Vumitirr 9. pettau, den 28. Februar 1897. VIII. Jahrgang erscheint jeden Konnrag. Prei» für Pettau mit Zustellung inSHau»: ViertkljShrig fl. 1.20, halbjährig fl. 2.40, ganzjährig st 4.MI), mit Postversendung im Inland,! BierttljShrig fl halbjährig st. 2.80, ganzjährig fl. ö.ßO. — »inzelne Nummern 10 fr Schristlriler: J»stf FrlSurr, «llerheili,«n,asse 14. — Berwaltung und Serlag: W. «laute, Buchhandlung, Hauptpla« «r. «. Handschrifttn wrrdcn nicht zurückgestellt. Ankündigungen billigst berechnet. — Beiträge sind erwunicht und wollen längsten« b»> Sreita», jeder Woche eingesandt werden. Die Pettauer Gymnasiumfrage im steter-märkischen Landtage. Wie schon in der letzten Nummer kurz be-richte! wurde, brachte im steiermärkischeii Landlage der Abgeordnete Herr Joses Ornig und Genossen sollende» Antrag aus Vervollständigung unseres La»deS U»tcr, yi»nasi>ims zu einem Obergymnasium ei», der am 2(1 Februar 1H97 zur Begründung und Verhandluiig gelangte. Herr Abgeordneter I. Ornig begründete seinen Antrag 'olgendetmasie»: ..Hoher Landtag! Schon im Jahre 1866 hatte der damalig'.' Abgeordnete Hermaii» die Errichtung eine« Real-gyinnasinms in Petlau bea»tragt und wurde dieser Autrag auch zum Beschlusse erhoben. In der Begründung dieses Antrages hatte Abg. Hermann schon damals darauf hingewiesen, da»« die Errichtung einer derartigen Mittelschule in Petlau insoferne berechtigt erscheint, als die Überfüllung deS Marburger Gymnasiums eine unläugbare Thatsache sei. Nun hat sich die Situation inzwischen in keiner Weise geändert und ich werde daraus noch zurückkommen, um mit wenigen Zahlen diese« zu bekräftigen. Im Jahre 1878 wurde vom hohe» Landtage da« Realgymnasium in ein Untergymnasium umgestaltet und hat in dieser Form bisiier, wenn auch nicht eine glänzende, so doch gegenüber dem Lrobner Gymnasium eine nahezu mit diesem gleiche Frequeuiziffer gehabt und zwar in der Art, das« am Pettauer Untergymnasium immer hundert und melir Schüler waren, während da« Leobner Ober» gymnasium im ganzen nur 200 Schiller auszuweisen hatte. Die Wählerversammlung am 25. Februar. Die vom „Gewerbe-Verein" hl Pol tau für den 25. d M einbern'ene Wählerversammlung der allgemeinen Wählerclasse war so zahlreich besucht, dass uicht alle Theilnchmer im Saale de« Reicher'scheu Gasthofes, wo die Versammlung tagte, Raum fanden. Um 8 Uhr erklärte der Obmaiiu-Stellvertreter dc« Gewerbe Vereine«. Herr M. Martschitsch. al« Einberufer die Versammlung für eröffnet und ersuchl, au« den Anwesende» das Bureau zu wählen. Der anwesende Landtagsabp ordnete Herr Bürger> meister I. Ornig lehitte die Wahl au« dem Grunde ab, weil er Leiter de* Wahlalles sein werde. Auch der nominirlc Herr Dr. H. Michelitjch lehnt ab und die Vrisammlnng wählt sohin Herrn Martschitich zum Vorsitzenden, Herr» M. Straschillui seinen Stellvcitretcr. die Herren Josef F,lsner und I. Gspaltl zu Schriftführern. Sohi» nimmt der Vorsitzende da« Wort und erklärt, die Gewerbepartei habe acht Wahlmänner aufgestellt, die er einzeln bekannt geben und über deren Annahme abstimmen lasse» werde. (Wider-spruch) Herr Tr. Michelilsch erhält da« Wort In längerer Rede führt er ans. das« dieser Vor-gang nicht richtig )'ei, lveil nicht eine Wählerver-sammluna der Gewerbeparlei, sonder» eine all-gemeine Versammlung der Wähler der V. Curie einberufen sei. Im Verlaufe seiner Rede erwägt Scho» in den Jahren 1890. 1892 und im vorigen Jahre hat die Stadtgemeinde Pettau mit verschiedenen Ansuchen an den hohen Landtag petitionirt um die Vervollständigung de« Unter-gymnasiumS in ei» Obergymnasium. Der hohe Landtag bat diese Petitionen der Stadt Petta» stets dahin erledigt, da,« er bereit sei, die« dnrchz führen, wenn daS Gymnasium in Leobei, verstaatlicht ivürde, waS ich auch insoferne begreiflich finde, als die Laitde«finanze» nicht die glänzendsten sind und nur durch die Entlastung vom Leodener Obergyiniafinm die V rvollstän-digniig dc« Pettauer UntergymaasiumS möglich wird Im Jahre 1895 hat der LandeSschnlrath da« Untergymnasium in Pettau inipizirt »nd die In-sp'ktio» hatte ein sehr günstiges Rmltat zu-tage gefördert, so das« der Landesschulralh in einer seiner folgenden Sitzungen sich bereit er-klärte, dieser Frage (der Vervollständigung des Pettauer Untergym»asium» zu einem Ober, gymnasium) näher zu treten, wenn gleichzeitig ein Schülerconvict errichtet würde. Auch diesem Wunsche hat die Stadtgemeinde sofort Rechnung getragen u»d sich z» jedem Opfer bereit erklärt, eben »vegen der dringenden Notlmx'ndjgseit der Ver»olls'ä»digung de« Unter-gymnasium«. Ich komme nun auf die Begründung de« au.h seinerzeit vom Abgeordnete» Hermann ge-stellten Antrages zurück unb möchte diese» mit folgenden Zahlen bekräftigen: Die BezirkShanptmannschast Marburg mit den Gericht«b>zirke» Wmdisch-Feistritz, St. Leon-hard »nd Marburg hat »nd zwar im Gerichts-bezirke Windisch Feistritz 197H6, im Gerichts-bezirke St. Leonliard 18084 »»d Marburg er die Chancen für die von der Geiverbepartei anfgestcllten Wahlmänner, die gegenüber der Zahl der Wahlmänner der a»deren Parteien eine ver» schwinde"de Minorität bilde» würden. Er fragt, für welchen Candidaten diese acht Wahlmänner eigentlich stimme» wolle», nachdem der in E'lli aufgestellte Caudidat seine Candidatnr uirnckwg. da er einsah, dass er nicht dnrchdringen könne. Redner warnt vor einer Stinimzcriplitternng »nd empfiehlt in dieser Richtung ein Compromiß mit den „Socialdeinnkraten" als einer Partei, welche mindestens für den Bestand der Schule in ihrer heiitigen Form einsteht n»d a» den Schulgesetzen nicht rütteln lassen wird und die auch kür das all-gemeii.e direkte Wahlrecht eintritt. lBravo!) Herr Karl Kratzer schließt sich den AnSfüh-rnngen deS Vorredner« bezüglich de« CompromisfeS an und fordert die zahlreich erschienene Arbeiter-Partei auf. die von ihr a«sg?stellten Wahlmänner zu nennen. Herr Büian (Arbeiterpartei) begrüßt diesen Beschluß »iid verliest eine Resolution dahingehend. dai« seine Partei ein Comprom'ß ein-gehe, wenn sich die von den andere» anwesende» Wählern nominirten Wahlmänner verpflichten, dein Candidale» der Arbeiterpartei ihre Stimme» <» geben. Herr Manen (Arbeiterpartei), meint, das, nach der Lage d>r Dii'ge ein Compromiß Vorschlag von den andere» hier vertretenen Wäh'ern gemacht werde» solle, die Socialdemokraten seien bereit, 40669, zusammen also 81489 Eiinvo,»er. Di« z»m politilche» Bezirke Pettau gehörigeii Gerichts-bezirke haben und yvar: Rohitjch 12166. Friedau 19997 u»d Pettau 47193, zi>famm>n atio 79356 Einwohner, das ist gegenüber dem Bezirke Marburg blos ei >e Differenz von 2*/o- Wen» man nnch erwägt, dass die Stadt Pettan von Marburg kann! 20 ttiloineier eilt» ferut ist. so ist e« begreiflich, das» vns Gymnasium in Marburg thatsächlich überfüllt ist und man infolge dessen gezwungen war, do,t längst schon Parallelklassen zu errichte», ei»e Erichei»u»g. die auch stalistisch »achzuiveiieii ist. weil vom poli-tischen Bezirke Pettan die meiste» Schüler nit» weder gleich oder doch nach Absolvieriiiig deS erste» oder zweite» Jahrganges vom P»ttauer Uutergymnasium nach Marburg gehen, was wieder damit nachgewiesen werden konnte, dass der Bc-such i r Ä. »nd 4 Elasse a»i Pettauer Unter-gl mna ! in gegen die Frequenz der 1. und 2 Classe e> e viel .eringcrr Z>fs r ausweist. D'S ist auch begr. flich, weil die Schüler, welche die l. und 2. U äff« absolvierten, an ein vollständiges Gymn.'ii..»» zu kommen trachten! Aus diesen Gründen, die auch der Gerechtig-keit inbezng aus die Einwohnerzahl des politische» Bezirke« entsprechen, die ei» cvnipletes Gymnasium wolil verdieiit. habe ich nur gestattet, mit meine» Herren Genossen folgenden Antrag im hohe» Landlage einzubringen: „Der hohe Landtag wolle beschließe»: I» de, Erwägung, das« die Verstaatlichung deS Gymuasinitts i» Leobe» sicheren« Vernehme» nach schon für die nächste Zeit iu Aussicht steht, werde der Landes Ausschuß beauftragt, unverzüg-lich die Verhandlungen mit der Stadtgcmeiude Petlau dah>u zu pflegen, ivelche Opser dieselbe ein solches einzugehen, wenn man sich sür den Candtdalen Rvpa» eiitichließt. Herr Straichill: Die Geiverbepartei babe ihre Wahlmänner nominirt »»d sei nicht gesonnen, sich eine» Candidaten aufoctroyieren zu lasse». (Rufe: «Sitzung unterbrochen, »m eine Ver-sländigung zu suche»!" — andere Rufe: .Zuerst Über den Antrag Michelilsch wegen de« Compro-misse« abslittiine» lassen!") Herr Heller (Gewerbetreibender), kritisirt die Säumigkeit des „l^kiverbevereines". der mit dem Cillier Gewerbe - Verein hätte Fühlung suchen sollen. Danii bespricht er da« vom Candidate» der Socialdemokraten i» der letzte» Wähleruersamm-liing dieser Partei entwickelte Programm >i»d erklärt dasselbe für die Geiverbepartei al« annehmbar. M. Martschilsch: die Arbeiter hätte» wohl die Ver-kiniguug mit de» Gewerbetreibenden suche» können, ehe sie eigene Wahlmänner anfstellen. Herr Maizen (Arbeiterpartei) widerlegt. C« war nicht Sache der Arbeiter, de» Gewerbetreibenden als „Höher-gestellte»" zuerst die Hand zu bieten, weil sie nicht wußten, ob dieselbe anch angenommen werden wird. Herr Schaion will vor allem zuerst Klarheit über die Ziele der Socialdemokraten haben, ehe er für ein Compromiß stimmen kann. Herr Schrifti'ührer F'lSner schlägt vor, es seien von beiden Seiten eine Anzahl Vertrauens« männer zn wählen, welche dann sofort über daS einzugehende Cvmpromiß zn verhandeln »nd da» zum Zttvefe der Vervollstänbigung beS borgen Lanbes Untergymnasiums z» bringen bereit fei, damit iiir den Fall der Verstaatlichung des ütrflwiu-r Gnmuaftum« zur Bervollstäubignng bes PcWl r UniergtimnasiniiiS Wort und nicht erst naÄ) Hiichreren Jahren geichritte» tverbe.i fbnnc." Ich bitte da» hol>e Ha»S »m Zuweisung an dc» Unterrichts Ausschuß!" Der Zuweisnngsantraq würbe sudan» ohne Debatte »»genommen. Der U»terrichtsan«sch>,ß Ijat nuu mit einer gnoifj banlenswerthen Raichh.it seinen Bericht an den Lanbia,i dahin erstattet, dass er sich für die Don den Abg. XV Ornig nub Genosse» beantragte n»iuT;,ii(|[id)f Einleitung der erforderlichen Veihand-In» ie» mit der «tadt.,»mei»de Pettau über die v»i ihr auszubringenden BeitragSleistungen ansspricht. »nd wünscht derselbe iinr, das» die Erhebungen auch am di - Frage der voraussichtlichen Frequenz eines Obt'r.miunasiumS in Pettau miS>t>bel,nt werbe«', wainen' er btc in dein Berichte oa»! Ja »»er 1896 au«g> sprochene Befürchtung, dass durch die Er-richtn i.g eines Obergymnasium» in Pettau dein deutschen Oberaymnasimn in Cilli mo>tlicheriveife eine unerwilnichte Coneurrenz geschaffen werten könnte, mit Rücksicht auf bic bekannten [segnen« tatiou«verhält»isse an letzterem nicht für begründet zu erachten vermag. Endlich betont der UnterrichtS-a»sschuß. er sönne ci nicht »ua»S,,espro1ien lass», dass er ungeact>tet seines Antrages ans unverziig-IicIk E.nie.tiing vo» Schritten zur aklfällige» Er-richtnug eine» Landes Obergymasinms in Pettan unenllv gt auf dem Standpunkte bel.arrt. dass es a»>schli,ftliche Pflicht des Staate« iei, für den Mittelschnlnnterricht Vorsorge zn treffen und bass er eine bi^fällige Verpflichtung des Landes unter keiner Bedingung anzuerkennen vermag. Räch einem am 20. d. M. ei »gelangten Telegramme wurde der Antrag des UuterrichiSans-schnß'S betreffend die Vcrv»llstä»dignna be» Lan-bes UnlcrgyunasinmS in Pettan zu einem Ober« gymnasium, im Landtage ohne Debatte angenommen. Constituirung der „Ersten steirischen Hanf-»nd Flachö-Genosicnschaft." Am 28. d. M fand in Graz im Saale des Hütet Florian die constituirende Versammlung d^r „E>sten steirischen Hanf- mib Flachs-Genossen-schast" statt. Die Betheiligung war eine zahl-reiche, besonders ans dem Mittel- ». Unterlande. Unter den Anwesenden befanden sich auch die Herren: Bürgermeister I. Ornig, Landtags Abgeordneter Resultat der Verhandlungen der Versammlung vorzutragen hätten. (Bravo!) Der Antrag wirb bei Abstimmung angenommen nnb einerseits bie Herren Mari Kratzer. M Martschitich unb Max Siraschill. anberseits bie Herren Vinzenz Maizen. Rubolf Kratzer und Daniel Bilian als Ver-trauenSmünner gewählt, die sofort zur Besprechung zusammentreten. Die Verhandlungen sinb beendet und ber Vorfitzenbe gibt baS Resultat bekannt. Darnach werden die Herren: Johann Lesen», Bildhauer (Socialdemokrat), St. Kratzer, Tischlermeister iGewerbepaitei), Joses Klepp, Tischler (Eocialb» mokral). Rubols Kratzer (Somlbemokrat), Michael Martschitich (Gewerbepartei), Vinzenz Maizen, Gastwirt (sociale »tokray, Josef Pri-rnoiiö, Schuhmacher (Socialdemokrat) unb Joh. Steudle. Bindermeister (Geiverbepartei) als Wahl« mäaner nominirt mit ber Verpflichtung, den Eanbibate» ber Socialdemokraten Ropas zu wählen. Herr Perto ist mit biesem Resultate einver-staube,!. Herr Großancr fragt, ob diese» Com-promiß anch Giltigteit für den Fall habe, als im letzten Momente noch ein fortschrittlicher Gegen« candibat ausgestellt würde, ber nicht ber social-demokratischen Partei angehöre? Herr Maizen (Socialdemokrat): An dem Comproniisse soll nichts geändert werben! Herr Lchalon findet das Gompromisi für bic Freisinnigen ungünstig, da diese blos 3 Wahl« mäuuer zu wähle» hätten, während Die Social- unb Hanbelskaininerrath, bann bic Herren Ge-nieinberäthe: Ä. Blanke, Max Ott, R Sabnik. Ab Sclliiischegg. Vertreter bes Pettauer „Luiibw.-Vereines" bie Mitglieder Herren: Jg LeSko-schegg, I Flucher, Ärwalter der D. R.-O.-Com-niende Grok-Sonutag, Paul Petter, giäsl. Herber-steinscher Gntsverivalter von Ober-P ttau. Ltarl Sima, Jolmun P>rko. Dann die Mitglieder bes lliefiiK» .Ha»delsqreminms Alexander Kollenz unb Heinrich Mauretter, als Vertreter des Gewerbe-Vereines Josef Gipaltl: Kammerpräsident Fr. «chreiner, ferner bie Herren Gutsbesitzer Graf Joses .Herberstein, Ritler von Rosnianit, AuS^ fchnsjinitglied Der f. f. LandwirtichaitS Gesellschaft, Gutsbesitzer Richard K!amer voii Ebensseld, Di-rector »eil von Steinfelb b. Graz. Kiittstmülileu-besitze? Fran; «naps von Winzeudors, Ernst An.nrer se». und j»n, Trenenegg bei Marburg »nd zalilreich, anbere Interessenten.Der Einberufer, Herr Landtagsabgeordneter Joief Ornig. Bilrgeriueistcr von Petlau, eröffnete und beijriifjte die Bcriamin-lnu, »amen» des Gemeiuberatlie» b«'r Stadt Pettau u-iv erörterte in kurze» Zügen bie Eutstehungsqe-schichte des Unternehmen«, wobei er darauf hin« wies, dass die erste Anregung hiezu Herr Ernst Augrrer durch seine in Pettau ausgestellten Hanf- Uiid Flachsprodncte gegeben habe. Die gegebene Anregung würbe vo» ber Stabtge« meinbc Pettau mit Freude ausgegriffen, welche bie weitereu Schritte zur Gründung einer Genossen' schafl einleitete Auch Se. Excellenz ber Herr Acker' bauminister Gras Ledebur hat für das Unternehmen das regite Interesse bezeugt unb bie möglichste Unterstützung zugesagt. Es sei baher zu hoffen, bass burch das Entgegenkomme» ber hohen Regierung mib des Laubes ber im Interesse ber daniederliegenden Laiibiuirtichaft zn unternehmende Schritt von günstigem Erfolge begleitet sein werde. Herr Ernst Angerer besprach sodann bie landwirtschast-l'che Bedeutung des Hanf- und Flachsbaues für Steiermark unter Hinweis ans bie Bortheile gegenüber Ungarn und entwickelte ei» Programm für bie Art mib Weise des Betriebe» und hinsichtlich der Finanzierung des Unternehmens. Hierauf über-»ahm Herr Kammerpräsident Schreiner de» Vor-sitz, welcher namens ber Kammer den Berathungen ben beste» Erfolg wünschte. Die Herren Direktor Schlnmpf nnb Dr. Stolzer begrüßte» unb befür-wortete» wärmsten« bie Gründung der Genossenschaft. deren Statute» nach finleiteiiben Bemerkungen bes Herrn Angerer zur Verlesung gelangen. Die Genossenschaft fülirt ben Titel „Sleirische Hanf, unb Flachsindustrie-Gesellichast, registrierte Gc-uossensckiaft mit beschränkter Haftung." Dieselbe deuiokrateu 5, wählen. Es solle» je 4 nominirt werden. (Richti,,!) H'rr Bilian (Socialdemokrat): Das Compromiß ist geschlossen und von den fünf Wahlmänner» der Socialdemokraten sei ja der Gastwirt V. Maizen ebenfalls Gewerbctreibenber. Herr Ott vermißt unter ben nominirten Wahl-Männern auch einen Vertreter ber zahlreichen Wähler aus ber Gruppe ber HaubelSangestellten. Herr Dr. Michelilsch führt in längerer Rede ans, dass eS ihn Wunder nehme, das» mau auch in die V. Curie bie Interessenvertretung hinein» zerre. Die allgemeine Wählerclasse sei bie einzige, welche nicht wie bie 4 anderen Curie» bie In-teressen einzelner Stänbe vertreten soll, eben weil sie aus allen Stauben zusammengesetzt ist. Es gehe überhaupt nicht an, hier von Arbeitern unb Gewerbetreibenben z» rebrn, denn hier sinb alle Wähler mit gleichen Rechten. Doctore», Arbeiter, Gewerbetreibenbe, Kanflente, Beamte, alle seien in bieser Curie vertreten und nicht Standesinteressen. sondern bie allgemeine» Interessen Müsse» bei ben Wahlen ber V. Curie maßgebend sei». (Zustimmung.) Die 8 Wahlmänner sind ver-pflichtet, dem Candidaten des Comproinifse». Herrn RopaS. ihre Stimmen zu geben und baran barf nicht gerüttelt werben. Herr Perko ist mit be» Ausführungen bes Vorredners einverstanden. (Rufe: Abstimmen lassen!) Bei b r Abstimmung erscheint bas Compromiß nach bem von den Vertrauensmännern bezweckt im wesentlichen bie Pflege der rationellen Cultur der Hanf- unb Flachspflanzen behufs Fasern-unb Samengewinnnn.i. Nachbein bie Errichtung ber Genossenschaft im Principe beschlossen worden war. würbe in bie Berathung ber Statuten ein-gegangen, woran sich eine längere Debatte knüpfte. Der «tatntenentwnrf gelangte mit einigen Abä». berii»gen zur Annahme. Die Genossenschaft er« klärte sich nunmehr konstituiert. Die Aufnahme ber Mitglieder ergiebt eine Zeich, »mig von Antheile» im Gesamnttbetrage vo» 45.ÖOO fl. durch 65 Genossenschafter. In den Vorstand würben gewählt bie Herren: Jos. Ornig, Bürgermeister von Pettau nnb Landtags-abgeordneter, Ernst Angerer se».. Gutsbesitzer von Trenenegg. Mag Ott. Gemeinberath »nd Handels-kammerrat» in Pettan. Schröfl. Ha»S- «nd Realitätenbesitzer. Johann Fliicher. GiilSvenveser der D. R.-O -Comniknbe Groß So»i tan, Richard tllainer, Gutsbesitzer vo» EbenSfeld, R. keil, Director in Steinfelb bei Graz. Abolf Sellinschegg, Raimnnb Sabnik, Gemeinderäthe i» Petlau, St all »er, La»bta,iSabgeorbncter. Eriifl An gerer ju». und Salck^r, Fabrikant. In be» AufsichtS-rath bie Herren: Fürst StaiiislanS Snlkoivsky, Gutsbesitzer. Graf Josef Herberstein, Gutsbesitzer, Wilhelm Pisk, Realitätenbesitzer n»d Carl Sima, Realitätenbesitzcr Wochenschau. Grdrnsvrrlcihllnyrn. Anläßlich bes Session»-abschnitte» beS Reichsrathes hat ber Kaiser bem gewesenen Präsibenten des Abgeordnetenhauses, Freiherr» von Elllnmecky. die Brillanten zum Großkrenze be» Leopolborben» unb ben bnben Vicepräsibenten Dr Tiirobor Katbrein unb David Ritter vo» Abrahamowicz das Commanbeurkreuz bes Leopold OrdenS mit Nachsicht der Taren verliehen. florl jJlorre f. I» ber Nacht zum 21. b. M. ist in Graz der VolkSschriftsteller »nd gewesene Reichsraths und LanblagS-Abneorbnete Karl Morre im 65. Lebensjahre gestorben. Der Ver-storbene vertrat ben ©täbtebf.tirk Leibnitz im Ab-aeorbnetenhauie vom März 1891 bis zum Schluß ber letzte» Parlameutssessio»; bem steirischen Lanbta»e gehörte er seit 1886 an Seine große Popularität verbankte er mehr »och al» sei »ein parlamentarischen Wirken seiner schriftstellerischen Thätigkeit, namentlich feine» VolkSstückeu, von benen bie bekanntesten „Familie Schneck", „Die Frau Räthin", ,'S Rnllerl", „Ein Regiments-arzt" nnb „Der Glückselige" sein bürsten. Von gepflogenen Verhanbliinge» angenommen. (Bravo!) Zu Punkt 3 meldet sich Herr Bilian zum Worte unb fuhrt i» kurzer Rede au«, dass eS gelte, ben Ruin der arbeitenden Classe», zu denen ber Bauer, wie ber Arbeiter unb der Gewerbetreibende gehöre», mit allen Mitteln abzuwehren. Sind diese ruinirt, dann gehe es auch den Kauf-leitten schlecht unb ben HanbelSanaestrlllen noch schlechter. Diese werben ihre Interessen am besten wahren, wenn sie sich ber Arbeiterpartei an-schließen. Da sich Niemaiib mehr zum Worte melbet, erklärt ber Vorsitzenbe bie Versammlung für geschlossen, eine Wählerversamnilung, wie eigentlich wenige in ber allgemeinen Curie abge-halten warben fein bürsten, beim in Wahrheit waren wirklich alle Stänbe vertreten. Arbeitgeber unb Arbeitnehmer aller BerusSzweige, Staats-»nb Privatbeamte. Doctoren unb Lanbwirte. kurz eine wahre Musterkarte ber V. Cnrie. DaS Com-pro miß. welches geschlossen wnrbe, war zwar in biesem Falle ein Akt ber Nothwehr, allein eS ist auch gleichzeitig ein Beweis, bass die stramme Organisation eine Partei weit eher allianzfähig machen kann, als bie schönsten politischen Pro-gramme anberer Parteien, wenn biese Programme be» Keim der Zersplitterung in sich bergen. Die Versammlung der Wähler a»S der all-genteine» Wählerclasse am 25. Februar 1897 war in mehr als einer Beziehung überaus lehr-reich. F. kleinen Bühnen werken wurden besonders die Ei»-acter Ränscherl", »Vorm Siippenessen" und »FürS Vnckeikroxutrag»- in Graz. in Wien und auch anderwärts oft aufgeführt Mvrre hatte auch viele Gelegenheit?- und Liedertafelstücke geschrieben. Viel Beachtung und groftes Interesse fand seine socialpolitische Schrift „Die Arbeiterpartei und der Bauernstand." Karl Morre, der im vorige» Jahre schwer erkrankt war. hatte sich soweit wieder erholt, dass er das Bett verlassen durste. Noch am Mittwoch suhlte er sich verhältnismäßig wohl, am Freitag aber trat eine gefährliche Re-cidive ein, der er in der Nacht erlag. Pettauer Wochenbericht. (Vermählung.) Herr Roman Löcker, Theil-haber der Firma Dr. Walliczek & Lbcker. der Svhn des Tischlermeisters und Hausbesitzers Hrn. Roman Löcker in Pettau, w»rde am 27. d. M. in der Stadtpfarrkirche zum hl. Blute in Graz mit Frl. Cora Miidschuh getraut. Merreichi Icher Lnnd der Vogrlfreoiidr.) Als Mitglieder sind dem Vereine beigetreteu die Herren: Andreas Machnitfch, Georg Murschetz, P. Fr. Kuketz, HanS Slrohmeier. Franz Kaiser; die Froueu: Marie Zopf. Jofefa Murschetz, Betti Strohmeier. Marie Kaiser, Karoline Hintze; die FräuleinS: Marie Paseotini. Adele Machnitsch, Marie Terstenjak, Jda Moldauer. Marie Dultz. lnüg»ng>n in die richtige Rubrik einzureihen. Vielleicht ist die Be Zeichnung „Elitekräiizche»" die richtige, denn das letzte „Casiiiokränzchl»", ebenso wie da» „Kränzchen der k. u. k. Unteri'sfieiere" waren ausgesprochene Balle. Das Castnvtcäiizche» besonders zeigte jene vor-nehme Einfachheit der guten Gesellschaft, die bei derlei Anlässen jedes zuvicl midzwar mit gutem Grunde als geschmacklos verpönt. Wenn im gewöhnlichen Leben „das Kleid den Mann macht", was znr Folge hat, dass man sich bei der Beurtheilung der Kleider sehr oft über drn Charakter deS Trägers gründlich irrt, so ist'S auf Bällen nicht selten umgekehrt. Man erkennt die Dame von gutem Geschmacke auch in der einfachsten Toilette sofort. In dieser Richtung konnte das Cafi»o> kränzche» als Muster gelten, denn in den Damen» toiletten herrichte einfache Eleganz durchaus vor. Insbesondere die jungen Damen, meist in helle Stoffe vo» zarten Farben gekleidet, ihre Kleider mit Band- oder Blumenschmuck geputzt, waren durchaus frische, reizende Erscheinungen. die sich mit unermüdlichem Eifer dem Vergnügen des Tanzes Hingaben. Unb da es an Tänzern nicht fehlte, war das Vergnüge» auch ein wirtliches. Dass die beste Gesellichast der Stadt auf dein Casinokränzcheu vertreten war. Bürger, Beamte. Offiziere, die ja »um größte» Theile alle Castiio-Mitglieder sind, ist selbstverständlich »nd der Ge-sellschast angemessen war auch der Ton. ES war eben ein Elitekränzchen im besten Sinne und die Theilnehmer durchwegs befriedigt vo» dem Arrangement, inSdeso»derS dem reizenden Eotillon. (Die /rühjahr« Musterung der Urlauber-pferde) findet am Mittwoch den 17. März 1897 um 10 Uhr Bormittag für die im Stadtgebiete in Privatbenützung stehenden Sranschei« Pferde vor dem Hütel WoiSk statt. — 3 — Vermischte Nachrichten. (ver Uirseuthurm in Thuago.) Socben Hai sich die Chicago - Thun» G^ellichaft konstituirt, mit einem Kapital von 2'/, Millionen Gulden, welche im Weilen von Chicago einen Thurm er richten will, der 1150 Fuß erreichen und demnach noch 202 F,:ß höher werden soll wie der Eisel thiirm. Die Basis soll auS viereckige» Supporte» vo» je 50 Fuß Seitenläuge bestehe», die sich i» einem Böge» vo» 200 Fuß Weite und Höhe treffen. Hier befindet sich die erste Platfonn. welche auf 250 Quadratfuß Raum für 20000 Personen bietet. Außerdem sollen noch sechs andere Platforine» ange bracht werden, die mit der zuiiehmenden Höhe schmäler werden und auch zusammen 20000 Personen fassen. Die oberste wird mit einem mächtigen elektrischen Licht und einem Teleskop versehen werden. Sechszehn Elevatoren sollen die Passagiere zur ersten Plat form führen, acht zur zweiten, sechs zur dritte» und vier weitere Elevatoren z»r 1000 Fuß Plat> form. Theater. R>staura»tS, Verkaufsbuden und sonstige Ausstelluiigs-Objekte sollen aus de» Plat-formen Platz finden. Die Herstellungskosten sollen 2 Millionen Guide» nicht überschreiten. Die jährlichen Einnahmen werden auf 750000 Gulden geschätzt, die Zahlung der Gehälter und sonstige AnS-lagen sind mit jährlichen 120000 Gulden bemessen. (Vorrichtung jitr Verhinderung des Auffahrens von Schiffe».) M. F. Macqnaire, der bekannte französische Ingenieur, hat soeben eine Vorrichtung erfunden, mit Hilfe deren er auf eine gewisse Distanz hin den Weg der Schiffe vor Un tiefen, Klippen ic absolut sicherstellen will. Die Vorrichtung ist allerdings complieirt, dennoch ist derselben große Wichtigkeit nicht abzusprechen. Der Erfinder ordnet nämlich, wie wir einer Mittheilung deS Patent Bureau I. Mischer in Wien entnehmen, vor dem Schiffe und in gleichen Abständen von demselben eine Anzahl vo» Schwimmer» oder automobilen Torpedos an, welche mittelst Kabeln mit dem Schiffe in Verbindung stehe». Diese Schutz-Torpedos sind mit einem Motor versehen, welcher die zu seiner Bethätigung nöthige Kraft in Gr statt eines elektrischen -tromes durch de» Kabel vom Schiffe an» zugeführt erhält. Man kann vom Schiffe aus die Stellu'ig der Schwimmer bestimmen und ändern. Vor jedem derselben befindet sich ein elastisches Schild. Wen» dieser auf ei» festes Hiiider» niß stößt, pr ssen sich die Stangen, an welchen er befestigt ist zusammen und eS erfolgt eine Rever-sio» de» elektrischen Stromes, welche sich sofort durch das Ertönen des Alarmsignals an Bord deS Schiffes anzcigt, das nun ini Stande ist. dem Hindernisse auszuweichen. (Ventilation der Kanäle mittelst der Ätrabru-Internen.) D^i Commission für Straß, n - Gasde-leuchtung in London ist kürzlich ein Vorschlag ge-macht worden, durch dessen Ausführung nicht mir die Leuchtkraft des Gases verbessert, sonder» auch ein sehr wesmilicher Vortheil für das unterird'sche Canal>satio»ssystem herbei geführt werden soll. Wie wir einer diesbezügliche» Mittheilung des Patent-Bureau I. Fischer in Wien entnehme», will der Einsender dieses BorschlageS d> n durch da« Brennen deS GaseS in den Straßenlaternen verursachten Zng benützen. um einen beständigen Zustrom von frischer Luft durch die Kanäle zu erzielen. Ein Bent'lationSrohr soll nämlich von den Kanäle» bis direkt unter jede Flamme der Straßcnlampen gefuhrt werde». Hierdurch würde eine saugende Wirkung aus die Kanalinst und ein Ausströmen derselbe» veranlaßt, welche jedoch nicht die Luft verpestet, sondern in der Flamme verbreniit und diese umso heller macht. Vereinsnachrichten. (ver landwirtschaftliche Verein in pettau) hielt am 22 Flbruar seine Jahresvollversammlung ab Aus der Tagesordnung standen: 1. Verlesung der VerhaudlungSs hrist über die letzte Versammlung. 2. Mittheilungen der VereinSlritnng »nd Thätigkeiis-Bericht. 3. Vorlage des Rechnitt'gSab' schlusseS pro 1896. 4. Voranschlag pro 1897. 5. Beschlußfassung über den vo» der Volksschule usttzte» Schulgarten. 6. Antrag auf Bethe,l,^ .in der zu errichtenden Ha»ffabrik. 7. Anträge. LereinSuorsteher Herr Will». Pisk eröffnet uiitt Begrüßung der Anwesenden die Versammlung. I, Schriftführer Herr I Zistler verliest die Uty Verhandluugischrift, deren Fassung vo» der Lq >a»»»ln»g genehmigt wird. Zu Punkt 2 bericht der Vorsitzende: Im abgelaufenen Jahre Hut steiermärkische Sparkasse dem Vereine eine Sud veution von fl. 100 ertheilt. I» Folge Beschluss, wurde eine Heupresse angekauft, deren Benützii!, alles zu wünschen übrig läßt. An Kunstdüiize wurden 4 Waggon Kainit, 6 Waggon Thomo» Mehl, außerdem 2 Waggon Kupfervitriol für b Vereins»!itglieder abgegeben. Der Mitgliederst>» beziffert sich auf 104 und 6 Gründer. ES sind, 100 Exemplare über daS ReblauSgesetz und sifc die Grundsteuer nnentgeldlich an die Mitglieder vn theilt worden. Die Bereiusbücherei wurde erfrn ticher Weise lebhaft benützt. Alle diese Mittheilung«, wurden zur befriedigenden Kenntnis genomn», Der vom Vorsitzenden vorgetragene R.'chnungiab fchluß weiset folgende Bewegungen auS: In fin Einnahmen: An Subvention fl. 100, an Zins? und Scontis fl. 80.02, an Behebiiiigen fl. 1947.^ an Mitglieder-Beiträge fl. 121.—, für Kuch düiiger fl. 2429.87 und fl. 37.35, an Rückstand» fl. 197.4t). an Frachirückerjätze fl. 437.49, siii Kupfervitriol fl 4173 62, für Maschineu-Ve l». tziiiig fl. 13,05, für R.ben und Bäume fl. 411.8; 3» den Ausgaben: Reparaturen des Hauj.i fl. 67 82, Gartenauslage» fl. 132 50, für Rebti uiid Wildlinge fl. 42.14. für Porti. Stempel Druck. Brochuren. Zeitschriften fl. 73 85 »n> fl. 2.75, für Kupfervitriol fl. 4175 02. für Kunst dünger fl. 3ti07 90 VereiiiSd>e»er fl. 36 50, fiii Anschaffungen fl. 272.36 SpartassaAnnuitäie! fl. 60.—, Diverse fl. 28.87, Maschinen -R? paratur fl 13.57, Einlagen fl. 1060 34, Cassz stand fl. 346 44 Der VermögenSstand beziffm sich in obigem Caffastande. in Ausständen fl. 569.2Z und fl. 20 17, an Dün >er-Vvrräthen fl. 279.—, zusammen fl. 1214.86. Über Antrag des .Herr» Gregoriü wird die Rechnung genehmiget und derr RechniiiigSleger daS Absolutorium ertheilt. Cbeiisl wird dein vorgetragenen Voranlchlag für das IM 1897 zugestimmt. Zu Punkt 5 der Tagesordnung wir!» nach verschiedene» mitunter erregten Wechicl-reden beschlossen: E» habe jener Theil des Gartens, welcher vo» der Volksschule aus Grund des Vei> träges vom 4. Jänner 1892 bisher für Verfiichs^vecke benützt wurde, auch ferner dem gleichen Zwecke geividmet zu bleiben, wornach die eingeleitete Kündi>»un^ gegenstandslos sei. Punkt 6 wird beschlossen, sich an der zn mich tenden HansverarbeitungS-Fabrik mit 30 Antheilen unter Vorbehalt zu betheiligen. Zu der am 23. Februar in Graz stattfindenden constituirendi» Versammlung dieses Unternehmens werden zur Vertretung deS Vereines die.Herren: I. Flucher, Joh Perko und Carl Sima abgeordnet. Zu Punft 7 wird beantragt: Der Verein möge eine» Ack>r pachten, »m im größeren Maße Änrzelieben für die Mitglieder zu erzeugen und abzugeben. Dieser Antiag, sowie der weitere Antrag deS Herrn Hintze, ei sei eine neue Handdreschmaschine anzuschaffen und die alte Maschine bestmöglichst zu verwerten, werde» angeiiommen. (Sin erfreulicher Umschwung > Bor wenigen Jahr» noch war die sogenannte Zrauenfrage eine brennende unZ schien nur dadurch ihre Lösung finden zu wollen, das« ben Frauen aus den meisten Gebieten de« öffenilichen Lebent die nämlichen Stechte eingeräumt werden sollien, wie de« Männern. Da« Wirkung»feld der Hauefrau im trauli.» Heim trai dabei gunz in den Hintergrund In den heutig» Änschauungen ist hierin ein ivefenilicher Umschwung eing.-treten. Die Erfahrungen, welche die jungen Hausfrauen oft in der Küche machten, wo sie. trotz ihrer schöngeistigen ©ii-dung. manchmal nicht im Stande waren, ihrem QkNf<.'« eine genießbare Suppe vorzusetzen, mögen jedenfalls Diel bierzu beigetragen haben. Zu dieser erfreulichen Erscheinung komm» noch, das» die uioderne Lebensmittellechnit jungen Hau»sraueu, dir sich in Verlegenheit befinden. außerordentl'Ä werivvlle Dienste leistet. Man denke nur an Maßgi'» 2appe««Srze, die jede fade oder schwache Luppe vermitte>i> weniger Tr,psen überraschend gut und kräftig macht Diese > Miliel hatte schon manche junge Frau ihr häusliche» 9lui zu danken. — Bartosch's Zahncement znm Selbstplombieren hohler Zähne. 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Das Mädchen stieß einen Schrei des Schrecken» ans. sie erkannte den Damm-nwdtter Iarbell. .Siska," sprach dieser, dicht vor sie hintreteud, mit utteruder Stimute, »ist es wirklich Euer unabänderlicher Ent-iäiliisi. mich zu Tode zu matter«?" ..O, laßt mich doch, ich beschwöre Euch, laßt mich zu meinem Pater!" sprach das Mädchen, angstvoll um sich blickend nnd vor schrecken außer sich. .Fürchtet nichts; bei mir seid Ihr sicher! Schinnend nmsangt ffniti meine Liebe, die so heiß, so unauslöschlich iu meinem Serzeu iiliitit, daß ihr selbst die Gefühle nicht gleichkommen können, die obr gegen meinen beglückten Nebenbuhler hegt. Wehe dem. der liudi ein Saar krümmte! Er hätte eS mit mir zu thun, so lange nvck ein Tropfen Blutes in meinen Adern rinnt. Aber wehe auch drin Verwegenen, der sich unterfängt, um Eure Sand zu werben, so lange noch Euer Bild meine Seele erfüllt! Euch habe ich mein Serz geweiht, Siska; und diese Liebe, die Euer Bater von An-i fslita fl" begünstigte, diese Liebe, in der meine ganze Sosfnung. meine ganze Sehnsucht aufging und alles, was in meinen Trän-; ir.cn von zukünftigem Glück mich so unaussprechlich beseligte, diese k'icbc habt Ihr verachtet und mit Füßen getreten, ohne zn be-denken, ohne zu ahnen, welch namenlosen Jammer, welch schreck-' lirtie Leiden mir dadurch bereitet wurden. Ihr kanntet kein Er-barmen, Siska!" .schweigt! Diese Sprache kann ich nicht länger anhören. Ich bin verlobt mit Frederik, Euerm Obern, Enerm Borgesetzten. Ihr . wißt das doch!" sagte sie endlich mit so fester Stimme, als es ihr nur möglich war. .Mit Frederik, meinem Nebenbuhler, verlobt!" rief Iarbell. ich weiß es. Binnen Monatsfrist schon soll die Hochzeit sein, liiier Bater sagte mir'S. Aber ich sage nein! So lange ich lebe - nimmermehr!" .Genug. Genug ..^ , . ..höret SiSka. Ich habe dem Frederck nichts gesagt. Ich habe mich sorgfältig gehütet, ihn von der Leidenichast. die an meinem Wrzctt nagt, etwas merken zu lasien, denn er ist mein Borgefetzter. Hub wenn wir jemals auf diesen Punkt zu reden gekommen wären, wettn er sich bei mir geriihmt hätte, von Euch geliebt zu sei», ich weiß nicht, was die Verzweiflung mir eingegeben hätte. Aber Ihr. . .' .«erntn. O, daß mein Bater ... doch gottlob, da kommt er ja!" .Nun gut. Eiska. Ihr könnt nach Sause gehen, könnt trän innt von dem schlimm Tage, an dem Euer Bräutigam Euch zum I Vlltslre sichren wi» Aber gedenkt der Worte. die ich Euch ins Cl)r jagte gestern, cm Ufer der Scheide. Ja, ich fage es anfs »e»e . . . höret es . . . Frederik wird fei» Glück nicht lange ge-»ießen. Ihr werdet Gattin fein und Witwe an einem Tage!"^ In diesem Augenblick erreichte Meerdrech, den der Schrei SiS-las ans dem Hanfe gentfen hatte, die beide». Er mußte sich be-eilen, seine Tochter in den Armen anfznfange». Die letzten Worte de» TammwächterS hatten ihr die Besinnung geraubt. Iarbell war unbemerkt in das dichte Tannengebüfch zurück» aekel,n. welches ihm auch vorher zum Bersteck gedient hatte. Erst al* der Wirt feine ohnmächtige Tochter mit vieler Mühe in« Saus ,»bracht hatte, entfernte er sich eilig. Wilde Gedanken dnrchstiirmten ihn. SI»ka vergesien? Nnmög-lich! Die Leidenschaft wnrzelte zn tief in seinem Serzen. Kämpfen nm den Besitz des Mädchens, mit der Waffe in der Sand? Das war ein Plan, bei welchem eine Natur, fo listig, so berechnend, jo egoistisch wie die Iarbell«. nicht lange verweile» konnte. Wenn er nun fiel von der kanipfgciibten Sand seines Gegners? Würde dann nicht sein Fall den Triumph Freden!« vollständig gemacht haben? Aber ei» armes schwaches Mädchen mit Drohungen erichrecke», sie ängstigen mit der Ankündigung einer »»ausweichbaren Gefahr, ihr zeige», wie ei» gezücktes Schwert über dem Sanpte ihres zu-künftigen Gatte» schwebt, jeden Angeitblick bereit, ihn zn ver-derbe», ihr dir Ueberzeugung beibringe», daß. wen« ihre Verbi»-dung mit Frederik vollzogen wäre. der Tod keinen Augenblick zögern würde, fein Lpfer zn fordern, das war ein Plan, fo niederträchtig zwar, fo teuflisch, daß jede bessere Natur davor zurück geschreckt wäre, aber eS war der einzige, der Erfolg versprach. Also beschloß er. ihn zur Ausführung zu bringen. Dieser von de» niedrigsten Leidenjchaiten eingegebene Plan war anfangs vollstän-big gescheitert an der Stärke der Liebe, welche Siskas Serz er-füllte. Allerdings fühlte sie seit ihrem Zusammentreffen mit dem Dammwächter eine unwillkürliche, unüberwindliche Angst vor diesem Menschen. Sie konnte nicht an ihn denken, ohne einen kalten Schauer in allen Gliedern zn fühlen. Die plötzliche unerwartete Erscheinung Iarbells an der Brücke machte eiuen noch tiefere» Eindruck ans das Gemüt des Mädchens. Die Finsternis, die Ein samkeit der Nacht, die Gebärden der Berzweiflnng, die flamme»' den Blicke Iarbells, der hohle Klang seiner Stimme, all dieses ließ ihr die Worte des Dammwächters, welche tags zuvor sie viel weniger ergriffen hatten, nun in einem schlimmeren Lichte er-scheine», so schrecklich klar und bestimmt, daß sie meinte, verzwei-fein zu müssen. Immer fürchterlicher, immer verhängnisvoller klang es in ihrer Seele wieder: »Gattin und Witwe an einem Tage." Ant andern Morgen hatte das Fieber etwa« nachgelassen. Der »opf brannte nicht mehr io heiß, und Siska war im stände. zn erzählen, was zwischen ihr und Iarbell vorgefallen war. .Meine Liebe bringt Unheil, meine Liebe bringt Tod!" rief das Mädchen unter strömenden Thränen; .Frederik mag mich ver-gessen. er mag sich andenvätts eine Frau suche«, die feiner wür-dig ist!" Meerdrech wa«dte in feiner väterlichen Sorge alle Mittel an. nm die Aufregung und Angst seines Kinde« zu beschwichtige». Da ihm da« aber gar nicht gelingen wollte, so ließ er Frederik rufen und erzählte ihm den ganzen Borfall. Frederik zeigte sich sehr beunruhigt über de» Zustand, in wel-chem er seine Braut fand, und gelobte, ein so nichtswürdiges Be-tragen seines Untergebenen zu züchtigen. Er bot se'ne ganzr Beredsamkeit ans. um die Besorgnisie der Kranke» z» zerstreuen nnd ihr die so nötige Ruhe zu verschaffen, Zwar begriff er selber . nicht, was Iarbell zn einer derartigen Sandlnngswciie hatte be-.stimmen können, aber er gab seiner Braut die feste Berficheruug. daß der Dammwächter nicht im mindesten zu fiirchten sei. »nd daß er Mittel genug wisie, um desien Drohnngen vollständig zn ver-eitel«,, falls er wirklich darauf ausginge, ihm Nachstellungen zn bereiten. Als Frederik das Wirtshaus verlasien. hatte er nichts Eiligeres zn thun, al« Iarbell aufzusuchen. Der beleidigte Bräuti-gam sprach sich offen und frei gegen ihn a»S. Mit Entrüstung warf er ihm sein hi«terlistige« Betragen vor nnd verbot ihm. al« seinem Untergebenen, jemal« wieder die Wohnung von Meerdrech z» betrete», llebrigen«, fügte er hi»z», könne er a»j seine baldige Bersetznng gefaßt fein. 31 4-»- «lpenfteinböckc im Kampf. Von F. Specht. «Mit Text.» 32 trennten sich. Ziska verfolgte bei dem hellen Lichte des Mondes frederik nock einige ^Jeit mit den Annen. Tann ging sie den Wen nach dem goldenen Adler zurück. iftortt»»«,, loigt.) Naupertuis in der Schlacht von ^Nsllwitt. ÄS'ler französische Mathematiker ManpertuiS, der von Friedrich II, 1740 als Präsident der Akademie der Wisienschaste» nach Berlin berufet« worden war, folgte zu Pferd dem König in der Schlacht von Mollwiv (10. April 1741). Um die Schlacht zu sehen, stieg er aus einen Baum. Während er damit beschäftigt war, die zivei Heere zu beobachten, nickte ein Korps österreichischer Husaren niit verhängtem Zügel an den Ort vor, wo er sich befand. Der arme Akademiker stieg, starr vor Schrecke», von seinem Banm herab nnd kletterte wieder auf sein Pferd, um sich so schnell wie »liiglich davon zu machen. Aber das Tier, das früher einem Husaren ge-hört, hatte kaum die feindliche Schar wahrgenommen, als es in Galopp überging und trob der Anstrengungen Maupertuis, lief uud lief, um sich seinenaltenKameraden anzuschließen, Die Husaren, die den armen Akade-miker sahen, nahmen Ihm den grünen Leibrock weg, den er anhatte, ferner seine Uhr, seinen Ring, seine silberne Schuupstabacksdose, und bedeckten ihn mit einem ihrer alten zerlump-ten Mäntel. Glücklicherweise hatte den berühmten Gelehrten der Fürst von Liechtenstein erkannt, der ihn in Paris gesehen hatte. Maupertuis wurde gefangen nach Wien gebracht. wo der Großherzog von ToSeana, der spätere Kaiser Franz I.. den Wunsch äußerte, einen Mann von W- ist »er so bedeutendem Rnfe zu sehen. Bei der Vorstellung behandelte ihn Franz mit Achtung und fragte ih», ob er nicht de» Verlust einiger der Sachen, die ihm die Husaren weggenommen hätten, bedauere. Maupertuis antwortete, daß ihm »nr eine Uhr von Graham leid thue, die ihm zu seinen astrono-mischen Beobacht»«gen gedient hätte. Der Großherzog, der wie zu-fällig auch eine Uhr von demselben Uhrmacher hatte, nur mit Diamanten verziert, meinte: .Es war nur ein Scherz, den sich unsere Husaren machen wollten; sie haben niir Eure Uhr zurück-gebracht, ich gebe sie Euch wieder — hier ist sie!" m •Jllpcnfttinbörtf im Kampf. Der fUpcnftciubuif Ist ein fe(>r seile»«« Her geworden, Bereit» vor Hunderten von Jahren war die Zatil der Stelnbäckr sehr zusammengeschmolzen, »nd wenn im vorigen Jahrhunderte nicht besondere Vlnstaltrn getroffen worden wären, sie zu hegen, gilbe e» vielleicht keinen ein zigen mehr. Ter Alpensteinbock ist ein stolze», ansehnliche« nnd stattliche« Ge schvpf von 1,6 6t« 1,6 Meter L«ibe»länge, 80—86 llentimetrr Hohe unb 7s> di« 100 Kilogramm Gewicht. Da« Tier macht den Eindruck der Kraft und Ausdauer. Ter Leib ist gedrungen, der Hai« mittellang, der lkvvs verbältni». mäßig stein. aber stark an der Stirne gewölbt; die Beine sind kräftig und mittelhoch; da« Gehörn, welche« beide Geschlechter tragen, erlangt bei dem alte» Bocke sehr bedeutende Größe und Starke und krümmt sich einfach bogen-oder halbmondförmig schief nach rückwärt». Tie Hörner können eine Lange vo» 80 Tentimeter bi« I Meter »nd ein Gewicht von 10—16 Kilogramm erreiche» La« Gehörn de» Weibchen« ähnelt mebr dem einer weiblichen Hau»zlege, oie dem de» Steinbocke» Tie Behaarung ist raub und dicht, verschieden nach de, Jabre»z«it, im Winter länger, gröber, krausei und matter, im Sommer kürzer, feiner, glänzender, während der rauhen Jahre»zelt durchmengt mit eln?r dichten «rundwolle, welche mit zunehmender Wärme ausfällt, und aus der Oberseite de» Leibe« pelziger, d. h kürzer »nd dichter al» unten, Die Färbung ist nach Alter und Jahre«zeit etwa« verschieben, im Sommer herrscht die rötlichgrauc im Winter die gelblichgrane oder fahle Färbung vor. Da» Haarkleid der Stein gei» entspricht im wesentlichen durchau» dem be» Bocke», zeigt jedoch keinen RNckenstreifen und ist mehr dunkler grau gefärbt. Da» Steinwild bildet Rudel von verschiedener Stärke, zu denen sich die alten Böcke jedoch nur während der Paar»»g«zeit gesellen, wogegen sie in de» übrigen Monaten de« Jahre« ein einsiedlerische« Leben führen. Jede Bewegung de« Zteinwilde« ist rasch, kräftig und dabei doch leicht. Ter Sieiiibvck säuft schnell »nd anbalttnd, klettert mi> bewu»derung«würdiger Leichiigkeit und ziebt mit unglaublicher, weil geradezu »nverstiindlicher Sicherheit nnd Schnelligkeit an Fel»wänden hin. wo »nr er Fuß fassen kann. Tie Brunstzeit fällt in den Monat Januar. Starke Böcke kämpfen mit ihren gewaltigen Hörnern mutvoll und »»«dauernd, rennen wie .iiegenl'öcke auf einander lo«, wringen aus die Hinterbeine, versuchen den Sios, seilwärt« zu richten und pralle» endlich mit den Geschirre» so heilig zufamtum, da» man da« Tröhne» de» Kampfe« auf weithin im Gebirge ividertialleu iwit VI» steile» Gehängen mögen diese flArnpfe zuweilen gefährlich werden Z, U Jjflk . Roch schlimmer. A: .Ich verstehe e» wirklich nicht, nie hast Tu etiun« ,» thun; ja, hast T» denn gar kein« Patienten?" — B ijunger Ärzti „>.• Patienten habe ich schon, aber sie sind nie krank." Milder»ngSgr«»d. Richter: .Sie habe» dem Professor einen Sitiim im Restaurant entw«»d«>: kvnnen Sie einen Miidtr»ng»grund angeben?» — Dieb: .Sr hcttt' ihn ja doch stehen gelassen!" Ein moderner Pari». Die im Jahre IHH9 verstorbene Herzogin t Juno vor Zorn außer sich, und im Vorder, gründ Pari», den Äpfel sozusagen au» r>r«i Bilde heraulreichend. «ber wem? S« war keine venu» aus dem Bilde zu sehen Ze-denfall» war die Benu» die Kinigln bie^i Boudoir» selber, die edle Herzogin nun Sutherland Adgewohnnng. .Wie haben Sir Nch denn I» schnell da» Schnupfen abgew>!i>»i. Herr lippel?" .Sehr einfach, ich luik mir da» Porträt meiner Frau auf de, Dosenbeckel malen lassen," semeinnüyigeo Rascher Temperaiurwechsei ist für K«narienviigel sehr schädlich, ja oft taMich Die» merke man sich besonder» beim ¥ln kaufe Wer zur jetzigen kalten Jahre»m> einen Kanarienvogel au»wärt» kaust, ber ersuche den Verkäufer, daß er denseib,» vor dem Tran»port allmählich an eine geringere Temperatur gewbhne. der Ankunft bringe man den Vogel nicht plötzlich In ein geheizte» Zinimn oder gar in die Nähe de» Ofen», sondern zuerst in ein ungeheizte», dann In ei« schwach geheizte» Lokal, von wo man Ihn allmählich an die Zimmerwärm» gewibn i lkinpöckeln von Rat- uud Rehwild wird mit Vorteil dort angewend.i wu ein rascher verbrauch de» Fleische» nicht möglich Ist, bezw. wo da» Fleiick für längere Zelt aufbewahrt werden soll. Man hackt zu diesem Zwecke da» Fleisch in solch« Stückt, wie man sie später zu verwenden gedenkt, lasse hierbei aber nicht außer acht, daß kleinere Stücke besser durchpöckeln al» große, f»; Wildpret wird schichtenweiße in ein Faß gelegt und darüber folgende Hui tochung gegossen: ?'/, Pfund Salz, */* Pfund Kandi»zucker, 3 Lot Salpeie, und 16 Liter Wasser. Die Mischung ist auf 100 Pfund Fleisch berechnet uns wird kalt aufgegosse«. Gegen Migröne wird ein Theelöffel voll Kochsalz mit einem Schlurf Wasser empfohlen. Roch sicherer hilft ein Theelöffel voll Brom-Ralrium mit Wasser hinuntergeschluckt, Am besten wirken natürlich alle solche uii< schädlichen Mittel, zu anfang de» Anfalle» genommen. Erlkönig? N Homonym, Al» ich noch N«!n — war, war um viele« — zwar 'ch ai« heut', doch statt gedrückt hie ich mich hochvegillckt' L»g»griptz. Viel Unheil har« mit t. gebracht, tat e« ei» D, nimm dich in acht, er Wanderer ersehni'« mit It. «it H nenne« »in« steile Qilf, 3 »I i n • ff n I f. ttufiiMiinfl folgt in nächster Summet. Auflösung. H Leo R e I in n T i r n .1 v * K » t o r li r * y Hchwtililiii i x H * 1 u <1 i c li i * t ü n .1 f> * C |i h % t 4 «I i II « 1 m H n I t i 0 r I fi ä n ■ 8 « I n c I n n G Heinrich Httion von Ernst Vfelsfer, »«druckt und h«ra»«>ivcn vo» »r«ln«r * Pfeiffer in Otuttgarl. M Iarbell eiitstfmlbigtc sich mit virler Temut. Er fjnbr, sagte er, gar feine Vorstellung mehr von dem, was am Abend vorher zwischen ihn, »»d Siska vorgefallen sei. Berauscht durch den fiber-mäßige» Weitn« der starken Getränke und keiner Ueberleguug mehr sähig, köiiue er allerdings nennt sie möglicherweise Trvliworte und dergleichen geäußert babett. Allein er füititr es doch mir bedauern, wenn dies wirklich der Hall newese», denn jedes Äesühl der Hfncbe und des .Hasses sei seinem Herzen fern. Er bat frederik inständig, diese seine Eiitschuldiguug anzunehmen nnd sie dein erschreckten Mädchen, dem Opfer seiner uusreiwillineu Ungezogenheit, für welches er die größte Hochachtung hene. zu FliKeu zu lege». Tie Ab-ficht, ihu versetzen zu lasse«, sägte er flehend hinzu, möge frederik doch ja nicht zur Ausführung bringe»: er gebe die heilige Ber-sicherung, dir Schwelle des ..goldene» Adler" nie wieder zu be-treten uud au Siska nie mehr ein einziges Wort richten zu wolle», früher habe er sie allerdings neliebt, aber da er eingesehen, das; feine Hossuuug mehr für ihu vorhanden sei, so habe er alle» zärt-licheu Gefühle« sei» Herz vollständig verschlossen nnd nur ein gutes Bier uud eiu kräftiger Geuever sei noch im stände, ihm eine wär-mere Ziiiieigung einziiflößen. Meister in der Heuchelei und Berslellnugskunst wie keiner, hatte Iarbell bald seinen Nebenbuhler vollkommen beruhigt. Seine de-miitigen Worte, sein gesenkter Blick, seine bittende, bescheidene Haltung, alles dieses trag so sehr de« Stemvel der Wahrheit nnd stimmte so ganz mit I^rederiks vorgekauter Meinung von Iarbell überein. das; sofort jedes Gefühl bei ihm schwand, welches einer vollen Aussöhnung mit Iarbell noch sonnen, nnd so kehr- mK j» teu die beide» ge» luriuschaftlich. im /j| pH Herzen freilich vo» fr ganz eutgegeuge- V» VjflY sehte« Gefühle« be- . wegt, zu ihrer ge- wohnten Beschäfti- die Angst uud dir trüben Ah> uud Nacht A liessen. Ja»- ^ bell mied, treu sei-«eilt Verspreche«, von dieser Stmide res ¥a?ei\v ttllehi Ci"f|,Ämmc,tr Wrflf «*«»■"««» Trauiimansd-rff. so oft der Zufall schieb im Äußeren Gepräge. im Thun und Treibe», unb vor allem rebe ich vom Cften mib Westen Berlin» Berlin 0. unb Berlin \V„ da» sinb nicht mir .zu*, gmn »erfchiebene Stfibte, e» sinb zwei ganz verschieben« Welten. Die eine b> trachtet bie anbere nur mit einer gewiise» Scheu, mit ein wenig fi>enngjchättnii(i u»b e» giebt Leute, bie gegen ein Menfchenalter in Berlin sinb. ohne jemal» lv>! stuft in bie anbere Hemisphäre ihrer Stabt gesetzt zu habe». Welcher Kontra > aber auch zwischen diesen beiden Stilbteu! Die Anlage bet Straften, bie Bauai! ber Hättfer, ba«(betriebe ans bei» ^alitbamm, da» groqe Publikum, bieflinbenvelt alle», alle» . . . wie gelag», eine völlig andere Welt »nigiebt un», wenn un» b>. Welle hanvtstilbtisch. > Leben» einmal naiti dem andern Viertel ve> i jSS. schlagen sollte. — lullt bebollem, atchitel tonischem Schmuck zn nieist präsent.ereil sich die breiten , geradi. jtjgfi' Straften be» Westens P' während weniger ai» anderswo die neue Zeit unterdeiiBaulichkeite« J^B> ,' de» Cften» ausgeräumt ^ bat. Noch manche» . > kleine Häuschen B ^ felit altet Zeit, tiorli mancher i | schmucklose / ben ein fachen feilster» unb ben ^KV Thürflügeln liat sich in bem Wewirr vouStraften erhalten.RiesigeMiet» • >*' kascrnen mit Hunberte» von Vewolinern ersetze» Adolf Lriichcr, schwctz. Biindrspriisident für 1K1HI. hie, die schloMnllche» Wnch einer 'Vlicirflrnlchie von ?t A'Iik» in 'Peru. (Mit teit.) villenartigen Hü» fer mit dem Säulenvorbau ber soge»a»»te» vbere» Zeiintausenb. Nicht viele Straften be» Cften» zeigen iibermlistigen Balkviireichium, iube» im Westen Balkon an Balkon. Beraubn a» Berauba, Erker an Erker fief) reibt. Vlber selbst wo im Cften sich Balkon» befinden — man merkt"» sofort — e» ist boch nicht Berlin \V. Billige Weranien. »nb ssuchsientbpfe, allenfall» noch ein spärliche» «eeanf von wilbem Wein müssen hier dem Berliner bie Natur ersehen. iitbt» bort bie Balkon» entweber vornehm-lSffig ignoriert werben ober aber mit ben Blumen-kinbern einer gUilklirheren Zone unb mit seltenen Blattgewächsen bekoriert werbe». Schon bie Fenster weifen ihren charakteristische» Unterschieb auf. ttleine, brei- ober viergeteilte Scheibe» hier, grofte, giilnzenbe Spiegelscheiben bort : jene, je nach bem Wohlftanb be» Bewohner» mit billigen oder besseren Zwirngardinen brapiert, biese säst ohne An»nahnie mit sigurenreichen Store» unb bunkien Portiere» verhängt, «vergeben» sucht man im Ziergarten- ober .«eheiniral»"- lPvt»bamer.j!vierteI nach ben Bier, und !>riihstiick»lvkalen, den Bndikerkeller«, den »affeeklappen, den bekannten .Teltillen" , bie sich in ben Strafte» b«* Cften» förmlich brkngen. Tasiir stehen hier bie Weinrestaurant» unb bie verschiebenen „Orslu»" in reichster Bliite. ferner erliiilt ba» Straften bilb im Cfteii sein spezifische» Aepriige burch bie schreienben Rirsenfirnien-lasel» ber Abzahlting»gesch»ste, in benen man anfter Brot unb Wurst, will mir scheine«, alle Herrlichkeiten ber Welt erhalten kann, burch den kleine» „Heringöbiiudiger", die originellen „Milch- und Sahnenbureaux" und die seit-sanien «»»lagesenslrr, in benen alle möglichen unb «ninvglichen Dinge, vom fliebelbogen bi» zur ?Irbeii»hose, von ber Taschenuhr bi» .zum Unterbett, ent-halten sinb. nnd die der Berliner in seiner bilderreichen Sprache »bei Beten" getauft hat. E» sind die Pfandleihen, an denen gewisse Straften besonder» reich sind. Auch bie sehr häufig künstlerisch behandelten Borgürten. mit zu-weile» prächtige» schmiedeeisernen wittern eingefaftt, tragen dazu bei. dem Wefte» ein Pornehmere» Aussehen zu perleihen. — lind nun gar erst da» Leben, da» Webahten der Menschen in diesen beiden Stadtteilen — wie grundverschieden! ftrsil) um fünf Itfir wird ti in den Straften de» Cften» lebendig, die Milchbureaux, die Urinier. die Bäcker öffnen ihre Liiden. Arbeiterifranen huschen. .zuweilen in ärmlicher Toilette, an den Häusern entlang, an» den Thorslügeln treten die Atmen, die um kärglichen Tagelohn sich abarbeiten miislen vom Somienaus» bi» nach Sonnenuntergang, pfeifende Lehtburschen,