Verwaltung: »iathanSgassc Wt 5 ttift&t» Rr. *l, Icitrait«* Beuigv •« -mmxr» DaTit du tta|i tc^dslfs -«Hrr1K)»6Tt| . . . » IX C«tt)ä4«ia . . . . K « 4« •«mWWt, K 1J so *#» »INI «rlt fltStn»*« i«l Ha»» - «,»»»»> . . . . z.j i>-«eri»ll«>r., . . K j — A«lM Bayern, de« Bruders des ein Mitglied dcS Hause» war in gewissen Kreisen ^igsthron Erzherzog Karl Stephan fit worden. Karl Stephan geboren, ist k. u. k. Ad-miral, Inhaber des JHanterie-RegimenteS Nr. 8, a la suite der Kaiser! ch Deutschen Marine, besitzt da» Goldene Vließ, den vGroßkomtur deS Militär-orden» und den Schwarzer Adlerorden. Karl Ste-phan ist seit 28. FebrHr 1881» mit Erzherzogin Maria Theresia von O^erreich (geb. am >8. Sep- die »hm sechs Kinder eonore Maria Immaculata tloß, f. u. f. LinienschiffS-|a Maria (1888) vermählt iadziwill. Erzherzog Karl eulnant bei der Artillerie. Zaria Christina (1891) seit tander Olgard Prinz Czar« »). Wilhelm (1895,). »r Bruder de» früheren Ge-zisch.ungarischen Armee, de» Bruder der Königin-Mut-ile Christine, deS Erzherzog? tarolina, der Gemahlin des rl Stephan war lange Zeit sjat sich in Pola besonderer in liebte ihn, weil er mit tichen Wesen doch die Ener-he Schneid eine» tüchtigen Seit l1/, Jahren Frage. Verschiedene Na wurden genannt, denen oder angeboten worden als König von Polen ix de» Prinzen Leopold voil Königs Ludwig III. Ar' Hohenzollern-Sigmaring/ Kandidat sür Polen» Kq Nun ist anscheinen von Oesterreich ausersels ist am 5. September 18<| tember 1862) vermäht schenkt«: Erzherzogin (1886), mit Alson» v. leutnant, vermählt. Rmi mit Hieronymu» Prinz Albrecht (1888), Ob« Erzherzogin Mechtildi» 1913 vermählt mit Ale torySki. Leo Karl (18! Karl Stephan ist neralissimu» der österre Erzherzogs Friedrich, ter von Spanien Ma Eugen und der Maria j Erzherzogs Rainer, bei der Marine und Beliebtheit erfreut, konziliantem und freunh gie und draufgängerH Offiziers verband. übersteigbarem Zoun umgeben sein. Nur wer küssen kann, küßt und uur wer mit verstand küßt, daß beiden hören und sehen vergeht, ist reis für die Hölle, dieses erstrebenswerteste Ziel aller Geister, die etwas Große« gewollt. Der Kuß hat nur einen Feind---und dieser ist da» Bier. Da» vier versieht den Menschen unter daS Tier und ich werde dasür sorgen, daß das Wort „vollständig veibiert" in diese Kreise dringt, die e» verstehen. Liebe Freunde, glaubet nun ja nicht, ich wäre so dumm, auch nur einen einzigen Augenblick zu glaube», Euch belehrt zu haben. WaS ich Euch ge-sagt, daS werdet und könnt Ihr nie verstehen. Da» versteht nur, wer Wem mit verstand und verklärtem Angesicht trinkt, wer sich an der bloßen Nähe des WeibeS berauscht; wer Musik liebt, süße, seine, klingende Musik; wer da» Licht haßt, daß die Raupen blendet und das Hirn lähmt. DaS alle» läßt sich nur bei gedämpftem Lichte in Stille, bei fliegenden Pulsen und heißen Küssen erleben--ist wortlos, unbeschreiblich — ist herrlich und nur wenigen Auserkorenen zugänglich. Lebt wohl, Ihr armen Bierfreunde und ver-gisset nie da» Kennzeichen der für die Hölle Be-stimmten: Alle», wofür eS noch Worte gibt, ist tie-rifch und nur Men'chen kommen zu un» — und Menschen trinken keir Bier." Ein furchtbare» Gelächter ertönte, dann wurde «S still. Alle starrte» ruf die Stelle, wo der Kleine gestanden war und - ich einigen Augenblicken er-tönte von weitem e» höllischer Gesang: „Bier, Weib, Gesang.* Da fielen wiedc allen die Augen zu und als sie sie wieder öffnen Zimten, "N alle* wie vorher. Karl Stephan« Wo n bufch bei Biala südwestli sind feine Beziehungen Seine beiden Schwiegerfö den ersten polnischen Ges die polnisch« Sprache g! spräche, seine umfangreich len liegen, haben ihn in Land und Leuten gebrach ungeheuer sitz ist dbS Schloß Say-von Krakau. Mannigfach der polnischen Nation, le sind Polen und gehören lechtern an, er beherrscht chsam als zweite Mutter-i Besitzungen, die in Po-indige engste Fühlung mit Gerade die Polen legen viel Wert dar! »s, daß jemand, zu dem len, ihre Sprache geläufig K^I Stephan in Krakau zu n dort jedes Kind kannte daß Karl Stephan wohl Hause Habsburg ist und ingend zu verwenden und me sreigiebige Hand hat Bevölkerung hingebende sie vertrauen gewinnen beherrscht. Oft war Gaste, so oft sogar, daß und größte. Dazu komm^ mit der Reichste aus bei seinen Reichtum auch nutz auszugeben weiß. Seine o sich unter Polens armer Dankbarkeit gesichert. Karl Stephan ist scheinung mit großen lebh gestutzten Schnurrbart. Wi ße« HauS hielt, so war ersten Adelsgeschlechtern Graf LadiSlau» Tarnowök told CzartorySki, bei dem mirSki, bei dem Bürgerme dem Delegierten der k. k. bei von Fedorowicz. mit Diller und vielen anderen phans treue Freundschaft. Sein Schloß sah sch zeS. E« liegt in den Wal! ßeS Waldgut eingebettet, dem Gebiete der Wohltä sorge geleistet hat, le schlanke stattliche Er-sten Auzen und grauem, Karl Stephan ein gro-auch selbst oft bei den »len» zu Gaste, so bei bei dem Fürsten Wi-.Fürsten Andrea« Lubo-ter von Krakau Leo, bei Statthalter« von Galizien, cm Generalmajor Baron rehr, verknüpft Karl Ste- Tage echten Polenglan» irpathen und in ein gro-Wa« Karl Stephan auf jkeit und der Kriegsfür-nicht in einem Atemzüge rwähnt, daß er den ge- .... . . das if aufzuzählen. Auch fei noch_____.. ... a. samten Sanitätsdienst der polnischen Legion zu tra gen^ übernommen hat und Dieses Amt in einer Weise versieht, die ihm keine finaiiziellen Opfer zu hoch er? scheinen lassen. Der Weltkrieg. Der Krieg gegen Rußland und Rumänien. Die Berichte deS österreichischen Generalstabes. Amtlich wird Verlautbart: 3V. Mai. Die lebhastere GesechtStätigkeit hält namentlich in Ostgalizien an. Der Chef deS Generalstabe». Die Berichte der Deutschen Obersten Heeresleitung. 1. Juni. Bei Smorgon, Baranowitschi, Brody und der Bahn Zloczow—Tarnopol überschritt die Feuertätigkeit das bis vor kurzem übliche Maß. Der Tisch war wieder da, von Biergläsern bedeckt, alle konnten wieder reden — und um sich an dieser göttlichen Gabe der Rede zu erfreuen, sprach als Einleitung zu neuen Gesprächen der Erste die Herr-lichen Worte: .So ein blöder Kerl. Wenn ich verliebt bin, will ich waS haben davon, sonst pfeif ich aus die Weiber. Zu was wären die sonst gut?! Und gibt» wa« schönere«, als kräftigen Chorgesang? Und Wein trink ich höchstens, wenn ich Diarrhöe habe! Bier herll" Und kräftig fielen die Stimmen auf diesen Chor ein. Z>er einzige Sohn. Sie haben in fernem Lande gegraben nn tiefe» Grab, Da senkten sie tausend Deutsche, so wackre Jungen, hinab. E» rollten die braunen Schollen darüber mit hartem Ton, In diesem weiten Grab« liegt unser einziger Sohn! Er war so h«ll von Stimme und hatte so braunei Haar, Und ein so goldenes Herze und war erst zwanzig Jahr! Mutter, du hast deS Knaben zarte Jugend betreut, All deine Sorgen und Mühen haben dich nicht ge- reut! Und stand ich auf vor Tage und ging an deS Land- manne» Pflicht, Mir wurde zu schwer mein Schaffen, zn Kar' n> ine Arbeit nicht. Gegen Frankreich und England. Berichte des Großen Hauptquartiers. 30. Mai. Tagsüber war nur im Wytschaete» abschnitt die Artillerietätigkeit lebhaft. Lb:nd» nahm daS Feuer auch an anderen Stellen zu. Erkun-dungeoorstöße der Engländer an drr ArtoiSsront, der Franzosen am Chemin deS DameS wurden zu-rückgewiesen, vorfeldgefechte südwestlich von Sain» Ouentin brachte unS eine Anzahl Gefangener ein. 31. Mai. Heeresgruppe des Kronprinzen Rupprecht. Die lebhafte Artillerietätigkeit im Upern-und Wytschaetebogen dauert an. Dicht südlich der Scarpe wurden mehrere englische Kompanien, die abends überraschend gegen unsere Gräben vorstießen, verlustreich abgewiesen. Nach kurzer Feuersteigerung erfolgten nachts auch zwischen Monchy und Gue-mappe Angriffe der Engländer. Im zähen Nah« kämpfe warfen westpreußische Regimenter den mehr-mal« anlaufenden Feind zurück. Heeresgruppe deS deutschen Kronprinzen. LängS des Chemin des-Oi'meS-Rückens und in der West-champagne erreichte der Artilleriekampf wieder grö< ßere Stärke. Auf dem südlichen AiSneuser stürmten nach umfangreichen Sprengungen westrheinische Trup-pen mehrere französische Gräben und brachten 40 Gefangene und einige Maschinengewehre zurück. Oestlich von Auberive führten Teile eine» oberrhei-nischen Regimentes ein ErkundungSunternehmen durch, bei dem 50 Gefangene in unsere Hand fielen. Wäh-rend de« NachtS kam es auch aus dem Westuser der MaaS zu lebhafter Fuertätigkeit. 1. Juni. Heeresgruppe des Kronprinzen Rupprecht. Im Dünengelände, an der Küste, im Apernbogen und vornehmlich im Wylschaete-Abschnitt nahm gestern abends der Artilleriekampf große Hef-tigkeit an. Mit zusammengefaßter Feuerwirkung be-leitete der Feind an mehreren Stellen starke Erkua« dungSvorstöße vor, die überall im Nahkampfe zu-rückgeschltigen wurden. Auch vom La Basfee-Kanal biS auf daS Süduser der Scarpe erreichte wieder die Feuertätlgkeit große Stärke. Hier brachen die Engländer zu Erkundungen bei Hulluch, Sheriff und Fontaine vor; sie wurden abgewiesen. Heeresgruppe des deutschen Kronprinzen. An der AiSne Front und in der Champagne ist die Ge-fechtSlage unverändert. Gestern morgenS fielen bei einem Unternehmen am Hochberge südöstlich von Nauroy 60 Franzosen in unsere Hand. Der Krieg in den Lüsten. 1. Juni. Gestern verloren die Gegner 4 Fluz-zeuge und 3 Fesselballone durch Luftangriff und durch Abwehrfeuer. Der Krieg gegen Italien. Amtlich wird verlautbart: 30. Mai. Am Jfonzo verlies der gestrige Tag verhältnismäßig ruhiger. Gegen abends versuchten Ich dachte: Sind deine Jahre auch mühvoll un« herbe schon. So nimmt, was du geschaffen, doch alles dein einiger Sohn. Träume sind Sommersäden, die fliege» in jede» Wiud, Wer weiß noch in seinem Alter, wo all seine Träum sind! Doch dieS war unseres Leben« und unserer Arbeit Traum, Wir kannten heißere Sehnsucht und frohere Hoff-nung kaum. Als Deutschland« Trommel erschallte, da hat er fort-gemußt. AIS Deutschland« Fahne entrollte, da schwoll sei» Herz voller Lust. Er rief: „Jetzt geht eS zum Siege l' und drücktt u«S noch die Hand. Er ging zu srühe« Sterben in einem fremdeu Laiü! Nun hat unser Alter verloren, wa« unS dat Beste war! Wir wischen leise die Augen und streichen einanda daS Haar Und sprechen voll tiefer Wehmut und doch «it st»I> ze» Ton: „Wir gaben für Deutschlands Siege auch unsern ei» zigen Sohn I- * AuS der Gedichtsammlung Georg» von Kriet: „AuS alten und jungen Tagen", vaterländisch« Ge- dichte. Ernst ElSner-Berlag. Berliu-Pankow. Nummer 44 Deutsche Wacht Sl«e S die Italiener neuerlich lxi Vodice mit starken Kräf-ten durchzudringen. Der Angriff brach in unserem Feuer zusammen. Ein gleiche« Geschick fanden heute früh bei Jamiano angesetzte italienische Vorstöße. 31. Mai. Am Isonzo gestern tagsüber nur Artilleriekampf. In der Nacht wurden bei San Giovanni südöstlich »on Monfalcone zwei italie-nische Vorstöße abgewiesen. 1. Juni. Bei Bodice wurden gestern früh wie-der heftige italienische Angriffe abgewiesen. Sonst a« Jsonzo nur Geschützkampf, stellenweise auch in Kärnien und an der Tiroler Front. Der Chef des GeneralstabeS. Der Hindenburgsche Alp. Der Korrespondent der HavaS-Agentur teilt mit, »ab die Franzosen und Engländer hinter der Hindcnburgliiiie zahlreiche Explosionen, Brände, lleberschwemrrmngen, Zerstörungen von Straßen fest-gestellt haben, so daß angenommen werden müsse, daß die Deutsche« in der nächsten Zeit einen neuen Rückzug planen. Man glaubt, daß Hmdenburg einen iKUtn Schachzug unternehmen wird, und ist sehr beunruhigt. Ein schwedische« Blatt über die Jsonzoschlacht. Zur zehnten Jsonzoschlacht schreibt der mili tärische Mitarbeiter de« «Svenska Dagbladet: Trotz der unerhörten Kraft de« Angriffe« scheint die öfter, reichifche Front im wesentlichen unerschüttert zu sein. Die Berichte der beiden Parteien über eroberte« oder »erlorene« Gebiet muten ziemlich widersprechend on, aber die nähere Untersuchung kann sie leicht miteinander in Uebereinstimmung bringen. Die Oesterreicher geben zweifellos ein richtige« Bild de« Kampfes, der mit Angriff und Gegenangriff hin-und herwogt. Daß die Fortschritte der Italiener im Terraingebiet nicht bedeutend waren, geht dar» au« hervor, daß sich die Kämpfe die ganze Zeit um den Besitz der allerersten Linien drehen. Sehr inte-ressant wird sein, zu sehen, wie da« geringe Er-gebni« der italienischen Offensive in Italien selbst aufgenommen werden wird. Die vergangenen Tage bedeuten ganz gewiß den Untergang großer Hoff »ungen. Die Friedensbewegung. Die Berband«mächte zu d^n neutralen Frieden «Vorschlägen. Au« Rotterdam wird gemeldet: „Daily New»' erklären, die verbündeten Regierungen werden den neutralen Friedensvorschlägen erst dann nähertreten, wenn die Operationen auf allen Fronten abgcschlos-sen erscheinen. Die Vorgänge in Rußland. Die Umwandlung in ein BolkSheer. Im russischen Hauptquartier send ein wichtiger Heeresrat unter dem Vorsitze de« Minister« Ke-renSkij statt. Es wurde eine neue Grundlage für die Heeresorganisalion beschlossen, darunter die all« gemeine Sinschränkung der Militärzeit. DaS ruffische Heer wird in wahre« Volksheer umgewandelt. Die Tätigkeit an der russischen Front wird wohl auf-leben, um den Verbandmächten den guten Willen zu zeigen, mit einer größeren Entlastungsoffenstve ist aber nicht zu rechnen. Für eine russische Offensive. Aus PelerSburg wird gemeldet: Der allge-meine Kongreß der von der Front abgesandten Offiziere hat eine Entschließung angenommen, worin die Bestrebungen der einstweiligen Regierung sür einen dauerhaften Frieden und der Verbrüderung der Völker begrüßt werden und erklärt wird, daß da« einzige Mittel, dies zu erreichen, in der energischen Wiederherstellung der Kampfeslust der Armee und in der Wiederaufnahme einer sofortigen Offen-sive besteht. Der verschärfte U-Bootkrieg. Meldungen des Wolfs-Büro«: 30. Mal. Neue U Boot'Erfolge in der Nord-see werden mit 21,500 Brutto-Registertonnen gemeldet. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Die feindlichen Kriegsschiffsverluste. Meldungen des Wolff-BurcauS: 31. '-'iai. Von Kriegsbeginn bi« 31. Mai 1917 sind an KricgSfahrzeugen de« Verbände« au«-schließlich der Hiisskreuzer insgesamt vernichtet worden 252 Schiffe »nd Fahrzeuge mit 890.765 Ton-nen Wa fferverdrängung. Unter diesen 252 Schiffen und Fahrzeugen befinden sich allein 158 englische mit zusammen 632.700 Tonnen Wasserverdrän gung. Diese setzen sich au« 12 Linienschiffen, 27 Schlacht, und Panzerkreuzern. 30 peschützten Kreu-zern. 67 Torpedobooten, 28 Unterseebooten und 13 sonstigen KriegSsahrzeugeu. wie zum Beispiel den Unterseebootsängern der „Arabi«"-Klasse, zusammen. Außer den vorgenannten KriegSschiffSverlusten büßte der Verband bi« 31. Mai nicht weniger als 200.000 Brutto-Registertonnen an Hilfskreuzern, die in ganz überwiegender Zahl der englischen Flagge angehören, durch kriegerischen Maßnahmen der Mittelmächte ein. Der Krieg mit Amerika. Der Abbruch der diplomatischen Be» ziehungen Amerikas mit der Türkei. Au« Konstantinopel wird unter dem 29. Mai gemeldet: Der gewesene amerikanische Botschafter Elkus ist heute mit dem Personal der Botschaft ab-gereist. Reue Offensive Serrails 7 Au« Sefia wird gemeldet: Nach den letzten Meldungen, die von der mazedonischen Front hier eintrafen, ist in allerkürzester Zelt mit einer neuen Generaloffensive der Serrail.Armee zu rechnen. Auo Stadt uni> Zsnd. Heldentod. Wieder ist ein braver Cillier dem eisernen Tritte de« Kriege« zum Opfer gefallen. «m Pfingstmontag hat bei Jamiano Oberstleutnant Theo, dor v. Praschak den Heldentod gesunden. Ein aus-gezeichneter Ossizier, ein guter edler Mensch, ein heimattreuer Sohn seiner Valerstadt Cilli ist damit einer glänzenden Lausbahn entrissen worden. Der Verewigte war ein Bruder de« Bürgerschuldireltor« Othmar Praschak und hinterläßt eine Gattin mit vier Kindern. Ehre seinem Andenken l — Im Gail-tale ist der Leutnant Fritz Straßer im Alter von 20 Jahren gesallen. Er war in Neuhaus geboren und besuchte das Gymnasium in Cilli. Silberne Hochzeit. Am 31. Mai feierte Herr Oberstleutnant Erich Edler v. Klimbacher. der kürzlich vom deutschen Kaiser mit dem Eisernen Kreuze ausgezeichnet wurde, im engsten Familienkreise das Fest der silbernen Hochzeit. Evangelische Gemeinde. Morgen Sonn-tag findet in der ChristuSkirche um 10 Uhr vormit-lag ein öffentlicher Gottesdienst statt, in welchem Herr Pfarrer May predigen wird über „die Rätsel GotteS". Um 11 Uhr wird ein KindergotteSdienst abgehalten. Spende für das Rote Kreuz. Fräulein Amalie von Keßlitz spendete sür das Rote Kreuz, Zweigverein Cilli, den Betrag von vier Kronen. Weitere Spenden für den Roten Kreuztag liefen ein von den Firmen Franz Ko-lenc 20, Jofef Siimz 10, Fritz Rasch 40, Rosa Woitk 20, Anna Jegrischnig 5 Kronen. Frauenortsgruppe Südmark Die Hauptversammlung des genannten Vereines findet am 12. Juni um 5 Uhr im Gemeindesaal statt. Die Mitglieder werden höflichst ersucht, dieS als Cm-ladung anzunehmen und vollzählig zu erscheinen. Der Frauengesellschaft zur Unter stützung verschämter Armer kamen folgende Geldspende» fvr Speisemarken in der Kriegsrüche zu. Frau Rita Scher 20, Frau Oberst Schöbinger 20, Herr Viktor Schwab 30, Fräulein Anna Schwab 4, Herr Ingenieur Willy Rakusch 30, Frau Ella Woschnagg 20, Frau Julie Zorzini 10 Kronen. Besten Dank den gütigen Spendern, mit der herz-lichen Bitte, durch weitere Widmungen an Speisemalken unseren Ärmen in dieser so hart bedrängten Zeit daS Durchhalten zu erleichtern. Cillier Kriegsküche Im Monate Mai wurden in der Cillier Krieg«küche 6572 Suppen, 8175 Gemüse- und 3773 Fleischportionen verabreicht. An Arme wurden 1361 Suppen-, 1779 Gemüse-und 350 Fleischportionen abgegeben. Spenden sind eingelangt von Frau Jeschounig Gemüse, Eisengroß. Handlung Rakusch Küchengeschirr, kaiserl. Rat Teppey Holz für Kücheneinrichtung, Emailgeschirrsabrik Westen Eßgeschirr. Möge da« Beispiel der edlen Spender, denen wärmster Dank ausgesprochen wird, viele Nach-ahmer finden! Mackensen bei österreichischen Land-stürmern Man schreibt au« dem besetzten Ru-mänien: Am 24. Mai erschien Generalseldmarschall von Mackensen in einem Etappenorte im besetzten Gebiete zur Inspizierung. Dort liegt auch ein öfter-reichischt« Landsturmctappenbataillon, das Oberst Fauninger Edler von Amalienheim, ein Cillier. kom- mandi«rt. Der Feldmarschall sprach seine vollste Zu-friedenheit über die Strammheit der Truppen au«, besichtigte ein größeres Sägewerk und nahm an einem Festmahle der Offiziere teil. Am Abend fuhr er in sein Hauptquartier zurück. Cillier MufiKverein. Am Mittwoch, den >3. Juni halb 7 Uhr abends findet im Stadtthea-«er der diesjährige öffentliche Vortragsabend der Schüler und Schülerinnen der Cillier Musikschule statt. De» Vorverkauf der Karten hat au« Gefällig-keit die Adler'sche Musikalienhandlung am Haupt-Platz übernommen. Dädereröffnung. Die städtischen Sannbäder wurden am l. Juni eröffnet Städtische Lichtfpielbühne. Heute Sam«-tag und morgen Sonntag wird da« Lebensbild „Mark Römer« große Stunde" gegeben. Ein sehr schöner Film, dessen Ansehen sich wirklich lohnt. — Wir machen die Besucher unserer Lichtfpielbühne heule schon darauf aufmerksam, daß es der Leitung der Lichtspielbühne gelungen ist, sür die Tage »om 8. bis 10. d. M. den großen Schlager der Nordi«k F'lrna Co>, den prächtigen Film „Terje Vigen" zu erwerben. In der Handlung desselben, die in die Zeit der Blockode England« gegen Dänemark in den Jahren 1809 bi« 1814 fällt, ist der schöne Inhalt der Ibsen'schen Dichtung „Terje Vigen" in geholt-voller Weise verwertet und durch eine meisterhafte Verfaffung, namentlich durch großartige Darstellung des Helden packend zum Ai «drucke gebracht, so daß sich niemand der mächtigen Wirkung de« herrlichen Bildes entziehen kann. Soldatenbegräbnisse. In den letzten Ta-gen wurden nachsalzende Soldaten, welche in den hiesigen Spitälern gestorben find, am städtischen Heldensriedhofe zur letzten Ruhe bestattet: am 28. Mai Korporal Thoma« Tatarka, deSJR.25; am l. Juni Infanterist Josef Soda, de« JR. 87, Infanterist Wasyl Sliepanski, des JR. 79, Kanonier Franjo Sanda, des GAR. 13, Infanterist Leopold Stre-polust, des JR. 47. Einstellung der Rotfleifchabgabe Die unbedingt erforderliche Schonung unserer Jungvieh-bestände verlangt es gebieterisch, daß die in den Monaten April und Mai in der Stadt Graz und in anderen Orten de« Landes durchgeführte Fleisch-nothilfeaktion sür die ärmere Bevölkerung mit An-sang des Monates Juni abgebaut oder in einzelnen Orten ganz aufgelassen werde. E« käme einem Raub, baue an unseren Viehbeständen gleich, wenn die durch die Sommerung de« Jungviehes gebotene Möglich» keit erhöhter Fleischproduktion durch übermäßige Schlachtungen in der Gegenwart vernichtet wi'rde. Die stet« opferbereite Bevölkerung des Landes wird auch die hieraus allenfalls sich ergebenden Schwie» rigkeiten ertragen. Da« Landwirtschaftsamt wird alles daran fetzen, um an der Bekämpfung allfälli-gcr Schwierigkeiten in einzelnen Fällen mitzuwirken. Wegen Abbaues der Fleischnothilseaktion in der Stadt Graz wird eine weitere Mitteilung durch die Zweigstelle der Allgemeinen österreichischen Viehver-wertungSgesellschast folgen. Grasversteigerungen. Das Amt für Volks-ernährung hat bestimm!, daß Lizitationen frischen, stehenden Grases unzuläffig sind. Durch eine Pulverexplofion tödlich verunglückt. Am 26. Mai nahmen die verhei-rateten Arbeiter Mathäu« Iazbec, 54 Jahre alt, und Franz Schraml, 46 Jahre alt, im Steinbruche der Zementsabrik in Steinbrück mehrere Sprengun-gen vor. Plötzlich entzündete sich da« in unmittelbarer Nähe in einem Sacke befindliche Pulver In einer Menge von 12 Kg., wobei die beiden Arbeiter durch die furchtbare Explosion des Pulver« derart schwere Verletzungen erlitten, daß sie sogleich in das »ran-kenhau« nach Cilli gebracht werden mußten, wo sie, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben, am 29. Mai starben. Endlich erwischt. Im Lause des heurigen Jahres häusten sich in der Stadt Cilli die Einbruchs-diebstählt, die gewöhnlich LebenSmittel zum Gegenstände halten, in ganz bedenklicher Weise, so daß die Bevölkerung bei der ohnehin großen LebenSmittelnot in wahre Angst versetzt wurde. Alle Nachforschungen nach dem Täter blieben erfolglos. Am 28. Mai gelang es nun endlich, das verbrecherische Individuum beim 20. EinbruchSdiebstahle zu ertappen. ES ist dies der Schneidergehilfe Karl Macek, der am 28. Mai abends in dem Hause Seilergasse 2, in dem sich daS Lehrlings, und Waifenheim befinden, von einem Zöglinge dieser Anstalt bemerkt wurde, als er eben vom Dachboden herabkam. Der Leiter des WaisenhanieS Ferdinand Wolf erstattete sofort die Anzeige, woraus die Verhaftung des Karl Macek, der sich oftmals in Kaffeeschänken aufzuhalten pflegte. Seite 4 er falzte. Bei seiner Durchsuchung konnten mehrere Gegenstände »orgesunden werden, die er bei den Einbrüchen benutzt haben dürfte. Bei der Einser-nähme gestand er die meisten Diebstähl« ein. erklärte jedoch, daß auch die Schneiderlehrlinge Rudels Lovsin und Franz Smodej und der Knecht Anton Cuden an den Diebstählen beteiligt waren. Die ersten drei wurden sofort verhaftet und dem KrciSgerichte Cilli eingeliefert. Wenn m letzter Zeit noch weitere Dieb» stähle verübt worden sind, die bisher nicht zur An-zeige gebracht wurden, wollen dieselben bei der städti-schen SicherheitSwache mitgeteilt werden. Die Bevölkerung ober wird daraus aufmerksam gemacht, daß es bei der herrschenden Not ratsam ist, die vorhan» denen Lebensrnittel gut zu verwahren. Ein Nachspiel zum Kramarsch Pro-geh. Die Prager Finanzprokuratur hat in Vertretung de» AerarS gegen die vor längerer Zeit wegen HochverraiS verurteilten jungtschechischen Abgcord-nelen Dr. Kramarsch und Dr. Raschin eine Klage aus Schadenersatz in der Höhe von 10 Millionen Kronen im Sinne des § 2 der kaiserlichen Verord-nunz vom 9. Juli 1915 überreicht und beantragte zur Durchführung dieser Angelegenheit die Delegie-ring des Wiener LandeSger ichte» in Zivilsachen. Wie verlautet, wird von tschechischer Seite wegen dieser Angelegenheit im Abgeordnetenhaus eine Juterpella» tion überreicht werden. Auf dem Heimwege überfallen und beraubt. Am 18. Mai abends wurde der in Go-rica wohnhafte Besitzer Franz Turnfchek auf dem Heimwege vor der über die ^.'oschnih führenden Brücke auf der BezilkSstraße Arndorf-Gorica überfallen und beraubt. Er bekam einen Schlag aus die rechte Schläfe und fiel sogleich bewußtlos zu Boden. Als er zu sich kam, bemerkte er, daß ihm aus der Brief-tusche, welche er in der inneren Westentasche zu ira» gen pflegte, vier 100 Kronen-Noten, eine 20 Kro-nen Note und eine 10 Kronen-Note, sowie die Uhr und eine Zigarrentasche fehlten. Vom Täter fehlt bisher auch jedwede Spur. Vom Zuge gerädert. Am 25. Mai wollte die aus der Umgebung von Praßberg stammende Angela Mastnak in der Station Schönstein auf den eben abfahrenden Zug springen, kam dabei zu Falle und geriet unter die Räder, die ihr beide Füße ab-trennten. Mastnak wurde sogleich in das Kranken-haus nach Cilli überführt und erlag noch am selben Tage unter großen Schmerzen ihren Verletzungen. Ein Kind verbrannt. Der Besitzer Siesan Ro« in Lasch« war kürzlich auf seinem Felde mit dem Zerstreuen von Dünger beschäftigt. Um nicht brauchbare Abfälle zu verbrennen, richtete er ein «ffene» Feuer an. Ganz unbemerkt kam seine vierjährige Tochter Marie zum Feuer herangeschlichen und fpielte dort so unvorsichtig, daß die Kleider Feuer fingen. Auf daS Gcschrei deS Kindes hin kam RoS herbeigeeilt, um daS Kind zu retten, es hatte jedoch schon so schwere Brandwunden am ganzen Körper erlitten, daß es unter großen Schmerzen noch am selben Tage starb. Von einem Zuge getötet. Am 17. Mai früh wurde die Leiche veS LandsturmarbeiterS Valentin Klenovsek auS Hrastnigg unweit von Stein-brück aus dem Eisenbahngeleise tot aufgefunden. Wi« die Erhebungin ergäbe», hat Klenovsek tags vorher in einem Gasthause gezecht und spät abends längs deS Bahnkörper« seinen Heimweg angetreten. Infolge seioeS Rausche« dürfte er den entgegenkommenden Zug überhört haben und wurde von der Lokomotive erfaßt und getötet. Einen Transmissionsriemen gestohlen Der Fabriksarbeiter Johann Godicelj in St. Georgen, Gemeinde St. Kristof, stahl vor Kurzem in der Fabrik chemischer Produkte in Hrastnigg, woselbst er bedienstet war, einen 12 Meter langen, 16 Zenti-«eter breiten und 4 Millimeter dick:» Transmission«-riemen im Werte von 870 K. TagS voryer ent-wendete er in der gleichen Fabrik einen ungefähr 9 Meter langen, 12 Zentimeter breiten und 4 Millimeter dicken TranSmissionSriemen im Werte von Über 250 K. Er würd« dem KreiSgerichte Cilli eingeliefert. Wechselseitige Unterstützung in der Landwirtchaft. Nach den bestehenden Vorschrif-ten sind die vom Militärdienste enthobenen Land-Wirte verpflichtet, g«g«b«nen Falle« auch den land-wirtschaftlichen Betrieb einer oder mehrerer eingerück-ter Nachbaren zu besorgen. Die unbedingte Durch-führung dieser wechselseitigen Unterstützung liegt im höchsten Interesse der Landwirtschaft selbst Die Ge-meinde« werden daher angewiesen, die Tatsache, daß Enthobene diese Hilfeleistung tätigen, im Evidenz-blatte zu bemerken, waS dann bei Begutachtung der EnthtbungSantrige besonder« berücksichtigt werden wird. gotifö* Wach« Anchlingsmorgen. Tief im Gartendunkel still ein Licht, Das wie Golddunst durch'« Gezweige bricht. — Heilge Ruh. — Um schlanke Wipfel zieht Eines Buchfink« maienfrohes Lied. — Immer süßer glüht es aus und fleht Wie Rachtigallensang durch Nächte weht. Wenn aus Lilienlicht und Rosenglut Zaubcrvoll des MondeS Silber ruht. Nun klingt ein Glöcklein sanft durchs Tal heraus Und einer Lerche morgenhelle Lieder. — Da heben sich die letzten Schatten aus Und goldne Glut schwebt über weißen Flieder . . . Adolf Lcdwinka. *• ö..6.A .$..S. Zum zehntenmale hat sich der Italiener gründlich verrechnet, nicht das mindeste kann und darf er erreichen. Zeichnen wir 6. Kriegsanleihe! Heraus zur Kriegs- und Friedens-anteibe! Da» Geld, da« Geld! Wie wird'S für Tand Verschleudert oft mit leichter Hand Und trägt, wenn sich der Freude Schein Verlor, nicht« als Enttäuschung «in! Das Geld, das Geld! Wie hat «s Kraft So oft gelieh'n der Leidenschaft, Der Unschuld ihren Kranz versengt. Die Pflicht verhöhnt, das Recht bediängt! Das Geld, da« Geld! Wie hat sein Glanz Um Götzen ost verlockt zum Tanz, Jn5es der Gott im Schmachgewand Verhüllten Haupte» abseits stand! Jetzt aber — hört es weit und breit, Ihr Brüder — jetzt brach an die Zeit, Da aus des Bösen faulem Bann Dem Geld Erlösung werden kann. Jetzt gilt es nicht mehr falschem Glanz, Jetzt gilt's dem Wohl deS Vaterland«! Jetzt gilt'S, dem kommenden Geschlecht Zu schaffen Fr.iheit, Ehre, Recht, Die letzten Kämpf« zu besteh « Und dann mit sel'gem Blick zu sehn, Wie über das gequälte Land Der Friede Rosenschwingen spannt. Aus, Aus! Ob euch in sichrer Hut Ein reicher Schatz verschlossen ruht. Ob ihr verwahrt mit klugem Sinn Des Schweiße« kärglichen Gewinn — Bringt, wa« ihr könnt, mit Freuden dar Auf den erhabenen Altar, Um den die Fahnen Oestreichs weh'n, Auf den dir Väter niederfeh'n, Die diese« Reich zu Ruhm und Macht Durch Sturm und Not und Tod gebracht! Ihr opfert eitlen Götzen nicht — Nein, euer Herrgott schwebt im Licht, Und, spannt ihr alle, Mann sür Mann, Auch eure letzten K äste an. Der heil'gen Sache si« zu weihn. Wird dieser Gott euch Sieg verleih'«! Wolfgang Madjera. Vermischtes. Weshalb hat man jetzt ständig H u n-g e r? Di« Frage der Fettbeschaffung ist, wi« der Jenaer Hyzieniler Prof«ssor Dr. Ab«! ausführt, «in« der wichtigsten für di« Volk«ernährung. Ein Genuß von 50 bis 60 Gramm täglich galt früher als das gewöhn! che. vielfach ist in den letzten Jahr«n diese M »ge noch bedentcnd überschritten worden; namentlich die Kost de« Städter« hat sich immer fettreich er, j> zu fettreich gestaltet. Man kann rechnen, daß wir jetzt in der gesamten Nahrung nicht mehr als 10 b>S 20 Gramm Fett täglich aus-nehmen. Nun Hai k>a« Fett einen mehr al« doppelt so hohen Heizwcii iür den Körper al« Eiweiß und Kohlehydrate. Dk Folge de« Fettmangel« ist also, daß wir bedeutet mehr als eh«d«m essen müssen, um dem Köipei „« gleich« Krastmeng« zu liefern. Da» ist aber für ie VerdauungSsrgan« des Städter?, wenn er n t fth- rröftige körperliche Arbeit ">urnir?r 44 zu leisten hat. eine schwere und »ielleicht nicht zu« trägliche Belastung. Mancher Hat daher ständig Hunger, weil er gar nicht s» viel essen kann, wie er müßte; eS fehlt ihm die sättigende Wirkung der Fettnahrung. Eine sahr«nd« Schu lzah n kl inif. Di« sahrendtn Volt«- und Soldatenbibliotheken, die Gu^ laschkanonen, haben durch dir E>findung de« Leiters der Dortmunder Schulzahnklinik einen Genosfrn er-halten. Ueber Einrichtung und Bedeutung der fahr-baren Schulzahnklinik berichtet die „Soziale Hygiene" folgende«: Sie besteht au« einem 6'/, Meter langen und 2'/, Meter breiten Wagen, der in sei-nem Innern alle« enthält, waS zu einer Zahnklinik gehört und soviel Raum bietet, daß in ihm gleich-zeitig der Leiter der Zahnklinik, sein Assistent und eine Gehilfin arbeiten können. Große Fenster an einer Seitr und SpirituSglühlampen ermöglichen eine stet« ausreichende Beleuchtung. Natürlich ist der Wagen auch heizbar. Die Neuerung ist namentlich sür daS Land ,on Bedeutung, in welchem die Schul-Zahnpflege sehr rückständig ist. Für die Schulkinder auf dem Lande hat man zuerst in der Provinz Han-nov«r durch Anstellung von KreiSfchulzahnärzten ge-sorgt. Diese haben sämtliche Schulkinder in den Landgemeinden alle zwei Jahre zu untersuchen. Um den Kindern die Gewährung der zahnärztlichen Behandlung zu erleichtern, besucht der KreiSfchulzah»-arzt die Gemeinden im Automobil und sühn zur Behandlung der Kinder da» nötige Zubehör mit. Wie Prinz Arseniu« Karageorgie-witsch deui Tode entging. Die Unverfroren heit ist eine geheiligte Familientradition de« HauseS Karageorziewitsch, die dessen Mitglieder in keiner S'tuation verläßt. Dafür erbringt die Geschichte von der Rettung de» im russischen Militärdienst stehen-den Bruders König PeterS von Serbien» au« den Händen der Revolutionäre erneuten Beweis. Diese Geschichte, die ein Petersburger Blatt erzählt, ist ein Seitenstück zu der bekannten Anekd»te von dem Mann, der in den Tagen der französischen Revolu-tion von dem Straßenpöbel an die Laterne ausg«-knüpst wrrden sollte, sich der Hinrichtung aber ent-zog durch die witzige Bemerkung: »Glaubt Ihr, daß eS je heller in den Straßen von Paris wird, wenn ich an der Latern: hänge?* So ähnlich benäh» sich auch ArseniuS Karageorziewitsch, als er an einem Tage, aw dem die revolutionären Wogen t«< fonderS hochgingen, einem Trupp ausgeregter Arbei-ter begegnete, die in ihm einen der verhaßten reaktionären Generale zu schen vermeinten. Zwei Kerle stürzten sich aus ihn und hielten ihm den geladenen Revolver vor die Stirn. Abrr der edle Prinz ließ sich nicht verblüffen, er zog ruhig feine Zigarette auS dem Etui, steckte sie in den Mund und sagte mit freundlichem Lächeln: „Kann mir vielleicht einer der Herren Feuer geben?" — DaS brachte die beiden auS der Fassung, sie ließen die Revolver sinken und die Menge rief: „Das ist ein tapferer Kerl, laßt ihn laufen." Und nicht nur da«, sondern die Menge ließ eS sich nicht nehmen, den Prinzen im großen Triumphzuge nach Haufe zu geleiten. Nnchhanötung Miß Nasch y :: Willi :: 7Z" Schrifttum. August der Starke Der erste deutsch« König in Polen. Historischer Roman von Alfred Schirokauer Mit 33 historischen Abbildungen usw. Preis 5 Mk. (Verlag von Rich. Bong, Berlin W 57.) Sein Volk und die Geschichte haben de» Kurfürsten Friedrich August von Sachsen den Bei namen deS „Starten" gegeben. Der Grund dafir war zunächst wohl die fast märchenhafte Kraft M Fürsten, deffen Hand Hufeisen zu zerbiegen »er mochte; zugleich aber hatte dieser Beiname schon von Anbeginn einen kleinen pikanten Beigeschmack, und zielte auf die schier unerschöpfliche Kraft, «it der der Fürst den Frauen huldigte. Solcher Lei-klang hat nun da« Bild de« ersten deutschen Königt aus dem polnischen Throne ungerecht entstellt. Jest hat sich die Dichtung seine« Leben« b.mächtigt, nicht — wie früher — die sensationslüsterne Anekdoten-erzählerei, die daS Liebesleben dieses lebensfrohe» Renaissancemenschen zu billigem Unterhalmngsktzcl auszuschlachten sucht, sondern eine Darstellung, die den Versuch macht, diesen strebenden, »>«r Größe ringenden Geist psychologisch eindringe?!» nd oahr-heitSgetreu zu schildern. Schnokaue. hat a«s ©tu; 5 Deutsche Wacht Nummer 44 Brand eingehender geschichtlicher Studien, all da? Große wägend, dai dieser Fitrst gewollt und ge-schaffen. ba3 farbensatte Lebensbild Augusts des Starken entworfen. Er ist der Mann, der DreSdrn ju einer der ersten Kunststädte Deutschlands erhoben hat; er ist der Erbauer des unsterblichen Wunoer-werke« des Zwingers und der Frauenkirche, sowie der Neustadt von Dresden. Er hat alle diese ewigen Denkmäler der Schönheit selbst entworfen, selbst bis in die kleinste Einzelheit mit genialer Hand ge-zeichnet. Diesen großen Künstler aus dem Throne schildert uns Schirokauer. Er macht es psychologisch verständlich, daß der König die brausenden, wilden Feste ebenso für seine schönh-itslechzende Künstler-seele, wie für die zahllosen Liebschaften veranstaltete. Und dieser Künstler war zugleich auch ein Herrscher von zrvßcm politischen Ehrgeiz. Weit an «eist und Bildunq seiner Zeit überlegen, wollte er Sachsen zum eisten deutschen Staate ei heben. Darum griff er nach der polnischen KöuigSkione. Polen sollte der Grund'teln eines großen, selbstgeichaffenen Reiches werden. Das war der stolze Herrschertraum des 24jährigen. Der Plan mißlang, weil der Künstler kein Feldherr war und der politische Mißerfolg ver-nichte« seinerseits den Künstler. Aus dem Schön« heitSschwelger, auS dem Renaipancegießer wurde ein eitler Prasier. So klingt dieses gewaltig auflodernde deutsche Leben schließlich in einer wehmütigen Tra-gödie au». Zugleich ist aber das Buch außerordentlich aktuell. Denn Polen lebt in diesem Buche, das Polen, da« gerade heute im Mittelpunkte allgemeinen JvteresseS steht. Seine Geschichte, seine Verfassung, die Gründe seines Unterganges, Land und Leute werden in der blutdurchglühten Schilderung Schirokauer« lebendig und somit gibt er und das Verständnis für Vieles, das uns bisher an Polen rätselvoll und unbegreiflich war. Das Mai Heft von Paul Kellers illustrierten MonatSblätlern „Die Bergstadt" (Bergstadt, verlag Wilhelm Gottlieb Korn, Breslau; Preis vierteljährlich 3 Mark) grüßt de« Frühling außer mit hübschen Gedichten mit einer fesselnden natur-wissenschaftlichen Plauderei von Rudolf Zimmer-mann: »Unsere Singvögel im Frühjahr", der elf Abbildungen von Szenen au« dem „Familienleben^ von Singvögeln nach vortrefflichen Aufnahmen des Verfasser« beigegeben sind. Einem aus den 13. Mai 1917 fallenden geschichtlichen Gedenktage gewidmet ist ein anziehender Aussatz von Dr. Gertrud Geff-ken in München: „Maria Theresia al« Mutter". Die geschichtliche Prophetie behandelt einen Aussatz von Han« Altermann: „Der Weltbrand und die Sage von der Völkerschlacht am Birkenbanm". Eine fesselnde Skizze von Walter F. L. Becker in Min-chen erzählt von unseren .Schneeschuhtruppen", und anläßlich oeS Eintrittes Amerikas in die Reihe un-serer offenen Gegner erinnert ein geschichtlicher Rück-blick von Olaf Heinemann in Wohlau daran: „WaS die Vereinigten Staaten den Deutschen verdanken^. Die Fortsetzung deS humoristischen Romane« von Roland Betsch: „Benedikt Patzenberger" schildert mit übermütiger Satire gewisse „dekadente* Mün-chener Künstlerkreise, in denen der Held des Roma-neS sich gerade bewegt; ein schwermütiges Gegenstück dazu bildet die Fortsetzung der tragischen Er-zählung aus alter Zeit: ..St. Erhards Haupt" von M. Herbert. Eine kleine Kriegsgeschichte von rüh» rendem Humor: »F>au Püschel und ihre Söhne" bietet der Herausgeber Paul Keller. Die Fortsetzung der drolligen, von Roland Betsch verfaßten und von Schütz bebilderten Aviatiade .Flinz und Flügge" zeigt diese beiden sidelen Helden schon im Lustkampf in Feindesland. Die prächtigen Tafelbilder dieses Heftes haben die Maler Otto Günther-Naumburg, Kuno Albrecht und HanS Rudolf Scbulze sowie die Radierer Franz Hecker und Han« am Ende beige-steuert. Die Musikbeilage bringt einen „Wander-grüß* von Richard Kranz mit Musik von Johanne« Kugele. Zeichne 6. Rriegsanleihe! Dann erst kannst Du des Friedens wirklich froh werden! Nicht erst morgen, heute noch zeichne sechste Rriegsanleihe! MATTONsS EINZIB IN SEINER [ANALYTISCHEN I BESCHtfFENHBT.f BESTES IALT8EWÄHRTES FAMILIENGETRÄNK. GIESSHÜBLER I! I ;ßRB& Stark im Kriege, wollen wir mächtig auch im Frieden vteibe»! Dazu muß jedermann beitragen. Krweröe sechste Kriegsauteiye! Sammelt IIIIIIVIIIllllllllllllltlHIIIIIfllllll Mlllll IIIIIIIIIIIIILI1IIIIIIIIIIMIIIIIIIIIII Kräuter lllllllllllllllltlllllllllllllHIlllllllllllUIIIHUIIIIIIMIMIIIIIIinillimill Juni-Lieferung BRÜDER KUNZ WIEN XIX., Pokornygasse 7 senden auf Wunsch Kräuterliste und bezahlen für gut getrocknete Erdbeerbfätter . K 4--Odermening . . K 3- — Huflattich . . . K 2 per Kilo Ernte 1917 Traget bei zu den Erfordernissen des Vaterlandes. Deutsche, unterstützet eure Schutzvereine durch die Verbreitung der von ihnen heraus-gegebenen Wirtschaftsgegenstände. Aelterer Manu oder Fräulein in der Buchhaltung tüchtig, für eine grössere Oekonomie gesucht. — Adresse in der Verwaltung dieses Blattes. 22972 Aufgenommen wird Bürofräulein intelligent, perfekt in Stenographie, deutsch und slowenisch, Monatsgehalt nach Verwendbarkeit 110—140 Kronen. Anträge an die Milchabgabestelle d. Bezirkahauptmscb. Cilli. Grosser Salon-Teppich noch Friedensware, sehr schön, fast neu, strapazfähig, lässt sich auch für 2 Zimmer gut teilen, ferner ein Bild (Handmalerei) tu verkaufen. — TschretNr. 37, vor Gasthaus Pischek. Möbliertes Zimmer mit separiertem Eingang ab 1. Juli zu vermieten. Adresse in der Verwaltung d. BI. 82990 Bucheinsicht Buchhaltung. Revision. 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Jene Parteien, welche auf diesem Begräbnisorte Grabstellen besitzen und das Grabanrecht beibehalten wollen, müssen beim städtischen Zahlamt« eine Erneuerungsgebühr entrichten, welche für weitere 20Jahre vorgeschrieben wird, wie folgt: für 1 Famlllenplatz........K 40-— fnr 1 Einzelngrab........K 20*— fQr 1 Kindergrab.........K 6*— Die Frist zur Entrichtung dieser Gebühr ist bis zum 15. Juni 1917 festgesetzt, nach welchem Termine bei Nichtzahlung des entfallenden Betrages die Stadtgemeinde sowohl Ober die Grabstelle als auch über das dort etwa befindliche Grabdenkmal weiter verflögen wird. Stadtamt Cilli, am 11. Mai 1917. Der Bürgermeister: Dr. Heinrich v. Jahornegg. »oooooooc JOSEF MARTINZ, Marburg (gegründet 1860) liefert: Galanterie-, Spiel-, Kurz- Wirkwaren zu den mindesten Preisen. Aufträge und Anfragen werden prompt erledigt. _lOOOOOOOOOOOOOOOOOOQ* ZI. 5911/1917. Kundmachung betreffend die Festsetzung von Höchstpreisen für den Klein-verschleiss von Milch. Im Sinne des § 2 der Verordnung der k. V. Statthaltern iu Graz vom 6. Apiil 1917, L.-0.- und Vdg.-Bl. Nr. 30, werden für das Stadtgebiet Cilli nachstehende Höchstpreise für den Kleinverschleiss von Milch festgesetzt: Der Stadtpreis für einen Liter Milch betlägt 40 h. Von diesem Grundpreise ausgehend wird für den Kleinverschloiss von Vollmilch bei Abgabe als Kanuenmilch, die im Wege des Sammeldienstes aufgebracht und in der Zentralverkaufsstelle in Cilli zur Abgabe gelangt, mit 56 h für den Liter festgesetzt. Für Vollmilch, welche seitens der Landwirte aus der Umgebung der Stadt Cilli an ihre Kunden direkt geliefert wird, darf nicht mehr als 48 h für den Liter gefordert werden. Ueberschreitungen dieses Höchstpreises werden gemäss § 85 der Mi-Material Verordnung vom 11. September 1917, R.-G.-Bl. Nr. 300, vom Stadtamte mit Geld bis zu 5000 K oder mit Arrest bis zu sechs Monaton bestraft, soferne die Handlung nicht nach den bestehenden Gesetzen einer strengeren Strafe unterliegt. Wer zu einer solchen Handlung anstiftet oder bei ihrer Anstiftung mitwirkt, ist in gleicher Weise zu bestrafen. Wird die Uebertretung bei Ausübung eines Gewerbes begangen, kann, soferne die Voraussetzung des § 133 b, Absatz 1 lit. a der Gewerbeordnung zutreffen, mit Entziehung der Gewerbeberechtigung für immer oder auf bestimmte Zeit vorgegangen werden. Stadtamt Cilli, am 20. Mai 1917. Der Bürgermeister: Dr. t. Jahornegg. Krapina- Töplitz (Kroatien) Auskunft uud Prospekt gratis. heilt Gicht Rheuma Isch'as. ZI. 7102/1917. Kundmachung. Vom 1. Juni I. J. angefangen wird vorläufig während der Sommermonate die Abgabe von Gas zu Beleuchtungszwecken vollkommen eingestellt. Die Verwendung von Gas darf in Privathaushaltungen (Aftermieter und Sommergäste ausgeschlossen) nur zu Kochzwecken erfolgen. Die Menge des zu verbrauchenden Gases wird bei Haushaltungen mit einer Höchstzahl von 3 Personen auf 10 Kubikmeter, in Haushaltungen mit einer Höchstzahl mit mehr als 3 Personen mit 15 Kubikmeter bestimmt und ist jeder Mehrverbrauch verboten. Für den Fall der Uebertretungen dieses Verbotes wird unnachsichtlich mit der Absperrung der Gaszufuhr für den bezüglichen Haushalt vorgegangen werden. Der Preis des Gases wird einheitlich vom 1. Juni angefangen mit 40 Heller festgesetzt. Stadtamt Cilli, am 31. Mai 1917. Der Bürgermeister: Dr. Heinrich v. Jabornegg. ßfaff - Häbmascbim Unübertroffen im Nähen, Stopfen u. Sticken! Neueste SpezialApparate ! V Niederlage bei :: Jos. Weren Manufaktur-Geschäft Cilli, Rathausgasse Ohne jfucker! Ohne "Sssig! Ohne Salycil! ohne jeden jfusaiz überhaupi "WW lassen sich mit -Konservengläser -Vnrralskocher Hanskons alle Artenerven als angenehme, gesunde u. billige Vorräte mühelos bereiten. 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Sin ernste« Wort hatten ste auch noch kaum miteinander gesprochen. Merk» würdig, daß ihm daS erst jetzt einfiel! Frnlich, da hatte sie feine gestrige Stimmung arg frappieren müssen. Sie zürnte ihm wohl. Heiterkeit war ihr Element, und sie durfte ihm rücksichtslose Kundgebung einer Mißlaune vorwerfen. Nun, das war immerhin eine kleine Vorbereitung. Wenn ihr der Papa dann die fatale Kiste eröffnet, wird sie nicht allzufchwer den Uebergang zu der Anschauung finden, daß Rvbert überhaupt gar nicht der richtige Mann für sie gewesen wäre. Im Vorzimmer empfing ihn der Kammerdiener. Heut» ließ er sich »on ihm nicht aus dem Ueber« ziehe, helfen. Selbst ist der Mann! — der «Kleine Mau»" ganz besonders. .Melden Sie mich nur dem Grasen und daß ich bitte, ihn unter vier Augen . . Da schoß eine Lichtflut aus einer ausgehendell Tür. „RobeU!* Im nächsten Augenblick hatte ihn Mizzi an der Hand und zog ihn schon mit sich davon. Sie hatte ihn inS Haus treten sehen. Unter einem Schwall zärtlicher Vorwürfe wurde er in den Wintergarten gelotst, wo im Gegensatze zu dem abscheulichen Märzwetter draußen ein düste-reiche« Frühlingsprangen herrschte. Er wußte sich nicht so dals zu fassen. Natürlich hatte nur sie gebangt und gelitten, nur sie die ganze Aacht die Augen nicht zugetan — auS Sorge ob seiner gestrigen Unpäßlichkeit. Wie war ihr der schöne Abend verdorben worden, aus den sie sich so „wahnsinnig" gefreut hatte! Dann entdeckte sie, daß er eigentlich noch angegriffener aus-sehe als gestern und fragte, warum er denn keine Silbe rede. Als ob sie ihn hätte dazukommen lasse», auch wenn ihm die Worte gleich zu Gebot gestanden wären! Ihm schwirrte der Kops. Der Zärtelname^ den ste ihm wie gewöhnlich gab, war ihm heute Pein. Wollte ihn jetzt daraus nicht ihre ganze Lieb« wie e,n kindische« Getändel anmuten ? Die schwüle Lust, die künstliche Wärme des TreibhauSlenzeS, der ihn hier umgab, diese ihn satt betäubend anwehenden Blumendüste — daS war so recht der Hauch der Umwelt, die ste gewöhnt, in der sie verwöhnt war. Da« Plätschern der Fontäne in dem rosenroten Marmorbecken erinnerte ihn an Ealongeplauder, an da« Geräusch ihre« bisher gemeinsamen Kreise«, in de» so wenig Erust, so wenig Tiesr ist. Bertschi, F«bi, Fredi, Niki: erwachsene Männer, die einander s» nennen! Verspielte Leute, diese Aristokraten, dir kei-nen ausgesprocheneren Erbfeind ihrer bodenständigen Wohlwollen in neues Fahrwasser. In ihren fchel» mischen Augen glänzte da« zunehmende Entzücken über «in abwechslungsreiches Panorama, da« sich vor ihr jetzt auftat. „Wir werden un« bescheiden und uns riesig gemütlich dabei suhlen, »an; einfache LebenS-weife! Die Wohnung so klein wie möglich; nicht mehr als vier, Höchstens fünf Zimmer. Und damit wir Stall und Remise ersparen; nur einen Monats-wagen. Ich brauch keinen Kutfchierphaethon und »er-zichte auf das Reitpferd. Neben der Köchin nehm ich nur eine Jungfer und ein Extramädel, du nur einen Diener . . ." „Wovon denn? Wenn ich dir sage, daß ich nicht», nicht« mehr habe." .Aber du bekommst ja doch deinen Beamten-geholt?" „Eine Bagatelle, die ich überdies noch mit mei-»cm Bater teilen wollte. Marie, du weißt nicht, wa« da« heißt: arm fein!" „Und meine Mitgift? Papa sagt zwar, eS ist nicht viel. — Aber wenn wir« uns gehörig ein» teilen . . ." Er kehrte seufzend sich ab. Sie legte ihm das mollige, weiße Händchen auf die Schulter. „Bist du vielleicht zu stolz, von mir ein Opfer anzunehmen?" „Ach Gott l wie soll ich dir begreiflich machen, daß auch unsere vereinigten Einkünfte nicht im ent-ferntesten ausreichen würden, dir bloß den zehnten Teil des gewohnten Luxus zu gestatten? Du darfst, du wußt ihn beanspruchen, und ich wäre ein Ber- Welt, und Lebensanschauung kennen, als den „Spaß-verderber". Ihm wollte ihr Kosenamen nicht »on den Lip« pen. — „Marie, du wirst mir bald Schlimmere« vor» werfen können, als einen verdorbenen Gesellschaft«-abend. Ich wollt es dich nur durch deinen Bater wissen lassen, aber wenn du daraus bestehst, daß ich dir die Wahrheit sage —" Und nun erfuhr sie, was es mit den „gefchäft-lichen Angelegenheiten, die ihm gestern im Kopfe ge> lege«", für eine Bewandnis habe. — Bater hat sich in Spekulationen eingelassen — „ich versteh« davon eigentlich nicht vitl mehr als du, mein Kind — man hat bis zuletzt versucht, die Sache glatt zu kriegen, ist dadurch noch viel tieser hineingekommen — und feit gestern ist kein Zweifel mehr: die Schönhagens find wieder einmal bis auf den Grund ruiniert." Mizzi sah mit verdutzten Babyaugen drei». Ruiniert klingt bös. Wie man das von dem und jenem gesagt hat — vom jungen Dovsky zum Bei. spiel, vom Rudi Wicken stein — da hat man dabei mit furchtbar bedauernder Miene den Kops gewiegt. Aber der Dovtiky und der Wickenstein müssen sich ihr Unglück nicht zu sehr zu Herzen genommen ha-ben. denn man sieh» sie gerade so fidel wie srüher u«d überall dort, wo sie sonst zu sehen waren: aus dem Turf, beim Blumenkorso im Prater, im August in Jschl, im Winter in den Theatern und auf allen Bällen. Ja, von einem älteren Bekannten PapaS hat sie sogar sagen hören, er sei erst ein interessanter Mensch geworden, der fade Kerl, seitdem der Kon-kurS über ihn verhängt worden uud auf seinem Gut der „Herr Sequester" zu Gaste sei. „Mach dir nichts draus!" drängte sie sich mit schmeichelndem Lächeln an den Bräutigam. „DeS-wegen wirst doch nicht den Kops hängen lassen, «ertschi?* «Ja, hast du eine Ahnung, w«S das bedeutet, Kind?- „No freilich, und du brauchst nicht immer Kind zu mir zu sagen; ein Bisferl waS versteh ich schon auch vom Leben. Du wirst halt gezwungen sein, dich einzuschränken. Und ich natürlich auch." .Du auch?" „Warum denn nicht? Glaubst du, daß mir da gar so viel daran liegt? Selbst wennS mich ein Opfer kosten tät: Ich hab dich ja gern." Heiß stieg es auf in ihm. Er war immer be> reit, sich von fremder Charakterstärke überzeugen zu lassen und abzubitten, daß er sie nicht gleich vor-autzesetzt hatte. Sprachlos küßte er Mizzi« Händr. »Paß auf!' lenkte sie mit kameradschastlichem brecher an dir, wenn ich daran denken wollte, dich unter den veränderten Umständen noch an mich zu dindcn." Da wich sie erschrocken zurück. .Ah! Du, du — soll das etwa heißen, daß du — daß wir uns am Ende gar nicht heiraten dürsten?' .ES ist unmöglich geworden." Da war e« herauS. Sie fuhr sich an den Kopf. „Du liebst mich nicht mehr!" „Aber Herzkindchen, das kommt ja gar nicht in Frage, wenn . . „Nein, nein, du hast nie von wahrer Liebe m mir gewußt!" hieß eS in verstärktem Tone. WaS sollte er nun daraus sagen? Er hätte etliche Jahre seine« LebenS für die Möglichkeit eines geräuschlosen Verschwinden» gegeben. Zum Glück für ihn trat in diese« kritischen Momente Breuberg ei«. Der fand gar nicht Zeit, ihm ein Wort der Begrüßung zu sagen, konnte nur Mond und Augen aufreißen über die Tochter, die sich ihm schluchzend an die Brust warf. „Papa, Papa!" »Um Gottes willen. waS ist denn?* „Hör nur, Papa! Er sagt: ich kann nicht seine Frau werden." Des blassen BreubergS Augen weiteten sich noch mehr, als sie sich mit grenzenlosem Staunen aus den Angeklagten hesteten. Dessen klägliche Miene bestätigte, daß Mizzi keineswegs im Fieberwahn sprach. Wei-terei war da zunächst überflüssig. Breuberg hatte auch vollauf damit zu tun, die aufgeregte Kleine zu besänftigen. Er bettete ihr Köpschen an seine Schul-ter uud wiegte sie wie ein weinendes Kind, das sich vor dem ..Krampus" fürchtet. Während feine Hand ihr zärtlich das dunkle Haar streichelte, nahm fein Blick dann wieder die Richtung auf den jungen Mann, der sich den Echweiß von der Stirn trocknete: vom Scheitel bis zur Sohle Bankerotteur. Endlich fand man auch zu ein paar halben Fragen und knappen Antworten Gelegenheit, die den Grafen im Hauptfächlichsten unterrichteten. Da zeigte er sich kaum minder verstört als die Tochter. Die Schönhag sind kaput. Eine nette Bescher-ung! Was sollte nun aus diesem gebrechlichen Ding in seinen Armen werden? Wenn sie wenigstens nur das herzerweichende Schluchzen einstellen wollte! Ihm selbst rann es heiß und kalt über den Rücken. Ein« Lage wi« dieser war er absolut nicht gewachsen. Da war er wie aus den Kops geschlagen. ,,S» fei doch gut, ich bitte dich!" redete erder Weinenden zu. Dann zu Robert: „Du tust mir ja sichtbar leid, wirklich wahr. Aber daß du meiner Mizzi so was angetan hast, daS ist doch ... Ich finip keine Worte. Das ist ja eine — ganz verflixte Geschichte. WaS mach«« wir denn da?" „Ich habe Marie schon erklärt, was uns ein-zig übrig bleibt. Wir könnenS nicht ändern. ES muß getragen werden." „Siehst du, da hat er Recht", suchte eS Breuberg der Tochter gewissermaßen zu übersetzen. „Da läßt sich einmal nichts machen. Nimm Vernunft an, heb da« Köpfchen nur wieder in die Höh! Man stirbt nicht daran." Sie riß sich los, strich sich mit leidenschaftlicher Geberd« daS aufgelöste Haar aus der Stir« und zerdrückte die letzten Trinen in den Lidern. .Er soll mir nur sagen, ob er wich noch lieb hat!« „Aber Mizzi", warf der Bater fast genau mit Robert» früheren Worten ein, „darum handelt es sich doch gar nicht mehr . . Mne heftige Bewegung schnitt ihm das Wort ab. Mizzi wandte sich resolut an den Bräutigam. „Redt! Ist deine Liebe geringer worden?* „Wie kannst du so fragen! Mein Herzblut möcht ich fü' dich hergeben. Wie ich dich liebe, daS weiß ich erst jetzt so recht und völlig." Daraus ein lachender Jubelton, ein geflügelter Schritt — und da hing sie am Halse deS Bräutigams, daß er nicht wußte, wie ihm geschah. „Du guter, lieber, du — närrischer Robert!! Dann ist ja alles gut — und alles andere ist mir Wurscht." Wirklich, „Wurscht" sagte sie, die Komtesse! »Ich geh mit dir, wohin du willst. Wir we>-den uns schon dmchschlagen. Papa wird uns geben, wa» wir nicht entbehren können. Gelt, Papschi, das tust du deinem Töchterl schon zuliebe?* Robert schlang unwillkürlich den Arm um sie, in dieser Minute nur die Freude auskostend, sich echt und treu geliebt zu wissen. Der Gras sah ratloser drein alS je und rieb sich das Ohrläppche,?. „Kinder, von Herzen gern, aber es ist zu be-denken . . . Meiner Seel, ich möcht ja allcS mit euch teilen — ich bin nicht der Egoist, als der ich verschrieen bin — aber die Zukunft . . . Weißt du nicht, Mizzi, daß nach meinem Tod alles der zwei-ten Linie gehört? Was dann? Deine fünfzigtaufend Gulden von der Mama, daS ist zuviel zum Sterben und zu wenig zum Leben." „Egal. Ich wags. Mit Bertfchi werde ich auch in einer Bauernhütte glücklich fein." „Und bei Wasser und Brot. Geh, sei nicht kindisch! WaS weißt du von Entbehrungen?" Robert mußte dem Vater beistimmen und suchte ihr Vernunft zu predige«. Aber sie blieb fest. Jetzt war sie ganz verschossen in die Idee, die kleine Be-amtenssrau zu spielen. „. . . ich werd kochen lernen und d'e ganze Wirtschaft. Ihr sollt sehen, daß ich Talent hab. Gleich morgen fang ich an. Die Lisi muß mich in der Lüche unterrichten, ich kauf selber ein: beim Fleischhauer, beim Bäcker —" „Beim Greißler", ergänzte Breuberg trocken. Sie ließ sich nicht irremachen. Sie sah sich schon in der weiße« Hausfrauenfchürze, die sie neu lich erst bei ihrer ehemaligen Erzieherin so „fesch" gesunden hatte. Die hatte einen MagistratSbeamten geheiratet und ihr häusliche» Glück so idyllisch ge-schildert, daß sie förmlich Appetit nach recht kleinen Verhältnissen bekommen hatte. Nun sollte ihr so un-erwartet bald Gelegenheit werden, diesen Tranm zu verwirklichen. Alle», was ihr i« der bescheidenen Wohnung der guten Frau Peraioner so gefallen 4 hallt, daS schilderte sie jetzt den beiden Minnern. Daß die Zwei die Lippen spitzten und Blicke wechselten, welche bedeuteten: „Was sagst du da dazu?* DaS merkte sie in ihrem Eiser nicht. Und als ihre Malerei aus Sonnenschein und Rosenrot fertig war, klatschte sie sich selber Beifall, als gings um eine Karnevalsveranstaltung. Breuberg blies den Atem durch die Nase und schüttelte Robert die Hand, als könne er ihm gratu-lieren. I» Wahrheit bedeutete «S: Seien wir froh, daß sie sich mit dieser Illusion entschädigt! Nun kannst du wenigstens mit einem Lächeln scheiden. Zum Schluß wurde mit der Schwärmerin daS Uebereinkommen getroffen, daß Robert sogleich nach Stockholm reise, um sich dort einzurichten, wie es seinen Umständen entspräche. Mittlerweile lernt Mizzi bei der Frau MagistratSkommissirin Peratoner die bürgerliche Wirtschast. DaS braucht natürlich Zeit. Und über Jahr und Tag — «kommt er wieder", der FreierSmann. und führt die einsi so verwöhnte kleine Komteß, die sich „durch die Kraft der Liebe" in eine perfekte Hausfrau nach Wiener Borstadtbe-griffen verwandelt hat, an den Altar. Schrumm, Schlußakkord und bengalische Beleuchtung. Mizzi erwiderte den Abschiedskuß ihres ..künfti-gen Gauen" mit gleicher Feierlichkeit und nahm ihm noch daS versprechen ab, ihr mindesten« jede Woche zu schreiben. Ader eS sollte keine bloße LiebeSkorre« Ipondenz sein. Sie wollten sich ausS genaueste vor« rechnen, wie sie sich in der Tugend der Sparsamkeit übten. DaS sei die notwendige Vorbereitung für die ernste Aufgabt, die ihrer in der Ehe harrte. Insgeheim ltchjte Komtesse Mi^i schon darnach, ihren Freundinnen, der Lohenstein Tini und der Maxi Wiesenbruck, anvertrauen zu können, daß sie sich jetzt ein „neues Dastin' anzugewöhnen gedenke. Die werden Augen wachen — diese Gänse! WaS wissen die vom Ernst des Lebens? Gras Breuberg aber war froh, daß es ihm wenigstens erspart blieb, den niedergeschmetterten Familienvater zu m>men. Melodramatische Auftritte waren ihm ein Gräuel. Jetzt schien eS ihm auch leichter, den Schimpf der zurückgehenden Verlobung abzuschwächen. Mußte nicht die ganz« Welt einsehen, daß die Mizzi überhaupt noch zu kindisch gewesen wäre zum Heiraten? Da konnte «an ihm glauben, daß ihm die eingetretene Wendung ganz gelegen ge-kommrn sei. Wo eS keinen Schaden gibt, erlahmt der Spott. Er wird in den nächsten Tagen mit dem Kinde eine Reis« antreten, zunächst nach dem Majorat, im Sommer dann weiter hinaus, und im Herbst ist über die Geschichte mit dem jungen Schönhag schon alleS wünschenswert« Gras gewachsen. Robert hatte sich die Lösung seiner Verlobung anders gedacht. Er ging eigentlich mit einem Zwei-fei davon, ob sie wirklich gelöst sei. Seiner tiefern-ste« Natur drängle sich der Gedankt auf, ob «S denn ganz und gar auSgefchlosien fei. daß Mizzi in dn Tat halten könnt, waS sie heute sich und ihm i» ihrer Jugendschwärmerei versprach:«. Leben nicht viele Adelige in Neinbürgerlichen BtrhS'.lnifsen? Kennt er nicht selber «in» Grastntochtrr, die ihrrn Leutnant mit der einfachen Kaution geheiratet hat und eine sprichwörtlich glückliche Ehe sührt 7 Sein eigener Vater, sei« Großvater und der Urgroßvater Nikolaus in seiner zweiten LebenShilste und auch dessen Bru> der Leopold, der Vater von Pepi Schönhag. die waren all« arm gewtfen. Er hatte j« immerhin eine aussichtsreich« Stellung und Mizzi ihr .Müttterliches". tFortfezung folgt.) Kliegertod. Gruß dir, du kühner Flieger, Du Sinnbild deiner Zeit! Du tapferer stolzer Sieger, Der sich dem Auge beut! Leicht gleißt es in der Sonne, E» rattert der Motor, Fürs Auge eine Wonne Schwebt er so leichthin vor. Er senkt sich wie iw Falle — Dann schwebt er auswärt« noch, AuS rauchgeschwärztem Lalle Zum letzten Male hoch! . . . ES knattert plötzlich mächtig, ES rauchet rückwärts auf. AuS schwarzer Säule prächtig Springt dann die Flamme aus. Ein Knall, daß ich erschrecke Nnd dann: — im blauen All Seh ich auf kurzer Strecke Den rasend schnellen Fall. Das Herze angstvoll schlaget, Der Atem stocket kurz: — Die Lust ihn nicht mehr traget, Er fällt i« raschem Sturz! Ich seh den Armen liegen, »m Steuer noch die Hand. Sah ich ihn kürzlich siegen: Jetzt sah ich — Menschentand! Den eben ich beneidet Der liegt im wüste« Knä«l Wo sonst die Herde weidet. D«t war — Pilotenheil I Lothar Hödl Nu»«er 44 Dentsche Wacht __6«te 7 Die entscheidenden Tage sind nun angebrochen. Die letzte Woche hat begonnen, die unseren finanziellen Sieg vollenden soll. Habet Jhr alle €ure Pflicht getan ? Warst Du dabei ? Hast auch Du daran gedacht ? Nur wenn alle, Mann für Mann, antreten, kann das grosse Ziel erreicht, kann unsere unerschöpfliche Kraft bewiesen, kann der nahende Friede beschleunigt werden. Kurz ist nur noch die Zeit, in der auch der letzte Mann sich grosse finanzielle Vorteile sichern, sein Vermögen mehren und sein Teil zur künftigen Grösse des Vaterlands beitragen kann. Aber es muss jeder heran! | Man wartet noch auf die Säumigen! Die Zeit des Ueberlegens, des Zauderns und Zögerns ist vorbei! Es gilt zu handeln Jeder gehe hin, jeder tue seine Schuldigkeit. Jeder zeichne Kriegsanleie I Zeichnungen nimmt entgegen und alle Auskünfte über die Vornahme der Zeichnung erteilt die k. k. irtlgftoi P"v- Böhmische Union-Bank Filiale Cilli. Seite 8 : Deutsch» W«cht _== ___WMu*r 44 Zeichnungen auf die sechste österreich. Kriegs-Anleihe Die Zeichnung beginnt am IO. Mai 1917 und wird Freitag den 8. Juni 1917. 12 Uhr mittags geschlossen. Der Zeichnungspreis der steuerfreien 5.50% mnortisablen Staatsanleihe beträgt . K 92.50 worauf wir eine Vergütung von t/20/o gewähren, das sind.......... —.60 Nach Abzug der Vergütung beträgt demnach der Zeichnungspreis.......K 92.— Die Stückzinsen werden mit 1. Mai 1917 verrechnet; der Zeichner hat daher 5.50°/o Stückzinsen vom 1. Mai 1917 bis zum Zahlungstage zu vergüten. Die Zinsen der Abschnitte zu 100, 200, 1000, 2000, 10.000 und 20.000 Kronen werden in halbjährigen Raten am 1. April und 1. Oktober eines jeden Jahres und bei Abschnitten zu 50 Kronen in ganzjährigen Raten am 1. April eines jeden Jahres nachhinein ausbezahlt. Da das Zinsenbezugsrecht jedoch schon mit 1. April beginnt, anderseits aber bei Abrechnung der Anleihe die Stückzinsen ab 1. Mai 1917 in Rechnung gestellt werden, so erwächst für den Zeichner der Borteil eines einmonatigen Zinsenge-winnes, wodurch sich der oben angeführte Zeichnungspreis von Kronen 92.— aus K 91.54 verringert. Der Zeichnungspreis der steuerfreien 5.501», am 1. Mai 1927 rückzahlbaren Staatsschatzscheine beträgt . . Kj[94.— worauf wir eine Vergütung von gewähren, das sind.........„ —.50 Nach Abzug der Vergütung beträgt demnach der Zeichnungspreis.......K 93.50 Die Stückzinsen werden mit 1. Mai 1917 verrechnet: der Zeichner hat daher 5.50°/« Stückzinsen vom 1. Mai 1917 bis zum Zahlungstage zu vergüten. Die Zinsen werden in halbjährigen Raten am 1. Mai und 1. November eines jeden Jahres nach-hinein ausbezahlt; der Kapitalsbetrag wird am 1. Mai 1927 zurückgezahlt werden. Die Sparkasse der Stadtgemeinde Cilli gewährt unter denselben Bedingungen wie die Oesterr.-Ung. Bank gegen Hinterleguug dieser oder der frühereu Kriegsanleihen als Deckung bis zu 75°/» des Nenn-wertes Darlehen zum Zwecke der Einzahlung auf diese Kriegsanleihe. Ueber die näheren Bedingungen, sowie über die Arten der Zeichnungsmöglichkeiten, gibt die gefertigte Anstalt bereitwilligst schriftlich oder mündlich Auskunft. Die Kriegsanleihe ist ein Papier erster Güte und sicherndem Zeichner eine günstige Verzinsung des angelegten Kapitals. Unter Berücksichtigung des Zeichunngspreises von K 92'— und des einmonatigen Zinsengewinnes stellt sich das Erträgnis im Falle der Einlösung im Jahre 1923 ans 7-29°/0. Abgesehen von der außergewöhnlich günstigen nnd sicheren Kapitalsanlage ist es Pflicht jedes Einzelnen, zu einem glänzenden Erfolge nach Maßgabe seiner Mittel beizutragen. Bedenket, daß unsere braven Soldaten an der Front bereit sind, ihr Leben sür das Vaterland zu opfern; bedenket, daß durch den Heldentod so vieler braver Helden, vielen Familien ein unersetzlicher, ja auch nicht durch Geld zu ersetzender Verlust zugefügt wurde. Von diesen Gedanken geleitet, kann es Cnch nicht schwer fallen, dem Staate das zu geben, was eine siegreiche Kriegführung an baren Mitteln be-nötigt. Das Leben eines gefallenen Helden ist für ewige Zeiten verloren; durch die Zeichnung auf die Kriegsanleihe verliert man jedoch nicht nur nichts, — denn der Staat ist ja verpflichtet die Anleihe zur Rückzahlung zu bringen, sondern hat auch eine ansehnliche Verzinsung seiner Ersparnisse erreicht. Es bleibe keiner zurück und zeichne auf die sechste üfterr. Kriegsanleihe bei der Sparkasse m Stadtgemeinde Cilli S-^nitlertung, Vcrsoinivg. Truä unv Verlag: LereinSbuchdruune „tetUja" m Cil.ii. — Verantwortlicher Leiter: Guido Schidlo.