LailmchelOMlmg. Nr. lltt. fi. l>, h.'lvj. N. s'.s>0. Für di« Zuftellu!!,, in« Hnü« halbj. 5,< tr, Mi! dc, P. ss. >5. halb,, ss. 7.5,0 Mittwoch, 15. Mai In« ellt«n»gtl»llhl il« »u^. lim. k»lr., »«. i fl.! soüst vl.Z,- luen. ^cidcnsch^flün zu eiuftsseln, Widersetzlichkeit gegen ^ ^e Odrigleit zu brünstigen und vor allcm darauf be», bacht sein. das rcliglöse ^cben zu fördern", so sci dieS! "" nicint der «Vollsfseund" — etwas, wozu die Kirche ^ Hren Klerus schon ohne alle Vereinbarung nothwendig Erhalte, elwai>, das sich von selbst oersted/. Wenn cnd> ^ ^'ch die österreichischen Bischöfe vnn demsclbcn Glatte' ?n ihi-cn Hulcndricf vom 7. Mai l^50 niüncrt wurden,' 'n welchem die ..Nalioilulital" für cincn Rest dcs Hci ' °tlithl>ms e, klärt wurde, so glaubt dcr „Pollsfrcund" oer-l'^crn zu löimen, daß ^cS auch hcute kincn V>schl>f gebe,, "tr dicse Eillärulig zu gnnstcn dcr modernen Nationali» j lätenpolitik umändern wotUc oder külinle. > j Bezüglich dcr in Wien abgehaltenen bischöflichen Konferenzen spricht das „Prager Abendblatt" die-Vermuthung aus. daß es sich !>ci dcnscldcn nicht blos j um die Regelung dcr Canglna-Fiage, soi'dcm auch um! ^ie Anbahnung freundlicherer Beziehungen zu der^ Regierung gehandelt habe. „V^an möge über diese brennendste unsricr inneren Angclcgcnheilcn wie immer ^nkcn, incint da5 glnanntc Organ, die Thatsache lasse Nch nicht hinwtgl.u^uen, daß die föderalistische Oppo-' >Uion durch den Zutritt kirchlicher Elemente Killst und ^edeutuüg gewann. VöSt man dkse Opposition von '^rcr bisherigen, unnatmlichc» Verbindung »nl dcr ka» 'Mischen Partei los und stellt sie in ihrer vollen reichs-^cholerischen Nacktheit hin, dann wird ts wol nur ^lnige wirtlich patriotisch gcsinnle Oestorrcicher g«ben, ^llche sich ihr anschließen werden. Selbstverständlich i"lfte aber dcr Frieden mit den ssirchcnfüisttn nichl auf ?.°sten wichtiger staatlicher Prinzipien, wle sie bci» 'plelgwcise in den Staatsgrundgesctzln niedergelegt sind, ^'chlosscn werden — eine Gcfahr übrign,S, welche fchon urch den Charakter des gegenwärtigen KabinetS von °lnhcren, aufgeschlossen erscheint." . ..Ueber die Konferenzen der B is cb ä fe und ,^tn Bcrhnndlungcn mit der Regierung ist," '"»leibt die „Tagcspresse", „bisher viel geredet, aber wenig ^'^t worden. Es waren biehcr Vermuthungen, die auf-^ellt. Vesürcktungen, die laut wurden, und waS anch 1-^ dosilive Nachricht auftrat, es ging über die Äeußer« ^^ilen l,nd inhal'slecre Andeutungen nicht hinans. ^^er auch die Vcrschiedtnartigteit der Veurthcilung. Uni '"sbesondtre die Regicrung dabei erfährt, die hie y: ba beschuldigt wird, durch ihre Annäherung an die zua^ ^ Interessen des Staates und des VolleS preis-t!<ü, ' ^^^ Informationen aber. die uns von unter' ^ eler Seile zugehen, ist es grundfalsch, von einer An-lln su'"^ b" Regierung an den Episkopat zu sprechen; Ntzb ^"hcile, dit Bischöfe sind es, welche eine An» 2l°ck " ^" ^k Regierung suchen, sei es. weil sie das blirs ^' b^ >n ihr liegt, nicht mehr ignoriren zu ^tts.« tauben ^^^ ^^ Inlerlssen auf dem Wege der dew 'Nl'Ng bcfser zu wahren hoffen, als es bisher in fa» ""fruiildareu ankämpfen gegen Reich uud Vcr. l,' ^."tschchen Die Congruafiage und Diö^esanange, z„ ^'^'lm boten ihnen dazu die erwünschte Ocleaenheil btra^"' ^^^ Versuche. So sprach Kardinal Schwarzen« lni",,!'^ ^lbst Bischof Rudigier vci dem Unterrichts. schUs ^°^' U"d als später sich die österreichischen Bi» ' "ahezu vollzählig in den Konferenzen bci dem Fürstcrzbischofe von Wien zusammenfanden, wurde be» schlössen, anläßlich der b.vmstthcndcn Regelung des Veihä'tnisscs zwischen Sl>)al nnd Kirche ihre Pelüa in einer Dculschiift Sr. Majcsläl dem Kaiser voizutragen, letztere j'.doch nichl wie bisher mil Umg.hung des Mi» n,stllilime> zu ndei!eichen, sondern vielmehr an die Regierung selbst zu leiten. Es st?ht demnach zu erwarten, daß zwischen Regierung und Episkopat leine Transaktionen von ivgend welcher Bcbcülung st^ttfi «den, ohnc daß nicht auch die legislativen Köipeischaftcn, sobald eS ihre Kompetenz berührt, vernommen und gchört würdm. Von einer Prcisgebung freiheitlicher Institutionen, und sci es auch nur cinz-lner Gcs^e. kann somit leine Rcdt scin; wol aber dürfte ei:, Wasscnst'llstand. mit dem Klerus zustandegebracht, den Wahlsieg in Böhmen an Gewicht und Äcdlutung wcit ubclbiclcn und mchr bcnn alle« andere dazu dienen, den Kilt dcr ganz heterogenen Elemente der Oppositionspartei zu vciflüchtigln, sie selbst auf< zulösen." Mchlerc Vlällcr l)abs„ den angeblich von d^r Rc-gicruna cingeschlagcmn Weg — dic Gcsuchc um male. riclll Unterstützung ous der Subvmliou pr. 5)00.000 Guldcu sür lalholischc Seelsorger durch die bischöflichen Consisloricu an die entscheidende Regierung gchcn zu lasseu — als den nicht richtigen bc^cichnct. Die „Bohemia." d«r „Pester ^loyd" u. a. Jour» nale habcn aber d eVorwüifr. welche gegen das Kultus» Ministerium dicscrwegcn c> huben wurden, widerlegt. „Vohcmia" und ,.P stcr ^'lc'yd" s.igen, das Kultus« ministeriuln habc dir Unlnslichu»g<l''S!iedürftiglc>t dcr P>.lcntm ein sicheres Urlhcil sällc» z', lüun^n, da sic sich nichl im Vcsitzc dcr dclailllrteu F^sso >cn blfindet, in denen dic Einlünfle der Einzelxcn „cndu verzeichnet sind. Bon ^cincm Verzichte dcr Rc^icruna auf die endgillige Enl. scheidnng übcr dic Verlhcilung lönn< da ^ar leine Rckc sein, da alle Uitterstühm qsgesnchc an die Regierung, !und zwar uniniltelbar an den Untcrrichtsmmistcr Strc» ^ maur gelangen müssen ; dic Ordinariate löimcn die Oe suche wie imimr glossircn. der Minister allein tvud entscheiden. Zugleich wird die Mlßung deuunlirt, dah ,Miuistcr Slrcmayr übcr dicse Fra^c mit dcn Blschöic» verhandelt habe; cS sei dieselbe in dcn wirdcrholtrn Konferenzen dcs Ministers mit dcm Episkopale auch , nicht inil einer Sllbc rrwähnl wordcu. I Dic „Neuc Freie P^ss:« will über die Verwcn. ! dung der für den niedere» Kle^is angewiefenen 3 u b >-! vention folgendes erfahren habcn: ,Gei Zuwendung jener Oetiäg:. die ans dcm bc» willigten NachlragSlrtdile pcr 5>00.000 fl. flicßcn, ist auf das einer Auflicssernna, bedürftige Maß der Bezüge katholischer Seelsorger ohne Rücksicht auf KranlheilS» oder andere Ul>glücksfälle Aedachl zu nehmen. Hicbei werden vornehmlich: 1. jene selbständigen Seelsorger zu berücksichtigen sein, dcicn lhalsächliche Dotation das Minimum nicht crrcicht. welches dcn infolge der josc-phinischcn Pfarr-Regulirung crlichtclcn sogcimnntcn ncucn Pfarrern zuerkannt worden ist, mobci übrigcns auch aus die dirlklivmaß'ac Noihwlndigkcil dcs Vcslandcs dcr zu unterstützenden Kmalicn das Augcnmclk zu richlcn scin wird. Desgleichen werden 2. jene dilcltiumäßig nolhwcn' digcn Koopcralorcn (Hilfspsiestcr) zu bcdenlc» sein, zu deren Unterhalt die bclrcffcnden Pfarrer aus ihrer Dotation entweder gar nichts oder »ur in dem bisherigen gesetzlichen Maße beiznlragcn vc>mö>zen, wobci cs insbesondere ins Gcwicht fallen wird. wenn solche HilfS» Priester auf schlecht doürlc Stationen von geringer Seelcnzahl bestellt sind. 3. Endlich wird eS nicht unzu» lässig sein, solchen mit Führung der Delanatsgeschafte betrauten Priestern, deren Pfründe nur die Eongrua oder nur wenig mehr erträgt, nach ^age der Verhältnisse als Entgelt sür die mit dicser Geschäftsführung verbundenen Auslagen, fowie für diese spezielle Mühewaltung die «ntheilnahme an der fraglichen Unterstühungssummc zu gestatten. — In allen Fällen, in welchen jedoch von Seite eine« dem Seelsorge Klerus angehörenden Plten» ten eine Unterstützung nus dem fraglichen Kredite in Anspruch genommen wird. werden die EinlommenS-Ver» hältnissc desselben auf Grundlage der gehörig geprüflcn Passionen, dcr adjuslirlcn Erlrügnieauswcise und bei Hilfspricstern durch die dem Ansuchen derselben von ihren unmittelbaren Vorgcsltzlcn beizufügende Bestätigung der Beschaffenheit und tc? BclaufcS ihrer Bezüge gl' wissenhast nachzuweisen scin." Wir haben uns heule des längeren mit der Bt> leuchlung des Verhällnisfcs zwischen Staat und Kirche beschäftigt. Wir lcmstaliren mit wahrer Befriedigung, daß dicfes Verhältnis ein freundlicheres zu werden verjprichl. Anzeichen sprechen für dkse Annahme: erstens, wc st bcr hohe Klerus die Subvention für ten niederen KleruS nichl zurück; zweitens, düifttn die Ki>chct>fü:slcn denn 'och endlich den Beschluß ausgeführt haben, dem Scel-so,a,c>Klerus dcu MiSbrauch dcr Kanzel zupolit >. schcn Zwcck^n ernstlich zu untersagen. In unserlr Annahme werden wir bestärkt durch den Inhalt eincS Erlasse?, dcn der hochw. Vischofoon ^eilmeritz an scincn Diözesan-Klerus gerichtet hat. Dieses Schrift, stück laulcl: ..So wüüschenswctth es ist, daß die belann» tcn, vom lalhollsch » politischen Vereinc für des König» rcich ^öljüien au^gegcinstcncn Pclilionln von allen, wclclzc entschieden zu ihrcin hciligcn katholischen Glauben und zu ihrcr Kirche stchen, geferligt werden, so ist cS unter dcn qc^cnwäitigcn Verhällnissen doch nicht zu» lässig, diese Petitionen auf dcn Kanzeln vorzulesen und von dcr Kanzel zu deren Fertigung aufzu» sordcrn." Mit dicscm oberhirtlichen „Velo" wird über die regierungsfeindliche Action deS Scclsorgckleiue der Slab gcbrochen. Dem ..Mühr. Korresp." wird auS Prag unterm 8. d. M. geschrieben: „Vo:i !>er in dcr letzten Rcichsralhssession zur Un« »crslüyun^ des niederen Curalklerus volirlcn Summe wnrdcii 107.000 fl. dem böhmischer: Klrchenfur.ds vo>-sHußweisc zugcwlcscn. Die Verlheilung Hal sich sclbsl« verständlich dic Ncgi^ung reielvirl, ur.d e» ist bereits an dic NonsiNmim das Ersuchen ergangen, die dics-('taugliche!', Vo:schlägc zu erstatten. Die Zahl der an das iü'stcrzdischösiili.'!, Eonsistorium gnicblclen Uülllstützungs-«besuche ist eine sehr bc'rüchllichs. Die mcistci^ G^wn» l'kr bctoncn in ihrcn Eingaben a?s ein ' g >l),cr (Aesuchc schmeiwilgendeS Momlnt !, ^ ,,,>'< «reue Gesinnung, darunlcr auch solche Kleriker, deren bisherige politische Haltung mit dieser angeblichen Gesinnung im grellsten Widersprüche stand. Bci der lciz'lstwcgs ocrfassi!!'^,'lm:> Ttlllu!' ' ' ''' >r- ^ahl der l'.'irklichcn Kolisislorialiäth^ s< hcr bcebir,hcilu5g dcr Würdigkeit der cm^clnen Be» wcrdcr vvn ti'.scr Teile auf das erwühnle Moment mä,t jencS Gewicht gclcgt wird, wie dicS dcn Intenlio-nrn sowol dcs Reichsralcs als des Ministeriums ent» sprichs. Es wi,d dahcr die Aufgabe der Regierung sein. nichl allein sämmtliche Vorschläge dcr Eonsistorien, sondern auch die allenfalls von diescn übergangencn Gc-sliä: dcr Eompctenlen eilier genauen und eindringlichen Ucbcrprüfung zu untcrzichen." Parlamentarisches. Die in dcr 22. Sitzung vom 10. b. M. gcwahl« tcn Eisenbahnausschüssc h2^l> sich lonstituirt. und hat dcr ^ur Vorberalung des Gesetzentwurfes betreffend die böhmifchen Eiscnbahneu gewählte ^ln«schuß zum Obmann dcn Abg. Or. Herbst, zum Obmann. Stellvertreter tun Abg. Dr. o. Pcrger, zu Scdriftfüh-rern die Abgeordneten Dr. Ruß und v. Stteerunntz; der Ausfchuß zur Vorberatuna, des GcsetzcntwurscS betreffend die Prtt'il.Bcchn zum Obmannr den Abg. Dr. Vidulich. zum Obmann.Sltllocrtreicr ten Abg. Grafcn Eoronini, zu Schriftführern die Nbgeordnclen Brand, slätler und Ritter; dcr Ausschuß zur Vorberalhung des Ocsctzeiitwmfcs betreffend die Alllierg'Bahn zum Ob« mann den Abg Dr. Kaiser, zum Oblnann-2ttlloc,tle< lcr dcn Abg. Dr. Riller o. Razip, zu Schriftführern dic Abgcordnelen Dr. Edlbachcr und ^iebl gclvählt. In dcr Sitzung des Ve rf a fs u n g S a u S s ch u s -ses vom ll. d. M. war von Seite der Regierung 2e. Efz. dcr Hcrr Minister dcs Innern Freiherr von Wasser anwesend Abg. Dr. Groß stcllt die Anfrage, ob nicht wegen Beurlaubung des Obmannc« Frcih. v. Eichhoff cin neuer Odmann zu wählen wäre. Diese Fra^e wurde von Scite dcs Ausschusses verneint und auf Antrag dcs Abg. Dr. Brestel ein zweiter Obmannstclloertrclcr in der Person dcS Ab«. Dr. Rcchbauer newähll. Abg. Dr. Herbst wurde einstimmig in das Subcomit«- wie« dergcwahlt. Abg. Dr. Gislra ersucht, daß an seine Stelle ein anderes Mitglied in da« Subcomiti- gewählt ' werde, wcil cr im ganzrn gegcn daS AuSglcichsclaborat 788 in jeuer Fassung stimmen werde, wie dasselbe aus den Berathungen hcrooi^lgan^en ist. Ueber Ersuchen von Seite deS NuSschusseS jedoch erklärt sich Abg. Dr. Gis» lra bereit, im Subcomilö zu verbleiben. Von den tingelaufcneli Petitionen wurden j»ne. welche sich auf die gallische Resolutiou und auf die Ausscheidung Biala's beziehen, sofort dem Subcomitö, und jene, welche die eventuelle Anklage dcS früheren Ministeriums betreffen, dem für diesen Gegenstand in einer früheren Sitzung bestellten Referenten Dr. Werber zugewiesen. Der Ausschuß faßte ferner den Geschluß, erst dann zusammenzutreten, wenn das Subcomit^ neue Anträge zu stellen in der Lage sein wird. In der gleichfalls am 11. d. M. abgehaltenen 'Sitzung des Finanzausschusses wurde zunächst zu der Neuwahl eincs Obmannes geschritten. Abg. o. Plener wurde zum Obmannc wiedergewählt. Hie«auf fand die Verlheilung der dem Ausschüsse neuerdings zugekommenen Petionen an die Referenten Ritter v. ^eitenderger, Dr. Klier, Dr. van der Straß, Dr. Wcigel, Wolfrum und Dormitzer statt. Abg. Dr. van der Straß rcferirt dann noch über einlge Petitionen, u. z. der Beamten des l. t. Müdlinger Bezirksgerichtes um Verleihung einer Lclalzulage oder von Quartier» geldern und beantragt dieselbe dem Justizministerium zur Würdigung abzutreten. Denselben Antrag stellt der Referent bezüglich der Petition der provisorischen Gc« fängnisaufseher des k. l. Bundesgerichtes in Kratau um Betheiligung mit Th:ucrungsbeilrägen. Dagegen wird beantragt, rücksichtlich einer Petition des L. Schott, l. l. pensionirten BezirtSgcrichtS'Kanzlisten in Prag, wegcn Betheiligung mit einer TheucrungSzulage — und rücksichtlich der Petition der Diur nisten der Staats-limter in Sleiermark, Kärnten und Krain um Ab» hülfe ihrer Nolhlage — zur Tagesordnung überzugehen. — Diese Anträge werden vom Ausschusse einstimmig genehmigt und hierauf die Sitzung geschlossen. Politische Uebersicht. «aibach, 14. Mai. Die „Neue Freie Presse" constatirt den tiefgehen« den Eindruck, welchen die Reise Sr. Majestät des Kaisers durch die von Uederschwemmungen heim» gesuchten Gegenden Süd - Ungarns nicht nur in diejcn letzteren selbst, sondern allerorten in Oesterreich-Ungarn hervorgerufen hat. Mit dem unwandelbaren Entschlüsse, das Elend zu lindern, der Noth abzuhelfen — schreibt daS genannte Blatt — habe der Monarch die Reise unternommen. Die hohe Intention Hr. Majestät sei aber auch von den Bevölkerungen allerwärtS mit lauten Freudenrufen in rührender Weise gerrürdigt worden. Der Kaiser habe überall Trost und Linderung gespendet; schon da« persönliche Erscheinen des Monarchen wäre für die bedrängten Bewohner jener Gegenden eine unschätz« bare Aufrichtung gewesen. Die Hoffnung auf ausgiebige Hilfe sei aufs neue belebt worden und diese werde auch sicherlich bald erkennbar werden. Aber auch in politischer Beziehung habe die Kaiserreise eine nicht zu unter« schätzende Bedeutung erlangt. Se. Majestät habe in den a. h. Ansprachen an die zahlreichen zur Begrüßung des Monarchen herbeigceiltcn Deputationen dem Staats-gedanken den prägnantesten Ausdruck gegeben nnd aller» orten den Keim dcS Friedens und der Versöhnung in daS Her; dcr Bevölkerung gelegt. ES loiwten— schließt das obenerwähnte Blatt — dic kaiserlichen Worte nicht ohne tiefgehende Rückwirkung auch auf d« diesseitigen Verhältnis^ bleiben. Das ungarische Amtsblatt wird »och in der ersten Hälfte dieser Wlche das El.llieru'uligs-Rrskript für den ungarischen Reichstag verüff'nllicheu. Die Wahlen sollen in dcr Zeit vom 20 Juni vis 5, Juli stattfinde». Die Eröffnung des Reichstages erfolgt c st Eltte August. — Wie die „Reform" berichtet, wurde bei dem am ll. d. unter Vorsitz Sr. Majestät i:i Ofen abgehaltenen Mimsterrathc die vollständige Ziuilisirung der ba-nater Militärgrenze beschlossen. Feldmarschall» Lieutenant Baron Scudier. dcr auch an dem Mini» sterrath lhcilnahm lind, wie ..Reform" versichert, in jeder Hinsicht mit den dcsttn Rathschlägen und dem auf» richtigsten Eifer die Angelegenheit der Hivilisirung un> terstützt, fand cS nicht gerathen, daß die Zivilisirung der banaler Grenze wie die von Bellovar in zwei Stadien vollzogen werde, und so wird die Reform auf einmal und mit aller Energie durchgeführt werden. Blos hinsichtlich der Iustizpflege wird insofern eine Ausnahme stattfinden, als daS bestehende österreichische bürgerliche Gesetzbuch nicht durch die ungarische Praxis abgelöst werden wird, damit die prioalrechtlichen Verhältnisse leinen Eintrag erleiden. Im deutschen Vundesrathe ist gegenwärtig die Frage wegen Pertheilung der französischen Kriegstontribution an die einzelnen Staaten Gegenstand lebhafter Elürtcrungen. Es haben sich nicht unbeträchtliche Schwierigkeiten und Differenzen ergeben. Äuf Grund eines vom Bundcsrathe am 23ten Juni v. I. gefaßten Beschlusses war von der preußischen Regierung ein Vertheilungsplan ausgearbeitet wor» den, der lediglich die Kr leg s leistu n g en der einzelnen Staaten als Vertheilungsmaßstab zu Grunde legte. Gegen diesen Modus ist von Baiern und Würtlcmberg der auch von Baden und Hcsscn unterstützte Antrag ein» gebracht worden, den nach Bestreitung der gcmeinschift-lichln und Pracipual-^cistungen virblcibenden Rest der' Kontribution nur zu °/» nach den militärischen Lei»! stungen, zu '/, aber nach der Vcvällerungsziffer zu ver«! theilen. ! Äm 12. d, fand in der schweizerischen Eid-^ g en o s s e n sch a f t die große allgemeine Abstimmung! übcr die Revision der Verfassung statt. DaS bis jctzt bekannte Resultat der Volksabstimmung' üoer die revidirte Bundesverfassung ist 223.187 Ja z und 162,434 Nein; die Abstimmung von fünf ttanlo^ ncn ist noch unvollständig und von sechs Kantonen noch, unbekannt. Die Mehrheit des Vollcs stimm! j^e..fallS für die Annahme, die Mehrheit der Kantone (13) für die Verwerfung. Der K än ig von I t a l i e n empfing am 12. in ^ Neapel in feierlicher Weise die b i r m a n is ch e G e-sandtschaft. Die Gesan?tcn waren von dem Em< pfangc zufriedengestellt und crllärten, daß sie mit einiger Befürchtung nach Europa gekommen seien, indem sie nicht wußten, wie man sie hier aufnehmen würde. Nach dem herzlichen und ßlänsenden Empfange aber, der ihnen von Seite des Königs von Italien zuth.il wurde, setzen sie mit Vertrauen ihre Mission fort. — Der neue französische Gesandte Baron Bourgoing ist am 12. d. in Rom eingetroffen. — Wie vcrsicheit wird, hat dic italienische Regierung den Grafen E am' brai-Digny nach Wien entsendet, um die Frage wegen der Eisenbahnverbindung zwischen Oesterreich und Italien zu lösen. — Die Unterhandlungen wegen des Handels« und Schiffahrtvertraa/S nnt Portugal sind säst beendet. Die italienische Flagge wird in den Häfcn der portugiesischen Kolonien der portugiesischen Flagge gleichgestellt sein. Die Hauptmacht Serrano's war am 12. d. in Biscaya tonzenlrirt. — Die Bande Rccondo, welche bei Scgura geschlagen wurde, trat nach Naoarra liber lino rcnoltirte gegcn ihre neuen Führer Elio und Ceballos. Die Bande unterwarf sich. Ellv, C^'alioS und Rccondo traten auf französischen s^oden über, und sullen dieselben, wie versichert wird, an die deutsche Grenze geführt werden. Der schwedische Reichstag hat in beiden Kammern mit überwiegender Majorität den sehr wich« tigen RegiernngSantrag angenommen, daß die Zettel der RlichSlianl nicht nur wie jitzt gegen Silber, soüdern in Zukunft auch a/acn Gold rinlösrmr s>in sollen- ES sl dann zum Oe-setz erhoben werden. Die Urheber der Iudenhetzen in Smyrna sind nach Konstantinopel in Ketten gebracht worden. Die Regierung will das strengste Beispiel statuiren. Der Sultan sagte: „In meinem Reiche gibt es nicht mehr Christen, Mahomedaner und Juden mit verschiedenen Rechten, sondern Staatsbürger mit gleichen Rechten." Diese Aeußerung ist auf ungetheilte Sympathie gestoßen. Wiener Weltausstellung 1873. Durch die mit Allerhöchster Entschließung vom 4tcn Mai «Ungnädigst genehmigten Vorschläge betreffend dit Ergänzung der Mit,jliedcrzahl der 28 Alisstcllnlig-^rmdcs-lommifsioncn, wird die Mitgliedcrzahl sämmtlicher Kom-missioneu von 1203 auf 1000 erhöht. — Der Fabrits-ltsitzer Herr Ludwig Damböck in Wien hat zur Vermehrung deS Stammkapitals der vo.> dem Generaldirektor der Weltausstellung errichteten und von dem ». ö. Gewcrbevereine verwalteten „Schwarz-3c,!born< Stiftung" einen Barlittrag von taufend Gulden al« Oe-schenl gewidmet. Diese Stiftung hat zum Zwecke, Angehörige des Handels^ und Gewerb>,stalldcs Oesterreich' Ungarns, Techiilker, Manufatlur^eichner, Lehrer tommer» zicllcr und gewerblicher Fächer, besonder« aber Arbeiter aller Industriezweige zu mehrjährigem Aufenthalte in» Auslande und hiedurch.zur Erweiterung ihres Gesichtskreises, ihrer theoretischen Kenntnisse und Vervollkommnung ihrer praktischen Geschicklichscil aufzumuntern, die« selbc», nach erfolgreichen Wandeljahren zur Nücllchr in die Heimat anzuregen, um die erworbenen Eigenschaften im Vaierlande nutzbringend zu verwerthen, solche hcim-gelehrte verdienstvolle Arbeiter in weiten Kreisen bekannt zu machen und denselben die Clablirung in dcr Heimat zu erleichtern, endlich Arbeitgebern, Instituten und SlaalS-anstaltcn Gelegenheit zu bieten, solche fähige und ersah' rene Männer kennen zu lernen. — Schon jetzt flößen den Industriellen zahlreiche Bestellungen auS Anlaß del Ausstellung von Seite solcher Persönlichkeiten zu, die durch ihie Aufträge den Industriellen und Oewerbctrci" benden Gelegenheit zur Anfertigung für die AuSslclluNg geeigneter Objekte bieten wollen. Wie man vernimmt/ naben Se. Excellenz Herr Graf Edmund Zichy »nd Herr Graf Otto Ehotel bei mehreren wiener Fabrikat ten bedeutende Bestellungen in dieser Hinsicht gemacht-Es darf erwartet werden, daß dieses patriotische OcisP>cl nicht ohne Nachahmung bleiben werde. — Berichten zufolge, die aus Stuttgart zugehen, beläuft sich die ZM der n,ürttembe,rgischcn Aussteller Visher auf 480 bis 5^' 'Imisseloll. Per Scharfrichter von Straßburg. Kriminal.Novelle von Wilhelm Andrea. (Schluß.) Haunfeld bezeichnete dem Knecht die Stelle, wo dasselbe errichtet werden sollte und wandte sich dann mit dem Bemerken an mich, daß er am folgenden Mor« gen gewissermaßen sein Meisterstück machen müsse. NlS ich von der Erbauung dcS SchaffolS hatte reden hören, tonnte ich mir leicht denken, was Haunfeld unter feinem Meisterstück verstehe. Ich blickte ihn fragend an. „Ja, e« ist in der That so," fuhr cr fort, „heute Morgen wurde mir von der Behörde ein mit einem mächtigen Siegel versehenes Schreiben übermittelt, in welchem mir der Befehl gegeben wird. morgen früh um die neunte Stunde auf dem nahe gelegenen Galgenberge einen armen Sünder durch das Schwert vom Veben zum Tode zu bringen. Ach, und wenn Sie wüßten, wer der arme Sünder ist! Sie kennen ihn eben so gut wie ich." Mir fiel es bei dieser Bemerkung plötzlich wie Schuppen vor den Augen; — ..doch nicht gar —" Hier stockte ich wieder, denn ich mochte den Namen derjenigen Person, an welche ich unwillkürlich denken mußte, gar nicht aufsprechen. „ES ist der Marquis von Brunauld, mein ehemaliger Nebenbuhler und der einstige Verlobte meiner Alberline! — O hätte ein gütiger Gott mich doch vor solch' einem entsetzlichen Unglück bewahrt! Meine Frau weiß noch nicht, wer der arme Sünder ist, sie soll es auch erst nach seiner Hinrichtung gewahr werden." Ich billigte dieses Zartgefühl und theilte dem jun» gen Scharfrichter mit, daß ich bereits von dem Verbrechen deS Delinquenten durch seinen Schwiegervater in Kenntnis nesetzt worden sei. Dieser selbst schien außerordentlich verstimmt. Düstere Wolken laberten sich auf seiner hohen Stirn. „Ich wollte gern dic traurige Pflicht für Euch übernehmen, lieber Haunfcld," sagte er, „aber verdenkt es mir nicht, wenn ich in diesem Falle mich entschieden weigere, denn Ihr müßt bedenken, daß der unglückliche Jüngling mein Schwiegersohn werden wollte. daß er mir also näher stand, als Euch. Ich kann mich lebhaft in Eure Stelle versetzen und weiß aus Erfahrung, daß es kein leichtes Unternehmen ist. eine» Menschen vom ^eben zum Tode zu befördern. So oft ich daS mir wohlbekannte Schreiben mit dem großen Siegel von der Kriminalbehörde erhielt, zitterte ich am ggnzen tteibe und hatte regelmäßig eine schlaflose Nacht, und dies war selbst wahrend der Revolutioliszeit der Fall, als die Guillotine fast täglich in Thätigkeit war. Nem, lieber Schwiegersohn, ich kann mich nicht entschließen, dieses traurige Amt jemals wieder zu übernehmen, am wenigsten aber dieses mal. Ihr müßt Euch vornehmen, den Delinquenten, der Euch, als letztem irdischen Richter, überliefert wirb, wenn auch nicht als Euern persönlich^ Feind, so doch als einen Feind der Menschheit z» b^ trachlcn, dann wird die Sache schon gut gehcn. Einma müßt Ihr ja doch den Anfang machen — also fris^ und muthig an'« Werk und zeigt Euch als meinen nM-digen Nachfolger!" Als der alte Scharfrichter diese Worte geredet halle, wurde von einer Magd dcr Tlsch gedeckt. Es war mir ein eigenthümliches Gefühl und e wide»strebte mir nicht wenig, in dein Hause eineS Schals richlcrS mich an den T'sch setzen zu sollen, und dennocy konnte ich., ohne die ^eute auf das empfindlichste i trünlcn. die Aufforderung nicht von dcr Hand weilen« Die Mahlzeit war übrigens deliiat und schmtck>e mir vortrefflich. Die Abendrunden nach derselben verliefen ""^ " der Äestllschaft dcS jungen Ehepaares und des a>" Scharfrichters, der viele interessante Einzelheiten a seinem reichen ttcbeu zum besten gab, außcrorde» Ich erhob mich endlich, um mich von den ?"!<" zu verabschieden und in dem benachbarten Straßvuru ^ übernachten, konnte aber dcn vielfachen Bitten, bleiben nicht widerstlhen. ^lt, W»e das Essen, so licß'auch das vorlrcfsUaie wclchcs mir auf einer geräumigen Kammer angcw wurde, nichts zu wünschen übrig. ^, Ich schlummerte bald ein und schlief auch vor lich. bis die ersten Strahlen der Morgensonne m.cy 7"9 Das Grohhcrzogthum Naben stellt ein Contingent von 540 Aussttllcln. Ueber dic Thätigkeit der Ausstellunaslommissionln >n den Provinzen liegen folgende Berichte vor: Die ^rganisalion dcr lcmbcrger Ausstelluiigssommissivr! ist bereits vollständig durch^cfüdrt. - Dem EfMiliocomilö dcr t,oppn,er Kommission isi d'e Mslou^n; z, c,cqc>n ,cn, b"8 Se. l. Hoheit dcr durchlauchtigste Hclr El^cizo Albrecht mit den Schlcsicrn ausstellen werde, welche Mil. lheiliing freudigst begrüßt wurde. Da mehrere schlesischc uabrilanlen, die in Wien Niederlagen habcn, dort an-Melden wollten, ist an die Korrespondenten die Aufforderung cr^ngen. dahin zu Wirten, dicsc Industriellen zu vtranlassen, ihic Anmeldungln in Troppau einzubringen. Hur Unterstützung der olmüher Konimission hauen sich in dm Stätten Ung..Hradisch, Hohenstadl. Kremsier. Neutitschlin. Pioßnitz. Nömctstadl, Slernberg Bezirks. Eomitüs gebildet. — stur die addilionclle Ausstellung ^on cremoncscr Instrumenten sind mehrere Geigen alter "ltistcr ang meldet worden. Für den Fonds der Kom» lnission sind bisher .'!859 fl. gezeichnet worden. — In "kr letzten Sitzung des (5feculiocom!>6 der oberösterrei» fischen AuSstellungSlommission lamcn die Durchfüh-lungeprogramme für die Ausstellungen der Hauvlgrup» ^n zur Porlage und Annahme. Eine Eingabe dcr Feuerwehren von Wels und Steycr bezweckt, daß da« vrojcll dcr Vildung einer selbständigen Abtheilung für blc Ausstellungen dcr österreichischen Feuerwehren befür» Nortel werde. Der oberösle, reichische AusstellungSfond«» llob sich bis zum 7, Mai auf 5044 fl. — In da« Efc. tulivcomil« dcr Ausslellungslommission für die Bulo» ^lna wurden in der letzten, in (5;ernowitz abgehaltenen Eihuüg gewählt die Herren: Oberfinanzrath Hammer, ^andeoscllttär H<,char und Garon Otto Pctlino. ^agesmilisslieilen. — (Kaiserliche Spenden.) 2e. Majestät 'l>ben, wie der „Pester Lloyd" erfährt, anläßlich der neuern Nundrcise außer den einzelnen Vitlstcllern gegebenen Queren und größeren Beträgen noch folgende Onadenspen« "n ertheilt: Für die Arbeiter dein« Franzens' Kanal 2W0 st, ; fur die Armen: in Török-Accfe 1000 fl.. in ^roß-Kilinda 1000 fl., in Hahfeld 1000 fl., in Tcmcs. ^lr 3000 st,. Werschch 1500 fl., Weißkirchen 1000 fl,, ^lao ^ooo st.^ Hold-Mczö-Basarhely 3000 fl,. S^cdin ^>00 st.; fur die Schule in Mezöhegyes zum Fonds zur Fortbildung armer Schiller 300 fl. ^ (Se. Heiligkeit Papst Pius I X.) trat ""gestern ,n fein 81. ^el'ensjahr. .„ — lieber die Vischosslonfercnzen) er» ^hrt das „Fremdenblal»'," daß sich dieselben nebst der ^ngruasrage und der Stellung des Npisiopats zu der ^chulgeseh^cbuna, auch mit der Weirpslichl der Klcnlc, ^faßl haben, in Bezug a>,f welche die Bischöfe eine Er^ 'kichterung derjenigen Gesetzesbestimmungen erlangen möch-^n, welche den Bildungsgang dcr Kleriker zu umetdrechen drohen. In der Echulgcseyfrage, hcißt eö, wurde der prin« zipiellc Widerstand gegen das ganze besetz fallen gelassen; bie Opposition wolle eine neue Methode befolgen und sich '»ehr gegc» einzelne Punkie des Gesetzes und jcincr Aus i^hrungsbestimmungen wenden. — ( 5 Ml'.' Fre» herr von John) befindet sich !Ul Truppeninspizirung in Trieft. .. —- l ^ur N ordpol. (ifpedit i on, ) Das Reich«, ^egslnimstelium hat bewlllig!, daß jene See-Offizicre und ^atrusen dcr Marine, welche die österreichische Nordpol-fpcdilion mitmachen, während der ganzen Dauer dieser Spedition im Genusse ihrer Gebühren bei der Marine, sowie auch ihres Nangverhälmisses bleiben. Auch wirb denselben die mit der Expedition zugebrachte Zeit als effel. live Dienstzeit angerechnet. — (Neuigkeiten aus S te i c r m ark.) Die k. l. Telegraphenstation in Kurorte Sauerbrunn wurde am 11. Mai dcin Verf.hre Übergeben; jene in ytömerbad, Tussrr und NeuhauS werden am 15. d. M. für die tele» graphlsche Korrespondenz eröffnet werden. — In Mlnzzu, fchlag wird eine Kaliisasser-H^lausl.!!, errichtet. Die Eröffnung derselben wird am 15, ^,<.ü stattfinden. — (Bäder desnch in Böhmen.) Die böhmischen Kurorte erfreuen sich ,chou jetzt eines recht zahlreichen Besuches. So weist Karlsbad in seiner am 8. Mai aus-gegebenen Kurlisle 1292 Parteien mit 1715 Personen aus, Marienbad am 7. Mai 208 Parteien mit 293 Personen, und Franzenöbao am 9 Mai 25 Parteien mit 36 Per. sonen. — (Die Münchener Universität.) Das Relloral und der Senat der Münchener Hochschule geben den Commililonen belannl,. daß die vierhundertjährige Jubelfeier der Universität am I. August d. I. stattfindet. — (Große Fcuers brunst.) Wie aus Athen, 9. Mai gemeldet wird, ist durch eine Petroleum- und Pulverefplosion in Tripolltza eine Feuerbrunst enlstan. den, wobei 20 Menschen den Tod fanden. fokale 5. — (Maifahrt.) Cilli. die freundliche Stadt in der benachbarten Slciermarl, uns ^'aivachern noch vom Sä'ngerauSflnge her in bester Erinnerung, soll nebst dem nahegelegenen lieblichen Tüffer da« Z'el' einer Maifahrl werden, die der laibacher Turnverein fiir die kommenden Pfingstlage veranstaltet. Wie wir hören, dürften sich m Cilli außer dem Turnvereine auch die Sänger und die Heuerwehr am Empfange bctheiligen, und hat deshalb der hiesige Turnverein auch die laibachcr Feuerwehr, den Män nerchor der philharmonischen Gesellschaft und die Schützen-Gesellschaft zur Theilnahme eingeladen. Näheres werden wir wol bereit« »orgen tericbten tonnen. .- (DaS für heule angekündigte Maifest) im Kastno^Garten findet dcr uoch ungünstigen Witterung wegen nach den Pfingstfeiertagcn statt. — (Albrecht-Bahn.) Die Subskription ans die Mien und Prioritäten tcr «lbrecht-Bahn finde! heule (15.) statt. — (Selbstmordversuch.) Der Kastellsträfling Dormiz' ha! sich, um sich einer lanaMrigen Haft zu ent-ziehen, ein Messer in dic Herzgegend gestochen. Dic Wundc soll gesährlich. aber Neüiing zl> hossen sein. — (Von der S ii ddahn.) Die Eilzüge Nr. 1 und 2, welche zwischen Wien und Trieft vcrlch,en. werden zufolge einer Kundmachung der Gcneraldnellion dcr l. l. Slidbahn vom 20. d. M. angelangen während dcr Dauer dcr Badesaiscn auch in Rom er bad anhalten, eine Verfügung, welche den Kurgästen dieses besuchten Badeortes sicherlich sehr willkommen sein wird. Dcr von Tnest kommende Zug trifft um 12 Uhr 48 Minuten nulmgs, der von Wien kommende um 4 Uhr 1 Mmuie nachminag« m Nömerbad ein. — (Professor Valentin M a n d e l c), o., hier bekannte slovenische literal, ist am 12. d. in Karlstad gestorben. — (Herr Alois Urschih), Major und Kommandant deö l. l. österreichischen 8. Iägerbalaillons, start vor kurzem in Budua; er war 1821 zu Zenosclsch ir Krain geboren, wo dessen Valer l. l. Forstlommissär ge wesen. Er studirle am Gymnasium zu Klagenfurt i'nt trat anfangs 1838 als Kadet in da« 9. Iäger.Bataillon. wurde 1848 Lieutenant und O^cilienlenanl, 1849 zum 20. Jäger Bataillon iransferlrl, 1654 H>,uptmann, I860 Major. Ter Beglichen? muckte in bciden Bataillons die Feldzüge 1848, 1849, 1859 nud 186« nni. in letzterem wurde er nicht unerheblich m-ileht; 1869 nahm er als Major an dcr 6rpcdilion in Süd,Dalmalien Theil, wo er, mit einer ic!bslö»5igen Ausübe deira^ >, für seine tbälige Umsicht, Elllscklcss^hcil und Bravou: vom Mona, cheu mit dem eisernen KronenOrden ausgezeichnet wu»^ . — (Mililärveränderungen.) Der milii^. ärztliche Slevc Herr Dr. Wilhelm Gold zieher wr,-?e zum Reserve-Oberarzt mit dcr Einlhcilimg in den Refri«. stand de« l. l, Inf.'Ncg. Graf Huyn Nr. 79 ernannt. — (Tcrr ilo ria l di vi fion en.) N^ch dem lürz. lich erfolgten Avancement ist die Eintheilung )er aktiven und Territorialdimsioncn folgende: 1. Truppendivisionen Wien: GM. Graf Nuersperg; 2. Wien: FML. filler v. Abcln; 3. Linz, gleichzeitig auch Militärkommando: FML. Baron Benlo; 4. Brunn: FMi.'. v. Ziemiecki; 5. Olmütz: FM^'. Baron Weckbecker; 6. Graz: FM>/. v. Fralrichewics; 7. Trieft, auch Vlilitärkommando: FMV. Weber; 8. Innsbruck, auch Militär, und kandesvertheidi» gung«kommanbo: FM^. Philippovich; 9. Prag: FVl?. Herzog v. Württemberg; 10. Ioscfstadl: FMl'. Graf Wcstphalen; 11. i?emberg: GM. Graf Wallis; 12. Kra-kau, auch Militärkommando: FM5'. Baron Knebel; 13. Pest: FMi?. ^ub. Baron Pircl; 14. Preßburg, auch Militärkommando: FML. Baron Packeny; 15. Kaschau: FM. Franz Varon Ph,lippovich; 16. Hcrmannstadt, auch Militärkommando: FM?. Varon Ningelsheim; 17. Großwardein: F'M'. Baron Pulze; 18. Zara. auch Militärkommando: FM^'. Baron NMch; 19. Prag: FM^,'. von Brandenstcin; 20. Pest: FMi'. Baron Bozberg; 21. Agram: FM?. v. Rufi; 22. Karlstadl: FM?. Va« ron Kriz; 23. Temesvar, auch Militärkommando: FMl'. Baron Scudicr; 24. ^cmberg: FVi?. TomaS; 25. Wien: GM. Graf Thun; 26. und 27. im Mobilisirungsfalle; 28. Laibach: FM^. v. Pyrler; 29. Prag: GM. V. Bock; 30. Krakau: FM^'. IuliuS v. KirchSberg; 31. Pest: OM. Ritter v. Thom. 32. Kafckau: GM. Baron Pr»chazla; 33. Komorn: GM. v. Nagy; 34. Tcmesvar: GM. Isaacson; 35. Klausenburg: FMi.'. Rillcr v. D»ech«, lcr un) 36. Agram: FML Rlilcr v, Roscnzwcig. Im ganzen werden noch 8 Generalmajors als Divisionskommandanten verwendet. — (Fusionirung der We st bahn undRu-dolfsbahn.) Wiener Blättern ist von Dresden aus die Nichlichl zugekommen, daß zwischen den ? ,en drr Elisabeth- und der RudolfSbahn Fusiouiru» ,!0» lungcn. und zwar mil Aussicht auf Erfolg fchwebcn. Die „Presse" hält diese Nachricht für unwahr. — (Für Beamten kreise.) Am 7. d. fand in Wien die Generalveisammlung del aUgemeixen Beam-icn Vereines sta t. 448 ^^nglndcr ware» gegeml.'ällig. Den Vorsitz sührie Hcrr K^rl Friedrlch FeUman». Der l. k. StiUchaUevciralh Herr Karl Wa^tel fungme als Re-,^ierungftlomm^fsäl. Der Vorsitzende bringt zur Kenntnis der Bcl,ammlung, daß 25 Ucpläscnlaiilcu er ^olalausschüsse vertreten, sowie daß Begrüßung , lne ron den Al!>?schi>sscn aus ^embcrg, Proßnitz, Peirlna und Z^ira eingelangt sind. Hierauf foldert er die Versammlung auf, ein dreimaliges Hoch auf Te. Majestät den Kaiser auszubringen zum Danke für die den Beamten zu Theil gewordene Ausbcsscrung. Nach dem Äcchenschastsberichle be, trägt das Bei mögen d'cs Vereines 585.129 st. Der He» tric^üderschnh beträgt 20.245 fl. Dcrielbe soll theils zu Adschrelbm^en verwendet, theils dcm allgemeinen Gesell-schaslssonde zugewendet werden. Dic Bersammlung ertheilt hierauf dem Vcrwallungsraihe das Absolulorium. Kohn, ^ weckten. N»r die letzten Momente dcs Schlafes "tn mir durch beängstigende Traume gestört worden. h. ^nter bangem Herzklopfen erwachte ich, denn ich! b't soeben das blutige Haupl des jungen Marquis '"ate,mörocrs, zu mine» Füßen rollen sehen. ^ ».Großer Gott!" rief ich entsetzt aus, sprang dann '"! auf und warf mich in meine Kleider. ». In diesem Augenblicke wurde leise an meine Thür «I, Vst. Ich öffnete dieselbe rasch und erblickte den ^ Scharfrichter Verger vor mir. latlt "6oen wollte ich mir erlauben. Sie zu wlcken." hz/ kr,; „finden T,e nicht Vergnügen, die Hinrichtung wir "'Zusehen? — Kommen Sie. e« wird Zeit, wenn tvoil.^ """ ^^^ '" ^" ^e des SchaffotS finden dll>, !v- ^'^ Vollsmasscn walzen sich schon schon lange Abplatze zu." hatt, ^ einigem Gesinnen willigle ich ein, denn ich bltti ^°^ niemals eine Hinrichtung gesehen, und auher-H^ ^ ich neugierig meinen alten Kriegskameraden ^lNle« '" ^" Antrittsrolle seine« neuen, schrecklichen ^u beobachten. l»t,g ^^ tranken eilig einige Tassen Kaffee und machten °n?"" sofort auf den Nlg. ^'nat " "°"" "^ '" ^^ ^^ ^^ Schaffols an' ^llnh.' "^ ^kl traurige Zu^. in dessen Mitte Verarme bls U^ ,°"s ben Todeolarren faß. nahte. Dcr Voisitzende lllif c>^'^^ ^^ voraus, während dic übrigen Beamten ^em anh^ ^^ ^^ Richlplah gingen. ^njH c ^^llffot war mit einem Kreise bewaffneter ^l)°Ii ck <« 'angeben. In diesem Kreise standen zwei ^ '^ Priester, welche den armen Sünder bei seiner Ankunft empfingen, mit ihm beteten und. ihn in die Mütc nehmend, mil ihm das Blutgerüst bestiegen. Scheinbar heileren Gemüthes, wendete sich der Mar< quis dann an die Zuschauer, welche sich sehr zahlicich eiyefundcn hallen, sp,ach einige Worlc über die Veranlassung fcines Unglücks und über die Nothwendigkeit, a,lch die kleinsten Vcidcnschaften zu bczähmll» und jede füudliche Regung sofort im Keime zu ersticken. Er vc-danerte. daß ihm diese Einsicht lciocr zu spät geworden sei. «ber er fühlte dic tiesstt Rcue, darum aber hoffe er. daß Gott, vor dcsscn Nichtersluhl er zu treten im Oegriff slrhe, mit ihm Erbarmen haben und ihn nicht verstoßen werde. Nach diesen Worten übergab er dell! einen der Geistlichen da« Kruzifix, das man ihm voihin in die Hand gedrückt halte, trat mit festem Schritte zu dem schwarzen Stuhle, nahm sen Halstuch ab, öffnete das WammS und das Hemd, schob bcideS ein Stück über die Achsel hinab, fahle scin Haar zusammen, damit die Knechte es über dem Scheitel binden tünnlen. sctzlc sich dann auf den Stuhl und sagte mit heilerer Miene zum Nachrichler. der ihn, wie üblich, zum letzten Gange ab» geholl hatte: „Mein lieber Haunfeld. Sie üben heule zum ersten mal« ihre Kunst, ich vertraue Ib/em Muche und Ihrer Gcschicklichleit!" Er reichte ihm die Hand und verabschiedete sich von ihm, wie er sich vorhin auch von den Veamten und den beiden Geistlichen verabschiedet halte. Hierauf band ihm tincr der Knechte ein Tuch um die Augen, ein zweiter faßte ihn beim Schöpfe und hielt kaum eine Bclunde später da« blutige Haupt hoch in die Vufl empor. Haunfcld halle es mit einem Hiebe vom Rumpfe getrennt und damit sein Meisterstück als Scharfrichter von Strahbuig glucklich bestanden, wie der Beifallssturm der schaulustia.cn Menge zu genügt bewies. Hierauf wandte er sich an den am Fuße de« Hoch» gerichls stehenden Vorsitzenden dc« Ktiminalgerich«, indem er an denselben die Frage slelllc: „Herr Richter, habe ich recht gerichtet?" ..Du hast gethan, wa« Urtheil mit sich brachte?" lautete die Antwort, worauf der Scharfrichter wiederum erwiderte: „Nun. so danke ich Gott und der hohen Obrigkeit!" Damit lvar das trauriac Schauspiel beendigt — und auch meine Geschichte hat hier ihr Ende erreicht." Der Hauptmann Oumdert leerte hierauf sein Glas, zündete feine Mccrschaumpscife, die ihm wahrend der Erzählung auSacganssen war. wieder an und trat. sich von u»« uerabfchicdend, den Heimweg an. Auf die Frage eines der Gäste, ob er nicht wisse, wa« au« Haunscld geworden sei und ob er überhaupt noch lebe, erwiderte Gumbert: „Ja. er lebt noch. denn trst vor kurzer Zeit erhielt ich die Nachricht von ihm, daß er sein traurige« Ge-schüft anderen Händen übergeben und mit Frau und Kindern in dcr einige Meilen von Straßburg entfernten Landstadt da« stille Haus bezogen hat." 790 Beamter der Elldbahn, spricht gegen die Umtriebe des Vern^ItungSrathes zur Vecinfwssung der Wahlen in den Verwaltungsrath. Der Präsident entschuldigt das Vorgehen desselben. Hofralh Schmidt v. Zabierow berichtet Uder den Bau dcr Vereinshäuser am Franz - Josef < Quai und in Mariendad, Hofrath Falte Uder die Bemühungen des Ver« waltungsrathes zur Besserung der materiellen Lage dcr Beamten. Voniczel aus Pest iuterpellirt den VerroaltungS-rath Über die schlechte Bezahlung der Vereinsbeamlen. Der Vorsitzende entschuldigt dasselbe mit den geringen Mitteln des Vereins, hierauf ertheilt die Versammlung dem Ver-waltungSralhe die Ermächtigung, reelle Papiere >n Depot übernehmen zu tonnen. Nach Genehmigung mehrerer vom Verwaltungsralhe beantragter Statutenänderungen schreitet die Versammlung zur Ergänzungswahl des Verwaltungsralhes. — (Geographische Kartenwerke.) Die be-lanten vorzügliche» Kartenwerke des militär.geographischen Instituts, welche bisher nur von Wien zu beziehen waren, sollen nun. wie wir hören, auch in Laibach u. a. O. in Verschleiß kommen. Das Verzeichnis fuhrt folgende unseren Bedürfnissen zumeist entsprechende Werke auf: Die Generaltarte von Kä'rnten, Krain, Istrien und das tön. ung. Küstenland. Kupferstich. 1 Wiener.Zoll — 4000" (1 : 288000). DaS ganze Werl 4 Blätter 2 fl. Ein« zelne Blätter 50 lr. Ferner folgende Spezialkarten von Steiermark mit Kärnten, Krain, Istrien, und dem lünigl. ung. Küstenlande: 1. Titelblatt, dann Nussee und Schladmwg. 2. Mitterndorf, Gröbning, Admont, Rottenmann und Hohenihauern. 3. Nlt nmarkt, Kallwang, Leoben, Weichselboden und Eisenerz. 4. Maria-Zeli, Kapfenberg, Friedberg und Mürzzuschlag. 5. Der Groß.Olockner, dann die politische Eintheilung. 6. Hoch.GoÜing und der An^Kogel, nebst den Maß- stäben. 7. Stadl, Neumarkt, Bretstein. Murau und Ober-Wölz. 8. Gail, Iudenburg, Obdach, Köflach und Leoben. 9. Bärnegg, Graz, Ilz, Hartbirg und Weiz. 10. Flaffach, Ober»Drauburg und Mauthen, nebst dcr po- litischen Eintheilung von Krain. 11. Ober.Vellach, Greifenburg, Afritz. Gmünd und Spüal. 12. Fladnih, Feldlirchen, St. Veit, Friesach und Straß. bürg. 13. Reichenfels, Wolfsberg, Schwanberg, Slainz und Voits' berg. 14. Punligam, Wildon, Leibnitz, Klöch und FUrstenfeld. 15. Weißdriach, Tarvis, Kronau, Villach und Weißenstein. 16. Ofsiach, Nsp, Kappel, St. Philippen und Klagenfurt, 17. Vollermarlt, Sulzbach, Wind.-Graz und Nibiswald. 18. Nrnfels, St.'Lorenzen, Pettau, Radtersburg und Mar. burg. 19. Friedau und Lutlenberg, nebst der politischen Einthei- lung Steiermarls. 20. Flilsch, Caporetto und Canale. 21. Radmannsdorf, Kirchheim, St. Jakob, Lack und Kram» bulg. 22. Oderburg, Stein, Lustthal, Cilli, Schönstein und Möltnig. 23. Wind.-Feistriz, Montpreis, Rohitsch und Zirkulany. 24. Go'rz, Monfalcone, H. Kreuz und Chiapovano. 25. Oder.Idria, Präwald, Zirlnitz, Auer«perg und Laibach. 26. Littai, Weirelburg, Soderschitz, Neustadll und Ra. tschach. 27. Drachenburg, Landstraß, Rann und die politische Lin« theilung von Gör^, Gradisca, Istrien und Trieft 26. Trieft, Capo d'Istria, Buje und die Zeichenerklärung. 29. Eenosetsch, Pinguente, Clana und Laas. 30. Reisniz, Mottling, Altenmarlt, Ossiunitz und Gott« schee. 31. Ciltanuova, Pisino, Rovigno nebst einer ßühenlabelle. 32. Lindaro, Fi.anona, Iiume und Caftelmuschio. 33. Dellnicze. Verdorszso, Novi und Fucsine. 34. Balle und Polla nebst Höhentabellen. 3d. Narbano, Cavrano, Cheiso, Veglia und Bescanuova'. 36. Ofsero, Unie, Lussin grande und piccolo und Punta - Croce. 57. Uebersichlsdlalt (Stelett.) Den Herren Landwirthen zu besonderer Beachtung. Zi! empfehlen sind Dreschmaschinen, welche von der reilommirteil Firnia Moritz Weil z n n. in Franlfurt a. M. sUr solche Oclcxiomien geliefert wirdcn, cyif welchen große Dampf- < dreschmaschincn nicht nut Vortheil angew.'iidi't iverden tonnen. — , Es sollen sich dicselbni als so pri Üai-r^ vo» London, die bei Erwachsenui und Kindern ihre Kosten 50fach in anderen Mitteln erspart AnOzug an« 72 090 Genesungen, an Magen-, Nerven-, Unterleids-, Vrust-, Lnngeii', Hals-, Stimm-. Athem-, Drüsen-, liieren- und Blasenleiden — wovon auf Verlangen Capicn gratis und franco gesendet werden: ' 'Hertificat Nr. «4210. Neapel. 17. April 1862. Mein Herr! In Folge einer Lcberlranlhcil war ich seit sieben Jahren in einem furchtbaren Zustand.» von Abmagcrung und i!cidcn allcr Art. Ich war auf^r Stande zu lesen oder zn schreiben; hatte ein Zittern aller Nerven »m ganzen Kürper, schlechte Verdanung, fortwährende Schlaslosigteü, nnd war in einer I steten Nerve,laufregnng, die mich hin- nnd hcrtrieb nnd mir leinen Angenblick dcr Rnhe ließ- dabei im hiichsten Grade melan-challsch. Viele Aerzte halten ihre Kunst erschöpft, ohne Hinderung meiner Leiden, In völliger Verzweiflung habe ich Ihre I^v«!,>«<:!oi-<^ versucht nnd jetzt, nachdem ich drei Monate davon gelebt, sage ich ^ dcni lieben Galt Dank. Tie IlüvniV'l^i!!!-!,' verdient das höchste Lob, sie hat mir die Gesundheit völlig hergestellt nnd mich in den ^ Stand gesetzt, meine gesellige Position wieder ciuznnehmcu. Mit innigster Danlbartcit und vollkommener Hochachtung. .V1.'«!' !!<». Nahrhafter als Flusch, erspart die N.-vZlc-^'uire bei Erwach- ^ seno: nnd Kiodern 5»0 Mal ihren Preis in Arzneien. > In Blechbüchsen von j Pfnnd fl l.50, 1 Psund ft 2.50. > 2 Pfnnd ft. 4.50. 5 Pfund st, 10, 12 Psnnd st. 20. 2l Pfund ^ st. 3<:. ll«v3l^6«'!ö^ 6l,!»,«!^t: Tabletten fitr > i2 Tassen si. 1.5)0, 24 Tassen st, 2 50, 48 Tassen st. 4 5><>. in' Pulver filr 12» Tasien ft. 10, filr 2>!« Tassen fl. 20, flir 57« Tassen st, ,'ili. Zn beziehen durch Varry du B^rry ^ L^lnp. in ^Vi«ii, ^^Hi12«<:I»^H»,v Ilr. S,luI.HlbHcd (3d I>i ahr. in Marburg F. Kolletulg, ii, Klagcnsnrt P. Virnbacher, in Graz Gebrüder Olierra nzmayr. in IiniObrusf T'' ? ^ l l H Frank, in 1'inz Haselmaycr, ,n Pest Tarüt, «n Prag I. Fürst, in Ärünn F. Edcr, sowie in allen Städte» bei guten Apolheteru »nd Specereihändlel>'; auch versendet da« Wicucr Hm!« nach allen O'gciid^ll qegcn Postaiiw^slü'.g c,drr Nachnahnic Ueueste PB- Pest, 12. Mai. Die Ueber^abt der Kroninsignien an den neucrnanntcn Kronhülcr Grafen Fcstetics hat feierlichst slattgcfunden. In Maros Basarhcly in Siebenbürgen enlslaiid eili Kramall anläßlich einer Infam» lnentllnft der Linlen Drei Verwundete, mehrere Ver» Haftungen. Pest, 14. Mai. DaS letzte Unqewilter verursachte neue Uebcrschmetll mu ngen. D>e Donau, die Thiß, SzamoS und Körös traten an vielen Sttllen aus. Agram, 14. Mai. Die Landtaqswahlen finden am 29. Mai stall; in Essegg ist die Wahl der Unio» nisten Prandau und GiurtovitS uotllommcn gesichert. München, 13. Äiai. Äacharach steht in vollen Flammen, bereits sind 34 Häuser, das Nathhaus und die Pelerötiiche abgebrannt. Menschenleben ist leines zu bell^gen. Rom, 13, Mai. Dcr Papst empfing h?ute meh' rere Piälaten und Deputationen, welche ihn anläßlich seines Geblirtsfesles beqll'ickiriliischlc«. '^iadrid, l4. Mai. Die Rl'sticrlmq wird heule nom Nongrcsse die Eii'.bcrufling uoi' 40.000 Vlaiui ves« lul^e». Telegraphischer Wechselkurs "nm 14 Mai 5p.'j l?tet°1il>'ie< «4.45. - kperz Vtational-Anlelisn 71.75. — 1860er Alllata-Nulehen 102.50. — Vanl-Alti-r, »30. Kr,d'" «ltell 327 25.- London 113. - Sill,« 110.75. - » l Mm,,' Dulitin 5,39 — 3tauollo:l«i,'or 8.91'/,, Handel und GolksVirthschüstlichcs. )l,ldolfOwertl,, 13 Mai. Die Dmchschnilts-Preise stclllcn sich auf dem heutigen Marlte, >r>ie folgt: f,. li. > st- lr. Weizen per Metzen 0 50 Vnttcr pr. Psund . — ^ Korn ., 5 60 Eier pr. Llücl . . -- li Gerste .. 8 70 Milch pr Mas; . - N Hafer .. 2 20 Rindfleisch pr, Pfd, - 24 Halbfnicht .. 5 80 Kalbfleisch „ — 2« Hcid>'l! „ 4 6»; Schweinefleisch „ ^ — -Husc ., 4 80 Schöpsenfleisch „ - ^ Kulurul) ,. 4 V0 Hähndcl pi, StOcl — ^ Erdäpfel „ 2 60 Tauben „ - ! ^" Linsen ,. — — Heil pr «leutner . 2 "-Erbsen „ — — Stroh .. . — 8^ Fisolen .. 9 60 Holz. harte? 32". .Nlft 6 -Nind?schma!z pr. Pfd — 5)0 — weich??. ,. — ^ — Schwelncschmalz ,. 55 Wrin, rother, pr. Eimer 9!-" <3pccf. frisch. — — — weißer „ » '" Specl, geränchtrtPfo. — 44 j Angekommene fremde. Nm 13. Mai. WX^s»«». Altmann, Handelöm.. sammt Frau, Ncmn. -" v. Wellin, l. l. Oberlieutenanl in Pension, Hraz, - Orohal P., Feistriz. — Orohar A,, Idria. - .^lch. Petian, — Ser° jnn. Uhrmacher, Idria, - Domladisch, .> «,,^«»>»». Slanscher, Trieft, Baiser, Petlan. -" Kepec, Kostanjeuica. Thuman», Sleiüdlichl. — Klein. b"st' uig, —'Blttner, Trifail. - Nuard, Ählilig, — Paul), Sava- <^<««>t ^Vl«.,,. Sabo. l. l. ^itlmeiste, . Trieft - Nitl" v, (Ynttmannstlial, Trieft. Baron Äpfaltrern, Outsbesitz". Kreiil^, - Dr, Teipin, iüttai. - schwarz, .«fm.. Wien, »l««,-l»«'>,«^ »>«»s. Miiller, Bäckermeister, Wien. F>4»>»,»«?,,. Pogacuig, Philosoph. AdelSberg, Frau Aull, Private. Graz. !^t«n,,«'»^»«. l^ebaseg, Auersperg, — Kadiunil. Möttlirlg' ^ieleorolo^ischk! AelilmchllilMil ill i.'nisnicki. .Z n 5z . ^, .^« N 3 is p ^ Ö ^ k 5 «»> kill. Mg. 738« ^-5.« ^windstill Nebel V 14. 2 „ N. 738.,5 4 18.9 O. schwach z.Hiilfts bew.' 0«c 10,.Ad. 73?,,^ -l-11.9 windstill > heiler Nachts heiter, Reifgefahr, nm 3 Uhr morgens trat N^cl ein, dcr nm 9 Uhr verschwand. Sonniger Tng. sseoer- »»° ^aufeuwollcu, abends gan^ heiler. Das Tagesmittcl del Wäl>l>t -^ 12 1°, um 17° nmcc dem Normale. Vcniiltwolllicher Nedllct,enr: Igna, v. K I t i « m a Y r Danksagung. Für di« zahlreiche Begleitung zur lchten Ruhestlllte nnserer unvergeßlichen Tante, der Frau Anna Droschek s^gen den iunigstr.i, tiefg,fühlten Danü die trauernden Verwandten. Rlisll'Nlil'ris^t ^icn, ^3. Mai, Die Börse ermangelte jed^r Anregung und war ansang« geschajlolos. spälcr infolge dessen rilckgsingig. Der Rllclgaüg betraf jedoch hauptsächlich ^^' ^»V^^NV^^»U)^. lulationspapiere nnd von diese» vorzugsweise »vieder ^iebcnwerlhe. K. nuaemelne «taat«sckul». Mr 1W fi. Hiuheitlichl Staatsschuld zu b p«t.! in Noten verzinslMui^Novcmbcr 64 70 64 80 „ „ « Febrnar-Nugufi 64.70 64 l»>0 „ Gilber « Iänner-Iull 7185 71.85 „ „ „ Apr,l-October. 7165 71.8(> Lose v,I 1839..... 629.- 331.- « ^ 1854 (4 '/,) zn 250 fi, 94 — 94 50 . „ 1860 zu 500 fl. . . 102,75 103.^ „ ^ I860 z,l 100 fl. . . 123 50 124,50 „ « IU64 zu 100 st. . 146 - 146,50 Bt»al«lDomä»ell-Pfaudbriese zu 120 ft. ü,W. in Silber . . 117,75 118.- >R. Grund?ntlastunstH-Odligattr>ll bähmtn .... zu bpCt 96— 9650 «saliziln .... ^ 5 ^ 7650 77 — Nieder-Okstlrreich . . ^ 5 ^ 34 50 95.50 Ober-Ocfterrlich . , ^ 5 „ 92 50 93 — Siebenbürgen ... „ 5 . 7950 ^, _ Httierviork ... ^5„ 91—92 — Ungarn ... „5 ,. 81.50 82,25 (?. Andere öffentliche Nnlehe» Donaureguliruligslose zu 5pCt. 5,7... 97,50 N» a. Eistnbahnanlrhen zu 120 fl. ii. W. Silber 5", pr. SlUll 109 50 l10.— Un» Prämieullillcheu zu 100 ft. < N.l7l)fl. T:r,.c::.)?r. Sliill 106— 106.50 Wiener Lommunalanlehen, rllcl, Geld Wait« zahlbar 5 p. Anqle-öftlrr. «aul.....310 55 310 75 Bal'.toercin.......—.— —.— V°de„-«ircditlll:ftalt . . , . —.—------- Creditanftalt s Haudel u. Gew, . ^27.80 328 -Treduallslllll. allgem. ungar. . , 150.50 1515,i, Deposiltnbaill......101. - 1„I..'.0 Eöc°mpt«:-35 — Unionbanl ...... 304.50 305,— Vereinsbanl . . . . 1üt?50 1!u°n,la.-Bab.u ... 2.',3 - 25>3 50 DolwU'Dampsschlfsf. Hcjtllsch. 610.- 6l1,— «LlisaKllh.Üvcstbahu. . . . ,«..I<»ss»)er«Bahn , -.— . — ^'loyd. öfterr....... 4^5.- 470-- Oefterr. Aiordwestbahn . . . 212 - 21250 ^Rud°lf«-«ühn..... , ....- >-.— Sl?benl,ilrg?r Bahn . , . , — — .— St4 — olo.i„33I.r, 60 I0l 80 ^.^url^uou) «.». O.v^».' k?., 104— 1<»4.50 >')lk^ it'/^n'f^,,.» 101.50 101.70 Slebenb. Uahn in Silber oerz. . 93,7«) !"'" staatsb. G. 3'/, a 5>,.7^) . 500 Frei, pr. stilck . - ^- '^ !lng Oftbahn fllr 100 fl . 81 75 ^ ^' «. «vrlvatlos, «per St«' ^" ^, ^'l 100 ft Ü W......185 50 1«b. «nbnlf-Stiflulig ,u 10 fl. . . !5-— " ^.»el«»s^ (3 Mnn ) s»'ld V^ «'^bur« fUr 100 sl Mdd.W. 95.10 9^ zfraulfurlllM. 100 ft. detto 95.30 >» ^ Hamburg, fur 100 Marl V°nc° 83 ?b ^' ^ »iandon, sllr 10 Psnud HlcrllNf, N3.7«^ ' '^ <1a,i«. fllr 'O' »rclucs , , 44 K0 v«!»l !? ll. ^t. Mll!l,1l M " ----------- ^,