^Nr 32. ________Samstag, 8. Februar 189ft. 109. Jahrgang. AibacherMZeitung. 2ll!,Ml>!^ n <". l"'^,' Mit Postversenbuna: ganzjäliriss fl, 1b, hallijährll, sl, 7'5N, Im Comptoir: ^. Die «Llllliachrr Zc«m>n. elschelllt tüsslich mit N,l«nahmt bei Koni" und sssiertllge. Die UdminiNratlon llr>!^<>.> I «albMrin sl, 5,'5!,. Wr die ZiisteNnnn iü« Hau« ssanzMrist ss. 1, - Insertionsytbür: ssiir F befindet sich ls z» 4 Zeilcü 25 lr., «rohere per jjeile L lr,; bci öftere» Wiederholungen pcr jjeilc » lr, ^? w l>i« l!i Uhr vormittag», — Unsillnlirrte Vrirfe werben »icht aogenommen und Manuscripte nicht zurüsgestellt. Amtlicher Hheil «ln ?^" Majestät die Kaiserin und Königin habkN mit «Uerhüchster Entichl'.ßung vom 30. Immer d. I. die ttlau Mane Gräfin Nadeni. geborne vonStrzyn. 'U, zu Allerdöchstihrer Palastdame allergnädigst zn ernenuen geruht. S>>. l. nnd l. Apostolische Majestät haben mit ^."lMsirr Entschließung vom 1. Februar d. I, d?>n ^tlmstelwi Vic^e^rrtär ,m Ha"delsministerium Adolph Me,heiru vou Ingenhaeff anläßlich seiner Ueber-nnvme als Inspector in den Dienstverband der Genial» "uectwn der österreichischen Staatsbahnen den Titel '"5 kmserlichen Rathes m,t Nachsicht der Taxe aller-gnüdlgst zu verleihen geruht. AN ^' ^ ""b k. Apostolische Majestät haben mit "uerhöchster Entschließung vom 22. Jänner d. I. dem harzte m Gräfenbera-Frenvaldau Joseph Schindler ' «nrllennunq seines fünfzigjährigen, sehr erspnehlicheu "'^"s das Ritterkreuz des Franz-Iosef-Ordrns aller-^ad'gst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Hheil. Zur Situation. Wien, 6. Februar. Auznl"! ^Jänner wurden die deutsch. czechischeu ch.^^lhs'St>pulationen von den böhmischen Partei-NliM ^"^migt, uud am 3. Februar erließ der Justiz, böln -ll "^ Schönborn zwei. die Neugestaltung des dura 3? Gerichtswesens berührende VerordnungsN, Ela?^ I '^ weseutliche Bestimmungen des Ausgleichs« Politik c«'" ?^"'^ gescht werden. «Sobald die Verein?' Parteigenossen der Conferenztheilnehmer dirsc alle 5??"^" angenommen haben, sind dieselben für bend. ^ l""^ !°^^ ""^ sür die l. l. Regierung bin-zen dip^Ä.?^^"b"" ^g nun zuerst die Consequrn-die n . «?'^^"lses. Ihm wurde die Ehre zutheil, l'errn ?> "6 ^" ?''^k in Böhmen zu iuaugu- ^llchrisf,^^ ^^ übereiustimmenden und verlässlicheu lFz I"" zufolge dem Grafen Schönborn ein lmsent' zllael^ >?""^ °" dem Gelingen des schönen Wertes blirch ! 5 " ""den. Er entdeckte die Pfade, welche ^«« ,,,,?,,„ '^"'"'^ ^"-"»> der Sprachenstreitigkeile» Jeuilleton. ^ Zur Rettung. nur weni^^!> '"^"^ Erinnerung zurückreicht, habe ich der» nick?^ ^'"'lien kennen gelernt, zu bereu Mitglie-damit »? ^" ^"'^ gehört. Diejenigen, welche sich Diitte ,,,6''"gen. ein hervorragendes Talent in ihrer schrideuen ^^''rgen. zählen zu den veilchenhaft be- Talem?. '^ 's "öthig. ausdrücklich zu sagen, dass dem Geb , ^""' "'^ 'ch ^e h'" '""'^' ^^ ""s tieren ^v " ^"en u»d schönen Künste documen-ihrem'Q^'s ""^" Faulilieu hegen den Ehrgeiz, au« Kann ein . ""^ V«ühmthcit hervurlciücheu zu seh.u. Vergnij ', s '" großer Mauu werdeu. so macht es ihm lein N^"' '"neu Nekanüteu damit zu imponieren, dass I^r unsterblich ist. lockende/,^ 2"'te scheint die Vorstellllug etwas Ver-^' Na6." c ' "'' ^"^ "ner ihrer Verwandten hoffen '"entz ^ '""em Tode die Ernchtung eines Monu-^itätenc^ "leben. Vegreiflicherweise wird der Cele. ' " ftinl! °'" eifrigsten von Eltern gegenüber lN ^ moern betrieben; da spielt wirtliche Liebe Mt sich ^e Eitelkeit hinein, die reinste Neigung >'ch ii, g^ Zu dem Wunsche eines Menschenpaares. tvlsfe„ ^°bartlg verbrssert.r Auflage fortgepstauzt zu ^ ^s U,.^!,' Iremden ist es immer uubehaglich, wenn !1?wer Nli^?'"'" abgeben m»ss, während Eltern mit . plö sllnae ^ ^iqkeit ^e angebliche Genialität ihrer "Wen Ulla«!, ^"' ^^ betrachtet letztere ,nit mich. » und beim besten Willen vermag er nicht, bei Glicht zu dem erwünschten Ziele g-führt und beiden Parteien die Verständiguug ermöglicht haben. Diese Meldungen werden in der Raschheit, mit wel cher Graf Schöuborn die in seinen Ressort fallenden Ausqle>chs Stip,«lationen zu verwirklichen bemüht ist. jedenfalls ihre Bkiäftiquug finden. Schon erscheint heute durch die Heiden Verordnungen des Grafen Schönborn die thatsächliche Lage in Böhmn eine wesentlich verschiedene. Belangvolle Theile des Ausgleiches sind von dem Papier in das wirtliche Leben über« q<'gll!,gen. Der erste Erlass ord»et die Einberufung der Commission an. wrlche die nationale Abgrenzung der im »ördlichen Böhmen gelea/nen Bezirks» und Kreis« a/richte durchzuführen berufen ist. wahrend der zweite die Zwritheiluug des Prager Oberlandrsgerichtes in eiiieu deulscheu uud in einen czechischen Senat verfügt hinsichtlich der Beamten der untercu Gerichte wird — was deren sprachliche K>nntnis anbelangt — der je» w'ilige dienstliche Bedarf dls betreffenden Gerichtes für maßqebeud «»gesehen und d>mnach das Princip der nnbedinqt nothwendigen Doppelsprachigl'it fallen ge» lasseu. Die Schnelligkeit, nnt welcher der Iustizminister jenen Theil des Ausgleiches der Verwirklichung ent-gegenführt, welcher in sein Portefeuille fallt, beweist wohl am besten den großen W rt, den die Regierung dem nur schwer errungenen Friede:>swerke beimisst, spricht wohl am deutlichsten dafür, dass si" die neu geschaffenen Verhältnisse im Interesse Böhmens und des Reiches nach Kräften zu stabilisieren und zn för» dern entschlosser, ist. Diese Enlschicdcnheit und die so schnelle Inaugurierung administrativer Maßnahmen in der Justiz, welche wohl nicht ohne vorhergehende Studien, Er« h.bungen und Gerichte aus dem Portefeuille des Ministers entspringen kountm. können aber auch als Au« zeichen dafür gelteu. dass. wenngleich die Lonftrenz uud der Ausgleich für alle Welt überraschend gekommen sind, die Ausgleichsidee» selbst d»e Regierung schon lange beschäftigt haben mussten und sie nicht ohne reifliche Vorbereitung uud ohne vorher klare Umriffe des zu findenden Landesfriedens gewounen zu haben, iu die Berathung getreten ist. Sie war über das Maß ihrer Mitwirkung uud über den Umfaug der Neu-orduung in Böhmen offenbar schon lange vor dem ersten Cuufrrenzvorschlage zu einer abschließenden Ansicht gelangt, und die Uebertragnng des Iustizporte fruilles au den Grafen Schönborn, wie das «Fremden» einen Schimmer zukünftiger Gloriole zu entdecken. Wenn er höflich ist, schweigt er zu den enthusiastischen Aus-einandersehuugeu. die man ihm austischt; er denkt sich einiges, was für die Ohreu der Eltern wohl nicht geeignet erscheint. . . Mit diesen Bemerkungen, die vielleicht mancher zärtlichen Mutler unangenehm ins Ohr klingen, möchte ich keineswegs behaupten, dass nicht noch hie und da Genies geboren werden. Aber das Verhältnis der wirklich auftretenden zu den vermeintlichen, muthwillig dazu gestempelten ist wie Eins zu Tausend, und man darf kühnlich feststellen, dass mit dem Aufvä'peln falscher Genies srhr viel Unhcil gestiftet wird. Am harmlosesten erscheint es noch, wenn die Gatte», die ihre Tage mit irgmd einer praktischen, die Eiuuahlnen fördernden Beschäftigung verbringen, den Ressort der Genialität, der Begabung, des Geistreich-seins ihren Fraue» überlassen. In sehr vielen Hä'useru ist die Arbeitstheilung derart vollzogen, dass die Herren arbeiten und Geld verdienen, die Damen aber das hehre intellektuelle Dasein verkörpern. Jene haben leine Zeit für Lappalien, die nichts Greifbares einbringen; sie bltrachten es als Sache ihrer Lebensgefährtinnen, artistische, literarische und ähnliche Eigenschaften zu verratheu, uud mit dem sichern Bewusstsein, dass auch dieses Capital an ihrem Herde b sttns besorgt wird, berufen sie sich darauf: «Meine Frau ist geistreich, uder: «Memr Frau ist in der ganzen üiterawr zu Hause» oder: «Meine Frau sollten sie declam,ercn hören» ... ..^ » Weniger ungefährlich nimmt die Sache sich aus, wo Eltern ihre Kinder in ein unberechtigtes Geniali' tätsbewusstseiu hineinreden und hineinjagen; durch blatt» sagt, wird manchem nunmehr in einem anderen Lichte, als zur Z-it der Berufung desselben in das Cabinet erscheinen, da sie als eine weder erklärliche, noch scheinbar unerlässliche Modification d<>s Cabinets zum Theile Missbilligung, zum Theile Erstaunen er» wecken musste. Die Frage wird allerdings noch mehrfach aufgeworfen werden, weshalb denn Graf Taaffe erst jetzt an die Verwirklichung seiner Versöhnungsidee geschritten, weshalb er erst jeht, aus der passiven Rolle tre« tend, den Anschauungen der Deutichen gemäß den Ausgleich zur Sache der Regierung gemacht hat? Darauf kann von Fernstehenden eine Antwort mit Bestimmtheit freilich nicht erth ilt werden. Es kann indessen ebensowenig bestritten werden, dass es wohl die schwierigste Aufgabe der Staatslunst ist. für eine große, das R ich so tief berührmde Actwn den günstigen Zeitpunkt zu finden. Wie oft wnrde dieser ln der ungarischen Auscsieichsfraqe verfehlt! Wie theuer kam der Gesammtheit jeder falsch gewählte Zeitpunkt zu stehen! Der Erfolg der Wiener Conferenzen spricht wohl am überzeugendsten dafür, dass es dem Grafen Taaffe ge-lnngen ist, jenen Augenblick zu finden, in dem das Friedensw^rk die meiste Aussicht auf ein glückliches Gelingen hatte. Waren doch früher die Parteien noch alle von der Hoffnung und dem Streben durchdrungen, einander niederwarfen zu können. Sie waren noch zu stark, um den Frieden zu schließen, um einander Concessionen zu machen. Aber sie waren, des Amturmes extremer nationaler Elemente ungeachtet, noch immer mächtig gmuq, um einen für beide Theile ehrenvollen, für das Land heilbringenden, für das Reich segensvollen Pact durchzuführen. Noch waren sie — des langen Kampfes ungeachtet — die Hüter conservative! Interessen, noch immer die starken Schirmer des patriotischen, gesammtösterreichischen Gedankens, und so konnte die große Aufgabe gelöst und der nationalen Einseitig« keit und Wühlerarbeit ein Damm entgegengestellt werden, der sie für immer zur Ohnmacht oerurtheilt. Nicht mit Unrecht tonnte deshalb ein hervorragender öfter-reichischer Staatsmann, über den Ausgleich sprechend, bemerken: «Iu der Sprechweise des Fürsten Liechtenstein konute das große Werk nur um '/,12 Uhr vollendet werden.» Ja wohl. Wir haben nicht mehr darüber zu klagen, dass ein glücklicher Augenblick unbenutzt verstrichen ist. Oesterreich ist künftighin frei vom Vorwürfe, die lange solches Gebaren wird mancher Junge, aus dem ein tüchtiger Kaufmann, ein pflichteifriger Beamter hätte werden können, der ihm angemessenen Richtung entrissen, gewaltsam in eine falsche Bahn geschleudert und für da« spätere wirkliche Leben untauglich gemacht. Man bleibt nicht ewig unter den schützenden Fittigen von Vater und Mutter, und die fremden Leute huldigen der unangenehmen Gewohnheit, jemandem, der nach dem Lorbeer greift, genau auf die Finger zu fchauen, bei welcher Gelegenheit sich die Elfahrung ergibt, dass in den meisten Fällen ungerechtfertigte Prä» tensionen ins Spiel kommen. Ich will zugeben, dass immer wieder Menschen zur Welt kommen, welche mit ungewöhnlicher Begabung ausgestattet sind. Nur täusche man sich nicht darüber, dass auch die «echten Prinzen aus Genieland» schwer z>,r Olltuug gelangen und oft in schwerem Ringen ihre beste Krast verzetteln. Unterwegs zum Tempel des Ruhmes sinkt mancher erschöpft und entmulh'gt nieder, um sich nicht wieder zu erheben; eine Dornenkrone legt sich ,hm auf das Haupt, und er beneidet den Glücklicheren, der nnermüdet in der Ebene wandelt, ohne jemals den Aufstieg, das Emporklimmen versucht zu haben. ,, Der Franzose nennt die Bedauernswerten, welche ihr Hel n.cht erreichen, .ttüls»». nach dem Zeitworte «i-k!«!-.. welches das Nichtlosgehen, das Versagen einer Schusswasfe bedeutet. Die Bezeichnung ist so charal« terlstisch. dass der geschworenste Feind i/des Fremd« wortes mir verzeihen muss, weun ich sie hiehersetze . . . Die «ttiU65», die von Hause aus Fähigkeiten bejahen, und die anderen, welche ohne solche Fähigkeiten — nur weil sie durch Verwandte oder durch Selbst- Laibacher Zeitung Nr. 32. 254 8. Februar 1890. Epoche des gesicherten Friedens nicht erfolgreich zn seiner inneren Pacification ausgebeutet zn haben. Wenn ein Minister des Cabinets Taaffe im Einver-ständnisse mit beiden nationalen Parteien Verordnungen erlassen kann, wie jene über die Neugestaltung des Gerichtswesens in Böhmen, dann sind wir bereits in eine neue Epoche getreten, in eine Aera, welche an die Stelle nationaler Exclusiuität den nationalen Fri den und das vertragsmäßige gemeinsame Mitwirken ver« schiedener Nationalitäten gesetzt hat. Herr von Plener hat in seiner Rede im Veline der Fortschrittsfreunde ein glückliches Wort gesprochen. Wenngleich die deutsch« böhmischen Forderungen in den meisten Punkten er« füllt erscheinen, so dürfe man doch noch nicht an den Hlnbruch des tausendjährigen Reiches glauben. Der ewige Friede ist auch im parlamentarischen Leben nicht zu finden, und für eine Opposition bleibt stets in einem jeden Parlament ein weites Gebiet geöffnet. Dennoch wird man Herrn von Scharschmid bli pflichten, dass durch die Beilegung des nationalen Haders in Böhmen jene Erschütterungen in der politischen Entwicklung des Reiches nicht mchr zu besorgen sind, welche die Verfassung mehrfach bedroht haben. Durch die vertragsmäßige Sicherstellung der nationalen Rechte der Ezechen hört die Verfassung auf, den steten Zielpunkt ihrer Angriffe zu bilden. Aber wir stehen noch vor einem weitern, nicht minder bedeutsamen Fortschritte. Der nationale Gegensatz bildet zwischen den mächtigsten nationalen Gruppen keine Scheide» wand mehr, welche sie für immer trennen müsste. Eines der gewaltigsten Hemmnisse für eine freie poli» tifche Fluctuation parlamentarischer Kräfte und parlamentarischer Parteien ist nunmehr erschüttert und wird bald vollkommen geschwunden sein. Die nationale Sonde» heit wird nie ganz zu ve» wischen sein, und zwischen Slaven und Deutschen wird die durch die Nationalität geschaffene Verschiedenheit auch weiter fortbestehen. Aber der erbitterte nationale Kampf hat keine Berechtigung mehr. Es wird nicht mehr die stete Lebensanfgabe der Slaven sein, um jeden Preis und mittels jeder Allianz eine thäligere politische Rolle der Deutschen abzuwenden. Die Deut« schen selbst können fernerhin die Slaven und ihre Staatsmänner wegen ihrer politischen Richtung bekämpfen, aber schwerlich als nationale Feinde, seitdem die Deutschen Böhmens durch einen ehrenvollen Frieden für immer in den gesicherten Vollbesitz ihrer nationalen Rechte gelangt und die Mittel gefunden sind, um allen weiteren nationalen Conflicten zu begegnen. 0k8taU6H MP0U10H. Ich erhielt aus Tokio in Japan einige Väumchen und Samen einer Kastanienart, der OastaiieÄ ^»pomoa, zugesendet, um damit in unserm Klima Versuche anzustellen, mit deren Beobachtung ich vollkommen zufrieden bin. Ich bin fest überzeugt, für die südlichen Provinzen Oesterreichs einen Baum ausfindig gemacht zu haben, welcher sich für das Innere des Landes der südlichen Provinzen wie für die Küsten sehr lohnen würde, da von der Kastanie nie genug cultiviert werden kann. Man Würde durch die Einführung dieses Baumes eine nähr» hafte Frucht producieren, welche für den Bauer von großem Wert wäre und, Dank ihren Vortheilen, baldigst eine ausgedehnte Verbreitung finden würd?. täuschung in einen Wahn eingewiegt wurden — die Reise nach dem Ruhme zu unternehmen wagten, sie liefern das stattliche Heer des Kunst, und Literatur-Proletariats, das als traurige Warnung vor einem gefährlichen Irrthum über die Erde wandelt. Gewiss bleiben echte Talente nicht selten verkannt, aber noch weniger selten liegt die Ursache tragischen Scheiterns im Mangel an Selbsterkenntnis. Aeußert man seine Ansicht hierüber, so muss man meistens hören, dass staatliches und privates Mäce» natenthum den Jüngern der freien Künste ihre Bahnen ebnen, ihnen den Sieg über alle Hindernisse erleichtern sollte. Gegen diese Ansicht will ich nichts vorbringen, denn sie hat sich so festgewurzelt — namentlich bei denjenigen, welche ohne Hilfe nicht vorwärtsschreiten können — dass man in den Wind spräche, wollte man sie bekämpfen. Ich möchte mir nur erlauben, von einem radical gegentheiligen Standpunkte aus einen Vorschlag zu machen, der viel zu vernünftig ist, um angenommen und durchgeführt zu werden. Seit längerer Zeit trage ich mich nämlich mit del Idee, spreche sie aber erst heute aus: die Gründung einer Entmnthigungsanstalt für junge Künstler vorzuschlagen — das Wort «Künstler» in seiner weitesten Vedeulung genommen, all diejenigen zusammengefasst, welche m>t der Feder, dem Pmsel, dem Meißel, der Radiernadel, der Claviertaste, dem Violinbogen und ähnlichen Kunstwerkzeugen sich einen Platz unter den Leuchten der Menschheit erobern wollen. Der Staat trete als Stifter auf; einzelne Wohlthäter werden dann sicherlich nicht anstehen, ihr Scherflein zur Erweiterung und Krönung des Gebäudes beiMraa/u. Die Organisation der Anstalt wild nicht leicht sein, denn letztere Die japanesische Kastanie zeichnet sich durch Größe. Wohlgeschmack und Feinheit ihrer Früchte vor allen euro» päischen Arten aus und lohnt den Platz und die Cultur im höchsten Maße. Es ist ein schöner, gesunder, starkwüchsiger Baum. Aus dem nördlichen Japan stammend, hat er sich in den Vereinigten Staaten von Nordamerika als vollkommen winterhart erwiesen und eine Kälte von 20 bis 24 Grad Riaumur ertragen, ohne Schaden zu erleiden. Aus dem Schreiben eines Plantagen-Besitzers von Nordamerika erfuhr ich, dass dort, wo früher die sogenannten essbaren Maroni aus Frankreich, Spanien und Italien importiert und angepflanzt worden sind, die Cultivate«« keinen Erfolg damit zu verzeichnen hätten, da die europäische Edelkastanie im strengen Winter stets erfroren sei. Daher eignet sich auch die c?2,8wnoa vogca, nicht als Veredlungs-Unterlage für die llH8d»noH japonica, und wird man die letztere stets aus Samen ziehen müssen. Die japanesische Kastanie gibt schon nach drei bis vier Jahren einen schönen Ertrag, der sich mit dem zunehmen« den Alter immer mehr steigert. Bemerkenswert ist noch die Schwere der Früchte; eine einzige Frucht wiegt oft 45 Gramm. Nach den glücklichen Acclimatisationsversuchen kann man mit Bestimmtheit schließen, dass die Verbreitung der japanesischen Kastanie durch den Einfluss der Cultur mit der Zeit eine allgemeine wird, so dass der ihr ursprüng' liches Vaterland bezeichnende Speciesname dadurch unrichtig erscheinen wird. Der gleiche Fall trat bei der Aprikose, bei kllirmg amoi-icanH, lüoäoniH inäiaoa, der ^ßg.vs amOlioauH ein, die jetzt in ganz Südeuropa nebst anderen, ursprünglich ausländischen Culturpflanzen bei uns sozusagen eingebürgert zu finden sind. Mögen die österreichischen Landwirte des Südens die Anregung zur Ein« führung dieser neuen Obstsorte benutzen, um unserer Obstcultur einen neuen Aufschwung zu geben. Anpflanzungen solcher japanesischer Kastanien wür» den unseren heimatlichen südlichen Provinzen den schön« sten Schmuck verleihen. Diese Bäume würden das Klima milder und gesünder machen; sie erfreuen jedes Herz, das für Naturschönheiten empfänglich ist; sie bereiten endlich dem frohen Sänger des Waldes, dem befiederten Ne-wohner der Luft gastliche Wohnungen, die hinwieder dem Landmanne seine Aufmerksamkeit mit dem schönen Concert auf den Zweigen um seine friedliche Hütte lohnen. Volosca. E. v. M a y e r s b a ch. Politische Uebersicht. (Der Ans gleich.) Die «Wiener Ab-ndftost. vernimmt, im Ministerium des Innern seien die Vorarbeiten zur Reform der böhmischen Landtagswahl' ordnung und Errichtung nationaler Curien im böhmische Landtage im Sinne der Beschlüsse der Ausgleichsconferenz in vollem Zuge. Bezüglich der Theilung des Wahlkörpers des Allodial-Großgrundbesihls iu mehrere Wahlkörver nach der territorialen Abgrenzung sind bereits am 2ten Februar die Weisungen wegen Beschaffung des erfor-derllchen Materials nach Prag ergangen. Der G setz-entwurf, betreffend den Gebrauch der Landessprachen bei den autonomen Behörden in Böhmen, wurde am 29. Jänner behufs Rückleitung an die Landesvertretling nach Prag gesendet. Ferner richtete der Unterrichts-minister mit Erlass vom 30. Jänner entsprechende Weisungen liach Prag betreffs der Ausarbeitung jener — falls sie zustande käme — würde sich vor einer riesigen A fqabe sehen, deren Bewältigung einen ge« waltigen Aufwand von Energie und gutem Willen er° forderte. Ohne Zweifel wird ein gutes Werk gethan, wenn man dem gespenstischen Anwachsen der Künstler« schar Einhalt zu gebieten sich bestrebt. Durch entschiedene, unerschütterliche Entmuthlguna werden die Talentlosen veranlasst, in sich zu gehen und ein Feld zu verlassen, für welches sie nicht ge« boren sind, die Begabten aber ersparen sich Tnttäuschungen, jahrelanges Streben, harte Arbeit, der oft kein Resultat folgt. Die Familien, die ein Genie großzuziehen beabsichtigen, erklären mein Project vielleicht für verbrecherisch oder für eine Ausgeburt heller Ver. rücktheit; ich kann ihnen jedoch versichern, dass sie mir Dank wissen sollten für meine Anregung, denn diese enthält den Keim für eine rapide Verminderung des oben erwähnten Proletariats. Ich denke mir in seinen Grundzügen das Institut so eingerichtet, dass junge Leute beiderlei Geschlechtes theils daselbst nur die nothwendigen Belehrungen empfangen, theils als Internisten untergebracht wer den, entweder weil ihr Fall ein besonders schwerer ist, oder weil Personen, denen ihr Heil anvertraut ist. zu ihrer Herstellung gerne ein schwereres Opfer bringen. In der literarischen Abtheilung für Internisten z. V. wird mit allen Pädagogischen Mitteln operiert. Jünglinge m t dichterischen Anlagen werden, so oft sie einen Rückfall ins Poetische erleiden, durch Verschlechte-rung oder gar Entziehung der Kost bestrast. Gewöhn« heitsdicht, n führt zu Stubenarrest. Als L ctüre wird em eigens zu verfassend« «Neuer Plutarch l. vertheilt. Gesetzentwürfe, welche zur Durchführung der auf l>«e Zusammensetzung und Einrichtung deö Landes chlllralhes und die sogenannten Mmoritätsschulen bezüglichen V^ einbarnngen erforderlich sind. Diese Entwiirfe sow>e der Antraq auf die erforderliche Aenderung der G^ schästsordnung des Landesschulrathes werden d^nl Unterrichtsministerium bis spätestens 1. März zur G" nehmigung vorgelegt werden. (Ein nicht sanclionierter Landtag befchlnss.) In den Aezirksuertretungen von M und Pettaii sind in den letzten Jahren die frühen deutsch liberalen Majoritäten verdrängt wurden, und lsi die sluveuische Majorität des Bezirkes auch iu der Ae-zirksuertretung zum Ausdrucke qekommen. Die Vel' tretungen dieser Städte haben sich nun in der letzte» Session an den steirischen Landtag gewendet und ss^ beten, sie aus dem Verbände der BezirksoertletungeN auszuscheiden. Der steirische Landtag ist auf das ve< gehren eingegangen und hat eine dlesbezügl.che Noo "t zum steirischen Bezirtsverlretungs-Oesehe beschloss'^ Die Regierung hat es jedoch abgelehnt, diese Novelle zur Sanction zu empfehlen. (Das Arbeiteprogramm des Reichs rath es.) Ueber Wunsch ' de« Mimfterp'äsideM Grafen Taaffe berief Präsident Dr. Smulka l^ Mittwoch die C'ub Obmänner zu einer Besprech^s über das Arbeitsprogramm des Hauses ein. Die V^ sprechung fand unter Vorsitz des Präsidenten Smolw statt, und waren dazu die Obmänner der Elubs del Rechten und seitens der Vereinigten deutschen Lin'^ die Herren von Plener und Freiherr vo» Chinins erschienen. Ministerpräsident Graf Taaffe sprach. ^ das «Vaterland» meldet, den Wunsch aus, dass d>e Arbeiten des Budgetausschuss s und deS Hauses >" beschleunigt werden mögen, dass dem nachträglich^ Wunsche der Abgeordneten Plener und Genossen, ^ böhmische Landtag möge bereits Mitte Mai zusamt«^ treten, entsprochen werden könne. Es wurde uuter H^ stimmunq Pleners beiläufig vereinbart, dass bis 21M wöchentlich zwei (Dienstag und Freilag), i,n !U^ wöchentlich drei Plenarsitzungen stattfinden sollen. A Verhandlung sollen »wch kommen: die Börsesteuer, t»al Gesetz gea/u die Verfälschung der Lebrusmiltel und d^ neue Strafgesetz. Graf Hohenwart sprach sich z^. gegen die Aufnahme des neuen Strafgesetzes in ^ diesmalige Arbeitsprogramm aus; es soll abec l) beiden Congrua-Vorlaqen und die Angelegenheit "t galizischen Grundeutlastung. Der Obmann des Po^ Clubs. Ritter von Iaworski, verlangte nämlich ^' Einbringung einer diesbezüglichen Vorlage; die "^ gierung sagte dies zu. und Plcner und OhlillneclY ^ klärten sich mit der Aufnahme dieses Gegenstandes'" das Arbeitsprogramm einverstanden. Ueber alle dtt! Dinge hat indes erst noch die parlamentarische E^ Mission der Rechten zu berathen uud zu entscheiden. (Die Bewaffnung der Armee.) ^ «Polit. Corr.. ist von authentischer Seite ermäaM zu erklären, dass die Darstellung einiger Blätter, lv^ nach durch die beabsichtigte Einführung des raucht, Puluers in der beendigten Ausrüstung der InfaN^' mit dem achtmillimetrigen Nepetiergewehre Verä^ ningeu nothwendig würden, welche eine finanzielle ^ lastlnig und Störungen bezüglich der SchlagfelM^ welcher die Lebensgcschichte von Poeten enthält, nieA entweder verhungert oder im Irrenhause gesto^ sind oder vom Pllblicum an die Wund gedrückt, ^ nachlä'ssigt. ja verhöhnt wurden. Dichter, welche d^ Selbstmord geendet haben, werden durch Porträts^ ewigt, und die Zeichner erhalten den Auftrag. ,"> Bildnisse möglichst trostlos zu gestalten. Zugleich «?', in deu Zöglingen der Sinn für praktische Besch^ gungeu geweckt; gelehrige Schüler erhalten als Pr<. schön ausgestattete Curzzettel und andere GeschO'' welche angethan sind, sie vou poetischen Irrweg immer mehr und mehr abzulenken. ^ „, Die Abtheilung, welche den Titel führt: '""'h servatorium zur Entwöhnung von der Tonkunst». "/. die «Anti-Akademie der bildenden Künste» wird n^ ähnlichen Principien geleitet. Hat ein Zöglil'g k' Symphonie componierl, so darf er sie in der Ä"' probeweise aufführen lassen; dazu werden Unv/li'. dige und Schwerhörige eingeladen, erstere mit v Ersuchen, nicht zu heucheln, sondern ihrer Sti»un" ehrlich freien Lauf zu lassen. Die Uuverstä'lV ^, schlafen nach dem ersten Satze ein, die Schwerhl)^, sitzen theilnahmelos da und thun das Ihrige, den ^ dichter in tiefe Vestürzuug zu versehen, uud sein "! Opus bleibt vielleicht sein letztes . .. ^f- Der Dramatiker muss sein Stück zehn-bis i^ § mal umarbeiten, dann lässt die Anstalt es durch e'^^ hiezu bestellte talentlose Schauspieler so elend ^, möglich darstellen, und einige Kritiker, welche 5^^, Lehrkörper gehören, strengen sich mündlich oder 1^? ^ lich an. um an dem dramatischen Werke ke'" ^li'ü Haar zu lassen. Diese Kritiker werden auch z" ^ c^-vm, Novizen der Schauspielkunst verwendet, !" " Laibacher'Zeitung Nr. 32. 255 8. Februar 1890. der Armee befürchten ließen, unrichtig sei. Bei der konstruction des Reprtiergewehres sei auf die Ein-Mu"g des rauchlosen Pulvers bereits im vorhinein "Uclstcht genommen worden. (Unterstützung einer V ezirl s-Kra n ken« ca!je.) Aus Leoben wird berichtet: Die hiesige VM - Krankencasse erhielt auf Verwendung der Vtatlhalterel von einer steirischrn Sparcasse eine ^ spende von 1500 fl., wodurch dieselbe wieder activ wird. wahrend sie zu Beginn dieses Monats bereits passiv war. " ,. (An fhebung des Schaukregals inKroa -N en^) W,e «Nemzet. meldet, hat der Finanzminister wr. Weckerle die a..f das Schankrecht bezügliche Ver. vldnung. auf Grund welcher erst im Juli in Kroatien oas Schankrecht-Molwpol ins Leben trill, bereits a»s-gearbeitet. Die Verordnung wird „ächstertage publi-clert und werden die Mahnahmen betreffs Sicherung "er Schankrechls-Eiunahmen schon Ende Februar be> Mnen werd.n. Betreff« Agrams beschloss Dr. W.ckerle emvernehmlich mit dem Baiuls, dass Agram vorerst als off,ne Gemeinde behandelt werde. (Die Erlässe des deutschen Kaisers.) <)U den Kais r Erlässen beme.kl die Berliner «Natioual-zmuna..: Dieselben würden auf der ganzen Wlt einen uesrn Eindruck h^vurrnfen. Die Arwier sollten erteil, "en dajs sie durch die Unterslühuna. des Programmes w'Mamer an der erreichbaren Besserung ihres Los^s arbeiten würden, als durch social-demoklatische Ag'ta- '0lim. Die «Vossijche Zeitung» meint, dass der V^r-"cy internationaler Verhandlungeil umso erfreulicher '", als bei den Verhandlungen mit England, Belgien. ^Schweiz ^ Frankreich nicht an Abmachungen ,m l- ^ Socialistengesches zn denken sei. D,e 'nm. bezeichnet werden. Der «Berliner Börsencollner» r.^ ' ^^ Kaiser Erlässe bilden die frnld gste Ueber-^Mlmg, denn jeder Fortschritt zum Zwecke der Ver-ein ^ ""^ inteinanonalen G'sehg^bung bedeute nen Eultnrfortschritt und die Gewährleistung der di? K' ^ ^^ '"""" socialen Fiildens und übertialipt c ^^ch^ung des Friedens. Das «Berliner Tageblatt» mit d " ^^"^ l""^ Artikels, Deutschland stelle sich n °" Kundgebung des Herrschers an die Sftlhe der ^,.^"»land.) Der vorgestrige Ministerrath in hev? lallte das legislatorische Programm für dic dazspn, ^" ?esston fest. Den «Times» zufolge umfasst ' lbe die irijche Güterankaufs-Vorlage. die vorjährige .f^ils« ^.'^^' welche zur Entwicklung der materiellen s<2 ^' Alands bestimmt ist, Vorlagen zur Her-Aorbi,?. ^ ^ocalverwaltung Irlands nach englischem fill»,.« '^"l Lüsulig der Zehentfrage und die Ein« "lung des freien Schulunterricht«. Der ^"^Verhaftung des Majors Pa nica) llica'« ^' ^ufolae erfolgte die Verhaftung Pa- Uchen 3^"' ^'"^ scandalöstl, Ve>Haltens an öffeut-lleae» z. und wegen beleidigender Aeußerungen "nine !m^^^ Behörde. Ueberdies verleitete Panica Acten ^"°^' ""^ Eivilpersonen zu ungesetzlichen osfici 'l ^ Personen, darunter drei Kavallerie Unter-3),e 3'.""ben als Mitschuldige Panica's verhaftet, ^^^etmls der Unt^l.,^...,., dürften sich ziemlich Ecl,^.^"lagen als NegatioliLräthI'.. ^Vemälbe und ber bat s'^^"^'' ""entgeltlich ausgestellt, der Urhe-und il»r. !? '"cognito unter die Besucher zu mengen er ha,! Urtheile zn belauschen — in der Regel wird andern n?""6 ^m und den Vorsatz fassen, einen Lebenswandel einzuschlagen . . . wiirtiaVm ^ "l)" alledem wie von etwas Gegen-neigt cz' '^°" Ausgeführtem, und der Leser mag ge« ftunsiiiin "'l^ ö" entgegnen, dass nur die wenigsten Iami ".? freiwillig oder infolge Einwirkung il>rer wendn,« !^ ^".^"lt aufsuchen werden. Auf diese Ein-ständlich ^°c '^ sefasst. Ich halte es für selbstver-^" mir ^ ^"^ jedermann eine Prüfung an dem gar lein, , ani^ten Institut obligatorisch ist. Wer über ein/^^'lien Symptome ausweist, erhält hier. 3Lege gehen ^'^ Bescheinigung und kann seiner der oder^Ü- ^^ ^'^ bedenkliche Anzeichen, so wird l'nd von k ^^r> '" 6"6U genommcll wird oder nicht. M. ^.'" Z^ling ge'.,ügcüdc Proben davon abgelegt ^ltd it,'^ ". vv" den Musen nichts mehr wissen will. ^chUllen ^? Document eingehändigt, das mit den s Soli? - ^' "'bigt: «Entmllthigt entlassen.» Me Co,,f l^mand die Besürchtung hegen, dass als "bei, w?'"'ä b'k Pflege der Künste gänzlich aus-^«ch dem m' - '"^^ ^ ^^) beruhigen. Der Drang '"'Nier u,,d l ^'"lwetden ist ei» >l) heftiger, dass ^rden, aus? "^" Eindämmung Leute ihm huldigen ö" "ruerlick ^^fahr hin, als recidiv erklärt und '"^ät w .. V^^"che der Entmuthiqungsanstalt ge-^ "^den. ' F. Groß. interessant gestalten und neuerliche Intriguen Rllss« lands zur Heraufbeschwörung von Unruhen enthüllen. (Das Attentat auf den württember» gifchen Thronfolger.) Der Oerbergeselle Ludwig Müller, welcher am 20. October vormittags, als der Thronfolger Prinz Wilhelm in Ludwigsburg zur Kirche fuhr, einen Schufs auf den Prinzen abgab, der jedoch unverletzt blieb, wurde nun außer Verfolgung gesetzt und wird als «entschieden gemeingefährlicher und muth» mählich unheilbarer Geisteskranker» in einer Irrenanstalt untergebracht werden. (Der englisch-portugiesische Conflict.) Die «Agenzia Stefanie» meldet aus London : Man ver. sichert, dass Portugal unoerweilt den Zusammentritt einer europäischen Conferenz vorschlagen werde, um d'u Streitfall mit England zu schlichten. (Der Senat zu Washington) hat vor« gestern den Samoa - Vertrag ratificiert. Man ist mit demselben in den Vereinigte,' Staaten sehr zufrieden und erblickt in seinem Inhalte einen Erfolg der ameri» lanischen Diplomatie. Tagesneuigleiten. Se. Majestät, der Kaiser haben dem Unter, stühungsoereine für in Wien weilende Dalmatiner so> wohl der italienischen als der serbischen Nationalität eine Unterstüh'lng von 100 ft. aus der Allerhöchsten Privatcasse zu bewilligen geruht. — (Eine Silberdollar.Fabrik.) Die in Newyorl erscheinende «Evening Sun» enthält einen Gen» sationsartM, in welchem die Einzelheiten eines in gi» ganlischem Maßstabe betriebenen Fallchmünzelgeschästes mitgetheilt werden. Dem Berichte zufolge wurden während der lchtverslossenen zwei Jahre in Mexico nicht weniger als 5,000.000 nachgeahmte mexicanilche Silberdollars verfertigt, dann über die Grenze gebracht und in Um« lauf gesetzt, und sollen die Falschmünzer an jedem Stück dieser Silbermünzen nicht weniger als 28 Cents Prosit gehabt haben. Die Vanlen in Texas, Newmexico und Arizona wurden zuerst durch da« massenhafte Erscheinen von Silberdollars auf die Falschuxqen aufmerksam ge» macht, und nach gründlich angestellten und geführten Nachforschungen gelangten dieselben zu der Ueberzeugung, dass eine von Falschmünzern auf mexiranischem Voden betriebene «Privatbank» die Münzen herstellt und unter das Publicum bringt. — (Graf Andrassy.) Professor Dittel ist aus Volosca nach Wien zurückgelehrt und bezeichnete den Zustand Andrassy's als hoffnungslos. Von einer Opera« lion wurde wegen der Enlkräftung des Kranken und wegen vorausfichtlicher Erfolglosigkeit abgesehen. Anbrafsy ist geistig sehr rege und unterhielt sich mit Dittel über wirtschaftliche Fragen. — (Explosion.) Vorgestern morgen« fand ein' Explosion schlagender Wetter in der Kohlengrube von Abersychan in Südwales statt. Mit ber Vrube, worin sich 300 Arbeiter befinden, wurde jede Verbindung ab> geschnitten. Vis zwei Uhr nachmittags wurden vierzig Leichen in der Grube von Abersynchan aufgefunden. — (Eine antarktische Expedition.) Der Plan, eine antarktische Expedition unter Nordenskjöld zu entsenden, wird dem «Standard» zufolge im Sommer 1891 zur Ausführung gelangen. Die Expedition wird auf gemeinschaftliche Kosten des Barons Oskar D i ck s o n in Gothenburg, des antarktischen Forschungsausschusses der königlichen Gesellschaft von Victoria und der königlichen geographischen Gesellschaft von Australien ausgerüstet werden. — (Vom Theater.) Der französische Minister deS öffentlichen Unterrichtes und der schönen Künste. Herr Falliere«, hat in der französischen Abgeordneten« kammer einen Gesetzentwurf über den Wiederaufbau der abgebrannten Komischen Oper in Paris eingebracht, dessen Kosten dreieinhalb Millionen Francs betragen sollen. — (Schönheit« . Go uver nan ten.) Filr Damen in Amerika hat sich eine neue eigenartige Iu< dustrie entwickelt, ei« Zeichen zunehmenden Reichthums. Es ist der Brauch in reichen Familien entstanden, dass sich die Damen «considentionelle Rathgeberinnen» halten und gut bezahlen, deren einziges Geschäft es ist, die «Schönheit» der Tochter zu überwachen, respective durch Entfaltung guten Geschmackes in deren Bekleidung, in der Wahl der Haartracht, der Seifen, Parsüms und Schminken günstig auf deren äußeres Erscheinen einzu« wirken. Junge Damen, welche in, Rufe eleganter Ge« schmacksrichlung in den verschiedenen Geheimnissen der Toilette stehen, sollen sehr gesucht sein. Amerikanische Damen sind zu jeder Extravaganz fähig. — (Das Kärntner Lied in China.) Ein an Thomas Kofchat eingelangtes, in englischer Sprache gedrucktes Programm besagt, dass am 9. December v. I. in Shanghai von einem, zumeist au« Engländern und Deutschen gebildeten Männerchore im «Elub Concordm Theatre» (Nanking Road) zwei seiner Compositionen: «Kärntner Gmüath» und «D'Katfchthaler» zur Aufführung gelangt sind. — (Lebensüberbrus« eines Millionärs.) Am vergangenen Montag hat in Nizza der Mil« lionär Ramonbeng aus Bordeaux durch einen Re-volverschuss seinem Leben ein Ende gemacht. Sein Tob erregt in Bordeaux allgemeine Trauer, da er ein großer Wohlthäter war. Ramondeng hinterlässt testamentarisch für die Waisen von Bergleuten und Gendarmen mehr als eine Million Francs. — (Weiße Waffen rocke.) Der weiße Waffen-rock kommt wieder zu Ehren — in Preußen. Wie näm» lich Berliner Blätter berichten, soll zur Uniformierung der Officiere fämmtlicher Waffengattungen im sogenannten kleinen Dienst während der wärmeren Jahreszeit ein Weiher Waffenrock (mit den entsprechenden weißen, beziehungsweise gelben Knöpfen) im Laufe dieses Jahres neu eingeführt werben. — (Ein durchgebrannter Banquier.) Der Wiener Wechselftubenbesiher Ludwig Heim, welcher sich hauptsächlich mit der Ausgabe von Ratenlosen befasste, ist seit drei Tagen abgängig. Die Passiven dürften über eine halbe Million Gulden betragen. Ueber tausend Per» sonen sind geschädigt. — (Musillehrer in London.) Dem «Musical Diretory» für 1890 zufolge gibt es in London etwa 4000 Mufil. und Gesanglehrer beiderlei Geschlechts und in den englischen Provinzen über 7000. In London leben nahezu 1600 berufsmäßige Musiker, die Mitglieder von Orchestern sind, darunter nahezu 700 Violinisten. — (Hans Schliehmann.) Der bestbelannte Zeichner Herr Hans Schliehmann hat sich, wie man uns mittheilt, veranlasst gefunden, aus dem Verbände des «Figaro», dem er diele Jahre lang seinen satyrischen Stift zur Verfügung stellte, zu scheiden. Herr Schließmann wird nunmehr seine ganze Kraft den Münchener «Fliegenden Glättern» zuwenden. — (Nilpferde.) Eine Fortpflanzung von Nil« ftserden in der Gefangenschaft wurde auf dem Continente bisher nur in Amsterdam erzielt. Gegenwärtig birgt jedoch auch der zoologifche Garten in Antwerpen einen auf europäischem Voden gebornen Nachkommen dieser Dickhäuter. — (Zu guter Letzt.) «Haben Sie schon die Neuigkeit gehört: dem Müller ist seine Frau durch« gebrannt!» — «Der Veneidenswerte! Und ist er jetzt vollkommen zufrieden?» — «Nein ... ein Wermuts-tropfen mischt sich in sein Glück: er hat die fixe Idee, sie würbe 'mal gelegentlich. . . wiederkommen.» Local- und Provinzial-Nachrichten. Von der Faibachcr Studenten- und Volksküche. Das humanitäre Institut des Studenten« und Vollskiichcn'Vereines, welches seine so vielfach segensreiche Wirksamkeit in unserer Stadt schon seit mehr als einem Decennium entfaltet — dasselbe wurde bekanntlich 167? als Volkslllche gegründet — dankt sein Entstehen und seinen bisherigen Vestanb dem so hervorragenden Wohl» thätigleitssinne der hiesigen Aevöllerung. So hat es denn auch der Studenten» und Volksküchen Verein der schönen Tugend des Helsens zu danken, dass auf einen Appell an edle Herzen in jüngster Zeit wieder eine Reihe unterstützender Mitglieder — 36 an der Zahl — neu demselben beigetreten sind, wofür die Leitung des Laibacher Studenten« und Volkslüchen-Vereines an dieser Stelle den innigsten Dank auszusprechen sich gedrungen fühlt. Denn nur durch eine immer größer werdende und dauernde Vetheiligung der so gerne hilfreichen Bewohner aus Stadt und Land kann das durch die stetig zunehmende Theuerung immer schwieriger sich gestaltende Gedeihen und das gesicherte Fortbestehen dieses humanitären, den Interessen ber studierenden Jugend und der Armen gewidmeten Institutes möglich gemacht werden, daher im Anschlüsse an den Dank sür all die hohen Gönner und edlen Wohlthäter, die ber Laibacher Studenten» und Volksküche seit ihrer Gründung bis heute großmüthig Spenden in Gelb und Victualien zukommen liehen, an den Dank für alle, die dem Vereine als unterstützende Mitglieder angehören, speciell an die edlen Damen, die als thätige Mitglieder in der Küche selbst opferwillig wirken, die Bitte wohl gerechtfertigt erscheint, in ihren wohlthätigen Leistungen auch ferner zum Besten der heranwachsenden studierenden Jugend sowie der armen Bevölkerung auszuharren. Aber noch eine weitere, wohl erklärliche Bitte ergibt sich im Hinblicke auf die stets schwerer sich gestaltenden Verhältnisse der Erhaltung und Fortentwicklung, beziehungs« weise des in ferne Zukunft zu währenden Bestandes der Laibacher Studenten« und Volksküche, der neuerliche Aufruf an alle wahren Menschenfreunde, dem Vereine auch weiterhin so zahlreich als möglich beizutreten. Der gewiss geringe Mitglieder - Veitrag per Jahr ist mit nur 2 fl. festgesetzt. Und das unermüdlich stille Wirken der Stu« denten« und Volkslüche, von dem sich jedermann täglich durch einen Besuch der seitens des löblichen lrainischen Sparcassen - Vereines in dankenswerter Weise gratis zur Verfügung gestellten geräumigen Localitäten in der ehemaligen Schießstätte überzeugen kann, verdient in der That die Hilse und Unterstützung aller Kreise. Wird doch hier der studierenden Jugend und den Armen ber Stadt eine durchaus gute, srischgelochte, nahrhafte Koft zu sabel« ^aibacher Zeitung Nr. 32.________________________________________256_____________________________________________8. Februar 1890. haft billigen Preisen gereicht, welche Billigkeit eben nur durch fortdauernde Spenden und reichliche Mitgliederzahl erzielt werden kann. Ueber 200 Personen, Studenten und Arme, werden aus der Vereinskilche — die sich, nebenbei bemerkt, auch durch besondere Nettigkeit und Sauberkeit auszeichnet und daher auch in sanitärer Beziehung ihrem Zwecke vollkommen entspricht — täglich bespeist. Die Kost, die hier gereicht wird, besteht bekanntlich an Wochentagen aus Suppe, Rindfleisch und Gemüse, an Sonn- und Feiertagen kommt noch eine Mehlspeise oder Braten dazu; die, wie erwähnt, äußerst niedrigen Preise, die seit der Gründung und trotz der inzwischen so empfindlich gestiegenen Theuerung aller Lebensmittel unverändert dieselben geblieben, sind wie folgt: eine Portion gute. kräftige eingelochte Suppe 3 kr., eine Por« tion Rindfleisch bester Qualität im Gewichte von 7 Deka 4 kr., eine Portion Gemüse (je nach den Jahreszeiten verschieden) 3 kr., ein Stück Brot 1 kr., eine Portion Braten 6 kr., eine Portion Mehlspeise 4 kr. An 20 arme, brave Studenten wird aber täglich das ganze Schuljahr über das Essen ganz unentgeltlich verabreicht, und sollen auch weiters dürftige fleißige Schüler der Mittelschulen, der Lehrer « Vildungsanstalt sowie der neuerrichteten Gewerbeschule über Empfehlung ihrer Lehrer diesbezügliche Berücksichtigung finden. Namentlich die aus» giebige hilfreiche Unterstützung der studierenden Jugend durch Verabreichung einer so billigen und so nahrhaften Kost (beziehungsweise einer ganz unentgeltlichen Verkösti« gung), wodurch selbe vor Noth, Krankheiten. Verlümme« rung bewahrt bleibt, lässt gewiss eine Anregung und Bitte gerechtfertigt erscheinen, die die Leitung des Laibacher Studenten« und Vollslüchenoereines zum Schlüsse hier ausspricht. Mit Rücksicht darauf nämlich, dass die die Volkslüche benutzenden Studenten zum überwiegenden Theile vom Lande stammen, richtet sie die freundliche Vitte an die hochwürdige Geistlichkeit sowie an die und jene vorzüglich betheiligte Gemeindevertretung auf dem Lande, dem Laibacher Studenten« und Vollslüchen»Vereine recht zahlreich beizutreten, wie sich ja auch dieser humanitäre Verein der so äußerst dankenswerten Gönnerschaft der hohen Landeivertretung, der Stadtcommune Laibach, des lrainischen Sparcafsevereines und der hervorragendsten geistlichen Dignitäre und edlen Jugendfreunde erfreut! — (Philharmonische Gesellschaft.) Das gestrige dritte Mitgliederconcert der philharmonischen Gesellschaft spielte sich abermals in dem nur zu dicht ge« füllten Redoutensaale ab, wie wir dies bei den Gesellschaftsconcerten überhaupt gewohnt sind, und gestaltete sich zu einem glänzenden Abende. Schuberts «Rosamunden»« Ouvertüre (N-mol!) eröffnete denselben in wirksamster Weise, indem das Orchester dieselbe ganz vortrefflich zu Gehör brachte. Fräulein Ida Schön tag und Fräulein Flora Souvan, erstere als Solistin das erstemal in unserem Concertsaale vor das Publlcum tretend, letztere von früher her eine stets willkommene Erscheinung, trugen zwei Duette vor, und zwar Rubinsleins «Wanderers Nachtlied» und Schumanns «An die Nachtigall», hiebei von ihrer Lehrerin Fräulein Anna Lübeck am Piano begleitet. Da wir über Fräulein Souvans schöne und wohlklingende Stimme uns schon zu äußern Gelegenheit hatten, so beschränken wir uns darauf, mit Vergnügen zu constatieren, dass die Dame seit einem Jahre erstaunliche Fortschritte gemacht hat; ihr Organ hat an Fülle und Run« dung gewonnen, die Schulung derselben ist sorgfältig durchgebildet worden. Frl. Schöntag verfügt über einen hellen, hohen Sopran von angenehmer Klangfarbe und schönem Umfange; auch sie verräth durch Tonbildung und Tonansatz eine tüchtige Schulung, durch Vortrag und Ausdruck die musikalische Begabung. Neide Damen erzielten durch den Vortrag der genannten Lieder sowie durch die von ihnen übernommenen Soli im «Sommernachtstraum» einen höchst ehrenvollen Erfolg, der sich durch Beifall und wiederholte stürmische Hervorrufe manifestierte.. Es ist stets sehr erfreulich zu sehen, wenn von den Musikschulen der Gesellschaft neue und so tüchtige Kräfte zugeführt werden. Herr Rudolf Sa j ov i c, uns von den Zöglings» concerten her vortheilhast bekannt, trat gestern zum ersten« male aus dem Rahmen eines solchen heraus, indem er durch den Vortrag des ersten Satzes aus Lipinsli's «Militärconcert» sich als Solist in der Gesellschaft ein« führte. Was wir an Sajooic'Spiele schon früher hervor« gehoben haben, brachte er auch gestern wieder mit, aber alles geklärter, vollendeter, abgerundeter, sowohl in der Technil als auch in lünstlerischer Wiedergabe der musika« lischen Gedanken. Sein Ton ist kräftig, seine Bogen« führung stramm und sicher, die technischen Schwierigkeiten scheinen für ihn kaum mehr vorhanden zu sein — mit einem Worte, seine Leistung lässt uns einen angehenden jungen Künstler mit hervorragender musikalischer Veranlagung und mit schon jetzt erstaunlicher Fertigkeit seines Könnens erkennen, und beglückwünschen wir ihn, seinen Meister, Herrn Gerstner, und die Gesellschaft zu den glänzenden Erfolgen dieses Abends. Auch Herr Sajovic entfrss lte Beifallsstürme und erntete wiederholte Hervorrufe. Den Schluss bildete Mendelssohns vollständige «Sommernachtstraum»'Musik. Den «Dichter» des verbindenden Gedichtes von Gustav Gurski sprach Herr Theaterdirector Freund. Sein mächtiges, volltönendes, modulations« fähiges Organ, die Deutlichkeit seiner Sprache, die ihm zur Verfügung stehenden warmen Gefühlstöne, das volle Verständnis, mit dem er seine Aufgabe erfafste, ließen schon nach den ersten Sätzen, die er sprach, das volle Gelingen erwarten. Er wurde denn auch zum Schlüsse wiederholt hervorgerufen und hat sich durch seine freundliche und erfolgreiche Mitwirkung um die Gesellschaft verdient ge« macht. Fräulein Alba Schaffer sprach den Poltergeist Puck verständnisvoll und wirksam, mit sichtlich liebevollem Eingehen in den Geist ihrer übrigens nichts weniger als leichten Rolle, hiebei durch ihre jugendliche und gewinnende Erscheinung auf das wirksamste unterstützt. Der Frauenchor sang reizend schön; unbegreisticherweise rührte sich nach dem schönen Chore Nr. 3 keine Hand, doch mag der Damenchor von dem Applause am Schlüsse ein gutes Theil für sich beanspruchen. Das Orchester hielt sich wacker, und was auch ein nicht stabiles Orchester leisten kann, hat es durch die Aufführung des allerdings unverwüstlichen Hochzeitsmarsches gezeigt, den es mit sel< tenem Feuer und tadelloser Präcision zur Aufführung brachte und der mit rauschendem Neifalle begrüßt wurde. Ueberhaupt hat sich gestern das Orchester jelbst über« troffen, sowohl Bläser wie Streicher leisteten Vorzügliches. Eine glückliche Neuerung war es, dass Herr Musildirector Zöhrer den Alt des Damenchores mit Knabenstimmen verstärkte, was von überraschender Wirkung war. Wir wiir-den es für eine Unterlassungssünde halten, wenn wir Herrn Zöhrers Verdienst um das so außerordentliche Gelingen des gestrigen Abends unerwähnt ließen; auch das Publicum hat dies zum Ausdruck gebracht, indem ihm nach der Ouvertüre zum «Sommernachtstraum» und nach dem Hochzeitsmarsche Beifallsrufe zugerufen wurden und er nach dem Schlüsse mit den übrigen Mitwirkenden oftmals hervorgerufen wurde. — (Novelle zum Militärtax.Gesetze.) Das k. l. Landesverlheidigungsministerium wird eine Novelle zum Militärtax-Gesehe im Reichsrathe einbringen. Diese Novelle findet ihre Begründung in den Erfahrun« gen, welche aus der von sämmtlichen Landeshauptstädten unterstützten Petition der Commune Wien geschöpft wurden, und stimmt diesbezüglich mit den in der Petition gestellten Abänderungsanträgen überein: Aufhebung der 14. (letzten) Classe von 1 fl., Schaffung einer Zwischen« classe von 8 fl., sowie eine weitere Ausdehnung über 100 fl. hinaus auf 200 und 300 fl,, endlich Fatierung des Einlummens von 3 zu 3 Jahren. Die in der Petition gestellte Forderung, für die EinHebung der Militärtaxe im übertragenen Wirkungskreise einen gewissen Procentsatz zu gewähren, findet in der Gesetzvorlage leine Erwähnung. — (Der katholische politische Verein,) welcher sich jüngst constituiert und den Abgeordneten Canonicus Klun zum Präsidenten, den Landesausschuss Detela zum Stellvertreter und den Abgeordneten Klein zum Cassier gewählt hat, hielt gestern abends eine Sitzung ab, in welcher über die Geschäftsordnung und die Organisation des Vereines berathen wurde. __(Laibacher deutscherTurnoerein.) Um einem mehrseitig geäußerten Wunsche zu entsprechen. ver< anstaltet der Laibacher deutsche Turnverein am Faschings-Dienstag in den Sälen der alten Schlehstätte einen zweiten Faschings-Familienabend, und zwar mit gleichem Programm, als jener mit vollem Erfolge am 1. d. M. abgehaltene erste Faschings-Familien^bend. Die kurze, das Tanzkränzchen einleitende Vortragsordnung werden wir nachtragen. — (Journalistisches.) Die slovenischen Trie« ster Patrioten, darunter bedeutende Capitalisten, beschlossen, das bis nun zweimal wöchentlich erscheinende slouenische Blatt «Edinost» in Trieft von März an als Tagesjournal erscheinen zu lassen. Die Financierung dieses Unterneh« mens ist gesichert. — (Der Oberste Gerichtshof) hat die interessante Entscheidung gefällt, dass ein von einer evangelischen Mutter unehelich geborenes, zwar katholisch ge< laustes, aber in der evangelischen Religion erzogenes und conftrmiertes Kind der evangelischen und nicht der latho» lischen Kirche angehört. — (Aus Krainburg.) Die Krainburger Cital« nica veranstaltet am 15. Februar in den Vereinslocali» täten eine Maskerade. Anfang um 8 Uhr abends. Die Musik besorgt die Kapelle des hiesigen Infanterie-Regimentes. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 7. Februar. Im Aba/ordnetenhause legte die Regierung den GesehentwUlf vor betr. ff« Cmwer-tierung der fünfpmcmtigen. in Gold verzinslichen Staateschuldverschreitm"gen der Weslbahn. Abg. Koko-schinegg und Genossen interpellierten drn Finanzminister, ob er geneigt sei, einen Gesetzentwurf einzubringen betreffs E, mäß,a.ung de« Zinsfuß,s dei Steueirückständen. Abg. Proslowch und Genossen interpellierten drn Handelsminister, ob er nicht gewillt sei. nach dem Bei« spiel Ungarns den Peisoneuiarif der Bahnen zu re- formieren und eine Ermäßigung der Gütertarife herbem zuführen. Graz, 7. Februar. Anlcisslich des Jahrestage? de« Gefechtes bei Oeversee fand gestern in der O>ficiers-messe des Infanterie-Regiments König der Belgier ein Diner zu hundert Gedeck >n statt, wozu der Corpl' commandant Herzog von Württemberg und alle hier anwesenden Officiere. welche im Jahre 1864 an d^lN Gefechte theilnahmen, geladen waren. Der erste. volN Reqiments-Culnmaüdllntm gesprochene Toast galt d^lN Monarchen; FZM. herzog'von Württemberg weihte sein Glas dem Andenken des FZM. Freiherrn von Gablenz. Den Schluss der Feier bildete ein Unter-officiers Ball in der Iüdustnehalle. Prag, 7. Februar. Der Kaiser widmete aus seiner Privatschatlllle 20.000 fl. für die böhmische Akademie der Wissenschaften. Äudaftcst, 7. Febrnar. Zwischen den Grafen O^c und Erdödy fand heute nachmittags ein Duell unter den strengsten Bedingungen ftatt. Dasselbe endete nach mehrmaligem Kugelmechse! ohne Verwundnng der beiden Duellanten, ohne dass sich dieselben aussöhnten. Paris, 7. Februar, abends. Der Herzog von i> leans, welcher heute früh in Paris eintraf, ein Ab" danknngsschreiben des Grafen von Paris und ein Manifest an die Franzosen bei sich führte, wurde he^ abends beim Herzog von Luynrs verhaftet, dem Polizel-präfecten Loze vorgeführt und sodann in die Euucier' qerie gebracht. Die Verhaftung erfolgte auf Grund des Ausweisungsgesehes gegen die Prinzen früherer 3te-gentenhäuser. Sofia, 7. Febrnar. Ueber die Affaire Panica verlautet, dass es ihm gelang, mehrere Personen z>l co» rumpirren. In einer mit seinen Genossen veranstalteten Versammlung hätten sich alle über dle Beseitigung des Prinzen und der Regierung geeinigt. Die Frage der Ersehung des Prinzen jedoch rief Differenzen hervor-Diese stürmische Versammlung wnroe den Behörde« zur Kenntnis gebracht, welche einschritt. Belgrad, 7. Februar. Die Handelsvertrags-M' handlmigen mit Bulgarien wurden abgebrochen und del serbijcbe Delegierte rückberufen. Rio de Janeiro, 7. Februar. Infolg? einer Militär' kundgebung wurdn Fonjeca zum Generalissimus, 2f>»' stant zum Brigade-General nnd Vandentoll zum V'^ Admiral ernannt. Deutsches Theater. Heute: «Das letzte Wort», Lustspiel in 4 Acten vo" Franz von Schünthan. Morgen: «Der Lumpe »ball». ^ Augelommene Fremde. Am 6. Februar. , . Hotel Stadt Wien. Gärtner, Ochs. Franll, Wagner. W'l"',7 Kaufleute; Schubert, Reisender, Wien. — Trrpolitz. TM""' — Sicgert. Kaufm.. Comitan. — Pfeifer, Ober - Finanz""'' Tricst. Hotel Elefant. Pas,c. Bürgermeister. Belgrad. — Wirl, Ka«^ Trieft. — PolorM), Major i. R., und Vulalinouich. b°"p mann. Cilli. — DeperiS. Vezirtscommisslir. Adelsdelss. 1" Haas, Rcg..Concip. Raftmannsdorf. — Dollcschal, Forsts Wlaschim. — Sruch, Hauftlmann; Abeles und Wigidal, 22'^ Gasthof Kaiser von Oesterreich. Tursic s. Frau, Vigaun. ^ Premrou, Reisender, Trieft. Verstorbene. Den 7. Fel» ruar. Johanna Ientel. Arztens'O'A 7? I.. Alter Markt 20, Marasmus. - I>,sefa Zidan. A" < tc^. Tochter. 1 I,, Hühnerdorf 10. 'Tuberculoie. - 3°, Nagel, Leistenschneiders.Tohn. 1 I., Castellgasse 7. Vronch^ Meteorologische Beobachtungen in Lailmch. 5 ^! W ft Zß ^ 711. Mg. 7Z8^ -l^0 , windstill"'! bewältt^soÄ 7. 2 » N. 7405 16 O. mähiq halb bemiM Schl,t< 9 . A. 742 2 i!i NW. mäßig bewollt ^ Vormittags dünner Tchnerfall; meist bewölkt, nur eini^o Sonnenblicke. Das Tagesmittel der Temperatur 0 5°, uw " über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Naglic. Gegen Katarrhe der Athmungsorgane, bei Husten, Schnupfen, Heiserkeit und arideren Halsaffeotionen wird ärztliches seits ^. ____-----' SM1ETOW** für sich allein oder mit warmer Milch vcrrtiisc mit Erfolg angewendet. nj Derselbe übt eine mildlösende, erfrischende1 beruhigende Wirkung aus, befördert die Sc" j ng absonderung und ist in solchen Fällen be*-. ^_______erprobt.__________ij^J ^lliliachrr?Zeitl,ng Nr. 32. 257 8. Februar 1890. Course an der Wiener Dorse vom 7. Februar 1890. na« ^ 0^^ 2°^°«« Vcld Ware 88,,"^« » W'ze 5<><>fi. K,i!.,i.i7. ««^r Ew«Mu!e , , ,c><> «. ,7«.7^,77.,l. ^^,^..^,/"'';^.^^, w"lln»lr"r Eisenbahn. «m«l!,velschrtibuu,en. tMabni,!)«,,!' i» «,sleurrlre! , iz,.^ ,« _ Velb Ware Grnndtntl.-Olilinationen (für ,<»n fl, CM.), s>"/„ aal><» 5," „ mährische...... 1U» 5N N0 — !>"/« Kram und Küstenland , . —'— — — 5"/„ nirderöslerreichische , , . lttS— llv Lb ,V'/<, fteirilckr...... —--- —'— 5"/» lrnatüchr und ilnvonische . lUi- - -— ü'V„ sirlienbllraischr , , . , —'— —'— 5"„ lemrsrr Uanai , , . , —'-- —' .V,„ ungnrijHe...... 88 70 88 20 Andere öflrntl. Nnleben. Duna»-Meg, l!o!c 5"/,, l«N ss, , I«1 .- l2l 7b dto, Ni'.leibe l«7« . 108 KN ln7'5l> »l»!rl,?n der Stab! «ür^ , , ,in- «nlrtici, d, LlaMarmrinkr Wie« 1«^ Li; "'S L^ Prum,-w!l. d, Elablgem, Wie« 148 25 14» 75 Vi'llrnbau «nlelir» veriu«, K"/« »8>ü0 100 Pfandbriefe (sül l<)!> st,), Vodensl. aliss. 0st, 4°/„ «, , »17 75l18 7b dto, » 4'/,"/° , , 101 Ä> !««"?,. btl», » 4°/^ , , . i»»>8' !<8'75 btl>. Plüm. Kchuldvtischi, «°/„ ><,» 50 >»» — l^'cft, j, b»«/„ Wl «>!i»» »b 0tft,.min, «aitt verl 4>/,°/„ , K'l «5 1< L — detto . 4«/„ , , ^W,,0U3» del,« 5<>jähi, . 4»/„ . . V9VU,l»U U0 Prioritäte-Otlligationen (Mr NX, fl,), i^cidinanb» Nordbal,» Em. 18«« lO0 Sn «Nl 60 KalizNclie Karl ^ Ludwig-Vah» Em, iu«i «(»<> st. O, 4»/,°/» . lW — wo eo Gelb Ware vesterr. Norbwestbalin . . . l<»7 - l<»7 6N <5raal«bahn....... ,9« - ,84 — Lübbahn tl »"/»..... 148 »<» 14» — » il 5»/»..... 1,9 !»<' 120 b" Unll.^att». Vllbn . . , 10» — l«2 60 Divrrsc Lose lpss Vtüll), fi...... ,8,.,^ if.,^,> «llaryLol«' 40 N...... ^._ üZ,. 4" „ Doilau.Dampfsch, IM» sl. . iz , 5« ,,„ 5» Laibachrr Präm-Nnle»,. 2l> fl. 24 _ 24 5,, Osener Loss 40 fl..... «... °, Palfwlwle 4(1 fl...... ^7., ,7,5,. Nuilien l^ruz, 0N. Vrs. v„ l0 st. ,9 g<> ,„ __ «udnIvd Uoll iu st..... ,«50 ^50 va!L>^°!i> 40 st...... «n >!ü «1 85 O>. »en>><« tlojc 4<> sl, , , g«-^ «z 5,, Ua!t,s>sw-L°,e »Oft..... 4« 75 ., 7, M,!dijch.«l2>i>°!<> fi, , , zzil ^g__ »ew,-Kch, d, »i «l! !«« »0 Vanluerlin, XUirnrr 1»» ft. . . l»3 — ><8 4« Ubncr, «nst, «st. ll0!» ft, L. 4U°/„ «L1 °>« '2i - »24 2 , (lredUbanl, Nlla, u»g, ^»)« fl, , 848'bO l»ül) - DcpoNtcnbanl, Vllig, ^«> st, , »,>«-— 2«>7 — Eecl»!lvte°Vej.,Vidiost. K(>!» ft, . b80' - 584 — Giro », Lasww., Msnci <"<»st. «lS — »!l? — Hypotbelenl,., ö«, »oof». »5»/^«, ?l 50 — — Vrlb Ware llinbrrbanl, «ft, 200 fl, V, . . L»8 — /3« 40 olstkrr, unnai, Vanl 600 fi. . S»4'— "3? — Umvübanl l!00 fi...... «57 50 2,7 75 Vtrteliisbanl. »ll«. 14« fl. . . 'S« — ,«s 75 Nctteu von Tran«port-Unlcrnehmungcn. »llbrrcht.Vlllin »»« fi. silver . ^8 »0 no — «l!«>d Hiuman. «abn 200 fi. N. 208 — «»4 — Völim, «ordbabn 150 st, . , ,-------— — » Wsslbahn !i<»> fl, . , . — — —' Vulchttehrader W 500N, «M, «038 ,"4> dto slit. U > 2!«» N, . 4l? z<» «1« 5" Donau Dimv^chlffsavri ^ H,!.. Oestt^. 5,!«' ft (lM. , . l«8V. 3»7 — Dr°u° 0'5» 20l'— DuiBobsnb, --— sslrdinand« Nllldb. lOOO fl.CM, 2»«5 8K35 Ga!, Ulont>,üll,.un8„Ilissi5l>Ofl.«Vl, »88 »9!' Orsisir.Nordwestb »0C fl, Lilb, «97 — >87 5" bt°, M, U,, i«w ft, s, . «2 — LLL 50 >Hrau>Dufsr 8 75 Kudbaliü i!!»» st. Silber , , , >8b — 18» b" bild Nuldd>Uerb,'Ä,200N,0 17» — Illlmway VeI..Wi.,17Ufi.e, W. -— —--neue Ung..,all,, ««enb.z<0o fi. SUber 195 -!,9» 50 Veld Ware Uny, «orboNbahn üO<> fl, Vllber 181 »5 I9> ?» UlissNeNb s«°ab.«rllz)200fl,3, I«3 5" 194 b0 IndustrieActlen (vei Stück), «auqes,, Ullg, OeN, 10« st, . 8? »0 8» — «Nt»d!er lkilen- und Vtahl'^nd. in isien ><»<> ll...... 8» . 10l>' — «tilenbahilw, Ue!l,n,, ersle. 8» st. l»? — 94 — >8 —! 59' — ^iesinaer ijranriel l«»o fl, , , vtz".l, »7 — Klonian-lilrlell,, ötterr.-alvi»!' <<>7 «« <<>? 7n Iraner 418'»0 öalgo larj steinlonlen »«» st, 4>i — 4>»8' — '-chlNglmuhl», Javier! ^x» ss ««7 , «10 ._ > 3lfU«rlnühI»,Vaolsr1 u>8 V >»8— >>8 — i,r,!ll!Itl »obleili», Gc!, 70 fi, , 144 —^4,>»'- ^affcnl.^,Oeftlll <»!«» l«»«N. 4,»-— 4i4'— ilillggon-iiellillnsl.. «ll«, ln PeN »0 ft........ 85 5.0 »« 5,0 Nr, Älluge!ell!chaft 100 fi, , . 84 5 >> «ü — MenerbtlgelZiegel-Actien-Vel. ,79«» 180»? Dcvtfcn. i)eut!che Plü»l 57 90 »« 0i ^undon . , ll8 70 1!9 10 bari« 4» 90 4« 97» Valuten. Ducalen........ b l»9 »«l i0«granc«>Htüllt..... »'4". 9'41. Deutsche Neichebanlnolen , , I»?'8N »7 87. Zapler-,»ubel...... l »8 »Ü8,, .7ta»enilch5 «anknoten s<00 U) 46 »0, 4« 40 I. Bendiks " und ^e ,^"^/" Ocsterrcich.Unnc.rn). neu l"noc„e t. t. aiiIschl.prw. (410) Itt-l i!eder-Glanztinctur alau1w^^'"ur. Lack oder Moment-l«wäN^'>^crn ölhaltiae Manz. steric» ^" un^cn unterzuszcn von drei Mini-»nd dl.n'n^ ^ ^"' t- l- Handels-, den, Kriegs- Dasselbe ist GcseN 1 „«. °" 5" l. u. t. Armee und Transport-lchaste, " 3/ ^"^'"" ">cl' ^°n liücksten Herr-über 30 F, ^""endilns,. Diese Präparate haben "°n ^^ ^'"^""N"' "- Anrrlennunttsschreilicn ""fzmuc^« 5^^" "^ '^^'"lcnts Coinnlandantcn y '! "' t"e leht zn Generalen avanciert sind. 25 Kilo?,. "°" ^dcrglanztinclur: per Kilo »on ^" N, Nr". ^' p" hasche Nr. 1 80 lr.. ^ 8o> i» . "c ^ ^ lr.. per Flasche Nr. 3 20 lr. '/< 3s^ " °": l Dose 80lr ''/,, Dose 40 lr.. ^"cle für 4s '«' '/" 3"lc 10 lr. LelMe zwei 'ur 40 Paar Echiiyc gcniigend. ^er. 2^^"^ l"a""b l>" barren «- Kri«. ßerr» L?'l""a ^ Weber und in allen «rö-^lsch^'"' der Monarchie. Waruunss uor ^sinorr^ «öldcs ^<''" trässt den Name» deS ^^^^«dilin Vt. Valentin (N.Oe.) i J. Föderl's Luxusbäckerei Stadt, Lingergasse (128) 6—5 empfiehlt taglieli frische Fasiis-Kraifei Alten u. junqcn Männern ^. wiid(lioproistvnkrdnto,iii noii'-rvor- SS molirltr AiiMuk" oiscliiononc Schrift ÖD dos Jh-d.-ltoth Dr. JlJuller ilbor das JL L Fnwio deBson radioalo Heilung- zur lioluhrung ornpfr)h]on. JTriinRo-ZiisondiinK unter Couvert für GO Kr. in Itiiol'mjuJien. 3'i(lnard Iteildt, Braunschwelg, (520) 3—1 St. 244. Oklic. Neznano kje bivajoèemu Janezu Suši iz Trsta in nepoznanim pravnim naslednikom umrše Marije Debevc starejse iz Slavinj imenoval se je èinovnim skrbnikom Jarnej Mrgon iz Senožeè ler se mu dostavila odloka z dne 1. avgusta 1889, St. 3122. C. kr. okrajno sodišèe v Senožeèah dne 23. januvarja 1890. (216) 3—3 St. 6676. RazgJas. Neznano kje na Hrvatskem biva-joèemu AntonirPerhaju, po domaèe Slivarju, poseslniku v I'onikvah St.. 31, postavi se gospod Matija Hoèevar iz Velikih Lašiè kuratorjem ad actum, ter se mu vroèi dotièni odlok z dne 10. oktobra 1889, st. 5349. C. kr. okrajno sodišèe v Velikih Lašièah dne 20. decembra 1889. "(623)1^ St. 2877 Oglas. G. kr. okrajno sodišèe v Loki na-znanja, da so Janez Burger iz Viso-k«Ka, Anton Burgar iz Hras, Matevž Burgar iz Gorenje Öiske, ml. Franciška Kavöiö iz Hraš, Jera Pavliè iz UhovO, Ncža Èebašek iz /bilj, Mica Gorjanc iz Orehka in Doroteja Pogaènik iz Dola (zastopani po pooblašèencu, ozi-roma varuhu Antonu Hurgerju iz Hraš) proli zapusèini Jane/a Pelernela iz Bukovce st. 2, o/.iroma njegovim ne-znanim pravnim naslednikom, vložili ložbo za priznanje terjatve 400 gold. s pr da se je kural.orjem postavil JsikoS l'etemei iz Bukovce st, 2 in za | skrajsano razpravo dolocil dan na 2 6. februvarja 18 90. 1. ob 9. uri dopoludne pri tem sodišèi. C. kr. okrajno sodišèe v Loki dnej 15. januvarja 1890. i Auf, zu mir! MM1 Habe das grössste Lager von Schlittschuhen u»u; vCl''rnrSise|l<*- Instrument«, ¦ ,»¦' M«»äer- und Waflonüchmied id -JjJJjacjUatliliausplatz 12. ^, "^aB8erdiohte ^8'1' u •^^utjn?^^ Grössen und Qualitäter, j! »gsten Preisen stets vorräthig bei ^-^!^h, WlenentrUe Nr. 16 ^^> ereits »l den mcislcu ssaimlien ^^r? szuverlässinrs Hausmittel vor. ^??vr ?.^^^" '"''d, s° ist jede An-W/bÄ !« "b"sl'Wn. Es sei hier W/N^...'" für jene, welche dies ^/l°n,,."" >"e Mittel nmh nicht W/ "'"' sollen, die Vemerlnm/anqe. U/nü do>^s.7w'^^Pai..^N'r>'t> "rillndt llinrciln.ug W» rrisien sV ?'.^""'°t>sn,us, Mieder. D/^N^..''^"'l,. Seitenstechen. U/ NmH"'«,erzen Zahnweh usw, an^ I/sicher n^"Ä'^^s's hm..m,.te! ist ^ß -li"rät,> !.. ^' ^"l echt >nit ,Mlcr"l 3 « t. I^d. ll ^.'" "U'' ft«' n 'ApotI, rle n. ÄM^ ^ ?'/" 5 M,. Kudoüladt. ^»M>^ ^ldam. London lc. »—^ ., ^Indl!^^^^^^>^lWMll^»».^^> ' ^»ttschel X^>^ b.r verreu 6. Piccoli, ^O^ prüfet u. ll28 Leste behaltet! ^Mt ^2^» V2.3 slower?tsläo> u. Viskpulver ^«lM» t.Ui«l» ä»» Ii«»^v unl! Ilülill»^», ^», ül« n>uä«^2« llliel^ritliob» Wi,»«n,«l!»,st «l»n> I^nsMiN» bi«l»i, ^l»i» «!»»» »lc«»»«n ^iiiu«l I>l«lü>. uüä Vi»ll'?»>»«, 4l> ^. , ^ ll>«!U«N , , , « ^^ N »raz: Apothcle dce Wendelin v. Trnlüezy, randschaft« Ilnübertresslilli für IllliNt Aprlbelc, Saclslnihc; " ^ ^ l l? / Wien: Apotheke des Victor v. Trnlücztz „,«m heu, ss«n. >fi ci«cu«" (zugleich chemische Favril). V.,Hunb»th»rmerflr°tze Nr. ll«! » « ,. -, ,». , ^----------......,« ^^. I.MI'IIMwU /, ^W^^MM aromatische«, wirlt erfrischend, verhi»' , ^"^ ^MW^U> ^^WWl l!gl den üblen Geruch au« dem vlunb«. ^^^^^^^^^WWß^WDD^WMWWilW^WD^^^W frisch am Lager und versendet täglich pei w'^W^ '°"^" «W7 Vestellungen von au«. Wie!, - Motliclr dcs Dr. Vtto v. Trnlüczy „,um Madehly. "arts werden mit umstehender iii.. «adchlypiatz «r. 17. Post versandt. (libO) 4 (393) 3—2 Nr. 430.^ Curatorsbestellung. ^ Vom k. l. Vezirlsgerichte ill Gurkfeld wird hiemit bekanntgegeben, dass der Iosefa Kozinc von Orle, nun unbekannten Nllfenthaltes, zur Wahrung ihrer Interessen Herr Dr. Johann Mencinger, Adoocat in Gurkf^ld, zum Curator a6 aclum bestellt und demselbtn der diesgerichlliche Feil-bietungsbescheid vom 26. December 1889, Z. 12.442, zugestellt wurde. K. t. Bezirksgerichts Gurkfeld, am 13. Jänner 1890. M (358) 3-2 Nr. 217. Curatorsbestellung. Den unbekannten Eiben und Rechts» Nachfolgern der verstorbenen Mathias. Katharina, Helena, Blai, Johanna. Katharina Premrov und Theresia Cic von Großkrdo wurde Iernej Mrgon von Srnosltsch zum Curator aä aclum bestellt, und werden ihm die Aufsurde-runqsb'scheide von, 30. Mai 1886, Zahl 2657. zugestellt. ss. k. Bezirksgericht Senosetsch. am 22. Jänner 1890. (527) 3—1 St. 664. Oklic C. kr. okrajno sodišèe v Mokro-nogu naznanja: Na prošnjo Aniona J^f.iha iz Ka-menice se z odlokom z dne 19ega julija 1888, št. 5578, na 24. oktobra 1888 doloèena in z odlokom z dne 26. oktobra 1888, št. 8051, s pravico ponovitve ustavljena izvrsilna prodaja zemljisß vložni st. 134 in 325 kata-stralne oböine Cirnik ponovi na dan( 5. mären 18 90. 1. od 11. do 12. ure dopoludne s prej-šnjim pristavkom. C. kr. okrajno sodisèe v Mokro-nogu'dne 24. januvarja 1890.