H6° ^5 ckeitag am 31. Ianzler l862 Die „Lcnbachcr Zeitung" erscheint, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, täglich, und lostet sammt den Beilagen im Eontptoir ganzjnhrig 11 fl., halb-jährig 5 fl. 50 lr., mit Kreuzband im Comptoir ganzj. 12 fl., lialdj. « fl. Für die Zustellung in'S Haus sind halllj. 50 lr. mehr zu entrichten. Mit der Post portofrei ganzj., unter Kreuzband uud gedruckter Adresse 15 fl., halllj. ? fl. 50 tr. Inscrtionsgebülir filr eine Garmond - Spaltenzeile oder den Ncmm derselben, ist für Imalige Einschal: tnng 0 kr., für 2malige 8 kr., für 3maligc 10 lr. u. s. tu. Zu diesen Gebühren ist noch der Insertions - Stempel per 30 tr, für eine jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechnen. Inserate bis 10 Zeilen losten 1 fl. 90 lr. M 3 Mal, 1 fl. 40 lr. für 2 Mal und 90 lr. für 1 Mal smit Inbegriff des InsertionSftemptls). /^ ^ ^ MW? ^^ » ^ Amtlicher Theil. 3c. k. k. Apostolische Majestät haben mit dcr Allerhöchsten Entschließung vom 24. Jänner d. I. den disponiblen Komitals Hofsckrctär dcr k. siebenbürgischeu Hofkanzlci zn ernennen gcrnht. Der Staatsministcr hat den Ministcrialsekretär im Handelsministerinm, Dr^ Eduard Falb, znm Prüflings-Kommissär bn der staatswissenschaftlichcn Staatsprüfnngs'Kommission in Wien ernannt. Das Justizministerium hat den Hilfsäinter - Direktor des Weinberger Landcsgcrichtcs. Ferdinand Eh i try v, Frcysclsfcld, znm Direktor dcr ^ilfsämter des Oberlandesgerichtcs in Lembcr^ ernannt. Das Instiziuiilisterium hat die bei dem Landes' Gericht«.- zn Verona erledigte Hilfsämtcr'Dircktorstcllc dem Hilfsämtcr-Dircktionsadjnnktcn desselben Gcrich< tcs, Francesco Franchini, verliehen. Nichtamtlicher Theil. Vaibach, 30. Jänner. Die Expedition nach Mexiko hat ihr Ziel noch nicht erreicht, das ^!and ist noch nicht erobert, nicht pazifizirt, nnd schon beschäftigt man sich mit Vescyuug des ncncn Thrones; die Republik ist noch keine Monarchie geworden, und schon spricht man von dem nenen Monarchen. Noch mchr, cs gibt bereits drei Kandidaten fiir den nencn Thron. Das Brüsseler Tclc--gramin nennt deren zwei, den Infantcn Don Scba» stian und den Erzh. Ferdinand Max- die „Patric" bezeichnet auch den Grafen von Flandern als Kandi» daten. Hätte die „Indcpcndancc" verläßlichere Quellen, als sie in der That hat, so könnte uns ihre Nachricht zn dcr Annabmc verleiten, cs sei etwas Wahres an dcr Sache, Unmöglich ist cs nicht, daß dcr Kaiser der Franzosen einen ähnlichen Plan hegt. Aber — was er damit bezweckt, das zn erfahren, wären wir sehr neugierig. Umsonst ist der Tod — das ist anch sein Motto, und schon die Beharrlichkeit, mit welcher die Nach. richt verbreitet wird/läßt anf Allerlei schließen, das nicht gerade vertrauenerweckend ist. Ücbl'l'gells stcht oie Angelegenheit noch im wci. ten Felde, es fragt sich überhaupt, ob die Expedition gelingen wird, denn es sind mächtige Gegner da. Da ist vor Allem das mexikanische, durch zahllose Revolutionen entartete und dcmoralisirtc Volk selbst, das der Errichtung einer Monarchie sicher viel Schwierigkeiten bereiten wird. Zwar heißt cs, daß von den 2l Provinzen Mexiko's 1Ü sich für die Errichtung einer Monarchie aussprechcu, und es sei bereits cme Deputation auf dem Wege nach Vera-Cruz um diesen Wunsch dcr Bevölkerung dcu Vertretern der drei intervcnircndcn Mächte vorzubringen. Man könnte dieß als das Vorspiel des 5,lll'l'ux<> mnvcl-^l ansehen das dort in Anwendung kommen dürfte, wenn Na< poleon allein zu befehlen hätte; allein bei allcdcm tst ^an der unbedingten Unterwerfung der Mexikaner dcr verschiedenen Parteien noch zn zweifeln. Ein zweiter mächtigerer Gegner ist die Vereinigte« Staaten-Republik. Sie würde ihren eigenen Untergang besiegeln, ließc sie, im direktesten Widersprüche mit den von ihr feierlich proklamirtcn Monroc-Dok-trincu, die keine Intervention europäischer Mächte in Angelegenheiten des amerikanischen Kontinents dulde», die Errichtung einer lebensfähigen Monarchic an ihren Grenzen zu. Alle Erwerbnngen nach dieser Seite hin, welche die Union seit 2 bis 3 Iahrzehenten gemacht, wären verloren, nnd dcr neue Nachbar würde ihr gefährlicher wcrdcu, als der selbst vollbrachte Ab» fall der südlichen Staaten. Freilich ist gerade deßhalb allerdings zu glauben, daß Frankreich und England anf die Durchführung des besagten Planes einen großen Werth legen, und es ist wohl möglich, daß namentlich das französische Kabiuet, welches die ^eitnng dcr mexikanischen Expedition in die Hand gc» nommcn bat, sich bereits damit beschäftigt, den Mexikanern einen Fürsten vorschlagen zu können, der dnrch Abstammung, Verbindungen nnd persönliche Eigenschaften die Parteien dcr Errichtung ciucr Monarchie geneigt stimmt. Wenn es nnn in dem Brüsseler Telegramme heißt: „Frankreich unterstütze offiziell den Erzherzog Ferdinand Max", so mag das so viel bcdcntcn, als daß Frankreich, wcun cs dahin komme, cinrn mexikanischen Thron zu besetzend sich kür dieß Mitglied des kaiserlichen Hanscs erkläre. Von Negoziationcn über diese Angelegenheit soll noch gar keine Rede sein, nnd Alles, was hierin bis jetzt geschehen, sich anf eine rein persönliche und vertrauliche vorläufige Anfrage ans Paris beschränken. Die ganze Angelegenheit bekommt aber dnrch die Kandidatur des Infanten Don Sebastian ein ganz anderes Gesicht. Wird ein Thron in Mexiko errichtet, so würde Spanien gerechte Ansprüche darauf er< beben dürfen, die dlirck d>ic< Prä'ol'üirc der spanischen Erpediti'ou nur emeu Nachdruck erhielten Es könnte dieß zu einem ernstlichen Konflikte zwi'chen Spanien und Frankreich führen, nud wir zweifeln sehr, daß ein österreichischer Erzherzog durch Annahme dcr Kan> didatnr Veranlassnng dazu geben werde. Wir mögen die Sache betrachten, wie wir wollen, sie steht noch in zn weiter Ferne, als daß sie An-baltspnnktc zu positiven Schlußfolgerungen geben könnte. Oesterreich. Wien. Sc, k. k. Apostolische Majestät baben mit der Allerhöchsten Entschließung vom «. Jänner d. I, zur Herstellung eines neuen katholischen Fl'ied> bofcs in Konstantinopcl einen Beitrag von Fünftausend Franks allcrgnädigst zu bewilligen geruht. — Das k. k. Polizeiministcrinm hat dic Druck-schriftcn: «Das Lcbcn und lieben dcr Lorettcnwell. Pariser Skizzen von Alfred Delorguc", ferner «0 /lünvk'mn ?o>5ki (Polens Erlösung), Leipzig 1K02". für den Debit in den k. k. östcn'ei'chlschsn Kaiscrstaatcn verboten, — Don Alamonte, der ehemalige mexikanische Minister, dessen Anwesenheit in Wien mit dem Plane einer Vcrfassungsiimgcstaltnug in Mexiko in Verbin» dung gebracht wurdc, soll sich, wic k. (^. wisscn will, nach Miramare begeben haben, um sich dem Herrn Erzberzog Ferdinand Max persönlich vorzustellen. Derselbe würde sodann nach Paris zurückkehren, um sich nach Mexiko bestimmten französischen Truppen anzuschließen. (Der «Oonstitutionncl« berichtet, Don Alamonte verweile gegenwärtig in Belgien.) — Der Rücktritt des Grafen Avponyi von dem Posten des >1u2—120 Knpferkrenzrr. Die Entwcrthung dcr Kupfermünzen durch Mäller benutzten auf den Märkten sogleich die Klrlnverkäufcr, welche 1 Stück Ncnkrcuzcr nnr zn dein Werthe von 3 Ecutesimi — d. i. 3 Nculrcuzer für den Wcrty von 2 Neukreuzcr — annahmen. Da die ärmere Volksklassc uud das Militär sich dadurch bcsoudcrs bcuachthciligt sieht, und sich einem derartigen Vorgehen anch widersetzte, so entstanden bcrcitö sowohl in Mantna als Verona mit den Verkäufern wieder« holte Reibereien, welche die Behörde zu besonderen Maßregeln nöthigten. So wurde in Verona von der dortigen Behörde angeordnet, daß Jedermann verpflichtet sei, bis zum Betrage von 24 Ncukreuzrr Kupfermünze uach dem vollen Nennwerth anzunehmen. Da jedoch die nothwendigsten Lcbensmittcl im Preise steigen, nachdem jeder KIcinvcrkäufcr sich eben» falls entschädigen will, so wäre es im Interesse der ärmeren Vollsllassc sehr erwünscht, daß gegen die eigentlichen Mäkler strengere Maßregeln ergriffen werden. Hier in Venedig hat diese Spekulation erst hclitc begoune», und nn manchen Orten wurdc dn Silbcrgnlden ebenfalls gegen 120 Neukreuzcr umge« wechselt. Anch hier hört man bereits Klagen dei ärmeren Volksklassc, welche eigentlich die einzige ist, die dabei am meisten verliert. Hoffentlich wird die« sen Maklereien durch strenge Maßregeln von Seite der Behörde sogleich entgegen getreten werden. — Gleiche Nachrichten kommen von Padna nnd Treviso, wo ebenfalls. wie überall in diesen Provinzen, der Geldmarkt mit Kupfermünzen, welche größtcuthcils ans der Lombardic, wo vor mehreren Monaten die östcrr, Münzen außer Kurs gesetzt wurden, herüber-geschmuggelt werden, überschwemmt ist. Strenge Maßregeln sind nm so mchr erwünscht, da die Rc-volntionspartci die Unzufriedenheit der sonst ruhigen nicdrru Volksklassc benutzen könnte. — Einer in «Ost und West" veröffentlichten Aeu« ßcrung des bekannten Herrn u. Mocsonyi entnehmen wir. daß die Rumänen in kirchlicher Beziehung die Trennung von Karlowitz uud eine eigene Metropolit anstreben. Herr v. Mocsonyi räch den Rumänen dringend, sich an dcr Wahl in Karlowitz nicht zu bcthcillgen. Salzburg, 27. Jänner. Bei dcr vorgestern zu Werfen stattgcfundcncn Abgcordnctcnwahl dcr Landgemeinden Pl'ngallö wurde Herr Rupert Stcgcr, Oe-mcindcvorstchcr in Flachau und Gutsbesitzer iu Reit-dorf. gcwäl'lt. Derselbe ist, wic die «Snlzb. Ztg." sagt, cinc im ganzcu Pongau geachtete Persönlichkeit, uud es dürfte die Wahl rinc glückliche zn nennen sein. Vriinn, 26. Jänner. Bei der morgigen Gc-meinde°Anssch!lßsitzung wird auch hier der Antrag gestellt werden, den 2li. Februar auf cinc glänzende Weise zu feieru. Da der Antrag von zwei Parteien eingebracht wird, so dürfte er wahrscheinlich einstim« mig angenommen werden. Die Beuölkernng von Brunn ist im Ganzen ebenso loyal als verfassungs« freundlich nnd wird diesen Bcschlnß seiner Grmcinde-vertreter freudig begrüßen. ^ Wic ich vernehme, werden auch die übrigen mährischen Städte, wic Olmny. ^naim, Iglau. Gaya, Mährisch.Schönbcrg. Trübau nnd Hwiitan, diesen Tag in feierlicher Weise begehen. (Pr) Prag, 27. Jänner. Eine peinliche, unerquick« liehe Szene gab cs lm böhmischen i.'andcsausschussc. Herr Dr. Fr. L. Ricger hatte sie veranlaßt und, wie öfter im Ncichsrathe. so hier im engeren Raume eine Leidenschaftlichkeit bewiesen, w.lchc keine Rück» sichten anerkennt. In dcr Sitzung des Landesaus' 95 schnsses war die böhmische Theatcrfragc an der Ta» gesordnung. Die Ausschußmitglieder hatten insgc< sammt beschlossen, beim Landtage zn beantragen, daß für dcn Van cincs czcchischcn Theaters A00.000 ft aus Landesmittcln bewilliget werden und daß ein cze< chisches Interims«Tlieater sogleich errichtet werde, was eine Summe von etwa 70.000 bis 80.000 ft. beanspruchen kann. Letzten, Vcschlnß faßte der Ans» schuß ans seine Verantwortlichkeit hin, da man nicht weiß, wann der Landtag wird zusammentreten kö'n< ncn. Wohl in der Absicht, um ocn deutschen Abgc» ordneten ihre Verantwortlichkeit ihren Kommittcntcn gegenüber zu erleichtern, daß sie so große Summen dem Lande aufbürden, stellte schließlich Se. EkzcUcnz der Obcrsllandmarschall Graf Albert Nostiz dcn An-trag, daß die Dimensionen des böhmischen Theaters jene des bestehenden deutschen Tl'caters nicht übcr< schreiten sollten. Kaum daß dieser Antrag gestellt war, so sprang Dr. Riegcr anf und fuhr gcgen Sc. Exzellenz, als Vorsitzenden im Laudcsausschusse, in heftiger, ja beleidigender Weise auf. Dr. Ricgcr vermochte sich in seiner Lcidcnjchaft nicht zn mäßigen und dic Ausfchußbcisitzcr und deren Stellvertreter, die zugegen waren, mußten alle die Erpektorationcn an> hören, die durch seine Neden und die czcchischcn Blät< trr seiner Partei schon so vielfach bekannt geworden, Prag habe drei Fünftel böhmische nnd nur ein Fünf. tel deutsche Bevölkerung, die czechischc Nation steurc an Geld und Vlnt das Meiste bei, die Nänmc des künftigen böhmischen Theaters würden für das kom» mcndc Publikum nicht ausreichen < wenn man es noch so groß aufbaue., man wolle nicht länger unterdrückt sein :c. Dr. Vrauuer sckundirtc dem Redner; die anderen Herren schwiegen. Der Oberstlandmarschall war schnall gefaßt, obwohl man ihm die innere Auf. regung ansah; er dankte nachträglich dcn Mitgliedern, daß sic die Szene von ihrer Seite ruhig ablaufen ließen. Dr. Czupr, der bekanntlich von einigen Bür« gern seines Wahlbezirkes aufgefordert wurdc, anzn--geben, in welcher Verbindung er mit dem ,,<^as" des Dr. Krasa stehe, hat dieser Anffordcrnng in un< crwartctcr Weise entsprochen. Es wird nämlich all-gemein versichert, daß er dcn Tag darauf, als ihm jene Aufforderung znkam, seinen ersten Altt'satz dem ,,(^as" übergeben habe. Früher stand er mit diesem in gar keiner Verbindung. — Der erledigte Posten cincs Stalthalters von Vöhmcn wird demnächst definitiv beseht werden. Nach der «S. E." hat der gegenwärtige Statthalter von Mädrcn, Graf Chorin sky. die meisten Ehanccn für sich, zum Statthalter in Prag ernannt zn wer-dcn, wogegen der bisherige Vize - Präsident Baron Kcllcrspcrg in Prag zum Statthalter in Mahnn ernannt werden würde. Pest, 28 Iänncr. Dcm .,Id, Tan." wird aus Wicn geschrieben, daß das Provisorium nach dcm entschiedenen Willen Sr. Majestät sich sei» nem Ende nähert und Anösicht vorhanden ist, daß die konstitutionellen Znständc mit überraschender Schnel. ligkeit (?) wieder ins Leben treten werden. Pest. Man erzählt hier, daß demnächst in Leipzig eine politische Flugschrift iu deutscher nnd ungarischer Sprache erscheinen werde, welche Aufsehen erregen dürfte. Sie führt den Titel: „Geschichte der Gcscyc des Jahres 1848", und soll Daten der interessantesten Art über Ereignisse und Personen enthalten. Unter Andcrm erzählt man sich bereits folgende Mittheilungen derselben: Dcak erschien ans dcm Prcßburger Landtage von l 847/48 erst, uachdcm dic Gesetze, welche die I848cr genannt werden, be-rcits votirt waren. Als man ihn frng, wie ihm diese Gesetze gefielen, antwortete er: „Ihr habt das Vaterland unrettbar zngrnndc gerichtet." Nachdem diese Gcsctzc die Allerhöchste Sanktion erhalten hatten, ließ sich indessen Dcak bestimmen, in's ungarische Ministerium einzutreten. Vald jedoch fanden die Minister, daß Kossnth mit vollen Segeln auf die Revolution zusteuere. Sic ricthen dcm damaligen Palatin, Erzherzog Stephan, Kossnth zn entsetzen nnd festnehmen zu lassen. Das Wagniß schien dcm Palatin zn groß. und cr fragte in Nicn an. Man antwortete, daß die ungarischen Minister verantwortlich seien; sic mögen daher anf ihre cigcnc Verantwortlichkeit hin gegen Kossuth vorgchcu, wenn sic dieß als nothwendig cr> achten. Darauf geschah — nichts. Ob dicsc Daten authentisch oder nicht, gcgen den heutigen Swndpl'nkt Dcak's bcwcijcn sie nichts, insofern cr dic Anerkennung der Gesetze von 1848 als solche fordert, weil sic mm einmal anf legalem Wcgc zu Stande gekommen. Freilich wärc andcrcrscitö höchlich zn wünschen, daß dic Nation sich klar wcrdc übcr dic Gefahren, niclchc jcnc Gesetze für die Monarchic und somit auch für Ungarn enthalten. Ehe dicsc Erkenntniß nicht durchgcgriffcn, ist ein dauernder Friede nicht zu hoffen. — AuS Siebenbürgen wird gemeldet, daß jüngst an dic Jurisdiktionen eine Anffordcrung erlassen wurdc. in dcr cs ihnen znr Pflicht gemacht wird, die Namen aller in ihrer Mitte wohnenden Indivi» dnen zu unterbreiten, welche in der österreichischen Justizpftcgc tbcorctisch und praktisch bcwandcrt sind. Ein Bcweis. daß man dort ernstlich damit nmgche, die ganz zerfallene Instiz wieder Herzlistellen. Trieft, 29. Jänner. Man wird sich erinmrn. daß die von Jahr zn Jahr weniger bcsnchte. und namentlich, was ihre kommerzielle Abtheilung betrifft, allmälig auf dcn Standpunkt einer Untcrrealschnlc hcrabgesnnlcnc hiesige Handels» lind nautische Aka-dcmic Gegenstand einer Interpellation des Tricstcr Abgeordneten Herrn Porcina im Abgeoronctenhause war, der eine andere Leitung für die erwähnte Abtheilung wünschte. In dcr nächsten Zeit wird nun cinc Kom> Mission zusammentreten, um die anf Reorganisation der kommerziellen Abthcilnng. speziel Fortbestand oder Anfhcbnng des Vorbereitnngskurscs dcr Handels-und nautischen Akademie bezüglichen Vorschläge zn prüfen. Aus Dalmatien, Ende Jänner, schreibt man dcr „Donau>Ztg " : Denken Sie sich Dalmatien als einen wohlhabend gewordenen Mann, dcr von zwci Nachbarn bci dcn Armen gepackt worden ist, die ihn jeder nach cincr andern Seite hinüber ziehen. Der Eine zerrt ihn nach Rechts, der Andere nach Links, nnd Sie können sich leicht denken, daß die Lagc dcs Manncs kcinc behagliche ist, nnd daß cr gerne an dem Orte bleiben möchte, wo es ihm bisher wohl ergangen. Dalmaticn hat in früheren Zeiten nie recht ein Ganzes gebildet, und das ist schon geographisch leicht erklärbar. Schcn Sic sich nur die lange schmale Küstcnstrcckc an; wann kam, vor dreißig Jahren noch, cin Vcwohncr von Zara mit einem Eattarcsen zusammen? Wie beschwerlich, gefährlich, langwierig sind dic Landrciscn in Dalmatien! Ich wolltc z. V. von Ragnsa nach Spalatro zn Lanoc reisen, und man verlangte für einen Wagen 100 ft., und die Fahrt hätte ü bis tt Tage gcdancrt! Mit dcm Dani' pfer wird sie in wenigen Stunden für wenige Gulden znrüclgclcgt. Wenn die dalmatinischen Orte in ncncrcr Zcit einander näher gerückt, in häufigeren Wcchsclvcrlchr gebracht worden sind, so verdanken sie ls nur dcm österreichischen Lloyd. dicscr durch und durch österreichischen Anstalt, die cine nicht genng gewürdigte Wohlthäterin Dalmaticns geworden ist. Nichts ist hier absurder, als die doppelte Agitation, einerseits ;n Gunsten dcr bankerotten italienischen Bewegung, andererseits znm Zwecke dcr chimärischen .^lüvil» u»<». Italien — Venedig — l)at Donation zn Grunde gerichtet; die 5ll,v,!l mm ist cin politisches Unding, und nur cinc Großmacht, wie Ocstcrrcich, für deren Welthandel und Vcrkchr das adriatische Mcer dic ciuzigc Straße ist, kann für Dalmatien die Opfer bringen. dic sie bcrcits für dasselbe gebracht hat und noch bringen wird. Welche Schule war nicht scit 20 Jahren dcr Lloyd für dic dalmatinischen Scclcntc! Wie viele Hundert Offiziere nnd Matrosen haben sich in der« selben für dcn Dienst auf Dampfschiffen ausgebildet! Im adriatischcn. mittelländischen lind schwarzen Meere sind sic als dic besten bekannt und beliebt. Jeder« mann weiß dagegen, welch' klägliches Ende, nach kurzem Vcrsnche, die genuesischen Gesellschaften genommen haben. Was hat dic griechische Gesellschaft für Resultate gehabt? Interessant wärc cs anch nachzuweisen, was Dal> maticil Alles dcr österreichischen Kriegsmarine zn verdanken hat, in welcher dcr Dienst scit cinem Iahrzchcnt dcm anf dcr englischen Flotte gar nicht mehr nachsteht. Und wic wohlthätig ist für dcn dal' matinischcn Seemann, dcr neben gntcn Eigenschaften auch bcoentcndc Fchlcr hat. dcr Dicnst anf Kriegs« schiffen! Dicß Allcs auscinandcrznsctzcn, würdc ganzc Bände erfordern. Und doch wärc cs cinc dankbare Aufgabe für dic italcnischc und slavische Presse Oesterreichs, das hiesige Volk übcr dic Vorthcilc auf. zuklären, die cs bercits Ocstcrrcich verdankt, und die noch größeren, die ihm dic Zukunft in Aussicht stellt. Dieß wärc das beste Mittel, dic Agitationcn un» schädlich zu machen, die hicr in so unverantwortlicher Weise getrieben werden, Nnr die Schifffahrt nnd der Handel können Dalmaticn zu einem reichen blühen« dcn Lande machen, und Beides kann sich für Dal. maticn nnr untcr österreichischer Flagge, im innigsten Verbände mit dcr Gesammtmonarchic entwickeln. Deutschland. Berlin, 2::. Jänner. Dic wcscntll'chstcn Vcstim. mnngcn des Minister» Verantwortlichkeit - Gesetzes, welches dcm Hcrrcnhansc vorgclcgt worden, sind folgcndc: Das Anklagcrccht bczicht sich bloß auf Vcrfassungs< vcrlctznngcn; die zucrkanntc Strafe ist Einschließung bis zn fünf Jahren und Unfähigkeit znr abermaligen Bc-klcidung cincs Ministcramtcs, Der Antrag mnß schritt» lich von wenigstens 5>0 Mitgliedern dcs Abgeordnetenhauses eingebracht werden. Wird von dem betreffenden Hause die Verweisung an einen Ansschnß beschlossen, so wird cin solcher aus !l Mitgliedern des Herrenhauses und >'i des Abgeordnetenhauses gewählt. Das Staats« Ministerium braucht keine Urkunden mitzutheilen, deren Vcröffentlichuug ihm im Interesse des Staates nach' thcilig erscheint. Dcr angcllagtc Minister kann in je« dem Stadinm mündlich o^er schriftlich seine VeNheidi» gnug führen und hat das letzte Wort. D>r Bericht dcs Ausschusses muß binnen 20 Tagcn erfolgen, andern« falls der Anklage - Antrag vcrworfen ist. Beschließen auf dcn Bericht bcidc Häusrr die Anklage, so wird cine ^ Anklngc - Kommission ans A Milglicdcrn dcs Herren-! lind ü des Abgeordnetenhauses gewählt. Die Hänscr können bis zum Schluß dcr mündlichen Hanptvcrhand-Iling stcts dic Anklage zurücknehmen Bci Vcrtragnng des Landtags oder Schluß der Sitzungen, bevor die Anklageschrift an das Gericht Übergebell ist, wird dcr Prozeß bis znm Wiedcrzusammcntritt sistirt. Wenn während des Prozesses die Legislaturperiode abläuft, oder Auftösling erfolgt, wird der Prozeß gleichfalls sistirt nnd kann nnr dnrch einen Beschluß des neuen Landtags wieder aufgenommen. werden. Ueber die Anklage entscheidet cin Gerichtshof von zwölf Mitglic« deru. Zu diesem Behufe wird beim Geschworncngerichtc cin Kollcginm ans 20 Mitglicdcrn dcs Ober«Tribn« nals uno 10 ersten Präsidenten dcr obersten Gerichts« höfc durch das Los gcbildct. (Dcr erste Präsident dcs Ober. Tribunals - lind Mitglieder der Kammer sind von dcr Vcrlosnng ansgcschlossen.) Von den 30 Ansgelo« sten wird wieder dnrch das Los der Gerichtshof von < 12 gebildet, wobei Ankläger lind Angeklagter das Recht l der Zurückweisung haben. Ocffcntlichkcit der Verband» ! lungcn kann nnr ausgeschlossen werden, wenn cs '^ Staatsgeheimnisse nothwendig machen. Der König l begibt sich dcs Begnadigungsrechtes insoweit, daß cr ei» ! ncn vcrnrthciltcn Ministcr nicht wieder in cin Mini» ^ stcramt cinsctzcn wird. Ministcr, die nicht mehr im i> Aintc sind, können nur bis zum Schlüsse dcr crstcn 1 Scssion nach ihrcm Amtsanstritt angcklagt werdcn. ' Berlin, 26. Iänncr. Großcs Anfschcn erregt H die vorgcstcrn in Poscn erfolgte Vcrhaftnng dcs Re-daktcurs dcs „Dzicnnik poznanski". Lndwig Iagielski. Als Grund dcr Verhaftung wird angcgcbcn cinc gc- i gen den gedachten Redaktcnr eingeleitete Untcrsnchnng ^ wcgcii vorbereitender Handlungen znm Hochverrat!). 1 Diese Vermuthung scheint darin ibrc Bcstätignng zu ^ findcn, daß die VerlM'tung anf Reqliisition der Ab-tbeilllug U. d., ci-licnl Sonntage, brachen in dcm cinige Meilen voll hicr cntfcrntcn Dörfchcll Rcsealoina bedenkliche Un< ruhen ans, welche selbst durch Einschreiten dcr Cara-binicri nicht bcigclcgt wcrdcn konnten. Dic Regie-rllngs- oder Uinstlirzpartel war gleich bereit wic lM' mcr die Unznfricdcnhcit dieses Landvolks als geheime Aufhetzereien dcs dortigen Pfarrers zn bezeichncil. Dieser Pfarrer war crst vor cinigcn Tagen ans dcr Haft entlassen worocn, wo cr sich scit scchs Mona< tcn bcfand, wcil cr als gcgcn die Regiernng loN' spirircnd verklagt wllrdc. Das Volk rottctc sich v^ dem Hansc dcs Syndikns zusammen nntcr dem G^ schrei: /V!»I»!,,^<> I'i»u!<»l!<>, vivu il l'l>,,<»l),» (Pfarrcl) vivri j 'lVi!« Dic dortigen Earabinieri, vcl' stärkt dnrch eiilc halbe Kompagnie Bcrsaglicri, vc^ hafteten mehrere dcr Tnmnltnircndcn, nnd nntcr all' dcrn auch cincil Geistlichen der dcm Spcktakcl zusav-In dcn ungünstigsten und nnrnhigstcn Zcitcn unttk Ocstcrrcich warcn dic Gefängnisse nie so voll wie si^ gcnwärtig. — Vor cinigcn Tagcn wlivdcn vom hil!^ gcn Platzkominando an sämmtliche Höhcrc Schnlcn tl' nigc hnndcrt Gewchrc nlit dein Anflrag vertheilt, d Schüler in dcr Handhabung derselben tl'ätig einzl üben. Vor zwei Tagcn wnrdcn von dcn P^/.'^ Agenten uiclc junge Lcntc vcrhaftct, wcil sic ^ sangen, die zum Ansstand reizen. (A, A. Z/ 99 Frankreich. Paris, 2K. Jänner. Mit dcr topographischen Anfnahmc dcr mcxikanischcn Küsten wird eine eigene Kommission von Ingenieuren und Stabs-Offizieren beauftragt werden. Ein österreichischer Offizier wird in dem französischen Hauptquartier den Feldzug mit» machen, Auch ciuc ambulante Druckerei für die Pul-Ictins. Prollamationen und sonstigen typographischen Bedürfnisse des französischen Expeditionskorps wird bereits in dcr kaiserlichen Druckerei hergerichtet. Spanien. Madrid, 22. Jänner. Die amtliche „Gaccta« meldet, dast sich Ihre Maj. die Königin in interessanten Umständen befindet. Dcr Minister des Auswärtigen hat in dcr Dc-putirtrnkammcr erklärt, Spanien werde von Mexiko eine Genugthnnng verlangen, jedoch dic Unabhängig' kcit des Bandes rcspcktircn. Spanien werde die ^an» desintcrcssen in gebührender Weise zu wahren wissen. slnßland. Petersburg '^0. Jänner. Dem Militär-Budget steht trot) dcr umfassenden Armcc0 Personen waren Tag und Nacht bei Fackclbelcuchtiing mit dem Wegräumen dcr Felstrümmer thätig; am 2i». kamen Bergleute und ül)0 Pion-nicre mtt allen Rettungs« und Bohrrcqnisiten von Dresden'an, um die Arbeit zu beschleunigen. Anch eine Konm'.isston war schon von Dresden aus an dcr Stelle des enisrhlichcn Unglücks. Sachverständige schäpeu die !^ast dcr abgelösten Felswand auf eine Million Zentner, unter dcr die Unglücklichen an 40 Fuß tief bcgrabcn liegen. Bis l l Uhr Früh (2ii.) hat man noch keinen dcr Verunglückten gerettet. Um dcn allenfalls noch bebenden frische Luft zuzuführen, werden Bohrer angewcndct, wcil man hofft, daß dic Verschütteten durch einen Theil dcr Wand vor Zcr» quetschen gcsichcrt sind, — Ucbcr dic im Elbthalc bci Schaudau verschütteten 24 Arbeiter bringen böhmische Blättcr fol-gcndc tclcgraphischc Nachrichten: „Vormittags il Uhr: Man ist bis zur Stelle der Verschütteten gedrungen und hofft, in kurzcr Zeit mit ihnen sprechen zn können. Mittags 12 Uhr: Dic Arbeiten sind soweit vorgeschritten, daß man uon dcn Vcrfchüttctcn crfahrcn konnte, daß 14 derselben uoch am ^cbcn sind; man hofft, ihnen im ^aufc dcs 3tachlniltags Nahrung zu-stcllcn zu I'önnen. Nachmittags 1 Uhr: Alle 24 Vcrschüttcten sind noch am ^cben; es fchlcn noch 3 Ellen bis zu ihrer Erlöiung; man hofft, sic in sechs Stunden zu be< wirkcu. Nachnuttags 2 Uhr: Sämmtliche Vcrschütlctc sind unbeschädigt. Bei Abgang des Boten warcn bc< rcits 3 Mann gerettet. Nachmittags A Uhr: Soeben sind alle 24 ucr> schütteten Arbeiter gerettet, kcincr ist beschädigt.« Nachtrag. Aus Trieft, 27. Jänner, schreibt man dcr „O. D. P ": Dcm Vernehmen nach soll dcr crzhcrzogliche Rath Herr v. Schcrzculechncr — den dcr Erzherzog Ferdinand Max gewöhnlich für seine Privatmissionen gebraucht — eine Ncisc nach Mexiko unternommen habcn. — Dic „Ind. V.", dic siel! schr angelcgcntlich mit der zu bildenden mexikanischen Monarchic bcschäf« tigt, bchanptet, daß die Kandidatur des Erzherzogs Ferdinand Max vorläufig erst Gegenstand der Bc-sprcchnng zwischcn Paris und Wicu sei. Von österreichischer Seite sci dic Bedingung gestellt worden, daß die beiden Wcstmächtc die Verpflichtung über» nehmen, einen Theil dcs Expcditions-Korps währcnd zehn Iahrcn, falls es dcr ncuc Monarch bcgchrcn solltc, in Mexiko zn lassen, damit dcr nenc Thron untcr dem Schnhc dcr Westmächtc sich befestige. Ucucjle Nachrichten nni) Teleglamme. Dresden, 29. Jänner. Das hcntigc „Drcsdi,. Ionrn," veröffentlicht die sächsische Replik auf Oesterreichs Antwort bezüglich des Vnndesreformvrojcktcs. Letzteres rechtfertigend, sucht Freiherr v. Bcust dar-zuihun, daß dic sächsischen Vorschläge Oesterreichs Zusannncngehörigkeit mit Deutschland besser sichere, als Oesterreichs Vorschläge selbst. Nassusa, 28. Jänner. Nachrichten ans Tre< binjc vom 2A. zufolge hat Derwisch Pascha mit 1!i Bataillons Miliz imd 800 Vaschi-Bozuks die anf' ständische Naiah in Slimnica umringt und gegen die Berge von Znbzi zurückgedrängt, ohne Widerstand zn findcu. Die vou dcu Insnrgenten bcscpt gcwcsc< nen Dörfer und Straßrn" sind jcpt in dcr Gewalt dcr Türken. Der Verkehr nach Nagnsa ist frei. Scutari, 2!). Jänner. Tauscud Mann irre» gulärc Truppen wurdcu cutscndct, um dic Ortc Kri> niha nnd Sclza zil unterwerfen. Wegen dcr Ucbcr< zabl der Montenegriner jedoch, welche sich daselbst befinden, werden hcute weitere zweitauseud Manu christlicher Bergbewohner dahin abgeschickt. Trebinje, 27. Jänner. Die Insurgenten ha» bcn Snmlna, Slimnica und ^jnbovo ohne Wider-stand wieder beseht. Die türkischen Truppen sind iu Poglizza konzentrirt. Der Verkehr ist nnr über Na» glisa vecchia möglich. Paris, 2.^. Iäuner. Folgende diplomatische Aktenstücke wnrdcn veröffentlicht: Note Thonvcnels an ^'avalclte voin K. Jänner: Indem die Regierling des Kaisers das Königreich Italien anerkannt bat, hat sie in dcr Ueberzeugung gehandelt, daß dic Wio dcrhcrstcllnng dcs Vergangenen nicht mclir ansfübr. bar sci, Unter dcn Monarchien habcn nnr drei, nämlich: Oesterreich, Spanien und Baiern ''ich enthalten, die offiziellen Beziclnina.cn mit Tnrin wieder anzuknüpfen. Kein Kabintt denkt daran, gcgcn dlc in Italien eingeführte (i>wu,u'Ul''') Ordnung dcr Dinge mit Gewalt zn reagiren. Offen proklamirt, oder still, schweigend zil^el.isscn, ist das Prinzip dcr Nichtiuter. vcitti^n die Schnhwehr oes clill'päischrii Frieden»? geworden. Der römische Hof erwartet sicher nicht fremde Hilfe, nm die verlorenen Provinzen wieder zu er< obern. Ich will uicht glauben, daß Rom jemals einwilligen werde, für Interessen, dcrcu Erfolg rin zwcifelhaftcr wärc, cinc dcr fürchterlichsten Konfta» grationen hervorzurufen. Die hehren der Erfahrung gebieten dcm h. Stuhle, sich — ohne seinen Rechten zn entsagen — zu einer thatsächlichen Transaktion zu entschließen (r,^i^>,,!>-). welche die Ruhe im Schooßc dcr katbolischcn Wclt zurückführcn. dic Traditioncn des Papstthums. wel< chcs Italien so lange Zeit mit seiner Aegidc geschirmt hat, wieder anknüpfen und die Gcschickc cincr grau« sam gcprüftcn und nach so viclcn Jahrhunderten sich selbst zurückgegebenen Nation wieder an sich ketten würde. Es ist für uns nothwendig zu wissen, ob wir die Hoffnung nähren dürfen, daß dcr h. Stuhl, dcn vollcndcten Thatsachen Rechnung tragend, bereit sein werde, cinc Kombination zu cidenkcn (<'>lu— Gestern eröffnete bcr Gc« ucralgouucrncur Schuwaloff die Adclsvcrsammlung und sagte: ohue enge Allianz mit dcm Kaiser sci die Wohlfahrt des Adcis nndenkbar. Der Wunsel, dcs Kaisers sei: dcr Adcl möge scine bevorzugte soziale Stelluug behalten,- nur wcnn er einc feste Stütze dcs Thrones blcibc, könne er seinen Einfluß bcfesti« gen nnd die ungelösten wichtigen Fragen lösen. Der Gouvcrncur vcrsprach berechtigte gemeinnützige Wünsche zu unterstützcn. St. Petersburg, 29. Jänner. Das heutige „Journal dc St. Petersbourg" veröffentlicht einc Note Gortschakoff's an Stöcke! in Washington vom 2>. d. M., welche sagte, der Kaiser habe mit tiefer Befriedigung seine Voraussichte» durch die Eutschei« dnng der Vundesregicrung bestätigt gesehen. Der Kaiser hoffe, die gleiche Klugheit und Mäßigung wer» den das Verhalten der Bundesregierung bezüglich der iuneren Verwicklungen leiten. Der Kaiser sei überzeugt, die Regierung der Union werde die Politik im Ilmern höher stellen, als die Leidenschaft dcr Bevölkerung. Der Kaiser würde es mit Befriedigung seben, wenn sich die Union durch persönliche Schritte wieder befestigen würdc, indem die Anfrechtlialtung der amerikanischen Macht für das allgcmcine politische Gleichgewicht vom höchsten Interesse ist, Southampton, 2!). Jänner. Die Südsiaa-tcnkommissäre Mason und Sliddel sind hcntc anf dem Paclctboot ,,^a Plata" hier eingetroffen. Lokales. Sicherem Vcrnchmen nach trifft in ein Paar Tagen das Fräulein Zadrobilck hier ein, welche cinc dcr crstcn Künstlcrinncn anf dem Klavirrc scin soll. iu dcn lchten Tagen ein ausgezeichnetes Konzert in Agram gab, und auch in ^aibach eines zu ver« anstaltcn gedenkt. — Unsre Theaterbesucher, wclchc in Herrn Schößlcr eines dcr vielbeschäftigtsten Mitglieder der Bühne kennen, werden sicher nicht verfehlen, der Bencfizvorstclluüg desselben, welche morgen stattfin« dct. bciznwohncn, um Demjenigen, welchem sie oft Beifall schenkten, auch das Ergebniß eines vollen Hauses zuzuwenden, Theater. Morgen, Samstag, zum Vortheile dcS Herrn Schößlcr: Die Höhle Soncha odcr die vierzig Nä'uber. — Hierzu: 5IoI 8,»<>,>,i,>iZl. von Voduik. vorgetragen vom Fräulein Emma ilingg. Meteorologische Beobachtungen in Laib ach. ------------—" Bliroiurtl-rstand " " ! Mcdn'schlac, ^ Hlit drr in V p m,s <>» ü LufttlMperatiir «A j,^ Witterung ,bii!i,li, lij Stunden ^"g Beobachtung rrdu^'t uach Ncaum. ^_________________! in Parissr 5'imsn 27. Iänncr « Uhr Mg. 328.81 ^l.2 O,. ^V schwach Ne^u.Schncc 8 „ Nchm. 328.70 .,-^.0 „ l^ dctto tnibe 1.3> 10 „ Md. 328.74 ^-2.4 „ Wmdst'llc dctto 25. „ KUHrMrg. 329. <)6 -s-0.4 Gr. >.', schwach ttiibc 2 , Nchm. 328.6l ^.3.6 „ ^0. detto bcwlllkt 0.00 10 „ Abd. 327.72 ^'-^ " ^ ^^ licitcr Druck nnd Verlag von Ig'mz'v.'Kleimnayr se Fedor Vambergl — Verantwortlichcr Redakteur: Ignaz v. K'leinmayr. 5lnl)rtM(} 5ur Qaibad)ct &eitun$. ^M'll'lilipt'll^is ^ir», (Mittag >'/. Uhr.) ssi>, ,»,t> evst ^»> Schluß i,l S^fükittoi!'P.N'l<'N'l> ,,'ne llei»!' N^iftio«, durch Gewinnst' t>,zah!l Da^lg!» I^.^i^v 8l,'sc mn <"/.. u»d N.^ll'nal- >'ll!l>!n!! »in ,,!,? ,ttl,i»i^f,it l'iüicjir, B»» (^rüüd.ntlaslull.,^ - Ot'li^atioiun Mährisch.' und K^'^tische grsucht. I» Klsdit - Äfticn das Ocschäst scl,r lsl'lia't und dic ,!l»>6 - Zchw.infii,!,^!! l'cdiiitlüd. Bails -''lltilü. '.'««.'lobahii - und D^oipischiff -'<'!!tirn clw^s hül,sr. daglj,n! Lll'yd- und (slisal'sth - Wtsil'.ihn.'Alliei, iinl ^l si. Kar! i!>idw!>i - ^ahl! -'.'Ut c>! »,» « f>. pr. S.»ck l'iNi^<, H» fltliid.» Valuts» »üd Mttallt» bei un lwöhnlich grc>ß,n Uinsäh,» sch!i,s!lich »„ch n„ dur^schnittlichtr Rlickg^n^ v,,'» u,2>°/^. ft)eltlicl,c Hci,uld. ^v. dc« Hl„««t» (sl!l Ilio ft.) l^eli- 'Rl.nc 5n ^ss,rr. 'Rläliruiig , <» '»'/« "5 — «'i'. '^, H'/. Anlch. vl,'i> 1«<»> mit Rintj. W 2H l»0 35 N>i«io!ic»I ' ?»it Ia,!l!.l-^up......5 „ «ll 40 83 .)" Nc>tio>uU - Aullhln «lit ?irril - <5c>,N'......, 5 ., i'.i .'»<» «-l 70 Mct^üi.ilies ..... „ ä „ »>!! 50 ,»<» ,l» d«t!u »,it !1>i^l - Cl,'»p. „ .') „ !»!».!»l) U!»,7» d.tto ......^lj., »ll — mit V.rloüii,., u. I l,^:z^ . . >:<',,.'»<> ll;6.7.> „ „ l!>.>^ , . '.»i ..0 '.<2 -., „ !^tt>» zu ö<»»> >'!. . . >-«,?<» f<«80 „ » l)0 ü. i).,,-- i^'»2., lzrMl'lR.'üt'-üsch. <<» 42 !., ül„ls. !«».',» l?.-!l, vlr ^rl'i>lli»l>,r (sür 100 ft.) ^r!,,ldl!IlI^,^!!lgs-Ol'lij;cU!l,'!l,!I. Ni»dli'O>!^>rcich . . zu ü"/, ><^,— i-9,— Ql>. Oe,t. und Ea!<. , .. ^ „ 8?.- !^?^> A^hüirn......5 „ t^U. ' «'.'.»<> 2!li,l»!l,>l.......« >'» „ ^X "' ^^ '^ '11.ahr.ll u, Schl.',uu . „ 5 „ 87.''« U» — llüglN» ... „ >'» . 70 75 7l 2^ ts>», Ä^ü,, Kr». ». Slav. „ i', „ «^ .,0 <>!> -^ Äali^ir».....« >'» „ 6^i'»li <>^> 7., Zicl'lut'. u. Äuf>.'w.. . „ 5 ^ «7.— «>7 .><^ Vfü.liauischcs ÄuI. >8.'»!) ., .', ', '. <> - «<>. « Aktien (pi, Sti,cl), ^alil'naü'.iiif......7!,!,— 7!!! - .ll>.ril-^l»!,alt iu 2> <) sl. 0. W. Ü»^X» i. ^'. (5cs, z. .'><><» ,!,l' ')<<, >',.N,— ,-«?. F.rr -'.'i^dl', ^. <<><») si. (>1><. 2l.<« 2l.'i) -.^ta,ils-lzl,,-(^.s, zu 200 sl. ^. U»i. ld>r .i<»<) ,'vr......^7«».» ^ 27? - ,,» l»il .'>,' Zur ,,^'idd. iljcld.-B^^OO,, .. »27.— «^?,.^» Tiidl, St.iat«-,l^»,b.-ueü u. ftliit. ttal. His. 20«, s> »i. )l,l. .»l, ,n. ^Xi!,,, ,star>^lldw,-Bab»,z>l20UlI. ^.. Äi, !n><»!) ,1. («!»"/,) linij. !!>,».— >!!l1,5< iD,sl D<,'li,.D>!,»l,',!ch <.">,' ^^. 4:l", 440-Ol,^crl.ich ^ll,yl> i„ Tricst ^^ 2>»2 — 2-»4. -W,s». Da,:n'!»!.-^lt,-(>"»s '^.^ 40« 4i>.'»,-zjssllicr .ttlXtiil'riictl!! . . . Hl1<> — 4»2 — ^.ilü«, Wc,',l'a!,n ,40 si (><>"/.) Ki»^, «47. - ,47.- 5pfn»dl,rirfc liür!<»<» l< » )latil'».il- ttjäl,, v..'i !^->7 z./,"/» l<>2.'>« «<»:! — !'»»! ans l<) ., s.Il.' „ .'» „ '.<7 - '.»7 ..<» l,i, !1)i. vnk'Zl'.n.' „ .', „ «'.» «,»,'.'.'. ^.illc'nall', < , ., ., .) .. ,^, !0 «.> 2., Vvsc (l',r Z!!,>!) «red -A»,1^lt f>,r H^>»^>l » ^>cll,, ^',! !<»!, ,l, li,1. W.....>2..'»<) 2'7., ^0»,-Da!!lpss,-W ,, !l»<» sI,(5H'i '.»<.»?.'> l»«< Ht.lplsts»!. O,lü ^u 4<» >!, ü. W, , ,'i 7 25 :l7 7.'> «slcü^zy „ 40 „ (5^i. . <^<..'»<» l'0. - 2.1 lü> ,. '»!» .. :l? ö<» »^ — 'i!'Nssy ,,, 4l> l^. <,'' 'I. 3«,— :i'.»..'>>l Zt. G<»,'is .^ '!(» ., ,. , .17.2.'» :,2ä Hl.7.» Wal^üei,'. ., 20 ., .. . 24.— 2».2.'i K>picric!, « 10 ., ., . ltlä' 17.— Wechsel. A Ml'!! at, Osld Arise In^l'un,. iiir 0«) ,1. sndl', W. . ! <7 — ll? 2l> >r»,!!,!,!l a. >2>i , d.ttl' . l!?,2^ > l 7.40 . > !».!.2.'» ^,",t>l'» !-,> lO >j!s. S!.r,i»z, , l:i8,— >:<« !."» ll.ni,?, ,»l !"<> ^>>,,!<^ , . . i>4.<»0 »^,»i.» e»vur^ der l>il>lt»sl,rlr!l. ,t M»,!,^'Dillat>!! <» lr. «iftäl Nfr !lü,'nell . . . !« „ 97 „ l» „ - ,. '.>^!^ul<^!!sd'u<' . X» „ i'8 ., l > „ ' - „ Ä»,s ^!!>!'>ri«!r . li „ 2«» .. >l „ 2i Vcrsin^üi.U.r 2„ 7„ 2„ 7'/, „ Z,ü'cr-'.'!>, >l' ,7.7 .. 2,') ., »A? l)0 Effekten- und Wechsel-4'Nlrse an der f. k. üffeutlichclt Vorse in Wien. Dr» :iU. Iä!,l,er 1802. öftesten. -Wechsel. ö'/. 2'i.,tall!>i>irs ,;!» Silber . . . 137.76 ü'/, .'l>U.'?l»l. 53,'l5 z,^!i^'i> . . 13,^40 V.l«f>>ltit» . . 78U.— .,t.f. Dl»f.,t.» «.ii2 K,,dil.,ftil» li>.2- j Lottozlehungen vom 2l). Jänner. Wien: 3» 3« 0 iltt 8.5. Graz: »«» «3 32 25 2S. F v e »»« de n 2l «lzeiste. De„ 29. Iamnr 1862. Hr. Mcyer. Ixgeüielir. uo» Ällgsblllg. — Hr. Cobl». Haüdllc'malil!. vo» Msiücht». — Hr. Niyl, PllUlUier. voi> Ferlach. — Di> Hfrren Fischer, Hl,l!-del^a^ext. und — Zappelt, ron Wien. 3 'S*- (0 Die NIEDERLAGE Jier k. k, rrjlcn «^^^ laniicsbrfuotrn Klattauer Wasch-waren-Fabrik des /.^.Pfltteljiuctg, befindet .sich bei ALBERT TRINKER in liiUPKK-lu llauiMplatz IVi*. «yi?>. 3. 2n;. W ^ranziska Selidc! gibt für sich und ihre unmündigen Kinder allen Frcnndcn und Ackauntcn > die traurige Nachricht von dem Hinscheiden Ihres geliebten Gatten, bezüglich Vaters, N V n welcher im 43. Lebensjahre nach langen schmerzvollen Leiden, versehen mit den heiligen Sterb ^ satramcnten, am 2^. Jänner in Wien gestorben ist. > Die Hinterlassenen bitten die Freunde des Verblichenen um stille Theilnahme. I Laibach am 31. Jänner 1862. 3. 209. (1) ~"~ ..... in Jul. Aug. VoUmer's Dan- md Maschinen - SchlLemmn - Wetmlllge sind alle GattlllllM gepreßte, verzinnte lllld nnverzinnte Blcchge-schirre neuester Fa^on zur Answahl bereit; auch sind alle Gattnnqen Schlosscrwaren, Tparherde, Qfcn jeder beliebiqen Größe, Vopier- ö> Tiegelpressen, F^rbreibmaschiuen, Kaf- fehmühleu vorzüglicher Güte, alle Gattungen Sicherheitsschlösser mit Mignon-Schlüssel n^nester patentirter Kon-struktion, dann Dezimalwageu von 1—!W Zentner Trag-fähigkeit sammt Gewichten bis 50 Pfnnd zu haben; endlich be-befindet sich hier das Kommissionslager eiscncr, fenerfestcr, geqell Einbruch sicherer Geld-, Bücher-s? Dotumenteu-Kassen der k. k. llMdcsprw. Fabrik HU^»'««^«»« l8«I^8t5 am i. Februar 1863 st utfmdtt Der Verlosungsplan dieses Lotto-Anleheus enthält die Summe von fl. 8,^IH.T4 gemacht werden MUß, beträgt fl. El.? und steigert sich progressive bis fl. 361. S. M v Natk^ild. Hermann Eodesco's Siihne. 7 r / " liose *in«l In Lailmcli zu luttien, bei *#. JE. ti nlnctier.