v! RV3. Samstag am I3. August «85« fr.i ü»„,,i,«,,i,,, ,„,!» ,«r,,,,l.3„° .,« .,'dnuk« A°n„' ,,,,,, h »! I,,., hr,,, < , 3» !, I „ ,. ratio,, «,,>b,, l, r !?„ ,!,„ ««,,,,,„!,."„,„ ^,,„^"f,°" ?°"°° Z» !.»,<» «,l„',h„,, i,1 „, <>- 'l°«,,,l,!r !,I, ,,,i ^„,,rt,m,z,,„,»>,,l" ,»ch K, s„ ,« ,,„ j,„,«„ «„,,< <« ,,,A.>,tt,,., h,„ °„ nchm, ""«>„ch»!!',,. A«»tliti)er Theil. K ii n d m a ch il il g. Won der k. k. Vezirkshauptmanuschaft Rad-mannsdorj" sind für die durch Feuer verunglückten Bewohner von Brunndorf folgende Sammlnngs-Veiträge anher übersendet worden, und zwar: ly Mir Note oom N. August d. I., Nr. 4882, der Sammlungs-Veitrag der Gemeinde Weißenfels pr......2 st. 47 kr. 1>) Mit Note vom 42. d., Z. 4720, der Sammlnngs-Veitrag dcr Gemeinde Ratschach pr.........1 „ 4 „ o) Mit Note vom 11. d., Nr. 4790, der Sammlungs-Veitrag der Gemeinde Wulfen pr. .........3 „ 38 „ Zusanuuen . 7 ss. 29 kr. sieben Gulden neun und zwanzig Kreuzer Couv.-Müuze. Indem diese milden Sammlungs-Veiträge unter Einem ihrer Bestimmung zugeführt werden, sieht sich die Vezirkshauptmanuschaft verpflichtet, den edlen Wohlthatern im Namen der Verunglückten den wärmsten Dank öffentlich aufzusprechen, zugleich aber den Wunsch beiznfügen, daß znr Linderung des großen Elendes der Verunglückten noch weitere reichliche Un-terstützungs-Veiträge dargereicht werden mögen. K. k. Bezirkshauptmannschaft Laibach am 20. August 18^1. Nichtamtlicher Theil. Gorrcspolldeuzctt. Krainburss, 19. August. I. Der Statthalter unseres Kronlandes, Herr Gustav Graf Chorinsky, war vor wenig Tagen in unserer Mitte. Er bereis'te diesen Bezirk in verschiedenen Richtungen, um sich vom Wirken der Landesbehörden und einzeln« Gemeinde-Organe an Ort und Stelle zn überzeugen. — Allenthalben, im Selzacher-, Kanter- und im Loiblerthale, wo unser Statthalter das erste Mal hinkam, ward derselbe mit ungeheu-chelter Liebe und Zuneigung empfangen. — Ist es aber auch nur sein persönliches Verdienst dnrch sein ihm eigenes, allseitig liebevolles Entgegenkommen sich die Herzen Aller, die bei diesem Anlasse mit ihm durch amtlichen Verkehr oder auf sonstige Weise in nähere Berührung kamen, zu gewinnen, so hat doch dessen Erscheinen in nnserm Bezirke auch demselben die Ueberzeugung verschafft, daß, wo sich der herzliche Ausdruck eincr besondern Ergebenheit für unseres Kaisers ersten'Diener dieses Kronlandes so warm ausgesprochen, eben auch dte loyalste Gesinnung für uusern Monarchen unwandelbar fest begründet stehe. So fühlend wurde von uns auch der gestrige Tag mit Jubel begrüßt, denn es galt, den Geburtstag unseres Kaisers festlich zu feiern. — Kramburg war unendlich belebt, ^chon in den frühen Morgenstunden strömten Andächtige zur Kirche, und um 9 Uhr celebrirte unser Herr Dechant und Canonicus Koß ein Hochamt, welchem alle Beamten dcr Bezirkshauptmannschaft, des Collegia! - Bezirksgerichtes, der Staatsanwaltschaft, des Bezirksbauamtes, der Ortsgcmeinde-Vorstand, die k. k. Gendarmerie und eine große Zahl der Bewohner Krainburg's und seiner Umgebung beigewohnt haben. Der feierliche Tag wurde mit einem glänzenden Balle in den hier-ortigen Casino-Localitäten geschlossen. Neustadt!, 19. August. . N. Gestern fand auch in unserer Stadt die am Geburtstage des Monarchen übliche Feierlichkeit Statt. Schon am Vorabende des genannten Tages war die ganze Stadt schlich beleuchtet. Mehrere Transparente zierten die Fenster, von denen zwei besonders hervor gehoben zu werden verdienen. Das erste, bestehend aus einer verschiedenfarbigen Krone und dem Wahlspruche unseres jugendlichen Herrschers: „Vii-ilmx unit'5«, bchi,it> sich in der Nähe des Landesgerichts-Gebäudes. Das zweite zierte die ganze Fensterreihe eines am Hauptplatze befindlichen Gebändes. Die Capelle der Bürgergarde durchzog an diesem Abende mit klingendem Spiel die Stadt, und führte mehrere Musik-Piecen vor der Wohnung des Hrn. Bezirks-Hauptmannes ans. Die Festlichkeit für diesen Abend schloß mit einem glänzenden Balle. Beim ersten Granen des kommenden Tages kündete der Donner der Geschütze, und die von der genannten Musikbaude ausgeführte Tags - Reveille die Wichtigkeit des Tages an. Um 10 Uhr war ein feierliches Hochamt abgehalteu, wobei sich die sämmtlichen Civil- und Militärautoritäten in ihren glänzenden Uniformen einfauden. Während des Gottesdienstes gab die vor der Kirche aufgestellte Bürgergarde die üblichen Salven. Eiuige Mann von unserem vaterländischen Ne-gimeitte machten m der Kirche Spalier. Mit der Beendigung dcs Gottesdienstes endeten die sämmtlichen Festlichkeiten. Trieft, 21. August. ..^-.. Nachdem wir durch so viele Tage vou einer kaum ausstehlichen Hitze geplagt wurden, entstand plölM) heute Nachts eine so kalte und starke Vora, daß der Dampfer aus Venedig erst gegen 1 Uhr Nachmittags statt 6 Uhr Früh mit der italie-nischcn Post anlangen konnte; heute sah man nicht Venige mit Winterkleidern herumgehen. Wenn der Wind noch einige Tage so fortdauert, wird er großen Schaden an den Weinreben anrichten. Heute Abeuds, wenn es der Wind erlauben wird, segelt die k. k. Kriegsbrigg „Moutecuccoli" mit den Marinezoglingen der zweiten Classe anf eine Instructionsreise nach Malta nnd Neapel ab. In zehn Tagen wird die erste Classe der Zöglinge auf der Corvette „Titania" die Instructionsreise unternehmen. Die dritte Classe ist bereits vor mehreren Tagen auf der Brigg „Hnsar" nach Spanien abgereist. — In Kürze verläßt unsere Stadt der berühmte Pianist Herr Iäll, um sich nach Amerika zu begeben, wo man ihm 10.000 st. nebst deu Unkosten für die Ueberfahrt versprochen hat, um einige Concerte in New-York zn geben. Er gab sein letztes Concert in seiner Vaterstadt Triest am verflossenen Sonntag im großen Nedontensaale, wo er das ungewöhnlich zahlreiche Auditorium entzückte. Im Concerte wtrkte auch der bekaunte Violinspieler Herr Köckert mit, welcher sich heute Abends nach Ischl begibt, um sich dori vor den hohen Herrschaften hören zu lassen. Vou der Rabuitz, 17. August- — Ick — Die Hoffnungen unserer Fruchtspeou-lanten sind zu Wasser geworden; trol) der ungünstigen Witterung ist die Ernte recht befriedigend ausgefallen nnd die Getreidepreise konnten nicht erhöht werden. Die Anfuhren aus dem Banate werden täglich stärker, unb selbst die durchdachteste Specula- tion wird nicht im Stande seyu, ein linken der Preise zn verhüten. Auf einem Dorfe in der Nähe der Stadt Naab wurde ein kaum 14 Tage altes Kind, das die Mut-'ter, mit dem Schnitt beschäftigt, anf einen Angen-genbllck in's Korn gelegt hatte, von einem andern Schnitter, der an dtesein Plape zu schneiden begann, so verleftt, daß das Hirn herausquoll. Vor Gericht wurde die Mutter ob ihrer Unvorsichtigkeit scharf getadelt, während der Thäter durchaus schnldlos erklärt wurde. Aus einem andern Orte wird berichtet, daß Schnitter einen männlichen Leichnam mit abgeschnittenem Halse tief im Felde gefnnden haben; neben ihm lag ein mit Blut überzogenes Rasiermesser; der Selbstmord ist auch bereits erwiesen. Die schuell auf einander folgenden Nachrichten von Überschwemmungen beunruhigten uns um so mehr, als bie Naab, Rabniy und der Donauarm bei derlei Gelegenheiten schnell anschwellen und, vereinigt, bedeutende Verheerungen anrichten; zum Glück sind wir nur mit einem hohen Wasserstande geschreckt worden. — Der Fischfang wird in unsern kleinern Flüssen jährlich minder ertragreich, da, wer immer will, fischen kann. Um nun einer Theuerung der Fische, die schon jetzt empfindlich ist, vorzubeugen, und die Fischzucht zu vervollkommnen, wäre es sehr wl'mscheilswerth, wenn die Stadtbehörde (Raab) eine Verordnung erließe, wonach der Fischfang an gewisse Bedingungen geknüpft wäre. Die Einführung der Hundesteuer wurde auch in Naab in Anregung gebracht, allein die Mehrzahl des Gemeinderaths war dagegen. Selbst die Ein-führuug der Maulkörbe wird als durchaus unzweckmäßig betrachtet, dagegen gefordert, bissige Hunde an die Kette zu legen. Von wüthenden Hunden hat man bis jetzt noch nichts gehört, während voriges Ichr, besonders anf den Dörfern, öftere Fälle vorkamen ; hieran trägt wohl die nicht allzu heiße Witterung auch Schuld. Ein besonderes Augenmerk der Behörden verdient, wie ich ihnen schon früher berichtete, unser Schulenzustand; sowohl Stadt- als Landschulen lassen viel zu wünschen übrig; die Jugend wurde während der Revolution geistig vernachlässigt und sittlich verdorben ; beschäftigte sich schon im Vormärz der „Student", wie man jeden Knaben, der die lateinische Schule besuchte, nannte, mehr mit Politik, (freilich einer eigenthümlichen) als mit seinem Pensum, so bekümmerte er sich während des Krieges anch nicht im Mindesten um seine Bücher, und der Lehrer selbst zeigte eiue unverzeihliche Apathie. Das Versäumte soll jetzt nicht nur hereingebracht, sondern die Jugend soll auf bessere Bahnen gebracht werden. Dieß ist jedoch nicht nur möglich, wenn nicht nur die Stadt-, sondern auch die Landschulen vollständig geregelt werden. Vorderhand fehlt es anf dem Lande ai, tüchtigen Lehrern, guten Schnlbüchem und fleiM" Schülern. — Die neueste Verordnung des Unterichss-Ministeriums, wornach alle Kinder wenigstens durch volle sechs Jahre die Schule besuche«, solle", mW dieselbe in keinem Falle vor dem zwölften Jahre, a cy wenn sie vor ihrem 6. Jahre sch"', ^ S4» zwtilmHig, „ud »', / Viv haw, i,^'),',,". «,'ff''ch< I»st,»,tt,om», ">'m, 8IH sie werden von den Gemeinden nicht immer so erfaßt und unterstützt, wie es zn wünschen »rare. Der Verkehr wird dnrch die schlechten Straßen sehr gehemmt, nnd doch sind dieselben noch lange nicht so erbärmlich, wie im tieferen Ungarn; eine der schönsten, oder eigentlich die einzige schöne Straße in nnserm Comitate ist die von Raab nach Wien, welche vom Comitate aus erbant wnrde. Leider hat diese Behörde jetzt die Mittel nicht, die Nebenstraßen auf gleiche Weise herzustellen. Aus dem Preßburger Districts 18. August. — sH — Das Geburtsfest Sr. Majestät des Kaisers wnrde heute in der ganzen Umgegend kirchlich gefeiert; ein besonders festliches Aussehen gewahrte Preßburg, wo schon am Vorabende ein glänzender Fackelzug mit zwei Musikbanden dnrch die Stadt zog, und dcm Erzh. Ernst k. Hoheit, so wie einigen Civil- und Militärautoritäten 'Standchen brachte. Um <> Uhr früh des andern Tages donnerten d,e Kanonen; um 9 Uhr war glänzende Parade mit Feldmesse, welcher über 500 Civilbeamte beiwohnten. Um ^ Uhr Nachmittags sand im ersten H'>tel großes" Diner Statt und Abends war glänzender Ball im Kassehhanse des Auparkes, der festlich beleuchtet war. Seit der Pacificirung des Landes ward das Gebnrts-sest Er. Majestät noch nie mit solcher Eolennität begangen. — Musterhaft ist bei derlei Veranlassungen das Verhalten des Publikums, bei dem sich auch nichc eine Stimme zu irgend einer Demonstration hören läßt. Man darf dieß nicht etwa ans Rechnung der zahlreichen Polizeimaunschaft schreiben ; anch wenn sie nicht da wäre, bliebe das Publikum besonnen. —- Die vollziehenden Organe der Staatspolizei sind in Preßbnrg bereits uniformirt; sie tragen einen grünen Waffenrock mit rothen Epoulets und graue Hosen mit rothen Schnüren; der Czako ist ans Glanzleder. Anf diese Weise haben wir dreierlei Mannschaften, die für die össentl. Sicherheit Sorge tragen-. die Genod'armerie, die Staats-nnd die ^ocalpolizeimaunschaft; erstere erscheint nn Dienste mit Gewehr. Die Preßbnrger Realschule hat heule ihr erstes Programm ausgegeben, aus dein sich ersehen läßt, daß diese Anstalt mit tüchtigen geistigen und materiellen Kräften ausgestattet ist und zu schönen Hoff-nnngen berechtigt. Der frühere Unterrichlsschlendrian ist gänzlich verbannt, und die jungen Leute werden nach einer zweckmäßigeren Methode gelehrt und haben schon im ersten Schuljahre erfreuliche Fortschritte gemacht. Die Stadt Preßburg hat übrigens viele Opfer gebracht, um dieses Institut in's Leben zu rufeu; doch wird die Regierung uöthigenfalls auch zur Förderung der Schulinteressen beitragen, wenn die Kräfte der Bürger nicht ausreichen. Die Baulust regt sich uicht nnr in der Stadt, sondern auch anf dem ^ande; es scheint überhaupt, als sollen die schlechten Dörfer ebenfalls einer Reform unterzogen werden, denn wer irgend kann, läßt die Häuser entweder ganz niederreißen oder repariren. Besondere Befriediguug gewährt es, zu beobachten, wie die Meisten ihre Häuser nicht mehr mit Stroh, sondern mit Ziegeln decken, und so eine Garantie betreff der größeren Sicherheit bieten. Wahrscheinlich haben die außerordentlich vielen Feuersbrüuste, die seit zwei Jahren in Ungarn ausgebrochen, einen Eindruck auf die Landesbewohner gemacht, nnd sie sind jetzt klüger denn früher; auch versicherten die' Asse-curanzanstalten Häuser mit Strohdächern in letzter Zeit gar nicht mehr. Da die Witterung fortwährend ungünstig ist, so werden dle Aussichten auf einen guten Herbst immer trüber und die Weinspecnlanten treiben bereits die Preise in die Höhe,; da der Wein zollfrei nach Oesterreich spedin werde« kaun, so hofft man dort Mid im Auslande auf großen Absatz. Die Nachrichten über die Rinderseuche lauten in neuerer Zeit günstiger, und wir dürfen erwarten, daß die strengen Maßregeln, welche den Verkehr empfindlich hemmen , gemildert Gerden; besonders ist dieß bei den Viehmärkten der Fall, von denen sehr viele systirt sind, weßhalb der Preis der einzeluen Viehstücke gestiegen ist. Die Landwirthschaft leidet hierunter sehr stark. Oesterreich Trieft, 2l. August. In Betreff der Freilas-sungs Kossnth's vernimmt man, daß dieselbe auf deu unablässigen Betrieb England's höchst wahrscheinlich Statt haben wird. Wie die Dinge jetzt stehen, wird sich das k. k. Cabinet muthmasilich begnügen, einen energischen Protest abzngeben, nnd die Pforte für alle schädlichen Folgen, welche Oesterreich aus der Freilassung erwachsen könnten, verantwortlich und haftbar zn erklären. Anch möchte eine Beschränkung des diplomatischen Verkehrs eintreten. VZien, 20. Angust. Dem äußerst traurigen Bilde, welches von allen Seiten der Monarchie über die Zerstörungen dnrch Hochwasser entworfen wird, fügt die „ Lemb. Zeitung" noch einen Bericht aus Etanislan bei, in dessen Nahe ein in setner stärksten Intensität 1>> Minuten anhaltender Wolkenbruch Alles verheerte. -Die ungeheureu Wassermassen setzten das ganze Thal bei Olszanica unter Wasser, strömten sodann, ganze Gebäude und Feldfrüchte forttragend, der gegen Milowanic sich enger zusammenziehenden Schlucht zu, rissen ein herrschaftl. Wirthschaftsgebäude zum Theile nieder, nnd richteten auf den tiefer liegenden Feldern uud Wiesen großen Schaden an. In die engere Schlucht zusammengedrängt, wälzten sich die uugeheuereu Wassermassen mehrere Klafter hoch dem Dorfe Iurkowka zu, rissen den daselbst befindlichen kleinen Teich fort, die Mühle, fünf Wohnhäuser nebst vielen Wirthschaftsgebäuden nieder, erreichten Nozniow, wo gleichfalls li in der Schlucht gelegene Wohnhäuser sammt vielen Wirfhschaftsgebäudeu zerstört und fortgerissen wurden. In Stryhance erreichte die alles vernichtende Kraft der heranstürmenden Wassermassen die höchste Stufe; daselbst wurde eine große auf eiu Stockwerk gemauerte herrschaftl. Branntweinbrennerei sammt dem Maststall, von d^m nur ein kleiner Theil zurückblieb, bis auf dcn Grund niedergerissen, >> Bauernhäuser sammt den daneben befindlichen Wnthsch^ftogebüu-den wurden gänzlich zerstört und fortgetragen, 11 Wohuhänser uud das herrschaftl. große gemauerte Wirthshaus sebr bedeutend beschädigt. — Von Stryhance aus öffnet sich die Schlucht m ein breites Thal, in welchem Dolhe lttgt. Die, Wassermasseu, welche mehr Raum zur Ausdehnnug hatten, breiteten sich über die tief liegenden Felder aus, wo sie an den Feldfrüchten großen Schaden anrichteten, viele Wohnungen beschädigten, doch wegen ihrer Ausdehuuug an zerstörender Kraft verloren. Durch dieses fürchterliche, iu jener Gegend nicht erinnerliche Naturereignis;, kamen leider viele Menschen um's Leben. —In Iurkowka kamen 7 Menschen um, worunter -!, nämlich die Mutter nebst 4 Kindern, zu deren Nettuug sie herbeieilte, in einem Hause. In Rozniow ertranken 18 Menschen, meistens Weiber und Kinder. In Etryhance beweint man den Tod von 16 Menschen, davon kamen 9 in einer Hütte und einet Familie angehörig um, von welcher nur der alte Großvater Jan Kunicki durch Gottcsfüguug von den wü-thenden Wassermassen einen: Baum zugeführt, an dein er sich festklammerte, uud nach längerem Schweben, zwischen Tod nnd Leben, seine Rettung fand. Außerdem kamen in diesen Ortschaften gegen 200 Stück Vieh verschiedener Gattung, größteutheils Schafe, um. — Alle Leichen, bls anf vier, wnrden bereits zum größten Theil vom Dniesterfluß. wohin sie getragen wurdeu, ausgespült, und zur Erde bestattet-In der Umgebung vou Vrüun ist die Cholera ausgebrochen und forderte bereits mehrere Opfer. Der Vrünner Gemeiudeausschuß ließ deßhalb an alle Bewohner eiue belehrende Anweisung rücksichtlich vorsichtigen Verhaltens ergehen. - In der Nähe von Nachod in Böhmen ist ein neues Steinkohlen- dann ein Eisenerzlager entdeckt worden. " Der serbische Patriarch Raja d. M. antreten. — Se. Hoheit Herzog Marimilian Joseph von Baiern ist am 17. sammt Gemalin ^udovica und Sohn Carl incognito unter dem Namen eines Grafen v. Vonz in Ischl eingetroffen. — Von Seite der Staatsvenvaltuug wird dem Eiuwandernngs- und Colonisirungswesen in Ungarn eine fortdauernde Anfmerksamkeit aeschenke und besonders werden gegenwärtig die Privatunternehmungen, welche derlei Geschäfte macheu, überwacht, damit so viel als möglich jede Schwindelei hintangehalten werde. Um ferner die bedenklichen und gefährlichen Elemente im Staate nicht zu vermehren, wird die Ausiedlung und Einbürgerung den Ausländern nnr dann gestattet, wenn ihr Leben vorwurfsfrei und tadellos erscheint. — Um dem Reichsgesetzblatte größere Verbreitung zu geben, hat sich der Verlag der k. k. Staatsdruckerei entschlossen, Commissionen nicht bloß an Buchhändler, sondern auch an verwandte Geschäfts-genossen, wie Buchbinder, Zeitungsverschleißer u. dgl. gegen den Rabat von 10 Proc. zu geben. — Hr. Böhringer, welcher kürzlich bei der k. k. Militärbehörde um die Bewilligung znr Wiederherausgabe seiner Zeitschrift: „Die Geißel", Schritte that, ist abgewiesen worden. — Dem Vernehmen nach wird Seitens der ungarischen Statthalttrei ein Gesötzvorschlag, betreffend die Regelung der Verhältnisse der Zigeuner, welche zerstreut im Lande leben, beantragt werden. ^ Die Post- und Personcntrains, welche von hier nach Pesth nnd in entgegengesetzter Richtnng fahren, werden jetzt mit großer Beschleunigung befördert. Die Fahrt des gestrigen Posttrains nahm nicht mehr als nenn Stnnden in Anspruch. — Die Weinbauer in der Umgegend Wien's verzweifeln an dem Gedeihen des dießjährigen Weines. Die Trauben sind wohl in Fülle vorhanden, hängen aber znr Mehrzahl nur halb ausgewachsen an den Stöcken. — Aus den nngarischen Bergwerken ist wieder eine Metallsendnng im Werthe von 60.000 fl. CM. in Wien angelangt. — Nachrichten aus Paris zn Folge, habe der Wiener Homöopath, Dr. Rosenberg, in den dortigen Spitälern Versuche mit eiuem von ihm entdeckten Mittel angestellt, welches fähig wäre, eine leider sehr verbreitete häßliche Krankheit vollkommen z" verhüten. Die Nesnltate sollen sehr günstig ansgefatten seyn, nnd demselben hierüber mit Zustimmung der medicinischen Facnltäten Frankreich's und England's ansschliesiende Patente ertheilt werden. — In hiesigen Lehrerkreisen verlautet mit einiger Bestimmtheit, daß der Herr Unterrichtsminister die Absicht habe, eine Abänderung des neuen Studieu-systems eintreten zu lassen; namentlich sollen die 813 Bestimmungen über Lehr- und Lernfreihcit in emigen ihrer Pnncte modisscirt werden. — Dänemark ist dnrch einen mit Prenßen abgeschlossenen Postoertrag gleichzeitig dem österreichisch-deutschen Postvereine beigetrtten. Hiernach hörte mit dem gestrigen Tage für Oesterreich der Frankirungs-zwang nach Dänemark ans. — Wie verlautet, herrscht unter den Israelite« in Mähren eine gewisse Aufregung darüber, daß »nan die Wiederbcsetzung des Landesrabbinars beabsichtigt, welches durch den Abgang des Landesrabbiners Dr. Hirsch nach Frankfurt erledigt wurde. Der aufgeklärte Theil der mährischen Israeltten, welcher in dem Landesrabbinate stets einen Hemmschuh für die zeitgemäßen Reformen erkannte, hat sich entsch eden gegen die Wiedereinführung desselben ausgesprochen. — Die „«p. Ztg." gibt die Zahl der Handelsleute in Prag"auf'2l;:;7 mi, worunter 19!i2 Israelite", und dl< Zahl der Gewerboleute auf3487, wor-intter 2!ji! Iftaeliten. — Nach Briefen aus Venedig wird Ee. Maj. der König von Württemberg bis Ende d. M. in Venedig verweilen und sich sodann nach Verona begeben, um den Truppenübungen beizuwohnen und mit Sr. Maj. dem Kaiser von Oesterreich znsam-men zu treffen. — In Galizien haben die Uebers^wemmungen am il. d. M. fnrchtbaren Schaden angerichtet, und es sind dabei viele Menschenleben als Opfer gefallen. So ertranken im Iurkowka bei Stänislau 7, in Noznow 16, und in Stryhance 16 Menschen! ^ Die köuigl. Freistadt Bartfeld wurde durch eiueu furchtbaren, mehrere Stunden anhaltenden Wolkenbruch heimgesucht, der die schrecklichsten Verheeruu-gen anrichtete. In den beiden Vorstädten Fro.schhof nnd „an der Bleiche" sind mehr als siebenzig Häuser eingestürzt. Eben so furchtbar wüthete die ans ihren Ufern getretene Toplicä. Thiere und Geräthschaften aller Art wnrden weggeschwemmt, und die städtische Wehre spurlos fortgetragen. Alle Straßen und Wege in der Umgebung sind gänzlich zerstört, die Saaten völlig vernichtet, und die Felder mehrere Fuß hoch mit Sand nnd Steingerölle bedeckt. — Der Bescher eines Badehauses in Pesth hat den sonderbaren Einfall gehabt, bei der Regie-rnng das Ansuchen um Bewilligung zur Errichtung einer öffentlichen Spielbank zu stellen. — Der ungarische Iudustrievereiu ist von der k. k. Statthalterei aufgelöst worden, weil er die ihm gezeichneten Linien überschritt und ihm ganz fremde Zwecke verfolgte. Ueber die eigentliche Richtung des Vereines geben die mit Beschlag belegten Schriften Aufschlnß. In einem Docnmente wird hervorgehoben, der Zweck des Vereines sey, die ungarische Sprache zu bilden und zn verbreiten. In einem Schreiben an eine Dame wird als anzustrebendes Ziel die Vertheidigung der magyarischen Nationalität bezeichnet, nnd dazu auch die Mitwirkung der Frauen beansprucht. — Aus Ungarn wird berichtet, daß Gefällsüber-nettmgen in Ungarn nicht zu deu seltenen Fälleu gehören, doch sind Strafrerhaudlungen dießfalls noch nicht eingeleitet worden, weil nach einer Weisung des Finanzministeriums nur dann eine förmliche Untersuchung eingeleitet werden soll, wenn erschwerende Umstände vorkommen, in allen anderen Fällen aber gegen Erlag eines angemessenen Betrages vom Strafverfahren abgegangen werden kann. — Uni den Flor siebenbürgischer Pferdezucht, welcher dnrch die letzten Zeitereignisse vielfach gelitten hat, neuerdings zu heben, werden die Aerarial - Be-schäl-Statiouen iu Siebenbürgen von 19 äuf 44, nnd die Aerarial - Beschäler von '>2 auf 104 vermehrt. — Ans Werschetz vernimmt man, daß - Erhebungen über das Project gepflogen werden, den gr. u. u. Bischöfen fire Iahresgehalte auszuwerfen und ihre Nebengebühren aufzuheben. — Einem Berliner Einwohner sind vor Kürzeln die Wände seines grün angestrichenen Wohnzimmers polizeilich abgewaschen worden, weil die verwendeten Farben arsenikhältig »raren. Prag, 19. August. Gestern begannen im hiesigen Alumnate die sogenannten geistlichen Erercitien für den Clerus der Prager erzbischöslichen Diöcese. Der Herr Cardinal - Erzbischof eröffnete dieselben in eigener Person nut einem feierlichen V<> lang habe er den Gef.ihmi Trotz geboten, ja sie auf.- gesucht, um das zu erringen, was er für sein höchstes Lebcnsglück gehalten; sie selbst habe ihn zu all' dem angespornt, wenigstens seinen Entschluß gu-t geheißen ; — es handle sich hier nicht, den Vater oder den Geliebten zu verderben, — nein, nur den Vater einige Zeit im Zweifel zu lassen oder den Geliebten auf immer unglücklich zu machen! — — Wo ist das weibliche Herz, das dem Andringen der Liebe widerstehen kann! Malvina, die ihre Neigung dem einfachen Jünglinge geschenkt, der sich noch keine Verdienste erworben hatte, konnte dem Manne nicht widerstehen, der so unendlich viel sür sie gcth.ni, der eben jetzt ihr das Leben gerettet hatte, — sie willigte zögernd in seinen.Vorschlag. Jordan ließ den Wagen, in dem sie gekommen, und der durch das letzte Ereigniß ohnehin stark beschädigt war, zerbrechen und stückweise verbrennen, um jede Spur Malvinen's zu vertilgen; die alte Begleiterin wurde durch Schmcichclworte und Versprechungen gewonnen, und in dem nächsten Marktflecken wurde ein anderer Wagen angekauft, in wel-chcm Malvina, noch geschützt von einem Diener, der aufgenommen wurde, nach Mühlhausen fuhr, wo eine Verwandte ihrcs Verlobten wohnte. Mit dem Versprechen, so bald es nur immer die Umstände erlaubten, ihr zu folgen, küßte ihr dcr junge Kapitän ehrerbietig Hand und Stirne, und empfahl sie dcm Schutze Gottes. Kaum 2 Monate darauf endigte dcr Krieg. Mit der Ungeduld eines klebenden eilte Iourda n — denn so nannte er sich, seitdem er in französische Dienste getreten —nach Mühlhauscn, — und wenige Tage darauf standen sie vor dem Traualtare. (S eh l u ß f ? l g t.) L i e b i H über die (^cmluntticm von Cassee und Thee. (Schluß.) Es ist bereits früher hervorgehoben worden, daß der tägliche Verbrauch von Ncspirationsmitteln an Quantität das Fünf-- bis Sechsfache von dcm Gewicht der plastische» Stoffe beträgt, und cs wird in Hungcrjahrcn der Mangel dcr ersteren vorzugsweise und am empfindlichsten in allen Volksclassen gefühlt. Während dcr Preis dcs Fettes, der Butter, mit dcm Kornpreis steigt und die Kartoffeln vcrhältnißmäßig einen höhern Preis als Korn gewinnen, bleibt dcr Preis des Fleisches in der Regel derselbe wie i» wohlfeilen Jahren. Ein Grund hicvon ist, daß das Vrot las Fleisch ersetzen kann, aber für die Bedürfnisse deö Menschen nicht ebenso vollständig ersetzbar ist durch Fleiss. Ein anderer Grund des niedern Preises der Fleischwaren beruht darin, daß in Jahren der Mißernten, in Folge von einem Uebermaß an Feuchtigkeit, wenn die gewöhnlichen Nährpflanzen mißrathen, Uebcrsiuß an grünem Futter, an Klee, Gras, Wurzelgewächsen ist; das Fleisch behält seinen niedern Preis, weil die Nachfrage darnach nicht in dem Verhältniß wie nach Brot steigt; in trockenen Jahren hat dcr Landwirth kein Futter, er ist genöthigt sein Vieh zu schlachten und um jeden Preis zu verkaufen, und die Uebcrführung des Marktes macht das Fleisch noch wohlfeiler als m gewöhnli> chen Jahren. Dcr fieifchessende Mensch bcdarf zu seiner Erhal-tung eines ungeheuern Gebietes, weiter und ausgedehnter noch wie der Löwe und Tiger, weil er — wenn die Gelegenheit sich darbietet — lodtet, ohne zu genießen. Eine Nation Jäger auf einem begränz-ten Gebiete ist der Vermehrung durchaus unfähig; »er zum Athmen unentbehrliche Kohlenstoff muß von den Thiercn genommen werden, von denen auf der gegebenen Flache nur eine beschränkte Anzahl leben kann. Diese Thiere sammeln von den Pflanzen die Bestandtheile ihrcs Blutes und ihrer Organe, und liefern sie den von der Jagd lebenden Indianern, die sie unbegleitet von den Stoffen geiucßen, welche während der Lebensdauer dcs Thieres seinen Athmungs- Prozeß unterhielten. Während dcr Indianer mit ei' nem einzigen Thiere und einem diesem gleichen Gewichte Stärkmehl eine gew!sse Anzahl von Tagen hin» durch ftil, Leben und seine Gesundheit würde erhalten können, muß er, um die für diefe Zeit nöthige Wärme zu gewinnen, fünf Thiere verzehren. Seine Nahrung enthält einen Ueberfiuß von plastischem Nahrungsstoss; was ihr in dem größcrn Theile des Jahres fehlt, ist das hinzugehörige Nespirationsmittel; da. her denn die dcm flcischesscnden Menschen innewohnende Neigung zum Branntwein. Die practische Seite des Ackerbaues kann nicht klarer und tiefer aufgefaßt werden als dieß in der Rede des iiordamcrikanischcn Häuptlings geschehen, welche der Franzose Ereuecour überliefert hat. Jener — seinem Stamme der Missisäer den Ackerbau empfehlend — sprach: »Sehct ihr nicht, daß die Weißen von Körnern, wir aber von Fleisch leben? Daß das Fleisch mehr als 30 Monden braucht, um heranzU' wachsen, und ost selten ist? Daß jedes der wunder, baren Körner, die sie in die Erde streuen, ihnen mehr als hundertfältig zurückgibt? Daß das Fleisch vier Beine hat zum Fortlaufen, und wir nur zwei, um es zu haschen? Daß die Körner da, wo die weißen Mä"-' ner sie hinsäen, bleiben und wachsen; daß der Win- ' ter, dcr für uns die Zeit der mühsamen Jagden, ihncn die Zeit der Ruhe ist? Darum haben sie i» Hierin- nen durch Declination und Conjugation scheinen in diesem Schema durch besondere Signaturen angedeutet zu scyn. Im Falle sich die Anwendbarkeit des Systems erproben sollte, würde ihn, jedenfalls aus der Kürze dcr Bezeichnungen cin unläugbarcr Vorzug erwachsen. Es leitet dieser Anlaß zu der bestimmt practischcn Frage, ob nicht die lateinische Sprache zur Pasitelegraphie mit Vortheil angewen. det werden konnte, einmal ihrer allgemeinen Verständlichkeit, sodann ihrer ausgezeichneten Kürze wegen, die einen längeren Satz mit einer Ersparniß von 30 piZt. an Wörtern im Vergleiche mit irgend cincr anderen Sprache zu bilden gestattet. (Pariser Ionrnal Statistik ) Nach einer ow' ciellen Liste erschienen die bedeutendsten Pariser Iour. nale im Monat Juni in folgenden Auflagen: »Si^cle« 27,500, »Eonstitutionnel« 27.000, »Pays« 23.000, »Patric« 22,500, »Presse« »8,000, »Evenement« ,7,000, „Assemble« >4,000, ,>D5bats« 12000, »Rl' publique« l 1,000, „Ordre" 8000, „National« 6500, »Opinion publique« 4009. Verleger. Ign v. Kleinmayr und Fedvr Nambery. Verantwortlicher Herausgeber: Igu Alois v, Kleinmayr. Telegraphischer E^vurs« Bericht der Staatöpapiere vom 22. August 1851. Staatsschxldverschnlbungen zu 5 p/Ul detto „4 „ „ 75 Darlehen mit Verlosung v.J. 18.^, für 500 ss. 10321/2 detto dcttll 1839, ., 250 „ 308 7/i« Van? - Actieit, vr. Stück 124^ > M ' London, für 1 Psmid Stcr,i>iq. Gulden 11 > 4» , M', ".' Mailand, für 300 Oesterreich. Lire, Gulo. 11« 5/g 2 W.> .^ Marftillc, für 300 Franken, . Guld. 14(» 2 Mm!?t 'I!.ir>6, f>n300ssrml!en . . Gnlk. l^N 2 Mcm^^ Vnfarest für 1 Gulden . . . para 235 Zi x. Sich,' K' K. Münz - Dncaten .... 23 5/8 pr. Ct. Agi.,'. Geld- und Silbcr-Convsc vom 21.Angnst 1851. Bricf. Mld. Kais. Mün,^-Ducatm Agio.....— 235/8 dctto Rand- dto „.....— 231/4 Napolconl3d'lir «.....— 9.25 Souvcrainsd'or „.....— Itt.20 Ruß. Imperial „.....— 9.3K Prcnß. D'ors „.....— 9.4« Eugl. Sovcraings „ .....— 11.42 TNbcragio .........— 181/2 , Fremden-.Anzeige l der hier Angekommruen nnd Abaereiste«. Den 16. August 1851. Hr. Franz Mildschich, Prioatici-, vo» Klagetifurt nach Marburg. — Hr. Platenstemer, Privatier, von Wien nach Gorz. — Hr. Joseph Filippi, Handlungs-Agent, vcü, Roveredo rmch Wien. — Hs. Fiaiiz Dor Aussez, Präsident des k. k. Handelsgerichtes, von Gratz «ach Triest. — Hl-. W^zan; — H^. Lcuifert, — u. Hr. v. Cazia, alle 8 Piioat.eis, von Wie» «ach Triest. — Hr. Iojeph Diena; — Hr. Gold-schmidt; — Hr. Franz o. Donersberg; — H>-. Wilhelm Pohn, — u. Hr. Mach. Schatera, alle 5 Handelsleute; — Hr. Moritz Lehman, — u. Hr Conrad Herman, beide Advocaten; — Hr. Hänsch/Privatier, — und Hr. Weyer, Fabrikalu, alle 9 von Triest nach Wien. Den 17. Hr. Pm'il'l; — H,. Staub; — Hr. Kingelhllbcr; — Hr, VendoZ, — u. Hr. Peer, aUc 5 Privatiers; — Hr. Tischler, — n. Hr. Speir, beide Handelslellte, — n. Hr. Dr. Kall, alle 8 von 'Wien nach Triest. ^, Hr. Fisch, Bezirkshauptmann, von Warasdin nach Triest. — Hr. Kirchmajer; — Hr. Vitadim, — l». Hr. Rimmi, alle 3 Privatiers, von Gratz nach Triest, — Hr. Routh, Rentier, — und Hr. Salomon Luzatto, Handelsmann, von Triest nach Wien. Veyeichmß der hier Verstorbenen. Del, 1». August 1851. Dem Johann Balthesar, Greislei-, sein Kind Joseph, alt 3 Jahre, iu der Polana^Vorstadt Nr. 34, an der häutigen Bräune. Den 16. Die hochgeborne Frau Margaretha Gräfin v. Hohenwart, geborne Fleiin o. E-berg, k. k. Gudernial.Naths.Witwe ?c., starb im 88 Lebensjahre, in der Stadt Nr. 148, an Altersschwäche. Den 17. Dem Hrn. Joseph Bartl, Regenschirm-macher, sein Kmd Eleonore, alt 5 Monate und 3 Wochen, in der Scadt Nr. 152, an der AuZzehnmg, Den !8. Elisabetha Dagostini, Eisenba^larbe,.-ters.-Witwe, alt 24 Jahre, im Civil-Spital Nr. 1, an der Cholera. Den 19. Maria Terdina, Lalbacher-Findling, alc 7 Monate, «n der St. Peters-Vorstadt Nr. 32, am Zehrfieber. Den 21. Frau Agnes Dollenz, Gastgebers.- nnd Hausbesitzers-Witwe, alt 85 Iahie, in der Carl. städter-Vorstadt 3lr. 20, an Altersschwache. — Blas Komatar, Inwohner, alt 73 Jahre, im Civil-Spiia! Nr. 1, an der Ruhr. Am Dinstag den 26. d.M., Vormittags li Uhr, werden hier im Hause Nr. 2)3^240 zwel Wagenvferde, Kutsche mit Schlitten, Wirthschaftswagen, dann Heu- und andere Fahrnisse, gegen gleich bare Bezahlung im Versteigerungswege hintangegeben werden. Neustadtl am ,6. August M,. Z. 1042. (2) N n 5 e l g e. Dcr Gefertigte erlaubt sich, emem verchrungö-würdigen Pudlicum die Anzeige zu machen, daß cr mir Bewilligung dcr löblichen Behörde sich m Laivach als Zahnarzt nisdergclasstn, und dic Zahllarzneikuust m allen ihvcn Zweigen aus^ üden wird. Derselbe wird sämmtliche Aahnopercl' twnen vornehmen, al5: Die Wegnahme deb Onhnfteitles, daö Plombiren der hohlen Zähne mit den dis jetzt, bekannten besten Massen , das Feilen der von tzaries ergriffenen ZälM, das Auszi^hcn krank.r, unbrauchoarer Mns, mit oder ohne 3karc0,e, und das(5-n-schcn cinzclner Zähne sowohl, als ganzer (Hebifse, durch die bekanntlich unverdcrbltchen französischen u.d englischen GmaU-Zahne, wobei sowohl Schmerzlo>lgkc>t als auch Dauerhaftigkeit verbürgt wird. Auch wird er sich mit der Heilung alller übrigen ZayN-und Mundkrankheiten befassen. Armen wird jeccH'lfe unentgeltlich geleistet. Die Wohnung dcb Gefertigten ist derzeit am Marktplatz Nr. 74, Itcn Stock; von Michaeli an aber im 5, Hotel zum österreichischen Hof", in dcr Wasscrgasse Nr. 287, wo er zu jedrr äcit bereitwilligste Hilft leisten wird Ios. Feldbacher, Zahnarzt. Z. 10^5. (1) Rc^ Eine gemischte Warenhandlung, welche sich noch fortwährend im besten Betriebe befindet, und an einer, in commercieller Hmsscht sehr vorteilhaften Hauptstraße m emer Stadt m Kram gelegen ist, wird auf mehrere Jahre m Pacht zu geben, oder nach Umständen sammt den dazu gehörigen Realitäten verkauft. Näheres im Zeitungs. Comptoir. Briefe werden unter Chiffer I. K. erbeten. Z. l043. (2) Ankündigung. Im Schrey'schen Hause Nr 2Z3, am Kunoschaftsplatze, rückwärts gegen das Se»mann'sche Haus, wird vom nächsten Samstageden 2).August angefangen,schönes Rind- und Kalbfleisch zu den gewöhnlichen Stunden ausgeschrottet und die verehrten Kunden gut bedient werden. Laidach am 20. August i85l. Z. IW5. (4) Die achte Verlosung des gräflich Waldstein'" Anlchens erfolgt Mittwoch den 16. October d. I. Weitere Verlosungen dieses Anlehens finden Statt: 9. Verlosung am i.T. Immer »853, 10 „ „ t.5. April N „ „ t3. Juli „ Usf. Dabei werden Gewinne gemacht von ft. 3<>,»»V, «H ^>F> T»,«OO, KKMOO, «V,«HO» bis zur geringsten Prämie von 30 st. in C, M. Die Auszahlung der Gewinne erfolgt durch das biesiae Großhandlungshaus Mnwn G. Tina. ^ Wien im August 1851. ________________.D. Znmer zc Gomp. Z, 1016. (I) I_^___ Am 3O. August, Vormittag » Uhr, wird zu Freudenthal nächst Oberlmbach eme be St tt 'von^ Baum» ,'w' der ^ <^N !"^ I4 Zoll, und m der Lange von H-R4 Klafter parthlenwei e, aeaen aleich bare BezaMng an dle Meistbietenden veräußert werden. Sämmtliche Stämme sind in den Wintermo-naten gestockt, und knapp ander nackOberlaibach führenden Bczirkssttaßc stivirt GLaib. Ztg. Nr. ,93 vom 23. Aug. 1951.)