\ SchriftWtung, Verw^tung und Buchdruckerel Teleplion 25-67, 25-68, 2,'^-6Ü Marburg a. d. Drau,^dgasse Nr. 6 • Anzi^feep und Abonnements-lÄnnahme in der Verwaftung • B«i Anfragen HVelepOTibo beitegen Preis Oln 2'— Hrscheint wöchentlich s c t h s m a 1 (mit Ausnahme clur rtiertagc) Bezugspreis: Abholen monatlich Diu 40.—, bei Zustellung Din 42.— hinzehMimnier Din 2.—. Unverlanpte Zuschriften werden nicht zurückgesandt »lactiurQer ämuno !3>tr. 100 ?Rar6urs a. ö. 3>rau Tnontag, 5.3Ral I94i 81. 3a&rgang DES FOHRERS SIE(iE$RER;CHT D^utscMand und die ganie Welt erlebt den deutschen Heldenkampf auf dem Balkan Vierte Kriegssttziig des Reichstags Berlin, 1. M;ii Der Präsident des deultchen Heich^laaes hat die Abgcordnctm GroH-deutschlands zu einer Situmg am Sonntaft, den 4. Mai 1941 Kiisammonboru-len. Auf der TagesordnunfS steht al§ elnzifter Punkt dfo Enttfpacnnahmc dner Erklärung der Relchsrcgiprun^. Die Zusaminenberufung des dculsclicii R(>i('hMltif;{(»s im iiu(, nie die drei vorange^ntJenen $!lzun|{en bewiesen, ilire besondere HiMieiiliin:;.. Mil der Verkündung im Rundfunk horchte das «aiize deulstlie Volk mit Spannung auf. Die Möi^'lichkeit, den Führer zu hOren, den .Mann, der mit starker, fester Hand die deutsche Wehrniaclil zielbovulU von Sli^ zu Sie>* ^eiiHirt hat, ließ alles an die Lautsprecher eilen. In der Reichshauptstadt war die K r o I!-0 ,p e r im Tiergarten das Ziel zahlreicher Berliner. Wer nicht das Glück hatte, der Rede Adolf Hitlers selbst bei-zuwohne.'i, wollte wenigstens den Führer und seine Getreuen auf dein Wege zur Reichs! nicht mnn u. a. Reiclir^niar-sch-^'l ^ "r:jia!ui («örinti, Reichsmi-1 nlsfer llcrt. Refclismhiirder I'ricl: »»hJ Rcicüsführcr SS Himm-j \ e r. Die Vb|[:;eordneton erhebiMi sicii, kein Laut Ist in dem weiten Kaum zu hAreii. Das Haus ist mit Spamuin^ ftelndcn. Alle Au|[{en sind wie iijebnnnl auf den Führer gerichtet, dier die Der Fülirer spricht Ais der Reiciismiir^chaii die Worle spricht: „Ich bitte imscren Führer, das WorJ zu er^reif'.'n", briclit Kum ersten ,>hd «lie so iunije ^rzügeHc Re^eislerun^ Iok und es duuerl mehrere .Mlnuien, bis die siürmisclien Heil-rufe imd die Bejieislerunfj des Hauses sieli (jelegl liaben, so dnü der Führer das Wort iieiimen Ituiin. Vom ersten AiigenbMei* seiner l^ecle iiii, die Jiiehl nur das Haus uiid dus Volk, .sondern die fjatize Well hörl. ist jene .Vtmosphäre tje.sciiaiil'en. die wir von den «»roUe.ii Reden Adolf Hitlers her keimen: Jedes Wort slahl-iuirt {^eseMi tci!. jeder Salz eine einprägsame .Vr^nmcnlalioii, die die Hörer milreini. Der Führer gal> t'obffMide Friiläriinii der !lelrhsre;»ie''unf.i ab: »Abgeordnete! M.1nnt'r des deutschen Rclchstngs! In cin«r Zeit, da Taten alles und Worte w e n i g sind, ist es nicht meine .\l)S!cht, vor Sie als die erwählten V^r- a!:^ un- Erklärung der Rekhsregierung Empore betritt und min seine enßslen Mitarbeiter begrüßt. Neben dem Rednerpodium nehmen wie in jeder Reichstagssitzung der Chef der Reichskanzlei, Reichsminister Dr. L a Himers, der Pressechef der Reichsregierung, Reichsleiter Dr. Dietrich, sowie die Adiutanten des Führers SS-Gruppenführer Schau b und NSKK-Grupptnfüh- deutschen VoiUcs öUer rer Bormann ihre Plätze ein. ; bedingt notwendig hinzutreten. Der Präsident de? deutschen Rcichs- Zum ersten Mal habe ich mich bei trjgs, Reichsmarschall Hermann 0 rt r i n g. Kriegsausbruch an Sie gewendet, in dfin eröffnet dinn die Sitzung und gedenkt. .Aii^tenhlic!:, da dank der engi'>ch-ir.n''r)-eingangs der ver>toibenen Ahgeoi-dnelen, i s srhon Ver.A l/.vi'i; ur.g den 'm-';Jon während sich das Haus von den Plätzen j jeder Versuch eines sonst sicher niögli-crhcbt. 1 chen Ausgleichs mit Polen geschjitert lillllllillillllllilllilllllilllilllllltllllliiliiliiiillllllllllllllill'lllilliilllllülllllllllltlliiiiiiiiinilllillfllllllllllliniüllllllllllllllllllllillllllllllllllllli; Wunsch und ^VilliMi einer iiieineii ms^ _ ■__m n i Clltiue, die — sei es aus Haß oder aus Das eiserne Mbss' war. Die gewissenlosesten .Männer L.er Gegenwart, oie — wie sie es heute zugeben — schon seit dem Jahre 1936 uen Entschluß gefaßt hatten, das ihnen in seiner friedliclien Aufbauarbeit zu machtvoll werdende Reich in einem neuen blutigen Krieg zu verwüsten und wenn möglich zu vernichten, hatten es glüeklirh fertiggestellt, in Polen endlich den Staat 7.U finden, der als erster bereit w-ar, fü-" ihre Interessen und Ziele das Sclnvert ;:'a ziehen. Vlie «iciue Vprsuclu-, geraiie ni 11 ÜCn'.'umd zu j'iiior ViM'slaniligung, zu einer dauesMidiMi und Ifrpund-scliaftiiehc n Arhi'il zusiiminrn/.ukom-iiien, sciiejlrrleii daniil an dem Wieder horchlen die Völker des Erdballs auf, inid tausend Lügen, die von l.ondoa aus im Laufe der letzten Wo-chcn und Mcnatc verbreitet worden waren, sie zerstoben vor des l'ülirers Wo^rt in ein Nichts. Die Welt aber erlebtt* den ehernen Siegesschritt deutscher Soldaten, den Heldenkampf, der in so unfaHbar kurzer Zeit zwei Staaten bezwang, n>ehr als anderthaibinal so groll wie (iroöbritan-nien und Nordirland zusainnien. Und in widerlicher Nacktheit steht die britisdie Infamie da. der Verrat von Rundesgenossen und Treoebruch zu alhäg-liehen tiewohnlieiten geworden sind, init denen sich ein Churchill stolz lächelnd brüstet. Wo sind jetzt die Leichenberge von 75.000 Deutschen, deren Hinschlachten den so gutherzigen und sanften Engländern solchen Überdruß und soviel Erbarmen bereitet hat. daß sie die Flucht erifriffen? 1151 Gefallene beklagt das deutsche Volk. Es beugt sich in Ehrfurcht und Bewunderung vor seinen toten HcldcTi. Aber es weiß auch, daß noch niemals ein derartiger Sieg mit zahlenmäßig so geringen Verlusten er-"ächten wurde. Fast 600.000 Jugoslawen. Griechen. Australier. Neuseeländer und Briten wurden gefangen genonniien. Wieviel Engländer mit ihren Schiffen unter-.5?ingcn, das wird Clinrchill. dieser präcli-Mge Stratege, zwar nicht sagen, aber wissen wird er es ja wohl. Dazu die blutigen Verluste auf den ^ehlaohlicl- dern, die sich zwischen Drau und Kap die eine Bitte: Befiehl du. Matapaii über 1400 Kiionieter erstreck- alle folgen! I malericiit'n (ic>i('!ilspui2:.tMi — jeden j (iculsclien Vorsciilag einer ViTnlündi-gung mi) dem nicht vcrhehllin Fnl-Nchluli iibJaleii, den Krieg unliT al-Scn l msiiindeii /u wollen. Der Irothende Mann dii'ses ebii'iiHO iaiiaii^ehen nie Ii "il'lis hen IManis —• liosle CS, was es wolle, einen Krieg zu l)ekoitHiicn ~ ^\ar schon damals Alisier C Ii u r c ii i 11; seine (ichillVu ciis des Ozeans, büßte. Das zweite Unheil brach über steigender Unzufriedenheit die Briten in Afrika herein; dOTt steheni heute die Soldaten des deutschen Afrika korps nach einem unatiihalisanien Sie-geszug in Libyen. Wie diese -mächtigen Erfolge« Churchills trotz aller Lüsien und Verdrehmi-gen nach und nach m Altengland wirken mögen, das kann mau sich ja denken. Einig und stark ist das deutsche Volk um seinen Führer geschart. Jahr-himdcrtealte tloffmmgen und Wünsche sieht es erfüllt. Und es dankt seinein Führer, dem Feldherrn, der Deutschland wieder groß nnd frei gemacht hat, In Liebe und Treue. Von Sieg zu Sies: stürmt die imüberwindliche Wehrmacht, die er schuf. Mit diesem eisernen lieer aber steht die Heimat in einer Front, die nichts nnd niemand durchbrechen wird, .leder! 'i"ter diesen Uni-^tän- Wunsch des Führers ist erfüllt, sobald «Jcutschcn V.ilk und er an^'^csnrochen ist Fr-mon und M-in ' ebenso anständisen 'er : 1 Mcns. l-cn einer .-ii-dcrni glaubti n dori die verantu ortliehen Män-iKM", am rhcsien durcli einen erfolgreieh-'i"; Krieg (h'r sonst doeh n cht melit ii ^-ren Probleme Merr werden zu können. Hinter ihnen stand das große internationale jüdische Bank-, Börsen- und Rüstungskapital, das wieder wie schon t'inst die Möglichkeiten eines wenn auch schmutzigen, so doch großen Geschäftes witterte. Und so wie früher war man ohne Skrupel bereit, zugunsten ihres Goldes das Blut der Völker zu vergießen. So n ihni der Krieg seinen Anfang! Wenige Wochen später war der Staat, der sich als Erster leichtfertig genug für di^ Finanz- und Kapitalinteressen dieser Kriegshetzer einspannen ließ, ge^ehl-gen und vernichtet. Am 6. Oktober 1939 hciierrsclit imr der eine (iedanki_\ Wclt schuldig zu sein, erne Führer, wir A. üer. Mit einen .Appell an die Ein>icht und an das Gewissen der andere.!! Staatsmänner zu richten. Seit« 2. »Markürger Zeitunj^ 5. Mai 1491* Nummer 100 England wählte die Vernichtung Am S. Okiober 1939 stellle ich da-hpr abermals fest, daß Deutschland weder von England noch von Frankreich et^as verlangt habe, noch verlangen wolle^ daß die Forlsetiunjj des Krleitcs Wahnsinn sei, daß vor allem der Schrccken der modernen Krlegs-waffen, so wie diese erst einmal la Tattfkeit treten würden, große Gebiete vernichten müRIc. Ich warnte vor dem Kampf der schworen und weit-trngcr.deu Artillerie gegen zivile Orte, in der Erkenntnis, daß daraus nur eine beiderseitige Zerstörung tiefer Landstrichp kommen könnte. Ich wies vor allem darauf hin, daß der Einsatz der Luftwaffe mit ihrer Fernwirkung zur Vernichtung alles dessen führen würde, was jalirliunderlelange Arbeit müheselig aufgebaut und in Europa als Kulturwrrke geschaffen habe. So wie aber schon mein Appell am 1. September 1930 vcrgcblicli blieb, so verfiel auch der nou einer geradezu entrüsteten Ablehnung. Die britischen Kriegshetzer und ihre jüdisch-kapitalistischen Hintermänner hatten für meinen Appell der Menschlichkeit keine andere Erklärung als die Annahme des Vorhandens'eins einer deutschen Schwächc. Man versicherte den Völkern in England und Frankreich, daß Deutschland vor der Auseinanderseizung im Frühjahr 1940 altere und aus Atig3t vor der ihm dabei bevorstehenden Vermchtunp: gerne Frieden schließen möchte. Man erklärte aber, daß so ein Friede unter keinen UmständeTi kommen dürfte, bevor nicht das Deutsche Reich zertrümmert und die deutschen Menschen so weit geschlagen und verelendet wären, bis sie endlich an den Feldküchen ihrer Oepjper anstehen werden, um sich dort etwas Fssen zu erbetteln. Norwegen Schon damals begann, geblendet von den mit eiserner Stirn vorgetragenen Prophezeiungen Mister Churchills, die norwegische Regierung mit dem Gedanken einer britischen Invasion zu spielen, um über den Weg der Duldung einer Besetzung norwegischer hfäf^n und des schwedischen Erzgebietes zur Vernichtung Deutschlands beizutragen. So sicher wurden endlich die Herren Churchill und Paul Reynaud des Erfolgs Uires neuen Anschlags, daß sie — sei es aus Leichtsinn c^er unter alko-hoHschem Einfluß — ihre Absichten glaubten nicht mehr verheimlichen zu müssen. Dieser Schwatzhaftigkeit der bei'den Herren verdankte damals die deutsche Regierung die Kenntnis der gcgfen das Reich geschmiedeten Pläne, das deutsche Volk damit vielleicht aber seinen entscheldensten Qegenhieb in diesem Kriege. Denn der britische Anschlag gegen Norwegen war ohne Zweifel die füv das Reich bedrohlichste Aitton. Wenige Wochen darauf war diese G€f«ihr gebannt. Eine der kühnsten Waffenlaten der Kriegsgcschlchlo aller Zelten vereitelte den Angriff der englischen und französischen Armeen gegen die rechte F]lanke unserer Ver-teidigungsfront. Diese so überaus erfolgreiche deutsche Abwehr führte zu einer solchen Stärkung unserer europäischen Stellung, daß sie strategisch überhaupt nicht hoch genug bewertet werden kann. £• kam Dünkirchen Sofort nach dem Versagen dieser Pläne setzte ein erhöhter Druck der engfltechcn Kriegshetzer auf Belgien und Holland ein. Das Ziel war nunmehr — nachdem der Anschlag gegen die Erzzufuhr mißlungen war —, durch das Mitreißen der belgisch-hoilländischen Staaten die Fn>nt an den Rhein vorzutragen und damit die das Erz verarbeitenden Stätten z\i bedrohen und auszu-schülten. Am. 19. Mai de« vergangenen Jahres begann der denkwürdigste Knmpf vielleicht in unserer deutschen Gp-schichfe überhaupt. In wenigen Tagen wurden die teind-liciicn Fronten aufgebrochen und die Voraussetzung zu jener Operation geschaffen, die zu den größten Vernich-tiingsschlachlen der Weltgesthichte führte. So brach Frankreich nieder. Belgien und Holland waren besetzt, die britischen Verbände verlieDcn r.usam-mengeschlagen und waffenlos in Trümmern flsn eurOpiiischcn Kontinent. Am 19. lull 1940 Am 19. Juli 1940 rief ich daraufhin zum dritten Mal den Deutschen Reiclis-tag zusammen, zu jenem großen Rechenschaftsbericht, dessen Sie sich alle noch erinnern. Die Sitzung vcr.^chiffte mir die Möglichkeit, dem Dank der Nation an ihre Soldaten jenen Ausdruck zu verleihen, der der einmaligen Größe der Ereignisse entsprach. Ich habe aber auch diese Zusammenkunft wahrgenommen. um noch einmal die Welt zum Frieden zu mahnen. Ich ließ keinen Zweifel darüber aufkommen, daß meine Hoffnungen in dieser Richtung auf Grund der Erfahrungen nur geringe sein konnten. Denn die Männer, die den Krieg gewollt hatten, handelten ja nicht aus irgendeiner idealen Überzeugung. Hinler ihnen stand als treibende Kraft der jüdisch-demokratische Kapitalismus, dem sie verpflichtet und damit verfallen waren. Die von diesen Kriegsinteressenten aber -chon festgelegten, well lave-stierten IVtilliardon-Kiijiitalien schrien nach Verzinsung und Amortisation. Daher erschreckte sie auch die Tango Dauer des Krieges nicht nur nicht, sondern Im Gegenteil, sie ist ihnen erjvünscht. Denn dieses Kapitel braucht in der üe- eine Wolke von Behauptungen und Schwindeleien die Meinung aufzuoktroyieren, als wäre das Deutsche Reich, erschöpft durch den Feldzug des vergangenen Jahres, vollkommen am Ende sHner Kraft, sah er sich nun verpflichtet, um dem Erwachen vorzubeugen, wieder einen neuen Brandherd in Europa zu schaffen. Er kehrte dabei zu jenem Projekt zurück, das ihm sehon im Herbst 19W und Frühjahr 1940 vorschwebte. Sie erinnern sich, meine Abgeordneten, Männer des Reichstages, an die veröffentlichten Dokumente von La Charit^, in denen der Versuch enthüllt wurde, schon im Winter 1939/40 aus dem Balkan einen europäischen ucnn aieses rvapiiL-i uraucni in uer 'J*-", stalt seiner Anlage in Fabriken und Ma-, ^ mach n. schinen Zeit zum Anlaufen und erst recht Die hauptsächlichsten Arrangeure Zeit zur Ausschüttung der erwarteten'diesesUnteraehmens waren damals die Gewinne. — ........ -- * '• Herren Churchill, Halifax, Daladier, Paul Reynaud, General Weygand und General Gamelin. „Hundert Divisionen" Wie aus diesen Akten hervorgehtj rech- Blutioster Dilettant aller Zeiten So wie ich es damals vorausahnte und ^____, ______ ______ vorhersagte, kam es. Mein Friedensange- mit dem Wahn eines Säufers, bot wurde als das Zeichen der Angst und Feigheit hingestellt. Es gelang den europäischen und amerikanischen Kriegshetzern, die gesunde Vernunft der breiten Massen, die keinen Gewinn von diesem Kriege haben können, abermals zu benebeln, durch lügenhafte Darstellung neue Hoffnungen zu erwecken und damit endlich mittels der von ihrer Presse dirigierten Oeffentlichen Meinung die Völker aufs neue für eine Fortsetzung des Kampfes zu verpflichten. Auch meine Warnungen gegen die Anwendung des von Herrn Churchill propagierten Nachtbombenkrieges gegen die Zivilbevölkerung wurde nur als Zeichen der deutschen Ohnmacht ausgelegt. Dieser blutigste Dilettant der Geschichte aller Zeiten glaubte im Ernst, die monatelange Zurückhaltung der de.ut-schen Luf^affe nur als einen Beweis für ihre Unfähigkeit, in der Nacht fliegen zu können, ansehen zu dürfen. So ließ dieser Mann durch seine bezahlten Schreiber monatelang dem englischen Volk vorlügen, daß die britische Luftwaffe allein und als einzige in der Lage sei, auf solche Weise Krieg zu führen, und daß man damit das Mittel gefunden hätte, um durch den rücksichtslosen Kompf der englischen Luftwaffe gegen die deutsche Zivilbevölkerung in Ve^indung mit der Hungeblok-kade das Reich niederzuzwingen. Ich habe gerade davor immer wieder gewarnt, und zwar ül>er dreieinhalb Monate lang. Daß diese Wamiin-nungen auf Herni Churchill ohne Eindruck blieben, wundfert mich nicht. Was gilt diesem Mann das Leben anderer? Was gut Ihm die Kultur^ was gelten ihm Bauwerke? Er hat es ja bei Beginn des Krieges bereits ausgesprochen, daß er seinen Krieg haben will, auch wenn selt>st die Städte Englands dabei In Schutt und Trümmer sinken sollten. Eines Narren Trabanten Er hat nun diesen Krieg bekommen. Meine Versicherung, daß wir von einem gewissen Augenblick an jede Bombe — wenn nötig ^ hundertfach vergelten werden, hat diesen Mann nicht bewegen können auch nur einmal über das Verbrecherische seines Handelns nachzudenken. Er erklärt, daß ihn dies nicht berühre, ja, er versichert uns sogar, daß auch das britische Volk ihn nach solchen Bombenangriffen erst recht nur mit strahlender Heiterkeit angesehen hätte, so daß er immer wieder neugestärkt nach London zurückgekehrt sei! Es mag sein, daß also Herr Churchill in seinem an sich festliegenden Entschluß, den Krieg auch auf diesem Wege weiterzuführen gestärkt wurde. Wir sind aber nicht minder entschlossen, für jede Boml>e auch in der Zukunft, wenn notwendig, hundert zurückzuschlagen, und ii^ar solange, bis das britische Volk sich dieses Verbrechers und seiner Methoden rntlrrllgt. Und wenn Herr Churchill von Zeit zu Zeit glaubt, die Kraft und Eindringlichkeit seines Krieges durch Propaganda verstärken zu müssen, dann sind wir bereit, endlich auch auf diesem Wege den Krieg zu beginnen.. Der Appel diese.s Narren und seiner Trabanten an das deutsche Volk anläßlich gerade des 1. Mai mifh zu verlassen, kann mir erklärt werden entweder Diesen jüdisch-demokratischen Kriegs-intcressenten ist daher von vorneherein nichts verhaßter als der Gedanke, es könnte einem Appel an die Vernunft der Völker vielleicht noch in letzter Minute gelingen, den Krieg ohne weiteres Blut- wi^ auo .....----- vergießen zu beenden und damit die Ge- nete man mit der Möglichkeit, im Halle winste ihrer angelegten Milliarden be- des Gelingens dieses Attentats gegen den schränken. Frieden im Südosten Europas etwa 100 I^vis?onen für die Interessen Englands mobilisieren zu können. Der jähe Zusam- menb^ch im Mal und Juni des vergange- ... 1 t. i: 1 1 . nen Jahres brachte auch diese Pläne zu- durch eme paralytische Erkrankung oder' Kriegsschauplatz Balkan Aus dieser abnormalen geistigen Verfassung heraus stammt auch deK Entschluß, den Balkan in einen Kriegsschauplatz zu verwandeln. Wie ein Wahnsinniger läuft dieser Mann seit bald fünf Jahren durch EurO'pa und sucht irgendetwas, was brennen könnte. Leider finden sich ________ zum Einschlafen. Allein, schon im Herbst des vergangenen Jahres begann Herr Churchill erneut, dieses Problem in den Bereich seiner Erwägungen zu ziehen. Wenn dieser Versuch nun schwieriger geworden war, so deshalb, weil unterdes auf dem Balkan selbst insofern eine Wandlung eingetreten war, als durch die Veränderung in Rumänien dieser Staat für England endgültig ausfiel. Das neuo Rumänien unter Führung des Generals v>no uiciiucii iiiiucM oivii uiiici ^ immer wieder bezahlte Elemente, die die- Antonescu begann eine ausscnlieBlich seni internationalen Brandstifter die Torcj furnänische Politik zu treiben, ohne Rück-ilii i}r Länder (iffnen. | sieht auf die Hoffnungen britischer Nachdem er es im Laufe des Winters Kriegsinteressenten. Dazu kam die Hal-fertlgbrachte, dem britischen Volk durch tung Deutschlands selbst. Des Reiches Südostpolitik Wenn ich, meine Abgeordneten, heute und Devisen, die schon seit Jahien über diese Frage spreche, dann will ich ohnehin an einer chronisch gewordenen zuerst eine kurze Darstellung der Ziele Entwertung Imen. der deutschen Balkanpolitik geben, so wie sie mir vorschwebten und wie sie zu erreichen wir uns bemühten. 1. Das Deutsche Reiche vertrat auf dem Balkan —- hie seit jeher — keine terrfto-rialen und auch keine eigensüchtigen In- So war es nleht verwunderlich, wenn — wie sehan erwähnt — Deutschland zum größten Handelspartner der Balkanslasten wurde. Dies lag deshaJb auch nicht nur im teressen: Das heißt: das Deutsche Reich deutschen Interesse, sondern genau so war an den Fragen der territorialen Pro bleme und der inneren Verhältnisse in diesen Staaten aus irgendwelchen egoistischen Gründen überhaupt nicht interessiert. 2. Das Deutsche Reich hat sich aber bemüht, gerade mit diesen Staaten enge wirtschafMiche Beziehungen anzuknüpfen im Interesse der Balkanvölker selbst, und nur die rein kajjitalistisch orientierten Gehirne unserer jüdischen Demokratien können behauipten, wenn ein Staat einem anderen Staat Maschinen liefert, er den anderen Staat dadurch beherrscht. In Wahrheit könnte eine solche Behenschung dann immer höchstens und diese zu vertiefen. Dies lag aber ©ine gegenseitige se-in. Ja» man käBR 3^^ nicht nur im Interesse des Rciches, son-[ Maschinen immer noch eher verzic.v.en dem auch im Interesse dieser Länder als auf Lebensmittel und Rohstoffe, selbst. Denn: wenn sich irgendwo die, mithin der Partner, der für seine Ma-Nationalwirtschaften zweier Handelsipart-1 schinen Getreide oder Rohstoffe bener vernünftig ergänzen, dann war und kommt, vielleicht noch mehr gebu'iden ist es zwischen den Balkanstaaten und ist als der Cropfänger der ladustric-Deutschland der Fall, D e u t s ch 1 a n d[produkte. Nein! Es gab in diesem Geist ein Industriestaat und benötigt Le-; jchäft weder Sieger n^h Besiegte, jbensmittel und Rohstoff«. Die B a 1 k a n-: sondern es gab nur Teilhaber, und^ das Staaten sind Landwirtschafts- und Deutsfflte Reich der nationalsoziali'sti- Rohstoffgetoiete und benötigen Industrie produkte. Daraus ergab sich zwangsläufig die Möglichkeit eines außerordentlich fruchtbaren Ausbaues der gegenseitigen Wirtschaftsbeziehungen. Wenn englische oder gar amerikanische Kreise darin ein unberechtigtes Durch' ----- --------- —.....— — dringen des Balkan durch Deutsch- haW, nämlich die Handelspartner inner DeutsiSe Reich der nationalsoziali'sti-sehen Revolution hat seinen sanzen Ehrgeiz darein gesetzt, ein anständiger Teilhaber zu sein, das heißt: mit anständigen, soliden Waren zu bezahlen .md öicht mk demokratischen Schwmdfel-piipieren. In Anbcftracht dessen hi'? das Deutsche Reich nur ein Interesse ;ie- land feststellen wollten, dann war dies eine ebenso dumme Anmaßung; denn jeder Staat wird sich sein'e Wirtschaftspo* litik nach seinen volklichen Interessen aufbauen und nicht nach den Interessen fremder, wurzelloser jüdisch-demokratischer Kapitalisten. Außerdem: Sowohl Engtand als auch Amerika konnten in diesen Gebieten höchstens als Verkäufer, aber selbst niemals als Käufer auftreten. Es gehört aber die ganze volkswirtschaftliche Beschränktheit kapitalistischer Demokratien dazu, um sich einzubilden, daß auf die Dauer Staaten existieren können, wenn sie wohl verpflichtet sind, bei Jemand einzukaufen, der von Ihnetn selbst aber weder etwas kaufen will noch kaufen kann. Deutschland hat aber nach den Balkanstaaten nicht nur verkauft, sondern es war dort vor allem auch der größte Einkäufer. Und zwar ein dauerhafter und solider Einkäufer, der die Produkte des Balkanbauern mit der Arbeit des deutschen Industrlearijeiters bezahlte und nicht mit schwindelhaften Valuten lieh gesund und kräftig zu sehen. Das Deutsche Reich hat Äher alles getan, um durch meinen Einfluß und durch seine HÖfe, durch Rat und Tat diesen Ländern beizustehen in der Festigung ihrer eigenen Existenz, ihrer inneren Ordnung, ohne Rücksicht auf ihre besonderen Staatsforraco. Die BcicÄguttg dieser Gesichtspunkte führte auch talsädhli^ nicht nur zu eincT steigenden Prosperität in diesen Ländern, sondern auch ®u einem sieh allimähirch anibahnenden gegenseitisren veftraueB. Britische Garantien Umso grdOer war das Bestreben de« Weltbnins Ralkiins «ehi Ende. Di© cinbreciiende Ungunst des Weilers, Schnee, Sturm und Regen, gaben in Vrrbindu]i|( mit eiuriii — ich muß es d^r {[«pschichtlichpn (lerechll^Jlkeil wegen fesl st eilen — überaus tapferen Widerstand der j^riechlschen Soldaten der Atlieuer Rej^lerunft itenttgend Zeit, um sich die Folf^en ihres unjijlückli-chcn Entschlusses zu überleiten und sich nach den MAfflichkeiten einer ver-nünftlfjen LUsun^j. clor Situation umzusehen. I Deutschland hat in der leisen I Hoffnung, vielleicht doch noch irgendwie! zu einer Kliirung der Frag^ beitragen zu! können, seinerseits die Beziehungen zu Griechenland nicht abgebrochen. Ich mußte aber auch schon damals pflichtgemäß vor der ganzen Welt darauf hinweisen, daß wir einer Wiederaufnahme der Tilten Saloniki-Idee des Weltkrieges nichl tatenlos zusehen würden. L«ider wurde meine Warnung, daß, wenn sich irgendwo in Kuropa der Engländer festu'tzen würde, wir ihn augenblicklich in das Meer zurückzutreiben entschlossen seien, nicht eintet genug genommen. So konnten wir den im Laufe dieses Winters sehen, wi^j l.ngland in steigendem Maße begann, sich d:c Basen für die Bildung einer solchen neuen Saloniki-Armee aus-zubautMi. Man begann mit der Anlegung von Flugplülzen, schaffte sich erst die notwendigen Hodenorj^anisationen in der IJeberzeuftung, daß die Belegung der Plätze feelbsT dann .sehr schnell stattfinden koimti'. Endlich kamen in laufenden AbtciiiiHransporten die Ausrli-.tungen ftir eine Armee, die — nach der Auffassung und der Einsicht des Herrn Churchill — selbst dann im Laufe weniger Wochen nach Griechenland zu bringen war. Wie schon bemerkt, meine Abgeordneten, blieb uns dies nicht verborgen. Wir haben dem ganzen eigenartigen Treiben monatelang, wenn'auch mit Zurückhaltung, «o doch aufmericMin zugesehen. Englands grösster Fehler Der Rückschlag, den die italienische Armee in Nordafrika infolge einer technischen Unterlegenheit der Panzerabwehr und der Panzerwaffe Selbst erlitt, führte cndlich Herrn Churchill zur Ueber-zeugung, daß nunmehr der Moment gekommen sei, um den Kriegsschauplatz von Libyen weg nach Griechenland zu verlegen. Kr veranlaßtc den Abtransport der noch vorhandenen Panzer sowie den der hauptsächlich aus Australiern und Neuseeländern bestehenden Infanteriedivisionen und war überzeugt, nunmehr jenen Coup starten lassen zu können, der mit einem Schlag den Balkan in Feuer setzen würde. Herr Churchill hat damit stralc-f{isch einen der {fröttt^en Fehler dieses Krieges ^emadit. So wie ein Zweifel über die Absicht Englands, sich auf dem Balkan festzusetzen, nicht mehr möglich war, habe ich die notwendigen Schritte eingeleitet, um auch deutscherseits Zug um Zug ayf diesem für uns lebenswichtigen Platz jene Kräfte bereitzustellen, die notwendig waten, um jedem eventuellen Unfug d^es Herrn sofort entgegentreten zu Ttflnnen. IcJi muß hier ausdrücklich feststeHen, daß sich dies nidxt gegen Griechenland richtete. Der Ducc selbst hat mich nie darum gebefeen, iiim für diesen Fall auch nur eine deutsche Divisioin zur Verfügung zu stellen. Er war der Überzeugung, daß mit dem Einbruch der guten Jairreszeit der Kam{)f gegen Griechenland so oder so sdmeü au einem Erfolg führen werde. Ich selbst war der-seliben Meinung. Es handelte sich also beim Aufmarsdi der deutschen Kräfte nicht um eine Hilfe für Italien gegen Gricc-lieniand, sondern um eine voqibeii-ffcnde Maßnahme gegen den britischen Vcrsuchr gedeckt im Getöse des italie-iiiscli-grieciiischen Krieges sich auf dem Balkan im geheimen einzunisten, um von dort nach dem VorbiW der Sa;lonflri-Armee des WeMkrieges eine Entscheidung herbeizuführen, vor allem aber, um damit auch noch weitere Kräfte in den Strudel des Krieges mät hineinzureißen. Diese Hoffnung stützte sich dabei unter anderem aoif zwei Staaten: auf die Türkei und auf Jugoslawien. Gerade mit diesen beiden Staaten habe ich mich seit 'den Jahren der Machtübernahme bemüht, eine enge auf wirtschatdichcn Z^-eckmäßiKkciten basierende Zusammenarbrit herbeizuführen. Die Belgrader Wahnsinnstat Jugoslawien war, soweit es sich um den serbischen Kern handelte, im Weltkrieg unser Gegner gewesen. Ja, yo-n Belgrad aus hat der Weltkrieg seinen Anfang genommen. Trotzdem war im deutschen Volk, das von Natur aus nicht nachtragend ist, keinerlei Hai» dagegen vorhanden. Die Türkei war im . Weltkrieg unser Verbündeter. Der unglückliche Ausgang dieses Kam'ofes lastete auf diesem Land genau so Schwer wie auf uns selbst. Der große geniale Neuschöpfer der jun^-n Türkei gab als erster ein wunderbares Vorbild für die Erhebung der damals vom Glück verlassenen und vom Schicksal so entsetzlich geschlagenen Verbündeten. Während sich nun die Türkei dank der realistischen Haltung schier Staatsfülirung die Unabhängigkeit des eigenen Hntsclilusses wahrte, fiel Jugoslawien den britischen Intrigen zum Opfer. Meine Abgeordneten! Männer des deutschen Reichstages! Die meisten von Ihnen, ^•or allem Sie, meine alten Partei-genovssen, wissen, wie sehr ich mich bemüht habe, zwischen Deutschland und Jugoslawien aufrichtige Beziehungen des Verständnisses, ja der Freundschaft herzustellen. Ich habe daran jahrelang gearbeitet. Ich glaubte, mich dabei unterstützt zu sehen von einzelnen Vertretern dieses Landes, die so wie ich, sich von einer'* engen ZusaninK^ntbeit unserer beiden Staaten nur Nützli::lics zu versprechen schienen. Als sich dem Rtilkaii infolt^c der l>rilisclu>ii Intrijjcii die* (tofalir näluTlr. irühcr oder später rhpnlfalls in d.Mi Kricfi liiiiciii|fcrlssen zu worden, war CS erst recht mein Bcmüh?n, alles zu tun, um Jugoslawien vor einer sa fiUirliclicn Verslrickuntf zu bewahre i. üiisor Auflrnniinister,* ParteitfMiossr! R i b l> f n t r o p, hat in diesem Sliui mit der ihm eigenen («eduld und genialen Iteharriichkeit in zahlrelcheu Zusanimenküufton und Bosprechungou immer wieder auf die Zweckmäfli^krit, ja Notwendigkeit liingowipsen, w(?nirt-stens diesen Teil ICuropus aus dem unseligen Krieg herauszuliallen. Er hal in diesem Sinne der Jujjosluwisciieii Regierung Vorschläge unterbrfHet» die so liervorragen(osinwiKeiien Souverenitäl unlerslehenden Zuj{an>j zum Aeßai-schen >Feer zn bekommen, der unler anderem ancfa die Stadt Saloniki um« fassen soUt«. So wurde am 25. AVürz d. J. in Wien ein Pakt unterzeichnet, der dem jugoslawischen Staat die größte Zukunft bot und dem Balkain den Frieden sichern konnte. Sie werden verstehen, meine Abgeordneten, daß Ich an diesem Tage mit einen» wahrhaft glücklichen Gefühl die schöne Donaustadt verließ, nicht nur, daß sich damiH eine fast achtjflhri'ge außenpolitische Art)elt ihren Lohn zu holen schien, nein, ich glaubte auch, daß damit vielleicht noch in letzter Minute das deutsche Eingreifen am Balkan überhaupt überfUis-stg werden könnte. Der Jubelruf Churchills Zwei Taite darauf erschütlorte uns alle die Nachricht von dem Streich einer Flandvoll gedungener Pulschi-stcn^ die jene Tat vollbrachten, dir den britischen Premierminister zu dem Jnbelrnf hlnrin, er habe nun end-Jich etwas (lUtes zu berichten. Sie werden welter verstehen, meine Abgeordneten dait ich nunmehr aber sofort den Refehl zum Angriff gab. Denn es ist unmöglich, dal) man in dieser Weise mit dem Deulschen Reich verfahrt. l>lan kaim nicht jahrelang um eine Freundsciiaft bitten, man kann auch nicht einen Vertrat^ ab' schließen, der nur dem anderen zugute kommt, und es dann erleben, claR dieser Verlrag nicht nur über eine Nacht gebrochen wird, sondern dalt nun als Antwort der Vertreter des Deutschem Reiches insultiert, der ,Mi-litärattachec hedrohl, der (ichllfo des AlUitäralLachces verletzl, zablrpiche andere Deutsche miliiiandelt werden, daiS man Rüros, Schulen, Ausstellungsräume usw. demoliert, die Wohnungen von Keichsdeulscheu zersiilrt und Volksdeulscbe überhaupt wieder ciumal als rechl1osr<« Wild hetzt und tötet. Ich habe weiß üott den F^riedcn gewollt. Wenn aber ein Mister Halifax mit Hohn erklärt, daß man das sehr wohl wüßte und gerad deshalb uns zwang, zu kämpfen, so als ob dies also ein besonderer Triumph der britischen Staatskunst sei, dann kann ich einer solchcn Bosheit gegenüber nichts anderes tun als die Interessen des Reiches mit den Mitteln in Schutz zu nehmen, d'c uns Gott sei Dank zur Verfügung stehen. Ich konnte diesen Entschluß in diesem Augenblick umso ruhiger treffen, al? ich micli dabei in Übereinstimmung wußte, erstens mit der dem Deutschen Reich unwandelbar gleich treu gebliebenen Gesinnung und Haltung Bulgariens sowie zweitens mit der nunmehr ebenfalls mit Recht empörten .Auffassung Ungarns. Beide unsere alten Weltkriegsverbündeten mußten diesen .'Vkt als eine Provokation empfinden, ausgehend von einem Staat, der schon einmal ganz Huropn in Brand gesetzt und in der Folge für Deutschland, Ungarn und Bulgarien so unsagbar großes Leid auf dem (lewissen halte. Deutschlands Operationsplan Die noch am 27. März von mir durch das Oberkommando der Wehrmacht ausgegebenen allgemeinen Operationsanweisungen stellten das Heer und die Luftwaffe vor eine sehr schwere Aufgabe. Es mußte förmlich aus dem Handgelenk heraus ein neuer zusätzlicher großer Aufmarsch eingeleitet werden, Verschiebungen bereits eingetroffener Verbände stattfinden, der Materialnachschub sichergestellt sein, die Luftwaffe außerdem zahlreiche improvisierte Einsatzhäfen beziehen, die zum Teil zunächst noch unter Wasser standen. Ohne die verständnisvolle Mithilfe Ungarns sowie die überaus loyale Haltung R u mä n i e n s wäre es uns nur sehr schwer gelungen, in der vorgesehenen kurzen Zeit die befohlenen Anordnungen durchzuführen. .'Ms Termin des Angriffes wurde von mir der 6. April bestimmt. An diesem Tag war die in Bulgarien stehende Südgruppe an-griffsbcreit. Der Einsat/: der weiteren .\r-moen sollte sofort nach der Herstellung ihrer Bereitschaft !^tattfinden. Als Tenni-ne waren vorgesehen der 8. bzw. 10. und 11. April. Der Gedanke der Operationen war: 1. I>1it einer Armee aus dem bul^a^ rlschen Raiun gegen dns griechische Thrazien in Richtung auf das Aegüi-sche Meer vorzu(st .sind drei Wochen später hi Griechenland entweder gelatleii, verwundet, gefangen, ertrunken oder verjagt worden. Das sind die Tatsachen! Ich habe also auch in dem Fall in meiner letzten Rede, da ich ankUndigte, daß, wo Imme: auf Czz Festland kommen, sie von uns angesHIfes und in das Meer geiagt werden würden, richtiger prophezeit, als Herr Churchill! Erfundene Berge von Leichen Er erklärt nun, mit seiner eisern dreisten Stirn, daß dieser Krieg uns 75.onn Tote gekostet hätte, also mehr als das Dopoelte des Westfeldzuges. Ja, er geht noch weiter: Cr ISßt seinen schon selten intelligenten Engländern durch seine bezahlten Kreaturen mitteilen, daß sich die Briten, nachdem sie ungeheure Massen an Deutschen erschlaccn hätten. eadKoh abwendeten aus Abscheu vor diesem morden und sich sozusagen nur de.<;halb zurückzogen. Also: Die Austa-aHer und Neuseeländer ürden überhaupt noch ki Griechenland sein, werm nicht die Engländer hi ihrer seltenen Mischung von Löwenmut und KinderweichherzHötcIt so viele Deutsche erschlagen hätten, daß sie sieh endlich aus Abscheu und Grauen vor Ihren eigenen Heldentaten . zurückzogen, auf die Schiffe stiegen und davonfuhren. Daher kam es dann wohl auch, daß wir fast nur Australier und Neuseeländer als Tote fanden oder zu Gefangenen machten. So was kann man also iu einer Demo-kratie seinem Publikum erzählen. Wahrheit in Rahlen Die Gefangenen und Schifftverlutfe Meme Herren Abgeordneten! In diesem Fekizug hat sich die deutsche Wehrmacht wahrhaft selbst Ubertrolfen! Schon der Aufmarsch des Heeres bot ungelieure Schwierlakelten. Der Angriff auf die zum Teil stärkst be-festiigtea SteHunsen, besonders an der tiirazhischen Front, gehörte mit zu den schwersten Aufsai)eii, die einer Armee gestellt werden können. In diesem Fekizug haben Panzerverbände in einem Gelände gekämpft, das bisher für den Tank als unpassierbar galt. Motorisierte Verbände voH-brachten Leistungen, die für sich das höchste Lob darstellen, für den Mann, sem Können, seinen Mut. seine Ausdauer, aber auch für die Güte des Materials. Infanterie-, Panzer- und Gebirgsdivisionen sowie die Verbände der Waffen-SS wettfeierten im rastlosen Einsatz an Tapferkeit und an Hingabe, an Ausdauer und an Zähigkeit in der Crkärarrfimg der befohlenen Ziele. Die Arbeit des Oeoeralstabes war wieder wahrhaft hervorragend. Die Litftwaffe aber hat ihrem schon geschkiitllcii gewordenen Ruhm einen Moen, besonderen hinzugefügt. MK einer Aufofrfenmg und efaier KühnheM, dfe nur der ermessen kann, der die Schwierigkeiten dieses Geländes keivit, hat sie unter taselaogen, oft schlechtesten klimatlsohen Bedhtgungen Angriffe gefkJseo, die man noch vor lungern fih' gSnzflch unmöglich gehalten hätte. FlaJcgeschülze begleiteten wie immer die Infanterie- imd Panzerdivislcynen auf Wegen, die kaum als Saumwege gelten konnten. Über diesen Feldzug kann man daher nur einen Satz schreiben: dem düutschcn Soldaten ist nichts unmöglich! Die Fahrer der Kampffahrzeuge sowohl als die der Kolonnen, die Fahrer des Nachschubs, der Zugmaschinen, der Artillerie- und der Flalcwaffe müssen auf diesem Kriegsschauplatz besonders erwähnt werden. Im Kai^ gegen die befestigten Stellungen sowie in der Her-stellumg von Brücken und Straßen haben sich unsere Pioniere »»in hesou-dere?^ Ruhmesblatt verdient. Die Nach-richtentruppen verdienen das höchste! IwOb. ' Au! grundlosen Wegen, über gesprengte Straßen, auf Steinhalden find QeröW, hl engsten Felsenpfaden und durch reißende Gewässer, über zerbrochene Brücken, durch himmelhohe Pässe und über kahle Felsenrücken hinweg hat dieser Siegeszug In kaum drei Wochen hi zwei Staaten den Krieg gelöscht. Untere Verbündeten Wir sind uas dabei bewußt, daß einen hohen Anteil an diesen Erfolgen unsere Verbündeten besitzen, das besonders der sechs Monate lam^e, unter schwersten Bedingungen und größten Opfern durchgehauene Kampf Italiens gegen Griechenland nicht nur die Hauptmasse der griechischen Verbände band, soaidern sie vor allem sosehr schwächte, daß ihr Zusammenbruch an sich schon unvermeidlich geworden war. Auch die ungarische Armee hat ihren alten Waffenruhm wieder unter Beweis gestellt. Sie besetzte die Batschka und marschierte mit motorisierten Verbänden über die Save. Die geschichtliche Gerechtigkeit verpflichtet mich festzustellen, daß von den uns gegenüi>crgetretenen Oefrnern be-.sonders der griechische Soldat ebenfalls mit höchstem Todesmut kämpfte. Er kapitulierte erst, als der weitere Widerstand unmöglich und damit zweck los war. Lügen-Churchill Ich bm aber auch gezwqjngen, nunmehr über den Gegner zu sprechen, der Anilaß und Ursache dieses Kampfes war. Ich hatte es als Deutscher und als Soldat für unwürdig, jemals einen tapferen Feind zu schmähen. Es scheint mir aber notwendig zu sein, die Walirhdt gegenüber den Fhin-kereien eines Menschen In Schutz zu nehmen, der als Soldat ein miserabler Politiker und als PolHrker ein ebenso miserabler Soldat Ist. Herr Churchill, der auch diesen Kampf begann, versucht, so wie in Norwegen oder bei Dünkirohen, auch hier etwas zu sagen, was (rüher oder später viefleicht doch noch zum Erfolg umgelogen werden könnte, fr!; f'iido dw nicht als chren-T-- "**1 --- • " ^licscra Mann allerdiuzs LiL vcrsiäüüii'jk Ich werde ihnen nun die Ergebnisse dieses Feldzuges in ein paar kurzen Zahlen vorlegen: Im Zuge der Operationen gegen Jugoslawien wurden ohne Berücksichtigung der Soldaten deutscher Volkszugehörigkeit sowie der Kroaten und Mazedonier, die zumeist sofort wieder freigelassen worden waren, an rein serbischen Gefangenen gemacht: 6298 Offiziere 337.864 Mann Auch diese Zahlen sind keine endgültigen, sondern stellen nur ein Ergebnis bisheriger Zählungen dar. Die Zahl der griechischen Gefangenen mit rund 8000 Offizieren und 210.000 Mann ist demgegenüber nicht gleich zu werten, da sie, insoweit es sich um die griechische, mazedonische und die Epirus-Armee handelt, nur infolge der gemeinsamen deutsch-italienischen Operationen eingeschlossenen und zur Kapitulation gezwungen worden smd. Auch die griechischen Gefangenen wurden und werden mit Rücksicht auf die allgemein tapfere Haltung dieser Soldaten sofort entlassen. Die Zahi der gefangenen Engländer, Neuseeländer und Australier beträgt an Offizieren und Mannschaften über 9000. Die Beute kann zur Zeit noch nicht annähernd übersehen werden. Der infolge der deutschen Waffenwirkung auf uns entfallende Anteil beträgt nach den jetzt vorliegenden Zählungen schon über eine halbe Million Gewehre, weit über 1000 Geschütze, viele Tausend Maschinenwwehre, Rakwaffen, Mörser, zahlreiche Fahrzeuge und große Mengen an Munition und Ausrüstungsgegenständen. Hi€a:u möchte ich noch anfügen die Zahlen der durch die Luftwaffe versenkten feindlichen Tonnage. Es wurden vernichtet: 75 Schüfe mk rund 400;000 Tonnen Es wurden beschädigt: 147 Schiffe mk rund 700.000 Tonnen. Diese Ergebnisse wurden erzi'elt durch den Einsatz folgender deutscher Kräfte: 1. Für die Operationen hn Südosten waren insgesamt vorgesehen 31 volle und 2 halt» Dlvisk)nen. Der Aufmarsch dieser Kräfte wurde in sieben Tagen bearbeitet. 2. Davon sind tatsächlich im Kampfe gewesen: 11 Infanterie-'und Gebirgsdivisionen, 6 Panizerdivlsh>nett, 3 volle und 2 halbe motorisierte Divisionen des Heeies und der Waffen-SS. 3. Von diesen Verbänden waren 11 mehr als sechs Kampftage und 10 weniger als sechs Kampftage im Ehtsatz. 4. Überhaupt nicht zum Efaisatz gekommen sind 11 Verbände. 5. Schon vor Abschluß der OpetatkMien In Griechenland konnten drei Verbände herausgczcgen werden. 3 weitere Verbände wurden, weil nicht mehr benötigt, nicht mehr abtransportiert. 2 Verbände sind aus dem gleichen Grunde den Ausladeräumen angehalten worden. 6. Mit Engländern im Kampf gestanden sind davon Uberhaupt nur 5 Verbände. Von den darin enthaltenen 3 Panzerdlvisloaea waren fedoch stets nur 2 eingesetzt, die dritte wurde schon im Zuge der Oporatk>nen angehalten und als nicht mehr benötigt ebenfalls zurückgezogen. Ich^ stelle daher aibschiießend Wer fest, daß im Kampfe gegen Engländer, Neuseeländer und Australier praktisch überhaupt nur 2 Panzerdivisionen, I Gebirgsdivision und die Leibstandarte {gestanden sind. Insgesamt 1151 Deutsche gefallen 52S Vermittle und S7S2 Verwundete Die Verluste des deutschen Heeres und der deutschen Luftwaffe sowie der Waf-fen-SS sind nun in diesem Feldzug cHe geringsten, die wir bisher hatten. Die deutsche Wehrmacht hat im Kampf gegen Jugoslawien, Griechenland bezw. öroß-britannien in Griechenland verloren: Heer und Waffen-^: 57 Offiziere und 1042 Unteroffiziere und Mannschalten tot 181 Offiziüro und 3571 Unteroffiziere und Matntschaften verwu ndet, 13 Offiziere und 372 Unteroffiziere und Mannsctaaften vermißt Luftwaffe: 10 Offiziere und 42 Unteroffiziere und Mannschaften tot. 36 Offiziere und 104 Unterofflzipre und Mannschaften vermißt. Nummer 100 !»Mart>Uf?»er ZeTtunj?« 5 Mai 14(5T. Seite 5 Die besten. Soldaten der Welt Meine Abgeordneten! Ich kann wieder nur sagen, daß wir die Scliwere des Opfers für die einzelnen betroffenen Familien empfinden, daß ihnen das ganze deutsche Volk aus tiefstem Herzen dankt. Im Großen gesehen, sind die Verluste aber so gering, daß sie wohl die höchste Rechtfertigung darstellen: 1, Für den Ansatz und die Zeitbestimmung dieses Feldzuges; 2. für die Führung der Operationen und . 3. für ihre Durchführung. Es Ist die üJber alte Vergleiche erhabene Ausbildung unseres Führer-korps, das hohe Können unserer Sokla-tMi, die Überlesenheit unserer Ausrüstung, die Güte unserer IVlunition sowie die eiskato Tapferkeit des einzelnen iVlannes, die uns einen geschichtlich wahrhaft entscheidenden Erfolg mit so geringen Opfern erringen ließen, und dies in der gleichen ZeH, da die beiden verbündeten Achsenmächte in Nor d-afrika in wenigen Wochen den sogenannten Erfolg der dortigen brHtechen Streitkräfte ebenfalls wieder zunichte machen konnten. Denn wir können'diese mit den Namen des Generals Rommel verbundenen Aktionen des deutschen Afrikakorps und der italienischen Streitkräfte im Kampf um die Cyrenaika nicht trennen von dem Einsatz auf dem Balkan. Ehier der stüm-perhaftesteii Strategen hat hier zwei Kri*ogsschauplätze mit einem Schlag verloren. Daß dieser Mann, der in jedem anderen Volk vor ein Kriegsgericht käme, in seinem Lande als Premierminister eine neue Bewunderung erfährt, ist nicht das Zeichen der antiken Größe römischer Senatoren ihren ehrenvoll unterlegenen Feldherren gegenüber, sondern der Beweis jener ewigen Blindheit, mit denon die Götter diejenigen schlagen, die sie vernichten wollen. des Sieges . Die Konsequenzen dieses Feldzuges sind außerordentlichv». Angesichts der durch die Umstände erwiesenen Möglichkeit, daß in Belgrad im'mer wieder ein kleiner'Klüngel von Verschworenen in der Lajge sein könnte, im Dienste außerkon-flnicintaler Interessen einen Brandherd anzufachen, bedeutet es eine Entspannung für ganz Euroipa, daß diese Gefahr nunmehr endgültig beseitigt ist. Die Donau als wichtige Verkehrsstraße ist damit für alle Zulomft g^en weitere Sabotageakte gesichert. Der Verkehr selbst ist bereits wieder in'vollem Umfange aufgenommen. Das Deutsche Reich hat aitfier einer bescheidenen Korrektur seiner ihm dtfreli den W^tkriegsatisgang verletzten Grenze keine besonderen territorialen Interessen an dtosen Gebieten. Politisch sind wix nur interessiert an der Sicherung,des Friedens in diesem Räume, wjrtsphaftlTch an der Hor-stefltirt^ el-n^r Ördining; dte e^ermöglicht, Tism Nutzen alier die Erzeugung der Güter zu fördern und den Austausch der Waren wieder einzuleiten. Dank d%f Treu» Es liegt aber nur im Sinne einer höheren Gerechtigkeit, wenn' daibei auch jene Interessen ihre Berücksichtigung finden, die In ethnographischen, historischen oder auch wirtschaftlichen Bedingungen begründet sind.' An dieser Entwicklung aiber ist Deutschland nur-ein interessierter Zuschauer, Wir begrüßen es, daß unsere Verbündeten ihre gerechten nationalen und politischen Amtoltionen nunmehr zu befriedigen venrrögen. Wir freuen uns über die Entstehung eines unabhängigen kroatischen Staates, mit dem wir für alle Zukunft hoffen, in Freundschaft und Vertrauen zusammenarbeiten zu können. Besonders auf wirtschaftlichem Gebiet kann dies nur zu beiderseitigem Nutzen führen. Daß das ungarische Volk einen weiteren Schritt in der Revision der ihm einst auferlegten ungerechten Friedensverträge vollziehen kann, erfüllt uns mit h'erzlicher Anteilnahme. Daß an Bulgarien da:; ihm einst zugeftigte Unrecht wieder gutgemacht wird) beseelt uns dabei besonders; denn Indem das deutsche Volk diese Revision durch seine Waffen ermöglichte, glauben wir, uns einer historischen Dankesschuld entledigt zu haben gegenüber unserem Waffenirefährten aus dem großen Krieg. Daß aber das mit uns verbündete Italien territorial und politisch den Einfluß in dem Ihm allein zukommenden Lebensraum erhält, hat es sich selbst mehr als verdient durch die überaus große Blutlast, die es seit dem Oktober des vergangenen Jahres für die Zukunft der Achse zu tragen hatte. Dem besiegten, unglücklichon griechischen Volk gegenüber erfüllt uns aufrichtiges Mitleid. Es ist das Opfer seines Königs und einer kleinen verblendeten Führungsschicht. Es hat jedoch sol tapfer gekämpft, daß ihm die Achtung' soiner Feinde nicht versagt werden kann.' Das serbische Volk aber wird aus dieser .meiner Katastrophe vielleicht doch noch einmal den einzig richtigen Schluß ziehen, daß die pntsch'stischen Offiziere auch für d'e^vs Land nur ein Unglücl« ''ind. Alie die Bctrot'fcnon aber werden vielleicht dieses Mal nicht mehr so* schnell die so überaus vornehme Art und Weise vergessen, in der sie der Staat und seine Führer, für die sie die Ehre hatten, sich aufopfern zu dürfen, abgeschrieben haben, nach dem schönen Grundsatz, daß der Mohr, so er seine Schuldigkeit getan, dann ruhig gehen möge. Es Ist wohl selten mit einem größeren Zynismus des Opfers kleiner Völker gedacht worden als in diesem Fall. Denh, Nationen als Qebillen in einen Krieg zu hetzen und dann zu erklären, daß man von vornherein an einen Erfolg nicht geglaubt habe, sondern daß man es nur tat, um einen anderen, der auf diesem Kriegsschauplatz nicht kämpfen woihe, zum Kampf zu zwingen, ist wohl das Schamloseste, was die Weltgeschichte zu bieten vermag. Nur ein Zeitalter, in dem kaipitalistische Geldgier und politische Heuchelei sich so vereinen, wie dies in-unseren Demokratien heute der Fall ist, kann ein solches Verfahren als so wenig entehrend empfinden, daß seine verantwortlichen Macher sich dessen sogar noch öffentlich rühmen dürfen. Das Ist Deutschlands Heer Meine Abgeordneten! Männer des Reichstags! Wenn wir diesen letzten Feldzug überblicken, dann wird uns erst wie- der besten Ausbildung des Solda-t e n, aber auch ihrer besten Ausrüstung zukommt. Es ist so viel Blut gespart worden, nur weil vorher sehr viel Schweiß geopfert wm^de. Was in unentwegter mühevoller Ausbildung unseren Soldaten an Können beigebracht wurde, führte gerade in diesem Einsatz zu hohem Nutzen. Mit einem Minimum von Blut wird dank dieser Ausbildung, dank dem Können des deutschen Soldaten und seiner Führung ein Maximum an Wirkung erreicht. Allein, das Maximum an Opk-rn erfor-mert auch ein Maximum an Waffen, an Güte dioser Waffen, an Munition und an Güte der Munition. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die im Krieg nur ein materielles Problem sehen; denn das Material ist tot, der Mensch allein belebt es. Allein auch der beste Soldat muß scheitern, wenn ihm eine schlechte oder ungenügende Waffe in die Hand gegeben wird. Das Leben vieler unserer Söhne liegt deshalb in den Händen der Heimat. Auch ihr Schweiß kann das Blut unseres Soldaten ersparen. Es ist daher die höchste Pflicht des deutschen Volkes, im Blick auf unsere kämpfende Front alles zu tun, um ihr die Waffen zu geben, die sie benötigt. Denn: neben all den anderen Ursachen, die einst zum Verlust des Weltkrieges führten, war es am Ende doch auch das Fehlen einer damals schon kriegsentscheidend gewordenen neuen Waffe für den Angriff und das Fehlen der dafür geeigneten Waffe der Abwehr. Was unsere Soldaten zu leisten vermögen, haben sie gerade in diesem Fekizug bewiesen. Die Summe der Anstrengungen^ im Einzelnen sowie Im Gesamten kpnn die Heimat nie ermessen. Was sie auch an eigener Arbeitskraft der Nation in ihrem Schicksalskampf zur Verfügung stellt, steht in keinem Verhältnis zu dem, was die Millionen unserer Männer an den Fronten geleistet haben, leisten müssen und leisten werden. Und ich möchte nicht, daß uns in dieser Leistung jemals ein anderer Staat übertreffen kann. Ja, nicht nur das. Wir alle sind.verpflichtet, dafür zu sorgen, daß der Vorsprung, den wir besitzen, sich nicht verkleinert, sondern daß er ständig noch größer wird. Dies ist kein Problem des Kapitals, sondern ausschließlich ein Problem der .Arbeit und damit unseres Wil- der so rccht bewußt, welche Bedeutung ■ lens und unserer Fähigkeiten. Appell an die Frauen und Mädchen - Ich glaube, daß dabei vor allem auch stung festhalten und unter keinen Um-das deutsche Mädchen und die,deutsche ständen den Vorsprung vermindern las-Frau noch einen zusätzlichen Beitrag lei- sen. Wenn der deutsche -Soldat schon sten können. Denn Millionen deutscher jetzt die besten Waffen der Welt besitzt, Frauen sind auf dem Lande, auf dem Fei- dann wird er schon in diesem oder im de und müssen dabei in.härtester Arbeit nächsten Jahr noch bessere bekommen, die Männer ersetzen. Millionen deutscher Wenn schon die materielle Seite des Kamp-Frauen und Mädchen arbeiten in Fabri- fes ihn zum Unterschied vom Weltkrieg ken, Werkstätten und Büros und stellen nicht belastet, dann wird dies in Zukunft erst recht nicht schlechter, sondern noch günstiger werden. Wir sind daher ver-^ pflichtet, die. Arbeitskraft der ganzen Na-langen, daß sich diese Millionen schal- tion in diesen gewaltigsten Rüstungspro-fender deutscher Volksgenossinnen noch zeß der Weltgeschichte einzugliedern. Die viele Hunderttausende andere zum Vor-' dazu notwendigen Maßnahmen werden bild nehmen. Denn wenn wir auch heute nationalso7inlistischer Entschlossen-in der Lage sind, mehr als die Hälltenründüchkeit getroffen. Europas arbeitsmäßig für diesen Kampf j zu mobilisieren, daim stöht aber als; auch dort ihren Mann. Es ist nicht unrecht« wenn wir ver- wertvollste Substanz in diesem Arbeitsprozeß weitaus an der Spitze unser eigenes Volk. Wenn heule die demokratischen Hetzer eines Landes, denen das deutsche Volk nie etwas getan hat und deren Behauptung, daß es die Absicht hätte, ihnen etwas zu tun, geradezu eine absurde Lüge ist, drohen, den ihnen unbequemen nationalsozialistischen Volksstaat mit der Wucht ihres kapitalistischen Systems, ihrer materiellen Produktion zu ersticken, dann kann es dagegen auch nur eine einzige Antwort geben: das deutsche Volk wird niemals mehr ein jähr 1018 erleben, sondern zu einer nur noch höheren Leistung auf allen Gebieten des nationalen Widerstandes ''maorsteliren. Es wird sich immer fanatischer zu je-i nem Satz bekennen, daß weder Waffen gewalt noch Zeit uns je beugen, ge schweige denn /u brechen vermögen' E'* wird daher die Ueberlegenheit seiner Rü- Felsenfcste Siegesxuversicht Im übrigen Kann ich Ihnen, meine Abgeordreten, Märner des Reichstages, ni'r die Versicherung gehen, d^ß ich mit voller Ruhe und höchster Zuversicht in die Zukunft blicke. Das Dentscho Reich und seine Verbündeten stellen militärisch, wirtschaftlich und vor allem moralisch eine Macht dar, die jeder denkbaren Koalhion der Welt überlegen ist. Die deutsche Wehrmacht aber wird stets dann und dort eingreifen, wann und \no es notwendig ist. Das deutsche Volk wird dabei mit seinem Vertrauen den Weg seiner Soldaten begleiten. Es weiß, daß der Krieg dieser Welt nur die Folge der Habgier einiger internationaler KrieRshetzcr und des Hasses der dahinterstehenden Demokratien ist. Diese Verbrecher haben jede deutsche Friedensbereitscliait abgelehnt, weil sie ihren kapitalistischen Interessen widerspricht. Wer aber dann zu so einem satanischen Begimien sich auch noch untersteht, das Wort »Gott« in den Mund zu nehmen, der lästert die Vorsehung und kann nach unserem tiefsten Glauben nichts anderes ernten als die Verniciitung. So kämpfen wir heute darüber hinaus nicht nur um unsere eigene Existenz, sondern um die Befreiung der Welt von einer Verschwörung, die in skrupelloser Weise das Glück der Völker und Menschen ihrem gemeinen Egoismus unterordnet. Die nationalsozialistische Bewegung hat einst im Inneren nach einem fünfzehnjährigen Ringen diese Feinde bezwungen; der nationalsozialistische Staat wird sich ihrer auch nach Außen ersvehren können. Das Jahr 1941 soll und wird in die Gesclriclitc eingefien als das größte Jahr unserer Erhebung! Die deutsche Wehrmacht, Heer, Marine und Luftwaffe, werden in diesem Sinn ihre höchste I'fHcht erfüllen. Front und Heimat Lassen Sie mich nun an dieser Stelle meinen Dank aussprechen den deutschen Soldaten, die im neuen Feldzug wieder so Überragendes geleistet haben, den Dank aber auch für das deutsche Volk in Stadt und Land, das durch seinen Fleiß in?t die Voraussetzungen für diese Erfolge geschaffen hat. Besonders Banken wir denjenigen deutschen Volksgenossen, die als Opfer diesss Krieges gefallen oder verwundet sind und jenen, die als Angehörige diese Opfer betrauern. Wenn wir hei all dem zum al'mÄch-tigen Lenker der Schicksale blicken, dann wollen wir besonders dankbar sein dafür, dal5 er es ermöirUchtc, diese großen Erfolge mit so wenig Bhit /u erreichen. Wir können ihn nur bitten, auch In Zukunft unser Volk nicht zu verlassen. >Vas in unseren Kräften liegt, uns tni-serer Feinde zu erwehren, das soll ge-schelien. In diesem Lande ist ein Geist lebendig geworden, den bisher die Welt noch nie überwunden liat! Fin Rlänbi^es Gemeinschaftsgefühl erfaßt unser Volk! Was wir uns nach c'neni langen Irrweg innerer Kürnnfe erstritten haben iind was uns so stolz macht pnderen \'ölkeri; gegenüber, wird keine Macht der Welt uns mehr entreißen. Im Zeitalter -ictJ lüdisch-kapit!'!?stischen Gold-, Standes-uml K'assenwahns steht der nationalsozialistische Volksstaat wie ein ehernes Denkmil so/^aler nerechtiirkeit und klarer Vernunft, Fr wird nicht nur diesen Kriep: übErdanern, sondern dns kommerde .Jahrtausend! Göring im Namen des Volkes Dem Führer den jubelnden Dank aller deutschen Herzen Als der I'ülirer ^ieciulpl. da springt alles von den Silzpii auf. di<- Vrnic werden ^Mnp(^rgp^^ssl•n, iinil iiiinufenlnng riiir>«elii der lli'il'a'i, dt>r d"s Führers Itedc so oft luiniiSenlang unterbroehen halltv diireli das Hans, immer von nencni anschwellend. Der Titlirer längst aul' seinem IMiU/, die .Vngeii lesl auf die jnhi'liiden .Mensehi'u tim ihn herum gerielilel, bis er sieh dann plölzlieli erhehl und nach allen Seilen selup allen Milkänipier, seine Milarbeilcr in SinaJ und Wchrniachl und seine Berliner grülil, stages. indem er ausführte: -Mein Fülirer! Männer de- Rciclis-tiiges! Als wir das letzte Mal hier einbcruien urden, da leßtcii Sie mein l'iihrer, uns den stolzesten und gevaliigsten Seife ß >Marburj;cr Zeitung^ 5. Mai 14^1, Nummer 100 Siegesbericht vor. der jemals in der deutscheil Qeschichtc niedergeschrieben wurde. Sie sprachen damals aber aucli der Weh sev:cniiber Ihre erneute Bereitschaft aus, dieser Welt den Frieden zu ifebeii. ,1 Auch diesmal wurde wieder In überheblicher Weise die Bereitschaft zum Frieden zurückgewiesen. Wiederum wurde sie als Scliwäclie ausgeleRt. So mulite abermals die deutsche Wehrmacht das W^ort des Ffihrers erfüllen und beweisen, dafl diese Friedensbcreit-schaft nicht Srhwäciie war. AVplIrre Selilä^i' wurilpii in •Ich Irt/Icii .^loiiiitcii Sil' rich- iPlt'M sich in voHpr KrafI niiil KonziMi-Iralion jje^cn don llan|;i^'':>t(nrr und trafen (llc (>n|{liselip liisol. Ks bo-Malirlirltc'i .sich wi.'cli'rnni. was der rülirer lialio, daH iiiicndliclics Leid iK»« fjoborcn wurde ucid dalJ uu-cndlic-iK' ini^CMi ni'ilcr dip Fol- sein innlUcn. Eine KcwaltiKc Ver^'eltunj; eriolKte auf jeden einzelnen Sclihi.ic, der Deutschland traf. Das cni^lische Volk erlitt unendliches Elend. Wenn Churchill darüber erfrischt nnd erheitert ist, so mag das seine Sache sein, und wenn er glaubt, die furchtbace Zerstörung, die die Stadt Plymoulh getroffen hat. damit beii«ite m schaffen, daß er erklärte, er Nci besonders crfrischt von dieser Stadt /urückgekommcn, daim können wir ihm versichern, da» wir solclie Erfrischungen ihm noch in genügendem Ausmaß verschaffen Können. (Stürmischer Bei-fall). Oer Führer hat nnninchr dem stolzen Sif^esbericht aus dem Woslen einen jjJeieh stolzen über lke j{e-Ijenüber soef>en nii>deriu'ulc anhalU'niic stüi'misclic Hcf^cis tpininssk nudlet'hu n-«eji.i Denn wir, Ihre niililärisehiMi MiC-arbeiier, mein Füiirer. wissen besser als jl^er andere, daii alt das, was hier erreicht wurde, Ihrem Geisle entsprungen isl. Sie iu(abeii auch diesmal die .Vnweisunfien, die Kel>hle und die .Vnordnnn^en. Es waren Ihre Pläne, die wir durch^efülirf haben. Auch hier zeijjte sich wieder Ihre harle Kntschlossenheit, aber aucli flir blitzschnelles Erfassen. Sie haben soeben die Tapferkeit der Truppen hervorgelioben. Sie liabt^a uns. den Führern. Lob uml Anerkennung gespendet: aber wir wi^eu es: das ^röftte Verdienst ist und bleibt immer das Verdienst des Führj^rs, des l''cldherrn, der die TruppiL>n lenkt und leitet und ihnen die Kichiun^ zum vSiege weist. 'I^aiilo Zuslinimung und Heitall.) Es gibt nichts, mein Führer, was die Liebe und Treue Ihres Volkes noch irgendwie zn Ihnen steigern könnte. Es ist einmalig und nie gewesen, daü ein Volk in solcher Geschlossenheit, in solcher Gläubigkeit, Lieb© und Treue einem Nk'nschen angehangen hat. wie das deutsche Volk Ihnen, mein Führer, heute anhängt!^ Und wenn Sie soeben einen Appell an das deutsche Volk und in Sonderheit an die deutsche Frau gerichtet haben, so wissen wir, daß in dem gleichen Augenblick, da Sie diesen Appell aussprechen, auch schon die Bereitschaft in allen Schichten des deut-sclien Volkes eine Selbstverständlkjh-keit ist. Denn der Dank und die Liebe die-.ses deulscheii Volkes zu Ihnen, mein Führer, sind überslröniend, und wir wissen, dali unsere /ulninft Slej« lieilit. Denn Ihre Führunji, die Tapferkeit rut / ^Bieber Suftangrift auf onaita Berlin, 5. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gab gestern bekannt: Mehrere Hundert Kampfflugzeuge bombardierten In der letzten Nacht stundenlang mit stärkster Wirkung den Versor. gungshafen Liverpool. In den Anlagen am östlichen Mersey.Ufei', in Trockendocks, Getreide, und Wollspeichern und ande. ren kriegswichtigen Zielen entstanden zahlreiche Großfeuer und weithin sichtbare Flächent)rände von gewaltigem Aus. maß. Ein anderer bedeutender Umschlaghafen an der Westküste Mittelenglands wurde mit Bomben schwersten Kalibers belegt. Weitere erfolgreiche Luftangriffe richteten sich gegen das Hafengebiet und die Industriewerke von Middlesborough an der britischen Ostküste sowie gegen ein Rüstungswerk und einen iMachtllug. hafen in Südengland. In Nordafrika wiesen die in die Befestigungen von Tobruk eingedrungenen Kräf te des deutschen Afrikakorps wiederholte, von Panzern unterstützte Gegenangriffe der Briten ab. In den letzten Tagen wurden in diesen Kämpfen 16 feindliche Pan. zer abgeschossen und mehrere Geschütze erbeutet. Im Laufe des 2. Mai griffen deutsche und italienische Sturzkampfver. bände, unterstüzt von Kampf, und Zerstörungsflugzeugen, mehrmals dis Hafen-und Befestigungsanlagen von Tobruk mit guter Wirkung an; sie bombardierten Ar. tilleriestellungen, Panzerwagen und Trup. penansammlungen. Im Hafen von Tobruk erhielt ein größeres Frachtschiff durch bombentretter schwere Beschädigungen. Im östlichen Mittelmeer versenkte die deutsche Luftwaffe am 3. Mai in der Su-da.Bucht auf Kreta *^in Handelsschiff von 10.000 BRT und beschädigte ein zweites großes Schiff schwer. .Auf der Insel Malta griffen deutsche Kampf- und Sturzkanipffliegerverbände die Hafenanlagon von La Valetta an und erzielten Volltreffer in der Staatswerft, in Oellagern, FlaksteUungen und Dockanla, gen. Der Feind warf in der letzten Nacht mit schwachen Kräften an verschiedenen Orten Westdeutschlands eine geringe Zahl von Spreng- und Brandbomben, die weder militärische noch wehrwirtschaftli, che Schäden verursachten. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verluste an Toten und Verletzten. Nachtjagdflugzeuge und Marineartillerie schössen je ein feindliches Kampfflugzeug ab. Die TreHsldierlielt dentscher Bomher FAHRT IN- UND AUSLÄNDISCHER PRESSEVERTRETER IN SCHAUPLÄTZE DES SÜDOSTENS DIE KRIEOS- S 0 f i a, 3. .\'\ai. Auf Einladung de^ Reichspressec'iefs Dr. Dietrich befinden sich in. und r.ut; ländischc Pressevertreter aus Berlin unter Fiihninß und Betreuung des Ob'jrlvonnnan dos der Wehnnacht auf einer KuiuFahrt über die Kriegsschauplätze des Südostens Auf ihrer Reise von Wien über Budapest und Szeged erlebten die Teilnehnii".' die große Begeisterung, mit der ^ia-s ungarische Volk, a;lt und jung, Stadt und Land, die deutschen Truppen, d.e blumenge-scnmückt zum Teil bereits zurückniar. schierten, empfing. Durch Maria.There-siopel und die stark von Volksdeutschen besiedelte Batschka ging es nach Belgrad. das sich bereits heute kaum von seinem früheren Alltag unierscheidet. WasL'er-, Licht, und Oasleilimgcn sind bereits wieder hergestellt. Die von Ser. ben, Zigeunern und Juden fieplündertcn Läden werden wieder mit Voro.llen gefüllt und geöffnet. Eine Zeitung erschein' we, der. Die »Vreme« soll auch wieder in der nächsten Zeit herauskonmien. Die umfang r(?iche Desorganisation ist 'Imch tatkräftiges Eingreifen der deutschen Stelbn be. fiobeii worden. Die Bevölkerung h:U s^ch von ihrem Schrecken bereits crhoit und verüucht die Verschwörerclique, die sie i'i Krieg und Elend gestürzt hat. Jetzt is^t Sit glücklich, daß das Unwetter so sehne)! vorbeigezogen ist. Die Pressevertreter besichtigten ferner das Stadtschloß, den Konak, von dessen Fenstern aus im Jahre 1903 ähnliche serbische Verschwörer das damalige Königspaar Alexander und Draga Obrenowitscb in den Fluß hinuntergestürzt haben. Wenn Belgrad eine Anzahl von Menschenopfern zu beklagen hat, so ist dies darauf zurückzuführen, daß die Bevölkerung m ihrer Kopflosigkeit während der Luftangriffe m den Straßen herumlief. Die durch (i'c deutschen Bomben an kriegswichtigen militärischen Zielen verursachten Schäden Verden allmählich beseitigt und die Trünuner geschichtet und weggeräumt. Verblüffend ist es zu sehen, mit welcher Sicherheit die deutschen Bomben ihr Ziel erreichten. So sind z. B. die Gebäude des Kriegsmiiiisterinms und des Oeneralstabs zerstört, während die sich in der Nähe befindenden Bauten des Verkehrsministe, riums und des Senats nicht getroffen wur_ den. Von Belgrad ging die Fahrt durch die breite Donauebene in das serbische Gebirge, durch fruchtbare Täler und dichte Wälder weiter südwärts. Größere Kaitipf-spuren sind nur wenig zu sehen, da das siegreiche deutsche Heer wie ein Wirbelwind durch das Land gebraust war. In einer Oefangencn-Saunnelstelle, die besichtigt wurde, befanden sich unter 3000 serbischen Kriegsgefangenen rund 2000 Volksdeutsche, meistens aus der Batschka, die demnächst in ihre Heimat entlassen werden, im Lager befinden sich auch 250 Briten, größtenteils Australier, die von Nordafrika nach Griechenland geru- fen wurden. Es sind meistens ältere, zwischen dem 40. und 45. Lebensjahr stehende Männer, die noch den Vormarsch Generai Wavelis mitgemacht und jetzt nicht wenig erstaunt waren, als sie von amerikanischen Korrespondenten erfuhren, daß die deutsch.italienischen Panzerkolonnen die ägyptische Grenze bereits überschritten haben. Es waren auch einige Engländer zu sehen mit jungen Kna-bengesichtern, die erst vor kurzem ausgehoben und in größter Eile nach Griechenland geschickt wurden. Sie fielen den schnell vorstoßenden deutschen Truppen bei Florina in die Hände. Es ist bemerkenswert, mit welcher Ab, fälligkeit sich die australischen und neu. seeländischen Kriegsgefangenen über ihre serbischen Kampfgenossen aussprechen. Einige von itinen sagten es klar heraus, daß, wenn sie diese Kampfgenossen früher kennengelernt hätten, sie sich sicherlich geweigert hätten, für deren Sache in den Krieg zu gehen. Eher hätten sie es vorgezogen, mit den Deutschen zusammen gegen dieses Pack zu kämpfen. Sie waren offensichtlich erfreut, daß der Krieg für sie beendet ist, und lobten die gute deutsche Behandlung. Die Fahrt ging dann weiter nach Sofia, von wo sie über die Metaxas-Llnl«? nach Saloniki und Athen führen wird. Weiler erfelgreicher iogrin aif TArak BOMBEN AUF MARSA MATRUK R 0 m, 5. Mai. Das Hauptquartier der italienischen Wehrmacht gab gestern bekannt: Unsere Bomberverbände haben im west liehen Mittehneer einen feindlichen Kreu. zer mit Bomben schweren Kalibers ge_ troffen. In der Cyrenaika gsht der An{;riff auf lobruk erfolgreich weiter. Feiindliche, von Panzerwagen unterstützte Gegenangriffsversuche wurden glatt abgewiesen. Italienische und deutsche Fliegerveft>ttnde haben in aufeinanderfolgenden Wellen feindliche vor Anker liegende Schiffe, Be. festigungsanlagen, Geschützstellungen und teindhche '! ruppenansammiungen bombardiert. Marsa Matruk wurde bombardiert. Der Feind hat h-inflüge auf Tripolis und Benghasi durchgeführt. Es wurde einiger Schadcn und einige Opfer verursacht. Ein feindliches*Bombenflugzeug wurde abgeschossen. In Ostafrika Artillerietätigkeit im .Abschnitt von Amba Alagi. t/t Die wicluigc HUifcnstiult Fohruk liegt an der iiordairikiiiiischcn Küste auf dem liaiixMi Wogt' zwisclien den Städten Dernu uiul Uurdiu, etwa ie .5.S Kilometer von diesen entfernt. lobruk ist der einzige Naturhafen auf iler ganzen IftOO Kilometer langen Küste zwischen Alexandria untl Sfax in Tu-nesien. Die Sliult Tobruk liegt am I'jule einer 4 Kilometer langen nnd nur ändert liall) Kihmieter hrc'iien Bucht, die an keiner Stelle eine geringere 1 iete als .T Meter aufweist. Fiine st.hmale StraMe \erl)in(let den Naturhafen im Nordosten* init dem MiUelmeer, und zvei llüßelketten schützen das ruhige Wasser >or den nördlichen Winden. Auch vom Süden her ist Tobruk tlurcli eine last unnnterbrfK'hene Ilügelreihc von der Wüste getrennt. Auf diese Weise, bleibt das Wasser im ITaten Marsa Tobruk auch bei dem stärksion Sturm fast völlig ruhig. 1'vine andere lk\sonderlieit >(»n Tobruk ist das Vorhandensein >on Wasser, Iiier ist es zuweilen sogar so feucht, daß in dein Kessel riuul um die StatIt sogar Sümpfe entstehen können. Die unmittelbar i\m Meere bis /u l?^t) Meter sich erliebeiiden \\cilieii und gelben Kalk- fclseii lassen die feuchte .Meeresluft kondensieren imd in tiefere Schichten durchsickern. Nach Errei^ung des wasserundurchlässigen Granits sickeit die FeutJitigkeit in Gestalt von kühlen und reinen Quellen heraus. Auch wenn Tobruk nicht über den Wasserreichtum von Dema verfügt und Wasser von hier aus nicht exportiert werden kann, so reidien die im Orte selbst befindlichen Quellen ^oll aus, um den Wasserbedarf selbst einer starken Besatzung während einer Ijeliebigen Belagenmgsdauer si-clierzustellen. Uod Wasser ist ja bekanntlich die unumgänglicl^ Vora,us^-zimg für die erfolgreicne Fühnu^ eines Wüstenkrieges. Bereits im Altertum ist die besondere Lage Tobruks erkannt worden. Unweit der heutigen, etwa 3000 Seelen zählen-ilcn Stadt sind die Ruinen der aUgriechi-sclien Stadt iVntipyrgos xu sehen, und im I.aufe des ganzen Mittelalters vereinigten sich hier die Karawanenwege, die stdhst aus tier Oase Siwa, also aus der südlichsten Oase Libyens, führten. Schon zur Zeit der rürkenherrschaft wurde Stadt und Haien von Tobruk uüt recht starken Batterien verseilen. In den letzten Jahren sind die Befestigungsanlagen natürlich weiter ausgebaut Morden. £al6a(0 Halitnifdge ISroMti» R o ni, 5. Mai. Am Sonnabend wurde im Amtsblatt ein Dekret veröffentlicht, nach dem die sk). wenischen Gebiete, deren Grenzen in dem Dekret in einer beigefügten Karte genau festgelegt sind, zu einem Bestandteil des Königreiches Italien erkJflrt werden. Diese Gebiete bilden die Provinz Laibach. Der Sohn BadogHos gefallen Rom, 5. Mai. Am 30. April ist in Erfüllung seiner Pflicht der Leutnant der Luftwaffe, Herzog Paolo Badoglio von Addis Abeba, der Sohn des Marschalls von Italien, Pie-tro Badoglio, gefallen. Als Kriegsfreiwilliger hatte er am Äthiopienfeldzug und an den Operationen an der Westfront teilgenommen. Seit drei Monaten versah er Die-nst bei einem Geschwader in Nord-afrikn. Paolo Badoglio von Addis Abeba war mit der Silbernen Tapferkeitsmeda'ille aut^gczcichnet. ^fummer 100 »Marburger Zeitujig« 5. Mai 1491. Seite 7 Alarm im Mittelatiantik (Sin 3i&mirai ffl^rt in fieri Zob Vor kurzem wurde gemeldet, daß bei der Vernichtung des 14.200 BRT großen Hilfskreuzers i»)ervis Bay« durch deutsche Überwässer-streitkräfte der englische Admiral Mantby und der Kommandant, Kapitän E. S. F. Fegen, den Tod fan* den. Kriegsberichter I. Brennecke, der an Bord eines deutschen Kriegsschiffes die Vernichtung des einen wichtigen Qeleitzug sichernden Hilfskreuzers erlebte, schildert den Kampf in seinem nachstehenden Bericht. Dem ersten Teil liegen ausführliche englische Augenzeupenbe-richte zugrunde. »Was halten Sic von dem querabge-melde^en Schatten, Käppen Fegen? Den Aufbauten nach ein Kriegsschiff.« »Nerven mind — wird einer sein, dür uns aufnehmen soll. Ob die Gcfmans neu-crcJings mit ihren U-Booten bis hierauf vorstoßen, daß man uns schon in diesen Quadraten empfängt?« »Wait and see! Bei diesem GcKVit-zug...!« Der Admiral reckt die Hand, läßt sie im Rund über all die großen, bis zur Ha<5kraMsc vollgepack-ten Frachter scliwe-befl. Es sind" fast ausnahmslos Schiffe von gut 10.000 Tonnen und mvjhr, die sich schwerfäiHg und mühsam unter der drük-kenden Last lebenswichtiger Materialien, unter dem Ächzen der Maschinen durch den mittleren Atlantik schleppen. Und der da mit den beiden Schornsteinen fährt zurück als Trufptpentransporter. Sonst dtent er Kindertransporten von England nach Neuseeland. Wenn ihm was passiert — welch eine Propaganda. Man muß bei diesen »neuen« Deutschen die infamsten Register ziehen. »AlPrm an allek Der Admiral Krallt, sich über die Reling des schwerbewaffneten Hilfskreuzer beugend, die Nägel in das harte Holz. »Fegen, kennen Sie den?« Er kannte ihn nicht. Der da drUben reagierte auf keinen Anruf, auch das au^emachte, in Verzweiflung von »Jervis Ray« preisgegebene Erkennungssignal läßt das immer fremder erscheinende Schiff, dessen graue Aufbauten Im Dunst der sonnenabgekehrten Seite eines abendlichen Himmels stehen, unbeantwortet. »Mein Gott — ein Deutscher. Alarm an alle! Was schießen kann, soll schießen, ablaufend schießen ...« Mitten in dieser Unterredung zerreißen drüben grelle, gelbrote, fast körperlich sehmerzende Blitze den grauen Nachmittag. Dort, wo eben noch das Kriegsschiff stand, verweht eine gelbe, erdfremde Wolke. Über die Köpfe der entsetzten Tommies braust ein grausames Orgeln, Kriegsfurie — nun auch im »sicheren« mittleren Atlantik. Wer hätte das gedacht. Nebon ihnen in den Himmel stürzende Wassersäulen. Auch hinter ihnen springen sie aus dem Atfantik. Damned, den Truppentransporter decken sie ein ... Qrariteti jagfn über den Ozean Wir haben uns das so gedacht, wir, die wir, den Führers getreu, den Engländer schlagen, wo wir ihn auch treffen. Von meinem oberen Beobachtungsstand im Vormars blicke ich auf ein rotes Tuch, ein Ha1 ders erfolgreich. In diesem Monat versenkten die Luftwaffe und Ueber- und Unterwasserstreitkräfte der Kriegsmarine zusammen 1,000.211 brt. britischen oder für die Briten nutzbaren Handelsschiffs-räum, davon rund 400.000 t^rt. in den griechischen Gewässern. Außerdem wurden 250 weitere Schiffe beschädigt. MU dem Verlust eines Teiles auch dieser Schiffe kann gerechnet werden. Nicht eingerechnet in die Zahlen sind die durch Mineiiunternehmungen der Kriegsmarine und der Luftwaffe versenkten bezw. beschädigten feindlichen Schiffe. Die Luftwaffe bombardierte auch in der letzten Nacht bei guter Erdsicht das Mersey-Gebiet. In den Hafenanlagen von TJverpool entstanden größere Brände und heftige Explosionen. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen kriegswichtige Ziele an der Süd- und Südostküste Englands. Vor Cromer wurde ein HandMsschiff von 3000 brt. vernichtet. In Nordafrika drangen Teile des deutschen Afrikakorps bei einem örtlichen Angriff In die von britischen Truppen zäh verteidigte Befestigungslinie von Tobruk ein. Eine größere Anzahl von Bunkern wurde genommen, mehrere hundert Gefangene eingebracht. Der Feind warf in der letzten Nacht an verschiedenen Orten des westdeutschen Küstengebietes S'preng- und Brandbomben. In den Außenbezirken Hamburgs und in der Umgebung von Bremen sowie an anderen Stellen entstanden Sachschäden. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verluste an Toten und Verletzten. Nachtjäger und Flakartillerie schössen drei der angreifenden britischen Flugzeuge ab. — Das Jnr;ügeschwader Galland errang am 1, Mai seinen i^X). Luftsiea.-v 2>ie 9olgen &er ^TtirOtrlaoe »England hat die im Südosten gewünschte neue Front gehabt. Aber die Rückwirkungen seiner Niederlage werden sich im ganzen britischen Weltreich schmerzlich fühlbar machen. (»Unifea«, Bukarest) die Engländer beschworen habe, sich doch um Gottes willen im gemeinsamen Interesse rechtzeitig in Sicherheit zu brin, gen. Künftig werden die Engländer ve.'--mutlich, ehe sie für einen kurzen Ermun-lerungsbesuch auf einem Kriegsschauplat', erscheinen sollten, sich schon vorher von den örtlichen Behörden einen Entschuldi. gungszettel für unverhofften Abzug und einen Freibrief für eilige Abreise gehen lassen. Wavell „frisiert" d>e Bilanz FALSCHE ZAHLEN SOLLEN ENGLAND TRÖSTEN NUR MATERIALVERLUSTE UND AUSTRALISCHER OPFERTOD ZUGEGEBEN — FLUCHT AUS GRIE. CHENLAND ERFOLGTE BEI NACHT S10 c k h o 1 m, 5. Mai. Nachdem Churchill die angeblich üe. retteten aus dem »griechischen Dünkirchen« mehr dreist als aufrichtig auf 45,000 beziffert hatte, konnte Wavell nicht knausern. Das Hauplquarticr in Kairo gab am Donnerstag bekannt, daß 48.000 Mann oder 80% der Gesamtstärke des englischen Expeditionskorps »zu neuen Gebieten für weitere aktive Beteiligung am Kriege ühergeführtri(f)ten: Siegesparade am Fasse der Ahropolis DEUTSCHE UND ITALIENISCHE VERBÄNDE MARSCHIEREN FELDMARSCHALL LIST VORBEI AN OENERAL- A t h c n, 5, Mai. Deutsche Truppen, die an den Kämp. len des Feldzuges im Südosten malige. Dend beteiligt waren, erlebten am Sonnabend den üeierlichen Abschluß ihres S«e-ijeszuges durch die Teilnahme an der groUen Parade am Fubc der Akropolis vor Gcneralfeldmarschall List. Mit ih. nen mcrschierten Verbände der italieni. sehen Waffenkameraden; diese Sieges-parade war zugleich auch eine eindrucksvolle Bekundung der Verbundenheit uncä Einheit der Achfcnmächtc auf militän. schcni Gebiet. ZwjscliL'ii den Feikhügcln der Akropo. Iis und des Lykabettos !ie;^t vor dem a'-ten königl'ciien Schloß der woite und schöne V^erfassunf^splatz, mit dessen Oe-staltunii deutscher Baiivville dem neuen Athen das entscheidende Gcpriige g«-'ge-hcn hat. Das in seinen einfachen klassi. zistisclicn Linien imposante Schloß ist seinerzeit ebenfalls von einem deutschen Baukünstler, dem Miincliener Architekten Gärtner, im Auftrage König Ludwigs 1. für dessen auf den griech'schen Königsthron berufenen Solm Otto erbaut worden. Hier auf diesem schönen P'ntz vor der Stirn. Abteilung, und dann marschierten unter den Klängen des Tiroler Kaiserjägermarsches Gebirgstruppcn vorüber, die auf ih_ len v^-eiten Alärschen in den Bergen und Tälern des Balkans ganz außerordr^ntliche Leistungen vollbracht hatlon. Diesen For_ malionen der Gcbirg.*!jägcr folgten FnlL schirmjäger^ deren Einsatz bei der Sicherung des Kanals von Knrinth bekanntlich von wesentlicher Bedeutung für die weitere Verfolgung der flüchtenden Eng. 'ändcr auf dem Peloponnes und damit für den raschen Abschluß des Griechenland-Feldztigcs war. Kaum war ihr Mar^chtritt auf dem weiten Platz verklungen, da erfüllte das Gcdri)!ine von Motoren die Luft; die Formationen unserer Luftwaffe, Jäger und Stukas, hr.mstcn von der Akro-po'is her kommend über den Platz dahin. Starke Verbände der italienischen Wehr macht. Kfhr.g-grcnadiere, Bersaglieri, Alpini. Luftwaffe, faschistische Miliz usw., rückten ntin in langen motorisierten K'o, lonnen an. All lücse Verbünde hatten an der albanisch-gi'it\'hi,.cht'n Grenze und im Fpirus hart und tapfer gekämpft, und so war ilire Teilnahme an dieser S'egespn-rade vor dem deutsclun Generalfeldmar- scite des Schlosses marschierten jetzt die; schal! eine Bekrältipnng der Gctnein.-^am-deutschen Regimenter, die den Feldzug im | kcit der Achsenmächte iin harten, aber Südosten siegreich beendet hallen, an ih-j stolzen Kampf um ihre und ihrer Völker rem Generalfcldmarschall vorüber. Diese ! iMc lieii und Zukunft. Siegcsparadc wurde gerade hier v.u einem j Dann folgten wieder in langer Reihe herrlichen Erlebnis für jeden Denk chen, | iiciitsclic Formalionen, an ihrer Spitze die der die Stunde dieses ein^irucksvollen mi-. Leibslandarle >\Adolf Hitler'^. Infanterie- litärischen Schauspiels niMerlcben konnle. Die weite Rampe des Schlosses sowie die Balkone und Fensler aller den l-'latz umfassenden großen Gebäude waren dicht besetzt mit deulsclien Soldaten, die hier den Vorbeimarsch ihrer Kamerarleii miterlebten. Vor dem Schloß hatten sich zahlreiche Ehrengäste eingiMunden, darun ter der deutsche Gesandte in Athen .\ I-t e n b u r g, der Lar.desgruppenleiter der Auslandsorganisation de NSDAP Doktor W r e d e, die diplomatischen Vertreter und Militärattachees der Staaten, die dem Dreimächtepakt angehören oder mit uns befreundet sind, eine größer^ Abordnung von Italienern usw. Ferner fanden sich hier die deutsclien Generäle ein, die ihre Truppen auf dem Siegeszug zum Aegäi. seilen Meer geführt hatten. Auf der gegen überlicgenden Seite des Platzes hatte die deutsche Kolonie in Athen mit der HJ und dem BDM Aufstellung genommen, für die die Parade der deutschen Truppen natür. licli ein ganz eigenartiges Erlebnis war. Unmittelbar nach dem Eintreffen des Generalfeldmarschalls List auf dem Paradeplatz nahm der Vorbeimarsch seinen Anfang. Die Spitze bildete eine berittene re.giineiiter zn.gen unler den Klängen des Fridericus-Kex-Marsches vorübe,r dann kam die Artillerie mit Geschützen aller Kaliber, die Panzertruppen und schließ, lieh die Formationen der Luftwaffe. So waren alle Waffengattungen, die an diesem denkwürdigen Feldzug teilgenom. men hatten, auch bei der Siegesparade vertreten, und alle diese Männer, die hier vorüberzogen, konnten stolzen Blickes ihrem Generalfeldmarschall in die Augen sehen und das Bewußtse'n in sich tragen, daß sie mitgeholfen hatten an dem großen Siege, der für Führer, Volk und Reich in so kurzer Zeit und mit so he'denhafteni Einsatz erstritten werden konnte. ®ulnarlfeftf ORfnift^r im Befreiten o'ifen Sofia, 5. Mai. Ministerpräsident Prof. F i 1 o f f, der Innenminister Gabrowski und der Eisen-bahnminister Goranoff haben eine Rund, fahrt durch das befreite mazedonische Gebiet unternommen und hierbei Skoplje, Schlip, Weles und andere Städte besucht, wo sie von der Bevölkerung mit großer Begeisterung begrüßt wurden. Obgleich Güe Reise nicht offizieller Art war, haben der Ministerpräsident und die ihn beglei-tend'^n Minister wiederholt zur begeister, len Menge gesprochen. In ihren Ansprachen gedachten sie mit Dankbarkeit und Anerkennung der Werke und Verdienste des Führers und des Duce und der sir-g-reichen Wehrmacht, die Mazedonien die Freiheit gebracht haben. Bulgariens Ideale wurden verwirklicht. S 0 f i a, 5. Mai »Der heutige Krieg ist eine Revolution der jungen Völker gegen die Gewaltherrschaft der sogenannten Sieger des Welt- w * W*!' N )ix- .1,, . f. PK-rBauer % Scherl M. Deutsche Soldaten auf der Aki^poHs. ~ .TTjimTjiTy 7-7-^ ibetrogene 3ar \'on Martin R a s c h k c »Es gibt kluge Leute«, pflegte Iwan Iwanowitsch im Altern gern zu sagen, »wie zum Beispiel den Zaren Peter, den man den Großen nennt« — denn zu dessen Herrscherzeiten lebte er — »und es gibt klügere Leute, wie zum Beispiel mich. .Ms bekannt wurde der große Peter würde kommen, und unser Dorf besichtigen, erschraken alle, die am Zahne krankten und waren im Nu gesund, denn jeder hatte gehört, daß es Väterchen Zar liebte, anderen die Zähne auszureißen, wie er das in Holland oder einem anderen vermaledeiten Land ge'»'rnt haben mag. »Wenn keiner böse Zähne hat«, sagte unser Herr, »werde ich einen bestimmen, der böse Zähne zu nahen hat, falls der Zar danach fragt«, und schon zeigte er auf mich, von dem er wußte, daß er unlängst ein schiefes Gesicht gehabt hatte, '>Pulcheria Sergejewna«, sagte ich auf den Abend zu meiner Frau, »glat^bst du an die heilige Schrift?« »Aber freilich, freilieh glaube ich daran, Iwan Iwanowitsch«, antwortete die fromme Seele. »•Auch Wort für Wort?« fragte ich weiter. • Wer gl;Mibt, rl'Uibt V/ort fl'ir V^ort<^. aniv. !irt'^'^^ nv '.p Pul-''m' i S • ■ ' »Daim wirst du auch wissen^., sagK ich, »daß der Adam eine Rippe hat hergeben müssen, damit die Eva gemacht werden konnte, und daß mir deshalb noch manchmal arg das Kreuz wehtut?« Oh, das wußte meine Pulcheria Serge-jewna nur zu genau, denn erst am Abend vorher hatte sie mir heiße eingewickelte Steine auf den Rücken packen müssen. xUnd wäre es nun nicht nur recht und billig, Pulcheria Sergejewna«, sagte ich weiter, x^wenn du für die Rippe eines deiner Zähnchen opfertest, eines der hintersten, damit man es nicht sieht, wenn du gähnst oder Sonnenrosenkerne ausspuckst? Jetzt ist die Stunde, Pulcheria Sergejewna, wo du für alle Weiber die Rippe Adams an deinem Manne entgelten kannst!« Und sie sagte nur: »Gern, Iwan Iwanowitsch!« Und ich fiel ihr um den Hals und ließ sie die Nacht nicht mehr los. Zar Peter kam auch anderen Tages; die Zahnzange lugte ihm neben dem Eßbesteck aus dem Stiefelschaft. Ich schubste Pulcheria Sergejewna mehr und mehr in die Nähe des Zaren, und da sie sich auf mein Geheiß die Backe hielt, bemerkte sie unser Väterchen bald und winkte sie zu sich. Kaum daß er ihr in den Mund geguckt hatte, set/te er schon die Zange an unrl schwupp! raus war er. Dann langte Zar Peter in seine Tasche und s^b meiner Pulcheria Serr^ejewm weil si'' ' 'Mrli «;n br^v gehiUi^n hatte. « i ein pures Goldstückchen. Sie wollte e^ zunächts gar nicht glauben. Auch war es ihr wohl etwas finster vorm Kopfe, Auf einmal hatten alle Bauern Zahnweh und wollten sich die Zähne ausziehen lassen, um sich ebenfalls ein Goldstück zu verdienen aber das Väterchen ließ keins mehr fliegen, • nachdem es einen Lockvogel geopfert hatte, und riß Zähne, bis er erschöpft war. Ich aber hatte meinen kranken Zahn zu meinem Vergnügen noch ein ganzes Jahr, obwohl er mir immer arg weh tat. Schließlich eiterte er heraus. Doch glaubt! ich habe den Schmerz überhaupt nicht gespürt, weil ich immer darüber lachen m-ußte, den großen Zaren so betrogen und obendrein ein goldenes Vogelchen dabei geschnappt zu haben!« ®je „^5lner Ottanner" 100 3aOre alt Köln, 5. Mai. Die Hundertjahrfeier des bekannten Kölner Männergesangvereins, einem »Pionier« des deutschen Liedes«, wurde mit einem festlichen Jubiläumskonzert eingeleitet, das die große Tradition dieses Chores zum Klingen brachte. In der Rei-henfol^je der gesunffenen Werke tritt zunächst der Bonner Josef Werth auf, der Ehrenmitglied des Vereins war. Richard Trunk ist durch seine 10jährige Dirigen-ten<ät!gke;t mit dem Li'ben des Choren verbunden und heute Ehrenchormeistor. krieges.« Diese Feststellung macht mi »Dnes« der bekannte bulgarische Publizist und Abgeordnete Sotir Janeff. Bulgarische Freiheitskämpfer und Revolutionäre hätten, stellt der Verfasser fest, seit einem Jahrhundert um die Verwirklichung d«2r bulgarischen nationalen Ideale gekÄmpfi. Der kämpferische und revolutionäre Geist des neuen Deutschland und seine unbesiegbare Armee habe dieSe ideale verwirklicht und auf dem Balkan ein großes Werk geschaffen. Deutschland wünsche von Bulgarien, daß es im Sinne der neuen Ordnung Europas ein unzerstörbares militärisches und kulturelles Bollwerk werde. Bulgarische Nationalbank verhindert .iüdfsche Tarnunflismanöver Sofia, 5. Mai. Die Bulgarische Nationalbank hat im Sinne des Gesetzes zum Schutze der Nation eine Erklärung herausgegeben, wonacli entsprechend dem Artikel 18 den Juden nicht gestattet Lst, ihre Namen zu bulgarisieren. Sie müssen ayf alle Bankpapiere die Namen setzen, die in ihren Geburtsurkunden festgestellt sind. Snlfd^loffene Oetf ^raf Eine Rundfunkansprache des irakischen iVtinisterpräsidenten — Britisches Flugzeug in Bagdad abgeschossen Be rn, 5. Mai. Wie Havas aus Bagdad berichtet, hielt der irakische. Ministerpräsident im Rundfunk eine Ansprache, in der er dem irakischen Volk und den irakischen Offizieren für die in den ersten Stunden des Kampfes bewiesene Vaterlandsliebe seine Anerikennung aussprach. Eine Nation, die über eine so tapfere Armee verfüge, könne nicht sterben. Die Regierung und das gesamte irakische Volk seien entschlossen, alles zum Schutze der Ehre des Landes zu tun. Die Kundgebungen zugunsten der irakischen Regierung nehmen im ganzen Land ihren Fortgang. Nach einer weiteren Havas-Meldung aus Bagdad überflogen am Sonntagmprgen britische Flugzeuge zum ersten Male die irakische Hauptstadt und warfen Bomben ab. Dabei wurde ein Wellington-Flugzeug abgeschossen. Englandleindllche Stlntmuiig des iranischen Volkes R 0 m, 5. Mai.' Der Konflikt England—Iraik hat, wie Agenzia Stefatii aus Teheran meldet, sehr tiefen Eindruck in iranischen Kreisen hervorgerufen, die ihre Sympathie für das irakische Voilk nie verborgen haben, mit dem sie durch den Saadabad-Pakt verbunden sind. Ein iranischer Staatsangehöriger, der von Bagdad zurückkehrte, berichtet, daß der Hali gegen die Engländer sehr groli sei und daU die ganze irakisclie Bevölkeriing sich heute geßen die britische Unterdrückung um ihren Führer schare. Julius Rietz »Morgenlied« war vom Chor 1909 zum Kaiserpreissingen in Frankfurt gewählt, wo dem Kölner Männer-Gesangverein, zum zweiten Male die Kaiserkette zufiel. Der Name Konradin Kreutzer blerbt durch die in Köln ausgeübte Ka^ielhnei-stertätigkeit ganz besonders mit unserer Stadt verbunden. Unvergeßlich mit den Erfolgen des Chores und seiner größten Blüte bleibt die Leistung und Führung des Dirigenten und Komponisten -Josef Schwartz, der von 1892 bis 1924 den Chor leitete. Unter ihm war der Chor zweimal lin Frankfurt Sieger im Singen um die Kaiserkette, und von seiner Schule geprägt, schlägt der Name A. von Othegra-vens, dem Sohn des ehemaligen Präsidenten Louis von Othegraven die Brücke zur Gegenwart. Othegraven hat mit künstlerischem Verständnis für die Eigenart des Klanges und des Satzes die Quellen des Volksliedes dem deutschen Männerchor in ibreiter Fülle erschlossen. Die drei Chöre von N'ellius (nach Texten von Goethe), die aus Anlaß seines 50. Geburtstages unter Leitung des Komponisten ihre ungezwungene Frische und musikantische Grundhaltung bewiesen, schließen schon im ersten Konzert den Kreis zur schöpferischen jungen Gegenwart. Unter der Leitung von Prof. Eugen Papst wartete der Kölner Männergesang-yerein mit einer bis auf letzte Feinheiten durchgefeilten Leistung auf. J. B a u in h 0 f. iN Ummer 100 >Matburger Zeftung« 5. Mai 1491. Seite 9 AUS STADT UND LAND niiiinniimiiiiiiiiiniiinniiminniniminiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiuiiiruiiiiniiiiiiiiiiiinnitiitiiiiiniiiiiilUiliiiiiiiiiniiiiiiiiniiiilfnTiiiniiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiin Garant deutscher Erziehuns DIE ERSTE DEUTSCHE VOLKSSCHULE IN MARBURG ERÖFFNET fm Liohthof der Magdaknenschulc in der Feldgassc fand heute um 9 Uhr vormittags die feierliche Eröffnung der erstCi. deutschen Schule in Marburg statt. Zu dieser Feier hatten sich in Vcrtretirag des Gauleiters und Reichsstatthalters der Buoiesführer des Std-rischen Heimatbondes, Pg. Stein dl, der Sdandortälteste Major Gtftz, der Leiter des Schulwesens in der Unter-Steiermark, Oauamtsleiter U^rragg, der Schu'libeauftragte Strobl, Dr. Engel-hart für den politischen Kommissajr der Stadt Marburg, Gauführer Baron, Bundesjugendführer Schilcher, Qau-iugendführer Bühl, sowie mehrere Vertreter der Partei und Dienststellen eingefunden. Zunächst wurde dem Bundesführer die Anwesenheit von 14 Erziehern und 1250 Schülern gemeldet, die im Hintergründe rechts tmd littks Aufstellung genommen hatten. Als Auftakt erklang das Lied »Ein junges Volk«. Nach einem Vorspruch samg die Jugend tifls Lied »Nichts kann uns rauben Liebe imd Glauben«. Sodann ergriff Bundesführer Pg. Stein dl das Wort. Der Bundesführer führte aus» daß diese Eröffnuaigsfeier angesichts des großen Geschehens unserer Tage viielleidht klein erscheinen möge. In der Geschichte der Unterstei-ermark sei dieses Geschehnis jedoch von hfetorischer Bedeutung. Überall, hi Pettaii, Cilli und anderen Orten der Uiitersteiermark öffnen die Schulen ihre Tore. Der Bundesiubrer besj^rach anschließend die Qnindsätze der Schulpolitik in der Untersteiermark, die er in folgenden 4 Punkten zusammenfaßte: 1. Die Untersteiermark ist für heute uod ew4g ^ Bestandteil des Deuis^en KvIdWSb 2. Im Reldi gÜH es nur deutsche SotateiL 3L Slmi der deutschen Schulen besteht darin, dte inoee Generation zu voU-wertlgeu BUrgem des Reiches zu ma-dieiL TrScer der Schule kann daiier nldit eine private Instltutfon sein, soffdem Dur dar Staat. 4* In deutsdien Scluüen wird nur deutsche isesprochen. Der Redner beschäftigte sich in grundsätzlichen Ausführungen mit dem Verhältnis zwischen Schule und Hitlerjugend. Mit Stolz könne festgestellt werden, daß die Synthese zwischen Lehrer und Jugendführer in der Untersteiermark gefunden sc'i. Neben den besten Lehrern aus den stei-rischen Schulen treten erstmalig in der Untersteiermark Laienlehrer in Ff>rm von kampferprobten und bewährten HJ-FÜh-rern und BDM-FÜhrerinnen den Dienst an. An die Jungtns und Mädels gewandt, betonte Pg. Stelndl: :>Die herrliche Zeit, die keine Schule kannte, dafür die Straße aiber als Schau-platf sogenannter groter Geschehnisse sah, ist vorbei. Der »-graue Alltag« hat mit dem heutigen Tag wieder begonnen. Wir erwarten von euch nicht, daß ihr Musterschüler im alten Stil werdet. Auch Vor-zugs?chüler werden nicht ausschließlich aus euren Reihen bervorßehen. Darauf kommt es letzten Endes nicht an. Das durch die Tat des Führers und die Schärfe des deutschen Schwertes wieder be- freite untersteirische ' -"d braucht in den kommenden Jahren und Jahrzehnten in erster Linie ein Millionenheer von s^Fach-lv;uten«f, Ätuem, Hanjlwerkern, Technikern, Kaufleuten usw. In diesem Sinne ist euer Dienst in der Schule Dienst für Deutschland! Mögen alle Schulen der Untersteiermark Burgen deutschen Geistes bei der Lösunf^j Jener Aufgaben sein, die uns der Führer in diesem Lande stellte. Im Namen des Gauleiters, den zu vertreten ich hier beauftragt bin, erkläre 'ch die Magdalenen-Schule in Marburg .ils erste Schule der freien deutschen Untersteiermark für eröffnet.« Die Hissung der Hakenkreuzfahne schloß den denkwürdigen Akt ab. Ar- ' '-'oßend besichtip;te der Bundesführer und die Ehrengäste das Innere des Schulgebäudes. "rleördörfiKf OHorburß— Sruif jtiugeniun .Igen zur Heimkehr der Untersteiermark Die Abt 'rr.r.ung des Unferlandes, die für d " Steiermark einen Verlust von 6050 Quadratkilometern bedeutete, hatte, wie Prof. Dr. Georg Lukas kürzlich in ein* " rtrag der Grazer Volk^bildungs-stätte im Festsaal der Handelsakademir ausführt?, mit der Zerreißung der wichtigsten steirisch^n Landschaft, deren Abwendung von Graz eine Schadigunj.; des Verkehrs und nicht zuletzt eine Bal-kanisierung zur Folge, über die uns eine Karte vom deutschen Kulturfriedhof in der Untersteiermark deutlich Aufschluß gibt. Deutsche Schulen, Theater, Museen, Jugendherbergen, Kindergärten und Büchereien sind dem slawischen Einbruch zum Opfer gefallen. Nicht nur die Landeshauptstadt, sondern vor allem die unmittelbaren Chenzbewohner haben den Verlust des klimatisch begünstigten Wein-landec, den ein auseinanderstrebenrie"=i Flußnetz und schwer zugänglich, nur in einem lockeren Zusammenhang stehende Gebiete des Mutterlandes begünstigten, in wirtschaftlicher Hinsicht zu fühlen bekommen. Nunmehr ist das klassisch«: Land die Wiege völkischer Schutzarbeit wieder in die r'rnRprp Heimat zurückgekehrt, wieder kommt das-VerkJh's-dreieck Marburg—Bruck—Klagenfurt zur Geltung und die Stei'ermark erhält durch den größeren Wechsel von Gebirge und Tiefjr'nd mit einem Höhenunterschied von fast 3000 Metern nicht nur eine stärkere Reliefenergic, sondern auch eine größere Kapazität hinsichtlich der deutschen Sendung im Südosten. Wird die Zuk'.inft von Linz vorw'e^'end durch große Planungen von Industrie und Technik bestimmt, so soll Graz zu einer hohen kulturellen Blüte geführt werden. Jene, die dazu berufen werden, an der Grenze Dienst an der Volksgemeinschaft zu tun, stehen auf einem Ehrenposten und haben 'hre besten Kräfte daran zu geben. Der Vortragende zeigte in einer Reihe «chöner Rüder die Mannigfaltigkeit von Stadt und Land des steirischen Südens, den viele Dichter, darunter auch Ot * Bilder: Ebner. atlöer t)on 6er TPaffe'cr In TFor&urq Linkn: In festlichem Zuge wurde der Maibaum von der Mnrhupger Jugend an der Stadtgrenze eingeholt. Volksdeiit^cho .Mädel tiag^-n dt? Zunftxeiehen. Reell ts: Im Beisein vieler Tausender wird der liesigc und prächtig geschmückte iMa.baiun auipjcriciiiet. Seite 10 »Martrurger Zeitung« 5. Mal 1491. • ^ Nummer 10(. ders war es auch garnieht auzudenkcn. Der größte und schönste Platz trägt den Nnm?n dos Führers und Befreiers der Un-tcrjitcicriiiark. Bei d^r weiteren Umlienen-nun.c; der wichtigsten Straßen und Plätze werden sHbstver5tändHch auch die füh-rend;'n und verdienten Männer des Groß deut'chen Reiches, ähnlich wie in anderen Städten, ihre Namen unseren Straßen leihen. Vom lokalgeschichtlichen Gesichtspunkte wäre es wünschenswert, daß diejenigen Straßen, die nach verdienten Marburgern oder IJntersteirern benant worden waren, ihre Namen auch weiterhin beibehalten. Wir denken hiebei an Carneri, Kernstock, Puff, Tappeiner, Nagy, Te-geltlioff, Ducliatsch, Kriehuber, Khiel, Rök-kenzann, Schniiderer, Wildenräincr, Langer, Edmund Schmid usw. um nur einigs VM nennen. Der namhafte deutsche Dichter Mnx Meli crblickle in Marburg das Licht der Well. Sein Geburlshaus bteht in der K'aijierstraße. Diese Kaiserstraße könnte ruhig Max - Meli - Straße heißen. Für den ehemalirren Kaiser - Wilhehn-Platz, der durch 20 Jahre König-Peter-Platz hieß und jetzt Magdalenen-Plat/ genannt wird, ließe sich ebenfalls ein geeigneterer Platznamen finden. Dasselbe gilt für Straßennamen, die mit den Habs-burgern zu tun haben. Die Bevölkerung inivserer Stadt sieht der Lösung dieser Frage zuversichtlich eiilgcgcn. Sie weiß schon jetzt, daß Alt-hcr,f»ebrachlcs seine Würdigung finden und daß die neue Zeit auch *in den Straßen- und Plätzenamen stolz zum Aus-{iruH< kommen wird. ergriffen. Der Gruß an den Führer war ein Bekenntnis zur Heimat und ein Treue-! schwur der Mahrenberger. Mit den Hym-; nen der Nation fand die elndruckvoM-[Feier ihr Ende. Lieber die Giebel der Häuser hinweg aber grüßt der Maibaum deutsches Land, das noch vor wenigen Tagen unter dem Druck eines erbarmungslosen Feindes stand. m Waftrenberq M a Ii r c n b e r g, 4. Mai. Der Markt Mahrenberg beging am 1. d. seine Maifeier, deren Gestaltung der Schwäbisch- deutsche Kulturbund " übernommen hatte, in der befreiten Flcimat. Am Vorabend wurde unter großer Beteiligung der Bevölkerung der Maibaum aufgerichtet. Sämtliche Formationen waren zur hinholung des Maibaumes beim Ortseingang angetreten. Mit flotten Marsch-klängen der .Vlahrenbcrger Musikkapelle wurde der Baum zum Festplatz gebracht. Während der schwankende Wipfel zum Himmel stieg, erklang das Dachsteinlied. Am frühen Alorgen des I. Mai weckten die Fanfarenklänge des HJ-Spielmanns-zuges und die .Marschweisen der Musikkapelle Mahrenberg die Bewohner aus dem Schlafe. Um 8.45 Uhr sammelten sich alle Formationen zum gemeinsamen Abmarsch nach dem Fesiplatz vor dem Ge-richtsgcbäude. Im vollbesetzten Festsaal überraschten die Mahrenberger Mädel mit dem Lied »Gruß an Mahrenberg«, das von Pg. W. Weidner einstudiert wurde. Es folgten Sprüche und das Lied »Ein junges Volk sieht aufie San^e06aucrn{(faft eü&-roari tfiröert Den 3&ein{>QU Das Weinbaugebict der Landesbauernschaft Südmark umfaßt ohne IJntcr-steiermark, durch die 30.000 ha Wem-garten dazu kommen, allerdings nur 3907 ha. Diese Fläche i^t jedoch auf nicht weiijffer als 10 Kreisbauernschat-ten, 640 Ortsbauernschaften und rund 21.000 Weinbauern verteilt. Die Ziffern charakterisieren die Zcrrisseniieit des Weinhaugebietes. Im .Inhrr 1930 wurden 1244, im Jahre 1940 831 Parzellezuschußt. Auch wurden, um die Weinbauheratcr iji die La{{e zu versetzen, durchgreifend in der Kellerwirtschaft zu wirken^ 2 Autoanhängewagen mit kompletten Kellereieinrichtungen angeschafft. Kind, komm heim! ROMAN VON J. SCHNEIDER-FOERSTL Urheber-Rechtsschutz durch Verlag Oskar IVlcistcr. Werdau. 64 Alsd Kläre auch! dachte Johanna. Kam denn das über jeden? — Blieb denn das keinem erspart? Konnte man denn dagegen gar nicht an? Es müßte doch ge. hen, wenn man nur ganz fest wollte! — .Aber das war es ja eben — man wollte nicht! A^an wollte selbst dann nicht, wenn man sah, daß es keine Hoffnung gab und kein Zusammenkommen wie zum Beispiel zwischen ihr und Joachim. Wie er ihr heute die Hand entgegengestreckt und wie sich ihm dieses du vom Munde gerungen hatte.,. Nyn gab es kein Verstecken mehr vor. eininderl Man konnte unmöglich noch nebeneinander bleiben wie bisher. Es gab nur nech ein Abschiednehmen. Wenn aber schon ein Auseinanderge_ hen sein mußte, dann am besten gleich, ehe Tante Emma eine Ahnung von allem bekam Kläres Br'ef gab den besten Vorwand. Wenn s'e jetzt sofort ihre Sachen packte, wenigstens das Nötigste, konnte sie sogar noch den Nachtchnellzug erreichen. Ja, es blieb ihr überdies noch eine Menge Zeit. Sie schloß das Fenster, um Joachims Spiel nicht mehr zu hören, und begann Wäsche und Kleider in einen Koffer zu legen. Es dauerte kaum eine halbe Stunde, daß sie damit fertig war. Frau Fandor sah auf, als sie mitten im »PreisHed der Meistersinger« ins Zimmer trat und Joachim mit einer schrillen Dis. sonanz schloß. »Wo willst du denn noch hin?« fragte sie, erstaunt, die Nichte in Hut und Mantel zu sehen. »Kläre bittet mich um mein Kommen«, erwiderte Johanna. »Sie hat dringend mit mir zu sprechen, schreibt sie. Bitte, lies selbst.« Frau Fandor mußte erst ihre Brille ho. len und meinte, als sie das Blatt wieder zusammenfaltete, so hätte es wohl nicht geeilt. Ob es denn durchaus heute noch sein müsse? Morgen wäre es doch sicher auch noch früh genug! Hilf mir doch, flehten Johannas Augen zu Joachim hinüber, der sich nicht von seinem Klavierstuhl rührte. Er schaute gar nicht zu ihr hin und überlegte nur rasch das Warum und Wie. »Wenn Jo- hanna fort will«, sagte er, zu seiner Mutter gewandt, »bringe ich sie zur Bahn. — Wann geht der Zug?« »Um acht Uhr zwanzig.« »Dann hat es ja noch Zeit«, meint» c;, stand auf und ging an ihr vorüber nach j dem Flur. Gleich darauf klang seine Stimme auf dem Hof. »Den Zweiräder!« befahl er, als Christian aus einem der Ställe kam. »Ich fahre selbst.« »Hast du denn Angst?« fragte Frau Fandor, weil Johanna so blaß um den Mund war und einen völligen Schrecken in den Augen trug. »Es wird sicher nichts so Wichtiges sein, sonst hätte doch Klo. thilde eine Andeutung darüber gemacht. — Vielleicht ist Kläre verliebt«, sagte sie lächelnd. »Das vermute ich auch, Tante.« »Siehst du«, äußerte sie, »das hätte aL so wohl noch Zeit bis morgen gehabt! Aber ich weiß schon, in jungen Jaliren nimmt man das unendlich wichtig. Und du willst vielleicht auch einmal wieder ganz gern mit deinem Doktor zusammen sein, gelt?« Sie wundente sich, daß Johannas Augen so kühl und glanzlos blie. Iben. Doch fand sie es prächtig von ihrer Nichte, daß diese jetzt mehr an Kläre als nn sich selber dachte. ' »Können wir fahren?« fragte Joachim unter der Tür. »Soll der Koffer mit?« 1 »Bitte!« Noch ehe Christian zugreifen konnte, hatte er ihn schon aufgenommen und trug ihn nach dem Wagen. Frau Fandor nahm die Hände Johannas zwischen die ihren und meinte, sie solle ja Nachricht geben, wann sie wieder zurückkäme, damit man sie auf der Station abholen könne. »— Und grüße alle!« setzte sie hinzu, als Joachim dem Hänsli schon über das Trittbrett half. »Danke, Tante.« Der Hassak schoß wie ein Sturmwind durchs Tor, und Christian meinte be. sorgt, der junge Herr sollte ihm die Zügel nicht so locker lassen. Der Hassak könnte das nicht vertragen. Er müßte immer spüren, daß er mit Fäusten zu tun habe. Keinen Messer Spielraum dürfte man ihm lassen und keine Stunde Ruhepause am Tage. »Am liebsten wäre ich selber gefahren«, sagte er. Frau Fandor schaute ihn e^\^'as verängstigt an. Aber mit Pferden wußte Joachim ja umzugehen. Das war schon immer seine Leidenschaft gewesen. Je wilder, desto besser! hatte er ihr einmal gesagt. Es würde sicher nichts pass'eren. Zum Glück konnte sie nicht sehen, daß der Zweiräder sich am Waldoingang ge_ rade noch im Gleichgewicht zu hn'ten vermochte und Johanna den Arm um Jo-ach'ms Hals legen mußte, um nicht hin..^ ausgeworfen zu werden. Nummer 100 ^►Marburger Zeittmg« 5. Mai 14Ö1. Seile 11 TURNEN UND SPORT nniiiHitHiiiiiiiiiiiiiimniinmniinnHiiniiiiiiiniiiniRiininniiiffliiiHniiiiiniMiiiuiiiiiininiiimiiiimiiiiiiiiiuiiiiuiiiHiiiiiiniiiiiimnm S>ie 3uHKiaineiflerf(^ft Sturm und GAK errangen gestern zwei bedkutsaiae AfeistersclMitssifige. Sturm schlug nach einem aufpeitschenden Kam^ me Grazer Reichsbahner mit 4:1 (2; 0), wärend GAK den alsbald zusaomiengebrochcnen Wacker mit 11:3 (10 ;0; in Grund und Boden spAcite. In Kosenthai blieb die Bupesnung Rosen-th^—Kapfenberg 2:2 (" s 5 unentschieden, ebenso das in Dona>dtz gegen Kapfenberg (1:1). Weitere Erodbnissc: LSV Zekweg— JudenbuiK 3; 1(1 JÖ), IüSfWch--Gfeti^ S : 0 (3:0), racb-—E|in Wci* GSV kßLhc der Unfallstelle befindlichen Maschinen der Gruppe erhalten den Befehl, ihren Kurs über das Blauquadrat xyz zu nehmen. Außerdem startet sofort ein Flugzeug der Staffel, um für den Fall, daß CS die Kameraden findet, der langsameren Seenotmaschine als Fühlungshalter zu dienen. Die notwendigen Maßnahmen sind getroffen. Es tritt eine Pause ein. Alle Möglichkeiten gehen den Männern auf dem Gefechtsstand durch den Kopf. Was mag passiert sein? Es kam keine Störungsmel-dung! Warum dieser unvermittelte SOS-Ruf? — Wie groß ist die Entfernung zur nächsten Küste? 240 Kilometer bis Afrika! — Der Wind? Rund aus 3Ö0 Grad! — Alber was heißt das schon? Wenn die Maschine wirklich unversehrt auf das Wasser kam, wenn alle vier Mann der Besatzung heil herauspiekommen sind, wenn das Schlauchboot glücklich zu Wasser gebracht werden konnte, wenn das alles zutrifft, dann hnhen die vier Mann iE:ut und gerne 4R Stunden zu paddeln, und zwar ununterbrochen, wenn sie aus eipse-ner Kraft den afrikanischen Sand enet-chen wollen. Dabei darf aber der Wiml nicht umschlagen, vor allem auch niclif «tnrk werden, dnß Seerrr^nG; eintritt, dorn dp*; '*t das Ende eiiT'^ Wird CS ßclinsen, sie zu cntdccki^n? Er i6t verteufelt schwer, so ein kleines Boot auf der schier unendlich großen Wasserfläche ausfindig zu machen! Das wissen alle aus Erfahrung. ihren; Schicksal überlassen Die Seenotmaschine ist gestartet. Wenig sipäfrer folgen die ersten Funksprüche der umgeleiteten Flugzeuge. Nichts gefunden! Die Zeit vergeht. Da kommt die erMisende Meldung. »Schlauchboot gesichtet. Vier Mann darin einwandfrei erkannt! Halte Fühlung!« Alber es ist schon zu spät geworden. Der Brennstoff wird knapp! Schwer wird es den Männern in der Luft, die Kam'eraden im Schlauchboot vorerst ihrem Schicksal zu überlassen. Inzwischen ist die Dunkelheit hereingebrochen. Es ist mal wieder alles gründlich schief gegangen! Am nächsten Margen startet die erste Maschine. Ihr folgen tm Laufe des Tages noch vi*;r andere. Es muß gelingen, wieder mit dem Schlauchboot Verbifldung zu bekommen! Zwei Flugzeuge der Gruppe werden nach Afrika verlegt, um von dort tus die Suche aufzunehmen. Alles vergeben«! Wiederum wird es Abend, ehe üine positive Nachricht eintrifft. Itali-:nl-sche Savoias haben ein Schlauchboot gesehen, allerdings sehr viel weiter südlich, als wir das untere vermuten. Drei Personen sind darin erkannt worden. Zwei .Angaben Hegen nun vor. An zwei verschiedenen Stellen wurde jeweils ein Boot gesichtet, einmal mit vier, das andere Mal mit drei Personen. Sofort startet eine Maschine der Grupfpe mit Proviant, mit Wasser und Signal, Munition an Bord. Sie findet auch eines der Boote — oder vielleicht das einzige, das unsere? Abermals wird es zu spät. Es ist zwecklos noch ein Seenotflugzeug auf die Reise zu schik-ken. Bleibt nur die Hoffnung auf den folgenden, den-dritten Tag. Wird sich da« Wetter halten? Der Morgen des dritten Tages bricht an. Maschine auf Maschine startet zu neuer Suchaktion. Es wird Mittag. Noch immer sind die boiden widersprechenden Meldungen der zwei vorausfegangenen Tage ungelöste Rätsel. Liegen Peilfehler vor? Kann im Zeitraum von wenigen Stun den ein Schlauchboot auf offenem Meer über hundert Kilometer zurürklcsen" Handelt es sich in der Tat um zwei Boote? Im Wetliaui mit der Zeh Die »M. H.« hat ein Boot gefunden! Vier Mann sind darin! Sie erhält Befehl, das Boot nicht aus den Augen zu lassen. Genaue Peilungen werden vorgenommen. Der Standort der Maschine und damit des Bootes geht sofort an die Seenotstaffel. Inzwischen erhebt sich eine andere JU 88 in die Luft, um die »M. H.« abzulösen, deren Brennstoff bald bis auf den zum Heimflug notwendigen Rest aufgebraucht sein muß. Die Fühlung mit dem Boot darf aber auf keinen Fall mehr verloren gehen. Der Fernsprecher läutet. Die Seenot-zentrale teilt mit, daß ein schon auf der Suche befindliches Flugboot mit neuer Weisung versehen und an die fragliche Stelle geleitet werden konnte. Jetzt kann es sich nur noch um Viertelstunden handeln, dann werden wir Klarheit haben! Ein Blick auf die Uhr. Träge kriechen die Zeiger. Der Funker kommt mit einer neuen Meldung im der Hand. Sein Gesicht verrät keine Bewegung. Mechanisch schlagen seine Absätze zusammen. »Besatzung gerettet!« Jedesmal aber, wenn die Waage des Schicksals sich in letzter Sekunde noch einmal zur glücklichen Seite neigte, dann schlagen die Herzen schneller, dann klingen die Worte wärmer, und die Augen bekommen jenen Glanz, der mehr sagt, als es Worte vermöchten! Kriegsberichter H. L i e b s c h e r. DIE BUNTE WELf a. Dänischer Grabhind aus der Stein, zeit. In der Nähe von Skive nördlich von Esbjerg in Dänemark stieß man b^.m Pflügen auf zwei Sleinzeitgräber In dsni einen Grab befand sich eine Urne mit ver. biannten Knochen, »^as zweite war mit großen Steinen bedeckt, zwischen dcnci'i s'ch ein 17 cm langer Dolch befand. Die Gräber, die noch gi.nau untersucht wl»!-den, stammen aus der Zeit um !500 vo» u^^erer Zeitrechnung. a. 54 Jahre auf den Tod gewartet« Dieser Tage wurde in Eisenstadtel (Protektorat) der 90jährige Josef Pospischil zu Grabe getragen. Pospischil war im Jahre 1887 schwer krank. Seit der Zeit dachte er nur an den Tod und traf auch schon alle Vorbereitungen. In seiner Tischler, werkstätte hatte er sich einen Sarg verfertigt, der jedoch — nachdem sich der Tod nicht einstellen wollte — verkauft werden mußte. Nach und nach hat Pospischil so acht Särge gezimmert, die jedoch nicht als sein letztes Ruhebett dienen konnten, sondern immer weiterver. kauft wurden. Der so lange erwartete Tod kam erst 54 Jahre nach jener schwe, ren Krankheit. Pospischils Sohn, der die Werkstätte übernommen hat, fertigte nun den Sarg für den Vater an. Stfct uno beröreilet <8nlgeltH(^ TTtineilungen Marburger Männergesangverein Dienstag, den 6. Mai Probe für gemischten Chor. Beginn um 20 Uhr. Erscheinen Pflicht. 2275 ♦ Hornhaut und Hühneraugen entfernt schmerzlos »Bata« Marburg. 187] Allerlei a. Ein Fisch, der mit dem Schwänze atmet Bin son_ derbarer Fisch ist der Schlammhüpfer oder Bchlammspflnfcr (Perioph. ftalmus). Das zur Familie der Meergrundeln gehörige etwa 15 cm lange Fischchen lebt in den Küsten, süjnpf^n der heißen Zone, besonders am Indischen und am Sellien Ojrean. Es Shnelt eimgermaften unserem Kaulbars. Seine Brust, flössen, die den Füien der Warttvögel ähneln, sind so biegsam, daß der Fisch sich außerhalb des Wassers bequem bewegen, nach Herzenslust herumhüpfen und umherspringen kann. Der Schlammhüpfer weslt lange Zeit auSerhalb des Wassers. Dann ahnet er nicht mittels seiner Kiemen, sondern mittels seines Schwanzes, den er ins Wasser emget«ucht läßt. Die Blutgefäße des Schwanzes saugen den im Wasser enthaltenen Sauerstoff ein. Auffällig sind auch die groSen, weit vorspringenden Augen des Schlamm-hüpfers. Sie ragen meist zur Hälfte aus dem Wasser hervor und lassen ihn beim Schwimmen die über der Oberfläche des Wassers fliegenden Insekten erkennen. Will er sich seiner Beute bemächtigen, so kriecht er aufs Trockene. a. Ruinen aus der Mau. renzeit. Bei der Wiederaufnahme der Ausgrabungen in der Nähe des Militärhospitals zu Bajadoz, in der spanischen Landschaft Estremadura, sind jetzt bedeutende Ruinen alter Festungswerke entdeckt worden. Allem Anschein nach stammen die Funde aus d«m zehnten Jahrhun lert. Es handelt sieh um eine höchst interessante Vertei-digungsnn'age, die von den Mauren erriehtet wurde. Der St l der Bauwerke er. nnort an die Alcmeluckcn-Moscliec zu Ka ro. f'dmjsaJsät BURG-KINO C Eine köstliche Bauernkomödie, ein Prachtstück volkstümlichen Humors! Hothzelisnathi Ein Ufa>FUm mit Heii Finkenzeller, Geraldinc Katt, Rndoit Carl, Theodor Danegger, Hans Fidesser, Georg Vogelsang, Maly Delschatt. Herstellungsgruppe: Georg Witt. — Spielleitung: Dar! Bo^e. Für Jucendliche nicht zugelassen. Neue deutsche Wochenschau Vorführungen täglich um 16.30, 18.45, 21 Uhr. An Sonn* u. Feiertagen erste Vorstellung 14.15 Kartenvopverkauf vom 10—12 Uhr und eine Stunde vor Beginn der ersten Vorstellung. — Fernruf 22-19. ESPLANADE Ilse Werner Carl Raddatz lUmstUkomed Ein €ine Alliance-Film der Ufa mit Ucinz Goedecke * Joachim Brcnnecke * Ida Wüst * Hedwig Bletbtreu ♦ H. H. Schaufuß Hans A. Schlettow ♦ Malte Jaeger ♦ Walter Ladengast * A. Floratti * Elise Aulinger Wilhelm Althaus und im »W unschkonzert« Marika Rökk * Heinz Rühmann * Paul Hör-birer * Hans Brausewetter • Jose^ih Sieber \\^iß-Ferd! * Wilhelm Strienz * Albert Bräu und das Philharmonische Orchester, Berlin. Splellettung: Eduard v. Borsody. Wochenschau Kulturfilm Vorführungen tigiich um 16J0, 18.45, 21 Uhr. An Sonn- u. Feiertagen erste Vorstellung 14,15 K'artenvorverkauf von 10—12 Uhr und eine Stunde vor Beginn der ersten Vorstellung. — Fernruf 25-29. BD m a Leset un!l verlireltct dle,Jarliur(ier Zeituno SeHe \2 »Marburger Zeitung« 5. Mai 1491. Nummer 100 Kleiner Anzeiger yttstkitäeMa ACHTUNG! Ab heule lärüch Konzert in der Kestauration • »Luttftn-bcrs:<^ Rathausplatz 8, Stibler. sleomkH 2259-1 HAUSTAUSCH KRAIN-MARFjURG Haus in Südkrain» villenar-tiß. Nebensjebäudc, schöne Lace. üiistzarten, 40 ha Grund, schlaßbarer Wald, ee gen Zinshaus oder Villa in Marburs: zu tauschen Antr. unter »Realitätcntausch« an die Verw. 2260-2 &♦ kßfffek ^esutUi SCHREIBMASCHINE zu kaufen gesucht. Angebote unter »Schreibmaschine« an die Verwaltung des Blattes 2214-4 2 STARKE ZUGPFERDE zu kaufen seeactit Anzvlrac« bei BauNrna Fritz KHInann. MarbursL MelllniEerstraBe 25. _2362-3 GEBRAUCHTE QRAMMO-PHONPLATTEN werden zu guten Tagesi/rei* sen in jeder Mense eckauft bei Radio Starke!, Marbirrg a Dr., Sophienplatz 6 2261-3 2u vttkattftu SAATKARTOFFEL UND RUNKELRÜBENSAMEN erhältlich bei der Landwirt-schaft«(fcsellschaft, Mellinjjer Straße 12 2148-4 SPEISEZIMMER Eiche. Schreibtisch Arbeitstisch, Bretter, 2 Ampeln, 1 Bett usw. billigst zu verkaufen. VlaSiC, Badlgasse 1. 22MA KÜCHENMÖBEL Rut erhalten, zu verkaufen-MedvedKassp 13-1, links 22«5-4 HARTES SCHLAFZIMMER Elche, zu vofkaulen Anfr in der Verw. 2263-4 Onteehende SCHNEIDEREI samt Inventar wird ia Pacht ßeceben. Anfraeen Verw 2104-4 ht mieUH gtsudd REICnSBEAMTER sucht möbliertes Zimmer, möglichst mit fließendem Wasser und voller Verpflo-Eung. Anträge unter »Sofort beziehbar« an dl»> Verw 2266-6 Steliettqesuäu FRISEURQEHILFE und Bubistutzer sucht per sofort Stelle Anträge unter »Gut« an die Verw. 2267-7 Stefteu KELLNERIN wird sofor aufgenommen- — Cafe »Europa«, Pettau. 2231-8 STRICKERUS in allen Strickarbeiten be waitdert, wird sofort aufgenommen. Anfr in der Verw. 2271-8 PERFEKTE KÖCHIN für alles wird sofvrt anfxe-noamen, Anxulrag. bei Frau Kllhnann, Marburg, Mellinxer straOe 25-L 2268-8 Größeres Stahl- Unternehmen sucht Beamten deutscher Volkszugehtirigkeit mit entsprechender kaufmännischer Vorbildung und Praxis. — Angebote sind zu richten unter »Industrie« an die iMarburger Zeitung«. 214C An die Aufaaber von Animigen! Die Verwaltung behält sich Abänderungen des Anzeigentextes, soweit sie aut Grund der bestehenden Vorschriften nötig sind, vor, ohne daß der Anzeigen-Aufgeber hievon immer verständigt werden kann. DIE VERWALTUNG DER „MARBURGER ZEITUNG" I64> Kundmachung Auf Grund der mir vom Chef der Zivilverwaltung in der Untersteiertiiark erteilten Ermächtigung? ordne ich an: 1.) Allen Zivilpersonen in Marburg a. d. Drau ist es verboten, in der Zeit von 0 Uhr 30 Min, bis 5 Uhr die öffentlichen Plätze, Straßen, Gassen und Wege zu benützen. 2.) Zivilpersonen, welche aus Berufs- oder anderen zwingenden Gründen einer Ausnahme von diesem Verbote bedürfen, haben um die Ausstellung eines bezüglichen Bewillipfungssclicines unter Angabe dieser Gründe bei der PolizeidireWion in Marburg a. d. Drau, Domplatz Nr. 1, anzusuchen. 3.) Zivilpersonen, welche in der Zeit von 0 Uhr 30 Min. bis 5 Uhr ohne Be-willißungsschein der Polizeidirektion angetroffen werden, werden der Strafe zugeführt. ' ^Es wird neuerlich in Erinnerung gebracht, daß sämtliche öffentlichen Lokale (Gast- und Kaffeehäuser, Bars usw.) im Stadtgebiet Marburg den Betrieb um 24 Uhr zu sperren haben und daß Uebertretungen dieser Anordnungen bestraft wefden. Marburg a. d. Drau, den 30. April 1041. 2144 Der P«liti«che Kommissar der Stedt Marburg a. d. Drau Knaus. AUFGENOMMEN WERMN SOFORT; 1 Buchhalter bzw. Buchhalte rin mit erstklassitrr F^axis, 3 Buchbinder-Lehriunien mit Bürgerschule als VorbildunR in der Firma W Weixl und Söhnp durch den leommissari sehen Leiter 22710-8 BÜROKRAFT perfekt in Masctiinschreiben und Stenographie, wird sofort aufgenommen — Radio Starkel, Marburg a. Dr., So-l^hieaplatz 6 2269-8 SAXOPHONIST in Es oder B« routiniert, für Cllli gesucht StindiEer Po* stetii gute Bezahlung. Offert» unter »Eigones Instrument« an die Verw. 227(fB UnHetidd DCTJTSCflE SPRACHE wird unterrichtet. Anfr Ver-waltunK. 2272-11 UhwI und mbreitel di« »Marlnrger Zeitung"! Gesucht werden M iKlIliK Hlll^tlilMl! der deutschen Sprache in ^ort und Schrift mächtig. — Persönliche Anmeldung bei Leopold Ousel, G. m. b. H., Marburg, "" - ^ " 2273 Käintiimtraße 16. Für eine Schule (Internafsbetrieb) werden zum sofortigen Antritt gesucht 1 perfekle Köchin mehrere Küchenmfidchen und HausgehUffainen. A n m e 1 d u n g.e n : Dienstag, 6. V. 41 von 16—18 Uhr. Mitzubringen sind: EinßteJIungsgesuch, Personaldokumento und Zeugnisse. Der Chef der Zivilverwaltung, Abt. Wehrmannschaften. 2059 Marburg, GamMntraise 2 Gesucht werden zum baldigen Antritt: Diplomingenieure für Graz, Hochbaotechniker und Zdchner für Cllli, Stenotsrplstlnnen für CUll. Vergütung nach der Tarifordnung. — Bewerhuiif sehrütitch an die Neubauleitung Cilli des Hceresbauamtes I Graz in Olli, Schillerstraße 3. 2298 ■»T'' jm *■ ^ Gott, dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren lieben Bruder, Onkei, Herrn PUKL FRANZ Altwarenhändler und Realitfitenbesitzer abzuberufen, welcher am Sonntag, den 4. Mai einem Herzschlage erlegen ist. Das Begräbnis des teuren Dahingeschiedenen erfolgt am Dienstag, den 6. Mai um 17 Uhr von seinem Elternhause in Roßwem aus auf den Friedhof zu St. Michael in Roßwem. Roßwein, Pöltschach, den 5, Mai 1941. Die tieitrauernden Hinterbliebenen. Um stilles Beileid wird gebeten. 2274 Hauplschriflleiter Anton Gersctiack, Stelh^ertref^fler HmmtsrhrifMeiter Udo Knsi>er — Druck der „Marburgcr Druckcrci"