^9- Samstag, 12. März 1904. 123. Jahrgang. ^uIHÜui^ >^> hali>^>,.^' ,^lt Pvslvfrsen dun!,: «anzjährlg »oll, haldjährlg lü «, Im Kontor: ganz-^^^tt«is b!« .^ . ,> . "ür die Zustellung ins Hau«, a»"Mhrla 8 li, - InsertionSgebühr: Für licine ^^^^^^^" ^ Hcüeu üo d. grühere per Zcilc i!i l,; be! öfteren Wlederholungtil per Zelle ,lich, mit «usnalinie der Eu»»« u,,d ss>-ie>t«ne, Dil- ÄdminlstrüOlM befinde! sich ,«ungieftplah Nr.«, die »ledallllin Nnlmalinaasse Nr, 3. Sprechslnndl-n der illedallio» tiu» « bis l» U!)l vormittags. Unfrantierte triefe iverben nicht angenuminen. Ma»»jlrip!c nicht znl!lck»estellt. ,,^ Amtlicher Teil. ^^ b?^^^,latte zur «Wiener Zeitung» vom 10. Mälz '"lboieil: Weiterverbreitmlg folgender Preßerzeug» !"2u'?x^" Wocheublait. vom 6. März 1904. ^ '«b^.^''"^ ^>u "März 1AU. ^'23 .""ndpost. vo>„ 6. Februar 1i)04, A, I? .. '7' ^iäu. uonl 10. Februar 1W4. ?^ 28 «,/' """kö ^i«t>, vom N.Februar 1904. " "»lchrlfl ?vv'.' ^" ^' ^läiz 1W^ (Veila«e). l,^i das ^si ^ wurde iu bei l. l, Hof. uud Staats« ^'"«t der i'/> ,lll. uud IV, Stilck der polnischelt und das ^Unb delsl?'^" 2lu«gabe des Neichsgesetzblattes aus« ^lns dem Abgeordnetenhause. ^ , Wien, 10. März. ag ^^'^^lfe befindet sich ein Dringlichkeits- ^>rch., ^^nq,,^.^^^^ worin ein energisches >ti>, , ' gegen den Nettor der Wiener Uni- '"din^ch.,, °"^ böhmische Volk beschimpfenden ^'tralm ""läßlich der Präger Ttraßen- ü? ^it d^"' lierllingt wird. Tie Sitzung be-^ d^.^ " lourliichcn Verlesnng des Einlalifes öfl ^N. ws ! Uhr. Hieranf werden Petitionen ^ Vei^ "Murdneter F o r m a n e l beantragt ^°koll i.n^'""' Petition zunt stenographischen l!e, 5 ch", ° herüber die geheime Abstimmnug, > ^ slbst' ''""""lichc Abstiimnung. ob die gc->^ der qs?^'"N vorgenommen werden soll im i,^l! üb., ^Mumg der naincntlichen Abstim-Ht °rdu„ u Vcidruck der Petition. Der Prä-.^tzt ist ' ba der erste Antrag hinreichend nw ^^'^h' ^ erste namentliche Abstimmung an. ttchei^ ^roteste der Alldeutschen. Zurufe der 3^^^""/Ulche Abstimmung vollzieht sich >^rinli i)s Unruhe. Im Einlanfe befindet sich ^<^UZantrag des Abgeordneten Dr. R y b a, betreffend die 5knndmachung des Rektors der Wiener Universität, Escherich, in Angelegenheit der Vorgänge in Prag. In der Vegründnng de5 Dringlichkeitoantrages wird erklärt, daß in dieser ^nndmachung eine Beschimpfung der böhmischen Bevölkerung Prags gelegen sei. Es wird beantragt, den Inhalt und die Tendenz der Kundmachung in Erwägung zu ziehen, die-beschimpfte böhmische Bevölkerung in Schuh zu nehmen und gegen den Nektor der Wiener Universität energisch einzuschreiten; ferner ein Dringlichkeitsantrag des Abgeordneten Dr. O f n e r, das Abgeordnetenhaus möge das niederösterreichische ^andesgesetz, worin der Gemeinde Wien das Necht eingeräumt wird, für die obligatorisch erfolgte Aufnahme in den Gemeindeverband eine Gebühr aufzuerlegen, als eine Ueberschreitung der zlompeten', der Landesgesetzgebuug und als einen Eingriff in den Wirkungskreis des Neichs-rateo erklären und aussprccheu, das; das Ministerium durch Vorlage dieses Beschlusses zur Tanttion, einen Eingriff in das Gebiet der Reichs-gesehgebung begangen und das Ttaatsgrundgesetz verletzt habe. Die Verlesung der Interpellationen erfolgt wörtlich. Die heutige Sitzung wurde größtenteils durch die wörtliche Verlesung des Einlaufes und drei namentliche Abstimmungen und Anträge auf Bei druck von Petitionen Zum Protokoll ausge füllt. Der Nest der Sitzung war der Miszbilli-gnngs-Affäre Iro gewidmet. Der Referent bean-lragt, die Mißbilligung nicht auszusprechen, da Iro den inkriminierten Ausdruck „Lauter Verbrecher" entschieden in Abrede stellt, während er mit dem Ausdruck „Nehmen Sie die Peitsche für die Ezechcn" figürlich energischere Maßnahmen gegen die obstruierende Iungczechenpartei, verlangte. Der nengewählte czechische Abgeordnete Graf Stcrnberg. mit ironischen Heilrufen der Alldeutschen empfangen, erklärt, jedes Volk müsse seine Ehre verteidigen, weil es sonst keine Existenzberechtigung habe. Er trat, unter ironischen Zwi- schenrufen der Alldeutschen, für die Wahrnng der Ehre des czechischen Volkes ein und erklärt, wie wohl er die persönliche Obstruktion verdamme, müsse er sich der allgemeinen Richtung der Vertreter des czechischen Volkes des Hauses anschließen. Er appelliert an die ^'zechen, sich mit den Ungarn Zu verbinden, damit das Gedeihen und der Aufschwung des E'>echenvolkes, dessen Pa triotismus in der Liebe ^ur Nation mid zur Mou archie bestehe, nicht weiter durch Abgeordnete gestört werden, die in der Politik nichts anderes als Bubenstreiche sucheu. Redner erhält wegeu des Ausdruckes „Bubenstreiche" den Ordnungsruf uud schließt uuter dein Beifalle der l^zechen und unter ironischem, lärmendem Applaus der All deutschen. Der Alldeutsche H ofer ironisiert die Rede Sternbergs, welcher dem Hanse eine heitere Vier telstnnde verschafft habe. spricht sich gegen den Ausschußantrag ans und erklärt, die Deutschen müssen verlangen, daß man den Czechen endlich mit Hilfe der reichsdeutschen Nachbarn die Pickelhaube auf den 5tovf schlage, dann werden wir sie -'.wingen. deutsch zu reden und deutsch zu lernen. Generalredner 3 iransk y reagiert auf den wiederholten Znruf Iros: „Frecher Jude" mit dem Bemerken, daß Iro ein falsches Ehrenwort gegeben habe. (Neuerlicher Lärm uud Wider spruch bei oeu Alldeutschen.) Es kommt zu per sönlichen Kontroversen zwischen den Alldeutschen und Ezechen. Schließlich wurde der Anirag des Mißbilli-gungsausschusses in namentlicher Abstimmung mit N51 gegen 1 Stimme angenommen. Am Schlüsse der Titznng beantragte der Iungczeche Sehnal die Einsehung des Miß' billignngsansschusses gegeu Steiu und Herzog wegen der heutigen Zwischenrufe: „Taschendiebe! Haut sie tot! Diese Lumpen stehlen euch das Geld aus dein Sack!" Feuilleton. titelt ^" goldene Schnitt. »>!^"^ch kn (Tchlllh.> (Nachblukii^'"e gern, Herr Professor, wenn Sie li^Ieii, " "och brauchen können", sagte das blick "bei n,i '^ zutraulich die Hand in seine. ^?t) Te. ^l)"" 9-roßen Augen freundlich an-^s'^ll H.s ^oankenaustausch mit dem liebens-V? ^,.i?""l war ihr eine Erquickung und ^^lwA">9 wieder eine geraume Zeit des 'Kaffee "^k-Der Herr Professor faß beim ^> ^bzurn ' "ialvine kam herein, um den lh'>r k"."e.n- Der Kaffee war kalt gewor- ' ^ er x?^' war so in Gedanken verstm-"h ^°ll i^s Frühstück vergessen hatte. '«l!l, 3 tzer? °?n Kaffee nicht wärmen? So kön-Aaldine "lessor ^" "icht mehr trinken!" ^Zor. ^^ ia bereits getrunken!" sagte der ^l^^ ^U^ ihm die unberührte Tasse: . ? habrn'6 z H'" Professor, nicht einen V^' ^,' getrunken!" ^ind s^sswr besah die Tasse von allen ^ k33'Nnia '^^u blieb vor ihm stehen und sah -^ln ds", f"s!'T'e schien mit einem Entschlüsse ' Vm'."s w.s'' die rundlichen Hände eng zu- c^lich , °^^ W sich daran festhalten und ^>^?v"ud eindringlich: '^ zuw ?^ ^^ ' mein halt allweil, es wär ""u Heiraten!" Der Professor fuhr wie vom Vlihc getroffen von seinem Stuhle auf, sah Malvinc dnrch die funkelnden Brillengläser durchdringend an, ging mit heftigen Schritten im Zimmer auf und ab, blieb vor ihr stehen lind sagte, sie scharf anblickend, mit starker Vetonnng: „Merkwürdig — sehr merkwürdig!" Er hatte nämlich in den letzten Tagen an nichts anderes gedacht, als an das, was Malvine in ihrem richtigen, weiblichen Instinkt soeben ausgesprochen. . . . Es war an einem Sonntag. Der Professor stand im Visitenanzuge mit den, Zylinder anf dem Kopfe vor dem Spiegel und sah prüfend hinein. Er schien erregt und musterte sich immer wieder vom Kopf bis zum Fuß. Endlich räusperte er sich energisch und ging fort. Am nächsten Nachmittag blieb das Fräulein aus. Malvine wartete zunächst eine Aeußerung des Professors ab, dann aber ging sie unter irgend einem Vorwande in sein Zimmer. „Herr Professor" — „Nun?" „Es ist schon fünf Uhr! Das Fräulein kommt sonst so pünktlich!" „Das Fräulein kommt nicht mehr!" sagte der Professor mit starker Betonung des Wortes „Fräulein". „Wa—a—s?" sagte Malvine verblüfft. „Aber das Fräulein war so nett und geschickt; der Herr Professor sagten doch selbst, wie zufrieden Sie mit ihr wären! Es schien ja, als ob der Herr Professor ohne das Fräulein gar nicht mehr arbeiten könnten!" „Darum eben wird das Fränlein nicht melir kommen!" Er weidete sich an Malvinens Mienen spiel, das schließlich zur gänzlichen Verständnis losigkeit überging. „Sie kommt eben nur als meine Frau wieder her", fügte er hinzu. „Iessas na! Aber so was! Aber das ist g'scheidt; ich hab' schon allweil gedacht, daß das Fräulein etwas Besonderes ist, so " Er unterbrach den Wortschwall: „Ich. habe gestern bei ihrer Mutter, einer ganz vortrefflichen Frau, um Fräulein Eise angehalten und dann das Jawort von ihr selbst bekommen. Und was Sie betrifft, Malvine, so bleiben Sie nach wie vor in alter Weise in meinem Hause tätig-. ich wüusche nicht, daß meine Frau von Wirtschaftssorgen zu sehr in Anspruch genommen wird. sondern hoffe, daß sie nur auch weiter meine treue Mitarbeiterin bleibt." Die Mathematik blieb im Rechte; denn es wurde dieses eheliche Verhältuis der beiden prächtigen Menschen wirklich znm „goldenen Schnitt". Als aber nach Jahr und Tag ein rosiges Kind in der Wiege lag und der Professor davor stand, es vrüfend durch die Brille betrachtete und zaghaft die kleinen Händchen berührte, wmch er nur: . » >.-.i" „Merkwürdig .. höchst ""/'""^" . ^.,. Seine Fran sah ihn sche nusch "" ' d Wg Dn armer Mann! Ieht mußt du eme nene Ali goldenen Schnitt' erfinden, um statt aus zwc^ nunmehr aus drei Teilen ein harmonisches Ver-hältnis herzustellen. Hoffentlich kaun ich dir bei dieser schwierigen Arbeit als Assistent behilflich sein!" Laibacher Zeitung Nr. 59. 466 12. März^ Politische Uebersicht. Laibach, 11. März. Aus Rom wird gemeldet: Die «Tribuna» er-klärt, es sei bezeichnend, daß Kaiser Franz Josef das Schreiben des Königs Viktor Emanuel unverzüglich und direkt beantworten wollte, indem der Herrscher den österreichisch-ungarischen Geschäftsträger beim Quirinal mit der Uebergabe des Briefes an den König betraute, ohne das demnächst erfolgende Eintreffe» des neuen österreichisch-ungarischen Botschafters Grafen Lützow abzuwarten. Die «Tribnna» glaubt zu wissen, daß das Schreiben Kaiser Franz Josefs von Gefühlen wahrer Herzlichkeit nnd von innigem Vertrauen getragen sei. Aus Budapest, 10. März, wird berichtet: Im ungarischen Abgeordnetenhause ist heute in letzter Stunde eine friedliche Wendung eingetreten, welche als B e e n d i g u n g des Obstrnkti onskampfes betrachtet werden taun. Nachdem das Haus mit einer Majorität von l'N Stimmen beschlossen hatte, den Antrag des Ministerpräsidenten Tisza auf Münde rung der Geschäftsordnuug zur meritorifchen Ver-Handlung auf die Tagesordnung zu fetzen, erhob fich der Ehrenpräsident der Unabhängigkeitspartei, Koloman Thaly, und richtete an den Ministerpräsidenten die Anfrage, ob derselbe bereit sei, seinen Antrag zurückzuziehen, falls eine Friedensattion die sofortige Gewilligung des Retrutentontingcnts sichern würde. Graf Tisza erklärte sich bereit, diese Fricdcnsaktion anzunehmen uud eventuell seinen Antrag zurückzuziehen. Aus diefe Erklärung wnrde die Sitzung des Abgeordnetenhauses unterbrochen, und die Verhandlungen wnrden fofort eingeleitet. Die uns aus Bnda> pest zugehenden Meldungen befagen, daß die von Kolomau Thaly eingeleitete Altion die vollständige Abrüstung bedeute und daß die Obstruktion als auf gegeben zn betrachten fei. Verschiedene Vlättermeldungcn, daß in Monte-negro allgemeine Unzufriedenheit herrfche, daß Pamphlete gcgeu den Fürsten Nikolaus veröffent--licht worden seien, daß das Verlangen nach der Ein-snhrung eiuer Negiernngskontrolle gestellt worden sei u. dgl, werden von amtlicher Seite als vollkommen falsch und tendenziös bezeichnet. Die Budgetkommission des deutschen Reichstages bewilligte die Titel 10 bis 23 des Marineetats, Torpedo- nnd Marinewesens. Im Laufe der Debatte erklärte Staatssekretär Freiherr v. Tir pitz auf verschiedeue Anfragen, es fei irrig, die Äe> dentung der großen Linienschiffe zn Überschätzen und hingegen besonderen Wert auf die Torpedoboote zu legen. Vielmehr liege der Kern der Schlachlenflotte iu den Linienfchiffen. Der jetzige Krieg bestätige, daß das homogene Linienschiffgeschwader vorteilhaft für die Aufrechterhaltung der Seeherrfchaft ist. Die Er-folge der japanischen Torpedoboote waren nur dadurch möglich, daß die russische Flotte nicht imstande war, die japanische Flotte zn schlagen. Für die Torpedoboote bleiben zwar immer Ehancen, aber ihre Bedeutung gehe im großen nnd ganzen gegen früher zurück. Daher siud sie auch nicht im Flottengesetze als Schiffstyp aufgenommen. Die »Norddeutsche Allgemeine Zeitung» tritt den Gerüchten von Friede nsvcr Handlungen mit den Hereros durch folgende Feststellung entgegen: «Ein hiesiges Blatt behauptet, Gouverneur Leutwem habe wiederholt in Berlin angefragt, ob er Friedens--Verhandlungen mit den aufständischen Hereros einlei« ten lönne, fei jedoch durch bestimmte Weisung aus Berliu daran verhindert worden. Die Dachellung entspricht nicht dem wahren Sachverhalte. Er ist vielmehr folgender: Der Gouverneur Leutwciu wurde, alsbald nach seiner Rücklehr nach Swatopmnnd, und zwar ohne daß er eine Aufrage nach Berlin gerichtet hatte, mit telegraphifchen Weisungen versehen, die davon ausgingen, daß Verhandluugen mit den Here» ros völlig ausgeschlossen seien. Daranf antwortete der Gonverneur, daß er gleichwohl ermächtigt zu fein glaube, sich gegebenenfalls znr Vermeidung unnötigen Blutvergießens auf Scheiuverhaudlungeu einzulassen. Das ist alles, was an zuständiger Stelle in dieser Angelegenheit bekannt ist.» Aus Tokio, 10. März, wird berichtet: Vom Admiral Kaminura, dein Chef des zweiten Geschwaders, ist folgender Bericht über deu Angriff auf Vladivostok eingelaufen: Wie vorher angenommen wurde, kam das Geschwader an der östlichen Ein-fahrt von Vladivostok am Morgen des 6. d. M. an und muhte die uoch mit Eis bedeckte See passieren. Feindliche Schiffe wurden im äußeren Hafen nicht gefehen. Die japanifchen Schiffe näherten sich den Batterien an der Nordküste von einem Punkte außerhalb des Schußbereiches der Batterien auf dem Bol-zau°Vorgebirge. Nachdem wir den inneren Hafen um l Uhr 5,0 Minuten ungefähr 40 Minuten lang be» schössen hatten, zog sich nnser Geschwader zurück. Ich biu der Austcht, daß die Beschießung bedeutenden Schaden angerichtet habe. Man sah Soldaten am Lande, aber die russischen Batterien erwiderten das Feuer nicht. Um 5 Uhr nachmittags wurde schwarzer Rauch in der östlichen Einfahrt bemerkt nnd lch glaubte, er rühre vou den feiudlicheu Schüssel» her. Aber der Rauch verschwand allmählich wieder. Am Morgen des 7. März unternahm das japanische Geschwader eine Rekognuszierungsfahrt in die Amerilabai, aber es wurde nichts Ungewöhnliches bemerkt. Das Geschwader näherte sich wieder der östlichen Einfahrt bei Vladivostok, aber es wurden weder feindliche Schiffe gesehen, noch schössen die Vattcricn. Das Geschwader ging dann nach der Possjctbai ab. Da aber auch dort nichts vom Feinde zu sehen war, zog es sich wieder zurück. Tagesneuigleiten. ^ (Russische Legenden) Die Vcwohner vieler russischer Dörfer glauben merkwürdigerweise, daß der Held von Plevna, General Tkobelev, uicht gestorben sei, sondern in einem Gefängnisse verborgen gehalten werde, aus dem man ihn jetzt hervorholen winde, damit er das Kommando über die Truppen im fernen Osten übernimmt. Folgende Legende erzählt man sich über Tkobelev: Der General lam eines Tages zum Zaren und sagte: «Herr, erlaube, daß ich die Deutschen be^ kriege.» Der Zar antwortete: «Unmöglich, mein Sohn, denn die Deutschen sind unsere guten Nachbarn.» Da tam Skobelev zum zweiten Male und sagte: «Herr, er» lanbe, daß ich die Engländer bekriege.» Und der gar antwortete: «Unmöglich, denn die Engländer sind unsere besten Kunden. > Und wieder kam Stobelev und bat, man möge ihm erlauben, die Türlei zu bekriegen. Da wurde der Zar zornig uud ließ ihn in bas ^^ von Sucharev werfen und fagte: «Dort sollst d" ^< bis du japanisch sprechen kannst, und du l° ,. < eher japanisch sprechen, bis die Zeit gekommen ^ ich Japan mit Krieg überziehe'.. — Diese Z"l, ^ gekommen, und deshalb wird Skobeleo a«^ 5 fängnisfe hervorkommen und sich ^an die sp ^ Truppen stellen. Mit kindlichem Glauben !° ^ die Bauern von^Tomsk^diese und ähnliche V> erzählen. - . — (Brautjungfern von Btr"'^ berufsmäßigen^Trauzeugen hat man?gelegen"l ^ gehört; Brautjungfern von Beruf wird es zu ^ in England geben. Dort ist nach dem '^R^ft^ eine verwitwete Dame der englischen ^^'^M'« den glücklichen Gedanken verfallen, eine Velw^x stelle flir Nerufs°Brautjungfern zu gründen. ^5 sich im vornehmen Westend niedergelassen u>'d ^ ^ (wenn mau su sagen darf) junge uud liüW ^ jungfern nach vorausgegaugener Ächellung s°.-,zl mäßige Gebühr. Die geschäftliche Scite lvlse ^ den einfachsten Grenzen ab. Es ist "»r n""^ und Stunde sowie die Ml der gewünW^ jungfei-u zu bestimmen, und sie treffen ""!,M^ Tage und Orte pünktlich ein. Die durch'ch'"^ ^ bühr beträgt eine Guim>e (26 Kronen) s'"'^F juugfer, aber solche mit besuuders kostbare»« ^ ^! erheben natürlich weit höhere Ausprüche, u ^' Trauuug »in einer Pruvinzstadt uder a»f ^ ^ statt, so werden auch Fahrgeld und Fahrzeit "l"^, Die Brautjungfern sind auf ihren Beruf l">so>" 5. gebildet, und es wird so die Gewähr 9""^ etwaige Störungen uder Zlmscheufällc bei d" nicht vorkommen. .^ — (Steuer auf den Durst,) ^^ Schahamt mag den Wahlspruch «Hopfen » ^ Gott erhalt's, vielleicht nicht dein Wortlaut ""^ Jedenfalls empfindet es aber dessen große ^ Berechtigung. Die Brauerei Guweß hat im "l« ^ Jahre Bierfteuer iu der Höye von l>7l,^ ^ Sterling, das sind rund vieruudzwmlztü , ^ Kronen, bezahlt: die weltbekannte Vrauerei V"^ ,^ iin gleichen Jahre einen Betrag von mehr ^' Millionen Kronen nnd die Brauerei Gatn"''^ u. Neid eiuen solchen vun rund zehn Mw"^ ^ 5 — (Ein boshaftes Vermacht"'^ Lyon starb eine reiche, alte Dame, die unter ,^ß anch ihren langjährigen Hausarzt mit einen» ^c>' gen Andenken erfrente. Es war ein kleiner, ^«^ gearbeiteter Schrank, den die alte Dame beM ^ ' seine aufopfernden Bemühungen, dank denen ^A hohes Alter erreicht hätte», vermachte, ^ls .^F nehm überraschte Jünger Aeskulaps das V" §ff öffnete, fand er darin — all die Medizinen" ^ die er der alten Dame bei Lebzeiten verschr" ,^ unberührt und in schönster Ordnung in ihre" Fläschchen und Schachteln. ^ ^ — (Zu Herzen genommen.) .Hs/ dem aus der Stadt zurückkehrenden Vauer)!.,.?'. macht der Franzel? Studiert er endlich "^ S Bauer: «Hat sich was. Weil ich zu ihm '"" ^ .'-hab', er müßte sich eigentlich aus Scham ^'^^, er schon zweimal durchs Examen gefallen '!l, ^r Erbe verkriechen, kommt er, wie ich h^ ^ Ratskeller gar nicht mehr heraus.» Wilde Wogen. Roman vc>n On'cxld August Aönig. (9. Fortsetzung.) («achbruck o,lbo!^ 'Könnten Sie das anders erwarten?» enviderte Martin mit scharfer Betonung. «Und könnten Sie wirklich dem Sohne einer Frau Herzlichkeit heucheln, die Sie mit Ihrem Haffe verfolgt haben?» .Wer sagt Ihnen das? Wer hat Ihnen gefagt, daß ich Ihre Mutter verfolgt habe?» «Meine Aeußerung mag ungewählt gewefen sein, nichtsdestoweniger werden Sie nicht bestreiten können, daß Sie in diesem Familiendrama die Rolle des bösen Genius gespielt habeu. Ich will Ihnen das alles noch einmal ins Gedächtnis zurückrufen, und . wenn Sie meine Behauptungen widerlegen können, so mögen Sie es tun.» «Weshalb diefe Erinnerungen wecken?» sagte der alte Mann, noch immer trotzig. «Ich tann mir wohl denken, daß Ihre Mutter fich beklagt und Ihnen das alles in der gehässigsten Weise geschildert hat; es wäre vergebliche Mühe, wollte ich versuchen, die Uebertreibungen zu widerlegen.» «Nicht aus dem Munde meiner Mutter, sondern aus ihren hinterlassenen Papieren kenne ich die Geschichte», fuhr Martin mit erhobener Stimme fort, «au« Briefen, die uneröffnet zunickgekommen find, und aus anderen Briefen, die Sie felbst geschrieben haben.» «Was ich ihr schrieb, das schrieb ich im Auftrage meines Vntcvs.» «Das glaube ich nicht, und ware es wahr, so kann ich nur annehmen, daß mein Großvater gegen sein eigenes unglückliches Kind aufgehetzt wurde. Ihr Vater besah als angefehener Kaufmanu ein bedeu» tendes Vermögen, Sie uud Ihre Schwester Anna waren feine einzigen Kinder. Die Mutter lebte nicht mehr, Sie wurden im Kontor Ihres Vaters beschäftigt, Anna blieb sich felbst überlassen. Das Mädchen besaß musikalisches Talent, es wünschte in der Musik ausgebildet zu werden, und Ihr Vater er« füllte diefen Wunfch bereitwillig. Wir wollen annehmen, es sei ein Unglück gewesen, daß sie, die reiche Kaufmannstochter, sich in ihren armen Musiklehrer verliebte, und daß ihre Liebe erwidert wurde: aber nachdem dies geschehen war, hätte die Familie bedenken sollen, daß man den Tatsachen Rechnung tragen muß, und daß ein liebeglühendes Menschenherz nur der eigenen Stimme folgt.» «Solche Anschauungen mögen drüben bei Ihnen maßgebend sein, hier sind sie es nicht», sagte der alte Mann, der sich auf die Lehne eines Stuhles stützte und über seinen Neffen starr hinwcgblickte. «Wer war dieser Theodor Grimm? Ein heimatsloscr Musikant ohne Namen und ohne Vermögen, der kaum so viel verdiente, daß er fich selhst ernähren konnte.» «Er war ein Ehrenmann!» «Zugegeben; aber all das Elend, das er später über seine Frau gebracht hat, sah mein Vater schon damals voraus; da war es seine Pflicht, feine Einwilligung zu verweigern. Ueoerdies kann ich anch die Behauptung, daß er ein Ehrenmann ^,,,»,^ nicht bedingungslos unterzeichnen, ein A ,, h^ Ehre würde nicht das unerfahrene M°" ,i^ dem Rücken des Vater« betört und noch ' ^ zur Heirat gegen den Willen ihrer Elte haben.» Ml^!:' «Was blieb meiner Mutter anderes "" v>e >> sie der Stimme ihres Herzens folgen n'" „^ ^ an der Seite des geliebten Mannes ein " H,e,, Lebensglück verhieß?' erwiderte Martin- ^ hü^ Dinge hier im Haufe lagen, durfte sie H zA bah ihr Vater uachgeben uud seinen Pl"^ >? nehmen werde, und der Bruder stand »hl ^ Verlobte» ebenfalls feindlich gegenüber.» ^te.^ «Nur diefer Verlobung wegen, s'^ B^ voraussehen können, die Zukunft hat geley"' ^i begründet mein Urteil war.' , ^ l^ «Die Zukunft?» fuhr Martin fon, . ,Mi dem Blicke, der diese Worte begleitete, sp""^ ^ verhaltene Entrüstung. «Sie haben w"Y " .es^F dazu beigetragen, daß sie so ungünstig M W ^ Die beiden zogen nach der Trauung ^ hj«i und um es kurz zu machen, will ich "^"^l. ^ daß ich der eiuzige Sprosse dieser Ehe "^ its ^ Vater mag wohl geglaubt habeu. drüben ^ ^ ^ ges Feld für feine Talente zu si"den;^Ml? darin gctüufcht, zudem hinderte ihn se^e " ^ l^,, sich mit voller Mauneslraft seinem VerM ^l F In jener Zeit hat meine Mutter ih""'^ ^ auch Ihuen mehrmals geschrieben. Der ^ gerichtete Brief muh wohl angenommen ^Z5^u^Nr.59. 469_____________________ 12. März 1904. "Utsle an/ ">.U ^l' H " ele ^. ^ ^^ ^ ^ ^ Aller^ »"Mfissls,^ ^'" ^^nete des illlistrierteu Romans ist ^ anqes/, ^""'"" '" ^'lnstrationen ohne Worte, ^sen ^r?^ '^^ ^' ^'"' beginnt soeben mit "^ "amm "'^"'^ ^' ist -Fettes Kalb. betitelt ^ des l,?^" «wder. oder vielmehr au-? dem ^ 3url,'! ""' Zeichners Herniann-Panl. Die täg^ ^^ «^ !^^" zerfalle.! in zwei Bilder, di»> dir '»lle», -lbenteurr eines jungen Mannes erzählen ""l> ein B^'" " b i s ch e A e st h e t i k.! Ein Berliner '>Vc>l„s„.?"" unterhalten sich über die verfchiedenen !'l nicht a "^"'. ^" Verliner meint, es sei manch-^r Tchwn?'^. ^''Hl' !"^' 'Dl's isch ganz einfach. Des läßt ?°* lau. ,«? Schriftsteller ganz genan angebe. Die, 5 Nch, ^^'' des sein die Romanciers, die, wo's ^. des' i ^ '"" ^ Novellischte, die, wo's in Verse "Ht. d., "" dle Lyriker, und die, wo's Geschbräch >z^^l"n die Dramatiker.» "lll- und Provinzial-Nachnchteu. ^ch^)'' besuch.) Se. k. u. t. Hoheit der > i?^Hk"' Erzherzog Josef Ferdinand ^Ttst« .^""ng des Herrn Hanptmanns Frciherrn ü? ^chsts,^^"'u nachmittags nnsere Erdbebenwarte ?^Re dj, 3" ^^"che nnd besichtigte mit großem . ^f'lierli ^"'"'"^ ^^ vorgestrigen Bebens. Beson° '>. in 9, ?^" glitte Seine t. und k. Hoheit dein 7>!er. lveick, ^ ""gefertigten transportablen Stoß-?" schellt ?.^ Direktion der t. f. priv. Nordwest. ^"lM, « ^"'" ^°'"'t feine Messungen der gitter-^"'»e r^? /^"hnkörper vornehmen zu können. Das 2° chennsch^ bandliche Instrument, nicht großer als !Ü^ ^sc>>», ^"älstonswage, wird gegenwärtig an der ^ Harte f^' ^^ Erläuterung^ des Vorstandes fresse u,,^"^e Se. k. u. k. Hoheit mit sichtlichem « ' baß di. ^ schließlich seiner Befriedigung Aus-^"ng fi ^ ^'b"lmesser nun auch eine praktische !^ ^M^ ^"ndtags.Ergänzungswahl.) ^° n»f «. "gegebenen LandesgesetMatte znfolge 3^s.W^''"d des letzten Absatzes des § 6 der Mlatt Hr 4 nung ""m ^- November 1696, Landes. 3^uptlv.5s ' ^Gemeinde Prcdaßl (DorfPrimskau) ^ ^and« ^" ^^' misgeschriebene Ergänzungs-"larttl ^V^/'udcn^Landtagswahlbezirke Krainbnrg— ^ -^.<> -Ul'choflack bestimmt. s^lttue. ^^^^"^^p^cheMädchen-^'ge S ',^'l'tung für arme heirats-^1' lind >>i?^/"""dchen.) Wie uns mitgeteilt ^ bis zum i 's"^^ ""i Verleihung dieser Stiftung ^ bei ^" 15. April, sondern bis zum 3 I.März ö^nh " ^"'gesetzten Regiments^, beziehungsweise lt^beh^ """mando oder bei der zuständigen Hlichen N^"^"^"6en, was m Berichtigung der "' °"ö in unserem Blatte bekannt gegeben lg"«) i„ V. ^ehte Schwurgerichtsverhand-^^e ^/^'" Periode wurde gestern gegen den ht?" Pavli?' "' ^°s^' geborenen Taschenspieler °^"it. s.'c wegen Diebstahlcs, öffentlicher Gewalt ^ ^'sen ^"/ürperlicher Beschädigung ,c. und H ^eilnc^"""' ^ Arbeiterin Franziska Pavlic, >Kr f "?"" a,, Diebstählen durchgeführt. Als dc^^^^tc Herr Staatsanwalt Franz Trenz. ^lsenen^.^ °uf ihn habe ich unter den ^""et zu^V^""' gefunden; die anderen kamen ^ !^iuu?^ °"ch sie fa"d ich im Nachlasse ^'Hlieben ^ ^^" Antwort war lalt und herzlos, ^ ^ 'hr s^". unglücklichen Schwester, das Vater-^>^hnu^'"?".^rschlo^ es gäbe für sie ''c. 9 hoff " '^,"l1o dürfe sie auch nicht auf Unter-" trag^. b" Folgen ihres Leichtsinnes müsse 5 !^lben?c/ was meil, Vater mich beauftragt ihr ^F^nd^ H^'^der achselzuckend, bann legte 5't, schritt.. ' ^" dicken, lini das Zimmer mit ^ " eine ^ "'"^ Male zu dnrchmessen. «Es ""ltt^^e E?"'^""iz des leichtfertigen Schrittes. < ^nnai? 7^" ^'g'n unseren Rat und trotz ^ 'nach """ getan hatte, sie durfte uns leinen ^? ilz^ w"'"u bie Reue zu spät kau... '^bsin, ,i'7""ms folgte jeder Bewegung des , ^lgen " unsagbare Verachtung sprach aus lv l"'cht aell!"'^ er scharf. «Meine Mutter ^^ sich?,'^..^"'ti^ aller Nahrnngssorgen >. der Ver-storbeneu 14 <19'35 "/<>); von diesen starben aic Tuber, kulose 6, Entzündung der Atmungsorganc 2, an sonstigen Krankheiten U; darunter Ortsfremde 6 (42 8 «/^), aus Anstalten 9 (64 2 "/,). Infektionserkrankungen wurden gemeldet: Masern 1, Diphtheritis 1. Rotlauf 1. — (Die Meisterkrankenkasse in Laibach) halt morgen um 2 Ul,r nachmittags in Auers Gartcnsalun ihre Generalversammlung ab. Zollte diese nicht beschlußfähig sein, so wird eine Stunde darauf eine zweite Generalversammlung ohne Rücksicht auf die Anzah' der Erschienenen abgehalten werden. — (Der Verein der Äuchbinderj macht hiemit nochmals auf den UnterhaltungSavend, der moi> gen in der Puntigamcr Vierhallc stattfindet, aufmerksam. Eintritt frei. — An der «Na rodn a Citalnica» in Idria) finden seit dem 27. v.^M. über Anregung des Herrn Bürgermeisters Josef Zepetavec gesellschaftliche Abende statt, wie sie in der Eitalnica in vorigen Jahren üblich waren. ^- (Erledigte M i li tä r «Sti ftung s-lilähr.) Ans dcm döhmischrn Invalidenfonds vom 5aw> 1848/49 (Graf Nadchky-, respektive Graf schlick Abteilung) ein Offiziersplatz per 210 X jähr ich anf Lebensdauer und ein Mannschaftsplatz. Un -erofsiziersplatz mit 52 I< 50 jährlich auf Lebens )auer. Hierauf haben Anspruch im Feldzuge vou IM8/'l9 invalid gewordene, aus Böhmen gebürtige Nilitärs und Feloärzte, dann Witwen und Waiseu )er iu diesem sseldzug gefallenen oder sonst iu der Dienstleistung gestorbenen Soldaten. Die stempel lrcieu Gesuche haben bis 81. d. M. bei der Evidenz Behörde einzulangen uud unisseu mit folgenden Bei ^ageu instruiert fein: Nachweis, daß der Bittsteller ins Böhineu gebürtig uud im bezeichneten sseldzuge ,nvalid geworden ist. Bei Witwen uud Waisen: Nachweis, daß der Gatte (Vater) iu diesem Feld zuge gesalleu oder soust in der Dienstleistung gestor )eu ist. - (Die Wu rm kl a u l l) e i t der Berg elite uud die B r u d e r l a d e u.) Aus Anlas'. )es Vorkommens einzelner ^älle vou Wurmlrank heit t.Xn!vv1s)«l<»mi:l«!») dei österreichischeu Berg beuten hat das Ackerdauministerium deu Vergliauvl maunschasteu zum Zwecke der Erzieluug einer eiu-heitlicheu Vehaudluug der vou der Wurmkrauklieit betrofseueu Arbeiter sowie der Augehörigeu der selben sciteus der Bcrgwcrksbruderladeu einige Di l'et'tiveu erteilt. Die Berghauptmauuschaften wurden angewiesen, die Nevierbergä'mter uud im Wege Ker lehtereu die Bruderlnden daliiu zu belehren. l>as; die statuteumäsjigei! Unterstiihuxgeu aus der M'antVntasse der Äruderlade dem Arbeiter, ve zietnmgvweise seitieu Augeliörigeu uichl nur für die Zeit der Dauer einer Abtreibuugslur, welcher sich der Arbeiter etwa unterzieht, oder eiuer kraulen lialiödehaudluug N'egeu Aukylostomiasis zu gewäh reu sind, souderu daß der Anspruch auf Kraukeu Unterstützung auch für die Zeit uach Entlassung des Arbeiters aus der 5t'ur, beziehungsweise aus dcm jkrauleuhause eiu berechtigter ist, insolauge der Arbeiter vou der Beschäftigung iu der Grube ausgeschlossen bleibt uud sonach als krnuk und erwerbsunfähig augcsehcu werden musz, soferu ihm uicht odertags eiue Beschäftigung zugewieseu wird. Nach Ablauf der Dauer der statuteumäßigeu KrauteU' uuterstilhulig bei Fortdauer der Erwerbsunfähigkeit oder im Falle des Todes des Erkrankten wird aber die Provisiouskasse der Vruderlade fiir das bctref fende Mitglied, beziehungsweise desseu Augehörige, nach Alnszgade des Statutes einzutreten haben. Weiters wurde in dem betreffenden Erlasse ausge svrocheu, das; iu gleichem Maße wie erkrankte, auch jene Ardeiter dcr Uuterstühuug bedürftig siud, welche sich wegen der Gefahr der Weiterverbreituug der Krankheit einer Untersuchung uuterwerfeu müsseu uud hiedurch für eiue, weun auch kurze Zeit ihrem Verdieustr eutzogeu werdeu, weshalb es als in deu Intentionen des Bruderladcugesctzes gelegen erscheint, daß die Kraulcntasseu der Vruderladen auch solchen Arbeitern, beziehungsweise dereu Auge hörigen die für die den Krankheitsfall vorgeseheneu statutenmäßigen Unterstützungen für die Dauer der Untersuchung verabfolgen. - (Personal nach richt.) Der Vertrags mäßig bestellte Lehrer an der hiesigen k. l. luustge wervlicheu Fachschule, Herr Otto Grebenz, wurde zum Lehrer der X. Naugsklasse crnaunt. —o. — (Ster befall.) Man schreibt uns aus Loitsch unter dem 10. d. M.: Am 8. d. M. starb in Unterloitsch der Handelsmann und Realitäten dcsitzcr Herr Tomo Tollazzi iin l>i. Lebensjahre. Er war ein geborener Italiener aus der Provinz Veuedig, kam aber schon in seiner ersten Jugend nach Oesterreich und brachte es durch Fleiß, Svar^ samkeit uud Unternehmungslust von kleiuen An sängen zu ciuem verhältnismäßig wohlhabenden Manne. Infolge eines ^chlagaufalles im Dezember 1lX>2 wurde er gelähmt und bettlägerig, doch erholte er sich im Laufe des Jahres 1W8 soweit, daß er in einem Fahrstühle das Freie besucheu konnte. Vor kurzer Zeit verschlimmerte sich iufolge eines ueuer-lichen Schlagaufalles sem Zustand wieder und er starb nach eiuer zwei Tage dauernden Vewußtlosig keit, - Tollazzi war auch im öffentlichen Leben auf getreten. Er war längere Zeit Gemeinderat in Unter loitsch. Mitglied des dortigen Ortsschulrates, Ob-mann der Bezirktzlrankeulassa, Ausschuß der „l'o «n.siwicll". der „Hlwkul'nu", Vertrauensmann und Mitglied der Karstaufforstungs-Konlnilssion usw. Nie als Privatmann, so war er auch in allen diesen Stellungen unermiidlich tätig. Wie deliel't de>-Verblichene war. zeigte am besten heute sein Ve«ral' niö, Aus nali und fern trafen Freunde und A' kannte ein. um ihm die letzte Ehre zu ereilen, .'ln der Spitze des jugend mit umflorter Fal,ne, sodann die Feuct wehr. auch mit Fahne, dann die Kranztrager ^ w,l zälilton ^'l Kränze liintcr dem ^M' die Auge dörigen. sodann eine in LoMch wahrscheiullch noch nie ge,el,ene Menge von Leidtragel.den, Vertreter vo» staatlichen und autonomen Aemtern und BeHorden und von Körperschaften, denen der Verblichene an-geliörl hatte, sowohl ini Trauerhause als auch in der llnterloitscher Kirche wurde von der Sänger-runde je ein Chor vorgetragen. Möge dem viel zu früt, Verblichenen die Erde leicht seiu! k. Laibacher Zeitung Nr^59._________________________________470__________________________ 12. März^i — (Z u r V o l k s b e w e g u n g in K r a.i n.) Für das lV. Quartal 1W3 liegen uns über die Volksbewegung folgende, das ganze Land umfassende statistische Daten vor: Bei einer Bevölkerung von 509.205 Einwohnern wurden K74 Ehen geschlossen. Die Zahl der Geborenen belief sich auf l481, die der Verstorbenen ans 2850, darunter 101? Kinder im Älter von der Geburt bis zu 5, Jahren. Ein Alter von 5>0 bis 70 Jahren erreichten 595, über 70 Jahre 58? Personen. Todesursachen waren: bei 1Al ange-borene Lebensschwäche, bei 40t Tuberkulose, bei 1-45 Lungenentzünduug, bei 1l)5 Diphtherie., bei 32 Typhus, bei 10 Masern nnd Dysentheric. bei 11 Scharlach, bei UN Gehirnschlagfluß, bei 85 organische Herzfehler, bei 57 bösartige Neubildungen, bei allen übrigen sonstige verschiedene Krankheiten. Verun glückt sind (!l Personell, 16 ertrunken, 8 durch verschiedene Abstürze, 8 durch Kohlenoxydgas, je 4 erfroren, den Brandwunden erlegen und überfahren usw. Selbstmorde lamen 9, Totschläge 5 vor; ein Mord ereignete sich nicht. —o. (S t e r b e f a l l.) In Sagor starb am !). d. M. der Realitätenbesitzer und Gastwirt Herr Paul W einb e r g e r nach längerer Krankheit. Der Verstorbene bekleidete durch viele Jahre die Stelle eines Gemeindcrates im Gcmeindcausschusse, lvnr Oblnann des Ortsfchulratcs von Sagor und hatte bei den meisten in Sagor bestehenden Vereinen sshrenstellen inne. Das Leichenbegängnis des Verblichenen, der die Witwe und drei unmündige Kin der hinterliess fand gestern vormittags statt. -ik (T h c a t e r v o r st e l I u u g in Ttci n.) Tie i)italnica in Stein veranstaltet morgen abends um 7 Uhr im Vercinssaale eine Aufführung des Schauspieles ..I'l,5jkn!l><»vl! ll5i" Eintrittsgebühr 1 K. 80 l), 60 l,. 5U ll und 'l«1 l». (Im Panorama International.) ist noch bis heute abends eine Serie von Ansichten alls Dänemark zu sehen. Der Zyklus bringt ver-schicdene Ansichten von Kopenhagen, darunter solche aus dem Mnsenm Thorwaldscn. wciters inchrere Abbildungen voni Schlosse Fredcnsburg. von Soendborg usn,'. Im ganzen eine sehenswerte Serie, die sich an die bisher gebrachten würdig anschließt. " (Das Ende eines Vra n n t w e i n tr inters.) Aus Nadmannsdorf kam uns die Nachricht zu, das; am 5. d. M . im Stalle des Anton ^abrick"-!? in Brezje der Inwohner Johann Glo uoi^nil tot aufgefunden wurde. Der Tod dürfte durch übermäßige!, Branutweingcnuß hcrbeigefi'chrt worden sein. —r. — (Die nächste öffentliche Weinkost) im hiesigen Landcsweinkeller findet nicht, wie seinerzeit gemeldet, heute, sondern M o ntag . den 14., die zweit' nächste Freitag, den 18. d. M.. statt. — Es sind mehrere neue Weinmuster, insbesondere Nnterkrainer Schilcher eingetroffen, worauf die Gastwirte und Weill-Händler aufmerksam gemacht werden. Da jedwede Ver« mittlnng und Beschaffung der Weinsorten kostenlos erfolgt, halicn Käufer die beste Gelegenheit, auf billige Weise ihren Bedarf an guten verläßlichen Weinen zu decken. ^ .W- - (Die enttäuschten Einbrecher.) Bor« gestern nachts drangen, wie man aus Trieft meldet, un« bekannte Diebe in dic Wein- nnd Orlniedcrlage Mat-thiius Bai6, die sich in einem geräumigen Hofe der start frequentierten Via Ghega befindet, und schleppten die WertheiM'Kasse aus dem Kmttor zur Eingangstür des Magazins. Da die Diebe den Kassenschrauk trotz aller Mihe nicht öffnen tonnten, liehen sie aus Nache die Wein- und Oelvorräte im Magazin, in« ganzen mehr als fünfzig Hektoliter, auslaufcn. T>er Schaden beläuft sich, da auch wertvoller Prosecco Wein und Flaschen» weinc ausgcgosseu wurden, auf 5Wl) ll. Vai<5 ist gegen Einbruchsdiebstahl versichett. — (Die Wünsche der Ucl, ungsschuI. lchrer.) Aus 3öien wird berichtet: In Vertretung der Uebungsschullchrer an den Lehrerbildungsanstalten Oesterreichs sprach gesten, eine Dep»tation unter Wh lMlg von Adgeurdneten sämtlicher Parteien in» Abg» ordnetenhausc vor. Die Deputation crbat sich die Unter^ stützung der Wünsche der Nebungsschullehrcr, namentlich hinsichtlich der Herabsehung der Dienstzeit von 40 auf 35 Jahre, Ermoglichuug der Vorrückung in eine höhere als die 10. Rangstlasse. sowie Anrechnung der provi» sorischen Dienstzeit und Zuerlennung von Quinquennal-zulagen. Der Deputation wurde allseits die Zusicherung, daß dic. vorgebrachten, als gerecht anerkannten Wünfchc seitens der Abgeordneten allseitige Unterstützung finden und bei den beteiligten Ministern, bei welchen die De< putation noch vorsprechen wird, die wärmste Befür« wortnng finden werden. — (Laib ach er Sportverein.) Nach der langen Winterpause beginnt morgen der Laibacher Sport^ verein bei günstiger Witterung mit dem ersten Fußball-training. Die Fußballspieler werden daher eingeladen, morgen recht zahlreich zu erscheinen. Veginn halb 3 Uhr nachmittags. — Die Jahreshauptversammlung findet Dienstag, denn 22. d. M., um U Uhr abends im Mubzimmer der Kasmo-Gastwirtschaft statt. — (Theatervorstellung.) Die Frauenorts. grupve des Cyrill- und Methodvereines in Rudolfswert veranstaltet heute abends um « uyr m ocr oortlgen ^italnica eine Theatervorstellung unter Mitwirkung des Herrn Verodset. Zur Aufführung gelangt: «?ri boleiu konjiöku^, Lustspiel in drei Alten. 8. — (Volkstümlicher Vortrag.) In der hiesigen Tonhalle wird heute abends Herr Hofrat Prof. Dr. Pfaundler aus Graz seinen Vortrag über die Elektrizität fortsetzen. i« der FoniKirche. Sonutag, den 13. März Edierter fasten« sonntagj Hochamt um 10 Uhr: zli»»» «U»tl>l äolo-raun» von Josef Gruber, Graduate und Tractus I.»u-t»tu8 «uiu von Anton Foerster, Offertoriunl l^auäate Oumiuum von Dr. Franz Witt. Zn der Ktadtpfclrrlnrche Kl. IcTttov. Sonntag, den 13. März (vierter Fasten-sonntag) um 9 Uhr Hochamt: Sountagsiuesse Nr. !t in Ij-äur von Fr. Schöpf, Graduale und Traetus I.lwtutu» 8ulu von Ant. Foerster, Offertorium l.auaut« Dowlnuiu von Dr. Fr. Witt. Theater, Kunst und Literatur. (Au 5 der deutschen Theater-lanzlci.) Der Theaterdirektion ist es gelungen, die erste Liebhaberin des Wiener Iubiläums»Stadt-lheaters, Her,nine K örne r, zu einein nochmaligen, sehten Gastspiele, zu gewinnen. Die Künstlerin wird heute in dem Lustspiele „Goldfische", von Schönthan nnd Kadclburg, als Iosefine von Poch- laar (eine ihrer Glanzrollen) auftreten. ..... Spiel» plan für die kommende Woche: Montag: „Zar und Zimmermann" (Benefiz Brandes). Mittwoch: „Nose Bernd" (Benefiz Frieberg)', Freitag: „Hans Heiling" (Ehrenabend Schlegel). - (Benefiz.) Montag, deil 14. d. M., wird zum Benefiz dco ersten Operntenors Hcrrn Brandes Lochiug? Meistcroper «Czar uild Zimmcrmann» nnter der Leitung des Hcrrn Kapellmeister Püringl-r ailf^ geführt. Herr Arandcv hat eine stanlich^ Reihl' cr-folgrcichei', lüustlerischer Leistungen i» diescr ^nisuil auszuweisen, nnter denen der l» und Florestan in «Fidelio» zu den heroorlageudstru gehör« ten. Die bei Tcnören seltene Tugend isl a!is;crde,u Herrn Brandes nachzurühmen, daß er nie versagte und stets «lit schöucnl Eifer bestrebt war, sein Bestes .,u bick'u. Da auch das amnutige Werl Lorhing? zu den Lieblings» opern de Die Manifestanten dnrchziehen mit AU^. Straßen. Unter den Japanern sind verM genhafte Meldungen verbreitet. <,.M Petersburg, ll. März. Alerejcv ° ,^ deni Zaren: Gestern kurz nach MitternM ^ nen feindliche Schiffe bei Port Artur. ""^ terien feuerten. Nachdem anch unsere ^ z^ ^' mit dem Feind zufammengestoßen waren, ^' derselbe zurück. - Um 8 Uhr morgens er" ^, die Japaner das Feuer gegen unsere Kreuz Forts. .,. «.A N iu tschw a n g, N. März. Die I"N^, ^ dnngen über das Erscheinen der Japans "F user des Yaluflusses werden als unglaubucy „^ 5l öln, ll. März. Die „Kölnische ZcwU^' det aus Tokio vom gestrigen: Die HafeneM" 5 Port Artnr ist frei: es ist den Russen aclttW^', „Netvisan". der die großen Panzerschiffe an ^' fahrt gehindert hatte, in den Innenhafcn 2" ^ r>" Tokio, ll. März. Die Russen habe"'^ TschöngTschu nach Widschu zurückgezossen,^ ^ einen Erdwall auswarfen, der einen ^ M^ fcstigungen bilden soll, die von den Nüssen ' gelegt wurden. ,^e ^! Petersburg, 11. März. Die rusM ^ graphenagentnr meldet aus Mukden ^^tz^ Ans dem Hanptquarticre wird berichtet, ^ folge der verschiedenartigsten sich widerM ^ Mitteilungen über die Landung japanischer^ z/ an verschiedenen Punkten und über ^'> ^^ sichten der japanischen Heeresleitung das w ^sel> eil,gctroffene Armeekorps vom Feldstave ^? zurückbehalten wurde. Da sehr starke ^^^ ^ treten sind^ macht die geeignete UnterorMg ^ Truppen Schwierigkeiten. .,, « M Petersburg. 11. März. Grohf""^, ist mit Begleitung auf den Kriegsschauplatz "M London. !2. März. Reuters Bureau^ ans Port Artnr aus privater Quelle, dau.^ fische Torpedobootflottille gestern um 7 ^:„ei' . liellenl Tage aus dem Hafen auslief und ^I^ griff auf die japanischen Boote unternahn!^> panisches Torpedoboot sowie ein russischer Z^ bootzerstörcr sollen gesunken sein. Ueber 00", ^< ial der Bemannung des russischen Schm^ bekannt. Abgeordnetenhaus. st: Wien, 11. März. Nach der wörtli^l lesullg des Elnlaufes werden die von "^hel <> beantragten namentlichen Abstimmungen ^ Petitionen vorgenommen. Zu Beginn der ^ teilt der Präsident mit, der Iungczcchc ^e>A, überreichte eine Interpellation mit cmeM ^ ,5' des Stückes von Gerhart Hauptma"" "! Bernd" und verlangt die wörtliche VerM"^F' Präsident erklärt, er werde die wörtliche ^?' nicht zulassen, da hiedurch die Verletzung ^l^ torcnrechtes begründet würde und er s^ ^f ^ zweifellosen zivilgerichtlichen Verfolgung " ^"^ dcnersatz aussetzen wolle. Er werde auw ^W. so handeln. Abgeordneter StranskY ^ mit Rücksicht auf die Wichtigkeit der ^",^. des Präsidenten nicht nur für diesen 3^'Ab^ auch für künftige Fälle die Eröffnung der e^ Abgeordneter Dvorak verlangt die "" ^. ^ Abstimmung, welche jedoch nicht erfolgt, ^,, der Präsident nachträglich konstatiert. keiN^ , über die Erklärung des Präsidenten A" iitcA, Nach a ch t von jungczechifcher Seite ^ ^'^ namentlichen Abstimmungen beginnt b^V l>"^ Verhandlung des jungczcchischen Drl^^t antrages. betreffend die Abänderung del ^, ordnung. Nach Begründung durch ve ^l ^ stcller wurde die Verhandlung abgebrochen^ ^ richt des Mißbilligungsansschnsses »iber " ft ^ Sehnal contra Stein und Herzog 6^"^^ zur Verhandlung, da sämtliche Mitglieder ^ ^ schusses ihre Mandate znrückgelegt hatte",^ 9P' wähl findet uach der Haussitzung statt. Sitzung morgen. Ungarn. ^c § Budapest, 11. März. AlilMla) ^^, stellllng der Obstruktion hat der Präs'denl .^„,^ czcl zahlreiche Glückwunschtelegrannnr ^" ^ ^ rlinter eii, solches von 400 in Wien ^ ^'^, gärn. Das Telegramm drückt die holicH ^ ^ oie Herstellung des Friedens ans und !^ lc^s die Unterzeichneten eine Sammlung " ^ii'^^ ben. nm ein dauerndes Wahrzeichen 2"/-^ V^ an den Friedensfchlnß zu errichten. D'^'zil^c' wird wahrscheinlich in einem in Vudapc' ^n^ tenden Brnnnen bestehen. Auch der W^' j„ ^ verein hat au den Präsidenten von ^ercz oel^i i^nnschtelegranin, gerichtet. Ebenso >^5.^tU^ geordneten >toloman Thall) zahlreiche ^ .g eingelangt. d^^ Budapest. U. März. lMeldu'^l " ^ TeIegrapheN'5wrrespondenzburcaus.) ^ .^ ^ netenhanS nahm die Retrutenvorlage neral und Spczialdebatte an. -^-^chu Zeiwng Nr. 59. 471 12. März 1904. ' Pra ^" ^zcsse in Prag. '^lddrm?' ^' März. An der Vormittag- und "e vi^wde am Graben beteiligten sich auch b leiii,. 7), ."^lche und czechische Studenten. Es ! l°yen die ^ .'^"^. Um 5 Uhr und 6 Uhr abends "n zur 1, . ^chen Studenten in kleineren Grup« lge ulnn^l^liit und besetzten die Nampe. In- inlich ^Erbrochenen Znzuges wuchs die Zahl ^l' bels«l .^'^ Abgesehen von kleineren Neibun- ) .< 0hr "°l der Nachmittag und Abend ruhig. Um ' ^en d,, ^^ deutschen Studenten unter Ab- 33i//'?^t am Rhein" ab. " der 1 «. ' ^ärz. Heute vormittag kam es Zusam» ^lät. deren Tore geschlossen waren, ' ^'Et??^n zwischen deutschen und slavi- s 'e 3ta» d. ""'. welch letztere wiederholt versuchten, ' -5' durck ^ stürmen. Zahlreiche Studenten wur- !, Msch^ ^/octhiebe "nd Faustschläge verletzt. Die . iieh^ ' „?Uwenten wollten hierauf zum Graben ' K°ch vo, k t einen Vulnmcl abhalten, wurden ' 3^>) ^ ^. Sicherheitswache daran gehindert. ' °'e Etein^ Zusammenstöße auf der Ra,npc wurde l >cdri^ ."l^ade ln der Länge von acht Metern ' ^le a°,i s' ""bei 40 bis 50 Studenten mit in die ^'chiirfi,n " wurden. Mit Ausnahme kleiner Haut- Lei??^^ "eignete sich hiebei kein Unfall. Mten "/^tz, ii. März. Gestern abend wie-;'^ ctw/?!^^ Lärmszcnen auf dem Ningplatze. ^end lin.^. Personen zählende Volksmenge zog Aschen I ^ Straßen, versuchte zur Veseda, zur °r El^ Hochschule und später zu dem jenseits Ml, ^egenen Restaurant Schumann zu ge-Meraasf„ !?e jedoch daran gehindert. In der ^ster ^ Kurden bei eincnl czechischcn Wirt sechs ftg es x?^Magen. Gcgeil 10 Uhr abends geigen ,.,^. 7"uotlstranten in die Seitengassen zu uno die Ruhe wieder herzustellen, w____________ ^lthr^"/ U. März. Gestern wurde hier gegen ächtet, "^os neuerdings ein heftiges Erdbeben be» ^ldet^n. 11. März. Das Wolffsche Bureau .. leicht Kldney vom 10. d.: Hier wurde amtlich ^chei^ Vchfall festgestellt. Die Krankheit wurde Ven ^ ^^ ^ueensländer Herkünften durch ^^^Muse einaeschlevvt._____________ "^ls über den Stand der Tierseuchen in Krain MI die Ieit vom 3. bis 10. März 1904. ^Weln ^ ^s herrscht: Mltal ^ 3.^ im Bezirke Gottschee in den Gemeinden » ^zirt n?^,-)' Niedeidorf (» Geh.), lNrerlag <1 Geh.); ^Ate T,^ ' '" der Gemeinde Obergurl (1 Geh,); ini I! 5'«aut -"""bl in der Gemeinde Kerschdorf (1 Geh); s "8 (3 H ^ ^^"ke Tschernenibl in der Gemeinde Mött< ^eh). ^!lm Bezirke Gottschee in der Gemeinde Sell die'^,1? ^^irle Rudolfswert in der Gemeinde Treffer ^chen"?! ^!" bezirke Rudolfswert in der Gemeind« ^chivel« ^ Erloschen ist: M°Nih s/7,fst ini Bezirke Adelsberg in der Gemeind« ^.lneuz s-> M): im Bezirke Gurkfeld in der Gemcind, 2„6 Gef>> ".^' "l Bezirke Nudolfswert in der Gemeind, "lch^^'.lNl Bezirke Tschernembl in der Gemeind, 6- f. Landesregierung für Krain. ^"^^Ullib ach am 11. März 1904. ^^Eee" llyche Beobachtungen in Laibach '^-^^2N. Mittl. Luftdruck 736 0 IUM. l^>^lb. ?3'^ ^2l^GW. mWg bewvlkt "^7^^. 6'? NO. schwach teilw. bewöllt ^^Ta°,«/^> b-9, windstill , Regen s00 >^8« ursmtttel der gestrigen Te,nperatur 8 5«, Nor« ^^^"tlicher Redakteur: Anton ssuntel. ^=- - :^—:— alfealüsoiier beau SmWUHH xj Ils<*- und Erfrischungsgetränk, I b8i Husten, Halskrankheiten, Magen- lC>*^ und Blasenkatarrh. ^u^------------—----------------¦ en Her«-en Michael Kastner und Peter Lassnik in Laibaoh. (959) Landestheater in Laibach. 97. Vorstellung, Ungerader Tag. Deute Samstag, den 12. März Auf vielseitiges Verlangen: Nochmaliges unwiderruflich letztes Gastspiel HermineKörner, erste Liebhaberin des Iubiläums-Stadttheaters in Wien. Goldfische. Lustspiel in vier Akten von Franz v. Schönthan und Gustav Kadelburg. Anfang um halb 8 Uhr. Ende um '/.10 Uhr. Q) S (994) Zur gefl» Asachricht! Erlaube mir höflichst bekanntzugeben, daß mein Ver-reter für die Zeit vom 17. bis zum 19. März nach dort, Hotel „Elefant", kommt, der mit den neuesten Modellen in Knaben- and Kinder-KoNtüuien sowie Mustern von In- und Ausländer-Stoffen fiii Bestellungen ans Herrenkleider ausgestattet sein wird, und erbitte mir echt zahlreichen Besuch. Hochachtend MclX Motzly (911) 2—2 Grand Etablissement „zum Touristen", Graz, Hauptplatz Nr. 8. Seit 35 Jahren werden Bergers Teerseisen n Österreich - Ungarn und in allen Kulturstaaten zu Wa- ichungen und Bädern gegen Hautausschläge und Unreinheiten ^ A der Haut verwendet. Jede Etikette muß diese /R s$sž» JA Schutzmarke und den Namenszug der Fabriks- jm&jt TJnmI ^rnQH tragen, sonst sind sj /%> >s? ŽP^ «A.b.^y os n;cilt djß echten seit Jf&£C&^ti**€4 y^JfcCp-^F 35 Jahren irnVerkehres_____^^^ befindlichen. ^gjj) Ed gros G. Hell & Comp., Wien, I., Sterngasse 8. *Epr vtfl^y vSpr va^|^ yjpy vip- wffiy fier Stellungspjlichtige, iß dessen Rechte und pflichten ^^ von (928) 3-a H. T>ofc35aiiet-. Preis: 80 Heller, mit Postzusendung 90 Heller. 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