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E« wurde ein ge* m iaiameS RtichSfinanzministerium, ein Ministerium d<« Aeußern. und vor allem andein »in gemein» same« RtichSkrieg«ministenum mit einer „einheii» lichen^ Arme», nebst den beiderjeiiigen Landwehr, 11, geschaffen. £>i»ft jogenannte gemeinsame Armee würd» von Oesterreich immer wie ein Augapfel beschützt, da man maßgebendenort« die Ueberzeugung zu haben glauble, daß die Großmachlstellung Oesterreich# nur gestützt aus »iner einheitlichen Arm. e erhalten werden könne und man versicherte immer, daß an d»m s»sten Gesüge der Arme» nicht gerüttelt werden dürfe. Nun bildete aber gerade die Arme» immer den Zankapfel zwischen Unqarn und Oesterreich, da einerseii« Oesterreich sie für iliiantaftbar erklärt», anbei seil« immer die Ungarn mit lüsternen Augen aus dieselbe blickte» und .nicht» unversucht ließen, ihren Einfluß aus di» Arme« auszuüben. Tatsächlich gtlang eS den Ungarn, bei jeder sich darbietenden Gelegenheit, bezüglich der Armee sür sich nationale Zugeständnisse zu erreichen. Wa« die Ungarn am meisten wurmte, war und ist noch der Umstand, daß in der gemeinsamen A mee die deutsche Sprache die Dienst- und Kommandospracht ist, und die Ungarn waren von jeher bestrebt, diese deutsche Ditnstfprache von den un» garijchen Regimentern h>nou«zubringen. Da aber von der Heeresverwaltung immer und mit Reit darauf hingewiesen wurde, daß et nicht angehen könne, in der Armee außer der deuifchen noch eine zweit-, etwa die madjarische Sprache »I« Dienst» sprach» einzuführen, so blieb bi» heule die deutsche Z>ie Verlängerung des Levens. Von Dr. Hermann Feigl. E« war einmal ein Mann, der berechnete, wie viele Jahre seineS Leben« ein Mensch verliert, der sich dem Laster de« Tabakrauchens oder T bak» schnupsenS ergibt. Er hätte mir seiner Rechnung zn demselben Ergtbnisse gelangn muffen, wenn »r angenommen hätte, daß dir Lern» Kamilleniee rauchen und Baumwolle schnupfen, denn nicht auf den Tabak legt» »r da« Gewicht, fondrrn auf die Zeit, die mit dem Rauchen und Schnupfen v»r» loren geht. Der Raucher und d»r Schnupfte unterbrechen ihre nützlichste Tätigkeit, um mit der Pfeife oder mit d»r Dos» herumzuipielen. Da wird di» Tabaklblase dervoraezogen, in die umständlich ge» putz!» Pfeife Taback gestopft, ein Zündholz ange-rieben und anyr^'lnOft, dort wieder wird die Dose hervorgtbolt. gerüttelt, geöffnkt, hineingegriffen, di» tabackb»lad»n»n Finger w»rd»n behaglich zur Nase geführt, diese wird mit dem Schnupftabacke angefüll', mit einem großen Taschentuche gestreichelt, kurz, eS werten da wie dort immer einige Mimtm der Arbeit abgestohlen und dem Müßiggänge ge-widm»!. Dies geschieht fo und so oft im Tage, so und so oft im Jahre, fo und so oft im Ver-laufe eine« ganzen Menschenleben«, und wenn man di»« all»« zusammenzählt, so kommt eine Summe Sprach» in ver Armee der Dirnftsprache. Ader nur scheinbar. Die Ungarn setzten e« durch fortwährende« Wühlen durch, daß ihnen bei jeder Gelegenheit von der Heer»«v»rwaltuna sprachliche, sowie auch sonsti e national» Zugeständnisse für di» Arme» gemacht wurden. So oft nämlich die Hetre«ver» waltung irgknd welche Forderungen für die Arme», wie Erhöhung d»« Truppenftanae«, Neubrwaffnuvg usw. itellie, stellt»» sich Die Ungarn aus dtn Standpunkt, sie könnten diese Forderungen nur dann dewilligtn, wenn ihnen rrgend irgend ein sprach-licht« ov»r nationale# Zugeständni« im Heere«» westn gemacht würde. Und da nahm die Sache immer denselben Verlaus. Zuerst stellt» sich da« Reich«k>i»g«m>ni« sterium auf di» Hinirrbeine uno ertläri». tone wie immer grartrtkn Zugrfländnisse. wenn di» Schlag» fe-ligkeu der Armie nicht darunter leiden sollt, gewähren zu könnt»; die Ungarn blieben fest b«i ihren Forderungen, un) schließlich gab da« Reich«-kriegSministerium in irgend «iner Form nach. So erreichien die Ungarn fchli.ßlich stusenweise schon so viel, baß zur Festlegung der ungarischen Dienstspracht bei den ungarischen R»g>m»nl«rn nur mehr ein kurzer Schrill ist. Nur »ine« blieb u>.ver-änd-ri, und da« ist di» Ausbringung d»r Kosten dieser sogenannten einheitlichen Arme». Wenn auch die Ungarn bei jeder sich darbieten:»-! Gelegnnhelt Rechte für d»n Teil der gemeinsamen Armee, wel-cher sich au« der ungarischen Reich«hälste ersetzt, forderten, fo beließen sie doch das Rech', den größten Teil der Lasten dieser Armee zu tragen, uns Oesttrrtichtrn; ja sie waren von jeher uvver» fchäml genug, sich zu stellen, al« wenn da«, wal sie b>«her bezahlten, ohnehin schon zu viel wäre. So konnte »S geschehen, daß di» Ungarn immer mehr Einfluß auf d>» Armee gewannen, aber die von Jahren heraus, di» d»r Rauch«r und d»r Schnupstr eitel vergeudet haben. Der Mann mochte mit seiner Rechnung da« Richtige getroffen haben, aber wenn er kein Slave»» Händler war, so hätte er s.an, gut einer gewesen fein können. Da« Ztug dazu hätte er besessen, denn nur ein Sklavtnvvgt und Menschenschinder kann der Ansicht fcin, baß jede Minute de« Leben« ver-loren ist, die der Mansch nicht der Arbeit widmet. Gleiche Gesinnung wie er verrät auch ein anderer, der da berechnet ho», wieviel kostbare Zeit die Menschen mit dem Schlaf n verschwenden und wie-viel sie gewännen, wtnn sie stetS morgens mit den Hühnern aufstünden. Auch einer ver im Menschen nur eine ArdeiiSmaschine sieh'. Und damit ist da« Feld der menschenfreundlichen Siaiistit noch lange nicht ganz abgeweidet, denn eS lassen sich noch »ine Menge Dinge finven, die der Mensch lassen könnte, um die ihnen giwidmeie Zeit zur Arbeit zu ver-wenden. Aber da« richtige Resultat macht noch nicht die guie Rechnung. . ie biftc Rechnung ist falsch, wenn sie von unrichtigen Bedingunp«n au«geht und darum kann man auch nur zu einem Trug» schliffe gelangen, wenn man von dem Grundsatze au«geh>, daß Arbeit und Leben dasselbe sind. Dem widerspricht schon dir Ersohrung. Wie viele «euie leben ohne zu arbeiten und hallen sich doch gar nicht für tot dabei. Man kann t« ihnen auch gar nicht für übel nehmen, daß sie nicht arbeiten, wenn Oesterreich» den Löwenanteil der Arme» zu tragen hauen. So geht d> s Spiel auch jetzt wieder weiier. Wir haben wieder einmal Militarfragen zu erledigen und die Ungarn halten die Zeit für güa» stig, wieder »twa« sür sich gewinne zu können. E« soll die zweijährige Dienstztil, die Erhöhung de« Rekruievstandt«, di» R»n»lung der Offizier«-grhällkr, di» n»u» Miliiärstrafprozeßordnung usw. durchgeführt werben, und da wär» t« doch schad», wenn di» Ungarn sich dies» Gelegenheit, sich Bor» teile zu verschaffen, uniirnützt vorübtrgthtn lassen würden. Tatsächlich hört man auch schon, daß zwischen dem Reichbtrieg«m>nister und der unga» rijchti, Regierung V»rhandlung»n, freilich keine „offiziellen*, staiig funden haben. Der Kriegsminister teilte dit« der österreichischen Dtitgation in einer Sitzung de« WthrauSschuffeS mit. Nun weiß man ja au« Eifahrung, daß diesen VinoffijirllenM auch bald „offizielle" Verhandlungen folgen werden und da« alte Spiel kann nun von ntuem lo«gehen. Der Kritg«minifter betont auch jetzt witder, daß an ver deutschen Kamm^ndoiprache unbedingt festzuhalten ist, und er wird schli.ßlich, wie alle seine Vor» gänger, zuletzt doch nachgeben muffen au« dem ein» sachen Grunde, weil die alten Madjaren sonst ihre Taschen fest zugeknöpft halten werden. E« ist auch nicht« al« eitle Spiegelfechterei, wenn auch jetzt iurmer versichert wird, man muffe alle« versuchen, um zu eiN'M dauernden Ausgleich zu gtlangtn, damit nicht bei nächster Gelegenheit die Madjarin wieder mit neuen Forderungen kommen. Dtr Kritgsminister weiß ebensogut, wie jede« andere Mitglied der Regierung, daß an einen dauernden Ausgleich mit Ungar« nicht zu denken ift. Wie oft schon wurde der Welt verkünde«, daß die Heeresverwaltung mit der sie nicht durch die Not dazu gezwungen sind, den» auch der Esel lüßt sich nicht soviel aufladen, wenn er ohne Arbeit sein Futter sände. Dümmer alt der Eiel braucht aber kein M'nsch zu f«n. Arbeit ist eine schöne Sache, wen« man davon leben muß und kann, aber die allerschönstt, wenn «an sie nicht notwendig Hai. Von der Arbeit, sagt ein bäuerische# Sprichwort, wird da« beste Roß hin. und was vom Roß gilt, da« doch entschieden mehr aufhält al« der Mensch, da« muß doch vom Menschen auch g.litn. Demnach wäre Leben und Arbeiten nicht dasselbe, sondern eine« da« gerade Gegenteil vom ankeren. Mit der Behauptun», daß man die Zeit, die man für die Arbeit ergiizi bat. für da« Leben gewonnen hat, ift e« also nicht weit her. Ganz ordinäre Sklavenhalterphilosophie l &btn ift Leben und sonst nicht«. Ltbt« ift dtr Gegensatz von Toiskin, uns wer un« belehren will, wie wir da« Leben verlängern können, der darf un« nicht damit läuschen, daß er un« täglich ein paar der notwendigen E>holung und Kräftigung abgegeizte Minuten in dit Sparkaffe werfen läßt, sondern der muß un« sagen, wir wir da« uns durchschnittlich zu^emeffent Kapital an Leben«tagen vergrößern können. Beläuft sich diese« Kapital nach der Bibel nur au» sitdzig Jahre, so muß er un« raten und helfen sönnen, daß wir hundert, vielleicht auch zweihundert oder gar dreihundert Jahre leben können, wtnn wir wollen. Warum soll Me« dem Mtnfchtn nicht möglich fein, wenn e« verschiedenen Deutsche Wacht_ auch solange tun wird, bi< die Ungarn daS erreicht Haien, waS sie seit jeher angestrebt haben: eine selbständige ungarische Armee! Aurrtreibereitn. Wien, 2. März. Tie „Neue Freie Presse', da« Haupiorgan der Wiener Hochfinanz als Vertreterin nationaler Jnter ssen sich au>spieUn sehen, erweckt immer ein gewiss,4 widerliche« Gesühl. Wenn man stch er. innen, wie gerade diese« Blaii immer den Deut-schen in den Rücken fiel, wenn dies« wirklich nationale Politik zu treiben (14 anschickten und wie sie immer alle« mit Ihrem giftigem Geifer befpiitzte. da« al« nationc:lSeulsche Errungenschaft angesehen wilden konnte, dann muß e« anwidern, wenn da«-selbe Blatt sich al« Anwalt in nationale» Fragen ausgespielt. Zn der So ntanSnnmmer ist weder so ein Artikel erschienen, der unter dem Vorhaben, nationale Politik z» oertreien, nationale Ze setzung ve> folgt. d-r scheinbar jflr di, Deutschen geschrieben, den Segnern Dienste teiflei. Der deutsche VolkSrat von Böhmen — allerdings eine Körperschaft, IN der Leute von der Ficht,presie nicht« zu sanen haben — ist an die oeutschtreiheitlichen Parteien-mit der B-tle herang trenn, die Vertretung der nationalen deutschen Anliegen aus eins breiiere Grundlage zu stellen und zu trachten, daß tnS-besondere in der Egerer Eprcichensrage all« deutschen Abgeordneten zusammenstehen. Daraufhin Hai der deutsche Landsmannmintster an den Führer der Chiistiichsozialen. seinem Ministerkollegen Doktor Geßmann geschrieben unv dessen Partei zu gemeinsamem Vorgeh'n in nationalen deutschen Fragen einq-eladen. Dies-r »Brief P.schko« setz, nun die „Neue Freie Presse' in die größte Unruhe. Sie hö?n' und spottet uns will Sireil anzetteln, in dem st« den einen ironisierend lobt und den anderen verdächtigt. Der Brief Peschka« wir» al« eine Frozzelei der Christlichiozialen hinbestellt, um diese zu ärgern, und die Chriitlich ozialen werden al« Feinde jeder nationalen deutschen Forderung bezeich-net, um die Deuischnationalen zu bewegen, nicht mitzutun. Un? um de« Zwecke« willen durch Miß-irauea uns Verärgerung das angebahnte Zusammen-gehen aller deutschen Abgeordneten zu vereiteln, wird sogar Die Antwort Dr. »efemnnn« unterschlagen. Der Minister der Ehristlichsozial.n - -über den sonst jeder :enken mag wi- er will — erklärte seine Bereitwilligkeit un, v rfprach, den Plan eine« geschlossenen Zusammengehen« oller deutschen Abgeordneten tn nationalen Fragen und in«besondere in der Egerer Sprachenfrage mit Ent* ichieoenhttt zu oerireien. Da« paßt der .Neuen Freien Presse« freilich nicht, darum wird e« unter. Suuamer 19 schlagen und der Artikel so gestellt, daß man eine Ablehnung voraussetzt, indem man den Brief Peschka« al« F:vzzelei hinstellt. Ekelhafter ist die Quertreiberei deS Haupt-otgane« der Börse noch selten getrieben worden. Wer da nicht suhl, wohin die „Neue Freie «Presse* treibt, wenn sie deutlchnational schreibt, dem ist nicht zu helfen. ^Nitionale Treue, nationale Ge-suhle und nationale Politik sind Eigenschaften, die so gewöhnlich und sldstverstänblich sein müsse», wie die bürgerliche Rechischaffenhei,', so tradiert die .Neue Freie Presse', da« Organ, das einen Richard Wagner begeisen und verspottet hat, als er die deutsche Musik schus. da» BiSmarckS Genie verhöhnte, das — wer wollte das aufzählen, wa, diesem Blatt an Deutschs.indlichem vorgehalten werden kann — immer dort zu finden war. wenn e« galt, nationale Politik der Deutschen zu stören, nationale« Schaffen zu veröden. Nationale Treue hält die .Neue Freie Presse' den Christlichsozialen als seldftz-rstänolichk bürgerliche Eigenschaft oor. Die von. wen« auch nicht politisch nationalen, so doch von stammeSgenössisch deutscharischen Bauern und Handwerkern. Lohnarbeitern und Beamten ge-wählie» 100 chüstlichsoziolen Abgeordneten besitzen in den Augen der „Neuen Freien Presse' diese bürgerliche Eigenschaft natürlich nicht. Die „N ue Freie Piesse" sagt « tm Leitartikel vom l. Februar 1908, in derselben Nummer, in deren rückwärtigem Teile die .Ustredni Lanka ceskych sporitele* und die .Zivnostenska banka* auf einmal angekündigt werden. Da« Blatt. eaS die Geldinstitute seinen Lesein empfiehlt, die dem ausgesprochenen Zwecke dienen, oie TschechisierungSarbeiten in Wien und Niederöste, reich zu sördern, sprich, von — deutscher Treue! Wer da nicht sehen will, wie e« mit der Wadrung deutscher Anliegen durch die „Neue Freie Presse' und den ihr an die Seile »u stellenden anderen jüdischen Organen bestellt ist. der bleibt mit Blindheit peschtag n, und wer sich, von den Argumentationen der „Neuen Freien Presse' ver-leitet, wieder assi S wendet, nur um »ich« al« „Kompromißler' zu gellen, dem iti vorgehalten, daß s von wenig pklsönliPtc Selbständigkeit zeugt . uno vor allem ketn^ deutsche Eigenschaft bekund-t. w.nn man st$ vom Wo tgedrechsel der .Neuen Freien Presse' leiten läßt. _k. PolMschr Runöschau. Zus dem N»dgeta>sschoss,. Nich einer Meldung der .Wiener deutschen Korrespondenz' beziehen sich die zwischen ten deuischsreideitlichen Parteien und den Chnstlichsozialen geführten Verhandlungen zunächst oui Vereinbarungen betreffend ein einheitliche« Vorgeh,n aller deutschen Parteien bei der Beratung de« Justiz- und Unterricht«-budget« im Budg«au«jchusse. Wie verlautet, steht die Einigung unmittelbar bevor. «c-.le 2 ungarischen Regierung einen dauernden Au«gleich geschlossen hat und einige Monate später rückten die Maüjaren wieder mit neuen Forderungen heran. So wird dies« Spiegelfechterei weiter gehen, bis die Ungarn das erreicht haben, was sie so sehn-lichst wünschen: eine eigene mavjarische Armee. Wir gestehen offen — bemerkt der .Deitt'che Michel' — daß wir eS gar nicht bedauern, wenn diese Zeit einmal gekommen sein wird, wir wissen, daß sie kommen wird, und rechnen heute schon damü w,e mit einer vollendeten Tatsache. Wa« wir bedauern, ist, daß die österreichischtn Regierungen immer noch so naiv sind, oder sich wenigsten« so stellen, und glauben, daß da« heutige Berbältni« zwischen Oesterreich und Ungarn auf die Dauer haltvar sein wird und in diese« Wahne, lediglich um die Entscheidung, die doch einmal kommen muß, möglichst lange hinauszuschieben, die Völker Oesterreich« zwingt, für eine Armee, welche über kurz oder lang in zwei Teile zerfallen wird, so ungeheuere Opfer zu bringen und den edlen Madjaren zu einer schlagfertigen Armee zu ver. helfen. Und wenn sich heute der Kriegtminister in die Brust wirft und erklärt, von der Einführung der ungarischen Kommandoiprache bei den ungarischen Regimentern könne keine Rede sein, und e« ihm gelingt, die ungarische Regierunn mit anderen Zu. geständnissen sür den Augenblick zu beruhige», so wird diese Beruhigung nur so lange anhalten, bis fich den Madjarin eine neue Gelegenheit bietet, ihre Forderungen wieder hervorzuholen. De«hald wäre eS klüger und auch besser, wenn wir da« bestehende Verhältnis zwischen Oesterreich und Ungarn schon längst ausgelöst und den Herren Madjaren e« überlassen hätten, sich ihre Armee selbst und auf eigene Kosten auszugestalten, statt baß wir un«, au« Rücksicht unserer, doch nur zum Scheine bestehenden Großmacht, finanziell verbluten. Der denkende Tul der Bevölkerung hat es schon längst erkannt, daß mit den Ungarn eilü dauernder Friede, insbesondere in Heere«fragen. nicht geschlossen werden kann, und unsere Heere«. Verwaltung will diese Talsache nicht attei kennen und verkündet un« immer wieder, daß keine neuen Begünstigungen, bezüglich de« Heere«, den Ungarn gemacht werden, wa« sich immer wieder als nicht zutreffend erwiesen hat, und auch dtts«al wird die HeereSverwallung vor den Ungarn wieder zurückweichen, wie sie eS jederzeit getan hat und Tieren möglich ist? Marasmus. AllerSschiräche soll dagegen fei.i. Wenn sich dieS hinausschieben ließe? Ein Arzt will schon da« Gegengift sür Alter«, s-dwäche entdeckt, da« Serum gegen den Bezillu« de« MaraSmuS gesunden haben. Wenn der Mann Recht hätte? W.nn da« Kraut gegen den Tod gefunden wäre, daß man dielen auf dem Birnbäume sitzen lassen könnte, wie eS der Schmied im Märchen getan hat, bis man des Lebens selbst schon satt ist! Wahrscheinlich ist diese« Mittel leider noch nicht gefunden, aber e« ist kein Zweisel, daß e« gefunden werden wird. Mit Riesenschrtlien gehen wir der Entschleierung der Geheimnisse der Natur entgegen und eine« schönen Tage« mögen wir an dem Ziele stehen, wo wir un« sagen, daß wir da« Mittel gesunden haben, unsere Lebenszeit zu ver-länger«. Dann werden wir un« nicht m-chr mit der Gioßvaterschaft begnügen müssen, sondern wir werden noch die Urenkel unserer Enkeln sehen. Selbstverständlich werden und müssen wir dabei selbst verhältnismäßig gul erhalten bleiben, denn sonst wä e e« kein Spaß, bi« mindesten« zur sechsten Generation zu leben. «lS Urgioßvaier mußte man sich noch so jung fühlen, wie als Va-ler. Da gäbe e« keine zwanaSweise Pensionierung mehr und kein freiwillige« Zurücktreten auS Amt und Stellung, sondern der Urgroßvater würde mit seinem Urenkel in demselben Amte dienen, sowie die Urgroßmutter mit ihrer Urenkelin aus demselben Balle tanzen würde. Jene würde dieser auch noch die Verehrer abspenstig machen konneu. Wer man sich die« alle« weiter au«d:nken und auSspinnen? Wen» eS einmal so weit sein wird, daß die Ur» großmutler mil d-r Enkelin mit Erfolg konkurrieren kann, dann werden wir unS auch nicht mehr da-rüber verwundern, wenn eine siebzigjährige Schau-spielerin daS Gretchen datstelll und ein achtuajäh-tiger Mimt als Jung-Siegfrieo auftritt. Dann wird es aber auch etwa« langsamer heißen alS heute, nicht so per . au.pf und E!ek-trizität, sondern schön gemächlich. Schritt für Schritt, damit man seine Kräfte nicht vorzeitig aufbraucht! Da« w.id aber ganz von selbst ko«men. wenn man keine Eile mehr hat. daS kurze Leben auszunützen, wenn man nicht meor gezwungen ist. mit höchstens st-bzig Jahren sein AuSlangen zu finden Man wird etwa« langiamer l.ben können als heute und da« wird für die ganze Menschheit eine Wohltat sein. Die schöne Zeit der ersten Liebe wird Nicht ichon im Lebensalter zwisch.n zebn und zwan-ztg Jahren beginnen, sondern man wirb sie di« mindesten« über da« sünsziaste Jahr hinau«!chieden können. Da wird ^-schlüge de» VtadlingemeurS bezüglich Behebung terfelben und 3. Eingabe de» Borschußvereine« Pvsojilnica » Angelegenheit eine» Grundtausche«. Berichie de» Finanzausschüsse» üb«r da» GrundkaufSanboi de» Franz Pacchi^sfo. Bericht» de» G/werbeau»schusse» über eine Eingabe wegen Erwiikung der Aufhebung der Lieh.irenzsperre zum Zwecke der Erreichung einer Herabminterung der Fleijchpreisk. Bericht de» TveaterouSschusseS über: eine Eingabe de» Theaierdiiekior« Berthold Wolf um Btwilligung einer zehnproztiittgen Erhöhung der Eintrit'«preije und eine Eingabe der Theater» und Orchesterunternedmungen um Bewilligung «ine« Zuschlage« auf die Thealcreinlrill«preise sür Ver-stcherungSzwtck«. Bericht de« Wasserleitungsau»-s ch u s s t i über die eingelangten Anbote und A»-lra.i aus Vergebung de» Baue» der Wasserleitung. K«desftlle. Der Tod hält in diesem Früh-jähr wieder einmal reiche Ernte unier den Be« wohnern unserer Siadt. — Im Grazrr städtischen Krankenhause starb SamSiag nachmittag nach «iner Blinddarmoperation Herr Heinrich Scheuerman n. Epenqlermetster, au« Till», im 57. Lebensjahre, yerrn Scheuermann, der seine nationalen Pflichten al« deutsch«? Bürger unsern >S!adt, stet» voll und ganz erfüllie. wird allzeit ein «hrend>» Gesenken bewahrt werten. — Am Montag starb hier Frau Friederüe Teppey, geb. Müller, die Gatiin de» hiesigen lS«meinc>eau«schufset, Herrn Karl Teppey, im 50. Lebensjahr«. Um die Verstorbene trauert die ganze Siadt. Ihr freundliche« geselliges W«sen und ihr« menschenfreundliche Beiätigung hauen ihr in allen Kreisen der B-wohneischa't ausrichtige Wertschätzung erworben, von der wohl am Besten die allgemeine Teilnahme, ie ihr während ihreS langen und schweren Letden« entgegengebracht wurde und da» Mitgefühl, mit dem jede anscheinenve Besserung in ihrem Befinden begrüßt wurde, Zeugnis ablegen. — Am gleichen Tag« verschied hier auch Frau Wilhilmine Reiner, geb. Peiooar, Post« beamtenSgattin im 28. Lebensjahre. — Am 3. d. M. ist in Graz der Kausmann Herr Adalbert DamaSko gestorben. Der Verblichene war Turner mit Leib und Seele und gehörte schon in seinen Jugend« jähren als Zögling vem Cillier Turno«r«ine an. Hlachruf. Montag nachmittag« beschloß eine «dle Krau ihr I«g«nSreiche» Leb«n. Frau Fried«rik« Teppey gev. Müller, Gattin de« Cillier Gemein» berate» und Industriellen Herrn Karl Teppey. eine echte teutsche Frau. Wo immer e» galt, sich sür die rechte Sache einzusetzen, wo e» galt, den Bedrängten Freund »u sein und ihnen hilfreich beizustehen, da erwie» sich di« Verstorbene stet» al» warme Sönnerin. An der Seite ihre» mit vielen Ehren- . stelle» b.irauikn Gatten Herrn Karl Tevpey, war sie die likb«n«würdigste, aulopftind« Gatiin, «in M«st«r «iner d«uischen Hautfrau. Stet« war ihr Hau« den Gästen offen und wer dort Gastsreuns« Ichast genossen, der sonnte sühlen, wie brrzlich und aufrichtig »r willkommen war. Ihr Leben«zweck galt ri«r Erziehung ihrer kiüd»r und konnte si« noch dir Freude -rleb« ', ihr« älttst« Tvch er al» Künstlerin yoch^eieiert zu sehen. In d«r V«r-storbkNt» verliert der Cillier Wärmenubtnausschuß welchem sie durch 13 Jahre mii unermüdlichen Etser und selbstloser Aufopferung ang dörie. eine warme Förderin und wurde ihr für ihre unei ennütziae Tätigkeit die ehrense Anokennung de« Cillier Gemeine»™,,« ausgesprochen. V ele arme Fami-litn btirauern den Heimgang ihrer Wohl-täterin uns allzufrüh raff ie d«r uutrbittl'ch« Tod die aui« Frau hinwkg. Alle, die sie kannten und Gelegenheit bauen sie in ihrem segensreichen Werken unermüdlich icuig zu sehen, werden ihr da« beste Anvenken bewahren, sie wird un« allen unvergeßlich bleiben. Die Erde sei ihr leicht, wir irauern mit dem schwergeprüften Gaiiti« üb«r diesen unersetzlichen Verlust. Selbllmord. In Veilau eischvß sich nach einer un« zu»ae>genen Meldung am 29. v. mit» tag« Frau Paula Bindlechner, Sürbadnbe» am>en«g?itin. Sie kausi« sich vormittag eiren Re-voloer, mit dem sie 'ich durch einen Herzschuß lötete. Sie unterläßt «in siebenjährige« Töchierchen unv einen dreijährigen Kl aben. Die Ursache de« traurigen Falle« dürfte in «iner momentanen Geistesverwirrung zu suchen sein. Hvaugelischer Kircheubauverein Die JahreS» Versammlung diele« Vereine« sinket heute, Donner«->ag, abend» 8 Uhr im »Oing. Gemeindesaale statt. Sollt« sie nicht bkschlußiähig sein, wird sie am SamSiag dni 7. d. M. zur gleichen Stunde und am gleichen Orie wiederhol«. ?ersouakuachricht. D^ k. k. Sie.>«raflistent Herr Anton Gorinschegg wurde über eigene» Ansuchen vom Steueramt« in Leibn>tz zum St«u«r-»mir in C t 11 i üdersttzt. H«rr Gorinscheqg b«» kleioeie ,n L-ibnitz tie Ehre,ist,lle «ine» Präsisent'N de» doUigtn Vereine» „ZtaatSbeamien Tafelrunde" dessen Mi begrün.'er tr war. Die SiaalSde.iMt n Taseliun! e in Leibnitz bereitet« ihrem schrideiden Präsiaenien in der aaßerorv-ntlichen Haupiver« sammlung vom 26. Froruar 1908 >n Ane kennunz der unvergänglichen Lervi nsie uui den Verein außergewöhnliche Ehrungen und ernannt Herrn Gorinschegg za ihrem eisten „EhHngiündet*. Wie in der Beamtenschaft. war Herr Gvrinschegq auch bei der diesigen Bevölkerung wegen seine« li'ben«» würdigen Eiitt-egenkommen« allgemein beliebt und geachtet. Spende«. Herr Karl Teppey sp«nd«te an-läßlich oe« AvUdenS s«i»er Gattin, Frau Frieder cke Teppey. sür die Siadtarmen den Betrag von K 200. — Frau Marie Ja kl in in Weilenstein spendete anstatt ein«« Kr nze« sür die verstorbene Frau Friederike Tepp-i ^ 30 für die Friuen» Tubtrkulosknvtilstäite bei Ä-az. Auudauzeigeu Al« gefunden wurden abge-geben: ein« goldene Taschenuhr samt K «te und Anhäi>s,s«ln; ein goldener Ehering uno zwei kleiner« Geldbetrag«. Die vorbezeichneten Fundsachen können beim Siadtamie Cilli von den Verlusttiägern gegen Nachveijung de« Eigtnium«rechie« behoben werden. $?o« Kaudeksgerichte. Eingetragen wurden in da« Ciliier Register: Sitz d«r Firma: Unter-kötting. Firmawoitlaui: Clonfero Celare. Be-triebSgegenstand: Holzhandel. Inhaber: Clon-sero Cesar«. Datum d«r Eintragung: 24. Feder 1908. A««zert i« veulsche« Kaufe. Am Ascher» Mittwoch den 4. d. Mi«, findet im Deutscheu Hause ein Konzert der voll»ä»digen Cillier Musikverein«-kapelle statt. Pte heitere Liedertafel de« Cillier Männer» gesangvereine« wurde iiisolg« de« Trauersalle» in der Familre de« Odmanne». Herrn Karl Teppey, auf unbestimmte Zeit verschoben. Ver Maueruball de» Aillirr Mtuuergesaug-»ereiues. Da» erste Trachtenfest >« deuiich n Hause. Eine üb«rau» glücklich« Jde«. mit «m«m Bauernball den Beginn zu machen, denn al» B^uernvua und Dirndl sühlen wir ja gewisser-maven den Berns in uns, all«« Reiche und Fesche in un« hervorzukehren und mit einer g«w>ss«n Duliähstimmung d«r Faschingtstimmung zu Hilf« ■ zu «il«n. Schon b«im Eintrilte umfing die große Schar der Besucher würziger Harzgeruch und Tannendust und man sah sich in eine ländliche G«««indk. inmitten einer herrlichen G«birg»w«lt versetz'. Hochausstrebende Tan en unn schmucke Alm» hititen vervollständigten den Eindruck. Man merkt» aus den ersten Blick, daß irgend ein kirchlicher Fest-tag gefeiert wird oder ein sonstiger festlicher Anlaß oor» liegt, denn all' di« vielen Dorffchönen und dir fchn-idig » Burschen haben sich in Sonntagsstaat geworfen und zu dem Putz und Flitter der bäuer» lichen FtstiogSkleiZer hat sich ein Kuntrrbuni der grellsten und leuchtendsten Farben geftll«. Frohe Juchzer und daS Dideldum der Dorsmusitanteu belehren unS auch all«bald, um wa« e» sich handelt. Einer der reichsten Bauern^m Ort (Herr Gustav Säger) hat ein« der sauberst«n Dtrndln (Frau Amt« Siigrr) g'frelt und seien heut« seine Hochttit. Zum Ehrentaie d«S jungen Großbaurrn, d.fsen wtilverzweigte Lerwandifchafl sogar biS nach dem fahltmtigen Osten reich« — Hai sich Ja doch sogar eine reizende japanische Verwandt» eingrsunoen — sind HochzeitSgäst» von N.ih und Fern, von Nord und Eu». Aufgarg unv Untergang herbeigeeilt. Im Vollgefühl seiner Sendung reckelt sich der Braut» sührer (Herr Dr. Biacic) und würdevoll schreitet daS Brauielternpaar (Frau Bulia. Herr Jng. Unger-UUmann) im Zug». Der Bürgermeister, umceben von der Garde seiner Gemeinderäte (den Herren Charwa«, karbeutz, Wambrechtsammer) hält an der «rauip ar eine gereimie feierlich- Ansprache indaS der Hvllerblüh' eine bedeulsame Rolle zugewiesen und aus daS junge Paar reicher Kindersegen herab-gefleht wird. Heute geht« hoch her, e« flattern die Zöpf. e« fliegen die Rock und e« strampeln die Buam beim »Zioansteirtichen", den der Wildschütz» ioni (Herr Engele) allen so gut beigebrach« hat. In vem höchst originellen Reigen mit seinen neckischen Figuren: dem Fensterln, Schuhplattln, Dir» lschwmgen. tanzten die Paare: Herr We- dler— Frl. Greccs, Herr o. Zduder—Krl. Greie Arlt. Herr Wagner—Frl. Sarlori, Herr HauSwirth— Fil. Katzläntschiich. Herr Blüthg'N—Frl. Elvira Brci ö. Herr Werren—Frl. Rest Donner, Herr Teppey jun.—Frl. Marie v. Zhuber, Herr krick— Frl. Jellenz, Herr Lodenwein—Frs. Teppey. Herr HaaS—Frl. Bulta. Die Sonderfiguren tanzte Herr Blüthgen mit den Damen Frl. Braöic und Frl. Sartor». Die heilige Hermanvad de« OrxS, d«r Gimeindiwachltr hatt«, wie e« bei einem bäuer» lichen Feste nicht ande S renlbar ist — ländlich, sittlich — alle Hänüe voll zu tun, um den «ollen Uedermui der Burschen vollauf zu zügeln, doch diese wuchsen ihm sehr bald über den Kops und sp-rrten ihn selbst kurzer Hand in den Gemeinde» kotier. Natürlich haue sich auch, wie dieS am Lande be« solchen Anläffen so üblich ist, ein Echnellphoio» graph eingesunden und der Bräutigam konnte sehr bald mil einer gelungenen Ausnahme paradieren. Die srohe Tanzlust zoa bald alles in ihren Wirbel, und in ausgelassener Freude blitzen und leuchten die Augen beim Ghupsin, Schiaberischen und dem Paarlweiß hinundher. Wer zählt die Landleu«', nennt di<- Namen, die fröhlich vier zusammen kamen. Bon allen Tälern kamen ste: Natürlich stellte die Striermark die groß.« Zahl. f«hr zahl» reich waren auch Tiroleurachten vertreten, man sah solche auS dem Sarntal, dem Pustertal, dem Oder-und Unterinntal, dem Wipptal, dem Studbaier» tat, serner Mera^er und Meranerinnen. Von andere» Trachten nennen wir Kärnmer. darunter Gailtaler, Oberbayrische. Karunier Schlierseer, Nieder» und Oberösterreichische, Deutichböhmische, darunter eine Böhmerwäldlerm, eine Hanattn mit ihrem Bräuti» gam, eine Schützenlie.el, den Wurzelgrabersepp, einem GoaSbuam, Goischeer, einen Syrmiersltwaben mit seiner Ehrhälstt, Zigeunerinnen, Salzburger» innen, Oberkrainerinnen. Schwarzwälvl«rinn«n, Schweizerinnen, darunter b>sonder« vom Berner und Ba«ler Oberland, Schlesierinnen und Elsäffer» innen. Die w«itvtrzw«igie Verwandschast de« Hoch» z-iier« bringt eS mit sich, daß sich auch eine Schwedin, Finnlänverinnen.eine Esthländerin, eine G>oß-und eine Kleinrussin, eine Rumänin.Holländerin und Spanierin «ingesunden haben. Dem Charakter de« GebiraSorieS a!S Svmmersrische ist eS zuzus treiben, daß sich auch viele Bergwanderer umer daS Bauernvolk gemischt haben. Natürlich ist auch Gevatter Schneid«! und Schu1>mach?r sowie der Rauchsangkehrer anwesend. Auch ein weltfr«mder «apuzm-r hat sich unter die Schar der Fiöhlichen verirn. In einer schmucken Almhütte und mehreren BerkausSftänden im kleinen Saal werden Erfrischungen und Leckerbissen seil» gehalten. In der Almhütt» boten Frau Charwat und Frau Queder Eisrischungen dar. Im Schaum» Seite 4 Deutsche Wacht Stummer 19 ««inzelt» übten da« Amt der Hebe die Damen Frau Et>g»r. Frau Eabnik. Frau Unger-Ullmann unter Mithilft der Fräulein Butta, Grete und Refi Donner, Teppey und Mara v. Zhnber. Blumen und Ansichi«karten wurden von Frau Etiger und den Miiwirk«nden beS Damenchore« an den Mann gebracht. Schwarzen Kaffee erhielt man im Ver» kaufSstand bc Domen, Fräulein Wegesser, Grecco, Jellenz, Kiopfiisch, Paul und Czegka. Im Lebzelter-stand, den Herr Blütbgen üd«r halle, wurde für ver-liebte Paar« Lebzel'h rzen mit d^n AnsanoSbuch-staden de« Cillier Män»»rg«sangverein«S auSgeboten. Natürlich dürfte auch der Schi'ßstand nicht fehlen, bei welchem die Herren Blüihgen. Charwat uno Otto Lobenwem ih'eS Amte« walieien. Gäste hauen sich auch von auSmärtS, lo un»O anderen von Tüsser, Röm.r« dad. Sieinbrück. Lichienwald. Hrastni^p, Sagor, Hochenegg. Wettenstei» und Neuhau« zahlreich ein-gesunden. Die Cilli>r Musikoer«inSkap«llt spielte unter Leitung ihr,« Kapellme>st«r« Herrn Schachen-hoker in der btkannten vorzüglichen und unermüd» lichen Weis^ di« zu« früven Morgen. Mil dem heurigen Baueinball hat sich der Cillier Männer-gesangverein ein nu« Besorgn,« mit in die Lüste gerissen zu weiden. In dem Kunterbunt ziehen die oerfchiedenartigsten Ge-stalten an un« vorüber. Da gibt« einen Pater Kellermeister, der einen frischen Trunk aulwartet, einen Wunverdoktor, der in fetner Tafche die unheimlichst«» ärztlichen Behelfe birgt »« begegnet un« «in Dornröschen an der Seite de« Märchen-pcinzen, der «in stattliche« Gefolge von Edelknappen unv Rtllern mil sich führt. Sehr sinnig nahmen sich da« Stiefmütterchen und dieNtkotinfee au«. Romanliib-Haber begrüßen da die Dame in „Weiß' und di» Dime in .Geld". Luch da« Zeitalter d»« Rokkoko« da» seine Vertreter entsendet und «an begegn»! Hosdamen und Chevalier«, die offenbar de« Hosstaat d»S Sonnenkönig« angehören. Die Schützenltefel hat heule mit de« Jockey Ausgang. Ein» Japanesin flirt« mit einem Chinesen. Auch viele Volkstrachten gab «S zu bewundern, fo u. a. italienische, und Schweizertrachien. dann überraschend viele Monte« negriner und Montenegrinerinen. Venedig hat feine Gondoliere entsendet, Rumänien sein» Offizi«r». Von Märchkn^kstalxn find«« wir Rotkäppchtn, den Rallensänger und Valandin«. Sehr geschmackvoll sind auch die Kostüme der lreffoame, de« Herzbuben und de« Schachbrett« zusammen« gestellt. Zu Aha«v«r, dem ewigen Juden, hat sich ein frommer Pilger g«f«llt und der Kaminsegrr schließt innige Freundschaft mil o?m Wuner Fiaker und dem Gig-rl. Die Germania wanvelt einträchtig mit einer Polin und «iner slowakischen Bäuerin einher. Groß ist auch di« Zahl d«r Bede« und die Damenimitaiocen sind so gelungen^ daß st? di« btivundernden Blicke d»r Männerwelt aus sich l»nk»n. Dem Tanzvergnügen wurde bei den lockenden Weifen der MusikvtrrinSkapill» natürlich bi« in den früh»» Moigtn gehuldigt. Wir beglücken den Turnrat zu dem bestgelungenen frohen Tanzsest», da« allen Teilnehmern gewiß in ang»n«hmfter Erinnerung bleiben wird. pte Ztürgerklche SchützeugefeSschaft in Kilt hat ibr« g»mütlich» Zusammenkunft am Montag den 9. März um 8 Uhr abend« im Turmzimmrr de« deutschen Hause«. Zahlreicher Besuch ist »r« wünscht. K in« u» warf eine» Landestärgerschul- lihrer». Der hiesig» LandeLZÜrgerfchullehrer O«wald Lakitsch, welcher allgemnn alS Organisator der sozialdemotratilchen Pnn»i C ll> bezeichn«! wird, sängt an sich zum flo^enische» Fanatiker umzubildtn, obwohl »r von der sloveniichtn Lp,ach» bi« auf »ini.i» wenige Kof»namen nicht« o»rst»ht. Kürzlich laucht» »r in einer Gesellschaft floveniicher Genossen im Gasthaus» „Zur grünen Wiese" aus unv wurde durch d«n Umnanv, daß Vi« dortig« Gastwirtin, eine gebürtige deuisch« kärntn«ri». der slooenischen Sprache »ich, mächtig ist, i» derarliae Au'regung verjetzl, daß er die Zündstei«« in d»e Meinung, daß si» Süomatkzünder enlhallen, zu Boden schleuderte und die Wiitin derartig beschimpfte, daß diese sich genötigt sah» den Herrn Lande«bttrgerichullth>»r, bei' Stolz und di» Zierde seine« Stande«, va« edle Vorbild sür die Jugend, drr»n E-ziehung ihm an-vertraut ist, beim R ckkragen zu sassen und in den seuchten Siraßengrunv hmauSz iwerf^n. Herr Landes-bürgerfchulledrer Lakitsch hat deshalb beschlossen, da« sozialbemokraiifch« Lager in »m andrres Wiri«> hau« zu verlegen. Ob er damit v«rhinder» wird, baß er gelegentlich wiedrr hinau«geivors«n wird, ist un« unbekannt, aber soviel kann man doch ver-langen, daß nach dem, wa« dieser Mann hier ge-trieben hat, im Interesse de« AnsevenS de« Lehrer-stände« und im Interesse der Schuljugend «in solche« Individuum von Cillt enlsuat wirs. Dr. Sagadi« «n der Arbeit Man schreibt der „Mbg. Ztg " au» P e t t a u: Gleich nach der erfolgten Ernennung de« slowenischnationalen Dr. Sagadin. zum GerichiSadjunkten in der deutschen Stadt Peiiau haben wir diese Ernennung als einen Slawi-sierungSakt bezeichnet. Ein vom Doktor Sagadin letzten Freitag beim Bezirksgerichte in einer politischen Ange^ legenheil gefälltes Urteil rückt die Person Sagadin« in grelle Beleuchtung. Uniere Leser werden sich au« unserem Berichte über die letzte Stajerr-Vesammlung in Maria-Ncustift deS fanatisch-pervakischen Lehrer« Klonende erinnern, welcher in der frechsten und provozierendsten Weise die Versammlung störte und sie unmöglich machen wollte, so daß es beinahe zu Tät-lichkeiten gekommen wäre. Gegen Klemencic wurde die Strafanzeige erstattet und — Dr. Sagadin war Richter in dieser Verhandlung gegen seinen, ihm politisch sehr nahestehenden Genossen. Dr. Sagadin sprach den Klemencic natürlich frei ... In ganz falscher Auslegung zog er eine übrigen« auch rechts-irrtümliche Entscheidung des obersten Gerichtshofes herbei, welcher einen Angeklagten, der bei einer Versammlung gesungen Halle, mit der Begründung freispracht dab durch daS Singen, < welches abgeschafft werden konnte), die Versammlung nicht bebindert geweien sei. Natürlich war die Sachlage im Falle Klemencic eine ganz andere; dieser hatte den wieder-holten Ermahnungen de« Vorfitzenden nicht nur nicht Folge geleistet, sondern trieb die Veriammlungsstörerei immer ärger zu dem ersichtlichen Zwecke, die VerHand' lung immer tumultuarischer zu gestalten und sie zu vereiteln. Und solche Beiätigung bezeichnet da« Wahl-schutzgeseh al« strafbar; e» verlangt gar nicht, daß sich der Beschuldigte erst Tätlichkeiten zuschulden kommen laffen muß. um straffällig zu werden — anderenfalls könnte ja jede Versammlung auf diese Weise vereitelt werden und das Wahlschutzgesetz wäre für die «atze! Hat sich ein Beschuldigter in einer Veriammlung zu öffentlicher Gewalttätigkeit hinreißen lassen, dann ist man auch früher ohne das Wahlschutzgesetz ausgekommen — er war wegen dieser Tätlichkeiten ohnehin dem Strafgesetze verfallen. Nach Dr. Sagadin« Auslegung hätte alio das Wahlschutzgesetz keinerlei praktische Bedeutung . . Freilich, in einem anderen Falle wird Doktor Sagadin vielleicht anders judizieren! Ja, die slawischen Richter . . . £>üaw«(kii»iuru. Hon den«» d«r Innung der Sü»ma klo terte sinv ollen Ortsgruppen, vi« Lose in Vrrulev genommen hären, die letzten Werbe-b«hel>« sür die Zeit bt» zum Zi«hu»gSlage — dem 4. April — zugegangen. Di? durch die Südmark-lottert« zu fördern»« gute nationale Sache unv der «dl« wovltätig« Zweck de« Unt«rn»d»enS lätzt wohl erwarten, vaß die Ortsgruppen in den l.tzten vier Wochen bis zum ZiehunqStage r«cht fleißig« und erfolgreiche Arbeit leisten werden. Je näher der ZiedungStag heranrückt, b«sto g-ößer pflegt ja die Anteilnahme an ein«r Lslterte zu werben unb da« wirb ja hoffentlich d«i der Südmarkiotterie zutreffen. Darum wär« «S nicht ang«zeii>i. mit dem Vertriebe jetzt schon abzuschließen. Da« gilt nicht dlo« für jene Ortsgruppen, b>« die volle Zahl der b«aa. fpruchien Lose bi«h»r nicht abzufetzen vermochten, sondern auch sür jen«, welche di« von idnea be-zogen»» Los« der«»« voll abgesetzt und den Betrag an bi» Loilenele luiig abgeführt haben. Von ersteren wirb erwartet, baß sie nicht« unversucht lassen, um alle Lose, zu beren Vnlrieb sie sich ja selbst ein-geschätzt haben, abzufetzen, von be» letzteren darf gehofft werden, daß sie sich mit dem btShuigen EtsoL« nicht zufrieden grbrn, von ber Lot-tne-leitung neuerlich Lof^ beanspruchen und diese in den Tagen erüödter Anieilnadme abzusetzen bemüht fein werden. Zuschriften und LoSdestellungin sind zu richten an die Lotteri«ltilung. Wien. 9. Bezirk. Dreihackengaffe 4. Z>te Kanpt Versammlung des Deutsch«« , chnloeretus findet im Jahre 1908 zu H^fiaglte» in Klngenfart, ver Land«Shauplstao» KärnlenS statt, drren Ge«eindtoertretu»g an den ginannien Verein ein berzlicheS EinladungS'chreiben gerichtet Hai. Die b«io«n äußerst rührigen Or>sgruppen daselbst, di« landschaftlichen Reize uno manniq» faltige Nalurschönizeiten d,S Kärntnerlande« unv vor allem die wackere, durchweg« deutjchgesinnte Brvölk«lung der freundlichen Hauptstadt: sie all« werden wetteifern, die Tagung zu ein«r glänzrnden und würdigen Kunvgebun.» deutscher VolkSlren« an d«n jüvlichen Grenzmarken zu gestalten. Wir zweifeln nichl daran, daß viel« Volksgenossen ihre Pfi»gststri«n dazu verwende» werden, und mit dem Besuche eineS d«r schönsten Alpenländer auch den der Hauptversammlung de« größten deulschen Schutzvereine« zu verbinden. per Krwervl!t«er-Laabesko«miffioa für Steiermark gehören u. a. an al» gewählt« Mi»« plied-EteUvertttter an: Han« Detteldach, Sommer-zialiat und Großindustrieller, Karl Möril, Zucker-bäcker, Cilli; Joief Wol», Kunstblumentabrikant. Aloi« Mayr. kaif. Rai und Kaufmann, Marburg; Fridolin Reifer, D>.ekivr d«r Böhlerfchen Stahl-werke. Kapfenberg; Juliu« Rakusch, Kaufmann, Cillt: G. A. Westen. Fadrik«desitz«r, Cilli; Franz I nko, Kaufmann und H^u»b«sitz«r. Die vi«r «rstgenannirn Mitglieder, beziehungsweise Slellveitreter baden eine Amt«vauer bi« Ende 1909, bie übrigen bi« End« 1911. — Ernannte Mitglieder: Joses Gt ßer, Oderfinanzra», Dr. Theo» bor Jäg«r, Advokat, Ltidnitz; Karl Vallon. Oder-leutnant b. R. und Leiie: de« Sladtamte« Rad» ker«burg; Dr. Karl R. Eitler von Enenhon. Siatihiltereirai, Joh. Pichler, K.inftmühlei.besitzer, Wciz; Martin Ot>o euc, Goaoditz. Ans der 7rSmiir«ngsliSe über die 15.000 Kronen Kcres?reis Aonknrrenz. Et tihiellen n»ier and ren auch in C i l CF Pr«tf« zuerkannt : Frau Klara Schilo, Frl. Hma Schicho, Fr. Jovanna Wribatjch. Am ^oltoffijiantiunen-^tatas rücken m höhere Bezüg« vor: die Postoffizianiinnen: Rosa Geppel in Windi ch Graz, Jodanna Karniifchnigg in Marburci a. b Drau 1. Mathilde Kr'sper in Rohitsch. Rosalie Wester in Winvifch-LanvSderg. Marie Skala in Winbisch-Feistritz. Rosa Eichkitz m Marburg a. d. Drau 1, Rosa Liffey in Schönstem. Marie Scheikl in Mirdurg a. d. Drau I, K »ha-rina DecrtniS in Winnsch-Feistritz. Aegeverelendung i» der Zl»>eß»ng. Ja den slooenischen Presse wirb üder dt« «angelhaft« Fürsorge, bie die Uingebungno O st r o s ch n o zuwendet, — Beschwerde geführt. Wir können diese Beschwerbe dahin ergänze», daß auch dte W n difch ofzen. überall um 8 Uhr ftfiti. Die näheren Emzelhelien enthält die im amtlichen'Teile, eee .Grazer Zeitung" vom 26. Feb-r 1908 ver-IdMbartt Lundmachung der f. (. steiermäkifchen Sl^itdalterei vom 23. Feder 1903 Z. 2 74,/,08. Stor6. Die deutsche Arbeiterschaft Hai da« Reinerträgni« «iner Tanzunterhaltung im Beirage von X 30 dem Schulau«schusse mii der Witte ubfßtbui, mit diesem Gelde «in«" Autflug d»c Schüler der Schul« >n Siorö zu ermö lichen. T r Or>«>chulau«schuß sag« oen edlen Spendern oitf diese« Weg« den herzlichsten Da> k. Kochenegg. (S t e i r«r-A b e u d.) Ein Da-veriautschuß veranstaliti« am 3V. v. M. >n den oberen festlich geschmückten Räumlich!«iten der L«dl',chen Gastwirtschaft einen gemütlich n Eieir r-Adend. d«r äußeist anieg nd verlies. Di« Musik besorgte bt« Zigunerkapelle Roy, während die Zwischenp-usen durch gemilcht« Chöre <>u«ne» Mi wurden die oo» der neugeglündeten Sänger-riege unier der bewährten Leiiung de« Oberlehrei« Eerney wirkungtvvll vorgetragen wurden und octM mm Beifall sand-n Allgemein fielen dt« schonen stet»ischen Trachten der Tänzer und Tä.izennnen auf und auch Küche uio Keller o«r F-au Ledl befriedigten di» Teilnehmer. Gewerbliches. AK der Kutscher sür eine« nicht bezahlten Anhrlohn hattpsstchtigt Ja vieler Frag» fällte M Grazer Geweideiierschl »ine bemerkenswerte Eatlcheidunq. Der beim Zweispänner-Lonzessionär Sl. Trümmer btdi»nfl«t n.wesene Äul'ch't Fr. Silli fligit drn Erstgenannten auf Zahlung de« ihm von seinem Lohne ungebührlich in Abzug gebrachten B irage« von 10 K. Am 4 D-zem^er v. I. tratbc der Kläger auf d-m Standplätze in der Muroorftadt von einem P,ffan>er aufgenommen, der sich von einem Gasthaus zum and«»«» führen ließ. In einem d«r Gasthäusrr zahlte ver »ech-lustige Passagier dem Kutscher über best n Ver« langen einen Betrag von 6 K i conto d«< Fahr» lohnt« au». Dann wurcen di« spät in d>« Nacht hinein noch weii«re Gasthäuser aufgesuch! unv dort g-zecht und zum Schluss« mußt« der l»uisch«r v«n Passagier mit «inem Mädchen in die Jdlhosgasse fahren. Als d«r «ut?cher 10m Passagier den itst-liehe« Fahrlohn verlangt», iidic^an o rseid« dem Lutsch»! »in» auf den Namen Auguft Mayer. Kürschner >n Wien, lautende Kart» und verw>e< tjn an •inen Wn. ver ,hm den restlich»» Lobn autzavl'N w rd«. Der Kuischer wa> die sich nun an den bezeichneten Wirt, d»r jedoch di» Bezahlung de» Lohnet mit dem B merken verwei,>»rtt, daß der Herr Mayer ihm selbst noch eine Zech» schulde. Der Kutscher n rnd»i» sich dann un d>» Polizei, welche keinen Grün» fand einzuschreiten und d»n Kutscher aus den Ztvilrechl«weg verwie«. Al« der Kläger am 28. Jänner au« dem Dienste de« Beklaaien >ra>, würd ihm bet drr Au«zah-lunft de« Lohn S d»r Betrag von 10 »> Abzug gtdracht. Der Beklagt» btptü •octe diesen Abzug damit, daß der Kutscher sür den richtigen E>n« gang de« Fährlöhne« haftbar sei. Der al« Sach-verständiger einveenvmme Fiaker I. Neuhold gab an, daß '« >m Fiakergewetb» üblich sei, baß ver Lutscher für dt» uoerommnen Fuhre» »raniwort-ltch ist. Wenn «in Passagier rurch.eht, so habe der Lutscher den Schaden zu «»seyen. Sache de« ftuijd)«!« s«i »«. den Paffagier. ver nicht zahlt, zurückzuhalten. Der Bellas,>» würd» zur Zahlung d»« eingeklagten Beilage« schuldig erkannt. Da« Gewervegericht hat für da« tm § 10 ce« dürger-lichen G?s>tzbuche« vorces«h«»t Gewohnhentrecht keinen g«setzlich«n Knhali«pui>k« gefunden. Da zwischen d-m Kläger und tem Beklagten kein« be-jüglichen Leret, barungen xetroffen wurden, lom««n di« allgemeinen Bestimmungen de« bürgerlichen Geseßbuche« in Anwen una. Da« Gericht konnte in dem Vorgeh«,, de« Kläger« kein Verschulden r bliesen. Pi« Stelnertreterin Eine Geschästsinhabeiin »ahm einen Gehilfen auf und bedeutet» demselben, daß »r an einem bestimmten Taqe seine Arbeit beginnen könne. Al« »r am bestimmten Tag m der Werkstätte erschien, war die Geschäfi«indaberin nicht zu Hause und die Tochter erklärte demselben, daß sie ihn Nicht arbeiten lassen könn», weil di» Mutter bereit« einen andern Ardiit»r eufiuiionttnen habe. Der Arbeiter klagte auf Zahlung dei Lohne« sür die Kündigung«!«». Die Geschäfi«inhaberin wendete dei der Behandlung »in, daß st« ihr« Tocht«r zu einem solchen Vorgehen nicht bevoll« mächtig! hab». Da« G weebegericht Wien gab der Klage statt, weil e« Sache der Gewerbeinbaberin newrsen sei, für den Fall ihrer Abwesenheit ihr» Bevollmächtigte genau zu »nformi^ten. Aefteht die?»rpssichtu»g zum Ztesuche der Heuofftuschastsverlummlung? Da« Gkiey ordv»t an, daß dt» Mitgliedschaft bet den Genossenfchast»n obligatorisch »st, da« b«iß«, ioh der detr'ffende Gewe»betr«td«ude unabhänftt^ von seinem Willen Mitglied der Genossenfcha>t sein nrnft, fall« 'ür fein Gewerbe eine Genossenschaft besteht. Da« Gesetz o>dnet weiier an, oaß jede« Mitglikd der G^nosstnschasi „die mu d r Mitglxos^jaft ver-bundenen Be>pflichtun„kn" zu erfüllen hat. Al« solche Verpflich'ungen sind nur diejenigen zu ver-stehen, welche sich aus fleit gesetzlichen Bestimmungen über die Ei»verlcchung«gedühr, die Um-la^en, die »Zwecke ^>er Genoss nschafter^ und ein-zeltie anbete im Geieh namentlich ausglühn«» Punkt» »rgeben. Unt» di,'»n findet sich nirgtnts dt» Festlegung einer Pflicht, die Genoffenschaft«-: Versammlung zu besuchen Uaigelthit geht au« verschitdenen anderen pes'tzlich.n Anordnungen herro', vaß da M>ti-,lt«d luezu wohl derechiiut. aber keine«w»g» veipfl chtet in. So hätte die Be-stimmung Über die persönliche AuSübuni de« Wahlrechtes, über die Magnavmen dei einer de-schlußunsäotgen Versammlung u. a. m. par keinen Sinn, ">enn eine Vtrs.>m»lun>,«btsuch«pflicht. ein» Wahlpflicht usw. bestünde. Auch steht »in, Pflicht, ot» Ge«>ossen>chasl«o»rsammlunqen zu besuchen — die ja an einem dem Mii, li.'de sedr unbequeme» Ort oder zu ungelegener Zeit staust hen kann — mit dem obersten Prinzip dr* Genosfenschast«rechieS tu Wi »rjpruch. wonach durch di» Errichtung d»r Genossenschaft nieoland im Betrieb seine« Gewerbe« beschrank! werden daif. (§ 113 GO) Au« diesen hitt nur flüchtig sk>zzi«rirn u»d eriveit« ung«-lähigen Gründen kann ni« Ansicht «esolgert werden, daß eine Vtipflichiung zum Besuche der GenossenschastSversammluiig nicht bestevt. Damit würde man oder im Widerlpruch mit der P-axi« der Genossenschasien neben. TaisächUch iieht in den meisten «SenossenichastSstaluien — bezeichnenderweise jedoch nichi in vem neue» Musterstatut de« Mininttiums — ein« B stimmung, wonach die Genofseiiichast b lechtigi tti, wegen untirlassenen Besuche oec G.noss«iiichafl«ve»sau,>iilun^n Oto* nungsstrafen zu ver hänge-. Auch finden sich zahl-reiche Gewerbeb«hörden, welche e« udl hnen, da« thuen zustevenoe Aul»cht«l«chi zu« Zwicke der Aulhebung lalcher Strafen zu bandhaben, w»il cvtn die Bestrafung aus Grund statutarischer von der Btdörd» oenehmigler Bestimmung erfolgt sei. Auch di»s»> Schluß ist f-lsch; denn a>-ch st^mtari-sche Bestimmungen daben »ur insoweii Recht«krast, al» si» nicht ».esetzwiZiig sind. Daß ,>«>etzwidrit'.e Statueinb»slim«u»a»o, wenn sie auch von der Be-hörde bestätifl« worden sind, dadurch nicht f.»s»y-mäßig werden, da« der Verwaliung»k!«richi«hos wiederholt entschi«ten. Will man auf die in Rede stehend» Frage eine a thennsche Au«kanft erhalt n. so muß die Frag» eben tm Jnttanzenzuge durch etn» sich b»schw»rt lühlend» Partei ooer vurch ein» Genossenschast im Weg» de« Ansuchen« um eine Rechi«bel»hrung oor da« Hand»l«m>nistriu«. allrns.'U« vor oen Berwal>ung«ft»r>chtSdos gebracht w»rd«n. Kie Zeit, durch die d»» Lehrverhältui» durch Kra»thett uaterbroche» würd», ist iu die ,ereiu»arte Lehrzeit nicht einzurechne«. Drr Mechaniktrlehrling I. F. war d»t d m Mechaniker I. H. auf die Dauer von drei Jahren al« Mechaniterlehrling etiifttireten. Al« die Lehrzeit abgelaufen war, verlangte er die Au«steUung eines Lehizeugniffe«, wa« ihm aber verw»igert würd». Der LthrUng klagt» nun b»im G»w»rd»^»rich« auf Au«steUu>»g eine« solchen ZeusNifse«. Ler Geklagte «ouvierte in drr Verhandlung seine Weigerung damit, daß der Lehrlm» während seiner Lehrzeit »iwa sich« Monat» krankh»ti«l»alber der Lehre serngebltedtn sei. Al» er da« Lehrzrugni« ver-langt«, sagt« «r ihm, er soll« von der versäumten Zeit wenigsten« sech« Wochen nachtranen, dann be-komme er da« Zeugni«. Der Lehrling erschien aber nicht mehr. Der Lehrling «ab an. daß er wegen Krankheit im ganzen etwa vier Wochen d»r Lehr» f»rng-bli»b»n fei. Da« Klag-beaehren de« Lehrling« wurde abgewieien. In den Gründen heiß! ««: Von klägerischer Seile wird von der Ansicht au«aegangen. daß »in» durch Krankheit »ingrirrtkn» Untt^brtchung der Lehr« in die verein» barie Lehrzeit einzurechnen und daß letzt«»« kalendermäßig zu berechnen sei. Diese Anficht findet im Ges'tze aber keine Begründung. Im § 98 a Gewerbeordnung wird nur die Dauer der Lehrzeit m Bezug auf ihr Höchst- und Mind«stau«maß ger«g«lt; über die Berechnuni, der Lehrzeit finden sich da keine Bestimmungen. Die«bezü,,lich greift gemäß § 72/2 Gewerbeordnung da« allgemeine bürgerlich, Gesetzbuch Platz Nach § 902 de«selben werd n bei Ve»t,ä."N 24 Siundrn für 1 Tag, 30 Tag» sür »m Monat und 365 Tag» für »in Jahr a»dalt»n. Nich fttrfer B'stimmung ift daher die Zwischen beiden Teilen vtieindarie drtijäynne Lehrzeit zu berechnen, wobei jene Z it, während der die Lehre unterbrochen wurde, in die Lebrz it nicht einzurechnen ist. Da nun die Unl?rbr»chung d»r Lehr» selbst nach Angabe de« Kläger« etwa vier Wochen deiräg'n hat. so war der Geklagte berechtigt, nicht nur die Au«st?llung de« Lehr» zeugniffe« über die vollendete Ledrzeit zu ver» weigern, sondern auch aus der Forts tzung der Lehre durch den Klä er zu bestehen. Das Lokal-Museum. Auser au Kriuueruugeu au die Htötue^eU so überreiches Museum ist au Pouuerstage» uud f ouutageu »ou 9—1 Ahr geöffnet, «u andere» ageu der Zvoche von 10—12 Mr. Yi» Kiu trittsgeöüHr beträgt 20 Keller. vermischtes. Kiue Hoethe-Aueüdote. Der Improvisator C. L. B. Wolfs deiuchte am 27. August — <« in unbek nnt welchen J^h,« — Goethe, und ir« Zimmer tretend, sah er die Exzellenz ftanz mürrisch aus« und avgebkii, ohne Naitz von de« Eintretenden zu nehmen. In je em der zwei Fenster stanv eine Flasche alten Weine« nebst »>«»m Glale und Goeibe trank bald au« der »in»n, bald au« d»r andern, wie ihn sein We,; «ben oorbeisührle. Wolfs sah »in» Weil» »rstaunt und orrblüfft diei»m Treiben zu, al« sich Goeth« plötzlich um-wandte, die Arme w>» gewöhnlich aus dem Rücken gekr.uu. knapp vor ihn dintral, ihn scharf und prellend fixierte und endlich tagte:.So wen kam'«; trotz all den von mir oerbeteneu Huldigungen kümmert sich eigentlich doch niemand wirklich um «ich, denn sonst wüßte man. daß ich am 28. Äugn!« geboren wurde und daß ich on einem solchen Tage wie dem heutigen gern teil» nehmende, freun, ltche Gesichter um «ich sehe. Da «an mich allein laß», fo will ich doch selbst meinen Geburl«iag seiern und mich gemütlich an» trinken.' .Aber", wagte Wolff, seiner Sache f-lbst nicht aewiß. zögernd zu erwidern, „Eure Exzellenz irren sich viellkicht tm Du»«, denn ich glaub», e« ist b'ui» »>st der 27. August!" W e wom Blitze gestleifl, richtete sich Goethe fing« empor uno sagte mit nachdenklicher, mählig tei» menoer Wut: „Mein Lieber. ,ollie ich mich also vergeblich betrunken baben „per KSffograpß". Der Feidzug gegen da« Küssen, den einige anneckung«ängstliche Amerikaner vor kurze« begonnin haben, bat eine kluge Tochter de« Britenoolke«. Miß Evan«, zu einer seltsamen Erfindung angeregt: Sie hat einen kleinen Apparat »,fnnd»n, einen .Küfsographen", der nicht allein den Vo-zug absoluter Ungefährlich» seit hat, fondern auch einen genauen Ueberblick über die Zahl der e«pfangen»n Zärtlichkeiten e»«öglicht. Uisprünglich bestand Miß EvanS' Erfindung in einem einfachen Papiere; der oder die Li»dkosung«willige feuchtet die Lippen mit etwa« Oel an und küßt dann da« Blau, da« di» Gelirbt» ihm bmhält. Der Abdruck konnt» dann ol« lieb« Ecinntrun^ in di« Sammlung einge-gliedert werden. Allein diese« Verfahren zeigte seine Mängel. E« ift nicht immer angenehm, sich die Lippen einzuölen, und zudem hat da« aus dem £nfe 6 Deutsche Wacht Papiere haftende Fett die unangenehme Eigenschaft, sich auszubreiten ; rl blieb nicht immer ein genauer Abdruck der Lippen, sondern deS öfteren ein un-sörmiger Fettfleck. der weniger an eine zarte Lieb» tosung erinnerte, sondern »der den Bedacht weckte, daß bat Papier zu« Einwickeln der Schinken de» nutz« worden war. Miß Svan« empfand, daß die« Verfahren seine ästhetischen Schailrnfeiten hatte; aber sie ließ sich nicht enimuiiaen und ihrem Eifer ist eS endlich Ölungen, eine besriedtciende Lö'un > zu finden. Soeben hat sie ihre» „verroll-tommneien Rüffopropb" patentieren lassen und d>e Händler von Kotillonfcherzen bewerben sich eifrig um die Erfindung. Sie besteht aus eine« anmu» tigen kleinen Album, in dessen ein-r Einbandfeile ein kleines, mit »iner Ar, rosiger Tinte pelränkie« Kissen angebrat« ist. Nachdem man mit den Lippen da« Kissen leicht berührt hat, lüßt man ein Al!>umd>aii. Uni-r den rosigen Abdruck setzt man dann Unterschrift und Datum. Eo wird jeder Kufe registrier« und gewissermaßen "notariell be-olauvigt. Die reizenden Königinnen de« Flirt« aber haben so die langentdedrte Möglichkeit, jederzeit die Liebsosungen , achzuprüsen, vi« ihnen erwiesen werden. Kekianthi, ei» >e»e» Gemüse. Vom prak-tilcher. Raigeder im Obst- un» Gartenbau zu Frankfurt o. Oder wurden in vorigen Jahre mehrere Hundert Knollen einer neuen Gemüseari zum ve>fuch«wif»n Anbau an Käriner und | Gartenfreunde adgeg ben, und e« werden j'tzt die > Berichte au« den verschiedenen Gegenden Deutsch» land« über die Ersolge mit dieser Neuheit ver» öffentlich«. Diese Berichte lauten äußerst ,-ünftin. ES handelt sich danach um «ine tatsächlich we<«» volle neue Einführung. E« ist eine Staude, die der Sonnenblume verwand« iit, etwa 2 Meter hoch wird und im Boden 3—7 Pfund Knollen bring«. Es war gleichzeitig unier den Veriuchsteilnedmern ein Welldewerb au«gefchrieben worden für da« beste Rezept zur Zubereitung de« neuen Gemüse«, und die Prei«rich>er da^en die «ach den Rezepten bereitet'n Speisen svrysältia durchciekoste», den Geschmack gelobt und mehrere Preis» v»rt»ili. Den ersten Prei« rrhi»lt ein Helianihipemüsr nach Mayon, alsenar«; dann weiter werden jetz« vom prakiifchen Rat»»b»r veiöffenllich«: Helta-ih« als Gemüse gebocken. in Butter gebraten, in braunem Zuckersud, al« Salat, Helianihisuppe. Heliantdipe» müse m't Rei« und Fisch uiw. Wir haben e« hier mit einer neuen Einführung zu tun. die nach An-ficht aller Kenner not eine Zukunft hat, die Küche bereichert und den Gemüsebauern guten Gewinn bringen wird. Wer sich sür diese Sache interessiert, sollte sich vom GeschäitSamt de« prak-«'scheu Ratgeber« im Obst- und Gartenbau zu Franlsurt a. Oder die Nummer »it den Abhavd-lungen über Helianthi kostenfrei fch cken lassen. ni« zuaunst«» d<« Deutschen Schulverein«. Vo« deutschen BolkSra« in Böhmen. Ein PreiSa««» schreiben de« deu»fcl.»n Volk«rate« für Mähren. Berein zur Erhaltung de« D«u«fchtumS in Ungarn. Dkuiiche« Schrifttum. Muster eine« r»chi«aültig»n Legate« in »>n»m Test»m nte. H»rau«a,ber: Deutscher Schulverein. Wi»n I.. B äunerstraße ?tr. 9. Der-antwoitlicher Echrifiln««r: Dr. Auaukt R. von Wotawa. Wi»n I.. Bräunerstraße 9. Erscheint 12 mal jährlich. 6. Jahrgang 1908. Brei« X 3. Dieses Heft >»t dem Deutschtum Tirol» gewidmet und enihält eine Sprachenkarte von Tirol und Vorarlberg sowie 3 Abbildungen. FRITZ RASCH, IM CILLI. Schrifttum. „per getreue Kckart", Monattschris« für die Gesa »tintereffen veuiicher Echutz^rbe». Jnh-ltSver-zeichni«: Dr. Wilh.lm Rohmever: Beftleuworie zur Sprachenkarte von Tirol und Vorarlberg. Doktor «onrao Twerby: Die Leistungen de« deutschen Schulvere» e« für Tirol (mit 3 Bildern) Leistungen Tirol« und Vorarlberg« sür den Deuiichen Schul-verein. Beschlüsse des Schi tzoereintla^,«. Vom deutschen Volk««um und feinen Gegnein: Allge« meine«. Böhmen, Mähren. Schlesien, Galizien, Wien, Niederösterreich, Stetermark. Kärnlen, Krain, Trieft, Tirol. Au« den Schi-tzoereinen: Vom deutfchen Schulverein. (Au«zufl au« den S tzung«» berichten vom 39. Dezember 1997 bi« e>nscht>eßlich 29. Jänner 1908; die nationale Schtv^ugkeit unsere« Vereine« für Dezember uns Jänner. Schul» oereinSgau Nordtöhmen X Wien und der Deutsche Schulverein. An ui.sere Ortsgruppen! Ost"karten. Eine Kopfsteuer zugunsten ve« Deutsche» Schul» verein«. Sammlung von gebrauchun Jubiläum«» Marken zugunsten de« Deulschen Schulverein«. Rein» erträgni« ver Deutschen Schulverein« Zünder. Die erste Tischgesellschaft de« Deutschen Schulverein« in Tirol. Gemeinsam« Arbei« aus dem Schuyverein«» gebiet«. Studentische Opferwilligkei«. Nachahmen«-wer«. 100 Kronen al« Ergebn!« einer Kreuzer-fammlung. Seltene Schuloerein«sreunde. Vermacht- Verstorbene im Monate Februar 1908. Braun Ludwig 42 Jahre alt, Kaufmann. Skasa Marie 57 Johre alt. Private. Mastn^k Franz 10 Monate al«, BergmannSlohn. Schmidt Anna <31 Jahre alt, «aufrnannSgattin. Selitsch Agne« 2 Jahre alt, BahnarbeiterSkind. Bretschko Matilde 2 Tage alt, Zentralwärterskind. Pretschko Rudolf Tage al». ZentralwärterSkind. Smolniker Josef 5l Jahre alt, Buchhalter. Am allgemeinen ^lranltcnbause: Wischner Martin Jahre alt, Taglöhner. Sdouc KaSper 73 Jahre all, Gemeindearmer. Zurek Franz 70 Jadre alt. Inwohner. Zidar Andrea« 47 Jahre al« FabrikSarbeiter. LaSnik Blas V6 Jahre al«, TaglShner. CremoSnik BlaS 59 Jahre al«, Bestser. Engele Johanna 2 Jahre alt, BahnbeamtenStochter. Hriberschek Johann 46 Jahre al«, Besi^er. jkolar Matia» 4L Jahr« al«. Taglöhner. DobetSek Helena 72 Jahre al«, Inwohnerin. Jokan Theresia 72 Jahre al«, Wäscherin. Tratnik AgiieS 80 Jahre alt. Gemeindearme. Ober,an Sregor 77 «ahre al». «uSzügler. Rutscher Anna 7 Jahre al». WachmannStochter. Mlinaric Jakob 5L Jah>« al'. Schuhmacher. Jaklin Herber« 9 Jahre al», KaufmannSkohn. Plemenita« Martin 68 Jahre alt, Schneider. Oberzan Franz iJl Jahre al», Lampist. Kovar Helena 72 Jahre alt, Inwohnerin. Jeraj Anton 17 Jah»e alt. Ledere,lehilüig. «ol«ek MaihiaS 63 Jahre alt Gemeindearmer. BoSic Eva 7:t Jahre aU, OrtSarme. Peruzi Maria 20 Jahre al», Dienstmädchen. PtaninSek Anton 70 Jahre alt, Taglöhner. Berniz Maria 48 Jahre all, Wäscherin. Emertdorfer Maria 83 Jahre alt. Kaminsegermeister» witw«. JtoLir Maria 65 Jahre alt Taglöhnerin. Cizelj Veit 34 J-Hre al», Schuhmacher. Hingesendet. Sogar meinen Stammtisch hatt' ich aufgegeben. weil da? Rauchen und die Tabatslusi mir nicht betn« Husten, Berschl-imung. Sodbrennen — da» waren so die Folgen. Aber wenn man sonst nicht* bat und «an soll auch noch den Stamm» sch en»< tehren — das ist augeben und ich dad' ne versucht Na und sext? Sie 'ehn, wie meine Pfeise mir schmeckt und da» B>»r. und ich bin wobler, als je juoor. Ursache: Fays echie Sodener. Wer ti»a tit, ma»s nach. Man taust sie für H 1.25 In Jr4»r .liiothrkr. lir (r< Ir u. tll»»rr«l-nNMirrhiindlni>(. 1355» Ycrluii|c»*ii Nie lllufttricrtcn Pr«i«kouraj)t üh«r tiaaollM-dt — Jdeal = Gläkltapea-liiternelmaBg Hui« Pallak Wie», Tl.. Walicaa»« 84. Billige«. schöne», gefahrlo««* Liebt; jed«; Lampe einzeln T»r-weti'lbai; keine Installation; voll-stümliBer Ersati fflr Gaslicht. Für Gas- o. elektrische Laster eigener Erzeugnz Kataloge. („O roth, nerFußboden muß lädiert iner oen"), ruft manche Hau«frau au« und denkt na», welcher Fußbodenll'ck tvvdl !>er beste sei und wo sie idn kauten fvll. — Am d-sten wählt man sten echten Keil»Lack, welcher bei Sustav Sliger un» b'i Viktor Wvgq in Cilli erhältlich ist. Danksagung Allen jenen, welche ihre herzliche Teilnahme, durch Blumenspenden, sowie durch ehrende Beteiligung am Leichenbegängnisse unseres unrergesslichen Bruders, Schwagers und Onkels, des Herrn Heinrich Scheuen bewiesen, insbesondere den Vertretungen des Gewerbebundes und der Feuerwehr von Cilli, sowie allen üeschästskollegen des Verstorbenen, sagen den innigsten Dank Die trauernd Hinterbliebenen. Cilli au 3. Män 1908 14033 I Ausweis Über die im ftäd«. Schlachlhaufe in der Woche vom 24. Februar bi« 1. März 1908 vvrfttnommenen Schlachiunnen, ivwie die Menae und Gattunfl de« einneführten ^leifche«. Name de« Fleischer« S»I»ch»ua»r» bn». »ieiich tu a«*mi Ctatfra s. •$ <)) \u .2 L •c. «X « Vukfchek Jakob Gajfchek Anton Grrnka Jodann Janfchek Martin Kne« Kostar Ludwig Le«tofch'k Jakob Puyer Samuel Planin, Fran^ Pleiertky Rebeusche^g Jostf Sellak Franz Seu»schn»gg Anion Stetzer Ume,,g Rudolf Bollgruder Franz Gastwirte Privaie I'S'J E j einer Fabrik inöraz, Mosei hos- I Vfcftfinsbucbdrucfeerei Celcja gasse 50—54. 14030 } Gothaer Lebensversicherungsbank nul' Gojfen»«itisrkeit. Bestand an eigentlichen Lebensversicherungen Ober 1115 Mill. Kronen Bi-der ausgezahlte Vericherungssummeu . . . ,, 594 ., .. „ gewährte Dividenden . . . ...... 2K7 „ »> Dir Klei» liolipn |>beraflislaae kommen itnver-hstrzl den Vemleheruni*nehniern ruciile. Cnv*rf&llbarkeit sofort. Unanfechtbarkeit und Weltpolice nach 13991 * 2 Jahren. Prospekte und Auskunft kostenfrei durch den Vertreter der Bank: Anglist i"illlrr. 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Nur ein Betrag von mindestens -4 Kronen, welcher wie jede sonstige Einlage verzinst wird, ist gleichzeitig in ein Einlagebuch einzulegen und wird erst bei unversehrter Rückgabe der Sparbüchse wieder hinausgegeben. Der Schlüssel der Sparbüchse wird von der Sparkasse zurückbehalten und hat der Einleger in ihm beliebigen Zeiträumen die Büchse der Sparkasse zu übergeben, woselbst in seiner Gegenwart die OeÜbung erfolgt und das Geld gezählt wird. Der vorgefundene Betrag auu«« in das mitgebrachte Büchel eingelegt werden und darf am gleichen Tage eine Behebung nicht erfolgen an jedem anderen Tage ist die Behebung bis auf den Betrag von K 4.— frei. Die Bestimmungen über die Ausgabe der Heim-Sparkassen sind den bezüglichen Einlagebüchern bei gebettet. Bei Bestellungen von auswärts sind ausser dem Mindestbetrage von K 4.— noch 80 Heller tür Porto beizuschliessen. Die Sparkasse der Stadtgemeinde Cilli hofft auf die weiteste Verbreitung dieser schon viel bewährten, volkswirtschaftlich und erziehlich wertvollen Einrichtung. Sparkasse der Stadlgemeiiiüe Cilli« Seite 8 Deutsche Macht Nummer 19 Es diene hiermit zur gefälligen Kenntnis, dass der Betrieb im Kalkwerk bereits aufgenommen wurde und jederzeit Kalk zu haben ist. Bestellungen und Anfragen sind geselligst an das Cillier Kalkwerk Kanzlei, Cilli, Schillerstrasse •$, zu richten. 140 t 7 Verkäuferin die durch Jahre in grösseren Geschähen servierte, wünscht ihren Posten zu ändern. Antritte unter Nr. 14018 an die Verwaltung dieses Blattes. 14018 Wählend der Fastenzeit frisch gewisse« ter Slorklisrii Kleine Wohnung Wohnung bestehend am einem grossen Zimmer, bestehend an« -in«in grossen Zimmer, KQch* samt Zugehor ist Tom I. April au zu vermieten. Anzufragen bei Georg {"kotiern«. Wokannplaiz 2. 11032 2 Zimmer, Küche samt Zugehör ist zu vermieten. Rathausgasse 5. Hotel-Verpachtung. 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