[ Schrift lettung I>«thau«gan» Nr. » R t^U»»er'Ii»«« H«»«.) b&z I Ufit * MHinllchreiden »erten «141 ■Mger.imniM« «>»-tttvcg»» «•IMttria . . . K «-4" . . . K US 9UT atKl »it Znftell-n, in» $och den hebräischen Namen deS Lande« bei, auS dem sie eingewandert waren, z. B. Masche den Zlvruham Asch'nasie. MoseS, der Sohn Abrahams aus Deutschland. Rücksichten der Zivilisation, die Erhebung von Steuern Verwaltung und Gerichts-pflege, fordertenB.iseitigung solcher Zustände. Darum trug Josef der ll. seinem Hosk>ieg«amt auf. binnen zwei Jahren die nötigen Maßregeln durchzuführen. E< wurden Kommissionen auS Offizieren ernannt, »elche mit der NamenSgebun^ beauftragt wurden. In Fällen der Weigerung wurde mit strengen Strafen Sroh«. Ei« panischer Schrecken, ja Verzweiflung r unter die Juden, die vor der Geldsteuer und dem Militärdienst wahre Todesangst empfanden und eine große Abscheu gegen die „heidnischen' Namen hallen, die sie neben ihren „heiligen' hebräischen tragen sollten. Wie tief dieser Abscheu wurzelt, beweist die Tatsache, daß sich die orthodoxen Juden in Galizien noch heute in gewöhnlichem Berkehr me ihres Familiennamens bedienen und ihn nur »ii Widerstreben nennen. Die meisten hatten auch genügenden Grund dazu. Es war nämlich den Offizieren ia der Instruktion untersagt worden, häufig gebrauchte Namen, wie Müller, Meier zu gebrauchen, dagegen angeordnet, solche Namen zu ivahlen, die „möglichst große Besonderheit' haben, auch sollten sie viele Familiengruppen bilden und standen. E« gewinnt den Anschein, al« ob man daS Freiwerden der im Kampfe mit den Pervaken gebundenen deutschen Kräfte scheue. Man läßt eine neue Drachensaat aufgehen; den geschwächten per« vatischen Cadre» werben neue KräftereservoirS auf-getan, der Kampf wird gefchürt, indem flovenifch-nationale Beamte in einflußreiche Stellungen vor-geschoben werden. Die letzten Beamienernennungen im Richter« stände führen eine geradezu aufstachelnde Spracht. Man kann nur annehmen, daß eS der Regierung darum zu tun war, die Deutschen JnnerösterreichS herauszufordern und ihnen einen Fußtritt zu ver-setzen. DaS soll wahrscheinlich den Lohn darstellen für die weise Mäßigung, die sich die Deutsche Voltspartei RegierungSmaßnahmen gegenüber auferlegt« und wofür sie im eigenen Lager den heftigsten Anfeindungen ausgesetzt war. Welche Ironie liegt doch darin, daß »in Völkchen, deffen Vertreter noch dazu d»r Regierung alle möglichen Prügel zwischen die Füße werfen, über unser Volt triumphieren und ihm den Fuß aus den Nacken setzen darf, zu einer Zeit, da unsere Abgeordneten der Regierung die Prügelknaben abgeben. Diese Schmach kann nicht länger erduldet werden! Man muß au« den Ereigniffen die Lehre ziehen, daß der Schmollwinkel und da« Drohen mit dem Theater-donner von Interpellationen bei Koeiber besser gelohnt wird, al« wenn man Vertrauen in ihn setzt, daß er sich in seinen Entschlüffen nur von sachlichen Erwägungen werde leiten lassen und wenn «an dem Kaiser gibt, wa« de« Kaiser« ist. Wenn«« auf da« Unbequemwerden einzig ankommt, so dürste der Horni«schwarm der Deutschen Volk«partei wohl noch lästiger werden können, al« die Wespen vom südslavischen Verband. wiederholte Wahl de«»elben Namen« in ihrem Be-zirte vermeide». Wunderbare Gebilde die nun zum Vorschein kamen! Väter und Löhn« erhielten, um möglichst vitle Gruppen zu bild«», verschirdene Namen. In einem Proiokoll heißt e«: Vorgerufen wird der Jud Eliuser, Sohn de« Naphtali, ein Levit», an die 50 Jahre alt. Spitzname: der Lahme, hat ein Eheweib Rebbekkchen und Tochter Guel, wohnt in eigenem Hausel am Wasser, befragt, wi« er heißen woll: Giebt keine Antwort. Wird ihm sür sich und ehemalige Nachkommen der Name Weinstein aufgetragen. „Der nächste h»ißt Blaustem, der dritte Grün-stein, der vierte Steingrün, der fünfte Steinblau." Unter den jüdifch-deutschen Namen, die auf solche Weise »»standen sind, sühn K. E. FranzoS, der Verfasser von ,Au« Halbasien' die folgenden an: Drachenblut. Ochfenschwanz. Nachikäser, Lad-stockschwinger, Puloerbestandteil, T«mparaturwtchs«l, Eseltkops. Gottlo«. Notleider, Geldschrank. Diamant, Smaragd. Karfunkel. Edelstein, Goldader, Galgenvogel. Galgenstrick, Todtschläger. Lunge. Taschen-greiser. Durst, Hunger. Fresser. Säuser. Trinker. Weingla«, Schnapser. Schmetterling, Elephant. NaS-Horn, Pferd, Maultier, Maulwurf, Wanzenkniker, Saumagen. Küssemich. Groberklotz und andere. Daß man manchmal, z B. bei Gerichtsverhandlungen, wunderbare Namenzusammenstellungen zu hören bekommt, ist wohl begreiflich. Da wurde im Herbst 1873 eine Injurienklage verhandelt, bei welcher Kläger, Beklagte und Zeugen sämmtlich/ am Salz-grie« wohnhasie Juden au« dem Osten de« Kaiser-staate« waren. MoseS Pulverbestandteil und seine Gattin Rebekka geborene Rebenwurzel. Händler mit Die ganze Liste der Beamienernennungen ist von Liebedienerei gegen die slovenischen Herzen«-wünsche eingegeben, jedoch wollen wir für die«mal nur die zwei hervorstechendsten Fälle zum Gegen-stand» unserer Betrachtung machen. Da ist sürs erste der Fall Golia. Seine Ermnnung zu« OberlandeSgerichtSrat in RudolsSwert bedeutet nichtß anderes als einen zärtlich autgelauschten Hände« druck zwischen Koerber und den Slovenen, über den Rücken der Deutschen hinweg. Oberlandes» gerichtSrat Golia mag sich immerhin Verdienste er-worden haben, eine derartige Leuchte der juridischen Fachwissenschaft ist er denn doch nicht, daß wegen seiner verdiente, deutsche Beamte vor den Kopf ge-stoßen werden müßten. Wir haben unS noch immer den Standpunkt ver slovenischen Presse versagen müssen, und sind noch immer zu gerecht gegen unsere politischen Gegner, so da« wir auch den OberlandeSgerichtSrat Golia nicht jede Besäht« gung abzusprechen vermögen, allein daS muß denn doch gesagt sein, daß, wir Golia« unter unseren deutschen Beamten in Hülle und Fülle haben und daß. wenn diesem eine größere Bedeutung verliehen wurde, die» nur dem Tiefstand de« slovenischen Be-amienmillieu«zuzuschreiben kommt. Durch die Besörbe» rung Golia» zu« Oberlande»gericht»rat ist e» dahin gekommen, daß da« kleinste Krei«gericht im ganzen Gericht«sprengel Graz einen O'oerlande«gericht«rat besitz», während da« ungleich größere Krei»gericht C'lli völlig übergangen wurde. Offenkundiger, herau»sordernder konnte der politische Charakter der Ernennung nicht hervor-gekehrt werden. Hiezu kommt noch die ganz empfindliche Kränkung, daß Golia einem rang-älteren, deutschen Beamten vorgezogen wurde, einem Beamten, der al« Slrasrechistenner eine geradezu „jüdischen' d. h. nach den Vorschriften de« Talmud geschlachteten Gänse», klagten gegen ihren Kontur-renten, den Ehaim Maschinendraht und dessen Ehe-gattin Jusi, geborene Blumental. wegen Ehren-beleibigung. respektive GeschästSstörung. weil diese letzteren da« Gerücht verbreitet, die Firma Pulver-bestandteil verkaufe auch folche Gänse, deren Genuß orthodoxen Juden nach dem Speisegesetz nicht ge« stattet sei. Al« Belastung«zeugen fungierten hiebei: Nathan Feingold und dessen Gattin Rostl, geborene Nußknacker, die Schwester deS ersteren, Sarah Schultlopser, geborene Feingold und Schwester der Frau Nathan», Mirja« Wei»heit»born. geborene Nußknacker. Hingegen wurden von der Angeklagten al» Enilastung»zeugen angeführt: Josef Ehrlich, Simon Goldtreu und Rüben Reinwasche?. (AuS Anbree: „Zur Volkskunde der Juden.") Judenname«. Ein Witzbold teilt die Juden nach thren Namen in folgende Spezie« ein: Alte Juden: Jjaak, Jakob. Abraham. Nathan. EliaS, Abele«. Jona«. — Junge Juden: Jsaksohn, Jakobsohn. Nathansohn, Daoidsohn. — Zahme Juden: Anierl. Ganserl. — Wtlde Juden: Bär. Löw, Hirsch. Fuch«. — Geographische Juden: Schlesinger. Lemberger. Wiener, Hamburger, Frank-furter, Austerlitz. Bre«lauer. — Astronomische Juden: Morgenstern, Goldstern, «bendstern. Son-nenschein. Sternlicht, Mondschein. — Farbenjuden: Weiß. Blau, Lichtblau. Braun, Rothschild. Gelb. — Steinjuden: Eberstein. Eisenstein, Frankenstein. Silberstein. Rubinstein. Marmorstein, Diamanistein, Rauienstein. Karfunkelstiin. — Botanische Juden: Rosenblüh, Feigelblüh. Mandelblüh. Rosenzweig. Seite 2 ..As^tsck? ?!ummer 35 hervorragende Bedeutung geniest, dessen Amt«-eiset sich selbst in freien Stunden betätigt, und dessen ganzer Lebenswandel nur ein Hin- und Her» pendeln zwischen Ami und Heim darstellt. In dem verwundeten Gemüte diese» Mannes mag nun wohl auch die Erkenntnis reifen: was nützt vor Koerber, dem politischen Justizminister, oller AmtS-eifer, wenn man nicht die Empfehlung als Slovene mit aus die Welt bekommen hat? Und nun als zweites der Fall Vouä.t. Dieser ist umso krasser, als sich jedermann über die juri-discheBedeutung Dr. VousetS in einer jeden Zweifel ausschließenden Weise völlig im Klaren ist. Seine Ernennung zum OberlandeSgerichtSrat in Marburg kann und will gar nicht anders als unter dem Gesichtspunkte deS nationalen Zugestand-nifses an die Slovenen betrachtet werden. Dr. Vousek ist nämlich ein siecher Mann, trank an Leib und Seele (meus sana in corpore sano), der schon seit längerer Zeit nicht die Befähigung in sich fühlt, einen Vorsitz zu führen und sich auf daS beschau» liche Dasein eine« ersten Votanten beim Straf» gerichtSsena« zurückgezogen hat, um nur dann eine größere Beweglichkeit zu entfalten, wenn eS daS Interesse seines geliebten slovenischen Volkes heischt, als Personal-Referent bei Beamienernennungen wirtsam zu sein. Da stellt er allerdings — der Neid muß eS ihm lassen — seinen Mann. Die Feindseligkeit KoerberS gegen daS unter-steirische Deutschtum spricht sich in dieser Ernennung umso unverhohlener au», als auch dieser Posten eine« OberlandeSgerichtSraie», gleichwie der de« Dr. Golia in Rudolfswert extra statuin ist, den Slooenen beim Marburger KreiSgerichle den Vizeprästdentensitz einräumt und ihnen die Grundlage zu Ansprüchen auf diesen Posten für alle Zukunft sichern soll. Kommt noch hinzu, daß der Präsident deS Marburg« KreiSgericht» fein Deutschtum durch umso größere Willfährigkeit gegenüber slovenischen Wünschen wettmachen will, so wird man die ge» fährliche Tragweite der Ernennung deS streng slo. venischnotionalen Dr. Vousek richtig einschätzen. Soviel ist klar geworden. Der flooenische Einfluß überwiegt bei Koerber den deutschen in ganz gewaltigem Maße. Jede deutsche Ernennung muß er sich durch Ernennung eines halben Dutzend» Slo-venen erkaufen. Solche Zustände müssen aber her-anreisen, wenn der politische Leitminister zugleich Justizminister ist. Mögen unsere Abgeordneten ihre Wahl nach der Wahl KoerberS treffen! Ro,enbaum. Tannenzweia, Feiglstock, Rofenftingl. — ProsissionSjuden: Fleischer. Wechsler, Kauf, mann. Schreiber, Fischer. Lederer, Maurer. — Nationale Juden: Deutscher, Engländer. Pollok. SachSl, Würtemberger. Holländer. — Lustige Juden.-Tanzer. Pfeiffer, Springer, Singer. Freudensprung. — Vogeljuden: Adler, Raab. Sperling, Stieglitz, Storch, GanS. Hahnl. — Gefühlsjuden: Selig, «lann, Trostmann. Augentrost, Weiner, Freud. — Süße Juden: Honig Zuckermann. Süßholz. — Anatomische Juden: Herz, Hand, Elbogen, Bauch. Fingerlos. Z>ie Sann. 1. Oberlauf. ES gibt kein zweites Flüßchen, Man suche weit und breit, Wie unfern klaren Heilstrom, DaS läßt ihm selbst der Neid! Gleich einem Band von Silber So hüpft er durch die Au'n. Belebt die grünen Fluren, Man kann sich satt nicht schau'n! Dem Erdschoß kaum entsprungen. Begrübt von Ei« und Schnee, Er stürz», ein tolle« Bergkind Herab von stolzer Höh', Rauscht über Siein und Trümmer Durchbricht den Felsenpaß Und sprüht und schäumt und toset. Al« sei ihm alle« Spaß l Slovenische Beamten - Ernennungen. Zu dem auch von un« an leitender Stelle ge nügend gekennzeichneten politischen Beamten» Er-Nennungen Koerbecs läßt sich das „Grazer Tag blau" wie folgt vernehmen: Die Regierung hat den LandeSgerichtSrat Dr. Franz VouZek in Marburg zum OberlandeSgerichtS-rat daselbst ernennen lassen, den GerichtSadjunkten Roman Terstenjak nach St. Leonhard i. W.-B. un1) den GerichtSadjunkten Dr. Franz Mahoric auS dem slovenischen Markte Oberburg nach der deutschen Stadt Friedau übersetz». Die drei Be» sörderien, beziehungsweise in deutsche Orte ver» setzten GerichtSbeamten sind nationale Slooenen. Die Ernennung eines einzelnen windischen Be Hatten, beziebungSwei^e dessen Versetzung auS einem windifchen in einen deutschen Ort mag vielleicht dem mit den LandeSverhällnissen nicht Vertrauten nicht als eine Sache von höchstem Belang er» scheinen; sie ist eS aber in ihre» prakiischen Wir» kungen in der Tat für manche bedrängte deutsche Grenzgemeinde, und sie ist eS als neuerlicher Ausdruck jenes alten, deutschfeindlichen Systems, das unserem jüdmärkischen Deutschtum ungezählte Wun» den zugefügt und das Slaventum großgezüchtet ha». ES ist daher sehr begreiflich, daß dieser Slaven» Vorschub bei den Deutschen UntersteiermarkS die »roßte Erregung hervorgerufen bat. Zumal die Friedauer haben alle Ursache zur Erbitterung, denn ihr neuer Mitbürger, der den deutschen Bewohnern Recht sprechen soll, ist ein im Lande bekannter flovenjfcher Agitator, der seiner Aufführung wegen bereits diSziplinariter bestrast wurde. Die natio» nale» Verhältnisse von St. Leonhard lassen einen slovenischen Einschub als besondere Herausforderung und Gefahr empfinden, und was daS KreiSgericht m Marburg betriff», so ist diese» Amt ohnehin schon durch seinen weiter den slovenischen Aspiratio nen in bedenklichstem Maße cefügig. Der Mar burger KreiSserichtSpräsiden» ist z-rar ein Geburt deutscher, aber sein Wirken sucht diesen „Schaden" zu verhüllen. E» wird vielleicht natwendig sein, einmal die Beweggründe zu beleuchten, die hier im Spiele sind. Kennzeichnend für den Geist des Prä-sidenten war e» wohl auch, daß er dem bekannt» lich für „irrsinnig« erklärten slovenischen Notar Dr. Radey unter besonderen Umständen demonstrativ die letzte Ehre erwie». Noch ernster, al» der dem Deutschtum von Marburg, Friedau und St. Leonhard in den kon» treten Fällen zugefügte Schaden ist, wie bereits er-wähnt, die prinzipielle Bedeutung der Angelegenheit. Die Regierung hat feit einiger Zeit — da« muß anerkannt werden — davon Abstand genommen, durch jlavophile Ausübung ihre» ErnennungSrechteS an der Slavisierung Untersteiermark» zu arbeiten. Inkonsequenz ist da» wahre Kennzeichen der Schwäch?. E» gibt auch auf anderen Post-n Leute, die sich sogar al» Deutsche fühlen, aber, wenn sie zwischen einem Deutschen und einem Windischen wählen 2. Mittellauf. O fröhlich!», feelige», grünende» Tal — Wie liegt e» behaglich im sonnigen Strahl! Welch' staunende» Auge hat Schön're» gesehn: Die blauenden Berge, die felsigen Höh'». Von Schlöffern und Burgen die Hügel gekrönt, Manch' Kirchlein, weit blickend, da« Bild noch verschönt! E« lächelt und fächelt im schimmernden Feld, Von Säften und Kräften schein. Alle« geschwellt: Die Trauben am Hügel, die Früchte im Grund, Welch' Farbenkonzert, wie so fröhlich und bunt! Und mitten durch plätschert der Sannfluß und blinkt Und jede der Wellen ist lustig und singt! 3. Am Ziel. Silberne Feuer Glitzernde Schleier Spinnen im Mondschein Heimlich und sacht: Unter den Zweigen Halten den Reigen Tanzende Elsen-- Lauschige Mondnacht! Ueber die Matten Sinken die Schatten Friedlicher Dämm'rung Leise herab; Freundlich« Sterne Blinken nicht ferne: Grüß Gott, Eeleja. Liebliche Sannstadt! Baron Grutschreiber. sollten, dem Windischen den Vorzug geben, um ja nicht für national-parteilich zu gelten, lln« eS ganz gleichgilt-g, au« welchen Gründen Kon» der nicht nur da« Kabinett leitet, sondern überdis da« Justizreffort versieht, den windischen Ä mühungen in diesem Falle lieber Gehör scheu« al« den ernsten deutschen Warnungen und k« stellunge». Die Tatsache kommt sür sich alleiiii Betracht. Sie wird nicht ruhig hingenommen va den. und Herr v. Koerber wird sich, will er »M da« zerstören, wa« er mühsam auszubauen iriiti« vor solcher schweren Verletzung de« deutschen Recht, und Nationalgefühles zu hüten haben! ES 's», n betont, in der Sache noch nicht das letzte Ä« gesprochen. Die tieöe Hasche. (M a d j a r i s ch e r Patriotismus.) j ^ Ein Heulen und Zähneknirfchen durchzog dies» Tage die gesegneten Gefilde HungariaS, all-von» solche Fülle von Freiheit herrsch», daß man m| i» deutscher Sprache den allfeligmachenden Ir» der MadjarisierungSidee loben, aber beileibe »ich deutsch denke» darf, da einem sonst der liebe Staa* anwalt für längere Zeit Wasser und Brot zusichn Und waS war die Ursache der Panik? ES ginge» Gerücht um. daß die deutsche Regierung auf Trj» gen deS Alldeutsch,n Verbandes die deutle» Grenzen gegen die Einsuhr ungarisch»» Gefliiziitl sperre» wird. Deswegen der panisch« Schreckeil »I der madjarischen Presse, an der Spitze der «um« weidlich« „Pester Llvy,". der von den Ofea.Pkji.il Börsenjobberkreise» als der Oderkurator des jonnl nalistischen Wissens betrachtet wird, auf weite! Eigenschaft er nicht wenig stolz ist. Also: Alldeutsch—Preußen —Geflügelzucht-»! Deutschenhaß, da» heiß, so viel: den „hundSfott» scheu" Deutschen kann ein echter Madja'e auch „chl leiden, aber seine Batzen Hai er dennoch per». Teil hindert die madjarische Kanaille aber nicht da»* I die Banaler Schwaben mit den heimiückisteiul Mittel» zu vergewaltigen, und alte, in Ehr» s-I graute Männer wegen einer dem Nachbarn c<| wiesen«»«» Gefälligkeit ohne Richterspruch in» 0*1 fängniS zu schicken (sieh« den Fall Johann Thierjql in BogaroS) Dieser panische Schrecke» tcakiM woran die Madjaren sterblich sind: einzig ant«! Tasche hört der Größenwahnsin» der Hunnen:ii|, i und wir Deutschen begeben eine Todsünde an urseiu > in Ungarn lebenden B üdern. wenn wir noch roncl mit allen Mittel» bestreb» sind, die Madjaren ttrijl weiter zu mästen. ES ist sür die Madjaren bisher ein wajntl Glück gewesen, daß ihre Sprache — irgend :tt| chinesische« Idiom - in der Welt so wenig verbreit I ist. den» fönst hätte sich da« in erdrückender lleta. > zahl befindliche Deutschtum der Welt schon!äsgt| zusammengeta», um den Hochmut diese« Völkchen» I — der dem de« alitestameniarisch-hebräische, iI nichts nachgibt — nur ein klein wenig zu dämpfn. I E« ist dies aber auch jetzt noch nicht zu spät, ut I S käme auf eine» Versuch a», ob wir Deutshel un« dadurch nicht selber nützen. Den» wie ufD Anlaß diese« panischen Schrecken« da« ungatijh I Landwirtschaftliche Z ntraldureau de« Lckerdn». I Ministerium» mitteilt, betrügt die Ausfuhr in lein. I dem Vieh nach Oesterreich und Deutschland («I andere« Absatzgebiet hat Ungarn nicht, höchste I Bulgarien für einige Waggons Salz und Zuckers > im Jahre 1902: Rindvieh 125.362.431 «r-«^I Schweine 69,974.793 Kronen, Pferde (ohne A-»I fuhr nach Transvaal) 25,091.731 Kron«a, GefiüH I exklusive Nebenprodukte 24.624.288 Kronen, i»l klusioe Eier und Federn 67,348.640 Kronen. üi» I garn ist also der stärtstexportierende Staat kr I Welt in Geflügel. Hieran knüpft der Bericht MI ungarischen Ackerbauminister« folgende Bemerk»»^ I .Da« Federvieh sucht sich sein Futter größte»»« I selbst und ist aus eine Fütterung fast nicht mg» I wiesen. Ferner erfordert die Geflügelzucht keinrir I Kapitalinvestitionen und sichert dadurch der ärmste I landwirtschaftliche» Klasse eine» dauernde» Erwick I Un« ist daher der E^>ort sehr wichtig, dem, tt I steht bei unserer gesamten Viehau«fuhr an »jene I Stelle. I» den «adjarischen Tanya« steht daher I die Zucht in höchster Blüte, während die übrig» I Bevölkerung nur für den eigenen Bedarf züchtet.' I Daraus geht hervor, daß da« deutsch« Element » I Ungar» die Geflügelzucht perhorre«ziert, wie biet I auch tatsächlich der Fall ist, und daß der I deS Exportes — beileibe nicht den Madjar» - > sondern nur den Juden zugute kommt. Diese ji» I bische Finanzgruppe, welche dem madjarische» Bauia I da« Geflügel um eine» lächerlich geringen Pmi I Nummer 35 «bschindet, trägt einen klangvollen, patriotischen Namen und steht mit notorisch jüdische» Wiener Epedideurfivmen in Verbindung, um die Ausfuhr nach Deutschland st«iS intensiver zu gestalten. Daß hierbei große Refaktien und Tarisbegünsti-Ptngen feiten« der ungarischen Regierung auf Kosten »er Steuerguldeu gewährt werden, ist eigentlich nach «adjarischen Verhältnissen selbstverständlich. Der „gute österreichische Nachbar" täte daher sehr put daran, seine Groschen nicht zur Mästung de« un-ersättlichen madjarischen Moloch« hinzuwersen und hierfür auch noch Haß zu errten, sondern selbst »ach dem Rechien zu sehen. Denn wie wäre e«, wenn da« sonst so erwerb«sreudige nordböhmische Teuischtum sich aufraffen würde, die Geflügelzucht selbst energisch in die Hand zu nehmen, und hier« durch die jüdisch-madjarische Konkurrenz im Deutschen Reiche zu verdrängen? Wie wäre eS, wenn im Deutschen Reiche tatsächlich die unverbrüchlich» Ab« sicht zutage träte, den madjarisch«n Geflügelmarkt zu sperren, al« Antwort für die L>eben«würdigkeiten diese« Volke«? Muß der Deutsche unbedingt die 5ri«g«kosten de« Hasse« gegen sich selbst bezahlen >«d jene mästen, welche ihn verabscheuen? Man «ürde — wenn sich die Erkenntnis de« starren wirtschaftlichen Boyko»« gegen die Schreihälse j«n» seit« der Leiiha Bahn bricht — schon sehen, wie kleinmütig die Judenmadjaren zu Kreuze kriechen. Penn die liebe, wertgeschätzte Tasche im Spiele heht! Ueberdie« wäre eine Aktion für eine inten-fioere Geflügelzucht in Deutschösterreich für daS Lolk eine Wohltat, deren Wirkung gegenüber der jetzigen teuren Geflügelpreis« für die ärmeren Klaffen ein wahrer S«a«n wäre. Darum hinaus mit dem »adjariichen Geflügel! ^otitische Mundschau. Aas von Rom in Steiermark. Die klerikale Part«, hielt am Osttrd «nStag große Heerschau ab, »>t flammendem Protest gezen die LoS von Rom-Bewegung. Baron Morsey wiederholte die alten Denunziaiionen von den .antidynastischen Tendenzen der LoS von Rom-Bewegung", der Fürstbischof Echuster leitete seine wenig friedlichen Ausführungen mit dem Gruße ein, »der Friede fei mit Euchl", redete von den drei Papstjubiläen (PetruS. PiuS IX. ud Leo XIII.I!), die alle drei im Kerker geflirrt norden seien (waS für «in« Zubömschast, die da« glauben sollte, mußt« der Bischof roc sich ver-muten), und nannte feine tvanpelifchen AmiSbrüder »hergelaufen« Wanderprediger". Oder sollte er damit seinem Vorret ner Baron Mörser?, dem ge-bürtigen Protestanten und Hannoveraner einen KlapS für feine Vielftefchäftigkeit haben geben «ollen? — Im Seelsorgebezirk von Mahrenberg «urven im ersten Vierteljahr 1903 8 Personen, in dem von Stainz i» April 2 Personen in die evangelische Kirche aufgenommen. vas „Altdeutsche Fagbkatt" ist in Wahrheit Blut von dem Blute der Schönerianer. Im Namen der verbohrtesten Partei-Beschränktheit hat eS eine ^Handlichkeit an der frei«» alldeutflen Arbeiter-bewegn»», Mährens begangen, indem e« in einem B-richte über eine deutschvölkische Arbeiterversamm-lung in Brünn «inige Gtwrrbeschü'.er. die an d«r Ansammlung teilnahmen, vernadert. Dies« Leute schänden geradezu die Bezeichnung »alldeursch". P» tschechische Herausforderung in Wie«. Der tsch«chtsch« Verein »Pokrok" hat anläßlich der Feier seine« 49jährige» Bestände« ein« Nach-»ittagSvorstkllung im Carltheater anberaumt, wobei tschechische Dilettanten ein tschechische« Stück auf» führten. Der Verein hatte zu diesem Zwecke da« Carltheater gepachtet. Diese Herausforderung der Deutsch«» Wien« erweckte in den Deulschnationalen Wiens, besonrers bei den Alldeutschen «ine gereizte Stimmung, die auch tatsächlich zum AuSbruche kam. Schon in den letzt«» Tagen wurden überall Flugzettel verstreut mit den Worten: .Carltheater. 26, April 1903. 1 Uhr nachmittag«. Tschechische Borstellung. Deutsches Wien schlässt du ?' Am 26. d. M. vormittags fuhren nun die Abgeordneten Stein und Berger durch die Praterstraße und warfen Hunderte von solchen Flugzeneln in allen Farben aus die Straße. Die Polizei war rasch bei der Hand und ließ den Wagen halten. Al« sich die Herren al« ReichSratSabgeordnete ausgewiesen hatten, mußte man sie ruhig weiterfahren lassen. Segen I Uhr kamen viel« Deuischnationale vor da« Carlihecuer, wo st« bereit« eine Menge von Wachleuten zu Pferde und zu Fuß trafen, die sich bemühten, die Deutschen vom Carltheater auf die gegenüberliegende Seite hinübeizudrängen. Ab und zu gelang e« den Deutschen, auf die Carltheater-feite hinüberzudrängen, aber die Sicherheit«wache „pe«tsche Uvach«-' war in solcher Stärke anwesend, daß sie bie Deutschen immer wieber von bort wegdrängte. Gegen halb 3 Uhr stimmten die Deutschen bie »Wacht am Rhein" an, wovon sie ein« Strophe sangen. Dann langen sie ba« Lieb „Deutschland, Deutschlanb über allet". Hierauf gab ber Abge» orbnete Stein ein Zeichen, worauf bie Deutschen unter Hüteschwenken, Heilrufen unb Pfuirufen auf bie SicherheiKwache den Platz verließen und in be» Prater zogen. Die Schutzleute hatten drei Per-fönen angehalten und nach Abgabe ihre« Nationale« wieder enilafsen. Die tschechische Vorstellung verlief ohne Störung. Der tschechische Minister Rezek wohnte ihr mit Familie bei. Aus Stadt und Land. Symphonie - Konzert Wir verweisen noch-mal« auf da» am 2 Mai im Stadttheater stattfindende Symphonie - Konzert unier persönlicher Leitung deS Kapellmeisters Herrn Ludwig Schachen-hofer und freundlicher Mitwirkung des Fräulein« Friderike Cpiller, Landesausschußveisitzer Moritz Stallner hat infolge seiner Wahl in den La»de«au«schuß aus die Bürgermeisterstelle in Hochenegg Verzicht geleistet und übersiedelt in den nächsten Tagen nach Graz. Einem dringenden Wunsche der Gemeinde Hochenegg entsprechend, verbleibt Abgeordneter Siallner dort im GkmrindeauSschuss« und B«zirk«schulrate. Zur Arage der Verstaatlichung der Linie ßilli—Zööllan. Dir LandiSau«schußbtijitz«r Dr. Link und Dr. v. Derschatia halten im Eisenbahn-Ministerium «ine länaere Konferenz in Ang«l«gen-heit der Fragt der Verstaatlichung der Eisenbahn Cilli—Wöllan. Aesttzwechsel. Die Villa Mareck in der Gar» tengasfe i,t in da« Eigentum de« Herrn Dr. Ho-ston«ky übergegangen. Kodesfall. Am 26. d. M. starb nach langem, schweren Leiden in ihrem 79. Lebensjahre Frau Anna S t r a k a, die Mutter de« hier garnisonieren-den Oberleutnani« Herrn Anion Straka. ?erjonalnachricht. Dem Regiment«arzte erster Klasse de« Infanterie - Regiment«« Nr. 87 Herrn Dr. Karl Kandu»sch wurde ba« goldene Ver-dienstkreuz mit der Krone verliehen. Impfung. M» der Impfung auf den Sam-melplätzen wird im Mai begonnen werden. Schurfvewilliguug. Altgraf Georg zu Salm-Reifferscheid-Dyk auf Schloß Neu-Cilli erhielt die Bewilligung zum Schürfe innerhalb de« politifchen Bezirke« Cilli. ?ostalifches. Dem PosthilfSbeamten Emil Schwischay au« Cilli wurde die Postmeisterstelle zweiter Klasse, zweiter Stufe, in Pristovcr verliehen. Kruennuugeu im Iuflizdieuste. Da« Ober-landesgericht sür Steiermark, Kärntea und Krain bat den RechiSprakiikanten beim LangeSgerichte in Graz, Franz Pupacher, den RechtSpraktik -nten beim KreiSgerichle in Marburg, Frievrich Marinitsch. die RechiSprakiikanten beim KreiSnerichte in Cilli, Johann Fermevc und Franz AloiS Bicek, den RechtSpraktikamen beim KreiSgerichte in Rudolfs-wert, Georg Gregore, sowie die RechtSpraktikanten beim Landesgerichte in Laibach, Dr. Johann Polec und Johann Hutter zu Auskultanten für den Ober» landeSaerichtS-Sprenael Graz «rnann'. Stadttheater Steyr. Dem bisherigen Leiter deS Bozner Stadttheateis, Herrn Augustin Knirsch wurde das Stadttheater in Steher zur Direktion überlassen. ßillier ZLännergesangverein. Die sreilägiqe Probe findet bieSmal nicht statt; dafür sind die Mitglieder gebeten, Dienstag, den 5. Mai, sicher und pünktlich zu erscheinen. Z>eutfch»ölkifcher Hehilsenvervand. Sonn-abend, den 2. Mai, hält der Verband um 8 Uhr abend« in seinem Vereinsheim im Gasthofe „zum Engel" seine MonatSversammlung ab, zu der jeder deutsche Arveiter und Freund deutscher Arbeuersache Zutritt hat. Die Mitglieder seien auf diese Versammlung besonder» aufmerksam gemacht, ba in Derselben der VerdanbSobmann einen inter-essanteu Vortrag über .Sozialbemokratie unb beutsch-völkische Arbeiterbewegung" halten wird. Aweigverein ßilli des Aerbandes alpe«. tändifcher Kaudelsaugestellter. Ueber Aufforderung deS Verbandes wird Sonntag. den 3. Mai. um 5 Uhr nachmittags im Saale deS Hotel« Elefant in Cilli eine Versammlung abgehalten, in welcher Herr VerbandSsekretär Alexander Gracon 1. Die Stellung der Handelsangestellten Oesterreichs zur Regierungsvorlage betreffend Regelung der Sonn-und Feiertagsruhe im HandelSgewerbe und S. Unter „Allfällige«" die fehr interessante Frage der Seite 3 Pensionsversicherung zur Sprache Klingen wird. Es ergeht hiermit an die geehrte Kaufmannschaft und an sämtliche HandelSangestellten von Cilli und Umgebung, wie Tüffer, Gonobitz, St. Georgen, Schönstem u. f. w>, sowie an alle Privat-, Ad-vokatulS- und NoiariatSbeamte die höfliche Sin-ladung, derselben beizuwohnen. Aufruf. Liebwerte Volksgenossen l In schwerer Bedrängnis im Kampfe um unser VolkStum. um-tost von der slavischen Hochflut, wenden wir un« vertrauensvoll an unsere Volk«genossen mit der Bitte, mitzuhelfen an der Wahrung unsere» nationalen Besitzstandes und Erhaltung desselben. Eine Kolonie gut Deutscher, durch daS Schicksal versetzt in ringS-herum slavische Nachbarschaft, will ihren Kindern deutsche Schulbildung zuteil werden lassen, waS leider gegenwärtig nicht der Fall ift, da die näch-sten deutschen Schulen örtlich zu weit entfernt sind. Rasche Hilfe tu» dringend not. da heuer noch die Schul« gebaut werten soll, darum Volksgenossen auf zur Tat, lasset unseren Notschrei nicht ungehört verhallen, helfet mit ein edleS Werk unterstützen und unsere Kinder al« auch wir, werden Eure Unterstützung dankbarst anerkennen. Traurige Bei» spiele gab e« genug in den legten Jahren in unseren, Mährerlande von leider verloren gegangenem deutschen Besitzstände; darum ehe e« zu spät wird, helfet mit unsere deutsche Schule bauen, daß je eher daS edle Werk vollsühlt werden kann. Anem-vfohlen zur Unterstützung vom Bunde«vater der Nordmährer Hermann Braß. Wer schnell hilft, gibt doppelt I Spenden sind zu senden an Herrn Josef Langer, Zahlmeister in Witteschau. Post Hohenstadt. Mähren. Verein „Deutsche Volksschule Witteschau". Die fto»e«ische Presse und die Banner Vorfälle. Den Deutschen ist von unverhoffter Seite ein Kronzeuge in der Cillier .Domoaina" erstanden, die in hämischer Schadenfreude aus die Cillier deutschen Musiker, die ja der Gegenstand der slovenischen Angriffe waren, da« Wort geprägt hat „Gott verläßt die Teutschen nicht! — schlägt «r si« nicht, so p«ilscht «r sie!" Unumwunden«? konnt« der slovenische Angriff nicht zugestanden werden. Unsterblich lächerlich hat sich j«dvch bei Besprechung der Ranner Vorfälle die „Südsteirifche Presse" gemacht. Ihre Entdeckung, von Cilli au« feien nach Rann AmtSdiener de« hiestgkn Bezirksgerichte« abgegangen, um dort die „Wacht am Rhein" anzustimmen, wurde in Rann und Cilli mit einem homerischen Gelächter begrüßt. Putzig macht sich das bischöfliche Amtsblatt auch darin, daß eS es den Cillier» als eine Taktlosigkeit anrech-net, die Ranner Siegesfeier mitgefeiert zu haben. Man hat wahrscheinlich ganz vergessen, daß die Cilli«r geistlichen Herren Den Sieg der Slooenen über Cilli in der Frage des Gymnasiums durch Pöllerschüffe feierten und daß die Josefiner den Sokolfestzug durch ihr« Glock«n-Artill«rie begrüßten. Wahrlich ber .Südsttirischtn" steht eS gut an, von Takt zu reden! Windische Kampfesweise. Man schreibt dem „Grazer Tagblatt" au« Luitenberg: Fast keine Nummer ber windischen Zeitung«» erscheint, in der nicht die deutschen Beamitn Lutt«nb«rg» auf das srechst« angegriffen würben. So bringt bie letzte Nummer der „Domovina" wieder eine offene An-frage an den Ministerpräsidenten, worin verlangt wird, alle deutschen Beamten Luite»d?rg« in Di«-ziplinar-Untersuchung zu ziehen. Wenn ber Minister nicht ben Mut dazu besitze, sei er ein „bedauern«-werter Hascher". Immer wieder waren wir ge« zwungen, die Lügenhaftigkeit dieser windischen Blätter entsprechend zu kennzeichnen. Die Schreiber dieser Artikel waren bi«her nicht au«sindig zu machen. Nun aber hat ein sonderbarer Zufall eine« deutschen Lehrer das Konzept zu einem solchen Vernaderung«» artikel in die Häude gespielt. E« stammt au« der Feder de» windischen GenchtSoffizialS Matthias Kocuva » und geißelt in unverschämter Weise die deutschen Verbältnisse in Luitenberg. Zleue «vsiliaüsche Hrfcheiuuug. Im Ver» läge deS Herrn Fritz Rasch m Cilli ist ein« Ver» tonung deS lokalpatriotischen Li«dk« „An der Sann" erschienen, eine Dichtung de« leider zu früh dahin« gegangenen heimischen Dichters, Herrn Franz Tiesenbacher. Die Vertonung ist gleichfall« da« Werk eine« Heimischen, nämlich de« Herrn Direktor« Jos. L. Weiß. Da« zweistimmige Lied eignet sich sowohl sür Zitherbegleitung al« auch Klavier. Neue ?ollavlagen. Am 1. Mai tritt in Oberrelschitz, Post Markt Tüffer, eine Postablage in Wirksamkeit, welche die wöchentliche dreimalige Verbindung mit dem zuständigen Postamte in Markt Tüffer mittel« de« von Tüffer ausgehenden Land« briefträger« erhält. Seite 4 JPeetrjfer Watn*" Nummer 35 Turnerische». Da« lausende Jahr ist reich an turnerischer Arbeit. Es werden alle Kräfte der einzelnen Turner und der Turnvereine gefordert, um die turnerisch n Arbeiten in gediegkner Weise vollsühren zu können. In erster Reihe möge hier der allzeit stramme Turnverein in L a i d a ch ge-nann« werden. Derselbe begeh« Heuer die Feier seines 40jährigen Bestände« in festlicher Weise. Diese« Fest findet am 6. und 7. Juni statt. Nach« dem der Land««auSschuß von Kram dem Ansuchen de« Vereine« um Ueberlassung de« landschaftlichen Theaie.« in bereitwilliger Weise Folge gegeben hat, wird e« möglich sein, am 6. Juni abend« eine größere turnerische Vorführung in demselben abzuhalten. Sämtliche Vereine de« achten Turn-bezirke« müssen es sich zur besonderen Pflicht machen, an eieser Festoeranstaliung in Laibach in großer Zahl zu erscheinen. — Am 28. und 29. Juni l. I. finde« in Judenburg da» zehnte Gauturnsest de» Südösterreichischen Turngaue» statt. Alle Vereine de« weitoerzweiqtkn Gaugebieie» arbeiten rüstia daran, diese turnerische Veranstaltung zahlreich zu b« chicken und sich bei den allgemeinen Uebungen und beim Wetturnen im Sech»- und Dreikampfe zu betäiigen. Judenburg ist eine Herr-liche alte Bergstadt. E» ist daher mit Sicherheit zu erwarten, daß auch den lieben Turndrüdern, die Judenburg gelegentlich de» Gauturnsest«« besuchen werden, die alte Bergstadt Wohlgefallen wird. Sie werden sich gewiß wohl fühlen, oenn eine freund» liche Bürgerschaft und ein rühriger Festausschuß sind an der Arbeit den lieben Gästen einen ange« nehmen Aufenthalt zu bereiten. — Am 18. bi» 22. Juli findet in Nürnberg da» Zehnte Deutsche Turnfest der gesamten deutschen Turner« schaft statt, da» für den 15. Turnkrei» Deutsch-österreich von besonderem Werte ist. Die Vereine de» aenannten Turnkreise» müssen e» sich diesmal zur Pflicht machen, ihre Vertreter nach Nürnberg zu schicken, denn e« gilt, die Stärke, die Kraft, da« Zusammenhallen und die Einigkeit de« ganzen Kreise» in der Zeit zu zeigen. Da« ist nicht schwer, wenn jeder Verein nach seinen Kräften fein Sehers« lein beiträgt. Die Deulschösterreicher veranstalten in Nürnberg einen Festabend und erwarten »in« massenhafte Beteiligung. Bei dieser Gelegenheit ist e« vielleicht möglich, den Turnbrüdern de» Deutschen Reiche» über die bekannte Krei»reinigung«angelegen» heit Aufklärung zu bringen. Darum auf nach Nürnberg! Heil! Aeltschießeu in Marburg vom 20. bis 24. Mai. Der Schützenverein Marburg versendet bereit« seine Anschlag«Plakate und bittet sämtliche Brudervereine, Sorge zu tragen, daß solche erficht-lich gemacht werden, und die in Kürze nachfolgen« den Saießordnungen an jene Schützen zu verteilen, die vorau»sichtlich daS F.stschießen besuche» werden. Wie bereit» erwähnt, wird diese» eine» der schönsten Schießen heuer in den Alpenländern sein, und sind außer der Ehrengabe unsere» Kaiser« noch viele wertvolle Beste eingelaufen, so daß aus der Fest« scheid« allein zirka 3000 X zur Verteilung ge-langen. Die Schießstätte liegt auf einem kleinen Hügel nahe der Stadt, mitten im Walde, und bietet für jeden einen reizenden Anblick. Die Schützenbrüder, die e» lieben, in trauten Freunde«-kreisen fröhliche Stunden zu verleben, mögen nur mit aller Zuversicht kommen, e» werden ihnen treu« deutsche Herzen die freundschaftliche Aufnahme bieten, und werden sie von unserer aufblühenden, schönen Draustadt die beste Erinnerung mit nach Hause nehmen und gewiß wieder kommen. Schließ-lich bitten wir, die un« noch zugedachten Ehren-gaben gütigst ehesten« einzusenden. Bundesverband für Aremdenverkeßr. Dem Landesverbände für Fremdenverkehr in Steiermark sind nachstehende neue Mitglieder beigetreten: Stadt« gemeinde Rottenmann, Berschönerung«verein in Gonobitz, Verschönerung«verein in Neumark«. Ver-schöaeruag«oereill in Maria - Zell und die Markt-ge»emd« Weiz. Aueutgeltticher SteuographieKnrs. Um die Volksbildung zu heben i Herr Grricht«stkr«tär Dr. Josts Edl«r von T,c» mit dem Auskultanten Herrn Ferdinand Medic trt KreiSgerichle« Cilli und pfleg« die Unleisuchinz. Sowohl der verhafte«« deutsche Hochschüler auch die slovenischen Steinwerser befi -den sich rif freiem Fuße. Südmark Volksbücherei. Am 1. März 19011 wurde die hiesige Südmark-Bolk«bücherei, wellt« die Werke der besten und b«liedl«stin Autor»« 1500 Bänden umfaf««, eröffne«. Die Bücherei I im Stavtamte (Kaff?) untergebracht. Die Au«leu> stunden lind jeden Montag und Freitag zwrsch«, 1 und 2 Ubr nachmittag sestgesetzt. Jeder En«!eh»ß hat monatlich den Betrag von 10 Hellern nl außerdem für jede« entlehnte Buch «inen ttetng von 2 Hell«rn zu btzahlrn. Die Bücher müssa innerhalb 14 Tagen zurückgestellt werden. ausführlich« Bücherverzeichnis ist zum Preise r« 4 Hellern erhältlich. Die Bücherei kann von jede» Deutschen benützt werden. 5er Laibacher deutsche Turnverein, die!»! markige Verein an d«r südlichen Grenz vach« in»| irr«« Kreise», wird da« Fest de« vierzigjährig Bestandis am 6. und 7. Juni seiern, zu welch» er bereit« die Einladung an alle verein« d»« XV. Turnkreise« »»«gesendet und hierm die Anmeldmizb seist sür Adg«ordnel« und Ber«r«««r d«r Bern« bi« längsten« 10. Mai angesetz« hat. Dies« F«r muß zu einem Wahrzeichen de« neuerwachie» deuischvölkischen Geiste« im Krainerland qeftjlnt werden. Da« Deutschtum der Südmarkeu mq den Willen haben, an Diesen Festlagen darMo. daß «« von zäh«r, selbst die pervakische Bedruck»»; überdauernder Ar« ist. Selbst au« dem ser« Deutschbödmen werden Bolk«genoss«!l mi« da Laibachern d«n Treueschwur «auschen. Z>er Srepakena |«t Warnung. Da« $tt< schmähen gewisser, pervakischer KampseSmittel seiia» der Deutschen hat die Hintermänner der Treppe« übermütig gemacht und sie zu wüsten Orgien t« Vernaderung verleite«. Wir warnen diese Leute in da« Spiel weiter zu treiben und geben ihnen h«e im Nachsteh«nd«n zu bedenken, daß wenn man an» zu «inem Kampfe mit gleichen Mitteln preßt, d« slovenische hiesig« Beamienichasl sehr schief aJ< schneiden würde. Da« hi«stg« P«rvakenblatt hv e« sich in seiner bekannten Denuncierung«wut mied« einmal angelegen sein lassen, au« Anlaß der Ra»«r Vorfällt (gleichsam al« Entschuldigung für d«n Durch stink Gesinnungsgenossen inszenierten Uebersall auf die heimkehreeden deutschen Cilli?r) eine Reihe hiesiger Personen in der gemeinsten Weise i, 5m Kot zu zerren. Am schl'mmsten sind natürlich d» Mitglieder der hiesigen Mrisikoerein«tapelle, t* nebenbei bemerkt keinen einzigen G«richt«diener \t ihrem Mitglitd« zählt, weggekommen. Alle wtrd« sie al« k. k. Siaat«bedi»nstete bezeichnet. (kich: Titel wird sei enS deS PeroakenblatteS den Hera Diurnisten wohlwollend zuerkannt, obwohl t>ut seilen« der Regierung bisher leider noch nicht ze> schehen ist). Ihnen wird vorgeworfen, daß sie, olm die Erlaudni« ihrer AmlSvorstände einzuholen m> fach zu DemonstraiionSzwecken nach Rann ge'ahi» sind, um dort den deutschen Wahlsieg mit der Wacht am Rhein zu feiern. Abgesehen von diese, nur dem blind«n Hass« gegen alle« Deutsch« zuz» schreibende» Lügengewebe, muß Über «in derarri, inhuman«« Vorgehen jeden halbweg« gebildet» Menschen die liesst« Empörung ergreifen, wenn um bedenk«, welch«Hung«rlöhn« drrStaar dieser Kategme von Bedienstet«» zukommen läßt, so daß di«s« u>, mit ihrtn Familien nicht d«m grenzenlosen Elende preisgegeben zu sein, einen Nebenerwerb zu suchn, gezwungen sind. ES dürfte doch kaum al« ni Vergnügen betracht«» werden, wenn der Diuriiß Tag und Nach« dem Erwerbe nachg«h«n muß, in sich «in halbwkg« menschenwürdiges Au»kom«a zu verschaffen. In den Augen der Pervaken scher« e« nun allerdings ein großes Vergehen zu sei», fall» ein derartiger armer Teufel einmal 2 E'imde» Urlaub erhält, den er. nebenbei gesagt, schon früher durch Ueberstunden abgedient hat und auch roeitrr abdient, da kein Tag vergeh«, an welche« diese Leute nicht Ueberstunden leisten würden, hiefür aber» feinet Weife vom Staate entlohnt werden, lli» die« bezeichnen die hiesigen Pervaken als tm Schädigung de« Am«e». Diese Leute würd» wohl am b«st«n »un, vor d«r eigenen Türe zu kehr» Wir sind nur neugierig zu wissen, ob <« d» hiesigen Peroakenblan auch bekannt ist, das hieiig« k. k. Auskultanten undRechiSpraktikannten flooenifchn Nationalität, anstatt die vorgeschriebenen A»t> illmmer 35 b«n einzuhalten, sich, wie e« beim Tschtchenfest ih und beute noch oft geschieht, ganze Nach-K)< im Narodni dom aushallen oder zu Agilzwecken herumfohrrit, so unlängst g'le.enilich ßemerndewahl in Hochenegg. Das P rvak-n-geht in seiner Gemeinheit sogar toveit, zu >pten, daß die Diurnisten am Iac>e nach den «er Vorfällen zu keiner Dienstleistung sähig dachte aber dabei sicherlich an seine ungSgenossen. di- nach gewissen Fes!-fiten im Narodni Dom. 2 bi» 3 Tage ~ !»unsähig sind. Darin lic.it eben die cdarakieri» Persivie diese« Denunziai-tengesilidel«, tag eK wa» es selbst im Übermaße am Gewissen lügenhaft und ungeniert seinen politischen !«rn auslastet. Au» dem grazer Amtsblatt«. Kundmachung f. Ministerium des Inner» betreffend Veterinär-iche Verfügunzen binsichttich der Einfuhr von litten (Rindern, Schafen. Ziegen, Schweinen) Ungarn und Kroatien - Slavonien nach den im «rate vertretenen Königreichen und Ländern. — »erstelle im Bereiche der k. k. Finanz - Lande»-Won für Steiermark. Gesuche binnen »ier Wochen k. k. Finanz-LandeS-Direktio» in Graz. Wucht' Seite 5 Äuter Nat. Wer einen sehr schöne» Rasen gen will, dem empfehlen wlr, von der k. u. k. Hof-»Handlung Edmund Mauthner in Budapest die maden' oder „Margarethen-Insel" GraSsamen-chiirg »u bestellen. Seit 29 Jahren liefert Mauthner |fe prachtvollen Anlagen von Budapest und der prethen-Jnsel diese GraSsamen. Vermischtes. vie Hrotte von Lourdes. Neuesten Nach-ttn zufolge darf «S bezweifelt werden, ob sich französische Repieruna mil der Auflösung de» «n», der die reichen Einkünfte au» der wunder« gen Grotte von Lourve» bcz-fl und mit dessen «I durch Weltgeistliche begnünen werde. Vor» sig ift Sie Grolle zwar noch offen und sind nur dreizehn Kapellen de» Orte« geschlossn!; man I e» jedoch für wenig wahrscheinlich, daß die irische Regierung sich zu Maßnahmen bekennen >, die den Anschein zu erwecken imstande wären, seien die angeblichen Wundertaten der Grolle i von staat»wegen anerkannt. ' yfamen und Wallone». Ein erfreuliche» d bietet der K^mpf der belgischen Vlümrn geaen Fran osentum. dessen Vorherrfchast jene sich ier stumm fügien. Daß dieser Kampf keine»-(aussichtslos für die olamijchen Niederdeutschen zeigt eine Uebersicht über die belgischen Be« kerungSoerhällnisse. E» entfallen von den über 0.000 Bewohnern Belgien», abgesehen von etwa >.000 Fremde», auf die N«ek>erd,u schen und izosen zusammen 5,86^.349. Davon sind 40.123# also 56'/, v. H. Blamea, die übrigen U.226 Wallonen. Bon den neuen Provinzen Lande» sind fast vier rein vlamisch; Ostflandern, »erpen, Wellflandern. Lim bürg; in diesen l'ro» ai stellt da» Blamenlum durchschnittlich 95 v. der Bevölkerung. Auch in Brabant stehen 30 Zonen 70 Blamen gegenüber. Nur 4 Prooin.en > vorherrschen!» französisch: Luxemburg, Lüllich, »««au und Namur. Kin schlechter Zahler. Die Amsterdamer trat » Bersicherung»gesellschaft erklärie den Ber-mng»v«rtrag mit dem Konig Alexander von bie» für ung,ltig. weil er olle fälligen Prämien >idig geblieben ist. Aus der Aetzerstugburg. In tiefer Ruh liegt ylo». — Nein. Olmütz, da» alle, bewährte. — ihm sein trefflicher Doktor Kohu. - Der »au, der all verehrt«. — I« Fürsten ber«,« hm« ho» Und friedlich wandern die Hirten heim — Und chbeglückt di« Schafe. — Doch ach — in seine« iqen dache' — Wodl kaum er an den Erlöser, > flackert in feiner Auge» Nacht — Ein Stf. ein bitterer, böser. — Zweihundert Geschor'n« Ksi ihm nah, — Demütig auf ihren Bänken. — fc sollte denn der Beschos da — An seinen Itftu»" nicht denken? — An fernen Rekiu», der tn und frei — Die Waffen trutzig neschwungen Und ih» uud der „höheren" Klerisei — Ein irtfe» Liedlein gesungen! — 0 fleuch, o fleuch s den höchsten Staunn, — Mein biederer Namen»-Her, — E» zieht sich über dem Ha»pl dir A»' — Gin greuliche» Douuerweuer. — Und )! (I tracht! da» Verderben naht, der Bischof bläst zornig die Nüstern, — E» rasselt der geistliche Apparat — Bei Domherrn und Psarrecn und Küstern; — Wtld streckt der Edle die Rechte au» — Nach seinen zitternden Scharen — Und sängt sich einen RekiuS 'rau», — Doch leider nicht den wahren; — E» steckt ihn rachelüster» in» Loch — Der fromme, sürjtliche Sbirre, — Und denkt frohlockend: «Dich mach ich doch — Mir endlich gehörig kirre!" — Jnde» war Rkltu». der wahre, bequem — Feinlustig davongeflogen — Und Kohn war. wie weiland der Poliphem — Vom „Niemand". schmählich betrogen. — Und wie der klotzige Zyklop — Mußt' dulden da» schändlichste Lachen — Der Griechen, wird heuie genau so grob — Die Mitwelt mit Kohn e» machen. — Doch freilich wird manchmal ein Fürstentum — Den Unter» lauen beschwerlich, — Und manche» Individuum. — Da» Ärohen trägt, ist ge ährlich. — Ein Riese: besitz, über Nacht bescheeri, — Berrückie schon manl» Tröpfe. — Und ein Zäsarenwahnsinn be-lört — Auch alkoholfreie Kopse! — Wenn Nero al« Schuster in Njpoii — Hätt' müssen verleben die Stunden. — E« hätte das herrliche Rom wohl nie — Den Tod in den Flammen gesunden; — Und wäre manch hoher Kanoniku» — Ein klein Kavlänlin geblieben, — Es hätte die Rachsucht zu aller Verdruß — Nie solche Blüten getrieben! — Doch blieb für die»mal, dank sei Gott, — Der Schuldlose nicht lang verzunden — E» bal seinen Juda» Jschariot — Der wahre Rekiu« ge-funden. — Der wirb .tun im klosterkämm, rlein — Tief dinier eisernen Gittern — In Harm und Leid, in Qual und Pein — Verstimmen, ver» toiiimen, verbittern. — Der Bischof wohl kaum, der Herr aber dort — Im Himmel verzeiht ihm die Sünden. — Wir aber müssen dem Se«lenmord — Zehntausende Rächer finden! — Ihr Brüder im Land, schürt trutzig den Brand — Laßt flammen im Herzen die Lohe, — Die riesenhan in herrlicher Kraft — Beleuchtet dz« Ziel, da« hohe! — Um jede» Herz muß in bitterm Schmerz — Mit Rom kühn werden gerungen. — Für jede» Haupt, da» e« geraubt, — Sei flammend der Balmung geschwungen! — Und, Deutscher, ertrag keinen römischen Schlag — D'o jung du, ob alt an Jahren, — Uno jeden Hieb verzehnfacht gib — Zurück den schwarze» Husaren! — De« Geiste» Macht siegt über die Nacht — Verteufelter Kapläne, — Dann geht wodl aus zu h«rrlichem Laus. — Die Sonne in strahlender Schöne — Au» Wolken bricht ein himmlische» Licht — In vollen, blendenden Garben — Und Rom. e» fällt und über der Welt — Erglänzen die Wanburgsarben l Kectus. Wa» die Sertschechnng von Hrtsuamea im Gefolge habe» kau«. Die „D. V. Z." meldet: Die Wiener Zweignieoerlassnng oer von der „Neuen Fr.ien Presse" und anderen wohlbestellten Wiener Blättern im Anzeigenteile empfohlenen.Tivllosteuska banka" bedient sich der deutschen Sprache so selten al» möglich. Kürzlich sandte sie einen nach Tausenden zählenden, sür den tschechischen Grasen Harrach bestimmten Betrag nach Novi Svel, worunter der freundliche ortskundige Leser Neuwelt, einen Ort bei Tannwald, also in reindeuifcher Gegend, verstehen wolle. Statt nach Neuwelt gelangte die Sendung aber in die nene Welt (Novi So«), d. h. nach Amerika, und erst nach diesem kleinen Um-wege traf sie in ihrem wahren Bestimmungsorte ein. Und io etwa» muß sich gerade die große tschechische Nation bieten lassen! Die tschechische Presse ist aber auch ganz erbost darüber, daß die Postbeamten in Wien nicht mehr tschech.sche Ort»-kenntni» besitzen. Wieder ein Beispiel dafür, wohin diese sinnlose Vertschechung der Ortsnamen führt. Per A«de Keine über de« Kuruvater Iah». Daß , nch der alte treue Turnvater und seine Jüngerschaft vor den giftigen bo»hasien Angriffen und niedrigen Witzeleien de» Literaturjuden Heine nicht sicher war, ersieht man au» nachstehendem Satz«, den bi«!«» frivol« Deutschenhasser im „Salon" niedergeschrieben ho«: „Bater Iahn, der Herberg», vater Iahn war im Kriege, wie männiglich be-kannt, ebenso feige, wie albern. Gleich dem Meister waren auch di« meisten Gesellen nur gemeine Na» turen, schmierig« Heuchler, deren Grobheit nicht einmal echt war. Sie wußten sehr gut. daß deutsche Einfalt die Grobheit noch immer für ein Kenn-zeichen d«» Mut«» und der Ehrlichkeit ansteht, ob-gleich «in Bltck in unser« Zuchthäuser hinlänglich lehrt, daß e» auch grobe Schurken und grob« Mannen gibt. In »Deutschland ein Wi»ter«ärch«n' n«nnt He«»« John «inen groben Bettler." — In so oud«rträchtig«r gemeiner Weis« ä»ß«rt« sich di«fer charakirr- und vaterland»lose Schmutzsink im deutschen Dichterwalde über einen der besten Männer unsere» deutschen Volke», über eine der größten und idealsten deutschen Körperschaften! Ist e« da ein Wunder, wenn die deutsche Turnerschaft Oesterreichs vom Judentum nicht« wiffeu will? Roliitscher „Tempelquelle" »n Wein ist außerordentlich erfrischend und 7356 ge/undheitsförderlich. philologische Salladenpoefie. Durch die >n Kraft getretene Rechtschreibung ist bekanntlich da» th auch in d-n wenigen deut-schen Wörtern verschwunden, denen e» die „Putt-kamer'sche" Rechtschreibung belassen hatte; geblieben ist e» m dem Worte „Tinot". da» pemäß seiner Herkunft au» dem Griechischen al» fr-mder Bestand» teil de» Sprachschatze» angesehen wicd. Hieraus bezieht sich folgende scherzhafte Ballade, die verfaßt von Doctor S. Schwer, auf dem am 3. März abgehaltenen Stiftungsfest der Gesellschaft für deut» iche Philologie nach der Weise „Loreletj* gesungen wurde: E» waren zwei Konsonanten, Die hatten einander so lieb. Daß sie in Zorn entbrannten, Wenn man ste zusammen nicht schrieb. E» eint mit dem t sich, dem scharfen, So zärtlich da» flüsternde h. Da» wie von Zithern und Harfen, E« lieblich lispelt: th. Jedoch mit dem Jahresbeginne Von neunzehnhunveriunddrei, Da war'« mit der traulichen Minne Bon t und h vorb.i. AI« wild« Ehe erklärte Den BunZ da« itreng« Ge-ichl. Und bald fand der arme Gesährte Seme schöne Buhle nicht. Er suchte auf allen Wegen, Er kiopkte an Tor und Tür. Er harrte in Schnee und Regen — Sein Liebchen kam nicht hervür. Er fuhr, wo sie einsten gekoset. Hinunter in» tiefe Tal, Doch wie er auch tobet und toset. Stumm bleibt e» seiner Qual. Da bätt' er wohl gerne verloren Der Sinne gesunde» Gebrauch, Auf daß dem schwärmenden Toren Erschien der geliebte Hauch. — Drum kaust er sich W.in für 'nen Taler Und „trinkt sich tüchtig in Tran". Zwar wird er stet» bleicher und fahler, Kann doch sein Lieb nicht umfahn. Nicht einmal der Tränen Bronnen Ertränken da» bittere Leid; Denn, ach, ihre Macht ist »eronnen Mit der holden Spiranten-Maid. Jetzt will er au» Ton ste gestalten Und beseelen mit liebendem Kuß; Doch eitel sind Willen»gewalten, Wo» fehlt am — Spiritus. Und wa« er auch tut, seinen Taten Enströme» k.in wirkender Hauch, Bi« daß die Verzweiflung geraten Da» kühnste Wagni« dem Gauch: Demütig fleht er zur Krone Um Gnade sür« arme th; Und sieh, von de« König» Thron« Wird Heil ihm und Rettung, hurra! „Le Griffon" bestes französisches Zigarettenpapier. —— Ueberall zu haben. - 8064 Stehplisses werden gelegt bis 120 cm Breite im Specialgeschikft C. BUdefeldt, Marburg, fferragtsseft. Au «irrige Auf triff« TM Seite 6 »Deutsche Wicht' NummnA Vevtschmeiker - Kriegerdenkmal - -Lotterie Diese Lotterie, deren Ertragnis einem hochpatriotischen und Humanitären Zwecke gewidmet ist und unter dem höchsten Protektorate Sr. k. u. f. Hoheit de« Herrn Erzherzog Eugen steht, begegnet in allen Kreisen der Bevölkerung Oesterreich-Ungarns de» aufrichtigsten Sympathien. Diese letzteren entspringen zuvörderst dem Be-dürfnisse jede» echten OesterreicherS, die im Jahre 1866 gefallenen Arieger durch ein würdige», für alle Zeiten währende» Denkmal zu ehren, al» auch durch da» vor-aussichtliche MehrertrZgni» den Denkmalfond, sowie hilfsbedürftige Veteranen und deren Witwen und Waisen zu bedenken. Die rühmenswerte Tendenz dieser Lotterie findet außerdem durch den mäßigen Preis der Lose — ein LoS kostet 1 K — und durch die ausgezeichneten Gewinnstchaneen kräftigste Unterstützung. Der Haupt-treffer beträgt 75.000 K, und gelangen ferner Treffer im Werte »om 10.000, 5000, 2000, 1000, 900 unb 500 K, im ganzen 6000 Treffer zur Verlosung. ES ist auch die Verfügung getroffen, daß auf Wunsch sämtliche Treffer von den Lieferanten noch Abzug von 10 v. H. bar eingelöst werden. Die Ziehung findet unwiderruflich am 15. Mai statt, und sind Lose zu I K in allen Wechselstuben, Lotto - Kollekturen und Tabaklrafiken erhältlich. Wilhelm's ssüMge Einreibung „Aassorin", kaif. kön. priv. 1871. 1 Plützerl K 2. —, Postkolli = 15 Stück K 24. —. Wilhelm'S kaif. kön. priv. „Vasiorin" ist ein Mittel, dessen Wirksamkeit auf wissenschaftlichen Untersuchungen und praktischen Er-fahrungen beruht und wird ausschließlich in der Apo-theke deS Fran, Wilhelm, k. und k. Hoflieferant, Neun-kirchen, Niederösterreich, erzeugt. Als Einreibung an-gewendet, wirkt e« heilsam beruhigend, schmerzstillend und besänftigcnd bei Nervenleiden, sowie bei Schmerzen in den MuSkeln, Gliedern und «nochen. Bon Aerzten wird dasselbe gegen diese Zustände, insbesondere, wenn dieselben nach starken Anstrengungen auf Märschen oder bei veralteten Leiden auftreten, angewendet; deshalb «rd es auch von Touristen, Forstleuten, Gärtner«. Turnern. Skiläufern, Freunden von Fußball und Lawn-TenniS und Radfahrern mit bestem Erfolg ge-braucht und auch vielseitS als Schutzmittel gegen In-sektenstiche gerühmt. Zum Zeichen der Echtheit befinbet sich auf ben Emballagen da» Wappen der Marktgemeinde Neunkirchen (neun Sirchen) abgedruckt. Durch alle Apotheken zu beziehen. Wo nicht erhäUlich, direkter Versandt. „LoS von Rom" Bewegung! „protestantische Flugblätter" können von Interessenten k o st e n f r e i bezogen werden durch Karl Araua's Verlag, Leipzig. Mvrterßtld. höfliche Bitte: | Seim Einkauf nicht einfach sondern ausdrücklich — Katbrriitfrs — Kneipp lNal,laffee zu verlangen end die hierabgebild-ien Paketeanjunehnual ' »Wo ist Eis« spielte?" „Gewiß denn der Junge, der noch eben auf dem eingebrochen. 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Wir entnehmen dem mit tm Fretmule keschri-benen Aussatze die fesselnde ache. daß Kaplan Hos-r den Erzdischos direkt uldigie, die katholische Religion so tief zu igen, wie die« kein Zweiter sonst fertig bringe, daß er ityt durch seinen Beichtvater, einen n Tominitanerpater, kategorisch auffordern ließ, dem betretene» Wege innezuhalten, widrigen« Sachen erleben werde, die er sich nicht einmal inen lassen könne. Diesen kühnen Priester zu «n, strengte sich Kohn mächtig an. Er ver-Ie e« vorerst aus du Art, daß er den Beichtiger elben zu überreden trachiele, ihm den wahren en des Reciu« mitzuteilen, wa« dieser, seine heiliger achtend al« Kohn. rundweg ablehnte. b versuchte e« Kohn mit so einer Art reserralio Ulis, d. h. der Dominikanervater sollte den s. sein Beichtkind, damit an« Messer liesern, er ihm bei dem vorjährigen Empfang der esingeistlichleit die Hand reichen sollte, wa« nach jüdisch-jesuitischer DenkungSa« Kohn« kein Ber« de« Beichigeheimnisse« gewesen wäre, ihn aber den Rtctu« Halle erkennen lassen. Auch die« Der Io.mni!,nie;p.itfr nicht. Da bekam Kohn Anlaß eine« PreßprozesseS, ten er gegen den zor- führte, »ine Depesche de« Rekiu«, in er ihm dieser in seinem eigenen Interesse riet, en Prozeß einzustellen, da sonst die Beweise sür gMtn ihn gerichteten, schwere Anwürfen deS» n vor Gericht erbracht werden wtirven. Kohn vorsichtSha'der, wie ihm geraten, — von dem 's« hörte man nicht« mehr — sucht« aber intensiver nach dem ihm immer unbequemer denden Rectu«. Durch den Amtsmißbrauch id eine« klerikalen Telt^phenwenzel« de« Ol-rAmte« gelang et ihm. die Urschris« der zitierten uS-Depesch« zu erhalten und auf da« Gutachten Wiener Schrislsacho.rständigni, der da meinte, Schri't der Depesche könnt« möglicherweise die Groß-Kunischitzer Pfarrer« ?. Ocasek sein, ließ n diesen flug« vor ein geistliche« Gericht p?n. da« ihn zwar freisprach, trotzzem aber lge direkten Auftrage« de« Erzdischos« vom le suspendierte und in ein geistliche« Korringen-M« v-rwils. (!) Ein anderer, der da« täte, "t wegen Verleitung zum Mißbraucht der Sgewalt eigenen Mißbrauche« derselben und fchränkung der persönlich«» Freiheit «in« au«-je schwere Kerkerstrase erhalten. Und Kohn die« alle« ungestraft tun dürfen? Von dem «schick de« sür den Rectu« xehalien'N ?. Ocasek ücki. meldet« sich nun in der Person de» Hohen-er Koplan« ?. Hoser der faktische Schreiber Recku« - «nik'l. Nicht aber ohne daß seiner „hasten Tat noch die Handlung «in«« seine« Hirten würdigen Römling«, deS Hohenstädtrr an« P. Leparzik vorangegangen wäre. An wandte sich k. Hoser mii der Frag«, wa» Um soll«, da er doch nicht einen Unschuldigen sich leidem lasten könne. Leparzik ging aber ein Juda» hin, um seinen Frrund zu ver-Da» »ist« Teleqramm d«» P. Leparzik an «rzbischof Dr. Kohn lautete: ,P. Ocaf-k ist Recku«; ich kenne den echten Rectu»." Al« Fjirsterzbisschos diese« Telegramm erhielt, for« ,» er P. Lieparzik auf. sofort zu ihm auf da« Skaliclka zu kommen. Hier gab P. Leparzik P. Hofer al« Autor der Artikel dem ^ürst-?f bekamnl. Der Olmützer Erzdischos scheint n« an VersolgungSwahn zu leiden. Wie ldet wird/, würd« in Neutitschein der Echrist-de« kathoolischen Blatte« Zivot' (»Neu«« '»") P. Ktarl Dostal au« Lutinoo durch «intn Kohn «niisendeten geistlichen Gerich««hof einem r »nterzcogeu und ihm bekanntgegeben, er habe Olmützer Krzdiözese innerhalb drei Monaten zu sten. P.. Dostal erhob Einspruch gegprechen. Und zu all dem, zu erkerungenn. Au«weisungen. Verletzungen de« .eheimnMe« sehen die Behörden ruhig zu und den offenbar kranken Kohn weiter wüten, rer Ocafttk wurde bei seiner Heimkehr ou« dem »gnisse freeundlich begrüßt; in der Kirche fand »nkgotte»«dienst statt. «»ieder eine „Z)rojd»»i»a"! Au« u wirk» »«meldet: Bei der Revision dt« e« den« kürzlich verstorbenen Pfarrer« von Kathrein P. Gruda stellte e« sich heraus, daß in der Kirchenkasse ungesähr 20.000 Kronen fehlten Da die Gemeinde sich weigert, einen Teil dies«? Abgange« zu üb«rnehmen und P. Gruda sein Vermögen hinterlassen hat, dürste das Manko unbe-deckt bleiben. P. Gruda, der seinerzeit auch schlesi-scher Landiag«abgeordneier war, gehörte zu den Führern der Kathareiner Tschechen, denen nach sü»smali,zem erbitterten Wahlkampfe die Deutschen die Htrrschaft in d«r Gemeindestube entristen. P. Gruda hatte d«m tschechischen Wahlfond auch b«deut«nde Gelsbeträge zugewendet. — In diesem neuesten Falle, der den Namen eine« katholischen tschechischen Priester« mit dem großen Manko »iner Kasse in Verbindung bringt, wird die Feststellung d«r Einzelheiten sehr durch die Tatsache erschwer«, daß der Kronzeuge sür den Prozeß, der sich er-geben muß, nicht mehr unter den Lebenden weilt. An sii) wird der Fall allerding« viel drastischer al« di« Affaire der Präger Zt. Wenzelsvorschuß-fasse, weil e« sich hier ausdrücklich um eine Kirchen-fasse bandelt. Es scheint, daß Monsignore Drozd für daS Tschechentum und den KlerikaliSmu« eine ganz eigentümliche Epoche begründet hat. die un-auSlöschliche Merkmale sür beide Teile historisch hinterlassen dürste. J>it neuen Anilormen der Kategorie der 'Nostdiener. Die Au«gabe der neuen Postbediensteten-Uniformen hat bereit« begonnen und präsentieren sich dieselben sehr kleidsam. Besonder« praktisch und nett erweiien sich die Dinftinktion«;eichen au« weißen M«tallitz«n, von dknen die erst« Klaff«, di« Post-unl«rb«amten, je drei, die zweite Klasse, die Expe-dienten, je zwei, und dir drin« Klaff«, d«r Amt«» di nrr, j« eine Like am Rockkragen tragen. Der ersten und zweit«» Klaffe — zumeist au« Post-kondukteurtn und Britflräg«rn bestehend — wurde neben dem Titel „Herr" «in« goldene Kappenschnur zuerkannt, während die AmtSdiener durch Kappen mit einer Silberschnur. Au»hils«diener durch Kappen mit einer kaisergelb«» Schnur «rkrnntlich sind. Weniger hübsch sind die Kappen der Landbriesträger, die eher für Hstelportiere passen würden. Schrifttum. „per deutsche Bergmann". Am 15. d. M. erschien die erste Folge der neubegründeten Fachschrift für die Interessen der deutschen Berg- und Hütten-arbeiter Oesterreichs „Der deutsche Bergmann'. Die monatlich einmal erscheinende Zeitschrift wird den Mit-gliedern des „Gewerkvereines deutscher Berg- und Hüttenarbeiter Oesterreich«* frei zugestellt, für Nicht-Mitglieder beträgt der Bezugspreis 2 Kronen. Als Herausgeber und verantwortlicher Schriftleiter zeichnet Herr Franz Hackel in Karbitz. BurtftjlKÜJny, (steil'« Bodenwichse) ist da« vorzüglichste EinlasSmittel für harte Böden. Keil'S Bodenwichse kommt in gelben Blechdosen zum Preise von 45» Kreuzern in den Handel und ist bei Traun & Sli,ier erhältlich. »«»»»»» Alle neue Südfrüchte und reiten Honig, Siissrahm-Theebutter i Alpen-Rindschmaiz. Marburger Ooppelnuli-Mehl and Presshefe, direkt importierten feinsten russ. Thee neuer Ernte, garantiert echten Jamaica-Rum und Cognac, beste Marken echter Rhein-Weine, österreichische i steirische Bootellen-Weine, Lissa-Blutweii. 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