edjriftlfitung: RathauSgasse Nr. 6. tricti»n Rt. XI, UUcrvrtcB. • |tc«Hin>c: XH«li4 (hui WaotiBK Kt Coan- s. iV>"-Ifl) coit U—11 vd« teim. b»»»tchrr«t«» tufrfcm al4t »I»«,ez«d »a, r.oincnloV wn-ntxn^m rt B»rtitl)Olaaqt«flea-Jt*nev ®BI4 tote «oft >«\ajrn : . . . K s-M H-ldj-W, . . . . K ««« ®aml4t!iij. . . . K tr80 if»t < i 11 < mit rfu(lelliiaj in« H»n« i «siutn« . . . . K t'M Slcticflttria . . . k »•-Jpolhjiltirta ....*#•— Ajiujtbcig . . . . K ir-g«r« Vallaitt atoljen st« M< Be»ufl«j(t Jtten n» »ktiolje«« ■ 9atcntaaa*-IVb«ftr[[iul<| 38 ZaVrgang. Serbische Pläne. Der „Wiener Deutsche» Korrespondenz" wird aus Belgrad geschrieben: Auswärtige Blätter, die mit hiesigen politischen Lreisen in notorischer Fühlung stehen, berichte» tag-hd) über die Unhaltbarkeit der Zustände in Alba-nirn, die seine Umwandlung zu einem selbständigen ElaatSwesen ganz unmöglich machen. Verständlich »erden diese den Tatsachen nicht entsprechenden Dar-stellmigen, wenn man in hiesigen radikalen Kreisen versichern hört, daß es Serbien als seine Ausgabe betrachten müsse, in Albanien einzurücken und es zu pazifizieren. Es ist kaum anzunehmen, daß die indische Regierung mit solchen Plänen etwas ge-«ein hat, obgleich die neuen Schwierigkeiten, die Effid Pascha in Albanien macht, immerhin den kerdachl hervorrufen, daß hiebei auswärtige Ein« flösse im Spiele seien, durch die Albanien immer wieder von neuem ansgeregt werden soll. Allein es ist, wie gesagt, nicht anzunehmen, daß die serbische Regierung an einen Gewaltstreich, wie ihn die Radi-taten träumen, denkt. Dagegen kann es als fest-stehend angenommen werden, daß auch die serbischen RcgierunzSpIäne da» Ergebnis des Krieges nicht als ein endgiltigeS betrachten und bereits j,tzt damit beschäftigt sind, eine neue Phase der serbi-scheu Expansionspolitik vorzubereiten. Man hört es einflußreiche Personen offen ans-sprechen, daß Serbien gewillt sei, mit Oesterreich-Ungarn in srenndnachbarliche» Beziehungen zu leben »d die Agitation im Süden der Monarchie einzu-ilellen, wenn sie der künftigen serbischen Balkan-Politik keine Hindernisse in den Weg lege. Wie viel i»f solche Versprechungen zu halten ist, weiß man ant Erfahrung, wird aber noch mehr klar, wenn »an die neue Richtlinie der serbischen Balkanpolitik iinul. Man ersieht daraus unschwer, daß dies« sich auch gegen die Monarchie richtet, indem sie erstens die Einverleibung Albaniens an Serbien anstrebt (Nichdnick verdileu.) Der Entscheidungskampf. Novellelte aus Java von A. Berg. Luf dem paradiesischen Eiland Java fand heute euui der sogenannten Rampokfeste, der vom Inländer hdchzeschätzten Tier kämpfe statt. Ein Schauspiel, daß seit Traditionen sich im-»er um aus Java abspielt, ein Lchauspiel, welches immer gleich grausam ist und immer die gleick wilde fij|t bei den braunen Zuschauern erweckt wie vor Zlchrhundert.il. Zu Taufenden strömt die Bevölkerung dem iv-ng, das ist der Hauplplatz, zu. wo sich die Arena befindet. DaS weite Rund ist von Tribünen umgeben, auf denen sich bald Kopf an Kopf die dunkelhäutige Menge drängt. Die sonst ruhigen Javanen sind wie verwandelt m der Erwartung des blutigen Vergnügens, sie sind eine freudig-wogende, fieberisch-aufgeregte Masse, die «»geduldig den Augenblick ersehnt, die Hauptattrak ton deS Festes, wo einer der Bambuskäfige inmit-ten der Arena sich öffnet und das Opfer, ein Tiger oder Panther, hervorjagt in wildem Aussprung aus leine feinde, die sprerbewaffneten braunen Männer-scharen. — Roch aber ist eS nicht so weit. Noch wird die allgemeine Cpannung hingehalten, gleichsam vorbe-leilcl und gewürzt durch Hahnenkämpfe, die unter lauem Geschrei der ringenden Gegner und heftigem Kedernverluft sich abspielen. Und kein geringeres Plai-fier bereitet eS den Zuschauern, die Wut ter Hahn-duellanten zu reizen. und zweitens sich den Zugang zu Saloniki crzwin-gen will. Wenn Serbien auf GebietSerwerbungen südlich von Gewgeli besteht, so entspricht dies offensichtlich seiner Absicht, sich vorläufig Saloniki näher zu bringen und den Weg dahin abzukürzen. Ebenso entspricht das Verlangen Serbiens nach Djakoritza dem Wunsche, sich in diesem Orte ein günstiges Einsallstor nach Albanien zu sichern. Die serbische Presse verrät dieS selbst, indem sie Montenegro be-schwört, in der Djakoritzafrage doch nachzugeben, da Montenegro zu klein sei, um die strategische Situa-tion DjakovitzaS genügend auszunützen und dort eine große Armee zn konzentrieren! Die Aufstellung einer großen Armee in Djakoritza hätie aber — da von Albanien doch kein Angriff zu besorgen ist — doch nur einen offensiven Zweck uud in der Tat wäre eS von Prizrend ans schwerer, in Mazedonien einzu-dringen und die Küste und damit die albanische Hauptstadt zu erreichen, als von Djakoritza aus, das eine direkte Verbindung mit Stutari und Du-razzo ha». Dieselbe offensive Absicht verrät aber auch die andere einstimmig in der serbischen Presse erhobene Forderung, daß die Adriabahn nicht nach Sau Giovani oder nach Durazzv, sondern nach Valona gejährt werden solle, und man gibt der serbischen Regierung in Erinnerung an den serbisch-griechischen Teilungsplan betressend Albanien den Rat, sich darüber schleunigst mit der griechische» Regierung zu verständigen. Oekonomisch wäre die Linie Monastir—Valona durchaus nicht vorteilhast, da sie einen großen Umweg machen würde, strate-zisch wäre sie aber von großer Wichtigkeit, da durch sie sür eine.« serbischen Einfall Valona oder El-bafsan, faste dieses die albanische Hauptstadt sein würde, leichter erreichbar wäre. Man sieht also, daß Serbien schon heute daran denkt, sich die Möglich-keit einer doppelten Offensive gegen Albanien zu schassen: Djalovitza-Skutari und Monastir Balona. Allerdings weisen diese serbischen Pläne einige mindestens zweifelhafte Posten aus. Erstens bleibt es fraglich, ob Bulgarien den Bestrebungen Ser- Zu den wenigen, die sich nicht hieran beteilig-ten, gehörte eine blutjunge, reichgekleidete Javanin. ES war Aetta, die Tochter eines reichen Plantagen-besitzers. Sie war eine Schönheit ihres Landes. Ihre braunen Wange» besaßen einen sammetartigen Schmelz, die dunklen Augen strahlenden Glanz In dieser Stunde spiegelte sich in diesen Augen eine so leidenschaitliche Spannung, daß man wohl annehmen konnte, Aetta leide Folterqualen unter dieser Erwartung. Und in der Tat war eS so. Denn die Hauptattraktion heute, der EntscheidungSkamps zwischen dem König des Dschungels und seinen bewaffneten Wider-parts, sollte, laut väterlichen Diktats, über UettaS Zukunft entscheiden. Gestern waren zwei Gäste zu ihrem Vater ge-kommen, die mit Wein und Reiskuchen traktiert wur-den. Die Brüder Jan und Janko. Laut brüderlicher Vereinbarung hatte sowohl der ältere, wie der jün-gere, dem Vater S)ettas erklärt, er liebe seine Tochter und begehre sie zum Weibe. Darauf hatte dieser erwidert: „Da Ihr sie nicht beide heiraten könnt, so wollt Ihr, wenn ich recht verstehe, es mir überlassen, wem ich sie von Euch geben will. Ich sage nun. beide seid Ihr mir willkommen. Wohl hat gemeinhin der Aeliere das Borrecht. Weil mir aber scheint, daß Delta Euch, Janko, lieber hat, so soll ein Drittes hier entfchei-den. Fällt bei dem Tierkampf morgen der Tiger un-ter den Speeren, so soll Aetta Euch, Jan, dem Ael-teren, gehören. Gelingt es indes der Bestie, die Stahlmauer der Javanen zu überspringen, so mögt Ihr, Janko, das Mädchen bekommen." biens, sich zur Balkanvormacht aufzuschwingen unv dadurch Bulgarien selbst in sein Schlepptau zu nehmen, ruhig zusehen wird, zweitens vergißt man aber in Belgrad, daß Serbien im letzten bnlgari-schen Kriege nur durch das Eingreisen Montenegros und Griechenlands gerettet wurde und diese beiden Staaten sich kaum zu gleicher Hilfeleistung wieder bereit finden lasse», nachdem ihnen Serbien Gebiete abgenommen hat, die sie bereits okkupiert hatten, als dort noch türkische Administration bestand. Allein der serbische Chauvinismus — und er ist durchaus nicht aus die radikalen Kreise beschränkt — hat vorläufig keine solchen Bedenken und darum wird Serbien noch aus lange Zeit ein Element der Un-ruhe aus der Balkanhalbinsel bleiben. ver Andrang in den Mittelschulen. Anläßlich des Schulbeginne» veröffentlicht der ReichSratSabgeordnete Dr. Slcinwender im .Neuen Wiener Tagblatt" einen treffenden Aufsatz über die Ueberfüllung unserer Mittelschulen, wodurch der In-dustrie, dem Handel und Gewerbe und der Land-wirtfchaft viel intelligenter Nachwuchs entzogen und zumeist in staatliche Ueberversoraung gedrängt wird. Abgeordneter Dr. Steinwender schreibt: Wir werden heuer wieder um etwa 5V00 mehr Mittelschüler gegen das Vorjahr haben. Und zwar Gymnasialschüler. Nicht wegen der überständigen klassischen Bildung, vor der den Eltern mehr graut als den ahnungslosen Schülern, sondern, weil aus dem Gymnasialschüler alles werden kann, vom Ge-meindefchreiber bis zum Ministerpräsidenten, weil das Gymnasium nobler und den „Fährlichkeiten" der produktiven Arbeit »och weiter entrückt ist als die Realschule. Bisher war es ganz vergebens, auf die Taufende von Absolventen der Mittelschule» und der Hochschulen hinzuweisen, die keinen Posten finden Verborgen hinter einer Palmengruppe, hatte Aetta, unter Zittern, den väterlichen Machtspruch vernommen, dagegen sich aufzulehnen verboten war. Ja, der Vater hatte recht, ihr Herz gehörte dem Jüngeren, gehörte Janko. Glücklich, rasend glücklich würde sie sein, wenn sie sein Weib würde. Unglück-lich dagegen. lotunglücklich würde sie werden an des ungeliebten älteren BruderS Seite. Doch warum sollte der Tierkampf nicht zugun-sten Jankos endigen? Gelang eS nicht oftmals, daß ein Tiger oder Panther die gewohnte Form unterbrach und dabei durchging? Ein AuSgang des Kampfes, das die Wucht deS Schauspieles »och er-höhte, weil er sür die Zuschauer mit Gefahr ver» bunden war! Wie oft hatte die liebende Javanin sich diesen Ausgang vorgeredet, und weil sie ihn so heiß er-sehnte, glaubte sie schließlich, dieser und kein anderer werde eS sein. Von Minute zu Minute steigerte sich jetzt ihre Erregung. Auch häte die hübsche Javanin nicht eine Evastochter sein müssen, hätte es nicht ihrer Eitel« keit geschmeichelt, und für sie nicht einen eigenen Reiz gehabt, zu wissen, daß hier in der Zuschauer» menge ihre beiden Werber mit der gleichen Erregung wie sie den EntscheidungSkamps erwarteten, der dem einen Bruder daS Glück, dem andern herbe Enttäu-schung bringen würde. Aetta saß weit getrennt von den Brüdern. Die Gestalt JanS, der klein von Natur, verschwand fast in der Menge, dagegen überragte Janko, eine jung« Rcckengestalt, die Köpse von weitem. E« war daher Detta nicht schwer, den Geliebten zu finden und Seit« 2 i>viniiiif Aüiicht sönnen, aus bad Mißverhältnis, das darin liegt, daß sich in 20 Jahren die Mittelschüler um 100, die Hochschüler um 200 Prozent vermehrt haben, aus daS unadweUliche Bestreden, die Zahl der Angestell« ten zu vermindern oder wenigsten« nicht mehr an-wachsen zu lassen. ES nützt alles nicht« Jeder denkt sich, wo 160.000 Platz finden, wird mein Bub mit» lausen und so schickt er ihn mit schweren Opsern und unter Verzicht auf eine leichter erreichbare, des-ser, Zukunft in die dürre Tretmühle des Gymna jtum«, während ringSherum die grüne Weide des LebenS verlassen liegt. Schuld an der Uebersüllung der Mittelschulen, die in wenigen Jahren geradezu katastrophal zu wer-den droht, sind in erster Linie die Eliern, die aus Liebe zu ihren Kindern au« ihnen durchaus „elwaS BesiereS" machen wollen. Sind die Eltern selbst Beamte, dann mögen sie recht haben; sie haben lein Geschäft. da« sie übergebe-', kein Geld, mit dem sie den Kindeln eine selbständige Existenz begründen könnten, dasür aber stehen sie in dem Ban» eineS verzeihlichen Vorurteile«, welches den Uebergang in ein Gewerbe als eine „Degradation" empfindet. Äuch droht von dieser Seile keine Gefihr, denn die Ge-burtenzahl in dem Beamtenstand ist so gering, daß sie den erforderlichen Nachwuchs nicht decke» kann. Ander« ist eS bei den Gewerbetreibenden; gar mancher entzieht seinem Geschäft, bei dem er wohlhabend geworden ist, seinen einzigen Sohn und läßt ihn studieren, damit sich dieser nicht so wie der Vater zu plagen habe; ein anderer bringt mit schweren Entbehrungen die Kosten dc« Studiums aus. die eine Summe ausmachen, mit der sich ein rentabler Be-trieb hätte begründen lassen. So verschwindet eine altbekannte Firmatafel nach der anderen, nicht weil der Geschäftsinhaber zugrunde gegangen ist, sondern weil er sür feine:» Sohn die Kanzlei dem Laden oder der Werkstätte vorgezogen hat. Mit dieser wehleidigen und energielosen Ueber-schützung der Versorgung gegenüber dem Erwerb hängt auch die Tatsache zusammen, daß so wtnige Mittelschüler den Weg zu den praktischen Berufen /zurückfinde». Fast nur in den Sudetenländern gibt ti Söhne von Landwirten, die sich durch die Adsol-Vierung einer Mittelschule nicht abhalten lassen, zur väterlichen Wirtschaft zurückzukehren; daß aber ein Knabe nach den unteren vier Klassen der Mittel-schul« Lehrling im Handwerk oder im Handel wird, kommt fo gut wie gar nie vor, sogar d'e Bürger-fchüler halten sich meist „zu gut" dazu. Im Deut-fchen Reich ist da« anders; die Generalion ist offen-bar dort kräftiger, sie wird durch die Langweiligkei-ten der Schule nicht abgestumpft, ihr Erwerdsinn ist schärfer, sie wird auch mehr angeregt durch den Wirt-fchaftlichen Aufschwung und durch die Impulse deS Seeverkehrs. So kommt es, daß in Deutschland alle praktischen Berufe über «inen intelligenlen Nachwuchs versügen, und daß auch unsere großen Handel«- und mit zitternder Wonne fühlte sie. daß er über daS w«it« Rund hinweg immer wieder sie und nur sie, suchte und fand. Jetzt brauste ein wilder Freudenschrei durch die Versammlung hin. Die Widerparts, weit über tausend speerbewaffneter Javanen, rückten heran. Unter dem tosenden Jubel der Menge schloffen sie sich in der Arena zu einem Ring zusammen, so eine leben-dige, speerstarrende Mauer bildend um die im Mit-telpunkt stehenden Käfige mit den Opfern. Einer nur überragte mit feiner Gestalt die Mauer — Janko. Dem lärmenden Jubel folgte plötzliche Stille. Wie auf Kommando war Schweigen, ehrfuichlSvolleS Schweigen eingetreten. Der Fürst war eben unter den Klängen de« „Gamelong" in der Hofloge er-schienen. Damit war der Beginn der blutigen Orgie ge-geben. Ein reichgekleideter Javane betrat den Raum, wo die Käfige standen. Tief verntigte er sich vor dem Fürsten. Daraus bestieg er da« nächste TiergesängniS. Seine Mienen, feine Bewegungen waren dabei von einer geradezu getragenen Ruhe. Mit der scharfen Klinge seine« KriS durchschnitt er die Stricke, die daS Fallgitter umschlossen. Langsam zog er alsdann daS Gitter eiuen Teil in die Höhe, ließ e» aber sofort wieder sinken. Einigemale wiederholte er diese Manipulalion Endlich zog er eS vollständig heraus und schleuderte e» fort in den Sand. Ebenso ruhig, wie er die« alle« auSgesührt, ließ er sich nun vor dem Eingang deS.Käfig« nieder. " Die Zuschauer waren den Vorgängen mit atem Fabrikibetriebe sich au« dem Reservoir reich«deutscher Bildung und Arbeitstüchtigkeit ergänzen. Daran hat >ie innere Einrichtung de« deutschen Mittelschulwe-enS lein Verdienst, insbesondere ist da« Gymnasium >ort noch rückständiger al« bei un«. Aber bei un« müßte die Mittelschule so eingerichtet sein, daß sie daS ergänzt, -vaS unserer hochbegabten, aber un-iraklisch veranlagien Jugend fehlt, dann wäre lie ür viele ein DurchgangSstadium sür die erwerben-de» Beruse und nicht bloß eine Vorstufe sür den Pensionistenstand. Leider geschieht von seiten dc» Staate« gar nichts, um den den Zuzug zu den Mittelschulen abzuschwächen, sondern logar sehr viel, um diesen Zu-lug »och weiter zu steigern. Die Prüfungen, insbe-sondere auch die Maturitätsprüfung, wutte» erleich-tut durch Verminderung deS GedüchliiiSballasteS; das mag ja elwaS für sich haben, aber wenn die Anfordeiuiigen an den Fleiß und da« Gedächtnis herabgeleyt waden und e« anderseits kein sicheieS Mittel gibt, »m eine AuSlese im Sinne der Intel-ligenz und der Arbeiltkrast zu treffen, dann steigt die Quantität, und e« sinkt die Qualität deS an die Hochschule» abgelieserlen Materials. Eine weitere, ebenso schädliche Neuerung wurde dadurch eingesiihrt, daß nur mehr die Absolvierung einer Mittelschule die Begünstigung de« Freiwilligenjrhre« verschafft. In demselben Sinne wirkt jene Bestimmung der Dienstespragmalik, nach der e» von der Vorbildung oder richtiger gesagt, von den PrüfungSzeugniffen abhängt, in welch« Klaff« d«r Bezüge und der Vor. rückung di« SlaalSangestelllen eingereiht werden. Auf dies« Weife zwingen wir eben die Eliern ge-radezu, ihre Eöhne dann in die Mitteschule zu schicken. Noch schädlicher wirkt die durch di« Errichtung neuer Anstalten geschaffene Erleichterung, Mittel« schulen zu besuchen. In den letzten fünf Jahren wurden 28 Mittelschulen neu errichtet, 20 aber vom Siaate übernommen; in den zwanzig Jahren von 1893 bis 1913 ist die Zahl der staatliche» Mittel-schulen von 187 aus 3ö9, also aus daS Doppelte gestiegen. Da wird dann, namentlich in den Klein-städten, der jugendliche Nachwuchs mit allen Mitteln in da« Gymnasium oder die Realschule hinein-gepreßt und wa« einmal drinnen ist, muß hinausge-bracht und durchgelaffen werden Die Regierung hat, auch wegen der Kosten, die sich im Laufe der letzten zwanz'g Jahre auf da« Dreifache erhöht haben, wie-dtrholt den Versuch gemacht, zu bremsen, aber wie auch in andern Beziehungen erweisen sich politische Rücksichten stärker als sachliche Erwägungen. Und so wird weiter gegründet und weiter verstaatlicht, und wa« einmal zugestanden wurde, wird als nnantastba-r«r Besitzstand betrachtet, bis endlich einmal dem Nichtstudierenden einfallen wird, aus eine vernünfti-gere Verwendung der Steuergelder zu dringen, und dlS der Studierten so viele sein werden, daß sie sich loser Spannung gefolgt. Wie di« Stille vor dem Sturm, so atemberaubend erschien daS Schweigen, da« über den Platz mit seinen Tausend«» und Aber-taufenden von Menschen lastete. Wa« alle diese Leute herb.iwünschlen, geschah jetzt: vo» der Hofloge au« wird ein Zeichen gegeben, sofort erhob sich nun der mit untergeschlagenen Bei-nen vor dem Käsig Harrende. Wieder verneigte er sich. Dann nahm er ein« KokoSnußichal«, di« mit glühende» Kohlen gefüllt war u»d schüttete die Koh-le» in den Haufen Brennmaterial, der am Ende de« Käfig« aufgespeichert lag. Und nun verließ er ge-messenen Schritte» den Kreis. Jetzt hatte sich atemlose Spannung der Zuschauer zum Höchsten gesteigert. Selbst der Javaner Janko hatte sein Augenziel, die schöne Delta, ausgegeben und starrte in fieberhaster Erwartung aus den ge-öffneten Käfig. — Und neben Janko starrte Jan mit der nämUchen fieberhaften Erwartung doithin, wo j^tzt, in die Flucht getrieben vo» den Flamme», die hell lodernd au» dem Scheiterhaufen om äußeren Ende deS Käfig« aufstiegen, ein Tiger hervorraste. — Auch DettaS Augen hallen jetzt nur noch dieS eine Ziel, daS, Ziel'cheibe aller, sür sie. für Jan und Janko. auch da« Ziel werden sollte über Glück oder Schmerz . . . Währenddessen hatte da« Opser. dessen prächli ge« iUll im Sonnenstrahl aufleuchtete, die stahl blitzende Menschcnmauer entdeckt und jagte sie ab Auswärts und nieder, hin und wieder zurück in wilder, bis zur Raserei sich steigender Hetze, — ge hetzt von dem Bedangen »och Freiheit, einen AuS gang zu finden auS dem fo drohend ihm entgegen Nummer 77 zufrieden geben müssen, in irgendeiner bisher germg-geachteten Stellung ein Unterkommen zu finden, fir »i« kein Zeugnis, wohl aber Brauchbarkeit verlang wird Politische Rundschau. Das tschechische Staatsrecht eine inter-nationale Sache. Die Mitglieder de« internationalen statistische» Institutes, das vor einigen Tagen seinen Kongreß in Wie» abgehalten hat, sind zum Teile auch einer Einladung der Stadt Prag, dorthin zu kommer, gesolgt. In Prag ist ihnen nun seitens de« Bürger-meister» der übliche Empsang bereitet worden und wenn man den Mitteiiungen der tsch«chlsch«n BliNer glauben will, müssen sich alle dort außerord«ntlich wohl gesühlt haben. Wir wollen e« nicht bezweisel». Wie sich aber der Bürgermeister Dr. Grosh die Ausgabt des internationalen statistische« Jnstilule« vorstellt, geht aus seiner Begrüßungsrede hervor. Er meinte, diesen Anlaß dazu wahrnehmen z» müffen, um bei den Statistikern au« Frankreich, Schweden, Dänemark, England usw. sür da« tschechi-sche SlaatSrecht Stimmung zu machen. Und so brachte er e« denn in kühnem Grdankenichwiilije zuwege, zu sagen, da« „Königreich Böhmen basiere in dem Kamps« um seine Unteilbarkeit und Inte-gr»tät aus dtin mächligen Prinzipe der Geschichte und der Statistik." Weil also Statistiker nach Prag gekommen sind, so müffen sie nach der Meinung de« Herrn Grosh durch ihre Anwesenheit und Per-sönlichkeit den Beweis erbringen, daß b« Lehre vo» d«r Unteilbarkeit des Königreich«« Böhmen, da« Verlangen also nach «iner Alleinherrschaft der Tschechen im Lande eigentlich mit zu den Ausgabe» des internationalen statistische» Institute« gehöre. Xus Sliiiil und idiuY Cillier Gemeinderat. Am Freitag den 26. d. um 5 Uhr nachmittag« findet eine ordentliche öffentliche Gemeindeauaschuj-sitzung statt mit der folgenden Tagesordnung: Mitteilung der Einläuft. Brrichlc de« RrchlSausschuffeS über «ine Si»-gab« de» Stadtrates Graz in Angelegenheit de« Frachtentarifes der Südbahn; Vornahm« der Ersatzwahl eines Mitgliedes in den Stadtarmenrat; die Eingaben wegen Anerkennung des Heimalrechte« an: die Näherin Josefa Wrenka, die Wäscher» Maria Guiej, d«n Trödln AloiS Sronousch«k, die Köchin Juli« Sraschvutz, die Bedienerin Josefa Für-lan, den Bahnarbeiter Jgnaz Zupantfchitsch, die Ii- blitzenden Lanzenspitzen, die in tausendfacher Anzahl ihn umlauern. Plötzlich machte der Tiger einen Seilenipruaz. Getioffen von den Speerspitzen, prallte er ,urü< aber, von rasendem Wundenschmerz zur Wut e»l> sacht, nahm er dann von neuem den Sprung u die Freiheit auf. Doch von neuem trafen ihn die schmerzbohrenden Lanzenipitzen, mitunter sogar jer-splitternd unter den Prankenhieben de» verzweifelte» Tiere». — Da — ein wilde» Aufjauchzen tobte durch die Menge — ein wilde» Aufjauchzen auch durchbetv D.itas und deS JankoS Brust — hob da» unglück-liche Opfer, trotz seiner schweren Verletzungen, j» einem abermaligen Sprunge an, um seinen Peintyn zu entgehen. — Und diesmal gelang e« ihm. Ein v'eltailsaid' stimmiger Lchrei zitterte über den weiten, weite» Platz hin . . . Der Tiger, auS zahlreichen Wunde» blutend, hatte die Stahlmauer glücklich überspring» just an der Stelle, wo dahinter die hohe Gestalt M Janko ragte — eine neue Mauer dem nach Freche« lüsternem Tiere. Ein wüste» Schreien und Toben war lvsgedr»-chen. Halb jubelnd über da« grausige Zchauipiel. halb getrieben von Furcht vor der wüienden Seßi^ ergriffen die meisten die Flucht, inde» daS erste Opsa deS Tiger», der Javaner Janko, unter besten Pr« kenhieben seinen G,ist ausgab. __ Bewußtlos auch wurde Delta aus der ÄaP getragen . . . Einige Wochen später ist sie auf Befehl ihn! Bater« JanS Weib geworden. Summer 77 Kjeuisch? A!ach. »tue 3 »ohnerin Marie Weber und den Zimmermann Matthäus Dobowischek. Berichte des UnterrichiSausschusseS über daS zu erlassende OrganisationSstatut für die städtische Handelsschule und die Eingabe wegen Bewilligung der Ziäume sür eine sechste Klasse an der städtischen tnabenvolksschule. Berichte deS BouauSschusseS über einen AmtS-bericht betreffend die Herstellung der Brücke über Wh Dornbach durch Joses Kostomaj und einen AmtS-wicht betreffend die Straße in Langenfeld als Jahngasse. . . Berichte des Finanzausschusses über die Ein-gab« der Brauerei Sorgendors in Angelegenheit der Kisteichverpachtung, die Eingabe des Kreisgerichts-Präsidiums wegen Beistellung eines AmtSdienerS sür das Bezirksgericht, die Eingabe der Vorstehung der Marienkirche um Uebernahme der Kosten sür die >«ßenarbeiten an dieser Kirche, einen Erlaß deS steiermärkischen LaiideSausschusseS in Angelegenheit der Grundablretung sür den Gymnasialbau, die Ein. z«be der Bezirkshauptmannschast Eilli wegen Bei-iragsleistung zu den Kosten der ReichSstraßenpflaste-r»ng. das Ansuchen der Sicherheilswachmänner um Bewilligung von BeheizungSmateriale, die Eingabe de« steiermärkischen GewerbeförderungSiustiluleS um Bewilligung eines Beitrages und die Eingabe um Bewilligung eines Beitrages für die Theodor Kör« ner-Stiftung. Berichte des GewerbeauSschusseS über das An-suchen des Karl Goricar um Verleihung einer Kon-zession zum Handel mit Schul» und Gebetbüchern, Heiligenbildern und Kalendern, die Eingabe des Karl und der Marie Köstner um Verleihung einer llinematographenkonzefsion, die Eingabe des Joses Satzer um Verleihung zur Konzession sür ein Kai-seipanorama, die Eingabe der Wiener Fleischhauer-«remigung zur Verwertung der Nebenprodukte um üederlassung eines Magazines in der städtischen EchlachlhaUe in Eilli. Berichte deS MautaussichtSauSschusi»« über den «el»rS des Johann Rades in Angelegenheit der Rauigebühreneinhebung und die Eingabe des Peter Mjdic in Angelegenheit der Mautgebührenabftn-' ding- Aus dem Postdienste. Der Postosfizial hm Sarl Laßnigg in Graz wurde «n den zeitlichen Ruhestand übernommen. Die Postossiziantin Airie Jvanz in Luttenberg wurde zur Postmeisterin in ReuhauS bei Eilli ernannt. — Aus eigenes Ansuchen wurden die Postmeisterinnen Charlotte Karner wn Kolbnitz nach Oberwölz, Julie Planker von yisendors nach Heiligengeist und Marie Bauer von Kainkorf nach Ziirchberg a. d. Raab übersetzt. — fcnannt wurden die Anwärterinnen Ernestine Unger zur Poftvifiziantin sür Fürstenseld, Gertrud Grisold sür Lichtenwald, Margarete Pohl für Lindberg, Jnim vrkal für VoitSberg, Aurelie Seigerschmied für Mauteru, Stephanie Jerse für Eisenerz. Sophie «iidrt für FohnSdors, Valerie Dttsel für Veilsch, Paula Lchön für Luttenberg und der Anwärter Jvo Steinkogler zum Postoffizianten sürUnzmarkt; ferner dn Sorporaltitularseldwebel Franz Pokorvy zum Postadjunkten der sechsten DiinstalterSklaffe für Weiz ■nb der RechnungSunteroffizier Karl Neumann für ßili. Todesfall. Dienstag ist hier der ehemalige Hchmiedmeister und Hausbesitzer Herr Johann Zim» niat im Alter von «b Jahre» gestorben. Die Windischen und die Cillier Po lizei. Sonntag abends fand im Narodni dorn eine win hiesigen politischen Vereine „Naprej" (Vor-nirtt) einberufene Versammlung statt, in welcher die bekannte Forderung nach Verstaatlichung der Cillier Polizei wieder erhoben wurde. Der Aus-zangtpunit dieser Versammlung war die letzte De-mnitration der slowenischen Sokolisten, welche die dnitschni Bewohner unserer Stadt mit Zivio- und Razdar-Rufen provozierte» und wobei sich auch ein slowenischer Landwehrmann in überaus aufreizender und ungezogener Art benahm. Obwohl den Demonstranten kein Haar gekrümmt wurde, finden die Herren Slowenen, daß die Sicherheitsverhältnisse unserer Stadt sehr bedenkliche sind und fordern, wie zesazt, eindringlichst die Verstaatlichung unserer Po-lizer. Ebenso eindringlichst verlangen sie selbstver-stündlich auch die Abänderung der Gemeindewahl-gtbnung für die Stadt Eilli, weil sie doch gerne in unserer Gemeindestube mitreden möchten und die« tuf dem Wege der natürlichen Entwicklung denn doch noch nicht so bald zu erwarten steht. AuS die-se» Grunde wurde 'auch das Bvykott-Lied in der Versammlung sehr eindringlich angestimmt und zwar sonderbarerweise von Herrn Dr. Bozic, der jeden-falls bei der wirtschaftlichen Selbständigmachung den Anfang machen wird — damit, daß er auS seinem Gasthause (Stern) die deutschen Gäste hin-ausweist. Allerdings wird eS dann in diesen Gast-räumlichkeiten recht traurig und einsam aussehen. Das slowenische Theater in Laibaeb scheint tatsächlich am Aussterbeetat zu stehen. Der Gemeinderat der slo.venifchen Hauptstadt hat sich dem LandeSausschusse gegenüber bereit erklärt, gegen eine Landessubvention von 42.000 K das Theater fortzuführen, wobei er dem LandeSauSschusse ein Zensurrecht über die auszusührenden Stücke ein« räumte. Der Landesausschuß hat jedoch in seiner letzten Sitzung beschlossen, aus diesen Vorschlag nicht einzugehen und verlangt, daß der Gemeinderat mit der Leitung des Theaters einen bewährten Fach-mann betraue, weil ja bisher im Theaterbetriebe un-kundige Dilettanten ihr Machtwort sprachen und da-durch das Theater eben aus den Hund gekommen ist. Der LandeSauSschuß will sich auch ans dem Grunde den Einfluß auf den Theaterbetrieb sichern, weil in der letzten Zeit im Laibacher Theater höchst zweifelhafte Kinoaufführungen stattfanden. Wie aus dem Slovenec zir entnehmen ist, ist der LandeSaus-schuß für die Vorschläge deS Laibacher Gemeinde-rates nur unter der Bedingung zu haben, daß die> ser daS Landestheater in Pacht nimmt. Abgeordneter Dr. Verstovsek und die Hundspeitsche. Der ehemalige Liberale, nun slowenisch klerikale Abgeordnete Dr. Verstovsek sandte un die Südslawische Rundschau folgende« Brief: Marburg, 23. August 1913. Sehr geschätzter Herr Dr. Kramer! Als ich heute nach Marburg kam, las ich in der „Südslawischen Rundschau" einen ekelhasten verlogenen Angriff aus unsere Partei, be-sonders aus meine Person. Der Artikel: Die steiri-sche LandtagSkrise akut ist eine Perfidie ersten Ranges, welche die erdichtete (slowenisch-)liberale Blöd-sinnigkeit in ihrem wahren Lichte zeigt. Daß kein Wörtchen betreffend die Angriffe auf unsere Partei wahr ist, dafür ist der schönste Beweis, daß ich be-züglich des LandeSauSschußmandateS mit meinen Klubkollegen nicht gesprochen habe und daß die Partei selbst zu dieser Frage niemals irgend eine Stellung genommen habe. Die Böswilligkeit und Bösartigkeit der liberalen Partei will aber in die Oeffentlichkeit Lügen streuen, daß wir Mitglieder der kmetska zweza »m das LandeSauSschußmandat de» Kollegen Robic schon bei Lebzeiten streiten. In diese Perfidie stechten Sie meine Person; ich mache Sie aufmerksam, daß ich solche Kränkungen nicht mehr ruhig hinnehme, sondern diese ehrlich bezahlen werde. Wäre ich dermalen in Wien, würde ich Sie mit der Hundspcitsche lehren, wie man anständig über Personen schreibt, die sür die Oeffentlichkeit arbeiten. (?) Wenn Sie dies bis jetzt noch nicht wußten, werden Sie die Folgen tragen. Wo steht es denn geschrieben, daß jeder liberale Gassenbube uns unsere Ehre stiehlt. Auch in der Journalistik muß Ehre herrsche». Sobald ich von meiner Som-mer frische zurückkehre, will ich mit meinen Kollegen über die weiteren Schritte beraten gegenüber der fallottenhaften Schreibweise Ihrer Korrespondenz. Dr. K. Verstovsek. — Hiezu bemerkt die Marbur-ger Zeitung: Und der Verfasser eine? solchen Arie-fe«, der mit der Hundspeitsche seinen slawischen Bruder überfallen will, war in Marburg „Jugend-erziehn" am hiesigen Gymnasium! gur Südbahnfrage. Wir machen nochmal« auf die Versammlung aufmerksam, die über Ein-ladung der Handels- und Gewerbekammer in Graz am Freitag den 26. d. in Graz abgehalten werden wird und in der Südbahnsrage eine tunlichst ein-heitlich« Stellungnahme oller jener Faktoren sämt-licher Kronländer deS SüddahngebieteS herbeiführen soll, bei denen ein gemeinsames Interesse an einer gedeihlichen Lösung der Südbahnsrage vorauszusetzen ist. Zur Beschickung dieser Versammlung find alle beteiligten Faktoren der Südbahnlinder geladen: die politischen Landesbehörden, die LandeSauSschüsse, die Landeshauptstädte und andere hervorragende Städte, Märkte und Jndustrialorte. die Bezirksvertretungen, die Handels- und Gewerbekammern, die bedeutend-sten land- und forstwirtschaftlichen. industriellen, ge-werblichen und kaufmännifchen Körperschaften und die ReichSratSabgeordneten aller Parteien. Die Ver-sammlung findet im Gebäude der Steiermärkischen Sparkasse (Eingang an der Ecke der Landhaus- und der Stainzeihosgasse) im sogenannten Kammermusik» saale mit dem Beginne um 10 Uhr vormittags statt. Die Stadtgemeinde Laibach und der krainische Landesausschuh. Da die Laibacher Stadtverwaltung dem Begehren des LandeSauSschus-se« um Vorlegung eine« GebarungSnachweise« hin- sichtlich der bewilligten Kredite nicht nachgekommen ist, hat der LandeSauSschuß die Aufforderung zur Rechnunglegung wiederhol», und zwar unter der An-drohung der sofortigen Sistierung der Kommunalumlagen für den Fall, daß diese Aufforderung nicht befolgt würde. Fuhballwettspiel. Vom hiesigen Deutschen Athleiiksportklub werden derzeit Verhandlungen mit dem Gra>er Fußballklub „Sturm" gepflogen, um für den 28. d. ein Fußballwettspiel in Eilli zustande zu bringen Der hiesige Verein knüpft daran die Bedingung, daß taS Rückwettspiel am 5. Oktober in Graz stattfindet. Man hofft, daß die Berhand-lungen ein günstiges Ergebnis bringen werden, da sich sür ein Wettspiel mit dem Grazer „Sturm*, der bisher in Eilli noch nicht gespielt hat, ein leb« hasteö Interesse zeigt. Wie bekannt, hat der Grazer Fußballklub „Sturm" am Sonntag mit einem Siege über die Grazer Mannschaft „Rapid" die Meister-fchaft der zweitklassigen Grazer Vereine an sich gerissen, weshalb es zwischen dem Grazer zweitklas-sigen Meister und dem hiesigen Verein zu einem überaus spannenden Wettspiele kommen würde. Wie unS mitgeteilt wird, soll sich „Sturm' mit dem Siege über „Rapid' sogar die Erstklassig eit erwor. den haben. vor den Augen des Baters zermalmt. Aus Trifail 21. d. wird geschrieben: Gestern vor-mittag» spielte das zwei Jahre alte Kind Franz deS hiesigen Bahnwärters Franz Zagosek auf dem Bahn-körper, alS der Zug Nr. 73 heranbrauste. Bevor eS noch gelang, sein Knäblein in Sicherheit zu bringe«, wurde es von der Maschine erfaßt und zermalmt, so daß die blutigen Fleischsetzen vor den Augen des entsetzten Vaters teils an der Maschine hängen blieben, teils nach allen Windrichtungen ge-schleudert wurden. Giftmordversuch an dem Schwieger» söhn. Zwischen der Besitzerin Maria Fuhrmann und deren Ehegatten Anton Fuhrmann in Dobrova, Gemeinde Grusovje bei Gonobitz, herrschte schon seit längerer Zeit Unsrieden. Prügels zenen mit mehr oder minder schweren Verletzungen waren in letzter Zeit nichts Seltenes. Die Folge davon war, daß der Mann häufiger wie sonst aus dem Hause war. Au« Eifersucht wollte nun die Maria Fuhrmann ihren Mann vergiften. Sie wandte sich darum an ihre Mutter, die Besitzerin Maria Stanovsek in Do» brova, der sie so lange zusetzte, bis die alte Frau ihr das Versprechen gab, sie von ihrem Manne zu befreien. Als nun Anton Fuhrmann am 16. d. abends zu Haufe eine Erdüpfelsuppc aß, stellte sich nach dem Genusse derselben sosort heftiges Erbrechen ein, dem Magenkrämpfe folgten. Er beschuldigte so-fort seine Gattin, daß sie ihm Gift in die Suppe gegeben habe, und ließ den Arzt rusen, der ihm Gegenmittel verabreichte. Die erbrochenen Speisereste wurden nach Graz zur gerichtschemischen Unter» suchung gesandt, um das Gift, daS verwendet worden war, festzustellen. ■ Ein nettes Kleeblatt. Der 28 jährige Hilfsarbeiter Michael Lednik aus der Umgebung Eilli, der bereits oftmals wegen DiebstahleS jwrbe« straft ist, wurde gestern in der städtischen Sicher-heitSwachstube verhastet, da er verdächtig erschien, i» der Nacht vom 8. aus den 9. d. der in der Lai-dacherstraße wohnhaften Gräfin Oberndorff-MenS-dorff einen großen Hahn und einige Tage vorher eine schöne Henne auS einem im Hofe befindlichen Hühnerstalle gestohlen zu haben. Nach kurzem Leug-nen gab er auch den Diebstahl zu und erklärte, daß er den Hahn in Gesellschaft der bekannten Vagantin Jda Ozwirk und der Taglöhnerin Johanna Bergle», die beide schon mehrmals wegen DiebstahleS brum» men mußten, begangen habe. BergleS trug dann unter der Schürze den Hahn in die Wohnung ihrer Mutter, wo er am nächsten Tage von Ozwirk zu« bereitet und im Vereine mit Lednik verspeist wurde. Marktverlegung. Ans Gonobitz wird ze» schrieben: Nachdem heuer der Michaelitag aus einen Montag fällt und der hiesige Jahr- und Biehmartt aber Montag nach Michaeli abgehalten wird, so findet derselbe erst am 6. Oktober statt, worauf sämtliche Interessenten aufmerksam gemacht werden. ES ist dieS einer der größten Jahr- und Viehmärkte in Untersteiermark, zu welchem sehr viel Vieh zum Auftrieb« zu erwarten ist. Warnung an nach Aegypten reisende Frauenspersonen. Dem Ministerium des Innern ist zur Kenntnis gelangt, daß die Auswande« rung alleinstehender Frauenspersonen einen größeren Umsang annimmt. Nach eingeholten Erkundigungen sallen viele dieser Personen dem Mäochenhandel zu« Opfer und werden der körperlichen und moralischen Verelendung zugesührt. ES wird daher vor der Au»- Seile 4 Wanderung nach Aegypten gewarnt und empfohlen, vor Annahme eine« Dienstposten« bei der Wiener Pvlizeidirektion und der dort bestehenden Zentral-stelle zur Bekämpfung de« Mädchenhandel« Erkundigungen einzuziehen oder sich in Alexandrien oder Kairo an die dortigen Mädchenschutzstellen, deren Delegierte sich regelmäßig auf den ankommenden Dampfern sowie am Bahnhofe in Kairo befinden, zu wenden. Alleinstehenden Frauen und Mädchen wird von dieser Seite mit Rat und Tat entgegen-gekommen und zuverlässiger Schutz gemährt. Kirche und Staat. Au« Serajewo, 22. d,, wird gemeldet: Die Konvertitenangelegenheit zieht immer größere «reise. Nunmehr ist e« auch zu einem scharfen Gegensatz zwischen dem Erzbischvs «Stadler «nv den staatlichen Behörden gekommen. In dem „Hrvatski Dnevnik* veröffentlichte der Erzbischos einen Artikel gegen da« Eingreifen der Staat«» behördc in die seiner Osforge anvertrauten religiösen Angelegenheiten. In dem Artikel wird die Behaup-tung ausgestellt, daß in alle» GewissenSangelegen« heilen der Papst über dem Kaiser stehe und die staat-lichen Gesetze dort keine Geltung haben können, wo die Kirchengesetze eine Frage der öffentlichen Moral und der Sitie ordne» Kein Katholik dürfe sich daher einem staatlichen Gesetz fügen, wenn diese« mit den kirchlichen Gesetzen in Widerspruch steh«. Der allgemein große« Aufsehen erregende Artikel wurde nachträglich beschlagnahmt und gegen den verant-wortlichen Redakteur de« Blatte« da« strasgerichlliche Verfahren eingeleitet. Erzbischof Stadler steh« übri-gen« mit seiner Ansicht nicht allein im 20. Jahr-hundert. Man betrachte nur die neue eucharistische GedächtniSmedaillr, die den Kaiser demütig vor der Monstranz« kniend darstellt, während neben ihm die österreichische und ungarische Reichdkron« unten an den Stufen de« Altar« liegen. Polizistenausstand in Pola. In Pola ist ein eigenartiger Polizistenstreik anSgebrochen. Sämtlich« Beamte, Konzipienten und Agenten re« Polacr Polizeikommissariate« haben dem Leiter der Bezirk«hauptmannschast, Statthaltereirat Freiherr v. Schönseld, eine Denkschrift überreicht, in der sie die Entfernung de« Leiter« de« Polizeikommissariates Dr. Mleku« fordern und mit der Niederlegung ihrer Stellen drohen. Bekanntlich wnrd« vor einigen Tagen der Polizeiagent Dardi wegen Majestät«, beleidigung und vor einigen Wochen der Feldwebel Schmutz, ein kroatischer Gastwirt und der Post-beamte Nikolic wegen AuSspäherei verhaftet und bei dem kroatischen Advokaten Mangiarello eine Ha««-durchsuchung vorgenommen. Seit dieser Zeit datiert eine heftig« Hetze gegen Dr. Mleku«. Die Insolvenzen in Oesterreich. Im ersten Semester 1913 wurden 950 Jnfolvenzfälle verzeichnet, gegen 74b Insolvenzen im ersten Se-mrftcr 1912. E« ergibt sich mithin ein Pln« von 205 Insolvenzen. Hiebei ist jedoch zu bemerken, daß im ersten Viertel 1913 522 Jnfolvenzfälle ver-zeichnet wurden, gegen 271 Fäll« im ersten Viertel 1912. Dies« Ziffer sank im zweiten Viertel auf 428 herab, gegen 474 Insolvenzen im zweiten Viertel 1912. Ein elfjähriger Knabe überfallen »nd ausgeraubt. Der eWjährig« Sohn de« hiesigen vienstmannt« Martin Konec, der bet seinen Großeltern in Stranitzen wohnt, stattete am 14. d. seinem Vatrr in Eilli «inen Besuch ab und kehrte am Ib. d. früh wieder nach Stranitzen zurück. Ali er nach Bischofdorf kam, wurde er auf d«r Reichs-straße plktzlich von einem unbekannten Burschen überfallen, zu Boden geworfen und eine« Geld-betrage« von 188 K und eine« neuen Hute« be» raubt. Der Unbekannte ergriff hieraus die Flucht über ein« Wiese. Ein Fiaker, der eben de« Wege« kam, verfolgt« den Flüchtling, holte ihn ei« und nahm ihm den Hut weg, mit dem Geldbetrag« aber verschwand der Strolch in den nahen Wald. Dieser Tat wird «in ungefähr 20jährig«? Eretin verdäch-tigt, der sich ziel- und zwecklo« in Untersteiermark herumtreibt, besondere Vorliebe zu Fetzenwerk be-fitzt, stei« auch außergewöhnlich angezogen Ist und auch stet« die verschiedenartigsten Kleidungsstücke mit sich trägt. Nach dem Täter wird eifrigst geforscht. Ein roher Dienstbote. Am 14 d. kam e« zwischen d«r in Pristova, Gemeinde Bischofdorf, ansässigen 77 jährigen Besitzerin Margarete Jost und d«m Dienstmädchen Ursula Ograjsek zu einem Wort-wechitl, in dessen Verlause erstere der Ograjsek mit einem Kochlöffel einen Schlag in« Gesicht versetzte. Hiebei stieß Orajsek da» alte Weib derart unsanft von sich, daß e» zu Boden fiel und schwere Kontu-sionen und «ine heftige Blutung erlitt. AIS nun auch di« Schw«st«r der Margarete Jost, die 80jäh. rige Anna Jost. hinzukam und die« bemerkte, ging »leutiche auch diese mit einem Reibeisen aus Ograjsek los, wurde jedoch auch durch einen Stoß mit der Hand zu Boden geworfen, wobei si« sich «inen Rippen-bruch zuzog. Gegen die Ograjsek wurde nun gestern bei der hiesigen Staatsanwaltschaft die Anzeige er> stattet. Ein guter Hausfreund. An erster Stelle a!« vornehmste« illustrierte« Familien- und Frauen-dlatt der Monarchie steht heute die „Familien- und Moden-Zeiiung für Oesterreich-Ungarn", die den be-sonderen Vorzug hat, daß sie in ihrem praktischen Teil eine gut geleitete grauen- und Modenzeitung und in ihrem unterhaltenden und belehrenden Teil eine alle Gebiete deZ Wissen« berücksichtlgeude. reich illustrierte Familien-Zeitschrift ist. Jede« Heft ent-hält eine farbenprächtige kunstdeilage nach Gemälden berühmter Künstler. Der praktische Teil dringt zahl-reiche Moden- und Wäschemodelle nebst gebrauch«-fertigen Schniltmusteebogen, die die Hausfrau in die Lage setze», He Garderobe für sich und ihre Kinder selbst anzufertigen. Geschmackvolle Handarbeiie» für alle Techniken und für jeden Geschmack sorgen für Beschäftigung in freien Stunden, während der hau«, wirtschaftliche Teil durch zahlreiche erprobte Kochre-zepte und Abhandlungen über alle Fragen de« Haus-halt« die HauSfiau unt rstützt, um der allgemeinen Teuerung w-rkfam zu begegnen. Gediegene Romane, reich illustrierte, belehrende Artikel, sowie Herz und Geist anregende Lektüre sür die Kindenvelt bieten jedem Familienmilglied Unterhaltung und geistige Anregung. Die Beilage „Illustrierte Ehronik der Zeit" bringt die interessantesten Zeitereignisse im Bilde. Bei aller Reichhaltigkeit und Vielseitigkeit kostet die „Familien- und Moden Zeitung sür Oester-reich'Ungarn" nur 24 Heller wöchentliche Alle« Nähere wolle man au« dem unserer heutigen Num-mer beiliegenden Proipekl ersehen. Abonnement« nehmen au« Buchhandlungkn entgegen. Wo keine Buchhandlung bekannt ist. bestell« man bei der Ad< ministralion, Wien 1, Dominikanerbastei 10. Vermischtes. Liebesdrama in einem deutsche,, Fürstenhause. A»S Heidelberg, 18. d., wird gemeldet: Die junge Prinzessin Sophie von Sachsen-Weimar, die einzige Tochter des hier weilenden Prinzen Wilhelm von SachstN'Weimar, wurde heute früh im Palais ihres Vaters in ihrem Zimmer tot aufgefunden. Die Prinzessin stand im 25. LebenS-jähr und war wegen ihrer jugendlichen Anmut in der hiesigen Gesellschaft gern gesehen. Die Prin-zesfin hat sich selbst durch einen Revolverschuß in den Kopf den Tod gegeben. E« heißt, daß sie eine tief« Neigung zu einem Sohne des bekannten Ber-liner Bankier« Bleichröder, HanS v. Bleichröder, gefaßt hatte, daß sich jedoch die herzogliche Familie einer ehelichen Verbindung unerbittlich widersetzt habe. Nicht zuletzt soll die jüdische Abstammung Bleichröder« den Herzog in feiner Ablehnung ge-festigt haben. Bleichröder legte an der Heidelberger Universität da« Doktorexamen ab und lernte wäh-rend seine« längeren AusenthalteS in Heidelberg die Prinzessin kennen. Aus einer „Predigt". In der „Ober-österreichischen Volkszeiiung", einem in Ried er-scheinenden klerikalen Wochenblatt, findet sich sol-gende Erklärung (Nr. 36 vom 5. September 1913): »Ich gefertigter Matthias Spannlang, Kooperator in Atzbach, habe in meiner sonntägigen Predigt vom 10. August 1913 Mitteilungen, welche mir von einer gewissen Katharina FaimSeder gemacht wi>r> den, behandelt und bei dieser Gelegenheit da« HauS de« Herrn Matthias Racher in Oberapping ein Sodoma und Gomorrha genannt, von der Tochter desselben, Julie Racher, behauptet, daß sie von Jugend auf verdorben fei, sich neben einer schwer-tranken Person im Bette unzüchtigerweise gewälzt hätte und daß sie nur zum Scheine und unvoll-ständig beichte. Ich stehe nun nicht an, diese in der Predig» gemachten Aeußerungen, die jeder Grund-hältigkeit entbehren, mit dem Ausdrucke des Be-dauern» zurückzunehmen, und zwar, um mein Un-recht teilweise wiederum guizumachen, in dieser öffentlichen Form Atzbach, am 3. September 1913. Matthias Spannlang." Da» muß eine hocherbau-liehe Predigt gewesen sein, die der wackere Seelen-Hirte Matthia« Spannlang in der Kirche zu Atz« bach gehalten hat! Rosegger und die Berlinerin. Al« Rosegger vor Jahren in Berlin weilte und au« seinen Schriften la«, spielte sich eine Szene ab, die so recht zeigt, welche Volkstümlichkeit der Dichter Kummer 77 schon lange auch in Berlin errungen hat. Unter den Zuhörern befand sich auch ein allerliebster Blondkopf. In der Hand hielt die Schöne zwa dunkelrote Rosen und ein Briefchen verstecke. Kaum war der Vartrag beendet, so eilte sie an da» Zor> tragSpult und überreichte dem Dichter Brieschen unfc Blumen Auf rosa Papier standen in mädchenhafte» Schriftzügen Rosegger« Werke folgendermaßen )» rinrm Briefe vereinigt: „AI« ich noch jung war" und „meine Ferien" oder die „Sonntagsruhe" dazu benützte, im „Heimgarten" meiner Eltern „die Schriften de» Waldschulmeister»" zu lesen, hielt ich Dich für daS „ewige Licht", da« mir mit „wärmendem Sonnenschein" „mein Himmelreich" brachte. Später durchschritt ich „am Wanderstabe" die Welt und erkannte, daß „Tanncndarz und Fichtennadeln" „Dorffünden" gibt und daß auch in der „Wald Heimat" der „Aelpler" „allerlei Menschliche«" paf-siert, Du, mein lieber Peter Rosegger, wirst ihn«» aber noch ,am Tage des Gericht«" al» „Gott-fucher" voranleuchten." — Der Dichter war über diese Verehrung ebenso überrascht wie erfreut und versprach dankend, der Verehrerin stet« zu gedenke» Er hat auch Wort gehalten, denn alle Jahre a« Tage de« Kennenlernen« trifft eines feiner Bücher ein und jede« enthält die Widmung: „Meiner lieben Berlinerin zur freundlichen Erinnerung an de» Tag unserer Bekanntschaft." Wie ein Dichter sein muß. Petn Rosegger schreibt im Tagebuch der Zeitschrift „Heimgarten" (Verlag Leykam, Graz): „Ein Dichter kann nicht dumm genug sein," sagte ich im Gespräch et«, mal. worauf jemand rasch entgegnete: „Sie sind em großer Dichter!" Indessen ist e« mein Ernst, da« viele Denken zerstreut die Phantasie und die soll doch beim Dichten wichtiger sein al« da« Denke«. Ferner mein: ich. daß eS sür die Einfachheit un» Leichtverständlichkeit des Stile« nicht günstig ist. wenn einer zu viel weiß, weun sich zu viele Ge-danken in die Feder drängen, die alle auf einmal auf« Papier wollen. Ich glaube fast, daß der Be-griffsstützige eine klarere Schreibweife hat al« da Leichtfaffenv«, der komplizierte Geist. Dieser macht zu gern auch seine Sätze komplizier», während jena nach eigenem Maßstabe immer mit Lesern rechnet, denen man alle« deutlich, womöglich bildlich mr» beispielmäßig sagen muß, wenn sie e« fassen solle». Nun, dumm genug zum Dichten wäre mancher, aber e« fehlt ihm leider wieder wa« andere«. Und Goethe? Man muß doch nicht allemal an Goethe denk», wenn man von unseren Dichtern spricht. Da« Grab einer germanische» Fürstin. Bei Haßleben in Weimar ist die« Tage ein wichtiger und höchst interessanter FM gemacht worden. Man entdeckte bei Nachgrabungen, in einet Tiese von etwa drei Metern unter da Erdoberfläche, eine drei Meter im Geviert umsai sende, gemauerte Gruft mit dem Skelett ein« thüringischen Königin. Zwanzig Gefäße wäre« u« die Leiche herumgestellt, darunter fünf Gläser, z«i Eimer mit breite», silbernen Reifen, gegofsene in» sein ziselierte Schüsseln und Kessel au« Bronze »»> Silber» zum Teil noch gefüllt mit den Reste« da Opfergaben. Prächtig waren die Schmucksacha. Ueber 50 goldene Gegenstände wurden gefunden, darunter Eimerchen. Körbchen, runde Perlen, vm römische Kaisermünzen, schwere, gegossene und nra Edelsteinen besetzte Sicherheitsnadeln, axtförocht Ohrringe au« dünnem Goldblech, Fingerringe, <■ HalSring von einviertel Pfund Gewicht, dieifci Bernsteinperlen in Birnenform, zwei Schmuckkäßa mit Silberecke», große Hutnadeln, mit Golddradl umwickelt, ein Geldtäschchen, Kämme und Nadeti au« Knochen, sogar ein Fingerring von Gla« roatk gesunden. Auch viele Schmucksachen und Gebrcmcht-gegenstände au« Silber und Kupser wäre« iahi Alle Gegenstände sind aus da« sauberste gearbeitet »nd auS dem allerfeinsten Golde hergestellt, i# übertreffen in mancher Hinsicht unsere haitujn Goldfabrikate. Aber auch ein schöne« Stück Kult»-geschichte zeigen un« die Funde. Reichliche M> rungSmittel gab man der Toten mit aus den Lq in« Jenseit«. Eine silberne Schüssel enthielt Ja* Gerippe einer GanS und eine« Rebhuhn«. £ einem Topfe entdeckte man da« Sklett eine« New» Schwein«, auch Knochen von einer Hammclirple. Die Krüge waren mit Gemüse und Wein airzesiR gewesen. Da« Grab stammt au» der Zeit um 3A n. Chr. Postalische» vor hundert Jihn« I Wenn man heute Beschwerden über maachtck, I ..Mißstände" bei der Post schreibt und über vaiB I tele Zustellung murrt, so ist ein Rückblick ans ä» I Umständlichkeit, mit der vor hundert Jahrar w 1 Briefbesörderung vor sich ging, nicht uninteressant I Nummer 77 OenKdt« Wacht ©rite 6 Postkästen gab es damals noch nicht; sie hätten, auch keinen Zweck gehabt, weil die Briefmarken noch nicht erfanden waren. So trug jeder seinen Brief zum Postamt, lieh ihn wiege» und zahlte sein Porlo für einfaches oder doppeltes Gewicht, das damals nicht gering war; betrüg es doch in Deutschland sechs di« zwölf Silberzrofchen. Aber trotz der fo hohen Porti war es eine schreibselige Zeit; Männer und Frauen fühlte» das Bedürfnis, sich mitzuteilen, wie die zahlreichen, umfangreiche» Brieffammlnngen beweisen, die der Nachwelt erhalte» sind. Zeitungen gab eS vor hundert Jahren erst nur wenige, und fo teilte man eben alles Wissenswerte an Stadt« und Familienereignissen de» auswärtige» Freunden brieflich mit. Jeder eilte, bis zum „Posttage" mit feinen Briefe» und Paketen fertig zu werden, die der „Schwager" dann mit der Postkntfche von Ort zu Ort beförderte. Au „verspätete Zustellung" war «an gewohnt, den» eS kam besonders im Frühjahr, wenn Tauweiter die Landstraßen in Schlammbäder verwandelte, nicht feiten vor, daß die schwere Post« kutsche einfach stecken blieb. Ein besonderes Der-gnügen sür die Reisende», die oft lange Stunden ans der Landstraße ausharren mußte», b'.S der Postillon vom nächsten Dorfe Vorspann geholt hatte. Politische oder andere wichtige Schriftstücke hoher Persönlichkeit vertraute man den Zufälligkeiten der Poftbeförderung nicht an. Bon Napoleon hatte man die Beförderung durch Stafetten gelernt. Die be-rittenen Kuriere fanden in bestimmten Abständen srische Pferde »nd sie selbst wurden auf weiteren Etiecken abgelöst, wodurch eine verhältnismäßig fchnelle Beförderung erreicht wurde. Erst viele Jahre spüier, am 4. Mai 1840, kamen die vo» dem eng» lischen Generalpostmeister Sir Rowland Hill ersun» den?» Briefmarke» in Gebranch — die erste große Umwälzung im Postverkehr! Eine besondere Frende bereitete den Schreiblustigen die Erfindung eines Buchbinders: ein dünnes Briefpapier, von dem man doppelt soviel Bogen wie rohcS als einfachen Brief befördern konnte. Erheblich verbilligt wurde das Ioiio aber erst durch die Bahubeförderung der Postsachen. Heil Mittel vertrieb des Institutes ,Miinu" in Paris. Ein gewisser G. A. Man» in Paris kündigt in verschiedenen Tagesblättern «Her der Firma „Institut Mann" die Behandlung wn LrankheitSzuständen verschiedenster Art an leder dieses Institut seitens des Ministeriums de« Innern eingeholte Erkundigungen haben ergebe», daß eS sich um ein auf Ausübung und Jrrcfüh-wng eines leichtgläubigen Publikums gerichtetes Unternehmen handelt. Kranke, welche sich an dieses Zvstitut wenden, erhalten gegen Boreinsendung nam-hofier Beträge wertlose Broschüren zugesendet. Die vewlkerung wird daher gewarnt, mit diesem Unter-nehmen in irgend eine Verbindung zu treten. Ein Reichtum als Finderlohn. Ans London wird gemeldet: Da« dem Pariser Dia-mavtenhändler Max Mayer im Juli während der Posibeförderuiig von Pari« nach London gestohlene Perlenhalsband im Werte von beinahe drei Mil-liontn Franken wurde am 18. d. zum weitaus größten Teile in einem nördlichen Stadtteile Lon-km« auf der Straße liegend aufgefunden. ES sind 58 Perlen im besten Zustande gefunden worden. Das Halsband bestand bei der Aufgabe auf dem Pariser Postamt au« 61 Perlen. Der Finder des Halsbande« ist ein Arbeiter nameuS Hörne und lebt in notdürftigsten Verhältnissen. Er wird wahr« fcheinlich eine Belohnung von 180,000 K erhalten. Wann und wie das kostbare Halsband abhanden gekommen war, konnte bis jetzt nicht ermittelt wer-den. Man nimmt aber an, daß der Dieb sich feine« Besitzes nicht sicher wähnte und auch eine Beräuße ning für unmöglich hielt, da eine genaue Beschrei-bnng de» EchmiickeS in allen Tageszeitungen Eng-land* verlautbart worden war. Engelmacherei in einem ärztlichen Institut. Die Untersuchung der Strafanzeigen gegen daS ärztliche Institut m Philadelphia hat aitfetzlichc Einzelheiten ergeben. Der Untersuchung«-richtn hat bisher festgestellt, daß von dem im letzten Halbjahr eingelieferten 1200 Lindern über 900 nicht zu ermitteln sind. Der Berdacht der Engelmacherei richtet sich nicht gegen da« amiliche, sondern gegen das private Institut auf Grund der anonymen An-zeige einrs entladenen Wärter«, die die Polizei zu-rückzuhalie« versuchten, Der Inhaber de« Institut« hat sich, w«il « wn der Polizei gewarnt worden war, geflüchtet mit soll bereit« in Kanada weilen. ®me verhütet? Wärterin hat gestanden, daß die llinder w Menge« nach auSwärt« gegeben wurden, und daß den nachfragenden Müttern gesagt wurde. die Kinder seien nicht mehr am Leben. Die übrigen Verhafteten leugneten, doch nimmt die Behörde an, daß alle verschwundenen Kinder ermordet worden sind, während die Pflegegelder nach wie vor von den Müttern abverlangt wurden. Die Verfehlungen eine« streit« arzte«. Vor dem Londoner Strafgericht steht gegenwärtig ein Irrenarzt namens Dr. Hamilton unter der Anklage, mehrere Patientinnen, die seiner Fürsorge anvertraut waren, in gröblichster Weise mißhandelt zu haben. Der Hauptfall, der dem eut-menschte» Arzt zur Last gelegt wird, betrifft ein junges, hübsches Mädchen, das seit der „Titanic"-Katastrophe «puren geistiger Verwirrung zeigte. Da-mals war nämlich der Bräutigam des Mädchen«, ein junger Ingenieur, mit dem Ünglücksschiffe unter-gegangen. Da sich bei dem Mädchen in der Folge eine schwere geistige Verstörtheit bemerkbar machte, gaben die Eltern der jungen Dame ihre Tochter in die Pflege des Dr. Hamilton, der in einem Lon-doner Vororte ein Sanatorium sür Gemütskranke leitete. Der Arzt soll sich nun, nach den Aussagen mehrerer Wärterinnen, in brutalster Weise gegen das Mädchen vergangen haben. So berichtete eine Krankenpflegerin: „Dr. Hamilton sagte uns, er habe sine neue Methode erfunden, um Gemütskranke und seelisch verstörte Menschen ivieder in da« psychische Gleichgewicht zu bringen. Man müsse den^Patienten bloß entsprechende psysische Schmerzen zufügen, wo-durch ihr seelischer Kummer paralysiert werde» könnte. Dr. Hamilton entkleidete das Mädchen und überschüttete es mit kaltem Wasser. Hieraus riß er sie bei den Haaren und versetzte ihr mit einem Riemen schwere Streiche, bis die arme Patientin in laute« Wehklagen ausbrach. Da sich diese Prozedur wiederhole, faßten wir gegen die sonderbare „Methode" Dr. HainiltonS, der übrigens auch mehrere andere Patienten in derber Weise mißhandelte, Ver-dacht und erstatteten die Anzeige. Dr. Hamiltoii verantwortete sich dahin, daß die Aussage der Pflc-gerin krasse Uebertreibungen enthalte und er im übrigen den Nachweis erbringen könnte, daß seiu System der Behandlung Geisteskranker wertvolle Erfolge auszuweisen habe. Zur Vernehmung von Sachverständigen wurde die Verhandlung vertagt. Wie viel Wasser auf der Erde ist. Da die Wissenschaft alles zu meffen und zu berech-nen wünscht, so hat es auch nicht an Versuchen ge-fehlt, die Menge an Wasser auf der Erdoberfläche festzustellen. Insbesondere sind dem bekannten deut-scheu Seeusorfcher Professor Halbfaß die Grundlagen für derartige Schätzungen zu verdanken. Danach würde der Raum, den die Gewässer der Erdoberfläche einnehmen, insgesamt 1304 Millionen Knbikkllometer betragen. Auf daS Weltmeer ent-fällt selbstverständlich der weitaus größte Teil, nämlich 1300 Millionen Kubikkilometer. Den nächst-größten Posten stellen die Anhäufungen von Eis in der Umgebung der Pole, deren Masse auf dreiein-halb Millionen Kubikkilometer veranschlagt wird. Die Seen der Festländer stelle» den dagegen recht geringfügig erscheinenden Betrag von 250000 Kubikkilometer dar, der durch die verhältnismäßig geringen Tiefen dieser Wasseransammlungen begreif-lich wird. Noch mehr tritt die Wasfermenge der Flüsse zurück, die aus nur 50.000 Kubikkilometer geschätzt wird. Für Sümpse werden noch 6000 Kubikkilometer in die Rechnung eingestellt, endlich noch ein Posten von 280 Kubikkilometer sür die Ansammlung von ewigem Schnee in den Hoch-gebirgen. So erhält man eine Summe sür das Wasser aus der Eide, die sich etwa auf 1.304,000 000 Kubikkilometer stellt. Es kaun selbstverständlich keine Rede davon fein, daß man die Wassermenge mit der Genauigkeit einiger Kubikkilometer angeben könnte, uud es ist daher durchaus gerechtfertigt, die Zahl auf 1300 Millionen oder vielleicht auch ein« einhalb Milliarden abzurunden. Der Rauminhalt der ganzen Erdkugel läßt sich etwa« zuverlässiger berechnen, da die Gestaltung der festen Erdober-fläche viel genauer bekannt ist al« die des Meere«-gründe«. Al« feste Zahl für den Jnlsalt der Erde werden jetzt 1,083.205 Millionen Kubikkilometer angegeben, also rund eine Billion. Daran« ergibt sich, daß die Wasseransammlungen der Erdober-fläche mir den 830 Teil de« Volumen« der ganzen Erde darstellen. Elegante, schlanke Figur ist die Sehn-sucht der Dame», da« Ziel der sportsreudigen Herren unserer Z.il. Training und Sport, die dir Erlangung und k>Heilung einer eleganten, schlanken Figur bejwek-ken, sind«» eine wesentlich« Unterstützung im Gebrauche de« natürlichen Hunyadi J-ino« Bitterwasser«, da« die Aer,te aller Länder längst al» angenehme« und prompt wirkende« Mittel gegen unbeh,gliche Anschoppungen und träg« machende, unschöne FettanhZufungen erkannt sha-den. Bemerkenswert ist, daß der St. Petersburger medizinischen Akademie ein« eigene Dissertation eingereicht und öffentlich verteidigt wurde, die sich daS Thema gestellt halte: „Ueber den Einfluß de« Mineral-Bitter-wasserS Hunyadi IänoS Quelle auf Assimilation deS Fettgehaltes der Nahrung bei gesunden und kranken Menschen." Der Autor kommt in seiner Abhandlung >um Resultat, daß da« Hunyadi Jäno« Bitterwasser al« gute« Mittel zur Fettabnahme und Verminderung de« Körpergewichtes angesehen werden kann. Helichtssait. Meuchelmord. Juliana Toplisek, eine 33 Jahre zählende ledige Taglöhnerin au« St. George» a. d. Südbahn bewohnte scho» feit längerer Zeit mit ihre» beiden außereheliche» Kindern eine alleinstehende Keusche de« Franz Mastnak in Lokarje, Gemeinde St. Georgen a. d. Südbahn. Sie sah neuerlich einer Niederkunst entgegen, lehnte jedoch jede Auskunft über die Vaterschaft entschieden ab. Am 8. Juli >913 waren die beiden Kinder der Tvpliiek, die sechScinhalbjährige Maria und der zweieinhalb-jährige Franz aufsallenderweise schon nm 5 Uhr morgens au« dem Hause. Sie wurden von den Be-wohnern de« Mastnakschen Haufe« mit einem Früh-stück bedacht und heimgeschickt, kehrten jedoch bald wieder zurück, so daß Therese Mastnak endlich Anlaß »ahm, nach Juliana Toplisek zu fragen. Da antwortete Maria Toplisek, ein ungewöhnlich auf-gewecktes Kind, unter Schluchze», die Mutter liege blutend am Boden und schlafe. Die Nachschau er-gab, daß Juliana Toplisek am Boden vor ihrem vollständig in Ordnung gebrachten Bette tot lag. Die Leiche war nur mit einem offenen weißen Leib-chen und einem weißen Unterrocke, dessen eine Bindeschnur abgerissen war, bekleidet. Die Gericht«-ärzte fanden aus Grund der Leichenöffnung, daß die Verstorbene von fremder Hand zu Tode gewürgt worden sei. Deutliche Spuren vo» Fingern und Nägeln am Hals der Ermordeten waren eine Haupt-grundlage dieses Gutachten«. Die beiden verwaisten Kinder der Toplisek kamen sofort zum Vormunde Josef Straze und seiner Fran Anna, die begreif-licherweife von der sechSeinhalbjährigen Maria Top-liiek Anhaltpunkte zur Ermittlung de« Täter« zu erkunden suchten. Da« Kind hielt eine Zeit lang Stand und wollte keine Auskunft geben, allein schon am 9. Juni 1913 begann es zu erzählen, daß ein Mann mit einem hölzernen Beine der Täter sei. Allerdings verflocht e« auch anfänglich einen zweiten Menschen mit roter Mütze und Säbel in die Er-zählung, schaltete jedoch bald diesen au« und vcr-blieb dabei, e« sei der Mann mit dem Holziuß der Täter. Auch begründete sie ihr anfängliche« Schwei-gen damit, daß ihr der Täter angedroht habe, auch sie zu erwürgen, wenn sie nicht schweige. Bor dem Untersuchungsrichter wiederholte sich dann dasselbe Spiel. Auch da verschwand der Mann mit dem Säbel und Mütze nach den ersten Befragungen und e« verblieb nur der Mann mit dem hölzernen Fuße als Täter, der auch da« Kind zu erwürgen gedroht habe, wenn e« da« Geheimnis von der Ermordung der Mutter ausplaudern sollte. Bei dieser Aussage verblieb das Kind mit aller Entschiedenheit und gab durch Erwähnung von Ncbenumstände« und durch rascheS Wiedererkennen von Personen Zeugnis von seiner Klugheit und AusfaffungSgabe. Mit diesem, aus den Beschuldigten hinzielenden Belastung«-umstand, ging jedoch auch daS in der Bevölkerung kund gewordene Gerücht einher, daß der 4ljährige Bergarbeiter Josef Kregar, der tatsächlich ein künstliches Bein besitzt, zur Ermordete» Beziehungen ge-habt habe und von ihr als Bater des erwarteten Kinde« bezeichnet worden fei. Jofef Kregar leugnete anfangs überhaupt, die Ermordete gekannt zu haben. Lpäter jedoch, al« eine Reihe von Zeugen bartat, daß er am 1. Juni 1913 zu ihr gegangen fei und sich über den Zweck des Besuches dahin geäußert habe, daß sie ihn „einer Sache beschuldigte," mußte er dieS zugeben und behauptete, er habe auf Um-wegen, durch feine Geliebte Josefa Rezar, davon gehört, daß ihn die Toplisek der Vaterschaft zu ihrem zukünftigen Kinde zeihe; er fei zu ihr gegan» gen, um sie diesfillS zur Rede zu stellen, anderseits auch darum, um allenfalls um sie als Braut zu werben, da er gehört habe, sie sei brav und arbeit«- Seite 6 jom. Kregar behaupjete jedoch weiter, er habe dann bei einem Besuch keines von diesen Dingen erwähnt und habe überhaupt nichtS mit der Srmordelen be-sprachen. Die» steht jedoch mit der von den Zeugen Margarete @olob, Maria und Juliana Ojstris bezeugten Tatsache, daß Kregar damals durch etwa eineinhalb Stunden bei Juliana Toplisek gewesen sei. im Widersprüche, da doch anzunehmen ist, daß er in dieser Zeit etwas besprochen haben wird. Der Verdacht, daß Kregar der Juliana Toplisek nicht so fremd war. wie er behauptet, findet eine weitere Stütze in dem Umstand«, daß die Ermordete nach Ostern zu Maria Cater, wie diese bezeugt, verschie. dene Fragen über den heute Angeklagten stellte, so ob er vermögend, wie hoch seine Invalidenrente, ob er gutherzig sei; weiterS, daß sie am 2. Juni H*13 zu Therese Mastnak sagte, Kregar habe am 1. Juni 1913 um sie gefreit. Alles die« ergab die Notwen-digkeit, Joses Kregar der kleinen Maria Toplisek gegenüber zu stellen. DaS Ergebnis war, daß ihn diese mit aller Sicherheit als Täter erkannte, ihm entrüstet die Beschuldigung, er habe die Mutter er-würgt, in» Gesicht schleuderte und vor ihm eine seltsame Scheu bekundete, während si« sich sonst außerordentlich zutraulich zeigte- Kennzeichnend war auch, daß sie einen anderen Mann mit Stelzsuß, der ihr vorgestellt wurde, sosort al» Unrichtigen be-zeichnete und daraus hinwies, dieser habe ja einen Stock (Ltelzsuß) und keine hölzerne „Tatze" (Kunst-suß mit Schuh). Der leugnende Kregar suchte nun seine Abwesenheit vom Tatorte in der kritischen Zeit därzutun. Er wieS nach, daß er am 7. Juni 19l3 nach Behebung seiner Monatsrente von 49-90 K mit seiner Mutter in St. Georgen gewesen sei. mit ihr gezecht und Einkäufe besorgt, dann sich aber von ihr getrennt habe und mit dem Postzuge um 9 Uhr 55 Miauten abends nach Eilli gesahren sei. Aus-fallend ist, daß er damals nichts seiner Mutter von der Fahrt nach Eilli sagte, sondern einen anderen Vorwand zur Trennung fand. Aussallend ist auch, daß er die Personen, mit denen er vor Abfahrt des ZugeS zusammentraf, mit verschiedenen Ausflüchten täuschte, so, daß er nach Storö und nach Eilli sah«, um einen Anzug vom Schneider zu holen. Verdäch-tig ist auch die vor dem Untersuchungsrichter ge-wählte Verantwortung, er sei nach Eilli gesahren, um wegen seiner Zahnschmerzen einen Arzt zu kon. sultieren, waS mit Rücksicht aus die Ankunftsstunde deS Zuge« (10 Uhr 11 Minuten abends) und mit Rücksicht darauf wenig glaubwürdig ist. daß die Ge-richtiärzte jenen Zahn, welcher damals angeblich weh getan hatte, ganz gesund sanden. Verdächtig ist auch, daß der Beschuldigte in jener Nacht stunden-lang, und zwar bis es Zeit war zum Zuge zu geben, bei einem einzigen Gläschen Branntwein im Eas»i ..Central" in Eilli saß. obwohl er sonst stark zu trinken pflegt. Am belastendsten sür Kregar ist jedoch der Umstand, daß nach den BeweiSergeb-nissen der Verdacht gerechtsertigt erscheint, er sei frühestens s/<5 Uhr zuhaust angekommen. Kregar wohnt nämlich im Hause, in dem seine Mutter ein AuSzugsstübchen hat. Bon dort zum Bahnhos« be-trägt die Gehzeit bei mittlerer Gangart, wie sie nach übereinstimmender Auslage aller gegenständlichen Deutsche Wacht Zeugen Kregar besitzt, nur 31 Minuten. Da noch bahnämllicher Bestätigung der fragliche Frühzug da-mal« um 3-29 Uhr in St. Georgen angekommen war, konnt« der Beschuldigte, der geradeaus und ohne «usenthalt gegangen sein will, schon um 4 Uhr srüh zuhause eingetroffen sein- Dagegen, daß er schon um diese Stunde angekommen wäre, spricht folgendes: Der Bruder de« Beschuldigten, Fran; Kregar, besitzt daS Geschäft, in einer Keusche, in der die Mutter den AuSzug hat. Dieser Bruder trat am Morgen deS 8. Juni 1913 vorS Hau«, al« eS ge-rade zur Frühmesse läutete, waS nach den überein. stimmenden Zeugenaussagen von 3/ib bis 5 Uhr geschieht und tras vor der Tenne, in der der Beschul-digte im Sommer schläft, den Beschuldigten ohne Rock an. Franz Kregar ging nach kurzer Begrüßung ins Zimmer zur Mutter und fund die Keusche so verriegelt, wie er sie am Abend zuvor verriegelt halte. Dies spricht dafür, daß Kregar erst »ach Hause gekommen war (zwischen 3fth und 5 Uhr) und sich nur den Rock ausgezogen hatte, um sich für den Feiertag anzuziehen. Er selbst leugnete dieS allerdings und behauptete, er sei als erster inS Lim-mer der Mutter gekommen. Allein auch die Mutter bezeugte. Franz Kregar und nicht der Angeklagte sei zuerst bei ihr eingetreten. Der Verdacht beiteht dem »ach, daß der Angeklagte erst zwischen */«& und 5 Uhr morgen« heimgekommen ist, ohne daß er über seinen Verbleib Aufschluß zu geben vermöchte Nun beträgt d'e mittlere Gehzeit vom Bahnhofe St. Ge-argen bis zur Behausung der Srmordelen 35 Mi-nuten und von dort zur Wohnung de« Kregar und seiner Mutter 20 Minuten, so daß nach Abrechnung dieses Weges der Angeklagte, wenn er nach Ankunft des Zuges (3-29 Uhr) zur Toplisek gegangen wäre, um 4-04 Uhr morgens dort gewesen, sich über 20 Minuten dort aufgehalten haben und noch immer um $/*5 Uhr zuhaust eingetroffen sein konnte Am 18. Juni 1913 hat nun Kregar. offenbar in der , Erkenntnis, wie furchtbar belastend diese Zcitum- 1 stände gegen ihn sprechen, an seine Mutter aus der Untersuchungshast eine Karte geschrieben, worin er sie bittet, sie möge aussagen, er sei damals zwischen 4 und lLb Uhr früh he'mgekommen. Er gib» zu, daß er sie dadurch um etwas bat, wa« sie schon auS dem Grunde nicht bestätigen konnte, da in dem Stabchen keine verläßliche Uhr hängt und überdies damals niemand auf die Uhr sah. All dieser Bela-stungSstoff bildet eine feste Grundlage sür den Ver-dacht, daß Kregar die Juliane Toplisek beseitigt hat. um vor der Alimenialionspflicht sür das erwartete Kind befreit zu fein. Die Härte dieser Pflicht zu prüfen, hat Kregar schon seit Jahren Gelegenheit, da er bereits für ein uneheliches Kind zu sorgen hat. Daß die Ermordung der Toplisek tückiicherweise geschehen ist, daß eS sich also um einen Mcuchel-mord handelt, dasür spricht die Stellung, in der die Leiche gesunden worden ist; von Gegenwehr gar keine Spuren. Die GerichtSärzte stellten fest, daß Kregar über genügende Kräste zur Begehung einer solchen Tat besitzt und daß ihn auch sein Kunstbein an der Begehung nicht gehindert hätte. Nummer 77 Zahn-Creme Mundwasser; Kwip Quellen der Kral! und des Senat sind unsere Heilquellen. Unter ihnen stehen die Heilquellen der Gemeinde Soden am Tounus «it an erh>r Stelle und es ist klar, daß Pastille», die aus den mineralischen Rückständen dieser Quelle» gewonnen werden, ähnlich vorteilhaft wie die Quellen selbst wirken müssen. Wer gegen Katarrh«. Husten, «erschleiinu'g. Indisposition :c. „S a t) 4* ächte Sobfner Mineral Pastillen verwendet, hat also auch die Gewähr dasür, daß er wutlich wirk» same Bestandteile im Kurgebrauch befindlicher Quellen erhält. Fays Sedener tosten auch nur Kr. 1.85 und sind übe?all erhälilich. Besondere« Kennzeichen: Amtliche Bescheinigung des Büraer» meister-Amtes Bad Soden a. T. aus weiße« Kontrollftreisen. kl nur dann kommt die Cumlität des feinen Bohne» kafiec» voll zur Geltung wenn die geehrt» Hausfrau als Kaffee-Zufatz die verlaß, Uchste Marie wählt! 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