OrS»mmeranol,S-Preis«: Für Laibach: «myjShrig . . 8 fl 40 kr. Halbjährig... 4 „ „ «rrteljLhrig . 2 „ 10 „ Äenatii* . . . — „ 70 „ Lalbachcr Rrdaction Babnhosgaffe Nr. 132. M i t t et Post: «anzjthrig...............IS $1- HalkMrig................. L BiertekjLhrig 3 „ Tj HLr Zustellung in« HauS •irtttfl. 25 k., monatr. 9 ft. Livzeim Nummern 6 kr. Anonym« Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. ^rpedition- & Jnsrrateu Bnrea»: Eongreßplatz Nr. 81 (®iich Handlung von Jgn. o. Klein mayr & Fed. Bamberg) Iusertiouspre Für die einspaltige L 4 kr., bei zweimalig schaltniig u 7 kr., drei k 10 ft. Jnsertionrstkmpel jedesmal 30 kr. Bei größeren Inseraten uitO öfterer Einschaltung entspre chender Rabatt. Nr. 48. Ämstag, 28. Februar 1874. Morgen: Albinus. Montag: Simplicins. 7. Jahrgang. Wontiemenls-Lintadung. Mit 1. März 1874 beginnt ein neues Abonnement auf däS „Laibacher Tageblatt." Bis Ende März 1874: Für Laibach . . . ... . . — fl. 70 kr. Mit der Post ....... 1 fl. — fr. Bis Ende Juni 1 874: Für Laibach....................2 fl. 80 kr. Mit der Post...................4 fl. — kr. Für Zustellung ins HauS monatlich 9 kr. >E" Auf das „Laib. Tagblatt^ kann täglich abonniert werden, doch muß das Abonnement immer «11 Schluß eines Moualrs ablaufen. Die preußischen Krummstäbler. (Schluß.) Herz- und gewissenlos sollen wir den Klerus und dir uns anvertrauten Gläubigen in die gegenwärtige Bedrängnis gebracht haben; ja, sprechen wir den ganzen Gedanken aus: durch unser» Widerstand gegen die Maigesetze sollen wir Schuld daran sein, daß die katholische Kirche in Preußen vielleicht einer völligen Zerstörung preisgegeben wird. Aber Gott weiß es, was wir gelitten haben und noch leiden angesichts der großen Nebel, wovon so viele brave und gewissenhafte Priester bereits getroffen wurten, und wie sehr wir wünschen, daß diese Leiden nur uns selbst und keinen der uns Anvertrau-ten treffen möchten. Allein das berechtigt uns nicht, gegen unsere Grwisfenkpflicht zu handeln. Und wenn selbst, was Gott verhüten wolle, die Kirche in unseren theueren Diöcesen, wo dieselbe seit Einführung des Christenthums so herrlich geblüht hat, zum Schaden und vielleicht zum Untergänge vieler Seelen verwüstet werden sollte, so ist es besser, daß solche« durch fremde Schuld geschehe, während wir mit Gut und Leben Zeugnis für den katholischen Glauben ablegen, als daß wir selbst, wie uns zugemuthet wird, die Kirche in ihrem innersten Wesen zu grünte richten helfen und dazu Mitwirken, daß ihre Freiheit vernichtet, ihr Glaube und ihre Verfassung verfälscht und sie selbst unter täuschender Beibehaltung der äußerlichen Form all-mälig, aber sicher, nach wesentlich unkatholischen Grundsätzen und in einem unkatholischen Geiste umgewandelt werde. Christus, der Sohn Gottes, hat nicht Ratio-nalkirchen, sondern nur eine Kirche für dir ganze von ihm erlöste Menschheit gestiftet, um alle Menschen ohne Unterschied der Nation in einem Glauben und in einer Liebe zu vereinigen. Christus, der Sohn Gottes, hat die Verkündigung seiner Lehre, die Spendung seiner Gnadenmittel und die Leitung des religiösen und kirchlichen Lebens nicht den weltlichen Machthabern, sondern seinen Aposteln und ihren Nachfolgern anvertrant; und zur Bewahrung der Einheit hat er über sie alle, als obersten Hirten und Bischof den heiligen Petrus gefetzt, der in seinem Nachfolger, dem Papste, fortlebt, weshalb man nur in lebendiger Einheit mit ihm katholisch sein kann. Nur dem h. Petrus und den übrigen Aposteln und ihren rechtmäßigen Nachfolgern hat der Heiland die zum Bestehen und Gedeihen der Kirche nothwendigen Vollmachten und Gnaden übertragen und seinen göttlichen Beistand ;ugefichert für alle Tage bis an das Ende btt Welt. Nichts ist besser geeignet die Unstatthaftigkeit eines derartigen Eingreifens der Staatsgewalt in das Gebiet der Kirche ins rechte Licht zu stellen, als die Thatfache, daß unlängst ein Mann, welcher allgemein bekannte Grundsätze des katholischen Gla.i-bens leugnet, als katholischer Bischof vom Stau« anerkannt und bestätigt worden ist. Wo ist srit jener Zeit, als Kaiser ConstantiuS der katholischen Kirche arianische Bischöfe aufnöthigte, je so etwas erlebt.worden? Wahrlich, wenn wir einem System, das solche Früchte trägt, und einer Gesetzgebung, welche die Axt an die Wurzel der katholischen Kirche legt, unsere Mitwirkung versagen, dann handeln wir nicht Herz- und gewissenlos gegen die von Gott un» anverlrauten Priester und Gläubigen, sondern wir thun nur, was die GewiffenSpflicht uns gebietet; aber unser Herz blutet bei dem Greuel der Verwüstung, die über unsere heil. Kirche und über unser katholisches Volk hereinbricht. Was anders auch, als die Gewalt des G«i-wissens, die Macht unseres Glaubens und die unerbittliche Pflicht könnte und bestimmen, die schwersten Trübsale und Bedrängnisse, ohne Aussicht auf menschliche Hilfe, auf uns zu nehmen ? Denn, was steht uns bevor? Verlust unserer Habe, Gefängnis, vielleicht vorzeitiger Tod in der Gefangenschaft. Und unfern guten, glaubenstreuen Priestern, was steht diesen bevor? Verlust ihrer Aemter, Vertreibung aus ihren Gemeinden, harte Strafen und Gefäng Ieuilleton. Das sympathetische Pulver. (Fortsetzung.) Nun wurde er von allen Seilen mit Fragen bestürmt, aber wir erhielten keine andere Antwort als: Jetzt kann ich nichts sagen; aber ehe wir uns trennen, sollen sie Aufklärung haben. Der alte Herr lächelte spöttisch, mthiilt sich aber jeder Bemerkung. Die Aufregung der Dame» bemerkend, suchte er das Gespräch auf einen ändern Gegen, stand zu lenken; er sprach über ValvasorS Werke. Die Oberstin gedachte mit warmen Worten brr Verdienste ValvasorS um sein Land und bedauerte, daß er durch kein Denkmal verewigt sei. Ein trübes Lächeln spielte um ValvasorS Lippen, als er entwertete: Ich habe mir mein Denkmal selbst gefetzt; in meinen Werken ist mein Name verewigt. Nit meinem HerzenSblut habe ich sie geschrieben und elend ließ man mich zu gründe gehen. Ich brauche und will feilten Dank. Wer für das Allgemeine wirkt, hat von der Welt nichts zu er- warten. — Aber, rief ich, cs grassiert jetzt die Manie des Dionuinentensetzens sehr heftig, und ihre Landsleute würden ihnen gegenüber gewiß schon ihre Schuldigkeit gethan haben, wenn Sie, Herr Baron, nicht den unverzeihliche» Fehler begangen hätten, ihre Werke in deutscher Sprache zu verfassen. Er sah mich erstaunt an. „In welcher Sprache hätte ich denn schreiben sollen, um der Ehre eines Denkmals theilhaflig zu werden?" „In flovenischer", erwiderte ich mit großer Bestimmtheit. „In flovenischer?" wiederholte Valvafor. Hätte dann die Ehre KrainS Eingang in der Welt gefunden ? Wer Hütte das flovenifche Werk gelesen? Das Landvolk, welches nicht lesen kann?" Nein, die Gebildeten, welche nichts von der deutschen Sprache wissen wollen." „Nichts von der deutschen Sprache wissen wollen? Das ist ja unmöglich" erwiderte er. Ohne deutsche Sprache, ohne deutsche Kultur, was wäre ich? Ein ungebildeter Bauer. „Aber sprich, woher schöpfen denn die Gebildeten, von denen du redest, ihre Bildung? Ist sie slovenischen Ursprunges?" — „Nein". — Also du willst mich glauben machen, daß man die Macht, welche die deutsche Bildung gibt, zur Unterdrückung derselben atmende ? Etwas ungereimteres läßt sich nicht denken. Das ist gerade so, als ob ich mir Waffen kaufte, um den Waffenschmied damit zu vertreiben. Bei Gott! das macht mich wild! Du verleumdest meine Landsleute.. Sie können von der Kultur nicht zur Barbarei zurück wollen. Das wäre ja ein Rückschritt: das ist unmöglich! Kecke» Bürschchen, du lügst!* „Ich lüge nicht", rief ich ärgerlich. Gehen Sie, statt sich in den Wäldern herumzutreiben, nach Laibach, hören Sie, wie im Landtage gesprochen wird, die Deutschen hätten kein Recht im Lande Krain; allenfalls die Gottfcheer könnten einen deutschen Mann in den Landtag senden; sonst sei alles flovenifche Luft, flovenifche Erde, slovenifches Wasser, so daß cs eine Zeitlang ein gar gefährlich Ding war, sich zu deutschem Geiste und deutscher Bildung zu bekennen." „Still! sagte Valvasor. Ich will nichts mehr hören von euch und eurem Treiben. Im Umgänge mit der Natur war ich ruhig, glücklich! Heute laffe ich mich nach langer Zeit verleiten, menschliche mS. Was steht unserem katholischen Volke bevor, wenn es, seiner Bischöfe und Priester beraubt, mehr und mehr der Segnungen seiner H. Religion verlustig gehen wird'? Nur mit Entsetzen können wir daran denken'? Und schon sind abermals neue kirchenfeindliche Gesetze vorbereitet und der Landesvertretung im Entwürfe vorgelegt. Gesetze, welche die Einziehung des katholischen Kirchenvermögens, die Suspendierung der Domkapitel — denen Handlungen zugemuthet werden, die sie ohne schwere Gewissensverlctzung nicht vornehmen können, und die, falls sie dennoch vorgenommen würden, in sich ungiltig und nichtig wären — ferner die völlige Aufhebung jeder rechtmäßigen kirchlichen Verwaltung, mit einem Worte, die Vernichtung des ganzen wesentlichen Bestandes der katholischen Kirche in Preußen zur nothwendigen Folge haben werden. ES können Zeiten kommen, wo die vom heil. Geiste gesetzten rechtmäßigen Bischöfe oder die von ihnen verordneten Stellvertreter behindert sind, die Kirche Gottes zu regieren. Ja, es können Zeiten eintreten, wo katholische Gemeinden ohne Seelsorger, ohne Gottesdienst sein werden. So lange ihr dann noch, liebe Diöcesanen, Gelegenheit habt, bei einem rechtmäßigen Priester die heil. Messe zu hören und die heil. Sakramente «u empfangen, so thut es um so eifriger und scheuet keine Beschwernis und Widerwärtigkeit. Bon einem Priester aber, der mit Eurem Bischof und dem obersten Hirten der Kirche keine Gemeinschaft hat, haltet Euch fern! Wenn ihr ohne Euere Schuld des h. Opfers und der heil. Sakramente beraubt werdet, aber im Glauben feststehet, dann wird Gottes Gnade alles ersetzen. Stärket Euch dann gegenseitig im Glauben. Erziehet und unterrichtet dann, christliche Eltern, Euere Kinder mit verdoppelter Sorgfalt im katholischen Glauben, damit sie in demselben treu verharren, und Ihr selbst nach der Zeit dieser Heimsuchungen ohne Reue aus dieselbe zurückblicken könnt. Unsere zweite Mahnung, ja unser ausdrückliches Gebot im Namen Gottes, unseres Heilandes, ist dieses: keine Bedrängnis, kein Unrecht, das Ihr dulden müßt, darf je Euch fortreißen zu sündhaftem Zorne, je Euch verleiten, die Ehrerbietung und den schuldigen Gehorsam gegen die Obrigkeit und die christliche Liebe gegen alle Euere Mitbürger auch nur im mindesten zu verletzen. So sollen wir, mahnt uns der Apostel, die Anschuldigungen derer widerlegen, die uns schmähen, und lieber Unrecht leiden als Unrecht thun. Endlich aber, und das ist unsere letzte und angelegentlichste Mahnung! Wanket niemals in Euerm Vertrauen auf Gott und'setzet alle Euere Hoffnungen auf das Gebet! Flüchtet in dieser Zeit, wo wir in der Welt feine Hilfe finden, zum göttlichen Herzen Eueres Heilandes, der die Welt überwunden hat und uns nicht verläßt. Betet für unseren Landesherrn, den allergnä« digsten Kaiser und König, und für unser theueres Vaterland; betet für die Anliegen unserer heiligen Kirche und ihres Oberhauptes, des heil. Vaters. Betet für alle Bischöfe und Priester, insbesondere aber für unseren in der Gefangenschaft sich befindenden Mitbruder, den hochwürdigsten Herrn Erzbischof eon Gnesen und Posen, auf daß Gottes Gnade ihn trösten, stärken und bald wieder befreien möge!________________________________________________________ Politische Rundschau. Laibach, 28. Februar. Inland. Die wiener Blätter gedachten diesmal nur kurz des 26. Februar, und der Ged ent-tag der F e b r u a r v e r f a f s u n g ging ziemlich unvermerkt vorüber. In der ersten Zeit unseres Verfassungslebens bezeichnten politische Feste diesen Tag. Inzwischen ist unter mannigfachen Stürmen die ursprüngliche Verfassung und mit ihr die staatsrechtliche Grundlage der Monarchie, sowie das Maß der freiheitlichen Rechte des Volkes wesentlich verändert worden. ES konnte nicht fehlen, daß die „Rechtspartei", welche noch immer anf die Rückkehr feudaler Zustände lauert, gerade diesen Tag wählen würde, um aus dem feudalen Sumpf ihre Unkenrufe zu erheben. So will das „Vaterland" allerhand „Symptome des Niedergangs" entdeckt haben. Dasselbe meint, das Ministerium erleide seit Eröffnung der neuen Reichsrathssession eine Niederlage um die andere. Die erste Niederlage sei die Wahl Rechbauers gewesen, ungeachtet alle Welt weiß, daß dieselbe in Uebereinstimmung mit der Regierung erfolgt ist. Die Vaterlandpartei verfolgt eben keinen ändern Zweck, als die Leser über den wirklichen Stand der Situation zu täuschen. Die c z e ch i s ch e n Mitglieder der „Rechtspartei gedenken einen neuen Beweis ihrer politischen Gedankenarmuth zu liefern. Wie der „Pokrok" an-drntet, soll die Aufforderung des Präsidiums des Abgeordnetenhauses an die neugewählten czechifcheit Abgeordneten, im Hause zu erscheinen, abermals mit einer Denkschrift beantwortet werden. Nur sollen diesmal darin die Bedingungen namhaft gemacht werden, unter dcnm ihnen ohne Präjudiz für das czechische Staatsrecht der Eintritt möglich wäre. ES schließen jedoch die G-setze wie die Geschäftsordnung der Abgeordneten jegliche Erörterung von „Bedingungen des Eintrittes in den Reichsrath" auö. Auch die pariser Journale beschäftigen sich mit der Abstimmung des Abgeordnetenhauses über den Antrag auf Aufhebung des Z e i t u n g s st e m p e l s, und mit den zu derselben in Beziehung gestandenen ZeitnngSconsiscationen. Das in dieser Beziehung maßgebende, roril gemäßigte, „Journal des Debats" findet, daß die Gründe, welche von den A nhängern des Zeitungsstempels vorgebracht aursen, sehr armselig waren. Herr de Pretis habe, indem er alle aus der Moral und den Interessen einer großen, nützlichen Industrie resultierenden Gründe beiseite schob, die Frage aus rein finanzielle G:sichtspunkte beschränkt. Von der wiener Presse angegriffen, habe der Finanzminister mit einem Argumente geantwortet, welche» schwer zu erwidern sei; er habe Eonfis.ationen der Journale angeordnet. Besteuerung und EonfiScation '— das sei das gegenwärtige österreichische Preßregiment. „Das Schicksal, welches die österreichische Presse trifft, läßt uns", so fügt das Journal des Debats wörtlich hinzu, „einen betrübenden Schluß auf jenes Schicksal ziehen, das unsere Gesetzgeber der französischen Presse vorzubehalten scheinen, welcher der Gesetzentwurf über den Buchhandel und die Drohung der Wiedereinführung des Zeitungöstempels gerade nicht allzu freundliche Perspectiven eröffnen." Bekanntlich hat seitdem selbst die reaktionäre versailler Kammer dt* Antrag auf Wiedereinführung des Zeitungsstempel» abgelehnt. Dr. Falck, der preußische College des H:rrn v. Stremayr benimmt sich keineswegs collegial. Er erläßt eine Verfügung, daß die Studierenden der katholischen Theologie, welche ihre Studien in Innsbruck absolvieren, eine Anstellung in einem geistlichen Amte in Preußen nicht erhalten sollen, und ihnen die Dispensation von dem Erfordernisse eines dreijährigen Studiums an einer deutschen Staatsuniversität nicht gewährt werde. In der Motivierung dieser Verfügung hebt Dr. Falck hervor, daß die Einrichtungen der innsbrucker theologischen Faeultät weder betreffs der Lebensweise der «studierenden noch hinsichtlich des Inhalts und der Tendenz des Unterrichtes Ersatz für das auf einer deutschen StaatShochschule vorgeschriebene Studium bieten. Durch diese Verfügung wird wohl die Zahl der die innsbrucker Jesuitenschule besuchenden Studenten, auf welche unsere jesuitenfreundliche Excellenz mit Stolz hinwic?, merklich vermindert werden und somit auch das wichtigste Argument Stremayrs für den Fortbestand dieser gemeinschädlichen Anstalt entfallen. Von den ungarischen Journalen hat sich nur der „Ellenör", ein Organ der Linken, in Angelegenheit der Sachs eit Maßregelung maßvoll geäußert. Der „Ellenör" hält von dem „hochgiadigen Rechtsgefühl", welches den Herrn Minister Sza- Fortsetzung in der Beilage. Gesellschaft aufzusuchen, und gleich bringt ihr mir Aerger, Unfrieden und euer ganzes Gefolge von Plagen. Ja die Menschen, brummte er halblaut, könnten einem noch die Natur verleiden. „Am Ende", lächelte das Fräulein, „machen Sie uns noch für das Gewitter verantwortlich, welches, wie mir scheint, in kurzer Zeit losbrechen wird. Ja, sagte der Hosraih, es steht schlimm um unS; hier finden wir keinen Schutz und können auch kein Obdach mehr erreichen. — „Da werde ich wohl", meinte Valvafor, „der Gesellschaft meine Gastfreundschaft anbieten und sie in meine Wohnung führen müssen." — „In Ihre Wohnung? fragte dir Baronin neugierig. Wo wohnen Sie die denn'?" — „Meine Wohnungen sind die Gebirge KrainS, aber für heute werde ich schon für eine bessere sorgen. Nur dürfen wir keinen Augenblick verlieren, denn schon fallen die ersten Tropfen" Das Gewitter, welches sich an den Gebirgen im Südwest gesammelt hatte, zog mit großer Schnelligkeit heran. Secundenlange Blitze erhellten den Horizont und der Donner rollte ununterbrochen Schweigend folgten wir Valvafor, welcher mit großen Schritten voranging. Er führte uns aus Lem hohen Portale heraus, zu dem an der West- seite des Berges gelegenen nun trockenen Brunnen. Hier bog er einen Busch zur Seite, klopfte an einen Felsen, welcher sich auseinanderthat, und der Eingang einer Höhle mit im Felsen gehauenen Stufen, welche abwärts führten, wurde sichtbar. Valvasor trat zuerst ein, zündete eine Fackel an und bat uns ihm zu folgen. Nach und nach erweiterte sich die Höhle und wir befanden uns in einer weiten grottenartigen Halle. Valvafor zündete mehrere Fackeln an, so daß der Raum freundlich erhellt war, und führte uns zu einem steinernen mit Wein und Früchten aller Art besetzten Tische und sagte. „Ich will alles thun, was in meiner Macht steht, um meine verehrten Gäste so gut als möglich zu unterhalten. Wen wünschen Sie zur Gesellschaft, meine Damen? Oder soll ich ihnen die Geschichte dieser Burg von ihrer Erbauung bis zu ihrer Zerstörung, mit allen handelnden Personen vor Augen führen?" „Das wäre sehr interessant", sagte die Baronin; aber sie sagten zuvor, daß wir uns die Gesellschaft wählen könnten." Allerdings! Sie haben vollständig freie Wahl von nah und fern. „Nun denn, wenn Ihre Macht so groß ist, so verschaffen Sie uns meinen Mann, und metneiK künftigen Schwiegersohn aus Italien." Der alte Herr lachte spöttisch, doch Valvasor sagte ruhig: „Ich will es thun, nur dürfen Sie die Herren nicht fragen, auf welche Art sie hertamen; das müssen Sie mir versprechen." „O, das können wir ja leicht," sagte das Fräulein. „Wir wollen uns ihrer Gegenwart freuen, ohne weiter zu forschen." Valvasor stand auf und ging. Die Damen sahen ihm mit athemloser Spannung nach. „Es ist doch merkwürdig," sagte der Hosraih nach einer Panse zu mir, „wie sich die beiden foppen lassen, von einem Menschen, der eine gut gelernte Komödie spielt und doch nichts ist als ein" — Er konnte nicht vollenden, sondern sank erbleichend auf seinen Sitz zurück, denn die Damen waren mit einem Schrei de» Entzückens aufgesprungen und zwei Offizieren entgegen geeilt, welche die Treppe herabkamen. Hinter ihnen kam Valvasor, klopfte dem Hofrath aus die Achsel und sagte: „Nun, lieber Herr, vollenden Sie ihren Satz: — „Betrüger." (Fortsetzung folgt.) Beklage }ttm „Laibacher Tagblatt" Nr. 48 vom K» Februar IST4. parh verleitete, der sächsischen Nation-universitüt ein gesetzlich Garantiertes Recht abzusprechen, einfach gar richte. Da« Blatt mahnt auch, bei der Regelung des Äönigsboden- die Gebote der „Klugheit und Vorsicht" ja nicht außer Acht zu lasten. Das empfehle sich ja schon vom Standpunkte de« eigenen Interesse». Ausland. Dem bedeutsamen Handschreiben des Kaisers Wilhelm an Earl Russell widmen die berliner Blätter warme Besprechungen. Die Spener'sche Zeitung findet in dem männlichen, klaren und entschiedenen Wort des Kaisers die beste Widerlegung der jüngst kundgegebenen Klagen und Anklagen der preußischen Prälaten. Der „National-Zeitung" ist das Handschreiben ein neuer erfreulicher Beweis von der Klarheit und Entschiedenheit, mit welcher Kaiser Wilhelm in dem Kampfe wider den Ultramontanismus feine Stellung genommen hat und auch behauptet. „Dasselbe stellt sich," schreibt das Blatt, „in der Würde und Festigkeit seiner Spache ebenbürtig dem vielgenannten Briese an den Papst zur Seite und wird deshalb in dem Herzen des deutschen Volkes sicher den gleichen Widerklang finden. Indem der Kaiser ausdrücklich für sich die Führerschaft des Volkes indem entbrannten Kampfe wider den Uebermuth der römischen Curie in Anspruch nimmt, widerlegt er damit aufs gemessenste und unzweideutigste die neuerlich verbreitet gewesenen und durch das jüngste reservierte Verhalten dir EentrumSpariei genährten Gerüchte, als ob ihm Zweifel an der Gerechtigkeit des von feiner Regierung eingenommenen Standpunktes aufgekom men feien und er sich einer vergleichsweisen Bei legung des Streites zuneige. Der Brief an Earl Russell und die Veröffentlichung der darin ge brauchten kräftigen Sprache muß allen solchen Deutungen das erwünschte Ende machen." In der Schweiz bessern sich die Aussichten für das Gelingen der Verfa ssungs-Revision täglich. Aus vier Cantonen, welche früher gegen die Revision stimmten, nemlich aus Waadt, Grau-bündten, Genf und Neuenburg, liegen Nachrichten vor, welche die Stimmung der Bevölkerung als jetzt der Revision sehr günstig schildern. In Bern geht man damit um, der dortigen Hochschule eine katholische Facultät hinzuzusügen. Der Lehrplan ist bereits durch eine von der Regierung gewählte Eom-missivn ausgearbeitet worden. Dies wäre die zweite allkatholische Facultät an Hochschulen deutscher Zunge, da bekantlich auch die theologische Facultät in Bonn altkatholisch ist. Das sonst als geistig finster verschrieene L u z e r n hat sich besser als sein Ruf erwiesen. In diesem Haupttleibhause des Sonderbundkrieges, an diesem langjährigen Sitze des nunmehr exilierten päpstlichen NuntiuS, hat die katholische Kirchen gemeinde den Antrag des liberalen Stadtrathes über die Wahl des KirchenratheS und über das behörd liche Recht der Auswahl aus Pfarramtscandidaten einstimmig angenommkn. Dagegen fahren die ul-trarnontanen Organe der Schweiz fort, eine Inter vention Frankreichs an die Wand zu malen. Sie prunken außerdem mit der Nachricht, der englische Gesandte in Bern hätte sich auf da« entschiedenste der Verhaftung und Ausweisung seine« Lands manne» Urquhart widersetzt, bei dem Exemplare der famosen Appellation an das Aurland gefunden wurden. Das vatikanische Eoucil, welche« ein Torso ge blieben war, soll eine Art von Appendix erhallen wenn ander« die Mittheilung de« Pvpolo Romano begründet ist, wonach an sämmüiche Bischöfe die Einladung zur Reise nach Rom ergangen sei, in dem der Papst sie noch einmal vor seinem Tode zu sehen wünsche. Die französische Nationalversammlung beschäftigte sich in der Sitzung vom 23. d. gelegen! lich der Steuerdebatte mit der von einem Herrn Bidard beantragten Wiederherstellung de« Zeitung« stempel». Nach einer kurzen Discussion wurde Wiederherstellung diese» ZeitungSstempel« mit 40 gegen JZ Stimmen beworfen! ES könnten in Sachen des wohlverstandene Liberalismus gewisse Parlamentarier selbst bei der so verrufenen Versailler Versammlung noch mit einigem Nutzen für die durch sie vertretenen Interessen in die Schule gehen. Jnbetress der Führerschaft der Opposition im englischen Parlamente für den Fall, daß Herr G l a d st o n e keinen thätigen Antheil an den Debatten der nächsten Session nehmen sollte, ist, dem Observer zufolge, noch keine endgiltige Bestimmung getroffen worden. Das Blatt hat indeß Grund zu der Hoffnung, daß Gladstones angebliche Absicht, für eine Zeitlang die Arena des politischen Lebens zu verlassen, nicht als endgiltig betrachtet zu werden braucht. Nach der neuesten Leseart würde aber der so jählings Gestürzte im Früjahre eine längere Erholungsreise in das Ausland machen und als stellvertretender Führer im Unterhause werden Goe-schen, Förster und der Marquis of Hartington namhaft gemacht. Die neuesten Nachrichten aus Asien sind ganz geeignet, auf eine neue Verschiebung der ruf» fchen Grenzpfähle vorzubereiten. Der im Oktober vorigen Jahres durch den Obersten Iwanow am rechten User des Amur-Darja geschlossene Friede ist nemlich durch die räuberischen Einfälle der Turko-manen gebrochen worden; ja, es steht sogar eine massenhafte Invasion dieses kriegerischen Stammes aus russisches Gebiet zu befürchten, wenn einmal, was bei der herrschenden Kälte jeden Augenblick ein« treten kann, der Strom von einer festen Eisdecke überzogen wird. Der Khan von K h i ro a erweist sich als unvermögend, den Frieden zu erhalten; infolge dessen hat sich der größte Theil der Besatzung des dortigen russischen Forts ausgemacht, um in jenen unwirthlichen Gegenden einen Winter-eldzug zu eröffnen, der an Strapazen der vorjährigen Expedition kaum nachstehen dürfte, da das Thermometer bei Tag eine Kälte von 5, des Nachts aber von 11 bis 12° B. anzeigt. wem» jede» Blatt einen Kreuzerstemp-l erhielte. Auch Griffel, Stahlfedern, Bleistifte, Schreib- uttb Zeichen-Vorlagen, Wandtafeln u. dgl. könnten der Stempelung unterzogen werden. Die Maßregel würde außerdem ehr „gute Unterthanen" und wenig „zersetzende Aufklärung" zur Folge haben. Für Rosenkränze und JgnatiuSwaffer beantragen wir aber unter allen Umwinden SiemprlfreiheU. Da wäre da» „Regieren" ein Kinderspiel. Zur Tagesgeschichte. — Zur Frage der Leichenverbren-n u n g. Das in der Elaatsdruckerei auSgegebeue 54. Heft de« ofsiciellen WeltauSstellungSberichteS ent-l)ält da« Referat de« Dr. Mosetig v. Moorhof über Militärsanität und freiwillige Hilfe im Kriege, Dr. Mosetig bespricht nach gründlicher Behandlung eine« eigentlichen Referate« die Leichenverbrennung. Er ist selbstverständlich vollkommen einverstanden mit der vernünftigen Idee, nicht länger an« falscher Sen lirnewtolität und religiösem und anderem Aberglauben die Lebenden auf Kosten der Tobten zu vergiften, in dem man immer neue Fäulnirstoffe der Lust, die wir athrnen und dem Wasser, da« wir trinken, zu führt; er sprach einen Gedanken an«, der sicherlich noch schwerer durchdringen wird al« die einfache Leichenverbrenuung. Er proponiert nemlich, die Ver, brennung in Gasometern zu vollziehen, wonach man die au« den Körpern sich entwickelnden Leucht gase verwerthen könnte. Aus diese Art könnte aller ding« mancher nach seinem Tode noch ein „Kuchen licht" werden, der bei Lebzeiten nicht die geringste An läge dazu bewiesen hat, doch befürchten wir, trotz der auSgebreiteten Verwendung von Spodium für Zucker: sabriken, daß da» Leichenleuchtga« nicht gar bald po< pulär wird. — Der ZeitungSstempel in Frank-reich. Die französische Nationalversammlung hat neulich einen Antrag auf Wiedereinführung de« ZeitungSstempel« verworfen. In Frankreich bedar man trotz der sünf Milliarden Kriegsentschädigung der Einnahme au« dem ZeitungSstempel nicht; auch in Ungarn, welche« bekanntlich finanziell nicht au Rosen gebettet ist, hat man den ZeitungSstempel ab geschafft. In Deutschland beantragt die Regierung Stempel und Lautionen abzuschaffen, nur Oesterreich legt aus die öffentliche Meinung eine kolossale Steuer Könnte man nicht auch einen Büche,stewpel tinstihrtn ? meint das „Jnnsbr. Tgbl." Besonder« Mt Schul bllcher könnten ein ganz hübsche« Erträgnis abwerfe« Local- und Provinzial-Augekgeuheitrv. — (Ernennung.) Der Kaiser hat zu Lieutenants in der R-seive ernannt die in die Reserve übersetzten Einjährig-Freiwillige» und Unteroffiziere des Infanterieregimentes Freiherrn v. Kuhn Nr. 17, und zwar den Jakob K a u l i c beim Infanterieregimente Graf Coronini Nr. 6, den Karl Trinker und Paul Rittet Lufchiu v. Ebengreuth im . Regiment, den Franz Jakopic und Franz Trenz beim waraSdiner Infanterieregiment Freih. v. Wezlar Nr. 16. — (Wahlbestätiguug.) Der Herr Handelsminister hat der am 9. Februar d. I. stattgefun-denen Wiederwahl der Herren V. C. Supan zum Präsidenten und I, N. Horak zum Vizepräsidenten er Handels- und Gewerbekammer in Laibach die Betätigung ertheilt. — ^ Ein Schulfreund.) Der jüngst Der« iotfcene Klaviermacher, Herr Wittenz, hat dem Vernehmen nach sein ganze» beträchtlicher Vermögen hunderttausend Gulden in Staatsobligationen) der Schule feines Geburtsortes St. Veit bei Laibach vermacht. Der Erblasier hat au diese« großmülhige Vermächtnis die Claufel geknüpft, daß die Kinder in der Volksschule zu St. Veit auch in der deutschen Sprache unterrichtet werden solle», denn er habe Zeit feine» Lebens vielfach Gelegenheit gehabt, den Werth der itenntniS der deutschen Sprache zu erproben. Seinen nächsten Anverwandten, einer Nichte und ein paar Neffen, verbleibt jedoch der Fruchtgenuß obigen Vermächtnisses bis zu ihrem Tode. — (StaatSvorschußkasse.) Wie wir vernehmen, ist heute als am Eröffnungstage der Staat»» vorfchußkafle für Krain, ein Gesuch um Aushilfe noch nicht Vorgelegen. — (Agiozufchlag für den Monat März.) Während der Agiozufchlag bei den Bahn-anstalten, welche zur Erhebung eine» solchen berechtigt ind und von diesem Rechte auch Gebrauch machen, mit 5 Petcent festgesetzt worden ist, wurde derselbe bei den Gebühren für die Besörderug von Telegrapheu-depefchen nach den außereuropäischen Staaten mit Perzent bestimmt. E» besteht demnach eine Differenz von 2 Perzent zwischen beiden Zuschlägen. — (Berm ögen »-U eb er tr a g u ngen.) Die Handelskammer in Troppau hat sich angesichts der Thatsache, daß die Schädigung der Gefchäftgläubiger durch Vermögens - Übertragungen seitens insolventer Schuldner, namentlich an ihre Ehegattinnen, in letzterer Zeit eine höchst gefährliche Ausdehnung erreicht hat, an das Justizministerium um Abhilfe dieses Uebel-standes gewendet. Das Petitum der troppauer Handelskammer geht dahin: Das hohe k. k. Justizministerium möge einen Gesetzentwurf einbringen, wodurch: a) nach dem Muster de« gemeinen Rechtes den Gläubigern die Annullierung der von bereits insolventen Schuldnern gemachten BermögenSveräußerungen ermöglich» würde, und wodurch b) Kauf-, Tausch-, Renten und Dar. lehensverträge, dann Schuldbekenntnisse unter Ehegatten nicht nur notariell abzuschließen (Gesetz vom 25. Juli 1871, R. G. B. Nr. 76), sondern auch auszugsweise in den amtlichen Zeitungen zu veröffentlichen sind und erst ein Jahr nach ihrem Abschluffe die Vermögens-Uebertragung bewirken sollen. Die wiener Handelskammer wurde um ihre Mitwirkung in dieser für den Handelsverkehr so höchst wichtigen und dringlichen An. gelegenhei» ersucht. — (Essig gegen Pocken.) Ein gewisser Dr. Roth, SanilälSphysicuS in Norddeutschland, hatte gelegentlich eine- ansteckenden NeroensteberS, welche« in dem Städtchen, daß er bewohnte, herrschte, mit bestem Erfolge bk Krankenpfleger je nach dem Alter % bi» 1 Eßlöffel voll Räuberefiig (acetum arom.) nehmen lassen und darin einen Schutz gegen die Ansteckung beobachtet. Al- im vorigen Jahre die Pocken aus Len «aheliegenden Städten Hamburg und Lübek eiugeschleppt wurden, war die behördliche Verfügung getroffen, daß, sobald ein Blatterufall bekannt und konstatiert war, da» ganze Hau« mit allen Bewohnern in Contumoz erklärt wurde. Die letztem durften nicht mehr mit ander» Bewohnern verkehren, die Kinder nicht zur Schule geschickt werden. Die Commune hatte für die Eingefchloffenen zu sorgen, daß sie nicht Nvth litten. Aus diese Art war e» gelungen, die Pocken wohl zu lokalisieren, allein die Gesunden unter den Eingeschlofse-nen waren dadurch noch größerer Gesahr der Ansteckung au-gesetzt. Dr. Roth versuchte daher auch bei den Contumacierlen den früher mit Erfolg bei Nervenfieber gegebenen Essig, und zwar gewöhnlichen Obstessig, wovon er Erwachsene täglich 2 Eßlöffel mit oder ohne Wasser 1 Stunde nach dem Frühstück und gegen Abend nehmen ließ; zugleich wurde die Krankenstube zweimal de« Tage» mit Essigdämpsen durchräuchert. Er erreichte e», daß Erwachsene und Halberwachsene, welche in solchen Räumen weilten oder die Kranken pflegten, verschont blieben, oder daß sie am 10. bis 13. Tage zwar von Fieber, Mattigkeit, Gliederschmerzen ergriffen und zum Theil bettlägerig wurden, daß sich jedoch diese Erscheinungen binnen 2—4 Tagen wieder verloren, nachdem sich bei denen, die energisch Essig getrunken, nur 1—4 nadelkopsgroße Pocken im Gesichte oder an den Armen entwickelt hatten. Jene, die weniger Essig tranken, als vorgefchrieben, hatten etwas stärkere Erscheinungen, doch beschränkte sich die Pockenzahl meist ans 5—50 Pocken, kaum halb so groß als die ge. wöhnlichen und vertrockneten in 3 — 6 Tagen vollständig mit Hinterlassung blauer Flecke, die in ebenso viel Tagen gänzlich schwanden. — (Gegen leichte Verbrennungen) vorzugsweise bei Kindern, wo es in erster Linie daraus ankommt, den Schmerz zu stillen, wird die Anwendung von Weingeist empfohlen, und zwar entweder in damit befeuchteten Compressen oder in Bädern. Das Verfahren muß aber an die zwei Stunden fortgesetzt und dann in Pausen wiederholt werden, bis entweder die geröthete Epidermis bleich geworden ist oder die Blasen geplatzt sind. — (Die Eisenbahn Prioritäten und die V o r s ch u ß k a s s e n.) An die Staatsvorschußkassen ist dieser tage das Verzeichnis jener Eisenbahn-PrioritätSobligativnen gelangt, welche zur Belehnung zuzulasien sind. Jnteresiant an diesem Verzeichnisse ist, wie bei allen bisher erschienenen, auf die Vorschuß-lassen Bezug habenden Kundgebungen daS, waS nicht darin steht. Ausgeschlossen von der Belehnung sind alle Prioritäten der gemeinsamen Bahnen (Staatsbahn, Süddahn', kaschau-oderberger Bahn, ungarische West-bahn, erste ungarisch - galizische Eisenbahn), obwohl dieselben wenigstens für einen Theil ihrer Linien österreichische Staatsgarantie genießen. Eine solche Classification fordert doch zur Satire heraus. Es wird den mit dem Interdikt belegten Bahnen gleichsam ein Borwurs daraus gemacht, daß sie mit ihrem Verkehre in einem Lande wurzeln, da« mit Cisleithanien in einem wirtschaftlichen und politische» Nachbarverhält« mfte intimer Art steht. Gerade aber unter diesen gemeinsamen Bahnen sind die Staats- und die Südbahn gewiß wohlsundierte Unternehmen und die von denselben auSgegebenen Prioritäten dürsten mit jenen der lemberg-czernowitzer Eisenbahn und der Vorarlberger Bahn noch immer die Concurrenz bestehen lönnen. Uebrigens sind die ganze Clasiisiciernng und die sich ihr anschließende DiScussio» nur mehr akademischen Charakter», da wohl nur wenige Fälle sich ereignen dürft«», daß jemand mit guten Papieren den thenren Lombard der Vorschußkassen suchen wird, während er denselben bei ben Sparkassen und bei der Nationalbank, sowie ihren Filialen billiger und bequemer erzielen kann. — (Desinficierung von Sumpf« l a n d.) Dos Wachsihum von Eucalyptus globu-lus ist ungemrin rasch, et erreicht in kurzer Zeit riesenhafte Dimensionen und besitzt eine ungewöhnlich« Zerstörungskraft gegen miasmatischen Einfluß in Fieber-regionen. Er besitzt nemlich die besondere Eigenschaft, das zehnfache seines Gewichtes, Wasser vom Boden zu adsorbieren, und fäulniswidrige, campherartige Ausdünstungen zu entsenden. Wird aus Sumpfboden gepflanzt, so trocknet er denselben in kurzer Zeit aus. Die Engländer waren die ersten, welche damit am Cap Versuche anstellten, und innerhalb 2 bis 3 Jahren gelang c« ihnen die klimatischen Berhältniffe der ungesunde« Theile der Colonie gänzlich umzuäo-dern. Ein paar Jahre später unternahm man eine größere Anpflanzung in Algerien zu Pardoek, einer Meierei, 20 Meilen von Algier gelegen und bekannt wegen ihrer verpesteten Lust; man kultivierte im Frühjahr 1867 ungefähr 15,000 Stück Eucalyptus glo-bulus. Im Juli desselben Jahres, jener Zeit, wo das Fieber aufzutreten pflegte, kam auch nicht ein Fall vor, obschon die Bäumchen nur S Fuß hoch waren. Seitdem ist der Ort vollkommen befreit vom Fieber. In der Nähe von Konstantine war die Meierei von Ben Matjjvüin Sommer und Winter mit Sumpf bedeckt; in fünf Jahren gelang es durch 14,000 Bäume den ganzen Boden trockex zu legen, und die Einwohner und ihre Kinder erfreuten sich fortan einer vortrefflichen Gesundheit. Ein Stationshau« am Ende eines EisenbahnviaducteS im Var-Departement war so verpestet, daß die Beamten e« nie länger als 1 Jahr dort aushielten. Man pflanzte 40 dieser Bäume an und zur Stunde ist e» so gesund, als irgend ein anderer Ort. Wo sohin dieser Baum fortkömmt, kann er als der sicherste und wohlthätigste Zerstörer von SnmpsmiaSmen gelten. Konstitutioneller Herein in Laibach. Der Ausschuß beehrt sich hiemit die Herren 8er« einSmitgliebcr zur 50. BersammlNUg einzuladen, welche SamStag den 28. Februar t. I., halb 8 Uhr abend», im Casinoklubzimmer flottfindet. Tagesordnung. 1. Die jüngste LandtagSfefsion. 2. Die konfessionellen GefetzcSvorlagen. Aus dem Gerichtssaale. S ch l u ß v e r h a n d l u n g wider Theresia Aristoteles und Anna RieSner wegen Verbrechen de» Betrüge». (Fortsetzung.) Am zweiten VerhaudlungStage wurde mit dem Verhör der Beschädigten fortgefahren. Fanni Richter, 34 Jahre alt, RechnungS-offizialSgattin, sagte aus, sie habe der Aristoteles im ganzen 600 fl. geliehen. Sie habe, gehört, daß die. selbe pünktlich zahlt, darum habe sie ihr Geld gegen Wechsel gegeben und süns Perzent monatlich erhalten. Sie habe das Geld bei anderen Leuten aufnehmen und zurückzahleu müffen. Ihr habe die Aristoteles auch einmal versichert, sie bedürfe das Geld zum Pferde« ankanf, doch hätte sie ihr auch ohne diese Versicherung Geld gegeben. Der Gerichtshof beschließt die Beeidi-diguug dieser Zeugin trotz de« Proteste« de» Dr. KoSjek. Die nächste Zeugin, Katharina Maurer, Obereonducteurswitwe, 58 Jahre all, fegt, die Co-melli habe sie ersucht, für die Aristoteles Geld zu geben, und zwar für das Holzgefchäst. Die habe noch 400 fl. zu fordere; sie habe mit der Aristoteles nie selbst verkehrt; auf bem letzten Wechsel, den sie erhalten, sei die Unterschrift deS Josef Aristotele» gefälscht. Cäcilia Hruschauer, au» Arch in lluterkrain, Waise, 34 Jahre- alt, gibt an, durch die Cimjar mit der Aristoteles bekannt geworden zu fein. Die Ci«. Zar habt sie nemlich um Geld für die Aristotele« angegangen; sie fei dann selbst zur Aristotele« gegangen, welche ihr sagte, sie mache glänzende Geschäfte, sie habe reiche Anveiwandte und ein Piano, da« allein seine 1000 fl. koste. Sie habe derselben zuerst 200 fl. gegeben und al« sie dieselben nach 8 Monaten sammt den äperzenlige» Zinsen per Mona« zurückerhaste«, habe sie ihr wieder 200 fl., dann 100 fl. und später noch einmal 200 fl. gegeben. Josef Aristotele« habe ihr ä. conto 10 fl. abgezahlt. Christine (tirnjai au« Laibach, 54 Jahre alt, Slation-aufseher-gattill, sagt, die Poletin habe sie aufmerksam gemacht, daß die Aristoteles Geld brauche, sie fei zu ihr gegangen und habe ihr 200 fl. geborgt. Später fei die Aristoteles selbst zu ihr ge kommen und habe gesagt, sie brauche nothwendig Geld für da- Holzgeschäst, und sie habe ihr 400 fl. ge« geben. Da» Geld habe sie von ihrer Schwester bekommen, 70 fl. von einer Armen, die an den Blattern gestorben. Joses Aristotele- zahlte ihr 30 fl. zurück, welche sie dieser Arme» übergeben habe. Sie habe 5 Perzent, 7 Perzent, auch 10 Perzent für den Monat erhalten. Diejenigen Personen, die ihr Geld anvertrant, wolle sie nicht nennen, weil sie ihr Ehrenwort gegeben und dieselben lieber alle« verliere» «ollen, al» daß ihr Name vor Gericht genannt werde (!) Jetzt beanspruche sie noch 240 st. Anna Obrefa au- Podbrezje, 52 Jahre alt, Witwe und Hausbesitzerin in Laibach, sagt au», sie habe die Aristotele» durch die Comelli kennen gelernt. Letztere habe Geld für die Aristotele» von ihr verlangt. Da» erstemal habe sie 100 fl, gegeben, die« selben binnen Monai-frift zurückerhalten; dann habe sie wiederholt Geld gegeben, so daß sie jetzt 900 fl. zu fordern habe. Auf ihr Befragen, ob die Aristolele« anderweitige Schulden habe, habe die Comelli ver» sichert: gor keine, sie würde sich dessen schämen. Auch haben ihr beide eine von Dr. Sajoviz verfaßte Vollmacht gebracht, worin angeblich gestanden, daß Frau Aristotele» da- Recht habe, für ihren Man» Schulden zu conirahieren. Ein andermal habe ihr die Aristotele- eine Taufendguldennote gezeigt und sich gerühmt, daß sie von ihrem Manne Geld bekomme. Die Comelli versicherte. Josef Aristoteles besitze nichts, er habe alles aufgegeben, alle- gehöre der Theresia Aristoteles. Helena K r e m l a k au- Lustthal, 63 Jahre oll, Schneidergehilfen-gottin, gibt an, durch die Anno RieSner mit der Aristoteles verkehrt und derselben 100 fl. gegen 5 Perzent per Monat geliehen zu haben. Sie habe bi- jetzt an Interesse» 32 fl. erhalten und verlange nur mehr 68 fl. zurück. Josef Blumlocher, ou- Salzburg, Musik, lehrer, sagt, er habe der Aristotele» durch Fra« Rie». ner Geld geliehen und zwor vor drei Jahren 100 fl. Al» ein Monat um war, habe er 6 fl. und einen neuen Wechsel erhalten. Nach einem Jahre habe er wieder durch die Rie«ner 100 fl. für die Aristotele« gegeben, da habe er 10 Perzent für den Monat erhalten. Al« die RieSner ihn drängte, Hobe er noch 50 fl. gegeben. Sr verzichte auf Hrreinbringung de« Gelbe« im Strofwege. Theresia Pvlz, au» Neumarkil, 51 Jahre al«, Schwägerin de» Bachmann, sagt, da Frau Steineiben Bachmann beredete, der Aristotele» Geld zu leihen, zu 3 Perzent per Monat, so höbe sie 400 fl. auf drei Monate hergegeben und bi» zum „Krache" die Zinsen richtig erhalten. 6» wird ein Schreiben verlesen, welches die Polz aussetzen ließ, um nicht sprechen zu müssen. Dem inzwischen verstorbene» Bachmou» schuldet die Aristoteles 1358 fl., der Polz also zu-sammen 1758 fl. Flora v. Goriboldi, 38 Jahr« alt, Pii« Date, ist durch Anno RieSner mit der Aristotele» seit 3 Jahren bekannt. Die Jsotitfch habe ihr auch er» zählt, daß die Aristotele» reich sei. @ic habe die Art. stotele» da» erstemal ersucht, von ihr 400 fl. onzu* nehmen. Dieselbe habe ihr gesagt, jr «ehr sie Geld habe, desto besser geh« da» Geschäft. Ihre Forderung an dieselbe belaufe sich auf 4700 fl. r. . Maria Schiwitz, ou» Neumarkil, 52 Jahr« all, sag«, die Aristotele, habe ihr versichrr«, ihr Monn habr ihr eine Vollmacht geschickt, um Geld auszuueh. me». Ihr« Forderung btlragr »och 350 fl. Di« Ursula Obrrwaditzer. ou« Greifenburg, hot durch die Ri«»n«r 460 fl. in dreimaligen Raten gegeben. ; Ursula Lrrnig, aa$ Laibach, 36 Jahre alt, Magd bei Bachmann, sagt, sie habe durch die RieS-aer 100 fl. gegen 3 Perzent per Monat gegeben. Sie erklärt, bereit» bezahlt zu seiu. Ursula (! er nie, aus Loitsch, 36 I. alt, hat 200 st. rer RieSner für die Aristoteles gegeben, später auf eiucn Wechsel, der auf den Namen KlcmenS lautete. Diese aber sagte, der Wechsel sei falsch. Gertraud M i l a v c, aus Weixelburg, 73 Jahre alt, sagt, die NieSner und Aristoteles feien zu ihr gekommen und haben einmal 200, ein andermal 50 fl. erhallen für das Holzgeschäft, sie habe einen gefälschten Wechsel bekommen. Maria C o m e l l i, aus Dalmatien gebürtig, 42 Jahre alt, (der Mann derselben, Adolf Comelli, lebt in Triest al« Agent), sagt, sie habe zuerst im Jahre 1871 aus einen Verfatzzettel 20 fl. gegeben, dann mit der Obrefa zu 100, 200, 400 fl. und diese Beträge wieder zurückbezahlt erhalten. Sie habe dann der AristolelcS Geld verschafft bei Antonia Moje, bei *!. Beck, bei Josefa Peirorc.c, Christine Simon, Wil-helmine Saitz, Lucia Weber, Schuster Volta, Alois Santoni (400 fl.) Die Vollmacht der Aristoteles habe ihr Hausherr Marchetli gelesen. Sic habe geglaubt, die Aristoteles brauche das Geld für das Ge. fchäfl. Die Aristoteles behauptet dagegen, die Comelli habe alles gewußt, und ihre heurig- Aussage sei lügenhaft. Der Gemahl der Angeklagten, Jofcf Aristoteles aus Triest, 55 Jahre alt, Ho'zhandler, ent« schlagt sich der Aussage wider seine Gattin. E» wird sonach sein unbeschworeneS Protokoll trotz des Protestes des Dr. Korj-k vorgelesen. DaS LeumundjeugniS des laibacher Stadtmazi-strsttS weiß nichts nachiheiligeS gegen die AcistoleleS. mtt Ausnahme, daß sie sehr hoch in der Lotterie spiele. Nachdem noch das mit dem Knechte des Aristoteles, und dem Stubenmädchen der Aize- llagttn ausgenommene Protokoll verlesen worden, wird der zweite Verhandlungstag geschloffen. Am dritten VerhandlungStage wird mit der Verlesung der protokollierten Aussagen der Zeugin Johanna N e b e n f ü h r e r begonnen, welche wegen schwerer Eikrankuug nicht vor Gericht erscheinen kann. Dieselbe habe noch 1300 fl. zu fordern. Di- gefälschten Wechsel habe sie dem Joses Anstoiel-S aus-geliefert, welcher, da sie 100 fl. von ihrer Forderung nachgelaffen, sich zur Zahlung von 1200 fl. in monatliche» Raten ä 25 fl. verpflichtet hat. Zeugin hält die Riesncr für schlechter als die Aristoteles. Zeugin hat 150 fl. jeden Monat als Zinsen erhalten. Ferner wird verlesen daS Protokoll der Sera-phine Gajdich. Dieselbe hat für 200 fl. monatlich 10 fl. Zinsen erhalten. Frau M. Schmidt aus Wien, 31 Jahre Christine Simon, aus.Wien, 50 Jahre alt, OberconducleurSwitwe, Mutter von 10 Hindern, hat nach dem Tode ihres Mannes auf eine Polizze 600 fl. erhilten. Sie ließ sich durch die Comelli bereden, 200 fl. gegen 5 Perzent per Monat der Aristoteles zu leihen. Agnes Ke r^is nik, aus Laibach, 34 Jahre alt, gab ebenfalls durch die Comelli beschwatzt, 220 ft. gegen 5 Perzent per Monat. Wilhelmine Seitz, auS Znaim, 45 Jahre alt, Witwe, Blumenmacherin, gab durch die Comelli 500 fl. gegen 5 Perzent per Monat. Thomas Volta, Schuster, 55 Jahre alt, Witwer, hat noch 200 fl. zu fordern, die feine Frau durch die Comelli der Aristoteles gegeben. Theresia Marko vi c, aus St. Canzian, 51 I. alt, ledig, hat durch die Rie-ner 300 fl. gegeben. Katharina B r a j d i t f ch kann krankheitshalber nicht erscheinen. Ihr Mann Joh. Brajdilsch, au« Afl?nz, Batet von 7 Kindern, sagt au», er habe der RieSner 400 fl. gegeben, wovon er nur zwümal die 4perzentigen Zinsen erhalten. Bei der Jsatitfch habe er 300 fl., bei der Aristoteles 100 fl. zu fordern. Hiemit war das Zeagenvethöc geschloffen. Die gestrige Nachmittagssitzung nahm da« Plai* dotier der Bertheidiger in Anspruch, worauf die Ur» theilSverkündigung erfolgte. Beide Angeklagten wurden de« ihnen schuldgegebenen Verbrechens de« Betruges schuldig erkannt und zur Strafe de« schweren Kerker« in der Dauer von zwei Jahren, verschärft mit einem Fasttag jeden Monat, verurtheilt. Beide Bertheidiger meldeten die Berufung an. Wir werden die Reden der Vertheidiger nachdnngen. Heute wollen wir nur noch bemerken, daß die ganze Verhandlung vonseite des Vorsitzenden, L.-G.-R. Rom6, mit vieler Umsicht und lobenSwerther Objektivität geleitet wurde. Derselbe erwies sich mit dem umfangreichen Materiale aufs genaueste vertraut und gestattete den Angeklagten die volle Freiheit zu ihrer Bertheidiguug. Der GerichlSfaal war an allen drei Verhandlungstagen gedrängt voll. Die am ersten VerhandlungStage trotz unserer Warnung zahlreich erschienenen Damen mußten leider zurückzewiesen werden, da die alte Strafprozeßordnung ihre Gegenwart nicht gestattet. Dttschmslhiilkll. Wie sehr tint gute Dreschmaschine für den kleineren und kleinsten Landwirth ein Bedürfnis geworden ist und welch allgemeinen Anklang eine als zweckmäßig erprobte Maschine dieser Gattung findet, dafür mag folgendes als Beweis dienen: Die Firma Moriz Weil juu. in Frankfurt am Main, Seilerstraße Nr. 2 lieferte im vorigen Jahre Achtzehnhundert Weitsche Handdreschmaschinen, Fünfhundertvierzig zweipferdige Göpeldreschmaschinen, Hundertzehn einpferdige Göpeldreschmaschinen, das find zusammen nahezu zwei und ei« halt Tausend Exemplare oder fünfzig Stück wii-tätlich. — Landwirthe, welche sich für diese Malinen interessieren, belieben sich an obige Firma rect zu wenden oder an IVoriz Weil Jan. in Wien, FranzenSbrückenstraße 13. (145—12) Angekommene Fremde. Am 28. Februar. Ilolel Stadt Wien. V. Zalesky, Besitzer, mit Sohn, Rußland. — Lutz und Schacherl, Reisende, und Winar, Wien — Gemben, Reisender, Marburg. — Jurievii, Grobuik. Hotel Elefant. Weißenberg, Kfm., Triest. — Corti, Turin. — Mörkl, Cilli. — Kapel Ursula, Fünskirchen. — Lippitsch, Kfm., Klagenfurt. — Plavc, Ingenieur Billach. Balrlacher Hof. Schmidt, Handelsm., Italien. — Bastano, Pferdehändler, Bologna. TIolireii. Bataglia, Triest. — Schapiro, Wien._____________ Witterung. Laibach, 28. Februar. Morgens Regen, einige Stunden anhaltend, schwacher Südwind, Wärme: msrgenS 4 Uhr -|- 3 6 , nachmittags 2 Uot -t- 6 2° 6. (1873 + 86«, 1872 f 35'). Barometer im Steigen, 736 45 Millimeter. DaS gestrige Ta gesmittel ver Wärme + 6 6°, um 5 3° über dem Normale Verstorbene. Den 27. Februar. Amalia Berhivc, Rauchsaug-kehrermeister«- und HauSbesitzerrkind, l1/, I., Sl. Pelers-alt, gibt an, sie sei von der Jsaiitsch beschwindelt! uoijiabt Nr. 28, und Genoseva Golob, SchueiderStochter, Viord'e» so daß sie für Regnard 5000 fl. bezahlen 9 I. 2 Monat', Stadt Nr. 154, beide an Blattern. — mtifle ' 9Zad)6eni sie einmal mit derselben bekannt. Maria BeutoMft), gnstttuwannt, 7.» I., BersorgnngShauS gewesen, habe sie für die Aristoteles 4500 sl. gegeben, ^ ö- jlltcr6|(i'm^e- da ihr die Jfaiufch sagte, sie besitze von der Austo teles eine Bollmacht und L-bensversicherungSpolizz«. wodurch alle« gedickt sei. Sie habe zu (ordern 2000 fl.; sie habe endlich nur zwei Perzent per Monat erhalten, dar übrige behielt sich die Jiainsch. Jda v. Beck, 40 Jahre alt, Witwe, gab auf tindnngtn der EomeUt 200 st. für die AnstoteleS «uf 3 Monat. Sie habe 10 lt. per Monat erhalten «nd den Wechsel auf 1 Monat prolongiert, später erhielt sie vom Josef A.istoieleS 12 fl, so daß sie »och 188 fl. zu fordern habe. Die Comelli habe ihr ge« „er muß ja zahlen, da dir AnstoteleS vou ihrem Manne eint Bollmacht auf 16 000 fl. d.sitzt." Josefa Petrovk.L. 30 Jahre alt, Wuthin in «atbad), hat ebenfalls durch die Comelli der Aristo-SK,®00 Wr das Holzgefchäft gegen 4 Perzent per CV { { . Lieben. Den Wcchtcl, verlangte sie, mtitze auch itvr e® unterschreiben, und die QLoniclli habe F-U " »u »" b-«-»"- U.I.,14.1(1 g,. g* '00 |1. «w. I« > w a . “'^ab,n noch 700 fl. Zeugw ((breit >er Aristoteles ins Gtsich,. „^ugncrin, BetrUgerm >' «tttsefendet. Alle» Kranken Kraft und Gesundheit ohne Medizin und ohne Kosten. Revalesciöre du Barry ooii London. Seine ÄronTbelt Vermag bet bellcalen BernUaoilr« du Barry d beseitigt bie|-" ' " olt erstehen, und ieteltint b(e|elbe °hne »iebtjtn und ohne »osten all, »tajen-, Werten«, Brüst-, Snngen., Lever., Drüsen., «chleimha«.. ntürm., «lasen, trab Wittenleiben, Snbetcntoft, «qwmdlucht, «sthma, öunen, Unvetbanlichteit, \ 6»lanotlgtett schwäche, ftSmorchotden, w.issersnchl, (jteber, echotnbel, 8tutauf|tci ien, Ohtenlranlen, UebeN.tl unb ^brechen selbst während bet Schwa» Vtlftaft, S>iabete8, «RelanHollc, «bmaaerung, Rheuma«,mu» «ich, PlcUlut&t. — *u»«ttae au« 76.000 Gertiftcaten über »enesungen, btt lUet Biftijtn »tbetflanben, «erben aus «erlangen franco eingesenbet «ahthaster al« »leif* «spart die tteTilwotlre bei »rwachseu» utb »Indern ffinfjigmal ihren ^tet«inatsneien. „ 3n «lechbllchsen eon ein Haft vfunb ft. i S«, 1 Psb. fl. »-60 I ttft. st. t-60, 6 Pfd. 10 fl., " Vsd. W fl., 21 Psd. 86 fl. — U«-na*»ollre-Bl«enlt«n in «üchsen ^ fl. *'W nnb jl. 4-50. — E»»iI«h«Uh Gedenktafel über die am 2. März 18 74 strttfiadenden Lici-tationen. 1. Feilb, Pauer'jche Real., Laibach, LG. Laibach. -- 1. Feilb., PermeS'sche Real., Mittervellach, BG. Krainburg. A m 3. Mär z. 2. Feilb., Botnik'sche Real, ad Manusburg, BG. Egg. — 1. Feilb., Dolin4ek'sche Real., Zalnik, BG. Littai. — 2. Feilb., Jenko'sche Real, Erm-rn, BG. Lack. — 2. Feilb., Radkoviö'sche Real., Möttling, BG. Möttling. — 8. Feilb., Cucek'sche Real., Grafenbrunn, BG. Feiliriz. — 1. Feilb., SnsterZii'sche Real, ad Ballenberg, BG. Littai. Telegramme. Wien, 27. Februar. (Keichsrath.) Der Minister für Landesvertheidigniig legt einen Militär« pensions - Geseßeniwurf vor. — Der Antrag auf Errichtung einer Reichshypothekenbank wird abzelehnt. Utber die Petition der Schafwoll-Jndustriellen betreffs des Zollverfahrens entspinnt sich eine längere Debatte, im Verlaufe welcher der Handels- und der Finanzminister befriedigende Erklärungen abgeben. Die Ausschutzanträge werden angenommen mit Weglassung jenes Passus, der ein Tadelsvotum für die Regierung enthielt. Telegraphischer Kursbericht am 28. Febr»ar. Papier Rente 69-70 — Silber-Rente 7410 — Staats-Anlehen 104 25 — Bankaktien 971— Tredit 242 7» - London 11150 — Silber 10540 — 20-Franc»- Heirats-Atitrag- Ein ÄeschästSmaiin, 29 Jahre alt. seit längerer Zeit selbständig, miinfdn sich mit einem S«u‘c'll„°6” ' mit einem Vermögen von 600 W 1000 fl *t* wk^^«chen. Anträge unter M. W. mit Beschluß der Phowgraphir übernimmt die Expedition diese« «tattes. E Mahr, loste ln allen Stadien bei guten Spothelern nnb 6(h-ie-'ib4ebletn t >nch nerienbet bal Wienet hat»« nach alle» ••getbtn g gen (#o!tan»«t1e I» oh« «achv'hme. (139—1) findet Ausnahme im Nürnberger- und Manufacturwarrn» Geschäfte Näheres daselbst. Ivan Concilia & Sohn in Agram. (134— 2) Im Gasthause tz«r goldenen Schnalle von Heute den 28. Februar an Ausschank von pifsner Zier Ms dem dortigen bürgerlichen Bränhanse. (135) Wer würde wohl so menschenfreundlich sein und einem jungen, intelligenten Manne durch ein Darlehen von wenigstens lOO fl. die Eröffnung eines schönen Geschäftes hier ermöglichen? Stellung und Charakter bürgen vollkommen für ehren-lafte und pünktliche Rückzahlung. Adresse erbittet aian in der Expedition dieses Blattes gütigst hinterlegen zu wollen, worauf persönlich detaillierte Besprechung «folgt. (105—2) Ein der deutschen und slavischen Sprache mächtiger «ird sofort acceptiert. Gefällige Offerte sind zu richten an A. Poverzanoviö, Agenturs- und Kommissionsgeschäft <182-2) in Agram. Zahnweh! ä 50 kr. bei Herrn jeder und heftigster Art beseitigt dauernd das berühmte pariser I2 ^.(5) cq W qo F ♦ -fi u o " " £, .5 o ™ <“ •=- S gx-, 3 gr = c* -=j 5 - =* «’H Ort 1 —-S » «'Sw .5--J e ,g ’C .5 ,§ llil s 4i ° 5. 2* f is s Sl *5 .t; s Ö.i- B t a V e . A* *3 w V> >Q W •Ji«- § En En gros M detail machern besonderen Eabatt. 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Leversalbe immer vorriithig. — Reparaturen aller Art werden dauernd hergestellt. — Aufträge aus der Provinz werden schnellstens gcflcu Einlendung eines Maße« oder Musterschuhes gegen Nachnahme efsectniert. Süchtconveuierendeö wird jederzeit nmgetauscht. PreiSconrante gratis. (584—18) 2 Stallungen für je 6 und 8 Pferde mit grossen VV agenrciuisen & Futterböden«. mehrere geräumige sind von Georgi 1874 ab zu ver-miethen. Nähere Auskunft Wienerstrasse Nr. 4. Z \ Aeytlichcs Zeugnis über Herrn Apotheker HT Wilhelm’® antiarlhritischen antirheumatischen Rsulreinigungs-Thee. Zum Wohle der leidenden Menschheit fühle ich mich gedrungen, den ausgezeichneten Blntreinigungs-Thee des Herrn Apothekers Wilhelm ärztlicherseits ganz besonders zn empfehlen. Dieses Präparat, so einfach in seiner Art, ist eines unserer vorzüglichsten Heilmittel für alle inneren Leiden und solche äußeren Krankheiten, welche der Ausdruck böser Säfte sind. Ich habe Gelegenheit gehabt, obigen Thee hierin Amerika bei meiner ausgedehnte« Praxis recht oft anznwenden, und habe gefunden, daß derselbe sich ganz schlagend erwiesen bei folgenden Leiden: a) bei Krankheiten ver ÄthmnngSorgane, besonders Katarrhe der Bronchien, namentlich wenn der Answurs am Morgen sehr eripiös und quälend war, ferner bei asthmatische» Be ichroerdeii, im letzten Falle war die Wirkung eine brillante, ln Krankheiten deS Magens, beim Magen kranips, Äragenkatarrh, bei den ans verdorbenem Magen bervorgehenden Kopfschmerzen, bei Hypochondrie, Magengeschwür, Magenkrebs und hDflerischeii Beschwerden, e) Bei Anschwellung ver Denen, Hämorrhoide», und zwar ganz besonders, wenn die habituelle Stuhlverstopsuug Ursache der Anschwellung und Zerreißung der Beneii und der hiedurch erfolgten Blutungen ist d) Bei organische» Herzfehlern, beiKlap penfehler». e) Bei Syphilis und syphilitischen Leiden aller Art. namentlich solcher, wo Tchinierkuren vergebens angewandt, wo Jodkalinm monatelang ohne Erfolg genommen worden ist. Also bei veralteter Syphilis ganz besonders. Somit bleibt der Blutreinignngs^Thee des Herrn Apothekers W i l h e l m auch für Amerika eine Bereicherung des Arzneimittelschatzes. (613—4) New-Aork, ll>. September 1873. Dr. Med. A. Ciroyvn, deutscher praktischer Arzt in New-Aork, (L. »lbuvli: Potor ILiiHHiiilt; Cilli: Baumba’fdit Apotheke, Rauscher »nk> Carl Krisper ; Ä örz: A. Franzonl; Jf 1 a g e u f u r t: Carl Clementschltsoh ; Marburg: Alois Quandest; PraSberg: Trl-buc ; Billach: M. Fürst; WaraSdi» : 0 Halter, Apotheker. —-ä—_____________________________jt> JbtUfgct mit fUt die «edactivn veranlworllla: L ttomar Bamberg. Ai um uun ygiu e. «letnma-r a oeo. eamoetg in ra,b»q.