r Deutsche Macht «rttrtirt |«6t» ©OMe*#*a ««» So»»I»z twrjort u> Joft« fflx SMl mit SaMmtf W'I 8»ul monitnH fl. -_V>, oifrtrijäSrij «. Ijo, Dostl^rlj fl. , fan\jä»rl4 (L , Mit UoftC Rnhe ruhmreicher Kaiser gegeben, das mit Hilfe der Deutschen einen Staat gegründet und durch Jahrhunderte erhallen hat, einen Staat, welchen wir unser Vaterland nennen und an welchem mr mit innigster Liebe hängen ? Wie sollte man sich nicht zn einer Prinzessin hingezogen fühlen, fctf, das Bild einer deutschen Frau, durch eine flccadezu anspruchslose Natürlichkeit den Irrthum mancher nicht so hochgestellten Dame^ welche in stnfer Unnahbarkeit die Haupterfordernis vor-nehmen Wesens erblickt, so wunderbar ad absurd um f»hn? Der Kronprinz von jener herzgewinnen-den Liebenswürdigkeit, die seinem kaiserl. Vater «um, die Kronprinzessin von blendender Schön-be« und von einem Liebreiz, der nur die edelsten ihres Geschlechtes auszeichnet: wie hätten die Jubclrufe, die sie umbrausten, nicht vom Herzen kommen sollen? Und da nach einem altem, viel-gebrauchten Satze zu Herzen geht, was vom Herzen kommt, so darf man wohl nicht daran zweifeln, daß die Grüße, die wir unseren hohen Gästen zugerufen, den rechten Weg gefunden haben. Der Kronprinz und seine Gemalin haben die Gewißheit mit sich genommen, daß Cilli und die Teutschen des steirischen Unterlandes kaiser-und reichstreu sind, wie nur irgend ein Volk der Monarchie. Sie waren außerdem sichtlich erfreut, mit Allen, welche gekommen waren, ihnen zu huldigen, in deutscher Sprache verkehren zu können. Vielleicht haben sie auch den Eindruck empsan-gen. daß an dem Verhältnisse, wie eS sich hierzulande zwischen Teutschen und Slovenen ent-wickelt und wie es bis noch vor Kurzem seit Jahrhunderten bestanden hat, im Interesse des Ganzen nicht gerüttelt, und daß den zerstörenden Strebungen Einzelner nicht Vorschub geleistet werden sollte. Es liegt keinerlei Kundgebung seitens des Kronprinzen vor, daß ihm in der That dieser Eindruck geworden sei. Aber Anzeichen, ziemlich untrügliche Anzeichen, und wir haben dieselben mit Genugthuung begrüßt. Neben so vielen andern wird auch das aus Untersteier-mark mitgebrachte Körnchen daS Maß sülleu helfen und an geeigneter Stelle die Ueberzeugung zum Durchbruche gelangen lassen, daß es bald genug, ja zu viel sein wird der sogenannten Verföhnungspotitik. Wir harren des erlösenden Wortes in Geduld und in Ruhe und freuen uns indessen, daß zwischen unserem Volk und dem Herrscherhause ein neues Band geknüpft worden ist. O Am Abend vor der Ankunft der hohen Gäste hielten unsere Veteranen einen musikalischen Zapfen-streich ab. In Begleitung der Musikvereinscapelle durchzogen sie mit Lampions und unter klingendem Spiele die Straßen der Stadt und wurden selbstverständlich von einer ziemlich bedeutenden Menge gefolgt. Die Teeorirung der Häuser hane schon am Mittwoch begonnen. Man sah allenthalben Kränze winden und befestigen, die Fenster schmücken und Fahnen ausstecken. Den vollen Festschmuck aber legte die Stadt erst am Donnerstag-Morgen an. und da war auch ein Gang durch die Straßen sehr lohnend, denn er brachte mancherlei Ueber raschung. Die schönste Decoration zeigte das Casino, dessen stumpfe Ecke nach einen, Entwürfe deS Herrn Walter über einer von Reisiggrün umgebenen Büste des Kronprinzen in ftillvoller Umrahmung ein aus rothen Blumen nnd Edel-weiß hergestelltes Mongramm der Buchstaben U iind 8 zeigte. Das neue Sparcassegebäude war einfach aber sehr geschmackvoll geschmückt: der Baleon des Herrn EommissärS Tax wurde über und über mit Blumen und Reisig geziert, auS welchen schwarzgelbe und rothweiße Fahnen und Fähnlein in großer Zahl emporragten; ein sehr schönes Monogramm der Buchstaben R und S hatten die Damen des Hauses Josef Herzmann auS Blumen und Grün angefertigt uud mit dem-selben viel Bewunderung erzielt; daS Haus Wokaun, das Hotel Koscher, das Stadtamtge^ bäude, das Haus Rakusch und noch viele andere Gebäude waren zum Theil sehr elegant deeorirt worden. Vornehm geschmückt war namentlich auch der Bahnhos, der Perxon sowohl als die Faxade, wo je eine Anzahl Flaggenbäume aufgestellt war, welche Fahnen in den kaiserlichen, den steirischen und den belgischen Farben trugen. Ueberhaupt herrschten diese Farben neben den deutschen Tri- coloren auch in der Stadt fast ansnahmslos vor. * Der Empfang. Das Menfchengewoge, welches schon am j Morgen in den Straßen herrschte, verdichten i sich mehr und mehr, je näher die Stunde her» 2 anrückte, welche die hohen Gäste bringen sollte. Es waren Tausende und Abertausende herbei-geeilt, das erlauchte Paar zu sehen und zu be-grüßen, und um IN Uhr war das Gedränge besonders aus dem Platze vor dem Bahnhose ein derartig^, daß an ein Durchbrechen des-selben nicht mehr zu denken war. und daß die Feuerwehrmänner ihre liebe Noth hatten, die Massen vor dem sreizuhaltenden Raume zu stauen. Es waren der Fremden aber auch von Weit und Breit gekommen, selbst von Krain herüber, und auch die ältesten Leute erinnern sich nicht, Cilli jemals so belebt gesehen zu haben. Aus dem Perron hatte sich um 10 Uhr die ganze ossicielle und vornehme Gesellschaft der Stadt zusammengefunden, der Bürgermeister Dr. Neckermann an der Spitze de^ Gemeinderathes. Bezirkshauptmann Dr. Netoliezka mit Beamten derBezirkShauplmannschaft, KreisgerichtSpräsident Hosrath Heinricher, Be;irksobmann Stiger, der Stationscommandant Oberstlieutenant Münzet niil deui Otfizierscorps ». s. w. Unter den er-schienen?» Damen bemerkten wir: Bianca v. Adamovich. geb. Gräsin Wickenburg; Gisela v. Adamovich, geb. Baronin Ritter; Julie v. Adamovich; Emilie v. Beck: Irma Gräsin Bissingen, geb. v. Adamovich; Therese v. Henneberg, geb. Haupt; Malvine Gräfin Mon-tecuccoli. geb. Baronin Allaoch; Marie Münzl v. Münzthal; Ätarie Neckermann: Christine Fürstin Salm-Reisserscheid, geb. Gräsiu Spiegel; Leonic Gräfin Sermage, geb. Gräfin Arco: Minna Stiger; Anna Gräfin Wurmbrand, geb. Gräfin Somssich; Flora Gräfin Wnrmbrand, geb. Pongratz: Julie v. Zeidler. geb. Haupt: Frau v. Schmidt - Seeberg; Marie Zangger u. m. A. — Wir wollen gleich hier bemerken, daß. nicht allein auf dem Bahnhose, sondern in der ganzen Stadt und wahrend der ganzen Zeit der Anwesenheit der hohe» Gäste, strenge Ord-nnng aufrechterhalten wurde, und daß das Ord-nung-Comiw, an dessen Spitze bekanntlich Herr Alois Walland stand, Umsicht nnd Cnergie be-mähn hat. Anspruch auf öffentlichen Dank haben sich nach dieser Richtung auch die theilweise von auswärts gekommenen Feuerwehrmänner und die Veteranen erworben. — Selbstverständlich hatte auf dem Bahnhofe eine Ehrencompagnie, und zwar unter dem Commando deS Haupt-mannS Mannsbart. Ausstellung genommen. Pünktlich zwei Minuten nach lialb Eils lies der Hofzug ein. und kaum derselbe zum Stehen gebracht war, erschien aus der Plattsonn deS HoffalonwagenS der Kronprinz und gleich nachher auch die Kronprinzessin. Die ans dem Perron Anwesenden brachen in brausende Hoch-rufe auS, man schwenkte Hüte und Tücher und die Musikcapelle stimmte die Bolkshymne an. tzin wttlies Vlattchen. Bon E. Reinhold. Braun und unanschaulich, häßlich und nützlich liegt ei in meiner Hand, das kleine welke Epheudlatt. Der schwache Moderduft, den eö anshaucht, belebt mein GedächmiS eigenthümlich; eine ganze Geschichte, eine Geschichte voll Jammer und Elend, wenig Sonnenschein und viel Trauer erzählt es mir. Es war Spätherbst; der sausende Nord oft entblätterte die letzten, standhaftesten Bäume: eisig kalt strömte der Regen vom Himmel herab und die feuchte Lust kroch in alle > deutsch ist. Director Bobisut erklärte auf eine Frage deS Kronprinzen, welches die Unterricht? spräche der von ihm geleiteten Schulen sei, dax ausschließlich deutsch unterrichtet werde, uiid auf. die weitere Frage, ob diese Schulen auch von slovenischen Schülern besucht werden, daß drrt allerdings der Fall sei, indem 25 Procem bet gesammten Schüler Slovenen seien, welche au»-drücklich deshalb in die deutsche Schule geschickt werden, damit sie die deutsche Sprache erlernen, Director Sponda, um die Verhältnisse an der Bürgerschule befragt, erwiederte, daß auch dort das Deutsche die Uuterrichsprache. und daß dat Slovenische nur ein Nebengegenstand sei. I« Kronprinz nabm all diese Anskünste unverken» bar mit Befriedigung entgegen. Unter den empfangenen Deputationen dl-fand sich auch eine solche der Cillier Gewerbe- „Mutter ist Tänzerin," erzählte die Hlcrat „eine große Künstlerin, sagt Papa. Ich soll auch eine werden, Mama gibt mir Unterricht. Pat» ist auch beinl Theater, er singt im Chor m-t; aber wenn Beide erst das große Eugagenm bekommen haben, dann ziehen wir auch in die Belle-Etage, halten uns Stubenmädchen und ich bekomme einen rothen Sammtrock, mit Hermelin besetzt, wie ihn die Königstochter trug, der ich einmal als Elschen den Blüthenzweig briac r:t mußte." Wir Kinder hörten mit offenen« Munde zu. Trotz seiner Dürftigkeit imvoairte uns das kleine Wesen gewaltig, und ich begriff meine Äuwr nicht, die so unsäglich mitleidig auf das in meines Augen hochbegnadete Geschövfchen herabsah. öegn 10 Uhr empfahl sich unser sonderbarer flcäer Gast, nachdem er noch mit dem Anstand trna Fürstin gedankt nnd gebeten hatte, uns liicixr auch einmal bei sich sehen zu dürfen. Nach iZin» Weggange sprachen Vater und Mutter noch mi [ Weilchen in fremder Sprache mit einander, ich verstand nichts davon, war auch müde wd träumte in der stacht von nichts Anderem ali j Theaterherrlichkeiten. Von da ab kam die Kleine fast täglich jt] uns. Wenn ihre Eltern Abends in das Iticattr gingen, zogen sie schüchtern die »lingel bei uui, und brachten das Kind herein. Sie waren feidt noch jung, die Fran sogar niedlich und liebreizend. 1887 treibenden. Sie bestand au5 dem Obmann des Gkwerbevrreines. Herrn Walter, ferner dem Ob-man» der Metall- und Baugewerbe-Genossenschaft. Herrn Moriz Unger, und Herrn Eduard Weis. Während ihres Aufenthaltes im Sparcasse-gebäude lief für die Kronprinzessin ein Telegramm aus Larenburg ein. i i welchem über das Be-finden ihres Töchterleins, der Erzherzogin Elisa-betd, berichtet wurde. Zum Schlnße dieses Theiles unseres Berichtes glauben wir noch erwähnen zu dürfen, das, daS neue Sparcassegebäude und die.Ausstattung des-selben allgemeinen Beifall fanden. Als der Krön-prinz den Sitzungssaal betrat, um dort die Deputationen der Landbevölkerung zu empfangen, rief er lant: „31h, das ist ein prächtiger Saal!" J>ir Schluhlleinkegnng im Spitale. Vom Sparcaffegebäude begaben sich die holien Herrschasten zu Wagen nach dein Gisela-syilal. Kronprinz Rudolf und Gemalin wurden von Herrn Negri gefahren, der fein schönes Ge-spann elegant und sicher lenkte. Die Fahrt ging programmäßig durch die Bahnhof-, die Post-gaffe und über den Wokaunplatz. *) Vor dem «pitale wehten aus zahlreichen Flaggenbäumen Föhnen. und Eingang. Vestibüle nnd Stiegen-bau? des stattlichen Gebäudes waren mit schönen Psianzengrnppen. die von dem Kunstgärtner Pra-scheu beigestellt nnd sehr schön arrangirt worden waren, decorirt. Am Eingänge deS Gisela Spitales standen Landeshauptmann Graf Wurmdrand und die La-idesausschüffe Graf Attems und Dr. Schmi derer. Statthaltererrath Tr. Ehmer. mehrere Ge-meinderäthe von Cilli. Ofsieiere nnd andere Herren zum Empfange bereit. Als der Kronprinz und die Kronprinzessin anlangten, wurden sie vom Landeshauptmann in das Vestibüle geleitet und hier hielt der letztere folgende Ansprache: •i Wir können nicht umhin, an dieser Stelle eine-Porsalle? Erwähnung zu thun. der allgemein peinlich berührt bot. Eö besteht in Cilli nämlich der Gebrauch bfli bei solchen Gelegenheiten die BefiDer von Equipagen rnck» allein diese letzteren bereitwillig zui Berfügung stellen, sondern sie auch eigenhändig fahren. Ein junger Beamter der Statthaltern nahm eS sich nun heraus, de Denier der ersten Equipage wiederholt in einer Weise ttjutvmKben, die selbst dann rügenSwenh wäre, wenn er nicht einen angesehenen Bürger der Stadt, sondern den Änlicher desselben vor sich gehabt hätte. Der Ae-am- «ird sich ohne Zweifel daraus berufen, dass er be-iüqlich?er Person dt» Wagenlenker« im Irrthum war. Wir ober sind der Ansicht, daß ein volitischer Beamter im«er!u-i einen geübten Blick haben dars. Ohne Zweisel roirb fidi der betreffende Herr bei unserem Mitbürger e»t>lhuldigen und ihm danken, daß der letztere seine Ruhe IxrailiU hat, — Ein ähnlich peinlicher Vorfall, dem je-boA eine gute Absildr zugrunde lag. trug sich bei der Pierdeschau einem Fräulein aus Praßderg gegenüber zu. aber elend und verkommen. Meine Mutter sah t* nicht gern, wenn Valerie von Zuhause sprach; sie unterbrach regelmäßig di: Kleine bei solchen Gelegenheiten, nicht zu meiner besonderen Freude. Eines Abends erschien Valerie viel zeitiger als sonst. Sie trug ein kleines, abgetragenes jtapuze-Mäntelchen, das sie fest um ihr zierliches Finürche« zusammenhielt. Als sie mitten im Zint-mer stand, ließ sie eS mit einer Bühnen - Geste fallen und stand vor uns im vollsten Theater-putz. Nie werde ich den Eindruck vergessen, welchen dieser Anblick aus mich machte. Valerie «schien mir wie ein Wesen höherer Art. ich ge-traute mir nicht, sie anzurühren. Ein rosenrothes Florkleidchen verhüllte das seine Figürchen; Epheuzweige waren darauf be-festigt; ein Kranz von Epheu und Rosen lag am den dunklen Löckchen. Ein graues Blättchen haue sich aus deni Kranz gelöst, als sie den Ka-puchon zurückwarf, und war auf den Teppich gefallen. Ich hob es auf, wie wenn es die größte Kostbarkeit wäre, und behielt es noch in der Hand, als die Kleine längst gegangen war. Eine Stunde mochte seit ihrem Weggänge verstrichen sein; ich war eifrig beschäftigt mit meinem deutschen Aufsatz. Zwischen den Zeilen schien mir aber immer Valerie's Gesichtchen zu-zunicken: mir war. als dufteten die Rosen ihres Kranzes noch im Zinimer. als hörte ich ihr seines Stimmchen aus dem Buche vor mir er- .Deutsche Wacht" „Der LandeSausschuß hat sich gestattet, Eure kais. und kön. Hoheit zu bitten, auch bei diesem Spital den Schlußstein zu legen. ES ist daS zwölfte Krankenhaus, das in Steiermark nach und nach er-richtet wurde, nicht daS letzte, welche» heuer noch der Vollendung zugeführt wird. Der LandeSausschuß war von der Idee geleitet, daß den freudigen Festen auch solche Acte angereiht werden sollen, welche der Wohlthätigkeit der Bevölkerung entsprechen. Wir sind uns unserer civilifatorischen Aufgabe bewußt, welche gerade in der modernen Zeit, wo durch das massen-haste schnellt Hervortreten großer Reichthümer massenhaft Armuth entsteht, für den Armen und Schwachen umso thatkräftiger einzutreten hat. Mit der Weihe, welche diesen Anstalten durch die Anwesenbeit Euer k. und f. Hoheiten zu Theil wird, sehen wir sie als Vollender an, weil jeder Hilfsbedürftige an dem Na-inen»zuge, der den Schlußstein krönt, sich mit Dank-barkeit dieses Augenblickes erinnern tvird und die Gefühle der Liebe zur Dvnaftie in allen Herzen ein-getragen bleiben." Der Kronprinz erwiderte darauf: „Ich danke Ihnen, Herr Landeshauptmann, und dem steiermärkische» LandeSauSschusse. daß Sie mir und meine. Frau Gelegenheit gegeben, an diesen Werken Mitantheil zu nehmen, die vollkommen unseren Intentionen entsprechen. Wir würden die schönen Tage, die wir in Steiermark verlebt haben, nicht vollkommen genießen, wenn wir nicht auch wüßten, daß liiebei Werke der Wohlthätigkeit ihren Abschluß finden. Wir er-kennen darin d e n W o h l t h ä t i g k e i t s f i n n, der sich in Steiermark stets beth ä-tigt. und können die musterhusten Anstalt e n , die w i r i n S t e i e r nt a r k gesehen, als ein glänzendes Vor-bild für alle Länder bezeichnen." Nachdem der Kronprinz und die Krön-Prinzessin einige Loealitäten des Parterregeschosses in Augenschein genommen, verfügten sie sich zur Schlußsteinlegung in den ersten Stock. Hier war unter einer baldachinartigen, reich mit Grün geschmückten Draperie die Leffnnng für den Schlußstein, der sofort nach der Ankunft der hohen Gäste eingefügt w>>rde. Der Kronprinz, die Kronprinzessin und der Landeshauptmann führten auf diesen mit silbernem Hammer je drei Schläge und begleiteten diese Ceremonie mit je einer kurzen Rede. Die Worte des Krön-prinzen lauteten: „Mögen die Thränen der Unglücklichen und Elenden getrocknet werden und die Schmerzen der Leidenden hier Linderung finden." Unter Führung des Herrn Dr. Neckermann machten die Herrschaften sodann einen Rnndgang durch die Anstalt, zeichneten sich in das Gedenk-buch eilt und sprachen sich über die vorzügliche Einrichtung des neuen Spitales wiederholt in der an erkenne nsten Weise aus. tönen. Unruhig schien es mir jetzt im Hause zu werden. Ein Rennen und Lausen, Thürenwersen, dazwischen Stöhnen nnd Schluchzen. Jetzt reißt Jemand an unserer Klingel. Ich bin schneller draußen als die Mägde. Vor der Thür steht Valeries Vater bleich und zitternd. „Mein Kind ist todt!" jammert er. Jetzt tritt meine Matter hinzu; sie nöthigt den Trostlosen herein. Auch mein Vater erscheint. Beide suchen ihn zu be-ruhigen. „Sie hatte kaum ihren Tanz begonnen, da stürzt sie zu Boden: wir glaubten, sie sei ge-stolpert, aber wie meine Frau sie emporhebt, da —" Thränen erstickten die Stimme des Un-glücklichen. „Und sie hatte sich so sehr auf den heutigen Abend gefreut." Ich durfte nicht hinaufgehen, um das früh verblichene Wesen ein letztes Mal zu sehe». Es war auch gut so. Nun steht sie in ihrer ganzen Lieblichkeit noch heute v r nlir; das heitere Bild ist nicht durch den Anblick der Todten gestört worden, obwohl „sie wie ein Engel aussehen sollte" nach den Berichten der Dienstboten. Mein Vater ließ das Kind in anständiger Weise bestatten; denn die Mittel der armen Eltern reichten nicht einmal für einen Sarg aus. Sie zogen dann bald fort, wohin, habe ich nie erfahren. 3 Fie Alerdeschau Inzwischen halte sich aus dem kleinen Erer-zirplatze reges Leben eittivickelt. Zählte früher fchon die dort angesammelte Menge nach Tausenden, so wuchs sie noch bedeutend an, als kurz vor Beginn der Pferdeschau das Publicum ans der Stadt herbeigekommen war. ES herrschte aus dem Platze ein Gedränge, welches da und von, namentlich aber in der Umgebung des Pavillons, nahezu beängstigend war, und daß unsere Feuerwehrmänner vergebliche Anstrengungen machte«, die dichten Menschenknauel zu lösen. Gering gerechnet waren, da 1500V Per-sonen anwesend. Der Platz war trefflich vorbereitet worden : das Comite, das bekanntlich aus den Herren Stiger als Obmann, dann Ritter v. Haupt, Iiig. Higersperger. Karl MatheS und Lutz be-stand, hatte Außerordentliches geleistet. Für die hohen Gäste war ein hübscher Pavillon er-richtet, der außen mit Reisig verkleidet und innen mit weißgrünen Draperien ausgeschlagen war. Für die zur Schau herbeigeführten Pferde war mittels Holzschranken ein Raum abgesperrt, und vom Steg über den Lahnbach bis zum Pavillon eilt mit Laukteppich belegter Weg hergestellt worden. Acht Standarten- und Lanzen-träger auk Sannthaler Rothschimmel - Stuten schlössen den freien Raum vor dem Pavillon ab. Es waren dies: Franz Breuuiker aus Raben-dorf, Martin Oswirk ans Burgdorf. Lorenz und Franz PlaSkar und Franz Krasovetz ans Fraß-lau, Vinceuz Tercar aus Ruperti und Josef und Johann Czeplak auS Voena. Vor dem Pavillon bildete eine Anzahl schmucker Jung-srauen auS dem oberen Sannthale in ihrer kleidsamen Nationaltracht Spalier und hielt für die hohen Gäste Erfrischungen bereit: pracht-volles Obst, welches besonders die Anerkennung der Kronprinzessiu fand (es war von Herrn Baron Waßberg beigestellt worden). Trauben aus dem Weingarten des Bauers Wisiak, Gebäck von Sima, Wein von Dr. Langer und Bier von Matlies und Kuketz, letzteres in steinernen Krügen aus der Fabrik Rießberger. Unter den Mädchen sielen durch ihre Schönheit die Fräulein Goritscher aus Praßberg. Marold aus Fraßlau. zwei Töchter des Herr» Lippold aus Praßberg und Fräulein Therese Walland aus Fraßlau auf. Fräulein Olga Lippold, welche zur Sprecherin bestimmt war, hielt einen schönen, bunten Blumenstranß für die Kronprinzessin bereit. Als das erlauchte Paar das Gisela-Spital verließ, dröhnte ihm tausendstimmiger Will-kommSgruß entgegen. Aus dem Pserdeschauplatze wurden die hohen Gäste vom Comite, welchem sich die Herren Generalmajor Gras Mensdorss. Das Epheublättcheu behielt ich als Andenken an meine kleine Freundin, die selbst nichts An-deres war. als ein srühoerwehtes welkes Blatt. Aus den Memoiren einer Mäknadel. Ich bin eine echte Engländerin, schlank, mit einem goldschimmernden Köpfchen. Mein Geburtsort liegt weit, weit von hier, in einem indnstriereichen Städtchen des britischen Reiches — lange ist's her. daß ich die Maschine, die mich erschaffen, verlassen, um mein Leben dem schönsten Zweck — der Arbeit zu weihen. Einige Stahlinstrumente. die gleichfalls in unserer Fabrik erzeugt worden, erklärten offen, mich ob meiner Zukunft nicht zu beneiden, ja, ein un-galanter Goldfchmiedehammer meinte: „Arme Nadel — das ganze Leben wirft Du mit Frauen verbringen — o. Du wirft genug ausstehen, bis Du das Endziel Deinesgleichen erreicht hast: in irgend einer Bodenritze für immer zu ver-schwinden oder entzwei zu brechen, als werth-loser Krüppel weggeworfen zu werden." So manches Jahr liegt hinter jenem Tage nnd fürwahr, er hatte Recht, der Goldschmiede-Hammer, ich habe viel erlebt, so viel, das; es mich werth dünkt, es aufzuzeichnen. Dazumal war ich ein eitles Ding, ich freme mich meines glänzenden Aussehens lind war fast 4 Major Schuberth, Generalmajor Baron Vay. Major R. v. Wachtler. Rittmeister Wild, Lippold aus Praßberg. Rak aus Wöllan, Pauer aus Faßlau und Lenko aus St. Peter ange-schlössen hatten, empfangen und nach dem Pavillon geleitet, wo der Kronprinz zunächst die Ausstellung von Hufeisen besichtigte und fodann feinen Rainen in das aufliegende Gedenkbuch eintrug. Hierauf stiegen die Herrschaften die Stufen deS Pavillons herab, und Fräulein Olga Lippold überreichte der Kronprinzessin mit einer deutsche» Ansprache das Bouqnet, für welches die hohe Frau in der verbindlichsten und liebenswürdigste.! Weise dankte. Auch den dargebotenen Erfrischungen sprachen sie zu: der Kronprinz sowohl als die Kronprinzessin tranken von dem ihnen gereichten, rothen einheimischen Weine. Alsbald begann die Borsührung der Pferde. Zuerst kamen die Standarten- und Lanzenträger, dann die frei vorgeführten Pferde. Mit unseren hypologischen Kenntnissen ist es nicht weit her und wir können uns deshalb auf eine nähere Besprechung des zur Schau gebrachten Pserde-materiales nicht einlassen. Das Eine aber dür-fen wir wohl verzeichnen, daß der Kronprinz das lebhafteste Interesse für den Sannthaler Schlag und große Freude an demselben bekundete. Es waren aber auch prachtvolle Thiere zu sehen: unter anderen ein Hengst von solch colossalen und dennoch schönen Formen, daß er dem be-rühmten Fernkorn zum Modell gedient haben könnte, als er daS Streitroß für das Eugen-Monument in Wien entwarf. Die hohen Herr-schaften verweilten bei der Pferdeschau um fast eine Viertelstunde länger, als es dem Programme entsprach, und als sie Abschied nahmen, drückte der Kronprinz dem Obmanne seine besondere Anerkennung aus. Die Pserdeschan nahm ihren Fortgang und um drei Uhr nachmittag» fand die Prämiirung statt, an deren Schluß der Präsident deS steierm. Pferdezuchwereines, Ritter v. Haupt, in einer Ansprache für die Unter-stützung dankte, welche das Unternehmen seitens der staatlichen Organe, der autonomen Vertretungen und der Comitv-Mitglieder gefunden. Die Prämiirnngsliste bringen wir am Schluße dieses Berichtes. Per Abschied. Vom Pserdeschauplatze suhren die hohen Gäste über den Josefplatz und durch die Herren-gaffe zur Stadtpfarrkirche, wo sie vom insulirten Abte Anton Ritter von Wretfchko empfangen wurden. Räch kurzem Aufenthalte verfügten sie sich sodann in das Loealmufeum, an dessen Eingang der Ausschuß des Musealvereines mit Bergrath Riebt an der Spitze, ihrer Ankunft harrte. Der Kronprinz und die Kronprinzessin beleidigt, als man mich mit fünfzig mageren und dickere» Schwestern in ein schwarzes Papier-kleid hüllte, worauf wir dann als „Paket ge-mifchter Nähnadeln" auf Reisen gesandt wurden. In einem Pariser Detailgeschäste setzte man uns ab und schon am nächsten Tage kaufte uns die Kammerzofe einer Herzogin. Ich war die erste, die sie dem Päckchen entnahm : ich habe meine Schwestern nicht wieder-gesehen. Noch am selben Abende erschien ich be-rufen, die Diamanten an das Ballkleid der schönen Frau zu heften — beim letzten Sterne, den Minette mit hastigen Stichen an den Schul-tern befestigte, glitt ihre Hand aus — und ein Blutströpfchen tauchte gleich einem Rubine am schneeigen Nacken der Herrin auf. „Ungeschickte", rief sie zornig und eine Stunde später verließ Minette das wappengeschmückte Haus, ich, die Urh-berin dieses Unheils, die sie an ihre Jacke gesteckt, mußte nothgedrungen mitgehen. Ich rächte mich für diese gewaltsame Entfernung aus dem vornehmen Hanfe, indem ich Herrn Louis, den Schatz Minetten'S. als er die weinende Geliebte tröstend an seine Brust zog, so tüchtig in den Arm stach, daß er mich sofort ein „mör-derifches Instrument" nannre und weit von sich schleuderte. Da lag ich nun am mondbeschienene» Boule-vard. Ich hörte nach wie vor die Beiden von ihren Ersparnissen und vom baldigen Heiraten „Deutsche Macht« besichtigten die Sammlungen sehr eingehend, ließen sich von Herrn Bergrath Riedl über die Herkunft manches Stückes berichten, und dankten zum Schlüsse dem Obmann und dem Ausschüsse des Musealvereines in herablassendster Weise. Der Abschied des Kronprinzen und seiner Gemalin gestaltete sich überaus herzlich. Vom Localmuseum fuhren sie über den Hauptplatz, durch die Grazergafse und über die Ring straße nach dem Bahnhofe, der sich in kurzer Zeit abermals dicht gefüllt hatte. Auf dem Perron angekommen, schritt der Kronprinz, während die Kronprinzessin an Frau Bianca v. Adamovich huldvolle Worte richtete, unter den Klängen der Volkshymne noch einmal die Front der Ehrencompagnie ab, kehrte dann zu seiner Gemalin zurück und schritt mit derselben dem Waggon zu. Ehe er den letzteren bestieg, beaus-ttagte er den Bürgermeister, der Bevölkerung für den schönen und herzliche» Empfang seinen und der Kronprinzessin Dank kundzugeben, und reichte ihm zum Schlüsse die Hand. Die Krön-Prinzessin that ein Gleiches gegenüber der Frau Neckennann und reichte der letzteren gleichfalls die Hand. Als sich der Hofzug in Bewegung setzte, stand das hohe Paar am Waggonsenster und erwiederte die Hochrufe und das Tücher-schwenken der Anwesenden in der freundlichsten Weife. * Die Bildnisse des Kronprinzen und der Kronprinzessin, Heliogravüren, vereinigt auf einem Knnstblatte, kommen in 1000 Exemplaren unter der Bevölkerung Steiermarks zur Ver-theilung. Namentlich das Porträt deS Kronprinzen zeichnet sich durch außerordentliche Aehnlichkeit aus. • Abends fand im Stadttheater eine Fest-Vorstellung statt, welcher ein überaus zahlreiches, meist aus Fremden bestehendes Publikum anwohnte. Eine nähere Besprechung der Vorstellung — es wurde „Der Hünenbesitzer" gegeben — behalten wir uns vor. * * * Zum Schlüsse bringen wir die Prä-m i i r n n g s l i st e zum Abdrucke, welche uns von einem Mitgliede des Comite'S, dem wir hiermit unseren besten Dank sagen, freundlichst zur Verfügung gestellt wurde. Es wurden ver-liehen für: M u 11 f r ft u 1e n : An C.*) BlasiuS Grobe!-nif, Gutlendorf, der StaatSpreiS j» 40 fl. und die silberne StaatSmedaille; C. Maria Premkchak, Bischofdorf,D ein StaatSpreiS zu 25 fl. und die *) Die den Namen vorgesetzten Buchslaben be< deuten die Bezirke der Prämurteil sprechen und Herrn Louis scherzend sagen: ..Eigentlich hätte ich die Nadel nicht wegwerfen sollen, sie hat Dich veranlaßt, wegzugehen und endlich — mein zu werden." Ich war froh, daß eine Nadel, die man sonst als Zerstörerin zarter Bande sürchtet. ans-nahmsweise eine Ehe beschleunigte und harrte geduldig der kommenden Dinge. So mancher Fuß eilte achtlos über mich hinweg, ich zitterte schon davor, im Straßenstaube zu endigen, end-lich bückte sich ein kleines Schulmädchen nach mir. doch ihr brachte ich viel Verdruß, da sie sich in der Schulbank damit unterhielt, mit mir ihre Gefährtinnen zu stechen, bis der blonde Lehrer endlich aufmerksam wurde, mich confis-cirte und der Ucbellhäterin eine gewaltige Strafe dictirte. Mittags brachte mich der junge Päda° goge feinem Weibchen heim und Wochen hindurch war es meine demüthigende Aufgabe, die Höschen und Wäschestücke dreier wilder Buben auszubessern. Die Frau Lehrerin hielt mich hoch in Ehren und sagte oft ihre» Jungen: „Wenn das keine so gute, echt englische Nadel wäre, sie wäre schon längst zerbrochen, so vielsache und beschwerliche Arbeit muß sie verrichten." Doch eines Tages war mir dieser Beruf zu langweilig; ich schlüpfte geschickt aus dem sammtenen Nähkissen, die Kammerfrau der Sängerin, die bei uns den ersten Stock inne hatte, fand mich im Eorridor, sie hob mich auf 1887 silberne StaatSmedaille; F. Anton Pickl, GomilSko, ein StaatSpreiS? zu 30 fl.; C. Franz Reßnik, Dtrnbichl, der LandeSpreiS zu 15 fl.; Josef Schigan, Sachsenfeld, ein BezirkSpreiS zu In fl. und die bronzene StaatSmedaille. Ferner erhielten BezirkSpreise zu >0 fl.: P Jakob OSrolrf, Burgdorf ; F. Valentin Juschna, Oschowitz; > fl.; F. Sebaft. Regar, Burgdorf, ein St. Pr. zu 15 fl.; 0. Fr. Ti'chevl, Bischofdorf, der Landespr. zu l 5 fl.; F. Josef Kocenina, GomilSko. ein Bezirkspr. zu 10 fl., und die bronc. St. M.; Bezirkspr. zu 10 fl. erhielte» ferner : C. Martin Steiner, Großpireschitz und T. Zos. Pajk, Gairach. Die silb. StaatSmed.: C. Jakob Dobraic, lernovec; C. Joh. Cater, Margerethen; F. Franz Zukala, GomilSko; F. Josef Rancigaj, GomilSko und Joh. Marzue, Slatina. Für einjährige Stutfohlen: Za 0. Martin Ozwirk, Opp«ndorf, der Staats?!, zil 25 fl. u. d. silb. StaatSmed. ; F. Anton Rovak, GomilSko, ein StaatSpr. zu 20 fl.; F. Joh. Rancizaj, GomilSko, ein StaatSpr. zu 15 fl.; 0. Simon Golob, Perowetz, der Landespr. zu 15 fl.; C. Jef. Pillich, Dirnbichl, ein Bezirkspr. zu 10 fl. u. i. bronc. St.-Med. Bezirkspreise zu I fl. erhielten: (j. Georg Follar, Tepina, und St. M Georg Goleb. Ponkvica. Und die silb. StaatSmedaille: 0. Jaket Suppanz, Grobelno: C. Josef Schigan, Sachenseld ; C. Vincenz Janii5, Sachsenfeld; Fr, Jakob Plattner, nnd nahm mich am Abende mit in die Garde-robe ihrer Herrin. Dort nähte ich wieder blitzendes Geschmeide an seidene Gewandung, darunter auch einen , großen Diamantstern, der mir merkwürdig te j sannt vorkam; hatte ich ihn ja doch seinerzeit mit der Balltoilette der schönen Herzogin vermählt. In einen« Zwischenacte löste sich das Räthsel, der Herzog trat bei uns ein, er sprich von Liebe und Leidenschaft und auf eine spöttische Frage nach seiner Gemalin, sagte er bitter : „Sprechen Sie mir von dieser Frau nicht, die so hochfahrend nnd ungerecht ist, daß sie ein braves Mädchen sofort aus dem Hause jagte, weil dieses sie zufällig mit einer Nadel 5,c-stachen." — „Einer Nadel wegen!" meinte im-tisch die Künstlerin. „Da sind wir Frauen von der Bühne nicht so empfindlich, wir tiallm Nadelstiche mnthig aus." Die schlanke Tarne hatte sich übrigens doch zu viel zugetraut, un» als ich bei der Liebesscene im dritten Acte m etwas unsanfte Berührnng mit ihrer Hütte ge-rieth, schrie sie so laut auf. daß das Public »m ob des grandiosen Effects zu toben begann. M selbst aber, die Ursache des rauschenden Bei-salleS wurde rasch entfernt. Eine junge 3 tanftia fand mich beim Abgehen nnd nahm mich nrit nach Hause. Der Flitter entkleidet, warf sich die Anne aus ihr kahles Bett, schlug die Hand« vor's Gesicht und weinte,* sie weinte über den Üaftnberf; C. Franz Turnschck, Groß-Pireschiß, und k. Martin Trauner, Franz. Die goldene VereinSmedaille, die höchste und zum ersten Male verliehene Auszeichnung M Bereine« zur Hebung der Pferdezucht in Steier-marf, erhielt Herr Major Schuberth für feine al« PereinSsecretär durch 17 Jahre den Vereins-iiiteresicn geleisteten hervorragenden Dienste. Die broncene Vereins- Medaille nbielt Valentin Metli er, aus St. Veit bei St. Marein, und da« Diplom ehrender A n e r-kennung Josef Blauskiner St. Georgen. Di-tlcme für Hufschmiedarbeiten wurden zuerkannt dem Franz Kleinschrot au« Hochenegg, Iihaun Kraschovetz, aus Franz, Johann Zimniak, au» €UIt, Georg Saver nik, aus St. Peter, Martin Uranfa, au« St. Georgen, Sabor und Mathäu« aus Gomilsko. Einen LandeSpreiS für flute Wartung der Pferde, I Duc., er-litlt Lorenz Schillich, Knecht bei Johann Rak in Lillan. Die Aechtsverwakrung des Landesausschulfes. Wir bringen im Folgenden den Wortlaut dir vom steiermärkifchen Landesansfchnße gegen die Verordnung deS Justizministeriums, betreffend bi« Slooenisining der Grund! ücher, an das Gesammtministenum gerichteten Rechtsvenvah-tmg. ES wird durch dieselbe die von uns zu-«st zur Geltung gebrachte Anschauung, daß jene Verordnung einen Gingriff in die Rechte dee Landes bedeute, bestätigt. Die Verwahrung lautet: „DaS Justizministerium hat mit Verordnung M« 21. Juli 1887 verfügt, daß künftighin wf Verlangen der Partei die Eintragungen in fr« Gruugbüchern in flooeiitfcher Sprache »«zunehmen, und in solchem Falle auch die Aufträge der Gerichte an die Grundbuchämter, dittefiend solche Eintragungen, in slovenischer -Piache zn verfassen find. Ein Erlaß solchen Inhaltes berührt so iM'emliche Laudesinteressen, deren Wahrung dem LMesausschusse als Executivorgan des Land--Uftts obliegt, daß zunächst wohl die Voraus--ichluq als eine gewiß berechtigte anerkannt wer-ta darf, daß eine derartige, die innere Einrich-tunfj der Grundbücher wesentlich berührende Nerorvnuug. ohne vorher die Wohlmeinung des Landesausschusses gehört zu haben, nicht verfügt werden solle und könne. Nachdem aber das k. k. Justizministerium es nicht für nothwendig erachtet hat, in dieser, eminente Landesinteressen berührenden Frage die Anschauung des Landesausschusses kennen zu lernen, ist Per ergebenst gefertigte Landesausschuß leider bemüßigt, in diesem Falle seine berufene Stimme auf diesem Wege zur Geltung zu bringen. ff. -__ ____ __ flerut, der ihr nur Jammer und Elend brachte. I« wildent Schmerze richtete sie sich auf, ver-Wciselnd schrie sie: „Vater im Himmel, sende mir ci» Zeichen, was ich beginnen soll, um aus diesem schmachbeladenen Leben gereuet zu wer--btti." Ihre großen Augen irrten umher, sie trafen mich, im Mondenlichte erglänzend, schien ich ibr zu sagen: „Arbeite!" Sie hat den Räch befolgt. Tag und Rächt ich durch ihre Finger, immer schöner, immer whiilicher wurde unser Zimmer, an Stelle der verstaubten Theaterblumen begannen bald frische V'mhen zu duften: der junge Nachbar hatte sie fMndt. Dann kani er selbst und mit ihm das Glück. )n wenigen Wochen nähte ich eine einfache Wstattung, darunter ein weißes Brautgewand, da» mein Mädchen ganz anders kleidete, als bit: schmutzigen Theaterhüllen. Nachdem der tae Stich gethan, legte sie mich sein säuberlich in ein Papier, gesellte mich zu ihren geringen Mbarfciten und flüsterte dankbar: „Tu hast mich gerettet." Zo hat sich denn die Prophezeihung des Aolbschmiedehammers nicht erfüllt, ich bin bis »ii» weder verloren noch gebrochen, allerdings fc'ie ich noch nicht am Ende meiner Laufbahn. ..«rutsche Wacht« Daß aber im gegebenen Falle die Stimme des Landesausschusses berufen ist, gehört zu werden, ergibt sich aus dem Umstände, daß die Bestimmungen über die Anlegung und innere Einrichtung der G.undbücher in die Kompetenz der Landesgesetzgebung gehören, und daß nach den §§ 18 nnd 19 der Landesordnung für Steiermark zweifelsohne uur der steiennärkifche Landtag zu entscheiden hat, in welcher Sprache die Grundbücher in Steiermark anzulegen und weiterzuführen sind. In Ausübung der eompetenzmäßigen Rechte hat der steiermärkische Landtag das Gesetz von, 25. März 1874 über die neue Anlegung der Grundbücher im Herzogthum Steiermark und über die innere Einrichtung beschlossen, welches die a. h. Sanction erhielt und iin Verocdnungs-blatte des Jahres 1874 unter Nr. 28 pnblieirt worden ist. Ans Grund dieses Gesetzes sind im Sinne der Intentionen des hohen steiermärkischen Landtages alle Grundbücher in Steiermark in deutscher Sprache angelegt und seither in deutscher Sprache weitergeführt worden. Eine Aenderung in der inneren Einrichtung des auf solche Weise zu Staude gekommenen öffentlichen Grundbuches in Steiermark kann und darf da-her nur auf Grund eines vom hohen steiermärkischen Landtage beschlossenen, von Sr. Majestät dem Kaiser sanetionirten Gesetzes, wodurch die Bestimmungen des Gesetzes vom 25. März 1874 abgeändert oder ergänzt werden, erfolgen. Daß aber die Sprache, in welcher das Grundbuch angelegt oder gefübrt wird, ein wesentliches Moment, ja sogar Eines der aller-wesentlichsten Momente der „inneren Einrichtung des Grundbuches" bildet, bedarf kaum einer besonderen Motivirung, wenn man erwägt, daß das Grundbuch, die Grundlage zahlloser und wichtiger Rechtsgeschäfte, zufolge seiner hoch-wichtigen Aufgabe im Rechts- und Geschäfts-leben des Volkes nur in einer allgemein aner-kannte Geltung besitzenden, in ihrer technischen Ausbildung thunlichst entwickelten und daher mittelst ihrer Ausdrücke die Begriffe klar und präcis bezeichnenden Sprache geführt werden darf und muß. Indem daher im entgegengesetzten Falle die Eintragungen in das öffentliche Buch zur Quelle zahlloser Rechtsstreiligkeilen werden und zu ver-wirrender Rechtsunsicherheit, wodurch die Wohl-fahrt im Lande ernstlich gefährdet würde, führen müßten, und indem weiter der ergebenst gefertigte Landesausschuß in der besprochenen Ver-orduung des k. k. Justizministeriums einen Ein-griff in die Kompetenz der LaudSgetzgebung erblickt — erachtet es der Landesausschuß unter Vorbehalt, über diese» bedauerlichen Zwischensall dem hohen Landtage in der nächsten Session Bericht zu erstatten, als seine Plicht, schon derzeit gegen diesen die Rechtssicherheit und wirthschaft-liche Wohlfahrt im Lande gefährdenden Eingriff Ja. mein junges Weibchen suchte mich sogar gestern hervor, um ganz sonderbar zierliche Wäschestücke zu nähen, bei deren Verfertigung sie stark erröthete. Als wir die Vorhänge an ein kleines Bettchen befestigten, wurde meine Spitze ein wenig verbogen: der Herr war näni-lich plötzlich eingetreten, seine bebenden'Hände griffen nach jenen der jungen Frau und be-deckten diese in jubelnder Freude mit Küssen. Schmollend rief sie: „Du Böser, die schöne Nadel ist nun unbrauchbar und sie hat doch unser Glück gegründet." Saust löste er den Faden aus meinem gekrümmten Leibe und sprach: „Hat sie wirklich so viele Verdienste, so wollen wir sie in Ehren halten. Der Goldschmied wird sie in eine Hülse fassen, die trage ich dann an der Uhrkette." Bei Meister Dnniartin traf ich meinen Jugcndfteund, den Stahlhammer, er half bei dem goldenen Gewände, das ich »un trage. In der Nacht erzählte ich ihm meine bunten Schick-sale: er sagte: „Das gibt ein Feuilleton!" Da dieses Feuilleton aber von einer Nadel handelt, werden die Herren diesmal vielleicht ausnahmsweise der Frau den Gebrauch der Feder verzeih»«. Jenny Reumann. W. Fremdbl." 5 in die Rechte der Landesgesetzgebung Verwahrung einzulegen. Da jedoch der ergebenst gefertigte Landes-ausschuß von der Voraussetzung ausgeht, daß der fragliche Erlaß ein ohne Wissen und Zustim-mung des k. k. österreichischen GesammtirnNi-steriums erflossener einseitiger Act sein könnte — und indem der ergebenst gefertigte Landesaus-fchuß sich weiter der Hoffnung hingibt, daß das k. k. österreichische Gesammtministerium sowohl die geltend gemachte Eompetenz-Einwendung als auch die in materieller Richtung angedeuteten Besorgnisse des ergebenst gefertigten Landesausschusses als vollelndS begründet würdigen wird, glaubt der ergebenst gefertigte LandeSauS-fchuß zum Schlüsse die begründete Erwartung ausfprechen zu dürfen, daß das k. k. österreichische Ministerium in Erwägung der angeregten politi-schen, juristischen und wirthschaftlichen Gesichts-punkte die Rücknahme des citirten Justitzmini-sterial-Erlasses verfügen werde" Die Delegationen sind vorgestern eröffnet worden. President der österreichischen Delegation ist Graf Rovertera. Gleich t:t der ersten Sitzung wurde der gemeinsame Vor »«schlag fiir das Jahr 1888 vorgelegt. Das gestimmte Brutto-Erfordernis stellt sich nach dem-selben auf 134,480.397 fl. gegen 123,855.414 fl. nach dem Voranschläge des JahreS 1887. Von diesem Bruttoersordemisse entfallen 113,662.375 fl. auf den ordentlichen Bedarf; derselbe ist um 1,952.559 fl. geringer, als für das laufende Jahr. DaS Extra-Ordinarium beziffert sich mit 20,818.022 fl. und ist im Vergleiche mit dem Vor-anschlage für daS Jahr 1887 um 12,617,542 fl. gestiegen. Das GesammterforderniS erscheint so-nach in der Gegenüberstellung mit dem letzten von den Delegationen beschlossenen Budget um 10,624.983 fl. erhöht. Abzüglich der auf 2,820.574 fl. berechneten eigenen Einnabmen be-läuft sich nämlich das Rettv-Ersordernis auf 131,659.823 fl. gegen 120,697.640 fl. deS lau-senden JahreS. Mit Hinzurechnung des bosni-scheu LccnpationS-Credites stellt sich jedoch das Netto-Ersordemis aus 136,169.447 fl. Nach Abzug deS Ueberschusses aus dem Zollgesälle be-trägt das durch die Quoten zu bedeckende Er-sordernis 90,149.397 fl. und die österreichische Quote 61,842.506 fl. Korrespondenzen. Cilli, 29. October. |D i e „Slove » e it" im Reichsrath e.I Zu einer Gesammtkund-gebung der slovenisch gesinnten Abgeordneten gegen Dr. Gregorec ist es also, wie wir vor-aussetzten, vorderhand nicht gekommen; wohl aber enthält der gestern erschienene „Slov." meh-rere Enthüllungen aus dem Reichsrathsleben der „Slovenen", welche nicht nur den kleinen Gerngroß von Neukirche» in dem Lichte eines politischen Spiegelfechters, sondern die ganze Ge-sellschaft überhaupt unseren wiederholt dargethanen Anschauungen über sie, ganz entsprechend erscheinen läßt. Herr Klun hat den Vortheil, nicht Mit-glied der Lavamer Diöcese zu sein, und kann über Herrn Gregorec daher, auch ohne Gefahr für feine Person, auftreten. Dr. Gregorec bat in seiner letzten, vor der nationalen Beamten-schast von Pettau gehaltenen Rede mit seiner Entschiedenheit und Charakterfestigkeit ungeinein großgethan. Herr Klun weist ihm dagegen nach, daß er die Slovenen vor dem Unterrichts-minister blamirt hat. Der leidenschaftliche Kleine von Neukirchen scheint nämlich ein persönlicher Feind Dr. Kahn's zu sein; er schlug als Mit-glied einer bezüglichen Deputation den Domini-eanermönch Frühwirth zum Bischöfe vor. Letzterer steht nur in Bezug auf Sprachkenntnis mit Kahn auf derselben Stufe, und der Mi-nlster sah ziemlichdeutlich, daß eS sich nicht, wie damals vorge-schwiidelt wurde, u m sprachliche Befähigung des Bischofes, son-dern nni Parteigen»ssenschaftdes-f e l b e n h a n d l e! So bat der Kleine von Neukirchen den braven, „um ihr Seelenheil" be- k sorgten .Slovenen", die damals nur ans „edlen, uneigennützigen, kirchlichen Gründen um einen windisch verstehenden Bischöfe flehten." in die Karten blicken lassen, und — die famose Partie war verloren. Nebenbei erzählt Herr Klun, daß der tapfere Abgeordnete H r e n als Mitglied der Dreier-Deputation vor dem Minister Fersengeld nabm, und Herr Potlukar wüthend war, als Gregorec die erzählte Dummheit beging. Der Kleine von Neukirchen verfaßte hierauf die bekannte Imei pellation, die seine Ausschließung aus dem Hohenwarth - Club zur Folge hatte. Herr Klun erzählt, daß sich Gregorec, so oft über dieselbe unter den „Slovenen" die Rede sein sollte, regelmäßig aus dem Staube machte, zwei Slovenen Unterschriften auf derselben miß-brauchte, und auch den Tschechen ihre Namens-fertigung quasi abgeschwindelt haben mußte, da diese angeblich später „ganz bestürzt" gewesen waren, als sie sich als die blaminen Europäer erkannten. So wußte es Gregorec in seiner Sucht, eine Rolle zu spielen, zu arrangiren, daß er nun, bewundert von den slavophilen Beamten von Pettau und den radikalsten „Slovenen", allein dasteht, während sich seine Reichsraths-collegen über ihn offenbar furchtbar ärgern. — Auch der brave Herr Professor Schukele spielte eine nicht üble Rolle. Von ihm erzählt Herr Klun, daß gelegentlich der Ernennung des vom Unterichtsminister verlangten zweiten See-tionschefs „im Club" niemand den furchtbareren Gegner machte als Herr Schukele, und dieser Herr Schukele hat im Parlamente als Erster den Antrag zur Bewilligung des von seinem obersten Chef verlangten Beamten gestellt! Diese Proben aus dem slovenische« Reichsrathsleben dürften genügen. Xivio! Schutvereine. Teutscher Schnlverein. W i e n, 27. October. In der am 25. October abgehaltenen Ausschuß-fitzung wurde dem Deutschen Vereine zur Ver-breitnng gemeinnütziger Kenntnisse in Prag für eine der Schule in Holleschowitz zugewendete werthvolle Bücherspende, den beiden Ortsgruppen in Gablonz sür das reiche Erträgnis eines Wein-lesefcftcs und der Ortsgruppe in Brnck a d. Mur und Lichtenstadt für die gleichfalls erfolg-reichen Fest - Veranstaltungen der Dank ausge-sprachen. In das Comit6 des Universitäts-Kränz-chen in Wien wnrde ein Ausschußmitglied entsendet. Der Schule in Sattel wurden die nothwendigen Lehrmittel und den Kindergärten in Gaya, Göding und Groß-Meseritsch die bisherigen Subventionen neuerdings zugewendet. Ferner wurden sür den Waidhofner Bezirk verschiedene Unterstützungen bewilligt, ebenso für Körnten mehrfache Unter-stutzungen. darunter für St. Thomas am Zeifel-berg und Grissen gewährt. Wetters wurde die Errichtung des Kindergartens in Stecken berathen, ein noch erforderlicher Betrag für den Schulbau i» Iohaunesthal bewilligt, und die Bestellung eines Lehrers für Lipnik sowie die Besetzung der Kindergärtnerinstellc in Frieda» (Steiermark) be-schloffen. Schließlich wurden verschiedene Ange-legenheiten der Schulen in Podhar», Iferthal, Iablonetz. Freiberg, Drislawitz, Groß Gallein, Röfcha, Mähr.-Bndwitz, Schreibendorf, Watzlaw und der Kindergärten in Frauenthal und Wal-lachifch-Meferftsch der Erledigung zugeführt. Kteine Hyronik. [Im Interesse der La«dwirthschaft und deS Gewcrbes.j In einer der letzten Sitzungen deS Abgeordnetenhauses wnrde von Dr. Steinwender im Namen von 27 Abgeordneten der deutschuationalen Opposition folgender Antrag eingebracht: „Das hohe HauS wolle beschließen: In Erwägung der schlimmen Ersahrungen, welche die Heeresver-waltting niit den professionellen Armeelieferanten gemacht hat; in Erwägung, daß der bedrängten Lage von Landwirthschaft und Gewerbe wenig-stens theilweise durch die turnte Lieferung der Heeresbedürfnisse geholfen werben könnte; und in Erwägung, daß eine entsprechende genossen- „Deutsche Wacht" schastliche Vereinigung der Producenten eine nothwendige Voraussetzung sür die Uebernahme der Arnteelieferungen bildet: wird Seine Ex-celleitz der Herr Ackerbauminifter aufgefordert, genossenschaftliche Vereinigungen der produ-cirenden Landwirthe zu organisiren, durch welche die Versorgung der Armee mit den Produkten der Landwirthschast, namentlich mit Getreide. Mehl. Wein, Branntwein, Haser. Heu und Stroh nnter Ausschluß des Zwischenhandels gesichert werden kann. Seine Excellenz der Herr Handels, niinister wird aufgefordert, geeignete Einrichtungen in, gewerblichen Genossenschaftswesen zu treffen, damit die Versorgung der Armee mit Erzengnisfen des Gewerbefleißes unmittelbar durch die felbstproducirenden Gewerbetreibenden mit Ausschluß der Zwischenhändler und Groß-lieseranten erfolgen könne. Endlich wird Seine Excellenz der Herr Handelsminister aufgefordert, bei der Heeresverwaltung dahin zu wirken, daß nicht bei der Ausschreibung von Armeelieserungen Bedingungen ausgestellt werden, durch welche die Betheiligung des Kleingewerbes thatsächlich ausgeschlossen wird." Der Antrag, welcher auch von unserem Abgeordneten, Herrn Dr. Foregge r, unterzeichnet war, wurde dem Gewerbeausschnsse zugewiesen. sWie die Verpflegung unserer Armee bestellt i stj, insolange sie in den Händen von Lieferanten sich befindet, zeigt wohl mchtS deutlicher als ein großes Wort, das im (Szeps'schen) „Wiener Tageblatt" in der Nr. 291 ein Lieferant gelassen ausspricht. Er sagt: „Was der Proceß Baruch Thatsächliches zu Tage gefördert, sind längst bekannte Sachen, die sich durchschnittlich bei solchen Lieserungm wiederholen. Heute noch läßt sich darüber streite», ob die Lieferung von einer etwas schwärzeren Nuance Mehles eine Criminalität begründet...." — Und Männern, die solche Anschauungen haben, soll der ehrliche Landwirth zurückstehen, srägt die „Landw. Ztg." [Ein Urtheil über O esterreich.j In einem sehr beachtenswerthen Artikel über Oesterreich in der ..Kölnischen Ztg.," die bekanntlich dem deutschen Reichskanzleramte nicht fernesteht, heißt es unter Anderem: „Die Deutschen habe» das Ministerium Auersperg - Lasser gestürzt und den Slaven die Bahn frei ge-macht. Heute leiden sie nicht unverdiente Strafe, wenngleich schreiendes Unrecht. Mit dieser Frage hat die andere, ob der österreichische Staat seit Taaffe's Regierung nicht geschwächt worden ist nnd dem inneren Verfall entgegengebracht wird, nichts zu thun. Und heute wird man nicht nm-hin können, diese Frage zu bejahen. Nicht« hält mehr die österreichischen Kranländer und die verschiedenen nichtdeutschen Nationalitäten zu-sa>nmen als die Rücksicht auf den jedesmaligen Voriheil. Die Tschechen, zumal die heißblütigen jungen, haben am Ministerium Taaffe gar kein Interesse, wenn es in irgend einem Puncte ihnen einmal den Willen nicht thut. Die Mittelschul-Verfügung des Ministers v. Gautsch, der viel zu viel Ehre erwiesen wird, da sie in Wirklich-feit nur erlassen wurde, um dem Cabiuet Taaffe den Schein der nationalen Uparteilichkeit um-zuhängen, hat hingereicht, die ganze Reichs-rathsmehrheit des Versöhnungsgrafen ans den Fugen zu bringen, und Graf Taaffe mußte der Mehrheit Genugthuung geben. Es ist heute so weit ge ko m m eu, daß kein Mi-n i st e r t« e h r eine gewöhnliche g e-fchäftliche Verfügung erlassen darf, die nicht vorher den Club-vorständenderMehrheitSparteieu zur Billig u n g vorgelegen hat. Der Riß wird ja diesmal noch wieder verstopft werden; aber Herr Taaffe ist gerade diesmal so schwach befttnden worden, daß seilt Ansehen bei Freund nnd Feind vernichtet ist. Nicht er regiert, sondern die tschechischen Clubvorstände regieren ini Staate Oesterreich. Ueber die Un-Haltbarkeit und Unwürdigkeit dieser Zustände scheint man nachgerade auch in Oesterreich Gedanken zu bekommen. Außerhalb dieses Staates, wo man aus unbefangener Ferne den Dingen gefolgt ist, herrscht darüber kaum noch MeinnngS-Verschiedenheit." ran— ^Aussöhnung des serbischen Königs und seiner Gemalin.j Wie einem Wiener Blatte von unterrichteter irrte mitgetheilt wird, ist in den letzten Tagen M-schen dem serbischen Königspaare eine vollständige Aussöhnung erfolgt. Von diesem Wiener Frieden, dessen hochstehende Vermittler mai ia der Wiener Gesellschaft sehr wohl kennt, wird man in Petersburg nicht sehr erbaut sei». sD i e römische F r a g ej soll durch eine große elerieale Demonstration wieder in Fluß gebracht werden, welche voni italienischen Volke ausgehen soll. Es wird nämlich eine von den italienischen Katholiken dem Parlamente zu unter-breitende Petition vorbereitet, in welcher verlangt wird. eS möge der hl. Vater aus einer unnwff-lichen Lage befreit werden, die sich in keiner Werfe mit der Freiheit und Unabhängigkeit versöhne» lasse, deren der heilige Stuhl unumgänglich be-darf. Diese Bittschrift soll die Unterschrift vieler Millionen italienischer Katholiken trage». Ei bleibt abzuwarten, bemerkt der vaticauische Be-richterstatter der „Polit. Corr." dazu, wie sich i das italienische Parlament derselben gegenüber | verhalten, ob es — in offenbarer Mißachtung der verfassungsmäßigen Grundsätze, aus welche die italienische Regierung sich stützt — ein derartiges Plebiszit zu Gunsten der weltlichen Ge-wall des Päpsten einfach zu den Acten legen ivi'V. Locates und Provinciates. Cilli, 29. Cetob«. fPerfonalnachrichten.1 Der Äaiier hat dem ConceptS-Practicanten bei der stan-halterei in Steiermark. Heinrich Grafen Stürgtz. die Kämmererswürde taxfrei, und dem statt-haltereirathe und Referenten für die adminiitrv tiven nnd ökonomischen Angelegenheiten den» Landes - Schulrathe für Steiermark, Osfür Schießler. aus Anlaß der von ihm erdete«» Versetzung in den bleibenden Ruhestand taxfrei den Adelstand verliehen; ferner den Miniftenal-Secretär int Ministerium sür Cultu» und Unter-richt, August Tauber v. Taubenben. zum Statthalterei-Rathe und Referenten für d« administrativen und ökonomischen Angelegenheit« beim Landesschnlrathe für steiermark ernanm. s An lässig des Besuches det Kronprinzen und seiner Gemalin i n Marburgs hat sich vorgestern der gröiic Theil der freiwilligen Feuerwehr von Peuaii. wie uns von dort geschrieben wird, einer ladung des Comnlandanlen der Marburger wehr Folge leistend, nach Marburg begeben. [Ein Auerhahnim Hiihnerstalle.il Herr F. Weihnacht. Oekonomie Besitzer in MW-reich nächst Aussee. theilt der „Alpenpost" fei«1 genden Fall mit, der ja recht interessant nur. wenn er nicht gar so sehr wie Jägerlatein klänge! i „Am 13. d. morgens trat ein Knecht des CJ» I genannten in die Gesindestube und e«ahlte dal hier dein« Frühstück versammelten Tienndom I daß er gerade gesehen habe, wie den Hubnea I beim Verlassen ihres Stalles ein großer ^ogtl I gefolgt, aber bei seinem Anblicke wieder in da I Stall zurück geschlüpft sei. Als man tich auf» diese Meldung des Knechtes hin in den 3;all begab, fand man daselbst zur höchsten Uebkr-I raschung einen schönen großen Auerhahn. selbe dürfte sich am Vortage den im Wald»» nach Futter uinherstrei'enden Hühnern anqt-I schloffen haben und ihnen Abe ds in den q:i I befinden sich die Hirsche, die Auer und Kck'I Hähne und solche Hennen in der gei'eklichal Schonzeit und dürfen in dieser Zeit weder I jagt, noch gefangen oder sonst wie erlebt nr.-fil Die Schonzeit der Wasserthiere erstreckt sich ial Monate November auf die Bachforelle, denLachil und die Krebfe, die während dieser Zeit oich l nicht in den Behältern gehalten werden » » * ^Pariser Älas-Phologra?h > Kunstausstellung.) Diese Ausstellung »■*! kopifcher Aufnahmen, welche auf vier öduurttbB | tOOl lungen pniSgetrönt wurden, bedarf unserem Publikum gegenüber erst keiner Empfehlung, da sie hier bereit« wiederholt gesehen wurde. ES genügt die Anzeige, fcafe sich die Ausstellung diesmal im Hotel „Elephant", Parterre, recht«, befindet, und daß sie morgen, Sonntag, eröffnet wird. ES gelangen in zehn Serien meist neue, noch niemals ausgestellte Bilder pir Ausstellung. Jede Serie bleibt drei Tage ge-öffnet. cherichtslaat. Cilli, 24. October. ^Einer Tabaks-preise wegen.| Vorsitzender des Schivur-gcrichtshoses L.-G.-R. R a t t e k, öffentlicher Ankläger Dr. G e r t s ch e r, Vertheidiger Dr. HigerSperger. ?lm September l. I. waren mehrere Männer, unter welchen sich auch Martin Sabau. Franz Tpreuh. sowie dessen Lohn Märhäus Spreutz befanden, auf einer nächst der Ortschaft Wrezje. Ger.-Vez. Rohitsch, gelegenen Wiese beschäftigt. Martin Sabau hatte sich eine Preise angezündet, und es entstand zwischen diesem und Georg Spreng, welcher die Pfeife als sein Eigenthum zurückforderte, ein hesti-yer Wortstreit, der sich erst legte, als sich Martin Zaban herbeiließ, die Pseise dem Franz Spreutz wenigstens zu leihen. Als dieser nun die Pseise ausgeraucht batte. übergab er sie einem anderen Mäher. Blaß Drosenig, welcher sie. nachdem er gleichsalls aus ihr geraucht hatte, dem Franz epreutz zurückstellen wollte. Allein Martin Sabau kam dazwischen, entriß dem Blas Drosenig die Pfeife, und eS entstand nun zwischen demselben und Franz Spreutz, welche beide die Pseise sür sich haben wollten, ein Handgemenge, im Per-laute dessen Spreutz von Sabau mit einer Sense verwundet wurde und beide zu Boden fiele». Als nun Mäthäus Spreutz seilten Pater am Boden liegen sah, eilte er hinzu und rersetzte dem Gegner seine? Vaters mit einer Senfe einen derartigen Schlaft auf den Kopf, daß Marrin Sabau bewußtlos zufanlnienstürzte und nach einigen Tagen an Gehirulähmung starb. Der Angeklagte. Mathäus Spreutz, ist der ■ That geständig, bringt aber zu seiner Entschul-: dissung vor, daß er dieselbe nur deshalb be-gangen habe, nm seinen Vater, welchen er in höchster Gesahr gesehen habe, von den Angriffen i seines Gegners zu befreien. Die Geschworenen verneinten denn auch die auf das Verbrechen des Todtschlages gerichtete Frage, bejahten da-gegen die Frage wegen Überschreitung der Nothwehr, daher Mathäus Spreutz wegen des Vergehens gegen die Sicherheit des Lebens zu drei Monaten strengen Arrest verurtheilt wurde. — 25 October. [Eine jugendliche r a n d st i f t (x i it.] Vorsitzender des Schwur« gerichtshofes L.-G.-R. L e v i z h n i k, öffentlicher Ankläger St.-A.-S. Trenz, Vertheidiger Dr. Higersperger und Dr. Sernec. Auf der Anklagebank befindet sich die l 5jährige DienfNnagd Rosalia Kos von Rotwein, welcher zur Last gelegt wird, daß sie zu wiederholten Malen und zwar zuerst am I I. August, dann am 21., 28., 29. und 30 August l. I. an ver-schicdenen Gebäuden ihres Dienstherrn Peter Wrisnik in Rotwein und zwar int Stalle, aus dem Heuboden, dem Dachboden des Wohnhauses, ferner an Einrichtungsstücken Brand legte, ivobei das Feuer jedesmal zum Ansbrnche kam, nnd bei dem am 21. August gelegten Brande anch ein Theil des WirthschastSgebäudes zerstört wurde. Die Angeklagte gesteht zwar, diese Prande gelegt zu haben, bringt aber zu ihrer Verantwortung vor, daß sie hiezn durch einen Mann, welchen sie später in der Person des Unterhändlers Johann Ferk ans das Bestimteste erkannte, verleitet worden sei. indem ihr derselbe hiefür reiche Belohnung in Aussicht gestellt habe. Johann Ferk. gegen welchen die Anklage auf Mitschuld am Verbrechen der Brandlegung lautet, stellt eine solche Verleitung der Rosalia Kos entschieden in Abrede, nnd es gelingt demselben auch, zu erweisen, daß er an dem von Rosalia Aos angegebenen T«.ge. an ivelchem die Ver-leitung stattgcmnden haben soll, sich gar nicht in Rotwein desunsen habe. Ans Grund des Wahrspruches der Geschworenen, welche nur die Schuldsrage bezüglich der Angeklagten Rosalia Kos bejahten, wurde dieselbe wegen Verbrechens der Brandlegung zu vier Jahren schweren Kerker verurtheilt der Mitangeklagte Johann Ferk aber freigesprochen. Eingesendet. Maßgebendes Ur'keil einesrenom-mirten Arztes über'Apotkrter MeiH-ners sensationell wirkendes Pflaster gegen Hühneraugen, Warzen, Hautverhärtungen, überhaupt gegen alle Hautwucherungen. Ö-Becs , 19. Jänner 1887. Senden Sie, ich bin neugierig ob ich meine, bi» nun allen Mitteln Widerstand leistende Hühner-äugen los werde. Med. dr. Georg Kiss, Besitzer des gelb. Verdienstkreuzes mit der Krone, v öecse. 12. Februar 1887. Postanweisung-Coup. fl. 1.15». .... dazu gesellten sich noch unbarmherzige Hühncrau'cnschmerzen, die dur, ihr Meißner'scheS Pflaster geschwunden sind, so da« ich eS mit gutem Gewissen wem immer empfehlen kann. Dr. Georg Kiss. 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