LmbllcherMMtllllg. Nr. 98. si. n. ^all'i. fi. 5.50. sslir bic»iuft«llu"^ in» H«al 60 s.., «m.8!«>. i fi., senft pt..^e. Kill. u. s. w. Iülcrtioül'slcnipc! jcdci«N!. «0 fi. 1868. Mit 1. Mai beginnt ein ncucs 'Abonnement auf dic „Lailiacher Zeitung." Dcr P rän nmcrnti ons-Prci s beträgt für dic Zeit voin 1. Mai bis Ende Juni !8«tt: Im Comptoir offtn.......1 fl. 84 kr. Im Comptoir unter Couvcrt .... 2 „ — „ Für Laibach ins Haus zugestellt . . . 2 „ — „ Mit Post uuter Schleifen.....2 .. 50 „ Nichtamtlicher Theil. Ein ncurs Concordat. Der „A. A. Ztg." wird aus Wien 24. April geschrieben: Daß das Concordat durch die neuen Vcrfas-s'lngsgcsctze und dcrcn Durchführung wohl durchlöchert, aber nicht vollständig hinfällig geworden, nicht ganz nud einfach anfgchobcn ist, bedarf keiner Bcmerluug; cö sind eben nur einzelne und genau bestimmte Theile, die das neuere VerfassnugSrccht afficirt hat. Was soll aber nun geschehen? Dcr materiell noch anfrccht stehende Inhalt des mit der Cnric abgeschlossene» Vertrags ist für beide Theile, für.den Staat sowohl als für die Kirche, von Werth. Der Staat hat beispielsweise ein Interesse, daß nn der staatlichen Ernennung dcr Bischöfe festgehalten werde, die Kirche beispielsweise, daß das l'l^clm» ><'-^l»>» nicht wieder anftcbe. Even aber in diesem beiderseitigen Interesse liegt vielleicht die Gewähr für einen endlichen Erfolg dcr fortzusetzenden Verhandlungen. Dcr ^taat kann freilich in seinen eventuellen Zugeständnissen nicht über die vcrfassungömäßigcn Schranken, die Kirche andererseits nicht über dic Grenzen der CanoncS Hindus, aber immerhin bleibt cin wcitcö Gebiet, a»f wcl' chcm man sich in Verständigung nnd Einigung begegnen könnte. Die Kirche mag ihre unmöglich gewordenen Forderungen schweigend fallen lasscn oder durch laute Proteste ihre vermeintlichen Rechte wahren, das hindert nicht, daß sie nicht, waS ihr an Rechten dcr Staat zn gewähren noch im Stand ist, in einem neuen Ucbcrcin-kommcn zusammenfasse und unter dcu Schutz des Vertrags sowohl als dcr Verfassung stelle. Thut sie es nicht, so wird ihr allerdings keines dcr Rechte ucrtnm-mcrt werden können uud vclkümmcrt werden , die ans der Verfassung selbst für sie abzuleiten sind; sie wird aber freilich nicht den Anspruch zu erheben haben, über daS strenge Maß dieser Rechte hinaus ciue freie Thätige kcit zu entfalten. Noch inacht man sich in Rom augenscheinlich Illusionen über dcu Stand der Dinge, noch zweifelt mau, daß den konfessionellen Gesehen, wie sie vom Rcichsrath beschlossen worden, die kaiserliche Sanction zu Theil werden wird. Ist aber diese Sanction erfolgt, sieht sich die Curie einer definitiven und unwiderruflichen Thatsache gegenüber, so wird sie anch diesmal daS Interesse haben Und das Mittel findrn, mil der Thatsache zu pattircn. Dic Eröffnung dec. MMlmlttuls wird von dcr Mehrzahl dcr uationalliberalcn uud mi-nistericllen Blätter als cin ncner Schritt znr Begrün-duug dcr deutschen Einheit gefeiert. Die '„Nat.-Zt." macht dabei die Entdeckung, daß, da jetzt dcr Norden „allerdings" ciucn besonderen Staatstörpcr bilde, von welchem dcr Süden znr Zcit noch lein Glied sei, dicS allerdings einer Theilung" Deutschlands ..gewissermaßen ähnlich" sehe, und daranf Bedacht genommen werden müsse, daß eine solche nicht ..wirklich" Platz greife. Die „Nordd. Mg. Ztg." spricht sich etwas weniger gezwungen wie folgt auS: „Die Mannigfaltigkeit im ^ebcn dcS dculscheu Volkes bringt als natürliche Folge mit sich, daß zwischen dc,i Nord- und den Süddeutschen nicht unbedeutende StnmincSvcrschiedenhcilc» bestehen; gegenüber diesen Verschiedenheiten muß in die andere Waagschale das Bewußtseiu dcr Einheit sein Gewicht werfen — das Zollparlameut aber bildet dieses nothwendige Correlat zn dem Individualismus des deutschen Cha» rattcrS. Wir wissen es wohl, der Süden Deutschlands sendet zu uns eine Anzahl von Abgeordneten, die mit Widerwillen kommen; denen di: parlicularc SelbstherrNch-keit snnch ,.SclbstbcstimnmngSrecht" genannt) als da>? Höchste gilt; die dcr preußischen Palitik dcn Vorwurf »lache», sic sei die Politik eincS „cäsarislischen Einheilt' staatcs." Anch mit diese» Abgcordncleu wolleu wir heute nicht sticitcu; dazu wird uns die nächste Zukunft Gelegenheit bieten; die Bemerkung aber können wir nicht uulcrdrnckcn, daß, wenn wirtlich die Gefahr cincS ccntralisircndcn CäsarenstaatcS vorhanden wäre, die Gegner dcr Centralisation eben so unbedingt auf Leiten dieses ZollparlamcntcS stehen müßten, wie sie merkwürdiger Weise jetzt auf dcr Gegenseite stehen. Denn wo der nationale Gedanke sich einer in verschiedenen Staaten zerklüfteten Nation bemächtigt, da drängt Ulan ihn gewaltsam auf den Weg der'Centrali« sation, wenn man ihm jcucu von Preußen eingehaltenen Weg des BnndcSstaatcs verlegt, welcher zu dcr Einheit führt, oic der berechtigten Mannigfaltigkeit nicht feindlich entgegentritt. So würde also die Vollspartci das Gespenst des Cäsarismus nur heraufbeschworen haben, um durch deu Widerstand gcgcu dcu bcrcchtigicn Einheitsdrang den Staat dcr Centralisation in das i'ebcn zu rufen. Wir adcr, die wir dcr Ueberzeugung leben, daß der gccintcn dcutschcu Nation jcuc ursprüngliche Lebenskraft erhalten bleibe, die in den Tagen dcr Zerrissenheit in dcn einzelnen Stämmen sich entwickelt hat, wir bc-grüßen das bevorstehende Ereign iß als eine erneuerte Bürgschaft dafür, daß wir dcr Verwirklichung des na-tionalcn Gedankens nnr anf solchen Wcacn cntge« gcngchcn, wie sie dcr Geist dcr deutschen Geschichte vorschreibt." Mivitaten in Italien. Turin, 25. April. (Tr. Ztg.) Vorgestern Morgens fand zu Ehren des prcnßischcn Kronprinzen ein Artillcricmanövcr in der Vcncra statt, über dessen Durchführung sich der Prinz in sehr schmeichelhafter Weise aussprach. Später empfing der Kronprinz von Preußen eine Deputation des hiesigen MunieipiumS, welcher gegenüber er sich in schr anerkennender Weise über dcn ihm hier und iu ganz Italien zu Theil ge wordcucu hcrzlicheu Empfaug äußerte. Sodann fand im l. Palais Hoftafcl zn 140 Gedecken statt, zu welcher mehrere fremde Diplomaten und u. a. auch der östcrr. Gesandte Frcih. v. Kübcck geladen waren. Abends war in dcr ^cl!>,nii! ll^i'inmm'i! Aallfcst, welches dcr Hos mit seiner Gegenwart beehrte. Mit Ausnahme dcS Kö' nigS und dcr etwas unpäßlichen Königin von Portugal »ahm dcr ganze Huf an dcn Tänzen Antheil, und zwar tanzte dic erste Q.nadrillc dcr Kronprinz Hnmbrit niit scincr jungen Gemahlin, dc>' Kronprinz von Preußen mit dcr Prinzessin Clotildc, Prinz Napoleon mit dcr Herzogin von Aosta, Prinz Amadcns mit der Herzogin von Gcnna. — Ein prächtiges Schauspiel war das gc» stern Nachm. 3 Uhr abgehaltene Caroussel, nicht sowohl scincr selbst, als vielmehr dcr imposanten uud glänzcn> dcn Staffage wegcu. EigcnS zu diesem Zwecke wurde auf dem Platze l:!>!«, limimmj/ eine riesige, über 30.000 Personen umfassende Arrua genant, welche cin wahres Meisterstück von Eleganz und Großartigkeit war. Nach dem Muster dcr Arena von Verona und nach Art dcS römischen CinuS gebaut, ruht dieselbe ai.f 100 Zur vaterländischen Geschichte. (Schluß.) Graf Hlnlh um, Cilli, dcr eigentliche Regent, wurde !" Wien und ganz Oesterreich gar bald verhaßt. Er Ichricb Steuern ans nnd unterdrückte die ständischen M'cihcitcn. Böhmen und Ungarn überließ er der Fül> "»lg PodiebraoS und HuniadyS. Dcr Verfasser des ^czcigtcn WcrkeS sagt: '„ES schwebte ihm (dem Grafen) /,^ ^dankc an cine Concentration dcS Reiches vor" l "'^' was ich jedoch in Abrede stellen möchte. Dcr etztc Cillier wurde viel wahrscheinlicher nur von Herrsch» Ulcht geleitet. Es erhoben sich aber gegen ihn die österreichischen stände, aufgestachelt von dem rührigen Cizingcr, und zwangen den König, seinen Oroßohcun Ulrich zu vcr-Eignen u„d zu verbannen. Die Stände drohten mit cniein Ausstände, und gegen seinen Willen, tief erschüttert, ^ntlicß ^'ndislaus, vom Augenblicke gedrängt, in Gegenwart der Stände dcn bisher allmächtigen Grafen. — ^bcr nuu hauste Cizinger noch viel ärger, als dcr Cillier, ^"n war dieser prachtlicbcnd, so beherrschte jenen der ^lucmsi^ schimchigstc Geiz, und als er diesen befriedigt ^l haben glaubte, überließ er daS Rcgiercu wicdcr dem grasen Ulrich von Cilli, welche nntcr dem Jubel dcr ^lcner an das Hoflagcr des Königes zurückkehrte. . Ulrich zog aus der Verbannung die i'chre, mit zmgcr nnd den Ständen gute Freundschaft halten zu ,,,'"' ^lber sein Verhältniß zu Huniadt, sollte ihm '"" Verderben werden. :«sfj./!!s!^/l- von Cilli war mit der serbischen Prin. 'N" Elisabeth Branlovitsch vermalt »nd durch diese mit dem türkischen Sultan verwandt, scinc Urgroßmutter war cinc Tochter dcS bosnischen Königs Stephan Tvarko, dcr, weil er tcinc inännlichc Nachkommen halle, dcn Vater Ulrichs ll. von Eilli, dcn Grasen Friedrich, zum Nachfolger nnf dem lwöüischen Thron bestimmte. Tvarlo starb !44.'j lind nun sollten dic ohnehin so mächtigen Grafen von Cilli einen slavischen Thron besteigen. Wenn sie ihre Verwandtschaften benutzten, fo lag dic Gefahr, cS töuntc ein großes Slavenrcich im Süden nnd Oüen von Ungarn cntstchcn, nicht gar zu ferne, und deshalb trat Hnuiady dem Grafen Friedrich nnd seinem Sohne Mrich entgegen, intriguirtc gegen ihn bei dcn bosnischen Bojaren und brachte cS dahin, daß sic cinen Einheimischen zn ihrem Könige wählten. Von diesem Augenblicke haßte Ulrich von Eilli dic ganzc Familie der Huniady. Auch cin andrer Grund gegenseitiger Feindschaft halte damals noch Geltung. Denn dcr König VadiSlans war in jenem Jahre (1443) erst 2 Jahr alt, und cinc Partei dcr ungarischen Magnaten hatte mit Zurücksetzung dcS königlichcu Kindes dcn polnischen König Wla-diolaw anf dcn nngarischcn Thron crhobcn. Zu dieser Partei gehörte auch Huniady, während Ulrich von Cilli für seinen Neffen VadiSlanS daS Echwcrt ergriffen hatte. Anch dcr Cillicr war wegen seinen Grundbcsikungen in Ungarn Magnat dieses Reiches. Wcgcn dcr Minderjährigkeit des VadiSlauS Postumiis gab es damals nicht allein in Ungarn, sondern auch in den österreichischen hindern große Kämpfe' auch Krain halte darunter zu leiden. Ulrich trat mit Waffengewalt gegen den Kaifcr auf, welcher dic Vormuudschaft gegen das Testament dcS verstorbenen Albrecht !>. für sich in Anspruch nahm. ..Das Kricgsvoll der Cillicr Grafen, damals unter dem Befehle dcS Böhmen Jan Vitovcc, belagerte erfolglos ^aibach, welches von Georg Apsaltcrcr tapfer vertheidigt wnrdc, wofür dic Stadt anch später vom Köuigc das Recht erhielt, ihrc Briefe roth zu siegeln. Während dcr Belagerung ^aibachS gelang dcn Verbün» dclcn die Occupation Krainburgs, daS aber bald n)ie< der an die Königlichen verloren ging, — cinc Ueber-rumplung RlidolfSwclths gelang nicht. König Friedrich sandte cin Hilfscinps unter Hartinann von Thurn zur Enlfctzima, ^aibcich'c«, welches einen Wagen voll Koslbur« keilcn, die Graf Friedrich von Scmegg nach Cilli schickte, anffing. Als er vor Laibach ankam, waren die Feinde schon abgezogen. Diese Invasion war somit ohne Clfo'g. Die Cillicr verloren besonders bei den Stürmen auf Rudolsswerth fchr viele ^culc." Das geschah gerade iu dem Jahre dcr Erledigung des bosnischen Thrones, 1443, dcr Kaiser lehrte damals ans Deutschland znrück und die Cillier machten Fricdcu mit ihm. Dic Erobcrnngcu wurdcn znrückgcncbcn und dcr Kaiser crhob die Grafen Friedrich und Ulrich zu rcichsunmittelbaren gcfürstctcn Grafen von Eilli, Orten« bürg ulid Scger, crlhcillc ihucu das Recht, Geld zu prägcu, ihre Bergwerke allein zu benutzen und entledigte sie dcr Pflicht, ihrc Herrschaften vom Reiche zu ^ehcn zu empfangen. Dagcgcn schlössen die Grafen mit dem Hanse Oesterreich cinen Erbvertrag, wonach ihnen dcr König bei gänzlichem Anssterbcn des Hauses Oesterreich dic Nachfolge in" Islricn. Mitlerburg, Mölllina. Ru. dolfswcrth, ^andstraß. Tüffcr, Hohcncck, Tachscnfcld, Wippach und Adclsbcrg zusicherte, woaeacn sie ihm die Grafschaften Cilli, Ortenburg und Sternbcra im Falle des Erlöschens ihrer Familie verschrieben. Dies der Ncustädlcr Vcrtraq vom I«. »"Ml '"5 Nach dem Tode Ulriche, dcS letzten CillierS, kam derselbe zur Ausführung nnd vergrößerte die Besitzungen des Hauses Oesterreich anch in Kram. Mit dem 7l0 Säulen, welche im Innern reich ausgeschmückt die Wappen der 100 ital. Städte tragen. Anf diesen Säulen ruht das aus bunten Ttoffcn gebildete Zeltdach zum Schutze gegen Rcgeu, Staub und Sonne. Im Innern umfaßt die Arena 30 Sitzreihen in amphitheatralischer Form über einander stehend, die unterste 5, die oberste 35 Meter vom ^odcu erhoben. Acht geräumige bequeme Eingänge gewähren dem Publicum Einlaß und gestatten, daß binnen Kurzem 30.000 Personen Platz nehmen, ohne daß dic Ordnung im geringsten gestört würde. Gegenüber dcm uon einer der Nebenstraßen zur Arena führenden Eingänge befindet, sich die große mit Sammt aufgeschlagene reich verzierte königliche Loge. Punkt 3 Uhr erschien der königliche Hof, von stürmischen Evvi-vaS begrüßt, uud bald darauf uahmen die Spiele ihren Anfang. Aus ein gegebenes Trompctcnsignal ritt die vom Prinzen Amadcns, an dessen Seite dcr junge Hcr-zog von Gcnna ritt, geführte, 96 Köpfe zählende Ea-valcade in die Arena. Die Cavalcade war in drei Abtheilungen von je 32 Reitern getheilt, und zwar eine italienische (bei dcr sich auch Graf Vitorio Mirafiori befand), eine spanische nnd eine vlämische. Die Italiener trugen enganliegende Beinkleider und Wä'mmscr von blauer, silbergestickter Seide, einen gleichen Mantel, blausammtncs Barctt mit weißer Feder, gelbe Stiefel mit goldnen Sporen; die Spanier ein violett wcißgestrciftes Wamms uud Mantel, eben solches Barett, gelbe Stiefel, silberne Sporen; die Flammünder einen ähnlichen Anzug ans gelbem und rothem Sammt mit Goldstickerei. Die verschiedenen Evolutionen anzuführen, welche vorgenommen wurden, würde unS zu wcit führcu, uud deshalb begnügen wir uns mit der Meldung, daß das Carronssel trefflich auöficl und die Theilnchn'cr mit den enthusiastischsten Beifallsbezeigungen überschüttet wurden. Um 5 Uhr war das glänzende Schauspiel beendet und der Hof zog sich zurück. Einen feenhaften Anblick bot die Abends stattgefundcnc Beleuchtung. Um das großartige Schauspiel in einer gewissen systcmati scheu Ordnung zu genießen, mußte mau die Piazza Eastcllo als Ausgangspunkt und dcn Palazzo Madama als Centrum dcr Beleuchtung betrachten. Die äußere Frout dcS Palazzo Madama war unvergleichlich in architektonischer Form beleuchtet, trug die Chiffre des Brautpaares und wurde von dem in einem wahren Flamimnmccrc erglänzenden Säulengange dcr Piazza Castcllo in entsprechender Weise hervorgehoben. Wenn man vom Palazzo Madama sich gegen die schöne und breite Straße Dora grossa wendete, glaubte man einen riesigen Feucrtuuucl zu scheu. Zu beiden Seiten dcr Dora grossa-Straße waren Süulcugängc aufgeführt, welche bis zu den ersten Stockwerken sich erhoben. Alle diese Säulen« gange waren von dicht aneinander stehenden, in weißen geschliffenen Gläsern brennenden Gabflammen feenhaft beleuchtet und am Ende dcr Straße erhob sich im herrlichsten Brillantfcucr ein riesiger Stern, die 5l Ulrich suchte mehrmals, aber immer uergcbeus,! den Huuiady vor den König zu citircu und gefangen zu nehmen; der Ungar merkte die List uud erschien uie ohne große Bedeckung und wagte nie, eiucn festen Ort zu betreten. Man hatte ihm königlichen Gelcitsbricf nach Wien versprochen. Ulrich ritt dem Huniady vor die Stadt entgegen. Auf die Frage, wo der König sei, antwortete er: „Dcr König erwartet Dich der Hitze wegen bei jenem Obst- und Weingarten." — ..Und die Geleitsbricfe? —" „hat LadislauS bei sich." Da durchschaute Huniady den Plan dcS Grafen und sagte: „Dn hast mich belogeu. So glaubst Du mit mir zu spieleu. Es gelüstet dich. mich zu vcrdcrbeu. Was hindert mich, Rache an dir zu nehmen? Nur die Ehrfurcht vor Hem König hält mich davon ab. Ihm schenke ich Dein Leben, nicht Dir." Da brach der Türke in Ungarn ein. Mit großer Mühe brackte Huniady ein Heer zusammen; Verstär. kung erwartete cr von Ofen, wohin Konig Ladislaus mit dem Grafen Ulrich gekommen war und wo fich diefe beiden mit Huniady aussöhnten. Aber Ulrich führte den König unter den, Vorwandc ciner Jagd ^plötzlich von Ofen nach Wien. Dies hatte die schlimmsten Folgcn; die Kreuzfahrer, wclchc sich in Ofcn gc-sammelt hatten, stoben auseinander, ohne Huuiady Hilfe ' zu leisten, uud so sah sich diescr nur auf cinc gcringc Truppcnzahl beschrankt. Und dennoch erfocht cr den bc« rühmten Sieg bci Belgrad, starb aber kurze Zeit dar-!auf im August 1456 zu Scmliu au dcr Lagersenchc. l Icyt führte Ulrich von Eilli den König schleunigst nach Ungarn, wo nach dem Tode des größten Helden dcr ^tapferen Nation cr, dcr Graf Ulrich, dic crstc Rolle ! spielen zu können hoffte. Aber noch lebten Huniady's ! Söhne LadislauS und Mathias nut einem starten Anhang. Die Partei der Huuiady soll nun, wie dcr Vcr-i fasser des iu Rede slchcudeu Buches nachzuwciscu sich bemüht, dem Grafeu vou Eilli den Uutergang geschworen haben. Dieser ließ sich zum Statthalter von Ungarn cr« nennen uud fuhr mit dcm Könige uud einem kleinen Heere nach Belgrad. Dcm Könige nnd dem Grafen, dcr nicht allein Statthalter, sond.ru auch Magnat von Ungarn war, tonnte natürlich dcr Eintritt in die Festung nicht verweigert werden. Dem uon ihnen mitgebrachten Heere jedoch versagte man ihn, weil cr gcgcn die Gesetze dcs Landes war, die nnr Einheimischen, nicht aber ciucm Heere, das uicht aus Ungarn bcstano, dcn Bezug einer ungarischen Feslnng gestatteten. Herr Supau argumeutirt an diescr Stelle (Seite 98) wohl üicht richtig, weuu cr meint, man hätte anö Eonscqucnz auch dem Eillicr den Eintritt verweigern müsseu. dic Ungarn fürchteten nicht die Pläne des herrschsüchtigen Grafen, wohl aber die Mittel ;u deren Ausführuug. Die Partei der Huniady fragte bei dcm Bischof vou Großwardein, Iohauu Bitez, an, ob die Ermordung dcS gefährlichen Grafen von Cilli seiuc Billigung erhalten werde. Er gab die zweidentige Antwort: „Cr könnc zwar als Ver- lündiger dcr Lehre dcs Friedens nnd der Versöhnung , zum Morde nicht rathen, diesen abcr auch nicht tadeln, wcnil cr uollbracht sci." Am tt. November wurde Graf Ulrich cingeladcn, ciucr Versammlung ungarischer Ma-quatcu beizuwohnen. Hicr wurde er von dcn Ungarn nicdcrgchcmcn. Die Ungarn führcu an, Ulrich habe scilicm Schwager Brantovitsch uach Serbien gcschricbcu, er werde ihm die Köpfe dcr beiden Huniadys schicken; ^ dieser Brief sci in die Hände dcs LadislauS Hnniady gekommen und dieser habc deshalb dcn Grafen Ulricl) cincn Verräther genannt nnd von ihm Viicdcrlc^ilig aller seiner Würden und Aemter in Ungarn verlangt. Mit Recht bcstrcitct Herr Snpan in scincm sclp' verdienstvollen Werte die Existenz jenes BricfcS, cibel die uon Ladislaus Huniady gestellte Fordcrnng kann dessen ungeachtet als historisch aufrecht erhalten werden-Ulrich von Ellli, über die an ihn gemachte Znmnlhin'3 erbittert. entriß einem Waffenträger das Sachwert u»d hieb anf Huniady ein. Dicfer hielt schützend seine" großen Ring vor nnd erhielt nur ciue Wunde au der Haud, ricf abcr die übrige» Magnaten herbei, sie e^ schieueu uud hieben dcn Eillicr znsannncn. — Bei dew Leichenbegängnis; in Eilli, wo Ulrich in der Minorite"' tirche beigesetzt wurde, warf eiu geharnischter Ritter dc' Schild, Helm nnd das Wappen dcS Grafen anf d> Erde, ricf mit lauter Stimme: „Grafcu uou Cilli n> nimmer Grafeu vou Eilli," zerriß dic Fahne »"d ^, brach das Wappen, zum Zeichcu, daß mit Ulrich ' daö Geschlecht der gefürstetcu Grafen von Eilli auW storbeu sci. - Die Monographie des Herrn Alex. Gco« Supan ist ein mit vielem Fleiße, richtigem UNY und in wahrhaft historischem, einfachem Stile W^ , benes Wert, daS zn dem schönsten Hoffnungen aus seren Landsmann berechtiget. 711 Oesterreichs wälzt. In Folge davon soll auch eine gewisse Ertaltnng zwischen Oesterreich und der Pforte eingetreten sein. Eiu läppischere Märchen als daß obige ist wohl schon seit langem nicht von einem Journale seinen Lesern aufgetischt worden. Wn haben zn m'cl Achtung vor der diplomatischen Befähignng dcö Generals ^gnaticff, als daß wir glauben lönntcn, er lniissc bereits zu so kindischen Mitteln greifen, um irgend einen diplomatischen Sturm zu erregen, und die türkischen Staatsmänner besitzen gewiß genng politisches Verständniß, nm nicht den Verleumdungen des Generals Ignaticff, falls er wirtlich das in Rede stehende Mcmoirc verfaßt haben sollte, Glauben zu schenken. (Deb.) Dic Mcnllcrsglgullgcu authentisch. ES liegt jetzt das Actcnstück vor, durch wcl-cheS die von der rumänischen Regierung so oft in Abrede gestellten Judenverfolgungen in authentischer Weise bestätigt werden. Dicscö Attcnsliick ist ein Bericht, welchen die in Iassy rcsidircudcn Consuln Englands, Ocstcr» rcichs, Frankreichs, (5^-icchcnlauds, Preußens und Rußlands an ihre Regierungen in Folge einer Versammlung eingesendet haben, welche sie zur Einziehung von bestimmten Nachrichten über die von den Israelite» so beklagten Thatsachen abgehalten halten. Dieser Collcctiv-bcricht ist zn wichtig, als daß wir ihn unseren Lesern nicht mittheilen sollten, wie groß anch das Gcdancrn sein mag, so traurige und mit unserem Zeitgeist so sehr im Widerspruch stehende Thatsachen förmlich constatirt zu schcn. Das betreffende Aclcnslück lautet: „Auf Einladung des Herrn v. Wohlfahrt, Vorsteher der Agcntnr und des Geueralconsulatö von Oesterreich in der Moldau, hauen sich die unterzeichneten Eon-suln von England, Oesterreich, Frankreich, Griechen« land, Preußen und Rußland zu dem einzigen Zwecke, mu die Herren Agenten und Gcncralconsuln zu Bukarest aufzuklaren und genau zu verständigen, vereinigt und die Erklärungen der angesehensten Israelite», von Iassy, sowie dic Verlesung der Äclcn nnd Berichte, die von dem österreichischen Eonsnl zu Bakeu über die iu den dortigen Landgemeinden vorgefallenen Ereignisse eingegangen waren, angehört In Folge dieser Erklärungen und der Verlesung der betreffenden Acten nnd Berichte erkannten dic Unterzeichneten einstimmig an, daß unzweifelhaft die hcnt-Magc gcgcn die Israclitcn gerichteten Austrciliuugs-und BcdrücknngSmaßrcgcln sehr wirkliche uud durchaus verbürgte Thalsachen sind. Dcmznfolge gelaugten die Unterzeichneten zu ihrem Bcdancin zu der Ueberzeugung, daß die von der rumänischen Regierung den Agenten und Gcncrnlconsuln zu Bukarest in so kategorischer Form entgegengestellten Ablcngunngcn mit den Thatsachen, dic sie z» cunslatircn in der Lagc waren, m schreiendem Widersprnchc stcycn. Iassy, den 15. April 1808. Unterzeichnet: Saint-Elair, Consul von England; v. Wolfahrt, Eonsnl von Oesterreich; Eh. Dclaportc, Eonsul von Frankreich; Lakellaridcs, Eousnl von Gricchuilaud; Gocring, Eonsnl von Preußen; Kartschewsly, Consul von Rußland." Wird die rumänische Regierung anch diesem Acten« stücke gegenüber noch ferner bei ihrem bisherigen Lügen» Wem beharren? Und wird Europa sich noch ferner von diesen systematischen Lügen irre führen lassen? Uns land. . Verlin, 2l'>. April. ausgestellt, und" daranf nach der Kirche v" Alocha gebracht werden, wo ciu prächtiges Lcicheu-^llanglnß stattfinden wird. Von da wird die sterbliche ^lUlc des HerzoqS n. Valencia nach dessen Geburtsort ^la in Audalnsicu gebracht werden. Graf Eheste soll Unn Gcncralcapitän in Madrid und Marquis v. No- llllches an dessen Stelle zum Gencrakapilän von Ea» . talons ernannt sein. — Die Kammern haben ihre Atzungen eingestellt. Uebcrall in, Königreich herrscht Ulye. _- Die geschätzte Einnahme für das vergangene ^ahr beträgt 69,970.000 Piaster, incl. 840.000 Piaster ^."7"uncnsteucrzuschlag Die wirkliche Einnahme bc '«gt nur L9.W0.000 Piaster. Der Einkommensteuer. " ''N)lag yat nur den halben Schätzungswert!) ergeben HassesneMlieiten — (Oberster Rechnungshof.) Die „Nl. Ztg." zeigt an: Der mit a. h. Entschließung vom 9. d, genehmigt»' qcmlinsume Oberste Ncchnuügöhos beginnt am clO. d. slinc Wiiljamllit. Seine Nurcauf befinden sich in bemsll' bln Gebäude, wie jene des Obersten Nechnunstshoses für die im Neichsrathe veltriteix-n 5!öüigr»'iche und Länder, An-nagasse Nr. l>. — (Zur Amuestirung) Aus der Strasllnstalt des Wiener k. l. Landesgerichtes wurden bereits 28 Sträflinge , welche» in Folge a. h. Guadenactes der Rest ihrer Strafzeit nachgelassen wurde, entlassen. — (Fal, chmünzer.) Der Präger Polizei ist e« glllMsssl', einen Falschmünzer, wacher sein verbiccherilches Handwcit ziemlich <»> ^>'s»« hltrieb, auf frischer That zu ertappen. Derselbe, ein Hauibesitzer und Hölller am Hrad-schin, arbeitete eben an dem rückwärtigen, sogenannten Hin-teldruct einer Guldennote, als eine l. t. Commission eintrat und ihn verhaftete. Man fand 10N Stucl täuschend nachgemachte Guldennoten, alle hiezu eifoiderlichen Stanzen, Platten, Werlzeuge, Falben i,. j. w., auhtidem aber auch Steine, welche darauf schlichen lasse», bah der Falschmünzer schon lange volher auf Conventionsmünze lautende Fal-sisicatc entweder wirtlich erzeugt over doch zu erzeugen ve» sucht hatte. — (Civil und Militär.) Aus Graz wird vom 21. d. gemeldet: De>' Landc^ Commandant FlldmarschaU-Lieutcnant Maroicic hielt eme Ansprache an das Official« corps, ivelches sick ihm voisirllte. Der Laüdes^Commandanl octonte, das; die Ofs'cierc nie vergsssen solle», daft auch sie Alllgel rinc^ conslilutionellrn Staates seien. Sie scilr» iu? uerroltete Sonder'PiiviiegifN beanspruchen, da auch dir Os> iiciere dem Vollr eülstam.neu. — (Die Montanwerle in Eisenerz.) Wie die Orazer „Tagespost" deiichtll, hat der fteiermällische Lanoesauöschuß die Elllälni,^ (.dqegeben, daß dk von Mlb« rcre» Blättern gcbrnchlc Nachsichl, dah dil' üralischen Montanwerke in Eisenerz vom Lande angetaufl weiden, gänzlich der Wahrheit enttxchn. — (Kossuth lihlc n bürg er.) In del Iaßzbr-renyti Nkpläsenlanz wurde kossulh am 19. b. M. zum Ehrenbürger »on Iazsvrreny gewählt. Dcr delreffrnlir A»> lracislcll.'r ^>!,^ von der Ansicht aus, daß Kossulh, falls er nach Hause zuiilckkehscn tonnte der bcsle Rathgeber des König« und die festeste Sliiße drs Thrones wäre! — (Erdsen luna e n.! Wie man der „N. Pr. Z," aus Essen mülblilt, erregen dcrl Scnlungcn der Ordodel-slää.e stroke Äeslllginf,. um so mehr, als man den eigrnl» lichlN Grund noch nicht genau zu temun scheint, (is Hal schon eine Anzahl von Häusern geräumt werde« muss<>» und uorau?s>chtlich wird c« damit »och nicht abgethan ssin. ^Nis dllhi» bllrstc die Vermulbung. dah der Acrgbau slldsl lie Veraolasjung ^u jemr eiqtlitl'üml'chen Erschei„u"li ist, wohl die Msisle Wahlschüinlichlc'l stir sick hade». - (Ueber die neue französische Kugel-spritze) wird au§ Pniis Folgendes denchkl: Das G'schnl) bat daß äußere Ansehen li>,eS Zwolfpfünders und ist auf entsprechende Lafetten gestellt. Es schießt auf 3- bis 500 Meters Entfernung und bchreicht dic ganz, Flontausoch-nuna einer Compagnie, Die mit dl» Versuchen beauftragte artilleristische Commission stellt i» ilirrm Acricht den geichliu» derten Kugelhagel als von Ndc>wä!l!a,endlr Nirlung dar, „bedaueit" aber, dah jeder Mann der Compagniesro.il zum mindesten von 5 bis l» Kugeln getroffen wilide, so daß 'mindestens j.' vier 6ng«lü sich übliflllssig cnveiscn und dadurch die Kosten miaemei!, «rhdhten. — W,rll,ch s>hr bedauerlich! — (Erplosio" in Clc r lcn w e ll.) Die E,-öffnunq des Processes gegen dir F^nier, wrlchc s.inerzeit da? Complot ;»r Äefreiiü'g ilne.' gefangenen Spieslg.sellrn Vn,le gesäimil'd/t und zur Äusfuhlung di.scö Planes die M.iu.i des G.fäügnissee von Clellei'wlll in die Luft gesprengt und d!,mit eil'cr Anzahl Perso'U'n m dir N^chbaischaft Tod und Verwundungen gibrackt hatten, begann, wie schon milgillnilt, am ^'l. d. ohne dah sich s'itcns de? PublicumZ blsondries Inlerlsse lundgegcden hätte. Der Fcniclscbrsclen ist lb.-,i vorilber und die g.,i,zen lni'gwicrigcn Plocehvcihluniunge» bringt» so wenig neues, daß t^r gcringe flir duö Pxbün.m im Gerichtöi'aalc freiglbliebene Naum «ir daö Äersufoitz f^st gn'ugcnd war. Der Haupllhiil der Hjc,hanrlu»gs dulch das Kreuzverhör in A»ipruch genomm.n, welck.ö die Vertheidigung mit dem e>s!cn Zeugen, dem Ängrb.r Ml>!la»y, anstelle. Dieser Eole, der a/legenllich s.iner PhaiUcisie :ir Ziigel schließen läs,t und den ?lnglllaglen Worte i» t.,,, Mund leg:, die er selbst gebraucht, veising sich dabei in Widersprüche »nd wurde von dem Lord-Oberlichter verwarnt, bei d.'r Wahihc!t ^u bleiben, «ls Moüo zu seinem stfti^cn Austretrn als Kio'.'zexge be^lchlicle Mullany tie V^soignih, liner snner Mitgejangeüe" möge ihm zuvurlommcn und sich dadurch Sttajlusiglcil sicher». Ob ihn, nicht die Scvl'eh.r »arauf hindeutende Wiole gegeben, lmintc er nicht mit Gewißheit sag,n. llebrige!'^ i» ditser Klonz^xge, wie ve,sä>ie-dcne andere seines G'lichtcl'.V in der Armee gcwesln. und sein hartnäckiges Sckw»!^» i^ber den T,uppenth!),^' ohne Einwilligung seiner Aolges'llten verlassen und in rie hier unglMlin zahlreiche Classe der Deserteure gchöil. Taf, cr auf eine V.Iohnung hoftl, lam rdcnsalls im Laufe dcs Kreuz, velhöls zu Tage. Dic sonstigen Z'Ugeuauesagln liefen darauf hinaus, die Identität d,r A"getlagten zu beweisen. I — (Sperlinge alö Exportartikel) gchen für amelilanische und australische Landwirtbe rcgelmilßig ad, um zur Vertilgung der Insecten ihre unbezahlbaren Dienste zu leisten. Wir cullurreichen Europäer sind ungleich gescheio-ter. Wir bringen die Sperlinge und sonstige Insectenver« tilgcr wohlg/supfl aus unsere Wochenmärtte, um sie als „ll«inc Vi?gsl" ciuf den Sveis<'laltrn dcr R^stauvalionen pa-radiren zu sehen, und lassen dafür unspren Weizen, unsere O'lfrilchte, vor allem aber Gemüse und Obst von den Larven, Engerlingen, Käfern und Schmetlellingen ganz gemlllh-lich verspeisen. Wurst rrider Wurst! Neuerdings gehen die Amelitaner aber noch weiter. Sie lassen die Sperlinge auch fllr ihre Städte impottiren. Wenigstens ist von Boston ,ine Vest^llung auf Spatzen nach England gelangt, und zwar zu dem eingestandencu Zwecke, um der Stadt, die in ccn Vereinigten Staaten als „langweilig" gilt, in ihren Straßen und Plätzen ein belebteres Aussehe" zu geben! ^ oc i Heuoeipacluiigen fur Abessinien muh» ten wegen des 3ieg. Lud. Aug. Frantl unterm 25. d. eine Zuschrift gerichlit, in wclcher öfsnu>'g die weitere Vetsicheiung zu velbindlN, daß es mir zum b»jondersn Vergnüge» gerei« chü> wird, dem von d,m löblichen Comilü aogellrebten Zwicke such jede sunsligc, in meinem Wirlungslleise gelegelie Ftll« oelung zu Thi,sem Al,lasfe erlaube» wir uns auf unsern Vorschlag wegen ür» möglichung liüls Beitrages zu dles. Mai 1tt<>" in Zraulfurt c>> M- stattfindende internationale landwinhschaftlichc Ausstellung. Beschlich: Zur Kclln.niß. 1») K. t. (^eniedirection Vaiback dbo. 1^. März I«68 Z. 1!>tt iibcrmi. elt Berlantbarilnqen weqen Sichcrstelkma. der in ^tein in Krain au^nfiihrcndcn ärarischcn Dacbher^ stclllülgcll, sWnrdcn an die Nnternchiüer vertheilt nnd eine Bestätigung darüber der Gemedireclwn nbcruuttclt.) o) Gcsnch an die hohe t. l. Landesregierung wegen Amvcisnng der t. k. Ttenerämter znr (iinhebnng der 5»perc. Kammcrmnlage euch don jenen Gewerbsparteieii, welche die niedrigste ürwerbstencr von 2 fl. U) lr. ö. W. bezahlen. 2. Es folgt der Bericht des Comites, betreffend das Gutachle», ob Ausländer gcge« Gewährung der Nccipro-citäi zum Ha » s i rd >-, „ de l in Österreich iiberhanpt zu^ zulassen sind, nnd ob sich Aenderungen nnd welche in den Bestimmungen des bestehenden Hansirpatentcs in Bezug auf dic inzwischen geänderten ^eiwcryältnisse als zweckmäßig herausgestellt haben? Bor allein erwähnt Herr V. C. Tu pan, daß dieses Cornitl' zwei Sitzungen gehalten und sich in der letzten dnrch mehrere, in der Kammer nicht befindliche Industrielle verstärkt habe. Hieraus trägt der Secrclölssubstilul den Bericht bor, in dem sich dasComitö fiir die Nichtzulassung der Ausländer ;um Hausirhcmdcl i» Oesterreich ausspricht. Tic Zulassung wllrde auf unsere Industrie einen sehr nach-theiliqcn Dnlck ausiiben, ihr eme empfmdliche Concnrrenz dcrcit'en, wclctic nm Anbände,- nock qcstatte» wä'c. mtt nuslandilchen Waareil 712 in Oesterreich dcu Haxsivhandcl zu betreiben. Eine Reciprocität ist in dicseiu F^llc »licht leicht denkbar, weil sich dcr Haufivhandcl hauptsächlich mit verfeinerten, leicht tragbaren Artifeln besäiäftigt, in dcren Erzeugung Deutschland, besonders Rheiuprcußcu, Frankreich und England überlegen sind. Die anfällige Einwendung, daß den Bewohnern voil Gl)ttscwc, Polland und Rcisniz, welche unserem Kammerbezirtc allgehören, besondere Begünstigungen bezüglich des Hansiryandelö mit gewisse»« Omaren im Gesetze zu-gcstanden sind, ist llicht stichhaltig, weil diese Hausirer in dein Ravou, wo sie die Waare verkaufen, znmeist dieselbe auch einlaufen. Die fremde Waare, welche man gegenwärtig durch die Vermittlung der Handelsagenten schon ohnehin sehr leicbt in beliebiger Menge bet'ommt, kann nach den bisher bestehenden Gesehen nur durch inländische Kauf-und Gewcrbölenle in Verkehr gebracht werden. Ganz anders würde sich die Tachc gestalten, wenn dcr Ausländer zum Haustrhandel zugelassen werden würde. Dieser wäre nänilick im Stande, bei den gegenwärtig bestehenden Com-municaüonömitieln beliebig große Waarcnmengen schnell cin-,',ufükren, wclckc er dann dnrch Hausirer mit Umgehung inländischer Kauf- und Gcwerdüleute leicht nach allen Gegenden durch directen Verkehr bringt. Außerdem ist nicht anßer Acht zu lassen, daß der Tchmuggelhandel gewiß erleichtert werden würde. Was die übrigen Bestimmungen des bestehenden Ge« setzeö über den Hausirhandel vom 4. September 1852, N. G. Vl. Nr. 252, betrifft, beantragte das Eomit6, daß aus dem § 12 I,it. o anszulassen wäre nnd „literarische und artistische Werke, wie: Bücher, bieder, Kalender, Bilder, Statuen, Büsten" dem Hausirhandel zugänglich gemacht werden möchten. Nach einigen vom Herrn V. E. Tupan gemachten Erläuterungen wnrden die Antrage des Eomit6's: ^) Die Ausländer sind znm Hausirhandel in Oesterreich weder mit inländischen, noch mit ausländischen Artikeln zuzulassen; d, im tz 12 wäre aus den, vom Hausirhandel ausgeschlossenen Waare», I^it. o auszuscheiden — einstimmig angenommen. 3. Zuschrift der f. f. Wahlcommissivn für die Ergänzungswahlen der Handels- nnd Gewerbetammer, betreffend die Vornahme der Wahl des Kammerpräsidenten und des Vicepräsidemeu, Der Herr Vorsitzende unterbricht die Tiz-zung auf fünf Minuten, woranf die Wahl mittelst Stimmzetteln vorgenommen wnrdc. Das Scrutinium ergab, daß zum Präsidenteil der bisherige Präsident V. (5. Snpan nnd zum Viceprästdenten der bisherige Vicepräsident Ioh. Nep. Horat mit Tümmeneinhettigkeit gewählt wnrden. Herr V. C. Supan- bedankt sich für das in ihn gefetzte Vertrauen und das musomehr, weil. schon, zum wiederholten male das Präsidium einstimmig gewählt wurde, und erklärt die Wahl unter Vorbehalt der hohen Genehmigung anzunehmen. Dieselbe Erklärung gab Herr Ioh. Nep. Horat ab uud fügt uoch im Namen der Kammer einige Danlesworte an den Herrn Präsidenten für die von ihm ill allen Fällen an den Tag gelegte Ausdauer in der Führung der der Kammer zugekommenen Geschäfte. 4. Gefuch der Gemeindcvorstehuug Stein ddo. 3. März l. I. Z. A24 um Verwendung, daß in Stein ein Telegraphenamt lind eine Flügelbahn von Laidach nach Stein errichte« werde. Herr V. E. Sup au fetzt iu gedräugten Umrissen die Wichtigkeit der Eisenbahnverbindungen auseinander, hedt hervor die Vortheile, welche dem Vande und insbesondere der Hauptstadt erwachsen wären, wenn »nan sich zur Zeit, als die Bahucn Marburg-Villach und Steindruck - Agram im Projecte waren, dahin verwendet hätte, daß diese Laibach als Ausgaugspuukt gehabt hätte». Schließlich beantragt er, den hier fraglichen Gegenstand wegen feiner Wichtigkeit einem au«? drei Mitgliedern besteheuden Comitö zur Berathung und Berichterstattung in der nächsten Sitzung zu übertragen. Herr Johann Nep. Horal stellt hingegen den An-irag, daß dcr Gemeindevorstchung von Stein die Eingabe mit den: Bedeuten zurückzustellen wäre, daß sie beide Gegenstände neuerdings, jedoch in zwei besonderen Eingaben del- Kammer vorlegen möchte. Nach längerer Debatte, an der sich insbesondere außer dem Herrn Präsidenten und dem Herr»t Vicepräsidenten auck Herr Joseph Blasnik bclhci- ligte, wird der Antrag des Herrn V. E. Supan mit dem Husatzantrage des Herrn Schwentuer, daß die ins Eomilü zu kommenden Herren dcr Herr Präsident bestimmen möge, »nit Majorität angenommen, worauf auf Antrag des Herrn Präsidenten die Herreu Johann Ncp. Horat, Joseph Gre-goritsch uud Gustav Tönnies ins Eomitü gewählt werden. 5. Die k. k. Landesregierung übermittelt das Gesuch des Gewerten A. Klin z e r iu Klagenfnrt um Bewilliguug, rücksichtlich feiner Fabriken iu Weißenfcls den t. k. Adler im Wertzeichen, im Schilde uud Siegel ^nd die Bezeichnung „k. t. privilegirte Stahl-, Feilen- und Sensenfabriten" führen zu dürfen, zur Berichterstattung. Herr V. E. Tup au ergreift das Wort, bemerkt, daß Herr A. Klmzer Stahl-, Feilen- uud Sensenfabriten iu Weißcnfels besitze nud daß der Geschäftsbetrieb desselben ein sehr bedeutender ist, daß er eine sehr bedeutende Zahl Arbeiter uud überdies uoch mehrere Fnhrleute beschäftige, daß diefe Gewerbönuternehmung nicht allein für die nächste Umgebung, für ganz Krain, sondern auch für die Nachbarländer Kärnten und die gcfürstete Grafschaft Görz von größter Wichtigkeit ist. Sie belebt den Handel nicht allein Kraitls und Kärntens, sondern auch den des ganzen Kaiser-staales und vergrößert deu Export österreichischer Wareu ins Ausland. Die Vorzüglichtcit der Fabricate ist allgemein anerkannt und dieselben haben sich anch Preismedaillen bei den Ausstellungen in Klagenfurt, Marburg, Wicu uud Paris erworben. Nach feiner Ueberzeugung seien alle Bedingungen erfüllt, welche die Gewerbeordnung und insbesondere der §61 derfelben für die in Rede stehende Aus-zeichnnng von Gcwerbsuuternehmungen fordert, und er stellt demnach den Antrag, die Kammer wolle iu diesem Sinne an die hohe k. l. ^andesregicrung den Bericht erstatten. Dieser Antrag wurde auch eiustimmig voll der Kammer angenommen. 6. Die t. k. Vandesregiernng übermittelt das Gesuch der Gemeinde Franzdorf um Concession zur Abhaltung voll 4 Jahr- und Viehmarkten zur Aeußcruug. Alls Bewillu guug angetrageu. 7. Mehrere Haudelöleute von ^aibach ersuchen nm Intervention, daß die in Triest uugerechtfertigt bestehende Güterbestättertare abgeschafft werde. Nachdem der Secretärs-Substüm diese Eingabe vorgetragen, ergreift Herr V. C. Supau das Wort, fetzt mit weuigeu Worteu die Entstehuug der hier fraglichen Tare auseinander, welche sich für die nach Triest per Are beförderten Waaren wohl, jedoch keineswegs für die pov Eisenbahn spedirten rechtfertigen läßt. Hierauf wird der Gegeustand einem Comity zugewiesen. Nachdem sich niemand zn einem Separatantrage meldete, wurde die Sitzung gcschlosseu. Neueste Post. Der Fortgang in dcm Äcfinoen Ihrer Majestät der Kaiserin-Königin sowie in jenem dcr durchlauchtig» stcn Erzherzogin Marie Valerie ist von der erfreulichsten Art. Wien. 27. April. Der Pcrfassnngsauöschnß, welchem die RcgicrnngSoorlagc, betreffend das Gcltungs« gebiet der imlcr Mitwirkung ocS NcichSrathcS erlassenen Gesetze zugewiesen war, hat ü!>cr Antrag des Abg. Dr. Tom an beschlossen, dcn Antrag zu stcllen, daß cs in Hinkunft bei dcr Aufzählung sämmtlicher Königreiche und Lander, für welche ein Oesctz Oiltigkcit habcu solle, zu verbleiben halic, somit cic Ncgicrllngciuorlagc abgelehnt werde. Abg. Dr. Tomcm wird als Berichterstatter fnngircn. Wien, ii^. April. (Tr. Ztg.) In der heutigen Reichsrathöfitzulig machlc dcr Präsident Mittheilungen nber den Empfang dcr ^leichöralhsi>,>l-c. Mcwll'.<>il!'5 56.70. — 5»pcrc. MetaNiqne« mil Mai- und iNnvember-Ziüsrn 57.25. — ^pcrc. Naünlial Än!ch>,-,i 62,70.-. 1860er Ktaatöanl^tl, 81.40, — Ganlacti.'l' 692. — Lredllaclien 181. 50 Loudou 11«. — Silber 114 15'. - K, t Ducattli 5.5)4 '/,., Das Postdampfschiff ..Allcmannin," Eaftitän Bar-dna," ging am 22. April mit 841 Passagieren von Hamburg ^i" Southampton nach Ncw-^ort ab. Anstekommene Fremde. Äm ^?, April. 2tadt Nttlcll. Die H^n>ii,- Braiüie, Kanfin., von Ootlschee. — sslcindcr, vo» yinmiarltl, — Hanhart, -- Barich, uon Rn-dolf^weNh, NclitschsN, Kciiifni,, do» Bl^lau. - Rillfr v. ssichll'iia», Priualicr, von Pol)a»ic, - Gdspcnni, Kaufm., von Triüsl, <5'lephant. Tie Hcrrcil: Iusn, Vcrun'ssliugelieamtcr, vox 2U>r». — i'öwiiuicl', Äausm.. U0!i Gr,-Ka!i!fchli, — ^'nnq, l. l. Mnjor, uon Plcisscrhof, Diü Franc» : GriiiU'r, Hauplincmn^gntlii!, mid Oriifi» Allüiuiü, von Gm',;> Baicrischcr Hof. Dic Hcrrcii: Basch, Gutöbss, vo» Vain. — Kowatz!.'lil, »oil Florcii; Mc»lircn. Die Hrrreil: Winiüv, Ha»dels,ll,, und Vohd^^Iy, t, l. Gcomtt,'»-, uou Triest. ^ n !.^ ^ ^ V ! -! ! k^. ,, "silll^M""^^ -^. 6.,! windstill "5itcgcli ^1 2b 2 „ N/ ^27,«« > » , windstill Ream > tunli ;ur letzici, Nuhcslättc dcr uiivc'rgeszllchen Gattiü, M M ^rau ^ > /ranMa Hg>ilmm »ul». Arcc, > W iiiöbrsondcl'c abcr bcn Hcrlcn Sciiisse,» der hiesistm >D W iiilalnica drückt in seinem nnd im Namen der tief: ^ M ^lbciigtcll Angehörigen den innigsten Dant au« M > AnlN'st Kosenini, W W l. l. Ol-eitllelllllphist, W Allll^Ulllllüll. Wien, 27. April. Staatsfonds waren vernachlässigt, Zndustriepapicrc aber fester. Devisen und Valuten schlössen flauer offerirt. Geld flUssig Geschäft flau. Veffentliche Schuld. ^. des Staate« (ftir 100 fi.) ^ Geld Waare In 3 35 In üsterr. Währung steuerfrei - f.? 50 57.50 ", Strueraxl. in ö. W. v. I. Istt4;u bpLt. rilclzahlbar . 92 50 92 75 '/, Stelleraniehen in öst. W. . 00.50 90.75 Silber-Anlcheu von 18^4 . 7y »_ 7, __ GNberanl. 1865 (Frcs.) rUckzahlb. in 37 I. zu 5 vEt. s«r 100 fl. 77 25 77 75 Nal,'Alil.mitIün..Eoup.zu5°/„ «2.80 «3 — „ ,. „ Npr.-Coup. „ 5 „ 62.70 «2.80 MetaNique« . . . . „ 5 „ 5K..^5 56.65 detto mit Mai-Eoup, „ 5 „ 57.15 57.25 dettl,.....,< ^^." 5^ ?5 51,— Mit verlos, v. 1.1839 . . . 171.75 172.85 „ /,.. 1854 ... ?5.^ 75.75 " I ^ „ I«60zu500fl. »1.15 8125 „ ,. ,.„ I860 „ 100 ., 90,50 30.75 ^ .5 I" 1864 „100« 85.30 «5 40 ,-, in Silber 104.2' 104.50 ». der Kronländer (für 100 fl.) Gr.-Eutl.-Oblig. Geld Waare 'Niederüsterreich . zu 5"/., 85.— 85 50 lDberosserreich . „ 5 „ ««.— 8?.- Salzburg .... « 5 „ 87. - 88.-- Böhmen .... „ 5 „ 91.50 92.50 Mähren .... „ 5 ,. f<8.5<^ 89,— Schlesien .... „ 5 ,. 88.50 8950 Steiermart ... „ 5 „ 88.— 88.5^) Ungarn.....^ 5 „ 7 65.25 Siebenbürgen ... „ 5 „ «8.50 «9.- Bulovina .... „ 5 „ 04.75 65.^5 Ung. m. t>. «.-7.?5» Bühm. Westbahn zu 200 si. . 148.-0 149.- Oest.Dou.-Dampfsch.-Ges.«-« 490.— 491.— Oester:cich. Lloyd in Trieft Z Z 230.— 232.— Wicn.Damvfm.-Actg, . . . 44C— 445.— Pester Kettenbrücke .... 380.— 3^5 — Allglo-Ailstria-Baul zu 200 fl. :2l,.°>0 122,— i!cmberg Ezernorcitzer Actien . 179.25 179,75 Pfandbriefe (fllr 100 si.) National- ^ baul auf > verlosbar,u 5"/. 97, 97.30 lt. M. j Nationalb.auf«.W.Verlaub.5 „ 92.» 92,8<' Uilg.Bad.-Ered.-Anst. zu5'/, „ 91.- 9l.50 Allg. öst, Bodeu-Eredit'Anstall uerloebar zu 5°/, in Gilber 100.5^' 101 - -Uose (pr. Stück.) 2red.,A.f.Hu.G.z.100ft.ij.W. 129 50 129.75 D°u.-Dmpfsch..G.z.100fl.<3M> 93.- 93 50 Stadtgem. Ofcn „ 40 „ ü. Bi, 26,— 2«.50 Esterhazy M 40 ft. EM. 141... 143.- Salm „ 40 « ,. . 38,75 Z4.25 Geld Waare Palffy zu 40 ft. CM. 25 75 26.2^ Elary „ 40 .. ., . 27,50 2".<^ St. Genoiö „ 40 „ „ , 2375 24.2» Windischgrälj „ 20 „ ,. . 17.50 1^^" Waldstriu „20,. „ . 21.- 22.— Kealevich „ 10 ,. „ , 14.50 15-77 Rudolf-Stiftung 10 „ „ . 14.— 14,.^ Wechsel. (3 Monate.) Augsburg filr 100 fl südd. W. 9Ü.75 97.^ Franlfurta.M 100 fl. detlo 97.- 97.3" Hamburg, filr 10') Marl Bcmlo 85.75 86.77 London filr w Pf, Sterling . 116 25 H«-"' Paris sür U)0 Frants . . . 46.10 4<"l" (?o»r« der Geldsovten Gcld Waan K. Miillz-Ducateii 5 si. 5« tr. 5 si. .A lr-Navoleonsd'or . . 9 „ 30 ,. 9 „ Zl " Ruff. Imperial« . 9 .. 60 .. 9 . »l VereinSthalcr . . 1 « 7lj., l „ ^' Silber . - 114 .. - .. N4 .. 2.^ " Krainische Grunbeutlasiungs-Oliligatiolleu» V uatnotirung: 86j Gelb, tj7j Waare