r^ta»»t. -ar,o^r <-«>>«: Kür Laibach -1 jährig . --.bMritz . ^ - ^jshriz , » «. to !r . « . S« . . i , IU , . — , 7» , .La j d « ch Nit der Post: u-hrig - - . It k. — kr -:--h>-ig . . . s . s« , ".ährig. . . 2 , 75 . » Haa» viertel-hrig jL tr., monattich S kr. M 261. Anonyme Mitteilungen.werden nicht derückfichtigt; Maukjcripre tticht jnrückgesrnver. Mittwoch, l3. November 1872. — Morgen: Benerand. Lrtac > > o «: N-. I 4«l-ri>»lii>n nud Znseriir» «urraii: -L- ßp^rtz Nr !.i - ,ch>-.. >,UtL s„'r!c>!. u«,rL -. B ^nhikj! Züi'rriis.asprlisc: die einspaltige Pctitzsile S. !-l -:» zweimaliger Einschaltung »Skr dreimal ii 7 kr. ÄierüonSftcmvel jedesmal 50 k« ->I .->Ltzeren -Inseraten und osrere» L> L>^>'nn^'. eiitsprcchender 5. Jahrgang. Zur Frage der Schulaulehen. Gewiß mit Spannung verfolgen alle Freunde der Schule und des Fortschrittes den Verlauf der gegenwärtigen Landtagssession; denn in dieser soll ja endlich das Schicksal der Volksschule in Krain entschieden, die materielle Stellung der Lehrer verbessert, mit dein alten Schlendrian im Schulwesen gründlich aufgeräumt werden. Die Lehrerwelt, so weit sie nicht unter dem alten Drucke geistig verkümmert und unter dem klericalen Einflüsse zu willenlosen Werkzeugen der Jesuiten und nationalen Fanatiker hcrabgesunken, wird der hohen Aufgabe, welche ihr das Reichö-Volksschulgesetz gestellt, wohl bewußt werden; allein damit sie in der Lösung derselben nicht ermüde oder vielmehr in ihrem gewiß mühevollen Amte nicht verzage, müssen das Land nnd die Gemeinde den Bildnern ihrer Jugend dasjenige gewähren, was ihnen das Gesetz zuerkennt: „ein sorgenfreies Leben," eine menschenwürdige Stellung. Erst dann kann der Volksschullehrer, wie es das Gesetz verlangt, jeder mit seinen Stande unverträglichen Nebenbeschäftigung sich eutschlagen und seine -volle Kraft der Schule widmen, erst dann werden talentvolle junge Leute und charakterfeste Männer dem Lehrerbernfe sich znwenden. Aber es gibt noch andere Fragen, weiche in der heurigen Landtagssession zur Verhandlung kommen müssen. Im Reichögesetze vom 14. Mai 1869 haben wir wohl einen vortrefflichen Plan für den Aufbau unserer Volksschule; aber der Ausbau selbst, die Herbeischasfung der materiellen Mittel wurde den einzelnen Ländern überlassen, ohne Rücksicht auf ihren größer» oder geringeren Wohlstand, ohne Rücksicht, »b i„ denselben bereits in früheren Zeiten etwas gethan wnrde oder ob der Acker der Volksbildung ^wch vollständig brach liegt. Das angebliche Staats-princip: „Mit vereinten Kräften", wurde leider in der allerwichtigsten Angelegenheit, in der dringendsten Aufgabe eines modernen Staatswesens, in der Volksbildung ganz und gar bei Seite geschoben. Das ist nun bei den ungeheuren Ansprüchen, die der Staat an sie Steuerkraft des Volkes für Erhaliung seiner Beamten- nnd Äriegsheere macht, leider nicht zu ändern. Die einzelnen Länder sind bei Ordnung ihres Schulwesens auf die Selbsthilfe angewiesen. Es tritt nun an die Laudesvertretun-gen die 'wichtige Frage heran, ob sie diese Selbsthilfe noch den weitern Theilgliedern, den Bezirken, Gemeinden nnd den Einzelnen auflasten, oder ob sic sich zu dem Gedanken aufschwingen können, wenigstens in ihrem Kreise jener innigen Haftpflicht des Ganzen für die Theite Geltung zu verschaffen, die allein eine größere Leistungsfähigkeit verbürgt. Bei allen nmsichisvollen Volksvertretungen hat die letztere Richtung die Oberhand gewonnen, namentlich bei unseren Nachbarprovinzen Kärnten und Steiermark hat die Beschaffung der für die Schute nolh-wendigen Mittel bereits den tributären Charakier verloren und jenen einer Gefammtschulsteuer angenommen. Die meisten ändern Provinzen sind eben daran, das Schulgeld aufzuheben und die Bestreitung aller Bedürfnisse dem Landessonde zu überweisen. Ob man sich bei uns zur zeitgemäßen Idee eines in wirchschastlicher Beziehung ^allgemeinen Schutverbandes, zur innigen Solidarirät in Volksbildungs Angelegenheiten auszuschwingen vermag, ist wohl sehr fraglich. Nichtsdestoweniger wollen wir in folgendem einige kurze Andeutungen geben, wie trotz der hoch angeschwollenen Landesumlagen den dringendsten Bedürfnissen entsprochen werden kann. Vor allem wird man wohl auf Mittel und Wege denken müssen, der neuen Schule auch ein angemessenes HauS zu baue n. Die alten Flicken der stiefmütterlich behandelten Kirchenschule werden dem cultnrstaatlichen Bewußtsein unserer Zeit wohl nicht mehr entsprechen. Ja wenn wir die Schulhäuser Krains zu- l sammenzählen, welche den gegenwärtigen Anforderungen a>> eine Volksschule genügen, so dürfte -sich die Zahl derselben verschwindend klein Herausstellen. Die meisten, selbst in den Städten, sind in Bezug auf Anlage, Größe, Räumlichkeit, insbesondere in sanitärer Beziehung fast ganz untauglich und ein furchtbarer Hohn auf die diesbezügliche:! Gesetze und Verordnungen. Ebenso schlecht ist es mir der inneren Einrichtung der Schulhäuser, z. B. mit den Bänken und -Lehrmitteln bestellt. Diese Uebelstände werden mit dem Tage, wo die neuen Gesetze ins Leben treten, namemlich das Misvcrhältnis zwischen Schülerzahl und Raum, nur um so mehr schreiender zutage treten, so daß nicht nur vom pädagogisch-didaktischen? sondern auch vom Standpunkte der öffentlichen Ge sundheitspolizei dringend Abhilfe geschafft werden muß. ES wird schnell geholfen werde» müssen, sollen überhaupt die neuen Schulgesetze nicht ein todter Buchstabe bleiben, sollen die aus den bisherigen Zuständen erwachsenden üblen Folgen ' nin'd beseitigt werden l.LldinL solgl. 'dvntiiM UuudjchM. Laibach, 13. November. Znlaud. Das Schicksal der weltlichen und geistlichen Kuttenträger des tiroler Landtages ist besiegelt; sie werden spätestens Donnerstag .wm Landhause in Innsbruck Abschied nehmen müssen. Die Minister Lasser und Stremayr sind von Ofen zurückgekehrt und haben die Zustimmung des Kaisers zu den vom Ministerrathe vorgeschlagenen Maßnahmen gegen den tiroler Landtag mitgebracht. Wie schon gemeldet, hat der Ministerrath beschlossen, den tiroler Landtag nicht aufzulösen, sondern ihn vorläufig zu vertagen, da man den schwarzen Cze-chen iin gegenwärtigen Atomente keinen Anlaß zu der von der Fraction Giovanelli erwünschten Agitation im ganzen Lande bieten will. Für die va- SeMeton. Böse Geister. (Fortsetzung.) Doch „der Mensch denkt und Gott lenkt." Iwtzijch rüttelt '"ich ein Schreckensruf aus meiner . Blatter»! Cholera! tönt es in meinen Ohren, ew Schauer durchfährt inei»e Glieder — mir wird heiß und kalt, denn ich weiß, daß für diesen Fall niemand siir ,„jch denken wird. Zeile, die sonst so väterlich sux ,„j^. g^acht, habe» ja ci»mal nicht i 6" ci» Saintätsralh wäre, der, recht vielköpfig, recht trefflich für uns denken würde, -keil nun Bürger dachten, Kraiikwcrde» sei uiidenk ar, nnd es iei nicht opportn», durch eine „Executive" >c Autonomie zn beschränke», so dachten die meiste» die Gotti» Hygimc auch ihre Priester will, die als 2 '!"*> Seuatoren für oder wider da« „Fasselsysem" streuen müssen und uns sagen L"' w'' wir uns v de» einzig exis,iere»dc» oo,en Geister», dem „Oont^ium- und ..^i^nut -, schütze» können. Eine Lücke im Gedankenkreis — und mein „Ich" sieht auf dem Spiel! Ich habe zu viel vertraut, zu viel gebaut — Hütte ich den früheren „Luxus" cultiviert, ich könnte mich selber schützen — so dachte ich — ich war recht ungehalten über mich — warum ließ ich einen ander» für mich denken! Vor allen Geistern wußten sie mich zu schützen — vor dein leibhaftigen Kakodämon nicht; der kommt und findet mich — gedankenlos. Meine Großmutter hat mir viel von Gespenstern erzählt, von manchem „böse» Geist", der am Kreuzweg sein Unwesen treibt u»d arme Seelen fängt sie gab mir manch guten Rath, wie ich mich vor den „leibhaftigen SatanaS" schützen kann, und sagte mir, ich soll recht fromm und gottes-fürchtig fein. Das fiel mir alles ein in meiner Angst und Noth — als ich nachdachte, ob sie mir gesagt hat, wie ich mich vor den tzöse» Geistern schützen kan», die mir die Gesundheit rauben, die sic auch ein „Kleinod" nannte. Mag, wer da will, das „Ehrwürdige" nicht gelten lassen, ich hänge an ihm. Gerade meine Großmutter ist der beste Beweis, daß man in früherer Zeit auch uicht auf den Kopf gefallen war — denn sie wurde über neunzig Fakire alt und wnßte gar viele „Mittel", — mehr als die tieutigen Doktoren, die nichts mehr zu „verschreiben" wisse», als die „gelehrten Herren", die sonderbare Namen sagen und am Ende doch nichts Helsen können. Scho» früher sagte ich, daß ich vieles lernen mußte; doch ehe ich da Rundschau halten wollte, sann ich nach, was meine „selige Großmutter" mir erzählt hat. denn — ehrlich gestanden — diese Neuerungen behagen mir nicht Gewöhnlich kündet ein Komet Krieg und Pest an — sagte meine Großmutter, darum hat der Papst Calixtus auch den Halley'schcn Kometen mit dem Bann belegt — dachte ich,mir.—Der Komet Plantamours, der am 12. August hätte kommen sollen, kam nicht, und demwch kommt die Cholera? — Sonderbar ! — Gut bleibt es immer — so sagte meine Großmutter, — recht oft die Zilnmer mit „Wachholder" auszuräuchern, kein kaltes Wasser zu trinken und hübsch viel „geweihte Zweige" hinter dem Spiegel stecken zu haben, auch ist's nicht schlecht, cant gewordenen tiroler Reichsrathsmandate werden directe Wahlen ausgeschrieben; sollten Greuter und die übrigen tiroler Abgeordneten im Reichsrathe nicht erscheinen, so werden auch diese ihrer Mandate verlustig und durch direct gewählte Abgeordnete ersetzt werden. Das Vorgehen der Landtagsmajorität hat auch in Tirol eine große Erregung hervorgerufen, und der Ruf nach Auflösung des Landtages wird im liberalen Lager immer lauter. Am deutlichsten wird die Stimmung des freisinnigen Thei-leS der Bevölkerung durch den ungemein scharfen Protest der drei weltlichen Facultäten der inns-brucker Hochschule gegen die in dem Verhalten der klericalen Landtagsmajorität liegende „Auflehnung gegen das bestehende Recht" gekennzeichnet. Die Studentenschaft der Hochschule bereitete für ihren Rector eine Ovation vor. Wie es heißt, hat der Statthalter von Tirol, Graf Taaffe, den gemessenen Auftrag, in der nächsten LandtagSsitzung zu erklären, daß die Regierung sich auf eine Beantwortung der Interpellation gar nicht einlasse, sowohl weil der Landtag gar nicht competent sei, über die Zulassung des Rectors zum Landtage zu entscheiden, als weil die Interpellation in so anmaßlicher Form gestellt sei; der Statthalter wird sonach den Landeshauptmann einfach auffordern, dem Rector Ullmann das Handgelöbnis abzunehmen, und wenn dieser, wie voraussichtlich, sich dessen weigert, so wird der Landtag sofort im Namen des Kaisers für geschlossen erklärt werden. Der galizische Landtag wird, ungeachtet er die Dringlichkeit der zu erlassenden Adresse beschlossen, gleichwohl nicht den Weg verlassen, den ihm die gemäßigte krakauer Fraktion vorzeichnet, welcher diesmal die Oberhand im Landiage gesichert erscheint. Die ostentative Wahl des gewesenen Ministerpräsidenten Grafen Potocki zum Obmanne der Adreßcommiffion, in welcher Männern von erprobter Loyalität, wie Ziemalkowski, dann der Führer der Ruthenen, Lawrowski, der Ministercandidat Graf Ludwig Wodzicki, die ausschlaggebende Majorität verliehen wurde, läßt erkennen, daß die Adresse nicht im Rahmen der extremen Partei sich bewegen werde. Wohl aus dieser Rücksicht wurde der Antragsteller selbst, Fürst Georg Czartoryski, dessen föderalistische Allüren unvortheil-haft bekannt sind, bei der Wahl in den Ausschuß übergangen. Bezeichnend ist es auch, daß selbst jetzt noch da« Organ der krakauer Nationalen, der „Kraj" gegen die Erlassung einer Adresse, weil überflüssig, eintritt. Die pester Blätter beschäftigen sich mit dem kroatischen Ausgleichsvorschlag. Von den Stimmen, welche ausnahmslos denselben verwerfen, erwähnen wir nur die „Reform," welche schreibt, daß die Ezechen von den Kroaten Unoer- einen „Gimpel" im Zimmer zu füttern, der zieht die Krankheiten an. Warmer Thee, der schützt vor „Grimmen", überhaupt ist gut nur „Warmes" zu sich zu nehmen und den Kopf recht einzubinden. Daß der Komet nicht kam und doch die Cholera in Ofen ist, das machte mich skeptisch — und rüttelte so viel an der großmütterlichen Autorität, daß ich versucht war, sogar über das „Räuchern mit Wachholder" »achzudenken. Das Holz macht Rauch, was kann der Rauch bewirken? Ein Oel ähnlich dein Terpentin ist in der Juniperus enthalten. Das verflüchtigt zum Theile und ruft den bekannten Geruch hervor. Der böse Geist ist das Contagium, es sind die ungekannten kleinen Pilzsporen, welche je nach der Nahrung, welche sie finden, sich mannigfach entwickeln und die kleinen krhptogamen Wälder bilden, die nur das Mikroskop durchschauen kann. Was soll der Rauch mit diesen kleinen Zellen? Sie vernichten '? — Die andauernde Raucheinwirkung auf das Fleisch selcht dasselbe, dadurch wird eS haltbarer und fault nicht mehr. Das Fleisch enthält dieselben Stoffe wie das Eiweis, und Eiweis wird durch die andauernde Raucheinwirkung schämtheit und die Kroaten von den C;echen Bescheidenheit lernen könnten." Die Antwort auf das kroatische Elaborat wird nicht der Ausgleich, sondern die Rückkehr zu einem strengen Regimente sein. Ausland. Bis zur Thkonrede, welche, neuester Version zufolge, nicht vom Könige in Person, sondern durch den Kriegsminister v. Roon bei Wie -dereröffnung des preußischen Landtages verlesen werden wird, ist d e Fama mit allen erdenklichen Projecten geschäftig. Die Sprache der meisten berliner Blätter ist um einige Accorde hoffnungsvoller, als noch jüngst zuvor. Ein publicisti-scher Kampf spielt sich zur Stunde nur zwischen der „Kreuzzeitung" und den Officiösen ab. Erstere hat ganz offen erklärt, der König dürfte den Pairs-schub nur „unter gewissen Modalitäten" ausüben, und es frage sich, wie das Herrenhaus sich dieser „drohenden Eventualität gegenüber zu verhalten haben würde." Es weht ein revolutionärer Hauch durch diese ingrimmigen Worte. Seltsam nimmt es sich aus, wenn das Blatt außerdem seine Entrüstung darüber ausspricht, daß man jetzt Willensäußerungen des Königs anführe, um dadurch die Uebeizeugung der Volksvertreter, namentlich der Beamten, zu bestimmen. „Da haben wir wieder die Geschichte vom Junker Alexander! ' bemerkt die „Volkszeitung." „Wie oft hat die „Kreuzzeitung" in der guten alten Zeit mit solchen Aeußerungen von hoher Stelle manövriert! Damals paßte es ihr, jetzt ist sie sittlich entrüstet." Daß übrigens manchem von denen, die so knhnlich im Herrenhause dem Rade des Zeitgeistes in die Speichen gefallen sind, schon jetzt vor seiner Uuent-wegtheit etwas bange wurde, Ergibt sich aus einer Enthüllung, welche von der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" in einem Leitartikel versteckt wird, also lautend: „Von Mitgliedern des Herrenhauses ist in der Absicht, den Pairsschub womöglich noch abzuwenden, eine veränderte Slellung des Hauses bei erneuerter Berathung der Kreisordnung in Aussicht gestellt, aber — die Regierung würde auf diese Brücke zunächst schon um der Kreisordnung willen nicht treten können; sie kann es umsoweniger, als es sich überhaupt gar nicht mehr blos um die Kreisordnung handelt." Die legitimistische Partei in Frankreich hat den Kampf, den sie in der nun eröffneten Session zn gunsten des gegenwärtig in Bregenz hofhaltenden „Königs von Gottes Gnaden" Henri von Ehambord durchfechten will, nunmehr ernstlich begonnen. Mit jesuitischer Schlauheit hat die roya-listische Majoriiät der Kammer vor deren Vertagung beschlossen, die neue Session durch Ausschreibung eines neuntägigen Gebetes in ganzen Lande inaugurieren zu lassen. Die Bischöfe von ganz Frankreich benützen nun diesen Umstand, dem Beispiele Dupan-lonp's folgend, um durch Hirtenbriefe die Gläubi- verändert, es wird gerinnen gemacht, so wie beim Kochen das Ei. Wenn die kleine Zelle solches Ei-weis enthält, so muß durch den Rauch auch dieses gerinnen, und dann ist die Zelle todt. Das scheint mir richtig — da;» brauche ich eben kein Wach, holderholz, dazu tangt der Rauch der Selchküche auch, wenn ich mich daher in einen Schornstein setze, neben Schinken, so bin ich vor dem bösen Geiste gefeit und dazu trefflich versorgt! Doch eine solche Schornsteinexislenz behagt mir auf die Dauer nicht, derlei Epidemien währen oft lang. Ich mache lieber meine Wohnung zu einer Selchküche, ich räuchere sie mit gewöhnlichem oder mit Wachholderholz. lim zu selchen, braucht man viel und starken Rauch, das bischeu Rauch des WachholderS reicht nicht aus, und mehr — tödtet mich wieder. Was nnn beginnen? Meine Großmutter hat mir nicht gesagt, welcher Stoff im Rauch es ist, der „felcheud" wirkt. Da bleibt nichts übrig, als mich weiter zn erkundigen. (Schluß solqi.) gen in ziemlich unverblümten Ausdrücken zu einem Pronunciamento für das Gottesgnadenthnm und den Syllabus und zu Gebeten aufzufordern, damit Gott Frankreich von der Republik erlöse. Auch sollen die Legitimisten in der That, den ihnen von Bregenz zugekommenen Weisungen gemäß, entschlossen sein, die Proclamierung der „weißen Monarchie" zu beantragen. Da jedoch die modernen Kreuzritter nicht in dem Maße wahnwitzig sind, um die Erfolglosigkeit ihrer diesbezüglichen Bemühungen zu verkennen, so soll der royalistische Actionsplan dahin abgeändert werden, jede DiScussion der con stitutiouellen Reformen zu verhindern und unmittelbar nach Bewilligung des Butgets !ue DiScussion über das neue Wahlgesetz herbeizuführen, von dem sie sich auf Grund einer Einschränkung des 8uffra§6 ' uuivsrsel große Hoffnungen für Neuwahlen machen. Zur Tagesgeschichte. — Sehr schmeichelhaft. Die grazer .. Tagespost" bespricht in einer ihrer letzlen Nummern den RechenschafiSbericht, welchen der steierische LandeSauS-schuß dem Landtage vorgelegt hat, und sagt dabei wörtlich : „Der Ausbau der neuen Jrrenanstali wurde durch die ungeahnt rasche Steigerung der Arbeitslöhne und durch zeitweilige Arbeitseinstellung ganzer Klassen von Bauarbeiten verzögert, indessen hosfl der LandeS-ausschuß dennoch im Frühjahre dieselbe beziehen zu können." — DieRectorSaffaire in Innsbruck ruft natürlich auch in den Kreisen der studierenden Jugend daselbst die größte Erregung hervor. Die Studentenschaft fühlt sich mit Recht moralisch verpflichtet, den Protesten der drei welilichen Facultäten gegen das schnöde Verhalten der LandlagSmajorilät und de« Landeshauptmannes mit Energie beizutreten. Wir finden diesbezüglich im „Innsbrucker Tagblatt" folgende, aus Studentenkreisen stammende Initiative: „Com-militonen! Hoch Se. Magnificenz unser Rcctor Dr. Ullmann! Der unterzeichnet« S. C. ladet Euch alle, welche in diesen Ruf aus vollem Herzen einstimmen, zu einer Sonntag den 10 d. stallfindenden Besprechung ein über eine unserem verehrten Rector darzubringende Ovation. Für den S. C.: der Senior des präsidierenden EorpS, Ed. Müller." Diese herzliche Parteinahme der Studentenschaft und der Professoren für den Rector Ullmann kennzeichnet erst recht die brutale Ge-waltthätigkeit der schwarzen Landtagssippe. — Bleiweiß in Bilderbüchern, Manschetten und Krügen. Das Obersani-tülScollegium in Braunschweig macht warnend auf die von Robert Hönecke in Nürnberg verfertigten sogenannten „unzerreißbaren Bilderbücher für Kinder" aufmerksam, da deren Leinwandblätter einen Bleiweiß-Uberzug besitzen und somit gesundheitSgesährlich erscheinen. Dr. 8. Jakobsohn bemerkt dazu in den von ihm und Dr. Hager herauSgegebenen „industriellen Blättern," daß ihm neuerdings Papiermanschetten und Papierkrägen zur Untersuchung Vorgelegen feien, die nicht unschuldiges Zink oder Barylweiß in der Farbe des UeberzugS, sondern das giftige Bleiweiß enthielten. Jemand, der solche Krägen und dgl. trügt und eine zur Transpiration genelgle Hau! besitzt, ladet sich auf die schönste Weise allmälig eine Vergiftung aus den HalS. ___________ Mal- und Provinzial-Angelegenheiten. vocal-Cvronil. — (Ernennung.) Der Finanzminister hat den FinanzcommMr Joseph Hofmann zum Finanz» secretür der k. k. Finanzdirection slir Krain ernannt. — (AuS der Sitzung des k. k. Landes-SchulratheS vom 17. Oktober.) Nach Vorstellung und Begrüßung des k. k. LandeSschulinspector« Raimund Pirker als neu eingelreieneS Mitglied de-k. k. Landesschulralhes durch den Vorsitzenden wurden die seit der letzlen Sitzung erledigten NeschüflSstUcke, darunter der Erlaß de« H. Ministeriums für Cultus und Unterricht vom 20. September 1872, Z. 10.66' betreffend die Grundzüge der Reorganisierung der lat' bacher Gewerbeschule, sowie des Unterricht-Programms für dieselbe, dann die Bewilligung eine« Betrages per 2000 fl. als GrünbungSbeitrag und eine« gleichen Betrages als Erhaltungsbeitrag pro 1872/3 für dieselbe, vorgetragen und deren Erledigung ohne Bemerken zur Kenntnis genommen. — Ueber das Gutachten der Directwn der k. k. Lehrerinnenbildungsanstalt in Laibach bezüglich der Errichtung eines Kindergartens an derselben wird beschlossen, nachdem diese erst mit Beginn des Schuljahres 1872/3 erfolgen könnte, wegen Bewilligung der erforderlichen Kosten im Laufe des heurigen Schuljahres an das H. Ministerium für Cultus und Unterricht geeignete Anträge zu stellen und die Stelle einer KindeSgärtnerin gegen Ende dieses Schuljahres auSiufchreiben, inzwischen aber mit Fräulein Viktorine Rehn bezüglich der Benutzung ihres Kindergartens für dieses Schuljahr ein llebercinkommen zu treffen. — (Spenden.) Zwei ungenannt sein Wollende haben dem krainischen AuShilssbeamten-Kran-kenunterstützungSvereiue je 5 fl. gespendet. — (Eine Wendung zum Bessern.) Aus Graz wird versichert, dcß der langjährige Hader zwischen den Studierenden der verschiedenen Nationalitäten an der dortigen Universität nunmehr ganz und gar beseitigt erscheint; eS herrsche gegenwärtig die ungetrübteste Harmonie. An den Commersen der deutschen Burschenschaften beiheiligen sich als Gäste auch slovenische und italienische Studierende. — (Rügen an Unteroffiziere) Nachdem oft Fälle Vorkommen, daß Unteroffiziere wegen -egangeuer Fehler bei den Exercier-Uebungen oder wegen vorschriftswidriger Adjustierungen in Gegenwart der Untergebenen von den Offizieren nicht nur gerügt, sondern auch mit Strafen bedroht werden, so haben sich infolge vorgekommener Klagen die Truppen Com-mandanten veranlaßt gesehen, dies zu verbieten und genaue Besolgung der Vorschriften anzuordnen. Die Unteroffiziere dürfen niemals in Gegenwart eines Untergebenen oder der Mannschaft gerügt werden, zu diesem Zwecke besteht die Dienstkanzlei und der Rapport. — (Das Depot der laibacher Spinn sabrik in Triest) und das große Depot der agramer Dampsmühle daselbst wurden, wie die „Tr. Ztg." meldet, in der Nacht vom 12. No. vember von den SicherheitSwach-Patrouillen offen getroffen und bis zum Morgen dort Posten unterhalten, linier solchen Umständen kann eS nicht wunder neh Men, wenn in ähnlichen Depots Diebstähle verübt werden, da man ja selbst den Dieben zur Ausübung ihres Gewerbes behilflich ist. — (Ueber WagnerS erste Tann-Häufer-Aufführung in Bologna) entnehmen wir einem uns freundlichst zur Benützung überlassenem Privatbriefe: Dieser Tage ging Wag "ns „Tannhäuser", dessen Jnszenesetzung einen Kosten, auswand von 2L.000 Franken erfordert hatte, im hierin Communaltheater in Szene. Nachdem im Jahre ^871 sein „Lohengrin" einen befriedigenden Erfolg jungen hatte, erwartete man von dessen „Tannhäuser" ^zum mindesten gleiches Resul'at, dem war jedoch ^ so, denn die Oper fiel vollständig durch und urde n,it Spectakel auSgepsisfen und begraben. — der Correspon ent miitheilt, ist WagnerS Musik ">cht im stande, in Italien Verehrer zu finden, und onnie sich ^ Compofiteur von seinem Misersolge »esmal srlbst überzeugen. Schreiber meint, WagnerS Melodielose Musik mag den Deutschen gefallen, sür italische Ohren ist sie nicht. eS um Erklärung. Aus Untersteicrmark, Ende Oktober. Sei °»S naturgemäßem Nachahmungstriebe, oder aber "n, zwar im Principe hinsichtlich der Nationalität ""raien, seiner moralischen Zusammensetzung nach ledoch ganz von, deutschen Bildungsgeist- beseelten öfter reichlichen Lehrertage, sowie anderseits der Versamm-'U»g des steiermärkischen Lehrerbundes ein Schattenbild °n die Seite zu stellen, wohl auch um rllcksichilich '""es ausschließlich ultranationalen Charakters die untersteirifchen Lehrer zu ködern und namentlich vom Lehrerbunde abzulenken, veranstalteten einige „Auch-Pervaken" spielende Volksschullehrer KrainS, sicherlich aus Commando der national-fanatischen Volksverführer einen sogenannten ersten allgemeinen slovenischen Lehrerlag in Laibach, welchem man fälschlich gerne den Stempel ausdrücken möchte, als sei er der Ausdruck ämmtlicher Lehrer der slovenischen Ländergebiete unserer Monarchie. Um bei der civilisierten Welt nicht falsch verstanden und unrichtig beuriheilt zu werden, können wir nicht umhin, unsere Stimme zu erheben und unS öffentlich und feierlichst gegen die auch in unserem Namen geschehenen läppischen Auslastungen und Beschlüsse dieses von aller Culturwelt verurtheilten slovenischen Lehrertages zu verwahren und offen auszuspre-chen, daß wir cultur- und forlfchriitSsreundliche, gesetzes-treue und loyale unter st eirische Volksschullehrer an diesem Pseudo-Lehrertage mit russischer Propagandamacherei keinen Antheil haben können und keinen haben wollen. Ist dieser verrufene slovenische Lehrertag von einigen fanatischen Lehrern Steiermarks besucht worden (wahrscheinlich könnte man sie an den Fingern adzählen), von anderen vielleicht aus Neugierde, so müssen wir constatieren, daß ein bürgerlich und gei-iig unmündiger Lapajne, Podobnik rc. durchaus nicht unsere Bevollmächtigten sind, daß wir uns vielmehr chämen müßten, von ähnlichen aus Krain importierten moSkowitischen Schwärmern, überhaupt auf so kindische Art uns vertreten zu lassen. — Es sei ein ür allemal gesagt, daß wir Steirer in unseren Schul-angelegenheiten bei den laibacher Slovenen nichts zu uchen haben! Mögen sich Unzurechnungsfähige für die „Unita Slovenia" begeistern nach Herzenslust, wir rufen dem Königreich Slovenien ill 8P6 ein „Ruhe sankt im Frieden!" Wir können und wollen ür die Verirrungen einzelner unkluger College» und nationaler Schwachköpfe keine Verantwortung übernehmen und bedauern nur sehr, daß eS noch überhaupt ein paar Unzurechnungsfähige gibt, die sich blindlings dem verderblichen panflavistischen, staatS- und cultur-eindlichen Moloch in die Arme legen. Hauptsächlich st eS aber nur der Import, welcher hier solche Hirngespinste nährt; aber wir hoffen und vertrauen aus unseren gesetzestreuen hohen LandeSschulrath, daß er eS verstehen wird, diesen Augiasstall zu reinigen. Wir ersuchen alle fortschrittsfreundlich gesinnten Journale, diese unsere feierliche Erklärung gütigst abdrucken zu wollen, damit unsere Ehre und unser Charakter nicht etwa durch Anhaftung der Mitschuld an diesem ersten slovenischen Lehrertage bemakelt bleibe. — Dieser Protest ist nach vielfacher Besprechung und Erkundigung aufgesetzt worben. Wir fordern jene Collegen, welche mit diesem Bekenntnisse nicht einverstanden sind, aus, ihre Gegenmeinung mit Angabe ihres Namens öffentlich auszusprechen, da auf anonyme Polemiken gar keine Rücksicht genommen werden kann, weil solche auch von Unberufenen auSgehen können. Mehrere cultur- und sortschrittsfrennd-liche, gefehestreue »nd loiiale Bolksschnl-lehrer der slovenischen Ltcierinark ti» Namen aller gesinnnngstiichtiiie» Collegen. Aus Wunsch des Einsenders veröffentlichen wir nachstehende Erklärung. Euer Wohlgeboren, geehrter Herr Redacteur! Die beiden Reisebriefe eines Touristen „Von der Sann" in Nr. 214 und 222 Ihres sehr geschätzten Blattes haben namentlich im Lager der Apostrophierten große Sensation hervorgerusen. Da man den Touristen, der schon längst über Stock und Stein dahin ist, nicht beim Schopf fassen kann, so will man sich zufolge falscher Verdächtigung einiger mir feindlich Gesinnten an mir Lust machen. Da ich nicht Lust habe, Anschuldigungen und rohen Angriffen als Sündenbock zu dienen, so ersuche ich Sie freundlichst, diese meine Erklärung in Ihr sehr geschätztes Blatt einrücke» zu lassen, momit ich offen darthue, daß ich weder derVerfafser noch der Einsender jener obgedachten (Lorrespondenzen bin, und daß ich überhaupt gar nicht das verantworten kann, was sich ein Tourist besieht, was er belauscht oder onst wie wahrnimmt. Mit aller . Hochachtung Euer Wohlgeboren ergebener Jakob Kar! Ludna w. p.. Oberlehrer. Markt Franz, 28. Oktober 1872. Theater. Heute: Die Gnstel von Blasewitz. Dramatisierte Anekdote in einem Akte von Schlesinger. Personen: Friedrich Schiller............................Hr. Carode. Gustel, Kellner.» im Dorfe Blasewitz . . Frl. Kottaun, Peier, ein Dragoner ..........................Hr. Wauer. Gleich und Gleich. Lustspiel in zwei Akten von Hartmann. Personen: Gräfin Baleria...................................Fr. Kotzky. Mathilde, ihre Tochter........................Frl. Kottaun. Baron v. Walden...............................Hr. RSdera.G. Lieutenant Georg von Secking . . . Hr. Larode. Morgen: Gastvorstellung de« Herrn Emil Scaria. k. sächs. Hosopernsiinger. Faust. Oper in 5 Akten von Gonnod. Wiener Börse vom 11. November l Geld I War^ ! Geld . Wal! Perc.Renle^öst.P §5 7S «5.85 o-st. Hypold.-Banl. 95.—' 95 5« 102 7 5 I«z-144- »1.50 9« 5« 8".— 8«5« 83.75 84.25 7».- 7».5V dl», dto. siid e von 1854 . . e von 18««, ganz, r von 18S0, Künst ßrämiensch. ». I8S4 Sriu,L»otI.-0dr kleiermart lirnten, Lrain L. Küstenland 5 , Ingar» . zu ö , kroat. ll. Sla». 5 . «tebendürg. , 5 , Nattonalbank . . Inion - Bank . . . kreditanstalt . . . Arau,-Iolef«b. Mllft.-Baicsn S.-B. 18L.5« I8K.5» llsild.Ainm. Bahn .174 — 174.5» «ation.S.W.Verlo»i>. 93 30 90.SN Ina. Bod.-Sredltanst. 87.— 87.50 Illg.öst.Bod.-Lredit. dt», in »» r 91.70 91.90 Etaat«dahii Pr. Stück li9.— izo.— ElaatSb. Pr. Et. >887 1«5 - 1»«. Rlld°II«b.(Z»vst.ö.W.) 93.75 94.»5 ikran,-gos.(»»0st.S.) 1VV.L9 100.1V 978 ->97».— «74.50 «75. 333.- »33.5» 1«»« 1043 S24.S5 »«4.75 879.— «91.— 91.—! 9» «97. «97 50 133 - 133.5» «13-5 «14.— ««,« 50 «9».— «47 - «47.!V ««8.50 ««9. -174.- 174 5V 330— SSO 50 222____««« 5« Sredit 100 st. ö. w. . 18S «5 183.15 D°u.-D-mPsIch..»es. zu 100 fl. SM. . ^ »K.— 97 — Trieft» I»v fl. SM. .117.50 118 5« dto. 5V fl. c.w. 58. -I 5» -Olener . 40 fl. s.w. «9.50 so.« 40 - ,1 -«7.50 «8.— »S.- »».-«9.— »0.— «4.5V «5.-«4- 17.50 18 5« 14.50 15— Salm . , 4« P-iffV - , 40 . Slary . . 4« , Et.Äenoi«, 40 . Windischgrätz «0 . Waldflein . «v , Kegleoich . 10 , «udolMist. 10 S.W. l«Mon.) «ngkb.iovst.südd.W. Krankl. Ivo fl. , , ^ndou 10 Ps. Ster!. Pari« 10V Franc» . Lkn»»», Tail. Münz-Lncaten. »0-FrancSftüL 99.25 Sü.7518erein«tbaler 87.90 88.1ol«»b«r St.«v 91 S5 93 35 9l 5, IV8.S» t 8 40 4« 3V 48.40 5.13 5.14 8«5» ».SS 107.5» 107^75 Telegraphischer Cursbericht der Filiale der Steiermark. Escomptebantr in Laibach, von der k. k öffentlichen Börse in Wien am 13 November. Schlüsse der Mittagsbörse. Papier-Rente —. — Silber-Rente —.—. — 1860er Staats Knlehen —.—. - Bankaclien—. — Credit 334.50. - ilnglobank 326.50. — Francobank 134.—. — Lombarden 202.50. — llnionbank 274.—. — Wechslerbanl 320.—. — Baubank 153 —.- Anglobaubank 240.—. — Hypolheken Ren-tenbank 236.50. — Tramway 373.—. — Vereinsbanl 193.—. — Jtal.-österr. Bank 167.—. 0L8ino-kk8l3u«-a1ion. Der ergebenst Gefertigte erlaubt sich das geehrte p. t. Publicum auf sei» großes Goutcillen-Lager (über 2000 Flaschen Originalfüllung) aufmerksam zu machen und sichert bei allfälligem Bedarf feinen geehrten Kunden beste Ware und billigste Preise zu. Champagner, echt französische Ware, in ganzen, halben und vieriel Bouleillen. <680—1) Hochachtungsvoll LLrkelä. Wittenm-r. Laibach 13. November. NachtS Regen, vormittag« Schneefall. Nachmittags theilweise gelichtet. Wärme: Morgens 6 Uhr 0.4", nachmittags 2 Uhr-s-2 6° 6. (1871-1-5.8°, 1870 > 6.!,'). Barometer im raschen Steigen, 72'»04 Millimeter Das gestrige TageSmittel der Wärme 1.9°. um2.k> unter dem Normale. Der gestrige Niederschlag (Regen und Schnee) 18.20 Millimeter.________________________________________ verstorbene. De» 12. Nov e m b e r. Der Frau Maria Zierer, gewesene Oebstlerin, ihr Sohn Johann, alt 27 Jahre, in der Stadt Nr. 24 an der Lungensncht. Angelornmene Fremde. Am 12. November. MaSconi, Kfm., — Lukeuic, L^zelter, und und Piretschnig, Hd'.sm., Karlstadt. — Junisch. Wien. — Morwal und Bnger, Pest. — Sadiikk, Senosetsch. d Glaser und Kursteiu. Kflte, Wien. Ren,, Oberförster, HaaSberg — Haus, Postmeift.r, Gottschee. — Edelstein, Kfm., Hamburg. Richter, Bahninspector, Wien. »oi'. Medic, Steyer. — Stalzer, Bitchl. — Tuschitz, Bahnbeamte, Wien. — Zeuntti, Bauunternehmer, Fiume. Gedenktafel über die am 1ö. November 1872 stattfindense» Licitatioaen. 2. Feilb., Tschuk'sche Real., Kirchdorf, BG. Plauiua. - 3. Feilb., Kodritsch'sche Real., Schutna, BG. Landstraß. - 8. Feilb., Znzek'sche Real., Grafeubruuu, BG. Feistriz - 2. Feilb., Medronilsch'sche Real., Sabetich, ^G. Tschcr-uembl. — I. Feilb., Mauritsch'sche Real., Doruegg, BG. Fnstr,,. -- 1. Feilb., Gregoritsck'sche Real., Rudelsswerth, BG. Rndolsswerth. — 1 Feilb., Frank'sche Real, Zele, BG. Feistriz. — 1. Feilb., Merschuik'sche Real., Bitine, BG. Feistriz. I WW^Otme Ki8ieo Küeli8t6 ^uolilicii'ung von Jener Theil des P. T. Publicums und der Geschäftswelt, welcher nur mit einiger Aufmerksamkeit die Bildung meiner Speculatious-Consortie» verfolgt hat, wird aus den Ergebnissen der bisher thätigen Gruppen ersehen haben, daß es mir wahrhaft Ernst ist, den sich mir Vertrauenden jene Vortheile zuzuführen, welche man mittelst größerer Summen bei redlicher und umsichtiger Leitung zu erreichen vermag. Hiebei soll aber nicht vergessen sein, daß bisher Segen und Glück mich begünstigien. Ich gehe hiemit um einen Schritt weiter und eröffne ein Kost- oder Krolongations-Consortimn. Wer jemals sein Glück an der Börse versuchte, ob im großen oder kleinen, wird erfahren haben, welche Geldopfer er zu tragen hatte, wenn er genöthigt war, durch mehrere Tage seine eingegangene Speculation zu behaupten oder die Erholung eines vorgekommenen Coursrückganges abzuwarten. Die hiefür bezahlten Prolongcuionsgebühren (Kostgelder) absorbierten im günstigen Falle meist den größten Theil seines Gewinnes, im ungünstigen Falle schwächten sie seine DecknngSmittel und verleideten ihm jede weilere Operation. Dem will ich freilich nicht abhelfen, weil ich dem nie werde abhelfen können, aber für wahr darf angenommen werden, daß, wen» man Actien, Lose, überhaupt Effecten selbst zur Aufbewahrung oder Prolongation übernimmt, man ein sehr erträgnisreiches Geschäft mache» muß, wenn man bei Einhebung der Prolongation oder Kostengebnhren jederzeit den goldenen und unfehlbaren Mittelweg geht. Die von Zeit zu Zeit auftauchenden, mitunter längere Zeit währenden Prolongations-Schwierigkeiten, die so enorme Zinsen im Gefolge haben, laffen zuversichtlich Dividenden bei meinem Conforlium hoffen, welche vielleicht att.zrmein nbrrraschen. Die Sickerl,eit des hiefür eingelegten Geldes ist rinc vierfache, nämlich: 1. bezieht man die Effecten und legt selbe als Faustpfand in die Kasse bis zur Lieferung; 2. haftet die das Effect abgebende Partei mit ihrer Person nnd resp. ihrem Vermögen, und ich glaube, die Ehrenhaftigkeit der P. T. Besucher der wiener Börse (wohl nicht zu verwechseln mit den Börsespielern per Tag — von denen der größte Theil die Agenten ruiniert — sondern ich meine „Firmen und die Eonlisse, Sensale uud Agenten") ist eine weit-, ja weltbekannte; 3. haftet für einen Eoursrückgang außer vorerwähnten zwei Punkten »och die Deckung meiner Commitiente», welche in meinem Comptoir fl. 500 pr. Schluß, d. H. je 25 Stück Aktien, erlegt sei» muß; 4. endlich noch der Umstand, daß die Effecten häufig unter dem bourswerthe in Kost genommen werden. Wer nun zur Ausübung solcher aufter allem Risic» stehenden Geschäfte beitreten will, möge sich gefälligst in meinem Comptoir darüber erklären. Die kleinste BeitrittSguote ist !M> fl ö. W., von dieser Bumnie auswärts jedoch in unbeschränkter Höhe, weil ich für ßnne Million täglich Verwendung habe. Alle Monate wird abgerechnet, die erzielten Lü'sett bar ausb, zahlt, uud jene P. T. Theilnehmer, welche ihr Geld pro Ultimo des laufenden Monats zurückziehe» wollen, brauchen mir mir am jeden Monats gefällige Mittheilung zn machen. . Wöchentlich Samstag werden im Abendblatt der „Neuen Freien Presse" die znr Kostoperalion eingegangcnen nnd verwendeten Sum men nebst den hiefür erzielten Kostgebühren bekauntgegeben. Wer als Theilnehmer sich legitimiert, kaun stündlich Einsicht in die Bücher nnd Kasse nehmen. Nicht bloS allen Privat-Kapitalisten, sondern auch Sparkaffen der Provinz und Privat-Consortien aller Art empfehle ich zur Fructificierung gleichfalls die versuchsweise Betheiligung. _ Z » Cmnptvir für Fviids-Specniatwne» an der k. k. wiener Börse, Stadt, 2V»>rderthvr«»M r I,i»ut progrsmmässiger Xunilmsokung vam 9. November sinii für lls» Xost- unü ^rolongstions-kongortium bis 8. November r>i>Kx< i> <>- » . N. -iO, i <»- It. , r V«»welche ein 22xsresnt1§s2 ' erzielten, daher auch alle vvm I. bis * November gemachten Viulagen mit diesem ZinsfnHe werde» berechnet werden. Unter Einem empfehle ich hiemit die gefällige Benützung der Abtheilung meines Comptoirs A WtöMubc für alle Stände (auch an Sonn- nnd Feiertagen bis 11'/, Uhr geöffneN, allwo I «»WO genau znm Anzahlung ist '!ülc7,^c^Eigenthümer des Loses oder der Actie nnd er kann anch vor der ganzen Zahlung »nü s«'. vte lelamv» veca,k'->e>r"tch - O«s»««r «am er«!.