlemer pathetisch: Ter Cultuö-minister werde in dem Kampfe, den er gegen die katholischen Frauen unternehmen wolle, unterliegen! Wenn man eine zeitlang an dem Zustandekommen de« Klostergesetzes gezweifelt habe, so habe er diesen Zweifel nie getheilt; es gebe nur einen Willen in Preußen, und das fei der des Fürsten Bismarck, dem sich alles beugt. Dem ..Cadaver-Gehorsam" der Ordensmitglieder stehe der Cadavergehorsam der liberalen Partei gegenüber dem Fürsten Bismarck entgegen. Die Staatsaufsicht für die Orden nannte er „einen Strick um den Hals" u. f. w. Die Rede WindthorstS zur zweiten Lesung war nur darauf berechnet. die Zeit zu töüten; sie war werthlvS. Das Klostergesetz ist am 10. d. in dritter '-'esung unverändert angenommen worden. Man begnügt sich in Berlin nicht mehr mit der Suche nach Bismarck-Attentätern. Jetzt geht auch Falk nicht mehr ohne eine Leibwache von Po licisten in Civil auf die Straße, weil man Fäden eines gegen sein Leben gerichteten ComplotS entdeckt zu haben meint. Ja der Kaiser selbst ist bedroht, wenn man einer Posener Nachricht der „Schlesischen Presse" glauben will, welche lautet „Die Attentats-Ermittlungen Hallen auch die öfter reichische und russische Polizei auf den Beinen. ES verlautet, daß die Attentäter nicht nur dem Fürsten BiSmarck und dem Unterrichtsminister Dr. Falk sondern auch dein Kaiser von Deutschland nach dem Leben trachteten. Als Chef des ComploteS ist ein sehr naher Verwandter des verstorbenen Erzbischofs von Posen, Dunin, verdächtig. Der Gesuchte hat in Breslau mit hohen Geistlichen der katholischen Kirche verkehrt. Osficielle Kreise dürsten wol bald mit weiteren Aufklärungen hervortreten." Ein wenig Skepsis ist diesen Besorgnissen gegenüber wol am Orte. Da- officiöse Organ der französischen Regierung, die „Agence Havas," tritt in entschie bener Weise den in den letzten Tagen, meist von Paris aus, verbreiteten beunruhigenden Gerüchten entgegen und betont insbesondere, daß von der deutschen Regierung keinerlei Vorstellung an das sran zösische Gouvernement gelangt und auch sonst keiner lei Grund zu einem Conflict zwischen den beiden Regierungen vorhanden sei. Außerdem meldet der „Bien Public," daß Duc D6cazeS zur Mederfchla. gütig der beunruhigenden Gerüchte am 11. in der Kammer Mittheilungen über die auswärtige Politit machen werde. Die französische Nationalversammlung trat am 11. d. wiederum zusammen, um noch einmal ihre Arbeiten aufzunehmen. Wird diese Session die letzte sein? fragt die „Republique Franxaise". „Wir können sagen, daß mit Ausnahme einiger Abgeordneten, die um einige Monate ein Mandat verlängern möchten, dessen Erneuerung sie nicht hoffen dürfen, und einiger Fractionsführer, deren Interessen das Provisorium förderte, jeder mann erkennt, daß die Pflicht der am 8. Februar gewählten Kammer ist, sich zu beeilen, das unternommene Verfassungswerk zu beendigen, um das allgemeine Stimmrecht und die Senatorial»Collegien zur Dotierung in den ersten Tagen des September und Oktober zu berufen."______________________________ Local- und Provinzial-Angelegenheiten. — (Eilfte Landtagssitzung.) (Schluß.) Abg. Robii erstattet namens des F.-A. mündlich Bericht überleit Antrag des Dr. Razlag wegen Bewilligung der Steuerzufristung bis zur Ernte. Der Ausschuß empfiehlt dem Hause, die Angelegenheit der Regierung zur Würdigung abzutreten. Hof« r«th R. v. W i d m a n n bemerkt, dem Ansinnen einer Steuerzufristung dürfte vonseite der Regierung nicht Folge gegeben werden. Die Finanzbehörden seien an bestimmte Normen gebunden und könnten darüber nicht hinausgehen. Gewisse Bedingungen müssen gegeben fein, wenn Steuer» zufriftungeit oder Steuerabschreidungen zugestanden werden sollen. (Sine allgemeine Zufristuug für das ganze Land oder für einzelne THeile sei nicht begründet. Es' käme diese Begünstigung ja Steuerpflichtigen zu statten, die es nicht bedürfen. Redner ersucht, diese Momente bei der Beschlußfassung zu berücksichtigen. Der Ausschußantrag wird angenommen. Abgeordneter Murnik begründet seinen Antrag, betreff send den Eisenbahnbau von Tarvis nach Ponteba und von Laibach nach Jofefsthal, Der Antrag geht dahin, die Regierung fei zu ersuchen, beim Wiederzufarnrnentritt des Reichsrathes fofort eine den Ban der Linie Tarvis-Pontafet und Laibach-Jofefsthal normierende Gesetzvorlage einzubringen; an beide Häuser des Reichsrathes die Bitte zu richten, sür das baldige Zustandekommen beider Eisenbahnlinien mit allem Nachdrucke cinzustehcn. Der Landesausschuß wird beauftragt, die bezüglichen Petitionen im Namen des Landtages zur Vorlage zu bringen, darin die wirtschaftliche Nolhlage, das Darniederliegen der Industrie, des Handels und der Bewerbe und damit im Zusammenhänge der Landioirthfchaft fu betonen und darauf hinzuweifen, daß die Ausführung er genannten zwei Bahnlinien eines der Mittel wäre, die Schwere der wirthschastlichen Krise zu mildern. Der Antrag wird dem voirswirthschastlichen Ausschüsse zur mündlichen Berichterstattung überwiesen. Es folgen noch mündliche Berichte über Petitionen. Abg. Langer empfiehlt namens des PetitionSansschuffeS, das Gesuch der Bezirkswundärzte von Stein um Erhöhung ihrer Dotation der Regierung zur Würdigung abzutreten Wird angenommen. Baron Äpfaltrern erstattet namens des Finanzausschusses Bericht über die Petitionen der Ge meinden Bründl und Savenstein, St. Martin bei Littai und Rudolfswerth wegen Einhebung von höhern Gemeinde Umlagen. Der Finanzausschuß hat die Verhältnisse dieser Gemeinden geprüft und empfiehlt die Bewilligung der Ein. Hebung der verlangten Gemeinde-Umlagen. Wird angenom men. Der Gemeinde Stroherner werden 1000 fl. aus dem Landesfonde gewährt. Die Gemeinde Altlack bittet um thcil weife Ablösung der Robot auf die ihr zur Erhaltung zuge wiefenen Zufahrtsstraße nach Trata auf den ganzen Bezirk auszudehnen. Die Petition wird an den Landesausschuß behufs näherer Erhebung gewiesen. Der Bezirksstraßen ausschuß Umgebung Laibach bittet um einen Beitrag zur Erhaltung der Gottscheerstraße aus dem Landesfonde. Wird dem Landesansschnsse zur Erledigung abgetreten. Schluß der Sitzung 1 Uhr 30 Minuten. In der Adendsttzung erläuterte zunächst der Bericht erfiatter Dr. Schrei? auf Grundlage des von der Regie rung gebotenen Übereinkommens die Anträge des Finanz-ausfchusses wegen Regelung des Verhältnisses der Staatsverwaltung zum kramifchett Gruudentlastungsfoude. Bei der Generaldebatte meldet sich niemand zum Worte. Bei der Specialdebatte meldet sich Dr. Bleiweis zum Worte bei Punkt 1 des Uebereinkomtnens, welcher lautet: Anstelle der bisher auf Grund allerh. Entschließung vom 12. No vember 1865 dem Grnndentlastnngsfonde für das Herzogtum Ärain alljährlich angewiesenen Vorschüsse wird vom 1. Jänner 1875 an bis einschließlich des Jahres 1895 eine nicht rückzahlbare Staatssubvention im jährl. Betrage von 175,000 fl. bewilligt. Bleiweis sagt, auch er und feine Ge ftnnungsgenoffen feien vom Wunsche beseelt, sich mit der Staatsverwaltung endlich zu vergleichen. Aber nach dem vorliegenden Entwürfe handle es sich darum, sich auf 40 Jahre zu binden, dem Laude unerschwingliche Lasten auszu legen u. f. w. Videant Conaules, ne quid detrimenti respublica capiat. Der Bericht des Finanzausschusses selbst, dem er alle Anerkennung zolle, schildere die Bedrängnisse des Landes in ergreifender Weise. Aber der Finanzaus schuß gebe sich vorschnell der Hoffnungslosigkeit hin und unterwerfe sich blindlings den Bedingnissen des Staates. Die Sache stehe nicht so verzweifelt, die Staatsverwaltung werde mit sich handeln lassen. Im Jahre 1872 Hot das Finanzministerium eine Subvention rundweg abgeschlagen, vor einem Jahre habe es 150,000 fl. bewilligt und Heuer biete es 175,000 fl. Es fei daher die Hoffnung ganz be rechtigt, daß wir noch weit günstigere Bedingungen erreichen werden durch kluges Ausharren. Er stelle daher zu Punkt 1 das Amendement, es feien statt 175,000 fl. 200,000 fl. einzustellen. Abg. 3) e f ch in a n n wünscht zunächst die weitern Anträge des Vorredners zu kennen. Bleiweis schweigt. Dagegen erheben sich die bäuerlichen Abgeordneten Kramarii, Laurenftf und der Handschuhmacher Horak und ergehen sich in die kläglichsten Schilderungen der Rothlage des Landes, der ©teueriiberbürbung des Landvolkes einerseits, der Handels- und GewerbSleute anderseits. Horak schickt auch die Geistlichkeit ins Feld, auch die klage; so lange der Bauer und der Gewerbsmann nichts haben, hat auch der Pfarrer nichts. Von der Linken sprechen nacheinander Baron Äpfaltrern, Defchtnann und schließlich der Berichterstatter Dr. v. Schrey. Baron Äpfaltrern fagt, wenn künftig jemand die ienographifchen Protokolle des krainifchen Landtages in die pand nehme, so wird er sich nicht ohne Verwunderung 'ragen, wie so es komme, daß immer dieselben Klagen ertönen. So sei es gewesen im Berichte des Vorjahres, da <}ab cs lange Debatten über Errichtung einer Ackerbauschule, :ibcr das Uebereinkommen mit der Staatsverwaltung betreffs des Grundentlastungsfondes. Das einemal zeige man jedesmal die größte Bereitwilligkeit Geld auszugeben; 80,000 fl. vom Stammkapital, 14,000 fl. jährliche Auslagen werden ohne weiters bewilligt; ein paar Tage darauf höre man lets das kläglichste Jammergeheul über die fürchterliche Steuerbedrückung, die auf dem Lande laste. Wenn man das nacheinander liest, wird man mit Reckt fragen, wo liegt da ein Sinn V Er habe erst vor ein paar Tagen ein Bild von der traurigen finanziellen Lage entrollt. Aber was nützt das alles? Es liegt heute wieder ein Vorschlag der Regierung vor, wie eine drückende Schuld abzutragen, der'sich das Land nicht entziehen kann, wenn es nicht Eoncurs an« 'agt. Der Staat werde freilich zahlen, aber erst wenn das Land Cridatar geworden! Der Antrag des Dr. Bleiweis bedeutet nichts anders, als nochmalige schroffe Zurückweisung des Übereinkommens. Bindende Erklärungen vonseite des Regierungstisches liegen vor, daß die Annahme eines solchen Antrages von der Regierung als Ablehnung betrachtet werde. Das Ministerium hat eben die Hände nicht frei, es steht gegenüber dem Bndgetrechte des Reichsrathes. Das Resultat werde fein, daß das Uebereinkommen nicht zustande kommt. Der Reichsrath wird diesen wiederholten schroffen Ablehnungen gegenüber eben sagen, wir geben einem Lande nichts mehr, das feinen Verpflichtungen nachzukommen (eine Geneigtheit eigt. Das werde eine unberechenbare Kalamität für das : !and sein. Gar mancher fei bis über die Ohren verschuldet, wolle aber doch nicht an den „Bettelstab" glauben, der ihm chließlich in Aussicht steht. Darum solle man im Interesse des Landes das [Übereinkommen annehmen. Bleiweis entgegnet, feine Partei warte auf eine Aendernng des System-, wofern das gegenwärtige Ministerium nicht ein« gehen will auf die Wünsche des Landes. Des chm"« sagt. Bleiweis hat uns Videant consules :c. zugeM' er thut gar sehr besorgt, daß das Land sich ja nicht iw w aus binde, daß es nicht Verpflichtungen eingehe, «3* welcher unsere Nachkommen uns Vorwürfe machen oüti» Budgets, jagt er, werben nur für ein Jahr notiert 8® er vergesse, daß, wie das Land so auch das Reich sich,» Lande gegenüber binde. Er spielt ferner den unf&ulttjs den besorgten. Wo war aber damals seine Borausfichh* ein Theil des Landesvermögens verpfändet wurde? S&nfl hat er uns nicht aufmerksam gemacht, daß diese Sun* für ewige Zeiten dahin sein werde? Und wenn er fütjj® Ackerbauschule mit solcher Bereitwilligkeit enorme huN t des Wahlfahrtortes feien kaum zehn nüchtern SesllSeru Dich Schlemmerei im Genüsse des Weines, diese unnatürlich, BMerei sei eine der Hauptursachen des wirthschastlichen $RfalIe3. Man möge darum an dem Uebereinkommen nicht inäfcfo, sondern das Anerbieten der Regiernng mit beiden ^Lofratb^W idmann ergreift Las Wort, um angesichts ttt vorliegenden bestimmt laurenben Erklärung ber Regie-tnnq jU wnstatieren, daß die Annahme des Bleiwels schen iMnlerunglantragcS der völligen Ablehnung des Ueber-tinlommettl vonserte des Landtages gleichgeachtet würde. * Stenng habe alle Mittel und Wege erschöpft sie ^is- darum die Verantwortlichkeit für bie Folgen für die U um Jahr wachsenden Verlegenheiten der Landesfinan-to ab Der Staat sei ni»t verpflichtet, dieabgangigen tz-vmen vorzustrecken, das Land werde selbst Vorige treffen Ä die Abwicklung der Geschäfte des Grundentla-^Mondes; die Regierung muß sich eben an die von der ^Enetung bewilligten Beträge halten. Nachdem noch für den Bleiweis'schen Antrag gesprochen, der ejteLtter sämmtliche gegen die Anträge des Ausschuffes ^Knen Einwendungen auf das eingehendste und schla-Nfc ttiterleat namentlich Poklukars anmaßende nur von und'Süffisance eingegebene Bemerkungen über ^ der verfassungstreuen Rei-bsrathsabgeordneten Ä»«ieken wird ur namentlichen Abstimmung ge-Nachdem der Antrag des Dr. Ble.we.s m.t 16 «eatn ik lammen zum Beschluß erhoben worden, erhebt K «ÄnSmtreter zur Mittheilung, er sei von der «t Regier» 8 tiefem Ralle die Regierungs-öTu?ü9ck/uzieTcn. Baron Skpfaltrern < ' L sei mit der Zurückziehung der Regierungs-S VLs . «5? um in »»>“" *<»«£«««8 D»-->°-- $'«■ W "»»»,. '"'*3*. ati 'W“i9 W- K- L , ' ^ Gratulation darbringen dürften, worauf ,«8.U« ,p-« VlfiT unt, verständnisvoll vortrug und d.e zweite S ILuseS Fräulein Hella dem Jubilanten -me ^-r res van,e a Ansprache ubergab. Den Nits W -»-»S--M-» *» S“M“n ”* 9 «■ $ ** w. X goLasvorschrift vom 29. Dezember 1863, betreffend ^Hebung der Hundetaxe, welcher lautet: »Dle Aus- ^ e^es eing-fang-nen Hundes dar nur gegen fchnft-^ M gung des Magistrates g-sch-h-n, welche gegen ^BiUtgji a über die bezahlte Taxe zu er. S ? wurde durch Beschluß des Gemeinderathes April 1875 mit solgmdem Zusatz-°°rsehm- D,- e S a,,!! ann insbesondere bei grassierender Hundswuth ^ Crate nach seinem Ermessen verweigert werden." . ^5 Ergebnis der vorjährigenEon. >d^sammlung-n der Landwe hrmann-1 im allgemeinen nicht als c.u ungünstiges denn^h vondenVersammlungeu durchschnittlich t bis 6 „ „t tzer -inberufenen Mannschaft weMblie-N litt Krt dieser Ausfall vornehmlich dem Umstande Xiiifien daß die Gemeinde-Verlautbarungen über ? rlbbaltüna der Controlsverfammlimgen nicht immer dem allgemeinen Verständnis entgegen-Är SS«* erfolgten. Es ist in dieser Richtung -me Xeeg otl die Gemeinden, namentlich an die L.audge Xn «richtet worden, um dem Wegbleiben der Land Mannschaft v,n den ControlSversammlungen möglichst V " ,Der geehrten Damen io eit) zur Notiz, daß föt tiefe Woche fällige Nummer der „Modenwelt," ‘ - :en Frauenzeitung," „Haus und Welt" und der „« erst kommende Woche erscheint. - Pränumera-anf obige Journale übernimmt und besorgt pünkt ^ die Buchhandlung v. «leinmayr & Bamberg in Lai — (C entral-Commission für die Grund-leuer-R|egutierung.) Die „Wiener-Zeitung" veröffentlicht die Protokolle über die Sitzungen der genannten Commission in der ersten Hälfte März; die (Kommission hat either ihre Thätigleit fortgesetzt, die Protokolle werden indeß erst nach erfolgter Veristcation veröffentlicht. Die laut vorliegenden Berichten gefaßten Beschlüsse gehen im Wesentli» chen dahin, daß die Central-Commission, ben Anschauungen des Somites sich anschließend, sich schon jetzt die Aufgabe iellt, über den Stand der Verhandlungen zur Zustande-bringung des Grundsteuer-Katasters in den einzelnen Ländern über den in ben einzelnen Ländern dabei eingeschlagenen Vorgang unb bie babei beobachteten Grundsätze, daher auch Über die Gleichförmigkeit und bie Verschiedenheiten der daraus gewonnenen Resultate sich zu unterrichten, nach Maßgabe des Fortschreitens dieser Informationen durch die Executive auf bie Behebung wahrgenommener Mängel, Lücken und Gebrechen und auf eine gleichmäßige Anwendung btr Grundsätze des Gesetzes, insbesondere auf die Verhältnismäßigkeit der Besteuerung hinzuwirken. Ein weiterer Beschluß präcisiert die Beschaffung des für Bit ausgeführten Zwecke erforderlichen Materials seitens des Finanzministers otoie durch die untergeordneten Grundsteuer-Commissionen. — (Die neueste Nummer (8) der „Deut-chen Familienzeitung") in Warnsdorf (herausgegeben von Dr. H. Roskoschny) enthält wieder ein reiches belehrendes und unterhaltendes Materiale. Die Novellen: „In den Fesseln Roms", „Die Rightboys" und „Berliner Blau" werden fortgesetzt und neben denselben schätzbare Kulturbilder gebracht, wie z. B. von Hofftnann ans dem englischen Mittelalter, von Dr. Roskoschny aus Lycien, von Olinda über Hamburg, von E. I. Richter aus dem Theaterleben Wiens („Im Loch", die Schauspielerbörse am Ge-treidemarkie), u. s. w. Außerdem finden wir Gedichte, interessante kleine Notizen über Theater und Musik, unb ein Bulletin ber neuesten Fortschritte des Altkatholicismus, beffen Richtung bekanntlich in bet „Deutschen Familien zeitung" eine warme Vertreterin besitzt. Zur letzten Interpellation wegen der Haudels-kammerwahlen. (Fortsetzung.) Der Wahlcommission wird vorgeworfen, daß sie einzelnen Gewerbsleuten, deren Gewerbebetrieb über den Handwerksbetrieb hinausreicht, das Wahlrecht in der Handelssection im Sinne des Artikel 271 des Handelsgesetzbuches zuerkannt habe, und diesem Vorwurfe wird beigefügt, daß diese Ge werbsleute keineswegs 100 fl. Erwerbsteuer zahlen. Letztere überdies nicht stichhältige Bemerkung (da die meisten der betreffenden Industriellen, z. B. Gebrüder Kosler, Samassa, Tönnies, Zwajer'sche Dampfmühle rc. über 100 fl. Erwerbsteuer zahlen basiert nur auf einer unrichtigen Gesetzesanwendung, da der Steuersatz von 100 fl. nicht für die Handelssection, sondern für eine allfällige separate Section des Großhandels und der Großindustrie fixiert ist, eine solche in der laibacher Kammer jedoch nicht besteht. Ebenso unrichtig ist die Behauptung, daß die Wahlcommission sich selbst das Recht usurpierte, zu entscheiden, in welcher Section ein in mehreren Sektionen Wahlberechtigter zu wählen habe. Dieser Behauptung widerspricht die Thatsache, daß die Uebertragung mehrerer Wahlberechtigter aus einer Wählerliste in eine andere über deren Wunsch anstandslos durchgeführt wurde. Natürlich konnte die Uebertragung in eine andere Wählerliste in solchen Fällen nicht stattfinden, in welchen sie von jemandem begehrt wurde, der in der angestrebten Wählerliste kein Wahlrecht hatte. Daß die Wahlcommission Herrn V. C. Supan auf Grund des Wortlautes und auch offenbaren Sinnes des § 7 des Gesetzes vom 29. Juni 1868 aus der Wählerliste strich, wurde von der obersten Instanz, dem Handelsministerium, als gesetzmäßig bestätiget und es kann hieran der Umstand nicht« ändern, daß Herr V. C. Supan, vielleicht aus Uebtr sehen, in früheren Jahren in der Wählerliste ge landen und sogar zum Kammerrathe und Präsidenten »ewählt wurde. Daß diese Ausscheidung keine parteiische ! ewesen, zeigt schon der Umstand, daß ja Herr 3. C. Supan nicht der einzige gewesen, der aus iesem Grunde aus der Wählerliste gestrichen wurde. Ein weiterer Beschwerdepunkt ist, daß die Auf» age der Wählerlisten zur öffentlichen Einsicht nicht gehörig (insbesondere nicht durch die „Laib. Ztg.") undgemacht worden sei. Factifch wurde das Auf« legen der Wählerlisten jedoch durch Placate in beiden Landessprachen in allen Gemeinden des Kronlandes, ernerS durch mündliche ortsübliche Kundmachung vor der Kirche in allen Landpfarrorten, endlich bezüglich der verlängerten Frist auch in der „Laib. Ztg." kundgemacht. Eine ausgiebigere Publicierung ft wol kaum denkbar und deshalb ist es fast unerklärlich, wie man von einer Geheimhaltung sprechen onnte! Ueberdies kann es auch kein Anstand fein, daß die erste Publication nicht auch in der „Laib. Ztg." erfolgte, denn daß dies zu geschehen habe, ist gar nirgends vorgeschrieben! Wenn sich jedoch aus Gesetzesbestimmungen bezüglich anderer Wahlen berufen werden sollte, so »erlangt z. B. gerade die krain. Landtagswahlordnung bei Ausschreibung einzelner Landtagswahlen (ausgenommen solche aus dem Großgrundbesitze) aus» »rücklich nur die Kundmachung durch Placate in >en einzelnen Gemeinden und es wird in solchen Fällen auch factisch dir Neuwahl in der „Laibacher Zeitung" nicht kundgemacht. Daß die Wahlcommission all' die kleinen Mahl-und Sägemühlen, die meist nur mit 2 fl. 10 kr. und 4 fl. 20 kr. besteuert sind und die, wie all» lielannt, fast ausschließlich des Sägeverdienstes halber und nicht eines Handelsgeschäftes wegen existieren, nicht in die Wählerliste für die Handelssection aufnahm, wird ebenfalls beanständet; zur Rechtfertigung der Wahlcommission dient hier, daß noch keine Wahlcommission Oesterreichs solche Mühlen anders als Gewerbetreibende behandelte und daß auch in Krain diese Mühlbesitzer bisher selbstverständlich immer in der Wählerliste für die Gewerbefection vorkamen. Die Herren Interpellanten sprechen bei diesem Beschwerdepunkte den Mitgliedern der Wahlcommission zwar den Besitz der fünf Sinne ab; trotz dieses wenig höflichen Gegenbeweisgrundes dürfte die Ansicht der Wahlcommission im Hinblick auf den allerorts geltenden gleichen Vorgang als die richtige anzufehen sein. Auch hier kann die Wahlcommission übrigens der Vorwurf der Parteilichkeit nicht treffen, da eine große Anzahl dieser Mühlbesitzer, wie z. B. fast alle Großgrundbesitzer, keineswegs gleicher politischer Überzeugung sind, wie die Herren Interpellanten. Natürlich wird der Wahlcommission auch Leichtsinn und Oberflächlichkeit vorgeworfen. Für diese Anschuldigung machen die Herren Interpellanten einen einzigen Fall eines angeblich leichtsinnigen Vorganges namhaft und auch dieser einzige angebliche Beweis ist nicht stichhältig, sondern fällt auf den Mitfertiger der Interpellation Herrn I. N. Horak und seinen vormaligen Collegen im Präsidium der vorbestandenen Handelskammer Herrn V. C. Supan zurück. Der Glashändler Ferd. Seidel in Rudolfs-werth wurde uemlich in die Wählerliste für die Handelssection von der Wahlcommission nicht ausgenommen ; hingegen ward zwar eine Reklamation von Herrn I. N. Horak & Eonforten ohne allen Beleg eingebracht; diese Reklamation ward jedoch von der Wahlcommission abgewiesen, weil das unter dem Präsidium der Herren 93. C. Supan und I. N. Horak leider sehr fehlerhaft und unverläßlich geführte Register der Handelskammer bei Herrn Ferd. Seidel in Rudolfswerth nur eine Erwerbsteuer von 5 fl. 25 kr. auswies. Erst gelegentlich einer nach vollzogener Wahl an den Herrn Handelsminister angebrachten Beschwerde ward der Erwerbsteuerschein Seidels beigebracht, aus welchem die wirkliche Steuervorschreibung von 10 fl. 50 kr. zu ersehen war. Der Vorwurf der Oberflächlichkeit kann daher nur das HandelSkammerdureau, d. i. die beiden damaligen Präsidenten und den Secretär treffen; die Wahlcommission ist gesetzlich verpflichtet, sich an die Register der Handelskammer zu halten, und es standen ihr bei ihren Entscheidungen keine anderen Behelfe zu Gebote; für die oberflächliche Gebarung sei. tenS des Kammerbureau's kann sie aber doch nicht verantwortlich gemacht werden. Ebenso wenig begründet war der zweite für die Oberflächlichkeit und Parteilichkeit der Wahlcommisston erbrachte nominelle Beweis, der zwar in der Interpellation nicht wiederholt wird, jedoch erwähnt zu werden verdient, da er dem Seidel'schen Falle sehr gleich sieht. Gelegentlich der in der Interpellation erwähnten Deputation, die seinerzeit beim Herrn Hofrathe BohuSlav Ritter v. Wid« mann mündlich Beschwerde führte, behauptete Dr. Costa, die Wahlcommission habe alle Apotheker in die Wählerliste für die HandelSfection aufgenommen, nur einen einzigen aus Rudolfswerth nicht, weil rr ein Nationaler fei. Die sofort eingeleitete Untersuchung ergab jedoch das von der oberflächlichen Beschwerdeführung Zeugnis gebende Resultat, daß der fragliche Apotheker — nur 5 fl. 25 kr. Steuer zahlt, also unter dem Census steht! ES sei hier jedoch auch die Art und Weise der damaligen Reklamation des Herrn I. N. Horak & Consorten kurz beleuchtet. Angeblich wurden 150 Reclamationen eingebracht. Alle diese 150 Recla-mationen, mit denen in nationalen Blättern seinerzeit so ungeheueres Aufheben gemacht wurde, bestanden jedoch in nichts anderem als in einem einfachen Namens- und Gewerböverzeichniffe der 150 reklamierten Personen ohne Angabe der Steuergemeinden, ja meist sogar ohne Angabe der Steuer« vorschreibung; dieses Verzeichnis war nicht mit einem einzigen Dokumente belegt! Daß die Wahlcommisston dieses Reclamationen-Verzeichnis in einer einzigen Sitzung erledigte, wird derselben ebenfalls vorgeworfen; auch dieser Vorwurf ist ungerecht, da obige Sitzung nicht nur bis zu später Abendstunde dauerte, sondern die Entscheidung über einzelne Reclamationen erst in der nächsten Sitzung erfolgte. f@*lu§ folgt.) Witterung. , Laibach, 13. Mai. Morgens leicht bewölkt, vormittags beiter, nachmittags zunehmende Bewölkung, schwacher SW. Wärme: morgens 6 Utir + 8 6«, nachmittags 2 Ubr + 216« C. (1874 + 15 0°; 1873 + 15'8" C.) Barometer im Fallen 738-38 Mm. Das gestrige TageSmittel der Wärme + 121°, um 13° unter vem Normale. Telegramme. tiijstt, 12. Mai. Der Kaiser ist heute mittags hier eingetroffen und wurde enthusiastisch empfangen; er nahm die üblichen Huldigungen entgegen, nahm ferner das von einer Deputation zaratinct Bürger überbrachte Album mit Ansichten Zara'S an, empfing sämmtliche Podestas der nationalen Gemeinden Dalmatiens unter Führung des PodestL's von Ragusa, denselben für die allerorts gefundene Aufnahme dankend, und verhieß den Landeswünfchen entgegenzukommen. Der Kaiser fuhr nach dem Kirchhofe und legte dortselbst am Monumente für die Gefallenen von Lissa einen Lorbeerkranz nieder. Nach dem Diner an Bord empfing der Kaiser in Abschiedsaudienz den Landesauschuß und versicherte denselben, daß der Aufenthalt in Dalmatien zu seinen angenehmsten Erinnerungen zählen werde. Sodann Abfahrt nach Lusinpiccolo. Berlin, 12. Mai. Die „Provinzialcvrrespon-denz," indem sie den Besuch des russischen Kaisers dessen Bedeutung und Rückwirkung eingehendst bespricht, gelangt zu dem Schlüsse, daß derselbe unfehlbar von segensreichster Bedeutung für weitere friedliche Entwicklung, für allgemeine Wohlfahrt fein werde. — Die „Norddeutsche allg. Zeitung" constatiert, der amtliche Verkehr mit der französischen Regierung wäre seit 1870 niemals freundlicher und zufriedenstellender gewesen, als gegenwärtig. Wiener Börse vom 12. Mai. Staatsfonds, j Geld! W-re Sperc. Reare, °st.Par. 69'5o, 6D-60 btc. bte. oft. in Silb. 74 30 74-40 8o|c von 1854 . . . ,| 104-15 104-75 Lose von 1860, ganze m-50 111-75 öo,e von 1860, Fünst. 115-75 116-15 Prämienjch. v. 1864 .136.75 137-25 Gedenktafel über die am 1 8. M a i 1875 stattfindenden Lici-tationen. Freiw. Feilb.. Mer;el'sche Real , Littai, BG. Sinai. — 3. Feilb., Nußdorfer'jche Real., Wippach, BG. Wippach. — 3. Feilb., Vouk'sche Real., Neverte, BG. Adelsberg. — 3. Feilb., Stegu'jche Real., Kal, BG. Adelsberg. — 3te Feilb., Bratovs'sche Real., Stal, BG. Adelsberg. empfiehlt sein gut assortiertes dEagcr zu (313)4 billigsten Preisen. Grondent.-Obl.i Siebenbürg. Ungarn Actien. klnglo-Bank........ Creditanstalt....... Depositenbank.... EScompte-Anstalt . . Franco - Bank .... Handelsbank......... Nationalbank .... Oest. Bankgesells. . . Union-Bank.......... BereinSbank......... Verkehrsdank........ Alsöld-Babn........ Äarl-Lutwig-Babn . Kais. Elisabelb-Bahn Kais. Franz-ÄosesSb. Staatsbahn......... Siidbahn............ 78 — 81*75 78-60 82-25 129.25 199 431 — 231 il39 50 140 i780--,;90 - 46-50 47 63 — 63 j964*— 665' 109-- 109-S '50 88*50 89 !l30'5Ull3V 289-75 230-,186-—'1S6 167-50 168' 29'-— 296 137 50 138 '50 Pfandbriefe. I @tii j 96.56- »r-87 25! s6'75 »* 66-75 61- 97 80 97» I 96 « sL-’l Allg. oft. Bod..Crrdit-! dlo. in 33 I. Nation. 6. SB....... Ung. Bod.-Creditanst. Prioritäts-ObL Franz-IosesS-Bahll L-st.-N°rdwestbahl> Tietenbürger . . . StaakStahn .... Südb.-Gci.zu 500 Fr. dlo. Bon« Lose. Credit« Lose. . Rudolfs « Lose. Wechs. (3Mon.) 5lugf6.l00fl.fiibb.ro. Franks. IOC Mark. . Hamburg „ „ London 10 Psd.Sterl. Paris 100 Franc» . Münzen. Kais. Mimz-Ducateu d-32 20-Francssmck . . . .'8-92 Preutz. Kassenscheine.1'&3S« 1> Silber . . .ilQMf“ Telegraphischer Cursbrricht am 13. Mai. Papier-Rente 69 55 — Silber-Rente 7425 — IS Staats-Anlehen 11130 — Bankactien 961.— Tredit!" — London 11155 — Silber 102-85. — K. k. cucaten 5 31. — 20-Francs Stücke 8'91. — 100 mark 54-50 Künstliche Zähne und Gebis werben schön und unkenntlich, zum Kauen vollkommen di» lich ohne die vorhandenen Wurzeln zu entfernen, schmrM eingesetzt, schon schadhafte Zähne dauernd plombiert uti» Zahnoperationen, als: Tödmng der Nerven, Zahvz«^ Feilen und Putzen vorgenommen vom (142) IS-*1 Zahnarzt A. Paiehef Thcatergajse Dir. 20. Ordiniert von 9—12 und 2—6iS 3(T* (Sitt vorzügliches Zahnreinigungs- und Dip vieruiigsmittel ist das von mir bereitete Zahnpulver unk- Mundwassereffcnz, letztere besonders zu empfehlen tei i» handnehmender Zahnsteinablagerung, bei schwam»^? 5^ daher leichtblutendem Zahnfleische, bei beginnest®110®“ werden der Zähne, besonders aber vorzüglich , zur Hintanhaltung des übelriechenden Aihems. B&M' I Zahnpulver 60 kr. Mundwasseressenz eine Flasche 1 jL Angekommene Fremde. Am 13. Mai. Hotel Stadt Wie», v Horsetzky, Oberstlieut., Laibach. — Roblek, Apotheker, Radmannsdorf. — Reichmann, Reis., Reichenberg. — Fingwirth, Graz. — Knlhamer, Ingenieur, Cilli. — Ochmig, Reis., Wien. — Härtl, Reis, Manning. Hotel Elesaut. Spitzer, Hutmacher, Wien. — Hirschmann, tibakaturn. — Kleine, Pfarrer, Wisell. — Seeder, Disponent und Pavich o. Pfanenlhal, Graz. — Fischer, Triest. — Dr. Raspet, Adele berg. Mohren. PoterbujeS, Weinhändler, Selzach. — Mislej, I Weinhändler, AdelSberg. — Mohär, Bes., Steinbrück. Berstorbene. Den 12. Mai. Victoria Seme, Arbeiters - Kind, 3i/2 I., Tirnanvorstadt Nr. 89, Tubercxlofe. — Maria Letnar, gewesene Magd. 69 I., Gradifchavvrstadt Nr. 34, Lungenblutsturz. — Johanna Anschitz, Zimmermanns- und Hausbesitzers-Kind, 14 Tage, Hradetzkyvorstadt Nr. 24, Kinnbackenkrampf.________________________________________i Lebensmittel-Preise in Laibach am 12. Mai. j Weizen 4 fl. 90 kr ; Korn 3 fl 60 kr.; Gerste 2 fl. 80 kr.; Hafer 2 fl. 10 kr.; Buchweizen 2 fl. 80 kr.; Hirse 2 fl. 8u tr. ; Äukurutz 3 fl. 20 tr.; Erdäpfel 2 fl. 10 kr.; 1 Fisolen 5 fl. 50 tr. per Metzen ; iHincfchmalz 53 tr.. Schwein-sett ™ «r., Speck, frischer, 39 kr.. Speck, geselchter, 42 kr.! per Zund; Eier 1'/. kr. per Stück; Milch 12 tr. per Matz; flhnfcflew SJ tr., Kalbfleisch *24 fr, 5ct)roeinflei|ct) v8 fr per Piand ; Heu 1 fl. 40 kr . Strvb 1 fl. 15 kr. per Zentner Harles Holz b fl. 80 tr., weiches Holz -i fl. 80 fr. pur Klafter. Welt- wSSBlgi Ausstellung Frische Füllung aus der Wien. (167) 75- aus uci Ofner Räköczy-Mineral-Bittersalz-Quell Dieses Mineralwasser, welches im Laboratorium der königl. ungar. Universität powie durch berühmte in- und auslfcni-Professoren chemisch genau untersucht wurde, enthält an mineralischen Bestandteilen in 1 Pfand ä 32 Loth oder 7680 wiener Gran: Schwefelsäure Magnesia............................. Schwefelsaures Natron ............................. Schwefelsaures Kali ............................... Clornatrium ....................................... Kohlensäuren Natron................................ Kohlensaurer Kalk.................................. Eisenoxyd und Thonerde............................. Kieselsäure........................................ Freie und halbgebundene Kohlensäure .... 159 617 111071 1167 12*072 4-496 8‘867 0051 0-998 1-96 300*335 Das natürliche Ofner Räköczy-Mineral-Bitterwasser wird von Dr. Walla, Primararzt zu St. Kochue, und Ton 1£L Frenroisz, ofner Stadt-Oberphysicus, mit ganz besonder™ I folg angewendet: I 1. bei Unterleibskrankheiten, nomlich Leber- und Milzan^ ? I pungen, Hämorrhoidalleiden, Stuhlverhaltung; 2. bei chronischem Magen- und Darmkatarrh, Gelbsucnt, 3. bei Virculationsstörungen. Athmungabeschwerden, n&rnM wenn selbe Congestionen nach verschiedenen Organen i 1. bei' Gicht, um die Aus- und Abnonderungs-Thltigkeit »*1 hiemit den Stoffwechsel zu beschleunigen ; ^ , 5. bei chronischen Hautausschlägen, leichteren Skrophulose: 6. bei fettiger Entartung des Herzens; 7. gegen Fettansammlung überhaupt; 8. bei Erkrankungen der weiblichen Sexualorgane, In Anbetracht, dass dieses ausgezeichnete Mineralwasser wegen seinem unübertrefflichen Reichthume an -Magnesia (Bittersalz) bis heute alle in- und ausländischen Bitterwässer weit übertrifft, kann es einem leidenden .und nn « den Publicum bestens und gewissenhaft empfohlen werden. Hauptdepot Die Brunnen-Verwaltung bei den Eigentümern Gebrüder Loser der Mköczy-Quelle in Budapest und Triest. bei Ofen. . Hauiititiedeiliige für «las Kronland Iiraiii bei Herrn l»cter Lassnik in LaibafU* Sonst zu haben: talet