Jtannmttalton* - JJretft Fiir Laibach danzjahrig . . . t> fl. — h. Halbjiihrig . . . 3 „ _ m v>erielji>hrig. . . 1 „ 50 „ Monailich . . . _ „ 50 Mit der Post: ^»nzjahrig . . . 9 fl. — it. Halbjahrig . . . 4 „ 50 „ dierteljiihrig. . . 2 „ 25 „ Suftellung in« jjpaufl vicrtel-iS6tig 25 Ir., monallich 9 kr. ®in»clne Nummern 5 Ir. Laibacher Tagblatt. Sinonime Mittheilungen roerben nicht beriicksichtrgt; Manufkripte nicht zuruckgesendct. Rrbaktion: Sa&ntiofgaffe Nr. 132. (Erptlilion u»i> Zuscra fitirtan: Kongretzplay Nr 81 (Buchhan von 3.». KleinmavrLF.Bomber 3uscrlio«sxrcisc: 'flit bic einspaltige Petilzeile 3 kr bci jtorimaliget Einlchaltung ii 5 kr. dreimal ii 7 Ir. 3nfertioneftcnH>eI jcbcdmal 30 Ir. tiei grij&eren 3n|eraten imb offerer Einschaltung entsprsibcnbcr Rabatt. $t. 136. j^rcitdg, 18. 3uui. — Morgen: Juliana F. 1869. Die itcitc Fase der Czechenpolitik. Die Czechenpolitik, welche bishcr nur dcr Ausdrnck der ftarren Negation mar, ist in cine neuc Fasc gctrcten. Bishcr befchrankte sich die Politik der Czcchen ?ur darauf, schmollcnd sich in eincn Winkel zn stellen unb, glcich einem Jungen, dcr die spielcnden Freunde verlatzt, nicht mitthun zu wollen. Sic ^girten ben ReichSrath, sic negiren die Vcrfas-'Unfl, fie negiren ben faktischcn Znstand unserer fiootlichcn Ordnung. Zwei Bnnbcsgenossen, wclchc "»fangs mit ihnen gingen, vcrlictzcn sic, bic Polen uttb Slovcnen, letztere ans momentom' Opportunist, ni» sich jetzt toicbcrum cinmal in bcr historisch 9Ctootbeneii Wankclinnthigkcit bcr Polenpolitik zu iibcn. Doch bcr Abfall bcr Bundesgcnosscn schrccktc le Czcchen nicht, wohl abcr etroaS anbcrc« war e® unb ist eS, was die Czcchen schrcckt, unb dies ist ®*c Beol'achtung, wic die staatliche Konsolidirung ~estcreich6 trotz bcr Glaubenseifcrcr Tirols, trotz c8 hartnackigen Bischofs von Linz, trotz bev gele-85ntfichen Drohungen bcr Poleti unb ber Bauern-JMte Grotzslovcnietis, boch in, Ganzcn unb Gro-“c,n vvrschrcitet, unb botz sogar bic biSheriqen Par-^■9cnoffen bcr czcchischen Nationalcn, Abel unb ™Etus, zu wanken begannen. Denn wohl frommtc den lctztcrcn, ben nationalcn Anhang zu stpa-^Mtifchcn Zwcckcn zu bcnutzcn, doch als fie sohcn, ?.®6 die Nationalcn sich nicht genitgenb begciftcru |l>r ihre Scparatzweckc unb fiir die riiimsche Pan-Mclkriecherci. ja als sic sahen, dah reforrnotorischc ^Miniszeuzen an $u§ unb Gcfohrtcn tcichtcr j~utzel faffen, als bic frommclnbett Loyolascufzer, a war es aus mit bem Bunbe. . Zwei Dinge also waren es, welche bie Cze-^en fchrcdtcn : bcr Verlust bishcrigcr Partcigcnofscn unb die Gcfahr, oatz die Geschichte iiber sie hinweg zur Tagcsordnung schrcitcn rocrbc, ba§ mit einem Wortc bcr czechische Radschnh nicht geniigc, ben Vauf ber Zeit zuriickzuhaltiu. Nun tveten sie ans bcr Negation hcrans unb bringcn Positives nub zwar nichtS weniger, als Ansrichtung cincS b ii l) m i s ch c n Sta atcs a u f den Trimmer n ber altcn habsbnrgischcn Monarchic. So fprechen es bic czcchischen Jonr-nalc ganz offcn unb utiuinwunbcn ans. Urn abcr die Bftcrreichifche Monarchic zu zertriimmern, be-barf es bcr Revolution. Alfo Revolution foil gc-fchaffcn roerben, Revolution um jedcu Prcis. Um baS nnn zn bcmcrfftelligeu, habcn fich bic Hcrrcn Chechen a lies anflefchafft, was in baS Rcffort einer anftanbigen RcoolutionSmacherci gcljort: Gcheim-bimb, gchcime Drnckcrci, Putocrfiiffcr nub Pctarben. Mit einem Worte, bic Fenier BohiucnS appel-liren an bie Gewalt, an bie rohc Gewalt, an ben TcrroriSmns; bics ist alfo bie Culmination ber czcchischen Politik, baljin kann ein Volk sich ver-irrcn, welches sich nicht von ben Bcburfniffen seines matcrictlcn Wohlstanbes, fonbern von bem Chrgeizc gcwiffenlofcr Fiihrer Iciten latzt. Unb gctange cs fogar bem bcSparaicn Fcnicr-thiim Bohniens, ben historifchcn Bcgriff: „Ocster-rcich" zu zertrlimmern, nie wirb es eincn bohmifchen Staat errichten kSnucu, benn fofort werben bie Trummer bie Beute vcrgrotzcrungslustigcr Nach-barn, banu wird es erst rccht aus mit bem Rieger-Palacky'fchcn Molban-Utopicn. Demi nur in bem osterreichifdjcn Volkcrstaate unb bcr baranf Bebacht nehmenben Bcrfaffung ist cine Fortcxistcnz kleiner Volksstammc moglich. Doch um Oesterreich zu zertriimmern, bazu gehort eine welthistorifche Erfchiitternng, bci ber ganz Europa in ben Fugcn kracht, nicht aber ein Petarbenmanovcr cinigcr malfoiitentcr Czechcnjungen. Bis bahin aber, bis es Fein Oesterreich mchr gibt, wirb die Rcgicning hen Appell an die Gewalt 'audi iljrcrfeits crwibcrn. ©crcchten Wiinschcn cincs VolkcS gcrccht zn roerben, ohne die Jnteressen ande-rcr VSlker babei zu schabigcii, bazu bebarf eS aller Weishcit unb Klnghcit cine« oftcrrcichifchcn Staats-manncs, bas ist bie wahre Rcgicnmgsfunst — abcr wic man bcr Gewalt zu begegtmt hat, bazu braucht cs feincr StaatSkunst, bafiir gibt cS nur ein Axiom, unb das Hcifjt: Gewalt wiber Gewalt. Die ncuestc Fasc bcr czcchischen Politik abcr fei auch unsercm flovcnischen Bolke cine Warnungs-tafcl, wohin ein Volk, wenn cs ohnc Talent, ohne Gewiffcn, nur von Hcrrfchfncht unb Ehrgciz Einzcl-ncr geleitet wirb, gclangen kann, benn nicht Oester-rcichs Fortbcstanb, nicht bic so oft zitirtc Glcichbc-rechtigung ist cs. was bie Czechenfflhrer gegenwar-tig anftrcbcn, fonbern bie Hcrrfchaft bcrfelben iiber ben in Bohmcu zu hohcr Bcbeutung gcsticgencn Volksstamm bcr Deutschcn auf Gmublage bcr Vcmichtnng ber Monarchic bcS Kaifcrs von Oestcr-rcich. Darum greifcn fie zu jenem oerwerflidien Mittcl ber rohen Gewalt, zu welchem man auch unfcr Volk bereits verleitet hot. Doch Gewalt wirb weber bem flovcnischen, nod) bent czcchischen Volksstomme je zum Siege verhclfcn, ba gibt cs nur cincn Wcg, ben Wcg ber Wcitercntwicklung ber Kultur im fricblichcn Wett-kampfe mit anberen fulturfreunblidjen Nationcn. In England bcwegt die Frage: Ob das Oberhaus die Glab-ftoiic’fche Kirchcnbill annchmcn ober verwersen tuerbc, alle Gemiither. Man glaubt abcr, bie Hcrrcn Lords Ieuilleton. Reisebilder aus Dalmatien. Voir A. v. Sch. lFortsetzung.) VII. m , bcr Wonbcrung fiber ben Fischplatz von ait«f V ^er r*n86um von baufolligcn, unfreunblich mfrril n Hauferrcihcn begrenzt ist, bachte ich un-"Mklirljch an bas Gemalde Decamps „dic Patrouille," d««" to'c. 6ier bas Abnorme, Grclle bargeftcllt wird, Worfige Kolorit einer sublichcn Secstodt, so be« » gnete es mir in ber Natur an ben eigenthiimlich 9 Ualteten Manern unb Dachern dieses misteribsen »j J e®* Cs mog ber vorgeschrittene Abend wesent-^ bctgetragen haben, batz bie Stabt wenig, genau “ "onlmen eigentlich gar feinen Eindruck auf uns y °cht, unb erst als ber verspatete Mond aus ben brn*nro°^cn oorubergegangencn Ungcwitters ..3 6"vann die Situation etwas Magifches, unb oi,a k n‘®Doa drang ber lebenbe Ton einer Stimme view'«1 *j5(^ten Niihe: „very fine, very pretty «8 war mein guter Freund, der rnagere Euglaubcr, ber bas erftcmal fcit ttnfercr Abreife von Finnic gefprochen, abcr bics roar hinlanglich, um uns alle aus bent Hinbruten aufzurutteln, bas in romantifchcs Nadjfimien bereits ausgcartet roar, unb bcr Danziger begann fich zu begeiftern fiir bic hcrrlichcn Lichteffefte in ben engen, fchmutzigcn unb frutnmcn Gaffcn, unb er verficherte, bah dies ein Schoufpiel ware, bas man nur in einer Seestobt gcnichcn tonne. Der blvbe Monb goh oerbroffcn feine mageren Lichtstreifen auf die kurnmerlichen Haufergruppcn herob, ba§ sie eigenthiimlich glanzten, roie die gothi-fchen Kirchthtirme in unscrn nBrblichen Lanbern, wenn noch ber Abendthau auf ihnen glitzert; dazwifchcn mederte bie hetfere Stimme irgenb einer thranigen Fifchcrin, bie auf bem holprigen Pflaster hernm-trippclte, unb der Danziger erhob die Hanbe gegen feinen ftummen Gcfahrten in ben Wolken unb rief mit ben Worten Werthers: „Wandle burch gebro-chene Wolken, o Monb, zeige wechfelnd dein bleiches Gesicht! Crinnere mich ber fchredlichen Nacht, bo mcine Kinber umtomen, bo Arinbal, ber machtige, fiel, Daura bie Liebe verging!" — Heine fogt, botz ein Deutfcher nie so verruckt ware, batz er nicht noch einen verruckteren fanbe, unb roie ich ben mei-nigen gefunben, roorb ich getroftet unb ich roahlte roeiter burch bic engen Goffcn bis inS Frcic vor bem Mccre, bos in feincr ttnfehlbarcn AtiSbehnting roicber vor mcinen Blicken tag, unb id) bachte an Lotte unb att mcinen mclancholifchctt Gcfohrcn, ber mich verficherte, Wcrthcr fei bcr fdjBnftc Roman bcr ganzcn beutfdjcn Literatur, unb wenn Gothe ben Wcrthcr nicht gcfchriebcn hatte, fo giibe cS noch jetzt feine Freiheit in Dcutfchlanb, benn eS ist jo bic grShte Freiheit, wenn man sich aus unglucklichcr Liebe tobtfdjietzen kSnnc. Der einfdltige Dozent! Aber fo finb wir alle, unb hatten wir nicht bas Pnlver erfunben unb bie Buchbruckcrknnst unb an* bere hochlobliche Schnurrpfeifcreien, unb tviirbc nicht ber alte Komofchengott Bliicher bie Fronzofen fiber bie Kotzboch gcjogt haben, fo waren wir sicherlich alle wic ber Danziger Professor, unb triigen frembe Ketteu unb liifen ben sentimentalen Werther unb anbere Mogenbeschwerben verurfachenbe LiebeSgrci-merei unb Kromerei. ES war zu finfter, um boS Gesicht meines Gcfahrten zu fehen, aber es hat gewih vor EnthusiasmuS gestrahlt roie die Sonne im Zodiokus von Denbarach, unb rocr bie Nuova vita von Dante getefen, ber roirb sich die Person versinnlichen kiinnen, erinnert er fid) ber platonischen Liebescrgfiffe gegen Beatrix, die ber Verfasser unS in feinem Werke lunbgiebt. Die Wertherische Lotte wenn sich sclbe, wie es hcitzt, mit ber Absicht tragen, in eincr Konfercuz des gejammtvn Episkopats cinc Adrcssc an den Kaiser zu bcschlictzen, wclche iibcr daS gerichtliche Verfahren gegen den Linzer Bischof Bcschwcrbe fuhren foil. Dcr BczirkShauptmann von Linz, v. M ay-feld hat in etitein Erlasse an sammtliche Schul-leitungen dicsclbcn aufgcfordcrt, dafiir zu sorgcn, datz fcincrlci Adressen den Schnlkindcrn zum Un-terschreilien vorgclegt werdcn. Man wird diesc Matzregel bcgreiflich ftnbcti, wenn man bedcnft, wie Pfarrer uud Schnlmeifter in dcr Provinz Unter-schriften sammeln. Dcr „Pokrok" hatte sich am 7. Juni aus Wien folgende SensalionS-Nachrickit mitlheilen lassen: „Der Belag ernngszustand hing fiber ganz Bohmen, wic das Schmeit dcs Damokles an eincut schwachen Haare. Die Minister GiLkra, Herbst uud Hasner beantragtcn namlich bciitt Kaiser, dab in Bohmen der BelagerungSzustaud cingesuhrl wcrdc, da bei dcr gcgenwartigen Pretz- und Ber-sammlnngssreihcit vollstandige Widersetzlichkcit der bohmischen Bevolkeriing gegen die giltigcn Bersas-sungsgcsetzc zn besorgcn sei. Der Kaiser aber, nachdcm er die Meinungen dec iibrigen Minister vcrnommen, gab den genannken Herren ganz cnt-schicdcn zu verslchcu, datz er nichl die Nothwendig-kcit einsehc, in so scharser Weise gegen die bohmischc Opposition einzuschreiten." Nach eincr Mitthcilung dcs Ministerprasidenten vom 12. Juni ist diesc Nachncht in alien ihren' Theilen ganz unbegrfindet und der „Pokrok" wnrde durch die StaatSanroalt-schaft veraulatzt, die Mittheiluug seines angcblichcn Wiener Korrespondenten zu widerrusen. Dic Ausnahmc deS KiinigS von Preuh en in Hannover geftaltetc sich freundli-chcr und herzlicher, als man erwartet hatte. Dcr Konig tvaf am 13. d. M. AbcndS in Bcgleituug des (Srafen Bismarck, dcs Kriegsministers von Roon und eincr glcinzcnden Suite in der Hanpt-stadt dc« chcmaligen Wclfcnrciches cin und rourbe am Bahnhofc von dent Grotzhcrzog von Mecklenburg , dem Grafen Stotberg und den Spitzcn der Behorden cnipfangcn. Urn 9 Uhr war bei Fackcl-bclcuchtuug sestlicher Zapsenstreich. Am 14. Morgens sand cine grvtze Parade statt. Der Bunbes-kanzler trug (mogcn Korrespondenten baraus krie-gerische Nachrichten sabriziren) die Uniform eines '^andwehr-Gencrals, in dcr er sich sehr zu gesal-leu scheint. Das deutsche Zvllparlament setzte die Berathung fiber die Tarifresorm fort; alle Ermahi-gungen wurden aiigcncmincn. Die Pctrolcumsteuer wurdc nach einer unifangreichen Debatte mit 155 I Stimmen gegen 93 Stimmen abgclchnt. In Florenz ist cine Mi n ist e r k r i se jura Ausbruch gckommen. Graf Cambray-Digny, dcr Finanzministcr, die Seele dcs jetzigcn Ministeriums, hat, nachdcm cr fur feme Finanzvorlagen feine Majoritat in dcr Kanimcr findcn konnte, seine De-mission gegeben. Aus Florenz wirb gemcldct: „Man sagt, datz aus Paris schr crnste Depcschcn cingctroffcn sinb. Man hatte bcschlosscn, dcn Kardinal Bcrarbl in einer antzcrordclitlichcn Mission nach Paris zu entsenden. Spatcrc Dcpcschcn lictzcn die Abreisc dcs Kardinals fur morgen vermulheu. Man glaubt, batz Marquis dc Banneville abbcruscu und Graf Armanb nicht ittehr nach Rom ziirfickkehren wcrdc." — DaS Konzil begeguet noch immer einer heftigen Opposition ; Frankreich wiinscht dassclbc nicht, Baiern be« fampft cs, Ocstcrreich vcrhcilt sich glcichgilkig und Spanicn neutral, Jtalien aber ist bemselben gcwitz nicht giinftig gestimmt. Man hegt bcshalb im Vatikan cinige Besorgnisse. Monsignor Wolinski hatte als vermeintlichcr Verfasser ber irn Krakaucr ,,Czas" crschicncncn, dem papstlichen Stuhle seiudseligen Korrcspondcnzcii, einige Bersolgungen zu crleiben. Man mussc baher die Entfcrnung cinigcr Polen au* Rom mehr der Staatsraison und nicht diplomati-schcu Riicksichtcn zuschrcibcn. Auf dcn italicnischcu Abgcordnctcn i'obbia, be-fanut durch scincn Antrag auf Uutcrsuchuiig von Un-terfchleifen, wurdc eiii Morbverfnch geniacht. In der Kammersitznng driickte der Minister des Jnnern das ticfe Bedauern und den Abfchcu dcs Ministeriums iiber daS Attentat aus. Es sei dcni Mcuchlcr, nachdein cr drci Dolcbstichc gefiihrt, gclungcn zu cntfiichen, da zwei Schiisse, die Vobbia auf ihu abfcucrtc, schlgingen. Dic Wuudcu sinb gcsahrlich. Die Rcgieruug schrcitct mit Grnergie cin, ba ihr aus befonbern Griindcn an ber Bcrhaftung bcs Mordcrs gelegcu ist, utn die Wahrheit zu entdeckcn. Eine von ben verschie-beneii Kaimncrfraktioucn unterzeichnete Tagcsordnung drfickt die Gefinnungen ber Simpathie sitr Lobbia unb dcs AbschcncS iiber das Vcrbrcchcn aus und driugt in die Rcgieruug, a lies aufzubieten, urn die Schnldigen uud dic Wahrheit zn eutbcckcn. Die Kammer genehmigte dieselbe einstimmig. DaS Ministcrium wics die Anbentnngen einiger Dcpu-tirteit, cs konntcn Agenten ber Sichcrhcitsbchorde bet bctn Attentate bethciligt seitt, mit Enschicbcnheit zurfick. In Bczug auf ben in Folgc dcs Attentats in Livorno cingelcitetcn Prozetz theilt bic »Nazivne" mit, datz bent bortigen UntcrsuchungSgcrichte bic wciteren Amtshaubtungen bezuglich dcs cingctci-tcten Prozcsscs ausgetragen sinb unb datz die zwSls dcr Thatcrschaft vcrdachtigcn Jndividncn an die Gcfangcnanftalt von St. Georg abgetiefcrt wurbcn- toerdcn sich eines befferen besinnctt unb jcitcu threr Kollcgcn Gehor schenleu, wclche gegen die Verwer-fuug arbcitcit. Vernunst und Gcrechtigkcit mussen auch dort fur die Bill sprechcu. Ucbrigcns wird das Obcrhaus sich auch in seinem eigencit Jutercsse iwcimat bcsinncit, bevor cs bcrartig dent Jahrhun bcvt ins Gcsicht schlagt. Denn dic crstc Autwort aus bic Lcrwcrsung ware dcr Ruf nach ctiter voll-ftanbigcu Reform der Pecrskammer. Schon ntacht die Reformliga Micnc, sich dcr Frage zu bemach-tigen, roic nicht minder in dcr Presse bedrohliche Stimmen lant werdcn. Man prosczcit dm Lords ben Verlust ihrer Privilcgien, menu sic hartniickig baraus bcstchcn, sich dcn Wttuschen dcs gebildctcrcn unb frcisinttigcrcn TheilS dcr Nation widersctzcn zu wollen. Die „TimcS" sagen ganz trocEcn: Blci-bcn die Lords widerspensiig, so tommt es zn ciucut Kampse zwischen zwei konstitntioncllen Gcwalten, dem Oberhausc und beut Unterhause, und bicfer Kamps mfihte unfehlbar mit ber Nicdertagc dcr ersteren enben. Politijche Rundschau. Laibach, 18. Juni. Die ErSs fnung dcr Del e g a t i o n cn-in Wien, die fur dcn 4 Juli in AuSficht genommen war, fell urn cinige Tagc, ctma auf dcn 11. odcr 15. Juli vcrschobcn wcrdcn. Pester Nachrichten zusolgc gcjchicht bicS auf Antrag ber ungarijchcn Rcgieruug, dic noch vor ber Bertaguug des niiga-rischcn Rcichstagcs die Justiz-Resorm-Vorlagen, fiber id el ch c die Debatten am uachstcii Diciistag im 51 b-gcordnctcnhausc beginnen wcrdcn, erlebigt schcn mochtc. Ueber dic Andie u z, welchc Gras Brandis am 10. d. M. in dcr Angeleuhcit dcs Bischoss von Linz hatte, wird bent ..P. L." benchtet, ber Kaiser felbft habc eiuein Minister Mitthcilung gemacht unb bemselben bemerft, datz er zwar dent Grafen Brandis gcgcniiber scin Bedauern fiber das noth-wenbig gewordene Einschreiten dcr GcrichtSbchordc ausgcdrfickt, jcdoch aber hinzugeffigt habc, „datz cs b ie Herren nicht an ders ha ben root It cn." Demselben Blatte zusolgc stcht die Einberufung einer BvlkSverfammlung in Linz zur Unterstfitzung des Borgehens der Rcgicrung gegctt ben Bischof von Linz in AuSsicht. Dieselbe wird Eude bicfcr Wochc abgchattcn roerden. Natfirlich sinb auch die Klerikalen nicht miissig. In ihrent Lager scheint man sich zu einer H-wpt- unb Staatsaftion gegen die Betsassung unb berett Trager zu rfisten. Es hanbclt sich nach gemachten Anbcutuugcn utn nicht« weniger als utn cine neuerliche Auflagc ber fatnofen Bischvssabrcssc. Offcnbar imr bctn fchlechteu Ge-dachtnisse uuserer Frommen ist es zuzuschreiben, war seine Beatrix, unb cr crzahltc, wic cr in Grciss- j walbc cinstcns Prfigel befommeii, wcil er unter bent Fenster ber Frau seines Rcftors bie Flotc geblnfen, und roic er ihm hierauf aus Rachc dic Fcustcr ciugc-schmifsen, und cr ward sichtlich ergriffen unb fprach gebrochen roic cin fchuldbcroutzter Dorfpfarrcr. Die Sterne find tlugc Gefchbpfe und fie flimmern unbceinflutzt von ben fleincit Ptagen unb Schmcrzcn eines grillenhaften Herzens in ihren ro-figen Ferneu, unb zuweilcn liicheln sic auch hcrab mit ihren grotzcn menschensreundlichen Augen uttb fenben einett Strahi in unsere Scele voll uusterb-licher Kraft, vber einen Tropfen voll misterblichcr Liebe, unb biefer Tropfen braust rnachtig auf in unfcrem Herzen, wie fchaumenber Gottertrank, ben toir Begeisterung nennen. Jch bachtc wieber zn writ, unb verlor meincn Gefahrten, ber inbetz ab-seitS ging und zwischen ben Felsblockeu hernmkrab-beltc, urn ben erhohten Stanb eincr Aloe zu er-tlimmen, bie ihre spitzen Blatter feinbselig unb tfickisch in bie Luft ftreckte. Auf alien Bieren vvr-wartsrntschend, glich er in ber Dunfelheit ber Nacht einem Ungeheuer, bas auf irgenb eine ausersehene fflcute tosfteuerte unb sich zu biefem Zwecke vor-sichtig anzuschleichen trachtete, als ein plotzliches Gcrausch vertfinbete, bah feint Expedition mih- lungcn und mit bent Folic in cine Grube geen-bet sei. Jch will dem Marchcn nicht Glaubeii schcn-fen, das da sagt, die Aloe habc unter alien Pflan-zen die mciste organischc Kraft, und sic ffihle ganz bestimmt dcn Schmcrz, wenn man mit Gewalt eines ihrer Blatter abzuschneiden trachtet; aber mid) hat cs iturner in Erstauncn gcsctzt, roetm ich cinzclnc Exernplare ihrer Gattung iah, die schon cin gauzes Jahrhuubert auf einem unb demselben Platze stehen, unb mit geroisser Ehrsurcht betrachtete ich bie grotze tonigliche Blnrne, bie aus betn fteinernen Herzen ihrer Tragcrin ausblfiht unb geheimnitzvoll auf betn langen Stielc hin unb wieber schwankt. Die sclsigen Tcrrasfen, wo sich noch kummcrlich Erbreich erhalten, sinb ihre Lieblingsplatzchcn, unb ba gebeiht fie unb wachst auf oft bis zn einer HSHe von 6 — 8 Futz, unb nur nach tangerer Zeit fallen bie autzerften Blatter ab, nachbern fie zuvvr mfirbe unb gelb geworben sinb. Mit vieler Mfihe half ich bent Professor aus seiner peinlichen Situation unb wir traten sobann gemeinfchaftlich ben Wcg nach bem Schiffe an, wohin sich bie anbern bercits zuruckgezogen hatten. Unterwcgs stietzen wir zusiilliger Weise auf eine kleine Steinplatte, roorouf einige unleserliche Worte in lateinisiher Sprachc gcschricben stanben, bie el nicht entziffern konnte, mich jedoch versichcrte, er werde es seinem Frcundc, bem Hosrath M. nach Korsu brtngen, ber sich sehr gut auss bechisfriren verstfinbe, unb auch schon in das Gchciinnitz ber Hieroglifcnfchrist gebruugen sei, worin er es ebenso weit, wie Thomas 9)cuug gebracht, unb er erklarte, datz der Frosch einen unflugcn Menschen bedeute, die Zahl 16 bas Bergnfigen, bic Flotc einen Gei-ftcsabwescnben (!) u. s. to. Er roar sehr erflauttt, mein Ansicht zu vernehmen, batz bie egiptischc Hi^ roglisenfchrist noch heutigcntags in Deutschland unb anbern fultivirten Laubcrn Gang unb Gebe, unb batz die Bezcichnuug »Berliner" nichts anberc# sei, als ein hieroglisisches Epitheton fur Weltweis-heit, soroie die grafifchen Zcichcn: Univcrsitat fiir Uncerftanb, Spornstiescl ffir Heibclbcrger Stuben-ten, Ulmerpfeifen fiir Burfchenschaft, Kamafchen fiir Felbhcrmkunst, liebenbe Pactre ffir Vcrviclfaltigungs-zahlcn unb eine Freihcitsgottin ffir Unfinn. Als Mabante Sevignv einstenS auf einettt Kammerballe in Paris mit Lnbwig XIV. etnen Men net tanzte, autzerte sich biefer weitzgepnberte Bkaustrumpf gcgcniiber einem bfirren HSfling, der mit einem Munbe voll tlingelnber grafen urn fte flotterte: „ES ist boch war, wir hoben einen gro- Der„Pcuple" verSffentlicht das folgendeSchrei-ben dcs Kaisers Napoleon an den Depntir-ten Baron Mackau: Jch habc das ^chrcibcn er-halten,^ worin Sie mir iin Namen Jhrer Wahler den Wnnsch ausdrlicken, datz meinc Regierung stark 9El™9 sci, uni den Augriff der Partcien zuruckzn-weisen mid cine dauerhafte, gewahrleistete Freiheit zu geben, indem man diesclbe anf cine feste nnd wach-saine Regierung stiitzt. Sie fugen mil Recht hinzu, vatz Zugestandnisse in Bezng anf Prinzipien oder das Fallenlassen von Personen angesichts von Bolks-bewegungen stcts unauSgiebig find, mid datz cine Re-gierung, die sich achtet, weder einer Press ion, noch finer Aufwallung, noch anch einer Emeute nachgeben bars. Diese Anschauungsweise ist die meinige. Jch dm glucklich, datz sie von Jhren Komittenten ge-theilt wird, mic dies auch, ich bin davon liberzeugt, stitens der grotzen Majoritat der Kammer und dcs Landes der Fall ist. Die franzosischcn Richter haben sich beeilt, M bei den letzten Krawallen in Paris v e r h a s t e t e n ^kdakteure dcs Journals „Rappcl" abznur-thcilen. Es wurde einer zu 6, ein zweiter zu 4 )Lni) "n blitter zn 1 Monat Gesangnitz und 1000 Fr. »trose verurtheilt. Das Journal offiziel" bringt solgendes Tcle-8ramm aus Saint Etienne vom 16. Juni: Die ^ruppen verhafteten cine Bande Bergmanner, welche c Arbcitcn zu unlerbrechen suchten. Die Trnppen, ««ch St. Etienne zuriickkehrend, wurden von der ^"nge, welche die Gcsangcncn bcfrcicn wolltc, mit «teinen und Pistolcn angegrissen. Die Truppen Teuerten, die Angreiser fliidstctcii. 33 Gcsangenc wur-e|> nach St. Etienne gesuhrt, sechs bis zehn Ruhe-Uorer wurden getSdtct, die Truppen hatten 4 bis o Berwundete. Serrano wurde, wie aus Madrid von 17. ^»grasirt wird, von den Kortes mit 193 Stimmen gegen 45 zum Regenten ernannt. DonnerStag er-'vlgt seine Beeidigung aus die Bersassung. Der „Pr." wird auS Konstantinopel gemeldet: £ln Kricgsininistcrium tagt citic Kommission, welche ,!c Modalitaten fur den Eintritt von Christen in !e Strmce festzustellen hat. — S ch amil kehrt ni*t mehr nach Rntzland zuruck. - Am 22. d. M. wird die grotze serbische ^kupscht in a in Kragujewatz erossnet. Zur Tagesgeschichte. „ — Aus Luzern, in dessen nachster Umgebung ^)herzog Heinrich nnd dessen Gemalin bekanntlich aushaltcn, find in fecit letzten Tagen Briese ein-fletroffeu, beren Jnhalt die Nachricht bestatlgt, das; ot“ft an cine Riickkunst des Erzherzogs nach Oester-teich nicht zu denfen sei und im Gegentheilc dcrselbc 111 ^C£ Schweiz noch Ičiitgere Zeit semen Ansenthalt "ehmcn wcrdc. °n KSnig." Aber das ist bei weitem noch nicht .c®' Als liber hundert Jahrc spater die Sonne er einmal voll und gliihcud hcrnicdcrlachte aus 9j(e Ulisgcdorrtcn Flnren, linb die schlummerndcn f?!9tyerrfltten ausrutteltc aus ihrcm Winterschlafe, Ichien eine zweite Sevign«;, aber sie ward ein "itscher Professor, der in der schecnen Stadt Dan-hi?rsf t® des TagcS erblidte, und sie lacheltc dm«* ' sie eincn Geistcsmcnuet mit den tan 1 Wisscnschasten und egiptischen Hieroglifen Q, ^ ' und rief begeistert: es ist doch wahr, wir etl "n grotzcs Vaterland und einen noch grohe-lcn -Konig! war vollkornrnen Nacht geworden. Die ali*' toe^c rings auf K lisle und Meer ruhte, Di*t ^-m .Seelenzustande eincs gemuthskrankcn Merjiinglings, in dessen Herzenstiefe eine diistcrc mmung wallet, wie Schauernachtmelodicn und ymuthsthranen, und mir karn cs vor, als horte ^ den Wellen Heimlich mir zuflustern:— !!_ doch wahr, wir haben einen grotzen — (Fortsetzung fotgt.) — Bei der jiingsteii „Pastoral - Kouferenz" zu S t o ck c r a u wurde von einem der Anwesenden der Wnnsch ansgesprochen, „das; in Wien ein tiichliger nnd gewandter Rcchlsgclchrter nnter Aussolgmig eincs jiihr-iichen Pauschalcs von mehreren tausend Gulden gcwon-ncn nnd bcstcllt werden solle, nach dcm Gauge und auf Grnndlage der Gesetze in alter Rechtssorm die Ehrc des Klerus gegeniiber den zahllosen Liigcn, Bcr-leumdnngcn nnd Beruuglimpfungcu, die der Gcistlich-feit tagtaglich ins Angesicht geschleudert werden, vor der Oesfentlichkcit und vor Gcricht in Wort mid Schrist zu vcrtheidigen." — Dicscr Antrag wurde schr besiir-toortet und zur Darlegnng hoheren OrteS warmstens und ciustimmig cmpsohlen. — Die Prager „PoUtif" meldet, das; ein Kaplan in einem Dorse bei Beneschau, der mit der Tochter eincs dortigen Fleischhaners ciit Liebesverhaltuitz auge-kniipft hattc, dicscr Tage sammt betn Madchen ver-schwuildcn sci, wobei er zirka 400 ft. Schuldcn hin-terlieh. Der Bruder des Kaplans lebt in Frankreich und man glaubt, das; cr sich zu viesem begeben habc. — L onya y und SB r e st e l. Als der unga-rischc Finanzminister, so erzcihlt der „Often," vor kurzem nach Wien das Ansuchen stellte, ihm ein Darleheu von 500.000 sl. in Silber- Scheidemmize (Zehncr und Zwanziger) zukommcn zu lasseu, mit der Bemerkung, diese Summe aus den lausendcn Konto-korrent der beiden Ministerien zu setzeu, erhielt er nur die hnmvristische, auf deu ungarifchcn Kredit aber ein recht dusteres Licht wersende Antwort: das; man mit der gros;tcu Bercitwilligkcit ihm die bctrcsscndcn Munzen auspragcit lasseu wird, er moge jedoch vor allem die hiczu nothigcn Silbcrbarrcu cinscndcu, da man so it ft nicht in der Lagc ware, seiuem Wnnsche zn entsprechcn! — Eiue wohlhabcudc h eira is lustige W i twe in Wien suchtc durch cin ZeiMugsinserat einen jun-gen Maun, der gcneigt ware, in it ihr die Freuden des Daseius zu theilcu. Beansprncht wurde von der-selben sonst nichts als ein „liebendes und Irenes Hcrz," das fecit Hauptvorzug feer Jugenfe besatz. Wie liber-rascht lvarcit aber die beiden „hciratslnstigen" Thcile, als sich — Mutter und Sohn gegeniiberftanben! Die Mutter als Witwc lcbtc natnltch seit mehreren Jah-ren schon mit ihrcm Sohne nicht im bcstcn Einvcr- uehrncn; feiefer wutztc zuletzt gar nicht mehr unt fecit Ansenthalt seiner Mutter. Als brot- und gclfeloser Konmiis trachtete er, wie so viclc andere, durch eine Hcirat sich zu „rangircn." Er las das Jnscrat und sand anstatt einer Braut — seine Mutter! Es hat sich die heiratslustige Witwe iiber diese Szene derart alterirt, dah sie sich mit ihreut (Sohne aus-sohnte und vordcrhand auf die Heiratsgedanken vcr-zichtete. — Aus einem Ortc in der Nahe von Graz fchreibt man der „Tagcspost" folgenfee ergvtzlichc G e s ch i ch te: Ein vermitweter reicher Bauer, welcher semen gleichsalls verheirateten nnd in sehr guteit Vcr-haltnissen lebenden Kindern zu Liebc nicht mehr hci-raten wolltc, nahnt die zwanzigjahrigc Tochter eincs mit zehn Kindern gesegueten armen Bergholden zu sich. Darob grotze Entriistmtg des Herrn Pfarrers, wclchcr feertei nicht duldcu zu dUrfcn glaubte. Er wcn-feetc sich zuuachst an den uerhcirateten Sohn fees Alien mit feer Aufforfeeruttg, von seiuem Batcr die Entscr-nuttg des Madchen« zu uerlangeu. Der Sohn meinte, mit cittern solchen Bcgehren wlirde er bet seiuem Batcr schon antommen, unfe fchlug fees Pfarrers Bcgchr runfetveg ab. Nun gittg feer Pfarrer zum Schwieger-fohit fees Alien, erhielt aber uttgefahr feenselben Be-fcheife. Was feer eigenc Sohn bent Alten nicht sagcn wolle, feas feiirfe feet Schwicgcrsohn ihm noch weniger sagcn. Schliehlich ersolgte cine Vorlafenng an ben Vatcr fees Madchens. Von biesem vcrlangte ber Pfarrer , er fotte' seine Tochter aus bem Hausc nehmctt. Der Batcr erflarte trockeu, er set froh, wenigsteus ein Kinb aus der Bcrforgnug zu haben; bet Herr Pfarrer moge, menu ihm darait getegcn sci, die ©ache mit bent „Altcn" selbst abmachen. In dicscr Ber-zwciflung wenbete sich bcr Pfarrer witklich an ben Urhebet dcs Actgctnisies. Er lietz ben Bauer zn cittern kletncn Kartensptel sammt obligatcr „Jausc" zu sich bitten. Das biebcre Banerlein fain, lietz sich beit Wetn, ivclchen dcS Herat Pfarrers hiibsche uitb brallc Haushaltcriu brachte, trcsslich schmcckcu, aber von einer Entlassung des Madchens, wie sic ber Pfarrer bei ber britteit „Halbc" von ihm begchrtc, wollte er nichts wiffeit. Bcrgcblich war allcs Zurcbcn bcs Pfarrers. Das Baucrleiu blicb cigenfinnig. Er brauche fciue Haushaltcriu zur Wirthschaft, konuc fie bahcr nicht vcrmisseu. Als aber mitten im eifrigsten Gesprach des Pfarrers Haushaltcriu bie vierle „Halbe" brachte, ba bnrchzucktc ciu plLtzlichet Gebauke des Bauerlcius schon etwaS erhitztes Gchiru. Er ergtiff die Hanb ber Haushaltcriu itnb fagte treuherzig: „Schamt's, geiftlicher Herr, weitit Sie's fchou burch-aus haben wollcu, so thu’ ich's Jhucu zu licb'. Sie haben eiue saubere Wirthschastcriu, ich hab' anch cine, tauscheit wir, ich ttehm’ bie Jhrigc und geb’ Jhuen bic meinige, so bring’ ich mein Mabel aus bem Hans unb wir bleiben gntc Frcundc." Sprach's itnb fah ber Haushaltcriu treuherzig in's hiibsche Antlitz. Der Pfarrer aber fchien von bent Botfchlagc nicht fonberlich erbaut, benn er mciitte vctbtichlich, bas gehe nicht an, beitn er brauche feine Haushaltctin fehr nothwendig. Damit enbete die „Jausc." Das Bauctlcin gittg nach Hausc unb hat feitbem Rnhe, benn bcr Pfarrer hiitet sich, noch ein Wort wegeit bcs Madchens zu fa-geit, — bcs Bauerlcius gemuthlicher Borfchlag hat thu zn fehr erschreckt. — Die Arbeit erbetvegung in Brit it it. Die Arbeitseinstcllungeii haben, belt Brunner Slattern znsolgc, noch imntcr nicht ihr Eude errcicht. Mon tag yiachmittags haben die Schectcr unb Ratchet (bet 130 an ber Zahl) in ber Fabrik Attspitz' Eukel, cities Etablisscmcnts, wo bisher in feiefer Richtmtg noch nte ein Anstanb votgekontmen ist, bie Arbeit ein« gcstellt. Auch in ber Fabrik von Salomon Strakosch' Sohne ist gesteru wteber cine Arbeitseinstellttng vot-gekommen. In ben Fabriken Kaska, Kohn unfe Latzko verlangten bie Arbeiter bei Aussolgttng ihtet Zeug nisse auch eine Bczahlmtg feet Lohne stir fete vorige Woche, wahrenfe welcher gefciert nutrfee. Jhrent An finitcn wttrbc selbstverstanblich nicht entsprochen nub fetbe auf ben Weg bcr Bcfchwctdc gewiefcit. Botgc-stcnt haben sich in bem Sitzmtgssaalc bcr Hanbels-unb Gewerbekanmter bic Schafwollwaarcn-Fabrikanten nenertich versatninelt, unt bie Bcraihnngcn iiber bie Lofmtg ber Arbeiterfrage fortzufctzeit; es murbe ber Bcschlnh gefajjt ein Pctmancnz-Komitce zu wahlett, welches bei allot in ber Folge vorkommenden Divct-genzen vcrmittelnb einznwirkcit habc, unb ein zwcites Kornitce, bent bie Attfgabe znsallt, iiber bic niaterielle Bcrbesscrnug dcs Loses ber Arbeiter butch Errichtung vou Arbeiterhansern, Bolkskiicheu, Pensionskasscn :c. praktische Botschlagc anszuarbciteu. — Aus Wieliczka rcirb gcittelbet, dah die Maschiuc wieber schr befricbigenb arbeitet. Im Mo-nat Mai tuurbeit 103.257 Ztr. Stiick- unb Fabtiks-salz ausgeforbert, was betn regeluiahigen Betriebe cut spricht, bet mit zitka 1,100.000 Ztt. pralintinirt ift. — Die Egyhaz-Gellcct Elcntentar-fchulc witb von ben schnlpslichtigen Kiitbent aus iteuitzehit Dotsctn bcsncht unb ihncn allcn vcrktindet etn Lchter bas Wort ber Wisseuschast! Die Kinber wetben wohl auch grotze Gclchrte werden. — Der Konig vou Batcr n lebt bekanntlich nut ber Kunst und cntzieht sich nach Moglichkeit allem itbrigeit. Dcmtoch wird nachsieheitbes bei ntanchem Leser eittige Vcrwunbernng erregeit. Aus Mitnchen witb nantlich ber „Ptcsse" unternt 13. b. geschricbcit: „Gesteru Votmittags unt 10 Uhr begamt bie »Lohengrin"-Votftcllmtg, welche stir Sc. Majeftat ben Konig alletn gegebcn wttrbc. Das Hans war prachtig be* teuchtet unb bie Orchestctmttgliebct mutztcn in Frack unb wcitzer Kravattc erfchettteit. Die Borstellung bauerte bis Halb brci Uhr 9iachmtttags. Am 22. b. rcirb „Tristan unb Isolde" in ahnticher Weise unb ebett-falls uitter a tt ein i g er Anivefcnhcit St. Ma-jcstat bcs Kvnigs gegeben rcerbeit." — Seit etnigen Tagen sinb in Breslau falsche bfterreichifche Fitnfgulben-Scheine aufgetaucht, bie mit bent Datum 1. Mat 1859, ber laufenben Nunttner 608.002 unb bem Scrtenzetchcn a P verschen sinb. — ©in „Civis“ veroffentlicht in Berliner Blattern solgendes Jnserat: „Wohlgenieinter S t e u e r-r a t h. Konnte man denn nicht, roenn cine Bestenerung bcr Drvschken- und Omnibusfahrten eingefuhrt wird, zngleich ucrorbucit, dah diejenigen, welche die Steuer dadnrch umgehen, dcitz fie ihre Gauge zu Futz abmachen, als Defraudanten angesehen und mit dem vierfachen Betrage der defraudirten Sumnien beftraft werden? Wir mcineit, das nuijjtc schon allcin so viel einbringen, dah sammtliche Bedurfnisse gedeckt werden konnen." — In Southampton wurde vor mehreren Tagen die Statue Lord Palmerston's inGegenwart des Majors und Gemeinderathes, einer Anzahl von Ehrengastcn und eineS dichtgedrangten Pnblikums durch den Earl of Carnarvon seierlich enthLllt. Standbild und Piedestal sind von weitzem Marmor. Palmerston ist redend dargestellt, cine Papierrolle in der Linken und die Rechte aus der Brust ruhend als Wahr-zeicheu seiner ehrlichen Absichten und seiner Gesnhls-warme, mit welcher er alles Gute und Rechte ver-theidigte. Lokal- und Provinzial-Angelegenheiten. Lokal - Chronik. — (Die Befreinng v om S chulgelde in den Bolksschnlen ans dem Lande) wird im kiirzesten Wege damit erzielt, dah die Elteru ihre schulpslichtigen Kinder zu Hanse behalten, und so kommt es dcim, dah autzer dem schwachen Schulbesuch in den Sommermonaten, wo die landliche Jugend nieist aus der Hutweide die Zeit todtet, der Lehrer eiiten empfind-lichen Entgang an seinem Einkommen erleidet. „Uci-telSki tovarZ" fordert daher die Regieruug znr Besei-tigung diescr Uebelstande aus, vor allem ware der Lehrer von der seinem Ansehen abtraglichen Einhebung des Schulgeldes zu besreieu und dcssen Bezahlung als obli-gatorisch siir alle Eltern schulpflichtiger Kinder durch-zufiihi'cit, damit nicht solchcn, die sich jeder Beitrag-leistuug siir gemeinuutzige Zwecke genic eulzieheit, aus der Vereitelung deS Schulbesuches ihrer Kinder iioch eine Pramie zu Gulen komme. — (91 bit o rm e Witterung.) Nach ben eingelaufenen Witterungsberichten hatte bcr Sturm am 15. Juni, bcr in Laibach mit grvher Hestigkeit aus trat, cine weiie Ausdehnung, cr tobte anch tit Wien nnb in Prag mit ucrheercitber Kraft. Mit bent letztcn Wetterstnrze trat kiihles Wetter ein, gestern Abends war es empfinblich fait, man bcsorgte eiiten Reif auf bent Morast, doch verhindcrte gliicklichcr Wcise die dichte Wolkenschichte die zu starke Warmeansstrahluug der Erde. Ubrigcns stclltc sich in den Borjahren schon einigemalc dcr Reis aus dem Morast im Jititi, ja sogar in ben erftcn Tagen bes Juli ein. — (Gras Karl Coronini) ist bcr Vcr-sasscr bes Librettos zu bcr tteneit Oper „Paquita," in Musik gesetzt von Baron Ernst Ts chi d e r er, welche am 15. d. M. in Salzburg zuin ersten male ausgc-siihrt wurdc. Dcr Ersolg diescr Anffiihrung war ein schr glanzender, und sowohl Musik als Dichtung sind von seiner poetischcr Ersinduug durchweht. Am 17. und 19. findcn Wicdcrholungcn bcr Vorstelluug statt. — (Di e bentsche Sprache in den Čitalničen.) Ein Korrespondent bes „Slov. Nar." aus Pcttau flihrt bitterc Klagcn bariiber, dah man in dcr dortigen Čitalnica, die sich vorzngsweise die Hebnng der slovcnischen Nationalist, Sprache und Literatur zuin Zwecke gesetzt, und deren Statntcn im § 17 vcr-ordncn, dah die Geschcifts- und Vereinssprachc die slo-venische sci, doch mcist nur dentsch verhandele und beutfch konversire. Diese Klage ist iibrigenS eine in deit nationalen Blattern stereotipe, fie bczicht sich auch auf andcrc čitalničen. — (EinnationalerpolitischerVerein fiir Untcrstcicrmark) ist im Werden begriffen; cs hat diescr Tage cine Bcrsammlnng dcr Griindcr in Marburg ftattgefundcn. Obmann des Vercins ist Anton Tomšič, Rcbaktenr bes „Slov. 9?arob." *' — (U e b e r be it it a ch ft e it Z a b c r), bcr ben 20. b. M. in bcr Ncihe von Driest abgehalten werbcit fell, laht sich die „Prefse" ans Triest.fchreibcn: Un- sere Slovene« gebcnfeit diescr Tage wicber cinmat thrent souverancn slovenischen Bolkswillcn pomphaf-ten Ausbrnck zu verlcihru nnb zu biesent Zwecke am 20. d. zwischen Sessaua und Optfchina eiiten Tabor abzuhaltcn. In Rojano, eiitent zwanzig Minuten von Triest cntfernten Thalc, befteht cine Čitalnica ober Eitavnica (bie slovenischen Gelehrten finb iiber ben richtigen Ausbrnck noch etiuas im Unftaren), welche zum ©riinber uttb Prafibettten eiiiett k. k. Beamten hat, deitt mtfcr Hcrrgott ivohl das Amt vcrlichen hat, aber — fonst itichts. Diescr Herr, eine Art persist irter Johann von Leyden — hiclt mitt vor einigen Tagen in der erwahnten Čitalnica eine Bcrsammlnng ab, zu welcher er sammtliche Ortsvorsteher bcr um-liegeitben slovenischen Dorset' nnb mtbere Bertraueus-personcn eingetabeit hatte, urn mit ihneit bad Pro-grautiu siir ben nachsten Tabor festznsetzen. Bei biefer Berfammlung erfchien miter aitberen auch ein Herr Na-bergci, bcr ciuzige aus dent Tcrritorium, desseu Wahl in den Geineiuderaih scincrzcit approbirt worden war, und der daher allcin das Tcrritorium legal vertritt. Da derselbe zu den geinafjigten Slovenen gehiirt uttb tit bie ltnoiichfigeit slovenischen, alle aitberen Nationa-litdtcu mit Sack nnb Pack freffenbcit Heulereieit nicht ciitstimntt, so luurbc cr glcich bei seinem Eintritte mit Schmahnngen cnipfangeit. Er komite von Gliick sagcn, bah man ihttt bie beftchenbe politische Mci-nungS-Berschiedenhcit nicht haubgreislicher vvrbemon-strirlc. Der crwahute k. k. Beamtc nub PrSfibent ntujjte eiuschreiteu und feiueit ganzen Einsluh ausbie-ten, dah die Ruhe hergeftcflt werbe. Nun gittg cs aber an ben Programmcnhvurf fur den Tabor, bei welcher parlameutarischen Arbeit sich bie Hcrren iit so grcitzcntofen Unfinit nnb so abcntciieuerlichen Pldtten crgiitgcit, bah ich, obwohl mein Gewahrsniann zu ben ficherften gehiirt, im Jnteressc ber Slovenen selbst lie-bet schweigen will. — Man melbet iibrigenS nenstens, bie Triester ©tatlhalterei. Habe bcit auf beit 20. Juui nach Fcructich, Bezirk Sessaua, ausgcschriebcuen Tabor verboten. bei bcr dtattljalterei in Wien. — Lchrcrstellc siir tie bcutfdie Sprache mit klassischer Filologie am Gimuasinm zu Felb-kirch, 840 (445) ft. Bis 20. Juli bei der Statthalteret Innsbruck. ©ocbcit erfchien in Jg». V. ttlciitmaljr & Fed. Bamberg'S Buchhaudluug in Laibach: Lieder von Franz Prešern. Deutsch vou A. Puce. Preis elegant broschirt 30 kr. 9^"* Gcgen Einsenduug vou 32 kr. frauko per Post- Model und foitftinc Eiurichtttngsstuckc werdeu am Mittwoch belt 33. Anni d. A. und ait dcil svlqeuden Taqen vou !» bis 12 Uhr Boriuittag uttb von 3 bid G Uhr Nachmittciq im Hause ){v. 37 nit dcr StCl'll1 allec im Wege Sffentlicher Lizitatiou verautzert. (159—2) Nottek nub Welkers Staatslrrikdii, letztc Ausgabe in 14 Bcinden, ist uiu deu halbeit Preis, uautlich urn 50 fl., gegeu Barzahluug zu Uerfattfeii. Ausrage in der Buchhaudluug vou Kleiumayr & Bamberg. (150-3) Witterung. Laibach, 18. Juui. Nack'ts empfinblich fait, grotze Reisgesahr. Morgens triibc, tagiiber auhalteud bewolkt, die Sllipeit ties herab in Wolkeu gehiilll. Rubige Lust. War me: Morgens 6 Uhr + 7.5", Nachm 2 Uhr + 10.6" (1868 + 23.0", 1867 + 15.3"). Barometer: 326.94"', im fallen. Das ge« strige Tagesmittel dcr Warme + 9.6", tint 5.1" uliter bent Normale. Angekommcnc Fremde. Am 17. Juui. Slmit Wien. Gustl, HaubelSmanu, Krapina. — Kohn, Kaufinannu, Szegebiu. — Tauszik, Haubelsmauu, Mvhacs. — Preuer, Kaufmanu, Wien. -- ElSuer, k. t. Beamier, Stmt. — Reichle Jofef uttb Theodor, Private, Wien. — v. Smtati, Wien. - Turuouzkh, Kaufmanu, Wien. — Koiiov, Konful, Triest. — Glo-bocuig, Gewerksbesitzer, Eisueru. Elel’ant. Biermauu, Wien. — Grabeuz, Kaufmanu, Ranit. — Laera», Gutsbesitzer, Pest. — Laraiit, Leber-fabrikant, Trier. — Kauitz, Wien. — Kaiser, 9iattonal= Baitfbeamte, Wien. — u. Edeskuetz, k. k. Lieutenant, Leutschau. — v. Rofchiitz, Pfarrer, Breslau. — Derlauer, Privat, Sissek. — Derbitsch, k. k. Bezirkshauptntanu, Krainbnrg. — v. Fichtenau, Private, Triest. Gedenktasel iiber die am 21. Juni 1809 ftattfinbenben Azitationen. 1. Feilb., Soltrin’fdie Real./ Lack, 491 fl. 50 kr., BG. Lack. — 1. Feilb., Dachs'sche Real., Krakauvorstabt Nr. 66 Laibach, 8600 fl., LG. Laibach. — 1. Feilb., Sustersic'sche Verlastreal., 460 fl., BG. Seifenberg. — 1. Feilb., Reh-berger'sche Real., Klattc, BG. Kraindurg. — Bercius;erung bes Joses Czcriuak'scheu Konkursinafscveriuogens.BG. Feistriz. — 2. Feilb. ber Agnes Blatnik'schcn Heiratsauspriiche, 661 fl. 50 kr., BG. Seifenberg. — 2. Feilb., Paul Selker'sche Aus-gleichsutassc-Real. in Hiihnerborf, Haus 15275 fl., Wiese in Jlovca, 2295 fl. 50 kr., LG. Laibach. — 1. Feilb., Kova-iii'sche Real., Zagrab, 871 fl. 40 kr., BG. Nasseiifutz. — 2. Feilb., Parte'sche Real., Maseru, BG. Reifmz. Erledigiingen: An bern itcucu Staats-Real Uuter-gimuasiunt im III. Bezirke in Wien voin Schuljahre 1869/70; eine Lehrer- zugleich Direktorsstelle 1260 fl. fammt Zulage 315 fl.; zwei Lehrerstelleu a 1260 fl. mit 126 fl. Quartier-gelb; 3 Lebrerstellen a 1050 fl. uub 126 fl. Ouarticrgelb; eine Zeicheulehrerstelle mit 1050 fl. unb 126 fl. Quartier-gelb; eine Lehrerstelle siir Franzbsisch uiib Euglisch 600 fl.; tint siir Gesaug unb eiue fUt Turnen i 300 fl. Bis 1. Juli Staunend billig! 30 °0 unter dem Einkanssprels verkaufc ich baS Lager an Tapete« ber allernenesten Muster zirka fur 150j$tmmcr und Plafonds. E. Doberlet, Laibach. Wiener BSrse bom 17. Juui. Btaatsfonds. Sperc. osterr. Wiibr. . btc. Rente, oft. Pap. bto. dto. ost.inSilb. Cofe von 1854 . . . Sole von 1860, ganze l!o|c von i860, giinft. Priimienfch. v. 1864 . Grundentl.-Obt. Steicrmarl )uSpEt. Karnten, Kram u. Kiiflcntand 5 „ Ungatii . . ju5 „ Stoat, u. Slav. S „ Siebenbiirg. „ 5 „ Action. NationaldanI . . . Creditanstalt . . . N. o. E«coi»ptc-Gef. Anglo-oflerr. Bank . Oest. Bodencred.-A. . Deft Hvvoth.-Bank. Steier. Escomvt.-Bk. Saif. Ferd.-Nordb. . Slidbahn-Gefellfch. . «aif. Elifabeth-Bahn. Lart-LndwiA-Bahn Siebenb. Elfenbahn . Kaif. Franz-Josefsb.. Fitnfk.-Barcfer E.-B. AlsSld-Finm. Bahn . Pfandbrlefe. Nation. ti.ZB. verloSb. Ung. Bod.-Ereditanst. Allg.Sft.Bod.-Credit. bto. m 333.rildj. . Geld Ware 62.60 62^70 70.65 70.70 66.— 96.50 1U4.40 104.60 106.— 106.50 126.50 126.70 92.75 93.50 86.— 94.— 81.50 81.75 83.50 83.75 77.— 77.50 749.— 750.— 311.30 311.50 828.— 832.— 345.50 346.— 278.— 283.- 108.— 110.— 235.— 240.— 2285 2290 252.60 252.80 194.50 195.— *33.— 233.50 174.— 175.— 190.75 191.— 188.— 188.50 172.- 172.50 95.- 95.25 92.— 92.50 108.25 108.75 91.40 91.50 Gelb | Ware Oest. Hypoth.-Banl . 98.50 99.— Prioritetts-Obtlg. i Siibb.-Gef. ju 500 Fr. Ill6.76 1l6.i5 bto. Soiie 61)St.i242.— 'Jiotbb. (100 fl. CM.) U2.50, 93.-Sieb.-B.lLovst.o.W.) 88.60 89,— iHubolfOb.tSOOfl.o.STO.) 91.50 91.76 gran,-Jos.