Nr. 37. Pränumeration «preise: yiir Laibach: Ganzj. fl. 8 ^0; Knsteiluna in» Han« »rtij. LS kr. Mit der Post: Ganzjahr. fl. IL. ^ ^ ^ ^ Insertionspreise Sin- Donnerstag, 14. Februar 1878. — Morgen: Faustmus. 11. Zabrg. Ein ernster Moment. Die Lage im europäischen Osten wird täglich bedenklicher. Manches, was man in den Bereich grundloser Befürchtungen verwiesen hatte, ist bereits zur Thatsache geworden. Rußland ist Herr der Donau, es steht vor Konstantinopel, bereit, jeden Augenblick dort einzurücken. Ein Petersburger Blatt konstatiert, daß nicht nur Stambul in russischen Händen ist, sondern, daß die russische Position die volle Möglichkeit gibt, jeder Flotte den Weg aus der Besika-Bai nach Konstantinopel zu verlegen. Die türkische Flotte wird inzwischen an Rußland übergeben, und sie wird keinen unerheblichen Zuwachs zu der russischen bilden. Nach einer Mittheilung der „Pol. Korr." steht es außer Zweifel, daß eiu russisch-türkisches Separatbünd-nis zu stande gekommen ist, welches mehrere wichtige Angelegenheiten regelt, die jeder Jngerenz der europäischen Mächte entrückt werden sollen. Endlich hat die Pforte auch ihre Zustimmung zur Abtretung der Dobrndscha an Runiänien ertbeilt. Alle diese Nachrichten, so fchwerwiegeno sie dem ruhigsten Beurtheiler auch erscheinen mögen, dürfen nach der Meinung der „Presse" uns Oesterreicher nicht beunruhigen. Weder in der bisherigen Haltung Rußlands noch in den jetzt bekannt gewordenen Friedensbasen, am wenigsten aber in dem demonstrativen Vorgehen Englands, selbst wenn dieses sich zur Kriegsforderung steigern sollte, ist ein vernünftiges Motiv zur Aeuderung unserer Politik, geschweige denn zu kriegerischen Maßnahmen zu stnden. Die Friedenspräliminarien, so dehnbar sie erscheinen mögen, sind in Ueberein-stimmung mit der Friedenspolitik des Drei-Kaiser-Bnndes, zu welchem auch England seinerzeit eingeladen ward, beizutreten. Aber England hatte dies versäumt und an nichts gedacht, als an seine eigenen Interessen! Oesterreich steht auf einem ganz anderen Standpunkte als England, Graf Andrassy hat dies eingesehen, und diese Erkenntnis hat ihn in einem glücklichen Moment auf die Bahn des Drei-Kaiser-Bündnifses geführt. Auf dieser muß er jetzt zur Wahrung der Würde Oesterreichs ausharren. Nur ein absichtliches, herausforderndes Abweichen Rußlands von jenen Friedensgrundlagen, die es im Drei-Kaifer-Bunde angenommen, könnte Oesterreich der übernommenen Verpflichtung für die Lokalisierung des Krieges entheben. Nicht so kalten Blutes, wie die „Presse", betrachtet die „N. fr. Presse" die Situation. Sie sieht in den Befürchtungen, welche man an der Themse wie an der Donau offen zur Schau trägt, nur das kläbliche Schauspiel einer verfehlten Politik. Sie erinnert, wie sie gewarnt und gedrängt, so lange es Zeit war, die Interessen Oesterreichs gegen Rußland zu schützen. Unnützen Lärm zu schlagen, überlasse sie anderen. Auf Protestnoten setzt sie eben so wenig Hoffnung, wie auf die Konferenz, die wahrscheinlich gar nicht zu stande kommen werde. Vorläufig triumphiere Rußland nicht durch seine Waffen oder seine Staatskunst, sondern durch die Unfähigkeit der europäischen Diplomatie, welche am besten thäte, am Tage des Einmarsches der Russen in Konstantinopel in oorpors abzudaukeu und ihre Geschäfte sogenannten Laien zu übergeben. Wie die Türkei, so habe man Runiänien an Rußland ausgeliefert. Nun sei es zu spät, sie der verderblichen Umarmung des nordischen Bären zu entreißen. Die Donau und Konstantinopel sind in Rußlands Hand, die englische Flotte steht wie ein Bettler vor der Thür des Reichen. Die „Deutsche Ztg." sieht den vollständigsten Triumph der russischen Politik in den geschickten Manövern seiner Diplomatie, durch welche der Sultan so russeusreuudlich geworden ist, daß er auf russischen Befehl nicht blos den Großfürsten Nikolaus nach Konstantinopel einladet, sondern gegen die Engländer, die Freunde von gestern, grob sein muß. Was man sich noch vor kurzem als höchste Gunst erbeten hatte, das Erscheinen der englischen Flotte im Bosporus, das wird jetzt auf Geheiß Rußlands rund abgeschlagen. Während früher Rußland die Christen, England den Sultan beschützt, haben sie jetzt die Rollen gewechselt. England sieht sich auf die Beschützung der Christen beschränkt, während der Sultan am Zaren einen neuen Gönner gefunden hat. Aber, schließt die „Deutsche Ztg.", England kann sich unmöglich als geschlagen erklären. Man gibt nicht kampflos die Herrschaft über ein großes Gebiet aus, unter diesen Aspecten tritt die Konferenz stark in den Hintergrund, und es scheint, es müsse noch ein großer Krieg ausgesochten werden, ehe sich die Diplomatie an den grünen Tisch setzt. Das „Wiener Tagbl." schildert die Lage in ähnlicher Weise und bringt als Schlüssel zur Lage die Enthüllung, der deutsche Botschafter Prinz Reuß sei es gewesen, der dem Sultan gerathen habe, mit Ausstellung des Passierscheines für die englische Flotte zu zögern, was auch ganz der bisherigen Haltung Deutschlands entsprechen würde. Damit stimmt es, wenn die „National-Zeitung" berichtet, Kaiser Wilhelm habe beim Empfange der Präsidenten des Reichstages geäußert: „Die Lage sei allerdings ernst, nichtsdestoweniger hoffe er noch immer, daß es möglich sein werde, den Frieden zu erhalten." Eine Aeußerung, wie sie beiläufig Aerzte in hoffnungslosen Fällen zu machen Pflegen. Feuilleton. Jagd auf wilde Thiere in Afrika. i. Wer hat wol je darüber nachgedacht, wie große Summen und wie viele Menschenleben es kostet, um die wilden Thiere herbeizuschaffen, welche wir in zoologischen Gärten und Menagerien bewundern, und welche Gefahren und Mühfale diejenigen zu überwinden und zu ertragen haben, welche sich fern von den Grenzen der Civilisation mit dieser Jagd beschäftigen? Dieses große Geschäft lugt einzig in den Händen von zwei deutschen Männern, welche ihre Agenturen auf dem halben Erdkreis zerstreut haben, und außer den Direktoren der zoologischem Gärten und den Besitzern der Menagerien haben wol nur sehr wenige eine Idee von dem Umfange dieses einzig dastehenden Unternehmens. Jene beiden Männer sind die Herren Karl und Heinrich Reiche, der erstere der Leiter des Ganzen in Newyork, der letztere in Deutschland lebend. Herr Karl Reiche hat sein Geschäft in Nr. 55 Chatham Str., und wer dort vorüber geht, glaubt nur den Laden eines Vogelhändlers zu sehen; aber hier werden die Aufträge für wilde Thiere aller Art, für die großen Me- nagerien und für die zoologischen Gärten in England, Rußland, Oesterreich und anderen Ländern ausgeführt. Die nach Amerika gebrachten Thiere hält Herr Reiche in einem großen Depot auf seinem Grundstücke in Hoboken. Herr Heinrich Reiche lebt in Deutschland, wo sich auf einer ländlichen Besitzung das Hauptdepot für die ganze Welt befindet, welches mit allen Einrichtungen versehen ist, um alle Arten von Vögeln, wilden Thieren und Reptilien dort zu halten, die in irgend einem explorierten Theile der Erde leben, und wo augenblicklich jede Bestellung auf Vögel, vom Canarienvogel und anderen Sing- und abgerichteten Vögeln bis zu einer Herde Strauße, und voii einer Feldmaus bis zum Elefanten ausgeführt werden kann. Afrika, das Vaterland der größern Anzahl reißender Thiere, ist das ausgedehnteste Feld für die Operationen der Herren Reiche. Dort haben sie viele Stationen mit Sheiks oder Häuptlingen, welche sie besolden, und dort wcrdeu den Ein-gebornen gute Preise für schöne Exemplare von seltenen Vögeln und wilden Thieren gezahlt. Während neun Monaten im Jahre haben die Herren Reiche dort aber auch eine Anzahl von erfahrenen weißen Afrika-Jägern, welche von Station zu Station reisen, die nöthigeu Anordnungen treffen, die Thätigkeit der Eingebornen überwachen und Elefanten, Löwen, Leoparden, Tiger und andere wilde Thiere fangen. Diese Gesellschaft von Jägern besteht gewöhnlich aus vier bis sechs, und nie aus mehr als acht; sie stehen unter dem Kommando eines alten Jägers und Trappers, Namens Karl Lohser sie verlassen Deutschland etwa am 1. Septembe; nnd kehren Anfangs Juni von Afrika zurück, da während der übrigen drei Monate des Jahres, der Regenzeit, das Klima im Innern von Afrika so schlimm ist, daß Weiße nur sehr selten es ertragen und überdauern können. Einige haben es einmal versucht, aber die Weißen starben, und die Ueberlebenden waren vom Fieber so abgemattet, daß sie nichts zu thun vermochten. Von ärztlicher Behandlung kann dort natürlich nicht die Rede sein und alles, was die Leute thun können, ist, wie einer sich ausdrückte, Pferdeportionen von Chinin zu verschlucken, um entweder gesund zu werden oder zu sterben. Wenn die Jäger Deutschland verlassen, nehmen sie eine vollständige Ausstattung an Kleidern, Waffen, Geschenken für die Häuptlinge und 7- bis 12,000 Dollars in Wechseln und Kreditbriefen mit. Sie gehen zuerst nach Triest, von da nach Corsu, dann nach Alexandria, und dann per Eisen- Parlamentarisches. Am verflossenen Dienstag setzte das Abgeordnetenhaus die Debatte über den Zolltarif fort. Als erster Redner sprach Abgeordneter Pacher. Er führte aus, die österreichische Industrie habe bisher des nöthigen Schutzes entbehrt. Ob der vorliegende Zolltarif allen Nöthen abgeholfen, lasse sich heute nicht sagen, denn die einzelnen Positionen seien willkürlich und entbehren jeder Begründung, doch biete er wenigstens den Vortheil freier wirthschastlicher Selbstbestimmung und deshalb werde er für denselben stimmen. Schließlich protestierte er gegen die Compensation der Jndn-striezölle mit den von Ungarn geforderten Finanzzöllen. Abgeordneter Teuschl erklärte als obersten Grundsatz der Zollpolitik die Zolleinheit zwischen Oesterreich und Ungarn, die Regierung habe nicht gut gethan, einen Zolltarif ohne Begleitung eines Zoll- und Handelsbündnisses einzubringen. Redner behält sich Amendements für die Spezialdebatte vor. Abgeordneter Peez besprach in längerer Rede das Verhältnis zwischen Oesterreich und Ungarn. Er machte aufmerksam, daß man die ungarische Industrie unterschätze, sie habe sich in Oesterreich ein großes Absatzgebiet erobert, und für ihre Zwecke sei im vorliegenden Tarif besser gesorgt, als für die der österreichischen Industriellen. Unsererseits aber haben die ungarischen Rohprodukte in Oesterreich einen guten Markt, somit sei im Tarif selbst die gegenseitige Compensation für die von beiden Reichshälften der Gemeinsamkeit des Zollgebiets gebrachten Opfer enthalten. Sollte es Ungarn vorziehen, Zollschranken aufzurichten, so werde es die Folgen davon in kürzester Zeit selbst spüren. Er habe zwar die Ansicht, daß der Ausgleich im gegebenen Moment nicht durchführbar sei, und daß es am besten gewesen wäre, wenn man den Vertrag von 1867 einfach verweigert hätte, er werde aber, um den Ausgleich möglich zu machen, für den Tarif und für mäßige Finanzzölle, 20 fl. bei Kaffee und 3 fl. bei Petroleum, stimmen. Abgeordneter Granitsch endlich, ein Anhänger der Freihandelstheorie, sprach gegen die Zollpolitik der Regierung, die Agitation für den Schutzzoll sei nur von einem kleinen Kreise von Industriellen ausgegangen. Das oberste Prinzip der Vorlage sei die Permanenzerklärung des Zollkrieges, und was dieser bedeute, das zeige sich jetzt schon in der Aushebung der Freiheit des Garnexports nach Deutschland, durch welche zahlreiche Industrielle schon geschädigt worden seien. Die Regierung habe mit keinem Morte die Aendernng ihrer Wirth- bahn nach Sner; hier wechseln sie alle Werthpapiere in Marra Theresienthaler um, das einzige Geld, welches die Araber und die Sheiks kennen. Eine Note der Bank von England ist für sie werthlos, und für das glänzendste amerikanische Zehn- oder Hwanzig-Dollarstück würden sie nicht den gewöhnlichsten Affen kaufen können. Dann gehen sie mit dem türkischen Dampfer nach Jeddo und endlich nach ihrer letzten Reisestation Sara-chin, von wo aus sie dann ihre lange, langweilige und ermüdende Reise durch die nubische Wüste antreten. Sie kaufen Kameele, Wasser und Proviant, und Menschen, je nach dem Bedarf Sheiks und andere Eingeborne, welche letztere sehr billig zu haben sind, da sie für die ganze Reise durch die Wüste nicht mehr als fünf, höchstens sieben Thaler kosten und, wenn die Karawane am Ziele angelangt ist, zusehen müssen, wie sie wieder nach Hause kommen. Nun geht die Reise nach Ho-niahn, der ersten Hauptstation der Herren Reiche in Afrika, wo die Unterschiede der Kaste strenge eingehalten werden. Jeder Weiße hat eine Wohnung für sich, welche aus einem Strohhause von 20 Fuß Breite und 30 Fuß Tiefe besteht und in zwei Räume getheilt ist. In Wohnhäusern wohnen, essen und schlafen sie, während sie in einem derselben das Geld aufbewahren, welches auf den schaftspolitik motiviert, eine Aendernng, welche von den schädlichsten Folgen begleitet sein werde. Der Redner stimmte schließlich gegen das Eingehen in die Spezialdebatte. Nächste Sitzung 13. Februar. Tagesneuigkeiten. — Bei lebendigem Leibe gepfählt und verbrannt. Ein haarsträubendes Verbrechen theilt die Staatsanwaltschaft in Danzig der Wiener Polizeidireetion mit: Am 20. v. M. in den Morgenstunden ist die Botenfrau, Witwe Rasch aus Praust, auf dem Wege zwischen Artschau und Pranst, Kreis Danzig, durch Messerstiche verletzt, beraubt und dann bei lebendigem Leibe gepfählt und an den Kleidern in Brand gesteckt worden, so daß sie eines qualvollen Todes gestorben ist. Dieses bestialische Verbrechen hat der bereits in Haft befindliche Arbeiter Karl August Klein im Vereine mit dem derzeit flüchtigen Arbeiter Julius Nagel aus Praust ausgeführt. Letzterer ist zu Lissau, im Danziger Kreis, gebürtig, mittelgroß, hat blonde Haare, blaugraue Augen, blasse Gesichtsfarbe, hellblonden Schnnr-uud Backenbart, an der linken Seite des Halses eine Brandnarbe und war mit braunem Jaqnet, grauer Zeughose, schwarzer Tuchmütze und Schirm bekleidet. Aus die Ergreifung des Ruchlosen ist von der Regierung zu Dauzig eine Belohnung von 300 Mark ausgesetzt. Lokal-und ProvinMl-Hngelegenheitell. Original-Korrespondenz. Gottschee, 13. Februar. In unserer Feuerwehrfrage, die austaucht und verschwindet wie die Seeschlange, ist endlich gestern ein weiterer Schritt gethan worden. Herr Bürgermeister Braune hatte, in richtiger Erkenntnis des wichtigen Gegenstandes, eine Versammlung aller Klassen der Bevölkerung angeordnet, die in erfreulicher Weise so zahlreich besucht war, daß die Gasthauslokalitäten der „Vereinigung" kaum genügten. Er machte hierauf die Erschienenen auf die Bedeutung einer einheitlichen, sicheren Leitung bei entstandener Feuersgefahr aufmerksam und forderte sie schließlich auf, zur Wahl eines fähigen und tüchtigen Hauptmanues zu schreiten. Von den drei Kandidaten, die hiesür in Vorschlag gebracht worden waren, erhielten Herr Georg Röthel 70, Herr Josef Obermann 26 und Herr Josef Petsche 2 Stimmen. Ersterer erklärte, im Interesse der guten Sache die Wahl, trotz der damit verbundenen Opfer und Verantwortlichkeiten, anzunehmen, Rücken der Kameele in Koffern über die Wüste gebracht ist. Kein Versuch wird gemacht, dies zu verheimlichen, und ebenso wenig während der Reise eine Heimlichkeit daraus, welche Thiere damit beladen sind. So grundehrlich sind die farbigen Eingebornen, daß während sechs Jahren auch nicht ein einziger Thaler entfremdet worden ist. Ost sind in diesem Hanse, oder vielmehr dieser Strohhütte, zehntausend Thaler in Silber anfbewahrt worden, mit nur einem oder zwei weißen Männern im Camp, umgeben von Arabern, Schwarzen und Mischlingen, aber nie ist auch nur der geringste Raubversuch gemacht worden, denn die Eingebornen wissen, daß sie zu nichts berechtigt sind, bevor sie es verdient haben, und nie werden sie den Versuch machen, etwas auf Unrechtem Wege zu erlangen. Die Eingebornen schlafen wie und wann sie wollen und erhalten täglich dreimal eine Portion Mais, den sie mahlen und auf ihren eigenen Feuern kochen. Die Weißen haben farbige Köchinnen und leben ganz gut. Zum Frühstück haben sie Kaffee, Eier und Maisbrod und dazu ein gebratenes Huhn, wann immer sie es wollen, denn an Hühnern fehlt es nicht. Zu Mittag haben sie Rind- oder Hammelfleisch, welches aber sehr zähe ist, und und sprach den Wunsch aus, seine Thätigkeit möge nie ernstlich in Anspruch genommen werden, obwol er sich bemühen wolle, das ihm entgegengebrachte Vertrauen im Falle der Noth nach Kräften zu rechtfertigen. Seine Rede wurde sehr beifällig ausgenommen, da man sich wirklich freute, einen fähigen, erfahrenen Mann zur Leitung einer für jedermann beruhigenden und nutzbringenden Institution vermocht zu haben. Dieselbe verfügt bereits über ein ansehnliches Stammkapital, das theils aus freiwillig gespendeten Beiträgen, theils als Ergebnis eines im vorigen Jahre abgehaltenen Bestkegelschiebens einging, und bald durch den Reinertrag einer Theatervorstellung verniehrt werden soll, die demnächst in Szene geht. Man will Kotzebue's lustige Posse: „Der Wirrwarr" geben. Die Vorbereitungen dazu sind im vollen Gange, die Rollen, die sich in bewährten Händen befinden, werden emsig studiert, und dem Pnbliknm steht ein heiterer Abend in Aussicht. — (Aus dem Parlamentshause.) Der Budgetausschuß des Abgeordnetenhauses hat seine» Bericht über die Regierungsvorlage, durch welche dem Finanzminister die Ermächtigung zur Veräußerung der bekannten vier ärarischen Häuser in Laibach im Gesammtwerthe von 72,'>00 fl. ertheilt wird, bereits vorgelegt Der Ausschuß empfiehlt die unveränderte Annahme der Regierungsvorlage. -(Die hiesigen Mittelschulen) schließen am 16. d. das erste Semester ab. — (Die philharmonische Gesellschaft) zählt mit Schluß des Vereinsjahres 1877: 40 Ehren-, 91 ausübende und 370 beitragende, zusammen 501 Mitglieder; unter den ausübenden Mitgliedern 32 Damen und 59 Herren. — (In der Weinbauschule in Slap) wird ein Hilfsgärtner ausgenommen. — (Hoffnungsvolle Jugend.) Dem hiesigen Schneidermeister Franz Heleznikar wurde von seinen zwei Lehrjungen der namhafte Betrag von 180 fl. gestohlen. Die beiden Jungen verpraßten die unredliche Beute und wurden dem hiesigen Untersuchungsgerichte zur Amtshandlung übergeben. — (Faschingschronik.) Frau Schunko arrangierte gestern abends in den Restaurationslokalitäten des Hotels „Europa" ein Tanzkränzchen, und inachte einen überraschend glücklichen Wurf, mehr als 200 Gäste fanden sich ein; 40 Paare standen in den Reihen der Quadrille, ungezwungene Gemüthlichkeit und rege Tanzlust herrschte , Küche und Keller fanden verdiente Anerkennung, in erster Linie der Wiseller und Unterkrainer ans Taukers Mais. Ein guter Ochs kann für vier, und eine gute eßbare Ziege für einen halben Thaler gekauft werden. Ein Gärtchen versieht sie mit etwas Gemüse, auch bauen sie viele Zwiebeln, welche stark gegessen werden. Ein Mittagsessen würde ohne Zwiebeln gar kein Essen sein, und zu allen Tageszeiten, wenn sie Hunger fühlen, müssen Zwiebeln herhalten. Das Abendbrod ist dem Frühstück ähnlich, und darnach kommt auch der ihnen unzertrennliche Abendfreund der Deutschen, die lange Pfeife mit Porzellankopf. Im Innern der Hütte findet man Elefantenzähne, Löwen- und Leopardenfelle, Jagdröcke und Hüte, hochschäf-tige Stiefel, Büchsen, Pistolen, farbige Flanell-Hemden und Geschirrstücke, alles bunt durcheinander; aber in einer sichern Ecke, wo es nicht so leicht beschädigt werden kann, liegt ein deutsches, schönes Accordion; hier spielt Lohse in den langen Abenden, wenn die Jäger von den Gefahren und Beschwerden ihres Tagwerkes ausruhen, bald geistliche, bald weltliche deutsche Lieder, während die anderen Rauchwolken in die Lust blasend, der fernen Heimat gedenken. Die Lichtung ist am Ufer des Settet, eines kleinen Nebenflusses des Nil, und ist mit einer starken und hohen Dornenhecke umgeben. Abends, nachdem die Thiere gefüttert und getränkt, an Kellerei. Die Lokalitäten konnten die reiche Zahl der Gäste gar nicht fassen, und allseitig wurde der Wunsch ausgesprochen, Frau Schunko möge im Verlause dieses Faschings noch einen solchen Vergnügungsabend, der das deutsche und slovenische Element so brüderlich vereint, in Szene setzen. Die Gesellschaft trennte sich erst in heutiger später Morgenstunde. — (Landschaftliches Theater.) „Dem Verdienste seine Kronen!" Dieser Wahlspruch bewährte sich gestern aus Anlaß der zum Vortheile der in allen hiesigen Gesellschaftskreisen beliebten und geachteten Schauspielerin Fräulein Nufcha Butze stattgefundenen Benefizvorstellung. Die anspruchslose, im naiven Fache ausgezeichnete junge Schauspielen» wurde vom vollbesetzte» Hanse mit lautem, anhaltendem Beifalle begrüßt, empfing i» der Antrittsszene zwei Lorbeerkränze, vier große, mit schweren Bändern decorierte und zwei kleinere Blumeubouquets. Nach Abzug der Tagesausgaben per 68 fl. erhielt Frl. N. Butze von der Theaterkasse 85 fl. und au Ueberzahlung von Theaterfreunden 50 fl., überdies aus hohen kunstfreundlicheu Damenhänden und von Freuudeu der Bühne sehr werthvolle Prätiosen, namentlich Brillant-Ohrgehänge und Broche, zwei Armbänder und einen Fingerring, letztere drei Schmucksacheu mit Edelsteinen besetzt. Diese hochherzigen Spenden liefern neuerlichen Beweis, daß Laibach die Verdienste einer talentierten und fleißigen Schauspielerin zu würdigen weiß. Solch' eminent hervorragender Sympathien hatten sich noch Wenige Töchter der dramatischen Muse in Laibach zu erfreuen! Das bekannte Bühnenwerk „Rosa und Röschen" von Charlotte Birch-Pfeiffer wurde mit Eleganz und Feuer abgespielt, Herr Kraft (Felix von Werden) präsentierte sich als Künstler im wahren Sinne, wurde mit sechsmaligem Hervorruf ausgezeichnet, war der Held des Abends, und Frl. Nufcha Butze (Röschen) stand ihm würdig zur Seite; nicht minder lobenswerth spielten Frl. Anselm (Rosa), Frau Ströhl (Gertrude Grimminger), Herr Hellwig (Saldan) und die kleine Ströhl (Friede!); auch die übrigen Bühnenmitglieder setzten ihre volle Kraft ein, um den Ehrentag des Fräulein Nnscha Butze festlich zu begehen und die volle Befriedigung des Publikums herbeizuführen. Bühne und Publikum feierten einen seltenen Festtag.___________________________________ Aus dem Schwurgerichtssaale. Laibgch, 13. Februar. Heute steht die 32jährige Zigeunerin Karolina Pestner aus Marienthal, der deutschen Sprache vollkommen mächtig, vor den Schranken des Schwurgerichtes, angeklagt wegen Verbrechens des Betruges. Spannseile gelegt und gut gesichert sind, werden in unregelmäßigen Zwischenräumen große Feuer umher angemacht, um die wilden Thiere zu verscheuchen, ein Wachtposten wird aufgestellt. Um zehn Uhr schläft mit Ausnahme dieser Wache alles und träumt von Weib und Kindern zu Hause, während Hyänen, Löwen, Tiger und Leoparden ihr gräuliches Nachtkonzert anstimmen. Myriaden von Fliegen, Mücken und anderen Insekten sind den Jägern zeitweise sehr lästig, aber eine Quelle des Vergnügens für die Eingebornen, welche ihre schwarze Haut mit Fett eingerieben haben, dadurch gegen die Stiche der Insekten geschützt sind und sich nun über die Qualen ihrer weißen Gefährten lustig machen. Morgens um fünf Uhr wird das La ,er wieder lebendig, und das Tagewerk beginnt aufs neue. Die eingebornen Jäger formieren sich in Banden von etwa zwanzig Mann und ziehen nun, einen weißen Jäger an der Spitze, in verschiedenen Richtungen aus, während diejenigen, welche im Lager bleiben, sich damit beschäftigen, die Lager zu reinigen, die in Käfigen eingesperrten Thiere zu füttern, Kisten für den Transport und Käfige für die neu zu erwartenden Thiere zu Machen. Der Gerichtshof besteht aus dem OLGR. Ka-pretz als Vorsitzende», dem LGR Dr. Vidiz und dem Landcsgerichts-Adjimcten Tonis ic als Votanten ; Schriftführer Auskultant Miknsch, Vertreter der Staatsanwaltschaft Staatsanwaltsubstitut Sch et ina, Vertheidiger der Angeklagten BR. Konschegg. Die Anklage bringt nachfolgende Date»: Anfangs September 1876 erschien ini Hause der jungen Ehelente Franz nnd Maria Goltesch in Stranje, Bezirk Stein, eine Zigeunerin, Namens Karolina Pestner. Diese Weibsperson benützte die Empfänglichkeit des Landvolkes für die falschen Lehren des Aberglaubens, um die genannten schwachsinnigen Eheleute zu wiederholteninalcn durch die üblichen Taschenspiclcrkünste und falsche Vorspiegelungen irre z» führen nnd denselben auf dem Wege der List u»d des Betruges eine bedeute»de Geldsumme und auch Werthgegenstände zu entlocken. Beim ersten Besuche der genannten Zigeunerin im Goltesch'schen Hanse gab Karolina Pestner an: sie besitze die Kraft und Macht, die Eheleute Franz und Maria Goltesch vor Unglück zu bewahren und die leidende Maria Goltesch gesund zu machen; hiezu bedürfe sic eines Barbetrages von 20 fl., Welchen sie ans den, Kirchhofe einzugraben vorgab. Die Eheleute Goltesch ließen sich täuschen und erfolgten der Zigeunerin den abgefordertcn Geldbetrag. Nachdem der erste Versuch glückte, machte Karolina Pestner nach kurzer Zeit den zweiten, sie besuchte die genannten Eheleute, spiegelte denselben vor, daß sie Reichthnm herbei zaubern könne und zu diesem Zwecke einen Betrag von 30 fl. benöthige, um mit demselben in verschiedenen Wallfahrtskirchen „heilige" Messen lesen zu lassen; auch dieser Versuch glückte. Kurz nach dem zweiten gelungenen Debüt erschien die Zauberin zum dritteumale im Goltesch'schen Hause, rühmte sich, daß sie die Kunst verstehe, aus 300 fl. — 3000 fl. zu machen, verwendete zu ihrer Hexenkunst einen gefüllten Weizensack und forderte von den genannten Eheleuten eine Barschaft von 220 fl. in Noten, 80 fl. in Silber, nebstdem ein Paar goldene Ohr- und Fingerringe und sechs seidene Tücheln ab. Die genannten Eheleute leisteten den erwähnten Forderungen sofort Folge. Das iu profetischer Form signalisierte Wunder blieb aus, aber auch die Zigeunerin Karolina Pestner ließ sich nicht mehr sehen, sie wurde flüchtig, nachdem sie den Eheleuten Franz und Maria Goltesch einen Gesammtschaden von 373 fl. in Bargeld und Effekten zugesügt hatte. Der Arm der Gerechtigkeit war so glücklich, die verbrecherische Betrügerin zu ergreifen, uud heute steht sie vor den Schranken des hiesigen Schwurgerichtshofes, über die ihr vorgetragene Anklage nichts anderes vorbringend, als daß sie die ihr zur Last gelegten Betrügereien nicht ausgeführt habe, daß es eine andere Person gewesen sein müsse. Die einvernommenen beschädigten Eheleute berufen sich auf die in der Untersuchung gemachten eidlichen Aussagen, uud diese, wie die anderen zwei eidlich vernommenen Zeugen, bestätigen, daß die vor ihnen stehende Weibsperson, Karolina Pestner, es war, die im Goltesch'schen Hause die angegebenen drei Betrngssälle verübte. Nach Schluß des Beweisverfahrens stellt der Vorsitzende an die Geschwornen die aus drei Punkten bestehende Hauptfrage: ob die angeklagte Karolina Pestner schuldig sei, die Eheleute Franz und Maria Goltesch durch verschiedene Taschenspielerkünste und falsche Vorspiegelungen, im Wege der List und Täuschung, dreimal irregeführt und denselben Geldbeträge von 20, 30 und 293 fl., überdies ein Paar Ohr- nnd Fingerringe, nebstdem sechs seidene Tüchel in betrügerischer Weise entlockt und so den genannten Eheleuten einen Gesammtschaden von 373 fl. 33 kr. zugefügt zu haben? Der Staatsanwalt ergreift das Wort: die Kriterien eines Verbrechens sind vorhanden. Leider ist das Landvolk in Krain für abergläubische Vorspiegelungen noch immer sehr zugänglich, die Zigeun erin Kcrrokma Pestner benützte den Schwachsinn der' genanuten Eheleute, stellte denselben Glück, Gesundheit und Reichthum in Aussicht, sie ließen sich bethören, »pferten Geld und Werthgegenstände. Karolina Pestner ergriff die Flucht, nachdem sie die Goltesch'schen Eheleute um 373 fl. 33 kr. betrogen hatte. Nach den vorliegenden Unterfuchungsaeteu obwaltet kein Zweifel, daß die vor uns stehende Karolina Pestner die Betrügerin ist. Die Angekl a g t e weiß über die Auslassungen des Staatsanwaltes nichts zu erwidern. Der Vertheidiger der Angeklagten gibt zu, daß die Eheleute tzkütesch durch Benützung ihres abergläubischen und schwachen Sirmes einen den Betrag vou 300 fl. übersteigenden Schaden erlitten, er erkennt den objektiven Thatbestand als konstatiert an; in subjektiver Beziehung jedoch mtsse er es den Geschwornen überlassen, zu entscheiden, ob sie in der Person der Angeklagten, Karolina Pestner, die Betrügerin erkennen Der Gerichtshof-Präsident rekapituliert den ganzen Straffall in klarer Form, weiset auf die eidlichen Aussagen der Beschädigten und Zeugen hin, konstatiert die Verübung des Verbrechens des Betruges, infolge dessen die Eheleute Goltesch einen Schaden von mehr als 300 fl. erlitten, uud betont, daß Karolina Pestner durch Täuschung, List und falsche Vorspiegelungen die genannten Eheleute irregeführt und betrogen habe. Nach kurzer Berathung verkündet der Obmann der Geschwornen, Graf Lanthieri, die Sentenz der Geschwornen, dahin lautend, daß die Hauptfrage einhellig bejaht wurde. Der Staatsanwalt beantragt ein Strafausmaß von fünf bis zehn Jahren Kerker, in der Erwägung, als das Verbrechen mit Ueberleguug, Vorbereitung und Raffinement durchgeführt wurde; mildernd falle in die Wagschale, daß Karolina Pestner bisher nnbeanständet war. Die Angeklagte bittet um eine gnädige Strafe, der Vertheidiger derselben schließt sich dieser Bitte an, ersucht um mildes Strafausmaß, indem die Angeklagte ein Kind zu versorgen habe und Besserung erwarten lasse. Die beschädigten Eheleute verlangen vollen Schadenersatz mit 373 fl. 33 kr., welchen zu leisten Karolina Pestner wegen gänzlicher Vermögenslosigkeit, sich außer Stand erklärt. Nach kurzer Berathung verkündet der Vorsitzende das Urtheil; dasselbe lautet: Karolina Pestner sei des Verbrechens des Betruges schuldig und dieserwegeu mit dreijährigem schweren, in jedem Monate mit einmaligem Fasten verschärftem Kerker zu bestrafen, habe überdies Schadenersatz im Betrage von 373 fl. 33 kr. und den Ersatz der Strafprozeß- und Strafvollzugskosten zu leisten. Die Angeklagte erklärt, mit diesem Urtheile zufrieden zu sein. Witterung. Laibach, 14. Februar. Morgenroth, der Himmel thellweise leicht bewölkt, schwacher NW. Temperatur: morgens 7 Uhr — 6 2"' nachmittags 2 Uhr -j- 3 8" 6. (1877 -j- 7 2«; 1876 - 2 2° 6.> Barometer im Fallen, 74156 mm Das gestrige Taaesmittel der Temperatur — 3 7«, um 3 3» unter dem Normale. Verstorbene. Den 13. Februar. Maria Äos, 23 I., Schneiders-gattin, Zivilspital, Gehirnödem. — Johann Ahec, Inwohner, 73 I , Zivilspital, Marasmus Im k. k. Garnisonsspital: Den 3. Febrnar. Lukas Schemitz, Infanterist der l4 Kompagnie des 17. Linien- Infanterieregiments, Lungentuberkulose. ___________ Theater. Heute bei aufgehobenem Abonnement (gerader Tag>: Zum erstenmalc (ganz neu): Hamlet. Komische parodierende Operette in 6 Bildern nach Shake-speare. — Musik und Text von Kapellmeister Julius Hopp. Ein billiges Heilmittel. Jedermann weiß, wie hartnäckig Erkältungen, Lungen-katarrhe oder ähnliche Affeetionen in der Regel sind, wie viel Zeit deren Kurierung gewöhnlich in Anspruch nimmt, und welche Dosen von Medikamenten als Tisanen, Sy-rupe re. zu diesem Behuse augeweudet werden müssen. Es ist serner niemand fremd, day eine vernachlässigte Erkältung häufig eine Lungenerkrankung nach sich zieht, wenn sic nicht in Schwindsucht übergeht. Vielfach anqestellte Experimente haben dargethan, daß der norwegische Theer, in reinem Zustande und entsprechend präpariert, eine ans Wunderbare grenzende Heilkraft aus die vorerwähnten Krankheiten mit erstaunlicher Raschheit ausübt. In seinem ursprünglichen Zustande kann der Theer seines unangenehmen Geschmackes und seiner klebrigen Beschaffenheit wegen nicht genommen werden; ein Pariser Apotheker, Herr Gnyot, ist daher auf den Gedanken gekommen, ihn in kleine, runde und mit einer Gelatinehülle versehenen Kapseln in Pillengröße einzuschließen. Nichts ist leichter zu nehmen als dieses Präparat, das, leicht auflösbar, den Theer mit der größten Raschheit zur Wirkung gelangen läßt. Zwei oder drei Guyvt'sche Theerkapseln zu jeder Mahlzeit genommen, führen eine sofortige Linderung herbei und genügen in den meisten Fällen, um in geringer Zeit eine Heilung der hartnäckigsten Erkältung und eines jeden Lungenkatarrhs herbeizuführen. Man kann damit selbst der bereits vorgeschrittenen Lungenschwindsucht Halt gebieten und dieselbe ausheilen; in diesem Falle hält der Theer die Auflösung der Tuberkeln auf und ist mit Hilfe der Natur die Heilung oft rascher bewerkstelligt, als man es hoffen und erwarten durste. (S1) 2—1 Man kann dies populär gewordene Mittel nicht genug empfehlen und dies fowol hinsichtlich seiner Wirksamkeit als auch seiner Billigkeit In der That kommt, da jeder Flacon 60 Theerkapseln enthält, die ganze Kur aus nicht höher als 10 bis 20 Kreuzer täglich zu stehen und schließt dabei außerdem den Gebrauch von Medicamenten in Form von Tisanen, Pastillen oder Syrupen vollständig aus. Um sicher die echten Guyot'schen Theerkapseln zu erhalten, ist darauf zu achte», daß die Etiquette des FlaconS die Unterschrift Guyot in dreifarbigem Drucke enthält. Depot in Laibach bei G. Piccoli, Apotheker. Angekommene Fremde am 13. Februar. Hotel Stadt Wien. Krautzberger und Lab, Wien. — Kaufmann, Bahnbeamter, Moschganzen. — Meufchel, Kfm., Nürnberg. Hotel Elefant. Unger, Schauspieler, und Cicin, Post-offizial, Wien. — Strupi, St. Lorenz. — Lalentfchitfch, Privat, Siffek. — Derbitfch, Bezirkshauptmaun, Krain-burg. — Vesel, Pfarrer, Heil. Geist. Kaiser von Oesterreich. Galbe, Krain. Mohren. Peer, Kaffcesie.der, Fiume. — Sontschan, Kresuiz. — Lampe.Maria, Zagraz. __________________ Lebensmittel-Preise in Laibach am 13. Februar. Weizen 9 fl. 43 kr., Korn 6 fl. 50 kr., Gerste 6 fl. — kr., Hafer 3 fl. 58 kr., Buchweizen 6 fl. 34 kr., Hirse 6 fl. 18 kr.. Kukurutz 6 fl. 80 kr. per Hektoliter; Erdäpfel 3 fl. 3 kr. per 100 Kilogramm; Fisolen 8 fl. 50 kr. per Hektoliter; Rindschmalz 94 kr., Schweinsett 80 kr., Speck, frischer 68 kr., geselchter 72 kr., Butter 80 kr. per Kilogramm; Eier 2 kr. per Stück; Milch 7 kr. per Liter; Rindfleisch 52 kr., Kalbfleisch 56 kr., Schweinfleisch 52 kr. per Kilogramm; Heu 2 fl. 23 kr., Stroh 1 fl. 78 kr. per 100 Kilogramm; hartes Holz 6 fl. 50 kr., weiches Holz 4 fl. 50 kr. per vier C.-Meter; Wein, rother 24 fl., weißer 20 fl. per 100 Liter. ___________________________________ Gedenktafel über die am 16. Februar 1878 stattfindenden Licitationen. 3. Feilb., Pschiebl'sche Real., Laibach, LG. Laibach. — 8. Feilb., SlapSak'scher Real., Draga, BG. Nafsenfuß. — 3. Feilb., isustersi^sche Real., Ostrog, BG. Landstraß. — 3. Feilb., Gorischek'sche Real., Oberfeld, BG. Landstraß — 2. Feilb., Gustt'sche Bcsitzrcchte, Vigaun, BG. Reifniz. — 1. Feilb., Gras Lanthieri'fche Real., Slap, LG. Laibach._______ Telegramme Wien, 13. Februar. Die „Pol. Korr." meldet aus Pola vom 13.: Contre-Admiral Barry ist mit dem Flaggenschiff „Habsburg'' heute nachmittags nach dem Oriente abgegangen. Rom, 13. Februar. Die Kardmalscongre-gation, die Vetofrage prüfend, beschloß, dem heiligen Collegium die volle Actionsfreiheit zu wahren, den das Vetorecht besitzenden Mächten jedoch die Möglichkeit zu lasse«, ihre Bemerkungen vorzubringen. London, 12. Februar. Vier Panzerschiffe des Kanalgeschwaders wurden nach Gibraltar beordert. — Im Oberhause theilte Derby mit, er hoffe, Donnerstag werde die britische Flotte unweit oder vor Konstantinopel sein. Alle Mächte stimmten der Konferenz zu. Konstantinopel, 13. Februar. Die britische Flotte passierte die Dardanellen und drang in das Marmarameer ein. Konstantinopel, 12. Februar. In der Kammer erklärte die Negierung, die britische Regierung verzichtete, eine Eseadre nach Konstantinopel zu senden, weil Konstantinopel ruhig sei und die Pforte gegen die Absendung protestiere. — Die griechischen Truppe» räumten gänzlich Thessalien^____________________ _________ Wiener Börse vom 13. Februar. Akkaemeiae §taa1»-> säulä. Papierrente ! Silberrente........... Goldrente............. Staatslose. 1839. . . „ 1854. . . „ 1860. . . 1860(5tel) „ 1864. . . Gruaäeutkastungr- Obkigatioaea. Galizien.............. Siebenbürgen . . . Temeser Banat . . . Ungarn................. V3--66 30 74 — 301 — 108-25 1 0 75 180 50 138 - - Aaäere öffentliche Aakelien. Donan-Regnl.-Lose Ung. Prämienanlehen Wiener Anlehen . . . Actiea v. Aankea. Kreditanstalt f.H.n.G. EScompte-Ges.,n.ö. . Vtationalbank........ Aetiea o.Traarport Äateraekmuagea. Alsöld-Bahn Donau ^ Ware «i 10 66 40 74 10 303 — 08 7^ 111 — 12 50 138-25 86 50 77 78 — 78-75 103 75 76-25 86 50 220 50 7 0'- 111 50 361 10 — 1970 128 50 242 50 11> — 385 — 87 77 50 78-50 .9 25 104 25 76 50 84-75 220-75 795 - 112 362 — 162 — 1980 129-243' 119 388 Geld Ware 104 50 113-50 256 — 75 75 100- 10 t 50 8 65 9v40 91-. 5 105 50 11 t 50 25.6-50 76 ?5 109 50 105— 89-85 98 50 95- Nordwestbahn .... Nudolfs-Bahn .... Staatsbahn............ Südbahn............... Ung. Nordostbahn . . Pfandbriefe. Bodenlreditanstalt in Gold............. in öfterr. Wahr. . . Nationalbank.......... Ungar. Bodenkredit- . Peiorilülr-Obkig. Elisabethbahn, l.Em. Herd.-Nordb. i. Silber Hranz-Ioseph-Bahn. Galiz.K-Ludwigb, I.E. Oest. Nordwest--Bahn Siebenblirger Bahn Staatsbahn, 1. Em. Südbahn L 3 Perz. Prioatkofe. Kreditanstalt .... Nudolfsstiftung. . . Devifea. London ............. Kekllsortea. Dnkaten...............5'63 >ü 64 20 Franc«............. 9 55 !>-56 100 d. NeichSmark . .,58'85 58-— Silber................>104 50>1 »470 92 50 105'50 7 75 100-87-65 25 15 50 111 7-95 5 161-51. 1350 92— 106 — 87— 100-50 87-25 6>i'50 156 -112 — 95'7u Für wenig Pfennig wöchentlich die deutschen klassischen Dichter in neuen zeitgemäßen, sorgfältig revidierten Ausgaben. Unterzeichnete Buchhandlung erhielt soeben die erste Lieferung der neuen Subscription aus Hernpels wohlfeile Klassiker-Ausgaben. Dieselbe wird die Meisterwerke von Goethe, Lessing, Wieland, Platen, Jmmerman», Boß, Mnsäus, Chamisso, Th. Körner rc re. in neuen, sorgfättig revidierten, vollständigsten Ausgaben, mit erläuternden Anmerkungen, Registern re., enthalten. Wöchentlich erscheint eine Lieferung von 8 bis 1l Druckbogen L 25 kr. Roch nie w>irl>ni üncher so lnlliq verkauft! Bestellungen nimmt entgegen Jg. v. NleiiiniW' ^ F. Nliiiiüerg in Wbach. Ein intelligenter 162 — .4 — Elisabeth-Westbahn FerdinandS-Nordb. Franz Joseph-Bahn . Galiz. Karl-Lndwigb Lemberg - Czernowitz -Lloyd-Gesellschaft . . Telegrafischer Lrnrsbericht am 14. Februar. Papier-Rente 62 65. — Silber-Rente 66'—. — Gold-Rente 73'75. — 1860er Staats-Anlehen lll —. — Bank-aetien 787.— Kreditaetien 219—. — London 119 35. — Silber 104 35. — Ä. k. Münzdukateu 5 62. — 20-Franes-Stücke 9 5ö>/,. — 100 Reichsmark 58 80. ______ nicht unter sünszehn Jahre alt, wird iu der Conditorei des « Laibach, Kongreßplatz, als Lehrjunge ausgenommen^ (72) 3—2 Für Rnusleute! Ich suche eine thätige Firma, welche geneigt ist, den Verkauf meiner vorzüglichen (71) Sparbutter. Schmalz re. für Laibach uud Umgegend zu übernehmen. Gefällige Offerte sud 8. v. »22» besorgt die Exped. dieses Blattes. Herren-Wäsche, eigenes Erzeugnis, solideste Arbeit, bester Stofs und zu möglichst billigem Preise empfiehlt Q.1. HiNNLNN, Hauptplatz Nr. 17. Äuch wird Wäs»c genau na» Maß und Wunsch an-g>f-rt,gt »iib nur bestpassende Hemden verabfolgt. (23> 12 Zpitzrvkgerich-Zast. Dieser unschätzbare Saft dient als vorzügliches Heilmittel für Brust- und Lungenleiden, Bron-chial-Verschleimung, Husten, Heiserkeit rc. Eine große Flasche sammt Anweisung kostet 80 kr., eine kleine Flasche sammt Anweisung 60 kr. Depot für Krain bei Vivtor v. Irukövrx, Apotheker „zum goldenen Einhorn" in Laibach, Rathausplatz Nr. 4. (28) 15—6 von KI.'MW Q3M66- lllrä tt6!76N-k(l'3ß66 llllä NgWeKtztttzK " (48) 3-1 von 15 bi8 50 Kr. Druck von Jg. v. Klein mayr L Fed. Bamberg. Verleger: Ottomar Bamberg. Für die Redaction verantwortlich: Franz Müller.