tt» Irettag, den SS. Septemöer Mi. X» Jahrgang. Vi« „N«rb»rg«r Aeituiu" eischelnt je^« Sonntage Mittwoch und Anitag. Pmse — filr Maibiirg: gamjidria 6 fi, balbiSbria » N «lntillSKim l II «a »>' »iir «Ii»»»»»» i«, »-«« m«n.tlich l0 - mit ,°!t..chnd.ng: g.njlih.i« S si..' »Ädiäh,ig'4 ft./ii--tZ.»bri!. , II' "' "" Hleunzigtlmsend Gutden fir ew Htegierungsbsatt. Marburg, 28. Septmber. Die Aßetttichische Regier«ag hat den „Wan-derer" u« «eualigtausend Vulden angekauft. Dieses Vlatt, dos altefte in Wien, welches lange und so muthig die Sache der Freiheit vcrtheidigt. wird nna den Interessen Hohenwarts dienen — Interessen, die es doch bekriegen sollte fort und sort »it all' seinem Wissen und Wollen. öeitnngsgeschäste dieser Art dürfen uns von Seite» der Regierung nicht befremden — im Gegevtheil! — fie thnt nur, was ihr das Gesetz erlanbt t haben ja die Anhänger des Ministeriums i« Neichsrathe einmalhnndertmanzigtausend Gul-den für das Zahr des Heils 1871 zu diesem Zwecke bewilligt — in einer Zeit, wo das Steu« erzählen zu den schwierigsten, oft unerfüllbaren Vsiichten des Staatsbürgers gehört — in einer Zeit, wo um diesen Vetrag so Manches aeschaffen »erden könnte, wonach wir mit «vbestreitbarer Drin^chkeit verlangen. Mkffe» wir schon mit aller Entschiedenheit Nns verwahre» aege» diese Verwendung des Steuer-gtldes. so wirk noch ansregender der Gedanke, daß es möglich war, ei» Vlatt von der Stellung des .Wanderer" zu ködern »«dz» erkaufen — daß ei» so beherzter «ud beredter Anwalt des Voltes seine ^ahne zusammengerollt «»d in den Staub geworfen daß er abtrünnig geworden, hinüber« gelaufen in ein Lager, wo das Vanner stiner gesährlichsitN Gegner weht — der hochadeligul-tra«o»ta»en Partei. Der Handel, welche» der „Wanderer" mit dieser Partei abgeschlossen, ist ein Zeiche» politischer Berlotternng, ja ein Aeichen fittlicher gü»l»iß der schlimmsten Art. Wir de-ftnde» nns srit Jahren schon auf der äußersten Linken der Schwarzseher, aber eine solche Wen dnng und Wandlung hätten stlbst wir nicht süi möglich gehalten. Wo gibt es noch eine politische Trene. wer soll an Grundsätzlichkeit noch glauben, wenn der^Wanderer" uns getäuscht? Der Vergeudung von Staatsmitteln ju Prtß. zwecken läßtssch mit eine«Male dnrchveschlnß der I^lksvertretnng ein Ende machen — die vildn»g von charakterseste» Männern bedarf einer langen nnd niMMrmüden Schnlnng. Der Areiheit Dienst ist ein schwerer Dienst. Aer stanMch-deutfche Arieg ««d die Kriedens- und Arelyetts tiga. Die Friedens- nnd Freiheitsligo, welche dies« Mol ihre Jahresversammlung in Genf abgehalten, will Deutschland anklagen, aus der Rolle des Angegriffenen in jene des ungerechten „Angrei« sers" übergegangen zu sein und sich „indem schuld vollen Gennsse der greude über die triumphirendk Gewaltthat zu ergötzen." Karl Llind in London vertheidigt nun da« deutsche Volk gegen diese Beschuldigung und sagt in seiner tresslichen Weise, Gustav Flourens, gewiß ein entschiedkner Nepnblikaner, der auch sein Leben für seine Ge ftanung ^um Opfer brachte, hat in einer hinter laffeneu «vchrift vollkommen anerkannt, daß Deutschland ein Recht hatte, auf den gestellten Friedens-bedingungen zu beharren. Er erklärte? für Frankreich sei nur die Wahl vorhanden zwischen einfacher llnterwerfu^ unter die gerechte Forderung des siegreichen Gegners, oder Anregung eines propagandistischen Revolu tionstrieges. Da die Friedensliga nicht den Krieg predigt, so wird sie zngeben müssen, daß deutsche Republikaner sich keinem „schuldvollen Genüsse" überlassen, »venu sie dieselbe Ansicht hegen wie Flourens — nämlich, daß ihre Ration befugt war, sich gegen weitere Angriffe so viel wie mög« lich zu sichern. Erstrebt die Friedensliga wirklich ein Freund-schaft»verhältaiß unter den Völkern, so hätte sie vor Allem für die Dämpfung der „Rache"-Gt-lüste zu wirken, welche nach ihrer eigenen Angabe das sraniösische Volk bewegen. Statt dessen werden durch den Genfer Anfrnf, der oie Franzosen ,n der Meinung bestärkt, als sei ihnen ein enr-seßliches Unrecht geschehen, die Rachegelüste recht eigentlich genährt. Uebrigens ve^ißt die Friedensliga, daran zu erinnern, daß der Wunsch nach „Rache" auf französischer. ja leider sogar auf französisch repnblika-nischer Seite bereits dem ganzen Kriege von 1870/7! vorherging. Ritf doch der Mann, der als schärfster Ausdruck der demokratischen Bewegung galt, rief doch Gambetta, schon ehe Louis Napoleon den Krieg erklärte, laut nach .Mache für Sadowa"! und ließ er doch Jeden hören, der es hören wollte, daß die deutschkn Rheinlande von Frankreich erobert werden mühten ^ ganz ohne Rücksicht auf die Wünsche der dortigen Bevölkerungen l Stimmten doch auch sämwtliche Mitglieder der am 4. September gegründeten provisorischen Regierung im Juli für die Bewilligung der Kriegsmiltel an Louis Napoleon — mit Ausnahme eines Einzigen, der den Zeitpunkt des Angriffes für schlecht ge-tvahlt hielt! Kann man ferner Vergessen, daß die Franzosen. die mit so leichtem Herzen ,^ach Berlin" zu ziehen gedachten, sich mit dem Plane trugen, nicht blas die Rheinlande von uns abzureißen, sondern sogar das itbrige Deutschland in drei theile auseiuanderzuhaueu? Lehrt nicht die Geschichte der letzten drei Jahrhunderte, daß alle Parteien Frankreichs ge aenüber unserem Baterlande der gleichen mephi ftophelischen Staatskunst huldigten — hie nnd da ein p»ar vereinzelte Männer abgerechnet, die kaum ihre abweichende Meinnng kundzugeben »vagten? Glaubt die Friedensliga. es würde diese alte Nei-gung Fi^ankreichs. seinen Nachbar zu schwächen, an Gebiet zu verkleinern und im Innern zu zerreißen. am besten dadurch ausgerottet, daß man das siegreiche Frankreich Eroberungen machen, das glücklicherweise besiegte aber keinerlei Berluslc erleiden liißt — selbst nicht Verluste an den durch Trug. Verr^th und Gewaltthat erworbenen Pro^ vinzen einer anderen Nationalilät? Der im Angriffskriege siegreiche Franzose soll deutsches Gebiet nehmen, der im Bettheidigungskriege sieg- reiche Deutsche nicht einmal, als Bürgschast zu künftiger Sicherheit, dcuisches Land zurücknehmen dürfen. Ist es möglich, einen Völkerfrieden aus solche Grundlagen zu stellen? Die „Rache für Sadowa." nach welcher sich so nennende französische Demokraten heuchlerisch verlangen, muß der deutschen Freiheitspartei vor-behalte« bleiben. Diese Rache ivird darin bestehen, daß das freventlich anseinandergespaltene Baterland wieder in seiner Ganzheit vereinigt und zn freier Selbstregierung erhoben wird. Für dies Ziel zu arbeiten, muß unser unablässiges Bestreben sein. Das schlimmste Hinderniß gegen diese Wirk« samkeit ist aber jeder Versuch, an den von Deutsch« land festgesetzten Friedensbedingungen zu rütteln — denn damit werden die Franzosen von der Ausgabe, den Freistaat bei sich zu gründen, wieder abgezogen und die Deutschen ihrerseits zur fortwährenden kriegerischen Spannung gezwungen. Am Geschichte des Hages. Dem Wiener Berichterstatter der „Kreuz-zeitung" zufolge wird dasMi uisteri um nur jene Landtage auflöfen. welche die Beschickung des Reichsrathes verweigern. Die Regierung durfte wohl schwerlich in die Lage kommen, diese Maßregel ergreisen zu müssen, da die verfassungstreuen Landtage die Wahien für den Reithsrath vornehmen wollen — freilich nnter der Bedingung, daß der Reichsrath verfassungsmäßig berufen worden und überhaupt gesetzlich zu Stande gekommen. Einem solchen Reichörath »Verden aber die Tschechen ferne blei-be», die günstigenfalls nnr mit bestimmtem Bor-behalt in das Abgeordnetenhaus eintreten wollen ^ ein Vorbehalt, der aber verfassungswidrig ist und die freisinnigen Mitglieder des Hauses bewegen müßte, dasselbe zu verlassen. 3e ruhiger und sicherer die freiheitliche Ent-ivicklung Deutschlands sich gestaltet, desto gespannter verfolgt man dort die österreichischen Verfassungskämpfe. Mit großer Befriedigung verzeichnet die Presse die Theilnahme der Ungarn und erblickt in dieser Bundesgenossenschaft eine Verstärkung der freisinnigen Partei, die von Hohenwart nun nicht mehr bezwungen tverden kann. Die ungarische Regierung bläst zum Rückzuae vor den Ultramontanm. 3m Namen des Königs ist die Berkündnng der Lehre von der päpstlichen Unfehlbarkeit verboten worden nnd dennoch erklärt jetzt der Kultusminister dem Abgeordnetenhause, daß die Regierung diese Kundmachung nicht hindern werde, sondern ihr nur die Rechtskraft abspreche. Die Antwort desselben Ministers auf die Avfraaen. welche die Schule betreffen, war eben so trostlos. Die konfessionslosen Schulen werden höchstens noch geduldet; die Bischöfe, welche den Lehrern den Besuch der Nachtragskurse verbi'ten. macht Dr. Pauler — im Gewissen verantwortlich sür diese Schädigung der Volksbildung und Sittlichkeit. Die Siege Deutschlands äußern auch in Be-zugaus die ö s f e n t l i ch e MeinungDäne-marks eine wohlthätige Wirkung. Nicht nur erfährt der dicke Vetter Napoleons in Betreff des französisch-dänischen Bündnisses eine geharnischte Zurechtweisung von Seilen der geochtetsten Blätter Kopenhagens — eS wird auch die Thatsache verbürgt. daß die entscheidenden Kreise nunmehr auf jede fernere Agitation für eine Rückgabe nordschleswig'schcr Gaue verzichten. Dieser Ent- schlut wird hauptsachlich damit begründtt, daß die Wiedererwerbung solcher Bezirke Dänemark doch nicht zum Segen gereichen könne, weil ihr Beflh immer nur die Quelle neuer Verwicklungen mit Deutschland scin würde, auf dessen Freundschaft Dänemark nun einmal angewiesen sei. Bermlfchte Stachrichten. (Das Kaiserreich war der Mas-senmord.) Nach amtlichen Erhebungen zähli Frankreich im lebten Kriege 89,000 Todte im Kampf und in Lazarethen, davon 26.000 von Forbach bi» Metz inbegriffen, 10.000 bei Sedan. 17,000 in Paris. 22,000 an der Loire, 7000 unter Bourbaki, 3ö00 im Norden, 1L00 unter Garibaldi. Äm Krim Kritge betrug der Verlust au Todten 120,000, im italleitischen Kriege 40.000, in Mexiko 35,000, so daß daS Kaiserthum, welche» den Frieden bedeutete, in runder Summe 300,000 Männer auf Schlachtfeldern und in Lazarelhen verloren. (Wirthschaftliche Zustände in Rußland.) Die wirthschaftliche« Anstände in Rußland seit der Befreiung der Bauern Ichildert ein deutscher Beobachter folgendermaßen: „Mit der Aufhebung der Leibeigenschaft in Rußland am !0. Jänner 1861 erhielten gkgen 26 Millionen Bauern nicht nur ihre volle persönliche Freiheit, sondern jeder derselben erhielt auch einen seinem Familienstände angemessenen Grundbesitz als E«gmthum und zugleich daS Rrcht, nach Belieben Land durch Kauf. Pacht oder Erb-zinS für sich zu ertverben. Wenn nun sonach jeder Bauer auch daS Recht hatte, den ihm zu» gesprochenen Acker Antheil in Btsitz zu nehmen und für sich ganz unabhängig zu verwalten, so wurde doch nur an wenigen Stelle« voa diesem Rechte Gebrauch gemacht und eS zeigte fich, daß der Gemeinde Kommunismus dem großrusstischen Wesen mehr zusagte, al< der individuelle Besch Der GeMkinde'Besid fikl also nicht mit dem Aufhören der Leibeigenschast. wie man erwartet hl>tte; die jeden ökonomischen Fortschritt niederhalttnde und jeden individuellen Aufschwung hemmende periodische Landtheilung. sowie die zwangSsolida-rische Verpflichtung zur Lnstung der Gemeinde' pflichten blieben bestehen, wie sie vordem b,standen, wo der Kemeinde-Besis mit der Leibeigenschaft eng zusammenhing. Die Gemeinschädlichkeit dieser Zustände wollte man Anfangs nicht in ihrer wahren Bedeutung würdigen, doch jetzt, wo dieselbe sich durch Verfall der ländlichen Wirthschaft und der Moralltäl offenbar», und Müßiggang, Landstreicherei, Trunk sucht zc. mehr und mehr zunehmen, und wieder« kehrende HungerSnoth und andere Nothstände an der Tagesordnung sind, sieht die Regierung ein. daß eine tiesgreifmde Umwälzung der Agrar-Ber-BerhältNlsse eine nicht mehr zu umgehende Roth-wendigkeit ist. Man erkennt, daß nnr durch die Schule de« Cintel-BesitzeS jene Einzel-Tüchtigkeit, die Grundlage für Kollektiv-Tüchtigkeit und produktives Handeln in KorporationS-Berbänden er-langt werden kann; aber wie man diese erlangen und die gewaltige Reform am bequemsten unter so schwierigen Umständen, wie sie leider jetzt vor-liegen, bewirken könne, daß weiß man nicht, daS soll erst eine im Minifterinm für Agrikultur j tzl zu bildende Kommission ermitteln; dieselbe soll in Kurzem zusammentreten und ihre wahrlich nicht leichten Arbeiten beginnen. Diese zweite Opera« tion an dem Werke, dessen Wirkungen in alle Beziehungen der russischen Gesellschaft reichen, dürfte möglicherweise schwieriger «Verden, als die erste, da sich seit dieser die Dinge ganz anders gestaltet haben." (Die „Times" ü b e r Oe ste r r ei ch.) DaS leitende Blatt Englands schreibt über die Virren in Oesterreich: „Das Ministerium Hohenwart, dessen ausgesprochene Mission eS war, zu besänftigen und ju versöhnen, hat es glücklich dahin gebracht, die Angelegenheiten noch mehr zu verwirren. Anstatt die Partei«« einander näher zu bringen, hat eS sie zum tödtlichen Kampfe einander gegenüber« gestellt, in welchem die Idee jedeS Ausgleiches verloren gegangen und Jeder nur daran denkt, den Anderen niederzuringen. Wer auch die Oberhand gewinne, eS kann sich dadurch nie eine wahr« Lösung ergebeli, sondern höchstens eine neue Phase des Kampfes eintreten." (Selbst wirkende Bremsen bei Eisenbahnwagen.) Die Unfälle bei Hosti-Witz und Frohnhofen zeigten wieder einmal, wie noth eS thne, auf Mittel ^u stnuen, um in'S Selbstrollen gekommene Eisenbahnwagen «n kürzester Zeit zum Stehen zu bringen. Bekanntlich erreicht der Lauf der auf einem Bahngefälle von selbst in Bewegung gesetzten Wagen in gan^ kurzer Zeit eine so rasende Schnelligkeit, daß selbe die Fahr-geschwindigklit eineS KourierzugeS oft um daS Drei-, ja Bierfache übersteigt. Selbstverständlich kann an ein Ausholten dieser Wagen innerhalb einer kurzen Entfernung nicht gedacht werden, da selbst bei augenblicklicher Signalisirung in so kurzer Zeit nicht geeignete Borkehrungen getroffen werden können, um die Wagen zum Gtillstehen zu bringen und gelingt dicS auch noch rechtzeitig, so geschieht dieS meist mit größerer oder geringe-rer Beschädigung der Wagen selbst. Schalander in Pilsen hat nun eine Erfindung gemacht, welche ganz geeignet erscheint, in dieser Beziehung eine Abhilfe zu schaffen. Die Erfindung besteht auS einer Vorrichtung, mittelst welcher der Wagen, sobald er eine gewisse, die Fahrzeit der Personenoder Lastzüge übersteigende Schnelligkeit erreicht, durch eine selbstwirkende Bremse zum Stehen gebracht oder im Laufe doch soweit gehemmt wird, daß dessen Aufhalten keine Schwierigkeiten mehr verursacht. Der einfache Mechanismus ist folgender: Durch den Wagenboden geht bis an die Achs« eine Eisenstange, w. lche an den beiden En, den mit einer archimedischen Schraube vers.hen ist und durch ein an der Achse angebrachtes Zahnrad gedreht wird. An ihrein obere« Ende theilt sie nun durch Eingreifen in die Zähne eineS ztveilen RadeS die Beivegung einer Vorrichtung mit Kugeln lnit. Indem diese Kugcl« in d.m Maße auseinandergetrieben werden, als die Schnei« ligkeit des WagenS zunimmt, wird ein im Mittelpunkte der Kttgelvorrichtung befindlicher Stab herabgedrückt. Wenn die Schnelligkeit die vorschriftsmäßige Schranke überschreitet, erreicht der herabgedrückte Stab durch die Oeffnung deS Bo-l>enS eine einfache, aber stark «virkende Feder, welche hiednrch ausgelöst wird und ein neben dem Tragbaume i>eS WagenS befiadlich S BremSholz drückt. DaS Ganze ist mit einer Blechumhüllung verschloffen, um die Lager und Verzahnungen vor Verstaubung und Verschmutzung zu schützen. (Gebühren von Rechtsgeschäften in Oesterreich) Diese Gebühren lieserts« im Jahre 1870 einen Ertrag von 23.854.84S sl. — um 55ü.l30fl. mehr, alS im Vorjahre. (WohnungSreform Verein.) In der ReichShauptstadt hat sich ein „WohnungSre« sorm-Berein" gebildet, welcher den Zweck verfolgt, der WohnungSnoth und deu damit verliundenen Uebelständen durch Erb.iuung gesunder und billt« ger Familienhäuser mit kleinen Gärten in Wien und deffe« nächster Umgebung allmälig abzuhelfen. Diesrr Z'vcck soll erreicht werden durcli Beschaffung deS nöthigen Kapitals, Ankauf von Baugründen, Herstellung von Familienhäuser« und deren käus-liche Ueberlassung an die VereinSmitglieder zum Kostenpreise und gegen jährliche Theilzahlung. Jeder Eintretende hat eine Gebühr von 3 ft. Oe. W. zu erlegen und sich entlveder zur Zahlung eines Jahresbeitrages von 6 st. Oe. W. zu verpflichten oder eine nnch llebereinkommen. jedoch mit höchstens b Perzent verzinsliche und durch mindestens 10 Jnhre unauskündbare Kapitals-Einlage von wenigstens l00 fl. Oe. W. zu leisten. Hiedurch wird von dem Betreffenden inS-besondere auch daS Recht erworben, nach Maßgabe des Zeitpunktes deS Eintrittes in de» Verein in eine Baugenossenschaft aufgenommen zu wer« den. Bei der Aufnahme in eine Baugenoffen-schast ist als Anzahlung sür das zu erwerbende HauS eine Kapitals Einlage von 200 fl. Oe. W. zu leisten, oder die frühere Einlage biS zu diesem Betrage zu erhöhen. Nach Nerlchtlgung eines Drittheiles deS KostenpreiseS tritt der Betreffende in den grundbücherllchen Vefttz des für ihn erbauten. ihm bi» dahin bei Erfülltmg seiner Verpflichtungen unkündbar in Bestand gegebemn Hauses und wird de? restliche Kaufschilling intadulirt uad in weiteren Jahreszahlnngen getilgt. Die bereits erworbenen Rechte eines VereinSmitgliedeS auf Erwerb eineS bestimmten Hauses si»d i« Todes« u«d andere« Fällen auf Dritte übertragbar. Die KapitalS-Beschaffuttg erfolgt durch die Eintritts« gebühren und Jahresbeiträge, sowie durch die Einlagen der Vereinsmitglieder, durch Geschenke und tilirch Ausnahme von Darlehen. Die reinen Uederschüffe werden zur Bildung eines R'serve« fondS verwendet. Bei Auflösung des Bereines wird der Reservefond und das itwaig« sonstige verbleibende Vermögen des Vereines stchungSge-mäß der Stadt Wien übergeben zur. Errichtung einlS D^rlchenSfonde», lvelcher für die dauernde Förderung der vom „Wiener WohnuugSrtform-Vercine" angestrebten Zwecke bestimmt ist. Marbnrger Berichte (Todesfall.) In Gorischnitz. Bezirk Pettau, ersuchte am 17. d. M. ein Fremder de« Besitzer deS Hauses N. 1b um ein Nachtlager uad wurde ihm ein solches in der Scheune angewiesen. Am nächsten Morgen wurde dieser Mann todt ausgesunden — ein Schlagfluß hatte dem ärztlichen Bericht zufolge s.inem Leben ein Ende gemacht. Der Verstorbene dürste fünfzig Jahre gezählt habe«. (E i« br u ch.) Beim Grundbesttzkr Iohann Witzmann in St. Lorenzen wurde neulich eingebrochen und ein Diebstahl im Betrage vo« 29! fl. (S lbergeld und Kleider) verübt. (Feuerwehr.) Die »erficheruugsgesellschast Azienda m Triest hat der freiwilligen Feuerwehr in Marburg für die ausgezeichnete Hilfeleistung bei dem Brande dts Lorber'schen Hauses den Betrag von 50 fl. gewidmet. (Ernennung.) Herr« Alois Gieß. Prof. in Marburg, ist eine Lehrstelle am Liazer Gymnasium Vel liehen worden. (Neues Postamt.) Laut Kundmachung der Postdiiektion in Graz tritt am l. Oktober in Frauenhos ein Postamt in Wirksamkeit. welchsS eine Verbindung mit Marbnrg durch eine täg-iiche Botenfahrt eihält. jK ranken» und Zkvalidenkasse.) Am Sonntag findet in der Götz'schen Bierhalle eine Abendunterhaltung statt zum Besten der allgemeinen steiermäekischen Kranken- und J«validea-kasse für Arbeiter. Die Musikkapelle der Südbahn-werkstätten und die Sänger des ArbeiterbildungS-vereinS wirken mit. Schiabih«. ch DaS Inteteffe sttr die Schaubühne lachst. Das Haus wird zahlreicher besucht, als ln der vorigen Woche und »vollen wir diese That-sache nicht allein den WitterungSverhältniffe« zuschreiben, sondern auch dem Bestreben der Direktion. Gutes, «venu auch nicht immer Neues zu bieten. Schillers „Kabale «ad Liebe- (Mittlvoch den 27. September) ist sicher wegen des Herrn HeUwig, der sich die Rotte des „Ferdinand" für sein etsteS Auftreten gewählt, gegeben worden. Da diese Partl)ie daS Steckenpferd aller jugend« lichen Liebhaber ist, so enthalten wir uns noch deS llrtheils über die Befähigutm des Künstlers, dessen erste Probe übrigens mit Beifall aufgenom« men wurde. Herrn Dietz (M'ller) gebührt die Anerkennung, dieses bekanntlich schwächste drama« tische Produkt Schillers durch vorzügliches Spiel gehoben und uns mit dessen idealen Unwahrschein-lichkeiten ausgesöhnt zu haben. E'ne treffliche Leistung war der „Sekretär Wurm" des Herrn Dir. Rosenfelv, welcher mit charakteristischer Nuaneirung Etugesandt. Die gmchtlichen Arreftlokalitäten tn Marburg sind weitaus die schlechtesten, unficherften und gesundheitsschädlichsten im ganzen Obcrlandeigericht»' spreugtl. Sie haben einen Belegraum si»r 54 Personen; diese Zahl wird jtdoch seit geraumer Zeit nicht etwa um eine oder zwei Personen überschritten. sondern eA sind darin fast immer die Hälfte mehr zusammengepfercht, alS noch dem Ge-seKe Plaj» habcn sollen. Wohin soll da» führen, da die Erfahrung lehrt, daß die Arrkftanten und UntersnchungSge-farigenen bci dem f. k. Bezirksgerichte Marburg von Ilihr zu Jahr stetig anwachsen und daß stch die SpiKbuben nicht nach dem Belegraume der Arrestlotalitäten richten. Wir ivollen nicht hoffen, daß die hohen 3u-stizbthördtn die diessalls bestehenden gkse^lichen Borschristen nur im Prinzip, anerkennen, in der Praxis aber auf eine so inhumane Art über' treten lassen. Dem sei jkdoch. wie ihm wolle; das Stadt-amt wird aber gegen daS übermäßige Zusammenpferchen von Personen in diesen nieder» ungesun-den. licht- und lustlosen Lokalitäten zu einer Zeit, wo die Cholera an verschiedenen Grenjorten der österreichischen Monarchie drohend auftritt, die erforderlichen sanitätspolizeilichen Maßregkln von AmtSwegen treffen müssen, wenn et anders seine Pflicht gegen die Stadtbewohner erfüllen will. Mehrere besorgte Bürger. Letzt- Myst. Der Trautevaiier Bezirkshauptmann und Landtagsabgeordnete Then«er ist wegen seiner freifinnigen Haltnng abgesetzt worden In Brody soll die Cl^olera ansgebrochen sein. Die Regierung versncht alles Mögliche, NM bie Berfassnngspartei im Landtag der Bukowina zu zersetzen. Der serbischen Landesversammlnng ift ein Gesetzentwurf itber die Einführung »er «e-schwornengerichte vorgelegt worden. Aus Paris kommen bedenkliche Rachrichten iiber die Wühlereien der Bonapar-tisten ölt schlangeuglelch« List des Bösewichtes zur Dar« stellung brachte. Frl. LaniuS (Lady Milfort) wolle sich vou der Leidenschast nicht jo weit hia-reißen laffe». daß die Sprache zum unverständlichen Kreischen »vi»d. Gingefaudt. Berichtigung. „Die Holzart in geweiht»» Händen". „MarburgerZeitung" Nr. III. Der ganze Bericht ist voll unvtrschämter Unwahrheit. SS ist nicht wahr, daß der Pfarrprovisor einen Ministranten unter den Schülern gesucht hätte, indem er einen eigenen Ministranten ^ hatte. Ts ift falsch, daß der Gefertigte mit einer Azt einen Schlag nach dem Lehrer aussühren wollte; falsch ift auch, daß eine Schülerin wäre bald tödtlich getroffen worden, indem in der nächsten Näh, keine zugegen war. Der Bericht, erstatter möge sich künftighin besser insormiren lassen bezüglich der Thatjachen, sonst iväre mau bemüßigt, gegen ihn g sr^lich aufzutreten. Josef graS, Pfairprovisor. Ms zum Schaffst. Bon Z. Mühlseld. (gorlletzung). Gegen Mittag endlich tvirbrlte in der gerse eine Staubwolke auf, die näher und näher kam Allmählich erkannte man einen zweispännigen Kutschwagen als Mittelpunkt ders'lben. „Sie kommen l Sie kommni l" So lief es beruhigend und erwartungsvoll zugleich von Munde zu Munde. Der Wagen fuhr i« das Dorf und hielt bei der Brandstätte an. Bi«r Personen stiegen auS; der Staatsan-walt, ein Äerichtsrath. ein Aktuar und ein Sc-richtsdiener. Der Dorfschulze begrüßte die Herren, erzäl^lte das traurige Ereignib und führte sie zu den Leichen. Die Herren beobachteten und prüften mit Sicherheit und Genauigkeit dit vorhandenen Objekte und ließen daS Protokoll über ihren Befund aufnehmen. Die rauchende Biaudstütte und die blutigen Leichen boten wenig Anhaltepnnkte für eine Untersuchung. Neun nicht noch unter lien Trümmern Hinweisen auf den thäler des Verbrechens begraben lagen, so war hier jedenfalls »vcnig Licht zu erwarten. Die Leichen wurden, nachdem die Art und Zahl, die Breite und Tiefe ihrer tödtlichen Wunden genau zu Protokoll genommen war, vor daS Leichenhaus gebracht, nm dort bis zum Begrab-niß zu ruhen. Die Untersuchung wandte sich nun der Um-aebung des Schauplases der ?hat zu. Garten, Feld und Wiese hmter dem Riuggute wurden auf das geuaueste durchsucht. Doch auch hier fand sich kein Anhaltepunkt. der darauf schließen litß. ob und wo die Thäter von außen in das Gut gedrungeu sciea. An der stehengebliebenen UmfaffungSmauer des Gutes sah man nirgends eine Spur voi» Uebersteigen. keine Blutspur, keine verdächtigen Fußtritte fanden sich vor. Es war di( Möglichkeit vorhanden, daß die Thäter durch den Garten gekommen waren. Aber auch die Thür, welche aus dem Gute in den Senilleto«. Garteu führte, war sammt dem ganzru Häuschen, in welchem sich die AuszugSwohnung des R»ng-gutes befand, niedergebrannt. Der Garten »var mit einem lebendigen Zaune umgtben. in dessen Mittelpunkte sich ein Thürchen befand, welches in das Feld führte. Diese Thür, welche vou iuneu mit einem eisernen Riegel verschlossen »vurde, tvurde offen gefunden. Drr Riegel tvar zurückgeschoben. Mau konnte freilich nicht wissen, ob diese Thür von den Thä-tein benujjt worden war, oder ob sie Jemand erst wahrend des BrandeS oder noch später geöffnet hatte. Da sie stets von innen vtrrieg,lt gehalten wurde und die Dorfteute wußten, daj» der Bauer selbst allabendlich sämmtliche Tliüren und ihre Verschlüsse auf das strengste untersuchte, so mußten die Thäter, wenn ste ditse Thür benu^t hatten, sie vorher von innen geöffnet haben. Wenigstens einer von i^nen mußte also über die Hecke gestiegen fein, um dies zu thun. Oder war ihnen vielleicht die Thür von innen geöjsnet lvorden? Die Hecke wurde eiuer genauen Unterfuchung unterworfen. Dieselbe war hoch und durch öfters Verschneiden mauerdicht geworden. Z« Mannshöhe erhoben sich die alten, dicht verschluugeue» Stämme, durch die kein Hase, viel »veniger ein Mensch schlüpfen konnte. Oben aber waren in reicher Anzahl mnge Triebe aufgeschossen, welche wie schlanke gcderbüsche die Hecke ringsum krönten. So war eS vollkommen unmöglich, dieselbe ju übersteigen, ohne in diesen jungeu. helmgleichen Trieben eine Verwüstung anzurichten. Mit prüsendem Blicke schritten die Herren die Hecke außerhalb und innerhalb deS Gartens entlang, allein keine Stelle zeigte die lus-ste Spur deS UebersteigeuS. KeinS der schlanken Zweiglein, die ihre hlllgrünen Blätter wie Fähnchen vor dem Luftzug wehen ließen, war eingeknickt oder abgerisieu. Stur an eiuer Stelle, die an den Rachbargarten grenzte, zeigten sich Spuren eineS gewaltsamkn DurchbruchS. Das war offenbar die Stelle, an ivelcher Fritz Fröse den Zaun überstiegen hatte. In des Nachbars Garien sanden sich auch Fußtritte, in ivelche FrißenS herbeigeholter Stiefel auf daS genaueste paßte. Noch einmat durchschritten die Männer prüfend die gaiize Stätte, doch resultatloS. ES wurde keine wcrlhiiolle Entdeckung ge-inacht. kein FuKstapscn von einem Sprunge oder Niedersall. keine Blutspur gefimden. Die Herren schickten sich an, die weitere Umgebung deS ver- braunten Gutes zu durchschreiteu und Schritt vor Schritt den Bode« nach außergewöhnlichen Erscheinungen zu untersucheu. als ein Dorfbewohner mit allen Zeichen dcs Schreckens daher gerannt kam. Er berichtete fast athemlos. daß er vom Flufse heraufkomme und daß sein kleiner Kahn gestohlen sei. Der GerichtSrath horchte hoch auf. „Ein Kahn? Wo befand sich deiselbe und wie ist er gestohlen worden?" „Gott mag es wissen", lamentirte der Bauer. „Mein schöner Kahal ES war der schönste und leichteste im ganzen Dorfe. Er lag im Flüßchen drüben mit einer Kette am Ufer angeschlossen. Die Kette ist noch da, sie ist liisgesprengt. aber der Kahn ist fort." „Und kann er sich nicht selbst losgerissen haben und mit dem Strom geschwommen sein, tieber Mann?" „Bei dieser Windstille? Nein. Herr Richter, das ist nicht möglich. Sehe« Sie selbst das Ende der Kette an. wie es am Pfahl hängt, ob das zerreißen konnte. Beim größten Hochivasser hätte es ausgehalten. Jetzt sieht man genau die zersprengten Glieder." Die Herren folgten dem Bauer zum Ufer des FlüßchenS. Wie ein silbernes Band zog sich dasselbe durch die Wiesen. Der Weg zum Ufer lvar über die Wiese fest-geiretcu und trocken. Die Fußtritte ließen keine Spur auf demselben zurück. DaS GraS auf der Wiese dagegen stand schön und üppig, allein auch hier entdeckten die aufmerksamen Beobachter keine verrätherischen Fußspuren. Da lag das Ufer. Die Strecke, an welcher die Kähne im Wasser laarn, war ebenfalls furz niedergetreten, daß der Fuß keine Spur zurückließ. Acht Kähne lagen dicht neben einander lm klciuen Flüßchen. Am Ufer ivarcn Pfähle mit Krampen eingeschlagen. an tvelchen sie mit Kelten festgejchlolsen ivaren. Zwischen dem jivüten und dritten Kahn war ein leerer Platz. Au d?m Pfaj)le hing die Kette. DaS Schloß war unverletzt, dagegen daS letzte Glied der Kette. welchrS den Kahn sistgehalten hatte, offenbar durch einen gewaltsamen Schlag zersprengt »Vörden. (Fortsetz»,ng folgt.) Stadt-Theater in Marburg. Freitag den SS. September 1371. I« Wartsalon I. Klaffe Lustspiel in 1 Akt von Hugo Müller. Tostl Komische Szene mit Gesang in 1 Akt von A. Bittner. LI» «n Äen Genrebild in 1 Auf/luge von Anton Langer. Heute Freitag Im va»Ina und übetmorgen Sonntag im Hotel HVlvi»: OMcLR'r.soiiWi: der Wunder-Kinder, genannt die Wiener Schwarzvtattern, Äv«a liieter, 6 Jahre alt. Katharina Nieder, 8 Jahre alt, unter Leitung ihreö Baters Carl Nieter, im Bereine mit dem Biolinisteti Z. Kiibler. 640) Anfang 8 Udr. Eintritt L5 kr. Ich erlaube mir die ?. I. Damen auf mein reich sortirte» Lager von Svlösn- und füMtsn neuester gason. »»ul»SN. Vapuvdon», Mumon, formsn u aufmerksam zu machen. ES bittet um zahlreichen Zuspruch l!3L Hochachtungsvoll Muitkamitzly „zur Wieneri«". . Aopstndenten lverden in eine anständige Familie Sufgensmmen. Anfrage daselbst. Ein erfahrener Wirth, welch» lerikiralhtt und tauliontsthig sein muß, wird für» Sasthau«»»»«? ZlvIllU»«!»«" aifgelio»««». A»frag« beim Etgenthümer sss v. >Ä»r»wl. Ei» gebttdete» Wks«« mit schöner geläufiger Schrift empfiehlt fich als Schreiber oder Kanzellist. -- Gefällige Anträge bittet man im Eomptoir d. Bl. abzugeben. (L38 wurde Mittwoch Abends ZVrrkvrrN von der Bahn durch die Tegetthoffstraße, Grazer-, Post- und Herrengasse bis zur Draugaffe ein lichtes, grau und schlvarz tarrirtkS Damentnch. und lvird der Kinder ersucht, selbes im Comptoir dieses Blatt» s gegen Beloh-nung abzugeben. (636 Z«n>IuMIt's /Ui»«>Ilrt>>t«r llqi>«>r i8t vieler iu frigeder Lsväuvx bei mir siu^stroK^su. Lo^okl äer unßsmoin 8tarko Absatz? äes8e1liev, als äas aUseitixo I^od äer (?0vsumMtvu destätizsu 6iy voriüz-lioken LiKsvseliatteQ äiesö3 xv^ieASnev LrzivuAvi33es, äa3 von äs» nkwliakbestsll .^ersten Vaivros al3 ^srtbvolleg kaugmittel xegea /^ppsUtloslN^vit, NügSNlliNtkrrK, nvfvttsvs !(oMvk, ttSimorrkoillsn, Winäsuvkt vto. vmxkvlllouä vvsuwektvt ist. Vrvii pr. 7V Irr. V. V. LroseNrou ävs vr. mvä. L. Xr«U! xratis uvÄ Lrauvo. (ö7E »auders Ssnolliktinsr-Hsllpilastsf, ässssa klsilkratt ksiuo >VuuÄo 2u vLäorstodeu vormae, ist Pf. I!«I öV kr., äurvd äis ?0»t At kr. dvi mir 2U Kaden. ?. f. lok vrlaudö mir avsussigon, äass ivk seit 20. 6. Ein «OHIO» kvsvlitift mich >r»n« ß»»vI»Oin HUaO?ONlaUer, vordunäsu mit aubsi bsmerlctsn Xioäerlazen vroA^not dads, unä dittv mied doi Ueämt mit Ikrom Vsrtrauvu dvvdrsv 2u voUsll, Nvlolivs ieli stets bemiidt sein veräs äureli reellste LeäienullLx aueli su erllaltvll. äer rühmlichst bekannten vou r. ^ »Gtu» »» ?r«nil»t^»l» SoUsi!«». lioekaedtullLxsvoll » k « vov >odv»r»am F. WZ. Sop»». vou UoÄ Ssrr»»»»»«!,« Witsche vir» »«»»»>, »«»1»^ Gasthaus-Eröffnnng. Dem geehrten Publikum mache ich hiemit bekannt, daß ich Sonntag den l. Ottoter Nachmittag 2 U!»r unter Mitwirkung der Zellncher Musikkapelle mein Gasthans in lreßernitz eröffne. Dasselbe ist neu gebaut und liegt eine Bicrtcl-stunde vom Felberhofe entfernt, an der Landstraße, links, vor der Brücke, hat geräumige Zimmer, eine Kegllstatt und einen Sißgatten. Mit der höflichste» Einladung )U recht zahlreichem Besuch verbinde ich die Versicherung, daß es mein Bestreben sein wird, durch guten Tresterniher Wein, weißen und rothen, durch schmackhafte Speisen und schnelle Bedienung die Wünsche der geehrten Gäste zn befriedigen. Tresternitz. 28. September 1871. (639 Witslhiltt jiaior. lilo Wolter in der Nähe des Kadetten-Instituts, für einen Bauplatz ga^ geeignet, ist zu verkaufen. Näheres bei Franz Rath in Lembach. (634 El« Da«pfheizee wird Aufgenommen. Schlosser haben den Borzug. 627) Brauhaus Th. Götz. Marburg. Ei» jveh»j««ge lvird aufgenommen bei Michael Ilger, Uhr-macher, Herrengasse. (632 Warnung. Es lvird ersucht, auf meinen Namen Nie-mandtll Geld oder Geldeswcrth zu borgen, da ich lvtder für meinrn Mann, noch für sonst Jemanden etwas zahle. Katharina Weih, 637 Hotelbesitzerin „zur Stadt Meran" ?RM-aU auk 6su «lwt« IkÄl VWS8 Illui. 400 ?n>iu>, ?kL»i»» » » «IlIckSQ «. vi« lllwksts i^ivkuus «rkolzt »«>,»„ >. VIttol»«» I, U»»pttr»U«r Sov.vv« ?»«,. t» a«I» MtvlclUtllk naod äsm lazes-vourss. — Lmittirt uiick bMiokea xsxs» üin..«.,»«» ä-8 vetra«-» durei. ai« oesiLimclWlseile vcirrk/^l.-sKi«(. lStoe>c im LlGen plOt» KIr S l?L. Unsere bssorst äsn Li», uaä Verkauf »livr »lruoll «irck »j«Iit kononri ) Rr. 20S. (SZS A««d«Och««S. An der städtischen Knabenstbule in Marburg beginnt das Schuljahr am i. Aktoder d. I. Die Einschreibungen der Schüler finden am 29. und 30. September Bormittags von 8 bis IL Uhr in den betreffenden Klaffenzimmern statt. Stadtschulrath Marburg am 2ö. Septem-ber 1871. zu d«r Sonntag den 1. Oktober 1871 Bormittags 10 Uhr im Bereinslotale: Mandellpraße Rr.4 621 t. Stock stattfindenden ersit« vt>tralvtrsWnl»»ß. Programm: 1. Bericht tiber den ersten Rechnungsabschluß, nmsas-send die Periode vom 1. März 1670 bis 3'.. Ang. 1871. 2. Bericht iiber den Stand und da» Vermiigen de» Bereine». S. Wahl des Berwaltttng»rathe». 4. Wahl de» Direktor». AnmerkNN g. Nach Z. 9 der Berein»statuten ist jede» großjährige Mitglied de» Bereine» berechtigt, in der Generalversammlung mitzuslimmen. Eintritt»karten werden nur an Mitglieder gegen Voweisnng der Polizze oder der letzten PrSmienquittung anSgefolgt. Etwaige Bevollmächtigte l)abeu ihre schriftliche Legitimation abzugeben. Graz am 15. A»Mst 1871. _ Das Gründungs-Eomitt. RWWII 8onntR> IWIIW Die üdsrltäu^kvn ^r1)vitsu in unsv^W WDrsnl» (^r»Io88 jeöea Änitajs von krüd dis ^dsvä» aut«uv«1»mou, vir kiormit nur »Ugsmvwsa Xslwt-vis» 1>rjvgvn uvä äsm jl^skrtsv?ulM>, ^llm nur vorLüzlioliv ^bvitvv liodern. Volllimmn Ikmitto. LtiodI« L»rtsv>»loo. Fi! .v L Oßranwortliche «edattion, Vr»ck «nd llSnlag von.Gdnaed Sanschttz t» «aebmg. ii. ü. üt. ü.