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Es ist eine heilige Pflicht für im« im Hinterlande nicht nur in Dankbarkeit und Stolz unserer Helden zu gedenlen. sondern auch opfersroh beizutragen, wen» es gilt, Herd und Heimat unserer braven Soldaten zu schützen. So wollen wir in den nächsten Sammeltagen für die Witwen und Waisen des 87. Infanterieregimentes eine reiche Gabe aufbringen, damit das nnit dem Tode besiegelte TreuegklöbniS unserer Helden nicht entwürdigt werde durch Not und Jammer ihrer Lieben, die sie auf ihrem Heldengange zurück« lassen mußte». Ich kann der frohen Erwartung Ausdruck geben, daß der hochcdlc Zweck des ZuckerltageS am 6. und S. September die Bewohner unserer Stadt zu Beiträgen veranlassen wird, die unserer altbe-währte» Opferfreudigkeit sich würdig erweisen werden. Cilli, am 6. September 1917. Bürgermeister Dr. Heinrich v. Jabornegg. Eine liedentungvoolle Tagung der deutschen volksräte von 'nid-Österreich. Im Ralhaussaale zu Marburg fand am 2. d. unter dem Borsitze der Herren Dr. Otto Ambro-schitsch (GiQi) und Dr. Ferdinand Eger (Laibach) eine gemeinsame Versammlung der deutschen Volks-rate von Unterst^iermark, Kärnlen, Krain und Küstenland statt, an welcher u. a. auch Herrenhaus-Mitglied Fürst Auersperg, die ReichSralSabgeordneten Graf Barbo, Dobernig, Einspinne«-, Nennteusel und Marckhl, LandtagSabgeordneter Neger, die Herren Professor Dr. Greyer und Direktor Dr. v. Wolawa als Vertreter des Deutschen Klubs in Wien und Inge, nieuc Schiöder als Vertreter des Deutschen Volks-rateS für Wien und Niederösterreich teilnahmen. Die Neichsralsabgeordneten Hosmann von Wellenhof, Pantz, Wolf und LanteSauSschußbeisitzer Stallner halten ihre Abwesenheit drahtlich entschuldigt. Nach eingehender Erörterung der politischen Lage, der südslawischen Forderungen und der Frage der nationalen Autonomie wurde folgende Entschlie. fjwtg angenommen: Die Deutschen Südösterreichs halten an den Grundsätze-l des deutschen Osterprogrammes in »ol-Ue-v vnf^nze fest und sehen die Voraussetzungen für ein lebensfähiges Oesterreich nur dann gegeben, wenn die Grnndforderung des OsterprograminS er-füllt wird: Schaffung des EinheilSstaa/cS unter Ausscheidung GalizienS und Einführung der deut-schen Staatssprache, welche Grundsorderung die an-deren Nationalitäten in der freien kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung keineswegs hindert. Gegen die staatsrechtlichen Fordernngrn der südslawischen parlamentarischen Vertreter vom 30. Mai 1917, für die erst in jüngster Zeit in der Bevölkerung Stimmung gewacht wird, nehmen die südvsterreichischen VolkSräte schärsstenS Stellung und legen im Namen aller Deutschen Südösterreichs da-gegen feierlichst Verwahrung ein. Dnrch die Ber-wnklichung dieser Forderungen müßte die Monarchie im Sinne unserer Kriegsgegner zu einem machtlosen Nationaliiäten-BvndeSstaate herabsinken, der sowohl einer einheitlichen Aimee als auch einer wirksamen einheitlichen Vertretung nach außen entbehren würde. Dadurch würden ferner Hunderttausend? Deutscher ihrer angestammten Heimat beraubt, die Deutschen Oesterreichs von dem Zugänge znm Meere und zum Balkan abgesperrt und durch den erfahrungsgemäß unabwendbar zu erwartenden ©oijfon deutsche Industrie und deutscher Handel a»S den südlichen Wirt-schastszebieten verdrängt werden. Auch eine nationale Autonomie inn.rhalb der südlichen Kronländcr müssen die deutschen BolkSräle Südösterreichs unbedingt ablehne?, weil sie einen Schritt zur Verwirklichung des selbständigen südsla-wischen Staatswesens bedeut,» würde. Wir richte» daher an unsere parlamentarische Bertietung die dringende Forderung, die Durchführung der nalio-nalen Autonomie innerhalb der südlichen Kronländer abzuwehren. Wir machen den Abgeordneten die schärfst« Wachsamkeit und Gegnerschaft gegenüber der neuen Regierung j>tz, umsomehr zur Pflicht, als durch die Ernennung des füdstawischen LandSmannministerS den Plänen der.südslawischen Führer Vorschub ge-leistet worden ist. Die Vertreter der deutschen VolkSräte geben ferner ihrer Empörung darüber Auidruck, daß in der südslawischen Presse eine Hetze gegen das Deutsche Reich, unseren treuen Bundesgenosse, und Helfer, betrieben wird. Wir gedenken in treuer Dankbarkeit der tapse, rcn Helden an der F-ont; das deutsche Bolk wird mich im Hinlerlande seine Pflicht tun. .Der Weltkrieg. Der Krieg gegen Ruhland und Rumänien. Der Bericht des österreichischen General st abes. Amtlich wird verlantbart: tt. September. An der Heeressront des Gene-ralobersten Erzheizog Joses vielfach lebhaftere Kampflätigkei«. Der Chef des GeneralstabeS. Die Berichte der Deutschen Obersten Heeresleitung. 6. September, ^rnnt o. Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold y Bor der Front der achten f Tc fuöcn i Müssen ihren Rückzug nach 42. Jahrgang. Norden und Nordosten in Eile fortgesetzt. An der Düna hat der Feind feine staiken Stellungen biß Friedrichstadt geräumt. Die bei unserem schnellen Vormarsch bisher nur unvollständig festzustellende Gesangenenzahl und Beute beträgt 120 Offiziere, über 7500 Mann, 180 Geschütze, 200 Maschinen-gewch:e, mehrere Panzerkraftwagen und sehr zahl-reiche» KriegSgerät aller Art. Oberste Heeresleitung. Der Krieg gegen Italien. Die erbitterten Kämpfe in der elften Jfonzoschlacht. Amtlich wird Verlautbart: 6. September. Gestern vor zwölf Tagen be-gannen die Italiener den planmäßigen Angriff gegen den Monte San Gabriele. Mächtige Geschütz, und Minenwersermassen vereinigten durch viele Sund*» ihr Feuer gegen unsere Höhenstellnuger». BorgMern erreichte das Ringen seinen Höhenpunkt. Der Berg, gipsel wechselte mehrmals de» Besitzer. Gestern mit, tags war der Monte Gabriele wieder voll in unserer Handl Abends wurde abermals ein starker Angriff blutig abgeschlagen. Trieft war abermals das Ziel zweier italienischer Luftangriffe. Der Ehef d<^ GeneralstabeS. Ans Stadt und Tand. Auszeichnung. Herrn Eugen Kainer, k. u. k. Haupimaim des Ins. Reg. 87 wurde die wiede, holte kaiserliche Anerkennung (ZilberneS Sig-»um laudiü am Band^ der !apscrkcitSmedaille) zu-teil. Hauptm.rnn Kainer virkt, sciidem er von seiner auf dem nördliche» Kriegsschauplätze erlittenen schweren Verwundung genese» ist, beim Ersatzkader des Hansregimentes ebenso rastlos als erfolgreich. Dieses hervorragend verdienstvolle Dirken hat nun-mehr die Anerkennung des Obersten Kriegsherrn gefunden. Hauptmann Wilhelm Wodiczka. Un er Hansregiment steht tiefira -ernd an der Bahre einer leiner erstklassigsten Offiziere. Hauptmann Wilhelm Wodiczka ist om 31. August auf dem Monte Gabriele au der Spitze seiner Kompanie dem mörderischen Ansturm der Feinde trotzend durch einen Granatsplitter in der Bauchgegend schwer ver-ivundet worden und hat am 1. d. in einem Feld-spitale den Heldentod gefunden. Hauptmann Wo-diqto war 3 Jahre an der Front und hatte an allen größeren Unternehmungen des Regimentes rühmenswerten Anteil genommen. Ein echter Sieben-undachtjiger hat er immer und überall einen durch nichts zu erschütternden stahlharten Heldenstnn an den Tag gelegt. In der beharrlichen Arbeit des Friedens wie in den fchwers^! Stunden des Krieges hat er feinen Kameraden^? ihm mit Liebe und .Hochachtung anhinge», l^,!e.tdeS Beispiel eine« «oldaten im besten SiÄT deS Begriffes gegeben. Unvergeßlich wird dem ^Mimente namentlich seine hervorragende Teil»ahmV>x7.der so glänzend ge-glückten Erstürmung des Steinbruches bei Selz im Oktober 1915 bleiben. „Bei Selz verjagten Ab-teilungen des Jns.-Reg.S7 die Italiener aus einem in deren Kampslini? gelegenen Steinbruche, schlugen einen Gegenangriff ad ijnd sprengten die feindlichen Stellungen." So heißt es im Heeresberichte vom 8. Oktober 1915. Die Leele dieser ruhmvollen U«-ternehmung ist Hauptmann Wodiczka gewesen. DaS Militärverdienstkieuz 3. Klasse mit Schwertern, die beiden Lignum laudiS mit Schwertern und andere Auszeichnungen zierten seine Heldenbriist. Noch am 1. August wurde er außer dem Range zum Ha«pt-mann befördert. Kailer und Reich die Treue bis zum Tode haltend, ist er dahingegangen. Das Re-giment hat eine Todesanzeige herausgegeben, in Seite 2 welcher eS heißt: „Mit dem Heimgegangenen ver-lieft das Regiment einen tapfere», tatkräftigen, vor-zuglichen Offizier, der den ganzen Feldzug in seinen Reihen mitgemacht hat. Seine Kompanie betrauert den Verlust ihre« fürsorglichen trefflichen Führers, das Offizierskorps einen liebenswürdigen und treuen Kameraden. In Treue, Verehrung und Dankbarkeit werden wir feiner stets gedenken.' Ueber das Regiment hinaus, dem er mit restloser Hingebung an» hing, werden alle, denen HeimatSliebe und Helden-mut verehrungSwiirdige Begriffe siod, Herrn Haupt-wann Wilhelm Wodiczka stets eine ehrenvolles Ge-dachtnis bewahre». „Was vergangen kehrt nicht wieder; Aber ging eS leuchtend nieder. Leuchtet's lange noch zurück." Fremde Orden Der Kaiser hat gestattet daß der Zahntechniker «manuel Hoppe in Cilli die königl. preußische Erinnerungsmedaille annehmen und tragen darf. Iuckerltag. Am 8. und 9. d. findet über Anregung des allverehnen Oberst-Brigadiers Herrn Franz Hoßner, des Vaters unseres heimischen 87. Jnf.-Reg., in der Stadt Cilli ein Zuckerltag statt, bei dein unsere Mädchen, die dem allgemeinen Woh'e so freudig ihre Dienste zur Verfügung stel» len, hüb>ch ausgestattete Zuckerschachteln zum Preise von 1 K verkaufen werden. Versäume eS niemand bei diesem Anlasse recht große Mengen an Zucker aufzukaufen und selbst vor dem Hamstern nicht zu. rückzuschrecken, da ja der Reinertrag des Zuckerl-tageS dem Witwen- und Waisenson^e deS 87. Jnf.« Reg. gewidmet ist. Hochherzige Spende. Die Gemischtwaren-Handlung des Herrn Gustav Stiger wurde dieser Tage in dessen eigenes, neuerbauteS Haus, Haupt-platz 3, gegenüber dem bisherigen Geschäfte, ver-legt. Aus diesem Anlasse hat Herr Gustav Stiger je 590 K dem Witwen- und Waisensonde des 87. Jnf.-Reg. und den Stadtarmen zugewendet. Die Einschreibung in die Hausfrauen schule findet am 17. d. im Sparkassegebäude (Mitteltrakl) 2 Stock, von 10—12 Uhr statt. 3um Iuckerltage haben Herr Dr. Paul Musil von MoUenbruck und Frau Emilie Gaspa-rotti je A00 K gespendet. K. fe. Staatsgymnasium. Die Aufnahme in die erste Klaffe findet im Herbsttermine am 17. September um 9 Uhr statt. Die AufnahmSwer-ber haben daS FrequentationSzeugniS der Volksschule und den Taufschein vorzulegen. Die Aufnahm»-Prüfung beginnt am 17. d. um 2 Uhr nachmittags. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 9. d. findet um 19 Uhr vormittags ein öffentlicher Gottesdienst statt. Cillier Mustkverein. Der Schulanfang findet in diesem Jahre Donnerstag den 20. d. statt Die Anmeldungen werden am Montag, den 17. und Dienstag, den 18. d. zwischen 1t) und 12 Uhr vor, mittags und 4-6 Uhr nachmittags in der Direk-tionSkanzlei entgegengenommen. Wie in den Vor-jähren so sind auch Heuer die BefreiungSgesuche bei der Anmeldung abzugeben. Neu eintretende Schüler haben sich einer Prüsung zu unterziehen. Schüler oder Schülerinnen, welche schon Vorunterrichl ge-«offen haben, müssen zur Prüfung da« zuletzt ge-fpielte Material mitbringen. Die Aufnahmegebühr und das Schulgeld für den ersten Monat sind so-gleich bei der Aufnahme zu begleichen. DaS Schul-geld beträgt vom neuen Schuljahr an für alle Fä-cher: Unterstufe monatlich 10 K, Mittelstufe 12 K, Oberstufe bis auf weiteres auch 12 K. Weitere Aenderungen haben nicht stattgefunden. Auskünfte geben in der Schule die Schuldienerinnen und die Schulordnung. Heiterer Abend im Cillier Stadttheater zugunsten des Witwen- und Waiseit-fond» deS 87. JnsanterieregimeniS und Schützen-rezimenlS Nr. 26. DaS bestbekannte Illusionisten-paar M. Alexander und Frau tviifc am Mittwoch den 12. September, 8 Uhr abends, am hiesigen Stadttheater einen Abend geben, wobei auch die berühmte spanische Telepatistin Donna Anastella mit-wirken wird. Der „TageSlote au» Mähren und Schlesien" brachte über die Leistungen deS Paares Alexander die folgende anerkennende Kritik: „Einen höchst anregenden Verlauf nahm die Zaubervor-stellung, die am SamStag abends im großen Fest-saale deS Deutschen Hauses in Brünn stattsand. Alexander sind Künstler auf ihrem Gebiete, Bir-tuofen in der Kunst, ih?e Gäste zu unterhalten. DaS zahlreiche Publikum amüsierte sich denn auch den ganzen Aden» über köstlich und kargte nicht mit AuSbrüchen spontaner Heilerkeil und herzlichsten Beifalls. DaS Ehepaar Alexander machte scheinbar Wachs daS Unmöglichste zur Wirklichkeit Aber auch für den, der eingedenk deS Wortes „Geschwindigkeit i, keine Hexerei" sich durch die verschiedentlich«» »Wurder" nicht so leicht verblüffen ließ, bot die Vorstellung eine Reihe von Sensationen, für die er vergeblich nach Erklärungen gesucht haben dürfte. Aufsehen erregten auch die Leistungen der Gedanken-leserin Anastella, die die überraschendsten Erfolge erzielte. Jedenfalls hat niemand den Besuch der Vor-stellung bedauert, wer ihn aber Samstag versäumte, der sei darauf aufmerksam gemach», daß nur noch eine oerartige Produktion, und zwar morgen abends um 3 Uhr stattfindet. Karten dazu werden im Grand Hotel ausgegeben." Dieses unumschränkte Lob läßt auch für das hiesige Publikum Hochinteressantes erwarten. Nachdem nur eine einzige Vorstellung stattfindet, soll und wird niemand den Besuch ver> säumen. Der Vorveikauf findet von heute an der Kasse deS StadttheaterS statt. Gewöhnliche Theater-preise. Erhöhung des Strompreises. Wie wir erfahren, ist nun wieder eine Erhöhung deS Strom-Preises für die elektrische Beleuchtung unvermeidlich, da der PreiS der Trifailer Kohle, der im Frieden 90 Heller betrug, nun neuerlich und zwar auf 2-10 K erhöht worden ist. In dieser maßloken Er-höhung liegt eine Ausbeutung des armen Volkes, der die Regierung nun denn endlich doch einen Rie-gel vorschieben muß Gemeinsames Borgehen der fteiri-fchen Parteien. Wir werden um Aufnahme nach, stehender Zeilen ersucht: Freitag, den 31. Angust 1917 sano im Landhaust in Eraz neuerlich eine Besprechung der deutsch steirifchen ReichSratSabgeord-neleu aller Parteien unter dem Vorsitze deS Herrn Abg. LandeSauSfchuß Dr. Hosmann von Wellenhof statt, um die Mittel und Wege zu beraten, wie die Kriegsverforgung deS Landes gefördert und die bis-herigen Uebelstände beseitigt oder doch noch gemin-dert werden könnten. Vollkommen einmütig wurde beschlossen, die bisherigen fallweisen Besprechungen regelmäßig zu gestalte» und eine gemeinsame Ar. beitsstelle in Graz zu errichten mit der Ausgabe, das Material sür die gemeinsamen Schrille der Parteien in Angelegenheit der KriegSverforgung aller BedarfSfachen vorzubereiten. Eine gemeinsame Bor-spräche bei dem Herrn Landeshauptmann Grasen Edmund Atlems ergab dessen größte Bereitwilligkeit, sür diese» dem öffcnilichen Wohle d.'S Landes die-nenden Zweck die nötigen Kräfte für die Arbeit«-stelle zur Verfügung zu stellen. Da das bisher fallweise zustande gekommene und aus begrenzte Ange-legenheilen beschränkte gemeinsame Vorgehen der Parteien nunmehr den Charakter der Regelmäßigkeit und der Ausdehnung auf das ganze Land erhalten hat, wurde auch beschlossen, die slowenischen Abge-ordneten deS Landes zur Teilnahme an den gemeinsamen Borgei)en der ReichSratsabgeordneten einzu-laden. Allfällige Zuschriften sind zu richten an die Abgeordne.des Kommissionen zur Regelung des ViehverkehreS denselben in gleicher Weise zu organisieren wie den Riudereinkauf. ES find vom Beginne der Wlik>amke>t der-Verordn nung (1. d.) nur noch die mit Legitimationen der Landeskommiffion bezw. der BezirkShauptmaanschaft versehenen Personen zum Einkaufe berechtigt. Zu-widerhandlungen werden bis zu 5000 K Geld oder 6 Monaten Arrest bestraft. Der Ankauf von Be-sitzern zu Besitzern zum Zwecke der Zucht uud Mast ist gestattet, jedoch dürfen die Tiere in diesem Falle durch 2 Monate nicht weiter vetkauft oder geschlachtet werden. Ein Ansorderungsrecht, wie eS für Schlacht-rinder besteht, ist für Schweine dermalen nicht ein-geführt. Ebenso wir» die Abgabe von Zuchtschwei-nen auS den Stationen der LandwirtfchaftSgeselljchast hiedurch nicht berührt. Unzulässiger Ankaus von Getreide, Hülsenfrüchten und Kartoffeln. Das Land-wirtschafiSaml der Statthallerei teilt uns mit: ES mußte wieder die Wahrnehmung gemacht werden, daß in einzelnen politischen Bezirken unzulässiger Weise ganz bedeutende Mengen an Getreide sowohl von Bezirksangehörigen, als auch von auswärtigen Personen, inSbesonde«» von KiiegSflüchtigen zumeist zu ganz übertriebenen Preisen ausgekauft und »er-schleppt werden. Da» LandwirtschastSamt macht daher neuerlich darauf aufmerksam, daß Getreide, Hülsensrüchte, sowie Kartoffeln für den Staat mit Beschlag belegt sind. Der Ankauf ist nur den Be-auskragten der Kriegs GetreideverkehrSanstalt gestat-tet. Der unberechtigte Ankauf unterliegt strenger, politischer Bestrafung, Geldstrafe bis zu 5000 und 20.06t) K. Arreststrafe bis zu 6 Monaten). Die vcrbolsmäßig angekauften Gegenstände werden un° nachsichtig mit Beschlag belegt, die Kartoffeln für verfallen erklärt. Es wird ein strenger Ueberwachungs dienst zur Verhinderung der verbotswidrigen An-käuse und zur Hintanhaltung der ebenfalls immer mehr überhandnehmenden Feldfrevel eingeleitet. Ungesetzlicher Verkehr mit Heu und Stroh. Die außerordeniliche «.«appheit an Futter-Mitteln, die in schroffem Mißverhältnis zu dem ge-steigerten Bedarf der Heeres»erwa!tung steht, hat die bekannte einschneidende Maßnahme der gesamten Heu- und Slrohcrnte zugunsten deS Staates und im Anschluß daran daS sNeuge Verbot jedwelche» unbe-r-chtigten Verkaufes von Heu und Stroh notwendig gemacht. Gerade diese Bestimmung wird aber immer wieder übertreten und eS kommen der Futtermittel-stelle tagtäglich von ihren Uebernahmskommissären Beschwerden über Heuschmuggel und Ausfuhr von Hcu ohne Bewilligung zu. Da sehr strenge Strafen für die Übertretung dieser Vorschrift festgesetzt sind, ie sowohl den Verkäufer als den Käufer treffen, i wiederholt an die Einsicht der Bevölkerung die Mahnung gerichtet, im wohlverstandenen eigenen Interesse die einmal in Kraft stehenden Vorschriften zu beobachten. Nummer 67 Deutsche Wacht Seite 3 Geistige Getränke aus Obst. Die Ber-Wendung von Aprikosen, Pfirsichen, Birne». Zwetsch-ken oder Aepfeln, serner von Rückständen von Obst dieser Arten, endlich von Obsterjeugnissen oller Art zur Herstellung von Branntwein zum Zweck deS Weiterverkaufe« ist mit Beiordnung dcS Amtes für LvlkSernähnmg »erboten. Ausnahmen könne« vom Amt für VolkSernthrung nur für solche« Obst be« willigt werden, das zum menschlichen Genuß un> tauglich ist und zum Dörren oder zur Herstellung von Marmelade nicht verwendet werden kann. An-suchen um die Erteilung solcher AuSnahmSbewilli-gunzen sind im Wege der Gk«nse> und Obststelle in Wien einzubringen. Südslawische Freiwillige für Frank reich. Da« erste Kontingent südslawischer Freiwil-liger kam aus Amerika in Marseille an. — Was dazu die südslawischen «Dynasten" in Lüdösterreich sagen werden ? Böhmische Union Bank. Stand der Ein-lagen gegen Kassenscheine und Einlagsbücher am 31. August 1917: 142.755.994 98 K. Deutsche unterstützet eure Schutzvereine! Neuerliche Auflichue des Kriegsmctall-Einkaufs. Laut Berord»ung d s f. k. Ministeriums sür Landesverteidigung vom 25 Juni 1917 wurde die schon seit 23. September 1915 bestehende Abliefe-rungSpflicht sür Gegenstände aus Kupfer, Kupferlegierungen, Nickel und Aluminium weiter auSgedeh»!. Die Heere'Verwaltung fordert mit dieser Verordnung die Bevölkerung Oesterreich« von neuem auf, die Wehrkraft der Armee durch rasche Ablieferung der zur Munitionsherstellung erforder-lichtn Metalle zu festigen. Im vertrauen aus die bewährte patriotische Gesinnung wird zunächst zur freiwilligen Abgabe der beschlagnahmten Gegenstände aufgefordert. Um dem Publikum den freihändigen Verkauf der ablieferungSpstichtigen Gegenstände zu erleichtern, hat die M e t a l l z e n t r a l e>A k t i e n g e s e l l s ch a f t gemeinsam mit dem Verband Oesterreich!, scher Eisenwarenhändler neuerding«, ebenso wie in den Jahren 1915/16, in zahlreichen Orte« Oesterreichs Kriegsmetall-EinkaufSstellen errichte«, deren Adressen durch die Zeitungen bekannt-gemacht werden. Der Einkauf erfolgt wieder gegen Barzahlung aus Grund behördlich sestgesetzter Preislisten, die in den Einkaufslokalen angeschlagen sein müssen. Ueber die Art der abzugebenden Gegenstände werden Flugblätter die nötigen Ausschlüsse erteilen. Die Flugblätter sind bei den G e m e i n d e ä m t e r n und EinkausSstellen gratis erhältlich und wer-den außerdem du ch die Zeitungen verbreitet werden. Der sreihändige Einkauf wird wieder nur eine beschränkte Zeit hindurch gestattet, noch deren Ab-lauf die behördlichen Requisitionen einsetzen werden. Bei diesen Requisitionen findet erst eine nachträgliche Zahlung statt und kommen niedrigere Vergütu»gSsätze zur Anwendung, weshalb e« im eigensten In-teresse des Publikum« liegt, von der Gelegenheit zur freihändigen Abgabe unverzüglich Gebrauch zu machen. Die Einkaussstellen sind bis auf weitere« er« mächtig», auch andere metallene Hauige-räte zu behördlich festgesetzten Preisen anzukaufen. Es ist hiedurch eine letzte Gelegenheit geboten, diese Gegenstände freihändig zu verkaufen, von der um so mehr sofortiger Gebrauch gemacht werden sollte, da jetzt Kommissionierungen im Zuge sind, in deren Verfolg säumige Abliefere! zu strengster Berantwor-lung gezogen werden. Verzeichnis der KriegSmetall-Einkaufsstellen siehe im Anzeigenteil. MATTiONI'S E1NZI8 M SEINER| KNW.YTISCHEM BESCKWTENr'E ' BESTES ALTBEWAHRTE FAMILIEN-GETRÄNK Cinschrtibungskundmachung für die städtischen Volksschulen. 1. Knabenvolksfchule: Die Einschreibung für sämtliche Schüler nur am Tvlllltag den 16. September von 8 bis 12 Uhr im 1. Stock, Karl Traungafse Nr. 10. Die neueintretenden Schüler sind von den Eltern oder deren Stellvertretern vorzuführen. Dabei sind Taufschein, Impfschein und Heimatschein vorzuweisen. Scküler, die im vergaugeueu Schuljahre bereits die hiesige Anstalt besucht haben, baben unr die letzte Schulnachricht mitzubringen. Der Cröffnnngsgottesdienst findet am Montag den 17. September um 8 Uhr statt. 2. Mädchenvolksfchule: Die Einschreibung sür die 1. Klasse am Samstag den 14. September, für die anderen Klassen Sonntag den 16. September von 9 bis 12 Uhr, Herren-gasse 25, 2. Stock rechts. Neueintretende sind von den Eltern oder deren Stellvertretern vorzu-führen. Dabei sind Taufschein. Jmpfzengnis vorzuweisen. Schülerinnen, die im verflossenen Schuljahre diese Schule bereits besuchten, haben die letzte Schulnachricht vorzulegen. Schulgottesdieust wie bei der Knabenvolksschule. Der Bürgermeister: Stadtscbulrat Cilli, ->m n. September 1917. Dr. Heinrich v. Jabornegg. Grösstes Spezialgeschäft Cillis in Fahrrädern und Nähmaschinen. Lageren PSlClt» 1% 1'llCllTÜ«IG> Das Offizierskorps des k. u. k. Infanterieregimentes Nr. 87 gibt tiefbetrübt Nachricht vom Tode seines unvergesslichen Kameiaden, des Herrn k. u. k. Hauptmann Wilhelm Wodiczka Besitzer des MilitärverdienstkreuzeK m. d. K.-D. u. eis über die im städf. Schiachthailse in der Woche vom 27. August bis 2. September 1917 vorgenommenen Schlachtungen, sowie die Menge und Gattung deS eingeführten Fleisches. Name des Fleischers Junger Ludwig . Hoffär Ludmia . Le? löschet Jatob Pleviak Franz . Rtbeuslbegg Joses Sevat Franz . . Sletzer Josef . . Äuppan Johann an» Viktor . . raeie Peter . . Gastwirte . . Private . . . Schlachtungen bifr nwq<*Mf|Ttg* Kleijch in qamen «tUcken - -e U) u B _g £ 3 « "3 B 3 •e s (ü ro es 1 Z o* | «5 12 4 2 12 98 ti Eingesühries Fleisch in Kilogramm u> e .o Q *o" •e u 3 •5 *T 0 «5 62 8» 240 Seite 6 Deutsche Vumwr: 67 Kriegsmetall-Einkauf iler Melall2CD(rale-lktieiige§elliehan Wien VII, Mariahilferstrasse 70. Mit Verordnung vom 25. Juni 1917, R.-G.-Bl. Nr. 271, wurde die Ablieferungspflicht für weitere Metallgcgenstände verfügt. Die Gegenstände dürfen bis aut weiteres an die Kriegsmetall-Einkaufstellen der Metallzentrale-Aktiengesellschaft in Wien gegen Barzahlung freihändig verkauft werden. — Die freihändige Abgabe bietet den Vorteil sofortiger Barzahlung und höherer Preise. Wer rasch abliefert, hilft unsere Armee mit Munition versorgen und brinpt uns dem Frieden näher! Verzeichnis der Kriegsmetall-Einkaufstelle iin Gebiete der Bezirkshauptmannschaft Cilli: Cilli: D. RAKUSCH. Weitere Einkaufstellen werden noch bekanntgegeben. »" v* '' , > i. • ZI. 11563. Kundmaehunfe. Verbot der Ernte unreifer Kartoffeln. Nach der Reichskartoffel-Verordnung dürfen die Kartoffeln erst dann geerntet werden, wenn sie vollkommen ausgereift sind und das Kraut abgedörrt ist. Jede frühere Herausnahme ist strafbar. Sie ist aber auch für den Kartoffelbauer ganz zwecklos und wertlos, denn die Kriegs-Getreide-Verkehrsanstalt übernimmt nur reife Ware und ihre Beauftragten dürfen unreife nicht einkaufen und bezahlen. Ohne die Kriegs-Getreide-Verkehrsanstalt aber ist jeder Verkauf verboten und wird wie an dem Käufer auch an dem Verkäufer bestraft. Deswegen ist eine strenge Ueberwachung aller Erzeugungsstätten und Verkehrswege vom k. k. Amte für Volksernährung angeordnet worden. Alle unreif ausgenoinmenen Kartoffeln werden für verfallen erklärt. Die Kartoffelbauer werden eindringlich gewarnt, diese Vorschriften zu übertreten und sich dadurch der Gefahr der Strafe des Verlustes ihrer Kartoffeln auszusetzen. Städten i Cilli, am 30. August 1917. Der Bargermeister: Dr. Heinrich von Jabornegg. tb-vuiueiiai:»), Acrkii.ucq, Truä utto Leriaq: ^«fetrtsi'u«S>.uae»e; .ücltja" m vitut. — Äeranlwvuulyer Lener - cäutca fcqibto.