gUK, it^F« Pvänumcralionspl'ci«: Im komptt'ir ganzl. ^»z«^^ D ^>H fi.il, halbj. st. 5>.5>0. stiir die Husiclwua inl> H.nis ^»^5 ^. ^V^ halbj.öulr. MitbciPostganzj.fi. 15, halbj.st.?.5<». Donnerstag, l6. Augnst InsertlonVgebühl bis 10 Zeilen: imaleolr., 1^^3^» 2m.80lr., 2m. i fl.;s°!isl Pr.Zcilc lm. ll lr.,2m.8lr., I_(^" V^ 8m. lo lr. u. s. w. Inscrtio!!«stc,»pel jebesm. 3l) li. Richlmnllicher Theis. Herr I. P. Schwarz, Besitzer des Gutes Groi> senegg bei Laibach, hat mir dm Vctrag von 150 fl. ö. W. zur Verfügung gestellt, welcher für verwundete Krieger nach Ermessen dcs Gcmcindcrathcö verwendet werden soll. Diese patriotische Handlung wird mit dem Ausdrucke gebührenden Dankes zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Laibach, 14. August 1866. Dr. E. H. (5 0 st a, Bürgermeister. Vcitrage für den Frauenverein: Von dm Herren Beamten und den Arbeitern deS Franz Ritter v. Fridan'fchen Werkes in Gradntz durch dai> l. l. Vezirkö-amt in Möttliiici der Betrag von ltt fl. 10 lr., und zwar: Anton Homatsch 5> fl.; Josef pamntl) nnd Johann Valtmitz je 1 fl.; Anton Pregcl 20 kr.; <5arl Kaftaii, Franz Heiß nnd Stefan Entic je 10 kr.; Ni(,olanö Kraiher ^0 kr,; Andreas Pnrebcr 30 lr.; Jacob Szajnrr 5> kr.; Josef Äiitlchner nnd August Kanzian je 10 kr.; Iacol' Schemron ^0 kr.; Carl Noilh nnd Iaeub Nowak ze 10 lr,; Josef iDiodil^ '20 kr.; Siefan Svanina,er, Alois Rußet und Franz Hnnbner je 10 kr.; Johann Bieck xiO kr.; Johann Tancher 10 lr.; Willibald Hoffmann nnd Valentin Stelzer je 50 kr.; Franz Koren 20 kr.; Johann Kovacic 15» lr.; Johann Lamnth 20 kr.; Franz Knschla 10 lr.; Mathias Mlirn ^<» lr,; Mathias Jaklitsch nnd Joses Iatsche je 10 lr.; Anton Stnpar ^0 lr.; Josef Pifä»eni und Iguaz Troh je üO lr.; Johann Erjaich ^!,,i«!' 20 lr.; Johann Strumrl nnd Johann Crjantz ^»im' je 10 lr.; Fran,; ?ca,an, Johann Viäem nnd Mathias Vntnla je, 20 kr.; Johann Mnrn 70 lr.; Josef Schnsterschitz, Johann Pecjat und Wenzel Kuschln je 30 tr,; Wenzel Kral nnd Johann HuniaMiann je 20 tr.; Anton Nowal 10 lr.; Iguaz Potocnit 20 lr.; Johann Schello 10 lr.>; Friedrich Ianischel 50 lr.; Anton Hruby 1 fl.; Jacob Putzet 50 lr. Durch da« f. k. Bezirksamt i» «andstraß der von den nachbenanntcn Herren Vramtm erlebte monatliche freiwillige Aeitrass von 12 st,, nnd zwar von den Herren.- Josef Pichlcr und Franz Belle je Z fl,, Johann Salzer nnd Ludwig Scmm je 2 fi., Adalbert Candolini 1 si, Josef Gcrdcöic nnd Iohanu Majnlinger je 50 lr,, alle von Landstras;; ferner der dnrch eine veranstaltete Sammlung erzielte Beitrag von Hfl. und einigen SpitalSgessen-Mnde nebst Wäsche, nnd zwar von den Frauen: Aloisia Velle 'nnd Maria Zngel von ^'andstrasz je 1 st.; uon den Herren: Pfarrer ^usrf Grablovic, !ioopcrator Johann Dolinar nnd Anton Zinc, ^^'f Zagorc, Anton Vicic, Johann Hrovat, Thomas Taniav A'd Anton Maizel je 1 fl., alle von St. Varlhelnm; Herrschaft Mrrjach 1 st.; einige Damen in Landstraß A'/. Pfd. Charpie, ^ Fatschr, 7 Handtücher, 5 Leintücher, 11 nnd 2 Pfd. i'einen-'"PPcu; von der Schuljugend in St, Barthelmä 1? Pfd. Charpic und Binden nnd 2 Pfd. Compresseu; vom l l. Gendarineric-poswi in Landstraß 3 alte Hemden, 2 Gallien nnd einige, Leineu-lulcle. i^nn den Oril?insassm in Aßling 1 Hemd, 8 Leintücher, ^ Pfnnd Charpic nnd ^'/, Pfund Vcrbaudstückc, — Vom Herrn Grafen v. Margheri-Corrclh, Hcrrschaftöbesitzcr zn Wördl, Ellen Leinwand, Agnes Lenstcl 2 Hemden und 2 Gatticn, Elisabeth Fmdiga 4 <, Ellen Leinwand nnd Maria Pogorelz 1 Leintuch, alle in Sodcrschltz; Gertraud Vessel in Schigmcuiz 1 Lein. tnch nnd 1 Hemd; Herr Lehrer itratochwill l Hemd. Das Sllmmlungi!crgebuiß des Herrn Pfarrdcchantcn Iguaz Holzapfel und deß Herrn Pfarrcoopcratorö 3tichard Frank in Rcismz, bestehend ln 4 Stück Hemden, 1 Paar Gatticn, 4 Stück Leintüchern, 2',. Ellen j? Ellen Leinwand, 4? Stück Leintüchern, « Stück Hemden, 5 Paar Gatticn, 10 Slücl Polsterüberzügen, 4 «trohsäcken, 3 Pfund Charpie nnd 3 Pfnnd Brrbandstücken. - Bon den Insassen der Pfarre Langenfeld « Stück Hemden, .l^ Paar Gallien, 23 zSlück Leintücher, 60 Ellen Leinwand, 4 ^tnck Polsternlicrzüge, 1 Pnnd Eharpie und 2i» Pfund Bcrbandmateriale. — ^»li dem Gemeindevurstandc in Karnervellach U Pfnnd Eharpie nnd 2 Pjuud Berbandstücte. — Daö nachträgliche Cammlnngi,ergcbnifj der Fran Maria Freiin von Lang, gcbornc Grastn Barbo, Fcldmarschalllientenants-Gattin in Frcndenberg, bestehend in 4>/, Pfund Eompressen, 3'/, Pfund Falschen, 3'/^ Pfund geordnete und 1'^ Pfund ungeordnete Ehar-ftir, wnrdc erzielt bcc dem Hnm Nalmnild Waschitsch, Gntöbe-sitzer in Grailach, der Familie Anbcl in Nendegg, der Fran Lucia Odlaset in Frendcnbcrg nud bei der Fran Maria Kastellch in St. Ruprecht. — Von der Hran Zheschlo 2 Riß Vriefpaplcr in Qnart- nud 2 Niß Briefpapier in Octavsormat, uud zwar feine Gattung.—Dnrch daö t. t Bezirksamt in Egg wnrdc eingesendet nnd zwar: Vom l. l. Gendarmerie-Posten in Egg 4 HeM' den, vom Herrn Johann Lavrac in Kraschze 1"/. Pfmio Vcrband-materiale, vom Herrn Johann Lcvec in Lnstthal 0 Paar Gattien, von einem Ungenannten 2 Pfund Verbandmatcriale, vom Herrn Pfarrer iu Nau 1 Lciutlich, 2 Ellen wnwand, 6'/, Psnnd Vcr-bandmatcriale, von einem Ungenannten 4 Elücl Hemden, 4 Paar Gallien, ? Handtücher, 1 Elle Leinwand und 5 Pfnnd Verbaud-lnatmalc, , ,,, Laibach, 16. August. Nach den aus Innsbruck eingelangten Telegrammen hat sich der Feind verpflichtet, Tirol gänzlich zu räumen, und sollte diese Räumung am 11. d. schou vollzogen sein. Die cimückcndcn ostcncichlschcn Truppen wurden von dcr Acvüllcrling SiiotirolS in rnhrcnd herz« lichcr Weise empfangen. In letzter Zeit haden sich die Stimmen aus Sndlirol gegen die Abtretung anch unr des kleinsten GcbictölhcilcS an Italien so gemehrt, daß sie als unzweideutiger AnSdruck dcr Äcvöllclnng anzu« scheu sind. Es mögen in den größeren Ortcn und Städten manche Italianissimi sich finden, im großen Ganzen steht das Bolt zu seinem Kaiser, und insbesondere das Landvolk hat dicö jüngst beim Eiurückcn dcr regulären italienischen Trnvpcn in der Valsngcma praktisch bewiesen, indem cS unaufgefordert einen Landsturm bildete. Die Integrität Tirols wird erhalten bleiben, und dies wird nicht znm Schaden Wälschtirols gereichen, welches erhöhte Steuern, Nekrulcnstcllnng nnd Abschnci- wng feiner Communication von Siiddeutschland bei dcm Anschlüsse an Vcnczicu befürchten müßte. Eine Corrc-spondcnz auS Trient in der „Wiener Abendpost" vom 13. d. M. hebt auch die strategische Bedeutung SüdtirolS hervor: „Falls Sildtirol — der ehemalige Tricuter Kreis — an Italien abgetreten würde, welche strategische Greuz« linic wäre für uuS in der weiten Strecke zwischen Saturn und dcm Brenner denkbar? In wessen Händen bliebe die wichtige Eisenbahnlinie, welche uns mit Deutsch« land verbinden soll? Wer würde die Bahn beherrschen, welche dicsc Provinz durch Kärntcu in dirccte Verbiu» dung mit Wien bringen wird? Wer haftet uns dafür, daß nicht in kürzester Zcit des Feindes Gelüste sich uord» wärts iibcr Salurn ausdchuen dürften, und welchen Damm könnten wir derlei habgierigen Projectcn wirksam entgegenstellen? Gibt cS wohl eine natürliche oder strategische Greuzc, um die Erobcrungögclüste eines Staates zu fesseln, bei welchem mau sagen muß: „1' uWutito visno nmn-Fiuuäo?" Wenn die Grenze Tirols den feindlichen Truppen offeu bliebe, wie wäre dauu zu bestimmen, wo einer feindlichen Invasion Halt geboten werden könnte? Derlei Fragen könnten noch viele aufgeworfen werden, wenn es sich uicht um einen Gegenstand von zu hoher Bedeutung und Wichtigkeit handeln würde, worüber alle gründlichen Denker bereits einig sind >.md ihr Urlheil abgegeben haben." Dic Enthüllungen dcr miuistcricllcu „Opinione" über die Bestimmungen dcS prcuß ifch-ita-licnischcu sllli auzvcrt rag es verschaffen uns übrigens auch von dieser Seite einige Vcrnhiguug. Dieselbe sagt: Wir köuncu versichern, daß die Eiubcziehung einer das Tricutcr Gebiet betreffenden Elauscl in den Tractat den Gegenstand dringender Schritte von Seite des Generals Lamarmora bildete, und daß der vom lOten April l. I. datirende Trattat erst dann unterzeichnet wurde, als man die Unmöglichkeit erkannt hatte, Preußen zur Uebernahme einer Verpflichtung wcgcu Annexirung des Trientcr Gebietes zu bewegen, weil die Stellung dieser Macht gegenüber dcm deutschen Bunde, zu dem daS Gebiet gehört, cS damals noch uicht gestattete. Wir können endlich versichern, daß Preußen dessenungeachtet zn ciucr specielle« Erklärung iu Bctrcsf des Tricutcr Gebietes am 30. März bcwogcu wurde uud daß dicsc Erklärung bei den Frie-dcnsuuttrhandlungcn gcwiß nicht ohne Nutzen bleiben wird. Dcr italicuisch''"^'^ bie beiden Führer, Herr Franz ssa-SignnlschiM. !/. "°hlgcmnth nach Mscndung zweier ^lllv loö n,^ ^"^lu Himmel gerade anf den Tri-Bedingung dcm I!'"/'^ ^' s'lncu Schwur, unter keiner U"d bis nl uns,.,^^ ""^l- auf dcu Leib zu rnckcu sig"clti°li n e!wa t .' "'"'^ '" ^''" ''"'^' ""^ "" ^ "rdlich n, durä.^7^^" blatte. Nun ging cö immer ^ i' omcl) Schluchten uud Schult, ciner dem an- deren nach bis zur Pfcrdc/, Schuh, meist verwitterter grauer Kalkstein mit tief hinabgehenden Sprüngen, meist locker uud leiuen festen Halt bietend. Wenige Touristen haben von da abwärts nach rechts nud links den Abgrund bewundert, weil ein jeder so schnell als möglich weiter strebte von dcr grausigen Stelle und gerne die Neugicrdc bezähmte, die er im Nn mit den Leben bezahlen könnte. Fünfzehn Klafter ist diese gefahrvolle Stelle lang, dann ist man meist geborgen, doch nicht langc, plötzlich steht man vor der langen senkrechten Wand, die fast mchr die Neigung nach vorwärts als uach rückwärts hat; da« Herz schlägt gewaltig, riugS dcr cudlofe Abgrund, in dcr Tiefe ewiger, grun-grancr Schnee. Auch diese gefährlichste Stelle, die größtcnlhcils kaum 1 Zoll breit ist, um die Finger spitzcu fest anzuklammern, wird mit Ruhe und Entschlossenheit schwindelfrei iibcrwuudcn. Lautlose Stille, kein Athcm wird gehört, langsam tappen wir Zoll für Zoll fnchcnd, oft auf dcr flachen Steinplatte, die größte Borsicht beobachtend wegen dcs Gerolles, welches durch cinc leichte Berührung wie eine Lawine in Bewegung gesetzt wird nnd den Nächstnachfolgendcn, der am Rande des Abgrundes steht, mit in die Tiefe hinabzichcn kann, wo ihn dcr ewige Schnee begräbt, wenn er nicht während des Falles in tauscnd Stücke zerschellt. Noch einige Schritte - und die höchste Spitze dcS großen Triglav ist erreicht! » 1248 beiden Theile wünschen konnte, sondern setzte ein Mi« u im Uni fest, über welches hinanö das Waffcnglück einem jeden contrahircndcn Theile ein Mehr verschaffen konnte, ohne daß der andere dafür eine Verpflichtung einging. Das Land mnß sich notwendigerweise einen klaren Begriff von den Schwierigkeiten machen, gcgcn welche die Regierung nun tümpfcn muß. Dic Lösung der Tiroler Frage, welcher sich die Aufmerksamkeit dcS jetzigen EabimtS im hohen Grade zuwendet, ist nicht leicht mid unterblieb bisher nicht dnrch cin Ueber-sehen des vorigen Eabinctö; allein selbs: vor dem Kriege vermochten die andauerndsten Bemühungen nicht, sie mit der venezianischen Frage zu idcnti fi ciren." Diese geschraubte Erklärung fchcint den Zweck zu haben, daö italienische Poll auf ein Scheitern seiner Hoffnungen hinsichtlich SüdtirolS vorznbercitcn. Oesterreich. ff Wien, 13. August. Dic in meinem gestrigen Schreiben bereits als so räthsclhaft bezeichnete telegraphische Mittheilung ans Florenz, nach welcher ein officicllcö Telegramm ans Berlin besage, Preußen habe Oesterreich wissen lassen, daß es dasselbe im Besitze von Vcuczien erhalten wcrdc, bildete scit ihrem Bekanntwerden fast ausschließend den Gegenstand der politischen Discussion. Im Großen und Ganzen stellten sich bezüglich derselben drei ver« schicdcuc ylnschannnacn hcranS. Dic Einen meinen, daS Telegramm sei volllommcn correct und involvirc von prcnhischcr Seite die Anbahnung cincö besseren Einverständnisses mit Oesterreich. Diejenigen, welche diese Anschannng theilen, scheinen ein wenig unter dcm Ein- j flussc der alle Nclt berauschenden Eompcnsalionsfragc zu combiniren, indem sie offenbar Preußen zumulhcn, jetzt in derselben Weise dnrch Oesterreich eine Prcjsion anf Frankreich zn üben, wie es früher nur zu lange dnrch Frankreich eine Pression anf Oesterreich geübt hatte. Wenn aber die Anhänger dieser Anschanuug durchblicken lassen, daß dieselbe anch in maßgebenden Kreisen getheilt werden dürfte, so widerspricht dieser Vermuthung wohl einigermaßen der Umstand, daß die offizielle „Wiener Abcndposl" das Florentiner Telegramm einfach ignorirt. Die beiden anderen Gruppen von Auslegern dieser räthsclhaflcn Mittheilung stimmen darin übcrcin, daß sie beide eine Eorrnption der ursprünglichen Depesche annehmen, nur gehen sie in Bezug auf die cor« rumftirte Stelle auseinander. So ergaben sich zwei Lcfearten. Dic Einen lcscn, tin officicllcö Telegramm auS Berlin besage: Prcnßcn habe Oesterreich wissen lassen, daß cS dasselbe im Besitze von Südlirol crhal» ten wcrdc. Diese Substitnirung von Sndtirol an die Stelle von Vcnezien erscheint aber dadurch gewagt, weil uns eine Depesche dieses Inhaltes wohl lanm znerst über Florenz, sondern einfach anS Berlin über Paris zugegangen sein würde. Die Anderen lesen dagegen: Ein officiellcs Telegramm anS Berlin besage: Preußen habe Italien wisscn lassen, daß es dasselbe im Besitze von Vcnczicn erhalten wcrdc. Dicsc Substituirung von Italien für Oesterreich entspricht einerseits dcr Provenienz der Nachricht volllommcn, während ihr andererseits die momentane Situation viel weniger widerspricht, als jcde andere AnSlcgnng. Allerdings verliert die Nachricht dadurch ihren Eharalter alö Scnsationsnach« richt, doch hat sie diesen wohl nie verdient, was, wie gesagt, ans dcr Ignorirung durch die „Abcndpost" sattsam erhellt. Dcr heute endlich bekannt gewordene Abschluß des Waffenstillstandes mit Italien erschien als von dcr Börse bereits eScomptirt, oder er wurde zum wenigsten dnrch die sonstige politische Lage wieder paralisirt. Die Börse zeigte viel eher eine Tendenz zur Baisse. Tag für Tag kommen jetzt mit den Dampfschiffen ans Pest nnd Komorn Cffcllcn, welche an dcm Lan> dungsplatzc von Hoflastmägen in Empfang genommen und in die Bnrg oder nach den taiscrl. Aemtern ge» bracht werden. Einige Beamte der Nationalbank gingen speciell mit dcm Auftrage nach Komorn, von dem Barschatzc derselben so viel auf der Nordbahn zu spc-dircn, als zur Deckung dcr an Preußen zu zahlenden Kriegsentschädigung nothwendig ist. Morgen werden auf dcr Südbahn Passagiere, Posten, Eilgut und Fracht in dcr gewöhnlichen Fahr-ordnnng verkehren. In den letzten Tagen wurden gegen besondere Bewilligung des Militärcommando'S Eivil-persoucn auf wcitcrc Strecken mit den Militärzügen befördert. Ein Bekannter machte in diefer Weise die Fahrt von Trieft nach Wien in achtunduierzig Siunden. >Wie», 13. August. Einer telegraphischen Mcl> dnnd zufolge ist gestern, den 12. d., cin Waffenstillstand auf die Dauer von vier Wochen, mit zehutägigcr Kündigung oder stillschweigender Fortdauer zwischcu den l. k. Trnppeu nnd jenen des König Victor Ema» nncl abgeschlossen worden. Die Demarcations» linic folgt der palitischcn Grenze vom Meere bis Palmauuova, läuft dann über Tone bis Tarcoute, von da längs des Tagliamento über Tolmczzo nud weiter auf dcm Gebirgökammc bis Monte Eagliano. Für Palmaunova nnd die Außenwcrkc von Venedig bildet cin Umkreis von einer Meile die Dcmarcationölinic. Trieft, 13. Angust. Hcnte Morgens sind Ihre k. Hoheiten die Hciren Erzherzoge Albrcch t, 3t ainer nnd Heinrich mit zahlreichem Gefolge zu einer Flöt-tcnrevnc anS Görz hier eingetroffen. Es wurden Orden nnd Medaillen vertheilt. Mittags wnrdcu die Behörden empfangen. Ihre t. Hoheiten die Herren Erzherzoge sind um 4 Uhr abgereist. — Dcr Was' fcnstillstand wnrdc zwischen den Generalen Möring nnd Pctitti gestern um 0 Uhr Abends im Hanse des Podcsta Eontc Thurn zu Eormons abgeschlossen. Udine, 5. Angnst. Die „Nioista friulana" vcr« öffeutlicht die Adresse, welche dcm König Victor Emanncl in Rovigo von Abgeordneten dcr Provinz und dcr Stadt Udinc überreicht wurdc. In seiner Erwicderuug saglc dcr König u.A.: Ich habe bereits 250.000 Mann in Venezien, größteulhcils in Frinul, zn dcucn binnen kurzem noch 100.000 stoßen werden. Jetzt, da wir endlich vereinigt sind, wollen wir es, wcnn cs Gott gefällt, auch für immer bleiben." Den k. Eommissär Sella (dcr inzwischen wieder abgezogen ist) nannte er seinen Jugendfreund. Ausland. Verlin. Die Zeit, die wir jetzt durchleben, ist reich an den manuigfaltigstcn Ucbcrraschuugcu, nnd was niemand erwartete, geschieht. So hat anch, allen uu-erwartet, bei dcr im preußische» Abgcordliclcuhausc statt» gehabten Präsidentenwahl die entschieden liberale Partei eiucn glä'uzcndcu Sieg davongetragen. Nach dcn lctztcn Berichten mnßte mau glauben, daß Grabow kaum, Schwerin nur mit gcnancr Noth dnrchznbriugen sein wcrdc. Grabow ist nnn znrückgelrelcn, Schwerin wurde nicht gewählt und Forckenbeck, cin entschieden Liberaler, ! ist berufen, die Verhandlungen des Abgeordnetenhauses ' als Präsident zu leiten. Zu Vicc-Präsidcutcn wurden ! General Slavcuhagcu vom linken Eentrum und Bonin, ^ Altlibcralcr, gewählt. Wenn die Präsidentenwahl als ! cin bezeichnendes Symptom betrachtet werden darf, so ! steht unn in Berlin nicht mehr zn befürchten, daß die ! constitulioncllcn Rechtsfragen, bei allem Respect vor den Erfolgen dcr Rcgicrnng, in cincr Weise znr Lösung gelangen werden, die wcdcr dcn Interessen des preußischen l Volles noch dcr Entwicklung der Verfassung entspricht. ^ — 12. August. Die „Spcncr'schc Ztg." schreibt: ! Die Abendblätter rcproducircn anSwärtigc Telegramme, ^ welche melden, daß Frankreich von Preußen eine Ge< ! bietsabtretung verlangt habe. Wir sind in der Lage, diese Nachricht für crfnndcn zn erklären und zn ocr-sichern, daß die frcuudschastlichcu und vertraulichen Ve-zichungcn dcr bcidcn Regierungen durch Frage» dieser ! Art nicht getrübt worden sind. ! Mittheilungen anS Augsburg bestätigen, daß daS ! Ende der Berathungen dcr dort versammelten Bundes- ! tagsgesandtcn nun in nächster Zeit bevorsteht. Die ^ Schließung dürste nunmehr wahrscheinlich dnrch dcn dermalen für die Fübrnng dcr Stimme Oesterreichs snbsti- ^ tuirtcn Buudestagsgesalldtcn Baicrus, Herrn o. Schrenk, ^ vollzogcu werden. z Paris, 12. Angnst. Der „Eonstitntionncl" schreibt: Dic Kaiserin Eharlottc von Mexico hat sich hcnlc nach St. Eloud begeben, woselbst sic mit dcm Kaiser cinc längere Unterredung hatte. Die öffentliche Mci» nung hat sich bei diesen, Anlasse nicht geirrt nnd dcr ! Reise der mnthigcn Fürstin einen hohen Zweck zuge« ! schricbcu, welcher würdig ihres Eharaktcrs ist. ^ — 13. August. Dcr „Eonstitutionnel" sagt bc- ^ züsslich dcs Gerüchtes über Vorschläge, welche von z Frantrcich an Preußen gemacht wurden: Einige Iour- ! ualc wollen gcuan die Mittheilungen kennen, welche ! zwischen dcn Eabinctten uon Paris uud Berlin ausgc« > tauscht wcrdcu. Andere behaupten, Preußen habe dic ! französischen Vorschläge zurückgewiesen. Dies alles sind ! wohlfeile Vcrmuthnngcn. ES liegt daran, die öffcnt- ! liche Mcinnng über einen so wichtigen Gegenstand nicht ^ bcirrcn zn lassen. Ohne Zweifel kann cS geschehen, daß ! Frankreich cin Recht auf Eomucusation erlange; an cin ! bereits formnlirtcS Programm jedoch und an dic Vcr-wcrfnng ricscs Programmes zu glanben heißt dcn gc- ! wohnlichen Eharaltcr diplomatischer Schritte verkennen ^ nnd dcn zwischen dcn bcidcn Mächtm bestehenden schc ^ freundschaftlichen Beziehungen nicht Rcchuuug tragen. ! Es heißt dies anßerdcm vergessen, daß das wahrhafte ! Interesse Frankreichs cs nicht sei, irgend eine uubcdtu- ! tcudc Tcrlitorial'Vergrößcrung zu ei laugen, wohl aber, ! Deutschla»d behilflich zu sein, sich in der für sciuc eigenen Interessen nnd jene Enrova's günstigsten Weise zu constituiren. 2t. Petersburg, 12. Augnst. Die St. Pe« ! tcrsburger „Börsenzcitnng" schreibt: Das rnssische Volk will, daß die Verträge treu gehalten werden, nnd wird dcr Regierung hinreichende Mittel, selbst zn langwierigen Kriegen znr Verfügung stellen. ! Gonstantinopel, 9. Angnst (Ueber Paris.) Ein ! großhcrrlichcs Dccrct befiehlt die fofortigc Emission ! von 3 Millionen Liures, welche dcn zweiten Theil dcr ! Rcservcobligationcn der allgemeinen Schnlo bildet, um dcn Vclpflichtnngcn bezüglich dcr ausläudischcu Auleihe nachznkonuncu nnd cin nnlcr dcn obwaltenden Umslün- ^ dcn beschwerliches Anlehcn zu vermeiden. Dcr ans ! dieser Emission hervorgehende überschüssige Fonds wird ! ES war am 4. August kurz nach 10 Uhr Vormittags, als dic lang ersehnte Spitze des Kolosses nntcr unseren Füßen war. Kniend ans dcm Schnlt brachlcn wir cin Danlgebct dar und cinc Fürbitte für die uns bevorstehende Rückkehr. Unsere Freude war maßlos. Doch hätte man in unsern Augen eine gewisse Unruhe bcmcr. kcn tonnen, welche der Gedanke an die Rückkehr her-vorrief. Das Herz wallte anf vor Entzücken über daS gewonnene Ziel und bebte doch bei dcm Gedanken, waS wir bei dcm Emporklimmen gewagt. . . . Um miS schnell diesen Gedanken zu entziehen, war unser ElsteS cin Toast mit gefülltem Pocal auf Se. Majestät den Kaiser Franz Joseph, seine tapfere Armee lief zu unsern Füßen, auf das Vaterland Krain, auf alle Freuudc, dann folgte Promenade auf der höchsten Spitze, wclchc von Nordost gegen West einc Länge bci 16 Klafter hat nnd gegen 2 Klafter in convener Form in dcr Breite, meist von blangrancm Kalkstein. Die ganze Spitze ist wie cin Hansen Gerolle, dic Mehrzahl der Stcinc von 10, 20 und 30 Pfd. An der äußersten Spitze auf dcr Nordscitc ist eine kleine Fläche mit Schnee bedeckt. Doch dic größte. Ueber-raschurig wartete nnscr erst; kaum hatten wir die Spitze betreten, klärte sich dcr Himmel plötzlich anf, da doch noch vor 5 Minuten die gauze Spitze verhüllt war. Immcr lilaucr wurdc cs über uus. Die Ncbcl vcrtrci< bend beleuchteten dic Sonnenstrahlen nnscrc kleine Gruppe so prächtig und nach dcr empfindlichen Kälte fo wohl-thuend als sonnten wir uns am Laibacher Schlohbcrgc. Wir zogen dic Nöckc auS uud lagerten uns. Daraus verzehrten wir cincn klcincn Imbiß und leerten dic Fla-schen vollends. Wohlschmeckende ßcwamia-Cigarren machten die Runde und vermehrten dcn Genuß. Ein besonders reizendes Vild gewährten die wandernden Nebel, hier hatten wir in buchstäblichem Siuue Nebel-bildcr, hier war dcr Horizont im Angcnblickc noch von Nebel und Wolken bedeckt, auf einmal erhellte er sich und die Ncbcl verdeckten eine andere Stelle, Bild aus Vild, ohne langen Zwischenpausen rollte sich vor unsern Augcn auf. Bloö "gcgcn Südwcst stand cin starlcs Gewitter und wir gaben die Hoffnung anf, daß dieser dunkle Vorhang sich lüftcn wcrdc, dcr nördliche Theil war ziemlich klar, von nuliberschbarcr Gebirgskette übersäet, mit Spitzen und Gletschern. Von Nordost sah man dcn Antogcl, Framcrlogcl, Grauenkogel, Glockner, Vrcnnlogcl, dic OrtclSspitzc u. s- w. Keine Feder, lein Pinsel vermag daS wiederzugeben, was das Angc in cincm Momente erblickt. Welch cinc Wclt dcS Zaubers auf diesem Triglau, dcn einzigen Gletscher KrainS, dem Schcidcpunktc dcr carnischcn und julischcu Alpen, welcher noch SorriolS GcdirgStarlc 10.194 Fuß, nach DcSjardins 10.094 Fuß (in Dcsch-mannS „Höhemncssungen" von 900ll bis 9575 W. F. dcr mittlere Kopf 8505) hoch ist. An dcr Spitze finden sich nur noch einige Rcstc von dcr hölzernen Pyramide Vosio's, dcr am 4. Inli 1822 verunglückte, dessen Diener Kuraschitz aber vom Blitze crschl.-.gcn wurde. Dicsc hölzernen Rcstc sind voll ausgeschnitzter Merkzeichen dcr Vcstcigcr. Hicr ist lein animalisches Leben; nnr einige Schritte nördlich beim Abhänge hinter einem Felsen fanden wir einige dürftige Blümchen, die Herr Kadivnik und ich brüderlich theilten. Die malerische Aussicht vermag lcinc Fedcr zu schildern. Dcr ewige Wechsel von Schatten uud Lichtern, Formen und Rc-fici.cn, Abstufuugcn iu allen Farben, hier daS vcr^ witterte Geröll, dort fern im Horizont die südlichen grünen Fluren, das Meer, theils glänzend, theils in schwarzer Fläche sich ausdehnend, der kolossale Vordergrund nach allen Richtungen sich.anSmündcnd. BloS unser eigener Standpunkt scheint uns auf ciner Wolle zu ruhen, von welcher wir jeden Augenblick fortbewegt werden, alles will das Auge verschlingen und alleS zusammenfassen.,, Kühne Seglcrin Phantasie, wirf. cin mulhloS Anker hie!^ Gegen Sübwest unterscheiden wir den Isonzo, daS Etschlhal, Verona, gegen Suden daS Venezianische, ferner Udine, daS Meer, nördlich die prächtige Forlsetzung dcr Kaltalpen, immcr Bild aüf Vild; anSnehmeud rcin nnd mit freiem Angc sichtbar die Gegend nördlich von Laibach mit dcn Steiner Alpe»'' Dcr Kahlcnbcrg schien wie ein Heuschober zusammen geschmolzen, doch die westliche Seite von Laidach lag '.'" Ncbcl. Gegen Italien hin war cs frci und durchsichl^ wie ein Schleier. Prächtig wand sich in vielfache" Krümmungen unsere Savc wie cin Silbcrfadcn, gc^" Osten sich ausbreitend. Klagcnfurt und viele Oltschastc" lagc» zerstreut zu nnscrcn Füßcu. Nachdem wir n»!^' Augcn sattsam gcwcidct, gingen wir daran, unsere NaM^ auf dcn Felsen zu verewigen. ^ Dcr Führer brachte nns in einem gläsernen 2^ hältcr die meist mit Blci auf einige kleine Rollen P"p'" geschriebenen Namen der früheren Bcsleiger, cincr oarn»'^ mit Blut geschrieben; dcr lctzlc vom vorigen 3"!) (1865) Obcrlicutcuaul Kutschern, Brigade'?lt>^ taut; ferncr Oscar G ötsch cn, c^iiilun^ cliin.^ l'"'" clo «. 1,. l. 1l. .!0. .lc., dann k. l. Hauptlnaw 1249 zu der Vollendung der Straße von Trapczunt nach Erzcrum und zum Hafenbau in Trapezunt gcwidmcnt werden. AuS Antivari wird vom ündc des verflossenen Monals die daselbst erfolgte Ankunft des türkischen Kricgödampfcrs „Scchi-Saffcr" gemeldet, welcher mit Ki00 Muuu türkischer Trnppcn Anker werfend, dort Kohlen einnahm und dann nach Klek fnhr, um die für die Herzegowina bestimmten Truppeu auszuschiffen. Die lürkifthc Fregatte „Hudaucrdi", welche sich im Hafen von Autivari befand, hat sich nach Valona begeben, und da gleichzeitig dcr „Kossovo" mit dem Biccadmiral Ethem Pascha an Bord nach Korfu abging, so verblieb in Antivari blos ein Kanonenboot. — Man hegte einige Besorguiß von einer fcinlichen Invasion und setzte sich deshalb in Vcrthcidigungszustand. Die Batterien von Spizza und Volovizzo wurden armirt und die ganze Garnison blieb consiguirt; man ist jedoch mit der blo« ßcn Furcht davon gekommen. Vom Michln Ariegsschllnplatzc. Nach einer telegraphischen Meldung des t. k. Truft« pencommaudo in Tirol sind die k. k. Truppen, als sie nach crfolgtcr Näumung Süd«TirolS seitens der fciud« lichen Strcitträftc gcgcu Pcrgine und Lcvico vorrückten, vou der Bevölkerung allwärts in einer über alle Maßen herzlichen und rührenden Weise empfangen worden. Ueber die Vorrückung der k. k. Trnppcn an die Grenze anö Niva nnd Indicaricn werden die Berichte noch erwartet. Der amtliche „Tiroler Bote" enthält nachstehende Kundmachungen: „Nach soeben eingelangtem Telegramm des k. t'. Hofrathcs Grafen Hohcnwart in Tricnt Hut sich der Feind" verpflichtet, Tirol bis 11. August d. I. 4 Uhr früh gänzlich zu räumen, AuS Valsugana hat der Abmarsch heute früh begonnen. Innsbruck, den 10. August 18«0. K. t. Statthalterei-Präsidium. — Telegramm. Tricul, 11. August 0 Uhr Vormittags; eingelangt in Innsbruck 9 Uhr 5 Min. Vormittags. Graf Hohcnwart an den Statthalter Loblowitz in Innsbruck. Unsere Trnppcn rückten heute in Valsngana ein. — Die Bezirksämter in Valsugana uud das Bezirksamt in (5on< dino werden hentc wieder in Wirlsamlcit gesetzt." Hagesneuigkeiten. — Den österreichischen Verwundeten, welche im Kloster der barmherzigen Brüder zu Frnntenslein in Prcuhisch'Schlcsien in Verpflegung und ärztlicher Vehandlung sich befinden, wurde, wie gemeldet wird, ein besseres Loos zu. Theil, als den anderweitig untergebrachten verwundeten Gefangenen. So haben die Klosterärztc daselbst den Lieutenant des Infanterie-NegimcütZ Este, Alexander Lösch, welcher das Gesicht und den Unterkiefer auf eine furchtbare Weise zerschossen halte, ftlüctlich ofterirt und geheilt und zeigen den von Kugeln ganz durchlöcherten Mantcl ihres Patienten. Achnliche Fülle lie--lichtet auch der „Glatzer Vote." — Der „Volls- und Schühenzcitung" erzählt ein Augenzeuge folgenden Act t od e smuth i g e i Selbst' " uf ° ftferung: Vor dem Abzüge der geringen österrci. Aschen Etreittrüfte aus Vorgo in Valsugana und dem Lin« dringen der Truppen des Generals Medici daselbst lam es außerhalb des Marlteö fortwährend zu hitzigen Gefechten Mischen dcn Kaiserlichen (Militär und Schützen) und dem Feinde. Ein Feldwebel von WimpsfewInfantcrie (Istricmcr) warf sich in einen in der Nähe der Straße gelegenen Graben und versteckte sich so gut, daß er vom Feinde nicht demerit wurde. Sein Vorsatz war, den feindlichen Commandirendcn im Vorbeimärsche zu erschießen; also auch sich selbst dem sicheren Tode zu weihen. Aereits war ein Dritttheil der viemontesischcn Truppen an ihm vorübermarschilt, als ein Stabsosficier zu Pferd an der Spitze weiterer Truppen folgte. Auf diesen nun legte der Feldwebel an und der Stabsosficicr sanl uom Pferde. Während die zunächst mar< schirenden Soldaten mit dem tödtlich Verwundeten sich be» schäftigten, stürmte ein großer Sckwarm auf den Puntt los, von welchem gefeuert wurde. Ob sich der Feldwebel zur Wehre gesetzt hat, weiß ich nicht, genug, der ganze Haufe fiel über ihn her und er erhielt einen Stich in den Hals, zwei Hiebe llber den Kopf, worauf er unter Fluchen, Ver» wünschungen und Mißhandlungen nach Borgo geführt wurde. Ich selbst sah den Unglücklichen hereinbringen und fort» während mit Gewehrkolben mißhandeln. Cm Officier schlug wüthend mit dem Säbel aus ihn und befahl endlich, ihn zu erschießen. Diese Erccution unterblieb jedoch uud nach furchtbaren Leiden starb der Feldwebel am Tage darauf. Der von ihm vom Pferde geschossene Stabsofficier ist, von der Kugel in die Vrust getroffen, gleich todt geblieben. — In Wiesbaden starb am o. d. der greise Schauspieler (iduard Genast, dcsse» Künstlerlausbahu uoch in die classische Zeit Weimars hineinreicht. — Die Berliner „Staatöb.-Ztg." macht die bittere Bemerkung, daß ihr verantwortlicher Redacteur, welcher bei Langensalza als Soldat getämpft hat und erheblich verwundet worden, nach seiner Genesung eine Gefängnißstrafe von zwei Monaten roegeu Preßvergehcns abzusitzen haben werde! Der Schriftsteller H.Richter, von welchem die Nede ist, befindet sich jetzt wieder in Berlin. Ihm hat bei Langensalza eine Minietugel auf der rechten Seite die Brust durchbohrt. Der gesunde Körper des Verwundeten hat aber die Heilung so weit vorrücken lassen, daß die vordere Seite bereits vernarbt und die hintere nahe daran ist, sich zu schließen. Leider ist Grund zu der Vesorgniß vorhanden, daß Nichter den Gebrauch des rechten Armes ganz verlieren wird. — Während alle Welt bekennt, das preußische Zünd-nadelgcwehr habe jede Erwartung übertrosfen, ist einer mit seiner Wirkung unzufrieden — der Erfinder. Er halte geglaubt, die Zündnadel müsse den Gegner laum zum Schießen seinerseits gelangen lassen und jeden nennenswert then Verlust an Mannschaften preußischerseits unmöglich machen. Herr v. Dreyse hat deshalb nicht geruht, bis er wieder ein neueS Gewehr erfunden hat. Dasselbe weicht in der Form von dem jetzigen bedeutend ab, ist ganz von Eisen, aber doch drei Pfund leichter als das Zündnadel-gewchr; ferner ist es leicht zu handhaben und schießt miw destcns ebenso weit und ebenso sicher als jenes. Auch neu construitte Kanonen soll v. Dreyse nächstens dem König Wilhelm anbieten wollen. Locales. — Der Herr Fmanzdircctur v. Felsen brunn hat vor kurzem eine in ihren Ergebnissen für das Land Krain höchst wichtige und lehrreiche statistische Arbeit über das Steuerwesen und die Verhältnisse d,r Land escul-t ur beendet, welche dem hohen Finanzministerium'vorgelegt und von diesem besonderer Anerkennung gewürdigt wurde. Wir erfahren, daß dasselbe foebcn dem Drucke übergeben und deren Neiueintrag einem wohlthätigen Zwecke gewidmet wird. Wir werden seinerzeit, wenn das Werk im Drucke vollendet fein wird, auf dasselbe zurückkommen und Heden für jetzt probeweise eine Tabelle über den Holz verb rauch Krains im Jahre 1805 hervor. Dieser betrug in der Stadt Laib ach an Brennholz 25.617 n. 0. Klafter hartes, 2997 Klafter weiches Holz: an Kohlholz 295 Klafter hartes Holz: au Industrie holz 03 Klafter hartes, 419 Klafter weiches Holz; an Bauholz 025 Klafter hartes, 5025 Master weiches Holz: an Mercantilholz 250 Klafter weiches Holz. Auf dem Lande- An Brenn» holz 419.807 Klafter hartes, 101.440 Klafter weiches Holz: an Kohl holz 71.407 Klafter hartes, 41.029 Klafter weiches Holz: an Industrieholz 1094 Klafter hartes, 1843 Klafter weiches Holz: an Bauholz 6249 Klafter hartes, 51.044 Klafter weiches Holz: an Mercantilholz 13.541 Klafter hartes, 40.900 Klafter weiches Holz. Die Eisenbahn hat 1310 Klafter hartes, 80 Klafter weiches Holz verbraucht. Im Ganzen wurden daher in Krain im Jahre 1865, und zwar in der Stadt Laibach 20.000 Klafter hartes und 9291 Klafter weiches Holz, auf dem flachen Lande 514.008 Klafter hartes und 290.003 Klafter weiches Holz consumirt, d. i. entweder im Lande verbraucht oder ausgeführt, was deutlich zeigt, daß Krain in Hinsicht der Waldproduction nicht mehr blos von den Interessen, sondern bereits vom Capital zehrt, was jedenfalls ein großer volkswirthschaftlicher Fehler ist. Die Torfconsumtiou ist jedenfalls im Verhältnisse zur Holz-ftreduction vou keinem Belang, wird aber bei solchem Fortschreiten der Waldausrodung wohl bald an Bedeutung gewinnen. — Der gestrige schöne Tag begünstigte die Wall« fahrt nach St. Rochus bei Laibach. Seit dem frühen Morgen wälzte sich ununterbrochen ein Mcnschenstrom zu Fuß und zu Wagen auf der Oberlrainer Straße nach dem idyllisch gelegeneu Kirchlein. Unsere Fialer und Comfor« tables hatten vollauf zu thun. Abends war Schischta-Lerchenfeld start illuminirt. — Der Vorstand des l. l. Landesgeneralcommando's FML. Habermann ist laut Grazer Blättern in Graz angekommen. — Vorige Woche wurden die hiesigen MilitHrspitÜler theilweise von den Verwundeten geräumt, der Stand des Petersspitals wurde von 112 Manu auf 30 vermindert , indem die übrigen theils nach Graz, theils nach Agram geschafft wurden. — In der „Grazer Zeitung" wird vom l. t. vereinten OberlandeSgerichte in Graz belannt gegeben, daß der im Wege der Ucbersctzung zum Advocate» zu Stein i» Krain ernannte Dr. Valentin Preuz seine Advocatur ni Stein am 8. August 1800 antrat. Ncncjk Nachrichten und Telegramme. (Original-Telegramm der „Laibacher Zeitung.") Wien, z4. August, 8 Uhr Vormittags (uns erst 12 Uhr 5 Minuten Mittags, daher nach Ausgabe dcs Blattes zugekommen). Gin Telegramm aus Florenz meldet: Oesterreich wird direct mit Italien den Frieden verhandeln, (fin H»a„. ^ dels «ndSchifffabrtsvertrag wird abgeschlossen. Italien sei fortwährend in vollkommenem Gin« vernehmen mit Frankreich nnd Preußen. <3ine entsprechende Grenzregulirung werde künftige Verwicklungen beseitigen. DaS mysteriöse Telegramm aus Florenz, Uten August, lautet richtig gestellt: Eine officielle Depesche von Berlin zeigt au, daß Preu< ß c n O c st c r r c i ch h a b c w i ss e n l a s s c n, es werd e Italien in dcm Besitz BencticnS aufrecht erhalten. Anton C.crni, 6. August I860. Nachdem wir alles Mit Vorsicht uud Gewissenhaftigkeit besichtigt, legten wir unsere Photographien mit einer Bitte iu scchS Sprachen an jedcu Besucher, diese iutcrcsfautcn Denlzcichcn auch fcr-ucr vor Elcuicntaruufüllcu so gut als möglich zu verwahren und wieder au ihren Ort zu legen, nebst dem Triglav< lcde nnt seiner herrlichen Composition sammt dcn Unter-M! der Quartett-Mitglieder in Laibach und eine kleine ^")e, das Bildniß Sr. Majestät dcS Kaisers Franz ^l mit dcr Devise ^. k. I. 0. V. in das Behältniß Vera s' ^"^ ^^ ich über dcr prachtvollen Umgebung Mel '^ ^ Souvenirs aus dein Naturreiche zu sam- cm, rvns Freund Kadivnik bereits gethan, und Souuc schien unS ihr holdes Lächeln entziehen liatt "^ ^ ö"l Heimkehr mahnen zu wollen. Wir das!"' '^"^ genug ihre Gunst genossen, um einzusehen, "U lv,r nicht unbcschcidcu sciu dürften, und so schieden ' l von der uns ewig denkwürdigen Stätte, wohl auf "Mmmviedcrschen. . . ^antlos wurde der Nückwcg angetreten, der bcdcu- ^ 'Mvercr ist, doch war unscr Tritt schon mulhigcr Nchcrcr. Dcn Sattel passirtcu wir beide gleich dcu w >u.!i 'I'rixluv) angelangt, /"'""/' '"Uleich Anstalt, auch au dieser Stclle, die s° viel Schweiß und Frost gckostet, ein wan! > ^ ^'"'"asseu. An dcr großen schiefen Fels. O färb ^ ^lircn muß, entwarf ich mit schwarzer Mtte ^.,l s.^ ?bm den österreichischen Doppeladler, ""er demselben schrie ich in der Landessprache: ^lnvu «Ittv^kiim, Il'iZ,!cN'u!" unterhalb unsere beiden Namen mit dcm Datnm des 4. August 1866. Nun leerten wir dcn Nest dcr Flaschen bis ans cine, die dcn Himbcer-Extract enthielt, dcr sich ausgezeichnet zur Verdünnung dcö kalten Glctscherwasscrs auf dcr ganzen Reise erwies. Wir fuhren dann blitzschnell über einen schneebedeckten Abhang in einem Wintel von 45 Graden; doch mitten im Fluge versaut der jüngcrc Führer bis an die Hüfte in ciuen Spalt, anS welchem cr sich nicht so schnell herausarbeiten konnte. Freund Kadiunik begrüßte meine Ankunft mit einem Hurrah. Nach zweistündiger Wandcrnng laugten wir glück« lich nach vorangegangenen Sigualschüsseu in Uolo iwho an, wo unscr Freund A. unser harrte; wohlbehalten, mit Ausnahme einer kleinen Vcrwuudung an der Haud, durch dic zackigen Felsenriffe. Wir verabschiedeten uus schnell uoch von dcn frculidlichcu Vcwohncru unfcrcs „Hotel Triglav." Freund V., der vor Laugcweilc inzwischen fast eingefroren, thaute jctzt wieder auf, und nnn ging cs auf dcm Rückwege gegen Mittcrdorf, wo wir dcnsclvm Tag noch, d. i. am 4. August Abends, ganz ermüdet eintrafen. Ein vortreffliches Abendessen erwartete unS, dcm wir alle Chrc erwiesen. Fröhlich kreiste der Becher. Doch nicht laugc währte es nud wir lagen ausgestreckt auf dcr Matte, beunruhigt von manchem Triglcwgespcnst uud erwachtcu crst um 8 Uhr Morgens, als die Sonnc schon ihrc wärmsten Strahlen in nnscrc Behausung scndctc. Unsere ganze Gesellschaft war so frisch gestärkt und erquickt, daß stc jcdcr Balleinladung hatte Genüge leisten können. Frohen Muthes verließen wir unscr Gasthans, daS ich jedem Besucher mit gutem »Gewissen empfehlen kann. Ueber Fcistriz kamen wir nach Althammer. Hier trennten wir uns; ich steuerte geradeaus über den Wochciner»Scc auf die Savica zu, Freund Kadivnik über Feistriz, Veldes nach Krain-burg zurück, wo er Sonntag dcn 5). Abends wohlbehalten ankam und von einigen Damen der Stadt Krain-burg mit einem Blumenstrauß überrascht wurde, welche Anfmcrlsamlcit cr durch cine Spende von Edelweiß erwiderte. Ich glilt indeß, vom schönsten Morgen erfrischt, über dcn dunklen Spiegel des See's dcr Savica zu. Weiter dnrch einen dichten Buchenwald schreitend erreichte ich den Fall, welcher sich schon von Ferne durch sein dumpfes Gedröhn antündct. Hier hiclt ich Rast, ließ die Gestalten der vaterländischen Sagc an mir vorübcrschwebcn und labte mich an dem Wicderschcinc dcr Sonnenstrahlen in den Schaumwcllen des Falles. Dcr Nückwcg ging über dcn See nach Feistriz und denselben Tag (5.) Abends fand ich in dem neuen Gasthanse unfern Feistriz bei Herrn Mcnzinger treffliche Bewirthung und iu der stürmischen Nacht unter Blitz und Donner cin herrliches Nachtlager. Am nächsten Tage ging es bei stürmischem Wetter fort über VcldeS nach Krainburg, und am 7. war ich wieder iu Laibach. — Naturgcnüssc siud daS Dauerndste im Lebcu! Wer ihnen nachstrebt nnd neben cin wenig Muth, Ausdauer und Entschlossenheit eine« schwindelfreien Kopf besitzt, der greife wie ich zum Wandcrstabe nnd steige den Gipfel unseres^ dreiköpfigen Äcrgricsen hinan! Schließlich''bitten wir deu mis m der Einleitung begegneten I-,I>5U8 culümi i daß schon seit Jahre» leine Besteigung stattgefunden, zn entschuldigen. »----------------------- 1250 Veneschan, 12. Anglist. Aus Prag wild gcmcl-dct: Dic Situation ist scit gcstcru ,ucht vcrüudcrt; das biS jetzt Slipnlirte wnrdc nach Berlin geschickt; cö wcrdcil übrigens Nachrichten aus Italien erwartet, um weiter zn verhandeln. Beiderseitige Tclcgraphcnocrtrctcr werden hier erwartet, um wegen möglichst baldiger Wio dercinführuug dcö Tclcgraphcnvcrtchrs zu verhandeln. Münche»,, 14 Vlngnst. Ministcrialrath Lobko< w i tz vom Finanzininistcrinm und Obcrstlicntcncmt Weiß vom Gcncralstabe sind zur Beihilfe bei den durch die FricdcnSvcrhandlnngcn veranlaßten Geschäften uach Ber-liu abgereist. Das Verbot der Ansfnhr von Provi-aut und Kriegsmaterial«: uach Preußen ist anfgchobcu worden. Berlin, 13. August. «Micr Paris.) General Voigt. Nhectz wurde zum General «Gouverneur von Hannover ernannt. — Man versichert, der Prinz Mcnbnrg habe den Auftrag erhallen, der Köngin von Hannover be« grciflich zu machen, daß ihr fortgesetzter Aufenthalt in Hannover Unannehmlichkeiten nach sich ziehen würde, welche sic in ihrem Interesse vermeiden sollte. Verlin, 13. August. (Ueber Paris.) Der Adrcß-rntwurf Gucist-Grnboui spricht die Bereitwilligkeit des Hansc-S zur Gewährung der Mittel auS, dankt für das hochherzige Wort des Königs in Betreff der Indemnität, vertraut/ daß dcr Verfassnngöconflitt dauernd beseitigt fein werde, und schließt: Wie in dcu Jahren 1808 und 1815) die Abwehr der Fremdherrschaft, die Erweiterung der Machtstellung mit der Vcriüngnng des inneren Staalslcbcns, dnrch Grundlegung der Volks-rechtc unter dem Bcirath von Männern bewährten Ruh« mcs, welche die preußische Verwaltung nnd Instiz vertraten, Hand in Hand gingen, wünschen wir, Ew. Majestät möge der Schöpfer der deutschen Regeneration in gleichem Tiunc uud in größerem Maßstabe werden. — Der Adreßentwurf Waldcck dantt dein Herrn, König und weiter für die Entscheidungsschlacht. Die Erfolge waren bedeutungsvoll: Anslösnng der Bundesvcrfnssnug, Beschränkung der Kleinstaaterei, Erweiterung des Macht-Gebietes Prcnßeus, die Einigung Deutschlands. Die Flüchte des Sieges können unr dnrch Zusammcuwirlcu der Volksvertretung uud Regierung erwachsen; der Entwurf aceeptirt ehrerbietigst die Erklärung des Königs bezüglich des Budgets und Slaalshanshaltsetatcs, die zu erwartenden Finanzvorlagcn, die Einbcrnfnng einer Bundesverlelung und schließt mit Hinweis auf dic Neichsverfassnng. Berlin, 1Z. August. (Ueber Paris.) Im Abgc< ordnctrnhansc wurde das Wahlgesetz für die norddeutsche Konföderation eingebracht; dasselbe basirt auf dcm all» gemeinen Stimmrechlc, welches geheim und unmittelbar ausgeübt wird. Der Gesetzentwurf wurde an eine Eom» mifsion uou 21 Mitgliedern überwiesen. Im Herren-Hause fand die Debatte über den Adrcßcnlwurf statt und wurde dic Eommisswnsvorlage angenommen. Berlin, 13. August. (Ueber Paris.) Die „norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Die Alliauzver^ träge, welche Prcußcn den bcfrcuudcten dculscheu Regierungen zngemiltclt hat, sind thcilwcisc von den Aevoll-mächtigtcu dieser letztcru untcrzcichuct worden; audcrc werden iu diesen Tagcu dieselbe»^ unterzeichnen. Dic Vorbereitungen für die Annexionen, welche stattfinden sollen, werden anf das thätigste betrieben. Die Befürchtungen, daß die Ausführung anf Widcistaud von vcr« schicdcncn Seiten stoßen werde, sind unbegründet. Dem« nächst werden dic hicranf bezüglichen Vorschläge dcu Kammern gemacht werden. Berlin, 14. August. (Ueber Paris.) Dic „Spc-uer'schc Zeitung" mcldct: D ic Fr ic d cusvcrh an d» luugcu mit Württemberg uud Baden sind ihrem Abschlüsse nahc. Bei den Unterhandlungen mit Baicru habcu sich Sch wi crig kcit cu ergeben; wenn beim Erlöschen deS Waffenstillstandes am 22tcn August die Situation sich nicht verändert hat, würden dic Feidscligkeiteu wieder anfgcnomen werden. Brescia, 12. Angust. Garibaldi hat den Freiwilligen sein Bcrtiancn ansgcdrückt, daß sic die Bc-dingnngcn des Waffenstillstandes rcfpcctircn und sich dm höheren Befehlen wie in der Vergangenheit fügcu wcrdcu. Die Frciwilligcncolonucn haben ihre Rück' zngsbcwcgung gestern in vollständiger Ordnung ausgeführt. Paris, 13. Angust Abends. (Ohne Quellenangabe.) Die „Times" glaubt kriegerische Absichten Frankreichs in dessen Anläufen von Pferden nnd Salpeter zu entdecken. Die französische Rcgicrnng hat die jährliche Rc-montcneinstcllnng um einige Monale beschleunigt, weil sie die Eoncnrrcnz der fremden Regicrnugcn zn befürchten hatte, welche während des Krieges 20.000 Pferde in Frankreich angekauft haben. Was den Pulvcrvorrath anbelangt, fo ist er vollständig. Dic Rcgicrnng hat demnach nicht nothwendig, Salpeter zu kaufen, und der beste Beweis für die friedlichen Absichten ist, daß der Kaiser am 10. August das Dccrct wegen Entlassung der ausdienenden Soldaten aus der Classe von 185l) vor der Zeit nntcrzcichnct hat. Die „Times" führt anch als Beweis dic Ankunft des Marfchalls Mac-Mahon an, welcher von Algier abbcrnfcn worden wäre. Ma» schall Mac>Mahon ist wegen des Ablebens seines Schwiegervaters hichcr gekommen uud vom Kaiser noch nicht empfangen worden. Paris, 13. Augnst (Nachts). Dic..France" schreibt: Der Kaiser wird am 14. d. in EhalonS erwartet; bei schlechtem Wetter aber könnte die Reise verzögert werden. Das Postdamftfschiff „Allcmauuü,," Capitän Traut« manu, am 28. Inli von New-^ort abgegangen, ist am >v August Mittag in Eoweö angetommeu'uud hat alsbald dic Reise uach Hamburg fortgesetzt. Dasselbe überbringt: ('6 Passagiere, 2 Aricfsückc, 35>0 TonS La< dung nnd 7^.220 Dollars Eomvtantcn. Geschäfts-Zeitung. üaibacli, 14. August. Auf dcm heutigen Marlte sind er« schienen: 13 Wagen mit Heu und Stroh (Heu 200 Ctr. 40 Pfd., Stroh «2 Clr. 25 Pfd.). 30 Wagen und 8 Schiffe (41 Klafter) mit Holz. Du»chschnitt6:Prcise. Mlt.- Mgz.- Mlt.« Mgz.» st. lr. st. llr.'i fl. lr. fi. lr. Weizen Pr. Metzen 4 «0 5 «0 Butte,.' pr. Pfund - 40 —j— Koru „ 'l 40 3 «5) Eier Pr, Stuck — 2 — — Gerste „ 2 50 2 «2 Milch pr. Maß -10------ Hafer „ 1,70 2 3? Rindfleisch pr. Pfd. - li^------- Hallifrucht ,. — - 430 Kalbfleisch „ —,18------- Heiden „ 3 20 3 32 Schweinefleisch,, -20------- Hirse „ 2N0 2 i»7 Schijftseuflcisch ,. —^12------- Knlurutz „ —i— 3Ul) Hahudel pr. Stttck — 25,—>— Erdäpfel „ 120------- Tauben „ __!i'2 —^. Linsen „ 5 50------- Heu pr. Zentner 115-!— Erbsen „ 5 40— Stroh ,. — «0------- Fisolen „ 6----------- Holz, hart., pr.Klft. -— 7 — Nindöschuialz Pfd. —50 —!— — weiches, „ -------5 - Schweineschmalz „ —^44 —,— Wein, rother, pr. Speck, frisch, „—34 — — Eimer --13 — — geräuchert „ —38 — — — weißer „ —'— 14 — .Nrainburss, 13. August. Auf dem heutigen Markte find erschienen: 96 Wagen mit Getreide, 10 Stint Schweine, 2 Wa: gen Zwicdel und 1 Wagen Bienenstöcke. Durchschnitts-Preise. ^ ^ - ——— Wcizeu, pr. Melzeu 4 , U5 >j Butter pr. Pfund . — > 28 ,l'orn „ 3 10 ^! Eicr pr. Stück . . — , 1j Gerste ,. — — ! Milch Pr. Maß . — 10 Hafer ,. 2 — Rindflcifch pr. Pfd. —, Ili Halbfrncht „ — — ! Kalbfleisch „ — 17 Heiden „ 3 — ^ Schweinefleisch ., — 20 Hirse „ 2l30!j Schöpseufleifch ., —12 Kulunch „ 4! — ! Hähndel pr. Stück —! 20 Erdäpfel „ 1 Ift Tnubeu „ —^10 Liuseu „ — — Heu pr. Zeutncr . —! 9«> Erbsen „ — — Stroh „ . — 80 Fisolen „ 4 ^ 16 , Holz, hartes, pr. Klst. 4 — Nliidöschmal,; pr. Pfd. — 45 ! — weiche, „ 3 ! — SchN'eiueschmalz „ — 42 Wein, rother, pr. Eimer — ! — Speck, frisch, „ — 32 — weiser „ 7 — Speck, geräuchert, Pfd. — 44 AteleorolMsche 3^l,liachlunssen ill ^ail)ach. 0"ll7Mg.! 323.75! "10.1 W.sehr schw. glößlh. bew. ,> 14. 2 „ N. 324.0» ! - -15.^ O. z stml theilw.bedeckt " " 10., Ab. 325.U4 .j-10.0 I windstill , heiter j^^n .: Vormittag Dimst-ucbcl. Nachmitüig Aufheiterung au« NW. Abrudroth. verantwortlicher Redacteur: Iguaz u. Kle»iimau^.