W*n*erettw» - Preise: Hü r Laiba nehmen. Den maßlosen Ansprüchen Rußland« könnte nur mit vereinten Kräften begegnet werde», da« Einschreiten der vereinten interessierten Mächte könnte viilleicht zum Ziele führen. Die Hohe Pforte ist bereit, in eine Mediation einzugehen, sie ist aber auch bereit, bi» zum letzten Mann zu kämpfen, sie will entweder ehrlich siegen oder ehrlich unterliegen; schmachvolle Bedingungen wird sie bi- zum letzten »themzuge zurückweisen. Die Pforte appelliert an den Muth und Patriotismus der Türkei, ihr steht noch eine immense militärische Kraft zur Seite, auch sie kann noch Armeen aufbringen und den Krieg weiter führen. Andererseits liegt es im Interesse dev europäischen Mächte, nicht zuzuwarten, bis Rußland vor den Thoren Konstantinopel» erscheint und dort den Frieden diktiert. Europa hat die Ueberzeugung gewonnen, daß da- O-manenreich ein lebensfähige-Reich ist und gerechten Anspruch daraus habe, weiter zu bestehen. Die europäischen Mächte können e-nicht gestatten, daß ein große« Reich brevi manu, mir und dir nicht-, au- Europa abgeschafft und nach Asien abgeschoben werde. Die europäischen Mächte werden den schwerwiegenden Inhalt dealten Sprich, und Wahrwortes erwägen müssen: „Heute mir — morgen dir!" Zur handelspolitischen Action. Die Meldung de- Wolff'schen Bureau», daß Deutschland am 30. Oktober l. I. eine einjährige Verlängerung de- Handelsvertrages vom Jahre 1868 beantragt habe, erfuhr eine nicht correcte Auffassung und eine nicht entsprechende Auslegung. Die Auslegung dieser Meldung geht dahin, als bedeute der erwähnte Antrag, beziehungsweise Vorschlag, eine neuerliche Wendung in der handelspolitischen Frage, als werden die in Pest bezüglich der Vorlegung eines autonomen Tarife« gefaßten Beschlüsse vielleicht rückgängig oder überhaupt nicht perfect werden, und al« stünden neue Verhandlungen mit Deutschland» sei e« über eine« Tarifvertrag, fei e- über (Nie Verlangt, rung de« Handelsvertrages vom Jahre 1868, in Aussicht. Von unterrichteter Seite wird der „Allg. Ztg." aus Wiin mitgethcilt, daß die eingangs citierte Wolff'sche Meldung an dem bereit»» bestehenden und demnächst zur Ausführung gelangenden Beschlüsse, den autonomen $ orif vorzulegen, nicht» ändert und daß in diesem Beschlüsse unter einem die Ablehnung, auf eine Verlängerung de« Vertrage« vom Jahre 1868 einzugehen oder über eine solche zu unterhandeln, schon enthalten ist Die Wolff'sche Meldung hatte keine« andere« Zweck, al« zu konstatieren, daß die deutsche Reich»-rtgierneg den Vorschlag einer Vertrag-Verlängerung auf ein Jahr gemacht hat; wie bekannt, standen dir Verhandlungen zwischen Oesterreich und Deutschland inbetreff der Vertrag-Verlängerung bereit« dutch lange Zeit im Zuge, und wurde der Vorschlag Deutschland- vonseike Oesterreich.Ungarn« abgelebt. Deutschland machte sofort den Vorschlag, über einen Meistbegünstigung-Vertrag zu verhandeln, die Verhandlungen begannen, Oesterreich.Ungarn gestand die Ausrechthaltung de- Appreturverfahrens zu, verlangte aber die Aufrechthaltung der Zollfreiheit für IemLeton. Die Herrin von Kirby. Roman uen 6b. Wagner. (Fortsetzung.) Lady Olla musterte die Bewohnerin de« Haufe« aufmerksam; aber auch der letzte Schimmer ihrer geringen Hoffnung schwand/ al« fie die harten, rohen Züge der Frau sah, die nicht» weniger al« Vertrauen erweckend waren. Im Gegensatz zu ihrer ' Schwester gab sie sich nicht die geringste Mühe, alö „heruntergekommene fremde Dame" zu erscheinen, sondern zeigte sich, wie sie in Wirklichkeit war; roh und ungeschliffen, hart und herzlos. Während Olla den Gedanken aufgab, daß ein typpell an da« MenschlichkeilSgefühl der Frau von irgend welchem Erfolg fei« werde, erkannten Mr. Kirby und Lord Edgar, daß dies die rechte Per-•; Ion jei, die fie zur Ausführung ihrer Pläne sich ' Vüyschten. .Ich hätte nicht gedacht, daß Lord und Lady Kirby Wich besuchen würden," sagte Mr»f Willi«, ihre Gäste zum Sitzen nöthigend. „Da« ist eine IM) unerwartete Ehre. Die jungen Leute find wahrscheinlich erst verheiratet und —" „Weißt du nicht mehr über die Familie Kirby?" unterbrach fie ihre Schwester. „Diese junge Dame ist Lady Olla Kirby und dieser junge Herr Lord Edgar Kirby, aber fie find nicht verheiratet. Der junge Lord ist eben erst in den Befitz feiner Güter gekommen. Alle Blätter find voll von der Geschichte, und du mußt fie doch wol gelesen haben —" .Da« habe ich aber nicht,- fiel ihr Mr«. Wilkin in« Wort. „Ich lese gar keine Zeitutig; denn da« ist nur Zeit- «nl> Geldverschwendung. Warum sollte ich mich au» um die Angelegenheiten anderer Leute kümmern, wenn ich keinen Nutzen davon habe? Ich habe niemals Zeitungen gelesen, da mir das keinen Voriheil bringt.... Ich hielt dieses junge Paar — entschuldigen Sie — für Mann nnd Frau —" „Da« find sie nicht," versetzte hastig Mr«. Bullock; „aber e« ist unser Wunsch, daß sie e« werden. Mr. Kirby ist einir der Vormünder der jungen Dame — der einzige, kann man sagen, da der andere, Sir Arthur Coghlan, sich nach ihrer Verarmung zurückgezogen hat — und al» solcher wünscht er, fie mit dem jungen Grafen, der fie liebt, zu verheiraten. Obwol sie arm und er reich ist, weigert sie sich doch, diese glänzende Partie anzunehmen, weil fie sich mit eine» bettelarme« Lord verlobt hat, den zu heiraten ihr Vormund nicht zugeben kann. Nun find wir hierher gekommen, um fie hier einznsperren und gefangen zu halten, ti» fie ihren Widerstand aufgibt. Ich meine, daß, wenn jemand ihren Eigensinn zu brechen im ftothbe ist, dir da« am leichtesten gelingt« wird." ',J-..Da« kann ich/ verficherte Mr-. Wilkin, in. dem fie Olla mit halb zusammen gekniffenen Augen betrachtete. „Ich will fie1 zum Gehorsam bringe«; aber welchen Nutzen habe ich davon? Was bekomme ich für meine Mühe?" Mr«. Bullock sah den Advokaten verlegen an. Die« war ein Punkt, im den fie nicht' gedacht und darum auch vorher nicht besprochen hatten; doch ließ dieser sie nicht lange in dtt Verlegenheit, den« er antwortete an ihrer Stelle: „Wenn Sie da« Mädchen so hinter Schloß und Riegel halten, daß keiner von den Nachbarn die Anwesenheit der jungen Dame merkt, und wenn Sie fie zwingen können, Lord Kirby zu heiraten, will ich Ihnen hundert Pfund geben." Da« Gesicht det Frau 'leuchtete auf vor Freude. ..Sie könnt« sich auf mich verlassen," rief sie. „Ich will ihr de« Aufenthalt so unangenehm ckÄhen, daß fie mit Lehniigen in die «Me fort Kirby’» eilen wird. Hundert Pfand!* Rohprodukte, ferner für Rohleinwaren im Verkehre über die böhmisch-schlesische Grenze und endlich die Auscechlhallung des Zollcartells, jedoch deutscherseits ging man darauf nicht ein, die Verhandlungen wurden abgebrochen und Oesterreich-Ungarns Rcgie rungen faßten den Beschluß, beiden Parlamenten einen autonomen Tarif voizulegen. Oesterreich-Ungarn ist nun mit Rücksicht auf das österreichisch» ungarische Zoll- und Handelsbückdnis außer stände, auf die von Deutschland vorgeschlagene einjährige Verlängerung des 1868er Vertrages einzugehen. Das ist nach vorliegenden authentischen Mit-theilungen die Geschichte dcS Handelsvertrages zwischen Oesterreich-Ungarn und Deutschland. Die Inangriffnahme der Feststellung eines autonomen TarifcS hindert jedoch nicht, daß die in Aussicht genommenen Verhandlungen wegen eines MeistbegünstigungsvertrageS mit Deutschland parallel mit den Bauchungen der österreichischen und ungarischen Reichsvertretung inbetreff de« autonomen Tarife« fortgesetzi werden. Deutschland soll geneigt sein, in einen MeistbegünstigungSv-rirag einzugehrn. Die diesfälligen V.rhandlungen zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn werden sicherem Vernehmen nach schriftlich gepflogen werden. Reichsrath. 300. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Der CultuS- und Unterrichtsminister Dr. von Gtremayr beantwortete die Interpellation der Abgeordneten Kopp und Genossen, betnfftnd die Constituierung von A ltkat holi ke n -Ge m e i n > den, wie folgt: Die Regierung hat sich bezüglich der Altkatholiken strenge an die Bestimmungen des Gesetzes vom 20. Mai 1874 gehalten. Da nun eine diesem Gesetze entsprechende Erklärung seitens der Wort führer der Altkatholiken erst am 13. Oktober d. I bei dem Ministerium für CultuS und Un et riebt überreicht wurde, war die Regierung auch erst vo> diesem Zeitpunkte an in der Lage, über die Frage schlüssig zu werden, und ich habe alsoann auch nich gezögert, die im R-ichSgesetzv alt- erschienene Ber Ordnung vom 18. Oktober d. I zu erlassen. Gleich zeitig habe ich der von den illikalholtken vorgelegten Gemeinde-Ordnung die Genehmigung mheilt und auf Grund derselben die Co >sl tutcrung der Kirche Warnsdorf und Wien gestaltet Der Handelsminister Ritter v. Chlumecky beantwortete hierauf die Jn eip-llation in Bezug auf die Zoll- und Handelsvertrags-Verhandlungen mit Deutschland dahin, daß aas die von Deutschland a»ge egte Verlängerung dev bestehenden Vertrages auf ein weiteres Jahr nicht eingegangen werden könne und der neue allgemeine Zolltarif für Oesterreich-Ungarn demnächst den beiden Parlamenten wird oorgelegt werden. Das H^uS setzte die Spezialdebatte über den Gesetzentwuif, betreffend dir Expropriation zu Eisenbahnzwecken, fort und nahm die §§ 8 bis einschließlich 21 de» Gesetzes nach den AuSschuß-amrägen an. Bor Schluß der Sitzung wurden zwei Inter« »llationen, betreffend die Ausführungsverordnung zum Wehrgeütze und die Lage der in Dalmazien befindlichen Flüchtlinge aus Bosnien und der Herzegowina. eingebrachl. Vom Kriegsschauplätze. Suleiman Pascha verstärkte die Garnison von S listria auf 15,000 Mann, beließ 20,000 in Ruitschuk, 15,000 in Osman Bazar, der Rest, 7500 Reguläre una 10,000 Irreguläre, concentriert sich bei Raegrab. Das Hauptquartier Suleiman Pascha'» ist in Kabakulak, zwischen Rasgrad und Eski'Djuma. Ein RecognoscierungSdetachement von dem Corps Zimmermann in der D»brudfcha drang bis Ieni-Bazar nächst Schumla vor. Schefket Pascha will demnächst an der Spitze einer starken Macht den Entsatz von Plewna versuchen. Die Russen schieben Verstärkungen von Rachowa aus vor, um die Einschließung Plewna'S zu vollenden. Seit vier Tagen wurden vom bulgarifch en Kriegsschauplatz; keine Nachrichten veröffentlicht, was viele beunruhigende Gerüchte hervorgerufen hat (£m für die Türken günstiges Gefecht hat in der Umgebung von Kotchban stattgefunöen. Bei RaSgrad und Schipka ist alles ruhig. Bon Mukhior Pascha ist keinerlei Nachricht einnttrofftn. Mehemed Ali Pascha, Kommandant der Trupp-n in der H rzegowina und in Nowi-Bazar, ist in Sophia eingetroffen. Derselbe wird auch das Kommando über die bet Sophia und Orhanje con-cnitrierten Truppen übernehmen. Die Türken unternahmen eine RecognoScie« rung unter Hadai Hassa« von Slararieka auS gegen Bebrowa. Die Russen wurden angegriffen mb ihnen drei Ridouten abgenommen, worauf sie sich nach Elena zurückzogen. Die Russen haben Pyrgos geräumt und sich gegen Sistowa zurückgezogen. Plewna ist strategisch sehr günstig situiert, « hat dr;t RiickzugSlinien, nämlich: über Rachowa „Und wenn dir das Werk gelingt, »a-harina," ergänzte MrS. Bullock, deren bödme Wünsche und Hoffnungen auf dem Zustand, kommen der Heirat beruhten, „will ich d>r diese« HauS schenken. Ich würde alles, was ich jetzt besitze, hingeben, um Laoy Olla Kirby als Gattin des j ngm Grafen zu sehen." Die berechnende Haushälterin taiime ihre Schwester sehr wohl und wußte, daß ihr Antrbitien, dem de« Advokaten h nzugesügt, um io mehr dieselbe in ihrem Bestreoe» anipornen und die ersehnte Heirat um so eher herbt'fühnn werde. Der Besitz des Hauses war für ihre Schwester das, was für sie ihre Heirat mit Mr. Kuby war, und darum gab e« nicht«, was jene mehr antreiben tonn e, als da» Versprechen, sie zur Etgenthümerin des Hause« zu machen. ,Da» soll geschehen," entgegnete Mi». Wilkiu, außer sich vor Freude. „Ich will ihr Zimmer zurecht machen, so lange Sie hier sind.* Sie ging hinaus, zündete ein andere» Licht an und stieg die Treppe hinauf. Nach etwa einer Viertelstunde kehrte sie zurück und sagte mit einem Lächeln, welche» ihr Gesicht noch roher und häßlicher machte: „Dm Zimmer der Lady ist fertig. Es wird gut sei«, wenn wir sie hinaufbringen, ehe Sie gehen/ Der Advokat «hob sich sogleich. „Bitte, warten Sie so lange hier, bi» ich zvrückkchre, Mylord," sprach er, zu Edgar gewendet. »Ich werde gleich wieder hier sein." Er erfaß e Olla'» Arm, um sie hinaufzuführen; diese aber schlug seine Hand mit Entrüstung zurück und sah ihn mit verachtendem Blick an. Ihr Gesicht war bleich und ihre Augen funkelten wie S erne. Jeder Zug, jede Linie ihre» Gesicht» drückte ihn Entrüstung aus. .Rühren Sic mich nicht an, Humphry Kirby — fallcher Fieund, unwürdiger Vormund!" rief sie mit bewegter, zitternder Stimme. „Mein Vater vertraute Ihnen und liebte Sie, wie ich Ihnen vertraute und wie ich Sie liebte. Sie aber haben ihn und mich hintergangen, haben sich mit meinen Feinden verbunden, mich meine» Erbe» beraubt und wollen mich um meint Freiheit bringen. O Humphry, Ihre Verrälheret, Ihre Falschheit kennen zu lernen, ist schlimmer als alle» andere!" Ein wehmüthiger Blick schlich sich in ihr eben noch so ernste», feste» Auge, welche» jetzt aber von Thränen umflort war. 6« schien, al« könne sie selbst jetzt noch nicht an seine Schlechtigkeit glauben. (Fortsetzung folgt.) nach Widdin, über Orhanje nach Sophia und über Trojan nach Karlowa. Die beiden letzten Rückzug»-linien sind durch die Unternehmungen Garko's verlegt und jene nach Widdin bedroht, so daß fit Oman Pascha für eine Rückzugsoperation eben so wenig benützen kann als die übrigen; er ist von allen Seiten eing schlossen. Politische Rundschau. Laibach, 8. November. Julaud. Die Delegationen sollen erst vor Schluß diese« Jahres zusammentreten. Von de# Verlauft der Ausgleichsverhandlungen wird es ab» hängen, ob die gemeinsamen Vertreiungskörper zu einer ordentlichen Session oder blos zu einer kurzen Sitzung einberufen werden, in welcher da» gemeinsame Budget provisorisch bewilligt werden soll. Die Stimmung in ungarischen Kreisen gegen Serbien ist nach Bericht der .Corr. Hongr." eine höchst gereizte geworden, und dies selbst in dem Schöße der Regierungspartei. Man will nämlich aus kompetenter Quelle erfahren haben, daß die Serben, damit sie versichert sein können, falls sie in dm Krieg ziehen, von Ungarn her keine Überraschungen gewärtigen zu müssen, einen Aufstand in Süd-Ungarn planen und zu diesem Z.necke de« Russen Akfakosf in den Vordergrund schieben möchten, um so jeden Verdacht von den serbischen Vertrauensmännern abzuwälzen. Iwan Akiakoff, fo heißt es, hätte zahlreiche Agenten und 20,000 fl. nach Belgrad gesendet, und nun soll die durch die Verhaftung des ungarischen Abgeordneten Miletif, Chef» der Omladina, unterbrochene revolutionäre Agitation unter den ungarischen Serben von neuem lo»' gehen. Die Moskauer Nationalbnnk habe, wie weiter verlautet, einen Kredit von 85,000 Rubel zu dem angebeuteten Zwecke eröffnet, indem ihr diese Summe vom Fürsten Tscherkasky, von Nil Popoff und Tutfchin (aus Petersburg) garantiert wurde. A'i'a-(off soll auch einen Brief an den serbischen Metro« Policen Michael gerichtet haben, worin er schwört, Ungarn vernichten zu wellen. «vslaud. Die „Notbd. Allg. Ztg." sagt: „Mac Mahon kann die schwarze Wolke, welche monatelang über unserm westlichen Horizonte gehangen, zerstreuen, wenn er der französischen Nation daS Recht der Selbstbestimmung wieder zurückgegebeu habtn wird." Da« Comils der Linken in Pari» verzeichnet 1306 Genetalrath»mahlen. Davon sind 629 Republikaner, 459 Comtroativc, 155 unbekannt, bei 63 werden Bailotagen stat finden. Die Republikaner gewinnen 100 S tze. Biele reaktionäre Deputierte der ehemaligen Nationalversammlung unterlagen, darunter auch Moreau, welcher dem Kabinette stet# als Syndikus der Wechielagenten die Unterstützung der Börse versprach. Der Sieg der Republikaner übertr>fft den vom 14 Oktober. Der italienische Ministerrath beschäftigte sich mit der Orientkris:. Wie der „Standard11 erfährt, wird keine Veränderung in dem Verhalte» der Regierung gegenüber den Kriegführenden ei«' treten. Das Kabinett beabsichtigt, die bisherige Politik fortzusetzen, und waren alle Mitglieder bet Regierung darüber einig, daß jede Mediation gegen' wärtig verfrüht fei und eine solche überhaupt nicht ohne Zustimmung der Kriegführenden et folgen könnt- Wie der „Bersagliere“ meldet, hatten d«c deutsche und der englische Botschafter mit dem itallt' nischen Ministerpräsidenten Dcprcti» Konferenz«« wegen bei Verhandlungen über bie mit den respt^ liven Ländern abschließenden Handelsverträge Die serbischen Milttärbewegungen nach Grenze dauern fort, ohne daß au» benselben a»s einen etwa bevorstehenden Beginn einer ferbis*{" Uctitrn zu schließen wäre. Theilweise haben »ieie Märsche keinen ändern Zweck, al» die bereit» s« einiger Zeit im Grenzdienste stehenden Milizbrigadea abzulösca. Zur TageSgejchichte. — Zolltarif. Das „71. 335t. Tagbl." bringt den vollen Wortlaut des Gesetzentwurfes, betreffend den allgemeinen österr.-ungar. Zolltarif; derselbe besteht aus 18 Artikeln. Der neue Gesetzentwurf unterscheidet sich von dem 1853er Besetze durch folgende Aendermigen: Waren, welche aus Staaten kommen, die Oesterreich die Meistbegünstigung nickt gewähren, müssen bei der Einfuhr den Zoll und einen Zu-1e Zölle «erden bei Beträgen über 2 fl. in ®oib eingeboben. Die Bestimmung über das Appretur-«erfahren zeigt, daß der „Pester Lloyd" schlecht unterrichtet war, als er meldete, daß der autonome Tarif nicht allein die zollfreie Einfuhr von zur Veredlung bestimmten Waren gestatten, sondern daß auch die zollfreie Wiedereinfuhr der zur Veredlung ausgeführten Gegenstände erlaubt fein werde. Der Gesetzentwurf gewährt nur die Zollfreiheit für die zur Appretur eingeführtcn Gegenstände, während die zollfreie Wiedereinfuhr der zur Appretur ausgeführten Waren, wie sie in den Verträgen mit Italien und der Schweiz und insbesondere mit Deutschland stipuliert ist, vielleicht wieder den Gegenstand internationaler Verträge bilden wird. Kommen diese nicht zu stande und verbleibt dann nur der Artikel 9 des oben erwähnten Entwurfes in Kraft, dann wären wir auf den Standpunkt der Zoll» und Monopol-Ordnung vom Jahre 1835 zurückgekehrt, das Appretur-Verfahren in der Bedeutung und in dem Umfange, wie wir es heute kennen, wäre aufgehoben. Eine wesentliche Bestimmung wurde allerdings dem deutschen Vertrage entnommen, indem die Wiederausfuhr der appretierten Waren ">cht über jenes Zollamt stattfinden muß, wo die Einfuhr vorgenommen wurde. — Vom ö st erreicht! 4 en Eisen markte. pr d°S Eisengeschäft ist nach Bericht des „9t. tot. Tagbl." die tobte Saison angebrochen. Wenn sich die Wirkungen Melden noch nicht in Mangel an Arbeit für die Raffinier-werke äußern, fo liegt der Grund in ten noch zur Ans» siihrung vorliegenden Bestellungen, welche in Erwartung einer weiteren Preissteigerung in letzterer Zeit stattfinden. Je länger dieser Zustand andauert, desto später werden sich die Folgen des nunmehr abnehmenden Eonsums. der mindern Nachfrage durch Anhäufung der Lager fühlbar machen und einem weiteren Fallen der E>senpreise entgegenwirken. Das Stiefkind unseres SifengeschästeS. das Roheisengeschäst, hat ungeachtet der geringen vorräthe von 5000 Tonnen in Vordernberg keine Avance gezeigt, und konnte einer unserer bedeutendsten Hochöfenbesitzer einen größeren Schluß bis Ende Jänner 1878 nicht über 48 fl. per Tonne realisieren. Im Slabeisengeschäste hat gelegentlich eines Abschluffes mit einet bedeutenden Transportgesellschaft ein steirisches Eisenwerk Ware zu ganz exorbitant billigen Preisen offeriert, war, erzählt uns, daß das Werk für die Tonne Dualität-*>sen 124 fl., für bie Tonne beste steirische Bleche 146 fl., beides franco Triest, offeriert. Es sind bies wahrhafte Schleuderpreise. Bezüglich bes Stahlgeschästes waren wol in» I'tzterer Zeit einige namhafte Verkäufe nach Deulschlanb Un6 Frankreich gemacht worden, die traurige Lage der In-dnfltie in elfterem Lanbe zumal Hat jedoch einem confUnttn Abfluß unseres Stahles vielen Abbruch getban. Auch bie Stahlexporte unserer krainischen Werke, welche namentlich Nach Italien gingen, sind ungeachtet der bekannt guten Ware sehr im Abntbmcn, und ist es hier namentlich England, welches in jüngster Zeit stark concurrint. Unsere Raffinierwerke für Eisenbahnbebarf sinb nur noch für kurze Zeit in bem jetzigen beschränkten Maßstabe mit Aufträgen versehen, während neue vorläufig noch nicht bestehen, auch wenig Aussicht barauf vorhanben ist, ba bie Bahnen mit Ausnahme einiger weniger ihren Bedarf im vorigen Jahre ouf zwei Jahre gedeckt haben. Die Preise für Roh- und Stabeisen haben sich seit unserer letzten Notierung nicht detändnt. — Nordpolsahr t In dem nicht socialistischen Arbeiterverein zu Kopenhagen hielt der Direktor des gtbn-I&nbijr abenjDä. Eintritt 20 kr. (537) >3 Eine Partie Glasbilder ist zu verkaufen, au® einzeln. Gedenktafel über die am 10. November 1877 stattftndenden Äcilationen. 2. Feilb., Gerjolj'sche Real., Pristava, BB. Oberlaibach. — 2. Feilb., Bötzl'scbe Fahrnisse, Laibach, 26. Laibach. — 3. Feilb., Premern'sche Real , Poretsche, BB. Wippa». — 3. Feilb.; «ostelz'sM «tat., Kermakina, m. Möttling. — Relic. Debeuz'scher Real., BS. Oberlaibach. — 1. Feilb., «alau'sche Real., B«. Lack. Am 12. November. 2. Feilb., chtiru'jche Real., Michelstetten, B«. ftroin bürg. — 2. Feilb., Springer'sche Real., Brdb. ad Steuer-gemeinde Tschernembl, SB®. Tschernembl. — 1. Feilb., #o» varii'sche Real., Lerhpei, BS. RudolfSwerth. — 1. Feilb., Josef'sche Real., Hereindors, BL. RudolfSwerth. — 1. Feilb., Hütter'sche Real., Tvpliz, »«. RudolfSwerth. - 3. Feilb. »or»schel'Iche Real., Oberseid, ««. Landstraß. — «raff. 1. FtUb.. «otod'sche Real., Selo, v«. RudolfSwerth. 3. Feilb., Bambii'sche Real., Unterprekope. BS. Landstraß. — 3 Feilb., Äaverschek'sche Real., Prekope, BD. Landstraß. 1 I ' ' ■— m'i..................ilimli l i Dnitf von 88. ». Kleiumayr * Ked. »ombetg. Äflaemeiitt Staati-fAutd.