Rnmmer 3. Pett» », *tu lt. Hwr 1902. XIII. AatzrganG. PettauerZeitung. Erscheine jeden Sonntag. Drei, für mit ZuMu°g H°..: ^«--lich K ?■♦>. WW9 K 4 90. g°..zj«»rig K ».-. mitJBofh»«*nbunfl ün Inlaut M-n-.lich SS i., »»»rtkliähn« K 2.60, holdpthrig K 5.—, gita^rt« K SL0. — Cin^lnt Kumramt 80 h Haadschnftt» Mctbr» incht jurtckg^tellt. »n»»bi«m,g«, billigst berech««. - tfcttrfy sah erwünscht «ab wollt» längst»« bU Fr«,lag itbtt «Boche nagefanbt werden tzie Wolf! — De Schönerer! Bei der am Ib. Jänner d. I stattge-hakten Wahl eine» Reich»rath«.Abgeord»eten des Wohlb-zirke« Trauteua« wurde H. Jf. Wolf mit 1303 Stimmen, von 3219 abgegebenen Stimmen, sonach mit 84 Stimmen über die absolute Majorität. — zum Re i ch«roth«-a bgeordneten wiedergewählt. Run sind die Trantenauer Wähler, die ihre Stimmen für H. St. Wolf abgegeben haben, ,Llld«utsche' von so reiner Prä au na, das« e« ihren engeren Parteigkuoffen gnois« nicht einfalle» wird, diese Prägung anzuzweifeln; aber «ach nicht einsalle, kann, sie müssten denn zu-geben. das« et ihnen lieber gewesen wäre, wenn der Trautenaner Wahlbezirk entweder an den .liberalen' Dr. B a ch m a n n. oder an dti< Tschechen Ci «ff verloren gegangen wäre, dran ei» „alldeutscher" ©egenariöibiit war nicht aufgestellt worden. Wolf erhielt sogar in Trautenau, dem Hauptwahlorte, um 16 Stimmen mehr alt bei der vorigen Wahl. Dagegen hat die Bvycot-tierung Wolf« durch Schönerer den .Li-beraten' 303 deutsche Stimmen mehr ein-getragen al« bei der Wahl im Vorjahre? Wozu hat man nun diesen ganzen Feldzug der „Alldeutschen" oder kürzer gesagt, de« ersten ZübrerK diese» Partei., gegen den Weiten Führer derselben geführt? terst zur Spaltung der .Alldeutschen', hliinmste, wo» einer geschlossenen und wohl-di«ziplinierten Partei passieren kann. Dann, und da« ist nicht weniger schlimm, dazu: das« sich Einzelne von der Partei einfach abgewendet haben; ob nun unter den 303 Stimmen mehr SchletsUge Moral. Wer niemal» einen Rausch gehabt. — der ist kein bravr Mann! — Wer seinen Durst mit Seidl labt, der sang lieber gar nicht an. — Ein Rausch bleibt Rausch, e« ist ganz Wurst. — ob Bier-, Wein- oder Llebetdorst — die Sinne hat um> nebelt. — ob man gekneipt, geschnäbelt, — weil doch der Rest zu jeder Frist — ein böser Sahen, jammer ist. — ode? ein Memorandum. — Quod ernt demoastrnndum I Da« kümmert doch den Teufel nicht — wenn sich ein braver Mann, — im Finstern oder bei Sicht, — ein bene angethan! — '« ist eine fleißige Moral. — dem, der da Durst hat. den Pokal. — oder ein par roth- Lippen, — d'ran er sich satt wollt nippen. — mit Hin-wei« auf den Tugendbund. — der sogleich schreit: .Die Welt geht z' Grund!' — vom Munde wegzureißen und hinau« zn — stimmen! — Dieweil«, mancher Tugendbold — sich ebenfalls oft arg bekohlt — und wenn sich'« eben schickt — die Treu' ein bischen knicket. — Die Welt ist auf Sensation — tagtäglich mehr erpichter. — Doch nach der Jndignanon — gibt'S ostmal» lange G'fichter. Man murrt im werten Publikum: — .Die Sache ist doch gar zu dumm? — Was kümmert es die Toffeln — wenn zwei zusammen löffeln?'— 'S ist nicht mehr schön auf dieser Welt — de« .liberalen' (Kandidaten einige frühere .All-deutsche" waren »der nicht, ändert am Resultate gar nicht«! Denn haben von den 299 Stimmen. die Wolf weniger erhielt al« im Borjahre, auch nicht alle .liberal^ gestimmt, dann hoben sie eben gar nicht gestimmt und auch dieser Um-stand ist ein Bewei« mehr dafür, das« e« stet« mißlich ist, eine politisch« Partei zu einem kleinen Himmel einzu richte.!, in welchem jede« Mitglied ein purer Engel sein soll und der Häuptling so eine Art kleiner Herrgott sein will, der — keine andern Götter neben sich duldet. Schönerer hat über ein Mitqlied seiner Partei, welche« al« Mensch.gefehlt hat. wa« ihn gar nichts augieuy, welche« sich aber al« Ab-geordneter sehr rasch Ruf p.-b Ruhm erwarb. — wa» ihn hinwieder sehr fiel angieng. ein drakonische« Strafgericht zehallsn. welche« nicht blo« den Menschen, sondern nach den Abgeordneten für unhonorig erklärte. Wenn er damit der Weit zeige» wollte, das« der unbedingte, blinde Gehorsam der .Alldeut-scheu" gegen feine Dictat» jede Belastungsprobe auShalt, so hat ihm die Wiederwahl Wolf'« nicht blo« gezeigt, das« diese« Experiment ei» vollständig misSglückte«, sondern auch ei» recht unglückliche» war; die staunende Welt ärgerte sich, lachte oder spottete darüber, ein guter Theil der eigenen Partei famdii*. — und die Gegner der Partei, die aber anch die Gegner aller Deutfchnationalen sind, — heulen vor Vergnügen: .e« ist weder mit der Reinheit, noch mit der Ein-heit diese. Deutsch nationalen weit her!' Da« ist, wa« un«, al« Anhänger der .Deut-scheu BolkSpartei' näher berührt! H St. Wolf war und ist wahrscheinlich »och heute ein scharfer «mische. und Riemand kann in Frieden leben, — wenn e« dem Nächsten nicht gefällt. — Sin Anlas« ist gar leicht gegeben. Man braucht blo« feine Pflicht zu thun. — so läßt da« And're nicht mehr ruhn — und sie erheb'» ein Mordsgeschrei: — von Ehrgeiz und Streberei! — Ist einer nicht gern ihre Puppe — weil er anch eine» Willen hat, — Herrje, dann heißt «: na ihm ist'« Schnuppe. — ob'« schief und krumm geht oder g'rad. — Und d rauf spuckt man ihm in die Suppe! — Da« ist zwar nicht sehr appetitlich, aber da« Sprichwort: .ländlich, sittlich'. — lässt sich leider nicht anSradieren. — .Der Mann soll froh sein, wenn er denken, erwägen, prüfen und studieren. — und ohne sich darob zu kränken, — sich müh'n darf, dass die Schwarten krachen. — au« einer Stunde zwei zu machen. — denn das sei Pflicht und Schuldigkeit!" Die Andern find dann gern bereit, zu kritisiren sein muthig Schaffen. — nachdem sie sich gut auSgeschlasen. — Denn Solche« holten sie für Pflicht. Zuletzt kommt noch ein Kirchenlicht; — da« dringt durch jede Finfterni«, — und leuchtet schars in jeden Sie«. — in jede Fuge noch so sein, — in jede Spalte »och so klein; — selbst durch 'ne Mauer dringt e« noch, sofern — sofern die Mauer hat «in Loch. — Doch gibtS boshafte BSfewichter. — die fag'n: eS fei'n auch Kirchen-lichter — die WachSkerzlein, die alte Runferln — vor sich auf'« Kirchendrtpult kleben, — und sich Segaer der deutschen Bolk«;artei; «in Gegner d«r mit fcharfer «klinge und nicht mit «wem arm dickn Prügel kämpft. Sollen w,r thun wie alle andern? Hämif lache», oder heuchlerisch bedauern? Rein! wie sich Schönerianer und Wolsianer je,. 0_ einander stelle», kann un« gleichgiltig sein! Richt gleichgiltig aber ist eS. wenn der Nachbar fein eigene« Hau« demoliert und wir gezwungen sind, unser« Thür« und Fenster zu schliche», das« der böse Wind 0«n Schmutz und Staub nicht auch in unser« eigene Wohnung trage. Der Mann, welcher früher den Apfel der Zwietracht uiiter die .Deutsche BolkSpartei" warf, hat ihu nun mitten in sein« eigene Partei ge-worsen; wenn da» da« unfehlbar« Mittel sein soll, di« Deutjchnationalen Oesterreichs zu einem festen Bunde zu «inigen, dann verzichten wir gerne darauf, davon Gebrauch zu machen. J. frans Strohmann f. .Bon dem Dome schwer nnd bang, tönt die Glock — Grabgesang'. Der schlichte, zurückgezogen lebende Altbürger von Pettan. Herr Franz S t r o h m a h e r. den wir da am Mittwoch hinauSge leiteten zur letzten Ruhestätte, hat die Ehrungen, die man ihm auf feiner letzten Fahrt allfeit« erwiese» hat. redlich verdient. Durch mehr als ein halbe« Jahrhundert in Pettau al« Seiler-meiste? anfäßig. t^tte ihn das vertrauen feiner Mitbürger durch eine lange Reihe von Jahren in die Gemeindevertretung seiner neuen Heimat berufe»; außerdem gehörte Herr Strohmayer bi« zu dem Zeitpunkte, da die Stadtgemeinde ein eigene« Statut erhielt, dem bestandenen Ort«. den Schein vo» Andacht gebe». — Doch nennt man im gemeinen Leben. — solch Kirchenlichtlkin wohl nur .Psunierln". — Auch die Moral laugt nicht sehr viel. — Richt viel, aber auch nicht sehr Bielen! — E« ist nicht schwer da» Cato spielen, — noch leichter ist e» zu den Zielen — di« j«mand andere? ver-folgt. — den allerbesten Weg zu weisen. — be-sonder« wenn man selber nicht — den gleiche» Weg zu gehen braucht! — Ein alte« Schiff, da» auSgeholkt, — kaum viel mehr werth war al« da« Eise». — daS noch zusammenhielt den Krempel, so umgestalten, das« e» flott, mit größer» um die Wette dampft. — da« ist ein schwierige« Exempel! — Und wo heut statt der alten Segel — die Schraub« wirbelt und der Schlott — ununterbrochen qualmt und rauscht, — den Mann, der fest da« Steuer hält. — den ncht'gen Eur« streng vorzuschreiben! — Der Teufel hole solch' Kesseltreiben, — da« überall die Besten quält! — li« kommt ja leider üb'rall vor; — der Eine hat die Müh' und Plag — d«r Andere legt sich aus da» Ohr — und schläft bi» in den liebe» Tag. — Da« .Befferwiffen" stimmt nur dann. — wenn man'« auch besser machen kann! — E» sind im lieben ltdnda — den» doch auch and're Leute da. — die nicht stet« an der Scholle kleben. — und meinen, das» nur da» zum Leben — nothwendig sei, was dekretiert von ein paar Erbge- schulrathe an. Bi« i» die jüngste Zeit versah er die verantwortungsvoll« Stelle eine» vertrauen»-manneS der Etadtgemeinde bei der Sparkasse, die er zurücklegte, al« ihn die Mühseligkeiten und Gebresten seine« hohen Älter« — 83 Jahre — St Si»st,llung auch dieser Thätigkeit zwangen, lill und anspruchslos in der Erfüllung seiner Pflichten gegen Familie. Beruf und Gemeinwesen ausgehend, sträubte sich seine Bescheidenheit gegen alle äußeren Ehrung,«, die er doch jo redlich verdiente. Seine alten Freunde erinner» sich noch gerne an die humorvolle» Begebenheit«». die Herr Strohmayer al« seinerzeitiger Hoch- und Deutsch-meister im schönen Lande Galizien erlebt hatte. Da« Leich^begängni» de« braven de»tscheu Bürger» gestaltet- sich zu einer großartigen DankeSkundgebung der Stadtbevölkerung Mächtige Trauerfluggen wallten vom Rathhmise und vom Spajcassegebäude und ein schier unübersehbarer Zug von Leidtragende» aus allen Ständen schritt durch die Gassen, in denen die umflorten Gafc-laternen brannten und die GeschastSräume ge-schlössen waren. Hinter dcn zahlreiche» angesehenen Familien angehörigen de« Dahingeschiedenen schritten der Gemeinderath und die Berlretnug der Sparcasse mit Herrn Bürgermeister Jos. Ornig an der Spitze. Herr Statthaltereirath Mariu« Graf Attem», dann Vertreter de« k. u. k. Officier«-corps unter Führung d<» k. und k. Major« und BatailloiiSeommandante» Herrn I. Nemeth, die Bertretunge» und Mitglieder der Genossen-schalten und Vereine, darunter der Männerge sangverei» und der Turnverein mit verhüllten Banner». Bor dem Trauerhause und vor der Familiengruft, iu der nun der Verblichene an der Seite seiner so srüh dahingeschiedenen Tochter Frau M a tz u n von allen Mühen ruht, sang der Männergesangverein seinem treuen Mitglied« den letzte» AbschiedSgrus». Se. Gnaden Herr Probst Jos. Fleck übte auch die«mal die tröstliche und herzgewi» «ende Sitte, am offenen Grabe einen Rückblick aus dcS Beritorbenen Erdenpilgerfahrt zu werfen und den nächsten Angehörigen Worte des Auf-blicke« u»d dc« Trostes zu spenden, Ne mit der Stelle an« dem in seiner Einfachheit so ergrei-senden Liede schlössen: .Wenn Menschen au«eiu-ander geh'», so sagen sie: Auf Wiederseh'il! — Aus Wiederjeh'n." Und »un ruht der gute Bater in der Seite seiner im Kreise zahlreicher Armen !>nvergeßli-chen Tochter und der zahlreichen Mitbürger, die vor ihm ein stille« Plätzchen aus unserem seß'nen wird! — Die m» souvräner Überhebung — verächtlich messen die Umgebung! — Die Zeit ist gottlob vorüber! — Heut gibt'« kein „unter" und kein über. — Richt nach einseitigen Jntrresfen — läset man sich heute da« bemessen, — wa« Alle» fromme» »oll und muf«l — Wenn der geehrte Kritik»«. mit wenig Witz und viel Behagen — anjtänd'ge Leute insultirt. — und ihnen zuruft: „Gehen « halt klagen!" — so ist das zwar sehr ungeniert. — um nicht ein and're» Wort zu sagen. — Allein e« könnte auch passieren, — das» Einer, dem die Galle schwillt, — oder den tiefer Ekel packt, die Sache wendet und dann sagt: — „Verehrter, so, jetzt gehen S i e klagen!" 80« F. St Kunthe r tt« waren einmal zwei Männer, die begeg-nkte» sich täglich früh auf der Straße, wenn sie zur Arbeit und abends, wenn sie zur Ruhe giengen. Anfang» trabten sie wortlos aneinan-der vorüber und nahm keiner von dem anderen Annierkung, Späterhin fiel eS eines Tage» dem einen von beiden ei», den Hut zu ziehen, und von da an grüßten sie sich höflich. Und wiederum vergieng eine Zeit, da brachte sie ei» Zufall i«S Gespräch. Sie fände» dabei, das« sie eigentlich sinnig schönen Friedhost aufgesucht habe». Ein scharfer Jännerwind fegt über die Grustplatte, die reichlich dahin gelagerten Blumenstände» sengend und er ruhe in Frieden und sein An-denke» wird in Ehren fortleben I Localnachrichteu. sßisaei.) Am lg. d. M trat die Tochter unsere« geschätzten Arzte«Herrn Dr. Anton R a k. Fräulein Amanda Rak an der Seite de» Herrn Karl U j h e l y, k. u. t. Militarbauingenieur-assiftenten in Graz, zum Traualtare. Als Bei-stände wohnten der Trauseirr bei: Herr Quido B i « c o n t i, k. k. Bezirksrichter in Mahreiiberg und Herr t und k. Oberlieutenant Draht-schmidt. — Gestern fand um 11 Uhr vormittag« in der Stadtpfarrkirche die Trauung de« k. k. BrzirkSgcrichtSadjuiikte» Herrn Dr. Arthur Dolezell mit Fräulein Friedericke T o g n i o statt. Al« Trauzeugen walteten Herr Gustav Scher baum aus Marburg für die Braut und Prosesior Dr. Earl Schöbinger für den Bräutigam. Die Trauung nahm Herr Probst und Stadtpsarrer Josef Fleck vor, der eine er-greifende Ansprache an die Getrauten richtete. Der Männergesangverein sang mit künstlerischem Schwung Beethoven's eherne» Ehor: „Die Ehre Gottes." Beide Brautpaare werden vo» deu >»ärmsten Segenswünschen begleitet. tPrrssoiluachricht.) Der k. k. StcueramtS-official Herr Karl Wessely beim hiesigen Hanptstcueramle wurde unter Ernennung zum f. f. SteueramtScontrolor zum Steueramte in Eisenerz übersetz« Der deutsche Turnverein und der Männergesangverein, deren treues Mitglied Hm Wesiely seit langen, war, sehen ihn mit Bedauern au« ihrer Mitte u»d au« der Heimat scheiden. Hoffentlich verlässt er uns nicht aus allzulange Zeit. (firiujdjHi.) „Saure Wochen, frohe Feste" — sagen unsere wackeren Gcwerbegehilsen und ve» anstalten am nächste» Samstag in dcn Staun-lichkeiten de« Hotel« Stadt Wie» ein Gewerbe-gehilfenkränzchen. dessen Reinertrag dem Ver-schönerungSvereine zugewiesen wird. ifvrotsches Der Ausjchuj« de« „Deutschen Heim" hat das Programm für da» erste Halbjahr 1902 zusammengestellt und an seine Mitglieder vertheilt. Wir erfahre» auS dein-selben, das«, abgesehen von dem ersten Abend, der am 15. d. M stattfand, »och 3 Abende ge-plant sind. Für den dritten und vierte» Familien-abend sind außer Tanz auch Vorträge i» AuS- ficht genommen, während der nächste Abend am 8. Februar für einen MaSkrnball ausersehen ist. Maskenball!! DaS ist ja der Inbegriff aller FaschingS-Kreude und -scherz, und -Tollheiten! ES läßt sich in einer gejchloffenei, Gesellschaft wohl kaum etwa« Luftigere« denken, al« einen MaSkenscherz. Allerding« ist die nothwendige Voraussetzung die, das« Alle« und Alle zusammen-wirke», um den Scherz nicht zu stören. Au« diesem Grunde hat der Au«schus« einige Beifü-gungen getroffen, welche zur allgemeinen Kennt-nit der de» Abend besuchenden Damen und Herreu hiermit gebracht sein möge» Bor allem mus« betont werde», dass Maske »zwang ist. Darunter ist zu verstehen, das» grundsätzlich Niemand den Saal betreten darf, der nicht maSkirt ist. Da man aber insbesondere so manchem Papa nicht zumuthen kann, dass er sich in irgend eine Bermummung einpferche, so werden diejenige» Herren, welche nicht maSkirt erscheinen, dazu verhalten werden, im Namen Sr. Majestät des Fasching« sich ein .Narre», abzeich,»" zu lösen. welchtS sie vo» der Berpflich tung des MaSkirtsein» entbindet. Bei den ver-ehrte» Ball-Mama'« ist'« aber doch wohl etwa« anderes. Soll da« Fräulein Tochter nicht erkannt werden, so darf man die Frau Mama auch nicht erkennen dürfen. Der Papa kann leichter unbemerkt und unbeachtet in dcn Saal huschen, al« die Damen. Diese werden gleich beim Eintritt, da sie. um an der Stimme nicht erkannt zu werden, in der Garderobe nur leise oder gar nicht oder mit verstellter Stimme sprechen, vo» den neugierige» Herren mit de» Blicken aus Schritt und Tritt verfolgt. Die verehrlichen Mama'« werde» sich also schon entschließen müssen, entweder einen Domino zu nehmen, oder doch mindeste»« da» Gesicht mit einer Halblarve zu verdecken. Da den Damen Gelegenheit geboten ist. sowohl im schönsten Kostüme zu crfchcine», al« einige Slunden hindurch bi« zur Ruhe uner> saunt ihrer guten Laune auf Kosten der Herren die Zügel schießen zu lassen, so ist der AuSschusS optimistisch genug, vorauszusetzen, dass der Maskenball im „Deutschen Heim" am 8. Februar für die deutsche Gestllschast unserer Stadt ein fröhlicher BereiuigungSpunkt werde» wird und die« umsomehr, als der 8. Februar ein SainStag ist, jo das« es Allen möglich sei» wird, den Abend mitzumachen. Wir werden nicht versehleu. vor dem 8. Februar aus deu Maskenball noch einmal zurück zu komme» und eventuelle Anfrage», für welche übrigen« der Obmann-Stellvertreter. StadtamtS-Borstand Eberhartinge r, jeder-zeit zu Dienste» stcht, zu beantworten. allezwei dieselben Neigungen, die gleichen Leben« ansichten hätten. Und sie gefielen sich gegenseitig und wurden bald Freunde. Ihre Freundschaft war innig und fest, den» sie gründete sich auf Achtung. Eine« Abend» aber, al« sie bei einem guten Glase Wei» einander gegenüber saßen, da sprach der eine also: „Wie kommt e« nur, das« wir nnS uocb immer mit dem kalten, sörmlichen „Sie" anrede»? Zwei Freunde, wie wir. sollte» sich doch duzen!" Und der andere erwiederte: „Daran hab' ich längst gedacht. W'nn'S Ihnen recht ist. jo nennen wir un« von heut' an Du!" Da fiele» sie einander in die Arme und küßten sich und stieße» mit de» Becher» an und glaubten, nun könne sie nicht« mehr trennen al« der Tod. Aber »och ehe ein halbe« Jahr um war. da giengen sie wieder ohne Gruß aneinander vorüber wie im Anfange. Nur blickten sie jetzt nicht mehr wie damals gleichgiltig vor sich hin. sondern ein jeder feindselig zur Seite . . . Sie hatten eben ihre Freundschaft überschätzt. So fest war sie nicht, um — das Duwort ertragen zu könne». Diese Geschichte ist nicht nur wahr, sie ist auch wahrer als andere wahre Geschichten. Denn sie hat sich nicht einmal ereignet, sie trägt sich täglich und stündlich von neuem zu. So lange zwei Leute aus dem „Sie" Fuße stehen, ist die allerletzte Schranke zwischen nicht gefalle» So vertraut sie auch sein >nög<», es zeigt sich der eine dem zweiten doch »nr gleichsam >» Feier tagSstimmuiig, in einem seelischen Festkleide. Heißt'S aber einmal „Du" und „Du", bau» ist ein Werktag wie der andere, und keiner schern sich, dem Freunde sei» eigentliches, sein Alltag» »vescn rücksichtslos zu offenbaren. Diese« ist jedoch bei den allerwenigste» Mensche» derart, dass eS ein gleichmäßig und unabänderlich erfreulicher Anblick wäre. Die «eisten sehen eben im Loden kittel und in Wasserstiefeln etwaS anders auS alt im seingebürsteten Bratenröcke. An sich selber will da« freilich »ich« leicht einer feststellen, au den übrige» aber merkt er es doppelt rasch und scharf. Dan» wundert er sich, und seiner Verwunderung solgt Unbehagen und dem Unbe-Hage» Verdruss und MisSachtuna. So werden oft die scheinbar schönsten HerzenSbünde gesprengt gerade durch jene« Band. daS sie unauflöslich zu machen bestimmt war. Ob meine liebe» Wiener Laudtleute — ich meine ganz natürlich nicht jene p.iar Schock, die zu denken pflegen, sondern jene Hundert lausende, die e« im allgemeine» nicht thu», die aber doch da« „Volk vo» Wien" zu bilden glauben, und eS ja schließlich und endlich auch sind — ob also meine lieben LandSlente schon einmal vo» dieser Thatsache Ahnungen gehabt haben? Ich - 3 — chricht.) Die nächste Woche siehl unter dem Zeichen de» Gastsprele« Hart-mann uvd fällt auch deshalb die Dieu«tag-Vorstellung au«. Sonntag den 26. Jänner wird die einmal schon verschobene Posse .Der Heirat*» schwindler" gegeben; außerdem befindet fich die beliebte Comödie „E>rcu«leute" in Borbereitung. Außer Zweifel dürfte letztere« Stück sehr gut besucht sein. Heute Sonntag wird, einem Wunsche de« Publikum« entsprechend, der gelungene Schwant .Der ungläubige Thoma«". bei welchen man sich Dienstag so gut unterhalten hat. wieder» holt. Rachmittag wird al« Kindel Vorstellung mit Gewinnftlotterie .Rübezahl gegeben. (Gastspiel »es flofsrtiantpirlrra Oll« Hart-««»».) Unserem rührigen Theaterdirertor ist e« gelungen, den herzoglich-sächsischen Hosschauspieler Otto Hartmann zu einem zweimaligen Gast-spiele zu gemiuneu, welche Nachricht wohl nicht verfehlen wird, bei unserem Publikum eine leb« haste Freude hervorzurufen, da sich der berühmte Gast hier einer sehr großen Beliebtheit erfreut. Hartmann wählte zwei seiner Glanzrollen und zwar wird Mittwoch den 22 Jänner da« interessante Lustspiel „Memoiren dc« Teufel«" und Don»er«tag den 23. Jänner al» zweite und letzte Gastvorstellung die effektvolle Eomödie „Kran" gegeben. Dem Publikum steht also wieder ein seltener Kunstgenus« bevor und ist e« wohl sicher, das» beide Vorstellungen wohl mehr al« au«vertaust sein werden. Infolge de« zu gewärtigenden Andränge« und der zahlreichen Anmeldungen von auSwärt«, beginnt der Karten-vorverkaus für beide Bors!.L,i5zen bereit« Mon« tag deu 2V. Iänn,r. Den Staminfitz'nhabern können ihre Sitze nur bi« längsten« Montag Nachmittag 5 Uhr reserviert bleibe». t>«t>.> Im Verlause dieser Woche wurde aus dem zukünftigen westlichen Seitenflügel mit dem Erdau«hud begonnen und wurden zuvor die Fixpunkte au«gesch»urt, wonach sich schon heute die stattlichen AnSdehnungeu de« Gebäude« im Freien Überblicken lassen. Allen Zweiflern zum Trotze können wir nach zweifle sehr daran. Denn sonst könnten sie wohl nicht so sreigebig mit dem vertraulichen „Du" sein, da« sie unbedenklich dem Nächstbesten oder Nächstschlechtesten antragen. „Wo gehst D' denn heut' auf d' Nacht hin?" hörte ich erst unlängst von einem meiner Bekannten im Gasthause zu einem recht schäbigen Gesellen sagen, denn ich nie vorher gesehen hatte, der sich aber gemüthlich und breit an unseren Tisch drängte. .Ich weiß'« noch net, wahrscheinlich aber zum Stahlehner." antwortete jener. „Kommst Du vielleicht a hin?" „Nein, ich hab' heut' Kegelabcnd." „Ah so! Alsdann Servu«!" „Servu»! Gute Unterhaltung! Und grüß' mir Deine Frau!" „Auch so viel!" Und weg war er. Ich fragte meinen Bekannten, wer der Herr sei. „Wer er i«?" erhielt ich zur Antwort. „Ich glaub', ein z'grund'gangener Spengler. Aber g'wis» könnt' ich'S Ihnen net sag'». Ich kenn' ihn net weiter." „Erlauben Sie mir." wandte ich ein, „Sie haben sich ja mit ihm geduzt!" „Ja. ja. wir sagen Du zueinander. Seit der letzten Sylvesterfeier. Damals war die ganze G'sellschast b'soffen. na. und da haben wir halt alle Bruderschaft 'trunken." | Einsicht der fertiggestellten und genehmigten Baupläne schon jetzt sagen, das« da« neue Schul-hau» einer der schönsten Neubauten in Pettau, wenn nicht der schönste überhaupt sein wird. Die Stirnseite 8b Meter lang, wendet sich ge-gen die Drau. daran schließen sich Seitenflügel am Ost- und Westende gegen Norden. Der Fuß» boden de« untersten Schulraume» befinde« sich m 1 50 über dem Hochwasserstande von 1882. so das» eine Gefährdung de« Gebäude« durch Hochwasser gänzlich ausgeschlossen ist. Eine breite Rampe wird zum Hauptthore und zum Vorraume <6 5 : 4 5 in) führen, von dem recht« der Gangflur zur 1..2., 3. und 4 Classe führen wird. Im rückivärtigen östlichen Theil ist dann die Wohnung und der Dienftraum de« Schul» diener«. Link« vom Eingänge ist die Küche (115 : 06 m) und daran schließend der Spei-sesaal (11:9 m). Daran schließt sich die Garderobe vor dem Turnsaal, der vom Speisesaal durch eine Spalettwand getrennt ist. Wird diese entfernt, steht sür Schul- und Gemeindefestlichkeiten ein Saal von 25 : 9 m zu Gebote. Die Treppen-führnng (Stufen 2 2 m) mit Eichenbelag erfolgt nach dem System Monier. Balustraden und Decke de« Stiegenhause« werden ebenfall» mit Eichentäfelung versehen. Da« erste Stock-werk wird außer der Direction«kanzlci, dem Eonferenzzimmer und der Bibliothek die Lehr» mittelzimmer für die 5.—8. Elaste enthalten. Die Schulzimmer werden folgende Raumver-Hältnisse ausweisen: 102:6 7:4 m; Der Ar» beitSsaal 11 : 9 : 25 : 4 m; der Zeichensaal 15 : 9 25 m. Erübrigt noch ein Reserveraum 10 : 6 72 m für spätere Zwecke. Im zweiten Stockwerk befinde» sich zwei Schlafsäle mit je 9 Logen sür je 4 Mädchen' insgesammt ein Belegraum für 72 Mädchen. Jeder Schlasraum wird abermal« bübsch getäfelt nnd möbliert sein; auch entfällt aus jeden dieser Räume ein Fenster; daran schließen sich unmittelbar die Räume für die Leiterin deS Mädchenheime« und dessen Aus» sicht«damen. Zivei große Studiersäle sind wieder durch eine entsernbare Spalierwand getrennt. Der Dachraum kann füglich al« dritte» Stockrv°rk betrachtet werden und wird enthalten: Ein Maro» denzimmer, sämmtliche Räumlichkeiten für da» Dienstpersonal, die Räume sür vier Elaviere, Wasch- unv sonstige Nebenräume. In den Keller» räumen finden wir die Waschküchen. Holzmagazine nnd Speisekammern. Die Kodlenbefbrdcrung be» sorgt ein Auszug mit AnSlänsen in jedem Stock» werk. Al» BeheizungSvorrichtung nimmt man wieder den guten alten Thonofen in Anspruch. „So! Der Herr schaut mir nämlich nicht sehr vertrauen»erwlckend au«." „Mir auch net, da» können S' glauben. „Ich möcht' anch nix mit ihm z'thun hab'n. Aber „Du" zu ihm z'sagen, mein Gott, die G'sälligkeit kann man ihm ja erweisen . . ." Der Man» war wenigsten« ausrichtig und wusste anch genau, wo» er von dieser auS-schließlich wienerischen Spielart vertraulichen Ver-kehre» zu halten habe. Aber e» gibt Leute, die so unvermittelt und unüberlegt geschlossene Freund-schalten ernster nehmen zu müssen vermeinen und trotzdem in vergnügter Laune jedem Hau«-knecht oder Straßenkehrer die Duzbrüderschaft von weitem entgegenbringen. E» sind z, B. in Wien Gasthäuser, in denen die Stammgäste nicht nur sämmtlich untereinander und mit dem Wirte, sondern auch mit der Kellnerschar, vom Zahl-kellner angefangen über den Speisenträger und Piccolo bis zum EsSzeugpntzcr hinab, an. Duz-fuße stehen. E» ist dann anmuthig anzuhöreu, wenn der behäbige GreiS den fluuen Junge» zurust: „Geh', Schani, bring' mir noch ein Viertel Vollgespritz-ten!" und der Knabe >m fleckenbesäteu Frack hinwirft: „Lass' mich nur »och meine Cigaretten auSrauken!" So lautet nämlich die Antwort, wen» der Dienende gut ausgelegt ist. In übler Stimmung wird er wohl einmal erwiedern: „Hol' Dir'« selber, Herr von Sumsinger!" | allerdings mit der modernen Filllvorrichtung. welche da« lästige und störende Rachsehen er. spart. Die gesetzlichen Bauvorschristen für Schulhäuser verlangen eine „Fülle von Lust und Licht! Der ersten Forderung wird durch die Lage mitten im Grün nnd fern von staub- und roß-erzeugenden Betriebsstätten entsprochen, der an» dern durck» da« vornehme A»»maß (2 9 m) der dreitheiligen Fenster. Al» BelenchtungSmaterial ist selbstverständlich Ga« gedacht. Die Wasser-Versorgung der verschiedenen Räumlichkeiten er-folgt durch einen im Kellerraume ausgestellten Gasmotor, der au« dem dort geschlagenen Brun-nen da« Wasser in einen EementbehSlter aus den Dachboden treibt, von wo au« da«selbe sich zu Genus«- Bade» und Reinigung«zwecken den verschiedenen Räumen mittheilt. Wie gejagt, wird der Bau in seiner äußeren und inneren Einrichtung der Schmuck und die Freude intfe» rer Stadt sein, er wird späten Geschlechtern noch Zeug»i« ablegen von dem Weitblicke und der Bil-dung«sre»ndlichfeit unserer deutschen Gemeindevertretung! Der Seele de« Unternehmen» aber, Herrn Bürgermeister Josef O r n i g gebührt schon heute Dank, das» er zielbewusSt, thatkräftig und von müßigem Gekläffe unbeirrt, da«, wo« er für richtig erkannte, unverdrossen in« Wert setzt. Gute« tüchtig gewollt und redlich gethan, erwirbt Gotte« Segen. Der möge dem Werte schon heute beschieden seiu. (Eine wirkovgsoolle Geschästsauzeige» hat der akademische Maler Herr Aloi« Kasimir, dessen Künstlerstift sich schon so oft in den Dienst vo» Pettauer OrtSinteressen stellte, unserem streb-samen Mitbürger und Kaufmann Herrn Aloi« M u ch i t f ch ausgeführt. Dieselbe bietet ein Bild dc« hübschen Geschäftshauses und wird besonder« von den zahlreichen Landknnden de» allseits beliebten Kaufmann?« al» Zimmerschmuck verwendet. Die großstädtischen GeschäftSräumlichteiten und deren geschmackvoll angeordneter Inhalt sind nun mehr al» stüher auch ein Anziehungspunkt sür die städtische Kundschaft geworden. Wie sagt doch Christof Schmidt so schön: „Womit ein Feind zu schade» denkt, wird oft von Gott znm Heil gelenkt." (Ariatilches.) Unseren geschätzten Lesern dürste noch erinnerlich sein, in welch brutaler Weise der hiesige Uhrmacher Herr Karl Acker-mann vor 3 Jahre» in Krapiua behandelt wurde. Derselbe bezog durch geraume Zeit die Märkte in Krapina und übernahm bei diesen Ge-legenheittn anch Reparaturen. Für jede solche Uhr wird ein sogenannter Reparaturschein der Ich muss gestehe», das» Zwiegespräche dieser Art mich immer peinlich berühren. Wer mich deshalb sür einen eingefleischten Aristokraten hält, an dem die GeisteSkämpfe de» verflossenen Jahrhunderte» spurlo» vorüber gegangen sind, der befindet sich auf dem Holzwege. E» hieße beinahe Porzellan »ach Peking trage», wenn mir einer vorhalten wollte, das» unter dem schmieri-gen Vorhemde eine» Kellners oder unter der blauen Schürze eine» Schankburschen ei» ebenso wackeres Herz schlagen könne wie unter dein mo-drrnsten Gehrocke. Ich bi» ganz derselbe» An» ficht und hoffe, bi» zu mein Lebensende au ihr festznhaite». Aber schnmtzige Hemden und grob-leinene Schürzen sind weder unerläßliche Vorbedingung, noch sichere Gewähr sür wackere Herzen. Wenn ich gelegentlich einmal erkenne, das» ich einem braven Kerl mit schwieligen Händen und tüchtiger Gesinnung eine beträchtliche Freude bereiten könne, wenn ich ihm vorschlüge : „Sagen wir Du zueinander!" — jo werde ich ihm höchst-wahrscheinlich den Gefallen erweisen. Aber ich glaube halt und habe mich schon einigemale davon überzeugt, dass sich sorgenvolle und mühebeladene Arbeiter gar nicht sehr nach der oft zweifelhaften Ehre sehnen, mit de» sogenannten „besseren Leu» ten" in so vertrauliche Berührung zu sonnten. E» zwingt sie vielmehr meist nur die weinfrohe Koketterie der Herren von Sumsinger dazu. Wie ja üpcrhaupt natürliche» Taktgefühl in der Re- Kundschaft übergeben und der Auftrag peinlich genau mit Reparatur- und Uhrnummer im Ge-schäftSbuche verzeichnet. Run versuchte ein biederer Kroate mittelst eine» BerkaufSfcheineS einer aller-ding» bei Herr» Ackermann gelausten Uhr eine von einem anderen Kroaten zur Reparatur über-gebene Uhr zu erlangen. Die begreiflich« Weigerung, da» anvertraute Gut ohne Deckuug und aus einen unrichtige» Schein hin auSzufolge», veranlasste den OrtSrichter zur Abführung de» Geschäftsmanne», der e» blo» der Kesälligkell eilic» deutschen Friseur« zu verdanken hatte, das« er sein Warenlager nicht unter den lüsternen kroatischen Marktbeinchern allein lassen mußte. Um loszukommen, blieb Herrn Ackennann nichts übrig, al« die verlangte Uhr unter Wahruug seiner Ansprüche auf die Reparaturskosten beim kroatischen Bürgermeister zu hinterlege». Richt lange daraus erhielt er hier in Pettau eine kroatische Anklage und ipäter die freundliche Mit-thkilung, das» er wegen Verweigerung der He. rauS^abe zu acht Tagen Arrest verurtheilt worden sei. Man kau» sich die Erbitterung des braven und gewissenhaften Geschäftsmanne» vorstelle», der wegen seiner Fürsorge für den rechtmäßigen Eiaenthümer der Uhr, wie ein Dieb behandelt und mit einer Strafe belegt wurde. Man bedenke nur außerdem, wie der Geschäft»neid solche» Mißgeschick ausbeuten kaun. Erst durch eine umständliche und kostspielige Einspruchsverhandlung und durch Borlage der peinlich genau besorgten Auszeichnungen und Geschäftsbücher gelang eS Herrn Ackermann, die Aufhebung des wunder-lichtn StrafurtheileS durchzusetzen. Inzwischen aber war die strittige Uhr dem Gerichte über-geben worden. AI» sie aber dem inzwischen er-mittelteu rechtmäßigen Eigenthümer zurückgegeben werden sollte, stellte sich heran«, das« die in Ber-Wahrung gewesene Uhr verschwunden ist. Der Verwahrer fertigte den rechtmäßigen Besitzer der Uhr mit einem beiläufigen Wertbetrage ab und bedeutete Herrn Ackermann, der seine Arbeit«-tosten beanspruchte, er müsse froh fein, so gut darausgekommen zu sein. Nach jahrelangem Herumfechten um sein Recht und seine Geschäft»-ehre, abgesehen von de» Kosten, einen so cqnischen Trost! Wirklich seine Herren, diese Kroaten mit dem Zwiebelduft. (Kohienbau.) In Scherovinzen bei Friedau wurde ein abbauwürdige« Lager von Glanzkohlen aufgeschlossen, welche« demnächst iu Angriff ge» nommen werden wird. (Der sttirrmärllischt Volksbildung«»»»«») veranstaltet auch in diesem Jahre wieder eine Reihe voll Vortragsabenden, welche vo» Pro» qel nur bei den geistig Höchststehenden und den Untersten zu finden ist — dort aber, wo sich der vielberufene Mittelstand breit macht, äußerst selten. Wahre Freniidschast mit Gleichgesinnten. Gleichstrebenden wird wohl häufig da« Bedürf-ni« »ach allerletzter und allersestester Besiegelung durch da« Diiwort haben. Aber solche wahre Freundschaft wächst nicht auf der Straße, noch in übelriechenden Bierstuben, sie keimt auf anderem Grunde. Freunde hat man wenige. Bekannte unter Umständen sehr viele. Für diese letzteren genügt, glaubt ?« mir, die Anrede mit „Sie" vollkommen. Und „Sie lieber Mensch!" klingt noch immer weit besser al« gelegentlich „Du alter Haderlump?" Das» rein praktische Erwägungen hin und wieder anch hier die bessere Einsicht au« den, Felde schlagen können, gebe ich gerne zu. „Warum haben Sie denn gestern abend» mit dem blitzdummen Kerl, dem Riesensellner, Bruderschaft getrunken?" habe ich einmal »inen Bekannte» gefragt. „Weil er Geld hat," sprach dieser salbungS-voll und bedächtig. „Ich habe Absichten mit ihm. Aber e« ist so peinleich, jemanden anzupumpen, wenn man Sie zu ihm sagen mus«. Aus Du und Du sühlt man sich weniger beengt und da geht e« weit leichter . . fessoren der Universität Graz an verschiedenen Orten der Steiermark abgehalten werden. In der kürzlich ausgegebenen Liste der geplanten Vortragsabende vermissen wir auch Heuer wieder den Namen unserer Stadt. Wir glauben nicht falsch unterrichtet zu sein, das« e« zu den sa-tzungSgcmäßen Wichten unsere« Musealverei-ne« gehört, derartige Bilduna»gelegenheite» zu vermitteln und hoffen, das« sich bei rechtzeiti-gem Einschreiten da« auch für Heuer noch be-sorgen ließe. (./rnribtrtitltytf.) Vom 20. Jänner bi» 27. Jänner, 2. Rotte de» 2. Zuges, ZugSführer Bella», Rottsührer S t r o ß. Feueranmel-düngen sind in der SicherheitSwachstube zu er-statten. Auswärtige Neuigkeiten. icknng»an»schuss noch einige beson-dere Überraschungen für die Besucher in Aussicht genommen hat, so verspricht diese» Fest sich i» würdiger Weise der Reihe der studentischen Ver-anstaltungen anzuschließen. Mit der AuSsendung der Einladungen wurde bereit» begonnen. Dem AuSschnsS sind nachträglich noch beigetreten die rren: Dr. Leo Nöd l. cand. jur. Arnold a11 y. cand. jur. Earl Weingerl. Zu-{Christen in Kränzchen Angelegenheiten wolle man vorläufig an Herrn jur. Vinzenz Bauer. Marburg, Herrengaffe 13. richten. Nencmer Theater. Blnmenthal'S „N i o b e" bezeichnet sich in der SchlusSscene selbst als „dichterische« Traum-bild." Ein dreitausendjährige» Steinbild der Riode bekommt plötzlich Leben, Fleisch und Blut und Sprache und bringt sowohl durch die getragene Rhytmik ihrer Sprache als durch die Rückständigkeit ihrer Anschauungen ihre neue Umgebung in wachsende« Erstaunen, ihren Hüter, den Affecnranzdirector, immer mehr Verlegen-heiten. Raffinierter kann ein Lustspielstoff schon nicht mehr ausgeklügelt sein. Da« ziemlich gut besuchte Hau« gab sich gerne der Wirkung de« sonderbaren Vorwürfe« und dem Behagen über die keck gezeichneten Situationen hin. Dem raketeu-gleichen Aufblitzen der zahlreichen Schlager folgte jedesmal willig gespendeter gerechter Bei-fall. Indem wir die« mit aller Befriedigung fest-stellen, entgieng un« nicht die Wahrnehmung, das» in einem bestimmten Winkel Beifall«äuße-rungcn wiederholt ganz zur Unzeit u»d vor- dringlich einsetzten, wa« den bösen Gedanken an die Tlaque aufkommen lässt. AI» Gast stellte sich Fräulein Ada M a r r in der Titelrolle vor. Wa» zunächst freundlich berührte, war Verzicht-leistung auf die beim Auftreten von Gastinnen dort und da vorgekommene Unsitte von Blume», spenden aus dein Publikum, die bei dem natür-lichen Verhältnis zum Fremdling nie ganz glaub würdig erscheinen. Ansprechtiid in der Erscheinung, mit einem für die Wiedergabe getragener Verse geeigneten sonoren Organe, bedacht im Spiele, konnte die Gastin deS Beifall« sicher sein. Di-rector Gärtner würzte die gelungene Dar-, bietung de« NssecuranzdirectorS durch einige mit Halloh aufgenommene Localscherze. Ganz wacker war auch Herr Wugganig al» Cornelius Griff!» In den reichlich gespendeten Beifall dürfen sich auch die Übrigen Mitwirkenden redlich theilen. Der lustige Schwank. „Der ungläubige ThomaS" fand Dienstag ei» nur schwach besuchtes Hau», da» willig auf die Voraussetzungen eingieug und sich gut dabei unterhielt. Der Pri-vatier Döll, der bisher immer Üb» die hypno-tischen Versuche, welche den weiblichen Theil seiner Familie so lebhast beschäftigen, spöttische Bemerkungen hatte, thut endlich zum Scheine mit und lasst sich im magnetischen Schlaf schein-bar die Erinnerung an die Vergangenheit auslöschen. Die Rolle, die er nun spielen muss, bringt ihn in eine Reihe erheiternder Lagen und Verwicklungen. Gespielt wurde flott, mit dem Beisalle nicht gekargt. Deu Döll brachte Herr Bornstädt mit trockenem Humor wirk-sam zur Darstellung. Eine erfreuliche Beweglich keit legte Herr Wugganig an den Tag. Herr Eggerth war merklich heiser und that trotz dem wacker mit. Der Gesammterfolg war obde» flotten Zufammenfpiele» der. dass sich die wie gesagt spärlichen Anwesenden an dem Witzgeplä-tscher zwei Stunden lang aufheiterten, mehr kann man von einem Schwanke nicht verlangen. „Karlwei»' .Der neue Simson" wählte sich Herr B o r n st ä d t zu stimm Ehrenabende, und ehrender und anerkknnender Weise war dem ge-schätzten Schauspieler und Spielleiter ein bi» auf das letzte Plätzchen vollbesetztes Haus be-schieden. Alle Anerkennung verdient da« wackere, echt kameradschaftliche Zujammengreife» aller Mitwirkenden, um auS dem zugespitzten Tendenzstücke mit nicht allzuviel Handlung da« zu machen, wa« sich eben thun lässt. Auch hier kehrt der alte und twig neue Leitgedanke der „Einsamen Menschen" in der Gruppe: Dr. Körner. Melanit und KbrnerS Frau Kathi wieder, um in der Scene, da dtr hochstrebtiid« Dr. Körner nach seinen Kämpfen und fehlgeschlagen?'! Hoffnungen an der Brust feines mit dem Herzen denkende» Frauchens Kathi Trost erlangt, den befreiende» Accord zu finden: Simson. dem eine liebe klein» Delila die Kraft zum Himmtl-stürmen raubt, im modtrum Gewände eine« unbeugsamen Parlamentarier». Im übrige» ist die dramatische Fabel weder besonder« neu noch kunstvoll verschlungen: immerhin fehlt eS nicht an wirksamen Scenen, welche ein sreundli-cheS Verhältnis zwischen HauS und Bühne sicher». — Herr Bornstädt wurde wärmsten» empfangen und schuf au« ver wankelmüthigen, den Erfolg anbetende Phäakenerscheinung de» „Acker mann" eine drastische Figur. Rollen wie der Dr. Körner sind Herrn Roland-Miller auf den Leib geschrieben, der den begeisterten und begeisternden Ton de« ideal denkenden, von Vor-urtheilen sreien Parlamentariers glücklich trifft. Nicht ganz glaubwürdig war der Professor Gott-wald de« Herrn Wugganig. der ja an fang« ganz wacker etns^le und sich stellenweise in einem gewissen Schwung versuchte, schließlich aber in die leidige Eintönigkeit zurückoersiel und sprachlich salopp wurde. In den Schl»s«scene» erinnerte nicht viel mehr an den resignierten Pro sessor und Volksvertreter. Auch der intriguante Dr. Gradwohl de« Herrn M a r h o l m ist in der Zeichnung nicht ganz wohl gerathen. Ganz besonderes Augenmerk möge er seiner wieder holt wahrgenommenen nachlässigen Körperhaltung zuivendeu. Entweder rudert er mit de» Armen bei vorgezogenen Schnltern ans der tvühne um-her oder verweilt in ganz unbegriindeter .Habt acht-Gtelluiig." Bon einer gewi»»e»den Ruhe und Sicherheit war wie immer da« Spi?l de» Frln. Norden al» Ackermann« Frau Melauje; alle Auerkeuuung d«r Sorgsalt. welche Frl». Norden wie immer ihrer Sprache zuwendet, welch« wohlthuend vernehmlich ist; wäre inde« diesmal ein Neiner Einschlag von Wienerisch nicht rathsam gewesen? Der BürgerrorpS-Ritt-meister it. Peterlein an« Polna (Dir. Gärtner) war wieder einmal so der richtig« drollig« Schwe. renbther und eine recht erheiternd« Figur. Der ko 6e ÄSele-Knabe Alfred in d«r Hosenrolle de« Frln. Renatta war eigentlich ein zu lieber Kerl, um al« Satyre aus unsere allwissenden und rechthaberische» modernen .Arizona Kicker" zu gelten. Sin frühreifer, verlebter, frecher Huiige erschiene vielleicht minder sympathisch, aber in dem Bilde «rechtfertigt. Für die flotte, reiche Frau Kathi, die nckn einem muntern ! anglein ein echte« Wienerblut hat. war rl. S t e l l a auf dem Platze. Frln. Koppen» einer beschiel» sich mit der kleineren Rolle der Bedienerin Lisi, die man recht gerne hätte öfter hören und sehe» mögen Der Borhang hob sich diesmal im ersten Act erst um eine halbe Stunde später. Eine Verzögerung, die für die Folge wohl nicht wünschen«werth erscheint. foer Nl tfitrUi«« I» «iittrr. vor siliern müflrti die Hühner warm und reinlich «hallen werden, da« ist neben gutem Futter und Zugab« von „Futtertolk" die Hauptlach». Die Hühner müssen neben dem warmen Stalle lauwarm Äemüseabsülle. abgebnihtetlkleeheu und Räb«i, > Nein zerschnitte» und dem Kleinfutter beigrftig». lielxi, die Hühner sehr und ist die «bwechswng im Auiter für ihr» Vesundheit s«hr zuträglich, guitertalk i» bestbewährter Qualität beziehl man am beste» bei St. Barihel 4 So., Wien X , Seplergaffe 80. kdrmmmen aller Berufe und Ltndw zur Versendung tod Offerten beliusi Ge-%h&ruverbindungen mit Porto-garantie im lateottt AJreutn-bureu Je«es Rmiuw«1| k SWine, Wien, 1., B*ckereir*»»e 3. Interurb. Telef. 8166. Proap. freo Alles Zerbrochene aus Glas. Porxellan, Steingut, Marmor, Alabaster, Elfenbein, Horn, Meerschaum, Gips, Leder. Hol«, sowie alle Metalle etc. etc. kittet dauerhaft Rllfi ■■BTTfllolltar Universalkitt das beste Klebemittel der Welt In Glisern k 20 und 30 kr. bei Vf. Blinke, Pettai. mich (Gelegenheit zur Sand« haben. Die Ra ng und zum Scharre» im hrung soll morgen» und abend» au« weichem, lauem Fetter bestehen, in mit MUl «rot», »artoffeln. «ei», Fleisch, und FtttablAde, bestreut mit Futters alt von welchem man aus 10 Hühner 1 Kaffeelöffel voll rechne« Mittag« genügt KSrnerfutter. ba» «affer mus« stet» frisch und rttn sein, bei kaltem «rtter Rattentod (irlir f »misch, velitzsch) ist da« b«ste Mittel, um Rallen und Mäuse schnell und sicher zu vertilgen. Unschädlich für Menschen und HauSthiere. Zu haben in Packelen i 30 und 60 kr. bei Apotheker Hans Molilsr. Seit vislsll bewälirte^su8mittkl Franz Wilhelm Apotheker k. u. k. Hoslieferant in Neunkirchen, Nied.-Österreich Franz Wilhelm's abführender Thee 1 Paket K 2.—. Post-Colli = 15 Paket K 24.-. Wilhelm's Kräuter-Saft 1 Flasche K 2.50. Post-Colli — 6 Flaschen K 10.—. K. k. priv. Wilhelm« flüssige Einreibung ,,BM«orin" l Plützerl K 2.—. Post-Colli — 15 Stück K 24.-. Wilhelms Pflaster 1 Schachtel 80 h. 1 Dutzend Sichachteln K 7.—. 5 Dutzend Schachteln K 30.—. Post-Colli sraac* Paofcaag is Jede iat-osg. PoeUtatien. Zu haben in vielen Apotheken in den bekannten Original-Packungen, wo nicht erhältlich directer Versandt. Montag den 27. Jänner nnd Dienstag den 28. Jänner d. J. im Casinosaale abends 8 Uhr zwei grosse populäre Experimental-Abende G. DÄHNE. Lehrjunge wird In einer Eisenhandlung aufgenommen. — Offerte an JOHANN 6AISSER's Annoncen- und Zeitungs-Expedition, MARBURG. 1. Elektrische Fernkräfte. Elektrische Raum* und lichtelektr. Telegraphie. Elektrische und magnetische Kraftfelder- Die musikalische Bogenlampe. 2. Photographie in natürlichen Farben und die Wellen- und Farbenlehre. Beide Abende K 3.—. (Schüler K 1.—.) Ein Abend „ 2.—. (Schüler „ 0.70.) Karten im Tabak-Haaptverlage und am Eingänge. Unterzeichner erhalten Karten zugestellt Zn verpachte« einzeln »der im Ganzen, Garten in Unterrann, Wiese in Oberrann, Wiese und Acker in Kartschowina (Skorba), Acker in Stadtwald. Nähere Auskunft bei R r a 11X. Bflrgtrgltte Itt. 10. Grosses Lager alter gangbaren Borten von Geschäftsbüchern la starken Einbinden in der Buch- und Papierhandlung W. Blanke, Pettau. Tün grosses unmöbliertes ZIMMER ist sofort zu vermiethen. Anfrage: Conditorei, Ungarthorgasse Nr. 8. 00000000000® * — 6 — Ich Anna Csiss Fr»« Aau Uillag! Ersuche um umjcheude Zusciidunc von sechs Tiegeln Ihrer bewährten Haarwuchspomade per Postnaehnalime an die Adrasae: Pra» Gräfin Gavriaai-Aaersperg schloss Gleichenbarg, Graz. Wolg. Fraa Aiaa Cnillag! Wollen Sie mir gefälligst postwendend wieder zwei Tiegel Ihrer ausgezeichneten Haarwuchspomade per Post-nachnalun« zusenden. Achtungsvoll Eailie tu Bsomgartea, Steyr. Fr*« Aaaa Csillag! Ersuche Sie, mir postwendend einen Tiegel Ihrer ausgezeichneten Pomade zusenden zu wollen. . Ladw R. r. Liebig, Reirkeaberg. Wolg. Fraa Aaaa Caillag 1 Von Ihrer berühmten Haarpomade ersucht um noch einen Tiegel «rat Felix Coaarey, Wiea. Wol*. Aaaa Csillag I Bitte mir postwendend zwei Tiegel Ihrer ausgezeichneten Haaipomade senden zu wollen. L. Sekweag y. Reiadorf. k, u. k. Hauptmannsgattin in Prag. Fraa Anna Caillag, Wleal Dire mir gelieferte Caillagpomade hat mir ausgezeichnete Dienste geleistet und freut es mich, uach so kurzer Zeit des Gebrauches Ihnen von einer unbedingt vorteilhaften Wirkung Mittheilung machen zu können und werde ich sie allen meinen Freunden und bekannten wärmstens empfehlen. Adele Saadrack, Schauspielerin. Eaer Wolgeboren! Ersuche höflichst, mir einen Tiegel von Ihrer ausgezeichneten Haarpomade per Postnaehnahme gütigst senden zu wollen. «aid» Graf SUrkeaberg, KIpM. Welg. Fraa Aaaa Csillag! Haben Sie die Güte, mir von Ihrer bewahrten Pomade drei T:egel zu senden. Jaeeb tiirardi r. Ebensleia, Trieat. Welg. Fraa Aaaa Caillag, Wiea! Im Auftrage Ihrer Excellenz Frau v. Szögyeni-Marich bitte höflichst, mir einen Tiegai Ihrer ausgezeichneten Pomade auszufolgen zu dem Preise von 3 (1. Nehmen Sie gleichzeitig den Danlc entgegen. Frau Gräfin hat sich außerordentlich lobend ausgesprochen über den Erfolg der Pomade. Mit rorzflglicher Hochachtung prje. ■- 1,1. IX PMtvsrsaaet tä«ll«k Sei VirdwuiM Im Mra«*i stfsr «««st Psstsask-sak aa Str ■» «dt an «ir Fakrit vekta iJIs WH|i u Mm iW. Anna Csillag- Wien, I. Seilergasse Nr. 5. Welg Fraa Aaaa Caillag! Bitte mir per Postnaehnahme einen Tiegel von Ihrer ausgezeichneten Haarpomade tu senden. Oeatesaa Vilma Metteraitk Schloss Hubein bei Meran, Tirol. Welg. Fraa Aaaa Csillag! Bitte mir per Postnaehnahme einen Tiegel Csillag-Harwuchspomade die ich schon gehabt habe, zu senden. Achtungsvollst Prlai Hshenlabe geb. Pria«. Heia. Walg. Frau Aaaa Caillag! Von Ihrer berühmten Haarpomade ersuche ich Sie, mir einen Tiegel zu senden. Markgraf A. Palavieini Abanj Szemere Fraa Aaaa stillag! Um wiederholte Zusendung eines T7pfchens ihrer ausgezeichneten Haarpor.ade bittet Prinzessin Carelttb, GUkea (Aakalt). Euer Walg. Fraa Caillag! Ich ersuche Sie, mir wieder einen Tiegel Ihrer vorzüglichen Pomade für die Haare gegen Nachnahme zu senden. Hochachtungsvoll Baraala Baaelli, Ebbr Westkaka. Wolg. „ Fraa Caillag! Ich habe von Ihrer Wunderpomade schon so viel Schönes gehört, weshalb ich Sie höflichst ersuche, zwei Tiegel postumgehend zuzusenden. Sie bestens grüssend Aateaie Weloater, Gin. Bekony-Sz. LAsxlö. Fraa Aaaa Caillag I Per Postnaehnahme orbitte ich zwei Tiegel von Ihrer bewährten Haarpomade. „ - „ „ . . _ ^ Graf E». Eaterkaiy sea. Eaer Walgeborea! Per Postnaehnahme erbitte ich einen Tiegel Ihrer bewährten Haarpomade. A|u T. Wa,«br.adt. Birkfeld. Walg. Fraa Aaaa Csillag. Wiea! Ersuche unter angegebener Adresse für Excellenz Frau Gräfin Kielmansegg, Statthalterin, Wien, Herrengasse 6, drei Stück Pomade t 2 II. für die Pflege der Haare ge-f&lligst einsendeu zu wollen, welche gute Resultate schon erzielte. Hochachtungsvoll Die Kammerfrau Ihrer Excellenz lr»a Pletxl. Millionen Damen . Jtaen „P««oikv'. riMtn MU Ihren Ant, ob PMOitn" nJoüt da» b«te ConnieOeum fflr Hasit Hlan und Zisr.» lai1 DMtmrelmU ; .«sieht und die h&aaUlhaMn Hindi artiiHan ■»toll artatoks» lisch« Feintiait oad Form darch BmHha«a ,c* „PMolln". .jMolin" MmuiUd« adaiauo vnd MaohMtoo KrkoUi herfaatalHa ras-1»ch« Saita. Wtr fmr*ntl»ran, dui (mw Runi»!n und Fallen du CaatoOtii, MHmir, Whnmarln. Naaenrätbe ata. uch (iabraoeh tob „Pe*olln" apurlne veraenwlndm. - „Foeolln" Ut du kaat» KapAaursUdcaac*-, Kacftaarpflar»-»od Hnnrn«d>iaMieniiim«l, varKiatet 4aa Aaafellaa im Hiifi, lad KopfkrankluMin. „Faeolln" IM weh 4a* aataitkJui* ud baiU Zibpdi-■itUI. War ,.F»aolln" ragalwilUaig anstatt Seif« bialtzt, biathl lang aus ■Chan. Wir Twpantls» aaa. da« Oeld sofort luruok au mtattan, «ans nun »>l „FMolln" »kW ««Maas tafnada» tat Pr»U per StUok K L—, 3 Stiltk. S a.50. /i ifcacX II-, 19 StüoK ■ 7.—. Parto hat I Stack so k, na • Hack uMrk SO k^N»iik»ak», «o k allen öffentliche« verlangen: Localen za „Sport Sl Salon", f.v.VJÄlt haltigste, in den höchsten und vornehmsten Kreisen, Clubs und öffentlichen Localen des In- und Auslandes verbrei-tetste (iesellsc haftsb latt, nimmt Familien-, Gesellschafts-, Kunst-u n d Sportnachrichten kosten los auf. = Erscheint jeden Samstap. ■ Abonnement kann mit jeder Nummer beginnen * nnd kostet gansjährig Gawthnllcha Ausgabe 24 K = 24 Mk. Elazela 50 Pf. 50 h, Laxua-Auagabe 40 Kronen ^ 40 Mk. Einzeln 1 Mk. = I K. Pracht Ausgabe WO Kronen 100 Mk. Einzeln 2 Mk 2 K. Einzelne Nummern gegen Einsendung des Betrages in Briefmarken. Bedaction und Administration: Wien, IV Plösslgasse 1. Gchutzmarfr: Untrv LIH1MEKT. CiPS. COMP. n» »tchtttt in Vr*«, jg al» •www*«| otlflrnjrin anerkannt: um ®rtik oew 80 H.. ». 1 40 i»b 2 ». aeriätu in aOrn Vloottcfcn Leim «Infam birst# ftberofi beliebten Jiautmitftl# netmr man nur Original» afdim in ®diad)icln mit unltm Schutz» warft „»afrr au« «ichtrr« «cot#» an. o«Nn ist man iichti. bat c nginal-»rzeugiii« »rhaiien *u tjaben. Kidifr.* VtatUtl« .Zum Wolö-nrtt VSweii-i» «t«s. >. eiHitrttfmtc I. s. rutk, i sie kw M, «. Stampigrlien un KaistiohMk oder Metall im Mer AnafBhrnng billigst (he Bachdruckerei W. Blanke in PettaiL 00000000 4 », . ? r.l \«rr.in» „ . b/'.rtiU •. r i, 1 • t »u s t » «läai!»e»)3ltl lk« @@@@@@0® £in Sliiwltr der Zeit! 500 Stäck uai daa Spottpreis ». a. 2 fl. 50 kr. Eine vorzügliche, genau gehende 24 stünd. IJhr sammt schöner Kette, mit 3 jähriger Garantie, 3 Paar Esszeug, ein reizender Herreiiring mit imitirtem Edelstein. 1 Garnitur Doubl£-Gold-Manschetten und Hemdknöpfe. 1 Taschenmesser mit Zahnstocher, 1 Cravattennadel mit Similistein, 1 Taschen-Toilettenspiegel, ö reiz. Jux-Gegenstände, welche grosse Heiterkeit erregen, 1 Ia. Nickel-Schreibzeug. 20 eleg. Correspondenz-Gegenstande, 1 Paar Boutons von Simili-Brillanten. 1 Prima Leder-Geldtaschel, 1 eleg. Pariser Damen-brewehe, 1 Crayon mit Blei und Feder u. noch 460 Stück diverse Haushaltung* Gebrauchsgegenstande gratis. Diese reizd. 600 Stück mit der Uhr, die allein das Geld werth ist, sind per Postnaehnahme um nur 2 fl. 50 kr. von der Schweizer Grand-Filiale Sig. Gleisner, Krakau P. G. W> Für Nicht passendes Geld retour. 00000000 gigucur Monte-EHMo. Große Specialität von wunderbarem Geschmacke. » Bisgenstärkend. M Belebt und erfrischt den (Organismus. Höchste Anerkennungen. Prämiirt mit 84 Medaillen I. Classe. Josef Archleb & Comp. Dampf-Destilltion in Prag. Depot für pettau bei Josef Kasimir, Specereihandlung. Schweizer Uhren-Industrie. ■S«n ftääuiAnnmt, Ctftilnoi, Paß.,^aha-anb «-It|eldeaMIea, |ral< 3tbna, irr eine au Uhr kra»chl, «in Nachricht, tat «r M Utlta»fkrfut »er iminfnakaui Ori(bu(.*«afR llfarol. »lettr«.»,!». Blaaa*>Strw..U»rra .eofta» •la»mifl«-übernom»«» baben. ®lrt« U»tta brfttre «I» a»ilwa»tietllchtb Vrd«lfUs«tD4 Uroi «albe» libt!|Mni «od »efttze» baoti b*J «ueieSt» Mr ««im »-lbe »statt, bat He tat» »« Übt, bis *» K tafttt, »>ch< m «tilstlch^»«» lw». mitte iel. ba« »albaaMt*« »altart. tO.OcO ?.achbeftell»»ta n»» (t jiniO MitnHlHlBi Innerhalb s «atiattti "jajJnr »ei» tiaer Omen- ober toaire.Ubi tuet I« K »an», un» l»»M; M l«»" »»-riit ü(»«t»3iti(Til jiail«. «achtle,a»l«. mabetft *»i»»iaau«.*tiirii i«r Werten im» 2 am« lasch fcaUfntni) » «ab s. - K. Je»' niilronutiilrt«»! u»t wir» mitlanbllat |MEudflfnoaiatm. »aller fe-n^ «fit»! JJctlaubi ,<»(* «achaabiae »»er saitzltl,» aelb«liiii*»unfl «tfteButai Hüb W richtn a» bat llii»Vnw«ta«i ..Ckra.o." ^Schwetzi. ©ruft nach b*r Ecdevtit kästen <■> ». UaKfatiea IU h. Wünsohen Sie risls Her im Wlatsrf ■•hr und beaaere Mllehf sshasll istts, kernige Sshvslasf Stark«, ausdauernde Sn{tkl*rs? gSinndM sohönea JufYlsk? Dann mischen Sie BBT Barthel'a Fatterktlk mm Futter beif Die kleine Ausgabe werden Sie als bereuen. Beachreibung umsonst. MeK. garthel 6 Co. Wtas. L Fahrordnung von der Station Pettau POKtzUfje. Ankunft U Staats i r llaate Abfahrt Uhr 8taa«* l lisai» Nach Frtlh " 7~ 12 FrOh 7 1 SS Trtat a. NIrxiaa«hlag Nachmitt. i 5 1? j Nachmittag 5 SS Wiea aad Trieat Vormittag S 32 Vormittag i U ' 4ii Wiea sa4 Baiapest Abmda 8 46 Abends I 8 ■ bb Wien, Ba4ap«it, War and Schnei 1 z ü g o. Nachts 1 55 Nachts 1 56 Wiea und Trieat Nachts 8 49 Nachts 8 l 50 wira, Badapeat,Wara*d. Nachmitt. 1 44 Nachmittag 1J 4ö Wien aad Trieat Nachmitt S IS Nachmittag 3 14 Badapeat Agenten zur Aufnahme und zum Zncasio von Mitgliedern für de» Leichenverein *». 3«fef f» Pargarftbrn in »ien werden unier günstige» Bedin-gnngen aufgenommen. Offerte uuler «ngabe von Reierenzen an die Verein«Kanslei, »ien IV/1, «argarethenltraße 31. fflawiy»tg«ffwmffggfyiroK<>'"""""""a"""'g°gga''8B8'" Krachs der Haars! Im latopf mir! • In blmirhint«art n«a Mlitel. «aalihaa Mann. fr - - - ' " • • «a XaafalWn dar Raar«. -m t»i» »|Un|U»e« »«el»,ßi» 1» |t M «IM Sa-nnachb »as >|RI, »a •« «El ____ |........ I r»u unt'KM »Htta- «oKaa Kt»f»iar HtWbi. — TnblaM «las Äaafallan 4a» Baatt, maikt «aa Daai «1*1, hallt »*iiaf »an, edtorf. Kapfflnaan und im* (adaa Haar IdiiHr, lana un« bl««MNW. — frUuelilj arfaauti« Daif «rttllt '««• flrtari kawa mlMI«i färb« aalaiar. charanltrt ftiuatAaUi« «ar Haar« auf kahlan KSpfan. f*wla Huganbrauaii un« min>»ai-n. Onitr ba» Ra»a» „Lamrla" III la Kainlla da SHttttl iifnnbaa »atbtit. milche» daaa laachea Mbwaabftbat u»n-rasch« |t1aabta «aaraacht lab ttaber »bat Erwachleae Id» #T' aaltrtaarftn traatleU b« Walter aber bei Wale« »aiaiaftrt oft »It Haarwaraela aab bi« ftatse btaacht gabt«, um blelea Mtaael >a «rltHaa Srr ikaiue ata aa bea chtgeaMaftta btdtl »aabetbatea »Uni» |a«lftli M be* laalrabea »aa Klletea. laetche »ta »aa •stlaitta »efttzea. Ktea «laataMIttelI tkrt alra Ha«ihl nkabta Hl. flliaa|«a »< (IM Mai «als« Maltzf. .latae JUttaefal Mit JUlQell, Flalchat «u '» I 1 Blase «ta »rlillft bieder aoch « and t«» chrtal«« b « .Laeaarla* ffta'a IMaatriCtT lattka laiita la Itatale (tuallttlaab): «II bet Hall»« !C»«aiela- wir Ich tat» »atrlrtea aak tat MM« i»w» aeaea daartaa», ",™4' trtta Mlaa «lekj al chltßa Craaaetllla I fftaa tu» fall» . __ _ V jett lufrltbeti 61a. «lach«, »le I°«Ieich ach I Mastte « leabea Sr«»!,la I«a la »abtaiach I «01 ah aach l Na Ich, .Latactia' ju Itabra^bal^lljitJtmljRl ,aa,t Satte lineii irÄ Äääaa?'»a»/?^«k»taa Ich ktale aakate «tiul «Male« aaacatabat. kam 3br .Lataarta* »:rabt|a waakRtou « »I«« fatit Sie»«, welche Ich letzt laa«. »atle, waeke ali » ea «aarta «'tr lchia de»,«i (m Jaaaf Kkrllek, Sa« aa»t (»Maita)i Zch »al?« aach «last ffrnaftrlt «elai Haare j«a)IH »etlartn an» »ab« nach Beattzaatz Ma t «fCaitften 3»rt« .Lataarla' aittn atiara Iribettn Iwlin Haarwacha trrtlche Stau a. aaiai.f, (tataM Satrelait« IM Ich aa «aaiaatfall. St«, tr „I-araerla" «ebraa»«. (a««a alt Wiu Haare aal aat Mtlae Haart fiOin nach Sari» „l-aeaarla" wtrbea b t Haarwavla la UM tahtaMwabtr Siili altker aa,er,»l Daa ia»»e Haot «uteti aa» »tchß la ««»all»«« »»atRltill ««list nttatr nibttea. »ttta Haar rar, aat aa«aM<lasch« ,».»» »>«>» tt(«»rtle »ab ««»adaai alchl a««i«a A.» «»• bi« >»..»»»», „LawaoHa" lr#,t. F»» a b «awea IX ,.,«»«» »escha»! »atzeek« « teke »lalcha alt K»l,,»^l»<,Wl- an f.tta. II UIII——I Änuoucen I i,:\r alle In- und »anlandiBoben Journale, Fachzeitschriften, I Kalender ötc. besorgt am besten nnd billigsten ini besten 1 iiufe ne\t Jphren bestehende erste öiterr. Annonoen-Bureau von A. üppelik's Nachfolger Anton Oppelik, WIXN, L, Orttnan«»rga»e 12. kaaaatar ......... aM UHalir «a«Mf. aowta »a»«a»«> @l©l®l©i©l@l@l®l@i@i©l® 8wn chrSch fflr j«öe» hmuhatt. vie Kochkunst! tlochbuch der „wie»er Mode" mit dem Anhang: Di« Kunst des laselöetfen, und Servieren,. OerbreH«tfte$ Kochbuch ©efitrreichs »ö OtntfchlaRbs. Dennehrte. verbesserte und iTtuftriert* Auflag». Preis (legant gebunden nur K = Ml. enthält die vollständigste be Dieses zuverlässigste der Ko Sammlung von Kochrecepten und bildet zugleich einen Leitfaden de, Kochen», Anrichten,, der Dunstobst, und Gettänkebereitung. ts umfasst 365 Menu» für alle läge be» Zähre, sowie solche für die ver. schiedenen Feste de, bürgerlichen tebei». ..ZchmasHaft, -es>»b und speis«"". soll bie Devise be* Kochen, sein. Nach diesem Srundsaye wurde bie vermehrte, völlig umge-arbeitete Mb verbesserte Auflage verfasst. Segen Einsenduiq de, Derlaa der .wie»« Mode- in wie», ober burch bi« nächste Svchhanblü»». n sranco zm beziehe» vvm G»»pu>d«stziftt»tz« Nr. gl, Vorräthig in der Sachhandlunz 01. BlMkt, Pctlll. UKh-nahrpulotr. Goldene Medaille Paris! Veftes diätetisches I Mittel „Llora" wird verwende: bei Pferd,n I bei welchen Mageiisiörungenl eingetreten oder welche lllxr-I Haupt vom Hause au«I ichlecbte Frefier sind, ferner! bei Kühen, um einerseits bul Quantität der Milch zul verbessern, anders,ttS die höchstmöglichste Milchabionderuug zu er- I yele». dann zur «uffütterun^ von Ochi'n, und Schvxi»«», sowie auch > zur kräftigen Ausbildung von Kalbern und Schafen. Ebenso zweck. I dienlich ist die Anwendung von .F>ora-.Viet»»ährp»lver bei Stall- I Wechsel oder schlechtem Futter und ,»dl>ch als Praservativ besherr^ | schenden Seuchen. g SÄ „Sifta- S-Ä [ «injro«M Paket 1 K 30, kirnt Pakete 70 h «. 40 h. I Hur i» Pakete» mit obiger Schutzmarke versehen erhältlich. I tzauplverssndr» „Flora", Zeustadl a. d. Vohm. ^Sordb. I Zu haben in Pettau bei: Herrn J»s. M«li»ir und Herrn Heinrich I Mooretter. S l&fe. N Nickel-Remont.-Uhren fl. 3.50 Silber-Remont.-Uhren .. 5.50 Wecker-Uhren . . .. 2.50 K. k. punzierte Silberketten A. 1.50 verkauft unter Garantie Carl Ackermann Uhrmacher im Stadttheater-Gebäude in PETTAU. Ferner Nickel-Remontoir-Uhren . fl. 2.-Silber-Remontoir-Uhren . .. 4.50 Wecker-Uhren ... „1.70 00000000000© ^Jfercantil- (gjouoerts »tt ^ir«»kr»ck von tl. 2— p«r mille an, liefert die Suchdruckerei W. Slanke, pettau. ltttabtk*eUIUl«t« ««ituff. ' f) »L 3U<1 . Q««lin «I «1 li»t> Uetke FafM U4 J4t«- W0£ IT , 3»t. M f. jwwwit. *5^. «ä »ikl w *m. •o« Mi. M .....................* ISO. H Httfch»«'» 3—taahwtt««. Bta. L. tk|—fto-ft 6. Geschmackvolle, leicht ausführbare Toiletten, vornahmatea Modenblatt "VtiKÖl^pDE mit der Unterhaltungsbeilage ,,lm Boudoir". Jährlich 84 reich illustrirte Hefte mit 48 farbigen Modebildern, aber 2800 Abbildungen, 24 Unter-haltingibellagen und 24 Schnitt* mterbefl«. Vierteljährig: K 3 — = Mk. 2.50. Gratisbeilagen: Wiener Kinder-Mode" mit dem Beiblatte „Für die Kinderstube" Schnitte nach Mass. Als Begünstigung von besonderem Werthe liefert die Wiener Mode ihren Abennentlanen Schnitte nach Mass für ihren eigenen Bedarf und den ihrer Familienangehörigen In beliebiger Anzahl Sratta gegen Ersatz der Exppditionsspesen unter aranlie für tadelloses Passen, wodurch die Anfertigung jedes Toilettestückes ermöglicht wird. Abonnements nimmt die Buchhandlung W. Blanke in Pettau entgegen. Sicheren Erfolg| bring,n di, allgemein bewährte» Kaiser's Pfeffermünz-Caramellen gegen Appetitlosigkeit, Mage«»eh nnbl schlechten, «erkorbenen Magen, ächt in Pa» ket,n tt 2V und 40 Heller, b«i: H. Moli-tar, Apotheker in Pettan, Carl Hermann in Markt ISffer. I Sind Sie taub?? Jede Alt vo» Cubfteit u, SdwtrDWgkeii ist mit unserer neuen Erfindung Keilbart nur Taubgeborene uukurirbar. OKr«»«»«« hör f0N «uf. Beschreibt Eueren Fall. Kostenfreie flln-teriuchung und AnStunft. Ader kann sich mit geringen Kosten zu Hause selbst heilen. ?»t«k»«-tioialt OKrcalKilMftalt. 5»» ti Sallc Jlve, £l>kago. Hl. 'Q I d|o )vp |@l@ Kalender pro 1902 vorräthig bei W. Blanke, Pettau. o |o so |o |o so |o |o |o |o |3 |o I o|o |o | o 3 11110 It C C H IC »>>»» XaluuifM mnd F»eh»«JuclirlfUn, C«ar*beca«r Me. ooa '»» Rudolf Mm, dtmlb« Nesart KoMtnanachllia, gntwflrfa fü» «WMkanla-il|* anJ |Mch«clr>oB» Annlm. aowla Iiwrflona Tirlfa kuatfofral ^ 3E^VLd.olf Mosa® Wien U Salier«tltte 2. ^rag, Graben 14. fnaktart a. a.. Herausgeber und verantwortlicher Schriftleiter: Jgnaz Spriyey jun. Truck: W. Blanke, Pettau. Weuage zur 1Dett»irer 25etttx*ttj Verlag von W Planke in 'vctlan Heimatlos. Srjühlunz von V. Stittlprgcr. (9*Tti(M*a) erschonen Sie mich mit Ihren Ansichten,' erwiderte Hilde-gard, .ich finde es unpassend, daß Sie in diesem Ton mit mir reden Ich bin Fräulein Werbach» Schülerin, und wenn augenblicklich unten kein Platz für mich ist, so haben Sie deshalb kein Recht, mich zu beleidigen. Und nun bitte ich nochmc'», sorgen Sie fiir meinen Korb.' m9la ja, ich gehe schon, haben Sie sich man nicht so. wie eine Prinzeß. Und klatschen Sie der Alten nichts, ich meine »er Schreibern, sonst sollen Sie mich kennen lernen. Ich wollt' .Wien nur guten Rat geben, wie Sie sich da» Leben hier angenehm machen können, aber wen» sie nicht wollen — meinetwegen.' Damit schlug das Mädchen die Thür hinter sich zu, und Hilde-itarb blieb allein. Aber jetzt kam ihr keine weichherzige Anwandlung. wie am Morgen in der Bahn und vorhin in der Droschke. Zer kalte Empfang selten« der Vorsteherin, die unverschämte Verdaulichkeit des Mädchens hatten sie ganz starr gemacht. Sie iiihlte, daß Sie nur gedu det sein würde hier: sie fühlte, daß ihr lamps bevorstand, und diese« Gefühl welkte ihren ganzen Stolz, sie ganze in ihr schlummernde Charakterstärke. Und während sie in dem dürftigen, kleinen Zimmer Anstalten machte, sich von dem Üeisestaub zu befreien, ihre Frisur zu ordnen — die nötigen Sachen führte sie in einer Handtasche bei stch — festigte sich in ihr der Entschluß, unter allen Umständen ihre Pflicht zu thun, unbeküm» inert um alle Kränkungen. Liebe würde sie hier nicht finden, so wollte sie sich wenigstens Achtung erringen, wollte lernen und streben nach Selbständigkeit. Und vielleicht fand ste doch unter sen viele» Lehrerinnen und Mitfchülerinnen eine oder die andere, der sie sich in Freuirdschaft anschließen konnte. Sie würde» doch »icht alle in ihr nur die arme, geduldete Waise sehen, würden doch nicht alle ohne Gefühl sein. Und wenn doch, nun, so mußte »e'S tragen, wie ein Verhängnis, mußte aushalten — sie hatte ja keine Heimat! . Der Diener brachte ihren Korb. Auch er erlaubte sich ein 'reche» Grinsen und dir Worte: .Herr Gott, das Fräulein wohnt »der hoch oben — na, darum der Empfang vorhin, oder vielmehr !>er Richtempfang — hahaha', belachte er seinen Witz und schob iich dann, da Hildegard schwieg und ihm den Rücken zudrehte, »och immer lachend zur Thüre hinaus. Hildegard packte ihre sachen aus, und kaum war sie damit fertig, als eine rundliche, ältere Person erschien, wir sie gleich richtig vermutete, die Mit-vewohnerin de» Zimmer». Freundlich ging Hildegard ihr entgegen. .Guten Abend, gewiß sind Sie Mamsell Schreiber, mit der ich dieses Zimmer teilen soll. Hoffentlich werde ich Sie »icht stören.' .Natürlich stören Sie mich, ich bin viel lieber allein »achtS, wenn ich tagsüber mich abgeplagt habe, aber Sie können nichts dazu, das einzusehen bin ich gescheit genug. Bitte mir nur au», daß Sie mich Fräulein Schreiber nennen. Das .Mamsell' kann ich für den Tod nicht leiden. Unten muß ich mir'» gefalle» lassen, aber hier oben regiere ich. Also verstanden: Fräulein Schreiber >'in ich sür Sie, und im übrigen hone ich, daß Sie sich möglichst aiinn machen werden im Zimmer. Bin so schon ärgerlich, daß ich meinen Schrank hinüber ins Schrankzimmer schaffen mußte, aber dazu können Sie wieder nichts. Und überhaupt, gucke» Sie mich nicht so erschrocken an — ich bin kein Menschenfreffer, und wer mich in Ruhe läßt, den laß ich anch in Ruhe. Mache» Sie letzt. daß Sie hinunterkommen, die Theeglocke hat schon geläutet. Jm untern Korridor, die zweite Thür recht». Fix, Fräulein Äerbach versteht keinen Spaß, wa» Unpiinktlichkeit anbelangt.' Hildegard hatte der polternden Mamsell mit einer gewiffen Erleichterung zugehött, denn au» den scheinbar unfreundlichen Worten klang doch eine natürliche Gutmütigkeit, die ihr »ach dem Auftreten de» Mädchen» und de» Diener» unendlich wohlthat. So sagte sie denn freundlich: .Dank, Fräulein Schreiber, ich werde mich schon zurechtfinden und hoffentlich ist e« noch nicht zu spät. Auf Wiedersehen.' .Warten Sie nur. Kleine, ich gehe mit und zeig' Ihnen den Weg — ich muß doch hinunter, hab' mir nur eben den Augenblick abgemüßigt, wollte doch gucken, wie meine Schlafgenoffin aussieht. Run, wir werden uns schon vertragen, und wenn Sie gut ein-schlagen, soll'» an mir nicht sehlen. Sie haben wohl gar niemand, der Sie hätte herbringen können?' »Nein, Fräulein Schreiber, ich stehe ganz allein.' .Hab' mir'» gedacht, darum also! Ra, nur nicht trübselig, Kindchen, der liebe Gott verläßt keinen, der ans ihn vertraut.' Hildegard war e», al» wenn sich der Himmel ihr plötzlich aus-thue. Endlich jemand, der e» gut mit ihr meinte! Einer äugen-blicklichen Eingebung folgend, trat sie der Mamsell näher, schlang ihre Arme um deren Hol» und rief: »Tausend Dank sür die lieben Worte. So hat heute noch niemand mit mir gesprochen. Wenn Sie wüßten, wie wohl mir da» thut.' Die Mamsell streichelte liebkosend die lockigen Haare Hildegards und sagte: .Nur keine Rührung. Kindchen, die paßt nicht für unfereinen, aber ich feh'S schon, wir werden un» vertrage». Und wenn Sie 'mal was aus dem Herzen haben, der Schreibern kö»nen Sie'S immer sagen. Richt klatlche», bewahre Gott, aber au»-sprechen will sich der Mensch und unten, na, Sie werden ja sehe», wie Sie zurecht kommen. Aber 'S ist sehr vornehm unten, sehr vornehm, und wo'S gar so vornehm ist, da ist'» leicht kühl und frostig. So, Herzchen. 'S ist höchste Zeit.' Damit geleitete sie Hildegard die Treppe hinab, sich unten mit den Worten verabschiedend: .Also dort um die Ecke, die zweite Thür. Mein Weg gebt noch tieser, die Lüche liegt im Souterrain.' Fräulein Werbach. die Besitzerin deS Pensionat», die vorstehe-rin der höheren Töchterschule und des damit verbundenen Semi-narS, war eine sehr kluge, gewandte und energische Dame, die au» kleinen Anfängen ihr Institut zu der jetzigen Höhe gebracht hatte. Wenn der GerichtSrat sie Hildegard gegenüber eine edel-denkende Dame genannt, so war daS ein Ausdruck, der durchaus nicht auf sie paßte. Fräulein Werbach war durch und durch egoistisch; aber, wie schon gesagt, sehr klug, weltklug in hohem Grade. Wo e» ihren Borteil galt, konnte sie hinreißend liebenswürdig erschel-neu. Die Eltern der ihr anvertrauten Töchter waren in der Regel ga»z entzückt von der PeiiüonSvorsteherin, die in miitter-licher Liebe und Sorgsalt sich gar nicht genug thu» konnte. Sie ließ eS sich freilich auch recht ordentlich bezahlen, aber das war nur natürlich in dem seinstkn Pensionat der mittelgroßen Pro-viuzialhauvtstadt, und dadurch war man geschützt vor dem Zudrang obskurer Eleuiente. Ein exklusives Pensionat, das war'S. Wie kam es aber nun, daß diese Dame mit dem kalte» Herzen, deren ganzes Strebe» es war, in de» höchste» Kreise» ihre Ber-bindungen zu habe» und durch gut zahlende Schülerinnen in absehbarer Zeit in eine sorgenfreie Lage zu gelange». — eine eigene Billa in irgend einer schönen Stadt und die zu einem beauemen Leben nötige Rente schwebte ihr al» Endziel vor — wie kam es. daß diese Dame dem Wunsch des Gerichtsrat so bereitwillig »ach-gekommen war? Run, erstens hatte sie seinen Empfehlungen be-reit» manche Pensionärin an» reichem HanS zu danke», und da»»: sie hatte schon mehrere Male das Experiment gemacht, so halb um GotteS willen ein armes Mädchen aufzunehmen, auszubilden, und dann in dilien zur Dankbarkeit verpflichteten Wesen billige Lehrkräfte, ganz von Ihrer Gnade abhängige Untergebene zn gewinne». t!s war. da etwas doch immer gezahlt wurde, gar kein schlechtes Geschäft gewesen. Das neueste Lvser einer solche» Spekulation sollte Hildegard sei». Eben trat dieselbe zaghaft in das Theezim-mer ei», sast eine» Moment zu svät. Fräulein Werbach thronte bereits iu vollster Würde am obern Ende der lauge» Tafel. Ei» ausgesucht seines Häubchen vo» gelb-lichen Spitze» bedeckte dcn dichten dunkle» Sche'tel, das g»tge schnittene Antlitz zeigte eine unendliche Abgemessenhelt in jeder Miene. Ei» schweres schwarzes Seidenkleid — Fräulein Werbach ging stets in schwarzer Leide — mit seinen Svitzen um den Hals-ansschnitt. ein goldenes ltreuz an gleicher Uette — das alles machte einen hochvornehmen Eindruck. Eine ganze Anzahl Lehrerinnen war cm der Tafel verteilt, die Aussicht Über die jun-gen Mädchen zu fuhren, die sich jetzt noch halb-lant miteinander unter« hielten. Toch bei Hilde gardS Eintritt ver-stnmintk» sie plötzlich alle: Zahllose Ange»-paare hefieten sich sor-schend ans das n»ter diesen Blicken errötende Mädchen, welches zö-gernd einen Moment stille stand. Es kam ihr niemand entgegen. Da raffte fle allen Mut zu-sammelt — es hatte ihr eben noch wie einSchleier vor den Auge» gelege», das Gefühl e>«er Lhn> macht war ihr nahe. Das durste »icht sein, »m keinen Preis. Sie gingvorwärts, ansFrä» lein Äerbachs Sessel zn. und sagte »lit leiser, aber klarer Stimme: »Per-zeihen Sie, bitte, wenn ichznsvätkoinme. Main-seil Schreiber holte mich eben erst." .Es ist gerade noch Zeit. Meine Damen," — dies galt den Lehre rinnen — .liebe »linder. hier ist die neue Hans genosst». Hildegard Wer »er aus W. Ich hoste. sie wird sich wohl fstli leit i» unserm Kreis und einst meiner Erziehn»» Ehre mache». Fränlei» Hodermann, wollen Sir. bitte, Hildegard ihren Platz anweisen." Die bezeichnete Leh-rerin erhob stch und fiihrte Hildegard an die untere schmale Seite der Tafel, wo «och ein Stuhl srei war. Mit einem Seufzer der Erleichterung nahm Hildegard de» Platz ein. Zwei höchstens elf- bis zwölsjiihrige Mädchen innen ihr zur Seite nnd musterten neiigierig die Nachbarin. Gesprochen wurde unr wenig, nnd Hildegard, im Gefühl völlige» Fremdsriiis, nahm keine» Teil au der llnterhaltnng. Sie trank in halber Bewußtlosigkeit ihre» Thee, ab ein belegtes Brötchen, dann wurde die Tafel aufgehoben. Die ganze Gesellschaft verteilte sich in zwanglose Gruppe». Es wurde gelesen, gespielt, musiziert. Hildegard fand stch erst allein, dann aber sah sie sich von einigen der jungen Mädchen nniringt. Tie älteste von ihnen, die schon ganz den Eindruck einer jiutge» Tarne machte, fragte plötzlich: .I» welchem Saal schläfst Tit denn, Hildegard. Bei uns nicht, das wüßte ich." .Bei uns aber auch nicht," rief eine zweite. Tann entstand eine kleine Pause. .Ich schlafe iu einer Mansarde mit Mamsell Schreiber.' sagte .Hildegard ruhig. so gelassen, als wenn das die selbstverständlichste Sache von der <)elt wäre. 9icrf Ifjjt.) Ü^ütOUMIJlilt 11116 « dünke mich reicli, wie eine Königin!" .Zweilnnider« Mark" — etwas gedehnt kam'S heraus — ^zwei-hundert Mark! Nun, allzuviel ist's nicht, Mindchni." .Sie müssen bedenken. Fräulein Schreiber, irii bin in Schuld bei Fraulei« Werbach, adi, und ich bi» so glücklich, daß ich die- -•-+ 11 erhuben h^tte. Ihr Bormund dankt« ihr alljährlich aus ihre» NenjahrSglückwnnsch durch «iu paar kurze Zeile«, iu deuen er jedesmal feine Freude aussprach, sein Miludel in so vorzuglicher Obhut zu wisse«. Es kam ihr nicht in den Sinn, ihm gegenüber zu klage», weim sie auch oft daS uubestimmte Gefühl hatte, als könnte manches an ders fein. Fränlei» Werbach ließ sie bei jeder Gelegenheit hören, daß sie eigentlich nur an? Mitleid aufgenommen sei, daß sie alles aufbiete» müsse, sich dankbar zu zeige«. So kam e», daß sie das Gefühl, nur geduldet z« sein, niemals los wurde. Es spornte sie immer aufs neue an, ihre Pflicht in vollstem Maße zu thun, um einst «icht mehr «uter diese»!, ihrer feinfühNgen Natur oft so nnerträg-liche« Druck zu stehe». Die Jahre schwanden; ihre Mitschülerinnen verließen die Pension, um in ihre Heimat znriickznkehre». Für Hildegard blieb eS immer dasselbe — Arbeit, Pflicht-ersüllung. Tann, nachdem der Kursus der Töchterschule absolviert war. trat sie ins Seminar ei», ohne daß dies eineAendcrnng ihrer Lebensweise hervorgerufen hätte. Nur fühlte sie sich fast noch einfamer, da die Seminaristin-nen meistens außerhalb wohnten, und sich zum Verkehr mit ihnen keine Gelegenheit bot. ---Hildegard Werner ließ all' das, was sie in den lebten Di- Kirche i« «rind-I-a» «i. We.ierh.rn. ehr in Schuld. Keine freie Minute hat man Ihnen ge» lassen, Ihnen kein Vergnügen gegönnt, kaum einen Spaziergang — 's hat mir oft in der Seele weh gethan, Kindchen.'' „Ach was, das war nicht so schlimni, Schreiberchen. wie Sie denke», wenigstens erscheint eS mir heute nicht mehr so, heute, wo ich das Gesühl habe, endlich selbst ständig dazustehen, »icht mehr abhängig von fremder Gnade. Gott sei Dank, daß es so weit ist." Mit strahlenden Auge» stand Hildegard da. Das schlichte, schwarze Kleid, welches sie zum Examen getragen. umschloß eng anliegend die feine, schlanke Figur; das zarte Oval des blaffn Gesichtes hob sich leuchtend davon ab. Die großen, dunkeln Augen, der süße, rote Muud, dem das Lächeln jetzt so gut stand, die Krone welliger Flech-ten vom reinste» Blond, die seine Nase, boten zwar kein blendendes, aber ein uueublich ailzieheude» Bild jugend« licher Schönheit nnd Anmut. Nur die Frische fehlte, die eigentlich den Iahren, in denen das junge Mädchen stand, eigen zn sein pflegt. Hildegard war wie eine im Schatten erblühte köst-liche Blnme — der So»»euschein hatte ihr gefehlt zur vollen Entwickelung, der Sonnenschein liebevoller Pflege »nd schützender Sorgfalt, der zarte» Blüten Bedürfnis ist. Einförmige Jahre lagen hinter dem jungen Mädchen. Fröhliches PenstonSlebe» hatte sie »icht kennen gelernt. so seltsam das auch klingt. Der Zeitpunkt, »vo sie gleich den andern Schülerinnen im Schlaffaal Plat, gefunden hätte, trat niemals ei», und schon dadurch stau' si< außerhalb des Kreise» der Pensionärinnen, blieb sie ilj.. u fremd. N»r deii Unterricht nnd die Mahlzeiten teilt« sie mit ihnen. Freistliiide» gab es kanm für Hildegard. tue mußte sich selbst ihre Garderobe im Stand halte», anch hatte fränlei» Werbach stets eine Menge kleiner Arbeiten für >ie, AnSbesirrn vo» Wäsche, Korrespondenz?» und dergl. So kam sie gar nicht dazu, an den Vergnüge» der ander» teilznuehme». Ta»zst»»de». Theater, Ko»zerte wnrde» besucht, aber Fränlein Werbach fcind. das, solche Sachen für Hildegards künftige Stellung »Icht notwendig feien, »nd Hildegard war viel zu bcscheiden, nm derar-tige Ansprücbe zu erheben. Und sie hatte ja niemand, der sich ihrer annahm, der seine Stimme zn ihren Gunsten vitde, »»» der Schweiz: «-scheuen Nienlibriicke. («it —» 12 Oftredilfrrllgt. 9 (t> t r r: „Tu tust doch wirklich unmfjt, Papa . rr liebt mich nicht. Ivrll Ich fl« «un Harri« bi»; im WeotiUcil. er verachtet dir gleiii« Such« nach Wtlb." Pava: „Uno ivvrau» schliß» Xn da«, mein »tm#?* itivire: „tfrit geilern adend inflic et, tt war« ihm gleich, od er («i« Leben» lang «ine» Pfennig DccOirxic oder nicht, tueun «t nur mich lüttt«.* die jetzt, nachdem Hildegard zur Lehrerin avanciert war, die Man-iarde »icht mehr fiir statthaft fand, hatte ti so bestimmt. Auch Imtte sie fiir die Ferien eine solche Fülle von Arbeit fiir daS iuiige Mädchen, daß sie e« fiir besser fand, Hildegard in ihrer unmittelbaren Nähe zu haben. (Sori,e,u», folgt) A L 3UIL10IIÄ mr - Rrckrrei. Ei»e See», au» de, bayrisch«» Berge», di« t««»r noch für die Münchener Maler «ixe Fundgrub« hübscher Motive biete», bringt A Sgger-Li«»,. Der RazI vom Grudenhof lugt zum offenen Fenster »ach der schmücke« Res,I hiuriu, di, flch au» .Reckeret' hinter Ihrer verstindnlivoll lächelnden Schwester v«rsteckl. Bilder au» der Schweiz. «er dabei war. al» Hundert, vo» Arbeiter» die graniten» Riesenmauer de» Gotthard durchbrachen, welch, die Statur in riesenhafter Stöße zwischen Rvrd- und Südeuro?a ausgerichtet hat, oder wer später da» für die dabei interessierte» Staate» so huch,nichtige «lied im Riesen-organi«mu» de» Welivetkehr» besahr«» hat, der zollt der »ühuheit «nd Energie d«» M«»sche»g«iste» höchste Achtung »rbaut In den Jahren >»72 bi« 1882 «it eine« Sostenauswaud vo» 238 Millionen Franken, kam der Meter d«r Bahnlinie auf rund l0«0 Franken zu stehen Da» Inieressanteste Teilsiiick liegt unstreitig beim Ddr'chen Wassen. S» handelt« sich hi«r darum, die Bahn von der 741 Meter über Meer grlegene» Station Gurtnellen, ohne da» Maxlmum der Steigung <25 */M) zu überschreiten, annähernd aus di« Höhe von Söichenen zu hebe», wa» »ur durch die Anlage von drei »ehrtunnel», welche spiral-firmig im Innern de» Sedirge» aufwärt» steige», möglich gemacht »erde» tonnte. Sie fahren zuerst durch de« 1487 Meter langen Pfaffensprungtunuel. Wähnend, e» geh« immer gradau», find wir höchlich erstaunt, un» bei Au«, fahrt Zü Meter »der der Einfahrt zu befind««. Und so geht'» um b«im 1090 Meter langen Wattiugertunnel. au» d«n> wir, nardwäri», also «igenilich rück« wärl» fahrend, die Station Wassen erreichen. Da» kleine Bergdorf mit s«inen sepiabraunen Bauernhäu»chen wird vo» «inem freundlichen »irchlein behütet, welche» aus «ine« Hügel lieht, den wir kurz vorher durchsahren haben. Bot un» schon di« obere wattinger-Reußbrücke einen flüchtige». ab«r prächtigen Blick auf da« Thal und die nördlichen Berghäupter Uri», so können wir un» hier beim »irchlein in Muße dem Zauber der Schönheit hingebe». Den Hinter-gründ de« Thale» schließt die 5000 Meter hohe, schneegekrönte Windgelle ab, wahrend Östlich sich der wilde. lawinengefährliche Diedenberg erhebt. Zu Füßen aber erblicken wir die vielverschlungene Bahnanlage. In ihrer Weiter-fahrt setzt die Bahn Über die SS Meter lange und 7S Meter breit« mittlere Meieneeußbrücke, der imposantesten der ganzen Linie, um sich dann im Leggi-steinkehrtunnel z» verlieren. Bei der dritten Meienreußbrücke »ritt sie wieder zu läge und hat nun «in« Höhe von «90 Meiern erreicht, so daß sie bi» Söschenen nur noch 120 Meter Steigung zu bewältigen hat. In einer sür den Reisenden verwirrenden Weil« sind wir in kurzer Zeit dreimal über den wilden Meienbach gefahren, und immer wieder trat da« Wassenrr Sirchlei» in uuser Sesichttfeld — über un«, vor un». hinter un« und unter »»«. Nachdem wir aus unsrer Weiterfahrt den lSSZ Meter langen Raxdergtuunel passiert, fahre» wir über di« KZ Meter lange und 4» Meter hohe — einen Zeitungsbericht. .Bevor »er toll« Huud erschossen wurde, biß er noch den Bankier X. und mehrere ander« Hunde." Sie weiß da» z« schätzen. Dienstmädchen: .Sehen Sie mal. Madame, da find« Ich im Spülwasser einen von Willy» Bleisoldaten!' — Madame: .Ach. werfen Sie da» Ding weg!" — Dienstmädchen: .R,. Madame, da» woll'« mer doch »icht; wer da» »leine nicht «hrt, ist da» Große nicht wert!' ( ; /•• y i._ l W / . u i : 11 l . ' " »r.bl«« «r. 17. «an «. va»t»r. Schwarz. Walln»ßblätler.Thee uu» Bäder werd«» gegen Skrvphel» angewendet. Den Aufguß der Wallnußblätter verwendet man all Waschwaffer und zur Be« feuchtung der zum verbände der Skrovhelgeschwür« bestimmten Kompressen. Der vieuenwiet muß i« Winter bei Feinen Bienen fleißig nachsehen und durch tote Bleuen oder Schne« verstopft» Flugiocher reinigen. Dieselden sollen nnr bei sehr kalter Witterung verkleinert werden, können aber »It durchlöcherten Blechschiebern geschlossen werden, damit den Mäusen der Hingang verwehrt ist. Kartoffel tuchlein. Man schält sauber ge-wascheue, mittelgroße, rohe Sartoffeln, schnei-det fl« In «inige Itil« und fl«d«t st« In Milch. bi» fl« welch flnd. Sie w«rb«« bann auf «In Rudelbrett gebracht, nachdem vorher die etwa noch anhaftende Milch abgegossen, mit dem Wellholze ganz fein zerdrückt und etwa» gesalzen. Untordeflen rührt man 60 Gramm Butter mit zwei ganzen Siern zu Schaum. gieb! die zerdrückten Kartoffeln darunter, be. streicht eine flach« Bratenpfann« gut mit Butt«r, setzt mit d«m Löffel kleine Küchlein in zw«i Finger breiten Zwischenrüumen hin-«In und backt st» In d»r Rvhre bet gutrr Hitz» zu schöner Farbe, nimmt fle dann mit dem Backschüuselche» heran» und legt fle auf di« erwärmte Platte. Mehl wird nicht dazu genommen. Falle« im Besicht werden namentlich von de» Frauen sehr gefürchtet. Um fle zu vermeiden, wasche man die Haut fl«ißig mit (altein Waffrr und Seife. Zur Verhütung der u K Weiß via» in I ZI»«». sogenannten »rähinfüße. sowie der zwei Falten am Munde wasch« da« «estcht öfter mit Mandelmilch und lege zuweilen de« Rächt« eine Binde au» Leinwand darauf, di« man In r«in«m geschmolzenem Wach« getrünkt hat. Eharade. Da» Erst« zieht von Süd und Siorden, >»lck. Auliblnng folgt in »Schstcr Nummer. L-,,»riph. Tee Dichter ruff» mit O in» Leden. II* war mit K Ix» Glücke« Hort; Hub wird ein A dafür gegeben. Dann ist e» fester »listen««. Fallt. *r. I». Ar. I«. Zchachlisuugen: L b ?—« *. 8 » »—o 4. D il I—>1 .1 f etc. D • »-5 • L h •-( 7 D g t—c I etc. Auflösungen aus voriger Rummer: !» «Stiel»: «Ind. Harfe, «indyorf«. — »«» Silbenrätsel«: Honb, Slpalm«, _ 'tisch. Lorrlrl »«Iciixt. Cltranr. Mcliton, KSnaueuk, Brb|e, llolant, Tem-perament. — ^höslichkeit-Belchtidentielt." — De» Bilderritsel»! (Ba» ist der Erd« Glück? Sin Schatte». «II« Recht« »«e»ei,«I,k». verantwortlich« ««dattion von Hrnst Hltiller. gedruckt und l>«rau»^«giben von Sreiner » HIeiffer in Stuttgart.