Ni. 43. Mittwoch, 22. Fcbilmr 1893. 112. Jahrgang. Mbacher ZeitmK. «»NM,A f/^sv"'«: Mi, Pllstliclscüb»»«: ganzjährig si, 15. l,a!bjähr!g fl. ?'5N. Im Comptuir: lltii, <> r '' l)"ll'jälirili si, 5.-5.N, ssür die Zuslrll»!,« m« Ha»« „ll»zi«,»il, si, ,, - Inftrtlonsncbllr: ssür .inlrrate bi« zu 4 Zcilcn ^5 Ir,, «Merc per Zclle !! lr,! del lstcicu Uicbrcholuugen prr Zcilr 3 ll. Die »Laibacher Heilung» erscheint tllqlich, mit «»«nähme der Eomi' und Feiertalle. Die Nbmlnlftratlon befinde! sich Co»gresi!p!atz Nr, 2, die Medactton Vahnhofaasse Nr, 15, Sprechstunden der Redaction lüglich von « dl« 1> Uhr vormittag«. — Unfrankierte Vliese werben nicht angenommen und Manuscripts nicht zurüclgeslellt. Umtlicher Weil. U,. ,Se. l. und f. Apostolische Majestät haben dem "eMscommissär in Trient und Lieutenant im Ver-A"M 'der Evidenz, des Landesschützen-Bataillons Nr. IX Albert Grasen von Coreth ^ ^tarkenberg nnd Coredo die Kämmerers« "uroe taxfrei allergnädigst zu verleihen geruht. M, 3^' und k. Apostolische Majestät haben mit dem U" Entschließung vom 15. Febrnar d. I. ,^. .Hufsämter. Oberdirector in, Finanzministerium, Elchen Rathe Franz Kaiser den Titel nnd Tar""« eines Regiernngsrathes ,nit Nachsicht der "le auergnädigst zu verleihen geruht. Stcinbach m. p. ANp.^/ ""d k. Apostolische Majestät haben mit Ca2 ^l" Entschließung vom ll. Februar d. I. den Cosf" . "?, d^r Privatstiftnng Ang'lini am Curat-herru d c ^'^ ?" ^""g'w Anton Rocco zum Cho» "e>es Capitels allergnädigst zu ernennen geruht, Gautsch »i. p. Nichtamtlicher Mil. Verhandlungen deS Reichsrathcs. « -- Wien, 20. Februar. sf'nain ^'"'^ ^^ heutigen Sitzung beantwortete Ab.,?"ustcr Dr. Steinbach die Interpellation der GtuM^en Spmdler nnd Genossen, betreffend die die S,n /c. ^ ^krthcilnng der Theuerungsbeiträge an stlMulnn ""^"' Der Minister verweist auf die Be« bei d?m ^ Gesetzes vom 1. August 1892, welche Saturn- ."Heilung strengstens eingehalten wnrdm. stände "'"^ "'"lste dem Ermessen der einzelnen Vor> >n gewisser Spielraum überlassen bleiben, bann ?Ä^"" Freiherr von Chlnmecky gab so-über w r?^"ltat der Erhebnngcn bekannt, welche ÄeriH^""'^ des Abgeordneten Dr. Masaryk wegen Aea2","^oes stenographischen Protokolles in An bischen? f vum Abgeordneten Spincie gemachten haben «5? ^"genommen wurden. Die Erhebung» n sagen ,.^^'h"'des Resultat geliefert: Drei Zeugen nicht von y^" Zwischenruf «Rinaldo Rinaldini» sei der Uc,. Abgeordneten Spincic ansgegangen, sondern ruf von ^ Spincic habe, nachdem dieser Zwischen- war, dazwischen gerufen: «war ein Bandit!» (Heiterkeit.) Drei andere Zcngen geben dasselbe an, nur mit dem Unterschied, dass Abgeordneter Spincic', nachdem die Worte «Rinaldo Rinaldini» von anderer Seite gefallen waren, gerufen habe: »Bandit.» Ferner bestätigen weitere Zeugen, dass die Worte «Rinaldo Rinaldini» vom Abgeordneten Spincic nicht ausgesprochen worden seien. Einer der Zeugen sagte, er habe dm Eindrnck gehabt, dass dieser Zwischenruf «Bandit» sich auf den aus dem Volksmunde bekannten Räuber Rinaldo Rinaldini bezogen hat. (Heiterkeit.) Dagegen hat von den einvernommenen Stenographen der eine bestätigt, dass mehrere die Worte «Rinaldo Rinaldini» ausgesprochen haben und es bestätigt anch dieses ein Stenograph, dass Spincic speciell das Wort «Bandit» hinzugefügt hätte. Zwei Stenographen bestätigen aber ganz positiv, dass der Abgeordnete Spincic dazwischen gerufen habe: «Rinaldo Ninaldiui. Bandit!» Ebenso hat ein weiterer Zenge mit voller Bestimmtheit ausgesagt, er sei in der Nähe des Abgeordneten Spincic gesessen und könne mit aller Bestimmtheit versichern, dass derselbe den Zwischenruf gemacht habe: «Rinaldo Rinaldini, Bandit.» Nachdem dnrch einige Zeugen ganz positiv bestätigt winde, dass der Abgeordnete Spincic das Wort «Rinaldo Ninaldini» oder «Rinaldini» ausgesprochen hat, alle Zeugen aber bestätigen, dass er das Wort «Bandit» ausgesprochen hat, bin ich nicht in der Lage, eine Berichtigung dieser Aufnahme in das stenographische Protokoll veranlassen zu können. Ich bin aber umso weniger in der Lage, dem an mich gestellten Äegehreu, den Ordnungsruf zurückgehen, nachzukommen, nachdem anch der einfache Ausspruch des Wortes «Bandit» oder der Wor!e «War ein Bandit» nach der ganzen Sachlage gewiss einen Ordnungsruf verdient hat. Es wurde hieranf znr Tagesordnung übergegangen, das ist zur Fortsetzung der Verhandlungen über das Justizministerium. Berichterstatter Dr. Ritter von Ma-deysky glaubt der Zustimmung des Hauses sicher zu sein, wenn er jene bedauerlichen Vorkommnisse nicht weiter besprechen wolle, welche in so empfindlicher Weise den würdevollen Verlauf der Debatte gestört haben. Auf derartige Ausbrüchc der Leidenschaft werde sofort reagiert, und dies ist auch geschehen. Darüber hinaus bleiben derartige Aeußerungen das ausschließliche Eigenthum des Autors, und sofern derselbe nicht den Muth hat seinen begangenen Fehler durch rückhaltlose Zurück, nähme gnt zn machen, ist das seine Sache nnd dann werden die Aeußerungen ein höchst persönliches Privilegium desselben; die Ehre einer intensiveren Auf- merksamkeit seitens des Hauses verdienen denn doch nur Aeußerungen, welche sich innerhalb der Grenzen des parlamentarischen Anstandes bewegen. (Zustimmung.) Ich constatirre daher nur, meinen persönlichen Wahr« nehmungen und meinem persönlichen Gcrechtigsgefühle gemäß: 1.) dass der betreffende Abgeordnete seinen Zwischenruf in den zweimal nachgeschickten Erklärungen nicht ganz zurückgezogen hat, 2) dass das geehrte Präsidium dieses Hauses sowie die Zuhörer, die den Zwi-schenruf vernahmen — ich meine die Abgeordneten und den Iustizminister — sofort unter dem Eindrucke dieses Zwischenrufes ihrer Entrüstung darüber prägnanten Ausdruck gegeben haben. Ich constatiere endlich, das» am nächstfolgenden Tage der Herr Iustizminister in einer längeren, in der Form gewiss maßvollen, dem Inhalte nach aber kräftigen Ausführungen die österreichische Beamtenschaft vor den Anfeindungen, welchen dieselbe in den Ausführungen verschiedener Redner ausgesetzt war, aufs wärmste in Schutz genommen hat. (Beifall rechts.) Hicmit glaube ich diese peinliche Affaire erledigt zu haben und um eine richtige Construction zu finden, beantrage ich, dass diese Affaire, die ein ganz eigenthümliches Dasein führt, einmal denn doch von uns für todt erklärt werde. (Zustimmung.) Redner geht sodann zur Besprechung des Präsidial» Erlasses des Obersten Gerichtshofes über und bemerlt, dass derselbe eine materielle Aenderung in der bisherigen Uebung nicht herbeigeführt habe. Es sei jedoch Redner mitgetheilt worden, dass bei einer Verhandlung über eine nichtdeutsche Angelegenheit, und zwar schon nach der Erlassung der bekannten Verordnung, der Senat in der Weise zusammengesetzt worden sei, dass die der anderen Sprache nicht mächtigen Hofräthe in der Minderzahl waren. Eine derartige Zusammensetzung der Senate für eine nichtdeutsche Angelegenheit, wenn die Hofräthc für diese nichtdeutsche Sprache in entsprechender Anzahl vorhanden sind, sei nicht correct und dem Geiste des Gesetzes widersprechend. (Zustimmung rechts.) Der Berichterstatter hofft, dass ein der» artiges Vorgehen nicht eingehalten werden wird, und unter diesem Vorbehalte liege gegen die Verfügung des Präsidenten des Obersten Gerichtshofes in nationaler Beziehung gar kein Anstand vor. Der Berichterstatter besprach hierauf die Frage der Reform der Civilprocessordnung. Die Special-berathung eines großen Iustizgesehes im Hause sei nicht ersprießlich. Das Haus sollte sich lediglich mit einer General - Debatte und mit einer Generulprüfung derartiger Gesetze befassen, welche dann mit dem Ergeb« Feuilleton. Der Fächer von Rachgia. Von Charles Dell our«. A ' Laune n"„?' ^""r Nibel! Er war Soldat weder ans ^ allpi ^ s^'l" killen geworden, sondern das gebracht v"? "M zum 4. Bataillon der Marine ^berart'i« >-'.^ ^^ ^" immer noch mit seiner tonuna fidette A". ^"' ""in Interesse erweckte, mich l^ache fii? ^ bewahrte mir dies<> vertrauliche An-^undsch./'" Zeit ans, wo sich zwischen nns eine A" sN ' F^"^t auf gegenseitige Achtung, er-'^uen! B i/^'"" N'bel.» stotterte er, indem er mit "ucl memer Arbeit znsah. (Ich putzte eben mein Gewehr.) Nun begann zwischen uns ein Gespräch, das je nach meiner Arbeit unterbrochen wurde. Als ich ihn einmal ansah, bemerkte ich in seinen Augen eine Thräne. Da ich damals ein noch viel zu jnnger Soldat war, so wurde ich von seinem Schmerze gerührt, legte mein Gewehr beiseite nnd führte ihn wie ein Kind in den Hof hinab, wo ich ihm als Kameraden zuredete. Er machte bald seinem gedrückten Herzen Luft nnd erzählte mir feine Geschichte. Der arme Teufel hatte nie gute Tage gesehen. Seine Jugend war ebenfalls sehr traurig; sein Vater, ein Taglöhner in einem Dorfe des Jura, 'lieh seine Frau nnd seinen Sohn in Stich, indem er nach Lyon gieng, und die Familie musste sich selbst weiterhelfen. Pierre Ribel war gezwungen, trotz seiner Fähigkeiten die Schule zn verlassen und war bald die Stütze seiner Mntter. Aus Mitleid lehrte ihn ein Nachbar die Drechslerei nnd Holzschnciderei, nnd bis zum 21. Jahre hatte der arme Bnrsche von früh bis abends unnntcrbrochen gearbeitet; Dank seinem Fleiße konnten die väterlichen Schulden bezahlt und der mütterliche Besitz wieder znrückgekanft lvcrdcn. Nun wurde er zum Militär genommen, und da seine Mutter dem Gesetze nach keine Witwe war, so mnsste er einrücken, trotz seiner zurückgebliebenen körperlichen Entwickclnng. Dies erzählte er mir zuerst nicht ganz, denn sein stetes Schluchzen ließ nur einen Theil zu, allmählich erzählte er mir später alles. An diesem Tage trüNete ich ihn nach Kräften und übernahm feine Correspundenz mit seiner Mntter, so dass ich ihn allmählich wieder ' aufheiterte. Wir wurden gute Kameraden. Er hatte sich bald mit seinem neuen Stande vertraut gemacht, und da ich ihn unter meinen besonderen Schutz genommen hatte, so blieb ihm all die große Menge von Unannehmlichkeiten erspart, die gewöhnlich einem Rccruten zustoßen. Er verehrte mich mit einer gewissen Hochachtung, die ihm meine Schrcibknnst einflößte, die er mit kindischer Einfalt bewunderte, wenn ich an feine Mutter schrieb. Armer, kleiner Ribel! Bald war er ein wirklicher Soldat, geliebt von allen. Er war eifrig, nnd wir lächelten oft über seinen allzngroßen Gehorsam gegen die kleinsten Wünsche; er wurde aber darüber nicht böse. Einige nannten ihn «Das Mädchen», und mich hatte er am liebsten, weil ich stets zn ihm hielt. Wenn ich so ans dem mit Rauch erfüllten Kaffeehause kam, legte ich mich auf mein Bett hin, und indem ich den Zapfenstreich erwartete, hörte ich mit Vergnügen seinen naiven Worten von seiner Mutter und seiner Braut zu, die er da irgendwo hatte. Er wäre für mich dnrchs Feuer gegangen nnd wollte mir stets seine dankbare Ergebung bezeugen. Wenn ich Morgens von dein gemeinschaftlichen Waschen kam, fand ich schon mein Bett so 'spiegelblank» gemacht, dass es eine Frende war anznschen. Obwohl es Sitte war, diese kleinen Dienste zn be-» zahlen, so stich ich bei ihm auf den entschiedensten Widerstand nnd ich nahm ihn daher ost in das Theater oder in das Cafe' Chantant mit, wo rs mir große Freude machte, wenn bei einem Glase Wein seine ! bleiche Gesichtsfarbe schwand und seine Augen leuchtend wurden. Lotbacher Zettung Nr. 48. 360 82. Februar 1893. nisse zu schließen hätten: entweder annehmen oder ablehnen oder nach gewissen Directive« zur Umarbeitung zurückweisen. Neben dem Parlamente sollte eine entsprechend zusammengesetzte Commission bestehen, und diese hätte die codiftcatorische Arbeit zu machen. Da die Verwirklichung eines solchen Gedankens ohne eine Aenderung der Perfassung nicht gehe und man eine Veränderung aä kuo wohl nicht werde vornehmen wollen, so werde dieser Weg nicht betreten werden können. Es werde aber einmal bei uns doch dazu kommen müssen. Der Abgeordnete Baernreither mochte auf einem indirecten Wege dasjenige anstreben, was durch eine Veränderung direct und materiell durchführbar wäre. Der Berichterstatter erklärt, die von dem Abgeordneten Aaernreither angeregte Zusammensetzung einer Commission unterstützen zu wollen. Was die verschiedenen Vorbereitungen zur Einführung der neuen Civilprocessordnung betrifft, stimmt der Berichterstatter mit dem Minister darin überein, dass derselbe diese Vorbereitungen nicht in Form von Gesetzesnovellen vornehmen wolle. Die Civilprocess»Ordnung müsse mit einem Schlage kommen, damit auf einmal der neue Geist einziehe. (Beifall.) Ritter v. Madejski wies ferner darauf hin, dass Vorlagen über die Reform der Advocatur und das uicht strittige Verfahren nicht bis zum Herbste schon ausgearbeitet sein könnten, man dessenungeachtet aber die Principien jetzt schon feststellen könne. In der Nd-vocatie habe man die Freiheit zu rasch eingeführt, ehe noch die entsprechende Controle durch die Öeffentlichkeit vorhanden war. Jetzt seien die Auswüchse schon da und könnten nicht so leicht beseitigt werden. Deshalb ist Redner für die Einführung des Xmn6l-U8 clau«u». Die Einführung von Friedensgerichten sei nicht opportun. Das Uebel der unbesoldeten Auscultanten bestehe noch immer weiter; die Einnahmen des Iustizetats wuchsen in den letzten 17 Jahren um sieben Millionen, die Ausgaben um 270.000 Gulden. Und doch sei eine gute Rechtspflege nach der Pflege der Religiosität das wichtigste Gut eines Volkes. — Das Capitel Justizministerium wurde hierauf angenommen. Das Haus zog hierauf das Capitel Finanzministerium in Berathung. Abg. Schlesinger führte aus, dass im Jahre 1892 infolge der neuen Handelsverträge und der Goldwährung der Export zurück« gegangen, der Import gestiegen sei. Durch den Panama-Caual sei das Volk um 1000 Millionen Francs gebracht worden. Die Einführung der Goldwährung müsse aber für Oesterreich ganz ähnliche Wirkungen haben. Milliarden würden da in die Taschen der Geldjuden fließen. Das sei nicht mehr ein französisches Panama, auch nicht ein italienisches Klein-Pananm, sondern ein österreichisches Groß-Panama. Nur die Staatsschuldentilgung könne da helfen. Redner entwickelt seinen Plan zur Tilgung der Staatsschulden. Dann erst könne man nationalisieren und polemisieren. Die Aufnahme der Barzahlungen würde einen Bankerott herbeiführen und das Volk ganz unter das Joch des goldenen Kalbes, der Hochfinanz, beugen. Wenn sich das Volk dann gegen seine Pciniger erheben würde, dann hätte man das schrecklichste Blutbad zu gewärtigen. Abg. Weigl besprach die galizischen Grundsteuer-Verhältnisse. Galizien könne den Steuerdruck nicht ertragen, weil es schwer unter Elementar-Ereignissen leide. Es beklemme dem Redner die Brust, aber er müsse doch sagen, Galizien sei ein armes Land. Die Hanszinssteuer habe in letzter Zeit ungerechtfertigte Erhöhungen erfahren. Auch die Erwerbsteucr sei in Galizien trotz des schlechten Geschäftsganges nach ganzen Gruppe« erhkht wordeu. Redner urgiert seinen Antrag auf Revision des Gefällsgesehes, welcher seit zwei Jahren noch nicht auf die Tagesordnung gekommen sei. Der Steuer- und Gefälls-Nacillus sei so gefährlich wie der Comma-Bacillus. In Gefällsprocessen werde mit unglaublicher Rücksichtslosigkeit nicht nur a/gcn Juden, sondern auch gegen Großgrundbesitzer vorgegangen. Nachdem noch der Abgeordnete Kaiser gesprochen hatte, wurde die Verhandlung abgebrochen, Nächste Sitznng morgen. Die Viehsalzfrage. Im öffentlichen Leben entscheidet gemeiniglich nur der Erfolg. Das ist einer der ältesten Erfahrungsfähe der Politik. Neuestens aber haben wir eine ganz merkwürdige und wirklich originelle Ausgestaltung und Umarbeitung jener Maxime erlebt, nämlich: Im öffentlichen Leben entscheidet der Erfolg — anderer für uns. Wir verdanken diese überraschende Entdeckung gewissen deutschliberalen Blättern, die eine sonst sehr unpolitische Angelegenheit, die Viehsalzfrage, sich derart zurechtlegen, dass sie den Erfolg der jahrelangen Bemühungen des österreichischen Ministeriums ganz »u,i8 F6i^ für sich und ihre Partei confiscieren. Man weiß, dass im Jahre 1«63, mit Abschluss des ungarischen Ausgleiches, die Abgabe von billigem Viehsalze an die Landwirte eingestellt wurde. Das war ein harter Schlag für die Landwirtschaft, und es vergicng seither kein Jahr, ohne dass im Reichsrathe und in den Landtagen immer und immer wieder das Verlangen nach Wiedergewährung von billigem Viehsalze laut geworden wäre. Doch vergebens. Die ungarische Regierung leistete zähen Widerstand, und da nach dem Ausgleichsgesehe das Salzmonopol zu den im gewissen Sinne gemeinsam zu behandelnden Angelegenheiten gehört, war es nicht möglich, dem einmüthigen Begehren der österreichischen Landwirte zu willfahren. Welche Phasen die Sache in diesen 25 Jahren durchgemacht hat, darauf können wir hier dcs näheren nicht eingehen, Der gegenwärtige Finanzminister Dr. Steinbach hat sich der Sache mit besonderem Eifer und mit einer Zähigkeit angenommen, die durch leinen vorübergehenden Misserfolg entmuthigt werden konnte, und so gelang es dann seinen beharrlichen Bemühungen, endlich die Zustimmung des ungarischen Ministeriums zur Einbringung jener Vorlage zn erlangen, die nunmehr dem Abgeordnetenhaus unterbreitet worden ist und wonoch künftig jährlich eine halbe Million Metercentner Salz aus den Niederlagen des Staates an Landwirte um den ermäßigten Preis von 5 st. per Metercentner verabfolgt werden sollen. Die Oclonomen Oesterreichs werden diesen Erfolg freudig begrüßen, der aber, wenn man gewissen Partei-blättern glauben wollte, beileibe nicht den Bemühungen des Finanzministers, sondern nur der — Linken des Abgeordnetenhauses zu danken ist. Und warum ihr? Nun, weil die Linke immer und immer wieder den Wunsch der Landwirte nach billigem Viehsalz vertreten hat. Pas ist richtig, aber ebenso richtig ist, dass dasselbe fast alle anderen Parteien des Abgeordnetenhauses, namentlich die Polen und die Deutsch-Conservatioen, gethan haben, und es gewährt denn auch einen heiteren Anblick, wie auf der anderen Seite wieder die conseroativen Blätter rufen: «Unser ist der Erfolg, denn w i r waren diejenigen, welche» :c. Nun, wir können demgegenüber nur auf das zurück« kommen, was wir an die Spitze dieser Zeilen gestellt haben. Im öffentlichen Leben entscheidet nur der Ersolg, aber — und das ist eben unsere abweichende Auffassung — der Erfolg ents^dct für dcnjeni^.,, der ihn durch' gesetzt und herbeigeführt, nicht für den, der ihn bloß herang sehnt und herbeigewünscht hat. Der FinanzminiM aber ist es, der die concrete Arbeit zu leisten und zah^ reiche Widerstände zn überwinden hatte. . . Wenn jedoch dieses Resultat speciell für die L>n« reclamiert wird, so sci einfach daran erinnert, dass dm Partei seit 1868, also seit Einstellung der Abgabe von Viehsalz, über ein Decrnnium am Ruder war, da!" während dieses Zeitraumes die Klagen der Landwir« nicht verstummt sind, dass somit der Anstoß und au^ die Zeit ausreichend vorhanden war, um den Klagen av< zuhelfen — was aber innerhalb jenes Decenniums ew nicht geschehen ist, sondern erst im Jahre 1693 dlil«? dm gegenwärtigen Finanzminister . . . Politische Uelierficht. (Von Dr. Rieger.) Aus Prag wird nener-dings gemeldet, dass Dr. Riegcr sich um das Reichs rathsmandat der Prager Handelskammer bewerbe' wird und dass, da die Deutschen und Altczechen E Stimmen anf ihn vereinen werden, seine Wahl bereu» gesichert ist. , (Aus Cilli) wird unterm Vorgestrigen v' i,chtet: Bei den heutigen Wahlen in die Bezirksoertte lung von Cilli wurdcn in dcn Landgemeinden neu Slovenen, darunter die Abgeordneten Gregorec utt Vosnjak, gewählt. Die Sloveuen haben hu"'^.^ Majorität in der Äezirksvertretung. Die DeuM" dürften ihre Abstinenz fortsetzen. (Das Rothschild - Consortium) "A ficierte dem Finanzministerium die Ausübung ", Option auf die Uebernahme des restlichen VctrK von 319,298.000 Kronen der neuen vierprocenH Staatsrentenanleihe und des Restbetrages von 56,47^;, Kronen der neuen vierprocentigm Staatsschuldv^rM bungen der Rudolfsbahn. ^ r EinwendM ^ Finauzministcrs, welcher auf die Nothwendigst ^ Mrbereitung der erforderlichen Contrulmaßnahlnel ,^, anf die anch darüber mit Ungarn zu treffende ^>^ barnng hinwies, unterließ der Ausschuss, eine Am rung des Zeitpunktes der Wirksamkeit des GeschO beschließen.. , ^ (ZumPapstjubiläum.) In der ganz"'" nes lischcn Christenheit ist das Vischofsjubiläum des P"^ Leo Xlll. festlich begangen worden. Anf sä"''?'z,F Bischofsitzen in allen Weltiheilcn wurde mit ^^ Ich hatte seine Traurigkeit fast ganz besiegt uud der Dienst machte ihm Freude. Als ich zum Corporal avancierte, erlangte ich durch Bitten bei meinen Vorgesetzten, dass er zu meiner nenen Compagnie kam. Um diese Zeit kam eine Abtheilung ans China zurück, was stets cm Fcst für uns war. Wenn der Oberst dem herkömmlichen Gebrauche treu war, so schickte er den Ankommenden die Regimentsmusik entgegen. Alles war dann in Bewegung. Plan rief durcheinander: s W ersteumal auf diesem Wege nach meines ""i Wispau fuhr.» An'< .Und welche Schlüsse zogst du aus dieser "h,,e Verwirrung? Musstest du dir nicht sagen, d"'^^est^ dein Wissen bereits an jener Stelle geweilt ^ft" «Nein, ich sagte mir, dass mich eine ^", ^.,e täusche,» antwortete Georq kopfschüttelnd. ^! "Lr^ Erinnerung der Kinderjahre, vielleicht gar ^. ^s he^ bild war es, was mich täuschte und mir n> ^ als Bekanntes wies.» c>in ^ «Vielleicht — vielleicht auch nicht. ^ er><, gaugcucn Jahre waren wir am Rhein. H«e L^,' mich mit Freude an diese herrliche Fahrt. U"n ^,„c waren vorausgezogen. Ich kletterte, wie es , ^Laibacher Zettung Nr. 43. 361 22. Februar 1893. und Ehrfurcht des seltenen Festtages gedacht, den einer oer bedeutendsten und ehrwürdigsten Männer, die je M Petri'z Stuhl saßen, gefeiert hat. Milde in der ^estnnung, ftst und klar in der That, leuchtenden Mistes hat Leo XIII. das Ansehen seines heiligen Amtes n oer ganzen civilisiertcn Menschheit Hoch gehoben und ""Uen ein Freund des Friedens, ein mit Vertrauen Muchter Schiedsrichter, ein erhabener Lehrmeister geworden. Er ist für den religiösen Gedanken und für U Geltung desselben im edelsten Sinne ein wahrer TZN seines Reiches. Alle Freunde der Menschheit Men, Papst Leo XIII. noch lange seines hehren Amtes "»"ten zu sehen. " u ' " „^ ^^ antiparnellitische Partei) richtete ,n? r. ^" ""d Australien einen Aufrnf zur Verwaltung von Geldsammlungen für dcu Homerule-UM' welcher, wie es in dem Aufrufe heißt, an urnllM der Anstrengungen der Feinde Irlands noch "M ein verzweifelter sein werde. Der Anfruf erklärt m. f"'.' dass die Partei die von Gladstone vorgeschlagene "-^Wttlg ohne Bedenken als würdigen Abschluss' der ann f, . b Jahrhunderte hindurch gebrachte» Opfer w„nl!?/^ Papst) empfieug vorgestern ein Glück-"^'^^egramlu des Zaren. Üeberdies hat der außer-u,i> ? Gesandte Izvosky ein eigenhändiges Schreiben '« große Geschenke des Zaren dem Papste überreicht, n,Ml? "upfieng der Papst Glückwunschschreiben vom ^N chen Münster des Acußern, vom Fürsten von "menegro und vom schweizerischen Vundcsrathe. zwis^ Panama. Canal.) Die Besprechungen aie l "' Negirrmig von Columbia und dem dclc-schein ^'^udalor der Panama-Canal-Gesellschaft cession ^ ""^ endgiltigen Verlängerung der Con-ilum /- ö"M)ren. Die Convention wurde vorläufig bis "" 5. März verläugert. iln P, ^c^land.) Die zweite Lesung der irischen Bill fch. Aschen Unterhause ist vorläufig auf den 13. März des m >!' ^" ^ Zwischenzeit sollen lllehrere Vorlagen proar« Thronrede angekündigten Newcastlcr Neforn,-^^"cs auf den Tisch dts Hauses uiedergelegt werden. Tagesneuigleiten. unaar^' ?^M der Kaiser haben, wie das schüd^^ Amtsblatt meldet, für die durch Brand gc-römi 3,," ?cwohner """ Esäszköcz 300 fl. nnd für die zu s^"Mischc Schule iu Vindornya-Szöllös 100 fl. '^nocn gerllht. slriaen^ ! ^ "^ Hofe) Aus Wels wird uns unterm Geist zur k ^^ ^meldet: Seine Majestät der Kaiser aetroffe,, m'^" Tauffeier auf Schloss Lichtenrgg ein« «trz^ nachmittags fand die Taufe des neugeborenen hat d°, A.'" der Schlosslaftelle von Lichtenegg statt, und lehrte k Ä" ^bst die Pathenstelle vertreten. Abends der l,^" Ais" wieder nach Wien zurück. Das Befinden zufrieden? ?^""in ist nach dem neuesten Bulletin ein Herzas ""'t>es; das Befinden des neugeborenen Erz- °"U» unverändert gut. In d^7^"^°^Promotion eines Blinden.) eine b?m , 6" ^j°lhe fand an der Berliner Universität Vl e h^"lenswerte Promotion statt. Der Doctorand Max Und besu^"^ ^ ^°^" ^^^ zu ^"^" blind geboren ihm der erste Unterricht von einem Kilben' ?"" '" ben Bergen nmher. Nach vielen Aura n V ^ mir, die Räume einer zerfallenen den beib, Kimmen. Im Schatten des Gemäuers, vor Alles ,n." ^.^nenstrahlen geschützt, ließ ich mich nieder, ich befank'"^ h" war still; kein Lüftchen regte sich; ^elseni^ 3^ Nanz allein iu dem zertrümmerten Hll war . "^ ^"^cn schlössen sich vor Müdigkeit, muckte ^ f."? ^ ein elektrischer Schlag mich durch-hellselwn? ^. "'" "uch' h"lb träumend, halb geistig lNeinem ;' ^ verfallenen Mancrn schienen sich vor ^ vor m"?- ^^^ "'^er aufzubauen; ich sah deut« Roller k. N ^"'^", die prangende« Hallen, den b" Pfeis^ ^'"Ullten, die Höfe. Ein jeder der Steine, lannt y,„ °" ^rker uud Vorsprünge kam mir so be-e>n A,,'s ""° bcr Platz, auf dem ich saß, bot mir ^"ge en „ "^ '3- "'^' langst "ckauute Pnukte meinem "lebt zü s,? lchlmmcrten. Ereignisse, welche ich selbst ^rbei ^? s? überzeugt war, zogen an meiner Seele ^ene Ä/?? ""ch hoch zu Ross durch das mm zcr-^fseusckn ^^?^ "^"' d'e Neisigen in blinkendem "Uden5?' , ^"" "''^ brein; ich hurte die schmet-^cgen V/^" erklingen, die mir ihren Willkommen ^uen unk m,' .^ sah im Burghöfe, ulngcben von '"einer h"^ .Mädchen, eine lichtumflosscne Gestalt ^^a^chN.^ "" deinen Rittergeschichten, welche 'es GeV "!^i !" ben Quartanerjahrcn gelesen hast,. Mkt in ^/"' ^^3 ans. «Der halbvcrgcsscnc Roman «Ne' Hu'"!» ^lveiter''^''^ "'tgcgnete Arthur nervös. .Höre wichen H lchwöre dir 5"' dass ich mich nie mit "l "».turc beschäftigt habe.. (Fortsetzung folzl.) Blindenlehrer ertheilt worden war, das dortige Sophien» Realgymnasium. Er bestand mit Auszeichnung die Abiturienten-Prüfung, wobei ihm die schriftliche Prüfung erlassen wurde. Darauf studierte er mehrere Jahre hindurch an der Berliner Universität Mathematik. Physik und Philosophie. Durch seinen rastlosen Fleiß und seltene Thatkraft verfasste er nach beendetem Studium eine Dissertation aus dem Gebiete der Diffcnrential-Gleichungen, die eine dankenswerte Bereicherung der mathematischen Wissenschaft bildet. Der Decan der philosophischen Facultät, Professor Hirschfeld, beglückwünschte nach der üblichen Vertheidigung der Thesen den jungen Doctor, der mit Ueberwindung so großer Schwierigleiten diese akademische Würde erlangt habe. — (EalifornischerWein in Europa.) Der französisch-schweizerische Zollkrieg zeitigt überraschende Erscheinungen, Die Vertreibung des französischen Fassweines vom Schweizer Consumgebirte lässt nicht bloß Italiens und Oesterreich-Ungarns Wein dort mehr Boden gewinnen, als neuer Concurrent speciell in der romanischen SclMiz erscheint ncuestens vielmehr der Wein Cali-sorniens. Derselbe wird per Flasche zu 1'50 bis 2 25 Francs offeriert. Californien, dieser Garten Amerika's, wird uns noch mehr solcher Ueberraschungen bieten. Seine Obstcouscrven, seine Orangen und Citronen bilden heute bereits einen sehr maßgebenden Bestandtheil der Markt« zufuhren Englands. — (Kriegshunde in Graz.) In dem Re« gimente König der Belgier wurde die versuchsweise Einführung von Spürhunden zu Militärdienst', beziehungs' wrise Kriegszwecken angeordnet. Die in erster Linie im Nachtdienste und zur Vermittlung von Nachrichten zwischen entfernteren Posten zu verwendenden Hunde wurden zwei Compagnien des Regiments König der Belgier, deren Commandanten im Jagdwesen praktische Erfahrung haben, zugetheilt. Die Hunde werden versuchsweise auf Uebungen mitgenommen und für die ihnen zukommenden Aufgaben abgerichtet werden. — (Schönheitsgallerie.) Ein findiger Yankee ist auf deu Einfall gekommen, in Chicago die schönsten Frauen der Welt auszustellen — allerdings nur in <-Mssic. Er versendet an alle namhafteren Photographen Rundschreiben mit dem Ersuchen, ihm gegen hohe Entschädigung Copicn der reizendsten Damenbilder zu übersenden, die sie ausgenommen haben. Er beabsichtigt, diese dann in Lebensgröße herstellen zu lassen und auf diese Weise zu einer sehenswerten Schönhcitsgallerie zu kommen. — (Ein Dichter-Jubiläum,) Diesertage feierte der hervorragendste und productivsle czechische Dichter der Gegenwart, Iaroslav Vrchlicty (recte Emil Frida), seinen 40. Geburtstag. Was er in den 17 Jahren, seitdem sein Erstlingswerk erschienen, geleistet, ist staunenswert. Nicht weniger als 41 Bände lyrischer und epischer Gedichte, 20 Dramen, 4 Texte, 3 Bündchen Erzählungen und Skizzen und 3 Bände literarische Studien sind die Resultate seiner bisherigen Originalproduction. — (Verhaftung russischer Stubenten in Berlin.) Aus Berlin wird telegraphiert: Am 19. d. M. fanden in den Wohnungen hiesiger russischer Studenten Hausuntersuchungen statt. Zehn Studenten und zwei Frauen wurden verhaftet, von denen jedoch nur einer in socialistischer Tendenz agitatorisch aufgetreten ist. — (Ueberschwemmungen.) Reuters Office meldet aus Brisbane: Starke Regengüsse verursachten neuerdings Ueberschwemmungen in Queensland. Die Eisenbahn- und TelegraphM'Verbindungen sind vielfach unter' brochen. Ipswich steht fast ganz unter Wasser, das übrigens langsam zu sinken beginnt. Mehrere Personen sind ertrunken. — (Banquier Blei chr öder gestorben.) Der Chef des Berliner Bankhauses S. Bleichrödcr, geheimer Commercicnrath Gerson Vleichröder, ist vorgestern, 70 Jahre alt, gestorben. Vleichrödcr war nach Rothschild der nichste Finanzier. Er hinterlässt ein Vermögen von 300 Millionen. — (Der Bank-Photograph.) Das Personal der Bank von Frankreich wird um einen Photographen vermehrt werden, dessen Aufgabe es sein wird, incognito das Bild aller jener verdächtigen oder unbekannten Personen auszunehmen, die an die Checkcassen kommen. — (Zur Ueberzeugung gelangt.) Richter: «Gesteh'n Sie jktzt auch noch nicht Ihre Schuld ein?» — Angeklagter: «O, im Gegentheil! Nach der Rede meines Vertheidigers sehe ich erst ein, was ich eigentlich für ein anständiger Menfch bin^__________ Local- und Provinzial-Nachrichten^^ Laibacher Gemeinderath. * Der Laibacher Gemeinderall) hielt gestern abends cinc öffentliche Sitzung ab. Der Vorsitzende Bürgermeister Grasselli machte zunächst die Mittheilung, dass der durchlauchtigste Herr Erzherzog Karl Ludwig für die nnläss-lich der Vermählung seiner Tochter, der Frau Erzherzogin Margarctha Sofia, seitens der Stadtgemeinde Laibach dargebrachte» Glückwünsche seinen Dank habe aussprechcn lassen. Die Mittheilung des Vorsitzenden wurde vom Ge-meinderathe stehend zur Kenntnis genommen. Per Vor- sitzende theilte weiters eine Zuschrift der Bau-Unternehmung der Unterlrainer Bahnen mit, wornach auf den Wunsch der Stadgemeinde Laibach, dass ihr im Vermal» tungsrathe der Unterkrainer Bahnen eine Virilstimme eingeräumt werde, aus mehrfachen Gründen nicht eingegangen werden könne; die Unternehmung versichert jedoch in ihrer Zuschrift, dass die Wünsche der Stadtgemeinde Laibach stets volle Würdigung finden sollen. Den wichtigsten Gegenstand der Tagesordnung bildete der Bericht der Finanzsection, betreffend den Beitrag der Stadlgcmeinde Laibach zum Baue des neuen Post« und Tele« graphengebäudes. Als Referent fungierte Vicebürgermeifter Vaso Petricic. Bekanntlich wurden gegen die beabsichtigte Erbauung des Post- und Telegrafthengebäudes auf dem Kaiser-Iosefsvlatze gewichtige Einwendungen erhoben, welche die PostVerwaltung bestimmten, auf die Erwerbung eines geeigneteren Bauplatzes Bedacht zu nehmen. Es wurden zunächst die Luckmann'sche Realität in der Elefanten», respective in der Schellenburggasse und die Kosler'sche Realität in der Schellenburg-, respective in der Knafflgasse ins Auge gefasst. Die Erwerbung eines dieser Bauplätze ist jedoch von dem Beitrage der Interessenten abhängig, da z. B. Herr Luckmann für feine Realität 90,000 fl. verlangt. Die krainische Sparcafse stellte in großmüthiger Weise einen Beitrag von 35,000 fl. in Aussicht, und der Gemeinderath hatte am 20. Juli 1892 in einer vertraulichen Sitzung beschlossen, einen Beitrag von 10.000 fl. zu leisten. Unterm 9, d. M. richtete nun das k. l. Landespräsidium an den Herrn Bürgermeister eine Zuschrift, berzufolge sich das k. k, Handelsministerium für die Erwerbung der Luckmann'schen Realität zum Zwecke der Erbauung eines neuen Post- und Telegraphengebäudes nur unter der Voraussetzung entschlossen hat, dass die Stadtgemeinde ihren in Aussicht gestellten Beitrag vou 10.000 fl. um den Betrag von wenigstens 5000 sl. erhöht. Der dann noch unbedeckte Restbetrag von 40.000 fl. würde auf den Staatsschatz übernommen werben. Das k. k, Landes-Präsidium zweifelt nicht, dass die Stadtvertretung die großen, im gegenwärtigen Momente mit verhältnismäßig geringen Opfern erhältlichen Vorthrile der mit der Erbauung des Postgebäudcs an Stelle der Luckmann'schen Realität zusammenhängenden Straßenregulierung in sachgemäße Erwägung ziehen und sich gerne bereit finden wird, dem außerordentlichen Entgegenkommen, welches die Staatsverwaltung gegenüber den städtischen Interessen bewiesen hat, durch Fassung des gewünschten Beschlusses Rechnung zu tragen. Der Referent Vicebürgermeister Petricic befürwortet die gewünschte Erhöhung des Beitrages auf 15.000 fl., indem er die große Bedeutung des Projectes für die Verschönerung der Stadt Laibach hervorhob, da dessen Realisierung die Erweiterung und Regulierung zweier wichtiger Verkehrsadern der Stadt, der Schellenburg- und der Elefantengasse, ermöglichen würde. Nach den für die Schellenburg- und Elefantengasse festgestellten neuen Vau-linien würden von der Luckmann'scheu Realität in der Schellenburggasse 241 Quadratmeter, in der Elefantengasse 124 Quadratmeter, zusammen also 365 Quadratmeter zu Straßenerweiterungszwecken entfallen. Die erwähnten Grundstreifen, welche einen Wert von 14.092 fl. repräsentieren, fallen der Stabtgemeinde unentgeltlich zu. Der Referent bemerkte schließlich, dass der Beitrag von 15.000 fl. auch in fünf Raten k 3000 fl. geleistet werden könne, und stellte sodann folgende Anträge: 1.) Der Beitrag der Stadtgemeinde zur Erbauung eines neuen Post-und Telegraphengebäudes in Laibach wird von 10.000 auf 15.000 Gulden erhöht unter der Bedingung, dass das bauführende k. l. Postärar der Stadtgemeinde Laibach die zum Zwecke der Strahenerweiterung und Regulierung nöthigen Grundstreifen im Flachenausmahe von 365 m' unentgeltlich abtritt. 2.) Dieser Beitrag wird in fünf Jahresraten u 3000 st., von der Vollendung des Baues an gerechnet, geleistet. 3.) Der Stadtmagistrat wird beauftragt, diesen Beschluss ehestens dem k. t. Landespräsidium mitzutheilen und in dieser Angelegenheit das weiters Erforderliche zu veranlassen. In der Debatte über diese Anträge ergriff zunächst Oemeinderath Ravnihar das Wort, welcher auch in seiner Eigenschaft als Obmann der Stadtverschönerungs-Section die Anträge freudig begrüßt und allen um das Zustandekommen des Projectes verdienten Factoren, insbesondere aber der lrainischen Sparcasse für den namhaften Blitrag den Dank ausfprach. Redner empfahl wärmstens die Annahme der Anträge. Auch die weiteren Redner: Ritter von Zittcrer, Terkel und Kunc traten für die Annahme der Antrage ein; die letzteren zwei beantragten jedoch weiters, die Stadtgcmeinde soll sich an die zunächst Interessierten, d. i. die krainische Baugesellschaft als Besitzerin des Hotels »Stadt Wien» und an die Besitzerin des »Hotel Elefant», um entsprechende Beiträge wenden, Nachdem noch der Referent die Aussichtslosigkeit eincs solchen Schrittes hervorgehoben, wurde zur Abstimmung geschritten; die Anträge des Referenten wurden einstimmig angrnonumn, der Antrag des Gemeinderalhes Tercel hingegen abgelehnt. (Schluss folgt.) — (Vorlesung Vtettenheim) Um einer irrigen Meinung, die iu hiesigen Kreisen verbreitet ift, vorzubeugen, sei hier erwähnt, dass Dr. Iuliu« Stetten- e^Laibacher Zeitung Nr. 43. 362 22. Februar 1893. heim kinesu-egs Dialelt-Humorist »st und seine Vorträge und Dichtungen in der jedermann verständlichen deutschen Schriftsprache verfasst sind. Stettenheims durchschlagender Erfolg in Wien und Graz bürgt für die Zufriedenstellung des Laibacher Publicums, und dürfte der Künstler, da die Nachfrage schon jetzt eine lebhafte ist, ein ausverkaufte« Haus haben. Doctor Stettenheim unternimmt schon seit einer Reihe von Jahren Kunstreisen in d?n größeren Städten Deutschlands und Oesterreichs, wo seine gcist- und humorsprühenden Com-positionen sowohl als auch seine unübertroffene originelle Vortragsweise nie verfehlte, gerechtes Aufsehen zu erregen. Darum versänmc niemand, der auf Augenblicke des Lebens Unannehmlichkeiten vergessen will, sich da einzufinden, wo Stettenheim, wenn auch nur auf Stunden, fein Heim aufgeschlagen, * (Deutsches Theater.) Man beobachtet in Provinzstädten eine gewisse Voreingenommenheit gegen Wiener Lo<-alpossen, da einem großen Theile des Publi-cums die localen Verhältnisse und die daraus geschöpfte Situationskomik der Großstadt fremd sind und die Anzüglichkeiten auf Wiener Schwächen und Tugenden das Publicum ziemlich lalt und gleichgiltig lassen. Mit dem Verständnisse der Urwüchsigkeit des Wiener Dialektes und Humors fällt auch ein guter Theil des Verständnisses für die Posse felbst, die dann in der Regel einen schweren Stand und selten den verdienten Erfolg hat. Die zwei Possennovitäten, die wir in dieser Saison kennen lernten, «Heißes Blut» und «Der Gimpel», litten unter den beschriebenen Voraussetzungen; während der ersteren die damalige Theaterbegeisterung zu einem anständigen Erfolge verhalf, fiel die letztere, allerdings auch infolge einer mangelhaften Wiedergabe, gänzlich ab. Die gestern aufgeführte Posse ^ Einer von der Burgmusil» hat uns angenehm überrascht, denn trotz des eminent localen Charakters des Stückes, ist dasselbe so wohl gerathen, enthält nebst zahlreichen Dialogspässen wirksame komische Situationen und verräth eine für Wiener Üocalpossen, die gewöhnlich nur der allerleichtesten Unterhaltung dienen, auffallend gute Possentechnik. Die Handlung, obschon an Bekanntes anknüpfend, ist gut zufammengefügt, insbesondere die Verwendung einer älteren Idee von der armen Kranken, der ein Spassvogel heimlichen Reichthum andichtet und um die sich sodann alle Bekannten und Verwandten reihen, eine vorzügliche Persiflierung des goldenen Wiener Herzens, geschickt verwertet. Der Titel ist weit hergeholt und findet seine Erklärung eigentlich nur in der Hauptperson des gutmüthigen «Burgmusikpilchers». Die Darstellung der Posse durch die Hauptpersonen verdient volles Lob, denn die Herren Hopp und Strahmeyer sowie die Damen Dudel und Milola leisteten in der Darstellung volks-thümlicher Wienertypen ihr Bestes, erregten durch gesunden Humor große Heiterkeit und fanden vielen Beifall, so dass das Publicum einen belustigenden Abend hatte. Die Gesangsnummern gefielen gleichfalls gut, insbefondere fand das von Herrn Straßmeyer vorgetragene große Quodlibet freundlichen Anklang und reichen Applaus. Die zahlreichen Nebenrollen der Posse wurden mehr oder minder gut gegeben, wobei bei einigen Darstellern die gewohnheitsmäßige Gedächtnisschwäche zu tadeln wäre. Die Reprise der Posse wird hoffentlich einen besseren Besuch als gestern zu gewärtigen haben, da ja auch die Tage der Thcaterzcit, die mit 25. März ihren Abschluss findet, gezählt sind, die Direction sür ein abwechslungsreiches Repertoire sorgt und das Publicum mit den Vorstellungen zufrieden ist. ^ — (Arbeit für entlassene Sträflinge.) Vom Unterstützungsverein für entlassene Sträflinge in Marburg erhalten wir folgende Zuschrift: Es kommen wiederholt Fälle vor, dass berücksichtigungswürdige, ehrliche und fleißige Schützlinge des Marburger Unterstützungsvereines für entlassene Sträflinge, welche infolge von unglücklich geendeten Raufexccssen, ausgestohenen Drohungen, eventuell auch durch unerträgliche Nothlage und Hunger dem Strafgesetze verfielen und welche, der Landwirtschaft angehörig, in allen Zweigen dieses Berufes vollkommen versiert sind, nach Beendigung ihrer Strafe inständigst um Dienst und Arbeit bitten, um ferne, von ihren Hcimatsgemcinden sich durch Fleiß und gesitteten Lebenswandel sowie Pflichttreue uid Dankbarkeit zu rehabilitieren. Die Unterbringung solcher Schützlinge ist bei dem Mangel an intensiverem Verkehr mit derartigen Kreisen ein äußerst schwieriger. Eine Veröffentlichung solcher Art, dass sich bei vorkommender Vacanz von edlen Menschen an den Verein gewendet werden wolle, könnte die Vereinsleitung mancher Sorge um solche Unglückliche entheben, dieselbe rechtzeitig in die Lage setzen, die nöthigen Formalitäten zu erfüllen und die privaten Verhältnisse der Schützlinge regeln zu helfen, anderfeits aber den Besitzern Gelegenheit bieten, sich besonders vor dem Beginne der Ardeüscampagne Arbeitskräfte nach vorheriger definitiver Vereinbarung zu sichern. — (Theater in Gottschee) Man bericktet uns aus Gottfchee: Die Bühne des Hotels . fisch, — Deutsch, Lourberg. — Staria s. Schwester, S""!^ — Karpelcs, Leipzig. — Hofbauer, Vermalter, ObcrbM' ^ Neichel, Commissar, und Dr. Mencinsscr, Advocat, M'" — Pletersnik. Staliousuorstauo, Poduart. — Walo^, Assistent, s. Nichte. Veldes, — Vuzzi, Malborgheth. ^ caric, Selce. — Skala, Trieft. ^ «.MI Hotel Stadt Wien. Hanslick, Reis.! Husch, Najda, »ea»' Dulla, Obcrlicuteuant; Steiuberg, Vuxbaum, Nellina, H.^ Ginger, Olück. Hochmuth, Me.. Wieu. — Hirsch. Hz, Schweinfurt, - Abeles, Kfm., Budapest.—Pcrko, M"" ^. — Haunte. Kfm., (Araz. — Outcrmer, Kfm., Tanz. ^ ^ terllch, Gabel. — Demch. Sinhauser, Ksste., Prag, ^ ^" ^ Reis., Trieft. — Haas, Uutcrlrain. — Frische, SalMN' Fröhlich, Vergant, Stein. ,^A Hotel Vairischer Hof. Icbncic, Private, K'rainburg. -^ Z" Kfm., Rcifmk. — Schauer, Höffcrle s. Sohn. Ma"d^, ^f. Hotel Siidbahnhof. Kuyttl. Kfm., Wieu. — Nadcman, N" ^ — Milic, Spalato. — Seidl, Trieft. — Arman, St- "^, wastliof Kais« von Oesterreich. Peteruel, «Aroszlaschch. ^H», Bischoslacl. — Florjancic und Cerar, Gloggowitz. -" " Laibach. Verstorbene. Den 20. Februar. Franz Najakowitsch, SM" h Adjunct, 49 I.. Deutsche Oasse 7, Lungenentzündung. "7 ^. ^ Nükcr, Nationalbaukbeamtcns-Sohn, 1 I., Triestersttav Kinderirampf. «g I„ Den 21. Februar. Maria Schaschel, Private, ^ Petcröstrafte 18, Uuterhaut < ^ellgewebseutzüudung "" eiteruug. Im Spitale: ^ Den 19. Februar. Andreas Mekinc, I"'^I. «2 I., Altersschwäche, — Maria Nezelal, Inwohner«', Herzfehler. Meteorologische Beobachtungen in Laibach^ ' l7^Mg7 ?M? ^2^1-^ s' 21,2 »N. 7246 90 SW. schwach bewö M 9 . Ab. 7210 4 0 SW. schwach bewöM ^l Trüber Tag, regnerisch. — Das Tagesmittel der Tew? 5 1°, um f,'4" über dem Normale._________ Verantwortlicher Redacteur: I. Naglii. W (An Stelle jeder besonderen Anzeige.) M Der Gefertigte gibt in sciucm und in st" M Vriidcr Namen Nachricht vom Ableben ihrer 8 M Stiefmutter, der Frau > Maria Schaschel ^ Büchsenmachers-Witwe W welche nach längerem, schmerzvollem Leiden "N^ ^ M Empfang der heil. Tterbesacrcmn'utc heute um ^, ^ früh im 73. Lebensjahre selig im Herrn W schlafen ist. , ^ «^ M W Die Beerdigung der Leiche findet Mtttwoni ^ M 22. Februar um halb 5 Uhr nachmittags vom >?. M Nr. 18 Pctersstrasze statt. mlarrlirW M Die heil. Seelenmessen werden in der ^l'" W zn St. Peter gelesen werden. W Lai bach am 21. Februar 1893. , > Feli- Schals Laibacher Zeitung Nr. 43. 363 22.Febrnal 1893. Course an der Wiener Börse vom 21. Februar 1893. Nach dem offiziellen Coursblatte. Stlllltll^nlelitN. Geld Ware !>H. '^""""l<" . , »"!«' W50 '""°"'"rr,,ssll,n,ar Ann»st !»!>ll«! 99-50 " «uvcv »rrz. Ilinnei.Iull !»», 80 99-- w'^r^,/ ^l' ^pril^Oetober, 99»o' 99,o ,H" ^" Stssllssluft , ^,<»fl, 1475« 148-50 >M,s, ' ^" " ^V"^' "> , , i,x> ss, 19«- . 200- '°^°m.Mzr. ,120 fi"'^ ^50^-50 Qestc^w ^"'"'''^ «"'"frei 1i8!,5^i8-55 bt .« °'"'"»>>', swwi'In'i I00-5o,loo«o ,.'"'"'">f<>r2oo,«!>,,„,r:l^um. 97'!55 9755 ^'"'b">'n-Tl««. ^i^."'"" "- « ^ N8-11!»-ldw Z°'?'! ""^!" l" Silber "°°>PY Äah» i» Eill>, fl, ^om, 100ll0 101- ><>.». ^'^ '' """ »n, Num, «7 30 «« ""^«>ldwci!>20<, fi,i,,W. t»o, .. ^^^ "l, ^..... 115 — 115 50 Ocld Ware Elisabetl>bali», 4oo „, 2000 M, 200 U. 4"/„...... 12000 121 l>0 Nianz Zull'p!, Ä, Em, 1884 4 ^ 9» .'««' st, E, 4^/„ . 97.S!.)SÜb. s. 100fi.NoM. 9775 — — Una,. Oolbrcute 4"/„ , . , . 1IN-20 11U-40 dto. Papierrcnte 5"/„. , . , - — — — blu. Nente in Kroiieuwnhriuig, slc!lcrfvsiflir2» d>o, 2!, (tsb, «l, ««old wo ft, N, I2it'7» 1L.17N Ktl), dt», 2,!l!l'V ,, ,, 10!i »0 l!M ^0 dto, 2>nat« Obliss, (llnn, Obsil',) u, I !»7sg»,'vl,!, 1N,'«Ü Küi'w dto, ttvd, Äbl, Odl. l>"/„. , . —-— ^ — bto, Präi», Anl, il i<»»st,ij,W, 152 — l5<^'— dto, dto, il s.o f!,ü, W, 1.^-15,1!-" Tyris! Äs,,, Losl' 4"/„ <<><> sl, , <45>'!i5 145'75 Glundentl.°ylll« W ü«> 4"/„ minarische si0<» fl, W,> , UN'15 U7t5, Andere üssentl. Unlthen. Du,,«» Ü^r«. Lose .W„ , . , l»2.5>« 13«'5>0 dtu, Äük'illl' 1«7« , , 107-Ü0 10» 5,» Aüll'ln'!! t»>r 2tad> Oürz . , 110'— —' Vl»!r!),'„ d, StnblNl'Msiooe Wie» 107-—10»'— AiUrlir,! b, Itadlqrüiciüde Wie» lEi!l>el' ubrr Gold), , . , 12'iü« 12l>'— Prämien An!, d, Cladtq,», Wien 175—!i?»- — B«r,cl)a» Änlehen uer!o«»b, I'»"/,, 1UU75 —'— ßfandliriefe '15 dtu. ,, i,l l»U ,, 4>/,"/,> ,01 75 102 7ü Gelb Ware Äodcr, all«, östr, in5»o I, vl,4"/„ W — !»««<> dtu, Priiin, 2c>n,!di,l'rschr, :>"/., 11«'5N 1t!» 5,0 N, üslrrr Landeo H!„>,«I»st, 4"/„ 9!!'75> i<»0'5<0 Oest,',»,«, Pnnl »crl, j'/^"/,, , 1M>- - lüO'L« dto, ,, 4"/„ . , !il»N'I<»j«lil, ,, 4'V„ . , !1ON'IU 100'/,"/l>vl. '103 — 104-- Prioritiilü-Vbligationen ,siir 1<>« fl>, ssevdinnnbs Nordl>a!,n Em, 1WN 100 — 101 — Oosti'l,-, ^ordwestual»! . , , iiO'5»0 iii'5O 2!naV„.....15»4'L5 is>5,l»5> ,, ll 5,"/,......124'li5> 125, lt5 Uü«, naK,^, Bnlin .... ioe'5,0 107-50 Diutlst Los» (per Eliicl). Crebitlose 100 st...... 1!»s,-50 1!»7 50 Clarr, Lose 40 fl...... l»» 25 5!!'25> 'l"/n Donnn Dampssch. 1W si, . 140 — 141 — Oll'ner Losr 40 fl..... 6»-— —-— Pdlfsl, Luft 40 si...... 5N-— 59^50 !>!o>l,l'n z>n'N,z, üst, Ges, u,, tO st, lU'lw 1N'9O N»doll>>> i/osr 10 fl, , , , 25'— 2«'— Salm Lusr 40 st...... «U — 70' - 2!, «enoi« Lose 40 fl, , . . 68 50 N7't»0 Waldftsi» Lose 20 st..... 45'— 47'— WwbisctMäv Lose 20 st, , , ?«-— — — Gew,'2ch,b. »"/.Pram, '2chulbv, d. Vobenerebitanstalt , , . ö«'— 24 — Hnnll'Attien (per StNll). «»NloOest. «a!!t200si,«!0l>/„lt, 1bt'25 155 25 Banlverein, Wiener, 100 st, , !i2L—,1L«'5O Geld Ware Nobrn<'r,'Änst,,0st,LNNfl,S,4N"/„ 403 — 404'— (5rbl, Anst,f, Hand, n, G, 1!!0st. »30 40!!!!!I-1l! llrrditdanl, Allss, „»n,, 200 st, , tt«9'25 !!!»«'25 Depusitenliaiil. Ms,,, 200 ss. , 222 — 22ü 50 Escomftrllnl>.,«st,,200st,25"/„V, ?9'75 80'25 Länbrrlmiif, «st., 200 st, . . . ll»U'— L3950 O'sterr, Unssllr. Vanl «M» st. . »W — 99«'— Unio»l>anl 200 st...... 25L25 25725 «crlelirsbanl, All«., 14« st. , 1!!9'40 17080 Atlien von Aannporl« Klntelnrhmungen (per 2tücl), Albrecht Vahn 200 fl, Silber . 90— 9725 NMd ssiüm.Vahn 2W fl.Silb, —— — — Nnssi« Tnl, «iisenv, ,'!»« st, , . 1585 1545 Vö»m,Noldl,n>,!! 150 st. . .197 — 198 — ,, Wcstbnh,! 20,» st, . . 3N5 — 3 st. CVi. 2925 2935 Oaliz.Kllil Lnbw, V200st.CM. 21950 220 -Lemb.-llzlrnow.'IasiN'Eijrnb,- Oesellsch, 200 st, L, , . . 85950 260 50 Uloyb.üsterr.,Trieft.500fl.LM. 403- 409- Orsterr. Nordweflu, 200 fl. Silb. 217'5o!219'5U dto, (ül, I') 200 fl, S. . , 23 28725 Vras, DnxerEisenb. 15« st. Silb. 9950 101-^ - Liel'rnl'ü'rsir, Eisenbahn, erste. —— — — S!nat«e>le»l>ahn 20« st. T. . . 308-50 30925 Nüdbah» 20» st. Silber . . . 10275 10375 Südnorbd. Verb.V «oosi.EM, 19Ü-50 19« 50 TrllMwat^Ges,,Wr,,i70f>,0,W. 851—253 — „ ,rerm,", Papiers, n, V.G. 152 — 15« — Trisailer Kohlrnw, Ges. 70 fi, 1!!4'— IN7 — Waffens.-G., vest.inWicn,l00fl. 847 — 351 — Waggon Leihansl., «ll». in Pest, 80 fi......... 1LU—1»»-— Wr. Vaunesellschllfl 1U0 fl, , . 10925 11125 WtenerbergerZieael.Ucrtni'Ves. «78 — »80 — Devisen. Amsterdam....... 10055 ion-?o Deutsche Plütze...... 5927^, 59-40 London........ 121-25 121-50 Pari«......... 48 15 4820 St.,Peter«bur»...... —— — - Valuten. Ducciten........ 5«» 5-71 20-ssranc-«!'Stücke..... »64 »Lü. Silber........ —-— — — Deutsche Neichsbanlnoten . . bl» »7, b»'35 Papier^Nubel...... I.«, IM, Lg^no_gledi3èe v Ljubljani. Št.4l =====------------- Dr. pr. 518. v sredo, 22. sebruvarja Dr Fedora. a v ährih dejanjili. Spisal Viclorien Sanlou. Proložil „%,. oc9*u Donnerstag, öcii 23. Jebcuac Ja$ Haus Nr. 37 in der r°'anastrasse mit Garten N ist zu verkaufen. --üü^toselht. (798) 3-2 Monatzimmer Sehr heu • 5U vcr.nCi ¦ eParale»nE»»KanK isl ™^ich *• Btook ' (ler Bahnhofgasse Nr. 30, ¦--...; (779) S--2 GM C3o§jm.SM5 ^^| a't, echt, direct ans ^^H Cognac Charente(P'rank- R^| reich) bezogen. Wird von D^| den Aerzten als ein H^H vorzügliches, stärkendes fi^H Mittel für Schwächlinge, ^M^^ Kranke und Reconva- H§3j^^^^^pt lescenten empfohlen. ^^^^IPJI ^jne kleine Flasche '/4 ¦ ^^^*ll ^iter fl- 150. eine große TgS^r tM hasche,4/,,, Liter Cogrmc #:^J| Apotheke Piccoli j J,.zum Engel" in LalöacH, Wienersirasse, Auswärlige Aufträge werden umgehend pur l'ost gegen Nachnahme des Betrages efTectuiert. (697TT7-----i^ülüL . 1 St. 28.395. d|šèe v ;?u nwHto deleg. okrajno so- V j JublJani naznanja: i],ka 'vr»»lni stvuri Francela Jam- '«ölinu u^ V)0 dr- «torn) proti Va-J50 Ko]() kelJu i* Zapotoka pcio. ^m-aes'io /l>- Ke Je vsled prosnjo !8ö2'>tev. 14.457, na 13. decmhi'i N'na i fDaviirja 189H odrejeiisi aia«tr»ln ° ,aJaPWHe«lvavložna St. 13 Ine oböine Zapotok na dan itJslH dan 15- marca °b9 Ur19;aprila lö93-J- lH)|>^ftnSimOp')!dne prl lern «odisßi s V, ? Pp|»lavkom preložilo. Jju^anidneH.decembral892 > Düsseldorfer Oel- Majolica-Lasur-Farben Aquarell-Farben ^, i Farben in Tuben. ——i^^^— feuchte und feste. ^, || Adolf Hauptmann fi| Ij Oelfarben-, Firnis-, Lack-und Kitt-Fabrik | j; > -1 in r^ail>aoli ^ ! c Comptoir und Niederlage: Petersstratse Nr. 41 » ( > ( ¦« Filiale: Elefantengawe 10-12 _. ]' » ^ empfie)ilt Malern, Studierenden, Ban- nnd Möbeltlsohlern, . 11 > ^" Anatreiohern sowie überhaupt dem P. T. Publicurn seine anerkannt o (\ > i^ vorzüglichen Erzeugnisse und sendet auf Verlangen Preislisten gratis 2 (^ . ^g und franco. p 'o Oelfarben in Blechdosen, nur in bester Qualität, besonders 3 g_ geeignet für Wiederverkäuser, zu herabgesetzten Preisen; jn Küboln P * t/i von 25 Kilo an entsprechend billiger. ( > > Abnehmern größerer Quantitäten Vorzugspreise. (761) 10—2 < > * Erd-, Mineral- und ——^—^^^—¦— *"«¦ Noricn Mnhr- i i ' chemische Farben. Lmail-rarDen. m. i»i«iior-i'»iir. Svoboba. Gabr, Picco'i Nbald u Trnl«'»»», G Prod.m, A. Schindler. M. M>n«'. Dr.q, - ssriesach: «. Nnvv.rt! Gmiwd- E Mi!Un,?"N (733) 3-2 St. 2116. Oklic. C. kr. za mesto deleg. okrajno so-dišèe v Ljubljani naznanja, da se je vsled ložbe Malije Žgurja iz Ljubljane proli neznano kje v Ameriki bivajo-èernu Pelru Majerletu iz Dul zaradi 113 gold. 12 kr. c. s. c. de praes. 29ega jnnuvarja 1893, šl. 2116, slednjemu postavil kuralorjem ad actum gospod dr. M. Hudnik, advokat v Ljubljani. C. kr. za mesto deleg. okrajno so-dišèe v Ljubljani dne 30. jan. 1893. (509)3—1 ŠT309." Oklic izvršilne zemljišèine dražbe. C. kr. okrajno sodišèe v Vipavi naznanja : Na prošnjo gosp. Ivana Božièa iz I'odrage šfev. 93 dovoljuje se izvrsilna dražba Janezu Lozeju iz Podrage št. 67 Jaslnega, sodno na 3106 gold, cenjenega zemljišèa vložne ftfev. 229, 230 in 231 kafastralne obèine Podraga. Za to se doloèujeta dva dražbena dneva, in sicer prvi na dan 14. marca in drugi na dan 14. aprila 1893. L, vsakikrat od 9. do 10. ure dopoldne pri tern sodišèi v nobi §(ev. 1 s pri-stavkom, da se bode to zemljišèe pri prvem roku le za ali èez cenitveno vrednost, pri drugem r6ku pa tudi pod to vrednostjo oddalo. Dražbeni pogoji, vsled katerih je posebno vsak ponudnik dolžan, pred ponudbo 10 odst. varS6ine v roke draž-benega komisarja položiti, cenitveni zapisnik in zemljeknjižni izpisek Iež6 v registraturi na upogled. C. kr. okrajno sodišèe v Vipavi dne 27. januvarja 1893. (545) 3—1 St. 374. Oklic. Od c. kr. okrajnega sodišèa v Lo-galci se javlja, da se je vsled tožbe de praes. 14. januvarja 1893, st. 374, 375, 376 in 377, zaradi pripoaesto-vanja, oziroma zaslaranja, na koje se je narök za skrajsano razpravo do-locil na dan 10. marca 1893. 1. dopoldne ob 9. uri pri tern Fodišèi, imenoval tožencem Janezu Milavcu, ftlefanu Roku, Jeri Drenik, Tomažu Ciguli, Jeri Koröe, Antonu Svetu, An-dreju Sveiu, oziroma njih pravnim naslednikom. gospod Karol Puppis iz Cerkovske Vasi skrbnikom za èin. C. kr. okrajno sodišèe v Logatci I dne 18. januvarja 1893.