Verwaltung. Ikathhausgasse 3lt, B ($gmngt»: turdl Ml P»ft fcnogcn: . . .11. l »0 Haldl«»«, ... I. » !» «MMiüftna . . . si. « <« §#t Clltl «tl.HaAcSnng In'» (nl: fRonatltil ...... —u t*une!|afctl j . . . I. i-so Salbiäbria .... (1. »•— ■cn,jaOtla . . . ». » — ti«'« flulUit «»»«>><» »ch du um «>e hitynk» Eil>gtln!<«e Sbl>nnkw!»I« I«llN> d>« jui «ddOitlliirg. HrifUrttvng: «t.» $(Wt'I. ,,,«In»»! Mall« <«» >» In ifncr- M 11—1* U|t »IB. Iitfttuttn wita nl«t iilüttn, uaualtl« Jil-In;« xichl M M SasalMn« |tgr> ' HM »<« NIIljS 't(l-i •ftK^Tts ratgtgni. 'NBMcii-Iimgcii ilmt-U« U|. w,»l" «14«ai • Cnmto^ o«» v,»»««>a« ■R4C11«. W30O Lilli, Donnerstag, 28. September 1899. Är. Aulätztich der Aierteljahrswe«de ersuche« «r, abgelaufene ZZezugsberechtigunge» zu er »uro, damit keine Jinterörechung in der An->»»«S unserer „Z»eutscheu Wacht" eiutrete. — I» Arrthumeru zu begegnen, bemerken wir, ewgeleitete AtzugsverhSttuisse bis zur Ab-iiicilllnz gelte», fo wie dies bei andere« deutsch-Micheu Zeitungen üblich ist. Pie Krise. Thun ist also gegangen, weil die von ihm Die Handhabung, beziehungsweise Verletzung der imsgrundgefetze ihm den RechtSboden entzogen kr, auf dem naturgemäß eine Regierung stehen U Die Demission Thun'S, welche am SamStag m Kaiser entgegengenommen wurde, unterscheidet sh »ssenbar von dem Abgange seiner Vorgänger jntZaasse darin, das« diesmal von den leitenden inifen eine weitere Verschärfung der staatSgefähr-ihm ElavisierungSpolitik für — bedenklich ge» Wien wird. I Wir gehen da freilich nicht so weit, wie „Slo» «tki Narod", welcher schmerzlich ausruft: „Der Kind dreht sich zur Linken." Allein daS fw ist nun sicher, dass die deutschfeindliche Politik lcknolt geworden ist. Tie Lösung der Krise ist noch nicht vollzogen. Umst hat man ein clericaleS Regime Alfred Liech-nchki», so ziemlich daS Schwärzeste, was wir in dchmeich am Lager haben, in« Auge gefasst. Ittymstein brachte die CabinetSbildung. welche >lt parlamentarische gedacht war, nicht zustande. Sun hat der alte Kuppler Chlumetzky die Bil-trag eine» Beamtenministeriums in die Hand ge« ■Uien. TaS neue Cabinet soll mit der Aufhebung der ltMchenverordnungen einsetzen und für die AuS-iltichiverordnungen die Genehmigung deS Reichs-lch«S erwirken. Durch Uebernahme der Seciions- Die Lieöe — sein Tod! Bon Wladimir Gornoff. Wer jetzt hinauöwandert nach dem neuen, El» Friedhos Petersburg», dem wird sofort, » vom EiugangSthore au«, ein baumhoher welker Kränze ausfallen. Unter ihnen ruht i» kürzlich gestorbener Hospitalist . . . Fürst L. h« seine Geschichte. Slz einzigem Kinde waren dem damals kaum ItytynQ»« Fürsten Alex L., der als Officier an tn bnujch-russischen Grenze da» Amt eine» Cordon» (apirtni bekleidete, unermeßliche Reichthümer zuge» die« jlilen« seiner Eltern, die beide plötzlich an jte Pest gestorben waren. Fürst Alexander quittierte den Dienst und virsiedelte «ach Petersburg, von wo au» er die ShtBBß seiner Güter und Platinwerke besser Hand-hibnt konnte. An der Grenze hatte er eine Liaison til einem hübschen Bauernmädchen gehabt; bei l-rAedurt eine» Töchterchen» schenkte er dem Mäd» 4m mehrere tausend Rubel und setzte ihm eine klangliche JahreSrente au» zur Erziehung de» lladit. In Petersburg war Fürst L., «in eleganter, huilicher Mann, bald der Stern der hohen und Ochsten Gesellschaften, vor allem natürlich derer, die heinütsähige Töchter auszuweisen hatten. Be» snlder» gern verkehrte er bei dem Grasen Z., einem «h> gerade reichen, aber angesehenen Cavalier, chess Koerber, Klein und Harte! soll da» neue Cabinet einen den Deutschen sympathischen äußeren Anstrich erhalte. Die deutschbewusSten Politiker werden sich nicht blenden lassen, wenn nicht ein ehrlicher, den deut« schen Forderungen gerecht werdender Syste m-Wechsel den Staat in gesunde Entwicklung«» bahnen leitet. Gewehr bei Fuß ! da» ist unsere Losung gegen-über der neuen Lage. Chlumetzky bietet un» keine Gewähr sür einen entschiedenen System Wechsel, und wir wissen insbesondere, das» schon der deutsche Schein, der dem Namen Chlumetzky entströmt, von den Slaven durch bedeutungsvolle Concessionen erkauft werden wird. Auch die Drohungen, welche die gesammte slavische Presse an die Möglichkeit eines System» Wechsels anknüpft, können uns nicht beirren. Wissen wir doch, dass Chlumetzky ein erbitterter, Partei» liberaler Gegner des deutschen RadicaliSmuS ist und lieber mit den Slaven pactiert als mit den wahrhaft DeutschbewusSten. So lange aber daS radical»nationale Pro» gramm der Deutschen, welches heute die gesammte deutsche Bürgerschaft deS Staates beherrscht, nicht in seinen principiellen Forderungen Anerkennung im Staate findet, so lange ist an ein geregeltes Fortarbeiten der StaatSmaschine überhaupt nicht zu denken. Ein Systemwechsel schließt jedeS Feilschen auS — Chlumetzky aber kann nur feilschen und mäkeln, aber nicht regieren. Die Deutschen aber wollen konstitutionell regiert werden und constitutionell mitregieren — die Slaven müssen regiert werden. Sie wissen seit '20 Jahren gar nicht mehr, was daS heißt: regiert werden, weil sie die omnipotenten Machthaber jeder österreichischen Regierung waren und diese nur als das willenlose Werkzeug ihrer destructiven Allüren und panslavistischen Tendenzen ausgesasSt haben. der bei Hofe eine VerirauenSsteUe inne hatte. Eine bildhübsche Tochter war der Familie Stolz. Comtesse Olga, viel umschwärmt, war äußerst wählerisch. Fürst L. hatte da« Glück — wie die Welt sagte — er führte die schöne Comtesse heim. Damals zählte er fünfundzwanzig, sie neunzehn Jahre. Was er gesucht, hatte er nicht gefunden! Seine Gattin war herzlos, kokett und verschwen» derisch über alle Maßen. Ein Scandal, den sie bei Hose inscenierte, kostete ihrem alten Vater, der fchon seil Jahren Witwer war, Stellung und Leben. Mit einer Kugel hatte er seinem Dasein ein Ende ge» macht. Nichtsdestoweniger lebte die Fürstin Olga weiter in Sau« und Braus, die Millionen ihres Gatten verschwendend. Eine häusliche Scene, die er ihr deshalb machte und zu der er noch einen anveren Grund zu haben schien, änderten das Bild. Fürstin Olga war am nächsten Morgen verschwunden. Im Schlosse de« Fürsten fehlte gleichzeitig die Geldcassette mit einigen hunderttausend Rubeln, fowie der erste Lakai. Die Menschen sprachen ... Zeitungen schrieben . . . jeder Klatsch ist schließlich ein Bindfaden, er hat einen Ansang, aber auch ein Ende. Petersburg sprach nicht mehr von dem Roman ... da fischte man zwei Leichen aus der Newa .. . da« Geld war zu Ende gegangen . . .! Der Fürst war mit seinen jungen Jahren ein Greis geworden. Man nahm es ihm nicht übel, dass er einsam lebte. Umso unauffälliger war e« 24. Jahrgang. Weitere Combinationen sind überflüssig. Wir stehen „Gewehr bei Fuß!" Hin Mlckbtick auf das Ministerium Thun. Man ist ti gewöhnt, in Oesterreich jeden Politiker so lange für einen großen Staatsmann zu halten, bis er Minister geworden ist. Sowie eine derartige Größe einmal auf einem Ministerfauteuil sitzt, schrumpft sie mit fabelhafter Geschwindigkeit zusammen und wird auf winzige Formen reduciert oder reduciert sich auch manch« mal selbst dazu. Von dieser allgemeinen österreichischen Ministerregel, deren glänzendstes Exempel Graf Badeni, der Mann mit der „eisernen Hand", bildete, hat auch Graf Thun keineswegs eine Ausnahme gemacht. Als er der „kommende Mann" war, wurde er auf Grund einiger energischer Anläufe, die er als Statthalter in Böhmen genommen hatte, als der Retter Oesterreichs, der „österreichische BiSmarck" gepriesen. Nun, da er der „gegangene M«m* ist und man die Thätigkeit überblicken kann, die er während seiner anderthalb-jährigen Ministerschaft geleistet hat, merkt man erst mit der nöthigen Deutlichkeit, wie hohl und leer auch diese, durch den officiöfen Presslärm aufgebauschte Größe gewesen ist. Eine kurze Recapitulation der politischen und sonstigen amtlichen Leistungen des Grafen Thun wird die» am besten erhärten. Rekapitulieren wir also l Am 5. März 1893 hat Graf Thun die Regierung übernommen. Mit einer „Plötzlichkeit" sondergleichen war sein Vorgänger Freiherr v. Gautsch vom Schau-platze verschwunden. Am 2. März waren die Gautsch'» scheu Sprachenverordnungen erschienen und am 5. März verkündete spät nachts eine Depesche deS k. k. Tel.» Corr.-Bureau, das» der Erzeuger dieser Sprachen»«» Ordnungen demissionirt habe und dass Graf Franz Thun-Hohenstein zu seinem Nachfolger designiert sei. Graf Thun fand keine sehr anziehende Erbschaft vor. Graf Badeni hatte geradezu revoltierend gewirkt und daS „Ministerium der hundert Tage" des Baron Gautsch hatte nur nothdürftig ein wenig Ruhe schassen können. Graf Thun hatte nun die Aufgabe, den Ausgleich mit Ungarn durchzuführen und die Versöhnung der Deutschen mit den Slaven durch ein Sprachengesetz anzubahnen. Graf Thun bildete sein Cabinet, in dem auch ein deutscher Minister, Dr. Bärnreither, Platz nahm. AIS ihm möglich, nach seinem schmucken Bauernmädchen und seinem Kinde zu forschen . . . vergeblich! Die • Eltern waren lang« todt, sie war au« der Heimat fortgezogen. Ost war e« Frühling geworden, oft war da« Ei« über die Newa gegangen. Der Fürst zählte vierzig. Man glaubte einen Achtziger zu sehen; da« Auge versagte fast ganz seine Thätigkeit. Er engagierte eine Vorleserin, eine etwa zwanzig-jährige Lehrerin, die ihm allabendlich ihre Stunden widmete. * * • Wieder war e« Winter geworden. Im Kamin prasselte da« Feuer, auf dem Divan lag Fürst L., am Tisch vor ihm saß Sonja Jrmen» towa und la». „Halten Sie still, Fräulein ... Sie lasen soeben von der Liebe!* Ein dunkles Rcth flammte auf de« Mädchen« Wangen. „So ist e«, mein Fürst! . . . Doch, ich werde fortfahren." „Nicht . . . noch nicht, mein Fräulein . . . ein Wort ..." er richtete sich auf . . . „wa« ist Liebe?" „Mein Fürst . . ." begann sie verlegen . . . „ich weiß es nicht!" „Hm . . . eine Lehrerin weiß e« nicht! Mag 2 Programm würben gleich anfänglich die alten Phrasen veröffentlicht: „Cooperation der gemäßigten Parteien, Ruhebedürfnis des Volkes, Zusammenfassung jener Po-tenzen de« öffentlichen LebenS, welche die Staatsgewalt in jenen Zustand der Actionsfreiheit zu versetzen ge-eignet sind, welcher ?c." DaS Programm, daS Graf Thun in der ersten Sitzung deS am 21. äKäij zum ersten Male seit den Badeni-Unruhen versammelten ReichSrathe« henmterlaS, war eine Zusammenfassung von Banalitäten; eS hieß vom .Schwinden der Partei» unterschiede, Milderung nationaler Gegensätze. Gerechtig-feit* ;c. Dic Ausgleichsvorlagen wurden indessen nicht vorgelegt, sondern cS wurden lediglich die Ministeran-klagen gegen daS Ministerium Baden! verhandelt, bei denen sich Graf Thun verhältniSmähig wenig be-»heiligte. Indessen begannen damals schon die Begünstigungen der Slaven und die Vexationen der Deutschen. Am 2?. Mai erfolgte die Auflösung des Grazer Gemeinde-ratheS wegen dessen Protestes gegen die Ernennung deS Badeni schen JuftizministcrS Grafen Gleispach zum OberlandeSgerichtSpräsidenten und gegen die ehrenräth-liche Entlassung jener Reserveofficiere, die sich dcmon-strativ an dem Leichenbegängnis der im November 1897 erschossenen beiden Arbeiter tetheiligt hatten. Der ReichSrath kam indessen mit keiner Arbeit von der Stelle und wurde am 14. Juni auf unbestimmte Zeit verlagt, obwohl weder die AuSgleichSverhandluugen ein» gebracht, noch die Quotendeputationen gewählt worden waren. Die Pause benützte indessen der tschechische Finanzminister Dr. Kaizl, um den Beamtenstand deS Finanzministeriums zu tsch?chisieren. Allerdings machte nun Gras Thun schüchterne Versuche zur versprochenen Versöhnung. Er knüpfte Verhandlungen mit den Ver-trauenömännern der deutschen Parteien an, er legte ihnen die bekannten .Grundzüge" vor, ober seine Vor-schlage waren gänzlich unannehmbar und bedeutenten nur eine Verschlechterung der bisherigen Zustände. Von einer Aufhebung der Sprachenverordnungeu wollte Graf Thun nichts wisse». Auf die Vertagung folgte am 26. Juli der Schluss des Reichsrathes. Da» lächerliche Schlagwort „Die Bahn ist frei" wurde aufgeworfen, Baron Banfsy er» klärte, Ungarn könne nicht länger warten, er verlange entweder Ausgleich oder Lösung des Zoll- und Handels-bündnisseS. Die Jschler Berathungen begannen, Graf Thun that alles, was Banffy verlangte, nur weil ihm der Letztere einräumte, den Ausgleich ohne Parlament mit dem 8 14 machen zu können. Die für Oesterreich so nachtheiligen Bedingungen gieng Graf Thun ein uud am 30. August flog ein zweites Schlagwort in die Lüfte, dass die Regierungen »für alle Fälle gerüstet feien", Graf Thun brauchte keinen ReichSrath. Die Rüstung erwies sich indessen nicht alS ehern, sondern höchstens von Pappendeckel. Man hatte auf die Wahl der Quotendeputation vergessen und musste den Reichs-rath am 26. September wieder einberufen. Die AuS-gleichSgesetze wurden nun vorgelegt, eS kam zu allerlei Prcvocationen der Deutschen, zu Stürmen im Reichs-rathe. Der verfassungstreue Grobgrundbesitz brachte den DrivglichkeitSantrag ein, Graf Thun möge dem hohen Hause den Inhalt der Jschler Publicationen mittheilen. Obwohl der Antrag angenommen wurde, verweigerte Graf Thun jede Mittheilung. Daraufhin ries der deutsche Großgrundbesitz den Handelsminister sein, mein Kind. Aber eine Jungfrau muss e» wissen . . . nun?" Minutenlange Pause. Der Fürst lächelte. .Mein glückliche» Kind! So magst Du e» au» meinem Munde erfahren!" Der Fürst stützte sein weißcS Haupt in die Hände, weinte leise und begann in zitterndem Tone: „Die Liebe ist nicht» und allc». Alle» ist sie, wenn sie Gegenliebe findet, und sei eS im Bauernkleide, nicht» ist sie, wenn sie Enttäuschung erfährt, und sei e« unter Gold nnd Pupur. . . . Und . . . mein Kind . . . Liebt ist etwa», nach dem sich jede» Menschenherz sehnt . . . und sei e» hundert Jahre alt!" — Er legte seine glühenden Hände aus ihre bebende Hand. „Mein Fürst . . stotterte sie. „Fürchte Dich nicht vor mir, Sonja, fürchte Dich nicht! Du gehst in meinem Hause schon so lange ein und au». Glaub' e» mir, am ersten Tage bereit» gewann ich Dich lieb. . . . Dein Wesen, Deine Stimme, Deine Seele . . . o. mein allmächtiger Gott... ich kaun nicht ander», Sonja, Sonja, sei wenigsten» Du mein, mein auf ewig!" Der Fürst war aufgestanden, hatte de» Mäd-chen» Kopf in seine fiebernden Hände genommen und ihn oft und oft geküsst. . . . Liebe und Schmerz sprachen au» seinem Schluchzen. Wie ein ängstliche» Vöglein saß Sonja Jrmen-towa da, die hübsche kleine Vorleserin de» Fürsten, und schwieg. »K-«!sch- Möcht" Dr. v. Bärenrelther auS dem Ministerium ab, der clerieale Baron Dipauli trat an seine Stelle. Damit war der Bruch auch mit den gemäßigten deutschen Parteien offenbar. Da» HauS gieng zwar in die Berathung der Ausgleich»rorlagen ein, aber alle Anträge der Opposition wurden von der Majorität, auf die sich nun daS Ministerium vollkommen stützte, schonungslos niedergestimmt. Dabei versuchte man die Opposition mit allen Mitteln in die Odstruction zu treiben, um einen billigen Vorwand sür die Anwendung deS S 14 zu haben. Aber das gelang nicht, die AuS-gleichSbe»thungen giengen im Schneckentempo vorwärts. Die Quotendeputationen gelangten zu keinem Resultat, die Tschechen fehlen dem Ministerium die Daumschraudcn an und rückten mit ihren 32 Postulaten heraus und machten davon die Abstimmung für den Ausgleich ab-hängig. Graf Thun gerieth immer mehr in die Ab-hängigkeit von den Tschechen. Dann kam im November Graf ThunS Heldenstück mit Deutschland. Die bekannte Beantwortung der Interpellation wegen de? Slaven-Ausweisungen auS Preußen, die in ihrer maßlosen Ungeschicklichkeit und Taktlosigkeit in Deutschland große Erregung hervorrief. Nach Verhandlungen aller möglichen Behörden, ja sogar einem Briefwechsel der Souveräne that Graf Thun weh- und demüthig Abbitte und ließ in der .Wiener Abendpost" erklären, er habe keine Unfreundlichkeit gegen Preußen oder Deutschland vorbringen wollen. Am 21. December wurde schließlich der ReichSrath wieder »er-tagt, da die Ausgleichsberathungen nicht von der Stelle kamen. In der nun folgenden ReichSrathSpause wurde mit der Tschechisieruug fortgefahren. DaS Handelsministerium, die obersten Gerichtsstellen wurden mit Tschechen angefüllt, die Erlässe wegen Errichtung eines slavischen Gymnasium» in Troppau, wegen der Sprachen-verordnunger in Schlesien erfloffen. Als dann am 17. Januar 181)9 der ReichSrath wieder zusammentrat, war die Erbitterung der Deutschen aus's Höchste gestiegen. Sie giengen — mit Ausnahme der Christlichsocialen und des Großgrundbesitzes — in die scharfe Obftruction über. Damit war allen Ver» suchen de» Grafen Thun, das Parlament arbeitsfähig zu machen, jede Aussicht genommen, und schon am 2. Februar, nachdem das Ministerium beim Dienergesetz noch eine empfindliche Schlappe erlitten, wurde der ReichSrath nach Hause geschickt. Damals war seine nächste Sorge der ungarische Ausgleich; Banffy war damit einverstanden gewesen, dass derselbe in Oesterreich durch 8 14 octroyiert würde, da verschwand der Pascha von Bistritz und der neue ungarische Ministerpräsident Szell wurde sür Thun zur Quelle neuer Verlegenheiten. Szell erachtete sich an die Jschler Abmachungen nicht gebunden und rückte mit seiner „Formel" heraus. Ein heftiger Kampf zwischen Thun urd Szell entbrannte, und schon damals gab e» Augenblicke, wo die Demission Thun» nur mehr eine Frage von Stunden schien. Schließlich ergab sich doch noch ein Ausweg, der formell ein Ausgleich schien, 6o facto aber eine neue Niederlage Oesterreich» gegen Ungarn war: Die österreichischen Steuerzahler hatten die Rechnung für die Thun'schi Niederlage zu bezahlen. Seit dieser Zeit beschränkte sich Graf Thun darauf, Oesterreich mit Hilfe deS S 14, der StaatSanwälte und Gendarmen zu regieren; im Uebrigen ließ er die Zeit verstreichen, und als sie eben so weit verstrichen .Sonja, mein Lieb, quäle mich nicht, ich habe Bittere» im Leben erfahren." „Das will ich nicht, mein Fürst. Sie quälen!" „So sag' mir, ob Du mich lieben kannst, Sonja!" „Ja, mein Fürst, ich kann, ich muss Sie lieben, ich liebe Sie, o, schon so lange ich Sie kenne." Und zwei Lippenpaare fanden sich in innigem, heißen Kusse. „O, Du meine Sonja! Da» war ein Kus» . . . eine Glückseligkeit, wie ich sie einmal nur i» meinem Leben genossen. Komm an mein Herz, geliebte» Kind . . . küsse mich immer und immer wieder ... und nun sag' mir, willst Du wirtlich mein süße» Weib sein i" „O Fürst, mehr als da» . . . Dein Kind will ich sein und bin e»! So ist meine» Leben» Wunsch doch erfüllt, dass ich meinem Vater sagen konnte, wie sehr ich ihn liebte, und das» ich ihm im derz-innigen Kuj» der verstorbenen Mutter letzte» Wort auf die Lippen drücken konnte: „Sag e» ihm, ich war ihm gut, ich habe ihn gesegnet!" . . . Fürst L. wurde nach einiger Zeit irrsinnig, beweint von seiner ihn über alle» liebenden Tochter. „Die Liebe, mein Leben; die Liebe, mein Tod!" sprach der Arme zu tausenden Malen im Laufe jedes Tage». Sein Vermögen fiel noch bei seinen Lebzeiten der Petersburger Lehrerin Sonja Jrmentowa zu, 1839 war, das» etwa» geschehen musste und die Delegation»» wählen vor der Zhüre standen, da war eS mit seiner RegieruogSweiSheit zu Ende. Er ist der Typu» einer Sorte von Staatsmänner», die kaum wo ander» alt in Oesterreich zum Unheil de» ganzen Staatswesen» so leicht zu Würden und Einfluß gelangen. Er brachte für feinen Posten keinen andern Befähigungsnachweis mit, al» einen altadeligen Namen und eine Reihe von Ahnen. Ohne UniversitäXbildung, ohne jede Vorbe» reitung für fein Amt war er zu der schwierigsten Stellung, die eS im Staate geben kann, berufen worden; i lediglich, weil er sich als Statthalter in Böhmen mit Hilfe eines erfahrenen Bicevräsidenten leidlich bewährt hatte. Und er übernahm die Stellung ohne Bedenken, weil eS ihm gar nicht in den Sinn kam, das» eS am Ende doch schwerer sein kann, oen kranken österreichischen StaatSkörper zu heilen, al» eine Schwadron zu commandieren. Er hat gewiß kein leichte» Erb« übel« nommcn: aber er glich dem Grafen Badeni, der die nächste Ursache der Zerrüttung der parlamentarischen Verhältnisse war, wie ein Ei dem andern. Ein im Dienste ergrauter, hoher Beamter im österreichische» Ministerium des Innern pflegte die Grafen Thun und Baden!, als dieselben uoch Statthalter waren, die beiden Satrapen zu nennen. Die despotische Regierung«« Methode, die für so östliche Länder wie Galizien ga», ausreichen mag. hat sich für Oesterreich nicht bewähr», wie Graf Baden! erfahren musste; auch der volltische Dilettantismus des feudalen, böhmischen Grand-S«i>» neur» hat zur Lösung der verworrenen Lage nicht ausgereicht; die beiden Satrap:» haben abgewirt-schaftet. Nun ist es wirklich hohe Zeit, dass ein wirk» licher Staatsmann in Oesterreich das Steuer ergreift; er wird viel zu thun haben, um das gut zu machen, waS jene gesündigt haben! politische Kundschau. Z>ie Kaisertage iu Ktageusurt haben durch die in dieser StaSl erfolgte Genehmigung der Er» richiung einer tschechischen technischen Hochschule i» Brünn geschichtliche Bedeutung erlangt. Kaiscrworte. Auf der Fahrt nach Meran nahm der Kaiser am Bahnhof» in Lienz kurzen Aufenthalt. Dort sprach der Monarch u. a. mit dem deutschconseroatioen ReichSraihSabgeordneten Rohr» acher, welcher der Hoffnung Ausdruck gab, das» der ReichSrath bald wieder seine Thätigkeit beginne» werde. Der Kaiser entgegnet«: „Hoffentlich! So kann'» doch nicht länger fortgehen." Diese Ansicht deS Herrschers ist ganz die unsere. Daher:.Fort mit den Sprachenverordnungen! — Bei dem Em» psange aus Schloss Roitenstein bei Meran hat der Kaiser auch den ReichSrathSadgeordneten Dr. von Grabmayr (verfassungstreuer Großgrundbesitz) an-gesprochen und dessen politische« Wirken anerkennen» gestreift. Auf die Bemerkung deS Abgeordneten, dass er nur seine Pflicht erfülle, sagt der Kaiser: „Ich rechne noch sehr aus Ihre Thätigkeit." Eine» weiteren KaiserworteS haben wir noch zu gedenke», nämlich der Aeußerung deS Monarchen zu« Bürgermeister der Stavt Villach bei der Begrüßung am Südbabnhofe in Villach: „Vergessen Sie nicht, dass Sie Oesterreich«! sind!" sprach der Herrscher wie er eS in den letzten lichten Tagen, nachdem er sein Kind wiedergefunden, gerichtlich festgelegt halte. Sie sollte sich dessen nicht lange erfreuen. In einem Club «freier Denker' wurde sie al» „agitatorische" Rednerin vom Pulte weg verhaftet und anno 1894 „vorsichtshalber" nach Sibirien verfrachtet als „ganz besonder» schwere Ware." Da» Vermögen annectierte Pan Fi«cu». Vor wenigen Tagen starb der irrsinnige Fürst L. im Hospital. Der neue Petersburger Frievhof hat seinen Roman beendet. »Leipz. N. N." Z)as „Dienstbuch für KensHaften". Ein luftiges Zukunftsbild entwirft die „Münchner Jugend", indem sie schreibt: DaS „Diemstbuch sür Herrschaften" ist im Jahre 1902 — ams Antrag der Socialdemokraten in Baiern — offiziell eingeführt worden. Geheimrath KneipmeierS Ihaben voa ihren au» dem Dienste geschiedenen Köchinnen, Stuben- und Kindermädchen folgende Zeugnisse in ihr „Dienstbuch" bekommen: 1. September 1902. Wegen fortgesetzter Kartoffel mit Häiringe ver-lasse ich auS Angst vor der Kartoffelkranktheil diesen Dienst, wo mehr aus viele Arbeit als auf gute Behandlung gesehen wird. Marie N ...Stubenffräuleiu. ch ch * ICott-*1 ZeitweiserS", WienXIl/,, Ruckergasse 20.11. 10. Die Zusendung der Zeitweiser erfolgt nur nach Voreinsendung oder bei Nachnahme deS BezuzSgeldeS. (Preis in feinem Rothledereinhand 1 fl. 30 kr., in blauem Leineaeinband 70 kr.) Besonder« alle deutschvölkischen Vereine sollten sich die Verleitung deS ZeitweiserS, der so recht ge-eignet ist, nationale Aufklärung in die weitesten Volks-schichten zu tragen, angelegen sein lasse». Jeder Deutsche soll dieses Taschenhandbuch der Deutschvölkischen bei sich tragen. Hesterreich-Alngarn und fei« Finge in Ser-vien. Der „Pester Lloyd" veröffentlicht an hervor-ragender Stelle ein Entrefilet bezüglich der Version, das» König Milan «ach dem Abfchlui» des Hoch-verrathSprocesse» sobald wie möglich Serbien ver-lassen soll. Wir können uns nicht denken, sagt der .Lloyd", dass eS im Interesse Serbiens gelegen sein könnt«, das» König Milan daS Land sobald wie möglich v«rlass«n werde. WaS man auch sonst gegen dessen Persönlichkeit einwenden mag, so läsSt sich doch nicht leugne«, dass sich seit d«r Rückkehr König Milans nach Belgrad die Zustände in Ser-dien nach verschiedenen Richtungen sichtlich konsolidiert habe». Ja, noch mehr. Milan scheint heule und wohl noch sür längere Zeit, von König Alexander natürlich abgesehen, die einzige politische Auiorität in Serbien zu sein, und was Serbien frommt, kann unmöglich mit der traditionellen Poliiik Oesterreich-Ungarns, welches dem Princip der Nichiintcrvention festhält und eine fortschrittliche Entwickelung der Balkanstaaten, namentlich aber Serbien», wünscht, — im Widerspruch stehen. Aus Stadt und Land. Seräuderunge« im Stande der Aergbehörden. Der Äckerbauminister hat den Bergraih bei der Berghauptmannfchaft in Krakau. Johann Bufek, der Berghauptmannschaft in Klagenfurt zur Dienst-leistung zugewiesen, ferner den Oberbergcommissär und Revielbeamien in Graz, Emil Homann, zur Dienstleistung in das Ackerbauministerium einberusen, den Oberbergconimissär und Revierbeamten in Kla-genfurt, Hugo Rottleuthner, in gleicher Eigenschaft zu d«m Revierbergamt in Graz. den Oberbergcom-missär und Revierbeamten in Eilli, Marian Wen-ger. in gleicher Eigenschaft zu dem Revierbergamt in Klagenfurt überstellt und den Oberbergcommissär Josef Salomon in Eilli zum Revierbeamten dort-selbst ernannt. 28. Steiermärkischer Landes-Ieuerwehrtag in ßilli. Wir müssen es leider feststelle», das» das Feuerwehrs,st, dessen Schauplatz unsere Stadt am letzten Sonntage war. nicht so gelungen ist, wie wir e» bei den in Eilli abgehaltenen Festen gewohnt waren. Im ganzen Arrangement musste man leider jene Umsicht vermissen, die da» Fest bei seinem so populären Charakter zu einem glänzenden und für Eilli höchst ehrenvoll«» hätte gestalten müssen. Schwere, Unheil verkündende Wetterwolken lagerten fchon zwei Tage vor dieser Veranstaltung oder Eilli und sie entluden sich schon am ganzen Tage vorher in ausgiebigster Weise, so, dass sich die sämmtlichen FlusSläufe der Statt als wilde, reißende Ströme geberdeten und sich besonder» durch theilweise Ueberschwemmungen an den nie- 3 bersten Stellen der Stadt äußerten. Auch auf die Festesstimmung, in die sonst der Eillier leicht hin-eingeräth, musste das wahrhaft trostlose Wetter seine Wirkung machen, und so kam e». wie wohl leicht zu verzeihen, das» schon deshalb so mancher Programm» punkt nicht so gerieth. al» er sein sollte, al» man ihn gewünscht hätte. SamStag nachmittag» waren mit dem Ellzuge die Herren Baurath H u e b e r und P u r g l e i t n e r, Obmann, beziehungsweise Ob-mann-Stelloertreter deS Steiermärkischen Landes-Feuerwehrverbandes, in Eilli eingetroffen und wurden am Bahnhöfe von einer Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr Eilli empfangen und begrüßt. Auch auS vielen anderen Orten trafen Feuerwehr-Abordnungen ein und wurden in den Gasthöfen der Stadt be-quartiert. Sonntags ließ der Regen trotz des »och immer bedeckten Himmel» endlich nach und eS schmückte sich auch fchon die Stadt in freudige Farben, hauptsächlich in Schwarz-roth-gold. Wäh» rend der LandeS-Feuerwehrtag im Easino tagte, besichtigten die fremden Gäste die Stadt und äußerten sich in lebhafter Anerkennung über deren prachtvolle Lage mitten in einem Kranze der lieblichsten Natur-fchönheiten. Um 9 Uhr vormittags versammelten sich die BezirkSvbmänner und Delegierten zur pro-grammäßigen LandeSverbandSsitzung im großen Easinosaale. Hiezu waren die meisten Obmänner und Delegierte erschiene. Herr Karl Schreiner, der Obmannstellvertreter des Landesverbandes. haue seine Abwesenheit krankheitshalber telegraphisch ent-schuldigt. Den Vorsitz führte Herr Brandinfpector Baurath Hueber, welcher die Anwesenden herzlich begrüßte, worauf der Obmannstellvertreter Herr P u r g l e i t n e r den ThätigkeiS- und Rechenschaft»-bericht de» VerbandSauSschusse» über die beiden letzten Verband»jahre erstattete. Ein« längere Debatte entspann sich über den Punkt .Bericht des ge-schäflSführenden Ausschusses über die Versicherung der Bespannungspserde bei Ausfahrten zu Brände»." Herr Fersch unterstützt diesen Antrag. Man müsse die Pferde versichern, dann würde sich kein Pferde-besitz« scheuen, seine Pferde in den Dienst der Feurr-wehr zu stellen. Der Vorsitzende betont, dass die Versicherung der Pferde bei de» Assecuranzen eine sehr umständliche und kostspielig« sei, dass man schon einmal wegen der Versicherung der Kutscher vergeblich verhandelt habe. Der Antrag de» ge-schäfissührende» Ausschusses lautet: .Der Landes-auSjchus« möge genehmigen, das» die Pferde ver-sichert werden, und wenn der LandeSauSschusS sich nicht dazu hergibt, so möge der Wert des Pferde» von einer Commission festgestellt und au» den Mitteln de» LandeSfeuerwehrfonde» vergütet werden.* Dieser Antrag wurde angenommen. Währenddem waren die beiden Herren Bürgermeister Stiger und Ra kusch erschienen. Ersterer richtete an die Versammlung folgende Worte: Meine Aufgabe ist e», Sie im Namen der Stadt Cilli und deren deutsche Bewohner auf da» herzlichste zu begrüßen. Wenngleich der Himmel unser«? Feste»sreude einigen Abbruch gethan und der Flaggenschmuck vielleicht nicht den Erwartungen entsprochen hat, so können die verehrten Gäste doch überzeugt fein, das» die? nicht» ändert an den wannen Sympathien und Interessen, welche die deutschen Bewohner Eilli'» jenen wackeren Männern entgegenbringen, die ihre 1899 ind wandte sich dann, jede Erwiderung abschneidend, schnell vom Angesprochenen ab. Potk, zahle und schweige! Die Stearinkerzen Kd einstweilen um 4 Kreuzer bei Kilogramm im Preise gestiegen. Die Seife wird mit nächsten folgen i»d um 4 bi» 6 kr. theurer werden. Bekanntlich flieg erst unlängst der Zucker im Preise, am Bier in» Petroleum werden wir die» ebenfalls bald er-sichren. Erstere Verbrauchsartikel werden natürlich licht vom Staate, sondern von der Großindustrie tefteuerl, und nicht Wunder nehmen würde e» un», «an Finanzminister Kaizl, der ja ein genialer 5»ps sein will, zu der Idee gelangte, Hand in Hand mit der Großindustrie auch bei den Kerzen ad der Seif« etwa» herauszuschlagen. Drückend ist «ich die Neuerung, das» die Händler mit denati-viertem, also Brennspiriiu», gezwungen sind, den-selben in geschlossenen Flaschen, und zwar mindesten» a Lchielliterflafchen abzugeben. Dadurch wird der Lpiriiu« begreiflicherweise nicht unmerklich ver-theueri. Schnap»händlern ist e» fortan überhaupt richt mehr gestatiet, BrennspirituS zu verkaufe», «>l eS vorgekommen ist, dass statt reinen Spiriius LeennjpiriiuS verkauft wurde. Die Gründe dieser «Heften Anordnung sind echt — österreichisch: Weil >« Bedarf am BrennspirituS bedeutend gestiegen ijtl Jeder andere Staat ist froh, wenn der Absatz »e« Artikels steigt, in unserem lieben Oesterreich ün erschwert man ihn. Mit nächstem wird man «ohl darangehen, die Lufträume der Arbeiter- und birgerwohnungen einer gründlichen Besteuerung zu Ntnziehe», denn die Lust ist ja nur für die hoch-«igenven Herren dcS Hochadel» und die Reichen to, die Armen sollen sür diesen GenusS zahlen, bi das eine aber sind wir nur begierig, nämlich « lange sich da» ohnehin gedrückte Volk die fort« tÄhrende Erhöhung der Besteuerung der noth-«»digften Bedarfsartikel und die rücksichtslose AuS-i tateng durch die Industrie gefallen lassen wird. Am 21. September waren eS 20 Aaljrc seit Im AelleHen des deutsch-österreichische« Annd-vsses. L0 Jahre de» Friedens sind e», die uns totem waren, und wessen Verdienst war e»? Da» M von allen RegierungSmameluken und clericalen Kichnlingen bestgehafStesten größten deutsche» illnjine«: Bismaick. Vor 20 Jahren jubelte ihm »d dem österreichischen Minister Andrassy ganz Dun zu, und heuie? .... Z>ie H'ressfreiheit in Oesterreich. D«r 3. Theil U .Deutschvölkischen Taschenmcrk - ZeitweiserS" 1899 !h»M«geber Abgeordneter Karl Jro) wurde von der Bim« Pres»polizei neuerdings mit Beschlag belegt. »Herrückt wurde in dem Inhalte Nachstehendes: Zwei Kiisvrüche über die Jude»'; zwei .Deutsche AuS-»chi-; der Aussatz „LoS von Rom" und ein Aufsatz .bwtschrölkisch« Ziele". Nachdem die beschlagnahmten 6t£m auSgehoben und neues Material eingeschoben »u^e, wird nunmehr der Weiterdruck deS ZeitweiserS few* Fongang nehmen. Da durch die neuerliche Be-W»puhme daS Unternehmen auch wieder finanziell Mdizt wurde, richten wir an alle Gesinnungsgenossen «eidingi die freundlich« Bitte, durch erhöhte Werbung Min Abnehmer die durch die österreichisch« PresSpolizei «milsschte Schädigung unsere« „Deutschvölkischen Zeit-»ifat* wett zu machen. Bestellungen sind zu richten «die Verwaltung de» .Deutschvölkischen Taschenmerk» 15. September 1902. Er ist viel netter wie sie. Sie ist unangenehm. Anna H ...Köchin. » • * 1. October 1902. Wenn ich einmal eine nicht leiden kann, den «ssiehlt zu den ungezogenen Fratzen von Geheim-titj Kntipmeier Hochachtungsvoll Marie L ...., Kindermädchen. * * 15. October 1902. Sie zählt die Kaffeebohnen und sperrt da» ölii «in, von dem Zucker will ich gar nicht reden. Ku ei» Psund Fleisch soll ich die Herrschast mit siis Mäßige Kinder und drei Dienstboten, die toch auch ein Mensch sind, satt machen. Hexen lann >h mcht, weshalb ich mich verändere. Marie A ...., Köchin. • « ♦ 1. November 1902. Wa« mir in diesem Dienste zuwiderer ist, weiß ty nicht, ob das« der gnädige Herr so zudringlich k oder das« die Gnädige immer schimpft. Der Im« kiifft immer, weil er ein alter Donschuan ist. Im die Frau pufft immer auS Bösartigkeit im Karakder, und wa» die Kinder sind, so fällt der Apfel nicht weit vom Stamm. Anna S, Bonne. * » 1. November 1902. Weil! mich die gnä Frau eine gemeine Bersohn geheißen hat und ich mir als gebilldete» Medchen nicht gefallen gelafe mache ich meine Kindigung. auch weil ich mich einmal wieder satt essen möchde. Marie M...... Ziemermedchen. • » • Ich bin schon bei ville Leute gewesen, ich bin bei seine Leute gewesen, ich bin bei gemeine Leute gewesen, bei solche Leute bin ich aber noch nicht gewesen. Darum gehe ich gleich nach die ersten 14 Tage. Psui Deibel l Rieke B., Köchin. * * 1. December 1902. Wegen Liebhaberei schickt mich die Frau Ge-heimräthin weg! Ihr kann ich freilich schriftlich jzeben. das» sie keine Liebhaber hat, Gott sei Dank. >enn so ein MannSbild gibt's gar nicht. Uebrigen« chickt sie mich nur aus Schuldigkeit weg, wegen >er Weihnachten, das» sie mir nicht» schenken mus», wo ich doch aus die paar baumwollene Schürzen gar nicht anstehe. Marie O ..Kindermädchen. * * * 1. Jänner 1903. Ich gehe fort, weil ich e» nicht mehr ansehen kann, wie der gute gnädige Herr von der gnädigen Frau misshandelt wird. Wie ich ihm einmal ge-tröstet habe, ist sie dazugekommen und ich habe den Zopf der gnädigen Frau in der Hand behalten und eine geschwollene Backe gekriegt, aber die körperliche Züchtigung ist jetzt verboten und ich gehe stante pe aufs Vermittlungsamt. Anna U ..., Köchin. * # ♦ 15. Jänner 1903. Reinlichkeit ist ja nett, aber sie muss nicht zu weit gehen und Frau Geheimrath hat mich ein Schwein geheißen, weil ich den Salat in der Wasch-schüssel angemacht habe und e» war doch meine Waschschüssel und eine Freundlichkeit von mir. das» ich sie dazu hergegeben habe. Schwein ist eine Rohheit. Marie Z ...Köchin. * * O Eingetreten, gefchumpfen, wieder geschumpfen, gehauen, wieder gehauen und gleich wieder auSge-tretten am 1. Februar 1903. Marie D., Zofe. ,De«tfche Wacht Kräfte in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Ich begrüße zunächst den Vorsitzenden Herrn Brand» inspector H «eber, den Odmannstelloemeter Herrn Purgleitner. Ich wünsche, das« Ihre Berathungen Segen bringen, dass aber auch die fröhlichen Stunden, die Sie in unserer Stadt verbringen, Ihnen in an-genehmer Erinnerung bleiben mögen, sowohl in ernsten wie in heiteren Tagen. In diesem Sinne heiße ich Sie willkommen und rufe Ihnen ein herUicheS Gut Heil! zu. (Lebhafter Beifall.) So» dann kam der Antrag de« geuerwehrbezirkeS „Stei-lischt« Salzkammergut* zur Berathung, wonach gleichwie im oberösterreichischen LandeSoerbande auch im steirischen vom BerbandSauSschusse aus an Mit-glieder, welche durch 25 Jahre al» Feuerwehrmänner ununterbrochen, wenn auch nicht in derselben Feuer» wehr gewirkt haben, Diplome auSge^olgt werden sollen. Der Referent Herr Oberrascher sprach sich sehr warm dafür au«, das« auch die Schutz-leute einbezogen werden sollen, worauf der Antrag angenommen wurde. Der Antrag Priboschitz (Wöllan), dahingehend, das« dem Feuerwehr-Vete-ranen auch ein äußere« Ehrenzeichen gewidmet werden soll, wurde abgelehnt. Eine rege Debatte entspann sich über den Antrag de« gleichen Bezirke«, wie in Oberösterreich ein Buchet (PafS) sür jeden Feuerrcehrmann auszustellen, worin all« denselben betreffenden Daten verzeichnet erscheinen. Nachdem sich Herr Purgleitner dagegen auSgelprochen hatte, wurde dieser Antrag dem geschäslSsührenden AuSfchuffe zugewiesen. An der Debatte betheiligten sich die Herren Hober, Hueber, Psersche und Seifried. Zum Obmanne und seinen Stellver» tretern wurden durch begeisterten Zuruf die Herren Hueber, Purgleitner und Schreiner wieder-gewählt. Nach herzlichen DankeSworten der Ge-wählten wurde die so ersprießlich durchgeführte Ver-s^mmlung geschlossen, nachdem al« Ort sür die Abhaltung de« nächsten 29. VerbandStageS Graz bestimmt wurde, wobei auch die 30jährige Bestand«-dauer de« Verbände« festlich begangen werden wird. Nach Schlus« der Verbandssitzung wurden die er-schienenen Feuerwehren, über 300 Mann an der Zahl, zum Festzuge eingetheilt. Derselbe bewegte sich unter tosenden Heilrusen und unter einem wahren Blumen-regen durch die Bahnhosgasse, über den Hauplplatz, die Herrengasfe, den Kaiser Josesplatz, durch die RathhauSgasse, Grazergasfe zum Hotel „Elefant", woselbst er sich auslöste. Im letztgenannten Hotel wurde zu Ehren der bei gcmeinschastlichem Mittagessen versammelten Festgäste eine von der Eillier Mulis« vereinSkapelle besorgte Taselmusi! veranstaltet und lud bei dieser Gelegenheit Hauptmann Ei^z berger ein, an der nachmittag« veranstaltenden Schul- und Schauübung theilzunehmen. Die Uebung der Steiger-Abtheilung unter dem Eommando deS Rottführer» Schalon gelang recht gut und zur Zufriedenheit de« Brand - Inspektors BauratheS Hueber. Ueber die Schauübung jedoch hätten wir gerne nicht berichte«, doch verpflichtet uns unsere Wahrheitsliebe, der» selben nicht zu vergessen. Das Degen'jche HauS war als Brandobject bezeichnet worden und war eS beabsichtigt, den Feuerherd vom Dache deS Schwarzl'jchen Hause anzugreifen. Hätte die Dampf-spritze, welche diesmal schon in 9 Minnten genug ArbeitSspannung hatte, nicht versagt, so wäre der Angriff ein sehr schöner und prompter ge-worden, und bedauern wir nur, das« dies die mangelnde Eignung deS übrigens geprüften Ma» schinisten unmöglich machten. Wir erwarten, das« diesbezüglich eine gründliche Remedur ge-schaffen werde, ja wir dürfen dieS von unserer Freiwilligen Feuerwehr, welcher die Gtadtvertreiung und die Bewohner Eilli'S bisher mit den herz-lichsten Sympathien entgegengekommen, einfach strikte verlangen. Die Freiwillige Feuerwehr kann diese fast unverzeihliche Schlappt nur durch eine weitere strammere Disciplin und durch wackere Haltung in Zeiten der Gefahr wieder auswetzen. Auch dieser MisSersolg, den Feuerwehrmänner selbst, sowie die Bewohner Eilli'S nicht erwartet hatten, war ein herber Schlag für eine Festesstimmung, trotzdem entwickelte sich aber am Nachmittage bis zum späten Abende bei der mit einem Festconcerte verbundenen geselligen Zusammenkunft ein rege» Leben, die Tüfferer Feuerwehrkapelle wechselte in ihren Vorträgen fleißig ab mit unserer wackeren Stadtkapelle, welche den ganzen Tag über vom frühen Morgen an unter Leitung ihre« Kapell-mnster« Dießl im angestrengten Dienste gestanden hatte, vehus» Untersuchung über den Zustand der sonst so ausgezeichneten Dampfspritze, welche bekannt-lich von der bestrenommierten Firma Kernreuter in Wien bezogen wurde, wurde telegraphisch ein Monteur der genannten Firma berusen, welcher erklärte, das« durch unrichtige Behandlung der Kautschuk-Veniilkugeln diese unbrauchbar geworden i»d und den Dienst versagt haben. DienStag nachmittag« wurde der Schaden durch den Monteur beHoden und bei einer sogleich abgehaltenen Uebung iaS tadellose und ausgezeichnete Functionieren der Dampfspritze festgestellt. Durch Schaden wird man klug, und so ist sicher zu erwarten, dass mit der Leitung im Betriebe der Dampffvritze ein vollkommen verlässlicher und kundiger Maschinist betraut werde, was bei dem Vorhandensein vollkommen geeigneter Männer keine Schwierigkeit bietet. Hvang. Gemeinde ßilli. Sonntag den 1. October d. I. um 10 Uhr vormittags findet in der eoang. K>rche (Garienaafse) Gottesdienst statt. Deutsches Studentenheim. Am 15. September trat das hiesige Studentenheim in daS vierte Jahr seines Bestandes. Von den 43 eingelaufenen Ge-suchen um Neuaufnahmen konnten, da die meisten Zöglinge oom Vorjahre ihr« Plätze behielten, nur 11 beiücksichtigt werden, so das» der gegenwärtige Stand der Zöglinge 77 beträgt. Da» Siudentenheim begann vor vier Jahren mit 32 Zöglingen. Im nächsten Jahre betrug die Zahl 43, im darauf-folgenden 06 und im heurigen Jahre stieg die Zahl der Zöglinge anf 77. Kodesfall. Sonntag den 24. September ist Herr Bezirksschnlinspector Paul Leitgeb nach schwerem, tückischem Leiden im Alter von 48 Jahren gestorben. Der Verblichene, ein pflichteifriger deutscher Beamter, erfreute sich bei der Lehrerschaft. welch« durch massenhafte Betheiligung an dem DienStag nachmittags staitgesundenen Leichenbegängnisse ihrer Sympathie Ausdruck verlieh, der größten Beliebtheit und Verehrung. Ec ruhe in Frieden! Avg Sommer in Schönstein. Am 20. ds. hielt Herr ReichSraihS-Abgeorvneter Dr. P o m m er eine Wählerversammlung ab, die sehr gul besucht war. In fast zweistündiger Rede hat Herr Dr. Pommer in lichtvoller, verständlicher Weise den § 14-AuSgleich beleuchtet, wofür ihm wärmster Dank gezollt wurde und woraus die bekannte, im deutfchen Verein zu Eilli am 25. März d. J.gefafSte Resolution einstimmig angenommen wurde. Abg. Sommer in Küffer. Unser Reichs-raihsabgeordneter Herr Dr. Joses Pommer hielt Freitag in Tüffer eine sehr gut besuchte Wähler-Versammlung ad, in welcher er seinen RechenschasiS-bericht erstattete und einen Vortrag über den öfter-reichifch-ungarifchen Ausgleich hielt. Nachdem er in kurzen Zügen den verflossenen Abschnitt der fünfzehnten Session geschildert hatte, gieng er auf die Besprechung deS Thun-Szelt'schen Uebereinkommens ein und erörterte an der Hand eines sorgfältig zusammengetragenen und äußer!« glücklich ausgewählten stalistischen MalerialeS die Schädlich-kei« dieser Vereinbarung. Im Anschlüsse an diesen satt zweistündigen, mit voller Klarheit und in großer Lebhaftigkeit gesprochenen, von der Zuhörerschaft mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag be-antragte der Abgeordnete die Annahme jener Ent» fchließung, welche schon Ende März der „Deutsche Verein in Eilli" nach einem Vortrage de» Herrn Dr. Josef Pommer über den ungarischen Ausgleich und den § 14 einstimmig angenommen hatte. Diest Entschließung wurde unter jubelnden Beisall ein-stimmig angenommen. Nachdem der Redner geschlossen haue, dankt« der Bürgermeister-Slellver-ireter Herr Joses Drolz im Name» aller Wähler sür die lehrreichen und interessanten Ausführungen und Herr FabrikSbesitzer Otto Withalm beantragte, dem verdienten Abgeordneten das volle Vertrauen der Wählerschaft zum Ausdrucke zu bringen. Dieser Antrag wurde durch Erheben von den Sitzen mit Einstimmigkeit und unter großem Beisall ange-»ommc». Der Vorsitzende der Versammlung, Notar Dr. Adolf Mravlag, richtete noch einigt herzliche Worte an den Abgeordneten und schloß dann die Versammlung. Die Wähler und ihr Abgeordneter blieben noch lange Zeit in traulichem und heilerem Gespräche beisammen. z>er Dank der Arbeiter. Die Arbeiter der Zinkhütte veröffentlichen im „ArbeilerwiUe" nach-folgende Danksagung: „Die Arbeiter der k. k. Zinkhütte in Eilli fühlen sich veranlasst, dem Herrn Tr. Gregor Jesenko, PrimarinS des GifelafpitalS, Stadtgemeinde- und k. k. GerichtSarzieS und Werks-arzteS der Bruderlade der k. k. Zinkhütte in Eilli, das Bedauern auSzufprechen, dass es dem Herrn Doctor trotz wiederholter Bitten unfererfeitS nicht möglich war, die Stelle als WerkSarzt^ unserer Bruderlade wegen anderfeitiger großer Obliegen-heilen länger zu behalten. Fernerhin fühlen wir unS verpflichtet, sür daS sechsjährige Wirken dem Herrn Dr. Jesenko unseren besten Dank für die bewiefene aufopfernde und humane Behandlung und Fürsorge unserer kVwtken Mitglieder auSzufprechen, und würden unS glücklich schätzen, wieder so einen Menschenfreund al« WerkSarzt zu gewinnen. Gaberj« bei Eilli, am 15. August 1890. Der Bruderlade» AuSschufS der k. k. Zinkhütte in Eilli". Wir zweifeln nicht, dass diese so wohlverdiente Danke«« kundgebung Herrn Dr. Jesenko. der sich gegen« wärtig aus Reisen in Italien befindet, eine große Freude bereiten wird. Aas Stiftnugstek der „Harniola". Die akademisch - technische Ferialverbindung „Earniola" beging am 25., 26. und 27. d. in Laibach ihr fünf« zehnte« StifiungSsest, zu welchem Abordnungen der „Allemanen", „Germanen'. „Jllyren" und „Raeto Germanen" erschienen sind. Al» Dienstag vormittag« ein Fah»enband der Grazer Couleur« schwestern und derTriester Ferialverbindung „Jllgn«* überreich« wurde, langte eine Zuschrift de« Bürger» meister« Hribar ein, in welcher den Siudenien ver« boren wurde, sich auf Siraßen und Plätzen mit Couleurtappen sehen zu lassen. E« wurde dagegen sofort der Rekurs beim Landespräsidium erhoben. Kravrennen in Sachsenfeld. Sonntag den 24. d. M. sand in Sachsenseld da« Trabrennen statt, welche« infolge der mißlichen Verhältnisse i» sonst fo freundlichen Markte an Jnterefs« allerding« bedeulend eingebüßt hat. Sonderbarerweise war da« Zuchlsahren (sür den Sannthaler Schlag) an erst« Stelle gesetzt. Erster war hieb« der Grund» bef,tz«r Klantschnik au« Prekop in 5 Minuten 28 Secunden (Sirecke 2000 Meter). Derselbe war auch im Eröffnun^Sfahren erster Sieger in 5 Mi» nuten 19 Secunden. Im Hauptfahren erhielt den erste» Preis Herr Franz Vollgruber au« Eilli mit der fünsjährigen ungarischen FuchSstute Vercs« in 4 Minuten 1 Secunde (50 Meter Zu» läge). Zweiter war der 3jährige Hengst „Strizzi* des Grundbesitzer« Nowak au« Bresola (4 Mi» nuten 9 Secunden) den dritten Preis erhielt Breschan aus Schaladein (4 Minuten 12 Secunden). Mit Rücksicht auf die nefsurchige Grasbahn muffen dief« Leistungen als sehr guie bezeichnet werden. Als der erste Preis mit 200 Kronen Herrn Vollgruber au«-gefolgt wurde, stimmten die umstehenden windisch«» Fanatiker ein lebhafte« „Pereat Vollgruber!- an. Wir sind gespannt, was der Wiener und der Baden« Trabrennoerrin, welche zum Rennen PreiSfubven« tionen im Belrage von 360 Kronen beigelrage» haben, zu einer solch windischnationalen Auslegung deS Sachsenielder Rennen« sagen werden. Vielleicht könnte in dieser Richtung auch die hohe Regierung, welche sich durch da« Ackerbauministerinm allerdings etwa« stark verspätet und erst über drahtliche Tretung durch Herrn Berk« mit der Subvention 200 fl. eingestellt hatte, ausklärend wirken. | Porführung von Aagdhnuden behufs Eintragung in das österr Knndellammbnch. Montag den 2. October nachmittag« 2 Uhr wird der Dele» grerte de» österr. Hunvezuchtvereine« Dr. F. H. K u m p f im Garten de» „Hotel Elefant" sich behus« event. Vorführung von Jagdhunden, denn Besitzer die Eintragung in da« österr. Hundestamm-buch wünschen, einfinden. E« kann jedoch nur solchen Hunden die Ein«ragung»berech«igung ertheil» werden, deren Eltern bereit» in da« österr. oder deutsche Hundestammbuch eingetragen sind, oder wenn 3 Vorsahren des betreffenden HundeS aus anerkannten Ausstellungen oder Schauen mindeste»» einen II. Preis erhalten haben. Zlenhans. (Südmark.) Vorigen SonniaA fand im Gaflhofe Orofel zu NeuhauS die die«- j jährige Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe NeuhauS-Hochenegg-Weitenstein der ' Vereines „Südmark" statt. Der Obmann de« Ortsgruppe Herr Gutsbesitzer Dr. H. Langer begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder und Gäste, worauf der Zahlmeister Herr P. Ä eßther den Säckelberich« erstattete; demselben entnehmen wir, dass die Ortsgruppe 30 Mitglieder zählt und es ihr gelungen ist, den sür diese verhältnismäßig geringe Zahl überraschend hohen Betrag von 64 fl. in die Hauptleitung abzuführen. Die Neuwahl de« Ausschusses hatte folgendes Ergebnis: Obmann Dr. Heinrich Langer. Gutsbesitzer aus Schloss Lemberg, Obmannstelloertreter Franz Z o i t l. Kauf» mann in Hochenegg, Zahlmeister Paul W e ß «he» Apolheker in Neuhaus, Schriftführer Rudolf R. A Heider, Techniker in NeuhauS. Dem AuSschnM wurde für seine aufrichtige und erfolgreiche Thälig» t keit der Dank der Versammlung durch Erhebt»^ von den Sitzen ausgesprochen. Z>er Ptarvurger Hewerbeverein umternimol Sonntag den l. Ocwber einen AuSsl ug nach Peitau zur Anbahnung freundschasillicher Be» Ziehungen mit dem dortigen Bruderve-rein« und Besichtigung einiger Etablissement». Et «rgeht de«« nach an alle deutschen Gewerbetreibendem die 1P99 „Deutsche Wacht" 5 Lwutg, sich recht zahlreich an dieser Excursion zu «heiligen. umsom«hr, al» auch die Pettauer Ge-vffrn alleS aufbieten werden, um den Aufenthalt »aielbst rech« animiert zu gestalten. Zusammenkunft t> Pragerbos um 8-45 früh, gemeinsame Abfahrt Peitau um 9 Uhr. Freunde de» Cillier Ge-«rbedunde» und deren Familien sind herzlich »llkommen. Lichtenwald. (Von der deutschen Schule.) ßt wurden auch im heurigen Jahre über hundert trn&ec in unserer Schulvereinsfchul« aufge-vmmkn. Wir sind gleich zu Beginn des Schul-pret dem löbl. deutschen Schulvereine zu großem Zanke verpflichtet, da er auch Heuer wieder der jchllle eine Reihe von Lehrbüchern zum Geschenkt x»acht hat. Der Lehrkörver wird bestrebt sein, ich firderhin den guten Ruf der Schule nicht nur i erhallen, sondern auch zu mehren. Da da» toject besteht, unser bescheidene» Schulhau», ein teichenk de» Herrn Dr. Carl Äusserer, in moderner finjt auszugestalten, ist der Besuch de» Architeklen M schulvereine» in Aussicht gestellt. Die von wmt Ingenieur A. Smreker ausgearbeiteten Pläne anden bereit» vor einigen Wochen in Vorlage «Kacht. Möge e» uns gelingen, auch diesen mqntsivunsch der Deutschen Lichtenwald» der Ä« mäuTtR entgegenzusühren. Fichtenwald. (Zur Kaistrfahne n-^lfsaire.) Unserem Versprechen gemäß, diesen ti!>»«niSrverten Vorfall bis an'» Ende zu verfolgen, '.„nun wir heute um so lieber nach, weil diese «h? so recht geeignet ist, die Wahrheitsliebe der kwden in» richtige Licht zu stellen. Wir beschränkten »»ursprünglich darauf, lediglich die nackte, trockene UHrheit zu veröffentlichen, das» vom Gast Hause M Franz Simoncii gelegentlich de» Sokolseste» rat 20. v. M. durch Svkolisten die Kaiserfahne tmvergerissen wurde. Wir waren darüber einig, W man versuchen werde, un» Deutsche der That p beschuldigen, und wir haben un» in dieser An-übrrtf nicht getäuscht. Alsbald verbreitete sich die Z«hricht, die Deutschen hätten einen Gemeinde-«wen namen» Donau gedungen, dieser habe sich de» Feste» in da» Hau» de» Simoncic »zeschlichen und die Fahne heruntergeworsen. Al» fttoch der BezirkSwachimeister Potocnik behus» Er« Wagen erschienen war, wurde der Plan geändert. Ilügte dem genannten Herrn, das« ihm der Polizeimann Groll den Bären ausband, der Wind die Fahne heruntergerissen habe, «n der Herr BezirkSwachimeister wusste, das» ihn Tage kein Lufthauch zu spüren war, er ,S auch zugegeben. berichtete er in obigem . Pünktlich spielten alsbald die famosen Be-imgen de« Simonöic in die Sache, denen wir «tivon nicht schuldig geblieben sind. Der Herr eiter unterbrach seinen Urlaub, pflog per-die Erhebungen, woraus auch der Herr Be-achimeister mit etlicher Beschleunigung aber-erschien und gedrückt den Spuren de» Herrn «lerS folgte. Selbstredend ist die Kaisersahne chlich heruntergerissen worden. E« erübrigt ihr, über die näheren Umstände dieser Sache ldenken. Der Thäter hat die Fahne in einem me herunlergtrifsen, in welchem er sich un-hiet glaubte, und zwar mit den Worten: haben die zwei zusammen" (d. i. die Kaiser« und die panslavistische Tricolore). E» haben erren Slovenen ihre Fahnen unheimlich schnell »gen und durch eine Lüge versucht, die That >e Deutschen zu wälzen. Sie haben dieser Lüge »eile folgen lassen, sie haben sich nicht gescheut, ra'lich zu lügen. Die Polizei hat den genannten •fliktrnuie - Wachtmeister irregeführt, dieser hat » iem bessere« Wissen jenen Bericht erstattet. Mich da» ganze Lügengewerbe zerstört ward. Sera mir nun noch erwägen, das« dem wahrschein-lche> Thäter, einem notorischen Panslavisten von tl:demi,cher Bildung, die Sokolistentracht nur al» •erfleidung diente, so braucht man über daS Motiv kr Thai nicht länger im Zweifel zu sein. Lehrreich »!> wertvoll ist jedoch die Geschichte für jeden Aschen insoserne, weil in ernsten Lagen oft Polizist m Sendarm unter ihrem Diensteide ein große» Seit )u sprechen haben. Der Fall „Fürstbauer" H All »och lebhaft im Gedächtnis, prägen wir mii auch diesen ein. Der Wahrheitsliebe unserer pgiur — alle Ehrt l Lügt hat kurze Beine. Si»«»rk Zatznliocher. Die Südmart hat zu fern LerkausSgegenständen den Artikel Zahnstocher «4 Alpenholz hinzugesellt, welche al» Südmark« AMocher bereits mit gutem Erfolg im Handel «zciü^l und weil besser und billiger sind, al» die Eft üblichen, da sie eigens hiezu sortiert wtrden. I nun den Interessen der Südntarl nachdrücklich p turnen und ihren Mitgliedern eine wirtlich gute, preiswerte Ware zugänglich zu machen, wird freund« lichst gebeten, in Bekanntenkreisen darauf hinzu-wirken, dass stet» nur Südmark-Zahnstocher in Ver« wendung kommen. In Eilli sind diese bei der Firma Fritz Rasch erhältlich. Offenes Schreiben an den Gastwirt Herrn Franz S i m v n c i l in Lichtenwald. Am 20. v. M. wurde gelegentlich de» Sokol-feste» von Ihrem Hause in Lichtenwald die schwarz-gelbe Kaiseriahn« durch einen Sokolisten herunter-gerissen. Sie habrn im Abendblatt« d«r „Tage»« post" vom 29. August d. I. und in der „Deutschen Wacht" auf Grund dt» § 19 berichtig«, das» die» nicht wahr sei und sodann die Behauptung auf-gestellt, das» der Wind die Fahne heruntergeworsen habe. Wie Sie selbst genau wissen, herrschte am 20. August, einem herrlichen Tage, vollkommene Windstille, e» können demnach die von Ihnen geführt«» fünf Zeugen nur in Ihrer Phantasie bestehen. Die durch den k. k. Amisleiter der Be-zirkShauplmannschaf« Rann, Herrn v. Vistarini, sowie dit durch den k. k. BezirkSwachimeister Potocnik gepflogenen neuerlichen Erhebungen haben überdies den von uns mitgetheilten Thatbestand ergeben. Sie werden wohl nicht» dagegen haben, wenn wir Sie hiemit beschuldigen, mi« Zuhilfenahme de» Z 19 öffentlich die Unwahrheit gesagt zu haben, und Sie auffordern, ihr« Ehren- und Vertrauensstellungen als Mitglied der Gemeindevertreiung, de» BezirkSschulratheS und als Feuerwehrhauptmann niederzulegen. Fertig! Abfahrt! Eingesendet. (Keil'« F u ß b o d e n l a ck) ist der vorzüglichste Anstrich sür weiche Fußböden. Der Anstrich ist außerordentlich danerhaft und trocknet sofort. Keil'S FußboSenlack ist bei Traun & Sliger und bei Vic-tor Wogg in Eilli erhältlich. 3699 Hnlasch-KLtract. Neueste Erfindung, um auf die denkbar einfachste Weise ein vorzügliche«, ge-schmackvolle« Gulasch von besvnderer Delikatesse, schönster Farbe und erquisitem Saite zu bereiten. Ein gutes Rindsgulasch, KalbSpörkelt oder Paprika-huhu erfordert eine correcl«, gleichmäßige Zubereitung, die man einzig und allein nur mit diesem Exlract erzielen kann, nachdem derselbe reinste Fette sowie alle Gewürze im richtigen Verhältnisse enthält und nebst diesem nur reineS Wasser und daS zu kochende Fleisch nolhig ist. Wer noch nie ein Gulasch mit diesem Exlract zubereitet genossen, kennt überhaupt noch kein delicateS Gulasch. Infolge der Einfachheit in der Zubereitung empfiehlt sich dieser Exlract für jeden HiuShalt, insbesondere für Hotels, Restaurants, Gastwirte, OsficierSmenagen. Eantinen :c., umsomehr, als ein damit zubereitetes Gericht nie verdorben werden kann, wie eS sonst vorzukommen pfleg«. Außerdem bietet derselbe die größte Bequemlichkeit. Kleine Tafeln zu Versuchen sammt Gebrauchsan-Weisung 19 kr., sür ein Kilo Fleisch hinreichend. Eentral-Depot: F. Berlyak. Wien I. Naglerg. 1. Vermischtes. Hin origineller Frinksprnch. AIS einst Pro-sessor Karl Bog« in einem irinkspruch die Damen hoch leben lassen sollte, berief er sich auf die Bi-belstelle, wonach das Weid auS einer Rippe Adam» erschaffen worden, und fuhr dann ungefähr mit solgeilden Worten fort: „Wir Menschen haben nun, wie Sie wissen, zwölf Rippen; Aoam musste daher logischer Weise dreizehn gehabt haben — dreizehn hat aber der Ehirnpanse. Adam war also ein Ehim, panse und hat sich erst durch Umgang Mit dem Weibe zum Menschen veredelt. Ein gtwis» stich« hältigt» Motiv dasür, das» wir unser GlaS erheben auf da» Wohl deS schönen Geschlechte«, ohne wel-cheS wir — Ehimpansen wären!" Hin merkwürdiges Historisches Zlamensspiel vollzieht sich gegenwärtig — so schreibt ein Leser .Tgl. Rdsch." au« Weimar — in dieser Stadt. Um den Platz vor der katholischen Kirche frei zu legen, ist e« nöthig, ein Hau« niederzureißen, daS einem gewissen Luther g«hort. Luther aber weigert sich, freiwillig fein HauS zu verkaufen, so dass daS Ent-eignungsverfahren gegen ihn eingeleitet wird. Der aber, d«r 'einem Amte gemäß die« Versahren ein« zuleiten ha», ist der Oberbürgernl«ister Papst. Zum Antaus des Hause» hat die Weimarer Hagelver« sicherungSgeseUschast .Union" einen größeren Beitrag bewilligt. So erlebten wir eS, dass, um der katho« ip "■ n• u 5 rö 2 ^ ,m lischen Kirche Platz zu machen, der Papst den Luther exproipritrt, und zwar mit Hilf« der Union. H welche Lnst, Soldat zv sei«! Zu diesem Capitel lesen wir in der „Freitn Lehrtrstimme": Dit Lehrer dürfen in der Ferienzeit ihre militärische Dienstleistung erfüllen. Sie verlangen keineswegs eine außerordentliche Rücksicht. Da» anständige Be« nehmen, das die Lehrer für sich beanspruchen, kann man wohl für die ganze Mannschaft fordern. In Brünn beurtheilte ein Lieutenant namens Koppel die „Intelligenz" nach Gewehrgriffen, Schwen« kungen. Doppelreihen u. dgl. Mi« höchstem Brustton innerster Ueberzeugung rief er, wenn eS bei einem Gewehrgriff nicht genau klappte: „Da» ist die Intelligenz! Jeder dumme Bauer begreift daS! DaS ist die Intelligenz, die Intelligenz . . . \" Die Bttonung deS Wortes Intelligenz wiederzu« geben, ist leider unmöglich. Der Herr k. und k. Lieutenant Koppel kann deuisch und tschechisch schimpfen, wie man auS folgenden Citaten erkennt. Er leistete sich folgende AuSsprüche, wie: »Satrazeny aakramensky cblapie!" (Verpfluchte, verdammte Kerle.) (Hier folgte in der .Freien Lehrerstimme" ein Citat. daS wegen seiner ungewöhnlichen sitt-lichen Rtinheit confiSciert wurde). Nachdem der Herr Officier den Ton angegeben, leisteten die Corporale Wunsch vom 3. und Jellinck vom 8. Re« gimenl gerade einen Schimpsrecord. Corporal Jellinek gab folgende Feinheiten von sich: „Ich werd« euch solang« jag«n, bis es von euch wie von Ochsen rinnen wird!" Sakra, schaut'» euch nicht um, sonst hau' ich euch ein» am Schädel!' „Verfluchte, au»g.......Rippen, schaut euch nicht um. sonst hau' ich euch mit den Kolben todt!" „Ihr geht wie Schweine!" Corporal Wunsch: „Ihr werdet e» so lang« machen, bi» Ihr krepiert." „Ich kann Si« so secieren, bi« Sie sich erschlagen!' „Sie Idiot, Sie müssen mir beweisen, das« Sie kein Idiot sindCorporal Wunsch verlangte auch von den Lehrern private Dienstleistungen: „Holen Sie mir einen Kaffee!" „Holen Sie mir eine Semmel!" hieß es bei ihm. Alle diese Herr«n erlebten am 25. August eine große Ueberraschung. Der Herr Oberstlieutenant Wendling hatte Jnspection und war nicht nur sehr zufrieden, sondern er hielt auch an die Lehrer eine Ansprache, in der er von dem „heiligen und idealen Berus de» Lehrer«" sprach, in der er hervorhob, das« die Lehrerschaft „die Zukunft der Armee und die Zukunft Oesterreich« m Händen habe." Was muss sich der Herr k. und k. Lieutenant Koppel gedacht haben, al« er diese Ansprache in» Böhmische üdtrfetzen musste! Da» war eine kleine Genugthuung. Damit der Wahrheit die Ehre gegeben werde, sei noch angeführt, dass die anderen einberufenen Mannschaften thatsächlich noch ordinärer al« die Lehrer behandelt wurden. Bei einer Abiheilung gab eS auch Kolbtnstöße und Ohrenziehen. Zum Raubmord in Salzburg. Die „ M. N. N." schreiben: Ein Leser der „M. 'Jl. 91." hatte dieser Tage die LiebenSwürvigteit, Einzelheiten über den Raub« mord am GaiSberg mitzutheilen, die in Nr. 4l3unserer Zeitung abgedruckt wurden. Da die Salzburger Po« lizei diese Mittheilungen zur AuSfindigmachung de« Mörders für sehr wichtig hält, bitten wir unftrtn Gewährsmann höflichst um Angabe seiner Adresse. — Wir sind tief gerührt, das» die österreichischen Behörden uns die Gnad« erweisen, ihnen beim Fangen von Raubmördern behilflich sein zu dürfen; vielleicht hätten sie aber den Raubmörder schon, wen» sie ihre Thätigkeit nicht so ausschließlich auf da» Absangen von Exemplaren der „M. N. N." conccntrirt hätten. Wanömordversach eines ungarischen Gendarmen. E>n ungarischer Gendarm vom Gendar« merieposten Neudörfl hat den Gastwirt Hugh in Neudörfl bei Wiener-Neustadt mit einer Hack« und einem Rasiermesser meuchlings überfallen, um ihn zu berauben. Ueber den Aufsehen erregenden Vorfall wird berichtet: In der Nachi zum 8. d. schlich sich in den Hof des genannten Gastwirte« ein Mann, der im Gesichte mit einer Schürze vermummt war. Der Mann schwang sich aus ein Fensterbrett und verschwand: er stand nun im Schlafzimmer des Hugh'schen Ehepaare». Der Eindringling näherte sich dem Bette de» Gastwirtes, der die Arme über die Brust gekreuzt, im tiefen Schlafe dalag und führte gegen ihn mit einer Hacke rasch hintereinander zwei wuchtige Hiebe, von welchen einer dem Wirte eine tiefe Wunde in die Hand schlug, der zweiie ihn am Kopse traf. Sodann überfiel der Attentäter die Frau, die ebensalls schlief und versetzte ihr einen Hieb gegen die Stirne, der glücklicherweise nicht tief eindrang und den Kops mehr gestreisl hatte. Frau Frau Hugh sprang nach dem Schlag sofort aus dem Bette und sah nun ihren Gattrn im Handgemenge 6 Mit dem Fremden. Dieser war kleiner und schwächer al» Hugh, der hochgewachsen und überaus kräftig ist und seinem Angreifer sonst physisch überlegen gewesen wäre, diesmal jedoch, durch die Wunden und den starken Blutverlust geschwächt, seine letzten Kräste zusammennehmen musste, um seinem Gegner nur einigermaßen Stand zu halten. Frau Hugh eilte ihrem Manne zu Hilfe, der mit dem llnbe-kannten noch immer aus Tod und Leben rang und jeden Augenblick vor Erschöpfung zusammenzubrechen drohte. Da entfiel dem Attentäter die Hacke, sie sah. wie er eine Hand zurückzog und unmittelbar darauf ein Rasiermesser au» der Tasche nehme, mit dem er Hugh mehrere Schnitte am Kopf, Hal» und Brust beibrachte. Frau Hugh rannte nun unter lautem Geschrei in den Hos hinaus und alarmierte die Nachbarn. Während von diesen einer nach dem anderen herbeigelaufen kam, flüchtete sich der Un-bekannte und verschwand auf einem Seitenweg spurlos im Dunkel. Die angestellten Nachforschungen ergaben, das» der Strolch kein anderer war als der Gendarm Molnar, und wurde derselbe Freitag verhaftet. Hellerreichische Soldatensprache. Die Sani-tätStruppe führt den Namen „unterirdischer General-stab" (weil sie die Beerdigung der Gefallenen ein-zuleiten hat und überdie» die Adjustierung wie die des GeneralstabeS dunkelgrün ist); die Artilleristen heißen „Bimser" oder auch „Pulverjuden", in früheren Zeiten wurden sie auch „Wurstreiter' ge» nannt (weil sie rittlings auf der „Wurst" de» Grschütz.« saßen). Von den Instrumenten der Musik-capelle heißt die Clarinette „Jammerrohr', da» Ophykleid „Ofenröhre". Wa« die Ausrüstungsstücke anbelangt, so haben sür dieselben insbesondere unsere Edelknaben (!) eine ganz eigene Terminologie, die allerdings nur der kennt, der bei „Hoch und Spleny" gedient hat. Der Czako heißt „der Obermann", die Montur »der Friedel", auch „der Iah", der Mantel „Oberjaß", die Hosen werden „Bucksen' und die Stiefel „Bock" genannt. Der Infanterist heißt Kothpatscher, der Jäger Staudenhocker, der berittene Tiroler Landesschütze Gletfcherhufar, der Trainsoldat Tschihi oder auch Kienrußhusar und Armeefiaker, der Sanitätssoldat Pflaster-schmierer, die VerpflegSbranche Mehlstauber oder Brollaidlschupfer. der RechnungSofficier Nullenschieber, die Militär-Intendanten Ziffernspionen. Die kleinen Leute heißen Adsatzfleckl, die großen Leute Putzstöcke, der Oifici«r»dien«r Pfeifendeckel. die Hal»binde heißt G'nackciemen, der Brotsack Fressbeutel. Die EommiSfchuh« erfreuen sich de« NamenS Schinakel, da« Bajonnett ist da» Käs-oder Brotmesser, der Pionnierfäbel das Krautmesser. Die goldenen Streifen der länger al» drei Jahre präsent dienenden Unterofficiere heißen Suppen» streifen; SuppaS heißt der Mann selbst. Die gewisse ängstliche Erregung vor einer Jnspicierung oder der ängstliche Diensteifer heißt Zwirnspinnen, da» Stehen al« Posten Postenbrennen, da« Ein-üben der Gewehrgriffe „schmieden', da« Nachmittag«-fchläfchen heißt dem Haradauer schreiben, da« Signal Tagwache und Retraite ist die CommiSpolka. der Distanzmesser heißt Gucker. Der Küche sind ent-nommen: Tambourfchwanzeln für Erdäpfelnudeln; zur Erklärung diene, das» früher die Trommel mit kleinen schwanzähnlichen Ouasten behängen war. Grenadiermarsch heißt eine auS Erdäpfeln und Fleckerln bestehende Mehlspeise. Alnwiffenheit bei den Hlecrnte«. Die Wiener „Rundschau sür Geographie und Statistik' bringt die Statistik der Unwissenheit bei den Recruten in den verschiedenen Staaten Europas. Da« Ver-zeichni« lässt die Türken al« ein größtentheil» bardarische» Volk bei Seite. Seltsamerweise hat man auch da« bildsame Volk der Griechen vergessen. Auf der untersten Stufe stehen die slavischen Völker. Die romanischen Völker haben seit 1789 erfreuliche Fortschritte gemacht, während die germanischen seit drei Jahrhunderten den ersten Rang in Bezug aus den allgemeinen Unterricht einnehmen. Aus 100 Recruten zählt Rumänien 80 Unwissende, RujS« land, Serbien, Portugal 79, Kroatien, Spanien 63, Italien 48, Ungarn 43, Oesterreich 39, Jr-land 21, Belgien 16, Frankreich 15, England 13, Holland 19, Nordamerika 8, Schottland 7, Schweiz, Finnland 2. Deutschland I. Auf 1000 Recruten zählen Schweden. Norwegen, Dänemark nur 3 Un-wissende. Auf 10.000 Recruten zählt Württemberg 2 Unwissende, Elfaf«-Lothringen 220, die Provinz Posen 1300. In Württemberg zählt man am meisten ZeilungS-Abonnenlen, aber nur einen Liter EchnapS jährlich auf den Kopf der Bevölkerung. Posen verbraucht die geringste Zahl von Zeitung»-nummern, aber 35 Liter SchnapS jährlich auf den Kopf der Bevölkerung. Jgetttr&e W«ch»* Studentcnlateiu geht üver Jägerlatein. Die „Ostrauer Zeitung' berichtet über ern „Prziwozer Gejchichtchen", da» unbedingt da» beste Jägerlatein übertrifft. Vor kurzem gieng ein in Pcziwoz auf Ferien weilender Student nach Preußen fpazieren. Bei der Oderdrück« angekommen, hielt er an. beugte sich über da» Brückengeländtr und beobachtete nach-sinnend da» Treiben der Fische im Wasser. Er dürfte sich zuviel gebeugt haben, denn plötzlich machte es: plumS! und feine Taschenuhr fiel ihm in'» Wasser. Betrübt trat er den Rückweg an. — Am nächsten Tage gieng er zur Oder fischen. Er warf die Angel au» und e» dauerte nicht lange, als sich ein starke» Zucken bemerkbar machte; er zog die Angel heraus und siehe, ein schöner großer Hecht war gefangen. Er brachte ihn nach Hause und ließ sich ihn von seiner Mutter zum Mittagessen bereiten. Die Mutter schnitt ihn auf, um ihn auszuweiden, doch wer beschreibt ihre Ueberraschung. Im Fisch war — der Versatzschein von der Uhr ihre» Sohne«! Was ist ei« Kuss? Diese Frage wurde von einem sehr verbreiteten englische» Unterhaltung»-blatte aufgeworfen und aus die beste Definition de» Worte» ein Preis gesetzt. Wir begnügen un«, von den vielen eingegangenen Erklärungen nur die kür-zesten und treffendste» mitzutheilen: Die füßeste Frucht am Baume der Liebe, die umso reichlicher wächst, je öfter sie gepflückt wird. — WaS man nicht geben kann, ohne zu nehmen, und nicht neh-men, ohne zu geben. — Ein Nicht», unter Zwei getheilt. — Nicht genug für einen, gerade genug für zwei, zuviel für drei. — Was djs Kind umsonst bekommt, der junge Mann stiehlt und der alte kauft. — Da« Volapük der Natur, die allge-meine Sprache der Liebe. — Ein Artikel, der im-mer angenommen und durch Druck mitgetheilt, aber nicht immer veröffentlicht wird. — Eine Sprache ohne Worte^ — Amors Siegellack. — Der Ge-sandte der Seele. — Der Tdau von den Lippen der schönsten Erdcnblume. — Ein Spiel zu zweien, da» inimer in der Mode. — Ein Felsen im Meere deS Lebe»», an dem das gute Schiff Junggesellen-lhum scheitert. — Der Bogelleim der Ehe. Z>ie erste elektrische Kramway in ßorea. Gie erste elektrische Tramway die in Eorea gebaut wurde, hat ein schlimme» Schicksal gehabt. Die Thatsache ist interessant, weil sie zeigt, wie vorsichtig man in uncivilisierten Gegenden mit derartigen Neuerungen fein muss. Wie wir der diesbezüglichen Mittheilung de» Patentanwalt«» I. Fischer in Wien entnehmen, wurde die elektrische Bahn von Seoul von Amerikanern gebaut. Die japanische Bedienung»-Mannschaft wünschte die erste Fahrt zu verschieben, bi» die Fangvorrichtungen zum Vermeiden von Ueberfahre» ai.gelangt waren. Die Directoren wollten jedoch nicht warten, und so wurde die erste Fahrt ohne diese Schutzvorrichtungen vorgenommen, unter dem ungeheuren Zulauf der Bevölkerung, die diesen an einem Drahte dewegten TeufelSwagen anstaunte. Da gerieth ein Kind auf die Fahrbahn, der Wagen konnte nicht schnell genug angehalten werden, und da» Kind wurde überfahren. Die Menge gerieth in Wuth und man zertrümmerte den Wagen und zer-schnitt die Drähte, die man glücklicherweise vorher stiomlo» machte. Am nächsten Tage, al» man einen Wagen abgehen ließ, erlitt dieser dasselbe Schicksal. Nun sind zwar einige der ärgsten Fanatiker hinge-richtet worden, dennoch dürste die Bewegung so leicht nicht eingedämmt werden, denn die Eoreaner glauben fest daran, das» die Tramwaydrähte den Regen ad-halten und die Ursache der gegenwärtigen, da« Land heimsuchenden Dürre und Trockenheit sind. Kin ergötzliches Heschichtchen, da« den Bor-zug hat, wahr zu sein, wird dem „BreSl. Gen.-Anz." au« Oberschlesien berichtet. In der wohl-renommirten Eonditorei eine» kleinen Städtchen» ist da« non plus ultra eine« Gehilfen angestellt. Kommt da eine« Tage« eine angesehene und wohl-bekannte Dame in die Eonditorei und bestellt sich Kaffee mit Rapskuchen. Nachdem sie denselben er-halten und eben dabei ist, den Kuchen zu ver» zehren, läs«t sie ihn mit allen Zeichen de« Ent-fetzenS wieder fallen und beutet dem schleunigst herbeieilenden Gehilfen gegenüber auf einen einge» vackenen Schwaben, der noch im letzten Augen-blicke dem Gehege ihrer Zähne entronnen. Wohl erkennt der Gehilfe das in allen Haushaltungen unbeliebte und gefürchtet« Thier, doch geht e» iym blitzschnell durch d«n Sinn, das« mit dem Einge» ständniS der Thatsache seiner Firma ein nicht ab-zusehender Schaden geschehen würde, und so lächelt er nur überlegen und meint, auf da« schwarz« Et-wa« deutend, respectvoll: „Gnädige ^au irren, da« ist eine Rosine I' Da aber bekanntlich Thaten mehr sagen und es der Dame unb«nommen ge- 1889 blieben wäre, ihre Meinung aufrecht zu erhalten, so streckt der opsermutdige Gehilfe mit einer lächeln-den Bewegung die Hand nach jenem ominöfta Stück Kuchen auS und verzehrt mit allen Anzeichen herzlichen Behagen« die Rosine. Das« die Dame nunmehr von ihrem Irrthum überzeugt und bi« Ehre de» Kaff««» g«r«ttet war. bleibt sonder Zweifel. Hinter den Coulissen spielte sich aber «inige Augenblicke später eine andere, weniger harmlose Sce»t ab, indem di« Rosin« in offenbarer Rebellion noch einmal zu Tage trat. Der einsichtsvolle Principal vergütete aber seinem Gehilfen dies« unangenehme Empfindung und die b«wies«ne Geistesgegenwart durch eine Gratifikation von 59 Mark. Da» Renommee seine« Geschäft«« war damit nicht j.i theuer bezahlt. Aer Schutzmann als Kammerjnugfer. Au» London wird geschrieben: Die Pflicht«», bie ei» Londoner Polizist zu erfüllen hat, haben eine inter-essante Bereicherung erfahren. Bisher gehörte e» u. a. zu den socialen Functionen der Polizei, all« Frauen, die unsicher auf der Straße gehen, z» führen und vorübergehenden Passanten jederzeii darüber Auskunft zu enh«il«n, wie viel Uhr es ist. Nun scheint «« auch zu den Obliegenheit«,» eine« Londoner Polizisten zu gehörrn, aus der Straße Kammerjungserdienst« zu leisten. In einer Londoner Straße zeigt« sich unlängst — e« war in einer drückend schwülen Nacht — eine junge Dame, die blos mit dem Unterrock bekleidet war und ihr« übrigen Kleidungsstücke unter den Ar« trug. In dem Polizeibericht heißt eS, das« die junge Dame ein „sehr intelligente« Aussehen' g«-habt habe. Ein Eonstabler näherte sich ihr, uni> al« sie feiner Aufforderung, sich unverzüglich an-ständig anzuziehen, unter Hinweis auf die große Hitze nicht Folge leisten wollte, «rgrifi «r, rasch entschlossen, ihre Kleider und zog die junge Da«« mit großer Geschicklichkeit in Gegenwart «in«r vor Erstaunen stumm«n Volksmenge an. — Die Da»« halt« sich nach einiger Z«u wegen anstößigen Be-nehmen« auf der Straize zu verantworten. Ste kam mit einer Geldstrafe von 5 Pfund Sterliag (60 fl.) davon. Der Name de« pflichttreuen Polizisten wird in dem officiellen Polizeirapporl verschwieg»^ In Verlegenheit. Eine von den Todten Aus-erstandene zu besitzen, kann sich eine Gemeinde in der Nähe Innsbrucks rühmen. Die Sache trug sich nach d«m „Tirolrr Tagbl." folgendermaßen zuj Ein armes, krankes Weid wurde auf Geineindekojicn ia da« Innsbruck«? NraikeahauS geschickt. Eine ge» räume Zeit war verstrichen, al« dem Gemeindevorsteher von der KrankenhauS-Verwallung „a Zettele' zugestellt wurde. In her Meinung, ei wäre die Todesnachricht, meldete der Vorsteher dem Herr» Pfarrer g«leg«ntlich den Tod de« alt«n ..Weib«le«', der Herr Pfarrer la« «in« Seelenmesse, Alt und Jung betet«, Kerzen wurden g«spendet — kurz, de» „W«ib«le' wurde der Eingang «n den Himmel recht leicht gemacht; die wenigen Habstligkeiten, wie alte Kleider u. s. w., wurden verschenkt und virkaust. ES vergieng wieder eine Zeit, da erhielt der Vor-steher «in n«u«s „Zettele" von der Krankenhaus» Verwaltung. Inhalt: da« „W«ib«l«' wäre ganz hergestellt und kehre Montag den 4. September 189$ in ihre H«imat»gememde zurück! An Krankcnkoslea habe die Gemeind« R ... zu zahl«n fl. ö. W. X. J. Mit zitt«rnd«n Händen und rothem Schädel stürzte der Vorsieh«? zum Herrn Pfarrer, doch auch den wurde beim Durchlesen de» „Zettele«" ganz eigen» thümlich. „Tuifl, Tuifl, die Blamafche, hätt' m'r lei döS «rfcht« Zettel« ang'jchaut." Da« erst« „Zettele" fand kein Mensch mehr, der Herr Pfarrer und der Vorsteher möchten am liebsten ein Paar Monate in die Sommerfrische gehen. Oh. dieBtamasch«! Tuifl, Tuifl! Wachtrag. Heute Mittwoch nachmittag ist der Mau, KwaS, welcher am Dach« deS Zangger'schen Ha se« beschäftigt war. durch Unvorsichtigkeit auf > Straße herabgestürzt. Der Arme zerschellte sich i solge des tiesen Sturze« den rechten Arm und z sich schwere inner« Verätzungen zu. Er wurde | gleich in'« Spital übertragen. Schrifttum. J Katalog photogra^hischer Apparate n Ntensilie». Uitiir'flTmyliRt versendet dir Jiri R. Lechner (Wilh. Milll«^), t.k. t. Manusact für Photographie In 1S>W, 0u*en 31, ei nen Qur band von 180 mit nyr aj(r300 Abblldmngen, i? chen jeder Anigrößtem Jnl-n durchblättern ivft. 'fr «ataloz, enthält eiin« Beschr bung der neue»» und bestenMtogrardischeeir Appa« so die bekanntA^echoer^chfTaschen-Eamnra, Refl« 159? .Deutsche Wacht" fomna«, Stereoskop-Apparate, die neuen Kodak«, welch« Id lazeslicht gefüllt und entladen werden können; s»d-mi eine sorgfältige Auswahl von Objectiven. Der-Wssen und allen Bedarfsartikeln, die für den Ama-»ur Photographen in Betracht kommen, u. f. w. Einen lese «deren Schmuck bilden eine Anzahl vorzüglicher «erroductionen von Bildern, die mit Lechner'fchen Ap-»azten aufgenommen wurden, unter denen ein Bild tn ZrohnleichnamSprocession in Wien hervorzuheben ist. Vi ganze Ausstattung deS Kataloges ist als Muster-V>t zu bezeichnen, und die Anschaffung dieses Werkes. *J4n dauernden Wert hat, kann nicht dringend ge-vtz empfohlen werden. Der Preis ist 60 kr., welcher taug jedoch bei Bestellungen in der Höhe von 5 fl. plickerstattet wird. »Die Fackel", herausgegeben von Karl KrauS, fc iuu erscheinendes, in satirischem Tone und actuell seltne« Kampfblatt, daS sich die scharfe Kritik aller ie höchlle Aergvahn der Wett ist die Pikes-vk-Vahn in Amerika. Der Bau der Bahn darf mit >et> «IS ein Triumph der Berkehrötechnik angesehen Durch die wunderbarsten Landschaften hinauf i:t ödesten Schneeregionen und schauerlichen An» iwizen vulkanischen Gesteins geht die Fahrt, bis der W jenes Bergriesen erreicht ist, der den Indianern »IS der Sitz ManitouS, des .Großen Geistes" galt. Ein Teilnehmer an einer solchen Fahrt schildert die dabei gewonnenen Eindrücke in einem interessanten, durch Originalaufnahme vortrefflich erläuterten Artikel in Heft 3 dcS neuen Jahrganges von .Für alle Welt" (Deutsches VerlagShauS Bong & So., Berlin W. 57 — Pr-iS des VierzehntagShefte» 40 Pf.). Auch der sonstige Inhalt des HesteS, herverragende feuilletonistifche Bei. trage, allgemein belehrende Artikel, Aufsätze über tech-nische Neuheiten u. f. w., wie der künstlerische Schmuck verdient die vollste Anerkennung. „Schute und Kans." Soeben erscheint von dieser bekannten Eltemzeilung das 8. Heft des 16. Jahrganges. Wir machen unsere geehrten Leser auf diese ErziehiingSblätter besonder« aufmeiksam, weil sie thatsächlich einem dringenden Bedürfnisse entgegenkommen, indem sie gesunde Erziehungsgrundsätze in die deutsche Familie zu verpflanzen trachten, den Eltern in allen Erziehung«- und Unterrichtsfragen mit Rath und That an die Hand gehen unv eine gewissenhafte Kinderpflege zum Gemeingute de« Volkes machen wollen. Der Preis — 2 fl. ganzjährig für 12 hübsch ausgestattete Hefte — muss als ser gering bezeichnet werden. Die Ber-waltung — Wien, 111/,, Elreichergasfe 10— versendet auf »erlangen Hefte zur Ansicht an jedermann kostenfrei. Acue Anstchts-^ollkarten. Es liegt uns eine Serie Anfichts.Postkarlcn vor, die auf die Bezeichnung „Künstler,Karten" Anspruch hat. Die L. V. EnderS'schc Kunst-Anstalt, Hosch & Sibleif in Rentitschein ist die Erzeugerin dieser neuen Postkarten, welche in einer neuen Manier, die Kunstanstalt nennt sie .Photo-chromie", erzeugt worden sind. In dieser Karlen-Serie befinden sich unter anderen auch die „Kunftuhr von Olmütz", daS „Grand-Hotel Erzherzog Johann am isemmering". sowie die »Capelle am Semmering", mehrere Karten von Karlsbad, «,i ficht von Gieshübl und Maria Wörlh am Wörthesee. Die Photochromie gibt die Bilder Überaus naturgetreu wieder, sie ver-einigt den Charakter der Photographie und den eine« Aquarelles. Die Sucht, auf dem Gebiete der Postkarte stets schöneres zu schaffen, wird gewi«« beitragen, diese Manier, die Photochromie, beliebt und gesucht zu machen. Mit Feudcn begrüßen wir e». das« eine österreichische Kunst Anstalt eS ist. die so Hervorragendes auf dem Gebiete der Druck-Industrie leistet, und wünschen, das« ihre Mühe der Erfolg lohnt. Ahr versprechen erfüllt in jeder Aeziehnng die illustrierte Familienzeitschrist „Da« Blatt der Hau«-srau", die soeben ihr IV. Quartal beginnt. Drei vor» zügliche Romane bieten eine auserlesene Lektüre. Be-sonder» lehrreich unt» nutzbringend ist dir Rubrik „Ge-sundheitspflege", die allgemein verständlich geschriebene Artikel aus der Feder eines anerkannten Fachmanne» bringt. Ebenso interessant und nutzbringend für jede Mutter sind die Aufsätze über Erziehung, ferner Über Kunst im Hause, Mode und Handarbeiten, die in „DaS Blatt der Hausfrau" besonders sorgfältig au«-gewählt werden. Werlhvolle Beilagen sind .DaS Blatt der Kinder", „da« Blatt der jungen Mädchen" und die illustrierte Beilage „AuS aller Welt — Für alle Welt". Probehefte liefert gratis und franeo die Ad-ministration „DaS Blatt der Hausfrau", Friedrich Schirmer, Wien, l., Nib-lungengasse 1—3. FRITZ HASCH, Buchhandlung, CILLI. Hingesendet. Umsonst und portofrei erhält jederni.inn eine AroSenummer der OVnrr Wochenschrift „Die Zeit". Ceeiwtgeber: ?"f. pr.J. Kinzer, Äermann Bahr n. Ar. Heinrich JumtL Führendes, vollständig nnabhängigrS Organ für Politik, Bolkswittschaft^Wiflenschaft und Kunst. Bezogspeei» für Oesterreich and veurfchland: vierteljährig fl. z_ Ms. 5'— incl. poHf orio. ji»e z» beiiede», dir ntoiinlfirctu« „fit ITien, XL IS. O«. 1. Billigste Einkaulsquelle so lange der Vorrath reicht. tüi)koitetcineXickel-Anker-ßemontoir-■ctatthr sainnit vrrsilbort. franz. Kette und Ltoi. ll>» kostet eine echtSilber-Remontoir-Hanat reriilb. amer. Uhrkette u. l-'tui HO lest« t eine eclit Silbor-Damen-Re-■toirolir sammt vorsilb. engl. Uhrkcttu .ll'TS kostsl^Tnc/echt ^4-karSt. Gold' ■t.-1**ifnnby Rammt|Atlascassette nnd ijljr. Ketti It Uhr ist mit jfl&hr. Ganntie »ersehen. l'S# kostet cjn ri-htyMiJmiWi» Gold-iis(t mit eli*antotiyp»ffiigen Stein, «md; gf:j^u/X:u j^lrirae ader Vorher-Kitbtyfcuveni-werben binnen 8 Tastn retour n BriJ der hieifiU^fttnommenc [foifc^urOck^. ro dass dein er kein J^ftu trifft. er ttarffz, Exporthaus, Krnk»u. Stradum 17. TReich illost. Preigcataloge von Uhren, hertitorem Gold-, Silber- n. Chinaallber-gratia und franeo. «jss—so tu Darlehen von ToUrtlndigeSjftferstellnni; auf J-'» isfiunchriK'i^^sncht. — Anträge fr ,A. Z.' ii^fsVerw. der ,D. W.* $Üclmapk~ Sigarrejfspitjen Ge ipdehlt Vf A <11 © r. i smapek-*os tkarten pfehlt WicdwTerkäufern, Yor-n, deutschen Tischgescllschafton (aich^vter ÖO Stück) die fcMrucM,,Cijleja" Arbeiter-Verzeicjinisse, wie solche von Gewerbetreibenden und FalaUfen za fuhren sind hält stets auf Lager und empfiehlt zu gesdlligej^ßozuge die Vereinsbuchdructttrfei „Celeja" in Cilli. xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx snnoncen-Hnnakme für alle Zeiti Zu den gleichen Original-Preisin, wie ii^en Expeditionen der Zeitungen selbst, werden Inseraten unterzeichneter Annoncen-Expedition »ntgegengenowmen. Bei gröberen JnsertionS»Aufträgen Gewührun^ höchster Rabattsätze. Koste» - Anschläge, Beläge ic. ^stensre». — Originelle Entwürfe für Annoncen imj*n bereitwilligst geliefert. ANNONCEIT-EXPEDITION RUDOLF MOSSE «uch btm aeotdf CattiTam, bos ül«Ita» ipncn" (niieC«tf#n#tj)»fudit, gas>i!>e»ai>i«izei» u. f. co ) l> MtefffKilUfrea, lijfcn (ich befsnber« »lorlhell»! T«r w<»d«a «n einer Stelle affitttbtn un» bejoJIt. Gleichviel welch« Kitia»! von 3eitauge« (n »eirü/t fomint - Sste fletchttfte KMalfaas der „naoncen »irt fofie»1iet Mfti:omuien, und -u> «unsch toerlKn die tüt irten Zweck jeeigaeillen sputt itt vor »lag -edrach». - (Sin weiterer vonheil erwachn de» «Iistrag Zeder» »o» Annonce», l» denen der Siame »Ich» genannt 'eia (oB, dadurch, dad b'.e «»noncen-arvedillon all «n»ahmeftelle (0r »ie etiwaseade» Öfter,e» dien« und oo» dieser einen 6leH< aal die Zujeiida», der eiagetaateaea CtterKa aater ftrengfter Ctlcreiton itfotjl. WI E N l>p Seilerat&tte 3. Berlin, llrexlau, Vhrmnitz, Dresden, Frankfurt «. Jf„ Hamburg. Kr,In a. lth., J.eipzig, Mdifilthiirt/. München, Nürnberg, Prag, Stuttgart, Zürich. Für den ViyJrtfuf dei beliebton » t^lÄtti^n besonder« werden iiberajs Vertier zu Rfln-stigen BedinjWijPHjf^bcht nnd wolle man »Ich den Hanptver-leger Mampsrl j» Laibach Wenden. 4218_? Ein im besten Betriebe stehende« grösseres n einem grosstfi£Pfarnrto Unter-krains, am best^iTro^i, neben der Pfarrhlrehe, mit grosim Kunden-kreis, nahe dni-eitige, bthtelkend aus2Zimmern und Zugehsir, aueU,«fcKanzleien verwendbar, sowie einegiurletfceitige, ebenfalls au« 2 Zimmern -kjjrn.t ZngehOr bestehend, sogleich an eine stabile Partei in vergeben. 4267-^0 gehrauc er, kaust 4271—70 Ein schöne« gassensei nnd Kablnni C b 1 i r t, ist sofort zu Vergeben,/^ 4269—80 Grazerstrasse 32, parterre. Heliöne in schöner Lage, mitJGhönem Herrenhaus, circa 7 Joan, mit Obstgarten, 15 Minuten vyrctonobitz (Bahnstation), istsriimt heuriger Fechsung (Wert 10J/0 fl.) billig zu verkaufen. Aufragen sind zu richten an die Verwaltung der „Deutschen Wacht" in Cilli. 4268—79 Französische Unterrichtsstunden in Grammatik, Conv£j*ation nnd Literatur ertheilt vom 1-Ufcfubor un eine geborene Französin. Jtfffage Cilli, Sanngasse Nr. 5 bei Herrn Oberst Yahlkampf. 4259-78 Wer wünscht ein schönes, neues Haus, knapp an der Hauptmasse erster Clat.se. schon alter, gnt besuchter Posten, geeignet für Gemleehtwsren-^UeiFIHeg nnd Wirts-geseh&ft (Greiidfjpf^im PfsMorts bei der Kirche, am St. Marein, Minuten zur | gehörigem Grundstö (Siallnng, Holzlage) sofort billigst in P kanten? — AmjTai (Krwerben sehank wein un#.ieinen, hultbsrs beuüthip sodann und feststehend. L'ntersjfcienii., Bezirk Olkerung, 30 sammt dazu schaftsgeb&nde diesen — oder zn e Rechte Conccssi^en): Aus-t, Brannt-ocherei. Gut l'eberii'hmer sa und ist hierorts chiften ganz allein Anfragen mit Beilegung einer Correspondenzkarte oder Briefmarke für die Weiterbeförderung oder Rückantwort an die Verw. der „D. W."4 4263—79 20 fürstliche Hofhaltungen belieben »«it >7 Jahren ihren Ausserdem 40 OOO Kt fiden. offerlre nvSfNlt in ty f'11 Ton 4», kg nstt», Irsaco dort ,« »» > Santo». kräftig Csnpinas. »oüca, asrik. . Cs'svellei Prelullste aneh aber 4.18 3.14 4.47 , 3.14 4.47 . » 71 5.04 .. alle Sorten, gratis onrn am Leichenbegängnisse des uns leider so früh entrissenen engels^gt^n Dulders, des Herrn k. k. Bcziiksschulinspectors Paul Le^sgeb sowie für die überaus znhlreicbip aus nah^nTi fern eingetroffenen prachtvollen Kranzspenden unseren wärmsten Dank aus. Insbesondere fühlen wir upfrdem hochwohlgeborenen Herrn Statthaltereirathe Grafen Allein* fUrjlas dem theuren Dahingeschiedenen bewiesen«, so überaus herzliche Wjlftwollen, den behandelnden Spitals&rzten für die wirklich aufopfernde uu^äusserst liebevolle Behandlung, dem hochwär-digen Herrn Abte, dem hochgeehrten Herrn Schulrathe, den k. k. Beamten, den aus weiter FerneJRrbeigecilten Lehrern und Lehrerinnen und Bezirks-scbulrathsmitglied \ >> N. N \ Aa-a-.v.w vkn w \.s,v.v.n \ a.\ \ a ..\„n n v's \ \ v v: J)ur Uebernahme und jfinfertigungs^ammtlicher Jfuchdruck ~jfitheiieq *1 empfiehl die Vereins-JjucHdruckerei fQeleja' J^afhhadsgasse 5 Cilli, T(athhausgasse 5. J^esteingerichteie Buchbinderei. Verlag der „ J)eutschen Wcrc/ji'f vä V < «XIX» KIJl