Nr. 294. Samstag, 24. Dezember 1904. 123. Jahrgang. Kibacher Zeitung. «"<« »» »i. halbiäwin ,, »(, ssür d!f Z»s«,ll,l»a aftliche auf die Praris zu übertragen. Der gegenseitige Einfluß ist ein gar nicht zu über-schätzender gewesen, und was die jungen Leute auf den Hochschulen gewannen, übertrugen sie daheim Feuilleton. Die Schlittschuhe. weih«acht»sNzz« von Aerma«« Sewrich. (Tchluh,) ^ Das Herz tat ihr weh. als sie das helle, ein» schmeichelnde Stimmchcn hörte, aber- sie nahm pch bor. fest zu sein mud keine unerfüllbaren Hoffnun-N"» aufkommen zu lassen. „Komm nur. du Wild-l"'a". sagte sie und nahm auf dem Sessel Platz. Ella kletterte an ihr empor, legte ihre Armchen '"" den Hals der Mutter und flüsterte: „Ich habe "' den Weihnachtsmann geschrieben. Weißt du lvak?" "^un?" ^^ ... «Er soll mir zu Weihnachten ein Paar^chlltt-Mlhr bringen. Ach. nur ein Paar Schlittschuhe l ^lt) möchte ja auch ein Püppchen haben und em ^"zblättchen, und recht viele Puppenlappen. Aber '""" das nicht geht -" , , ^ n,.. Die Süßigkeit des herzigen Kindes lahmte den ^'llen der Mutter. Sie mußte alle Kräfte zusam-"U'nnchmen. sie mußte start sein. , , ..Tanu wenigstens die Schlittschuhe! ^lcht !.""!))', 'Mamachen. Du wirst's ihm sagen, wenn " chn siehst?" . "Das darf ich nicht. Ella. Der Weihnächte "ann läßt sich nicht dreinreden. Er hat so viel zu , "'" lmd so viele Kinder zu beschenken, da kann er "N nichts versprechen." , ^ ^., Der abweisende Ton ging Ella dllrchs Herz. ^'"t "Ichrockenem Gesichtchen sah sic d,e Mutter an. >n ',,'ckte eo um das kleine Mündcken. und m,t ^^br.'chclcheln Ausschluß" legte sie dasKopichen ' d,e Schulter der Mutter. ' „Ruhig, Kind! Das darf der Weihnachtsmann nicht t)ören! Weine nicht, mein Herzchen, mein süßes Leben! Vielleicht bringt er sie dir doch. Ich werde mit ihm sprechen." . Das Mutterherz war besiegt, und ein Vllck aus den großen, blauen Kindesaugen, so hell wie ein Strahl aus dein Himmel der Seligen, war der Lohn für ihre Schwäche. Die Kälte nahm mit leocm lagc zu. und ein leichter Schneesall brachte zum Guten das Schöne. Mit den weißen Dächern und den fein überzuckerten Bäumen stand die Welt da wie im Festkleide. .Nun konnte das Weihnachtsfest kommen. Mit fiischen und rosigen Gesichtern sahen die Menschen in die Welt und als die große Eisbahn auf der Havel polizeilich frei gegeben war. da strömte groß und klein hinaus, um in graziösein Schwünge über die spiegelnde Fläche dahinzugleiten. Ein Paar Schlittschuhe! Immer lauter wurden die Bitten des Kinded, immer kühner und bestimmter seine Hoffnungen. Die Mutter litt unsäglich unter dein Zwiespalt, Nein, diese Kinderfreude durfte sie nicht zerstören, und doch, so oft sie auch ihren Barbestand über-. chlug es blieb für den heißen Wunsch des Kindel nichts übrig, nicht ein Pfennig. Eine Möglichkeit war freilich noch vorhanden. Sie hatte ein reizende? türkisches Kaffeeservice gemalt und es in den Weih. nachtsbazar gefandt. Wenn sich ein Käufer fändc' Das Ding sollte dreißig Marl bringen, gerade genug, um die Schlittschuhe und das neue Winter mäntelchen zu kaufen. Sie wartete von einem Tage zum anderen, und da wirklich! traf ein Schreiben von der Venvaltung des Bazars ein. Mit zitternden Händen öffnete sie es und - ließ es mit einem jähen Schreck sinten. Die Verwaltung teilte ihr mit. daß dic Zeit für den eingezahlten Ausstellungsbeitrag abgelaufen sei.^ni) daß sie die Zahlung erneuern müsse, widrigenfalls - — Sie weinte. ArmeMutter, armes Kind! Es war keine Hilfe mehr in Aussicht, wenn nicht der liebe Gott selbst ein Einsehen hatte. Aber Wunder ei' wartete sie nicht. So zog sie denn die neue Puppe so schön an. !wic sie nur konnte, und die Anzüge der alten besserte sie aus. und einen Berg von Puppenlappen suchte sie zusammen. — vielleicht, daß es ihr gelang, durch die hübschen Nichtigkeiten dem Kinde über den großen Mangel hinwegzuhelfen. Und doch — sie sah dem Weihnachtsfeste mit schmerzlicher Sorge ent gegen. „Nicht wahr, Mamachen, der Weihnacht^ mann bringt mir die Schlittschuhe? Es ist zu schön da draußen auf dem Eise. Neltchen Buhle hat mir alles erzählt. Eine Vude haben sie gebaut, wo mal» Pfannkuchen und Grog bekommt, und eine Eis' grotte, die alle Abende bengalisch erleuchtet wird. Und eine Musikkapelle spielt die schönsten Tänze, und die Damen und Herren tanzen danach mit Schlittschuhen auf dem Eise. Das muß himmlisch sein!" Schwer wie ein Mühlenstein wälzte es sich der Mutter aufs Herz. „Ja, das muß schön sein." Eö war drei Tage vor Weihnachten, als dic Mutter in der Nacht plötzlich aus dem Schlafe fuhr. Ein Sturmwind heulte um das Haus. wie sie ihn selten gehört hatte, und dazwischen ein eigentümlich klapperndes Geräusch an Fenstern und Fenster blechen. Sie stand auf. ging zum Fenster und schlug dir Vorhänge zurück. ..Regen! Regen! Regen!" Leise, verwundert, jubelnd llana. der Ruf von iliren Lippen. Die seelische Spannung löste nch. ihr Herz wurde leicht und frei. Das war ein Netter Laibacher sseiturg Nr. 294 2684 24 Dezember 1904. auf weite Kreise. Zudem wurden viele freundschaftliche, ja herzliche Beziehungen stets neu geschaffen und erhalten. Ich selbst gedenke ja meiner Freund» schaften aus der alten schönen Zeit mit unverminderter Wärme. Heutzutage ist der Besuch der Angehörigen Englands auf den deutschen Hochschulen stark vermindert und dadurch der fortgesetzte geistige Kontakt fast unterbrochen. So haben die geistigen Berührungspunkte, so hat das gegenseitige Verständnis abgenommen. Es steht nur zu hoffen, und dies würde ein Ziel dankenswerter Bestrebungen sein. daß der alte enge geistige Verkehr wieder auf-genommen werden und so erneut zu wechselseitiger harmonischer Beinflussung und zu gegenseitigem Verstehen führen nw'ge." Politische Uebersicht. Laibach. 23. Lezember. In der am 22. d. M. abgehaltenen Sihung des niederö st err eichischen Landtages wurden die Anträge des Landes-Ausschusscs, betreffend das Landes-Lehrerseminar und die Errichtung eines Kurses für Mittelschul-Abiturienten zum Zwecke ihrer Ausbildung für das Volksschul-Ichramt nach kurzer Debatte genehmigt. Hierauf wurde die Sitzung und die Session geschlossen. In einer Besprechung der Reformbewe ^ gung inRuhland führt das „Fremdenblatt" aus, daß die ersten Negierungshandlungen des Fürsten Svjatopolk - Mirskij Hoffnungen und Wünsche hervorgerufen haben, welche zeigen, mit welchen Fragen sich die gebildeten Kreise Nußlands, und wie intensiv sie sich nn't ihnen beschäftigen. Die gegenwärtige Bewegung zeige, in welchen Richtung gen sich die Gedanken bewegen, und in welcher Art sich das Volkstempcrament in einem Augenblick äußert, in dem ihm zur Äußerung die Freiheit gege-den war oder in dem es sich die Freiheit dazu genommen hat. Es zeige sich auch. wie zu erwarten war, daß die Massen des Volkes, die in Rußland durch einen noch viel weiteren Abstand von den gebildeten Schichten getrennt sind, als anderwärts, mit Ausnahme der sozialistischen Gruppen, der Bewegung fern bleiben. So lange der Bauer Nahrung hat. ist er für die Propaganda, die die Stu« denlen auf den Dörfern machen, nicht zu haben. Auch dies gehöre zum Bilde und es ist eine seiner charakteristischesten und seiner wichtigsten Züge. — Die „Zeit", welche den Zusammentritt der interna-tionalen Kommission zur Untersuchung des Huller Zwischenfalls zum Anlasse nimmt, um sich mit den inneren Verhältnissen Nußlands zu befassen, spricht di« Ansicht aus, daß die Neformfreunde Nußlands es freudig begrüßen müssen, wenn das Ausland genötigt ist. sich mit ihrem Staate zu beschäftigen. Vom Krieg mit Japan erhoffen sie eine Förderung ihrer Ideen, die bevorstehenden offiziellen Enthüllungen über den Nordseezwischenfall können dem- selben Zwecke dienlich sein. Und schließlich werde man dann in Nußland zur Einsicht kommen müssen, daß ein europäischer Staat keinen Sonderkurtz verfolgen kann, ohne in kritische Konflikte zu geraten. In französischen Militärkreisen wird nach einem Berichte aus Paris in bezug auf die Lage der kriegführenden Armeen in der Mandschurei vorausgesehen, daß es am Tchaho vor Ablauf mehrerer Wochen kaum zu einer größeren Schlacht kommen werde. Man nimmt an, daß der Effektwstand beider Armeen gegenwärtig nahezu gleich sei. Immerhin vermutet man auf der Seite der Armee Kuropatkins eine kleine numerische llberlegcnheit, indem man glaubt, daß sie rcmtschi bringt di? „Post" folgende interessante Ein» zelheitcn: Es dürfte neu sein, daß die beiden bcfrcuN' deten Genner am Vorabend des Krieges als Geschenke Ehrensäbel miteinander austauschten. Die beiden Generale lernten sich dor zwanzig Jahren in Paris ken» nen. Terautschi war damals Major und Militär-attach/, bei dcr japanischen Gesandtschaft in Paris und Kuropatkin wa,- als russischer Generalmajor nach Frankreich geschickt worden, um den französischen Manövern beizuwohnen. Die beiden Offiziere lernten sich zuerst in offizieller Weise leimen. Co emstaild aber bald zwischen ihnen das Gefühl einer warm«' Freundschaft und AchNma. Sie schieden voneinander und sahen sich nicht wieder, bis Kuropattin im letzten Jahre nach Japan kam. Tcr Verlauf der Jahre hatte für beide Fremde Ranaerhöhunaen und MimM' steliungen abbracht. Ihr Zusaimnetitrmcn war in< leivssaitt. Tie Ereignisse trieben einander und a^cs deutete aili den Krieg hin, wenn auch der eiacntlichc älrieasausdruch noch nicht erfolgt war, Tie beiden Freunde begegneten sich in alter herzlicher Weise uno genossen das Wiöerseheu von ganzem Herzen. Als Xuropattin im Begriffe stand. Japan zu verlassen, um nach Hause zurückzukehren, schenkte ihm Ieraulsm> ein japanisches Schwert mit alter Klinge von feinster All>oit, an der ein interessantes Stück Geschichte hing-Alv .^uropaltin in Petersburg eingetroffen war, gab er Auftrag, für seinen Freund ein Schwert rus-» sischcr Arbeit zu fabrizieren, Im Dczcnibcr wurde das Schwert abgeschickt nnd erreichte den japanischen General eine Woche vor dem Augenblicke, in dem die Geschult' Togos den Hirieg eröffneten. Es fiel in Japan auf, daß das russische Schwert, als es Tokw erreichte, eine scliarf geschliffene Klinge hatte, Die Waffe ist schön, etwas gekrümmter als der im G^ brauch befindliche Offizierssäbel. Der Griff ist po" Gold, mid die schwarze Scheide, in der dao Schwert rliln. ist mit Gold beschlagen. (Die Liga der alten Jungfern,) Auo der Not eine Tugend gemacht haben eine 3M< zahl unverheiratet gebliebener Damen in Bristol, dtt eine ..Liga der alten Jungfern" gegründet haben. In der konstituierenden Versamnilimg. die diesertage stattfand, predigte die jetzige Sekretärin des Bundes die Anfchammg, dah das Ledigbleiben dcr Weg M Glückseligkeit ware. Man nahm darauf folgende <3ta' tuten ani „1.) Alle Mitglieder müssen in dem Älter von 17 bis Is) Jahren stehen, lanssc Kleider trage" und sich gut frisieren. Die Mitglieder werden ersucht, sich sc> anziehend als möglich zu kleiden, und in ihrem Benehmen im besten Sinne mädchenhaft zu s^"' 2,) Tie Mitglieder sind verpflichtet, gänzlich abgeht tet gegen jede Verlockung zu sein, Verachtung gegen das Verliebtsein zu hegen und die Heirat zu verabscheuen. :;.) Die Mitglieder sind auch verpflichtet, dehen. Am nächsteil Morgen war die ganze Winter-!>crrlichkeit in Nasser aufgelöst. Die Straßen schwammen, und die Menschen versteckten ihre Köpfe unter breit ausgespannten Regenschirmen. Als Ella aus der Schule kam. erzählte sie nn't be^ trübten: Gesichte, daß die ganze Eisbahn verdorben sei. «Erst muß es wieder frieren, eh' man wieder Schlittschuh laufen kann. Wird das bald geschehen, Mamachen?" „Ich glaube nicht. Sieh nur das Schneetreiben! lind der Schnee lvird sofort zu Nasser. Das kann lange dauern." „Ach!" sagte Ella mit dem Tone des ticfstei, Bedauerns. Dann aber huschte ein heller Strahl über ihr Gesichtchen, und munter fuhr sie fort: „Dann bleiben wir zu Hause und spielen. Meine Püppä^n sind artige .Linder, nicht? Wir ziehen sic an und kochen Süppchen und halten Schule. Ach. das soll schön werden!" In diesen Tagen war die Menschheit einig im Schimpfen auf das schlechte Netter, das den Ge schaftÖleuten das Geschäft und allen Menschen dic Freilde verderbe. Der Pelzhändler drüben stand mit griesgrämigem Gesichte hinter der nassen Spie gelscheibc seiner Ladentür- durch das Herz der be glückten Mmter aber zog in feinen, festlichen Tönen das Üiod von der fröhlichen, anabendnngenden Weihnachtszeit Das Majorat. Nlmum von Ewald «lngnft KKnlg. (64. FortsthUNg.) («Nachdruck v»rbol,».) Dagobert wollte ihm im einsten Augenblicke fol» gen. aber nachdem er eine kurze Strecke in das Dik» kicht hineingedrungcn war. besann er sich eines an» deren, er kehrte wieder um, die Verfolgung war ziemlich aussichtslos geworden, nachdem der Wild« dicb den Vorsprung gewonnen hatte, überdies genügte eine Anzeige bei der Polizei, um den Mann ausfindig zu machen, der als besonderes Kennzeichen die Sckmarre im Gesicht trug. Anton kannte die Waldwege genau; in geringer Entfernung von seinem Verfolger blieb er stehen, um zu horchen; er hörte, daß der Baron sich entfernte; beruhigt und jedes Geräusch vermeidend, kehne er nach geraumer Weile zurück, um den Htü zu holen, den die 5lugel ihm vom Kopf gerissen hatte. Er wollte auf denrselben Pfade dem Baron folgen, dann seitwärts einbiegen, um den Weg zur Stadt einzuschlagen; er war verwegen genug, seine Jagdbeute auch jetzt noch mitzunehmen. Aber kaum war er auf den Pfad hinausgctrc. ten, als er sich dem Verwalter gegen übersah, der von der entgegengesetzten Seite aus dem Dik-kicht kam. „Ruhig Blut!" sagte der alte Mann, als An' ton drohond den Stock erhob, „ich bin unbewaffnet und denke nicht daran, Euch Böses zu tun." Mit einem Fluche ließ der Wilddieb den Stock wieder sinken. „Vielleicht wäre cs besser, wenn ich Euch niederschlüge, Ihr könntet dann nicht gegen mich zeugen," erwiderte er. „aber Ihr habt graues Haar, > tnlung lnacl>te. Roosevelt war, wie betannt, nach der Ermordung Macililücys von der Vizepräfidentschaft äur Präsidentschaft aufgerückt, und cö kursierte feit-der unter seinen Gegnern daö ironische Wort, cr fei "aentlich cin „Unfalls" Präsideiü. Während in dcu eingclnen Wahlbezirken die Stimmenzählung erfolgte, so berichtet daö Blatt, waren ini Hause Noose» belts mehrere seiner Freunde anwesend und man aß bei Tisch. Fast ununterbrochen liefen Telegramme "n. die die Ergebnisse der Stimmenzählung dem Präsidenten zur Kenntnis brachten. Als die Skm-lneinnehrhcit gesichert war, erhob sich der nunmehr Gewählte, ging zu seiner Frau, die am anderen Ende berTafel saß, verbeugte sich vor ihr und sagte: „Meine teuere, ich freue mich, dir mitteilen zu können, daß lch jcht aufgehört habe, ein .Unfall' zu sein!" (Ein Riescnluchen.) Ein Backer in Richmond hat auf seinem Grundstücke einen Weil,-"achtsluchen ausgestellt, der 3500 Pfund wiegt. Zu ^l Herstellung des Kuchens wurden folgende Znta. ten gebraucht: 225 Pfnnd Butter, 225 Pfund Zuk-k". !^<) Pfund Mehl, 100 Pfund Mandeln, 720 Pfund Korinthen, IM Pfund Zitronat, 2W Pfund Zuckerguß und MX) Eier. Der Wuhen soll pfundweise Erkauft werden. ! Lolal- und Proomzilü-stachrichten. ^ I« Heime der vo«. Von Len Fatur. (Schluh.) ,.Bora. du wilde, kalte Fürstin, warum zürnst bu? zürnst du, dah wir noch da sind, daß wir dein t'argcn Boden mühsam die kümmerliche Ernte abrin-UNl? Finstere, von niemandem geliebte Fürstin, ^ine. zürne nicht! Sieh, wir wandern ja aus alle, "lle ... Dann kannst du Alleinherrscherin sein, dann "agst du in Sturmesnächten spielen mit dem Dache unserer Häuser und wirbelnd wegtragen die Erde unserer Felder . . . Dann magst du in Winterszeiten ben, kahlen Felsen dein Sicgcslied singen, wie einst der Bauer lebte am Karste, wie er sein Land liebte, es verteidigte gegen Türken und Franzosen und schließlich weichen muhte der wirtschaftlichen Mi-Kre.. ." Doch die Bora antwortet nicht, sie übergeht von ""n Iciscn Weinen, mit dem sie aufgewacht, in die ^lagcn verbannter Geister, heult dann auf mit den hungrigen Wölfen im Gebirge und entladet ihren ^rimm in dem alles durchdringenden Geschrei höl-"scher Geister, Dämonen, die den einsamen Wanderer "uf Irrwege locken, die in seinem Herzen Stürme Bregen und sich freuen, wenn er, ihrer Macht heimge« Neben, bald Gott "und die Heiligen anruft, bald in , „Ihr wollt doch nicht gemeinsame Sache mit '"" machen?" spottete Anton. ..Eber mit Euch, als mit ihm!" . »Eher mit mir? Das ist sonderbar! Haßt Ihr ""! jungen Baron?" "Seinetwegen bin ich entlassen worden." . „So, so, dann möchtet Ihr nun auch Nache "" chm nehmen?" . . .Nie kann ich das? Ich bin ein alter Mann. ^"bt Ihr keine Vüchse?" "Euer Förster hat sie mir gestohlen." "Möchtet Ihr gerne eine neue habeil?" f. ..„Sobald ich Geld habe, werde ich sie nur kau- "Uno nun?" fragte der Verwalter lauernd, f^lnnt Ihr auf Rache? Kenni Ihr die schöne For-'"Tochter?" ^ ..Ich hab' sie neulich gesehen," erwiderte An-A"' der, auf seinen Knotenstock gestützt, den alten '"cum voll ruhiger Erwartung anblickte. ^ "Die schöne Förstcrstochter soll Baronm wer- "!. ^ nächstens hat hier der Förster allein zu be-Ue>', dann («nade 6wtt den Wilddieben. Ge-^ Net s 6,lch nicht, dem Varon einen Strich durch e schöne Ncchmmg M machen?" d,, ."Wie kann das geschehen?" fragte Antun, fühlt '^ gegen den Förster wieder' erwachen >vis, '.^tuß ich es 6uch noch sagen? Eine Vüchse , ^ ^ l5uch schenken, und wenn's gelingt, auch V/^d dazu. Fanqt Ihr's klug an, so kann em ? dacht auf Euch falleil, denn außer nur we,ß '"'"id. was vorhin hier' geschehen ist." u,s, ?" zischendoin Tone hatte der Verwalter das n M. Anton mußte sich zu dem kleinen Manne ^neigen, uin jedes Wort zu verstehen, "er Wilddieb lachte heiser. lästerliche Flüä)e verfällt, die die Bora mit gellenden! Lachen beantwortet. Dämonen sind es, die da jubeln und lachen, grollen und zürnen in den Lüften: „Wehe dir, einsamer Wanderer! Wohl hast du deine Schritte beMeunigt, als du im Osten die graue Wand am Himmel gesehen, wohl hast du dir gesagt, die Bora habe die Flagge ausgesetzt, hast dir deinen Hut mit dem Tacktuchc festgebunden, deine lose Ionleta festgeknüpft - doch wir haben den Himmel umwölkt schnell wie an Sommertagen; wir werfen dir Flocken ins Gesicht, dichte, eisige, daß dir Hören und Sehen vergehen, und unstet wird dein Schritt . . . Ruhe aus, Wanderer, ruhe aus, lege dich nieder, wir singen dir ein schönes Schlummerlied . . ." Und der halber-frorenc Wanderer läßt sich einlullen, er glaubt, er weroe ein paar Minuten rasten, doch die böse Bora schmeichelt ihm jetzt sanft und bedeckt ihn mit wirbeln» den Flocken . . . Wenn dann der Sturm ausgetobt, .findet man solche schneebedeckte Leichname oft in der Nähe von Häusern. Vielleicht hat ein solcher Verirrter noch gerufen, ob Menschen in der Nahe, doch erstarb sein Ruf in dein brausenden Siegesliede der finsteren Fürstin: „Ich komme aus sausenden Rossen; verkriecht euch in eure Häuser, elende Menjchengeschöpfc, vcr>! kriecht euch, auf daß ich niemanden finde auf meinem! Wege —. verschließet Fenster und Türen gut, daß ich! euch nicht durchwehe mit eisigem Hauche —, haltet fest eure Dächer, beleget sie mit Steinen, denn ich komme, brausend gefahren, werfe Ziegel vom Dache, das Dach nach den Ziegeln, ich reinige meinen Weg von Wagen und schlvercn Zügen, ich werfe alles nie-der, was mir im Wege steht ..." So singend zerbricht sie hohe Bäume, ourchschüt. telt niedere Sträucher, eilt auf den Friedhof auf der Anhöhe, rüttelt an den starken Eiscnstangcn, die das Friedhofkreuz stützen, die Stangen knarren unheim» lich, das Kreuz zittert, die Toten heben ihr Haupt, sie glauben, der Tag sei da, der große, doch sie sehen, es ist nur die Bora, sie legen sich zurück und horchen, wie Fenster und Türen der Kirche zittern und die Vora Pfeifend in das große Kirchenschiff eindringt. Unheimlich tobt und rasselt es, die Nora möchte die Kirche wegfegen von der stolze», Höhe, die Gebeine der Toten aufwühlen mrd sie zerstreuen nach allen Richtungen. Sie trotzen ihr und wütend darüber wir-belt sie immer dichtere Schneeflocken aus ihrem wei-tcn Ärmel, häuft dtzn Schnee bcrgeshoch auf Schienen, Straßen und Höfe, bis die Ziige stehen bleiben und sich kein Fuhrmann auf dcr Straße zeigt, bis die Leute nicht heraus können aus den Häusern. Nenn dann die Reisenden bangend auf den Bahnhöfen war. ten. Schneeberge jeder Bemühung der Pflüge und Maschinen durchzndringcn trotzen, wenn jedcrVerkchr im Reviere der Bora ruht, dann fährt die stolze Für-stin befriedigt im Lande herum, und schüttelt Schnee aus ihren weiten Ärmeln und singt ilir Siegeslied . . . - (Ernennungen im marineärzt. lichen Offizierskorps.) Seine Majestät der Kaiser hat die Fregattenärzte Dr. Leopold Maj. d i 5 und Dr. Andreas Korcnöanzu Linienschiffs ärztcn ernannt. — (P er son alnach r icht en.) Seine Hoheit Herzog Paul von Mecklenburg nebst Frau Ge-mahlin sowie Prinz Windischgrätz sind heute mit Suite von Schloß Wagcnsberg bei Littai nach Wien abgereist. -^k. — (Ausscheidung der Feldjäger-bataillonc aus den Kavallerie-Tr up-pen di Vision en.) Ein Kommunique des Reichs-kricgsministcrinms sagt: Wie bekannt, wurden im Herbste laufenden Jahre« die Fcldjägcrbataillone aus dem Verbände der Kavallerie^Truppendivisionen aus' geschieden. Dies bietet die Gelegenheit, die jetzt in Galizicn exterritorial dislozierten Bataillone in an-dere Territorialbereiche zu verlegen und hiedurch in diese annähernd wieder jene Truppcnzcchl einzuteilen, die dort bis zum Jahre 1888 bestand. Die hiedurch bedingten geringfügigen Trnppcnverschiebungen sol-len bis zum kommenden Frühjahre durchgefühlt werden. (Zur Mädchen-Matura.) Seine Exzellenz der Herr Minister für Kultus und Unterricht hat durch eine Verordnung gestattet, daß in Hinkunft auch weiblichen Kandidaten bei der Ablegung dcr Gymnasial-Maturitätsprüfung unter gleichen Vor-aussctznngcn wie den männlichen Kandidaten Dispens bci dcr mündlichen Prüfung erteilt wird. Bisher war dcn Mädchen die Ablegung der Gesamtprüfung eine Befreiung weder aus Geschichte und Physik, noch aus einem anderen Gegenstand gewährt. Durch die neue Verordnung ist einem in der Öffentlichkeit wieder» holt geäußerten Wunsche entsprochen worden. — (Ernennungen im S te u er d i c n st e.) Das Präsidium der lrainischen Finanzdirektion hat den Nechnungsunteroffizier 1. Klasse beim k. und k. Korp?'ArtMcriereaimc>nte Nr. N in Graz, Moitz Kreinz und den provisorischen Steueramtsadjuilk° ten Franz Kratncr zu Steueramtsadjunkten m der XI. Rangsklasse sowie den Steuerni kanten Stephan Praznil zum prod.,...,>.^u Stcueramtsadjunlten ernannt. — (Laibacher Kreditbank.) Ill der am 2it. d. M. abgehaltenen Verwaltungsratsitzung wurde beschlossen, der Generalversammlung dicfer Bank, dic Ende Februar abgehalten wird, die Erhöhung des Aktienkapitals von 1,0lX>.000 X auf 8,000.000 X zu empfehlen und den alten Aktionären für iede alte Aktie eine neue zu einem von der Generalversamm lung zu bestimmenden Kurse anzubieten. Meichzeitia wurde die Errichtung neuer Filialen beschlossen. Das Gelingen der neuen Emission ist durch ein Syndikat gefichert. "* (Konzert zugun ste n des Militär-tapc llmeistcr P e n si o ns fon ocs.) Die selbständigen Konzerte, die von der tresflichen Mu sikkapcllc des 27. Infanterie-Regiments unter Leitung ihres kunsterprobten Kapellmeisters, Herrn Theodor (5 hristoph, ausgeführt werden, zählen zu den wert vollsten Erscheinungen im Musikleben unserer Stadt Welch wichtigen Faktor die Militärkapelle in demsel bcn darstellt, haben wir wiederholt nachgewiesen. Sie besorgt die Theatcrmusil, bildet den wesentlichen Be< standtcil bei Konzertaufführungen, ihr fällt eine wich tigc Rolle bei allen gefelligcn Veranstaltungen zu. ihre Promenadckonzcrte sind ein beliebter Sammel Punkt der Bevölkerung. Das Publikum weiß auch diese Verdienste zu würdigen und hat bisher den künst lerischen Darbietungen der itapelle das größte In tercssc entgegengebracht. Lebhafter Anteilnahme be gegnet aus denselben Gründen nun das 5tonzert zu gunsten des Militärkapellmeisterfondes, das, wie be rcits angekündigt, am Stephanitag um halb 8 Uhr abends in der Tonhalle stattfindet. Es bietet ein hoch-fesselndes Programm mit hervorragenden Novitäten und Vortrage von Solisten, deren Leistungen mit be< rcchtigter Spannung entgegengesehen wird. Der Abend verbürgt demnach frohen Kunstgenuß, und da auch dcr humanitäre Zweck in die Wagschale fällt, dürfte dcr Befuch bei der Kunstfrcundlichkcit und dem bekannten Entgegenkommen nnscrcs Publikums bei humanitären Veranstaltungen auch den berechtigten Erwartungen entsprechen. Das Konzertprogramm lautet: 1.) Gricg: ..Sigurd Iorsalfar", Orchester Suite. 1. Vorspiel (In dcr Königshalle)-. II. Intermezzo (Borghilds Traum); III. Huldigungsmarsch. 2.) Löwe: i») ,.Tom dcr Reimer", l>) ..Tcr Nöck"; Balladen. CHcrr Otto Iancsch.) A.) Mendelssohn: Klavierkonzert ((! luull), mit Orchesterbegleitung, (Fräulein Emmy Za lim nun.) 4.) R. Wagner: Arie „Die Frist ist um" aus der Oper „Der fliegende Holländer", mit Orchesterbcgleitung. (Herr Otto Ianesch.) 5.) Goldmark: „Saluntala", Ouvertüre. — Eintrittskarten aus Gefälligkeit in Otto Fifchers Musikalienhandlung (Tonhalle. Nongretzplah) und abends an der Kasse. ' (Von der Elektrischen.) Als gestern» nachmittags ein elektrischer Motorwagen über den Alten Markt in der Richtung gegen den Rathaus platz fuhr, stand vor dem Hausc Nr. 17 ein bespann tcr und ohne Aufsicht gelassener städtischer Kehricht-wagen. In dem Augenblicke, als der Motorwagen her> angefahren kam, traten die Pferde aus das Geleise und die Wagcnstange stieß in den Motorwagen, so daß dic linksseitige Scheibe zertrümmert und das Schutzgitter beschädigt wurde. Im Wagen befand sich nur ein Passagier, während auf dcr Plattform ein Wachmann stand und an der linken Scite Herr Dr. Rudesch sah, der sich aber durch einen Scitensprung rettete. Dcr beschädigte Wagen wurde in die Remise an der Sallocherstraße gebracht. Der Unecht Johann Vohan, der an diesem Unfall die Schuld trug, wird dem Gerichte angezeigt werden. — (Ein Dam cn . F echtklu b.) Wie man uns mitteilt, wird in Laibach die Gründung eines DaineN'Fechtllubs beabsichtigt, worin im Flcuret» fechten nach dcr französischen Mcthode aus der Schule des hier wcilcndcn Fechtmeisters Herrn A. von Tschin der Unterricht erteilt werden soll. Die Ini. tiative dazu ging vom hiesigen slobcnischen Frauen« rnrnvcrcin aus. Wie wir hören, können in dem ge. planten Fechtklub auch Damen, die dem genannten Vereine nicht als Mitglieder angehören. Aufnahme finden, zu welchem Zwecke Anmeldungen bis 20. Jänner im Sokolsaalc des „Narodni Dom" jeden Mitt-woch und Samstag von 5 bis 7 Uhr abends entgegen» genommen und auch allsällige Auskünfte erteilt wer< den. ' * (Feinschmecker.) Gestern vormittags stahl im Hofe des Hauses Nr. 18 an drr Nöincrstraße ein unbekannter Dieb einen gemästeten Kapaun. — Aus dem Marktplätze wurde einer Köchin eine aus dem Boden gelegene Henne gestohlen, während sie der Vrrfänscrin den Kanfpreitz entrichtete. Laidllcher Zeitung Nr. 294 2686 24. Dezember 1904. ^- (De r Hof gar ten in M i r a in a r) bleibt Montag den 26. d., den ganzen Tag sowohl für den allgemeinen öffentlichen Besuch, wie auch als "Durchgang geschlossen. — (Das fünfzigjährige Jubiläum der Staats bahn.) Am 1. Jänner kann die Staatsbahn das fünfzigjährige Jubiläum ihres Be» standcs feiern. Tie Haupttonzession der Staatsbahn ist vom 1. Jänner 1855 datiert' das Übereinkommen, durch welches dieser neue», mit französischem Gelde gegründeten Gesellschaft die Linien der nördlichen und südöstlichen Ttaatsbahncn verkauft wurden, wurde in der Silvesternacht 1854/1855 unterzeichnet, —ik — (Bischof Stroßmayer) begeht am 4. Februar 1905 seinen 90. Geburtstag. In slavischen Kreisen werden große Vorbereitungen zur Feier dieses Tages getroffen. — (Unsere Tramway.» Auo Leserkreisen erhalten wir folgende Zuschrift, die wir, ohne uns damit identifizieren zu wollen, zur Veröffentlichung bringen: Vor kurzem erschien in diesem Blatte ein Artikel, betreffend Abänderung der Betriebsordnung der Laibachcr clektrifchen Straßenbahn. Ich stimme mit den Ausführungen des Einsenders nicht überein, denn die Gesellschaft würde in Befolgung dessen Vorschläge noch weniger einnehmen, als dies bei dem gegenwärtigen System der Fall ist, und zwar deshalb weil die Fahrpreise zu hoch sind und nach dein ober» wähnten Artikel der Fahrpreis in der I. Zone um ^ n höher zu stehen käme. Die Gesellschaft foll sich, um aktiv zu arbeiten, den gewiß wichtigen Grundsatz vor Augen halten: Wenig Nutzen, aber einen großen Ner-lebr! Nach diesem Grundsatze arbeitet beispielsweise die Mailänder Tramway. Freilich wird man sofort einwenden: Laibach ist nicht Mailand, Gewiß: die hiesige Gesellschaft würde auch nicht Millionen, sow dorn nur einige Tausend kronen jährlich verdienen. Ich war vor kurzem in Mailand, und da mich der dortige riesige Tramway Verkehr lebhaft interessierte, pflog ich mit maßgebenden Personen darüber Nück spräche. Auf Grnnd der erhaltenen Mitteilungen möchte ich nun für die lüesigc Tramway nachstehendes in Vorschlag bringen: Man halte daran fest, daß die Tramway für das Publikum, nicht das Publikum für die Tramway da sei, daß der Fahrpreis mödglichst restringiert, nicht aber verteuert werden dürfe, daß für die größtmögliche Bequemlichkeit des Publikums gesorgt und daher das Zoncnsystcm gänzlich aufgelassen werden soll. -- Will in Mailand jemand den kommenden Trcnnwaywagen benutzen, so stellt er sich knapp neben das Nahngeleisc nnd hebt die Hand in die Höhe. Der Motorführer bleibt stehen und der Fahrgast steigt ein. Will jemand ausstcigen, so gibt er dem Kondukteur ein Zeichen oder er zieht selbst am Glockcnriemcn nnd der Motorführer hält den Wagen auf; durch ein weiteres Glockenzeichen des Kondukteurs fährt der Wagen wieder weiter. Wäre dies nicht auch in Laibach möglich? Für jedesmaliges Einsteigen in den Wagen wäre eine fixe Fahrtarc von 10 Ii zu entrichten, möge nun die Fahrdaner 5 oder 25 Minuten dauern! So würden die Wagen nicht wie jetzt häufig leer verkehren, sondern zumeist besetzt sein. Die Mailänder Tramway trägt Millionen jährlich- sie wird bei dem geringen Preise und der großen Bequemlichkeit fiirs Publikum von der mittleren und auch von der ärmeren Klasse der Bcvölkc rung sehr stark benützt. Es gibt Tramwaylinien fast in allen Gassen, doch spricht niemand von Konkurrenz linien. — Dreihundert große, sehr elegante Wage» sind tagsüber von 1 Uhr früh bis Mitternacht stets im Betriebe: von Mitternacht bis 4 Uhr früh werden 200 Wagen außer Betrieb gefetzt. Von 4 Uhr früh bis 9 Uhr vormittags beträgt der Fahrpreis nur 5 Centesimi. Bei allen des Nachts ankommenden Eisen» bahnzügen warten Tramwaywagcn an den Bahn« Höfen. In Laibach sollten mindestens 14 bis 16 Wagen stets auf der Strecke im Betriebe sein. — (V o m H o f g e st ü t in Lipic a.) Der mit der Versehung der Stelle eines Oberst«Stallmcisters betraute Obcrsthofmeistcr hat den Hofgestütsadjunk ten zweiter Klasse in Lipica, Nudolf Hofbauer, zum Hofgestütsadjunkten erster Klasse unter Belassung auf dessen Dicnstorte ernannt. — (Zw e ig v er ei n K rai n des östcrr. HilfsVereines f ii r Lungenkranke.) Nach Neujahr findet eine Sitzung des Zweigvereines statt, in der über die sofortige Errichtnng einer Hilfsstelle für Lungenkranke (I>i«i^u«:,il>» nntitud«rciii>»ix) in Laibach Beschlüsse gefaßt werden sotten. Das dies» bezügliche Referat hat der Generalsekretär des Zweig, vereine» bereits ausgearbeitet. In der gleichen Sitzung werden die Städte und Ortschaften bestimmt wcrdcn, n, denen in, Lause des Jänner und Februar ,.',-> vom Zw^avcrrmc aus Vortrage über die Tubcr^ tnlon' >md ,Ine Abwclir ab^'lmlw, werden solle» - (Vom V ol ts schuldien st e.) Der Lehrer und, Schulleiter iu Unterwarmberg, Bezirk Nudolfswert, Herr Alois Erte r, wurde zum Lehrer und Schulleiter in Gollrad (Steiermart) ernannt. — (Sanitäts-Wochenbericht.) In der Zeit vom 11. bis 17. Dezember kamen in Laibach ^9 Kinder zur Welt (40-20 pro Mille), darunter 1 Tot geburt, dagegen starben 18 Personen (24 93 pro Mille), und zwar au Typhus l, an Tuberkulose !i, infolge Unfalles 2, an sonstigen Krankheiten 12 Per. soncn. Unter den Verstorbenen befanden sich 4 Orts fremde (22:2 A») und 5 Personen aus Anstalten (17:7 tannter Dieb dem Kleiderhändlcr Blasius Iesenko am Alten Markte einen, vor dem Laden gehangenen dunkelbraunen Havelock ohne Ärmel entwendet. * (Vorsicht beim Einkaufe von Steinkohle n.) Diesertage wurde von der Polizei ein Knecht beim Verkaufe von Steinkohlen in nicht plombierten Säcken beanständet. Die Abnehmer mö gell solche Verkäufer der Polizei anzeigen. (W eih il a cht SW et ter in Ober» trai ll.) Ein herrliches Wetter herrscht seit einigen Tagen in Obcrtrain. Kein Nebel nmwöltt die schnce» bedeckten, in der Sonne schimmernden Spitzen des Triglav, Mallgart, Stol, der BegunMica u. a. Sonnenklar und windstill ist die Luft. In Kronau fährt man mit Schlitten, während weiter unten in der Ebene kein Schnee zn seheil ist. Die Temperatur steigt ail der Sonne gegen Mittag auf 20 Grad, während sich im Schatten Neif bildet. An sonnigen Orten findet man schon die Nießwurz, die Schlüssel' blumc und das Veilchen in voller Blüte. — Der heu» tige Christabend dürfte voraussichtlich von mehreren Touristeu ill den beiden Golicahüttcn, in der Vos^ und in den Jagdhütten alls der Zelenica gefeiert wer^ den. u. * (E i n Zw ä n g l i n g schwer beschädigt.) Als vorgestern vormittags der 46jährigc Zwängling Josef Atwengcr aus Gmünden im Eisenwerke zu Aß» ling mit einem Hund Material führte, tippte der Wagen um und traf ihn fo in den Unterleib, daß er schwere innere Verletzungen erlitt. Der Verletzte wurde mit der Eisenbahn nach Laibach ins Spital überführt. ^ (Astronomisches.) Die schöne Venus und der mächtige Saturn wcrdcu am 28. d. M. am liild der mächtige Saturn werden am 28. d. M. abends <» Uhr am südwestlichen Himmel ziemlich nahe Saturn rechts oben. Die horizontale Entfernung beträgt l58, die vertikale 45 Bogenininuten und die Ent-fernung der beiden Himmelskörper voneinander zirka 1 Grad, also etwas weniger als zwei Vollmondbreiten. 0. .1. — (Zu den G c m ei n dewa h l e n in Lit» t a i.) Bekanntlich fanden am 24. v. M. die Neuwahlen in de» Gemcindeausfchuß der Marktgemeinde Littai statt. Auf Grund der gegen die Wahl erhobenen Ein-Wendungen hat die k. l. Landesregierung die vor-genommene Wahl behoben uud die Neuwahl ill allen drei Wählerklassen allgeordnet. Infolge dieser Behebung kommen statt der bisher zu wählenden vier Gc» meindcausschüssc nnd zwei Ersatzmänner nuumchr in jeder Wählerklasse sechs Ausschußmänner und drei Ersatzmänner zu wählen. Die Ncnwahl findet im Monate Jänner statt, il<. — (V o ll derTrifailcr Kohlenwerk s> geselisch a ft.) Der bisherige Leiter und Direktor der Kohcnwerkc in Trifail, Herr Robert Drasch, wurde lllit der Leitung der Kohlenwerke in Gottschce betraut. Dessen Nachfolger fiir Trifail wurde noch nicht bestimmt. —ik. ' (V e r e i n s a. r ii n d u n g.) Mit dem Sitze in Laibach wnrde der Verein: l^uötvo sr^ov«ki1> in l.»l>!^<1«'I^iil! ü^Iüilx'm-i'V v I^oi'i.inni gl'bildl't. - In Töplitz,, politischer Bezirk Rudolfswert, wird der Verein Lru.Iuc> iu ^vuliu lli'nktvo ^upliae gegründet werden. Die Vcreinssatzungcn erliegen bereits bei der Landesstelle. -^r. — (GemeindevorstandswaHl.) Bei der am 4. November vorgenommenen Neuwahl des Ge» meindcvorstandcs der Ortsgemeinde Lekovnik wurden Johann ^inkovec, Grundbesitzer in Idrijska Vela, zum Gemeindevorsteher, Thomas Tratnik, Grundbe» sitzer in öckovnil, sowie Johann Kavüiö, Grundbe-sitzer dortselbst, zu Gcmeinderäten gewählt, — (Schulbau in. Landstra ß.) Bei der m" 22. d. M. in Landstraß gepflogenen Verhandlung wurde vou den Interessenten einhellig beschlossen, daß das neue Volksschulgebäude in Landstraß erreicht hat. Die Ausgaben betru gen 5781 lv :'.l li (um 215 X !!1 II mehr als im Vor jähre), darunter wnrde der Betrag von 5499 K ful Unterstützungen an bedürftige Hochfchülcr vcraus» gabt, unter denen sich 4l> aus Kram befanden. Das Vcreinsvcrmögen beträgt l8.975 K 49 l>. Im Lautt von sechzehn Jahren hat der Verein zusammen 47.546 X 42 li an Unterstützungen verteilt. '^' Ael' träge wollen an den ersten Vereinsfassier, Herrn M Klemens Scsh n n, Hof- und Gerichtsadvotaten M Wien, i., Singersrraße 7, gesendet werden. — lFür Biertrinker.) Biertrinker hasse" bekanntlich nichts mehr, als den sogenannten „O"N sel". Wer eil, Biertrinker ist, weiß, was darunter 3" verstehen ist, nnd wird »lit Genugtuung den Urteils? spruch des Gerichtshofes in Heilbronn erfahren, del den Gastwirten Bncl und seine Frau zu vier Woche" Gefängnis verurteilte, weil sie Pilsener Vier mit a» derem, minderwertigem Bier geillischt, auch Vlel rcstc beigemengt hatten, lind dies als echtes Pilsen^ Bier verkauften. — Nicht ohne Interesse für Bier trinker mag anch sein, daß die mährischen Wirte an läßlich der Einführnng der Landes-Bierstcuer dtt Vierpreise um 4 d pro Liter erhöht haben und de" Verband der Gastwirte betrauten, mit den Braue» reicn wegen Einführung des Biervcrtaufes nach G^ wicht, statt nach Maß, in Verhandlung zu treten. * (Gc funden) wnrden fcchs weiße Serviette"' eine silberne Uhrkette, eine Brille, ein Taschenmesse und eine Tabaksdose. — (Ausweis über das in der städtische" Schlachthalle geschlachtete Vieh.) In der Ze" vom 5. bis inklusive 10. Dezember 1904 haben im Mt' schen Schlachthause geschlachtet: Ivan Anziö 2 Ochs"; Josef Anziö 1 Ochsen, Maria Cerne 9 Ochsen, IaA Erben 10 Ochsen und 1 Stier. Ivan Kocar 2 Ochsen. >« privec 1 Anh. Josef Kozal 7 Ochsen. Milan -^" 4 Ochsen, Ivan Kosenina 7 Ochsen. Martin ^a' 2 Ochsen, Alois Knnej 2 Ochsen, Franz Lovse 3 Oche'' Andreas Maröan 6 Ochsen, Ivan Pocivalnik 3 Och ^ Josef Podlov 1 Ochsen, Anna Prmc 3 Ochsen, Ant" Prusnik 2 Ochsen, Anton Putrih 1 Ochsen, Franz S" 2 Ochsen. Josef Toni 2 Ochsen, Julie Urbas 1 Och'^ Anton Zuftan 1 Ochsen und Ivan Kopat 1 P^^, An Stcchvieh wnrden 266 Schweine, 86 K"lv ' 17 Schlipse und 9 Kitze geschlachtet. Einsseführt w'l" 1 geschlachtete Kuh. 21 Schweine. 19 Kälber, 2 .«" nnd 297 Kilogramm Fleisch. ^< Theater, Kunst und Literatur. . *' (DcutscheVühn e.) „Carmen", das^ sierwerk Bizets wurde gestern vor gutbesuchtem H" zum erstenmale seitens der dcutscheu Bühne in» "c Theater aufgeführt. Es war eine dnrchaus eN lichc, genußreiche, sorgsam vorbereitete ^^s)^ .^n all die man noch gerne in späteren Zeiten znrückd^ ^ wird, wenn begabte, stimmkräftige Sänger wie ^ Herren N a d o l o w i t s ch und Schlegel '"^, Ferne einen größeren Wirkungskreis einnehmen dc». Auch die „Carmen" des Fräuleins V" >„te" die Michaela des Fräuleins Lendrn "^, ^ch< voile Veachtnna,, und die kleineren, aber "'ukew ,< tigen Portic!, waren durch die Tamen W l'' « .. ^ «^ m an< 2687 24. Dezembtt 1W4. 2a backer Keituna Nr. 294. ___________^__^^________________________________________________3--------------------- nnd Lo i d nc,', die Herrcn Lorcilz. H c r d c r t, Kühne und Muraner trefflich beseht. Herrn Kapellmeister Irant aebiihrt Tank und Anerlen^ l'ung fur die crfolm'"^' Aufführung. - - Ein näherer Vericht fol^t. . . — (Aus der deutschen Th c a t c r ta ll z -l c i.) Tonnwn: ..Vnlder Ttraubinncr". Tienstag: ..Ein nasses Mentcner". Mittwoch' ..Kettenglieder", Tonnerdtaq: „Faust". Samstag ,.Er »lud seine Schwester" (Anfang « Uhr). (ft!« v<-n«lii u<'itol.j.) Inhalt der l2. Nummer: ',) Am Jahresschlüsse. 2.) Die Tchul-"form in Niederösterreich. !l.) Die Erlänternng in der Katechetit i ) ttber den Einfluf; der Überlinrduna. auf die Gesundheit der Schuljugend. 5.) Zuschriften, «.) Literatur 7 ) Tchulnachrichten. 8.) Miszellen. sOdi-tno «i)i«^'.) Von diesem Vuchc "der Gcschäftsanfsähe. daZ. von Anton Funtel ver-faßt. im Jahre l^iN im Verlage Tragotin Hribar erschienen ist, wurde nun diezwcite Auflage deran-staltet, die von der ersten nicht wesentlich abweicht, Tie Hndernngen beschränkten sich auf stilistische An» Bungen, die init Rücksicht auf den gegenwärtigen Ttand der slowenischen Sprache geboten waren. sow,c nuf die Post. und Telcgraphenbcstiinmungen, die natürlich mit den jekt geltenden in Einklang gebracht werden nnchtcn. wobei noch einiges über das T«le Phon. die Postsparkasse und den Scheckverkehr Auf< 'lahme fand Taö Buch. nach dem schon längere Zeit Nachfrage herrschte, ist von der Verlagsflrma Dragotin Hribar in ttaibach nn, den Preis von I »<< ^ ll zn beziehen, »u»io» «»or» in der Vomüirche. Sonntag, den 25. Dez e m b^ r (Geburt Christi) um Mitternacht Pontifikalamt: sechste Mc,s<. l'on Wenzel Horül, Gradnale ^<><>um i.imcipn'm und nach dem Offertorium IIol,i<' nolnn < m>1(.i",n ltox von Dr. Ioh. Vcnz. Um 10 Uhr früh Pontifikalamt: Instrun,enta e berz.Iesu-Messe von Ignaz Mitterer. Graduate ^'6t.l-„iis von Zdcnko Skuhersky, Offertorinm ^"> ""ut <-lx>li von Iofef Haydn. Montag, den 2tt. Dezember (Stephan Protomärtlircr) Pontifikalamt um 10 Uhr: ^nstru. lnentalmcsse in I>c.ur von Karl Kempter, Graduale ^6oil,«t priini^« und Offertorium ^lo^-rnnt l""' Anton Focrstcr, 3n der Ktadtpsclrrkirche St. Jakob. Sonntag, den 25. D e z e m b e r (Geburts< fest Christi), um Mitternacht Christmette: ÜateintM Nesse in I>6»s von Karl Kempter. Graduale ^oum principiun. von Ant. Foerster. Offertornun , l^t^ntni- c^li von L. Velar. Vor der Chrlstmette 'l'o I>.«m Inndnnni« von L, Velar und das Weib-Nachtslied von ssr. Kerbii". ! Uin 9 Uhr Pontifilalanlt: Inftrumentalmesse 'n ^.mttll von Bernhard Hahn, Graduate Vi6ei-„l,l omn.« siltt-n tl-i-l-a»' von Ant. Foerster. ^ffrltorium ^„i «nnl l-1i von G. E. Steblc^ Montag, den 20. Dezember (Heu. Stephanus), um halb 10 Uhr Hochamt: Sechste Messe 'n I) rnnll von W E. Horük, Graduale St-ä<>runt, pl'Moi^« und Offertorium Nll^l-unt von An^on "verster, Zn der Airche de» deutschen^VUter° Aonr»cor ^dobootzorstörer aus Port Artur entkommen ,clcn, fahrend der letzten 2< Stunden herrschte ein des 6" Echnecsturn, > , P «.' tersb » rg. 23. Dezember. (Aintlich.) Em 5>ramm 5inropatsins von, 22. d, meldet: Ich habe A'te f.inrn Pericht über einen Zusammenstotz der ?'^' Ar.neen erhalten. Vei einem am 21, d. stattg^ ^"oncn Cchar,niit)el niit den feindlichen Vorposten '"urden mehrere Japaner getötet und zwei gefangen nonnnen. Ich habe bente die beiden Gefangenen I lehrn und nnch iiberzeugt. daf; ihn' Ke.d.mg leinen ^le.ch,„d„, Schutz gegen die Kälte gewahrt und dast ' '"obrsondere mit itiro» Sämliwerk schleckt de tellt sei. Auch habe ich im Spital einen Japaner ge> sehen, dein ein erfrorenes Bein amputiert werden nnchte. Heute herrscht Sonnenschein bei 15. Grad ,ie Germanisierung der Frauenllei. duna, l( - 60. - Hackl L.. Brennende Fragen « - 60, - Zur Neform des Vtrafrechtes: Tlt Strafrechtliche Vehand< lung der Kinder und Iuaendlichen. «-3«. ^ Deckel, Dr M Die Fortschritte der direkten Besteuerung. K 9 60. -Ebenareuth. Tr. «. Luschin von M«emeine Münz. ^>ndt und Gedaelchichte. X 10 80. - Fuchs T. I,, Zur Wohnu" - Streintz Dr. l)s,., Gedanken über eine «erfassunasreform für Osterre.ch li 1. - Suley. lmnn ibu Inger Nbdullah. Unganis «olome lm Somal,-liciübe X 2 40 - Kraus K.. Der Vewels un Gefall st ras-l vrottsse nach vsterr. Rechte, li I 80. - Reih. Dr. K. Die 'Naturheilmethode bei den Geschlechtskrankheiten. « 1 20. -'"iebmann Dr. Vl., Stottern und Glammeln. li i 20, — «Mülltl Dr Tieasl.. Wcge zur körperlichen m.d gelsugen Wi der» burt. li 2 H - FUr.h H,. Die geschlechtlich. Auf. llärunn in Hau« und Schule X -60 - Freudenber» Ika. Ein Wort an die weibliche Jugend. X -^.0 - «ei. 'chen. Dr. «l., Einfühlung in b»e medlzinlsche Oplll, X 8 40. !- Kirstein O.. Elektrizität und «anbwlilschaft, X 6. I Vorrätig in der Buchhandlung I«. v Kleinmayr «l Fed. Vamberg in Lalbach. Kougrehplatz 2. Angekommene Fremde. Hotel Stadt Wien. Nm 83 Dezember. Mauro, Ingenieur; «ara. Samsa, i'iillmer Veamte. Trieft. — Mandl. Oetreidehcindler, Pinzehely. -Fuch Ruckl'Hammer, Lössler, Kohn, Guttmann Theimer. P«.llm.'tt«,«flte.: «appal. Fabriksbileltor; Cwoboda s. Frau. hrrlina babit. Vartosch. Komorner, Veamte; KarpluS, holz. ! ^ndler Wien. - heim. Hotelier, s. Vruder, Fiume. - hoff. ! mann Hotelier. Nmstetten" - v Nest l u. l. «mienschiffs. eutnant: Schwilert, l. u. l. Eeekabett. Pola. - Zorz Kauf- mannSgattin. Gonobitz. - Schasset, gellerm, Billach. - 5aaS Krämer: Peraoth, Graz, - Wech. Kary, Re.sende. Nlünu — Mäher, Private. Wr.'Neuftadt. — «lein, Veamter, Prag '^ F«°nl. Kfm.. Oörz. - Varaward. Kfm. Vubapeft. ^. Pollal, Veamter. Vubwei«. - Glanzmann. Tneft. Verstorbene. Am 21. Dezember. Etephan Tilar. «rbeiter. «Z I., Neilschulgasse 11. «7°6ee«n««tj<) ooräi«. Nm 22 Dezember. Anna Rupnil, AmtsdlenerswUwe, «5 I., ltastellgasse 2. U5"l«e°°«""" °""".______________ MeteorolVaische Beobachtungen i« Laibach Seehvh« 306'« «. Mtttl. Uuftdruck ?3S>0 m°». ^^ll^^M^—g^^SWTMHig heiter ! 22 9. Ub. ?4l 2 1 6^SN. mähig heiter ?i "?1i7ss7 !^7»8 ?! - 0 ?!^«Ö. mäßig ! bewttM ,00 Das Tagesmittel der gestrigen lemperatu« -0 3°, Nor- mal«: -2-4«.______________________________________ «erant»orlll«her «edatteur: «nto» »»»tel. I Hnmen, welche »ich nach der Neuesten Mode kleMnn wollen nichl unterla.«n, •!• Mo.ttr onMrir H.n h#1^£f:.i«"rUÄ'd.-.toir. für kut, Ball, O~.ll. ¦obafti- und ¦trMMntolletUn "nd Mir Blutn, FutUr gewählten Seidenstoffe «oll- und portoflr.i m die Wohnung. | Schweizer & Co., Luzern O 18 I (SolWOl«) (430) W-W I floldenatoff-Export - Ktalgl. 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Ein Zögling des evangelisoh gesinnten Triester DiHctiofs Peter Bonomo und von diesem üum Priester geweiht, trat er bald aus der katholischen Kirche aus und schloß sich der großen resormatoriHchen Kowegung an. Er wurde der Hauptsörderer der Reformation unter Minen Htammesgenoiwen. Auu Krain, wo er unter anderem aucli Domherr von Laibach war, nach Deutschland vertrieben, wirkte er hier bis zu seinem Tode (1686) siir die geistige Kultur dei Slovenen und gab im Jahre 1550 sein erstes slovenisches buch heraus. Unterstützt von seinen Gönnern König Max, Hersog Christoph von Württemberg und Baron Ungnad, Übersetzte er tinter Mitwirkung von mehreren Landsleuten und Kroaten die Heilige Sehrift ins Slovenische und Kroatische. Trüber wurde dadurch der Begründer der heimatlichen Literatur und Kultur und der hervorragendste Mann der Slovenen im 16. Jahrhundert. Der Verfasser der Trüber verherrlichenden Dichtung, Anton Afikerc, bat, gestützt auf umfangreiche historische Studien, besonders auf die grundlegendem Schriften Th. Eises, die historische Gestalt Trüber« richtig erfaßt und sie uns in seiner Dichtung plastisch vorgeführt. Trüber erscheint vor dem Auge des Lesers als unerschrockener Vorkämpfer siir Gewissensfreiheit; wir sehen ihn in Beinern Denken und Handeln, in seinem Ringen gegen höhere kirchliche und weltliche Gewalten; wir begleiten ihn, den Bannerträger für geistige Freiheit, und sind Zeugen seiner Freuden und Leiden, seiner Siege und Verfolgungen. Der Autor hat in seinem 904 Danksagung. Der Aasschass des WohltiMIfckeltN* vereine» der Buchdrucker In Kruln erlaubt sich auf diesem Wege allen jenen, die xn der von ihm veranstalteten Christbaumfeier zngunaten der Witwen und Waisen verHtorbener Mitglieder, sei es durch Überreichung von Geschenken oder durcii Geldspenden, beigetragen haben, seinen herzlichsten Dank ausaasprechen und knüpft hieran die Bitte, dem ob-genannten Vereine auch fernerhin ein geneigt.es Wohlwollen zu bewahren. i'5l50) Laib ach am 23. Dezember 1904. NM__^ut /l860\ ^1^^^^»-^ nureenr /t.ra.p.m\ Mni»''^ H"8 in- iiml ansländiBohe Spezialitäten, iiof.-rt .'in Kj)it!llcr nnd an (he. Hemm Arzte, im »-rollen s^18 .in l'iivatt«, Verbandstoffe uml «11« ohirnrg. KrankW bedarfsartlkel billiget und omjifiahlt ihre jfeHoUli«-' If«' Hciilit/tfii ko.snmt. J'iftjiHi'ate unter dor Wortraarko ,»A»* • Für Z/ihnc nn in.(dieJ?r Apotheke ^r Pslogo d(»r Haut, Hunre und Ztthno grnii:. JwliJJil3ll*m ßbera" erhHItlloh 1 mw 13.- TsihlGttßtt l Hervorragend: Neuheit zum parfümieren des Waschwasserf 2 « Kösilichor, anhaltender Wohlgoruch * * NUPHAR C°« WIENI.Kohlmarklt, «PARIS26,Ruedel'EntrflPtttj^ Kurse an der Wiener Dürje vom 23. Dezember 1!)04. na« b^ «Wea«« n««^ He notterten ttuil« »«stehen sich » «'^ .. ,, «pr/<, —-- — — i»««« „ öl« st. 4»/« lüö zo lb« 5« lvao« „ loo fi. 4"/, lk« — lü» — l»«4« „ loo ff. . . »?« - 2»a — b««. „ da ft. . . »74 — »7« — »lMl.'Pianbbl. «^ 12N fi. »°/o . »n °5 »94 «2 Siaat«schuld der im Keich«- «t« verilttenenAünigleich« und fand«. 0 vers«hrelbu»g«n. Ellsabethbabn in V., ftnierfni, zu zo,cx)0 Klonen . . 4°/, li» eu »lb-« Franz Ionen!»Hhr. steuers?., 40« Kimim . 4«/o »«'?« lsv 70 Z» «ta«t>lnlb»ess >»« «b»eft«inp.<«senb.'»Me». El lsabelhbabn 200 fl, KN. ^'/<°/, von »00 fl.......50Ü-Ü0 508 50 bt«. Linz.yud». «l0 sl,«. w. V. »'/.'/«........«2 —4«4-- dto. Valzb..tlr.«00 Ware übernommene (tlsenb.'Vrior. Obligatlünl». «lisabethbahn «00 u. »000 N. 4«/» ab lU«/,...... ll6 l0 t>?-- «KWbethbahn, 40« n, 2000 Vl. 4°/«......... 118-72 11V-75 Fran,Iojef.'B., Vm, 1884 (bid. Tt,> Tllb., 4°/o..... 100 12 101-10 «alizOche llarl Lublol«°«ah.i (biv, St.) «!lb. 4°/« . . . 0S yz 10« 9b Borailberger »ahn, «m. I8»4 (div, «».) Vil». 4"/o . . . »9 8ü 100 « Staatsschuld der zander der ungarischen Aron«. 4"/„ UN«. Volbrente ptl Kasse . 11s«5 118'!^ bto. dt°. per Ultim» .... 118 S5 118 «» 4°/» dt«. Rente in Kroncnwilhr., flcu»ifrei, per Kalse . . . »7-85 S8'i!> 4"/„ dto. dt», dto. pcr Ultimo . 9? 95 S8'1''> Un«, Nt.-ltil..?lnl, «volb iOO fl. —--—-— dlo. dlo. Vilber ion sl. . . . —-— —-— bt». Etaatl'iKbllg, (Un«. O?b. v. I. 187».......—----------— dtc>. Vchanlreglll'Ablös.'Obllll. —-— —-— dto. Pram..«l. il 100 »l. -- »on lc ül0-— «,2 50 dto. bto. » b0st,--100X »08 —»1< — Ihel^Reg.'Lost 4«/<> .... l/,iühr. Verl. 4"/«......... -'- -- dto. bto. «»jähr. verl.4°/, 10040 ll>l 40 Vparlasse, I.llft., 60I., verl.4"/» 100 75 lNl ?l> Eisenbllhn'Prlllritlte« Gbligaliunen. sserbinands-Norbbahn «A. 188« 100 »0 101«'» Oefterr, Norbweftbahn . . . 10772 !08-7n Staatübahn....... 4«2 — 4«? > Eübbahn i^ 8«/, vcrz. Iänn.°Iul< 306 «5 3d« «5 bto. ^2°/„...... 1Ü4N0 l»ü-A0 Un«..aaliz, Bahn..... 110 — lit — 4°/o Untertralner Bahnen . . - — —-— Dlvers» zss« (per Stllil). «erzlnsllch« vost. 3"/« »obenkreditlios, Tm, 18t>a z«5 — 314- 3«/, ,. „ !lm. 1889 »9» — 307-50 4"/« »onaU'Dampssch, 1W sl. . —-— —-— z°/, Dom»U'«egul..««lt . . . »77 —«8Ü N< Unverzinsliche Lose. Nubav.-Nllstlica sDombau) 5 fl. «0?» 2l-?ü Kreditlose 100 sl...... 47« — 487 - «lary-Lose 40 fl. »M. . . . 160—16«- Ofcncr Lose 40 sl..... 1st4 — »7Ä- Plllffy°Lose 40 fl. KM. , . . 170 - 17«-- «otenKreuz, Oeft. Ges., v, lo sl. b3 75 55. 7z ,, ,, una. „ „ 5sl. ,»8 70 ^»70 Siudolf'Lole 10 sl...... ß«-- 70- LalM'Lok 40 sl...... 2«»'— 231 — Vt..Ee»oi«°Lo Bau' ». «eliiebs'Ges. für stübt. «trabend, <" wlen li». X . —---------->- dto. t>lo. bto. lit. N . --— —-— »Ohm. Nc>rdbahn 120 sl. . . «20- 3«?-— VuschticlMbrr «is. 200sl,NM. »74U »750- btl,, dtll. Nordd. lvovsl. KM. 246U- 2480 Lemb.^zrrnuNi^Iassli-Eissiib.» GcseUIchast 200 fl, S. . . . 288'— 282'- Lloyd, Ocst., Trirft. 200 sl. »Vl. 7»»- ?««- - vefterr. Norbwcstbnhn »00 sl. E. 4t« — 4ll,-«> dtll. bto, (Ilt, ll) «00 sl. S. 4ll'50 4,3 5„ PranDu^rTilenl». NXisl.abgfl. Ll» 50 sil 2n Etllallrijcndahil »00 fl. 2. . . «4? 20 84«-2<> Lüdbal,» ^00 II. 2..... 8? 0ü 88'«" Vüdnorbb, Verb'Ä. »00 sl. KM. 40« — 407 — Tiamway-Oes., «curNr.. Prl». ril«t«««ltirn 100 sl. . . . 12 — 1» - Uua.-aaliz. «isenb. »0Usl. Vllber 40« 75 407-50 Una.Urf»(X)sl.V. 409 — 410 - Wiener Lolalbahnen-slltVes. . UN — - — Danken. Nnglo'Ocsl. Vanl 120 fl, . . 29l--»N2 — Vaulverein, Wiener. «OU fl, . 25, 2! 25l-«> !«odll,.?lnst,,Otst., »00 sl, O. . 9k»-—z»?^,-- «ldt'Anst, f. Hand, >i. A. 1N0 fl. u? >.-2lg,,l00fl. . 801-5N802 20 Deposilexbanl, NNg,, 200 sl. . 411'— 44s> - He:» ««" «äüdcrtanl, Des«.. L'X» fl. . . 448 30 "^ vefteri'unaar, Vanl. «<« sl. . l!»33' >«" Uniimbanl »00 sl..... 5!»i 72 "7 " Verlchrlbanl, «ll« ,40 fl. . . 01" ^" zndullrlf.zinler» nehmungen. Vauges.. »llg. «ft.. 100 sl. . . l'.O-l?«'^ «aydlei «lfen. unb Etahl^ild. in W«en 100 sl.....—'"- ",^ n»,.Leil,«,. ..!l,l". Papiers, u. V.'V. 1»«'^ <'".!. liicfinaer Viaurr^ 100 sl. . . 307'^ ->'".,, WontllN'Vcstllsch,, Oeft.'lllpine. 49472"»" Prager «tüen-Inb,.«»!'!. ü00 fl. »84/- »°" SalaolTari, Elclnlohlen 100 fl. 2»» -^ ^.^ „2Hl0alm? ^ °<" ^ Wassenf,'«.,Oeft,!»Wle!!.I00sl. 23!'^"" Waaaon-Leihanft,. «ll«. ln Pest, .,..^ 400 X........ »20—«"^ wiener Vaugefellschllft 100 sl. . i«l2"'A,- Wiencrberaer i»«'^ Deutsche Vlatze...... 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