»Verwaltung: A RathauSgass« Str. 5 S-lq.»,» «r. »i, imnatb«». jtmf M?-- mm W diiigdeitrtt ■»•unMKiit# r itltcn tit tut nbbcftrHuBfl Echriftleitung: StatdauSgaff, Nr K Zclivhv» 1, initrattaa. e tdtftsabe: Z-glich (nu: ■a. Ar. 15 Zur siiiMumschcn Frage. Die Annexion Bosnien« hat nn» nette Bescherungen bereitet: die ungeheueren Lasten der Mobilisierung, die Stärkung des Slaven-tumS und — das Gefährlichste! — den Plan eines südslavischen Reiches, das mit Oesterreich und Ungarn eine trialistifche Staatsform bilden soll. Wenn Südslavien ein Traum Dr. Kreks und seiner allzeit zu phantastischen Gedanken-spielereieu neigenden LaudSleute bleibt, brauchen wir Deutsche unS nicht viel darum zu kümmern und zu sorgen. Allein die Sache beginnt, wie die Ostdeutsche Rundschau treffend auSsührt, in dem Augenblick bedenklich zu werden, sobald sich unter den Deutschen Oesterreichs sebst Ideologen oder gewissenlose politische Speku-lauten finden, die den Plan zu fördern geneigt sind. Alle Alizeichen deuten nun darauf hin, daß einzelne Elemente der christlichsozialeu Partei tatsächlich jener Klippe zusteuern, au der unter Umständen nicht nur das ostmär-kische Deutschtum zerschellen würde, sonder», was die Begünstiger der trialistischen Idee off-nbar verkennen, auch das österreichische Staateschiff ein unheilbares Leck erhalten würde. Das Eintreten des klerikalen Flügels der Christlichsozialen sür eine Neugestaltung im trialistischen Sinne hängt fedensalls vielfach zusammen mit einer althergebrachten Freund-schast zwischen den deutschen und slovenischen Klerikalen, bereu Fort-rhaltung sich insbesondere der Spiritus rector der Klerikalen, Dr. Äückölick auf das VXI. Dtuttchc M,nde«sMeßen in Hamburg Unier bitten Titel widmet Dr. C. F. Roth dem glänzenden deutschen Schützenfeste eine fesselnd geschriebene Broschüre, die an Interesse dadurch gewinnt. weil ihr Verfasser die wertvollsten Anregungen zum Ausbau. rur Durchfühiu^g des letzten Bundes-schießen« gegeben und im Mittelpunkt derselben gestanden ist. Hören wir was Dr. Roth als warmer freund unsere» ?chütze«tumS über die Beteiligung der österreichischen Schützen sagt: Der Empfangstag — 10 Juli — zeigte, welch außerordentlich großen Besuch wir zu erwarten halten. Vom frühen Morgen bis in die Abendstunde» lies Extrazug um Extrazug. gestillt von Schütze», in den Hauptbahnhos ein. Sine ungeheuere, festlich gestimmte Menschenmenge umlagerte den Hauptbahn-hol. freudige» «»teil an der Begrüßung der Gaste nehmend. War das bedränge schon im allgemein groß, so wurde eS geradezu lebensgefährlich bei der Ankunft der Ocsterreicher. Sie waren von diesem Empfang lies ergrifsen. Man sah ihnen an. wie wohl es ihnen tat, so mit offenen Armen von ihren reichsdeutschen Brüdern ausgenommen zu werde». ES war das nur eine Vergeltnng für die Ausnahme, welche unS kurz zuvor in Wien bereitet war. Mit welcher Herzlichkeit wir Hamburger i» Wien ausgenommen sind, läßt sich schwer mit Worten wiedergeben. Allerdings war auch die Zeit dazu angetan, die Herzen zu öffnen. Es war in den Mirztagen des vergangene» ZahreS. Die Bundes-treue zwischen Deutschland und Oesterreich hatte die Feuerprobe bestanden. Ich war gerade in den Tage», Gillt. Samstag» 19 Aeöruar 1910. Geßmann, eifrig angelegen fein läßt. Ihm ver-danken die slovenischen Klerikalen die anläßlich der Wahlreform durch geschickte Winkelzüge erreichte Mandatsvermehrung (von 15 auf 2 ), die sie gegenwärtig in den Stand setzt, einen „südslavischen" Minister zu fordern, wofür die Zahl der 37 slovenischen und kroatischen Ab-geordneten als vorgebliche Grundlage verwendet wird. Die GeschästSorduuugSresorm, durch welche die DeutsHsreiheitlichen verräterischerweise über-rumpelt wurde«, ist ebenfalls dem Einver' ständnis GeßmaunS und Kreks zuzuschreiben, dessen Leiborgan, die „Reichs; ost", die slove-nischen Führer Dr. Krek uud Doktor Lampe so sehr ins Herz geschlossen hat, daß sie ihnen ihre Spalten sür Leitartikel nicht oft genug zur Verfügung stellen kann. Im Sinne der Politik Geßmauns liegt das Zusammengehen der deutschen und slovenischen Klerikalen in Kärnten, Gottschee und in Steiermark, wo die slovemscherseitS mntwillig unter nichtigen Bor-wänden begonnene Obstruktion von den Deutsch-klerikalen mit schlecht verhehlter Freude begrüßt wurde. Erwähnungswert ist ferner, daß der christlichsoziale Schntzverein „Ostmark" seine Tätigkeit wohl auf Südböhmen und die Länder der ungarischen Krone erstrecken will, aus daö dentsch-wiudische Sprachgebiet ober ganz ver-gißt, natürlich aus zarter Rücksicht gegen die slavischen „Freunde". In der letzten Zeit wird die politische We!t durch Rekonstruktionönachrichten in Span- in welchen sich die Frage, Krieg oder Friede» ent-schied, in Wien uno Zeuge von dem gewaltigen Eindruck, den die — ohne jedes weitere Beiwerk — gegebene E-klärung Deutschlands: Wir stehen fest zn unserem Bündnis mit Oesterreich", hier hervorrief. Es sind mir unvergeßliche Tage, denn ich erlebte dort daS. was mein politisches Glaubensbekenntnis ist: welch ein gen'altige F> iedenSgarantie dies unverbrüchliche Zusammenhalte» der deunchen Stämme für die emopäische Well bedeutet. Vergessen war in den Tagen und hoffentlich sür alle Zeiten, was alles seit den Sechzigerjahre» geschehen und ich meine, die Frucht Bismai ckiicher ^taatSklugheit ist das durch sie ermöglichte Bündnis, wie es sich jetzt so 'est und treu bewährt Hai. Es sind gute Deutsche, d i e D e u t s ch° Oesterreich«?! Deutsche, die u m ihrer N a t i o ii a l i i ä t willen harte, bittere Kämpfe führen müsse», bei de»e» sie e r l a h m e» w ü r d e n, wenn i » ihnen nicht d i e Z u g e h ö r i g k e i t z u den germanischen Stämmen unausrottbar tief wurzelte Mich führte eine Einladung zur Jagd nach Steiermark. Bei meinen Freunden iu Graz und i» Thörl verlebte ich wahrhaft köstliche Tage. Für mich nicht allein köstlich, weil ich dem edelsten Weidweit obliegen konnte, sondern weil ich. zum eistenmal in Steiermark, mit eigenen Auge» sah, welch kerndeutscher Geist und welche Kamp-f e S f r e u d i g k e i t für ihr Deutschtum dort in den Leute» steckt. Ein Zufall brachte mir auch den scbönen Beweis, wie die Presse ihre Aufgabe, sür dieses zu wirken, erfüllt: In der Jagdhütte des Herr» v. P. hoch oben im Gebirge sitzend, brachte mir der Jäger, alS er meinte, ich langweile 35. Jahrgang. uung versetzt, von denen die christlichsoziale Partei offiziell nichts wissen will, für die sie aber im geheimen um fo eifriger zu wirken scheint. Dies wird in einem Artikel de» „Grazer Bo!kSblatteS" verraten, da« sich durch sein» nichttwürdige Hetze gegen die „Südmark" berühmt gemacht und dafür die flovenische Dankbarkeit verdient hat. Daö Blatt schrieb vor einigen Tagen: „Die christlichsoziale Partei ist durchaus realpolitisch, das heißt, sie muß den bestehenden Verhältnissen Rechnung tragen. Soll das österreichische Abgeordnetenhaus weiter hin bestehen und eine gedeihliche Arbeit leisten, dann muß für die Schaffung einer genügenden Regierungsmehrheit unbedingt gesorgt werden. Daß dies nicht durchführbar erscheint, wenn von 51V Abgeordneten sämtliche deutschbürger» licheu Parteien zusammen nur über zirka 170 Mandate verfügen, ist wohl dem simpelsten Rechner klar. ES war ein schwerer Fehler in den abgelaufenen Sitzungsperioden des Reichs» rateS, daß man es von deutscher Seite zu einem Zusammenschlüsse der slavischen Nation koiumen ließ, statt durch eine vernünftige und billige Heranziehung einzelner slavischer Grnp-pen zur gegeuwärtigen Regierungsmehrheit für deren Stärkung und Arbeitsfähigkeit zu sorgen." Welche slavischen Gruppen gemeint sind, wird an einer anderen Stelle mitgeteilt: Die christ« lichsoziale Partei steht unbedingt auf dcm groß-österreichischen Staudpuukt und daher hat auch die südslavische Frage für dieselbe eine außer-ordentlich.' Bedeutung, sie muß insbesondere mich, eine noch im Kreuzband steckende Zeitung. Ich öffnete und land darin eine Nummer des .Grazer Tageblatt" — ju« dem Jahie 190S. Die Ueber» schrift des Leitartikels: „Unser Schiller" fesselte mich Noch mehr aber sein Tenor. Ja! der war echtes national deutsches Empfinden, eine Sprache, die darüber keinen Zweifel auskommen ließ Mit einem Schlage stand mir Peter Nofegger, der uner-müdliche Kamp er für das Deutschtum, vor Augen und die Erkenntnis, daß es eint hen liehe Ausgabe sür den deutschen Schützcnbund sei, auch seinerseits ihn in feinem Kampfe um das Deutschtum zu unter-stützen. Er sammelt Bausteine, bestehend aus Anteil-Übernahme von je 200o K, für die Nofegger» Stiftung, die den Zweck hat, dem Deutschtum dort unten zu helfen. Sollte es nicht durchaus im Rah men der Aufgabe des Schütz enbuu-des liegen, sich an dieser Stiftung wesentlich zu beteilige» und auch dadurch aller Welt zu bekunden, wie ernst er seine nationalen Aufgaben nimmt. Den da unten nm ihr Deutschtum kämpfenden deutschen Stämmen ist >S nicht allein um pekuniäre Hilfe zu tun. Nein! DaS Bewußtsein, nicht allein im ttampie zu stehen die Sympatie aller ihrer StammeSgenosfen auf ihrer Seite zu habe», ist eine köstliche Hilfe im Kamps. Das Alleinsein tötet; — ein Kamps ohne Freunde uud Freude ist von vorn-herein schon ein verlorener. Die große Beteiligung der österreichei.ien Schützen am 16. Deutschen Bundesschießen in Hamburg war sicherlich eine Folge der oben geschil-derten politischen Ereignisse. % Serie L Nuvnn.r 15 auch die Entwicklung der Verhältnisse in den annektierten Provinzen Bosnien uud Herzogowina die weitcstgehende Aufmerksamkeit schenken. AuS diesem Grunde hat sie auch ein lebhaftes Interesse daran, daß das Verhältnis der Deutschen zu den Siidslaven ein erträgliches bleibt und daß eine nöglichst genaue Kontrolle der politischen Vorgänge in Bosnien seitens der österreichisch:!« Regierung Platz greife. Dies gilt für alle Deutschen ohne Unterschied der Partei und eS wäre wünschenswert, wenn diesem gewiß hochwichtigen Gesichtspunkte auch seitens der deutschfreiheitlichen Parteien Rechnung getragen würde." Man muß gestehen, so offen wurde bis-her über die südslavische Frage von christlich, sozialer Seite noch nicht geschrieben. Es wird hier den Deutschfreiheitlichen die Zumutung gemacht, das von den Christlichfozialen groß-österreichischer Färbung mit den Süvslaven ausgekochte Menü ganz unbesehen einzunehmen und auf Rechnung „JugoflaviaS" zunächst einen „südslavischen" Minister zu bewillige« — mindestens nach Ostern, nachdem inzwischen, wie sich daS „Bolksblatt" ausdrückt, sich eine Annäherung zwischen Deutschen und Slaven vollzogen haben würde, wodurch nach Ostern eine rasche und erfolgreiche Tätigkeit des Ab-geordnetenhanfes gesichert wäre. Man will also noch Galgenfrist bis Ostern gewähren, nachher aber folgt unbedingt die „große Rekonstruktion" mit Einschluß eines südslavischen Ministers. Ungeachtet der bisherigeu Erfahrungen soll daS Pferd beim Schwanz aufgezäumt lrerden, die böhmische Frage unerledigt bleiben, denn da« Parlament braucht eine arbeitsfähige Mehrheit, wenn auch ohne die Dentschfreiheitlichen. Auf eine solche Entwicklung deuten auch die Vorpostengefechte in der klerikalen Presse gegen die Freiheitlichen hin, denen Bruch der deutschen Gemeinbürgschaft vorge-warfen wird, während die Christlich-sozialen sich ihrer „deutschen Treue" rühmen, sie, die bei der GeschästSordnungSresorm die Freiheitlichen verraten haben und jetzt wieder mit dem Südslaventum konspirieren! Wir Deutsche im Süden kennen das Deutschtum der Geßmannleute, wir kennen eben-sogut das mit ihm verbündete klerikale Slaven-tum, das unermüdlich nagt an dem mühevoll verteidigten deutschen Besitze, wir kennen die Mei glühender Lava. Bon Joses Stebl, Sekretär des Grand Hotels Qnisisana, Sante Crnez de Santiago. Teneriffa, Kanarische Inseln. Umbrandet von de» Wellen des Atlantischen Ozean, umgeben von ewig blauem Himmel liegt die Insel Teneriffa, die größte und l^völkenste der Kanarischen, sogenannten „Glücklichen Inseln". Entstanden durch vnlkanische Ereignisse, tragen die Inseln einen ausgesprochenen vulkanischen Charakter, welcher auch deutsch zutage tritt. Große nud kleine Krater, zum Teile schon ausgestorben, zum Teile noch Spuren innerer Tätigkeit zeigend, sind zur Genüge zu finden. Der bedeutendste von ihnen ist der 4000 Nieter hohe Pico de Teide, der nnunler-brachen »och Schweseldämpse anSftößt und der vor 200 Jahren mit seinen gewaltigen Lavamassen den früher bedeutendsten Hasen Garachico vernichtete. Durch den vnlkanische» Aufbau der Inseln machen sich von Zeit zu Zeit unterirdische Bewegungen sühlbar, im tiefen Meeresgrunde treten Umwälzungen ein, wodurch auch die öfteren Zerstörungen der telegraphischen Kabellinien erklärlich sind, sowie sich bei stattfindenden Erdbeben, wo immer diese auftreten, stets Anvcutnngen bemerkbar machen. Schon neigt sich dte Sonne dem Untergänge zu, die Spitzen der Berge nochmals mit goldenem Schimmer überziehend, hell schimmert die schnee-bedeckte Spitze des Pico de Teide im glühenden Abendrot, ein Bild von überwältigendem Eindruck. haßerfüllten Reden im benachbarten krainifchen Landtage — wo Dr. Krek die Fahne „Jugo-flaviaS", wozu das Land von der Dran bis zur Drina gehören soll, entfaltete — nnd da rum rufen wir unseren Brüdern im Norden und im ganzen Donaureiche zu: Seht euch vor und hütet euch vor neuen Ueberraschuugeu! Den Christlichsozialeu aber raten wir, sich die südslavische Sache genau zu überlegen, sie könn-ten sich daran leicht die Finger verbrennen. Aligrardneler Marckhl über die südslavische Frage. Bei der am 17. d. M. in Linz stattgesuudeneu Hauptversammlung des Deutschen Boltsbundes sprach sich der Abgeordnete des Cillier Städtcwahlkreises abgeordneter Marckhl über die slovenische Frage ungefähr in folgender Weise ans: „Das Wese» dieser Frage werde gekeun zeichnet einerseits durch die Lage der Deutschen in Unter« steier, in den von Slovenen bewohnten Teile» KärntenS, in »irain und den südlichen Gebieten bis zur Adria, andererseits durch den Gegenstand und das Ziel des in diesen Gebieten gegen die Deutschen mit aller Zähigkeit nnd Heftigkeit geführten Kampfes. Der südslavischen Frage gebühre keine geringere Wichtigkeit sür das gesamte Deutschtum nnd sie sei ebenso aktuell wie die dentsch-böhmische. Für die LiampfeSweise der südslavischen Führerschaft, die mit der im allgemeinen friedlichen nnd einem ruhigen wirtschastüchen Perkehr zuneigenden slovenischen Bevölkerung nicht zu verwechseln sei, ist bereu Taktik kennzeichnend. Redner schildert die Vorstöße der Slovenen im steirischen Unterland?, i» Krain und Kärnten und fährt fort: Ei» besou > dereS Temperament in dieser slovenische» Propa-ganda zeigt die in der Abneigung gegen das Dentsch-tum erzogene (Geistlichkeit. Die nationale» Bestre-buugeu der Slovenen seien von de» Regierungen durch da» Entgegenkomme» aus dem Gebiete des Mittelschnlweseiis und der Heranziehung ilovenischer Beamten bedeutend gefördert worden. Dazn kommt, daß in ganz Untersteiermark keine katholischen Priester deutscher Nationalität anszutreibe» seien und in Krain höchstens int Gotscheerlande deutsche Geistliche amtieren. In eingehender Weise beschäftigte sich Abgeordneter Murckhl mit der Entwicklung der sprachlichen Verhältnisse bei den Gerichten in Unter-steiermark nnd Kärteu und mit der Art der slo-venischen Agitation, die seit der Durchbohrung der mächtigen Grenzgebirge dnrch die itarawankenbahn Mich in Kärnten schärfer eingesetzt habe. Die Bor-gänge, die der Einverleibung von Bosnien und der Noch einmal grüßen die stolzen Palmen mit be-dächtigem Nicken die scheidende Sonne nnd vorüber ist der sommerliche Tag. Der tropische Himmel erstrahlt von snnkelndeu Sternen, geisterhast starren die Spitzen der vulka-nischen Berge im Mondschein in die Lust, als seien sie müde für immer ihres einstigen Spieles, ihrer verderblichen Macht. Schon verhallt der letzte melodische Gesaug der aus den Feldern arbeitenden Spanier und hell klingt daS Ave Maria-Geläute über die j» stillem Frieden liegenden Fluren. In den Straßen von Santa Cruz beginnt nun pnlsierendeS Leben, groß und klein strömt ans den Häusern, um die herrliche Nacht zu geuießeu, um sich aus der Piaza de la Coustitutiou zu er-götzeu au Musik, an dem fröhlichen Leben und Treiben. Stolz schreiten die spanischen Granden, um-geben von glntäugigcn Schönen, durch die Straße, zwanglos plaudernd, in allen Nationen und Spra-cheu vertreten, bewegt sich die Menge durch den Platz, ein echtes Bild südlichen, feurigen Lebens. Plötzlich, wie durch Zaubermacht gebaunt, ein Stocken der Menschen, hervorgerufen durch ein Getöse wie serner rollender Donner, ein Zittern der Erde und starr stehen die Menschenkinder ob dieses Ereignisses, doch nicht lange dauert es, und die bange Kunde bricht sich die Bahn, ein Vulkan im Süden der Insel, nahe des Pico de Teide, speit Feuer und Flammen, sendet glühende Lava ins Herzegovina .vorangingen, gaben der slovenischen Bewegung einen neuen Anstoß. Hatte man sich jrüher mit dem Rnse: Los von Graz! nnd der Schaffung eines große» slovenische» Verwaltung«-gebietes mit einem LandeSgericht und einer Univer-i'ität iu Laibach begnügt, tritt jetzt die Idee der Bereinigung aller Südslave» in den Vordergrund als die Idee des Trialismus. Die Bcrwirklichnng dieses Trialismus hätte nicht nur den Verlust dent-schen Besitzstandes, sonder» mich die Preisgebung aller Borteile znr Folge, die dein deutsche» Volke aus der Verbiuduug mit Trieft und der Adria er-wachsen. Die Deutschen des Unterlandes müßten in der Berufung eines Vertreters der Südslaven in die Regierung eine Billigung und Förderung der gegen daS gesamte Deutschtum im allgemeinen und gegen das unterländische im besonderen gerichteten Bestrebungen der südslavischen Politik erblicken und mit aller Entschiedenheit gegen die Verwirklichung dieser Idee Stellung nehmen. Eine llmbildnng des Ministeriums ans der von den Slaven geforderten paritätischen Grnndlage würde die slavischen Macht-vestrebnngen wesentlich sördern, nnd es sei bedaner-!ich, daß sich die chnstlichsoziale Partei, die sich die größte deutsche Partei nennt, diesen UmbildungS-gelüsten gegenüber wohlwollend verhält nnd damit der Ilavischen Begehrlichkeit zum Schaden der Deutschen nitgcgenkomine. Die Vorgänge bei der Aenderung »er Geschäftsordnung rücken auch jetzt wieder den Gedanke» an eine Einkreisung der dentschfreiheit-liehen Parteien näher und diese werden beizeiten daraus Bedacht zu nehmen haben, daß gewisse An-zeichen eine Aenderung der auswärtigen Politik nicht ausgeschlossen erscheinen lassen." Die Schlußworte des Redner« galten der Ansforderuug zum Zusammenschluß aller deutschfreiheitlich Gesinnten nnd der Hoffnung, daß in der nächsten Zeit die deutschfreiheitlichen Parteien einig »nd kraftvoll vor gehen werde». Die Südlmhnfrage. Der Rechnungsabschluß der Südbahn für das Jahr 1908 schloß mit einem Betriebsabgange von rund 8 Millionen Kronen, hauptsächlich her vorge-ruseu durch die erhöhten Persoualkosteu, wodurch sich zum größten Teil die Steigerung der Betriebs anslagen um fast 9 Millionen erklärt. Für das Jahr 1909 rechnet man mit einem BetriebSadgang von 7 Millionen Kronen nnd war daher die Süd-bahn nicht imstande 13.000 Stück dreiprozentige Prioritäten, welche »ach dcm im Jahre 1903 redn-zierten Tilgungsplane in den letzten zwei Jahren auszulosen wäre», zurückzuzahlen, wobei eS sich um eine» Betrag von 6-2 Millionen Krone» handelt. Dazu kommt «och eine offene Schuld von 16Y* Millionen Kronen als KaufschillingSrest an den Staat, welcher seine Forderung an die Bahn gestuudet, dasür aber uach dem Vertrag eine sechs prozeutige Verzinsung zu beanspruchen hat, was Tal. Kops an Kops drängt sich die Menge vor dem Gonvernementsgebände, wo eine Unglücksbotschaft nach der anderen von den bedrohten Ortschaften eintrifft. Schon stehen sünf spanische Dampser klar zur Abfahrt und fort geht es mit Regicrnngsbe-am ten, Sanitätsmannschast, nm die Küste nach der bedrohten Stelle. Bangend bleibt die Menge am Platze, durch die ganze Nacht ein gespanntes Er-warten der kommenden Dinge, alles erfüllt von bangen Ahnungen. Schon steigt die Sonue auf, verwundert über das sonst nicht zu sehende srühe Leben und Treiben, doch düsteres Gewölk verbirgt uns der Sonne Licht, schwer nnd bleiern bricht der Morgen an. Schon stehen gemietete Schiffe bereit, das neu-gierige Volk zum feurigen Orte zu bringen, in Scharen wandert die Menge zum Hasen, um das gewaltige Schauspiel zu besichtige». Herr Joses Rathschüler, Leiter des Grand Hotel Qnisisana, der auch den Entschluß saßte, die Aiisbruchstelle anzusehen, lud mich ei», die Tour mitznmachen, welch liebenswürdiger Einladnng ich auch Folge leistete. Schnell waren nun die Vor-bereitungen getroffen und glücklich verstaut, ging e» nun dem Süden der Insel entgegen. Aus unserem Schiffe herrschte reges Leben, vollgepfropjt wie Heringe in der Tonne von Re-gierungSverttetern, Doktoren, Gelehrten, Bericht-erstatlern, Photographen und Fremden aller Nationen, alles in gespanntester Erwartung, manche ächzend und stöhnend, denn die stürmisch« See for- MM. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. S,»»tags5eilage der »Deutsche« Macht" in gUTt. t" erscheint jeden Sonntag als unentgeltliche Beilage fflr die Leser 1 1Q1A chen Wacht". — Smzeln ist „Die Südmart" nicht käuflich. ^ ItJlv Vr. 8 „Die Südmart" der .T«utsch« Aus meiner Kestungszeit. Von Fritz Reuter, au« dem Plattdeutschen übersetzt von ». Grun d. ?7. Zortletzung. „Charles," stammelte KopernikuS als ich hinter meiner Pappel hervorkroch, „Charles" seuszte er nnd war entzwei. Ich «röstete ihn. „N»r nicht den Mut verlieren, ans den ersten Hieb fällt kein Baum." Zu Hause halsen mir unsere Kameraden beim Trösten, sie suhlten wie Kopernikns den Schmerz, denn dieser war unser Bräutigam, zu welchen wir ihn gemacht haben. Schr . . . Brantschast war nicht zn rechnen; diese war vor unserer Ankunft zustande gekommen. Wir zerbrachen uns de» Kops, wie wir unserem zu Tode betrübten Kopernikns helfen könnten. Aber alles was in solchen Fällen zuträglich ist, wie z B. eine Eutsühruug war nndnrchsiihrbar. Don Juan wollte mit aller Gewalt eine solche inszenieren, allein wohin? Aus dieser Festnng hätte KopernikuS seine Brant immer im Kreise herum entführen müssen. Erzbischos schlug eine heimliche Ehe vor. Diese wäre eher durchführbar gewesen. KopernikuS hatte gerade seine Gelbsuchtausälle und während LowaudovSsiy geglaubt hätte, er spiegelt sich wieder in Schmied GrunwaldenS Teertonne, hätte sich im Torweg rasch die Trauung vollziehen müssen. Aber woher einen Priester nehmen. Der Erzbischos war katholisch und keiner von unS hatte zu seinen priesterlichen Wesen rechtes Vertraue«. Wie wir die Sache auch drehten und meudeten, wir kamen zn keinem Schilift. Endlich kamen wir dahin übercin, daß Anrelia auch etwas tun müßte, nachdem ihr KopernikuS alles eingesetzt hat. Sie erhielt sofort diese Ordre nnd wir hörte» bald, daß ihr Unternehmen nicht aussichtslos ist. Sie war nähmlich die beste Freundin der Adoptivtochter deS Generals und somit im Hanse des hohen Herrn eiugesührt. Der Herr General selbst sah sie gern nnd spaßte oft mit ihr. Eines Tages kam er an da» Wassertor, während Anrelia — natürlich zufällig — an den Brustwehren entlang promiuierte. Als sie der General erblickte, drohte er schelmisch mit seiner guten i erdeten. Hand nnd rief ihr zn: «Warten sie, sie haben mir einen Demagogeu verführt!" — Ja, antwortete sie, das hätte sie wohl, aber einen Borteil Ijätte sie noch nicht daran, da sie ihr Bräutigam nicht besuchen dürste. Daraus strich der gute alte Herr seine» weißen Schnurrbart und schabte ein wenig seine Perücke, worauf er halb gütig, halb verdrießlich zu Aurelia sagte: „Na, schicken sie mir heute Mittag ihren Papa zu mir." — Der Bater AureliaS ging zum Geueral nnd dieser frug ihn, ob er dasür ein-stehe, daß ihm Kopernikns nicht davon läuft? AureliaS Bater konnte daS natürlich nicht, da er nicht in der Haut des Kopernikns steckte, setzte aber verständig hin-zn, daß er sein Lebtag noch nicht gehört hätte, daß ein Gesangener erst dann flüchtet, wenn er sich in seinem Gefängnis verlobt hat. Das leuchtete dem gestrengen Herrn ein und am Nachmittag wurde der Bräutigam zu ihm befohlen. „Nnu kommt die Sache zum Schwur," sagten wir nuS, als wir iu einer Gruppe an der kleinen Linde stände» nud aus unseren Schützling warteten. Es dauerte etwas lauge, aber er kam. Nnd wie warf er die kleinen Beine! Er spreizte sie so weit er e« kvnnto und schwenkte seiner Aurelia dreimal mit seinen weißen Taschentuch, welchen Gruß die hocherfreut erwiderte. Selbst LowandovSky hatte seine Freude au dem neuen Bräutigam, der, wie er sich ausdrückte, so feldmarschmäßig in den Brautstand hineinmarschierte. Iu der Kasematte angekommen wurde er aus den Tisch gestellt und angehocht, denn er war unser Stolz der seine Freiheit nicht nur sür sich, sondern auch für uns dnrchgesochten hat. Was dem Koperuikus erlaubt mußte auch demnächst u»S erlaubt werden. KopernikuS bedankte sich sür diese Ovation mit einer Rede, in welcher er seine Aurelia als das schönste Weib und den General al» den beste» Kerl der Welt pries. Wir stimmten begeistert ein und brachten ein Hurrah auf s den General aus. Damit dachten wir, wäre dieache S zum Abschluß gelaugt. Da zog aber der kleine Bräu-tigam ein Schriftstück aus seiner Weste«, welche wir, — so sagte er, — zur Vollendung seine« Glücke« alle unterschreiben wüßte. DaS Schriftstück stammte vom General nnd wir sollten un« den, Inhalt gemäß durch unsere Unterschrist verpflichten, während uuserer Straf» zeit nicht zn verloben. Er hätte au zwei Verlobungen genug.-- Das war i'nn ein starkes Stuck und ein ordentlicher Dämpfer in unserer Freude, die Gesichter zogen sich auch beträchtlich in die Länge, aber was half all unser Mißmut. Ich überschoß rasch die weibliche Serie unserer FestungSbesatzung und unterschrieb, al« ich nichts passendes fand: Charles donze. Nach mir kam der Franzose, der erklärte, daß er, solange er noch sitzen wird ans Heiraten nicht denke» werde. Komme er aber einmal frei, so will er wieder preußischer Leutnant werden; als solcher müsse er aber eine Kaution von zwölslansend Taler» stelle» und diese besitze er nicht. Also: Franzos' köngl. preuß. Leutnant augenblicklich a. D. Nun solgte der Erzbischos. Er sagte, daß er vor ein par Tagen wohl nicht nutei schrieben hätte, jetzt aber, nachdem er den Bäcker frühstücken gesehen ha» nnd der Mann noch lange lebe» könnte — : F. W. Erzbischos. Don Jnan, wollte kein Narr sein, der sich fürs ganze Leben binden soll, daher mache er seinen Freund gern einen Gefallen. Und er setzte seine Unterschrist hinzu: Don Juan, Dichter. Zum Schliche kam Kapitän an die Reihe. Dieser weigerte sich. Ich sagte zu ihm: Aber Freund du wirst doch auch dein Teil dazu beitragen um den jungm Leuten zu ihren Glück zn verhelft«»." — Aber er wollte nicht, sondern erklärte, daß er an KopernikuS schon viel getan habe, indem er ihm eine voll ständige Braut abgetreten habe. Was ihm diese kostete «veiß er. Seine Zukunft aber könne ihm aber niemand vor« schreiben, dein« an dieser hänge da« Glück eines anderen Wesen, für »velches er aufkommen müsse, da e« ein schwaches Franenziiumer ist. Nun saßen wir da. Er wollte nnd «vollte nicht. Ich ärgerte mich nicht schlecht, nahm meinen Fre«md bei Seite und fing ihn: „Bist dn mit deiner Auguste schon so iveit. Ist die Liebschaft, seit deiner Begegnung wit dem Major überhaupt, »vieder in Gang?"-- ..Nein, so weit ist e« »och nicht." — ..Na," — sagte ich, „dann mußt du dich aber eilen, denn das Gerücht, daß er zur Disposition gestellt »vurde, scheint sich zu bewahrheite» und er soll nächste Woche die Festung verlasse«. Der neue Platzmajor ist auch schon da. Das könne nnd «volle er nicht glauben. Als e« ihm aber am anderen Tag LowandavSki) sagte und der Schivätzer Erzbischos, den Schwatze^ Major in seiner Gegeuivart nach dem Inhalt des Gerüchtes frug und dieser mit allen Einzelheiten anSeiuaitder legte daß er tatsächlich sortziehe, nnd Auguste bereits ab-gereist wäre »in die neue Wohnung jenseit« deS Slioincs einzurichten, da siel von« Hiiumel meine« Frenndes «apistn Stern aus Stern herab. Zerbrochen und zerknirscht saß er in einer halbdunklen Ecke mit» verschrieb er seine Zukunft au da« Glück des Köper-uikuö. „Aber," sagte er zu ihm, „Freilnd ich habe mit «««einem Herzenblnt nnserschriebc»." Am selben Tag noch ging das Schriftstück mit de» Uttterschristeu an deu General. Am nächsten Tag kam eilte Ordre und «vurde ins Wachbnch eingetragen. Darin hieß es, daß Kopernikns seine Braut alle drei Tage, ,voin Unteroffizier bis an das HauStor der Braut begleitet uud von dort »vieder abgeholt/ besuchen dürft. Bei nnS Andere» bleibe alleS beim Alte». Nnii zogen wir unsere» neue» Bräutigam schmück an nnd srente unS über das kleine Kerlche», das wie eint Kiiidcrpuppc aussah. Er hatte sich vor Kurze» eiueu neuen blauen Leibrock machen lassen, den er «in» zu diese» ersten Brautbesuch eimveihte. Als er fertig war, ging er von einen« znm andere« uud bedankte sich für unsere Mithilfe, öffnete sodann seinen Koffer, entnahm ihm den, beim letzte» Kirchgang erstandenen Schinken, «varf ihn auf den Tisch nnd sagte groß-mütig: „Den geb ich znm besten." Sir nahinen den »oinzigen Ehemann in spö in unserer Mitte und gaben ihn, bis ans den Kapitän für den solch ein Gang zn angreifend gewesen »väre, wie er sich selbst ausdrückte, das Geleite bis an die kleine Linde. Bon dort ab schoß das Kerlchen aus seine Aurelia los, die ihn rosarot ii« die HanStür erivartete. Es sah auS, als wurde ein kleiner Käfer eine rote Rose auschwirreu und in ihrer Blüte untertauche», den» kau», au der Tür augelangt, schnappte diese — schwnbbs — zn und LowandovSky, der doch nicht nachkam, brauchte «»»« auch nicht bis an die Hanstür zu gehen. Wir bliebe«! stekeu und warteten bis sich das nenverlobte Paar am Fenster zeigen «vürde. Sie zeigten sich, al« das erste stürmische Begrüßen vorüber geivesen sein mochte, auch Arm in Arm und nickten uns sre»«ndlich zu. DaS kleine Ding wo» KopernikuS sah so vornehm aus wie ein zwölfjähriger Gras und Aurelia »vieg»e sich geschmeidig »vie eine rote Rose aus einem Lilieustengel. Bor beiden drängte sich das s kleine Jdachechen «Mb zeigte fortwährend auf ihre« itfimi gelben Schwager, al« wäre er eine Honigpnppe die sie als Julgrscheuk erhielt. Hinter der Gruppe aber stand .Mutter' und duckte fortwährend auf und ab, wa« den Franzosen zur Annahme veranlaßte: ..Da hinten wird gelukert." — Don Juan nahm, da er keine Kopsbedeckung hatte, dem Erzbischos den Kürbisstengel vom Kopf und brachte, diesen schwenkend auss Brautpaar ein drei-maligeS Hurrah aus, in welches wir sreudig ein-stimmten bis aus den Erzbischos, der sich verlegen seine Glatze schabte uud nicht Hurrah rufen konnte weil ex nichts znm Schwenken hatte. — Der General hat das Hurrah auch gehört und hat es, wie uuS LowandovSky erzählte, nicht ganz ihn Ordnung befunden; gefreut soll eS ihn ober doch haben, daß wir so kameradschaftlich zusammen hielten. Unter Scherz und Lachen gingen wir nach nnseren Kasematte», wo wir nnseren Kapitän antraseu, wie er, in seiner Trauer und Betrübnis, gerade daran war, seinen Kummer am Schinken des KopernikuS groß zu füttern. Als wir ihn lachend umstanden und uns wnnderte», daß Schinken gegen Liebeskummer gut fein soll, sagte er mit einer gotterbärmlichcn Miene, daß er nur die Zeit mit uner nützlichen Beschäftigung auS-fülle» nud den Schinken mundgerecht zuschneiden wollte. — „Das hat er tatsächlich getan," tief Don Juan, „nun wollen wir uns gütlich daran tun. Aber wartet uoch ein Bischen ich bring« noch etwas." — Er winkte dem Erzbischos und ging. Nach einer Minute kamen sie wieder, beladen mit einem halben Anker Wein. Don Juan erklärte, daß dieser erst für seine Freilassung, die in den nächsten Tagen erfolgen solle, bestimmt gewesen wäre. „Aber heute ist auch ein Tag," setzte er hinzu, „und zwar ein schöner Tag." - Ich stimmte ein und nannte den Tag einen Ehrentag. Kapitän bekam daS erste GlaS, nachdem er einsah, daß Schinken allein, auch nicht Liebeskummer zu vertreiben mag. Als wir mitten im schönsten Zechen waren, kamen der Feuerwerksleutnant mit einigen besreundeten Offizieren am Fenster vorbei, die wir sosort einluden uud die auch herein kamen, nachdem sich der Feuerwerksleutnant überzeugt hat, daß es keine Karpfen in bayrisch Bier gibt. Der Unteroffizier der Wache, welcher sich aus Respeckt vor seinen Borge-setzten nicht hineintraute, blieb hinter der Tür stehen und trauk dort GlaS aus GlaS. Als LowandovSky mit dem kleinen Bräutigam wieder kam stellte er sich zum Unteroffizier der Wache und sie unterhielten sich dort beide auS einen GlaS. Der Bräutigam hingegen bekam den Ehrenplatz an unserer Tafel und wurde uebst seiner Braut fleißig hoch ltben gelassen. Don Juan machte stehenden FnßeS ein Gedicht ans daS Brautpaar, daS aber wenig gefiel, da es einiger Anspielungen wegen besser aus einen Hochzeitabend gepaßt hätte. Der Franzose war sroh wieder einmal nnter Seinesgleichen sitzen zn können und titulierte die Herrn Leutnants fortwährend mit.Herrn Kameraden.' Ein Leutnant kam spaßhalber mit der Neuigkeit zum Vorschein, daß Kapitän und der Feuer-werkslentnant bei Auguste eigentlich Nebenbuhler gewesen waren. Das stimmte Beide sehr wehmütig, sie zogen sich in eine dnnkle Ecke zurück und sollen dort ewige Freundschaft geschlossen haben. Der Erzbischos erzählte den anderen beiden Offiziere seinen Aufenthalt und seine Leiden in der HauSvogtei, der er seinen kahlen Schädel zu ver-danken habe. Das Bett war nähmlich zu kurz nnd er stieß oben und unten an. Da habe er sich im Laufe seines dortigen Aufenthaltes alle Haare weg» gescheuert. Diese BerlobuugSseierlichkeit sand ihr Ende, als der halbe Anker Wein sein Ende erreicht. Kopernikns blieb Bräutigam bis er Ehemann und Kapitän ledig und los, bis er Bräutigam wurde. Und wenn sie noch leben, dann wünsche ich ihnen Glück, viel Glück, denn sie waren beide brave Kerl, die mir manches Gute getan haben. 23. Kapitel. Don Jnan verließ die Festung; wir anderen lebten weiter so hin. Sechs Jahre habe ich nnn schon gesessen nnd nur noch sünsnndzwanzig hatte ich vor mir. Meine mecklenburgische Laudesregierung hat schon dreimal meine Anslieserung gefordert, aber die Preußen ließen mich nicht los, obwohl ich kein Prenße war, weder in Preußen studiert noch mein schauderhaftes Verbrechen iu Preußen begangen habe. Die Schleswig-Holsteirer sind auSgeliesert worden, wahrscheinlich weil die dänische Regierung den Mnt hatte den Mund auszumache». Wieine meklenburgische» Kameraden von Jena her kamen mit einem halben oder einem Jahre davon und einer davon studierte wieder lustig iu Berlin, während ich noch in der HauSvogtei saß, ob-wohl er tiefer in unsere Sache verwickelt war als ich. — So sah eS damals in Deutschland aus. — Mann sagt jetzt, das Preußen die Führung in Deutschland überilehmen wird, — in Gottes Namen — aber zu meiner Zeit hatte es in Norddentschland auch die Führung und wohin hatte es dieses uuS geführt. Die ganze Karre, die das deutsche Volk mit aller Kraft uud Gewalt, mit Hab und Gut, mit Blnt und Tränen aus dem französischen Sumpf herausgezogen, hat es iu Straßengraben gesahren und die einzelnen mit Ungerechtigkeit nnd Grausamkeit versolgt. (Fortsetzung solgt.) 4 Aelehrendes, praktisches, Keiteres etc. Deutsche Heerwacht. In alten Schrisien ist'» lesen. Wie deuisches Volk und d«uisch«S Wesen DaS Heimrecht aus der K?a ner Mark Hat schon seit mehr al» lau'end Jahren Und dieseS Erbe beißt ei wahren Mit sester Hand, furchtlos und start! Soll je dem Wendenneid gelingen. Wie Eiegsried nieder uns zu zwingen, Tann. Nibelungen, seid bereit Zum letzten Waffengang: Ei hat erfüllet sich die Zeit! Auch euer harrt der Untergang. Binder. Michel, wach' auf! Michel im Echlas. EorgloS liegt er so ruhig und brav, Und »ing-um der Neidinge Schar. Michel, wach' aus! Gefahr! Mich I, wach' auf! Näher iücken d e Feinde im Laus. Heb' dich! Schon ist es hoch an der Zeit: Michel, wach' auf! Sei g'fcheit! Michel, wach' auf! Hei! TaS wird ein billiger Kauf! Horch! Schon kracht unter Aexte» das Tor: Michel, wach' auf! Geh' vor! Michel, steh' auf! Hui! Im Hose schon wüstet der Hau»: Steigen hurtig beim Fenster s^o» ein: Michel, frisch aus! Schlag drein! Heilol Binder. Der aufrichtige Arzt. Paul, «in g fchriler Arzt, riet seinem Kunden: «Trinkt nicht« als Wasser, wenn ihr wollt gesunden I" Doch trinkt er f.lber nichts als Wein. Wie, sollte Paul ein Heuchler sein? O «ein, er spricht: „Mich würd' eS schlimmer dünken, W »n ich euch riete W in zu trinken. Und schenkte selbst mir Wasser ei». Weil ich ihn kenn-, warn' ich vor dem Wein." I. Trojan. Praktische Mitteilungen. Klei st er zum Ankleben von Tapeten aus seuchiem Grunde stellt man aus Ro.igenmeiil wie gewöhnlich dar. dem j.doch nach dem Kochen pro &00 Gramm "'/* guter Leinölfirnis und 8'/» Gramm Terpentin hinjugerührt werden. Prüfung der verschiedenen Eisen- und Stahlsorten. Die Unkenntnis der zur Verwendung gelangten Materialien ist schon in unzähligen Fällen Schuld groß« Verluste an Arbeit fowie an Gelo gewesen, deshalb soll!« jeder in der Lage sein. daS von ihm bearbeitete Material beurteilen zu können. Eine zu-veriäsiige Prüfung art ist die mittels An-ätzen« nach F. Siemens: Das Eisen wird an einer Profiiseite blank gemacht, g>> schliffen und poliert und mit der blanken Fläche auf einen gläsernen Dreijuß ge-stellt, welcher in eine ve>dünnte Laljsäuie (spez. Gewicht 1,062) enthaltende Po zetlan-schale gestellt iv.rd. Die Äetzfizuren, die sili. durch dieses Beifahren bilden, find nun für die verschiedenen Eifenforten ver-fchieden Weiches oder fehniges Sl miede eisen darf, tmn cS von guier Qualität fein soll, »ur unmerkiich nnd durchaus gleichmäßig angegriffen werden, die Fläche bleibt demnach licht und mailMnzend Zeinlorneise» v rhält sich ähnlich, die Fläche ist aber dunkler. Kal brüchiges oder Grob-koineifen werden stärker angegriffen. Die Oberfläche wird schwarz und mit zahl-reichen Lochein vergehen. Beim adouzie.ten ode» getemperten Eisen e> scheint die Oder flache von tiefen Furchen durchzogen. Beim Puddelstahl ist die Farbe nach dem Ad-wasche» grau, m t ziemlich gleichmäßigen Ton. Bei Bessemer- und Gußstahl sind die geätzten Flächen gleichmäßig grau. Je weicher der Stahl, desto Heller die Fär-bung. Roheisen, Gußeisen, graues Roh-eisen erscheint zkmtich gleichförmig dunkel-grau Beim weißen und beim Weißroerden geneigten (halb erien) Eisen bleiben die weißen Teile nach dem Netzen licht und die eingesprengten Teile treten a(S dunkle Flecken deutlich hervor. Heiteres. Geiflesgegenioart. In einer Konferenz passierte einem der Anwesend»» ! etwas Menschliches. Aller Augen richteten sich aus ihn. Schnell gefaßt aber erhob er sich und sagte: .Meine Herren, ich ver« lange nicht, daß meine Aeußerung zu P.oiokoll genommen werde" Kurz und bündig. „WaS sagtest du denn g.jtern zu deiner Frau, alS du so spä> und auch noch ganz schies nach Hause kamst?" — Ich sagte bloß »guten Abend", da« andere sagie alles mein» Frau." Die Erfrischung. „Die vier Treppen heraus zu dir. lieber Freund, haben wlch bei dieser Hitze start echauff-eit — sei doch so gut und sorge für eine kleine Erfrischung!" — „Jawohl, recht gern: warte, ich werde da-? Fenster öffnen." Angenehmes Verhältnis. »Wie, Ihr Mann isl Schiffetapilä» und kommt manchmal jahrelang nicht »ach Haufe: wissen Sie, lo eine» Man» möchte ich nichr." - „0, wir leben aber sehr glücklich zusammen!" Der kurzsichtige Kellner. Wirt: »Sie sind ein Schafstops, J a», da habe» Sie Über den Bordeaux stait Spinn-gewebe — einen alle» Schleier vvli meine Frau gehangen!" Guter Rat. Des Hauses Tochter: „Ich weiß nicht, warum mein Bräutigam mein« Briese nicht beantwortet! —Köchin: .Haben gnädiges Fiäulti» scho., mal «inen Fellfleck aus den Brief gedrückt?* Immer Protz , I t denke, Sie wollten auS Gefundheilegründen Vegetarier werden, Herr Maier?' — Protz. »Das geht jext do.t> nicht. Da würdeu die Leine ja glauben, ich fei wegen d«r teuren Fleischpreise Vegetarier g worden." Der verliebt» Onkel. Gretchen: »Ter Lnlel wild immer dreistrr; zwar küßt er mir nur di» Wa».,», wenn wir un» begegnen, aber er nähert sich imm.r mehr dem Munde." Käsernenhofblüte. Unteioffizier lzum Rrkrulen. der sich bei »Stillgestanden" noch bewegi): »Mensch, wissen Sie noch »ich, wat „Stillj standen" bedeutet? Del is detselbe, al» wenn eener in Zivil scheintot isl VerstandenI?' Ausweg. Arzt: »Wird Ihr Mann aber auch die bittere Arznei einnehmen'«" — Frau! »Freilich, ich tu' sie ihm in den Maßkrug, da trinkt er sie schon." 3r <> Emissionen dreiprozentigen Prioritäten nnr zirka 47 Prozent eingenommen ivurden, so betrug der Gesamterlös, aus Kronen umgerechnet, sür Kronen 2.065,495.000 — nur 978 Millionen Kronen, was einen Kapitalverlust iür Geldbeschaffnngskoste» von 1087'/, Millionen »krönen gleichkommt. Mit Rücksicht daraus, dafe der HalbjahrSknpon ursprünglich mit 7'/, Franke» be-zahlt wurde, stellt sich die Verzinsung aus 6'/, Pro-zent und selbst die spätere Verkürzung des Kupons um einen halbe» und da»» um einen ganze» Fran-'s» auf 13 Franken involviert noch immer eine Zinsenlast von 5'/, Prozent, Notabene für ein Prioritätenanlehen. Will man also wirklich an eine ernste Sanierung des Unternehmens schreiten, so müßte der Hebel bort angesetzt werden, wo die Wurzel der Krankheit liegt, mau müßte zu einer einschneidenden Abschrei-bnng des Schuldkapitals der dreiprozentigen Prio-ritäten schreiten, nm bei voller An rechterhaltuug der jetzigen Verzinsung die Tilgungslast bedeutend zu erleichtern. Eine Konversion in diesem Sinne wäre aber nnr mit Hilse des Staates möglich nnd erst dann wäre ans ein weitgehendes Entgegenkommen der Gläubiger z» rechne». Mit Vermehrung der Schul-den durch Ausnahme einer Anleihe, welche überhaupt nur unter Garantie des Staates anbringlich ist, mit einem börsenmäßigen Rückkauf der Prioritäten oder mit einer weiteren HinanSschiebung der Til-gungsmittel und wie all die Heilmittel heißen, wäre derte von so manchem den übliche» Tribut, und so mancher würde dankbaren Herzens einen Schluck Kraftbitter genommen haben, zn lindern das schmerz-licht Dasein. Herr Rathschüler, der insolge seiner gemachte» Piebesteignng das vulkanische Terrain bestens kennt, gab mir ma»che Erklärung über die vom Schisse ans zn sehende Landschaft, so daß mir die Zeit im Finge verrann. Nicht lauge mehr, und das Ziel wird erreicht sei». Himmelöröte zeigt uns der Elemente Rasen, serner Donner ist vernehmbar. Imme? näher dringt das Getöse, noch eine kleine Bucht und vor unseren Augen liegt, zwar noch in ziemlicher Entfernung, der flammcnznckeude Berg. Schon ist es Nacht, als das Schiff anhält, um die Passagiere zn landen. Alles entsteigt in größter Eile, doch bittere Euttäuschnug, als von mindestens dreißig «warteten Maultieren nnr drei am Platze waren, welch letztere vo» den RegierungS« beamteu sofort beschlagnahmt wurde«, so daß nichts anderes übrig blieb als den mühseligen Weg zu Fnß zu machen. Immer beschwerlicher und steiler wurde der Weg, mit großen, spitzen Steinen besät, der Mond verzog sich zu allem Unglück hinter die Wolken, so tappten nnd stolperte» wir fünf Stunde» durch die dunkle Nacht, dazu das »rächen und Brüllen des Berges, ein unheimlicher Weg. ein Hügel nach dem andern mußte überschritten werden, bis wir endlich um 4 Uhr morgens am Ziele waren. Doch so mancher fehlte noch, bei so manchem zeigten der Südbahn nicht zu helfen. Ihre Rettung aus ! der finanziellen Notlage ist nur im Wege der Ver- | paatlichuug möglich, bei welcher unter Berücksick tigung der erforderliche« Investitionen, daS Interesse des Staates, der Prioritäre nnd anch der Stief fintier des Unternehmens, der Aktionäre, in gerechter und billiger Weise gewahrt wird. Durch die Er-höhuug des Tarifes, welche der Staat »och über das Ausmaß des SlaatSbahniarifes bewilligt bat, hat er seinen guten Willen, hilfreich einzugreifen, gezeigt; da diese Bewilligung aber über Verlange» des Parlamentes nur provisorisch sür ein Jahr gilt, so ist auch die Mahnung berechtigt, den richtigen Augenblick znr einzig ersprießlichen Lösung der Südbabnsrage nicht zu versäumen. politischr Rundschau. Inland. Die Slavische Union beim Minister-Präsidenten. Donnerstag um 4 Uhr nachmittags wurden die Führer der Slavischen Union, die Abgeordneten Dr. Hruban, Dr. Kramarsch. Dr. Paeak, Hosrat Ploj, Dr. Schnstersitz und Udrzal, vom Ministerpräsidenten empfangen. Einen breiten Raum bei der zweistündigen Unterredung »ahm die Rekon-strnktionsfrage ei». Ministerpräsident Freiherr vo» Bienerth skizzierte seinen bereits bekannten Stand-pnnit z» der Frage; eS setze eine Umbildung des Kabinetts voraus, daß vorher ei» Einvernehme» nnter den Parteien getroffen nnd eine feste Arbeits-mehrheit geschaffen werden müsse. Hiezn sei jedoch die Zeit bis znm 24. d. M., also bis zum Beginn der Session vor Ostern zn kurz, dagegen würde ein Wiedereiutreten der zwei tschechischen Minister schon gegenwartig seine Unterstützung finde». Schließlich appellierte der Ministerpräsident »och au die Führer der Slavische» Union, die Regierung bei ihren Vermittlungsversuche» zwischen Deutschen und Slaven zn unterstützen. Die Führer der Sla-vischen Union verwiesen ans ihre bisherigen Be> schlüsie und erklärten, nicht in dec Lage z» sein, von ihrer bisherigen Haltung gegenüber der Re-gicrung abzugehen, solange nicht tut Kabinette die gesorderte Snstemäudernng, das ist die Rekonstruktion aus paritätischer Grundlage, durchgeführt fei. In-folgedefseu müsse sie auch die sogenannte Komplet-tiernng des Kabinetts, nnd selbst wenn diese uur als Uebergaugsstadiuni geplant sei. ablehnen. Die Slavische Union wird datier auch iu der bevor-stehende» Session der Regierung gegenüber dieselbe Haltung einnehmen wie bisher. Ungarn. Die Bildung der neuen Regierungspartei. In dui Kreise» der in B'ldung begriffenen Regierungspartei wird schon zur Wahlschlacht ge° rüstet. Dabei tauchen überall im Lande so zahl-reiche Kandidaten auf, daß der Ministeipräsideui die Schuhe an Stelle der Sohle» eine gähnende Leere, ein unerquicklicher Anblick. Alle Beschwerden, alle Mühen waren aber vergessen, als sich das grausig-schöne Schauspiel in einer Entsernung von nur mehr 400 Metern nus darbot, ein Bild, welches nicht i« Worten zn fassen ist. Krachend, tobend, mit einem riesigen Funken» nnd Aschenregen verbunden, loderten zivei 120 bis 140 Meter hohe Fenersanlen empor. Steine in ungeheurer Größe mit sich reißend. Die Erde bebt und zittert, glühende Lava ströme wälzen sich in »»gemeiner Ausdehnung von allen Seiteil in die Tiese, alles vernichtend, was sich ihnen in den Weg stellt. Ans verschiedenen Schlunden bricht das Feuer hervor, das Firmament, die umliegenden kleine» Orte, deren Bewohner händeringend und jammernd die Bedrohung ihrer Habe ansehen mußten, mil purpurner Röte überziehend, krachend und donnernd, ein Chaos von unbeschreiblichen Tönen hervorbrin-gend, öffnet sich noch ein dritter Krater, drei surch-terlichegFackcl», die Nacht zum Tage machend, hoch qualmt der Rauch in die Luft, unerträglichen Schwefeldamps verbreitend, ein Wüten der inneren Elemente. Schweigsam stehen die Menschen vor diesem unheimlich erbabeuen Schauspiel. Da in»» die Schwankungen der Erde immer größere Dimensionen annahmen, fanden wir es ange-eigt, unseren schon zu gewagten Standpunkt auszugeben und die Rückreise anzutreten, welche wir jedoch, »m nicht wieder den beschwerliche» Weg antreten zu müssen, über Land aussührten. Da sich veranlaß? sieht, in einem offiziellen Eommnni-qne festzustellen, daß die Regiernng noch keine Kan» didaten nominiert habe. Zugleich wird in diesem Commiinique darauf hmgewiesen, daß säst jeder Bezirk einen Regiernngskandidaten wünscht und daß die Regierung allen diese« Wünschen nachkommen werde. Anhänger der verschiedenen ehe-inalige» Koalitionsparteien beginnen sich um die in Bildung begriffene Regierungspartei zu scharen. Baron Viktor Thvrvezkay, welcher ursprünglich der liberale» Partei angehörte, dann in die Unabhän« gigkeit Partei eingetreten war, um sie bald zn ver» lassen und Mitglied der Unabhängigen Linken zu werden und in die Unabhängigkeitspartei wieder zurückzukehren, um schließlich in der Kossuthpartei zu landen, ist ans dieser Partei »vieder ausgetreten nnd will sich dem Vernehmen nach der neuen Regierungspartei anschließe». Der gestern aus der Volksparte! offiziell ausgetretene Abgeordnete Karl Henez tritt gleichfalls in die neue Partei ein nnd ihm sollen noch fünf bis acht Mitglieder der Volks partei folgen. In politischen Kreisen wird serner der Eintritt des Abgeordneten Karl Eötvös in die nene Partei erwartet. Bezüglich des Eintrittes der gewesene» Mitglieder der VerfassnngSpartei glaubt ..Budapest", daß außer deu 29 Mitgliedern, die bisher die Beitrittserklärung unterschrieben haben, kaum mehr sie unterschreiben werden. Trotz deS entschiede««! Dementis der Gerüchte über eine gestern staltgesundeue Begegnung zwischen dem Minister-Präsidenten und Franz Sossnth ventiliere» politische Kreise ein neues Gerücht, das auch voni „Budapest" erwähnt wird, daß nämlich der Ministerpräsident eine Annäherung an Julius von Jnsth versucht habe, die von diesem rundweg abgewiesen wurde. Deutschland. Die preuhische Wahlreform. Die Wahlrechtskommission des Abgeordneten-Hauses hat die Bestimmungen des Entwurfes ein-stimmig abgelehnt, wonach gewisse Kategorien und Persönlichkeiten ivegen ihrer Bildung, amtlicyen Täligkeil oder beruflichen Erfahrung in höhere Wühlerableilnngen aufrücken solle». Ausweisung von Ruthenen aus Deutschland. Wie der ..Oberschlesische Courier" meldet, wur« de« 150 ans den der vereinigten Königs- und Laurahütte gehörige» Werke» beschäftigte Ruthenen ausgewiesen. Türkei. Der französisch-türkische Grenzstreit. Die französische Regierung verständigte die Psorte von der Ernennung ihrer Delegierten für die gemischte Kommission zur Abgrenzung der tune-sischen Grenze. Die Delegierten sind teils Tunesen, teils in tunesischen Diensten stehende Franzosen. Die türkischen Delegierten, zn denen der Rechts-betrat der Pforte, Reschid Bei, nnd General Tewsik gehören, bereiten das Material vor und sollen Mitte März von Koustantinopel abreise». nun der kürzere Weg nach Jcod von einem Lava-ström in der Breite von über 200 Meter nnd 2 Meter Höhe gegen das Tal von Santiago zn abgesperrt war, waren wir gezwungen, einen großen Umweg zn machen. Die Gesellschaft verteilte sich in verschiedene Gruppen und dahin gelang eS, Jcod zn, wo wir nach sieben Stunden, wohl nicht mehr in der besten Verfassung, eintrafen. Leider war der freundliche Ort Jcod vo» den Flüchtlingen derart überfüllt, daß wir »nS nur einer kurzen Rast hingeben konnten, ohne die ge-wünschte Erholung zu finden. Wir wandten unsere Richtung gegen Puerto Orotava, das Paradies der Insel Teneriffa. Glücklicherweise gelang es uns, eine» Wagen zu erhalten, und so sichren wir durch herrliche Bauaneuselder, leuchtende Tomatenanpflan-jungen und freundlich gelegene Ortschaften Orotava zu, wo wir nach einer vierstündigen Fahrt anlangten nnd dann auch im Hotel Monopol die uns fo nötige Ruhe fanden. Neuersrischt durch ein stärkendes Bad im At-lautischen Ozean brachen wir nun aus »ach Santa Ernz, dem Zentrum der Insel. Bald waren wir in Tacoronte angelangt, von wo wir aus die elek-tnsche Bahn nach Santa Cruz benützteu, wo wir glücklich eintrafen. In steter Erinnerung wird uuS diese Nacht bei glühender Lava bleiben, unvergeßlich daS Wüten der Elemente. Seile 4 Aus Stadt und Land. Cillier Gemeinderat. In der Freitag uiiter dem Vorsitze des Bürger-Meisters Herrn Dr. Heinrich v. Jabornegg stall-gefundenen Gemtnideausschußsitzung stellte vor allem G.-A. Dr. Gregvr Jesenko den DringlichkeitS-antrag dahin gehend, daß die Cillier Geineindtver-tretung die B ü r g e r von-Gchbnstein anläß -lich ihres glänzenden Sieges bei den Geme ind ewahleu wärinstens begrüßt und ihnen den Glückwunsch des Unte, landes ausspricht. Dieser Antrag wird einstimmig an-genommen. Hieraus bringt der Herr Bürgermeister eine Znschrist des LandeSansschnsseS znr Kennt»»?, laut welcher der Bertrag bezüglich der Abgabe des Wassers aus der städtischen Wasserleitung au die Siechen-anstalt in Hochenegg gleichlautend mit dcm Beschlusse des Gemeiudeansschusscs angenommen wurde. Die Einladungen zur IV. österreichischen Konferenz der SchwachsinuigeusÜrsorge, sowie znr Teil-nähme an der vom Niedcrosterreichischen Gewerbe-vcreinc in Wien in Aussicht genommene» Studien-reise »ach Siidamerika werden zur Kenutui« genommen, ebenso die Mitteilung des Kommandos der Freiivilligen F verwehr iu Cilli. daß Herr Karl Fer je n als Hanptmann nnd Herr Peter Der ganz als Gerätemeister wiedergewählt worden sind. Der Borsitzende teilt serner mit. daß die Finanz, landesdirektion in Graz über Entscheidung des k. k. BerwaltuugSgerichtShoseS angeordnet habe, daß der S tadtpark und die Festwiese als grnnd' steuerfreie OrtsPlätze zn behandeln seien. Die Znschrist des Stadtschulrates Cilli, in der der Gemeindevertretung bekannt gegeben wurde, daß das B a u p r o g r a »i m für die Erbauung eines neuen Schulhauses zur Unterbringung der Knabenvolt», nnd Bürgerschule in Cilli zur Einsicht aufliege, wurde dem Banansschusie znr eventuellen Einbringung von Eütwendnnge» gegen dasselbe zugewiesen. Den^ Ansuchen des Ingenieurs Franz Unger und des Schneidermeisters Martin Gregorintschitsch um Zusichcrung der Aufnahme in den Gemeinde-verband der Stadt Cilli, wird stattgegeben. Dem Agenten Karl Soch er wird ans Grund seines un« unterbrochenen zehnjährigen freiwillige» Aufenthaltes in der Stadt Cilli das Heimatsrecht hierselbst zu-erka»»t. Dem Herrn Franz Dirnberger wird sür seinen Neubau in der Grazerstraße die Befreiung von der Entrichtung der Gemeindeumlagen jür die Zeit vom lb. August 1909 bis 14. August 1921 bewilligt. Ueber Ansuchen des Vereines S ü d m a r t nnr Ge-Währung eines Beitrages für da« Jahr 1910 wird demselben der Betrag von 100 K bewilligt, während das Ansuchen des österreichische» Verbandes der Vogelfreunde in Graz um Bewilligung eines Bei-träges abgewiesen wird. G.-A. Anton Gorinschek referiert hierauf für den Marktansschuß über die Regelung der Markt-preise in der Stadt Eilli. Nach längerer Wechselrede werde» die Anträge des Marktausschusses auf Her-. stellung emes MaLimaltarifcs für Flnschpreise aus offenem Stande nach den Normen des Grazer Tarifes, sowie daß daS vo» den Landlenten zum Markte gebrachte Selchfleisch, Speck u. dgl. aus dem Marktplatze selbst vom Schlachthausverwalter beschaut, und sür diese Artikel bis zum Gewichte vou 5 kg eine Beschaugebühr nicht eingebracht werde, vertagt, während der Antrag aus Ausstellung von M a r k t t i s ch e n wegen allzugroßer Lösten, die der Gemeinde daraus erwachsen würden, abgewiesen wird. Schließlich wurde vom MarktallSschnsse noch der Antrag auf Errichtung einer Geinüsezüchterei anf den Brnck'schen Gründen gestellt. Diese Angelegenheit wurde jedoch dem GeiverbeauSschusse behujS gründ-licher Durchberatung zugewiesen. Dem Ansuchen des Friedrich G u g l um Zu-weisuug eines DarmpntzraumeS im städtischen Schlacht-Hause wurde stattgegeben, jedoch sür die Benützung dieses Raumes ein Zins von monatlich 5 Krone» vorgeschrieben. Evangelische Gemeinde. Morgen, Sonn-tag, findet in der evangelischen Christnskirche um 10 Uhr vormittags ein öffentlicher Gottesdienst statt. Anton Eichberger f. Wieder einmal hat das grausame, unabwendbare Schicksal einen der Besten aus unseren Reihen gertssen; ein edles, warmfühlendes Herz hat heute frühmorgens zn schlageu aufgehört, ein treuer deutscher Mitbürger Deutsche Wacht und Mitstreiter weilt nicht mehr nnter UNS: Anton Eichberger hat nach langem nnd schwerem Kampfe mit dem Tode ansgernngen. Was Eich-berger nnS allen gewesen, vermögen ivir in, ersten Schmerze nm den unermeßlichen Verlust kaum würdig genug z» schildern. Nun, da er von nnS scheiden mußte, hallen wir uns all das vor Augen, waS er in unentwegter Betätignng biedersteu deut-scheu BürgersinneS nicht nnr iu nationalen Belangen nnd au» dem Gebiete des Gemeinwohles unserer Stadt, sondern ganz besonders auch in wahrhak rührender Nächstenliebe zum Wohle der Armen und Bedrückte» seit viele«, viele» Jahren schon getan. Anton Eichberger war ein langjähriges und fleißiges Mitglied der Gemeideverlretiing seiner geliebten Baterstadt gewesen, er wnrde in dankbarster Anerkennung seiner Verdienste als mehr den» dreißig-jähriges Mitglied uud Hauptmaun der Cillier Freiwilligen Fen er w e hr zn deren Ehrenhau p t m a n n ernannt. Viele aber, viele werde» tiestraueriid hinter 'einem Sarge schreite», deren Not und Elend er mit seiner stets hilssbereiten nnd milbtäiige» Hand zn lindern gewußt, welche» er als Berater nnd Helfer stets znr Seile ge-standen hat: seine Armen, seine Mündel, seine Waisenkinder — auch sie wird unser Verlust ganz erheblich treffe»; sie werden ihm ein würdiges Ehrengeleite bilden. — Wenn irgend etwas den Schmerz seiner Witwe, der getreue» Pflegen» in seiner langwierigen nnd schmerzensreiche» «raukheit zu lindern vermag nnd den Schmerz seiner hinterlassenen braven Kinder, so mag es das aufrichtige Ällgemeineinpfinden der gesamten Stadtbevölkernng sein, daS ansklinge» soll in nnsere tiefgefühlten AbschiedSmorte über seinem Grabe: Anton Eichberger, nur schwer missen wir dich in »»seren schon arg gelichteten Reihen, doch tu guter Gatte, du liebevoller Bater, d» treuer Freund und Volks-genösse, du schlichter und edler Wohltäter, dei» leider nur zu kurzes Erdeuwallen soll nnS eiu glänzender Spiegel sein tren eesüllter Bnrg-'rtugend! Dein fleckenreines Andenken sei in unseren Herze» behütet, geschätzt und geehrt als unvergängliches Dentrnal für alle Zeit! Die Jahreshauptversammlung des Militär - Bequartierungsvereines. welche Donnerstag nachmittag im Hotel Erzherzog Johann stattfand, wurde von den sloveni chen Hansbesitzern zu einem Vorstoß brnützt, der eine Ucberrnmpelnng der Deutschen bezweckte. Die slovenischen Hausbesitzer rechneten mit einem schwachen Besuche der Ver. sammlnng und erschienen fast vollzählig in derselbe» in der Hoffnung, die VereinSleilung oder doch einen Teil derselben in ihre Hände zu bekommen. Da jedoch die deutsche» Hausbesitzer dem Gedeihen dieses eminent wirtschaftlichen Vereines selbst lebhaftes Interesse zuwenden, waren sie in dreifacher Ueber-zahl erschienen, und es wnrde der windische Anschlag in einer überaus wuchtigen Weise zurückgewiesen. Der Obmann Herr Dr. Angnst Schurbi eröffnete um 6 Uhr die Versammlung und erstattete auS-führlich Bericht über die Tätigkeit iu de» letzte» Jahre», insbesondere über den Ankauf des Josefs-Hoses, wofür ruud 60.000 Kronen ausgelegt wurden, »iid über die schwierige Art der GrnudbuchSreinigung. Herr Dr. Schurbi wicS darauf hin, daß von dem znm Ankauf bei der städtischen Sparkasse ausge nominellen Kapital von 60.000 K bereit» 11.000 K zurückgezahlt sind, und daß im heurigen Jahre wieder eine Rückzahlung von ungefähr 5.000 ft möglich sei» mird. Der Bruttoertrag der Realiiät beträgt jetzt schon gegen 3500 K. Der Bericht des Herr» Obmannes wurde mit Befriedigung zur Senutnis genommen nnd namens der Slowene» erklärte sogar Herr Dr. Sernec, daß er der Leitung des Vereines das Vertrauen nicht versage» könne. Hieraus wurde über Antrag des Herrn Altbürgermeisters Julius Ro kusch einstimmig im Prinzipe beschlossen, mit Rücksicht a»s den Umstand als seinerzeit der Josefe Hot iamt de» 14 Joch umsasseudeu Baugründe» lediglich zn Spekulationszwecken angekailst worden war, die Baugründe zu verkaufe». Hierauf wurde mit Stimmzetteln die Wahl der VereinSleilung vor-genommen. Mit 94 bis 104 Stimmen wurden ge-wählt die Herreu Dr. August Schnrbi, Karl Teppej. Rudolf Kosta-Kuhn, Karl Fersen und Robert Zangger. Die von den Slowene» ausgestellte Liste blieb mit 36 Stimmen in der Minderheit. Zu Rechnung«. revisore» wurden die Herren Joses Jarmer und Joses König gewählt. I» den Wechselrede» kam eS zu einigen Zusammenstößen, weil die slowenischen Hausbesitzer iu der Meinung waren, daß sie in der lediglich wirtschaftlichen Zwecken dienenden Bereinigung stch als bedruckte Minderheit aufzuspielen Betau• lassung haben, wozu ja kein Grund vorliegt. Nummer 15 Kammermufikabend. Wir macheu noch» malS aus den am Montag den 2l. Februar, um 8 Uhr abends int kleinen Saale des Deutschen Hanfes stattfindenden Kammerrnnsikabend ausmerk-sam, bei welchem die Biolaküustleriu Frau Natalie Baiier-Lechner u. a. mit Herrn Mlisikdirektor Joses Zöhrer ans Laibach dessen interessante Violasonate vortragen wird. Der sür SamStag, 8 Uhr abends, angekündigte VorbereitnngSabend mnßte verschoben werden und findet die vorbereitende Borführung des KlavierquarletteS von Brahms durch einheimische Musiker Sonntag vormittags um > I Uhr im Proben-faale des Mäunergefangvereiue« im ersten Stocke des Demfchen Hauses statt. Aus der Theaterkanzlei. Sonntag den *0. Februar geht die beliebte Operette „Die Geisha" von Sidnet) Jones in Szene. — Dienstag den 22. Februar steht das effektvolle Schauspiel „Das Glück im Winkel" von .Hermann Sudermaiin auf dem Spielplane. DaS interessante Werk gehört dem Spitlplane des k. k. HofburgtheaterS an. Cillier Geselligkeitsverein. Am Mitt-ivvch de» 23. Februar findet im Deutsche» Hause ein Familieuabeud dieses Bereines mit Vortragen und Tanz statt. Wien^Dalmatien. Der Geineindeausschuß der Stadt Raun an der Save in Steiermark hat i» seiner ordentlichen Sitzung am 10. Februar 1910 nachstellenden stimmenenihelligen Beschluß gefaßt: Durchdrungen von der Wichtigkeit und der großen volkswirtschaftliche»! Bedeutung, welche eine Eisenbahnlinie Wien—Dalmatien über Aspang. Friedberg. Hartberg. GleiSdors, Feldbach, Gleichenberg, RadkerS-burg, St. Leonhard. Pettau Rohitsch. Rann a. d. Save, Rudolfswerth, Möttling, Karlstadt, Ogulin, Knin »ach Spalato, für die beteiligte» Krouläuder Oesterreichs, insbesondere aber sür unser Heimat-land Steiermark hätte, sieht sich die Vertretung der Stadtgemeinde Rann a. d. Save verpflichtet, dem »uerschrocke^eu nnd zielbewußten Borkämpfer dieses großzügigen Bahnprojektes, dem Herrn Landtags-abgeordnete» und Bürgermeister von Pcttan Josef Ornig den beste» uud wärmste» Dank hiemit mit der Bitte abzustatten, auch in Hinkunft fiir dieses so wichtige Bahuprvjek! mit der gleichen Entschieden« heit und Schaffenssrende einzutrete» wie bisher und nicht srüher zu ruhen, bis dieses große Ziel auch erreicht sein wird. Unter einem beschließt die Ver tietimg der Stadtgemeinde Ran»», an den steier-märkischei» Landtag, an alle Abgeordneten der Ober-uud Mittelsteiermark, soivie an ihre Landtagsabge ordneten, die Herren La»desait«sch»ßbeisitzer Moritz Stallner und Dr. Engen Negri, das Ersuchen zu stellen, den Ausbau dieser Bahn iu Steiermark mit alle» Kräfte» zu fördern und iu absehbarer Zeit zur Verwirklichung zu bringen. Weiters beschließt dieselbe im Hinblick anf den Umstand, daß die pro» jektierte Bah» nur als StaatSbahu gedacht werden kann, alle Rcichsratsabgeordneten der beteiligten Kronländer durch ihren Abgeordneten Herrn Landes gerichtsrat Richard Marckhl. die Regierung, daS Abgeordneten- nnd das Herrenhaus auf die große volkswirtschaftliche, wie nicht minder strategische Be dentnng dieser Bahnlinie aufmerkfan» zu machen und daS Ersuchen zu stellen, im Sinne de» Artikels 24 des österreichisch-ungarischen Ausgleiches auf Ungarn derart einzuwirken, daß der Ausban der betreffenden Linie auf kroatischem Boden als »orinalfpurige Bahn keine weitere Verzögerung erleidet. verein deutsches Studentenheim in Cilli. Am Dienstag de» 22. Februar, um halb 6 Uhr abends, hält dieser Verein im Beratung« zimmer des Gemeinderale« seine Iahreshauptver sammluug mit folgender Tagesordnung ab: l. Be-richt dcS Ausschusses über das abgelaiisene Vereins-jähr; 2. Allsällige Anträge. Cillier Militärveteranenverein. Mor-ge». Sonntag den 20. b. M., feiert der hiesige M i litärveterauenverein den hundertstell Tobest rg des deutschen FreiheitSheldeu Andreas Hofer dadurch, daß er um 10 Uhr vormittags zu einer Messe in der deutschen Kirche mit Musik nnd Fahne ausrückt. Nach der Messe findet im Deutschen Hause eine schlichte Gedenkseier statt. Ein Toleranzstii«klein, wie es in dieser Art wohl »och nicht ost dagewesen sein »vird, hat sich jüngst an» Fuße des SchueebergeS zugetragen. Dort starb am 9. Jänner ein hochgeachteter Herr. Fabriksdirektor Bruno Engau, Kurator der evangelischer» Pfarrgemeinde Neunkirche», in seiner Billa, die er sich für den Feierabend seines Lebens erbaut hatte. Bei der Beerdigung, die am 12. Jänner nnter allgemeiner Beteiligung von nah und fern stattfand — der Verstorbene nahm in der vsterrei chifchen und ungarischen Schrauben- und Klei »reisen- Nummer 15 Deutsche Wacht •2 eite 5 industrie ein hochgeachtete Stellung ein — war jedermann angenehm berührt von der Toleranz deS katholischen Pfarrers von Puchberg, der das Ge-läute der Kircheuglocken nicht versagte, wie au6) der katholische Psarrverweser von Neunkirchen, zu-gleich Guardian des dortigen Minoritenkonventcs. der Beerdignng anwohnte. Aber diese Toleranz be-kam bald eine häßliche Kehrseite. Der katholische Pfarrer Falk von Puchberg hielt es nicht allein für gut, den durch die Ketzerleiche „entweihten" Friedhof, einen Kommuualfriedhof neu z» „weihen", fondern er besaß auch noch die llnversrvrenheit, der Witwe des Verstorbenen durch Vermittlung deS Leichenbesorgers hiefür eine Rechnung von 30 ftx. zu präsentieren. Die Entrüstung über diese eigen' artige Toleranz ist allgemein. Da die Betroffenen nichi willens sind, diese» Faustschlag ins Gesicht ruhig entgegenzunehmen, so wird der Fall noch weiterhin seine Kreise ziehen. Cillier Männergesangverein. Die nächste Uebung findet Dienstag den 22. d. M. um 8 Uhr abends statt. Vollzähliges Erscheinen „nbe. dingt notwendig. Gefunden wnrde ein goldener Ehering, der vom VerlustlrSger gegen Nachweisiing des EigentninS-rechtes beim hiesigen Stadtamte behoben werden kann. Bonobitz. (Liedertafel.) Der Männer-gtsangsverein Gonobitz veranstaltet am Sonntag den 6. März eine heitere Liedertafel mit Tanz, welche, nach den gepflogenen Vorbereitungen zu schließe», einen äußerst gelungenen Verlaus nehmen wird. Der Mnsikklub Gonobitz ivird den mnsika-lifche» Teil besorgen, indessen die Sängerschar eifrig bemüht ist, den Besuchen« eine» recht vergnügten Abend zu bereite». Z»r Aufführung gelangt unter anderem auch das große sez',essio»istische Oratorium von Rudolf Wagner „Der Traum des Mameluken". Aber anch sonstige heitere Veranstaltungen werden zum Gelingen des Abendes das ihrige beitrage». Gonobitz. (Ei» frecher Ueber fall in einer Tabaktrafik) Am 17. ds abeudS er« schien der 46jährige verheiratete Bergarbeiter Anton Vivod in der Tabaktrafik deS Heirn ttarl Peindl und verlangte Zigarren. Im Geschäfte war nur das zwölfjährige Töchtklchki, dcS Trafikanten anwesend. Plötzlich Pakte Vivoo die entsetzie Kleine beim Arm und versuchte zur Geldlade zu gelangen. Auf die HUfernse des >1 indes erschien Herr Peiudl. der die Verhaftung des Gauners veranlaßte. Vivod wurde dem Gcnchee eingelie'ert. Dem Madchen halte er den Aermel zenissen. gum Felssturz in Steinbrück wird nachfolgendes berichtet: Am 8. d. M., vor I l Uhr nachts, rutschte von einer Lehne an der Südbahn zwischen Steinbrück n»d Hrastuigg ein großer Stein ab, der aus den» Geleise liegen blieb. Ein Strecken-begeher, der eben seinen Dienstgang machte, kam eben dorthin und konnte sowohl dcm Personenznhe aus Wie», wie dcm Expreßznge aus Trieft, die i» kürzester Zeit die verschüttete Stelle passiert hätten, das Haltsignal geben. Bei der Untersuchung des Falles hat sich nun ergebe», daß der betreffende Streckenbegeher seinen Dienstgang früher angetreten hat. al« ihn, vorgeschrieben war. Diesem Umstände ist es zu verdanken, daß er im gesährliche» Augenblicke die zwei Züge anhalten konnte. Ein kleiner Verstoß gegen die Instruktion hat somit ein großes Unglück verhütet. Spenden für die Wärmeftube. Frau Skvberne I Schaff Kraut und Schwartl. Frau Rebeuschegg 1 Schaff Schwartl, Frau Zamparutti Schinken uud Schinkenbein, Frau Unger-Ullmann Würstel und Zwiebel. Frau Berta Aallab f> K, Herr Julius Jicha K 6.50, Herr Dr. Kovalschitsch K 10, Ungenannt K 20, Herr Josef König K 20, Uugeuanut K 10, Familie Rebeuschegg statt eines Kranzes für Dr. Vncinic K 8, Herr Karl Teppey 10 Kilogramm Reis, Herr G»stav Stiger Linsen. Das- veruntreute Geld einer Toten. Vor einige» Tagen ft^rb in Marburg in der Poberschcistraße Nr 32 eine gewiffe Johanna Höfler. die im Besitze eineS «parkassebüchelS mit einer Einlage von über 700 Kronen war. Kurz vor ihrem Tode gab sie daS Buch dem im selben Sause wohnenden .-chiedgehilfen Franz Wialsko aus Zellnitz a. M. mit dem Ersuchen, das Geld bei der steiermärkische» Sparkasse in Graz zu be-heben. Wratschko, der für andere groge Zechen bezahlte, vom Wachführer Kollmaun festgenommcn und wegen Veruntreuung dem KreiSgerichte eingeliefert. Einige hundert Arenen wurden bei ihm noch gefunden. Hänget Nistkästchen an die Bäume! Die ^eit in „ade wo die Vögelein sichere Niitplätze suchen werden, la geht es ven so nützlichen Höhlenbrütern chesonders schlecht. Ihre natürlichen Brutstätten, die alten, hohlen Bäume werden immer seleener. Deshalb hingt der praktische, moderne Obstzüchter Nisikäsichen auf seine Bäume und lockt so die besten Jnfikteuveri lger i» seine Kulturen. Diese räumen dann dort mit dem Ungeziefer grünolich auf und velgelien 'o die kleine Mühe reichlich. Zweckmäßige Nistkäst.he» aus topp!ie» Tanneuiinde sind ans Gefälligteri im Geschäfte des Herrn L. Pulan in Cilli nun Selv»koite> preise eihälilich. findet sich ein watmer ^iaiur und Voz»lj>euud. der es dnrch eine größere spende ermöglichte, in unserem herilichen Itndtparke eine größere Zahl von Riiikäftche» auznbiinge'»? Der Bogelbund k.mn es seinen geringen Mittel wegen leider nicht tun. Oeffentlichkeitsre Ht für eine deutsche Schulvereinsschule. Mit Erlaß deS k. k Mini» steriums für KultnS nnd Unterricht vom Dc> zember IW9, Z 50.123, t:>i:rde drr vvm teutschen Schulvereine erhaltexen nutlassigrn Volksschule in Wöllan (Steicrmart) das OesfeutlichkeitSrecht von, Schuljahre 19<»U/10 an verliehen. Dadurch ist der jungen Anstalt, dcrcn zwingende Notwendigkeit aus der stetig wachsende» Zchülerzahl erhellt, eine wei-ter', gedeihliche Entwickln».; gesichert. Windisch - Feistritj. (B e r s ch i e d e n e s.) Jene Meister nud Gehilfe», die die Absicht habe«, den vo» der hiesige» Kollekiivgeuosseuschan errichtet allgenieiiie» gewerbliche» BuchhaltungSkurs zu be-suchen, wolle» sich Sonntag den 20. d. M., 10 Uhr vormittag, iu Jeglitsch GisthauS eiufindeu, wo Bnch-Halter Watzck über Zweck nud Ziel deS gewerbliche» Brchhalinngsknrses sprcchcu wirb. Da gemäß Er-lasse» des Ministerinins für öffentliche Arbeiten die Besucherzahl beschränkt ist. empsiehlt sich eine baldige Anmeldung. — In Jeglitsch Gasthaus wird Mitt-ivoch de» 23. d. M. ein großer UnterhaltungSabend veranstaltet. — Fränlei» Anna L!maujcheg hat in t>er Schulgasse ei» Handelsgeschäft errichte», iu dem jederzeit Fische, Wurste nnd Selchwaren. Milch, Topfe» und Gemüse zu habe» sein werden. Damit ist einem allgemeine» Bedürfnis abgeholfen. Den Brandwunden erlegen. AnSPettail, 16. d.M., wird berichtet: Am 11. d.M. stellte sich ein elfjähriges Mädchen in der Schule z» St. Leon« hard i» W-B. zum Ofe». Die Kleider des Mädchens singe» Feuer. Obwohl die Schüler selbst die Geistesgegenwart hatten, das Mädchen ins Freie z» bringe» nnd iui Schnee zu wälze», ihm anch die Kleider vorn Leibe rissen, erhielt eS derart schwere Brandwunden, daß es nach Pcttau ins Spital ge-bracht werden mnßte, wo es beute starb. Schönstein. (Ein Fall der Bände richt.) Welchen Wert die Slovenen in die Ixuuche Eitule setze», davon wuide in der vorgestrigen Wählerversammluug ein bei'dteS Beispiel angeführt. Ein deutscher Bürger, der auch bei iloveuiicheu Wähler» voi sprach und sie einlud, mil den fei t» fchrittliche» Deutsche» zn wählen, ei hielt wedeiholi zur Auiwon, daß sie dies lediglich aus dem G-unve nicht luu könne«, weil ihre Kinder nicht in die neue dculfche Schule aufgenommen wurden. !»> sächlich hatte auch bei der Schüleraufnahme in di deutsche «c!. Getreuer im k. n. k. Jnft.-Reg. au» Cilli; Jafoli Zelgir, 80 Jahre alt, Gemeindcarmer aus St. Marein Umgebung; )osei «ridar, 32 Jahre alt, FabrikSarbeiter au« Gaberje; Helene Kobole, öl Jahre alt, WegmacherSgatti» auS St. Loreuze» o. P.; ^osef Cvetko, Jahre alt, Knecht aus Store; Loreuz Politik, 47 Jahre alt, Maler aus Cilli; Peter Bovha, 68 Jahrc alt, Taglöhuer aus St. Stefan; Martin Poderjr», 65 Jahre alt, Kleiukcufchlcr aus Klauzberg; Aiitou Ka -, 80 Jahre alt, Gemeindcarnter ans Plettovi^; Anna J.tkonötk, 3-i Jahre alt, Maschin istenStochter ans Unterköttiltg. Sie Snüiutiililiüchirii m MädchtnschuIgebSude ist an Werktagen vou 11—12 Uhr vormittags und von 3—5 Uhr nachmittags. an Konn- und Feiertagen von 10—12 vormittags gross»?!. A u S w e i S über die im städt. Schlachthause in der Woche vom 7. bis 13. Feber 1910 vorgenommenen Schlachtungen, sowie die Menge und Gattung des eingeführten Fleisches. N a m e bil*. Ech'.achüiilq-m «imi'filkttH rtlH« in z< «ei €tU* " eingeführtes Fleisch in Kilogramm d * S 1 ff i | 8 0 ä i « c n Fleiicher» § -e ä a Ä o •6 c 1 5 -e «c> S e > •0 ? *5 0) OQ uiiAft oaJe.b .... I - 3 _ 3 2 , -| _ . | ,>l.ie»rich...... - 2 I — - — - — - — t — ! - - j — - «'ilYKla Zoyuiu. .... — c - - 4 4 — — — - - — — — ' - ^.jBiitut iHatun . . . — - — 1 - t • — — - — — — ' — — — — - ! Junger........ — — 2 - 10 — — — — - — — 243 — — 1 — »ei....... — 3 31 4 - • — — — I • — —. j «ofiär fiubiBi.', .... l — — 8 9r - 9t — — — — — . »toicket Iatftd.... - 2 - — 8 - — — - - " | - — — — ( - — ' \ — — — — — — — - — — — — t lUumii) ^tiiiir .... > 1 » 2 ~ — - — - — — — - — Jtrbeu'rtjfua Aoiej . . . # - 1 2 — — — — Sl - — { — s.tlal Keani..... - i — I — — — — • — ! — stelle....... - — 1 I ! * 4 — — — — | * —■ l — - — — — — — suppa> ...... 8 — — 6 3 — — . - - | — — - — - — — — . U»,egq 3iuho f .... — — - 1 1 — — — - — — - — — — - - - JYei lotalte für aeue Ihren und Ueparaturen. | n JiMer siatnng Taaofaneuhr wird ein« neae Fehte Roaakopr-Pateat-Reinontolr-Cbr K 5.—. xlraflixhr Kavalier Krnontnlr- tTkr mit Ma-| uallbl.it, In »ickrl-, Biakl- uarioj IAi jFiiiUcr«Pain-Expcllcr ist al« vorziiklich»,- ichu-crzi»>ltcndc und .. aMrittu&i' Wurcibsing dci (frfältnugcr v? iiüu oUgiinciu anerkannt; zum Preise ooi: Ä K)!).. Sl 1.40 »itb 2 ft vocrätis, in den meistci! «pv!l>tkcn. Vcim Einkauf diese« überall be» liebten Han»ni!ttcIS nehme man nur Origina!-fiatchen in Schachteln mit unsrer edmlsmotfc w»nr«t" an, dann ist man sichcr. da« OriqinalerzevffniS erdalten »n halben. Tr. Stlchter» Apothek« juiit «lSoldeneu Löwen- In Etiladethstraße Nr. 5 neu r Ö > ♦ Mi m Aberso kann das doch unmöglich weiter gelin! 9 Die halbe Klasse sehlt, die andere Hälfte ist erkältet. ffjTb Jq\I g» T^W' D 'Q):© 'G -O^Ö V f# AFÄ -S^G -GM-0H > G- MM G) ^ Hij»*®'© <®V&J G) M D f«F §Es® «@»® O § lT£ Die ununterbrochene Kette 19 wachsender Erfolge der Firma Mayfarth bürgt für gute Bedienung! Aub den Maschinen-Fabriken und Eisengießereien von Ph. Mayfarth & Co. 1 Wien II. täl Frankfurt a. M. © Berlin N. Isl London E-C. 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Mayfarth & Co., Wien fabriziren und liefern in anerkannt bester Konstruktion: Häckselmaschinen Rübenschneider Schrotmühlen Spritzen Wagen Eggen Trieure Kesselöfen Seilwinden Separatoren Säemaschinen Jauchepumpen Prelsjekröat mit Qbar 620 goldenen, silbernen Medaillen, Diplomen etc. Dieses TaUin eoibäJi ölest (lt AMiltma tu Xeialllii, Ut ui lii um Jüre 1887 iierkuit tuiM. Dreschmaschinen Mähemaschinen Ernterechen Heuwender Pflüge Göpel Walzen Maisrebler Heupressen Putzmühlen Weinpressen Feimenpressen Preisgekrönt mit Ober 620 goldenen, silbernen Medaillen, Diplomen etc. Wien. Ph. Mayfarth & Co., Wien H/i, TabarstraOe 71. Frankfurt a. M. Berlin IT. da Z Landwirte und Ökonomen bevorzugen allgemein unsere Reihensäemaschine „Agricola 99 (Schubrad-System) für alle Samen in verschiedenen Mengen. Ohne Auswechslung irgendwelcher Räder. pjtmr&AMTittr rnwESL' r tKftRKiuawui, / r i \ -^SSmrnmä * \ H.8CHVETTER t MDL JU.. WirtM gebaut nach den gesammelten neuesten Erfahrungen aus der Praxis. 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Der Rahmen ist winkelförmig und hat eine doppelte Längsachse, welche nach hinten auseinandergespreizt ist, so daß der ganze Verband dem Rahmen eine außerordentliche Widerstandsfähigkeit verleiht. Unterstützt wird die Stabilität noch durch die neue gesetzlich geschützte Anordnung der U-förmigen Stahlschienen, an welchen die aus allerbestem Material hergestellten Stahlfedern mit auswechselbaren Scharen befestigt sind. l>\e Art dieser Befestigung bietet den Federn eine doppelte Auflage. Ein Verschieben oder Losewerden ist ausgeschlossen. Die Regulirung des Tiefganges, ebenso die Aushebung erfolgt leicht an dem auf der linken Rahmenseite angeordneten Stellhebel. Schmiedeiserne Glieder-Egge Stahlblech-Feldwalze, dreiteilig mit schmiedeisernem Rahmen mit Doppelgrindel aus I 1-Stahl, Selbst-führuiig u. Sech mit oder obneVorschneider. Die Foim de» Streichbleches gestattet ferner sowohl eine Bearbeitung verstellbarem Vorderkarren und Selbstführung ausgestattet, welch letztere Beim Bau unserer äußerst praktischen und soliden Pflüge richten wir unser Hauptaugenmerk darauf, daß bei möglichst geringer Zugkraft eine intensive Bearbeitung des Bodens stattfindet Diejenigen Teile, welche am ehesten der Abnützung unterworfen sind, werden aus Stahl gefertigt und mit Mutterschrauben befestigt, so daß im Bedarfsfalle ein Auswechseln derselben auf leichteste und einfachste Art vom Landwirt selbst vorgenommen werden kann, von mittelschwerem, als auch schwerem Boden und sind diese Pflüge auch mit bewirkt, daß der Pflug neben einem äußerst sicheren und ruhigen Gang die Eigenschaft besitzt» daß er ganz von selbst geht, ohne daß irgendwelche Führung von seiten des Führers notwendig wäre. Illustrirte Kataloge über Kartoffel-, Rübenausrode-, Saat- und Sohälpfiüge, ferner Weinbergpflüge, Hack- und Häusel pflüge, Kartoffelfurchenzieher, Kartoffelausg-raber, Exstirpatoren etc. gratis und franko. Wiesen-Moos-Egge mit einschraubbaren Doppelzähnen. Die Zähne dieser Eggen sind aus Hartguß und als Doppelzinken hergestellt, um sie auf beiden Seiten gebrauchen zu können. Dadurch, daß sie in die schmiedeisernen Glieder eingeschraubt sind, können sie leicht nach Abnützung ausgewechselt werden. Ferner Gelenk-, Zick-Zack-, Kartoffel- und Saateggen. Ringel-, Stern- und Cambridge-Walzen in vorzüglichster KonstraktioD. Zum Festwalzen der losen Ackerkrume, die dadurefa vor dem Austrocknen geschützt wird, ferner zum Einwalze i der Saat, sowie zum Walzen lockerer Wiesenflächen. Der Man el ist aus bestem Stahlblech und an den starken eisernen Jödeu angenietet. Auf Bestellung können diese Walzen zur trT*ß'»rnfl!» OeirMte« ffir Snnfl- TtTOSwfWTmnr wi- gerichtet werden. ' Diese Walzen sind besonders dort zu empfehlen, Ernte mittels Mähemaschine erfolgt, weil dieselbe nur be| gewalzten, gut geebneten Böden mit Vorteil verwendet kann. fest- den BW Aufbewahren für etwa späteren Bedarf! Ph. Mayfarth & Co., Wien II/». TiborstnQe 71. f"b«'h" i " Wiederverkäufer und Vertreter an Orten, wo wir noch nicht vertreten sind, erwünscht, m Ernte-Maschinen. / Zweispännige Gras- u. Klee-Mähemaschine Getreide-Mähßmagcliinßn mit automatischer Ablage der Garben sowie Garbenbinder-Mähemaschinen in vorzüglicher Konstruktion. Wiesen gut mähen" kann. Die Form der Finger ermöglicht ein leichtes Eingreifen selbst bei Fingerblättchen halten auch feines Gras zum Schnitte fest Diese Maschine vereinigt in sich alle diejenigen guten Eigenschaften, welche man von einer technisch gut durchgeführten und praktisch ausgeprobten Gras- und Klee-Mähemaschine beanspruchen kann. Vor allen Dingen ist auf die Widerstandsfähigkeit und Dauerhaftigkeit derjenigen Teile, welche am meisten in Anspruch genommen werden, besonderer Wert gelegt. Die Messerführungsstange besteht aus nur einer starken Stahlstange, ohne Federn, Bolzen, Muttern, Unterlagscheiben oder Keile, an dem einen Ende ist der Zapfen für die Messerbefestigung, während sie an dem anderen Ende in das Kurbelzapfenlager eingeschraubt ist. Das Kurbelzapfenlager ist derart beschaffen, daß es ein größeres Quantum Öl aufnimmt, ohne solches bei der Bewegung der Kurbelstange herauszuschleudern, vielmehr wird das Öl in der Ölkammer nach und nach aufgebraucht Es liege deshalb bei dieser Maschine keine Gefahr vor, daß der Kurbelzapfen trocken läuft Die Msssersektlonen sind aus feinstem Messerstahl angefertigt Der Schneidebalken ist beliebig verstellbar, so daß man ihn unabhängig von den anderen Teilen der Maschine nach Erfordernis flacher oder höher stellen kann, um die Höhe des Schnittes zu reguliren. Sowohl innen wie außen befindet sich an dem Schneidet^ lken ein stellbarer Schleifschuh, der über die Flächen sanft hinweggleitet, s» daß mau auch sumpfige bemoosten Wiesen und verhütet Stopf'ungen; die gezahnten Heu- und Ernte-Rechen £"vüx 1 ZvLgrtier. wendet auf und breiter als die Radspur. Mit Ein- und Ausrück-, Hoch- und Tiefstellvorrichtung'. Verbesserter Gabel-Heuwender Eiset- M StaMoiMlioi, mit 6 vierzinkigen Gabeln für 1 Zugtier Die Bauart dieses Gabel-Heuwenders ermöglicht ein selbsttätiges Anpassen an die Unebenheiten des Bodens, ohne einen Bruch der Zinken oder Gabeln, oder ein tiefes Eindringen der Fahrräder in den Boden befürchten zu müssen. Er besitzt 6 Stück vierzinkige Stahlgabeln, von welchen 2 außerhalb der Fahrräder angeordnet sind, die alles Heu, auch kurzes, nach dem zweiten 6chunte uud selbst uiedei gelulule üalwbuöokel vom Üoueu mu'm auiuckuicju. und umwenden. Besondere hervorzuheben ist der leichte Gang des Heuwenders und die dadurch bedingte geringe Zugkraft, die er im dauernden Betriebe et fordert, weil sämtliche Hauptlager als Rollenlager ausgebildet sind und daher die geringste Reibung haben. Illustrirte ausführliehe Kataloge über alle landwirtschaftlichen Maschinen umsonst und frei! Aufträge werden sorgfältigst und prompt effektuirt. Eisen- und Stahl-Konstruktion. Dauerhaft! Leichtzügig! Beliebt! Einfachste Handhabung, sorgfältigste Arbeitsleistung, größte Ersparnis an Arbeitskräften. Frühzeitiges Einbringen der Ernte ermöglicht. Mit Stahl-Zinken von 28 aufwärts. Xr. Ml. mc- I. 10. Anfbewahren für etwa späteren Bedarf! m. fc. OotasMrMfcaral O* rmm WM» Nummer 1"> Deutsche Wacht Seite 7 |T Hur über % W F % i ,* d©r bekannte nnd ÄnfjeseheQ*» Chemiker der Seifeninduirtrie, Herr Dr. C. DEITE erlin. das» es »ehr grosse Waichkrilt besitxt, grösser ftii SeVfo oder Belfe nnd Soda, ohne dabei die Wäsche mehr anxuseifen. 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