Anbacher Zeitung. «^ «»8. Donnerstag am ?3 Keptember »8H«. Di.' sall'nchrr ^l^i»i" c>,'ä,ni>t '»it A,!i»ab,'!,' i"r 3^>i»^ niift ^ierta^c, täglich, m,r> koilct !'a,!i,nt dc» V>ili,.,f'! >'» Co^iiutoil q n » , j ä l»r i ^ ll ,1., halbjährig 5 il. 3ft fr »lit >ltle,iib.i!!d >!» («>,'»!Vtl'!r qci>i j r> q s>a ! l', ä s> i i li 3« sr. n,.'l»r ^l ,»lncht>!i. Mit »e r 'lio it po'l t.'-frci aaiili il,!-i« »>'tcv ,ss>.»rcssr <5 f!.. h al l'j.i hri q 7 st. z« sr. — In , cr.i< > on ^ss cb ü s, r ,'ili' siiic 3ralt>!i^i!s ct»cr bcn Ram» dcrss«^!,. fiir l,»' '»cl!>^ (ii> >'ä,^t,l„.i'» sr N'r ov""»,!iqc ^ kr., ,'nr orc!M»,.qs ', sr. (5. M, Inscratf l'is ,2 Z.ilen kolw, > «. für -. s,,, 2 2't.U »nl. 40 ,r, filr 1 Ma! s!,,<>,,chl,l»,,. 3» dicft» <5»cl'»l,rc>! ist nach d.»l „pn'visolischc» G.>,^c vl'M <>, '.'k'Ulüibcr >«5,<) sür ^iiftrtim^stäüipcl" »ech l<) lr. sur lüic jsd!>',l!allqo »dinsch^timg hinz» z» lcchnf,,. Mmtlicher Theil. 'i2 vorgenommenen 238. (M. Ergänznngs-) Verlosnng der älteren Staatsschuld ist die Serie Nr. 194 gezogen worden. Dieselbe enthält Hofkammer-Obligationen, und zwar zn 4"/, Nr. :N.';!N bis 389U8, und zu 3',<>/„ "r. U90W bis 39327. dann die nachträglich einge- reihten kärntnerisch-ständischen Domestical-Obligationen zu 4"„, )tr. 447!i bis 4489, im GesammtcapitalS-betrage von l.2?:l.708 fi. 47 kr. nnd im Zinsen-betrage nach dem herabgcschten Fufie von 2.l.^s>1 fl. 2<»', kr. Mit Veziehnng anf die Gnbernial-Cnrrende vom 14. November 1829, Z. 2lltt42, wird festgeseltt, daß diese Obligationen nach den Bestimuumgen des a. H. Patentes vom 2l. März l818 gegen neue, zu dem ursprünglichen Zinofnße in Conv.-Münze verzinsliche Staatsschuldverschreibnngen umgewechselt werden. Was in Folge hohen Finanz-Mmistcrial-Erlasses vom 4. l. M., Z. l:llj7I, bekannt gegeben wird. K. k. Steuer-Direction Laibach am 18. September Ml2. Der Herr Minister des Innern hat unter 13. d. M., Z. 22N92, die in Krain erledigten (5oncepts-adjunctenstellen l. und ll. Classe, erstere dem Con-ceptsadjnncten ll. Elasse, Albert Iabor »egg Edlen v. Altenfels, und leytereu dem lFonceptsdinrnisten Ednard Knmar verliehen. Das Mmistcrinm des Inncrn hat im Königreiche Galizien den Kreiscommissär lll.-(>^sse. Joseph N a-dermanu, znm Kreiscommlssi'ir ll. (5lafse, „>,d den Gnbernial-Concipisten Ignaz Hladisch, zum Kreiscommissär HI. Classe ernannt. Der k. k. Minister für Cultus und Unterricht hat den Snpplenten am Wiener Gymnasium iu der Io-sephstadt und Privat-Doccnten an der Wiener Universität, Dr. Franz Hochegger, dann den Sup-plenten am Gymnasinm zu Olmüy, Ignaz Honig, zu wirklichen Gymnasiallehrern am Gymnasinm zu Preßbnrg ernannt. Von dem k. k. Finanzministerium sind die bei der croatlsch-slavonischen Finanz-Landes^ und Stcuer-direction erledigten Secretärsstellen dem Cameral-Bezirkscommissär I. Classe bei der Krakauer Cameras Bezirksverwaltnng, Vincenz Fril), und dem Franz Feyerseil, Steuer - Iuspectvr in Linz, verliehen worden. Das k. k. Finanzministerium hat den Zolkiewer Camera! - Vezirksvorstcher, Camernlrath Frauz R o-der, znm Finanzrathe bei dem Gremium der Finanz--Landesdircction in Lemberg ernannt. Von dem k. k. Finanzministerinm ist d,e Cameral-BezirksvorsteherssteUe in Zolkiew, mit welcher der Titel und Charakter eines Cameralrathes verbunden ist, dem Secretär der galizischen Finanz-Landeedirection, Johann v. Wittemberski, verliehen worden. Im Nachhange zu dem in der „Wiener Zeitung" vom 19. Angnst d. I., Nr. l98 veröffentlichten Erlasse wird bekannt gemacht, das; an Münzscheinen am 2.'l. September d. I. ein Betrag von 809.000 st. in dem Verbrennhanse am Glacis vertilgt werden wird. Mit Hinznrechmmg der früheren Tilgungen an Münzscheinen von li,800.000 si., dann des bereits getilgten Staatspapiergeldes mit Zwangscours von 2ü,W0.000 fl., beträgt die Gesammtsnmme der bisherigen 5ilgllng au Staatspapin-geld !l!/',<>0 N0s> ss ^! welche durch Verwendung eines Theiles der Einzahlungen anf das Anleihen vom Jahre 18t!l bewirkt worden ist. Wien, am 20. September 1862. Vom k. k. Finanzministerium. Nichtamtlicher Theil. Die Visenindustrie nnd der Zoll Verein. ^ Unter den in der, znm deutsch-österreichischen Handelsvertragsentwurfe gehörigen Beilage vorgeschlagenen Tarifmodificationeu bietet namentlich das Eisen nach seinen verschiedenen Gattungen zu mancher interessanten und lehrreichen Betrachtung um so mehr Änlasi, als die besondere Wichtigkeit dieseS Artikels überhaupt eine vorzugsweise aufmerksame Ben'lcksich-tigung aller auf selben bezüglicher, industrieller und commercieller Momente in Anspruch nimmt. Wenn wir die jeNt im Zollvereine und in Oesterreich herrschenden Einfuhrzölle aus Eisen vergleichen, so zeigt sich, daß auch dieftt Zweiss der Production bei unS mehr als bort geschüftt ist. Die Importabqabe für Roheisen beträgt hier pr. ßtmner 45 kr. 6M., dort il> Silbergroschen; für Schmied-lind Walzeisel, m,d St<5bc voi, weniger als ^ ?c>ll Dicke, hier 2 fl. :w fr., dort 1 Thl.-. 15 Sgr.; s,,r Eisenbahn schiene,, und Nadfränze hier 2 fl. ^l(> s,.. dort anch nur l Thlr. <« Sgr.; für Roh- ^>l.' und Gusistahl hier 4 fl., dort selbst für raffimlscn Stahl, der ln Oesterreich höher als die übrigen Sorten belegt ist, wieder 1 Thlr. Ili Sgr. Dasselbe Verhältniß '> Erg. zn entrichten wären. Eisen ist nicht bloß ein für den unmittelbaren und täglichen Gebrauch als Schlosser-, Schmiedewme n. s. w. hochwichtiger Artikel, sondern eS bildet überdies; noch die Grnndlage zahlreicher anderer Indn-strien als wesentliches und unerläsiliches Hilfsmittel derselben. Die österreichische Regierung hat daher unbedingt wohlgethan, von dem früheren, mehr piohi-bltiven System in di-esem Zweige abzugehen, und eine sordersame Concurreuz nicht auszuschließen. Daß dieselbe zum Schaden unserer Industriellen nicht gereicht und gereichen kaun, dafür sprechen mehrere Thatsachen, die zur grosttmoglichen, öffcmlichen Keuntuis; gebracht zu werden verdienen. In dem kürzlich von der Lcobner Handels- und Gewcrkkammer erstatteten Jahresberichte findet sich die sehr beachtenSwerthe Mittheilung, daß die vorzügliche Güte des österreichischen Roheisens es ungeachtet seines bedeutend höheren Durchschnittspreises, gleichwohl selbst anf dem Weltmarkte concurreuzsähig erscheinen läßt, indem gleich gutes Roheisen auch in England und Belgien eben so theuer ist. Ordinäres Eise" wird I""' Glasgow mit ! fl. ,8 fr. H^.„ .-. 10,'! Pfund, in Stti.'lmark ii,it 2 ft. llj fr, C).v, 93U jedoch von besserer Qualität erzeugt. Werden der Zoll pr. 46 kr. und die TraoSportauslage hinzugerechnet, wird außerdem »och berücksichtigt, daß bei der Einfuhr zur See der Zoll auf 1 ss. erhöhet ist, so zeigt sich augenscheinlich, daß der Artikel in Oesterreich zur Zeit zwar durchaus nicht übermaßig, aber zureichend geschüttt ist. Als ein vorzügliches Mittel zur Hebung dieses Productionszweiges wird von der Kammer die Erleichterung im Trausport und Com-municationSwesen bezeichnet, eine Richtung, die jedoch von der Regierung vollständig gewürdiget wird, und in welcher sie bekanntlich eben so energische als hervortretende Thätigkeit bekundet. In Betreff der Stabeisenproduction bemerkt die Kammer, daß steirisches Stabeisen in England selbst mit 10 fl. und darüber bezahlt wird. Die Erzeugung desselben in England ist zu Folge des Berichtes zwar ausnehmend gering und die in Obersteier desto hoher angeschlagen; wir erwähnen dießfalls bloß, daß die Negieauslagen für England mit lil kr., für Steiermark mit 40 kr. bis 1 fl. , der Unterneh-mungsgewinn dort nur mit 2 kr., hier von (1 bis 1 ss. 40 kr. C. M. aufsteigend pr. Centner angeschlagen werden. Lassen wir jedoch den geringsten steirischen Erzeugungspreis von 7 ft. 40 kr. bis 8 fi., mit Ausschluß der Capitalszinsen, die für England nicht einbezogen wurden, gelten, schlagen wir davon den Einfuhrzoll, der zur See ll fl. 30 kr. CM. betragt, und die Beförderungskosten ab, so stellt sich herans, daß die österreichische Production gegenüber der englischen, in diesem Zweige ebenfalls entsprechend geschützt ist. Unter das Mast dieses Schutzes herab-zusteigen ware jedoch nicht gerathen, da, wie oben erwähnt, daS Eisen ein Fundament aller industriöseu Thätigkeit bildet, und der Anlaß, der die Erzeuger zur Verbesserung und Vervollkommnung des Betriebes drängt, nnr willkommen und schließlich selbst in ihrem Interesse nur nützlich sein kann. DaS Verhältniß aber, welches die österreichische Negierung in diesem Zweige zu dem deutschen Zollvereine beantragt, ist ein Beleg mehr, wie sehr ihr die Anbahnung einer unzertrennlichen gewerblichen Solidarität zwischen Deutschland und Oesterreich am Herzen liegt, und wie sie im steten und unwandelbaren Hinblicke auf dieses höhere Ziel zu jedem Opfer, welches die Verhältnisse gestatten, gerne bereit ist. Würde nämlich die Concurrenz der westphälischen Eisenerzeuger, die ein etwas billigeres, allein in der Negel schwächeres Prodnct als die steirischen liefern, fördernd auf die hiesige Industrie einwirken, und sie zur größern Concentration ihrer Kräfte uud öcono-mischeren Benützung des Hilfsmaterials anregen, so könnte eS andererseits der deutsche» Industrie nnr vortheilhaft sein, wenn ihr die treffliche Qualität österreichischen Eisens zu billigen Preisen dargeboten würde. Oesterreich Wie«, 20. Sept. Der „Wr. Lloyd" schreibt über das neue Anlehen: Die heutige Wiener Börse, so überaus schwunghaft für Staatspapiere, begann den Beweis zu liefern von dem außerordentlichen Vertrauen, welches auch im Inlands zu den öffentlichen Fonds des Staates besteht. Die Finanzverwaltung hat es bekanntlich uugeeiguet gefunden, in irgend einer Weise behufs der Ausführung dieser Anleihe an das patriotische Gefühl des Publicums zu appelliren, und mit Ausnahme der Wiener Stadtautoritäten, welche auS eigenem Antriebe und ohne Veranlassung von Seiten der Staatsverwaltung sich für die Anleihe verwendeten, ist von allen Behörden jede Aufforderung zu diesem Zwecke unterblieben. Dennoch war die Betheiligung aller Orten in der Monarchie über jede Erwartung groß. Die Meinung war allgemein, daß dieses Mal der Patriotismus sofort seine Belohunng mit sich bringen würde, und in der That zweifelt Niemand mehr daran, dasi die fünfprocentigen Me-talliqnes binnen kürzester Zeit den Pari-Cours werden erreicht haben. Es ist bisher immer der Fall gewesen, daß eine glücklich beendete Anleihe auch unmittelbar eine günstig« Wirkung auf d«n Eours der Industriepapiere geäußert hat. Wenn dieselbe !>>ltte ausblieb, so liegt die Ursache iu dem Geldmangel, der sehr natürlich eben auf die großen Eiuzahlmigen für daS Anlehen zurückgeführt werden kann. Eü läßt sich aber nicht verkennen, daß die starken Neductionen, welche im Betrage des umlaufenden Papiergeldes Statt gefunden haben, eine bedentende Wirkung auszuüben beginnen, und daß große Umsicht und ein bedächtiges planvolles Vorgehen nothwendig wird, nm bei der jetzt vor sich gehenden Bessernng der Landeswährung den Geldmarkt vor zu empfindlichen Störungen zu bewahren. Wien, 20. Sept. Se. kais. Hoheit der Hr. Großfürst Thronfolger, Alerander von Nußland, und Sc. kön. Hoh. Kronprinz Carl Friedrich von Württemberg sind Sonntags Früh mit einem Separatzuge der Nordbahn hier angekommen, und nach eingenommenem Frühstücke um 7 Uhr Früh mit demselben Zuge ohne Aufenthalt nach Pesth abgereist. Im Bahnhofe wurden dieselben von dem Hrn. Obersthofmeister FML. Fürsten Carl v. Liechtenstein und dem Hru. Gouverneur FML. Fb. v. Kempen empfangen und begleitet. Im Nordbahuhof war eine Ehrencompagnie ausgestellt, und wurde während der Ankunft nnd Abreise von einer Militärmnsik dle russische Volkshymne gespielt. — Aus dem k. k. Münzamte in Schemnitz sind gestern 80.971 fl. C- M. geprägtes Silber hier angekommen. — Eine Kundmachung des Hrn. Bürgermeisters Dr. Wanka in Prag regelt den localen Holzoerschleiß daselbst in einer Weise, die allerwärcs Nachahmung oerdiente. Es wird dadurch besonders den schlechten Schlichtungen und dem Mißbranche abgeholfen, daß die Verkäufer, um höhere Preise zu erzielen, ihre Holzvorrathe, nm die man eben feilscht, gewöhnlich für schon verkauft ausgeben. Jeder Käufer hat nun das Recht, sein erkauftes Holz ,m Holzhofe selbst nochmals schlichten zu lassen; der etwaige Ausfall muß ihm dann ersetzt werden. Auch muß von nun an alles verkaufte Holz 24 Stunden nach Abschluß des Kaufes aus dem Holzhoft weggeschafft sein. Eigene Commissäre sind ernannt, um die Ausführung dieser Maßregel zu überwachen. — Aus Pesth schreibt man, eS sei der Andrang der Fremden so groß, daß sehr Viele keine oder schlechte Unterkunft fanden. Die Meisten werden sich jedoch nur drei bis vier Tage aufhalten, um die Hauptmauöver mit anzusehen. — In der k. k. Militärgränze werden folgende Militär-Vildungsanstalten bestehen: Drei Militär. gränz-Erziehungshäuser, jedes zu 160 Zöglingen; ^ Gränz-ScabSschulen, jede zu 80 Zöglingen. Die Militär-Erziehungshäuser gehören in die Cathegorie der Obcr-Erziehungshäuser. Die Militär-Gränz-Stabsschulen haben den Zweck, den Regimentern tüchtige Officiers-Candidaten zu liefern, und ergänzen sich selbst theils aus den vorzüglicheren Zöglingen der Erziehuugehäu-ser, theils aus solcheu Iüngliugen, welche bessere Bildung im alterlichen Hause genossen haben. ' Wie wir aus Castelnuovo vernehmen, ist einer der in der türkischen Sutorina stcttionirten Ar-nauten, welcher christlicher Religion war, von seinen muselmännischen Caimraden ermordet worden. Drei davon wurden nach Trebiuje zur Untersuchung abgeführt. Darauf sind 12 derselbe» in der Nacht verschwunden. Man vermuthet, daß sie sich sammt ihrem Commandanten in die Heimat nach Albanien begeben haben. — Der am 12. d. in Pcterhof verstorbene Fürst Peter Wolkonski, kaiserl. russischer General-Feldmarschall, General-Inspector aller Neservetruppen, Generaladjutant Sr. Majestät des Kaisers, Minister des kaiserl. Hauses und der Appa^agen, Mitglied des Reichsrathcs, Dirigent des Cabinets Sr. Maj. des Kaisers uud Kanzler des Capitels der kais. köi'igl. Orden, war 1789 zu St. Petersburg geboren, und gehörte einer der berühmtesten russischen Fürstenfamilien an. Sein Großvater war der Fürst Michael Nititisch Wolkonski, der am 13. März 17U2 mit Friedrich dem Großen die sogenannte Capitulation von Pommern schloß, in Folge welcher Kaiser Peter lll. die russischen Truppen als Bundesgeuosseu Preußens auftreten ließ. Fürst Simon Wolkonski, Fürst Fedor Wolkonski, ans demselben Geschlecht, haben sich als Generale mi <:w>l' berühmt gemacht, und waren Ritter vom Orden des heil. Andreas. Der General der Cavalleric Fürst Nicolai Wolkonski, dcu der Feldmarschall Fürst Nicolai Nepnin adoptirte, und der unter dem Namen eines Fürsten Nepnin 1818—14 Generalgouverneur von Sachsen war, gehört derselben Familie an. Fürst Peter Wolkonski, der die meisten seiner hohen Kriegs- und Etaatsbe-diennnqen seit den ersten NegierungSjahren Sr. Maj. des Kaisers Nicolaus bekleidete, hinterläßt einen Sohn, den Fürsten Dinntri Wolkonski, wirklichem Staatsrath und Vicepräsidenten des eigenen Cabinets Sr. Maj. des Kaisers. Vriiun, 111. September. Das hohe Handels-ministerinm ist auf die von der Handelskammer angeregte Frage einer Reducirung der Brünner Märkte vorlänftg nicht eingegangen, zumal eine allgemeine Revision der Einrichtungen und Normen in Jahr-Marktsangelegenheiten bevorsteht- Astram, 18. September. Die „Agramer Ztg." veröffentlicht hentc folgende Knndmachnng: Da die im Königreiche Croatien und Slavonien bisher gebräuchlichen blau-weiß-rothen Fahnen weder eine staatsrechtliche noch diplomatische Begründung haben, so kann Se. k. k. apostol. Majestät Fahnen mit diesen Farben als nationale nicht annehmen und es sind solche um so mehr zu beseitigen, als zum Zeichen der Vereinigung aller Länder uud Völker des Kaiserreiches unter ihrem angestammten Kaiser und Könige die schwarz-gelbe Fahne dient. Ueber a. h. Entschluß Sr. k. k. apostol. Maj. unterliegt eS jedoch keinem Anstaube, daß in den Königreichen Croatien uud Slavonien nationale Fahnen, wie gewöhnlich, gebraucht werden, und zwar zweifarbige, nämlich weiß-rothe in Croatien und blan-weiße in Slavonien; doch ist während des Aufenthaltes Sr. k- k. apostol. Majestät in diesen Ländern zugleich mit den nationalen Fahnen auch die kaiserl. Fahne auf-zustecken. Auf öffentlichen und im Allgemeinen auf kaiserlichen Gebäuden ist durch die ganze Zeit, wo sich Se. k. k. Majestät iu irgend einem Orte befindet, entweder ausschließlich die kaiserliche Fahne, oder zugleich mit den nationalen Hahnen wenigstens in der Art zu gebrauchen, daß die kaiserliche Fahne den obersten Platz einnimmt. Welches hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Agram, am 14. September 18ll2. Benedict Lentulaj, Vice-Van. Deutschland. Berlin, 18. September. Auf allerhöchsten Befehl Sr. Majestät des Königs begeben sich mehrere Offiziere der Armee nach den kaiserl. österreichischen Staaten, um den daselbst stattfindenden großen Feldmanövern beizuwohnen. Unter Andern begeben sich zu diesem Zweck nach Pesth, resp. sind bereits dorthin abgereist : der General der Cavallerie und General-Adjutant Sr. Maj. des Königs, Graf v. d. Groben und dessen Sohn, der Rittmeister Graf v. d. Groben vom Garde, Dragoner-Regiment, ferner der Major n lll km!«, des 1. Garde-Regiments z. F. Erbprinz von Sachsen-Meiningen Hoheit, Se. Hoheit der Herzog Wilhelm von Mecklenbnrg-Schwerin vom Regiment Garde du Corps, der Oberst v. Schlichting, Com--mandeur der 2. Garde-Infanterie-Vrigade, der Oberst v. Schlemüller, Commandeur der 2. Gardc-Cavallerie-Brigade, der Major v. Gotsch, Chef des Generalstabes beim 3. Armeecorps, und der Hauptmann "- ^"' vom Garde-Artillerie-Negimcnt. «.. München, 16. September. Astern Abend nach 9 Uhr sind mit dem letzten Eisenbahnzuge Ihre Majestäten König Lndwig und Kön.g.n Therese mit den erlauchten Töchtern, der Großherzog.n Mathilde von Hessen, der Herzogin Adelgunde von Modena u„d der Erzherzogin Hildegard von Oesterreich k. k. Hoheiten, <",s der Pfalz zurück hier eingetroffen, be-qlcitet von Sr. Majestät dem König Otto von Griechenland, welcher seinen hohen Verwandten blS AugS-burg entgegen gefahren war. Laut einer allerhöchsten Entschließung im gestri- 5>3l gen Regiernngsblatte hat Se. Majestät der König sich bewogen gesunden, die Eröffnung der Landraths-Versammlungen für die Jahre 18.'l1^j2 nnd 18.^2^.^ auf Montag den 1l. October d. I. an den Sitzen der KreiSregiernngen festzusetzen, und erhielten diese Negiernngen den Auftrag, hienach die betreffenden Einbernfungen zu erlassen. Folgende li Offiziere wurden durch KriegSmini-sterial-Nescript beordert, sich in's Lager dcr kaiserli' chen Truppen bei Pesth zu begeben: Generalmajor v- Heilbronner, Oberst v. Liel, Oberst v. Heß, Che-vaurleger^Major Graf K- zn Pappenheim. Artillerie' Oberst Schnitzlein nnd Hanptmann Wolf vom Ge-nie-Regimente. Anderer Seits werden eine Anzahl OfflZiere ans Oesterreich nnd andern denlschen Staaten zu dem hiesigen Lager theils erwartet, theils sind sie bereits eingetroffen. I r a n k r e i ch. Paris, 1.^. September. Ein Präsidial-Decret im „Monitenr" verfügt nach dem Vorschlag des Ministers des Innern, Ackerbaues nnd Handels, de Per-siglN), die Einrichtung zweier nenen Lehrstellen am „Conservatorium der Knnste und Gewerbe". Dieselben sind für öffentliche nnd unentgeltliche Vorlesnn-gen über Spinnerei nnd Weberei, sowie über Farberei, Drnckerei uud Appretur vou Gespinnsten bestimmt-und dnrch die HH. Alcan, Professor an der Central-schnle für Künste nnd Mannfactureu, und Persoz, Professor der Chemie zn Straßlmrg, besetzt. Der Unterrichtsminister Fortoni hat die beiden Comites „für schriftliche Denkmäler" und für „Künste nnd Denkmäler" in eines verschmolzen, das den Namen führen wird: „Comitö für französische Sprache, Geschichte und Knnst." Es wird ans drei Sectio-nen für Philologie, Geschichte und Archäologie bestehen und den Unterrichtsminister selbst zum Präsidenten haben. Znm Vice-Präsidenten nnd zngleich znm Mitglied der historischen Section ist der Marqnis de Pastoret von der Academic der schönen Künste ernannt. Im Ganzen sind 42 namhafte Gelehrte und Kunstkenner in das Comit6 bernfen. Der „Monitenr" beginnt heute seine amtlichen Berichte über die Reise des Präsidenten der Republik mit folgender telegraphischen Depesche aus Bo urges vom 14. Abends li Uhr 20 Minuten: „Der Prinz kommt um li Uhr zu Vom'ges an und begibt sich in die Domkirche. Er ist mit der größten Ve-geisternng und dem tausendfach wiederholten Ruf: „Es lebe Napoleon! Es lebe der Kaiser!" empfangen worden. Alle Bevölkerungen von Berry sind auf seinem Wege herbeigeströmt." AuS Bonrges schreibt man von gestern Morgen daß das ganze Departement wegen der Durchreise des Präsidenten in Aufregung war. Schon Tags vorher waren über 40.000 Lente in der Stadt eingetroffen, die in jedem Augenblick noch Zuwachs erhielten. Die Eisenbahnen, Diligencen, Omnibus und Privatwagen reichten kaum hin, nm die Schaulustigen zu befördern. Die Gemeinden rückten, von ihrem Maire geführt, mit vorgetragenen Fahnen ein. Mehrere hatten 12 -1!i Stunden Wegs zu Fuß und während dcr Nacht znrückgelegt, nm dem Empfangs -feste beizuwohnen. Der präsidentschaftliche Zug kam, wie wir schon mitgetheilt, nm <» Uhr in dem Bahnhöfe von Berges an. Von Paris bis zur genannten Stadt hielt der Zug um ein Mal an, nämlich an Vierzon, wo der Präfect des Cher-Departements und der die Division befehligende General, Herzog von Morteman,! den Präsidenten der Republik empfingen. Der dortige Bahnhof war schr reich decorirt. Der Präsident ließ sich den Gemeinderath nebst dem Maire der Stadt vorstellen, und setzte nach einem kurzen Aufenthalte seine Reise fort. Der Präfect und der Divisionsgeneral schlössen sich dem Zuge an. Bei der Ankunft in dein Eisenbahnhofc von Bourges wurde der Präsident von den Acclamationen der dort versammelten Personen begrusit. Die Musik des l>. Kllnen-Negimentes spielte Fanfaren. Ans dem Bahnhof?, der sehr geschmackvoll decorirt war, stellte der Präfect dem Präsidenten alle Civil- und Militärbehörden, den Maire, die Mita!^,- 5'6 m,.n-."^>-^s^ l von BourgeS, die verschiedenen Depntationen nnd die übrigen nach Bourges gekommenen Departemental-behörden vor. Der Präsident unterhielt sich mil mehreren Personen. Reden wnroen jedoch nicht gehalten. Hierauf stieg der Präsident, sein Gefolge, der Präfect des Cher.Departements, die anwesenden Militär- und Civilbehörden, zu Pferde, um sich nach der Stadt zn begeben. Die Gemeinderäthe, die Umer-präfecten, die verschiedenen Deputationen :c., schlössen sich, theils zu Pferde, theils zu Wagen, dem Zuge an, dem eine Escadron Hnsaren voranritt. Das St-Snlpice-Thor, dnrch welches der Präsident in die Stadt einzog, der Platz vor demselben, die Straßen, dnrch welche sich der präsideittschaftliche Zng bewegte, so wie alle öffentlichen Gebände, waren festlich geschmückt. Eines derselben trng die Inschrift: „Lonis Napoleon, dem Netter der Familie und Beschützer der Religion." Von dem Elsenbahnhofe ging der präsidentschaftliche Zng direct nach der Cathedrale, wo der Erzbischof von Bourges an der Spitze einer zahllosen Geistlichkeit den Präsidenten dcr Republik erwartete. Von dem Bahnhöfe bis nach der Cathe-dralc bildeten Truppen nnd Nationalgmdisten das Spalier. Eine ungehenrc Menschenmenge bedeckte alle Straßen. Der Erzbischof empfing den Präsidenten am Fuße der großen Treppe. Louis Napoleon scheint sich alle Reden verbeten zn haben. Der Car-dinal-Erzbischof richtete deßhalb anch nur folgende wenigen Worte an denselben: „Prinz! Wir wollen zu den Füßen Ew. kaiserlichen Hoheit die Gefühle niederlegen, die uns erfüllen; man legt nns Schweigen auf, aber lesen Sie in unsern Herzen, Prinz, Sie werden dort eine Ergebenheit und eine Dank» barkeit finden, die nur mit unserer großen Achtung verglichen werden können." Der Präsident antwortete: „Herr Cardinal! Ich bin tief gerührt durch die Gefühle, die Sie mir kund gegeben haben. Sle sind nur ein gnces Anzeichen beim Beginn meiner Reise: die von einem so ausgezeichneten Prälaten nnd einer durch ihre Tugeudeu so hoch stehenden Geistlichkeit ausgedrückten Wünsche werden mir Glück br.ngen." Der Cardinal antwortete hierauf: „Wir werden dle,elben auf dem Altar niederlegen." Nach dem Gottesdienst, dem der Präsident kniend beiwohnte und bei welchem ein lwmim: «uivm!» j'l,o ^ilpoli'lmcm gesnngen wurde, geleitete der Cardinal den Präsidenten bis znm Ansgange der Kirche und von dort nach seinem Palaste, wo der Präsident die letzte Nacht zugebracht hat. Louis 'Napoleon begab sich zu Fnß dorthin, indem er sich mit dem Cardinal und einigen Damen der Stade unterhielt. Der Platz ans welchen der Palast des ErzbischofeS liegt, war glänzend erleuchtet. Der Haupteiugang desselben war dnrch ein I.. N., unt einer kaiserlichen Krone darüber, geschmückt. Mnsikbanden spielten auf dem Platze wo um halb 10 Uhr Abends ein glänzendes Feuerwerk abgebrannt wurde. Obgleich der Präsident der Gast des Cardmals war, so gab Ersterer doch ein Dlner auf seiue Kosten. 4u Personen, worunter der Cardinal, der Generalvicarins, der General Herzog v. Mortemarc, die Depntirten des Departements, mehrere hohe Beamte n. s. w., wohnten demselben bei. Mehrere Plätze, alle öffentlichen Gebände und viele Privathänser waren illnminirt. — Die letzten Berichte reichen bis Abends II Uhr. Sie sprechen von der großen Begeisterung der Bevölkernng, d.e au dem Cher-Departement nnd den angrän^enden 0rten herbeigeeilt war, «„, Louis Napoleon zu 'ehen. Von störenden Vorfällen hört man nichts. ^er Pol.zemnnister hat ein Rundschreiben an 0>e Präfecten gerichtet, um ihre Anfmerksamkeit auf dle kürzlich von dem Präsidenten der Nepnblik begnadigten December-Insurgenten hinzulenken, von denen "n Theil seit ihrer Rückkehr nach ihrer Heimath sich von Neuem anarchischen Umtrieben hingeben sollen. ^' benachrichtigt die Präfecten ferner, daß die Re-glcrung entschlossen ist, bei allen Denjenigen, die sich der Gnade des Präsidenten nicht würdig zeigen und b'e ihr früheres Betragm uicht aufrichtig bereuen, dle erlassene Gnade wieder rückgängig zu machen und d'e Vollziehnng der über sie verhängten Strafe in Ausführung zn bringen. Der Minister fordert jedoch die Präfectcn anf. mit der größten Vorsicht nnd ohne Parteigeist zn Werke zu gehen, ihm aber, wenn sie von der nenen Schuld der begnadigten Personen überzeugt sind, sofort Bericht einzusenden. Der Pra« sect der Nhonemündungen (Marseille) hat in Folge dieses Rundschreibens einen eigenen Erlaß an seine Beamten gerichtet, worin er sie zur strengen Ueber» wachnng der begnadigten Personen auffordert. In der Hante Marne sind zwei nengewäblte Gememoerälhe, die von Chalean-Villalne und Bon-zanconrt. sofort von dem Präfecten aufgelost und dnrch Gemeindecommissionen ersetzt worden. Der Gemeinderath von St. Qnen hat eine Sta« tigkeitsadresse an den Präsidenten der Republik vo« tirf. Es ist dieß das erste Mal, daß dieses von eiuer solchen Körperschaft auS geschieht. Spanien. Madrid, !>. September. Ein bedauernswer« ther Vorfall hat die Hoffnungen des Landes in Beziehung anf den interessanten Zustand Ihrer Majestät der Königin wieder vereitelt. Bei Gelegenheit des Feuerwerks, das zu Ehren der Königin-Mutter in dem Park der Granja abgebrannt wnrde, stürzten einige Arbeiter von einem Gerüste herab. Die Königin stand auf dem Balcon nnd sah den Sturz der Leute. Sie erschrack hierüber so heftig, daß sie in ihre Gemächer getragen werden mußte; eine Stunde hernach waren die Mutterfreuden vereitelt. Ihre Majestät ist bereits hergestellt und wieder ausgeritten. Nach einem hente hier eingelaufenen Berichte des Generalcapitäns von Aragon hat der „Estudiante" seine Leute entlassen, die Pferde und Maulthiere unter sie vertheilt, die Waffen und Munition aber in sicheren Verwahrsam gebracht. Die jungen Männer von Manzanera, die bei dem Heranrücken der El-peditionstruppen das Städtchen verließen, sind in Folge der von dem Gencralcapitän erlassenen Amnestie nach Hause zurückgekehrt. Die Regierung hat den General Boiguez Umsicht uud Milde empfohlen und verordnet, Niemanden des Vorfalles wegen zu verfolgen. Portugal. Lissabon, «. Sept. Noch ist das Ministerium nicht vervollständigt nnd das Decret bezüglich der Einberufung der Wahlcollegien, welche Neuwahlen für die Cortes treffen sollen, ist noch nicht erschienen. Von einer Versöhnung zwischen dem Ministerium Saldanha und den Scptembristen spricht Niemand mehr. Im Gegentheil machen die Septembristen heftigere Opposition als je zuvor. Telegraphische Depesche vom General-Adjutanten der Armee an Se. Ercell. den Herrn FML. v. Kempen in Wien. Lager bei Palota, 20. September, 7 Uhr Abends. Heute Vormittags 10 Uhr war große Revue, zu der, begünstigt vom Wetter, alle drei ArmeecorpS in Parade nächst der Eisenbahnstation Steinbach aufgestellt waren. Alle anwesenden fremden Gäste wohnten dieser Ausrückung bei, bei welcher sämmtliche Truppeu, sowohl durch ihr Aussehen, als durch die Defilirnng die allerhöchste Iuft'cdenheit neuerdings sich erwarben. Um 4 Uhr war Tafel bei Sr. Majestät im Lager, mit allen fremden Prinzen und den im Range höchsten Offizieren als Gäste. Abends Thee bei Sr. Majestät im Lager. Telegraphische Depeschen. - Turin, 18. Sept. Odillon Barrot ist über Livorno nach Neapel abgereist. Der Dampfer „Tri. poli" ist bestimmt, an den Küstengewässern von Ca-gliari zu kreuzen. - Neapel, 15. Sept. Die Königln lst heute zn Caserta von einem Prinzen'entbnnden worden, der in der Taufe den Namen Pasqnale Graf von Bar, erhielt. - Rom, 16. Sept. Der Papst hat den franz. Erminister Tnrgot empfangen. - Paris, 20. Sept. Der Prinz-Präsident ist gestern in Lyon eingetroffen. Der Enthusiasmus war allgemein; der Ruf: „V'v<> I'cmp^ur!« war vorherrschend. "'" ^"'^ von I. v. Kleinmayr und F. Bamber« in Laibach. Veranrworsl.cye Heransgeber und Reoacceure: I. v. Klem.nayr und Z. oamberg. Telegsaphistber Ouurs ° Bericht der Staatspapiere vom 22. September l852 StaatsschMvtrschltilunge,! z» 5> Mt. (in CM.) t»0,',/!K delta .. 4 >/2 . „ 8.H ^/« Darlehen mit VcrlosumN''I-> 839, ss,r2.)tt ss. I^O fiir «0 »ss. NcucS Anlchcn Kittes» ^........ i»<> l/>^ Lombard. Anlchcn.......... 101 >/> Aaufi'.'lctien. vr. Sinck l3''U ,!- l» «. Vi. Attien dcr Knifer sssldiliands-Vlordl'tihn zu 1UU0 fl. <5. M....... 2190 il. iutz. M. Acticn der Wi>n Gloqgniher-Viscn- bahn zu 500 ft. C. M. .... ?«» ft. 'n C. M. Acti.» dcr östcrr. Doinn.-Daml'ischissfah't z« 50U fl. C. M. ..... 720 N. in (§. M. Acticn dcs östcrr. Lloyd in Tricst zu 500 ft. C. M........6.',.i ft. i» <5. M. Weci sel - lörurs V!.'M 22. Scpteml cr «552. «!!gsb!»rg, fsir 100 (i'llldf» (5>ir., («,»!!,, , l5, l/^ Vs. l!s^ zsa»sf,»rt a,M.. (»ik <2<>ft, s,,bd. Vc> ) elns-Währ. i>,>21 !/> ft. ^„st. (Nilld,» j <4 3.^ Vf. .1 M,'»at. Otlüia, für 300 »eilc Picml'üt, Lire, G,ild. !'j5 l/2 As. t Muxat. haixbilrq, iiir U»l> T!,^!>l Äaino. Ät!i!, 17l Vf. «U^inN. Livorno. filr 300 TV's^niisch^ ^,r.>, <^,ild. < l!i Vf. i v>.','> at' London, fur l Pf.lnd Slerli», Gnldcn ! !''^ A- ? ^!""^ ^ ! 1'^ Vs. ., a^Diiat. Ma »land, silr 300 O. Nerl.ich. i'i, e, Guld, 1! ^ ^ 2 >2>ii,'» r. Marseille for :l<»<» ^>a»s.». . (i'»ld, 13.', ^/l^ Nf. 2 Mo».,l. V.,ri^. in» 3<»<»F>a!,f.n . . M-ild. «Zli Nf. 2 M,ii >'. K. K. Mmiz-Docut^n.....2,'i-M P». Ccnt.Agio. Gold- '.i»d Sil bcl-^'oorse v o,„ 2>, Scp t. l«52. Vrics. G.,t>. Kais. Mil»,-Ducats» ?l^io .... — 24 »)d'or's „ . . . . — !6.>< Ruß. Ixiverial „ . . . . — 9.3852. Hr. Carl Meherzerilisr« , P.rofesso, , — m,d Hr. I»h. Haim , Handelsmann , alle 3 von T> iest nach Wien. — Hr. Luigi Ch>>^, Fina»^ Üoncipist, l'oü Tiiest n.ich ?lg>am. — Hi-. ?!!.'>. Mundes, Rabiüci-, ron Tiicst nach Prag. .- H>-. Miill.',', — ui,d Hi'. Gallci', beide I'!c,el,,>l>i:l, — mid Hi'. Gündols, Hanois mam,, alle .'j ^on Wien nach Tnest — H,-. Mach ten, Fabliksdil-ecto!', pol, Wien nach Gör<. Den 8. Hr. Col'stancin Tefta, vielist Kanter ^ — Hr. I. Walcher, Narionalbanks-Buchhalter, — lind Hi- Casper Cina, Se denhandle:-, alle 3 von Tsiei'i nach Wi'c'i,. — Fr. Giafm Nl>c,elN, Feld!narsä)all'j-Geniahlin, von Giatz. — Hr. Griesbach, Heirschatts-b.siyei-, v^n Graß nach Trieft. - Hr, Nonzoüi, Dl. der Rechte; — Hr. CoieM, Ingenieur, — nnd Hr. Vurnet, engl. Ssaatsangehörlger, alle 3 vo» Wien nach Trieft, __ Hr. Baron Risi, sanimt Oeniahlin und Dienerschaft, — lind Fr. Baronin Leonh^rdt, beide Privatiers, vo» Wien nach Adelsberg. Den 9. Hr Krallst, Dr. der Med.; — Hr, Ai'selm, — Hr. GiWschmid, _ nnd Hr. Hoffinann, alle 3 Ha»delölel>te, — l»»d Hr, Seitenberc,, Privatier, alle 5 von W,',d Diene, schaft; - Hr. Weis:, Kec tionsrath; - Hr. ^ncavich, Echilfoc^itä», — l>»d Hr. Epftein, Handelsmann, alle 4 ve„ Wien „ach Trilft. — F>'. E'verbcies, rnss. .R^ch^elnahii»; --Hr. Rosner, Professor; — Hr. Braida, Handelö-mann, — und Hr. Gatloino, P.iuatier, alle 4 ron Trieft nach W>en. — Hr. ^airi), P ofessoi', ron Mitterblirg nach ^leüftadtl. Deu ll. ^r. Well, Minifterialrarh; — Hr. Dr. Schweißer, Privatier; — <>,. Zinimeüiiann, Professor; — Hr. Fmatzer, Gutsbesitzer; — Hr. Tor-ma>ü, Handelsmann, - ,ind Hr, Lanofteinei', Re-dactclir, alle manli, Ha>ide!c'Ma»n, — n. H>. Schming, pn'lls! Capettmeister, beide ron Trieft nach Wien. .'. Hr. Brnn, Ech>ffo?kori,h, Conciplft; — Hr. Ma »nago, __ nnd ^r. Galvani, beide Handelsleute, u»d an« 6 v^n Wien" »ach Trieft — Hr. Gottl'el) Ber-»"-, Ba„qu,er; ^ Hr, Rudolf Iöbaiy, — Hr, Anton Marangoni, -.'nnd Hr. W,llenbach, alle 3 Hall..-delSleute, und alle ^ von Triest nach Wlen. Den l.^. Hr. Procop Graf Lazansti, t. t. Kan,.-merer, s. Gemahlin; —Fr. C'nolie Paar, Feld^liegs.' Adjlinctens-WattiN; - Fr. Skajartin, rnss. Obe>ftens^ gatti»; — Hr. Krans!, Professor, — lind Hr. Wei sienftexier, Wirth, alle ', ron Wie» nach Trieft. — Hr. Riegler, Gymnasial-Director, — und Hr. Plann, Ingenieur, beide von Gral) nach Tli.st. — Hr. Gliedwonoff, russ. Kamnlerherr, von T'ieft nach Wie». — Hr. Georg Thyr, Bamnspeccor , nach Agram. .,,, Hr. Simon Hcimann, Handelsmann, von Wie». Den l 4. Hr, Spinetti, kaiserl. Rath, — »»d Fr. Poli>o, Appcllalionsrathsgattin, beide von Wien nach Trieft. - Hr. Zorzino, Pliratier, von Wien nach lldine. — Hr, Denberth, kais. Rath und Groß» handler; — Fr. I,ekola, k. k. Natl)sge»iahlin, — lind Hr. Mayer, Hiftoriennialcr, alle 3 von Trieft nach Wien. — Fr. Fridexbe Himmer, Kaufnianns-gatiin, von Trieft nach Salzburg. Den 15. Hr. v. Külsenstern, Staatsrath; __ Fr, Alicia Sere» , rnss, Collegienraths ^ ?lssessorsgat-tin; - Fr, Elise Sapilt, Oberftlientena»tl!gatt!»; — Hr. Schönmg, Caoelllneifter, — und Frl ^rucsal), Sängerin, alle 5 von Wien nach Trieft. — Hr. Krug, Eliftscapla» , ron W. Neuftadl nach Tl icft.— Hr. Kaiser, Buchhändler, von Gral) nach Trieft. __ Hr. Papanicola, Theater-Director in Bnkareft, — u >d Hi. Vincent Mas, Kün,Ner, beide ro» Trieft nach Wien Den 16 Hr. v. Gradoohl, Oberftuhlrichter, von Trieft nach Gral). __ Hr. Dr. Schweitzer, Nedac- teur; .,. Hr. Dr. Pullich, — und Hr. v. Bata-glio, beide Professoren; <^r. Navafini, Handels-mnüi, .„. llnd Fr. Clementine Baroli, Professors-gactin, alle 5 vo» Trieft »ach Wien. — Hr. Paite, Hofjuwelier; — Hr. Zeiß, bayer. Secretär; ,— Hr. Fachisetti, D>. d. Medicin, — und Hr. Schräm, Handelsmann, alle 4 von Wiell nach Trieft. __ Hr. Eprftel» , Pianift, von Fi»me nach Agiam. — Z. 5,l!>. il ..... ....... ....." NV."l^?/'274. Schulen-Anfang an d^r theologischen Diöccsan - Lehranstalt lind an den Volksschulen in Laibach. Die öffentlichen Vorlesungen an der theologischen Diöcesan - Lehranstalt und die Unter-l'ichtsertheilllüg an den Volksschulen in Laibach nehmen am 5. October um K Uhr früh ihren Anfang. Zum glücklichen Beginne des neuen Schuljahres wird daher am 4. October um 8 Uhr in der hiesigen Domkirche, die Anrufung des h. Geistes mit einem Hochamte und eben so rücksichtlich der Mädchenhauptschule um die nämliche Stunde in der Klosterfrauenkirche Statt finden, wahrend di« üblichen Anmeldungen bei den betreffenden Dnectionen schon am l. und 2. October zu geschehen haben. Fürstbischof!. Consistorium Laibach den 2l. September l«52. Z"5!5. " (3) " Nr. >3. Kundmachung. Die mit Erlasse deü hohen k. k. Ministeriums für Cultus und Unterricht vom 1 <). Iuli l. I., Z. ^:l<>4, errichtete vollständige Unter-Realschule mit drei Jahrgängen zu Laibach, wird am 4. October d. I. um 5 Uhr Früh, mit der Abhaltung eines Hochamtes zur Anrufung des h. Geistes, eröffnet werden, worauf dann am.'>. October dcr ordentliche Schulunterricht beginnt. Diejenigen Schüler, welche in diese Anstalt aufgenommen zu werden wünschen, sind am l. und 2. October von ihren Aeltern oder deren Stellvertretern bei der Direction vorzuführen. Jeder aufzunehmende Schüler muß sich wenigstens über die erste Fortgangsclasse aus der dritten Classe einer Hauptschule mit Zeug- nissen ausweisen. Eben so müssen auch jene, welche in eine höhere Classe der Realschule aufsteigen wollen, die erste Fortgangsclasse im vorigen Jahrgange erhalten haben. Gleich bei der Anmeldung ist eine Einschreibgebühr von zwei Gulden zu enrichten. Das Schulgeld ist auf jährliche tt Gulden für jeden Schüler bemessen. Auf Befreiung haben nur Jene Anspruch, welche bereits ein Semester mit einer ausgezeichneten Totalclasse an der Realschule zugebracht haben, und sich über wahre Dürftigkeit ausweisen können. Von der Direction der k. k. Unter-Realschule. Laibach am 15i. September 18ö2. ^ 3. !343. (l) Anzeige <3aspar Haditsch, Buchbinder und'Galanterie - Arbeiter am Kimdschaftsplatz, empfiehlt sich den geehrte» Kunden durch ein slijch assortistcs Lager von Schul , Schreib. u»dZlich»ci,reqllisltrn für diesen angehciidc» Schulcurs; besonders beachtens-werth dürften für angehende Zeichner die bn mir sortirtciiZeichnelneqlilsitc» sein, da selbe als neu an-gekommene Altikcl besonders voltheilhast und die Preise schr billiq gestellt sind. Für die Ocnsd'armcric sind bei mir eigens für ihren Die»st ei»gcrichtelc Brieftaschen i» großer Auswahl fortwährend am Lager. So eben ist «me qa»z frische Scndlmg Stahl-federn uon de» ycslichtcsten Fabrikaten, so wie auch Federhalter angekommn,, u»d im Grüßen so wie einzeln zu habcn. Alich sind Gcl'ct nnd AiidachtZbü-chcr in teutscher, it^lil'üischer u»d slovciil'schcr Sprache in gen'igc,idcr Auswahl «.'orräthia. Fcrncr St.ihl - und Gilbclbeschl.ige snr Gebet-blicher, so wie echt romanische violin ^ und Guitarre, Saiten z>l den billigsten Fadnköpsch'e,, zu l).,be„. Empfehle lnich eines ge»eigten Zuspruchs. Z. l2sl^,' (3) Nr. I'M. Edict. Da bei dcr auf d.'» !:0. August l«'>2 bestlinm-tcn 2, Tagsaiumg zur executive» Fcilbietung der, dem Jacob Höüigma»!» vo» H>ib bei Noscnthal gehörigen, im Weingcbirge Dergumdol gelegenen, ,m Gru»dbuche des vorbestaiideucn Gutcs Semilsch .>,!ll» Curr. Nr. 5!',3, Berg. Nr. 287 und 286',^ volkoinmenden, gerichtlich auf »275 geschätzten drei Wlingä'rten s<^mmt Weh» u»d Wiithsch.iftsgebä'u-den, kein Kauflustiger elschicuen ist, so hat ts bei dll dritten, auf den 3l), September l. I. ange-oldi'eten Tagsl,tzu»g sei» Verbleiben. K. k. Bezirksgericht Mötlliug am :ll. August l852, Z. 1292. (3) Anzeige. Ferdinand Gök, bürgl, Kleiderniachcr, em-psichll sich in seincn, ncucn Geschäfts-ilecal, am Kundschaftspll'tz nächst der Apotheke ..zu Maria^ Hilf", ei»ein t)ol,e» Adel, löbl. k. k. Militär nnd dem l'. l'. Publikum mit seinem wuhlassortirten lta^ gcr, bestcheod in »achfolgeüde» Allikcll, , als: Obcr.Nöck^, Paletot's, Burnus, Quäker u. Fracks, von l2 bis 40 fi. Bciukl^ider von Toskin, Struck u»d Tlich, von 7 bis li> fi. Gillt's von Sammet, Scide, Schaswolle u»d Pi- quct, uon :l bis »2 fl. Schlaflöcke, von .', bis 25 fl. aufwärts. Ferner ist bei mir eine bedeutende Ausw„hl von (üravaten, Halsbinden, Chemiftl's und Kragen fort-während am i!.igcr und in den neueste» F,i,'0»'ö und Mustern. Zugleich danke ich cigebcnst »neinen l'.'l'.Kun^ dcn sür das mir bisher geschenkte Zutraue","" ersuche Sie, mich sermr mit ncue» '^".l"^. -^ erfreuen, dcrc» soglciche proinpt»,' Au^s") ^ / mir stets zur Pflicht machen wc>dc. n ll t e r V i ch t in der italienischen Hp^nche. Mit den, l. October beginne ich wieder den Privatcurs auo oer ltalicllischctt Hprackc für Schüler und Schülerinnen, nach meiner bekannten, sehr faßlichen Methode. Nähere Auskunft ertheile ich taglich Rachmtttag von ' bts !> Uhr in mem" Wohnung (Herrengasse Nr. 2!0, Aen Stock.) ^^ . ^ H