^ „/reihtit, Zildau« str M " Str. tVS Mittwoch, tS. September tVEE. V. Jahrgang Die „Marburger Zeitung" erlch-i»« jeden Sonntage Atitin'i'.li und Sreitii,,. Preise — für Marbnrg: ganzjährig e fl., halbjahug » v>erlel>alir>g 1 «. so kr> siir L IN« San« monallich Iv kr. — mit Pvstversendun»: ganzjährig 8 fl., halbjährig ^ >1.^ vicrleljährig 2 fl. Die -in Mal gespailene «arm°ndz->ie M,d bei eminaligerSia mit 10, bei zweimaliger mit 15, bei drcimali^^^r mit 1.^0 kr. berechnet, wozu für jedesmalige Eiiischaltmig 30 tt. Jnseraten-^tempelgebühr kommen._ Zustellung einmnliger Einschaltung Zur Geschichte de^ Tage^. Die Fiitdeusu nt erHand lu tlgen mit Italien sind, nie das „Memorial Diplomatique" berichtet, im Gänftc. abcr noch niäit so weit t^edichen. daß man schon i», wcnigcn Tagen die Unterzeiäuiutig dcS Vertrages erwarten darf. Die grundslchlichen Fragen sind allerdinj^ö «geregelt, aber es sind sehr viele piaktische Einzellieiten noch zu erörtevu und festzustellen, so. außer der Grrnzlinie und der Schuldcntlieilunj^, Schicksal der österreläzischen Beamten in Vcnetien. die Angclegenlieiten l'cr Südli^Uin. die Entlassung der Venetianer aus der österreichlscheli Ar mee zc. zc. Auf die von General Menabrea angeregte Zurilckgabe der tijernen Krone ist mni österrcichischerseits nicht eingegangen. Die Trientiner, welche den Kaiser Napoleon gcbetelt, sich siir den Anschluß Südtirols nn Italieu zu verwenden, rrhiellen nur eine au6-lveichende Antwort, d. h. eine Vertröstung auf spätere Zeiten. Napoleon sei jedenfiUls nicht mehr in der Lage, die benits abgeschloss'nen diploma-tischen Berliandlungcn zwischen Oesterreich und Italien wieder aufzunel)-wen. Wenn Ztalien nur die str(!tl'gischen Kränzen l-eanspl^ncht. auf ivelchc eS allein mit einigem Grund Anspruch machen kann, so hcitt n seine Staati^männer diese Frage wohl schon vor dcul Allianzvertrage mit Preußen in Erw.igung ziehen sollen. Jene Blätter aller, welche diese Angelegenlieit tienilj^en. um den Groll gegen Ocstcrreich zu schiuen. leiden wohl eine große Verantwortung in den Augen aller Besonilenen auf sich. Alles ist dazu angetlian. daß zwischen Oest^recich und Stallen nicht mehr wie im Jl,hre 1859 ein Waffensttllstano abgeschlossen weide; beide Na-tionen könnten jetzt aufrichtig Frieden machen und in guter Nachliarschast ihre beiderseitigen Interessen sörc^ern. Wenn al)er diese Agitationen fort-dauern, so dlirfte dieses schöne Ziel anch diesmal nicht eireicht werden, und eS läßt sich kciutn ztveifeln. wer dabei den größten Schaden haben lvird. ! Uelier die F r i e d c n s v e r h a n d l u n g e n zwischen Preußen und Sachsen wird aus Berlin geschrieben: „Es ist hier die Alisicht vorherrschend, dctN König von Sachsen von seinen fürstlichen Attiil)uten Eine Nacht in der HoGauerhiitte. Von O. W. voll Horn. (Schluß.) Hundert lanerten auf LieSchen und Kasp^^r. Sie lauerten umsonst, und doch sagte sich Jeder l)eiml'ch. es» sei. irie das Neinllein sage. Es war augenscheinlich ein nenes Leben in Lieschen gekotnlnen. Ihr Äuge lcu'litkte und flammte lvieder lvie sonst, ,ibee der arnie Lorenz w^u ihr ein Dorn im Auge. Liebloser kann ein Weil' ihre» Mann nicht btli^m-deln. wie sie ihn. Cr trug's, tvie er's l^nige schon gUra^len, und suchte noch immer dnrch Freundlichkeit ihr die Gelegenlieil zum Zorne zu neh-?NkN. aber eS lialf einmal nicht. Sein .^tuinmer lag vor Aller Augen, und die Urs^'che auch. Wenn sie ihn nicht lieb hlUte. ivaruin heirlithete sie ihn denn? siligten die Leute. (!Zö ist alzee eiu leietitsertig Ding geive-sen. sagten sie, das nie recht wußte, »vor.nt e'5 ,nit sich selber war. und stets mit dem nnznsrieden, lvas es hcitte. Ger^^de in den» L'hiern lag das Unglück. Ich glaube, die Leute halten Recht. DaS Lieschen w^ir ein verzogenes, verwöhntes, eitles Ding. Als Mädchen war ihr Icder zuvorkommend, freundlich uich tlint ihr artig und schön; als Flau, ver-stcht sich, hatte das ein Ende. Dazu k^im die Art ihrer Trennung von Kaspar; das Unrecht, was sie ilzm glaubte angeth.rn zu hallen und die Macht seiner liiebe. die ihn lnnans in die Welt getrkben. D^i sasi sie denn zu H^'use alleine iind hing ihren Gedanken und Hirngespinnsten nach, und dns. lvliS sie nicht hatte, erschien verklärt und doppelt schön nnd Herr-lich, und lvtis sie hatte, das Beste jelbst. lvar nichts ivcrth. Ich iveiß nicht, meine Herren. — sligte der Holzhauer, — ob Sie solche Naturen gekannt haben? — Aber sie sind leider so selten nicht. So viel ist aber i^ewiß. glücklich sind und iierden sie niemt^ls. I^. ja. bei ltaepar'ivar'S eben so. daß verborgenes Feuer inwendig immer tiefer hinab^rennt. Je mehr er seine f.ottlose Liebe unierdrücken und beherrschen ivollte. desto tiefer ivurzelte sie und bäumte sich gegen ihn selber auf, wenn er Lieschen sah und nicht vveifeln konnte, tvie sie gegen ihn gesinnt sei. Es ist kaum zu bezweifeln, daß sie sich heimlich s^^hen nicht mehr übrig zu lassen, als einem Zivil Kommissär zusteht. Die säch-nschen Truppen sollen dem König von Preußen den Fahnen-Eid leisten nnd ganz zur Verfügung Preußens stehen. Alle festen Punkte und größeren Städte Sachsens sollen preußische Garnisonen erhalten ; die diplomatische Vertretung Sachsens fällt Preußen anheim, und außerdem z^^hlt Sachsen noch eine KriegKkosienentschädigung im Vetrage von 10 Millionen ^halern. Daß der König von Sachjen sich diesen Forderungen im We-sentlichen fügen wird, beziveifelt man hier keinen Augenblick, wie denn .iuch der Herzog von Meiningen endlich dcr Ä.l!acht der Verhällnifse sich gebeugt und bereit erklärt haben soll.- zu Gunsten des Erbprinzen die Regieruug niederzulegen. W^igstens erzählt man sich in gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen, daß der herzogliche Mtnisier von Buch nun die Anzeige von der veränderten Entschließttng des Herzogs hieher überbracht habe." Anderlveitige Nachuchten stellen den baldigen Friedensabschluß mit Sachsen nnter billigen Bedingungen in Aussicht. Einer Abordnung der K>rsseler Bürgerschaft, lvelche die Stadt „der Fürsorge und Huld" des Königs von Preußen empfahl, gab dieser zur Antivort: „Allerdings sind die Ereignisse für mich selbst unerwartet eingetreten; eS liegt eine Entwicklung der Dinge hinter uns. die ich vor dem Kriege als das Werk eines halben Jahrhunderts zu be-zeichnen Anstand genommen Hütte. Sie haben auch Recht, wenn Sie in Ihrer Ansprache erwähnten, daß die Geschichte der letzten Wochen in ge-ivisser Weise »vider meinen Willen ihren Berlliiif genommen hat. Zum wenigsten schmerzt es mich, gegen ein mir verivandtes und durch jähr-hitudertlange Herrschaft eng verbundenes gürstenthuin fo verfahren zu tnüssen. lvie ich es that. Aber die nationalen Anfgaben Deutschlands und Preußens duldeten es nicht anders. Es freut mich auch, daß die ^-LZevölkerung niäjt leichten Siuul.'S über den Wechsel der Dinge sich hinaus-gesetzt hat. Gleichwohl hoife ich. daß sie sich mit den nenen Verhältnissen, mit dem Anschlüsse an einen Staat, der — daS kann man nun nicht tvohl in Abrede stellen — was Intelligenz, Kraft und Ordnuug betrifft, an der Spitze der deutschen Nation steht, balö aussöhnen und mir in der tveiteren Bersolgung »nelner nationalen Zicle beistehen wird. In diesem Sinne srent es mich, die Herren hier zu sehen. Es hat mich einiger- utld daß ein vcrlirecherischer Umgang Statt hatte; doch ist nie darüber etwas kund getvorden. Man vermuthete eS tvohl. Daß Lorenz dem wilden Kaspar ein Dorn im Auge wai. 4veil er eben zwischen ihm und Lieschen stand, sie ihm entrissen hatte, das ist wohl keinem Zweifel unterworfen; cr zeigte seinen Haß aber nicht anders, denn daß er seine Nähe tnied. wo er konnte. Wie eS aber in Lorenj's Hause stand, nein, das war ein Jammer! In Lieschens Herzen wnch« die Atineigung gegen il)ren Mann täglich. Es fiel ihm kaum auf, denn er wußte es ltiser nicht besser. Womit er ihre Li^be verschei-zt habe, ivußte er nicht, iveil er sich selbst und alle Welt ilitn da^^ Zeugniß geben mußte, daß in ihm auch nicht die geringste Aenderuug eingetreten lvar. Er that ihr Alles zu Gefallen ; es k nu kein nngegohr.ni'S Wort über seine Lippe; sanft und freundlich war er überall und allezeit gegen sie. Traf er sie manchmal weinend, und fragte sie: Warum weinst Du denn? Es drückt Ulis kein Mangel; ich arbeite fleißig und verthne nichts; ich suche jeden Deiner Wüusche zu befriedigeu; ich gebe Dir kein hartes Wort, iviewohl Du so lieblos gegeu mich bist; ich trage Dich auf den Händen. Meine Licbe ist nach so innig, lvie sie lvar. als ich Dich freiete. und doch^ do-'^ —. bist Dn unglücklich, und es komlnt lNir vor. als ernte ich nur Haß für tneille Liebe! daun lvar eS. als käme ihr eine bessere Einsicht. Sie reichte ihm ihre Hand, aber wollte er sie an seine Brust drucken, so entwand sie sich ihm und schaudette innerlich. So stand'S, als der Herbst kam tlnd die Holzfäller zn Walde zogen. Auch Kaspar ging in den Wald, aber er und Lorenz kamen selten zusalnlnen. Eintna! fügte es sich, daß der Förster sie zum gemeinsainen Fällen einer starken Buche anstellte. Sie stand in einein sehr dichten Unterholz?, in dcltt ich beschäftigt war. ohne daß Beide es ivußten. Mir pochte das Herz vor Angst, ich lvußte nicht irarum, und ich will es gerne gestehen, daß ich meine Arbeit Versäumte, um sie zu beobachten. Schon gleich im Anfange ihrer Arbeit entstand ein Wortwechsel zivischen ihnen. Leider war ich nicht nal^e genug, alle Worte zu verstehen, aber er bezog sich auf Lieschen. Kaspar lvar heftig. Lorenz antivortete fanst. Die Angst mei-ner Seele wuchs, weil ich das Schlimmste b fürchtete. Ich schlich mich fort, um den Förster zu suchen, und ihn zu bitten, die Zweie von einan-der zu thun. Im Fortgehen lvar mirs. als hörte ich einen Schrei. Ich stand, maßen überrascht, diesen Beweis Ihrer Gesinnung schon jetzt entgegen-»ehmen zu können ; aber eS freut mich dir« um so mehr. Ich habe schon in meiner Botschaft erklärt, daß ich die Eigenthümlichkeiten des Landes mit der größten Schonung behandeln werde, und was speziell Ihre Baterstadt betrifft, so wird sie alle Zeit die Prärogative behalten, welche ihr als Hauptstadt eines so ansehnlichen Landes und namentlich auch in Rücksicht auf ihre günstige Lage und sonstigen Vorzüge zukommt. Höhere Zivil» und MilitärDkganisationen werden daselbst ihren Mittel-Punkt haben. Sagen Sie also Ihren Landsleuten, daß sie sich in mir in keiner Beziehung täuschen werden. Zwar bin ich für meine Person schon zu alt. um noch viel versprechen zu können; aber mein Sohn, darauf verlassen Sie sich, wird in meinem Sinne fottregicren und Ihnen Alles halten, was ich hiemit versprochen habe." Der König von Preußen wird demnächst eine Rundreise durch die einverleibten Länder Schleswig Holstein. Hannover. Kurhessen. Nassau antreten. In der zweiten Hälfte deS Oktober, spätestens Anfangs November d. I. werden die Minister der sämmtlichen zum norddeutschen Bundesstaate vereinigten Länder in Berlin zusammentreten, um die Bor-läge bezüglich der Grundzüge zur Bundesreform für das Parlament festzustellen. Das norddeutsche PcrlaMfNt dürfte kaum vor dem Frühling nächsten Jahres sich versammeln. Die deutschen Regierungen, welche wäh-rend des Krieges zu Preußen hielten und Truppen stellten, werden auch einen Theil von den Kriegsentschädigungsgeldern empfangen. In Betreff der römischen Frage ist man in Italien ziemlich allgemein der Ansicht, daß es sich hier nur um die Ausführung des September-Vertrages handeln kann. An ein Entgegenkommen des päpstlichen Hofes denkt man weniger als je. Man spricht neuerdings in Rom wieder von Reformen und hat in Paris um Rathschläge in dieser Beziehung gebeten, allein, wie man hört, die ziemlich trockene Ant wort erhalten, die französische Regierung habe ja schon längst ihren Rath ertheilt, jetzt könne sie nichts Anderes thun, als den Bestimmungen des September-Bertrages gemäß ihre Truppen zur festgesetzten Frist zu-rückziehen. Der merkwürdige Plan, die weltliche Macht deS Papstes an oen Kaiser Napoleon, als den Vikar desselben, zu übertragen, wird in der That von einer Partei in Rom befürwortet. Ueber die Aufgabe Frankreichs gegenüber der preußischen Politik äußert sich Forkade: „Im ersten Augenblicke, unter dem Eindrucke der uns im Monat Juni vorS Auge getretenen Aussichten auf Gebiets erweiterung. in diesem Beben patriotischer Empfindlichklit, mit welcher Frankreich die erobernde Macht Preußens durchbrechen sah. dachte man vielleicht an Gebietsentschädigungen. Man hatte Recht, bei diesem Ge-danken nicht stehen zu bleiben. Die Gebietsvergrößerungen, welche die Natur Frankreich bestimmt zu haben scheint, hätte man offenbar nur durch Krieg erlangen können. Krieg mit Preußen, selbst wenn er m t der früheren Politik nicht im Widerspruche gestanden, und selbst wenn genügend militärische Vorbereitungen uns gestattet hätten, ihn zu unter nehmen, wäre eine verderbliche Unklugheit gewesen. Durch einen jolchen Krieg würden wir Deutschland über die »valire Politik Frankreichs ge-täuscht, den alten unheilvollen Raßenhaß »vieder erweckt und in unge-schickter Weise Deutschland zu dem Glauben gebracht haben, daß es seine Unabhängigkeit sei. die «vir in Preußens Ehrgeiz bekämpfen; wir würden in den Herzen der Deutschen die deutsche Vaterlandsliebe tnit den preu-ßlschen Geschicken identisizirt haben. Dieser Krieg »vürde nicht nur unge-legen und grausam, sondern auch unsinnig gewesen sein. Man durfte also an Gebietsentschädigungen gar nicht denken. Nicht hierauf riethen unser Recht und wohlverstandenes Interesse unS. Gedanken und Handlungen wie angefksselt und horchte mit namenloser Angst im Herzen; aber es blieb stille und ich hörte den Schall verdoppelter Axtschläge, und lief, was ich laufin konnte; jenen Schrei aber hielt ich sür eine Ausgeburt meiner Einbildungskraft. Den Förster fand ich erst nach einer halben Stunde athemlosen Umherlaufens. Er tvies mich zornig zurück; aber in demselben Augenblicke gab eS einen gewaltigen Läritt im Walde. Dem Förster wurde es denn doch unheimlich und wir liefen zurück. Der Holzhauermeister kam uns entgegen und rief: „Ach, lvaS hat sich für ein Unglück ereignet! Der Baum hat den Lorenz im Fallen zerschmettert! ES ist zum Entsetzen!" „Ist er todt?" fragte hastig der Förster. „Mausetodtl" lvar die Antlvort. Wir eilten zur Stelle. ES war so. Der völlig zerquetschte Leich nam lag da. und KaSpar. bleich, wie eine Leiche, erzählte den Hergang. Er habe, sagte er. Lorenz gewarnt, weil der hohe, kahle Stamm und die gewaltige, hohe Krone ein rasches Fallen habe vorljerjehen lassen. Als eS krachte, sei er wegt^esprungen. Da aber der ik^aum nur noch schwach gehängt habe, so sei. trotz seines Widerrcr nächsten vier uud zwanzig Stunden dem Verhafteten zugestellt werden. Die Polizeibehörde muß Jeden, den sie in Bcrwahrung genommen, im Laufe deS folgenden Tages entweder freilassen oder der richterlichen Behörde übergeben. 3m Falle einer widerrechtlich verfügten oder verlängerten Gefangenschaft (Berwah-rnng) ist der Schuldige und nöthigenfalls der Staat dem Verletzten zur Gennglhuung und Entschädigung verpflichtet. —Die Wohnung ist unverletzlich. Eine Haussuchung ist nur zulässig: 1. in Kraft eineS richterlichen, mit Gründen versehenen Befehls, welcher sofort oder innerhalb der nach-sten vier und zwanzig Stunden dem Betheiligten zugestellt werden soll; 2. im Falle der Verfolgung auf frischer That durch den gesetzlich berech-tigten Beamten. Die Haussuchung muß, wenn thunlich, mit Zuziehung von Hausgenossen, erfolgen. Die Unverletzlichkejt der Wohuung ist kein Hinderniß der Verhaftung eines gerichtlich Verfolgten. — Die Beschlag-nähme Von Briefen und Papieren darf, außer bei einer Verhaftun.^ oder Haussuchung, nur in Kraft eines richterlichen, mit Griinden versel)nen Befehls vorgenommen werden, der sofort -oder innerhub der nächsten vier und zwanzig Stunden dem Betheiligten zugestellt wcrden soll." Diese Grundrechte finv die höchsten Rechte des Bürgers und müfscn darum von der höchsten staatlichen Macht — also vom .Reiche— gewährleistet werden. Die Gesetze, die auf Grund dieser Rechte über die Sicherheitspolizei erlassen werden, sind Sache dcS Landes, dessen Beruf zur Gesetzgebung mit Fug Niemand bestreiten kann, weil es dazu befähigt ist und wir an der Forderung festhalten, daß unter Mitwirkung anderer Staats» genossen — also hier der ReichSvertreter — nur jener Theil der Recht-ordnung festgejetz! werden muß. der Alle betrifft und deßtvegen von unS allein — d. h. von unseren Landesvertretern — nicht geregelt werden kann. Ist ferner eine Sache nie als eine gemeinsame (sür da5 Reich oder ein Lanv) zu betrachten, wenn die Kraft des Einzelnen (Land oder Bezirk) .zu ihrer Bewältigung hinreicht, so verlangen wir in folgerichtiger An- bauen war. „eS köunte ein Unglück geben, wie damals, alS der Lorenz umkam! Der Baum ist justement gerade so!" Da schrie plötzlich KaSpe.r: „Bube, waS tvillst Du damit sagen?" Und sprang gleich einem WütheudiN mit geschwungener A^t auf mich ein. Ich trat rinen Schritt znrück und fragte, ihn scharf anseh.nd: „WaS tvollet Ihr mit mir?" „Warum nanntest Du den Lorcnz?" schäumte er vor Wuth. „Weil ich durch den Btium daran erinn,rt wnrde." sagte ich. „denn ich war damals nicht weit weg!" Da holte er mit der Azt nach mir aus. dali ee. wäre ich nicht zurückgesprungen, mir den Schädel würde gespalten lmben. Der Holz-Hauer sprong herzu und riß ihn zurück. „Bist Du verrückt, KaSpar?" rief er auS. „WaS that Dir der Junge?" „Hast Du nicht gehört," schrie er, „waS er gesagt hat?" „Ich habe nichts darin gefunden, was übel gemeint iväre." sagte der Holzhcnler. „Ich aber." rief Kat^par. glühend vor Zorn. „Er meint, ich halte den Lorenz todt geschlagen." „Das sagt Är." ricf ich; „aber ich habe eS noch nicht gesagt." „Roch nicht?" schäumte er; „also Du tvillst es noch sagen?" Und tvieder drang er lvülhend auf mich ein. Darüber kam der Förster, der ihn soglnch auS dem Dienste jagte. Er ging mit furchtiitnen Drohungen gegen mich, und sein Weg war in'S Wirththaus. Dort stieß er die schrecklichsten Drohungen gegen mich lius. und als er völlig trunken war. ttiumelte er heim. Zu Hc^use gab eS sogleich die heftigsten Auftritte. Die Lcute vcrsammelten sich daselbst, wie idas so geht, und viele hörten es, daß er auSrief: Du bist Schuld,^ daß ich den Lorenz todtgeschlagen habe. Du hast mich verlockt! Immer milder wurde der Streit im Hause. So viele Leute auch dastanden, Niemand wagte eS. in das HauS /^u geben — biS ein gellender Schrei drinnen endlich die Leute zwang. Sie rissm die Thüre auf und ein ent-s^lickcr Anblick bot sich iliren Augen dar. Am Boden tag daS junge Weib mit zerschmettertem Schädel und KaSpar lehnte an der Wand. Wendung dieses Grundsatzes, daß die Vollziehung des LandeSgesetzes über die Sicherheitspolizei zunächst der Bezirksvertretung überlassen werde. (Schluß folgt.) Im preußischen Landtage sprach anch Waldeck über die Einverleibung von Hannover, Kurheffen. Nassau und Frankfurt. Nachdem er u.A. die Thatsache hervorgehoben, daß das angestammte Fürstenhaus von Hannover entfernt worden, sagte er: „Dieses Faktum haben wir gar nicht gemacht das hat der König gemacht, es ist die Folge dcs Krieges. Der Widerspruch, den Oesterreich dagegen inachte, tvurde beseitigt. Deutschland hat im Leben keinen Widerspruch dagegen gehabt, die Kleinstaaterei ist in Deutschland ein KrebS gewesen, und ivenn ich solche Erfolge sehe, sie sttld die Konsequenzen der Revolution oder eines glücklichen Krieges; sie gingen nicht von den kleinen deutschen Fürstenhäusern aus, welche den deutschen Einheitsbestrebungen entgegenstanden und die nun fortgcschwemint find. ES ist bekannt, daß alle Beschlüsse, alle Meetings nicht den allergeringsten Eindruck machten. Es ist Jedermann aus dem Jaijre 1849 klar gewordeil, daß. so wie der Druck von unten wegfiel. Union, Unirung u. s. iv. und überhaupt Alles von den Fürsten abgelehnt wurde und nur durch einen gewaltigen Druck von den Fürsten etwaS erlangt lvurde. In diesem Falle haben wir eS ja vor Augen, daß JeneS, waS jetzt diese Herren allerdings für sehr billig halten und waS sie dam.Us für sehr unbillig hielten, nämlich der norddeutsche Bund, damals positiv und immer abgelehnt worden ist. uud auch jetzt noch immer von den vertriebenen Fürstenhäusern abgelehi»t wird. Wie in aller Welt können sie sich jetzt beklagen, daß, nachdem sie daS. was sie jetzt annehmen wollen, hartnäckig abgelehnt haben, nun mit ihnen selbst ein Ende gemacht ist (Bravo!) uud Deutschland dahin gelangt ist. zn einem EinheitSstaate zu werden. Denn wenn man a»»s die Dinge eingeht, die mein Herr Vorredner aus der Geschichte entwickelt hat, so kommt man da noch viel »veiter. DaS Königreich Hannover ist gar keine nrwüchsige Gestaltung, es repräsentirt nur einen k, ästigen BolkSstamm, den altfächsischen, der bis hinauf nach Holstein sitzt; aber ivaS mit die-fem Volköstamm im Lanfe der Geschichte von Herren, von Städten und von geistlichen Stiftungen vorgenommen ist, daS hat mit der Existenz des Volkes nicht daS Allergeringste zu thun (lebhafte Zustimmung), das ist der allergrößte Zufall von der Welt. Hannover hat ja noch 1815 durch jenen Neid Englands und durch jene Schiväche Hardenbergs preu-ßische LaiideStheile: OstfrirSland. Hildeslieim. Lingen und die Reichsstadt Goslar, tvieder bekommen, durch eine Nachgiebil^keit. die man nicht genug verwünschen kann. (Große Heiterkeit.) Was hatte denn Hannover gethan? Niemand hatte an Hannover und Kurhessen gedacht, nno als Körner und Arndt Lieder für die deutsche Freiheit sangen, da dachten sie wahrhaftig nicht an jenen Kurfürsten von Hessen, der in Prag saß. (Heiterkeit.) Nein, selbst in einem Briefe von Stein an Gagern. der viel mit den Kleinstaaten zu thun hatte, ich meine den alten, sel)r tvürdigen Gagern. als er sich bei dem Verlvaliungsrath als Gesandter de« Kurfürsten von Hessen meldete, heißt es: „Noch ist nichts für den Kurfürsten von Hessen zu verwalten," obwohl Westfalen damals schon erobert war. Er glanbte nicht annehmen zu können, daß Hessen wieder hergestellt iverden würde. Und was haben diese Fürsten denn gethan, als sie tviederkamen? Der König von Hannover, damals der König von England, ließ durch den Grasen Münster erklären: „AlleS Gute, das während der westfälischen Regierung eingetreten — und es ivar viel GuteS eingetreten — alle guten Gesetze ezistiren nicht." (Heiterkeit) Der Kurfürst von Hessen sagte: Es ist ein Räuber in meinem Lande gewesen, der hat allerlei Gesetze und „Seht, die Hab' ich zum Schiveigen gebracht! So geht'S noch Einem !" Er nannte meinen Namen. Sein Maß war indessen voll. Die Leute überwältigten und banden ihn. Sie liefen nach dem Arzte und den Gerichten. Es »var indessen längst zu spät für ärztliche Hs'lfe. Der erste Hieb ivar tödtlich. denn die Schärfe der Art hatte den ganzen Kopf gespalten. KaSpar ivar nüchtern geworden während der einleitenden Verneh mnngen. Als man ihn zu dem Körper der so schauderhaft Ermordeten brachte, sank er bewußtlos nieder. Nach vielen Bemühungen deS ArzteS kaln er tvieder zu sich und nun bekannte er Alles. Mit Lorenz hatte er selbst den Wortstreit angefangen. Lorenz schtvieg anfänglich zu Allein, aber als es ihm doch zu arg wurde, antwortete er il)M. Ein Wort gab daS andere, bis Kaspar in seine blinde Wuth ge« rieth und die umgekehrte Azt dem Armeu auf den Kopf schlug. Mit einem Schrei, den ich gehört hatte, stürzte er zusammen und war todt. Kaspar Verdoppelte nun seine Hiebe an dem Banine und legte den Leich-N'Ml Lorenz'S so. daß ihn der Stamm traf und /Zerquetschte. Von seiner Frau sagte er. sie sei il)M immer vorgekommen, als sei sie blutig. Sic liabe il)n verlockt und seinen Haß gegen Lorenz gereizt in den drimlichea Zusammenkünften, und so habe sie zuerst den Gedanken des Mordes in itim angeregt. Daher sei er denn auch so lvüthend geivorden. als sie ihn einen Mörder genannt habe. Jetzt, — sagte der Holzhauer. — kann ich's kurz zusammenfassen. Der Prozeß ging zwar langsam, aber daS Urtheil lautete auf den Tod durch das Beil. Es lvurde an ihm vollzogen. Seitdem duldete eS mich iiicht mehr daheim. Die Erinnerungen .ivaren zu schreckhaft für mich. Ich ließ mich hier nieder, um dort weg« zukommen und es hat mich noch nicht gereuet." Der Holzhauer hatte feine Geschichte geendet. Sie hatte unt alle mit Grliusen erfüllt. . Während draußen der Sturm noch immer auS vollen Backen blies und der Regen in Strömen fiel, streckten wir uns auf das Moo^lager. Mein Freund schlief bald. Ich aber konnte den Schlaf lange nickt finde» denn die Bilder standen vor meiner Seele, die des HolzhuuerS Erzählung herauf beschworen hatte. Geschichten gemacht (Heiterkeit); ich «^ehe euf den Standpunkt von 180K zurück, und c;erade diese alten Zustände lverden wieder het.^esttllt. Hätte er einen Adreßkalendcr von 1806 Habel, können und wären nllc tic Ho> leute und Beamten, die in jenem Ktilendtr standen, noch dagewes n. er würde sie wieder eingeführt hlibcn. gerade wie t^ie Zöpfe. (Heiserkeit.) Gerade so machte es der Könij^ von Caidinien. als n' restlNtrirt wurde. Cr ließ sich ein solches Verzeichniß l^elien und kaui l'ainil sehr gut fort. WaS zerstörten diese Herren? Ciue selzr gule GerichtiAverfassunt^. äliiilich wie sie jcht in Hannover wieder eingesilhrt ist. aber nicht im Kurfursteu thum Hessen; sehr gute at^rarische Gesetze, die den Vaueiustand befreit halten, die ähnlich gewirkt hätten, wie sie in jener UnlMckszeit bei uus gewirkt haben und die auch Preuj^en in Westfalen anerkannt hat. wenn-gleich Modifikationen für nöthig erachtet wurden. Das Alles zerstörten diese Herren, und nicht einmal die Schulden dieser Zeit, die das ancr-kannte Königreich Westfalen aufgenommen hatte, erkannten sie an (Hört!) zur größten Bedrückung vieler Familien. Können sich denn diese Fürstengeschlechter beklagen, daß endlich die Nemesis über sie gekommen ist?" Marburger Berichte. (Aus hilfS lasse.) Mit Ende Juli betrug der Kafsarest 1514 fl. 87 kr. Im August wurden eingenommen: 1167 fl.. ausgegeben: 1623 fl. 43 kr. eS blieben also noch 1058 fl. 74 kr. in der Kasse. (DaS todte Kind), welches man neulich in St. Leonhardt ge. funden, war eine Frühgeburt und bereits in so hohem Grade der Verwesung, daß die Leichenschau in keinem Falle zu rinem belastenden Ergebnlß führen konnte. Da eine Verheimlichung der Niederkunft nicht vorlag und die Nothtaufe des Kindes durch die Hebamme vorgenom-men worden, so wurde in Erwägung all' dieser Gründe die weitere Untersuchung eingestellt. (Entdeckung.) In einem Hanse zu Schleinitz — am sudost-lichen Ende des Dorfes — »vurde vor einigen Tagen in Folge einrr gerichtlichen Anzeige eine Durchsuchung vorgenommen und eine Menge entwendeter Gegenstände gefunden, darunter auch ein Theil jener Kleider-stoffe. die Anfangs Februar dieses Jahres aus der Markthütte der Frau Marie Heumaier gestohlen worden: der Werth dieser Stoffe beträgt fl. (Zum D iebstahle bei der Frau Küster.) Von jenen drei Uhren, welche der Frau Küster gestohlen worden, ist nun auch die zweite — eine goldene Damcnuhr mit schwerer goldener Kette im Werthe von 80 fl. — wieder im Besitze der Eigenthümerin: ein Mitglied der Diebsbande. daS auf freien Fuß untersucht wird, machte die Anzeige und es wurde die Uhr auf dem Dachboden der Wachthütte neben dem Pul-verthnrme gefunden. (Mord.) Am Sonntag wurde in KraÜichsfeld ein Bettler auS dem Bezirke t>)onobitz erschossen: der Thäter. ein-D»sertenr vom Jnfan-terie Rktunlentc Jelachich. iufindet sich bereits in Hast-, er ivurde im Dorfe Podova von nachsetzendeii Husaren ergriffen. (V r a n d.) Wälirrnd des Gewitters. dat'< am Sonnt.^ge N.ichmitta.^ losbrach, ziludete ein Älitzslrahl aus der Hube de»^ Herrn Dr. Franz Duchatsch in St. Mcugarethen an der Pößnitz: daS Wirthschaslsgebäude und Vierzel)» Wagen Heu velbvaunten. (Str a ß e nk a mp f.) Am Sonntag Abends um 6'/^ Uhr war die Drangassf der Schauplatz eineS blutijien Kampfes. Ein Arl'eittr der Eisenbuhttwerkstatt begann mit einem Mädchen und dessen Liebhaber ei« nen Wortwechsel: anS dem Wind wurde Sturm und jede Partei fand Genossen. Darauf Geräusch der schlagenden Beweise. Niederlage und Auf-erftehung. Schimpfreden. Flüche, vier Männer und zwei Angehörige deS zarten Geschlechtes vom Blute zahlreicher Wunden triefend . . . welch eine Sonntagsfeier! Wachmänner der Stadtpolizei ließen sich keine felien; es wurde auch vergebens um ilire Hilfe gerufen, vergebens darum gesandt. In der Wachtstube muß sich Niemand befunden haben und die Rauferei t)ätte noch viel schrecklicher enden können, wäre nicht der Gemeindebeamte. Herr Sinkowitsch gekommen und liätte er nicht mit persönlicher Gefahr den Frieden hergestellt. Wir haben sieben Wachmänner und meinen, eS sei nothweudig. an Sonntagen mindestens denselben gewisse Standorte anzuweisen, von wo sie nach allen Seiten zu Hilfe eilen können. Viel-leicht wäre die AufsteUimg vou gleichfalls uniformirten und bewaffneten Hilfswächtern an solchen Tagen ratlisam: die Ehre der landeSunmittel« blireu Stadt, die Sicherheit ihrer Bewohner lassm die Vermeidung solcher Straßenkämpfe wünsche». Letzte Post. Die Unterhandlungen wegen deS ungarischen Ministeriums find erfolglos geblieben. ^ Der ungarische Vandtag soll nicht vor drei Monaten einbe-rnfen werden. ^ . Baiern will die preußische Wehrverfassung einführen. Tiirkische Truppen ftellen sich an der montenegriutschen uud serbischen Grenze auf: Omer Pascha wird eine Heerschau ttber dieselben halten. . ^ ^ Die Türken auf Kandia machen Bewegungen gegen die Aufsländischen, die sich in drei vageru zum Kampfe vorbereiten. Vierzig Ortschaften in EpiruS sind von deu Bewohnern verlassen worden, die sicl» in die Gebirge geflüchtet und dort ihre Un-abl^ängigkeit von der Türkei verkündet. Teleftraphischer Wiener Collrs voul 11. September 5-/, Metalliques . . .'»*/<, National'Anlehen. 1860er Staats-Anlehei» Bankaktien . . . . 63.50 Kreditaktien........162.70 63.90 London.........129.75 82.90 Silber.........128.— 739.— > K. K. Mttiiz.Dnknte» 6.15 Geschäftsberichte. Pettau, 7. September (WochenmarktSbcricht.) Weizen f!.4.60. Korn fl.8.60. Gerste fl. 0.—. Hafer fl. 1.50. Ättturnj» fl. 3.70. Heioen fl. 3.-. Hirsebrein fl. 4.60. Erdäpfel fl. 0.— pr.Metzen. Rindfleisch 20. Kalbfleisch oline Ziuvitie 21. Schweiilflelsch jung 20 kr. pr. Pf. Holz 36" liort fl. 7.40. detto weich fl. 5.40 pr. Stlafter. Holzkolilen bart fl. 0.45, detto weich fl. 0.35 pr. Metze". Hen fl. 1.30, Etroh, Lager- fl. l.10, Stteu« fl. 0.90 pr. Centner. Au vermiethen: (353 Eine schöne Wohnung nebst Gartenautheil. — Das Nähere bei Bincenz Kandutl), Alleestraße 167. Angekonimeiie in Marburg. Vom 7. bi» 11. September. „ErzHerz. Johann." Die Herren: Baron WiLllerStorf. kk. Minister d. Handels. Wien. Graf Henkl von DonnerSmark. aus Wien. v. Goiitard. tk. Oberst, Ariedan. Dr. Müller. GemerkSbes.. Obersteier. Tawlowetz. kk. Offizier. Lissa. Dr. Strafella. Advokat. Pettan. v. Winkler. Privat. Graz. v. Formacher, Gntsbes.. Aeistritz. Rntker. Bindcrmst.. Radkertbnrq. Pollak. Rltbes.. RadkerSlinrg. Leber. Gutöbes.. SibiSwald. MiiUer. Priv.n. Graz. Harnko. Kabriksbes.. Wien. Scheicher. Priv.. Graz. Wutschiiig. Priv., St. Martlu. Schlesinger. HandelSreis.. Wien. — Die Krauen: Riißler. kk. Haiiptm.-Witwe. Tirol. Malli, Private. Radschach. Hackl, Kaufm.-Gattin. A^wm. „Stadt Wien." Die Herren: Vlach. tk. Llindeöqerichttratl). Tr»est. Bechtold, Telegrafen.Jngen.. Graz. Stedile. Ne^^oziant. Roveredo. RoviS. Kroßbandler. Zriest. Bohr. Kabrikant. Wien. Rosenthal nnd Charmaz. «a>lsl.. Wien. Flaschner, kaiifm.. Pest. Demeter, Kaufm., Szigetli. (?aUer, Gastwirtli. 5töflach. „Stadt M e ran." Die Herren: v. Losch. Lal,desger..Pl-üs.. (".^raz. Doljuit. kk. Major. Sachsenfeld. Iettmar. Privat. Wien. Anastasio. Großliändler. Cairo. Mierony. Großhändler, Alexandrien. Benrau. kk. Hauptm., PanSzowli. Peleovie. kk- Oi'erlient.. Panner. Aleischljauer. Leoben. Dr. Iakvbomitsch.^ sammt Gattin. Wien. Zeitlinger, Realitäteiibes.. Obersteier. Dr. Wenedlfter. Äd>wk..l Candida». Graz. Pfesserer. kk. Adjunkt. Z^lagenfnrt. Arölilich. kk. Polize,.Commissi.! Graz. Maurer, kk. Polizeiadj., (^raz. Knaus, kk. Kadett. Wien. „Fischers Gasthaus." Die Herren: v. Schindliicker, kk. Geueralmajor, Wien. Dunkl. Commis. Graz. Schieferl, VolkSsönger. mit Gesrllschaft. Wien. s Joch Aecker bester Gieba, nahe bei der Stadt, lvelden aus melircre Ial)re verpachtet, oder anch gegen blUige Bedingnisse verkauft. Näheres im Eomptoir dieses Blatte- (3-^ Verloren wurde am 9. September in der Kärntnergasse ein kleiner brauner kurz, haariger Wafserhund mit langbehaarten Dhren. (Steuermarke Nr 74.) Der Finder wird ersucht, denselben gegen gute Belohnung am Kärntner Bahnhofe beim Ingenieur Friedrich Wagner abzugeben. Kür alle P T Befktzer von TchlöKer«, Villen, Gehöfte«, Ttadt und LandhSnfer«. Zur BtschüKuni, ihrer respektive» Baulichkeiten^ Mi>«azint^ Speicher X vor Ungkwitler »ud VliKeinschla,, empfiehlt drr Gefertigte srine von Bau- n»d technisch!» Autoritäten lirstcns liiiiikannteu.und verläßlichen WU^ Alitzltllltittr mit t. i. a. priv. isolirten Triigerftiitzen und endlosem Kupserseil, lvelche durch ihre vereinfachte und solide .Konstruktion alle bisherigen NliKableiter bei Weitem übertreffen und zu den billigsten Preisen erzeugt werden in der ^ ^ Lauschlojftrti des Zlsg) Wien. Alscrqrund. Halinstassc Nr. tt. ^ Ilrcisttiirlintk Md Ilschreibiingtii lirati» Nr. 0814. G^ektttwe Aahrni^en-Bersteigerung. '^>onl k. k. VeziikStzerielitc Marbur,^ wird bekannt getnachi: sei die lxcltttivc Fn>!ii>tunst der d>m Pu>.,>u, Grundb.siper zu .««- schclni'a >,cliöri>,k», mit qcrichtlichelli Pfai»^'rc'qlcn und aus 82 fl. tili kr. ^s»äj>rn Falwossc. «I»: «>»>> . .!immcrtinr>chtun,i u. s. >v. bewil-lilut n»i> liirzu s^cll>,iel»n>,s ^a^ilaiuml^kn. die erste aus d>» Leptoiilber. die z>vt>te aus »». .vktobkr jkdc»uu,l von 10 l'is IL Ul>r Pormittags im Wol>no>te des Schuldners zu Kuscheml,, Är. mit dem Bcis>>pr nn>;cordnrt worden^ daß dir Psandstiickc bei der ersten Aei!liietnn>, nur um oder iiber den Schäpu»,,»>verll,, bei der zweiten ge'lliietun« a>>er auch unier demselben „egen sogleicke Narjal>lu«a nnd Wejiichassung liintau„k,zrbrn werde». !». k. Pezirk^i^ericht Aiarburz^ am !'. Aiupist l8«!ü. Eisenbahn - Fahrvrdnlliig für Marburq. Stack Wie»: «ach Trieft: Abfal,rt: 6 Ul,r 19 Min. Zsrili,. «i sal^rt: 8 Uhr M'n. Fnih. tt U!,r 43 Min. «bends. v Uhr 2 Mm. Nnch Pillach: Abfal,rt: !) Ul)? Frül,. Die gemischten Ziige vcrkeliren täglich in der Richtung nach Wien: Trieft: «dfichrt: Ukr 44 Mm. Mittags. Abfahrt: 1 Ulzr Li, Min. MtttagS. Eil zuq verkehrt von Wien nach Zrieft und von Triest nach Wien Dienstag. Donnerstag und Smnstag. ?>iach Wien: Räch Trie^. «bf'il^rt: N!>r Miii. Mittag». Absalirt: t Uhr 52 Mi« MMagK. BeranNvortlicher Redakwnr: Franz V»e»thaler. I >. Kit. Druck und "i^erlott v^n t^duard Ianschitz in Marburg.